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Siltronic AG Annual Report 2011

Jan 31, 2013

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Annual Report

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Siltronic AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Anhang

Lagebericht

Bestätigungsvermerk

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011

der Siltronic AG

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Anhang Mio. Euro 2011 Mio. Euro 2010
Umsatzerlöse 3 886,3 910,1
Bestandsveränderungen 9,0 6,6
Andere aktivierte Eigenleistungen 2,0 2,3
Gesamtleistung 897,3 919,0
Sonstige betriebliche Erträge 4 104,1 94,1
Materialaufwand 5 -543,2 -564,9
Personalaufwand 6 -206,2 -210,6
Abschreibungen 7 -71,8 -71,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 8 -190,3 -236,6
Betriebsergebnis -10,1 -70,1
Zinsergebnis 9 -3,6 -4,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -13,7 -74,3
Außerordentliches Ergebnis 29 0,0 -17,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -0,7 -1,5
Erträge aus Verlustübernahme 11 14,4 93,1
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0,0 0,0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 269,5 269,5
Bilanzgewinn 269,5 269,5

Bilanz zum 31. Dezember 2011 der Siltronic AG

AKTIVA

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Anhang Mio. Euro 2011 Mio. Euro 2010
Immaterielle Vermögensgegenstände 12 1,4 1,3
Sachanlagen 13 363,0 354,3
Finanzanlagen 14 223,3 223,3
Anlagevermögen 587,7 578,9
Vorräte 15 73,1 60,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58,1 77,2
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 383,4 476,3
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16 441,5 553,5
Wertpapiere 17 0,6 1,5
Guthaben bei Kreditinstituten (Liquidität) 0,6 0,2
Umlaufvermögen 515,8 616,1
Rechnungsabgrenzungsposten 18 0,6 0,8
1.104,1 1.195,8
Passiva
Anhang
Gezeichnetes Kapital 100,0 100,0
Kapitalrücklage 340,0 340,0
Andere Gewinnrücklagen 8,5 8,5
Bilanzgewinn 269,5 269,5
Eigenkapital 19 718,0 718,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20 76,4 68,6
Andere Rückstellungen 21 58,6 74,2
Rückstellungen 135,0 142,8
Finanzverbindlichkeiten 22 151,8 197,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23 21,6 27,6
Übrige Verbindlichkeiten 23 77,7 110,3
Verbindlichkeiten 251,1 335,0
1.104,1 1.195,8

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

der Siltronic AG

1 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und zusätzlicher, sich aus dem Aktiengesetz (AktG) ergebenden Anforderungen, aufgestellt.

Einige gesetzlich vorgesehene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Die zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen und ggf. erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Millionen EURO (Mio. Euro).

Der für die Siltronic AG, München, befreiende Konzernabschluss und zusammengefasste Lagebericht des Wacker-Konzerns werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich.

2 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Dienstleistungen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen werden nach den für Erzeugnisse geltenden Grundsätzen ermittelt. Zuwendungen Dritter mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten; sofern nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen (Investitionsförderung) von staatlichen Stellen gewährt. Bei Zuwendungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht, erfolgt die Aktivierung des Anspruchs auf die Zuwendung, wenn das Unternehmen am Bilanzstichtag die sachlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendung erfüllt hat und zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der erforderliche Antrag gestellt ist oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestellt werden wird.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden als laufender Aufwand gebucht. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Für Zugänge aus Zeiträumen vor dem 1. Januar 2010 erfolgte die handelsrechtliche Abschreibung bei den beweglichen Wirtschaftsgütern degressiv, sofern die Steuergesetzgebung degressive Abschreibungen erlaubte. Für diese Vermögensgegenstände werden die niedrigeren Wertansätze in Andwendung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB fortgeführt. Wenn eine Wertminderung von Dauer ist, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungswerten, gegebenenfalls bei dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Zinslose oder niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen werden abgezinst.

Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederherstellungskosten oder realisierbaren Preisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgt durch Ableitung der Ist-Herstellungskosten aus den Standardkosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens und Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie der betrieblichen Altersversorgung. Die Wiederherstellungskosten werden unter der Annahme einer Normalauslastung der Produktionsanlagen ermittelt; bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Wert bilanziert. Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Disagios werden passivisch abgegrenzt.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel zweckgebunden angelegt und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung dieser Mittel erfolgt ab dem 1. Januar 2010 zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der Wert der angelegten Mittel den Wert der Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Wertaufholungen im Bereich des Anlage- und Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.

Latente Steuern werden ab den 1. Januar 2010 für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten berechnet. Die Unterschiede aus den Bilanzpositionen der Siltronic AG, werden bei der Obergesellschaft des Organkreises, der Wacker Chemie AG berücksichtigt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten (modifzierte Richttafeln 1998 von Prof. Dr. Heubeck, sowie sie von der Pensionskasse der Wacker Chemie AG herangezogen werden) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Erwartete zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung der Verpflichtung berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich aus dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (gemäß § 253 Abs. 2 HGB).

Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Dazu fließen zukünftige Preis- und Kostensteigerungen, sofern genügend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen, mit ein. Alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie dafür abgeschlossene Sicherungsgeschäfte, wie Devisentermingeschäfte und andere Währungsderivate, werden nach der Methode der eingeschränkten Festwertbilanzierung bilanziert. Hierbei werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Devisenkassamittelkursen und die Sicherungsgeschäfte mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet.

Zur Sicherung von Währungsrisiken werden Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Dies führt bei bestehendem Sicherungszusammenhang zur Bildung einer Bewertungseinheit zwischen den Forderungen und Verbindlichkeiten und den dafür abgeschlossenen Sicherungsgeschäften. Die Wacker Chemie AG deckt Risiken einzelner Grundgeschäfte ab (Mikro-Hedges), die sich aus hochwahrscheinlich erwarteten Fremdwährungstransaktionen ergeben.

Bei hoher Effektivität einer Sicherungsbeziehung erfolgt die Behandlung der sich ausgleichenden gegenläufigen Wert- oder Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft innerhalb der Bewertungseinheit nach der sog. Einfrierungsmethode, d.h. durch Beibehaltung der ursprünglichen Wertansätze aus der Ersterfassung der Forderung oder Verbindlichkeit. Soweit sich positive und negative Wert- oder Zahlungsstromänderungen ausgleichen, werden sie nicht berücksichtigt.

Soweit sich positive und negative Wert- oder Zahlungsstromänderungen pro Bewertungseinheit nicht ausgleichen, werden für Verlustüberhänge Drohverlustrückstellungen gebildet. Per Saldo verbleibende Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit es sich bei den Grundgeschäften um Forderungen oder Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr handelt. Gewinn- und Verlustüberhänge werden je Währung miteinander verrechnet.

Geldbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3 Umsatzerlöse

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REGIONEN Umsatzerlöse (Sitz der Kunden)
2011 2010
--- --- ---
Deutschland 66,8 70,8
Übriges Europa 120,7 129,3
Amerika 141,4 134,9
Asien 537,0 548,7
Übrige Regionen 20,4 26,4
886,3 910,1

Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Leistungsverrechnungen und aus Verkäufen von Zwischenprodukten an verbundene Unternehmen.

4 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden insbesondere Erträge aus Kursgewinnen, Konzernverrechnungen, der Auflösung von Rückstellungen, Veräußerungsgewinne, Zuschüsse und Zulagen, Versicherungsentschädigungen sowie Erlöse aus Nebengeschäften ausgewiesen.

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2011 2010
Erträge aus Währungsgeschäften (Kursgewinne) 91,4 81,7
Erträge aus Konzernverrechnungen 5,8 0,0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1) 2,9 1,2
Subventionen / Zuschüsse 1,5 2,3
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 1) 1,1 8,1
Erträge aus Anlagenabgang 1) 0,4 0,3
Versicherungserstattungen 0,3 0,1
Übrige betriebliche Erträge 0,7 0,4
104,1 94,1

1) periodenfremde Erträge

5 Materialaufwand

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2011 2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -542,9 -564,7
Aufwendungen für bezogene Leistungen -0,3 -0,2
-543,2 -564,9

6 Personalaufwand

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2011 2010
Löhne, Gehälter (incl. Aufwendungen für Altersteilzeit) -162,3 -170,7
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung -28,8 -28,9
Aufwendungen für Altersversorgung -15,1 -11,0
-206,2 -210,6

Soziale Abgaben enthalten insbesondere die Arbeitgeberanteile von Sozialversicherungsbeiträgen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten die Zuführung zu Pensionsrückstellungen sowie die Aufwendungen für die Dotierung der externen Pensionskasse der Wacker Chemie VVaG, München. Im Geschäftsjahr 2011 wurden die Sterbetafeln zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen angepasst. Daraus ergab sich ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von 3,3 Mio. EUR.

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der langfristigen Personal- und sonstigen Rückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, werden im Zinsergebnis erfasst.

7 Abschreibungen

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2011 2010
Planmäßige Abschreibungen -71,8 -70,8
Außerplanmäßige Abschreibungen 0,0 -0,3
-71,8 -71,1

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres in Höhe von 0,3 Mio. Euro betrafen in voller Höhe Gegenstände des Sachanlagevermögens.

8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Reparatur-/Instandhaltungskosten, Fremdleistungen sowie Verrechnungen für Infrastruktur- und Dienstleistungen, welche von der Wacker Chemie AG bezogen werden, Kursverluste, Frachten, Provisionen, Pachten und Mieten.

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2011 2010
Reparaturen, Instandhaltung, Fremdleistungen -78,6 -83,6
Aufwendungen aus Währungsgeschäften -55,9 -104,0
Vertriebskosten (Frachten, Provisionen) -22,3 -20,5
Pachten und Mieten -2,2 -1,8
Aufwendungen aus Anlagenabgang 1) 0,0 -0,4
Übrige betriebliche Aufwendungen -31,1 -26,0
-190,1 -236,3
Sonstige Steuern -0,2 -0,3
-190,3 -236,6

1) periodenfremde Aufwendungen

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Gebühren und Beiträge, externe Forschungskosten, Beratungskosten, Reisekosten, Patente und Lizenzen sowie Aufwendungen für soziale Einrichungen und sonstige personalbezogene Kosten enthalten.

Die sonstigen Steuern betreffen im Wesentlichen vermögensabhängige Steuern.

9 Zinsergebnis

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2011 2010
Zinsergebnis
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2,8 2,6
davon verbundene Unternehmen (2,7) (2,6)
Aufwendungen aus der Abzinsung von Forderungen und der Auf- zinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten -5,0 -5,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1,4 -0,9
davon verbundene Unternehmen (-1,3) (-0,9)
-3,6 -4,2

Die Aufwendungen aus der Ab- und Aufzinsung resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen (3,6 Mio. Euro) und anderen langfristigen Personal- und sonstigen Rückstellungen (1,4 Mio. Euro). Der darin enthaltene Aufwand aus Rückstellungen für Altersteilzeit beträgt 1,0 Mio. Euro und setzt sich zusammen aus der Verrechnung des Aufwands aus Aufzinsung des Erfüllungsbetrags (1,1 Mio. Euro) und den Erträgen aus Deckungsvermögen (0,1 Mio. Euro).

10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Körperschaftsteuerguthaben, Betriebsstättensteuern sowie Steuern aus Vorjahren.

11 Erträge aus Verlustübernahme

Mit Wirkung zum 1.1.2009 wurde mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.

Im Geschäftsjahr wurden Verluste in Höhe von 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 93,1 Mio. Euro) von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH übernommen.

12 Immaterielle Vermögensgegenstände

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Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2011 12,9
Zugänge 0,6
Abgänge -0,1
Umbuchungen 0,6
Endstand 31.12.2011 14,0
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2011 11,6
Zugänge 1,1
Abgänge -0,1
Umbuchungen 0,0
Endstand 31.12.2011 12,6
Bilanzwert 31.12.2011 1,4
Bilanzwert 31.12.2010 1,3

13 Sachanlagen

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Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Anfangsstand 01.01.2011 214,0 1.302,2 108,7 22,7 1.647,6
Zugänge 0,8 32,9 1,8 44,6 80,1
Abgänge 0,0 -10,9 -3,6 0,0 -14,5
Umbuchungen 1,2 17,4 0,8 -20,0 -0,6
Endstand 31.12.2011 216,0 1.341,6 107,7 47,3 1.712,6
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2011 131,5 1.063,2 98,6 0,0 1.293,3
Zugänge 6,4 60,4 3,9 0,0 70,7
Abgänge 0,0 -10,8 -3,6 0,0 -14,4
Umbuchungen 0,1 0,0 -0,1 0,0 0,0
Endstand 31.12.2011 138,0 1.112,8 98,8 0,0 1.349,6
Bilanzwert 31.12.2011 78,0 228,8 8,9 47,3 363,0
Bilanzwert 31.12.2010 82,5 239,0 10,1 22,7 354,3

14 Finanzanlagen

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Anteile an verbundenen Unternehmen
Anschaffungskosten
Anfangsstand 01.01.2011 223,3
Zugänge 0,0
Abgänge 0,0
Umbuchungen 0,0
Endstand 31.12.2011 223,3
Abschreibungen
Anfangsstand 01.01.2011 0,0
Zugänge 0,0
Abgänge 0,0
Zuschreibungen 0,0
Umbuchungen 0,0
Endstand 31.12.2011 0,0
Bilanzwert 31.12.2011 223,3
Bilanzwert 31.12.2010 223,3

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Siltronic AG ist Bestandteil des Anhangs (siehe Ziffer 30).

15 Vorräte

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2011 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22,2 20,2
Erzeugnisse, Waren 50,9 40,7
73,1 60,9

16 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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2011 2010
Gesamt davon Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt davon Restlaufzeit über 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58,1 0,0 77,2 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 358,7 0,0 457,9 72,9
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5,1 0,0 3,4 0,0
Sonstige Vermögensgegenstände 19,6 0,4 15,0 0,6
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 383,4 0,4 476,3 73,5
441,5 0,4 553,5 73,5

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 50,1 Mio. Euro (Vorjahr 67,2 Mio. Euro) auch Finanzforderungen sowie Forderungen aufgrund von Ergebnisübernahmen gegenüber der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH in Höhe von 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: 93,1 Mio. Euro).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende größere Einzelposten ausgewiesen: geleistete Anzahlungen an Pensionskasse (8,8 Mio. Euro), Ansprüche aus Investitionsförderungsmaßnahmen (6,4 Mio. Euro), Forderungen aus Devisentermingeschäften (2,7 Mio. Euro) sowie Forderungen an Steuerbehörden (0,5 Mio. Euro).

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen langfristigen Teile betreffen körperschaftsteuerrechtliche Guthaben, welche seit dem Jahr 2008 in 10 gleichen Jahresraten zurückgezahlt werden. Aufgrund der langen Laufzeit sind diese unverzinslichen Forderungen abgezinst.

17 Wertpapiere

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2011 2010
Beteiligungen an Fonds (Altersteilzeit) 1) 0,6 1,5
Insgesamt 0,6 1,5

1) Diese Wertpapiere werden zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen gehalten; sie sind an die jeweiligen Mitarbeiter verpfändet.

Zweckgebundene und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogene Wertpapiere zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen werden, soweit die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind, mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet.

18 Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen gezahlte Service- und Wartungskosten, sowie Lohnbestandteile erfasst, soweit diese zukünftige Geschäftsjahre betreffen.

19 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital besteht aus 50.000.000 Stückaktien.

Ferner ist das Grundkapital um bis zu 50,0 Mio. Euro eingeteilt in bis zu 25.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).

Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich in vollem Umfang um andere Gewinnrücklagen.

Zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen sind Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt angelegt worden. Diese sind unter Anwendung von § 253 Abs. 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum Abschlussstichtag beläuft sich dieser auf 13,5 Mio. EUR und liegt um 0,3 Mio. Euro über den Anschaffungskosten. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag von 0,3 Mio. Euro (§ 268 Abs. 8 HGB) stehen freiverfügbare Gewinnrücklagen von 8,5 Mio. Euro gegenüber. Eine Ausschüttungssperre bezogen auf den Bilanzgewinn von 269,5 Mio. Euro besteht somit nicht.

20 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Der Wertansatz ist versicherungsmathematisch nach der sog. Projected Unit Credit Method errechnet. Dabei werden jährliche Entgeltanpassungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) sowie Rentenanpassungen für die Grund- und Zusatzversorgung von 2,00 % (Vorjahr 2,00 %) und für die Gehaltsumwandlung von 1,00 % bis 2,50 % (Vorjahr 1,00 % bis 2,50 %) berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2011 zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich auf 5,14 % (Vorjahr 5,15 %).

Für die Ermittlung der Rückstellung werden die von der Bafin genehmigten, modifizierten Richttafeln der Pensionskasse der Wacker Chemie AG zugrunde gelegt.

Von den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entfallen 52,4 Mio. EUR (Vorjahr: 49,3 Mio. EUR) auf Verpflichtungen gegenüber Anwärternund 24,0 Mio. EUR (Vorjahr: 19,3 Mio. EUR) auf Verpflichtungen gegenüber Pensionären.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen resultiert ein Zinsaufwand in Höhe von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR), der im Zinsergebnis ausgewiesen wird.

21 Andere Rückstellungen

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2011 2010
Steuerrückstellungen 6,9 11,4
Sonstige Rückstellungen 51,7 62,8
58,6 74,2

Die Steuerrückstellungen enthalten vor allem Beträge für regelmäßige Steuerprüfungen.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Personalverpflichtungen (in Höhe von insgesamt 34,2 Mio. Euro; Vorjahr: 46,3 Mio. Euro), die aus Altersteilzeit, Erfolgsbeteiligung, Jubiläum, Lebensarbeitszeitkonten, sowie nicht genommenem Urlaub und geleisteter Mehrarbeit resultieren.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Drohverluste, Schadenersatzleistungen, Gewährleistung, ausstehende Rechnungen sowie Rabatte.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 15,1 Mio. Euro umfassen ratierlich zugeführte Aufwendungen für Lohn- / Gehaltszahlungen und Sozialabgaben an Mitarbeiter in der Freistellungsphase (Erfüllungsrückstand) sowie Aufstockungsbeträge und Abfindungen in voller Höhe. Die Rückstellung berücksichtigt alle zum Jahresende anspruchsberechtigten Mitarbeiter bis zu der durch das Gesetz festgelegten Höchstgrenze. Sofern darüber hinaus Altersteilzeitverpflichtungen eingegangen wurden, sind diese ebenfalls in die Rückstellung einbezogen.

Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung zum 31. Dezember 2011 belief sich auf 28,6 Mio. Euro.

Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Dabei werden jährliche Entgeltanpassungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) und Rentenanpassungen von 1,00 % bis 2,50 % (Vorjahr 1,00 % bis 2,50 %) berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2011 zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich auf 4,09 % (Vorjahr 4,07 %). Der zur Ermittlung der Rückstellung abgezogene beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens belief sich zum Bilanzstichtag auf 13,5 Mio. Euro. Die ursprünglichen Anschaffungskosten des angelegten Vermögens betrugen 13,2 Mio. Euro.

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2011 2010
Erfüllungsbetrag 28,6 29,5
Deckungsvermögen 13,5 9,9
Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtung 15,1 19,6

22 Finanzverbindlichkeiten

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2011 Gesamt davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 2010 Gesamt davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,5 0,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151,3 151,3 197,1 197,1
151,8 151,8 197,1 197,1

Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Übrige Verbindlichkeiten

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2011 Gesamt davon bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 2010 Gesamt davon bis 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21,6 21,6 0,0 27,6 27,6 0,0
Verbindlichkeiten gegen- über verbundenen Unter- nehmen 45,3 45,3 0,0 89,9 89,9 0,0
Verbindlichkeiten gegen- über Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs- verhältnis besteht 2,8 2,8 0,0 1,2 1,2 0,0
Verbindlichkeiten aus Steuern 3,9 3,9 0,0 2,5 2,5 0,0
Verbindlichkeiten im Rah- men der sozialen Sicherheit 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,0
Erhaltene Anzahlungen 23,0 8,0 0,0 13,0 6,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 2,7 2,6 0,0 3,2 3,2 0,0
Übrige Verbindlichkeiten 77,7 62,6 0,0 110,3 103,3 0,0

24 Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter

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Anzahl Mitarbeiter 2011 2010
Gemeinkostenpersonal 966 1.031
Produktiv-gewerblich 2.211 2.164
3.177 3.195

25 Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse der Siltronic AG. Im Vorjahr hatte die Siltronic AG für die Einhaltung von Abnahmeverpflichtungen von Tochtergesellschaften in Höhe von 10,7 Mio. Euro garantiert.

26 Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Prüferhonorare

Die nachfolgend dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Nominalwerte.

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2011 2010
Bestellobligo Investitionsvorhaben 84,9 25,3
Bestellobligo im Rahmen von Abnahmeverträgen gegenüber Dritten 2,3 0,0

Im Rahmen von langfristigen Abnahmeverpflichtungen von jährlich rund 26 Mio. Euro sichert die Siltronic AG die Auslastung des Joint Venture Unternehmens in Singapur.

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2011 2010
Honoraraufwand für den Abschlussprüfer
Abschlussprüfungsleistungen 0,2 0,3
andere Bestätigungsleistungen 0,0 0,0
0,2 0,3

27 Derivative Finanzinstrumente

Zur Sicherung von Währungspositionen aus dem operativen Geschäft werden Devisentermingeschäfte und Devisenswaps eingesetzt. Devisenoptionen und Zinsderivate wurden im Berichtsjahr nicht abgeschlossen. Die Absicherung dient dem Ziel, die Volatilität des Ergebnisses und des Zahlungsmitteleingangs, soweit sie auf Wechselkurs- und Zinssatzänderungen beruhen, zu reduzieren. Der Einsatz solcher derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen internen Richtlinien.

Im Geschäftsjahr wurden Derivate in folgendem Umfang abgeschlossen:

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Währungsderivate
31.12.2011 31.12.2010
--- --- ---
Nominalwerte 816,0 1.034,6
Marktwerte -1,8 11,5
Kreditrisiko 11,1 23,9

Die abgeschlossenen Währungsderivate haben Laufzeiten von maximal 31 Monaten.

Die Nominalwerte sind die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufsbeträge.

Die Marktwerte beziehen sich auf die Auflösungsbeträge (Rückkaufswert) der Finanzderivate zum Bilanzstichtag. Sie werden auf der Basis quotierter Preise oder mit Hilfe von standardisierten Verfahren ermittelt. Eventuell gegenläufige Wertentwicklungen aus dem Grundgeschäft bleiben unberücksichtigt.

Das angegebene Volumen des Kreditrisikos ist die Summe nur der positiven Marktwerte der Derivate. Inhalt des Kreditrisikos ist die Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Die Geschäfte werden deshalb nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung von den am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Dabei werden Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet. Diese richten sich nach den Kassakursen unter Beachtung von Terminauf- und -abschlägen.

Einen wesentlichen Umfang der Sicherungsmaßnahmen stellt die Abdeckung der Währungsrisiken aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus ausgereichten und empfangenen Darlehen an bzw. von verbundenen Unternehmen dar. Zur Abdeckung der Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte und -swaps im Nominalvolumen von 128,3 Mio. Euro (Vorjahr 218,2 Mio. Euro) abgeschlossen, die sich gegenläufig zum Grundgeschäft verhalten. Dabei werden gleichartige Grundgeschäfte zu Portfolien zusammengefasst. Der positive beizulegende Zeitwert dieser Geschäfte betrug 1,0 Mio. Euro (Vorjahr 1,2 Mio. Euro). Der negative beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften belief sich auf -1,3 Mio. Euro (Vorjahr -2,9 Mio. Euro) und wurde als Drohverlustrückstellung erfasst. Diese Geschäfte werden im Jahr 2012 fällig.

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte in Fremdwährung bestanden Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 687,7 Mio. Euro (Vorjahr 816,4 Mio. Euro). Zu den erwarteten Geschäften gehören noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung. Der beizulegende Zeitwert dieser Geschäfte belief sich auf -1,5 Mio. Euro (Vorjahr 13,2 Mio. Euro). Ihnen standen Geschäfte mit einem gegenläufigen beizulegenden Zeitwert in gleicher Höhe gegenüber.

Die Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird bei der Siltronic AG nach der Dollar-Offset-Methode, bei der die Veränderung der Fair Values von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft gegenübergestellt werden, vorgenommen.

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2011 2010
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Prämienaufwendungen für am Stichtag offene Fremdwährungsoptionen / Forderungen aus geschlossenen Geschäften 2,7 1,9
Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus geschlossenen Geschäften 1,1 1,4
Sonstige Rückstellungen für noch offene Derivat-Geschäfte 1,3 5,0

28 Organe der Siltronic AG

Aufsichtsrat (Stand 31.12.2011)

Dr. Rudolf Staudigl

Vorsitzender München

President & Chief Executive Officer

Wacker Chemie AG

Walter Ortner *

stv. Vorsitzender Simbach

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Siltronic AG

Dr. Franz Richter

Eichenau

President & CEO

Thin Materials AG

Maximilian Baumgartner *

Marktl

Leiter Fab Productivity Management

Siltronic AG

Dr. Joachim Rauhut

München

Member of the Executive Board & Chief Financial Officer

Wacker Chemie AG

Harald Sikorski

(ab 1. Juni 2011) München

District Manager Altötting

IG BCE

Dr. Willi Kleine

Burghausen

Leiter Werk Burghausen

Wacker Chemie AG

Andrea Pichottka *

Bad Münder

Vorstandssekretärin

IG BCE

Johann Hautz *

Burghausen

stv. Betriebratsvorsitzender

Siltronic AG

Karin Gottschalk *

Brand Erbisdorf / OT St. Michaelis

Betriebsratsvorsitzende

stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzende

Siltronic AG

Dr. Hermann Gerlinger

(ab 4. März 2011) Aalen

Member of the Executive Board

Carl Zeiss AG

Dr. Wilhelm Sittenthaler

München

Member of the Executive Board

Wacker Chemie AG

Im Geschäftsjahr 2011 ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder:

Dr. Michael Kaschke

(bis 4. März 2011)

Oberkochen

Mitglied des Vorstandes Carl Zeiss AG

Konzernfinanzierung/Controlling/Treasury

Uwe Fritz *

(bis 31. Mai 2011)

Julbach Bezirksleiter

IG BCE

* Arbeitnehmervertreter

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen 0,2 Mio Euro. (frühere Mitglieder: 0 Mio Euro).

Vorstand (Stand 31.12.2011)

Dr. Christoph von Plotho

President & Chief Executive Officer

Dr. Tobias Ohler

Executive Vice President & Chief Financial Officer

Paul Lindblad

Executive Vice President & Chief Commercial Officer

Dr. Gerhard Brehm

(bis 31. März 2011)

Executive Vice President & Chief Technology Officer

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 1,6 Mio Euro. (frühere Mitglieder: 0,1 Mio Euro)

Die für ehemalige Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 4,1 Mio. Euro. (Vorjahr 2,4 Mio. Euro).

29 Erstmalige Anwendung der BilMoG-Bestimmungen

In erstmaliger Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen ergaben sich Anpassungen auf den 1. Januar 2010. Insgesamt führte im Vorjahr die erstmalige Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen zu einem außerordentlichen Verlust von 17,3 Mio. Euro.

30 Aufstellung des Anteilsbesitzes

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(Stand 31.12.2011) Eigenkapital und Jahresergebnis lt. IFRS in Euro

TEUR
2011 Eigenkapital 2011 Jahresergebnis 2011 Kapitalanteil

in %
Verbundene Unternehmen
Siltronic Corp. Delaware, USA1 56.612 16.452 100,00
Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur1 3.831 3.688 100,00
Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande2 416.074 -50.870 100,00
Wacker-Chemie Erste Venture GmbH, München1 80 0 100,00
Wacker-Chemie Beteiligungsfinanzierungs GmbH, München1 30 0 100,00
Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur1 103.856 25.363 100,00
Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan1 -38.106 -58.266 100,00
Gemeinschaftsunternehmen
Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd., Singapur1 89.784 -48.864 50,00

1 indirekt gehaltene Beteiligung

2 direkt gehaltene Beteiligung

31 Angaben zum Mutterunternehmen

Die Aktien der Siltronic AG gehören zu 90 % der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, und zu 10 % der Wacker Chemie AG, München. Die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, ist ihrerseits ein 100 %iges Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, München.

Unser Jahresabschluss sowie die Jahresabschlüsse unserer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Wacker Chemie AG, München, einbezogen. Die Siltronic AG ist deshalb nach § 291 Abs. 2 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.

Der Konzernabschluss des Wacker Chemie AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

München, den 17. Februar 2012

**Siltronic AG,

München**

Dr. Christoph von Plotho

Paul Lindblad

Dr. Tobias Ohler

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

der Siltronic AG, München

1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Das Unternehmen und seine Organisation

Die Siltronic-Gruppe ist einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilicium und Partner vieler führender Chiphersteller. Siltronic entwickelt und produziert Siliciumwafer mit Durchmessern bis zu 300 mm an Standorten in Deutschland, Asien und den USA. Siliciumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik, zum Beispiel für Computer, Mobiltelefone, Internet-Geräte, DVD- bzw. Blue Ray-Player, Flachbildschirme, Navigationssysteme oder Auto- und Flugzeugsteuerungen.

Die Muttergesellschaft der Gruppe ist die Siltronic AG, die direkt oder indirekt alle Anteile an den in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Der Konzern steht unter der Leitung des Vorstands der Siltronic AG. Die Siltronic AG hat ihren Sitz in München und Betriebsstätten in Burghausen, Freiberg, Hsinchu/Taiwan und Singapur.

Aufgrund der für die Halbleiterbranche typischen Entwicklung ist die Organisation des Konzerns stark regional ausgerichtet, und zwar auf die Regionen Nordamerika, Europa, Japan und restliches Asien.

Entwicklung der Branche und Auswirkung bei Siltronic

Die Erwartungen für ein weiteres Wachstum auf dem Halbleitermarkt haben sich im Jahr 2011 nicht erfüllt. Die ursprüngliche Annahme, dass der Markt um 4,2 Prozent wächst, hat das Marktforschungsinstitut Gartner im Lauf des Jahres zurückgenommen. Vor allem im zweiten Halbjahr 2011 hat sich die Nachfrage nach konsumnahen Elektronikprodukten wie Mobiltelefonen und Computern abgeschwächt.

Insgesamt rechnen die Branchenexperten von Gartner für das Jahr 2011 mit einem Umsatzrückgang von 1,9 Prozent auf rund 10,3 Mrd. USD. Die Nachfrage nach Siliciumwafern wird auf rund 60.923 Mio. cm2 beziffert. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 Prozent. Wesentliche Lieferengpässe, die auf Grund des Erdbebens in Japan prognostiziert wurden, traten nur kurzfristig auf. Die weltweite Nachfrage nach 300 mm-Wafern stieg um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage nach Wafern kleiner 300 mm ging um rund 14 Prozent zurück.

Insgesamt blieb der Marktanteil von Siltronic bei etwa 15 Prozent.

2 Ertragslage

Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

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in Mio. EUR 2011 2010 Veränderung
Umsatzerlöse 886,3 910,1 -3 %
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 11,0 8,9 24 %
Sonstige betriebliche Erträge 104,1 94,1 11 %
Betriebsleistung 1.001,4 1.013,1 -1 %
Materialaufwand -543,2 -564,9 -4 %
Personalaufwand -206,2 -210,6 -2 %
Abschreibungen -71,8 -71,1 1 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -190,3 -236,6 -20 %
EBIT 1 -10,1 -70,1 86 %
EBITDA 61,7 1,0 > 100%
Zinsergebnis -3,6 -4,2 -14 %
Außerordentliches Ergebnis 0,0 -17,3
Ertragsteuern -0,7 -1,5
Erträge aus Verlustübernahme 14,4 93,1
Jahresüberschuss 0,0 0,0

Die für das Gesamtjahr 2011 unbefriedigende Marktnachfrage scheint sich auf den ersten Blick nicht auf die Ertragslage der Siltronic AG niedergeschlagen zu haben, da EBIT und EBITDA jeweils 60 Mio. EUR über dem Vorjahr lagen. Diese Verbesserung ist aber fast ausschließlich auf höhere Wechselkursgewinne und niedrigere Wechselkursverluste zurückzuführen. Damit hat Siltronic den Plan, das operative Ergebnis des Vorjahrs signifikant zu verbessern, nicht erreicht.

1 Bei der Steuerung der Ertragslage spielen im Konzern die Kennzahlen EBIT und EBITDA eine besondere Rolle.

Zwar hat Siltronic vor dem Hintergrund des schweren Erdbebens in Japan im März 2011, als mehrere Wettbewerber erhebliche Lieferprobleme bei 300 mm-Wafern hatten, durch eine stark gestiegene Nachfrage und Auslastung wirtschaftlich profitiert, aber nur für einen kurzen Zeitraum. Auf den Nachfrageüberhang folgte ein sehr ausgeprägter Nachfragerückgang, der die nach dem Beben erzielten wirtschaftlichen Vorteile kompensiert hat. Der starke Nachfragerückgang war dadurch verursacht, dass sich die Kunden überbevorratet hatten.

Die folgenden Absätze kommentieren die Gewinn- und Verlustrechnung für das Gesamtjahr 2011.

Da der negative Effekt von niedrigeren EUR-Durchschnittspreisen den positiven Effekt, der sich aus leicht gestiegenen Mengen ergab, knapp überkompensiert hat, ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 23,8 Mio. EUR bzw. 3 % gesunken. Der rückläufige Umsatz erklärt auch die um 1 % geringere Betriebsleistung.

Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass sich im Berichtsjahr keine nennenswerte Verschiebung ergeben hat. Im Einzelnen haben sich die Umsatzerlöse nach Regionen wie folgt verteilt:

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2011 2010
Asien 61 % 60 %
Europa 21 % 22 %
Nord-/Südamerika 16 % 15 %
Rest 2 % 3 %

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in 2011 einerseits um 9,7 Mio. EUR höhere Wechselkursgewinne als im Vorjahr (die Wechselkursgewinne stehen im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit den Marktwerten von Sicherungsgeschäften und resultieren aus USD und JPY) sowie einer periodenfremden Erstattung für Konzernumlagen in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Andererseits sind die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen im Vorjahr um 7,0 Mio. EUR höher ausgefallen. Dies erklärt, warum die sonstigen betrieblichen Erträge insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 11 % bzw. 10,0 Mio. EUR gestiegen sind.

Die Materialaufwandsquote, das heißt der Materialaufwand bezogen auf die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen, lag bei 61 % und hat sich damit nicht nennenswert gegenüber dem Vorjahr verändert (2010: 62 %). Die Personalaufwandsquote, die bei 23 % lag, ist auf dem Vorjahresniveau geblieben (auch die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter hat sich nur geringfügig verändert, nämlich um minus 1 %).

Die leichte Erhöhung bei den Abschreibungen ist auf die höheren Investitionen des Berichtsjahres zurückzuführen.

Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus niedrigeren Wechselkursverlusten. Die Wechselkursverluste haben um 48,1 Mio. EUR abgenommen und der Gesamtposten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 46,3 Mio. EUR, was einer Minderung um 20% entspricht.

Das EBIT, also das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 60,0 Mio. EUR auf -10,1 Mio. EUR verbessert. Die EBIT-Marge, das heißt das Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen, betrug minus 1 % nach minus 8 % im Vorjahr.

Das EBITDA, also das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, belief sich in 2011 auf 61,7 Mio. EUR, was einer Verbesserung um 60,7 Mio. EUR entspricht. Die EBITDA-Marge stieg von 0,1 % auf 7,0 %.

Der ausgewiesene Steueraufwand resultiert aus Steuern für Betriebsstätten.

Aufgrund eines mit Wirkung zum 1. Januar 2009 zwischen der Siltronic AG und der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Verlust in Höhe von 14,4 Mio. EUR von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ausgeglichen.

3 Vermögenslage

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Aktiva (in Mio. EUR) Dez 2011 Dez 2010
Anlagevermögen
Immaterielles Vermögen 1 1
Sachanlagen 363 355
Finanzanlagen 223 223
587 579
Umlaufvermögen
Vorräte 73 61
Forderungen LuL Dritte 58 77
Forderungen gegen verb.
und ass. Unternehmen 364 462
Andere Vermögensgegen- stände 21 17
Liquide Mittel 1 0
517 617
Bilanzsumme 1.104 1.196

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Passiva (in Mio. EUR) Dez 2011 Dez 2010
Eigenkapital 718 718
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen 76 69
Übrige Rückstellungen 59 74
135 143
Verbindlichkeiten
- aus LuL mit Dritten 22 28
- gegenüber verbundenen Unternehmen 197 287
Andere Verbindlichkeiten 32 20
251 335
Bilanzsumme 1.104 1.196

Der mit 53 % aller Vermögensgegenstände bedeutendste Posten, das Anlagevermögen (Vorjahr: 48 %), liegt 8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist, dass in 2011 die Investitionen in Sachanlagen über den planmäßigen Abschreibungen lagen.

Die Vorräte haben sich um 12 Mio. EUR erhöht, was auf gestiegene selbst hergestellte Erzeugnisse zurückzuführen ist.

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte liegt um 25 % unter dem Bilanzwert des Vorjahres, weil der Umsatz im Schlussquartal 2011 mit einem vergleichbaren Prozentsatz unter dem Umsatz des Schlussquartals 2010 lag.

Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene und assoziierte Unternehmen von insgesamt 98 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus erheblich gesunkenen Forderungen aufgrund Verlustübernahme gegen die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH.

Da das negative Jahresergebnis aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages übernommen wurde, hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Finanzierung der Vermögenswerte erfolgt zum Bilanzstichtag zu 65 % aus Eigenkapital (Vorjahr: 60 %) und zu 35 % aus Fremdkapital (Vorjahr: 40 %). Die Zunahme der Eigenkapitalquote ergibt sich ausschließlich aus der um 92 Mio. EUR kleineren Bilanzsumme.

Die Minderung der übrigen Rückstellungen um 15 Mio. EUR ist insbesondere auf rückläufige Rückstellungen für Altersteilzeit, Lebensarbeitszeit und Steuern zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 90 Mio. EUR gesunken. Der Rückgang entfällt je zur Hälfte auf Liefer-/Leistungsbeziehungen und auf Finanzverrechnungskonten.

Die Siltronic AG hat ihren Kapitalbedarf für Investitionen in 2011 aus dem Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit sowie der Einzahlung aufgrund von Verlustübernahme für das Jahr 2010 gedeckt.

4 Finanzlage

Das Ziel des Finanzmanagements in der Siltronic-Gruppe ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet. Außerbilanzielle Finanzierungsquellen werden nur in vernachlässigbarem Umfang eingesetzt.

Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang auch an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Da die Steuerung der Finanzlage aus Konzernsicht erfolgt, wird nachfolgend auf die Finanzlage der Siltronic-Gruppe abgestellt, sofern nicht anders vermerkt.

Die Fremdkapitalquote beträgt in dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zum Bilanzstichtag 27 % (Siltronic AG im handelsrechtlichen Einzelabschluss: 35 %), das Nettofinanzvermögen (im Cash Pooling angelegtes und sonstiges Finanzvermögen abzüglich Finanzverbindlichkeiten) beläuft sich auf 299 Mio. EUR nach 237 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Bei der Berechnung des Nettofinanzvermögens wurde die Forderung aus der Verlustübernahme in Höhe von 14 Mio. EUR nicht berücksichtigt. Die Siltronic AG weist im handelsrechtlichen Einzelabschluss ein Nettofinanzvermögen von 144 Mio. EUR (im Vorjahr Nettofinanzvermögen von 101 Mio. EUR) aus, wobei auch hier die Forderung aus der Verlustübernahme in Höhe von 14 Mio. EUR nicht berücksichtigt ist.

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Konzern im abgelaufenen Jahr 93 Mio. EUR nach 59 Mio. EUR im Vorjahr (Siltronic AG: 16 Mio. EUR nach 6 Mio. EUR im Vorjahr).

Die Auszahlungen für Investitionen (reduziert um Einzahlungen aus Investitionsförderung) haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 124 Mio. EUR betragen nach 77 Mio. EUR im Vorjahr (die Investitionen betrafen vor allem die Siltronic AG). In den Auszahlungen von 2011 sind 35 Mio. EUR für ein Darlehen in das Joint Venture Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. enthalten (Jahr 2010: 12 Mio. EUR). Der Auszahlungsüberschuss, der sich in 2011 ergeben hat, hat das im Cash Pooling der Wacker Chemie angelegte Finanzvermögen reduziert (die Einzahlung aufgrund Verlustübernahme für das Jahr 2010 hatte aber zur Folge, dass der Bestand des Cash Pooling zum 31. Dezember 2011 über dem Wert des Vorjahres lag).

Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen bestanden am 31. Dezember 2011 in Höhe von 85 Mio. EUR (Siltronic AG: 85 Mio. EUR) nach 26 Mio. EUR im Vorjahr (Siltronic AG: 25 Mio. EUR).

Da zum Bilanzstichtag die Eigenkapitalquote im Konzern 73 % und bei der Siltronic AG 65 % betrug und die Verlustübernahme positiv auf die Finanzlage in 2012 wirkt, ist die Finanzlage von Siltronic unkritisch. Die Ertragslage der Siltronic AG wie auch die des Konzerns ist zwar besser als im Vorjahr, aber nicht befriedigend, da weder bei der Siltronic AG noch im Konzern ein positiver EBIT erreicht wurde.

5 Produktion

Die Siltronic AG fertigt in Burghausen alle Durchmesser außer 200 mm. In Freiberg werden 300 mm-Wafer hergestellt.

Die Tochtergesellschaft in USA stellt in Portland/Oregon 200 mm-Wafer und 150 mm-Wafer her, während die Tochtergesellschaften in Singapur und in Japan 200 mm-Wafer produzieren. Im Dezember 2011 wurde beschlossen, die Produktion in Japan bis zur Mitte des Jahres 2012 einzustellen.

Das Joint Venture Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. in Singapur stellt 300 mm-Wafer her.

6 Beschaffung

Die Schwerpunkte des Jahres 2011 im Bereich Einkauf lagen auf der Gewährleistung bedarfsgerechter Versorgung mit Einsatzstoffen, vor allem im zweiten und dritten Quartal, und bei der Beschaffung von Ausrüstungsgütern. Die Maßnahmen in Folge des Erdbebens in Japan als auch der Marktabschwächung gegen Ende des Jahres erforderten

die schnelle Anpassung von Lieferverträgen und Gestaltung der internen Bestände,
die Durchsetzung von Mengenzusagen bei Schlüssellieferanten und
die Bereitschaft zu einer gesteigerten Flexibilität bei Bedarfsschwankungen.

Nicht zuletzt die bestehende Qualifikation von Zweit- und Drittlieferanten sorgte für eine verlässliche Versorgungssituation über das gesamte Jahr. Darüber hinaus lieferten stabile Lieferantenbeziehungen entscheidende Beiträge, die hohen Nachfrageschwankungen erfolgreich abzufedern.

Auf Basis der engen Zusammenarbeit mit anderen Standorten wurden bestehende Arbeitspakete zügig abgeschlossen. Vor allem die Qualifizierung neuer Lieferanten außerhalb des Euro-Währungsraumes und die Erschließung asiatischer Lieferquellen vergrößerte die Basis, von der hohen Kompetenz dieser Firmen sowohl kommerziell als auch technologisch zu profitieren.

Der Lieferantenmarkt war bemüht, die eigenen Kapazitäten auf die steigende Nachfrage aus allen Branchen anzupassen und seine Liefertreue aufrecht zu halten. Den Initiativen zur Lieferantenintegration und Qualitätsverbesserung kam eine hohe Bedeutung zu, in deren Folge an vier Lieferanten eine Lieferantenauszeichnung verliehen wurde.

7 Mitarbeiter

In einer Branche, die von starkem Wettbewerbsdruck geprägt ist, hängt der Erfolg der Siltronic-Gruppe und damit auch der Siltronic AG maßgeblich von der Kompetenz, Motivation, Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Mitarbeiter ab. Das Bestreben von Siltronic ist, ein Klima zu schaffen, in dem jeder Mitarbeiter seinen persönlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet und ihm die volle Entwicklung seines persönlichen Potenzials ermöglicht wird.

Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung ist ein Grundstein der Personalpolitik von Siltronic. Dazu gehört auch die konsequente Durchführung eines integrierten Prozesses der Führungskräfteentwicklung. Das unverzichtbare Mehr an Einsatzfreude, Innovations- und Änderungsbereitschaft lässt sich ohne entsprechende Führungsqualität nicht erreichen. Auf diese Weise wird Siltronic dem Anspruch gerecht, in Zeiten immer rascheren Wandels erfolgreich mit Veränderungen umzugehen. Die Besetzung von Schlüsselfunktionen wird hierbei durch die systematische Identifikation von Potenzialen und deren gezielte Förderung auf nationaler und internationaler Ebene sichergestellt.

Die durch die Japan-Krise kurzfristig stark angestiegene Nachfrage nach Siliciumwafern konnte durch eine hohe Flexibilität der Stammbelegschaft, Nutzung von flexiblen Arbeitszeitmodellen und den verstärkten Einsatz von Zeitarbeitnehmern begleitet werden. Diese Flexibilität wurde durch die Erhöhung des Budgets für eine leistungsorientierte Vergütung honoriert. Leider ist im Rahmen der weltweit rückläufigen Konjunktur die Nachfrage ab dem 3. Quartal stark rückläufig gewesen, was zur Einführung von Kurzarbeit an den Standorten Burghausen und Freiberg ab dem 1. November 2011 geführt hat.

Neben diesen kurzfristig notwendigen Maßnahmen wurde die Effizienz durch laufende organisatorische Maßnahmen optimiert und damit den Markterfordernissen angepasst.

Im Dezember 2011 hat der Vorstand beschlossen, den Produktionsstandort Hikari, Japan, bis zur Mitte des Jahres 2012 zu schließen. Von der Werksschließung sind rund 500 Mitarbeiter betroffen. Es ist das Ziel, den Arbeitsplatzabbau so sozialverträglich wie möglich umzusetzen, unter anderem durch Abfindungszahlungen sowie Hilfe bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen.

Zum 31. Dezember 2011 waren bei Siltronic AG 3.169 Mitarbeiter (einschließlich Siltronic-Mitarbeiter in einem befristeten Anstellungsverhältnis) beschäftigt, was eine Reduzierung um 19 Personen verglichen mit dem Vorjahresstichtag bedeutet (Vorjahr: 3.188 Mitarbeiter).

8 Forschung und Entwicklung

Als einer der globalen Technologieführer sind Forschung und Entwicklung essentiell für Siltronic. Dabei baut Siltronic auf eine langjährige enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten, Forschungsinstituten und Universitäten. Siltronic hat klar definierte Forschungsschwerpunkte, beispielsweise hinsichtlich der weiteren Optimierung des Kristallziehens bezüglich Kosten und Materialeigenschaften, der kontinuierlichen Verbesserung der defektkinetischen Kristall- und Oberflächeneigenschaften von Siliciumwafern sowie der Entwicklung neuer Produkte und Fertigungsverfahren.

Die Entwicklungsziele werden durch die Kundenerfordernisse definiert und leiten sich daher beispielsweise von der „International Technology Roadmap for Semiconductors“ (ITRS) ab, die die Design Rules der Chipindustrie und die daraus abgeleiteten Wafereigenschaften vorgibt. Darüber hinaus erschließt Siltronic im Rahmen ihrer Kernkompetenzen stets neue Produktansätze für vielversprechende neue industrielle Applikationen auf Siliciumsubstraten.

Der Trend zur weiteren Miniaturisierung von Bauelementen für Mikroprozessoren, Datenspeicher und digitale Signalprozessoren setzt sich unvermindert fort. Siltronic hat daher die Produktion von 300 mm-Wafern für die Herstellung der Chipgenerationen mit Strukturbreiten von 22 nm etabliert und die Entwicklung von Wafern für Anwendungen der 16 nm Design Rule intensiviert. Weitere Entwicklungsschwerpunkte sind die Epitaxie zunehmend auch von nicht reinen Siliciummaterialien, wie beispielsweise Silicium-Germanium und Galliumnitrid, sowie die Anpassung der defektkinetischen Eigenschaften der Siliciumsubstrate, um den steigenden Herausforderungen aufgrund geringer werdender thermischer Budgets in den Prozessen der Kunden von Siltronic Rechnung zu tragen. Zudem begleitet die Entwicklung der Siltronic Anstrengungen der Halbleiterindustrie zur Einführung der nächsten Durchmessergeneration von 450 mm und beteiligt sich an entsprechenden Förderprogrammen. Unterstützt werden diese höchst innovativen Entwicklungen von der Optimierung bestehender bzw. dem Auffinden neuer Messmethoden der Metrologie.

9 Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit

Siltronic hat sich der weltweiten Initiative Responsible Care® angeschlossen, mit der Verpflichtung, den Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie der Sicherheit von Mitarbeitern und Mitbürgern aus eigener Verantwortung kontinuierlich zu verbessern. Zusätzlich nimmt Siltronic am Global Compact teil, einer weltweiten Initiative der Vereinten Nationen mit dem Ziel, die Globalisierung so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zur Verbesserung der Lebensqualität führt.

Die hohen Anforderungen an die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Produktionsanlagen und -prozesse von Siltronic gelten für alle Standorte. An allen Produktionsstätten wurden Umwelt- sowie Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme nach der weltweit gültigen Norm ISO 14001 bzw. dem Standard OHSAS 18001 zertifiziert. An den Standorten Burghausen und Freiberg erfüllt darüber hinaus das Energiemanagementsystem die Anforderungen nach § 41 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. In einer Vielzahl von Einzelinitiativen arbeitet Siltronic ständig daran, die Sicherheit der Produktionsanlagen und -prozesse zu verbessern und den Stoff- und Energieeinsatz sowie die Emissionen und Abfallmengen zu minimieren.

Jeder einzelne Mitarbeiter des Unternehmens trägt Verantwortung für die Qualität, die Sicherheit, den Gesundheits- und Umweltschutz sowie deren ständige Verbesserung. Dazu setzt sich Siltronic regelmäßig Ziele und stellt deren Umsetzung sicher. Die Vorgehensweise beim Umweltschutz, der Sicherheit und der Gesundheit ist im integrierten Managementsystem (IMS) für Qualität, Umwelt, Sicherheit und Gesundheit beschrieben. Das IMS ist an weltweit gültigen Normen ausgerichtet, berücksichtigt die Anforderungen unserer Kunden und wird kontinuierlich weiter entwickelt, um den steigenden Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden.

10 Investitionen

Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen – im Sinne von Zugängen zum Sachanlagevermögen – betraf den Standort Freiberg. Insgesamt beliefen sich in 2011 die Investitionen auf 80 Mio. EUR nach Berücksichtigung von Fördermitteln (vor Berücksichtigung von Fördermitteln: 83 Mio. EUR). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 25 Mio. EUR netto.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit und dem im Cash-Pooling angelegten Finanzvermögen.

11 Nachtragsbericht

Es sind seit Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2011 keine wesentlichen Entwicklungen aufgetreten.

12 Risikobericht

Allgemeine Wettbewerbsrisiken

Als weltweit operierende Unternehmensgruppe, deren Kunden in der Halbleiterindustrie tätig sind, ist Siltronic einer Vielzahl spezifischer Risiken ausgesetzt, die eng mit den Entwicklungen in dieser Branche verknüpft sind. Mit zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsintensität werden die Risiken weiter steigen. Die Halbleiter- und damit auch die Waferindustrie ist durch eine besonders hohe Volatilität gekennzeichnet. Perioden starken Wachstums und deutlicher Preiserhöhungen wechseln ab mit Zeiten starker Nachfrage- und Preisrückgänge. Eng damit verknüpft ist das Risiko, ausreichende Produktionskapazitäten nicht zum richtigen Zeitpunkt des Zyklus zur Verfügung zu stellen oder die notwendigen Investitionen nicht rechtzeitig zu tätigen. Verbunden ist damit auch das Risiko, bei entsprechender Unterauslastung der Produktionsanlagen durch nicht gedeckte fixe Kosten Verluste zu erleiden. Staatliche Förderungen für Investitionsprojekte könnten aufgrund der öffentlichen Haushaltslage gestrichen werden. Da wichtige Wettbewerber an Standorten mit deutlich niedrigeren Kosten als in Deutschland produzieren, steht Siltronic unter einem starken globalen Wettbewerbsdruck.

Risikomanagementsysteme

Um die hohen Risiken und Volatilitäten des Geschäfts zu steuern, sind angemessene Risikomanagementsysteme eine wesentliche Voraussetzung für den kontinuierlichen Geschäftserfolg. Die operativen Bereiche sind im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftsverantwortung auch für das Risikomanagement zuständig. Durch umfangreiche Berichts- und Kontrollmechanismen kann Siltronic die Risiken im operativen Geschäft rechtzeitig erkennen und durch entsprechende Maßnahmen gegensteuern. Monatliche Berichte an den Vorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Einschätzung der Marktlage und die aktuellen Risikoindikatoren sollen die gegenwärtige und künftige Geschäftslage transparent machen.

Mit der Geschäftstätigkeit von Siltronic sind folgende Hauptrisiken verbunden:

Technologische Risiken

Ein Technologiekonzern wie Siltronic unterliegt immer auch einem technologischen Risiko. So könnten sich die technologischen Anforderungen der Kunden ändern, was negative Konsequenzen für den Absatz haben könnte. Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit seinen Kunden und mit intensiven Marktbeobachtungen.

Beschaffungsmarktrisiken

Siltronic ist als Unternehmen der Halbleiterindustrie dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Polysilizium, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten für die Herstellung der eigenen Produkte ausgesetzt. Aufgrund der geringen Anzahl von Anbietern für Polysilizium könnten sich künftig die Marktpreise für diesen Hauptrohstoff verteuern. Um die Rohstoffversorgung zu sichern, verfügt Siltronic über Polysilizium-Lieferverträge mit langfristigen Laufzeiten.

Weiterhin ist Siltronic als hoch spezialisiertes Technologieunternehmen abhängig von Lieferanten für Fertigungsequipment. Aufgrund der Anbietersituation ist man hier häufig auf eine Beschaffungsquelle angewiesen. Daraus ergeben sich Risiken für Verfügbarkeit und Preis des Equipments. Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisentwicklung von Siltronic frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, werden die betroffenen Märkte laufend beobachtet.

Absatzmarktrisiken

Der Großteil der Märkte, auf denen Siltronic tätig ist, wird durch intensiven Wettbewerb geprägt, der sich insbesondere auf die erzielbaren Verkaufspreise für Produkte von Siltronic auswirkt. Dies kann dazu führen, dass die Herstellungskosten nicht gedeckt werden. Schwache oder rückläufige Entwicklungen des Halbleitermarktes könnten den Absatzmarkt erheblich beeinträchtigen. Daneben könnten sich Ansprüche ergeben, wenn zugesagte Mengen aufgrund von Störungen auf der Zulieferseite oder aus anderen Gründen nicht geliefert werden können. Um diesen Absatzrisiken zu begegnen, ist es das strategische Ziel der Gesellschaft, eine noch konjunkturrobustere Wettbewerbsstellung aufzubauen und noch stabilere Kunden- und Lieferantenbindungen zu erreichen.

Vor dem Hintergrund der weltweit schwachen Wirtschaftslage besteht ein erhöhtes Risiko dafür, dass Kunden von Siltronic weniger Mengen abnehmen und Forderungsausfall droht. Siltronic berücksichtigt diese Risiken im Risikomanagementsystem, indem analysiert wird, wie sich die Endmärkte der Kunden der Siltronic entwickeln und indem die Zahlungsfähigkeit der Kunden regelmäßig bewertet wird.

Schadensrisiken

Zu den Schadensrisiken gehören Feuer-, Explosions- und Umweltrisiken, Naturkatastrophen und andere unvorhersehbare Ereignisse wie Erdbeben (besonders gefährdet sind die Standorte in Japan und in den Vereinigten Staaten) sowie Terroranschläge. Diese Szenarien können zu erheblichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage führen. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.

Produkthaftungsrisiken

Für Siltronic könnten Ansprüche von Kunden aufgrund fehlerhafter Produkte sowie Vertrauensverluste infolge von Qualitätsmängeln entstehen. Trotz des hohen Qualitätsstandards sind derartige Risiken mit dem unternehmerischen Handeln stets verbunden und können deshalb nie völlig ausgeschlossen werden. Versicherbare Risiken gegen Gewährleistungs- und Produkthaftungsschäden sind angemessen versichert. Aus Qualitätsmängeln resultierende Umsatzverluste können jedoch nicht abgesichert werden. Deshalb gilt der Sicherstellung nachhaltig hoher Qualitätsstandards besondere Aufmerksamkeit.

Personalrisiken

In der Halbleiterindustrie herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die den hohen Anforderungen von Siltronic entsprechen. Eine wesentliche Erfolgskomponente ist deshalb, auch künftig attraktiv für qualifizierte Mitarbeiter zu sein beziehungsweise diese an das Unternehmen zu binden. Darüber hinaus pflegt Siltronic intensive Kontakte zu Universitäten, Fachhochschulen und Berufsverbänden, um bei Bedarf auch künftig neue Mitarbeiter zu gewinnen. Es besteht dennoch die Gefahr, dass hoch qualifizierte Mitarbeiter von Kunden, Wettbewerbern oder anderen Technologieunternehmen abgeworben werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Siltronic-Gruppe ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen Siltronic eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte und Währungsoptionen.

Für alle zugrunde liegenden Leistungsbeziehungen (z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen) gilt, dass zur Minimierung des Ausfallrisikos in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten (z. B. Eigentumsvorbehalt) verlangt, Kreditauskünfte oder Referenzen eingeholt oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere dem Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Derivative Finanzinstrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Positionen, die aus dem operativen Geschäft entstehen, oder geplante künftige Umsätze, Geldanlagen und Finanzierungen unterlegt sind. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist Siltronic einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner (in der Regel Banken) entsteht. Dieses Risiko wird minimiert, indem Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Aus diesem Grund hält das Unternehmen das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten nicht für wesentlich. Zur Bewertung offener Positionen werden anerkannte Bewertungsverfahren verwendet.

Eine mögliche Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen (sogenanntes Kontrahentenrisiko) zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen wird im Rahmen der Geschäftszuweisung vermieden. Siltronic erachtet dieses Risiko wegen der guten Bonität der Schuldner (Bank) nicht als wesentlich.

Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente ist im Anhang zum Jahresabschluss enthalten.

Investitions- und Desinvestitionsrisiken

Aufgrund der starken Investitionstätigkeit in neue Produktionsanlagen in den vergangenen Jahren und in der Zukunft sind wir dem Risiko der Fehlinvestition ausgesetzt. Wir begegnen diesem Risiko, indem beispielsweise unsere Investitionsvorhaben laufend vor dem Hintergrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen überprüft und die Investitionen nur in Teilabschnitten freigegeben werden. Für einige der Investitionen wurden öffentliche Fördermittel gewährt, die an die Erfüllung von unterschiedlichen Bindungen für einen Bindungszeitraum gebunden sind. Eine wichtige Bedingung ist die Zahl an besetzten Arbeitsplätzen. Werden die Bedingungen nicht eingehalten, ergibt sich eine Rückzahlungspflicht.

Siltronic hat eine Strategie der Leitstandorte entwickelt, nach der die Herstellung von Siliciumwafern in Abhängigkeit von Durchmessern auf ausgewählte Standorte konzentriert wird. In Abhängigkeit der Einschätzung der nachhaltigen Marktlage und der Kostenstruktur kann die Strategie der Leitstandorte dazu führen, dass einzelne Produktionsbereiche oder –stätten stillgelegt werden. Die Stilllegung von Produktionsbereichen oder –stätten kann dazu führen, dass Buchwerte abgewertet und personalbezogene Auszahlungen vorgenommen werden müssen.

Rechtliche, arbeitsrechtliche Risiken sowie Patentrisiken

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung. Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie.

Umweltschutz und daraus resultierende Risiken

Die Siltronic-Gruppe unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von giftigen und gefährlichen Stoffen beziehen, die bei der Herstellung der Produkte verwendet werden. Diese Stoffe könnten in den Boden der Liegenschaften gelangen, auf denen die Produktionsstätten der Gruppe stehen oder auf denen diese Stoffe gelagert werden. Die Liegenschaften könnten mit Altlasten belastet sein. Für den Fall einer Belastung der Liegenschaften mit Altlasten oder eines Verstoßes gegen die Umweltschutzvorschriften können erhebliche Kosten durch erhöhte Auflagen, Entsorgungskosten und Schadensersatzklagen entstehen.

Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Weiterhin werden im Bedarfsfall Bodenproben entnommen, um eventuelle Kontaminationen schnell zu erkennen.

Trotz dieser Maßnahmen ist die Siltronic Corp., Delaware, USA, gegenwärtig Partei eines Verwaltungsverfahrens mit einer Umweltbehörde in Oregon (Oregon Department of Environmental Quality) im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Grundstücks in Portland und einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette Flusses in Portland. Entsprechende Rückstellungen hierfür sind im Jahresabschluss der Tochtergesellschaft gebildet.

13 Prognosebericht

Die Weltwirtschaft wird nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2012 weiter wachsen trotz der höheren Risiken. Der IWF geht davon aus, dass das weltweite Bruttosozialprodukt um 3,3 Prozent steigt. Für das Jahr 2013 erwartet der IWF ein Wachstum von 3,9 Prozent. Stützen dieser Aufwärtsentwicklung bleiben auch im Jahr 2012 die Schwellenländer mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Mittel- und langfristig gehen wir davon aus, dass sich die Halbleiterindustrie einem stark zyklischen Markt ausgesetzt sieht.

Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner wird der Markt für Halbleiter im Jahr 2012 stagnieren. Der weltweite Absatz von Siliciumwafern nach verkaufter Fläche sinkt gegenüber dem Vorjahr leicht auf rund 60.785 Mio. cm². Bei den Scheibendurchmessern werden 300 mm-Wafer zulegen, während bei kleineren und mittleren Scheiben ein Rückgang erwartet wird. Wir gehen ebenfalls davon aus, dass sich vor allem die Nachfrage nach 300 mm-Wafern erhöhen wird. Für das Jahr 2013 prognostiziert Gartner einen Anstieg um zwölf Prozent.

Erwartete Ertragslage der Siltronic AG

Da wir davon ausgehen, dass die Nachfrage nach 300 mm-Wafern zunehmen wird, aber die Preise weiterhin unter Druck bleiben, und das Geschäft der Siltronic AG durch 300 mm geprägt ist, erwarten wir für 2012 den Umsatz auf dem gleichen Niveau wie im Berichtsjahr. Auch die EBITDA-Rendite sowie die EBIT-Rendite, das heißt das Verhältnis von EBITDA bzw. EBIT zum Umsatz, erwarten wir auf dem Niveau von 2011 und damit bei rund 5 % bei der EBITDA-Rendite und minus 4% bei der EBIT-Rendite.

Was 2013 betrifft, so gehen wir davon aus, dass sich Umsatz und EBITDA gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 verbessern wird.

Erwartete Finanz- und Liquiditätslage der Siltronic AG

Wir erwarten für die beiden kommenden Jahre einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Allerdings gehen wir davon aus, dass im Jahr 2012 die Auszahlungen für Investitionen die aus der betrieblichen Tätigkeit erzielten Einzahlungsüberschüsse übersteigen werden und damit ein negativer Free Cash Flow eintritt. Im Jahr 2013 erwarten wir einen positiven Free Cash Flow.

Die Schließung der Produktion bei der japanischen Tochtergesellschaft, die im Dezember 2011 beschlossen wurde und die bis zur Mitte des Jahres 2012 durchgeführt werden wird, macht es wahrscheinlich, dass die Siltronic AG der japanischen Tochtergesellschaft ein langfristiges Konzerndarlehen ausreichen wird, damit diese die im Rahmen der Schließung anfallenden personalbezogenen Auszahlungen finanzieren kann. Höhe und Laufzeit des Darlehens werden in 2012 festgelegt und hängen davon ab, wann und in welcher Höhe die japanischen Tochtergesellschaft Erlöse aus dem Verkauf ihres Anlagevermögens erzielt.

Da sich das Nettofinanzvermögen der Siltronic AG Ende 2011 auf 144 Mio. EUR beläuft und aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ein potenzieller handelsrechtlicher Verlust der Siltronic AG ausgeglichen wird, besteht kein Risiko hinsichtlich der Liquidität. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat auch zur Folge, dass die Eigenkapitalquote in etwa konstant bleiben wird.

Investitionen bei der Siltronic AG

Es ist für die beiden kommenden Jahre geplant, die Investitionen jeweils auf dem gleichen Niveau wie im Berichtsjahr zu belassen.

Die Strategie der Leitstandorte, an denen die Herstellung von Wafern nach einzelnen Durchmessern konzentriert wird, setzen wir fort.

14 Beziehung zu verbundenen Unternehmen

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages muss kein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt werden.

Siltronic

Prüfungsbericht

Jahresabschluss zum 31.12.2011 und Lagebericht

6 Bestätigungsvermerk

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Siltronic AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfling gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“

München, den 17. Februar 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Pastor, Wirtschaftsprüfer

Hanshen, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

der Slitronic AG

Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen mit der Geschäftslage, der finanziellen Situation und den Investitionsvorhaben des Unternehmens eingehend befasst und sich über den Geschäftsgang unterrichtet.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2011 der Siltronic AG sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, München, geprüft worden und haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat darüber hinaus den verkürzten Konzernabschluss des Siltronic-Konzerns einer kritischen Durchsicht unterzogen und eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Siltronic AG sowie den verkürzten Konzernabschluss unter Hinzuziehung des Wirtschaftsprüfers geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung an.

Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Vorstandsmitgliedern Entlastung zu erteilen.

Dr. R. Staudigl, Vorsitzender des Aufsichtsrates