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Siltronic AG — Annual Report 2017
Mar 21, 2018
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Annual Report
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Siltronic AG
München
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
Geschäftsbericht 2017
Wachstum mit Wafern
Konzern-Kennzahlen
Siltronic AG
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 | |
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | 1.177,3 | 933,4 | |
| Bruttoergebnis | 370,3 | 171,9 | |
| Bruttomarge | % | 31,5 | 18,4 |
| EBITDA | 353,1 | 146,0 | |
| EBITDA-Marge | % | 30,0 | 15,6 |
| EBIT | 235,7 | 27,0 | |
| EBIT-Marge | % | 20,0 | 2,9 |
| Finanzergebnis | - 8,5 | - 11,1 | |
| Ertragsteuern | - 35,0 | - 7,2 | |
| Periodenergebnis | 192,2 | 8,7 | |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 6,18 | 0,40 |
| ROCE | % | 31,3 | 3,7 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 123,2 | - 88,8 | |
| Free-Cashflow | 169,6 | 19,0 | |
| Netto-Cashflow | 124,8 | 39,6 | |
| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | 1.252,4 | 1.056,8 | |
| Eigenkapital | 637,9 | 425,3 | |
| Eigenkapitalquote | % | 50,9 | 40,2 |
| Nettofinanzvermögen | 342,1 | 175,0 | |
| Mitarbeiter (ohne Zeitarbeitnehmer) | 3.730 | 3.757 |
Wachstum mit Wafern
Siltronic ist einer der weltweit führenden Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium mit einem Durchmesser bis 300 mm und Partner vieler führender Chiphersteller. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk hochmoderner Produktionsstätten in Asien, Europa und den USA. Siliziumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik und bilden die Basis für Halbleiterchips z. B. in Computern, Smartphones, Navigationssystemen sowie in vielen anderen Anwendungen. Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die künftige Steigerung des Unternehmenswerts.
Zahlen und Fakten
Ein kurzer Streifzug durch die Welt der Siltronic-Wafer:
Siltronic stellt 2 m2 Waferfläche pro Minute her.
2.000 verschiedene Kundenspezifikationen werden von Siltronic bedient.
Wo Wafer zu finden sind
Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist hochreines Silizium der Rohstoff der Wahl in der Mikroelektronik. Als Basis nahezu aller Halbleiterbauelemente bildet es weltweit die Grundlage der Elektronikindustrie. Angetrieben durch Megatrends wie Digitalisierung oder der zunehmenden Elektromobilität finden sich Wafer in einer Vielzahl an Produkten.
In dynamischen Märkten gefragt
Megatrends wie Digitalisierung, Vernetzung und Mobilität halten die Nachfrage nach Wafern auf hohem Niveau. Die Dynamik der Märkte wissen wir für uns zu nutzen und treiben technologische Entwicklungen mit innovativen Produkten voran - für weiteres Wachstum mit Wafern.
Von Überkapazitäten und Preisdruck zu Vollauslastung und Preissteigerung: Diesen Weg hat unsere Branche innerhalb des letzten Jahrzehnts beschritten. Mittlerweile übersteigt die Nachfrage nach Wafern anhaltend das Angebot, wodurch sich auch die Preise nach oben entwickeln. Zwischen Ende 2016 und Ende 2017 stieg der Durchschnittspreis über das gesamte Produktspektrum von Siltronic um mehr als 30 Prozent. Und es kommt noch ein weiterer Pluspunkt hinzu: Unter anderem durch erfolgreiche Effizienzmaßnahmen konnten wir die variablen Herstellungskosten je Waferfläche reduzieren, was sich zusätzlich positiv auf unser Ergebnis auswirkt.
Kleiner, schneller, smarter - und kein Ende in Sicht
Was sind die Gründe für den Aufwärtstrend? Ein wesentlicher Faktor liegt in der Diversifizierung der Märkte. Noch vor zwanzig Jahren ging mehr als die Hälfte des Halbleiterabsatzes an die Computerindustrie. Heute treibt die rasant wachsende Vielfalt an immer neuen elektronischen Geräten und Anwendungen in unterschiedlichsten Bereichen den Bedarf an Chips voran. Entsprechend begehrt ist das wichtigste Vorprodukt der Halbleiterindustrie: hochwertige und leistungsfähige Siliziumwafer.
Ein Blick auf die größten Wachstumstreiber führt von globalen Megatrends wie Automatisierung, Miniaturisierung und Mobilität bis hin zur Alltagstechnologie in jedem einzelnen Haushalt oder Fahrzeug. Im "Internet der Dinge" (siehe Faktenbox) werden Prozesse zunehmend digitalisiert, immer kleinere Maschinen interagieren verstärkt mit dem Menschen, ganze Anlagen kommunizieren direkt miteinander. Das alles geht mit steil ansteigenden Datenmengen einher, die übermittelt, verarbeitet und gespeichert werden müssen. Der weltweite Datenverkehr wird in den kommenden Jahren weiter an Fahrt gewinnen und laut Prognosen wie dem Cisco Visual Networking Index (VNI) im Jahr 2021 über drei Zettabyte erreichen. In Bytes gerechnet ergibt das eine beeindruckende Zahlenkolonne von einer Drei mit 21 Nullen. Und für all dies ist eines unverzichtbar: Wafer aus Silizium.
300 Millimeter - auf der Produktion von Wafern dieses Durchmessers liegt unser strategischer Fokus.
Faktenbox
Internet der Dinge
Der Begriff beschreibt das Konzept, dass (Alltags-) Gegenstände mit dem Internet verbunden werden. Untereinander vernetzt, können sie intelligent kommunizieren und Prozesse koordinieren. Die Dimensionen reichen dabei vom Haushaltsgerät wie einem smarten Kühlschrank, der selbstständig Lebensmittel nachbestellt, über autonomes Fahren bis hin zur Vision einer Smart City, in der zum Beispiel Verkehr, Energieversorgung und Gebäude vernetzt sind. Auf industrieller Ebene können ganze Produktionsanlagen und logistische Abläufe automatisiert und somit effizienter gestaltet werden ("Industrie 4.0").
Verborgene Herzstücke der Alltagstechnologie
Die Wahrscheinlichkeit, in einem Smartphone Silizium von Siltronic zu finden, ist sehr hoch. Unzählige weitere Technologien, die uns im täglichen Leben begleiten, können nur mit Bauteilen auf Wafer-Basis funktionieren. Ein Blick unter die Oberfläche zeigt, wo unsere Produkte überall Anwendung finden.
Siliziumwafer bilden die Grundlage für Halbleiter und somit für die Digitalisierung des Alltags. Als einer der führenden Hersteller von Wafern für die Halbleiterindustrie weltweit trägt Siltronic mit seinen Produkten wesentlich zu dieser dynamischen Entwicklung bei. Am deutlichsten spüren wir sie in den Bereichen Automobil, Energie, Industrie, Informatik und mobile Elektronik. Hier sehen wir für die kommenden Jahre auch das größte Potenzial.
Intelligente Energiezukunft
Um dieses Potenzial etwas greifbarer zu machen, blicken wir beispielsweise auf das Thema Energie. Die grundsätzliche Rechnung ist einfach: Der Zuwachs an immer leistungsstärkeren Geräten und Anlagen geht mit höherem Energiebedarf einher. Und je mehr Energie und Leistung, desto mehr Silizium wird benötigt.
Insbesondere der Umbau des Energiesystems weg von fossilen hin zu erneuerbaren Ressourcen ist eng an einen wachsenden Silizium-Bedarf gekoppelt. Die Anzahl dezentraler Erzeuger wie beispielsweise Solaranlagen steigt sprunghaft. Diese gilt es im Sinne eines stabilen Netzes zusammen mit Speichertechnologien in ein intelligentes Gesamtsystem einzubinden.
Von der Energiewende ist es nur ein kleiner Sprung zur Elektromobilität: Batteriebetriebene Fahrzeuge koppeln die Sektoren Energie und Verkehr - und dienen selbst als mobile dezentrale Energiespeicher. Die Weichen dafür, dass in dieser Technologie die Mobilität der Zukunft liegt, sind gestellt. Auch in E-Fahrzeugen spielen Halbleiter eine zentrale Rolle - vom elektrischen Antrieb über das Batteriemanagement bis hin zu vielen weiteren elektrisch betriebenen Systemen.
Wafer-Fläche von mehr als 180 Fußballfeldern
Das Smartphone ist für die meisten Menschen längst zum Begleiter in allen Lebenslagen geworden. Telefonieren, e-mailen, Videos streamen, chatten, informieren, organisieren, einkaufen, buchen, navigieren: Immer mehr Funktionen und Apps erweitern praktisch täglich die Anwendungsmöglichkeiten. Für Siltronic sind Smartphones ein wichtiges Wachstumsfeld. Jedes Gerät enthält durchschnittlich etwa 10 Quadratzentimeter Siliziumfläche. Pro Jahr gehen rund 1,3 Millionen Quadratmeter Waferfläche in deren Produktion - das ist etwa ein Viertel der weltweit produzierten Waferfläche und entspricht einer Fläche von mehr als 180 Fußballfeldern.
Trendwende bei der Festplattentechnologie
Im Computerbereich profitieren wir von einem Trend, der den Siliziumbedarf weiter befeuert: Solid State Drives (SSDs) laufen klassischen Festplatten, den Hard Disc Drives (HDDs), als Massenspeicher zunehmend den Rang ab. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IHS Markit Technology stieg die Nachfrage nach SSDs im Jahr 2017 um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr
Der Unterschied liegt in der Funktionsweise: Während die HDDs aus rotierenden Magnetscheiben und einem Lesekopf bestehen, wird bei SSDs auf mechanische Teile verzichtet. Die Speicherung bei den sogenannten Flash-Speichern funktioniert ähnlich wie beim USB-Stick über Halbleiter. Sie benötigen durchschnittlich 30 Quadratzentimeter Silizium.
SSDs bringen gleich mehrere Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Festplatten mit sich: Sie sind robuster, leichter, effizienter, leiser und vor allem deutlich schneller.
Waferfläche im Automobil wächst
Wer in Gedanken erst in einem alten VW Käfer und dann in einem heutigen Neuwagen Platz nimmt, erfährt eine sehr anschauliche Erläuterung des Begriffs "Technologiesprung". Wo früher spartanische Leere herrschte, sind nun nahezu alle Fahrzeugbestandteile elektronikgetrieben oder zumindest -unterstützt. Das Thema Elektromobilität ist auf dem Vormarsch, autonomes Fahren längst keine ferne Zukunftsvision mehr. Gute Aussichten für den Silizium-Bedarf: Die Waferfläche in automobilen Anwendungen wird bis 2020 um circa 7 Prozent wachsen (Quelle: IHS Markit Technology (Q1 '18 Update)).
Wegbereiter für technologischen Fortschritt
Waferhersteller wie Siltronic machen Technologiesprünge überhaupt erst möglich. Mit unserer einzigartigen Verbindung aus Innovationskraft und Präzision schaffen wir die Voraussetzungen, damit Geräte und Anwendungen immer leistungsfähiger, effizienter und schneller werden.
In Siltronic-Produkten stecken 55 Jahre Wafer-Kompetenz. 1962 entwickelten wir unseren ersten Siliziumwafer. Das Potenzial dieser Technologie haben wir früh erkannt und strategisch in sie investiert. Heute umfasst das Sortiment ein breites Spektrum an unterschiedlichen Durchmessern sowie Oberflächenbeschaffenheiten: Es reicht von nicht polierten über polierte bis hin zu epitaxierten Scheiben mit einem Durchmesser bis 300 Millimeter. Um für jede Anwendung die optimalen Materialeigenschaften zu realisieren, stehen zahlreiche verschiedene Prozesse zur Verfügung.
Diese Vielfalt ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Unsere Fähigkeit, uns flexibel auf spezifische Anforderungen einstellen zu können, schätzen insbesondere unsere anspruchsvollen Kunden der globalen Halbleiterindustrie, darunter die Top 20 der Branche. Denn die Kristalleigenschaften der Wafer sind für die jeweilige Funktion der Halbleiterbauteile von entscheidender Bedeutung. Entsprechend eng ist die Zusammenarbeit, um aktuellen Herausforderungen zu begegnen und sich gemeinsam frühzeitig auf Trends einzustellen oder - besser noch -ihnen ein Stück voraus zu sein.
Unsere innovativen Siliziumwafer sind zum einen das Ergebnis unseres eigenen Antriebs, Prozesse und Produkte immer weiter zu verbessern. Zum anderen geben die schnelllebigen Märkte, in denen wir agieren, in kurzen Abständen immer neue Maßstäbe vor. Im Zuge dieser Design Rules verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre die Anzahl der Halbleiterschaltkreise pro Wafer. Dabei verschärfen sich die Materialanforderungen an den Wafer jeweils um circa 30 Prozent. Wer bei diesem hohen Entwicklungstempo zur Spitzengruppe gehören will, braucht schnelle und effiziente Prozesse, die niemals Kompromisse in puncto Qualität zulassen.
»20 Nanometer Höhe auf einem Wafer entsprechen vom Verhältnis her ungefähr einem Laubblatt, das auf der Oberfläche des Chiemsees schwimmt.«
Eine Generation voraus
Unser Anspruch ist, technologieführend bei der Entwicklung und Produktion hochspezialisierter Wafer aus Reinstsilizium zu sein. Für uns heißt das, dass wir der Technologie-Roadmap unserer Kunden immer eine Generation voraus sein wollen.
Da wir in einem intensiven Wettbewerb stehen, bedeutet Innovationsführerschaft niemals Stillstand, sondern einen permanenten Wettlauf um Qualitätsverbesserungen sowie die Entwicklung und den Einsatz neuer Materialien, Technologien und Verfahren. Dies stellen wir durch umfangreiche Aktivitäten in der Forschung & Entwicklung, modernste Produktionsstätten, eine konsequente Null-Fehler-Strategie und vor allem durch hoch qualifizierte Mitarbeiter sicher.
Mehr als 400 Ingenieure in den Bereichen Prozesstechnologie, Metrologie, IP und Innovation an unseren Standorten weltweit halten das Innovationslevel hoch. Ein Beleg dafür sind die über 1.700 erteilten und angemeldeten Patente aus dem Hause Siltronic. Wir gehörten zu den ersten Anbietern, die 300-Millimeter-Wafer geliefert haben, und garantieren heute eine Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen 300-Millimeter-Wafers aus unserer Produktion.
Taktgeber der Wafer-Entwicklung
Design Rules geben vor, welche Parameter erfüllt sein müssen, damit die nächste Generation von Transistoren auf einem Computerchip hergestellt werden kann. Angegeben werden die Breiten der kleinsten Strukturen auf den Chips, in denen sich auch die enorme Entwicklungsgeschwindigkeit widerspiegelt: Ende der 1980er-Jahre war die Design Rule 800 Nanometer, mittlerweile sind wir bei 8 nm angekommen -also um den Faktor 100 kleiner.
Kontinuierlich arbeiten unsere Teams daran, die Vorgaben der Design Rules umzusetzen - teilweise laufen Optimierungsprozesse an über fünfzig Waferparametern gleichzeitig. Gerade hinsichtlich der Wafergeometrie konnten wir in den letzten zwei Jahren weitere erhebliche Verbesserungen erzielen und versetzen uns somit in die Lage, auch künftigen anspruchsvollen Spezifikationen gerecht zu werden. So darf die maximale Erhebung auf einem Wafer zum Beispiel nur 20 Nanometer betragen. Wie flach das ist, zeigt ein Größenvergleich: 20 Nanometer Höhe auf einem Wafer entsprechen vom Verhältnis her ungefähr einem Laubblatt, das auf der Oberfläche des Chiemsees schwimmt.
Heute legt jeder Chiphersteller die Zeitachse für die Einführung einer neuen Design Rule in seiner Fertigung fest, wobei mit einem definierten Vorlauf geeignete Wafer für die Prozessentwicklung benötigt werden. Neben den technologischen Spezifikationen ist also die zeitliche Planung entscheidend. Nach diesem Zeitfenster richten sich die Entwicklungstätigkeiten bei Siltronic. Typischerweise starten sie bereits mehr als drei Jahre vor der Massenfertigung. Aktuell befinden wir uns in der Entwicklungsphase für die Design Rule 5 nm, die ab 2020 marktreif sein soll.
Erfolgsfaktor Effizienz
Durch Kostensenkungsprogramme ist es uns gelungen, seit 2013 rund 200 Millionen Euro einzusparen. Was uns dabei auszeichnet, ist Konsequenz und Augenmaß. Wichtige Stellschrauben sehen wir darin, die Produktivität von Anlagen und Mitarbeitern zu steigern, eingesetzte Rohstoffe besser zu nutzen und im Einkauf zu sparen.
Die "Kosten-Roadmaps", unsere langfristig angelegten Programme zur Kostensenkung, haben auf vielen Ebenen des Unternehmens schon die gewünschten Erfolge gebracht - und begleiten uns weiterhin. Denn der Effizienzgedanke ist und bleibt bei Siltronic eine feste Säule sämtlicher Prozesse, ganz gleich, ob es um den Technologieeinsatz, Investitionsentscheidungen oder Nachhaltigkeit geht.
| ― | Seit 2009 konnten wir in Deutschland im Bereich der 300-Millimeter-Fertigung durch gezielte Investitionen in Automatisierung sowie neue Ziehanlagen Leistung und Ertrag erhöhen und eine Steigerung der Mitarbeiterproduktivität um mehr als 100 Prozent erzielen. |
| ― | Wir optimieren kontinuierlich unsere Prozessabläufe zur Verringerung der eingesetzten Roh- und Hilfsstoffe. Dadurch verzeichnen wir unter anderem geringere Abfallmengen sowie reduzierte Energie- und Wasserverbräuche. |
| ― | Um Potenziale zur Kostensenkung im Einkauf auszuschöpfen, ergänzen wir unsere Lieferantenliste um Alternativen und verhandeln bessere Konditionen mit bestehenden Zulieferern. |
Siltronic setzt Maßstäbe in Sachen Effizienz
Der moderne Anlagenpark verfügt über einen hohen Automatisierungsgrad, was standardisierte Abläufe und einen optimierten Produktionsfluss ermöglicht. In Verbindung mit unserer konsequenten Qualitätssicherung halten wir so die Ausbeute hoch und die Nachbesserungsquote niedrig. Zusätzlich sorgen wir durch verschiedene Maßnahmen für geringe Energiekosten, steigern den Wiederverwendungsanteil von Verpackungen und profitieren von wettbewerbsfähigen Laborkosten.
In Singapur betreibt Siltronic die derzeit fortschrittlichsten Produktionsanlagen für 200- und 300-Millimeter-Wafer. Ausgereifte Prozesse mit hohen Verfügbarkeiten auch bei anspruchsvollsten Spezifikationen sind Beleg für unsere führende Technologie und für Effizienz: So liegen die variablen Stückkosten pro 300-Millimeter-Wafer rund 15 Prozent unter dem Industriedurchschnitt.
Wachstum mit Wafern
Externe und interne Faktoren stehen für Siltronic in einem guten Verhältnis: Wir haben unser Unternehmen strategisch wie auch geografisch so aufgestellt, dass wir von günstigen Marktbedingungen optimal profitieren können.
Führende Marktposition
Konzentration auf Spitzentechnologie, Qualität und Innovation, kompromisslose Fehlervermeidung, konsequente Ausrichtung auf Effizienz - auf diese Weise haben wir uns in eine erstklassige Marktposition und somit für künftiges Wachstum in Stellung gebracht. Wir zählen zu den Top-5-Herstellern von Wafern aus Reinstsilizium und sind ein etablierter Lieferant für die Top-20-Verbraucher von Wafern für die Halbleiterindustrie.
Weltweites Netzwerk
Zu unserem globalen Netzwerk gehören Vertriebsstandorte und hochmoderne Produktionsstätten in Deutschland, Asien und den USA. Diese weltweite Präsenz ermöglicht die enge Kooperation und Abstimmung beim Design und bei der Produktentwicklung. Zugleich sind dadurch schnelle Reaktionen auf Kundenanfragen und direkte Lieferwege sichergestellt.
Vielversprechende Aussichten
2017 hat gezeigt, wie sich die aktuelle Marktsituation für Siltronic auszahlt. Was für uns aber noch viel entscheidender ist: Den wachsenden Silizium-Bedarf sehen wir nicht als kurzfristigen "Hype", sondern als langfristigen Trend. Für hervorragende Perspektiven sorgen neue Materialien, Technologien und Anwendungen - manche davon noch fern am Horizont, andere an der Schwelle zur Markteinführung. Unsere innovationserfahrenen Teams haben jede dieser Entwicklungen rund um den Globus auf dem Radar und halten uns immer am Puls der Zeit.
Virtual Reality
Eintauchen in digitale dreidimensionale Welten: Die Virtual-Reality-Technologie nimmt Fahrt auf und bietet vielversprechende Perspektiven in zahlreichen Anwendungsgebieten.
Technologieentwicklungen treiben auch künftig die Wafer-Nachfrage
| ― | Die Wirklichkeit in einer vollständig virtuellen Umgebung in Echtzeit wahrnehmen - das ist kurz gesagt Virtual Reality (VR). Dieser Trend macht derzeit große Fortschritte. Längst keine "technische Spielerei" mehr, eröffnet VR neue Möglichkeiten in den Bereichen wie Kommunikation, Entertainment, Trainings- und Simulatoranwendungen. VR erfordert hohe Auflösung, High-Frame-Rate-Monitore, mehr Speicherkapazität und zahlreiche Sensoren. |
| ― | Aufgrund stetig wachsender Datenmengen steigen die Anforderungen an Speicherkapazitäten rasant. Allerdings sind bei den etablierten Speichertechnologien die Grenzen der Skalierbarkeit bereits absehbar. Die Entwicklungsarbeit zu neuen Konzepten läuft daher auf Hochtouren; weitere Markteinführungen werden innerhalb der nächsten Jahre erwartet. Doch das ist nur ein Zwischenstopp: Auf dem Sektor Speicher wird der Bedarf auch in Zukunft weiter steigen. |
| ― | Im Bereich der künstlichen Intelligenz sorgt Deep Learning für große Entwicklungssprünge. Inspiriert vom menschlichen Gehirn, geht es bei dieser speziellen Methode der Informationsverarbeitung darum, auf Basis riesiger Datenmengen Muster zu erkennen, Schlüsse zu ziehen und das Erlernte wiederum mit neuen Inhalten zu verknüpfen. Ob Bilderkennung, Sprachverarbeitung oder autonomes Fahren - schon heute ist künstliche Intelligenz im Alltag praktikabel und kommerziell nutzbar und wird durch laufende Weiterentwicklung künftig in neue Anwendungsbereiche vordringen. |
| ― | In der Mikrosystemtechnik (Micro-Electro-Mechanical System MEMS) werden die Möglichkeiten der Halbleiterwerkstoffe um mechanische Funktionen erweitert. Immer mehr dieser Bauteile mit kleinsten Abmessungen kommen in Bereichen zum Einsatz, in denen es um die Verbindung von Elektronik und Sensoren bzw. Aktoren geht - beispielsweise in der Medizin, Logistik, bei Automobilanwendungen oder Sicherheitstechnik. |
Brief an die Aktionäre
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter,
ein ereignisreiches Geschäftsjahr liegt hinter der Siltronic AG. Wir sind stärker gewachsen und konnten unsere EBITDA-Marge stärker steigern als zu Beginn des Geschäftsjahres erwartet. Mit der Abgabe weiterer Aktien durch die Wacker Chemie AG werden wir seit März 2017 nicht mehr im Wacker Chemie-Konzern konsolidiert. Und wir haben eine Dividendenpolitik beschlossen, die eine Ausschüttung von circa 40 Prozent des Konzerngewinns vorsieht.
Wir haben uns 2017 sehr gut entwickelt. Die Impulse in der Halbleiterindustrie waren unvermindert positiv. Die Nachfrage nach unseren Wafern war höher als unsere Produktionskapazität. In diesem Marktumfeld konnten wir die durchschnittlichen Verkaufspreise für unsere 200 mm- und 300 mm-Wafer deutlich erhöhen. Der gute Geschäftsverlauf führte dazu, dass wir unsere Prognose für das Gesamtjahr 2017 sowohl mit der Veröffentlichung der Q1-Zahlen als auch der Q2- und Q3-Zahlen nach oben korrigiert haben. Die letzte Prognose vom Oktober 2017 haben wir zum Jahresende noch übertroffen. Der Umsatz stieg auf EUR 1.177,3 Mio., die EBITDA-Marge auf 30,0 Prozent und unser Netto-Cashflow auf EUR 124,8 Mio.
Das Ergebnis je Aktie ist auf EUR 6,18 gestiegen. Das soll auch unseren Anteilseignern zugutekommen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 19. April 2018 eine Dividende von EUR 2,50 je Aktie vorschlagen.
Unsere erfahrenen und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für diesen Erfolg. Wir möchten Ihnen allen an dieser Stelle herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz danken. Die Siltronic AG ist als globales Unternehmen in einem internationalen Markt und multikulturellen Umfeld tätig. Wir beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Nationen und sind stolz auf die Vielfalt in unserem Unternehmen. Wir sehen die Verschiedenheit der Menschen als Bereicherung.
Aufgrund der Preiserhöhungen bei unseren Wafern haben wir ein Preisniveau erreicht, das Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten für 300 mm-Wafer erlaubt. Wir haben daher beschlossen, bis Mitte 2019 Kapazitäten für rund 70.000 zusätzliche 300 mm-Wafer pro Monat aufzubauen. Diese Erhöhung erlaubt es uns, das Marktwachstum analog zu unserem Marktanteil zu begleiten. Die Investitionen für diese geplanten Maßnahmen werden sich auf rund EUR 140 Mio. belaufen. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir notwendiges Produktionsequipment in Auftrag gegeben und bereits Anzahlungen in Höhe von rund EUR 30 Mio. an Lieferanten geleistet.
Unsere Investitionen 2018 werden sich insgesamt auf rund EUR 240 Mio. bis 260 Mio. belaufen. Dies beinhaltet neben den genannten Investitionen in zusätzliche Kapazitäten auch Investitionen in Capabilities und die weitere Automatisierung an den deutschen Standorten sowie eine neue Ziehhalle in Singapur für einen möglichen weiteren Kapazitätsausbau.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Siltronic ist unsere technologische Kompetenz. Wir streben danach, alle neuen Spezifikationen unserer Kunden und die neuesten Design Rule-Entwicklungen von Anfang an zu begleiten, um unsere Position als einer der Technologieführer im Wafermarkt zu festigen. Wir überlassen bei der Qualität unserer Produkte und bei unseren Prozessen nichts dem Zufall.
Zum anderen arbeiten wir daran, unsere Kostenposition gerade im Hinblick auf den asiatischen Wettbewerb kontinuierlich zu verbessern. So konnten wir in den letzten Jahren unsere variablen Herstellungskosten für 300 mm-Wafer kontinuierlich reduzieren. Wir sind überzeugt, dass unser 300 mm-Werk in Singapur zu den wettbewerbsfähigsten im Markt zählt.
Die Wacker Chemie AG hat im März 2017 weitere Aktien der Siltronic AG abgegeben und ihren Anteil auf 30,8 Prozent verringert. Damit ist sie immer noch größter Aktionär unseres Unternehmens und zugleich ein wichtiger Lieferant von Polysilizium und diversen Dienstleistungen, vor allem am Standort Burghausen. Wir haben in den vergangenen Jahren große Erfolge bei der Verbesserung unserer Profitabilität erzielt und unsere Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit signifikant erhöht. Dies haben wir auch durch eine gute Kooperation mit einer starken Muttergesellschaft erreicht. Dafür sind wir dankbar. Heute sehen wir uns sehr gut aufgestellt, um künftige Herausforderungen als eigenständiger Konzern zu meistern. Wir haben eine starke Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 50,9 Prozent und ein Nettofinanzvermögen von EUR 342,1 Mio.
Als Siltronic-Konzern sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Nachhaltigkeit und der bewusste Umgang mit Ressourcen stehen bei uns schon viele Jahre im Fokus. Für das Geschäftsjahr 2017 berichten wir zum ersten Mal außerhalb des Wacker Nachhaltigkeitsberichts über unsere CSR-Maßnahmen (Corporate Social Responsibility). Den Nichtfinanziellen Bericht finden Sie ab / 84.
Das gute Marktumfeld und auch die erfreulichen Unternehmenszahlen haben sich sehr positiv auf den Verlauf unseres Aktienkurses ausgewirkt. 2017 ist der Siltronic-Aktienkurs um 175 Prozent auf EUR 121,30 gestiegen. Zahlreiche Gespräche mit Investoren auf Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen haben dazu beigetragen, das Profil des Unternehmens zunehmend am Kapitalmarkt zu schärfen. Heute gehören wir gemessen an der Marktkapitalisierung zu den 10 größten Werten im TecDAX.
Sie kennen unsere Strategie: Wir wollen das Marktwachstum im Waferbereich analog zu unserem Marktanteil begleiten und unsere Technologieführerschaft weiter stärken. Der Halbleitermarkt bleibt in gewissem Maße zyklisch und wir erwarten, dass sich die extrem hohe Nachfrage nach Wafern im Laufe der kommenden Jahre normalisieren wird. Zeitgleich werden bis Mitte 2019 neue 300 mm-Kapazitäten durch uns und unsere Wettbewerber aufgebaut. Die zurzeit angekündigten Maßnahmen werden aus heutiger Sicht jedoch nicht ausreichen, um die Nachfrage komplett abzudecken. Für das Jahr 2018 sind keine neuen 300 mm-Kapazitäten angekündigt, sodass die Angebots-Nachfrage-Situation eng bleiben wird. Dieses positive Umfeld wird zu weiteren Preiserhöhungen bei Wafern führen.
Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir derzeit von einem Umsatz von deutlich über EUR 1,3 Mrd. und einer EBITDA-Marge nahe 40 Prozent aus. Die Abschwächung des US-Dollars gegenüber dem Euro bedeutet für uns einen Gegenwind und ist in dieser Prognose bereits berücksichtigt. Unser Netto-Cashflow wird trotz der Investitionen in zusätzliche Kapazitäten deutlich über dem Vorjahr bleiben.
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, wir danken Ihnen, dass Sie uns auf unserem Weg begleitet und uns Ihr Vertrauen geschenkt haben. Seien Sie versichert, dass unsere Ziele für die kommenden Jahre ambitioniert bleiben.
Wir danken auch unseren Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, 2018 erfolgreich zu gestalten.
Herzlichst
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir blicken auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Dank einer sehr hohen Auslastung ist es dem Unternehmen im Berichtsjahr gelungen, den Umsatz und das Ergebnis signifikant zu steigern. Dabei wurden die Anfang des Jahres formulierten Erlös- und Gewinnziele deutlich übertroffen. Das Unternehmen profitierte von einem exzellenten Marktumfeld. Insbesondere die hohe Nachfrage nach Bauelementen für Speicheranwendungen verschärfte die Knappheit auf dem Wafer-Markt weiter, wodurch Siltronic ein höheres Preisniveau realisieren konnte.
Die Vorzeichen für eine Fortsetzung der erfreulichen Entwicklung im Geschäftsjahr 2018 stehen gut. Der Halbleitermarkt wird dank hoher Investitionen unserer Kunden auch weiterhin deutlich wachsen. Eine Abschwächung des Nachfragebooms nach Wafern ist nicht abzusehen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor wird sein, die technologische Kompetenz des Unternehmens im Hinblick auf immer komplexere Kundenspezifikationen weiter voranzutreiben. Gleichzeitig gilt es, die notwendigen Schritte für einen behutsamen Kapazitätsausbau, der ein Wachstum entsprechend dem Marktanteil von Siltronic ermöglichen soll, konsequent und präzise abzuarbeiten.
Siltronic feiert im Jahr 2018 sein fünfzigjähriges Bestehen. Zu diesem besonderen Jubiläum ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt und bestens vorbereitet, um die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre fortzuschreiben. Dennoch gilt: Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, um uns als Unternehmen in dem hochdynamischen Halbleitermarkt dauerhaft zu behaupten. Verschärfte technologische Anforderungen unserer Kunden für Wafer, die für immer leistungsfähigere und energieeffizientere Computerchips verwendet werden, erfordern fortwährende Weiterentwicklungen und hohen Einsatz.
Kontinuierlicher Dialog mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2017 mit größtmöglicher Sorgfalt wahrgenommen. Dazu haben Vorstand und Aufsichtsrat vertrauensvoll im Unternehmensinteresse zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, dessen Tätigkeit überwacht und sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse sowohl schriftlich als auch mündlich eingehend und zeitnah über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und dessen strategische Weiterentwicklung sowie über die Risikolage, die Tätigkeit der internen Revision und Compliance-Themen. Der Aufsichtsrat bzw. die zuständigen Ausschüsse waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung frühzeitig eingebunden. Der Aufsichtsrat hatte stets Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Auch außerhalb der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Aufsichtsrats standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in engem Kontakt mit dem Vorstand und wurden über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsratsplenums
Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Sitzungen - je zwei im ersten und im zweiten Halbjahr - statt. Ein Aufsichtsratsmitglied konnte an einer Sitzung des Aufsichtsrats krankheitsbedingt nicht teilnehmen. Im Übrigen haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2017 teilgenommen.
In der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 1. März 2017 befassten wir uns unter anderem - unter Einbeziehung des Abschlussprüfers, der in der Sitzung anwesend war - eingehend mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie mit den zugehörigen Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht und billigten diese. Weiter legte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Präsidialausschusses und auf Basis der ermittelten Zielerreichung die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016 und die Ziele für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2017 fest.
Außerdem verabschiedeten wir den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung und beschäftigten uns mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 9. Mai 2017. Zudem berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2016 und den Beginn des Geschäftsjahres 2017.
In der Sitzung am 1. Juni 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Gang der Geschäfte. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Ausscheiden des Unternehmens aus dem Wacker Chemie-Konzern, da die ehemalige Konzernmutter im März ihre Beteiligung an Siltronic auf knapp 31 Prozent reduziert hatte. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Zielerreichung für die gesetzten Geschlechterquoten im Unternehmen. Der Aufsichtsrat entschied, für den Frauenanteil im Vorstand den aktuellen Stand als Zielgröße bis zum 30. Juni 2020 beizubehalten, da keine Erweiterung des Vorstands vorgesehen war.
In der Aufsichtsratssitzung am 14. September 2017 befassten wir uns mit dem Bericht des Vorstands zum Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft. Zudem berieten wir mit dem Vorstand über eine Dividendenpolitik und stimmten einer Erhöhung des Investitionsbudgets zu. Der Aufsichtsrat verlängerte vorzeitig - unter einvernehmlicher Aufhebung der Organbestellung und anschließender Neubestellung - die Amtszeit von Herrn Dr. von Plotho bis zum 31. Dezember 2021. Ferner beschloss der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Präsidialausschusses, das Vorstandsvergütungssystem und die Vorstandsverträge anzupassen, um insbesondere der neuen Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex zu entsprechen, wonach variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige - im Wesentlichen zukunftsbezogene - Bemessungsgrundlage haben sollen. In dieser Sitzung wurde auch die Höhe der Vorstandsvergütung überprüft und angepasst. Nähere Angaben enthält der Vergütungsbericht auf den Q 74. Der Aufsichtsrat überarbeitete die konkreten Ziele für seine Zusammensetzung und beschloss ein Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat sowie ein Diversitätskonzept für Vorstand und Aufsichtsrat. Ferner überprüfte der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und die Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie die Auswirkungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes auf die Berichterstattung des Unternehmens bildeten weitere Tagesordnungspunkte.
In seiner Sitzung am 30. November 2017 befasste sich der Aufsichtsrat, neben dem Bericht des Vorstands zum Gang der Geschäfte, mit der Planung des Siltronic-Konzerns für das Geschäftsjahr 2018 sowie mit der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2018 - 2020. Das vom Vorstand vorgestellte Budget 2018, einschließlich Finanz- und Investitionsplanung, wurde umfassend erörtert und verabschiedet.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Um seine Aufgaben effizient wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss, einen Präsidialausschuss, einen Nominierungsausschuss und den gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem das Aufsichtsratsmitglied Bernd Jonas vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Arbeit in den Ausschüssen. Sämtliche Ausschussmitglieder haben jeweils an allen Ausschusssitzungen teilgenommen.
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr vier Mal. Er beschäftigte sich mit den Personalangelegenheiten des Vorstands, dessen Vergütung und bereitete in diesem Zusammenhang die Beschlussfassungen des Aufsichtsratsplenums über die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung vor. Für die Bewertung der Vorstandsvergütung im horizontalen Marktvergleich hat der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 einen unabhängigen Vergütungsberater beauftragt. Auf Grundlage dieser Überprüfung hat der Präsidialausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, rückwirkend zum 1. Januar 2017 das Vorstandsvergütungssystem und die Vorstandsverträge zu modifizieren und die Vorstandsvergütung mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 anzupassen.
Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2017 zu vier Sitzungen zusammen und fasste einen schriftlichen Beschluss. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht. Zudem erörterte er die Quartalsmitteilungen und im Beisein des Abschlussprüfers den Halbjahresbericht und dessen prüferische Durchsicht. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung 2017 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Der Prüfungsausschuss erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte das Honorar des Abschlussprüfers fest. Der Ausschuss überwachte außerdem die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Dabei beschäftigte er sich insbesondere mit der Behandlung von Nichtprüfungsleistungen. Des Weiteren behandelte der Prüfungsausschuss den Rechnungslegungsprozess, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, Wirksamkeit und Feststellungen der internen Revision sowie das Compliance-System und ließ sich fortlaufend über Compliance-Themen sowie steuerliche Betriebsprüfungen berichten. Dem Prüfungsausschuss wurde zudem der Aufbau eines Tax-Compliance-Systems erläutert. Schließlich befasste sich der Ausschuss mit der Umsetzung modifizierter IFRS-Rechnungslegungsstandards, mit den Auswirkungen des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes und den Folgen der europäischen Abschlussprüfungsreform auf Prüfung und Bestätigungsvermerk.
Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht einberufen.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG für das Geschäftsjahr 2017, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zu Einzel- und Konzernabschluss (Bilanzstichtag 31. Dezember 2017) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss der Siltronic AG und der zusammengefasste Lagebericht für den Siltronic-Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.
Der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns, die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden zunächst als Entwurfsfassung in der Prüfungsausschusssitzung vom 21. Februar 2018 und schließlich in ihrer finalen Fassung in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 1. März 2018 jeweils in Gegenwart des Abschlussprüfers (vertreten durch die den Bestätigungsvermerk unterzeichnenden Prüfer Volker Specht und Damir Ratkovic, KPMG) eingehend diskutiert und geprüft. Der Prüfungsausschuss hat sich insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Der Abschlussprüfer stand dem Prüfungsausschuss und dem Gesamtaufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer hat auch das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 AktG geprüft und festgestellt, dass das Risikofrüherkennungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.
In der Aufsichtsratssitzung am 1. März 2018 hat der Aufsichtsrat zudem unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung 2018 verabschiedet. Dem lag die Erklärung des Prüfungsausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Siltronic AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zu erheben. Wir billigen daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist damit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von EUR 2,50 je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag schließt sich der Aufsichtsrat an.
Abhängigkeitsbericht
Bis zum 15. März 2017 hielt die Wacker Chemie AG direkt und indirekt mehr als 50 Prozent der Anteile an der Siltronic AG, bevor die Wacker Chemie AG ihre Beteiligung an der Siltronic AG auf knapp 31 Prozent reduzierte. Da zwischen diesen Gesellschaften kein Beherrschungs- und/oder Ergebnisabführungsvertrag geschlossen war, hat der Vorstand der Siltronic AG dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für den Zeitraum bis zur Anteilsreduktion vorzulegen. Der Abhängigkeitsbericht wurde vom Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Prüfungsbericht wurde den Aufsichtsratsmitgliedern ebenfalls rechtzeitig vom Abschlussprüfer übersandt.
Der Abhängigkeitsbericht und der hierzu erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden zunächst vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 21. Februar 2018 und schließlich vom Aufsichtsratsplenum in seiner Sitzung am 1. März 2018 erörtert und auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Dabei erläuterte der Vorstand den Abhängigkeitsbericht ausführlich und stand für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung. Der an beiden Sitzungen teilnehmende Abschlussprüfer (vertreten durch die den Bestätigungsvermerk unterzeichnenden Prüfer Volker Specht und Damir Ratkovic, KPMG) berichtete über seine Prüfung, insbesondere über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Prüfungsausschuss und Aufsichtsratsplenum haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat konnten sich so von der Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des Abhängigkeitsberichts, der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts oder des Prüfungsberichts sind nicht ersichtlich geworden.
Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat daher empfohlen, dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zuzustimmen und, da nach seiner Beurteilung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht des Vorstands zu erheben sind, eine entsprechende Beurteilung zu beschließen.
Der Aufsichtsrat ist der Empfehlung gefolgt und hat beschlossen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hatte außerdem keine Einwände gegen die Ergebnisse des Abschlussprüfers und hat dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zugestimmt.
Gesonderter Nichtfinanzieller Bericht
Aufgrund des Gesetzes zur Stärkung der nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen (CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz) ist die Siltronic AG erstmals für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtet, gesondert über nichtfinanzielle Aspekte ihrer Tätigkeit zu berichten. Das Unternehmen hat sich entsprechend den gesetzlichen Wahlmöglichkeiten entschieden, einen gesonderten zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht außerhalb des zusammengefassten Lageberichts zu erstellen, der Teil des Geschäftsberichts ist. Der Aufsichtsrat hat den Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, in seiner Sitzung am 14. September 2017 ferner mit der Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit über den zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht beauftragt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte ein uneingeschränktes Prüfungsurteil, wonach auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise keine Sachverhalte bekannt geworden sind, die sie zu der Auffassung gelangen lassen, dass der zusammengefasste nichtfinanzielle (Konzern-)Bericht der Siltronic AG für den Berichtszeitraum in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b, 315c i.V.m. 289c bis 289e HBG aufgestellt worden wäre. Der zusammengefasste nichtfinanzielle (Konzern-)Bericht und das Prüfungsurteil der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Der Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 21. Februar 2018 und der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. März 2018 haben den zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht intensiv diskutiert, geprüft und gebilligt. Anhaltspunkte für Beanstandungen des zusammengefassten nichtfinanziellen (Konzern-)Berichts oder der Beurteilung des Prüfungsergebnisses durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind nicht ersichtlich geworden.
Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
In der Aufsichtsratssitzung am 14. September 2017 wurde das Mandat von Herrn Dr. von Plotho als Mitglied des Vorstands und als Vorstandsvorsitzender - unter einvernehmlicher Aufhebung der Organbestellung und anschließender Neubestellung - vorzeitig bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Die ursprüngliche Bestellung von Herrn Dr. von Plotho wäre im September 2018 ausgelaufen. Im Hinblick auf die in der November-Sitzung anstehende Beschlussfassung über das Budget 2018 lagen aus Sicht des Aufsichtsrats besondere Umstände vor, die eine vorzeitige Wiederbestellung von Herrn Dr. von Plotho vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer erforderlich machten.
In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gab es im Geschäftsjahr 2017 keine Veränderung.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Siltronic AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz. Sie haben zu einem für Siltronic sehr erfolgreichen Jahr beigetragen.
München, 1. März 2018
Der Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siltronic AG
Siltronic an der Börse
Aktienmärkte befanden sich 2017 im Aufwärtstrend
Anfang des Jahres waren die Aktienmärkte aufgrund politischer Sorgen in Bezug auf die USA, Japan und Großbritannien noch von Nervosität geprägt. Tatsächlich erwiesen sich die meisten Sorgen jedoch als unbegründet und dem verbesserten politischen Umfeld entsprachen auch starke Fundamentaldaten. Trotz der Zinserhöhungen der US-Notenbank FED und der Reduktion der Quantitativen Lockerungs-Programme (QE) durch die FED und EZB ist die Volatilität der Aktienmärkte auf neue Tiefstände gefallen.
Sehr positive Kursentwicklung der Siltronic-Aktie
Die positiven Erwartungen über die Entwicklung der Halbleiterindustrie führten zu einer anhaltend positiven Kursentwicklung unserer Aktie. Während der Schlusskurs der Siltronic-Aktie am 30. Dezember 2016 im Xetra-Handel bei EUR 44,03 lag, stieg er im Laufe des Jahres 2017 kontinuierlich und lag am 29. Dezember 2017 bei EUR 121,30. Dies entspricht einer Kurssteigerung von 175,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs 2016. Die Marktkapitalisierung lag unter Zugrundelegung des Xetra-Schlusskurses bei EUR 3,6 Mrd.
Der Philadelphia Semiconductor Sector Index stieg im Vergleichszeitraum um 38,4 Prozent, der TecDAX um 39,6 Prozent.
Regional diversifizierte Aktionärsstruktur
Im März 2017 hat die Wacker Chemie AG weitere Aktien der Siltronic AG abgegeben und hält noch 30,8 Prozent. Damit ist Wacker weiterhin größter Aktionär. Der Streubesitzanteil ist auf 69,2 Prozent gestiegen. Die größten institutionellen Investoren zum 31. Dezember 2017 waren gemäß den uns vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen der Staat von Norwegen mit 5,30 Prozent und BlackRock mit 3,02 Prozent. Innerhalb des Streubesitzes, Stand Januar 2018, liegt mit 29 Prozent ein Großteil in den Händen von institutionellen Investoren in den USA, gefolgt von 26 Prozent im Vereinigten Königreich und 20 Prozent in Deutschland.
Der Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat lag zum 29. Dezember 2017 bei unter 1 Prozent.
Nachhaltige Investor Relations-Aktivitäten
Mit unserer Investor Relations-Arbeit haben wir seit dem Börsengang im Jahr 2015 die Bekanntheit der Siltronic AG weltweit erhöht. Wir wollen die Wahrnehmung der Aktie als attraktiven Wert auch in Zukunft weiter ausbauen. Durch eine kontinuierliche, offene und verlässliche Kommunikation über die Entwicklung und die strategische Ausrichtung der Siltronic wollen wir das Vertrauen der Anleger in die Aktie stärken und eine realistische und faire Bewertung der Aktie erreichen.
Der Vorstand und das Investor Relations-Team führten im Jahr 2017 diverse Roadshows in den Finanzzentren Europas, den USA und Asien durch und nahmen an Investorenkonferenzen in Deutschland, den USA und Asien teil. Daneben fanden zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen statt, in denen über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Markttrends informiert wurde.
Die Siltronic wurde zum 31. Dezember 2017 von fünf Analysten verschiedener Banken begleitet. Davon haben vier Analysten eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Ein Analyst hatte zum Halten der Aktie geraten. Eine Verkaufsempfehlung lag nicht vor. Das durchschnittliche Kursziel der Banken lag Ende Dezember bei EUR 140,00.
Aktuelle Daten und Informationen sind auf der Siltronic-Webseite www.siltronic.com unter Investor Relations veröffentlicht.
Rahmendaten zur Aktie
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| Erstnotiz | 11.06.2015 |
|---|---|
| Börsenplatz | Frankfurt |
| Marktsegment | Amtlicher Handel |
| Transparenzlevel | Prime Standard |
| Index | TecDAX |
| ISIN | DE000WAF3001 |
| Börsenkürzel | WAF300 |
| Streubesitz in % | 69,2 |
| Anzahl Aktien | 30.000.000 |
| Höchstkurs 20171) | EUR 140,10 |
| Tiefstkurs 20171) | EUR 43,84 |
| Schlusskurs 20171) | EUR 121,30 |
| Marktkapitalisierung zum 29.12.2017 | EUR 3,6 Mrd. |
1) Xetra-Schlusskurse
Corporate Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand berichtet im Folgenden - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance sowie gemäß § 289f HGB über die Unternehmensführung. Voraussetzung für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist das Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartner und Investoren. Wesentliche Grundlage dafür ist eine gute Corporate Governance im Sinne einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB
Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siltronic AG gemäß §161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2017 intensiv mit der Corporate Governance des Unternehmens und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 auseinandergesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14. September 2017 folgende Entsprechenserklärung abgegeben, die der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft (https://www.siltronic.com/ de/investoren/corporate-governance.html) dauerhaft zugänglich gemacht ist:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Siltronic AG erklären zu den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' (,Kodex') Folgendes:
1. Erklärung für die Zukunft
Die Siltronic AG wird den Empfehlungen des am 24. April 2017 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der nachfolgend genannten und begründeten Abweichungen entsprechen:
a. Selbstbehalt bei D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 3.8 Abs. 3)
Der Kodex sieht vor, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der dem gesetzlichen Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder in Höhe von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung entspricht. Gesetz und Satzung setzen dem Aufsichtsrat feste Grenzen, auf die Geschäftstätigkeit einer Aktiengesellschaft Einfluss zu nehmen. Nach § 76 Absatz 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand die Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Über die Mitwirkung des Aufsichtsrats an der Festlegung der Grundzüge der Unternehmensstrategie hinaus sind die Möglichkeiten des Aufsichtsrats zur Einwirkung auf deren Umsetzung oder das operative Geschäft begrenzt. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Abwendung von Schäden für das Unternehmen. Da darüber hinaus die Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergleich zur Vergütung des Vorstands, die sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt, lediglich eine relativ geringe feste Vergütung bekommen, halten wir die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht für sinnvoll.
b. Betragsmäßige Höchstgrenzen für die Vergütung des Vorstands (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6) und Festlegung eines angestrebten Versorgungsniveaus (Ziffer 4.2.3 Abs. 3)
Der Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Die Vorstandsverträge enthalten entsprechende Höchstbeträge für die feste und variable Vergütung. Für den Großteil der Vergütung wird der Empfehlung des Kodex demnach gefolgt. Hinsichtlich der Altersversorgung ist der Bruttobetrag der nach Eintritt des Versorgungsfalls zu zahlenden monatlichen Rente bezogen auf den arbeitgeberfinanzierten Anteil auf 50% der zuletzt von der Gesellschaft erhaltenen monatlichen Rate der Jahresgrundvergütung durch das neue vom Aufsichtsrat am 14. September 2017 beschlossene Vergütungssystem begrenzt worden (Rentencap) es wird jedoch - wie bisher - keine betragsmäßige Höchstgrenze für die gesamte Altersversorgung definiert, da insbesondere die Jahresgrundvergütung in der Zukunft möglicherweise angepasst wird. In der Folge kann auch keine Höchstgrenze für die Vorstandsvergütung insgesamt vereinbart werden. Aus gleichem Grund wird auch vorsorglich eine Abweichung zur Empfehlung erklärt, wonach der Aufsichtsrat bei Versorgungszusagen ein angestrebtes Versorgungsniveau festlegen soll.
c. Ausschluss nachträglicher Änderung der Erfolgsziele oder Vergleichsparameter (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 8)
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. September 2017 beschlossen, das Vergütungssystem für den Vorstand rückwirkend zum 1. Januar 2017 anzupassen, um der neuen Empfehlung des Kodex gemäß Ziff. 4.2.3 Abs. 2 S. 3 zu entsprechen, wonach variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben sollen, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll. Zur Umsetzung der neuen Empfehlung wurde der Anteil der mehrjährigen aktienorientierten Vergütung, die zukünftig in virtuellen Aktien (Phantom Stocks) gewährt wird, auf 51% der variablen Vergütung (Bonus) erhöht und der retrospektive Zeitraum der Bemessungsgrundlage des Bonus verkürzt. Durch die rückwirkende Umstellung des Vorstandsvergütungssystems wird einmalig für das Geschäftsjahr 2017 von der Empfehlung in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 8 des Kodex abgewichen, wonach eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter ausgeschlossen sein soll.
d. Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre (Ziffer 5.4.3)
Nach dieser Empfehlung sollen die Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz den Aktionären bekannt gegeben werden, obwohl der Aufsichtsrat in der Regel noch nicht gewählt ist. Das Gesetz sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats 'aus seiner Mitte' von den Aufsichtsräten zu wählen ist. Eine Bekanntgabe der Kandidaten für den Vorsitz aus dem Kreis von Aufsichtsräten, die noch nicht einmal gewählt sind, ist auch vom Gesetz nicht vorgesehen und würde darüber hinaus zu einer weiteren vom Gesetz nicht vorgesehenen faktischen Vorfestlegung führen. Aus diesen Gründen wird die Empfehlung nicht befolgt.
2. Erklärung für die Vergangenheit
Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 30. November 2016 entsprach die Siltronic AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit den oben unter 1. a), b) und d) genannten und begründeten Ausnahmen."
Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Gesellschaft beachtet die gesetzlichen Anforderungen an die Unternehmensführung. Sie folgt, mit den in der Entsprechenserklärung genannten Ausnahmen, sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Grundzüge des Compliance-Management-Systems
Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien und deren Beachtung im Konzern gehören bei Siltronic zu den Leitungs- und Überwachungsaufgaben. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, beschäftigt sich regelmäßig mit Fragen der Compliance und der Überprüfung des Compliance-Management-Systems.
Unser Compliance-Management-System soll Rechtsverstöße im Unternehmenskontext vermeiden, identifizieren und sanktionieren. Es wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von Siltronic. Das Unternehmen hat in Deutschland, den USA, Japan, Singapur und Taiwan Compliance-Beauftragte eingesetzt. Sie koordinieren die Compliance-Aktivitäten im Konzern, beraten zum Thema Compliance und sind Ansprechpartner für Fragen und Schulungen.
Mitarbeiter mit Kontakt zu Geschäftspartnern sind verpflichtet, eine E-Learning-Fortbildung zu Compliance zu absolvieren. Alle Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing müssen zudem eine Online-Schulung zum Kartellrecht durchlaufen.
Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. Jedem begründeten Verdacht geht Siltronic nach, untersucht den Vorgang und definiert Maßnahmen zur Behebung identifizierter Schwachstellen und gegebenenfalls Disziplinarmaßnahmen. Der Vorstand der Siltronic AG wird durch die Compliance-Organisation monatlich und anlassbezogen hierüber informiert.
Als geschützten Meldeweg hat Siltronic im Geschäftsjahr 2017 erstmals einen externen Ombudsmann bestellt, an den sowohl unsere Mitarbeiter als auch Dritte anonym Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften melden können. Die Kontaktdaten des Ombudsmanns sind auf unserer Homepage veröffentlicht. Einen weiteren Schwerpunkt der Compliance-Arbeit in dem Berichtsjahr bildete die Entwicklung eines neuen Code of Conduct im Dialog mit den Unternehmenseinheiten, der im November 2017 in Kraft getreten ist und die Verhaltenskodizes des Wacker Chemie-Konzerns ersetzt.
Verhaltenskodizes
Unser Code of Conduct bildet einen verbindlichen Orientierungsrahmen für gesetzmäßiges und verantwortungsvolles Handeln unserer Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit. Er gilt weltweit in allen Gesellschaften des Siltronic-Konzerns. Der Code of Conduct soll unsere Mitarbeiter für rechtliche Risiken sensibilisieren und bei ethischen Fragestellungen unterstützen. Er enthält konzernweit geltende Verhaltensregeln zur Korruptionsbekämpfung und zum Schutz des freien Wettbewerbs. Der Verhaltenskodex betont zudem die Bedeutung der Ausrichtung auf Qualität, Kundennutzen, Sicherheit sowie auf Gesundheits- und Umweltschutz. Im Rahmen des Code of Conduct bekennt sich Siltronic auch zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und einem nachhaltigen Handeln. Der Code of Conduct ist sowohl im unternehmensinternen Intranet als auch im Internet auf der Internetseite abrufbar (https://www.siltronic.com/de/unternehmen/compliance.html).
Des Weiteren orientiert sich Siltronic als Zulieferer der Elektronikindustrie an dem Verhaltenskodex der Responsible Business Alliance (früher: Electronic Industry Citizenship Coalition), mit dem führende Unternehmen der Elektronikindustrie weltweit soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein sowie ethische Geschäftspraktiken fördern möchten. Weitere Informationen zur Initiative sowie deren Verhaltenskodex finden sich im Internet unter http:// www.responsiblebusiness.org.
Zudem setzt Siltronic die zehn Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Die zehn Prinzipien des UN Global Compact sind im Internet einsehbar unter www.unglobalcompact.org.
Darüber hinaus folgt Siltronic den Grundsätzen der Responsible Care®-Initiative der chemischen Industrie (https://www.vci.de/ nachhaltigkeit/responsible-care/uebersichtsseite.jsp).
Im Jahr 2017 ist Siltronic zudem als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" beigetreten. Siltronic verpflichtet sich mit der Unterzeichnung, Chancengleichheit und Diversität aktiv umzusetzen und zu fördern. Informationen über die Charta finden sich im Internet unter https://www.charta-der-vielfalt.de/die-charta/.
Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Die Siltronic AG hat, wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, ein duales Führungssystem. Es besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung überwacht und berät. Die beiden Gremien sind hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft wie auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt.
Vorstand
Dem Vorstand gehören derzeit zwei Mitglieder an. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Siltronic AG bei allen Geschäften mit Dritten. Sein Handeln und seine Entscheidungen sind bestimmt durch das Unternehmensinteresse und orientieren sich am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Zu diesem Zweck bestimmt er die strategische Ausrichtung des Siltronic-Konzerns und steuert und überwacht diese durch die Allokation von finanziellen Mitteln, Ressourcen und Kapazitäten sowie durch die Begleitung und Kontrolle der operativen Geschäftseinheiten. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (Compliance) und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Dabei führt das einzelne Mitglied des Vorstands die ihm zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Der Vorstand tagt regelmäßig im Rahmen von Sitzungen, die vom Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet werden. Vorstandssitzungen müssen stattfinden, wenn es das Wohl der Gesellschaft erfordert. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit. Solange der Vorstand nur aus zwei Personen besteht, können Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden, dem Vorstandsvorsitzenden steht kein Stichentscheid zu.
Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und seines Werts. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Auch zwischen den Sitzungen hält der Aufsichtsratsvorsitzende Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, und berät über die wesentlichen Themen. Der Vorstand erläutert dem Aufsichtsrat Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen.
Bestimmte in der Geschäftsordnung für den Vorstand der Siltronic AG festgelegte Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu gehören unter anderem die Verabschiedung der Jahresplanung, einschließlich der Finanz- und Investitionsplanung, der Erwerb und die Veräußerung von Anteilen an Unternehmen, die Aufnahme neuer und die Aufgabe vorhandener Produktions- und Geschäftszweige sowie die Aufnahme großer langfristiger Kredite.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Gemäß Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammen. Die Amtsperiode der Mitglieder beträgt regelmäßig fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig. Ein Überblick über die im Berichtszeitraum amtierenden Aufsichtsratsmitglieder und deren weitere Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien findet sich auf / 156. Die reguläre Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Grundlegende Entscheidungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht.
Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand.
Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat am 14. September 2017 die Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium neu beschlossen:
"Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Vor dem Hintergrund der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschließt der Aufsichtsrat die folgenden konkreten Ziele für seine Zusammensetzung und das folgende Kompetenzprofil für das Gesamtgremium:
I. Ziele zur Zusammensetzung
1. Internationale Expertise
Im Hinblick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über relevante Erfahrung verfügen.
2. Unabhängigkeit und potenzielle Interessenkonflikte
Mindestens drei Anteilseignervertreter sollen unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex sein. Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Regelungen zur Behandlung von Interessenkonflikten sollen beachtet werden. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden.
3. Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer
Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Regelungen zur Altersgrenze sollen beachtet werden. Die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat soll in der Regel 15 Jahre bzw. drei Amtszeiten nicht überschreiten. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.
4. Vielfalt (Diversity)
Der Aufsichtsrat strebt für seine Zusammensetzung im Hinblick auf Vielfalt (Diversity) die Berücksichtigung unterschiedlicher beruflicher Erfahrungen, Bildungshintergründe und insbesondere eine angemessene Beteiligung beider Geschlechter an. Gemäß § 96 Abs. 2 Aktiengesetz setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Die Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen, weshalb der Aufsichtsrat der Gesellschaft sowohl auf der Seite der Anteilseigner als auch auf der Seite der Arbeitnehmer jeweils mit mindestens zwei Frauen und zwei Männern zu besetzen ist.
II. Kompetenzprofil
Der Aufsichtsrat soll insgesamt über die Kompetenzen verfügen, die angesichts der Aktivitäten von Siltronic bedeutsam sind. Hierzu gehören insbesondere vertiefte Erfahrungen und Kenntnisse
| ― | in Leitungsfunktionen von börsennotierten Unternehmen; |
| ― | in Leitungsfunktionen von international tätigen Unternehmen; |
| ― | in für das Unternehmen relevanten technologischen Bereichen; |
| ― | im Bereich Strategie- und Konzernentwicklung; |
| ― | auf den Gebieten Produktion und Vertrieb sowie in Märkten, auf denen Siltronic tätig ist; |
| ― | aus dem Finanzbereich, insbesondere zu Rechnungslegung, Steuern und Controlling; |
| ― | auf dem Gebiet Risikomanagement und Compliance; |
| ― | im Bereich Personalwesen und Mitbestimmung. |
Darüber hinaus muss gem. § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit mit der Halbleiterbranche vertraut sein."
Stand der Umsetzung der Ziele für die Zusammensetzung sowie des Kompetenzprofils; unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat erfüllt nach seiner Auffassung in seiner derzeitigen Zusammensetzung sämtliche der vorgenannten Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil aus. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über die als erforderlich angesehenen Qualifikationen. Die Aufsichtsratsmitglieder sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, der Halbleiterbranche, vertraut und verfügen über die für die Aktivitäten von Siltronic bedeutsamen Kompetenzen, Erfahrungen und Kenntnisse. Mehrere Aufsichtsratsmitglieder verfügen über im Hinblick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens relevante Erfahrung. Die Regelung zur Altersgrenze sowie die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (15 Jahre) werden berücksichtigt. Vielfalt (Diversity) ist im Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Aufsichtsrat vier weibliche Mitglieder an, davon zwei aufseiten der Anteilseigner und zwei aufseiten der Arbeitnehmer. Das gesetzliche Mindestanteilsgebot ist daher erfüllt. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig mindestens drei Anteilseignervertreter unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex, namentlich Dr. Hermann Gerlinger, Bernd Jonas und Dr. Franz Richter.
Ausschüsse erhöhen Effizienz des Aufsichtsrats
Damit der Aufsichtsrat seine Aufgaben effizient wahrnehmen kann, hat er vier fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet. Über die Arbeit der Ausschüsse wird regelmäßig im Aufsichtsratsplenum berichtet.
Präsidialausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglieder:
Dr. Hermann Gerlinger
Johann Hautz
Aufgaben:
Der Präsidialausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Vorsitzender des Präsidialausschusses ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats, weiteres Mitglied ist der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats. Das dritte Mitglied wird vom Aufsichtsrat gewählt. Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden. Er behandelt ferner die Vorstandsverträge bzw. das System der Vorstandsvergütung, auf dessen Basis das Aufsichtsratsplenum die Vergütung der Vorstandsmitglieder festsetzt.
Nominierungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglied:
Dr. Hermann Gerlinger
Aufgaben:
Der Nominierungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Er ist vorbehaltlich einer anderweitigen Bestimmung des Aufsichtsrats mit den Vertretern der Anteilseigner besetzt, die auch dem Präsidialausschuss angehören. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Hierbei berücksichtigt er die Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats einschließlich des festgelegten Kompetenzprofils.
Prüfungsausschuss
Vorsitz:
Bernd Jonas
Mitglieder:
Dr. Tobias Ohler
Harald Sikorski
Aufgaben:
Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Dem Prüfungsausschuss muss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder der Abschlussprüfung und interner Kontrollverfahren verfügt; die Mitglieder müssen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sein. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses sowie zum Beschlussvorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung vor. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte bzw. des zusammengefassten Lageberichts sowie des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Darüber hinaus befasst er sich mit der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr und der Durchsprache der Quartalsmitteilungen sowie mit Fragen des Risikomanagements und der Compliance. Insbesondere überwacht er die Rechnungslegungsprozesse, die Compliance und die Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme. Der Prüfungsausschuss überwacht zudem die Abschlussprüfung. Er trifft geeignete Maßnahmen, um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers festzustellen und zu überwachen sowie die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen zu überwachen. Der Prüfungsausschuss erörtert mit dem Abschlussprüfer die Gefahren für dessen Unabhängigkeit sowie die zur Verminderung dieser Gefahren angewendeten Schutzmaßnahmen. Aufträge an den Abschlussprüfer oder Gesellschaften, mit denen dieser rechtlich, wirtschaftlich oder personell verbunden ist, dürfen nur erteilt werden, soweit es sich nicht um verbotene Nichtprüfungsleistungen handelt, und bedürfen der vorherigen Zustimmung durch den Prüfungsausschuss, der dabei die Gefährdung der Unabhängigkeit und die angewendeten Schutzmaßnahmen gebührend beurteilt. Der Prüfungsausschuss bereitet eine Empfehlung im Hinblick auf den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor. Der Prüfungsausschuss holt vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, dass die rechtlichen Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten werden. Er erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Der Prüfungsausschuss trifft - unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben zu Prüfungshonoraren - die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und legt die Prüfungsschwerpunkte fest. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Vermittlungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglieder:
Gebhard Fraunhofer
Johann Hautz
Angela Wörl
Aufgaben:
Dem gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildenden Vermittlungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter sowie zwei weitere Mitglieder an, von denen je eines von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und der Anteilseigner mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt wird. Er hat die ihm gesetzlich zugewiesene Aufgabe, Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern zu unterbreiten, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird.
Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden ersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands; Angaben zur Einhaltung von Mindestanteilen bei der Besetzung des Aufsichtsrats
Die Siltronic AG ist gesetzlich verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Im Geschäftsjahr 2015 wurden Zielgrößen bis zum 30. Juni 2017 festgelegt, über deren Zielerreichung nachfolgend berichtet wird. Gleichzeitig wurden im Geschäftsjahr 2017 neue, bis zum 30. Juni 2020 zu erreichende Zielgrößen festgelegt:
Das Ziel bis 30. Juni 2017 für die erste Führungsebene unter dem Vorstand wurde insbesondere nicht erreicht, weil eine weibliche Bereichsleiterin auf eigenen Wunsch das Unternehmen verließ und die frei gewordene Stelle nicht mit einer Frau besetzt werden konnte. Weiter rückte ein männlicher Mitarbeiter in die erste Führungsebene auf eine neu geschaffene Stelle auf. Das Ziel für die zweite Führungsebene wurde übertroffen.
Gemäß den gesetzlichen Vorgaben muss sich der Aufsichtsrat der Siltronic AG zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammensetzen. Dem Aufsichtsrat der Siltronic AG gehören vier weibliche Mitglieder - jeweils zwei auf Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite - und acht männliche Mitglieder an. Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen. Mit einem Anteil von 33,3 Prozent Frauen und 67,7 Prozent Männern genügt der Aufsichtsrat in seiner jetzigen Zusammensetzung den gesetzlichen Anforderungen an die Mindestanteile.
Beschreibung des Diversitätskonzepts, seiner Ziele und Umsetzung
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 14. September 2017 folgendes Diversitätskonzept für den Vorstand und den Aufsichtsrat beschlossen.
"1. Vorstand (vertretungsberechtigtes Organ)
Der Vorstand der Siltronic AG besteht zurzeit aus zwei Personen.
a. Geschlecht
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 1. Juni 2017 beschlossen, den aktuellen Stand von 0/2 (entspricht 0 Prozent) Frauenanteil im Vorstand der Siltronic AG als Zielgröße bis zum 30. Juni 2020 festzulegen, da aktuell keine Erweiterung des Vorstands geplant ist.
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| Ziel bis 30. Juni 2017 | Zielerreichung zum 30. Juni 2017 | Neues Ziel zum 30. Juni 2020 | |
|---|---|---|---|
| Aufsichtsrat | Gesetzliche 30 %-Quote, deshalb keine Zielsetzung erforderlich | ||
| Vorstand | 0 % (0/2) | 0 % (0/2) | 0 % (0/2) |
| 1. Führungsebene | mind. 18,75 % (3/16) | 11,76 % (2/17) | mind. 17,64 % (3/17) |
| 2. Führungsebene | mind. 2,94 % (1/34) | 5,56 % (2/36) | mind. 8,33 % (3/36) |
b. Berufliche Erfahrung und Bildungshintergrund
Im Vorstand soll
| ― | mindestens ein Mitglied schwerpunktmäßig über berufliche Erfahrungen in Produktion und Vertrieb verfügen sowie - im Hinblick auf die technologische Ausrichtung des Unternehmens - einen naturwissenschaftlichen oder technischen Bildungshintergrund haben; |
| ― | mindestens ein Mitglied über berufliche Erfahrung im Finanzbereich verfügen, insbesondere in den Bereichen Controlling, Rechnungslegung, Steuern und Risikoberichterstattung sowie - im Hinblick auf die Herausforderungen eines international tätigen, börsennotierten Unternehmens - wirtschaftswissenschaftliche Expertise im Rahmen seiner Ausbildung erworben haben. |
Die für die Führung des Unternehmens notwendige Expertise kann durch berufliche Erfahrung erworben worden sein und einen entsprechenden Bildungshintergrund verzichtbar machen.
c. Alter
Der Aufsichtsrat hat in seiner Geschäftsordnung eine Regelaltersgrenze für Mitglieder des Vorstands festgelegt. Der Aufsichtsrat strebt im Übrigen keine spezifische Altersstruktur des Vorstands an.
2. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht gemäß den gesetzlichen Vorgaben aus zwölf Mitgliedern.
a. Geschlecht
Der Aufsichtsrat strebt - wie in seinen Zielen zur Zusammensetzung festgelegt - eine angemessene Beteiligung beider Geschlechter an. Gemäß § 96 Abs. 2 Aktiengesetz setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Die Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen, weshalb der Aufsichtsrat der Gesellschaft sowohl auf der Seite der Anteilseigner als auch auf der Seite der Arbeitnehmer jeweils mit mindestens zwei Frauen und zwei Männern zu besetzen ist.
b. Berufliche Erfahrung und Bildungshintergrund
Der Aufsichtsrat möchte für seine Zusammensetzung unterschiedliche berufliche Erfahrungen und Bildungshintergründe berücksichtigen, die für die effektive Beratung und Kontrolle des Vorstands von Relevanz sind. Hierzu gehören gemäß dem vom Aufsichtsrat beschlossenen Kompetenzprofil für das Gesamtgremium insbesondere vertiefte Erfahrungen und Kenntnisse
| ― | in Leitungsfunktionen von börsennotierten Unternehmen; |
| ― | in Leitungsfunktionen von international tätigen Unternehmen; |
| ― | in für das Unternehmen relevanten technologischen Bereichen; |
| ― | im Bereich Strategie- und Konzernentwicklung; |
| ― | auf den Gebieten Produktion und Vertrieb sowie in Märkten, auf denen Siltronic tätig ist; |
| ― | aus dem Finanzbereich, insbesondere zu Rechnungslegung, Steuern und Controlling; |
| ― | auf dem Gebiet Risikomanagement und Compliance; |
| ― | im Bereich Personalwesen und Mitbestimmung. |
Darüber hinaus muss gem. § 100 Abs. 5 AktG mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen und der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit mit der Halbleiterbranche vertraut sein.
c. Alter
Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Regelungen zur Altersgrenze sollen beachtet werden. Der Aufsichtsrat strebt im Übrigen keine spezifische Altersstruktur in seiner Zusammensetzung an.
3. Ziele
Mit dem Diversitätskonzept, das auf den Zielen für seine Zusammensetzung sowie dem Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat basiert, werden eine auf den langfristigen Erfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle der Siltronic AG sowie eine zielgerichtete und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat bezweckt.
4. Art und Weise der Umsetzung
Der Präsidialausschuss bzw. der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats sollen das Diversitätskonzept bei der Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern bzw. im Rahmen des Vorschlags geeigneter Kandidaten für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Vertreter der Anteilseigner angemessen berücksichtigen."
Weitere Angaben zur Corporate Governance
Aktionäre und Öffentlichkeit transparent informieren
Siltronic verfolgt den Anspruch, alle Zielgruppen des Unternehmens, ob Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien oder die interessierte Öffentlichkeit, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Wichtige Termine des Unternehmens veröffentlichen wir regelmäßig in einem Finanzkalender, der auf unserer Homepage veröffentlicht ist. Die Kapitalmarktteilnehmer stehen in engem Kontakt zu unserem Investor Relations-Team. In Telefonkonferenzen zur jeweiligen Quartalsberichterstattung informieren wir Investoren und Analysten über die aktuelle und künftige Geschäftsentwicklung. Regelmäßig sind wir auf Roadshows und Investorenkonferenzen. Einmal im Jahr führen wir eine Analystenveranstaltung durch. Soweit rechtlich erforderlich, veröffentlichen wir Informationen in Form von Ad-hoc-Mitteilungen. Zu diesem Zweck haben wir ein Ad-hoc-Komitee gebildet, in dem beide Vorstandsmitglieder, der Leiter Recht & Compliance sowie die Leiterin Investor Relations & Communications vertreten sind und das Sachverhalte auf ihre Ad-hoc-Relevanz prüft. Wir gewährleisten damit den gesetzeskonformen Umgang mit möglichen Insiderinformationen.
Wichtige Präsentationen können im Internet frei eingesehen und heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache sowie den Geschäftsbericht und alle Zwischenberichte und Quartalsmitteilungen. Weitere Informationen finden Sie auf http:// www.siltronic.com.
Hauptversammlung
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Weiter dient die Hauptversammlung dazu, sämtliche Aktionäre effizient und umfassend über die Lage des Unternehmens zu unterrichten. Bereits vor der Hauptversammlung erhalten die Aktionäre wichtige Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr im Geschäftsbericht. In der Einladung zur Hauptversammlung werden die Tagesordnungspunkte erläutert und die Teilnahmebedingungen erklärt. Die Einberufung nebst allen gesetzlich erforderlichen Berichten und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts (der unter anderem den Konzernjahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht enthält) sowie der Jahresabschluss der Siltronic AG sind auch auf der Webseite zugänglich. Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse im Internet. Siltronic erleichtert ihren Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung. Für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre stehen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung.
Meldepflichten für Führungskräfte
Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Siltronic AG sowie die mit diesen eng verbundenen Personen sind nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 über Marktmissbrauch (MAR) verpflichtet, der Siltronic AG und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Eigengeschäfte mit Aktien oder Schuldtiteln der Siltronic AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten zu melden. Der Siltronic AG wurden 2017 keine nach Art. 19 MAR gesetzlich anzuzeigenden Geschäfte gemeldet. Gemeldete Transaktionen werden auf der Website der Siltronic AG veröffentlicht.
Angaben über wertpapierorientierte Anreizsysteme
51 Prozent des leistungsabhängigen Bonus der Vorstandsmitglieder werden als aktienorientierte Long-Term-Incentive (LTI) in Form von virtuellen Aktien gewährt. Die virtuellen Aktien werden über einen Zeitraum von zwei Jahren, gerechnet ab dem Ende des Vergütungsjahres, gehalten. Das Settlement des LTI erfolgt durch Barausgleich. Die Höhe des Barausgleichs bemisst sich nach dem durchschnittlichen gewichteten Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft an den letzten 30 Börsenhandelstagen des zweiten auf das Vergütungsjahr folgenden Geschäftsjahres. Einzelheiten sind im Vergütungsbericht auf 74 nachzulesen. Weitere wertpapierorientierte Anreizsysteme, etwa zugunsten von Mitarbeitern, bestehen aktuell nicht.
Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken
Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken ist wichtiger Bestandteil einer guten Corporate Governance. Mit einem systematischen Chancen- und Risikomanagement identifiziert und überwacht Siltronic regelmäßig die wesentlichen Risiken und Chancen. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt und durch konsequentes Risikomanagement minimiert werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig. Mit dem Rechnungslegungsprozess sowie der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems beschäftigt sich regelmäßig der Prüfungsausschuss. Das Chancen- und Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten sind im Risiko- und Chancenbericht auf / 61 nachzulesen.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss 2017 der Siltronic wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss 2017 der Siltronic AG wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Rechnungslegung für das Jahr 2017 wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung informiert wird. Außerdem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die die Aufgaben des Aufsichtsrats betreffen. Sollte der Abschlussprüfer bei der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ergeben, wird er den Aufsichtsrat darüber informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken.
D&O-Versicherung und Strafrechtsschutzversicherung
Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, in der die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats miteinbezogen ist (D&O-Versicherung). Diese Versicherung sieht den gesetzlichen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands vor. Aus den in der Entsprechenserklärung erläuterten Gründen ist kein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats vorgesehen. Weiter sind die Organmitglieder zudem in die Strafrechtsschutzversicherung einbezogen, die Siltronic für seine Mitarbeiter abgeschlossen hat. Diese Versicherung deckt etwaige Anwalts- und Gerichtskosten ab, die bei der Verteidigung in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren entstehen.
Interessenkonflikte
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind allein dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Bei ihren Entscheidungen dürfen sie keine persönlichen Interessen verfolgen oder Geschäftschancen nutzen, die dem Unternehmen zustehen. Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sehen vor, dass etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen sind. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten hat das entsprechende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und einem Vorstand oder seinen Angehörigen andererseits haben den Standards zu entsprechen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten maßgeblich wären. Solche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats, falls der Wert des Geschäfts im Einzelfall einen Betrag von EUR 5.000 übersteigt.
Zusammengefasster Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Führender internationaler Anbieter von Wafern aus Reinstsilizium
Wir sind ein global aufgestellter Markt- und Technologieführer von Wafern aus Reinstsilizium für die Halbleiterindustrie und fertigen an vier Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Asien Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm. Wir zählen die 20 führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie zu unseren Kunden und unterhalten mit unseren Kunden meist über viele Jahre gewachsene Geschäftsbeziehungen.
Siltronic steht im Markt für jahrelange Expertise, kundenspezifische Lösungen sowie eine globale Verfügbarkeit von Produkten bei verlässlicher Qualität und Liefertreue. Unsere weltweite Präsenz ermöglicht es uns, in weniger als 24 Stunden auf Kundenanfragen zu reagieren. Diese Kombination ist die Basis für die hohe Kundenzufriedenheit und bildet das Fundament für unseren nachhaltigen Geschäftserfolg. Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige Wafer mit den Spezifikationen zu liefern, die die Anforderungen unserer Kunden vollständig erfüllen.
Siliziumwafer sind die Grundlage moderner Mikro- und Nanotechnologie und damit ein wesentlicher Bestandteil in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs, beispielsweise in Computern, Smartphones, Flachbildschirmen oder Navigationssystemen.
Unser Anspruch ist es, eine treibende Kraft für Innovationen bei Siliziumwafern in der Halbleiterindustrie zu sein.
Rechtliche Konzernstruktur
Seit 1996 hat Siltronic die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht - damals noch unter der Firmierung Wacker Siltronic Gesellschaft für Halbleitermaterialien AG. Seit 2004 firmiert die Gesellschaft unter Siltronic AG und hat ihren Sitz in München. Die AG war Ende 2017 direkt oder indirekt an sechs Gesellschaften beteiligt.
Leitung und Kontrolle
Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die Siltronic AG ein duales Führungssystem, das aus Vorstand und Aufsichtsrat besteht. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern; seine Zusammensetzung hat sich im Geschäftsjahr 2017 nicht verändert. Der Aufsichtsrat setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufgabenverteilung untereinander können dem Corporate Governance-Bericht auf 25 entnommen werden.
Ressortverteilung im Vorstand
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| Dr. Christoph von Plotho | Rainer Irle |
|---|---|
| • Vorstandsvorsitzender | • Finanzvorstand |
| • Applikationstechnologie | • Arbeitsdirektor |
| • Engineering | • Controlling & Finanzen |
| • Investor Relations S Communications | • Rechnungswesen & Steuern |
| • Konzernentwicklung | • Einkauf |
| • Produktion | • IT |
| • Qualitätsmanagement S Nachhaltigkeit | • Personal |
| • Recht S Compliance | •Risikomanagement & Audit |
| • Standortmanagement Burghausen S Freiberg | •Siltronic USA |
| • Supply-Chain-Management | |
| • Technologie | |
| • Vertrieb S Marketing | |
| • Siltronic Japan | |
| • Siltronic Singapur |
Aktive strategische Managementholding, dezentrale Struktur und Nähe zum Kunden vor Ort
Die Muttergesellschaft der Siltronic-Gruppe, die Siltronic AG, fungiert als gesellschaftsrechtliche und operative Holding der Gruppe. Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die Siltronic AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete strategische Steuerung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die operativen Tochtergesellschaften werden unternehmerisch durch ein eigenes Management geführt. Der Vorstand der Siltronic AG ist auch in den Boards der Tochtergesellschaften vertreten. Ein erweiterter Führungskreis des Konzernmanagements der Siltronic AG wird an vereinbarten Zielvorgaben gemessen. Spezifische Ziele werden auf konzernweiter, regionaler und operativer Ebene definiert und kontinuierlich überprüft.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vergütung des Vorstands enthält fixe und variable Elemente. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht auf / 74 des zusammengefassten Lageberichts nachzulesen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die nach § 289f HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance-Bericht auf / 25 enthalten. Darin enthalten sind die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
Die Entsprechenserklärung ist der Öffentlichkeit unter https:// www.siltronic.com/de/investoren/corporate-governance.html dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Wichtige Produkte, Geschäftsprozesse und Absatzmärkte
Wir schaffen Mehrwert mit unserer Erfahrung, technologischen Kompetenz und Innovationskraft
Silizium ist die Basis für fast alle Halbleiterbauelemente und bildet damit im Wesentlichen die Grundlage für die gesamte weltweite Elektronikindustrie. Wafer werden für immer kleinere Strukturen, sogenannte Design Rules, verwendet, die heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Dies ermöglicht die Produktion immer leistungsfähigerer und energieeffizienterer Generationen von Halbleiterbauelementen. Unsere Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm unterstützen diese Entwicklung und bilden die Grundlage für hochkomplexe Halbleiterbauelemente wie Hochspannungsanwendungen, niedrigohmige Schaltkreise für den Automobilbau und die Telekommunikation sowie hoch integrierte Mikroprozessoren und Speicherbauelemente für die Informationsverarbeitung.
Als strategischer Entwicklungspartner für unsere industriellen Kunden liefern wir maßgeschneiderte Lösungen, die ihren Anwendungserfordernissen entsprechen. Dabei bauen wir auf unsere technische Expertise und das profunde Verständnis der Kundenanforderungen. Mit unseren vier Produktionsstandorten sowie mit Vertriebsstandorten in Europa, den USA und im asiatischen Raum bedienen wir unsere Kunden weltweit. 2017 waren unsere fünf größten Kunden, in alphabetischer Reihenfolge, Infineon Technologies, Intel, Micron Technology, Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Mit unserem lokalen Vertriebsansatz bieten wir einen qualitativ hochwertigen Kundenservice.
Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden helfen wir ihnen, ihre Produkte und Lösungen kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir fertigen polierte und epitaxierte Wafer kundenspezifisch gemäß den aktuellsten Design Rules.
Wettbewerbssituation
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist durch eine hohe Konzentration der Wafer-Anbieter und einen hohen globalen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Siltronic ist laut Marktstudien einer der größten Hersteller von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie mit einem Marktanteil von circa 15 Prozent.
Unsere Hauptwettbewerber sind die beiden japanischen Hersteller Shin-Etsu Handotai und SUMCO Corporation sowie GlobalWafers, Taiwan und SK Siltron, Korea.
Diese fünf größten Hersteller bedienen zusammen circa 90 Prozent der weltweiten Nachfrage. Die Kunden arbeiten bei der Entwicklung neuer Wafer immer enger mit den Herstellern zusammen. Aufgrund unseres exzellenten Kundenzugangs erwarten wir, hiervon in Zukunft noch mehr profitieren zu können.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Wir verkaufen unsere Wafer weltweit an Kunden in der Halbleiterindustrie. Somit unterliegen wir den für diese Industrie typischen konjunkturellen Schwankungen. Diese können allerdings von ihrem Eintrittszeitpunkt und auch vom Grad der Ausprägung sehr unterschiedlich sein. Anhand ausgewählter Frühindikatoren, zu denen unter anderem Rohstoffpreise, das Bestellverhalten der Kunden, unsere Kapazitätsauslastung sowie die erwartete Entwicklung von Produktions- und Absatzzahlen der Halbleiterindustrie gehören, berücksichtigen wir die voraussichtliche Entwicklung frühzeitig in der Geschäftsplanung.
Wechselkursschwankungen aufgrund von Handelsbeziehungen zwischen Währungsräumen haben einen operativen Einfluss auf unseren Umsatz und das Ergebnis, da wir rund zwei Drittel unseres Umsatzes in US-Dollar erzielen, der größte Teil der Kosten jedoch in Euro anfällt. Wir versuchen, den Einfluss von Fremdwährungseffekten durch verstärkte Produktion im US-Dollar-nahen Währungsraum Singapur und eine aktive Hedging-Politik abzuschwächen.
Auf der Kostenseite hat die Entwicklung von Löhnen und Gehältern Einfluss auf Siltronic, ebenso wie die Veränderung von Materialkosten. Unser zentrales Rohmaterial ist Polysilizium, das wir hauptsächlich von der Wacker Chemie AG beziehen. Hier bestehen langfristige Lieferverträge. In unseren Fertigungsprozessen nutzen wir eine Vielzahl von Hilfsstoffen, z. B. Poliermittel und Sägedraht. Soweit möglich versuchen wir, unsere Materialien über mehrere Lieferanten zu beziehen.
Unsere Profitabilität erhöhen wir zudem durch fortlaufende interne Maßnahmen zur Prozessoptimierung in allen funktionalen Bereichen. Bereits 2010 haben wir mit den "Kosten-Roadmaps" kontinuierliche Kostensenkungsprogramme ins Leben gerufen, um aktiv Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Im Rahmen dieser Programme erfassen wir systematisch Projekte zur Effizienzsteigerung.
In regelmäßigen Steering Committee-Sitzungen werden neue Ideen priorisiert und deren Implementierung überwacht.
Da wir weltweit tätig sind, kommen unterschiedliche rechtliche und steuerliche Regelungen zum Tragen, die wir in unserem Geschäftsablauf berücksichtigen müssen. Unter anderem zählen hierzu Produkthaftungsgesetze und beschäftigungsrechtliche Auflagen sowie das Außenhandels- und Patentrecht.
Soweit sich aus den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen Risiken für unser Geschäft ergeben, werden diese im Risikobericht auf / Q 61 dargestellt.
Unternehmensstrategie und Unternehmenssteuerung
Unser kurz- und langfristiges strategisches Ziel ist der nachhaltige Ausbau unserer Geschäftstätigkeit, um unsere Position als einer der führenden Hersteller für Halbleiterwafer weiter zu festigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unsere Technologieführerschaft ausbauen, unsere Qualitätsführerschaft beibehalten und unsere Programme für operative Exzellenz und Kostensenkung fortsetzen und unsere Kapazitäten im Rahmen des Marktwachstums erweitern. Ebenso stehen eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows im Fokus. Wir passen unsere Strategie sowie unser operatives Handeln bei Bedarf an die jeweiligen Marktgegebenheiten an. Eine wesentliche Änderung der strategischen Ausrichtung der Siltronic gegenüber dem Vorjahr war nicht erforderlich.
Megatrends begünstigen nachhaltig den verstärkten Einsatz unserer hochwertigen Reinstsiliziumwafer
Die Kundenanforderungen in der Halbleiterindustrie verändern sich fortlaufend. Getrieben wird dies vor allem durch globale Megatrends wie Mobilität, Konnektivität, Miniaturisierung und Kosteneffizienz. Dabei steht z. B. das Internet der Dinge (kurz: IoT) für den Trend, dass immer mehr "smarte" Geräte auf den Markt kommen, Gegenstände des Alltags werden mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet - vom App-gesteuerten Wearable bis zur komplett smarten Fabrik. Die stetigen Verbesserungen der Funktionalität und Energieeffizienz, etwa von Smartphones, Fahrerassistenzsystemen im Automobilbereich oder industrieller Automatisierungstechnik, basieren auf der laufenden Weiterentwicklung der dafür erforderlichen Bauteile durch die Halbleiterhersteller. Typischerweise sind diese Entwicklungen verbunden mit erhöhten Anforderungen an die Rohmaterialien. So sind z. B. kleinere Strukturbreiten für Bauteile nur möglich, wenn die Siliziumwafer entsprechend gleichförmig sind.
Daher gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach hoch entwickelten Wafern weiter wachsen wird. Wir wollen diese Wachstumsmöglichkeiten ergreifen, indem wir uns auf innovative, wertschöpfende Lösungen fokussieren und so unsere Kunden bei neuen Anforderungen aktiv unterstützen.
Synergien durch Best-in-Class-Produktionsprozesse
Wir haben langjährige Erfahrung in der Herstellung von 300 mm-Wafern und haben an unseren deutschen Standorten in Freiberg (Sachsen) und Burghausen sowie in Singapur moderne Produktionsanlagen errichtet, die für die Massenproduktion dieser Wafer ausgelegt sind. Unsere Produktionsanlagen in Singapur für 200 mm- und 300 mm-Wafer gehören jeweils zu den modernsten und größten weltweit. Über standardisierte Prozesse und eine größtenteils einheitliche Maschinenausrüstung stellen wir einen Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten sicher. Wir können damit Prozessverbesserungen einfach und schnell weltweit implementieren und vereinfachen den Qualifikationsprozess durch unsere Kunden.
Unsere Erfolgsparameter sind globale Präsenz und Innovationskraft
Wir wollen unseren Kunden Lösungen für heutige Anwendungen und die Anwendungen von morgen mit einer höheren Produktleistungsfähigkeit und -qualität anbieten.
Wir adressieren produktseitig anspruchsvolle Märkte. Anwendungsbereiche für Siliziumwafer sind z. B. Computer, Tablets, Smartphones, Solid State Drives, Assistenz- und Steuerungssysteme in der Automobilindustrie oder sogenannte Wearables. Wir stellen unseren Kunden weltweit maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung. Neben dem Czochralski-Verfahren nutzen wir unter anderem das Zonenziehverfahren (die sogenannte FZ-Technologie) für Wafer mit einem Durchmesser von bis zu 200 mm (siehe Kapitel "Produktion" auf / 58). Wir stärken kontinuierlich unsere Innovationskraft und setzen auf Forschung und Entwicklung (F&E).
Unsere Produktionsprozesse und Kostenstrukturen optimieren wir fortlaufend
Unsere strategischen Ziele sind die Verbesserung der Profitabilität und die Stärkung des Cashflows. Diese unterstützen und steuern wir durch umfangreiche Maßnahmen. Dazu zählen Kostendisziplin und die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen in allen Funktionen und Regionen. Wir haben mit unseren Kosten-Roadmaps unsere Kosten kontinuierlich gesenkt. 2017 haben wir gegenüber 2016 rund EUR 15 Mio. eingespart.
Kontinuierliche Überwachung ausgewählter finanzieller und nichtfinanzieller Steuerungsgrößen
Die Konzernleitung orientiert sich bei der Führung von Siltronic im Wesentlichen an finanziellen Steuerungsgrößen.
Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen waren 2017 die EBITDA-Marge, der Free-Cashflow sowie der ROCE (Return On Capital Employed).
Eine hohe Profitabilität ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen für die Konzernleitung. Als Wertgröße dient hierzu das EBITDA, bei dem wir uns mit den Wettbewerbern vergleichen. Das EBITDA ist definiert als das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und gegebenenfalls Zuschreibungen. Aus diesem Vergleich, der historischen Entwicklung und der Planung berechnen wir eine Ziel-EBITDA-Marge.
Eine weitere zentrale Zielgröße ist der Free-Cashflow. Mit der Fokussierung auf diesen Wert stellen wir sicher, dass auch in Zukunft die finanzielle Solidität der Siltronic erhalten bleibt.
Der Free-Cashflow zeigt, ob die notwendigen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus der eigenen operativen Tätigkeit (dem Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) finanziert werden können. Unser Ziel ist es, jedes Jahr einen positiven Wert zu erreichen. Die wesentlichen Einflussgrößen sind neben der Profitabilität ein wirksames Management des Nettoumlaufvermögens sowie die Höhe der Investitionen. Das Nettoumlaufvermögen ist die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Ab 2018 wird der Netto-Cashflow den Free-Cashflow als Steuerungskennzahl ablösen. Dies ist darin begründet, dass Zufluss und Rückführung von Kundenanzahlungen zu zeitlichen Verschiebungen beim Free Cashflow führen, die aufgrund ihrer Höhe die Aussagekraft des Free Cashflows beeinträchtigen. Der Netto-Cashflow stellt den Free-Cashflow ohne die zeitlichen Verschiebungen dar.
Der ROCE ist definiert als das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dividiert durch das eingesetzte Kapital. Das eingesetzte Kapital ergibt sich aus dem Anlagevermögen und dem Nettoumlaufvermögen, und zwar als Mittelwert von Beginn und Ende einer Berichtsperiode.
Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden konzernweit geplant sowie fortlaufend überwacht. Wir messen Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen monatlich auf Konzernebene und in allen lokalen Gesellschaften. Schlüsselgrößen werden monatlich und quartalsweise analysiert. Ebenso überprüfen wir regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse die detaillierte Geschäftsplanung und prognostizieren die spezifische Geschäftsentwicklung.
Die vorgenannten wichtigsten Steuerungsgrößen werden durch weitere finanzielle Steuerungsgrößen ergänzt. Hierzu zählen insbesondere die Umsatzerlöse, die Investitionen und das Nettofinanzvermögen.
Nichtfinanzielle Leistungsgrößen beziehen sich vor allem auf den effizienten Einsatz von Silizium und Energie, den Einsatz von Mehrwegverpackungen bei Ausgangsverpackung, die Zahl der Arbeitsunfälle und Unfälle mit Chemikalien. Außerdem bestehen Kennzahlen zur Produktqualität und Innovation. Wir setzen keinen dieser Indikatoren durchgängig zur Steuerung des Unternehmens ein. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Nichtfinanziellen Bericht (siehe / 84).
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung
Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich der globale Aufschwung der Wirtschaft beschleunigt. Nach der letzten Prognose vom Januar 2018 stieg das weltweite Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 um 3,7 Prozent (2016: + 3,2 Prozent).
Das Wachstum im Euroraum war mit 2,4 Prozent ebenfalls stärker als im Vorjahr (2016: + 1,8 Prozent). Trotz des weiter moderaten Ölpreises und der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist die Entwicklung des gesamten Wirtschaftsraums aber noch immer durch die nur langsam sinkende Arbeitslosigkeit und die Schuldenkrise in einigen Staaten belastet. Der Wechselkurs des Euros gegenüber anderen Währungen wie dem US-Dollar stieg im Jahresverlauf an. Während der Wechselkurs im ersten Halbjahr noch nahe an den Vorjahreswerten lag, wertete die US-Währung in der zweiten Jahreshälfte merkbar gegenüber dem Euro ab.
Die deutsche Wirtschaft folgte 2017 ebenfalls weiter einem moderaten Aufwärtstrend. Das Statistische Bundesamt publizierte ein Wachstum von 2,2 Prozent für das Gesamtjahr (2016: + 1,9 Prozent).
Das Wirtschaftswachstum in den USA war 2017 mit 2,3 Prozent deutlich stärker als im Vorjahr (2016: + 1,5 Prozent). Die USA profitieren dabei - wie auch Japan - von anhaltend niedriger Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaft in Japan entwickelte sich 2017 mit 1,8 Prozent Wachstum weiter verhalten, aber deutlich besser als im Vorjahr (2016: + 0,9 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt 2017 in China wuchs um 6,8 Prozent - etwas stärker als nach dem erklärten Ziel einer langsam sinkenden Wachstumsgeschwindigkeit zu erwarten war (2016: + 6,7 Prozent).
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist - gemessen an der weltweit verkauften Fläche - im Jahr 2017 um 10 Prozent gewachsen. Die Nachfrage war dabei im gesamten Jahresverlauf sehr hoch und zeigte auch zum Jahresende keine ausgeprägte saisonale Eintrübung.
Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2017 gab es keine Ereignisse, die den Geschäftsverlauf der Siltronic wesentlich beeinflusst haben.
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf 2017 war in allen vier Quartalen positiv. Aufgrund der Vollauslastung bei 300 mm- und 200 mm-Wafern seit dem dritten Quartal 2016 war es uns möglich, die durchschnittlichen Verkaufspreise sukzessive zu erhöhen. Aufgrund der erfreulichen Preisentwicklung konnten wir unsere Prognose bezüglich Umsatz und EBITDA-Marge für das Gesamtjahr 2017 jeweils mit Veröffentlichung der Quartalsergebnisse erhöhen.
Mit einem Umsatz von EUR 1.177,3 Mio. schließen wir das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich ab. Wir haben damit die ursprüngliche Umsatzprognose vom März 2017 deutlich und die angepasste Umsatzprognose vom Oktober leicht übertroffen. Die operative EBITDA-Marge lag mit 30,0 Prozent deutlich über der Prognose vom März (mind. 20,0 Prozent) und im Rahmen der Erwartungen der angepassten Prognose vom Oktober (mind. 29 Prozent).
Der ROCE lag mit 31,3 Prozent wie prognostiziert deutlich über dem Vorjahr und deutlich über den Kapitalkosten.
Der Free-Cashflow lag mit EUR 169,6 Mio. im Rahmen der Erwartungen und lag wie prognostiziert deutlich über dem Wert von 2016.
2017 haben wir mit Investitionen in unsere Leistungsfähigkeit ("Capabilities") unsere Technologieführerschaft weiter gestärkt. Im Laufe des Jahres hatten wir unsere Prognose zu den Investitionen von rund EUR 100 Mio. auf EUR 120 Mio. angehoben. Diese Anhebung im dritten Quartal 2017 erfolgte aufgrund von Anzahlungen an Lieferanten für den Ausbau unserer Kapazitäten bis Mitte 2019.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, January 2018, Release January 22nd, 2018)
Statistisches Bundesamt (Pressemitteilung Nr. 11, 2018)
SEMI SMG 2018 (Pressemitteilungen)
Vergleich der tatsächlichen und prognostizierten Geschäftsentwicklung
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| Ergebnis 2016 | Prognose GB1)2016 (Stand März 2017) | Prognose QM1)1 2017 (Stand April 2017) | Prognose QB1)2 2017 (Stand Juli 2017) | Prognose QM1)3 2017 (Stand Oktober 2017) | Ergebnis 2017 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz in EUR Mio. | 933,4 | mind. 1.000 | mind. 1.060 | mind. 1.120 | mind. 1.160 | 1.177,3 |
| EBITDA-Marge in % | 15,6 | mind. 20 % | mind. 23 % | mind. 27 % | mind. 29 % | 30,0 |
| ROCE in % | 3,7 | erheblich über dem Vorjahr; in etwa im Bereich der Kapitalkosten | erheblich über dem Vorjahr; deutlich über den Kapitalkosten | erheblich über dem Vorjahr; deutlich über den Kapitalkosten | erheblich über dem Vorjahr; deutlich über den Kapitalkosten | 31,3 |
| Free-Cashflow in EUR Mio. | 19,0 | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 | deutlich positiv, weit über dem Wert von 2016 | 169,6 |
| F&E-Quote in % | 7,1 | circa 7 % vom Umsatz | circa 7 % vom Umsatz | circa 7 % vom Umsatz | circa 6 % vom Umsatz | 5,8 |
| Kostenpositionen in EUR Mio. | 30 | Einsparpotenzial von circa EUR 20 Mio. bis EUR 25 Mio. | Einsparpotenzial von circa EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. | Einsparpotenzial von circa EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. | Einsparpotenzial von circa EUR 15 Mio. bis EUR 20 Mio. | 15 |
| Aufwand aus Maßnahmen zur Währungssicherung in EUR Mio. | 20,9 | rund EUR 10 Mio. | rund EUR 10 Mio. | rund EUR 10 Mio. | unter EUR 10 Mio. | 3,0 |
| Abschreibungen in EUR Mio. | 118,0 | auf dem Niveau von 2016 | auf dem Niveau von 2016 | auf dem Niveau von 2016 | auf dem Niveau von 2016 | 117,4 |
| Steuerquote in % | 45 | 20 % bis 25 % | 20 % oder etwas niedriger | 20 % oder etwas niedriger | unter 20 % | 15 |
| Finanzergebnis in EUR Mio. | 11,1 | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand | 8,5 |
| Investitionen in EUR Mio. | 88,8 | rund EUR 100 Mio. | rund EUR 100 Mio. | rund EUR 100 Mio. | rund EUR 120 Mio. | 123,2 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,40 | deutliche Steigerung gegenüber 2016 | deutliche Steigerung gegenüber 2016 | deutliche Steigerung gegenüber 2016 | deutliche Steigerung gegenüber 2016 | 6,18 |
1) GB = Geschäftsbericht; QB = Quartalsbericht; QM = Quartalsmitteilung
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage
Das Geschäftsjahr 2017 hat die Erwartungen des Vorstands übertroffen. Die hohe Nachfrage nach Siliziumwafern führte zu deutlichen Preiserhöhungen bei 300 mm- und 200 mm-Wafern. Die Entwicklung der durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP) lag über unseren Erwartungen.
Der Umsatz im Geschäftsjahr 2017 hat sich mit EUR 1.177,3 Mio. sehr positiv entwickelt. Dies ist hauptsächlich auf das gestiegene Preisniveau zurückzuführen.
Unsere Investitionen lagen über dem budgetierten Rahmen, da wir uns aufgrund der erfreulichen Preisentwicklung dazu entschlossen haben, unsere 300 mm-Kapazität bis Mitte 2019 um 70.000 Wafer pro Monat auszubauen. Bereits Ende 2017 haben wir für notwendige Anlagen rund EUR 30 Mio. an Anzahlungen geleistet.
Die Zahl der Mitarbeiter (Ohne Zeitarbeitnehmer) hat sich leicht verringert. Die Personalkosten sind aufgrund der Erfolgsbeteiligung in Deutschland leicht gestiegen.
Die F&E-Ausgaben lagen in dem von uns geplanten Rahmen.
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. Dezember 2016 deutlich gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich auf 50,9 Prozent verbessert.
Der Vorstand ist insgesamt sehr zufrieden mit dem Geschäftsverlauf 2017.
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der Siltronic als stabil. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses 2017 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2017. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2018 entspricht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts den Erwartungen des Vorstands.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Umsatzsteigerung durch deutliche Preiserhöhungen und sehr hohe Absatzfläche getrieben
Wir haben das Geschäftsjahr 2017 mit einem Konzernumsatz von EUR 1.177,3 Mio. erfolgreich abgeschlossen und liegen damit EUR 243,9 Mio. bzw. 26,1 Prozent über dem Vorjahresniveau von EUR 933,4 Mio. Die Erhöhung ist überwiegend auf deutliche Preissteigerungen zurückzuführen, wobei auch die abgesetzte Waferfläche leicht zugenommen hat. Der in Euro ausgedrückte ASP hat im Vergleich zum Vorjahr stark zugelegt und ist unterjährig jedes Quartal im Vergleich zum Vorquartal gestiegen.
Siltronic erzielt den Umsatz weit überwiegend in US-Dollar. Der US-Dollar lag zwischen Januar und Dezember 2017 im Durchschnitt bei 1,13 und im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei 1,11. Der Euro-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar ist zwar im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal stärker gestiegen, hatte im Jahresvergleich aber keinen nennenswerten Effekt auf die Umsatzentwicklung.
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass die prozentuale Aufteilung der Umsatzerlöse auf die drei großen Regionen Europa, Asien und USA unverändert zum Vorjahr geblieben ist. Auf die größte Region Asien entfielen wie im Vorjahr 67 Prozent der Umsatzerlöse, gefolgt von Europa mit 19 Prozent. In den USA wurden erneut 14 Prozent umgesetzt.
Im Geschäftsjahr 2017 stieg der Umsatz von Quartal zu Quartal: Die Umsatzerlöse des ersten Quartals betrugen EUR 258,0 Mio., gefolgt von EUR 283,1 Mio. im zweiten und EUR 308,1 Mio. im dritten Quartal. Im abschließenden vierten Quartal hat Siltronic EUR 328,1 Mio. realisiert. Auch im Vorjahr übertraf jeder Quartalsumsatz das Vorquartal.
Umsatzerlöse
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1 - Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 328,1 | 246,3 | 81,8 | 33,2 | 1.177,3 | 933,4 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 243,9 | 26,1 |
Herstellungskosten im Vergleich zum Umsatz deutlich unterproportional entwickelt
Die absolute Zunahme der Herstellungskosten um EUR 45,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr resultierte in erster Linie aus einer größeren Absatzfläche, ergebnisabhängigen Personalaufwendungen und Einmalaufwendungen. Unter Vernachlässigung der Einmalaufwendungen sind die Herstellungskosten je Waferfläche gesunken.
Die Verbesserung der Herstellungskosten je Waferfläche war getrieben durch eine höhere Auslastung unserer Anlagen und erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahmen. Nennenswerte Wechselkurseinflüsse auf die Herstellungskosten gab es nicht; die Herstellungskosten fallen zu ungefähr 60 Prozent in Euro an.
Herstellungskosten
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1 - Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Herstellungskosten | 206,1 | 192,6 | 13,5 | 7,0 | 807,0 | 761,5 |
| Bruttoergebnis | 122,0 | 53,7 | 68,3 | > 100 | 370,3 | 171,9 |
| Bruttomarge in % | 37,2 | 21,8 | 31,5 | 18,4 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Herstellungskosten | 45,5 | 6,0 |
| Bruttoergebnis | 198,4 | > 100 |
| Bruttomarge in % |
Bruttomarge vor allem wegen gestiegenem ASP deutlich verbessert
Das Bruttoergebnis hat sich um EUR 198,4 Mio. auf EUR 370,3 Mio. verbessert. Dies entspricht einer Steigerung von 115,4 Prozent. Die Bruttomarge ist von 18,4 Prozent im Vorjahr auf 31,5 Prozent im Berichtsjahr gestiegen.
Der Hauptgrund für die stark gestiegene Bruttomarge ist die Zunahme des ASP. Die verbesserte Auslastung und Maßnahmen zur Minderung der Herstellungskosten je Waferfläche haben die positive Entwicklung der Bruttomarge unterstützt. Die Bruttomarge verbesserte sich im Berichtsjahr von Quartal zu Quartal. Sie lag im ersten Quartal bei 23,0 Prozent, gefolgt von 27,8 Prozent im zweiten Quartal und 35,8 Prozent im dritten Quartal. Im vierten Quartal erreichte die Bruttomarge 37,2 Prozent.
Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung im Verhältnis zum Umsatz rückläufig
Die Summe der Aufwendungen für Vertrieb, Forschung & Entwicklung (F&E) sowie allgemeine Verwaltung hat im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich wegen erhöhter ergebnisabhängiger Personalaufwendungen und gestiegener verkaufter Fläche zugenommen.
Im Verhältnis zum Umsatz war der prozentuale Anteil der Kosten für Vertrieb, F&E sowie Verwaltung mit 11,1 Prozent niedriger als im Vorjahr (12,9 Prozent).
Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1 - Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | 9,8 | 8,4 | 1,4 | 16,7 | 37,1 | 33,2 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) | 17,7 | 16,4 | 1,3 | 7,9 | 68,3 | 66,4 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 7,4 | 4,5 | 2,9 | 64,4 | 25,6 | 20,6 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 34,9 | 29,3 | 5,6 | 19,1 | 131,0 | 120,2 |
| in Prozent vom Umsatz | 10,6 | 11,9 | 11,1 | 12,9 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | 3,9 | 11,7 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) | 1,9 | 2,9 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 5,0 | 24,3 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 10,8 | 9,0 |
| in Prozent vom Umsatz |
Währungssicherungen dominieren sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag 2017 mit EUR - 3,6 Mio. deutlich unter dem Vorjahr (EUR - 24,7 Mio.). Wie im Vorjahr spiegelt der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen weit überwiegend die Wechselkursgewinne und Wechselkursverluste, insbesondere aus den Maßnahmen zur Währungssicherung, wider. Die Währungssicherungen betreffen den US-Dollar und den Japanischen Yen.
Zum 31. Dezember 2017 sind im Eigenkapital noch nicht realisierte Gewinne aus Sicherungsgeschäften in Höhe von EUR 11,2 Mio. verblieben (Vorjahr: Verlust von EUR 4,6 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1 - Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,2 | 17,7 | - 5,5 | - 31,1 | 59,7 | 52,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 8,2 | - 22,1 | 13,9 | - 62,9 | - 63,3 | - 77,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | 4,0 | - 4,4 | 8,4 | >100 | - 3,6 | - 24,7 |
| davon Wechselkurseffekte | 1,6 | - 1,5 | 3,1 | - | -3,0 | -20,9 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Sonstige betriebliche Erträge | 7,2 | 13,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 13,9 | - 18,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | 21,1 | - 85,4 |
| davon Wechselkurseffekte | 17,9 | - |
EBITDA infolge des verbesserten Bruttoergebnisses gestiegen
Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf EUR 353,1 Mio. und lag damit EUR 207,1 Mio. bzw. 142 Prozent über dem Wert des Vorjahres (EUR 146,0 Mio.). Treiber für diese Entwicklung war das Bruttoergebnis, das sich um EUR 198,4 Mio. erhöht hat.
Die EBITDA-Marge betrug im Berichtsjahr 30,0 Prozent (Vorjahr: 15,6 Prozent). Wie bei Umsatz und Bruttomarge zeigte sich auch bei der EBITDA-Marge eine kontinuierliche Verbesserung. So haben wir im ersten Quartal 2017 eine EBITDA-Marge von 20,5 Prozent erzielt, im zweiten Quartal von 25,7 Prozent, im dritten Quartal von 34,6 Prozent und im vierten Quartal von 36,8 Prozent. Die wichtigsten Gründe für die sehr positive Entwicklung waren der zunehmende ASP und der Anstieg der verkauften Wafer-Fläche bei erfreulicher Kostenentwicklung.
Das EBIT von EUR 235,7 Mio. war 2017 um EUR 208,7 Mio. höher als im Vorjahr. Wie beim EBITDA war die Zunahme getrieben von der Verbesserung des Bruttoergebnisses.
Veränderungen beim EBITDA
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1-Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | 91,1 | 20,0 | 71,1 | > 100 | 235,7 | 27,0 |
| EBIT-Marge in % | 27,8 | 8,1 | 20,0 | 2,9 | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | 29,8 | 30,5 | - 0,7 | - 2,3 | 117,4 | 119,0 |
| EBITDA | 120,9 | 50,5 | 70,4 | > 100 | 353,1 | 146,0 |
| EBITDA-Marge in % | 36,8 | 20,5 | 30,0 | 15,6 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| EBIT | 208,7 | > 100 |
| EBIT-Marge in % | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | - 1,6 | - 1,3 |
| EBITDA | 207,1 | > 100 |
| EBITDA-Marge in % |
Finanzergebnis geprägt durch Aufzinsung von Pensionen
Das Finanzergebnis lag 2017 bei EUR - 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR - 11,1 Mio.). Dabei entfällt der höchste Aufwand auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, der im übrigen Finanzergebnis enthalten ist. Dieser betrug 2017 EUR 8,1 Mio. (Vorjahr: EUR 8,5 Mio.).
Finanzergebnis
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1 - Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinserträge | 0,5 | 0,3 | 0,2 | 66,7 | 1,9 | 1,3 |
| Zinsaufwendungen | - 0,2 | - 0,4 | 0,2 | - 50,0 | - 1,2 | - 3,3 |
| Übriges Finanzergebnis | - 2,3 | - 2,3 | 0,0 | - 0,0 | - 9,2 | - 9,1 |
| Finanzergebnis | - 2,0 | - 2,4 | 0,4 | - 16,7 | - 8,5 | - 11,1 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Zinserträge | 0,6 | 46,2 |
| Zinsaufwendungen | 2,1 | - 63,6 |
| Übriges Finanzergebnis | - 0,1 | 1,1 |
| Finanzergebnis | 2,6 | - 23,4 |
Steuern
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Ertragsteuern EUR 35,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.). Der Aufwand für Ertragsteuern betraf stark überwiegend effektive Steuern. Diese sind in Singapur, Deutschland, den USA und den Niederlanden angefallen. Im Berichtszeitraum wurden aktive latente Steuern nur in Höhe von EUR 2,5 Mio. ertragswirksam verbucht.
2017 betrug die Konzern-Steuerquote, d. h. die Ertragsteuern im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern, gut 15 Prozent. Da aufgrund einer besonderen Rechnungslegungsvorschrift (Anhangsangabe 03) potenzielle künftige steuerliche Vorteile bei der Siltronic AG nicht angesetzt werden dürfen, ist die Konzern-Steuerquote nur beschränkt aussagekräftig. Dies gilt insbesondere für das Vorjahr.
Ertragsteuern
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| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4 2017 | Q4 2016 | Betrag | in % | Q1- Q4 2017 | Q1 - Q4 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 89,1 | 17,6 | 71,5 | > 100 | 227,2 | 15,9 |
| Aufwand für Ertragsteuern | - 15,2 | - 2,1 | - 13,1 | > 100 | - 35,0 | - 7,2 |
| Periodergebnis | 73,9 | 15,5 | 58,4 | > 100 | 192,2 | 8,7 |
| Steuerquote | 17,1 | 11,9 | 15,4 | 45,3 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 211,3 | > 100 |
| Aufwand für Ertragsteuern | - 27,8 | > 100 |
| Periodergebnis | 183,5 | > 100 |
| Steuerquote |
Periodenergebnis stark verbessert
Unser Periodenergebnis haben wir von EUR 8,7 Mio. im Jahr 2016 auf EUR 192,2 Mio. im Jahr 2017 verbessert. Auf Siltronic-Aktionäre entfallen hiervon EUR 185,3 Mio. (Vorjahr: EUR 12,0 Mio.).
Ergebnis je Aktie auf EUR 6,18 verbessert
Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 6,18 nach EUR 0,40 im Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Konzerns hat sich von EUR 1.056,8 Mio. zum Vorjahresstichtag auf EUR 1.252,4 Mio. zum 31. Dezember 2017 erhöht.
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| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 24,0 | 26,4 | - 2,4 |
| Sachanlagen | 513,3 | 519,8 | - 6,5 |
| Sonstige Vermögenswerte | 9,3 | 7,9 | 1,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 546,6 | 554,1 | - 7,5 |
Langfristige Vermögenswerte wechselkursbedingt gesunken
Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum Jahresende 2017 bei EUR 546,6 Mio. und damit bei rund 44 Prozent (Vorjahr: 52 Prozent) der Bilanzsumme. Sie haben sich im Vergleich zum Jahresende 2016 (EUR 554,1 Mio.) um EUR 7,5 Mio. verringert, was in erster Linie auf einen im Vergleich zum 31. Dezember 2016 schwächeren Singapur-Dollar zurückzuführen ist.
Die planmäßigen Abschreibungen betrugen EUR 117,4 Mio. (Vorjahr: EUR 119,0 Mio.) Die Investitionen (Zugänge zu Sachanlagen und langfristigen immateriellen Vermögenswerten) lagen bei EUR 123,2 Mio. (Vorjahr: EUR 88,8 Mio.) und betrafen vor allem den Austausch von Kristallziehanlagen in Freiberg, Anzahlungen auf Kristallziehanlagen und die weitere Automatisierung der Produktion.
Die Investitionen dienen dazu, die Nachfrage der Kunden nach immer anspruchsvoller werdenden technischen Spezifikationen begleiten zu können und der steigenden Nachfrage entgegenzukommen.
In den immateriellen Vermögenswerten ist zum 31. Dezember 2017 insbesondere der Firmenwert enthalten, der im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs der SSW entstanden ist. Der Firmenwert, der sich auf EUR 20,5 Mio. beläuft, unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Darüber hinaus umfassen die immateriellen Vermögenswerte als wesentliche Posten den im Rahmen der Mehrheitsübernahme der SSW allokierten Kundenstamm mit EUR 2,3 Mio., der linear abgeschrieben wird. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten latente Steuern in Höhe von EUR 6,5 Mio.
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| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 149,9 | 140,9 | 9,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 159,9 | 118,2 | 41,7 |
| Sonstige Vermögenswerte | 53,9 | 28,2 | 25,7 |
| Liquide Mittel und Festgelder | 342,1 | 215,4 | 126,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 705,8 | 502,7 | 203,1 |
Kurzfristige Vermögenswerte durch positiven Free-Cashflow und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum 31. Dezember 2017 bei EUR 705,8 Mio. und damit EUR 203,1 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 502,7 Mio.). Der Anteil an der Bilanzsumme lag bei rund 56 Prozent (Vorjahr: 48 Prozent).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten zum 31. Dezember 2017 Festgelder in Höhe von EUR 116,3 Mio. (Vorjahr: EUR 79,0 Mio.) und liquide Mittel von EUR 225,8 Mio. (Vorjahr: EUR 136,4 Mio.). Die Summe aus Festgeldern und liquiden Mitteln hat somit um EUR 126,7 Mio. zugenommen.
Nettoumlaufvermögen gestiegen
Das Nettoumlaufvermögen, bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, ist von EUR 177,5 Mio. auf EUR 242,7 Mio. gestiegen. Der Anstieg von EUR 65,2 Mio. ist vor allem auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die sich durch das im Vergleich zum relevanten Vorjahreszeitraum erfreulich hohe Umsatzniveau ergeben haben.
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| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 637,9 | 425,3 | 212,6 |
| Pensionsrückstellungen | 367,2 | 395,1 | - 27,9 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | - | 40,4 | - 40,4 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 95,1 | 44,4 | 50,7 |
| Langfristige Schulden | 462,3 | 479,9 | - 17,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 67,1 | 81,6 | - 14,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 85,1 | 70,0 | 15,1 |
| Kurzfristige Schulden | 152,2 | 151,6 | 0,6 |
Jahresüberschuss erhöht Eigenkapital
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 lag bei EUR 637,9 Mio. (Vorjahr: EUR 425,3 Mio.). Damit betrug die Eigenkapitalquote 50,9 Prozent im Vergleich zu 40,2 Prozent zum 31. Dezember 2016.
Die Zunahme des Eigenkapitals um EUR 212,6 Mio. ist hauptsächlich auf den Jahresüberschuss von EUR 192,2 Mio. und mit EUR 22,4 Mio. auf versicherungsmathematische Gewinne im Rahmen der Berechnung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen, die vor allem bedingt sind durch die gestiegenen Zinsen in Deutschland.
Zinsbedingter Rückgang der Pensionsrückstellungen mindert langfristige Schulden
Die langfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2017 EUR 462,3 Mio. (Vorjahr: EUR 479,9 Mio.) und lagen damit bei rund 37 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) der Bilanzsumme. Der Hauptgrund für die Minderung lag an den um EUR 27,9 Mio. rückläufigen Pensionsrückstellungen, die vor allem auf höhere Zinssätze in Deutschland zurückzuführen sind. Der Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um EUR 40,4 Mio. durch die vollständige Tilgung eines Darlehens des Minderheitsgesellschafters der SSW wurde gänzlich durch den Anstieg (langfristiger) erhaltener Anzahlungen von Kunden kompensiert.
Die Pensionsrückstellung wurde in Deutschland mit 2,10 Prozent Ende Dezember 2017 abgezinst verglichen mit 1,95 Prozent Ende Dezember 2016. In den USA hat sich der Zinssatz für Pensionen von 3,92 Prozent Ende 2016 auf 3,45 Prozent Ende 2017 verringert.
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2017 zusammen aus den oben erwähnten langfristigen erhaltenen Anzahlungen von Kunden und aus langfristigen personalbezogenen Verpflichtungen, insbesondere Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen.
Kurzfristige Schulden kaum verändert
Die kurzfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2017 EUR 152,2 Mio. Sie lagen damit EUR 0,6 Mio. über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2016: EUR 151,6 Mio.). An der Bilanzsumme machen kurzfristige Schulden rund 12 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent) aus.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen kurzfristige Personalverbindlichkeiten, vor allem Urlaub, Überstunden und erfolgsabhängige Vergütung, negative Marktwerte von Währungsderivaten und erhaltene Anzahlungen von Kunden.
Einfluss von Wechselkursschwankungen und Akquisitionen auf Bilanzposten
Die Veränderung der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden vom 31. Dezember 2016 auf 31. Dezember 2017 ist nur in nicht nennenswertem Umfang durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Da keine Akquisition eines Unternehmens oder Geschäfts stattgefunden hat, sind auch diesbezüglich keine Veränderungen aufgetreten.
Nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte
Das Vertrauen unserer Kunden in die Qualität bestehender Produkte sowie in die Leistungsfähigkeit der Siltronic, bestehende Produkte an die kontinuierlich steigenden technischen Anforderungen der Kunden anzupassen, betrachten wir als wichtigen Einflussfaktor für ein erfolgreiches Geschäft. Um die künftigen technischen Anforderungen der Kunden frühzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können, stützen wir uns vor allem auf das eigene weltweite Vertriebsnetz, das gewachsene Kundenbeziehungen unterhält.
Weiterhin sehen wir unser langjährig gewachsenes Wissen im Bereich Forschung & Entwicklung als Wettbewerbsvorteil.
Free-Cashflow, Netto-Cashflow und Cashflow aus Investitionstätigkeit
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| EUR Mio. | Q1 - Q4 2017 | Q1- Q4 2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 298,9 | 115,6 | 183,3 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | - 129,3 | - 96,6 | - 32,7 |
| Free-Cashflow | 169,6 | 19,0 | 150,6 |
| Zunahme / Abnahme erhaltener Anzahlungen (Kundenanzahlungen) | 44,8 | - 20,6 | 65,4 |
| Netto-Cashflow | 124,8 | 39,6 | 85,2 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | - 129,3 | - 96,6 | - 32,7 |
| Ein-/Auszahlungen aus Festgeld | - 42,3 | - 38,9 | - 3,4 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 171,6 | - 135,5 | - 36,1 |
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit mehr als verdoppelt
Wir haben 2017 einen Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von EUR 298,9 Mio. erwirtschaftet verglichen mit EUR 115,6 Mio. im Vorjahr. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist durch Anzahlungen von Kunden beeinflusst worden: Im Jahr 2017 sind Anzahlungen in Höhe von EUR 68,7 Mio. zugeflossen (Vorjahr: EUR 0 Mio.) und EUR 24,0 Mio. wurden im Berichtsjahr zurückgeführt (Vorjahr: EUR 20,6 Mio.). Ohne den Einfluss von Kundenanzahlungen ergab sich ein Netto-Cashflow in Höhe von EUR 124,8 Mio. nach EUR 39,6 Mio. im Vorjahr.
Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit erhöht
Für 2017 weisen wir einen Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von EUR 171,6 Mio. nach EUR 135,5 Mio. im Vorjahr aus. Der Cashflow setzt sich zum einen zusammen aus Mittelabflüssen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und zum anderen aus Mittelabflüssen für Investitionen in Festgeldanlagen.
Die Mittelabflüsse für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben von EUR 96,6 Mio. 2016 auf EUR 129,3 Mio. im Jahr 2017 zugenommen. Die Auszahlungen wurden getätigt, um technisch immer anspruchsvollere Spezifikationen unserer Kunden begleiten zu können. Außerdem haben wir rund EUR 30 Mio. an Anzahlungen für den Ausbau von Kapazitäten geleistet.
Die Nettoauszahlungen für Investitionen in Festgeldanlagen hatten 2017 ein Volumen von EUR 42,3 Mio. nach EUR 38,9 Mio. im Vorjahr.
Free-Cashflow deutlich positiv
Das Management der Siltronic nutzt den Free-Cashflow als interne Steuerungsgröße für das operative Geschäft. Dieser Cashflow konnte unsere Erwartungen erfüllen und war 2017 mit EUR 169,6 Mio. trotz hoher Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen erfreulich hoch. Somit gelang es uns im Berichtsjahr problemlos, die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen aus dem Cashflow zu finanzieren, der aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit generiert wurde.
Netto-Cashflow
Der Free-Cashflow hilft bei der Beurteilung der Frage, in welchem Umfang ein Unternehmen seine Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte durch das operative Geschäft finanzieren kann.
Siltronic hat 2017 in signifikantem Maß Anzahlungen von Kunden erhalten und aufgrund von abgeschlossenen Verträgen werden im Jahr 2018 weitere Kundenanzahlungen in erheblichem Umfang zufließen. Der Zufluss und die Rückführung von Kundenanzahlungen führen zu zeitlichen Verschiebungen beim Free-Cashflow, die aufgrund ihrer Höhe den Aussagegehalt des Free-Cashflows beeinträchtigen. Daher haben wir die Kennzahl "Netto-Cashflow" eingeführt. Der Netto-Cashflow stellt den Free-Cashflow ohne die zeitlichen Verschiebungen dar, die sich aus dem Zufluss und der Rückführung von Kundenanzahlungen ergeben.
Im Berichtsjahr erreichte der Netto-Cashflow EUR 124,8 Mio. (Vorjahr: EUR 39,6 Mio.).
Finanzierungstätigkeit beinhaltet die vollständige Tilgung eines Darlehens
2017 haben wir ein langfristiges Darlehen, das der Minderheitsgesellschafter der SSW vor einigen Jahren gewährt hat, vorzeitig zurückgezahlt. Im Jahr 2016 fanden keine Finanzierungstätigkeiten statt.
Finanzmanagement
Grundsätze und Ziele
Das Ziel des Finanzmanagements der Siltronic ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet. Die Vermögenswerte waren am 31. Dezember 2017 zu 51 Prozent durch Eigenkapital finanziert und zu 49 Prozent über Fremdkapital.
Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Die Steuerung der Finanzierung erfolgt aus Konzernsicht.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Siltronic setzt außerbilanzielle Finanzierungsquellen nur in vernachlässigbarem Umfang ein.
Nettofinanzvermögen erreicht EUR 342,1 Mio.
Aufgrund des 2017 erzielten positiven Free-Cashflows von EUR 169,6 Mio. ist das Nettofinanzvermögen erneut gestiegen. Siltronic verfügte zum 31. Dezember 2017 über ein Nettofinanzvermögen von EUR 342,1 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 175,0 Mio.).
Die Anlagen in Festgeld haben eine Laufzeit bis 2018.
Nettofinanzvermögen
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| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | - | - 40,4 | 40,4 |
| Liquide Mittel | 225,8 | 136,4 | 89,4 |
| Festgelder | 116,3 | 79,0 | 37,3 |
| Nettofinanzvermögen | 342,1 | 175,0 | 167,1 |
ROCE bei 31,3 Prozent
Dem ROCE 2017 liegt ein EBIT von EUR 235,7 Mio. zugrunde (Vorjahr: EUR 27,0 Mio.). Das Capital Employed lag im Vorjahr bei EUR 733,7 Mio. und hat 2017 vor allem aufgrund der gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 18,2 Mio. auf EUR 751,9 Mio. zugenommen. Dominierend für die Verbesserung des ROCE, der von 3,7 Prozent auf 31,3 Prozent gestiegen ist, war die drastische Verbesserung des EBIT.
Liquiditätsmanagement
Unser Ziel ist es, überschüssige Liquidität der Konzerngesellschaften zu bündeln und unter Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit diese Gelder in der Gruppe optimiert zu allokieren oder extern optimiert anzulegen. Zu diesem Zweck kommt ein Treasury-Management-System zum Einsatz, das zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die Cash-Bestände aller Tochtergesellschaften erlaubt.
Übersicht zur Finanzlage
2017 konnten wir unsere Finanzlage durch den deutlich positiven Free-Cashflow weiter verbessern. Das Nettofinanzvermögen in Höhe von EUR 342,1 Mio. bietet ein solides Fundament für unsere kurz- und mittelfristige Wachstumsstrategie.
Begrenzung finanzieller Risiken
Unsere finanziellen Risiken reduzieren wir durch eine Hedging-Strategie. Hierbei kommen Termingeschäfte, Swaps und Optionen zum Einsatz, um das Währungsrisiko der Siltronic zu begrenzen. Die Kosten für das Hedging werden entsprechend den Regelungen zum Hedge Accounting nach IFRS erfasst.
Wesentliche Bestandteile unserer Politik zur Begrenzung finanzieller Risiken sind die klare Definition von Prozessverantwortung, mehrstufige Zustimmungsprozesse und Risikoüberprüfungen.
Investitionsanalyse
Die Mittel aus dem operativen Cashflow investieren wir hauptsächlich in bestehende Werke, um die Produktion zu automatisieren bzw. zu optimieren und die Ausbeuten zu erhöhen. 2017 haben wir überwiegend in den Austausch von Kristallziehanlagen in Freiberg, Anzahlungen auf Kristallziehanlagen und die weitere Automatisierung der Produktion investiert.
Siltronic AG
Ergänzend zur Berichterstattung über den Siltronic-Konzern erläutern wir die Entwicklung der Siltronic AG. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt worden. Der vollständige Abschluss wird separat veröffentlicht.
Als Muttergesellschaft des Siltronic-Konzerns bestimmt die Siltronic AG die übergeordnete strategische Steuerung sowie die Ressourcenallokation, die Finanzierung und die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären.
Die Siltronic AG ist operativ tätig; sie hat Produktionsstandorte in Burghausen und Freiberg und eine Betriebsstätte in Taiwan. An den Produktionsstandorten werden Wafer und Zwischenprodukte hergestellt. Zwischenprodukte werden an Tochtergesellschaften verkauft und Wafer an Endkunden, soweit diese fast ausschließlich in Europa oder Taiwan sitzen. Der Vertrieb von Wafern in andere Länder erfolgt über ausländische Tochtergesellschaften.
Ertragslage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | 2017 | 2016 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 866,8 | 667,5 | 199,3 | 29,9 |
| Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen | 3,5 | - 0,6 | 4,1 | >100 |
| Gesamtleistung | 870,3 | 666,9 | 203,4 | 30,5 |
| Materialaufwand | - 359,6 | - 305,5 | - 54,1 | 17,7 |
| Personalaufwand | - 212,1 | - 209,3 | - 2,8 | 1,3 |
| Abschreibungen | - 50,4 | - 49,2 | - 1,2 | 2,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge, netto | - 137,4 | - 121,5 | - 15,9 | 13,1 |
| EBIT | 110,8 | - 18,6 | 129,4 | > 100 |
| EBITDA | 161,2 | 30,6 | 130,6 | > 100 |
| Zinsergebnis | - 11,1 | - 3,7 | - 7,4 | > 100 |
| Beteiligungsergebnis | 50,0 | - | 50,0 | > 100 |
| Ergebnis vor Steuern | 149,7 | - 22,3 | 172,0 | > 100 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 11,6 | - 0,4 | - 11,2 | > 100 |
| Jahresfehlbetrag/-überschuss | 138,1 | - 22,7 | 160,8 | > 100 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | - | 22,7 | - 22,7 | > 100 |
| Bilanzgewinn | 138,1 | - | 138,1 | 100 |
Die Zunahme der Umsatzerlöse um EUR 199,3 Mio. im Geschäftsjahr 2017 ist auf gestiegene Absatzpreise und höhere Mengen zurückzuführen. Die Umsätze sind nach Regionen wie folgt verteilt: Asien 60 Prozent (Vorjahr: 58 Prozent), Europa 24 Prozent (Vorjahr: 25 Prozent), Amerika 14 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent), restliche Welt 2 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent).
Die Materialaufwandsquote, d. h. das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung, lag im Jahr 2017 bei 41,3 Prozent nach 45,8 Prozent im Vorjahr. Die Verbesserung der Quote ergab sich vor allem aufgrund gestiegener Absatzpreise.
Der Personalaufwand ist um EUR 2,8 Mio. bzw. 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Einen positiven Effekt hatte die Reduzierung der durchschnittlichen Zahl an Mitarbeitern um gut 5 Prozent. Gegenläufig wirkte sich hauptsächlich die stark erhöhte erfolgsabhängige Vergütung aus.
Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr gab es wesentliche außerplanmäßige Abschreibungen.
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge (netto) um EUR 15,9 Mio. ist in erster Linie durch höhere Aufwendungen für Zeitarbeitnehmer verursacht.
Das Beteiligungsergebnis ist das Ergebnis einer Ausschüttung der Siltronic Holding International B.V. Niederlande (SHI).
Vermögenslage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva, EUR Mio. |
31.12.2017 | 31.12.2016 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1,4 | 1,1 | 0,3 | 27,3 |
| Sachanlagen | 283,3 | 241,6 | 41,7 | 17,3 |
| Finanzanlagen | 129,4 | 129,3 | 0,1 | 0,1 |
| 414,1 | 372,0 | 42,1 | 11,3 | |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 94,8 | 94,3 | 0,5 | 0,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 64,1 | 41,1 | 23,0 | 56,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 213,7 | 251,9 | - 38,2 | - 15,2 |
| Andere Vermögensgegenstände ohne Festgelder | 29,7 | 18,0 | 11,7 | 65.0 |
| Liquide Mittel und Festgelder | 257,0 | 46,7 | 210,3 | > 100 |
| 659,3 | 452,0 | 207,3 | 45,9 | |
| Bilanzsumme | 1.073,4 | 824,0 | 249,4 | 30,3 |
Da die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände die Abschreibungen übertroffen haben, hat sich der Buchwert um EUR 42,0 Mio. erhöht.
Die Finanzanlagen betreffen fast ausschließlich die Beteiligung an der niederländischen Tochtergesellschaft SHI.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind um EUR 23,0 Mio. gestiegen, da die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr im relevanten Zeitraum stark zugelegt haben. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene
Unternehmen haben um EUR 28,5 Mio. zugenommen. Gegenläufig hat sich auf die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewirkt, dass vor allem die an Tochtergesellschaften ausgereichten Darlehen um EUR 66,7 Mio. zurückgegangen sind.
Die Erhöhung der Position Liquide Mittel und Festgelder um EUR 210,3 Mio. ergab sich infolge des erfreulichen EBIT, der geringeren Darlehensvergabe an Tochtergesellschaften, der Ausschüttung der Tochtergesellschaft SHI und erhaltener Anzahlungen von Kunden.
Finanzlage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Passiva, EUR Mio. |
31.12.2017 | 31.12.2016 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 641,1 | 503,0 | 138,1 | 27,5 |
| Rückstellungen | ||||
| Pensionsrückstellungen | 121,2 | 109,8 | 11,4 | 10,4 |
| Übrige Rückstellungen | 107,8 | 92,7 | 15,1 | 16,2 |
| 229,0 | 202,5 | 26,5 | 13,1 | |
| Verbindlichkeiten | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten | 22,1 | 22,5 | - 0,4 | - 1,8 |
| - gegenüber verbundenen Unternehmen | 109,7 | 84,5 | 25,2 | 29,8 |
| Andere Verbindlichkeiten | 71,5 | 11,5 | 60,0 | > 100 |
| 203,3 | 118,5 | 84,8 | 71,6 | |
| Bilanzsumme | 1.073,4 | 824,0 | 249,4 | 30,2 |
Die Finanzierung der Vermögenswerte erfolgt zum Bilanzstichtag zu 60 Prozent durch Eigenkapital und zu 40 Prozent durch Fremdkapital.
Hauptgrund für die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 25,2 Mio. ist, dass der Saldo von Finanzverrechnungskonten von Tochtergesellschaften insgesamt gestiegen ist.
Der Anstieg der anderen Verbindlichkeiten um EUR 60,0 Mio. ist fast vollständig auf Anzahlungen zurückzuführen, die die Siltronic AG von konzernfremden Kunden erhalten hat und künftige Lieferungen von Wafern betreffen.
Das Nettofinanzvermögen betrug zum 31. Dezember 2017 EUR 282,1 Mio. nach EUR 154,9 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einer Zunahme von EUR 127,2 Mio.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug bei der Siltronic AG im abgelaufenen Jahr EUR 227,7 Mio. nach EUR 20,6 Mio. im Vorjahr. Die Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Anlagegüter beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 99,4 Mio. nach EUR 73,3 Mio. im Vorjahr. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen haben dazu geführt, dass 2017 der Free-Cashflow bei EUR 128,3 Mio. lag (Vorjahr: EUR - 52,8 Mio.).
Chancen und Risiken
Die Geschäftsentwicklung der Siltronic AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siltronic-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Siltronic AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Bewertung der Beteiligungen ist insbesondere abhängig von den im Risikobericht dargestellten Risiken. Die Siltronic AG als Mutterunternehmen des Siltronic-Konzerns ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagementsystem.
Ausblick
Die Erwartung für die weitere Geschäftsentwicklung der Siltronic AG im kommenden Jahr ist im Wesentlichen identisch mit dem Ausblick des Siltronic-Konzerns, der im Prognosebericht des Konzerns ausführlich beschrieben wird.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Die Arbeit unserer Mitarbeiter, die täglich ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für Siliziumwafer einbringen, bildet die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg.
Zum 31. Dezember 2017 waren 3.730 Mitarbeiter bei Siltronic beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr (3.757 Mitarbeiter) um 27 Beschäftigte oder knapp 1 Prozent gesunken. Zusätzlich waren zum 31. Dezember 2017 weltweit 709 Zeitarbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 534).
Als produzierendes Unternehmen haben wir einen hohen Anteil an direktem Personal. Dieser lag 2017 bei rund 67 Prozent.
Globale Personalstrategie und dezentrale Organisation des Personalmanagements
Unser Personalmanagement ist dezentral organisiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten und in den Regionen gerecht zu werden. Den standortübergreifenden Rahmen bilden die Leitlinien unserer globalen Personalstrategie, wie die Führungskräfteentwicklung und das Talent-Management, die leistungsgerechte Gestaltung unseres Entgeltsystems sowie die international ausgerichtete Organisation. Generell sind die strategischen Unternehmensvorgaben und insbesondere die Compliance-Richtlinien zu beachten.
Vielfalt (Diversity) ist ein wichtiges Thema
Ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen ist es, die vorhandene Vielfalt der modernen Gesellschaft für uns zu nutzen. In Deutschland bzw. in der Siltronic AG zeigt sich unser Streben nach Vielfalt unter anderem an folgenden Beispielen:
Alle Mitarbeiter an den deutschen Standorten sind verpflichtet, sich durch eine E-Learning-Schulung mit dem Allgemeinen Gleich-behandlungsgesetz (AGG) vertraut zu machen. Die Fortbildung ist für alle Hierarchieebenen, vom Vorstand bis zum Tarifmitarbeiter, bindend. Auch jeder neue Mitarbeiter muss diese Schulung absolvieren.
Wir unterstützen und fördern schwerbehinderte Menschen. Vorgesetzte, Mitarbeiter, Personalabteilung, Schwerbehindertenvertretung und Gesundheitsdienst arbeiten eng zusammen, damit gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz bleiben oder auf eine geeignete Stelle wechseln können. Dadurch können wir Fachkräfte halten und langjähriges, wertvolles Wissen bleibt Siltronic erhalten. In Deutschland haben 2017 im Durchschnitt 216 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen (2016: 225) gearbeitet, was einer Beschäftigungsquote von rund 9 Prozent entspricht.
Seit 1. Juni 2017 haben wir unseren Schwerbehindertenvertreter für diese verantwortungsvolle Aufgabe hauptberuflich eingesetzt.
Wir unterstützen behinderte Menschen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden. Hierzu arbeiten wir mit Behindertenwerkstätten zusammen. Siltronic bezieht z. B. am Standort Burghausen Verpackungen von den Ruperti-Werkstätten.
Das Thema Familie ist uns wichtig. So steht Mitarbeitern in Freiberg ein Kontingent von Krippenplätzen zur Verfügung. In München vermittelt ein externer Familienservice Betreuungsplätze in Kindergärten und -krippen. An allen Standorten in Deutschland gibt es einen Service für familiäre Notsituationen. Bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit, auch von Angehörigen, können Mitarbeiter die Beratung des Familienservice in Anspruch nehmen. Wir bieten zudem Familienzeiten an, welche in Form von bezahlten Freistellungen die Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung unterstützen sollen. 2017 wurde erstmals in Burghausen eine einwöchige Kinderbetreuung während der Sommerferien angeboten.
Mitarbeiterentwicklung hat hohen Stellenwert
Um die Nachhaltigkeit unseres Erfolgs sicherzustellen, haben wir bereits 2013 den Talent-Management-Prozess ins Leben gerufen. In einem jährlichen Talent-Management-Zyklus werden alle außertariflichen Mitarbeiter und Oberen Führungskräfte nach einheitlichen Kriterien in bereichsinternen und anschließend bereichsübergreifenden Konferenzen besprochen. Im jährlichen Mitarbeitergespräch legen Vorgesetzte und Mitarbeiter dann auf dieser Grundlage Entwicklungsmaßnahmen fest. Wir wollen damit anspruchsvolle Positionen mittel- und langfristig mit internen Kandidaten besetzen.
Graduate-Programm zur Nachwuchsförderung mit Themenschwerpunkten Digitalisierung und Automatisierung
2017 wurde unser drittes Graduate Programm initiiert. Dafür konnten wir talentierte Studienabgänger überwiegend aus ingenieurtechnischen Fachdisziplinen für die Themenschwerpunkte Digitalisierung und Automatisierung gewinnen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich für spätere Führungsaufgaben zu qualifizieren. Das Programm umfasst neben dem On-the-Job-Training Seminare zu Managementthemen, Kommunikationskompetenz und Teamarbeit. Die Teilnehmer werden im Laufe des 18-monatigen Programms durch Mentoren betreut.
Eigenes Personalmarketingkonzept
Seit 2017 sind wir auf Auszubildenden- und Hochschulmessen mit eigenen Messeauftritten vertreten, um die Siltronic als Arbeitgebermarke zu präsentieren und unsere Stellenangebote zu bewerben. Im Zuge der Modernisierung des Internetauftritts wurde auch die Karriereseite angepasst, um alle für Bewerber wichtigen Informationen gebündelt darzustellen.
Ausbildung als Beitrag zur nachhaltigen Fachkräftesicherung in Deutschland
Aufgrund der Auswirkungen der demografischen Entwicklung haben wir seit 2016 in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk der Wacker Chemie AG ein Ausbildungsprogramm für die handwerklichen Berufe initiiert. Für das Ausbildungsjahr 2018 wurden zudem in Burghausen und Freiberg neue Auszubildende sowohl in handwerklichen als auch kaufmännischen Berufen ausgewählt, welche Ausbildungsverträge der Siltronic erhalten haben.
Gesundheitsmanagement bietet Mitarbeitern verschiedene Serviceleistungen in Deutschland
Um innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben, haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, über unser Gesundheitsmanagement verschiedene Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. Wir wollen Rücken- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in unserer Belegschaft vermeiden, die psychische Belastbarkeit stärken, ein altersgerechtes Arbeiten ermöglichen und gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern passende Arbeitsplätze vermitteln. Alle Mitarbeiter an den deutschen Standorten haben die Möglichkeit, in regelmäßigen Abständen an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung nehmen Siltronic-Mitarbeiter seit 2013 an dem Projekt "Fit auf Schicht" teil. In dem speziell auf Mitarbeiter im Schichtdienst oder auf stark belasteten Arbeitsplätzen zugeschnittenen Gesundheitsprogramm erlernen die Teilnehmer Verhaltensweisen, mit denen sie diese Belastungen nachhaltig besser ausgleichen können.
Forschung & Entwicklung
Innovation als Schlüssel zum Erfolg
Wesentliche Treiber der Halbleiterindustrie sind Miniaturisierung, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Dies drückt sich z. B. in höherer Rechenleistung und Speicherdichte, geringerem spezifischem Stromverbrauch und stetig sinkenden Kosten pro Funktion aus. Zugleich ist ein überproportionales Wachstum in Spezialanwendungen wie Leistungselektronik, Sensorik und Kommunikationselektronik zu beobachten, die jeweils maßgeschneiderte Wafer-Lösungen erfordern. Zur Erreichung dieser Ziele fordern unsere Kunden gleichzeitig höchste technische Kompetenz und Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung der Siliziumwafer, die das wichtigste Grundmaterial für die Halbleiterindustrie darstellen.
F&E-Kennzahlen
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| 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen in EUR Mio. | 68,3 | 66,4 | 64,4 | 64,3 |
| F&E-Aufwendungen in % vom Umsatz | 5,8 | 7,1 | 6,9 | 7,6 |
| Erhaltene F&E-Fördermittel in EUR Mio. | 0,8 | 0,6 | 0,6 | 0,8 |
Intensive Entwicklungsaktivitäten sind somit unabdingbar, um mit den rasanten Entwicklungen im Halbleitermarkt Schritt halten und unsere führende Technologieposition halten zu können. Wir beschäftigen weltweit mehr als 400 Ingenieure in den Bereichen Prozesstechnologie, Metrologie, Intellectual Property und Innovation, die an allen unseren Standorten angesiedelt sind. Der Standort Burghausen ist dabei der zentrale Entwicklungsstandort von Siltronic. Die Aufgaben umfassen die Aufrechterhaltung der Produktqualität, das Testen und die Bewertung neuer Verfahren und Anlagenmodifikationen, die kontinuierliche Verbesserung und die Linienintegration bis hin zur Qualifikation der Wafer für die neuesten Technologien unserer Kunden.
Ein Schutzrechtsbestand von etwa 1.700 angemeldeten und aktiven Patenten und Patentanmeldungen in rund 300 Patentfamilien untermauert unsere hohe Innovationskraft und sichert unsere führende Technologieposition im Weltmarkt ab.
Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen 2017 EUR 68,3 Mio. (2016: EUR 66,4 Mio.). Fördermittel für F&E waren in diesen Jahren nicht nennenswert.
Strategische Zusammenarbeit mit Kunden und Forschungseinrichtungen
Eine Vielzahl unserer Projekte erfordert die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Zu diesem Zweck bearbeiten wir mit unseren technologisch führenden Kunden Projekte im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprogrammen (JDA), wobei wir darauf achten, insgesamt ein breites Spektrum von Halbleiter-Endanwendungen abzudecken. Wir arbeiten ebenfalls mit Forschungs- und Hochschuleinrichtungen zusammen. Auf nationaler und europäischer Ebene machen wir dabei - soweit sinnvoll - von öffentlichen Fördermöglichkeiten Gebrauch.
Produktion und Supply-Chain-Management
Produktion
Unsere Produktionswerke liegen strategisch günstig in der Nähe unserer Kunden und bieten uns einen guten Zugang zu sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften. Wir können an unseren Standorten die jeweiligen Stärken optimal nutzen. Wir profitieren von der Innovationskraft bestens ausgebildeter Wissenschaftler und Ingenieure in Deutschland und von den vorteilhaften Arbeitskosten in Asien.
Wir verarbeiten Silizium-Kristalle, die nach dem Czochralski-Verfahren hergestellt werden, zu polierten Wafern. Eine Teilmenge der Produktion wird mit dem Aufbringen einer sogenannten Epitaxie-Schicht weiter veredelt.
Siltronic stellt ebenfalls Wafer aus Kristallen her, die nach dem Floatzone-Verfahren (Zonenziehverfahren) gezüchtet werden und die insbesondere in der Leistungselektronik Anwendung finden. Diese Wafer haben verschiedene Oberflächeneigenschaften und Durchmesser von bis zu 200 mm.
Wir nutzen standardisierte Prozesse, um unsere Kunden zuverlässig aus verschiedenen Standorten zu beliefern. Durch den Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten implementieren wir Prozessverbesserungen einfach und schnell und vereinfachen die Qualifikation durch unsere Kunden. Darüber hinaus betreiben wir unsere deutschen 300 mm-Waferlinien in Freiberg und Burghausen in einem engen Produktionsverbund als sogenannte "Virtuelle Fabrik" mit einem gemeinsamen, standortübergreifenden Management.
Wir optimieren unsere Produktionsprozesse und damit unsere Prozess-Capability als auch Kostenposition fortlaufend. Veränderungen werden über ein konsequentes Change-Management getestet, bewertet und effizient in die Produktionslinien eingesteuert. Dabei wird ein wesentliches Augenmerk auf die Sicherung der Qualität unserer Produkte und die Wirtschaftlichkeit unserer Linien gelegt. Modernste Technologien sind integraler Bestandteil unserer Fabriken und ermöglichen es uns, flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden einzugehen.
Projekte 2017
2017 haben wir die im Jahr 2015 begonnenen Projekte fertiggestellt. An einigen Stellen haben sich 2017 weitere Schritte angeschlossen.
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| Neue Kristallziehanlagen | |
|---|---|
| Freiberg, Deutschland | Automatisierung der 300 mm-Waferlinie |
| Burghausen, Deutschland | Automatisierung der 300 mm-Waferlinie |
| Singapur | Neue Kristallziehanlagen |
Supply-Chain-Management
Durch unsere nahtlose Logistikkette erschließen wir unseren Kunden folgende Mehrwerte: Reaktionsgeschwindigkeit und hohe Termintreue. Unsere elektronisch unterstützte Supply Chain macht sämtliche Prozesse vom ersten Kontakt über alle unsere Fertigungsprozesse bis hin zur Lieferung transparent und kontrollierbar.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, Lieferzeiten zu reduzieren und unsere Lieferkette in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität zu optimieren. Durch diverse Wiederverwendungs- und Recyclingaktivitäten versuchen wir, Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern, insbesondere bei Primärverpackungen der Wafer und bei sekundären Transportverpackungen.
Die Anforderungen der Waferspezifikationen, die Volumina und die Bestimmungsorte unserer Exporte sowohl zu Kunden als auch zu Siltronic-Standorten unterliegen laufenden Änderungen, die regelmäßig von uns analysiert und mit unseren Kapazitäten abgestimmt werden. Die globale Planung vom Rohstoff über Zwischenprodukte bis zum fertigen Wafer und dessen Transport zum Kunden erfolgt "real time" über maßgeschneiderte Systeme. Damit bieten wir unseren Kunden Qualität und Versorgungssicherheit.
Wir binden unsere externen Partner über umfangreiche E-Business-Lösungen in laufende Prozesse ein, um alle Potenziale der Zusammenarbeit konsequent auszuschöpfen. Dazu zählt z. B. eine Kollaborationsplattform (Extranet), die einen individuellen Informationsaustausch und damit schlanke und reibungslose Administrationsprozesse ermöglicht.
Für einen optimalen, elektronischen Datenaustausch mit unseren externen Partnern nutzen wir hauptsächlich den international anerkannten "RosettaNet"-Standard. Oder wir setzen auf andere Dienstleister - sogenannte Third Party Provider -, um beispielsweise EDI-Formate zu empfangen oder zur Verfügung zu stellen. Mit vielen Kunden haben wir schnelle B2B-Verbindungen installiert, die von der elektronischen Bestandsführung bzw. Bedarfsplanung in Vendor-Managed-Inventory-Prozessen bis hin zur elektronischen Rechnungsstellung die Zusammenarbeit optimieren. Außerdem wird die elektronische Anbindung von externen Logistik-Providern weiter vorangetrieben, um eine lückenlose Verfolgung der Lieferkette bis zum Kunden zu gewährleisten.
Einkauf und Lieferantenmanagement
Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten, Lieferzeiten und die Qualität der Lieferanten zu optimieren sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen. Spezialisierte Teams steuern Einkaufsprozesse - von Roh- und Hilfsstoffen für unsere Produkte, über Gas und Strom zur Versorgung unserer internationalen Standorte bis hin zu technischen Materialien und spezifischen Dienstleistungen. 2017 haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den weltweiten Beschaffungsmärkten gearbeitet. So haben wir neue Lieferanten in für uns wichtigen Produktbereichen identifiziert, entwickelt und sukzessive an die Serienbelieferung herangeführt. Damit sichern wir uns dauerhaft international wettbewerbsfähige Materialkosten.
Die systematische Risikobeobachtung ist für Siltronic ein wichtiges Instrument, um Lieferbeziehungen richtig bewerten zu können. Dabei kommen Analysen von Ratingagenturen, eigene Lieferantenbewertungen und verstärkt der direkte Kontakt zu unseren Partnern zum Einsatz. Durch den Einkauf haben wir im vergangenen Jahr das Risiko bei 85 und die Leistung bei über 100 Lieferanten beurteilt.
Das Bestellvolumen lag 2017, aufgrund der gestiegenen Auslastung, mit knapp EUR 571 Mio. über dem Vorjahr (2016: rund EUR 500 Mio.). Die vereinbarten Lieferqualitäten, -mengen und -termine wurden von unseren Lieferanten auf hohem Niveau realisiert. Insgesamt hat Siltronic weltweit rund 58.000 Bestellungen ausgelöst. 6 Prozent unserer Lieferanten decken circa 90 Prozent unseres Einkaufsvolumens im Bereich Einkauf & Logistik ab.
Die elektronische Beschaffung hat eine hohe Bedeutung für uns. Wir betrachten den gesamten Einkaufsprozess, von der Anfrage beim Lieferanten bis zur Bezahlung der Rechnung. Eine wichtige Messgröße ist die Anzahl der automatisiert angelegten Bestellungen. Weltweit wurden 2017 mehr als 99.900 Bestellpositionen ausgelöst (Vorjahr: rund 95.400 Positionen). Davon haben wir an den deutschen Standorten 2017 rund 71 Prozent (davon 36 Prozent via eCatalog) automatisiert angelegt.
Unterschiedliche Materialpreisentwicklungen
Die Preisentwicklung der für uns wichtigsten Materialien und Rohstoffe war 2017 wiederholt leicht rückläufig. Im Bereich spezifischer Einsatzstoffe konnten weitere Reduzierungen erreicht werde. Währungseffekte beeinflussten 2017 die Beschaffung zusätzlich leicht positiv.
Absicherung durch langfristige Verträge
Wir haben die Belieferung der deutschen Standorte mit Polysilizium durch die Wacker Chemie AG mit einem langfristigen Liefervertrag bis 2020 abgesichert. Ein spezifischer Vertrag zwischen Wacker und SSW sichert eine stabile Belieferung der Siltronic Singapur mit Polysilizium bis 2021. Insgesamt versorgt Wacker den Siltronic-Konzern mit über 90 Prozent des Polysiliziumbedarfs. Der Preis für das Polysilizium wird zwischen den Vertragsparteien jährlich innerhalb einer festgelegten Preisspanne in Anlehnung an den Vorjahrespreis verhandelt. Im Rahmen unserer Mehrlieferantenstrategie stehen auch alternative Beschaffungsquellen zur Verfügung.
Lieferanten spielen für Siltronic eine wichtige Rolle
Wir legen viel Wert auf den direkten Kontakt zu den Lieferanten und auf eine langfristige und konstruktive Zusammenarbeit. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein. Eine zentrale Funktion übernimmt hier unser Lieferantenmanagement. Spezialisierte Warenklassenteams mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen regeln unternehmensweit die Einkaufsprozesse. Diese Teams realisieren neue Potenziale am Markt und aktuelle Innovationen bei bestehenden Lieferanten und integrieren dieses Know-how in unsere Prozesse. Damit sichern wir langfristig unsere Produktqualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Wir arbeiten weltweit mit über 3.450 Lieferanten zusammen (2016: 3.400). Der Anteil asiatischer Lieferanten ist weiter gestiegen und liegt bereits bei 21 Prozent.
Unsere Lieferanten tragen erheblich dazu bei, dass Siltronic mit verbesserten Prozessen und hoher Innovation Wafer in der von den Kunden geforderten Qualität herstellen kann. 2017 wurden acht Lieferanten, die im Vorjahr besondere Leistungen erbracht hatten, mit dem "Siltronic Supplier Award 2016" in den Kategorien "Excellent Customer Service & Delivery Performance" (KMG Ultra Pure Chemicals), "Outstanding Technology & Customer Orientation" (Wacker Chemie AG), "Excellent Service in Engineering and Maintenance" (AEK Kreutzpointner), "Outstanding Quality & Customer Orientation" (SEP Shin-Etsu Polymer), "Excellence in Innovation and Technology" (Fujimi), "Exceptional Long Term Global Partnership" (Nitta Haas), "Outstanding Quality & Customer Orientation" (Südpack) und "Best Equipment & Maintenance Service Provider" (Caverion) ausgezeichnet.
Vertrieb und Marketing
Wir streben eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden an. Insgesamt beliefern wir Kunden in mehr als 40 Ländern. Mit vielen unserer Kunden führen wir zusätzlich gemeinsame Entwicklungsprojekte durch. Wir verweisen hierzu auch auf das Kapitel "Forschung & Entwicklung" ab Q 57.
Fachleute für Vertrieb und Anwendungstechnik in den sechs definierten Vertriebsregionen USA, Europa, Japan, Greater China (Taiwan und China), Korea und Sonstige Asien-Pazifik gewährleisten eine zeitnahe Vor-Ort-Betreuung unserer Kunden. Vertriebsseitig sind wir präsent in den USA, Frankreich, Italien, Deutschland, Südkorea, Japan, China, Taiwan und Singapur und verkaufen unsere Wafer fast ausschließlich direkt an unsere Kunden.
Key-Account-Teams, die sich aus Mitarbeitern aus den Bereichen Vertrieb, Applikationstechnologie, Prozesstechnologie, Qualitätsmanagement und Logistik zusammensetzen, unterhalten enge Beziehungen zu unseren Schlüsselkunden. Dies ermöglicht es uns, schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren und Siliziumwafer herzustellen, die diesen Anforderungen entsprechen.
Die Verträge mit unseren Kunden haben unterschiedliche Laufzeiten von circa drei Monaten bis hin zu über einem Jahr. Wir haben 2017 mit Kunden einige mehrjährige Verträge über die Belieferung mit 300 mm-Wafern abgeschlossen. Siltronic in Singapur (SSW) hat einen langfristigen Vertrag über die Abnahme von Siliziumwafern mit Samsung.
Wir werten kontinuierlich Marktinformationen aus. Die so gewonnene erhöhte Transparenz nutzen wir, um uns noch stärker auf unsere Kunden und deren Anforderungen zu fokussieren und eigene Ressourcen optimal zu nutzen und eventuellen Risiken rechtzeitig entgegensteuern zu können.
Mit der Mehrheit unserer Kunden besteht bereits seit vielen Jahren eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Kooperation. Dies spiegelt sich auch in Auszeichnungen durch unsere Kunden wider.
Corporate Social Responsibility (CSR)
Wir sehen es als zentrale Verantwortung, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Deshalb orientieren wir uns bei Entscheidungen an Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und eines nachhaltigen Handelns. Das Thema CSR behandeln wir ausführlich in unserem Nichtfinanziellen Bericht, der in Anlehnung an die Sustainabililty Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt wurde.
Risiko- und Chancenbericht
Risikostrategie und Risikopolitik
Siltronic ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Ein effektives Chancen- und Risikomanagement ist daher für uns als weltweit agierendes Unternehmen ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung und dient der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Unter Risiken verstehen wir interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Ausgehend vom vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet der Vorstand, welche Risiken wir eingehen, um Chancen zu nutzen, die sich dem Unternehmen bieten. Unser Ziel ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen oder zu vermeiden. Die Risikostrategie wird vom Vorstand regelmäßig überprüft und weiterentwickelt und umfasst alle Unternehmensbereiche.
Risikomanagementsystem
Organisatorisch ist das Risikomanagementsystem in die bestehende dezentrale Organisations- und Berichtsstruktur integriert. Ergänzt wird es durch einen mehrstufigen Prozess, in dem die Vorgehensweise sowie die Kriterien zur Identifikation von Risiken,
deren Bewertung, Steuerung und Berichterstattung sowie die Überwachung des Gesamtsystems verbindlich in einem Konzernhandbuch festgelegt sind. Das Risikomanagementsystem schließt alle Bereiche ein. Die rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften sowie die Konzernfunktionen führen das operative Risikomanagement in ihren Aufgabenbereichen eigenverantwortlich. Risiken werden monatlich bei den festgelegten Risikoverantwortlichen an den Standorten und in den Konzernfunktionen zentral abgefragt. Zusätzlich sind wesentliche Risiken sofort über ein Ad-hoc-Reporting zu melden. Die Prozess- und Systemverantwortung für das konzernweite Risikofrüherkennungssystem obliegt der Stabsstelle Corporate Auditing & Risk Management, die direkt an den Vorstand berichtet. Die Konzernstabsstelle koordiniert zentral die konzernweite Erfassung aller wesentlichen Risiken, analysiert die Gesamtsituation auf Konzernebene und kommuniziert die Risiken. Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns informiert. Chancen werden im Risikomanagementprozess nicht systematisch erfasst. Der Vorstand und das Management werden in monatlichen Berichten der zentralen Controlling-Abteilung über die gegenwärtige und voraussichtliche Geschäftsentwicklung informiert. Auf Basis dieser Daten werden Risiken und Chancen regelmäßig im Management diskutiert, bewertet und gegeneinander abgewogen.
Die festgelegten Risikoverantwortlichen unserer Konzernfunktionen und wichtigsten Standorte sowie der Konzern-Risikomanager überprüfen regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf bestehende Risiken. Die Risikoidentifizierung und -bewertung erfolgen unter Verwendung standardisierter Risikomatrizen. Die relevanten Risiken bewerten wir nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Grad der Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Cashflow. Wir beschreiben die Eintrittswahrscheinlichkeit der von uns aufgeführten Risiken mithilfe von folgenden Schlüsselbegriffen:
| ― | Gering: kleiner als 25 Prozent |
| ― | Möglich: 25 Prozent bis 75 Prozent |
| ― | Hoch: größer als 75 Prozent |
Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsprechen folgenden Bandbreiten:
| ― | Niedrig: bis EUR 5 Mio. |
| ― | Mittel: EUR 5 Mio. bis EUR 25 Mio. |
| ― | Groß: über EUR 25 Mio. |
Auf Grundlage der monatlich bzw. ad hoc erfassten Risiken werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die identifizierten Risiken zu vermeiden bzw. deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder den möglichen wirtschaftlichen Schaden zu verringern. Die abgeleiteten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sowie gegebenenfalls relevante Frühwarnindikatoren werden ebenso wie die daraus abgeleiteten Restrisiken regelmäßig aktualisiert und zentral dokumentiert.
Internes Kontrollsystem im Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Kontrollmaßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu beherrschen und damit einen geordneten Betriebsablauf zu gewährleisten. Die Kontrollen sind in den operativen Prozessen integriert und beinhalten beispielsweise eine angemessene Funktionstrennung, Anwendung des Vier-Augen-Prinzips sowie Zugriffs- und Freigaberegelungen. Das interne Kontrollsystem unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele durch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften (Compliance) und den Schutz des Geschäftsvermögens.
Mit dem internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess verfolgen wir das Ziel, die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) einheitlich umzusetzen und ergänzende, für die Rechnungslegung einschlägige gesetzliche Regelungen einzuhalten. Fehlaussagen in der Konzernrechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung werden dadurch vermieden. Das Kontrollsystem ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte Bilanzierung aller Geschäftsvorfälle vorgenommen wird und dass kontinuierlich zuverlässige Daten über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vorliegen. Hierzu dienen insbesondere eine zentrale Auslegung der IFRS und ein Bilanzierungshandbuch, das um Ausarbeitungen zu wichtigen Einzelfragen ergänzt wird. Die organisatorische Verantwortung und der Prozessablauf von bilanzierungsrelevanten Themen sind in internen Anweisungen geregelt. Die Einhaltung der Berichtspflichten wird zentral durch die Konzernfunktion "Accounting" überwacht. Die Berichtspakete der Einzelgesellschaften werden nach Freigabe durch das lokale Management in ein zentrales Konsolidierungssystem überführt. Die gemeldeten Daten werden durch automatische Validierungen im System sowie durch Berichte und Analysen kontrolliert, was die Datenintegrität und das Einhalten der Berichterstattungslogik gewährleistet. Der Konsolidierungsprozess umfasst ebenfalls systembasierte Kontrollen. Abschließend analysieren wir die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz des Konzerns hinsichtlich Trends und Abweichungen. Wir verfolgen ständig Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und schulen die Mitarbeiter, die an diesen Themen arbeiten. Bei besonders komplexen Bilanzierungsthemen, wie beispielsweise Pensionen, ziehen wir externe Spezialisten hinzu. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte, Freigabekonzepte und Zugangsbeschränkungen vor Missbrauch geschützt. Mit regelmäßigen Systemsicherungen und Wartungsmaßnahmen minimieren wir sowohl das Risiko eines Datenverlusts als auch das eines Ausfalls rechnungslegungsrelevanter IT-Systeme.
Die Wirksamkeit der Kontrollen gewährleisten wir durch die laufende Kontrolle wesentlicher Kennzahlen im Rahmen der monatlichen Managementberichterstattung. Daneben gibt es regelmäßig prüferische Durchsichten zu den Berichtsquartalen und externe Prüfungen zum Ende des Geschäftsjahres. Das Management der Tochtergesellschaften bestätigt quartalsweise, dass alle für den Quartals- oder Jahresabschluss wesentlichen Sachverhalte gemeldet wurden. Die Konzernrevision überprüft im Auftrag des Vorstands prozessbezogen und mit Fokus auf interne Kontrollsysteme die wesentlichen Unternehmensbereiche. Die Auswahl der Prüfungsthemen wird vom Vorstand in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss nach einem risikoorientierten Ansatz festgelegt und, wenn notwendig, unterjährig flexibel an geänderte Rahmenbedingungen angepasst.
Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem prüft er die Unterlagen zum Einzelabschluss der Siltronic AG und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lageberichts und erörtert diese mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer beurteilt das Risikofrüherkennungssystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.
Wesentliche Risiken
Die folgende Übersicht gibt unsere Einschätzung zu wesentlichen Risiken wieder. Die Aussagen beziehen sich überwiegend auf den Prognosezeitraum, also auf das gesamte Geschäftsjahr 2018. Die Bewertung der Risiken in der Übersicht erfolgt nach dem sogenannten Nettoprinzip, d. h. unter Berücksichtigung der ergriffenen Steuerungs- und Absicherungsmaßnahmen.
Gesamtumfeld
Konjunktureller Abschwung der Weltwirtschaft
Unser Geschäft ist im besonderen Maße von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Ein unerwartetes Abkühlen der konjunkturellen Entwicklung sowohl global als auch in für die Elektronikindustrie wesentlichen Regionen kann dazu führen, dass unsere Umsatzerlöse sich nicht wie erwartet entwickeln. Der Bedarf an Siliziumwafern könnte aufgrund mangelnder Nachfrage reduziert werden oder wir könnten gezwungen sein, aufgrund des stärkeren Wettbewerbsdrucks unsere Preise zu senken. Bei einer geringeren Produktionsauslastung können die spezifischen Herstellungskosten steigen und unser Ergebnis zusätzlich belasten.
Wir beobachten die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend. Schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte der Kundennachfrage flexibel anzupassen.
Externe Risiken
Siltronic ist ein global operierender Konzern mit Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Singapur. Mögliche Naturkatastrophen, politische Krisen und andere Beeinträchtigungen in einzelnen Ländern oder Regionen, in denen wir tätig sind, stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäfts- und Produktionsabläufe, den Absatz unserer Produkte und unser Anlagevermögen dar.
Wir haben Pläne und Maßnahmen erarbeitet, um Auswirkungen externer Ereignisse auf unsere Geschäftsprozesse zu minimieren. Die Produktionsstandorte liegen in relativ stabilen und sicheren Regionen. Unsere Vorsorgepläne sowie unsere weltweit verteilten Produktionsstandorte tragen dazu bei, die Auswirkungen lokaler oder regionaler Ereignisse auf unsere Geschäftsabläufe zu begrenzen. Die finanziellen Auswirkungen von Schäden an unseren Produktionsanlagen sind zum Teil durch Versicherungen abgedeckt.
Branchen- und Absatzmarktrisiken
Intensiver Wettbewerb, Nachfragemacht auf der Kundenseite, Austauschbarkeit der Produkte sowie Zyklen im Wafermarkt
Die Waferindustrie ist gekennzeichnet von Phasen des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage, die regelmäßig einen Einfluss auf die Preise haben können. Die Prognosen zu Absatzmengen und -preisen unterliegen aufgrund der oft zu beobachtenden Nachfrageschwankungen einer starken Unsicherheit. Wir können gezwungen sein, unsere Absatzmengen und Preise zu senken, ohne unsere Kosten entsprechend reduzieren zu können. Unsere Top-10-Kunden machen bereits über zwei Drittel unseres Umsatzes aus und wir erwarten, dass deren Umsatzanteil weiter steigen wird. Sollten wesentliche Kunden ihre Bestellungen bei uns signifikant reduzieren oder gar beenden, kann dies unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen.
Wir verringern die Risiken durch Erhöhen der Flexibilität in der Produktion sowie durch ein konsequentes Kostenmanagement. Wir passen unsere Kapazitäten den Marktentwicklungen an und verbessern ständig die Effizienz der Produktions- und Geschäftsprozesse, um damit die Kostenbasis zu reduzieren. Wir haben mit verschiedenen Kunden langfristige Abnahmeverträge mit einer Laufzeit von mehreren Jahren abgeschlossen, die Mindestabnahmemengen und Preise festlegen sowie teilweise über Anzahlungen abgesichert sind.
Anpassung unserer Produktionsanlagen an Kundenanforderungen bzw. -nachfragen
Änderungen der Kundennachfrage bzw. der ursprünglichen Marktprämissen könnten nicht schnell genug über Investitionen antizipiert werden bzw. führen zu Fehlinvestitionen. Verzögerte Inbetriebnahmen oder Investitionen bergen die Gefahr, dass wir Lieferverträge nicht erfüllen können und Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen bzw. Marktanteile verlieren.
Siltronic nutzt eine Vielzahl von Maßnahmen, um Investitionsrisiken entgegenzuwirken. Investitionen werden von uns nur in Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu minimieren bzw. auszuschließen. Eng mit Investitionsrisiken verbunden ist die Entwicklung der technologischen Anforderungen der Kunden. Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit den Kunden und durch intensive Marktbeobachtungen.
Zusätzliche Kosten durch Stilllegung von Produktionslinien
Durch Markt- bzw. Nachfrageänderungen könnten wir gezwungen sein, Teilbereiche, Produktionslinien oder Standorte zu schließen. Daraus können sich Wertberichtigungen für das Anlagevermögen und Schließungskosten wie z. B. Abfindungen für Mitarbeiter ergeben.
Produktentwicklungsrisiken
Die Halbleiterbranche ist unter anderem durch einen laufenden technologischen Wandel und sich verschärfende bzw. auch neue Anforderungen an unsere Fertigungsprozesse charakterisiert. Wir sind möglicherweise nicht in der Lage, angemessen schnell darauf zu reagieren. Wir könnten künftige Marktentwicklungen falsch einschätzen oder Kunden akzeptieren unsere neu entwickelten Produkte nicht. Unsere Konkurrenten könnten neue Generationen von Wafern schneller, zu niedrigeren Preisen oder mit besserer Leistungscharakteristik einführen.
Risiken, die sich aus unserer Entwicklungsarbeit ergeben, minimieren wir, indem wir bestimmte Entwicklungen gemeinsam mit Kunden durchführen. Gleichzeitig beobachten wir intensiv den Markt und unsere Wettbewerber, führen Kunden- und Lieferantengespräche und sind regelmäßig auf den für Siltronic wichtigen Kongressen präsent. Siltronic kooperiert bei seinen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um neueste Trends in seiner Technologie- und Produktentwicklung zu berücksichtigen. Für die Entwicklungsprojekte nutzen wir ein systematisches Projektmanagement. Eindeutige Projektmeilensteine sowie klare Genehmigungsprozesse unterstützen uns dabei, Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Beschaffungsmarktrisiken
Rohstoffe, Energien, andere Sekundärmaterialien, Maschinen und Ersatzteile werden nur von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten angeboten. Aufgrund des allgemeinen Kostendrucks und der Komplexität wird die Zusammenarbeit zunehmend intensiver und die wechselseitigen Abhängigkeiten steigen. Qualitätsmängel, Lieferantenausfall bzw. Lieferverzögerungen und unerwartete Preiserhöhungen können negative Auswirkungen auf die Produktion, den Absatz sowie die Ertragslage haben und eine notwendige Qualifizierung neuer Lieferanten kann eine längere Zeit beanspruchen.
Um die Risiken von Lieferantenausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Für strategische Rohstoffe und Betriebsmittel erarbeiten wir jährlich - bei Bedarf auch ad hoc -systematische Beschaffungsstrategien, die auch eine Einschätzung des Beschaffungsrisikos beinhalten. Sofern die Beschaffungsrisiken als signifikant eingestuft werden, treffen wir, wo immer möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen. Beispiele für solche Maßnahmen sind langfristige Lieferverträge, der Aufbau von Alternativlieferanten oder der Aufbau von Sicherheitsbeständen.
Wir beziehen von der Wacker Chemie AG diverse Dienst- und Versorgungsleistungen sowie den für uns sehr wichtigen Rohstoff Polysilizium. Die Dienst- und Versorgungsleistungen betreffen insbesondere Ingenieur- und Versorgungsdienstleistungen am Standort Burghausen sowie allgemeine Konzerndienstleistungen. Müssen wir selber entsprechende Kapazitäten aufbauen oder Alternativlieferanten beauftragen, kann dies zu Zeitverzögerungen und Mehrkosten führen.
Die Versorgungsleistungen der Wacker Chemie AG haben wir vertraglich langfristig abgesichert. Es wurden angemessene Kündigungsfristen vereinbart. Auch Polysilizium beziehen wir auf Basis eines Langfristvertrags von der Wacker Chemie AG. Die Preisentwicklung von Polysilizium hängt von der Entwicklung in der Halbleiter- und der Solarindustrie ab. Es besteht das Risiko, dass wir steigende Polysiliziumpreise nicht an unsere Kunden weiterreichen können. Zur Minimierung eines Lieferausfalls für Polysilizium sind zwei Produktionsstandorte der Wacker Chemie AG sowie weitere Lieferanten qualifiziert.
Produktions- und Produkthaftungsrisiken
In der Produktion, bei der Lagerung oder dem Transport können Fehler auftreten, die zu Produktmängeln oder Personen-, Sach- oder Umweltschäden führen können. Unser Produktionsprozess ist hochkomplex und erfordert modernste Anlagen, die permanent weiterentwickelt werden, um die hohen Kundenansprüche in Bezug auf Spezifikationen, Qualität (Performance, Stabilität und kontinuierliche Verbesserungen) und Preis zu erfüllen. Kleinste Abweichungen in der Lieferperformance können zu erheblichen Schäden bei den Kunden und zu Schadensersatzansprüchen, Bestellreduzierungen bis hin zur Beendigung der Kundenbeziehung führen. Damit verbunden sind auch kostenaufwendige Rückrufaktionen und Neuqualifikationen. Mögliche negative Auswirkungen auf unsere Reputation können zusätzlich die künftige Geschäftsentwicklung belasten.
Wir haben versicherbare Risiken angemessen versichert. Um Qualitätsmängeln entgegenzutreten, hat die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards bei der Siltronic eine besonders hohe Bedeutung. Siltronic steuert seine Prozesse über das Integrierte Managementsystem (IMS) und daraus abgeleitete Prozesssteuerungs- und Monitoringsysteme. Es regelt Abläufe und Verantwortlichkeiten und berücksichtigt gleichrangig Produktivität, Qualität, Umsetzung der Kundenspezifikationen, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz. Basis für das IMS sind gesetzliche Regelungen sowie nationale und internationale Standards wie ISO TS 16949 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), OHSAS 18001 (Gesundheit), Responsible Care® und Global Compact, die weit über die von Gesetzen geforderten Standards hinausgehen. Durch umfangreiche Instandhaltungskontrollen und laufende Inspektionen und Audits versuchen wir, höchstmögliche Betriebssicherheit an unseren Produktionsstandorten zu gewährleisten. Um die Sicherheit der Anlagen zu garantieren, führen wir von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme umfangreiche Sicherheits- und Risikoanalysen durch und leiten daraus notwendige Verbesserungsmaßnahmen ab. Im Schadensfall regeln an jedem Siltronic-Standort Gefahrenabwehrpläne die Zusammenarbeit von internen und externen Einsatzkräften sowie mit den Behörden. Zur Verminderung von Qualitätsrisiken setzen wir "Lean Six Sigma"-Methodiken zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktionsprozesse ein.
Rechtliche und regulatorische Risiken
Allgemeine rechtliche Risiken
Langwierige Rechtsstreitigkeiten können sich auf unser operatives Geschäft und auf die Reputation unseres Unternehmens negativ auswirken und hohe Kosten verursachen. Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, handels-, arbeits- und vertragsrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung.
Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie. Patente, Marken und Lizenzen schützen und überwachen wir durch unsere Abteilung Intellectual Property. Anhand von Recherchen stellen wir weitestgehend sicher, dass vor der Aufnahme von Forschungs- und Entwicklungsprojekten geklärt ist, ob bestehende Patente und Schutzrechte Dritter eine Vermarktung neu entwickelter Produkte, Technologien und Verfahren behindern.
Rechtliche Risiken begrenzen wir durch eine juristische Prüfung durch unsere Rechtsabteilung. Falls erforderlich greifen wir auch auf spezialisierte externe Rechtsexperten zurück. Das Risiko von Rechts- und Gesetzesverletzungen begrenzen wir durch Compliance-Programme. In dem geltenden Code of Conduct sind Verhaltensregeln definiert und festgelegt, die für alle Mitarbeiter bindend gelten. Durch Schulungen steigern wir die Sensibilität für diese Themen und versuchen, Reputationsrisiken zu vermeiden.
Umweltrechtliche Risiken
Siltronic unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von gefährlichen Stoffen beziehen. Das könnte uns einer Haftung für Umweltschäden aussetzen. Wenn Umweltgesetze geändert werden, kann dies zu weiteren Belastungen an unseren Standorten führen.
Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.
Die Siltronic Corp., USA, ist seit einigen Jahren Partei mehrerer Verwaltungsverfahren mit der Umweltbehörde in Oregon (Oregon Department of Environmental Quality) und der nationalen Umweltbehörde EPA (US Environmental Protection Agency) im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Grundstücks in Portland und einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette-Flusses in Portland und des Grundstücks, das der Gesellschaft gehört. Wesentliche Aufwendungen für die Umweltuntersuchungen und die Altlastensanierung werden bisher von unseren Versicherungen getragen. Das hieraus resultierende Risiko wird vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrung mit diesem Sachverhalt und der Kommunikation mit den eingebundenen Parteien, insbesondere der Umweltbehörde in Oregon, der nationalen Umweltbehörde und den Versicherungen sowie anderen Grundstückseigentümern des Gewerbegebiets, als gering eingeschätzt.
Regulatorische Risiken
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) besteht über die "Besondere Ausgleichsregelung" die Möglichkeit, die EEG-Umlage für sehr stromintensive Unternehmen zu begrenzen. Dazu müssen bestimmte Kriterien hinsichtlich der "Stromintensität", d.h. der Stromkosten im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung, erfüllt werden. Siltronic hat den Antrag auf Reduzierung der EEG-Umlage für 2018 im Jahr 2017 auf Basis der Vorjahresdaten gestellt. Dieser Antrag wurde Ende 2017 seitens des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle genehmigt.
Ab dem Geschäftsjahr 2019 wird Siltronic gemäß unseren Planungen voraussichtlich die Bedingungen für eine EEG-Umlagebegrenzung nicht mehr erreichen. In diesem Falle muss mit Mehrkosten in Höhe von rund EUR 20 Mio. für die deutschen Standorte gerechnet werden.
Sicherheit der IT-Systeme sowie Datensicherheit
Es ist ein allgemeiner Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere sowohl für den Einsatz von IT-Systemen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch für die Kommunikation. Eine Unterbrechung, Fehler, Manipulation oder Ausfall von IT-Funktionen und der Kommunikationssysteme hätten daher einen erheblichen negativen Einfluss auf die Arbeitsabläufe, die Ertragslage sowie unsere Reputation.
Siltronic überprüft ständig die eingesetzten Informationstechnologien und hat einen hohen Fokus auf die sichere Abwicklung der IT-gestützten Produktions- und Geschäftsprozesse. Unser IT-Sicherheits- und -Risikomanagement hat die Aufgabe, Gefährdungen in wirtschaftlicher Weise zu beherrschen. Die Grundlage dafür bildet der ISO-Standard 27001. Anhand einer Risikoanalyse definieren wir für unsere zentralen Systeme die Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der Daten, die wir in sogenannten SLAs (Service Level Agreements) mit unseren Dienstleistern festhalten. Das Einhalten dieser SLAs überwachen und kontrollieren wir laufend. Für den Notfall haben wir entsprechende Vorsorge getroffen. Weltweit hat unser Dienstleister ein Sicherheitsteam etabliert, das Problemen bei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme durch organisatorische und technische Maßnahmen sowie mittels Awareness-Programmen entgegenwirkt.
Personalrisiken
Der Mangel an engagierten und qualifizierten Fach- und Führungskräften kann sich negativ auf das weitere Wachstum und den technologischen Vorsprung des Unternehmens auswirken.
Wir begrenzen die Personalrisiken über diverse personalpolitische Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere unser Talent-Management-Prozess und die daraus abgeleiteten Entwicklungspläne. Hinzu kommen vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung. Für Schlüsselpositionen im Unternehmen erfolgt konzernweit eine Nachfolgeplanung.
Pensionsrisiken
Unseren Mitarbeitern werden teilweise Pensionen und Betriebsrenten nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses gewährt. Durch die steigende Lebenserwartung der bezugsberechtigten Mitarbeiter, zusätzliche Verpflichtungen aus Gehalts- und Rentenanpassungen sowie sinkende Abzinsungsfaktoren steigen die Pensionsverpflichtungen. Wir sind nach IAS 19 verpflichtet, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen sofort und vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Das führt dazu, dass es zu einer höheren Volatilität des Eigenkapitals kommt.
Ein Großteil der betrieblichen Pensionszusagen ist in Deutschland über die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG abgedeckt und in den USA über Pensionsfonds. Damit eine ausreichende Verzinsung des Vermögens sichergestellt und Anlagerisiken begrenzt werden können, ist das Anlageportfolio diversifiziert. Als eines der Trägerunternehmen der Pensionskassse leistet Siltronic bedarfsorientierte finanzielle Zuwendungen an die Pensionskasse. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals wird künftig wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Pensionsverpflichtungen auf Dauer zu erfüllen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Kreditrisiko
Aufgrund des Einsatzes von Finanzinstrumenten und Anlage hoher Guthaben bei Kreditinstituten besteht das Risiko eines Forderungsausfalls gegen Finanzinstitute. Wir begrenzen dieses Kontrahentenausfallrisiko, indem Finanzinstrumente und Finanzanlagen nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen und die jeweiligen Geschäftsvolumen sowie Laufzeiten limitiert werden.
Durch die Konsolidierung im Halbleitermarkt steigt die Konzentrierung weiter auf größer werdende Abnehmer. Wir setzen verschiedene Instrumente ein, um das Risiko des Forderungsausfalls zu verringern. Unser Forderungsmanagement bewertet regelmäßig die Bonität der Kunden. Ausfallrisiken werden über definierte Kreditlimits und in ausgewählten Fällen über Bankbürgschaften begrenzt. Wir versuchen, eine möglichst breite, ausgeglichene und solide Kundenbasis aufzubauen.
Marktpreis-/Währungsrisiko
Einen Großteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir in US-Dollar und Japanischen Yen, Kosten fallen hingegen überwiegend in Euro und Singapur-Dollar an. Wechselkursänderungen können damit Umsatz, Ergebnis, die Liquidität und die Bewertung der Finanzanlagen bzw. -verbindlichkeiten sowie der Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung beeinflussen.
Wir setzen originäre und derivative Finanzinstrumente ein, um die durch das operative Geschäft notwendigen finanziellen Bedürfnisse und Risiken zu decken und zu steuern. Den Absicherungen liegen neben bereits gebuchten operativen Geschäften Prognosen über künftige Zahlungsströme zugrunde. Der abnehmenden Prognosegenauigkeit in der Zukunft wird mit abgestuften Sicherungsquoten Rechnung getragen. Wir begegnen Wechselkursrisiken zusätzlich durch unsere Produktionsstandorte außerhalb des Euroraums. Translationsrisiken, also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen, werden nicht abgesichert. Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente sowie ergänzende Beschreibungen zum Management finanzwirtschaftlicher Risiken sind im Anhang unter Ziffer 16 enthalten.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung und effizienter Cash-Management-Systeme zentral gesteuert. Dem Finanzierungsrisiko beugt Siltronic durch vorgehaltene Liquidität vor.
Chancenbericht
Siltronic sieht in den nächsten Jahren eine Reihe von Chancen, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Um Chancen frühzeitig zu erkennen, setzen wir diverse Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente ein, beispielsweise zur laufenden strukturierten Auswertung von Markt-, Industrie- und Wettbewerbsdaten. Zudem stehen wir für die Beurteilung künftiger Chancen im engen Kontakt mit unseren Kunden. Ob und in welchem Maße identifizierte Chancen erreicht werden, wird über Kennzahlen verfolgt (rollierende Planung und Ist-Berichterstattung).
Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung - wie Strategieanpassungen oder mögliche Akquisitionen, Kooperationen und Partnerschaften - werden auf Vorstandsebene behandelt. Das geschieht im Rahmen des jährlichen Strategieentwicklungs- und Planungsprozesses und bei aktuellen Themen in den turnusmäßigen Vorstandssitzungen. Für diese Themen werden in der Regel unterschiedliche Szenarien und Risiko-Chancen-Profile entwickelt und zur Entscheidung gestellt.
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen
Ertrag weiter steigern
Siltronic sieht weiterhin gute Chancen, den Ertrag zu steigern. Die Fokusregion liegt für uns unverändert in Asien. Der zunehmende Wohlstand in der Region Asien und in Schwellenländern anderer Regionen lässt die Nachfrage nach höherwertigen Produkten, in denen Halbleiter zum Einsatz kommen, steigen. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Automobil, Industrieanwendungen, Smartphones, Tablets und Konsumelektronik. Mit innovativen Produkten wollen wir dieses Wachstum begleiten.
Seit Ende 2016 sind unsere Kapazitäten voll ausgelastet und wir konnten zum Teil deutliche Preiserhöhungen am Markt durchsetzen. Wird der zukünftige Kapazitätsausbau für Wafer unter der Nachfrageentwicklung unserer Kunden liegen, kann der Nachfrageüberhang über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben und zu weiteren Preissteigerungen bzw. zu einer stabilen Preisentwicklung führen. Da sich positive Entwicklungen bei den Preisen in vollem Umfang in der Ertrags- und Finanzlage niederschlagen, kommt dieser Chance eine besondere Bedeutung zu.
Günstigere Währungsrelationen entfalten ebenfalls eine positive Wirkung auf unsere Ertragssituation. Für Siltronic ist das Wechselkursverhältnis des Euros zum US-Dollar und zum Japanischen Yen entscheidend. Rund 90 Prozent unserer Umsätze entfallen auf diese Währungen, während unsere Aufwendungen überwiegend in Euro und Singapur-Dollar anfallen.
Präsenz bei allen Wafer-Verbrauchern
Mit unserem Produktportfolio bedienen wir unter anderem alle führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie. Der Anstieg der Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie ist in jüngerer Zeit von einer breiten Anwendungsbasis getragen. Wir erwarten eine robuste Nachfrageentwicklung in den traditionellen Anwendungsbereichen Smartphones, PCs, Tablets und Konsumelektronik. Neue Märkte und Anwendungsbereiche wie in der Automobilindustrie und in der allgemeinen Industrie entwickeln sich vermutlich überproportional und sorgen somit für steigende Nachfrage nach Siliziumwafern. Mit unserem breiten Produktportfolio können wir in hervorragender Weise diese globalen Zukunftsthemen bedienen. Durch die Auffächerung unserer Produkte in immer mehr Anwendungen und Industrien erwarten wir, dass der Halbleitermarkt künftig weniger kurzfristige zyklische Nachfrageschwankungen aufzeigen wird und sich zu einem stabileren Markt weiterentwickelt.
Unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen
Gute finanzielle Lage
Die gute finanzielle Situation ermöglicht es uns, bei entsprechenden Markt- und Branchenentwicklungen auf sich bietende strategische Optionen flexibel und schnell reagieren zu können. Der Investitionsschwerpunkt liegt auf Anlagen zur Herstellung von Wafern mit höheren Anforderungen, auf weiteren Automatisierungen sowie marktorientiertem Kapazitätsausbau. Es ist unser Ziel, den Marktanteil von derzeit 15 Prozent zu halten.
Technologieführerschaft aufrechterhalten
Wir sind zuversichtlich, an den weiteren Möglichkeiten und Chancen der Branche erfolgreich zu partizipieren, da wir fortlaufend neue technologische Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Die Wafer werden für immer kleinere Strukturen verwendet, die auch als Design Rules bezeichnet werden und heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Dies ermöglicht die Produktion von immer leistungsfähigeren und energieeffizienteren Generationen von Halbleiterchips. Mit einer Vielzahl von Kunden unterhalten wir gemeinsame Entwicklungsprojekte, um bereits bei der Einführung neuer Anwendungen ein entscheidender Partner zu sein und unsere Technologieführerschaft auszubauen.
Kostenposition kontinuierlich verbessern
Siltronic bieten sich eine Reihe von Chancen, Kostenstrukturen, Prozesse und Produktivität zu verbessern. Wir haben jeweils Kostensenkungspotenziale identifiziert und setzen die Maßnahmen bereits um. Hebel für Kostensenkungen sehen wir unter anderem in den spezifischen Kosten bei Hilfsstoffen, Produktivitätsfortschritten in der Herstellung sowie der Suche nach neuen Lieferanten, um bessere Einkaufskonditionen zu erreichen. Investitionen in die weitere Automatisierung der Produktion helfen ebenfalls, die Kostenstrukturen zu verbessern. Zudem arbeiten wir an einer weiteren Flexibilisierung unserer Standorte, um besser auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Beurteilung des Gesamtrisikos durch den Vorstand
Im Berichtsjahr hat sich das Risikoprofil des Konzerns nicht signifikant verändert. Für den Vorstand sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten.
Risikobeurteilung für 2018
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Risiko | Gering | Möglich | Hoch | Veränderung ggü. GB 20161 | Niedrig | Mittel |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtumfeld | → | |||||
| Konjunktureller Abschwung | • | → | ||||
| Externe Risiken | • | • | ||||
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||||||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → | ||||
| Anpassung Produktionsanlagen | • | ↑ | • | |||
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | • | → | • | |||
| Produktentwicklungsrisiken | • | → | • | |||
| Beschaffungsmarktrisiken | • | → | • | |||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | • | → | • | |||
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||||||
| Allgemeine rechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Umweltrechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Regulatorische Risiken | • | → | • | |||
| Sicherheit der IT und Daten | • | ↑ | • | |||
| Personalrisiken | • | → | • | |||
| Pensionsrisiken | • | → | • | |||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||||||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | • | → | • | |||
| Kreditrisiko Kunden | • | → | • | |||
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | → | ||||
| Liquiditätsrisiko | • | → | • |
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| Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | ||
|---|---|---|
| Risiko | Groß | Veränderung ggü. GB 20161 |
| --- | --- | --- |
| Gesamtumfeld | ||
| Konjunktureller Abschwung | • | |
| Externe Risiken | ||
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | |
| Anpassung Produktionsanlagen | ||
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | ||
| Produktentwicklungsrisiken | ||
| Beschaffungsmarktrisiken | ||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | ||
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||
| Allgemeine rechtliche Risiken | ||
| Umweltrechtliche Risiken | ||
| Regulatorische Risiken | ||
| Sicherheit der IT und Daten | ||
| Personalrisiken | ||
| Pensionsrisiken | ||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | ||
| Kreditrisiko Kunden | ||
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | |
| Liquiditätsrisiko |
1) GB: Geschäftsbericht
→ unverändert
↑ erhöht
↓ verringert
Prognosebericht
Voraussichtliche gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung
Die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wachstum im Jahr 2018 liegt derzeit etwas über dem erwarteten Wert für 2017 (2017: + 3,7 Prozent, 2018: + 3,9 Prozent). Dabei hat sich die Erwartung des IWF für die Industrienationen in den letzten Monaten trotz der Unsicherheit neuer politischer Entwicklungen erhöht. Der Ausblick für Schwellen- und Entwicklungsländer hat sich ebenfalls verbessert. Dennoch weist der IWF gleichzeitig darauf hin, dass Risiken und Unsicherheiten für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft bestehen.
Im Euroraum stehen die Zeichen weiter auf einem moderaten Wachstum von 2,2 Prozent für 2018.
Für Deutschland prognostiziert der IWF für 2018 mit 2,3 Prozent ein anhaltend stabiles Wachstum (2017: + 2,2 Prozent laut Statistischem Bundesamt). Das Wachstum in den USA soll sich laut IWF 2018 mit 2,7 Prozent spürbar beschleunigen (2017: + 2,3 Prozent). Für Japan hingegen sieht der IWF 2018 mit 1,2 Prozent ein abschwächendes Wirtschaftswachstum gegenüber dem Vorjahr voraus (2017: + 1,8 Prozent). Für China prognostiziert der IWF ein Wachstum von 6,6 Prozent - nur marginal schwächer als in den Vorjahren.
Für das Jahr 2018 erwartet die Marktforschungsfirma IHS Markit Technology, dass die Nachfrage nach Siliziumwafern weiter um 4,5 Prozent ansteigt. Der Anstieg wird getrieben von den guten Wachstumsprognosen für siliziumbasierte Halbleiterbauteile (+ 7,6 Prozent für den weltweiten Umsatz).
Künftige Entwicklung der Siltronic
Siltronic plant keine wesentlichen Änderungen der Unternehmensziele und -strategie. Auch weiterhin werden der Ausbau unserer Technologieführerschaft, die Beibehaltung unserer Qualitätsführerschaft und die Fortsetzung unseres Programms für operative Exzellenz und Kostensenkung ebenso wie eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows kurz- und langfristig im Fokus stehen.
Bei den wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für den Siltronic-Konzern ergibt sich ab 2018 eine Änderung. Da Zufluss und Rückführung von Kundenanzahlungen zu zeitlichen Verschiebungen beim Free-Cashflow führen, die aufgrund ihrer Höhe die Aussagekraft des Free-Cashflows beeinträchtigen, werden wir ab 2018 die Kennzahl Netto-Cashflow berichten. Diese stellt den Free-Cashflow ohne die zeitlichen Verschiebungen dar. Die übrigen Kennzahlen bleiben unverändert.
Somit sind ab 2018 die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen:
| ― | EBITDA-Marge |
| ― | ROCE |
| ― | Netto-Cashflow |
Diese wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickeln sich für den Konzern aus heutiger Sicht wie folgt:
EBITDA-Marge wird weiter steigen
Wir erwarten, dass sich unsere EBITDA-Marge 2018 weiter verbessert. Voraussichtlich wird sie nahe 40 Prozent liegen.
Die Prognose für die EBITDA-Marge fußt auf folgenden Annahmen, die weitere finanzielle Leistungsindikatoren betreffen:
Umsatz wird 2018 abhängig von Wechselkurseinflüssen deutlich über EUR 1,3 Mrd. liegen
Für 2018 erwartet der Vorstand der Siltronic aus heutiger Sicht (Stand März 2018), dass der Waferabsatz im Gesamtjahr aufgrund der bestehenden Vollauslastung nur geringfügig steigen wird.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, January 2018, Release January 22nd, 2018)
IHS Markit Technology (Semiconductor Silicon Demand Forecast Tool, Q1- 2018 Update, Release January 13th, 2017)
Für 2018 erwarten wir ein Mengenwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
2017 haben wir sehr erfreuliche Preissteigerungen realisieren können. Wir erwarten, dass die Waferpreise auch 2018 weiter steigen werden, jedoch werden sich die Erhöhungen voraussichtlich langsamer fortsetzen als in den Vorquartalen. Insgesamt erwarten wir Preiserhöhungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.
Bei einem EUR/USD-Kurs von 1,25 und einem EUR/JPY-Kurs von 135 erwarten wir 2018 negative Währungseffekte von rund EUR 100 Mio. auf den Umsatz und von rund EUR 60 Mio. auf das EBITDA.
Unter den oben genannten Annahmen zur Absatzmenge und zu den durchschnittlichen Verkaufspreisen wird der Umsatz für das Gesamtjahr voraussichtlich deutlich über EUR 1,3 Mrd. liegen, abhängig von Währungseinflüssen.
Forschung und Entwicklung (F&E) circa 5 Prozent vom Umsatz
Zur langfristigen Erhaltung unserer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit streben wir an, rund 5 Prozent vom Umsatz in F&E zu investieren.
Weitere Optimierung der Kostenpositionen
Wir wollen unsere seit Jahren bestehende Kosteneinsparprogramme weiter fortsetzen und planen auch in Zukunft, unsere wesentlichen Kostenpositionen kontinuierlich zu prüfen und zu optimieren. Wir erwarten für 2018 einen gegenläufigen Effekt auf das Einsparpotenzial aus Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie aus Inflation. 2019 erwarten wir einen negativen Effekt von rund EUR 20 Mio. aus steigenden Elektrizitätskosten.
ROCE positiv
Wir gehen davon aus, dass der ROCE 2018 deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Neben der Entwicklung der Einflussfaktoren auf das EBITDA haben insbesondere folgende Annahmen Auswirkung auf die Entwicklung des ROCE:
Abschreibungen leicht unter Vorjahr
Wir gehen davon aus, dass die Abschreibungen 2018 gegenüber 2017 leicht zurückgehen und bei rund EUR 90 Mio. liegen werden.
Steuerquote
Die Steuerquote wird voraussichtlich zwischen 15 Prozent und 20 Prozent liegen.
Finanzergebnis unverändert
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Abzinsung der Pensionen und wird voraussichtlich im Vergleich zu 2017 ungefähr stabil bleiben.
Investitionen in Kapazität, Automatisierung und Capabilities über Vorjahr
Aufgrund der erfreulichen Preisentwicklung 2017 haben wir beschlossen, unsere Kapazität bei 300 mm-Wafern um 70.000 Wafer pro Monat bis Mitte 2019 zu erhöhen und damit analog zum Markt und unserem Marktanteil zu wachsen. Weiterhin werden wir begonnene Automatisierungsprojekte sowie Investitionen in unsere Capabilities fortführen. Wir planen für das Geschäftsjahr 2018 Investitionen in Höhe von rund EUR 240 Mio. bis EUR 260 Mio. Hierin ist auch eine neue Ziehhalle am Standort Singapur für einen möglichen weiteren Kapazitätsausbau enthalten.
Deutlich positiver Netto-Cashflow
Wir werden 2018 Kundenanzahlungen in Höhe von mehr als EUR 100 Mio. erhalten, die einen deutlich positiven Effekt auf den Free Cashflow haben werden. Nach Eliminierung der Zu- und Abflüsse von Kundenanzahlungen gehen wir von einem Netto-Cashflow aus, der deutlich über dem Vorjahr liegt.
Ergebnis je Aktie wird deutlich steigen
Das Ergebnis je Aktie wird im Geschäftsjahr 2018 deutlich steigen.
Die tatsächliche Entwicklung des Konzerns kann aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen.
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung
Der Vorstand erwartet zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2017, dass Siltronic auch 2018 erfolgreich am Markt agieren wird.
Wir erwarten, dass die Waferpreise 2018 weiter steigen, wenn auch etwas langsamer als 2017. Währungseffekte werden unter der Annahme eines EUR/USD-Kurses von 1,25 und eines EUR/ JPY-Kurses von 135 den Umsatz und das EBITDA negativ beeinflussen. Jedoch sollte dieser Effekt durch die Preiserhöhungen mehr als kompensiert werden. Bei einem Umsatzniveau von mindestens EUR 1,3 Mrd. und einem steigenden EBITDA erwarten wir für 2018 eine nachhaltige EBITDA-Marge, die nahe 40 Prozent liegen sollte.
Prognose 2018
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| EBITDA-Marge | nahe 40 Prozent |
| ROCE | deutlich über dem Vorjahr |
| Netto-Cashflow | deutlich über dem Vorjahr |
| Konzernumsatz | deutlich über EUR 1,3 Mrd., abhängig von Wechselkurseinflüssen |
| F&E | circa 5 Prozent vom Umsatz |
| Kostenpositionen Währungseffekte | gegenläufiger Effekt auf das Einsparpotenzial durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie durch Inflation unter Annahme eines EUR/USD-Wechselkurses von 1,25 und eines EUR/JPY-Wechselkurses von 135 negative Währungseffekte von rund EUR 100 Mio. auf den Umsatz und von rund EUR 60 Mio. auf das EBITDA |
| Abschreibungen | rund EUR 90 Mio. |
| Steuerquote | zwischen 15 Prozent und 20 Prozent |
| Finanzergebnis | ungefähr stabil |
| Investitionen | rund EUR 240 Mio. bis EUR 260 Mio. |
| Ergebnis je Aktie | deutliche Steigerung gegenüber 2017 |
Schlusserklärung nach § 312 Abs. 3 AktG
Der Vorstand der Siltronic AG hat nach § 312 Abs. 3 AktG für den Zeitraum vom 1. Januar bis 14. März 2017 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen mit verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser Bericht enthält folgende Schlusserklärung: "Wir erklären, dass die Siltronic AG bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat."
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und des mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Konzernabschlusses.
Vergütungssystem für den Vorstand
Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt und regelmäßig auf ihre Angemessenheit überprüft. Für die Bewertung der Vorstandsvergütung im horizontalen Marktvergleich hat der Präsidialausschuss im Geschäftsjahr 2017 einen unabhängigen Vergütungsberater beauftragt. Auf Grundlage dieser Überprüfung hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 14. September 2017 beschlossen, rückwirkend zum 1. Januar 2017 das Vorstandsvergütungssystem wie im Einzelnen unten dargestellt anzupassen. Hiermit wird insbesondere der neuen Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß Ziff. 4.2.3 Abs. 2 S. 3 entsprochen, wonach variable Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben sollen, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll. Zur Umsetzung der neuen Empfehlung wurde der Anteil der mehrjährigen aktienorientierten Vergütung, die zukünftig in virtuellen Aktien (Phantom Stocks) gewährt wird, erhöht und der retrospektive Zeitraum der Bemessungsgrundlage des Bonus um ein Jahr verkürzt. Weiter wurde die Höhe der Grundvergütung mit Wirkung vom 1. Oktober 2017 angepasst. Der Vergütungsberater hat bestätigt, dass sich die neue Zielvergütung im Marktrahmen bewegt.
Das angepasste Vergütungssystem für den Vorstand setzt sich aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:
Erfolgsunabhängige Komponenten
Festes Jahresgrundgehalt
Die Vorstandsmitglieder erhalten ein festes Jahresgrundgehalt, das in zwölf gleichen Raten zum Ende eines jeden Monats gezahlt wird. Das Jahresgrundgehalt der Vorstandsmitglieder wurde mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2017 erhöht (Dr. von Plotho: von EUR 400.000 auf EUR 550.000; Herr Irle: von EUR 280.000 auf EUR 360.000).
Nebenleistungen
Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weitere Nebenleistungen wie insbesondere die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Kranken- und Pflegeversicherung und zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge sowie Kosten im Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen und weiteren Versicherungen.
Erfolgsabhängige Komponenten
Als erfolgsabhängige Komponenten haben die Vorstandsmitglieder Anspruch auf einen leistungsabhängigen Bonus bestehend aus einem cashbasierten Mid-Term-Incentive (MTI) mit einem zweijährigen Bemessungszeitraum (ein Jahr retrospektiv und ein Jahr prospektiv) und einem aktienorientierten Long-Term-Incentive (LTI) mit einem vierjährigen Bemessungszeitraum (ein Jahr retrospektiv und drei Jahre prospektiv). Grundlage sowohl für die Gewährung des MTI als auch des LTI ist die Erreichung der vom Aufsichtsrat für jedes Geschäftsjahr gesetzten Erfolgsziele, die für jedes Geschäftsjahr im Voraus durch den Aufsichtsrat festgelegt werden. Soweit nichts anderes festgelegt ist, beziehen sich die Erfolgsziele auf die Leistungskategorien ROCE (30 Prozent), Plan-BVC (30 Prozent), EBITDA-Marge (20 Prozent) und Plan-Free Cashflow (20 Prozent). Die Leistungskategorien ROCE und EBITDA-Marge stellen längerfristige Zielgrößen dar, die im Mittel über den gesamten Konjunkturzyklus erreicht werden sollen, wohingegen Plan-BVC und Plan-Free-Cashflow jährlich neu festgelegt werden. Ab dem Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die Leistungskategorie Plan-BVC durch Plan-EBITDA und die Leistungskategorie Plan-Free-Cashflow durch Plan-Netto-Cashflow ersetzt. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, für künftige Bemessungszeiträume andere oder weitere geeignete Leistungskategorien und Ziele festzulegen. Dies kann auch persönliche/individuelle Ziele für das Vorstandsmitglied umfassen. Für jede Leistungskategorie legt der Aufsichtsrat einen Zielwert, einen Minimalwert und einen Maximalwert fest. Der Zielwert entspricht einer Zielerreichung von 100 Prozent bzw. einem Zielerreichungsfaktor von 1. Der jährliche Gesamtzielerreichungsfaktor entspricht der gewichteten Summe der Zielerreichungsfaktoren in den Leistungskategorien.
Die Bonusbasis für ein bestimmtes Geschäftsjahr ("Vergütungsjahr") errechnet sich aus dem Durchschnitt der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien des Vergütungsjahres und des vorangegangenen Geschäftsjahres multipliziert mit dem durchschnittlichen vertraglich vereinbarten Jahresgrundgehalt im Vergütungsjahr. Bei einem Gesamtzielerreichungsfaktor von 1 bzw. 100 Prozent entspricht der Bonus dem durchschnittlichen Jahresgrundgehalt. Der maximale Gesamtzielerreichungsfaktor beträgt 2 bzw. 200 Prozent. Der Aufsichtsrat kann die Bonusbasis auf der Grundlage einer Gesamtwürdigung aller Umstände nach billigem Ermessen (insbesondere zur Berücksichtigung außerordentlicher Entwicklungen) erhöhen oder reduzieren. Die Anpassung darf maximal mit einem Faktor von 0,7 bis zu 1,3 erfolgen. Die Bonusbasis wird vom Aufsichtsrat innerhalb der ersten drei Monate des auf das Vergütungsjahr folgenden Geschäftsjahres festgelegt.
Barkomponente MTI
Der MTI beträgt 49 Prozent der Bonusbasis. Der Anspruch auf den MTI entsteht mit der Festsetzung der Bonusbasis für das Vergütungsjahr und wird mit dem Festgehalt für den Monat, der auf den Monat der Festsetzung folgt, in bar gewährt.
Langfristige aktienbasierte Vergütung: LTI
51 Prozent der Bonusbasis wird als LTI zunächst auf Basis des durchschnittlichen gewichteten Xetra-Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Börse an den letzten 30 Börsenhandelstagen des Vergütungsjahres in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) umgerechnet. Die virtuellen Aktien werden über einen Zeitraum von zwei Jahren, gerechnet ab dem Ende des Vergütungsjahres, gehalten. Das Settlement des LTI erfolgt durch Barausgleich. Die Höhe des Barausgleichs bemisst sich nach dem durchschnittlichen gewichteten Xetra-Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft an den letzten 30 Börsenhandelstagen des zweiten auf das Vergütungsjahr folgenden Geschäftsjahres. Dem Barausgleich hinzugerechnet werden Dividenden, die während der Haltefrist für echte Aktien ausgeschüttet worden wären. Die Höhe des LTI wird durch den Aufsichtsrat innerhalb der ersten drei Monate des darauf folgenden Geschäftsjahres festgestellt. Der LTI wird mit dem Festgehalt für den Monat, der auf den Monat der Feststellung folgt, zur Zahlung fällig.
Betragsmäßige Höchstgrenzen der Vergütung
In Ergänzung zu den Höchstgrenzen für die Bonusbasis von 260 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Jahresgrundgehalts (bei voller Ausschöpfung der diskretionären Anpassungsmöglichkeit des Aufsichtsrats) wurde eine betragsmäßige Höchstgrenze für den Bonus in Höhe von 300 Prozent des für den jeweiligen Bonus maßgeblichen durchschnittlichen Jahresgrundgehalts vereinbart. Die sich daraus ergebende betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt für das Vergütungsjahr 2017 beträgt für Herrn Dr. von Plotho EUR 1.750.000 und für Herrn Irle EUR 1.200.000, jeweils zuzüglich Versorgungsaufwand und Nebenleistungen.
Weitere Regelungen des Vergütungssystems
Aktienhalteverpflichtung (Share Ownership Commitment)
Herr Dr. von Plotho und Herr Irle sind verpflichtet, während der Dauer ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied mindestens 5.000 bzw. 3.500 Aktien zu halten.
D&O-Versicherung und Strafrechtsschutzversicherung
Für die Vorstandsmitglieder besteht eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt entsprechend den Vorgaben des deutschen Aktiengesetzes. Weiter sind die Mitglieder des Vorstands zudem in die Strafrechtsschutzversicherung einbezogen, die Siltronic für seine Mitarbeiter und Organmitglieder abgeschlossen hat. Diese Versicherung deckt etwaige Anwalts- und Gerichtskosten ab, die bei der Verteidigung in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitenverfahren entstehen.
Versorgungszusagen
Zur Sicherung der betrieblichen Grundversorgung leisten die Gesellschaft und der Vorstand monatliche Beiträge an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG nach Maßgabe der Allgemeinen Versicherungsbedingungen 1972 der Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG.
Der Vorstand erwirbt außerdem Ansprüche gegenüber der Gesellschaft nach der Ordnung der betrieblichen Zusatzversorgung in ihrer jeweils gültigen Fassung. Als versorgungsfähiges Einkommen im Sinne der Ordnung gilt das vereinbarte feste Jahresgehalt. Die Leistungen aus dieser betrieblichen Zusatzversorgung bestehen aus Altersrenten, vorgezogenen Altersrenten, Invaliditätsrenten und Hinterbliebenenrenten. Der Versorgungsaufwand für ein Geschäftsjahr beträgt 15 Prozent (oberhalb von 150 Prozent der geltenden Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung) bzw. 12,25 Prozent des versorgungsfähigen Jahreseinkommens (zwischen 100 und 150 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze). Der Versorgungsaufwand bildet die Bemessungsgrundlage für die Höhe der Versorgungsleistung. Die nach Eintritt des Versorgungsfalles jährlich zu zahlende Versorgungsleistung beträgt 18 Prozent des insgesamt vom Unternehmen bis dahin zur Verfügung gestellten Versorgungsaufwands.
Der Bruttobetrag der nach Eintritt des Versorgungsfalls zu zahlenden monatlichen Rente (bezogen auf den arbeitgeberfinanzierten Anteil) ist auf 50 Prozent der von dem jeweiligen Vorstandsmitglied zuletzt von der Gesellschaft erhaltenen monatlichen Rate der Jahresgrundvergütung begrenzt (Rentencap).
Der Vorstand erhält von der Gesellschaft zusätzlich einen monatlichen Betrag (brutto) in Höhe des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung als Baustein für den Aufbau einer privaten Altersversorgung.
Zusagen im Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand
Die Mitglieder des Vorstands unterliegen im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen jeweils einer zwölfmonatigen Karenzverpflichtung, die mit einer Karenzentschädigung verbunden ist. Die Karenzentschädigung errechnet sich auf Basis von 50 Prozent des zuletzt bezogenen Jahresgrundgehalts sowie 50 Prozent des Dreijahresdurchschnitts des Bonus. Ein etwaiges Ruhegehalt sowie erzielte Einkünfte aus einer nicht unter die Karenzverpflichtung fallenden Tätigkeit werden auf die Karenzentschädigung angerechnet, soweit durch diese zusätzlichen Einkünfte die Jahresgesamtbezüge des letzten vollen Dienstjahres als Vorstandsmitglied überschritten werden.
Bei einer vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrages dürfen etwaig zu vereinbarende Zahlungen einschließlich Nebenleistungen nicht den Wert von zwei Jahresvergütungen und nicht den Wert der Vergütung für die Restlaufzeit des Dienstvertrages übersteigen (Abfindungs-Cap).
Der Anspruch auf MTI bzw. LTI verfällt, wenn das Dienstverhältnis des Vorstandsmitglieds infolge einer Kündigung seitens der Gesellschaft aus wichtigem Grund vor Ablauf des Vergütungsjahres bzw. bevor die Anzahl der virtuellen Aktien vom Aufsichtsrat für das Vergütungsjahr festgelegt wurde endet.
Endet das Dienstverhältnis durch Tod oder wegen dauernder Dienstunfähigkeit, findet eine vorzeitige Auszahlung statt.
In allen anderen Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses bleibt es bei den allgemeinen Regelungen zum Auszahlungszeitpunkt von MTI und LTI.
Ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Kontrollwechsels (Change of Control) oder eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels besteht nicht.
Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017
Für die Mitglieder des Vorstands wurden die folgenden Vergütungen für das Geschäftsjahr 2017 gewährt. Die nachfolgende Tabelle weist den Wert der für das Geschäftsjahr 2017 gewährten Zuwendungen aus. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.
Wert der gewährten Zuwendungen für das Geschäftsjahr 2017
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2016 | 2017 | 2017 Minimum | 2017 Maximum | 2016 | 2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | ||||||
| Festvergütung (Jahresgrundgehalt) | 400.000 | 437.500 | 437.500 | 437.500 | 280.000 | 300.000 |
| Nebenleistungen | 43.139 | 42.341 | 42.341 | 42.341 | 37.030 | 37.486 |
| Summe | 443.139 | 479.841 | 479.841 | 479.841 | 317.030 | 337.486 |
| Erfolgsbezogene Komponenten | ||||||
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | ||||||
| Mehrjährige variable Vergütung Zielwert (Vergütungssystem bis 2016)1 | 360.000 | - | - | - | 252.000 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung nicht aktienbasiert: MTI (Zielwert)2) | - | 205.800 | 69.029 | 406.884 | - | 141.120 |
| Mehrjährige variable Vergütung aktienbasiert: LTI (beizulegender Zeitwert) | - | 416.059 | 0 | 905.616 | - | 285.298 |
| Versorgungsaufwand (Service Costs)3) | 58.810 | 67.761 | 67.761 | 67.761 | 102.910 | 130.608 |
| Gesamtvergütung nach DCGK | 861.949 | 1.169.461 | 616.631 | 1.860.102 | 671.940 | 894.511 |
| ./. Versorgungsaufwand | ||||||
| ./. MTI (Zielwert) | ||||||
| + MTI (Zuteilungswert)4) | 33.590 | 133.323 | - 38.230 | 7.278 | ||
| Gesamtbezüge nach DRS 17 | 895.539 | 1.302.784 | 633.710 | 901.789 |
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| Rainer Irle Mitglied des Vorstands | ||
|---|---|---|
| EUR | 2017 Minimum | 2017 Maximum |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | ||
| Festvergütung (Jahresgrundgehalt) | 300.000 | 300.000 |
| Nebenleistungen | 37.486 | 37.486 |
| Summe | 337.486 | 337.486 |
| Erfolgsbezogene Komponenten | ||
| Einjährige variable Vergütung | - | - |
| Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | ||
| Mehrjährige variable Vergütung Zielwert (Vergütungssystem bis 2016)1 | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung nicht aktienbasiert: MTI (Zielwert)2) | 47.334 | 279.006 |
| Mehrjährige variable Vergütung aktienbasiert: LTI (beizulegender Zeitwert) | 0 | 620.994 |
| Versorgungsaufwand (Service Costs)3) | 130.608 | 130.608 |
| Gesamtvergütung nach DCGK | 515.428 | 1.368.094 |
| ./. Versorgungsaufwand | ||
| ./. MTI (Zielwert) | ||
| + MTI (Zuteilungswert)4) | ||
| Gesamtbezüge nach DRS 17 |
1) Im Vorjahr fand das alte Vergütungssystem Anwendung. Hiernach erhielt das Vorstandsmitglied einen Bonus mit dreijähriger retrospektiver Bemessungsgrundlage. Die Mehrjährigkeit bezog sich auf die Bemessungsgrundlage. Für 15 Prozent des Bonus wurden von der Siltronic für und im Namen des Vorstandsmitglieds Aktien der Gesellschaft erworben, für die eine Sperrfrist von zwei Jahren gilt. 85 Prozent des festgesetzten Bonus wurden für die Abführung der Einkommenssteuer verwendet bzw. in bar ausgezahlt.
2) Die Mehrjährigkeit des MTI bezieht sich auf die zweijährige Bemessungsgrundlage (2017 und 2016). Der Bonus wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst. Die mehrjährige Bemessungsgrundlage soll eine langfristige Anreizwirkung entfalten, enthält jedoch keine aktienbasierte Komponente. Für die Berechnung der Minimal- bzw. Maximalwerte wurde die tatsächliche Zielerreichung des vorangegangenen Geschäftsjahrs 2016 und für 2017 ein Minimalwert von 0 Prozent sowie ein Ermessensfaktor von 0,7 bzw. ein Maximalwert von 200 Prozent sowie ein Ermessensfaktor von 1,3 herangezogen.
3) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen.
4) Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen EUR 2.204.573. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts des MTI der Auszahlungsbetrag des MTI anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einzubeziehen.
Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss für das Geschäftsjahr 2017 aus Festvergütung, Nebenleistungen, variabler Vergütung sowie Versorgungsaufwand aus. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.
Zufluss für das Berichtsjahr
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2017 | 2016 | 2017 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgsunabhängige Komponenten | ||||
| Festvergütung (Jahresgrundgehalt) | 437.500 | 400.000 | 300.000 | 280.000 |
| Nebenleistungen | 42.341 | 43.139 | 37.486 | 37.030 |
| Summe | 479.841 | 443.139 | 337.486 | 317.030 |
| Erfolgsbezogene Komponenten | ||||
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - |
| Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung | ||||
| Mehrjährige variable Vergütung (Vergütungssystem bis 2016) - Auszahlungsbetrag1 | - | 452.400 | - | 316.680 |
| Mehrjährige variable Vergütung nicht aktienbasiert (MTI) - Auszahlungsbetrag2) | 406.884 | - | 279.006 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung aktienbasiert (LTI) | - | - | - | - |
| Summe | 886.725 | 895.539 | 616.492 | 633.710 |
| Versorgungsaufwand3) | 67.761 | 58.510 | 130.608 | 102.910 |
| Gesamtvergütung nach DCGK | 954.486 | 954.349 | 747.100 | 736.620 |
1) Im Vorjahr wurde kein MTI gewährt, da das alte Vergütungssystem Anwendung fand. Hiernach erhielt das Vorstandsmitglied einen Bonus mit dreijähriger retrospektiver Bemessungsgrundlage. Die Mehrjährigkeit bezog sich auf die Bemessungsgrundlage. Für 15 Prozent des Bonus wurden von der Siltronic für und im Namen des Vorstandsmitglieds Aktien der Gesellschaft erworben, für die eine Sperrfrist von zwei Jahren gilt. 85 Prozent des festgesetzten Bonus wurden für die Abführung der Einkommenssteuer verwendet bzw. in bar ausgezahlt.
2) Die Mehrjährigkeit des MTI bezieht sich auf die zweijährige Bemessungsgrundlage (2017 und 2016). Dieser wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst. Diese Komponente soll eine langfristige Anreizwirkung entfalten. Sie enthält keine aktienbasierte Komponente.
3) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen. Hierbei handelt es sich nicht um einen Zufluss im Geschäftsjahr.
Zusatzangaben zu aktienbasierten Vergütungsinstrumenten im Geschäftsjahr 2017
Wie oben beschrieben, wird der den Vorstandsmitgliedern vertraglich zustehende LTI in Form von virtuellen Aktien (Phantom Stocks) gewährt. Der für die Anzahl der virtuellen Aktien maßgebliche gewichtete Xetra-Durchschnittskurs der Siltronic-Aktie an den letzten 30 Börsenhandelstagen des Geschäftsjahrs 2017 betrug EUR 123,45.
Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Bestands virtueller Aktien:
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| Tranche | Zuteilungswert | Kurs | Anzahl | Zeitwert | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Christoph von Plotho | Tranche (2016/2017 - 2019) | 423.491 | 123,45 | 3.430 | 416.059 |
| Rainer Irle | Tranche (2016/2017 - 2019) | 290.394 | 123,45 | 2.352 | 285.298 |
Versorgungszusagen
Die folgende Übersicht zeigt den Versorgungsaufwand sowie die Anwartschaftsbarwerte der Versorgungszusagen für das Geschäftsjahr 2017.
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| Anwartschaftsbarwert | Versorgungsaufwand | |||
|---|---|---|---|---|
| 2017 | 2016 | 2017 | 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Christoph von Plotho | 1.983.471 | 1.848.883 | 67.761 | 58.510 |
| Rainer Irle | 2.090.081 | 1.687.830 | 130.608 | 102.910 |
Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder EUR 4.073.552 (31. Dezember 2016: EUR 3.536.713) und die Pensionsverpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen EUR 7.205.291 (31. Dezember 2016: EUR 7.402.473).
Sonstiges
Die Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Berichtsjahr EUR 213.317 (Vorjahr: EUR 210.688).
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Siltronic AG ist in der Satzung der Siltronic AG geregelt.
Die Satzung sieht als feste Jahresvergütung für die Aufsichtsratsmitglieder EUR 30.000 (zuzüglich Umsatzsteuer) vor.
Aufgrund des mit der Wahrnehmung bestimmter Funktionen verbundenen Mehraufwands wird die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit dem Faktor 3 multipliziert. Für seinen Stellvertreter und Vorsitzende eines Ausschusses findet der Faktor 2 Anwendung und für Mitglieder von Ausschüssen wird die Vergütung mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Die Mitgliedschaft im gesetzlich zu bildenden Vermittlungsausschuss bleibt dabei jedoch außer Betracht, d. h., eine Mitgliedschaft in diesem Ausschuss führt nicht zur Erhöhung der Jahresvergütung. Außerdem bleiben Doppel- und Mehrfachfunktionen unberücksichtigt, sodass der Vorsitzende und sein Stellvertreter keine weiteren Faktoren für Funktionen in Ausschüssen erhalten, und Funktionen in Ausschüssen werden bei den Aufsichtsratsmitgliedern nur einmal berücksichtigt.
Beim Eintritt oder Austritt in den Aufsichtsrat während des laufenden Jahres gilt das Prinzip der zeitanteiligen Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten darüber hinaus für jede physische Sitzung des Gesamtaufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie in Person teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 2.500 pro Kalendertag. Mitglieder, die an physischen Sitzungen per Telefon oder Videokonferenz teilnehmen oder per Stimmbotenerklärung abstimmen, erhalten kein Sitzungsgeld. Für Sitzungen, die insgesamt in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden, erhalten die teilnehmenden Mitglieder ein reduziertes Sitzungsgeld von EUR 1.250.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern außerdem auf Nachweis ihre erforderlichen Auslagen, zuzüglich entsprechender Umsatzsteuer.
Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die zugleich Vorstand oder Mitarbeiter der Wacker Chemie AG sind, haben auf ihre anteilige Vergütung in dem bzw. für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 30. August 2017 und für das Geschäftsjahr 2016 verzichtet.
Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz; insbesondere schließt die Gesellschaft zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt ab.
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2017
Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 jeweils gewährte Vergütung setzt sich wie folgt zusammen:
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| Aufsichtsratsmitglied | Jahresvergütung 2017 in EUR (unter Berücksichtigung der anwendbaren Faktoren für besondere Funktionen) |
Sitzungsgeld 2017 in EUR |
Gesamtvergütung 2017 in EUR |
Jahresvergütung 2016 in EUR (unter Berücksichtigung der anwendbaren Faktoren für besondere Funktionen) |
Sitzungsgeld 2016 in EUR |
Gesamtvergütung 2016 in EUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Maximilian Baumgartner1) | 30.000 | 10.000 | 40.000 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Sieglinde Feist2) | 10.000 | 5.000 | 15.000 | - | - | - |
| Gebhard Fraunhofer3) | 30.000 | 10.000 | 40.000 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Dr. Hermann Gerlinger | 45.000 | 10.000 | 55.000 | 45.000 | 10.000 | 55.000 |
| Karin Gottschalk3 | 30.000 | 7.500 | 37.500 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Johann Hautz3) | 60.000 | 20.000 | 80.000 | 60.000 | 10.000 | 70.000 |
| Bernd Jonas | 60.000 | 17.500 | 77.500 | 60.000 | 20.000 | 80.000 |
| Gertraud Lauber3) | 30.000 | 10.000 | 40.000 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Dr. Tobias Ohler2 | 30.000 | 10.000 | 40.000 | - | - | - |
| Dr. Franz Richter | 30.000 | 10.000 | 40.000 | 30.000 | 10.000 | 40.000 |
| Harald Sikorski3) | 45.000 | 20.000 | 65.000 | 45.000 | 20.000 | 65.000 |
| Angela Wörl2) | 10.000 | 5.000 | 15.000 | - | - | - |
1) Für den Vertreter der Leitenden Angestellten im Aufsichtsrat gelten die Abführungsregularien des Verbands angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e. V. (VAA).
2) Verzicht auf Aufsichtsratsvergütung als Vorstand bzw. Mitarbeiter der Wacker Chemie AG für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 30. August 2017 bzw. für das gesamte Geschäftsjahr 2016.
3) Diese Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
Übernahmerechtliche Angaben
(nach § 289a und § 315a HGB) und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (§§ 289a Abs. 1 Nr. 1, 315a Abs. 1 Nr. 1 HGB)
Das gezeichnete Kapital der Siltronic AG beträgt EUR 120 Mio. und ist eingeteilt in 30 Millionen nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 2, 315a Abs. 1 Nr. 2 HGB)
Das bis zum Geschäftsjahr 2016 geltende Vergütungssystem des Vorstands sah vor, dass ein Teil der variablen Vergütung in Form von Aktien der Gesellschaft ausbezahlt wird, die die Gesellschaft im Namen und für das jeweilige Vorstandsmitglied erwirbt. Das Vorstandsmitglied darf diese Aktien nach dem Dienstvertrag während einer Sperrfrist von zwei Jahren weder veräußern oder verpfänden noch anderweitig über diese verfügen. Die Sperrfrist aus den für die Vergütung des Geschäftsjahres 2016 erworbenen Aktien läuft noch bis 2018. Das Stimm- und Dividendenrecht steht dem Vorstandsmitglied auch während der Sperrfrist zu. Gemäß dem ab dem Geschäftsjahr 2017 geltenden Vorstandsvergütungssystem und den mit Wirkung vom 14. September 2017 angepassten Vorstandsdienstverträgen sind Herr Dr. von Plotho und Herr Irle verpflichtet, während der Dauer ihrer Bestellung zum Vorstandsmitglied mindestens 5.000 bzw. 3.500 Aktien zu halten. Das Stimm- und Dividendenrecht steht den Vorstandsmitgliedern während der Halteverpflichtung weiterhin zu. Nähere Angaben enthält der Vergütungsbericht.
Weitere vertragliche Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt.
Die Satzung der Siltronic AG schränkt die Übertragbarkeit der Aktien nicht ein. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich jedoch aus dem Aktiengesetz (z. B. § 136 AktG) oder aus Verstößen gegen die Mitteilungspflichten nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ergeben. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt als Aktionär der Siltronic AG, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Die Siltronic AG ist gemäß § 67 Abs. 4 AktG berechtigt, von den im Register eingetragenen Personen Auskunft darüber zu verlangen, inwieweit ihnen die Aktien, als deren Inhaber sie eingetragen sind, auch gehören, und, soweit dies nicht der Fall ist, die zur Führung des Aktienregisters notwendigen Informationen über denjenigen, für den die Aktien gehalten werden, zu verlangen. Solange diesem Verlangen nicht nachgekommen wird, bestehen die Stimmrechte aus den betroffenen Aktien nicht (§ 67 Abs. 2 Satz 3 AktG).
Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten (§§ 289a Abs. 1 Nr. 3, 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB)
Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft gemeldet worden:
| ― | Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung: 22,5 Prozent (direkt) |
| ― | Wacker Chemie AG: 30,83 Prozent (davon 8,33 Prozent direkt und 22,5 Prozent zugerechnet über Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung) |
| ― | Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mit beschränkter Haftung: 30,83 Prozent (zugerechnet über Wacker Chemie AG und Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung) |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 4, 315a Abs. 1 Nr. 4 HGB)
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben (§§ 289a Abs. 1 Nr. 5, 315a Abs. 1 Nr. 5 HGB)
Sofern Arbeitnehmer am Kapital der Siltronic AG beteiligt sind, üben sie die ihnen hieraus entstehenden Kontrollrechte unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und Satzungsänderungen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 6, 315a Abs. 1 Nr. 6 HGB)
Der Vorstand der Siltronic AG besteht gemäß § 5 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Ein Mitglied des Vorstands wird vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach §§ 84 f. AktG und § 31 MitbestG.
Satzungsänderungen richten sich nach §§ 179 ff. AktG. Jede Satzungsänderung bedarf demnach eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, nach Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 oder Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend zu ändern. Weiter ist der Aufsichtsrat ermächtigt, § 4 Abs. 7 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2015 und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.
Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG grundsätzlich einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Mehrheit bestimmt. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, sofern nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Eine größere Kapitalmehrheit in Höhe von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals sieht das Gesetz an mehreren Stellen vor, z. B. bei der Änderung des Gegenstands des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), bestimmten Kapitalmaßnahmen und dem Ausschluss von Bezugsrechten.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (§§ 289a Abs. 1 Nr. 7, 315a Abs. 1 Nr. 7 HGB)
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 60 Mio. durch Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die Aktionäre haben grundsätzlich ein Bezugsrecht, das jedoch vom Vorstand in den in § 4 Abs. 6 der Satzung näher ausgeführten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann, insbesondere
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 Prozent des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder durch deren nachgeordnete Konzernunternehmen ausgegeben wurden oder noch werden, bei Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder der Erfüllung einer Wandlungspflicht neue Aktien der Gesellschaft gewähren zu können, sowie soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- bzw. Optionsrechten bzw. Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionäre zustünde; |
| ― | im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen sowie |
| ― | zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (Scrip dividend). |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand bis zum 7. Juni 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und / oder Gewinnschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtbetrag von bis zu EUR 750 Mio. zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte (auch mit Wandlungs- oder Optionspflicht) an bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 50 Mio. nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können gegen Barleistung, aber auch gegen Sachleistungen begeben werden. Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber bzw. Gläubiger der Schuldverschreibungen das Recht, diese nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen in neue Aktien der Gesellschaft umzutauschen. Die Anleihebedingungen können auch Pflichtwandlungen zum Ende der Laufzeit oder einem früheren Zeitpunkt vorsehen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen oder verpflichten oder die ein Andienungsrecht des Emittenten beinhalten. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu, der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, im Beschluss der Hauptversammlung näher bezeichneten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen, insbesondere
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; |
| ― | sofern die Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht bzw. Options- oder Wandlungspflicht gegen Barleistung begeben werden und so ausgestattet sind, dass ihr Ausgabepreis ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Grundsätzen ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 Prozent des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); |
| ― | sofern die Schuldverschreibungen gegen Sachleistung ausgegeben werden und |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von bereits zuvor ausgegebenen Schuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können. |
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung von Schuldverschreibungen und deren Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats und unter Beachtung der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses festzulegen.
Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft hat die Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 50 Mio. durch Ausgabe von bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu den gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreisen.
Der Vorstand der Siltronic AG ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2015 ermächtigt, innerhalb der gesetzlichen Regelung des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Das Grundkapital im Zeitpunkt der Beschlussfassung betrug EUR 100 Mio. Die Ermächtigung gilt bis zum 6. Mai 2020. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung der Hauptversammlung unterschiedliche Anforderungen, insbesondere hinsichtlich des Kaufpreises. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Vorstand ist befugt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats neben einer Veräußerung durch die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Insbesondere dürfen sie gegen Sachleistung (etwa im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen) oder gegen Barleistung veräußert werden. Die eigenen Aktien dürfen auch zur Erfüllung oder Absicherung von Erwerbsrechten oder -pflichten auf Aktien der Gesellschaft (im Zusammenhang mit Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) verwendet werden. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden. In den genannten Fällen, mit Ausnahme der Einziehung, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (§§ 289a Abs. 1 Nr. 8, 315a Abs. 1 Nr. 8 HGB)
Es gibt keine wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots (§§ 289a Abs. 1 Nr. 9, 315a Abs. 4 Nr. 9 HGB)
Es gibt keine Vereinbarungen mit dem Vorstand oder Arbeitnehmern der Gesellschaft, die Entschädigungen für den Fall eines Übernahmeangebots vorsehen.
Nichtfinanzieller Bericht der Siltronic AG, München
(Umsetzung der Anforderungen aus §§ 315b, 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB)
Vorwort
GRI 102-14
Unternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Wir nehmen unsere unternehmerische Verantwortung ernst. Wir verbinden unternehmerischen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln - in unseren Produktionsprozessen, bei dem Einsatz von Ressourcen und im Umgang mit unseren Mitarbeitern.
Wir sind einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilizium und bedienen alle führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie. Siliziumwafer sind Bestandteil nahezu aller elektronischen Bauteile, die unser Leben einfacher, sicherer und umweltfreundlicher machen. Unsere Technologien schaffen die Grundlage für die Produktion kleinerer und energieeffizienterer Bauteile in der modernen Elektronik. So tragen wir dazu bei, wertvolle Ressourcen zu schonen und den globalen Ausstoß von Kohlendioxid zu verringern. Wir verbessern kontinuierlich und konsequent unsere Produktionsprozesse, um den Energieverbrauch zu verringern und den Anteil der wiederverwendeten Betriebsstoffe zu erhöhen. Um Auslieferungen an unsere Kunden möglichst umweltschonend zu gestalten, bündeln wir Lieferungen und setzen Mehrfachverpackung ein.
Unsere Mitarbeiter sind unser höchstes Gut und die Grundlage unseres Erfolgs. Wir pflegen ein respektvolles, ehrliches und offenes Miteinander. Die Verschiedenheit der Menschen sehen wir als Bereicherung. Unser Ziel ist es, noch vielfältiger zu werden und insbesondere noch mehr Frauen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen in mittlere und obere Führungspositionen zu bringen. Mit verschiedenen Maßnahmen unterstützen wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Arbeitssicherheit und Gesundheitsförderung sind in unseren Geschäftsprozessen tief verankert.
Siltronic setzt die zehn Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Wir respektieren die international verkündeten Menschenrechte und fördern ihre Einhaltung innerhalb unserer Einflusssphäre.
Weltweit stellen sich Mitarbeiter bei Siltronic täglich der Herausforderung, unsere Prozesse besser, sicherer, einfacher, umweltfreundlicher und damit nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam möchten wir unserer Verantwortung gerecht werden, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.
Dr. Christoph von Plotho
CEO
1. Der Rahmen für diesen Nachhaltigkeitsbericht bzw. diesen Nichtfinanziellen Bericht
Unter Nachhaltigkeit verstehen wir, durch heutiges Handeln künftige Bedingungen im ökologischen, im ökonomischen und im gesellschaftlichen Bereich positiv zu beeinflussen. Dadurch werden Ungleichheiten gemildert und eine offene Zukunft gefördert. Den Hintergrund für diesen Nichtfinanziellen Bericht bzw. diesen Nachhaltigkeitsbericht bildet daher die Frage, wie Siltronic zur Verbesserung oder Verschlechterung von ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene beiträgt.
Zusätzlich zur Außenwirkung glauben wir, dass positiv nachhaltiges Handeln für Siltronic selbst Vorteile bringt. Indem wir z.B. die Effizienz des Rohstoffeinsatzes oder die Effizienz des Energieeinsatzes steigern, sichern wir unsere Ertragskraft. Die Ertragskraft ist wichtig, um den Mitarbeitern überdurchschnittliche Sozialleistungen zu gewähren oder ein breites Spektrum an Weiterbildungsmaßnahmen anbieten zu können. Eine dadurch engagierte und gebildete Belegschaft ist z.B. leistungsfähiger, in Forschung und Entwicklung Neues zu entdecken. Mittel- und langfristig wirkt dies vorteilhaft auf unsere Ertragskraft. Es entsteht ein Kreislauf, der nicht nur positiv für die Interessengruppen und die Umwelt ist, sondern auch für Siltronic.
Mit diesem Nachhaltigkeitsbericht bzw. diesem Nichtfinanziellen Bericht ergänzen wir die im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht dargelegten ökonomischen Aspekte um ökologische und gesellschaftliche Aspekte und erläutern, wie wir diese in Einklang bringen.
Es handelt sich bei dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht um den ersten eigenständigen Bericht der Siltronic AG bzw. des Siltronic-Konzerns mit Sitz in München. Bis zum 15. März 2017 hielt die Wacker Chemie AG direkt und indirekt die Mehrheit der Siltronic-Aktien. Daher waren Informationen, die die Nachhaltigkeit von Siltronic betrafen, in den Vorjahren in den Nachhaltigkeitsberichten der Wacker Chemie AG, die für den gesamten Wacker-Konzern erstellt wurden, enthalten. Am 15. März 2017 hat die Wacker Chemie AG ihren Anteil an der Siltronic AG auf knapp 31 Prozent reduziert. Seit diesem Zeitpunkt ist Siltronic keine Tochtergesellschaft des Wacker-Konzerns mehr. Die Reduzierung des Anteils hatte keine wesentliche Auswirkung auf Siltronic, da der Siltronic-Konzern bereits zuvor ein selbstständiger Konzern war. GRI 102-1, -3,-5,-10,-48, -49, -51
Der vorliegende Bericht ist der zusammengefasste, gesonderte Nichtfinanzielle Bericht für das Geschäftsjahr 2017 gilt sowohl für den Siltronic-Konzern als auch die Siltronic AG. Informationen, die nur für die AG gelten, sind im Text kenntlich gemacht. Der Öffentlichkeit ist der Nichtfinanzielle Bericht durch die Veröffentlichung im Internet unter https://www.siltronic.com/de/unteehmen/ nachhaltigkeit.html zugänglich gemacht.
Die hier im Nachhaltigkeitsbericht enthaltenen nichtfinanziellen Informationen wurden in Anlehnung an die Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Darüber hinaus werden in dem vorliegenden Bericht Informationen zur Nachhaltigkeit gegeben, wenn sie für die Berichterstattung über den Fortschritt des Global Compact der Vereinten Nationen relevant sind ("Communication on Progress"). Der Berichtszeitraum entspricht dem des Konzernabschlusses und es wurden alle Konzerngesellschaften einbezogen. Wir planen, den Nachhaltigkeitsbericht künftig jährlich zu erstellen. GRI102-50,-52
Dieser Nichtfinanzielle Bericht wird vom Aufsichtsrat der Siltronic AG geprüft. Im Auftrag des Aufsichtsrats wurde der Nichtfinanzielle Bericht von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter Anwendung des ISAE 3000 zur Erlangung einer begrenzten Prüfungssicherheit ("Limited assurance") bezüglich der gemäß §§ 315b, 315e HGB i.V.m. 289c bis 289e geforderten Angaben geprüft.GRI 102-56
2. Das Geschäftsmodell von Siltronic und unsere ethischen Grundsätze
§ 289c Abs. 1 HGB
Das Geschäftsmodell von Siltronic
Wir sind ein global aufgestellter Markt- und Technologieführer von Scheiben aus hochreinem Silizium, sogenannten Wafern. Da Wafer den Grundstoff für Halbleiterchips bilden, sind alle unsere Kunden Chiphersteller. GRI102-2
Wafer werden hergestellt, indem hochreines Silizium geschmolzen und aus der Schmelze über ein Ziehverfahren ein Kristall gewonnen wird. Der Kristall wird in einzelne Scheiben gesägt, die anschließend poliert und nach einer Endkontrolle verpackt werden. Wir setzen in dem Produktionsverfahren sehr viele Spezialmaschinen ein und ein wesentlicher Teil der Produktion findet in Reinräumen statt. Die Herstellungskosten entfallen (in abnehmender Reihenfolge) auf Personal, Hilfs- und Betriebsstoffe, Abschreibungen, Rohstoffe und Energie. GRI 102-9
Der Anlagenpark besteht zu weiten Teilen aus Maschinen zum Ziehen von Kristallen, Öfen, Messgeräten, Reinigungsanlagen und Maschinen zur mechanischen und chemischen Behandlung der Wafer-Oberfläche. Die Herstellung von Wafern erfolgt zu wesentlichen Teilen in Reinräumen. Von unseren vier Produktionsstandorten versenden wir unsere Wafer direkt zu den Chipfabriken unserer Kunden, die (in alphabetischer Reihenfolge) in (Festland) China und Taiwan, Israel, Japan, Korea, Malaysia, Singapur, USA und Westeuropa liegen. Außer unseren Produktionsstandorten, die jeweils über eine eigene Verwaltung und einen eigenen Vertrieb verfügen, bestehen fünf kleine Vertriebs- oder Verwaltungseinheiten in fünf Ländern. GRI 102-4, -6,-9
Wir haben im Berichtsjahr etwa 28 Millionen Wafer produziert (Vorjahr: circa 26 Millionen).
Weitere Informationen zum Geschäftsmodell sind im Lagebericht enthalten.
Unternehmensethik bei Siltronic
Unternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Damit die Geschäfte von Siltronic verantwortungsvoll und in Übereinstimmung mit allen gesetzlichen Vorgaben durchgeführt werden, haben wir verschiedene Leitlinien entwickelt. Zu diesen zählen insbesondere:GRI 102-16
| ― | Code of Conduct: Wir haben für unseren Konzern einen Kodex aufgestellt, der einen verbindlichen Orientierungsrahmen für eigenverantwortliches und gesetzestreues Verhalten bildet. Die Beachtung des Kodex ist für jeden Mitarbeiter verpflichtend. Der Code of Conduct behandelt insbesondere die Themen Verhalten miteinander, Führen als Vorbild, Umgang mit Geschäftspartnern, Umgang mit Informationen, Trennung von Privat- und Unternehmensinteressen, Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umwelt sowie Gesellschaftliche Verantwortung. GRI 102-17 |
| ― | Selbstverpflichtungen: Siltronic setzt die zehn Prinzipien der "Global Compact-Initiative" der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Siltronic folgt den Grundsätzen der Responsible Care-Initiative der chemischen Industrie. Im Jahr 2017 sind wir als Unterzeichner der Charta der Vielfalt beigetreten. Siltronic verpflichtet sich mit der Unterzeichnung, Chancengleichheit und Diversität aktiv umzusetzen und zu fördern. Siltronic orientiert sich als Zulieferer der Elektronikindustrie an dem Verhaltenskodex Responsible Business Alliance bzw. RBA (vormals EICC bzw. Electronic Industry Citizenship Coalition), über den führende Unternehmen der Elektronikindustrie weltweit soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein sowie ethische Geschäftspraktiken fordern. GRI 102-12,-13 |
| ― | Strategiehandbuch: In diesem Handbuch sind die obersten Ziele von Siltronic verankert und es wird unser Leitbild definiert. Unser Leitbild besteht im Streben nach Werterhöhung für unsere Interessengruppen. Dies wollen wir erreichen, indem wir Wafer mit höchstem Qualitätsanspruch zu wettbewerbsfähigen Kosten anbieten. |
Wirkung der ethischen Grundsätze auf die Organisation von Siltronic
Die oben genannten Leitlinien wirken auf den organisatorischen Aufbau von Siltronic, wobei die wichtigsten organisatorischen Maßnahmen zur Sicherstellung der ethischen Grundsätze (a) Management-Systeme sind, (b) das Bestehen einer gesonderten Abteilung, die sich um Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Arbeitssicherheit kümmert, und (c) die Wege der Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat.
Die operativen Prozesse steuern wir über unser Integriertes Management-System "IMS". Das IMS beschreibt Abläufe sowie Verantwortlichkeiten und definiert konzernweit Standards, unter anderem im Hinblick auf Qualität, Energie, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Sicherheit von Anlagen. Die Standards fußen auf nationalen und internationalen Standards, Gesetzen, Kundenanforderungen und eigenen Grundsätzen. Ausgewählte Management-Systeme lassen wir durch einen weltweit tätigen Dienstleister zertifizieren. Die Zertifizierungen betreffen ISO 14001 für den Umweltschutz, OHSAS 18001 für den Arbeits- und Gesundheitsschutz, ISO 50001 für das Energiemanagement der deutschen Standorte und ISO TS 16949 für Qualitätssysteme.
Konzern-Managementsystem
Um die Vielzahl an möglichen Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind, zu identifizieren und zu steuern, hat der Vorstand ein Risikomanagement implementiert, das ausführlich im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" erläutert ist. Darüber hinaus haben wir ein Compliance-System installiert, um unternehmensbezogene Rechtsverstöße zu vermeiden, zu identifizieren und zu sanktionieren. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von Siltronic. Das Unternehmen hat in allen aktiven Einheiten (Deutschland, USA, Japan, Singapur, Taiwan) Compliance-Beauftragte eingesetzt. Als geschützten Meldeweg haben wir zudem einen externen Ombudsmann bestellt, an den unsere Mitarbeiter und auch Dritte anonym Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften melden können. Der Chief Compliance Officer berichtet an den Vorstandsvorsitzenden der Siltronic AG. GRI 102-17
Als Unternehmen mit komplexen chemischen und mechanischen Prozessen haben wir eine besondere Verantwortung für den Betrieb unserer Anlagen sowie für den Schutz von Menschen und der Umwelt. Deswegen gibt es bei den Produktionsstandorten Mitarbeiter, die im Bereich Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Arbeitssicherheit speziell ausgebildet sind. Diese Mitarbeiter sind in der Konzernabteilung Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit zusammengefasst, die direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Die Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder ist im Lagebericht dargestellt. GRI 102-11
Zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats und zu dessen Zusammenarbeit mit dem Vorstand verweisen wir auf die Ausführungen im Corporate Governance-Bericht und im Bericht des Aufsichtsrats. Informationen zu den Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht enthalten.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren in unserer Organisation
Die Steuerung der Siltronic-Organisation orientiert sich an finanziellen Leistungsindikatoren. Die wichtigsten Werte werden lokal und konzernweit monatlich erhoben und in Berichtssysteme eingegeben, wo sie mit zuvor festgelegten Zielen verglichen werden. Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen waren im Jahr 2017 die EBITDA-Marge, der ROCE und der Free-Cashflow. Diese wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind im Prognosebericht erläutert.
Außer den finanziellen Leistungsindikatoren gibt es in unserer Organisation nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Keiner dieser Indikatoren wird zur Steuerung des Unternehmens eingesetzt.
Wie bei den finanziellen Leistungsindikatoren gibt es auch bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren eine Hierarchie nach Bedeutsamkeit. Aus der Vielfalt an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die der Nachhaltigkeit zugeordnet werden können, hat der Vorstand fünf Leistungsindikatoren ausgewählt, über die er im Rahmen des routinemäßigen Berichtswesens informiert wird. Jeder dieser Indikatoren hat ein Ziel für das Geschäftsjahr. Bei den fünf nichtfinanziellen Kennzahlen im Bereich Nachhaltigkeit handelt es sich um folgende: § 289c Abs. 3 Nr. 5 HGB
| ― | Effizienz des Einsatzes von Silizium (Rohstoffmanagement) |
| ― | Effizienz des Energieeinsatzes (Energiemanagement) |
| ― | Vermeidung von Abfall (Abfallmanagement) |
| ― | Zahl an Arbeitsunfällen |
| ― | Unfälle mit Chemikalien |
Wie bei den finanziellen Leistungsindikatoren werden bei negativen Abweichungen von nichtfinanziellen Leistungsindikatoren die Ursachen analysiert, besprochen und Maßnahmen zur Verbesserung in die Wege geleitet.
3. Bestimmung der Inhalte für diesen Bericht
Die wichtigsten Interessengruppen von Siltronic
Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten wirkt Siltronic in mannigfaltiger Weise auf außenstehende Einzelpersonen, Unternehmen und öffentliche Stellen. Die Festlegung der Interessengruppen, die als die wichtigsten bewertet wurden, fußt auf der Zahl an Interaktionen mit einer Interessengruppe und der Einbindung von Führungskräften. GRI 102-42
Die folgende Abbildung zeigt die wichtigsten Interaktionen und die Häufigkeit, mit der der Austausch stattfindet. GRI 102-40, -43
Die Bestimmung der im Nachhaltigkeitsbericht gewählten Inhalte erfolgte unter Berücksichtigung der vorgenannten wichtigsten Interessengruppen von Siltronic.
Festlegung der Berichtsinhalte
Zur Identifikation der für diesen Bericht wichtigen Aspekte haben wir als ersten Schritt verschiedene Nachhaltigkeitsthemen ermittelt, diese in einem zweiten Schritt nach Wesentlichkeit priorisiert und drittens übergreifenden Bereichen zugeordnet. Bei der Priorisierung waren die zehn Prinzipien des Projekts "Global Compact" der Vereinten Nationen, branchenspezifische und unternehmensindividuelle Gesichtspunkte entscheidend. Als vierten Schritt haben wir das Ergebnis einer Validierung unterzogen, die durch Rücksprache mit internen Experten und durch den Abgleich mit der Unternehmensstrategie erfolgte. Das Ergebnis war folgende Liste: GRI 102-46,-47
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| Umweltbelange | Lieferkette | Personalbelange | Gesellschaft | |
|---|---|---|---|---|
| Minderung des spezifischen Siliziumverbrauchs | x | |||
| Reduzierung des spezifischen Verbrauchs von Hilfsstoffen | x | x | ||
| Reduzierung des spezifischen Energieeinsatzes | x | |||
| Arbeitssicherheit und Gesundheit | x | |||
| Compliance | x | x | x | x |
| Diversität | x | x | ||
| Treibhausgase | x | x | ||
| Weiterbildung, Demografie | x | x | ||
| Recycling | x | x | ||
| Umwelteinfluss von Transporten | x | x | ||
| Maßnahmen zum Umweltschutz | x | |||
| Wasserverbrauch | x |
4. Umweltbelange
§ 289c Abs. 2 Nr. 1 HGB, UNGC
Management von Roh- und Hilfsstoffen
Da Wafer zu fast 100 Prozent aus hochreinem Silizium bestehen, ist Silizium der mit großem Abstand wichtigste Rohstoff für uns. Silizium ist in der Erdhülle das nach Sauerstoff am zweithäufigsten vorkommende Element und ungiftig. Deswegen betrachten wir Wafer aus Silizium langfristig als konkurrenzlosen Grundstoff für Halbleiterbauelemente bzw. für den Grundstoff unserer Produkte.
Wir sind bestrebt, Silizium möglichst effizient einzusetzen. Damit leisten wir einen Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung und es hilft uns, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Leistungsindikator "Effizienz des Einsatzes von Silizium" bewirkt insbesondere, dass Siliziumreste erneut in unseren Produktionskreislauf einfließen, dass Produktionsverfahren mit dem Ziel der Ausbeutesteigerung weiterentwickelt werden und dass in neue Maschinen investiert wird. Wir legen für diese Kennzahl jährlich einen Zielwert fest. Der Wille, die Ziele zu erreichen, führt dazu, dass neue Ideen entstehen, die getestet werden. Wenn sich zeigt, dass der Einsatz in der Produktion vielversprechend ist, werden Investitionen zur Umsetzung getätigt. Die bei vielen Produkttypen steigenden physikalischen und chemischen Anforderungen der Kunden an unsere Wafer wirken leider ausbeuteverschlechternd.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich die Effizienz des Einsatzes von Silizium entwickelt hat, wobei das Jahr 2015 als Vergleichsbasis gewählt wurde:
Das spezifische Ziel für das Berichtsjahr war, eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent zu erzielen. Das Ziel wurde nicht erreicht. Hauptursache war, dass sich der von den Kunden nachgefragte Produktmix gegenüber dem Vorjahr hin zu Wafer-Typen verschoben hat, deren Herstellung überdurchschnittlich viel Silizium verbraucht.
Neben dem Rohstoff Silizium spielen in unserem Produktionsprozess Chemikalien, Gase und Poliermittel, die in Form von Hilfsstoffen eingesetzt werden, eine Rolle. Da die einzelnen Hilfsstoffe im Vergleich zu Silizium von geringerer Bedeutung für uns sind, gibt es anders als beim spezifischen Siliziumverbrauch keine Kennzahl, die an den Vorstand berichtet wird. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Produktionsschritte mit dem Ziel eines geringeren spezifischen Verbrauchs von Hilfsstoffen zu verändern. Die spezifische Minderung ergibt sich in der Regel durch Vermeidung (z. B. Reduzierungen bei Chrom) oder durch Recycling (z. B. Reduzierungen von Poliermitteln und Reinigungsbädern). Der Fortschritt wird in der Regel mit quantitativen Größen erhoben und nach einem bis zwei Jahren mit Zielen verglichen.
Management von Energie (Verbrauch von Energie innerhalb von Siltronic)
Ein wesentlicher Teil des Transformationsprozesses des eingekauften Siliziums zu einem Wafer erfolgt bei hohen Temperaturen und in klimatisierten Reinräumen. Da hierzu viel Energie benötigt wird, zählt die Waferproduktion zu den energieintensiven Industriezweigen.
Im Jahr 2017 lag der Energieverbrauch bei insgesamt 721 GWh. Der Verbrauch beinhaltet die Produktion, den Bereich Forschung und Entwicklung und die Verwaltung. Vertriebsbüros sind nicht in der Summe enthalten, da deren gesamter Energieverbrauch unbedeutend ist. Die mit Abstand wichtigste Bezugsform von Energie ist Elektrizität.
Energieverbrauch
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| in GWh | 2015 | 2016 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Stromverbrauch | 574 | 586 | 601 |
| Einsatz von Primärenergie | |||
| Dampf, Wärme | 72 | 75 | 75 |
| Erdgas | 40 | 42 | 39 |
| Heizöl | 10 | 7 | 6 |
| 122 | 124 | 120 | |
| Summe | 696 | 710 | 721 |
Bei dem Strom handelt es sich um gekauften Strom. Rund 55 Prozent des Stromverbrauchs betreffen Deutschland. Gemäß Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW entfallen über 36 Prozent des Stroms in Deutschland auf erneuerbare Energien, wozu vor allem Wind, Biomasse und Solar zählen.
Der Energieverbrauch je Waferfläche in Quadratcentimeter beschreibt die Energieintensität unserer Produkte (in den Energieverbrauch fließen die in der Tabelle "Energieverbrauch" genannten Formen ein). Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich die Energieintensität seit dem Jahr 2015 entwickelt hat.
Um die Energieintensität zu reduzieren, werden Projekte angestoßen, die den spezifischen Stromverbrauch mindern. Nachhaltige Minderungen werden insbesondere dadurch erzielt, dass Temperaturen von ausgewähltem Kühlwasser reduziert wurden und weniger energieintensive Laser eingesetzt werden.
Die Kennzahl "Effizienz des Energieeinsatzes" wird regelmäßig an den Vorstand berichtet und es werden jährlich anspruchsvolle Zielwerte festgelegt.
Siltronic hat das strategische Energieziel, ein durchschnittliches spezifisches Einsparziel von 1,5 Prozent pro Jahr zu erreichen. Daraus leiten wir mit der geplanten Produktionsmenge absolute Einsparziele in MWh für die Standorte und absolute Ziele für die Produktionsbereiche ab.
Zur Zielerreichung 2017 haben zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen beigetragen, die in Summe einer Minderung des Elektrizitätsverbrauchs von nachhaltig 8,9 GWh jährlich und einem Gegenwert von EUR 0,6 Mio. entsprechen. Das Jahresziel von durchschnittlich 1,5 Prozent wurde übertroffen.
Management von Abfall
Um den Verpackungsmüll zu reduzieren, haben wir bei unseren Kunden die Initiative ergriffen, zwei wiederverwertbare Mehrwegverpackungen einzuführen, nämlich die "Hybox" und die "FOSB". Da mehrere FOSB in eine Hybox gestapelt werden, handelt es sich bei einer FOSB um die innere Mehrwegverpackung und bei der Hybox um die äußere Mehrwegverpackung. Da beide Mehrwegverpackungen auf den Produktionsprozess beim Kunden wirken, muss der Kunde dem Einsatz von Hybox und FOSB zustimmen.
Im Lauf der Jahre haben wir in fast allen Fällen, in denen der Einsatz der Hybox technisch möglich ist, die Kunden von dieser Verpackungsform überzeugt. Durch dieses Mehrwegkonzept reduzieren wir den Transport von Verpackungen um rund 438 Tonnen und den Abfall um etwa 876 Tonnen Abfall im Vergleich zur Kartonverpackung.
Unser Schwerpunkt bei den Mehrwegverpackungen ist der Einsatz der FOSB. Der Prozentsatz der mehrfachen Verwendung von FOSB für Verpackungszwecke zwischen uns und dem Kunden ist einer der fünf nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die dem Vorstand regelmäßig berichtet werden.
Das Ziel für das Berichtsjahr war, einen Anteil von 35 Prozent zu erreichen. Dieses Ziel wurde erreicht.
Im Zusammenhang mit Abfall ist außerdem die Entsorgung von gefährlichem Material bedeutsam. Die Zusammensetzung des Abfalls und die Entsorgungswege waren im Berichtsjahr wie folgt:
Die Entsorgungswege wie auch die Einstufung von Abfällen in die Kategorien "gefährlich" und "nicht gefährlich" fußen auf lokalen gesetzlichen oder quasigesetzlichen Regelungen.
39 Prozent des Abfalls wird von der Siltronic AG verursacht.
Von besonders kritischen Aspekten in Bezug auf Materialien und Arbeitspraktiken in der Lieferkette sind wir nicht betroffen. Sogenannte Konfliktmaterialien wie z. B. Metalle aus kritischen Regionen in Afrika oder Asien kommen in unserem Herstellungsprozess nicht vor.
Management von Wasser
Wasser wird vor allem in unserem Herstellungsprozess verwendet, und zwar zur Reinigung und zur Kühlung. Dabei achten wir auf den sparsamen Umgang und den Schutz natürlicher Wasserressourcen. Außerdem ist nach der Definition des World Business Council for Sustainable Development Singapur ein Wassermangelgebiet. Wir betreiben deswegen in Singapur eine eigene Wasseraufbereitungsanlage.
Infolge höherer Risiken von Überschwemmungen in Freiberg hat die Siltronic AG im Jahr 2017 neue Rückhaltebecken für Wasser am dortigen Standort fertiggestellt. Dadurch wird die Abflussmenge an Regenwasser in den nahe gelegenen Bach um fast die Hälfte abgesenkt. Dies stellt einen wichtigen Beitrag zum Hochwasserschutz dar. Überwacht wird die Anlage über Sensoren an den Computern der Leitzentrale von Siltronic in Freiberg.
Die folgenden Abbildungen zeigen den Einsatz von Wasser und Abwasser im Jahr 2017.
Rund 86 Prozent der Verwendung von Wasser enfällt auf Deutschland und circa 59 Prozent entfallen auf Abwasser (ohne Kühlwasser).
Maßnahmen zum Umweltschutz
Präventive Maßnahmen zum Umweltschutz nehmen wir überwiegend in Form von sicheren Systemen vor.
Die Investitionen, die aus Umweltmanagement einschließlich Prävention resultieren, betrugen etwa EUR 3,6 Mio.
Emission von Treibhausgasen
Die konzernweite CO2 -Bilanz ist ein wesentliches Instrument dafür, den Klimaschutz zu verbessern. Wir berechnen neben den direkten Treibhausgasemissionen (gemäß Greenhouse Gas Protocol "Scope 1") und den indirekten Emissionen aus dem Zukauf von Energie ("Scope 2") auch die Emissionen, die entlang der Wertschöpfungskette entstehen ("Scope 3", was insbesondere Polysilizium, Hilfsstoffe, Wasser und Abfall betrifft). Die Ermittlung der CO2 -Bilanz erfolgt im Rahmen der Nachhaltigkeitsbewertungen des Carbon Disclosure Project (CDP).
Die dem Scope 3 zuzuordnenden Emissionen werden erstmals für das Jahr 2017 berechnet. Wir planen, die Emissionen nach Scope 3 im Rahmen des CDP zu berichten.
Bezeichnung der Emission
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| Bezeichnung der Emission gemäß Carbon Disclosure Project (CDP), Verursachung und Hauptquellen | Tonnen CO2-Äquivalente | ||
|---|---|---|---|
| Scope 1 | direkte Emission | Erdgas, Treibstoff, klimawirksame Gase | 11.891 |
| Scope 2 | indirekte Emission | Elektrizität, Dampf | 277.331 |
Die Methodik der Erfassung entspricht dem Leitfaden des GHG-Protokolls für die chemische Industrie. Bei der Berechnung wurden alle Konzerngesellschaften einbezogen.
Andere Treibhausgase neben CO2 machen einen marginalen Teil der Scope 1-Emissionen aus. Wir arbeiten dennoch kontinuierlich an einer effektiveren Nutzung und an der Substitution mit Gasen, die eine niedrigere Treibhausbelastung aufweisen. Außerdem motivieren wir unsere Mitarbeiter, das eigene Auto stehen zu lassen. Am Standort Burghausen setzen wir seit über zehn Jahren Pendlerbusse für Schichtarbeiter ein. Am Standort in Portland, Oregon, USA, gewähren wir unseren Mitarbeitern Zuschüsse für Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs und in Singapur bietet Siltronic Shuttle-Busse vom Betrieb in verschiedene Stadtviertel an.
Unsere Aktivitäten zur Minderung der Scope 2-Emissionen konzentrieren sich auf die Steigerung der Effizienz des Energieeinsatzes.
Durch unsere Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz des Energieeinsatzes sind die CO2 -Emissionen je produzierte Waferfläche nach Scope 2 gegenüber dem Vorjahr um einen hohen einstelligen Prozentsatz zurückgegangen.
NOX beliefen sich im Jahr 2017 auf 90 Tonnen und NMVOC auf 53 Tonnen. Ozon wird in vernachlässigbarem Umfang in der Produktion eingesetzt. SOX , POP, HAP und PM sind mengenmäßig irrelevant.
Einfluss durch den Klimawandel
Der Bedarf an Wafern ergibt sich vor allem durch die Nachfrage in den Bereichen Mobilkommunikation, Computer und Server, Speicherung von Daten auf lokalen Geräten und in der Cloud, elektronischen Bauteilen in Automobilen und in der Industrie. Durch den Klimawandel sehen wir unser Geschäftsmodell nicht negativ beeinträchtigt. Im Gegenteil: Ohne Halbleiterbauteile und damit Wafer ist die Elektromobilität nicht möglich, die Einsteuerung von Strom aus Solar- und Windparks undenkbar und viele intelligente Formen der Reduzierung des Stromverbrauchs können nicht realisiert werden. Zudem bedeutet die Datenspeicherung auf Halbleiterbauelementen gegenüber anderen Formen der Speicherung elektronischer Daten einen niedrigeren Stromverbrauch. GRI 201-2
5. Personalbelange
§ 289c Abs. 2 Nr. 2 HGB, UNGC
Mitarbeiterzahl und Strategie bei der Personalplanung
Am 31. Dezember 2017 hatte der Siltronic-Konzern 3.730 Mitarbeiter, wovon 62 Prozent bei der Siltronic AG angestellt waren, 27 Prozent in Asien und 11 Prozent in den USA.
Zahl Mitarbeiter (Kopfzahl) zum 31.12.2017 GRI 102-8
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| Männer | Frauen | Summe | Anteil an Gesamtzahl | |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 1.833 | 465 | 2.298 | 62 % |
| davon mit unbefristetem Arbeitsverhältnis | 1.830 | 462 | 2.292 | |
| davon mit befristetem Arbeitsverhältnis | 3 | 3 | 6 | |
| Singapur und andere Länder in Asien | 730 | 299 | 1.029 | 27 % |
| davon mit unbefristetem Arbeitsverhältnis | 730 | 297 | 1.027 | |
| davon mit befristetem Arbeitsverhältnis | 0 | 2 | 2 | |
| USA | 294 | 109 | 403 | 11 % |
| davon mit unbefristetem Arbeitsverhältnis | 294 | 109 | 403 | |
| davon mit befristetem Arbeitsverhältnis | 0 | 0 | 0 | |
| Mitarbeiter im Konzern | 2.857 | 873 | 3.730 | 100 % |
Von den 3.730 am Jahresende 2017 beschäftigten Mitarbeitern waren 3.281 in Vollzeit und 449 in Teilzeit tätig. Von den Teilzeitbeschäftigten waren 52 Prozent Frauen und 100 Prozent der Teilzeitbeschäftigten befanden sich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis. GRI 102-8
Da die Halbleiterindustrie historisch gesehen ausgeprägte Auf- und Abschwünge aufweist und wir solche Veränderungen meistern müssen, verfolgen wir bei unserer Personalplanung eine flexible Strategie. Zu dieser Strategie zählt, in Deutschland einen bestimmten Teil des Personals in der Produktion durch Zeitarbeitnehmer zu decken. Dies schützt auch die Stammbelegschaft. Kommt es aufgrund eines ausgeprägten Aufschwungs zu Produktionsspitzen, werden Zeitarbeitnehmer eingesetzt. Sind umgekehrt wegen eines Abschwungs Einsparungen bei den Personalkosten notwendig, so verringern wir zunächst die Zahl der Zeitarbeitnehmer und sollte das nicht hinreichend sein, werden in einer nächsten Stufe befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Im dritten Schritt prüfen wir die Einführung von Kurzarbeit in den Bereichen, die von einem Abschwung besonders betroffen sind.
Um rechtzeitig auf eine wesentliche Änderung der Auftragslage zu reagieren, wird der aus Auftragseingang resultierende Personalbedarf laufend mit dem aktuellen und künftigen Personalbestand abgeglichen. Geplante Maßnahmen zur wesentlichen Erhöhung oder Reduzierung der Personalzahl besprechen Vertreter von Arbeitgeber und Arbeitnehmern in einem strukturierten Prozess.
Am 31. Dezember 2017 waren 709 Zeitarbeitnehmer bei Siltronic tätig (524 Männer und 185 Frauen). Auf die Maßnahme Kurzarbeit musste zuletzt im Jahr 2012 zurückgegriffen werden. GRI 102-8
Verhältnis zu Mitarbeitervertretungen und Arbeitnehmerrechte
Der Siltronic-Konzern arbeitet mit den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen und es gibt regelmäßige Besprechungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern.
Unsere Belegschaft ist vor allem in Deutschland seit jeher stark gewerkschaftlich organisiert. Da Mitarbeiter nicht verpflichtet sind, eine Gewerkschaftszugehörigkeit mitzuteilen, und eine Nachfrage seitens des Arbeitgebers unzulässig ist, ist uns die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder unbekannt. Etw 60 Prozent der Mitarbeiter sind in Einheiten tätig, die durch Tarifverträge abgedeckt sind.
GRI 102-41
Sofern eine arbeitgeberseitige Tarifbindung vorliegt, verpflichtet sich Siltronic im Anstellungsvertrag, Mitarbeiter so zu behandeln, als würde der jeweilige Tarifvertrag Anwendung finden - unabhängig von der Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft.
An Standorten ohne etablierte betriebliche Vertretung gibt es Mitarbeiter, die als Ansprechpartner für Mitarbeiterbelange fungieren.
Neben dem Entgelt und der Arbeitszeit zählt zu den wesentlichen Arbeitnehmerrechten der Anspruch auf Elternzeit. Dieses Recht nehmen selbstverständlich auch Mitarbeiter von Siltronic in Anspruch: Am 31. Dezember 2017 befanden sich 14 Frauen und 3 Männer in Elternzeit.
Siltronic informiert die Belegschaft regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf haben könnten. Die Mitarbeiter erhalten zeitnahe und umfassende Informationen zu wesentlichen betrieblichen Veränderungen. Dabei halten wir die jeweiligen nationalen und internationalen Informationspflichten ein.
Diversität: Vielfalt und Chancengerechtigkeit
Siltronic ist in Europa, Nordamerika sowie Asien tätig und damit in einem Umfeld unterschiedlicher Kulturen. Bei der größten Konzerngesellschaft, der Siltronic AG, waren an den deutschen Standorten im Berichtsjahr Mitarbeiter aus rund 30 unterschiedlichen Nationen beschäftigt.
Ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen ist es, die vorhandene Vielfalt der modernen Gesellschaft für uns zu nutzen. Deswegen haben wir einen Diversity Officer bei der Siltronic AG ernannt. Die Vielfalt der Belegschaft mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet unter anderem Chancen für innovative und kreative Lösungen. Zur Vielfalt gehören unter anderem Geschlecht, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion oder Behinderung (was Mitarbeiter mit Einschränkungen betrifft, enthält der Lagebericht Angaben).
Ungleichbehandlung oder Herabsetzung aufgrund von Geschlecht, Rasse oder ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, sexueller Ausrichtung oder Alter lehnen wir ab. Diese Prinzipien gelten konzernweit und sind als Teil unserer Unternehmenskultur schriftlich verankert. Mögliche Diskriminierungen können Mitarbeiter bei ihren Vorgesetzten melden, ebenso bei den Compliance-Beauftragten, dem Betriebsrat, der Personalabteilung oder einem Ombudsmann. Die Beschwerde wird inhaltlich überprüft und der Beschwerdeführer wird über das Ergebnis informiert.
Alle Mitarbeiter der deutschen Standorte sind verpflichtet, sich durch eine E-Learning-Schulung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vertraut zu machen. Die Fortbildung gilt für alle Hierarchieebenen.
Unser langfristiges Ziel ist es, die Vielfalt der Belegschaft in der Siltronic zu verbessern, auch durch die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Ende 2017 waren zwei von 17 Positionen der ersten Führungsebene und zwei von 37 Positionen der zweiten Führungsebene mit Frauen besetzt. Der Corporate Governance-Bericht enthält zusätzliche Informationen zum Frauenanteil.
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil von Männern und Frauen auf Managementebene an deutschen Standorten:
Zahl Mitarbeiter (Kopfzahl) zum 31.12.2017
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| Männer | Frauen | Summe | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter aus Managementebene in Deutschland | 50 | 4 | 54 |
| in Prozent | 93 % | 7 % | 100 % |
| davon erste Führungsebene unterhalb des Vorstands | 15 | 2 | 17 |
| in Prozent | 88 % | 12 % | 100 % |
| davon zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands | 35 | 2 | 37 |
| in Prozent | 95 % | 5 % | 100 % |
Weiterbildung und demografische Entwicklung in Deutschland
Kompetente Mitarbeiter halten das Unternehmen innovations- und wettbewerbsfähig. Wir bestärken insbesondere unsere Mitarbeiter in Deutschland darin, lebenslang zu lernen und flexibel für Änderungen zu bleiben, weil wir glauben, dass wir uns alle auf längere Lebensarbeitszeiten in Deutschland einstellen müssen, um den demografischen Wandel bewältigen zu können. Damit die Mitarbeiter ihr Potenzial bestmöglich ausschöpfen können, offeriert Siltronic umfangreiche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Die Maßnahmen zur Weiterbildung betreffen Persönlichkeits-, Management-, Sozial- und Fachkompetenz.
Mindestens einmal im Jahr, nämlich im Rahmen des Mitarbeitergesprächs, besprechen Mitarbeiter und Vorgesetzte Entwicklungsmaßnahmen. Dies gilt für alle Hierarchieebenen, Geschlechter und Standorte.
Am Jahresende 2017 lag das durchschnittliche Alter des typisierten Beschäftigten bei 45 Jahren. Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Siltronic-Mitarbeiter weltweit.
Altersstruktur zum 31.12.2017
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| Männer | Frauen | Summe | |
|---|---|---|---|
| unter 30 Jahre | 14 % | 16 % | 15 % |
| 31 bis 50 Jahre | 47 % | 51 % | 48 % |
| über 50 Jahre | 39 % | 33 % | 37 % |
| Summe | 100 % | 100 % | 100 % |
Im Berichtsjahr sind 15.100 E-Learning-Schulungen geleistet worden und rund 2.400 Mitarbeiter besuchten Seminare, Weiterbildungen oder ähnliche Veranstaltungen.
Vergütung und Entgeltgleichheit
Um neue Mitarbeiter zu gewinnen und bestehende Mitarbeiter zu halten, die wir beide für eine erfolgreiche Zukunft benötigen, müssen wir eine marktgerechte Vergütung anbieten. Zum fixen Grundgehalt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten Siltronic-Mitarbeiter in Deutschland eine variable Vergütung, wenn das Unternehmen definierte finanzielle Ziele erreicht. Diese freiwillige Leistung kommt tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern zugute. Auch im Ausland gibt es variable Vergütungsbestandteile.
Uns ist es wichtig, Zeitarbeitnehmer fair zu behandeln. Wir zahlen mindestens den Lohn gemäß Tarifvertrag über Branchenzuschläge für Arbeitnehmerüberlassungen in der Chemischen Industrie (TV BZ Chemie). Hinzu kommen Arbeitsplatz-, Schicht- und weitere freiwillige Zulagen, die nach Betrieb und Standort unterschiedlich hoch sein können. Darüber hinaus erfüllt Siltronic die Anforderungen an ein gleichwertiges Arbeitsentgelt nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG).
Zur Vergütung zählen neben dem Gehalt verschiedene betriebliche Leistungen, die über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgehen. Die Gewährung ist unabhängig davon, ob ein Mitarbeiter in Vollzeit oder Teilzeit tätig ist. Als wichtigste betriebliche Leistungen sind in Deutschland insbesondere die betriebliche Altersversorgung zu nennen, Programme zur Altersteilzeit, Zuschuss zum Bus, Zuwendungen bei Jubiläen, Kantinenzuschuss oder Programme zur Gesundheitsvorsorge. In den USA wird betriebliche Altersversorgung und Krankenversicherung gewährt.
Die Fluktuation kann als Zeichen dafür gewertet werden, wie gut es uns gelingt, Mitarbeiter zu halten und attraktiv für neue Mitarbeiter zu sein. Im Berichtsjahr wurden 452 Mitarbeiter eingestellt, wovon 108 auf Deutschland entfielen und 344 auf das Ausland. Die Einstellungen entsprachen 12 Prozent der Belegschaft zum Bilanzstichtag. Ausgeschieden sind zum Bilanzstichtag 10 Prozent der Belegschaft bzw. 362 Mitarbeiter. In 77 Fällen betraf das Ausscheiden Deutschland und in 285 Fällen das Ausland. Die Fluktuation war in Deutschland und den USA gering und in Asien regionaltypisch höher.
Wie die Mitarbeiter der Siltronic AG in Standorten an Deutschland werden auch die Zeitarbeiter, die an diesen Standorten beschäftigt waren, eine erfolgsabhängige Vergütung für das Jahr 2017 erhalten.
Im Anhang zum Konzernabschluss sind Angaben zum Personalaufwand und zur Altersversorgung enthalten.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die Verantwortung gegenüber der Gesamtbelegschaft im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz spielt bei Siltronic eine große Rolle. Dies äußert sich zum einen in umfangreichen präventiven Maßnahmen. Zum anderen lässt sich der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung von Unfällen, die zu den nichtfinanziellen Indikatoren zählt, und über jeden relevanten Arbeitsunfall mit den Korrekturmaßnahmen berichten. Verletzungen mit Chemikalien wird ein besonderes Augenmerk zuteil. Für Verletzungen mit Chemikalien gilt der Zielwert 0.
Mit unserem Sicherheitsprogramm arbeiten wir kontinuierlich daran, die Sicherheit der Arbeitsumgebung zu verbessern. Dazu zählen insbesondere Sicherheitsbeauftragte, Sicherheitsrundgänge, Schulungen, Gespräche mit der Betriebsmannschaft und Notfallübungen. Dieses zielt darauf ab, unsichere Handlungen zu erkennen und zu vermeiden - ob beim Bedienen von Anlagen, im Umgang mit Chemikalien, im Betrieb, im Büro oder auf dem Arbeitsweg. Der Arbeits- und Gesundheitsschutzstandard OHSAS 18001 ist als konzernweiter Standard festgelegt. Trotz dieser Maßnahmen treten Unfälle auf.
Die folgende Tabelle enthält die Entwicklung der Kennzahlen zu Unfällen, die der Vorstand als Indikatoren festgelegt hat und über die er regelmäßig berichten lässt.
Zahl an Arbeitsunfällen pro 1 Million Arbeitsstunden
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| 2015 | 2016 | 2017 | |
|---|---|---|---|
| Arbeitsunfälle1) | 2,1 | 3,3 | 1,9 |
| Verletzungen mit Chemikalien | 1 | 2 | 1 |
1) Unfälle gehen in die Statistik ein, wenn die Ausfallzeit mindestens einen Tag beträgt. Arbeitsunfälle von Zeitarbeitern sind in der Statistik enthalten.
Die Ziele für das Jahr 2017 lagen bei den Arbeitsunfällen bei 1,8 und bei den Verletzungen aufgrund von Chemikalien bei 0. Bei den Arbeitsunfällen wurde das selbst gesteckte Ziel in lediglich unwesentlichem Maß überschritten, bei den Verletzungen mit Chemikalien ist das Ziel wegen eines Vorfalls nicht erreicht worden. Es gab keine tödlichen oder schweren Arbeitsunfälle in den letzten Jahren.
Die Anzahl der Unfälle ist im Vergleich zu 2016 zurückgegangen, ist aber immer noch nicht zufriedenstellend. Da die Unfälle im Wesentlichen verhaltensbedingt sind, haben wir Initiativen gestartet, die diese Ursache speziell adressieren. Dazu zählen unter anderem Workshops mit neuen Mitarbeitern, weil neue Mitarbeiter nach unseren internen Statistiken in den ersten Monaten einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt sind. Weiterhin führen wir Sensibilisierungskampagnen rund um das Thema Stolpern, Rutschen und Stürzen durch. Auch haben wir ein Programm zur Meldung sicherheitskritischer Situationen eingeführt, bei dem die Meldungen über das bekannte System des betrieblichen Vorschlagswesens erfasst werden. Hiernach haben sich die Meldungen zu Stolperstellen, Gefahrenschwerpunkten im Werksverkehr sowie in Produktionsbereichen deutlich erhöht.
6. Lieferkette
Die Beziehung zu unseren Lieferanten
Unser Einkaufsvolumen betrug im Jahr 2017 knapp EUR 571 Mio. Wir arbeiten weltweit mit über 3.450 Lieferanten zusammen, wobei knapp 250 Lieferanten ungefähr 90 Prozent des Einkaufsvolumens ausmachen. Das in Europa eingekaufte Volumen macht etwa 70 Prozent aus, aus Asien wird knapp ein Viertel bezogen und aus Nordamerika werden 6 Prozent beschafft. Der wichtigste Lieferant ist die ehemalige Muttergesellschaft Wacker Chemie AG, die uns mit dem Rohstoff Polysilizium versorgt und außerdem verschiedene Standortdienstleistungen im Werk Burghausen im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags erbringt. Darüber hinaus sind Stromversorger und Lieferanten von Investitionsgütern besonders wichtig. GRI 102-9
Wir wollen möglichst sicherstellen, dass Lieferanten, die für uns tätig sind, in den Bereichen Arbeitsbedingungen, ethische Standards, Sicherheitsstandards und beim Umgang mit lokalen Ressourcen verantwortlich handeln. Zu den von uns ergriffenen Maßnahmen zählt insbesondere, dass sich unsere Lieferanten im Rahmen unserer allgemeinen Beschaffungsbedingungen verpflichten, die Grundsätze der UN Global Compact- und der Responsible Care®-Initiative einzuhalten. Sollten wir im Rahmen der Zusammenarbeit dennoch Verstöße dagegen feststellen, besprechen wir die Beobachtungen mit den einschlägigen Lieferanten und fordern Verbesserungen ein.
Wir haben im Jahr 2017 ausgewählte Dienstleistungen, die unsere ehemalige Muttergesellschaft Wacker Chemie AG in Deutschland an Siltronic erbringt, übernommen und planen für die nächsten Jahre, den von Wacker bezogenen Umfang an Dienstleistungen weiter zu reduzieren. GRI 102-10
Nachhaltigkeit in Bezug auf Kunden
Technischer Fortschritt bzw. Innovation ist im Zusammenspiel von Siltronic mit vielen Kunden von sehr hoher Bedeutung, weil der technische Fortschritt in der Halbleiterindustrie schneller voranschreitet als in vielen anderen Industriezweigen. Der technische Fortschritt bei Halbleiterherstellern zeigt sich vor allem darin, dass Leiterbahnen verkleinert werden. Kleinere Leiterbahnen machen Halbleiter leistungsfähiger bei gleichzeitig sinkendem Stromverbrauch. Diese Entwicklung ist nur möglich, wenn Wafer anspruchsvollere physikalische und chemische Voraussetzungen erfüllen. Unsere Kunden geben dabei den Entwicklungstakt vor. Um den Kundenerwartungen zu entsprechen, geben wir im mehrjährigen Durchschnitt etwa 7 Prozent unseres Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus.
Wie beim Abfallmanagement ausgeführt, arbeiten wir seit Jahren daran, unsere Kunden vom Einsatz der wiederverwertbaren Versandverpackung zu überzeugen, und waren damit erfolgreich.
7. Gesellschaftliche Verantwortung bzw. Sozialbelange
§ 289c Abs. 2 Nr. 3/4/5 HGB
Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch Transparenz und Offenheit im Sinne einer Corporate Citizenship. Diese beginnt mit einem guten Verhältnis zu den Nachbarn. Für Siltronic heißt das, offen über das zu sprechen, was hinter den Werktoren geschieht, und weltweit auf Fragen der Öffentlichkeit einzugehen. Nur so entsteht das gesellschaftliche Vertrauen, das Unternehmen brauchen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Aus diesem Grund übernimmt Siltronic gesellschaftliche Verantwortung, vor allem im regionalen Umfeld seiner Standorte. Unsere Konzepte hierzu sind über die oben ausgeführten globalen Initiativen RBA (vormals EICC) und Global Compact der Vereinten Nationen hinaus:
Bekämpfung von Rechtsverstößen, insbesondere Korruption und Bestechung
Gemäß dem Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International "CPI" ist Siltronic überwiegend in Ländern geschäftlich aktiv, die ein mittleres bis geringes Korruptionsrisiko aufweisen.
Wir treten jeglicher Form von Gesetzesverstößen entschieden entgegen. Unabhängig von länderbezogenen Eintrittswahrscheinlichkeiten soll unser bereits erläutertes Compliance-System in jedem Markt, in dem wir tätig sind, Compliance-Verstöße in Form von Korruption, Betrug, Verstöße gegen Wettbewerbsregeln und andere Erscheinungsformen der Wirtschaftskriminalität vermeiden bzw. verhindern, identifizieren und sanktionieren.
Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. Weiter können unsere Mitarbeiter und Dritte anonym Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften an einen von Siltronic bestellten externen Ombudsmann melden. Jedem begründeten Verdacht geht Siltronic nach, untersucht den Vorgang und definiert Maßnahmen zur Behebung identifizierter Schwachstellen und gegebenenfalls Disziplinarmaßnahmen. Der Vorstand der Siltronic AG wird durch den Chief Compliance Officer monatlich und anlassbezogen informiert. GRI 102-17
Mitarbeiter mit Kontakt zu Geschäftspartnern sind verpflichtet, eine E-Learning-Fortbildung zu Compliance zu absolvieren. Alle Mitarbeiter in Vertrieb und Marketing müssen zudem eine Online-Schulung zum Kartellrecht durchlaufen. GRI 102-17
Menschenrechte
Unsere vier Produktionsstandorte liegen in hoch entwickelten Industrieländern, in denen im Vergleich zu weniger entwickelten Ländern ein niedriges Risiko von Menschenrechtsverletzungen besteht. Dennoch verbleibt ein Risiko. Da wir der Verletzung von Menschenrechten bei uns sowie in der vor- und nachgelagerten Lieferkette aktiv entgegentreten wollen, haben wir Maßnahmen ergriffen, um eventuelle Verstöße zu erkennen.
Über unseren Code of Conduct nehmen wir ausdrücklich Bezug auf die zehn Prinzipien der Global Compact-Initiative der Vereinten Nationen. Die ersten beiden Prinzipien des Global Compact haben die Unterstützung der Menschenrechte und den Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen zum Inhalt. Aus dem ersten Prinzip des Global Compact "Unterstützung der Menschenrechte" und dem zweiten Prinzip "Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen" sind insbesondere folgende Maßnahmen bei Siltronic implementiert:
| ― | Siltronic bezieht keine Stoffe, Güter oder Dienstleistungen von Lieferanten oder Dienstleistern, die sich nicht verpflichten, die Menschenrechte einzuhalten. Wir setzen dieses Ziel um, indem Lieferanten oder Dienstleister unsere einschlägigen Einkaufsgrundsätze akzeptieren müssen. |
| ― | Wir schulen unsere Mitarbeiter in einschlägigen Sitzungen darin, die Einhaltung international gültiger Menschenrechte zu beachten. |
| ― | Wenn uns potenziell kritische Aspekte im Bereich der Menschenrechte bekannt werden, analysieren wir diese. Sollte sich ein Sachverhalt auch nach der Analyse als kritisch herausstellen, ergreifen wir Maßnahmen. |
| ― | Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Unterstützung der Menschenrechte und zum Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen. |
Gemeinnützige Zwecke
Die Mitarbeiter in Deutschland nehmen am Cent-Spendenprogramm des Hilfsfonds der Wacker Chemie AG teil. Dabei willigt der Mitarbeiter ein, seine monatliche Gehaltszahlung auf den nächstniedrigeren Eurobetrag abzurunden. Die übrigen Centbeträge werden gespendet.
Der Hilfsfonds der Wacker Chemie AG hat die Menschen in Nepal nach den schweren Erdbeben vom Jahr 2015 unterstützt und im Jahr 2017 insbesondere beim Aufbau und Unterhalt von Schulen in Nepal geholfen.
Außerdem hat die Siltronic AG im Berichtsjahr eine Spende in Höhe von EUR 100.000 an das Deutsche Museum in München geleistet.
Beziehungen zu Verbänden und in die Politik
Gegenüber politischen Parteien und Nichtregierungsorganisationen bekennen wir uns zu verantwortungsbewusstem Verhalten. Wir vertreten unsere politischen Interessen im Einklang mit den von uns öffentlich geäußerten Positionen. Unser Umgang mit der Politik orientiert sich an Sachpositionen, wobei wir offen sind für den Dialog mit allen demokratischen Parteien. Spenden an politische Parteien bedürfen der Zustimmung des Vorstands der Siltronic AG.
Wir nehmen in keinem Verband und in keiner Organisation, in der wir Mitglied sind, eine besondere Stellung ein. Siltronic hat sich nicht an Gesetzgebungsverfahren beteiligt. GRI 415-1
Dialog auf regionalen Ebenen
An allen Standorten pflegen wir mit den Behörden einen regelmäßigen Austausch im Bereich des Umweltschutzes. Dafür ist unsere Produktionsgesellschaft in den USA mit dem "Gold Compliance Award for No Pretreatment Violations" und dem "Gold Sustainability at Work Certification Bureau of Sustainability" der Stadt Portland/Oregon ausgezeichnet worden.
Global Compact der Vereinten Nationen
Siltronic ist Teilnehmer dieses Projekts und berichtet hiermit über den Fortschritt. GRI 102-12
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| Prinzipien | Umgesetzte Maßnahmen (wesentliche Beispiele) |
|---|---|
| Menschenrechte | •Siltronic bezieht keine Stoffe, Güter oder Dienstleistungen von Lieferanten oder Dienstleistern, die sich nicht verpflichten, die Menschenrechte einzuhalten. Wir setzen dieses Ziel um, indem Lieferanten oder Dienstleister unsere einschlägigen Einkaufsgrundsätze akzeptieren müssen. |
| Prinzip 1: Unterstützung der Menschenrechte | •Wir schulen unsere Mitarbeiter in einschlägigen Sitzungen darin, die Einhaltung international gültiger Menschenrechte zu beachten. |
| Prinzip 2: Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen | •In unserem Code of Conduct bekennen wir uns ausdrücklich zu allen zehn Prinzipien des Global Compact. |
| •Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Unterstützung der Menschenrechte und zum Ausschluss von Menschenrechtsverletzungen. | |
| Arbeitsnormen | •Wir haben Maßnahmen getroffen, wonach sich ein Mitarbeiter wegen Verletzung gegen Arbeitsnormen an verschiedene Stellen wenden kann. Neben dem Vorgesetzten sind Adressaten die an jedem Standort befindlichen Compliance-Beauftragten, ein Betriebsrat, die Personalabteilung und ein externer Ombudsmann. |
| Prinzip 3: Wahrung der Vereinigungsfreiheit | •Wir werden nachgewiesenes Fehlverhalten entsprechend der Schwere ahnden. |
| Prinzip 4: Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit | •Etwa 62 Prozent der Mitarbeiter sind in Einheiten tätig, in denen es unabhängige Arbeitnehmervertretungen gibt. |
| Prinzip 5: Abschaffung von Kinderarbeit | •In unserem Code of Conduct bekennen wir uns ausdrücklich zu allen zehn Prinzipien des Global Compact. |
| Prinzip 6: Vermeidung von Diskriminierung | •Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zur Wahrung der Vereinigungsfreiheit, zur Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit, zur Abschaffung von Kinderarbeit und zur Vermeidung von Diskriminierung. |
| Umweltschutz | •Weltweite Zertifizierung unseres Umweltschutzsystems nach ISO 14001 und des Energiemanagementsystems der deutschen Standorte nach ISO 50001. |
| Prinzip 7: Vorsorgender Umweltschutz | •Implementierung bestimmter nichtfinanzieller Kennzahlen, die zum Ziel haben, den spezifischen Rohstoffeinsatz zu reduzieren, den spezifischen Energieeinsatz und Erhöhung der Nutzungsrate von Mehrwegverpackungen, mit denen Wafer verpackt werden können. |
| Prinzip 8: Initiativen für größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt | •Jährliche Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts, der einer externen Prüfung unterworfen wird (Nichtfinanzieller Bericht). |
| Prinzip 9: Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien | •In unserem Code of Conduct bekennen wir uns ausdrücklich zu allen zehn Prinzipien des Global Compact. |
| Antikorruption | •Schulungen |
| Prinzip 10: Maßnahmen gegen Korruption | •Wir verpflichten uns gegenüber unseren Kunden zum Ergreifen von Maßnahmen, die sich gegen Korruption richten. |
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 01 | 1.177,3 | 933,4 |
| Herstellungskosten | 01 | - 807,0 | - 761,5 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 370,3 | 171,9 | |
| Vertriebskosten | - 37,1 | - 33,2 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 68,3 | - 66,4 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 25,6 | - 20,6 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 01 | 59,7 | 52,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 01 | - 63,3 | - 77,2 |
| Betriebsergebnis | 235,7 | 27,0 | |
| Zinserträge | 02 | 1,9 | 1,3 |
| Zinsaufwendungen | 02 | - 1,2 | - 3,3 |
| Übriges Finanzergebnis | 02 | - 9,2 | - 9,1 |
| Finanzergebnis | - 8,5 | - 11,1 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 227,2 | 15,9 | |
| Ertragsteuern | 03 | - 35,0 | - 7,2 |
| Jahresüberschuss | 192,2 | 8,7 | |
| davon | |||
| auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 185,3 | 12,0 | |
| auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 6,9 | -3,3 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert / verwässert) | 15 | 6,18 | 0,40 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 04 | 24,0 | 26,4 |
| Sachanlagen | 05 | 513,3 | 519,8 |
| Wertpapiere | 08 | 1,3 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 07 | 1,5 | 1,9 |
| Aktive latente Steuern | 03 | 6,5 | 6,0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 546,6 | 554,1 | |
| Vorräte | 06 | 149,9 | 140,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 07 | 159,9 | 118,2 |
| Festgelder | 08 | 116,3 | 79,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 07 | 21,3 | 16,8 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 07 | 30,0 | 11,2 |
| Ertragsteuerforderungen | 07 | 2,6 | 0,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 08 | 225,8 | 136,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 705,8 | 502,7 | |
| Summe Aktiva | 1.252,4 | 1.056,8 | |
| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 120,0 | 120,0 | |
| Kapitalrücklage | 974,6 | 974,6 | |
| Gewinnrücklagen und Konzernergebnis | - 269,7 | - 455,0 | |
| Übrige Eigenkapitalposten | - 187,6 | - 207,7 | |
| Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital | 637,3 | 431,9 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital | 0,6 | - 6,6 | |
| Eigenkapital | 09 | 637,9 | 425,3 |
| Pensionsrückstellungen | 10 | 367,2 | 395,1 |
| Andere Rückstellungen | 11 | 48,8 | 36,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 11 | 0,7 | - |
| Passive latente Steuern | 03 | 2,7 | 2,5 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 13 | - | 40,4 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 0,0 | 1,2 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 42,9 | 3,9 |
| Langfristige Schulden | 462,3 | 479,9 | |
| Andere Rückstellungen | 11 | 4,6 | 7,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten | 11/12 | 5,4 | 6,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 67,1 | 81,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 1,2 | 9,8 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 73,9 | 45,8 |
| Kurzfristige Schulden | 152,2 | 151,6 | |
| Schulden | 614,5 | 631,5 | |
| Summe Passiva | 1.252,4 | 1.056,8 |
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 192,2 | 8,7 | |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen | 117,4 | 119,0 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | - 17,4 | - 4,7 | |
| Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen | 1,6 | 0,6 | |
| Zinsergebnis | - 0,7 | 2,0 | |
| Gezahlte Zinsen | - 8,5 | - 2,0 | |
| Erhaltene Zinsen | 2,0 | 1,2 | |
| Steueraufwand | 35,0 | 7,2 | |
| Steuerzahlungen | - 38,9 | - 4,9 | |
| Veränderung der Vorräte | - 13,3 | 3,1 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 52,9 | - 13,7 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | - 14,4 | - 11,5 | |
| Veränderung der latenten Steuern | - 1,0 | 0,2 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 18,7 | 17,9 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4,5 | 12,4 | |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten ohne erhaltene Anzahlungen | 29,8 | 0,6 | |
| Veränderung der erhaltenen Anzahlungen | 44,8 | - 20,5 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 298,9 | 115,6 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 129,3 | - 96,7 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,0 | 0,1 | |
| Erwerb von Festgeldern | - 274,5 | - 131,7 | |
| Einzahlung aus Festgeldern | 232,2 | 92,8 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 171,6 | - 135,5 | |
| Auszahlungen für Finanzierungsverbindlichkeiten | 13 | - 31,4 | - |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 31,4 | - | |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | - 6,5 | 1,8 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 08 | 89,4 | - 18,1 |
| Stand am Periodenanfang | 136,4 | 154,5 | |
| Stand am Periodenende | 225,8 | 136,4 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | vor Steuern | nach Steuern | vor Steuern | nach Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jahresüberschuss | 192,2 | 192,2 | 8,7 | 8,7 |
| Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird: Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 19,5 | 22,4 | - 90,5 | - 90,5 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | - 9,7 | - 9,7 | 0,1 | 0,1 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Marktwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | 0,1 | 0,1 | - | - |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) | 19,8 | 15,8 | 8,6 | 8,6 |
| davon ergebniswirksam | -3,8 | - 2,7 | 19,8 | 19,8 |
| Effekt aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | - 8,2 | - 8,2 | 1,1 | 1,1 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden | 2,0 | - 2,0 | 9,8 | 9,8 |
| Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 21,5 | 20,4 | - 80,7 | - 80,7 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 212,6 | - 72,0 | ||
| davon | ||||
| auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 205,4 | - 68,6 | ||
| auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 7,2 | -3,4 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung zum 31. Dezember 2017
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| EUR Mio. | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Unterschieds- betrag aus der Währungs- umrechnung |
Effekte aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Marktwertänderung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren | Marktwertänderung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow Hedge) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | 120,0 | 997,3 | - 0,5 | - | - | - 13,2 |
| Jahresüberschuss | - | - | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 0,2 | 1,1 | - | 8,6 |
| Gesamtergebnis | - | - | 0,2 | 1,1 | - | 8,6 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | - 22,7 | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2016 | 120,0 | 974,6 | - 0,3 | 1,1 | - | - 4,6 |
| Stand 01.01.2017 | 120,0 | 974,6 | - 0,3 | 1,1 | - 4,6 | |
| Jahresüberschuss | - | - | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - 10,0 | - 8,2 | 0,1 | 15,8 |
| Gesamtergebnis | - | - | - 10,0 | - 8,2 | 0,1 | 15,8 |
| Stand 31.12.2017 | 120,0 | 974,6 | - 10,3 | - 7,1 | 0,1 | 11,2 |
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| EUR Mio. | Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Summe | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2016 | - 113,4 | - 489,7 | 500,5 | - 3,2 | 497,3 |
| Jahresüberschuss | - | 12,0 | 12,0 | - 3,3 | 8,7 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - 90,5 | - | - 80,6 | - 0,1 | - 80,7 |
| Gesamtergebnis | - 90,5 | 12,0 | - 68,6 | - 3,4 | - 72,0 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | 22,7 | 0,0 | - | 0,0 |
| Stand 31.12.2016 | - 203,9 | - 455,0 | 431,9 | - 6,6 | 425,3 |
| Stand 01.01.2017 | - 203,9 | - 455,0 | 431,9 | - 6,6 | 425,3 |
| Jahresüberschuss | - | 185,3 | 185,3 | 6,9 | 192,2 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 22,4 | - | 20,1 | 0,3 | 20,4 |
| Gesamtergebnis | 22,4 | 185,3 | 205,4 | 7,2 | 212,6 |
| Stand 31.12.2017 | - 181,5 | - 269,7 | 637,3 | 0,6 | 637,9 |
Anhang zum Konzernabschluss
der Siltronic AG und ihrer Tochterunternehmen
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Art der Geschäftstätigkeit
Die Siltronic AG (die "Gesellschaft") ist, zusammen mit ihren Tochterunternehmen (der "Konzern"), ein Hersteller von Wafern aus hochreinem Silizium für die Halbleiterindustrie. Zu unseren Kunden zählen fast alle großen Halbleiterunternehmen auf der Welt. Silizium bildet die Basis für nahezu alle Halbleiterbauelemente und Siliziumwafer sind in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie z. B. Smartphones, Tablets, PCs, Flachbildschirmen und Sensoren zu finden. Wir betreiben jeweils eine Produktionsstätte für Wafer an den Standorten Burghausen und Freiberg in Deutschland, zwei Produktionsstätten in Singapur und eine Produktionsstätte in Portland, Oregon, USA.
Die Aktien der Gesellschaft sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und im Auswahlindex TecDAX vertreten. Bis zum 15. März 2017 hielt die Wacker Chemie AG die Mehrheit an der Gesellschaft.
Die Siltronic AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 150884 eingetragen. Ihren Sitz hat die Gesellschaft in München am Hanns-Seidel-Platz 4.
Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden, erstellt. Die zugehörigen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet. Der Konzern hat alle Standards und Interpretationen angewendet, die zum 31. Dezember 2017 in Kraft waren und wie sie von der EU übernommen wurden.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Bilanzausweis von Vermögenswerten und Schulden erfolgt nach ihrer Fristigkeit. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert bzw. erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Die Beträge im Konzernabschluss werden in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft und der Berichtswährung des Konzerns, ausgewiesen. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge in Millionen Euro (EUR Mio.) angegeben.
Der Vorstand der Siltronic AG hat den Konzernabschluss am 1. März 2018 freigegeben.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und der Öffentlichkeit unter https://www.siltronic.com/de/investoren/corporate-governance.html zugänglich gemacht worden.
Im Geschäftsjahr 2017 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Es wurden die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Standards veröffentlicht, deren Anwendung zum 1. Januar 2017 verpflichtend ist. Die Auswirkungen neuer Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards auf den Konzernabschluss werden vom Konzern laufend geprüft.
Erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften
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| Standard/Änderung/Interpretation | Zeitpunkt des Inkrafttretens | Auswirkung auf Siltronic | |
|---|---|---|---|
| IAS 7 | Kapitalflussrechnungen (Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten - Änderungen an IAS 7) | 1. Januar 2017 | Erweiterte Anhangsangaben |
| IAS 12 | Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten (Änderungen an IAS 12) | 1. Januar 2017 | unwesentlich |
| IFRS 12 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014 - 2016 - Änderungen an IFRS 12 | 1. Januar 2017 | unwesentlich |
Noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Es wurden die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Standards veröffentlicht, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die vom Konzern auch nicht vorzeitig angewendet werden. Derzeit geht der Konzern davon aus, dass sich hieraus die folgenden Auswirkungen ergeben werden:
Noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften
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| Standard/Änderung/Interpretation EU-Endorsement bereits erfolgt | Zeitpunkt des Inkrafttretens | Auswirkung auf Siltronic | |
|---|---|---|---|
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1. Januar 2018 | Siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 15 | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, inklusive Klarstellungen zu IFRS 15 | 1. Januar 2018 | Siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | 1. Januar 2019 | Siehe Erläuterung unterhalb der Tabelle |
| IFRS 4 | Änderungen an IFRS 4 (Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge) | 1. Januar 2018 | unwesentlich |
| IFRS 1 und IAS 28 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014-2016 - Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 | 1. Januar 2018 | unwesentlich |
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| Standard/Änderung/Interpretation EU-Endorsement noch nicht erfolgt | Zeitpunkt des Inkrafttretens | Auswirkung auf Siltronic | |
|---|---|---|---|
| IFRS 2 | Änderungen an IFRS 2 (Klassifizierung und Bewertung anteilsbasierter Transaktionen) | 1. Januar 2018 | unwesentlich |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | 1. Januar 2021 | Analyse noch nicht erfolgt |
| IFRS 9 | Änderungen an IFRS 9 (Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung) | 1. Januar 2019 | unwesentlich |
| IAS 28 | Änderungen an IAS 28 (Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) | noch offen | unwesentlich |
| IAS 40 | Änderungen an IAS 40 (Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien) | 1. Januar 2018 | unwesentlich |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 1. Januar 2018 | unwesentlich |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 1. Januar 2019 | unwesentlich |
| IFRS 10 und IAS 28 | Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 (Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen) | noch offen | unwesentlich |
| IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 | Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015 - 2017 - Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 | 1. Januar 2019 | unwesentlich |
Geschätzte Auswirkungen von IFRS 9 und IFRS 15
Der Konzern ist verpflichtet, IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 1 5 Erlöse aus Verträgen mit Kunden zum 1. Januar 2018 anzuwenden. Der Konzern hat die geschätzten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 auf den Konzernabschluss beurteilt. Die geschätzten Auswirkungen, basierend auf dem derzeitigen Stand der Beurteilungen, sind nachfolgend zusammengefasst.
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| EUR Mio. | wie berichtet zum 31.12.2017 | Geschätzte Anpassung durch die Änderung von IFRS 9 | Geschätzte Anpassung durch die Änderung von IFRS 15 | Geschätzte angepasste Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Januar 2018 |
|---|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen/Konzernergebnis | 269,7 | - 0,1 | 2,7 | 272,3 |
Die gesamte geschätzte Anpassung (nach Steuern) des Eigenkapitals in der Eröffnungsbilanz des Konzerns zum 1. Januar 2018 beträgt EUR 2,6 Mio. Die einzelnen Bestandteile werden im Folgenden beschrieben.
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.
Der Konzern ist verpflichtet, IFRS 9 Finanzinstrumente zum 1. Januar 2018 anzuwenden.
Der Konzern beabsichtigt, für den Übergang die modifizierte retrospektive Methode anzuwenden. Siltronic wird von dem Wahlrecht Gebrauch machen, weiterhin die Vorschriften des IAS 39 für Sicherungsbeziehungen anzuwenden.
IFRS 9 enthält drei wichtige Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI). Die Beurteilung durch den Konzern zeigte keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Einstufung finanzieller Vermögenswerte zum 1. Januar 2018.
IFRS 9 ersetzt zudem das Modell "eingetretener Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle" (Expected Loss Model). Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Siltronic errechnet die Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle. Für die restlichen finanziellen Vermögenswerte wird das Modell der 12-Monats-Kreditausfälle verwendet, solange das Kreditrisiko seit dem letzten Abschlussstichtag nicht signifikant gestiegen ist. Es findet eine regelmäßige Überprüfung des Kreditrisikos statt.
Der Konzern erwartet aufgrund der unten beschriebenen Wertminderungsmethodik die folgenden Auswirkungen (nach Steuern) auf das Eigenkapital:
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| EUR Mio. | Geschätzte zusätzliche Wertminderung zum 1. Januar 2018 |
|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,1 |
| Vertragsvermögenswerte durch Anwendung von IFRS 15 | 0,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0,0 |
| Zahlungsmittel und Festgelder | 0,0 |
Forderungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Siltronic hat die Risikoeinstufung seiner Kunden, soweit verfügbar, mithilfe von externen Ratings vorgenommen. Bei Kunden ohne externes Rating wurden interne Bewertungen vorgenommen. Die Ermittlung der internen Ratings unterliegt Ermessensentscheidungen. Den Ratings und Bewertungen wurde eine Ausfallwahrscheinlichkeit zugeordnet und so der erwartete Kreditausfall berechnet. Siehe hierzu auch den Risikobericht / Q 61.
Zahlungsmittel und Festgelder
Zahlungsmittel und Festgelder werden bei Banken hinterlegt, die zum 31. Dezember 2017 mit Ratings von AA- bis BBB+ bei der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bewertet wurden. Die geschätzte Wertberichtigung wurde auf Basis der von S&P veröffentlichten Ausfallwahrscheinlichkeiten für Banken berechnet.
Der Konzern hat keine finanziellen Schulden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestuft und beabsichtigt dies auch nicht. Die Beurteilung durch den Konzern zeigte keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Einstufung finanzieller Schulden zum 1. Januar 2018.
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden"
Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". Siltronic wird den neuen Standard erstmals für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anwenden. Hierfür gibt der Standard ein prinzipienbasiertes einheitliches, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Kategorien von Umsatztransaktionen mit Kunden anzuwenden ist. Im Kern erfolgt die Umsatzlegung bei Kontrollübergang an den Kunden. Die Analyse im Zuge der Umsetzung des IFRS 15 ergab, dass es keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Siltronic geben wird. Die Gewinnrücklagen zum 1. Januar 2018 werden sich geschätzt um EUR 2,7 Mio. (nach Steuern) erhöhen. Dieser Anstieg ergibt sich aus geänderten Vorschriften zur Umsatzlegung bei Kunden mit denen Siltronic ein Konsingationslager unterhält. Hier wird sich der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung von der Entnahme der Waren und Produkte durch den Kunden auf den Zeitpunkt der Einlieferung in das Kundenkonsignationslager verschieben. Änderungen werden sich in der Bilanz durch den separaten Ausweis von Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten sowie im Anhang durch quantitative und qualitative Angaben ergeben.
Der Konzern beabsichtigt, beim Übergang auf IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden, in seinem Konzernabschluss anzuwenden. Infolgedessen wird der Konzern die Anforderungen des IFRS 15 nicht auf jede dargestellte Vergleichsperiode anwenden.
IFRS 16 "Leasing"
Der im Januar 2016 veröffentlichte Standard IFRS 16 schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite von Operating- und Finance-Lease-Verträgen ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (Right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswerts darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse unter zwölf Monaten und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.
Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Siltronic prüft derzeit, welche quantitativen und qualitativen Auswirkungen die Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss hat, und kann deshalb deren Umfang noch nicht verlässlich abschätzen. Als Leasingnehmer wird Siltronic voraussichtlich die modifizierte retrospektive Methode anwenden mit optionalen praktischen Vereinfachungsmethoden.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag sechs Tochterunternehmen nach fünf Tochterunternehmen im Vorjahr. Der Anstieg ergab sich durch die Gründung eines Tochterunternehmens in Seoul/Korea.
Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Gesellschaft direkt oder indirekt eine Stimmenmehrheit hält oder in anderer Weise die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Geschäftstätigkeiten Nutzen zu ziehen. Bei der Beurteilung der Beherrschung berücksichtigt die Gesellschaft potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr gegeben ist.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Tochterunternehmen, die zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres zum Konsolidierungskreis gehörten. Die Prozentangaben beziehen sich auf die direkte oder indirekte Beteiligung der Siltronic AG an den jeweiligen Gesellschaften:
Beteiligungen des Konzerns
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| in % | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Europa Siltronic Holding International B.V., Krommenie / Niederlande | 100,0 | 100,0 |
| Nordamerika Siltronic Corp., Portland , Oregon/ USA | 100,0 | 100,0 |
| Asien ohne Japan und Korea Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur | 77,7 | 77,7 |
| Japan Siltronic Japan Corporation, Tokio / Japan | 100,0 | 100,0 |
| Korea Siltronic Korea Ltd., Seoul/Korea1 | 100,0 | - |
1) Die Siltronic Korea Ltd., Seoul/Korea wurde zum 25. Oktober 2017 gegründet. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte eine Vollkonsolidierung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der Siltronic.
Konsolidierungsmethoden
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der Gesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen für das Kalenderjahr.
Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie damit verbundene nicht realisierte Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.
Unternehmenserwerbe
Die Unternehmenserwerbe des Konzerns werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn die Beherrschung auf den Konzern übergeht. Die übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und den erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerten zugeordnet. Ein entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Gewinne aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert werden sofort ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
Die übertragene Gegenleistung beinhaltet nicht Beträge, die auf die Abwicklung bereits bestehender Vertragsverhältnisse entfallen. Diese Beträge werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.
Eine bedingte Gegenleistung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wird eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllt, als Eigenkapital klassifiziert, so wird diese Verpflichtung nicht neu bewertet und ihre Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Anderenfalls werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung in Folgeperioden ergebniswirksam erfasst.
Verlust der Beherrschung
Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie damit verbundene nicht beherrschende Anteile und sonstige Bestandteile des Eigenkapitals ausgebucht. Ein resultierender Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst.
Währungsumrechnung
Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist (der funktionalen Währung), erstellt und nach dem Grundsatz der funktionalen Währung unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Nach dieser Methode werden die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet.
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen betreiben ihre Geschäfte in der jeweiligen funktionalen Währung, die der Landeswährung entspricht. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Nettogewinne oder -verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen bei monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Wechselkurse zwischen den wichtigsten Währungen und dem Euro in diesem Konzernabschluss.
Wechselkurse
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 2017 | 2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar | USD | 1,20 | 1,05 | 1,13 | 1,11 |
| Japanischer Yen | JPY | 135 | 123 | 126 | 120 |
| Singapur-Dollar | SGD | 1,60 | 1,52 | 1,56 | 1,53 |
| Südkoreanischer Won | KRW | 1.282 | - | 1.282 | - |
Schätzungen und Annahmen bei der Erstellung des Konzernabschlusses
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS muss die Geschäftsleitung Annahmen treffen und Schätzungen verwenden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen und der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen beeinflussen den Buchwert der Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Geschäftsjahr. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile sowie die Cashflow-Prognosen im Zusammenhang mit Impairment-Tests (Test auf Wertminderung) und Kaufpreisallokationen.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und wirken sich auf das Ergebnis der Periode der Änderung bzw. gegebenenfalls künftiger Perioden aus.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen.
Impairment-Tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Bei Impairment-Tests muss der erzielbare Betrag der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt werden, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswerts sind die abgezinsten künftigen Cashflows der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Die Schätzung der abgezinsten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen, insbesondere bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsmengen für Wafer, der Entwicklung von Kosten und der Abzinsungssätze. Obwohl der Konzern davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern und der abgezinsten künftigen Cashflows sowie die Annahmen bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der relevanten Branchen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten sich in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen ergeben.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2017 EUR 537,3 Mio.
Leistungsorientierte Verpflichtungen
Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen Parametern und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren beinhalten den Abzinsungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen und Sterblichkeitsraten. Diese Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ergibt sich durch Abzinsung der konzernspezifischen, erwarteten künftigen Cashflows. Der Abzinsungssatz wird aus der Zinsstrukturkurve hochwertiger festverzinslicher, laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen abgeleitet. Die Anleihen lauten jeweils auf die gleiche Währung wie die zugrunde liegende Pensionsverpflichtung und weisen ein Rating von mindestens AA einer der drei großen Ratingagenturen auf. Die Grundlage bilden die Informationen zum Stichtag und eine Laufzeit, die annähernd mit der Laufzeit der Pensionsverpflichtung übereinstimmt.
Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2017 betrug EUR 367,2 Mio.
Aktive latente Steuern
Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert von der Unternehmensleitung unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren.
Die aktiven latenten Steuern beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf EUR 6,5 Mio.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wenden einheitliche Methoden für den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen an.
Der Ausweis der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss basiert auf den Grundlagen historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie Derivate und Planvermögen zur Deckung künftiger Pensionsverpflichtungen.
Andere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, soweit ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert) sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einem jährlichen Impairment-Test unterzogen. Im Jahr 2014 wurde ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert, der sich aus dem sukzessiven Mehrheitserwerb an der SSW ergab.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist, und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern entsprechen denen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte. Die Aktivierung von Entwicklungskosten ist im Konzern unwesentlich, weil sich die Entwicklungskosten auf bestehende Produkte bzw. Prozesse beziehen oder die künftigen Mittelzuflüsse zu unsicher sind.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Anschaffungskosten umfassen neben dem Kaufpreis Anschaffungsnebenkosten sowie gegebenenfalls Kosten für Rückbau und Beseitigung der Sachanlage von ihrem Standort. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Vorschriften des IAS 16 findet nicht statt. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt, und die Kosten verlässlich ermittelt werden können.
Wenn Sachanlagen endgültig stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemeinsam mit den entsprechenden kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Ein entstehender Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit bestimmten, qualifizierten Vermögenswerten angefallen sind und diesen direkt oder indirekt zugeordnet werden können, werden bis zur erstmaligen Nutzung der Vermögenswerte als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. In den dargestellten Geschäftsjahren wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.
Planmäßige Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und basieren auf folgenden Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
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| in Jahren | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3 bis 5 |
| Produktionsgebäude | 20 bis 30 |
| Sonstige Bauten | 10 bis 30 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 12 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 |
Soweit die nach den oben genannten Grundsätzen ermittelten Buchwerte von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen, die planmäßig abgeschrieben werden, höher sind als ihre erzielbaren Beträge zum Bilanzstichtag, wird die entsprechende Wertminderung als Aufwand erfasst.
Der Restwert und die Nutzungsdauer von Vermögenswerten werden regelmäßig überprüft.
Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen oder den Wegfall von Wertminderungen vorliegen. Ein Aufwand für Wertminderung wird dann in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und seinem Nutzungswert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Vermögenswerts mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten und werden über den Abschreibungszeitraum erfolgswirksam erfasst. Soweit nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen von staatlichen Stellen gewährt.
Ertragszuschüsse für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste werden als separater Vermögenswert aktiviert, sofern nach Auffassung der Gesellschaft alle wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der erforderliche Antrag gestellt wurde oder gestellt wird. Derartige Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere Nettoveräußerungswerte oder realisierbare Preise werden durch Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Verwaltungskosten sowie planmäßige Abschreibungen. Finanzierungskosten werden aufgrund der kurzfristigen Fertigungsprozesse nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der spezifischen Auslastungen ermittelt.
Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, und zur Berücksichtigung anderer Verringerungen des erzielbaren Betrags vorgenommen.
Aufgrund des Produktionsprozesses von Wafern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen.
Finanzinstrumente und Derivate
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt im Konzernabschluss berücksichtigt, zu dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel nicht saldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt über ein Aufrechnungsrecht verfügt und beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern notierte Marktwerte für Finanzinstrumente zur Verfügung stehen, werden diese verwendet. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bewertungstag bestehenden Marktkonditionen, normalerweise Zinssätze und Devisenkurse, berechnet. Dabei wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Abzinsung der künftigen Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, Festgelder, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte sind regelmäßig in Zahlungsmitteln oder einem anderen Vermögenswert zu begleichen. Darunter fallen unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Der Konzern macht keinen Gebrauch von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten richtet sich danach, ob ein Finanzinstrument zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten wird, ob das Finanzinstrument zur Veräußerung verfügbar ist oder ob es sich um vom Konzern ausgereichte Darlehen und Forderungen handelt.
Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Alle übrigen originären finanziellen Vermögenswerte, zu denen nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Eigenkapital- und Schuldinstrumente gehören, werden als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist.
Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Positive Marktwerte führen zum Ansatz einer Forderung, negative Marktwerte zum Ansatz einer Schuld.
Marktwertänderungen von Derivaten zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme in einer Fremdwährung ("Cashflow Hedge") werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäfts wird der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wird ein entsprechendes Derivat veräußert oder sind die Voraussetzungen für eine bilanzielle Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt, verbleibt dessen Wertänderung bis zum Eintreten des Grundgeschäfts im übrigen Eigenkapital.
Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um das Währungsrisiko des Konzerns zu reduzieren.
Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfinanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt.
Weitere Informationen sind der Ziffer 16 Finanzinstrumente zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte (einschließlich Steuerforderungen), mit Ausnahme von Finanzderivaten, werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt, die als Wertberichtigungen gebucht werden. Die Bildung von Wertberichtigungen auf nicht versicherte Forderungen bzw. auf den Selbstbehalt bei versicherten Forderungen erfolgt spätestens, wenn der Rechtsweg beschritten wird. Soweit auch durch Einlegung von Rechtsmitteln mit dem Forderungseingang nicht mehr gerechnet wird, erfolgen die Ausbuchung der Bruttoforderung sowie die Auflösung der gebildeten Wertberichtigung. Sofern langfristige Forderungen unverzinslich oder niedrig verzinslich sind, werden sie abgezinst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen im Allgemeinen Barmittel, Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und einer geringen Wertschwankung unterliegen.
Aktive und passive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch bestehende Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind. Änderungen der aktiven und passiven latenten Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden die darauf abzugrenzenden latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst.
Pensionsrückstellungen - leistungsorientierte Pläne
Die Nettoverpflichtung des Konzerns aus leistungsorientierten Plänen wird für jeden Plan einzeln berechnet. Hierzu wird der Betrag der künftigen Leistung, die die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben, geschätzt und auf seinen Barwert abgezinst. Vom Barwert wird der beizulegende Zeitwert des zugehörigen Planvermögens abgezogen. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet. Wenn sich aus der Berechnung ein möglicher Überschuss für den Konzern ergibt, ist der dafür ansetzbare Vermögenswert begrenzt auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form von künftigen Rückflüssen aus dem Plan oder künftigen Beitragsermäßigungen.
Neubewertungen der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen, die versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) und (gegebenenfalls) die Auswirkung der Vermögensobergrenze berücksichtigen, werden unmittelbar im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergeben sich aus der Abweichung zwischen der Einschätzung zum Periodenbeginn und dem tatsächlichen Ergebnis am Periodenende hinsichtlich der Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten, Rententrends, Gehaltsentwicklungen und Abzinsungssätze.
Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres festgelegte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung angewendet wird, wobei alle während des Geschäftsjahres aufgrund von Beitrags- und Leistungszahlungen erfolgten Änderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen berücksichtigt werden. Der Nettozinsaufwand und sonstige Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden erfolgswirksam erfasst.
Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, erfasst der Konzern den hieraus resultierenden Effekt als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Dieser wird bei Entstehung sofort erfolgswirksam erfasst. Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Verwaltungskosten, die nicht Bestandteil der Verwaltung des Planvermögens sind, werden bei Leistungserbringung ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen (Dienstzeitaufwand) wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche zugeordnet. Der Zinsanteil wird im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Pensionsrückstellungen - beitragsorientierte Pläne
Die Beitragsverpflichtungen für beitragsorientierte Pläne werden in der Periode, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wird, als Aufwand erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert aktiviert, sofern eine Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen möglich ist.
Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen
Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen werden gemäß versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Sie stellen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Die Nettoverpflichtung des Konzerns entspricht dem Betrag der künftigen Leistungen, die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden im Austausch für die erbrachte Arbeitsleistung erdient haben. Diese Leistungen werden auf den Barwert abgezinst. Neubewertungen werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind an die Erbringung von Arbeitsleistungen in der Zukunft geknüpft.
Die bilanzielle Erfassung der Rückstellungen erfolgt ratierlich über den Zeitraum des Erdienens des Anspruchs in der Beschäftigungsphase. Der sogenannte Erfüllungsrückstand, der den Gehaltsanteil darstellt, auf den der Mitarbeiter während der Beschäftigungsphase verzichtet, wird mit einem Planvermögen gegen Ausfall abgesichert. Die Altersteilzeitrückstellung stellt die Nettoverpflichtung des Konzerns dar, in der das Planvermögen gegen die Gesamtverpflichtung aufgerechnet wurde. Die Aufstockungsleistungen werden erst bei vollständiger Erbringung der notwendigen Arbeitsleistung vollständig erdient.
Sonstige Rückstellungen
Für gegenüber Dritten bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen werden Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn ein Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert auf den Beträgen, die erforderlich sind, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Bedeutende künftige Preissteigerungen werden bei der Bewertung ebenfalls berücksichtigt.
Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Stichtag abgezinsten Barwert angesetzt. Der Abzinsungssatz entspricht dem gegenwärtigen Marktzins für risikofreie Anlagen, die in ihrer Laufzeit der Restlaufzeit der zu erfüllenden Verpflichtung entsprechen. Erwartete Erstattungen, soweit sie hinlänglich sicher oder rechtlich einklagbar sind, werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr entziehen kann oder wenn er zugehörige Restrukturierungskosten erfasst, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.
Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete Nutzen geringer als die zur Vertragserfüllung unvermeidlichen Kosten ist. Rückstellungen für Umweltschutz werden gebildet, wenn künftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Umweltauflagen oder für Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen.
Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Auflösung der Rückstellung, wird die Auswirkung in denjenigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die bei der ursprünglichen Schätzung mit dem Aufwand belastet waren. Wurde die ursprüngliche Schätzung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, würde die Auflösung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (einschließlich Steuerverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.
Umsatzrealisierung
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen Gegenleistung. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern sowie Rabatte und Preisnachlässe. Umsätze aus Produktverkäufen werden erfasst, wenn die Waren geliefert wurden und die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Der Konzern tätigt keine Geschäfte, die eine Umsatzrealisierung als langfristige Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode erfordern.
Herstellungskosten
In den Herstellungskosten werden die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen ausgewiesen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Material-, Personal- und Energiekosten auch die planmäßige Abschreibung, die auf die Fertigungstätigkeiten umgelegten Gemeinkosten sowie die Abwertungen auf Vorräte.
Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten
Die Vertriebskosten enthalten die Kosten der Vertriebsorganisation und der Marktforschung sowie die anwendungstechnische Beratung bei Kunden. Provisionsaufwendungen sind ebenfalls in diesem Posten enthalten.
Zu den Forschungs- und Entwicklungskosten gehören die Kosten der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Forschungskosten im engeren Sinne werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst, d. h., sie werden nicht aktiviert. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn alle vorgeschriebenen Ansatzkriterien kumulativ erfüllt sind, d. h., die Forschungsphase eindeutig von der Entwicklungsphase getrennt werden kann und die entstehenden Kosten den einzelnen Projektphasen überschneidungsfrei zugeordnet werden können. Ferner müssen mit hinreichender Sicherheit künftige Mittelzuflüsse erfolgen.
Zu den allgemeinen Verwaltungskosten gehören die anteiligen Personal- und Sachkosten der Konzernsteuerung, des Personalbereichs, des Rechnungswesens und der Informationstechnologie, soweit sie nicht als interne Dienstleistung auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.
Zeitpunkt der Erfassung von Erträgen und Aufwendungen
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Zinserträge werden unter Anwendung des Effektivzinssatzes bewertet.
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
01 Umsatzerlöse / Herstellungskosten / Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||
| Erlöse aus der Lieferung von Produkten | 1.176,0 | 927,5 |
| Erlöse aus sonstigen Leistungen und Lizenzgebühren | 1,3 | 5,9 |
| Summe | 1.177,3 | 933,4 |
| Herstellungskosten | - 807,0 | - 761,5 |
| davon Bildung /Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte | - 4,0 | - 4,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | ||
| Erträge aus Währungssicherungsgeschäften | 57,0 | 49,1 |
| Ertragszuschüsse der öffentlichen Hand für Forschung | 0,8 | 0,6 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0,2 | 0,7 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,0 | 0,1 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 0,1 | 0,2 |
| Übrige | 1,6 | 1,8 |
| Summe | 59,7 | 52,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Aufwendungen aus Währungsgeschäften | - 60,0 | - 70,0 |
| Aufwendungen aus Wertminderungen von Sachanlagen | 0,0 | - 1,0 |
| Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen | - 1,7 | - 0,7 |
| Aufwendungen für die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen | - | - 0,1 |
| Aufwendungen für belastende Verträge | 0,0 | - 3,5 |
| Übrige | - 1,6 | - 1,9 |
| Summe | - 63,3 | - 77,2 |
Die Aufwendungen für belastende Verträge resultierten im Vorjahr aus Mietverträgen.
Abschreibungen, Personalaufwand und Materialaufwand
Der Aufwand für Abschreibungen betrug im Geschäftsjahr 2017 EUR 117,4 Mio. (Vorjahr: EUR 119,0 Mio.).
Der Personalaufwand betrug EUR 309,0 Mio. (Vorjahr: EUR 278,2 Mio.), wovon auf Gehälter EUR 248,2 Mio. entfielen (Vorjahr: EUR 221,9 Mio.), auf soziale Sicherheit EUR 23,2 Mio. (Vorjahr: EUR 22,6 Mio.) und auf Altersversorgung EUR 37,6 Mio. (Vorjahr: EUR 33,7 Mio). Der Materialaufwand belief sich auf EUR 344,5 Mio. (Vorjahr: EUR 334,9 Mio.).
02 Zinserträge und -aufwendungen / Übriges Finanzergebnis
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis Zinserträge | 1,9 | 1,3 |
| davon aus Festgeldern | 1,9 | 0,7 |
| Zinsaufwendungen | - 1,2 | - 3,3 |
| Summe | 0,7 | - 2,0 |
| Übriges Finanzergebnis | ||
| Zinseffekt aus verzinslichen Rückstellungen | - 8,4 | - 8,9 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | - 0,8 | - 0,2 |
| Summe | - 9,2 | - 9,1 |
Übriges Finanzergebnis
Der Zinseffekt aus Rückstellungen betrifft vor allem die Pensionen und dabei die Nettozinsaufwendungen für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen.
Der Rückgang der Zinsaufwendungen resultiert vor allem aus gesunkenen Aufwendungen für Währungsswaps. Diese betrugen im Vorjahr EUR 2,0 Mio. Im Geschäftsjahr sind diese nicht mehr unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen, sondern in den sonstigen finanziellen Aufwendungen und betragen EUR 0,8 Mio.
03 Ertragsteuern
Der Berechnung der Ertragsteuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
In Deutschland wird neben der Körperschaftsteuer auch ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer erhoben. Außerdem ist eine je nach Gemeinde des ansässigen Unternehmens variierende Gewerbeertragsteuer zu zahlen.
Steuersätze in Deutschland
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| in % | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnittssatz für die Gewerbesteuer | 12,5 | 12,2 |
| Körperschaftsteuersatz | 15,0 | 15,0 |
| Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer | 5,5 | 5,5 |
| Ertragsteuersatz der Siltronic AG in Deutschland | 28,3 | 28,0 |
Der durch die ausländischen Tochterunternehmen erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Sätzen versteuert. Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 0 Prozent und 38 Prozent.
Steuerabgrenzungen auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochterunternehmen wurden nur vorgenommen, sofern eine Ausschüttung geplant ist. An ausschüttungsfähigen Beträgen sind EUR 164,4 Mio. (Vorjahr: EUR 170,3 Mio.) vorhanden.
Der ausgewiesene Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2017 betrug EUR 35,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.). Bei Anwendung des erwarteten deutschen Steuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe sich ein Steueraufwand in Höhe von EUR 63,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.). Die Differenz zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von EUR 28,6 Mio. (Vorjahr: EUR - 2,7 Mio.) ist hauptsächlich auf die Wertminderung latenter Steuervorteile bei der Siltronic AG, der Siltronic Japan Corporation und der Siltronic Corp. sowie steuersatzbedingte Abweichungen zurückzuführen.
In den Ertragsteuern sind laufende Steuererträge aus Vorjahren in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.) enthalten.
Steueraufwand
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern Inland | - 11,1 | 0,0 |
| Laufende Steuern Ausland | - 25,7 | - 6,9 |
| Laufende Steuern | - 36,8 | - 6,9 |
| Latente Steuern Inland | 0,8 | 0,0 |
| Latente Steuern Ausland | 1,0 | - 0,3 |
| Latente Steuern | 1,8 | - 0,3 |
| Ertragsteuern gesamt | - 35,0 | - 7,2 |
| Ableitung des effektiven Steuersatzes | ||
| Ergebnis vor Steuern | 227,2 | 15,9 |
| Erwarteter Ertragsteuersatz der Siltronic AG in % | 28,0 | 28,0 |
| Erwarteter Steueraufwand (-) oder -ertrag (+) | - 63,6 | - 4,5 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 13,3 | 0,7 |
| Effekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | - 0,8 | - 1,2 |
| Effekt aus steuerfreien Erträgen | 3,5 | 0,8 |
| Periodenfremde Steuern (laufendes Ergebnis) | 0,7 | 2,5 |
| Effekt der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern | 16,0 | - 6,0 |
| Sonstige Abweichungen | - 4,1 | 0,5 |
| Ertragsteuern gesamt | - 35,0 | - 7,2 |
| Effektiver Steuersatz in % | 15,4 | 45,3 |
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der latenten Steuern zu den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
Zuordnung der latenten Steuern
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 3,0 | 2,3 | 4,6 | 2,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2,4 | 5,5 | 1,4 | 2,5 |
| Pensionsrückstellungen | 4,7 | - | 0,0 | - |
| Sonstige Rückstellungen | 0,4 | 0,3 | 0,4 | - |
| Verbindlichkeiten | 1,1 | - | 2,5 | 0,4 |
| Verlustvorträge | 0,3 | - | - | - |
| Summe | 11,9 | 8,1 | 8,9 | 5,4 |
| Saldierungen | - 5,4 | - 5,4 | - 2,9 | - 2,9 |
| Latente Steuern in der Bilanz | 6,5 | 2,7 | 6,0 | 2,5 |
Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet nur dann statt, wenn künftige Vorteile und Verpflichtungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern wurden in Höhe von EUR 1,8 Mio. (Vorjahr: EUR - 0,1 Mio.) erfolgswirksam erfasst.
Es bestehen nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von EUR 126,7 Mio. (Vorjahr: EUR 168,7 Mio.). Davon verfallen die Verlustvorträge in den kommenden Jahren wie folgt:
Verfallbare steuerliche Verlustvorträge
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Nach 1 Jahr | 12,1 | - |
| Nach 2 Jahren | - | 13,3 |
| Nach 3 Jahren | 0,2 | - |
| Nach 4 Jahren | 36,0 | 0,2 |
| Nach 5 Jahren oder später | 60,4 | 66,8 |
| Summe | 108,7 | 80,3 |
Für voraussichtlich nicht realisierbare Verlustvorträge werden aufgrund der Verlusthistorie der jeweiligen Gesellschaft keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Wären latente Steuern auf Verlustvorträge angesetzt worden, hätte sich jedoch ein Betrag in Höhe von EUR 38,4 Mio. (Vorjahr: EUR 49,5 Mio.) errechnet.
Zum 31. Dezember 2017 wurden keine aktiven latenten Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von EUR 355,6 Mio. angesetzt (Vorjahr: EUR 428,0 Mio.).
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
04 Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
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| 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 20,5 | 11,0 | 45,4 | 76,9 |
| Zugänge | - | - | 0,9 | 0,9 |
| Abgänge | - | - | - 0,9 | - 0,9 |
| Umbuchungen | - | - | 0,6 | 0,6 |
| Währungsveränderungen | - | - 0,5 | - 1,5 | - 2,0 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 10,5 | 44,5 | 75,5 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 6,4 | 44,1 | 50,5 |
| Zugänge | - | 2,2 | 1,4 | 3,6 |
| Abgänge | - | - | - 0,8 | - 0,8 |
| Währungsveränderungen | - | - 0,4 | - 1,4 | - 1,8 |
| Stand 31.12. | - | 8,2 | 43,3 | 51,5 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 2,3 | 1,2 | 24,0 |
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| 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten Stand 01.01. | 20,5 | 10,9 | 44,7 | 76,1 |
| Zugänge | - | - | 0,2 | 0,2 |
| Abgänge | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Umbuchungen | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | - | 0,1 | 0,5 | 0,6 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 11,0 | 45,4 | 76,9 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 4,2 | 42,2 | 46,4 |
| Zugänge | - | 2,2 | 1,4 | 3,6 |
| Abgänge | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | - | 0,0 | 0,5 | 0,5 |
| Stand 31.12. | - | 6,4 | 44,1 | 50,5 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 4,6 | 1,3 | 26,4 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert und die erworbene Kundenbeziehung ergaben sich aus der Konsolidierung der SSW im Jahr 2014.
Die Kundenbeziehung wird linear über die von der Geschäftsleitung geschätzte Dauer der Beziehung abgeschrieben. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich gewerbliche Schutzrechte und ähnliche von Dritten erworbene Rechte, wie Softwarelizenzen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.
Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte sind in den Herstellungskosten ausgewiesen.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit ist der Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "300 mm" des Konzerns zugeordnet. Der erzielbare Betrag dieser ZGE basierte auf ihrem Nutzungswert, der durch Abzinsung der künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung der ZGE ermittelt wurde. Die wesentlichen Annahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags sind eine langfristige EBITDA-Marge entsprechend der relevanten Mittelfristplanung, eine Restnutzungsdauer des die ZGE dominierenden Vermögenswerts (für die Waferproduktion angepasste Gebäudeteile) und ein Abzinsungssatz von 10,8 Prozent vor Steuern. Die Bestimmung der langfristigen EBITDA-Marge und der Nutzungsdauer des dominierenden Vermögenswerts, welcher 22 Jahre umfasst, spiegelt Erfahrungen aus der Vergangenheit ähnlicher ZGE wider. Der Abzinsungssatz wurde aus einer Kenngröße nach Steuern anhand des historischen Branchendurchschnitts der gewichteten Kapitalkosten ermittelt. Externe Informationsquellen zur EBITDA-Marge der ZGE liegen nur in Bezug auf manche Komponenten des EBITDA vor.
In der relevanten Mittelfristplanung wird von steigenden Umsätzen und steigenden EBITDA-Margen ausgegangen. Für die darauffolgenden Jahre bis zum Ende des Betrachtungszeitraums wird angenommen, dass das durchschnittliche EBITDA der relevanten Mittelfristplanung erzielt wird und dieses konstant bleibt. Damit die ZGE das auf die relevanten Mittelfristplanung folgende EBITDA erreicht, muss im Zeitraum der relevanten Mittelfristplanung ein EBITDA-Wachstum von jährlich durchschnittlich 7,5 Prozent erzielt werden. Es wurde keine Wachstumsrate angewendet. Der erzielbare Betrag übersteigt den Buchwert um mehr als EUR 1 Mrd.
Zusätzlich führt Siltronic Sensitivitätsanalysen durch, in denen für EBITDA-Wachstum und Abzinsungssatz abweichende Annahmen getroffen werden, die Siltronic als nicht wahrscheinlich, aber möglich einstuft.
Es besteht die Möglichkeit, dass die EBITDA-Marge aufgrund einer Überkapazität in der weltweiten Waferindustrie und signifikanter Währungsschwankung niedriger ausfallen wird. Eine um 25 Prozent geringere EBITDA-Marge als erwartet hätte eine Wertminderung zur Folge.
Möglicherweise ist der durchschnittliche Abzinsungssatz höher als erwartet. Ein um 26 Prozentpunkte höherer Abzinsungssatz hätte eine Wertminderung zur Folge.
05 Entwicklung der Sachanlagen
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| 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 746,1 | 2.439,2 | 131,5 | 43,7 | 3.360,5 |
| Zugänge | 1,6 | 42,8 | 2,8 | 75,2 | 122,4 |
| Abgänge | - | - 10,4 | - 3,0 | 0,0 | - 13,4 |
| Umbuchungen | 4,0 | 35,4 | 0,8 | - 40,8 | - 0,6 |
| Währungsveränderungen | - 39,4 | - 76,4 | - 1,6 | - 0,4 | - 117,8 |
| Stand 31.12. | 712,3 | 2.430,6 | 130,5 | 77,7 | 3.351,1 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 525,6 | 2.191,8 | 123,0 | 0,3 | 2.840,7 |
| Zugänge | 13,1 | 97,0 | 3,7 | - | 113,8 |
| Wertminderung | 0,0 | - | - | - | 0,0 |
| Abgänge | - | - 9,0 | - 2,8 | - | - 11,8 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | - | - | 0,0 |
| Währungsveränderungen | - 32,3 | - 71,1 | - 1,5 | 0,0 | - 104,9 |
| Stand 31.12. | 506,4 | 2.208,7 | 122,4 | 0,3 | 2.837,8 |
| Buchwert 31.12. | 205,9 | 221,9 | 8,1 | 77,4 | 513,3 |
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| 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 712,9 | 2.351,9 | 130,1 | 60,3 | 3.255,2 |
| Zugänge | 11,6 | 45,2 | 2,8 | 29,0 | 88,6 |
| Abgänge | 0,0 | - 19,7 | - 3,6 | 0,0 | - 23,3 |
| Umbuchungen | 4,6 | 39,6 | 1,7 | - 45,9 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 17,0 | 22,2 | 0,5 | 0,3 | 40,0 |
| Stand 31.12. | 746,1 | 2.439,2 | 131,5 | 43,7 | 3.360,5 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 498,0 | 2.093,0 | 121,0 | 0,3 | 2.712,3 |
| Zugänge | 12,6 | 96,8 | 5,0 | - | 114,4 |
| Wertminderung | 0,1 | 0,9 | 0,0 | - | 1,0 |
| Abgänge | 0,0 | - 18,9 | - 3,6 | - | - 22,5 |
| Umbuchungen | - | - 0,1 | 0,1 | - | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 14,9 | 20,0 | 0,5 | - | 35,5 |
| Stand 31.12. | 525,6 | 2.191,8 | 123,0 | 0,3 | 2.840,7 |
| Buchwert 31.12. | 220,5 | 247,4 | 8,5 | 43,4 | 519,8 |
06 Vorräte
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 63,0 | 62,6 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 86,9 | 78,3 |
| Summe | 149,9 | 140,9 |
| davon Bilanzierung zum Nettoveräußerungswert | 0,0 | 1,4 |
Die unfertigen Erzeugnisse betrugen zum 31. Dezember 2017 EUR 51,5 Mio. (Vorjahr: EUR 51,6 Mio.).
07 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 159,9 | - | 159,9 | 118,2 | - | 118,2 |
| Derivative Finanzinstrumente | 20,0 | 1,5 | 18,5 | 5,0 | 1,9 | 3,1 |
| Sonderzahlung an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG | - | - | - | 11,1 | - | 11,1 |
| Übrige | 2,8 | - | 2,8 | 2,6 | - | 2,6 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22,8 | 1,5 | 21,3 | 18,7 | 1,9 | 16,8 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 2,4 | - | 2,4 | 1,2 | - | 1,2 |
| Sonstige Steuerforderungen | 15,6 | - | 15,6 | 6,0 | - | 6,0 |
| Vorauszahlungen an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG | 8,0 | - | 8,0 | - | - | - |
| Übrige | 4,0 | - | 4,0 | 4,0 | - | 4,0 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 30,0 | - | 30,0 | 11,2 | - | 11,2 |
| Sonstige finanzielle oder nichtfinanzielle Vermögenswerte | 52,8 | 1,5 | 51,3 | 29,9 | 1,9 | 28,0 |
| davon fällig> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 2,6 | - | 2,6 | 0,2 | - | 0,2 |
| davon fällig> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, die den Marktwerten entsprechen. Ausfallrisiken sind - soweit nicht durch Versicherungen oder erhaltene Anzahlungen abgedeckt - durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Entwicklung der Überfälligkeiten der Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Überfälligkeiten der Forderungen
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| 31.12.2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Buchwert | wertgemindert noch überfällig | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig >45 Tage | überfällig und wertgemindert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 159,9 | 138,6 | 20,8 | 0,1 | 0,2 | 0,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22,8 | 22,8 | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 30,0 | 30,0 | - | - | - | - |
| Summe | 212,7 | 191,4 | 20,8 | 0,1 | 0,2 | 0,2 |
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| 31.12.2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | Davon | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Buchwert | wertgemindert noch überfällig | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig >45 Tage | überfällig und wertgemindert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,2 | 107,1 | 10,8 | 0,3 | - 0,3 | 0,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 18,7 | 18,7 | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 11,2 | 11,2 | - | - | - | - |
| Summe | 148,1 | 137,0 | 10,8 | 0,3 | - 0,3 | 0,3 |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den Berichtsperioden (es wurden keine Wertberichtigungen auf andere Vermögenswerte vorgenommen):
Wertberichtigungen
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 0,3 | 1,6 |
| Inanspruchnahme | - | - 1,1 |
| Zugänge | - | - |
| Auflösungen | - 0,1 | - 0,2 |
| Stand 31.12. | 0,2 | 0,3 |
Das maximale Ausfallrisiko besteht in der Höhe des Buchwerts der nicht durch Kreditausfallversicherungen gedeckten Forderungen. Die Wertberichtigungen des Konzerns für Ausfallrisiken basieren auf Erfahrungswerten und den zum Ende der Berichtsperiode herrschenden Bedingungen.
08 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Festgelder und Wertpapiere
Die Bankguthaben, Kassenbestände und Festgelder sind zum Nennbetrag bewertet. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente geht aus der Kapitalflussrechnung hervor.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit von höchstens drei Monaten.
Die Wertpapiere sind als zur Veräußerung gehalten eingestuft und haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.
09 Eigenkapital
Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalentwicklung gezeigt.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Siltronic AG beträgt EUR 120 Mio. und ist eingeteilt in 30 Mio. nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt EUR 974,6 Mio. und setzt sich zusammen aus einem Aufschlag bei der Ausgabe von Aktien, Sacheinlagen und Transaktionen mit Gesellschaftern.
Gewinnrücklage und Konzernergebnis
Die Position umfasst die kumulierten früheren Jahresergebnisse des Konzerns abzüglich Dividendenausschüttungen.
Kapitalmanagement
Das Kapitalmanagement des Siltronic-Konzerns verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und angemessene Renditen für die Anteilseigner zu erwirtschaften. Als Instrumente der Kapitalsteuerung dienen unter anderem Dividendenzahlungen. Die Siltronic AG beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Die Satzung beinhaltet keine Kapitalerfordernisse. Besondere Kapitalbegriffe werden nicht verwendet.
Es besteht ein Bedingtes Kapital und ein Genehmigtes Kapital: Das Grundkapital der Gesellschaft kann durch Ausgabe von bis zu 12.500.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht werden, wodurch das Grundkapital um bis zu EUR 50 Mio. steigen darf (Bedingtes Kapital). Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 60 Mio. zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
10 Pensionsrückstellungen
Für die Mitarbeiter des Konzerns bestehen je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren.
Bei der betrieblichen Altersversorgung wird zwischen beitrags- und leistungsorientierten Plänen unterschieden. Aus beitragsorientierten Plänen resultieren über die Entrichtung von Beiträgen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen für das Unternehmen. Im Konzern existieren sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pläne, die teilweise über die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG (Pensionskasse) oder Fonds finanziert sind. Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus leistungsorientierten Plänen in Form von Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Im Wesentlichen garantieren die unterschiedlichen Pensionspläne den Mitarbeitern lebenslange Renten auf Basis des während der Beschäftigung bei Siltronic durchschnittlich bezogenen Gehalts (Karrieredurchschnittsplan) oder Kapitalzahlungen.
Im Konzern bestehen folgende Altersversorgungspläne:
Versorgungspläne über die Pensionskasse
Für Mitarbeiter in Deutschland wird eine Grundversorgung über die rechtlich selbstständige Pensionskasse gewährt. Diese wird aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen finanziert. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.
Die Pensionskasse ist ein kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Sinne des § 210 des Versicherungsaufsichtsgesetzes und ist reguliert nach § 230 Abs. 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Sie unterliegt damit den Regelungen für deutsche Versicherer und wird von der BaFin beaufsichtigt. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.
Für Mitarbeiter, die der Pensionskasse bis 2004 beigetreten sind, gilt in der Grundversorgung eine feste Leistungszusage, die bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu berücksichtigen ist. Die Rentenhöhe ist dabei unabhängig vom Alter der Beitragszahlung und auch unabhängig von der erzielten Vermögensverzinsung. Für Mitarbeiter, die nach 2004 in die Gesellschaft eingetreten sind, gelten neue Tarife für die Grundversorgung. Den Leistungen liegen dort Garantiezinssätze zugrunde und die Leistungshöhe hängt vom Alter bei Beitragszahlung ab. Jährliche Überschussbeteiligungen können die künftige Leistung erhöhen. Zusätzlich können Mitarbeiter in Deutschland Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung PK+ an die Pensionskasse leisten. Vor allem werden die Beiträge aus der tarifvertraglich geregelten Altersversorgung aufgrund der Tarifverträge über Einmalzahlungen und Altersvorsorge und über die Lebensarbeitszeit und Demografie in die freiwillige Höherversicherung eingezahlt.
Direktzusagen
Neben den Zusagen der Pensionskasse erhalten Mitarbeiter in Deutschland direkte Leistungszusagen in Form einer Zusatzversorgung. Mit der Zusatzversorgung werden Gehaltsanteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze abgesichert. Bis 2004 eingetretene Mitarbeiter erhalten Rentenleistungen. Die Höhe der Rente hängt vom durchschnittlich während der Beschäftigung bei der Gesellschaft bezogenen Gehalt ab (Karrieredurchschnittsplan). Für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter wird jährlich ein Prozentsatz des Gehalts oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bereitgestellt. Das sich hieraus ergebende Kapital wird verzinst. Die Leistungen können als lebenslange Rente oder, für Zusagen ab 2005, alternativ als Einmalzahlung abgerufen werden. Leistungsberechtigt sind die Mitarbeiter und ihre Hinterbliebenen. Die Ansprüche der Mitarbeiter gehen in die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ein. Dies gilt sowohl für bis 2004 eingetretene Mitarbeiter als auch für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter.
"Deferred Compensation"-Plan
Außertariflich bezahlte Mitarbeiter in Deutschland können in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan (Deferred Compensation) Teile ihres Gehalts einzahlen. Dieser Plan gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, Teile ihrer künftigen Entgeltansprüche in ein wertgleiches Versorgungskapital umzuwandeln. Das Versorgungskapital wird in Abhängigkeit vom Abschluss der Teilnahmevereinbarung am Leistungsplan (Zusage) mit 7 Prozent (1996 - 2001), 6 Prozent (2002 - 2010) oder 5 Prozent (2011 - 2013) verzinst. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 7 Prozent oder 6 Prozent kann der Mitarbeiter zwischen einer Auszahlung in Rentenform oder als Kapital wählen. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 5 Prozent erfolgt die Auszahlung ausschließlich in Kapitalform. Ab 2015 können leitende Angestellte Teile ihres Gehalts zu einem variablen Zinssatz in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan einzahlen. Der variable Zinssatz ist abhängig von der fünfjährigen Umlaufrendite inländischer Inhaberschuldverschreibungen und beträgt mindestens 2,5 Prozent und höchstens 5 Prozent. Die Auszahlung erfolgt ausschließlich in Kapitalform. Zusagen, die bis zum 31. Dezember 2000 erteilt wurden, werden mit dem m / n-tel Barwert (gemäß Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Zusagen, die ab dem 1. Januar 2001 erteilt wurden, werden mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaft bzw. mit dem erworbenen Kapital bewertet.
Die Versorgungsansprüche in Deutschland sind durch den Pensionssicherungsverein a. G. gegen Insolvenz geschützt. Die Insolvenzsicherung ist nach oben begrenzt. Gesetzliche Mindestfinanzierungspflichten bestehen nicht.
USA
Für die Mitarbeiter ausländischer Tochtergesellschaften bestehen unterschiedliche Pensionszusagen nach den rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Außer den in den USA begebenen Pensionszusagen sind diese Pensionspläne für den Konzern nicht wesentlich.
In den USA bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen für Mitarbeiter der Siltronic Corporation, Portland, wobei die leistungsorientierten Pläne ab dem 31. Dezember 2003 für Neuzusagen geschlossen wurden. Die leistungsorientierten Zusagen werden nur für die Altbestände fortgeführt. Die Versorgungsleistung besteht in einer monatlichen Rentenzahlung ab dem 65. Lebensjahr, die sich auf Basis des zuletzt gezahlten Durchschnittsgehalts ermittelt. Spezielle Regelungen gibt es bei frühzeitiger Verrentung ab dem 55. Lebensjahr abhängig von der Betriebszugehörigkeit. Aufgrund des ähnlichen Charakters werden auch Verpflichtungen für die medizinische Versorgung von Mitarbeitern nach deren Eintritt in den Ruhestand sowie für Austrittsentschädigungen unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Für neue Mitarbeiter in den USA nach 2003 existieren nur noch beitragsorientierte Pensionspläne.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen übergeleitet werden:
Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Inland | Ausland | Summe | Inland | Ausland | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der zumindest teilweise fondsfinanzierten leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen | 614,8 | 127,0 | 741,8 | 603,3 | 130,2 | 733,5 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 447,8 | 90,3 | 538,1 | 412,1 | 88,4 | 500,5 |
| Finanzierungsstatus | 167,0 | 36,7 | 203,7 | 191,2 | 41,8 | 233,0 |
| Barwert der ungedeckten leistungsorientierten Verpflichtungen | 156,5 | 7,0 | 163,5 | 154,6 | 7,5 | 162,1 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 323,5 | 43,7 | 367,2 | 345,8 | 49,3 | 395,1 |
Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| 2017 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschafts- barwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Differenz |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 895,6 | 500,5 | 395,1 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 20,3 | - | 20,3 |
| Zinsaufwand / Zinsertrag | 19,3 | 11,2 | 8,1 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten | - | - 0,6 | 0,6 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | - | - |
| Effekte aus Abgeltungen | - | 0,0 | - |
| Neubewertungen | |||
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge | - | 17,9 | - 17,9 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen | 1,5 | - | 1,5 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | - 15,8 | - | - 15,8 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 12,7 | - | 12,7 |
| Effekte aus Währungsdifferenzen | - 16,9 | - 10,6 | - 6,3 |
| Beiträge | |||
| Arbeitgeber | - | 28,5 | - 28,5 |
| Begünstigte des Pensionsplans | 4,3 | 4,3 | - |
| Rentenzahlungen | - 16,1 | - 13,1 | - 3,0 |
| Übertragungen | 0,4 | - | 0,4 |
| Stand 31.12. | 905,3 | 538,1 | 367,2 |
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| 2016 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschafts- barwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Differenz |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 749,1 | 449,7 | 299,4 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 16,9 | - | 16,9 |
| Zinsaufwand / Zinsertrag | 22,1 | 13,6 | 8,5 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten | - | - 0,8 | 0,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,4 | - | 0,4 |
| Effekte aus Abgeltungen1) | - 12,7 | - 11,8 | - 0,9 |
| Neubewertungen | |||
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge | - | 38,8 | - 38,8 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen | - | - | - |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | 114,3 | - | 114,3 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 15,0 | - | 15,0 |
| Effekte aus Währungsdifferenzen | 5,9 | 3,3 | 2,6 |
| Beiträge | |||
| Arbeitgeber | - | 17,9 | - 17,9 |
| Begünstigte des Pensionsplans | 2,5 | 2,5 | - |
| Rentenzahlungen | - 15,8 | - 12,7 | - 3,1 |
| Übertragungen | - 2,1 | - | - 2,1 |
| Stand 31.12. | 895,6 | 500,5 | 395,1 |
1) Betrifft den Verkauf eines Teils der Pensionsverpflichtungen für bereits pensionierte Mitarbeiter durch die Siltronic Corp., Portland, Oregon, USA, an einen fremden Dritten.
Annahmen
Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung von unternehmensspezifischen und landesspezifischen, biometrischen Rechnungsgrundlagen und Parametern ermittelt. Den Berechnungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die folgende Parameter berücksichtigt haben:
Versicherungsmathematische Annahmen
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| 2017 | 2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | Deutschland | USA | Deutschland | USA |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 2,10 | 3,45 | 1,94 | 3,92 |
| Gehaltstrend | 2,50 | 3,00 | 2,50 | 3,00 |
| Rententrend | ||||
| Grund- und Zusatzversorgung1) | 1,8/1,0 | - | 1,8/1,0 | - |
| Deferred Compensation1) | 2,5/1,0 | - | 2,5/1,0 | - |
1) Variiert nach Eintrittsdatum der Mitarbeiter in das Unternehmen bzw. nach Abschlussdatum der verschiedenen Tarifgenerationen.
Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten "Richttafeln 1998" mit Modifikationen zugrunde gelegt. Dabei werden für den Bestand der Pensionskasse (Grundversorgung) von der Aufsichtsbehörde genehmigte Sterbetafeln (Reduzierung der Sterblichkeiten bei Männern auf 75 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Richttafelwerte) verwendet. Für den Bestand der übrigen Zusagen wurden die Sterblichkeiten bei Männern auf 60 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Heubeck-Werte reduziert und damit insbesondere der anerkannte Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Höhe der Rente ("Einfluss des sozioökonomischen Status") berücksichtigt. In den USA wird die Sterblichkeitstafel "Sex distinct RP-2014 mortality tables" (Scale SoA MP-2014) für Rentner und Anwärter, nach Geschlecht unterschieden, angewendet. Dabei wurde die Sterblichkeitstafel RP-2014 auf das Jahr 2007 zurückgerechnet und eine modifizierte Variante der Tafel MP-2014 für die künftigen Perioden zugrunde gelegt.
Die bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung berücksichtigten Diskontierungssätze und Gehaltssteigerungen wurden in Abhängigkeit von den entsprechenden ökonomischen Rahmenbedingungen nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet. Der Rechnungszins beruht auf einer Zinsstrukturkurve, die aus Renditen hochrangiger festverzinslicher und laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen des jeweiligen Landes abgeleitet wurde. Er berücksichtigt die Siltronic-spezifischen, erwarteten künftigen Zahlungsströme der Verpflichtungen.
Sensitivitätsanalyse
Bei der folgenden Sensitivitätsanalyse wird jeweils nur eine Annahme verändert, d. h., die übrigen Annahmen bleiben gegenüber der ursprünglichen Bewertung unverändert, sodass die Sensitivität jeder Annahme isoliert betrachtet werden kann. Daraus folgt, dass mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen nicht berücksichtigt werden.
Die folgende Übersicht zeigt, inwieweit sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen durch Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen ändern würde:
Sensitivitätsanalyse
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag | 905 | 896 | ||
| Barwert der Pensionsverpflichtungen, falls der Rechnungszins 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 824 | - 9,0 | 813 | - 9,3 |
| der Rechnungszins 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 998 | 10,3 | 990 | 10,5 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 913 | 0,9 | 904 | 0,9 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 898 | - 0,8 | 887 | - 1,0 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte höher wäre | 930 | 2,8 | 922 | 2,9 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte niedriger wäre | 881 | - 2,7 | 871 | - 2,8 |
| die Lebenserwartung um 1 Jahr höher wäre | 936 | 3,4 | 926 | 3,3 |
Zusammensetzung des Planvermögens
In Deutschland investiert die Pensionskasse gemäß den gesetzlichen Vorschriften und den Vorschriften ihrer Satzung das relevante Planvermögen. Die Pensionskasse investiert knapp die Hälfte des Vermögens in Aktien- und Rentenfonds. Die andere Hälfte wird vor allem in Schuldscheindarlehen, Immobilien und Private Equity angelegt. Annähernd fünf Prozent des Vermögens wird als
Liquidität vorgehalten. Die Anlagestrategie erfolgt gemäß der vom Vorstand der Pensionskasse vorgegebenen Kapitalanlagerichtlinie.
Das Planvermögen der in den USA aufgelegten Pensionspläne wird überwiegend in Aktien und Fonds gemäß den vorgegebenen Kapitalanlageregelungen angelegt. Die Zusammensetzung des Planvermögens des Konzerns zeigt folgende Tabelle:
Zusammensetzung des Planvermögens
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | - | 77,7 | 77,7 | - | 77,0 | 77,0 |
| Darlehen / Renten | 207,2 | 84,0 | 291,2 | 186,2 | 91,5 | 277,7 |
| Aktien /Aktienfonds/ Private Equity | 95,3 | 53,0 | 148,3 | 75,6 | 45,5 | 121,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 20,9 | 20,9 | - | 24,7 | 24,7 |
| Summe | 302,5 | 235,6 | 538,1 | 261,8 | 238,7 | 500,5 |
| davon selbst genutzte Immobilien | - | 0,4 | 0,4 | - | 0,5 | 0,5 |
Der Konzern nutzte zum Bilanzstichtag EUR 0,4 Mio. des Planvermögens für eigene Zwecke (31. Dezember 2016: EUR 0,5 Mio.). Hierbei handelt es sich um eine selbst genutzte Immobilie in München, in der die Hauptverwaltung der Siltronic AG untergebracht ist.
Risiken
Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken betreffen neben den üblichen versicherungsmathematischen Risiken vor allem finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Planvermögen. In Deutschland werden wesentliche Teile der leistungsorientierten Verpflichtungen in der Pensionskasse verwaltet.
Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Asset-Liability-Studie wird das aktuelle und künftige Verhältnis von Portfoliostruktur zu den Verpflichtungen analysiert und prognostiziert. Als Resultat ermittelt sich das langfristige Renditeerfordernis der Pensionskasse. Darauf aufbauend definiert die Pensionskasse ein strategisches Zielportfolio. Das Renditeerfordernis, der Firmenbeitrag der Trägerunternehmen und die strategische Asset-Allokation werden somit jährlich überprüft und miteinander in Einklang gebracht.
Grundsätzlich sind alle Kapitalanlagen Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Diese können aus Zins-, Aktienkurs- bzw. Wechselkursverschiebungen bestehen. Die Gesellschaft zielt darauf ab, durch ein sogenanntes Overlay-Management Verluste auf ein vorgegebenes Maß zu beschränken. Teilweise werden Derivate zu Absicherungszwecken eingesetzt.
Die leistungsorientierten Pläne in den USA unterliegen aufgrund der Anlage des Planvermögens in Aktien und Fonds neben den versicherungsmathematischen Risiken ebenfalls dem Marktpreisänderungsrisiko.
Je nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften sind wir dazu verpflichtet, eine Unterdeckung der Pensionspläne durch Zuführung liquider Mittel zu reduzieren.
Risiken ergeben sich insbesondere durch die Lebenserwartung der Leistungsempfänger, der Zinsgarantie sowie aus Gehalts- und Rentensteigerungen. Das Zinsgarantierisiko wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses regelmäßig beobachtet. Es stellt bei der Ermittlung des langfristigen Zinserfordernisses und dessen Erfüllbarkeit ein Schwerpunktthema der Pensionskasse dar. Risiken aus der Zinsgarantie entfallen auch auf die Pläne zur "Deferred Compensation".
Finanzierung der Pensionspläne
Im Geschäftsjahr 2017 wurden für Pläne in Deutschland EUR 11,3 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.) und für Pläne im Ausland EUR 4,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,2 Mio.) an Rentenzahlungen geleistet. Die erwarteten Beiträge des Arbeitgebers in das Planvermögen werden 2018 rund EUR 8,6 Mio. betragen. Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2017 20,6 Jahre (Vorjahr: 21,3 Jahre) in Deutschland und 17,1 Jahre (Vorjahr: 16,3 Jahre) in den USA.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vom Konzern sowie der Pensionskasse voraussichtlich zu leistenden Rentenzahlungen im Zeitraum 2018 bis 2022:
Erwartete Fälligkeiten der Pensionszahlungen
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| EUR Mio. | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| 17,6 | 20,3 | 21,9 | 23,5 | 26,4 |
Zusammensetzung des Pensionsaufwands nach Pensionsplänen
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 20,3 | 16,9 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/ Effekte aus Übertragungen/ Abgeltungen | 0,0 | - 0,5 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten aus leistungsorientierten Plänen | 0,6 | 0,8 |
| Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 8,1 | 8,5 |
| Aufwand aus beitragsorientierten Plänen | 0,9 | 1,3 |
| Übrige Pensionsaufwendungen | 0,1 | - |
| Beiträge zur gesetzlichen Altersversorgung | 15,7 | 15,2 |
| Gesamte Altersversorgung | 45,7 | 42,2 |
11 Andere Rückstellungen / Ertragsteuerrückstellungen
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Personal | 43,3 | 40,7 | 2,6 | 39,7 | 36,6 | 3,1 |
| Belastende Verträge | 8,7 | 8,0 | 0,7 | 3,5 | - | 3,5 |
| Übrige | 1,4 | 0,1 | 1,3 | 1,4 | 0,2 | 1,2 |
| Summe | 53,4 | 48,8 | 4,6 | 44,6 | 36,8 | 7,8 |
| Steuerrückstellungen | 1,2 | 0,7 | 0,5 | 6,5 | - | 6,5 |
Personalrückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten hauptsächlich Verpflichtungen zur Gewährung von Jubiläumsgeldern sowie Rückstellungen aufgrund von Altersteilzeitmodellen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle werden in sechs Jahren vollständig ausbezahlt sein. Der Abfluss erfolgt kontinuierlich. Der Konzern hält Anleihen und andere Wertpapiere, die als Planvermögen für Leistungen im Rahmen der Altersteilzeit dienen und die mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeitmodellen saldiert werden.
Rückstellungen für belastende Verträge
Die Rückstellung enthält erwartete Kosten für Verpflichtungen aus der Kündigung von langfristigen Verträgen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2017:
Entwicklung der anderen Rückstellungen
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| EUR Mio. | 01.01.2017 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 39,7 | - 16,0 | - 1,1 | 20,7 | 0,2 | - 0,2 |
| Belastende Verträge | 3,5 | - 3,3 | - 0,2 | 8,7 | - | - |
| Übrige | 1,4 | - 0,8 | 0,0 | 0,9 | - 0,1 | - |
| Summe | 44,6 | - 20,1 | - 1,3 | 30,3 | 0,1 | - 0,2 |
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| EUR Mio. | 31.12.2017 |
|---|---|
| Personal | 43,3 |
| Belastende Verträge | 8,7 |
| Übrige | 1,4 |
| Summe | 53,4 |
Ertragsteuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Der Bilanzposten umfasst die erwarteten Verpflichtungen aller in- und ausländischen Einheiten.
Die Entwicklung der Rückstellung für Ertragsteuern geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Entwicklung der Rückstellung
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| EUR Mio. | 01.01.2017 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | 31.12.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuern | 6,5 | - 6,3 | 0,0 | 1,5 | - 0,5 | 1,2 |
12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten und Ertragsteuerverbindlichkeiten
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 67,1 | 67,1 | 81,6 | 81,6 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente | 0,7 | 0,0 | 0,7 | 10,4 | 1,2 | 9,2 |
| Übrige | 0,5 | - | 0,5 | 0,6 | - | 0,6 |
| Summe | 1,2 | 0,0 | 1,2 | 11,0 | 1,2 | 9,8 |
| davon> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 2,9 | - | 2,9 | 2,9 | - | 2,9 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2,1 | - | 2,1 | 2,1 | - | 2,1 |
| Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung | 1,6 | - | 1,6 | 1,0 | - | 1,0 |
| Erfolgsbeteiligung, Bonus | 29,0 | - | 29,0 | 10,6 | - | 10,6 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 11,3 | - | 11,3 | 6,9 | - | 6,9 |
| Erhaltene Anzahlungen | 69,8 | 42,9 | 26,9 | 26,2 | 3,9 | 22,3 |
| Übrige | 0,1 | - | 0,1 | 0,0 | - | 0,0 |
| Summe | 116,8 | 42,9 | 73,9 | 49,7 | 3,9 | 45,8 |
| davon> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 4,8 | - | 4,8 | 0,1 | - | 0,1 |
Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit werden insbesondere noch abzuführende einbehaltene Beträge ausgewiesen.
Die sonstigen Personalverpflichtungen enthalten überwiegend Urlaubs- und Gleitzeitguthaben.
Der Konzern hat im Rahmen langfristiger Lieferverträge mit Kunden Anzahlungen für künftige Lieferungen von Wafern erhalten. Diese Anzahlungen reduzieren sich durch Lieferungen, wobei die Abnahme von der Höhe der Umsätze abhängt.
Die Verbindlichkeit aus derivativen Finanzinstrumenten entspricht dem negativen beizulegenden Zeitwert dieser Instrumente.
13 Finanzierungsverbindlichkeiten
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - | 40,4 | 40,4 | - |
In den langfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten war ein Gesellschafterdarlehen von nicht beherrschenden Anteilen enthalten. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die SSW.
Das Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen wurde im Geschäftsjahr 2017 vollständig zurückgezahlt. Die Rückzahlung in Höhe von EUR 39,9 Mio. betrifft mit EUR 31,4 Mio. den Nominalwert des Darlehens, ausgewiesen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit, und mit EUR 8,5 Mio. die aufgelaufenen Zinsen, enthalten im Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit. Die Differenz in Höhe von EUR 0,5 Mio. zum Buchwert per Geschäftsjahresende 2016 ist auf währungsbedingte Anpassungen zurückzuführen, da das Darlehen in SGD ausgegeben wurde.
14 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen, Fahrzeuge und EDV-Geräte. Mit Ausnahme der Pachtverträge für Grundstücke, die Laufzeiten bis 2040 haben, liegen die Laufzeiten dieser Verträge bei maximal acht Jahren.
Die Aufwendungen für Leasing-, Miet- und Pachtverträge in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 beliefen sich auf EUR 9,0 Mio. bzw. EUR 7,1 Mio.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen | ||
| fällig innerhalb 1 Jahr | 3,0 | 3,4 |
| fällig zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 10,3 | 11,3 |
| fällig nach 5 und mehr Jahren | 35,0 | 45,7 |
| Summe | 48,3 | 60,4 |
Zum 31. Dezember 2017 bestand ein Bestellobligo in Höhe von EUR 139,5 Mio. (Vorjahr: EUR 30,6 Mio.), das hauptsächlich Sachanlagen betraf.
Der Konzern schließt langfristige Abnahmeverträge ab, die eine Mindestabnahme vorsehen. Daraus ergaben sich zum 31. Dezember 2017 Mindestabnahmeverpflichtungen in Höhe von EUR 50,2 Mio. (31. Dezember 2016: EUR 45,5 Mio.).
Weitere Angaben
15 Ergebnis je Aktie
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| 2017 | 2016 | |
|---|---|---|
| Jahresergebnis der Aktionäre der Siltronic AG (EUR Mio.) | 185,3 | 12,0 |
| Durchschnittliche Zahl an ausstehenden Stammaktien (Stück) | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Zahl an ausstehenden Stammaktien zum Jahresende (Stück) | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Ergebnis je Stammaktie (Durchschnitt) (EUR) | 6,18 | 0,40 |
| Dividendenzahlung je Stammaktie (EUR) | 0,00 | 0,00 |
Für das Geschäftsjahr 2017 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, eine Dividende in Höhe von EUR 2,50 je Aktie auszuschütten. Die Zustimmung oder Ablehnung dieses Vorschlags obliegt der Hauptversammlung der Siltronic AG. Vorbehaltlich dieser Zustimmung wird für die Gesamtzahl von 30.000.000 Stückaktien ein Betrag von EUR 75 Mio. ausgeschüttet.
16 Finanzinstrumente
In den nachfolgenden Tabellen sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie gemäß IAS 39 angehören.
Der beizulegende Zeitwert von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird durch Abzinsung unter Berücksichtigung üblicher risikoadäquater und laufzeitkongruenter Marktzinssätze ermittelt. Der beizulegende Zeitwert kurzfristiger Bilanzposten entspricht annähernd ihrem Buchwert. Die sich aus IAS 39 ergebenden Kategorien unterscheiden zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und solchen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (siehe nachfolgende Tabelle). Diese Kategorien sind ausreichend, um die Klassen nach IFRS 7 nachzubilden, die zumindest eine Trennung der Finanzinstrumente nach Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und nach Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorsehen. Bei den in der Tabelle unten gesondert dargestellten derivativen Finanzinstrumenten mit spezifischen Risiken handelt es sich nur um Fremdwährungsderivate.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2017 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2017 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere | 1,3 | - | - | 1,3 | 1,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 159,9 | 159,9 | - | - | 159,9 |
| Festgelder | 116,3 | 116,3 | - | - | 116,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22,8 | 2,8 | 4,2 | 15,8 | 22,8 |
| Darlehen und Forderungen | 2,8 | - | - | 2,8 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 4,2 | - | 4,2 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 15,8 | 15,8 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 225,8 | 225,8 | - | - | 225,8 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 526,1 | 526,1 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 504,8 | 504,8 | - | - | 504,8 |
| Zur Veräußerung verfügbare Werpapiere | 1,3 | - | - | 1,3 | 1,3 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 4,2 | - | 4,2 | - | 4,2 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 15,8 | - | - | 15,8 | 15,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 67,1 | 67,1 | - | - | 67,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 67,1 | - | - | 67,1 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1,2 | 0,5 | 0,2 | 0,5 | 1,2 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,5 | - | - | 0,5 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 0,2 | - | 0,2 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 0,5 | 0,5 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 68,3 | 68,3 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 67,6 | 67,6 | - | - | 67,6 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 0,2 | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 0,5 | - | - | 0,5 | 0,5 |
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2016 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,2 | 118,2 | - | - | 118,2 |
| Festgelder | 79,0 | 79,0 | - | - | 79,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 18,7 | 13,7 | 1,9 | 3,1 | 18,7 |
| Darlehen und Forderungen | 13,7 | - | - | 13,7 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 1,9 | - | 1,9 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 3,1 | 3,1 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 136,4 | 136,4 | - | - | 136,4 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 352,3 | 352,3 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 347,3 | 347,3 | - | - | 347,3 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 1,9 | - | 1,9 | - | 1,9 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 3,1 | - | - | 3,1 | 3,1 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 40,4 | 40,4 | - | - | 40,4 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 40,4 | - | - | 40,4 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 81,6 | 81,6 | - | - | 81,6 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 81,6 | - | - | 81,6 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11,0 | 0,6 | 2,7 | 7,7 | 11,0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,6 | - | - | 0,6 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 2,7 | - | 2,7 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 7,7 | 7,7 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 133,0 | 133,0 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 122,6 | 122,6 | - | - | 122,6 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 2,7 | - | 2,7 | - | 2,7 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 7,7 | - | - | 7,7 | 7,7 |
In den Darlehen und Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Festgelder und sonstige Darlehen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden zum aktuellen Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Finanzierungsverbindlichkeiten ergab sich als Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. Nachfolgend sind keine Ergebniseffekte aus Cashflow-Hedge-Beziehungen berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.
Nettoergebnis gemäß Bewertungskategorien
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | - 18,5 | 7,5 |
| Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere | 0,1 | - |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte/Verbindlichkeiten | 6,0 | - 3,8 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 3,3 | - 2,3 |
| Summe | - 9,1 | 1,4 |
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Darlehen und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Nettogewinne /-verluste aus der Währungsumrechnung, Zinserträge aus Finanzanlagen, Festgeldanlagen sowie Bankguthaben (nach Berücksichtigung gegebenenfalls einschlägiger Wertberichtigungen).
Die Nettogewinne von langfristigen Wertpapieren sind in der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" enthalten.
Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" enthalten.
Die Nettoverluste in der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" bestehen im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Finanzierungsverbindlichkeiten und Effekten aus Bewertungen mit unterschiedlichen Wechselkursen.
Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.). Es handelt sich um Zinserträge aus Bankguthaben und Festgeldern.
Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich 2017 auf EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.).
Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value-Hierarchie) zugeordnet.
Die einzelnen Hierarchiestufen sind wie folgt gegliedert:
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| Stufe I: | Finanzinstrumente, die mittels notierter Preise in aktiven Märkten (Märkte, die eine angemessene Liquidität aufweisen) bewertet werden, die für das zu bewertende Finanzinstrument repräsentativ sind. |
| Stufe II: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis beobachtbarer Marktdaten bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert anhand gleichartiger, in aktiven Märkten gehandelter Finanzinstrumente oder mittels Bewertungsverfahren, deren sämtliche Parameter beobachtbar sind, ermittelt werden kann. Hierzu zählen derivative Finanzinstrumente, innerhalb oder außerhalb von Sicherungsbeziehungen (d. h. mit Hedge Accounting und ohne Hedge Accounting), und Ausleihungen. |
| Stufe III: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis nicht beobachtbarer Parameter bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und die ein anderes Bewertungsverfahren erfordern. Hierzu zählen in der Regel außerbörsliche Derivate und nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. |
Die folgenden Tabellen zeigen die Einordnung in die Fair Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Fair Value-Hierarchie
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| 31.12.2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 4,2 | - | 4,2 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 15,8 | - | 15,8 |
| Wertpapiere (zur Veräußerung verfügbar) | - | 1,3 | - | 1,3 |
| Summe | - | 21,4 | - | 21,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 0,2 | - | 0,2 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 0,5 | - | 0,5 |
| Summe | - | 0,7 | - | 0,7 |
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| 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 1,9 | - | 1,9 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 3,1 | - | 3,1 |
| Summe | - | 5,0 | - | 5,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 2,7 | - | 2,7 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 7,7 | - | 7,7 |
| Summe | - | 10,4 | - | 10,4 |
Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag verfügbaren Informationen, auf Basis quotierter Preise oder anhand geeigneter Bewertungsverfahren (Discounted-Cashflow bzw. finanzmathematisch anerkannter Verfahren, wie der PAR-Methode) ermittelt.
Derivative Finanzinstrumente und Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unterliegen damit einem wiederkehrenden Fair-Value-Ansatz. Sie werden in Hierarchiestufe II eingeordnet.
Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird auf Basis von Marktdaten wie Wechselkursen oder Zinsstrukturkurven mittels marktbezogener Bewertungsverfahren berechnet. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten mit laufzeitadäquaten, am Markt beobachtbaren CDS-Werten berücksichtigt.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalteten im Vorjahr ein Darlehen des Minderheitsgesellschafters der SSW.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
In Fällen, in denen der Konzern eine Absicherung gegen Währungsrisiken vornimmt, werden Derivate eingesetzt, und zwar Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps. Derivate kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Transaktionen (Grundgeschäft) unterlegt sind. Die Derivate betreffen drei Bereiche, nämlich die "strategische Sicherung", die "operative Sicherung" und die "Sicherung von ausgewählten konzerninternen Sachverhalten".
Die strategische Sicherung umfasst erwartete, aber noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung und erstreckt sich über den Zeitraum von drei Monaten bis höchstens 21 Monaten. Die abgesicherten Cashflows beeinflussen zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung die Gewinn- und Verlustrechnung. Ihr Zufluss erfolgt üblicherweise ein bis zwei Monate danach. Bei der strategischen Sicherung werden Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen sowie bei der Bank hinterlegte Stop/Loss-Order verwendet.
Die operative Sicherung im Devisenbereich bezieht sich auf gebuchte Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und umfasst im Allgemeinen Laufzeiten von ein bis zwei Monaten. Bei der operativen Sicherung kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz.
Die Währungssicherung von Darlehen und ausgewählten konzerninternen Sachverhalten, die meist konzerninterne Darlehen betrifft, wird mittels Devisenswaps durchgeführt.
Devisensicherungen erfolgen für den US-Dollar, den Japanischen Yen sowie den Singapur-Dollar.
Die Marktwerte beziehen sich auf die Rückkaufwerte (Auflösungsbeträge) der Finanzderivate und werden mit anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt.
Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert angesetzt; der Ausweis erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten. Bei strategischen Sicherungen von Währungsrisiken aus künftigen Cashflows in Fremdwährung wird - sofern zulässig - Cashflow Hedge Accounting praktiziert. In diesen Fällen werden Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften und Änderungen des inneren Werts von Devisenoptionen bis zum Eintritt des Grundgeschäfts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, soweit die Sicherungsbeziehung effektiv ist. Bei der Realisierung der künftigen Transaktionen werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst.
Für die strategische Sicherung werden abgestufte Sicherungsquoten verwendet. Die Quoten liegen zwischen 30 Prozent und 50 Prozent bezogen auf das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar (gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Währungen, die eine hohe Korrelation zum US-Dollar zeigen). Dabei ist das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar für 2018 zu rund 35 Prozent abgesichert.
Zum 31. Dezember 2017 ist in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten nicht realisierten Gewinnen und Verlusten ein Ergebnis von EUR 11,2 Mio. (Vorjahr: EUR - 4,6 Mio.) aus Cashflow Hedges enthalten.
Abhängig von der Art des Grundgeschäfts werden Cashflow Hedges in der Gewinn- und Verlustrechnung im Betriebsergebnis oder, wenn sich die Absicherung auf finanzielle Verbindlichkeiten bezieht, im Finanzergebnis erfasst.
Nominal- und Marktwerte
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Nominalwerte | Marktwerte | Nominalwerte | Marktwerte |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsderivate | 783,2 | 19,3 | 593,4 | - 5,4 |
| Marktwerte für derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting | - | 15,2 | - | - 4,6 |
Die Fremdwährungsderivate beinhalten zum 31. Dezember 2017 Devisenterminkontrakte im Nominalwert von USD 494,2 Mio., JPY 16,9 Mrd. und SGD 15,0 Mio. und EUR 218,0 Mio. 2018 werden Derivate mit Marktwerten von EUR 17,8 Mio. und 2019 EUR 1,5 Mio. fällig.
Die nachfolgende Tabelle enthält Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz. Ferner zeigt sie die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Aufrechnung von Finanzinstrumenten aus Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen.
Nettobetrag
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| 31.12.2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | I Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | II Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | I - II Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 20,2 | 0,6 | 19,6 | 0,3 | - | 19,3 |
| Derivate mit negativem Marktwert | - 0,9 | - 0,3 | - 0,6 | - 0,6 | - | 0,0 |
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| 31.12.2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | I Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | II Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | I - II Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 5,8 | 0,9 | 4,9 | 4,3 | 0,0 | 0,6 |
| Derivate mit negativem Marktwert | - 11,2 | - 0,9 | - 10,3 | - 4,3 | 0,0 | - 6,0 |
Die Tabelle enthält neben den Beträgen, die die Saldierungsvor-schriften des IAS 32 erfüllen, auch jene Beträge, die nach IAS 32 nicht saldierungsfähig sind.
Im Rahmen der strategischen Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung stellt der Konzern Devisentermingeschäfte vor Fälligkeit in einem Gegengeschäft glatt. Das strategische Devisentermingeschäft und das korrespondierende Devisentermingeschäft der Glattstellung werden gemäß den Kriterien des IAS 32 saldiert ausgewiesen. Ferner wurden mit einigen Banken Globalverrechnungsvereinbarungen geschlossen, die nur im Insolvenzfall gelten.
Der Konzern hat weder verpfändete Barsicherheiten für positive Marktwerte von Derivaten erhalten noch Barsicherheiten für negative Marktwerte von Derivaten verpfändet.
Management finanzwirtschaftlicher Risiken
In den folgenden Abschnitten wird das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns erläutert. Quantitative Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten sind in anderen Teilen des Anhangs enthalten.
Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen ergeben sich für den Konzern Risiken aus Wechselkursänderungen. Veränderungen der Zinssätze und Aktienkurse spielen eine untergeordnete Rolle für den Konzern.
Im Allgemeinen werden nur diejenigen Risiken abgesichert, die sich auf die Zahlungsströme des Konzerns auswirken. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Sicherungsinstrumente nur mit Partnern sehr guter Bonität abgeschlossen.
Die Grundsätze des Finanzmanagements werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung und Überwachung des Risikomanagements des Konzerns. Ein Teil dieses Systems befasst sich mit dem Management finanzwirtschaftlicher Risiken. Das System für das Management finanzwirtschaftlicher Risiken verfügt unter anderem über eine Richtlinie über den Einsatz und den Umfang derivativer Finanzinstrumente und hat Ausschüsse eingerichtet, die die Umsetzung der Richtlinie überwachen, die Effizienz der abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente beurteilen und erforderlichenfalls zusätzliche Risikolimits festlegen.
Finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet der Konzern durch ein implementiertes Risikomanagementsystem, das vom Aufsichtsrat überwacht wird. Zentrales Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken zeitnah zu erkennen, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Der Konzernvorstand wird durch regelmäßige Analysen über das Ausmaß dieser Risiken unterrichtet. Die Analyse konzentriert sich dabei auf Marktrisiken, insbesondere den möglichen Einfluss von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Zinsrisiken auf das Zinsergebnis.
Währungsrisiken
Währungsrisiken entstehen im Wesentlichen aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und dem operativen Geschäft. Währungsrisiken werden abgesichert, soweit sie die Zahlungsströme des Konzerns beeinflussen können. Währungsdifferenzen, die keinen Einfluss auf den Cashflow des Konzerns haben, ergeben sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen in Euro. Diese Risiken werden nicht abgesichert, weil sie mit langfristigen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehen.
Da es in der Halbleiterindustrie gängige Praxis ist, Geschäfte in US-Dollar abzuwickeln, und die Erlöse des Konzerns aus der Lieferung von Erzeugnissen (operatives Geschäft) die Mittelabflüsse in US-Dollar (operatives Geschäft und Investitionen) erheblich übersteigen, ist der Konzern einem Währungsrisiko in US-Dollar ausgesetzt. Außerdem besteht für den Konzern ein Währungsrisiko in Bezug auf den Japanischen Yen und den Singapur-Dollar.
Das resultierende Netto-Fremdwährungsexposure, d. h. der nach Eliminierung der Mittelzuflüsse und -abflüsse verbleibende Betrag in denselben oder stark korrelierenden Fremdwährungen, wird gemäß der Konzernrichtlinie abgesichert.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die zeigen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der maßgeblichen Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital haben. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den gesamten Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag angewendet werden. Den Sensitivitätsanalysen im Devisenbereich liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die zum Bilanzstichtag gehaltenen primären monetären Finanzinstrumente (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Festgelder, Forderungen, verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten) entsprechen einem normalen Niveau. Es werden rund zwei Drittel des Konzernumsatzes in US-Dollar fakturiert. Abflüsse in Fremdwährung bleiben auf dem derzeitigen Niveau, das vom Produktionsvolumen abhängig ist. Somit ist der Konzern nur Währungsrisiken aus nicht abgesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bestehender derivativer Finanzinstrumente ausgesetzt.
Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2017 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 28,1 Mio. verringert bzw. erhöht. Die Änderung wäre mit EUR 26,9 Mio. im sonstigen Ergebnis erfasst worden und mit EUR 1,2 Mio. im Periodenergebnis. Die entsprechenden Zeitwertänderungen zum 31. Dezember 2016 hätten sich, bedingt durch den Einsatz von Optionen, um EUR 10,2 Mio. verringert bzw. erhöht. Wenn der Yen gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2017 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 8,9 Mio. geändert. Die Änderung wäre mit EUR 8,7 Mio. im sonstigen Ergebnis erfasst worden und mit EUR 0,2 Mio. im Periodenergebnis. Die entsprechende Zeitwertänderung zum 31. Dezember 2016 hätte EUR 9,5 Mio. betragen.
Zinsrisiko
Da der Konzern zum Bilanzstichtag keine wesentlichen verzinslichen Nettoverbindlichkeiten hat und keine wesentlichen Nettoverbindlichkeiten erwartet, werden Zinsrisiken nicht abgesichert. Weiterhin unterliegen die Fremdwährungsderivate keinen nennenswerten Zinsänderungen, sodass daraus kein Zinsrisiko entsteht.
Sonstige Preisrisiken
Der Konzern ist keinen wesentlichen sonstigen Marktpreisrisiken ausgesetzt, wie sie sich normalerweise aus Börsenkursen ergeben.
Kreditrisiko (Ausfallrisiko)
Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Zur Begrenzung des Ausfallrisikos werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits und mit Partnern sehr guter Bonität getätigt. Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden die Marktrisiken im Konzern zentral gesteuert. Der Abschluss und die Abwicklung der Geschäfte erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht und über Warenkreditversicherungen teilweise abgesichert. Forderungen gegen Großkunden sind nicht so hoch, dass sie eine außerordentliche Risikokonzentration begründen würden. Der Konzern hat Regeln zur Überwachung von Forderungen eingerichtet, die unter anderem Mahnverfahren und die Einstellung der Lieferung vorsehen. Ausfallrisiken wird durch Wertminderungen unter Berücksichtigung von erhaltenen Anzahlungen Rechnung getragen.
Zur Minimierung des Kreditrisikos aus allen Grundgeschäften mit originären Finanzinstrumenten werden Sicherheiten (z. B. Eigentumsvorbehalt) verlangt. Weitere Vorsorgemaßnahmen gegen Zahlungsausfälle umfassen das Einholen von Kreditauskünften und Referenzen sowie die Auswertung historischer Daten der Geschäftsbeziehung, insbesondere des Zahlungsverhaltens. Die Maßnahme ist von der Art und dem Betrag der Transaktion abhängig. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten ein Ausfallrisiko erkennbar ist, werden diese Risiken durch spezifische Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen abgedeckt. In den letzten drei Jahren betrug der Aufwand aufgrund von Zahlungsausfällen durchschnittlich weniger als 0,1 Prozent vom Umsatz.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass ein Unternehmen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln seinen bestehenden oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, hält der Konzern in ausreichendem Maße liquide Mittel vor. Die Finanzierung über Darlehen spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Die Liquiditätslage des Konzerns wird durch einen Vergleich der Mittelabflüsse in jedem der drei nächsten Monate mit den Mittelzuflüssen überwacht. Außerdem werden die tatsächlichen Zahlungsströme mit den prognostizierten Zahlungsströmen verglichen, um ungeplante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus erfolgt eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung, die jeweils den Zeitraum bis zum Jahresende umfasst. Diese Planung steht im Einklang mit den monatlichen Prognosen für die Gewinn- und Verlustrechnung und für die Bilanz, die ebenfalls den Zeitraum bis zum Jahresende abdecken. Auf diese Weise stellt die Gesellschaft sicher, dass sie ihre finanziellen Verbindlichkeiten erfüllt und Reputationsrisiken vermieden werden.
Gemäß der Richtlinie des Konzerns werden Bürgschaften grundsätzlich nur für Tochtergesellschaften geleistet. In den Geschäftsjahren zum 31. Dezember 2017 und 2016 wurden keine Bürgschaften gewährt.
Marktrisiken
Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Marktschwankungen ändern.
Festgelder
Bei den Festgeldern handelt es sich um Anlagen bei Banken. Die Festgelder haben eine Laufzeit bis 2018.
17 Segmentberichterstattung
Der Konzern hat nur ein berichtspflichtiges Segment. Dieses umfasst die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wafern für die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite an Eigenschaften haben, um vielen unterschiedlichen Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch können die Forderungen der Kunden nach präzisen technischen Spezifikationen erfüllt werden, die bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen einschlägig sind. Da in der Waferindustrie die Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der Spezifikationen abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment tätig. Die Produkte können sich im Hinblick auf Durchmesser, polierte oder epitaxierte Wafer, unterschiedliche Ziehverfahren und anderer Eigenschaften unterscheiden.
Die geografischen Angaben für die Berichtsperioden sind wie folgt:
Regionale Aufteilung
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| 2017 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland | USA | China inklusive Taiwan | Korea | Asien ohne China und Korea |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 80,2 | 134,2 | 154,6 | 381,8 | 225,5 | 185,0 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 92,8 | - | 5,1 | 0,1 | 0,1 | 25,1 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 285,0 | - | 11,9 | 0,1 | 0,1 | 222,4 |
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| 2017 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung und Sonstiges | Siltronic-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 16,0 | 1.177,3 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 123,2 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 17,7 | 537,2 |
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| 2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland | USA | China inklusive Taiwan | Korea | Asien ohne China und Korea |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 61,0 | 109,5 | 126,2 | 266,5 | 193,5 | 163,5 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 67,4 | - | 1,5 | - | - | 19,9 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 243,7 | - | 9,6 | - | - | 275,4 |
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| 2016 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung und Sonstiges | Siltronic-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 13,2 | 933,4 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 88,8 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 17,5 | 546,2 |
Im Geschäftsjahr 2017 realisierte der Konzern Umsatzerlöse mit zwei Kunden, die einen Anteil von 16 Prozent bzw. 15 Prozent hatten. 2016 entfielen auf zwei Kunden 16 Prozent bzw. 13 Prozent des Konzernumsatzes.
18 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Angabepflichten nach IAS 24 betreffen Geschäftsvorfälle (i) mit dem Minderheitsgesellschafter Wacker Chemie AG (bis 15. März 2017 Mehrheitsgesellschafter) und dessen beherrschendem Gesellschafter Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG), (ii) mit der Pensionskasse und (iii) mit den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Nahestehende Unternehmen
Die folgenden in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Beträge resultieren aus Geschäftsvorfällen mit der Wacker Chemie AG:
Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1,0 | 5,1 |
| Bezogene Lieferungen und Leistungen (überwiegend Herstellungskosten) | 171,8 | 164,8 |
In den Umsatzerlösen 2017 sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) für die Wacker Chemie AG enthalten.
Vergütungen für Organe
Die Herstellungskosten beziehen sich hauptsächlich auf (a) den Kauf des wichtigsten Rohstoffs Polysilizium von der Wacker Chemie AG und (b) einen Dienstleistungsrahmenvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wacker Chemie AG über technisches Engineering, IT, Materialwirtschaft und Beschaffung, Vor-Ort-Leistungen am Produktionsstandort Burghausen sowie gesellschaftsbezogene Verwaltungsdienstleistungen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, die in der Bilanz für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2017 und 2016 enthalten sind:
Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
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| EUR Mio. | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Vorräte | 10,0 | 10,8 |
| davon Wacker Chemie | 10,0 | 10,8 |
| Sonstige Vermögenswerte | 8,0 | 12,3 |
| davon Sonder-/Vorauszahlung an Pensionskasse | 8,0 | 11,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9,5 | 24,9 |
| davon Wacker Chemie | 9,5 | 24,9 |
Die Vorräte betreffen Rohstofflieferungen der Wacker Chemie AG.
Nahestehende Personen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütungen der nahestehenden Personen:
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| EUR | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Anteilsbasierte Vergütung | Altersversorgung | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvergütung | 2017 | 817.327 | 685.890 | 701.356 | 265.666 | 2.470.239 |
| 2016 | 760.169 | 769.080 | - | 235.586 | 1.764.835 | |
| Pensionsrückstellung für aktive Vorstandsmitglieder | 2017 | 4.073.552 | 4.073.552 | |||
| 2016 | 3.536.713 | 3.536.713 | ||||
| Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 2017 | 213.317 | 213.317 | |||
| 2016 | 210.688 | 210.688 | ||||
| Pensionsrückstellung für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen | 2017 | 7.205.291 | 7.205.291 | |||
| 2016 | 7.402.473 | 7.402.473 | ||||
| Aufsichtsratsvergütung | 2017 | 537.500 | 537.500 | |||
| 2016 | 470.000 | 470.000 |
Die Vergütung für die Altersversorgung setzt sich zusammen aus einem Dienstzeit- und einem Zinsaufwand.
Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2017 keine weiteren bedeutenden Transaktionen zwischen Siltronic und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-, Dienst- oder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür hinausgehen.
Die Detailangaben zu den Vorstandsvergütungen sind im Vergütungsbericht auf / Q 74 enthalten. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und beinhaltet Angaben, die nach dem deutschen Handelsrecht Bestandteil des Anhangs sind.
19 Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarung
In seiner Sitzung am 14. September 2017 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft, rückwirkend zum 1. Januar 2017, das Vergütungssystem der beiden Vorstandsmitglieder angepasst. Den Vorständen wird erstmals ein Teil ihrer erfolgsabhängigen Vergütung in Form von virtuellen Aktien (Phantom Stocks) gewährt.
Die erfolgsabhängige Vergütung für ein bestimmtes Geschäftsjahr ("Vergütungsjahr") errechnet sich aus dem Durchschnitt der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien des Vergütungsjahres und des vorangegangenen Geschäftsjahres, multipliziert mit dem durchschnittlichen vertraglich vereinbarten Jahresgrundgehalt im Vergütungsjahr. 51 Prozent dieser erfolgsabhängigen Vergütung werden zunächst auf Basis des durchschnittlich gewichteten Aktienkurses der Gesellschaft an den letzten 30 Börsenhandelstagen des Vergütungsjahres in virtuelle Aktien (Phantom Stocks) umgerechnet. Nach einer Haltedauer von zwei Jahren erfolgt die Erfüllung der virtuellen Aktien durch Barausgleich. Dem Barausgleich hinzugerechnet werden Dividenden, die während der Haltedauer für echte Aktien ausgeschüttet worden wären. Die variable Vergütung ist auf eine betragsmäßige Höchstgrenze in Höhe von 300 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehalts begrenzt. Die Detailangaben zu der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung sind im Vergütungsbericht auf / Q 74 enthalten. Auf Basis der Gesamtzielerreichungsfaktoren der Leistungskategorien wurden dem Vorstand 5.782 virtuelle Aktien zugeteilt. Der für die Anzahl der virtuellen Aktien maßgebliche Durchschnittskurs der Siltronic-Aktie betrug EUR 123,45. Der beizulegende Zeitwert je virtueller Aktie zum Abschlussstichtag betrug EUR 121,30 (Schlusskurs 2017). Dies entspricht einer Rückstellung in Höhe von EUR 0,7 Mio. und einem Personalaufwand von EUR 0,7 Mio. zum Geschäftsjahresende.
20 Sonstige Angaben
Die Wacker Chemie AG hat am 15. März 2017 die Mehrheit der Anteile an der Siltronic AG verkauft. Daher ist die Siltronic AG nur bis zum 14. März 2017 in den Konzernabschluss der Wacker Chemie AG einbezogen. Bis zu diesem Zeitpunkt stellt die Wacker Chemie AG den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf und die Siltronic für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen.
Dieser ist im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar und über die Homepage der Wacker Chemie AG abrufbar.
Ab dem 15. März 2017 stellt die Siltronic AG den Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen auf.
Die folgende Tabelle zeigt die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter.
Durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern
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| Anzahl | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Gemeinkostenpersonal | 1.224 | 1.228 |
| Produktiv-gewerblich | 2.482 | 2.583 |
| Summe | 3.706 | 3.811 |
Die Prüferhonorare sind aufgeteilt in Abschlussprüfungen und andere Beratungsleistungen.
Prüferhonorare
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| EUR Mio. | 2017 | 2016 |
|---|---|---|
| Leistungen für Abschlussprüfungen | 0,4 | 0,4 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,1 | 0,0 |
| Summe | 0,5 | 0,4 |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2017 (Beträge nach IFRS) ist wie folgt:
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| 2017 | |||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital in EUR Mio. |
Jahresergebnis in EUR Mio. |
Kapitalanteil in % |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande1) | 273.1 | 0,1 | 100,0 |
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur2) | 237.5 | 71,8 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur2) | - 2,5 | 35,6 | 77,7 |
| Siltronic Corp., Portland (Oregon), USA2) | 18.,4 | 14,1 | 100,0 |
| Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan2) | - 4,2 | 2,6 | 100,0 |
| Siltronic Korea Ltd., Seoul, Korea1) | 0,0 | 0,0 | 100,0 |
1) Von Siltronic AG direkt gehaltene Beteiligung
2) Von Siltronic AG indirekt gehaltene Beteiligung
21 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2017 sind nicht eingetreten.
München, den 1. März 2018
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Weitere Informationen
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Siltronic AG, München
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Siltronic AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalentwicklung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Siltronic AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse
Zu den angewandten Bilanzierungsmethoden der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Darstellung im Abschnitt "Umsatzrealisierung" der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang.
Das Risiko für den Abschluss
Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 1.177,3 Mio.
Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in Europa, USA und im asiatischen Raum. Die weltweiten Lieferungen der Produkte werden durch Konzerngesellschaften mit unterschiedlichen Lieferbedingungen durchgeführt. Die Lieferbedingungen legen den Gefahrenübergang und damit üblicherweise gleichzeitig den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest. Die Produkte werden mit verschiedenen Transportmitteln wie Flugzeug, LKW oder Schiff an die Kunden geliefert oder durch die Kunden abgeholt.
Aufgrund der Nutzung unterschiedlicher Lieferbedingungen und der verschiedenen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag falsch abgegrenzt sein könnten.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir die Angemessenheit und Implementierung der internen Kontrollen in Bezug auf die Auftragsannahme, den Warenausgang und die Faktura sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Gefahrenübergangs beurteilt.
Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch den Abgleich von Rechnungen mit den zugehörigen externen Liefernachweisen und den entsprechenden Bestellungen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Umsätze, die abhängig von Lieferbedingungen und typischen Lieferzeiten bis zum Gefahrenübergang in einem festgelegten Zeitraum vor und nach dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Zusätzlich haben wir untersucht, ob alle Ausgangslieferungen, die bis zum Bilanzstichtag erfolgt sind, entsprechend erfasst worden sind. Grundlage dafür war ein systemseitiger Bericht, von dessen Validität wir uns überzeugt haben. Des Weiteren haben wir untersucht, ob zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres relevante Gutschriften erteilt wurden. In diesem Zusammenhang haben wir die jeweiligen Unterlagen zu den Gutschriften ausgewertet. Weiterhin haben wir die manuellen Umsatzbuchungen insbesondere zum Periodenende und zu Beginn des Folgejahres beurteilt. Dazu haben wir die manuellen Transaktionen anhand der entsprechenden Nachweise gewürdigt, wie beispielsweise der Rechnungen und zugehörigen externen Lieferdokumente oder vertraglichen Grundlagen.
Unsere Schlussfolgerungen
Die Vorgehensweise des Siltronic-Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.
Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken
Zu den Erläuterungen der derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken verweisen wir auf den Abschnitt "Marktpreis-/ Währungsrisiko" des Risiko- und Chancenberichts des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Zu den angewandten Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzinstrumente und Derivate" der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie auf den Abschnitt "Finanzinstrumente" der weiteren Angaben des Konzernanhangs.
Das Risiko für den Abschluss
Da Umsatzerlöse bei Siltronic in größerem Umfang in US-Dollar und Japanischen Yen entstehen, Kosten dagegen vor allem in Euro und Singapur-Dollar anfallen, resultiert ein Fremdwährungsrisiko aus dem operativen Geschäft. Die Fremdwährungsrisiken werden teilweise durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Devisenoptionen. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sind finanzielle Vermögenswerte aus Derivaten von EUR 20,0 Mio und finanzielle Verbindlichkeiten aus Derivaten von EUR 0,7 Mio enthalten. Darüber hinaus weist die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen einen Gewinn aus Währungsgeschäften von EUR 57,0 Mio und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Verlust aus Währungsgeschäften von EUR 60,0 Mio bei einem Jahresüberschuss von EUR 192,2 Mio aus. Zusätzlich enthält die Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutrale positive Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten in einer Hedge-Beziehung in Höhe von EUR 15,8 Mio. Zum Bilanzstichtag betragen die im Konzern-Eigenkapital kumuliert erfolgsneutral erfassten Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente EUR 11,2 Mio.
Die derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 bewertet. Da keine notierten Marktpreise vorliegen, werden die beizulegenden Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt. Dabei werden komplexe Bewertungsmethoden angewandt. Diese basieren auf am Markt beobachtbaren Eingabeparametern, bei denen es sich im Wesentlichen um Devisenkurse, Zinssätze und Ausfallrisiken von Kontrahenten handelt und die einer erhöhten Volatilität unterliegen.
Für den Abschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente nicht korrekt erfolgt sein könnte.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Als Teil des Prüfungsteams haben wir bei der Prüfung der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken unsere Bewertungsspezialisten hinzugezogen.
Zur Prüfung der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente haben wir Angemessenheit, Implementierung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die unterjährige und zum Bilanzstichtag erfolgte Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte beurteilt.
Darüber hinaus wurde die von Siltronic vorgenommene Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte des Bestands an derivativen Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag nachvollzogen und diese mit von uns berechneten Vergleichswerten beurteilt. Letztere haben wir auf Basis der am Markt beobachtbaren Eingabeparameter berechnet.
Unsere Schlussfolgerungen
Die von Siltronic verwendeten Bewertungsmethoden und Eingabeparameter führen zu sachgerechten Ergebnissen.
Sonstige Informationen
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. Februar 2017 vom Aufsichtsrat unter der Bedingung beauftragt, dass die Hauptversammlung der Siltronic AG am 9. Mai 2017 uns zum Konzernabschlussprüfer wählt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Konzernabschlussprüfer der Siltronic AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen, die nicht einzeln im Konzernabschluss oder im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:
Wir haben den Jahresabschluss und Abhängigkeitsbericht der Siltronic AG geprüft. Prüfungsintegriert erfolgten prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen. Ferner wurden andere Bestätigungsleistungen für gesetzliche oder vertragliche Prüfungen vorgenommen, wie z.B. Prüfungen nach dem EEG, EMIR-Prüfungen nach § 20 WpHG, die Bescheinigung der Strompreiskompensation und die betriebswirtschaftliche Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Volker Specht.
München, den 1. März 2018
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Specht, Wirtschaftsprüfer
Ratkovic, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siltronic AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 1. März 2018
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Weitere Angaben zu den Mandaten
Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler
Vorsitzender
München
Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG |
Johann Hautz1)
Stellvertretender Vorsitzender
Burghausen
Vorsitzender des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Burghausen
Maximilian Baumgartner1)
Marktl
Leiter Operation Processes, Siltronic AG
Vorsitzender des Gesamtsprecherausschusses der leitenden Angestellten der Siltronic AG, Burghausen
Sieglinde Feist
München
Leiterin Konzernentwicklung, Wacker Chemie AG
Gebhard Fraunhofer1)
Simbach am Inn
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siltronic AG
Dr. Hermann Gerlinger
Aalen
Berater für den Vorstand der Carl Zeiss AG
Geschäftsführender Gesellschafter der GeC GmbH
Verwaltungsrat
-VAT Group AG, Schweiz
Karin Gottschalk1)
Brand-Erbisdorf Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Freiberg
Bernd Jonas
Essen
Rechtsanwalt
Gertraud Lauber1)
Bad Münder,
Gewerkschaftssekretärin IG BCE, Abteilung Wirtschafts- und Energiepolitik
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Rütgers Germany GmbH, Castrop-Rauxel (seit 01.07.2017) |
Mitglied des Beirats
| ― | Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE |
Dr. Franz Richter
Eichenau
Vorstandsvorsitzender der SÜSS MicroTec SE
Vorsitzender des Board of Directors
| ― | Scint-X AB, Schweden |
Mitglied des Verwaltungsrats
| ― | Meyer Burger Technology AG, Schweiz |
| ― | COMET Holding AG, Schweiz |
Harald Sikorski1)
München
Bezirksleiter IG BCE, Altötting
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Wacker Chemie AG |
Angela Wörl
München
Leiterin Personal/Soziales, Wacker Chemie AG
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG |
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vermittlungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender)
Johann Hautz1)
Angela Wörl
Gebhard Fraunhofer1)
Prüfungsausschuss
Bernd Jonas (Vorsitzender)
Harald Sikorski1)
Dr. Tobias Ohler
Präsidialausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender)
Johann Hautz1)
Dr. Hermann Gerlinger
Nominierungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender)
Dr. Hermann Gerlinger
Vorstand
Dr. Christoph von Plotho
Vorstandsvorsitzender
Applikationstechnologie
Engineering
Investor Relations & Communications
Konzernentwicklung
Produktion
Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit
Recht & Compliance
Standortmanagement Burghausen & Freiberg
Supply-Chain-Management
Technologie
Vertrieb & Marketing
Siltronic Japan
Siltronic Singapur
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur |
| ― | Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur |
| ― | Siltronic Corporation, USA |
| ― | Siltronic Japan Corporation, Japan |
Rainer Irle
Finanzvorstand und Arbeitsdirektor
Controlling & Finanzen
Rechnungswesen & Steuern
Einkauf
IT
Personal
Risikomanagement & Audit
Siltronic USA
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Corporation, USA |
| ― | Siltronic Japan Corporation, Japan |
1) Arbeitnehmervertreter
Quartalsübersicht
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| Q4 2017 | Q3 2017 | Q2 2017 | Q1 2017 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 328,1 | 308,1 | 283,1 | 258,0 |
| EBITDA | EUR Mio. | 120,9 | 106,5 | 72,7 | 53,0 |
| EBITDA-Marge | % | 36,8 | 34,6 | 25,7 | 20,5 |
| EBIT | EUR Mio. | 91,1 | 77,8 | 43,4 | 23,4 |
| EBIT-Marge | % | 27,8 | 25,2 | 15,3 | 9,1 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 73,9 | 66,0 | 35,2 | 17,0 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 2,37 | 2,12 | 1,13 | 0,56 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 61,4 | - 16,9 | - 25,5 | - 19,3 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 38,2 | 58,2 | 41,8 | 31,3 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.252,4 | 1.184,7 | 1.112,5 | 1.097,2 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 637,9 | 588,3 | 522,1 | 475,1 |
| Eigenkapitalquote | % | 50,9 | 49,7 | 46,9 | 43,3 |
| ROCE | % | 48,8 | 43,4 | 24,0 | 12,9 |
| Nettofinanzvermögen | EUR Mio. | 342,1 | 294,8 | 241,2 | 209,1 |
Mehrjahresübersicht
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| 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 1.177,3 | 933,4 | 931,3 | 846,0 |
| Bruttoergebnis | EUR Mio. | 370,3 | 171,9 | 162,9 | 76,6 |
| Bruttomarge | % | 31,5 | 18,4 | 17,5 | 9,1 |
| EBIT | EUR Mio. | 235,7 | 27,0 | 2,7 | - 17,1 |
| EBIT-Marge | % | 20,0 | 2,9 | 0,3 | - 2,0 |
| EBITDA | EUR Mio. | 353,1 | 146,0 | 124,0 | 132,1 |
| EBITDA-Marge | % | 30,0 | 15,6 | 13,3 | 15,6 |
| Finanzergebnis | EUR Mio. | - 8,5 | - 11,1 | - 12,2 | - 7,7 |
| Ertragsteuern | EUR Mio. | - 35,0 | - 7,2 | - 10,6 | - 2,2 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 192,2 | 8,7 | - 20,1 | - 27,0 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 6,18 | 0,40 | - 0,50 | - 0,64 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 123,2 | - 88,8 | - 75,0 | - 40,7 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 169,6 | 19,0 | 37,4 | 113,5 |
| Bereinigte Kennzahlen1) | |||||
| Bereinigte Umsatzerlöse | EUR Mio. | 1.177,3 | 933,4 | 931,3 | 853,4 |
| Bereinigtes EBIT | EUR Mio. | 235,7 | 27,0 | 2,7 | - 31,6 |
| Bereinigte EBIT-Marge | % | 20,0 | 2,9 | 0,3 | - 3,7 |
| Bereinigtes EBITDA | EUR Mio. | 235,7 | 146,0 | 124,0 | 117,7 |
| Bereinigte EBITDA-Marge | % | 30,0 | 15,6 | 13,3 | 13,8 |
| Bereinigte Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 123,2 | - 88,8 | - 75,0 | - 40,7 |
| Bereinigter Free-Cashflow | EUR Mio. | 169,6 | 19,0 | 37,4 | 86,3 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.252,4 | 1.056,8 | 1.040,8 | 1.070,5 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 637,9 | 425,3 | 497,3 | 311,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 50,9 | 40,2 | 47,8 | 29,1 |
| ROCE | % | 31,3 | 3,7 | 0,4 | - 2,4 |
| Nettofinanzvermögen (+)/-schulden (-) | EUR Mio. | 342,1 | 175,0 | 155,9 | - 24,5 |
| Mitarbeiter2) | 3.730 | 3.757 | 3.894 | 4.163 |
1) Die Bereinigung betrifft das Jahr 2014. Es wird dabei unterstellt, dass die SSW vor dem 1. Januar 2012 konsolidiert worden wäre. Die Erstkonsolidierung der SSW erfolgte im Konzernabschluss am 24. Januar 2014. Die Anpassungen wurden nicht in Übereinstimmung mit den IFRS vorgenommen.
2) Anstieg 2014 hauptsächlich auf Konsolidierung SSW zurückzuführen
Abkürzungen
ASP
Average Selling Prices: durchschnittliche Verkaufspreise
Capabilities
Die Capabilities beziehen sich auf die Fähigkeit der Siltronic, den steigenden technologischen Anforderungen der Kunden bei gleichbleibender Qualität, gerecht zu werden.
Cashflow
Der Cashflow ist die wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss bzw. -abfluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Der Netto-Cashflow ist die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ohne die Veränderung der erhaltenen Anzahlungen und dem Cashflow aus laufender Investitionstätigkeit ohne Wertpapiere, inklusive Zugängen aus Finanzierungsleasing.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Über verschiedene Unternehmen einheitlich definierte und damit gut vergleichbare Gewinngröße.
EBITDA
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Ergebnis vor Zinsen und Steuern und vor Abschreibungen = EBIT + Abschreibungen.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens.
Halbleiter
Stoffe, deren elektrische Leitfähigkeit viel geringer ist als die von Metallen, aber mit steigender Temperatur stark anwächst. Halbleiter können durch Dotierung mit Fremdatomen gezielt verändert und dem Einsatzzweck angepasst werden.
HAP
Hazardous air pollutants: Gefährliche Luftschadstoffe
IFRS
Die International Financial Reporting Standards (bis 2001 International Accounting Standards, IAS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom in London / Großbritannien ansässigen "International Accounting Standards Board" (IASB) erarbeitet und veröffentlicht werden. Seit 2005 sind die IFRS nach der sogenannten IAS-Verordnung von börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden.
Kapitalrendite (ROCE)
Return On Capital Employed: Rentabilitätsgröße in Bezug auf das gebundene Kapital.
NMVOC
Non-methane volatile organic compounds: Flüchtige organische Verbindungen außer Methan.
NOx
Nitrogen oxides: Stickoxide
PM
Particulate matter: Feinstaub
Polysilizium
Hochreines Silizium zur Herstellung von Siliziumwafern für die Elektronik- und Solarindustrie. Rohsilizium wird in das flüssige Trichlorsilan überführt, aufwendig destilliert und bei 1.000 Grad Celsius in hochreiner Form wieder abgeschieden.
POP
Persistent organic pollutant: Persistente organische Schadstoffe
Silizium
Nach Sauerstoff das am häufigsten vorkommende Element auf der Erde. In der Natur kommt Silizium ausnahmslos in Form von Verbindungen vor, hauptsächlich als Siliziumdioxid und in Form von Silicaten. Silizium wird über die energieintensive Reaktion von Quarzsand mit Kohle gewonnen und ist wichtigster Rohstoff der Elektronikindustrie.
Siliziumwafer
Ein Siliziumwafer ist eine runde Scheibe mit einer Dicke zwischen circa 200 und 800 μm, die von der Halbleiterindustrie für die Herstellung von Halbleiterbauelementen, d. h. integrierten Schaltkreisen und Einzelbauelementen (sogenannten diskreten Bauelementen), eingesetzt wird.
SOx
Sulfur oxides: Schwefeloxide
Finanzkalender
scroll
| 5. März 2018 | Bericht zum Geschäftsjahr 2017 |
| 19. April 2018 | Hauptversammlung, München |
| 25. April 2018 | Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2018 |
| 25. Juli 2018 | Zwischenbericht zum 2. Quartal 2018 |
| 25. Oktober 2018 | Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2018 |
Kontakt
Petra Müller
Leiterin Investor Relations & Communications
Telefon +49 89 8564 3133
Impressum
Herausgeber
Siltronic AG
Hanns-Seidel-Platz 4
81737 München, Deutschland
Telefon +49 89 8564 3000
Konzept, Gestaltung und Umsetzung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
Hinweis zum Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Der Geschäftsbericht steht elektronisch als pdf zur Verfügung.
Rundungshinweis
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.
Disclaimer
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z. B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.
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