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Siltronic AG — Annual Report 2010
Sep 14, 2011
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Annual Report
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Siltronic AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010
Inhalt
Lagebericht
Jahresabschluss mit Anhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010
der Siltronic AG, München
1 Geschäft und Rahmenbedingungen
Das Unternehmen und seine Organisation
Die Siltronic-Gruppe ist einer der Weltmarktführer für Wafer aus Reinstsilicium und Partner vieler führender Chiphersteller. Siltronic entwickelt und produziert Siliciumwafer mit Durchmessern bis zu 300 mm an Standorten in Deutschland, Asien und den USA. Siliciumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik - für Computer, Mobiltelefone, Internet, DVD / Blue Ray - Player, Flachdisplays, Navigationssysteme, Airbags, Computertomografen, Flugzeugsteuerungen und vieles mehr.
Die Muttergesellschaft der Gruppe ist die Siltronic AG, die direkt oder indirekt alle Anteile an den in- und ausländischen Tochtergesellschaften hält. Der Konzern steht unter der Leitung des Vorstands der Siltronic AG. Die Siltronic AG hat ihren Sitz in München und Betriebsstätten in Burghausen, Freiberg, Hsinchu/Taiwan und Singapur.
Aufgrund der für die Halbleiterbranche typischen Entwicklung ist die Organisation des Konzerns stark regional ausgerichtet, und zwar auf die Regionen Nordamerika, Europa, Japan und restliches Asien.
Entwicklung der Branche und Auswirkung bei der Siltronic
Der Markt für Halbleiter hat sich im Jahr 2010 positiv entwickelt. Die internationale Branchenvereinigung SEMI beziffert das Absatzplus auf 39 %. Das Marktforschungsinstitut Gartner hat die Nachfrage nach Siliciumwafern mit rund 65.160 Mio. qcm berechnet, was ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr von etwa 40 % bedeutet.
Die erhöhte Nachfrage nach Wafern hat sich auch bei der Siltronic-Gruppe deutlich gezeigt. Der Absatz konnte bei allen Wafertypen erhöht werden, und zwar unabhängig vom Wafer-Durchmesser. Die Entwicklung der Preise war hingegen nicht einheitlich, denn während die Preise für Wafer mit kleinen und mittleren Durchmessern stark gestiegen sind, haben sich die Preise für 300 mm-Wafer nicht nennenswert gegenüber dem Vorjahr geändert, was auf die im Markt bestehenden Kapazitäten zurückzuführen ist.
Die im Vergleich zum Vorjahr insgesamt positive Mengen- und Preisentwicklung spiegelte sich in der Geschäftsentwicklung der Siltronic AG wider.
2 Ertragslage
Im Einzelnen stellt sich die Ertragslage im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
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| in Mio. EUR | 2010 | 2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 910,1 | 550,8 | 65 % |
| Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen | 8,9 | -2,1 | 524 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 94,1 | 157,1 | -40 % |
| Betriebsleistung | 1.013,1 | 705,8 | 43 % |
| Materialaufwand | -564,9 | -397,6 | 42 % |
| Personalaufwand | -210,6 | -196,9 | 7 % |
| Abschreibungen | -71,1 | -147,0 | -52 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -236,6 | -202,0 | 17 % |
| EBIT 1 | -70,1 | -237,7 | 70 % |
| EBITDA | 1,0 | -90,7 | 101 % |
| Zinsergebnis | -4,2 | 2,4 | -275 % |
| Außerordentliches Ergebnis | -17,3 | 0,0 | - |
| Ertragsteuern | -1,5 | -1,4 | 14 % |
| Erträge aus Verlustübernahme | 93,1 | 236,7 | -61 % |
| Jahresüberschuss | 0,0 | 0,0 | 0 % |
Die konjunkturelle Erholung hat sich im Geschäftsjahr 2010 bei der Siltronic, wie im Vorjahr prognostiziert, mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserung bemerkbar gemacht.
Die Zunahme betrug beim Umsatz 65 % und bei der Betriebsleistung 43 %. Die Verbesserung war verursacht durch eine starke Zunahme der nachgefragten Mengen bei gleichzeitigem Preisanstieg.
1 Bei der Steuerung der Ertragslage spielen im Konzern die Kennzahlen EBIT und EBITDA eine besondere Rolle.
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse zeigt, dass sich eine leichte Verschiebung von Nord-/Südamerika nach Asien ergeben hat. Im Einzelnen haben sich die Umsatzerlöse nach Regionen wie folgt verteilt:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Asien | 60 % | 59 % |
| Europa | 22 % | 22 % |
| Nord-/Südamerika | 15 % | 17 % |
| Rest | 3 % | 2 % |
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr vor allem aufgrund von weggefallenen Ausgleichszahlungen gesunken. Die Siltronic hat im Vorjahr Ausgleichszahlungen von der Wacker Chemie dafür erhalten, dass sie auf ihr vertragliches Recht verzichtet hat, über den eigenen Verbrauch hinausgehende Mengen an Polysilizium von der Wacker Chemie abzurufen und diese Mengen zu höheren Preisen an Dritte zu verkaufen. Im Berichtsjahr waren die Kriterien, die zum Bezug einer Ausgleichszahlung eingehalten werden müssen, nicht mehr erfüllt.
Die Materialaufwandsquote, d. h. der Materialaufwand bezogen auf die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen, beträgt 62 % nach 72 % im Jahr 2009. Ursache für die Verbesserung ist vor allem der Preisanstieg bei den Wafern.
Die Personalaufwandsquote hat sich von 36 % im Vorjahr auf 23 % reduziert, was vor allem auf die bessere Auslastung zurückzuführen ist. Der Personalaufwand des Berichtsjahres ist gegenüber dem Vorjahr i.H.v. 5,1 Mio. EUR durch den Beitrag für Demografie und Lebensarbeitszeit belastet.
Der Rückgang bei den Abschreibungen um 75,9 Mio. EUR auf 71,1 Mio. EUR liegt darin begründet, dass das Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 68,9 Mio. EUR enthielt. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde vor dem Hintergrund langfristig gesunkener Ertragserwartungen bei 300 mm-Wafern vorgenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber 2009 um 34,6 Mio. EUR bzw. 17 % erhöht, was vor allem auf höhere Wechselkursverluste zurückzuführen ist. Die Wechselkursverluste (und -gewinne) resultieren aus dem USD und dem JPY und stehen im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit den Marktwerten von Sicherungsgeschäften. Außerdem sind höhere Vertriebskosten und Fremdleistungen angefallen.
Das EBIT, d. h. das Ergebnis vor Steuern und Zinsen, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 167,6 Mio. EUR auf -70,1 Mio. EUR verbessert. Die EBIT-Marge, d. h. das Verhältnis des EBIT zu den Umsatzerlösen, betrug minus 8 % nach minus 43 % im Vorjahr.
Das EBITDA, d. h. das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, belief sich in 2010 auf 1,0 Mio. EUR, was einer Verbesserung um 91,7 Mio. EUR entspricht. Die EBITDA-Marge stieg von minus 16 % auf plus 0,1 %.
Der ausgewiesene Steueraufwand resultiert aus Steuern für Vorjahre.
Aufgrund eines mit Wirkung zum 1. Januar 2009 zwischen der Siltronic AG und der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird der Verlust in Höhe von 93,1 Mio. EUR von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ausgeglichen.
3 Vermögenslage
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| Aktiva (in Mio. EUR) | Dez 2010 | Dez 2009 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielles Vermögen | 1 | 1 |
| Sachanlagen | 355 | 371 |
| Finanzanlagen | 223 | 223 |
| 579 | 595 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 61 | 48 |
| Forderungen LuL Dritte | 77 | 53 |
| Forderungen gegen verb. und ass. Unternehmen | 462 | 380 |
| Andere Vermögensgegenstände | 17 | 20 |
| Liquide Mittel | 0 | 1 |
| 617 | 502 | |
| Bilanzsumme | 1.196 | 1.097 |
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| Passiva (in Mio. EUR) | Dez 2010 | Dez 2009 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 718 | 718 |
| Rückstellungen | ||
| Pensionsrückstellungen | 69 | 47 |
| Übrige Rückstellungen | 74 | 95 |
| 143 | 142 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| - aus LuL | 28 | 24 |
| - gegenüber verbundenen Unternehmen | 287 | 196 |
| Andere Verbindlichkeiten | 20 | 17 |
| 335 | 237 | |
| Bilanzsumme | 1.196 | 1.097 |
Die Bilanzsumme der Siltronic AG belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 1.196 Mio. EUR und lag damit 99 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Der mit 48 % aller Vermögensgegenstände bedeutendste Posten, das Anlagevermögen (Vorjahr: 54 %), liegt 16 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür ist, dass in 2010 die planmäßigen Abschreibungen über den Investitionen lagen.
Die Vorräte habe sich erhöht (plus 27 %), weil vor dem Hintergrund des besseren Geschäfts zum einen der Lagerbestand des Rohstoffs Polysilizium zugenommen hat und zum anderen der Lagerbestand an Fertigprodukten gestiegen ist. Darüber hinaus haben sich die Abwertungen von Beständen auf den niedrigeren Marktpreis gegenüber dem Vorjahr reduziert.
Da der Umsatz im letzten Quartal 2010 über dem Umsatz des Schlussquartals 2009 lag, übersteigt der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte den Bilanzwert des Vorjahres um 45 % (plus 24 Mio. EUR).
Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene und assoziierte Unternehmen von insgesamt 85 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus zusätzlichen Forderungen aufgrund Verlustübernahme gegen die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH.
Da das negative Jahresergebnis aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages übernommen wurde, hat sich das Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Finanzierung der Vermögenswerte erfolgt zum Bilanzstichtag zu 60 % aus Eigenkapital (Vorjahr: 65 %) und zu 40 % aus Fremdkapital (Vorjahr: 35 %).
Die Minderung der übrigen Rückstellungen um 21 Mio. EUR ist insbesondere auf rückläufige Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, geringere Personalrückstellungen und niedrigere Steuerrückstellungen zurückzuführen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum einen aufgrund der verbesserten Ertragslagen der Tochtergesellschaften erhöht. Die verbesserten Ertragslagen haben sich in Einzahlungsüberschüssen niedergeschlagen, die die Tochtergesellschaften im Rahmen des Cash Pooling über die Siltronic AG bei der Wacker Chemie AG anlegen. Zum anderen haben vor dem Hintergrund der gestiegenen Nachfrage die Lieferungen von verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, was am Jahresende zu höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von verbundenen Unternehmen geführt hat.
Die Siltronic AG hat ihren Kapitalbedarf im Berichtsjahr aus den verfügbaren liquiden Mitteln gedeckt.
4 Finanzlage
Das Ziel des Finanzmanagements in der Siltronic-Gruppe ist, die Zahlungsströme zu optimieren und dafür Sorge zu tragen, gegen Wechselkurseinflüsse richtlinienkonform gesichert zu sein. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Ein- und Auszahlungen von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten verwendet. Außerbilanzielle Finanzierungsquellen werden nur in vernachlässigbarem Umfang eingesetzt.
Die Siltronic AG ist als Mutterunternehmen des Konzerns in maßgeblichem Umfang auch an der Finanzierung ihrer Tochtergesellschaften beteiligt. Da die Steuerung der Finanzlage aus Konzernsicht erfolgt, wird nachfolgend auf die Finanzlage des Siltronic Konzerns abgestellt (sofern nicht anders vermerkt).
Die Fremdkapitalquote beträgt in dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss zum Bilanzstichtag 24 % (Siltronic AG im handelsrechtlichen Einzelabschluss: 40 %), das Nettofinanzvermögen (im Cash Pooling angelegtes und sonstiges Finanzvermögen abzüglich Finanzverbindlichkeiten) beläuft sich auf 237 Mio. EUR nach 17 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Bei der Berechnung des Nettofinanzvermögens wurde die Forderung aus der Verlustübernahme in Höhe von 93 Mio. EUR nicht berücksichtigt. Die Siltronic AG weist im handelsrechtlichen Einzelabschluss ein Nettofinanzvermögen von 100,7 Mio. EUR (i. Vj. Nettofinanzverschuldung von 74 Mio. EUR) aus, wobei die Forderung aus der Verlustübernahme in Höhe von 93 Mio. EUR ebenfalls nicht berücksichtigt ist.
Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Konzern im abgelaufenen Jahr 59 Mio. EUR nach -159 Mio. EUR im Vorjahr (Siltronic AG: 6 Mio. EUR nach -63 Mio. EUR im Vorjahr). Die Verbesserung um 218 Mio. EUR ist auf das verbesserte EBITDA zurückzuführen.
Die Auszahlungen für Investitionen (reduziert um Einzahlungen aus Investitionsförderung) haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 77 Mio. EUR betragen nach 91 Mio. EUR im Vorjahr (die Investitionen betrafen vor allem die Siltronic AG). In den Auszahlungen von 2010 sind 12 Mio. EUR für ein Darlehen in das Joint Venture Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. enthalten (in 2009 hat keine Zahlung stattgefunden). Der sich in 2010 ergebende Auszahlungsüberschuss hat das im Cash Pooling angelegte Finanzvermögen reduziert.
Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen bestanden am 31. Dezember 2010 in Höhe von 26 Mio. EUR (Siltronic AG: 25 Mio. EUR) nach 22 Mio. EUR im Vorjahr (Siltronic AG: 21 Mio. EUR).
Da zum Bilanzstichtag die Eigenkapitalquote im Konzern 76 % und bei der Siltronic AG 60 % betrug und die Verlustübernahme positiv auf die Finanzlage in 2011 wirkt, ist die Finanzlage der Siltronic befriedigend. Die Ertragslage der Siltronic AG wie auch die des Konzerns ist zwar besser als im Vorjahr, aber noch nicht befriedigend, da weder bei der Siltronic AG noch im Konzern ein positiver EBIT erreicht wurde.
5 Produktion
Die Siltronic AG fertigt in Burghausen alle Durchmesser außer 200 mm. In Freiberg werden 300 mm-Wafer hergestellt.
Die Tochtergesellschaft in USA stellt in Portland/Oregon 200 mm-Wafer und 150 mm-Wafer her, während die Tochtergesellschaften in Japan und Singapur Wafer 200 mm -Wafer produzieren.
Das Joint Venture Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd. in Singapur stellt 300 mm-Wafer her.
6 Beschaffung
Die Schwerpunkte des Jahres 2010 im Bereich Einkauf lagen auf der Gewährleistung bedarfsgerechter Versorgung mit Einsatzstoffen und zuverlässiger Beschaffung von Ausrüstungsgütern zur Deckung der im Jahresverlauf steigenden Nachfrage. Darunter fielen:
| ― | Die Anpassung von Lieferverträgen und Überprüfung der internen Bestände. |
| ― | Die Durchsetzung von Preis- und Mengenzusagen bei Schlüssellieferanten. |
| ― | Die Verlängerung flexibler Wartungs- und Dienstleistungsverträge. |
Durch erfolgreiche Maßnahmen zur Qualifikation von Zweit- und Drittlieferanten konnten strategische Abhängigkeiten weiter abgebaut werden. So wurde die einsetzende Markterholung ohne zusätzliche Kostensteigerungen von der Beschaffungsseite begleitet.
Auf Basis der engen Zusammenarbeit mit anderen Standorten konnten Synergien gefunden und die Einkaufsorganisation gestrafft werden. Die Qualifizierung neuer Lieferanten außerhalb des Euro-Währungsraumes und vor allem die Erschließung asiatischer Lieferquellen vergrößerte die Basis, von der hohen Kompetenz dieser Firmen sowohl kommerziell als auch technologisch zu profitieren.
Der Lieferantenmarkt war bemüht, die eigenen Kapazitäten auf die steigende Nachfrage aus allen Branchen anzupassen und seine Liefertreue aufrecht zu halten. Den Initiativen zur Lieferantenintegration und Qualitätsverbesserung kam eine hohe Bedeutung zu, in deren Folge einem Zulieferer eine Lieferantenauszeichnung verliehen wurde.
Im Geschäftsjahr 2011 wird Siltronic ihre Beschaffungsinitiativen fortsetzen und gemeinsam mit Zulieferern weitere Verbesserungspotenziale im Rahmen systematischer Lieferantenentwicklung umsetzen. Außereuropäische Bezugsquellen werden unverändert einen besonderen Fokus genießen.
7 Mitarbeiter
In einer Branche, die von starkem Wettbewerbsdruck geprägt ist, hängt der Erfolg der Siltronic-Gruppe und damit auch der Siltronic AG maßgeblich von der Kompetenz, Motivation, Leistungsfähigkeit und Flexibilität seiner Mitarbeiter ab. Das Bestreben von Siltronic ist, ein Klima zu schaffen, in dem jeder Mitarbeiter seinen persönlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet und ihm die volle Entwicklung seines persönlichen Potenzials ermöglicht wird.
Die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung ist ein Grundstein der Personalpolitik von Siltronic. Dazu gehört auch die konsequente Durchführung eines integrierten Prozesses der Führungskräfteentwicklung. Das unverzichtbare Mehr an Einsatzfreude, Innovations- und Änderungsbereitschaft lässt sich ohne entsprechende Führungsqualität nicht erreichen. Auf diese Weise wird Siltronic dem Anspruch gerecht, in Zeiten immer rascheren Wandels erfolgreich mit Veränderungen umzugehen. Für Führungskräfte mit hohem Potenzial zur Nachbesetzung von Schlüsselfunktionen werden Förderprogramme auf nationaler sowie internationaler Ebene angeboten.
Aufgrund der kontinuierlich steigenden Nachfrage konnte die Kurzarbeit, die in 2009 eingeführt wurde, in Burghausen Ende Oktober 2009 beendet sowie in Freiberg in 2010 schrittweise zurückgenommen werden.
Wegen der verbesserten wirtschaftlichen Lage der Siltronic AG wurde in 2010 die Auszahlung von 50 % der ergebnis- und erfolgsabhängigen Vergütung, die für das Jahr 2008 erreicht wurde und im Jahr 2009 zur Auszahlung anstand, aber vor dem Hintergrund der weltweiten Krise auf den Zeitraum nach 2009 verschoben wurde, ausgezahlt.
Auch im abgelaufenen Jahr wurden Umorganisationen vorgenommen, um effizienter zu werden und um Synergien zu heben. Die Personalreduzierungsmaßnahmen wurden wie in den Vorjahren sozialverträglich umgesetzt, vor allem durch Versetzungen auf Stellen bei der Wacker Chemie AG und durch die Vereinbarung von Sonderkontingenten für die Altersteilzeit.
Zum 31. Dezember 2010 waren bei Siltronic AG 3.188 Mitarbeiter (einschließlich Siltronic-Mitarbeiter in einem befristeten Anstellungsverhältnis) beschäftigt, was eine Reduzierung um 73 Personen verglichen mit dem Vorjahresstichtag bedeutet (Vorjahr: 3.261 Mitarbeiter).
8 Forschung und Entwicklung
Für Siltronic hat Forschung und Entwicklung einen essentiellen Stellenwert. Eine enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten, Forschungsinstituten und Universitäten sowie internationalen Verbänden ist wesentlicher Teil dieser Aktivitäten. Die Forschungsschwerpunkte liegen in der Weiterentwicklung der Kristallherstellung, der kontinuierlichen Verbesserung der defektkinetischen Kristall- und Oberflächeneigenschaften von Silizium-wafern sowie der Entwicklung neuer Produkte und Fertigungsverfahren.
Die Aktivitäten orientieren sich an den aktuellen Anforderungen und Entwicklungs-Roadmaps der Kunden, die sich im Wesentlichen in der regelmäßig aktualisierten "International Technology Roadmap for Semiconductors" (ITRS) widerspiegeln. Die sogenannten Design Rules der Chipindustrie definieren dabei die jeweilige kleinste Dimension der geometrischen Strukturen, die auf dem Wafer durch Lithografie realisiert werden können.
Die führenden Halbleiterhersteller setzen ungebrochen die weitere Miniaturisierung der Bauelemente für Mikroprozessoren, Datenspeicher und digitale Signalprozessoren fort. Siltronic hat die Produktion von 300 mm Wafern für die Herstellung der Chipgenerationen mit Strukturbreiten von 32 nm begonnen und arbeitet an der Entwicklung von Siliziumscheiben für Anwendungen der 22 nm und 16 nm Design Rules. Weiterhin stellt die Epitaxie einen wesentlichen Entwicklungsschwerpunkt dar (wobei auch Nicht-Siliziummaterialien wie Silicium-Germanium und Galliumnitrid an Bedeutung gewinnen). Wegen der mit kleineren Strukturbreiten einhergehenden geringeren thermischen Belastung im Bauelementprozess ist die Anpassung der defektkinetischen Eigenschaften an die künftigen IC-Prozesse ein weiterer besonderer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten. Im gleichen Maße gilt es, die Messmethoden der Metrologie diesen neuen Herausforderungen anzupassen.
Neben den Entwicklungsprogrammen für Bauelemente, die in schneller Folge stetig kleineren Design Rules unterworfen sind, wird ein beträchtlicher Entwicklungsaufwand für Wafer betrieben, die in einer Vielfalt von unterschiedlichsten Anwendungen benötigt werden. Darüber hinaus werden die Grundlagen für den Wechsel zu größeren Waferdurchmessern untersucht.
9 Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit
Siltronic hat sich der weltweiten Initiative Responsible Care® angeschlossen, mit der Verpflichtung, den Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie der Sicherheit von Mitarbeitern und Mitbürgern aus eigener Verantwortung kontinuierlich zu verbessern. Zusätzlich nimmt Siltronic am Global Compact teil, einer weltweiten Initiative der Vereinten Nationen mit dem Ziel, die Globalisierung so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zur Verbesserung der Lebensqualität führt.
Die hohen Anforderungen an die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Produktionsanlagen und -prozesse von Siltronic gelten für alle Standorte. An allen Produktionsstätten wurden Umwelt- sowie Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsysteme nach der weltweit gültigen Norm ISO 14001 bzw. dem Standard OHSAS 18001 zertifiziert. An den Standorten Burghausen und Freiberg erfüllt darüber hinaus das Energiemanagementsystem die Anforderungen nach § 41 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. In einer Vielzahl von Einzelinitiativen arbeitet Siltronic ständig daran, die Sicherheit der Produktionsanlagen und -prozesse zu verbessern und den Stoff- und Energieeinsatz sowie die Emissionen und Abfallmengen zu minimieren.
Jeder einzelne Mitarbeiter des Unternehmens trägt Verantwortung für die Qualität, die Sicherheit, den Gesundheits- und Umweltschutz sowie deren ständige Verbesserung. Dazu setzt sich Siltronic regelmäßig Ziele und stellt deren Umsetzung sicher. Die Vorgehensweise beim Umweltschutz, der Sicherheit und der Gesundheit ist im integrierten Managementsystem (IMS) für Qualität, Umwelt, Sicherheit und Gesundheit beschrieben. Das IMS ist an weltweit gültigen Normen ausgerichtet, berücksichtigt die Anforderungen unserer Kunden und wird kontinuierlich weiter entwickelt, um den steigenden Anforderungen auch in Zukunft gerecht zu werden.
10 Investitionen
Der Schwerpunkt der Sachinvestitionen - im Sinne von Zugängen zum Sachanlagevermögen - betraf den Standort Freiberg. Insgesamt beliefen sich in 2010 die Investitionen auf 55 Mio. EUR nach Berücksichtigung von Fördermitteln (vor Berücksichtigung von Fördermitteln: 58 Mio. EUR). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme um 11 Mio. EUR netto.
Die Finanzierung der Investitionen erfolgte im Wesentlichen aus im Cash-Pooling angelegtem Finanzvermögen.
11 Nachtragsbericht
Es sind seit Ende des Geschäftsjahres 31. Dezember 2010 keine wesentlichen Entwicklungen aufgetreten.
12 Risikobericht
Allgemeine Wettbewerbsrisiken
Als weltweit operierende Unternehmensgruppe, deren Kunden in der Halbleiterindustrie tätig sind, ist die Siltronic einer Vielzahl spezifischer Risiken ausgesetzt, die eng mit den Entwicklungen in dieser Branche verknüpft sind. Mit zunehmender Globalisierung und Wettbewerbsintensität werden die Risiken weiter steigen. Die Halbleiter- und damit auch die Waferindustrie ist durch eine besonders hohe Volatilität gekennzeichnet. Perioden starken Wachstums und deutlicher Preiserhöhungen wechseln ab mit Zeiten starker Nachfrage- und Preisrückgänge. Eng damit verknüpft ist das Risiko, ausreichende Produktionskapazitäten nicht zum richtigen Zeitpunkt des Zyklus zur Verfügung zu stellen oder die notwendigen Investitionen nicht rechtzeitig zu tätigen. Verbunden ist damit auch das Risiko, bei entsprechender Unterauslastung der Produktionsanlagen durch nicht gedeckte fixe Kosten Verluste zu erleiden. Staatliche Förderungen für Investitionsprojekte könnten aufgrund der öffentlichen Haushaltslage gestrichen werden. Da wichtige Wettbewerber an Standorten mit deutlich niedrigeren Kosten als in Deutschland produzieren, steht die Siltronic unter einem starken globalen Wettbewerbsdruck.
Risikomanagementsysteme
Um die hohen Risiken und Volatilitäten des Geschäfts zu steuern, sind angemessene Risikomanagementsysteme eine wesentliche Voraussetzung für den kontinuierlichen Geschäftserfolg. Die operativen Bereiche sind im Rahmen ihrer weltweiten Geschäftsverantwortung auch für das Risikomanagement zuständig. Durch umfangreiche Berichts- und Kontrollmechanismen kann Siltronic die Risiken im operativen Geschäft rechtzeitig erkennen und durch entsprechende Maßnahmen gegensteuern. Monatliche Berichte an den Vorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf, die Einschätzung der Marktlage und die aktuellen Risikoindikatoren sollen die gegenwärtige und künftige Geschäftslage transparent machen.
Mit der Geschäftstätigkeit der Siltronic sind folgende Hauptrisiken verbunden:
Technologische Risiken
Ein Technologiekonzern wie die Siltronic unterliegt immer auch einem technologischen Risiko. So könnten sich die technologischen Anforderungen der Kunden ändern, was negative Konsequenzen für den Absatz haben könnte. Die Siltronic begegnet diesem Risiko durch systematische Gespräche mit seinen Kunden und mit intensiven Marktbeobachtungen.
Beschaffungsmarktrisiken
Die Siltronic ist als Unternehmen der Halbleiterindustrie dem Risiko der Verfügbarkeit insbesondere von Polysilizium, Energie sowie Vor- und Zwischenprodukten für die Herstellung der eigenen Produkte ausgesetzt. Aufgrund der geringen Anzahl von Anbietern für Polysilizium könnten sich künftig die Marktpreise für diesen Hauptrohstoff verteuern. Um die Rohstoffversorgung zu sichern, verfügt Siltronic über Polysilizium-Lieferverträge mit langfristigen Laufzeiten.
Weiterhin ist die Siltronic als hoch spezialisiertes Technologieunternehmen abhängig von Lieferanten für Fertigungsequipment. Aufgrund der Anbietersituation ist man hier häufig auf eine Beschaffungsquelle angewiesen. Daraus ergeben sich Risiken für Verfügbarkeit und Preis des Equipments. Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für die Geschäftstätigkeit und die Ergebnisentwicklung der Siltronic frühzeitig zu erkennen und auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, werden die betroffenen Märkte laufend beobachtet.
Absatzmarktrisiken
Der Großteil der Märkte, auf denen die Siltronic tätig ist, wird durch intensiven Wettbewerb geprägt, der sich insbesondere auf die erzielbaren Verkaufspreise für Produkte von Siltronic auswirkt. Dies kann dazu führen, dass die Herstellungskosten nicht gedeckt werden. Schwache oder rückläufige Entwicklungen des Halbleitermarktes könnten den Absatzmarkt erheblich beeinträchtigen. Daneben könnten sich Ansprüche ergeben, wenn zugesagte Mengen aufgrund von Störungen auf der Zulieferseite oder aus anderen Gründen nicht geliefert werden können. Um diesen Absatzrisiken zu begegnen, ist es das strategische Ziel der Gesellschaft, eine noch konjunkturrobustere Wettbewerbsstellung aufzubauen und noch stabilere Kunden- und Lieferantenbindungen zu erreichen.
Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise besteht ein erhöhtes Risiko dafür, dass Kunden der Siltronic weniger Mengen abnehmen und Forderungsausfall droht. Die Siltronic berücksichtigt diese Risiken in ihrem Risikomanagementsystem, indem analysiert wird, wie sich die Endmärkte der Kunden der Siltronic entwickeln und indem die Zahlungsfähigkeit der Kunden regelmäßig bewertet wird.
Schadensrisiken
Zu den Schadensrisiken gehören Feuer-, Explosions- und Umweltrisiken, Naturkatastrophen und andere unvorhersehbare Ereignisse wie Erdbeben (besonders gefährdet sind die Standorte in Japan und in den Vereinigten Staaten) sowie Terroranschläge. Diese Szenarien können zu erheblichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage führen. Siltronic hat in seinem Leitbild die Verantwortung für Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit formuliert und weltweit verbindliche Grundsätze und Strategien kommuniziert. Für Schadensfälle hat Siltronic neben dem entsprechenden Versicherungsschutz Notfallpläne entwickelt, die regelmäßig überprüft und trainiert werden.
Produkthaftungsrisiken
Für die Siltronic könnten Ansprüche von Kunden aufgrund fehlerhafter Produkte sowie Vertrauensverluste infolge von Qualitätsmängeln entstehen. Trotz des hohen Qualitätsstandards sind derartige Risiken mit dem unternehmerischen Handeln stets verbunden und können deshalb nie völlig ausgeschlossen werden. Versicherbare Risiken gegen Gewährleistungs- und Produkthaftungsschäden sind angemessen versichert. Aus Qualitätsmängeln resultierende Umsatzverluste können jedoch nicht abgesichert werden. Deshalb gilt der Sicherstellung nachhaltig hoher Qualitätsstandards besondere Aufmerksamkeit.
Personalrisiken
In der Halbleiterindustrie herrscht ein intensiver Wettbewerb um hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die den hohen Anforderungen der Siltronic entsprechen. Eine wesentliche Erfolgskomponente ist deshalb, auch künftig attraktiv für qualifizierte Mitarbeiter zu sein beziehungsweise diese an das Unternehmen zu binden. Darüber hinaus pflegt Siltronic intensive Kontakte zu Universitäten, Fachhochschulen und Berufsverbänden, um bei Bedarf auch künftig neue Mitarbeiter zu gewinnen. Es besteht dennoch die Gefahr, dass hoch qualifizierte Mitarbeiter von Kunden, Wettbewerbern oder anderen Technologieunternehmen abgeworben werden.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Siltronic ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen die Siltronic eine Absicherung gegen diese Risiken beabsichtigt, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, insbesondere Devisenterminkontrakte und Währungsoptionen.
Für alle zugrunde liegenden Leistungsbeziehungen (z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen) gilt, dass zur Minimierung des Ausfallrisikos in Abhängigkeit von Art und Höhe der jeweiligen Leistung Sicherheiten (z. B. Eigentumsvorbehalt) verlangt, Kreditauskünfte oder Referenzen eingeholt oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere dem Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
Derivative Finanzinstrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Positionen, die aus dem operativen Geschäft entstehen, oder geplante künftige Umsätze, Geldanlagen und Finanzierungen unterlegt sind. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist die Siltronic einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner (i. d. R. Banken) entsteht. Dieses Risiko wird minimiert, indem Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Aus diesem Grund hält das Unternehmen das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten nicht für wesentlich. Zur Bewertung offener Positionen werden anerkannte Bewertungsverfahren verwendet.
Eine mögliche Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen (sogenanntes Kontrahentenrisiko) zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen wird im Rahmen der Geschäftszuweisung vermieden. Siltronic erachtet dieses Risiko wegen der guten Bonität der Schuldner (Bank) nicht als wesentlich.
Eine zusammenfassende Aufstellung der zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente ist im Anhang zum Jahresabschluss enthalten.
Investitions- und Desinvestitionsrisiken
Aufgrund der starken Investitionstätigkeit in neue Produktionsanlagen in den vergangenen Jahren und in der Zukunft sind wir dem Risiko der Fehlinvestition ausgesetzt. Wir begegnen diesem Risiko, indem beispielsweise unsere Investitionsvorhaben laufend vor dem Hintergrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen überprüft und die Investitionen nur in Teilabschnitten freigegeben werden. Für einige der Investitionen wurden öffentliche Fördermittel gewährt, die an die Erfüllung von unterschiedlichen Bindungen für einen Bindungszeitraum gebunden sind. Eine wichtige Bedingung ist die Zahl an besetzten Arbeitsplätzen. Werden die Bedingungen nicht eingehalten, ergibt sich eine Rückzahlungspflicht.
Rechtliche, arbeitsrechtliche Risiken sowie Patentrisiken
Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus den unterschiedlichsten steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützt die Siltronic Entscheidungen auf intensive Recherchen und rechtliche Beratung. Siltronic ist als Technologieunternehmen in besonderem Maße auf den Schutz des geistigen Eigentums angewiesen und verfolgt hierfür eine entsprechende Patentstrategie.
Umweltschutz und daraus resultierende Risiken
Die Siltronic-Gruppe unterliegt einer Reihe von lokalen Umweltschutzgesetzen und -auflagen, die sich vor allem auf die Lagerung, Handhabung, Entsorgung, Emission und Registrierung von giftigen und gefährlichen Stoffen beziehen, die bei der Herstellung der Produkte verwendet werden. Diese Stoffe könnten in den Boden der Liegenschaften gelangen, auf denen die Produktionsstätten der Gruppe stehen oder auf denen diese Stoffe gelagert werden. Die Liegenschaften könnten mit Altlasten belastet sein. Für den Fall einer Belastung der Liegenschaften mit Altlasten oder eines Verstoßes gegen die Umweltschutzvorschriften können erhebliche Kosten durch erhöhte Auflagen, Entsorgungskosten und Schadensersatzklagen entstehen.
Die Siltronic begegnet diesem Risiko durch umfangreiche Instandhaltungsroutinen und laufende Inspektionen der eigenen Anlagen. Weiterhin werden im Bedarfsfall Bodenproben entnommen, um eventuelle Kontaminationen schnell zu erkennen.
Trotz dieser Maßnahmen ist die Siltronic Corp., Delaware, USA, gegenwärtig Partei eines Verwaltungsverfahrens mit einer Umweltbehörde in Oregon (Oregon Department of Environmental Quality) im Zusammenhang mit der Untersuchung eines Grundstücks in Portland und einer möglichen Mitverantwortlichkeit für die Kontaminierung der Sedimente des Willamette Flusses in Portland. Entsprechende Rückstellungen hierfür sind im Jahresabschluss der Tochtergesellschaft gebildet.
13 Prognosebericht
Der Aufschwung der Weltwirtschaft wird sich im Jahr 2011 aller Voraussicht nach fortsetzen, aber mit wesentlich geringerer Dynamik als im Vorjahr.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Mittel- und langfristig gehen wir davon aus, dass sich die Halbleiterindustrie einem stark zyklischen Markt ausgesetzt sieht.
Nach Einschätzung des Marktforschungsinstituts Gartner wird der Markt für Halbleiter im Jahr 2011 gegenüber dem Jahr 2010 wachsen. Der weltweite Absatz von Wafern nach verkaufter Fläche soll gegenüber 2010 um 6 % auf rund 68.900 Mio. qcm steigen, wobei 300 mm-Wafer stärker zulegen sollen als Wafer mit einem Durchmesser von 200 mm und kleiner. Für das Jahr 2012 prognostiziert Gartner einen Anstieg um mehr als 7 %.
Erwartete Ertragslage der Siltronic AG
Die für 2011 erwartete fortgesetzte Erholung im Wafermarkt wird sich positiv auf die Kapazitätsauslastung auswirken, wobei wir vor allem von einer Erhöhung der Nachfrage bei Wafern mit einem Durchmesser von 300 mm ausgehen. Da wir aber annehmen, dass sich das derzeit bestehende Preisniveau bei allen Wafer-Durchmessern nicht wesentlich ändern wird und wir mit einem USD-Wechselkurs von 1,40 planen, erwarten wir für 2011 eine nur leichte Steigerung des Umsatzes. Erst im Jahr 2012 haben wir mit einer signifikanten Erhöhung der Umsatzerlöse geplant.
Wir erwarten unter Berücksichtigung der Planannahmen, dass die EBITDA-Rendite, d.h. das Verhältnis von EBITDA zum Umsatz, in 2011 etwas besser ausfällt als im Jahr 2010. Für 2012 planen wir mit einer weiteren moderaten Steigerung der EBITDA-Rendite gegenüber 2011.
Erwartete Finanz- und Liquiditätslage
Wir erwarten für die beiden kommenden Jahre einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Aufgrund der geplanten Investitionen, die in den Jahren 2011 und 2012 umfangreich ausfallen, erwarten wir, dass die Auszahlungen für Investitionen die Einzahlungsüberschüsse, die aus der betrieblichen Tätigkeit erwartet werden, in beiden Jahren jeweils knapp übersteigen. Die Planung für die Siltronic-Gruppe unterscheidet sich hiervon nicht wesentlich.
Da aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag der Verlust nach Zinsen und Steuern der Siltronic AG ausgeglichen wird, ist die Liquidität gesichert. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag hat auch zur Folge, dass die Eigenkapitalquote in etwa konstant bleiben wird.
Investitionen
Es ist für 2011 geplant, die Investitionen in Sachanlagen gegenüber 2010 fast zu verdoppeln und für 2012 ist geplant, Investitionen in einer Größenordnung zwischen 2010 und 2011 durchzuführen.
Die Investitionen in das Joint Venture mit Samsung werden von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen. Wenn es sich herausstellen sollte, dass dort Investitionen in Kapazitätserweiterungen wirtschaftlich sinnvoll sind, kann es sein, dass die Siltronic in den nächsten Jahren Einzahlungen in das Gemeinschaftsunternehmen vornehmen wird.
14 Beziehung zu verbundenen Unternehmen
Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages muss kein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt werden.
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2010 der Siltronic AG
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| Anhang | Mio. Euro 2010 | Mio. Euro 2009 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3 | 910,1 | 550,8 |
| Bestandsveränderungen | 6,6 | -4,6 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 2,3 | 2,5 | |
| Gesamtleistung | 919,0 | 548,7 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4 | 94,1 | 157,1 |
| Materialaufwand | 5 | -564,9 | -397,6 |
| Personalaufwand | 6 | -210,6 | -196,9 |
| Abschreibungen | 7 | -71,1 | -147,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8 | -236,6 | -202,0 |
| Betriebsergebnis | -70,1 | -237,7 | |
| Zinsergebnis | 9 | -4,2 | 2,4 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -74,3 | -235,3 | |
| Außerordentliches Ergebnis | 29 | -17,3 | 0,0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 10 | -1,5 | -1,4 |
| Erträge aus Verlustübernahme | 11 | 93,1 | 236,7 |
| Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | 0,0 | 0,0 | |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 269,5 | 269,5 | |
| Bilanzgewinn | 269,5 | 269,5 |
Bilanz zum 31. Dezember 2010 der Siltronic AG
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| AKTIVA | Anhang | Mio. Euro 2010 | Mio. Euro 2009 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 12 | 1,3 | 0,9 |
| Sachanlagen | 13 | 354,3 | 371,0 |
| Finanzanlagen | 14 | 223,3 | 223,3 |
| Anlagevermögen | 578,9 | 595,2 | |
| Vorräte | 15 | 60,9 | 47,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 77,2 | 53,0 | |
| Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 476,3 | 391,8 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 16 | 553,5 | 444,8 |
| Wertpapiere | 17 | 1,5 | 8,5 |
| Guthaben bei Kreditinstituten (Liquidität) | 0,2 | 1,0 | |
| Umlaufvermögen | 616,1 | 501,9 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 18 | 0,8 | 0,1 |
| 1.195,8 | 1.097,2 | ||
| Passiva | |||
| Anhang | Mio. Euro 2010 | Mio. Euro 2009 | |
| Gezeichnetes Kapital | 100,0 | 100,0 | |
| Kapitalrücklage | 340,0 | 340,0 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 8,5 | 8,5 | |
| Bilanzgewinn | 269,5 | 269,5 | |
| Eigenkapital | 19 | 718,0 | 718,0 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 20 | 68,6 | 46,6 |
| Andere Rückstellungen | 21 | 74,2 | 95,6 |
| Rückstellungen | 142,8 | 142,2 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 22 | 197,1 | 148,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 27,6 | 24,3 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 23 | 110,3 | 64,0 |
| Verbindlichkeiten | 335,0 | 237,0 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,0 | 0,0 | |
| 1.195,8 | 1.097,2 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2010
der Siltronic AG
1 Grundsätze der Rechnungslegung
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und zusätzlicher, sich aus dem Aktiengesetz (AktG) ergebenden Anforderungen, aufgestellt. In Anwendung von Artikel 66 EGHGB wurden die Regelungen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), soweit sie nicht schon zwingend vor dem 1. Januar 2010 anzuwenden waren, im Geschäftsjahr 2010 erstmalig pflichtgemäß berücksichtigt. Die Vorjahresbeträge von Bilanzpositionen, bei denen sich Änderungen bei Ansatz und Bewertung durch das BilMoG ergeben haben, wurden nicht angepasst. Eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist daher nur eingeschränkt gegeben. Die Effekte aus der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. entsprechender Übergangsregelungen sind in Ziffer 28 dargestellt.
Einige gesetzlich vorgesehene Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben bzw. Erläuterungen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sofern nicht ausdrücklich anders vermerkt, erfolgen alle Angaben in Millionen EURO (Mio. Euro).
2 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung
Die Umsatzerlöse gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden. Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Dienstleistungen.
Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen werden nach den für Erzeugnisse geltenden Grundsätzen ermittelt. Zuwendungen Dritter mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten; sofern nicht anders vermerkt, werden diese Zuwendungen (Investitionsförderung) von staatlichen Stellen gewährt. Forschungs- und Entwicklungskosten werden als laufender Aufwand gebucht.
Bei Zuwendungen, auf die ein Rechtsanspruch besteht, erfolgt die Aktivierung des Anspruchs auf die Zuwendung, wenn das Unternehmen am Bilanzstichtag die sachlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Zuwendung erfüllt hat und zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der erforderliche Antrag gestellt ist oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestellt werden wird.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Für Zugänge aus Zeiträumen vor dem 1. Januar 2010, in denen die Steuergesetzgebung degressive Abschreibungen erlaubte, erfolgte auch die handelsrechtliche Abschreibung bei beweglichen Wirtschaftsgütern degressiv. Das Wahlrecht des Art. 67 Abs. 4 EGHGB wurde insofern in Anspruch genommen. Wenn eine Wertminderung von Dauer ist, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Für angeschaffte Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 150 aber nicht EUR 1.000 übersteigen, wird analog zur steuerrechtlichen Regelung (§6a Abs. 2a EStG) ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungswerten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, bilanziert. Zinslose oder niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen werden abgezinst.
Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederherstellungskosten oder realisierbaren Preisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Erzeugnisse erfolgt durch Ableitung der Ist-Herstellungskosten aus den Standardkosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens und Kosten der produktionsbezogenen Verwaltung sowie der betrieblichen Altersversorgung. Die Wiederherstellungskosten werden unter der Annahme einer Normalauslastung der Produktionsanlagen ermittelt; bei der Berechnung der realisierbaren Preise wird das Prinzip einer verlustfreien Bewertung beachtet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Forderungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Wert bilanziert. Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt; Disagios werden abgegrenzt.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersteilzeit der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel zweckgebunden angelegt und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Bewertung dieser Mittel erfolgt ab dem 1. Januar 2010 zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der Wert der angelegten Mittel den Wert der Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. Im Vorjahr erfolgte keine Verrechnung von Anlagen und Verpflichtungen und die Bilanzierung der angelegten Mittel erfolgte mit ihren Anschaffungskosten.
Wertaufholungen im Bereich des Anlage- und Umlaufvermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten berechnet. Die Unterschiede aus den Bilanzpositionen der Siltronic AG, werden bei der Obergesellschaft des Organkreises, der Wacker Chemie AG berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Berücksichtigung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten (modifizierte Richttafeln 1998 von Prof. Dr. Heubeck, sowie sie von der Pensionskasse der Wacker Chemie AG herangezogen werden) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Erwartete zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Berechnung der Verpflichtung berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen ergibt sich aus dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahre.
Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken, gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. In die Berechnung fließen zukünftige Preis- und Kostensteigerungen, sofern genügend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen, mit ein. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen, bilanziert.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie Devisentermingeschäfte und andere Währungsderivate werden nach der Methode der eingeschränkten Festwertbilanzierung bilanziert. Hierbei werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Bei offenen Währungsderivaten werden Verluste als Drohverlustrückstellungen bilanziert, unrealisierte Gewinne werden nicht erfasst. Bei geschlossenen Währungsderivaten werden entsprechende Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten werden nur berücksichtigt, soweit sie eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen. Geldbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
3 Umsatzerlöse
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| REGIONEN | Umsatzerlöse (Sitz der Kunden) | |
|---|---|---|
| 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- |
| Deutschland | 70,8 | 42,6 |
| Übriges Europa | 129,3 | 76,0 |
| Amerika | 134,9 | 96,3 |
| Asien | 548,7 | 322,8 |
| Übrige Regionen | 26,4 | 13,1 |
| 910,1 | 550,8 |
Die Umsatzerlöse enthalten auch Erlöse aus Leistungsverrechnungen und aus Verkäufen von Zwischenprodukten an verbundene Unternehmen.
4 Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Wechselkursgewinne in Höhe von 81,7 Mio. Euro (Vorjahr: 105,8 Mio. Euro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von zusammen 9,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) sowie Zuschüsse in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro). Im Vorjahr waren außerdem Ausgleichszahlungen aufgrund vertraglicher Vereinbarungen enthalten.
Die periodenfremden Erträge, die aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, aus der Auflösung von Rückstellungen und dem Abgang von Anlagegütern resultierten, betrugen 9,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro).
5 Materialaufwand
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -564,7 | -396,9 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -0,2 | -0,7 |
| -564,9 | -397,6 |
6 Personalaufwand
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Löhne, Gehälter und Aufwendungen für Altersteilzeit | -170,7 | -157,3 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | -28,9 | -26,6 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -11,0 | -13,0 |
| -210,6 | -196,9 |
Soziale Abgaben enthalten insbesondere die Arbeitgeberanteile von Sozialversicherungsbeiträgen sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge.
In den Aufwendungen für Altersversorgung sind hauptsächlich Pensionszahlungen und die Zuführung zu Pensionsrückstellungen enthalten. Die Aufwendungen für die Dotierung der externen Pensionskasse werden ebenfalls in dieser Position ausgewiesen
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese Aufwendungen werden im Zinsergebnis erfasst. Bis zum 1. Januar 2010 war der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen im Personalaufwand erfasst worden. Nach der Ausweisänderung durch das BilMoG (§ 277 Abs. 5 HGB) erfolgte die Umgliederung in das Zinsergebnis.
7 Abschreibungen
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | -70,8 | -78,1 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -0,3 | -68,9 |
| -71,1 | -147,0 |
Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres in Höhe von 68,9 Mio. Euro betrafen in voller Höhe Gegenstände des Sachanlagevermögens.
8 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Wechselkursverluste, Reparatur- / Instandhaltungskosten, Frachten, Werbungskosten sowie Provisionen. Die Sonstigen Steuern werden erstmals unter den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Verrechnungen für Infrastruktur- und Dienstleistungen, welche von der Wacker Chemie AG bezogen werden, externe Forschungskosten, Gebühren und Beiträge, Abschreibungen auf Forderungen, sonstige personalbezogene Kosten sowie Beratungskosten.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus Währungsgeschäften | -104,0 | -85,9 |
| Reparaturen, Instandhaltung, Fremdleistungen | -38,5 | -24,2 |
| Vertriebskosten (Frachten, Vertreterkosten) | -20,5 | -13,1 |
| Aufwendungen aus Anlagenabgang | -0,4 | -0,2 |
| Sonstige Steuern | -0,3 | -0,3 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | -72,9 | -78,3 |
| -236,6 | -202,0 |
9 Zinsergebnis
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | ||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2,6 | 3,5 |
| davon verbundene Unternehmen | (2,6) | (3,2) |
| Aufwendungen aus der Abzinsung von Forderungen und der Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -5,9 | 0,0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -0,9 | -1,1 |
| davon verbundene Unternehmen | (-0,9) | (-0,5) |
| -4,2 | 2,4 |
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen und anderen langfristigen Rückstellungen wurden erstmalig im Zinsergebnis in Höhe von 5,9 Mio. Euro erfasst.
Der Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen längerfristigen Personalrückstellungen wurde bis zum 1. Januar 2010 unter dem Personalaufwand erfasst.
10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Betriebsstättensteuern sowie Steuern aus Vorjahren.
11 Erträge aus Verlustübernahme
Mit Wirkung zum 1.1.2009 wurde mit der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Im Geschäftsjahr wurden Verluste in Höhe von 93,1 Mio. Euro (Vorjahr: 236,7 Mio. Euro) von der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH übernommen.
12 Immaterielle Vermögensgegenstände
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| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten | |
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| Anfangsstand 01.01.2010 | 11,9 |
| Zugänge | 0,7 |
| Abgänge | 0,1 |
| Umbuchungen | 0,4 |
| Endstand 31.12.2010 | 12,9 |
| Abschreibungen | |
| Anfangsstand 01.01.2010 | 11,0 |
| Zugänge | 0,7 |
| Abgänge | 0,1 |
| Umbuchungen | 0,0 |
| Endstand 31.12.2010 | 11,6 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 1,3 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 0,9 |
13 Sachanlagen
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| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | |||||
| Anfangsstand 01.01.2010 | 201,5 | 1.236,3 | 106,3 | 67,6 | 1.611,7 |
| Zugänge | 1,8 | 30,2 | 2,5 | 20,0 | 54,5 |
| Abgänge | 0,9 | 14,7 | 2,6 | 0,0 | 18,2 |
| Umbuchungen | 11,6 | 50,4 | 2,5 | -64,9 | -0,4 |
| Endstand 31.12.2010 | 214,0 | 1.302,2 | 108,7 | 22,7 | 1.647,6 |
| Abschreibungen | |||||
| Anfangsstand 01.01.2010 | 125,9 | 1.017,4 | 97,4 | 0,0 | 1.240,7 |
| Zugänge | 6,2 | 60,3 | 3,9 | 0,0 | 70,4 |
| Abgänge | 0,6 | 14,6 | 2,6 | 0,0 | 17,8 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,1 | -0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Endstand 31.12.2010 | 131,5 | 1.063,2 | 98,6 | 0,0 | 1.293,3 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 82,5 | 239,0 | 10,1 | 22,7 | 354,3 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 75,6 | 218,9 | 8,9 | 67,6 | 371,0 |
14 Finanzanlagen
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| Anteile an verbundenen Unternehmen | |
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| Anfangsstand 01.01.2010 | 223,3 |
| Zugänge | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 |
| Umbuchungen | 0,0 |
| Endstand 31.12.2010 | 223,3 |
| Abschreibungen | |
| Anfangsstand 01.01.2010 | 0,0 |
| Zugänge | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 |
| Zuschreibungen | 0,0 |
| Umbuchungen | 0,0 |
| Endstand 31.12.2010 | 0,0 |
| Bilanzwert 31.12.2010 | 223,3 |
| Bilanzwert 31.12.2009 | 223,3 |
Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Siltronic AG ist Bestandteil des Anhangs (siehe Ziffer 30).
15 Vorräte
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 20,2 | 14,9 |
| Erzeugnisse, Waren | 40,7 | 32,7 |
| 60,9 | 47,6 |
16 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | Gesamt | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 77,2 | 0,0 | 53,0 | 0,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 457,9 | 72,9 | 377,9 | 62,9 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3,4 | 0,0 | 2,6 | 0,0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 15,0 | 0,6 | 11,3 | 0,5 |
| Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 476,3 | 73,5 | 391,8 | 63,4 |
| 553,5 | 73,5 | 444,8 | 63,4 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Darlehensforderungen sowie Forderungen aufgrund von Ergebnisübernahmen gegenüber der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH in Höhe von 93,1 Mio Euro (Vorjahr: 236,7 Mio Euro).
Unter den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Einzelposten: geleistete Anzahlungen an Pensionskasse, Ansprüche aus Investitionsförderungsmaßnahmen, Forderungen an Steuerbehörden, Forderungen aus Devisentermingeschäften sowie Forderungen an Lieferanten.
17 Wertpapiere
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Beteiligungen an Fonds (Altersteilzeit)1) | 1,5 | 8,5 |
| Insgesamt | 1,5 | 8,5 |
1) Diese Wertpapiere werden zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen gehalten; sie sind an die jeweiligen Mitarbeiter verpfändet.
Bis zum 1. Januar 2010 wurden zweckgebundene und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogene Wertpapiere zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen unter den Wertpapieren ausgewiesen. In Anwendung der durch das BilMoG geänderten Regelungen (§ 246 Abs. 2 HGB) werden sie ab dem Geschäftsjahr 2010, soweit die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind, mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet.
18 Rechnungsabgrenzungsposten
Unter den aktivischen Rechnungsabgrenzungsposten sind im wesentlichen gezahlte Service- und Wartungskosten, sowie Lohnbestandteile erfasst, soweit diese zukünftige Geschäftsjahre betreffen.
19 Eigenkapital
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| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen | Bilanzgewinn | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2010 | 100,0 | 340,0 | 8,5 | 269,5 | 718,0 |
| Jahresüberschuss | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 31.12.2010 | 100,0 | 340,0 | 8,5 | 269,5 | 718,0 |
Das gezeichnete Kapital besteht aus 50.000.000 Stückaktien.
Ferner ist das Grundkapital um bis zu 50,0 Mio. Euro eingeteilt in bis zu 25.000.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital).
Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich in vollem Umfang um andere Gewinnrücklagen.
Zur Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen sind Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt angelegt worden. Diese sind unter Anwendung von § 253 Abs. 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum Abschlussstichtag liegt dieser um 0,1 Mio. Euro über den Anschaffungskosten. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag von 0,1 Mio. Euro (§ 268 Abs. 8 HGB) stehen freiverfügbare Gewinnrücklagen von 8,5 Mio. Euro gegenüber. Eine Ausschüttungssperre bezogen auf den Bilanzgewinn von 269,5 Mio. Euro besteht somit nicht.
20 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für Anwartschaften und laufende Leistungen gebildet. Der Wertansatz ist versicherungsmathematisch nach der sog. Projected Unit Credit Method errechnet. Dabei werden jährliche Entgeltanpassungen von 3,00% und Rentenanpassungen von 2,00% berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2010 zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich auf 5,15%.
Im Vorjahr erfolgte die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen auf Basis des Teilwertverfahrens im Sinne von § 6a EStG mit einem Sollzinsfuss von 6,0 %.
Für die Ermittlung der Rückstellung werden die von der Bafin genehmigten, modifizierten Richttafeln der Pensionskasse der Wacker Chemie AG zugrunde gelegt.
21 Andere Rückstellungen
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 11,4 | 16,2 |
| Sonstige Rückstellungen | 62,8 | 79,4 |
| 74,2 | 95,6 |
Die Steuerrückstellungen enthalten vor allem Beträge für regelmäßige Steuerprüfungen.
Die Sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem Personalverpflichtungen (in Höhe von insgesamt 46,3 Mio. Euro; Vorjahr: 51,7 Mio. Euro), die aus Altersteilzeit, Erfolgsbeteiligung, Jubiläum, Lebensarbeitszeitkonten, sowie nicht genommenem Urlaub und geleisteter Mehrarbeit resultieren.
Die übrigen sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Drohverluste, Schadenersatzleistungen, Gewährleistung, ausstehende Rechnungen sowie Rabatte.
Was die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen betrifft, so umfassen diese die Aufwendungen für Lohn- / Gehaltszahlungen und Sozialabgaben an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die entsprechenden Aufstockungsleistungen und Abfindungen in voller Höhe. Die Rückstellung in Höhe von 19,6 Mio. Euro umfasst alle zum Jahresende anspruchsberechtigten Mitarbeiter bis zu der durch das Gesetz festgelegten Höchstgrenze; sofern darüber hinaus Altersteilzeitverpflichtungen eingegangen wurden, sind diese ebenfalls als Rückstellung berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtung belief sich auf 3,0 Mio. Euro (vor Saldierung 12,9 Mio. Euro). Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Dabei werden bei der Bewertung zum 31. Dezember 2010 jährliche Entgeltanpassungen von 3,00 % berücksichtigt. Der zum 31. Dezember 2010 zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich auf 4,07 % (Vorjahr: 5,5 %). Bzgl. der Lebenserwartungen werden die von der Bafin genehmigten, modifizierten Richttafeln der Wacker Pensionskasse zugrunde gelegt.
Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die treuhänderisch angelegt sind und auf die die Siltronic AG keinen Zugriff hat. Der bei Ermittlung der Rückstellung abgezogene beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände belief sich zum Bilanzstichtag auf 9,9 Mio. Euro. Die ursprünglichen Anschaffungskosten des angelegten Vermögens betrugen 9,8 Mio. Euro
22 Finanzverbindlichkeiten
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| 2010 | 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 197,1 | 197,1 | 148,7 | 148,7 |
| 197,1 | 197,1 | 148,7 | 148,7 |
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.
23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Übrige Verbindlichkeiten
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| 2010 | 2009 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | davon Restlaufzeit | Gesamt | davon Restlaufzeit | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | bis 1 Jahr | mehr als 5 Jahre | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 27,6 | 27,6 | 0,0 | 24,3 | 24,3 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 89,9 | 89,9 | 0,0 | 47,4 | 47,4 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1,2 | 1,2 | 0,0 | 0,6 | 0,6 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 2,5 | 2,5 | 0,0 | 4,3 | 4,3 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0,5 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 13,0 | 6,0 | 0,0 | 10,0 | 10,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3,2 | 3,2 | 0,0 | 1,7 | 1,7 | 0,0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 110,3 | 103,3 | 0,0 | 64,0 | 64,0 | 0,0 |
24 Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter
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| Anzahl Mitarbeiter | 2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Gemeinkostenpersonal | 1.253 | 1.339 |
| Produktiv-gewerblich | 1.942 | 2.049 |
| 3.195 | 3.388 |
25 Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag hat die Siltronic AG für die Einhaltung von Abnahmeverpflichtungen von Tochtergesellschaften in Höhe von 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 10,8 Mio Euro) garantiert. Aufgrund der derzeitigen finanziellen Situation der Tochterunternehmen, für die die Siltronic AG die Garantien übernommen hat, ist eine Inanspruchnahme aus diesen Garantien unwahrscheinlich.
26 Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Prüferhonorare
Die nachfolgend dargestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Nominalwerte.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Bestellobligo Investitionsvorhaben | 25,3 | 20,9 |
| Bestellobligo im Rahmen von Abnahmeverträgen gegenüber Dritten | 0,0 | 36,0 |
Im Rahmen von langfristigen Abnahmeverpflichtungen von jährlich rund 54 Mio. Euro sichert die Siltronic AG die Auslastung des Joint Venture Unternehmens in Singapur.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Honoraraufwand für den Abschlussprüfer | ||
| Abschlussprüfung | 0,3 | 0,3 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 0,0 | 0,0 |
| Steuerberatung | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Leistungen | 0,0 | 0,0 |
| 0,3 | 0,3 |
27 Derivative Finanzinstrumente
Zur Sicherung von Währungspositionen aus dem operativen Geschäft werden Instrumente wie Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Devisenoptionen eingesetzt. Zinsderivate wurden im Berichtsjahr nicht eingesetzt. Der Einsatz solcher derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien. Die Absicherung dient dem operativen Geschäft der Gesellschaft. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist es, die Volatilität in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmitteleingang, die auf Wechselkurs- und Zinssatzänderungen beruht, zu reduzieren.
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| Währungsderivate | ||
|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- |
| Nominalwerte | 1.006,5 | 502,4 |
| Marktwerte | 11,5 | -3,8 |
| Kreditrisiko | 23,9 | 4,2 |
Die abgeschlossenen Währungsderivate haben Laufzeiten von maximal 32 Monaten.
Die Nominalwerte sind die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kauf- und Verkaufsbeträge. Die Marktwerte beziehen sich auf die Auflösungsbeträge (Rückkaufswert) der Finanzderivate zum Bilanzstichtag. Sie werden auf der Basis quotierter Preise oder mit Hilfe von standardisierten Verfahren ermittelt. Eventuell gegenläufige Wertentwicklungen aus dem Grundgeschäft bleiben unberücksichtigt.
Das angegebene Volumen des Kreditrisikos ist die Summe nur der positiven Marktwerte der Derivate. Inhalt des Kreditrisikos ist die Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Die Geschäfte werden deshalb nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen.
Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung von den am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten ermittelt. Dabei werden Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet. Diese richten sich nach den Kassakursen unter Beachtung von Terminauf- und -abschlägen.
Ein Teil der Sicherungsmaßnahmen stellt die Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für ausgereichte und empfangene Konzerndarlehen dar. Zur Abdeckung der Währungsrisiken wurden Devisentermingeschäfte und -swaps im Nominalvolumen von 335,5 Mio. Euro abgeschlossen, die sich gegenläufig zum Grundgeschäft verhalten, dabei werden gleichartige Grundgeschäfte zu Portfolien zusammengefasst. Der beizulegende Zeitwert dieser Geschäfte betrug -1,3 Mio. Euro. Diese Geschäfte werden überwiegend im Jahr 2011 fällig. Der negative beizulegende Zeitwert von offenen Devisentermingeschäften belief sich auf -3,1 Mio. Euro und wurde als Drohverlustrückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert von geschlossenen Devisentermingeschäften beträgt 0,5 Mio. Euro, wovon 1,9 Mio. Euro als Vermögensgegenstand und -1,4 Mio. Euro als Verbindlichkeit ausgewiesen werden.
Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte in Fremdwährung bestanden Devisentermingeschäfte im Nominalwert von 671,0 Mio. Euro. Zu den erwarteten Geschäften gehören auch noch nicht fakturierte Umsätze in Fremdwährung. Der beizulegende Zeitwert dieser Geschäfte belief sich auf 12,8 Mio. Euro. Ihnen standen Geschäfte mit einem gegenläufigen beizulegenden Zeitwert in gleicher Höhe gegenüber. Diese Bewertungseinheiten wurden nicht bilanziert, sofern die Geschäfte nach dem 1. Januar 2010 abgeschlossen wurden. Für vor dem 1. Januar 2010 abgeschlossene Geschäfte wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von 1,9 gebildet.
Die Messung der Effektivität von Sicherungsbeziehungen wird im Regelfall nach der Dollar-Offset-Methode, bei der die Fair Values von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft gegenübergestellt werden, vorgenommen.
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Prämienaufwendungen für am Stichtag offene Fremdwährungsoptionen / Forderungen aus geschlossenen Geschäften | 1,9 | 0,5 |
| Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus geschlossenen Geschäften | 1,4 | 0,0 |
| Sonstige Rückstellungen für noch offene Derivat-Geschäfte | 5,0 | 7,4 |
28 Erstmalige Anwendung der BilMoG-Bestimmungen.
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| Anpassungen nach BilMoG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. Euro | Lfd. Nr. | Gemäß HGB (alt) 01.01.2010 | Gewinnrücklage | außerordentl. Ergebnis | Umgliederung | Gemäß BilMoG 01.01.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | ||||||
| Anlagevermögen | 595,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 595,2 | |
| Vorräte | 47,6 | 47,6 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 53,0 | 53,0 | ||||
| Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 391,8 | 391,8 | ||||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 444,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 444,8 | |
| Wertpapiere | (1) | 8,5 | 0,1 | -5,6 | 3,0 | |
| Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten (Liquidität) | 1,0 | 1,0 | ||||
| 9,5 | 0,0 | 0,1 | -5,6 | 4,0 | ||
| Umlaufvermögen | 501,9 | 0,0 | 0,1 | -5,6 | 496,4 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,1 | 0,1 | ||||
| 1.097,2 | 0,0 | 0,1 | -5,6 | 1.091,7 | ||
| Passiva | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | 100,0 | 100,0 | ||||
| Kapitalrücklage | 340,0 | 340,0 | ||||
| Andere Gewinnrücklagen | 8,5 | 8,5 | ||||
| Bilanzgewinn | 269,5 | 269,5 | ||||
| Außerordentliches Ergebnis | (1) (2) | -17,3 | -17,3 | |||
| Eigenkapital | 718,0 | 0,0 | -17,3 | 0,0 | 700,7 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | (2) | 46,6 | 15,9 | 62,5 | ||
| Andere Rückstellungen | (1) (2) | 95,6 | 1,5 | -5,6 | 91,5 | |
| Rückstellungen | 142,2 | 0,0 | 17,4 | -5,6 | 154,0 | |
| Verbindlichkeiten | 237,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 237,0 | |
| 1.097,2 | 0,0 | 0,1 | -5,6 | 1.091,7 |
In erstmaliger Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen ergaben sich nachfolgend dargestellte Anpassungen auf den 1. Januar 2010:
(1) Gemäß § 246 Abs. 2 HGB sind Vermögensgegenstände, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind mit den entsprechenden Verpflichtungen zu verrechnen. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Aus der erstmaligen Anwendung der Vorschrift ergab sich aufgrund der geänderten Bewertung eine Zuschreibung in Höhe von 0,1 Mio. Euro.
(2) In Anwendung von § 253 Abs. 1 HGB hat die Bewertung der Pensionsrückstellungen und langfristigen Personalrückstellungen mit dem Erfüllungsbetrag zu erfolgen. Bei der Bewertung sind auch hinreichend wahrscheinliche Entwicklungen wie Gehaltstrends und Rentenanpassungen zu berücksichtigen. Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen und der sonstigen langfristigen Personalrückstellung zum 1. Januar 2010 ergab sich ein zusätzlicher Rückstellungsbetrag in Höhe von 15,9 Mio. Euro bzw. 1,5 Mio. Euro. Die Ausübung der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB erfolgte nicht.
Insgesamt führte die erstmalige Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw. der entsprechenden Übergangsregelungen zu einem außerordentlichen Verlust von 17,3 Mio. Euro.
29 Organe der Siltronic AG
Aufsichtsrat (Stand 31.12.2010)
Dr. Rudolf Staudigl
Vorsitzender München
President & Chief Executive Officer
Wacker Chemie AG
Walter Ortner*
stv. Vorsitzender
Simbach
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Siltronic AG
Dr. Franz Richter
Eichenau
President & CEO
Thin Materials AG
Maximilian Baumgartner*
Marktl
Leiter Fab Productivity Management
Siltronic AG
Uwe Fritz*
Julbach
Bezirksleiter
IG BCE
Dr. Joachim Rauhut
München
Member of the Executive Board & Chief Financial Officer
Wacker Chemie AG
Dr. Michael Kaschke
Oberkochen
Mitglied des Vorstandes Carl Zeiss AG
Konzernfinanzierung/Controlling/Treasury
Dr. Willi Kleine
Burghausen
Leiter Werk Burghausen
Wacker Chemie AG
Andrea Pichottka*
Bad Münder
Vorstandssekretärin
IG BCE
Johann Hautz*
Burghausen
stv. Betriebratsvorsitzender
Siltronic AG
Karin Gottschalk*
Brand Erbisdorf / OT St. Michaelis
Betriebsratsvorsitzende
stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzende
Siltronic AG
Dr. Wilhelm Sittenthaler
München
Member of the Executive Board
Im Geschäftsjahr 2010 ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder:
Jörg Krey
(bis 30. September 2010)
Burghausen
Leiter BU Performance Silicones
Wacker Chemie AG
* Arbeitnehmervertreter
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen 0,1 Mio Euro. (frühere Mitglieder: 0 Mio Euro).
Vorstand (Stand 31.12.2010)
Dr. Wilhelm Sittenthaler
(bis 30. September 2010)
President & Chief Executive Officer
Dr. Joachim Manke
(bis 10. Februar 2010)
Executive Vice President & Chief Financial Officer
Dr. Gerhard Brehm
Executive Vice President & Chief Technology Officer
Dr. Christoph von Plotho
(ab 01. Oktober 2010)
President & Chief Executive Officer
Dr. Tobias Ohler
(ab 11. Februar 2010)
Executive Vice President & Chief Financial Officer
Paul Lindblad
Executive Vice President & Chief Commercial Officer
Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 2,3 Mio Euro. (frühere Mitglieder: 0 Mio Euro)
Die für ehemalige Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich auf 1,1 Mio Euro. (Vorjahr 0,4 Mio Euro).
30 Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| (Stand 31.12.2010) Eigenkapital und Jahresergebnis lt. IFRS in Euro TEUR |
2010 Eigenkapital | 2010 Jahresergebnis | 2010 Kapitalanteil in % |
|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | |||
| Siltronic Corp. Delaware, USA | 64.428 | 27.148 | 100,00 |
| Siltronic Asia Pte. Ltd., Singapur | 2.987 | 2.839 | 100,00 |
| Siltronic Holding International B.V., Krommenie, Niederlande | 466.944 | 14.957 | 100,00 |
| Wacker-Chemie Erste Venture GmbH, München | 80 | 0 | 100,00 |
| Wacker-Chemie Beteiligungsfinanzierungs GmbH, München | 30 | 0 | 100,00 |
| Siltronic Singapore Pte. Ltd., Singapur | 101.951 | 30.959 | 100,00 |
| Siltronic Japan Corp., Tokio, Japan | 19.478 | 12.470 | 100,00 |
| Siltronic Samsung Wafer Pte. Ltd., Singapur | 138.937 | -50.455 | 50,00 |
31 Angaben zum Mutterunternehmen
Die Aktien der Siltronic AG gehören zu 90 % der Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, und zu 10 % der Wacker Chemie AG, München. Die Wacker-Chemie Dritte Venture GmbH, München, ist ihrerseits ein 100 %iges Tochterunternehmen der Wacker Chemie AG, München.
Unser Jahresabschluss sowie die Jahresabschlüsse unserer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Wacker Chemie AG, München, einbezogen. Die Siltronic AG ist deshalb nach § 291 Abs. 2 HGB von der Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit.
Der Konzernabschluss des Wacker Chemie AG wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
München, den 25. Februar 2011
**Siltronic AG,
München**
Dr. Christoph von Plotho
Dr. Gerhard Brehm
Paul Lindblad
Dr. Tobias Ohler
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Siltronic AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und Über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 25. Februar 2011
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Pastor, Wirtschaftsprüferin
Hanshen, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats der Siltronic AG
Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen mit der Geschäftslage, der finanziellen Situation und den Investitionsvorhaben des Unternehmens eingehend befasst und sich über den Geschäftsgang unterrichtet.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2010 der Siltronic AG sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, München, geprüft worden und haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat darüber hinaus den verkürzten Konzernabschluss des Siltronic-Konzerns einer kritischen Durchsicht unterzogen und eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Siltronic AG sowie den verkürzten Konzernabschluss unter Hinzuziehung des Wirtschaftsprüfers geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands über die Ergebnisverwendung an.
Der Aufsichtsrat schlägt der Hauptversammlung vor, den Vorstandsmitgliedern Entlastung zu erteilen
Dr. R. Staudigl, Vorsitzender das Aufsichtsrates