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Siltronic AG — Annual Report 2015
Apr 12, 2016
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Annual Report
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Siltronic AG
München
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Geschäftsbericht 2015
DIE WELT DER SILIZIUMWAFER
Konzern-Kennzahlen der Siltronic AG
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| Gewinn- und Verlustrechnung | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 931,3 | 846,0 |
| Bruttoergebnis | EUR Mio. | 162,9 | 76,6 |
| Bruttomarge | % | 17,5 | 9,1 |
| EBIT | EUR Mio. | 2,7 | - 17,1 |
| EBIT-Marge | % | 0,3 | - 2,0 |
| EBITDA | EUR Mio. | 124,0 | 132,1 |
| EBITDA-Marge | % | 13,3 | 15,6 |
| Finanzergebnis | EUR Mio. | - 12,2 | - 7,7 |
| Ertragsteuern | EUR Mio. | - 10,6 | - 2,2 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | - 20,1 | - 27,0 |
| Ergebis je Aktie | EUR | - 0,50 | - 0,64 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 75,0 | - 40,7 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 37,4 | 113,5 |
| Bereinigte Kennzahlen | |||
| Anpassung SSW 2014* | |||
| Bereinigte Umsatzerlöse | EUR Mio. | 931,3 | 853,4 |
| Bereinigtes EBIT | EUR Mio. | 2,7 | - 31,6 |
| Bereinigte EBIT-Marge | % | 0,3 | - 3,7 |
| Bereinigtes EBITDA | EUR Mio. | 124,0 | 117,7 |
| Bereinigte EBITDA-Marge | % | 13,3 | 13,8 |
| Bereinigte Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 75,0 | - 40,7 |
| Bereinigter Free-Cashflow | EUR Mio. | 37,4 | 86,3 |
| Bilanz | |||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.040,8 | 1.070,5 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 497,3 | 311,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 47,8 | 29,1 |
| ROCE | % | 0,4 | - 2,4 |
| Nettofinanzvermögen (+)/-schulden (-) | EUR Mio. | 155,9 | - 24,5 |
| Mitarbeiter | 3.894 | 4.163 |
* Die Bereinigungen betrifft das Jahr 2014. Es wird dabei unterstellt, dass die SSW vor dem 1. Januar 2012 konsolidiert worden wäre. Die Erstkonsolidierung der SSW erfolgte im Konzernabschluss am 24. Januar 2014. Die Anpassung wurde nicht in Übereinstimmung mit den IFRS vorgenommen.
Unternehmensprofil
Siltronic ist einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilizium und beliefert die weltweit führenden Halbleiterunternehmen. Damit ist das umfangreiche Produktportfolio ein Grundbaustein für immer leistungsfähigere und (energie-) effizientere Computerchips und findet sich in stark nachgefragten Produkten wie Smartphones, Laptops sowie Autos. Das Unternehmen verfügt mit knapp 4.000 Mitarbeitern über ein Netzwerk von hochmodernen Produktionsstätten in Europa, Asien und den USA. Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für die künftige Steigerung des Unternehmenswerts.
Führend in Siliziumwafern
Nach der Entwicklung der ersten Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie im Jahr 1962 hat Siltronic schnell die Möglichkeiten und guten Perspektiven, die sich in der Halbleiterindustrie zeigen, erkannt und strategisch in die Technologie investiert. Mittlerweile bedient Siltronic alle 20 führenden Verbraucher von Siliziumwafern.
50 Wafer
Um den Strom in einer Lokomotive für den Güterverkehr zu schalten, werden Bauteile aus 50 150 mm-Siliziumwafern benötigt.
200 Mio.
Wafer wurden 2015 weltweit verbraucht.
6,7 km²
Silizium wurden 2015 weltweit verbraucht. Das entspricht der Fläche von Gibraltar.
35 %
der weltweiten Siliziumflächen werden für Speicheranwendungen benötigt.
1.410°C
Siliziumkristalle wachsen bei 1.410° C.
120.000
Fotos passen auf 1 cm2 Silizium.
Alle 2 Jahre
verdoppelt sich die Anzahl der Halbleiterschaltkreise pro Wafer. Dabei verschärfen sich die Materialanforderungen an den Wafer jeweils um 30 Prozent.
Silizium: Das chemische Element ist ein wahres Multitalent - und das Fundament immer neuer technologischer Innovationen.
Stabile Basis
Als Lieferant zählt Siltronic zu den globalen Marktführern im Halbleitermarkt. Eine gesicherte Rohstoffversorgung, eine wettbewerbsfähige Produktion sowie die umfangreiche Produktpalette sind die Fundamente des Erfolgs.
Grundbaustein diverser Produkte des täglichen Lebens. Siliziumwafer sind hochreine Siliziumscheiben mit einer extrem ebenen Oberfläche. Auf ihnen basiert das Geschäft der Siltronic AG.
Die Geschichte des Siliziums ist eine echte Erfolgsstory, angestoßen und immer weiter beschleunigt von innovativen Unternehmen wie Siltronic. Siliziumwafer sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil für die moderne Mikro- und Nanotechnologie geworden. Sie werden als Basismaterial für Halbleiter verwendet und finden sich damit in nahezu allen elektronischen Produkten. So sorgen wir für ein wichtiges Lebenselixier heutiger Industriegesellschaften.
Der Begriff Wafer bezeichnet circa 1 Millimeter dünne Siliziumscheiben, die durch technisch sehr anspruchsvolle Verfahren eine extrem ebene Oberfläche erhalten. Noch bis vor gut zehn Jahren war ein Waferdurchmesser von 200 Millimetern das Maß aller Dinge. Heute sind es die 300-Millimeter-Wafer. Dies entspricht einer Verdoppelung der nutzbaren Waferfläche.
Die Dynamik der Elektronikindustrie verlangt jedoch kontinuierlich nach schnellen Fortschritten. Computer, Tablets, Smartphones, Navigationssysteme - all diese und noch unzählige weitere Gebrauchsgegenstände unseres Alltags haben eines gemeinsam: Der Trend geht zu kleiner, stärker, energieeffizienter und sicherer. Daher kommen in der Regel alle zwei Jahre neue Design Rules auf den Markt, mit denen die Spezifikationen für Halbleiterchips angepasst werden.
Was einfach klingt, bedeutet anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Investitionen entlang der gesamten Produktionskette.
Wafer erhalten immer mehr technischen Feinschliff, der ihre spätere Funktion vorbereitet. Durch die Zugabe kleiner Einheiten von hochreinen Dotierstoffen bekommt der Einkristall seine elektronischen Eigenschaften. Die Wahl des Kristallzuchtverfahrens wird von der späteren Anwendung bestimmt. So werden beim Czochralski-Verfahren das polykristalline Silizium aufgeschmolzen und ein bleistiftdünner Impfkristall in die Schmelze abgesenkt. Dieser wird in Drehung versetzt und langsam hochgezogen. Ein zentnerschwerer Koloss, ein Einkristall, wächst heran. Diese nach Kundenspezifikationen dotierten Kristalle werden anschließend geschliffen und in Scheiben zerlegt. Nach diversen weiteren Produktionsschritten erhält der Kunde den nach seinen Spezifikationen hergestellten Wafer in einer Spezialverpackung, die den sofortigen Einsatz der Wafer in seiner Produktionslinie erlaubt.
Sicher ist: In unserer Branche gibt es keinen Stillstand. Das hohe Innovationstempo ist für uns Herausforderung und Chance zugleich. Um die Anforderungen unserer Kunden in exzellenter Qualität zu erfüllen, entwickeln wir unsere Produkte kontinuierlich weiter.
> 200
Um einen Wafer zu beschreiben, werden mehr als 200 Spezifikationsparameter benötigt.
5 cm²
Um den Inhalt einer BluRay (50 GB HD-Film) auf einem Flash-Speicher zu speichern, benötigt man 5 cm² Silizium.
60 cm²
In einem Auto sind durchschnittlich knapp 60 cm² Silizium enthalten.
70.000 Umdrehungen
Ein Kristall wird 70.000 Mal um die eigene Achse gedreht, bis er fertig ist.
Freiberg: Hightech-Standort mit Tradition
Schon in den 1970er-Jahren konzentrierte sich in der damaligen DDR die Produktion von Germanium- und Siliziumscheiben rund um die sächsische Stadt Freiberg. Auch heute gilt die Region Dresden /Freiberg / Chemnitz aufgrund der dichten Ansiedlung von Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie als "Silicon Saxony".
Nach der Wende übernahm Siltronic 1995 die Produktionsstätte Freiberg. 2004 wurde dort eine neu errichtete Fabrik für die Fertigung von 300-Millimeter-Wafern in hoher Stückzahl in Betrieb genommen. Seitdem konnten wir die Kapazität verdoppeln und die Produktivität mehr als verdreifachen.
Die Ziehhalle wurde 2009 erweitert, heute verfügt Siltronic in Freiberg über die weltweit modernste Ziehanlage für 300-Millimeter-Einkristalle. Und wir investieren weiter in den Standort, an dem rund 850 Mitarbeiter beschäftigt sind. Aktuell erweitern wir unsere Ziehhalle mit neuen State-of-the-Art-Kristall-ziehanlagen, um unsere "capabilities" zu erhöhen. In einem nächsten Schritt werden wir die Automatisierung an diesem Standort weiter vorantreiben.
Moderne Produktionsanlagen in internationaler Aufstellung
4 Produktionsstandorte weltweit
Um unsere Kunden international schnell und zuverlässig versorgen zu können, haben wir die Siltronic-Standorte strategisch wie auch geografisch günstig positioniert: Zwei Produktionsstätten in Deutschland werden ergänzt durch Fertigungsanlagen in den USA sowie in Asien, genauer gesagt in Singapur. Dort betreiben wir eine Produktionsanlage für die Herstellung von 200-Millimeter- und 300-Millimeter-Wafern, die weltweit zu den modernsten und größten ihrer Art zählt. Hinzu kommen Vertriebsstandorte in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten.
Kurze Kommunikationswege und ein direkter Wissensaustausch zwischen den Produktionsstätten gewährleisten effiziente Prozesse. Von den Ergebnissen unserer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit können wir somit zügig auf allen Ebenen profitieren.
Unsere Kunden: die Top 20 der Halbleiterindustrie
9 Vertriebsstandorte
> 400 Ingenieure weltweit
Die Halbleiterindustrie kennt nur eine Geschwindigkeit: Vollgas. Als Lieferant gilt es da, jederzeit Schritt zu halten. Unsere Kunden geben den Takt in Form bestimmter Spezifikationen und Parameter vor. Sie benötigen die Wafer für zunehmend kleinere Strukturen, sogenannte Design Rules, im Bereich von wenigen Nanometern, um daraus immer leistungsfähigere und effizientere Computerchips fertigen zu können. Kundenspezifische Produkte und Lösungen passend zu aktuellen Design Rules zu entwickeln, ist unsere Spezialität. Hierfür arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen.
Das Siltronic-Netzwerk aus hochmodernen Fertigungs- und Vertriebsstandorten ist international aufgestellt. Diese breite Präsenz versetzt uns in die Lage, in weniger als 24 Stunden auf Anfragen reagieren zu können. Unsere Kunden in 40 Ländern rund um den Globus schätzen dies ebenso wie unsere Termintreue bei der Belieferung, die dank perfekt aufeinander abgestimmter Prozesse nahezu 100 Prozent erreicht.
Erfahrung, Qualität, Verlässlichkeit: All diese Kriterien haben uns zu einem zuverlässigen Lieferanten sämtlicher Top-20-Unternehmen der Halbleiterindustrie gemacht. Dazu gehören Infineon Technologies, Intel Corporation, Micron Technology, Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), um nur einige zu nennen. Große Namen - hohe Ansprüche: Unserem erstklassigen Ruf wollen wir auch in Zukunft gerecht werden und unsere Kunden in jeder Phase der Zusammenarbeit zufriedenstellen.
Vom Kristall zum Wafer: Silizium-Einkristalle sind das Ausgangsmaterial für die ultradünn geschnittenen Wafer.
STARKE LEISTUNG
Siltronic ist ein innovatives Unternehmen. Dank Technologieführerschaft und exzellenter Kostenperformance sorgt es für einen robusten Cashflow.
Innovationstreiber aus Überzeugung.
Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Halbleiterindustrie zählt die Siltronic AG zu den Vorreitern der Branche.
Wir sind die Nummer 3 unter den Herstellern von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie weltweit, die Nummer 1 außerhalb Japans. Unser Erfolg ist in vielen Faktoren begründet, die wir optimal verknüpfen. Unsere führende Marktposition wollen wir nachhaltig stärken. Dafür halten wir das Innovationsniveau hoch und die Kosten niedrig.
In seiner heutigen Form als Siltronic AG besteht das Unternehmen seit 2004. Die Ursprünge unseres Geschäfts reichen jedoch zurück bis zum Beginn der Forschung und Entwicklung von Reinstsilizium in den 1950er-Jahren. Als Tochtergesellschaft des Wacker-Konzerns stärkt uns der geballte Erfahrungsschatz eines der Top-Traditionsunternehmen der Chemiebranche den Rücken.
Auf dem Weltmarkt sind wir eine treibende Kraft bei Innovationen - und wollen dies auch bleiben. In der Forschung und Entwicklung sehen wir einen zentralen Schlüssel zur hervorragenden Marktstellung von Siltronic, entsprechend intensiv ist unser Engagement in diesem Bereich. Dies belegen unter anderem unsere etwa 1.700 angemeldeten und aktiven Patente.
Auch unsere weltweit knapp 4.000 Mitarbeiter sind für uns ein Erfolgsfaktor. Sie sind hoch motiviert und qualifiziert. Um nachhaltig profitabel zu arbeiten, stellen wir unsere internen Prozesse permanent auf den Prüfstand. Mit der Kosten-Roadmap geschieht dies seit 2010 systematisch. Zahlreiche Maßnahmen und Projekte haben hier bereits zu zählbaren Erfolgen geführt.
Mit der Kosten-Roadmap auf gutem Weg
Aktiv Verbesserungspotenziale aufspüren und diese optimal ausschöpfen - das ist das Ziel der Kosten-Roadmap, unseres langfristig angelegten Programms zur Kostensenkung. Seinen Kern bilden Projekte für mehr Effizienz. Neue Ideen werden ständig diskutiert und wenn möglich zeitnah implementiert. Auf diese Weise wollen wir zum Beispiel eine rund zehnprozentige Reduzierung der variablen Kosten eines 300-Millimeter-Wafers erreichen.
100 nm
ist die maximale Erhebung auf einem Wafer der neuesten Generation. Würde man Deutschland vergleichbar einebnen wie unsere Wafer, wäre die höchste Erhebung ca. 3 Meter.
775 µm
ist die Standarddicke eines 300-mm-Wafers.
450/Stunde
Die Luft in unseren Reinräumen wird bis zu 450-mal pro Stunde komplett gefiltert.
10 Partikel
In unseren Reinräumen finden sich höchstens 10 Partikel in 30 Litern Luft (1 ft³). Reine Gebirgsluft hat 100.000 Partikel.
6
Siltronic wurde zum sechsten Mal in Folge mit dem PQS Award ausgezeichnet
Ausgezeichnete Leistungen im Dienst unserer Kunden
Die wichtigste Anerkennung unserer Arbeit ist die Zufriedenheit der Kunden. Für ihre Wünsche und Anregungen haben wir immer ein offenes Ohr. Und natürlich freuen wir uns auch, wenn sie uns ihr Lob in Form eines Awards aussprechen.
In den vergangenen Jahren durften wir zahlreiche Auszeichnungen namhafter Kunden entgegennehmen, zum Beispiel den "Supplier Award Best Supply Chain Performance 2015" von Infineon. Siltronic wurde als eines von 26 Unternehmen für ihre Leistung im Jahr 2015 mit dem "Preferred Quality Supplier (PQS)" Award der Intel Corporation ausgezeichnet.
Das Unternehmen stellte seine Industrieführerschaft auf allen entscheidenden Gebieten unter Beweis, an denen ein Lieferant gemessen wird: Qualität, Kosten, Verfügbarkeit, Technologie, Kundenservice, Unternehmensethik und -verantwortung sowie Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Siltronic beliefert Intel mit polierten und epitaxierten Wafern und leistet damit einen Beitrag, den Intel als wesentlich für seinen Erfolg sieht.
2015 haben wir auch den "2014 Supplier of the Year" Award von Fairchild Semiconductors, den "Supplier Excellence Award 2014" von Texas Instruments, den "Best Supplier in Silicon category for Year 2014" Award der STMicro-electronics sowie den "Supplier of the Year 2014" Award von X-FAB erhalten.
Für uns sind diese Auszeichnungen in erster Linie Ansporn für eine weiterhin erfolgreiche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden.
Bis zu 80 Prozent Verbrauchskosten für Wasserstoff eingespart
Gasförmiger Wasserstoff statt Flüssigwasserstoff
Wasserstoff kommt bei Siltronic in diversen Anwendungen zum Einsatz - sie alle erfordern höchste Reinheit für dieses Prozessgas. Bisher wurde es aus in der Halbleiterindustrie üblichen Flüssigwasserstofftanks bezogen. Wasserstoff verflüssigt sich unter - 252° C, wodurch er die höchstmögliche Ausgangsreinheit erhält. Herstellung, Transport und Lagerung in flüssiger Form sind jedoch energieintensiv, logistisch aufwendig und dadurch teuer. Die Wacker Chemie am Standort Burghausen stellt für ihre Prozesse einen erheblich günstigeren, gasförmigen Wasserstoff in großen Mengen aus Methan und Wasserdampf her - allerdings mit geringerer Reinheit. Eine neu installierte Reinigungsstation erlaubt es uns, diesen am Verbundstandort Burghausen verfügbaren Wasserstoff auf die notwendige Qualität aufzureinigen und dabei bis zu 80 Prozent der Verbrauchskosten für diesen Hilfsstoff einzusparen.
Weniger ist mehr: Poliermittelverbrauch gesenkt
Neues Recyclingsystem für Poliermittelflüssigkeit
In der Wafer-Bearbeitung zählt höchste Präzision im Nanobereich, besonders hoch liegen daher auch die Qualitätsanforderungen an das Poliermittel. Recycling ist hier keine einfache Aufgabe. Dass Verbrauchseinsparungen möglich sind, bewies Siltronic schon vor einigen Jahren: Durch Verdünnen der Polierflüssigkeit konnten wir den Verbrauch verringern. 2015 gelang der Bau einer speziellen Recyclingeinrichtung, mit der der Verbrauch des Poliermittels nochmals deutlich sinkt.
OHT-Systeme steigern die Effizienz
Mehr Produktivität, weniger Kosten
Ein wichtiger Baustein zur weiteren Steigerung unserer Konkurrenzfähigkeit war die Installation von deckenbasierten automatischen Transportsystemen (OHT-Systeme) in unseren Werken. Sie tragen gleich in mehrfacher Hinsicht zu einem Plus an Effizienz bei: Die automatische Anlieferung und Bestückung von Produktionsequipment beschleunigt Be- und Entladungsvorgänge. Außerdem erhöht sich der Nutzungsgrad des Equipments - insbesondere von sehr hochwertigen Messgeräten -, da operatorbedingte Wartezeiten entfallen. Im Vergleich zum manuellen Transport entstehen beim Einsatz der OHT-Systeme deutlich geringere Vibrationen, wodurch sich die Waferqualität sowie die Lebensdauer der Wafertransportkassetten verbessern. Ein weiterer Vorteil: Die Automatisierungskomponenten sind unabhängig von Design-Rule-Entwicklungen am Markt, die Investition ist also lange nutzbar.
KLARE STRATEGIE
Siltronic profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Siliziumwafern. Das Ziel der Effizienz- und Wachstumsstrategie: Langfristiger Erfolg durch kontinuierlich hohe Qualität und Margenverbesserung.
Aufgeladen mit Intelligenz: In der Chip-Produktion verwandelt sich der Wafer in viele einzelne Bauteile.
Überzeugende Perspektiven.
Die Siltronic AG verfolgt die Strategie, ihre Spitzenposition im Weltmarkt für Siliziumwafer weiter zu stärken. Technologische Führerschaft und ein konsequenter Fokus auf Effizienzgewinne sind die Grundlagen für einen zukünftig steigenden Unternehmenswert.
Wohin führt der Weg, folgt auf schnell noch schneller? In unserer dynamischen Branche lautet die Antwort: ja. Denn ihr Prinzip ist das Moore'sche Gesetz, wonach sich die Leistungsfähigkeit von Halbleiterbauteilen etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Der Bedarf an Siliziumwafern bleibt auf hohem Niveau - und somit auch unsere Marktchancen.
Ein Blick auf die globalen Megatrends zeigt gleich in mehrerlei Hinsicht vielversprechende Perspektiven für das Geschäftsfeld von Siltronic und der gesamten Halbleiterindustrie. Von Mobilität über Miniaturisierung und Effizienz bis hin zu Konnektivität: Sie alle nähren die Erwartung, dass die Nachfrage nach hochentwickelten Wafern weiter steigt.
Wir setzen alles daran, dass wir von dieser Entwicklung bestmöglich profitieren. Hierfür haben wir uns in eine ideale Ausgangsposition gebracht.
Ob in der Kommunikationstechnologie, im Automobilbereich oder in der industriellen Automatisierungstechnik: Die Ansprüche an Leistung, Funktionalität und Effizienz steigen ständig. Entsprechend muss sich mit den Siliziumwafern auch eines der wichtigsten Grundmaterialien weiterentwickeln. Im Sinne optimaler Ergebnisse arbeiten die Kunden immer enger mit den Herstellern zusammen. Dieses gemeinsame Erreichen von maßgeschneiderten Spitzenergebnissen liegt traditionell in unserer Unternehmens-DNA. Beste Voraussetzungen also für weiteren Erfolg an der Seite aller Großen der Branche.
Zugleich führen wir unser Programm für operative Exzellenz und nachhaltige Kostensenkung fort. Mit der Kosten-Roadmap haben wir hierfür ein funktionierendes Gerüst auf die Beine gestellt. Die bisher erreichten Resultate bestätigen unser Engagement. Den eingeschlagenen Kurs werden wir auch künftig konsequent und ehrgeizig weiterverfolgen.
Globale Megatrends lassen Nachfrage nach Halbleitern steigen
Mobilität, Konnektivität, Miniaturisierung und Kosteneffizienz sorgen dafür, dass sich die Kundenanforderungen in der Halbleiterindustrie kontinuierlich verändern. Halbleiterhersteller müssen ihre Bauteile stetig weiterentwickeln, um mit den Anforderungen an eine verbesserte Funktionalität und Energieeffizienz, etwa von Smartphones, Fahrerassistenzsystemen im Automobilbereich oder industrieller Automatisierungstechnik, Schritt halten zu können. Diese Entwicklungen sind auch verbunden mit erhöhten Anforderungen an Siliziumwafer.
Ein durchschnittlicher PC benötigt 30 cm2 Siliziumfläche.
Ein High-End-Laptop benötigt 80 cm² Siliziumfläche.
1:1.000.000.000.000 (ppt)
Unsere Wafer sind so rein, dass wir Metalleinschlüsse in parts per trillion (ppt) angeben. Ein einziger Fisch unter allen Fischen der Weltmeere ist 1 ppt.
1 Wafer pro Sekunde
Siltronic stellt 1 Wafer pro Sekunde her.
Brief an die Aktionäre
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Kunden und Geschäftspartner,
ein ereignisreiches Jahr 2015 liegt hinter uns. Mit dem Börsengang im Juni haben wir ein neues Kapitel in der Geschichte der Siltronic aufgeschlagen.
1968 gegründet als Wacker-Chemitronic Gesellschaft für Elektronik-Grundstoffe mbH und Teil des Wacker Chemie-Konzerns sind wir heute ein internationaler Markt- und Technologieführer für Reinstsiliziumwafer für die Halbleiterindustrie. Wir bewegen uns in einem schnelllebigen Markt. Es gibt nur wenige Anbieter, die technologisch in der Lage sind, Siliziumwafer zu produzieren, die den hohen Qualitätsanforderungen der Kunden gerecht werden. Wir sind weltweit die Nummer 3 und können uns seit Jahren an der Spitze behaupten.
Siltronic hat ihren kontinuierlichen Wachstumskurs fortgesetzt. Trotz der Bestandskorrekturen bei unseren Kunden im zweiten Halbjahr und trotz der saisonalen Abschwächung zum Jahresende, hauptsächlich aufgrund der anhaltenden Absatzschwäche für PCs und Smartphones in China, haben wir 2015 mit einem Umsatz von EUR 931,3 Mio. und einem EBITDA von EUR 124,0 Mio. erfolgreich abgeschlossen. Bereinigt um Wechselkursverluste, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen enthalten sind und insbesondere aus Maßnahmen zur Währungssicherung resultieren, wäre das EBITDA auf EUR 169,7 Mio. gestiegen und die EBITDA-Marge hätte 18,2 Prozent betragen.
Mit dem Emissionserlös aus dem Börsengang haben wir alle Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Wacker Chemie AG zurückgezahlt und haben nun eine starke Eigenkapitalquote von 47,8 Prozent. Das Nettofinanzvermögen lag Ende Dezember bei EUR 155,9 Mio., der Free-Cashflow bei EUR 37,4 Mio.
Leider spiegelte sich die erfolgreiche Unternehmensentwicklung nicht im Aktienkurs wider. Das schwache zweite Halbjahr in der Halbleiterindustrie führte dazu, dass viele Aktien aus dieser Branche unter Druck kamen - auch die Siltronic-Aktie. Zum anderen mussten und müssen wir uns als Börsenneuling behaupten und zeigen, dass wir unsere dem Kapitalmarkt gegebenen Zusagen halten. Im Dezember 2015 ist Siltronic in den TecDAX aufgenommen worden und zählt damit zu den 30 größten börsennotierten Technologiewerten in Deutschland.
Für uns stehen nun vor allem zwei wichtige Aufgaben im Fokus. Wir wollen unser operatives Geschäft weiter optimieren und Siltronic dauerhaft als ein für Investoren attraktives Unternehmen am Kapitalmarkt positionieren. Beide Aufgaben sind eng miteinander verbunden. Denn die aus einem erfolgreichen operativen Geschäft resultierende Ertragsstärke beeinflusst die Attraktivität der Aktie.
Siltronic bietet Investoren eine Reihe wichtiger Alleinstellungsmerkmale. Dazu gehört die bereits seit vielen Jahren unter Beweis gestellte Fähigkeit, Prozesse und Technologien immer weiter zu optimieren. Wir sehen uns in diesem Bereich als Vorreiter in unserer Industrie. Wir verfügen über eine große Nähe zu unseren Kunden und verstehen daher deren Bedürfnisse und Anforderungen sehr gut. Wir sind bestens gerüstet, um den Herausforderungen, die durch weiter fortschreitende Miniaturisierung und Digitalisierung entstehen, zu begegnen.
Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir derzeit unter der Annahme eines leichten Mengenwachstums bei Siliziumwafern, aber bei leicht rückläufigen Preisen von einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau aus. Wir sehen uns gut positioniert, um das Ergebnis steigern zu können. Neue Applikationsmöglichkeiten in der Halbleiterindustrie bieten die Bereiche Automobil und Industrieanwendungen. Mit der Investition in neue Kristallziehanlagen in Freiberg und Singapur wollen wir unsere Wafer noch weiter verbessern und durch eine weiter voranschreitende Automatisierung unsere Produktivität deutlich steigern.
Unser Dank gilt den rund 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit, die die Siltronic zu dem gemacht haben, was sie heute ist: ein global agierender Anbieter für hoch entwickelte Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie.
Und natürlich danken wir auch Ihnen - unseren Aktionären und Geschäftspartnern - für das entgegengebrachte Vertrauen. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam die Zukunft der Siltronic gestalten und Sie von unseren Leistungen überzeugen.
Herzlichst,
Dr. Christoph von Plotho, President & CEO
Rainer Irle, CFO
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das Geschäftsjahr 2015 war ein besonderes Jahr für uns: Seit dem erfolgreichen Börsengang der Siltronic AG am 11. Juni 2015 werden die Aktien der Gesellschaft im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Die Vorbereitungen des Börsengangs sowie die sich aus der Börsennotierung ergebenden zusätzlichen Pflichten gehörten deshalb zu den Schwerpunkten der Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr.
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr mit größtmöglicher Sorgfalt wahrgenommen. Dazu haben Vorstand und Aufsichtsrat vertrauensvoll im Unternehmensinteresse zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, dessen Tätigkeit überwacht und sich dabei von der Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und seine Ausschüsse sowohl schriftlich als auch mündlich eingehend und zeitnah über den Geschäftsverlauf, die Lage des Unternehmens und dessen strategische Weiterentwicklung sowie über die Risikolage, die Tätigkeit der internen Revision und Compliance-Themen. Der Aufsichtsrat bzw. die zuständigen Ausschüsse waren in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung frühzeitig eingebunden - dies gilt insbesondere für sämtliche Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Börsengang der Siltronic AG. Der Aufsichtsrat hatte stets Gelegenheit, sich mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen und Zielen wurden im Einzelnen erläutert. Auch außerhalb der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Aufsichtsrats standen der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in engem Kontakt mit dem Vorstand und wurden über die aktuelle Entwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsratsplenums
Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Sitzungen - je zwei im ersten und im zweiten Halbjahr - und eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsratsplenums statt. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder haben während ihrer Amtszeit an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums teilgenommen.
In der ersten ordentlichen Sitzung des Berichtsjahres am 23. Februar 2015 legte der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Präsidialausschusses und auf Basis der ermittelten Zielerreichung die variable Vergütung des Vorstands für das vergangene Geschäftsjahr fest und befasste sich mit der Festlegung von Zielen für die variable Vergütung für das laufende Geschäftsjahr. Außerdem beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Rainer Irle für weitere fünf Jahre zum Vorstand zu bestellen. Darüber hinaus haben wir uns - unter Einbeziehung des Wirtschaftsprüfers, der in der Sitzung anwesend war - intensiv mit dem Jahresabschluss 2014 beschäftigt und den Einzelabschluss der Siltronic AG gebilligt und damit festgestellt.
In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 7. Mai 2015 wurde in Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers zunächst der Konzernabschluss erörtert und anschließend gebilligt. Außerdem wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung verabschiedet und der Aufsichtsrat setzte sich entsprechend den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex Ziele für seine Zusammensetzung. Zugleich verabschiedete der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. In Vorbereitung auf den Börsengang beschloss der Aufsichtsrat außerdem, die Vorstandsverträge einschließlich der Vergütungsstruktur sowie die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat neu zu fassen, um diese an die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und des Aktiengesetzes für börsennotierte Aktiengesellschaften anzupassen. In diesem Zusammenhang wurden mit Wirkung ab 8. Mai 2015 ein Prüfungsausschuss und ein Nominierungsausschuss eingerichtet. Außerdem wurden die im Zuge des Börsengangs aufzubauenden neuen Funktionen den beiden Mitgliedern des Vorstands im Rahmen einer neuen Ressortverteilung zugeordnet. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat dem geplanten Börsengang der Gesellschaft grundsätzlich zu und ermächtigte den Prüfungsausschuss, sämtliche im Zusammenhang mit dem Börsengang erforderlichen wesentlichen Entscheidungen - insbesondere die Zustimmungen zur Festlegung von Preisspanne und finalem Angebotspreis - im Namen des Aufsichtsrats zu treffen. Ferner entschied der Aufsichtsrat, den beiden Vorstandsmitgliedern für den Fall eines erfolgreich abgeschlossenen Börsengangs einen IPO-Bonus zu gewähren. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Vergütungsbericht auf S 73.
In seinen Juni- und September-Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Geschäftsverlauf der Siltronic sowie mit anstehenden und laufenden Investitionsprojekten.
In der Aufsichtsratssitzung am 11. September 2015 legte der Aufsichtsrat außerdem angepasste Zielgrößen für die variable Vergütung des Vorstands für das laufende Geschäftsjahr fest. Grund dafür war die Änderung der Vergütungsstruktur für den Vorstand, einschließlich des variablen Vergütungssystems, das nun ausschließlich auf Siltronic-Kennzahlen abstellt und auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage basiert, mit Wirkung zum ersten Handelstag der Siltronic-Aktie. Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Vergütungsbericht auf S 73. Thema der Sitzung war außerdem das am 1. Mai 2015 in Kraft getretene Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Sowohl die Arbeitnehmervertreter als auch die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat beschlossen, dem Prinzip der Gesamterfüllung gemäß § 96 Absatz 2 Satz 3 AktG im Hinblick auf die nächste, nach dem 1. Januar 2016 anstehende Aufsichtsratswahl zu widersprechen. Damit haben bei Aufsichtsratsneubesetzungen nach dem 1. Januar 2016 sowohl die Bank der Arbeitnehmer als auch die Bank der Anteilseigner die Quote von mindestens 30 Prozent Männern und Frauen zu erfüllen. Weiter diskutierte der Aufsichtsrat die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand. Im Vorstand der Siltronic AG ist derzeit keine Frau vertreten. Die aktuell laufenden Mandate der beiden Vorstandsmitglieder enden erst nach dem 30. Juni 2017 -dem spätesten Ende der erstmals festzulegenden Frist. Eine Erweiterung des Vorstands auf drei oder mehr Personen ist vor dem Hintergrund der Bemühungen des Unternehmens, die Kosten zu kontrollieren und kontinuierlich zu senken, nicht zielführend. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat beschlossen, bis zum 30. Juni 2017 den aktuellen Stand beizubehalten.
In seiner Sitzung am 11. Dezember 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Planung des Siltronic-Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 sowie mit der Mittelfristplanung für die Geschäftsjahre 2016 - 2020. Das vom Vorstand vorgestellte Budget 2016, einschließlich Finanz- und Investitionsplanung, wurde umfassend erörtert und verabschiedet. Weiter überprüfte der Aufsichtsrat im Rahmen einer allgemeinen und offenen Aussprache die Effizienz seiner Tätigkeit und stellte fest, dass er effizient arbeitet. Thema der Dezember-Sitzung waren außerdem der neu gefasste Deutsche Corporate Governance Kodex und die Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Um seine Aufgaben effizient wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet: Prüfungsausschuss, Präsidialausschuss, Nominierungsausschuss und den gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zwingend zu bildenden Vermittlungsausschuss. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses, dem das Aufsichtsratsmitglied Herr Bernd Jonas vorsteht, führt der Aufsichtsratsvorsitzende in den Ausschüssen den Vorsitz. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Arbeit in den Ausschüssen. Sämtliche Ausschuss-Mitglieder haben jeweils an allen Ausschuss-Sitzungen teilgenommen.
Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr vier Mal. Er beschäftigte sich mit den Personalangelegenheiten des Vorstands, insbesondere dessen Vergütung, der Neufassung der Vorstandsverträge und der erneuten Bestellung des Vorstandsmitglieds Rainer Irle für weitere fünf Jahre.
Der Prüfungsausschuss wurde anlässlich des bevorstehenden Börsengangs in der Mai-Sitzung des Aufsichtsrats gebildet. Da davon auszugehen war, dass im Rahmen des geplanten Börsengangs kurzfristige Entscheidungen zu treffen sind, wurde er zugleich ermächtigt, die wesentlichen Entscheidungen hinsichtlich des Börsengangs für den Aufsichtsrat zu treffen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses wurden über den Fortgang des Börsengangs laufend vom Vorstand unterrichtet. Der Prüfungsausschuss tagte zwei Mal, um sich mit der maximalen Anzahl der im Rahmen des Börsengangs auszugebenden Aktien und der Preisspanne, innerhalb derer Kaufangebote abgegeben werden können, sowie mit dem Angebotspreis zu befassen.
Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2015 außerdem zu zwei regulären Sitzungen jeweils nach Ende des 2. und 3. Quartals zusammen, um sich mit der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr und der Durchsprache des Quartalsabschlusses für das 3. Quartal 2015 sowie mit Fragen des Risikomanagements, der Compliance und der Revision zu beschäftigen. Der Prüfungsausschuss erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte das Honorar des Abschlussprüfers fest. Der Ausschuss überwachte außerdem die Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers.
Auch der Nominierungsausschuss wurde erst anlässlich des Börsengangs im Mai 2015 errichtet. Seine Aufgabe ist es, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Er hat im Berichtszeitraum nicht getagt.
Der Vermittlungsausschuss musste im Geschäftsjahr 2015 nicht einberufen werden.
Corporate Governance
Anlässlich des Börsengangs verabschiedeten Aufsichtsrat und Vorstand bereits im Mai 2015 ihre erste Entsprechenserklärung, die den Aktionären auf der Website des Unternehmens zugänglich gemacht ist. In der Dezember-Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit der geänderten Kodex-Fassung beschäftigt und beschlossen, der neuen Kodex-Empfehlung zur Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat zu folgen. Der Aufsichtsrat hat daraufhin die Ziele für seine Zusammensetzung angepasst und festgelegt, dass Aufsichtsratsmitglieder dem Aufsichtsrat in der Regel nicht länger als drei volle Amtsperioden angehören sollen. Über die Corporate Governance bei Siltronic berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht (siehe 30).
Jahres- und Konzernabschlussprüfung
Der Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG für das Geschäftsjahr 2015, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte zu Einzel- und Konzernabschluss (Bilanzstichtag 31. Dezember 2015) geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss der Siltronic AG, der Lagebericht für die Siltronic AG und der Lagebericht für den Siltronic-Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften.
Die Abschlüsse, die Lageberichte und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor und wurden zunächst in der Prüfungsausschuss-Sitzung vom 24. Februar 2016 und schließlich in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 3. März 2016 jeweils in Gegenwart der Abschlussprüfer (Frau Christiane Pastor und Herr Johannes Hanshen, KPMG) eingehend diskutiert und geprüft. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Prüfungsausschuss und dem Gesamtaufsichtsrat für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Die Abschlussprüfer haben auch das Risikofrüherkennungssystem nach § 91 AktG geprüft und festgestellt, dass das Risikofrüherkennungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.
Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der Siltronic AG einschließlich Lagebericht, den Konzernabschluss einschließlich Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zu erheben. Wir billigen daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Siltronic AG sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. Der Jahresabschluss der Siltronic AG ist damit festgestellt.
Die Entsprechenserklärung ist der Öffentlichkeit unter http://www.siltronic.com/int/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/declaration.jsp dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht wurde vom Abschlussprüfer, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Prüfungsbericht wurde den Aufsichtsratsmitgliedern ebenfalls rechtzeitig vom Abschlussprüfer übersandt.
Der Abhängigkeitsbericht und der hierzu erstattete Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden zunächst vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung am 24. Februar 2016 und schließlich vom Aufsichtsratsplenum in seiner Sitzung am 3. März 2016 erörtert und auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Dabei erläuterte der Vorstand den Abhängigkeitsbericht ausführlich und stand für Fragen und weitere Auskünfte zur Verfügung. Die an beiden Sitzungen teilnehmenden Abschlussprüfer (Frau Christiane Pastor und Herr Johannes Hanshen, KPMG) berichteten über ihre Prüfung, insbesondere über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Prüfungsausschuss und Aufsichtsratsplenum haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und mit den Abschlussprüfern diskutiert. Prüfungsausschuss und Aufsichtsrat konnten sich so von der Ordnungsmäßigkeit und Vollständigkeit des Abhängigkeitsberichts, der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts oder des Prüfungsberichts sind nicht ersichtlich geworden.
Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat daher empfohlen, dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zuzustimmen und, da nach seiner Beurteilung keine Einwendungen gegen den Abhängigkeitsbericht des Vorstands zu erheben sind, eine entsprechende Beurteilung zu beschließen.
Der Aufsichtsrat ist der Empfehlung gefolgt und hat beschlossen, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hatte außerdem keine Einwände gegen die Ergebnisse des Abschlussprüfers und hat dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers zugestimmt.
Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
In seiner Sitzung am 23. Februar 2015 bestätigte der Aufsichtsrat das Vorstandsmitglied Herrn Rainer Irle auf Empfehlung des Präsidialausschusses mit Wirkung ab 1. Januar 2016 für weitere fünf Jahre im Amt und verlängerte seinen Anstellungsvertrag entsprechend bis zum 31. Dezember 2020.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der Wacker Chemie AG hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Dr. Joachim Rauhut, seinen Aufsichtsratsvorsitz und sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 11. Dezember 2015 niedergelegt. Wir danken Herrn Dr. Joachim Rauhut für seine wertvolle Unterstützung während der vergangenen fünfzehn Jahre, vor allem für seinen maßgeblichen Beitrag zum erfolgreichen Börsengang, und wünschen ihm alles Gute. Mit gerichtlichem Beschluss vom 4. Januar 2016 wurde Frau Angela Wörl, Leiterin des Zentralbereichs Personal / Soziales der Wacker Chemie AG, als Nachfolgerin für Herrn Dr. Joachim Rauhut zum Aufsichtsratsmitglied auf Anteilseignerseite bestellt. Der Aufsichtsrat wählte in seiner Sitzung am 11. Dezember 2015 Herrn Dr. Tobias Ohler, Finanzvorstand der Wacker Chemie AG, zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats.
Herr Walter Ortner, Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat und Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, ist Ende Dezember 2015 in den Ruhestand getreten und damit aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft ausgeschieden. Wir danken auch Herrn Walter Ortner für seinen unermüdlichen Einsatz und die kooperative Zusammenarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. Für Herrn Walter Ortner rückte das für ihn bestellte Ersatzmitglied Herr Gebhard Fraunhofer mit Wirkung ab 1. Januar 2016 nach. Zum neuen Stellvertretenden Vorsitzenden wurde Herr Johann Hautz gewählt.
München, 3. März 2016
Der Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siltronic AG
Siltronic an der Börse
Der Siltronic-Börsengang
Am 11. Juni 2015 ist Siltronic an die Börse gegangen. Von Anfang an war klar, dass wir eine Zulassung im Prime Standard beantragen, da wir eine hohe Transparenz gegenüber den Investoren für ein attraktives Merkmal einer Aktie halten. Bereits am 21. Dezember 2015 sind unsere Aktien in den Auswahlindex TecDAX, der aus 30 Technologieunternehmen besteht, aufgenommen worden. Wir sehen das als einen bedeutenden Schritt, um die Visibilität der Siltronic am Kapitalmarkt weiter zu stärken.
Lage auf den Aktienmärkten von raschen Stimmungswechseln geprägt
Die Aktienmärkte waren 2015 durch diverse Auf- und Abwärtsbewegungen beeinflusst. Dies lag u.a. begründet in der Griechenland-Krise, dem Ukraine-Konflikt, der Krise im Nahen Osten, den Terroranschlägen in Paris sowie Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der amerikanischen Notenbank Fed. Unterschiedliche weltweite Wirtschaftsdaten, vor allem das verlangsamte Wirtschaftswachstum in China, wirkten sich ebenfalls aus. Von Quartal zu Quartal ergab sich ein uneinheitliches Bild.
Kursentwicklung der Siltronic-Aktie von Marktdaten beeinflusst
Der Ausgabepreis der Siltronic-Aktie beim Börsengang lag bei EUR 30,00. Nachdem der Kurs in den weiteren Wochen zunächst bis auf gut EUR 36 zugelegt hatte, gab die Aktie aufgrund negativer Marktdaten der Halbleiterindustrie zum Ende des zweiten Halbjahres deutlich nach und schloss am 30. Dezember 2015 im Xetra-Handel bei EUR 22,59. Dies entspricht einem Kursverlust von 32,5 Prozent. Unter Zugrundelegung des Xetra-Schlusskurses erreichte unsere Marktkapitalisierung zum Ende des Geschäftsjahres 2015 EUR 677,7 Mio.
Der DAX ist im Vergleich zum 11. Juni 2015 um 5,2 Prozent, der Dow Jones um 3,4 Prozent, der Nikkei 225 Index um 6,6 Prozent und der Hang Seng Index sogar um 18,6 Prozent gefallen. Auch der Philadelphia Semiconductor Sector Index verlor 8,0 Prozent. Der TecDAX konnte dagegen um 8,3 Prozent zulegen.
Regional diversifizierte Aktionärsstruktur
Der Streubesitzanteil ist mit 42 Prozent unverändert geblieben. Größter Aktionär der Siltronic ist weiterhin die Wacker Chemie AG. Sie hält seit dem Börsengang 57,83 Prozent. Die größten institutionellen Investoren zum 31. Dezember 2015 waren gemäß den uns vorliegenden Meldungen The Baupost Group Securities, L.L.C. aus Boston, USA, mit 8,66 Prozent, MainFirst SICAV aus Luxemburg mit 5,06 Prozent und Wellington Management Company LLP aus Boston, USA, mit 3,01 Prozent. Innerhalb des Streubesitzes, Stand Januar 2016, liegt mit 53 Prozent mehr als die Hälfte des Streubesitzes in den Händen von institutionellen Investoren in den USA, gefolgt von 20 Prozent in Deutschland und 16 Prozent im Vereinigten Königreich.
Aktionärsstruktur der Siltronic AG
Der Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat lag zum 30. Dezember 2015 bei unter 1 Prozent.
Nachhaltige Investor-Relations-Aktivitäten
Ziel unserer Investor-Relations-Arbeit ist es, die Bekanntheit der Siltronic AG weltweit zu erhöhen und die Wahrnehmung der Siltronic-Aktie als attraktiven Wert zu festigen und auszubauen. Durch eine kontinuierliche, offene und verlässliche Kommunikation über die Entwicklung und die strategische Ausrichtung der Siltronic wollen wir das Vertrauen der Anleger in die Aktie stärken und eine realistische und faire Bewertung der Aktie erreichen.
Der Vorstand und das Investor-Relations-Team führten seit dem Börsengang diverse Roadshows in den Finanzzentren Europas und den USA durch. Daneben fanden zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen statt, in denen über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Markttrends informiert wurde.
Die Siltronic wird zurzeit von sieben Analysten verschiedener Banken begleitet. Davon haben zum 30. Dezember 2015 fünf Analysten eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Zwei Analysten hatten zum Halten der Aktie geraten. Eine Verkaufsempfehlung lag nicht vor. Das durchschnittliche Kursziel der Banken lag Ende Dezember bei EUR 34. Näheres finden Sie auf der Siltronic-Webseite www.siltronic.com unter Investor Relations.
Rahmendaten zur Aktie
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| Erstnotiz | 11.06.2015 |
| Börsenplatz | Frankfurt |
| Marktsegment | Amtlicher Handel |
| Transparenzlevel | Prime Standard |
| Index | TecDAX |
| ISIN | DE000WAF3001 |
| Börsenkürzel | WAF300 |
| Streubesitz nach IPO in % | 42,2 |
| Anzahl Aktien | 30.000.000 |
| Höchstkurs 2015* | EUR 36,04 |
| Tiefstkurs 2015* | EUR 22,41 |
| Schlusskurs 2015* | EUR 22,59 |
| Marktkapitalisierung zum 30.12.2015 | EUR 677,7 Mio. |
* Xetra-Schlusskurse
Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand berichtet im Folgenden - zugleich auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung. Voraussetzung für eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ist das Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartner und Investoren. Wesentliche Grundlage dafür ist eine gute Corporate Governance im Sinne einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle, der wir daher einen sehr hohen Stellenwert beimessen.
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siltronic AG
Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Geschäftsjahr 2015 intensiv mit der Corporate Governance des Unternehmens und den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 bzw. vom 5. Mai 2015 auseinandergesetzt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 11. Dezember 2015 folgende Entsprechenserklärung abgegeben, die der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft (http://www.siltronic.com/int/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/declaration.jsp) dauerhaft zugänglich gemacht ist:
"Vorstand und Aufsichtsrat der Siltronic AG erklären zu den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' (,Kodex') Folgendes:
1. Erklärung für die Zukunft
Die Siltronic AG wird den Empfehlungen des am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit Ausnahme der nachfolgend genannten und begründeten Abweichungen entsprechen:
a. Selbstbehalt bei D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 3.8 Abs. 3)
Der Kodex sieht vor, dass in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll, der dem Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder in Höhe von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens zum Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung entspricht. Gesetz und Satzung setzen dem Aufsichtsrat feste Grenzen, auf die Geschäftstätigkeit einer Aktiengesellschaft Einfluss zu nehmen.
Nach § 76 Absatz 1 Aktiengesetz leitet der Vorstand die Aktiengesellschaft in eigener Verantwortung. Über die Mitwirkung des Aufsichtsrats an der Festlegung der Grundzüge der Unternehmensstrategie hinaus sind die Möglichkeiten des Aufsichtsrats zur Einwirkung auf deren Umsetzung oder das operative Geschäft begrenzt. Dies gilt auch für Maßnahmen zur Abwendung von Schäden für das Unternehmen. Da darüber hinaus die Mitglieder des Aufsichtsrats im Vergleich zur Vergütung des Vorstands, die sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt, lediglich eine relativ geringe fixe Aufwandsentschädigung bekommen, halten wir die Vereinbarung eines Selbstbehalts für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht für sinnvoll.
b. Betragsmäßige Höchstgrenzen für die Vergütung des Vorstands (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6)
Der Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Die Vorstandsverträge enthalten entsprechende Höchstbeträge für die feste und variable Vergütung. Für den Großteil der Vergütung wird der Empfehlung des Kodex demnach gefolgt. Allerdings macht es das bestehende System der Altersversorgung unmöglich, betragsmäßige Höchstgrenzen für diese Komponente der Vergütung festzulegen. Denn die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen für die Altersversorgung der Vorstände hängen jedes Jahr von der Zinsentwicklung ab. Bei niedrigen Zinsen sind die von der Gesellschaft zu erbringenden Leistungen zwangsläufig höher - ein Höchstbetrag kann hier nicht festgelegt werden, weil die Zinsentwicklung nicht vorhersehbar ist.
c. Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre (Ziffer 5.4.3)
Nach dieser Empfehlung sollen die Kandidaten für den Aufsichtsratsvorsitz den Aktionären bekannt gegeben werden, obwohl der Aufsichtsrat in der Regel noch nicht gewählt ist. Das Gesetz sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats ,aus seiner Mitte' von den Aufsichtsräten zu wählen ist. Eine Bekanntgabe der Kandidaten für den Vorsitz aus dem Kreis von Aufsichtsräten, die noch nicht einmal gewählt sind, ist auch vom Gesetz nicht vorgesehen und würde darüber hinaus zu einer weiteren vom Gesetz nicht vorgesehenen faktischen Vorfestlegung führen. Aus diesen Gründen wird die Empfehlung nicht befolgt.
2. Erklärung für die Vergangenheit
Seit Bekanntmachung des neu gefassten Kodex am 12. Juni 2015 entsprach die Siltronic AG den Empfehlungen mit den oben unter 1.a bis 1.c genannten und begründeten Einschränkungen sowie mit Ausnahme der neu gefassten Ziffer 5.4.1 Abs. 2 zur Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 11. Dezember 2015 im Rahmen der Aktualisierung seiner Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt, so dass der Neufassung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 seitdem entsprochen wird.
Seit Abgabe der letzten Erklärung im Mai 2015 bis zur Bekanntmachung des neu gefassten Kodex am 12. Juni 2015 entsprach die Siltronic AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit folgenden Ausnahmen:
| ― | Ziffer 3.8 Abs. 3 mit der oben unter 1.a genannten Begründung; |
| ― | Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 mit der oben unter 1.b genannten Begründung; |
| ― | Ziffer 5.1.2 Satz 2 zur angemessenen Berücksichtigung von Frauen im Vorstand, weil wir es nicht für zielführend hielten, der angemessenen Berücksichtigung von Frauen eine höhere Priorität als der Kompetenz und Qualifikation einzuräumen; die Empfehlung ist aufgrund der inzwischen gesetzlich geregelten Pflicht zur Festlegung von Zielgrößen für den Vorstand in der aktuellen Fassung des Kodex nicht mehr enthalten; und |
| ― | Ziffer 5.4.3 mit der oben unter 1.c genannten Begründung." |
Im Mai 2015 hatten Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft anlässlich des geplanten Börsengangs ihre erste Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet. Sie ist ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft abrufbar.
Wesentliche Praktiken der Unternehmensführung
Compliance als wesentliche Leitungsaufgabe des Vorstands
Die Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien und deren Beachtung im Konzern gehören bei Siltronic zu den Leitungs- und Überwachungsaufgaben. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, beschäftigt sich regelmäßig mit Fragen der Compliance und der Überprüfung des Compliance-Management-Systems.
Das Compliance-Management im Konzern wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt. Verantwortlich dafür ist die Compliance-Organisation von Siltronic. Das Unternehmen hat in Deutschland, den USA, Japan, Singapur und Taiwan Compliance-Beauftragte ernannt und ausgebildet. Sie informieren die Mitarbeiter in regelmäßigen Schulungen über maßgebliche gesetzliche Bestimmungen und interne Richtlinien. Sie sind Ansprechpartner für Fragen der Mitarbeiter und beraten zum Thema Compliance. Mitarbeiter können sich vertraulich, auch anonym, an die Compliance-Beauftragten wenden, um Verstöße gegen interne Richtlinien und Gesetze zu melden. Auch im Geschäftsjahr 2015 lag ein Schwerpunkt des Compliance-Managements darin, den Austausch mit den ausländischen Standorten innerhalb der Compliance-Organisation ständig zu verbessern und die Mitarbeiter vor Ort zu schulen.
EICC-Verhaltenskodex und Global Compact als feste Bestandteile der Unternehmensführung
Die globalen Initiativen der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) und des UN Global Compact bilden die Basis für die nachhaltige Unternehmensführung bei Siltronic. Die EICC ist ein freiwilliger Zusammenschluss von über 100 weltweit führenden Unternehmen der Elektronikindustrie, um weltweit soziales und ökologisches Verantwortungsbewusstsein sowie eine ethische Geschäftspraxis zu fördern. EICC-Mitglieder verpflichten sich, den EICC-Verhaltenskodex zur Grundlage ihrer Geschäftsaktivitäten, einschließlich der Beschaffungskette und Zulieferer, zu machen. Der EICC-Verhaltenskodex fasst die wirtschaftsethischen und sozial verträglichen Arbeitsbedingungen und Mindestanforderungen in der Elektronikindustrie zusammen und geht dabei zum Teil weit über die jeweils geltenden lokalen Gesetze hinaus. Als Zulieferer der Elektronikindustrie hat sich Siltronic zur Einhaltung des EICC-Verhaltenskodex bereit erklärt und füllt regelmäßig den Fragebogen zur Selbsteinschätzung aus, der allen EICC-Mitgliedern zugänglich ist. In die Bewertung der Siltronic durch ihre Kunden fließt regelmäßig ein, ob dem EICC-Verhaltenskodex entsprochen wird. Weitere Informationen zur EICC sowie deren Verhaltenskodex finden sich im Internet unter http://www.eiccoalition.org/.
Die weltweite Initiative "Global Compact" der Vereinten Nationen hat das Ziel, die Globalisierung so zu gestalten, dass sie die Lebensqualität für alle Menschen auf der Welt verbessert. Wir setzen die zehn Prinzipien des Global Compact zum Schutz der Menschenrechte, zu Sozial- und Umweltstandards und zur Bekämpfung von Korruption um. Die zehn Prinzipien des UN Global Compact sind im Internet einsehbar unter www.unglobalcompact.org. Wir erwarten auch von unseren Lieferanten, dass sie die Prinzipien des Global Compact einhalten. Bei der Risikoprüfung bewerten wir unsere Lieferanten daher auch in diesem Punkt.
Darüber hinaus nimmt Siltronic als Konzernunternehmen der Wacker Chemie AG an der Responsible Care®-Initiative der chemischen Industrie teil (https://www.vci.de/nachhaltigkeit/ responsible-care/uebersichtsseite.jsp). Hier engagiert sich Wacker gemeinsam mit ihren Konzernunternehmen seit 1991. Die Teilnehmer der Initiative verpflichten sich, in eigener Verantwortung und unabhängig von gesetzlichen Vorgaben die Leistungen für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz ständig zu verbessern.
Grundsätze der Unternehmensethik
Unternehmen brauchen das Vertrauen der Gesellschaft, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Wir führen unser Geschäft deshalb verantwortungsvoll in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben. Die Grundsätze unserer Unternehmensethik haben wir in einem Verhaltenskodex zusammengefasst, der auf der Homepage der Gesellschaft (www.siltronic.com) abrufbar und für den Vorstand und alle Mitarbeiter weltweit verbindlich ist. Ergänzend gelten für die Siltronic als Unternehmen des Wacker-Konzerns die Wacker-Verhaltensgrundsätze, die in fünf Codes niedergeschrieben sind:
| ― | Code of Conduct: Grundsätze für den Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten (Vertraulichkeit, Trennung von Privat- und Unternehmensinteressen, Datenschutz, Schutz vor Geldwäsche); |
| ― | Code of Safety: definiert die Sicherheitskultur und stellt Sicherheitsregeln für Arbeitsplätze, Anlagen, Produkte und Transport auf; |
| ― | Code of Innovation: Grundsätze für Forschung und Entwicklung, Kooperationen, Patente und das Innovationsmanagement; |
| ― | Code of Teamwork & Leadership: Grundsätze für Zusammenarbeit und Führung; |
| ― | Code of Sustainability: Grundsätze einer nachhaltigen Unternehmensführung. |
Die Codes sind auf der Website der Wacker Chemie AG abrufbar (http://www.wacker.com/cms/de/wacker_group/wacker_facts/ policy/policy.jsp).
Angaben zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats
Die Siltronic AG hat wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben ein duales Führungssystem. Es besteht aus dem Vorstand, der das Unternehmen leitet, und dem Aufsichtsrat, der die Geschäftsführung überwacht. Die beiden Gremien sind hinsichtlich ihrer Mitgliedschaft wie auch in ihren Kompetenzen streng voneinander getrennt.
Vorstand
Dem Vorstand gehören derzeit zwei Mitglieder an: Dr. Christoph von Plotho, Vorstandsvorsitzender, und Rainer Irle, Finanzvorstand und Arbeitsdirektor. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung und vertritt die Siltronic AG bei allen Geschäften mit Dritten. Sein Handeln und seine Entscheidungen sind bestimmt durch das Unternehmensinteresse und orientieren sich am Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Zu diesem Zweck bestimmt er die strategische Ausrichtung des Siltronic-Konzerns und steuert und überwacht diese durch die Allokation von finanziellen Mitteln, Ressourcen und Kapazitäten sowie durch die Begleitung und Kontrolle der operativen Geschäftseinheiten. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen (Compliance) und ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Dabei führt das einzelne Mitglied des Vorstands die ihm zugewiesenen Ressorts in eigener Verantwortung. Der Vorstand tagt regelmäßig im Rahmen von Sitzungen, die vom Vorstandsvorsitzenden einberufen und geleitet werden. Vorstandssitzungen müssen stattfinden, wenn es das Wohl der Gesellschaft erfordert. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse grundsätzlich mit einfacher Mehrheit. Solange der Vorstand nur aus zwei Personen besteht, können Beschlüsse nur einstimmig gefasst werden, dem Vorstandsvorsitzenden steht kein Stichentscheid zu.
Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat
Um den langfristigen und nachhaltigen Erfolg des Unternehmens sicherzustellen, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und seines Werts. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Auch zwischen den Sitzungen hält der Aufsichtsratsvorsitzende Kontakt mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden des Vorstands, und berät über die wesentlichen Themen. Der Vorstand erläutert dem Aufsichtsrat Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen.
Bestimmte in der Geschäftsordnung für den Vorstand der Siltronic AG festgelegte Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Dazu gehören unter anderem die Verabschiedung der Jahresplanung, einschließlich der Finanz- und Investitionsplanung, der Erwerb und die Veräußerung von Anteilen an Unternehmen, die Aufnahme neuer und die Aufgabe vorhandener Produktions- und Geschäftszweige sowie die Aufnahme großer langfristiger Kredite.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Gemäß Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer zusammen. Die Amtsperiode der Mitglieder beträgt regelmäßig fünf Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig. Ein Überblick über die im Berichtszeitraum amtierenden Aufsichtsratsmitglieder und deren weitere Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Gremien findet sich auf S 134. Mit einer Ausnahme endet die reguläre Amtszeit sämtlicher derzeitiger Aufsichtsratsmitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2018. Die Amtszeit von Frau Angela Wörl, die mit Beschluss vom 4. Januar 2016 gerichtlich bestellt wurde, endet entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2016. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Grundlegenden Entscheidungen über die weitere Entwicklung des Unternehmens muss der Aufsichtsrat zustimmen. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die den Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht.
Dadurch, dass Mitglieder des Aufsichtsrats nicht gleichzeitig dem Vorstand angehören können, ist bereits strukturell ein hohes Maß an Unabhängigkeit bei der Überwachung des Vorstands sichergestellt.
Bei Bedarf, insbesondere wenn es um Personalentscheidungen geht, tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand.
Ausschüsse erhöhen Effizienz des Aufsichtsrats
Damit der Aufsichtsrat seine Aufgaben optimal wahrnehmen kann, hat er vier fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet. Über die Arbeit der Ausschüsse wird regelmäßig im Aufsichtsratsplenum berichtet.
Präsidialausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015)
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Mitglieder:
Dr. Hermann Gerlinger
Johann Hautz (seit 1. Januar 2016)
Walter Ortner (bis 31. Dezember 2015)
Aufgaben:
Der Präsidialausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden. Er behandelt ferner die Vorstandsverträge und erarbeitet das System der Vorstandsvergütung, auf dessen Basis das Aufsichtsratsplenum die Vergütung der Vorstandsmitglieder festsetzt.
Nominierungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015)
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Mitglied:
Dr. Hermann Gerlinger
Aufgaben:
Der Nominierungsausschuss wurde in Vorbereitung auf den Börsengang im Mai 2015 errichtet und besteht aus zwei Mitgliedern. Er ist vorbehaltlich einer anderweitigen Bestimmung des Aufsichtsrats mit den Vertretern der Anteilseigner besetzt, die auch dem Präsidialausschuss angehören. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, unter Berücksichtigung der Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats geeignete Kandidaten für die Aufsichtsratsbesetzung zu identifizieren und die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl der Anteilseignervertreter vorzubereiten.
Prüfungsausschuss
Vorsitz:
Bernd Jonas
Mitglieder:
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015)
Harald Sikorski (seit 1. Januar 2016)
Walter Ortner (bis 31. Dezember 2015)
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Aufgaben:
Der Prüfungsausschuss wurde ebenfalls im Zusammenhang mit den Vorbereitungen auf den Börsengang im Mai 2015 errichtet. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Darüber hinaus befasst er sich mit der Prüfung des Konzernzwischenabschlusses zum Halbjahr und der Durchsprache der Quartalsabschlüsse sowie mit Fragen des Risikomanagements und der Compliance. Zu diesem Zweck obliegt ihm eine Vorprüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, der Lageberichte, sowie des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Insbesondere überwacht er die Rechnungslegungsprozesse, die Compliance und die Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme.
Dabei arbeitet er eng mit dem Abschlussprüfer zusammen. Der Prüfungsausschuss bereitet darüber hinaus die Vereinbarung mit dem Abschlussprüfer vor und trifft geeignete Maßnahmen, um die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und die vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen zu überwachen. Er unterbreitet auf dieser Grundlage dem Aufsichtsrat eine Empfehlung, wen dieser der Hauptversammlung als Abschlussprüfer vorschlagen soll. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Bernd Jonas, ist studierter Jurist und verfügt aufgrund seiner langjährigen beruflichen Erfahrungen, zuletzt als Generalbevollmächtigter und Leiter des Zentralbereichs Steuern und Zoll der ThyssenKrupp AG, sowie seiner Tätigkeit in der Abschlussprüferaufsichtskommission und in verschiedenen Aufsichtsratsgremien in- und ausländischer Unternehmen über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.
Vermittlungsausschuss
Vorsitz:
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015)
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Mitglieder:
Gebhard Fraunhofer (seit 20. Januar 2016)
Johann Hautz (seit 1. Januar 2016)
Angela Wörl (seit 20. Januar 2016)
Walter Ortner (bis 31. Dezember 2015)
Harald Sikorski (bis 31. Dezember 2015)
Aufgaben:
Der gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG zu bildende Vermittlungsausschuss hat die ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben. Wenn ein Beschluss über die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung eines Vorstandsmitglieds nicht die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen erreicht hat, kommt dem Vermittlungsausschuss die Aufgabe zu, einen Vorschlag zu unterbreiten.
Festlegung von Zielgrößen für Frauen in Führungspositionen gemäß § 76 Abs. 4 und § 111 Abs. 5 AktG
In Umsetzung des am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 11. September 2015 für den Frauenanteil im Vorstand der Siltronic AG eine Zielgröße von 0 Prozent und eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. Damit wird der aktuelle Stand beibehalten. Die Mandate der amtierenden Vorstandsmitglieder laufen noch bis 2018 bzw. 2020 und eine Erweiterung des Vorstands auf drei oder mehr Mitglieder ist vor dem Hintergrund der Bemühungen des Unternehmens, die Kosten zu kontrollieren und kontinuierlich zu senken, nicht zielführend.
Für die beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands zusammen hat der Vorstand der Siltronic AG im September 2015 beschlossen, die Anzahl der Frauen bis zum 30. Juni 2017 auf insgesamt vier zu erhöhen und damit zu verdoppeln. Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat sich der Vorstand als Ziel gesetzt, dass bis zum 30. Juni 2017 drei der insgesamt 16 Bereichsleiter weiblich sein sollen, das entspricht einer Quote von 18,75 Prozent. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands - das sind alle Mitarbeiter der Berichtsebene 2, die zugleich den Status eines Leitenden Angestellten haben - hat der Vorstand beschlossen, dass bis zum 30. Juni 2017 eine von insgesamt 34 Mitarbeitern weiblich sein soll. Die Zielgröße für die erste Führungsebene bedeutet eine Erhöhung des Frauenanteils, denn zum Stichtag für die Zielsetzung (30. Juni 2015) gab es nur eine weibliche Bereichsleiterin bei insgesamt 14 Bereichsleitern (das entsprach einer Quote von 7,7 Prozent). Die Zielgröße für die zweite Führungsebene wahrt den aktuellen Stand.
Eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat war nicht festzulegen. Hier gilt bereits die gesetzliche Geschlechterquote von 30 Prozent, sodass der Aufsichtsrat mit mindestens 30 Prozent Männern und mindestens 30 Prozent Frauen besetzt sein muss. Diese Vorgabe ist bei Neubesetzungen seit dem 1. Januar 2016 zwingend zu berücksichtigen. Die Seite der Anteilseignervertreter und die Seite der Arbeitnehmervertreter haben jeweils gemäß § 96 Abs. 2 Satz 3 AktG der Gesamterfüllung der Geschlechterquote widersprochen, sodass beide Seiten ihrerseits die Quote erfüllen müssen. Seit der gerichtlichen Bestellung von Frau Angela Wörl als Vertreterin der Anteilseigner am 4. Januar 2016 gehören dem Aufsichtsrat der Siltronic AG vier weibliche Mitglieder - jeweils zwei auf Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite - an, sodass die gesetzlich vorgesehene Geschlechterquote seitdem erfüllt ist.
Weitere Angaben zur Corporate Governance
Zielsetzung zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Für Siltronic war es schon immer wichtig, den Aufsichtsrat mit Mitgliedern zu besetzen, die über eine hohe fachliche Qualifikation verfügen. Gemäß Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 hat der Aufsichtsrat der Siltronic AG die Ziele für seine künftige Zusammensetzung in seiner Sitzung am 11. Dezember 2015 aktualisiert und dabei auch der neuen Empfehlung zur Festlegung einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat Rechnung getragen:
1. Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl von Mitgliedern mit internationalen Erfahrungen, mindestens jedoch ein Mitglied, angehören.
2. Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat beinhaltet bereits umfassende Regelungen zur Verhinderung und zum Umgang mit Interessenkonflikten von Aufsichtsratsmitgliedern. Darüber hinaus strebt der Aufsichtsrat grundsätzlich die Verhinderung von Interessenkonflikten an und wird dieses Ziel auch bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung berücksichtigen.
3. Dem Aufsichtsrat sollen mindestens drei unabhängige Anteilseignervertreter angehören.
4. Aufsichtsratsmitglieder sollen dem Aufsichtsrat in der Regel nicht länger als drei volle Amtsperioden angehören. In begründeten Ausnahmefällen kann der Aufsichtsrat von dieser Regel abweichen.
Eine Altersgrenze ist bereits in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat enthalten.
Der Aufsichtsrat berücksichtigt diese Ziele bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung. Auch der Vorstand hat diese Ziele im Geschäftsjahr 2015 bei seinem Antrag auf gerichtliche Bestellung von Frau Angela Wörl zum Aufsichtsratsmitglied berücksichtigt.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Siltronic AG entspricht den verabschiedeten Zielen und die in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelte Altersgrenze wird eingehalten.
Aktionäre und Öffentlichkeit transparent informieren
Siltronic verfolgt den Anspruch, alle Zielgruppen des Unternehmens, ob Aktionäre, Aktionärsvertreter, Analysten, Medien oder die interessierte Öffentlichkeit, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Wichtige Termine des Unternehmens veröffentlichen wir regelmäßig in einem Finanzkalender, der auf unserer Webseite veröffentlicht ist. Die Kapitalmarktteilnehmer stehen in engem Kontakt zu unserem Investor-Relations-Team. In Telefonkonferenzen zur jeweiligen Quartalsberichterstattung informieren wir Investoren und Analysten über die aktuelle und zukünftige Geschäftsentwicklung. Regelmäßig sind wir auf Roadshows und Investorenkonferenzen. Einmal im Jahr führen wir eine Analystenveranstaltung durch. Soweit rechtlich erforderlich, veröffentlichen wir Informationen in Form von Ad-hoc-Mitteilungen. Zu diesem Zweck haben wir ein Ad-hoc-Team gebildet, in dem beide Vorstandsmitglieder, die Leiterin Recht & Compliance sowie die Leiterin Investor Relations & Communications vertreten sind und das Sachverhalte auf ihre Ad-hoc-Relevanz prüft. Wir gewährleisten damit den gesetzeskonformen Umgang mit möglichen Insiderinformationen. Mitarbeiter, für die der Zugang zu Insiderinformationen im Rahmen ihrer Aufgaben erforderlich ist, werden in einem Insiderverzeichnis geführt.
Wichtige Präsentationen können im Internet frei eingesehen werden. Dort finden Sie auch sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache sowie den Online-Geschäftsbericht und alle Zwischenberichte. Weitere Informationen finden Sie auf http://www.siltronic.com.
Hauptversammlung
Die jährliche Hauptversammlung dient dazu, sämtliche Aktionäre effizient und umfassend über die Lage des Unternehmens zu unterrichten. Bereits vor der Hauptversammlung erhalten die Aktionäre wichtige Informationen über das abgelaufene Geschäftsjahr im Geschäftsbericht. In der Einladung zur Hauptversammlung werden die Tagesordnungspunkte erläutert und die Teilnahmebedingungen erklärt. Die Einberufung nebst allen gesetzlich erforderlichen Berichten und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts (der unter anderem den Konzernjahresabschluss und den Konzernlagebericht enthält) sowie der Jahresabschluss der Siltronic AG einschließlich Lagebericht sind auch auf der Webseite zugänglich. Im Anschluss an die Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse im Internet. All diese Kommunikationsmaßnahmen tragen zu einem regelmäßigen Informationsaustausch mit unseren Aktionären bei. Siltronic erleichtert ihren Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung. Für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre stehen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung.
Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat ("Directors' Dealings")
Gemäß § 15a WpHG müssen Personen mit Führungsaufgaben, zu denen bei der Siltronic AG die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat gehören, sowie deren Angehörige den Erwerb und den Verkauf von Siltronic-Aktien und anderer darauf bezogener Rechte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Gesellschaft mitteilen, sofern die Wertgrenze von EUR 5.000 innerhalb eines Kalenderjahres überschritten wird.
Im Jahr 2015 gab es eine meldepflichtige Transaktion, bei der ein Aufsichtsratsmitglied Siltronic-Aktien erworben hat. Einzelheiten sind auf der Website der Siltronic AG veröffentlicht.
Die beiden Vorstandsmitglieder haben für ihre Verdienste im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Börsengang der Siltronic AG einen IPO-Bonus erhalten, den sie jeweils zu 50 Prozent in Siltronic-Aktien ausgezahlt bekommen haben. Einzelheiten sind dem Vergütungsbericht auf S 73 zu entnehmen.
Der Gesamtbesitz von Siltronic-Aktien aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder übersteigt nicht 1 Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Angaben über wertpapierorientierte Anreizsysteme
15 Prozent der jährlichen variablen Vergütung für die Vorstandsmitglieder werden in Aktien der Gesellschaft gezahlt. Einzelheiten sind im Vergütungsbericht nachzulesen.
Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken
Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit Risiken ist wichtiger Bestandteil einer guten Corporate Governance. Mit einem systematischen Chancen- und Risikomanagement identifiziert und überwacht Siltronic regelmäßig die wesentlichen Risiken und Chancen. Dadurch sollen Risiken frühzeitig erkannt und durch konsequentes Risikomanagement minimiert werden. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig. Mit dem Rechnungslegungsprozess sowie der Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems beschäftigt sich regelmäßig der Prüfungsausschuss. Das Chancen- und Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten sind im Risiko- und Chancenbericht auf60 nachzulesen.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss 2015 der Siltronic wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss 2015 der Siltronic AG wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Rechnungslegung für das Jahr 2015 wurde von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Gemäß den Regelungen des Corporate Governance Kodex haben wir mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass der Aufsichtsratsvorsitzende unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe während der Prüfung informiert wird. Außerdem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die die Aufgaben des Aufsichtsrats betreffen. Sollte der Abschlussprüfer bei der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ergeben, wird er den Aufsichtsrat darüber informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken.
D&O-Versicherung
Siltronic hat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen, in der die Tätigkeit der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats miteinbezogen ist (D&O-Versicherung). Diese Versicherung sieht den gesetzlichen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands vor. Aus den in unserer Entsprechenserklärung erläuterten Gründen ist ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vorgesehen.
Interessenkonflikte
Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind allein dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Bei ihren Entscheidungen dürfen sie keine persönlichen Interessen verfolgen oder Geschäftschancen nutzen, die dem Unternehmen zustehen. Die Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sehen vor, dass etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen sind. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten hat das entsprechende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und einem Vorstand oder seinen Angehörigen andererseits haben den Standards zu entsprechen, wie sie bei Geschäften mit fremden Dritten maßgeblich wären. Solche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats, falls der Wert des Geschäfts im Einzelfall einen Betrag von EUR 5.000 übersteigt. Im Berichtsjahr traten weder im Vorstand noch im Aufsichtsrat Interessenkonflikte auf.
Konzernlagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Führender internationaler Anbieter von Wafern aus Reinstsilizium
Wir sind ein global aufgestellter Markt- und Technologieführer von Wafern aus Reinstsilizium für die Halbleiterindustrie und fertigen an vier Produktionsstandorten in Deutschland, den USA und Asien Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm. Wir zählen die 20 führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie zu unseren Kunden und unterhalten mit allen unseren wichtigen Kunden über viele Jahre gewachsene Geschäftsbeziehungen.
Siltronic steht im Markt für jahrelange Expertise, kundenspezifische Lösungen sowie eine globale Verfügbarkeit von Produkten bei verlässlicher Qualität und Liefertreue. Unsere weltweite Präsenz ermöglicht es uns, in weniger als 24 Stunden auf Kundenanfragen zu reagieren. Diese Kombination ist die Basis für die hohe Kundenzufriedenheit und bildet das Fundament für unseren nachhaltigen Geschäftserfolg. Unser Ziel ist es, hochqualitative Wafer mit den Spezifikationen zu liefern, die die Anforderungen unserer Kunden erfüllen oder sogar übertreffen.
Siliziumwafer sind die Grundlage moderner Mikro- und Nanotechnologie und damit ein wesentlicher Bestandteil in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs, beispielsweise in Computern, Smartphones, Flachbildschirmen oder Navigationssystemen.
Unser Anspruch ist es, eine treibende Kraft bei Innovationen bei Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie zu sein.
Rechtliche Konzernstruktur
Seit 1996 hat Siltronic die Rechtsform einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht - damals noch unter der Firmierung Wacker Siltronic Gesellschaft für Halbleitermaterialien AG. Seit 2004 firmiert die Gesellschaft unter Siltronic AG und hat ihren Sitz in München. Die AG ist seit 1. Januar 2016 direkt oder indirekt an fünf Gesellschaften beteiligt (2015: sechs Gesellschaften). Die Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur, wurde am 1. Januar 2016 auf die ebenfalls in Singapur ansässige Siltronic Singapore Pte. Ltd. verschmolzen.
Im Juli 2006 hat Siltronic über ihr hundertprozentiges Tochterunternehmen Siltronic Holding International B.V., Niederlande, mit Samsung ein 50 / 50-Joint-Venture in Singapur, die Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. (SSW), gegründet. Am 24. Januar 2014 haben wir die Mehrheit an der SSW übernommen und halten jetzt 78 Prozent. Seither sind im Konzernabschluss alle Gesellschaften, an denen die Siltronic AG direkt oder indirekt beteiligt ist, voll konsolidiert.
Leitung und Kontrolle
Wie im deutschen Aktiengesetz (AktG) vorgeschrieben, besitzt die Siltronic AG ein duales Führungssystem, das aus Vorstand und Aufsichtsrat besteht. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern; seine Zusammensetzung hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht verändert. Der Aufsichtsrat setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Im Aufsichtsrat gab es personelle Veränderungen. Informationen zu Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Aufgabenverteilung untereinander können dem Corporate Governance Bericht auf S 30 entnommen werden.
Ressortverteilung im Vorstand
Dr. Christoph von Plotho
| ― | Vorsitzender |
| ― | Marketing & Vertrieb |
| ― | Technologie |
| ― | Applikationstechnologie |
| ― | Produktion |
| ― | Supply Chain Management |
| ― | Qualitätsmanagement & Nachhaltigkeit |
| ― | Engineering |
| ― | Recht & Compliance |
| ― | Investor Relations & Communications |
| ― | Standortmanagement Burghausen & Freiberg |
| ― | Siltronic Singapur |
Rainer Irle
| ― | Finanzvorstand |
| ― | Arbeitsdirektor |
| ― | Finanzen & Steuern |
| ― | Controlling |
| ― | Risikomanagement & Audit |
| ― | IT |
| ― | Einkauf |
| ― | Personal |
| ― | Siltronic USA |
Aktive strategische Managementholding, dezentrale Struktur und Nähe zum Kunden vor Ort
Die Muttergesellschaft der Siltronic Gruppe, die Siltronic AG, fungiert als gesellschaftsrechtliche und operative Holding der Gruppe. Als konzernführende Gesellschaft bestimmt die Siltronic AG die Unternehmensstrategie und die übergeordnete strategische Steuerung sowie die Kommunikation mit wichtigen Zielgruppen des Unternehmens, insbesondere dem Kapitalmarkt und den Aktionären. Die operativen Tochtergesellschaften werden unternehmerisch durch ein eigenes Management geführt. Der Vorstand der Siltronic AG ist auch in den Boards der Tochtergesellschaften vertreten. Ein erweiterter Führungskreis des Konzernmanagements der Siltronic AG wird an vereinbarten Zielvorgaben gemessen. Spezifische Ziele werden auf konzernweiter, regionaler und operativer Ebene definiert und kontinuierlich überprüft.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vergütung des Vorstands enthält fixe und variable Elemente. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht auf S 73 bis 78 des Konzernlageberichts nachzulesen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht auf S 30 bis 37 enthalten. Darin enthalten sind die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
Die Entsprechenserklärung ist der Öffentlichkeit unter http:// www.siltronic.com/int/de/investor_relations/corporate_governance/declaration/declaration.jsp dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Wichtige Produkte, Geschäftsprozesse und Absatzmärkte
Wir schaffen Mehrwert mit unserer Erfahrung, technologischen Kompetenz und Innovationskraft
Silizium ist die Basis für fast alle Halbleiterbauelemente und bildet damit im Wesentlichen die Grundlage für die gesamte weltweite Elektronikindustrie. Die Wafer werden für immer kleinere Strukturen, sogenannte Design Rules, verwendet, die heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Dies ermöglicht die Produktion immer leistungsfähigerer und energieeffizienterer Generationen von Computerchips. Unsere Siliziumwafer mit Durchmessern von bis zu 300 mm unterstützen diese Entwicklung und bilden die Grundlage für hochkomplexe Halbleiterbauelemente wie Hochspannungsanwendungen, niedrigohmige Schaltkreise für den Automobilbau und die Telekommunikation sowie hoch integrierte Mikroprozessoren und Speicherbauelemente für die Informationsverarbeitung.
Als strategischer Entwicklungspartner für unsere industriellen Kunden liefern wir maßgeschneiderte Lösungen, die ihren Anwendungserfordernissen entsprechen. Dabei bauen wir auf unsere technische Expertise und das profunde Verständnis der Kundenanforderungen. Mit unseren vier Produktionsstandorten sowie neun Vertriebsstandorten in Europa, den USA und im asiatischen Raum bedienen wir Kunden in 40 Ländern. 2015 waren unsere fünf größten Kunden, in alphabetischer Reihenfolge, Infineon Technologies, Intel Corporation, Micron Technology, Samsung Electronics und Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC). Mit unserem lokalen Vertriebsansatz bieten wir einen qualitativ hochwertigen Kundenservice.
Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden helfen wir ihnen, ihre Produkte und Lösungen kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln. Wir fertigen polierte und epitaxierte Wafer kundenspezifisch gemäß den aktuellsten Design Rules.
Wettbewerbssituation
Der Markt für Siliziumwafer für die Halbleiterindustrie ist von einem hohen globalen Wettbewerbsdruck gekennzeichnet. Unsere Hauptwettbewerber sind die beiden japanischen Hersteller Shin-Etsu Handotai und SUMCO Corporation sowie SunEdison Semiconductor aus den USA und LG Siltron, Korea. Siltronic ist laut Marktstudien der drittgrößte Hersteller von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie und gleichzeitig der größte Hersteller außerhalb Japans. Unser Marktanteil beträgt ca. 15 Prozent.
Der Markt ist durch eine hohe Konzentration der Wafer-Anbieter gekennzeichnet. Die fünf größten Hersteller bedienen zusammen ca. 90 Prozent der weltweiten Nachfrage. Die Kunden arbeiten bei der Entwicklung neuer Wafer immer enger mit den Herstellern zusammen. Aufgrund unseres exzellenten Kundenzugangs erwarten wir, hiervon in Zukunft noch mehr profitieren zu können.
Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren
Wir verkaufen unsere Wafer weltweit an Kunden in der Halbleiterindustrie. Somit unterliegen wir den für diese Industrie typischen konjunkturellen Schwankungen. Diese können allerdings von ihrem Eintrittszeitpunkt und auch vom Grad der Ausprägung sehr unterschiedlich sein. Anhand ausgewählter Frühindikatoren, zu denen unter anderem Rohstoffpreise, das Bestellverhalten der Kunden, unsere Kapazitätsauslastung sowie die erwartete Entwicklung von Produktions- und Absatzzahlen der Halbleiterindustrie gehören, berücksichtigen wir die voraussichtliche Entwicklung frühzeitig in der Geschäftsplanung.
Wechselkursschwankungen aufgrund von Handelsbeziehungen zwischen Währungsräumen haben einen operativen Einfluss auf unseren Umsatz und das Ergebnis, da wir rund zwei Drittel unseres Umsatzes in US-Dollar erzielen, der größte Teil der Kosten jedoch in Euro anfällt. Wir versuchen, den Einfluss von Fremdwährungseffekten durch eine Verlagerung der Wertschöpfung nach Asien und eine aktive Hedging-Politik abzuschwächen.
Auf der Kostenseite hat die Entwicklung von Löhnen und Gehältern Einfluss auf Siltronic, ebenso wie die Veränderung von Materialkosten. Unser zentrales Rohmaterial ist Polysilizium, das wir hauptsächlich von der Wacker Chemie AG beziehen. Hier bestehen langfristige Lieferverträge. In unseren Fertigungsprozessen nutzen wir eine Vielzahl von Hilfsstoffen, zum Beispiel Poliermittel, Sägedraht etc. Soweit möglich versuchen wir, unsere Materialien über mehrere Lieferanten zu beziehen.
Unsere Profitabilität erhöhen wir zudem durch interne Maßnahmen wie Prozessoptimierung in allen funktionalen Bereichen. Bereits 2010 haben wir mit der "Kosten-Roadmap" ein kontinuierliches Kostensenkungsprogramm ins Leben gerufen, um aktiv Verbesserungspotenziale zu identifizieren und umzusetzen. Im Rahmen dieses Programms erfassen wir systematisch Projekte zur Effizienzsteigerung. Dazu zählt zum Beispiel, dass wir die variablen Kosten eines 300-mm-Wafers um rund 10 Prozent pro Jahr senken und unsere Produktionskapazität jährlich um ca. 2 Prozent erhöhen wollen, ohne Neuinvestitionen tätigen zu müssen.
In regelmäßigen Steering Committee-Sitzungen werden neue Ideen priorisiert und deren Implementierung überwacht.
Da wir weltweit tätig sind, kommen unterschiedliche rechtliche und steuerliche Regelungen zum Tragen, die wir in unserem Geschäftsablauf berücksichtigen müssen. Unter anderem zählen hierzu Produkthaftungsgesetze und beschäftigungsrechtliche Auflagen sowie das Außenhandels- und Patentrecht.
Soweit sich aus den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen Risiken für unser Geschäft ergeben, werden diese im Risikobericht auf S 60 bis 70 dargestellt.
Unternehmensstrategie und Unternehmenssteuerung
Unser strategisches Ziel ist der nachhaltige Ausbau unserer Geschäftstätigkeit, um unsere Position als einer der führenden Hersteller für Halbleiterwafer weiter zu festigen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unsere Technologieführerschaft ausbauen, unsere Qualitätsführerschaft beibehalten und unser Programm für operative Exzellenz und Kostensenkung fortsetzen. Ebenso stehen eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows im Fokus. Gegenüber dem Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen unserer Ziele und Strategien.
Megatrends begünstigen nachhaltig den verstärkten Einsatz unserer hochwertigen Reinstsiliziumwafer
Die Kundenanforderungen in der Halbleiterindustrie verändern sich fortlaufend. Getrieben wird dies vor allem durch globale Megatrends wie Mobilität, Konnektivität, Miniaturisierung und Kosteneffizienz. Dabei steht zum Beispiel Internet der Dinge (kurz: IoT) für den Trend, dass immer mehr "smarte" Geräte auf den Markt kommen, Gegenstände des Alltags werden mit Prozessoren, Sensoren und Netzwerktechnik ausgestattet - vom App-gesteuerten Wearable bis zur komplett smarten Fabrik. Die stetigen Verbesserungen der Funktionalität und Energieeffizienz, etwa von Smartphones, Fahrerassistenzsystemen im Automobilbereich oder industrieller Automatisierungstechnik, basieren auf der laufenden Weiterentwicklung der dafür erforderlichen Bauteile durch die Halbleiterhersteller. Typischerweise sind diese
Entwicklungen verbunden mit erhöhten Anforderungen an die Rohmaterialien. So sind zum Beispiel kleinere Strukturbreiten für Bauteile nur möglich, wenn die Siliziumwafer entsprechend gleichförmig sind.
Daher gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach hoch entwickelten Wafern weiter wachsen wird. Wir wollen diese Wachstumsmöglichkeiten ergreifen, indem wir uns auf innovative, wertschöpfende Lösungen fokussieren und so unsere Kunden bei neuen Anforderungen aktiv unterstützen.
Synergien durch Best-in-Class-Produktionsprozesse
Wir haben langjährige Erfahrung in der Herstellung von 300 mm-Wafern und haben an unseren deutschen Standorten in Freiberg (Sachsen) und Burghausen sowie in Singapur moderne Produktionsanlagen errichtet, die für die Massenproduktion dieser Wafer ausgelegt sind. Unsere Produktionsanlagen in Singapur für 200 mm- und 300 mm-Wafer gehören jeweils zu den modernsten und größten weltweit. Über standardisierte Prozesse und eine größtenteils einheitliche Maschinenausrüstung stellen wir einen Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten sicher. Wir können damit Prozessverbesserungen einfach und schnell weltweit implementieren und vereinfachen das Qualifizieren durch unsere Kunden und ggf. die Umschichtung der Produktion zwischen den Produktionswerken.
Unsere Erfolgsparameter sind globale Präsenz und Innovationskraft
Wir wollen unseren Kunden Lösungen für heutige Anwendungen und die Anwendungen von morgen mit einer höheren Produktleistungsfähigkeit oder -qualität anbieten.
Wir adressieren produktseitig anspruchsvolle Märkte. Anwendungsbereiche für Siliziumwafer sind zum Beispiel Computer, Tablets, Smartphones, SSD-Festplatten, Assistenz- und Steuerungssysteme in der Automobilindustrie oder sogenannte Wearables. Wir stellen unseren Kunden weltweit maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung. Dazu nutzen wir unter anderem das Zonenziehverfahren (die sogenannte FZ-Technologie), für Wafer mit einem Durchmesser von bis zu 200 mm (siehe Kapitel Produktion auf S 56). Wir stärken kontinuierlich unsere Innovationskraft und setzen auf Forschung und Entwicklung (F&E). Wir planen, jährlich ca. 7 Prozent vom Umsatz in F&E-Aktivitäten zu investieren.
Unsere Produktionsprozesse und Kostenstrukturen optimieren wir fortlaufend
In den Jahren 2009 bis 2014 kam es bei der Herstellung von Siliziumwafern zu Überkapazitäten, die zu einem hohen Preisdruck in der Industrie geführt haben. Unsere strategischen Ziele sind die Verbesserung der Profitabilität und die Stärkung des Cashflows. Diese unterstützen und steuern wir durch umfangreiche Maßnahmen. Dazu zählen Kostendisziplin und die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen in allen Funktionen und Regionen. So haben wir mit unserer Kosten-Roadmap unsere Kosten 2013 gegenüber 2012 um EUR 80 Mio., 2014 gegenüber 2013 um EUR 55 Mio. und 2015 gegenüber 2014 um EUR 45 Mio. gesenkt. Dadurch hat sich unser negatives Betriebsergebnis vermindert und unser bereinigtes* EBITDA war in den letzten drei Jahren trotz Preisdruck nahezu stabil. Auf Basis der identifizierten und eingeleiteten Verbesserungsvorhaben werden wir aus diesem Programm auch künftig gezielt Kostenvorteile realisieren.
Kontinuierliche Überwachung ausgewählter finanzieller und nicht finanzieller Steuerungsgrößen
Die Konzernleitung orientiert sich bei der Führung von Siltronic im Wesentlichen an finanziellen Steuerungsgrößen.
Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen sind dabei die EBITDA-Marge, der Free-Cashflow sowie der ROCE (Return on Capital Employed).
Eine hohe Profitabilität ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen für die Konzernleitung. Als Wertgröße dient hierzu das EBITDA, bei dem wir uns mit den Wettbewerbern vergleichen. Das EBITDA ist definiert als das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einschließlich Wertminderungen und gegebenenfalls Zuschreibungen. Aus diesem Vergleich, der historischen Entwicklung und der Planung berechnen wir eine Ziel-EBITDA-Marge.
Eine weitere zentrale Zielgröße ist der Free-Cashflow. Mit der Fokussierung auf diesen Wert stellen wir sicher, dass auch in Zukunft die finanzielle Solidität der Siltronic erhalten bleibt. Der Free-Cashflow zeigt, ob die notwendigen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus der eigenen operativen Tätigkeit (dem Cashflow auf der betrieblichen Geschäftstätigkeit) finanziert werden können. Unser Ziel ist es, jedes Jahr einen positiven Wert zu erreichen. Die wesentlichen Einflussgrößen sind neben der Profitabilität ein wirksames Management des Nettoumlaufvermögens sowie die Höhe der Investitionen. Das Nettoumlaufvermögen ist definiert als die Summe aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der ROCE ist definiert als das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dividiert durch das eingesetzte Kapital. Das eingesetzte Kapital ergibt sich aus dem Anlagevermögen und dem Nettoumlaufvermögen, und zwar als Mittelwert von Beginn und Ende einer Berichtsperiode.
Alle finanziellen Steuerungsgrößen werden im Konzern und mit Ausnahme des ROCE in den Konzerngesellschaften geplant sowie fortlaufend überwacht. Wir messen Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlich erreichten Zielen monatlich auf Konzernebene und in allen lokalen Gesellschaften. Schlüsselgrößen werden monatlich und quartalsweise analysiert. Ebenso überprüfen wir regelmäßig auf Basis der vorliegenden Monats- und Quartalsergebnisse die detaillierte Geschäftsplanung und prognostizieren die spezifische Geschäftsentwicklung.
Die vorgenannten wichtigsten Steuerungsgrößen werden durch weitere finanzielle Steuerungsgrößen ergänzt. Hierzu zählen insbesondere die Umsatzerlöse, die Investitionen und das Nettofinanzvermögen.
Nicht finanziellen Leistungsgrößen beziehen sich vor allem auf die Bereiche Mitarbeiter, Forschung und Entwicklung, Produktion und Corporate Social Responsibility, wo wir Größen wie Produktivität, Ausbeuten und Unfallhäufigkeit erheben. Wir setzen keinen dieser Indikatoren durchgängig zur Steuerung des Unternehmens ein.
* Der Begriff "bereinigt" stellt die Siltronic so dar, als ob die SSW vor dem 1. Januar 2012 voll konsolidiert worden wäre und darüber hinaus im Jahr 2012 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 16,4 Mio. nicht angefallen wären. Diese Anpassungen wurden nicht in Übereinstimmung mit den IFRS vorgenommen.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenentwicklung
Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) war die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Aktivitäten im Jahr 2015 eher schwach mit einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,1 (2014: 3,4 Prozent).
In dem seit längerer Zeit schwächelnden Euroraum standen die Zeichen wieder auf Wachstum, wenngleich nur auf äußerst moderatem Niveau. Der günstige Ölpreis, die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Abwertung des Euros gegenüber anderen Währungen wie dem US-Dollar begünstigten die Entwicklung. Die Industrieländer in der Eurozone legten sowohl im 4. Quartal wie auch im Gesamtjahr 2015 um rund 1,5 Prozent zu (2014: 0,9 Prozent).
Die deutsche Wirtschaft folgte 2015 weiter einem moderaten Aufwärtstrend. Das Statistische Bundesamt beziffert das Wachstum mit 1,7 Prozent für das Gesamtjahr (2014: 1,6 Prozent).
Die USA wuchsen 2015 um 2,5 Prozent und 2,1 Prozent im 4. Quartal. Japan konnte dagegen nur um 0,6 Prozent im Jahr 2015 wachsen, wobei das Wachstum im 4. Quartal mit 1,5 Prozent deutlich zulegen konnte. In China wuchs das Bruttoinlandsprodukt 2015 um 6,9 Prozent, im 4. Quartal um 6,8 Prozent.
Die Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie war 2015 gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen. Nach Daten des Industrieverbands SEMI hat die verkaufte Fläche gegenüber 2014 um 3,3 Prozent zugenommen. In den ersten beiden Quartalen wurden dabei jeweils neue Rekordmengen verbucht. Im weiteren Jahresverlauf zeigten sich jedoch die Auswirkungen der schwächeren Halbleiterabsätze, die mit Bestandskorrekturen bei den Halbleiterherstellern einhergingen. Die Siliziumnachfrage im zweiten Halbjahr lag deshalb etwas unter dem Vorjahresniveau. Laut IHS Technology wurde für das Gesamtjahr 2015 ein Rückgang des US-Dollar-Umsatzes von 1,3 Prozent verzeichnet.
Quellen:
IMF World Economic Outlook Update, 19. Januar 2016
SEMI Pressemitteilungen (http://www.semi.org/en/silicon-manufacturers-group-information) IHS Technology, Semiconductor Silicon Demand Forecast Tool, Q1 2016 (21. Januar 2016)
Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf
Börsengang der Siltronic AG im Juni 2015
Siltronic ist am 11. Juni 2015 erfolgreich an die Börse gegangen. Der Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von brutto EUR 150 Mio. wurde fast vollständig zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Konzernmutter, Wacker Chemie AG, verwendet. Die Finanzierungsstruktur der Siltronic konnte damit wesentlich verbessert werden. Die Kosten des Börsengangs haben das Ergebnis nicht belastet, da sie im Eigenkapital abgebildet wurden. Die Kapitalerhöhung zur Refinanzierung der Finanzverbindlichkeiten hat sich aufgrund des allgemein niedrigen Zinsniveaus nur geringfügig im Zinsaufwand ab dem 3. Quartal 2015 ausgewirkt. Seit 1. Januar 2015 ist die Siltronic AG nicht mehr Teil der steuerlichen Organschaft der Wacker Chemie AG, da der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2014 aufgehoben wurde.
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf war bis zum 3. Quartal 2015 sehr erfolgreich. Während die erste Jahreshälfte bei Siltronic in der Regel noch von einem Aufwärtstrend geprägt ist, der sich bis in das 3. Quartal eines Geschäftsjahres hineinzieht, ist das vierte Quartal normalerweise durch einen etwas ruhigeren Geschäftsverlauf geprägt. Entgegen der Prognose im 2. Quartal 2015 ist 2015 eine Stagnation des Aufwärtstrends jedoch schon ab dem 3. Quartal eingetreten. Daher hatten wir im Zwischenbericht zum 3. Quartal bereits die Aussage getroffen, dass der Wafer-Absatz 2015 im 4. Quartal nochmals um etwa 10 Prozent gegenüber dem schon leicht abgeschwächten 3. Quartal zurückgehen dürfte. Für das Geschäftsjahr 2015 haben wir im 2. Quartal ein starkes Umsatzwachstum prognostiziert, was im 3. Quartal mit einem währungsbedingten Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich präzisiert wurde. Für das Gesamtjahr hatten wir eine leicht niedrigere EBITDA-Marge im Vergleich zu den ersten drei Quartalen (14,1 Prozent) erwartet.
Mit einem Umsatz von EUR 931,3 Mio. und einer Umsatzsteigerung von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr schließen wir das Geschäftsjahr 2015 erfolgreich ab. Damit haben wir das im Juli und Oktober prognostizierte Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich leicht übertroffen und lagen im Rahmen des im Juli prognostizierten starken Umsatzwachstums.
Die operative EBITDA-Marge lag bei 13,3 Prozent und damit erwartungsgemäß leicht unter den ersten drei Quartalen 2015 und ebenfalls unter der EBITDA-Marge des ersten Halbjahres mit 15 Prozent.
Zum einen haben die Schwankungen beim US-Dollar zu etwas höheren Hedging-Aufwendungen geführt als zu Jahresbeginn erwartet und zum anderen war die Nachfrage im zweiten Halbjahr 2015 schwach ausgeprägt und konnte durch Kosteneinsparungen nicht mehr aufgefangen werden.
Trotz der Abweichung beim EBITDA, die sich auch im EBIT niederschlägt, wurde die Prognose vom Oktober 2015 für den ROCE leicht übertroffen. Dieser lag im Berichtsjahr bei 0,4 Prozent und damit im Rahmen unserer Prognose vom Juli 2015, die sich damit bestätigt hat.
Der Free-Cashflow lag mit EUR 37,4 Mio. im Rahmen der Erwartungen.
2015 haben wir mit Investitionen in unsere Leistungsfähigkeit ("capabilities") unsere Technologieführerschaft weiter gestärkt. Geplant waren insgesamt Investitionen von rund EUR 80 Mio. Im Geschäftsjahr 2015 lagen wir bei EUR 75,0 Mio. und damit leicht unter dem Planwert.
Vergleich tatsächlicher mit prognostiziertem Geschäftsverlauf
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| Ergebnis 2014 | Prognose QB* 2 2015 (Stand Juli 2015) | Prognose QB* 3 2015 (Stand Oktober 2015) | Ergebnis 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz in EUR Mio. | 846 | k.A. | k.A. | 931,3 |
| Umsatzwachstum in % | starkes Umsatzwachstum (IST 1. Halbjahr +19 %; 2. Halbjahr über Vorjahresniveau, aber deutlich geringer als im 1. Halbjahr) | hoher einstelliger Prozentbereich | 10,1 | |
| EBITDA-Marge in % | leicht unter Marge des 1. Halbjahres (IST 1. Halbjahr 15%) | leicht niedriger als in den ersten 3 Quartalen (14,1%) | 13,3 | |
| ROCE in % | ähnliches Niveau im 2. Halbjahr wie im 1. Halbjahr (IST 1. Halbjahr positiv) | leicht negativer ROCE | 0,4 | |
| Free-Cashflow in EUR Mio. | positiv (IST 1. Halbjahr EUR 47 Mio.; 2. Halbjahr ausgeglichen oder leicht positiv) | nahe am Wert der ersten 3 Quartale (EUR 48 Mio.) | 37,4 |
* QB = Quartalsbericht
Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage
Das Geschäftsjahr 2015 entsprach nicht ganz den Erwartungen des Vorstands. Die positiven Tendenzen zu Beginn des Jahres haben sich leider nicht bis zum Jahresende fortgesetzt. Trotz der konjunkturellen Abkühlung im Bereich der Halbleiterindustrie haben wir die Anfang 2015 selbst gesteckten Ziele zum großen Teil halten können.
Der Umsatz zum Geschäftsjahresende 2015 lag mit EUR 931,3 Mio. im Rahmen unserer Prognose. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage konnten wir unser Betriebsergebnis steigern und die EBITDA-Marge lag mit 13,3 Prozent ebenfalls im Rahmen unserer Prognose vom 3. Quartal 2015.
Unsere Investitionen lagen leicht unter dem Planwert. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich weiter planmäßig verringert. Damit lagen die Personalkosten im Plan. Die F&E-Ausgaben lagen in dem von uns geplanten Rahmen.
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. Dezember 2014 wegen des gesunkenen Anlagevermögens etwas niedriger ausgefallen. Wir haben die Eigenkapitalquote aufgrund des Börsengangs auf 47,8 Prozent erhöht.
Unter Berücksichtigung der konjunkturellen Lage, vor allem im 3. und 4. Quartal 2015, ist der Vorstand insgesamt zufrieden mit dem Geschäftsverlauf 2015. Die Entwicklung neuer Produkte gemeinsam mit unseren Kunden hat dazu beigetragen, unsere technologische Marktführerschaft zu untermauern.
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der Siltronic als stabil. Diese Einschätzung beruht auf den Ergebnissen des Konzernabschlusses und des Einzelabschlusses 2015 und berücksichtigt den Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts 2015. Die Geschäftsentwicklung zu Beginn des Jahres 2016 entspricht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Geschäftsberichts den Erwartungen des Vorstands.
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Deutliches Umsatzwachstum getrieben durch Währungseffekte
Wir haben das Geschäftsjahr 2015 mit einem Konzernumsatz von EUR 931,3 Mio. und somit einer Steigerung von 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (EUR 846,0 Mio.) erfolgreich abgeschlossen. Diese deutliche Steigerung ist hauptsächlich auf Währungseffekte zurückzuführen. Der durchschnittliche Verkaufserlös (Average Selling Price bzw. "ASP") ist, gemessen in US-Dollar, leicht gesunken. In Euro umgerechnet ist der Verkaufserlös jedoch gestiegen. Der Umsatz ist ebenfalls durch einen höheren Absatz bzw. eine höhere Waferfläche gestiegen.
Während ca. zwei Drittel unserer Kosten in Euro anfallen, erzielen wir den Großteil unseres Umsatzes in US-Dollar und Japanischen Yen. Somit wirkt sich eine Schwäche des Euros gegenüber dem US-Dollar positiv auf den Umsatz aus. Der Durchschnittskurs des Euros zum US-Dollar lag 2015 bei 1,11 und damit wesentlich unter dem Vorjahreswert von 1,33. Damit notierte der Euro rund 17 Prozent niedriger.
Darüber hinaus fällt der Umsatz im Berichtsjahr höher aus, da die SSW im gesamten Jahr konsolidiert war, während sie 2014 nur für gut elf Monate in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde. Die Erstkonsolidierung erfolgte aufgrund der Mehrheitsübernahme an dem 50 / 50-Joint-Venture mit Samsung zum 24. Januar 2014. Wäre SSW für das Gesamtjahr 2014 konsolidiert worden, wären die Umsatzerlöse um EUR 7,4 Mio. höher ausgefallen und die Umsatzsteigerung hätte im Jahresvergleich nicht 10,1 Prozent, sondern 9,1 Prozent betragen.
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass die prozentuale Aufteilung der Umsatzerlöse auf die drei großen Regionen Europa (einschließlich Israel), Asien und USA unverändert zum Vorjahr geblieben ist. Auf die größte Region Asien entfielen wie im Vorjahr 67 Prozent der Umsatzerlöse, gefolgt von Europa mit 19 Prozent (Vorjahr: ebenfalls 19 Prozent). In den USA wurden erneut 14 Prozent umgesetzt.
Der Geschäftsverlauf der Siltronic unterliegt einer gewissen Saisonalität und zeichnet sich üblicherweise durch ein eher schwaches 1. Quartal, ein stärkeres 2. und 3. Quartal und ein wieder schwächeres 4. Quartal aus. 2015 war jedoch das 1. Quartal mit EUR 238,7 Mio. relativ stark, gefolgt von einem sehr guten 2. Quartal mit EUR 246,7 Mio. Dieses hohe Umsatzniveau konnten wir im 3. Quartal mit EUR 230,6 Mio. nicht ganz erreichen. Neben einem Abbau von Lagerbeständen aufseiten unserer Kunden ließ die zunehmende Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung vor allem in China viele Kunden in ihrem Bestellverhalten zurückhaltender werden. Das 4. Quartal 2015 zeigte zudem die übliche saisonale Abschwächung und lag bei EUR 215,3 Mio.
Herstellungskosten auf Vorjahresniveau
Die Herstellungskosten sind trotz Mengensteigerung mit EUR 768,4 Mio. vergleichbar zum Vorjahr (2014: EUR 769,4 Mio.).
Bruttomarge liegt über Vorjahr
Der starke Umsatzanstieg spiegelt sich positiv im Bruttoergebnis und in der Bruttomarge wider. 2015 weisen wir ein Bruttoergebnis von EUR 162,9 Mio. auf (Vorjahr: EUR 76,6 Mio.). Dies ist eine Verbesserung von EUR 86,3 Mio. oder 113 Prozent. Die Bruttomarge ist von 9,1 Prozent 2014 auf 17,5 Prozent 2015 gestiegen.
Der starke Anstieg des Bruttoergebnisses bzw. der Bruttomarge gegenüber 2014 ist zum einen auf die Schwäche des Euros zurückzuführen, da die Herstellungskosten überwiegend in Euro anfallen, und zum anderen auf gesunkene Abschreibungen und eine bessere Auslastung unserer Anlagen zusammen mit den konsequenten Kostensenkungsmaßnahmen.
Die Tatsache, dass die SSW im Vorjahr knapp einen Monat weniger konsolidiert war, hatte hingegen fast keine Auswirkung auf das Bruttoergebnis oder die Bruttomarge.
Kosten für Vertrieb, Forschung & Entwicklung und Verwaltung nur unterproportional gestiegen
Die Summe der Aufwendungen für Vertrieb, Forschung & Entwicklung (F&E) sowie allgemeine Verwaltung ist im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich aufgrund der Aufwertung des Singapur-Dollars und des US-Dollars gegenüber dem Euro gestiegen. Da die SSW 2015 knapp einen Monat länger konsolidiert war als 2014, ist die Summe um etwa EUR 1 Mio. höher ausgefallen als im Vorjahr. Im Verhältnis zum Umsatz sank der prozentuale Anteil der Kosten für Vertrieb, F&E sowie Verwaltung infolge des Umsatzanstiegs auf 12,6 Prozent (Vorjahr: 13,1 Prozent).
Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | 2015 | 2014 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vertriebskosten | 34,9 | 30,5 | 4,4 | 14 |
| F&E-Kosten | 64,4 | 64,3 | 0,1 | 0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 18,5 | 16,0 | 2,5 | 16 |
| Summe der Kosten für Vertrieb, F&E und allgemeine Verwaltung | 117,8 | 110,8 | 7,0 | 6 |
| In Prozent vom Umsatz | 12,6 | 13,1 |
Währungssicherungen dominieren sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
Der Saldo aus betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag 2015 mit EUR - 42,4 Mio. deutlich unter dem Vorjahr (EUR 20,6 Mio.). Er ist besonders stark von Wechselkursgewinnen und Wechselkursverlusten - insbesondere den Maßnahmen zur Währungssicherung - belastet. Die Währungssicherungen betreffen überwiegend den US-Dollar. 2014 hatte zudem die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung an der SSW in Höhe von EUR 21,1 Mio. einen maßgeblichen positiven Einfluss auf die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen.
2015 führten die Wechselkurseffekte per saldo zu einem Aufwand von EUR 45,7 Mio. in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Im Vorjahr ergab sich hingegen ein Ertrag von EUR 7,3 Mio. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen ist somit um EUR 53,0 Mio. durch Wechselkurseffekte belastet. Zum 31. Dezember 2015 sind im Eigenkapital nur noch unrealisierte Verluste aus Sicherungsgeschäften in Höhe von EUR 13,2 Mio. verblieben. 2014 sind Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von EUR 8,9 Mio. angefallen. 2015 fand keine Wertminderung auf Sachanlagen statt.
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | 2015 | 2014 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige betriebliche Erträge | 88,9 | 82,4 | 6,5 | 8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 131,3 | - 61,8 | - 69,5 | 112 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen, netto | - 42,4 | 20,6 | - 63,0 | - 306 |
| davon Erstkonsolidierung SSW | - | 21,1 | - 21,1 | |
| davon Wechselkurseffekte | - 45,7 | 7,3 | - 53,0 | |
| davon Wertminderung auf Sachanlagen | - | -8,9 | 8,9 |
Wegfall der SSW-Bewertung zum anteiligen Eigenkapital (at Equity)
Bis zum 24. Januar 2014 wurde die SSW nach der Equity-Methode bewertet. Mit der Vereinbarung vom 24. Januar 2014 hat Siltronic den Anteil an der SSW von 50 Prozent auf 78 Prozent erhöht und die Gesellschaft ab diesem Zeitpunkt voll konsolidiert. Im Januar 2014 fiel damit letztmalig ein Equity-Verlust in Höhe von EUR 3,5 Mio. für die SSW an.
EBITDA aufgrund Währungssicherungen gesunken
Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf EUR 124,0 Mio. und lag damit EUR 8,1 Mio. unter dem Wert des Vorjahres (EUR 132,1 Mio.).
Unter Berücksichtigung des 2014 enthaltenen positiven Einmaleffekts aufgrund des sukzessiven Unternehmenserwerbs der SSW ist das EBITDA 2015 EUR 6,3 Mio. höher als im Vorjahr ausgefallen. Ohne die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthaltenen negativen Wechselkurseffekte in Höhe von EUR 45,7 Mio. hätte das EBITDA EUR 169,7 Mio. betragen.
Die EBITDA-Marge betrug im Berichtsjahr 13,3 Prozent (Vorjahr: 15,6 Prozent). Ohne die negativen Wechselkurseffekte hätte die EBITDA-Marge 18,2 Prozent erreicht.
Wäre die SSW schon ab dem 1. Januar 2014 konsolidiert worden, hätte das bereinigte EBITDA für das Vorjahr bei EUR 117,7 Mio. gelegen und die bereinigte EBITDA-Marge bei 13,8 Prozent. Die Reduzierung gegenüber der berichteten Zahl ist durch einen positiven Einmaleffekt verursacht, der sich aus dem sukzessiven Unternehmenserwerb der SSW ergab, und durch die um knapp einen Monat längere Einbeziehung in den Konsolidierungskreis.
Das EBIT von EUR 2,7 Mio. war 2015 um EUR 19,8 Mio. oder 116 Prozent höher als im Vorjahr. Das Bruttoergebnis verbesserte sich dagegen um EUR 86,3 Mio. Der Rückgang der Ergebnisverbesserung vom Bruttoergebnis zum EBIT in Höhe von EUR 66,5 Mio. erklärt sich durch Effekte, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten sind. Zum einen haben die dort ausgewiesenen Wechselkurseffekte einen negativen Einfluss von EUR 53,0 Mio. und zum anderen ist der im Vorjahr enthaltene einmalige Ertrag in Höhe von EUR 21,1 Mio. aufgrund der Mehrheitsübernahme der SSW weggefallen.
Entlastend wirkte, dass in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von EUR 8,9 Mio. enthalten waren, während 2015 keine Wertminderungen angefallen sind.
Bereinigt um den Erwerb der SSW hätte das EBIT 2014 EUR - 31,6 Mio. betragen.
Veränderungen beim EBITDA
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| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | 2015 | 2014 | Betrag | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EBIT | 2,7 | - 17,1 | 19,8 | 116 |
| EBIT-Marge in % | 0,3 | - 2,0 | ||
| Abschreibung und Wertminderungen abzgl. Zuschreibungen | 121,3 | 149,2 | - 27,9 | -19 |
| EBITDA | 124,0 | 132,1 | - 8,1 | - 6 |
| EBITDA-Marge in % | 13,3 | 15,6 |
ROCE deutlich gesteigert
Dem ROCE 2015 liegt ein EBIT von EUR 2,7 Mio. zugrunde (Vorjahr: EUR - 17,1 Mio.). Das Capital Employed hat im Vergleich zum Vorjahr von EUR 795,1 Mio. um EUR 49,5 Mio. auf EUR 743,6 Mio. im Geschäftsjahr 2015 abgenommen, vor allem wegen des rückläufigen Anlagevermögens. Dominierend für die Verbesserung des ROCE, das von - 2,1 Prozent auf 0,4 Prozent gestiegen ist, war die Verbesserung des EBIT.
Finanzergebnis geprägt durch Aufzinsung von Pensionen
Wir haben 2015 ein Finanzergebnis von EUR -12,2 Mio. erreicht (Vorjahr: EUR -7,7 Mio.). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Wert stark durch den Aufwand für die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen geprägt ist, der im übrigen Finanzergebnis enthalten ist. Dieser betrug 2015 EUR 8,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,5 Mio.).
Aufgrund des außerordentlich niedrigen Zinsniveaus konnten wir 2015 trotz eines hohen durchschnittlichen Nettofinanz-vermögens kaum Zinserträge realisieren.
Steuern
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Ertragsteuern EUR 10,6 Mio. Der Aufwand für Ertragsteuern resultiert aus effektiven Steuern in den USA bei der Siltronic Corp. und in Singapur bei der Siltronic Singapore Pte. Ltd. Im Berichtszeitraum wurde kein nennenswerter Ertrag aus aktiven latenten Steuern generiert.
Mit Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrags gehört die Siltronic AG seit 1. Januar 2015 nicht mehr dem steuerlichen Organkreis der Wacker Chemie AG an.
Periodenergebnis verbessert
Unser Periodenergebnis haben wir von EUR - 27,0 Mio. 2014 um 26 Prozent auf EUR -20,1 Mio. 2015 verbessert.
Ergebnis je Aktie auf EUR - 0,50 verbessert
Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR - 0,50 und damit 22 Prozent über dem Ergebnis je Aktie von EUR - 0,64 im Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der Siltronic AG hat sich leicht von EUR 1.070,5 Mio. zum Vorjahresstichtag auf EUR 1.040,8 Mio. zum 31. Dezember 2015 verkürzt.
Langfristige Vermögenswerte gesunken
Die langfristigen Vermögenswerte lagen zum Jahresende 2015 bei EUR 579,1 Mio. und damit bei rund 56 Prozent der Bilanzsumme. Sie haben sich im Vergleich zum Jahresende 2014 mit EUR 609 Mio. um 5 Prozent verringert.
Dies lag vor allem an einem Rückgang der Sachanlagen aufgrund der planmäßigen Abschreibungen in Höhe von EUR 118,2 Mio. (Vorjahr: EUR 137,6 Mio.). Die Investitionen (Zugänge zu Sachanlagen und langfristigen immateriellen Vermögenswerten) lagen bei EUR 75,0 Mio. (Vorjahr: EUR 40,7 Mio.) und betrafen überwiegend Maschinen und Betriebsausstattung.
Die Investitionen dienen hauptsächlich dazu, die Nachfrage der Kunden nach immer anspruchsvoller werdenden technischen Spezifikationen begleiten zu können. Darüber hinaus wurden Investitionen getätigt, um die Ausbeuten in der Produktion zu erhöhen.
In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ist zum 31. Dezember 2015 insbesondere der Firmenwert enthalten, der im Rahmen des sukzessiven Unternehmenserwerbs der SSW entstanden ist (EUR 20,5 Mio.). Dieser unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Darüber hinaus umfasst der Posten als wesentliche Vermögenswerte den im Rahmen der Mehrheitsübernahme allokierten Kundenstamm mit EUR 6,7 Mio., der linear abgeschrieben wird, sowie latente Steuern in Höhe von EUR 6,2 Mio.
Kurzfristige Vermögenswerte nahezu stabil
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum 31. Dezember 2015 mit EUR 461,7 Mio. auf Niveau des Vorjahres (EUR 461,5 Mio.). Damit beliefen sie sich auf rund 44 Prozent der Bilanzsumme.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten zum 31. Dezember 2015 Festgelder in Höhe von EUR 40,0 Mio., während die Siltronic zum 31. Dezember 2014 keine Festgelder besessen hatte. Aufgrund der Emissionszuflüsse aus dem Börsengang und des positiven Free-Cashflows wurde ein Teil der liquiden Mittel nach Tilgung von Finanzverbindlichkeiten an die Wacker Chemie AG als Festgeld angelegt.
Nettoumlaufvermögen stark gesunken
Das Nettoumlaufvermögen, bestehend aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, ist von EUR 193,7 Mio. auf EUR 171,0 Mio. gesunken. Der Rückgang von EUR 22,7 Mio. ist in Höhe von EUR 10,7 Mio. auf niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen und in Höhe von EUR 16,3 Mio. auf höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Minderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist darauf zurückzuführen, dass Kunden ihre Rechnungen etwas früher gezahlt haben. Dieser Umstand hat die wechselkursbedingte Erhöhung überkompensiert, die sich daraus ergibt, dass der US-Dollar-Wechselkurs Ende 2015 etwa 10 Prozent stärker war als Ende 2014.
Die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steht im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit, die sich am Ende des Jahres erhöht hat und die mit noch nicht fälligen Rechnungen einherging.
Eigenkapital vor allem durch den Börsengang deutlich gestärkt
Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2015 lag bei EUR 497,3 Mio. (Vorjahr: EUR 311,8 Mio.). Damit betrug die Eigenkapitalquote 47,8 Prozent verglichen mit 29,1 Prozent zum 31. Dezember 2014.
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage stiegen im Zuge des Börsengangs um EUR 143,2 Mio. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus einer Kapitalerhöhung von EUR 150,0 Mio., die im Rahmen des Börsengangs vorgenommen wurde, abzüglich der Emissionskosten. Die Kapitalerhöhung ergab sich aus 5.000.000 neuen Aktien, die zu EUR 30,00 ausgegeben wurden. Die mit dem Börsengang direkt zusammenhängenden Emissionskosten von EUR 6,8 Mio. wurden erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Außerdem haben sich höhere Diskontierungszinssätze bei den Pensionsrückstellungen positiv auf das Eigenkapital ausgewirkt, das durch diesen Effekt um EUR 47,4 Mio. zugenommen hat.
Langfristige Schulden gesunken
Die langfristigen Schulden betrugen zum 31. Dezember 2015 EUR 396,0 Mio. und lagen damit bei rund 38 Prozent der Bilanzsumme. Der Rückgang von 10,2 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2014 (EUR 441,2 Mio.) ist vor allem auf einen Rückgang der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 28,7 Mio. zurückzuführen.
Diese sind hauptsächlich aufgrund der Erhöhung des Zinssatzes in Deutschland zurückgegangen. Die Rückstellung wurde mit 2,75 Prozent Ende Dezember 2015 abgezinst. Ende Dezember 2014 betrug die Abzinsung noch 2,3 Prozent. Der Zinseffekt hat die Pensionsrückstellungen um EUR 47,4 Mio. im Vergleich zum 31. Dezember 2014 reduziert.
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen etwa zur Hälfte langfristige personalbezogene Verpflichtungen, zum Beispiel Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum, sowie erhaltene Anzahlungen. Insbesondere die schrittweise Rückführung der erhaltenen Anzahlungen führte zu dem Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 38,6 Mio. handelt es sich um ein Darlehen von Samsung an die SSW.
Kurzfristige Schulden halbiert
Die kurzfristigen Schulden sind zum 31. Dezember 2015 um EUR 170,0 Mio. oder 54 Prozent auf EUR 147,6 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 317,5 Mio.) gesunken und beliefen sich damit auf rund 14 Prozent der Bilanzsumme.
Die Zuflüsse aus dem Börsengang wurden auch zur vollständigen Tilgung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verwendet.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen kurzfristige Personalverbindlichkeiten, vor allem Urlaub, Überstunden und erfolgsabhängige Vergütung, negative Marktwerte von Währungsderivaten und erhaltene Anzahlungen. Die negativen Marktwerte von Währungsderivaten betrugen zum Bilanzstichtag EUR 19,0 Mio. Auf der Aktivseite sind positive Marktwerte in Höhe von EUR 9,9 Mio. ausgewiesen.
Nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte
Das Vertrauen unserer Kunden in die Qualität bestehender Produkte sowie in die Leistungsfähigkeit der Siltronic, bestehende Produkte an die kontinuierlich steigenden technischen Anforderungen der Kunden anzupassen, betrachten wir als wichtigen Einflussfaktor für ein erfolgreiches Geschäft. Um die künftigen technischen Anforderungen der Kunden frühzeitig erkennen und richtig einschätzen zu können, stützen wir uns vor allem auf das eigene weltweite Vertriebsnetz, das gewachsene Kundenbeziehungen unterhält.
Weiterhin sehen wir unser langjährig gewachsenes Wissen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) als Wettbewerbsvorteil.
Free-Cashflow positiv
Das Management der Siltronic nutzt den Free-Cashflow als interne Steuerungsgröße für das operative Geschäft. Dieser Cashflow konnte unsere hohen Erwartungen erfüllen und war 2015 mit EUR 37,4 Mio. deutlich positiv. Somit gelang es uns sowohl im Berichtsjahr wie auch 2014, die Investitionen in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen aus dem Cashflow zu finanzieren, der in der betrieblichen Geschäftstätigkeit generiert wurde.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit im Vorjahr durch erhaltene Anzahlungen beeinflusst
Wir haben 2015 einen Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit von EUR 96,1 Mio. erwirtschaftet verglichen mit EUR 124,7 Mio. 2014. Der Rückgang lag vor allem daran, dass im Vorjahr Anzahlungen in Höhe von EUR 53,2 Mio. zugeflossen sind, während 2015 keine Mittelzuflüsse aus Anzahlungen verbucht wurden.
Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöht
2015 weisen wir einen Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von EUR 98,7 Mio. nach EUR 11,2 Mio. im Vorjahr aus. Maßgeblich für den Anstieg 2015 waren zum einen erhöhte Auszahlungen für Investitionen, um technisch immer anspruchsvollere Spezifikationen unserer Kunden begleiten zu können. Zum anderen haben wir 2015 Festgeld im Volumen von EUR 40,0 Mio. angelegt (die Anlage hat den Cashflow aus Investitionstätigkeit entsprechend erhöht). Diese haben eine Laufzeit bis März 2016. 2014 wurde der Mittelabfluss aus Investitionen durch einen Liquiditätszugang im Rahmen der Erstkonsolidierung der SSW beeinflusst.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit durch Börsengang beeinflusst
2015kam es beim Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zu einem Mittelabfluss von EUR 32,2 Mio., während 2014 ein Mittelzufluss von EUR 58,6 Mio. aufgetreten ist. 2014 war der Cashflow noch durch Finanzierungstätigkeiten im Zusammenhang mit der Wacker Chemie AG beeinflusst. 2015 wurde er maßgeblich durch den Emissionserlös aus dem Börsengang und die gegenläufige Rückzahlung von Darlehen an die Wacker Chemie AG geprägt.
Finanzmanagement
Grundsätze und Ziele
Das Ziel des Finanzmanagements der Siltronic ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet. Die Vermögenswerte waren am 31. Dezember 2015 zu 48 Prozent durch Eigenkapital finanziert und zu 52 Prozent über Fremdkapital.
Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang auch an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Die Steuerung der Finanzierung erfolgt aus Konzernsicht.
Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente
Siltronic setzt außerbilanzielle Finanzierungsquellen nur in vernachlässigbarem Umfang ein (zum Beispiel echtes Factoring).
Nettofinanzvermögen von EUR 155,9 Mio.
Aufgrund des Börsengangs und des 2015 erzielten positiven Free-Cashflows verfügte Siltronic zum 31. Dezember 2015 über ein Nettofinanzvermögen von EUR 155,9 Mio. (31. Dezember 2014: Nettofinanzschulden von EUR 24,5 Mio.).
Bei den Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um langfristige Schulden.
Nettofinanzvermögen
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| EUR Mio. | 31.12.2015 | 31.12.2014 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | - 38,6 | - 211,9 | 173,3 |
| Liquide Mittel | 154,5 | 187,4 | - 32,9 |
| Festgeldanlage | 40,0 | - | 40,0 |
| Nettofinanzvermögen (+) / -schulden (-) | 155,9 | - 24,5 | 180,4 |
Liquiditätsmanagement
Unser Ziel ist es, überschüssige Liquidität der Konzerngesellschaften zu bündeln und unter Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit diese Gelder in der Gruppe optimiert zu allokieren oder extern optimiert anzulegen. Zu diesem Zweck kommt ein Treasury-Management-System zum Einsatz, das zu jedem Zeitpunkt einen Überblick über die Cash-Bestände aller Tochtergesellschaften erlaubt.
Übersicht zur Finanzlage
Im vergangenen Jahr konnten wir unsere Finanzlage aufgrund des Börsengangs und eines anhaltend starken Free-Cashflows weiter verbessern. Wir haben die Eigenkapitalquote auf 47,8 Prozent zum 31. Dezember 2015 erhöht. Unsere aktuelle Finanzierung bietet ein solides Fundament für unsere mittelfristige Wachstumsstrategie.
Begrenzung finanzieller Risiken
Unsere finanziellen Risiken reduzieren wir durch eine Hedging-Strategie. Hierbei kommen Termingeschäfte und Optionen zum Einsatz, um das Währungsrisiko der Siltronic zu begrenzen. Die Kosten für das Hedging werden entsprechend den Regelungen zum Hedge Accounting nach IFRS erfasst.
Wesentliche Bestandteile unserer Politik zur Begrenzung finanzieller Risiken sind die klare Definition von Prozessverantwortung, mehrstufige Zustimmungsprozesse und Risikoüberprüfungen.
Investitionsanalyse
Die Mittel aus dem operativen Cashflow investieren wir hauptsächlich in bestehende Werke, um die Produktion zu automatisieren bzw. zu optimieren und die Ausbeuten zu erhöhen. 2015 haben wir überwiegend in eine neue Ziehhalle in unserem Werk in Freiberg sowie in neue Ziehanlagen in Singapur investiert.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Die Arbeit unserer Mitarbeiter, die täglich ihre Fähigkeiten und ihre Leidenschaft für Siliziumwafer einbringen, bildet die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg.
Zum 31. Dezember 2015 waren 3.894 Mitarbeiter bei Siltronic beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl ist damit im Vergleich zum Vorjahr (4.163 Mitarbeiter) um 269 Beschäftigte oder 6 Prozent gesunken. Zusätzlich waren zum 31. Dezember 2015 weltweit 271 Zeitarbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 338).
Als produzierendes Unternehmen haben wir einen hohen Anteil an direktem Personal. Dieser lag 2015 bei rund 68 Prozent.
In Deutschland waren zum 31. Dezember 2015 64 Prozent der Mitarbeiter beschäftigt. Mit 2.503 Mitarbeitern ist die Zahl in dieser Region um 8 Prozent im Vergleich zu 2014 (2.713) gesunken. Im Rahmen der Konsolidierung der SD-Linie (kleine Wafer-Durchmesser) werden 2014 bis 2019 bis zu 500 Siltronic-Mitarbeiter in die Wacker Chemie AG transferiert. Aufgrund dieser Restrukturierungsmaßnahme sind 2015 bereits 120 Mitarbeiter gewechselt. Weitere Mitarbeiter sind im Rahmen von Altersrente und Altersteilzeit ausgeschieden oder haben freiwillige Abfindungsangebote angenommen.
In der Region USA waren 368 Mitarbeiter oder 10 Prozent der Belegschaft beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang um 4 Prozent gegenüber der Anzahl von 383 Beschäftigten zum 31. Dezember 2014.
In der Region Asien hat sich die Mitarbeiterzahl mit 1.023 Mitarbeitern nach 1.067 Mitarbeitern zum 31. Dezember 2014 ebenfalls verringert und betrug 26 Prozent der Mitarbeiter.
Dezentrale Organisation des Personalmanagements
Unser Personalmanagement ist dezentral organisiert, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Mitarbeiter an den einzelnen Standorten und in den Regionen gerecht zu werden. Damit sind, unter Berücksichtigung der Leitlinien der Personalpolitik, die Personalauswahl sowie die Qualifizierung und Vergütung weitgehend autonom. Allerdings sind generell die strategischen und operativen Unternehmensvorgaben und insbesondere die Compliance-Richtlinien zu beachten.
Vielfalt (Diversity) weiter gestärkt
Ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen ist es, die vorhandene Vielfalt der modernen Gesellschaft für uns zu nutzen. Die Vielfalt der Belegschaft mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet unter anderem Chancen für innovative und kreative Lösungen. Zur Vielfalt gehören unter anderem Geschlecht, Nationalität, ethnische Herkunft, Religion oder Behinderung. Unser langfristiges Ziel ist es, die Vielfalt der Belegschaft in der Siltronic zu verbessern, und zwar auch durch die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Ende 2015 waren drei von 16 Positionen der ersten Führungsebene und eine von 34 Positionen der zweiten Führungsebene mit Frauen besetzt. Wir verweisen auch auf unseren Corporate Governance Bericht auf S 30.
Wir honorieren die Leistung unserer Belegschaft
Unsere Mitarbeiter entwickeln Innovationen, setzen Strategien erfolgreich um und geben dem Unternehmen eine unverwechselbare Identität. Eine gemeinsame Vision und aktiv gelebte Unternehmenswerte stehen für ein Gefühl der Einheit und bieten Orientierung bei unserem täglichen Arbeiten und Handeln.
Mit variablen Entgeltsystemen wollen wir das Interesse unserer Mitarbeiter am Erfolg der Gruppe und ihrer Wertentwicklung fördern. Wir überprüfen die Entlohnung durch regelmäßige Benchmarks. Damit stellen wir sicher, dass wir unseren Mitarbeitern ein marktgerechtes, leistungs- und verantwortungsbezogenes Gehalt bieten.
Zum fixen Grundgehalt mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalten die Mitarbeiter üblicherweise eine variable Vergütung. Diese Leistung kommt tariflichen und außertariflichen Mitarbeitern zugute. Sie setzt sich aus einer Erfolgsbeteiligung und einer Entgeltkomponente zusammen, die an die persönliche Leistung geknüpft ist. An unseren deutschen Standorten bestehen Tarifverträge mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sowie unternehmensbezogene Tarifverträge. In den letzten Jahren kam es zu keinen Streiks oder Arbeitsniederlegungen an unseren Standorten. Die IG BCE und die Arbeitgeber der chemischen Industrie haben sich 2015 auf Tarifverträge mit einer Laufzeit von 17 Monaten geeinigt. Die Tarifentgelte stiegen um 2,8 Prozent. Die Gehälter der außertariflichen Mitarbeiter haben sich im Berichtsjahr um 2,5 Prozent erhöht.
Die betriebliche Altersversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Vergütung. Sie wird an den meisten Standorten im In- und Ausland gewährt. Ausnahmen bestehen dort, wo die gesetzliche Rente ausreichend erscheint oder es keinen angemessenen Rechtsrahmen gibt. In Deutschland bieten wir den Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG.
Geringe Fluktuation zeigt Mitarbeiterzufriedenheit
Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert und engagieren sich überdurchschnittlich stark für das Unternehmen und seinen Erfolg. Bestätigt werden diese Ergebnisse durch die geringe Zahl von freiwilligen Austritten von Mitarbeitern aus dem Unternehmen. Die Quote lag 2015 in Deutschland unter 1 Prozent. Weltweit betrug sie rund 8 Prozent und ist durch eine in Asien nicht unübliche höhere Fluktuation beeinflusst.
Als Instrument der aktiven Mitgestaltung an Veränderungsprozessen haben wir 2015 in Deutschland eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. So werden Mitarbeiter gebeten, ihre Meinung zu ihrer täglichen Arbeit zu äußern und dadurch wichtige Veränderungsprozesse anzustoßen. Die Teilnehmerquote von knapp 60 Prozent zeigt, dass die Belegschaft an der Weiterentwicklung der Siltronic AG interessiert ist. Die Ergebnisse wurden allen Führungskräften und Mitarbeitern mitgeteilt. Gemeinsam arbeiten die Bereiche nun an Verbesserungsmaßnahmen.
Mitarbeiterentwicklung hat hohen Stellenwert
Um die Nachhaltigkeit unseres Erfolgs sicherzustellen, haben wir bereits 2013 den Talent-Management-Prozess ins Leben gerufen. In einem jährlichen Talent-Management-Zyklus werden alle außertariflichen Mitarbeiter und Oberen Führungskräfte nach einheitlichen Kriterien in bereichsinternen und anschließend bereichsübergreifenden Konferenzen besprochen. Im jährlichen Mitarbeitergespräch legen Vorgesetzte und Mitarbeiter dann auf dieser Grundlage Entwicklungsmaßnahmen fest. Wir wollen damit anspruchsvolle Positionen mittel- und langfristig mit internen Kandidaten besetzen.
Die Führungskräfteentwicklung, aber auch die Weiterentwicklung unserer Experten und aller Mitarbeiter besitzt eine hohe Priorität. Mitarbeiter und Vorgesetzte besprechen im Rahmen der Mitarbeitergespräche mindestens einmal jährlich Entwicklungsmaßnahmen. 2015 absolvierten unsere Mitarbeiter in Deutschland auf allen Hierarchieebenen rund 14.000 E-Learning-Schulungen (2014: rund 18.000), rund 1.900 Teilnehmer besuchten Seminare, Weiterbildungen, Kongresse oder erhielten Einzelunterricht (2014: 1.500).
Graduate-Programm zur Nachwuchsförderung im naturwissenschaftlichen Bereich
2015 haben wir zum zweiten Mal ein Graduate-Programm initiiert. Damit wollen wir talentierte Studienabgänger aus naturwissenschaftlichen Fachdisziplinen für uns gewinnen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich für spätere Führungsaufgaben zu qualifizieren. Das Programm umfasst neben dem On-the-Job-Training Seminare zu Managementthemen, Kommunikationskompetenz und Teamarbeit. Die Teilnehmer werden im Laufe des 18-monatigen Programms durch einen Mentor betreut.
Gesundheitsmanagement bietet Mitarbeitern verschiedene Serviceleistungen
Um innovations- und wettbewerbsfähig zu bleiben, haben unsere Mitarbeiter die Möglichkeit, über das Wacker Chemie Gesundheitsmanagement viele Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen. Wir wollen Rücken- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in unserer Belegschaft vermeiden, die psychische Belastbarkeit stärken, ein altersgerechtes Arbeiten ermöglichen und gesundheitlich eingeschränkten Mitarbeitern passende Arbeitsplätze vermitteln.
So bietet der Gesundheitsdienst seit 2012 an allen deutschen Standorten Führungskräften des mittleren Managements ab 45 Jahren Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen an. Neben Organuntersuchungen werden auch Beratungen zur Bewältigung von psychischen Belastungen angeboten.
Bereits seit 2013 nehmen Siltronic-Mitarbeiter an dem Projekt "Fit auf Schicht" in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung Süd teil. In dem speziell auf Schichtarbeiter zugeschnittenen Gesundheitsprogramm erlernen die Teilnehmer Verhaltensweisen, mit denen sie die Belastungen aus Schichtarbeit nachhaltig besser ausgleichen können.
Forschung und Entwicklung
Innovation als Schlüssel zum Erfolg
Wesentliche Treiber der Halbleiterindustrie sind Miniaturisierung, Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Die Leistungsfähigkeit von Halbleiterbauteilen, die dem Moore'schen Gesetz folgen, verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Dies drückt sich zum Beispiel in höherer Rechenleistung und Speicherdichte und geringerem spezifischen Stromverbrauch aus. Zur Erreichung dieser Ziele fordern unsere Kunden gleichzeitig höchste technische Kompetenz und Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung der Siliziumwafer, die das wichtigste Grundmaterial für die Halbleiterindustrie darstellen.
Intensive Entwicklungsaktivitäten sind somit unabdingbar, um unseren Kunden auch künftig einen entsprechenden Mehrwert bieten zu können. Wir beschäftigen weltweit mehr als 400 Ingenieure in den Bereichen Prozesstechnologie und Anlagentechnik, die an allen unseren Standorten angesiedelt sind. Der Standort Burghausen ist dabei der zentrale Entwicklungsstandort von Siltronic. Die Aufgaben umfassen die Aufrechterhaltung der Produktqualität, das Testen und die Bewertung neuer Verfahren und Anlagenmodifikationen, die kontinuierliche Verbesserung und die Linienintegration bis hin zur erfolgreichen Qualifikation der Wafer für die neuesten Technologien unserer Kunden.
Ein Schutzrechtsbestand von etwa 1.700 angemeldeten und aktiven Patenten und Patentanmeldungen in rund 300 Patentfamilien untermauert unsere hohe Innovationskraft und sichert unsere führende Technologieposition im Weltmarkt ab.
Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen 2015 EUR 64,4 Mio. (Vorjahr: EUR 64,3 Mio.). Fördermittel für F&E waren in diesen Jahren nicht nennenswert.
F&E-Kennzahlen
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| 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|
| F&E-Aufwendungen in EUR Mio. | 64,4 | 64,3 | 58,8 | 66,8 |
| F&E-Aufwendungen in % vom Umsatz | 6,9 | 7,6 | 7,9 | 7,8 |
| Erhaltene F&E-Fördermittel in EUR Mio. | 0,6 | 0,8 | 1,6 | 1,6 |
Siltronic Inventor Award
Mit dem Inventor Award zeichnet Siltronic regelmäßig Mitarbeiter aus, die technologische Innovationen hervorgebracht haben. 2015 wurde der Preis in der Kategorie "Wichtigste Erfindung" für ein Projekt zur besseren Defektkontrolle während des Kristallziehens vergeben.
Strategische Zusammenarbeit mit Kunden und Forschungseinrichtungen
Eine Vielzahl unserer Projekte erfordert die enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir arbeiten ebenfalls mit Forschungs- und Hochschuleinrichtungen zusammen.
Strukturbreiten auf Siliziumwafern sind ein Schlüsselparameter für die Leistungssteigerung. Sie sind die Basis dafür, wie viele Transistoren pro Quadratzentimeter auf einem Bauteil untergebracht werden können. Die gängigen Strukturbreiten in der Halbleiterindustrie, die durch "More Moore" getrieben wird, liegen gegenwärtig bei 14 bis 20 Nanometer (nm). In den kommenden Jahren werden sie auf um die 10 nm zurückgehen. Im Rahmen von "More Moore" entwickeln wir derzeit Verfahren zur Produktion von 300 mm-Wafern, die für diese Design Rules genutzt werden. 2016 wird voraussichtlich die Markteinführung starten. Wir gehen jedoch von größeren Volumina und damit einer Massenproduktion erst ab 2017 aus.
Ein "More-than-Moore"-bezogenes Projekt ist die Entwicklung alternativer Materialien zur Anwendung in Mobilgeräten, der Leistungs- und der Optoelektronik. Diese eignen sich für die Leistungsregelung im mittleren Spannungsbereich, zum Beispiel auch für Automobilanwendungen bei hohen Temperaturen, oder im Mobilbereich für Ladegeräte oder für Hochfrequenzanwendungen.
Produktion und Supply Chain Management
Produktion
Unsere Produktionswerke liegen strategisch günstig in der Nähe unserer Kunden und bieten uns einen guten Zugang zu sehr gut ausgebildeten Arbeitskräften.
Wir verarbeiten Silizium-Kristalle, die nach dem Czochralski-Verfahren hergestellt werden, zu polierten Wafern. Eine Teilmenge der Produktion wird mit dem Aufbringen einer sogenannten Epitaxie-Schicht weiter veredelt.
Siltronic stellt ebenfalls Wafer aus Kristallen her, die nach dem Floatzone-Verfahren (Zonenziehverfahren) gezüchtet werden und die insbesondere in der Leistungselektronik Anwendung finden. Diese Wafer haben verschiedene Oberflächeneigenschaften und Durchmesser von bis zu 200 mm.
Wir nutzen standardisierte Prozesse und eine größtenteils einheitliche Maschinenausrüstung, um den Know-how-Transfer zwischen den Produktionsstätten sicherzustellen. Dadurch implementieren wir Prozessverbesserungen einfach und schnell und vereinfachen das Qualifizieren durch unsere Kunden. Darüber hinaus betreiben wir unsere deutschen 300-mm-Waferlinien in Freiberg und Burghausen in einem engen Produktionsverbund als sogenannte "Virtuelle Fab" mit einem gemeinsamen, standortübergreifenden Management.
Wir optimieren unsere Produktionsprozesse und damit unsere Kostenposition fortlaufend. Größere Umwandlungen in den Produktionsabläufen sowie in den eingesetzten Roh- und Hilfsstoffen organisieren wir dabei als Kosten-Roadmaps. Dies führt in den Werken ohne Neuinvestitionen zu höheren Produktionskapazitäten von rund 2 Prozent jährlich und zu kontinuierlich steigender Produktivität des eingesetzten Personals.
Projekte 2015
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| Freiberg, Deutschland | Neue Kristallziehanlage |
| Automatisierung der 300 mm-Waferlinie | |
| Burghausen, Deutschland | Automatisierung der 300 mm-Waferlinie |
| Singapur | Neue Kristallziehanlage |
Supply Chain Management
Durch unsere nahtlose Logistikkette erschließen wir unseren Kunden folgende Mehrwerte: Reaktionsgeschwindigkeit und hohe Termintreue. Unsere elektronisch unterstützte Supply Chain macht sämtliche Prozesse vom ersten Kontakt über alle unsere Fertigungsprozesse bis hin zur Lieferung transparent und kontrollierbar.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, Lieferzeiten zu reduzieren und unsere Lieferkette in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität zu optimieren. Durch diverse Wiederverwendungs- und Recyclingaktivitäten versuchen wir, Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern, insbesondere bei Primärverpackungen der Wafer und bei sekundären Transportverpackungen.
Die Anforderungen der Waferspezifikationen, die Volumina und die Bestimmungsorte unserer Exporte sowohl zu Kunden als auch zu Siltronic-Standorten unterliegen laufenden Änderungen, die regelmäßig von uns analysiert und mit unseren Kapazitäten abgestimmt werden. Die globale Planung vom Rohstoff über Zwischenprodukte bis zum fertigen Wafer und dessen Transport zum Kunden erfolgen "real-time" über maßgeschneiderte Systeme. Damit bieten wir unseren Kunden Qualität und Versorgungssicherheit.
Wir binden unsere externen Partner über umfangreiche E-Business-Lösungen in laufende Prozesse ein, um alle Potenziale der Zusammenarbeit konsequent auszuschöpfen. Dazu zählt zum Beispiel eine Kollaborationsplattform (Extranet), die einen individuellen Informationsaustausch und damit schlanke und reibungslose Administrationsprozesse ermöglicht.
Für einen optimalen, elektronischen Datenaustausch mit unseren externen Partnern nutzen wir hauptsächlich den international anerkannten "RosettaNet"-Standard. Oder wir setzen auf andere Dienstleister - sogenannte Third Party Provider -, um beispielsweise EDI-Formate zu empfangen oder zur Verfügung zu stellen. Mit vielen Kunden haben wir schnelle B2B-Verbindungen installiert, die zum Beispiel die Rechnungsstellung erleichtern.
Einkauf und Lieferantenmanagement
Spezialisierte Teams steuern unsere unternehmensweiten Einkaufsprozesse - von Rohstoffen für unsere Produkte, über Gas und Strom zur Versorgung unserer internationalen Standorte bis hin zu technischen Materialien und spezifischen Dienstleistungen. Unser Ziel ist es, unsere Beschaffungskosten, Lieferzeiten und die Qualität der Lieferanten zu optimieren sowie schnell zusätzliche Lieferpotenziale zu erschließen. 2015 haben wir kontinuierlich an einer wettbewerbsfähigen Erweiterung unserer Lieferantenbasis auf den weltweiten Beschaffungsmärkten gearbeitet. So haben wir neue Lieferanten in für uns wichtigen Produktbereichen identifiziert, entwickelt und sukzessive an die Serienbelieferung herangeführt. Damit sichern wir uns dauerhaft international wettbewerbsfähige Materialkosten.
Die systematische Risikobeobachtung ist für Siltronic ein wichtiges Instrument, um Lieferbeziehungen richtig bewerten zu können. Dabei kommen Analysen von Ratingagenturen, eigene Lieferantenbewertungen und verstärkt der direkte Kontakt zu unseren Partnern zum Einsatz. Durch den Einkauf haben wir im vergangenen Jahr 95 Lieferanten beurteilt.
Das Bestellvolumen im Bereich Einkauf lag 2015 mit EUR 476 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (2014: EUR 466 Mio.). Die Lieferzeiten bewegen sich unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt hat Siltronic weltweit rund 55.000 Bestellungen ausgelöst. 9 Prozent unserer Lieferanten decken ca. 90 Prozent unseres Einkaufsvolumens im Bereich Einkauf & Logistik ab.
Die elektronische Beschaffung hat eine hohe Bedeutung für uns. Wir betrachten den gesamten Einkaufsprozess - von der Anfrage beim Lieferanten bis zur Bezahlung der Rechnung. Eine wichtige Messgröße ist die Anzahl der automatisiert angelegten Bestellungen. Weltweit wurden mehr als 91.000 Bestellpositionen ausgelöst (Vorjahr: rund 94.000 Positionen). Davon haben wir 2015 an den deutschen Standorten rund 35 Prozent automatisiert angelegt.
Unterschiedliche Materialpreisentwicklungen
Die Preisentwicklung der für uns wichtigsten Rohmaterialien war 2015 sehr unterschiedlich. Polysiliziumpreise waren leicht rückläufig. Im Bereich spezifischer Einsatzstoffe waren die Basispreise stabil oder es konnten leichte Reduzierungen vereinbart werden.
Absicherung durch langfristige Verträge
Wir haben die Belieferung mit Polysilizium durch die Wacker Chemie AG mit einem langfristigen Liefervertrag bis 2020 abgesichert. Wacker wird im Rahmen dieses Vertrags einen hohen Lieferanteil des benötigten Polysiliziums an Siltronic bestreiten. Im Rahmen unserer Mehrlieferantenstrategie stehen auch alternative Beschaffungsquellen zur Verfügung. Ein spezifischer Vertrag zwischen Wacker und SSW sichert eine stabile Belieferung der SSW mit Polysilizium bis 2019.
Lieferanten spielen für Siltronic eine wichtige Rolle
Wir legen viel Wert auf den direkten Kontakt zu den Lieferanten und auf eine langfristige und konstruktive Zusammenarbeit. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht von einzelnen Lieferanten abhängig zu sein. Eine zentrale Funktion übernimmt hier unser Lieferantenmanagement. Spezialisierte Warenklassenteams mit unterschiedlichen Zuständigkeitsbereichen regeln unternehmensweit die Einkaufsprozesse. Diese Teams realisieren neue Potenziale am Markt und aktuelle Innovationen bei bestehenden Lieferanten und integrieren dieses Know-how in unsere Prozesse. Damit sichern wir langfristig unsere Produktqualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Wir arbeiten weltweit mit über 3.000 Lieferanten zusammen.
Unsere Lieferanten tragen erheblich dazu bei, dass Siltronic mit verbesserten Prozessen und hoher Innovation Wafer in der von den Kunden geforderten Qualität herstellen kann. Der Siltronic Supplier Day 2015 stand daher unter dem Motto "Together for Success", um die wichtige Rolle der Lieferanten zu würdigen. 160 Vertreter von 100 Lieferanten nahmen an der eintägigen Veranstaltung in Burghausen teil. Die vier Lieferanten, die im vergangenen Geschäftsjahr besondere Leistungen erbracht hatten, wurden mit dem "Siltronic Supplier Award 2014" in den Kategorien "Outstanding Customer and Quality Orientation", "Excellent Proactive Joint Technology Development", "Excellent Global Support and Long-Term Partnership" und "Excellence in Establishing a New Business Relation" ausgezeichnet.
Vertrieb
Wir streben eine enge und langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden an. Insgesamt beliefern wir Kunden in rund 40 Ländern. Mit vielen unserer Kunden führen wir zusätzlich gemeinsame Entwicklungsprojekte durch. Wir verweisen hierzu auch auf das Kapitel Forschung und Entwicklung ab D 55. Ein zentrales Produktmanagement und -marketing ist für Preisfindung, Optimierung des Kunden- und Produktmixes sowie die Positionierung im Markt zuständig. Dadurch können wir unsere Produktionskapazitäten und Entwicklungsaktivitäten besser planen und steuern.
Eigene Vertriebsmitarbeiter und Anwendungstechniker in den fünf definierten Vertriebsregionen USA, Europa, Japan, Taiwan und Sonstige Asien-Pazifik gewährleisten eine zeitnahe Vor-Ort-Betreuung unserer Kunden. Wir unterhalten Vertriebsstandorte in den USA, Frankreich, Italien, Deutschland, Südkorea, Japan, China, Taiwan und Singapur und vertreiben unsere Wafer überwiegend direkt an unsere Kunden.
Key-Account-Teams, die sich aus Mitarbeitern aus den Bereichen Vertrieb, Applikationstechnologie, Prozesstechnologie, Qualitätsmanagement und Logistik zusammensetzen, unterhalten enge Beziehungen zu unseren Schlüsselkunden. Dies ermöglicht es uns, schnell auf sich ändernde Kundenanforderungen zu reagieren und Siliziumwafer herzustellen, die diesen Anforderungen entsprechen.
Die Verträge mit unseren Kunden haben unterschiedliche Laufzeiten von ca. drei Monaten bis hin zu über einem Jahr. SSW in Singapur hat einen langfristigen Vertrag über die Abnahme von Siliziumwafern mit Samsung.
Mit vielen unserer Kunden besteht bereits seit vielen Jahren eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Kooperation. So haben wir bereits viele Auszeichnungen von unseren Kunden, zu denen Intel, Fairchild, Samsung, STM, Texas Instruments und X-FAB gehören, erhalten.
Wir werten kontinuierlich Marktinformationen aus. Die so gewonnene erhöhte Transparenz nutzen wir, um uns noch stärker auf unsere Kunden und deren Anforderungen zu fokussieren und eigene Ressourcen optimal zu nutzen und eventuellen Risiken rechtzeitig entgegensteuern zu können.
Corporate Social Responsibility (CSR)
Wir sehen es als zentrale Verantwortung, die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Deshalb orientieren wir uns bei Entscheidungen an Prinzipien einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und eines nachhaltigen Handelns.
Nachhaltigkeit
Für die Siltronic spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Bei unserem Tun wollen wir ökonomische, ökologische und soziale Faktoren in Einklang bringen.
Zwei freiwillige globale Initiativen bilden die Basis für die nachhaltige Unternehmensführung und damit auch bei Siltronic: Responsible Care® der chemischen Industrie und der Global Compact der Vereinten Nationen. Mit diesen Selbstverpflichtungen gehen wir über gesetzlich geforderte Standards zum Schutz von Umwelt, Mitarbeitern und Gesellschaft hinaus.
Über ein IT-System für das Nachhaltigkeitsreporting (SPIRIT) werden Umwelt- und Energiedaten, umwelt- und sicherheitsrelevante Ereignisse sowie Audits im Rahmen des Integrierten Managementsystems (IMS) erfasst.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Wir investieren in den Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, um eine Gefährdung unserer Mitarbeiter zu vermeiden. Daher steuern wir diesen Bereich umfassend und systematisch.
Der Arbeits- und Gesundheitsschutzstandard OHSAS 18001 ist als konzernweiter Standard festgelegt und wird an allen Produktionsstandorten eingehalten. Die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million Arbeitsstunden lag 2015 bei 2,1.
Häufigste Ursachen für Arbeitsunfälle sind Unachtsamkeit bei manuellen Tätigkeiten, Stolpern, Rutschen oder Stürze. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Arbeitssicherheit zu verbessern, und setzen daher konsequent unser Sicherheitsprogramm um. Dazu zählen Sicherheitsrundgänge, Gespräche mit der Betriebsmannschaft und Notfallübungen. Dieses zielt darauf ab, unsichere Handlungen zu erkennen und zu vermeiden - ob beim Bedienen von Anlagen, im Umgang mit Chemikalien, im Betrieb, im Büro oder auf dem Arbeitsweg.
Da die Unfälle 2015 und der leichte Anstieg gegenüber 2014 im Wesentlichen verhaltensbedingt waren, haben wir vergangenes Jahr eine Initiative gestartet, die dieses Thema speziell adressiert. Damit verfolgen wir unser Ziel eines unfallfreien Arbeitsumfelds weiter.
Unser Berichtswesen im Bereich Arbeitssicherheit gewährleistet eine konzernweite Transparenz innerhalb der Siltronic. Jeder relevante Arbeitsunfall wird mit den Korrekturmaßnahmen auf Vorstandsebene berichtet. Die Anzahl der Arbeitsunfälle wird auf Monatsbasis kumuliert und der Trend mithilfe zweier Standard-Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators KPI) überwacht. Diese sind Teil des monatlichen Berichtswesens an den Vorstand.
Auch die Gesundheitsvorsorge unserer Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Unsere Mitarbeiter in der Hauptverwaltung in München sowie am Standort in Burghausen haben Zugang zu einer Vielzahl von Angeboten im Rahmen des Gesundheitsschutzes und der Gesundheitsförderung. Der Siltronic-Standort in Freiberg kann online auf umfangreiche Informationen zugreifen und organisiert, ebenso wie unsere Standorte im Ausland, Aktionen und Informationsmaterial direkt vor Ort.
Energiemanagementsystem
Siltronic hat das strategische Energieziel, zwischen 2013 und 2022 eine Effizienzverbesserung von 11 Prozent zu erreichen. Siltronic leitet daraus mit der geplanten Produktionsmenge absolute Einsparziele in MWh für die Standorte und entsprechend dem jeweiligen Stromverbrauch zusätzlich absolute Ziele für die operativen Betriebsbereiche ab. Der spezifische Energieeinsatz wurde von 2013 bis 2015 um 15 Prozent verbessert.
Zur Zielerreichung 2015 haben zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen beigetragen. Diese entsprechen in Summe einer Endenergieverbrauchsminderung von nachhaltig 7.600 MWh jährlich und einem Gegenwert von EUR 0,4 Mio. Der Gesamtenergiebedarf 2015 wurde in Summe um 2 Prozent gesenkt. Das durchschnittliche spezifische Jahreseinsparziel von 1,5 Prozent konnte 2015 jedoch nicht erreicht werden.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Effizienz unserer Produktionsprozesse weiter zu optimieren, und reduzieren durch Abfallvermeidungs- und Produktivitätsinitiativen laufend unseren Energiebedarf an den Standorten.
Compliance
Siltronic arbeitet nach ethischen Grundsätzen der Unternehmensführung, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Mitarbeiter können ihre Fragen weltweit an Compliance-Beauftragte richten. Diese sitzen in Deutschland, den USA, Singapur, Taiwan und Japan. Compliance-Themen in anderen Ländern als den explizit hier genannten werden vom Konzern-Compliance-Officer von Deutschland aus bearbeitet.
Bei beobachteten Verstößen sind die Mitarbeiter angehalten, ihre Vorgesetzten, die Compliance-Beauftragten, den Betriebsrat oder die Verantwortlichen der Personalabteilung zu informieren. 2015 stimmte das Compliance-Management Maßnahmen mit weltweiter Geltung im Dialog mit den ausländischen Standorten auf die lokalen Anforderungen ab. Wir verweisen hierzu auch auf den Corporate Governance Bericht auf S 30 bis 37.
Risiko- und Chancenbericht
Risikostrategie und Risikopolitik
Siltronic ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt. Ein effektives Risikomanagement ist daher für uns als weltweit agierendes Unternehmen ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensführung und dient im Sinne eines umfassenden Chancen- und Risikomanagements der gezielten Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Unter Risiken verstehen wir interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Ausgehend vom vertretbaren Gesamtrisiko entscheidet der Vorstand, welche Risiken wir eingehen, um Chancen zu nutzen, die sich dem Unternehmen bieten. Unser Ziel ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, sie angemessen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen oder zu vermeiden. Die Risikostrategie wird vom Vorstand regelmäßig überprüft und weiterentwickelt und umfasst alle Unternehmensbereiche.
Risikomanagementsystem
Organisatorisch ist das Risikomanagementsystem in die bestehende dezentrale Organisations- und Berichtsstruktur integriert. Ergänzt wird es durch einen mehrstufigen Prozess, in dem die Vorgehensweise sowie die Kriterien zur Identifikation von Risiken, deren Bewertung, Steuerung und Berichterstattung sowie die Überwachung des Gesamtsystems verbindlich in einem Konzernhandbuch festgelegt sind. Das Risikomanagementsystem schließt alle vollkonsolidierten Unternehmen ein. Die rechtlich selbstständigen Konzerngesellschaften sowie die Konzernfunktionen führen das operative Risikomanagement in ihren Bereichen eigenverantwortlich. Risiken werden monatlich bei den festgelegten Risikoverantwortlichen an den Standorten und in den Konzernfunktionen zentral abgefragt. Zusätzlich sind wesentliche sowie bestandsgefährdende Risiken sofort über ein Ad-hoc-Reporting zu melden. Die Prozess- und Systemverantwortung für das konzernweite Risikofrüherkennungssystem obliegt der Stabsstelle Corporate Auditing & Risk Management, die direkt an den Vorstand berichtet. Die Konzernstabsstelle koordiniert zentral die konzernweite Erfassung aller wesentlichen Risiken, analysiert die Gesamtsituation auf Konzernebene und kommuniziert die Risiken. Vorstand und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns informiert. Chancen werden hingegen im Risikomanagementprozess nicht systematisch erfasst. Der Vorstand und das Management werden in monatlichen Berichten der zentralen Controlling-Abteilung über die gegenwärtige und voraussichtliche zukünftige Geschäftsentwicklung informiert. Auf Basis dieser Daten werden dann Risiken und Chancen regelmäßig im Management diskutiert, bewertet und gegeneinander abgewogen.
Die festgelegten Risikoverantwortlichen unserer Konzernfunktionen und wichtigsten Standorte sowie der Konzern-Risikomanager überprüfen regelmäßig Prozesse, Vorgänge und Entwicklungen auf bestehende Risiken. Die Risikoidentifizierung und -bewertung erfolgen unter Verwendung standardisierter Risikomatrizen. Die relevanten Risiken bewerten wir nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Grad der Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Cashflow. Wir beschreiben die Eintrittswahrscheinlichkeit der von uns aufgeführten Risiken mithilfe von Schlüsselbegriffen. Sie ermöglichen es, unsere Einschätzungen zu den einzelnen Risikofeldern nachzuvollziehen. Prozentual entsprechen diese Begriffe den folgenden Bandbreiten:
| ― | Gering: kleiner als 25 Prozent |
| ― | Möglich: 25 Prozent bis 75 Prozent |
| ― | Hoch: größer als 75 Prozent |
Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns für den Fall, dass die aufgeführten Risiken eintreten sollten, beschreiben wir ebenfalls anhand von Schlüsselbegriffen. Die folgenden Begriffe entsprechen dabei folgenden Bandbreiten:
| ― | Niedrig: bis EUR 5 Mio. |
| ― | Mittel: bis EUR 25 Mio. |
| ― | Groß: über EUR 25 Mio. |
Auf Grundlage der monatlich bzw. ad hoc erfassten Risiken werden geeignete Maßnahmen ergriffen, um die identifizierten Risiken zu vermeiden bzw. deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder den möglichen wirtschaftlichen Schaden zu verringern. Die abgeleiteten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sowie gegebenenfalls relevante Frühwarnindikatoren werden ebenso wie die daraus abgeleiteten Restrisiken regelmäßig aktualisiert und zentral dokumentiert.
Internes Kontrollsystem im Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Kontrollmaßnahmen, die dazu dienen, Risiken zu beherrschen und damit einen geordneten Betriebsablauf zu gewährleisten. Die Kontrollen sind in den operativen Prozessen integriert und beinhalten beispielsweise eine angemessene Funktionstrennung, Anwendung des Vier-Augen-Prinzips sowie Zugriffs- und Freigaberegelungen. Das interne Kontrollsystem unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele durch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsprozesse, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften (Compliance) und den Schutz des Geschäftsvermögens.
Mit dem internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess verfolgen wir das Ziel, die Bilanzierungs- und Bewertungsregelungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) einheitlich umzusetzen und ergänzende, für die Rechnungslegung einschlägige gesetzliche Regelungen einzuhalten. Fehlaussagen in der Konzernrechnungslegung sowie in der externen Berichterstattung werden dadurch vermieden. Das Kontrollsystem ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte Bilanzierung aller Geschäftsvorfälle vorgenommen wird und dass kontinuierlich zuverlässige Daten über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vorliegen. Hierzu dienen insbesondere eine zentrale Auslegung der IFRS und ein Bilanzierungshandbuch, das um Ausarbeitungen zu wichtigen Einzelfragen ergänzt wird. Die organisatorische Verantwortung und der Prozessablauf von bilanzierungsrelevanten Themen sind in internen Anweisungen geregelt. Die Einhaltung der Berichtspflichten wird zentral durch die Konzernfunktion "Accounting" überwacht. Die Berichtspakete der Einzelgesellschaften werden nach Freigabe durch das lokale Management in ein zentrales Konsolidierungssystem überführt. Die gemeldeten Daten werden durch automatische Validierungen im System sowie durch Berichte und Analysen kontrolliert, was die Datenintegrität und das Einhalten der Berichterstattungslogik gewährleistet. Der Konsolidierungsprozess umfasst ebenfalls systembasierte Kontrollen. Abschließend analysieren wir die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz des Konzerns hinsichtlich Trends und Abweichungen. Wir verfolgen ständig Änderungen der Rechnungslegungsvorschriften und schulen die Mitarbeiter, die an diesen Themen arbeiten. Bei besonders komplexen Bilanzierungsthemen, wie beispielsweise Pensionen, ziehen wir externe Spezialisten hinzu. Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte, Freigabekonzepte und Zugangsbeschränkungen vor Missbrauch geschützt. Mit regelmäßigen Systemsicherungen und Wartungsmaßnahmen minimieren wir sowohl das Risiko eines Datenverlustes als auch das eines Ausfalls rechnungslegungsrelevanter IT-Systeme.
Die Wirksamkeit der Kontrollen gewährleisten wir durch die laufende Kontrolle wesentlicher Kennzahlen im Rahmen der monatlichen Managementberichterstattung. Daneben gibt es regelmäßig externe Prüfungen sowie prüferische Durchsichten zu den Berichtsquartalen und zum Ende des Geschäftsjahres. Das Management der Tochtergesellschaften bestätigt quartalsweise, dass alle für den Quartals- oder Jahresabschluss wesentlichen Sachverhalte gemeldet wurden. Die Konzernrevision überprüft im Auftrag des Vorstands prozessbezogen und mit Fokus auf interne Kontrollsysteme die wesentlichen Unternehmensbereiche. Die Auswahl der Prüfthemen wird vom Vorstand in Abstimmung mit dem Prüfungsausschuss nach einem risikoorientierten Ansatz festgelegt und, wenn notwendig, unterjährig flexibel an geänderte Rahmenbedingungen angepasst.
Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem prüft er die Unterlagen zum Einzelabschluss der Siltronic AG und den Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte für diese Abschlüsse und erörtert diese mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer beurteilt das Risikofrüherkennungssystem im Rahmen der Jahresabschlussprüfung.
Wesentliche Risiken
Die folgende Übersicht gibt unsere Einschätzung zur Eintrittswahrscheinlichkeit der wesentlichen Risiken und zu ihren möglichen Auswirkungen auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Cashflow und Reputation des Konzerns im Eintrittsfall wieder. Die Aussagen beziehen sich auf den Prognosezeitraum, also auf das gesamte Geschäftsjahr 2016. Die Bewertung der Risiken erfolgt nach dem sogenannten Nettoprinzip, das heißt unter Berücksichtigung der ergriffenen Steuerungs- und Absicherungsmaßnahmen.
Gesamtumfeld
Konjunktureller Abschwung der Weltwirtschaft
Unser Geschäft ist im besonderen Maße von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Ein unerwartetes Abkühlen der konjunkturellen Entwicklung sowohl global als auch in für die Elektronikindustrie wesentlichen Regionen kann dazu führen, dass unsere Umsatzerlöse sich nicht wie erwartet entwickeln. Der Bedarf an Siliziumwafern könnte aufgrund mangelnder Nachfrage reduziert werden oder wir könnten gezwungen sein, aufgrund des stärkeren Wettbewerbsdrucks unsere Preise zu senken. Bei einer geringeren Produktionsauslastung können die spezifischen Herstellungskosten steigen und unser Ergebnis ebenfalls belasten.
Wir beobachten die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend. Schwächt sich die wirtschaftliche Entwicklung ab, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte der Kundennachfrage flexibel anzupassen.
Wir sehen derzeit keine konkreten Anzeichen dafür, dass sich die Konjunktur wesentlich anders entwickelt als im Prognosebericht dargestellt. Angesichts der weiterhin bestehenden Unsicherheiten durch die europäische Schuldenkrise und die geopolitische Situation im Nahen und Mittleren Osten sowie der schwächeren Wachstumsaussichten vor allem in China kann es allerdings grundsätzlich sein, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2016 hinter den derzeitigen Erwartungen zurückbleibt. Wir bewerten die Eintrittswahrscheinlichkeit daher als möglich und mit einer großen Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung von Siltronic.
Externe Risiken
Siltronic ist ein global operierender Konzern mit Produktionsstandorten in Europa, Amerika und Singapur. Mögliche Naturkatastrophen, politische Krisen und andere Beeinträchtigungen in einzelnen Ländern oder Regionen, in denen wir tätig sind, stellen ein potenzielles Risiko für unsere Geschäfts- und Produktionsabläufe, den Absatz unserer Produkte, unser Anlagevermögen und damit für unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dar.
Sollten wir nicht mehr in der Lage sein, an Standorten im geplanten Umfang zu fertigen oder gefertigte Produkte auszuliefern, kann die Fertigung auf andere Standorte transferiert werden, was aber mit zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist. Unsere Kunden haben überwiegend mehrere Standorte bei uns qualifiziert. Wir haben Pläne und Maßnahmen erarbeitet, um Auswirkungen externer Ereignisse auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter und auf unsere Geschäftsprozesse zu minimieren. Die finanziellen Auswirkungen von Schäden an unseren Produktionsanlagen durch Naturkatastrophen sind zum Teil durch Versicherungen abgedeckt.
Dass Siltronic von Risiken, die sich aus Pandemien, Naturkatastrophen, politischen Unruhen und Ähnlichem ergeben, wesentlich betroffen sein könnte, halten wir für gering. Unsere Produktionsstandorte liegen in relativ stabilen und sicheren Regionen. Unsere Vorsorgepläne sowie unsere weltweit verteilten Produktionsstandorte tragen dazu bei, die Auswirkungen lokaler oder regionaler Ereignisse auf unsere Geschäftsabläufe zu begrenzen. Daher gehen wir davon aus, dass auch beim Eintritt solcher Ereignisse die Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Siltronic-Konzerns im mittleren Bereich liegen.
Branchen- und Absatzmarktrisiken
Intensiver Wettbewerb, Nachfragemacht auf der Kundenseite, Austauschbarkeit der Produkte sowie Zyklen im Wafermarkt
Die Waferindustrie ist gekennzeichnet von Phasen des Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage aufgrund von Produktionsüberkapazitäten, die regelmäßig einen Einfluss auf die Preise haben können. Die Prognosen zu Absatzmengen und -preisen unterliegen aufgrund der oft zu beobachtenden Nachfrageschwankungen einer starken Unsicherheit. Wir können gezwungen sein, unsere Absatzmengen und Preise zu senken, ohne unsere Kosten entsprechend reduzieren zu können. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für Siliziumwafer sind in den letzten Jahren durch das Überangebot und den intensiven Wettbewerb in der Regel kontinuierlich gesunken. Diese Entwicklung kann sich weiter fortsetzen. Unsere Top-10-Kunden machen etwa zwei Drittel aller Umsätze aus. In der jüngsten Zeit ist eine deutlich erhöhte Konsolidierungsaktivität im Markt zu beobachten. Eine weitere Konsolidierung bei unseren Kunden könnte die Nachfragemacht weiter erhöhen und uns zu zusätzlichen Preiszugeständnissen zwingen. Sollten wesentliche Kunden ihre Bestellungen bei uns signifikant reduzieren oder gar beenden, kann dies unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen.
Wir verringern die Risiken durch Erhöhen der Flexibilität in der Produktion sowie durch ein konsequentes Kostenmanagement. Wir passen unsere Kapazitäten den Marktentwicklungen an und verbessern ständig die Effizienz der Produktions- und Geschäftsprozesse, um damit die Kostenbasis zu reduzieren.
Wir gehen davon aus, dass die Absatzmengen im Jahr 2016 leicht höher ausfallen werden als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieses Szenario liegt unseren Planungen und Prognosen zugrunde. Wir halten es für möglich, dass sich Mengen und Preise substanziell anders entwickeln als von uns erwartet. Sollten die Absatzmengen und Preise entgegen unseren aktuellen Erwartungen deutlich schlechter ausfallen, so hätte das große Auswirkungen auf das Ergebnis von Siltronic.
Anpassung unserer Produktionsanlagen an Kundenanforderungen bzw. -nachfragen
Änderungen der Kundennachfrage bzw. der ursprünglichen Marktprämissen könnten nicht schnell genug über Investitionen antizipiert werden bzw. führen zu Fehlinvestitionen. Höhere Investitionskosten führen zu höheren Mittelabflüssen und zukünftig zu einem höheren Abschreibungsaufwand im operativen Ergebnis. Verzögerte Inbetriebnahmen oder Investitionen bergen die Gefahr, dass wir Lieferverträge nicht erfüllen können und Umsatz- sowie Ergebnisrückgänge verzeichnen bzw. Marktanteile verlieren.
Siltronic nutzt eine Vielzahl an Maßnahmen, um Investitionsrisiken entgegenzuwirken. Investitionen werden von uns nur in Teilabschnitten freigegeben. Ein intensives Projektcontrolling dient dazu, Zeitverzögerungen zu minimieren bzw. auszuschließen. Eng mit Investitionsrisiken verbunden ist die Entwicklung der technologischen Anforderungen der Kunden. Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit den Kunden und mit intensiven Marktbeobachtungen.
Siltronic hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass Investitionsprojekte im vorgegebenen Zeitplan, Budget und entsprechend den Marktentwicklungen fertiggestellt werden können. Wir erwarten nicht, dass das Investitionsbudget überschritten wird. Wir schätzen das Risiko des Eintritts als gering und die Auswirkung als niedrig ein.
Zusätzliche Kosten durch Stilllegung von Produktionslinien bzw. Standorten
Durch Markt- bzw. Nachfrageänderungen könnten wir gezwungen sein, Teilbereiche, Produktionslinien oder Standorte zu schließen. Daraus können sich Wertberichtigungen für das Anlagevermögen und Schließungskosten wie zum Beispiel Abfindungen für Mitarbeiter ergeben.
Den ehemaligen Produktionsstandort Hikari in Japan haben wir bisher nicht veräußern können. Wir haben alle Buchwerte für diesen Standort abgeschrieben und mehrere Immobilienmakler mit dem Verkauf beauftragt. Es besteht das Risiko, dass wir die bestehenden Gebäude am Standort Hikari zu unseren Kosten abreißen müssen, um das Grundstück veräußern zu können.
Mit der Wacker Chemie AG haben wir eine Vereinbarung getroffen, wonach die Wacker Chemie AG von der Siltronic AG am Produktionsstandort Burghausen bis zu 500 Mitarbeiter im Zeitraum zwischen dem Jahr 2014 und 2019 mit allen Verpflichtungen übernehmen muss und wofür die Wacker Chemie AG im Jahr 2014 eine Zahlung in Höhe von EUR 39 Mio. von der Siltronic AG erhalten hat.
Der jährliche Transfer von Mitarbeitern der Siltronic zur Wacker Chemie AG erfolgt bisher wie geplant. Einen weiteren Abbau haben wir nicht geplant.
Wir sind weiterhin zuversichtlich, unseren Produktionsstandort in Japan ohne den Abriss von Gebäuden zu veräußern. Wir schätzen das Risiko von Belastungen aus möglichen Stilllegungen bzw. Veräußerung des ehemaligen Produktionsstandorts als mittel ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit betrachten wir als gering.
Produktentwicklungsrisiken
Die Halbleiterbranche ist unter anderem durch einen laufenden technologischen Wandel und sich verschärfende Anforderungen auch an unsere Fertigungsprozesse charakterisiert. Wir sind möglicherweise nicht in der Lage, angemessen schnell darauf zu reagieren. Wir könnten künftige Marktentwicklungen falsch einschätzen oder Kunden akzeptieren unsere neu entwickelten Produkte nicht. Unsere Konkurrenten könnten neue Generationen und Spezifikationen von Wafern schneller, zu niedrigeren Preisen oder mit besserer Leistungscharakteristik einführen. Eine falsche Einschätzung künftiger Marktentwicklungen kann sich auf unsere Stellung im Markt und unsere Ergebnissituation auswirken. Neue Produkte, die wir am Markt vorbei- bzw. verspätet entwickeln, haben negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis.
Risiken, die sich aus unserer Entwicklungsarbeit ergeben, minimieren wir, indem wir bestimmte Entwicklungen gemeinsam mit Kunden durchführen. Gleichzeitig beobachten wir intensiv den Markt und unsere Wettbewerber, führen Kunden- und Lieferantengespräche und sind regelmäßig auf den für Siltronic wichtigen Kongressen präsent. Siltronic kooperiert bei seinen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, um neueste Trends in seiner Technologie- und Produktentwicklung zu berücksichtigen. Für die Entwicklungsprojekte nutzen wir ein systematisches Projektmanagement. Eindeutige Projektmeilensteine sowie klare Genehmigungsprozesse unterstützen uns dabei, Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.
Siltronic verfügt über langjährige Markterfahrung und eine detaillierte Planung, die sofort aktualisiert wird, sobald sich Marktentwicklungen verändern. Das Risiko, dass wir Marktentwicklungen falsch beurteilen oder darauf nicht entsprechend reagieren, schätzen wir als möglich ein. Sollte dies in einzelnen Anwendungsfeldern dennoch geschehen, so wären die Auswirkungen auf unsere Ertragsentwicklung voraussichtlich mittel.
Beschaffungsmarktrisiken
Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten
Rohstoffe, Energien, andere Sekundärmaterialien, Maschinen und Ersatzteile werden nur von einer begrenzten Anzahl an Lieferanten angeboten. Aufgrund des allgemeinen Kostendrucks und der Komplexität wird die Zusammenarbeit zunehmend intensiver und die wechselseitigen Abhängigkeiten steigen. Qualitätsmängel, Lieferantenausfall bzw. -verzögerungen und unerwartete Preiserhöhungen können negative Auswirkungen auf die Produktion, den Absatz sowie die Ertragslage haben und eine notwendige Qualifizierung neuer Lieferanten kann eine längere Zeit beanspruchen.
Um die Risiken von Lieferantenausfällen zu begrenzen, wählen wir unsere Lieferanten sorgfältig aus. Durch die sorgfältige Qualifizierung von Lieferanten und Identifizierung von Zweitlieferanten sichert sich Siltronic gegen Lieferantenrisiken ab. Für strategische Rohstoffe und Betriebsmittel erarbeiten wir jährlich - bei Bedarf auch ad hoc - systematische Beschaffungsstrategien, die auch eine Einschätzung des Beschaffungsrisikos beinhalten. Sofern die Beschaffungsrisiken als signifikant eingestuft werden, treffen wir, wo immer möglich, entsprechende Gegenmaßnahmen. Beispiele für solche Maßnahmen sind langfristige Lieferverträge oder der Aufbau von Alternativlieferanten.
Insgesamt sehen wir die Ausfallrisiken, denen Siltronic bei der Rohstoff- und Materialien- bzw. Ersatzteilversorgung ausgesetzt ist, derzeit als möglich an. Wir schätzen die möglichen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Konzerns als mittel ein.
Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen
Wir beziehen von unserem Mehrheitsgesellschafter Wacker Chemie AG diverse Dienst- und Versorgungsleistungen sowie den für uns sehr wichtigen Rohstoff Polysilizium. Die Dienst- und Versorgungsleistungen betreffen insbesondere Ingenieur- und Versorgungsdienstleistungen am Standort Burghausen sowie allgemeine Konzerndienstleistungen wie Finanzen, Steuern und IT. Müssten wir selber entsprechende Kapazitäten aufbauen oder Alternativlieferanten beauftragen, kann dies zu Zeitverzögerungen und Mehrkosten führen. Engpässe in der Versorgung können zu Produktionsverzögerungen und Absatzverlusten führen.
Die Versorgungsleistungen der Wacker Chemie AG haben wir vertraglich langfristig abgesichert. Es wurden angemessene Kündigungsfristen vereinbart. Polysilizium ist mit Abstand der wichtigste Rohstoff, den wir auf Basis eines Langfristvertrags von der Wacker Chemie AG beziehen. Zur Minimierung eines Lieferausfalls für Polysilizium sind zwei Produktionsstandorte der Wacker Chemie AG sowie weitere Lieferanten qualifiziert. Wir betrachten die Ergebnisauswirkung als niedrig, eine Beendigung von Leistungen schätzen wir aktuell als gering ein.
Produktionsrisiken und Produkthaftungsrisiken
In der Produktion, bei der Lagerung oder dem Transport können Fehler auftreten, die zu Produktmängeln oder Personen-, Sach- oder Umweltschäden führen können. Unser Produktionsprozess ist hochkomplex und erfordert modernste Anlagen, die permanent weiterentwickelt werden, um die hohen Kundenansprüche in Bezug auf Spezifikationen, Qualität (Performance, Stabilität und kontinuierliche Verbesserungen) und Preis zu erfüllen. Kleinste Abweichungen in der Lieferperformance können zu erheblichen Schäden bei den Kunden und Schadensersatzansprüchen, Bestellreduzierungen bis hin zur Beendigung der Kundenbeziehung führen. Damit verbunden sind auch kostenaufwendige Rückrufaktionen und Neuqualifikationen. Mögliche negative Auswirkungen auf unsere Reputation können zusätzlich die zukünftige Geschäftsentwicklung belasten.
Wir haben versicherbare Risiken angemessen versichert. Um Qualitätsmängeln entgegenzutreten, hat die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards bei der Siltronic eine besonders hohe Bedeutung. Siltronic steuert ihre Prozesse über das Integrierte Managementsystem (IMS) und daraus abgeleitete Prozesssteuerungs- und Monitoringsysteme. Es regelt Abläufe und Verantwortlichkeiten und berücksichtigt gleichrangig Produktivität, Qualität, Umsetzung der Kundenspezifikationen, Sicherheit sowie Umwelt- und Gesundheitsschutz. Basis für das IMS sind gesetzliche Regelungen sowie nationale und internationale Standards wie ISO TS 16949 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt), OHSAS 18001 (Gesundheit), Responsible Care® und Global Compact, die weit über die von Gesetzen geforderten Standards hinausgehen. Durch umfangreiche Instandhaltungskontrollen und laufende Inspektionen und Audits versuchen wir, höchstmögliche Betriebssicherheit an unseren Produktionsstandorten zu gewährleisten. Um die Sicherheit der Anlagen zu garantieren, führen wir von der Konzeption bis zur Inbetriebnahme umfangreiche Sicherheits- und Risikoanalysen durch und leiten daraus notwendige Verbesserungsmaßnahmen ab. Im Schadensfall regeln an jedem Siltronic-Standort Gefahrenabwehrpläne die Zusammenarbeit von internen und externen Einsatzkräften sowie mit den Behörden. Zur Verminderung von Qualitätsrisiken setzen wir "Lean Six Sigma"-Methodiken zur Vorbeugung, Problemlösung und kontinuierlichen Verbesserung unserer Produktionsprozesse ein.
In den letzten Jahren sind keine größeren Schäden aufgetreten. Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, dass Schadensfälle bei Produktion, Lagerung und Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen und Abfällen eintreten können, halten wir die Wahrscheinlichkeit eines gravierenden Schadensereignisses derzeit für gering. Sollte es allerdings zu einem solchen Fall kommen, so könnte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns haben.
Effizienz- und Produktionskostenziele werden nicht erreicht
Unserer Ergebnisplanung liegen erwartete Einsparungen bei den Herstell- und Gemeinkosten zugrunde. So planen wir beispielsweise diverse Maßnahmen zur Reduktion des Rohstoff- und Materialeinsatzes sowie der Prozesskosten, aber auch der indirekten Kosten ("Overheadkosten"). Wir haben die kontinuierlichen Kosteneinsparungen in einem Kostensenkungsprogramm (Kosten-Roadmap) für die nächsten Jahre festgelegt. Es besteht das Risiko, dass wir diese Kosteneinsparungen nicht wie geplant umsetzen können. Zum einen unterliegen die Marktpreise für Rohstoffe und Energien erheblichen Schwankungen und zum anderen besteht die Möglichkeit, dass geplante Maßnahmen zur Herstellkostenoptimierung nicht wie geplant umgesetzt werden können.
In den letzten Jahren haben wir bereits erhebliche jährliche Kosteneinsparungen erzielt und sind zuversichtlich, dies auch in den nächsten Jahren fortzusetzen. Die Kosteneinsparziele wurden für die verschiedenen Bereiche heruntergebrochen und individuell mit den Bereichen vereinbart. In unserem internen monatlichen Kostenreport werden die Fortschritte und Zielerreichungsgrade regelmäßig ausgewertet und berichtet, um bei sich abzeichnenden negativen Abweichungen zeitnah reagieren zu können. Wir schätzen die Auswirkungen, dass unsere Kosten-Roadmap nicht wie geplant umgesetzt wird, als niedrig ein, die Eintrittswahrscheinlichkeit halten wir für möglich.
Rechtliche und regulatorische Risiken
Allgemeine rechtliche Risiken
Langwierige Rechtsstreitigkeiten können sich auf unser operatives Geschäft, auf das Image und die Reputation unseres Unternehmens negativ auswirken und hohe Kosten verursachen.
Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, handels-, arbeits- und vertragsrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung. Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie. Rechtliche Risiken begrenzen wir durch ein zentrales Vertragsmanagement und juristische Prüfung durch unsere Rechtsabteilung. Falls erforderlich greifen wir auch auf spezialisierte externe Rechtsexperten zurück. Patente, Marken und Lizenzen schützen und überwachen wir durch unsere Abteilung Intellectual Property. Anhand von Recherchen stellen wir sicher, dass vor der Aufnahme von Forschungs- und Entwicklungsprojekten geklärt ist, ob bestehende Patente und Schutzrechte Dritter eine Vermarktung neu entwickelter Produkte, Technologien und Verfahren behindern. Das Risiko von Rechts- und Gesetzesverletzungen begrenzen wir durch Compliance-Programme. In unserem Code of Conduct sind Verhaltensregeln definiert und festgelegt, die für alle Mitarbeiter bindend gelten. Durch Schulungen steigern wir die Sensibilität für diese Themen und versuchen, Reputationsrisiken zu vermeiden.
Aufgrund der Vielfalt unserer geschäftlichen Aktivitäten in allen wesentlichen Regionen der Welt ist es grundsätzlich immer denkbar, dass rechtliche Risiken eintreten, etwa in Form von Rechtsstreitigkeiten. Konkrete Hinweise auf solche Ereignisse, die sich in größerem Umfang auf unser Geschäft auswirken könnten, haben wir aber gegenwärtig nicht, halten die Eintrittswahrscheinlichkeit derzeit jedoch für möglich. Wir sehen zurzeit keine Rechtsstreitigkeiten, Patentverletzungen oder andere rechtliche Risiken, die unser Geschäft erheblich beeinflussen könnten. Sollten solche Risiken eintreten, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns.
Umweltrechtliche Risiken
Die Siltronic unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von gefährlichen Stoffen beziehen. Das könnte uns einer Haftung für Umweltschäden aussetzen oder unsere Herstellkosten und damit verbunden unsere Kosten für die Einhaltung von Rechtsvorschriften erhöhen. Wenn Umweltgesetze geändert werden, kann dies zu weiteren Belastungen an unseren Standorten führen. Dies kann auch Standorte betreffen, an denen nicht mehr produziert wird.
Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.
Die Siltronic Corp., USA, ist gegenwärtig Partei eines Verwaltungsverfahrens mit der Umweltbehörde in Oregon (Oregon Department of Environmental Quality) im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Grundstücks in Portland und einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette-Flusses in Portland. Wesentliche Aufwendungen für die Umweltuntersuchungen und die Altlastensanierung werden bisher von unseren Versicherungen getragen. Das hieraus resultierende Risiko wird vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrung mit diesem Sachverhalt und der Kommunikation mit den eingebundenen Parteien, insbesondere der Umweltbehörde, den Versicherungen und anderen Grundstückseigentümern des Gewerbegebiets, als gering eingeschätzt. Insgesamt halten wir den Eintritt eines Umweltrisikos für gering und die möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns bewerten wir als mittel.
Regulatorische Risiken
Im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist festgelegt, dass die EEG-Umlage für sehr energieintensive Unternehmen wie die Siltronic begrenzt ist. Sollten wir die vorgegebenen Stromintensitäten beispielsweise aufgrund von erfolgreichen Energieeffizienzmaßnahmen nicht mehr erreichen, können wir von den Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen nicht weiter profitieren. Außerdem ist die nächste Evaluierung der EEG-Umlage für 2017 angekündigt. Da die weitere Preisentwicklung (Großhandelspreise, Netzentgelte, Leistungsmarkt) stark von der Ausgestaltung der Energiewende durch die deutsche und europäische Politik abhängt, können dadurch Energiekostensteigerungen für die Siltronic entstehen.
Wir beobachten das weitere regulatorische Geschehen. Nachdem energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, von der EEG-Umlage weitgehend befreit bleiben, gehen wir davon aus, dass es bei den Energiekosten zu keinen signifikanten Mehrbelastungen für unser Geschäft im Vergleich zum Vorjahr kommen wird. Zudem sondieren und nutzen wir Marktchancen, die sich zum Beispiel aus erneuerbaren Energien ergeben (industrielles Lastmanagement). Wir überwachen kontinuierlich unsere Stromkostenintensität und erwarten, dass wir die Schwellenwerte für die Ausgleichszahlungen im Geschäftsjahr 2016 erreichen werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für den Wegfall der Ausgleichszahlungen halten wir für gering und die Auswirkung für mittel.
Sicherheit der IT-Systeme sowie Datensicherheit
Unsere IT-gestützten Produktions- und Geschäftsprozesse sind verschiedenen Risiken der Informationssicherheit ausgesetzt. Eine Unterbrechung, Fehler oder Verzögerung von IT-Funktionen und der Kommunikationssysteme hätten daher einen erheblichen negativen Einfluss auf die Arbeitsabläufe, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation.
Siltronic überprüft ständig die eingesetzten Informationstechnologien und unternimmt alles, damit die IT-gestützten Produktions- und Geschäftsprozesse sicher abgewickelt werden können. Unser IT-Sicherheits- und -Risikomanagement hat die Aufgabe, Gefährdungen in wirtschaftlicher Weise zu beherrschen. Die Grundlage dafür bildet der ISO-Standard 27001. Anhand einer Risikoanalyse definieren wir für unsere zentralen Systeme die Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der Daten, die wir in sogenannten SLAs (Service Level Agreements) mit unseren Dienstleistern festhalten. Das Einhalten dieser SLAs überwachen und kontrollieren wir laufend.
Für den Notfall haben wir entsprechende Vorsorge getroffen. Weltweit hat unser Dienstleister ein Sicherheitsteam etabliert, das Problemen bei Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten und Systeme durch organisatorische und technische Maßnahmen sowie mittels Awareness-Programmen entgegenwirkt.
Es ist ein allgemeiner Anstieg von Bedrohungen der Informationssicherheit zu verzeichnen. Dies gilt insbesondere sowohl für den Einsatz von IT-Systemen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch für die Kommunikation. Störungen und Angriffe auf die IT-Systeme und Netzwerke sind nie vollständig auszuschließen. Aufgrund unserer Vorsorgemaßnahmen stufen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und sich daraus ergebende Risiken als gering ein. Sollte es in unseren IT-Systemen aber dennoch zu Störungen, Ausfällen und Angriffen größeren Umfangs beziehungsweise längerer Dauer kommen, so hätte das mittlere Auswirkungen auf das Ergebnis des Siltronic-Konzerns.
Personalrisiken
Der Mangel an engagierten und qualifizierten Fach- und Führungskräften kann sich negativ auf das weitere Wachstum und den technologischen Vorsprung des Unternehmens auswirken.
Wir begrenzen die Personalrisiken über diverse personalpolitische Maßnahmen. Dazu gehören insbesondere unser Talent-Management-Prozess und die daraus abgeleiteten Entwicklungspläne. Hinzu kommen vielfältige Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen und eine leistungsorientierte Vergütung. Für Schlüsselpositionen im Unternehmen erfolgt konzernweit eine Nachfolgeplanung.
Wir sehen derzeit keine Risiken, nicht ausreichend qualifiziertes Personal zu finden. Unsere 2015 durchgeführte Mitarbeiterbefragung in Deutschland ergab eine relativ hohe Zufriedenheit mit Ansatzpunkten für Verbesserung. Wir sehen die Risiken für unseren Personalbedarf als insgesamt gering an. Im Eintrittsfall wären die Auswirkungen auf das Konzernergebnis niedrig.
Pensionsrisiken
Wir sind teilweise verpflichtet, unseren Mitarbeitern Pensionen und Betriebsrenten nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses zu zahlen. Durch die steigende Lebenserwartung der bezugsberechtigten Mitarbeiter, zusätzliche Verpflichtungen aus Gehalts- und Rentenanpassungen sowie sinkende Abzinsungsfaktoren steigen die Pensionsverpflichtungen. Ein Anstieg der Pensionsverpflichtungen sowie ein Sinken des Fondsvermögens und eine mögliche Zuführung finanzieller Mittel an die Pensionskasse bzw. in das Deckungsvermögen beeinflussen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Ein Großteil der betrieblichen Pensionszusagen von Siltronic ist in Deutschland über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG abgedeckt und in den USA über Pensionsfonds. Wir sind nach IAS 19 verpflichtet, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie andere Bewertungsänderungen sofort und vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Das führt dazu, dass es zu einer höheren Volatilität des Eigenkapitals kommt.
Damit eine ausreichende Verzinsung des Vermögens sichergestellt und Anlagerisiken begrenzt werden können, ist das Anlageportfolio diversifiziert über unterschiedliche Anlageklassen und Regionen. Im Rahmen ihres Bilanzstrukturmanagements steuert und optimiert die Pensionskasse alle Vermögenspositionen mit dem Ziel, bei vorgegebenen Risikogrenzen die erforderliche Rendite zu erreichen. Siltronic leistet als eines der Trägerunternehmen bedarfsorientierte finanzielle Zuwendungen an die Pensionskasse.
Die bezugsberechtigten Mitarbeiter werden immer älter und die Kapitalmarktzinsen sind in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals wird künftig wahrscheinlich nicht ausreichen, um die Pensionsverpflichtungen auf Dauer zu erfüllen. So wurde der Beitrag für leistungsorientierte Pensionszusagen der Siltronic AG im Rahmen der Absicherung durch die Pensionskasse im Jahr 2014 zuletzt erhöht. Eine weitere Erhöhung ist für 2016 nicht geplant. Die Wahrscheinlichkeit ist damit gering, dass Siltronic höhere Zahlungen in die Pensionskasse und höhere Rentenzahlungen für die übrigen Zusagen leisten muss. Auch schätzen wir die Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung des Siltronic-Konzerns als niedrig ein. Für die Zukunft ist die Wahrscheinlichkeit allerdings größer, dass wir höhere Zahlungen in die Pensionskasse leisten müssen. Weitere Informationen dazu ab S 88 im Konzernanhang.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken aus unserer laufenden Geschäftstätigkeit gehören Marktpreis-, Kredit- sowie Liquiditätsrisiken. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sowie das Management der Liquidität erfolgen weltweit zentral durch die Abteilung Corporate Finance & Insurance.
Kreditrisiko
Aufgrund des Einsatzes von Finanzinstrumenten und hoher Guthaben bei Kreditinstituten besteht das Risiko eines Forderungsausfalls gegenüber Finanzinstituten. Wir begrenzen das Kontrahentenausfallrisiko, indem Finanzinstrumente und Finanzanlagen nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden und die jeweiligen Geschäftsvolumen sowie Laufzeiten limitiert werden. Wir gehen davon aus, dass durch unsere Regelungen zum Kontrahentenrisiko unsere Risikokonzentration bzgl. des Ausfalls von Finanzinstituten gering ist. Sollten dennoch wider Erwarten Kreditrisiken aus dem Ausfall von Finanzinstituten eintreten, so lägen die Auswirkungen auf das Ergebnis von Siltronic voraussichtlich im niedrigen Bereich.
Durch die Marktkonsolidierung im Halbleitermarkt steigt die Konzentrierung weiter auf wenige große Abnehmer. Wir setzen verschiedene Instrumente ein, um das Risiko des Forderungsausfalls zu verringern. Unser Forderungsmanagement bewertet regelmäßig die Bonität der Kunden. Ausfallrisiken werden über definierte Kreditlimits und Absicherungsinstrumente wie Bankbürgschaften sowie Kreditversicherungen begrenzt. Wir versuchen, eine möglichst breite, ausgeglichene und solide Kundenbasis aufzubauen. Im Berichtsjahr sind wie im Vorjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle aufgetreten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen schätzen wir als gering ein. Das Risiko eines Ausfalls bewerten wir insgesamt als niedrig.
Marktpreis- / Währungsrisiko
Einen Großteil unserer Umsatzerlöse erzielen wir in US-Dollar und Japanischen Yen, Kosten fallen hingegen überwiegend in Euro und Singapur-Dollar an. Wechselkursänderungen können damit Umsatz, Ergebnis, die Liquidität und die Bewertung der Finanzanlagen bzw. Verbindlichkeiten sowie der Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung beeinflussen.
Wir setzen originäre und derivative Finanzinstrumente ein, um die durch das operative Geschäft notwendigen finanziellen Bedürfnisse und Risiken zu decken und zu steuern. Das Netto-Fremdwährungsrisiko sichert Siltronic ab einer bestimmten Größenordnung durch derivative Finanzinstrumente ab. Deren Einsatz ist in der Anweisung zum Devisenmanagement umfassend geregelt. Derivative Finanzinstrumente werden nur eingesetzt, wenn ein tatsächliches oder geplantes operatives Geschäft zugrunde liegt. Den Absicherungen liegen neben bereits gebuchten operativen Geschäften Prognosen über zukünftige Zahlungsströme zugrunde. Der abnehmenden Prognosegenauigkeit in der Zukunft wird mit abgestuften Sicherungsquoten Rechnung getragen. Wir begegnen Wechselkursrisiken zusätzlich durch unsere Produktionsstandorte außerhalb des Euroraums. Translationsrisiken, also Bewertungsrisiken für Bilanzbestände aus der Umrechnung von Fremdwährungspositionen, werden grundsätzlich nicht abgesichert. Zur Bewertung offener Positionen werden anerkannte Bewertungsverfahren verwendet. Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente ist im Anhang zum Jahresabschluss unter Ziffer 19 enthalten.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es im Jahr 2016 zu Währungskursänderungen kommt, die substanziell von unseren Planungsannahmen abweichen, schätzen wir aus heutiger Sicht als möglich ein. Sollte dieser Fall eintreten, so hätte das vermutlich große Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird mittels einer rollierenden Liquiditätsplanung und effizienter Cash-Management-Systeme zentral gemanagt. Dem Finanzierungsrisiko beugt Siltronic durch vorgehaltene Liquidität vor. Im Rahmen des Cash-Poolings werden die liquiden Mittel intern im Konzern bedarfsgerecht weitergeleitet.
Die Liquidität von Siltronic hat sich im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr durch den Börsengang und den hohen Cashflow trotz höherer Investitionen sehr positiv entwickelt. Zum Bilanzstichtag belief sich das Nettofinanzvermögen auf EUR 155,9 Mio. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit des Eintritts von Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken als gering ein. Sollte es dennoch wider Erwarten zu Finanzierungs- oder Liquiditätsengpässen kommen, wären ihre Auswirkungen auf das Konzernergebnis niedrig.
Chancenbericht
Siltronic sieht in den nächsten Jahren eine Reihe von Chancen, das Unternehmen erfolgreich weiterzuentwickeln. Um Chancen frühzeitig zu erkennen, setzen wir diverse Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente ein, beispielsweise zur laufenden strukturierten Auswertung von Markt-, Industrie- und Wettbewerbsdaten. Zudem stehen wir für die Beurteilung zukünftiger Chancen im engen Kontakt mit unseren Kunden. Ob und in welchem Maße identifizierte Chancen erreicht werden, wird über Kennzahlen verfolgt (Rolling Forecast und Ist-Berichterstattung).
Strategische Chancen von übergeordneter Bedeutung - wie Strategieanpassungen oder mögliche Akquisitionen, Kooperationen und Partnerschaften - werden auf Vorstandsebene behandelt. Das geschieht im Rahmen des jährlichen Strategieentwicklungs- und Planungsprozesses und bei aktuellen Themen in den turnusmäßigen Vorstandssitzungen. Für diese Themen werden in der Regel unterschiedliche Szenarien und Risiko-Chancen-Profile entwickelt und zur Entscheidung gestellt.
Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen
Ertrag weiter steigern
Siltronic sieht weiterhin gute Chancen, den Ertrag zu steigern. Die Fokusregion liegt für uns in Asien. Der zunehmende Wohlstand in der Region Asien und in Schwellenländern anderer Regionen lässt die Nachfrage nach höherwertigen Produkten, in denen Halbleiter zum Einsatz kommen, steigen. Besonders im Fokus stehen dabei die Bereiche Automobil, Industrieanwendungen, Smartphones, Tablets und Konsumerelektronik. Mit innovativen Produkten wollen wir dieses Wachstum begleiten.
Mit steigender Auslastung der Produktionskapazitäten geht die Chance einher, dass Preise für Wafer erhöht werden können oder zumindest der Preisrückgang geringer ausfällt als in der Vergangenheit. Da sich positive Entwicklungen bei den Preisen in vollem Umfang in der Ertrags- und Finanzlage niederschlagen, kommt dieser Chance eine besondere Bedeutung zu. Eine ähnliche Wirkung wie positive Preisentwicklungen entfalten günstigere Wechselkurse. Für Siltronic ist das Wechselkursverhältnis des Euros zum US-Dollar und zum Japanischen Yen entscheidend. Der Preis von Siliziumwafern wird in der Regel in US-Dollar festgelegt. Der US-Dollar hat in den vergangenen Monaten erheblich an Wert gewonnen. Diese Entwicklung erhöht den Wert unserer auf US-Dollar lautenden Umsätze im Vergleich zu unseren auf Euro lautenden Aufwendungen.
Präsenz bei allen Wafer-Verbrauchern
Mit unserem Produktportfolio bedienen wir unter anderem alle 20 führenden Verbraucher von Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie. Der Anstieg der Nachfrage nach Siliziumwafern für die Halbleiterindustrie in jüngerer Zeit ist überwiegend der Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones zuzuschreiben. Zusätzlich zur steigenden Anzahl von mobilen Endgeräten wird erwartet, dass neue Märkte und Anwendungsbereiche im Gesundheitswesen, im Automobilbau und in der Industrie zukünftig für steigende Nachfrage nach Siliziumwafern sorgen. Mit unserem breiten Produktportfolio können wir in hervorragender Weise diese globalen Zukunftsthemen bedienen. Durch die Auffächerung unserer Produkte in immer mehr unterschiedlichen Anwendungen und Industrien erwarten wir, dass der Halbleitermarkt zukünftig weniger kurzfristige zyklische Nachfrageschwankungen aufzeigen wird und sich zu einem stabileren Markt weiterentwickelt.
Unternehmensstrategische und leistungswirtschaftliche Chancen
Solide finanzielle Lage
Die gute finanzielle Situation ermöglicht es uns, bei entsprechenden Markt- und Branchenentwicklungen kurzfristig auf sich bietende strategische Optionen flexibel und schnell reagieren zu können. Der Investitionsschwerpunkt liegt auf Anlagen zur Herstellung von Wafern mit höheren Anforderungen sowie auf weiteren Automatisierungen. Signifikante Erweiterungsinvestitionen sind bei den aktuellen Verkaufspreisen nicht geplant. Wir sind zuversichtlich, Kapazitätssteigerungen über Effizienzsteigerungen und den Abbau von Produktionsengpässen zu erzielen.
Technologieführerschaft aufrechterhalten
Wir sind zuversichtlich, an den weiteren Möglichkeiten und Chancen der Branche erfolgreich zu partizipieren, da wir fortlaufend neue technologische Lösungen für unsere Kunden entwickeln. Die Wafer werden für immer kleinere Strukturen verwendet, die auch als Design Rules bezeichnet werden, und heute im Bereich von wenigen Nanometern liegen. Beispielsweise arbeiten wir gegenwärtig mit unseren Kunden daran, die nächste, gemeinhin als "Sub-10 nm" bezeichnete Design Rule am Markt einzuführen. An der Entwicklung der folgenden Design Rule arbeiten wir ebenfalls schon. Dies ermöglicht die Produktion von immer leistungsfähigeren und energieeffizienteren Generationen von Computerchips. Durch den Einsatz neuer Materialien wie beispielsweise Galliumnitrid versprechen wir uns ebenfalls weitere Wachstumsperspektiven.
Kostenposition kontinuierlich verbessern
Siltronic bieten sich eine Reihe von Chancen, ihre Kostenstrukturen, Prozesse und Produktivität zu verbessern. Wir haben jeweils Kostensenkungspotenziale identifiziert und setzen die Maßnahmen bereits um. Hebel für Kostensenkungen sehen wir unter anderem in den spezifischen Kosten bei Hilfsstoffen, Produktivitätsfortschritten in der Herstellung sowie der Suche nach neuen Lieferanten, um bessere Einkaufskonditionen zu erreichen. Investitionen in die weitere Automatisierung der Produktion helfen ebenfalls, die Kostenstrukturen zu verbessern. Zudem arbeiten wir an einer weiteren Flexibilisierung unserer Standorte, um besser auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Beurteilung des Gesamtrisikos durch den Vorstand
Im Berichtsjahr hat sich das Risikoprofil des Konzerns nicht signifikant verändert. Für den Vorstand sind zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die die Fortführung des Unternehmens ernsthaft gefährden könnten. Die Marktrisiken, die geprägt sind von Überkapazitäten und sinkenden Preisen, sind nach wie vor vorhanden. Trotz dieser Risiken sehen wir für Siltronic weiterhin gute Chancen, in diesem Markt mittel- bis langfristig erfolgreich zu sein. Wir bleiben zuversichtlich, dass Siltronic strategisch und finanziell so gut aufgestellt ist, dass wir die Chancen, die sich uns bieten, nutzen können.
Risikobeurteilung für 2016
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Risiko | Gering | Möglich | Hoch | Niedrig | Mittel | Groß |
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| Gesamtumfeld | ||||||
| Konjunktureller Abschwung | • | • | ||||
| Externe Risiken | • | • | ||||
| Branchen- und Absatzmarktrisiken | ||||||
| Wettbewerb, Nachfragemacht Kunden, Austauschbarkeit Produkte und Zyklen im Wafermarkt | • | • | ||||
| Anpassung Produktionsanlagen | • | • | ||||
| Zusätzliche Kosten durch Stilllegung | • | • | ||||
| Produktentwicklungsrisiken | • | • | ||||
| Beschaffungsmarktrisiken | ||||||
| Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen | • | • | ||||
| Abhängigkeit von nahestehenden Unternehmen | • | • | ||||
| Produktions- und Produkthaftungsrisiken | ||||||
| Produkthaftungs- und Produktionsrisiken | • | • | ||||
| Effizienz- und Produktionskostenziele | • | • | ||||
| Rechtliche und regulatorische Risiken | ||||||
| Allgemeine rechtliche Risiken | • | • | ||||
| Umweltrechtliche Risiken | • | • | ||||
| Regulatorische Risiken | • | • | ||||
| Sicherheit der IT und Daten | • | • | ||||
| Personalrisiken | • | • | ||||
| Pensionsrisiken | • | • | ||||
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||||||
| Kreditrisiko | • | • | ||||
| Marktpreis-/Währungsrisiko | • | • | ||||
| Liquiditätsrisiko | • | • |
Prognosebericht
Voraussichtliche gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung
Die Risiken und Unsicherheiten für die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft nehmen zu. Das voraussichtliche globale Wachstum wird sich nur schwach beschleunigen. Mehrere Konjunkturexperten haben in den letzten Monaten die Prognosen 2016 nach unten revidiert. Für das Jahr 2016 wird ein Wachstum weltweit von 3,4 Prozent erwartet. In der letzten Prognose waren es noch 3,6 Prozent.
Im Euroraum stehen die Zeichen weiter auf einem moderaten Wachstum mit 1,7 Prozent für 2016.
Für Deutschland prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2016 mit 1,7 Prozent ein nur leicht über 2015 liegendes Wachstum. Die USA sollen 2016 auf 2,6 Prozent zulegen. Für Japan sieht der IWF einen moderaten Aufschwung mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. In China prognostiziert der IWF ein Wachstum von 6,3 Prozent.
Für das Jahr 2016 erwartet die Marktforschungsfirma IHS Technology, dass die Nachfrage nach Siliziumwafern wieder um 3,3 Prozent ansteigt. Allerdings haben sich die Wachstumsprognosen für den siliziumbasierten Halbleitermarkt in den letzten Monaten abgeschwächt. Entscheidend wird hier sein, inwieweit der Preisdruck in diesem Segment weiter anhält. Für den weltweiten Umsatz im Halbleitermarkt sagen die Experten von IHS Technology für 2016 daher ein Minus von 0,8 Prozent voraus.
Künftige Entwicklung der Siltronic
Siltronic plant keine wesentlichen Änderungen der Unternehmensziele und -strategie. Auch weiterhin werden der Ausbau unserer Technologieführerschaft, die Beibehaltung unserer Qualitätsführerschaft und die Fortsetzung unseres Programms für operative Exzellenz und Kostensenkung ebenso wie eine hohe Profitabilität und stabile Cashflows im Fokus stehen.
Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für den Siltronic-Konzern bleiben unverändert gegenüber dem Vorjahr.
Quellen:
Economic Outlook Update, 19. Januar 2016
IHS Technology, Semiconductor Silicon Demand Forecast Tool, Q1 2016 (21. Januar 2016)
Dies sind:
| ― | EBITDA-Marge |
| ― | ROCE |
| ― | Free-Cashflow |
Diese wichtigsten Steuerungskennzahlen entwickeln sich für den Konzern aus heutiger wie folgt:
EBITDA-Marge wird weiter steigen
Wir erwarten, dass sich unsere EBITDA-Marge 2016 leicht verbessert. Mittelfristig streben wir eine Ziel-EBITDA-Marge von 20 Prozent an, die wir 2016 jedoch voraussichtlich noch nicht erreichen werden.
Die Prognose für die EBITDA-Marge fußt auf folgenden Annahmen, die weitere finanzielle Leistungsindikatoren betreffen:
Umsatz 2016 leicht unter Vorjahresniveau
Für 2016 erwartet der Vorstand der Siltronic aus heutiger Sicht (Stand März 2016), dass der Waferabsatz im Gesamtjahr leicht steigen wird.
Wir erwarten, dass das 1. Quartal 2016 ungefähr auf Niveau des 4. Quartals 2015 liegen wird. Dies ist zum einen auf eine übliche saisonale Schwäche des 1. Quartals eines Geschäftsjahres sowie auf die noch anhaltende Absatzschwäche für PCs, Tablets und Smartphones zurückzuführen. Im 2. Quartal sollte sich die übliche Belebung in der Nachfrage langsam zeigen.
Wir sehen insbesondere in der Automobilindustrie und den Industrieanwendungen interessante Perspektiven und erwarten hier insgesamt ein weiteres Wachstum.
Für 2016 erwarten wir ein Mengenwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Wir gehen davon aus, dass der Produktmix in etwa dem Vorjahr entspricht, wobei der Anteil der 200-mm-Wafer, die aus Floatzone-Kristallen hergestellt werden, weiter steigen dürfte.
Bereits Ende 2015 sind die Preise für einige Produktlinien mit niedrigen Produktionsauslastungen unter Druck geraten. Wir erwarten, dass sich dieser Trend zumindest im ersten Halbjahr 2016 fortsetzen wird. Bei Produkten mit hoher Produktionsauslastung sehen wir aktuell relativ stabile Preise.
Unter den oben genannten Annahmen zur Absatzmenge und den durchschnittlichen Verkaufspreisen wird der Umsatz für das Gesamtjahr voraussichtlich leicht unter Vorjahresniveau liegen, bei Annahme von durchschnittlichen Wechselkursen wie im Jahr 2015.
Forschung und Entwicklung (F&E) auch künftig bei ca. 7 Prozent vom Umsatz
Zur langfristigen Erhaltung unserer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit streben wir an, auch künftig rund 7 Prozent vom Umsatz in F&E zu investieren.
Weitere Optimierung der Kostenpositionen
Wir wollen unser seit Jahren bestehendes Kosteneinsparprogramm weiter fortsetzen und planen auch in Zukunft, unsere wesentlichen Kostenpositionen kontinuierlich zu prüfen und zu optimieren. Wir erwarten, 2016 ein Einsparpotenzial von rund EUR 30 Mio. bis EUR 35 Mio. realisieren zu können.
Das Ergebnis wird durch Tariferhöhungen und die Inflation voraussichtlich mit ca. EUR 15 Mio. belastet.
Währungsverluste deutlich niedriger
Die Währungsverluste, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen verbucht werden, werden mit rund EUR 10 Mio. bis EUR 15 Mio. deutlich niedriger ausfallen als 2015 (EUR 45,7 Mio.), wenn der US-Dollar im Jahresschnitt 2016 bei USD/EUR 1,10 notieren wird.
ROCE positiv
Wir gehen für 2016 von einem ROCE im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Mittelfristig liegt das ROCE-Ziel bei rund 11 Prozent. Dieses werden wir allerdings in den nächsten beiden Geschäftsjahren voraussichtlich noch nicht erreichen. Neben der Entwicklung der Einflussfaktoren auf das EBITDA haben insbesondere folgende Annahmen Auswirkung auf die Entwicklung des ROCE:
Abschreibungen leicht rückläufig
Wir gehen davon aus, dass die Abschreibungen 2016 gegenüber 2015 nur leicht zurückgehen werden. Für 2018 erwarten wir einen deutlichen Rückgang.
Steueraufwand
Der Steueraufwand wird voraussichtlich unverändert bei etwa EUR 10 Mio. liegen.
Finanzergebnis unverändert
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Pensionen und wird voraussichtlich etwa EUR 10 Mio. betragen.
Investitionen in Automatisierung und Capability unverändert
Für das Geschäftsjahr 2016 planen wir Investitionen in Höhe von rund EUR 80 Mio., die zum großen Teil in moderne Kristallziehanlagen und in die weitere Automatisierung unserer Standorte fließen. Mit den neuen Kristallziehanlagen werden wir weitere Verbesserungen der Kristalleigenschaften erzielen und durch die steigende Automation unsere Produktivität deutlich steigern.
Positiver Free-Cashflow
Wir erwarten, dass 2016 der Saldo der erhaltenen Kundenanzahlungen um etwa EUR 20 Mio. zurückgehen und den Cashflow entsprechend belasten wird. Trotz dieses Effekts gehen wir für 2016 von einem deutlich positiven Free-Cashflow aus, der jedoch unterhalb des Werts von 2015 liegen wird.
Ergebnis je Aktie leicht positiv
Das Ergebnis je Aktie wird im Geschäftsjahr 2016 wahrscheinlich leicht positiv.
Die tatsächliche Entwicklung des Konzerns kann aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten positiv wie auch negativ von unseren Annahmen abweichen.
Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung
Der Vorstand erwartet zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts 2015, dass Siltronic trotz des volatilen wirtschaftlichen Umfelds auch 2016 erfolgreich am Markt agieren wird.
Wir sehen weitere Optimierungsmöglichkeiten durch unser Kosten-Roadmap Programm. Zusätzlich werden die Währungsverluste unter der Annahme eines US-Dollar-Kurses von 1,10 deutlich geringer ausfallen. Bei einem Umsatzniveau leicht unter Vorjahr und einem steigenden EBITDA erwarten wir für 2016 eine nachhaltige EBITDA-Marge, die über den Vorjahresmargen liegen sollte.
Prognose 2016
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| EBITDA-Marge | leicht verbessert |
| ROCE | Im mittleren einstelligen Prozentbereich |
| Free-Cashflow | Deutlich positiv, jedoch unter dem Wert von 2015 |
| Konzernumsatz | Leicht unter Vorjahresniveau |
| F&E | Weiterhin ca. 7 Prozent vom Umsatz |
| Kostenpositionen | Einsparpotenzial von rund EUR 30 Mio. bis EUR 35 Mio. |
| Währungsverluste | Deutlich niedriger mit rund EUR 10 Mio. bis EUR 15 Mio. |
| Abschreibungen | Leichter Rückgang |
| Steueraufwand | Circa EUR 10 Mio. |
| Finanzergebnis | Circa EUR 10 Mio. |
| Ergebnis je Aktie | Wahrscheinlich leicht positiv |
| Investitionen | Rund EUR 80 Mio. |
Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Siltronic haben.
Schlusserklärung nach § 312 Abs. 3 AktG
Der Vorstand der Siltronic AG hat nach § 312 Abs. 3 AktG einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen mit verbundenen Unternehmen erstellt. Dieser Bericht enthält folgende Schlusserklärung: "Wir erklären, dass die Siltronic AG bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden ist."
Vergütungsbericht
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzern-Lageberichts und des mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Konzernabschlusses.
Vergütungssystem für den Vorstand
Für die Festlegung der individuellen Vergütung der Mitglieder des Vorstands der Siltronic AG ist der gesamte Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Präsidialausschuss zuständig.
Das Vergütungssystem für den Vorstand setzt sich aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:
Festes Jahresgehalt
Das feste Jahresgehalt wird monatlich in gleichen Raten ausbezahlt.
Variables Gehalt (erfolgs- und leistungsbezogener Bonus)
Die Höhe des variablen, jährlich im Nachhinein zahlbaren Bonus ist abhängig davon, dass vom Aufsichtsrat für alle Mitglieder des Vorstands einheitlich festgesetzte Ziele erreicht werden. Die Ziele basieren auf vier Kennzahlen, wobei die Kennzahlen und die Bemessungsgrundlage anlässlich des Börsengangs unterjährig geändert wurden.
Regelung bis zum 10. Juni 2015
Bis zum 10. Juni 2015 (einschließlich) haben folgende Kennzahlen den Bonus definiert:
| ― | EBITDA-Marge des Siltronic-Konzerns |
| ― | Operativer Netto-Cashflow des Siltronic-Konzerns |
| ― | Ergebnis nach Kapitaleinsatz des Siltronic-Konzerns |
| ― | Return on Capital Employed (ROCE) des Wacker Chemie-Konzerns |
Aus der historischen Entwicklung, der Planung und im Vergleich zu Wettbewerbern wird eine konkrete Ziel-EBITDA-Marge berechnet. Die Kennzahl ist auf die langfristige Entwicklung der Siltronic ausgerichtet. Mittelfristig streben wir eine EBITDA-Marge von 20 Prozent an. Der Zielerreichungsgrad hängt davon ab, inwieweit die Ziel-EBITDA-Marge erreicht wurde.
Der operative Netto-Cashflow ist eine Kennzahl, die inhaltlich an den Free-Cashflow angelehnt ist. Der Free-Cashflow ist definiert als Summe aus Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit in Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen, aber ohne Akquisitionen von Unternehmen. Der Free-Cashflow zeigt, ob der laufende Geschäftsbetrieb und die notwendigen Investitionen aus der eigenen operativen Tätigkeit finanziert werden können. Der Siltronic-Konzern hat das Ziel, einen positiven Free-Cashflow zu erreichen. Die wesentlichen Einflussgrößen auf den Free-Cashflow und auf den operativen Netto-Cashflow sind neben der Profitabilität ein wirksames Management von Forderungen sowie Vorräten und die Höhe der Investitionen. Der Zielerreichungsgrad hängt von der Abweichung zum Plan ab.
Die Zielgröße "Ergebnis nach dem Kapitaleinsatz" berücksichtigt die Kosten des eingesetzten Kapitals. Zur Berechnung dieser Größe werden Abschreibungen und Kapitalkosten vom EBITDA abgezogen. Die Entwicklung des Ergebnisses nach dem Kapitaleinsatz ist im Wesentlichen abhängig von der EBITDA-Veränderung und der Höhe des eingesetzten Kapitals. Der Zielerreichungsgrad hängt von der Abweichung zum Plan ab. Kapitalkosten und Abschreibungen ändern sich gegenüber Plan allenfalls geringfügig.
Beim Return on Capital Employed (ROCE) handelt es sich um die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Mit dem ROCE wird deutlich, wie profitabel das für den Geschäftsbetrieb notwendige Kapital genutzt wird. Neben der Profitabilität wird der ROCE von der Kapitalintensität in Bezug auf das Anlagevermögen sowie auf das Nettoumlaufvermögen beeinflusst. Mittelfristig beträgt das ROCE-Ziel 11 Prozent. Der ROCE ist ein wesentliches Kriterium in der Steuerung des Investitionsbudgets. Wie die EBITDA-Marge ist auch der ROCE auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Der Zielerreichungsgrad hängt davon ab, inwieweit das Ziel-ROCE erreicht wurde.
Der rechnerische Zielbonus lag bei 100 Prozent Zielerreichung im Bemessungszeitraum bei 50 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehalts im Bemessungszeitraum. Der Maximalbonus für die Vorstandsmitglieder betrug 100 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehalts im Bemessungszeitraum. Der Bemessungszeitraum war das Geschäftsjahr. Für die individuelle Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist vom Aufsichtsrat ein Faktor zwischen 0,8 und 1,2 festzulegen. Dieser Faktor wurde als Multiplikator für die ermittelte variable Vergütung herangezogen. Für Herrn Dr. von Plotho galt eine Mindestbonus-vereinbarung von 25 Prozent.
Regelung seit dem 11. Juni 2015
Vor dem Hintergrund des Börsengangs der Siltronic AG am 11. Juni 2015 hat der Aufsichtsrat die variable Vergütung des Vorstands geändert. Ab dem 11. Juni 2015 definieren folgende Kennzahlen den Bonus:
| ― | EBITDA-Marge des Siltronic-Konzerns |
| ― | Operativer Netto-Cashflow des Siltronic-Konzerns |
| ― | Ergebnis nach Kapitaleinsatz des Siltronic-Konzerns |
| ― | Return on Capital Employed (ROCE) des Siltronic-Konzerns |
Die Kennzahlen EBITDA-Marge, operativer Netto-Cashflow und Ergebnis nach Kapitaleinsatz sind unverändert zum Zeitraum vor Börsengang. Bei der Kennzahl ROCE wurde die Bezugsgröße vom Wacker Chemie-Konzern auf den Siltronic-Konzern geändert.
Außerdem wurde der Bemessungszeitraum für die Ermittlung der variablen Vergütung auf drei Jahre ausgedehnt: Für die Bemessung des Bonus werden die Zielerreichung des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie die Gesamtzielerreichung der zwei dem abgelaufenen Geschäftsjahr vorangegangenen Jahre im Wege einer Durchschnittsbildung einbezogen. Der rechnerische Zielbonus liegt bei 100 Prozent Zielerreichung im Bemessungszeitraum bei 100 Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttogrundgehalts im letzten Jahr des Bemessungszeitraums. Der Maximalbonus für die Vorstandsmitglieder beträgt 200 Prozent des durchschnittlichen Jahresgrundgehalts im letzten Jahr des Bemessungszeitraums. Für die Jahre 2013 und 2014 wurde eine Zielerreichung von 100 Prozent festgelegt.
Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, den rechnerisch ermittelten Bonus auf der Grundlage einer Würdigung aller Umstände unter Einbeziehung der individuellen Leistung um bis zu 30 Prozent zu erhöhen oder zu reduzieren.
Die Bonushöhe wird vom Aufsichtsrat der Gesellschaft jeweils im März eines Jahres für das abgelaufene Geschäftsjahr festgelegt.
85 Prozent des festgesetzten Bonus für ein entsprechendes Geschäftsjahr werden mit dem nächsten Festgehalt ausgezahlt, die übrigen 15 Prozent werden in Form von Aktien der Gesellschaft gezahlt, die die Siltronic über die Börse im Namen und für das Vorstandsmitglied erwirbt. Für diese Aktien gilt eine Haltefrist von zwei Jahren.
Die Mindestbonusvereinbarung von Herrn Dr. Christoph von Plotho gilt nicht mehr.
Für den erfolgreichen Börsengang der Siltronic AG haben Herr Dr. Christoph von Plotho und Herr Rainer Irle im Jahr 2015 jeweils einen Sonderbonus in Höhe von EUR 120.000 (Herr Dr. Christoph von Plotho) bzw. EUR 84.000 (Herr Rainer Irle) erhalten, wovon jeweils 50 Prozent in Aktien erbracht wurden. Für diese Aktien gilt ebenfalls eine Haltefrist von zwei Jahren.
Beitrag zur Altersversorgung
Die bereits bestehende Versorgungszusage über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG zur Sicherung der betrieblichen Grundversorgung wird von der Gesellschaft für die Vorstände fortgeführt. Zu diesem Zweck leisten die Gesellschaft und der Vorstand monatliche Beiträge an die Pensionskasse nach Maßgabe der Allgemeinen Versicherungsbedingungen 1972 der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG.
Der Vorstand erwirbt außerdem Ansprüche gegenüber der Gesellschaft nach der Ordnung der betrieblichen Zusatzversorgung in ihrer jeweils gültigen Fassung. Als versorgungsfähiges Einkommen im Sinne der Ordnung gilt das vereinbarte feste Jahresgehalt. Die Leistungen aus dieser betrieblichen Zusatzversorgung bestehen aus Altersrenten, vorgezogenen Altersrenten, Invaliditätsrenten und Hinterbliebenenrenten. Der Versorgungsaufwand beträgt 12,25 Prozent des versorgungsfähigen Jahreseinkommens zwischen 100 Prozent und 150 Prozent sowie 15 Prozent des versorgungsfähigen Jahreseinkommens oberhalb 150 Prozent der maßgeblichen jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Die Höhe der jährlichen Versorgungsleistungen ergibt sich aus dem bis zum Eintritt des Versorgungsfalls vom Unternehmen insgesamt zur Verfügung gestellten Versorgungsaufwand, der mit 18 Prozent verrentet wird.
Der Vorstand erhält von der Gesellschaft zusätzlich einen monatlichen Betrag (brutto) in Höhe des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung (auf Basis der 2015 gültigen sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen derzeit EUR 565,68 brutto pro Monat) als Baustein für den Aufbau einer privaten Altersversorgung.
Sonstige wesentliche Vereinbarungen
Die Gesellschaft gewährt den Mitgliedern des Vorstands angemessenen Versicherungsschutz, insbesondere eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt entsprechend den Vorgaben des deutschen Aktiengesetzes.
Die Mitglieder des Vorstands unterliegen im Falle des Ausscheidens aus dem Unternehmen jeweils einer zwölfmonatigen Karenzverpflichtung, die mit einer Karenzentschädigung verbunden ist. Die Karenzentschädigung errechnet sich auf Basis von 50 Prozent der zuletzt bezogenen Jahresgesamtbezüge (Durchschnitt der letzten drei Jahre). Ein etwaiges Ruhegehalt wird auf die Karenzentschädigung angerechnet.
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge vor, dass etwaige Ausgleichszahlungen für die Vorstände auf den Wert von maximal zwei Jahresgesamtvergütungen begrenzt sind (Abfindungs-Cap).
Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015
Mit Wirkung zum 11. Juni 2015 wurde das feste Jahresgehalt von Herrn Dr. Christoph von Plotho von EUR 354.900 auf EUR 400.000 brutto erhöht und das feste Jahresgehalt von Herrn Rainer Irle von EUR 231.800 auf EUR 280.000 brutto.
Im Geschäftsjahr 2013 hatte Siltronic aufgrund der herausfordernden Ertragslage eine Vielzahl an Programmen zur Kostenreduzierung und Produktivitätsverbesserung umgesetzt. Im Sinne einer Vorbildfunktion hatte der Vorstand von März bis einschließlich November 2013 seine monatliche Festvergütung vorübergehend um 10 Prozent reduziert. In den Jahren 2014 und 2015 wurde aufgrund der verbesserten Ertragslage den Mitgliedern des Vorstands als anteilige Kompensation für die vorübergehende Reduktion ein Betrag von jeweils 50 Prozent des jeweiligen Einbehalts aus 2013 ausbezahlt.
Die aktuelle Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist in den nachfolgenden Tabellen dargestellt, die den vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Tabellen folgen.
Die nachfolgende Tabelle weist den Wert der für das Geschäftsjahr 2015 gewährten Zuwendungen aus. Dabei werden auch die Werte, die im Minimum bzw. Maximum erreicht werden können, angegeben.
Gewährte Zuwendungen für das Berichtsjahr
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 2015 Ziel | 2015 Minimum | 2015 Maximum | 2014 Ziel | 2015 Ziel | 2015 Minimum |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 379.846 | 379.846 | 379.846 | 347.972 | 258.462 | 258.462 |
| Periodenfremde Zahlung1) | 12.919 | 12.919 | 12.919 | 12.919 | 8.021 | 8.021 |
| Nebenleistungen2) | 41.244 | 41.244 | 41.244 | 40.230 | 36.755 | 36.755 |
| Summe | 434.009 | 434.009 | 434.009 | 401.121 | 303.238 | 303.238 |
| Einjährige variable Vergütung3) | 79.400 | 39.700 | 190.400 | 177.500 | 51.900 | 0 |
| IPO | 120.000 | 0 | 120.000 | 0 | 84.000 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung4) | 221.212 | 103.748 | 382.476 | 0 | 154.848 | 72.624 |
| Summe | 854.621 | 577.457 | 1.126.885 | 578.621 | 593.986 | 375.862 |
| Versorgungsaufwand5) | 59.320 | 59.320 | 59.320 | 48.849 | 99.899 | 99.899 |
| Gesamtvergütung | 913.941 | 636.777 | 1.186.205 | 627.470 | 693.885 | 475.761 |
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| Rainer Irle Mitglied des Vorstands | ||
|---|---|---|
| EUR | 2015 Maximum | 2014 Ziel |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 258.462 | 227.268 |
| Periodenfremde Zahlung1) | 8.021 | 8.021 |
| Nebenleistungen2) | 36.755 | 37.816 |
| Summe | 303.238 | 273.105 |
| Einjährige variable Vergütung3) | 124.400 | 115.900 |
| IPO | 84.000 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung4) | 267.732 | 0 |
| Summe | 779.370 | 389.005 |
| Versorgungsaufwand5) | 99.899 | 54.231 |
| Gesamtvergütung | 879.269 | 443.236 |
1) Es handelt sich um die anteilige Kompensation eines Einbehalts von Gehalt aus dem Jahr 2013: Im Geschäftsjahr 2013 hatte der Siltronic-Konzern aufgrund der herausfordernden Ertragslage eine Vielzahl an Programmen zur Kostenreduzierung und Produktivitätsverbesserung umgesetzt. Im Sinne einer Vorbildfunktion hatte der Vorstand von März bis einschließlich November 2013 seine monatliche Festvergütung vorübergehend um 10 Prozent reduziert. 2014 und 2015 wurde aufgrund der verbesserten Ertragslage den Mitgliedern des Vorstands jeweils ein Betrag von 50 Prozent des jeweiligen Einbehalts aus 2013 ausbezahlt.
2) Nebenleistungen enthalten im Wesentlichen die Nutzung eines Firmenfahrzeugs und Zuschüsse zur Sozialversicherung.
3) Anteiliger einjähriger Bonus für den Zeitraum 01.01. - 10.06.2015 (Basis: Zielbonus).
4) Anteilige mehrjährige Vergütung für den Zeitraum 11.06. - 31.12.2015. Die Mehrjährigkeit bezieht sich auf die Bemessungsgrundlage. Für 15 Prozent des festgesetzten Bruttojahresbonus erwerben die Vorstandsmitglieder Aktien der Siltronic AG (Haltefrist 2 Jahre); der einmal auf Basis der dreijährigen Bemessungsgrundlage festgesetzte Bonusbetrag wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst. Für die Berechnung der Minimal- bzw. Maximalwerte wurde die Zielerreichung der beiden vorangegangenen Geschäftsjahre mit dem Wert 100 Prozent berücksichtigt, für das Geschäftsjahr 2015 ein Minimalwert von 0 Prozent bzw. ein Maximalwert von 200 Prozent. In der Angabe des jeweils theoretisch erreichbaren Minimal bzw. Maximalwerts ist zusätzlich noch der mögliche Ermessensspielraum des Aufsichtsrats enthalten.
5) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen.
Die nachfolgende Tabelle weist die tatsächliche Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 aus Festvergütung, Nebenleistungen, variabler Vergütung - differenziert nach einjähriger bzw. mehrjähriger variabler Vergütung - sowie Versorgungsaufwand aus.
Zufluss Berichtsjahr
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| Dr. Christoph von Plotho Vorsitzender des Vorstands | Rainer Irle Mitglied des Vorstands | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2015 | 2014 | 2015 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 379.846 | 347.972 | 258.462 | 227.268 |
| Periodenfremde Zahlung1) | 12.919 | 12.919 | 8.021 | 8.021 |
| Nebenleistungen2) | 41.244 | 40.230 | 36.755 | 37.816 |
| Summe | 434.009 | 401.121 | 303.238 | 273.105 |
| Einjährige variable Vergütung3) | 90.630 | 285.800 | 59.181 | 186.700 |
| IPO | 120.000 | 0 | 84.000 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung4) | 238.909 | 0 | 167.236 | 0 |
| Summe | 883.548 | 686.921 | 613.669 | 459.805 |
| Versorgungsaufwand5) | 59.320 | 48.849 | 99.899 | 54.231 |
| Gesamtvergütung | 942.868 | 735.770 | 713.568 | 514.036 |
1) Es handelt sich um die anteilige Kompensation eines Einbehalts von Gehalt aus dem Jahr 2013: Im Geschäftsjahr 2013 hatte der Siltronic-Konzern aufgrund der herausfordernden Ertragslage eine Vielzahl an Programmen zur Kostenreduzierung und Produktivitätsverbesserung umgesetzt. Im Sinne einer Vorbildfunktion hatte der Vorstand von März bis einschließlich November 2013 seine monatliche Festvergütung vorübergehend um 10 Prozent reduziert. 2014 und 2015 wurde aufgrund der verbesserten Ertragslage den Mitgliedern des Vorstands jeweils ein Betrag von 50 Prozent des jeweiligen Einbehalts aus 2013 ausbezahlt.
2) Nebenleistungen enthalten insbesondere die Nutzung eines Firmenfahrzeugs und Zuschüsse zur Sozialversicherung.
3) Anteilige einjährige Vergütung für den Zeitraum 01.01. - 10.06.2015.
4) Anteilige mehrjährige Vergütung für den Zeitraum 11.06. - 31.12.2015. Die Mehrjährigkeit bezieht sich auf die Bemessungsgrundlage. Für 15 Prozent des festgesetzten Bruttojahresbonus erwerben die Vorstandsmitglieder Aktien der Siltronic AG (Haltefrist 2 Jahre); der einmal auf Basis der dreijährigen Bemessungsgrundlage festgesetzte Bonusbetrag wird im Übrigen nicht durch spätere Entwicklungen beeinflusst.
5) Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen, hierbei handelt es sich nicht um einen Zufluss im Geschäftsjahr.
Die Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Berichtsjahr EUR 260.215 (Vorjahr: EUR 131.910).
Zum 31. Dezember 2015 betrugen die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder EUR 2.686.036 (31. Dezember 2014: EUR 2.462.078) und die Pensionsverpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen EUR 6.679.034 (31. Dezember 2014: EUR 6.660.418).
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der Siltronic AG ist in der Satzung der Siltronic AG geregelt. Die Satzung, einschließlich der Vergütungsregelungen, wurde mit Wirkung zum 11. Mai 2015 neu gefasst.
Vergütungsregelung bis einschließlich 10. Mai 2015
Bis zur Neufassung der Satzung im Mai 2015 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Jahresvergütung in Höhe von EUR 15.000, zuzüglich der darauf zu entrichtenden Umsatzsteuer. Aufsichtsratsmitglieder, die während des laufenden Geschäftsjahres in den Aufsichtsrat eintreten oder aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, erhalten eine entsprechende anteilige Vergütung.
Aufgrund des mit der Wahrnehmung bestimmter Funktionen verbundenen Mehraufwands wird die Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats mit dem Faktor 3 multipliziert. Für seinen Stellvertreter und Vorsitzende eines Ausschusses findet der Faktor 2 Anwendung und für Mitglieder von Ausschüssen wird die Vergütung mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Die Mitgliedschaft im gesetzlich zu bildenden Vermittlungsausschuss bleibt dabei jedoch außer Betracht, das heißt, eine Mitgliedschaft in diesem Ausschuss führt nicht zur Erhöhung der Jahresvergütung. Außerdem bleiben Doppel- und Mehrfachfunktionen unberücksichtigt, sodass der Vorsitzende und sein Stellvertreter keine weiteren Faktoren für Funktionen in Ausschüssen erhalten und Funktionen in Ausschüssen werden bei den Aufsichtsratsmitgliedern nur einmal berücksichtigt.
Zusätzlich sah die bis zum 10. Mai 2015 geltende Fassung der Satzung für die Aufsichtsratsmitglieder eine Auslagenpauschale in Höhe von EUR 10.000 pro Kalenderjahr vor. Weil diese Auslagenpauschale in der neu gefassten Satzung nicht mehr vorgesehen ist, wurde die Auslagenpauschale für das Geschäftsjahr 2015 nur zeitanteilig bis zum 10. Mai 2015 gewährt.
Vergütungsregelung seit 11. Mai 2015
Die seit dem 11. Mai 2015 geltende Satzung sieht als feste Jahresvergütung für die Aufsichtsratsmitglieder EUR 30.000 (zuzüglich Umsatzsteuer) vor. Die Regelung zu den erhöhenden Faktoren entspricht der oben dargestellten vorherigen Fassung der Satzung. Ebenso gilt weiterhin das Prinzip der zeitanteiligen Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern, die während des laufenden Jahres in den Aufsichtsrat eintreten oder aus ihm ausscheiden.
Anstelle der früheren Auslagenpauschale erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats seit dem 11. Mai 2015 für jede physische Sitzung des Gesamtaufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie in Person teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500 pro Sitzung, jedoch höchstens EUR 2.500 pro Kalendertag. Mitglieder, die an physischen Sitzungen per Telefon oder Videokonferenz teilnehmen oder per Stimmbotenerklärung abstimmen, erhalten kein Sitzungsgeld. Für Sitzungen, die insgesamt in Form einer Telefon- oder Videokonferenz abgehalten werden, erhalten die teilnehmenden Mitglieder ein reduziertes Sitzungsgeld von EUR 1.250.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern außerdem auf Nachweis ihre erforderlichen Auslagen, zuzüglich entsprechender Umsatzsteuer.
Die Berechnung der Jahresvergütung für das Geschäftsjahr 2015 erfolgte jeweils zeitanteilig nach den Vorgaben der alten und der neuen Fassung der Satzung. Sitzungsgeld erhielten die Aufsichtsratsmitglieder erst für Sitzungen, die nach dem 11. Mai 2015 stattgefunden haben.
Die Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, die zugleich Vorstand oder Mitarbeiter der Wacker Chemie AG sind (Frau Sieglinde Feist, Herr Dr. Tobias Ohler, Herr Dr. Joachim Rauhut, Herr Auguste Willems), haben auf ihre Vergütung verzichtet. Der Verzicht gilt nur, solange die entsprechenden Aufsichtsratsmitglieder bei der Wacker Chemie AG angestellt sind.
Die Gesellschaft gewährt den Aufsichtsratsmitgliedern angemessenen Versicherungsschutz; insbesondere schließt die Gesellschaft zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung ab.
Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2015
Die den Mitgliedern des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 jeweils gewährte Vergütung setzt sich wie folgt zusammen (nicht enthalten ist die zusätzlich gezahlte Umsatzsteuer von 19 Prozent):
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| Aufsichtsratsmitglied | Jahresvergütung in EUR (unter Berücksichtigung der anwendbaren Faktoren für besondere Funktionen) |
Sitzungsgeld in EUR |
Auslagenpauschale in EUR (anteilig bis 10. Mai 2015) |
Gesamtvergütung in EUR |
|---|---|---|---|---|
| Maximilian Baumgartner | 24.657,54 | 7.500,00 | 3.561,64 | 35.719,18 |
| Sieglinde Feist* | - | - | - | - |
| Dr. Hermann Gerlinger | 36.986,30 | 7.500,00 | 3.561,64 | 48.047,94 |
| Karin Gottschalk | 24.657,54 | 7.500,00 | 3.561,64 | 35.719,18 |
| Johann Hautz | 24.657,54 | 7.500,00 | 3.561,64 | 35.719,18 |
| Bernd Jonas | 38.985,91 | 15.000,00 | - | 53.985,91 |
| Gertraud Lauber | 24.657,54 | 7.500,00 | 3.561,64 | 35.719,18 |
| Dr. Tobias Ohler* | - | - | - | - |
| Walter Ortner | 49.315,07 | 15.000,00 | 3.561,64 | 67.876,71 |
| Dr. Joachim Rauhut** | 10.109,59 | 2.500,00 | - | 12.609,59 |
| Dr. Franz Richter | 24.657,54 | 7.500,00 | 3.561,64 | 35.719,18 |
| Harald Sikorski | 24.657,54 | 7.500,00 | 3.561,64 | 35.719,18 |
| Auguste Willems* | - | - | - | - |
* Verzicht auf Vergütung, da zugleich Vorstand oder Mitarbeiter der Wacker Chemie AG.
** Verzicht auf Vergütung bis zum 31. Oktober 2015, da bis zu diesem Zeitpunkt Vorstand der Wacker Chemie AG.
Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht des Vorstands gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG
§ 315 Abs. 4 Nr. 1
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital der Siltronic AG beträgt EUR 120 Millionen und ist eingeteilt in 30 Millionen nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 4 am Grundkapital. Die Aktien lauten auf den Namen. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen, jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Gesellschaft hat keine eigenen Aktien.
§ 315 Abs. 4 Nr. 2
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Vertragliche Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind uns nicht bekannt. Die Satzung der Siltronic AG schränkt die Übertragbarkeit der Aktien nicht ein. Beschränkungen des Stimmrechts der Aktien können sich jedoch aus dem Aktiengesetz (zum Beispiel § 136 AktG) oder aus Verstößen gegen die Mitteilungspflichten nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ergeben. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt als Aktionär der Siltronic AG, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Die Siltronic AG ist gemäß § 67 Abs. 4 AktG berechtigt, von den im Register eingetragenen Personen Auskunft darüber zu verlangen, inwieweit ihnen die Aktien, als deren Inhaber sie eingetragen sind, auch gehören, und, soweit dies nicht der Fall ist, die zur Führung des Aktienregisters notwendigen Informationen über denjenigen, für den die Aktien gehalten werden, zu verlangen. Solange diesem Verlangen nicht nachgekommen wird, bestehen die Stimmrechte aus den betroffenen Aktien nicht (§ 67 Abs. 2 Satz 3 AktG).
§ 315 Abs. 4 Nr. 3
Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten
Folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft gemeldet worden:
| ― | Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung: 49,5 Prozent (direkt) |
| ― | Wacker Chemie AG: 57,83 Prozent (davon 8,33 Prozent direkt und 49,5 Prozent zugerechnet über Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung) |
| ― | Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mit beschränkter Haftung: 57,83 Prozent (zugerechnet über Wacker Chemie AG und Wacker-Chemie Dritte Venture Gesellschaft mit beschränkter Haftung) |
§ 315 Abs. 4 Nr. 4
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben.
§ 315 Abs. 4 Nr. 5
Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben
Sofern Arbeitnehmer am Kapital der Siltronic AG beteiligt sind, üben sie die ihnen hieraus entstehenden Kontrollrechte unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
§ 315 Abs. 4 Nr. 6
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder und Satzungsänderungen
Der Vorstand der Siltronic AG besteht gemäß § 5 der Satzung aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Vorstandsmitglieder. Ein Mitglied des Vorstands wird vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern richtet sich nach §§ 84 f. AktG und § 31 MitbestG. Die Satzung der Siltronic AG enthält hierzu keine weitergehenden Regelungen. Satzungsänderungen richten sich nach §§ 179 ff. AktG. Jede Satzungsänderung bedarf demnach eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung ermächtigt, Änderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. So ist er insbesondere ermächtigt, § 4 der Satzung (Grundkapital und Aktien) nach Ausnutzung von bedingtem oder genehmigtem Kapital anzupassen.
§ 315 Abs. 4 Nr. 7
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu insgesamt EUR 50 Millionen durch Ausgabe von neuen Namensaktien einmalig oder mehrmals zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). In der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 wurde im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung für den Börsengang das bestehende Genehmigte Kapital 2015 auf EUR 60 Millionen erhöht und die Ermächtigung bis zum 7. Juni 2020 verlängert. Die Gewinnbeteiligung der neuen Aktien kann abweichend von § 60 AktG geregelt werden. Die Aktionäre haben grundsätzlich ein Bezugsrecht, das jedoch vom Vorstand in den in § 4 Abs. 6 der Satzung genannten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann.
§ 315 Abs. 4 Nr. 7
Wandel- und Optionsschuldverschreibungen
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 ist der Vorstand bis zum 7. Juni 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und / oder Gewinnschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtbetrag von bis zu EUR 750 Millionen zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte (auch mit Wandlungs- oder Optionspflicht) an bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 50 Millionen nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können gegen Barleistung, aber auch gegen Sachleistungen begeben werden. Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch - unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert - in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Sie können auch durch Siltronic-Konzerngesellschaften begeben werden; in diesem Fall ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die emittierende Gesellschaft eine Garantie für die Rückzahlung der Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Inhabern bzw. Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Aktien der Siltronic AG zu gewähren. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu, der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in bestimmten, im Beschluss der Hauptversammlung näher bezeichneten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung von Schuldverschreibungen und deren Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats und unter Beachtung der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses festzulegen.
Bedingtes Kapital
Zur Bedienung der vorgenannten Schuldverschreibungen durch die Gesellschaft hat die Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 50 Millionen durch Ausgabe von bis zu 12,5 Millionen neuen Namensaktien bedingt erhöht. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu den gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung zu bestimmenden Wandlungs- bzw. Optionspreisen.
Erwerb eigener Aktien
Der Vorstand der Siltronic AG ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2015 ermächtigt, innerhalb der gesetzlichen Regelung des § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG eigene Aktien in einem Umfang von bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Das Grundkapital im Zeitpunkt der Beschlussfassung betrug EUR 100 Millionen. Die Ermächtigung gilt bis zum 6. Mai 2020. Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Zu den einzelnen Erwerbsarten enthält die Ermächtigung der Hauptversammlung unterschiedliche Anforderungen, insbesondere hinsichtlich des Kaufpreises. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Vorstand ist befugt, die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats neben einer Veräußerung durch die Börse oder einem Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquoten zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden. Insbesondere dürfen sie gegen Sachleistung (im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen) oder gegen Barleistung veräußert werden. Die eigenen Aktien dürfen aber auch zur Erfüllung oder Absicherung von Erwerbsrechten oder -pflichten auf Aktien der Gesellschaft (im Zusammenhang mit Wandel oder Optionsschuldverschreibungen) verwendet werden. Die eigenen Aktien können auch eingezogen werden. In den genannten Fällen, mit Ausnahme der Einziehung, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
§ 315 Abs. 4 Nr. 8
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Einige Verträge der Siltronic AG, insbesondere die Dienstleistungsverträge mit der Wacker Chemie AG, aber auch einige Einkaufs- oder Lieferverträge, sehen Regelungen vor, die den jeweiligen Vertragspartner im Falle eines Kontrollwechsels dazu berechtigen, den entsprechenden Vertrag vorzeitig zu beenden.
§ 315 Abs. 4 Nr. 9
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Es gibt keine Vereinbarungen mit dem Vorstand oder Arbeitnehmern der Gesellschaft, die Entschädigungen für den Fall eines Übernahmeangebots vorsehen.
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2015
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 01 | 931,3 | 846,0 |
| Herstellungskosten | 01 | - 768,4 | - 769,4 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 162,9 | 76,6 | |
| Vertriebskosten | - 34,9 | - 30,5 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 64,4 | - 64,3 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 18,5 | - 16,0 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 01 | 88,9 | 82,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 01 | - 131,3 | - 61,8 |
| Betriebsergebnis | 2,7 | - 13,6 | |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | 02 | - | - 3,5 |
| 2,7 | - 17,1 | ||
| Zinserträge | 03 | 0,6 | 0,6 |
| Zinsaufwendungen | 03 | - 4,1 | - 2,0 |
| Übriges Finanzergebnis | 03 | - 8,7 | - 6,3 |
| Finanzergebnis | - 12,2 | - 7,7 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 9,5 | - 24,8 | |
| Ertragsteuern | 04 | - 10,6 | - 2,2 |
| Periodenergebnis | - 20,1 | - 27,0 | |
| davon | |||
| auf Aktionäre der Siltronic AG entfallend | - 14,0 | - 16,0 | |
| auf andere Gesellschafter entfallend | - 6,1 | - 11,0 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (unverwässert / verwässert) | 18 | - 0,50 | - 0,64 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 05 | 29,7 | 29,7 |
| Sachanlagen | 06 | 542,9 | 571,7 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 10 | 0,2 | 0,3 |
| Ertragsteuerforderungen | 10 | 0,1 | 0,2 |
| Aktive latente Steuern | 04 | 6,2 | 7,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 579,1 | 609,0 | |
| Vorräte | 09 | 142,7 | 138,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10 | 100,4 | 111,1 |
| Festgelder | 19 | 40,0 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 10 | 15,6 | 20,3 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 10 | 7,3 | 2,9 |
| Ertragsteuerforderungen | 10 | 1,2 | 1,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11 | 154,5 | 187,4 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 461,7 | 461,5 | |
| Summe Aktiva | 1.040,8 | 1.070,5 | |
| EUR Mio. | Anhang Nr. | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Gezeichnetes Kapital | 120,0 | 100,0 | |
| Kapitalrücklage | 997,3 | 946,8 | |
| Gewinnrücklagen, Konzernergebnis | - 489,7 | - 548,4 | |
| Übrige Eigenkapitalposten | - 127,1 | - 189,3 | |
| 500,5 | 309,1 | ||
| Anteile anderer Gesellschafter | - 3,2 | 2,7 | |
| Eigenkapital | 12 | 497,3 | 311,8 |
| Pensionsrückstellungen | 13 | 299,4 | 328,1 |
| Andere Rückstellungen | 14 | 30,4 | 26,2 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 14 | - | 0,1 |
| Passive latente Steuern | 04 | 2,6 | 1,7 |
| Finanzverbindlichkeiten | 16 | 38,6 | 35,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 15 | 0,6 | 3,8 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 15 | 24,3 | 45,5 |
| Langfristige Schulden | 396,0 | 441,2 | |
| Andere Rückstellungen | 14 | 6,0 | 8,0 |
| Ertragsteuerrückstellungen und -verbindlichkeiten | 14 | 5,4 | 4,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 72,1 | 55,8 |
| Finanzverbindlichkeiten | 16 | - | 176,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 15 | 18,4 | 29,7 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 15 | 45,6 | 43,9 |
| Kurzfristige Schulden | 147,5 | 317,5 | |
| Schulden | 543,5 | 758,7 | |
| Summe Passiva | 1.040,8 | 1.070,5 |
Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2015
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| EUR Mio. | Anhang Nr. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | - 20,1 | - 27,0 | |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen einschließlich Wertminderungen und abzüglich Zuschreibungen | 121,3 | 149,2 | |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | - 9,1 | - 13,3 | |
| Ergebnis aus Abgang von Anlagevermögen | 0,8 | 0,2 | |
| Ergebnis aus Equity-Bewertung | - | 3,5 | |
| Veränderung der Vorräte | - 3,6 | - 14,2 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18,6 | 6,5 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | 2,8 | - 0,4 | |
| Veränderung der latenten Steuern | 2,4 | - 2,8 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 23,5 | 5,8 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 5,9 | - 8,5 | |
| Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten | - 25,6 | 39,5 | |
| Gezahlte Steuern | - 6,8 | - 10,9 | |
| Gezahlte Zinsen | - 2,8 | - 3,0 | |
| Erhaltene Zinsen | 0,6 | 0,1 | |
| Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit | 20 | 96,1 | 124,7 |
| Auszahlungen für Investitionen | - 58,9 | - 37,7 | |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,2 | 0,3 | |
| Einzahlungen im Rahmen der Akquisition von SSW | - | 26,2 | |
| Auszahlung für Festgelder | - 60,0 | - | |
| Einzahlung aus Festgeldern | 20,0 | - | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 20 | - 98,7 | - 11,2 |
| Ausschüttung an Gesellschafter | - | - 269,5 | |
| Tilgung von Bankdarlehen | - | - 196,4 | |
| Zahlung an Anteilseigner | - | - 39,0 | |
| Einzahlungen aus Ergebnisabführungsvertrag | - | 116,0 | |
| Emissionserlös aus Börsengang | 143,3 | - | |
| Inanspruchnahme von (+) bzw. Zuführung zu (-) Cash-Pooling und Darlehen von Wacker Chemie | - 175,5 | 447,5 | |
| Aufnahme sonstiger Finanzverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 32,2 | 58,6 | |
| Veränderung aus Wechselkursänderungen | 1,9 | 2,8 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11 | - 32,9 | 174,9 |
| Stand am Periodenanfang | 187,4 | 12,5 | |
| Stand am Stichtag | 154,5 | 187,4 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung zum 31. Dezember 2015
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| 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | vor Steuern | nach Steuern | vor Steuern | nach Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Periodenergebnis | - 20,1 | - 20,1 | - 27,0 | - 27,0 |
| Posten, der nicht in die GuV umgegliedert wird: Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | 47,4 | 47,4 | - 135,5 | - 135,5 |
| Posten, die in die GuV umgegliedert werden: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 7,1 | 7,1 | - 5,1 | - 5,1 |
| davon ergebniswirksam | - | - | - 17,6 | - 17,6 |
| Marktwertänderungen von Wertpapieren, die zur Veräußerung verfügbar sind | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedge) | 7,9 | 7,9 | - 33,5 | - 33,5 |
| davon ergebniswirksam | 48,0 | 48,0 | -10,5 | -10,5 |
| Effekt aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | - | - | 2,6 | 2,6 |
| davon ergebniswirksam | - | - | 2,1 | 2,1 |
| Anteiliger Cashflow Hedge bei Equity-Unternehmen | - | - | 0,1 | 0,1 |
| davon ergebniswirksam | - | - | 0,1 | 0,1 |
| Summe der Posten, die in die GuV umgegliedert werden | 15,0 | 15,0 | - 36,0 | - 36,0 |
| Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen | 62,4 | 62,4 | - 171,5 | - 171,5 |
| Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen | 42,3 | - 198,5 | ||
| davon | ||||
| auf die Aktionäre der Siltronic AG entfallend | 48,2 | - 188,1 | ||
| auf andere Gesellschafter entfallend | - 5,9 | - 10,4 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung zum 31. Dezember 2015
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| EUR Mio. | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | Effekte aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 | 100,0 | 970,3 | - 1,7 | - 2,6 |
| Periodenergebnis | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - 5,7 | 2,6 |
| Gesamtergebnis | - | - | - 5,7 | 2,6 |
| Kapitalzuführung durch Ergebnisabführungsvertrag | - | 15,5 | - | - |
| Ausschüttung an Gesellschafter | - | - | - | - |
| Kapitalreduzierung durch Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - 39,0 | - | - |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - 23,5 | - | - |
| Mehrheitserwerb der SSW | - | - | - | - |
| Stand 31.12.2014 | 100,0 | 946,8 | - 7,4 | - |
| Stand 01.01.2015 | 100,0 | 946,8 | - 7,4 | - |
| Periodenergebnis | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 6,9 | - |
| Gesamtergebnis | - | - | 6,9 | - |
| Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs | 20,0 | 123,2 | - | - |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | -72,7 | - | - |
| Stand 31.12.2015 | 120,0 | 997,3 | - 0,5 | - |
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| EUR Mio. | Marktwertänderung der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere | Marktwertänderung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow Hedge) |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 | 0,1 | 12,3 |
| Periodenergebnis | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - 0,1 | - 33,4 |
| Gesamtergebnis | - 0,1 | - 33,4 |
| Kapitalzuführung durch Ergebnisabführungsvertrag | - | - |
| Ausschüttung an Gesellschafter | - | - |
| Kapitalreduzierung durch Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - |
| Mehrheitserwerb der SSW | - | - |
| Stand 31.12.2014 | 0,0 | - 21,1 |
| Stand 01.01.2015 | 0,0 | - 21,1 |
| Periodenergebnis | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 7,9 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 7,9 |
| Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs | - | - |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | - |
| Stand 31.12.2015 | 0,0 | - 13,2 |
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| EUR Mio. | Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Summe | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 | - 25,3 | - 262,9 | 790,2 | - | 790,2 |
| Periodenergebnis | - | - 16,0 | - 16,0 | - 11,0 | - 27,0 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - 135,5 | - | - 172,1 | 0,6 | - 171,5 |
| Gesamtergebnis | - 135,5 | - 16,0 | - 188,1 | - 10,4 | - 198,5 |
| Kapitalzuführung durch Ergebnisabführungsvertrag | - | - | 15,5 | - | 15,5 |
| Ausschüttung an Gesellschafter | - | - 269,5 | - 269,5 | - | - 269,5 |
| Kapitalreduzierung durch Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - | - 39,0 | - | - 39,0 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | - | - 269,5 | - 293,0 | - | - 293,0 |
| Mehrheitserwerb der SSW | - | - | - | 13,1 | 13,1 |
| Stand 31.12.2014 | - 160,8 | - 548,4 | 309,1 | 2,7 | 311,8 |
| Stand 01.01.2015 | - 160,8 | - 548,4 | 309,1 | 2,7 | 311,8 |
| Periodenergebnis | - | - 14,0 | - 14,0 | - 6,1 | - 20,1 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 47,4 | - | 62,2 | 0,2 | 62,4 |
| Gesamtergebnis | 47,4 | - 14,0 | 48,2 | - 5,9 | 42,3 |
| Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs | - | - | 143,2 | - | 143,2 |
| Verrechnung Jahresfehlbetrag der Siltronic AG mit Kapitalrücklage | - | 72,7 | 0,0 | - | 0,0 |
| Stand 31.12.2015 | - 113,4 | - 489,7 | 500,5 | - 3,2 | 497,3 |
Anhang zum Konzernabschluss
der Siltronic AG und ihrer Tochterunternehmen
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss
Art der Geschäftstätigkeit
Die Siltronic AG (die "Gesellschaft") ist, zusammen mit ihren Tochterunternehmen (der "Konzern"), ein Hersteller von Wafern aus hochreinem Silizium für die Halbleiterindustrie. Zu unseren Kunden zählen fast alle großen Halbleiterunternehmen auf der Welt. Silizium bildet die Basis für fast alle Halbleiterbauelemente und Siliziumwafer sind in zahlreichen Gegenständen des täglichen Gebrauchs wie zum Beispiel Smartphones, Tablets, PCs, Flachbildschirmen und Sensoren zu finden. Wir betreiben jeweils eine Produktionsstätte für Wafer an den Standorten Burghausen und Freiberg in Deutschland, zwei Produktionsstätten in Singapur und eine Produktionsstätte in Portland, Oregon, USA.
Bis zum 10. Juni 2015 war die Gesellschaft ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, wobei 10 Prozent ihrer Anteile direkt von der Wacker Chemie AG und 90 Prozent von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, gehalten wurden. Am 11. Juni 2015 ging die Siltronic AG erfolgreich an die Börse. Die Aktien der Gesellschaft sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und im Auswahlindex TecDAX vertreten. Die Wacker Chemie AG hält weiterhin die Mehrheit an der Gesellschaft.
Vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2014 war die Gesellschaft Teil einer körperschaft- und umsatzsteuerlichen Organschaft in Deutschland und Gegenstand eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags ("Ergebnisabführungsvertrag") mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags war die Siltronic AG verpflichtet, ihren Jahresüberschuss an die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH abzuführen, die im Gegenzug verpflichtet war, einen während der Dauer des Ergebnisabführungsvertrags entstehenden, nach Maßgabe der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Jahresfehlbetrag auszugleichen. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2015 aufgehoben. Obgleich die Gesellschaft in der Vergangenheit Verluste verzeichnet hat und der Ergebnisabführungsvertrag beendet wurde, ist die Annahme der Unternehmensfortführung auf Grundlage der vergangenen positiven Free-Cashflows und der von der Geschäftsleitung prognostizierten künftigen Cashflows weiterhin angemessen.
Die Siltronic AG hat ihren Sitz in München, Hanns-Seidel-Platz 4. Dort sind auch die Wacker Chemie AG und die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ansässig.
Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden, erstellt. Die zugehörigen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) wurden ebenfalls angewendet. Der Konzern hat alle Standards und Interpretationen angewendet, die zum 31. Dezember 2015 in Kraft waren und wie sie von der EU übernommen wurden.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Bilanzausweis von Vermögenswerten und Schulden erfolgt nach ihrer Fristigkeit. Der Konzern klassifiziert Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert bzw. erfüllt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Die Beträge im Konzernabschluss werden in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft und der Berichtswährung des Konzerns, ausgewiesen. Alle Beträge werden in Millionen Euro (EUR Mio.) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden ausführlich im Nachtragsbericht als Teil des Konzernlageberichts dargelegt. Der Vorstand der Siltronic AG hat den Konzernabschluss am 3. März 2016 freigegeben. Er wird dem Aufsichtsrat für die Sitzung am gleichen Tag vorgelegt.
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und der Öffentlichkeit unter http://www.siltronic.com/int/de/investor_relations/ corporate_governance/declaration/declaration.jsp zugänglich gemacht worden.
Im Geschäftsjahr 2015 erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften
IFRIC 21 "Abgaben" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2015):
IFRIC 21 enthält Regelungen zur Bilanzierung von Verpflichtungen zur Zahlung öffentlicher Abgaben, die keine Abgaben im Sinne von IAS 12 "Ertragsteuern" darstellen. Die Änderungen im Zusammenhang mit IFRIC 21 haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Verbesserungen der IFRS 2010 - 2012 und 2011- 2013 (verpflichtende Anwendung ab 1. Januar bzw. 1. Februar 2015):
Die Änderungen betreffen die Standards IFRS 1, IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, IAS 38 und IAS 40. Sie haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Noch nicht angewendete Standards und Interpretationen
Die EU hat nachfolgende neue Standards, Interpretationen und Änderungen an bestehenden Standards übernommen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die vom Konzern auch nicht vorzeitig angewendet werden. Die Auswirkungen neuer Standards, Interpretationen und Änderungen bestehender Standards auf den Konzernabschluss werden vom Konzern laufend geprüft.
Anwendungspflicht im Geschäftsjahr 2016
Amendments zu IFRS 11 "Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016):
IFRS 11 enthält Regelungen zur bilanziellen und erfolgsrechnerischen Erfassung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Mit der Änderung des IFRS 11 regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Amendments zu IAS 1 "Anhangangaben" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016):
Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Die Anwendung des Amendments wird erwartungsgemäß zu Änderungen bei den Angaben im Anhang führen. Siltronic analysiert derzeit die Auswirkungen.
Amendments zu IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016):
Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare Vermutung der Unangemessenheit) zulässig. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Amendments zu IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016):
Nach IAS 41 werden bislang alle biologischen Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert abzüglich geschätzter Verkaufskosten bewertet. Nach den Änderungen sind fruchttragende Gewächse künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Amendments zu IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge" (Anwendungspflicht ab 1. Februar 2015):
Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Amendments zu IAS 27 "Equity-Methode in separaten Abschlüssen"
(Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016): Mit der Änderung wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Improvements zu IFRS 2012 - 2014 (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016):
Die Änderungen betreffen die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic haben.
Amendments zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2016, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt):
Die Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018
IFRS 9 "Finanzinstrumente" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt):
Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. Wir erwarten, dass IFRS 9 die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns beeinflusst. Die Beurteilung des Einflusses auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen.
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" (Anwendungspflicht ab 1. Januar 2018, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt):
IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". Siltronic analysiert derzeit die Auswirkungen.
Anwendungspflicht ab dem 1. Januar 2019
IFRS 16 "Leasing" (Anwendungspflicht ab dem 1. Januar 2019, Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt):
Hiernach ist für jedes Leasingverhältnis eine Verbindlichkeit für die Zahlungsverpflichtungen zu passivieren und gleichzeitig ein Nutzungsrecht für den geleasten Vermögenswert zu aktivieren. Dieses wird planmäßig abgeschrieben, während die Verbindlichkeit während der Laufzeit durch Tilgung und Zinsabgrenzung abgebaut wird. Siltronic hat die Auswirkungen des neuen Standards noch nicht analysiert. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierungsverbindlichkeiten und die immateriellen Vermögenswerte ansteigen.
Unbestimmte Anwendungspflicht
Amendments zu IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen" (Übernahme durch die EU noch nicht erfolgt):
Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Darstellung des Abschlusses von Siltronic.
Konsolidierungskreis
Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind Unternehmen, bei denen die Gesellschaft direkt oder indirekt eine Stimmenmehrheit hält oder in anderer Weise die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Geschäftstätigkeiten Nutzen zu ziehen. Bei der Beurteilung der Beherrschung berücksichtigt die Gesellschaft potenzielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr gegeben ist.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Tochterunternehmen, die zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres zum Konsolidierungskreis gehörten. Die Prozentangaben beziehen sich auf die direkte oder indirekte Beteiligung der Siltronic AG an den jeweiligen Gesellschaften:
Beteiligungen des Konzerns
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| in % | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Europa | ||
| Siltronic Holding International B.V., Krommenie / Niederlande | 100,0 | 100,0 |
| Nordamerika | ||
| Siltronic Corp., Portland (Oregon) / USA | 100,0 | 100,0 |
| Asien ohne Japan | ||
| Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur | 100,0 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur | 77,7 | 77,7 |
| Japan | ||
| Siltronic Japan Corporation, Tokio / Japan | 100,0 | 100,0 |
Gemeinschaftsunternehmen
Ein Gemeinschaftsunternehmen, auch Joint Venture bezeichnet, beruht auf einer Vereinbarung, bei der der Siltronic-Konzern die Aktivitäten eines Unternehmens zusammen mit einem Dritten gemeinschaftlich führt und der Konzern dabei eher Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung anstatt Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden besitzt. Gemeinschaftsunternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.
Veränderung im Konsolidierungskreis
Die Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. ("SSW") wurde 2006 unter dem Namen Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. als Gemeinschaftsunternehmen nach lokalem Recht in Singapur gegründet. Das niederländische Tochterunternehmen des Konzerns, die Siltronic Holding International B.V., und Samsung Electronics ("Samsung") hielten bis zum 24. Januar 2014 jeweils einen Anteil von 50 Prozent an der SSW. Bis zum 24. Januar 2014 konnte nach Maßgabe der Satzung keiner der beiden Gesellschafter aufgrund seiner Beteiligungsquote die Beherrschung über die SSW ausüben. Die Beteiligung an der SSW wurde daher nach der Equity-Methode bilanziert. Der Einfluss der Equity-Bewertung der SSW auf die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Posten "Verlust aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen" ausgewiesen.
Mit einer Vereinbarung vom 24. Januar 2014 hat der Siltronic-Konzern seinen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen im Wege einer Kapitalerhöhung von SGD 150 Mio. (umgerechnet ca. EUR 86 Mio.) von 50 Prozent auf 78 Prozent erhöht. Im Zuge der Transaktion hat der Konzern ein zusätzliches Darlehen an die SSW ausgereicht und Anzahlungen für Wafer geleistet. Samsung leistete ebenfalls Anzahlungen an die SSW. Diese Mittel wurden von der SSW zur Tilgung sämtlicher Bankdarlehen verwendet (die aus der anfänglichen Projektfinanzierung des Gemeinschaftsunternehmens stammten). Die Tilgung der Bankdarlehen belief sich auf ca. SGD 341 Mio. (umgerechnet ca. EUR 196 Mio.).
Die Übernahme der zusätzlichen 28 Prozent der Anteile an der SSW wurde gemäß den Vorschriften für sukzessive Unternehmenserwerbe in IFRS 3 bilanziert. Die Bewertungen, einschließlich der Kaufpreisallokation, waren zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen.
Der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der SSW hatte mit Blick auf den Vergleich des Berichtsjahrs mit dem Jahr 2014 wesentliche Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung.
Konsolidierungsmethoden
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der Gesellschaft und der einbezogenen Tochterunternehmen für das Kalenderjahr.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden beim erstmaligen Ansatz mit ihren Anschaffungskosten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Soweit diese höher als das anteilige Eigenkapital sind, verbleibt der Unterschiedsbetrag (Geschäftswert oder Firmenwert) im Beteiligungsansatz. Soweit die Anschaffungskosten geringer als das anteilige Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt sind, wird dieser Unterschiedsbetrag dem Bilanzansatz zugeschrieben und in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Ertrag aus Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen" erfasst. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden oder sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei Hinweisen auf einen dauerhaft niedrigeren Wert der Beteiligung wird eine ergebniswirksame Wertminderung vorgenommen.
Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle sowie damit verbundene nicht realisierte Erträge und Aufwendungen werden eliminiert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Geschäftsvorfällen mit Equity-Beteiligungen werden entsprechend der Beteiligungsquote des Konzerns am Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenso wie nicht realisierte Gewinne eliminiert, sofern keine Hinweise auf Wertminderung vorliegen.
Unternehmenserwerbe
Die Unternehmenserwerbe des Konzerns werden nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn die Beherrschung auf den Konzern übergeht. Die übertragene Gegenleistung wird grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet und den erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerten zugeordnet. Ein entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Gewinne aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert werden sofort ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden in der Periode ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
Die übertragene Gegenleistung beinhaltet nicht Beträge, die auf die Abwicklung bereits bestehender Vertragsverhältnisse entfallen. Diese Beträge werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.
Eine bedingte Gegenleistung wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Wird eine Verpflichtung zur Zahlung einer bedingten Gegenleistung, die die Definition eines Finanzinstruments erfüllt, als Eigenkapital klassifiziert, so wird diese Verpflichtung nicht neu bewertet und ihre Abgeltung im Eigenkapital bilanziert. Anderenfalls werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistung in Folgeperioden ergebniswirksam erfasst.
Verlust der Beherrschung
Wenn der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verliert, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens sowie damit verbundene nicht beherrschende Anteile und sonstige Bestandteile des Eigenkapitals ausgebucht. Ein resultierender Gewinn oder Verlust wird ergebniswirksam erfasst.
Währungsumrechnung
Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden in der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist (der funktionalen Währung), erstellt und nach dem Grundsatz der funktionalen Währung unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Nach dieser Methode werden die Bilanzen von der funktionalen Währung in die Berichtswährung mit dem Stichtagskurs zum Bilanzstichtag und die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Durchschnittskursen der Berichtsperiode umgerechnet.
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen betreiben ihre Geschäfte in der jeweiligen funktionalen Währung, die der Landeswährung entspricht. Die sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebenden Nettogewinne oder -Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Umrechnungsdifferenzen, die aus abweichenden Umrechnungskursen bei monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.
Die nachfolgende Tabelle enthält die Wechselkurse zwischen den wichtigsten Währungen und dem Euro in diesem Konzernabschluss.
Wechselkurse
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 2015 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar | USD | 1,09 | 1,22 | 1,11 | 1,33 |
| Japanischer Yen | JPY | 131 | 145 | 134 | 140 |
| Singapur-Dollar | SGD | 1,54 | 1,61 | 1,52 | 1,68 |
Schätzungen und Annahmen bei der Erstellung des Konzernabschlusses
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS muss die Geschäftsleitung Annahmen treffen und Schätzungen verwenden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen und der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Diese Annahmen und Schätzungen beeinflussen den Buchwert der Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Geschäftsjahr. Die den Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung von Nutzungsdauern, die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile sowie die Cashflow-Prognosen im Zusammenhang mit Impairment-Tests (Test auf Wertminderung) und Kaufpreisallokationen.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis berücksichtigt und wirken sich auf das Ergebnis der Periode der Änderung bzw. gegebenenfalls künftiger Perioden aus.
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen.
Impairment-Tests werden für Vermögenswerte durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung oder Wertaufholung hinweisen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Bei Impairment-Tests muss der erzielbare Betrag der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt werden, der dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert entspricht. Zur Ermittlung des Nutzungswerts sind die abgezinsten künftigen Cashflows der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Die Schätzung der abgezinsten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen, insbesondere bezüglich der künftigen Verkaufspreise und Verkaufsmengen für Wafer, der Entwicklung von Kosten und der Abzinsungssätze. Obwohl der Konzern davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern und der abgezinsten künftigen Cashflows sowie die Annahmen bezüglich der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der relevanten Branchen angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten sich in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen ergeben.
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2015 EUR 572,6 Mio.
Leistungsorientierte Verpflichtungen
Die Bilanzierung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen Parametern und anderen Faktoren, um auf diese Weise künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren beinhalten den Abzinsungssatz, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen und Sterblichkeitsraten. Diese Annahmen können aufgrund von veränderten Markt- und Wirtschaftsbedingungen erheblich von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen und deshalb zu einer wesentlichen Veränderung der Pensions- und ähnlichen Verpflichtungen sowie des zugehörigen künftigen Aufwands führen.
Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen ergibt sich durch Abzinsung der konzernspezifischen, erwarteten künftigen Cashflows. Der Abzinsungssatz wird aus der Zinsstrukturkurve hochwertiger festverzinslicher, laufzeitäquivalenter Unternehmensanleihen abgeleitet. Die Anleihen lauten jeweils auf die gleiche Währung wie die zugrunde liegende Pensionsverpflichtung und weisen ein Rating von mindestens AA einer der drei großen Ratingagenturen auf. Die Grundlage bilden die Informationen zum Stichtag und eine Laufzeit, die annähernd mit der Laufzeit der Pensionsverpflichtung übereinstimmt.
Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2015 betrug EUR 299,4 Mio.
Aktive latente Steuern
Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für den Ansatz aktiver latenter Steuern hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert von der Unternehmensleitung unter anderem die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren.
Die aktiven latenten Steuern beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf EUR 6,2 Mio.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen wenden einheitliche Methoden für den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen an.
Der Ausweis der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss basiert auf den Grundlagen historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie Derivate und Planvermögen zur Deckung künftiger Pensionsverpflichtungen.
Andere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig angewendet.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und, soweit ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert) sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden einem jährlichen Impairment-Test unterzogen. Im Jahr 2014 wurde ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert, der sich aus dem sukzessiven Mehrheitserwerb an der SSW ergab.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist, und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Herstellungskosten angesetzt und planmäßig linear abgeschrieben. Die angesetzten Nutzungsdauern entsprechen denen der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte. Die Aktivierung von Entwicklungskosten ist im Konzern unwesentlich, weil sich die Entwicklungskosten auf bestehende Produkte bzw. Prozesse beziehen oder die künftigen Mittelzuflüsse zu unsicher sind.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den neuen Erwartungen angepasst. Anschaffungskosten umfassen neben dem Kaufpreis Anschaffungsnebenkosten sowie gegebenenfalls Kosten für Rückbau und Beseitigung der Sachanlage von ihrem Standort. Eine Neubewertung von Sachanlagen auf Basis der Vorschriften des IAS 16 findet nicht statt. Laufende Instandhaltungs- und Reparaturkosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Kosten für den Ersatz von Komponenten oder für Generalüberholungen von Sachanlagen werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt, und die Kosten verlässlich ermittelt werden können.
Wenn Sachanlagen endgültig stillgelegt, verkauft oder aufgegeben werden, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemeinsam mit den entsprechenden kumulierten Abschreibungen ausgebucht. Ein entstehender Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Finanzierungskosten, die im Zusammenhang mit bestimmten, qualifizierten Vermögenswerten angefallen sind und diesen direkt oder indirekt zugeordnet werden können, werden bis zur erstmaligen Nutzung der Vermögenswerte als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. In den dargestellten Geschäftsjahren wurden keine Finanzierungskosten aktiviert.
Planmäßige Abschreibungen
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear und basieren auf folgenden Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer
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| in Jahren | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3 bis 5 |
| Produktionsgebäude | 20 bis 30 |
| Sonstige Bauten | 10 bis 30 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 12 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 |
Soweit die nach den oben genannten Grundsätzen ermittelten Buchwerte von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen, die planmäßig abgeschrieben werden, höher sind als ihre erzielbaren Beträge zum Bilanzstichtag, wird die entsprechende Wertminderung als Aufwand erfasst.
Der Restwert und die Nutzungsdauer von Vermögenswerten werden regelmäßig überprüft.
Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen oder den Wegfall von Wertminderungen vorliegen. Ein Aufwand für Wertminderung wird dann in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und seinem Nutzungswert.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Vermögenswerts mindern die Anschaffungs- und Herstellungskosten und werden über den Abschreibungszeitraum erfolgswirksam erfasst. Soweit nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen von staatlichen Stellen gewährt.
Ertragszuschüsse für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste werden als separater Vermögenswert aktiviert, sofern nach Auffassung der Gesellschaft alle wesentlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der erforderliche Antrag gestellt wurde oder gestellt wird. Derartige Zuwendungen werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Niedrigere Nettoveräußerungswerte oder realisierbare Preise werden durch Wertminderungen auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der Verwaltungskosten sowie planmäßige Abschreibungen. Finanzierungskosten werden aufgrund der kurzfristigen Fertigungsprozesse nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die Gemeinkostenzuschläge werden auf Basis der spezifischen Auslastungen ermittelt.
Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, und zur Berücksichtigung anderer Verringerungen des erzielbaren Betrags vorgenommen.
Aufgrund des Produktionsprozesses von Wafern werden unfertige und fertige Erzeugnisse zusammengefasst ausgewiesen.
Finanzinstrumente und Derivate
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzinstrumente werden zu dem Zeitpunkt im Konzernabschluss berücksichtigt, zu dem der Konzern Vertragspartei des Finanzinstruments wird.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel nicht saldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt über ein Aufrechnungsrecht verfügt und beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.
Finanzinstrumente werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten entspricht dem Betrag, den der Konzern erhalten bzw. zahlen würde, wenn er die Finanzinstrumente tauschen bzw. begleichen wollte. Sofern notierte Marktwerte für Finanzinstrumente zur Verfügung stehen, werden diese verwendet. Ansonsten werden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis der am Bewertungstag bestehenden Marktkonditionen, normalerweise Zinssätzen und Devisenkursen, berechnet. Dabei wird der Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Abzinsung der künftigen Cashflows mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt.
Die finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgereichte Kredite und sonstige Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte sind regelmäßig in Zahlungsmitteln oder einem anderen Vermögenswert zu begleichen. Darunter fallen unter anderem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Der Konzern macht keinen Gebrauch von dem Wahlrecht, finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten richtet sich danach, ob ein Finanzinstrument zu Handelszwecken oder bis zur Endfälligkeit gehalten wird, ob das Finanzinstrument zur Veräußerung verfügbar ist oder ob es sich um vom Konzern ausgereichte Darlehen und Forderungen handelt.
Darlehen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Alle übrigen originären finanziellen Vermögenswerte, zu denen nicht bis zu Endfälligkeit zu haltende Eigenkapital- und Schuldinstrumente gehören, werden als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist.
Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und zwar unabhängig davon, zu welchem Zweck oder in welcher Absicht sie abgeschlossen wurden. Positive Marktwerte führen zum Ansatz einer Forderung, negative Marktwerte zum Ansatz einer Schuld.
Marktwertänderungen von Derivaten zur Absicherung gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme in einer Fremdwährung ("Cashflow Hedge") werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Realisierung des Grundgeschäfts wird der Erfolgsbeitrag des Sicherungsgeschäfts in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wird ein entsprechendes Derivat veräußert oder sind die Voraussetzungen für eine bilanzielle Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt, verbleibt dessen Wertänderung bis zum Eintreten des Grundgeschäfts im übrigen Eigenkapital. Absicherungen von Marktwertänderungen bilanzierter Vermögenswerte oder Schulden oder nicht bilanzierten festen vertraglichen Verpflichtungen führen zu "Fair Value Hedges". Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden sowohl bei den abgesicherten Grundgeschäften als auch bei den Finanzderivaten, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt, um das Währungsrisiko des Konzerns zu reduzieren. Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe werden vom Konzern nicht abgesichert.
Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Güter entsprechend dem eigenen Bedarf abgeschlossen werden, werden nicht als Derivate bilanziert, sondern als schwebende Geschäfte behandelt.
Weitere Informationen sind Ziffer 19 Finanzinstrumente zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte (einschließlich Steuerforderungen), mit Ausnahme von Finanzderivaten, werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt. Risiken sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt, die als Wertberichtigungen gebucht werden. Die Bildung von Wertberichtigungen auf nicht versicherte Forderungen bzw. auf den Selbstbehalt bei versicherten Forderungen erfolgt spätestens, wenn der Rechtsweg beschritten wird. Soweit auch durch Einlegung von Rechtsmitteln mit dem Forderungseingang nicht mehr gerechnet wird, erfolgen die Ausbuchung der Bruttoforderung sowie die Auflösung der gebildeten Wertberichtigung. Sofern langfristige Forderungen unverzinslich oder niedrig verzinslich sind, werden sie abgezinst.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen im Allgemeinen Barmittel, Sichteinlagen sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und einer geringen Wertschwankung unterliegen.
Aktive und passive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch bestehende Verlustvorträge, deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird nur vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.
Änderungen der aktiven und passiven latenten Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Bei Sachverhalten, deren Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden, werden die darauf abzugrenzenden latenten Steuern ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst.
Bis einschließlich 31. Dezember 2014 war die Gesellschaft Teil einer Organschaft in Deutschland mit der Wacker Chemie AG. Die Gesellschaft war daher in Deutschland ertragsteuerlich kein eigenes Steuersubjekt. Für die Zwecke dieses Konzernabschlusses weist die Gesellschaft die Ertragsteuern im Jahr 2014 in Deutschland so aus, als wäre sie ein eigenes Steuersubjekt gewesen.
Pensionsrückstellungen - leistungsorientierte Pläne
Die Nettoverpflichtung des Konzerns aus leistungsorientierten Plänen wird für jeden Plan einzeln berechnet. Hierzu wird der Betrag der künftigen Leistung, die die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben, geschätzt und auf seinen Barwert abgezinst. Vom Barwert wird der beizulegende Zeitwert des zugehörigen Planvermögens abgezogen. Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") berechnet. Wenn sich aus der Berechnung ein möglicher Überschuss für den Konzern ergibt, ist der dafür ansetzbare Vermögenswert begrenzt auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form von künftigen Rückflüssen aus dem Plan oder künftigen Beitragsermäßigungen.
Neubewertungen der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen, die versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Erträge aus Planvermögen (ohne Zinserträge) und (gegebenenfalls) die Auswirkung der Vermögensobergrenze berücksichtigen, werden unmittelbar im Eigenkapital über das sonstige Ergebnis erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste ergeben sich aus der Abweichung zwischen der Einschätzung zum Periodenbeginn und dem tatsächlichen Ergebnis am Periodenende hinsichtlich der Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten, Rententrends, Gehaltsentwicklungen und Abzinsungssätze.
Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen wird ermittelt, indem der zu Beginn des Geschäftsjahres festgelegte Abzinsungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung angewendet wird, wobei alle während des Geschäftsjahres aufgrund von Beitrags- und Leistungszahlungen erfolgten Änderungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen berücksichtigt werden. Der Nettozinsaufwand und sonstige Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden erfolgswirksam erfasst.
Ändert sich der Barwert einer leistungsorientierten Verpflichtung infolge einer Planänderung oder Plankürzung, erfasst der Konzern den hieraus resultierenden Effekt als nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Dieser wird bei Entstehung sofort erfolgswirksam erfasst. Auch die aus einer Abgeltung resultierenden Gewinne und Verluste werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die Abgeltung eintritt. Verwaltungskosten, die nicht Bestandteil der Verwaltung des Planvermögens sind, werden bei Leistungserbringung ebenfalls erfolgswirksam erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen (Dienstzeitaufwand) wird den Kosten der betroffenen Funktionsbereiche zugeordnet. Der Zinsanteil wird im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Pensionsrückstellungen - beitragsorientierte Pläne
Die Beitragsverpflichtungen für beitragsorientierte Pläne werden in der Periode, in der die zugehörige Arbeitsleistung erbracht wird, als Aufwand erfasst. Vorausbezahlte Beiträge werden als Vermögenswert aktiviert, sofern eine Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen möglich ist.
Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen
Die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläen werden gemäß versicherungsmathematischen Gutachten bewertet. Sie stellen andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Die Nettoverpflichtung des Konzerns entspricht dem Betrag der künftigen Leistungen, die Mitarbeiter in der laufenden Periode und in früheren Perioden im Austausch für die erbrachte Arbeitsleistung erdient haben. Diese Leistungen werden auf den Barwert abgezinst. Neubewertungen werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst.
Die Rückstellungen für Altersteilzeit sind an die Erbringung von Arbeitsleistungen in der Zukunft geknüpft.
Die bilanzielle Erfassung der Rückstellungen erfolgt ratierlich über den Zeitraum des Erdienens des Anspruchs in der Beschäftigungsphase. Der sogenannte Erfüllungsrückstand, der den Gehaltsanteil darstellt, auf den der Mitarbeiter während der Beschäftigungsphase verzichtet, wird mit einem Planvermögen gegen Ausfall abgesichert. Die Altersteilzeitrückstellung stellt die Nettoverpflichtung des Konzerns dar, in der das Planvermögen gegen die Gesamtverpflichtung aufgerechnet wurde. Die Aufstockungsleistungen werden erst bei vollständiger Erbringung der notwendigen Arbeitsleistung vollständig erdient.
Sonstige Rückstellungen
Für gegenüber Dritten bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen werden Rückstellungen in der Bilanz angesetzt, wenn ein Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und verlässlich schätzbar ist. Der Wertansatz der Rückstellungen basiert auf den Beträgen, die erforderlich sind, um künftige Zahlungsverpflichtungen, erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen des Konzerns abzudecken. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen fließen grundsätzlich alle Kostenbestandteile ein, die auch im Vorratsvermögen aktiviert werden. Bedeutende künftige Preissteigerungen werden bei der Bewertung ebenfalls berücksichtigt.
Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem auf den Stichtag abgezinsten Barwert angesetzt. Der Abzinsungssatz entspricht dem gegenwärtigen Marktzins für risikofreie Anlagen, die in ihrer Laufzeit der Restlaufzeit der zu erfüllenden Verpflichtung entsprechen. Erwartete Erstattungen, soweit sie hinlänglich sicher oder rechtlich einklagbar sind, werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern als separater Vermögenswert aktiviert.
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden gebildet, soweit ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan erstellt und dieser den betroffenen Parteien mitgeteilt worden ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Aufwand erfasst, wenn der Konzern das Angebot derartiger Leistungen nicht mehr entziehen kann oder wenn er zugehörige Restrukturierungskosten erfasst, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.
Rückstellungen für drohende Verluste aus belastenden Verträgen werden gebildet, wenn der aus dem Vertrag resultierende erwartete Nutzen geringer als die zur Vertragserfüllung unvermeidIichen Kosten ist. Rückstellungen für Umweltschutz werden gebildet, wenn künftige Mittelabflüsse zur Erfüllung von Umweltauflagen oder für Sanierungsmaßnahmen wahrscheinlich sind, die Kosten hinreichend zuverlässig geschätzt werden können und die Maßnahmen keinen künftigen Nutzenzufluss erwarten lassen.
Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Auflösung der Rückstellung, wird die Auswirkung in denjenigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, die bei der ursprünglichen Schätzung mit dem Aufwand belastet waren. Wurde die ursprüngliche Schätzung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, würde die Auflösung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten (einschließlich Steuerverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt.
Umsatzrealisierung
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen Gegenleistung. Der Ausweis erfolgt ohne Umsatzsteuer und andere im Zusammenhang mit Umsätzen anfallende Steuern sowie Rabatte und Preisnachlässe. Umsätze aus Produktverkäufen werden erfasst, wenn die Waren geliefert wurden und die wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken auf den Erwerber übergegangen sind. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Der Konzern tätigt keine Geschäfte, die eine Umsatzrealisierung als langfristige Fertigungsaufträge nach der Percentage-of-Completion-Methode erfordern.
Herstellungskosten
In den Herstellungskosten werden die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse, Handelswaren und Leistungen ausgewiesen. Sie beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie den Material-, Personal- und Energiekosten auch die planmäßige Abschreibung, die auf die Fertigungstätigkeiten umgelegten Gemeinkosten sowie die Abwertungen auf Vorräte. Die Kosten für Eingangs- und Ausgangsfrachten werden ebenfalls in diesem Posten ausgewiesen.
Vertriebskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten und Verwaltungskosten
Die Vertriebskosten enthalten die Kosten der Vertriebsorganisation und der Marktforschung sowie die anwendungstechnische Beratung bei Kunden. Provisionsaufwendungen sind ebenfalls in diesem Posten enthalten.
Zu den Forschungs- und Entwicklungskosten gehören die Kosten der Produkt- und Verfahrensentwicklung. Forschungskosten im engeren Sinne werden bei ihrer Entstehung als Aufwand erfasst, das heißt, sie werden nicht aktiviert. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn alle vorgeschriebenen Ansatzkriterien kumulativ erfüllt sind, das heißt, die Forschungsphase eindeutig von der Entwicklungsphase getrennt werden kann und die entstehenden Kosten den einzelnen Projektphasen überschneidungsfrei zugeordnet werden können. Ferner müssen mit hinreichender Sicherheit künftige Mittelzuflüsse erfolgen.
Zu den allgemeinen Verwaltungskosten gehören die anteiligen Personal- und Sachkosten der Konzernsteuerung, des Personalbereichs, des Rechnungswesens und der Informationstechnologie, soweit sie nicht als interne Dienstleistung auf andere Funktionsbereiche verrechnet worden sind.
Zeitpunkt der Erfassung von Erträgen und Aufwendungen
Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung erfasst. Zinserträge werden unter Anwendung des Effektivzinssatzes bewertet.
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
01 Umsatzerlöse/ Herstellungskosten/ Sonstige betriebliche Erträge/ Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||
| Erlöse aus der Lieferung von Produkten | 923,3 | 838,4 |
| Erlöse aus sonstigen Leistungen und Lizenzgebühren | 8,0 | 7,6 |
| Summe | 931,3 | 846,0 |
| Herstellungskosten | - 768,4 | - 769,4 |
| davon Bildung/Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte | 6,7 | - 0,7 |
| Sonstige betriebliche Erträge | ||
| Gewinne aus Währungsgeschäften | 82,9 | 74,0 |
| Ertrag aus der Neubewertung von Vermögenswerten im Rahmen der Konsolidierung der SSW | - | 3,5 |
| Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierung | - | 1,6 |
| Ertragszuschüsse der öffentlichen Hand für Forschung | 0,6 | 0,8 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2,0 | 0,6 |
| Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,2 | 0,3 |
| Erträge aus der Zuschreibung von Sachanlagen | 0,5 | - |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 0,0 | 0,1 |
| Übrige | 2,7 | 1,5 |
| Summe | 88,9 | 82,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen Verluste aus Währungsgeschäften | - 128,6 | - 49,1 |
| Aufwendungen aus Wertminderungen von Sachanlagen | - 0,1 | - 8,9 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | - 1,0 | - 0,5 |
| Aufwendungen für die Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen | - 0,1 | - 0,4 |
| Personalkosten im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen | - | - 0,2 |
| Übrige | - 1,5 | - 2,7 |
| Summe | - 131,3 | - 61,8 |
Gewinne aus Währungsgeschäften
Im Geschäftsjahr 2014 sind Gewinne aus Währungsgeschäften in Höhe von EUR 17,6 Mio. infolge der Umgliederung von Gewinnen angefallen, die vor der Konsolidierung der SSW zum 24. Januar 2014 im sonstigen Eigenkapital ausgewiesen wurden. Außerdem ergab sich im Vorjahr aus der Neubewertung des bisherigen Konzernanteils an der SSW zum beizulegenden Zeitwert, ein Ertrag in Höhe von EUR 3,5 Mio. Weitere Informationen sind den Ziffern 02 und 07 zu entnehmen. Im Jahr 2015 enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge Wechselkursverluste von netto EUR 45,7 Mio.
Wertminderungen von Sachanlagen
Im Geschäftsjahr 2014 wurde eine Wertminderung in Höhe von EUR 4,6 Mio. im Zusammenhang mit einer aufgegebenen Anlage vorgenommen. Diese Anlage befand sich bis zum Geschäftsjahr 2014 nicht in einem verkaufsfähigen Zustand. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung ergibt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten nur einen unwesentlichen Betrag. Außerdem wurden 2014 Wertminderungen in Höhe von EUR 4,3 Mio. auf technische Anlagen und Maschinen vorgenommen, weil die Cashflows negativ eingeschätzt wurden.
Abschreibungen und Personalaufwand
Der Aufwand für Abschreibungen betrug im Geschäftsjahr 2015 EUR 121,8 Mio. (Vorjahr: EUR 140,3 Mio.).
Der Personalaufwand betrug EUR 284,2 Mio. (Vorjahr: EUR 268,8 Mio.).
02 Gemeinschaftsunternehmen
Wie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises" ausgeführt, hielt der Konzern bis zum 24. Januar 2014 einen fünfzigprozentigen Anteil an der SSW. Die SSW ist als eigenständige Gesellschaft strukturiert und der Konzern hat einen Residualanspruch an den Nettovermögenswerten. Dementsprechend wurde die SSW als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert.
Gemäß einem langfristigen Liefervertrag zwischen dem Konzern und der SSW nimmt der Konzern ein festgelegtes Volumen der von SSW hergestellten Wafer ab und verkauft diese, wie mit der SSW vertraglich vereinbart, mit einer Marge an seine Kunden weiter. Dieser langfristige Vertrag beinhaltet eine Take-or-Pay-Verpflichtung und stellt die Auslastung der SSW sicher.
Neben der Abnahme von Wafern erzielte der Konzern Lizenzerlöse aus der Lizenzierung von Produktionstechnologie an die SSW.
Außerdem stellte der Konzern der SSW verzinsliche Gesellschafterdarlehen zur Verfügung, die mit Optionsrechten auf Wandlung in Eigenkapital (Kaufoption) ausgestattet sind. Die Ausübungsfrist der Optionen endet am 31. Dezember 2016. Der beizulegende Zeitwert jeder Option zu den jeweiligen Bilanzstichtagen betrug null.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2014 ausgewiesene Verlust aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen entspricht dem fünfzigprozentigen Konzernanteil am Fehlbetrag der SSW, als diese nach der Equity-Methode bilanziert wurde. Die Überleitung von den Buchwerten in der Bilanz zum Verlust aus der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen vor dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der SSW im Januar 2014 ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:
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| 2014 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anteile am Gemeinschaftsunternehmen | Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | - | 142,6 | 142,6 |
| Bilanzierung nach der Equity-Methode | - | - 3,5 | - 3,5 |
| Neubewertung | - | 3,5 | 3,5 |
| Konsolidierung | - | - 142,6 | - 142,6 |
| Stand 31.12. | - | - | - |
Bis zum Mehrheitserwerb durch Konsolidierung am 24. Januar 2014 hat die SSW im Jahr 2014 folgende Aufwendungen und Erträge erzielt: Umsatzerlöse EUR 12,6 Mio., Betriebsergebnis EUR - 5,9 Mio., Abschreibungen EUR 8,9 Mio., Zinsaufwand EUR 1,2 Mio., Periodenergebnis EUR - 7,0 Mio., Gesamtergebnis EUR - 7,0 Mio.
Das in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2014 ausgewiesene Ergebnis aus Equity-Bewertung entspricht dem fünfzigprozentigen Anteil des Konzerns am Periodenverlust, den die SSW vom 1. Januar bis zur Konsolidierung am 24. Januar ausgewiesen hat.
03 Zinserträge und -aufwendungen/ Übriges Finanzergebnis
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | ||
| Zinserträge | 0,6 | 0,6 |
| davon aus Finanzinstrumenten, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden | 0,2 | 0,0 |
| Zinsaufwendungen | - 4,1 | - 2,0 |
| Summe | - 3,5 | - 1,4 |
| Übriges Finanzergebnis | ||
| Zinseffekt aus verzinslichen Rückstellungen | - 8,7 | - 7,5 |
| Sonstige finanzielle Erträge | - | 1,8 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | - | - 0,6 |
| Summe | - 8,7 | - 6,3 |
Zinserträge und -aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Zinserträge aus Forderungen an die Wacker Chemie AG EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.).
Übriges Finanzergebnis
Der Zinseffekt aus Rückstellungen betrifft vor allem die Pensionen und dabei die Netto-Zinsaufwendungen für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen.
Die sonstigen finanziellen Erträge und Aufwendungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen.
04 Ertragsteuern
Der Berechnung der Ertragsteuern liegen die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt geltenden oder erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
In Deutschland wird neben der Körperschaftsteuer auch ein Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer erhoben. Außerdem ist eine je nach Gemeinde des ansässigen Unternehmens variierende Gewerbeertragsteuer zu zahlen.
Steuersätze in Deutschland
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| in % | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gewichteter Durchschnittssatz für die Gewerbesteuer | 12,2 | 12,3 |
| Körperschaftsteuersatz | 15,0 | 15,0 |
| Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer | 5,5 | 5,5 |
| Ertragsteuersatz der Siltronic AG in Deutschland | 28,0 | 28,2 |
Gemäß dem vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2014 bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH war die Siltronic AG Teil der steuerlichen Organschaft mit der Wacker Chemie AG in Deutschland. Im Dezember 2014 wurde eine Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrags mit Wirkung zum 1. Januar 2015 vereinbart.
Infolge der steuerlichen Organschaft war die Gesellschaft kein eigenständiges Steuersubjekt und verfügte über keine steuerlichen Verlustvorträge. Seit der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrags ist die Gesellschaft ein eigenständiges Steuersubjekt. Wie bei den wesentlichen Bilanzierungsmethoden für aktive latente Steuern ausgeführt, weist die Gesellschaft die Ertragsteuern in Deutschland im Jahr 2014 so aus, als wäre sie ein eigenständiges Steuersubjekt gewesen.
Der von den ausländischen Tochterunternehmen erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Sätzen versteuert. Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 0 Prozent und 38,8 Prozent.
Steuerabgrenzungen auf nicht ausgeschüttete Gewinne von Tochterunternehmen wurden nur vorgenommen, sofern eine Ausschüttung geplant ist. An ausschüttungsfähigen Beträgen sind EUR 112,6 Mio. (Vorjahr: EUR 53,9 Mio.) vorhanden.
Der ausgewiesene Steueraufwand für das Geschäftsjahr 2015 betrug EUR 10,6 Mio. (Vorjahr: EUR 2,2 Mio.). Bei Anwendung des deutschen Steuersatzes auf das Ergebnis vor Steuern ergäbe sich ein Steuervorteil in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.). Die Differenz zwischen dem erwarteten Steuervorteil und dem tatsächlichen Steueraufwand in Höhe von EUR 13,2 Mio. bzw. EUR 9,2 Mio. ist hauptsächlich auf die Wertminderung latenter Steuervorteile bei der Siltronic AG, der Siltronic Japan Corporation und der Siltronic Corp. sowie die Effekte aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen zurückzuführen.
In den Ertragsteuern sind laufende Steueraufwendungen aus Vorjahren in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) enthalten.
Steueraufwand
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern Inland | - 0,4 | 0,2 |
| Laufende Steuern Ausland | - 7,8 | - 5,2 |
| Laufende Steuern | - 8,2 | - 5,0 |
| Latente Steuern Inland | 0,0 | 0,0 |
| Latente Steuern Ausland | - 2,4 | 2,8 |
| Latente Steuern | - 2,4 | 2,8 |
| Ertragsteuern gesamt | - 10,6 | - 2,2 |
| Ableitung des effektiven Steuersatzes | ||
| Verlust vor Steuern | - 9,5 | - 24,8 |
| Ertragsteuersatz der Siltronic AG in % | 28,0 | 28,2 |
| Erwarteter Steuervorteil | 2,6 | 7,0 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | - 2,4 | - 5,3 |
| Effekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | - 1,6 | - 1,5 |
| Effekt aus steuerfreien Erträgen | 0,7 | 4,7 |
| Periodenfremde Steuern (laufendes Ergebnis) | - 0,1 | 0,4 |
| Effekt der nicht angesetzten aktiven latenten Steuern | - 10,0 | - 9,2 |
| Sonstige Abweichungen | 0,2 | 1,7 |
| Ertragsteuern gesamt | - 10,6 | - 2,2 |
| Effektiver Steuersatz in % | - 111,7 | - 8,9 |
Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Nachfolgende Tabelle zeigt die Zuordnung der latenten Steuern zu den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
Zuordnung der latenten Steuern
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,0 | - | 0,5 | - |
| Sachanlagen | 4,1 | 2,6 | 3,5 | 1,7 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0,7 | 2,5 | 1,8 | 1,6 |
| Pensionsrückstellungen | 0,0 | - | 1,3 | - |
| Sonstige Rückstellungen | 0,4 | - | 0,0 | - |
| Verbindlichkeiten | 3,5 | - | 1,6 | - |
| Summe | 8,7 | 5,1 | 8,7 | 3,3 |
| Saldierungen | - 2,5 | - 2,5 | - 1,6 | - 1,6 |
| Latente Steuern in der Bilanz | 6,2 | 2,6 | 7,1 | 1,7 |
Eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern findet nur dann statt, wenn künftige Vorteile und Verpflichtungen desselben Steuerpflichtigen gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.
Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern wurden in Höhe von EUR -1,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3,1 Mio.) ausschließlich erfolgswirksam erfasst. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt genutzt werden:
Für nicht realisierbare Verlustvorträge werden aufgrund von Verlusthistorie keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Wären latente Steuern auf Verlustvorträge angesetzt worden, hätte sich jedoch ein Betrag in Höhe von EUR 42,2 Mio. (Vorjahr: EUR 25,1 Mio.) errechnet.
Zum 31. Dezember 2015 wurden keine aktiven latenten Steuern für abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von EUR 352,4 Mio. angesetzt (Vorjahr: EUR 402,5 Mio.).
Verlustvorträge
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Innerhalb von 1 Jahr | - | - |
| Innerhalb von 2 Jahren | - | - |
| Innerhalb von 3 Jahren | - | - |
| Innerhalb von 4 Jahren | - | - |
| Innerhalb von 5 Jahren oder später | 139,2 | 66,1 |
| Summe | 139,2 | 66,1 |
| davon voraussichtlich nicht realisierbare Verlustvorträge | 139,2 | 66,1 |
| davon voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge | 0,0 | 0,0 |
Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
05 Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
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| 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | 20,5 | 10,5 | 40,7 | 71,7 |
| Zugänge | - | - | 0,3 | 0,3 |
| Abgänge | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Umbuchungen | - | - | 2,9 | 2,9 |
| Währungsveränderungen | - | 0,4 | 0,9 | 1,3 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 10,9 | 44,7 | 76,1 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | 1,9 | 40,1 | 42,0 |
| Zugänge | - | 2,2 | 1,2 | 3,4 |
| Abgänge | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Währungsveränderungen | - | 0,1 | 1,0 | 1,1 |
| Stand 31.12. | - | 4,2 | 42,2 | 46,4 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 6,7 | 2,5 | 29,7 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert und die erworbene Kundenbeziehung ergaben sich aus der Konsolidierung der SSW. Weitere Informationen finden sich unter Ziffer 07.
Die Kundenbeziehung wird linear über die von der Geschäftsleitung geschätzte Dauer der Beziehung abgeschrieben. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich gewerbliche Schutzrechte und ähnliche von Dritten erworbene Rechte, wie Softwarelizenzen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden.
Die Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte sind in den Herstellungskosten ausgewiesen.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit ist der Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) "300 mm" des Konzerns zugeordnet. Der erzielbare Betrag dieser ZGE basierte auf ihrem Nutzungswert, der durch Abzinsung der künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung der ZGE ermittelt wurde. Die wesentlichen Annahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags sind eine langfristige EBITDA-Marge entsprechend der Mittelfristplanung, eine Restnutzungsdauer des die ZGE dominierenden Vermögenswerts (für die Waferproduktion angepasste Gebäudeteile) und ein Abzinsungssatz von 10,4 Prozent vor Steuern. Die Bestimmung der langfristigen EBITDA-Marge und der Nutzungsdauer des dominierenden Vermögenswerts spiegeln Erfahrungen aus der Vergangenheit ähnlicher ZGE wider. Der Abzinsungssatz wurde aus einer Kenngröße nach Steuern anhand des historischen Branchendurchschnitts der durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten bei einem möglichen Verschuldungsgrad von 10 Prozent und einer Marktzinsprämie von 6,8 Prozent ermittelt. Externe Informationsquellen zur EBITDA-Marge der ZGE liegen nur in Bezug auf manche Komponenten des EBITDA vor.
In der Mittelfristplanung wird von steigenden Umsätzen und steigenden EBITDA-Margen ausgegangen. Für die darauffolgen-den Jahre bis zum Ende des des Betrachtungszeitraums wird angenommen, dass das durchschnittliche EBITDA der Mittelfristplanung erzielt wird und dieses konstant bleibt. Damit die ZGE das auf die Mittelfristplanung folgende EBITDA erreicht, muss im Zeitraum der Mittelfristplanung ein EBITDA-Wachstum von jährlich knapp 9 Prozent erzielt werden. Es wurde keine Wachstumsrate angewendet. Der erzielbare Betrag übersteigt den Buchwert um mehr als EUR 100 Mio.
Die Berechnung des erzielbaren Betrags wird von den zugrunde liegenden Annahmen wie folgt beeinflusst:
Langfristige EBITDA-Marge: Es besteht die Möglichkeit, dass die EBITDA-Margen aufgrund einer Überkapazität in der weltweiten Waferindustrie und signifikanter Währungsschwankungen geringer als prognostiziert ausfallen. Eine um durchschnittlich 15 Prozent geringere EBITDA-Marge als erwartet hätte eine Wertminderung zur Folge.
Nutzungsdauer des dominierenden Vermögenswerts: Möglicherweise ist die Restnutzungsdauer des dominierenden Vermögenswerts kürzer als prognostiziert, wenn die Fertigungsinfrastruktur früher als erwartet veraltet ist. Eine angenommene Restnutzungsdauer von 17 Jahren anstatt 23 Jahren hätte eine Wertminderung zur Folge.
Abzinsungssatz: Möglicherweise sind die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten höher als erwartet. Ein um 2,2 Prozentpunkte höherer Abzinsungssatz hätte eine Wertminderung zur Folge.
Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte
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| 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Geschäfts-/ Firmenwert | Kundenbeziehung | Sonstige | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.01. | - | - | 38,8 | 38,8 |
| Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss | 20,5 | 9,6 | 0,2 | 30,3 |
| Zugänge | - | - | 0,2 | 0,2 |
| Abgänge | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Umbuchungen | - | - | 0,5 | 0,5 |
| Währungsveränderungen | - | 0,9 | 1,1 | 2,0 |
| Stand 31.12. | 20,5 | 10,5 | 40,7 | 71,7 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.01. | - | - | 38,3 | 38,3 |
| Zugänge | - | 1,8 | 0,8 | 2,6 |
| Abgänge | - | - | - 0,1 | - 0,1 |
| Währungsveränderungen | - | 0,1 | 1,1 | 1,2 |
| Stand 31.12. | - | 1,9 | 40,1 | 42,0 |
| Buchwert 31.12. | 20,5 | 8,6 | 0,6 | 29,7 |
Der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert und der Kundenstamm ergeben sich aus der Konsolidierung der SSW. Weitere Informationen sind Ziffer 07 zu entnehmen.
06 Entwicklung der Sachanlagen
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| 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 677,9 | 2.285,7 | 128,7 | 25,8 | 3.118,1 |
| Zugänge | 0,2 | 19,3 | 2,1 | 53,1 | 74,7 |
| Abgänge | - | - 30,8 | - 3,5 | - 0,7 | - 35,0 |
| Umbuchungen | 0,1 | 17,1 | 1,5 | - 18,7 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 34,7 | 60,6 | 1,3 | 0,8 | 97,4 |
| Stand 31.12. | 712,9 | 2.351,9 | 130,1 | 60,3 | 3.255,2 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 457,6 | 1.970,5 | 118,0 | 0,3 | 2.546,4 |
| Zugänge | 12,5 | 100,7 | 5,0 | - | 118,2 |
| Wertaufholung | - 0,5 | - | - | - | - 0,5 |
| Wertminderung | 0,1 | - | - | - | 0,1 |
| Abgänge | - | - 30,6 | - 3,3 | - | - 33,9 |
| Umbuchungen | - | - | - | - | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 28,3 | 52,4 | 1,3 | - | 82,2 |
| Stand 31.12. | 498,0 | 2.093,0 | 121,0 | 0,3 | 2.712,3 |
| Buchwert 31.12. | 214,9 | 258,9 | 9,1 | 60,0 | 542,9 |
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| 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Grundstücke, Gebäude und vergleichbare Rechte | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||
| Stand 01.01. | 532,5 | 2.003,3 | 125,3 | 11,7 | 2.672,8 |
| Zugänge | 0,1 | 15,3 | 2,8 | 22,3 | 40,5 |
| Abgänge | - 0,2 | - 20,6 | - 4,2 | - 0,2 | - 25,2 |
| Umbuchungen | 0,1 | 10,2 | 1,6 | - 12,4 | - 0,5 |
| Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss | 116,3 | 194,2 | 1,6 | 3,9 | 316,0 |
| Währungsveränderungen | 29,1 | 83,3 | 1,6 | 0,5 | 114,5 |
| Stand 31.12. | 677,9 | 2.285,7 | 128,7 | 25,8 | 3.118,1 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.01. | 424,0 | 1.798,6 | 115,7 | 2,2 | 2.340,5 |
| Zugänge | 12,9 | 120,2 | 4,6 | - | 137,7 |
| Wertminderung | 4,6 | 3,8 | 0,5 | - | 8,9 |
| Abgänge | - 0,2 | - 20,4 | - 4,1 | - | - 24,7 |
| Umbuchungen | - | 1,9 | - | - 1,9 | 0,0 |
| Währungsveränderungen | 16,3 | 66,4 | 1,3 | - | 84,0 |
| Stand 31.12. | 457,6 | 1.970,5 | 118,0 | 0,3 | 2.546,4 |
| Buchwert 31.12. | 220,3 | 315,2 | 10,7 | 25,5 | 571,7 |
Der Erwerb durch Unternehmenszusammenschluss bezieht sich auf den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der SSW im Geschäftsjahr 2014. Infolge der Konsolidierung werden die Vermögenswerte der SSW in der Konzernbilanz ausgewiesen. Weitere Informationen über die Konsolidierung der SSW sind Ziffer 07 zu entnehmen.
Nähere Angaben zu den Wertminderungen enthält Ziffer 01.
07 Erwerb der SSW
Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Wege einer Kapitalerhöhung von EUR 86,5 Mio. die Mehrheitsbeteiligung an der SSW übernommen. Vor dem Erwerb wurde der Anteil an der SSW nach der Equity-Methode bilanziert. Bei der erstmaligen Konsolidierung zum 24. Januar 2014 wurde die bisher nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligung aufgrund der kumulierten Nettoverluste der SSW mit einem Wert von null angesetzt. Weitere Verluste aus dieser Beteiligung in Höhe von EUR 24,2 Mio. wurden mit einem als Nettoinvestition klassifizierten Gesellschafterdarlehen verrechnet.
Infolge des Erwerbs wurden bisher erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasste Beträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung realisiert. Daraus ergab sich ein nicht zahlungswirksamer Ertrag von EUR 17,6 Mio., der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Der Erwerb der SSW wurde als sukzessiver Unternehmenserwerb bilanziert, bei dem die übertragenen Vermögenswerte und Schulden mit ihren zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwerten neu bewertet wurden.
Die bestehenden Vertragsverhältnisse zwischen dem Konzern und der SSW wurden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Es bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte in Höhe von EUR 6,1 Mio., ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 142,6 Mio., Vorauszahlungen in Höhe von EUR 8,6 Mio. und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5,1 Mio. Außerdem fielen mit dem Erwerb verbundene Kosten in Höhe von EUR 0,1 Mio. für Rechtskosten und ähnliche Kosten an. Diese sind im Posten "Allgemeine Verwaltungskosten" enthalten.
Im Zeitraum vom 24. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 erzielte die SSW Umsatzerlöse in Höhe von EUR 153,0 Mio. und verzeichnete einen Fehlbetrag von ca. EUR - 49,0 Mio. Wäre die SSW seit dem 1. Januar 2014 konsolidiert worden, hätte sich der Konzernumsatz auf ca. EUR 853 Mio. und das Jahresergebnis des Konzerns auf ca. EUR - 34 Mio. belaufen.
08 Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte
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| EUR Mio. | 2014 Darlehen an Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.01. | 142,6 |
| Neubewertung | 3,4 |
| Bewertung at Equity | - 3,5 |
| Konsolidierungsbedingte Änderung | - 142,6 |
| Währungsveränderungen | 0,1 |
| Stand 31.12. | - |
| Wertberichtigung | |
| Stand 01.01. | - |
| Währungsveränderungen | - |
| Stand 31.12. | - |
| Buchwert 31.12. | - |
09 Vorräte
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 58,7 | 56,5 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse | 84,0 | 81,9 |
| Summe | 142,7 | 138,4 |
| davon Bilanzierung zum Nettoveräußerungswert | 16,9 | 49,4 |
Die unfertigen Erzeugnisse betrugen zum 31. Dezember 2015 EUR 34,5 Mio. (Vorjahr: EUR 33,6 Mio.).
10 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 100,4 | - | 100,4 | 111,1 | - | 111,1 |
| Derivative Finanzinstrumente | 9,9 | 0,2 | 9,7 | 4,2 | 0,3 | 3,9 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | - | - | - | 3,2 | - | 3,2 |
| Übrige | 5,9 | - | 5,9 | 13,2 | - | 13,2 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15,8 | 0,2 | 15,6 | 20,6 | 0,3 | 20,3 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 1,3 | - | 1,3 | 1,8 | - | 1,8 |
| Sonstige Steuerforderungen | 6,0 | - | 6,0 | 1,1 | - | 1,1 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 7,3 | - | 7,3 | 2,9 | - | 2,9 |
| Sonstige finanzielle oder nicht finanzielle Vermögenswerte | 23,1 | 0,2 | 22,9 | 23,5 | 0,3 | 23,2 |
| davon fällig > 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 1,3 | 0,1 | 1,2 | 1,6 | 0,2 | 1,4 |
| davon fällig > 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, die den Marktwerten entsprechen. Ausfallrisiken sind - soweit nicht durch Versicherungen oder erhaltene Anzahlungen abgedeckt - durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die übrigen Vermögenswerte enthalten Vorauszahlungen an die Pensionskasse von Wacker Chemie AG in Höhe von EUR 9,5 Mio. zum Ende des Geschäftsjahres 2014.
Die Entwicklung der Überfälligkeiten der Forderungen stellt sich wie folgt dar:
Überfälligkeiten der Forderungen
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| 31.12.2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Davon weder wertgemindert noch überfällig | Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | Davon überfällig und wertgemindert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig > 45 Tage | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 100,4 | 93,8 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 0,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 15,8 | 15,8 | - | - | - | - |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 7,3 | 7,3 | - | - | - | - |
| Summe | 123,5 | 116,9 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 0,3 |
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| 31.12.2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Davon weder wertgemindert noch überfällig | Davon überfällig, aber nicht wertgemindert | Davon überfällig und wertgemindert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | überfällig < 30 Tage | überfällig 31 bis 45 Tage | überfällig > 45 Tage | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 111,1 | 99,6 | 11,1 | 0,1 | 0,0 | 0,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 20,6 | 20,6 | - | - | - | - |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 2,9 | 2,9 | - | - | - | - |
| Summe | 134,6 | 123,1 | 11,1 | 0,1 | 0,0 | 0,3 |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den Berichtsperioden (es wurden keine Wertberichtigungen auf andere Vermögenswerte vorgenommen):
Wertberichtigungen
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand 01.01. | 2,6 | 7,7 |
| Inanspruchnahme | - 2,6 | - 3,4 |
| Zugänge | 1,3 | 0,1 |
| Auflösungen | - 0,1 | - 2,1 |
| Währungsveränderungen | 0,2 | 0,3 |
| Stand 31.12. | 1,4 | 2,6 |
Das maximale Ausfallrisiko besteht in der Höhe des Buchwerts der nicht durch Kreditausfallversicherungen gedeckten Forderungen. Die Wertberichtigungen des Konzerns für Ausfallrisiken basieren auf Erfahrungswerten und den zum Ende der Berichtsperiode herrschenden Bedingungen.
11 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Bankguthaben und Kassenbestände sind zum Nennbetrag bewertet. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente geht aus der Kapitalflussrechnung hervor.
12 Eigenkapital
Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalentwicklung gezeigt.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital betrug bis zum 8. Juni 2015 EUR 100,0 Mio. Bis zum 11. Mai 2015 war das Grundkapital in 50.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2015 wurde die Satzung der Siltronic AG geändert und in diesem Zusammenhang die Zahl der Aktien auf 25.000.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien halbiert. Die Satzungsänderung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 11. Mai 2015 wirksam. In Vorbereitung des Börsengangs wurde das Grundkapital der Gesellschaft mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juni 2015 durch Ausgabe von 5.000.000 neuen Namensaktien um EUR 20,0 Mio. erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde mit Handelsregistereintragung am 9. Juni 2015 wirksam. Seitdem beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 120,0 Mio. und ist in 30.000.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt.
Die 5.000.000 neuen Aktien wurden zu einem Ausgabebetrag von je EUR 4,00 ausgegeben. Das gezeichnete Kapital hat sich entsprechend um EUR 20,0 Mio. erhöht.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage setzt sich zusammen aus einem Aufschlag bei der Ausgabe von Aktien, Sacheinlagen sowie kumulierten Verlustausgleichen, die im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags mit der Wacker-Chemie Dritte Venture gezahlt wurden. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2015 gekündigt.
Im Geschäftsjahr 2014 schloss die Gesellschaft einen Personalübernahmevertrag mit der Wacker Chemie AG. Die entsprechende Zahlung in Höhe von EUR 39,0 Mio. wurde als Geschäftsvorfall mit Anteilseignern bilanziert und in der Kapitalrücklage ausgewiesen. Weitere Informationen sind Ziffer 22 zu entnehmen.
Im Zuge des Börsengangs ist durch die Ausgabe von 5.000.000 neuen Aktien das gezeichnete Kapital um EUR 20,0 Mio. gestiegen. Der Wert ergab sich durch den Veräußerungspreis je Aktie von EUR 30,00 abzüglich des im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Ausgabebetrags von EUR 4,00 je Aktie und nach Abzug von mit dem Börsengang direkt zusammenhängenden Emissionskosten in Höhe von EUR 6,8 Mio.
Gewinnrücklage und Konzernergebnis
Die Position umfasst die kumulierten früheren Jahresergebnisse des Konzerns abzüglich Dividendenausschüttungen.
In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. März 2014 wurde eine Dividende in Höhe von EUR 269,5 Mio. beschlossen. Dieser Betrag entspricht den Gewinnrücklagen aus den Geschäftsjahren vor 2009, d. h. bevor der Ergebnisabführungsvertrag wirksam wurde und die Gesellschaft zum (steuerlichen) Organkreis der Wacker Chemie AG in Deutschland gehörte. Die Dividendenausschüttungen basieren auf dem nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften verfügbaren Eigenkapital.
Kapitalmanagement
Das Kapitalmanagement des Siltronic-Konzerns verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und angemessene Renditen für die Anteilseigner zu erwirtschaften. Als Instrumente der Kapitalsteuerung dienen unter anderem Dividendenzahlungen. Die Siltronic AG beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Die Satzung beinhaltet keine Kapitalerfordernisse. Besondere Kapitalbegriffe werden nicht verwendet.
Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. Juni 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 60,0 Mio. zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
13 Pensionsrückstellungen
Für die Mitarbeiter des Konzerns bestehen je nach den rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren.
Der Konzern unterhält sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pläne. Aus beitragsorientierten Plänen resultieren über die Entrichtung von Beiträgen hinaus keine weiteren Verpflichtungen für das Konzernunternehmen. Pensionsverpflichtungen ergeben sich aus leistungsorientierten Plänen in Form von Anwartschaften und laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter des Siltronic-Konzerns sowie deren Hinterbliebene.
Pensionskasse in Deutschland
In Deutschland werden die Pläne von der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG verwaltet, einem regulierten Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, der rechtlich vom Wacker- und Siltronic-Konzern getrennt ist.
Versorgungsplan für Mitarbeiter bis 2004- leistungsorientierter Plan
Mitarbeiter, die vor 2004 in das Unternehmen eingetreten sind, erhalten eine Grundversorgung auf der Basis einer festen Leistungszusage, die über Auszahlungen aus der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG finanziert wird. Die letztliche Verantwortung für die Pensionsverpflichtungen trägt die Gesellschaft. Die Leistungshöhe entspricht einem bestimmten Prozentsatz der von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in den Plan eingezahlten Beiträge.
Versorgungsplan für Mitarbeiter ab 2005 - beitragsorientierter Plan
Für Mitarbeiter in Deutschland, die 2005 oder später in das Unternehmen eingetreten sind, wird über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG eine Grundversorgung gewährt. Die direkten beitragsabhängigen Leistungen werden aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen finanziert und umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Zusätzlich können Mitarbeiter in Deutschland Beiträge zur freiwilligen Höherversicherung "PK+" an die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG leisten.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde die bilanzielle Behandlung des Tarifs für die freiwillige Höherversicherung für Firmenbeitritte von 1972 bis 2004 geändert. Bis zum Geschäftsjahr 2014 wurde dieser Tarif bei Siltronic als beitragsorientierter Plan behandelt. Aufgrund des andauernden Niedrigzinsumfelds ist in der Zukunft nicht sicher davon auszugehen, dass die Pensionskasse in jedem Fall den garantierten Rechnungszins von 4 Prozent erwirtschaften kann, sodass wir diesen Tarif seit 2015 als leistungsorientierte Pensionszusage behandeln. Die Umstellung führt dazu, dass 2015 der Barwert der Verpflichtung erfolgsneutral um EUR 20,9 Mio. steigt. Gleichzeitig werden im Planvermögen erfolgsneutral Zugänge von EUR 15,6 Mio. berücksichtigt. Die Effekte sind in der Tabelle "Entwicklung der Nettoschuld der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen" in der Zeile "Gewinne/Verluste aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen" enthalten. Mitarbeiter, die nach 2004 in das Unternehmen eingetreten sind, erhalten im Tarif für die freiwillige Höherversicherung einen niedrigeren Garantiezinssatz von 2,5 Prozent (2005-2012) bzw. 1,75 Prozent (ab 2013). Diese Tarife gehen nicht in die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen ein, da sie aufgrund ihrer versicherungsförmigen Ausgestaltung als beitragsorientierte Pläne zu qualifizieren sind.
Direktzusagen- leistungsorientierter Plan in Deutschland
Neben den Zusagen der Pensionskasse erhalten Mitarbeiter in Deutschland direkte Leistungszusagen in Form einer Zusatzversorgung. Mit der Zusatzversorgung werden Gehaltsanteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze abgesichert. Bis 2004 eingetretene Mitarbeiter erhalten Rentenleistungen. Die Höhe der Rente hängt vom durchschnittlich während der Beschäftigung beim Konzern bezogenen Gehalt ab (Karrieredurchschnittsplan).
Für ab dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter basiert die Rentenleistung auf einem bestimmten Prozentsatz des Gehalts. Sie ist vom durchschnittlich während der Beschäftigungsdauer bezogenen Gehalt abhängig.
Die Leistungen können als lebenslange Rente oder, für Zusagen ab 2005, alternativ als Einmalzahlung abgerufen werden. Leistungsberechtigt sind die Mitarbeiter und ihre Hinterbliebenen.
"Deferred Compensation"-Plan - leistungsorientierter Plan in Deutschland
Mitarbeiter in Deutschland können Teile ihres Gehalts in einen arbeitnehmerfinanzierten Leistungsplan ("Deferred Compensation") einzahlen. Dieser Plan gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, Teile ihrer künftigen Entgeltansprüche in ein wertgleiches Versorgungskapital in Form eines Anlagevertrags mit garantierter Verzinsung ("Guaranteed Investment Contract") umzuwandeln. Die Beiträge werden mit 7 Prozent (1996 - 2001), 6 Prozent (2002 - 2010) oder 5 Prozent (201 1 - 2013) verzinst. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 7 Prozent oder 6 Prozent kann der Mitarbeiter zwischen einer Auszahlung in Rentenform oder als Kapital wählen. Bei den Zusagen mit einer Verzinsung von 5 Prozent erfolgt die Auszahlung ausschließlich in Kapitalform.
USA
Für die Mitarbeiter ausländischer Tochterunternehmen bestehen unterschiedliche Pensionszusagen nach den rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder. Mit Ausnahme der in den USA gegebenen Pensionszusagen sind diese Pensionspläne für den Konzern unwesentlich.
In den USA bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für Mitarbeiter der Siltronic Corporation in Portland, die vor Ende 2003 in das Unternehmen eingetreten sind. Diese Pläne wurden zum 31. Dezember 2003 für neue Mitarbeiter geschlossen. Die Versorgungsleistung besteht in einer monatlichen Rentenzahlung ab dem 65. Lebensjahr, die sich auf Basis des zuletzt gezahlten Durchschnittsgehalts ermittelt. Spezielle Regelungen gibt es bei frühzeitiger Verrentung ab dem 55. Lebensjahr abhängig von der Betriebszugehörigkeit. Berechtigte Mitarbeiter haben außerdem Anspruch auf medizinische Versorgungsleistungen nach ihrem Eintritt in den Ruhestand und Austrittsentschädigungen. Für neue Mitarbeiter nach 2003 existieren nur noch beitragsorientierte Pensionspläne.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen übergeleitet werden:
Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Inland | Ausland | Summe | Inland | Ausland | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der fondsfinanzierten leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen | 483,1 | 128,0 | 611,1 | 498,4 | 121,6 | 620,0 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 359,7 | 90,0 | 449,7 | 350,3 | 83,5 | 433,8 |
| Finanzierungsstatus | 123,4 | 38,0 | 161,4 | 148,1 | 38,1 | 186,2 |
| Barwert der ungedeckten leistungsorientierten Verpflichtungen | 131,3 | 6,7 | 138,0 | 136,5 | 5,4 | 141,9 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 254,7 | 44,7 | 299,4 | 284,6 | 43,5 | 328,1 |
Die Nettoschuld der leistungsorientierten Verpflichtungen in den Jahren 2015 und 2014 hat sich wie folgt entwickelt:
Entwicklung der Rückstellung
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| 2015 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 761,9 | 433,8 | 328,1 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 19,8 | - | 19,8 |
| Zinsaufwand bzw. Zinsertrag | 19,9 | 11,7 | 8,2 |
| Neubewertungen | |||
| Ertrag aus Planvermögen ohne bereits im Zinsaufwand erfasste Beträge | - | - 7,2 | 7,2 |
| Gewinne /Verluste aus der Änderung demografischer Annahmen | - 3,5 | - | - 3,5 |
| Versicherungsmathematische Gewinne aus der Änderung finanzieller Annahmen | - 63,6 | - | - 63,6 |
| Gewinne /Verluste aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | 12,1 | - | 12,1 |
| Effekte aus Währungsumrechnungsdifferenzen | 14,3 | 9,4 | 4,9 |
| Beiträge des Arbeitgebers | - | 11,6 | - 11,6 |
| Beiträge des Arbeitnehmers | 2,4 | 2,4 | - |
| Rentenzahlungen | - 14,0 | - 11,3 | - 2,7 |
| Übertragungen /Abgeltungen / Sonstiges | - 0,2 | - 0,7 | 0,5 |
| Stand 31.12. | 749,1 | 449,7 | 299,4 |
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| 2014 | |||
|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 568,5 | 383,5 | 185,0 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 14,6 | - | 14,6 |
| Zinsaufwand bzw. Zinsertrag | 22,7 | 15,2 | 7,5 |
| Neubewertungen | |||
| Ertrag aus Planvermögen ohne bereits im Zinsaufwand erfasste Beträge | - | 17,3 | - 17,3 |
| Gewinne /Verluste aus der Änderung demografischer Annahmen | 4,4 | - | 4,4 |
| Versicherungsmathematische Verluste aus der Änderung finanzieller Annahmen | 155,3 | - | 155,3 |
| Gewinne /Verluste aus der Änderung erfahrungsbedingter Annahmen | - 6,9 | - | - 6,9 |
| Effekte aus Währungsumrechnungsdifferenzen | 13,8 | 9,1 | 4,7 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 0,0 | 16,3 | - 16,3 |
| Beiträge des Arbeitnehmers | 2,3 | 2,3 | - |
| Rentenzahlungen | - 12,3 | - 9,9 | - 2,4 |
| Übertragungen /Abgeltungen / Sonstiges | - 0,5 | - | - 0,5 |
| Stand 31.12. | 761,9 | 433,8 | 328,1 |
Annahmen
Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung von unternehmensspezifischen und landesspezifischen, biometrischen Rechnungsgrundlagen und Parametern ermittelt. Den Berechnungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde, die folgende Parameter berücksichtigt haben:
Versicherungsmathematische Annahmen
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| 2015 | 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| in % | Deutschland | USA | Deutschland | USA |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungssatz | 2,75 | 4,20 | 2,30 | 3,80 |
| Gehaltstrend | 2,50 | 2,00 - 3,00 | 2,50 | 2,00 - 3,00 |
| Rententrend | 1,80 | - | 1,80 | - |
Sensitivitätsanalyse
Bei der folgenden Sensitivitätsanalyse wird jeweils nur eine Annahme verändert, das heißt, die übrigen Annahmen bleiben unverändert, sodass die Sensitivität jeder Annahme isoliert betrachtet werden kann (ceteris paribus).
Die folgende Übersicht zeigt, inwieweit sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen durch Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen ändern würde:
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| Sensitivitätsanalyse | 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
Leistungsorientierte Verpflichtung EUR Mio. |
Veränderung in % |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag | 749 | 762 | ||
| Barwert der Pensionsverpflichtungen, falls | ||||
| der Abzinsungssatz 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 686 | - 8,4 | 692 | - 9,2 |
| der Abzinsungssatz 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 821 | 9,6 | 842 | 10,6 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte höher wäre | 757 | 1,1 | 771 | 1,2 |
| der Gehaltstrend 0,5 Prozentpunkte niedriger wäre | 742 | - 0,9 | 753 | - 1,1 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte höher wäre | 768 | 2,5 | 783 | 2,8 |
| der Rententrend 0,25 Prozentpunkte niedriger wäre | 731 | - 2,4 | 742 | - 2,7 |
| die Lebenserwartung um 1 Jahr höher wäre | 772 | 3,1 | 787 | 3,3 |
Zusammensetzung des Planvermögens
In Deutschland umfasst das Planvermögen die bei der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG abgeschlossenen Versicherungsverträge. Die Pensionskasse investiert in Aktien- und Rentenfonds, forderungsbesicherte Schuldtitel, Immobilien und Private Equity-Fonds. Der verbleibende Teil des Vermögens wird als Liquidität vorgehalten. Die Anlagestrategie erfolgt gemäß der vom Vorstand der Pensionskasse vorgegebenen Kapitalanlagerichtlinie. Das Planvermögen der in den USA aufgelegten Pensionspläne wird im Allgemeinen in Aktien und Fonds gemäß den jeweiligen Kapitalanlagerichtlinien angelegt.
Die Zusammensetzung des Planvermögens des Konzerns geht aus der folgenden Tabelle hervor:
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe | Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | - | 61,3 | 61,3 | - | 59,9 | 59,9 |
| Darlehen / Renten | 173,2 | 95,0 | 268,2 | 158,6 | 105,6 | 264,2 |
| Aktien/Aktienfonds | 69,4 | 39,2 | 108,6 | 62,7 | 29,4 | 92,1 |
| Liquidität | - | 11,6 | 11,6 | - | 17,6 | 17,6 |
| Summe Planvermögen | 242,6 | 207,1 | 449,7 | 221,3 | 212,5 | 433,8 |
Risiken
Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken betreffen neben den versicherungsmathematischen Risiken vor allem finanzielle Risiken im Zusammenhang mit dem Planvermögen. In Deutschland werden wesentliche Teile der leistungsorientierten Verpflichtungen in der Pensionskasse verwaltet. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Studie von Vermögen und Schulden ("Asset-Liability-Studie") wird das aktuelle und künftige Verhältnis von Portfoliostruktur zu den Verpflichtungen analysiert und prognostiziert. Als Resultat ermittelt sich die langfristige Rendite des Planvermögens. Darauf aufbauend definiert die Pensionskasse ein strategisches Zielportfolio, das Renditeerfordernis und die Firmenbeiträge. Grundsätzlich sind alle Kapitalanlagen Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Diese können aus Zins-, Aktienkurs- bzw. Wechselkursverschiebungen bestehen.
Die Pensionsverpflichtungen für Mitarbeiter in Deutschland werden teilweise über die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG finanziert, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt wird. Der Konzern ist verpflichtet, regelmäßige Beitragszahlungen in die Pensionskasse zu leisten.
Aufgrund des Niedrigzinsumfelds in den letzten Jahren wurde die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG von der BaFin aufgefordert, ihre Pensionsverpflichtungen mit einem niedrigeren Abzinsungssatz zu berechnen. Dies wiederum hat die Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG veranlasst, höhere Beiträge vom Konzern und den übrigen Mitgliedern zu verlangen.
Versicherungsmathematische Risiken ergeben sich insbesondere durch die Lebenserwartung der Leistungsempfänger und durch das Zinsgarantierisiko. Die Pensionsverpflichtungen beinhalten zum Teil eine garantierte Verzinsung der eingezahlten Beiträge. In einem Umfeld niedriger Zinsen stellt das Risiko der Erfüllbarkeit dieser garantierten Verzinsung ein Schwerpunktthema der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG dar.
Finanzierung der Pensionspläne
Im Geschäftsjahr 2015 wurden für Pläne in Deutschland EUR 9,7 Mio. (Vorjahr: EUR 8,6 Mio.) und für Pläne im Ausland EUR 4,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,7 Mio.) an Rentenzahlungen geleistet. Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen werden 2016 rund EUR 8,7 Mio. betragen. Die erwartete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2015 19,6 Jahre in Deutschland und 15,9 Jahre in den USA.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die vom Konzern voraussichtlich zu leistenden Rentenzahlungen im Zeitraum 2016 bis 2020:
Erwartete Fälligkeiten der Pensionszahlungen
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| EUR Mio. | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|
| 15,5 | 16,6 | 17,7 | 19,7 | 21,7 |
Zusammensetzung des Pensionsaufwands nach Pensionsplänen
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Pensionsaufwand aus leistungsorientierten Plänen | 28,0 | 22,0 |
| Pensionsaufwand aus beitragsorientierten Plänen | 1,3 | 1,2 |
| Beiträge zur gesetzlichen Altersversorgung | 15,0 | 13,6 |
| Übrige Pensionsaufwendungen | 0,9 | 0,0 |
| Gesamte Altersversorgung | 45,2 | 36,8 |
14 Andere Rückstellungen / Steuerrückstellungen
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Personal | 33,4 | 30,3 | 3,1 | 29,1 | 26,1 | 3,0 |
| Umweltschutz | 0,6 | - | 0,6 | 0,5 | - | 0,5 |
| Restrukturierung | 0,5 | 0,1 | 0,4 | 1,8 | 0,1 | 1,7 |
| Übrige | 1,9 | - | 1,9 | 2,8 | - | 2,8 |
| Summe | 36,4 | 30,4 | 6,0 | 34,2 | 26,2 | 8,0 |
| Steuerrückstellungen | 5,3 | - | 5,3 | 4,1 | 0,1 | 4,0 |
Personalrückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten hauptsächlich Verpflichtungen zur Gewährung von Jubiläumsgeldern sowie Rückstellungen aufgrund von Altersteilzeitmodellen. Die Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle werden in sechs Jahren vollständig ausbezahlt sein. Der Abfluss erfolgt kontinuierlich. Der Konzern hält Anleihen und andere Wertpapiere, die als Planvermögen für Leistungen im Rahmen der Altersteilzeit dienen und die mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeitmodellen saldiert werden.
Rückstellungen für Umweltschutz
Die Rückstellungen für Umweltschutz decken erwartete Belastungen aufgrund der möglichen Kontaminierung von Boden und Gewässern am Konzernstandort Portland, Oregon (USA), ab. Das Grundstück wird auf die Freisetzung bestimmter Schadstoffe untersucht, darunter Trichlorethylen, das früher von dem Tochterunternehmen in den USA verwendet wurde. Außerdem sind durch frühere Grundstückseigentümer Abfallprodukte aus einer Industriegasanlage, Herbizide, Pestizide, Mineralölprodukte und andere Gefahrstoffe in die Umwelt gelangt. Der Konzern hat Versicherungen abgeschlossen, durch die die meisten bisher angefallenen Verteidigungs-, Untersuchungs- und Sanierungskosten erstattet wurden. Obgleich ein erheblicher Versicherungsschutz besteht, werden künftige Verteidigungs-, Untersuchungs- und Sanierungskosten möglicherweise nicht vollständig von den Versicherungen gedeckt werden.
Rückstellungen für Restrukturierung
Die Rückstellungen für Restrukturierung enthalten Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter, Abbruchverpflichtungen und vergleichbare Belastungen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen Rückstellungen in den Geschäftsjahren 2015 und 2014:
Entwicklung der anderen Rückstellungen
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| EUR Mio. | 01.01.2015 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | Sonstige1) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Personal | 29,1 | - 7,6 | - | 11,8 | 0,5 | - 0,4 |
| Umweltschutz | 0,5 | - 0,4 | - | 0,4 | 0,1 | - |
| Restrukturierung | 1,8 | - 0,7 | - 0,6 | - | 0,0 | - |
| Übrige | 2,8 | 0,0 | - 1,3 | 0,4 | 0,0 | - |
| Summe | 34,2 | - 8,7 | - 1,9 | 12,6 | 0,6 | - 0,4 |
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| EUR Mio. | 31.12.2015 |
|---|---|
| Personal | 33,4 |
| Umweltschutz | 0,6 |
| Restrukturierung | 0,5 |
| Übrige | 1,9 |
| Summe | 36,4 |
1) Die Rückstellungen für Altersteilzeitmodelle wurden mit den entsprechenden Wertpapieren saldiert.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern sowie für Risiken aus Betriebsprüfungen. Der Bilanzposten umfasst die erwarteten Verpflichtungen aller in- und ausländischen Einheiten.
Der vorhandene Bestand an langfristigen Steuerrückstellungen wird im Wesentlichen in den nächsten zwei Jahren abfließen.
Die Entwicklung der Rückstellung für Ertragsteuern geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
Entwicklung der Rückstellung
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| EUR Mio. | 01.01.2015 | Verbrauch | Auflösung | Zugang | Zinsen und Wechselkurse | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Steuern | 4,1 | - 4,1 | - | 5,2 | 0,1 | 5,3 |
15 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72,1 | - | 72,1 | 55,8 | - | 55,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente | 19,0 | 0,6 | 18,4 | 33,5 | 3,8 | 29,7 |
| davon > 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 3,3 | - | 3,3 | 3,0 | - | 3,0 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0,8 | - | 0,8 | 0,8 | - | 0,8 |
| Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung | 0,7 | - | 0,7 | 1,7 | - | 1,7 |
| Erfolgsbeteiligung, Bonus | 9,9 | - | 9,9 | 5,5 | - | 5,5 |
| Sonstige Personalverpflichtungen | 7,3 | - | 7,3 | 10,6 | - | 10,6 |
| Erhaltene Anzahlungen | 46,3 | 24,3 | 22,0 | 67,1 | 45,5 | 21,6 |
| Übrige | 1,6 | - | 1,6 | 0,7 | - | 0,7 |
| Summe | 69,9 | 24,3 | 45,6 | 89,4 | 45,5 | 43,9 |
| davon > 5 Jahre | - | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 0,2 | - | 0,2 | - | - | - |
Als Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit werden insbesondere noch abzuführende einbehaltene Beträge ausgewiesen.
Die sonstigen Personalverpflichtungen enthalten überwiegend Urlaubs- und Gleitzeitguthaben.
Der Konzern hat im Rahmen langfristiger Lieferverträge mit Kunden Anzahlungen für künftige Lieferungen von Wafern erhalten. Diese Anzahlungen reduzieren sich durch Lieferungen, wobei die Abnahme von der Höhe der Umsätze abhängt.
Die Verbindlichkeit aus derivativen Finanzinstrumenten entspricht dem negativen beizulegenden Zeitwert dieser Instrumente.
16 Finanzverbindlichkeiten
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig | Summe | davon langfristig | davon kurzfristig |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber der Wacker Chemie AG | - | - | - | 176,0 | - | 176,0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber dem Wacker-Konzern | - | - | - | 0,1 | - | 0,1 |
| Summe | - | - | - | 176,1 | - | 176,1 |
| Darlehen von Samsung | 38,6 | 38,6 | - | 35,8 | 35,8 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 38,6 | 38,6 | - | 211,9 | 35,8 | 176,1 |
Ende 2014 stellte die Wacker Chemie AG der Siltronic AG eine Kreditfazilität über EUR 150,0 Mio. zur Verfügung, die der Konzern in Anspruch nahm und wodurch sich die Zahlungsmittel um den gleichen Betrag erhöhten. Weitere EUR 26,0 Mio. resultierten aus einem negativen Saldo im Rahmen des Cash-Poolings mit der Wacker Chemie AG. Beide Verbindlichkeiten wurden 2015 zurückgezahlt. In den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ist ein Gesellschafterdarlehen von nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von EUR 38,6 Mio. enthalten (einschließlich Zinsen), das 2025 fällig wird. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen die SSW mit ihrem Minderheitsgesellschafter Samsung.
Für die finanziellen Verbindlichkeiten wurden keine Sicherheiten gestellt. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte abgesichert.
17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, least der Konzern Sachanlagen, Fahrzeuge und EDV-Geräte. Mit Ausnahme der Pachtverträge für Grundstücke, die Laufzeiten bis 2040 haben, liegen die Laufzeiten dieser Verträge bei maximal fünf Jahren.
Die Aufwendungen für Leasing-, Miet- und Pachtverträge in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 beliefen sich auf EUR 7,6 Mio. bzw. EUR 6,1 Mio.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| EUR Mio. | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Operating-Leasingverträgen | ||
| fällig innerhalb 1 Jahr | 3,2 | 2,5 |
| fällig zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 9,8 | 6,2 |
| fällig nach 5 und mehr Jahren | 25,8 | 29,3 |
| Summe | 38,8 | 38,0 |
Zum 31. Dezember 2015 bestand ein Bestellobligo in Höhe von EUR 48,8 Mio. (Vorjahr: EUR 6,7 Mio.), das hauptsächlich Sachanlagen betraf.
Der Konzern schließt langfristige Abnahmeverträge ab, die eine Mindestabnahme vorsehen. Daraus ergaben sich zum 31. Dezember 2015 Mindestabnahmeverpflichtungen in Höhe von EUR 50,2 Mio. (31. Dezember 2014: EUR 7,8 Mio.).
Weitere Angaben
18 Ergebnis je Aktie
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Jahresergebnis der Aktionäre der Siltronic AG (EUR Mio.) | - 14,0 | - 16,0 |
| Durchschnittliche Zahl an ausstehenden Stammaktien (Stück) | 27.794.521 | 25.000.000 |
| Zahl an ausstehenden Stammaktien zum Jahresende (Stück) | 30.000.000 | 25.000.000 |
| Ergebnis je Stammaktie (Durchschnitt) (EUR) | - 0,50 | - 0,64 |
| Dividendenzahlung je Stammaktie (EUR) | 10,78 |
Die durchschnittliche Zahl an ausstehenden Stammaktien ergibt sich dadurch, dass bis einschließlich 10. Juni 2015, nämlich dem Tag vor dem Börsengang, 25.000.000 Aktien ausgegeben waren und vom Tag des Börsengangs am 11. Juni 2015 bis zum Jahresende 30.000.000 Aktien.
Der sich nach Vorschriften des deutschen Handelsrechts ergebende Verlust der Siltronic AG wurde aus den Kapitalrücklagen entnommen.
19 Finanzinstrumente
In den nachfolgenden Tabellen sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die Geschäftsjahre 2015 und 2014 nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt. Dabei werden auch die Verbindlichkeiten aus Derivaten mit bilanzieller Sicherungsbeziehung berücksichtigt, obwohl sie keiner Bewertungskategorie gemäß IAS 39 angehören.
Der beizulegende Zeitwert von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten wird durch Abzinsung unter Berücksichtigung üblicher risikoadäquater und laufzeitkongruenter Marktzinssätze ermittelt. Der beizulegende Zeitwert kurzfristiger Bilanzposten entspricht annähernd ihrem Buchwert. Die sich aus IAS 39 ergebenden Kategorien unterscheiden zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und solchen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (siehe nachfolgende Tabelle). Diese Kategorien sind ausreichend, um die Klassen nach IFRS 7 nachzubilden, die zumindest eine Trennung der Finanzinstrumente nach Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und nach Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorsehen. Bei den in der Tabelle unten gesondert dargestellten derivativen Finanzinstrumenten mit spezifischen Risiken handelt es sich nur um Fremdwährungsderivate.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2015 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 100,4 | 100,4 | - | - | 100,4 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 55,7 | 45,8 | 9,6 | 0,3 | 55,7 |
| Darlehen und Forderungen | - | 40,0 | - | - | 40,0 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere | - | 5,8 | - | - | 5,8 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | - | 9,6 | - | 7,5 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | - | 0,3 | 2,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 154,5 | 154,5 | - | - | 154,5 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 310,6 | 310,6 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 300,7 | 300,7 | - | - | 300,7 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 9,6 | - | 9,6 | - | 9,6 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 0,3 | - | - | 0,3 | 0,3 |
| Darlehen | 38,6 | 38,6 | - | - | 38,6 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 38,6 | - | - | 38,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 72,1 | 72,1 | - | - | 72,1 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 72,1 | - | - | 72,1 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 39,3 | 20,3 | 9,1 | 9,9 | 39,3 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 20,3 | - | - | 20,3 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | - | 9,1 | - | 9,1 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | - | 9,9 | 9,9 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 150,0 | 150,0 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 131,0 | 131,0 | - | - | 131,0 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 9,1 | - | 9,1 | - | 9,1 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 9,9 | - | - | 9,9 | 9,9 |
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien
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| Bewertung nach IAS 39 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Buchwert 31.12.2014 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | Beizulegender Wert 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 111,1 | 111,1 | - | - | 111,1 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 20,5 | 16,3 | 1,4 | 2,8 | 20,5 |
| Darlehen und Forderungen | - | 16,3 | - | - | 16,3 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | - | 1,4 | - | 1,4 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | - | 2,8 | 2,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 187,4 | 187,4 | - | - | 187,4 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 319,0 | 319,0 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Darlehen und Forderungen | 314,8 | 314,8 | - | - | 314,8 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 1,4 | - | 1,4 | - | 1,4 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 2,8 | - | - | 2,8 | 2,8 |
| Darlehen | 211,9 | 211,9 | - | - | 211,9 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 211,9 | - | - | 211,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 55,8 | 55,8 | - | - | 55,8 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 55,8 | - | - | 55,8 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 52,8 | 19,4 | 9,4 | 24,0 | 52,8 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | - | 19,4 | - | - | 19,4 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | - | - | 9,4 | - | 9,4 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | - | - | 24,0 | 24,0 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 320,5 | 320,5 | |||
| davon nach Bewertungskategorien des IAS 39: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 287,1 | 287,1 | - | - | 287,1 |
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte) | 9,4 | - | 9,4 | - | 9,4 |
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | 24,0 | - | - | 24,0 | 24,0 |
In den Darlehen und Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Darlehen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Fremdwährung werden zum aktuellen Wechselkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der Ausleihungen ergibt sich aus dem Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.
Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere und Fondsanteile zur Sicherung der Altersteilzeitverpflichtungen. Bei den Wertpapieren entspricht der beizulegende Zeitwert ihren notierten Preisen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert annähernd dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der künftig erwarteten Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dargestellt.
Nettoergebnis gemäß Bewertungskategorien
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 7,0 | 6,6 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - 0,1 | 0,0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | - 1,9 | - 2,3 |
| Summe | 5,0 | 4,3 |
Das Nettoergebnis aus der Kategorie "Darlehen und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Nettogewinne und -verluste aus der Währungsumrechnung, Zinserträge aus Finanzanlagen und Bankguthaben (nach Berücksichtigung gegebenenfalls einschlägiger Wertberichtigungen).
Die Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren.
Die Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten, die nicht die Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, sind in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" enthalten. Hier werden auch die Effekte aus dem Fair Value Hedge Accounting ausgewiesen.
Die Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf EUR 0,2 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.). Es handelt sich im Wesentlichen um Zinserträge aus Bankguthaben und Ausleihungen.
Die Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beliefen sich 2015 auf EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.).
Die Nettoverluste in der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" bestehen im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten und Effekten aus Bewertungen mit unterschiedlichen Wechselkursen.
Die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden den drei Kategorien gemäß der IFRS 13-Bewertungshierarchie des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value-Hierarchie) zugeordnet.
Die einzelnen Hierarchiestufen sind wie folgt gegliedert:
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| Stufe I: | Finanzinstrumente, die mittels notierter Preise in aktiven Märkten (Märkte, die eine angemessene Liquidität aufweisen) bewertet werden, die für das zu bewertende Finanzinstrument repräsentativ sind. |
| Stufe II: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis beobachtbarer Marktdaten bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert anhand gleichartiger, in aktiven Märkten gehandelter Finanzinstrumente oder mittels Bewertungsverfahren, deren sämtliche Parameter beobachtbar sind, ermittelt werden kann. Hierzu zählen derivative Finanzinstrumente, innerhalb oder außerhalb von Sicherungsbeziehungen (d. h. mit Hedge Accounting und ohne Hedge Accounting), und Ausleihungen. |
| Stufe III: | Mittels Bewertungsverfahren auf der Basis nicht beobachtbarer Parameter bewertete Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und die ein anderes Bewertungsverfahren erfordern. Hierzu zählen in der Regel außerbörsliche Derivate und nicht notierte Eigenkapitalinstrumente. |
Die folgenden Tabellen zeigen die Einordnung in die Fair Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder die in der Bilanz zu Anschaffungskosten bewertet werden und deren beizulegender Zeitwert im Anhang genannt wird.
Fair Value-Hierarchie
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| 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 9,6 | - | 9,6 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 0,3 | - | 0,3 |
| Summe | - | 9,9 | - | 9,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 9,1 | - | 9,1 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 9,9 | - | 9,9 |
| Summe | - | 19,0 | - | 19,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 38,6 | - | 38,6 |
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| 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Stufe I | Stufe II | Stufe III | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 1,4 | - | 1,4 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 2,8 | - | 2,8 |
| Summe | - | 4,2 | - | 4,2 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate ohne bilanzielle Sicherungsbeziehung (zu Handelszwecken gehalten) | - | 9,4 | - | 9,4 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate mit bilanzieller Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) | - | 24,0 | - | 24,0 |
| Summe | - | 33,4 | - | 33,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten | - | 211,9 | - | 211,9 |
Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag verfügbaren Informationen, auf Basis quotierter Preise oder anhand geeigneter Bewertungsverfahren (Discounted Cashflow bzw. finanzmathematisch anerkannter Verfahren, wie der PAR-Methode) ermittelt.
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unterliegen damit einem wiederkehrenden Fair-Value-Ansatz. Sie werden in Hierarchiestufe II eingeordnet.
Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird auf Basis von Marktdaten wie Wechselkursen oder Zinsstrukturkurven mittels marktbezogener Bewertungsverfahren berechnet. Bei der Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten mit laufzeitadäquaten, am Markt beobachtbaren CDS-Werten berücksichtigt.
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten zum 31. Dezember 2014 eine Kreditfazilität bei der Wacker Chemie AG, ein Darlehen vom Minderheitsgesellschafter der SSW (Samsung) sowie einen negativen Saldo im Rahmen der Finanzmanagement-Vereinbarung mit der Wacker Chemie AG. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt mit der Nettobarwertmethode. Bei dieser werden marktübliche Zinsen zugrunde gelegt. Zum Dezember 2015 beinhaltet die Position nur noch das Darlehen von Samsung.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
In Fällen, in denen der Konzern eine Absicherung gegen Währungsrisiken vornimmt, werden Derivate eingesetzt, und zwar Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen und Devisenswaps. Derivate kommen nur dann zum Einsatz, wenn sie durch aus dem operativen Geschäft entstehende Transaktionen (Grundgeschäft) unterlegt sind. Die Derivate betreffen drei Bereiche, nämlich die "strategische Sicherung", die "operative Sicherung" und die "Sicherung von ausgewählten konzerninternen Sachverhalten".
Die strategische Sicherung umfasst erwartete, aber noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung und erstreckt sich über den Zeitraum von drei Monaten bis höchstens 21 Monaten. Die abgesicherten Cashflows beeinflussen zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung die Gewinn- und Verlustrechnung. Ihr Zufluss erfolgt üblicherweise je nach Zahlungsziel kurz danach. Bei der strategischen Sicherung werden Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen verwendet.
Die operative Sicherung im Devisenbereich bezieht sich auf gebuchte Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und umfasst im Allgemeinen Laufzeiten von ein bis drei Monaten. Bei der operativen Sicherung kommen Devisentermingeschäfte zum Einsatz.
Die Währungssicherung von Darlehen und ausgewählten konzerninternen Sachverhalten, die meist konzerninterne Darlehen betrifft, wird mittels Devisenswaps durchgeführt.
Devisensicherungen erfolgen für den US-Dollar, den Japanischen Yen sowie den Singapur-Dollar.
Die Marktwerte beziehen sich auf die Rückkaufwerte (Auflösungsbeträge) der Finanzderivate und werden mit anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt.
Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert angesetzt; der Ausweis erfolgt in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. sonstigen Verbindlichkeiten. Bei strategischen Sicherungen von Währungsrisiken aus künftigen Cashflows in Fremdwährung wird - sofern zulässig -Cashflow Hedge Accounting praktiziert. In diesen Fällen werden Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften und Änderungen des inneren Werts von Devisenoptionen bis zum Eintritt des Grundgeschäfts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, soweit die Sicherungsbeziehung effektiv ist. Bei der Realisierung der künftigen Transaktionen werden die im Eigenkapital kumulierten Effekte erfolgswirksam aufgelöst.
Für die strategische Sicherung werden abgestufte Sicherungsquoten verwendet. Die Quoten liegen zwischen 30 Prozent und 50 Prozent bezogen auf das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar (gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Währungen, die eine hohe Korrelation zum US-Dollar zeigen). Dabei ist das erwartete Netto-Exposure in US-Dollar für 2016 zu rund 50 Prozent und das erwartete Netto-Exposure zusätzlich für 2017 zu rund 20 Prozent abgesichert.
Zum 31. Dezember 2015 ist in den kumulierten direkt im Eigenkapital erfassten nicht realisierten Gewinnen und Verlusten ein Ergebnis von EUR -13,2 Mio. (Vorjahr: EUR - 21,2 Mio.) aus Cashflow Hedges enthalten. Es wurden im Periodenergebnis unwesentliche Gewinne oder Verluste aus Ineffektivitäten des Hedge Accounting erfasst, da die Sicherungsbeziehungen nahezu vollständig effektiv waren.
Abhängig von der Art des Grundgeschäfts werden Cashflow Hedges in der Gewinn- und Verlustrechnung im Betriebsergebnis oder, wenn sich die Absicherung auf finanzielle Verbindlichkeiten bezieht, im Finanzergebnis oder im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Nominal- und Marktwerte
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Nominalwerte | Marktwerte | Nominalwerte | Marktwerte |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsderivate | 754,4 | - 9,2 | 734,1 | - 29,3 |
| Marktwerte für derivative Finanzinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting | - | - 7,6 | - | - 21,2 |
Die Fremdwährungsderivate beinhalten zum 31. Dezember 2015 Devisenterminkontrakte und Devisenoptionsgeschäfte im Nominalwert von USD 360,0 Mio., JPY 17,4 Mrd. und SGD 469,7 Mio. Derivate mit Marktwerten von EUR - 9,5 Mio. werden 2016 fällig und 2017 laufen EUR 0,3 Mio. vertraglich aus.
Die nachfolgende Tabelle enthält Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz. Ferner zeigt sie die finanziellen Auswirkungen einer möglichen Aufrechnung von Finanzinstrumenten aus Verrechnungsvereinbarungen, einklagbaren Globalverrechnungs-verträgen oder ähnlichen Vereinbarungen.
Nettobetrag
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| 31.12.2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| I | II | I - II | Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 10,0 | 0,1 | 9,9 | 4,0 | - | 5,9 |
| Derivate mit negativem Marktwert | - 19,1 | - 0,1 | - 19,0 | - 4,0 | - | - 15,0 |
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| 31.12.2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| I | II | I - II | Zugehörige Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR Mio. | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | Bruttobeträge angesetzter finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobeträge finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate mit positivem Marktwert | 5,4 | 1,2 | 4,2 | 3,9 | - | 0,3 |
| Derivate mit negativem Marktwert | - 34,6 | - 1,2 | - 33,4 | - 3,9 | - | - 29,5 |
Die Tabelle enthält neben den Beträgen, die die Saldierungsvorschriften des IAS 32 erfüllen, auch jene Beträge, die nach IAS 32 nicht saldierungsfähig sind.
Im Rahmen der strategischen Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung stellt der Konzern Devisentermingeschäfte vor Fälligkeit in einem Gegengeschäft glatt. Das strategische Devisentermingeschäft und das korrespondierende Devisentermingeschäft der Glattstellung werden gemäß den Kriterien des IAS 32 saldiert ausgewiesen. Ferner wurden mit einigen Banken Globalverrechnungsvereinbarungen geschlossen, die nur im Insolvenzfall gelten.
Der Konzern hat weder verpfändete Barsicherheiten für positive Marktwerte von Derivaten erhalten noch Barsicherheiten für negative Marktwerte von Derivaten verpfändet.
Management finanzwirtschaftlicher Risiken
In den folgenden Abschnitten wird das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns erläutert. Quantitative Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten oder Eventualverbindlichkeiten sind in anderen Teilen des Anhangs enthalten.
Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken aus Finanzinstrumenten ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen.
Bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen ergeben sich für den Konzern Risiken aus Wechselkursänderungen. Veränderungen der Zinssätze und Aktienkurse spielen eine untergeordnete Rolle für den Konzern.
Im Allgemeinen werden nur diejenigen Risiken abgesichert, die sich auf die Zahlungsströme des Konzerns auswirken. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Sicherungsinstrumente nur mit Partnern sehr guter Bonität abgeschlossen.
Die Grundsätze des Finanzmanagements werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung und Überwachung des Risikomanagements des Konzerns. Ein Teil dieses Systems befasst sich mit dem Management finanzwirtschaftlicher Risiken. Das System für das Management finanzwirtschaftlicher Risiken verfügt unter anderem über eine Richtlinie über den Einsatz und den Umfang derivativer Finanzinstrumente und hat Ausschüsse eingerichtet, die die Umsetzung der Richtlinie überwachen, die Effizienz der abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente beurteilen und erforderlichenfalls zusätzliche Risikolimits festlegen.
Finanzwirtschaftlichen Risiken begegnet der Konzern durch ein implementiertes Risikomanagementsystem, das vom Aufsichtsrat überwacht wird. Zentrales Ziel des Risikomanagementsystems ist es, Risiken zeitnah zu erkennen, zu analysieren, zu steuern, zu überwachen und zu kommunizieren. Der Konzernvorstand wird durch regelmäßige Analysen über das Ausmaß dieser Risiken unterrichtet. Die Analyse konzentriert sich dabei auf Marktrisiken, insbesondere den möglichen Einfluss von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Zinsrisiken auf das Zinsergebnis.
Währungsrisiken
Währungsrisiken entstehen im Wesentlichen aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und dem operativen Geschäft. Währungsrisiken werden abgesichert, soweit sie die Zahlungsströme des Konzerns beeinflussen können. Währungsdifferenzen, die keinen Einfluss auf den Cashflow des Konzerns haben, ergeben sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen (bzw. der Beteiligung an der SSW vor Einbeziehung der Gesellschaft in den Konsolidierungskreis des Konzerns) in Euro. Diese Risiken werden nicht abgesichert, weil sie mit langfristigen Finanzinvestitionen im Zusammenhang stehen.
Da es in der Halbleiterindustrie gängige Praxis ist, Geschäfte in US-Dollar abzuwickeln, und die Erlöse des Konzerns aus der Lieferung von Erzeugnissen (operatives Geschäft) die Mittelabflüsse in US-Dollar (operatives Geschäft und Investitionen) erheblich übersteigen, ist der Konzern einem Währungsrisiko in US-Dollar ausgesetzt. Außerdem besteht für den Konzern ein Währungsrisiko in Bezug auf den Japanischen Yen und den Singapur-Dollar.
Das resultierende Netto-Fremdwährungsexposure, d. h. der nach Eliminierung der Mittelzuflüsse und -abflüsse verbleibende Betrag in denselben oder stark korrelierenden Fremdwährungen, wird gemäß der Konzernrichtlinie abgesichert.
Im Finanzbereich ergeben sich für den Konzern Währungsrisiken aus Darlehen in Fremdwährungen, die für Finanzierungszwecke des Konzerns gegenüber einem Unternehmen bestehen, das von einem Minderheitsgesellschafter in Fremdwährung gegeben wurde. Sofern diese Risiken wesentlich sind, werden sie gegen Wechselkursänderungen abgesichert. Dabei werden Swaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die zeigen, welche Auswirkungen hypothetische Änderungen der maßgeblichen Risikovariablen auf das Periodenergebnis und das Eigenkapital haben. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den gesamten Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag angewendet werden. Den Sensitivitätsanalysen im Devisenbereich liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Die zum Bilanzstichtag gehaltenen primären monetären Finanzinstrumente (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen, verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten) entsprechen einem normalen Niveau. Künftig werden rund 70 Prozent des Konzernumsatzes auf dem derzeitigen Niveau in US-Dollar fakturiert. Abflüsse in Fremdwährung bleiben auf dem derzeitigen Niveau, das vom Produktionsvolumen abhängig ist. Somit ist der Konzern nur Währungsrisiken aus nicht abgesicherten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bestehender derivativer Finanzinstrumente ausgesetzt.
Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2015 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 13,0 Mio. verringert bzw. um rund EUR 19,2 Mio. erhöht. Die entsprechende Zeitwertänderung zum 31. Dezember 2014 hätte EUR 25,5 Mio. betragen. Die Änderung wäre im sonstigen Ergebnis erfasst worden. Wenn der Yen gegenüber dem Euro zum 31. Dezember 2015 um 10 Prozent auf- bzw. abgewertet gewesen wäre, hätte sich der beizulegende Zeitwert der Sicherungsinstrumente um rund EUR 7,6 Mio. geändert. Die entsprechende Zeitwertänderung zum 31. Dezember 2014 hätte EUR 6,7 Mio. betragen.
Zinsrisiko
Da der Konzern zum Bilanzstichtag keine wesentlichen verzinslichen Nettoverbindlichkeiten hat und keine wesentlichen Nettoverbindlichkeiten erwartet, werden Zinsrisiken nicht abgesichert. Weiterhin unterliegen die Fremdwährungsderivate keinen nennenswerten Zinsänderungen, sodass daraus kein Zinsrisiko entsteht.
Sonstige Preisrisiken
Der Konzern ist keinen wesentlichen sonstigen Marktpreisrisiken ausgesetzt, wie sie sich normalerweise aus Börsenkursen ergeben.
Kreditrisiko (Ausfallrisiko)
Der Konzern ist bei Finanzinstrumenten einem Ausfallrisiko ausgesetzt, das aus der möglichen Nichterfüllung einer Vertragspartei resultiert und daher maximal in Höhe des positiven beizulegenden Zeitwerts des betreffenden Finanzinstruments besteht. Zur Begrenzung des Ausfallrisikos werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits und mit Partnern sehr guter Bonität getätigt. Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden die Marktrisiken im Konzern zentral gesteuert. Der Abschluss und die Abwicklung der Geschäfte erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen Kontrollen unter Berücksichtigung der Funktionstrennung. Im operativen Bereich werden die Außenstände und Ausfallrisiken fortlaufend überwacht und über Warenkreditversicherungen teilweise abgesichert. Forderungen gegen Großkunden sind nicht so hoch, dass sie außerordentliche Risikokonzentration begründen würden. Der Konzern hat Regeln zur Überwachung von Forderungen eingerichtet, die unter anderem Mahnverfahren und die Einstellung der Lieferung vorsehen. Ausfallrisiken wird durch Wertminderungen unter Berücksichtigung von erhaltenen Anzahlungen Rechnung getragen.
Zur Minimierung des Kreditrisikos aus allen Grundgeschäften mit originären Finanzinstrumenten werden Sicherheiten (zum Beispiel Eigentumsvorbehalt) verlangt. Weitere Vorsorgemaßnahmen gegen Zahlungsausfälle umfassen das Einholen von Kreditauskünften und Referenzen sowie die Auswertung historischer Daten der Geschäftsbeziehung, insbesondere des Zahlungsverhaltens. Die Maßnahme ist von der Art und dem Betrag der Transaktion abhängig. Soweit bei einzelnen finanziellen Vermögenswerten ein Ausfallrisiko erkennbar ist, werden diese Risiken durch spezifische Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen abgedeckt.
In den letzten drei Jahren betrug der Aufwand aufgrund von Zahlungsausfällen durchschnittlich weniger als 0,2 Prozent vom Umsatz.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass ein Unternehmen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln seinen bestehenden oder künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Um jederzeit die Zahlungsfähigkeit sowie die Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, hält der Konzern in ausreichendem Maße liquide Mittel vor. Die Finanzierung über Darlehen spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Die Liquiditätslage des Konzerns wird durch einen Vergleich der Mittelabflüsse in jedem der drei nächsten Monate mit den Mittelzuflüssen überwacht. Außerdem werden die tatsächlichen Zahlungsströme mit den prognostizierten Zahlungsströmen verglichen, um ungeplante Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Darüber hinaus erfolgt eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung, die jeweils den Zeitraum bis zum Jahresende umfasst. Diese Planung steht im Einklang mit den monatlichen Prognosen für die Gewinn- und Verlustrechnung und für die Bilanz, die ebenfalls den Zeitraum bis zum Jahresende abdecken. Auf diese Weise stellt die Gesellschaft sicher, dass sie ihre finanziellen Verbindlichkeiten erfüllt und Reputationsrisiken vermieden werden.
Gemäß der Richtlinie des Konzerns werden Bürgschaften grundsätzlich nur für hundertprozentige Tochterunternehmen geleistet. In den Geschäftsjahren zum 31. Dezember 2015 und 2014 wurden keine Bürgschaften gewährt.
Marktrisiken
Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass sich der beizulegende Zeitwert oder die künftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Marktschwankungen ändern.
Festgelder
Bei den Festgeldern handelt es sich um Anlagen bei Banken. Die Festgelder haben eine Laufzeit bis März 2016.
20 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Vor dem Börsengang erfolgte die Konzernfinanzierung hauptsächlich durch ein Cash-Pooling bei der Wacker Chemie AG und ein von der Wacker Chemie AG gewährtes Darlehen. Im Zuge des Börsengangs wurde das Darlehen zurückgezahlt und das Cash-Pooling wird seitdem bei der Siltronic AG betrieben.
Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Bankguthaben mit einer Laufzeit von höchstens drei Monaten.
21 Segmentberichterstattung
Der Konzern hat nur ein berichtspflichtiges Segment. Dieses umfasst die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wafern für die Halbleiterindustrie, die eine große Bandbreite an Eigenschaften haben, um vielen unterschiedlichen Produktspezifikationen zu entsprechen. Dadurch können die Forderungen der Kunden nach präzisen technischen Spezifikationen erfüllt werden, die bei der Herstellung von Halbleiterbauelementen einschlägig sind. Da in der Waferindustrie die Allokation der Betriebsmittel aus der Bandbreite der Spezifikationen abgeleitet wird, ist der Konzern in nur einem Segment tätig. Die Produkte können sich im Hinblick auf Durchmesser, polierte oder epitaxierte Wafer, unterschiedliche Ziehverfahren und andere Eigenschaften unterscheiden.
Die geografischen Angaben für die Berichtsperioden sind wie folgt:
Regionale Aufteilung
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| 2015 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland zzgl. Israel | USA | Taiwan | Japan | Asien ohne Taiwan und Japan |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 56,8 | 118,4 | 133,2 | 179,9 | 77,0 | 366,0 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 49,2 | - | 2,2 | - | - | 23,6 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 226,8 | - | 9,9 | - | 0,1 | 319,5 |
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| 2015 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung | Siltronic-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | - | 931,3 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 75,0 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 16,3 | 572,6 |
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| 2014 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | Deutschland | Europa ohne Deutschland zzgl. Israel | USA | Taiwan | Japan | Asien ohne Taiwan und Japan |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | 56,8 | 100,0 | 121,9 | 192,2 | 62,6 | 312,5 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | 27,2 | - | 0,9 | - | - | 12,6 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 229,8 | - | 8,7 | - | 0,1 | 346,2 |
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| 2014 | ||
|---|---|---|
| EUR Mio. | Konsolidierung | Siltronic-Konzern |
| --- | --- | --- |
| Externe Umsatzerlöse nach Kundenstandort | - | 846,0 |
| Zugänge zu den Sachanlagen und zu den immateriellen Vermögenswerten | - | 40,7 |
| Langfristige Vermögenswerte zum 31.12. | 16,6 | 601,4 |
Die Umsatzerlöse in der Region Asien ohne Taiwan und Japan fielen überwiegend in Südkorea, China und Singapur an.
Im Geschäftsjahr 2015 realisierte der Konzern Umsatzerlöse mit zwei Kunden, die einen Anteil von 15 Prozent bzw. 13 Prozent hatten. 2014 entfielen auf zwei Kunden jeweils 13 Prozent des Konzernumsatzes.
22 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Die Angabepflichten nach IAS 24 betreffen Geschäftsvorfälle (i) mit dem Mehrheitsgesellschafter Wacker Chemie AG und dessen beherrschendem Gesellschafter Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH (hält mehr als 50 Prozent der Stimmrechte an der Wacker Chemie AG), (ii) mit der SSW vor der Konsolidierung, (iii) zwischen der SSW und Samsung, dem Minderheitsgesellschafter der SSW (nach der Konsolidierung), (iv) mit der Wacker Pensionskasse und (v) mit den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Die folgenden in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Beträge resultieren aus Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen:
Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 148,3 | 119,3 |
| Bezogene Lieferungen und Leistungen (überwiegend Herstellungskosten) | 162,8 | 178,8 |
| Zinsertrag | 0,0 | 0,6 |
| Zinsaufwand | 1,9 | 0,0 |
In den Umsatzerlösen 2015 sind Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 3,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) für die Wacker Chemie AG enthalten. Im Geschäftsjahr 2014 realisierte der Konzern Umsatzerlöse mit der SSW in Höhe von EUR 0,8 Mio. vor deren Übernahme am 24. Januar 2014. Die Umsatzerlöse stammen aus Lizenzgebühren, Dienstleistungen und dem Verkauf bestimmter Zwischenprodukte. Von den Umsatzerlösen mit nahestehenden Unternehmen und Personen entfallen im Geschäftsjahr 2015 EUR 140,8 Mio. (Vorjahr: EUR 113,2 Mio.) auf Umsätze mit Samsung. Der an Samsung im Geschäftsjahr 2015 fällige Zinsaufwand betrug EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.).
Die Herstellungskosten beziehen sich hauptsächlich auf (a) den Kauf des wichtigsten Rohstoffs Polysilizium von der Wacker Chemie AG, (b) einen Dienstleistungsrahmenvertrag zwischen der Gesellschaft und der Wacker Chemie AG über technisches Engineering, Materialwirtschaft und Beschaffung, Vor-Ort-Leistungen am Produktionsstandort Burghausen sowie gesellschaftsbezogene Verwaltungsdienstleistungen und (c) Wafer, die zu Handelszwecken von der SSW (vor der Konsolidierung) bezogen wurden.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen, die in der Bilanz für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2015 und 2014 enthalten sind:
Vorräte, Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen
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| EUR Mio. | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Vorräte | 10,4 | 12,3 |
| davon Wacker Chemie | 10,4 | 12,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5,7 | 10,6 |
| davon Samsung und SSW | 5,7 | 10,6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1,8 | 9,8 |
| davon Vorauszahlung an Wacker Pensionskasse | 0,2 | 9,5 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Wacker Chemie AG | 0,0 | 176,0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Samsung | 38,6 | 35,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13,8 | 9,6 |
| davon Wacker Chemie | 13,8 | 9,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 39,4 | 54,1 |
| davon Anzahlung Samsung | 38,8 | 54,1 |
Die Vorräte betreffen Rohstofflieferungen der Wacker Chemie AG.
Die Anzahlung von Samsung umfasste einen Mittelzufluss in Höhe von EUR 54,6 Mio. im Geschäftsjahr 2014. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die an Samsung fälligen Vorauszahlungen infolge der Anzahlungen, die SSW im Geschäftsjahr 2014 und davor erhalten hat, auf EUR 54,1 Mio. Durch Lieferungen haben sich die Anzahlungen 2015 reduziert und betrugen zum 31. Dezember 2015 EUR 38,8 Mio.
Im Dezember 2014 schloss die Gesellschaft mit der Wacker Chemie AG einen Personalübernahmevertrag (der "Personalübernahmevertrag"), in dem vereinbart wurde, dass die Wacker Chemie AG bis Ende 2019 bis zu 500 Mitarbeiter der Gesellschaft übernehmen wird. Gemäß dem Personalübernahmevertrag hat sich die Wacker Chemie AG verpflichtet, diese Mitarbeiter einzustellen, neue Arbeitsverträge mit ihnen abzuschließen und sämtliche Vergütungsverpflichtungen aus ihrem Beschäftigungsverhältnis mit der Gesellschaft (einschließlich vereinbarter Versorgungsleistungen, Entgeltumwandlung und Tantiemen), mit der Ausnahme von Vergütungen, die bereits zum Zeitpunkt ihrer Beschäftigung bei der Wacker Chemie AG unverfallbar geworden sind, zu übernehmen. Im Gegenzug hat sich die Gesellschaft verpflichtet, an die Wacker Chemie AG eine Zahlung in Höhe von EUR 78.000 für jeden der bis zu 500 auf die Wacker Chemie AG übergehenden Mitarbeiter zu leisten.
Der Gesamtbetrag von EUR 39,0 Mio. wurde im Dezember 2014 an die Wacker Chemie AG gezahlt. Außerdem hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die Wacker Chemie AG für die Vergütungsverpflichtungen aufgrund des Beschäftigungsverhältnisses dieser Mitarbeiter mit dem Konzern (einschließlich vereinbarter Versorgungsleistungen, Entgeltumwandlung und Tantiemen) zu entschädigen. Diese Entschädigung wurde auf Grundlage der Rückstellungen berechnet, die von der Gesellschaft für diese Vergütungsverpflichtungen nach IFRS gebildet wurden.
Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags hat die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH im Geschäftsjahr 2014 Verluste in Höhe von EUR 15,5 Mio. übernommen. Dieser Ausgleich wurde als Zuführung zur Kapitalrücklage ausgewiesen.
23 Sonstige Angaben
Die folgende Tabelle zeigt die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter.
Durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern
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| Anzahl | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gemeinkostenpersonal | 1.252 | 1.324 |
| Produktiv-gewerblich | 2.752 | 2.937 |
| Summe | 4.004 | 4.261 |
Die Prüferhonorare sind aufgeteilt in Abschlussprüfungen und andere Beratungsleistungen. Letztere betreffen vor allem Kosten für Sonderleistungen, die insbesondere im Rahmen des Börsengangs angefallen sind.
Prüferhonorare
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Leistungen für Abschlussprüfungen | 0,6 | 0,6 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0,3 | 0,0 |
| Summe | 0,9 | 0,6 |
Der Wacker-Konzern hat der Siltronic AG EUR 0,4 Mio. für Abschlussprüfungen (davon betreffen EUR 0,3 Mio. das Vorjahr) und EUR 0,2 Mio. für andere Bestätigungsleistungen erstattet.
Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Vergütungen für Organe
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| EUR | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Altersversorgung | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvergütung | 2015 | 737.247 | 759.935 | 159.219 | 1.656.401 |
| 2014 | 674.226 | 472.500 | 103.080 | 1.249.806 | |
| Pensionsrückstellung für aktive Vorstandsmitglieder | 2015 | 2.686.036 | 2.686.036 | ||
| 2014 | 2.462.078 | 2.462.078 | |||
| Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen | 2015 | 260.215 | 260.215 | ||
| 2014 | 131.910 | 131.910 | |||
| Pensionsrückstellung für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen | 2015 | 6.679.034 | 6.679.034 | ||
| 2014 | 6.660.418 | 6.660.418 | |||
| Aufsichtsratsvergütung | 2015 | 396.809 | 396.809 | ||
| 2014 | 222.500 | 222.500 |
Die Vergütung für die Altersversorgung setzt sich zusammen aus einem Dienstzeit- und einem Zinsaufwand.
Die Detailangaben zu den Vorstandsvergütungen sind im Vergütungsbericht enthalten. Der Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und beinhaltet Angaben, die nach dem deutschen Handelsrecht Bestandteil des Anhangs sind.
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2015 (Beträge nach IFRS) ist wie folgt:
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| 2015 | |||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital in TEUR |
Jahresergebnis in TEUR |
Kapitalanteil in % |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande1) | 318.255 | 37.585 | 100,0 |
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur2) | 127.417 | 43.707 | 100,0 |
| Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur2) | - 29.252 | - 22.850 | 77,7 |
| Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur2) | 846 | 805 | 100,0 |
| Siltronic Corp., Portland (Oregon), USA2) | 23.557 | 6.696 | 100,0 |
| Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan2) | - 13.569 | 26 | 100,0 |
1) Von Siltronic AG direkt gehaltene Beteiligung
2) Von Siltronic AG indirekt gehaltene Beteiligung
Nicht beherrschende Anteile
Nach der Übernahme der Beherrschung über die SSW am 24. Januar 2014 hält Samsung einen nicht beherrschenden Anteil von 22,3 Prozent an der SSW. Die Beteiligungsquote entspricht den Stimmrechten.
Die zusammengefassten Finanzinformationen der SSW stelle sich wie folgt dar:
Zusammengefasste Finanzinformationen der SSW
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| EUR Mio. | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand zum 31.12. | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 268,0 | 292,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 82,2 | 75,6 |
| Langfristige Schulden | - 310,0 | - 310,0 |
| Kurzfristige Schulden | - 54,7 | - 45,5 |
| Nettovermögenswerte | - 14,5 | 12,2 |
| Prozentsatz des nicht beherrschenden Anteils | 22,3 | 22,3 |
| Buchwert des nicht beherrschenden Anteils | 3,2 | 2,7 |
| Für den Zeitraum vom | 01.01. bis 31.12.2015 | 24.01. bis 31.12.2014 |
| Umsatzerlöse | 176,1 | 153,0 |
| Periodenergebnis | - 27,7 | - 48,9 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - |
| Gesamtergebnis | - 27,7 | - 48,9 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Periodenergebnis | - 6,2 | - 10,8 |
| Für den Zeitraum vom | 01.01. bis 31.12.2015 | 24.01. bis 31.12.2014 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 25,0 | 79,3 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 21,1 | - 10,8 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 0,1 | - 75,6 |
| Nettozu/-abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4,0 | - 7,1 |
SSW hat keine Dividende gezahlt.
24 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2015 sind nicht eingetreten.
München, den 3. März 2016
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, CFO
Anlage zum Konzernanhang
Meldungen von Aktionären über Anteile
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| Aktionär | Erreichen der Stimmrechtsanteile | Meldung |
|---|---|---|
| Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München | 10.06.2015 | Meldeschwelle von 75,0 % erreicht, Beteiligung 75,00 % |
| Wacker Chemie AG, München | 10.06.2015 | Beteiligung 83,33 %, davon 75,00 % zugerechnet von Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH |
| Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH, München | 10.06.2015 | Beteiligung 83,33 %, alle Anteile gehalten über Wacker Chemie AG und Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH |
| Citigroup Inc., Wilmington, USA | 10.06.2015 | Beteiligung 16,67%, alle Anteile gehalten über Citigroup Financial Products Inc, Wilmington/Delaware, USA, Citigroup Global Markets Limited, Wilmington/Delaware, USA, Citigroup Global Markets Europe Limited, London, Großbritannien, Citigroup Global Markets Limited, London, Großbritannien und Citigroup Global Markets Holdings Inc., New York, USA |
| Dr. Alexander Wacker Familiengesellschaft mbH, München | 15.06.2015 | Schwelle von 75,0 % unterschritten, Beteiligung 57,83 %, alle Anteile gehalten über Wacker Chemie AG und Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH |
| Wacker Chemie AG, München | 15.06.2015 | Schwelle von 75,0 % unterschritten, Beteiligung 57,83 %, davon 49,50 % gehalten über Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH |
| Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München | 15.06.2015 | Schwellen von 75,0 % und 50,0 % unterschritten, Beteiligung 49,50 % |
| Citigroup Global Markets Holdings Inc., New York, USA, Citigroup Financial Products Inc, Wilmington/Delaware, USA, Citigroup Global Markets Europe Limited, London, Großbritannien, Citigroup Global Markets Limited, London, Großbritannien, Citigroup Global Markets Limited, Wilmington/Delaware, USA | 15.06.2015 | Schwellen von 15,0 %, 10,0 %, 5,0 % und 3,0 % unterschritten, Beteiligung 0,00 % |
| MainFirst SICV, Senningerberg, Luxemburg | 15.06.2015 | Schwelle von 3,0 % überschritten, Beteiligung 4,17 % |
| Baupost Group Securities LLC, Boston, USA | 15.06.2015 | Schwellen von 3,0 % und 5,0 % überschritten, Beteiligung 8,66 %, gehalten über Baupost Group Securities, LLC, Boston, USA |
| Wellington Management Group LLP, Boston, Massachusetts, USA | 17.06.2015 | Schwelle von 3,0 % überschritten, Beteiligung 3,01%, gehalten über Wellington Group Holdings LLP, Wellington Investment Advisors Holdings LLP, Wellington Management Company LLP, alle Wilmington, Delaware |
| MainFirst SICV, Senningerberg, Luxemburg | 15.07.2015 | Schwelle von 5,0 % überschritten, Beteiligung 5,06 % |
| Baupost Value Partners, L.P.-IV, Wilmington, Delaware, USA | 14.08.2015 | Schwelle von 3,0 % überschritten, Beteiligung 3,10 % gehalten über Baupost Group Securities, LLC, Boston, USA |
| Wellington Management Group LLP, Boston, Massachusetts, USA und Tochtergesellschaften Wellington Group Holdings LLP, Wellington Investment Advisors Holdings LLP, Wellington Management Company LLP | 02.02.2016 | Schwelle von 3,0 % unterschritten, Beteiligung 2,84 % |
| Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA | 22.02.2016 | Schwellen von 3,0 % und 5,0 % überschritten, Beteiligung 6,46 %, gehalten über Morgan Stanley & Co. International plc, London, Großbritannien |
| Morgan Stanley, Wilmington, Delaware, USA | 24.02.2016 | Schwellen von 3,0 % und 5,0 % unterschritten, Beteiligung 1,87 % |
Weitere Informationen
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der Siltronic AG, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 3. März 2016
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Pastor, Wirtschaftsprüfer
Hanshen, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 3. März 2016
Der Vorstand der Siltronic AG
Dr. Christoph von Plotho, CEO
Rainer Irle, (CFO
Weitere Angaben zu den Mandaten
Aufsichtsrat
Dr. Tobias Ohler
Vorsitzender
(seit 12. Dezember 2015)
München
Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG (seit 1. Dezember 2015) |
Johann Hautz*
Stellvertretender Vorsitzender
(seit 1. Januar 2016) Burghausen
Vorsitzender des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Burghausen
Maximilian Baumgartner*
Marktl
Leiter Operation Processes, Siltronic AG
Sieglinde Feist
Grasbrunn
Leiterin Konzernentwicklung,Wacker Chemie AG
Gebhard Fraunhofer*
(seit 1. Januar 2016)
Simbach am Inn
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siltronic AG
Dr. Hermann Gerlinger
Aalen
Mitglied des Vorstands der Carl Zeiss AG,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Carl Zeiss SMT GmbH
Karin Gottschalk*
Brand-Erbisdorf
Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Siltronic AG, Werk Freiberg
Bernd Jonas
(seit 7. Mai 2015)
Essen
Rechtsanwalt
Vorsitzender des Aufsichtsrats
| ― | Hoesch AG |
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | ThyssenKrupp Elevator AG |
| ― | ThyssenKrupp Industrial Solutions AG |
Mitglied des Board of Directors
| ― | ThyssenKrupp Canada, Inc. |
Gertraud Lauber*
Bad Münder
Gewerkschaftssekretärin IG BCE,
Abteilung Energiewende/ Nachhaltigkeit
Mitglied des Beirats
| ― | Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE |
Walter Ortner*
(bis 31. Dezember 2015)
Stellvertretender Vorsitzender
(bis 31. Dezember 2015)
Burghausen
Ehemaliger Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siltronic AG
Dr. Joachim Rauhut
(bis 11. Dezember 2015)
Vorsitzender
(bis 11. Dezember 2015)
München
Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG (bis 31. Oktober 2015)
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | MTU Aero Engines Holding AG |
| ― | B. Braun Melsungen AG |
| ― | Stabilus S.A. (seit 12. Mai 2015) |
| ― | Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG (bis 31. Oktober 2015) |
Mitglied des Beirats
| ― | J. Heinrich Kramer Holding GmbH |
Mitglied des Regionalbeirats Süd
| ― | Commerzbank AG |
Dr. Franz Richter
Eichenau
Geschäftsführer der Thin Materials GmbH
Vorsitzender des Board of Directors
| ― | Scint-X AB |
Mitglied des Verwaltungsrats
| ― | Meyer Burger AG |
Harald Sikorski*
München
Bezirksleiter IG BCE, Altötting
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Wacker Chemie AG |
Auguste Willems
(bis 7. Mai 2015)
München
Mitglied des Vorstands der Wacker Chemie AG
Mitglied des Landesbeirats Bayern
| ― | TÜV Süd AG |
Angela Wörl
(seit 4. Januar 2016)
München
Leiterin Personal / Soziales, Wacker Chemie AG
Mitglied des Aufsichtsrats
| ― | Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG (seit 1. Dezember 2015) |
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vermittlungsausschuss
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015, Vorsitzender)
Johann Hautz* (seit 1. Januar 2016)
Angela Wörl (seit 20. Januar 2016)
Gebhard Fraunhofer* (seit 20. Januar 2016)
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Walter Ortner* (bis 31. Dezember 2015)
Harald Sikorski* (bis 31. Dezember 2015)
Prüfungsausschuss (seit 8. Mai 2015)
Bernd Jonas (Vorsitzender)
Harald Sikorski* (seit 1. Januar 2016)
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015)
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Walter Ortner* (bis 31. Dezember 2015)
Präsidialausschuss
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015, Vorsitzender)
Johann Hautz* (seit 1. Januar 2016)
Dr. Hermann Gerlinger
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Walter Ortner* (bis 31. Dezember 2015)
Nominierungsausschuss (seit 8. Mai 2015)
Dr. Tobias Ohler (seit 12. Dezember 2015, Vorsitzender)
Dr. Hermann Gerlinger
Dr. Joachim Rauhut (bis 11. Dezember 2015)
Vorstand
Dr. Christoph von Plotho
Vorsitzender
Marketing & Sales Technology
Application Technology
Operations
Supply Chain
Quality
Engineering
Site Management Burghausen & Freiberg
Siltronic Singapur Legal & Compliance
Investor Relations & Communications
Corporate Development
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd. |
| ― | Siltronic Singapore Pte. Ltd. |
| ― | Siltronic Asia Pte. Ltd. |
| ― | Siltronic Corporation |
| ― | Siltronic Japan Corporation |
Rainer Irle
Finanzvorstand und Arbeitsdirektor
Finanzen und Steuern
Controlling
Risk Management & Audit IT
Einkauf
Personal
Siltronic USA
Mitglied des Board of Directors in folgenden verbundenen Unternehmen:
| ― | Siltronic Corporation |
| ― | Siltronic Japan Corporation |
* Arbeitnehmervertreter
Quartalsübersicht
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| Q4 2015 | Q3 2015 | Q2 2015 | Q1 2015 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 215,3 | 230,6 | 246,7 | 238,7 |
| EBITDA | EUR Mio. | 23,2 | 29,3 | 31,4 | 40,1 |
| EBITDA-Marge | % | 10,8 | 12,7 | 12,7 | 16,8 |
| EBIT | EUR Mio. | - 6,1 | 0,3 | 0,2 | 8,3 |
| EBIT-Marge | % | - 2,8 | 0,1 | 0,1 | 3,5 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | - 8,8 | - 6,2 | - 7,0 | 1,9 |
| Ergebnis je Aktie | EUR | - 0,25 | - 0,15 | - 0,20 | 0,13 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 34,4 | - 27,2 | - 9,1 | - 4,3 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | - 10,5 | 1,2 | 7,1 | 39,6 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.040,8 | 1.037,8 | 1.071,9 | 1.103,5 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 497,3 | 501,7 | 500,9 | 197,5 |
| Eigenkapitalquote | % | 47,8 | 48,3 | 46,7 | 17,9 |
| ROCE | % | - 3,3 | 0,2 | 0,1 | 4,2 |
| Nettovermögen (+)/-schulden (-) | EUR Mio. | 155,9 | 166,2 | 166,1 | 16,1 |
Mehrjahresübersicht
scroll
| 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | |||||
| Umsatzerlöse | EUR Mio. | 931,3 | 846,0 | 743,0 | 868,0 |
| Bruttoergebnis | EUR Mio. | 162,9 | 76,6 | 84,2 | 81,1 |
| Bruttomarge | % | 17,5 | 9,1 | 11,3 | 9,3 |
| EBIT | EUR Mio. | 2,7 | - 17,1 | - 95,7 | - 84,0 |
| EBIT-Marge | % | 0,3 | - 2,0 | - 12,9 | - 9,7 |
| EBITDA | EUR Mio. | 124,0 | 132,1 | 26,4 | 8,8 |
| EBITDA-Marge | % | 13,3 | 15,6 | 3,6 | 1,0 |
| Finanzergebnis | EUR Mio. | - 12,2 | - 7,7 | - 3,4 | - 0,4 |
| Ertragsteuern | EUR Mio. | - 10,6 | - 2,2 | - 10,2 | - 6,2 |
| Periodenergebnis | EUR Mio. | - 20,1 | - 27,0 | - 109,3 | - 90,6 |
| Ergebis je Aktie | EUR | - 0,50 | - 0,64 | - 4,37 | - 3,93 |
| Investitionen und Free-Cashflow | |||||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | EUR Mio. | - 75,0 | - 40,7 | - 30,5 | - 72,7 |
| Free-Cashflow | EUR Mio. | 37,4 | 113,5 | 16,4 | - 121,7 |
| Bereinigte Kennzahlen* | |||||
| Bereinigte Umsatzerlöse | EUR Mio. | 931,3 | 853,4 | 875,5 | 1.030,0 |
| Bereinigtes EBIT | EUR Mio. | 2,7 | - 31,6 | - 87,3 | - 75,5 |
| Bereinigte EBIT-Marge | % | 0,3 | - 3,7 | - 10,0 | - 7,3 |
| Bereinigtes EBITDA | EUR Mio. | 124,0 | 117,7 | 112,6 | 122,5 |
| Bereinigte EBITDA-Marge | % | 13,3 | 13,8 | 12,9 | 11,9 |
| Bereinigte Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte | EUR Mio. | - 75,0 | - 40,7 | - 39,7 | - 144,3 |
| Bereinigter Free-Cashflow | EUR Mio. | 37,4 | 86,3 | 64,7 | - 134,4 |
| Bilanz | |||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 1.040,8 | 1.070,5 | 1.093,0 | 1.133,9 |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 497,3 | 311,8 | 790,2 | 748,3 |
| Eigenkapitalquote | % | 47,8 | 29,1 | 72,3 | 66,0 |
| ROCE | % | 0,4 | - 2,4 | - 13,8 | - 11,0 |
| Nettofinanzvermögen (+)/-schulden (-) | EUR Mio. | 155,9 | - 24,5 | 12,5 | 11,5 |
| Mitarbeiter** | 3.894 | 4.163 | 3.744 | 3.975 |
* Die Bereinigungen betreffen die Jahre 2012-2014. Es wird dabei unterstellt, dass die SSW vor dem 1. Januar 2012 konsolidiert worden wäre. Die Erstkonsolidierung der SSW erfolgte im Konzernabschluss am 24. Januar 2014. Außerdem wurden im Jahr 2012 die Kosten für Restrukturierungen in Höhe von EUR 16,4 Mio. ausgeblendet. Die Anpassungen wurde nicht in Übereinstimmung mit den IFRS vorgenommen.
** Anstieg 2014 hauptsächlich auf Konsolidierung SSW zurückzuführen
Glossar
Cashflow
Der Cashflow ist die wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Geschäftstätigkeit erzielten Nettozufluss bzw. -abfluss liquider Mittel während einer Periode darstellt. Der Netto-Cashflow ist die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit ohne die Veränderung der erhaltenen Anzahlungen und dem Cashflow aus laufender Investitionstätigkeit ohne Wertpapiere, inklusive Zugänge aus Finanzierungsleasing.
EBIT
Earnings Before Interest and Taxes = Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Über verschiedene Unternehmen einheitlich definierte und damit gut vergleichbare Gewinngröße.
EBITDA
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = Ergebnis vor Zinsen und Steuern und vor Abschreibungen = EBIT + Abschreibungen.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote errechnet sich aus dem prozentualen Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme eines Unternehmens. Sie beschreibt den Grad der wirtschaftlichen und finanziellen Stabilität des Unternehmens.
IFRS
Die International Financial Reporting Standards (bis 2001 International Accounting Standards, IAS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die vom in London/Großbritannien ansässigen "International Accounting Standards Board" (IASB) erarbeitet und veröffentlicht werden. Seit 2005 sind die IFRS nach der sogenannten IAS-Verordnung von börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden.
Halbleiter
Stoffe, deren elektrische Leitfähigkeit viel geringer ist als die von Metallen, aber mit steigender Temperatur stark anwächst. Halbleiter können durch Dotierung mit Fremdatomen gezielt verändert und dem Einsatzzweck angepasst werden.
Kapitalrendite (ROCE)
Return On Capital Employed: Rentabilitätsgröße in Bezug auf das gebundene Kapital.
Polysilizium
Hochreines Silizium zur Herstellung von Siliziumwafern für die Elektronik- und Solarindustrie. Rohsilizium wird in das flüssige Trichlorsilan überführt, aufwendig destilliert und bei 1.000 Grad Celsius in hochreiner Form wieder abgeschieden.
ppt = parts per trillion
10-12 = 1 Teil pro Billion
Häufige Verwendung findet ppt in der Massenspektrometrie, um zum Beispiel die Verunreinigungen in einem reinen Stoff zu messen.
Silizium
Nach Sauerstoff das am häufigsten vorkommende Element auf der Erde. In der Natur kommt Silizium ausnahmslos in Form von Verbindungen vor, hauptsächlich als Siliziumdioxid und in Form von Silicaten. Silizium wird über die energieintensive Reaktion von Quarzsand mit Kohle gewonnen und ist wichtigster Rohstoff der Elektronikindustrie.
Siliziumwafer
Ein Siliziumwafer ist eine runde Scheibe mit einer Dicke zwischen ca. 200 und 800 µm, die von der Halbleiterindustrie für die Herstellung von Halbleiterbauelementen, d.h. integrierten Schaltkreisen und Einzelbauelementen (sogenannten diskreten Bauelementen), eingesetzt wird.
Finanzkalender
scroll
| 16. März 2016 | Bericht zum Geschäftsjahr 2015 |
| 28. April 2016 | Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2016 |
| 12. Mai 2016 | Hauptversammlung |
| 28. Juli 2016 | Zwischenbericht zum 2. Quartal 2016 |
| 27. Oktober 2016 | Quartalsmitteilung zum 3. Quartal 2016 |
Kontakt
Petra Müller
Director Investor Relations & Communications
Telefon +49 89 8564 3133
Telefax +49 89 8564 3904
Impressum
Herausgeber
Siltronic AG
Hanns-Seidel-Platz 4
81737 München, Deutschland
Telefon +49 89 8564 3000
Telefax +49 89 8564 3219
Konzept, Gestaltung und Umsetzung
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg
Hinweis zum Geschäftsbericht
Der Geschäftsbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen gilt die deutsche Fassung. Der Geschäftsbericht steht elektronisch als pdf zur Verfügung.
RUNDUNGSHINWEIS
Bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen auftreten.
Disclaimer
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von Siltronic beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a.: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Siltronic ist weder geplant noch übernimmt Siltronic die Verpflichtung dafür. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und in anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Die Inhalte dieses Berichts sprechen Frauen und Männer gleichermaßen an. Zur besseren Lesbarkeit wird nur die männliche Sprachform (zum Beispiel Kunde, Mitarbeiter) verwendet.
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