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Siltronic AG — Annual Report 2016
May 3, 2017
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Annual Report
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Siltronic AG
München
Konzernabschluss 31.12.2016
Geschäftsbericht 2016
WAFER-HIGHTECH IM GLOBALEN NETZWERK.
Qualität. Innovation. Effizienz. Präzision.
Konzern-Kennzahlen der Siltronic AG
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| 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 933,4 | 931,3 |
| Bruttoergebnis | EUR Mio. | 171,9 | 162,9 |
| Bruttomarge | % | 18,4 | 17,5 |
| EBITDA | EUR Mio. | 146,0 | 124,0 |
| EBITDA-Marge | % | 15,6 | 13,3 |
| EBIT | EUR Mio. | 27,0 | 2,7 |
| EBIT-Marge | % | 2,9 | 0,3 |
| Finanzergebnis | EUR Mio. | - 11,1 | - 12,2 |
| Ertragsteuern | EUR Mio. | - 7,2 | - 10,6 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 8,7 | - 20,1 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,40 | - 0,50 |
| ROCE | % | 3,7 | 0,4 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 88,8 | - 75,0 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 19,0 | 37,4 |
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||
|---|---|---|---|
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.056,8 | 1.040,8 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 425,3 | 497,3 |
| Eigenkapitalquote | % | 40,2 | 47,8 |
| Nettofinanzvermögen | EUR Mio. | 175,0 | 155,9 |
| Mitarbeiter | 3.757 | 3.894 |
Unternehmensprofil
Siltronic ist einer der weltweit führenden Hersteller für Wafer aus Reinstsilizium mit einem Durchmesser bis zu 300 mm und Partner vieler führender Chiphersteller. Das Unternehmen verfügt mit knapp 3.800 Mitarbeitern über ein Netzwerk hochmoderner Produktionsstätten in Europa, Asien und den USA. Siliziumwafer werden z. B. in Computern, Smartphones, Flachdisplays, Navigationssystemen, Steuer- und Kontrollsystemen für die Automobilbranche sowie in vielen anderen Anwendungen eingesetzt. Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die künftige Steigerung des Unternehmenswerts.
Zahlen und Fakten:
Ein kurzer Streifzug durch die Welt der Siltronic-Wafer.
Der Weg zum Erfolg


775 μm
ist die Standarddicke eines 300 mm-Wafers.
1 Wafer pro Sekunde
Siltronic stellt 1 Wafer pro Sekunde her.
Mit der Kosten-Roadmap auf gutem Weg
Aktiv Verbesserungspotenziale aufspüren und diese optimal ausschöpfen - das ist das Ziel der Kosten-Roadmap, unseres langfristig angelegten Programms zur Kostensenkung. Seinen Kern bilden Projekte für mehr Effizienz. Neue Ideen werden ständig diskutiert und wenn möglich zeitnah implementiert. Auf diese Weise wollen wir z. B. eine kontinuierliche Reduzierung der variablen Kosten eines 300 mm-Wafers erreichen.
Alle 2 Jahre
verdoppelt sich die Anzahl der Halbleiterschaltkreise pro Wafer.
Dabei verschärfen sich die Materialanforderungen an den Wafer jeweils um 30 Prozent.
Waferproduktion (vereinfachte Darstellung) circa 50- 60 Produktionsschritte

100 nm
ist die maximale Erhebung auf einem Wafer der neuesten Generation. Würde man Deutschland vergleichbar einebnen wie unsere Wafer, wäre die höchste Erhebung circa 3 Meter.
450/Stunde
Die Luft in unseren Reinräumen wird bis zu 450-mal pro Stunde komplett gefiltert.
7 km2
Siliziumfläche wurden 2016 verbraucht. Dies entspricht der Fläche von Gibraltar.
Quelle: SEMI SMG 2017
Endmärkte für Halbleiteranwendungen

Quelle: IHS 2017; "Sonstiges" enthält z. B. Netzwerkinfrastruktur und Endgeräte für Konsumenten

GESCHÄFTSBERICHT 2016
WAFER -HIGHTECH IM GLOBALEN NETZWERK.
QUALITÄT. INNOVATION. EFFIZIENZ. PRÄZISION.
Siliziumwafer: Grundbaustein vieler Produkte des täglichen Lebens - und unseres unternehmerischen Erfolgs.
Siltronic.
International aufgestellt und ausgerichtet versorgen wir als Technologieführer die anspruchsvolle Halbleiterindustrie weltweit mit Siliziumwafern der Spitzenklasse.

Seit über 50 Jahren in unserem Element
Silizium: ein Halbmetall, grau-schwarz glänzend, Symbol Si, Ordnungszahl 14 im Periodensystem, nach Sauerstoff das zweithäufigste Element in der Erdhülle. So weit die nüchternen Fakten. Was sich wie ein "Allerweltselement" anhört, verwandelt Siltronic tagtäglich in wertvollen Treibstoff unserer modernen Informationsgesellschaft. Zu Wafern verarbeitet, ist Silizium die Basis für fast alle Halbleiterbauteile und somit für die weltweite Elektronikindustrie. Die Ursprünge unseres Geschäfts reichen bis in die frühen 1950er Jahre zurück, 1962 entwickelten wir den ersten Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie.
Strategisch und geografisch gut positioniert
Seitdem haben wir uns als einer der führenden Anbieter in dieser herausfordernden Branche etabliert, die den Fortschritt rasant antreibt und zugleich keinen Fehler verzeiht. Entsprechend konsequent verfolgen wir unsere Null-Fehler-Strategie. Und wir stellen die Weichen für eine profitable Zukunft, in der wir von den wesentlichen Wachstumstreibern in den Bereichen Automobil, Industrie, Kommunikation und Solid State Drives profitieren wollen. Neben Technologieführerschaft ist dafür die Nähe zu unseren Kunden in aller Welt entscheidend. Mit unseren internationalen Produktionsstandorten und der Präsenz des Vertriebs in allen wichtigen Ländern haben wir uns strategisch und geografisch bestens positioniert.
Reinster Ursprung: Einkristalle aus Silizium bilden die Basis für die ultraflachen Wafer.
Qualität.
Mit gezielten Investitionen in unsere Standorte und Technologien sorgen wir heute dafür, auch in Zukunft im harten Wettbewerb der Halbleiterindustrie ganz vorne dabei zu sein.
Aus Silicon Saxony in die ganze Welt
In Deutschlands Hochtechnologie-Zentrum in Sachsen produziert Siltronic am Standort Freiberg Siliziumwafer für den Weltmarkt. 2016 wurde in eine neue Ziehhalle und state-of-the-art Kristallziehanlagen für 300 mm-Wafer investiert.
22. September 2016: Im Siltronic-Werk in Freiberg herrscht feierliche Stimmung. Hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft sind gekommen, um gemeinsam mit der Siltronic-Unternehmensführung und den Mitarbeitern die neue Kristallziehhalle auf dem Werksgelände einzuweihen. Dass es hier um mehr geht als "nur" die Investition in neueste Technologie, macht Dr. Christoph von Plotho, CEO der Siltronic AG, in seiner Begrüßungsrede deutlich: "Die Investition in die neue Ziehhalle ist ein klares Bekenntnis zum Standort Freiberg und ein wichtiger Beitrag, um unsere Position als bevorzugter Lieferant der globalen Halbleiterbranche zu halten und auszubauen."
Investition in die Zukunftsfähigkeit von Siltronic
Rückblick. 14 Monate zuvor war an gleicher Stelle der erste Spatenstich erfolgt. In nur gut einem Jahr errichtete ein Team aus spezialisierten Ingenieuren und Handwerkern ein 1.500 Quadratmeter großes Gebäude. Die wahren Spitzenleistungen werden im Inneren des Neubaus erbracht.
"In der Halle ziehen wir Einkristalle, sogenannte Ingots, aus denen wir anschließend 300 mm-Wafer herstellen, die den neuesten Design Rules der Chiphersteller entsprechen", erklärt Werkleiter Dr. Christian Heedt.

FREIBERG
In unmittelbarer Nähe zur sächsischen Landeshauptstadt Dresden betreibt Siltronic hochmoderne Ziehanlagen und eine Fertigungslinie für 300 mm-Siliziumwafer. Derzeit sind dort rund 800 Mitarbeiter beschäftigt.
Was sich bei ihm so selbstverständlich anhört, ist in der Realität ein hochkomplexes Verfahren. Sehr vereinfacht ausgedrückt, wird dabei ein bleistiftdünner Impfkristall in aufgeschmolzenes Polysilizium abgesenkt, in Drehung versetzt und langsam hochgezogen. Auf diese Weise entsteht der Einkristall. Ist er nach circa einer Woche zu einem über 350 kg schweren Ingot herangewachsen, wird er geschliffen, in Scheiben zerlegt und entsprechend der Kundenanforderungen zu Wafern aufbereitet. Durch Dotierungen wie Bor oder Arsen werden die elektrischen Eigenschaften der Wafer eingestellt. Sowohl diese elektrischen Eigenschaften als auch die genaue Beschaffenheit hängen individuell davon ab, welche Funktionen die Wafer später erfüllen sollen.
Die nun getätigte Investition dient nicht dem Ausbau der Kapazitäten am Standort Freiberg, sondern dazu, mit den stetig steigenden technologischen Anforderungen der Kunden Schritt halten zu können.
Immer schneller, kleiner, leistungsfähiger: Anwender haben hohe Erwartungen an ihre Produkte. Sie zu erfüllen, beginnt bei Herstellern wie Siltronic.
10 Hektar
umfasst der Siltronic-Standort in Freiberg.

Globale Megatrends treiben zu Höchstleistungen an
Christian Heedt zeigt auf das graue Gebäude: "Die Halle erstreckt sich über drei Ebenen, in der Mitte befindet sich ein Reinraum. Die Luft darin wird ständig gefiltert und ist 10.000-mal reiner als klare Gebirgsluft. Und von unserem neuen Produktionsleitstand aus können wir den Kristallziehprozess jetzt noch effizienter steuern."
Effizienz ist ein gutes Stichwort. Sie zählt neben Megatrends wie Mobilität, Vernetzung und Miniaturisierung zu den wesentlichen Treibern des Geschäfts von Siltronic. Ob Smartphone, Tablet oder Navigationsgerät im Auto: Geht es nach den Anwendern, soll jede neue Geräte-Generation möglichst kompakter, leistungsfähiger und zugleich günstiger sein als die vorherige. So führen die steigenden Anforderungen an die Produkte in einer Art Dominoeffekt zu höheren Ansprüchen an die Bauteile der Halbleiterindustrie, die wiederum von ihren Lieferanten - den Wafer-Herstellern - in immer kürzeren Zeitabständen neue Entwicklungssprünge erwartet.
Kristallziehen innerhalb der Waferproduktion

60 Jahre Produktion von Halbleitermaterial am Standort Freiberg

Der Produktionsstandort Freiberg vereint state-of-the-art Technik und top qualifizierte Mitarbeiter.
Konzernweite Null-Fehler-Strategie
In diesem dynamischen und wettbewerbsintensiven Marktumfeld auch weiterhin zu den Technologieführern zu gehören, ist eine permanente Herausforderung. Die Antwort sind Innovationskraft und höchste Qualitätsstandards, dahinter steht eine konzernweite Null-Fehler-Strategie. Dies zu gewährleisten, erfordert laufende Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die gesamte Produktionskette. Seit der Übernahme der damaligen Freiberger Elektronikwerkstoffe GmbH im Jahr 1995 wurde umfangreich in die Erneuerung und den Ausbau des Standorts investiert.
Wichtiger Arbeitgeber im sächsischen Silicon Valley
In dieser Region zwischen Dresden und Chemnitz hat in den vergangenen Jahrzehnten ein Strukturwandel stattgefunden. Zahlreiche Hochtechnologie-Industrien z. B. aus der Halbleiterfertigung und Solartechnik siedelten sich an. Siltronic fand an diesem Standort optimale Bedingungen und gut ausgebildete Mitarbeiter, sodass das Freiberger Werk wesentlich zum hervorragenden Ruf in der Branche und somit zum Erfolg beiträgt. Heute zählt Siltronic zu den größten Unternehmen und wichtigsten Arbeitgebern im Silicon Saxony, wie das Gebiet in Anlehnung an das berühmte Silicon Valley genannt wird.
> 800 Mio. Euro
wurden seit 1995 in die Erneuerung und den Ausbau des Standorts investiert.
800 Mitarbeiter
sind am Standort Freiberg tätig.
Von unserer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit profitieren wir standortübergreifend.
Innovation.
Gutes immer noch ein bisschen besser und das Unmögliche doch möglich machen: Mit diesem Anspruch und Selbstverständnis sichern wir die technologische Spitzenposition von Siltronic.
Treibende Kraft für Innovationen
Im ostbayerischen Burghausen schlägt das innovative Herz von Siltronic: In unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum arbeiten wir permanent an unserer Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Die Elektronikindustrie ist von äußerst kurzen Innovationszyklen geprägt. Jeder kennt es vom Handy: Nach zwei bis drei Jahren gelten die Produkte als veraltet und sind nicht mehr konkurrenzfähig. In derselben Geschwindigkeit steigen auch die Anforderungen an die Wafer. Eine starke Forschung und Entwicklung (F&E) ist in dieser Branche somit unverzichtbar, um technologisch immer auf der Höhe der Zeit zu sein. Mehr noch: Ein Höchstmaß an Innovationskraft ist nicht weniger als unsere Lebensversicherung für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg - passend zu unserer Vision, der Technologie-Roadmap unserer Kunden stets eine Generation voraus zu sein.
Neue Produkte entwickeln, bestehende optimieren
Die Schwerpunkte unserer F&E-Aktivitäten liegen in der Entwicklung von Prozessen, Produkten und Messmethoden. In der Praxis geschieht dies in zwei generellen Stoßrichtungen: Zum einen erforschen und erproben wir innovative Ansätze für neue Verfahren und Produkte. Zum anderen geht es darum, bestehende Prozesse und Anlagen kontinuierlich zu optimieren, um bessere Produkteigenschaften, signifikante Kosteneinsparungen oder Produktivitätssteigerungen zu erzielen.

BURGHAUSEN
Nahe München unterhalten wir unsere größte Produktionsstätte: Die Wurzeln des Siltronic-Traditionsstandorts Burghausen reichen mehr als 50 Jahre zurück. Hier stellen wir Wafer sowie Silizium-Einkristalle her und bündeln unsere F&E-Aktivitäten.
Teamwork für starke Marktposition
Dafür arbeiten die Bereiche "Engineering" und die Technologie-Abteilungen Forschung, Prozessentwicklung und Metrologie eng verzahnt zusammen. Im Team denken sie in großen Dimensionen, z. B. in Bezug auf den Einsatz neuartiger Materialien, genauso wie in kleinsten Strukturen im Bereich von wenigen Nanometern. Kompetenz und Spitzenqualität verbunden mit Kosteneffizienz und einem hohen Entwicklungstempo: Diese Eigenschaften werden auch in Zukunft unsere Innovations- und Technologieführerschaft sichern.

Galliumnitrid (GaN) könnte bei der Entwicklung von Leistungselektronik künftig eine bedeutende Rolle spielen. Siltronic erforscht das Potenzial dieses innovativen Materials.

Unter die Lupe genommen
Bis zum fertigen GaN / Siliziumwafer durchläuft das Material viele hochkomplexe Verfahrensstufen. Bei der visuellen Inspektion unter der "Haze-Lampe" wird der Wafer auf Freiheit von Mikrokratzern und Partikeln geprüft.
Heute die Halbleitermaterialien der Zukunft erproben
Energieeffizienz und die weitere Miniaturisierung und Reduktion der Baugrößen sind für uns wichtige Megatrends. Sie definieren künftige Standards und geben somit die Richtung für unsere Forschungsaktivitäten vor. Silizium unterstützt diese Trends im Bereich der Leistungshalbleiter in hervorragender Weise. Ergänzend testen wir neue Materialien, darunter Galliumnitrid (GaN). GaN verspricht eine weitere deutliche Steigerung der Energieeffizienz und -dichte.
Forschungsarbeit zu GaN
GaN kann bei hohen Temperaturen auf ein Siliziumsubstrat abgeschieden werden und anschließend mit industrieüblichen Prozessen eine neue Art von hocheffizienten Leistungshalbleitern ermöglichen. Bereits seit einiger Zeit erforscht Siltronic den Herstellungsprozess von GaN auf Siliziumwafern.
Die Forschungsarbeit der letzten Jahre zeigt vielversprechende Resultate, vor allem in puncto Kristallqualität der GaN-Wafer und der dazugehörigen elektrischen Daten. Mittlerweile ist die Technologie für Wafer mit 150 mm und 200 mm Durchmesser verfügbar. Derzeit durchlaufen erste Materialmuster Qualifikationsprüfungen bei unseren Kunden - mit positiven Rückmeldungen.
Stichwort Kunden: Ein entscheidender Faktor ist die enge Kooperation schon in der Entwicklungsphase. Indem wir uns zu wichtigen Parametern und Spezifikationen der GaN-Wafer abstimmen, können wir frühzeitig sicherstellen, dass unser Produkt optimal mit den Ansprüchen der weiterverarbeitenden Unternehmen harmoniert.
Rund 1.700 Patente und Patentanmeldungen
unterstreichen unsere Innovationsstärke.
1990
begann Siltronic mit der Entwicklung von 300 mm-Wafern.
2013
startete die Entwicklung von 300 mm-Wafern für Design Rule 8 nm.
Wissenswert
Galliumnitrid (GaN)
ist ein vielseitig einsetzbares Halbleitermaterial. In der Herstellung dienen Siliziumwafer als Träger, auf denen die GaN-Schichten wachsen. GaN bietet diverse Vorteile, darunter ein geringer Energieverbrauch, hoher Wirkungsgrad in Bezug auf die benötigte Fläche, hohe Durchbruchspannung und einen geringen Durchlasswiderstand. Damit eignet sich das Material ideal für Anwendungen und Bauteile der Leistungselektronik.
Leistungshalbleiter
erfüllen eine Schlüsselfunktion bei der Energiewandlung in elektronischen Geräten wie Smartphones und Computern, in Servern, in der Beleuchtung, Photovoltaik oder auch Motorenansteuerung. Sie wandeln beispielsweise die Netzspannung aus der Steckdose im Ladegerät oder Netzteil auf die Erfordernisse des jeweiligen Geräts um. Die wichtigste Anforderung dabei: die Energieverluste - meist in Form von Abwärme -möglichst gering zu halten.
66 Mio. Euro
Aufwendungen für F&E im Geschäftsjahr 2016.
7 %
Umsatzanteil für F&E-Aufwendungen.
Über 400 Ingenieure
arbeiten weltweit für Siltronic.
Mit möglichst wenig Rohstoffeinsatz höchste Qualitätsstandards setzen - das ist unser Anspruch.
Effizienz.
Das Streben nach der besten Lösung begrenzen wir nicht auf unsere Produkte und Prozesse. Auch für den Schutz von Mensch und Umwelt legen wir hohe Maßstäbe an.
Sicherheit und Umweltschutz von Anfang an mitgedacht
Nachhaltigkeit kann in einem extrem hart umkämpften Markt ein echter Wettbewerbsvorteil sein. Ressourcen sparen heißt oft auch Kosten sparen. Somit dient unsere Nachhaltigkeitsstrategie der Umwelt - und gleichzeitig der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.
Mit Weitblick planen: Bei Siltronic bedeutet das, elementare Faktoren wie Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz von Beginn an in sämtliche Geschäftsprozesse einzubeziehen. Wie lassen sich Produktionsabläufe und Arbeitsplätze noch sicherer für Mensch und Umwelt gestalten? Wie gehen wir verantwortungsvoll mit Rohstoffen um? Wie können wir die Effizienz auf immer neue Stufen heben? Fragen wie diese fließen in die Entwicklung innovativer Produkte ebenso frühzeitig ein wie in die Konzeption neuer Anlagen.
Insbesondere mit unseren Umweltschutzmaßnahmen gehen wir oft über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Das entspricht auch dem Kerngedanken der Initiative Responsible Care® der chemischen Industrie, der wir uns angeschlossen haben. Darüber hinaus haben wir den Global Compact der Vereinten Nationen unterzeichnet und verpflichten uns als Zulieferer der Elektronikindustrie zur Einhaltung der Grundsätze der EICC (Electronic Industry Citizenship Coalition).

PORTLAND
Das 1979 errichtete Werk im US-Bundesstaat Oregon war der erste Produktionsstandort von Siltronic außerhalb Deutschlands. Rund 400 Mitarbeiter stellen hier Wafer des Durchmessers 200 mm her
Reduzieren - einsparen - wiederverwerten
Um Ressourcen zu schonen, arbeiten wir permanent an der Optimierung unserer Produktionsprozesse. Dies gelingt unter anderem, indem wir Stoffkreisläufe schließen und Nebenprodukte an anderer Stelle in die Produktion zurückführen. Auf diese Weise vermeiden wir Abfälle und verringern Verbräuche.
Unseren Anspruch, nachhaltig zu produzieren und zu wirtschaften, unterstreichen wir mit konkreten Zahlen. So definiert jeder Produktionsstandort von Siltronic jährliche Einsparziele in Bereichen wie Emissionen, Abfall und Wasserverbrauch. Um sie zu erreichen, führen die Werke individuelle Programme durch, abgestimmt auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort. Mit welchen Maßnahmen wir beispielsweise der Wasserverbrauch bereits erheblich reduziert haben, zeigt ein Blick in die USA - auf den Siltronic-Standort Portland.
Effizienz am Siltronic-Standort Portland
Mit hohem Engagement treibt das Siltronic-Team in Portland diverse Projekte zur Einsparung von Energie und Wasser voran. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

238 Mio. Liter
Wasser sparte der Standort allein durch Projekte im Jahr 2016 ein.
2016 erhielt Siltronic Portland unter anderem den renommierten Gold Compliance Award der Stadt Portland für die werkseigene Abwasseraufbereitung sowie das Nachhaltigkeits-Zertifikat Gold Sustainability at Work Certification vom Bureau of Sustainability der Stadt Portland.
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Umweltauszeichnungen bzw. Ehrungen wurden dem Standort Portland bereits für seine herausragenden ökologischen Leistungen verliehen.
585.900 US-Dollar
Wasserkosten-Ersparnis erzielten die 2016 durchgeführten Maßnahmen in Summe.
"Nachhaltige Geschäftsabläufe in die tägliche Arbeit integrieren"
Der Siltronic-Standort in Portland ist ein Vorreiter beim umsichtigen Umgang mit Wasser, das zeigen auch zahlreiche Auszeichnungen. Wie kam es zu diesem Engagement?
John Streicher: "Effizienz in der Produktion ist seit jeher ein Grundsatz bei Siltronic. Uns liegt der Umweltschutz am Herzen, aber natürlich auch unser Kosteneinsatz. Beim ressourcenschonenden Arbeiten gehen beide Aspekte Hand in Hand. Seit 2015 haben unsere Bemühungen in diesem Bereich noch einmal deutlich Fahrt aufgenommen. Angefangen hatte es mit der Frage, wie viel Wasser wir eigentlich wo verbrauchen. Beim Erstellen dieses Status quo ergab sich eine umfangreiche Liste an Einsparmöglichkeiten. 2016 begann dann ein interdisziplinäres Team damit, die Reduzierung des Wasserverbrauchs und somit deutliche Kostenvorteile am gesamten Standort zu forcieren."
Nennen Sie bitte ein paar Beispiele.
John Streicher: "Im Vordergrund stehen Maßnahmen zur Einsparung und Wiederverwertung von Wasser in der Produktion. In der Verfahrenstechnik konnten wir einige Bereiche identifizieren, in denen sich der Einsatz von entionisiertem, also ultrareinem Wasser zum Teil erheblich verringern ließ. Zu den umgesetzten Projekten gehören beispielsweise die Verwendung von Abwasser aus Umkehrosmose- und Entionisierungsanlagen (RODI) im HPM-Wäscher sowie Verringerungen beim Rückspülwasser aus Multimediafiltern. In einem weiteren Projekt geht es um die Reduzierung von Abwasser, das ins städtische System zurückgeführt wird. Für unsere werkseigene Aufbereitungsanlage erhielten wir 2016 sogar einen Award der Stadt Portland."
Und wie sieht es mit der Effizienz über das Wassermanagement hinaus aus?
John Streicher: "Wir sind auf vielfältigen Ebenen aktiv. Dank unserer Programme zu Abfallverringerung und Recycling beträgt unsere Recyclingrate mittlerweile über 94 Prozent. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich daran, den Strom- und Gasverbrauch weiter zu senken. Ein ganz wichtiger Aspekt bei alldem ist, die Kollegen voll einzubeziehen und ein offenes Ohr für ihre Verbesserungsvorschläge zu haben. Denn nur, wenn alle sich verantwortlich fühlen, können wir nachhaltige Geschäftsabläufe in die tägliche Arbeit integrieren."
John Streicher ist Facilities Engineer bei Siltronic Portland. 2015 initiierte er ein Projekt, um den Wasserverbrauch am Standort zu reduzieren. Daraus hat sich mittlerweile ein ganzes Maßnahmenpaket entwickelt.
Juli 2016
Siltronic Portland war Gastgeber der Internationalen DI-Wasser-Konferenz (DI = deionisiertes Wasser).
Maßarbeit:
Eine ultrareine Umgebung und akribisch aufeinander abgestimmte Produktionsabläufe sind der Garant für höchste Qualität.
Präzision.
In der schnelllebigen und dynamischen Halbleiterbranche heißt es, kühlen Kopf bewahren. Denn in unseren komplexen Produktionsabläufen kommt es auf jedes kleinste Detail an.
Punktgenau platziert: Automatisierte Wafer-Transporte
Am Standort Singapur haben wir unsere größten Produktionskapazitäten konzentriert. Die dortigen Anlagen zählen zu den modernsten der Welt. Um in den sensiblen Reinräumen das Fehlerpotenzial so weit wie möglich nahe null zu bringen, setzen wir auf automatisierte deckengebundene Transportsysteme, sogenannte Overhead Hoist Transfer bzw. OHT-Systeme.
Alle Hordentransporte werden dabei vollautomatisch über selbstfahrende OHT-Shuttles abgewickelt. Ähnlich den Gondeln einer Seilbahn bewegen sie die Wafer-Kassetten durch den Reinraum und bringen so die Wafer auf kürzestem Weg von einer Produktionsstation zur nächsten. Diese OHT-Fahrzeuge sind mit einem Liftmechanismus ausgestattet, über den die Horden mit den Siliziumwafern selbstständig aufgenommen und anschließend millimetergenau auf dem Loadport eines vorgegebenen Equipments wieder abgestellt werden. Die komplette Transportlogistik wird dabei von einem Softwaresystem im Hintergrund gesteuert, das die Fahrzeuge mit den erforderlichen Transportaufträgen versorgt. Diesen Prozess zu automatisieren, hat gleich mehrere entscheidende Vorteile im Vergleich zum manuellen Transport.

SINGAPUR
Siltronic Singapur ist die zentrale Anlaufstelle für unsere Kunden in den asiatischen Ländern.
Hier stellen wir in zwei Produktionsstätten 200 mm- und 300 mm-Wafer aus Reinstsilizium für den Halbleitermarkt her
In dem äußerst empfindlichen Reinraum-Bereich gilt es, Erschütterung so gut wie möglich zu vermeiden. Der Transport über das an der Decke installierte OHT-System reduziert die Vibrationen auf ein Minimum und liefert somit einen Beitrag zur Sicherstellung der hohen Qualität unserer Produkte. Aber auch die Abnutzung der Wafer-Kassetten, sogenannte FOUPs (Front Opening Unified Pod), wird verringert, was sich wiederum günstig auf deren Lebensdauer auswirkt. Positiver Nebeneffekt: Durch den deckenbasierten Betrieb beansprucht das System keinen Stellplatz. Abstellregale für FOUPs und Wägen, die für den manuellen Transport erforderlich sind, entfallen. Dies ermöglicht eine optimal verdichtete Anordnung des Produktionsequipments und spart somit wertvolle und teure Reinraumfläche.
"Das OHT-System arbeitet sehr zuverlässig und unterstützt unseren Lean Production-Ansatz. Es trägt zu einer hohen Produktivität bei und spart Reinraumfläche."

Auf direktem Weg zur Produktivitätssteigerung
Gesteuert durch eine intelligente Software, lassen sich die FOUP-Anlieferung, Bestückung und der Abtransport besonders effizient gestalten. Anders als bei manueller Maschinenbestückung durch einen Operator, werden Wartezeiten für die Be- und Entladung der Equipment-Loadports reduziert, Durchlaufzeiten und Maschinenauslastung erhöht. Möglich wird dies vor allem durch eine intelligente, softwaregestützte Materialverteilung. Das bedeutet, dass die Wafer-Kassetten genau in der richtigen Reihenfolge zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Equipment ankommen. Automatisch kennt das System dabei immer die direkte Route und wählt das am besten geeignete Fahrzeug für den Transport aus. Unter dem Strich führt das zu einer spürbaren Produktivitätssteigerung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der optimierte Arbeitsprozess im Hinblick auf die Reinheit und somit auf die Produktqualität: Je weniger Bewegung durch Menschen in den Reinräumen, desto weniger kommt es zur Bildung und Freisetzung feinster Partikel.
Anders als die Wafer, die es transportiert, ist das System selbst unabhängig von Design Rule-Entwicklungen und somit lange nutzbar. Längst hat es sich als lohnende Investition für ein Plus an Präzision, Verlässlichkeit und Effizienz bewährt. Diese guten Erfahrungen führten bereits zur Einrichtung eines solchen Transportsystems im Werk Burghausen, für den Standort Freiberg ist es geplant.
1,4 Mrd. Smartphones
wurden 2016 weltweit produziert.1)
> 7.000
300 mm-Wafer werden stündlich weltweit hergestellt.
> 99 %
Wahrscheinlichkeit, in einem Smartphone Silizium von Siltronic zu finden.
Wissenswert
Moore'sches Gesetz
1965 formulierte Gordon Moore, Chemiker, Physiker und Mitbegründer des Halbleiterherstellers Intel, in einer Zeitschrift die These, dass sich die Zahl der Transistoren von integrierten Schaltungen jährlich verdoppelt. Die Zeitspanne für die Verdopplung der aktiven Komponenten eines Chips korrigierte er später auf alle zwei Jahre. Diese Prognose wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einer Art Faustregel für die Industrie und steht für die dynamische Entwicklung der Chipbranche.
Design Rules
In den Design Rules definieren die Hersteller auf Basis ihrer Chiplayouts die Anforderungen, die die Siliziumwafer als Ausgangsmaterial für die Chipproduktion erfüllen müssen. Die dadurch vorgegebenen Kenngrößen und Parameter sind unser "Briefing" für die Produktentwicklung.
6 %
pro Jahr wächst der Halbleitereinsatz im Automobilsektor von 2016 bis 2020.1)
50 %
aller 300 mm-Wafer werden für Speicherchips verwendet.1)
< 20 %
der gespeicherten Daten sind heute erst auf NAND; Tendenz stark steigend
1) Quelle: IHS 2017
An unsere Aktionäre
Brief an die Aktionäre
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner,
das Jahr 2016 hat wieder einmal gezeigt, wie schnell sich Märkte verändern können. Anfang 2016 hatte niemand damit gerechnet, dass die Nachfrage nach Siliziumwafern im zweiten Halbjahr derart hoch sein würde, dass die Wafer-Hersteller bei 300 mm- und 200 mm-Wafern voll ausgelastet sind.
Wie Sie sich erinnern, haben uns Bestandskorrekturen bei unseren Kunden und eine saisonale Abschwächung im zweiten Halbjahr 2015 zu schaffen gemacht. Mit der gesunkenen Wafer-Nachfrage ging auch ein Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise (ASP) einher. Keine sehr positive Ausgangslage für 2016.
Doch bereits im ersten Halbjahr stieg der Bedarf nach unseren Wafern und wir konnten unseren Produktmix verbessern. Im dritten Quartal war die Nachfrage so hoch, dass wir einige Kundenaufträge ablehnen und unsere Lagerbestände an Wafern reduzieren mussten. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die durchschnittlichen Verkaufspreise stabilisiert und in der Folge haben wir begonnen, unsere Kunden über Preiserhöhungen im Geschäftsjahr 2017 zu informieren.
Erfolgreich können nur die Wafer-Hersteller sein, die technologisch mit den neuesten Design Rule-Entwicklungen Schritt halten. Und hier ist Siltronic ganz vorne dabei - getreu unserem Leitbild "one generation ahead".
Das Innovationstempo der Halbleiterindustrie ist hoch. Das Moore'sche Gesetz, nach dem sich die Anzahl der Transistoren auf einem Computerchip alle 18 bis 24 Monate verdoppelt, hat nach wie vor Gültigkeit. Um kleinste Strukturen wirtschaftlich produzieren zu können und funktionale Einschränkungen zu vermeiden, ist der Einsatz neuer Technologien unumgänglich. Unsere F&E-Aktivitäten und unsere Produktion sind eng mit den Prozessen unserer Kunden verzahnt. Jedes Produkt ist genau spezifiziert und optimal auf die Bedürfnisse der einzelnen Kunden abgestimmt.
Für uns bedeutet das, kontinuierlich in unsere sogenannten "capabilities" zu investieren, um unsere führende Technologieposition im Wafer-Markt zu halten. Mit der Investition in neue Kristallziehanlagen in Freiberg wollen wir unsere Wafer noch weiter verbessern. Diese Ersatzinvestition war notwendig geworden, da wir mit den seit vielen Jahren im Einsatz befindlichen Ziehanlagen an technologische Grenzen bei der Ingot-Herstellung gekommen sind, um weiter den neuesten Design Rule-Anforderungen unserer Kunden zu entsprechen.
Die Automatisierungsprojekte in unserer Produktion liegen voll im Plan und wir werden mit einer höheren Produktivität unsere Wettbewerbsposition weiter verbessern.
Für Siltronic war 2016 ein erfolgreiches Jahr. Wir haben einen Umsatz von EUR 933,4 Mio. und ein EBITDA von EUR 146,0 Mio. erzielt. Die EBITDA-Marge lag bei 15,6 Prozent. Bereinigt um den Aufwand insbesondere aus Maßnahmen zur Währungssicherung, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen enthalten ist, wäre das EBITDA auf EUR 166,9 Mio. gestiegen und die EBITDA-Marge hätte 17,9 Prozent betragen.
Wir haben eine weiterhin starke Eigenkapitalquote von 40,2 Prozent. Das Nettofinanzvermögen lag Ende Dezember bei EUR 175,0 Mio., der Free-Cashflow bei EUR 19,0 Mio.
Haben die verhaltenen Aussichten Ende 2015 und Anfang 2016 den Aktienkurs der Siltronic noch negativ beeinflusst, spiegeln sich die positiven Entwicklungen in der Halbleiterindustrie seit August 2016 auch im starken Aufwärtstrend unseres Aktienkurses wider. In vielen Gesprächen mit Investoren in Europa und den USA haben wir immer wieder das Feedback erhalten, dass Siltronic als attraktiver Wert an der Börse überzeugt.
Für uns stehen auch künftig vor allem zwei wichtige Aufgaben im Fokus. Wir wollen unser operatives Geschäft weiter optimieren und unsere Technologieführerschaft weiter ausbauen. Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir in der Lage sind, kontinuierlich Prozesse und Technologien immer weiter zu verbessern. Wir sehen uns in diesem Bereich nach wie vor als Vorreiter in unserer Industrie. Die zahlreichen Auszeichnungen unserer Kunden zeigen, dass wir deren Bedürfnisse und Anforderungen sehr gut verstehen.
Für das Geschäftsjahr 2017 gehen wir derzeit, unter der Annahme eines leichten Mengenwachstums bei Siliziumwafern und einer deutlichen Preissteigerung, von einem Umsatz von mindestens EUR 1 Mrd. aus. Auch 2017 werden wir unsere kontinuierlichen Kostensparprogramme umsetzen. Wir sehen uns hervorragend aufgestellt, um das Ergebnis steigern zu können.
Wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft und hoffen, dass Sie uns auch weiterhin auf unserem Weg begleiten werden.
Unser Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten, die mit ihrem Einsatz, Teamgeist und Engagement täglich zum Erfolg der Siltronic beitragen.
Ebenso danken wir unseren Kunden und Geschäftspartnern - und natürlich Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre - für das entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit im Jahr 2017.
Herzlichst,
Dr. Christoph von Plotho, President & CEO
Rainer Irle, CFO
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2016 mit größtmöglicher Sorgfalt wahrgenommen. Dazu haben Vorstand und Aufsichtsrat vertrauensvoll im Unternehmensinteresse zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, dessen Tätigkeit überwacht und sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse sowohl schriftlich als auch mündlich eingehend und zeitnah über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und dessen strategische Weiterentwicklung sowie über die Risikolage, die Tätigkeit der internen Revision und Compliance-Themen. Der Aufsichtsrat bzw. die zuständigen Ausschüsse waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung frühzeitig eingebunden. Der Aufsichtsrat hatte stets Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Auch außerhalb der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Aufsichtsrats standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in engem Kontakt mit dem Vorstand und wurden über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsratsplenums
Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Sitzungen - je zwei im ersten und im zweiten Halbjahr - statt. Zudem fassten wir einen Beschluss außerhalb einer Sitzung. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen des Aufsichtsratsplenums im Geschäftsjahr 2016 teilgenommen.
In der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 3. März 2016 befassten wir uns unter anderem - unter Einbeziehung des Abschlussprüfers, der in der Sitzung anwesend war - eingehend mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie mit den zugehörigen Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht und billigten diese. Weiter legte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Präsidialausschusses und auf Basis der ermittelten Zielerreichung die variable Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 und die Ziele für die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 fest.
Außerdem verabschiedeten wir den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung und beschäftigten uns mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 12. Mai 2016. Zudem berichtete der Vorstand über den Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2015 und den Beginn des Geschäftsjahres 2016.
In der Sitzung am 16. Juni 2016 beschäftigte sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Gang der Geschäfte. Zudem erörterte der Aufsichtsrat die regulatorischen Anforderungen aufgrund der neuen EU-Marktmissbrauchsverordnung, insbesondere die geänderten Vorschriften zur Ad-hoc-Publizität, zu Directors' Dealings und zur Führung von Insiderverzeichnissen.
In der Aufsichtsratssitzung am 15. September 2016 befassten wir uns mit dem Bericht des Vorstands zum Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft. Weiter beschäftigten wir uns mit der Entwicklung der Pensionsverpflichtungen vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds.
In seiner Sitzung am 30. November 2016 befasste sich der Aufsichtsrat, neben dem Bericht des Vorstands zum Gang der Geschäfte, mit der Planung des Siltronic-Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 sowie mit der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2017 - 2021. Das vom Vorstand vorgestellte Budget 2017, einschließlich Finanz- und Investitionsplanung, wurde umfassend erörtert und verabschiedet. Weiter überprüfte der Aufsichtsrat im Rahmen einer allgemeinen und offenen Aussprache die Effizienz seiner Tätigkeit und stellte fest, dass er effizient arbeitet. Der Aufsichtsrat beschloss zudem, seine Geschäftsordnung anzupassen, um den erweiterten Pflichtenkanon des Prüfungsausschusses im Hinblick auf die EU-Reform der Abschlussprüfung zu reflektieren. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und die Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG bildeten einen weiteren Tagesordnungspunkt. Über die Corporate Governance bei Siltronic berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht auf 31.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Um seine Aufgaben effizient wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: Einen Prüfungsausschuss, einen Präsidialausschuss, einen Nominierungsausschuss und den gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem das Aufsichtsratsmitglied Bernd Jonas vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Arbeit in den Ausschüssen. Sämtliche Ausschussmitglieder haben jeweils an allen Ausschusssitzungen teilgenommen.
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr ein Mal. Er beschäftigte sich mit den Personalangelegenheiten des Vorstands und insbesondere dessen Vergütung.
Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2016 zu vier Sitzungen zusammen. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers mit dem Jahres- und Konzernabschluss sowie den Lageberichten und dem Abhängigkeitsbericht. Zudem erörterte er die Quartalsmitteilungen und im Beisein des Abschlussprüfers den Halbjahresbericht und dessen prüferische Durchsicht. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung 2016 die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Der Prüfungsausschuss erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte das Honorar des Abschlussprüfers fest. Der Ausschuss überwachte außerdem die Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers. Dabei beschäftigte er sich insbesondere mit der Behandlung von Nichtprüfungsleistungen. Des Weiteren behandelte der Prüfungsausschuss den Rechnungslegungsprozess, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, Wirksamkeit und Feststellungen der internen Revision sowie das Compliance-System und ließ sich fortlaufend über Compliance-Themen berichten.
Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal, um einen Wahlvorschlag für die Nachwahl eines Aufsichtsratsmitglieds der Anteilseigner in der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 vorzubereiten.
Der Vermittlungsausschuss musste im Geschäftsjahr 2016 nicht einberufen werden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG für das Geschäftsjahr 2016, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zu Einzel- und Konzernabschluss (Bilanzstichtag 31. Dezember 2016) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss der Siltronic AG und der zusammengefasste Lagebericht für den Siltronic-Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.
Die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden zunächst in der Prüfungsausschusssitzung vom 22. Februar 2017 und schließlich in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 1. März 2017 jeweils in Gegenwart des Abschlussprüfers (vertreten durch die Prüfer Johannes Hanshen und Damir Ratkovic, KPMG) eingehend diskutiert und geprüft. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand dem Prüfungsausschuss und dem Gesamtaufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Abschlussprüfer hat auch das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 AktG geprüft und festgestellt, dass das Risikofrüherkennungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Siltronic AG, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zu erheben. Wir billigen daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist damit festgestellt.
Die Entsprechenserklärung ist der Öffentlichkeit unter http://www.siltronic.com/int/de/investor_relations/corporate_governance/ dedaration/dedaration.jsp dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Abhängigkeitsbericht
Zum 31. Dezember 2016 hat die Wacker Chemie AG direkt und indirekt rund 58 Prozent der Anteile an der Siltronic AG gehalten. Zwischen diesen Gesellschaften besteht kein Beherrschungs- und/oder Ergebnisabführungsvertrag.
Daher hat der Vorstand der Siltronic AG dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für das gesamte Geschäftsjahr 2016 vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde vom Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Prüfungsbericht wurde den Aufsichtsratsmitgliedern ebenfalls rechtzeitig vom Abschlussprüfer übersandt.
Der Abhängigkeitsbericht und der hierzu erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden zunächst vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 22. Februar 2017 und schließlich vom Aufsichtsratsplenum in seiner Sitzung am 1. März 2017 erörtert und auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Dabei erläuterte der Vorstand den Abhängigkeitsbericht ausführlich und stand für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung. Der an beiden Sitzungen teilnehmende Abschlussprüfer (vertreten durch die Prüfer Johannes Hanshen und Damir Ratkovic, KPMG) berichtete über seine Prüfung, insbesondere über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Prüfungsausschuss und Aufsichtsratsplenum haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und mit dem Abschlussprüfer diskutiert. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat konnten sich so von der Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des Abhängigkeitsberichts, der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts oder des Prüfungsberichts sind nicht ersichtlich geworden.
Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat daher empfohlen, dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zuzustimmen und, da nach seiner Beurteilung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht des Vorstands zu erheben sind, eine entsprechende Beurteilung zu beschließen.
Der Aufsichtsrat ist der Empfehlung gefolgt und hat beschlossen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hatte außerdem keine Einwände gegen die Ergebnisse des Abschlussprüfers und hat dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zugestimmt.
Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine Veränderungen im Vorstand.
Mit gerichtlichem Beschluss vom 4. Januar 2016 wurde Frau Angela Wörl, Leiterin des Zentralbereichs Personal / Soziales der Wacker Chemie AG, als Nachfolgerin für Herrn Dr. Joachim Rauhut, der sein Aufsichtsratsmandat zum 11. Dezember 2015 niedergelegt hatte, zum Aufsichtsratsmitglied auf Anteilseignerseite bis zur Beendigung der Hauptversammlung am 12. Mai 2016 bestellt. Die Hauptversammlung wählte Frau Wörl bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 beschließt, als Anteilseignervertreterin in den Aufsichtsrat. Der Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung beruhte auf einer entsprechenden Empfehlung des Nominierungsausschusses.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Siltronic AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz. Sie haben zu einem für Siltronic erfolgreichen Jahr beigetragen.
München, 1. März 2017
Der Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siltronic AG
Siltronic an der Börse
Lage auf den Aktienmärkten war von Sorgen um politische Stabilität und Geldschwemme geprägt
Das Brexit-Votum, die Wahl von Donald Trump zum neuen Präsidenten der USA und die Regierungskrise in Italien hielten die Aktienmärkte 2016 in Atem. Hinzu kamen Sorgen um die globale Konjunktur aufgrund der mauen Konjunkturdaten aus China und des Ölpreisverfalls Anfang des Jahres. Auf der anderen Seite wurden die Aktienmärkte vor allem angetrieben durch die Geldschwemme großer Notenbanken. Während die US-Notenbank den Leitzins leicht angehoben hatte, blieb das Geld in Japan und im Euroraum weiterhin sehr billig. Anfang Dezember verlängerte die Europäische Zentralbank ihre milliardenschweren Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren bis Ende 2017.
Sehr positive Kursentwicklung der Siltronic-Aktie
Der Schlusskurs der Siltronic-Aktie lag am 30. Dezember 2015 im Xetra-Handel bei EUR 22,59. Aufgrund negativer Branchenerwartungen über die Entwicklung der Halbleiterindustrie verloren die Aktien von Wafer-Herstellern in den ersten Wochen des Jahres 2016 an Wert. Dieser Abwärtstrend wurde durch eine positivere Stimmung im Halbleitermarkt bereits zum Ende des ersten Quartals gestoppt. Kontinuierlich positive Nachrichten zur Entwicklung des Halbleitermarkts sowie Konsolidierungstendenzen und damit verbundene Unternehmensbewertungen, wie bei der Übernahme der SunEdison SEMI durch GlobalWafers, haben den Kurs unserer Aktie positiv beeinflusst. Der Xetra-Schlusskurs lag am 31. Dezember 2016 bei EUR 44,03. Dies entspricht einer Kurssteigerung von 94,9 Prozent gegenüber dem Schlusskurs 2015. Die Marktkapitalisierung lag unter Zugrundelegung des Xetra-Schlusskurses bei EUR 1,3 Mrd.
Kursverlauf der Siltronic-Aktie im Vergleich zu Indizes 2016 (indexiert)
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Kursverlauf der Siltronic-Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern 2016 (indexiert)
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Der Philadelphia Semiconductor Sector Index stieg im Vergleichszeitraum um 36,6 Prozent, der TecDAX hat dagegen 1,0 Prozent verloren.
Der DAX ist im Jahresvergleich um 6,4 Prozent und der Dow Jones um 11,8 Prozent gestiegen. Sowohl der Nikkei 225 Index wie auch der Hang Seng Index konnten im Jahresvergleich lediglich 0,4 Prozent zulegen.
Regional diversifizierte Aktionärsstruktur
Der Streubesitzanteil ist mit 42 Prozent unverändert geblieben. Größter Aktionär der Siltronic ist weiterhin die Wacker Chemie AG. Sie hält seit dem Börsengang 57,83 Prozent. Die größten institutionellen Investoren zum 31. Dezember 2016 waren gemäß den uns vorliegenden Meldungen die MainFirst SICAV aus Luxemburg mit 4,42 Prozent, Coltrane aus den USA mit 3,62 Prozent und Fidelity aus den USA mit 3,1 Prozent. Innerhalb des Streubesitzes, Stand Januar 2017, liegt mit 37 Prozent ein Großteil in den Händen von institutionellen Investoren in den USA, gefolgt von 22 Prozent im Vereinigten Königreich und 21 Prozent in Deutschland.
Aktionärsstruktur der Siltronic AG
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Der Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat lag zum 31. Dezember 2016 bei unter 1 Prozent.
Nachhaltige Investor-Relations-Aktivitäten
Das Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist es weiterhin, die Bekanntheit der Siltronic AG weltweit zu erhöhen und die Wahrnehmung der Aktie als attraktiven Wert zu festigen und auszubauen. Durch eine kontinuierliche, offene und verlässliche Kommunikation über die Entwicklung und die strategische Ausrichtung der Siltronic wollen wir das Vertrauen der Anleger in die Aktie stärken und eine realistische und faire Bewertung der Aktie erreichen.
Der Vorstand und das Investor-Relations-Team führten auch im Jahr 2016 diverse Roadshows in den Finanzzentren Europas und den USA durch und nahmen an Investorenkonferenzen in Deutschland und den USA teil. Daneben fanden zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen statt, in denen über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Markttrends informiert wurde.
Die Siltronic wird zurzeit von sechs Analysten verschiedener Banken begleitet. Davon haben zum 30. Dezember 2016 vier Analysten eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Zwei Analysten hatten zum Halten der Aktie geraten. Eine Verkaufsempfehlung lag nicht vor. Das durchschnittliche Kursziel der Banken lag Ende Dezember bei EUR 34,50.
Aktuelle Daten und Informationen sind auf der Siltronic-Webseite www.siltronic.com unter Investor Relations veröffentlicht.
Rahmendaten zur Aktie
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| Erstnotiz | 11.06.2015 |
| Börsenplatz | Frankfurt |
| Marktsegment | Amtlicher Handel |
| Transparenzlevel | Prime Standard |
| Index | TecDAX |
| ISIN | DE000WAF3001 |
| Börsenkürzel | WAF300 |
| Streubesitz nach IPO in % | 42,2 |
| Anzahl Aktien | 30.000.000 |
| Höchstkurs 20161) | EUR 45,55 |
| Tiefstkurs 20161) | EUR 12,30 |
| Schlusskurs 20161) | EUR 44,03 |
| Marktkapitalisierung zum 30.12.2016 | EUR 1,3 Mrd. |
1) Xetra-Schlusskurse
Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand berichtet im Folgenden - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Voraussetzung für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist das Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartner und Investoren. Wesentliche Grundlage dafür ist eine gute Corporate Governance im Sinne einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siltronic AG gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2016 intensiv mit der Corporate Governance des Unternehmens und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 auseinandergesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 30. November 2016 folgende Entsprechenserklärung abgegeben, die der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft (http://www.siltronic.com/ int/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/ declaration.jsp) dauerhaft zugänglich gemacht ist:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Siltronic AG erklären zu den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' (,Kodex') Folgendes:
1. Erklärung für die Zukunft
Die Siltronic AG wird den Empfehlungen des am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der nachfolgend genannten und begründeten Abweichungen entsprechen:
a. Selbstbehalt bei D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 3.8 Abs. 3)
Der Kodex sieht vor, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der dem Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder in Höhe von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung entspricht. Gesetz und Satzung setzen dem Aufsichtsrat feste Grenzen, auf die Geschäftstätigkeit einer Aktiengesellschaft Einfluss zu nehmen.
Nach § 76 Absatz 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand die Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Über die Mitwirkung des Aufsichtsrats an der Festlegung der Grundzüge der Unternehmensstrategie hinaus sind die Möglichkeiten des Aufsichtsrats zur Einwirkung auf deren Umsetzung oder das operative Geschäft begrenzt. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Abwendung von Schäden für das Unternehmen. Da darüber hinaus die Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergleich zur Vergütung des Vorstands, die sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt, lediglich eine relativ geringe feste Vergütung erhalten, sehen wir die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht für sinnvoll an.
b. Betragsmäßige Höchstgrenzen für die Vergütung des Vorstands (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6)
Der Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Die Vorstandsverträge enthalten entsprechende Höchstbeträge für die feste und variable Vergütung. Für den Großteil der Vergütung wird der Empfehlung des Kodex demnach gefolgt. Allerdings macht es das bestehende System der Altersversorgung unmöglich, betragsmäßige Höchstgrenzen für diese Komponente der Vergütung festzulegen. Denn die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen für die Altersversorgung der Vorstände hängen jedes Jahr von der Zinsentwicklung ab. Bei niedrigen Zinsen sind die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen zwangsläufig höher. Ein Höchstbetrag kann hier nicht festgelegt werden, weil die Zinsentwicklung nicht vorhersehbar ist. In der Folge kann auch keine Höchstgrenze für die Vorstandsvergütung insgesamt vereinbart werden.
c. Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre (Ziffer 5.4.3)
Nach dieser Empfehlung sollen die Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz den Aktionären bekannt gegeben werden, obwohl der Aufsichtsrat in der Regel noch nicht gewählt ist. Das Gesetz sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats ,aus seiner Mitte' von den Aufsichtsräten zu wählen ist. Eine Bekanntgabe der Kandidaten für den Vorsitz aus dem Kreis von Aufsichtsräten, die noch nicht einmal gewählt sind, ist auch vom Gesetz nicht vorgesehen und würde darüber hinaus zu einer weiteren vom Gesetz nicht vorgesehenen faktischen Vorfestlegung führen. Aus diesen Gründen wird die Empfehlung nicht befolgt.
2. Erklärung für die Vergangenheit
Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 11. Dezember 2015 entsprach die Siltronic AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit den oben unter 1. genannten und begründeten Ausnahmen.
Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Gesellschaft beachtet die gesetzlichen Anforderungen an die Unternehmensführung. Sie folgt, mit den in der Entsprechenserklärung genannten Ausnahmen, sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Compliance als wesentliche Leitungsaufgabe des Vorstands
Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien und deren Beachtung im Konzern gehören bei Siltronic zu den Leitungs- und Überwachungsaufgaben. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, beschäftigt sich regelmäßig mit Fragen der Compliance und der Überprüfung des Compliance-Management-Systems.
Das Compliance-Management im Konzern wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von Siltronic. Das Unternehmen hat in Deutschland, den USA, Japan, Singapur und Taiwan Compliance-Beauftragte ernannt und ausgebildet. Sie informieren die Mitarbeiter in regelmäßigen Schulungen über maßgebliche gesetzliche Bestimmungen und interne Richtlinien. Sie sind Ansprechpartner für Fragen der Mitarbeiter und beraten zum Thema Compliance. Mitarbeiter können sich vertraulich an die Compliance-Beauftragten wenden, um Verstöße gegen interne Richtlinien und Gesetze zu melden. Im Geschäftsjahr 2016 lag ein Schwerpunkt des Compliance-Managements darin, den Austausch mit den ausländischen Standorten innerhalb der Compliance-Organisation ständig zu verbessern und die Mitarbeiter zu schulen.
Verhaltenskodizes
Unternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Wir führen unser Geschäft deshalb verantwortungsvoll in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben. Für Siltronic als Unternehmen des Wacker-Konzerns gelten die Wacker-Verhaltensgrundsätze, die in fünf Codes niedergeschrieben sind:
| ― | Code of Conduct: Grundsätze für den Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten (Vertraulichkeit, Trennung von Privat- und Unternehmensinteressen, Datenschutz, Schutz vor Geldwäsche); |
| ― | Code of Safety: definiert die Sicherheitskultur und stellt Sicherheitsregeln für Arbeitsplätze, Anlagen, Produkte und Transport auf; |
| ― | Code of Innovation: Grundsätze für Forschung und Entwicklung, Kooperationen, Patente und das Innovationsmanagement; |
| ― | Code of Teamwork & Leadership: Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung; |
| ― | Code of Sustainability: Grundsätze einer nachhaltigen Unternehmensführung. |
Die Codes sind auf der Website der Wacker Chemie AG abrufbar (http://www.wacker.com/cms/de/wacker_group/wacker_facts/ policy/policy.jsp). Die Codes können von allen Mitarbeitern im Siltronic-Intranet eingesehen und heruntergeladen werden.
Des Weiteren orientiert sich Siltronic als Zulieferer der Elektronikindustrie an dem Verhaltenskodex der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC), mit dem führende Unternehmen der Elektronikindustrie weltweit soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein sowie ethische Geschäftspraktiken fördern möchten. Weitere Informationen zur EICC sowie deren Verhaltenskodex finden sich im Internet unter http://www. eiccoalition.org.
Zudem setzt Siltronic die zehn Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Die zehn Prinzipien des UN Global Compact sind im Internet einsehbar unter www.unglobalcompact.org.
Darüber hinaus nimmt Siltronic als Konzernunternehmen der Wacker Chemie AG an der Responsible Care® -Initiative der chemischen Industrie teil (https://www.vci.de/nachhaltigkeit/ responsible-care/uebersichtsseite.jsp). Hier engagiert sich Wacker gemeinsam mit ihren Konzernunternehmen seit 1991. Die Teilnehmer der Initiative verpflichten sich, in eigener Verantwortung und unabhängig von gesetzlichen Vorgaben die Leistungen für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz ständig zu verbessern.
Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Die Siltronic AG hat, wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, ein duales Führungssystem. Es besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung überwacht und berät. Die beiden Gremien sind hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft wie auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt.
Vorstand
Dem Vorstand gehören derzeit zwei Mitglieder an. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Siltronic AG bei allen Geschäften mit Dritten. Sein Handeln und seine Entscheidungen sind bestimmt durch das Unternehmensinteresse und orientieren sich am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Zu diesem Zweck bestimmt er die strategische Ausrichtung des Siltronic-Konzerns und steuert und überwacht diese durch die Allokation von finanziellen Mitteln, Ressourcen und Kapazitäten sowie durch die Begleitung und Kontrolle der operativen Geschäftseinheiten. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (Compliance) und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Dabei führt das einzelne Mitglied des Vorstands die ihm zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Der Vorstand tagt regelmäßig im Rahmen von Sitzungen, die vom Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet werden. Vorstandssitzungen müssen stattfinden, wenn es das Wohl der Gesellschaft erfordert. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit. Solange der Vorstand nur aus zwei Personen besteht, können Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden, dem Vorstandsvorsitzenden steht kein Stichentscheid zu.
Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und seines Werts. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Auch zwischen den Sitzungen hält der Aufsichtsratsvorsitzende Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, und berät über die wesentlichen Themen. Der Vorstand erläutert dem Aufsichtsrat Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen.
Bestimmte in der Geschäftsordnung für den Vorstand der Siltronic AG festgelegte Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu gehören unter anderem die Verabschiedung der Jahresplanung, einschließlich der Finanz- und Investitionsplanung, der Erwerb und die Veräußerung von Anteilen an Unternehmen, die Aufnahme neuer und die Aufgabe vorhandener Produktions- und Geschäftszweige sowie die Aufnahme großer langfristiger Kredite.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Gemäß Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammen. Die Amtsperiode der Mitglieder beträgt regelmäßig fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig. Ein Überblick über die im Berichtszeitraum amtierenden Aufsichtsratsmitglieder und deren weitere Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien findet sich auf 137. Die reguläre Amtszeit der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Grundlegende Entscheidungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht.
Dadurch, dass Mitglieder des Aufsichtsrats nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören können, ist bereits strukturell ein hohes Maß an Unabhängigkeit bei der Überwachung des Vorstands sichergestellt.
Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand.
Ausschüsse erhöhen Effizienz des Aufsichtsrats
Damit der Aufsichtsrat seine Aufgaben effizient wahrnehmen kann, hat er vier fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet. Über die Arbeit der Ausschüsse wird regelmäßig im Aufsichtsratsplenum berichtet.
Präsidialausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglieder:
Dr. Hermann Gerlinger
Johann Hautz
Aufgaben:
Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden. Er behandelt ferner die Vorstandsverträge und erarbeitet das System der Vorstandsvergütung, auf dessen Basis das Aufsichtsratsplenum die Vergütung der Vorstandsmitglieder festsetzt.
Nominierungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglied:
Dr. Hermann Gerlinger
Aufgaben:
Der Nominierungsausschuss besteht aus zwei Mitgliedern. Er ist vorbehaltlich einer anderweitigen Bestimmung des Aufsichtsrats mit den Vertretern der Anteilseigner besetzt, die auch dem Präsidialausschuss angehören. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, unter Berücksichtigung der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats geeignete Kandidaten für die Aufsichtsratsbesetzung zu identifizieren und die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl der Anteilseignervertreter vorzubereiten.
Prüfungsausschuss
Vorsitz:
Bernd Jonas
Mitglieder:
Dr. Tobias Ohler
Harald Sikorski
Aufgaben:
Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Darüber hinaus befasst er sich mit der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr und der Durchsprache der Quartalsabschlüsse sowie mit Fragen des Risikomanagements und der Compliance. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte bzw. des zusammengefassten Lageberichts sowie des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Insbesondere überwacht er die Rechnungslegungsprozesse, die Compliance und die Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme. Dabei arbeitet er eng mit dem Abschlussprüfer zusammen. Der Prüfungsausschuss bereitet darüber hinaus die Vereinbarung mit dem Abschlussprüfer vor und trifft geeignete Maßnahmen, um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen zu überwachen. Er unterbreitet auf dieser Grundlage dem Aufsichtsrat eine Empfehlung, wen dieser der Hauptversammlung als Abschlussprüfer vorschlagen soll. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Vermittlungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler
Mitglieder:
Gebhard Fraunhofer
Johann Hautz
Angela Wörl
Aufgaben:
Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildende Vermittlungsausschuss hat die ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben. Wenn ein Beschluss über die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung eines Vorstandsmitglieds nicht die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen erreicht hat, kommt dem Vermittlungsausschuss die Aufgabe zu, einen Vorschlag zu unterbreiten.
Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden ersten Führungsebenen unterhalb des Vorstands; Angaben zur Einhaltung von Mindestanteilen bei der Besetzung des Aufsichtsrats
In der Siltronic AG sind für den Frauenanteil im Vorstand der Siltronic AG eine Zielgröße von 0 Prozent und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 festgelegt. Damit wird der aktuelle Stand beibehalten. Die Mandate der amtierenden Vorstandsmitglieder laufen noch bis 2018 bzw. 2020 und eine Erweiterung des Vorstands auf drei oder mehr Mitglieder ist aus Sicht des Aufsichtsrats vor dem Hintergrund der Bemühungen des Unternehmens, die Kosten zu kontrollieren und kontinuierlich zu senken, nicht zielführend.
Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands ist eine Zielgröße von 3 / 16, das entspricht 18,75 Prozent, und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands eine Zielgröße von 1 / 34, das entspricht knapp 3 Prozent, jeweils bis zum 30. Juni 2017, festgelegt.
Die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen und Männern hat im Berichtszeitraum den gesetzlichen Anforderungen an die Mindestanteile entsprochen. Seit der gerichtlichen Bestellung von Frau Angela Wörl als Vertreterin der Anteilseigner am 4. Januar 2016 gehören dem Aufsichtsrat der Siltronic AG vier weibliche Mitglieder - jeweils zwei auf Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite - und acht männliche Mitglieder an. Die Anteilseignervertreter und die Arbeitnehmervertreter haben der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen.
Weitere Angaben zur Corporate Governance
Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nachfolgende konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen:
1. Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl von Mitgliedern mit internationalen Erfahrungen, mindestens jedoch ein Mitglied, angehören.
2. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat beinhaltet bereits umfassende Regelungen zur Verhinderung und zum Umgang mit Interessenkonflikten von Aufsichtsratsmitgliedern. Darüber hinaus strebt der Aufsichtsrat grundsätzlich die Verhinderung von Interessenkonflikten an und wird dieses Ziel auch bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigen.
3. Dem Aufsichtsrat sollen mindestens drei unabhängige Anteilseignervertreter angehören.
4. Aufsichtsratsmitglieder sollen dem Aufsichtsrat in der Regel nicht länger als drei volle Amtsperioden angehören. In begründeten Ausnahmefällen kann der Aufsichtsrat von dieser Regel abweichen.
Eine Altersgrenze ist bereits in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthalten.
Der Aufsichtsrat berücksichtigt diese Ziele bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Siltronic AG entspricht den verabschiedeten Zielen und die in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelte Altersgrenze wird eingehalten.
Aktionäre und Öffentlichkeit transparent informieren
Siltronic verfolgt den Anspruch, alle Zielgruppen des Unternehmens, ob Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien oder die interessierte Öffentlichkeit, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Wichtige Termine des Unternehmens veröffentlichen wir regelmäßig in einem Finanzkalender, der auf unserer Homepage veröffentlicht ist. Die Kapitalmarktteilnehmer stehen in engem Kontakt zu unserem Investor-Relations-Team. In Telefonkonferenzen zur jeweiligen Quartalsberichterstattung informieren wir Investoren und Analysten über die aktuelle und künftige Geschäftsentwicklung. Regelmäßig sind wir auf Roadshows und Investorenkonferenzen. Einmal im Jahr führen wir eine Analystenveranstaltung durch. Soweit rechtlich erforderlich, veröffentlichen wir Informationen in Form von Ad-hoc- Mitteilungen. Zu diesem Zweck haben wir ein Ad-hoc-Komitee gebildet, in dem beide Vorstandsmitglieder, der Leiter Recht & Compliance sowie die Leiterin Investor Relations & Communications vertreten sind und das Sachverhalte auf ihre Ad-hoc-Relevanz prüft. Wir gewährleisten damit den gesetzeskonformen Umgang mit möglichen Insiderinformationen. Mitarbeiter, für die der Zugang zu Insiderinformationen im Rahmen ihrer Aufgaben erforderlich ist, werden in einem Insiderverzeichnis geführt.
Wichtige Präsentationen können im Internet frei eingesehen und heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache sowie den Geschäftsbericht und alle Zwischenberichte und Quartalsmitteilungen. Weitere Informationen finden Sie auf http://www.siltronic.com.
Hauptversammlung
In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Weiter dient die Hauptversammlung dazu, sämtliche Aktionäre effizient und umfassend über die Lage des Unternehmens zu unterrichten. Bereits vor der Hauptversammlung erhalten die Aktionäre wichtige Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr im Geschäftsbericht. In der Einladung zur Hauptversammlung werden die Tagesordnungspunkte erläutert und die Teilnahmebedingungen erklärt. Die Einberufung nebst allen gesetzlich erforderlichen Berichten und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts (der unter anderem den Konzernjahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht enthält) sowie der Jahresabschluss der Siltronic AG sind auch auf der Webseite zugänglich. Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse im Internet. Siltronic erleichtert ihren Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung. Für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre stehen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung.
Meldepflichten für Führungskräfte
Die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Siltronic AG sowie die mit diesen eng verbundenen Personen sind nach Art. 19 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 über Marktmissbrauch (MAR) verpflichtet, der Siltronic AG und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) Eigengeschäfte mit Aktien oder Schuldtiteln der Siltronic AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten zu melden. Der Siltronic AG wurden 2016 keine gesetzlich anzuzeigenden (seit dem 3. Juli 2016 nach Art. 19 MAR, zuvor nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz) Geschäfte gemeldet. Gemeldete Transaktionen werden auf der Website der Siltronic AG veröffentlicht.
Der Gesamtbesitz von Siltronic-Aktien aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder übersteigt nicht 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Angaben über wertpapierorientierte Anreizsysteme
15 Prozent der jährlichen variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder werden in Aktien der Gesellschaft ausbezahlt, die die Gesellschaft im Namen und für das jeweilige Vorstandsmitglied erwirbt. Einzelheiten sind im Vergütungsbericht auf Q 83 nachzulesen.
Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken
Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken ist wichtiger Bestandteil einer guten Corporate Governance. Mit einem systematischen Chancen- und Risikomanagement identifiziert und überwacht Siltronic regelmäßig die wesentlichen Risiken und Chancen. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt und durch konsequentes Risikomanagement minimiert werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig. Mit dem Rechnungslegungsprozess sowie der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems beschäftigt sich regelmäßig der Prüfungsausschuss. Das Chancen- und Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten sind im Risiko- und Chancenbericht auf □ 68 nachzulesen.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss 2016 der Siltronic wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss 2016 der Siltronic AG wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Rechnungslegung für das Jahr 2016 wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung informiert wird. Außerdem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die die Aufgaben des Aufsichtsrats betreffen. Sollte der Abschlussprüfer bei der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ergeben, wird er den Aufsichtsrat darüber informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken.
D&O-Versicherung
Es besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, in der die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats miteinbezogen ist (D&O-Versicherung). Diese Versicherung sieht den gesetzlichen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands vor. Aus den in der Entsprechenserklärung erläuterten Gründen ist kein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats vorgesehen.
Interessenkonflikte
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind allein dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Bei ihren Entscheidungen dürfen sie keine persönlichen Interessen verfolgen oder Geschäftschancen nutzen, die dem Unternehmen zustehen. Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sehen vor, dass etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen sind. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten hat das entsprechende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und einem Vorstand oder seinen Angehörigen andererseits haben den Standards zu entsprechen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten maßgeblich wären. Solche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats, falls der Wert des Geschäfts im Einzelfall einen Betrag von EUR 5.000 übersteigt.
Zusammengefasster Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Führender internationaler Anbieter von Wafern aus Reinstsilizium
Wir sind ein global aufgestellter Markt- und Technologieführer von Wafern aus Reinstsilizium für die Halbleiterindustrie und fertigen an vier Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Asien Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm. Wir zählen die 20 führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie zu unseren Kunden und unterhalten mit unseren Kunden meist über viele Jahre gewachsene Geschäftsbeziehungen.
Siltronic steht im Markt für jahrelange Expertise, kundenspezifische Lösungen sowie eine globale Verfügbarkeit von Produkten bei verlässlicher Qualität und Liefertreue. Unsere weltweite Präsenz ermöglicht es uns, in weniger als 24 Stunden auf Kundenanfragen zu reagieren. Diese Kombination ist die Basis für die hohe Kundenzufriedenheit und bildet das Fundament für unseren nachhaltigen Geschäftserfolg. Unser Ziel ist es, qualitativ hochwertige Wafer mit den Spezifikationen zu liefern, die die Anforderungen unserer Kunden vollständig erfüllen.
Siliziumwafer sind die Grundlage moderner Mikro- und Nanotechnologie und damit ein wesentlicher Bestandteil in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs, beispielsweise in Computern, Smartphones, Flachbildschirmen oder Navigationssystemen.
Unser Anspruch ist es, eine treibende Kraft für Innovationen bei Siliziumwafern in der Halbleiterindustrie zu sein.
Rechtliche Konzernstruktur
Seit 1996 hat Siltronic die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht - damals noch unter der Firmierung Wacker Siltronic Gesellschaft für Halbleitermaterialien AG. Seit 2004 firmiert die Gesellschaft unter Siltronic AG und hat ihren Sitz in München. Die AG ist direkt oder indirekt an fünf Gesellschaften beteiligt.
Leitung und Kontrolle
Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die Siltronic AG ein duales Führungssystem, das aus Vorstand und Aufsichtsrat besteht. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern; seine Zusammensetzung hat sich im Geschäftsjahr 2016 nicht verändert. Der Aufsichtsrat setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufgabenverteilung untereinander können dem Corporate Governance Bericht auf Q 31 entnommen werden.
Ressortverteilung im Vorstand
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| Dr. Christoph von Plotho | Rainer Irle |
| • Vorsitzender | • Finanzvorstand |
| • Applikationstechnologie | • Arbeitsdirektor |
| • Engineering | • Controlling |
| • Investor Relations & Communications | • Einkauf |
| • Konzernentwicklung | • Finanzen & Steuern |
| • Produktion | • IT |
| • Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit | • Personal |
| • Recht & Compliance | • Risikomanagement & Audit |
| • Standortmanagement Burghausen & Freiberg | • Siltronic USA |
| • Supply Chain Management | |
| • Technologie | |
| • Vertrieb & Marketing | |
| • Siltronic Japan | |
| • Siltronic Singapur |
Siltronic-Konzernstruktur

Aktive strategische Managementholding, dezentrale Struktur und Nähe zum Kunden vor Ort
Die Muttergesellschaft der Siltronic-Gruppe, die Siltronic AG, fungiert als gesellschaftsrechtliche und operative Holding der Gruppe. Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die Siltronic AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete strategische Steuerung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die operativen Tochtergesellschaften werden unternehmerisch durch ein eigenes Management geführt. Der Vorstand der Siltronic AG ist auch in den Boards der Tochtergesellschaften vertreten. Ein erweiterter Führungskreis des Konzernmanagements der Siltronic AG wird an vereinbarten Zielvorgaben gemessen. Spezifische Ziele werden auf konzernweiter, regionaler und operativer Ebene definiert und kontinuierlich überprüft.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vergütung des Vorstands enthält fixe und variable Elemente. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht auf 83 bis 86 des zusammengefassten Lageberichts nachzulesen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht auf 31 bis 37 enthalten. Darin enthalten sind die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
Die Entsprechenserklärung ist der Öffentlichkeit unter http://www.siltronic.com/int/de/investor_relations/corporate_governance/ declaration/declaration.jsp dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Wichtige Produkte, Geschäftsprozesse und Absatzmärkte
Wir schaffen Mehrwert mit unserer Erfahrung, technologischen Kompetenz und Innovationskraft
Silizium ist die Basis für fast alle Halbleiterbauelemente und bildet damit im Wesentlichen die Grundlage für die gesamte weltweite Elektronikindustrie. Die Wafer werden für immer kleinere Strukturen, sogenannte Design Rules, verwendet, die heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Dies ermöglicht die Produktion immer leistungsfähigerer und energieeffizienterer Generationen von Computerchips. Unsere Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm unterstützen diese Entwicklung und bilden die Grundlage für hochkomplexe Halbleiterbauelemente wie Hochspannungsanwendungen, niedrigohmige Schaltkreise für den Automobilbau und die Telekommunikation sowie hoch integrierte Mikroprozessoren und Speicherbauelemente für die Informationsverarbeitung.
Als strategischer Entwicklungspartner für unsere industriellen Kunden liefern wir maßgeschneiderte Lösungen, die ihren Anwendungserfordernissen entsprechen. Dabei bauen wir auf unsere technische Expertise und das profunde Verständnis der Kundenanforderungen. Mit unseren vier Produktionsstandorten sowie mit Vertriebsstandorten in Europa, den USA und im asiatischen Raum bedienen wir Kunden in mehr als 40 Ländern. 2016 waren unsere fünf größten Kunden, in alphabetischer Reihenfolge, Infineon Technologies, Micron Technology, Samsung Electronics, SK hynix und Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Mit unserem lokalen Vertriebsansatz bieten wir einen qualitativ hochwertigen Kundenservice.
Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden helfen wir ihnen, ihre Produkte und Lösungen kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir fertigen polierte und epitaxierte Wafer kundenspezifisch gemäß der aktuellsten Design Rule.
Endmärkte für Halbleiteranwendungen
in %

Quelle: IHS 2017; "Sonstiges" enthält zum Beispiel Netzwerkinfrastruktur und Endgeräte für Konsumenten
Wettbewerbssituation
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist durch eine hohe Konzentration der Wafer-Anbieter und einen hohen globalen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Siltronic ist laut Marktstudien einer der größten Hersteller von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie mit einem Marktanteil von circa 15 Prozent.
Im Dezember 2016 hat GlobalWafers aus Taiwan die US-amerikanische SunEdison SEMI übernommen. Damit sind unsere Hauptwettbewerber die beiden japanischen Hersteller Shin-Etsu Handotai und SUMCO Corporation sowie GlobalWafers aus Taiwan und LG Siltron, Korea.
Diese fünf größten Hersteller bedienen zusammen circa 90 Prozent der weltweiten Nachfrage. Die Kunden arbeiten bei der Entwicklung neuer Wafer immer enger mit den Herstellern zusammen. Aufgrund unseres exzellenten Kundenzugangs erwarten wir, hiervon in Zukunft noch mehr profitieren zu können.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Wir verkaufen unsere Wafer weltweit an Kunden in der Halbleiterindustrie. Somit unterliegen wir den für diese Industrie typischen konjunkturellen Schwankungen. Diese können allerdings von ihrem Eintrittszeitpunkt und auch vom Grad der Ausprägung sehr unterschiedlich sein. Anhand ausgewählter Frühindikatoren, zu denen unter anderem Rohstoffpreise, das Bestellverhalten der Kunden, unsere Kapazitätsauslastung sowie die erwartete Entwicklung von Produktions- und Absatzzahlen der Halbleiterindustrie gehören, berücksichtigen wir die voraussichtliche Entwicklung frühzeitig in der Geschäftsplanung.
Wechselkursschwankungen aufgrund von Handelsbeziehungen zwischen Währungsräumen haben einen operativen Einfluss auf unseren Umsatz und das Ergebnis, da wir rund zwei Drittel unseres Umsatzes in US-Dollar erzielen, der größte Teil der Kosten jedoch in Euro anfällt. Wir versuchen, den Einfluss von Fremdwährungseffekten durch verstärkte Produktion im US-Dollarnahen Währungsraum Singapur und eine aktive Hedging-Politik abzuschwächen.
Auf der Kostenseite hat die Entwicklung von Löhnen und Gehältern Einfluss auf Siltronic, ebenso wie die Veränderung von Materialkosten. Unser zentrales Rohmaterial ist Polysilizium, das wir hauptsächlich von der Wacker Chemie AG beziehen. Hier bestehen langfristige Lieferverträge. In unseren Fertigungsprozessen nutzen wir eine Vielzahl von Hilfsstoffen, z. B. Poliermittel, Sägedraht etc. Soweit möglich versuchen wir, unsere Materialien über mehrere Lieferanten zu beziehen.
Unsere Profitabilität erhöhen wir zudem durch interne Maßnahmen wie Prozessoptimierung in allen funktionalen Bereichen. Bereits 2010 haben wir mit der "Kosten-Roadmap" ein kontinuierliches Kostensenkungsprogramm ins Leben gerufen, um aktiv Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Im Rahmen dieses Programms erfassen wir systematisch Projekte zur Effizienzsteigerung. Dazu zählt z. B., dass wir die variablen Kosten eines 300 mm-Wafers kontinuierlich pro Jahr senken und unsere Produktionskapazität jährlich um circa ein bis zwei Prozent erhöhen wollen, ohne Neuinvestitionen tätigen zu müssen.
In regelmäßigen Steering Committee-Sitzungen werden neue Ideen priorisiert und deren Implementierung überwacht.
Da wir weltweit tätig sind, kommen unterschiedliche rechtliche und steuerliche Regelungen zum Tragen, die wir in unserem Geschäftsablauf berücksichtigen müssen. Unter anderem zählen hierzu Produkthaftungsgesetze und beschäftigungsrechtliche Auflagen sowie das Außenhandels- und Patentrecht.
Soweit sich aus den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen Risiken für unser Geschäft ergeben, werden diese im Risikobericht auf 68 bis 79 dargestellt.
Unternehmensstrategie und Unternehmenssteuerung
Unser kurz- und langfristiges strategisches Ziel ist der nachhaltige Ausbau unserer Geschäftstätigkeit, um unsere Position als einer der führenden Hersteller für Halbleiterwafer weiter zu festigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unsere Technologieführerschaft ausbauen, unsere Qualitätsführerschaft beibehalten und unser Programm für operative Exzellenz und Kostensenkung fortsetzen. Ebenso stehen eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows im Fokus. Gegenüber dem Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen unserer Ziele und Strategien.
Megatrends begünstigen nachhaltig den verstärkten Einsatz unserer hochwertigen Reinstsiliziumwafer
Die Kundenanforderungen in der Halbleiterindustrie verändern sich fortlaufend. Getrieben wird dies vor allem durch globale Megatrends wie Mobilität, Konnektivität, Miniaturisierung und Kosteneffizienz. Dabei steht z. B. das Internet der Dinge (kurz: IoT) für den Trend, dass immer mehr "smarte" Geräte auf den Markt kommen, Gegenstände des Alltags werden mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet - vom App-gesteuerten Wearable bis zur komplett smarten Fabrik. Die stetigen Verbesserungen der Funktionalität und Energieeffizienz, etwa von Smartphones, Fahrerassistenzsystemen im Automobilbereich oder industrieller Automatisierungstechnik, basieren auf der laufenden Weiterentwicklung der dafür erforderlichen Bauteile durch die Halbleiterhersteller. Typischerweise sind diese Entwicklungen verbunden mit erhöhten Anforderungen an die Rohmaterialien. So sind z. B. kleinere Strukturbreiten für Bauteile nur möglich, wenn die Siliziumwafer entsprechend gleichförmig sind.
Daher gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach hoch entwickelten Wafern weiter wachsen wird. Wir wollen diese Wachstumsmöglichkeiten ergreifen, indem wir uns auf innovative, wertschöpfende Lösungen fokussieren und so unsere Kunden bei neuen Anforderungen aktiv unterstützen.
Synergien durch Best-in-Class-Produktionsprozesse
Wir haben langjährige Erfahrung in der Herstellung von 300 mm-Wafern und haben an unseren deutschen Standorten in Freiberg (Sachsen) und Burghausen sowie in Singapur moderne Produktionsanlagen errichtet, die für die Massenproduktion dieser Wafer ausgelegt sind. Unsere Produktionsanlagen in Singapur für 200 mm- und 300 mm-Wafer gehören jeweils zu den modernsten und größten weltweit. Über standardisierte Prozesse und eine größtenteils einheitliche Maschinenausrüstung stellen wir einen Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten sicher. Wir können damit Prozessverbesserungen einfach und schnell weltweit implementieren und vereinfachen das Qualifizieren durch unsere Kunden.
Unsere Erfolgsparameter sind globale Präsenz und Innovationskraft
Wir wollen unseren Kunden Lösungen für heutige Anwendungen und die Anwendungen von morgen mit einer höheren Produktleistungsfähigkeit oder -qualität anbieten.
Wir adressieren produktseitig anspruchsvolle Märkte. Anwendungsbereiche für Siliziumwafer sind z. B. Computer, Tablets, Smartphones, Solid State Drives, Assistenz- und Steuerungssysteme in der Automobilindustrie oder sogenannte Wearables. Wir stellen unseren Kunden weltweit maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung. Neben dem Czochralski-Verfahren nutzen wir unter anderem das Zonenziehverfahren (die sogenannte FZ-Technologie) für Wafer mit einem Durchmesser von bis zu 200 mm (siehe Kapitel Produktion auf 61). Wir stärken kontinuierlich unsere Innovationskraft und setzen auf Forschung und Entwicklung (F&E). Wir planen, jährlich circa 7 Prozent vom Umsatz in F&E-Aktivitäten zu investieren.
Unsere Produktionsprozesse und Kostenstrukturen optimieren wir fortlaufend
Unsere strategischen Ziele sind die Verbesserung der Profitabilität und die Stärkung des Cashflows. Diese unterstützen und steuern wir durch umfangreiche Maßnahmen. Dazu zählen Kostendisziplin und die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen in allen Funktionen und Regionen. So haben wir mit unserer Kosten-Roadmap unsere Kosten kontinuierlich gesenkt.
2015 haben wir gegenüber 2014 rund EUR 45 Mio. eingespart, 2016 gegenüber 2015 rund EUR 30 Mio. Wir konnten unsere EBITDA-Marge trotz Preisdrucks in der Vergangenheit erhöhen. Auf Basis der identifizierten und eingeleiteten Verbesserungsvorhaben werden wir aus diesem Programm auch künftig gezielt Kostenvorteile realisieren.
Kontinuierliche Überwachung ausgewählter finanzieller und nichtfinanzieller Steuerungsgrößen
Die Konzernleitung orientiert sich bei der Führung von Siltronic im Wesentlichen an finanziellen Steuerungsgrößen.
Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen sind dabei die EBITDA-Marge, der Free-Cashflow sowie der ROCE (Return On Capital Employed).
Eine hohe Profitabilität ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen für die Konzernleitung. Als Wertgröße dient hierzu das EBITDA, bei dem wir uns mit den Wettbewerbern vergleichen. Das EBITDA ist definiert als das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und gegebenenfalls Zuschreibungen. Aus diesem Vergleich, der historischen Entwicklung und der Planung berechnen wir eine Ziel-EBITDA-Marge.
Eine weitere zentrale Zielgröße ist der Free-Cashflow. Mit der Fokussierung auf diesen Wert stellen wir sicher, dass auch in Zukunft die finanzielle Solidität der Siltronic erhalten bleibt.
Der Free-Cashflow zeigt, ob die notwendigen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus der eigenen operativen Tätigkeit (dem Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) finanziert werden können. Unser Ziel ist es, jedes Jahr einen positiven Wert zu erreichen. Die wesentlichen Einflussgrößen sind neben der Profitabilität ein wirksames Management des Nettoumlaufvermögens sowie die Höhe der Investitionen. Das Nettoumlaufvermögen ist die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der ROCE ist definiert als das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dividiert durch das eingesetzte Kapital. Das eingesetzte Kapital ergibt sich aus dem Anlagevermögen und dem Nettoumlaufvermögen, und zwar als Mittelwert von Beginn und Ende einer Berichtsperiode.
Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden konzernweit geplant sowie fortlaufend überwacht. Wir messen Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen monatlich auf Konzernebene und in allen lokalen Gesellschaften. Schlüsselgrößen werden monatlich und quartalsweise analysiert. Ebenso überprüfen wir regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse die detaillierte Geschäftsplanung und prognostizieren die spezifische Geschäftsentwicklung.
Die vorgenannten wichtigsten Steuerungsgrößen werden durch weitere finanzielle Steuerungsgrößen ergänzt. Hierzu zählen insbesondere die Umsatzerlöse, die Investitionen und das Nettofinanzvermögen.
Nichtfinanzielle Leistungsgrößen beziehen sich vor allem auf die Bereiche Mitarbeiter, Forschung & Entwicklung, Produktion und Corporate Social Responsibility, wo wir Größen wie Produktivität, Ausbeuten und Unfallhäufigkeit erheben. Wir setzen keinen dieser Indikatoren durchgängig zur Steuerung des Unternehmens ein.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung
Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben sich die weltwirtschaftlichen Aktivitäten im Jahr 2016 ähnlich entwickelt wie im Vorjahr, mit einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,1 Prozent (2015: 3,2 Prozent).
Das Wachstum im Euroraum war mit 1,7 Prozent weiter verhalten und lag damit leicht unter dem Vorjahr (2015: +2,0 Prozent). Trotz des anhaltend günstigen Ölpreises und der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ist die Entwicklung des gesamten Wirtschaftsraums noch immer durch die nur langsam sinkende Arbeitslosigkeit und die Schuldenkrise in einigen Staaten belastet. Der Wechselkurs des Euros gegenüber anderen Währungen wie dem US-Dollar bewegte sich im Jahresverlauf zunächst nahe an den Vorjahreswerten. Seit November wurde die US-Währung jedoch merkbar gegenüber dem Euro aufgewertet, während der Japanische Yen schwächer tendierte.
Die deutsche Wirtschaft folgte 2016 ebenfalls weiter einem moderaten Aufwärtstrend. Das Statistische Bundesamt erwartet ein Wachstum von 1,8 Prozent für das Gesamtjahr (2015: 1,7 Prozent).
Das Wirtschaftswachstum in den USA war 2016 mit 1,6 Prozent schwächer als im Vorjahr (2015: 2,6 Prozent). Die USA profitieren aber - wie auch Japan - von anhaltend niedriger Arbeitslosigkeit.
Die Wirtschaft in Japan wuchs 2016 mit 0,9 Prozent wieder nur schwach (2015: 1,2 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukt 2016 in China wuchs um 6,7 Prozent - gemäß dem erklärten Ziel einer langsam sinkenden Wachstumsgeschwindigkeit (2015: 6,9 Prozent)
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist -gemessen an der weltweit verkauften Fläche - im Jahr 2016 um 2,9 Prozent gewachsen. Die Nachfrage im ersten Quartal lag dabei noch deutlich unter dem Vorjahreswert. Im weiteren Jahresverlauf zeigte sich jedoch eine deutliche Belebung der Nachfrage, die bis zum Jahresende hin anhielt.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, January Update, Release January 16th, 2017)
Statistisches Bundesamt, DIW Berlin (Dezember 2016)
SEMI SMG 2017 (Pressemitteilung am 7. Februar 2017)
Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf
Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine Ereignisse, die den Geschäftsverlauf der Siltronic wesentlich beeinflusst haben.
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf 2016 war bereits im ersten Quartal leicht besser als erwartet und auch das zweite Quartal entwickelte sich sehr erfreulich. Wir konnten unseren Produktmix verbessern. Der Preisdruck, der im zweiten Halbjahr 2015 eingesetzt hatte und noch bis in das erste Quartal 2016 spürbar war, hat sich im zweiten Quartal des Geschäftsjahres reduziert. Zu diesem Zeitpunkt sind wir davon ausgegangen, dass sich die Nachfrage nach Siliziumwafern im zweiten Halbjahr nicht erhöht, die Preise jedoch relativ stabil bleiben. Daher hatten wir unsere Umsatzprognose leicht nach unten revidiert.
Entgegen unserer Erwartung Ende Juni 2016 hat die Nachfrage im dritten Quartal nochmals angezogen und unsere Produktion war im zweiten Halbjahr bei 300 mm- und 200 mm-Wafern voll ausgelastet. Wie prognostiziert haben sich die durchschnittlichen Verkaufspreise ab dem dritten Quartal erfreulicherweise stabilisiert, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau als 2015. Daher war die Umsatzprognose etwas positiver als noch zum Ende des zweiten Quartals.
Die Stärke des Japanischen Yen hat unsere Umsatzentwicklung positiv beeinflusst und zu einer Verbesserung unserer Bruttomarge beigetragen. Durch die Aufwertung des Japanischen Yen hat sich allerdings auch der Aufwand für Währungssicherung, der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen verbucht wird, erhöht und damit einen negativen Effekt auf das EBITDA. Insgesamt war der positive Effekt durch die Aufwertung des Yen jedoch höher. Somit blieb die Prognose zur EBITDA-Marge während des Geschäftsjahres 2016 unverändert.
Mit einem Umsatz von EUR 933,4 Mio. schließen wir das Geschäftsjahr 2016 auf dem Niveau des Vorjahres erfolgreich ab. Damit haben wir den im Oktober prognostizierten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich leicht übertroffen. Die operative EBITDA-Marge lag bei 15,6 Prozent und damit erwartungsgemäß leicht über dem Vorjahr mit 13,3 Prozent.
Wie im dritten Quartal erwartet haben die Schwankungen beim Japanischen Yen zu etwas höheren Hedging-Aufwendungen geführt als noch zu Jahresbeginn erwartet.
Der ROCE lag mit 3,7 Prozent wie prognostiziert im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Der Free-Cashflow lag mit EUR 19,0 Mio. im Rahmen der Erwartungen, obwohl wir Kundenanzahlungen in Höhe von EUR 20,5 Mio. zurückgeführt und eine Vorauszahlung in die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG in Höhe von rund EUR 11,1 Mio. geleistet haben.
2016 haben wir mit Investitionen in unsere Leistungsfähigkeit ("capabilities") unsere Technologieführerschaft weiter gestärkt. Im dritten Quartal hatten wir unsere Prognose zu den Investitionen von rund EUR 80 Mio. auf EUR 85 Mio. bis EUR 90 Mio. angehoben. Mit EUR 88,8 Mio. im Geschäftsjahr 2016 lagen wir am oberen Ende der Erwartungen.
Vergleich tatsächlicher mit prognostiziertem Geschäftsverlauf
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| Ergebnis 2015 | Prognose GB1)2015 (Stand März 2016) | Prognose QM1)1.2016 (Stand April 2016) | Prognose QB1)2.2016 (Stand Juli 2016) | Prognose QM1)3.2016 (Stand Oktober 2016) | Ergebnis 2016 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz in EUR Mio. | 931,3 | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | 933,4 |
| Umsatzwachstum in % | 10,1 | leicht unter Vorjahresniveau | im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau | im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau, gestützt durch starken JPY | im niedrigen einstelligen Prozentbereich unter Vorjahresniveau, gestützt durch starken JPY | 0,2 |
| EBITDA-Marge in % | 13,3 | leicht verbessert | leicht verbessert | leicht verbessert | leicht verbessert | 15,6 |
| ROCE in % | 0,4 | im mittleren einstelligen Prozentbereich | im mittleren einstelligen Prozentbereich | im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich | im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich | 3,7 |
| Free-Cashflow in EUR Mio. | 37,4 | deutlich positiv, jedoch unter dem Wert von 2015 | deutlich positiv, jedoch unter dem Wert von 2015 | deutlich positiv, jedoch unter dem Wert von 2015 | deutlich positiv, jedoch unter dem Wert von 2015 | 19,0 |
1) GB = Geschäftsbericht; QB = Quartalsbericht; QM = Quartalsmitteilung
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage
Das Geschäftsjahr 2016 hat die Erwartungen des Vorstands leicht übertroffen. Vor allem die hohe Nachfrage nach Siliziumwafern, die im dritten und vierten Quartal zur Vollauslastung der Produktion geführt hatte, waren im ersten Halbjahr nicht erwartet worden. Die Entwicklung des durchschnittlichen Verkaufspreises (ASP) lag unter unseren Erwartungen.
Der Umsatz zum Geschäftsjahresende 2016 lag mit EUR 933,4 Mio. leicht über unserer Prognose. Positive Wechselkurseffekte beim Japanischen Yen und vor allem die deutlich höheren Absatzmengen im zweiten Halbjahr konnten den Rückgang beim Durchschnittspreis leicht kompensieren.
Unsere Investitionen lagen am oberen Ende der Prognose, da wir bereits begonnene Projekte wie die Automation vor allem an den deutschen Standorten, die neue Kristallziehhalle in Freiberg und den Austausch älterer Kristallziehanlagen gegen state-of-the-art Anlagen zügig vorantreiben konnten. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich weiter planmäßig verringert. Damit lagen die Personalkosten im Plan. Die F& E-Ausgaben lagen in dem von uns geplanten Rahmen.
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. Dezember 2015 leicht gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist auf 40,2 Prozent gesunken.
Der Vorstand ist insgesamt zufrieden mit dem Geschäftsverlauf 2016. Die Entwicklung neuer Produkte gemeinsam mit unseren Kunden hat dazu beigetragen, unsere technologische Marktführerschaft zu untermauern.
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der Siltronic als stabil. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses 2016 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2016. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2017 entspricht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts den Erwartungen des Vorstands.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Umsatz aufgrund von Mengensteigerungen auf Vorjahresniveau
Wir haben das Geschäftsjahr 2016 mit einem Konzernumsatz von EUR 933,4 Mio. erfolgreich abgeschlossen und liegen damit auf dem Vorjahresniveau von EUR 931,3 Mio. Positive Wechselkurseffekte beim Japanischen Yen und vor allem Mengeneffekte haben den Rückgang des ASP kompensieren können. In Euro ausgedrückt ist der ASP in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres annähernd stabil geblieben, jedoch unterhalb der jeweiligen Vorjahreszeiträume. Im vierten Quartal war der ASP gestiegen und lag sogar leicht über dem ASP des Geschäftsjahres 2015.
Siltronic erzielt den Umsatz weit überwiegend in US-Dollar und Japanischen Yen. Somit wirkt sich eine Schwäche des Euros gegenüber dem US-Dollar und dem Yen positiv auf den Umsatz aus. Während der Durchschnittskurs des Euros zum US-Dollar im Jahr 2016 mit 1,11 dem Vorjahreswert entsprach, notierte der Euro gegenüber dem Yen um durchschnittlich 11 Prozent schwächer im Vergleich zum Vorjahr von 134.
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass die prozentuale Aufteilung der Umsatzerlöse auf die drei großen Regionen Europa, Asien und USA unverändert zum Vorjahr geblieben ist. Auf die größte Region Asien entfielen wie im Vorjahr 67 Prozent der Umsatzerlöse, gefolgt von Europa mit 19 Prozent. In den USA wurden erneut 14 Prozent umgesetzt.
Umsatzverteilung nach Regionen
in %

Der Geschäftsverlauf der Siltronic unterliegt oft einer gewissen Saisonalität, die üblicherweise durch ein eher schwaches erstes Quartal, ein stärkeres zweites und drittes Quartal und ein wieder schwächeres viertes Quartal gekennzeichnet ist. 2016 folgten die Quartale diesem Muster nicht ganz. Das erste Quartal war ein schwaches Quartal mit Umsätzen von lediglich EUR 220,6 Mio., woraufhin ein besseres Quartal mit EUR 229,6 Mio. folgte. Das dritte Quartal war mit Umsatzerlösen von EUR 237,0 Mio. stark und wurde nochmals von einem sehr starken vierten Quartal mit EUR 246,3 Mio. übertroffen.
Umsatzerlöse
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 246,3 | 215,3 | 31,0 | 14,4 | 933,4 | 931,3 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 2,1 | 0,2 |
Herstellungskosten je Waferfläche deutlich reduziert
Wir konnten die Herstellungskosten je Waferfläche gegenüber dem Vorjahr deutlich reduzieren. Die Herstellungskosten waren um EUR 6,9 Mio. bzw. 0,9 Prozent geringer, obwohl die abgesetzte Waferfläche den Vorjahreswert übertroffen hat.
Die Verbesserung der Herstellungskosten je Waferfläche war getrieben durch eine höhere Auslastung unserer Anlagen, erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahmen und niedrigere Abschreibungen. Nennenswerte Wechselkurseinflüsse auf die Herstellungskosten gab es nicht, da die Herstellungskosten zu ungefähr 60 Prozent in Euro anfallen.
Herstellungskosten
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Herstellungskosten | 192,6 | 183,6 | 9,0 | 4,9 | 761,5 | 768,4 |
| Bruttoergebnis | 53,7 | 31,7 | 22,0 | 69,4 | 171,9 | 162,9 |
| Bruttomarge in % | 21,8 | 14,7 | 18,4 | 17,5 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Herstellungskosten | - 6,9 | - 0,9 |
| Bruttoergebnis | 9,0 | 5,5 |
| Bruttomarge in % |
Bruttomarge aufgrund höheren Umsatzes und gesunkener Herstellungskosten je Waferfläche über Vorjahr
Das Bruttoergebnis hat sich um EUR 9,0 Mio. auf EUR 171,9 Mio. verbessert. Dies entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent. Die Bruttomarge ist von 17,5 Prozent im Vorjahr auf 18,4 Prozent im Berichtsjahr gestiegen.
Der Grund für die höhere Bruttomarge lag in den erfolgreichen Maßnahmen zur Minderung der Herstellungskosten je Waferfläche sowie den gestiegenen Umsätzen. Obwohl der ASP des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, konnte der Umsatz 2016 aufgrund positiver Wechselkurseffekte und höherer verkaufter Mengen um EUR 2,1 Mio. gesteigert werden.
Die Bruttomarge verbesserte sich im Berichtsjahr von Quartal zu Quartal. Sie lag im ersten Quartal bei 15,3 Prozent, gefolgt von 17,1 Prozent im zweiten Quartal und 19,1 Prozent im dritten Quartal. Im vierten Quartal erreichte die Bruttomarge 21,8 Prozent.
Kosten für Vertrieb, Forschung & Entwicklung und Verwaltung nur unterproportional gestiegen
Die Summe der Aufwendungen für Vertrieb, Forschung & Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung hat im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich aufgrund von Tarifsteigerungen und höheren Forschungs- und Entwicklungskosten zugenommen. Im Verhältnis zum Umsatz war der prozentuale Anteil der Kosten für Vertrieb, F&E sowie Verwaltung mit 12,9 Prozent kaum verändert zum Vorjahr (12,6 Prozent).
Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung im Verhältnis zum Umsatz kaum verändert im Vorjahresvergleich
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | 8,4 | 8,9 | - 0,5 | - 5,6 | 33,2 | 34,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) | 16,4 | 15,9 | 0,5 | 3,1 | 66,4 | 64,4 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 4,5 | 4,3 | 0,2 | 4,7 | 20,6 | 18,5 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 29,3 | 29,1 | 0,2 | 0,7 | 120,2 | 117,8 |
| in Prozent vom Umsatz | 11,9 | 13,5 | 12,9 | 12,6 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | - 1,7 | - 4,9 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten (F&E-Kosten) | 2,0 | 3,1 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 2,1 | 11,4 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 2,4 | 2,0 |
| in Prozent vom Umsatz |
Währungssicherungen dominieren sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist stark von Wechselkursgewinnen und Wechselkursverlusten, insbesondere den Maßnahmen zur Währungssicherung, geprägt. Die Währungssicherungen betreffen den US-Dollar und den Japanischen Yen.
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag 2016 mit EUR - 24,7 Mio. deutlich unter dem Vorjahr (EUR - 42,4 Mio.).
2016 führten die Wechselkurseffekte per saldo zu einem Aufwand von EUR 20,9 Mio. in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen (Vorjahr: EUR 45,7 Mio.). Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen hat sich somit um EUR 24,8 Mio. aufgrund von Wechselkurseffekten gegenüber 2015 verbessert.
Zum 31. Dezember 2016 sind im Eigenkapital noch nicht realisierte Verluste aus Sicherungsgeschäften in Höhe von EUR 4,6 Mio. verblieben (Vorjahr: EUR 13,2 Mio.).
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17,7 | 10,2 | 7,5 | 73,5 | 52,5 | 88,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 22,1 | - 18,8 | - 3,3 | 17,6 | - 77,2 | - 131,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | - 4,4 | - 8,6 | 4,2 | - 48,8 | - 24,7 | - 42,4 |
| davon Wechselkurseffekte | - 1,5 | - 10,5 | 9,0 | -20,9 | - 45,7 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Sonstige betriebliche Erträge | - 36,4 | - 40,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 54,1 | - 41,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | 17,7 | - 41,7 |
| davon Wechselkurseffekte | 24,8 |
EBITDA aufgrund von Währungssicherungen und höherem Bruttoergebnis verbessert
Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf EUR 146,0 Mio. und lag damit EUR 22,0 Mio. bzw. 18 Prozent über dem Wert des Vorjahres (EUR 124,0 Mio.).
Die EBITDA-Marge betrug im Berichtsjahr 15,6 Prozent (Vorjahr: 13,3 Prozent). Wie bei Umsatz und Bruttomarge zeigte sich auch bei der EBITDA-Marge eine kontinuierliche Verbesserung. So haben wir im ersten Quartal 2016 eine EBITDA-Marge von 10,7 Prozent erzielt, im zweiten Quartal von 15,3 Prozent, im dritten Quartal von 15,6 Prozent und im vierten Quartal von 20,5 Prozent. Die Verbesserung der EBITDA-Marge über die Quartale ist aufgrund der Wechselkursschwankungen weniger kontinuierlich ausgefallen als die Verbesserung des Umsatzes und der Bruttomarge.
Ohne die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthaltenen insgesamt ergebnisbelastenden Wechselkurseffekte in Höhe von EUR 20,9 Mio. hätte das EBITDA EUR 166,9 Mio. und die EBITDA-Marge 17,9 Prozent (Vorjahr: EUR 169,7 Mio. bzw. 18,2 Prozent) betragen. Die ergebnisbelastenden Wechselkurseffekte ergaben sich durch einen schwächer werdenden Euro. Mit einem schwächeren Euro geht jedoch eine Steigerung der Bruttomarge einher.
Das EBIT von EUR 27,0 Mio. war 2016 um EUR 24,3 Mio. höher als im Vorjahr. Das Bruttoergebnis verbesserte sich um EUR 9,0 Mio. Die Verbesserung des EBIT ist höher als die Verbesserung des Bruttoergebnisses aufgrund von niedrigeren Aufwendungen aus Wechselkurseffekten, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten sind.
Veränderungen beim EBITDA
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| Veränderung | Q1-Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | 20,0 | - 6,0 | 26,0 | - | 27,0 | 2,7 |
| EBIT-Marge in % | 8,1 | - 2,8 | 2,9 | 0,3 | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | 30,5 | 29,3 | 1,2 | 4,1 | 119,0 | 121,3 |
| EBITDA | 50,5 | 23,3 | 27,2 | >100 | 146,0 | 124,0 |
| EBITDA-Marge in % | 20,5 | 10,8 | 15,6 | 13,3 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| EBIT | 24,3 | >100 |
| EBIT-Marge in % | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | - 2,3 | - 1,9 |
| EBITDA | 22,0 | 17,7 |
| EBITDA-Marge in % |
EBITDA und EBITDA-Marge
EUR Mio.

EBITDA und EBITDA-Marge (ohne Wechselkurseffekte)1)
EUR Mio.

1) Ohne die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthaltenen Wechselkurseffekte in Höhe von Mio. 20,9 EUR, die vor allem auf Sicherungsgeschäfte zurückzuführen sind.
Finanzergebnis geprägt durch Aufzinsung von Pensionen
Das Finanzergebnis lag 2016 bei EUR - 11,1 Mio. (Vorjahr: EUR - 12,2 Mio.). Dabei entfällt der höchste Aufwand auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, der im übrigen Finanzergebnis enthalten ist. Dieser betrug 2016 EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.).
Finanzergebnis
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| Veränderung | Q1 - Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinserträge | 0,3 | 0,1 | 0,2 | > 100 | 1,3 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen | - 0,4 | - 0,4 | 0,0 | - | - 3,3 | - 4,1 |
| Übriges Finanzergebnis | - 2,3 | - 3,5 | 1,2 | - 34,3 | - 9,1 | - 8,7 |
| Finanzergebnis | - 2,4 | - 3,8 | 1,4 | - 36,8 | - 11,1 | - 12,2 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Zinserträge | 0,7 | >100 |
| Zinsaufwendungen | 0,8 | - 19,5 |
| Übriges Finanzergebnis | - 0,4 | 4,6 |
| Finanzergebnis | 1,1 | - 9,0 |
Steuern
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Ertragsteuern EUR 7,2 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Der Aufwand für Ertragsteuern resultierte vor allem aus effektiven Steuern in Singapur bei der Siltronic Singapore Pte. Ltd. und in den Niederlanden bei der Siltronic Holding International. Im Berichtszeitraum wurden aktive latente Steuern nur in Höhe von EUR 0,2 Mio. ertragswirksam verbucht.
2016 beträgt die Konzern-Steuerquote, d. h. das Ergebnis vor Ertragsteuern im Verhältnis zu den Ertragsteuern, 45 Prozent, da aufgrund einer besonderen Rechnungslegungsvorschrift (Anhangangabe 03) potenzielle künftige steuerliche Vorteile bei der Siltronic AG nicht angesetzt werden dürfen. Daher ist auch die Konzern-Steuerquote 2015 nicht aussagekräftig.
Ertragsteuern
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| Veränderung | Q1 - Q4 | Q1 - Q4 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Q4.2016 | Q4.2015 | Betrag | in % | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 17,6 | - 9,8 | 27,4 | - | 15,9 | - 9,5 |
| Aufwand (-) für/Ertrag (+) aus Ertragsteuern | - 2,1 | 1,0 | - 3,1 | - | - 7,2 | - 10,6 |
| Steuerquote | 12 | 45 |
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| Veränderung | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Betrag | in % |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 25,4 | - |
| Aufwand (-) für/Ertrag (+) aus Ertragsteuern | 3,4 | - 32,1 |
| Steuerquote |
Periodenergebnis stark verbessert
Unser Periodenergebnis haben wir von EUR - 20,1 Mio. 2015 auf EUR 8,7 Mio. im Jahr 2016 verbessert. Auf Siltronic-Aktionäre entfallen hiervon EUR 12,0 Mio. (Vorjahr: EUR - 14,0 Mio).
Ergebnis je Aktie auf EUR 0,40 verbessert
Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 0,40 nach EUR - 0,50 im Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Siltronic AG hat sich leicht von EUR 1.040,8 Mio. zum Vorjahresstichtag auf EUR 1.056,8 Mio. zum 31. Dezember 2016 erhöht.
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| EUR Mio. | 31.12.2016 | 31.12.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| immaterielle Vermögenswerte | 26,4 | 29,7 | - 3,3 |
| Sachanlagen | 519,8 | 542,9 | - 23,1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 7,9 | 6,5 | 1,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 554,1 | 579,1 | - 25,0 |
Langfristige Vermögenswerte abschreibungsbedingt gesunken
Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum Jahresende 2016 bei EUR 554,1 Mio. und damit bei rund 52 Prozent der Bilanzsumme. Sie haben sich im Vergleich zum Jahresende 2015 (EUR 579,1 Mio.) um EUR 25,0 Mio. bzw. 4 Prozent verringert.
Dies lag vor allem an einem Rückgang der Sachanlagen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 118,0 Mio. (Vorjahr: EUR 121,6 Mio.). Die Investitionen (Zugänge zu Sachanlagen und langfristigen immateriellen Vermögenswerten) lagen bei EUR 88,8 Mio. (Vorjahr: EUR 75,0 Mio.) und betrafen vor allem die neue Kristallziehhalle in Freiberg und die Automatisierung der Produktion.
Die Investitionen dienen hauptsächlich dazu, die Nachfrage der Kunden nach immer anspruchsvoller werdenden technischen Spezifikationen begleiten zu können.
In den immateriellen Vermögenswerten ist zum 31. Dezember 2016 insbesondere der Firmenwert enthalten, der im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs der SSW entstanden ist. Der Firmenwert, der sich auf EUR 20,5 Mio. beläuft, unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Darüber hinaus umfassen die langfristigen Vermögenswerte als wesentliche Posten den im Rahmen der Mehrheitsübernahme der SSW allokierten Kundenstamm mit EUR 4,6 Mio., der linear abgeschrieben wird, sowie latente Steuern in Höhe von EUR 6,0 Mio.
Kurzfristige Vermögenswerte durch positiven Free-Cashflow und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum 31. Dezember 2016 bei EUR 502,7 Mio. und damit EUR 41,0 Mio. höher als im Vorjahr (EUR 461,7 Mio.). Der Anteil an der Bilanzsumme lag bei rund 48 Prozent (Vorjahr: 44 Prozent).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten zum 31. Dezember 2016 Festgelder in Höhe von EUR 79,0 Mio. (Vorjahr: EUR 40,0 Mio.) und liquide Mittel von EUR 136,4 Mio. (Vorjahr: EUR 154,5 Mio.). Die Summe aus Festgeldern und liquiden Mitteln hat somit um EUR 20,9 Mio. zugenommen.
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| EUR Mio. | 31.12.2016 | 31.12.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Vorräte | 140,9 | 142,7 | - 1,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,2 | 100,4 | 17,8 |
| Festgelder | 79,0 | 40,0 | 39,0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 28,2 | 24,1 | 4,1 |
| Liquide Mittel | 136,4 | 154,5 | - 18,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 502,7 | 461,7 | 41,0 |
Nettoumlaufvermögen gestiegen
Das Nettoumlaufvermögen, bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, ist von EUR 171,0 Mio. auf EUR 177,5 Mio. gestiegen. Der Anstieg von EUR 6,5 Mio. ist vor allem auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen, die sich durch das erfreulich hohe Umsatzniveau im vierten Quartal ergeben haben. Auch der im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2015 um 4 Prozent schwächere Euro gegenüber dem US-Dollar und der um 6 Prozent schwächere Japanische Yen gegenüber dem Euro haben dazu beigetragen, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gestiegen sind.
Niedrigere Diskontierungssätze bei Pensionsrückstellungen resultieren in gesunkenem Eigenkapital
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2016 lag bei EUR 425,3 Mio. (Vorjahr: EUR 497,3 Mio.). Damit betrug die Eigenkapitalquote 40,2 Prozent im Vergleich zu 47,8 Prozent zum 31. Dezember 2015.
Die Abnahme des Eigenkapitals um EUR 72,0 Mio. ist im Wesentlichen auf die niedrigeren Diskontierungszinssätze bei Pensionsrückstellungen zurückzuführen.
Zinsbedingter Anstieg der Pensionsrückstellungen erhöht langfristige Schulden
Die langfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2016 EUR 479,9 Mio. (Vorjahr: EUR 396,0 Mio.) und lagen damit bei rund 46 Prozent der Bilanzsumme. Der Hauptgrund lag in dem Anstieg der Pensionsrückstellungen um EUR 95,7 Mio., der auf den Rückgang der Zinssätze in Deutschland und den USA zurückzuführen ist.
Die Rückstellung wurde in Deutschland mit 1,94 Prozent Ende Dezember 2016 abgezinst verglichen mit 2,75 Prozent Ende Dezember 2015. In den USA hat sich der Zinssatz für Pensionen von 4,20 Prozent Ende 2015 auf 3,92 Prozent Ende 2016 verringert.
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| EUR Mio. | 31.12.2016 | 31.12.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | 425,3 | 497,3 | - 72,0 |
| Pensionsrückstellungen | 395,1 | 299,4 | 95,7 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 40,4 | 38,6 | 1,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 44,4 | 58,0 | - 13,6 |
| Langfristige Schulden | 479,9 | 396,0 | 83,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 81,6 | 72,1 | 9,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70,0 | 75,4 | - 5,4 |
| Kurzfristige Schulden | 151,6 | 147,5 | - 4,1 |
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus langfristigen personalbezogenen Verpflichtungen, insbesondere Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum, sowie erhaltenen Anzahlungen. Die schrittweise Rückführung führte zu dem Rückgang der als langfristig eingestuften erhaltenen Anzahlungen von EUR 20,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr
Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 40,4 Mio. handelt es sich um ein Darlehen des Minderheitsgesellschafters der SSW.
Kurzfristige Schulden kaum verändert
Die kurzfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2016 EUR 151,6 Mio. Sie lagen damit EUR 4,1 Mio. über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2015: EUR 147,5 Mio.). An der Bilanzsumme machen kurzfristige Schulden unverändert rund 14 Prozent aus.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen kurzfristige Personalverbindlichkeiten, vor allem Urlaub, Überstunden und erfolgsabhängige Vergütung, negative Marktwerte von Währungsderivaten und erhaltene Anzahlungen. Die negativen Marktwerte von Währungsderivaten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 10,4 Mio., wovon EUR 9,2 Mio. als kurzfristig ausgewiesen sind. Auf der Aktivseite sind positive Marktwerte in Höhe von EUR 5,0 Mio. ausgewiesen.
Vermögens- und Kapitalstruktur
EUR Mio.

Einfluss von Wechselkursschwankungen und Akquisitionen auf Bilanzposten
Die Veränderung der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden von 31. Dezember 2015 auf 31. Dezember 2016 ist mit Ausnahme der oben erwähnten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nur in nicht nennenswertem Umfang durch Wechselkursschwankungen beeinflusst. Da keine Akquisition eines Unternehmens oder Geschäfts stattgefunden hat, sind auch diesbezüglich keine Veränderungen aufgetreten.
Nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte
Das Vertrauen unserer Kunden in die Qualität bestehender Produkte sowie in die Leistungsfähigkeit der Siltronic, bestehende Produkte an die kontinuierlich steigenden technischen Anforderungen der Kunden anzupassen, betrachten wir als wichtigen Einflussfaktor für ein erfolgreiches Geschäft. Um die künftigen technischen Anforderungen der Kunden frühzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können, stützen wir uns vor allem auf das eigene weltweite Vertriebsnetz, das gewachsene Kundenbeziehungen unterhält.
Weiterhin sehen wir unser langjährig gewachsenes Wissen im Bereich Forschung & Entwicklung als Wettbewerbsvorteil.
Free-Cashflow deutlich positiv
Das Management der Siltronic nutzt den Free-Cashflow als interne Steuerungsgröße für das operative Geschäft. Dieser Cashflow konnte unsere Erwartungen erfüllen und war 2016 mit EUR 19,0 Mio. trotz hoher Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und der Rückführung von Kundenanzahlungen deutlich positiv. Somit gelang es uns sowohl im Berichtsjahr wie auch 2015, die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen aus dem Cashflow zu finanzieren, der in der betrieblichen Geschäftstätigkeit generiert wurde.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 20 Prozent über Vorjahr
Wir haben 2016 einen Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von EUR 115,6 Mio. erwirtschaftet verglichen mit EUR 96,1 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einer Erhöhung von 20 Prozent. In dem Cashflow sind die Rückführung von Kundenanzahlungen in Höhe von EUR 20,5 Mio. enthalten (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.) sowie eine Vorauszahlung an die Pensionskasse in Höhe von EUR 11,1 Mio. 2015 haben wir keine Vorauszahlung an die Pensionskasse geleistet.
Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöht
2016 weisen wir einen Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von EUR 135,5 Mio. nach EUR 98,7 Mio. im Vorjahr aus. Der Cashflow setzt sich zum einen zusammen aus Mittelabflüssen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und zum anderen aus Mittelabflüssen für Investitionen in Festgeldanlagen.
Die Mittelabflüsse für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben von EUR 58,9 Mio. 2015 auf EUR 96,7 Mio. im Jahr 2016 zugenommen. Die Auszahlungen wurden getätigt, um technisch immer anspruchsvollere Spezifikationen unserer Kunden begleiten zu können.
Die Nettoauszahlungen für Investitionen in Festgeldanlagen hatten 2016 ein Volumen von EUR 38,9 Mio. nach EUR 40,0 Mio. im Vorjahr
2016 kam es zu keiner Finanzierungstätigkeit
2016 fanden keine Finanzierungstätigkeiten statt, während der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2015 durch den Börsengang und Darlehensrückzahlungen an die Wacker Chemie AG geprägt war.
Free-Cashflow
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| EUR Mio. | Q1- Q4.2016 | Q1- Q4.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 115,6 | 96,1 | 19,5 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | - 96,6 | - 58,7 | - 37,9 |
| Free-Cashflow | 19,0 | 37,4 | - 18,4 |
| Ein-/Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen | - 96,6 | - 58,7 | - 37,9 |
| Ein-/Auszahlungen aus dem Verkauf von Festgeld | - 38,9 | - 40,0 | 1,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 135,5 | - 98,7 | - 36,8 |
Finanzmanagement
Grundsätze und Ziele
Das Ziel des Finanzmanagements der Siltronic ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet. Die Vermögenswerte waren am 31. Dezember 2016 zu 40 Prozent durch Eigenkapital finanziert und zu 60 Prozent über Fremdkapital.
Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang auch an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Die Steuerung der Finanzierung erfolgt aus Konzernsicht.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Siltronic setzt außerbilanzielle Finanzierungsquellen nur in vernachlässigbarem Umfang ein (z. B. echtes Factoring).
Nettofinanzvermögen erreicht EUR 175,0 Mio.
Aufgrund des 2016 erzielten positiven Free-Cashflows von EUR 19,0 Mio. ist das Nettofinanzvermögen erneut gestiegen. Siltronic verfügte zum 31. Dezember 2016 über ein Nettofinanzvermögen von EUR 175,0 Mio. (31. Dezember 2015: EUR 155,9 Mio.).
Die Anlagen in Festgeld haben eine Laufzeit bis 2017.
Bei den Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um langfristige Schulden aus der Gewährung von Darlehen seitens des Minderheitsgesellschafters der SSW.
Nettofinanzvermögen
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| EUR Mio. | 31.12.2016 | 31.12.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | - 40,4 | - 38,6 | - 1,8 |
| Liquide Mittel | 136,4 | 154,5 | - 18,1 |
| Festgelder | 79,0 | 40,0 | 39,0 |
| Nettofinanzvermögen | 175,0 | 155,9 | 19,1 |
ROCE bei 3,7 Prozent
Dem ROCE 2016 liegt ein EBIT von EUR 27,0 Mio. zugrunde (Vorjahr: EUR 2,7 Mio.). Das Capital Employed lag im Vorjahr bei EUR 743,6 Mio. und hat 2016 vor allem aufgrund des rückläufigen Anlagevermögens um EUR 19,9 Mio. auf EUR 723,7 Mio. abgenommen. Dominierend für die Verbesserung des ROCE, der von 0,4 Prozent auf 3,7 Prozent gestiegen ist, war die deutliche Verbesserung des EBIT
Liquiditätsmanagement
Unser Ziel ist es, überschüssige Liquidität der Konzerngesellschaften zu bündeln und unter Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit diese Gelder in der Gruppe optimiert zu allokieren oder extern optimiert anzulegen. Zu diesem Zweck kommt ein Treasury-Management-System zum Einsatz, das zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die Cash-Bestände aller Tochtergesellschaften erlaubt.
Übersicht zur Finanzlage
2016 konnten wir unsere Finanzlage durch den deutlich positiven Free-Cashflow weiter verbessern. Das Nettofinanzvermögen in Höhe von EUR 175,0 Mio. bietet ein solides Fundament für unsere kurz- und mittelfristige Wachstumsstrategie.
Begrenzung finanzieller Risiken
Unsere finanziellen Risiken reduzieren wir durch eine Hedging-Strategie. Hierbei kommen Termingeschäfte, Swaps und Optionen zum Einsatz, um das Währungsrisiko der Siltronic zu begrenzen. Die Kosten für das Hedging werden entsprechend den Regelungen zum Hedge Accounting nach IFRS erfasst.
Wesentliche Bestandteile unserer Politik zur Begrenzung finanzieller Risiken sind die klare Definition von Prozessverantwortung, mehrstufige Zustimmungsprozesse und Risikoüberprüfungen.
Investitionsanalyse
Die Mittel aus dem operativen Cashflow investieren wir hauptsächlich in bestehende Werke, um die Produktion zu automatisieren bzw. zu optimieren und die Ausbeuten zu erhöhen. 2016 haben wir überwiegend in eine neue Ziehhalle in unserem Werk in Freiberg sowie in neue Ziehanlagen in Freiberg und Singapur investiert.
Siltronic AG
Ergänzend zur Berichterstattung über den Siltronic-Konzern erläutern wir die Entwicklung der Siltronic AG. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt worden. Der vollständige Abschluss wird separat veröffentlicht.
Als Muttergesellschaft des Siltronic-Konzerns bestimmt die Siltronic AG die übergeordnete strategische Steuerung sowie die Ressourcenallokation, die Finanzierung und die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt und den Aktionären.
Die Siltronic AG ist operativ tätig; sie hat Produktionsstandorte in Burghausen und Freiberg und eine Betriebsstätte in Taiwan. An den Produktionsstandorten werden Wafer und Zwischenprodukte hergestellt. Zwischenprodukte werden an Tochtergesellschaften verkauft und Wafer an Endkunden, soweit diese in Europa oder Taiwan sitzen. Der Vertrieb von Wafer in andere Länder erfolgt über ausländische Tochtergesellschaften. Im Vorjahr hatte sich der Vertrieb der Siltronic AG teilweise auf weitere Länder in Asien erstreckt. Diesen Teil des Vertriebs übernimmt nunmehr die Tochtergesellschaft Siltronic Singapore Pte. Ltd.
Ertragslage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | 2016 | 2015 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 667,5 | 830,8 | - 163,3 | - 19,7 |
| Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen | - 0,6 | - 1,3 | 0,7 | 53,8 |
| Gesamtleistung | 666,9 | 829,5 | - 162,6 | - 19,6 |
| Materialaufwand | - 305,5 | - 449,8 | 144,3 | - 32,1 |
| Personalaufwand | - 209,3 | - 212,4 | 3,1 | - 1,5 |
| Abschreibungen | - 49,2 | - 51,7 | 2,5 | - 4,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge, netto | - 121,5 | - 170,8 | 49,3 | - 28,9 |
| EBIT | - 18,6 | - 55,2 | 36,6 | - 66,3 |
| EBITDA | 30,6 | - 3,5 | 34,1 | - |
| Zinsergebnis | - 3,7 | - 16,9 | 13,2 | - 78,1 |
| Ergebnis vor Steuern | - 22,3 | - 72,1 | 49,8 | - 69,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 0,4 | - 0,7 | 0,3 | - 42,9 |
| Jahresfehlbetrag | - 22,7 | - 72,8 | 50,1 | - 68,8 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 22,7 | 72,8 | - 50,1 | - 68,8 |
| Bilanzgewinn | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - |
Der Rückgang der Umsatzerlöse um EUR 163,3 Mio. im Geschäftsjahr 2016 ist in der Änderung der Vertriebsstruktur begründet. Diese hatte auch Auswirkungen auf die Umsätze nach Regionen. Diese haben sich wie folgt verteilt: Asien 58 Prozent (Vorjahr: 65 Prozent), Europa 25 Prozent (Vorjahr: 19 Prozent), Nord-/Südamerika 15 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent), restliche Welt 2 Prozent (Vorjahr: 2 Prozent).
Die Änderung der Vertriebsstruktur hatte auch Auswirkungen auf die Materialkosten, da der Einkauf nicht mehr über die Siltronic AG vertriebenen Wafer weggefallen ist. Da zudem die Vertriebskosten weggefallen sind, wurde der Jahresfehlbetrag der Siltronic AG durch die Änderung der Vertriebsstruktur nicht negativ beeinflusst.
Die Materialaufwandsquote, d. h. das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung, lag im Jahr 2016 bei 46 Prozent. Die Quote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8 Prozentpunkte aufgrund der geänderten Vertriebsstruktur verbessert.
Der Personalaufwand ist um EUR 3,1 Mio. bzw. 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Einen positiven Effekt hatte die Reduzierung der durchschnittlichen Zahl an Mitarbeitern um 7 Prozent. Negativ wirkte sich der Aufwand für eine im Geschäftsjahr gebildete Rückstellung zur Vorsorge der künftigen Finanzierung der Pensionskasse aus. Die Siltronic AG hat dafür eine Rückstellung von EUR 11,1 Mio. gebildet.
Die Abschreibungen 2016 enthalten eine außerplanmäßige Abschreibung von EUR 0,9 Mio., die durch die Stilllegung einer Maschine verursacht wurde. Im Vorjahr gab es keine außerplanmäßigen Abschreibungen.
Die Verbesserung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge (netto) um EUR 49,3 Mio. ist in Höhe von EUR 43,6 Mio. auf geringere Wechselkursverluste zurückzuführen, die im Wesentlichen aus dem US-Dollar resultieren. Eine Entlastung von EUR 6,7 Mio. hat sich dadurch ergeben, dass im Vorjahr Kosten für den Börsengang enthalten waren.
Der Vorstand hat wie im Vorjahr beschlossen, die Kapitalrücklage in der Höhe des Jahresfehlbetrags aufzulösen, sodass sich ein Bilanzgewinn von null ergibt. Diese Ergebnisverwendung wurde im Rahmen der Abschlusserstellung berücksichtigt.
Vermögenslage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva, EUR Mio. |
31.12.2016 | 31.12.2015 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 242,7 | 224,8 | 17,9 | 8,0 |
| Finanzanlagen | 129,3 | 129,3 | 0,0 | 0,0 |
| 372,0 | 354,1 | 17,9 | 5,1 | |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 94,3 | 91,4 | 2,9 | 3,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 41,1 | 66,9 | - 25,8 | - 38,6 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 251,9 | 233,7 | 18,2 | 7,8 |
| Andere Vermögensgegenstände ohne Festgelder | 18,0 | 8,7 | 9,3 | >100 |
| Liquide Mittel und Festgelder | 46,7 | 154,7 | - 108,0 | - 69,8 |
| 452,0 | 555,4 | - 103,4 | - 18,6 | |
| Bilanzsumme | 824,0 | 909,5 | - 85,5 | - 9,4 |
Da die Investitionen in Sachanlagevermögen die Abschreibungen übertroffen haben, hat sich der Buchwert des Sachanlagevermögens um EUR 17,9 Mio. erhöht.
Die Finanzanlagen betreffen ausschließlich die Beteiligung an der niederländischen Tochtergesellschaft Siltronic Holding International B.V
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte sind um EUR 25,8 Mio. zurückgegangen. Demgegenüber sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 30,2 Mio. gestiegen. Diese Verschiebung der Forderungen liegt in der Änderung der Vertriebsstruktur zwischen der Siltronic AG und der Siltronic Singapore Pte. Ltd. begründet. Aufgrund von Rückführungen von Anzahlungen einer Tochtergesellschaft der Siltronic AG und aufgrund der Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nur um EUR 18,2 Mio. gestiegen.
Der Rückgang der Position Liquide Mittel und Festgelder um EUR 108,0 Mio. ergab sich infolge der Tilgung von Darlehen von Tochtergesellschaften und Investitionen in Sachanlagen.
Finanzlage der Siltronic AG nach HGB
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Passiva, EUR Mio. |
31.12.2016 | 31.12.2015 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 503,0 | 525,7 | - 22,7 | - 4,3 |
| Rückstellungen | ||||
| Pensionsrückstellungen | 109,8 | 109,2 | 0,6 | 0,5 |
| Übrige Rückstellungen | 92,7 | 72,3 | 20,4 | 28,2 |
| 202,5 | 181,5 | 21,0 | 11,6 | |
| Verbindlichkeiten | ||||
| - aus Lieferungen und Leistungen mit Dritten | 22,5 | 22,0 | 0,5 | 2,3 |
| - gegenüber verbundenen Unternehmen | 84,5 | 160,9 | - 76,4 | - 47,5 |
| Andere Verbindlichkeiten | 11,5 | 19,4 | - 7,9 | - 40,7 |
| 118,5 | 202,3 | - 83,8 | - 41,4 | |
| Bilanzsumme | 824,0 | 909,5 | - 85,5 | - 9,4 |
Die Finanzierung der Vermögenswerte erfolgt zum Bilanzstichtag zu 61 Prozent durch Eigenkapital und zu 39 Prozent durch Fremdkapital. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Eigenkapitalquote um 3 Prozentpunkte gestiegen.
Der Anstieg der übrigen Rückstellungen um EUR 20,4 Mio. ist in der im Geschäftsjahr gebildeten Rückstellung zur Vorsorge der Absicherung der künftigen Finanzierung der Pensionskasse sowie in gestiegenen Personalrückstellungen begründet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben um EUR 76,4 Mio. abgenommen. Dies liegt vor allem daran, dass die Siltronic AG Darlehen gegenüber Tochtergesellschaften von insgesamt EUR 59,8 Mio. getilgt hat.
Das Nettofinanzvermögen betrug zum 31. Dezember 2016 EUR 154,8 Mio. nach EUR 207,1 Mio. im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von EUR 52,3 Mio. und ist durch den Free-Cashflow und den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit begründet.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug bei der Siltronic AG im abgelaufenen Jahr EUR 20,6 Mio. nach EUR 22,5 Mio. im Vorjahr. Die Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Anlagegüter beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 73,3 Mio. nach EUR 39,1 Mio. im Vorjahr. Die hohen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen haben dazu geführt, dass 2016 der Free-Cashflow bei EUR - 52,8 Mio. lag (Vorjahr: EUR - 16,6 Mio.).
Die Siltronic AG hat im Berichtsjahr Darlehen, die ihr Tochtergesellschaften gewährt hatten, in Höhe von EUR 59,8 Mio. getilgt.
Die Auszahlungsüberschüsse hat die Siltronic AG durch die Verwendung eigener liquider Mittel und den Verkauf von Festgeldern finanziert.
Chancen und Risiken
Die Geschäftsentwicklung der Siltronic AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siltronic-Konzerns. An den Risiken der Beteiligungen und Tochterunternehmen partizipiert die Siltronic AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Die Bewertung der Beteiligungen ist insbesondere abhängig von den im Risikobericht dargestellten Risiken. Die Siltronic AG als Mutterunternehmen des Siltronic-Konzerns ist eingebunden in das konzernweite Risikomanagementsystem.
Ausblick
Die Erwartung für die weitere Geschäftsentwicklung der Siltronic AG im kommenden Jahr ist im Wesentlichen identisch mit dem Ausblick des Siltronic-Konzerns, der im Prognosebericht des Konzerns ausführlich beschrieben wird.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Die Arbeit unserer Mitarbeiter, die täglich ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für Siliziumwafer einbringen, bildet die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg.
Zum 31. Dezember 2016 waren 3.757 Mitarbeiter bei Siltronic beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr (3.894 Mitarbeiter) um 137 Beschäftigte oder 4 Prozent gesunken. Zusätzlich waren zum 31. Dezember 2016 weltweit 534 Zeitarbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 271).
Als produzierendes Unternehmen haben wir einen hohen Anteil an direktem Personal. Dieser lag 2016 bei rund 67 Prozent.
Mitarbeiteranzahl ohne Zeitarbeitnehmer
zum 31. Dezember 2016

In Deutschland waren zum 31. Dezember 2016 63 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt. Mit 2.363 Mitarbeitern ist die Zahl in dieser Region um 6 Prozent im Vergleich zu 2015 (2.503) gesunken. Mit der Wacker Chemie AG besteht ein Vertrag, nach dem von 2014 bis 2019 bis zu 500 Siltronic-Mitarbeiter in die Wacker Chemie AG transferiert werden. Bis zum Jahresende 2016 sind bereits über 250 Mitarbeiter gewechselt. Weitere Mitarbeiter sind im Rahmen von Altersrente und Altersteilzeit ausgeschieden oder haben freiwillige Abfindungsangebote angenommen.
In der Region USA waren 374 Mitarbeiter oder 10 Prozent der Belegschaft beschäftigt. Dies entspricht einer Erhöhung um 2 Prozent gegenüber der Anzahl von 368 Beschäftigten zum 31. Dezember 2015.
In der Region Asien ist die Mitarbeiterzahl mit 1.020 Mitarbeitern nach 1.023 Mitarbeitern zum 31. Dezember 2015 stabil und betrug 27 Prozent der Mitarbeiter.
Mitarbeiter ohne Zeitarbeitnehmer nach Regionen
in %

Globale Personalstrategie und dezentrale Organisation des Personalmanagements
Unser Personalmanagement ist dezentral organisiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten und in den Regionen gerecht zu werden. Den standortübergreifenden Rahmen bilden die Leitlinien unserer globalen Personalstrategie, wie die Führungskräfteentwicklung und das Talent Management, die leistungsgerechte Gestaltung unseres Entgeltsystems sowie die international ausgerichtete Organisation. Generell sind die strategischen Unternehmensvorgaben und insbesondere die Compliance-Richtlinien zu beachten.
Vielfalt (Diversity) ist ein wichtiges Thema
Ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen ist es, die vorhandene Vielfalt der modernen Gesellschaft für uns zu nutzen. Die Vielfalt der Belegschaft mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet unter anderem Chancen für innovative und kreative Lösungen. Zur Vielfalt gehören unter anderem Geschlecht, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion oder Behinderung. Unser langfristiges Ziel ist es, die Vielfalt der Belegschaft in der Siltronic zu verbessern, und zwar auch durch die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Ende 2016 waren zwei von 17 Positionen der ersten Führungsebene und vier von 42 Positionen der zweiten Führungsebene mit Frauen besetzt. Wir verweisen auch auf unseren Corporate Governance Bericht auf 31. 2016 waren in Deutschland Mitarbeiter aus 26 unterschiedlichen Nationen beschäftigt .
Alle Mitarbeiter an den deutschen Standorten sind verpflichtet, sich durch eine E-Learning-Schulung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vertraut zu machen. Die Fortbildung ist für alle Hierarchieebenen, vom Vorstand bis zum Tarifmitarbeiter, bindend. Auch jeder neue Mitarbeiter muss diese Schulung absolvieren.
Wir unterstützen und fördern schwerbehinderte Mitarbeiter. Vorgesetzte, Mitarbeiter, Personalabteilung, Schwerbehindertenvertretung und Gesundheitsdienst arbeiten eng zusammen, damit gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz bleiben oder auf eine geeignete Stelle wechseln können. Dadurch können wir Fachkräfte halten und langjähriges, wertvolles Wissen bleibt Siltronic erhalten. In Deutschland haben 2016 im Durchschnitt 225 schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen (2015: 237) gearbeitet, was einer Beschäftigungsquote von rund 9 Prozent entspricht.
Wir unterstützen behinderte Menschen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Beschäftigung finden. Hierzu arbeiten wir mit Behindertenwerkstätten zusammen. Siltronic bezieht z. B. am Standort Burghausen Verpackungen von den Ruperti-Werkstätten.
Das Thema Familie ist uns wichtig. So steht Mitarbeitern in Freiberg ein Kontingent von Krippeplätzen zur Verfügung. In München vermittelt ein externer Familienservice Betreuungsplätze in Kindergärten und -krippen. An allen Standorten in Deutschland gibt es einen Service für familiäre Notsituationen. Bei Krankheit oder Pflegebedürftigkeit, auch von Angehörigen, können Mitarbeiter die Beratung des Familienservice in Anspruch nehmen.
Wir honorieren die Leistung unserer Belegschaft
Unsere Mitarbeiter entwickeln Innovationen, setzen Strategien erfolgreich um und geben dem Unternehmen eine unverwechselbare Identität. Eine gemeinsame Vision und aktiv gelebte Unternehmenswerte stehen für ein Gefühl der Einheit und bieten Orientierung bei unserem täglichen Arbeiten und Handeln.
Mit variablen Entgeltsystemen wollen wir das Interesse unserer Mitarbeiter am Erfolg der Gruppe und ihrer Wertentwicklung fördern. Wir überprüfen die Entlohnung durch regelmäßige Benchmarks. Damit stellen wir sicher, dass wir unseren Mitarbeitern ein marktgerechtes, leistungs- und verantwortungsbezogenes Gehalt bieten.
Zum fixen Grundgehalt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten die Mitarbeiter üblicherweise eine variable Vergütung. Diese Leistung kommt tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern zugute. Sie setzt sich aus einer Erfolgsbeteiligung und einer Entgeltkomponente zusammen, die an die persönliche Leistung geknüpft ist. An unseren deutschen Standorten bestehen Tarifverträge mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sowie unternehmensbezogene Tarifverträge. Unsere konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Betriebsräten an den deutschen Standorten und der IG BCE ist Grundlage einer zielgerichteten Sozialpartnerschaft. Diese äußert sich nicht zuletzt darin, dass es in den letzten Jahren zu keinen Streiks oder Arbeitsniederlegungen an unseren deutschen Standorten gekommen ist.
Die IG BCE und die Arbeitgeber der chemischen Industrie haben sich 2016 auf Tarifverträge mit zwei Stufen und einer Laufzeit von 24 Monaten geeinigt, die für 2016 eine Tarifsteigerung von 3 Prozent und für 2017 eine Tarifsteigerung von 2,3 Prozent vorsehen. Die Gehälter der außertariflichen Mitarbeiter haben sich im Berichtsjahr um 2,7 Prozent erhöht.
Die betriebliche Altersversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Vergütung. Sie wird an den meisten Standorten im In- und Ausland gewährt. Ausnahmen bestehen dort, wo es keinen angemessenen Rechtsrahmen gibt. In Deutschland bieten wir den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung über die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG sowie diesbezügliche tarifliche Leistungen im Rahmen des tariflichen Demographiefonds.
Geringe Fluktuation zeigt Mitarbeiterzufriedenheit
Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert und engagieren sich überdurchschnittlich stark für das Unternehmen und seinen Erfolg. Bestätigt werden diese Ergebnisse durch die geringe Zahl von freiwilligen Austritten von Mitarbeitern aus dem Unternehmen. Die Quote lag 2016 in Deutschland unter 1 Prozent. Weltweit betrug sie rund 6 Prozent und ist durch eine in Asien nicht unübliche höhere Fluktuation beeinflusst.
Als Instrument der aktiven Mitgestaltung an Veränderungsprozessen hatten wir 2015 in Deutschland eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden 2016 in diversen Workshops und Gruppenbesprechungen vorgestellt und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Schwerpunkte waren z. B. die regelmäßige Überprüfung unserer Prozesse, neue Wege der Kommunikation zur Unternehmensstrategie und eine Verstärkung der Feedback- und Leistungskultur.
Mitarbeiterentwicklung hat hohen Stellenwert
Um die Nachhaltigkeit unseres Erfolgs sicherzustellen, haben wir bereits 2013 den Talent-Management-Prozess ins Leben gerufen. In einem jährlichen Talent-Management-Zyklus werden alle außertariflichen Mitarbeiter und Oberen Führungskräfte nach einheitlichen Kriterien in bereichsinternen und anschließend bereichsübergreifenden Konferenzen besprochen. Im jährlichen Mitarbeitergespräch legen Vorgesetzte und Mitarbeiter dann auf dieser Grundlage Entwicklungsmaßnahmen fest. Wir wollen damit anspruchsvolle Positionen mittel- und langfristig mit internen Kandidaten besetzen.
Die Führungskräfteentwicklung, aber auch die Weiterentwicklung unserer Experten und aller Mitarbeiter besitzt eine hohe Priorität. Mitarbeiter und Vorgesetzte besprechen im Rahmen der Mitarbeitergespräche mindestens einmal jährlich die Erreichung der vorgegebenen Ziele, geben Feedbacks und legen ggf. Entwicklungsmaßnahmen fest. 2016 absolvierten unsere Mitarbeiter in Deutschland auf allen Hierarchieebenen rund 16.700 E-Learning-Schulungen (2015: rund 14.000), rund 2.000 Teilnehmer besuchten Seminare, Weiterbildungen, Kongresse oder erhielten Einzelunterricht (2015: 1.900).
Graduate-Programm zur Nachwuchsförderung im naturwissenschaftlichen Bereich
Das 2015 initiierte zweite Graduate-Programm wurde 2016 gestartet. Damit konnten wir talentierte Studienabgänger aus naturwissenschaftlichen Fachdisziplinen für uns gewinnen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich für spätere Führungsaufgaben zu qualifizieren. Das Programm umfasst neben dem On-the-Job-Training Seminare zu Managementthemen, Kommunikationskompetenz und Teamarbeit. Die Teilnehmer werden im Laufe des 18-monatigen Programms durch Mentoren betreut.
Ausbildung als Beitrag zur nachhaltigen Fachkräftesicherung
Aufgrund der Auswirkungen der demografischen Entwicklung haben wir 2016 in Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk der Wacker Chemie AG ein Ausbildungsprogramm für die handwerklichen Berufe initiiert.
Gesundheitsmanagement bietet Mitarbeitern verschiedene Serviceleistungen
Um innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben, haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, über das Wacker Chemie Gesundheitsmanagement viele Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. Wir wollen Rücken- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in unserer Belegschaft vermeiden, die psychische Belastbarkeit stärken, ein altersgerechtes Arbeiten ermöglichen und gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern passende Arbeitsplätze vermitteln.
So bietet der Gesundheitsdienst seit 2012 an allen deutschen Standorten Führungskräften des mittleren Managements ab 45 Jahren Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen an. Neben Organuntersuchungen werden auch Beratungen zur Bewältigung von psychischen Belastungen angeboten.
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung nehmen Siltronic-Mitarbeiter seit 2013 an dem Projekt "Fit auf Schicht" teil. In dem bisher speziell auf Schichtarbeiter zugeschnittenen Gesundheitsprogramm erlernen die Teilnehmer Verhaltensweisen, mit denen sie die Belastungen aus Schichtarbeit nachhaltig besser ausgleichen können. Aufgrund der positiven Erfahrungen dieses Programms erfolgte eine Ausweitung auf zusätzliche, stark belastete Mitarbeitergruppen auch außerhalb der Schichtarbeit.
Forschung & Entwicklung
Innovation als Schlüssel zum Erfolg
Wesentliche Treiber der Halbleiterindustrie sind Miniaturisierung, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Dies drückt sich z. B. in höherer Rechenleistung und Speicherdichte, geringerem spezifischen Stromverbrauch und stetig sinkenden Kosten pro Funktion aus. Zugleich ist ein überproportionales Wachstum in Spezialanwendungen wie Leistungselektronik, Sensorik und Kommunikationselektronik zu beobachten, die jeweils maßgeschneiderte Wafer-Lösungen erfordern. Zur Erreichung dieser Ziele fordern unsere Kunden gleichzeitig höchste technische Kompetenz und Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung der Siliziumwafer, die das wichtigste Grundmaterial für die Halbleiterindustrie darstellen.
F&E-Kennzahlen
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| 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen in EUR Mio. | 66,4 | 64,4 | 64,3 | 58,8 |
| F&E-Aufwendungen in % vom Umsatz | 7,1 | 6,9 | 7,6 | 7,9 |
| Erhaltene F&E-Fördermittel in EUR Mio. | 0,6 | 0,6 | 0,8 | 1,6 |
Intensive Entwicklungsaktivitäten sind somit unabdingbar, um mit den rasanten Entwicklungen im Halbleitermarkt Schritt halten und unsere führende Technologieposition halten zu können. Wir beschäftigen weltweit mehr als 400 Ingenieure in den Bereichen Prozesstechnologie, Metrologie und Anlagentechnik, die an allen unseren Standorten angesiedelt sind. Der Standort Burghausen ist dabei der zentrale Entwicklungsstandort von Siltronic. Die Aufgaben umfassen die Aufrechterhaltung der Produktqualität, das Testen und die Bewertung neuer Verfahren und Anlagenmodifikationen, die kontinuierliche Verbesserung und die Linienintegration bis hin zur Qualifikation der Wafer für die neuesten Technologien unserer Kunden.
Ein Schutzrechtsbestand von etwa 1.700 angemeldeten und aktiven Patenten und Patentanmeldungen in rund 300 Patentfamilien untermauert unsere hohe Innovationskraft und sichert unsere führende Technologieposition im Weltmarkt ab.
Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen 2016 EUR 66,4 Mio. (Vorjahr: EUR 64,4 Mio.). Fördermittel für F&E waren in diesen Jahren nicht nennenswert.
Siltronic Inventor Award
Mit dem Inventor Award zeichnet Siltronic regelmäßig Mitarbeiter aus, die technologische Innovationen hervorgebracht haben. Den Preis in der Kategorie "Wichtigste Erfindung" hat ein Team aus drei Mitarbeitern erhalten, die erkannt haben, wie sich Eigenschaften von Wafern verbessern lassen. Der neu entwickelte pp-Epi-Wafer ist härter, weist weniger Spannungen im Kristallgitter auf und zeigt daher eine bessere Overlay-Performance. Mit dem neuen Wafer, der bereits bei zahlreichen Kunden qualifiziert ist, stellen wir unsere Technologieführerschaft erneut unter Beweis.
Strategische Zusammenarbeit mit Kunden und Forschungseinrichtungen
Eine Vielzahl unserer Projekte erfordert die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir arbeiten ebenfalls mit Forschungs- und Hochschuleinrichtungen zusammen.
Produktion und Supply Chain Management
Produktion
Unsere Produktionswerke liegen strategisch günstig in der Nähe unserer Kunden und bieten uns einen guten Zugang zu sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften. Wir können an unseren Standorten die jeweiligen Stärken optimal nutzen. Wir profitieren von der Innovationskraft bestens ausgebildeter Wissenschaftler und Ingenieure in Deutschland und von den vorteilhaften Arbeitskosten im Asien.
Wir verarbeiten Silizium-Kristalle, die nach dem Czochralski-Verfahren hergestellt werden, zu polierten Wafern. Eine Teilmenge der Produktion wird mit dem Aufbringen einer sogenannten Epitaxie-Schicht weiter veredelt.
Siltronic stellt ebenfalls Wafer aus Kristallen her, die nach dem Floatzone-Verfahren (Zonenziehverfahren) gezüchtet werden und die insbesondere in der Leistungselektronik Anwendung finden. Diese Wafer haben verschiedene Oberflächeneigenschaften und Durchmesser von bis zu 200 mm.
Wir nutzen standardisierte Prozesse, um unsere Kunden zuverlässig aus verschiedenen Standorten zu beliefern. Durch den Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten implementieren wir Prozessverbesserungen einfach und schnell und vereinfachen die Qualifikation durch unsere Kunden. Darüber hinaus betreiben wir unsere deutschen 300 mm-Waferlinien in Freiberg und Burghausen in einem engen Produktionsverbund als sogenannte "Virtuelle Fab" mit einem gemeinsamen, standortübergreifenden Management.
Wir optimieren unsere Produktionsprozesse und damit unsere Prozess-Capability als auch Kostenposition fortlaufend. Veränderungen werden über ein konsequentes Change Management getestet, bewertet und effizient in die Produktionslinien eingesteuert. Dabei wird ein wesentliches Augenmerk auf die Sicherung der Qualität unserer Produkte und die Wirtschaftlichkeit unserer Linien gelegt. Modernste Technologien sind integraler Bestandteil unserer Fabriken und ermöglichen es uns, flexibel auf die Anforderungen unserer Kunden einzugehen.
Projekte 2016
In 2016 haben wir die bereits im Jahr 2015 begonnenen Projekte weiter umgesetzt.
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| Freiberg, Deutschland | Neue Kristallziehanlagen |
| Automatisierung der 300 mm-Waferlinie | |
| Burghausen, Deutschland | Automatisierung der 300 mm-Waferlinie |
| Singapur | Neue Kristallziehanlagen |
Supply Chain Management
Durch unsere nahtlose Logistikkette erschließen wir unseren Kunden folgende Mehrwerte: Reaktionsgeschwindigkeit und hohe Termintreue. Unsere elektronisch unterstützte Supply Chain macht sämtliche Prozesse vom ersten Kontakt über alle unsere Fertigungsprozesse bis hin zur Lieferung transparent und kontrollierbar.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, Lieferzeiten zu reduzieren und unsere Lieferkette in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität zu optimieren. Durch diverse Wiederverwendungs- und Recyclingaktivitäten versuchen wir, Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern, insbesondere bei Primärverpackungen der Wafer und bei sekundären Transportverpackungen.
Die Anforderungen der Waferspezifikationen, die Volumina und die Bestimmungsorte unserer Exporte sowohl zu Kunden als auch zu Siltronic-Standorten unterliegen laufenden Änderungen, die regelmäßig von uns analysiert und mit unseren Kapazitäten abgestimmt werden. Die globale Planung vom Rohstoff über Zwischenprodukte bis zum fertigen Wafer und dessen Transport zum Kunden erfolgen "real-time" über maßgeschneiderte Systeme. Damit bieten wir unseren Kunden Qualität und Versorgungssicherheit.
Wir binden unsere externen Partner über umfangreiche E-Business-Lösungen in laufende Prozesse ein, um alle Potenziale der Zusammenarbeit konsequent auszuschöpfen. Dazu zählt z. B. eine Kollaborationsplattform (Extranet), die einen individuellen Informationsaustausch und damit schlanke und reibungslose Administrationsprozesse ermöglicht.
Für einen optimalen, elektronischen Datenaustausch mit unseren externen Partnern nutzen wir hauptsächlich den international anerkannten "RosettaNet"-Standard. Oder wir setzen auf andere Dienstleister - sogenannte Third Party Provider -, um beispielsweise EDI-Formate zu empfangen oder zur Verfügung zu stellen. Mit vielen Kunden haben wir schnelle B2B-Verbindungen installiert, die z. B. die Rechnungsstellung erleichtern.
Einkauf und Lieferantenmanagement
Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten, Lieferzeiten und die Qualität der Lieferanten zu optimieren sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen. Spezialisierte Teams steuern Einkaufsprozesse - von Rohstoffen für unsere Produkte, über Gas und Strom zur Versorgung unserer internationalen Standorte bis hin zu technischen Materialien und spezifischen Dienstleistungen. 2016 haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den weltweiten Beschaffungsmärkten gearbeitet. So haben wir neue Lieferanten in für uns wichtigen Produktbereichen identifiziert, entwickelt und sukzessive an die Serienbelieferung herangeführt. Damit sichern wir uns dauerhaft international wettbewerbsfähige Materialkosten.
Die systematische Risikobeobachtung ist für Siltronic ein wichtiges Instrument, um Lieferbeziehungen richtig bewerten zu können. Dabei kommen Analysen von Ratingagenturen, eigene Lieferantenbewertungen und verstärkt der direkte Kontakt zu unseren Partnern zum Einsatz. Durch den Einkauf haben wir im vergangenen Jahr das Risiko bei 91 und die Leistung bei über 100 Lieferanten beurteilt.
Das Bestellvolumen lag 2016 mit EUR 500 Mio. über dem Vorjahresniveau (2015: EUR 476 Mio.). Die vereinbarten Lieferzeiten wurden von unseren Lieferanten annähernd vollständig erfüllt. Insgesamt hat Siltronic weltweit rund 56.000 Bestellungen ausgelöst. 7 Prozent unserer Lieferanten decken circa 90 Prozent unseres Einkaufsvolumens im Bereich Einkauf & Logistik ab.
Die elektronische Beschaffung hat eine hohe Bedeutung für uns. Wir betrachten den gesamten Einkaufsprozess - von der Anfrage beim Lieferanten bis zur Bezahlung der Rechnung. Eine wichtige Messgröße ist die Anzahl der automatisiert angelegten Bestellungen. Weltweit wurden 2016 mehr als 95.400 Bestellpositionen ausgelöst (Vorjahr: rund 91.000 Positionen). Davon haben wir an den deutschen Standorten rund 60 Prozent (davon 36 Prozent via eCatalog) automatisiert angelegt.
Unterschiedliche Materialpreisentwicklungen
Die Preisentwicklung der für uns wichtigsten Materialien und Rohstoffe war 2016 wiederholt leicht rückläufig. Im Bereich spezifischer Einsatzstoffe konnten leichte Reduzierungen verhandelt werden, allerdings waren Währungseffekte teils gegenläufig.
Absicherung durch langfristige Verträge
Wir haben die Belieferung der deutschen Standorte mit Polysilizium durch die Wacker Chemie AG mit einem langfristigen Liefervertrag bis 2020 abgesichert. Ein spezifischer Vertrag zwischen Wacker und SSW sichert eine stabile Belieferung der SSW mit Polysilizium bis 2019. Insgesamt versorgt Wacker den Siltronic-Konzern mit über 90 Prozent des Polysiliziumbedarfs. Der Preis für das Polysilizium wird zwischen den Vertragsparteien jährlich innerhalb einer festgelegten Preisspanne in Anlehnung an den Vorjahrespreis verhandelt. Im Rahmen unserer Mehrlieferantenstrategie stehen auch alternative Beschaffungsquellen zur Verfügung.
Lieferanten spielen für Siltronic eine wichtige Rolle
Wir legen viel Wert auf den direkten Kontakt zu den Lieferanten und auf eine langfristige und konstruktive Zusammenarbeit. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein. Eine zentrale Funktion übernimmt hier unser Lieferantenmanagement. Spezialisierte Warenklassenteams mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen regeln unternehmensweit die Einkaufsprozesse. Diese Teams realisieren neue Potenziale am Markt und aktuelle Innovationen bei bestehenden Lieferanten und integrieren dieses Know-how in unsere Prozesse. Damit sichern wir langfristig unsere Produktqualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Wir arbeiten weltweit mit über 3.400 Lieferanten zusammen (2015: 3.000), dabei ist der Anteil asiatischer Lieferanten weiter gestiegen und beträgt nun bereits mehr als 21 Prozent.
Unsere Lieferanten tragen erheblich dazu bei, dass Siltronic mit verbesserten Prozessen und hoher Innovation Wafer in der von den Kunden geforderten Qualität herstellen kann. Auch 2016 wurden wieder vier Lieferanten, die im Vorjahr besondere Leistungen erbracht hatten, mit dem "Siltronic Supplier Award 2015" in den Kategorien "Excellent Delivery Performance and Business Relationship" (SGL Carbon), "Reliable Product Quality and Superior Customer Orientation" (ICB GmbH), "Excellent Material Performance and Global Supply Reliability" (Shin-Etsu Polymer) und "Longstanding Engineering Partnership" (RENA) ausgezeichnet.
Vertrieb und Marketing
Wir streben eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden an. Insgesamt beliefern wir Kunden in mehr als 40 Ländern. Mit vielen unserer Kunden führen wir zusätzlich gemeinsame Entwicklungsprojekte durch. Wir verweisen hierzu auch auf das Kapitel Forschung & Entwicklung ab 60.
Fachleute für Vertrieb und Anwendungstechnik in den fünf definierten Vertriebsregionen USA, Europa, Japan, Taiwan und Sonstige Asien-Pazifik gewährleisten eine zeitnahe Vor-Ort-Betreuung unserer Kunden. Vertriebsseitig sind wir präsent in den USA, Frankreich, Italien, Deutschland, Südkorea, Japan, China, Taiwan und Singapur und verkaufen unsere Wafer fast ausschließlich direkt an unsere Kunden.
Key-Account-Teams, die sich aus Mitarbeitern aus den Bereichen Vertrieb, Applikationstechnologie, Prozesstechnologie, Qualitätsmanagement und Logistik zusammensetzen, unterhalten enge Beziehungen zu unseren Schlüsselkunden. Dies ermöglicht es uns, schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren und Siliziumwafer herzustellen, die diesen Anforderungen entsprechen.
Die Verträge mit unseren Kunden haben unterschiedliche Laufzeiten von circa drei Monaten bis hin zu über einem Jahr. SSW in Singapur hat einen langfristigen Vertrag über die Abnahme von Siliziumwafern mit Samsung.
Wir werten kontinuierlich Marktinformationen aus. Die so gewonnene erhöhte Transparenz nutzen wir, um uns noch stärker auf unsere Kunden und deren Anforderungen zu fokussieren und eigene Ressourcen optimal zu nutzen und eventuellen Risiken rechtzeitig entgegensteuern zu können.
Mit vielen unserer Kunden besteht bereits seit vielen Jahren eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Kooperation. Dies spiegelt sich auch in einer Vielzahl von Auszeichnungen durch unsere Kunden wider. 2016 haben wir folgende Auszeichnungen erhalten:
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| Kunde | Auszeichnung |
|---|---|
| Fairchild | 2015 Supplier of the Year |
| Infineon | Best of Best Award 2016 |
| Intel | Preferred Quality Supplier (PQS) Award 2015 |
| Samsung | 2016 Best Partner Award |
| SSMC | Quality Award 2016 |
| STMicroelectronics | Best Silicon Supplier of the Year 2015 |
Corporate Social Responsibility (CSR)
Wir sehen es als zentrale Verantwortung, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Deshalb orientieren wir uns bei Entscheidungen an Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und eines nachhaltigen Handelns.
Nachhaltigkeit
Für die Siltronic spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Bei unserem Tun wollen wir ökonomische, ökologische und soziale Faktoren in Einklang bringen. Zwei freiwillige globale Initiativen bilden die Basis für die nachhaltige Unternehmensführung und damit auch bei Siltronic: Responsible Care® der chemischen Industrie und der Global Compact der Vereinten Nationen. Mit diesen Selbstverpflichtungen gehen wir über gesetzlich geforderte Standards zum Schutz von Umwelt, Mitarbeitern und Gesellschaft hinaus.
Wir lassen unser Konzern-Managementsystem durch eine weltweit tätige Zertifizierungsgesellschaft nach den Normen ISO TS 16949 (Qualität), ISO 14001 (Umweltschutz), OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz) und die deutschen Standorte nach ISO 50001 (Energie) zertifizieren.
Konzern-Managementsystem

Konzernweit regeln Richtlinien Themen von übergeordneter Bedeutung für das Unternehmen. Sie betreffen Felder wie Recht und Compliance, Strategie und Geschäftsprozesse sowie Finanzen, Controlling, Bilanzierung und Steuern. Zahlreiche Vorgabedokumente regeln auf Konzern- und Standortebene Prozesse für Umwelt- und Gesundheitsschutz, Anlagen- und Arbeitssicherheit und Produktsicherheit.
Unsere Prozesse sind darauf ausgerichtet, die Kunden zufriedenzustellen, der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.
Über ein IT-System für das Nachhaltigkeitsreporting (SPIRIT) werden Umwelt- und Energiedaten, umwelt- und sicherheitsrelevante Ereignisse sowie Audits im Rahmen des Integrierten Managementsystems (IMS) erfasst.
Wasser
Wasser dient als Trinkwasser, Rohstoff sowie als Löse- und Kühlmittel bei vielen technischen und chemischen Prozessen. Siltronic achtet auf den sparsamen Umgang mit Wasser und den Schutz natürlicher Wasserressourcen. Wir reinigen unsere Abwässer bestmöglich. In unserer Produktion wird Wasser durch Kreisläufe wiederverwertet. Der mehrfache Einsatz erhöht den Energieverbrauch nicht und wirkt sich auch nicht auf andere Weise negativ auf die Umwelt aus.
Wir optimieren kontinuierlich unsere Prozessschritte und -abläufe zur Verringerung der einzusetzenden Roh- und Hilfsstoffe. Trotz höherer Reinheitsanforderungen sparen wir Wasser ein, z. B. durch Kreislaufwasser in Prozessen mit geringeren Reinheitsanforderungen, durch längere Badstandzeiten oder durch Wiederverwertung von Konzentrat aus der Umkehrosmose. Der Reinstwasserverbrauch in der Waferproduktion wird von uns überwacht und wir erreichen eine Wasser-Recyclingrate von bis zu 45 Prozent.
Die Stadt Freiberg erhält ihr Wasser aus der Talsperre Lichtenberg. Unser dortiger Siltronic-Standort nutzt das Oberflächenwasser aus der Talsperre für die Kühlung von Kristallziehanlagen. Zudem wird es zu Reinstwasser für die Waferproduktion aufbereitet. Oberflächenwasser aus dem Kohlbach-Kunstgraben wird nur noch ins Werk geleitet, um die Notkühlung der Kristallziehanlagen zu betreiben.
Im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Ziehhalle hat der Standort Freiberg ein Regenrückhaltebecken mit Havariefunktion erhalten. Im Notfall können belastete Abwässer in einem Becken aus Stahlbeton separiert werden. Mit dem Neubau der Anlage wird die Entwässerung des Standorts auf den neuesten Stand gebracht und ein Beitrag geleistet, dass bei einer Havarie das Risiko einer Verschmutzung von Münzbach und Mulde weiter minimiert wird.
Unser Standort in Portland, Oregon, USA, hat ein Verfahren entwickelt, um Rückstände von Trichlorethylen (TCE) im Grundwasser mithilfe von Mikroorganismen biologisch abzubauen. Mit dieser vom Oregon Department of Environmental Quality (ODEQ) genehmigten Methode befreien wir das Grundwasser fast komplett von Trichlorethylen und erreichen damit Trinkwasserqualität. Die US Environmental Protection Agency hat unser biologisches Verfahren zum Abbau chlorierter flüchtiger organischer Verbindungen (CVOC) anerkannt, mit dem wir über 90 Prozent dieser Stoffe beseitigen.
Abfall
Die Reduktion von Abfällen spielt bei uns eine wichtige Rolle.
Alle unsere Standorte setzen ein Recyclingverfahren für Sägeslurry ein. Sägeslurry wird beim Drahtsägen von Waferscheiben zugeführt und besteht aus Schneidflüssigkeit sowie aus Siliziumcarbid als Schneidmittel. Zum Recycling sammeln wir verbrauchtes Sägeslurry für externe Verwerter, die Flüssigkeit und Feststoffe trennen. Die Schneidflüssigkeit wird bei unseren Recyclern zu 85 bis 100 Prozent zurückgewonnen und dann wieder in der Produktion eingesetzt. Beim Siliziumcarbid wurden Recyclingquoten bis zu 75 Prozent erreicht. Die nicht verwendbaren Feststoffe werden z. B. als Hochofenzuschlag in der Stahlverhüttung genutzt.
Wir verwenden wiederverwertbare Mehrwegverpackungen wie die Hybox. In diesen Mehrwegcontainern für Transporte im hygienischen Bereich liefern wir 300 mm-Wafer aus. Das Volumen der Hybox ist um 30 Prozent geringer als das einer Kartonverpackung. Seit der Einführung im Jahr 2006 wurden rund 74.000 Hyboxen versandt. Durch dieses Mehrwegkonzept haben wir von 2006 bis 2016 insgesamt rund 3.700 Tonnen Abfall vermieden.
Standortspezifische Ziele
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| 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Siltronic Burghausen | Siltronic Freiberg | Siltronic Portland | Siltronic Singapur SSP | Siltronic Singapur SSW | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Reduzierung GHG-Emission | Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs um> 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. | Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs um> 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. | Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs um> 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. | Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs um> 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. | Reduzierung des spezifischen Energieverbrauchs um> 1,5 % gegenüber dem Vorjahr. |
| Reduzierung von Abfall | Erhöhung der Einsatzrate HYBOX auf> 85 %. | Erhöhung der Einsatzrate HYBOX auf> 85 %. | 5 % Reduzierung des Verbrauchs von ausgewählten Chemikalien. | Verwendung von 40 % bzw. 60 % Recycling-SiC bzw. -Glykol. | Verwendung von 70 % Recycling-SiC und -Glykol. |
| Reduzierung Wasserverbrauch | Monitoring des Reinstwasserverbrauchs. | Monitoring des Reinstwasserverbrauchs. | Reduzierung des Wasserverbrauchs um> 1 % bezogen auf das Vorjahr. | Aufrechterhaltung der Wasser-Recyclingrate mit den bestehenden Recyclinganlagen auf> 46 %. | Erreichen einer Wasser-Recyclingrate von> 23 %. |
Energie
Die Waferproduktion gehört zu den energieintensiven Branchen. Daher sind wir bestrebt, die Energieeffizienz unserer Prozesse stetig zu verbessern. Damit bleiben wir wettbewerbsfähig und leisten zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz.
Siltronic hat das strategische Energieziel, zwischen 2014 und 2022 eine Effizienzverbesserung von 10 Prozent zu erreichen. Daraus leiten wir mit der geplanten Produktionsmenge absolute Einsparziele in MWh für die Standorte und entsprechend dem jeweiligen Stromverbrauch zusätzlich absolute Ziele für die operativen Betriebsbereiche ab.
Der spezifische Energieeinsatz wurde seit 2012 um 17 Prozent verbessert. Zur Zielerreichung 2016 haben zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen beigetragen. Diese entsprechen in Summe einer Endenergieverbrauchsminderung von nachhaltig 8.400 MWh jährlich und einem Gegenwert von EUR 0,5 Mio.
Der Gesamtenergieverbrauch ist weniger gestiegen als die Nettoproduktion. Das durchschnittliche spezifische Jahreseinsparziel von 1,5 Prozent konnte 2016 jedoch nicht erreicht werden.
2016 wurde das Energiemanagementsystem der Siltronic zum fünften Mal in Folge erfolgreich nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Effizienz unserer Produktionsprozesse weiter zu optimieren, und reduzieren durch Abfallvermeidungs- und Produktivitätsinitiativen laufend unseren Energiebedarf an den Standorten.
Luft
Neben der Produktion spielt auch die Verkehrslast durch die Beschäftigten eine Rolle beim Klimaschutz. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, das eigene Auto stehen zu lassen. Am Standort Burghausen setzen wir Pendlerbusse für Schichtarbeiter ein. Am Standort in Portland, Oregon, USA, gewähren wir unseren Mitarbeitern beispielsweise Zuschüsse für Fahrkarten des öffentlichen Nahverkehrs. In Singapur bietet Siltronic Shuttle-Busse vom Betrieb in verschiedene Stadtviertel an.
Dialog und Auszeichnungen
Unsere Standorte in Burghausen und Freiberg informieren die Öffentlichkeit regelmäßig über Fakten zum Umweltschutz und zur Sicherheit.
Unser Standort in Portland, Oregon, USA, wurde 2016 erneut für seine Bemühungen im Umweltschutz ausgezeichnet und hat folgende Auszeichnungen erhalten:
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| Preis | Organisation |
|---|---|
| Gold Compliance Award | Stadt Portland, Oregon, USA |
| Gold Sustainability at Work Certification | Bureau of Sustainability der Stadt Portland, Oregon, USA |
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Wir investieren in den Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, um eine Gefährdung unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Daher steuern wir diesen Bereich umfassend und systematisch. Der Arbeits- und Gesundheitsschutzstandard OHSAS 18001 ist als konzernweiter Standard festgelegt und wird an allen Produktionsstandorten eingehalten. Die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million Arbeitsstunden lag 2016 bei 3,3. Häufigste Ursachen für Arbeitsunfälle sind Unachtsamkeit bei manuellen Tätigkeiten, Stolpern, Rutschen oder Stürze.
Nach aktuellen internen Auswertungen sind insbesondere neue Mitarbeiter in den ersten Monaten nach Eintritt in das Unternehmen gefährdet. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Arbeitssicherheit zu verbessern, und setzen daher konsequent unser Sicherheitsprogramm um. Dazu zählen Sicherheitsrundgänge, Gespräche mit der Betriebsmannschaft und Notfallübungen. Dieses zielt darauf ab, unsichere Handlungen zu erkennen und zu vermeiden - ob beim Bedienen von Anlagen, im Umgang mit Chemikalien, im Betrieb, im Büro oder auf dem Arbeitsweg.
Entwicklung der Arbeitsunfälle1)
Anzahl pro eine Million Arbeitsstunden

1) Ausfälle ab einem Arbeitstag
Der Anstieg der Unfallzahlen seit 2015 ist nicht zufriedenstellend. Da er im Wesentlichen verhaltensbedingt ist, haben wir Initiativen gestartet, die dieses Thema speziell adressiert. Dazu zählen unter anderem Workshops mit neuen Mitarbeitern und Sensibilisierungskampagnen rund um das Thema Stolpern, Rutschen und Stürzen. Damit verfolgen wir unser Ziel eines unfallfreien Arbeitsumfelds weiter
Unser Berichtswesen im Bereich Arbeitssicherheit gewährleistet eine konzernweite Transparenz innerhalb der Siltronic. Jeder relevante Arbeitsunfall wird mit den Korrekturmaßnahmen auf Vorstandsebene berichtet. Die Anzahl der Arbeitsunfälle wird auf Monatsbasis kumuliert und der Trend mithilfe zweier Standard-Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators KPI) überwacht. Diese sind Teil des monatlichen Berichtswesens an den Vorstand.
2016 haben wir ein neues Programm zur Meldung sicherheitskritischer Situationen (SkS) an den Standorten Burghausen und Freiberg eingeführt. Die Meldung erfolgt innerhalb des BVW-Systems (System des Betrieblichen Vorschlagwesens), das den Mitarbeitern seit vielen Jahren bekannt ist. Nach der Einführung war eine Verdopplung der Meldungen, z. B. Stolperstellen, Gefahrenschwerpunkte im Werksverkehr und in Produktionsbereichen, zu verzeichnen. Nur wenn Gefahrenstellen und tätigkeitsbezogene Gefährdungen frühzeitig erkannt werden, können künftige Unfälle vermieden werden.
Auch die Gesundheitsvorsorge unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Unsere Mitarbeiter in der Hauptverwaltung in München sowie am Standort in Burghausen haben Zugang zu einer Vielzahl von Angeboten im Rahmen des Gesundheitsschutzes und der Gesundheitsförderung. Der Siltronic-Standort in Freiberg kann online auf umfangreiche Informationen zugreifen und organisiert, ebenso wie unsere Standorte im Ausland, Aktionen und Informationsmaterial direkt vor Ort.
Compliance
Siltronic arbeitet nach ethischen Grundsätzen der Unternehmensführung, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mitarbeiter können ihre Fragen weltweit an Compliance-Beauftragte richten. Diese sitzen in Deutschland, den USA, Singapur, Taiwan und Japan. Compliance-Themen in anderen Ländern als den explizit hier genannten werden vom Konzern-Compliance-Officer von Deutschland aus bearbeitet. Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. Wir verweisen hierzu auch auf den Corporate Governance Bericht auf 31 bis 37.
Risiko- und Chancenbericht
Risikostrategie und Risikopolitik
Siltronic ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Ein effektives Risikomanagement ist daher für uns als weltweit agierendes Unternehmen ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung und dient im Sinne eines umfassenden Chancen- und Risikomanagements der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Unter Risiken verstehen wir interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Ausgehend vom vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet der Vorstand, welche Risiken wir eingehen, um Chancen zu nutzen, die sich dem Unternehmen bieten. Unser Ziel ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen oder zu vermeiden. Die Risikostrategie wird vom Vorstand regelmäßig überprüft und weiterentwickelt und umfasst alle Unternehmensbereiche.
Risikomanagementsystem
Organisatorisch ist das Risikomanagementsystem in die bestehende dezentrale Organisations- und Berichtsstruktur integriert. Ergänzt wird es durch einen mehrstufigen Prozess, in dem die Vorgehensweise sowie die Kriterien zur Identifikation von Risiken, deren Bewertung, Steuerung und Berichterstattung sowie die Überwachung des Gesamtsystems verbindlich in einem Konzernhandbuch festgelegt sind. Das Risikomanagementsystem schließt alle Unternehmen ein. Die rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften sowie die Konzernfunktionen führen das operative Risikomanagement in ihren Bereichen eigenverantwortlich. Risiken werden monatlich bei den festgelegten Risikoverantwortlichen an den Standorten und in den Konzernfunktionen zentral abgefragt. Zusätzlich sind wesentliche sowie bestandsgefährdende Risiken sofort über ein Ad-hoc-Reporting zu melden. Die Prozess- und Systemverantwortung für das konzernweite Risikofrüherkennungssystem obliegt der Stabsstelle Corporate Auditing & Risk Management, die direkt an den Vorstand berichtet. Die Konzernstabstelle koordiniert zentral die konzernweite Erfassung aller wesentlichen Risiken, analysiert die Gesamtsituation auf Konzernebene und kommuniziert die Risiken. Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns informiert. Chancen werden hingegen im Risikomanagementprozess nicht systematisch erfasst. Der Vorstand und das Management werden in monatlichen Berichten der zentralen Controlling-Abteilung über die gegenwärtige und voraussichtliche künftige Geschäftsentwicklung informiert.
Risikoberichterstattung

Auf Basis dieser Daten werden dann Risiken und Chancen regelmäßig im Management diskutiert, bewertet und gegeneinander abgewogen.
Die festgelegten Risikoverantwortlichen unserer Konzernfunktionen und wichtigsten Standorte sowie der Konzern-Risikomanager überprüfen regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf bestehende Risiken. Die Risikoidentifizierung und -bewertung erfolgen unter Verwendung standardisierter Risikomatrizen. Die relevanten Risiken bewerten wir nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Grad der Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Cashflow. Wir beschreiben die Eintrittswahrscheinlichkeit der von uns aufgeführten Risiken mithilfe von Schlüsselbegriffen. Sie ermöglichen es, unsere Einschätzungen zu den einzelnen Risikofeldern nachzuvollziehen. Prozentual entsprechen diese Begriffe den folgenden Bandbreiten:
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| • Gering: | kleiner als 25 Prozent |
| • Möglich: | 25 Prozent bis 75 Prozent |
| • Hoch: | größer als 75 Prozent |
Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns für den Fall, dass die aufgeführten Risiken eintreten sollten, beschreiben wir ebenfalls anhand von Schlüsselbegriffen. Die folgenden Begriffe entsprechen dabei folgenden Bandbreiten:
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| • Niedrig: | bis EUR 5 Mio. |
| • Mittel: | EUR 5 Mio. bis EUR 25 Mio |
| • Groß: | über EUR 25 Mio. |
Auf Grundlage der monatlich bzw. ad hoc erfassten Risiken werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die identifizierten Risiken zu vermeiden bzw. deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder den möglichen wirtschaftlichen Schaden zu verringern. Die abgeleiteten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sowie gegebenenfalls relevante Frühwarnindikatoren werden ebenso wie die daraus abgeleiteten Restrisiken regelmäßig aktualisiert und zentral dokumentiert.
Das Risikomanagementsystem wurde 2016 durch die Konzernrevision der Wacker Chemie AG geprüft.
Internes Kontrollsystem im Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Kontrollmaßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu beherrschen und damit einen geordneten Betriebsablauf zu gewährleisten. Die Kontrollen sind in den operativen Prozessen integriert und beinhalten beispielsweise eine angemessene Funktionstrennung, Anwendung des Vier-Augen-Prinzips sowie Zugriffs- und Freigaberegelungen. Das interne Kontrollsystem unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele durch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften (Compliance) und den Schutz des Geschäftsvermögens.
Mit dem internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess verfolgen wir das Ziel, die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) einheitlich umzusetzen und ergänzende, für die Rechnungslegung einschlägige gesetzliche Regelungen einzuhalten. Fehlaussagen in der Konzernrechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung werden dadurch vermieden. Das Kontrollsystem ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte Bilanzierung aller Geschäftsvorfälle vorgenommen wird und dass kontinuierlich zuverlässige Daten über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vorliegen. Hierzu dienen insbesondere eine zentrale Auslegung der IFRS und ein Bilanzierungshandbuch, das um Ausarbeitungen zu wichtigen Einzelfragen ergänzt wird. Die organisatorische Verantwortung und der Prozessablauf von bilanzierungsrelevanten Themen sind in internen Anweisungen geregelt. Die Einhaltung der Berichtspflichten wird zentral durch die Konzernfunktion "Accounting" überwacht. Die Berichtspakete der Einzelgesellschaften werden nach Freigabe durch das lokale Management in ein zentrales Konsolidierungssystem überführt. Die gemeldeten Daten werden durch automatische Validierungen im System sowie durch Berichte und Analysen kontrolliert, was die Datenintegrität und das Einhalten der Berichterstattungslogik gewährleistet. Der Konsolidierungsprozess umfasst ebenfalls systembasierte Kontrollen. Abschließend analysieren wir die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz des Konzerns hinsichtlich Trends und Abweichungen. Wir verfolgen ständig Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und schulen die Mitarbeiter, die an diesen Themen arbeiten. Bei besonders komplexen Bilanzierungsthemen, wie beispielsweise Pensionen, ziehen wir externe Spezialisten hinzu. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte, Freigabekonzepte und Zugangsbeschränkungen vor Missbrauch geschützt. Mit regelmäßigen Systemsicherungen und Wartungsmaßnahmen minimieren wir sowohl das Risiko eines Datenverlusts als auch das eines Ausfalls rechnungslegungsrelevanter IT-Systeme.
Die Wirksamkeit der Kontrollen gewährleisten wir durch die laufende Kontrolle wesentlicher Kennzahlen im Rahmen der monatlichen Managementberichterstattung. Daneben gibt es regelmäßig prüferische Durchsichten zu den Berichtsquartalen und externe Prüfungen zum Ende des Geschäftsjahres. Das Management der Tochtergesellschaften bestätigt quartalsweise, dass alle für den Quartals- oder Jahresabschluss wesentlichen Sachverhalte gemeldet wurden. Die Konzernrevision überprüft im Auftrag des Vorstands prozessbezogen und mit Fokus auf interne Kontrollsysteme die wesentlichen Unternehmensbereiche. Die Auswahl der Prüfungsthemen wird vom Vorstand in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss nach einem risikoorientierten Ansatz festgelegt und, wenn notwendig, unterjährig flexibel an geänderte Rahmenbedingungen angepasst.
Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem prüft er die Unterlagen zum Einzelabschluss der Siltronic AG und den Konzernabschluss sowie des zusammengefassten Lageberichts und erörtert diese mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer beurteilt das Risikofrüherkennungssystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.
Wesentliche Risiken
Die folgende Übersicht gibt unsere Einschätzung zur Eintrittswahrscheinlichkeit der wesentlichen Risiken und zu ihren möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Cashflow und Reputation des Konzerns im Eintrittsfall wieder. Die Aussagen beziehen sich auf den Prognosezeitraum, also auf das gesamte Geschäftsjahr 2017. Die Bewertung der Risiken erfolgt nach dem sogenannten Nettoprinzip, d. h. unter Berücksichtigung der ergriffenen Steuerungs- und Absicherungsmaßnahmen.
Gesamtumfeld
Konjunktureller Abschwung der Weltwirtschaft
Unser Geschäft ist im besonderen Maße von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Ein unerwartetes Abkühlen der konjunkturellen Entwicklung sowohl global als auch in für die Elektronikindustrie wesentlichen Regionen kann dazu führen, dass unsere Umsatzerlöse sich nicht wie erwartet entwickeln. Der Bedarf an Siliziumwafern könnte aufgrund mangelnder Nachfrage reduziert werden oder wir könnten gezwungen sein, aufgrund des stärkeren Wettbewerbsdrucks unsere Preise zu senken. Bei einer geringeren Produktionsauslastung können die spezifischen Herstellungskosten steigen und unser Ergebnis zusätzlich belasten.
Wir beobachten die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend. Schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte der Kundennachfrage flexibel anzupassen.
Wir sehen derzeit keine konkreten Anzeichen dafür, dass sich die Konjunktur wesentlich anders entwickelt als im Prognosebericht dargestellt. Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten unter anderem innerhalb der Europäischen Union, der möglichen Auswirkungen des Präsidentenwechsels in den USA, der geopolitischen Situation im Nahen und Mittleren Osten sowie der unsicheren Wachstumsaussichten in den G-20-Staaten kann es allerdings grundsätzlich sein, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2017 hinter den derzeitigen Erwartungen zurückbleibt. Wir bewerten die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als möglich und mit einer großen Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung von Siltronic.
Externe Risiken
Siltronic ist ein global operierender Konzern mit Produktionsstandorten in Europa, den USA und Singapur. Mögliche Naturkatastrophen, politische Krisen und andere Beeinträchtigungen in einzelnen Ländern oder Regionen, in denen wir tätig sind, stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäfts- und Produktionsabläufe, den Absatz unserer Produkte, unser Anlagevermögen und damit für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar.
Wir haben Pläne und Maßnahmen erarbeitet, um Auswirkungen externer Ereignisse auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter und auf unsere Geschäftsprozesse zu minimieren. Die finanziellen Auswirkungen von Schäden an unseren Produktionsanlagen durch Naturkatastrophen sind zum Teil durch Versicherungen abgedeckt.
Dass Siltronic von Risiken, die sich aus Pandemien, Naturkatastrophen, politischen Unruhen und Ähnlichem ergeben, wesentlich betroffen sein könnte, halten wir für gering. Unsere Produktionsstandorte liegen in relativ stabilen und sicheren Regionen. Unsere Vorsorgepläne sowie unsere weltweit verteilten Produktionsstandorte tragen dazu bei, die Auswirkungen lokaler oder regionaler Ereignisse auf unsere Geschäftsabläufe zu begrenzen. Daher gehen wir davon aus, dass auch beim Eintritt solcher Ereignisse die Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Siltronic-Konzerns im mittleren Bereich liegen.
Branchen- und Absatzmarktrisiken
Intensiver Wettbewerb, Nachfragemacht auf der Kundenseite, Austauschbarkeit der Produkte sowie Zyklen im Wafermarkt
Die Waferindustrie ist gekennzeichnet von Phasen des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage aufgrund von Produktionsüberkapazitäten, die regelmäßig einen Einfluss auf die Preise haben können. Die Prognosen zu Absatzmengen und -preisen unterliegen aufgrund der oft zu beobachtenden Nachfrageschwankungen einer starken Unsicherheit. Wir können gezwungen sein, unsere Absatzmengen und Preise zu senken, ohne unsere Kosten entsprechend reduzieren zu können. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für Siliziumwafer sind in den letzten Jahren durch das Überangebot und den intensiven Wettbewerb in der Regel kontinuierlich gesunken. Diese Entwicklung kann sich weiter fortsetzen. Unsere Top-10-Kunden machen gut zwei Drittel aller Umsätze aus. In der jüngsten Zeit ist eine deutlich erhöhte Konsolidierungsaktivität im Markt zu beobachten. Eine weitere Konsolidierung bei unseren Kunden könnte die Nachfragemacht weiter erhöhen und uns zu zusätzlichen Preiszugeständnissen zwingen. Sollten wesentliche Kunden ihre Bestellungen bei uns signifikant reduzieren oder gar beenden, kann dies unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen.
Wir verringern die Risiken durch Erhöhen der Flexibilität in der Produktion sowie durch ein konsequentes Kostenmanagement. Wir passen unsere Kapazitäten den Marktentwicklungen an und verbessern ständig die Effizienz der Produktions- und Geschäftsprozesse, um damit die Kostenbasis zu reduzieren.
Wir gehen davon aus, dass die Absatzmengen im Jahr 2017 höher ausfallen werden als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieses Szenario liegt unseren Planungen und Prognosen zugrunde. Wir halten es für möglich, dass sich Mengen und Preise substanziell anders entwickeln als von uns erwartet. Sollten die Absatzmengen und Preise entgegen unseren aktuellen Erwartungen deutlich schlechter ausfallen, so hätte das große Auswirkungen auf das Ergebnis von Siltronic.
Anpassung unserer Produktionsanlagen an Kundenanforderungen bzw. -nachfragen
Änderungen der Kundennachfrage bzw. der ursprünglichen Marktprämissen könnten nicht schnell genug über Investitionen antizipiert werden bzw. führen zu Fehlinvestitionen. Höhere Investitionen führen zu höheren Mittelabflüssen und zu höheren Abschreibungen im operativen Ergebnis. Verzögerte Inbetriebnahmen oder Investitionen bergen die Gefahr, dass wir Lieferverträge nicht erfüllen können und Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen bzw. Marktanteile verlieren.
Siltronic nutzt eine Vielzahl an Maßnahmen, um Investitionsrisiken entgegenzuwirken. Investitionen werden von uns nur in Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu minimieren bzw. auszuschließen. Eng mit Investitionsrisiken verbunden ist die Entwicklung der technologischen Anforderungen der Kunden. Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit den Kunden und druch intensive Marktbeobachtungen.
Siltronic hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Investitionsprojekte im vorgegebenen Zeitplan, Budget und entsprechend den Marktentwicklungen fertiggestellt werden können. Wir schätzen das Risiko des Eintritts einer Überschreitung des Investitionsbudgets als gering und die Auswirkung als niedrig ein.
Zusätzliche Kosten durch Stilllegung von Produktionslinien bzw. Standorten
Durch Markt- bzw. Nachfrageänderungen könnten wir gezwungen sein, Teilbereiche, Produktionslinien oder Standorte zu schließen. Daraus können sich Wertberichtigungen für das Anlagevermögen und Schließungskosten wie z. B. Abfindungen für Mitarbeiter ergeben.
Den ehemaligen Produktionsstandort Hikari in Japan haben wir bisher nicht veräußern können. Wir haben alle Buchwerte für diesen Standort abgeschrieben und mehrere Immobilienmakler mit dem Verkauf beauftragt. Es besteht das Risiko, dass wir die bestehenden Gebäude am Standort Hikari zu unseren Kosten abreißen müssen, um das Grundstück veräußern zu können. Wir glauben, dass wir die Immobilie in Hikari ohne den Abriss von Gebäuden veräußern können.
Mit der Wacker Chemie AG haben wir eine Vereinbarung getroffen, wonach die Wacker Chemie AG von der Siltronic AG am Produktionsstandort Burghausen bis zu 500 Mitarbeiter im Zeitraum zwischen dem Jahr 2014 und 2019 mit allen Verpflichtungen übernehmen muss. Der jährliche Transfer von Mitarbeitern der Siltronic zur Wacker Chemie AG erfolgt bisher wie geplant. Einen weiteren Abbau haben wir nicht geplant.
Insgesamt schätzen wir das Risiko von Belastungen als mittel ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als gering.
Produktentwicklungsrisiken
Die Halbleiterbranche ist unter anderem durch einen laufenden technologischen Wandel und sich verschärfende bzw. auch neue Anforderungen an unsere Fertigungsprozesse charakterisiert. Wir sind möglicherweise nicht in der Lage, angemessen schnell darauf zu reagieren. Wir könnten künftige Marktentwicklungen falsch einschätzen oder Kunden akzeptieren unsere neu entwickelten Produkte nicht. Unsere Konkurrenten könnten neue Generationen von Wafern schneller, zu niedrigeren Preisen oder mit besserer Leistungscharakteristik einführen. Eine falsche Einschätzung künftiger Marktentwicklungen kann sich auf unsere Stellung im Markt und unsere Ergebnissituation auswirken. Neue Produkte, die wir am Markt vorbei- bzw. verspätet entwickeln, haben negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis.
Risiken, die sich aus unserer Entwicklungsarbeit ergeben, minimieren wir, indem wir bestimmte Entwicklungen gemeinsam mit Kunden durchführen. Gleichzeitig beobachten wir intensiv den Markt und unsere Wettbewerber, führen Kunden- und Lieferantengespräche und sind regelmäßig auf den für Siltronic wichtigen Kongressen präsent. Siltronic kooperiert bei seinen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um neueste Trends in seiner Technologie- und Produktentwicklung zu berücksichtigen. Für die Entwicklungsprojekte nutzen wir ein systematisches Projektmanagement. Eindeutige Projektmeilensteine sowie klare Genehmigungsprozesse unterstützen uns dabei, Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Siltronic verfügt über langjährige Markterfahrung und eine detaillierte Planung, die sofort aktualisiert wird, sobald sich Marktentwicklungen verändern. Das Risiko, dass wir Marktentwicklungen falsch beurteilen oder darauf nicht entsprechend reagieren, schätzen wir als möglich ein. Sollte dies in einzelnen Anwendungsfeldern geschehen, so wären die Auswirkungen auf unsere Ertragsentwicklung voraussichtlich mittel.
Beschaffungsmarktrisiken
Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten
Rohstoffe, Energien, andere Sekundärmaterialien, Maschinen und Ersatzteile werden nur von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten angeboten. Aufgrund des allgemeinen Kostendrucks und der Komplexität wird die Zusammenarbeit zunehmend intensiver und die wechselseitigen Abhängigkeiten steigen. Qualitätsmängel, Lieferantenausfall bzw. -verzögerungen und unerwartete Preiserhöhungen können negative Auswirkungen auf die Produktion, den Absatz sowie die Ertragslage haben und eine notwendige Qualifizierung neuer Lieferanten kann eine längere Zeit beanspruchen.
Um die Risiken von Lieferantenausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Für strategische Rohstoffe und Betriebsmittel erarbeiten wir jährlich - bei Bedarf auch ad hoc - systematische Beschaffungsstrategien, die auch eine Einschätzung des Beschaffungsrisikos beinhalten. Sofern die Beschaffungsrisiken als signifikant eingestuft werden, treffen wir, wo immer möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen. Beispiele für solche Maßnahmen sind langfristige Lieferverträge oder der Aufbau von Alternativlieferanten.
Insgesamt sehen wir die Ausfallrisiken, denen Siltronic bei der Rohstoff- und Materialien- bzw. Ersatzteilversorgung ausgesetzt ist, derzeit als möglich an. Wir schätzen die möglichen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns als mittel ein.
Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen
Wir beziehen von unserem Mehrheitsgesellschafter Wacker Chemie AG diverse Dienst- und Versorgungsleistungen sowie den für uns sehr wichtigen Rohstoff Polysilizium. Die Dienst- und Versorgungsleistungen betreffen insbesondere Ingenieur- und Versorgungsdienstleistungen am Standort Burghausen sowie allgemeine Konzerndienstleistungen wie Finanzen, Steuern und IT. Müssten wir selber entsprechende Kapazitäten aufbauen oder Alternativlieferanten beauftragen, kann dies zu Zeitverzögerungen und Mehrkosten führen. Engpässe in der Versorgung können zu Produktionsverzögerungen und Absatzverlusten führen.
Die Versorgungsleistungen der Wacker Chemie AG haben wir vertraglich langfristig abgesichert. Es wurden angemessene Kündigungsfristen vereinbart. Auch Polysilizium beziehen wir auf Basis eines Langfristvertrags von der Wacker Chemie AG.
Die Preisentwicklung von Polysilizium hängt vor allem von der konjunkturellen Entwicklung in der Halbleiterindustrie ab und von der Wettbewerbsfähigkeit der Solarenergie im Vergleich zu anderen Formen der Stromgewinnung unter Berücksichtigung des internationalen Handels mit Photovoltaikanlagen. Dadurch steigende Auslastung von Anlagen zur Herstellung von Polysilizium haben steigende Preise für Polysilizium zur Folge, wohingegen zunehmende Überkapazitäten tendenziell zu sinkenden Preisen führen.
Zur Minimierung eines Lieferausfalls für Polysilizium sind zwei Produktionsstandorte der Wacker Chemie AG sowie weitere Lieferanten qualifiziert. Wir betrachten die Ergebnisauswirkung als niedrig, eine Beendigung von Leistungen schätzen wir aktuell als gering ein.
Produktionsrisiken und Produkthaftungsrisiken
In der Produktion, bei der Lagerung oder dem Transport können Fehler auftreten, die zu Produktmängeln oder Personen-, Sach- oder Umweltschäden führen können. Unser Produktionsprozess ist hochkomplex und erfordert modernste Anlagen, die permanent weiterentwickelt werden, um die hohen Kundenansprüche in Bezug auf Spezifikationen, Qualität (Performance, Stabilität und kontinuierliche Verbesserungen) und Preis zu erfüllen. Kleinste Abweichungen in der Lieferperformance können zu erheblichen Schäden bei den Kunden und Schadensersatzansprüchen, Bestellreduzierungen bis hin zur Beendigung der Kundenbeziehung führen. Damit verbunden sind auch kostenaufwendige Rückrufaktionen und Neuqualifikationen. Mögliche negative Auswirkungen auf unsere Reputation können zusätzlich die künftige Geschäftsentwicklung belasten.
Wir haben versicherbare Risiken angemessen versichert. Um Qualitätsmängeln entgegenzutreten, hat die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards bei der Siltronic eine besonders hohe Bedeutung. Siltronic steuert ihre Prozesse über das Integrierte Managementsystem (IMS) und daraus abgeleitete Prozesssteuerungs- und Monitoringsysteme. Es regelt Abläufe und Verantwortlichkeiten und berücksichtigt gleichrangig Produktivität, Qualität, Umsetzung der Kundenspezifikationen, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz. Basis für das IMS sind gesetzliche Regelungen sowie nationale und internationale Standards wie ISO TS 16949 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), OHSAS 18001 (Gesundheit), Responsible Care® und Global Compact, die weit über die von Gesetzen geforderten Standards hinausgehen. Durch umfangreiche Instandhaltungskontrollen und laufende Inspektionen und Audits versuchen wir, höchstmögliche Betriebssicherheit an unseren Produktionsstandorten zu gewährleisten. Um die Sicherheit der Anlagen zu garantieren, führen wir von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme umfangreiche Sicherheits- und Risikoanalysen durch und leiten daraus notwendige Verbesserungsmaßnahmen ab. Im Schadensfall regeln an jedem Siltronic-Standort Gefahrenabwehrpläne die Zusammenarbeit von internen und externen Einsatzkräften sowie mit den Behörden. Zur Verminderung von Qualitätsrisiken setzen wir "Lean Six Sigma"-Methodiken zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktionsprozesse ein.
In den letzten Jahren sind keine größeren Schäden aufgetreten. Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, dass Schadensfälle bei Produktion, Lagerung und Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen eintreten können, halten wir die Wahrscheinlichkeit eines gravierenden Schadensereignisses derzeit für gering. Sollte es allerdings zu einem solchen Fall kommen, so könnte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns haben.
Effizienz- und Produktionskostenziele werden nicht erreicht
Unserer Ergebnisplanung liegen erwartete Einsparungen bei den Herstell- und Gemeinkosten zugrunde. So planen wir beispielsweise diverse Maßnahmen zur Reduktion des Rohstoff- und Materialeinsatzes sowie der Prozesskosten, aber auch der indirekten Kosten ("Overheadkosten"). Wir haben die kontinuierlichen Kosteneinsparungen in einem Kostensenkungsprogramm (Kosten-Roadmap) für die nächsten Jahre festgelegt. Es besteht das Risiko, dass wir diese Kosteneinsparungen nicht wie geplant umsetzen können. Zum einen unterliegen die Marktpreise für Rohstoffe und Energien erheblichen Schwankungen und zum anderen besteht die Möglichkeit, dass geplante Maßnahmen zur Herstellkostenoptimierung nicht wie geplant umgesetzt werden können.
In den letzten Jahren haben wir bereits erhebliche jährliche Kosteneinsparungen erzielt und sind zuversichtlich, dies auch in den nächsten Jahren fortzusetzen. Die Kosteneinsparziele wurden für die verschiedenen Bereiche heruntergebrochen und individuell mit den Bereichen vereinbart. In unserem internen monatlichen Kostenreport werden die Fortschritte und Zielerreichungsgrade regelmäßig ausgewertet und berichtet, um bei sich abzeichnenden negativen Abweichungen zeitnah reagieren zu können. Wir schätzen die Auswirkungen, dass unsere Kosten-Roadmap nicht wie geplant umgesetzt wird, als niedrig ein, die Eintrittswahrscheinlichkeit halten wir für möglich.
Rechtliche und regulatorische Risiken
Allgemeine rechtliche Risiken
Langwierige Rechtsstreitigkeiten können sich auf unser operatives Geschäft, auf das Image und die Reputation unseres Unternehmens negativ auswirken und hohe Kosten verursachen.
Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, handels-, arbeits- und vertragsrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung. Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie. Rechtliche Risiken begrenzen wir durch eine juristische Prüfung durch unsere Rechtsabteilung. Falls erforderlich greifen wir auch auf spezialisierte externe Rechtsexperten zurück. Patente, Marken und Lizenzen schützen und überwachen wir durch unsere Abteilung Intellectual Property, Anhand von Recherchen stellen wir weitestgehend sicher, dass vor der Aufnahme von Forschungs- und Entwicklungsprojekten geklärt ist, ob bestehende Patente und Schutzrechte Dritter eine Vermarktung neu entwickelter Produkte, Technologien und Verfahren behindern. Das Risiko von Rechts- und Gesetzesverletzungen begrenzen wir durch Compliance-Programme. In dem geltenden Code of Conduct sind Verhaltensregeln definiert und festgelegt, die für alle Mitarbeiter bindend gelten. Durch Schulungen steigern wir die Sensibilität für diese Themen und versuchen, Reputationsrisiken zu vermeiden.
Aufgrund der Vielfalt unserer geschäftlichen Aktivitäten in allen wesentlichen Regionen der Welt ist es grundsätzlich immer denkbar, dass rechtliche Risiken eintreten, etwa in Form von Rechtsstreitigkeiten. Konkrete Hinweise auf solche Ereignisse, die sich in größerem Umfang auf unser Geschäft auswirken könnten, haben wir aber gegenwärtig nicht, halten die Eintrittswahrscheinlichkeit derzeit jedoch für möglich. Wir sehen zurzeit keine Rechtsstreitigkeiten, Patentverletzungen oder andere rechtliche Risiken, die unser Geschäft erheblich beeinflussen könnten. Sollten solche Risiken eintreten, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns.
Umweltrechtliche Risiken
Die Siltronic unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von gefährlichen Stoffen beziehen. Das könnte uns einer Haftung für Umweltschäden aussetzen oder unsere Herstellkosten und damit verbunden unsere Kosten für die Einhaltung von Rechtsvorschriften erhöhen. Wenn Umweltgesetze geändert werden, kann dies zu weiteren Belastungen an unseren Standorten führen. Dies kann auch Standorte betreffen, an denen nicht mehr produziert wird.
Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.
Die Siltronic Corp., USA, ist gegenwärtig Partei eines Verwaltungsverfahrens mit der Umweltbehörde in Oregon (Oregon Department of Environmental Quality) und der nationalen Umweltbehöre EPA (US Environmental Protection Agency) im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Grundstücks in Portland und einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette-Flusses in Portland und des Grundstücks, das der Gesellschaft gehört. Wesentliche Aufwendungen für die Umweltuntersuchungen und die Altlastensanierung werden bisher von unseren Versicherungen getragen. Das hieraus resultierende Risiko wird vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrung mit diesem Sachverhalt und der Kommunikation mit den eingebundenen Parteien, insbesondere der Umweltbehörde in Orgeon, der nationalen Umweltbehörde und den Versicherungen sowie anderen Grundstückseigentümern des Gewerbegebiets, als gering eingeschätzt. Insgesamt halten wir den Eintritt eines Umweltrisikos für gering und die möglichen negativen Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns bewerten wir als mittel.
Regulatorische Risiken
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist festgelegt, dass die EEG-Umlage für sehr energieintensive Unternehmen wie die Siltronic begrenzt ist. Sollten wir die vorgegebenen Stromintensitäten beispielsweise aufgrund von erfolgreichen Energieeffizienzmaßnahmen nicht mehr erreichen, können wir von den Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen nicht weiter profitieren.
Der Antrag auf Reduzierung der EEG-Umlage für 2017 wurde 2016 auf Basis der Vorjahresdaten gestellt und Ende 2016 seitens des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle genehmigt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir daher als gering an und die negativen Auswirkungen auf das Ergebnis als niedrig. Die regulatorischen Risiken für die Folgejahre können derzeit noch nicht abgeschätzt werden.
Sicherheit der IT-Systeme sowie Datensicherheit
Unsere IT-gestützten Produktions- und Geschäftsprozesse sind verschiedenen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Eine Unterbrechung, Fehler oder Verzögerung von IT-Funktionen und der Kommunikationssysteme hätten daher einen erheblichen negativen Einfluss auf die Arbeitsabläufe, die Ertragslage sowie unsere Reputation.
Siltronic überprüft ständig die eingesetzten Informationstechnologien und hat einen hohen Fokus auf die sichere Abwicklung der IT-gestützten Produktions- und Geschäftsprozesse. Unsere IT-Sicherheits- und -Risikomanagement hat die Aufgabe, Gefährdungen in wirtschaftlicher Weise zu beherrschen. Die Grundlage dafür bildet der ISO-Standard 27001. Anhand einer Risikoanalyse definieren wir für unsere zentralen Systeme die Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der Daten, die wir in sogenannten SLAs (Service Level Agreements) mit unseren Dienstleistern festhalten. Das Einhalten dieser SLAs überwachen und kontrollieren wir laufend.
Für den Notfall haben wir entsprechende Vorsorge getroffen. Weltweit hat unser Dienstleister ein Sicherheitsteam etabliert, das Problemen bei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme durch organisatorische und technische Maßnahmen sowie mittels Awareness-Programmen entgegenwirkt.
Es ist ein allgemeiner Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere sowohl für den Einsatz von IT-Systemen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch für die Kommunikation. Störungen und Angriffe auf die IT-Systeme und Netzwerke sind nie vollständig auszuschließen. Aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und sich daraus ergebende Risiken als gering ein. Sollte es in unseren IT-Systemen aber dennoch zu Störungen, Ausfällen und Angriffen größeren Umfangs bzw. längerer Dauer kommen, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns.
Personalrisiken
Der Mangel an engagierten und qualifizierten Fach- und Führungskräften kann sich negativ auf das weitere Wachstum und den technologischen Vorsprung des Unternehmens auswirken.
Wir begrenzen die Personalrisiken über diverse personalpolitische Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere unser Talent-Management-Prozess und die daraus abgeleiteten Entwicklungspläne. Hinzu kommen vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung. Für Schlüsselpositionen im Unternehmen erfolgt konzernweit eine Nachfolgeplanung.
Wir sehen derzeit keine Risiken, nicht ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Unsere 2015 durchgeführte Mitarbeiterbefragung in Deutschland ergab eine relativ hohe Zufriedenheit mit Ansatzpunkten für Verbesserung. Wir sehen die Risiken für unseren Personalbedarf als insgesamt gering an. Im Eintrittsfall wären die Auswirkungen auf das Konzernergebnis niedrig.
Pensionsrisiken
Wir sind teilweise verpflichtet, unseren Mitarbeitern Pensionen und Betriebsrenten nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses zu zahlen. Durch die steigende Lebenserwartung der bezugsberechtigten Mitarbeiter, zusätzliche Verpflichtungen aus Gehalts- und Rentenanpassungen sowie sinkende Abzinsungsfaktoren steigen die Pensionsverpflichtungen. Ein Anstieg der Pensionsverpflichtungen sowie ein Sinken des Fondsvermögens und eine mögliche Zuführung finanzieller Mittel an die Pensionskasse bzw. in das Deckungsvermögen beeinflussen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Ein Großteil der betrieblichen Pensionszusagen von Siltronic ist in Deutschland über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG abgedeckt und in den USA über Pensionsfonds. Wir sind nach IAS 19 verpflichtet, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen sofort und vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Das führt dazu, dass es zu einer höheren Volatilität des Eigenkapitals kommt.
Damit eine ausreichende Verzinsung des Vermögens sichergestellt und Anlagerisiken begrenzt werden können, ist das Anlageportfolio diversifiziert über unterschiedliche Anlageklassen und Regionen. Im Rahmen ihres Bilanzstrukturmanagements steuert und optimiert die Pensionskasse alle Vermögenspositionen mit dem Ziel, bei vorgegebenen Risikogrenzen die erforderliche Rendite zu erreichen. Siltronic leistet als eines der Trägerunternehmen bedarfsorientierte finanzielle Zuwendungen an die Pensionskasse.
Die bezugsberechtigten Mitarbeiter werden immer älter und die Kapitalmarktzinsen sind in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals wird künftig wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Pensionsverpflichtungen auf Dauer zu erfüllen. Siltronic erwartet, dass im Jahr 2017 eine Sonderzahlung in die Pensionskasse geleistet wird. Die Auswirkungen auf den Cashflow würden in diesem Fall im niedrigen Bereich liegen. Für die Zukunft halten wir es für möglich, dass wir weitere Zahlungen in Deutschland in die Pensionskasse sowie in den USA in den Pensionsfonds leisten müssen und dass Pensionsaufwand sowie Rentenzahlungen steigen werden. Weitere Informationen dazu sind in der Ziffer 10 im Konzernanhang zu finden.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken aus unserer laufenden Geschäftstätigkeit gehören Marktpreis-, Kredit- sowie Liquiditätsrisiken. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sowie das Management der Liquidität erfolgen weltweit zentral durch die Abteilung Corporate Finance & Insurance.
Kreditrisiko
Aufgrund des Einsatzes von Finanzinstrumenten und hoher Guthaben bei Kreditinstituten besteht das Risiko eines Forderungsausfalls gegen Finanzinstitute. Wir begrenzen dieses Kontrahentenausfallrisiko, indem Finanzinstrumente und Finanzanlagen nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen und die jeweiligen Geschäftsvolumen sowie Laufzeiten limitiert werden. Wir gehen davon aus, dass durch unsere Regelungen zum Kontrahentenrisiko unsere Risikokonzentration hinsichtlich des Ausfalls von Finanzinstituten gering ist. Sollten dennoch wider Erwarten Kreditrisiken aus dem Ausfall von Finanzinstituten eintreten, so lägen die Auswirkungen auf das Ergebnis von Siltronic voraussichtlich im mittleren Bereich.
Durch die Konsolidierung im Halbleitermarkt steigt die Konzentrierung weiter auf größer werdende Abnehmer. Wir setzen verschiedene Instrumente ein, um das Risiko des Forderungsausfalls zu verringern. Unser Forderungsmanagement bewertet regelmäßig die Bonität der Kunden. Ausfallrisiken werden über definierte Kreditlimits und in ausgewählten Fällen über Bankbürgschaften begrenzt. Wir versuchen, eine möglichst breite, ausgeglichene und solide Kundenbasis aufzubauen. Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle aufgetreten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen schätzen wir als gering ein. Die finanzielle Höhe eines Ausfalls bewerten wir als niedrig.
Marktpreis- / Währungsrisiko
Einen Großteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir in US-Dollar und Japanischen Yen, Kosten fallen hingegen überwiegend in Euro und Singapur-Dollar an. Wechselkursänderungen können damit Umsatz, Ergebnis, die Liquidität und die Bewertung der Finanzanlagen bzw. -verbindlichkeiten sowie der Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung beeinflussen.
Wir setzen originäre und derivative Finanzinstrumente ein, um die durch das operative Geschäft notwendigen finanziellen Bedürfnisse und Risiken zu decken und zu steuern. Den Absicherungen liegen neben bereits gebuchten operativen Geschäften Prognosen über künftige Zahlungsströme zugrunde. Der abnehmenden Prognosegenauigkeit in der Zukunft wird mit abgestuften Sicherungsquoten Rechnung getragen. Wir begegnen Wechselkursrisiken zusätzlich durch unsere Produktionsstandorte außerhalb des Euroraums. Translationsrisiken, also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen, werden nicht abgesichert. Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente sowie ergänzende Beschreibungen zum Management finanzwirtschaftlicher Risiken sind im Anhang unter Ziffer 16 enthalten.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es im Jahr 2017 zu Währungskursänderungen kommt, die substanziell von unseren Planungsannahmen abweichen, schätzen wir aus heutiger Sicht als möglich ein. Sollte dieser Fall eintreten, so hätte das vermutlich große Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung und effizienter Cash-Management-Systeme zentral gesteuert. Dem Finanzierungsrisiko beugt Siltronic durch vorgehaltene Liquidität vor.
Die Liquidität von Siltronic hat sich im Geschäftsjahr 2016 durch den positiven Cashflow trotz höherer Investitionen sehr positiv entwickelt. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken als gering ein. Sollte es dennoch wider Erwarten zu Finanzierungs- oder Liquiditätsengpässen kommen, wären ihre Auswirkungen auf das Konzernergebnis niedrig.
Chancenbericht
Siltronic sieht in den nächsten Jahren eine Reihe von Chancen, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Um Chancen frühzeitig zu erkennen, setzen wir diverse Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente ein, beispielsweise zur laufenden strukturierten Auswertung von Markt-, Industrie- und Wettbewerbsdaten. Zudem stehen wir für die Beurteilung künftiger Chancen im engen Kontakt mit unseren Kunden. Ob und in welchem Maße identifizierte Chancen erreicht werden, wird über Kennzahlen verfolgt (Rolling Forecast und Ist-Berichterstattung).
Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung - wie Strategieanpassungen oder mögliche Akquisitionen, Kooperationen und Partnerschaften - werden auf Vorstandsebene behandelt. Das geschieht im Rahmen des jährlichen Strategieentwicklungs- und Planungsprozesses und bei aktuellen Themen in den turnusmäßigen Vorstandssitzungen. Für diese Themen werden in der Regel unterschiedliche Szenarien und Risiko-Chancen-Profile entwickelt und zur Entscheidung gestellt.
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen
Ertrag weiter steigern
Siltronic sieht weiterhin gute Chancen, den Ertrag zu steigern. Die Fokusregion liegt für uns unverändert in Asien. Der zunehmende Wohlstand in der Region Asien und in Schwellenländern anderer Regionen lässt die Nachfrage nach höherwertigen Produkten, in denen Halbleiter zum Einsatz kommen, steigen. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Automobil, Industrieanwendungen, Smartphones, Tablets und Konsumelektronik. Mit innovativen Produkten wollen wir dieses Wachstum begleiten.
Mit steigender Auslastung der Produktionskapazitäten geht die Chance einher, dass Preise für Wafer erhöht werden können oder zumindest der Preisrückgang geringer ausfällt als in der Vergangenheit. Da sich positive Entwicklungen bei den Preisen in vollem Umfang in der Ertrags- und Finanzlage niederschlagen, kommt dieser Chance eine besondere Bedeutung zu. Eine ähnliche Wirkung wie positive Preisentwicklungen entfalten günstigere Wechselkurse. Für Siltronic ist das Wechselkursverhältnis des Euros zum US-Dollar und zum Japanischen Yen entscheidend. Der Preis von Siliziumwafern wird in der Regel in US-Dollar festgelegt. Der US-Dollar hat in den vergangenen Monaten weiter an Wert gewonnen. Diese Entwicklung erhöht den Wert unserer auf US-Dollar lautenden Umsätze, während unsere Aufwendungen überwiegend auf Euro lauten und nicht beeinflusst sind.
Präsenz bei allen Wafer-Verbrauchern
Mit unserem Produktportfolio bedienen wir unter anderem alle 20 führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie. Der Anstieg der Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie ist in jüngerer Zeit von einer breiten Anwendungsbasis getragen. Unterstützend hat sich der Bedarf im Bereich Smartphone und PC besser entwickelt als ursprünglich von den Märkten erwartet. Wir erwarten eine robuste Nachfrageentwicklung in den traditionellen Anwendungsbereichen Smartphones, PCs, Tablets und Konsumelektronik. Neue Märkte und Anwendungsbereiche wie im Gesundheitswesen, in der Automobilindustrie und in der allgemeinen Industrie entwickeln sich vermutlich überproportional und sorgen somit für steigende Nachfrage nach Siliziumwafern. Mit unserem breiten Produktportfolio können wir in hervorragender Weise diese globalen Zukunftsthemen bedienen. Durch die Auffächerung unserer Produkte in immer mehr Anwendungen und Industrien erwarten wir, dass der Halbleitermarkt künftig weniger kurzfristige zyklische Nachfrageschwankungen aufzeigen wird und sich zu einem stabileren Markt weiterentwickelt.
Unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen
Gute finanzielle Lage
Die gute finanzielle Situation ermöglicht es uns, bei entsprechenden Markt- und Branchenentwicklungen kurzfristig auf sich bietende strategische Optionen flexibel und schnell reagieren zu können. Der Investitionsschwerpunkt liegt auf Anlagen zur Herstellung von Wafern mit höheren Anforderungen sowie auf weiteren Automatisierungen. Signifikante Erweiterungsinvestitionen sind bei den aktuellen Verkaufspreisen nicht geplant. Wir sind zuversichtlich, Kapazitätssteigerungen über Effizienzsteigerungen und den Abbau von Produktionsengpässen zu erzielen.
Technologieführerschaft aufrechterhalten
Wir sind zuversichtlich, an den weiteren Möglichkeiten und Chancen der Branche erfolgreich zu partizipieren, da wir fortlaufend neue technologische Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Die Wafer werden für immer kleinere Strukturen verwendet, die auch als Design Rules bezeichnet werden und heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Beispielsweise arbeiten wir gegenwärtig mit unseren Kunden daran, die nächste, gemeinhin als "Sub-10 nm" bezeichnete Design Rule am Markt einzuführen. An der Entwicklung der folgenden Design Rule arbeiten wir ebenfalls schon. Dies ermöglicht die Produktion von immer leistungsfähigeren und energieeffizienteren Generationen von Halbleiterchips. Durch den Einsatz neuer Materialien wie beispielsweise Galliumnitrid versprechen wir uns ebenfalls weitere Wachstumsperspektiven.
Kostenposition kontinuierlich verbessern
Siltronic bieten sich eine Reihe von Chancen, Kostenstrukturen, Prozesse und Produktivität zu verbessern. Wir haben jeweils Kostensenkungspotenziale identifiziert und setzen die Maßnahmen bereits um. Hebel für Kostensenkungen sehen wir unter anderem in den spezifischen Kosten bei Hilfsstoffen, Produktivitätsfortschritten in der Herstellung sowie der Suche nach neuen Lieferanten, um bessere Einkaufskonditionen zu erreichen. Investitionen in die weitere Automatisierung der Produktion helfen ebenfalls, die Kostenstrukturen zu verbessern. Zudem arbeiten wir an einer weiteren Flexibilisierung unserer Standorte, um besser auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Beurteilung des Gesamtrisikos durch den Vorstand
Im Berichtsjahr hat sich das Risikoprofil des Konzerns nicht signifikant verändert. Für den Vorstand sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten.
Risikobeurteilung für 2017
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Risiko | Gering | Möglich | Hoch | Veränderung ggü. GB 20151) | Niedrig | Mittel |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtumfeld | ||||||
| Konjunktureller Abschwung | • | → | ||||
| Externe Risiken | • | → | • | |||
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||||||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → | ||||
| Anpassung Produktionsanlagen | • | → | • | |||
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | • | → | • | |||
| Produktentwicklungsrisiken | • | → | • | |||
| Beschaffungsmarktrisiken | ||||||
| Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen | • | → | • | |||
| Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen | • | → | • | |||
| Produktions- und Produkthaftungsrisiken | ||||||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | • | → | • | |||
| Effizienz- und Produktionskostenziele | • | → | • | |||
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||||||
| Allgemeine rechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Umweltrechtliche Risiken | • | → | • | |||
| Regulatorische Risiken | • | → | • | |||
| Sicherheit der IT und Daten | • | → | • | |||
| Personalrisiken | • | → | • | |||
| Pensionsrisiken | • | ↑ | • | |||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||||||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | • | → | • | |||
| Kreditrisiko Kunden | • | → | • | |||
| Marktpreis- / Währungsrisiko | • | → | ||||
| Liquiditätsrisiko | • | → | • |
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| Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | ||
|---|---|---|
| Risiko | Groß | Veränderung ggü. GB 20151) |
| --- | --- | --- |
| Gesamtumfeld | ||
| Konjunktureller Abschwung | • | → |
| Externe Risiken | → | |
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | → |
| Anpassung Produktionsanlagen | → | |
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | → | |
| Produktentwicklungsrisiken | → | |
| Beschaffungsmarktrisiken | ||
| Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen | → | |
| Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen | → | |
| Produktions- und Produkthaftungsrisiken | ||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | → | |
| Effizienz- und Produktionskostenziele | → | |
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||
| Allgemeine rechtliche Risiken | → | |
| Umweltrechtliche Risiken | → | |
| Regulatorische Risiken | ↓ | |
| Sicherheit der IT und Daten | → | |
| Personalrisiken | → | |
| Pensionsrisiken | ↑ | |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Kreditrisiko Finanzinstitute | ↑ | |
| Kreditrisiko Kunden | → | |
| Marktpreis- / Währungsrisiko | • | → |
| Liquiditätsrisiko | → |
1) GB: Geschäftsbericht
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| → | unverändert |
| ↑ | erhöht |
| ↓ | verringert |
Prognosebericht
Voraussichtliche gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung
Die Risiken und Unsicherheiten für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft halten an. Die Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das globale Wachstum im Jahr 2017 liegt derzeit etwas über dem erwarteten Wert für 2016 (2016: +3,1 Prozent, 2017: +3,4 Prozent). Dabei hat sich die Erwartung des IWF für die Industrienationen in den letzten Monaten aufgrund der Unsicherheit neuer politischer Entwicklungen etwas abgeschwächt. Der Ausblick für Schwellen- und Entwicklungsländer hat sich dagegen leicht verbessert. Insgesamt wird für die großen Wirtschaftsräume eine ähnliche Entwicklung wie in 2016 erwartet.
Im Euroraum stehen die Zeichen weiter auf einem moderaten Wachstum mit 1,6 Prozent für 2017.
Für Deutschland prognostiziert der IWF für 2017 mit 1,5 Prozent ein etwas verlangsamtes Wachstum (2016: +1,7 Prozent). Die USA sollen dagegen 2017 mit 2,3 Prozent wieder etwas stärker zulegen (2016: +1,6 Prozent). Für Japan sieht der IWF mit + 0,8 Prozent nahezu keine Änderung gegenüber den Vorjahren (Prognose für 2016: + 0,9 Prozent). Für China prognostiziert der IWF ein Wachstum von 6,5 Prozent.
Für das Jahr 2017 erwartet die Marktforschungsfirma IHS Technology, dass die Nachfrage nach Siliziumwafern weiter um 4,9 Prozent ansteigt. Der Anstieg wird getrieben von den guten Wachstumsprognosen für siliziumbasierte Halbleiterbauteile (+ 7,4 Prozent für den weltweiten Umsatz).
Künftige Entwicklung der Siltronic
Siltronic plant keine wesentlichen Änderungen der Unternehmensziele und -strategie. Auch weiterhin werden der Ausbau unserer Technologieführerschaft, die Beibehaltung unserer Qualitätsführerschaft und die Fortsetzung unseres Programms für operative Exzellenz und Kostensenkung ebenso wie eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows kurz- und langfristig im Fokus stehen.
Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für den Siltronic-Konzern bleiben unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Dies sind:
| ― | EBITDA-Marge |
| ― | ROCE |
| ― | Free-Cashflow |
Diese wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickeln sich für den Konzern aus heutiger Sicht wie folgt:
EBITDA-Marge wird weiter steigen
Wir erwarten, dass sich unsere EBITDA-Marge 2017 weiter verbessert. Voraussichtlich wird sie bei mindestens 20 Prozent liegen.
Die Prognose für die EBITDA-Marge fußt auf folgenden Annahmen, die weitere finanzielle Leistungsindikatoren betreffen:
Umsatz wird 2017 deutlich auf mindestens EUR 1 Mrd. steigen
Für 2017 erwartet der Vorstand der Siltronic aus heutiger Sicht (Stand Februar 2017), dass der Waferabsatz im Gesamtjahr leicht steigen wird.
Wir erwarten, dass das erste Quartal 2017 ungefähr auf Niveau des sehr starken vierten Quartals 2016 liegen wird. Auch für das zweite Quartal erwarten wir eine starke Nachfrage nach Siliziumwafern.
Wir sehen insbesondere bei Solid State Drives, die auf NAND-Technologie basieren, in der Automobilindustrie und den Industrieanwendungen interessante Perspektiven und erwarten hier insgesamt ein weiteres Wachstum.
Quellen:
IMF (World Economic Outlook, January Update, Release January 16th, 2017)
IHS Markit Technology (Semiconductor Silicon Demand Forecast Tool, Q1- 2017 Update, Release January 13th, 2017)
Für 2017 erwarten wir ein Mengenwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Wir gehen davon aus, dass wir 2017 den Produktmix weiter optimieren.
Bereits Ende 2016 haben wir begonnen, unsere Kunden über Preiserhöhungen ab dem ersten Quartal 2017 zu informieren. Insgesamt verlaufen die Preisverhandlungen sehr positiv und wir konnten bereits teilweise deutliche Preissteigerungen erzielen. Wir erwarten, dass sich dieser Trend zumindest im ersten Halbjahr 2017 fortsetzen wird. Aufgrund unterschiedlicher Vertragslaufzeiten der Kundenverträge von drei Monaten bis zu über einem Jahr sind positive Effekte aus den Preisverhandlungen für 2017 jedoch nur schrittweise zu erwarten.
Unter den oben genannten Annahmen zur Absatzmenge und zu den durchschnittlichen Verkaufspreisen wird der Umsatz für das Gesamtjahr voraussichtlich bei mindestens EUR 1 Mrd. liegen.
Forschung und Entwicklung (F&E) auch künftig bei circa 7 Prozent vom Umsatz
Zur langfristigen Erhaltung unserer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit streben wir an, auch künftig rund 7 Prozent vom Umsatz in F&E zu investieren.
Weitere Optimierung der Kostenpositionen
Wir wollen unser seit Jahren bestehendes Kosteneinsparprogramm weiter fortsetzen und planen auch in Zukunft, unsere wesentlichen Kostenpositionen kontinuierlich zu prüfen und zu optimieren. Wir erwarten, 2017 ein Einsparpotenzial von rund EUR 20 Mio. bis EUR 25 Mio. realisieren zu können.
Das Ergebnis wird durch Tariferhöhungen und die Inflation voraussichtlich mit circa EUR 15 Mio. belastet.
Währungsverluste deutlich niedriger
Die Währungsverluste, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen verbucht werden, werden mit rund EUR 10 Mio. deutlich niedriger ausfallen als 2016 (EUR 20,9 Mio.), wenn der US-Dollar im Jahresschnitt 2017 bei EUR/USD 1,05 und der Japanische Yen bei EUR/JPY 120 notieren wird.
ROCE positiv
Wir gehen davon aus, dass der ROCE 2017 erheblich über dem Vorjahr, in etwa im Bereich der Kapitalkosten liegen wird. Neben der Entwicklung der Einflussfaktoren auf das EBITDA haben insbesondere folgende Annahmen Auswirkung auf die Entwicklung des ROCE:
Abschreibungen auf Vorjahresniveau
Wir gehen davon aus, dass die Abschreibungen 2017 gegenüber 2016 stabil sein werden. Für 2018 erwarten wir einen deutlichen Rückgang.
Steuerquote
Die Steuerquote wird voraussichtlich zwischen 20 und 25 Prozent liegen.
Finanzergebnis unverändert
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Abzinsung der Pensionen und wird voraussichtlich etwa EUR 10 Mio. betragen.
Investitionen in Automatisierung und Capabilities leicht über Vorjahr
Aufgrund eines positiven Produktmix und steigender Anforderungen an unsere Capabilities planen wir für das Geschäftsjahr 2017 Investitionen in Höhe von rund EUR 100 Mio. Hierin sind Investitionen in die weitere Automation unserer Produktion und den weiteren sukzessiven Austausch von Kristallziehanlagen in Freiberg enthalten.
Positiver Free-Cashflow
Wir erwarten, dass 2017 der Saldo der erhaltenen Kundenanzahlungen um etwa EUR 20 Mio. zurückgehen und den Cashflow entsprechend belasten wird. Trotz dieses Effekts gehen wir für 2017 von einem deutlich positiven Free-Cashflow aus, der weit über dem Wert von 2016 liegen wird.
Ergebnis je Aktie wird deutlich steigen
Das Ergebnis je Aktie wird im Geschäftsjahr 2017 deutlich steigen.
Die tatsächliche Entwicklung des Konzerns kann aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen.
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung
Der Vorstand erwartet zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2016, dass Siltronic auch 2017 erfolgreich am Markt agieren wird.
Wir sehen weitere Optimierungsmöglichkeiten durch unser Kosten-Roadmap-Programm. Zusätzlich wird der Aufwand aus Hedging unter der Annahme eines EUR/USD-Kurses von 1,05 und eines EUR/JPY-Kurses von 120 deutlich geringer ausfallen. Bei einem Umsatzniveau von mindestens EUR 1 Mrd. und einem steigenden EBITDA erwarten wir für 2017 eine nachhaltige EBITDA-Marge, die bei mindestens 20 Prozent liegen sollte.
Prognose 2017
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| EBITDA-Marge | mindestens 20 Prozent |
| ROCE | erheblich über dem Vorjahr, in etwa im Bereich der Kapitalkosten |
| Free-Cashflow | deutlich positiv; weit über dem Wert von 2016 |
| Konzernumsatz | mindestens EUR 1 Mrd. |
| F&E | weiterhin circa 7 Prozent vom Umsatz |
| Kostenpositionen | Einsparpotenzial von rund EUR 20 Mio. bis EUR 25 Mio. |
| Aufwand aus Maßnahmen zur Währungssicherung | rund EUR 10 Mio. |
| Abschreibungen | auf dem Niveau von 2016 |
| Steuerquote | 20 bis 25 Prozent |
| Finanzergebnis | circa EUR 10 Mio. Zinsaufwand |
| Investitionen | rund EUR 100 Mio. |
| Ergebnis je Aktie | deutliche Steigerung gegenüber 2016 |
Schlusserklärung nach § 312 Abs. 3 AktG
Der Vorstand der Siltronic AG hat nach § 312 Abs. 3 AktG einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen mit verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser Bericht enthält folgende Schlusserklärung: "Wir erklären, dass die Siltronic AG bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist."
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und des mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Konzernabschlusses.
Vergütungssystem für den Vorstand
Für die Festlegung der individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Siltronic AG ist der gesamte Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Präsidialausschuss zuständig.
Das Vergütungssystem für den Vorstand setzt sich aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:
Festes Jahresgehalt
Das feste Jahresgehalt wird monatlich in gleichen Raten ausbezahlt.
Variables Gehalt (erfolgs- und leistungsbezogener Bonus)
Die Höhe des variablen, jährlich im Nachhinein zahlbaren Bonus ist abhängig davon, dass vom Aufsichtsrat für alle Mitglieder des Vorstands einheitlich festgesetzte Ziele erreicht werden. Die Ziele basieren auf den folgenden vier finanziellen Steuerungsgrößen:
| ― | EBITDA-Marge |
| ― | Free-Cashflow |
| ― | Return On Capital Employed (ROCE) |
| ― | Ergebnis nach Kapitaleinsatz |
Für die Bemessung des Bonus werden die Zielerreichung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die Gesamtzielerreichung der zwei dem abgelaufenen Geschäftsjahr vorangegangenen Jahre im Wege einer Durchschnittsbildung einbezogen. Der rechnerische Zielbonus liegt bei 100 Prozent Zielerreichung im Bemessungszeitraum bei 100 Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttogrundgehalts im letzten Jahr des Bemessungszeitraums. Der Maximalbonus für die Vorstandsmitglieder beträgt 200 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehalts im letzten Jahr des Bemessungszeitraums.
Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, den rechnerisch ermittelten Bonus auf der Grundlage einer Würdigung aller Umstände unter Einbeziehung der individuellen Leistung um bis zu 30 Prozent zu erhöhen oder zu reduzieren.
Die Bonushöhe wird vom Aufsichtsrat der Gesellschaft jeweils im März eines Jahres für das abgelaufene Geschäftsjahr festgelegt.
85 Prozent des festgesetzten Bonus für ein entsprechendes Geschäftsjahr werden mit dem nächsten Festgehalt ausgezahlt, die übrigen 15 Prozent werden in Form von Aktien der Gesellschaft gezahlt, die die Siltronic über die Börse im Namen und für das Vorstandsmitglied erwirbt. Für diese Aktien gilt eine Haltefrist von zwei Jahren.
Für den erfolgreichen Börsengang der Siltronic AG haben Herr Dr. Christoph von Plotho und Herr Rainer Irle im Jahr 2015 jeweils einen Sonderbonus in Höhe von EUR 120.000 (Herr Dr. Christoph von Plotho) bzw. EUR 84.000 (Herr Rainer Irle) erhalten, wovon jeweils 50 Prozent in Aktien erbracht wurden. Für diese Aktien gilt ebenfalls eine Haltefrist von zwei Jahren.
Beitrag zur Altersversorgung
Zur Sicherung der betrieblichen Grundversorgung leisten die Gesellschaft und der Vorstand monatliche Beiträge an die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG nach Maßgabe der Allgemeinen Versicherungsbedingungen 1972 der Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG.
Der Vorstand erwirbt außerdem Ansprüche gegenüber der Gesellschaft nach der Ordnung der betrieblichen Zusatzversorgung in ihrer jeweils gültigen Fassung. Als versorgungsfähiges Einkommen im Sinne der Ordnung gilt das vereinbarte feste Jahresgehalt. Die Leistungen aus dieser betrieblichen Zusatzversorgung bestehen aus Altersrenten, vorgezogenen Altersrenten, Invaliditätsrenten und Hinterbliebenenrenten. Der Versorgungsaufwand beträgt 12,25 Prozent des versorgungsfähigen Jahreseinkommens zwischen 100 Prozent und 150 Prozent sowie 15 Prozent des versorgungsfähigen Jahreseinkommens oberhalb 150 Prozent der maßgeblichen jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Die Höhe der jährlichen Versorgungsleistungen ergibt sich aus dem bis zum Eintritt des Versorgungsfalls vom Unternehmen insgesamt zur Verfügung gestellten Versorgungsaufwand, der mit 18 Prozent verrentet wird.
Der Vorstand erhält von der Gesellschaft zusätzlich einen monatlichen Betrag (brutto) in Höhe des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung (auf Basis der 2016 gültigen sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen von derzeit EUR 579,70 brutto pro Monat) als Baustein für den Aufbau einer privaten Altersversorgung.
Sonstige wesentliche Vereinbarungen
Die Gesellschaft gewährt den Mitgliedern des Vorstands angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt entsprechend den Vorgaben des deutschen Aktiengesetzes.
Die Mitglieder des Vorstands unterliegen im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen jeweils einer zwölfmonatigen Karenzverpflichtung, die mit einer Karenzentschädigung verbunden ist. Die Karenzentschädigung errechnet sich auf Basis von 50 Prozent der zuletzt bezogenen Jahresgesamtbezüge (Durchschnitt der letzten drei Jahre). Ein etwaiges Ruhegehalt wird auf die Karenzentschädigung angerechnet.
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge vor, dass etwaige Ausgleichszahlungen für die Vorstände auf den Wert von maximal zwei Jahresgesamtvergütungen begrenzt sind (Abfindungs-Cap).
Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016
Die aktuelle Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist in den nachfolgenden Tabellen dargestellt, die den vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Tabellen folgen.
Die nachfolgende Tabelle weist den Wert der für das Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen aus. Dabei werden auch die Werte, die im Minimum bzw. Maximum erreicht werden können, angegeben.
Gewährte Zuwendungen (Zielwerte) für das Berichtsjahr
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2016 Ziel | 2016 Minimum | 2016 Maximum | 2015 Ziel | 2016 Ziel | 2016 Minimum |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 400.000 | 400.000 | 400.000 | 379.846 | 280.000 | 280.000 |
| Periodenfremde Zahlung1) | 0 | 0 | 0 | 12.919 | 0 | 0 |
| Nebenleistungen2) | 43.139 | 43.139 | 43.139 | 41.244 | 37.030 | 37.030 |
| Summe | 443.139 | 443.139 | 443.139 | 434.009 | 317.030 | 317.030 |
| Einjährige variable Vergütung3) | 0 | 0 | 0 | 79.400 | 0 | 0 |
| Börsengang | 0 | 0 | 0 | 120.000 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung4) | 360.000 | 156.800 | 639.600 | 221.212 | 252.000 | 109.760 |
| Summe | 803.139 | 599.939 | 1.082.739 | 854.621 | 569.030 | 426.790 |
| Versorgungsaufwand5) | 58.810 | 58.810 | 58.810 | 59.320 | 102.910 | 102.910 |
| Gesamtvergütung | 861.949 | 658.749 | 1.141.549 | 913.941 | 671.940 | 529.700 |
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| Rainer Irle Mitglied des Vorstands | ||
|---|---|---|
| EUR | 2016 Maximum | 2015 Ziel |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 280.000 | 258.462 |
| Periodenfremde Zahlung1) | 0 | 8.021 |
| Nebenleistungen2) | 37.030 | 36.755 |
| Summe | 317.030 | 303.238 |
| Einjährige variable Vergütung3) | 0 | 51.900 |
| Börsengang | 0 | 84.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung4) | 447.720 | 154.848 |
| Summe | 764.750 | 593.986 |
| Versorgungsaufwand5) | 102.910 | 99.899 |
| Gesamtvergütung | 867.660 | 693.885 |
1) Es handelt sich um die anteilige Kompensation eines Einbehalts von Gehalt aus dem Jahr 2013. Zusammen mit der ebenfalls 50-prozentigen Auszahlung im Jahr 2014 ist der Einbehalt des Jahres 2013 vollständig ausbezahlt worden.
2) Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen die Nutzung eines Firmenfahrzeugs und Zuschüsse zur Sozialversicherung und zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge .
3) Anteiliger einjähriger Bonus für den Zeitraum 01.01. bis 10.06.2015 (Basis: Zielbonus). Dieser Teil bezieht sich auf die Zeit vor Börsengang der Siltronic AG.
4) Mehrjährige Vergütung für den Zeitraum nach Börsengang. Die Mehrjährigkeit bezieht sich auf die Bemessungsgrundlage. Für 15 Prozent des festgesetzten Bruttojahresbonus erwerben die Vorstandsmitglieder Aktien der Siltronic AG (Haltefrist 2 Jahre); der einmal auf Basis der dreijährigen Bemessungsgrundlage festgesetzte Bonusbetrag wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst. Für die Berechnung der Minimal- bzw. Maximalwerte wurde die Zielerreichung der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre berücksichtigt (2014 mit 100 Prozent und 2015 mit der tatsächlichen Zielerreichung), für das Geschäftsjahr 2016 ein Minimalwert von 0 Prozent bzw. ein Maximalwert von 200 Prozent. In der Angabe des jeweils theoretisch erreichbaren Minimal- bzw. Maximalwerts ist zusätzlich noch der mögliche Ermessensspielraum des Aufsichtsrats enthalten.
5) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen.
Die nachfolgende Tabelle weist die tatsächliche Vergütung für das Geschäftsjahr 2016 aus Festvergütung, Nebenleistungen, variabler Vergütung - differenziert nach einjähriger bzw. mehrjähriger variabler Vergütung - sowie Versorgungsaufwand aus.
Zufluss Berichtsjahr
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 400.000 | 379.846 | 280.000 | 258.462 |
| Periodenfremde Zahlung1) | 0 | 12.919 | 0 | 8.021 |
| Nebenleistungen2) | 43.139 | 41.244 | 37.030 | 36.755 |
| Summe | 443.139 | 434.009 | 317.030 | 303.238 |
| Einjährige variable Vergütung3) | 0 | 90.630 | 0 | 59.181 |
| Börsengang | 0 | 120.000 | 0 | 84.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung4) | 452.400 | 238.909 | 316.680 | 167.236 |
| Summe | 895.539 | 883.548 | 633.710 | 613.655 |
| Versorgungsaufwand5) | 58.810 | 59.320 | 102.910 | 99.899 |
| Gesamtvergütung | 954.349 | 942.868 | 736.620 | 713.554 |
1) Es handelt sich um die anteilige Kompensation eines Einbehalts von Gehalt aus dem Jahr 2013. Zusammen mit der ebenfalls 50-prozentigen Auszahlung im Jahr 2014 ist der Einbehalt des Jahres 2013 vollständig ausbezahlt worden.
2) Nebenleistungen enthalten insbesondere die Nutzung eines Firmenfahrzeugs und Zuschüsse zur Sozialversicherung und zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge.
3) Anteilige einjährige Vergütung für den Zeitraum 01.01. bis 10.06.2015. Dieser Teil bezieht sich auf die Zeit vor Börsengang der Siltronic AG.
4) Mehrjährige Vergütung für den Zeitraum nach Börsengang. Die Mehrjährigkeit bezieht sich auf die Bemessungsgrundlage. Für 15 Prozent des festgesetzten Bruttojahresbonus erwerben die Vorstandsmitglieder Aktien der Siltronic AG (Haltefrist zwei Jahre); der einmal auf Basis der dreijährigen Bemessungsgrundlage festgesetzte Bonusbetrag wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst.
5) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen, Hierbei handelt es sich nicht um einen Zufluss im Geschäftsjahr
Die Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Berichtsjahr EUR 210.688 (Vorjahr: EUR 260.215). Zum 31. Dezember 2016 betrugen die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder EUR 3.536.713 (31. Dezember 2015: EUR 2.686.036) und die Pensionsverpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen EUR 7.402.473 (31. Dezember 2015: EUR 6.679.034).
Der Vorstand der Siltronic AG bezieht keine Aktienoptionen, Phantom-Stocks oder Ähnliches.
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Siltronic AG ist in der Satzung der Siltronic AG geregelt.
Die Satzung sieht als feste Jahresvergütung für die Aufsichtsratsmitglieder EUR 30.000 (zuzüglich Umsatzsteuer) vor.
Aufgrund des mit der Wahrnehmung bestimmter Funktionen verbundenen Mehraufwands wird die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit dem Faktor 3 multipliziert. Für seinen Stellvertreter und Vorsitzende eines Ausschusses findet der Faktor 2 Anwendung und für Mitglieder von Ausschüssen wird die Vergütung mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Die Mitgliedschaft im gesetzlich zu bildenden Vermittlungsausschuss bleibt dabei jedoch außer Betracht, d. h., eine Mitgliedschaft in diesem Ausschuss führt nicht zur Erhöhung der Jahresvergütung. Außerdem bleiben Doppel- und Mehrfachfunktionen unberücksichtigt, sodass der Vorsitzende und sein Stellvertreter keine weiteren Faktoren für Funktionen in Ausschüssen erhalten und Funktionen in Ausschüssen werden bei den Aufsichtsratsmitgliedern nur einmal berücksichtigt.
Beim Eintritt oder Austritt in den Aufsichtsrat während des laufenden Jahres gilt das Prinzip der zeitanteiligen Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten darüber hinaus für jede physische Sitzung des Gesamtaufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie in Person teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 2.500 pro Kalendertag. Mitglieder, die an physischen Sitzungen per Telefon oder Videokonferenz teilnehmen oder per Stimmbotenerklärung abstimmen, erhalten kein Sitzungsgeld. Für Sitzungen, die insgesamt in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden, erhalten die teilnehmenden Mitglieder ein reduziertes Sitzungsgeld von EUR 1.250.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern außerdem auf Nachweis ihre erforderlichen Auslagen, zuzüglich entsprechender Umsatzsteuer,
Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die zugleich Vorstand oder Mitarbeiter der Wacker Chemie AG sind, haben auf ihre Vergütung verzichtet. Der Verzicht gilt nur, solange die entsprechenden Aufsichtsratsmitglieder bei der Wacker Chemie AG angestellt sind.
Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz; insbesondere schließt die Gesellschaft zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung ab.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2016
Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 jeweils gewährte Vergütung setzt sich wie folgt zusammen (nicht enthalten ist die zusätzlich gezahlte Umsatzsteuer von 19 Prozent):
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| Aufsichtsratsmitglied | Jahresvergütung in EUR (unter Berücksichtigung der anwendbaren Faktoren für besondere Funktionen) | Sitzungsgeld in EUR |
Gesamtvergütung in EUR |
|---|---|---|---|
| Maximilian Baumgartner | 30.000,00 | 10.000,00 | 40.000,00 |
| Sieglinde Feist1) | - | - | - |
| Gebhard Fraunhofer2) | 30.000,00 | 10.000,00 | 40.000,00 |
| Dr. Hermann Gerlinger | 45.000,00 | 10.000,00 | 55.000,00 |
| Karin Gottschalk2) | 30.000,00 | 10.000,00 | 40.000,00 |
| Johann Hautz2) | 60.000,00 | 10.000,00 | 70.000,00 |
| Bernd Jonas | 60.000,00 | 20.000,00 | 80.000,00 |
| Gertraud Lauber2) | 30.000,00 | 10.000,00 | 40.000,00 |
| Dr. Tobias Ohler1) | - | - | - |
| Dr. Franz Richter | 30.000,00 | 10.000,00 | 40.000,00 |
| Harald Sikorski2) | 45.000,00 | 20.000,00 | 65.000,00 |
| Angela Wörl1) | - | - | - |
1) Verzicht auf Vergütung, da zugleich Vorstand oder Mitarbeiter der Wacker Chemie AG.
2) Diese Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
Übernahmerechtliche Angaben (nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) und erläuternder Bericht
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals (§§ 289 Abs. 4 Nr. 1, 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB)
Das gezeichnete Kapital der Siltronic AG beträgt EUR 120 Millionen und ist eingeteilt in 30 Millionen nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen (§§ 289 Abs. 4 Nr. 2, 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB)
Das Vergütungssystem des Vorstands sieht vor, dass ein Teil der variablen Vergütung in Form von Aktien der Gesellschaft ausbezahlt wird, die die Gesellschaft im Namen und für das jeweilige Vorstandsmitglied erwirbt. Das Vorstandsmitglied darf diese Aktien nach dem Dienstvertrag während einer Sperrfrist von zwei Jahren weder veräußern oder verpfänden noch anderweitig über diese verfügen. Das Stimm- und Dividendenrecht steht dem Vorstandsmitglied auch während der Sperrfrist zu. Detaillierte Angaben zum Vergütungssystem des Vorstands enthält der Vergütungsbericht. Weitere vertragliche Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt.
Die Satzung der Siltronic AG schränkt die Übertragbarkeit der Aktien nicht ein. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich jedoch aus dem Aktiengesetz (z. B. § 136 AktG) oder aus Verstößen gegen die Mitteilungspflichten nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ergeben. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt als Aktionär der Siltronic AG, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Die Siltronic AG ist gemäß § 67 Abs. 4 AktG berechtigt, von den im Register eingetragenen Personen Auskunft darüber zu verlangen, inwieweit ihnen die Aktien, als deren Inhaber sie eingetragen sind, auch gehören, und, soweit dies nicht der Fall ist, die zur Führung des Aktienregisters notwendigen Informationen über denjenigen, für den die Aktien gehalten werden, zu verlangen. Solange diesem Verlangen nicht nachgekommen wird, bestehen die Stimmrechte aus den betroffenen Aktien nicht (§ 67 Abs. 2 Satz 3 AktG).
Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten (§§ 289 Abs. 4 Nr. 3, 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB)
Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft gemeldet worden:
| ― | Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung: 49,5 Prozent (direkt) |
| ― | Wacker Chemie AG: 57,83 Prozent (davon 8,33 Prozent direkt und 49,5 Prozent zugerechnet über Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung) |
| ― | Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mit beschränkter Haftung: 57,83 Prozent (zugerechnet über Wacker Chemie AG und Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung) |
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen (§§ 289 Abs. 4 Nr. 4, 315 Abs. 4 Nr. 4 HGB)
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben (§§ 289 Abs. 4 Nr. 5, 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB)
Sofern Arbeitnehmer am Kapital der Siltronic AG beteiligt sind, üben sie die ihnen hieraus entstehenden Kontrollrechte unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und Satzungsänderungen (§§ 289 Abs. 4 Nr. 6, 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB)
Der Vorstand der Siltronic AG besteht gemäß § 5 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Ein Mitglied des Vorstands wird vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach §§ 84 f. AktG und § 31 MitbestG.
Satzungsänderungen richten sich nach §§ 179 ff. AktG. Jede Satzungsänderung bedarf demnach eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen.
Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, nach Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 oder Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2015 § 4 Abs. 6 der Satzung entsprechend zu ändern. Weiter ist der Aufsichtsrat ermächtigt, § 4 Abs. 7 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des Bedingten Kapitals 2015 und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.
Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG grundsätzlich einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Mehrheit bestimmt. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, sofern nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreibt. Eine größere Kapitalmehrheit in Höhe von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals sieht das Gesetz an mehreren Stellen vor, z. B. bei der Änderung des Gegenstands des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), bestimmten Kapitalmaßnahmen und dem Ausschluss von Bezugsrechten.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien (§§ 289 Abs. 4 Nr. 7, 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB)
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 60 Mio. durch Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die Aktionäre haben grundsätzlich ein Bezugsrecht, das jedoch vom Vorstand in den in § 4 Abs. 6 der Satzung näher ausgeführten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann, insbesondere
| ― | um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen; |
| ― | bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 Prozent des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder durch deren nachgeordnete Konzernunternehmen ausgegeben wurden oder noch werden, bei Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechts oder der Erfüllung einer Wandlungspflicht neue Aktien der Gesellschaft gewähren zu können, sowie soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandlungs- bzw. Optionsrechten bzw. Gläubigern von mit Wandlungspflichten ausgestatteten Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten als Aktionäre zustünde; |
| ― | im Fall einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen sowie |
| ― | zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend). |
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand bis zum 7. Juni 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und / oder Gewinnschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtbetrag von bis zu EUR 750 Millionen zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte (auch mit Wandlungs- oder Optionspflicht) an bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 50 Millionen nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können gegen Barleistung, aber auch gegen Sachleistungen begeben werden. Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber bzw. Gläubiger der Schuldverschreibungen das Recht, diese nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen in neue Aktien der Gesellschaft umzutauschen. Die Anleihebedingungen können auch Pflichtwandlungen zum Ende der Laufzeit oder einem früheren Zeitpunkt vorsehen. Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der Optionsbedingungen zum Bezug von Aktien der Gesellschaft berechtigen oder verpflichten oder die ein Andienungsrecht des Emittenten beinhalten. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu, der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, im Beschluss der Hauptversammlung näher bezeichneten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen, insbesondere
| ― | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; |
| ― | sofern die Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht bzw. Options- oder Wandlungspflicht gegen Barleistung begeben werden und so ausgestattet sind, dass ihr Ausgabepreis ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Grundsätzen ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 Prozent des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG); |
| ― | sofern die Schuldverschreibungen gegen Sachleistung ausgegeben werden und |
| ― | soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von bereits zuvor ausgegebenen Schuldverschreibungen ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können. |
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung von Schuldverschreibungen und deren Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats und unter Beachtung der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses festzulegen.
Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft hat die Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 50 Millionen durch Ausgabe von bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu den gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreisen.
Der Vorstand der Siltronic AG ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2015 ermächtigt, innerhalb der gesetzlichen Regelung des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Das Grundkapital im Zeitpunkt der Beschlussfassung betrug EUR 100 Millionen. Die Ermächtigung gilt bis zum 6. Mai 2020. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung der Hauptversammlung unterschiedliche Anforderungen, insbesondere hinsichtlich des Kaufpreises. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Vorstand ist befugt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats neben einer Veräußerung durch die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Insbesondere dürfen sie gegen Sachleistung (etwa im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen) oder gegen Barleistung veräußert werden. Die eigenen Aktien dürfen auch zur Erfüllung oder Absicherung von Erwerbsrechten oder -pflichten auf Aktien der Gesellschaft (im Zusammenhang mit Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) verwendet werden. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden. In den genannten Fällen, mit Ausnahme der Einziehung, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen (§§ 289 Abs. 4 Nr. 8, 315 Abs. 4 Nr. 8 HGB)
Der Rahmen-Dienstleistungsvertrag mit der Wacker Chemie AG enthält ein Sonderkündigungsrecht für Lieferungen und Leistungen, die im Falle eines Kontrollwechsels aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erbracht werden können (z. B. Beratung durch die Wacker Steuerabteilung). Weiter nutzt Siltronic Software-Lizenzen, die an die Zugehörigkeit zum Wacker-Konzern knüpfen. Zudem sehen einige Verträge mit Kunden Regelungen vor, die den jeweiligen Vertragspartner im Falle eines Kontrollwechsels dazu berechtigen, den entsprechenden Vertrag vorzeitig zu beenden.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots (§§ 289 Abs. 4 Nr. 9, 315 Abs. 4 Nr. 9 HGB)
Es gibt keine Vereinbarungen mit dem Vorstand oder Arbeitnehmern der Gesellschaft, die Entschädigungen für den Fall eines Übernahmeangebots vorsehen.
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 01 | 933,4 | 931,3 |
| Herstellungskosten | 01 | - 761,5 | - 768,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 171,9 | 162,9 | |
| Vertriebskosten | - 33,2 | - 34,9 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 66,4 | - 64,4 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 20,6 | - 18,5 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 01 | 52,5 | 88,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 01 | - 77,2 | - 131,3 |
| Betriebsergebnis | 27,0 | 2,7 | |
| Zinserträge | 02 | 1,3 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen | 02 | - 3,3 | - 4,1 |
| Übriges Finanzergebnis | 02 | - 9,1 | - 8,7 |
| Finanzergebnis | - 11,1 | - 12,2 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 15,9 | - 9,5 | |
| Ertragsteuern | 03 | - 7,2 | - 10,6 |
| Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag | 8,7 | - 20,1 | |
| davon | |||
| auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 12,0 | - 14,0 | |
| auf nicht beherrschende Anteile entfallend | -3,3 | - 6,1 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert / verwässert) | 15 | 0,40 | - 0,50 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 04 | 26,4 | 29,7 |
| Sachanlagen | 05 | 519,8 | 542,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 07 | 1,9 | 0,2 |
| Ertragsteuerforderungen | 07 | - | 0,1 |
| Aktive latente Steuern | 03 | 6,0 | 6,2 |
| Langfristige Vermögenswerte | 554,1 | 579,1 | |
| Vorräte | 06 | 140,9 | 142,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 07 | 118,2 | 100,4 |
| Festgelder | 16 | 79,0 | 40,0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 07 | 16,8 | 15,6 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 07 | 11,2 | 7,3 |
| Ertragsteuerforderungen | 07 | 0,2 | 1,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 08 | 136,4 | 154,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 502,7 | 461,7 | |
| Summe Aktiva | 1.056,8 | 1.040,8 | |
| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 120,0 | 120,0 | |
| Kapitalrücklage | 974,6 | 997,3 | |
| Gewinnrücklagen und Konzernergebnis | - 455,0 | - 489,7 | |
| Übrige Eigenkapitalposten | - 207,7 | - 127,1 | |
| Auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallendes Eigenkapital | 431,9 | 500,5 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital | - 6,6 | - 3,2 | |
| Eigenkapital | 09 | 425,3 | 497,3 |
| Pensionsrückstellungen | 10 | 395,1 | 299,4 |
| Andere Rückstellungen | 11 | 36,8 | 30,4 |
| Passive latente Steuern | 03 | 2,5 | 2,6 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 13 | 40,4 | 38,6 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 1,2 | 0,6 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 3,9 | 24,3 |
| Langfristige Schulden | 479,9 | 396,0 | |
| Andere Rückstellungen | 11 | 7,8 | 6,0 |
| Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten | 11/12 | 6,6 | 5,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 81,6 | 72,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 9,8 | 18,4 |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 45,8 | 45,6 |
| Kurzfristige Schulden | 151,6 | 147,5 | |
| Schulden | 631,5 | 543,5 | |
| Summe Passiva | 1.056,8 | 1.040,8 |
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag | 8,7 | - 20,1 | |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen | 119,0 | 121,3 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | - 4,7 | - 23,2 | |
| Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen | 0,6 | 0,8 | |
| Zinsergebnis | 2,0 | 3,5 | |
| Gezahlte Zinsen | - 2,0 | - 2,8 | |
| Erhaltene Zinsen | 1,2 | 0,6 | |
| Steueraufwand | 7,2 | 10,6 | |
| Steuerzahlungen | - 4,9 | - 6,8 | |
| Veränderung der Vorräte | 3,1 | - 3,6 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - 13,7 | 18,6 | |
| Veränderung der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte | - 11,5 | 2,8 | |
| Veränderung der latenten Steuern | 0,2 | 2,4 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 17,9 | 23,5 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12,4 | - 5,9 | |
| Veränderung der sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Verbindlichkeiten | - 19,9 | - 25,6 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 17 | 115,6 | 96,1 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 96,7 | - 58,9 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,1 | 0,2 | |
| Erwerb von Festgeldern | - 131,7 | - 60,0 | |
| Einzahlung aus Festgeldern | 92,8 | 20,0 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 17 | - 135,5 | - 98,7 |
| Emissionserlös aus Börsengang | - | 143,3 | |
| Inanpruchnahme von (+) bzw. Zuführung zu (- )zum Cash-Pooling Wacker Chemie und Darlehen von Wacker Chemie | - | - 175,5 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - | - 32,2 | |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | 1,8 | 1,9 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 8 | - 18,1 | - 32,9 |
| Stand am Periodenanfang | 154,5 | 187,4 | |
| Stand am Periodenende | 136,4 | 154,5 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | vor Steuern | nach Steuern | vor Steuern | nach Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag | 8,7 | 8,7 | - 20,1 | - 20,1 |
| Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird: Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | - 90,5 | - 90,5 | 47,4 | 47,4 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 0,1 | 0,1 | 7,1 | 7,1 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) | 8,6 | 8,6 | 7,9 | 7,9 |
| davon ergebniswirksam | 19,8 | 19,8 | 48,0 | 48,0 |
| Effekt aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | 1,1 | 1,1 | - | - |
| davon ergebniswirksam | - | - | - | - |
| Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden | 9,8 | 9,8 | 15,0 | 15,0 |
| Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen | -80,7 | -80,7 | 62,4 | 62,4 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | - 72,0 | 42,3 | ||
| davon | ||||
| auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend | - 68,6 | 48,2 | ||
| auf nicht beherrschende Anteile entfallend | -3,4 | - 5,9 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung zum 31. Dezember 2016
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| EUR Mio. | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 | 100,0 | 946,8 | - 7,4 |
| Jahresfehlbetrag | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 6,9 |
| Gesamtergebnis | - | - | 6,9 |
| Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs | 20,0 | 123,2 | - |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | - 72,7 | - |
| Stand 31.12.2015 | 120,0 | 997,3 | - 0,5 |
| Stand 01.01.2016 | 120,0 | 997,3 | - 0,5 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 0,2 |
| Gesamtergebnis | - | - | 0,2 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | - 22,7 | - |
| Stand 31.12.2016 | 120,0 | 974,6 | - 0,3 |
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| EUR Mio. | Effekte aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | Marktwertänderung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow Hedge) | Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen |
|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 | - | - 21,1 | - 160,8 |
| Jahresfehlbetrag | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | 7,9 | 47,4 |
| Gesamtergebnis | - | 7,9 | 47,4 |
| Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs | - | - | - |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | - | - |
| Stand 31.12.2015 | - | - 13,2 | - 113,4 |
| Stand 01.01.2016 | - | - 13,2 | - 113,4 |
| Jahresüberschuss | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 1,1 | 8,6 | - 90,5 |
| Gesamtergebnis | 1,1 | 8,6 | - 90,5 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | - | - |
| Stand 31.12.2016 | 1,1 | - 4,6 | - 203,9 |
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| EUR Mio. | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Summe | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 | - 548,4 | 309,1 | 2,7 | 311,8 |
| Jahresfehlbetrag | - 14,0 | - 14,0 | - 6,1 | - 20,1 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | 62,2 | 0,2 | 62,4 |
| Gesamtergebnis | - 14,0 | 48,2 | - 5,9 | 42,3 |
| Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs | - | 143,2 | - | 143,2 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | 72,7 | 0,0 | - | 0,0 |
| Stand 31.12.2015 | - 489,7 | 500,5 | - 3,2 | 497,3 |
| Stand 01.01.2016 | - 489,7 | 500,5 | - 3,2 | 497,3 |
| Jahresüberschuss | 12,0 | 12,0 | - 3,3 | 8,7 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - 80,6 | - 0,1 | - 80,7 | |
| Gesamtergebnis | 12,0 | - 68,6 | - 3,4 | - 72,0 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | 22,7 | 0,0 | - | 0,0 |
| Stand 31.12.2016 | - 455,0 | 431,9 | - 6,6 | 425,3 |
Anhang zum Konzernabschluss
der Siltronic AG und ihrer Tochterunternehmen
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Art der Geschäftstätigkeit
Die Siltronic AG (die "Gesellschaft") ist, zusammen mit ihren Tochterunternehmen (der "Konzern"), ein Hersteller von Wafern aus hochreinem Silizium für die Halbleiterindustrie. Zu unseren Kunden zählen fast alle großen Halbleiterunternehmen auf der Welt. Silizium bildet die Basis für nahezu alle Halbleiterbauelemente und Siliziumwafer sind in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie z. B. Smartphones, Tablets, PCs, Flachbildschirmen und Sensoren zu finden. Wir betreiben jeweils eine Produktionsstätte für Wafer an den Standorten Burghausen und Freiberg in Deutschland, zwei Produktionsstätten in Singapur und eine Produktionsstätte in Portland, Oregon, USA.
Bis zum 10. Juni 2015 war die Gesellschaft ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, wobei 10 Prozent ihrer Anteile direkt von der Wacker Chemie AG und 90 Prozent von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, einem 100-prozentigen Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, gehalten wurden. Am 11. Juni 2015 ging die Siltronic AG erfolgreich an die Börse. Die Aktien der Gesellschaft sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und im Auswahlindex TecDAX vertreten. Die Wacker Chemie AG hält seitdem die Mehrheit an der Gesellschaft.
Die Siltronic AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 150884 eingetragen. Ihren Sitz hat die Gesellschaft in München am Hanns-Seidel-Platz 4. Dort ist auch die Wacker Chemie AG ansässig.
Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden, erstellt. Die zugehörigen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet. Der Konzern hat alle Standards und Interpretationen angewendet, die zum 31. Dezember 2016 in Kraft waren und wie sie von der EU übernommen wurden.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Bilanzausweis von Vermögenswerten und Schulden erfolgt nach ihrer Fristigkeit. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert bzw. erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Die Beträge im Konzernabschluss werden in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft und der Berichtswährung des Konzerns, ausgewiesen. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Beträge in Millionen Euro (EUR Mio.) angegeben.
Der Vorstand der Siltronic AG hat den Konzernabschluss am 22. Februar 2017 freigegeben.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und der Öffentlichkeit unter http://www.siltronic.com/int/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/declaration.jsp zugänglich gemacht worden.
Im Geschäftsjahr 2016 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften
Amendments zu IAS 1 "Anhangangaben" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016): Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimumangaben fordert. Zudem werden Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Die Anwendung des Amendments hat zu Änderungen bei den Angaben im Anhang geführt.
Improvements zu IFRS 2012 - 2014 (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016): Die Änderungen betreffen die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34: Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Weitere Vorschriften, die im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwenden waren, hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic. Diese Vorschriften waren im Einzelnen:
| ― | Amendments zu IFRS 11 "Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten", |
| ― | Amendments zu IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden", |
| ― | Amendments zu IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse", |
| ― | Amendments zu IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge", |
| ― | Amendments zu IAS 27 "Equity Methode in separaten Abschlüssen", |
| ― | Improvements zu IFRS 2010 - 2012, |
| ― | Amendments zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften". |
Noch nicht angewendete Standards und Interpretationen
Es wurden die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Standards veröffentlicht, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die vom Konzern auch nicht vorzeitig angewendet werden. Die Auswirkungen neuer Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards auf den Konzernabschluss werden vom Konzern laufend geprüft.
Anwendungspflicht ab 1. Januar 2017
Amendments zu IAS 7 "Angabeinitiative" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2017, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt): Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Um den neuen Angabepflichten zu genügen, beabsichtigen wir die Darstellung einer Überleitungsrechnung zwischen dem Anfangs- und Endbestand für Schulden, die Veränderungen im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit aufweisen.
Aus den Amendments zu IAS 12 "Erfassung von latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2017, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt) und Improvements zu IFRS 2014-2016 (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2017, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt) erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018
IFRS 9 "Finanzinstrumente" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018): Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte, sowie überarbeitete Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsbeziehungen. Die Siltronic AG evaluiert derzeit die Ausübung des Wahlrechts zur Bilanzierung von Hedge Accounting gemäß den Vorschriften nach IFRS 9 gegenüber den Regelungen unter IAS 39. Umfassendere Aussagen zur Beurteilung der Effekte auf den Konzernabschluss der Siltronic AG sind aktuell noch nicht möglich, da die Analyse der Auswirkungen noch nicht abgeschlossen ist. Die Anwendung der Vorschriften von IFRS 9 erfolgt nur für die jüngste Berichtsperiode und wird im Anhang mittels spezieller Überleitungstabellen offengelegt, sodass es zu keiner rückwirkenden Anwendung von IFRS 9 kommt.
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018) und Amendments zu IFRS 15 "Klarstellung zum IFRS 15" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt): IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". Siltronic analysiert derzeit die Auswirkungen des neuen Standards.
IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt). IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen". Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Siltronic analysiert derzeit die Auswirkungen, erwartet jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Aus den folgenden Vorschriften, welche zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden sind, erwarten wir keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic. Diese Vorschriften sind im Einzelnen:
| ― | Amendments zu IFRS 2 "Klassifizierung von Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen" (Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt), |
| ― | Amendments zu IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 4" (Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt), |
| ― | Amendments zu IAS 40 "Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien" (Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt) und |
| ― | Improvements zu IFRS 2014 - 2016 (Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt). |
Anwendungspflicht ab 1. Januar 2019
IFRS 16 "Leasing" (Anwendungspflicht ab dem 1. Januar 2019, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt): Hiernach ist für jedes Leasingverhältnis eine Verbindlichkeit für die Zahlungsverpflichtungen zu passivieren und gleichzeitig ein Nutzungsrecht für den geleasten Vermögenswert zu aktivieren. Dieses wird planmäßig abgeschrieben, während die Verbindlichkeit während der Laufzeit durch Tilgung und Zinsabgrenzung abgebaut wird. Siltronic hat die Auswirkungen des neuen Standards noch nicht analysiert. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierungsverbindlichkeiten und die immateriellen Vermögenswerte ansteigen.
Unbestimmte Anwendungspflicht
Amendments zu IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen" (Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt): Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst zum Bilanzstichtag fünf Tochterunternehmen nach sechs Tochterunternehmen im Vorjahr. Der Rückgang ergab sich durch die Verschmelzung eines Tochterunternehmens auf ein anderes Tochterunternehmen. Eine Veränderung im Konsolidierungskreis ergab sich dadurch nicht.
Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Gesellschaft direkt oder indirekt eine Stimmenmehrheit hält oder in anderer Weise die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Geschäftstätigkeiten Nutzen zu ziehen. Bei der Beurteilung der Beherrschung berücksichtigt die Gesellschaft potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr gegeben ist.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Tochterunternehmen, die zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres zum Konsolidierungskreis gehörten. Die Prozentangaben beziehen sich auf die direkte oder indirekte Beteiligung der Siltronic AG an den jeweiligen Gesellschaften:
Beteiligungen des Konzerns
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| in % | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Europa | ||
| Siltronic Holding International B.V., Krommenie / Niederlande | 100,0 | 100,0 |
| Nordamerika | ||
| Siltronic Corp., Portland (Oregon) / USA | 100,0 | 100,0 |
| Asien ohne Japan | ||
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur1) | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur | 77,7 | 77,7 |
| Japan | ||
| Siltronic Japan Corporation, Tokio I Japan | 100,0 | 100,0 |
1) Die Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur, wurde zum 1. Januar 2016 auf die Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur verschmolzen. Es handelte sich um eine 100-prozentige Beteiligung.
Konsolidierungsmethoden
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der Gesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen für das Kalenderjahr.
Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie damit verbundene nicht realisierte Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.
Unternehmenserwerbe
Die Unternehmenserwerbe des Konzerns werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn die Beherrschung auf den Konzern übergeht. Die übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und den erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerten zugeordnet. Ein entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Gewinne aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert werden sofort ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
Die übertragene Gegenleistung beinhaltet nicht Beträge, die auf die Abwicklung bereits bestehender Vertragsverhältnisse entfallen. Diese Beträge werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.
Eine bedingte Gegenleistung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wird eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllt, als Eigenkapital klassifiziert, so wird diese Verpflichtung nicht neu bewertet und ihre Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Anderenfalls werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung in Folgeperioden ergebniswirksam erfasst.
Verlust der Beherrschung
Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie damit verbundene nicht beherrschende Anteile und sonstige Bestandteile des Eigenkapitals ausgebucht. Ein resultierender Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst.
Währungsumrechnung
Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist (der funktionalen Währung), erstellt und nach dem Grundsatz der funktionalen Währung unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Nach dieser Methode werden die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet.
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen betreiben ihre Geschäfte in der jeweiligen funktionalen Währung, die der Landeswährung entspricht. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Nettogewinne oder -verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen bei monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Wechselkurse zwischen den wichtigsten Währungen und dem Euro in diesem Konzernabschluss.
Wechselkurse
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar | USD | 1,05 | 1,09 | 1,11 | 1,11 |
| Japanischer Yen | JPY | 123 | 131 | 120 | 134 |
| Singapur-Dollar | SGD | 1,52 | 1,54 | 1,53 | 1,52 |
Schätzungen und Annahmen bei der Erstellung des Konzernabschlusses
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS muss die Geschäftsleitung Annahmen treffen und Schätzungen verwenden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen und der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen beeinflussen den Buchwert der Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Geschäftsjahr. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile sowie die Cashflow-Prognosen im Zusammenhang mit Impairment-Tests (Test auf Wertminderung) und Kaufpreisallokationen.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und wirken sich auf das Ergebnis der Periode der Änderung bzw. gegebenenfalls künftiger Perioden aus.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen.
Impairment-Tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Bei Impairment-Tests muss der erzielbare Betrag der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt werden, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswerts sind die abgezinsten künftigen Cashflows der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Die Schätzung der abgezinsten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen, insbesondere bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsmengen für Wafer, der Entwicklung von Kosten und der Abzinsungssätze. Obwohl der Konzern davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern und der abgezinsten künftigen Cashflows sowie die Annahmen bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der relevanten Branchen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten sich in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen ergeben.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2016 EUR 546,2 Mio.
Leistungsorientierte Verpflichtungen
Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen Parametern und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren beinhalten den Abzinsungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen und Sterblichkeitsraten. Diese Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ergibt sich durch Abzinsung der konzernspezifischen, erwarteten künftigen Cashflows. Der Abzinsungssatz wird aus der Zinsstrukturkurve hochwertiger festverzinslicher, laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen abgeleitet. Die Anleihen lauten jeweils auf die gleiche Währung wie die zugrunde liegende Pensionsverpflichtung und weisen ein Rating von mindestens AA einer der drei großen Ratingagenturen auf. Die Grundlage bilden die Informationen zum Stichtag und eine Laufzeit, die annähernd mit der Laufzeit der Pensionsverpflichtung übereinstimmt.
Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2016 betrug EUR 395,1 Mio.
Aktive latente Steuern
Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert von der Unternehmensleitung unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren.
Die aktiven latenten Steuern beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 6,0 Mio.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wenden einheitliche Methoden für den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen an.
Der Ausweis der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss basiert auf den Grundlagen historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie Derivate und Planvermögen zur Deckung künftiger Pensionsverpflichtungen.
Andere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, soweit ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert) sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einem jährlichen Impairment-Test unterzogen. Im Jahr 2014 wurde ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert, der sich aus dem sukzessiven Mehrheitserwerb an der SSW ergab.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist, und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern entsprechen denen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte. Die Aktivierung von Entwicklungskosten ist im Konzern unwesentlich, weil sich die Entwicklungskosten auf bestehende Produkte bzw. Prozesse beziehen oder die künftigen Mittelzuflüsse zu unsicher sind.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Anschaffungskosten umfassen neben dem Kaufpreis Anschaffungsnebenkosten sowie gegebenenfalls Kosten für Rückbau und Beseitigung der Sachanlage von ihrem Standort. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Vorschriften des IAS 16 findet nicht statt. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt, und die Kosten verlässlich ermittelt werden können.
Wenn Sachanlagen endgültig stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemeinsam mit den entsprechenden kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Ein entstehender Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit bestimmten, qualifizierten Vermögenswerten angefallen sind und diesen direkt oder indirekt zugeordnet werden können, werden bis zur erstmaligen Nutzung der Vermögenswerte als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. In den dargestellten Geschäftsjahren wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.
Planmäßige Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und basieren auf folgenden Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
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| in Jahren | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3 bis 5 |
| Produktionsgebäude | 20 bis 30 |
| Sonstige Bauten | 10 bis 30 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 12 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 |
Soweit die nach den oben genannten Grundsätzen ermittelten Buchwerte von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen, die planmäßig abgeschrieben werden, höher sind als ihre erzielbaren Beträge zum Bilanzstichtag, wird die entsprechende Wertminderung als Aufwand erfasst.
Der Restwert und die Nutzungsdauer von Vermögenswerten werden regelmäßig überprüft.
Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen oder den Wegfall von Wertminderungen vorliegen. Ein Aufwand für Wertminderung wird dann in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und seinem Nutzungswert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Vermögenswerts mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten und werden über den Abschreibungszeitraum erfolgswirksam erfasst. Soweit nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen von staatlichen Stellen gewährt.
Ertragszuschüsse für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste werden als separater Vermögenswert aktiviert, sofern nach Auffassung der Gesellschaft alle wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der erforderliche Antrag gestellt wurde oder gestellt wird. Derartige Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere Nettoveräußerungswerte oder realisierbare Preise werden durch Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Verwaltungskosten sowie planmäßige Abschreibungen. Finanzierungskosten werden aufgrund der kurzfristigen Fertigungsprozesse nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der spezifischen Auslastungen ermittelt.
Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, und zur Berücksichtigung anderer Verringerungen des erzielbaren Betrags vorgenommen.
Aufgrund des Produktionsprozesses von Wafern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen.
Finanzinstrumente und Derivate
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt im Konzernabschluss berücksichtigt, zu dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel nicht saldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt über ein Aufrechnungsrecht verfügt und beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern notierte Marktwerte für Finanzinstrumente zur Verfügung stehen, werden diese verwendet. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bewertungstag bestehenden Marktkonditionen, normalerweise Zinssätze und Devisenkurse, berechnet. Dabei wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Abzinsung der künftigen Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, Festgelder sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte sind regelmäßig in Zahlungsmitteln oder einem anderen Vermögenswert zu begleichen. Darunter fallen unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Der Konzern macht keinen Gebrauch von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten richtet sich danach, ob ein Finanzinstrument zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten wird, ob das Finanzinstrument zur Veräußerung verfügbar ist oder ob es sich um vom Konzern ausgereichte Darlehen und Forderungen handelt.
Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Alle übrigen originären finanziellen Vermögenswerte, zu denen nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Eigenkapital- und Schuldinstrumente gehören, werden als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist.
Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Positive Marktwerte führen zum Ansatz einer Forderung, negative Marktwerte zum Ansatz einer Schuld.
Marktwertänderungen von Derivaten zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme in einer Fremdwährung ("Cashflow Hedge") werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäfts wird der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wird ein entsprechendes Derivat veräußert oder sind die Voraussetzungen für eine bilanzielle Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt, verbleibt dessen Wertänderung bis zum Eintreten des Grundgeschäfts im übrigen Eigenkapital. Absicherungen von Marktwertänderungen bilanzierter Vermögenswerte oder Schulden oder nicht bilanzierten festen vertraglichen Verpflichtungen führen zu "Fair Value Hedges". Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden sowohl bei den abgesicherten Grundgeschäften als auch bei den Finanzderivaten, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um das Währungsrisiko des Konzerns zu reduzieren. Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe werden vom Konzern nicht abgesichert.
Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nichtfinanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt.
Weitere Informationen sind der Ziffer 16 Finanzinstrumente zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte (einschließlich Steuerforderungen), mit Ausnahme von Finanzderivaten, werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt, die als Wertberichtigungen gebucht werden. Die Bildung von Wertberichtigungen auf nicht versicherte Forderungen bzw. auf den Selbstbehalt bei versicherten Forderungen erfolgt spätestens, wenn der Rechtsweg beschritten wird. Soweit auch durch Einlegung von Rechtsmitteln mit dem Forderungseingang nicht mehr gerechnet wird, erfolgen die Ausbuchung der Bruttoforderung sowie die Auflösung der gebildeten Wertberichtigung. Sofern langfristige Forderungen unverzinslich oder niedrig verzinslich sind, werden sie abgezinst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen im Allgemeinen Barmittel, Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und einer geringen Wertschwankung unterliegen.
Aktive und passive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch bestehende Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Änderungen der aktiven und passiven latenten Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden die darauf abzugrenzenden latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst.
Pensionsrückstellungen - leistungsorientierte Pläne
Die Nettoverpflichtung des Konzerns aus leistungsorientierten Plänen wird für jeden Plan einzeln berechnet. Hierzu wird der Betrag der künftigen Leistung, die die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben, geschätzt und auf seinen Barwert abgezinst. Vom Barwert wird der beizulegende Zeitwert des zugehörigen Planvermögens abgezogen. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") berechnet. Wenn sich aus der Berechnung ein möglicher Überschuss für den Konzern ergibt, ist der dafür ansetzbare Vermögenswert begrenzt auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form von künftigen Rückflüssen aus dem Plan oder künftigen Beitragsermäßigungen.
Neubewertungen der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen, die versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) und (gegebenenfalls) die Auswirkung der Vermögensobergrenze berücksichtigen, werden unmittelbar im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergeben sich aus der Abweichung zwischen der Einschätzung zum Periodenbeginn und dem tatsächlichen Ergebnis am Periodenende hinsichtlich der Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten, Rententrends, Gehaltsentwicklungen und Abzinsungssätze.
Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres festgelegte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung angewendet wird, wobei alle während des Geschäftsjahres aufgrund von Beitrags- und Leistungszahlungen erfolgten Änderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen berücksichtigt werden. Der Nettozinsaufwand und sonstige Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden erfolgswirksam erfasst.
Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, erfasst der Konzern den hieraus resultierenden Effekt als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Dieser wird bei Entstehung sofort erfolgswirksam erfasst. Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Verwaltungskosten, die nicht Bestandteil der Verwaltung des Planvermögens sind, werden bei Leistungserbringung ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen (Dienstzeitaufwand) wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche zugeordnet. Der Zinsanteil wird im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Pensionsrückstellungen - beitragsorientierte Pläne
Die Beitragsverpflichtungen für beitragsorientierte Pläne werden in der Periode, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wird, als Aufwand erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert aktiviert, sofern eine Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen möglich ist.
Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen
Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen werden gemäß versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Sie stellen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar, Die Nettoverpflichtung des Konzerns entspricht dem Betrag der künftigen Leistungen, die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden im Austausch für die erbrachte Arbeitsleistung erdient haben. Diese Leistungen werden auf den Barwert abgezinst. Neubewertungen werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind an die Erbringung von Arbeitsleistungen in der Zukunft geknüpft.
Die bilanzielle Erfassung der Rückstellungen erfolgt ratierlich über den Zeitraum des Erdienens des Anspruchs in der Beschäftigungsphase. Der sogenannte Erfüllungsrückstand, der den Gehaltsanteil darstellt, auf den der Mitarbeiter während der Beschäftigungsphase verzichtet, wird mit einem Planvermögen gegen Ausfall abgesichert. Die Altersteilzeitrückstellung stellt die Nettoverpflichtung des Konzerns dar, in der das Planvermögen gegen die Gesamtverpflichtung aufgerechnet wurde. Die Aufstockungsleistungen werden erst bei vollständiger Erbringung der notwendigen Arbeitsleistung vollständig erdient.
Sonstige Rückstellungen
Für gegenüber Dritten bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen werden Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn ein Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert auf den Beträgen, die erforderlich sind, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Bedeutende künftige Preissteigerungen werden bei der Bewertung ebenfalls berücksichtigt.
Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Stichtag abgezinsten Barwert angesetzt. Der Abzinsungssatz entspricht dem gegenwärtigen Marktzins für risikofreie Anlagen, die in ihrer Laufzeit der Restlaufzeit der zu erfüllenden Verpflichtung entsprechen. Erwartete Erstattungen, soweit sie hinlänglich sicher oder rechtlich einklagbar sind, werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr entziehen kann oder wenn er zugehörige Restrukturierungskosten erfasst, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.
Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete Nutzen geringer als die zur Vertragserfüllung unvermeidlichen Kosten ist. Rückstellungen für Umweltschutz werden gebildet, wenn künftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Umweltauflagen oder für Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen.
Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Auflösung der Rückstellung, wird die Auswirkung in denjenigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die bei der ursprünglichen Schätzung mit dem Aufwand belastet waren. Wurde die ursprüngliche Schätzung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, würde die Auflösung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (einschließlich Steuerverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.
Umsatzrealisierung
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen Gegenleistung. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern sowie Rabatte und Preisnachlässe. Umsätze aus Produktverkäufen werden erfasst, wenn die Waren geliefert wurden und die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Der Konzern tätigt keine Geschäfte, die eine Umsatzrealisierung als langfristige Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode erfordern.
Herstellungskosten
In den Herstellungskosten werden die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen ausgewiesen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Material-, Personal- und Energiekosten auch die planmäßige Abschreibung, die auf die Fertigungstätigkeiten umgelegten Gemeinkosten sowie die Abwertungen auf Vorräte. Die Kosten für Eingangs- und Ausgangsfrachten werden ebenfalls in diesem Posten ausgewiesen.
Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten
Die Vertriebskosten enthalten die Kosten der Vertriebsorganisation und der Marktforschung sowie die anwendungstechnische Beratung bei Kunden. Provisionsaufwendungen sind ebenfalls in diesem Posten enthalten.
Zu den Forschungs- und Entwicklungskosten gehören die Kosten der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Forschungskosten im engeren Sinne werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst, d. h., sie werden nicht aktiviert. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn alle vorgeschriebenen Ansatzkriterien kumulativ erfüllt sind, d. h., die Forschungsphase eindeutig von der Entwicklungsphase getrennt werden kann und die entstehenden Kosten den einzelnen Projektphasen überschneidungsfrei zugeordnet werden können. Ferner müssen mit hinreichender Sicherheit künftige Mittelzuflüsse erfolgen.
Zu den allgemeinen Verwaltungskosten gehören die anteiligen Personal- und Sachkosten der Konzernsteuerung, des Personalbereichs, des Rechnungswesens und der Informationstechnologie, soweit sie nicht als interne Dienstleistung auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.
Zeitpunkt der Erfassung von Erträgen und Aufwendungen
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Zinserträge werden unter Anwendung des Effektivzinssatzes bewertet.
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
01 Umsatzerlöse / Herstellungskosten / Sonstige betriebliche Erträge / Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||
| Erlöse aus der Lieferung von Produkten | 927,5 | 923,3 |
| Erlöse aus sonstigen Leistungen und Lizenzgebühren | 5,9 | 8,0 |
| Summe | 933,4 | 931,3 |
| Herstellungskosten | - 761,5 | - 768,4 |
| davon Bildung/Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte | 4,7 | 6,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | ||
| Gewinne aus Währungsgeschäften | 49,1 | 82,9 |
| Ertragszuschüsse der öffentlichen Hand für Forschung | 0,6 | 0,6 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0,7 | 2,0 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,1 | 0,2 |
| Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen | - | 0,5 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 0,2 | 0,0 |
| Übrige | 1,8 | 2,7 |
| Summe | 52,5 | 88,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| Verluste aus Währungsgeschäften | - 70,0 | - 128,6 |
| Aufwendungen aus Wertminderungen von Sachanlagen | - 1,0 | - 0,1 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | - 0,7 | - 1,0 |
| Aufwendungen für die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen | - 0,1 | - 0,1 |
| Aufwendungen für belastende Verträge | - 3,5 | 0,0 |
| Übrige | - 1,9 | - 1,5 |
| Summe | - 77,2 | - 131,3 |
Die Aufwendungen für belastende Verträge resultieren aus Mietverträgen.
Abschreibungen, Personalaufwand und Materialaufwand
Der Aufwand für Abschreibungen betrug im Geschäftsjahr 2016 EUR 119,0 Mio. (Vorjahr: EUR 121,8 Mio.).
Der Personalaufwand betrug EUR 278,2 Mio. (Vorjahr: EUR 284,2 Mio.), wovon auf Gehälter EUR 221,9 Mio. entfielen (Vorjahr: EUR 223,2 Mio.), auf soziale Sicherheit EUR 37,9 Mio. (Vorjahr: EUR 39,0 Mio.) und auf Altersversorgung EUR 18,5 Mio. (Vorjahr: EUR 22,0 Mio). Der Materialaufwand belief sich auf EUR 334,9 Mio. (Vorjahr: EUR 337,5 Mio.).
02 Zinserträge und -aufwendungen / Übriges Finanzergebnis
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | ||
| Zinserträge | 1,3 | 0,6 |
| davon aus Festgeldern | 0,7 | 0,2 |
| Zinsaufwendungen | - 3,3 | - 4,1 |
| Summe | - 2,0 | - 3,5 |
| Übriges Finanzergebnis | ||
| Zinseffekt aus verzinslichen Rückstellungen | - 8,9 | - 8,7 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | - 0,2 | - |
| Summe | - 9,1 | - 8,7 |
Übriges Finanzergebnis
Der Zinseffekt aus Rückstellungen betrifft vor allem die Pensionen und dabei die Nettozinsaufwendungen für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen.
Die sonstigen finanziellen Aufwendungen resultieren aus (echtem) Factoring.
03 Ertragsteuern
Der Berechnung der Ertragsteuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
In Deutschland wird neben der Körperschaftsteuer auch ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer erhoben. Außerdem ist eine je nach Gemeinde des ansässigen Unternehmens variierende Gewerbeertragsteuer zu zahlen.
Steuersätze in Deutschland
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| in % | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnittssatz für die Gewerbesteuer | 12,2 | 12,2 |
| Körperschaftsteuersatz | 15,0 | 15,0 |
| Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer | 5,5 | 5,5 |
| Ertragsteuersatz der Siltronic AG in Deutschland | 28,0 | 28,0 |
Der von den ausländischen Tochterunternehmen erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Sätzen versteuert. Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 0 Prozent und 38,7 Prozent.
Steuerabgrenzungen auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochterunternehmen wurden nur vorgenommen, sofern eine Ausschüttung geplant ist. An ausschüttungsfähigen Beträgen sind EUR 170,3 Mio. (Vorjahr: EUR 112,6 Mio.) vorhanden.
Der ausgewiesene Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2016 betrug EUR 7,2 Mio. (Vorjahr: EUR 10,6 Mio.). Bei Anwendung des deutschen Steuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe sich ein Steueraufwand in Höhe von EUR 4,5 Mio. (Vorjahr: steuerlicher Ertrag von EUR 2,6 Mio.). Die Differenz zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr: EUR 13,2 Mio.) ist hauptsächlich auf die Wertminderung latenter Steuervorteile bei der Siltronic AG, der Siltronic Japan Corporation und der Siltronic Corp. sowie steuersatzbedingten Abweichungen zurückzuführen.
In den Ertragsteuern sind laufende Steuererträge aus Vorjahren in Höhe von EUR 2,5 Mio. (Vorjahr: laufende Steueraufwendungen von EUR 0,1 Mio.) enthalten.
Steueraufwand
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern Inland | 0,0 | - 0,4 |
| Laufende Steuern Ausland | - 6,9 | - 7,8 |
| Laufende Steuern | - 6,9 | - 8,2 |
| Latente Steuern Inland | 0,0 | 0,0 |
| Latente Steuern Ausland | - 0,3 | - 2,4 |
| Latente Steuern | - 0,3 | - 2,4 |
| Ertragsteuern gesamt | - 7,2 | - 10,6 |
| Ableitung des effektiven Steuersatzes | ||
| Ergebnis vor Steuern | 15,9 | - 9,5 |
| Ertragsteuersatz der Siltronic AG in % | 28,0 | 28,0 |
| Erwarteter Steueraufwand (-) oder -ertrag (+) | - 4,5 | 2,6 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | 0,7 | - 2,4 |
| Effekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | - 1,2 | - 1,6 |
| Effekt aus steuerfreien Erträgen | 0,8 | 0,7 |
| Periodenfremde Steuern (laufendes Ergebnis) | 2,5 | - 0,1 |
| Effekt der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern | - 6,0 | - 10,0 |
| Sonstige Abweichungen | 0,5 | 0,2 |
| Ertragsteuern gesamt | - 7,2 | - 10,6 |
| Effektiver Steuersatz in % | 45,3 | - 111,7 |
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der latenten Steuern zu den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
Zuordnung der latenten Steuern
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Sachanlagen | 4,6 | 2,5 | 4,1 | 2,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1,4 | 2,5 | 0,7 | 2,5 |
| Pensionsrückstellungen | 0,0 | - | - | - |
| Sonstige Rückstellungen | 0,4 | - | 0,4 | - |
| Verbindlichkeiten | 2,5 | 0,4 | 3,5 | - |
| Summe | 8,9 | 5,4 | 8,7 | 5,1 |
| Saldierungen | - 2,9 | - 2,9 | - 2,5 | - 2,5 |
| Latente Steuern in der Bilanz | 6,0 | 2,5 | 6,2 | 2,6 |
Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet nur dann statt, wenn künftige Vorteile und Verpflichtungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern wurden in Höhe von EUR - 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR - 1,8 Mio.) ausschließlich erfolgswirksam erfasst. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt genutzt werden:
Steuerliche Verlustvorträge
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Innerhalb von 1 Jahr | - | - |
| Innerhalb von 2 Jahren | - | - |
| Innerhalb von 3 Jahren | - | - |
| Innerhalb von 4 Jahren | - | - |
| Innerhalb von 5 Jahren oder später | 168,7 | 137,6 |
| Summe | 168,7 | 137,6 |
| davon | ||
| voraussichtlich nicht realisierbare Verlustvorträge | 168,7 | 137,6 |
| voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge | 0,0 | 0,0 |
Für nicht realisierbare Verlustvorträge werden aufgrund von Verlusthistorie keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Wären latente Steuern auf Verlustvorträge angesetzt worden, hätte sich jedoch ein Betrag in Höhe von EUR 49,5 Mio. (Vorjahr: EUR 42,2 Mio.) errechnet.
Zum 31. Dezember 2016 wurden keine aktiven latenten Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von EUR 428,0 Mio. angesetzt (Vorjahr: EUR 353,4 Mio.).
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
04 Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
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| 2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 20,5 | 10,9 | 44,7 | 76,1 |
| Zugänge | - | - | 0,2 | 0,2 |
| Abgänge | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Umbuchungen | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | - | 0,1 | 0,5 | 0,6 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 11,0 | 45,4 | 76,9 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 4,2 | 42,2 | 46,4 |
| Zugänge | - | 2,2 | 1,4 | 3,6 |
| Abgänge | - | - | 0,0 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | - | 0,0 | 0,5 | 0,5 |
| Stand 31.12. | - | 6,4 | 44,1 | 50,5 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 4,6 | 1,3 | 26,4 |
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| 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 20,5 | 10,5 | 40,7 | 71,7 |
| Zugänge | - | - | 0,3 | 0,3 |
| Abgänge | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Umbuchungen | - | - | 2,9 | 2,9 |
| Währungsveränderungen | - | 0,4 | 0,9 | 1,3 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 10,9 | 44,7 | 76,1 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 1,9 | 40,1 | 42,0 |
| Zugänge | - | 2,2 | 1,2 | 3,4 |
| Abgänge | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Währungsveränderungen | - | 0,1 | 1,0 | 1,1 |
| Stand 31.12. | - | 4,2 | 42,2 | 46,4 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 6,7 | 2,5 | 29,7 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert und die erworbene Kundenbeziehung ergaben sich aus der Konsolidierung der SSW im Jahr 2014.
Die Kundenbeziehung wird linear über die von der Geschäftsleitung geschätzte Dauer der Beziehung abgeschrieben. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich gewerbliche Schutzrechte und ähnliche von Dritten erworbene Rechte, wie Softwarelizenzen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.
Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte sind in den Herstellungskosten ausgewiesen.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit ist der Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "300 mm" des Konzerns zugeordnet. Der erzielbare Betrag dieser ZGE basierte auf ihrem Nutzungswert, der durch Abzinsung der künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung der ZGE ermittelt wurde. Die wesentlichen Annahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags sind eine langfristige EBITDA-Marge entsprechend der Mittelfristplanung, eine Restnutzungsdauer des die ZGE dominierenden Vermögenswerts (für die Waferproduktion angepasste Gebäudeteile) und ein Abzinsungssatz von 10,4 Prozent vor Steuern. Die Bestimmung der langfristigen EBITDA-Marge und der Nutzungsdauer des dominierenden Vermögenswerts spiegelt Erfahrungen aus der Vergangenheit ähnlicher ZGE wider. Der Abzinsungssatz wurde aus einer Kenngröße nach Steuern anhand des historischen Branchendurchschnitts der gewichteten Kapitalkosten ermittelt. Externe Informationsquellen zur EBITDA-Marge der ZGE liegen nur in Bezug auf manche Komponenten des EBITDA vor
In der Mittelfristplanung wird von steigenden Umsätzen und steigenden EBITDA-Margen ausgegangen. Für die darauffolgenden Jahre bis zum Ende des Betrachtungszeitraums wird angenommen, dass das durchschnittliche EBITDA der Mittelfristplanung erzielt wird und dieses konstant bleibt. Damit die ZGE das auf die Mittelfristplanung folgende EBITDA erreicht, muss im Zeitraum der Mittelfristplanung ein EBITDA-Wachstum von jährlich durchschnittlich 7,5 Prozent erzielt werden. Es wurde keine Wachstumsrate angewendet. Der erzielbare Betrag übersteigt den Buchwert um mehr als EUR 100 Mio.
Die Berechnung des erzielbaren Betrags wird von den zugrunde liegenden Annahmen wie folgt beeinflusst:
Langfristige EBITDA-Marge:
Es besteht die Möglichkeit, dass die EBITDA-Margen aufgrund einer Überkapazität in der weltweiten Waferindustrie und signifikanter Währungsschwankungen geringer als prognostiziert ausfallen. Eine um durchschnittlich 18 Prozent geringere EBITDA-Marge als erwartet hätte eine Wertminderung zur Folge.
Abzinsungssatz:
Möglicherweise sind die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten höher als erwartet. Ein um 3,3 Prozentpunkte höherer Abzinsungssatz hätte eine Wertminderung zur Folge.
05 Entwicklung der Sachanlagen
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| 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 712,9 | 2.351,9 | 130,1 | 60,3 | 3.255,2 |
| Zugänge | 11,6 | 45,2 | 2,8 | 29,0 | 88,6 |
| Abgänge | 0,0 | - 19,7 | - 3,6 | 0,0 | - 23,3 |
| Umbuchungen | 4,6 | 39,6 | 1,7 | - 45,9 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 17,0 | 22,2 | 0,5 | 0,3 | 40,0 |
| Stand 31.12. | 746,1 | 2.439,2 | 131,5 | 43,7 | 3.360,5 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 498,0 | 2.093,0 | 121,0 | 0,3 | 2.712,3 |
| Zugänge | 12,6 | 96,8 | 5,0 | - | 114,4 |
| Wertminderung | 0,1 | 0,9 | 0,0 | - | 1,0 |
| Abgänge | 0,0 | - 18,9 | - 3,6 | - | - 22,5 |
| Umbuchungen | - | - 0,1 | 0,1 | - | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 14,9 | 20,0 | 0,5 | - | 35,5 |
| Stand 31.12. | 525,6 | 2.191,8 | 123,0 | 0,3 | 2.840,7 |
| Buchwert 31.12. | 220,5 | 247,4 | 8,5 | 43,4 | 519,8 |
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| 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 677,9 | 2.285,7 | 128,7 | 25,8 | 3.118,1 |
| Zugänge | 0,2 | 19,3 | 2,1 | 53,1 | 74,7 |
| Abgänge | - | - 30,8 | - 3,5 | - 0,7 | - 35,0 |
| Umbuchungen | 0,1 | 17,1 | 1,5 | - 18,7 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 34,7 | 60,6 | 1,4 | 0,8 | 97,5 |
| Stand 31.12. | 712,9 | 2.351,9 | 130,2 | 60,3 | 3.255,3 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 457,6 | 1.970,5 | 118,0 | 0,3 | 2.546,4 |
| Zugänge | 12,5 | 100,7 | 5,1 | - | 118,3 |
| Wertaufholung | - 0,5 | - | - | - | - 0,5 |
| Wertminderung | 0,1 | - | - | - | 0,1 |
| Abgänge | - | - 30,6 | - 3,3 | - | - 33,9 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - |
| Währungsveränderungen | 28,3 | 52,4 | 1,3 | - | 82,0 |
| Stand 31.12. | 498,0 | 2.093,0 | 121,1 | 0,3 | 2.712,4 |
| Buchwert 31.12. | 214,9 | 258,9 | 9,1 | 60,0 | 542,9 |
06 Vorräte
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 62,6 | 58,7 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 78,3 | 84,0 |
| Summe | 140,9 | 142,7 |
| davon Bilanzierung zum Nettoveräußerungswert | 1,4 | 16,9 |
Die unfertigen Erzeugnisse betrugen zum 31. Dezember 2016 EUR 51,6 Mio. (Vorjahr: EUR 34,5 Mio.).
07 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,2 | - | 118,2 | 100,4 | - | 100,4 |
| Derivative Finanzinstrumente | 5,0 | 1,9 | 3,1 | 9,9 | 0,2 | 9,7 |
| Vorauszahlung an die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG | 11,1 | - | 11,1 | - | - | - |
| Übrige | 2,6 | - | 2,6 | 5,9 | - | 5,9 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 18,7 | 1,9 | 16,8 | 15,8 | 0,2 | 15,6 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 1,2 | - | 1,2 | 1,3 | - | 1,3 |
| Sonstige Steuerforderungen | 6,0 | - | 6,0 | 6,0 | - | 6,0 |
| Übrige | 4,0 | - | 4,0 | 0,0 | - | 0,0 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 11,2 | - | 11,2 | 7,3 | - | 7,3 |
| Sonstige finanzielle oder nichtfinanzielle Vermögenswerte | 29,9 | 1,9 | 28,0 | 23,1 | 0,2 | 22,9 |
| davon fällig> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 0,2 | - | 0,2 | 1,3 | 0,1 | 1,2 |
| davon fällig> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, die den Marktwerten entsprechen. Ausfallrisiken sind - soweit nicht durch Versicherungen oder erhaltene Anzahlungen abgedeckt - durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Entwicklung der Überfälligkeiten der Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Überfälligkeiten der Forderungen
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| 31.12.2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Davon weder wertgemindert noch überfällig | Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | Davon überfällig und wertgemindert | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Buchwert | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig >45 Tage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,2 | 107,1 | 10,8 | 0,3 | -0,3 | 0,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 18,7 | 18,7 | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 11,2 | 11,2 | - | - | - | - |
| Summe | 148,1 | 137,0 | 10,8 | 0,3 | -0,3 | 0,3 |
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| 31.12.2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Davon weder | Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | Davon | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Buchwert | wertgemindert noch überfällig | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig >45 Tage | überfällig und wertgemindert |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 100,4 | 93,8 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 0,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15,8 | 15,8 | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 7,3 | 7,3 | - | - | - | - |
| Summe | 123,5 | 116,9 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 0,3 |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den Berichtsperioden (es wurden keine Wertberichtigungen auf andere Vermögenswerte vorgenommen):
Wertberichtigungen
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 1,6 | 3,9 |
| Inanspruchnahme | - 1,1 | - 2,6 |
| Zugänge | - | 0,2 |
| Auflösungen | - 0,2 | - 0,1 |
| Währungsveränderungen | - 0,0 | 0,2 |
| Stand 31.12. | 0,3 | 1,6 |
Das maximale Ausfallrisiko besteht in der Höhe des Buchwerts der nicht durch Kreditausfallversicherungen gedeckten Forderungen. Die Wertberichtigungen des Konzerns für Ausfallrisiken basieren auf Erfahrungswerten und den zum Ende der Berichtsperiode herrschenden Bedingungen.
08 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nennbetrag bewertet. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente geht aus der Kapitalflussrechnung hervor.
09 Eigenkapital
Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalentwicklung gezeigt,
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Siltronic AG beträgt EUR 120 Mio. und ist eingeteilt in 30 Mio. nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage setzt sich zusammen aus einem Aufschlag bei der Ausgabe von Aktien, Sacheinlagen und Transaktionen mit Gesellschaftern. Im Geschäftsjahr verringerte sich die Kapitalrücklage um EUR 22,7 Mio., um den Jahresfehlbetrag der Siltronic AG (HGB) auszugleichen.
Gewinnrücklage und Konzernergebnis
Die Position umfasst die kumulierten früheren Jahresergebnisse des Konzerns abzüglich Dividendenausschüttungen.
Kapitalmanagement
Das Kapitalmanagement des Siltronic-Konzerns verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und angemessene Renditen für die Anteilseigner zu erwirtschaften. Als Instrumente der Kapitalsteuerung dienen unter anderem Dividendenzahlungen. Die Siltronic AG beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Die Satzung beinhaltet keine Kapitalerfordernisse. Besondere Kapitalbegriffe werden nicht verwendet.
Es besteht ein Bedingtes Kapital und ein Genehmigtes Kapital: Das Grundkapital der Gesellschaft kann durch Ausgabe von bis zu 12.500.000 neuen, auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht werden, wodurch das Grundkapital um bis zu EUR 50 Mio. steigen darf (Bedingtes Kapital). Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 60 Mio. zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
10 Pensionsrückstellungen
Für die Mitarbeiter des Konzerns bestehen je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren.
Bei der betrieblichen Altersversorgung wird zwischen beitrags- und leistungsorientierten Plänen unterschieden. Aus beitragsorientierten Plänen resultieren über die Entrichtung von Beiträgen an zweckgebundene Fonds hinaus keine weiteren Verpflichtungen für das Unternehmen. Im Konzern existieren sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pläne, die teilweise über die Pensionskasse des Wacker Chemie VVaG (Pensionskasse) oder Fonds finanziert sind. Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus leistungsorientierten Plänen in Form von Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Im Wesentlichen garantieren die unterschiedlichen Pensionspläne den Mitarbeitern lebenslange Renten auf Basis des während der Beschäftigung bei Siltronic durchschnittlich bezogenen Gehalts (Karrieredurchschnittsplan) oder Kapitalzahlungen.
Im Konzern bestehen folgende Altersversorgungspläne:
Versorgungspläne über die Pensionskasse
Für Mitarbeiter in Deutschland wird eine Grundversorgung über die rechtlich selbstständige Pensionskasse gewährt. Diese wird aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen finanziert. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen.
Die Pensionskasse ist ein kleiner Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Sinne des § 210 des Versicherungsaufsichtsgesetzes und ist reguliert nach § 230 Abs. 1 des Versicherungsaufsichtsgesetzes. Sie unterliegt damit den Regelungen für deutsche Versicherer und wird von der BaFin beaufsichtigt. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.
Für Mitarbeiter, die der Pensionskasse bis 2004 beigetreten sind, gilt in der Grundversorgung eine feste Leistungszusage, die bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen zu berücksichtigen ist. Die Rentenhöhe ist dabei unabhängig vom Alter der Beitragszahlung und auch unabhängig von der erzielten Vermögensverzinsung. Für Mitarbeiter, die nach 2004 in die Gesellschaft eingetreten sind, gelten neue Tarife für die Grundversorgung. Den Leistungen liegen dort Garantiezinssätze zugrunde und die Leistungshöhe hängt vom Alter der Beitragszahlung ab. Jährliche Überschussbeteiligungen können die künftige Leistung erhöhen. Zusätzlich können Mitarbeiter in Deutschland Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung PK+ an die Pensionskasse leisten. Vor allem werden die Beiträge aus der tarifvertraglich geregelten Altersversorgung aufgrund der Tarifverträge über Einmalzahlungen und Altersvorsorge und über die Lebensarbeitszeit und Demografie in die freiwillige Höherversicherung eingezahlt.
Im Geschäftsjahr 2016 wurde die bilanzielle Behandlung der Tarife für Mitarbeiter, die nach 2004 in das Unternehmen eingetreten sind, geändert. Bis zum Geschäftsjahr 2015 wurden diese Tarife als beitragsorientiert behandelt. Wegen des weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfelds wurden diese Tarife in 2016 aufgrund der gestiegenen Wahrscheinlichkeiten einer Inanspruchnahme des Unternehmens neu eingeschätzt und als leistungsorientierte Verpflichtung bilanziert. Die Umstellung führt dazu, dass in 2016 der Barwert der Verpflichtung erfolgsneutral um EUR 24,5 Mio. steigt. Gleichzeitig werden im Planvermögen erfolgsneutrale Zugänge von EUR 23,8 Mio. berücksichtigt. Die Effekte sind in der Tabelle "Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen" in den Zeilen "Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge" und "Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen" enthalten.
Direktzusagen
Neben den Zusagen der Pensionskasse erhalten Mitarbeiter in Deutschland direkte Leistungszusagen in Form einer Zusatzversorgung. Mit der Zusatzversorgung werden Gehaltsanteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze abgesichert. Bis 2004 eingetretene Mitarbeiter erhalten Rentenleistungen. Die Höhe der Rente hängt vom durchschnittlich während der Beschäftigung bei der Gesellschaft bezogenen Gehalt ab (Karrieredurchschnittsplan).
Für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter wird jährlich ein Prozentsatz des Gehalts oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze bereitgestellt. Das sich hieraus ergebende Kapital wird verzinst. Die Leistungen können als lebenslange Rente oder, für Zusagen ab 2005, alternativ als Einmalzahlung abgerufen werden. Leistungsberechtigt sind die Mitarbeiter und ihre Hinterbliebenen. Die Ansprüche der Mitarbeiter gehen in die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ein. Dies gilt sowohl für bis 2004 eingetretene Mitarbeiter als auch für ab 2005 eingetretene Mitarbeiter.
"Deferred Compensation"-Plan
Außertariflich bezahlte Mitarbeiter in Deutschland können in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan ("Deferred Compensation") Teile ihres Gehalts einzahlen. Dieser Plan gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, Teile ihrer künftigen Entgeltansprüche in ein wertgleiches Versorgungskapital umzuwandeln. Das Versorgungskapital wird in Abhängigkeit vom Abschluss der Teilnahmevereinbarung am Leistungsplan (Zusage) mit 7 Prozent (1996 - 2001), 6 Prozent (2002 - 2010) oder 5 Prozent (201 1 - 2013) verzinst. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 7 Prozent oder 6 Prozent kann der Mitarbeiter zwischen einer Auszahlung in Rentenform oder als Kapital wählen. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 5 Prozent erfolgt die Auszahlung ausschließlich in Kapitalform. Ab 2015 können leitende Angestellte Teile ihres Gehalts zu einem variablen Zinssatz in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan einzahlen. Der variable Zinssatz ist abhängig von der fünfjährigen Umlaufrendite inländischer Inhaberschuldverschreibungen und beträgt mindestens 2,5 Prozent und höchstens 5 Prozent. Die Auszahlung erfolgt ausschließlich in Kapitalform. Zusagen, die bis zum 31. Dezember 2000 erteilt wurden, werden mit dem m / n-tel Barwert (gemäß Projected-Unit-Credit-Methode) bewertet. Zusagen, die ab dem 1. Januar 2001 erteilt wurden, werden mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaft bzw. mit dem erworbenen Kapital bewertet.
Die Versorgungsansprüche in Deutschland sind durch den Pensionssicherungsverein a. G. gegen Insolvenz geschützt. Die Insolvenzsicherung ist nach oben begrenzt. Gesetzliche Mindestfinanzierungspflichten bestehen nicht.
USA
Für die Mitarbeiter ausländischer Tochtergesellschaften bestehen unterschiedliche Pensionszusagen nach den rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Außer den in den USA begebenen Pensionszusagen sind diese Pensionspläne für den Konzern nicht wesentlich.
In den USA bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen für Mitarbeiter der Siltronic Corporation, Portland, wobei die leistungsorientierten Pläne ab dem 31. Dezember 2003 für Neuzusagen geschlossen wurden. Die leistungsorientierten Zusagen werden nur für die Altbestände fortgeführt. Die Versorgungsleistung besteht in einer monatlichen Rentenzahlung ab dem 65. Lebensjahr, die sich auf Basis des zuletzt gezahlten Durchschnittsgehalts ermittelt. Spezielle Regelungen gibt es bei frühzeitiger Verrentung ab dem 55. Lebensjahr abhängig von der Betriebszugehörigkeit. Aufgrund des ähnlichen Charakters werden auch Verpflichtungen für die medizinische Versorgung von Mitarbeitern nach deren Eintritt in den Ruhestand sowie für Austrittsentschädigungen unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Für neue Mitarbeiter in den USA nach 2003 existieren nur noch beitragsorientierte Pensionspläne.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen übergeleitet werden:
Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Inland | Ausland | Summe | Inland | Ausland | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der zumindest teilweise fondsfinanzierten leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen | 603,3 | 130,2 | 733,5 | 483,1 | 128,0 | 611,1 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 412,1 | 88,4 | 500,5 | 359,7 | 90,0 | 449,7 |
| Finanzierungsstatus | 191,2 | 41,8 | 233,0 | 123,4 | 38,0 | 161,4 |
| Barwert der ungedeckten leistungsorientierten Verpflichtungen | 154,6 | 7,5 | 162,1 | 131,3 | 6,7 | 138,0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 345,8 | 49,3 | 395,1 | 254,7 | 44,7 | 299,4 |
Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen
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| 2016 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Differenz |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 749,1 | 449,7 | 299,4 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 16,9 | - | 16,9 |
| Zinsaufwand / Zinsertrag | 22,1 | 13,6 | 8,5 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten | - | - 0,8 | 0,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0,4 | - | 0,4 |
| Effekte aus Abgeltungen1) | - 12,7 | - 11,8 | - 0,9 |
| Neubewertungen | |||
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge | - | 38,8 | - 38,8 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen | - | - | - |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | 114,3 | - | 114,3 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 15,0 | - | 15,0 |
| Effekte aus Währungsdifferenzen | 5,9 | 3,3 | 2,6 |
| Beiträge | |||
| Arbeitgeber | - | 17,9 | - 17,9 |
| Begünstigte des Pensionsplans | 2,5 | 2,5 | - |
| Rentenzahlungen | - 15,8 | - 12,7 | - 3,1 |
| Übertragungen | - 2,1 | - | - 2,1 |
| Stand 31.12. | 895,6 | 500,5 | 395,1 |
1) Betrifft den Verkauf eines Teils der Pensionsverpflichtungen für bereits pensionierte Mitarbeiter durch die Siltronic Corp., Portland, Oregon, USA, an einen fremden Dritten.
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| 2015 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Differenz |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 761,9 | 433,8 | 328,1 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 19,8 | - | 19,8 |
| Zinsaufwand / Zinsertrag | 19,9 | 11,7 | 8,2 |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten | - | - 0,7 | 0,7 |
| Neubewertungen | |||
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus Planvermögen ohne bereits im Zinsertrag erfasste Beträge | - | - 7,2 | 7,2 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung demografischer Annahmen | - 3,5 | - | - 3,5 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung finanzieller Annahmen | - 63,6 | - | - 63,6 |
| Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 12,1 | - | 12,1 |
| Effekte aus Währungsdifferenzen | 14,3 | 9,4 | 4,9 |
| Beiträge | |||
| Arbeitgeber | - | 11,6 | - 11,6 |
| Begünstigte des Pensionsplans | 2,4 | 2,4 | - |
| Rentenzahlungen | - 14,0 | - 11,3 | - 2,7 |
| Übertragungen | - 0,2 | - | - 0,2 |
| Stand 31.12. | 749,1 | 449,7 | 299,4 |
Annahmen
Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung von unternehmensspezifischen und landesspezifischen, biometrischen Rechnungsgrundlagen und Parametern ermittelt. Den Berechnungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die folgende Parameter berücksichtigt haben:
Versicherungsmathematische Annahmen
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | Deutschland | USA | Deutschland | USA |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 1,94 | 3,92 | 2,75 | 4,20 |
| Gehaltstrend | 2,50 | 3,00 | 2,50 | 2,00 - 3,00 |
| Rententrend | ||||
| Grund- und Zusatzversorgung1) | 1,80/1,00 | - | 1,80/1,00 | - |
| Deferred Compensation1) | 2,50/1,00 | - | 2,50/1,00 | - |
1) Variiert nach Eintrittsdatum der Mitarbeiter in das Unternehmen bzw. nach Abschlussdatum der verschiedenen Tarifgenerationen.
Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland die von Prof. Dr. Klaus Heubeck entwickelten "Richttafeln 1998" mit Modifikationen zugrunde gelegt. Dabei werden für den Bestand der Pensionskasse (Grundversorgung) von der Aufsichtsbehörde genehmigte Sterbetafeln (Reduzierung der Sterblichkeiten bei Männern auf 75 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Richttafelwerte) verwendet. Für den Bestand der übrigen Zusagen wurden die Sterblichkeiten bei Männern auf 60 Prozent und bei Frauen auf 85 Prozent der Heubeck-Werte reduziert und damit insbesondere der anerkannte Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und Höhe der Rente ("Einfluss des sozioökonomischen Status") berücksichtigt. In den USA wird die Sterblichkeitstafel Sex distinct RP-2014 mortality tables (Scale SoA MP-2014) für Rentner und Anwärter, nach Geschlecht unterschieden, angewendet. Dabei wurde die Sterblichkeitstafel RP-2014 auf das Jahr 2007 zurückgerechnet und eine modifizierte Variante der Tafel MP-2014 für die künftigen Perioden zugrunde gelegt.
Die bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung berücksichtigten Diskontierungssätze und Gehaltssteigerungen wurden in Abhängigkeit von den entsprechenden ökonomischen Rahmenbedingungen nach einheitlichen Grundsätzen abgeleitet. Der Rechnungszins beruht auf einer Zinsstrukturkurve, die aus Renditen hochrangiger festverzinslicher und laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen des jeweiligen Landes abgeleitet wurde. Er berücksichtigt die Siltronic-spezifischen, erwarteten künftigen Zahlungsströme der Verpflichtungen.
Sensitivitätsanalyse
Bei der folgenden Sensitivitätsanalyse wird jeweils nur eine Annahme verändert, d. h., die übrigen Annahmen bleiben, gegenüber der usprünglichen Bewertung unverändert, sodass die Sensitivität jeder Annahme isoliert betrachtet werden kann. Daraus folgt, dass mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen nicht berücksichtigt werden.
Die folgende Übersicht zeigt, inwieweit sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen durch Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen ändern würde:
Sensitivitätsanalyse
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag | 896 | 749 | ||
| Barwert der Pensionsverpflichtungen, falls | ||||
| der Rechnungszins 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 813 | - 9,3 | 686 | - 8,4 |
| der Rechnungszins 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 990 | 10,5 | 821 | 9,6 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 904 | 0,9 | 757 | 1,1 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 887 | - 1,0 | 742 | - 0,9 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte höher wäre | 922 | 2,9 | 768 | 2,5 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte niedriger wäre | 871 | - 2,8 | 731 | - 2,4 |
| die Lebenserwartung um 1 Jahr höher wäre | 926 | 3,3 | 772 | 3,1 |
Zusammensetzung des Planvermögens
In Deutschland investiert die Pensionskasse gemäß den gesetzlichen Vorschriften und den Vorschriften ihrer Satzung das relevante Planvermögen. Die Pensionskasse investiert knapp die Hälfte des Vermögens in Aktien- und Rentenfonds. Die andere Hälfte wird in Schuldscheindarlehen, Immobilien, Immobiliendarlehen und Private Equity angelegt. Der verbleibende Teil des Vermögens wird als Liquidität vorgehalten. Die Anlagestrategie erfolgt gemäß der vom Vorstand der Pensionskasse vorgegebenen Kapitalanlagerichtlinie.
Das Planvermögen der in den USA aufgelegten Pensionspläne wird überwiegend in Aktien und Fonds gemäß den vorgegebenen Kapitalanlageregelungen angelegt. Die Zusammensetzung des Planvermögens des Konzerns zeigt folgende Tabelle:
Zusammensetzung des Planvermögens
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | - | 77,0 | 77,0 | - | 61,3 | 61,3 |
| Darlehen / Renten | 186,2 | 91,5 | 277,7 | 173,2 | 95,0 | 268,2 |
| Aktien /Aktienfonds | 75,6 | 45,5 | 121,1 | 69,4 | 39,2 | 108,6 |
| Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente | - | 24,7 | 24,7 | - | 11,6 | 11,6 |
| Summe | 261,8 | 238,7 | 500,5 | 242,6 | 207,1 | 449,7 |
| davon selbst genutzte Immobilien | - | 0,5 | 0,5 | - | 0,5 | 0,5 |
Der Konzern nutzte zum Bilanzstichtag EUR 0,5 Mio. des Planvermögens für eigene Zwecke (31. Dezember 2015: EUR 0,5 Mio.). Hierbei handelt es sich um eine selbst genutzte Immobilien in München, in der die Hauptverwaltung der Siltronic AG untergebracht ist.
Risiken
Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken betreffen neben den üblichen versicherungsmathematischen Risiken vor allem finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Planvermögen. In Deutschland werden wesentliche Teile der leistungsorientierten Verpflichtungen in der Pensionskasse verwaltet. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Asset-Liability-Studie wird das aktuelle und künftige Verhältnis von Portfoliostruktur zu den Verpflichtungen analysiert und prognostiziert. Als Resultat ermittelt sich das langfristige Renditeerfordernis der Pensionskasse. Darauf aufbauend definiert die Pensionskasse ein strategisches Zielportfolio. Das Renditeerfordernis, der Firmenbeitrag der Trägerunternehmen und die strategische Asset-Allokation werden somit jährlich überprüft und miteinander in Einklang gebracht.
Grundsätzlich sind alle Kapitalanlagen Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Diese können aus Zins-, Aktienkurs- bzw. Wechselkursverschiebungen bestehen. Die Gesellschaft zielt darauf ab, durch ein sogenanntes Overlay-Management Verluste auf ein vorgegebenes Maß zu beschränken. Teilweise werden Derivate zu Absicherungszwecken eingesetzt.
Die leistungsorientierten Pläne in den USA unterliegen aufgrund der Anlage des Planvermögens in Aktien und Fonds neben den versicherungsmathematischen Risiken ebenfalls dem Marktpreisänderungsrisiko.
Je nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften sind wir dazu verpflichtet, eine Unterdeckung der Pensionspläne durch Zuführung liquider Mittel zu reduzieren.
Risiken ergeben sich insbesondere durch die Lebenserwartung der Leistungsempfänger, dem Zinsgarantierisiko sowie aus Gehalts- und Rentensteigerungen. Das Zinsgarantierisiko wird im Rahmen des Risikomanagementprozesses regelmäßig beobachtet. Es stellt bei der Ermittlung des langfristigen Zinserfordernisses und dessen Erfüllbarkeit ein Schwerpunktthema der Pensionskasse dar. Risiken aus der Zinsgarantie entfallen auch auf die Pläne zur "Deferred Compensation".
Finanzierung der Pensionspläne
Im Geschäftsjahr 2016 wurden für Pläne in Deutschland EUR 10,6 Mio. (Vorjahr: EUR 9,7 Mio.) und für Pläne im Ausland EUR 5,2 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) an Rentenzahlungen geleistet. Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen werden 2017 rund EUR 12,0 Mio. betragen. Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2016 21,3 Jahre (Vorjahr: 19,6 Jahre) in Deutschland und 16,3 Jahre (Vorjahr: 15,9 Jahre) in den USA.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vom Konzern sowie der Pensionskasse voraussichtlich zu leistenden Rentenzahlungen im Zeitraum 2017 bis 2021:
Erwartete Fälligkeiten der Pensionszahlungen
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| EUR Mio. | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| 16,9 | 18,6 | 21,0 | 22,5 | 24,3 |
Zusammensetzung des Pensionsaufwands nach Pensionsplänen
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 16,9 | 19,8 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/ Effekte aus Übertragungen/ Abgeltungen | - 0,5 | - |
| Aus dem Planvermögen gezahlte Verwaltungskosten aus leistungsorientierten Plänen | 0,8 | 0,7 |
| Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 8,5 | 8,2 |
| Aufwand aus beitragsorientierten Plänen | 1,3 | 1,3 |
| Übrige Pensionsaufwendungen | - | 0,2 |
| Beiträge zur gesetzlichen Altersversorgung | 15,2 | 15,0 |
| Gesamte Altersversorgung | 42,2 | 45,2 |
11 Andere Rückstellungen / Steuerrückstellungen
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Personal | 39,7 | 36,6 | 3,1 | 33,4 | 30,3 | 3,1 |
| Umweltschutz | 0,9 | - | 0,9 | 0,6 | - | 0,6 |
| Belastende Verträge | 3,5 | - | 3,5 | - | - | - |
| Übrige | 0,5 | 0,2 | 0,3 | 2,4 | 0,1 | 2,3 |
| Summe | 44,6 | 36,8 | 7,8 | 36,4 | 30,4 | 6,0 |
| Steuerrückstellungen | 6,5 | 0,0 | 6,5 | 5,2 | - | 5,2 |
Personalrückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten hauptsächlich Verpflichtungen zur Gewährung von Jubiläumsgeldern sowie Rückstellungen aufgrund von Altersteilzeitmodellen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle werden in sechs Jahren vollständig ausbezahlt sein. Der Abfluss erfolgt kontinuierlich. Der Konzern hält Anleihen und andere Wertpapiere, die als Planvermögen für Leistungen im Rahmen der Altersteilzeit dienen und die mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeitmodellen saldiert werden.
Rückstellungen für Umweltschutz
Die Rückstellungen für Umweltschutz decken erwartete Belastungen aufgrund der möglichen Kontaminierung von Boden und Gewässern am Konzernstandort Portland, Oregon, USA, ab. Das Grundstück wird auf die Freisetzung bestimmter Schadstoffe untersucht, darunter Trichlorethylen, das früher von dem Tochterunternehmen in den USA verwendet wurde. Außerdem sind durch frühere Grundstückseigentümer Abfallprodukte aus einer Industriegasanlage, Herbizide, Pestizide, Mineralölprodukte und andere Gefahrstoffe in die Umwelt gelangt. Der Konzern hat Versicherungen abgeschlossen, durch die die meisten bisher angefallenen Verteidigungs-, Untersuchungs- und Sanierungskosten erstattet wurden. Obgleich ein erheblicher Versicherungsschutz besteht, werden künftige Verteidigungs-, Untersuchungs- und Sanierungskosten möglicherweise nicht vollständig von den Versicherungen gedeckt werden.
Rückstellungen für belastende Verträge
Die Rückstellung enthält Kosten für Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen, denen kein wirtschaftlicher Vorteil gegenübersteht.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2016:
Entwicklung der anderen Rückstellungen
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| EUR Mio. | 01.01.2016 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 33,4 | - 13,3 | - | 19,5 | 0,4 | - 0,3 |
| Umweltschutz | 0,6 | - 0,5 | - | 0,8 | 0,0 | - |
| Belastende Verträge | - | - | - | 3,5 | 0,0 | - |
| Übrige | 2,4 | - 2,0 | - 0,2 | 0,3 | 0,0 | - |
| Summe | 36,4 | - 15,8 | - 0,2 | 24,1 | 0,4 | - 0,3 |
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| EUR Mio. | 31.12.2016 |
|---|---|
| Personal | 39,7 |
| Umweltschutz | 0,9 |
| Belastende Verträge | 3,5 |
| Übrige | 0,5 |
| Summe | 44,6 |
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Der Bilanzposten umfasst die erwarteten Verpflichtungen aller in- und ausländischen Einheiten.
Die Entwicklung der Rückstellung für Ertragsteuern geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Entwicklung der Rückstellung
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| EUR Mio. | 01.01.2016 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuern | 5,2 | - 5,2 | - | 6,4 | 0,1 | 6,5 |
12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 81,6 | - | 81,6 | 72,1 | - | 72,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente | 10,4 | 1,2 | 9,2 | 19,0 | 0,6 | 18,4 |
| Übrige | 0,6 | - | 0,6 | - | - | - |
| Summe | 11,0 | 1,2 | 9,8 | 19,0 | 0,6 | 18,4 |
| davon> 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 2,9 | - | 2,9 | 3,3 | - | 3,3 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 2,1 | - | 2,1 | 0,8 | - | 0,8 |
| Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung | 1,0 | - | 1,0 | 0,7 | - | 0,7 |
| Erfolgsbeteiligung, Bonus | 10,6 | - | 10,6 | 9,9 | - | 9,9 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 6,9 | - | 6,9 | 7,3 | - | 7,3 |
| Erhaltene Anzahlungen | 26,2 | 3,9 | 22,3 | 46,3 | 24,3 | 22,0 |
| Übrige | 0,0 | - | 0,0 | 1,6 | - | 1,6 |
| Summe | 49,7 | 3,9 | 45,8 | 69,9 | 24,3 | 45,6 |
| davon>5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 0,1 | - | 0,1 | 0,2 | - | 0,2 |
Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit werden insbesondere noch abzuführende einbehaltene Beträge ausgewiesen.
Die sonstigen Personalverpflichtungen enthalten überwiegend Urlaubs- und Gleitzeitguthaben.
Der Konzern hat im Rahmen langfristiger Lieferverträge mit Kunden Anzahlungen für künftige Lieferungen von Wafern erhalten. Diese Anzahlungen reduzieren sich durch Lieferungen, wobei die Abnahme von der Höhe der Umsätze abhängt.
Die Verbindlichkeit aus derivativen Finanzinstrumenten entspricht dem negativen beizulegenden Zeitwert dieser Instrumente.
13 Finanzierungsverbindlichkeiten
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen von nicht beherrschenden Anteilen | 40,4 | 40,4 | - | 38,6 | 38,6 | - |
In den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ist ein Gesellschafterdarlehen von nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von EUR 40,4 Mio. enthalten (einschließlich Zinsen), das eine unbestimmte Fälligkeit aufweist. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die SSW.
Für die finanziellen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte abgesichert.
14 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen, Fahrzeuge und EDV-Geräte. Mit Ausnahme der Pachtverträge für Grundstücke, die Laufzeiten bis 2040 haben, liegen die Laufzeiten dieser Verträge bei maximal fünf Jahren.
Die Aufwendungen für Leasing-, Miet- und Pachtverträge in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 beliefen sich auf EUR 7,1 Mio. bzw. EUR 7,6 Mio.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| EUR Mio. | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen | ||
| fällig innerhalb 1 Jahr | 3,4 | 3,3 |
| fällig zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 11,3 | 10,4 |
| fällig nach 5 und mehr Jahren | 45,7 | 47,7 |
| Summe | 60,4 | 61,4 |
Zum 31. Dezember 2016 bestand ein Bestellobligo in Höhe von EUR 30,6 Mio. (Vorjahr: EUR 48,8 Mio.), das hauptsächlich Sachanlagen betraf.
Der Konzern schließt langfristige Abnahmeverträge ab, die eine Mindestabnahme vorsehen. Daraus ergaben sich zum 31. Dezember 2016 Mindestabnahmeverpflichtungen in Höhe von EUR 45,5 Mio. (31. Dezember 2015: EUR 50,2 Mio.).
Weitere Angaben
15 Ergebnis je Aktie
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Jahresergebnis der Aktionäre der Siltronic AG (EUR Mio.) | 12,0 | - 14,0 |
| Durchschnittliche Zahl an ausstehenden Stammaktien (Stück) | 30.000.000 | 27.794.521 |
| Zahl an ausstehenden Stammaktien zum Jahresende (Stück) | 30.000.000 | 30.000.000 |
| Ergebnis je Stammaktie (Durchschnitt) (EUR) | 0,40 | - 0,50 |
| Dividendenzahlung je Stammaktie (EUR) | 0,00 | 0,00 |
Die durchschnittliche Zahl an ausstehenden Stammaktien für 2015 ergab sich dadurch, dass bis einschließlich 10. Juni 2015, nämlich dem Tag vor dem Börsengang, 25.000.000 Aktien ausgegeben waren und vom Tag des Börsengangs am 11. Juni 2015 bis zum Jahresende 30.000.000 Aktien.
Der sich nach Vorschriften des deutschen Handelsrechts ergebende Verlust der Siltronic AG wurde aus den Kapitalrücklagen entnommen.
16 Finanzinstrumente
In den nachfolgenden Tabellen sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie gemäß IAS 39 angehören.
Der beizulegende Zeitwert von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird durch Abzinsung unter Berücksichtigung üblicher risikoadäquater und laufzeitkongruenter Marktzinssätze ermittelt. Der beizulegende Zeitwert kurzfristiger Bilanzposten entspricht annähernd ihrem Buchwert. Die sich aus IAS 39 ergebenden Kategorien unterscheiden zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und solchen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (siehe nachfolgende Tabelle). Diese Kategorien sind ausreichend, um die Klassen nach IFRS 7 nachzubilden, die zumindest eine Trennung der Finanzinstrumente nach Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und nach Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorsehen. Bei den in der Tabelle unten gesondert dargestellten derivativen Finanzinstrumenten mit spezifischen Risiken handelt es sich nur um Fremdwährungsderivate.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2016 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 118,2 | 118,2 | - | - | 118,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 97,7 | 92,7 | 1,9 | 3,1 | 97,7 |
| Darlehen und Forderungen | 13,7 | - | - | 13,7 | |
| Festgelder | 79,0 | - | - | 79,0 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 1,9 | - | 1,9 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 3,1 | 3,1 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 136,4 | 136,4 | - | - | 136,4 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 352,3 | 352,3 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 347,3 | 347,3 | - | - | 347,3 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 1,9 | - | 1,9 | - | 1,9 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 3,1 | - | - | 3,1 | 3,1 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 40,4 | 40,4 | - | - | 40,4 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 40,4 | - | - | 40,4 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 81,6 | 81,6 | - | - | 81,6 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 81,6 | - | - | 81,6 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11,0 | 0,6 | 2,7 | 7,7 | 11,0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,6 | - | - | 0,6 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 2,7 | - | 2,7 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 7,7 | 7,7 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 133,0 | 133,0 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 122,6 | 122,6 | - | - | 122,6 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 2,7 | - | 2,7 | - | 2,7 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 7,7 | - | - | 7,7 | 7,7 |
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2015 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 100,4 | 100,4 | - | - | 100,4 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 55,7 | 45,8 | 9,6 | 0,3 | 55,7 |
| Darlehen und Forderungen | 5,8 | - | - | 5,8 | |
| Festgelder | 40,0 | - | - | 40,0 | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 9,6 | - | 9,6 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 0,3 | 0,3 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 154,5 | 154,5 | - | - | 154,5 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 310,6 | 310,6 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 300,7 | 300,7 | - | - | 300,7 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 9,6 | - | 9,6 | - | 9,6 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 0,3 | - | - | 0,3 | 0,3 |
| Finanzierungsverbindlichkeiten | 38,6 | 38,6 | - | - | 38,6 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 38,6 | - | - | 38,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72,1 | 72,1 | - | - | 72,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 72,1 | - | - | 72,1 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 19,0 | - | 9,1 | 9,9 | 19,0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | - | - | - | |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | 9,1 | - | 9,1 | |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | 9,9 | 9,9 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 129,7 | 129,7 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 110,7 | 110,7 | - | - | 110,7 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 9,1 | - | 9,1 | - | 9,1 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 9,9 | - | - | 9,9 | 9,9 |
In den Darlehen und Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Festgelder und sonstige Darlehen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden zum aktuellen Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt. Nachfolgend sind keine Ergebniseffekte aus Cashflow-Hedge Beziehungen berücksichtigt, da diese keiner Bewertungskategorie des IAS 39 angehören.
Nettoergebnis gemäß Bewertungskategorien
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 7,5 | 7,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten | - 3,8 | 5,5 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | - 2,3 | - 1,9 |
| Summe | 1,4 | 10,6 |
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Darlehen und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Nettogewinne /-verluste aus der Währungsumrechnung, Zinserträge aus Finanzanlagen, Festgeldanlagen sowie Bankguthaben (nach Berücksichtigung gegebenenfalls einschlägiger Wertberichtigungen).
Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" enthalten.
Die Nettoverluste in der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" bestehen im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Finanzierungsverbindlichkeiten und Effekten aus Bewertungen mit unterschiedlichen Wechselkursen.
Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.). Es handelt sich im um Zinserträge aus Bankguthaben und Festgeldern.
Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich 2016 auf EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,1 Mio.).
Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value-Hierarchie) zugeordnet.
Die einzelnen Hierarchiestufen sind wie folgt gegliedert:
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| Stufe I: | Finanzinstrumente, die mittels notierter Preise in aktiven Märkten (Märkte, die eine angemessene Liquidität aufweisen) bewertet werden, die für das zu bewertende Finanzinstrument repräsentativ sind. |
| Stufe II: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis beobachtbarer Marktdaten bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert anhand gleichartiger, in aktiven Märkten gehandelter Finanzinstrumente oder mittels Bewertungsverfahren, deren sämtliche Parameter beobachtbar sind, ermittelt werden kann. Hierzu zählen derivative Finanzinstrumente, innerhalb oder außerhalb von Sicherungsbeziehungen (d. h. mit Hedge Accounting und ohne Hedge Accounting), und Ausleihungen. |
| Stufe III: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis nicht beobachtbarer Parameter bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und die ein anderes Bewertungsverfahren erfordern. Hierzu zählen in der Regel außerbörsliche Derivate und nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. |
Die folgenden Tabellen zeigen die Einordnung in die Fair Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Fair Value-Hierarchie
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| 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 1,9 | - | 1,9 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 3,1 | - | 3,1 |
| Summe | - | 5,0 | - | 5,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 2,7 | - | 2,7 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 7,7 | - | 7,7 |
| Summe | - | 10,4 | - | 10,4 |
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| 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 9,6 | - | 9,6 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 0,3 | - | 0,3 |
| Summe | - | 9,9 | - | 9,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 9,1 | - | 9,1 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 9,9 | - | 9,9 |
| Summe | - | 19,0 | - | 19,0 |
Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag verfügbaren Informationen, auf Basis quotierter Preise oder anhand geeigneter Bewertungsverfahren (Discounted Cashflow bzw. finanzmathematisch anerkannter Verfahren, wie der PAR-Methode) ermittelt.
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unterliegen damit einem wiederkehrenden Fair-Value-Ansatz. Sie werden in Hierarchiestufe II eingeordnet.
Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird auf Basis von Marktdaten wie Wechselkursen oder Zinsstrukturkurven mittels marktbezogener Bewertungsverfahren berechnet. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten mit laufzeitadäquaten, am Markt beobachtbaren CDS-Werten berücksichtigt.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr ein Darlehen des Minderheitsgesellschafters der SSW.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
In Fällen, in denen der Konzern eine Absicherung gegen Währungsrisiken vornimmt, werden Derivate eingesetzt, und zwar Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps. Derivate kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Transaktionen (Grundgeschäft) unterlegt sind. Die Derivate betreffen drei Bereiche, nämlich die "strategische Sicherung", die "operative Sicherung" und die "Sicherung von ausgewählten konzerninternen Sachverhalten".
Die strategische Sicherung umfasst erwartete, aber noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung und erstreckt sich über den Zeitraum von drei Monaten bis höchstens 21 Monaten. Die abgesicherten Cashflows beeinflussen zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung die Gewinn- und Verlustrechnung. Ihr Zufluss erfolgt üblicherweise ein bis drei Monate danach. Bei der strategischen Sicherung werden Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen verwendet.
Die operative Sicherung im Devisenbereich bezieht sich auf gebuchte Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und umfasst im Allgemeinen Laufzeiten von ein bis drei Monaten. Bei der operativen Sicherung kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz.
Die Währungssicherung von Darlehen und ausgewählten konzerninternen Sachverhalten, die meist konzerninterne Darlehen betrifft, wird mittels Devisenswaps durchgeführt.
Devisensicherungen erfolgen für den US-Dollar, den Japanischen Yen sowie den Singapur-Dollar.
Die Marktwerte beziehen sich auf die Rückkaufwerte (Auflösungsbeträge) der Finanzderivate und werden mit anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt.
Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert angesetzt; der Ausweis erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten. Bei strategischen Sicherungen von Währungsrisiken aus künftigen Cashflows in Fremdwährung wird - sofern zulässig -Cashflow Hedge Accounting praktiziert. In diesen Fällen werden Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften und Änderungen des inneren Werts von Devisenoptionen bis zum Eintritt des Grundgeschäfts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, soweit die Sicherungsbeziehung effektiv ist. Bei der Realisierung der künftigen Transaktionen werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst.
Für die strategische Sicherung werden abgestufte Sicherungsquoten verwendet. Die Quoten liegen zwischen 30 Prozent und 50 Prozent bezogen auf das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar (gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Währungen, die eine hohe Korrelation zum US-Dollar zeigen). Dabei ist das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar für 2017 zu rund 45 Prozent und das erwartete Netto-Exposure zusätzlich für 2018 zu rund 12 Prozent abgesichert.
Zum 31. Dezember 2016 ist in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten nicht realisierten Gewinnen und Verlusten ein Ergebnis von EUR - 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR - 13,2 Mio.) aus Cashflow Hedges enthalten.
Abhängig von der Art des Grundgeschäfts werden Cashflow Hedges in der Gewinn- und Verlustrechnung im Betriebsergebnis oder, wenn sich die Absicherung auf finanzielle Verbindlichkeiten bezieht, im Finanzergebnis erfasst.
Nominal- und Marktwerte
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Nominalwerte | Marktwerte | Nominalwerte | Marktwerte |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsderivate | 593,4 | - 5,4 | 754,4 | - 9,2 |
| Marktwerte für derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting | - | - 4,6 | - | - 9,6 |
Die Fremdwährungsderivate beinhalten zum 31. Dezember 2016 Devisenterminkontrakte und Devisenoptionsgeschäfte im Nominalwert von USD 325,9 Mio., JPY 22,2 Mrd. und SGD 70,7 Mio. und EUR 68,0 Mio. In 2017 werden Derivate mit Marktwerten von EUR - 6,1 Mio. und in 2018 EUR 0,6 Mio. fällig.
Die nachfolgende Tabelle enthält Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz. Ferner zeigt sie die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Aufrechnung von Finanzinstrumenten aus Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen.
Nettobetrag
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| 31.12.2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| I | II | I - II | Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 5,8 | 0,9 | 4,9 | 4,3 | 0,0 | 0,6 |
| Derivate mit negativem Marktwert | - 11,2 | - 0,9 | - 10,3 | - 4,3 | 0,0 | - 6,0 |
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| 31.12.2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| I | II | I - II | Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 10,0 | 0,1 | 9,9 | 4,0 | - | 5,9 |
| Derivate mit negativem Marktwert | - 19,1 | - 0,1 | - 19,0 | - 4,0 | - | - 15,0 |
Die Tabelle enthält neben den Beträgen, die die Saldierungsvorschriften des IAS 32 erfüllen, auch jene Beträge, die nach IAS 32 nicht saldierungsfähig sind.
Im Rahmen der strategischen Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung stellt der Konzern Devisentermingeschäfte vor Fälligkeit in einem Gegengeschäft glatt. Das strategische Devisentermingeschäft und das korrespondierende Devisentermingeschäft der Glattstellung werden gemäß den Kriterien des IAS 32 saldiert ausgewiesen. Ferner wurden mit einigen Banken Globalverrechnungsvereinbarungen geschlossen, die nur im Insolvenzfall gelten.
Der Konzern hat weder verpfändete Barsicherheiten für positive Marktwerte von Derivaten erhalten noch Barsicherheiten für negative Marktwerte von Derivaten verpfändet.
Management finanzwirtschaftlicher Risiken
In den folgenden Abschnitten wird das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns erläutert. Quantitative Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten sind in anderen Teilen des Anhangs enthalten.
Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen ergeben sich für den Konzern Risiken aus Wechselkursänderungen. Veränderungen der Zinssätze und Aktienkurse spielen eine untergeordnete Rolle für den Konzern.
Im Allgemeinen werden nur diejenigen Risiken abgesichert, die sich auf die Zahlungsströme des Konzerns auswirken. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Sicherungsinstrumente nur mit Partnern sehr guter Bonität abgeschlossen.
Die Grundsätze des Finanzmanagements werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung und Überwachung des Risikomanagements des Konzerns. Ein Teil dieses Systems befasst sich mit dem Management finanzwirtschaftlicher Risiken. Das System für das Management finanzwirtschaftlicher Risiken verfügt unter anderem über eine Richtlinie über den Einsatz und den Umfang derivativer Finanzinstrumente und hat Ausschüsse eingerichtet, die die Umsetzung der Richtlinie überwachen, die Effizienz der abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente beurteilen und erforderlichenfalls zusätzliche Risikolimits festlegen.
Finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet der Konzern durch ein implementiertes Risikomanagementsystem, das vom Aufsichtsrat überwacht wird. Zentrales Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken zeitnah zu erkennen, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Der Konzernvorstand wird durch regelmäßige Analysen über das Ausmaß dieser Risiken unterrichtet. Die Analyse konzentriert sich dabei auf Marktrisiken, insbesondere den möglichen Einfluss von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Zinsrisiken auf das Zinsergebnis.
Währungsrisiken
Währungsrisiken entstehen im Wesentlichen aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und dem operativen Geschäft. Währungsrisiken werden abgesichert, soweit sie die Zahlungsströme des Konzerns beeinflussen können. Währungsdifferenzen, die keinen Einfluss auf den Cashflow des Konzerns haben, ergeben sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen in Euro. Diese Risiken werden nicht abgesichert, weil sie mit langfristigen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehen.
Da es in der Halbleiterindustrie gängige Praxis ist, Geschäfte in US-Dollar abzuwickeln, und die Erlöse des Konzerns aus der Lieferung von Erzeugnissen (operatives Geschäft) die Mittelabflüsse in US-Dollar (operatives Geschäft und Investitionen) erheblich übersteigen, ist der Konzern einem Währungsrisiko in US-Dollar ausgesetzt. Außerdem besteht für den Konzern ein Währungsrisiko in Bezug auf den Japanischen Yen und den Singapur-Dollar.
Das resultierende Netto-Fremdwährungsexposure, d. h. der nach Eliminierung der Mittelzuflüsse und -abflüsse verbleibende Betrag in denselben oder stark korrelierenden Fremdwährungen, wird gemäß der Konzernrichtlinie abgesichert.
Im Finanzbereich ergeben sich für den Konzern Währungsrisiken aus einem Darlehen in Fremdwährung, das für Finanzierungszwecke an ein Unternehmen des Konzerns gegeben wurde durch einen Minderheitsgesellschafter. Sofern diese Risiken wesentlich sind, werden sie gegen Wechselkursänderungen abgesichert. Dabei werden Swaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die zeigen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der maßgeblichen Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital haben. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den gesamten Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag angewendet werden. Den Sensitivitätsanalysen im Devisenbereich liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die zum Bilanzstichtag gehaltenen primären monetären Finanzinstrumente (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Festgelder, Forderungen, verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten) entsprechen einem normalen Niveau. Es werden rund zwei Drittel des Konzernumsatzes in US-Dollar fakturiert. Abflüsse in Fremdwährung bleiben auf dem derzeitigen Niveau, das vom Produktionsvolumen abhängig ist. Somit ist der Konzern nur Währungsrisiken aus nicht abgesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bestehender derivativer Finanzinstrumente ausgesetzt.
Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2016 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 10,2 Mio. verringert bzw. erhöht. Die entsprechenden Zeitwertänderungen zum 31. Dezember 2015 hätten sich, bedingt durch den Einsatz von Optionen, EUR 13,0 Mio. verringert bzw. EUR 19,2 Mio. erhöht. Die Änderung wäre im sonstigen Ergebnis erfasst worden. Wenn der Yen gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2016 um 10 Prozent auf-bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 9,5 Mio. geändert. Die entsprechende Zeitwertänderung zum 31. Dezember 2015 hätte EUR 7,6 Mio. betragen.
Zinsrisiko
Da der Konzern zum Bilanzstichtag keine wesentlichen verzinslichen Nettoverbindlichkeiten hat und keine wesentlichen Nettoverbindlichkeiten erwartet, werden Zinsrisiken nicht abgesichert. Weiterhin unterliegen die Fremdwährungsderivate keinen nennenswerten Zinsänderungen, sodass daraus kein Zinsrisiko entsteht.
Sonstige Preisrisiken
Der Konzern ist keinen wesentlichen sonstigen Marktpreisrisiken ausgesetzt, wie sie sich normalerweise aus Börsenkursen ergeben.
Kreditrisiko (Ausfallrisiko)
Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Zur Begrenzung des Ausfallrisikos werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits und mit Partnern sehr guter Bonität getätigt. Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden die Marktrisiken im Konzern zentral gesteuert. Der Abschluss und die Abwicklung der Geschäfte erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht und über Warenkreditversicherungen teilweise abgesichert. Forderungen gegen Großkunden sind nicht so hoch, dass sie außerordentliche Risikokonzentration begründen würden. Der Konzern hat Regeln zur Überwachung von Forderungen eingerichtet, die unter anderem Mahnverfahren und die Einstellung der Lieferung vorsehen. Ausfallrisiken wird durch Wertminderungen unter Berücksichtigung von erhaltenen Anzahlungen Rechnung getragen.
Zur Minimierung des Kreditrisikos aus allen Grundgeschäften mit originären Finanzinstrumenten werden Sicherheiten (z. B. Eigentumsvorbehalt) verlangt. Weitere Vorsorgemaßnahmen gegen Zahlungsausfälle umfassen das Einholen von Kreditauskünften und Referenzen sowie die Auswertung historischer Daten der Geschäftsbeziehung, insbesondere des Zahlungsverhaltens. Die Maßnahme ist von der Art und dem Betrag der Transaktion abhängig. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten ein Ausfallrisiko erkennbar ist, werden diese Risiken durch spezifische Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen abgedeckt.
In den letzten drei Jahren betrug der Aufwand aufgrund von Zahlungsausfällen durchschnittlich weniger als 0,2 Prozent vom Umsatz.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass ein Unternehmen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln seinen bestehenden oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, hält der Konzern in ausreichendem Maße liquide Mittel vor. Die Finanzierung über Darlehen spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Die Liquiditätslage des Konzerns wird durch einen Vergleich der Mittelabflüsse in jedem der drei nächsten Monate mit den Mittelzuflüssen überwacht. Außerdem werden die tatsächlichen Zahlungsströme mit den prognostizierten Zahlungsströmen verglichen, um ungeplante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus erfolgt eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung, die jeweils den Zeitraum bis zum Jahresende umfasst. Diese Planung steht im Einklang mit den monatlichen Prognosen für die Gewinn- und Verlustrechnung und für die Bilanz, die ebenfalls den Zeitraum bis zum Jahresende abdecken. Auf diese Weise stellt die Gesellschaft sicher, dass sie ihre finanziellen Verbindlichkeiten erfüllt und Reputationsrisiken vermieden werden.
Gemäß der Richtlinie des Konzerns werden Bürgschaften grundsätzlich nur für 100-prozentige Tochterunternehmen geleistet. In den Geschäftsjahren zum 31. Dezember 2016 und 2015 wurden keine Bürgschaften gewährt.
Marktrisiken
Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Marktschwankungen ändern.
Festgelder
Bei den Festgeldern handelt es sich um Anlagen bei Banken. Die Festgelder haben eine Laufzeit bis 2017.
17 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Vor dem Börsengang erfolgte die Konzernfinanzierung hauptsächlich durch ein Cash-Pooling bei der Wacker Chemie AG und ein von der Wacker Chemie AG gewährtes Darlehen. Im Zuge des Börsengangs wurde das Darlehen zurückgezahlt und das Cash-Pooling wird seitdem bei der Siltronic AG betrieben.
Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit von höchstens drei Monaten.
18 Segmentberichterstattung
Der Konzern hat nur ein berichtspflichtiges Segment. Dieses umfasst die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wafern für die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite an Eigenschaften haben, um vielen unterschiedlichen Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch können die Forderungen der Kunden nach präzisen technischen Spezifikationen erfüllt werden, die bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen einschlägig sind. Da in der Waferindustrie die Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der Spezifikationen abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment tätig. Die Produkte können sich im Hinblick auf Durchmesser, polierte oder epitaxierte Wafer, unterschiedliche Ziehverfahren und andere Eigenschaften unterscheiden.
Die geografischen Angaben für die Berichtsperioden sind wie folgt:
Regionale Aufteilung
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| 2016 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland | USA | China inklusive Taiwan | Korea | Asien ohne China und Korea |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 61,0 | 109,5 | 126,2 | 266,5 | 193,5 | 163,5 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 67,4 | - | 1,5 | - | - | 19,9 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 243,7 | - | 9,6 | - | - | 275,4 |
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| 2016 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung und Sonstiges | Siltronic- Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 13,2 | 933,4 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 88,8 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 17,5 | 546,2 |
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| 2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland | USA | China inklusive Taiwan | Korea | Asien ohne China und Korea |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 56,8 | 102,7 | 132,9 | 278,6 | 182,4 | 160,7 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 49,2 | - | 2,2 | - | - | 23,6 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 226,8 | - | 9,9 | - | - | 319,6 |
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| 2015 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung und Sonstiges | Siltronic- Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 17,2 | 931,3 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 75,0 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 16,3 | 572,6 |
Im Geschäftsjahr 2016 realisierte der Konzern Umsatzerlöse mit zwei Kunden, die einen Anteil von 16 Prozent bzw. 13 Prozent hatten. 2015 entfielen auf zwei Kunden 15 bzw. 13 Prozent des Konzernumsatzes.
19 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Angabepflichten nach IAS 24 betreffen Geschäftsvorfälle (i) mit dem Mehrheitsgesellschafter Wacker Chemie AG und dessen beherrschendem Gesellschafter Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG), (ii) mit der Pensionskasse und (iii) mit den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Nahestehende Unternehmen
Die folgenden in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Beträge resultieren aus Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen:
Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5,1 | 7,5 |
| Bezogene Lieferungen und Leistungen (überwiegend Herstellungskosten) | 164,8 | 162,3 |
In den Umsatzerlösen 2016 sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,8 Mio.) für die Wacker Chemie AG enthalten.
Die Herstellungskosten beziehen sich hauptsächlich auf (a) den Kauf des wichtigsten Rohstoffs Polysilizium von der Wacker Chemie AG und (b) einen Dienstleistungsrahmenvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wacker Chemie AG über technisches Engineering, Materialwirtschaft und Beschaffung, Vor-Ort-Leistungen am Produktionsstandort Burghausen sowie gesellschaftsbezogene Verwaltungsdienstleistungen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen, die in der Bilanz für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2016 und 2015 enthalten sind:
Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
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| EUR Mio. | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Vorräte | 10,8 | 10,4 |
| davon Wacker Chemie | 10,8 | 10,4 |
| Sonstige Vermögenswerte | 12,3 | 1,6 |
| davon Vorauszahlung an Pensionskasse | 11,1 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 24,9 | 13,8 |
| davon Wacker Chemie | 24,9 | 13,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | - | 0,6 |
Die Vorräte betreffen Rohstofflieferungen der Wacker Chemie AG.
Nahestehende Personen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütungen der nahestehenden Personen:
Vergütungen für Organe
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| EUR | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Altersversorgung | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvergütung | 2016 | 760.169 | 769.080 | 280.000 | 1.809.249 |
| 2015 | 737.247 | 759.935 | 159.219 | 1.656.401 | |
| Pensionsrückstellung für aktive Vorstandsmitglieder | 2016 | 3.536.713 | 3.536.713 | ||
| 2015 | 2.686.036 | 2.686.036 | |||
| Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 2016 | 210.688 | 210.688 | ||
| 2015 | 260.215 | 260.215 | |||
| Pensionsrückstellung für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen | 2016 | 7.402.473 | 7.402.473 | ||
| 2015 | 6.679.034 | 6.679.034 | |||
| Aufsichtsratsvergütung | 2016 | 470.000 | 470.000 | ||
| 2015 | 396.809 | 396.809 |
Die Vergütung für die Altersversorgung setzt sich zusammen aus einem Dienstzeit- und einem Zinsaufwand.
Darüber hinaus gab es im Geschäftsjahr 2016 keine weiteren bedeutenden Transaktionen zwischen Siltronic und nahestehenden Personen, die über das bestehende Anstellungs-, Dienstoder Bestellungsverhältnis beziehungsweise die vertragliche Vergütung hierfür hinausgehen.
Die Detailangaben zu den Vorstandsvergütungen sind im Vergütungsbericht auf 83 enthalten. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und beinhaltet Angaben, die nach dem deutschen Handelsrecht Bestandteil des Anhangs sind.
20 Sonstige Angaben
Die Siltronic AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen auf, wohingegen die Wacker Chemie AG einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Wacker Chemie AG ist im elektronischen Bundesanzeiger einsehbar und über die Homepage der Wacker Chemie AG abrufbar.
Die folgende Tabelle zeigt die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter.
Durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern
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| Anzahl | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Gemeinkostenpersonal | 1.228 | 1.252 |
| Produktiv-gewerblich | 2.583 | 2.752 |
| Summe | 3.811 | 4.004 |
Die Prüferhonorare sind aufgeteilt in Abschlussprüfungen und andere Beratungsleistungen. Letztere betreffen vor allem Kosten für Sonderleistungen, die insbesondere im Rahmen des Börsengangs angefallen sind.
Prüferhonorare
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| EUR Mio. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Leistungen für Abschlussprüfungen | 0,4 | 0,5 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,0 | 0,1 |
| Summe | 0,4 | 0,6 |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2016 (Beträge nach IFRS) ist wie folgt:
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| 2016 | |||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital in TEUR |
Jahresergebnis in TEUR |
Kapitalanteil in % |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande1) | 331.173 | 11.815 | 100,0 |
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur2) | 171.371 | 43.418 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur2) | - 39.510 | - 9.778 | 77,7 |
| Siltronic Corp., Portland (Oregon), USA2) | 11.924 | 5.110 | 100,0 |
| Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan2) | - 7.506 | - 292 | 100,0 |
1) Von Siltronic AG direkt gehaltene Beteiligung
2) Von Siltronic AG indirekt gehaltene Beteiligung
21 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 20. Februar 2017 wurde die Siltronic AG von der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG über die Änderung des technischen Geschäftsplans der Pensionskasse informiert. In diesem Zusammenhang wurde eine Sonderzahlung in Höhe von EUR 11,1 Mio. eingefordert. (Die Siltronic AG hatte vor dem Bilanzstichtag eine entsprechende Vorauszahlung geleistet.)
München, den 22. Februar 2017
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Weitere Informationen
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der Siltronic AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns . Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 22. Februar 2017
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Hanshen, Wirtschaftsprüfer
Ratkovic, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siltronic AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentIichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 22. Februar 2017
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Weitere Angaben zu den Mandaten
Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler Vorsitzender
München
Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG |
Johann Hautz1)
Stellvertretender Vorsitzender
Burghausen
Vorsitzender des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Burghausen
Maximilian Baumgartner1)
Marktl
Leiter Operation Processes,
Siltronic AG
Sieglinde Feist
Grasbrunn
Leiterin Konzernentwicklung, Wacker Chemie AG
Gebhard Fraunhofer1)
Simbach am Inn
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siltronic AG
Dr. Hermann Gerlinger
Aalen
Mitglied des Vorstands der Carl Zeiss AG,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Carl Zeiss SMT GmbH (bis 31. Dezember 2016)
Berater für den Vorstand der Carl Zeiss AG (seit 1. Januar 2017)
Karin Gottschalk1)
Brand-Erbisdorf
Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Freiberg
Bernd Jonas
Essen
Rechtsanwalt
Gertraud Lauber1)
Bad Münder
Gewerkschaftssekretärin IG BCE, Abteilung Energiewende / Nachhaltigkeit
Mitglied des Beirats
- Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE
Dr. Franz Richter
Eichenau
Vorstandsvorsitzender der SÜSS MicroTec AG
Vorsitzender des Board of Directors
| ― | Scint-X AB |
Mitglied des Verwaltungsrats
| ― | Meyer Burger Technology AG |
| ― | COMET Holding AG |
Harald Sikorski1)
München
Bezirksleiter IG BCE, Altötting
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Wacker Chemie AG |
Angela Wörl
(Mitglied seit 4. Januar 2016) München
Leiterin Personal / Soziales,
Wacker Chemie AG
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG |
1) Arbeitnehmervertreter
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vermittlungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender) Johann Hautz1)
Angela Wörl
(seit 20. Januar 2016)
Gebhard Fraunhofer1)
(seit 20. Januar 2016)
Prüfungsausschuss
Bernd Jonas (Vorsitzender) Harald Sikorski1)
Dr. Tobias Ohler
Präsidialausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender) Johann Hautz1)
Dr. Hermann Gerlinger
Nominierungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (Vorsitzender) Dr. Hermann Gerlinger
Vorstand
Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender
Applikationstechnologie
Engineering
Investor Relations & Communications
Konzernentwicklung
Produktion
Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit
Recht & Compliance
Standortmanagement
Burghausen & Freiberg
Supply Chain Management
Technologie
Vertrieb & Marketing
Siltronic Japan
Siltronic Singapur
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. |
| ― | Siltronic Singapore Pte. Ltd. |
| ― | Siltronic Corporation |
| ― | Siltronic Japan Corporation |
Rainer Irle
Finanzvorstand und Arbeitsdirektor
Controlling
Einkauf
Finanzen & Steuern IT
Personal
Risikomanagement & Audit Siltronic USA
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Corporation |
| ― | Siltronic Japan Corporation |
1) Arbeitnehmervertreter
Quartalsübersicht
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| Q4.2016 | Q3.2016 | Q2.2016 | Q1.2016 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 246,3 | 237,0 | 229,6 | 220,6 |
| EBITDA | EUR Mio. | 50,5 | 36,9 | 35,1 | 23,6 |
| EBITDA-Marge | % | 20,5 | 15,6 | 15,3 | 10,7 |
| EBIT | EUR Mio. | 20,0 | 6,7 | 6,0 | - 5,6 |
| EBIT-Marge | % | 8,1 | 2,8 | 2,6 | - 2,5 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 15,5 | 3,9 | 0,9 | - 11,5 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,51 | 0,16 | 0,07 | - 0,34 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | 23,9 | 22,1 | 22,4 | 20,4 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 10,0 | 15,7 | 0,1 | - 6,7 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.056,8 | 1.031,5 | 1.037,0 | 1.030,7 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 425,3 | 297,0 | 323,6 | 418,2 |
| Eigenkapitalquote | % | 40,2 | 28,8 | 31,2 | 40,5 |
| ROCE | % | 10,9 | 3,6 | 3,2 | - 3,0 |
| Nettofinanzvermögen | EUR Mio. | 175,0 | 165,0 | 150,9 | 149,2 |
Mehrjahresübersicht
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| 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 933,4 | 931,3 | 846,0 | 743,0 |
| Bruttoergebnis | EUR Mio. | 171,9 | 162,9 | 76,6 | 84,2 |
| Bruttomarge | % | 18,4 | 17,5 | 9,1 | 11,3 |
| EBIT | EUR Mio. | 27,0 | 2,7 | - 17,1 | - 95,7 |
| EBIT-Marge | % | 2,9 | 0,3 | - 2,0 | - 12,9 |
| EBITDA | EUR Mio. | 146,0 | 124,0 | 132,1 | 26,4 |
| EBITDA-Marge | % | 15,6 | 13,3 | 15,6 | 3,6 |
| Finanzergebnis | EUR Mio. | - 11,1 | - 12,2 | - 7,7 | - 3,4 |
| Ertragsteuern | EUR Mio. | - 7,2 | - 10,6 | - 2,2 | - 10,2 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | 8,7 | - 20,1 | - 27,0 | - 109,3 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | 0,40 | - 0,50 | - 0,64 | - 4,37 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 88,8 | - 75,0 | - 40,7 | - 30,5 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 19,0 | 37,4 | 113,5 | 16,4 |
| Bereinigte Kennzahlen1) | |||||
| Bereinigte Umsatzerlöse | EUR Mio. | 933,4 | 931,3 | 853,4 | 875,5 |
| Bereinigtes EBIT | EUR Mio. | 27,0 | 2,7 | - 31,6 | - 87,3 |
| Bereinigte EBIT-Marge | % | 2,9 | 0,3 | - 3,7 | - 10,0 |
| Bereinigtes EBITDA | EUR Mio. | 146,0 | 124,0 | 117,7 | 112,6 |
| Bereinigte EBITDA-Marge | % | 15,6 | 13,3 | 13,8 | 12,9 |
| Bereinigte Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte | EUR Mio. | - 88,8 | - 75,0 | - 40,7 | - 39,7 |
| Bereinigter Free-Cashflow | EUR Mio. | 19,0 | 37,4 | 86,3 | 64,7 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.056,8 | 1.040,8 | 1.070,5 | 1.093,0 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 425,3 | 497,3 | 311,8 | 790,2 |
| Eigenkapitalquote | % | 40,2 | 47,8 | 29,1 | 72,3 |
| ROCE | % | 3,7 | 0,4 | - 2,4 | - 13,8 |
| Nettofinanzvermögen (+)/-schulden (-) | EUR Mio. | 175,0 | 155,9 | - 24,5 | 12,5 |
| Mitarbeiter2) | 3.757 | 3.894 | 4.163 | 3.744 |
1) Die Bereinigungen betreffen die Jahre 2013 und 2014. Es wird dabei unterstellt, dass die SSW vor dem 1. Januar 2012 konsolidiert worden wäre. Die Erstkonsolidierung der SSW erfolgte im Konzernabschluss am 24. Januar 2014. Die Anpassungen wurde nicht in Übereinstimmung mit den IFRS vorgenommen.
2) Anstieg 2014 hauptsächlich auf Konsolidierung SSW zurückzuführen
Glossar
Cashflow
Der Cashflow ist die wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss bzw. -abfluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Der Netto-Cashflow ist die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ohne die Veränderung der erhaltenen Anzahlungen und dem Cashflow aus laufender Investitionstätigkeit ohne Wertpapiere, inklusive Zugängen aus Finanzierungsleasing.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Über verschiedene Unternehmen einheitlich definierte und damit gut vergleichbare Gewinngröße.
EBITDA
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Ergebnis vor Zinsen und Steuern und vor Abschreibungen = EBIT + Abschreibungen.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens.
IFRS
Die International Financial Reporting Standards (bis 2001 International Accounting Standards, IAS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom in London / Großbritannien ansässigen "International Accounting Standards Board" (IASB) erarbeitet und veröffentlicht werden. Seit 2005 sind die IFRS nach der sogenannten IAS-Verordnung von börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden.
Halbleiter
Stoffe, deren elektrische Leitfähigkeit viel geringer ist als die von Metallen, aber mit steigender Temperatur stark anwächst. Halbleiter können durch Dotierung mit Fremdatomen gezielt verändert und dem Einsatzzweck angepasst werden.
Kapitalrendite (ROCE)
Return On Capital Employed: Rentabilitätsgröße in Bezug auf das gebundene Kapital.
Polysilizium
Hochreines Silizium zur Herstellung von Siliziumwafern für die Elektronik- und Solarindustrie. Rohsilizium wird in das flüssige Trichlorsilan überführt, aufwendig destilliert und bei 1.000 Grad Celsius in hochreiner Form wieder abgeschieden.
Silizium
Nach Sauerstoff das am häufigsten vorkommende Element auf der Erde. In der Natur kommt Silizium ausnahmslos in Form von Verbindungen vor, hauptsächlich als Siliziumdioxid und in Form von Silicaten. Silizium wird über die energieintensive Reaktion von Quarzsand mit Kohle gewonnen und ist wichtigster Rohstoff der Elektronikindustrie.
Siliziumwafer
Ein Siliziumwafer ist eine runde Scheibe mit einer Dicke zwischen circa 200 und 800 pm, die von der Halbleiterindustrie für die Herstellung von Halbleiterbauelementen, d. h. integrierten Schaltkreisen und Einzelbauelementen (sogenannten diskreten Bauelementen), eingesetzt wird.
Finanzkalender
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| 14. März 2017 | Bericht zum Geschäftsjahr 2016 |
| 27. April 2017 | Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2017 |
| 9. Mai 2017 | Hauptversammlung, München |
| 28. Juli 2017 | Zwischenbericht zum 2. Quartal 2017 |
| 26. Oktober 2017 | Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2017 |
Kontakt
Petra Müller
Director
Head of Investor Relations & Communications
Telefon +49 89 8564 3133
Telefax +49 89 8564 3904
Impressum
Herausgeber
Siltronic AG Hanns-Seidel-Platz 4
81737 München, Deutschland
Telefon +49 89 8564 3000
Telefax +49 89 8564 3219
Konzept, Gestaltung und Umsetzung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
Hinweis zum Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Der Geschäftsbericht steht elektronisch als pdf zur Verfügung.
Rundungshinweis
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.
Disclaimer
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäft I ichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (z. B. Kunde, Mitarbeiter) verwendet.
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