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Siltronic AG Annual Report 2014

May 15, 2015

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Annual Report

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Siltronic AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Bilanz zum 31. Dezember 2014

der Siltronic AG

AKTIVA

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Anhang Mio. Euro 2014 Mio. Euro 2013
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 2,4 2,8
Sachanlagen 13 223,8 259,9
Finanzanlagen 14 129,3 129,3
Anlagevermögen 355,5 392,0
Vorräte 15 77,7 68,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76,9 67,5
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 277,3 423,3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16 354,2 490,8
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 159,0 6,3
Umlaufvermögen 590,9 565,4
Rechnungsabgrenzungsposten 17 0,1 0,1
946,5 957,5
Passiva
Anhang Mio. Euro 2014 Mio. Euro 2013
Gezeichnetes Kapital 100,0 100,0
Kapitalrücklage 340,0 340,0
Andere Gewinnrücklagen 8,5 8,5
Bilanzgewinn 0,0 269,5
Eigenkapital 18 448,5 718,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19 93,5 87,5
Andere Rückstellungen 20 59,1 62,6
Rückstellungen 152,6 150,1
Finanzverbindlichkeiten 21 247,3 18,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 18,2 13,7
Übrige Verbindlichkeiten 22 79,9 57,0
Verbindlichkeiten 345,4 89,4
946,5 957,5

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014

der Siltronic AG

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Anhang Mio. Euro 2014 Mio. Euro 2013
Umsatzerlöse 3 764,1 755,9
Bestandsveränderungen 5,9 -0,5
Andere aktivierte Eigenleistungen 1,3 1,2
Gesamtleistung 771,3 756,6
Sonstige betriebliche Erträge 4 56,2 50,2
Materialaufwand 5 -435,7 -452,3
Personalaufwand 6 -203,7 -198,7
Abschreibungen 7 -63,4 -109,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -179,8 -138,5
Betriebsergebnis -55,1 -92,6
Beteiligungsergebnis 50,0 0,0
Zinsergebnis -10,0 -7,7
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 0,1
Finanzergebnis 9 40,0 -7,6
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -15,1 -100,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -0,4 -0,3
Ergebnis nach Steuern -15,5 -100,5
Erträge aus Verlustübernahme 11 15,5 100,5
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,0 0,0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 269,5 269,5
Ausschüttung -269,5 0,0
Bilanzgewinn 0,0 269,5

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

der Siltronic AG

1 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und zusätzlicher, sich aus dem Aktiengesetz (AktG) ergebenden Anforderungen, aufgestellt.

Einige gesetzlich vorgesehene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Die zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und ggf. erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Millionen Euro (Mio. Euro).

Der für die Siltronic AG, München, befreiende Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht des Wacker-Konzerns werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.

2 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Dienstleistungen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über maximal 7 Jahre abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Produktions- und Verwaltungsgebäude werden in längstens 40 Jahren abgeschrieben, Anlagen und Maschinen zwischen 6 und 25 Jahren und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 12 Jahren. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen werden nach den für Erzeugnisse geltenden Grundsätzen ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden bis zu einer Höhe von 150 Euro direkt als Aufwand erfasst und bis zu einer Höhe von 1.000 Euro als Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Danach wird der Abgang unterstellt.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden als laufender Aufwand gebucht. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Für Zugänge aus Zeiträumen vor dem 1. Januar 2010 erfolgte die handelsrechtliche Abschreibung bei den beweglichen Wirtschaftsgütern degressiv, sofern die Steuergesetzgebung degressive Abschreibungen erlaubte. Für diese Vermögensgegenstände werden die niedrigeren Wertansätze in Anwendung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB fortgeführt. Wenn eine Wertminderung von Dauer ist, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Bei Zuwendungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht, erfolgt die Aktivierung des Anspruchs auf die Zuwendung, wenn das Unternehmen am Bilanzstichtag die sachlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendung erfüllt hat und zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der erforderliche Antrag gestellt ist oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestellt werden wird. Zuwendungen Dritter mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Sofern nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen (Investitionsförderung) von staatlichen Stellen gewährt.

Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungswerten, gegebenenfalls bei dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Zinslose oder niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen werden abgezinst.

Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederherstellungskosten oder realisierbaren Preisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgt durch Ableitung der Ist-Herstellungskosten aus den Standardkosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens und Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie der betrieblichen Altersversorgung. Die Wiederherstellungskosten werden unter der Annahme einer Normalauslastung der Produktionsanlagen ermittelt; bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Wert bilanziert. Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind Teile der Finanzanlagen zweckgebunden angelegt und dem Zugriff der Siltronic AG entzogen (Deckungsvermögen). Das Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und in dieser Höhe mit den Verpflichtungen aus Altersteilzeit verrechnet. Ein übersteigender Teil der Verpflichtungen wird als Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen ausgewiesen. Übersteigt der Wert der angelegten Mittel den Wert der Verpflichtungen, erfolgt ein Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Insoweit besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Geldbestände und Bankguthaben in Euro werden zum Nominalwert ausgewiesen. In fremder Währung werden sie zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Wertaufholungen im Bereich des Anlage- und Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten berechnet. Die Unterschiede aus den Bilanzpositionen der Siltronic AG, werden bei der Obergesellschaft des Organkreises, der Wacker Chemie AG berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt und unter Berücksichtigung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten auf Basis modifizierter Richttafeln 1998 von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich aus dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Erwartete künftige Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung der Verpflichtung berücksichtigt.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Soweit Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB besteht, wird dieses mit der Verpflichtung verrechnet. Zur Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden jährliche Entgeltanpassungen und Rentenanpassungen berücksichtigt. Die Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen aus den Verpflichtungen saldiert ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dazu fließen zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit ein. Alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie dafür abgeschlossene Sicherungsgeschäfte, wie Devisentermingeschäfte und andere Währungsderivate, werden nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung bilanziert. Hierbei werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die Sicherungsgeschäfte mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet.

Zur Sicherung von Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps abgeschlossen. Dies führt bei bestehendem Sicherungszusammenhang zur Bildung von Bewertungseinheiten zwischen dem jeweiligen Grundgeschäft und den dafür abgeschlossenen Sicherungsgeschäften. Die Siltronic AG deckt sowohl Risiken einzelner Grundgeschäfte ab, als auch Risiken gleichartiger Grundgeschäfte. Darüber hinaus werden künftige, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Geschäfte in Fremdwährung teilweise abgesichert (Makro Cash Flow Hedge). Bei hoher Effektivität einer Sicherungsbeziehung erfolgt die Behandlung der sich ausgleichenden gegenläufigen Wert- oder Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft innerhalb der Bewertungseinheit nach der sog. Einfrierungsmethode, d.h. durch Beibehaltung der ursprünglichen Wertansätze aus der Ersterfassung der Forderung oder Verbindlichkeit. Soweit sich positive und negative Wert- oder Zahlungsstromänderungen ausgleichen, werden sie nicht berücksichtigt. Soweit sich positive und negative Wert- oder Zahlungsstromänderungen pro Bewertungseinheit nicht ausgleichen, werden für Verlustüberhänge Drohverlustrückstellungen gebildet. Per Saldo verbleibende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit es sich bei den Grundgeschäften um Forderungen oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr handelt. Gewinn- und Verlustüberhänge werden je Währung miteinander verrechnet. Kursgewinne bzw. Kursverluste aus dem operativen Geschäft werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

3 Umsatzerlöse

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REGIONEN Umsatzerlöse (Sitz der Kunden)
2014 2013
--- --- ---
Deutschland 56,8 56,7
Übriges Europa 85,3 93,3
Amerika 114,2 101,6
Asien 494,9 486,8
Übrige Regionen 12,9 17,5
764,1 755,9

Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Leistungsverrechnungen und aus Verkäufen von Zwischenprodukten an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

4 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden insbesondere Erträge aus Kursgewinnen, Konzernverrechnungen, der Auflösung von Rückstellungen, Veräußerungsgewinne, Zuschüsse, Versicherungserstattungen sowie Erlöse aus Nebengeschäften ausgewiesen.

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2014 2013
Erträge aus Währungsgeschäften (Kursgewinne) 45,4 36,7
Erträge aus Konzernverrechnungen 6,1 6,8
Subventionen / Zuschüsse 0,8 1,6
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen1) 2,7 3,2
Erträge aus Anlagenabgang1) 0,1 0,3
Versicherungserstattungen 0,1 1,2
Übrige betriebliche Erträge 1,0 0,4
56,2 50,2

1) periodenfremde Erträge

5 Materialaufwand

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2014 2013
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -434,9 -451,6
Aufwendungen für bezogene Leistungen -0,8 -0,7
-435,7 -452,3

6 Personalaufwand

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2014 2013
Löhne, Gehälter und Aufwendungen für Altersteilzeit -165,4 -160,2
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -28,7 -27,1
Aufwendungen für Altersversorgung -9,6 -11,4
-203,7 -198,7

Soziale Abgaben enthalten insbesondere die Arbeitgeberanteile von Sozialversicherungsbeiträgen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge.

In den Aufwendungen für Altersversorgung sind hauptsächlich Zuführungen zu Pensionsrückstellungen sowie Aufwendungen für die Dotierung der externen Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG, München, enthalten.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, werden im Zinsergebnis erfasst.

7 Abschreibungen

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2014 2013
Planmäßige Abschreibungen -59,2 -72,7
Außerplanmäßige Abschreibungen -4,2 -37,2
-63,4 -109,9

Die außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 4,2 Mio. Euro betreffen in voller Höhe Gegenstände des Sachanlagevermögens.

8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Reparatur-/Instandhaltungskosten, Ausgleichzahlungen für Mitarbeiter-Transfer, Fremdleistungen sowie Verrechnungen für Infrastruktur- und Dienstleistungen, welche von der Wacker Chemie AG bezogen werden, Kursverluste, Frachten, Provisionen, Pachten und Mieten.

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2014 2013
Reparaturen, Instandhaltung, Fremdleistungen -69,5 -63,6
Ausgleichszahlung Mitarbeiter-Transfer -39,0 0,0
Aufwendungen aus Währungsgeschäften -37,2 -36,1
Vertriebskosten (Frachten, Provisionen) -18,8 -16,1
Pachten und Mieten -2,4 -2,4
Aufwendungen aus Anlagenabgang1) -0,2 -0,5
Übrige betriebliche Aufwendungen -12,5 -19,5
-179,6 -138,2
Sonstige Steuern -0,2 -0,3
-179,8 -138,5

1) periodenfremde Aufwendungen

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Gebühren und Beiträge, Reisekosten, sonstige personalbezogene Kosten, externe Forschungskosten, Patente und Lizenzen sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen vermögensabhängige Steuern.

9 Finanzergebnis

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2014 2013
Beteiligungsergebnis
Erträge aus Beteiligungen 50,0 0,0
davon verbundene Unternehmen (50,0) (0,0)
Zinsergebnis
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,3 0,5
davon verbundene Unternehmen (1,3) (0,5)
Aufwendungen aus der Abzinsung von Forderungen und der Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten -10,8 -7,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -0,5 -0,3
davon verbundene Unternehmen (-0,5) (-0,3)
-10,0 -7,7
Sonstiges Finanzergebnis
Übrige finanzielle Erträge 0,0 0,3
Übrige finanzielle Aufwendungen -0,0 -0,2
0,0 0,1
Finanzergebnis gesamt 40,0 -7,6

Die Beteiligungserträge resultieren aus einer Ausschüttung der Tochtergesellschaft Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande.

Die Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 9,0 Mio. Euro (Vorjahr 6,3 Mio. Euro) und anderen langfristigen Personal- und sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro (Vorjahr 1,6 Mio. Euro). Der darin enthaltene Aufwand aus Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt 1,1 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro) und betrifft die Verrechnung des Aufwands aus Aufzinsung des Erfüllungsbetrags 1,1 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro).

10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Körperschaftsteuerguthaben, Betriebsstättensteuern sowie Steuern aus Vorjahren. Steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht.

11 Erträge aus Verlustübernahme

Mit Wirkung zum 1.1.2009 wurde mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der zum 31.12.2014 gekündigt wurde.

Im Geschäftsjahr wurden Verluste in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Vorjahr 100,5 Mio. Euro) von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH übernommen.

12 Immaterielle Vermögensgegenstände

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Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2014 17,9
Zugänge 0,2
Abgänge 0,0
Umbuchungen 0,5
Endstand 31.12.2014 18,6
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2014 15,1
Zugänge 1,1
Abgänge 0,0
Endstand 31.12.2014 16,2
Bilanzwert 31.12.2014 2,4
Bilanzwert 31.12.2013 2,8

13 Sachanlagen

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Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2014 247,1 1.380,0 107,9 9,2 1.744,2
Zugänge 0,1 12,9 2,1 11,8 26,9
Abgänge -0,2 -15,6 -3,4 0,0 -19,2
Umbuchungen 0,0 7,9 0,7 -9,1 -0,5
Endstand 31.12.2014 247,0 1.385,2 107,3 11,9 1.751,4
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2014 174,0 1.207,8 100,1 2,4 1.484,3
Zugänge 6,2 52,7 3,4 0,0 62,3
Abgänge -0,2 -15,4 -3,4 0,0 -19,0
Umbuchungen 0,0 2,4 0,0 -2,4 0,0
Endstand 31.12.2014 180,0 1.247,5 100,1 0,0 1.527,6
Bilanzwert 31.12.2014 67,0 137,7 7,2 11,9 223,8
Bilanzwert 31.12.2013 73,1 172,2 7,8 6,8 259,9

14 Finanzanlagen

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Anteile an verbundenen Unternehmen
Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2014 129,3
Zugänge 0,0
Abgänge 0,0
Endstand 31.12.2014 129,3
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2014 0,0
Zugänge 0,0
Abgänge 0,0
Endstand 31.12.2014 0,0
Bilanzwert 31.12.2014 129,3
Bilanzwert 31.12.2013 129,3

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Siltronic AG ist Bestandteil des Anhangs (siehe Ziffer 28).

15 Vorräte

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2014 2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23,8 22,8
Erzeugnisse, Waren 53,9 45,5
77,7 68,3

16 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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2014 2013
Gesamt davon Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt davon Restlaufzeit über 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76,9 0,0 67,5 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 263,0 28,3 391,7 0,0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 12,7 8,6
Sonstige Vermögensgegenstände 14,3 0,2 18,9 0,3
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 277,3 28,5 423,3 8,9
354,2 28,5 490,8 8,9

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 64,3 Mio. Euro (Vorjahr 49,2 Mio. Euro) sowie in Höhe von 30,9 Mio. Euro eine geleistete Anzahlung in Zusammenhang mit zukünftigen Wafer- und Stab-Lieferungen. Des Weiteren bestehen Finanzforderungen gegenüber der Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande, über 160,9 Mio. Euro (Vorjahr 0,1 Mio. Euro) und der Siltronic Japan Corporation, Tokio, Japan, über 6,9 Mio. Euro. Im Vorjahr ist eine Finanzforderung gegenüber der Wacker Chemie AG, München, über 241,9 Mio. Euro sowie Forderungen aufgrund von Ergebnisübernahmen gegenüber der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, in Höhe von 100,5 Mio. Euro enthalten.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 4,1 Mio. Euro sowie in Höhe von 8,6 Mio. Euro eine langfristig geleistete Anzahlung in Zusammenhang mit zukünftigen Wafer-Lieferungen. Aufgrund des Erwerbes der Mehrheitsanteile an der Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd, Singapur, sind die Forderungen gegenüber dieser Gesellschaft in den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende größere Einzelposten ausgewiesen: Ansprüche aus Investitionsförderungsmaßnahmen (3,2 Mio. Euro), geleistete Anzahlungen an Pensionskasse (9,5 Mio. Euro), Forderungen an Steuerbehörden (1,1 Mio. Euro) sowie Forderungen aus Devisentermingeschäften (0,5 Mio. Euro).

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen langfristigen Teile betreffen körperschaftsteuerrechtliche Guthaben, welche seit dem Jahr 2008 in 10 gleichen Jahresraten zurückgezahlt werden. Aufgrund der langen Laufzeit sind diese unverzinslichen Forderungen abgezinst.

17 Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen gezahlte Service- und Wartungskosten, sowie Lohnbestandteile erfasst, soweit diese zukünftige Geschäftsjahre betreffen.

18 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital besteht aus 50.000.000 Stückaktien.

Ferner ist das Grundkapital um bis zu 50,0 Mio. Euro eingeteilt in bis zu 25.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich in vollem Umfang um andere Gewinnrücklagen.

Der Bilanzgewinn der Vorjahre in Höhe von 269,5 Mio. Euro wurde im Jahr 2014 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

19 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für Mitarbeiter der Siltronic AG wird eine Grundversorgung über die rechtlich selbständige Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG, München, gewährt. Diese wird aus Mitglieds- und Firmenbeiträgen finanziert. Eine Unterdeckung der Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG besteht zum Stichtag nicht.

Darüber hinaus gibt es eine sogenannte Zusatzversorgung für Gehaltsanteile oberhalb der Beitragsbemessungsgrundlage in Form von rückstellungsbedingten Direktzusagen. Weiter besteht für Mitarbeiter die Möglichkeit, Teile des Entgelts in unmittelbare Versorgungszusagen umzuwandeln.

Die sich aus den Zusagen ergebenden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Der Wertansatz ist versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren errechnet.

Für die Ermittlung der Verpflichtung wurden die folgenden Parameter zugrunde gelegt:

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2014 2013
Rechnungszins (p.a.) 4,55% 4,89%
Einkommenssteigerung (p.a.) 2,50% 3,00%
Erhöhung der Bemessungsgrundlage 2,50% 2,00%
Rentenanpassung
- Grund- und Zusatzversorgung 1,80% 2,00%
- Gehaltsumwandlung 2,50 % bzw. 1,00 % 2,50 % bzw. 1,00 %
Sterblichkeit HEU98MOD6085 HEU98MOD6085

20 Andere Rückstellungen

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2014 2013
Steuerrückstellungen 0,4 6,9
Sonstige Rückstellungen 58,7 55,7
59,1 62,6

Die Steuerrückstellungen enthalten vor allem Beträge für regelmäßige Steuerprüfungen.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Personalverpflichtungen in Höhe von insgesamt 40,4 Mio. Euro (Vorjahr 42,5 Mio. Euro), die aus Altersteilzeit, Erfolgsbeteiligung, Jubiläum, Restrukturierungsmaßnahmen, Lebensarbeitszeitkonten, sowie nicht genommenem Urlaub und geleisteter Mehrarbeit resultieren.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere ausstehende Rechnungen, Drohverluste, Gewährleistung sowie Rabatte und Rechtsstreit.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 21,7 Mio. Euro (Vorjahr 17,2 Mio. Euro) umfassen ratierlich zugeführte Aufwendungen für Lohn- / Gehaltszahlungen und Sozialabgaben an Mitarbeiter in der Freistellungsphase (Erfüllungsrückstand) sowie Aufstockungsbeträge und Abfindungen in voller Höhe. Die Rückstellung berücksichtigt alle zum Jahresende anspruchsberechtigten Mitarbeiter bis zu der durch das Gesetz festgelegten Höchstgrenze. Sofern darüber hinaus Altersteilzeitverpflichtungen eingegangen wurden, sind diese ebenfalls in die Rückstellung einbezogen.

Der Betrag der Altersteilzeitverpflichtung zum 31. Dezember 2014 belief sich auf 33,8 Mio. Euro (Vorjahr 29,0 Mio. Euro). Der zur Ermittlung der Rückstellung abgezogene beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens belief sich zum Bilanzstichtag auf 12,1 Mio. Euro (Vorjahr 11,8 Mio. Euro). Die ursprünglichen Anschaffungskosten des angelegten Vermögens betrugen 11,8 Mio. Euro (Vorjahr 11,5 Mio. Euro).

Diese Wertpapiere werden zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen gehalten; sie sind an die jeweiligen Mitarbeiter verpfändet.

Zweckgebundene und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogene Wertpapiere zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen werden, soweit die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind, mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet.

Die bei der Berechnung der Altersteilzeitverpflichtung berücksichtigten jährlichen Entgelt- und Rentenanpassungen entsprechen den bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen verwendeten Prozentsätzen. Der zum 31. Dezember 2014 zugrunde gelegte Rechnungszins beträgt 2,91 % (Vorjahr 3,47 %).

21 Finanzverbindlichkeiten

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2014 2013
Gesamt davon Restlaufzeit Gesamt davon Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- ---
bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 247,3 247,3 0,0 18,7 18,7 0,0
247,3 247,3 0,0 18,7 18,7 0,0

Die Finazverbindlichkeiten stehen im Zusammenhang mit der Erhöhung der liquiden Mittel. Diese haben sich von 6,3 Mio, Euro letzten Jahres auf 159,0 Mio. Euro erhöht.

22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Übrige Verbindlichkeiten

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2014 2013
Gesamt davon Restlaufzeit Gesamt davon Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- ---
bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18,2 18,2 0,0 13,7 13,7 0,0
Verbindlichkeiten gegen über verbundenen Unternehmen 58,0 58,0 0,0 39,9 39,9 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0 1,6 1,6 0,0
Verbindlichkeiten aus Steuern 2,8 2,8 0,0 2,7 2,7 0,0
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,2 0,2 0,0 0,2 0,2 0,0
Erhaltene Anzahlungen 12,8 5,6 0,0 10,8 7,6 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 6,0 6,0 0,0 1,8 1,8 0,0
Übrige Verbindlichkeiten 79,8 72,6 0,0 57,0 53,8 0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund des Erwerbes der Mehrheitsanteile an der Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd, Singapur, sind die Verbindlichkeiten gegenüber dieser Gesellschaft in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

23 Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter

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Anzahl Mitarbeiter 2014 2013
Gemeinkostenpersonal 837 875
Produktiv-gewerblich 1.930 2.004
2.767 2.879

24 Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag sowie im Vorjahr bestehen keine Haftungsverhältnisse der Siltronic AG.

25 Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Prüferhonorare

Die nachfolgend dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Nominalwerte.

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2014 2013
Bestellobligo Investitionsvorhaben 3,9 8,2
Bestellobligo im Rahmen von Abnahmeverträgen gegenüber Dritten 7,2 0,0

Im Rahmen von langfristigen Abnahmeverpflichtungen von jährlich rund 18 Mio. Euro (Vorjahr: rund 24 Mio. Euro) sichert die Siltronic AG die Auslastung des Tochterunternehmens Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur.

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2014 2013
Honoraraufwand für den Abschlussprüfer
Abschlussprüfungsleistungen 0,5 0,2
andere Bestätigungsleistungen 0,1 0,1
0,6 0,3

Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen vor allem Kosten für unterjährige prüferische Durchsichten und Sonderleistungen.

26 Derivative Finanzinstrumente

Zur Sicherung von Währungsrisiken aus der Geschäftstätigkeit werden Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Devisenoptionen eingesetzt. Zinsderivate wurden im Berichtsjahr nicht abgeschlossen. Die Absicherung dient dem Ziel, die Volatilität des Ergebnisses und des Zahlungsmitteleingangs, soweit sie auf Wechselkurs- und Zinssatzänderungen beruhen, zu reduzieren. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen internen Richtlinien.

Im Geschäftsjahr wurden Derivate in folgendem Umfang abgeschlossen:

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Währungsderivate
31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
Nominalwerte 656,1 463,5
Marktwerte -28,2 15,0
Kreditrisiko 4,2 15,2

Die abgeschlossenen Währungsderivate haben Laufzeiten von maximal 20 Monaten (Vorjahr 19 Monaten).

Die Nominalwerte sind die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufsbeträge. Die Marktwerte beziehen sich auf die Auflösungsbeträge (Rückkaufswert) der Finanzderivate zum Bilanzstichtag und werden mit verschiedenen anerkannten finanzmathematischen Verfahren ermittelt. Das angegebene Volumen des Kreditrisikos ist die Summe der positiven Marktwerte und stellt die Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners dar. Die Geschäfte werden deshalb nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung von den am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Dabei werden Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Einen wesentlichen Umfang der Sicherungsmaßnahmen stellt die Abdeckung der Währungsrisiken aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus ausgereichten und empfangenen Darlehen an bzw. von verbundenen Unternehmen dar. Zur Abdeckung dieser Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte und -swaps mit einem Nominalvolumen von 249,4 Mio. Euro (Vorjahr 112,1 Mio. Euro) abgeschlossen. Gleichartige Grundgeschäfte werden zu Portfolien zusammengefasst. Aus den Devisentermingeschäften und -swaps ergeben sich positive beizulegende Zeitwerte in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr 0,9 Mio. Euro) sowie negative beizulegende Zeitwerte in Höhe von 6,2 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro), welche als Drohverlustrückstellung bzw. Verbindlichkeit erfasst werden. Diese Geschäfte werden im Jahr 2015 fällig.

Zur Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte in Fremdwährung bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 406,7 Mio. Euro (Vorjahr 351,4 Mio. Euro) mit einer maximalen Restlaufzeit von 20 Monaten (Vorjahr 19 Monate). Zu den erwarteten Geschäften gehören noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung. Für diese sogenannten strategischen Geschäfte werden -soweit zulässig- Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet. Der beizulegende Zeitwert der strategischen Geschäfte beläuft sich insgesamt auf -22,7 Mio. Euro (Vorjahr 14,3 Mio. Euro). Bei den Bewertungseinheiten werden nach der sogenannten Einfrierungsmethode positive wie negative Marktwerte in Höhe von -21,2 Mio. Euro nicht bilanziert (Vorjahr 12,4 Mio. Euro). Aus glattgestellten Geschäften ergeben sich Vermögensgegenstände von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 1,7 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio. Euro). Daneben werden für offene Geschäfte, für die keine Bewertungseinheiten bestehen, 0,7 Mio. Euro (Vorjahr 0,0 Mio. Euro) als Drohverlustrückstellung ausgewiesen.

Die Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird bei der Siltronic AG grundsätzlich nach der Dollar-Offset-Methode vorgenommen, bei der die Veränderung der Fair Values von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft gegenübergestellt werden. Die Messung der Effektivität ergab, dass alle Bewertungseinheiten zum Stichtag prospektiv sowie retrospektiv hochwirksam effektiv waren.

Nachfolgende Übersicht fasst die Bilanzwerte, die sich aus den derivativen Finanzinstrumenten ergeben, zusammen:

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2014 2013
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus glattgestellten Geschäften 0,5 2,0
Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus glattgestellten Geschäften 1,4 0,0
Sonstige Rückstellungen für noch offene Derivat-Geschäfte 7,0 0,2

27 Organe der Siltronic AG

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2014)

Dr. Joachim Rauhut (AR-Vorsitzender)

München

Member of the Executive Board & Chief Financial Officer

Wacker Chemie AG

Dr. Tobias Ohler

München

Member of the Executive Board

Wacker Chemie AG

Auguste Willems

München

Member of the Executive Board

Wacker Chemie AG

Dr. Tobias Brandis (bis 15.12.2014)

München

Leiter Konzernentwicklung

Wacker Chemie AG

Dr. Franz Richter

Eichenau

President & CEO

Thin Materials AG

Dr. Hermann Gerlinger

Aalen

Member of the Executive Board

Carl Zeiss AG

Sieglinde Feist (seit 15.12.2014)

München

Leiterin Konzernentwicklung

Wacker Chemie AG

Walter Ortner*

stv. Vorsitzender Aufsichtsrat

Burghausen

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Siltronic AG

Karin Gottschalk*

Brand Erbisdorf / OT St. Michaelis

Betriebsratsvorsitzende

stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzende

Siltronic AG

Johann Hautz*

Burghausen

stv. Betriebsratsvorsitzender

Siltronic AG

Gertraud Lauber*

Bad Münder

IG BCE

Harald Sikorski*

München

District Manager Altötting

IG BCE

Maximilian Baumgartner*

Marktl

Leiter Crystal Center

Siltronic AG

* Arbeitnehmervertreter

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen 0,2 Mio. Euro. (frühere Mitglieder: 0,0 Mio. Euro).

Vorstand (Stand 31.12.2014)

Dr. Christoph von Plotho

President & Chief Executive Officer

Rainer Irle

Executive Vice President & Chief Financial Officer

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 1,1 Mio. Euro. (frühere Mitglieder: 0,1 Mio. Euro)

Die für ehemalige Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 4,5 Mio. Euro. (Vorjahr 4,3 Mio. Euro).

28 Aufstellung des Anteilsbesitzes

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(Stand 31.12.2014) Eigenkapital und Jahresergebnis lt. IFRS

in TEUR
2014 Eigenkapital 2014 Jahresergebnis 2014 Kapitalanteil

in %
Verbundene Unternehmen
Siltronic Corp. Delaware, USA1 10.987 6.396 100,00
Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur1 484 412 100,00
Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande2 280.669 23.669 100,00
Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur1 111.251 28.687 100,00
Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan1 -12.338 -5.800 100,00
Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., Singapur1 -6.438 -51.981 77,7

1 indirekt gehaltene Beteiligung

2 direkt gehaltene Beteiligung

Zum 31.12.2014 wurden die Wacker-Chemie Erste Venture GmbH und die Wacker-Chemie Beteiligungsfinanzierungs GmbH an die Wacker Chemie AG übertragen.

Mit Vertrag vom 24. Januar 2014 erhöhten sich die Anteile an der Siltronic Silicon Wafer Pte. (vormals Siltronic Samsung Wafer) von 50 % auf 77,8 % .

29 Angaben zum Mutterunternehmen

Die Aktien der Siltronic AG gehören zu 90 % der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, und zu 10 % der Wacker Chemie AG, München. Die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, ist ihrerseits ein 100 %iges Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, München.

Unser Jahresabschluss sowie die Jahresabschlüsse unserer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Wacker Chemie AG, München, einbezogen. Die Siltronic AG ist deshalb nach § 291 Abs. 2 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

Der Konzernabschluss der Wacker Chemie AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

München, den 23. Februar 2014

Siltronic AG, München

Dr. Christoph von Plotho

Rainer Irle

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

der Siltronic AG, München

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Siltronic-Gruppe ist einer der führenden Hersteller von Wafern aus Reinstsilizium. Siliziumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik, z. B. für Computer, Tablets, Smartphones, Flachbildschirme oder Navigationssysteme. Die Siliziumwafer, die Siltronic entwickelt und produziert, haben einen Durchmesser bis zu 300 mm.

Bei der Muttergesellschaft der Gruppe handelt es sich um die Siltronic AG mit Sitz am Hanns-Seidel-Platz 4 in München, die direkt oder indirekt alle Anteile an den in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Der Konzern steht unter der Leitung des Vorstands der Siltronic AG. Die Aktien der Siltronic AG gehören zu 10 % der Wacker Chemie AG, München, und zu 90% der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, die ihrerseits ein 100 %iges Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG ist. Zwischen der Siltronic AG und der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH bestand in den Jahren 2013 und 2014 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Im Dezember des Jahres 2014 wurde der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag von den Parteien einvernehmlich mit Wirkung zum 1. Januar 2015 gekündigt.

Siltronic ist mit einem Marktanteil von etwa 15% der drittgrößte Hersteller von Siliziumwafern weltweit. Einen größeren Marktanteil erzielen die beiden japanischen Unternehmen Shin-Etsu und Sumco.

Aufgrund der für die Halbleiterbranche typischen Entwicklung ist die Organisation des Konzerns stark regional ausgerichtet, und zwar auf die Regionen Nordamerika, Europa, Japan und restliches Asien. Der Siltronic-Konzern erzielt fast alle Umsätze mit Produkten, d.h. Wafern, mit Unternehmen, die in der Halbleiterindustrie tätig sind. Die Aufträge werden in der Regel von Quartal zu Quartal oder von Halbjahr zu Halbjahr verhandelt.

1.2 Standorte

Die Siltronic AG hat Betriebsstätten in Burghausen/Bayern, Freiberg/Sachsen und Hsinchu/Taiwan, wobei in Burghausen und in Freiberg Produktionsstätten bestehen. In Hsinchu/Taiwan wird ein Vertriebsbüro unterhalten.

Konzernweit befinden sich über die beiden Produktionsstätten in Deutschland hinaus eine Produktionsstätte bei der Tochtergesellschaft in USA, der Siltronic Corp. in Portland/Oregon, und zwei weitere Produktionsstätten bei zwei Tochtergesellschaften in Singapur, der Siltronic Singapore Pte. Ltd. sowie der Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd.

Bei der Siltronic Silicon Wafer Pte. Ltd., auch SSW genannt, handelt es sich um eine Gesellschaft, die bis zum 28. Februar 2014 zu 50% von der Siltronic Holding International B.V., der niederländische Tochtergesellschaft der Siltronic AG, und zu 50% vom koreanischen Samsung-Konzern gehalten wurde. Die Siltronic Holding International B.V. hat am 24. Januar 2014 mit Samsung eine Vereinbarung getroffen, wonach die Siltronic Holding International B.V. im Rahmen einer Kapitalerhöhung der SSW die Mehrheit übernehmen wird. Die Siltronic AG hält nach der Kapitalerhöhung 78% an der SSW.

Mit allen ausländischen Produktionsstandorten unterhält die Siltronic AG intensive Lieferbeziehungen.

1.3 Ziele und Strategien

Die Siltronic-Gruppe konzentriert sich auf vier strategische Schwerpunkte, die aufeinander abgestimmt sind. Durch die Konzentration auf Leitstandorte verbessern wir zum einen die Auslastung und zum anderen die Kostenstrukturen. Aus Produktsicht liegt der Fokus auf dem wachstumsstärksten Geschäft, nämlich Wafer mit einem Durchmesser von 300 mm, und aus regionalem Blick liegt der Schwerpunkt auf der Region Asien.

Eine kontinuierliche strategische Aufgabe sind Kostensenkungs-, Produktivitäts- und Flexibilisierungsinitiativen, um die Produktionsprozesse und -abläufe weiter zu optimieren.

Investitionen in die Weiterentwicklung von Produkten haben eine hohe Bedeutung für Siltronic, denn sie dienen dazu, den technischen Fortschritt der Kunden begleiten zu können und deren regelmäßig steigende Anforderung an die Qualität von Wafern. Da der technische Fortschritt in der Halbleiterindustrie kontinuierlich verläuft, sind die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bei Siltronic hoch.

1.4 Steuerungssystem

Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen werden aktiv zur Unternehmenssteuerung eingesetzt. Entwickelt sich beispielsweise der Netto-Cashflow schlechter als geplant, kann das unterjährig zu einer Anpassung der Investitionen führen.

Die wichtigsten finanziellen Steuerungskennzahlen für das Wertmanagement sind im Geschäftsjahr 2014 unverändert geblieben. Die wertorientierte Steuerung basiert insgesamt auf vier zentralen Mess- und Steuerungsgrößen1 :

EBITDA-Marge und BVC

Es ist unser Ziel, eine hohe Profitabilität zu erreichen. Als Wertgröße dient dazu das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), bei der wir uns mit den Wettbewerbern vergleichen. Aus diesem Vergleich, der historischen Entwicklung und der Planung berechnen wir eine Ziel-EBITDA-Rendite. Das EBITDA ist auch Ausgangspunkt für die Kalkulation der Business Value Contribution (BVC), bei dem die Kapitalkosten und damit die Sicht eines Investors einbezogen wird. Der Ziel-BVC zielt dadurch auf das Erwirtschaften eines Residualgewinns ab, das heißt eines Gewinns, der über den Kapitalkosten liegt.

Für Zwecke des Einzelabschlusses wird bei EBIT und EBITDA auf den Wert vor Ausschüttungen von Tochtergesellschaften abgestellt, da im Konzernabschluss, auf den die Steuerungsgrößen abgestellt sind, keine Ausschüttungen von Tochtergesellschaft gibt.

Netto-Cashflow

Der Netto-Cashflow ist definiert als Summe aus Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit plus/minus Veränderung der erhaltenen Anzahlungen. Der Netto-Cashflow zeigt, ob der laufende Geschäftsbetrieb und die notwendigen Investitionen aus der eigenen operativen Tätigkeit finanziert werden können. Der Siltronic-Konzern hat das Ziel, einen positiven Netto-Cashflow zu erreichen. Die wesentlichen Einflussgrößen auf den Netto-Cashflow sind neben der Profitabilität ein wirksames Management des Nettoumlaufvermögens sowie die Höhe der Investitionen.

1 In Mess- und Steuerungsgrößen einfließende Ertrags- und Bilanzzahlen werden nach IFRS ermittelt. Die bei der Siltronic AG bestehenden Unterschiede zwischen HGB und IFRS im Berichtsjahr sowie im Vorjahr beeinträchtigen nicht die in diesem Lagebericht getroffenen Aussagen zu den Zielen oder den Abweichungen von den Zielen.

ROCE

Beim Return on Capital Employed (ROCE) handelt es sich um die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Die Kennzahl ist definiert als das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) dividiert durch das eingesetzte Kapital. Das eingesetzte Kapital ergibt sich aus dem Anlagevermögen und dem Nettoumlaufvermögen. Mit dem ROCE wird deutlich, wie profitabel das für den Geschäftsbetrieb notwendige Kapital genutzt wird. Neben der Profitabilität wird der ROCE von der Kapitalintensität in Bezug auf das Anlagevermögen sowie auf das Nettoumlaufvermögen beeinflusst. Die Rendite des gebundenen Vermögens wird jährlich im Rahmen des Planungsprozesses überprüft und ist ein wesentliches Kriterium, das Investitionsbudget zu steuern.

Das variable Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstandes und des oberen Managements ist an diese vier Steuerungskennzahlen gekoppelt.

Bei der Siltronic gibt es auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, wobei keiner der durchgängigen Steuerung des Unternehmens dient. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen insbesondere die Zahl der Arbeitskräfte, die Unfallhäufigkeit und die Produktionsauslastung.

1.5 Forschung und Entwicklung

Die Leistungsfähigkeit von Halbleiterbauteilen verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. Ein Schlüsselparameter für die Leistungssteigerung sind Strukturbreiten auf dem Siliziumwafer - sie sind die Basis dafür, wie viele Transistoren pro Quadratzentimeter auf einem Bauteil untergebracht werden können. Die gängigen Strukturbreiten in der Halbleiterindustrie sind gegenwärtig 22 und 16 Nanometer (nm). In den kommenden Jahren werden sie auf 11 und dann auf 8 nm zurückgehen.

Wir entwickeln derzeit Verfahren zur Produktion von 300 mm-Wafern, die für 11 und 8 nm genutzt werden. Erste Produkte von uns mit 11 nm werden bei den Kunden eingesetzt. Wafer für die Technologie mit 8 nm werden bei Kunden derzeit erprobt.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen bei der Siltronic AG im Berichtsjahr 51 Mio. EUR (2013: 53 Mio. EUR).

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Die Halbleiterindustrie ist im Jahr 2014 gewachsen. Die zunehmende Nachfrage nach Chips für mobile Endgeräte ist der wesentliche Grund für diesen Anstieg.

Das Marktforschungsinstitut Gartner rechnet für das Jahr 2014 mit einem Umsatzplus von rund 7% auf 338 Mrd. USD. Der Absatz von Siliziumwafern ist auf Grund höherer Absatzmengen gegenüber dem Vorjahr um 10,9% auf 8,8 Mrd. USD (2013: 7,9 Mrd. USD) gestiegen. Die Nachfrage nach Siliziumwafern, ausgedrückt in Fläche, wird auf rund 66 Mrd. qcm beziffert, 9,8% mehr als im Jahr 2013. Der Markt für 300 mm Wafer hat dabei überproportional zugelegt. Der Marktanteil von Siltronic blieb bei etwa 15%.

2.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf und Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Das zu Beginn des Jahres 2014 gesteckte Umsatzziel war, einen Wert in der Bandbreite von 700 Mio. EUR bis 750 Mio. EUR zu erreichen. Für die EBITDA-Rendite - ohne Berücksichtigung der Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - lag das Ziel bei plus 1% und für die EBIT-Rendite bei minus 7%. In absoluten Zahlen ausgedrückt, betrug das Ziel für das EBITDA - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - plus 7 Mio. EUR und für das EBIT - ebenso ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - lag das Ziel in einer Bandbreite von minus 49 Mio. EUR bis minus 52 Mio. EUR.

Der Vergleich der Ziele mit dem Ist ergibt beim Umsatz, dass die Ziel-Bandbreite klar übertroffen wurde. Die Umsatzerlöse des Jahres 2014 betrugen 764 Mio. EUR. Bei der EBITDA-Rendite - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - sowie der EBIT-Rendite - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - entsprachen die Ist-Werte den Zielwerten, nämlich plus 1% und minus 7%. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Ist-EBITDA - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - und das Ist-EBIT - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - einen Aufwand in Höhe von 39 Mio. EUR für eine Ausgleichszahlung für den Transfer von Mitarbeitern von der Siltronic AG auf die Wacker Chemie AG enthalten und dieser Aufwand nicht in den Zielwerten enthalten war. Um diesen Effekt bereinigt, hat der Ist-Wert für die EBITDA-Rendite - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - plus 6% erreicht und der Ist-Wert für die EBIT-Rendite - ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften - minus 2%. Die zu Beginn des Jahres 2014 gesteckten Ziele wurden deswegen deutlich übertroffen.

Der Grund für die positive Abweichung beim Umsatz waren in erster Linie die höheren Mengen, die sich aus der verbesserten Nachfrage ergaben. Darüber hinaus hat der im Vergleich zum Plan-Kurs etwas stärkere USD-Kurs die positive Umsatzabweichung unterstützt. Die positive Abweichung bei EBIT und EBITDA - jeweils ohne Ausschüttungen von Tochtergesellschaften und unter Berücksichtigung der Ausgleichszahlung für den Transfer von Mitarbeitern von der Siltronic AG auf die Wacker Chemie AG sowie unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen ist auf das Übererreichen von Kosteneinsparungszielen zurückzuführen.

Der Geschäftsverlauf der Siltronic AG ist daher sehr zufriedenstellend ausgefallen.

2.3 Ertragslage

Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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in Mio. EUR 2014 2013 Veränderung
Umsatzerlöse 764,1 755,9 1 %
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 7,2 0,7 >100 %
Gesamtleistung 771,3 756,6 2 %
Sonstige betriebliche Erträge 56,2 50,2 12 %
Materialaufwand -435,7 -452,3 -4 %
Personalaufwand -203,7 -198,7 3 %
Abschreibungen -63,4 -109,9 -42 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -179,8 -138,5 30 %
EBIT vor Ausschüttungen -55,1 -92,6 -40 %
EBITDA vor Ausschüttungen 8,3 17,3 -52%
Beteiligungsergebnis 50,0 0,0
Zins- und sonstiges Finanzergebnis -10,0 -7,6 32%
Ertragsteuern -0,4 -0,3
Ergebnis nach Steuern -15,5 -100,5
Erträge aus Verlustübernahme 15,5 100,5
Jahresüberschuss 0,0 0,0

Die Nachfrage nach Wafern ist, wie oben erwähnt, im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Auch bei der Siltronic AG hat sich die Mengenentwicklung bei Wafern sehr positiv entwickelt, denn die verkaufte Waferfläche hat gegenüber dem Vorjahr um 12% zugenommen. Leider wurde der Mengenzuwachs bei den Wafern stark kompensiert durch Veränderungen bei Preis und Produktmix. Der Wechselkurs hat beim Umsatz keine wesentliche Rolle gespielt, da insbesondere die Durchschnittskurse des USD der Jahre 2014 und 2013 fast identisch waren.

Obwohl die produzierten Mengen gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen haben und die Gesamtleistung um 15 Mio. EUR auf 771 Mio. EUR gestiegen ist, sind im Jahr 2014 die produktions- und vertriebsbezogenen Kosten, unter Vernachlässigung der Abschreibungen, nur um einen kleinen einstelligen Millionenbetrag gestiegen. Die Hauptursachen für die Entwicklung waren im Vergleich zum Vorjahr höhere Ausbeuten in der Produktion und eine deutliche Senkung der variablen Kosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Energie, Personalkosten in der Produktion).

Die gegenüber dem Vorjahr ausgewiesene Verschlechterung des EBITDA vor Berücksichtigung von Ausschüttungen von 17 Mio. EUR auf 8 Mio. EUR beinhaltet einen Aufwand in Höhe von 39 Mio. für den Transfer von Mitarbeitern von der Siltronic AG auf die Wacker Chemie AG. Ohne diesen Aufwand hätte sich das EBITDA vor Berücksichtigung von Ausschüttungen von 17 Mio. EUR auf 47 Mio. EUR erhöht.

Der Vergleich des EBIT vor Berücksichtigung von Ausschüttungen ist in beiden Jahren durch Sondereinflüsse beeinträchtigt. Zum einen wurden in beiden Jahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (2014: 4 Mio. EUR, 2013: 37 Mio. EUR) und zum anderen ist im EBIT vor Berücksichtigung von Ausschüttungen des Jahres 2014 der Aufwand für den Transfer von Mitarbeitern von der Siltronic AG zur Wacker Chemie AG enthalten (39 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung dieser Effekte hat sich das EBIT vor Berücksichtigung von Ausschüttungen von minus 55 Mio. EUR auf minus 12 Mio. EUR verbessert.

Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass im Berichtsjahr keine nennenswerten Verschiebungen aufgetreten sind. Im Einzelnen haben sich die Umsatzerlöse nach Regionen wie folgt verteilt: Asien 65% (Vorjahr: 64%), Europa 19% (Vorjahr: 20%), Nord-/Südamerika 15% (Vorjahr: 13 %), restliche Welt 2% (Vorjahr: 3%).

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 6 Mio. EUR ist in Höhe von 9 Mio. EUR auf höhere Wechselkursgewinne zurückzuführen (die Wechselkursgewinne stehen im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit den Marktwerten von Sicherungsgeschäften und resultieren aus USD).

Die Materialaufwandsquote, das heißt das Verhältnis des Materialaufwands zur Gesamtleistung, lag im Jahr 2014 bei 56%. Die Quote hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3%-Punkte verbessert. Die erfreuliche Entwicklung ist insbesondere zurückzuführen auf höhere Ausbeuten in der Produktion und geringere durchschnittliche Beschaffungskosten je Tonne beim Hauptrohstoff Polysilizium.

Der Personalaufwand ist um nur 3% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, obwohl die Produktionsmenge an Wafern um 14% zugenommen hat. Für diese Entwicklung sind zwei Faktoren ursächlich: Gegenüber dem Vorjahr eine im Jahresdurchschnitt gesehen um 4% niedrigere Mitarbeiterzahl bei gestiegenen Produktivität.

Die Abschreibungen sind um 47 Mio. EUR zurückgegangen, insbesondere weil die außerplanmäßigen Abschreibungen um 33 Mio. EUR zurückgegangen sind. Die außerplanmäßige Abschreibung des Jahres 2014 in Höhen von 4 Mio. EUR betrifft Produktionsanlagen, deren Buchwerte nicht durch die künftig geplanten Einzahlungsüberschüsse gedeckt werden. Im Vorjahr betrafen die außerplanmäßige Abschreibungen vor allem ein weitgehend leer stehendes und nicht zur Nutzung vorgesehenes Gebäude und zu einem kleinen Teil wie in 2014 Produktionsanlagen, deren Buchwerte nicht durch die künftig geplanten Einzahlungsüberschüsse gedeckt werden, wofür insgesamt 37 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen verbucht wurden.

Die Erhöhung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 41 Mio. EUR resultiert fast ausschließlich aus der Ausgleichszahlung für den Transfer von Mitarbeitern zur Wacker Chemie AG.

Das EBIT vor Ausschüttungen von Tochtergesellschaften, also das Ergebnis vor Steuern und Zinsen und vor Ausschüttungen von Tochtergesellschaften, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 37,5 Mio. EUR auf minus 55,1 Mio. EUR verbessert. Die Veränderung der Steuerungsgröße ist jedoch, wie oben erwähnt, maßgeblich durch die Ausgleichszahlung für den Transfer von Mitarbeitern zur Wacker Chemie AG und durch außerplanmäßige Abschreibungen im Vorjahr beeinflusst. Um diese Sondereffekte bereinigt, hat sich das EBIT vor Ausschüttungen von Tochtergesellschaften um 44 Mio. EUR verbessert, was auf die höhere Gesamtleistung bei sehr deutlich unterproportional gestiegenen Kosten zurückzuführen ist.

Das Beteiligungsergebnis von 50 Mio. EUR enthält in voller Höhe eine Ausschüttung der niederländischen Tochtergesellschaft Siltronic Holding International B.V.

Aufgrund eines mit Wirkung zum 1. Januar 2009 zwischen der Siltronic AG und der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Verlust in Höhe von 15,5 Mio. EUR von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ausgeglichen.

2.4 Vermögenslage

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Aktiva (in Mio. EUR) Dez 2014 Dez 2013
Anlagevermögen
Immaterielles Vermögen 3 3
Sachanlagen 224 260
Finanzanlagen 129 129
356 392
Umlaufvermögen
Vorräte 78 68
Forderungen LuL Dritte 77 68
Forderungen gegen verb. und ass. Unternehmen 263 405
Andere Vermögensgegenstände 14 19
Liquide Mittel 159 6
591 566
Bilanzsumme 947 958

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Passiva (in Mio. EUR) Dez 2014 Dez 2013
Eigenkapital 449 718
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen 94 88
Übrige Rückstellungen 59 63
153 151
Verbindlichkeiten
- aus LuL mit Dritten 18 14
- gegenüber verbundenen Unternehmen 305 59
Andere Verbindlichkeiten 22 16
345 89
Bilanzsumme 947 958

Der Rückgang beim Sachanlagevermögen i.H.v. 36 Mio. EUR ist primär darauf zurückzuführen, die Investitionen in Sachanlagen im Jahr 2014 mit 27 Mio. EUR deutlich unter den planmäßigen Abschreibungen von 59 Mio. EUR lagen. In Höhe von 4 Mio. EUR haben sich die Sachanlagevermögen aufgrund einer außerplanmäßigen Abschreibung reduziert.

Die Finanzanlagen betreffen ausschließlich die Beteiligung an der niederländischen Tochtergesellschaft Siltronic Holding International B.V. Deren Ausschüttung von 50 Mio. EUR hatte keine Minderung des Buchwerts zur Folge.

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Fertigerzeugnisse gestiegen. Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit der starken Nachfrage der Kunden.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte ist insbesondere wegen des im Vergleich zum Jahr 2013 erhöhten Umsatzes im Schlussquartal gestiegen. Außerdem hat sich bemerkbar gemacht, dass der USD-Wechselkurs Ende des Jahres 2014 etwa 12% stärker war als Ende des Jahres 2013.

Der deutliche Rückgang der Forderungen gegen verbundene und assoziierte Unternehmen von 142 Mio. EUR resultiert aus einer um 242 Mio. EUR niedrigeren Geldanlage im Cash Pooling von Wacker, einer um 101 Mio. EUR geringeren Forderung aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages und einer um 161 Mio. EUR höheren Forderung gegen die niederländischen Tochtergesellschaft Siltronic Holding International B.V. Die gestiegene Forderung gegen die Siltronic Holding International B.V. ist insbesondere auf die Übernahme der Mehrheit an die SSW zurückzuführen.

Die liquide Mittel sind um 153 Mio. EUR gestiegen, weil die Siltronic AG Ende des Jahres 2014 ein Darlehen in Höhe von 150 Mio. EUR bei der Wacker Chemie AG aufgenommen hat. Die 150 Mio. EUR wurde bei verschiedenen Banken angelegt.

Das Eigenkapital ist um 269,5 Mio. EUR gesunken, weil die Siltronic AG Anfang des Jahres eine Ausschüttung in dieser Höhe an die Gesellschafter geleistet hat. Der Verlust vor Steuern des Berichtsjahres zieht keine Änderung des Eigenkapitals nach sich, weil er aufgrund des mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH Ende des Jahres 2014 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von diesem Gesellschafter übernommen wird.

Die Finanzierung der Vermögenswerte erfolgt zum Bilanzstichtag zu 47% aus Eigenkapital (Vorjahr: 75%) und zu 53% aus Fremdkapital (Vorjahr: 25%). Die starke Abnahme der Eigenkapitalquote ist die Folge der Ausschüttung des Gewinnvortrags von 269,5 Mio. EUR Anfang des Jahres an die Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben um 246 Mio. EUR zugenommen. Die Erhöhung ist in Höhe von 175 Mio. EUR auf das Finanzverrechnungskonto mit der Wacker Chemie AG zurückzuführen, das sich vor allem aufgrund der Aufnahme eines Darlehens über 150 Mio. EUR erhöht hat. Darüber hinaus haben sich die Finanzverrechnungskonten der Siltronic AG mit der Tochtergesellschaft Siltronic Corp., USA, um 34 Mio. EUR erhöht und mit der Siltronic Singapur Pte. Ltd., Singapur, um 20 Mio. EUR.

2.5 Finanzlage

Das Ziel des Finanzmanagements in der Siltronic-Gruppe ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet. Außerbilanzielle Finanzierungsquellen werden nur in vernachlässigbarem Umfang eingesetzt.

Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang auch an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Da die Steuerung der Finanzlage aus Konzernsicht erfolgt, wird nachfolgend auf die Finanzlage der Siltronic-Gruppe abgestellt, sofern nicht anders vermerkt.

Die Fremdkapitalquote beträgt in dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zum Bilanzstichtag 73% (Siltronic AG im handelsrechtlichen Einzelabschluss: 53%) und die Nettofinanzverschuldung (bei Banken und im Cash Pooling angelegte liquide Mittel plus sonstiges Finanzvermögen minus Finanzverbindlichkeiten) beläuft sich auf 25 Mio. EUR. Im handelsrechtlichen Einzelabschluss weist die Siltronic AG ein Nettofinanzvermögen von 80 Mio. EUR (im Vorjahr Nettofinanzvermögen von 229 Mio. EUR) aus. Die Verschlechterung dieser Kennzahlen ist auf die Ausschüttung von 269,5 Mio. EUR an die Gesellschafter zurückzuführen.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Konzern im abgelaufenen Jahr plus 86 Mio. EUR nach plus 48 Mio. EUR im Vorjahr (Siltronic AG: plus 27 Mio. EUR nach minus 2 Mio. EUR im Vorjahr).

Die Auszahlungen für Investitionen (reduziert um Einzahlungen aus Investitionsförderung) beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 38 Mio. EUR nach 31 Mio. EUR im Vorjahr (die Investitionen betrafen weit überwiegend die Siltronic AG).

Der Einzahlungsüberschuss aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Auszahlungen für Investitionen (Free Cashflow), der sich in 2014 ergeben hat, war mit 49 Mio. EUR deutlich. Ein deutlich positiver Einzahlungsüberschuss ergibt sich auch, wenn die positive Veränderung der erhaltenen Anzahlungen (Zugang an erhaltenen Anzahlungen höher als die Rückzahlung von erhaltenen Anzahlungen) in Höhe von 48 Mio. EUR abgezogen und die Auszahlung für den Transfer von Mitarbeitern zur Wacker Chemie AG von 39 Mio. EUR berücksichtigt wird.

Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen bestanden am 31. Dezember 2013 in Höhe von 8 Mio. EUR (Siltronic AG: 4 Mio. EUR) nach 8 Mio. EUR im Vorjahr (Siltronic AG: 8 Mio. EUR).

Da die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag im Siltronic-Konzern 27% und bei der Siltronic AG 47% betrug, der Free Cashflow in 2014 deutlich positiv war und für die Zukunft positiv erwartet wird und zudem die liquiden Mittel hoch sind, ist die Finanzlage von Siltronic zum Bilanzstichtag unkritisch.

3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren und weitere Informationen

3.1 Mitarbeiter

Bei der Siltronic AG hat sich die durchschnittliche Zahl an Mitarbeitern vom gegenüber dem Vorjahr um 112 Mitarbeiter auf 2.767 reduziert. Der Abbau erfolgte ohne betriebsbedingte Kündigungen, vor allem durch Arbeitsplatzangebote in anderen Einheiten, Altersteilzeitregelungen, freiwillige Annahme von Abfindungsangeboten und natürliche Fluktuation.

Die Siltronic AG plant auch weiterhin, die Zahl der Mitarbeiter mittelfristig zu reduzieren und dies ohne einen Sozialplan zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat die Siltronic AG mit der Wacker Chemie AG im Dezember 2014 einen Vertrag über den Transfer von Mitarbeitern geschlossen. Die Siltronic AG hat dafür, dass die Wacker Chemie AG im Lauf der nächsten fünf Jahre 500 Mitarbeiter übernimmt, die derzeit an den Siltronic-Standorten Burghausen und München tätig sind, noch im Dezember 2014 eine Einmalzahlung von 39 Mio. EUR gezahlt. Die Wacker Chemie AG unterhält in Burghausen und München große Standorte. Zu einem Transfer eines Mitarbeiters kommt es selbstverständlich nur, wenn der einzelne Mitarbeiter dem Arbeitgeberwechsel zustimmt.

Der Vertrag regelt unter anderem den Auswahlprozess für den Transfer von Mitarbeitern, den Übergang von Rechten und Pflichten bei der Siltronic AG und der Wacker Chemie AG, wenn ein Mitarbeiter transferiert und die anteilige Rückerstattung von der Wacker Chemie AG an die Siltronic AG, sollten Transfers nicht im geplanten Umfang stattfinden.

Am Standort Freiberg gibt es das Angebot an die Mitarbeiter der Siltronic AG, zur Wacker Chemie an den Standort nach Nünchritz, der ebenfalls in Sachsen liegt, zu wechseln. Die Siltronic bezuschusst Wechsel mit insgesamt 1,5 Mio. EUR für 50 Mitarbeiter. Die Wacker Chemie AG und die Siltronic AG haben vereinbart, dass Wacker den Zuschuss anteilig für jeden Transfer der Siltronic erstattet.

Darüber hinaus wird die Siltronic Angebote für Altersteilzeit und in ausgewählten Fällen freiwillige Abfindungsangebote unterbreiten.

Zum 31. Dezember 2014 waren bei Siltronic AG 2.713 Mitarbeiter (einschließlich Siltronic-Mitarbeiter in einem befristeten Anstellungsverhältnis) beschäftigt, was eine Reduzierung um 112 Personen verglichen mit dem Vorjahresstichtag bedeutet (Vorjahr: 2.825 Mitarbeiter).

3.2 Sicherheit Gesundheit und Umweltschutz

Die hohen Anforderungen an die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Produktionsanlagen und -prozesse von Siltronic gelten für alle Standorte. An allen Produktionsstätten wurden Umwelt- sowie Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme nach der weltweit gültigen ISO-Norm bzw. dem Standard OHSAS zertifiziert. In einer Vielzahl von Einzelinitiativen arbeitet Siltronic ständig daran, die Sicherheit der Produktionsanlagen und -prozesse zu verbessern und den Stoff- und Energieeinsatz sowie die Emissionen und Abfallmengen zu minimieren.

Jeder einzelne Mitarbeiter des Unternehmens trägt Verantwortung für die Qualität, die Sicherheit, den Gesundheits- und Umweltschutz sowie deren ständige Verbesserung. Dazu setzt sich Siltronic regelmäßig Ziele und stellt deren Umsetzung sicher. Die Vorgehensweise beim Umweltschutz, der Sicherheit und der Gesundheit ist im integrierten Managementsystem für Qualität, Umwelt, Sicherheit und Gesundheit beschrieben.

3.3 Beschaffung

Das Hauptziel im Bereich der Beschaffung war unverändert zum Vorjahr, die Ergebnisbelastungen, die sich aus gesunkenen Preisen und Produktmix-Veränderungen ergeben haben, durch niedrigere Beschaffungskosten deutlich abzumildern. Zum einen wurden reine Preisreduzierungen in den Kostenbereichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Dienstleistungen erreicht, zum anderen durch verbesserte Prozesse hinsichtlich Produktivität und Ausbeuten der Verbrauch gesenkt. Trotz deutlich gestiegener Produktionsmenge konnten die absoluten Beschaffungskosten gesenkt werden. Die Erreichung der Ziele gelang sehr gut, wie die signifikant gesunkenen variablen Kosten je Wafer und die gestiegenen Produktivität zeigen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeiten im Berichtsjahr lag darin, Projekte zur Beseitigung von Engpässen bei Maschinenkapazitäten maßgeblich zu begleiten und bei den Investitionen in Maschinen oder bei Dienstleistungsverträgen solche Einkaufskonditionen zu erzielen, die den Bedürfnissen der Siltronic am besten entsprechen. Dies betrifft neben günstigen Bezugspreisen die Festlegung von Währungen oder die Flexibilität bei Mengen und bei Reaktionszeiten seitens der Lieferanten.

Darüber hinaus war die Abteilung Beschaffung der Siltronic AG in die Integration der SSW in den Siltronic-Konzernverbund engagiert.

3.4 Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Aufgrund des zum 31. Dezember 2014 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages muss kein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt werden.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

Das Risikomanagement ist für Siltronic ein integrierter Bestandteil der Unternehmensführung. Als weltweit tätiges Unternehmen, das in einer Branche mit starker Volatilität tätig ist, sind wir einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt, die sich unmittelbar aus unserer operativen Tätigkeit ergeben. Risiken sind für uns interne und externe Ereignisse, die ein Erreichen unserer Ziele und Prognosen negativ beeinflussen. Das bestehende Risikomanagementsystem haben wir im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Das monatliche Berichtssystem im Risikomanagement dient der Siltronic dazu, die Risiken im operativen Geschäft rechtzeitig zu erkennen, damit der Vorstand mit sachgerechten Maßnahmen entgegensteuern kann.

Mit der Geschäftstätigkeit von Siltronic sind folgende Hauptrisiken verbunden:

Branchenrisiken (in Verbindung mit Investitions- und Absatzmarktrisiken)

Die Halbleiter- und damit auch die Waferindustrie ist durch eine besonders hohe Volatilität gekennzeichnet. Perioden starken Wachstums und deutlicher Preiserhöhungen wechseln ab mit Zeiten starker Nachfrage- und Preisrückgänge. Eng damit verknüpft ist das Risiko, ausreichende Produktionskapazitäten nicht zum richtigen Zeitpunkt des Zyklus zur Verfügung zu stellen oder die notwendigen Investitionen nicht rechtzeitig zu tätigen. Dabei einher geht auch das Risiko, bei entsprechender Unterauslastung der Produktionsanlagen durch nicht gedeckte fixe Kosten Verluste zu erleiden.

Der Volatilität begegnet Siltronic insbesondere mit der Formulierung der Strategie der Leitstandorte, wonach die Herstellung von Wafern in Abhängigkeit von Durchmessern auf ausgewählte Standorte konzentriert wird.

In Abhängigkeit der Einschätzung der nachhaltigen Marktlage und der Kostenstruktur kann die Strategie der Leitstandorte dazu führen, dass einzelne Produktionsbereiche oder -stätten stillgelegt werden. Die Stilllegung von Produktionsbereichen oder -stätten kann dazu führen, dass Buchwerte abgewertet und personalbezogene Auszahlungen vorgenommen werden müssen.

Den Investitionsrisiken begegnen wir, indem die Investitionsvorhaben laufend vor dem Hintergrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen überprüft und die Investitionen nur in Teilabschnitten freigegeben werden. Eng mit Investitionsrisiken verbunden ist die Entwicklung der technologischen Anforderungen der Kunden. Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit den Kunden und mit intensiven Marktbeobachtungen.

Bei besonders schwacher Wirtschaftslage besteht ein erhöhtes Risiko dafür, dass Kunden von Siltronic weniger Mengen abnehmen und Forderungsausfall droht. Siltronic berücksichtigt diese Risiken im Risikomanagementsystem, indem die Zahlungsfähigkeit der Kunden regelmäßig bewertet wird und indem analysiert wird, wie sich die Endmärkte der Kunden der Siltronic entwickeln.

Beschaffungsmarktrisiken

Siltronic ist dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Polysilizium und Energie für die Herstellung der eigenen Produkte ausgesetzt. Aufgrund der geringen Anzahl von Anbietern für Polysilizium könnten sich die Marktpreise für diesen Hauptrohstoff verteuern. Um die Rohstoffversorgung zu sichern, verfügt Siltronic über Polysilizium-Lieferverträge mit langfristigen Laufzeiten.

Produkthaftungsrisiken

Für Siltronic könnten Ansprüche von Kunden aufgrund fehlerhafter Produkte sowie Vertrauensverluste infolge von Qualitätsmängeln entstehen. Trotz des hohen Qualitätsstandards sind derartige Risiken mit dem unternehmerischen Handeln stets verbunden und können deshalb nie völlig ausgeschlossen werden. Versicherbare Risiken gegen Gewährleistungs- und Produkthaftungsschäden sind angemessen versichert. Um Qualitätsmängeln entgegenzutreten, hat die Sicherstellung hoher Qualitätsstandards bei der Siltronic eine besonders hohe Bedeutung.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Siltronic-Gruppe ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen Siltronic eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte.

Für alle zugrunde liegenden Leistungsbeziehungen (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen) gilt, dass zur Minimierung des Ausfallrisikos in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten (z.B. Eigentumsvorbehalt) verlangt, Kreditauskünfte oder Referenzen eingeholt oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere dem Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Die Bonität der Kunden wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig überwacht.

Derivative Finanzinstrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Positionen, die aus dem operativen Geschäft entstehen, oder geplante künftige Umsätze, Geldanlagen und Finanzierungen unterlegt sind. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist Siltronic einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner (in der Regel Banken) entsteht. Dieses Risiko wird minimiert, indem Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Aus diesem Grund hält das Unternehmen das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten nicht für wesentlich. Zur Bewertung offener Positionen werden anerkannte Bewertungsverfahren verwendet.

Eine mögliche Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen (sogenanntes Kontrahentenrisiko) zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen wird im Rahmen der Geschäftszuweisung vermieden. Siltronic erachtet dieses Risiko wegen der guten Bonität der Schuldner (Bank) nicht als wesentlich.

Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente ist im Anhang zum Jahresabschluss enthalten.

Rechtliche Risiken

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung. Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie.

Schadensrisiken sowie aus Umweltschutz resultierende Risiken

Zu den Schadensrisiken gehören Feuer-, Explosions- und Umweltrisiken, Naturkatastrophen und andere unvorhersehbare Ereignisse wie Erdbeben sowie Terroranschläge. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.

Die Siltronic-Gruppe unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von giftigen und gefährlichen Stoffen beziehen, die bei der Herstellung der Produkte verwendet werden. Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Weiterhin werden im Bedarfsfall Bodenproben entnommen, um eventuelle Kontaminationen schnell zu erkennen.

Trotz dieser Maßnahmen ist die Siltronic Corp., USA, gegenwärtig Partei eines Verwaltungsverfahrens mit einer Umweltbehörde in Oregon (Oregon Department of Environmental Quality) im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Grundstücks in Portland und einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette Flusses in Portland. Entsprechende Rückstellungen hierfür sind im Jahresabschluss der Tochtergesellschaft gebildet. Das hieraus resultierende Risiko wird vor dem Hintergrund der langjährigen Erfahrung mit diesem Sachverhalt und der Kommunikation mit den eingebundenen Parteien, insbesondere der Umweltbehörde, den Versicherungen und anderen Grundstückseigentümer des Gewerbegebiets, als gering eingeschätzt.

Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG)

Die Transformation des Energieversorgungssystems in Deutschland hin zu einem Anteil von 80% erneuerbarer Energien im Stromsektor bis zum Jahr 2050 (Energiewende) schafft ein regulatorisches Umfeld, das voraussichtlich durch ständige Anpassungen des Gesetzgebers in Berlin und Brüssel geprägt sein wird (insbesondere EEG-Reform, besondere Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen, Netznutzungsentgelt).

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es im Erneuerbaren Energien-Gesetz und bei den besonderen Ausgleichsregelungen für energieintensive Unternehmen im Lauf der Jahre zu Änderungen kommen wird. Ob sich daraus zusätzliche Belastungen für Siltronic ergeben und falls ja, wie erheblich diese sein werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich prognostizieren. Am wahrscheinlichsten ist aus unserer Sicht ein Szenario mit begrenzten Änderungen, die im niedrigen einstelligen Millionenbereich einen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Sollten die Entlastungsregelungen für energieintensive Unternehmen im Hinblick auf die EEG-Einspeisevergütung und das Netznutzungsentgelt allerdings gänzlich abgeschafft werden, so hätte das große Auswirkungen auf das Ergebnis von Siltronic.

4.2 Chancenbericht

Siltronic setzt kontinuierlich Marktbeobachtungs- und Analyseinstrumente ein, beispielsweise zur strukturierten Auswertung von Markt- und Wettbewerbsdaten. Weiterhin greifen wir für die Beurteilung künftiger Chancen auf Interviews mit Kunden zurück.

Unternehmensstrategische Chancen

Der Ausbau unserer Produktionskapazitäten in den vergangenen Jahren bietet die Chance, weiter zu wachsen. Durch die Übernahme der Mehrheit an der SSW sehen wir die Möglichkeit zur Realisierung weiterer Synergie- und Kostenvorteilen, die auch auf die Siltronic AG wirken.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Mit steigender Auslastung der Produktionskapazitäten geht die Chance einher, dass Preise für Wafer erhöht werden können oder zumindest der Preisrückgang geringer ausfällt in der Vergangenheit. Da sich positive Entwicklungen bei den Preisen in vollem Umfang in der Ertrags- und Finanzlage niederschlagen, kommt dieser Chance eine besondere Bedeutung zu.

Die gleiche Wirkung wie positive Preisentwicklungen entfalten günstigere Wechselkurse. Für Siltronic ist das Wechselkursverhältnis des EUR zum USD und zum JPY entscheidend.

Wie in den letzten Jahren hat die Siltronic auf für das kommende Jahr Kostensenkungspotenziale identifiziert und hat auf Analysen basierende Pläne, die Kostensenkungspotenziale umzusetzen. Hebel hierfür sehen wir unter anderem bei den Roh- und Hilfsstoffen, beim erzielen höherer Ausbeuten sowie bei Produktivitätsfortschritten im Herstellungsprozess.

Ob und in welchem Maße identifizierte Chancen erreicht werden, wird über Kennzahlen verfolgt (Rolling Forecast und Ist-Berichterstattung).

4.3 Zusammenfassende Beurteilung der Chancen und Risiken

Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken haben aus unserer Sicht der hohe Preisdruck durch die Chiphersteller und die Wechselkursschwankungen den wichtigsten Einfluss auf die Steuerungsgrößen.

Insgesamt hat die aktuelle Beurteilung der Risikosituation ergeben, dass aus heutiger Sicht keine Risiken vorliegen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

5 Prognosebericht

5.1 Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Mittel- und langfristig gehen wir davon aus, dass sich die Halbleiterindustrie einem stark zyklischen Markt ausgesetzt sieht.

Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner wird das Marktvolumen für Wafer im Jahr 2015 steigen. Der weltweite Absatz von Siliziumwafern nach verkaufter Fläche wird sich danach gegenüber dem Vorjahr um 2,6% auf 68 Mrd. qcm erhöhen.

Für den weltweiten Umsatz mit Halbleiterwafern sagen die Experten von Gartner im Jahr 2015 einen Anstieg von 5,2% auf rund 9,3 Mrd. USD voraus.

Die Siltronic AG sollte mittel- und langfristig von einem weiteren Marktwachstum der 300 mm Wafer profitieren. Entscheidend wird dabei allerdings sein, inwieweit sich der Preisdruck bei diesem Durchmesser entwickelt.

5.2 Erwartete Ertragslage der Siltronic AG

Wir erwarten für die Siltronic AG im Jahr 2015 einen Umsatz, der zwischen dem Ist-Wert des Jahres 2014, nämlich 764 Mio. EUR, und 800 Mio. EUR liegen wird. Die EBITDA-Rendite sowie die EBIT-Rendite erwarten wir bei plus 5% für das EBITDA und minus 2% beim EBIT. Die Zielgrößen enthalten keine Ausschüttungen von Tochtergesellschaften und es sich auch keine solche Ausschüttungen geplant.

5.3 Erwartete Finanz- und Liquiditätslage der Siltronic AG

Was die Investitionen betrifft, sind bei der Siltronic AG für das Jahr 2015 Investitionen geplant, die im Vergleich zum Ist-Wert des Jahres 2014 von 27 Mio. EUR nahezu eine Verdoppelung bedeuten.

5 Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung aufgetreten.

München, den 20. Februar 2015

Dr. Christoph von Plotho

Rainer Irle

6 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfer

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Siltronic AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstell ung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 20. Februar 2015

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Pastor, Wirtschaftsprüfer

Schmalzl Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats der Siltronic AG

Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen mit der Geschäftslage, der finanziellen Situation und den Investitionsvorhaben des Unternehmens eingehend befasst und sich über den Geschäftsgang unterrichtet.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2014 der Siltronic AG sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, München, geprüft worden und haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat darüber hinaus den Konzernabschluss des Siltronic-Konzerns einer kritischen Durchsicht unterzogen und eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Siltronic AG sowie den Konzernabschluss unter Hinzuziehung des Wirtschaftsprüfers geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung an. Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Vorstandsmitgliedern Entlastung zu erteilen.

Dr. Joachim Rauhut, Vorsitzender des Aufsichtsrates