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Siemens AG — Management Reports 2009
Feb 26, 2010
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Management Reports
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Siemens Aktiengesellschaft
Berlin und München
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2008 bis zum 30.09.2009
Sehr geehrte Aktionäre,
das Berichtsjahr war geprägt von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Unter Berücksichtigung der widrigen Rahmenbedingungen blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die frühzeitig vom Vorstand getroffenen Maßnahmen zur Kostensenkung sowie die neue Unternehmensaufstellung haben sich bewährt.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Insgesamt fanden sechs turnusgemäße und zwei außerordentliche Sitzungen statt. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.
Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. In gesonderten Strategiegesprächen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand die Perspektiven und die künftige Ausrichtung der einzelnen Geschäfte erörtert.
Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Darüber hinaus sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen worden, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Die Ausschussvorsitzenden berichten über die Arbeit der Ausschüsse dem Aufsichtsrat jeweils in der anschließenden Sitzung. Die Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse sowie die Anzahl der Sitzungen und Beschlüsse enthält die Aufstellung auf Seite 242 f.
Das Präsidium tagte im Berichtsjahr fünf Mal. Auch zwischen den Sitzungen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung für den Konzern besprochen. Das Präsidium hat sich mit Corporate-Governance-Grundsätzen sowie mit verschiedenen Personalthemen beschäftigt.
Der Vermittlungsausschuss musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Der Finanz- und Investitionsausschuss tagte drei Mal. Dabei standen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der mittelfristigen Unternehmensstrategie sowie die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über das Budget für das Geschäftsjahr 2010 im Vordergrund. Des Weiteren wurden sieben Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst sowie der Verkauf des Wohnungsbestands der Siemens Wohnungsbaugesellschaft und der Anteile an dem Joint Venture mit Fujitsu Siemens Computers (FSC) gebilligt.
Der Prüfungsausschuss hielt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands, des Finanzvorstands und des General Counsel mit den Abschlüssen und Lageberichten der Siemens AG und des Konzerns sowie mit dem Gewinnverwendungsvorschlag und dem 20-F-Bericht für die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC). Weiter gab der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers.
Gegenstand ausführlicher Beratungen waren außerdem die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 und die Überleitung auf die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart (vormals Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft), als neuem Abschlussprüfer. Dies schließt die Überwachung seiner Unabhängigkeit und Qualifikation sowie der von ihm erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Festlegung seines Honorars sowie die prüferische Durchsicht der Quartalsabschlüsse und des Halbjahresfinanzberichts ein. Das Gremium hat sich ferner mit dem Rechnungslegungsprozess und dem Risikomanagementsystem des Unternehmens, mit der Wirksamkeit, der Ausstattung und den Feststellungen der internen Konzernrevision wie auch mit den Berichten über potenzielle und anhängige Rechtsstreitigkeiten auseinandergesetzt. Außerdem behandelte der Prüfungsausschuss die Umsetzung der Regelungen der Section 404 des Sarbanes-Oxley Acts (SOA) und die Ergebnisse der Untersuchungen der internen Revision zur Effektivität antikorruptionsbezogener Maßnahmen. Zudem fanden separate Treffen mit dem Abschlussprüfer und dem Leiter der internen Konzernrevision statt.
Der Compliance-Ausschuss trat im Berichtsjahr sechs Mal zusammen. Er befasste sich in seinen Sitzungen mit den Quartalsberichten des Chief Compliance Officers sowie der Schadensersatzthematik gegen ehemalige Vorstandsmitglieder.
Die Themen im Aufsichtsratsplenum
Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG, ihrer Sectors und des Konzerns, die Finanzlage sowie die wesentlichen Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekte. Der Vorstand unterrichtete regelmäßig und umfassend über die Unternehmensplanung, die strategische Weiterentwicklung, den Gang der Geschäfte sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Der Aufsichtsrat hat sich fortlaufend über die Entwicklung und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise informieren lassen.
In der Sitzung am 12. November 2008 haben wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2008 besprochen und das Budget 2009 gebilligt. Weiter hat der Aufsichtsrat sich mit der im Zusammenhang mit dem angestrebten Vergleich mit Behörden in Deutschland und in den USA im Jahresabschluss 2008 gebildeten Rückstellung in Höhe von rund 1 Milliarde Euro beschäftigt und Barbara Kux zum neuen Mitglied des Vorstands der Siemens AG bestellt. Ihr wurde die Leitung des Supply Chain Managements übertragen. Zudem fungiert sie als Chief Sustainability Officer. In diesem Zusammenhang wurde die Geschäftsverteilung im Vorstand neu geordnet.
In der Sitzung am 28. November 2008 haben wir uns vor allem mit den Abschlüssen und den Lageberichten der Siemens AG und des Konzerns zum 30. September 2008 sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 27. Januar 2009 befasst, ferner mit dem Geschäftsbericht 2008, insbesondere mit dem darin enthaltenen Corporate-Governance-Bericht und der Entsprechenserklärung gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex. Weiter hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung im Januar 2009 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart (vormals Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft), als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat stimmte ferner zu, dass Jim Reid-Anderson sein Mandat als Mitglied des Vorstands vorzeitig niederlegt.
In der Sitzung am 28. November 2008 haben wir uns vor allem mit den Abschlüssen und den Lageberichten der Siemens AG und des Konzerns zum 30. September 2008 sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 27. Januar 2009 befasst, ferner mit dem Geschäftsbericht 2008, insbesondere mit dem darin enthaltenen Corporate-Governance-Bericht und der Entsprechenserklärung gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex. Weiter hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung im Januar 2009 die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart (vormals Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft), als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 vorzuschlagen. Der Aufsichtsrat stimmte ferner zu, dass Jim Reid-Anderson sein Mandat als Mitglied des Vorstands vorzeitig niederlegt.
In einer außerordentlichen Sitzung am 15. Dezember 2008 hat sich der Aufsichtsrat mit der Beendigung der Verfahren in Deutschland und den USA gegen die Siemens AG wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern befasst. Die abschließende Entscheidung zeigte die ausdrückliche Anerkennung der US-Staatsanwälte und der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) für die »außergewöhnliche Kooperation«, das neue umfangreiche Compliance-Programm und die umfassende Aufarbeitung durch Siemens. Auf dieser Basis hat die Leitbehörde für Aufträge der US-Bundesregierung, die Defense Logistics Agency (DLA), einen formalen Beschluss erlassen, wonach Siemens ein verlässlicher Vertragspartner für US-Regierungsgeschäfte bleibe.
In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 26. Januar 2009 haben wir uns mit der Trennung von der Beteiligung an dem Joint Venture Areva NP befasst und beschlossen, fristgerecht die Gesellschaftervereinbarung mit Wirkung spätestens zum 30. Januar 2012 zu kündigen und durch Ausübung einer Verkaufsoption die Anteile an den Mehrheitseigner Areva S.A. zu veräußern.
In der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. Januar 2009, im Anschluss an die Hauptversammlung, wurden aufgrund des Ausscheidens von Ralf Heckmann aus dem Aufsichtsrat Nachbesetzungen vorgenommen: Berthold Huber wurde zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Lothar Adler gehört seitdem zusätzlich zu seiner Mitgliedschaft im Finanz- und Investitionsausschuss dem Präsidium sowie dem Compliance- und Vermittlungsausschuss an. Ferner wurde Birgit Steinborn zum Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt. Hans-Jürgen Hartung rückte als gerichtlich bestelltes Mitglied in den Aufsichtsrat nach.
In der Sitzung am 28. April 2009 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns nach Abschluss des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs. Ferner wurden JeanLouis Beffa und Werner Mönius als weitere Mitglieder in den Finanz- und Investitionsausschuss gewählt; gleichzeitig wurde die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats angepasst. In Nachfolge von Heinz Hawreliuk wurden außerdem Bettina Haller in den Prüfungsausschuss und Sibylle Wankel in den Compliance-Ausschuss gewählt; dessen Geschäftsordnung wurde ebenfalls angepasst.
In der Aufsichtsratssitzung am 29. Juli 2009 beschäftigten wir uns mit der Geschäfts- und Finanzlage des Unternehmens nach Abschluss des dritten Quartals sowie dem Status der Compliance-Maßnahmen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über die Chancen aus den Konjunkturprogrammen, die Innovationsstrategie sowie das weitere Vorgehen im Bereich der Kernenergie informieren lassen. Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit gesetzlichen Neuregelungen, insbesondere zur Vorstandsvergütung, befasst.
In der Sitzung am 23. September 2009 erhielt der Aufsichtsrat vom Vorstand einen Überblick zur Lage des Unternehmens. Weiterhin fand die Beschlussfassung für das Budget 2010 statt. In dieser Sitzung gab der Healthcare Sector dem Aufsichtsrat einen Bericht zur Situation in diesem Geschäft. Aufgrund gesetzlicher Neuregelungen wurden die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats, des Präsidiums und des Prüfungsausschusses angepasst. Weiter fand eine Executive Session statt, an der nur die Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen und in der die Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats erfolgte. Zudem hat der Aufsichtsrat die mit den sogenannten Directors-and-Officers-Versicherern - kurz D&O - erreichte Einigung über einen Deckungsvergleich mit Leistungen bis zu einer Größenordnung von 100 Millionen Euro gebilligt, ferner die bereits erzielten Eckpunktevereinbarungen mit den drei ehemaligen Vorstandsmitgliedern Edward G. Krubasik, Rudi Lamprecht und Klaus Wucherer. Bei der Behandlung des Deckungsvergleichs mit den D&O-Versicherern hat sich Michael Diekmann als Vorstandsvorsitzender der Obergesellschaft eines Mitglieds des betroffenen Versicherungskonsortiums, um einen möglichen Interessenskonflikt zu vermeiden, an der Diskussion und Abstimmung vorsorglich nicht beteiligt.
Corporate Governance Kodex
Der Aufsichtsrat hat sich mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Informationen zu Corporate Governance im Unternehmen sowie einen ausführlichen Bericht zu Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand finden Sie auf den Seiten 16 ff. und 28 ff. dieses Berichts. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihren Sitzungen am 16. beziehungsweise 23. September 2009 beschlossen, eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abzugeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht wurde. Die Siemens AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung und wird ihnen auch künftig entsprechen.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Siemens AG zum 30. September 2009 sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 30. September 2009 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht wurden gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand rechtzeitig an uns verteilt worden. Sie wurden im Prüfungsausschuss am 1. Dezember 2009 intensiv behandelt.
Die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 2. Dezember 2009 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorlägen. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten der Abschlussprüfung ein.
Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse gebilligt; sie sind damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 1,60 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf von der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Hauptversammlung gehaltene eigene Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen, stimmen wir zu.
Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand
Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Januar 2009 legte Ralf Heckmann, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, sein Mandat nieder. Herr Heckmann gehörte dem Aufsichtsrat seit 1988 an und war seit 2002 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Als Nachfolger für dieses Amt hat der Aufsichtsrat im Anschluss an die Hauptversammlung Berthold Huber bestimmt. Zum neuen Mitglied im Aufsichtsrat wurde Hans-Jürgen Hartung gerichtlich bestellt. Heinz Hawreliuk schied zum 31. März 2009 aus dem Aufsichtsrat aus, und Sibylle Wankel rückte als Ersatzmitglied nach. Der Aufsichtsrat dankt den Herren Heckmann und Hawreliuk für die großen und langjährigen Verdienste sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Mit Wirkung zum 17. November 2008 bestellte der Aufsichtsrat Barbara Kux zum ordentlichen Mitglied des Vorstands und übertrug ihr die Leitung des Supply Chain Management. Zudem fungiert sie als Chief Sustainability Officer. Jim Reid-Anderson schied auf eigenen Wunsch zum 30. November 2008 aus. Hermann Requardt übernahm mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 - zusätzlich zur Leitung von Corporate Technology - die CEO-Funktion für den Healthcare Sector.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Sie haben erneut zu einem für Siemens geschäftlich erfolgreichen Jahr beigetragen.
Berlin und München, 2. Dezember 2009
Für den Aufsichtsrat
Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender
Corporate-Governance-Bericht
Die Siemens AG entspricht sämtlichen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«), der im Jahr 2002 erlassen und zuletzt im Juni 2009 erweitert wurde, ohne Ausnahme.
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben sich eingehend mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex, insbesondere mit den neuen Anforderungen vom 18. Juni 2009, befasst. Auf der Basis dieser Beratungen wurde die unten (Seite 23) aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und wird bei Änderungen aktualisiert. Die Siemens AG erfüllt freiwillig auch die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex.
Aufgrund der Notierung unserer Aktien an der New York Stock Exchange (»NYSE«) unterliegt die Siemens AG bestimmten US-amerikanischen Kapitalmarktgesetzen (einschließlich des Sarbanes-Oxley Act »SOA«) sowie den Regeln und Vorschriften der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (»SEC«) und der NYSE. Zur Umsetzung der Bestimmungen des SOA haben wir unter anderem ein aus den Leitern zentraler Unternehmenseinheiten bestehendes Offenlegungskomitee (»Disclosure Committee«) eingerichtet, das die Aufgabe hat, bestimmte finanzielle und nicht finanzielle Informationen zu überprüfen und unseren Vorstand bei seiner Entscheidung über deren Veröffentlichung zu beraten. Zusätzlich wurde ein Zertifizierungsverfahren eingeführt, in dem das Management der Sectors, Cross-Sector Businesses und der Tochtergesellschaften verschiedene Angaben bestätigen muss. Diese internen Zertifizierungen dienen dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand als Grundlage dafür, die erforderliche Zertifizierung der Abschlüsse gegenüber der SEC abzugeben. Entsprechend den Vorgaben des SOA haben wir darüber hinaus Regeln für bilanzbezogene Beschwerden und einen Ethikkodex (»Code of Ethics«) für Finanzangelegenheiten eingeführt.
FÜRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR:
Aufsichtsrat
Siemens unterliegt als deutsche Aktiengesellschaft (»AG«) dem deutschen Aktienrecht und verfügt daher über eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die von den Mitgliedern des Vorstands und den Mitgliedern des Aufsichtsrats wahrgenommen wird. Der Aufsichtsrat ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt.
Nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats gilt für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Grundsatz der Unabhängigkeit. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats sind oder waren im vergangenen Jahr in hochrangiger Position bei anderen Unternehmen, mit denen Siemens in Geschäftsbeziehungen steht, tätig. Geschäfte von Siemens mit diesen Unternehmen erfolgen dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Diese Transaktionen berühren nach unserer Ansicht die Unabhängigkeit der betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats nicht.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er behandelt die Quartals- und Halbjahresberichte und verabschiedet den Jahresabschluss der Siemens AG und des Konzerns unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und der Ergebnisse der durch den Prüfungsausschuss vorgenommenen Prüfung. Zu seinen Pflichten gehört auch die Überwachung der Einhaltung der Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance); der Compliance-Ausschuss nimmt die durch Beschluss des Aufsichtsrats sowie die in der Geschäftsordnung des Compliance-Ausschusses festgelegten Compliance-Aufgaben wahr. In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fallen weiterhin die Bestellung der Mitglieder des Vorstands sowie die Festlegung ihrer Ressorts. Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel größere Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an seine Zustimmung gebunden, soweit sie nicht gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat stattdessen in die Zuständigkeit des Finanz- und Investitionsausschusses fallen. In einer Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeit einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen, geregelt.
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht die Bildung von Ausschüssen vor; derzeit bestehen sechs Ausschüsse. Ihre Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Kodex überein und berücksichtigen die verbindlichen Regelungen des SOA und der NYSE. Darüber hinaus werden auch weitere Regelungen der NYSE berücksichtigt, obwohl diese für uns nicht verbindlich sind. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.
Das Präsidium (»Chairman's Committee«) besteht aus dem Vorsitzenden, den Stellvertretern und einem vom Aufsichtsrat zu wählenden Mitglied des Aufsichtsrats. Es hat die Aufgaben eines »Nominating, Compensation and Corporate Governance Committee«, soweit diese Aufgaben nicht durch den Nominierungsausschuss wahrgenommen werden oder das deutsche Recht die Behandlung der Aufgaben durch das Aufsichtsratsplenum vorschreibt. Das Präsidium macht insbesondere Vorschläge für die Berufung von Vorstandsmitgliedern, behandelt die Vorstandsverträge und bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums über die Festsetzung der Vorstandsvergütung und die Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand vor.
Der Prüfungsausschuss (»Audit Committee«) umfasst den Aufsichtsratsvorsitzenden sowie zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und drei Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer. Entsprechend dem deutschen Recht muss dem Prüfungsausschuss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Der Prüfungsausschuss beaufsichtigt den Rechnungslegungsprozess. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer erörtert der Prüfungsausschuss die vom Vorstand aufgestellten Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse des Unternehmens. Auf der Grundlage des Berichts des Abschlussprüfers über die Prüfung der Jahresabschlüsse macht der Prüfungsausschuss Vorschläge zur Feststellung der Jahresabschlüsse durch den Aufsichtsrat. Er befasst sich mit dem Risikoüberwachungssystem des Unternehmens und überwacht die Wirksamkeit seines internen Kontrollsystems, insbesondere bezogen auf die Finanzberichterstattung, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die unternehmensinterne Konzernrevision berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Ferner überwacht der Prüfungsausschuss die Abschlussprüfung, insbesondere die Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie dessen Leistungen, und erfüllt die anderen Aufgaben gemäß SOA.
Der im April 2007 eingerichtete Compliance-Ausschuss (»Compliance Committee«) besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden sowie zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und drei Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer. Der Ausschuss überwacht die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance).
Dem Nominierungsausschuss (»Nominating Committee«) gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie zwei Vertreter der Anteilseigner an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten.
Der Vermittlungsausschuss (»Mediation Committee«), dem der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes gewählte Stellvertreter und je ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner gewähltes Mitglied angehören, unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird.
Der Finanz- und Investitionsausschuss (»Finance and Investment Committee«), dem der Aufsichtsratsvorsitzende sowie drei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und vier Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer angehören, hat die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens, die Gegenstand einer jährlichen Strategiesitzung des Aufsichtsrats ist, die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft sowie über Sach- und Finanzinvestitionen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Finanz- und Investitionsausschuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maß nahmen, soweit der Betrag unter 600 Mio. EUR liegt. Der Finanz- und Investitionsausschuss nimmt ferner die Rechte des Aufsichtsrats gemäß § 32 des Mitbestimmungsgesetzes - Beschlussfassung über die Ausübung von Beteiligungsrechten - wahr. Beschlüsse des Finanz- und Investitionsausschusses nach § 32 des Mitbestimmungsgesetzes werden gemäß § 32 Absatz 1 Satz 2 des Mitbestimmungsgesetzes nur mit den Stimmen der Vertreter der Anteilseigner gefasst.
Vorstand
Der Vorstand ist als Leitungsorgan des Konzerns an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung und entscheiden über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung.
Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Quartals- und Halbjahresabschlüsse des Unternehmens, der Jahresabschlüsse der Siemens AG und der Konzernabschlüsse. Der Vorstand hat ferner für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Weitere ausführliche Informationen zum Compliance-Programm sowie zu diesbezüglichen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2009 finden sich auf den Seiten 24 ff. (Compliance-Bericht) und 60 f. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen. Er informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie und Strategieumsetzung, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Compliance sowie über unternehmerische Risiken.
Aktienbesitz
Am 13. Oktober 2009 hielten die derzeitigen Mitglieder des Vorstands insgesamt 286.998 (i.V. 382.903) Stück Siemens Aktien und Bezugsrechte auf Siemens Aktien, dies entspricht 0,03 (i.V. 0,04) Prozent des Grundkapitals der Siemens AG.
Zum selben Tag waren die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats im Besitz von 3.711 (i.V. 5.492) Stück Siemens Aktien und Bezugsrechten auf Siemens Aktien, dies entspricht 0,00013 (i.V. 0,0006) Prozent des Grundkapitals der Siemens AG. In diesen Werten sind 10.805.913 (i.V. 8.895.939) Stück Aktien beziehungsweise 1,18 (i.V. 0,97) Prozent des Grundkapitals nicht enthalten, für die die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (»vSV«) aufgrund eines zwischen (unter anderem) den Mitgliedern der Siemens Familie, einschließlich Herrn Gerd von Brandenstein, und der vSV abgeschlossenen Vertrags Stimmrechtsvollmacht besitzt. Das Stimmrecht für diese Aktien wird einheitlich durch die vSV entsprechend den Vorschlägen eines aus Repräsentanten der Siemens Familie bestehenden Gremiums ausgeübt. Vorsitzender des geschäftsführenden Gremiums ist Herr Gerd von Brandenstein, der im Falle von Stimmengleichheit entscheiden kann.
Aktienbesitz der einzelnen Mitglieder des Vorstands am 13. Oktober 2009:
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| Name | Finanzinstrument | Anzahl |
|---|---|---|
| Peter Löscher | Siemens Aktie | 100.000 |
| Wolfgang Dehen | Siemens Aktie | 16.110 |
| Heinrich Hiesinger | Siemens Aktie | 12.264 |
| Joe Kaeser | Siemens Aktie | 21.951 |
| Barbara Kux | Siemens Aktie | 4.100 |
| Hermann Requardt | Siemens Aktie | 10.619 |
| Siegfried Russwurm | Siemens Aktie | 18.216 |
| Peter Y. Solmssen | Siemens Aktie | 30.653 |
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Siemens AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 EUR erreicht oder übersteigt.
Der Siemens AG wurden folgende im abgelaufenen Geschäftsjahr vorgenommene Geschäfte gemeldet:
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| Datum der Transaktion | Vor- und Zuname | Funktion/ Status | Art und Ort der Transaktion | Finanzinstrument und ISIN | Anzahl | Kurs/Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 17.12.2008 | Wolfgang Dehen | Vorstandsmitglied | Kauf über Xetra | Siemens Aktie DE0007236101 | 2.500 | Euro 48,79 |
| 17.12.2008 | Joe Kaeser | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18 | Euro 22,00 |
| 17.12.2008 | Joe Kaeser | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 11.547 | Euro 42,00 |
| 17.12.2008 | Hermann Requardt | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18 | Euro 22,00 |
| 17.12.2008 | Hermann Requardt | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 9.666 | Euro 42,00 |
| 16.12.2008 | Barbara Kux | Vorstandsmitglied | Kauf über Xetra | Siemens Aktie DE0007236101 | 4.100 | Euro 48,32 |
| 16.12.2008 | Heinrich Hiesinger | Vorstandsmitglied | Verkauf über Frankfurt | Siemens Aktie DE0007236101 | 3.110 | Euro 47,73 |
| 16.12.2008 | Heinrich Hiesinger | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18 | Euro 22,00 |
| 16.12.2008 | Heinrich Hiesinger | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 11.268 | Euro 42,00 |
| 16.12.2008 | Peter Y. Solmssen | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18 | Euro 22,00 |
| 16.12.2008 | Peter Y. Solmssen | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18.135 | Euro 42,00 |
| 11.12.2008 | Wolfgang Dehen | Vorstandsmitglied | Verkauf über Xetra | Siemens Aktie DE0007236101 | 2.500 | Euro 49,37 |
| 28.11.2008 | Wolfgang Dehen | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18 | Euro 22,00 |
| 28.11.2008 | Wolfgang Dehen | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 12.402 | Euro 42,00 |
| 26.11.2008 | Hermann Requardt | Vorstandsmitglied | Verkauf über Xetra | Siemens Aktie DE0007236101 | 4.500 | Euro 47,83 |
| 21.11.2008 | Siegfried Russwurm | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 18 | Euro 22,00 |
| 21.11.2008 | Siegfried Russwurm | Vorstandsmitglied | Kauf außerbörslich | Siemens Aktie DE0007236101 | 14.760 | Euro 42,00 |
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| Datum der Transaktion | Gesamtvolumen | Kommentar |
|---|---|---|
| 17.12.2008 | Euro 121.975,00 | Regulärer Kauf von Siemens Aktien |
| 17.12.2008 | Euro 396,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Basis-Aktienprogramms 2009 zum Vorzugspreis |
| 17.12.2008 | Euro 484.974,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Share Matching Plans 2009 |
| 17.12.2008 | Euro 396,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Basis-Aktienprogramms 2009 zum Vorzugspreis |
| 17.12.2008 | Euro 405.972,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Share Matching Plans 2009 |
| 16.12.2008 | Euro 198.112,00 | Regulärer Kauf von Siemens Aktien |
| 16.12.2008 | Euro 148.440,30 | Regulärer Verkauf von Siemens Aktien |
| 16.12.2008 | Euro 396,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Basis-Aktienprogramms 2009 zum Vorzugspreis |
| 16.12.2008 | Euro 473.256,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Share Matching Plans 2009 |
| 16.12.2008 | Euro 396,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Basis-Aktienprogramms 2009 zum Vorzugspreis |
| 16.12.2008 | Euro 761.670,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Share Matching Plans 2009 |
| 11.12.2008 | Euro 123.425,00 | Regulärer Verkauf von Siemens Aktien |
| 28.11.2008 | Euro 396,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Basis-Aktienprogramms 2009 zum Vorzugspreis |
| 28.11.2008 | Euro 520.884,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Share Matching Plans 2009 |
| 26.11.2008 | Euro 215.235,00 | Regulärer Verkauf von Siemens Aktien |
| 21.11.2008 | Euro 396,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Basis-Aktienprogramms 2009 zum Vorzugspreis |
| 21.11.2008 | Euro 619.920,00 | Kauf von Siemens Aktien im Rahmen des Siemens Share Matching Plans 2009 |
Sämtliche Geschäfte werden auch auf der Website des Unternehmens unter www.siemens.com/directors-dealings veröffentlicht.
Beziehungen zu den Aktionären
Siemens berichtet seinen Aktionären vier Mal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Finanz- und Ertragslage. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs statt. Durch den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel, insbesondere des Internets, erleichtert der Vorstand den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung und ermöglicht ihnen, sich bei der Ausübung ihres Stimmrechts durch Stimmrechtsvertreter vertreten zu lassen.
Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Aktionäre können Gegenanträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten. Aktionäre mit einem Anteilsbetrag am Grundkapital in Höhe von mindestens 100.000 EUR können darüber hinaus die gerichtliche Bestellung eines Sonderprüfers zur Überprüfung bestimmter Vorgänge verlangen.
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit werden regelmäßige Treffen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands und anderer Mitglieder des Vorstands sowie einzelner Mitglieder des Managements der Sectors und Cross-Sector Businesses mit Analysten und institutionellen Anlegern abgehalten. Zusätzlich zu mindestens einer jährlichen Analystenkonferenz findet jeweils anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen eine Telefonkonferenz für Analysten statt.
Corporate Governance Guidelines
Unsere Satzung, die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und seiner wichtigsten Ausschüsse, die Geschäftsordnung des Vorstands, sämtliche Entsprechenserklärungen, der Bericht über die Erfüllung der Bestimmungen des Kodex sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance sind im Internet unter www.siemens.com/corporate-governance abrufbar.
Wesentliche Unterschiede zwischen der Corporate Governance bei Siemens und den NYSE Corporate Governance Standards
Gesellschaften, die an der NYSE notiert sind, unterliegen den im »NYSE Listed Company Manual« unter Abschnitt 303A geregelten Corporate Governance Standards (»NYSE Standards«). Laut NYSE Standards darf die Siemens AG als »Foreign Private Issuer« von den NYSE Standards abweichen und stattdessen der Corporate-Governance-Praxis ihres Heimatlands folgen. Für sie sind die NYSE Standards lediglich hinsichtlich der Einrichtung eines Prüfungsausschusses (bestehend aus Mitgliedern, die als »unabhängig« im Sinne des SOA anzusehen sind) und bestimmter Bekanntmachungspflichten gegenüber der NYSE verbindlich. Darüber hinaus verlangen die NYSE Standards, dass »Foreign Private Issuer« die wesentlichen Unterschiede zwischen ihren Corporate-Governance-Grundsätzen und den Vorgaben, die gemäß NYSE Standards für US-Gesellschaften gelten, offenlegen.
Als Unternehmen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland sind für die Siemens AG insbesondere das Aktiengesetz und das Mitbestimmungsgesetz sowie die Empfehlungen des Kodex maßgeblich. Siemens hält zudem die verbindlichen Regelungen der Börsenplätze ein, an denen seine Aktien notiert sind, wie zum Beispiel der NYSE. Siemens erfüllt darüber hinaus freiwillig viele der NYSE-Anforderungen, die nur für US-amerikanische Emittenten gelten.
Unsere Corporate-Governance-Praxis unterscheidet sich insbesondere in folgenden Punkten von den Vorgaben für an der NYSE notierte US-Gesellschaften:
Duales Führungssystem
Das deutsche Aktiengesetz schreibt für die Siemens AG ein duales Führungssystem (»Two-Tier Board Structure«), bestehend aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat, vor. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung und -kontrolle streng getrennt. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats richtet sich nach dem Mitbestimmungsgesetz, das vorschreibt, dass die Hälfte der insgesamt 20 Mitglieder des Aufsichtsrats von den Arbeitnehmern in Deutschland gewählt wird. Bei Stimmengleichheit im Aufsichtsrat gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
Unabhängigkeit
Anders als bei den NYSE Standards, die vom »Board of Directors« die positive Feststellung der Unabhängigkeit der einzelnen Board-Mitglieder anhand spezifischer Unabhängigkeitstests verlangen, sieht das deutsche Recht für den Aufsichtsrat keine derartigen positiven Feststellungen zu einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Nach deutschem Recht muss nur dem Prüfungsausschuss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Siemens AG enthält jedoch mehrere Bestimmungen, die dazu beitragen sollen, die Unabhängigkeit der Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats zu gewährleisten. Ferner herrscht eine klare Trennung zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands: Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich unzulässig. Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen nahestehender Dritter gebunden. Außerdem müssen Beratungs-, Dienstleistungs- und bestimmte andere Verträge zwischen Siemens und einem seiner Aufsichtsratsmitglieder durch den Aufsichtsrat gebilligt werden.
Ausschüsse
Die NYSE Standards schreiben die Bildung mehrerer spezifischer Board-Ausschüsse vor, die sich aus unabhängigen Board-Mitgliedern zusammensetzen und auf der Grundlage von Geschäftsordnungen arbeiten, in denen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten schriftlich festgelegt sind. Abweichend hiervon hat der Aufsichtsrat der Siemens AG die Aufgaben eines »Nominating, Compensation and Corporate Governance Committee« im Wesentlichen in seinem Präsidium zusammengefasst und im Übrigen partiell dem Nominierungsausschuss übertragen. Bestimmte Verantwortlichkeiten werden jedoch nicht an einen Ausschuss delegiert, da sie nach deutschem Recht vom Aufsichtsratsplenum wahrgenommen werden müssen, so beispielsweise die Festsetzung der Vorstandsvergütung. Sowohl der Prüfungsausschuss als auch das Präsidium haben eigene, vom Aufsichtsrat auf der Grundlage der NYSE Standards verabschiedete Geschäftsordnungen, in denen ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten niedergelegt sind.
Der Prüfungsausschuss der Siemens AG unterliegt den Vorschriften des SOA und des Securities Exchange Act von 1934, soweit diese auf »Foreign Private Issuer« anwendbar sind, und erfüllt - im Zusammenwirken mit dem im April 2007 eingerichteten Compliance-Ausschuss - die Funktionen, die denen eines »Audit Committee« gemäß NYSE Standards vergleichbar sind. Nach deutschem Recht dürfen jedoch bestimmte Verantwortlichkeiten nicht an einen Ausschuss delegiert werden, so beispielsweise die Bestimmung des Abschlussprüfers, der nach deutschem Recht von der Hauptversammlung der Aktionäre zu wählen ist.
Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat außerdem einen Finanz- und Investitionsausschuss sowie einen Vermittlungsausschuss. Letzterer ist nach deutschem Recht zwingend zu bilden, während keiner dieser beiden Ausschüsse gemäß NYSE Standards erforderlich wäre.
Zustimmung der Aktionäre zu aktienbasierten Vergütungsplänen; Erwerb eigener Aktien
Die NYSE Standards verlangen von den an der NYSE notierten US-Gesellschaften generell, dass die Aktionäre über alle aktienbasierten Vergütungspläne (einschließlich Aktienoptionspläne) und deren wesentliche Änderungen abstimmen. In ähnlicher Weise müssen unsere Aktionäre zur Ausgabe von Aktien und Aktienoptionen den zugrunde liegenden genehmigten oder bedingten Kapitalia zustimmen. Bei diesen Beschlussfassungen müssen auch die wesentlichen Eckpunkte neu eingeführter oder wesentlich geänderter Aktienoptionspläne angegeben werden, sodass insoweit auch diese der Zustimmung durch die Aktionäre der Siemens AG unterliegen. Des Weiteren bedarf nach deutschem Recht der geplante Erwerb eigener Aktien grundsätzlich der vorherigen Zustimmung der Aktionäre. Eine solche Zustimmung wurde zuletzt von der Hauptversammlung am 27. Januar 2009 ausgesprochen und wird in der Regel nach Auslaufen der jeweiligen Genehmigung der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt.
Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben in ihren Sitzungen am 16. und 23. September 2009 die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:
»Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Siemens AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (›Kodex‹) in der Fassung vom 18. Juni 2009 und wird ihnen auch zukünftig entsprechen. Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 28. November 2008 hat die Siemens AG sämtlichen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 entsprochen.
Berlin und München, 1. Oktober 2009
Siemens Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Compliance-Bericht
Siemens ist in den meisten Ländern der Welt tätig, häufig bereits seit vielen Generationen - und von jeher mit dem Ziel, als integrer Partner Teil der jeweiligen Gesellschaften zu werden. Unerlässlich dafür ist die Einhaltung der Gesetze und der eigenen Grundsätze und Regeln - Compliance genannt. Auch im Geschäftsjahr 2009 haben wir daran gearbeitet, Compliance noch stärker in unseren Geschäftsprozessen und in unserer Unternehmens- und Managementkultur zu verankern. Wir begreifen Compliance als elementaren Bestandteil von Integrität und als Grundlage nachhaltiger Unternehmensführung.
Compliance schafft die Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung von Unternehmen und schafft darüber hinaus nachhaltige gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. So stärkt der Verzicht auf Korruption nicht nur den fairen Wettbewerb, sondern leistet zugleich einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung von Volkswirtschaften - und damit zur Verbesserung der Lebensbedingungen und Entfaltungsmöglichkeiten der Menschen. Auch außerhalb unseres Unternehmens setzen wir uns dafür ein, Korruption zu bekämpfen.
Weiterhin hohe Priorität für Compliance
Am 15. Dezember 2008 wurden die Verfahren gegen Siemens in Deutschland und in den USA wegen Verstößen gegen die Antikorruptionsgesetze und Buchführungsvorschriften beendet. Die US-Behörden beauftragten Dr. Theo Waigel, von 1989 bis 1998 Bundesfinanzminister der Bundesrepublik Deutschland, damit, als »Compliance Monitor« in den nächsten Jahren regelmäßig über die Effektivität unserer Compliance-Maßnahmen zu berichten. Das Unternehmen unterstützt den Monitor bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Hierin liegt zusätzlich zur weiteren Verbesserung der Wirksamkeit und Effizienz des Compliance-Programms ein Schwerpunkt unserer Anstrengungen zur nachhaltigen Umsetzung der Compliance-Maßnahmen. Hierzu zählen darüber hinaus die Fortsetzung der intensiven Stakeholderdialoge und unseres externen Engagements gegen Korruption.
Wir streben einen Wandel von einer regel- zu einer wertebasierten Unternehmenskultur an, einer Unternehmenskultur, in der die Einhaltung der Gesetze und unserer eigenen Grundsätze und Regeln als Kernelement von Verantwortlichkeit und Integrität verstanden und gelebt wird. Compliance bleibt also ein Thema mit hoher Priorität im Unternehmen.
Entwicklung der Compliance-Organisation
Im Geschäftsjahr 2009 waren rund 600 Mitarbeiter in der unternehmensweiten Compliance-Organisation tätig. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 haben wir die Betreuung der regionalen Compliance-Organisation an die geänderte Unternehmensstruktur angepasst: Die Verantwortung für jeweils ein oder mehrere Cluster liegt nun bei neun sogenannten (Meta-) Cluster Compliance Officer, die direkt an den Chief Compliance Officer berichten.
Für unsere neuen Compliance Officer ist die Teilnahme an einem viertägigen Einführungsprogramm verpflichtend; dieses Programm haben wir im Geschäftsjahr 2009 systematisch fortgesetzt. Dem verbesserten Austausch unternehmensweiter Best-Practice-Beispiele und dem Vertiefen des gegenseitigen Dialogs dienten im Jahr 2009 eine globale Compliance-Konferenz in Deutschland sowie regionale Compliance-Konferenzen in Asien, Europa, Lateinamerika sowie im Nahen und Mittleren Osten.
Um Compliance noch stärker als bisher als tragende Säule unserer Führungs- und Unternehmenskultur zu verankern, muss die Arbeit in der Compliance-Organisation als Karriereschritt verstanden und gemanagt werden. Deshalb haben wir ein eigenes Programm zum Kompetenzaufbau (»Competency Management«) entwickelt, das dazu beitragen soll, die Mitarbeiter in der Compliance-Organisation systematisch zu fördern.
Compliance als Managementaufgabe
Die Verantwortung für Compliance liegt beim Management. Der im Geschäftsjahr 2009 weiter ausgebaute Compliance-Review-Prozess in Geschäften und Regionen umfasst nicht nur quartalsweise Berichte an den Vorstand und an den Aufsichtsrat. Vielmehr werden auch wichtige Compliance-Themen als Teil der allgemeinen Managementmeetings besprochen und Verbesserungsmaßnahmen auf allen Ebenen der Unternehmensorganisation erarbeitet. Damit tragen wir dazu bei, Compliance als festen und dauerhaften Bestandteil auf der Managementagenda in unserem Unternehmen zu verankern.
Ebenfalls mit dem Ziel, die Verantwortung des Managements für Compliance zu stärken, haben wir 2008 Compliance erstmals zum Bestandteil des Bonussystems des oberen Managements gemacht. Auch die variablen Bezüge des Senior Managements für das Geschäftsjahr 2009 enthalten eine Compliance-Komponente, in deren Bemessung zusätzlich zu anderen Kriterien wie im Vorjahr die Ergebnisse der weltweiten Mitarbeiterbefragung zu Compliance einfließen.
Im Rahmen der zweiten Compliance-Mitarbeiterbefragung im Juni 2009 wurden unternehmensweit rund 90.000 zufällig ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anonym befragt. Mit ihr wollten wir auch in diesem Jahr das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für Compliance und Integrität ermitteln und kritisches Feedback erhalten. Die Beteiligungsrate hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und lag bei 47 Prozent - ein Beleg dafür, dass diese Themen bei unseren Mitarbeitern weiterhin hohe Priorität haben. Bei der diesjährigen Analyse haben wir erstmals die Möglichkeit, Veränderungen gegenüber dem Vorjahr zu ermitteln und auszuwerten. Wie bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr, so nutzen wir auch im Berichtsjahr die durchgeführte Befragung dazu, spezifische Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Über deren Umsetzung wird das Management der jeweiligen Unternehmenseinheiten in den Compliance Reviews berichten.
Compliance-Risiken vermeiden
Im Januar 2009 hat der Vorstand der Siemens AG die überarbeiteten Business Conduct Guidelines verabschiedet und in Kraft gesetzt. Darin haben wir die Regeln zur Bekämpfung von Korruption und für fairen Wettbewerb deutlich ausgebaut und unter anderem durch Bestimmungen zum Verbot der Geldwäsche, zum Umgang mit Handelskontrollen und zu Anforderungen an unsere Lieferanten ergänzt. Auch die Unterstützung der zehn Grundsätze des Global Compact der Vereinten Nationen ist in die überarbeiteten Business Conduct Guidelines aufgenommen worden.
Die Einführung des Compliance-Kontrollsystems mit dem Schwerpunkt Korruptionsbekämpfung haben wir im Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen. Um das Compliance-Programm weiter zu verbessern und an geänderte Richtlinien sowie Verfahren und neue Instrumente anzupassen, haben wir ein erweitertes Compliance Control Framework (CCF) erarbeitet. Dabei haben wir auch das Feedback unserer Mitarbeiter aus der Befragung zu Compliance und aus anderen Quellen berücksichtigt.
Bereits im Vorjahr haben wir in unser IT-gestütztes Verfahren zur Genehmigung von Kundenprojekten (Limits of Authority) - vor allem mit öffentlichen Auftraggebern - einen Baustein zur Beurteilung von Korruptionsrisiken integriert. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir dieses Verfahren an die organisatorischen Änderungen im Unternehmen angepasst. Seit Einführung des Verfahrens bis zum Ende des Geschäftjahrs 2009 haben mehr als 45.000 Teilnehmer dazu ein webbasiertes Trainings- und Schulungsprogramm absolviert. Auch die Anwendung des Ende Juli 2008 eingeführten Instruments zur Integritätsprüfung unserer Geschäftspartner (Business Partner Compliance Due Diligence Tool für Vermittler zwischen Siemens und dem Endkunden) haben wir im Berichtszeitraum mit webbasierten und persönlichen Schulungen unterstützt.
Mit zwei neuen Verfahren haben wir im Geschäftsjahr 2009 unsere Compliance-Regelungen weiterentwickelt und ihre Handhabung verbessert: Für Geschenke und Einladungen haben wir die bestehenden Regelungen in ein IT-gestütztes Verfahren, das Compliance Helpdesk »Approve it«, integriert, mit dem unsere Mitarbeiter anhand länderspezifischer Bewertungsbogen selbst prüfen können, inwieweit Genehmigungen erforderlich sind, und bei komplexen Themen eine Prüfung durch den zuständigen Compliance Officer veranlassen können. Spenden, Mitgliedschaften und Sponsoring werden nun unternehmensweit nach klaren und einheitlichen Compliance-Kriterien über ein neues, ebenfalls elektronisches Verfahren erfasst, bewertet und genehmigt.
Fehler aufdecken und abstellen
Im Geschäftsjahr 2009 gingen beim unabhängigen Ombudsmann und beim Compliance Helpdesk »Tell us« insgesamt 565 (2008: 539) Meldungen und Hinweise auf mögliches Fehlverhalten ein, von denen 439 (2008: 338) einen Anfangsverdacht begründeten, dem intern weiter nachgegangen wurde. Zusätzliche Erkenntnisse ergaben die Überprüfungen unserer Abteilung Corporate Finance Audit.
Insgesamt haben wir im Berichtszeitraum 784 Verstöße arbeitsrechtlich geahndet (Vorjahr: 909). Die Untersuchung von Hinweisen auf mögliches Fehlverhalten dient nicht nur dazu, dieses zu ahnden, sondern verfolgt auch den Zweck, mögliche Defizite festzustellen und zu analysieren. Die Durchführung erforderlicher Verbesserungsmaßnahmen wird nach Abschluss jeder Untersuchung überprüft.
Wissen und Erfahrungen vermitteln und nutzen
Im Geschäftsjahr 2009 haben wir die im Vorjahr gestartete unternehmensweite Schulung der Führungskräfte und weiterer Mitarbeiter in relevanten Funktionen zur Korruptionsbekämpfung abgeschlossen. Rund 140.000 Mitarbeiter haben seit Beginn der Schulungen das webbasierte Training absolviert, rund 79.000 Mitarbeiter in relevanten Funktionen sind in Präsenztrainings (in-person) geschult worden. Neu in diese Funktionen eintretende Mitarbeiter sind in beide Trainings einbezogen worden.
Das webbasierte Training zur Korruptionsbekämpfung und zum Wettbewerbsrecht mussten beispielsweise all jene Mitarbeiter absolvieren, die eine Verpflichtungserklärung zu unseren Business Conduct Guidelines zu unterzeichnen haben. Dieses Training zielte darauf, das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für Compliance-Risiken zu schärfen und ihnen Grundkenntnisse der Compliance-Vorschriften zu vermitteln; hierzu gehören auch wichtige ausländische Gesetze und internationale Abkommen.
Im September 2009 haben wir mit der Einführung eines neuen webbasierten Trainings zu den überarbeiteten Siemens Business Conduct Guidelines begonnen: Die Diskussion von Compliance-Herausforderungen und fiktive Fallbeispiele sollen das Verständnis der neuen Guidelines vertiefen. Das Training ist verpflichtend für Führungskräfte und weitere zeichnungsberechtigte Mitarbeiter. Es wird in Deutsch, Englisch und in 14 weiteren Sprachen verfügbar sein.
Seit dem zweiten Quartal 2008 haben wir alle Mitarbeiter der sogenannten sensitiven Funktionen in mehrstündigen Präsenztrainings geschult. Das Training ist verpflichtend für Mitarbeiter, die Vertragsverhandlungen mit Vertretern oder Angestellten von Regierungen, Behörden und staatlichen Unternehmen führen oder beeinflussen können. Im Zentrum dieser Trainings steht das Vermitteln der internationalen gesetzlichen Bestimmungen zur Korruptionsbekämpfung und der entsprechenden Siemens Richtlinien. In den verschiedenen Regionen wird zudem die lokale Gesetzgebung miteinbezogen. Für Mitarbeiter, deren Training bereits mehr als ein Jahr zurückliegt, haben 2009 Wiederholungskurse begonnen.
Zusätzlich haben wir die interne Ausbildung von Compliance-Trainern intensiviert und sogenannte Train-the-Trainer-Kurse mit Zertifizierung eingeführt. Zum Ende des Geschäftsjahrs haben wir das Konzept eines »Advanced Compliance Officer Training« entwickelt. Mit diesem Training wollen wir erfahrene Compliance Officer vertiefend mit den Erwartungen und Anforderungen externer Stakeholder vertraut machen und ihnen Best-Practice-Beispiele im Umgang mit Nichtregierungsorganisationen, internationalen Organisationen und Verbänden vermitteln. Das neue Trainingsangebot haben wir im Oktober 2009 in einem Pilotprojekt erfolgreich getestet, und wir werden es in das Compliance-Trainingsprogramm aufnehmen.
Unterstützung bei spezifischen Fragen erhalten unsere Mitarbeiter beim Compliance Helpdesk »Ask us«. Hierfür haben wir ein unternehmensweites Expertennetzwerk aufgebaut, mit dessen Hilfe die eingehenden Fragen beantwortet werden. Seit Einführung von »Ask us« Ende 2007 wurden bereits über 8.000 Fragen aus dem gesamten Unternehmen zu Compliance-Themen gestellt. Die Auswertung der Fragen gibt uns wichtige Hinweise darauf, wie Trainings und Verfahren gezielt verbessert werden können. Über das im Berichtszeitraum neu eingeführte Compliance Helpdesk »Improve it« können unsere Mitarbeiter darüber hinaus Anregungen und Verbesserungsvorschläge zum Compliance-Programm einbringen - einige über »Improve it« gemachte Mitarbeitervorschläge haben wir bereits umgesetzt.
Engagement für gemeinsames Handeln
Siemens engagiert sich in Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen Organisationen für die Bekämpfung der Kriminalität. Unsere Kooperationen mit internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen unterstützen uns bei der laufenden Verbesserung unseres Compliance-Programms. Weiterhin ist Siemens in der Collective-Action-Arbeitsgruppe des Weltbank-Instituts aktiv. Collective Action (gemeinsames Handeln) zielt auf fairen Wettbewerb durch den Verzicht auf Korruption - und damit zugleich auf einen Beitrag zur besseren wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Beispielhaft für unsere Aktivitäten im Geschäftsjahr 2009 sind des Weiteren die Zusammenarbeit mit dem Global Compact der Vereinten Nationen und der Partnering-against-Corruption-Initiative (PACI) des Weltwirtschaftsforums. Im Juli 2009 sind wir als Mitglied dem International-Business-Leaders-Forum (IBLF) bei getreten: Auch hier stellen Aktivitäten zur Bekämpfung der Korruption einen Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit dar.
Positive Bewertung unserer Maßnahmen
Unsere Compliance-Maßnahmen finden Zustimmung und Anerkennung - bei unseren Mitarbeitern und außerhalb unseres Unternehmens: So haben wir in der aktuellen Bewertung des Dow Jones Sustainability Index in der Kategorie »Codes of Conduct/Compliance« nach dem guten Resultat von 93 Prozent im Jahr 2008 einen weiteren Schritt nach vorn gemacht: 2009 erhielten wir hier die Höchstwertung von 100 Prozent. Wie im Vorjahr wurde auch unser »Risk & Crisis Management« mit diesem Score bewertet. Nach dem Wechsel in den Bewertungssektor »Diversified Industrials« konnten wir 2009 hier sofort den Spitzenplatz erreichen. Die hohe Bewertung unserer Compliance-Aktivitäten verstehen wir als Bestätigung unserer bisherigen Arbeit, vor allem aber als Verpflichtung für die Zukunft.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der Siemens AG Anwendung finden, und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und beinhaltet Angaben nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des »Anhangs zum Konzernabschluss« und somit des testierten Konzernabschlusses.
1. Vergütung des Vorstands
Mit dem zum 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) hat der Gesetzgeber neue Anforderungen hinsichtlich der Festsetzung der Vorstandsvergütung geschaffen. Der Gesetzgeber verfolgte dabei das Ziel, die Vergütung des Vorstands an einer nachhaltigen und auf Langfristigkeit ausgerichteten Unternehmensführung zu orientieren. Dieses Ziel deckt sich mit den Grundsätzen, die dem System der Vorstandsvergütung bei Siemens zugrunde liegen. Bei der Festlegung der Vergütung werden die Vorgaben des Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex beachtet.
Siemens überprüft sein Vergütungssystem für den Vorstand jährlich auf Basis externer Marktvergleiche. Dabei wird auch die Marktüblichkeit des Systems untersucht. Auf der Grundlage dieser Vergleiche wurde in den Geschäftsjahren 2006 bis 2008 die aktienbasierte Vergütung stufenweise auf Marktniveau angehoben (2006: 500.000 EUR; 2007: 750.000 EUR; 2008: 1.000.000 EUR).
Im Jahr 2008 wurde das Vergütungssystem grundlegend umgestaltet und auf das Ziel der Nachhaltigkeit ausgerichtet. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei die Einführung der konzernweit geltenden »Share Ownership Guidelines«. Die Mitglieder des Vorstands haben sich freiwillig dazu verpflichtet, die Vorgaben dieser Richtlinien zu erfüllen. Diese Richtlinien sehen vor, dass die Mitglieder des Vorstands für die Dauer ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand eine Beteiligung am Unternehmen im Gegenwert eines Vielfachen des Grundeinkommens (für den Vorstandsvorsitzenden 300 Prozent, für Vorstandsmitglieder 200 Prozent) halten, und geben damit Anreiz zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Der Nachweis über das Halten entsprechender Gegenwerte in Siemens Aktien ist erstmals im März 2012 zu erbringen und von da ab jährlich zu erneuern. Für Mitglieder des Vorstands, die nach dem 1. Oktober 2008 bestellt wurden, gilt eine um ein Jahr verlängerte Frist. Bei etwaigen Kursverlusten der Siemens Aktie besteht eine Verpflichtung zum Nacherwerb, um die entsprechenden Gegenwerte zu erreichen. Damit werden die Mitglieder des Vorstands langfristig an Kursgewinnen wie auch Kursverlusten der Siemens Aktie beteiligt.
Zudem können die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2009 an dem neuen »Share Matching Plan« teilnehmen, der einen weiteren Anreiz zu langfristigen Investitionen in Siemens Aktien bieten soll (zu weiteren Einzelheiten des Plans siehe unten unter »Sonstiges«).
Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen am 29. Juli und 23. September 2009 mit den gesetzlichen Neuerungen, insbesondere auch mit der Ausrichtung der Vorstandsvergütung an einer nachhaltigen Unternehmensführung, befasst. Die Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und das Präsidium des Aufsichtsrats wurden angepasst, um die Zuständigkeitsverteilung zwischen diesen Gremien entsprechend den neuen gesetzlichen Vorgaben zu gestalten. Danach werden die Gesamtbezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds vom Aufsichtsrat festgesetzt. Auch das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und regelmäßig überprüft. Das Präsidium des Aufsichtsrats bereitet die entsprechenden Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor.
Das gegenwärtige System der Vorstandsvergütung trägt auch nach Einschätzung von Experten den Zielsetzungen der gesetzlichen Neuregelungen bereits weitgehend Rechnung. Gleichwohl wird sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2010 eingehend mit der weiteren Entwicklung des Vorstandsvergütungssystems bei Siemens befassen.
Die Vergütung setzt sich im Geschäftsjahr 2009 aus vier Komponenten zusammen: (i) einem festen Jahresgehalt (Grundeinkommen), (ii) einem variablen Bonus, dessen Höhe sich nach dem Erreichen vereinbarter Ziele richtet, (iii) einer aktienbasierten Vergütung und (iv) einem Beitrag zur Altersversorgung:
| ― | Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt (Grundeinkommen). Die letzte Anhebung der Grundeinkommen erfolgte zum 1. April 2006. Das Grundeinkommen der gegenwärtigen Mitglieder des Vorstands wurde bei deren Bestellung auf das Niveau von vor April 2006 festgelegt und blieb seither unverändert. Das Grundeinkommen des Vorsitzenden des Vorstands, Peter Löscher, wurde bei seiner Bestellung zum 1. Juli 2007 nach Beratung durch einen externen Vergütungsexperten fixiert; auch hier erfolgte seitdem keine Anhebung. |
| ― | Die variable Vergütung (Bonus), deren Zielbetrag rund 100 Prozent des Grundeinkommens entspricht, wird als jährlich abzurechnender Bonus ausgezahlt. Der Bonus wird durch einen Auszahlungs-Cap begrenzt. Die Auszahlung kann somit zwischen null und 250 Prozent liegen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat berechtigt, den sich aus der Zielerreichung ergebenden Auszahlungsbetrag des Bonus nach freiem Ermessen um bis zu 20 Prozent nach unten oder oben anzupassen (diskretionäre Anpassung). Grundsätzlich werden für die Vorstandsmitglieder eindeutig bestimmte Ziele definiert. Als Basis dient unser Unternehmensprogramm, aus dem die Kennzahlen ROCE, Free Cash Flow und Umsatzwachstum als geeignete Parameter für die Vorstandsvergütung ausgewählt wurden. Diese Kennzahlen, die zugleich ein wichtiges Element der internen Unternehmenssteuerung bilden, werden auch für die Zielsetzung bei den Leitenden Angestellten verwendet. Daten zu ROCE, Free Cash Flow und Umsatzwachstum werden auch im Rahmen der externen Finanzberichterstattung veröffentlicht. Neben diesen Zielparametern wurden, wie auch im vergangenen Geschäftsjahr, für 2009 mit dem Vorstand ex ante die für das Senior Management einheitlich geltenden Compliance-Programm-relevanten Ziele insofern vereinbart, dass sie bei der Entscheidung des Aufsichtsrats zur diskretionären Anpassung der Auszahlungsbeträge berücksichtigt werden. Die Festlegung dieser Zielparameter erfolgte im November 2008 durch das Aufsichtsratspräsidium. Entsprechend den neuen gesetzlichen Vorgaben wurde im November 2009 die Zielerreichung durch den Aufsichtsrat festgestellt. |
| ― | Die langfristige aktienbasierte Vergütung besteht seit dem Geschäftsjahr 2006 aus der Gewährung von Aktienzusagen (»Siemens Stock Awards«). Hierfür gelten für den Vorstand grundsätzlich dieselben Rahmenbedingungen wie für die Leitenden Angestellten. Die für das Geschäftsjahr 2009 zugeteilten Siemens Stock Awards werden nach einer Wartezeit erfüllt. Die Wartezeit endet mit Ablauf des zweiten Tages nach der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse im dritten Kalenderjahr nach der Zusage. Für den Fall, dass außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen (zum Beispiel Vorliegen eines feindlichen Übernahmeangebots) eintreten, hat der Aufsichtsrat in Bezug auf die bereits gewährten aktienbasierten Vergütungsinstrumente eine Begrenzungsmöglichkeit. |
| ― | Seit dem Geschäftsjahr 2005 gilt für die Mitglieder des Vorstands die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV), deren Rahmenbedingungen für alle Mitarbeiter der Siemens AG in Deutschland einheitlich gelten. Die vorherige Versorgungsordnung wurde im Oktober 2004 in die BSAV integriert. Im Rahmen der BSAV erhalten die Mitglieder des Vorstands Beiträge, die ihrem Versorgungskonto gutgeschrieben werden und im Versorgungsfall zur Auszahlung kommen. Die Höhe der jährlichen Beiträge resultiert aus einem festgelegten Prozentsatz von Grundeinkommen und Zielbonus. Dieser Prozentsatz wurde bei Einführung des Systems im Oktober 2004 nach Beratung durch einen externen Vergütungsexperten mit 28 Prozent festgelegt und seither nicht verändert. Ein Teil dieser Beiträge entfällt dabei auf die Ausfinanzierung eines bis zum Übergang auf die BSAV erworbenen Pensionsanspruchs. Außerdem können Sonderbeiträge aufgrund von Einzelentscheidungen gewährt werden. Bisher wurden die jeweiligen Beiträge durch das Präsidium des Aufsichtsrats beschlossen, für das Geschäftsjahr 2009 erfolgte der Beschluss im Aufsichtsrat. |
Ab Juni 2007 abgeschlossene Vorstandsverträge sehen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vor, deren Höhe auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap).
Im Fall eines »Change of Control« - das heißt, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben, die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags i.S.d. § 291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder bei Verschmelzung der Siemens AG auf ein anderes Unternehmen - hat jedes einzelne Mitglied des Vorstands das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrags, wenn sich durch den »Change of Control« eine wesentliche Änderung seiner Stellung ergibt (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds). Bei Ausübung des Rechts zur Kündigung hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Grundeinkommens und Zielbonus für die restliche Vertragslaufzeit, aber mindestens für eine Dauer von drei Jahren. Zusätzlich werden Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von fünf Prozent der Abfindungssumme abgegolten. Die zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt, Aktienoptionen können alternativ auch zum Zeitpunkt der Beendigung des Anstellungsvertrags ausgeübt werden. Kein Abfindungsanspruch besteht, wenn das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit dem »Change of Control« Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der »Change of Control« innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand eintritt. Ab Juni 2008 abgeschlossene Vorstandsverträge sehen vor, dass Abfindungen für den Fall eines »Change of Control« auf die vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene Höhe von 150 Prozent des Abfindungs-Caps begrenzt sind.
Der Aufsichtsrat hat mit Beschlussfassung vom 10. November 2009 nach Prüfung der Erreichung der zu Beginn des Geschäftsjahrs festgelegten Ziele die Höhe der Boni und die Werte der zu gewährenden Aktienzusagen festgesetzt. Die Zielerreichung auf Konzernbasis lag bei den Zielparametern ROCE (Gewichtung 35 Prozent), Free Cash Flow (Gewichtung 30 Prozent) und Umsatzwachstum (Gewichtung 35 Prozent) bei insgesamt 109,9 Prozent. Hierbei wurden unter Berücksichtigung von Sondereinflüssen folgende Zielerreichungsgrade festgestellt:
| ― | für den Zielparameter ROCE 43,0 Prozent (Zielwert für 100 Prozent lag bei 12,5 Prozent); |
| ― | für die Zielgröße Free Cash Flow 170,4 Prozent (Zielwert für 100 Prozent lag bei 3,4 Mrd. EUR); |
| ― | für Umsatzwachstum 124,9 Prozent (auf der Basis der tatsächlichen Entwicklung der weltweiten Wirtschaftsleistung [GDP] im Geschäftsjahr 2009 entsprach der Zielwert für 100 Prozent - 1,1 Prozent). |
Die Zielwerte für 100 Prozent wurden aus den Performance-Zielen des »Fit42010-Programms« abgeleitet, das auf Seite 57 ff. näher beschrieben wird.
Zu Beginn des Geschäftsjahrs wurde mit den Mitgliedern des Vorstands zudem vereinbart, dass bei der Festsetzung der Bonusauszahlungsbeträge insbesondere die Erreichung der Compliance-Programmrelevanten Ziele berücksichtigt werden soll. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat die Auszahlungsbeträge der Bonuszahlungen um 15 Prozent angehoben, sodass sich auf Konzernebene für die Festsetzung der Auszahlungsbeträge des Bonus ein rechnerischer Zielerreichungsgrad von insgesamt 126,4 Prozent ergab. Bei den Mitgliedern des Vorstands, die zugleich einen Sector als CEO leiten, wurde zudem die Erreichung sectorspezifischer Ziele berücksichtigt.
Für das Geschäftsjahr 2009 betrugen die Barvergütung 18,0 (i.V. 25,9) Mio. EUR und die Gesamtvergütung 27,3 (i.V. 36,4) Mio. EUR; dies entspricht einer Minderung der Gesamtvergütung von 24,93 Prozent.
Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt (individualisierte Angaben):
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| Barvergütung | Geldwert aktienbasierte Vergütung2 | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in EUR1 ) |
2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||||
| Peter Löscher | 4.618.982 | 7.338.777 | 2.500.050 | 2.500.035 | 7.119.032 | 9.838.812 |
| Wolfgang Dehen3 | 2.098.621 | 1.674.702 | 1.000.056 | 1.000.022 | 3.098.677 | 2.674.724 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 1.611.299 | 2.176.043 | 1.000.056 | 1.000.022 | 2.611.355 | 3.176.065 |
| Joe Kaeser | 1.832.079 | 2.463.932 | 1.000.056 | 1.000.022 | 2.832.135 | 3.463.954 |
| Barbara Kux4 | 1.749.323 | - | 875.011 | - | 2.624.334 | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 1.793.977 | 2.466.040 | 1.000.056 | 1.000.022 | 2.794.033 | 3.466.062 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm3 | 1.809.605 | 1.770.83910 | 1.000.056 | 1.000.022 | 2.809.661 | 2.770.86110 |
| Peter Y. Solmssen | 1.840.566 | 4.015.310 | 1.000.056 | 1.000.022 | 2.840.622 | 5.015.332 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Rudi Lamprecht5 | - | 242.232 | - | - | - | 242.232 |
| Eduardo Montes5 ,6 | - | 212.258 | - | - | - | 212.258 |
| Dr. Jürgen Radomski5 ,7 | - | 736.581 | - | - | - | 736.581 |
| Jim Reid-Anderson8 | 584.921 | 813.71910 | - | 1.000.022 | 584.921 | 1.813.74110 |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt6 ,9 | - | 1.304.18410 | - | 1.000.02211 | - | 2.304.20610 |
| Dr. Uriel J. Sharef5 | - | 243.783 | - | - | - | 243.783 |
| Prof. Dr. Klaus Wucherer5 | - | 425.854 | - | - | - | 425.854 |
| Summe | 17.939.373 | 25.884.254 | 9.375.397 | 10.500.211 | 27.314.770 | 36.384.465 |
1 Die Werte für die aktienbasierte Vergütung beziehen sich auf Aktienzusagen, die im November 2009 beziehungsweise 2008 für das Geschäftsjahr 2009 beziehungsweise 2008 zugeteilt wurden.
2 Die Geldwerte der Ansprüche auf Matching-Aktien aus dem Share Matching Plan sind hierin nicht enthalten; siehe hierzu unten »Sonstiges«.
3 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
4 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
5 Die Herren Rudi Lamprecht, Eduardo Montes, Dr. Jürgen Radomski, Dr. Uriel J. Sharef und Prof. Dr. Klaus Wucherer sind zum 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand ausgeschieden.
6 Bis zum 31. Dezember 2007 stellvertretende Mitglieder des Vorstands.
7 Das Präsidium des Aufsichtsrats hat am 12. November 2008 beschlossen, angesichts der gegen frühere Vorstandsmitglieder geltend gemachten Schadensersatzansprüche ein Zurückbehaltungsrecht gegenüber der Zahlung von Jahres- und Long-Term-Bonus an Dr. Jürgen Radomski geltend zu machen.
8 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
9 Prof. Dr. Erich R. Reinhardt wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. April 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
10 Vor dem Hintergrund einer Bereinigung des Wertes »ROCE Siemens Welt« beschloss das Präsidium des Aufsichtsrats nachträglich eine geringfügige Anpassung der variablen Einkommensbestandteile der Herren Jim Reid-Anderson, Prof. Dr. Siegfried Russwurm und Prof. Dr. Erich R. Reinhardt. Insoweit sind jeweils Vorjahreswerte angegeben, die dies berücksichtigen und daher von den entsprechenden Angaben im Vergütungsbericht 2008 geringfügig abweichen.
11 15.494 Aktienzusagen mit einem Geldwert von 583.349 EUR erhielt Prof. Dr. Erich R. Reinhardt als Vergütung für seine Tätigkeit als Mitglied des Vorstands, 11.067 Aktienzusagen mit einem Geldwert von 416.673 EUR aufgrund des seit seinem vorzeitigen einvernehmlichen Ausscheiden aus dem Vorstand mit ihm bestehenden Dienstvertrags.
Jim Reid-Anderson hat sein Mandat als Mitglied des Vorstands aus persönlichen Gründen zum 30. November 2008 niedergelegt und ist aus dem Unternehmen ausgeschieden. Sein Anspruch auf die vertragsmäßige Vergütung als Mitglied des Vorstands wurde bis 30. November 2008 erfüllt. Herr Reid-Anderson steht im Rahmen eines Beratervertrags (Consulting Agreement) bis zum 31. März 2010 dem Unternehmen beratend zur Verfügung. Er unterstützt den Healthcare Sector in den USA insbesondere bei der Integration der Diagnostic-Sparte. Das monatliche Beraterhonorar beträgt 37.500 US-Dollar (USD). Darüber hinaus wurde mit Herrn Reid-Anderson für die Laufzeit von 16 Monaten ab 1. Dezember 2008 eine Vereinbarung zu einem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot (Non-Compete Agreement) getroffen. Dafür erhält er als Karenzentschädigung insgesamt 2.769.995 USD, wovon er 1.846.667 USD als Einmalzahlung im Dezember 2008 erhalten hat; die Auszahlung des Restbetrags erfolgt in monatlichen Teilbeträgen in Höhe von jeweils 57.708 USD.
Die folgende Tabelle erläutert die Details der Barvergütung in individualisierter Form:
Barvergütung
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| Gehalt | Bonus | Jahresbonus | LT-Bonus | Sonstiges1 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in EUR) |
2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2008 | 2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||||
| Peter Löscher | 1.980.000 | 1.980.000 | 2.552.512 | 1.972.530 | 2.085.473 | 86.470 |
| Wolfgang Dehen2 | 780.000 | 585.000 | 1.268.717 | 581.357 | 460.442 | 49.904 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 780.000 | 780.000 | 795.549 | 675.521 | 676.699 | 35.750 |
| Joe Kaeser | 780.000 | 780.000 | 985.624 | 761.670 | 854.995 | 66.455 |
| Barbara Kux3 | 680.333 | - | 862.421 | - | - | 206.569 |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 780.000 | 780.000 | 953.646 | 761.670 | 862.325 | 60.331 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | 780.000 | 585.000 | 985.624 | 571.253 | 583.6309 | 43.981 |
| Peter Y. Solmssen | 780.000 | 780.000 | 985.624 | 761.670 | 761.670 | 74.942 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Rudi Lamprecht4 | - | 234.000 | - | - | - | - |
| Eduardo Montes4 ,5 | - | 195.000 | - | - | - | - |
| Dr. Jürgen Radomski4 ,6 | - | 234.000 | - | 228.501 | 266.683 | - |
| Jim Reid-Anderson7 | 130.000 | 325.000 | 193.994 | 242.4929 | 242.4929 | 260.927 |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt5 ,8 | - | 455.000 | - | 324.3899 | 503.7409 | - |
| Dr. Uriel J. Sharef4 | - | 234.000 | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Klaus Wucherer4 | - | 234.000 | - | - | - | - |
| Summe | 7.470.333 | 8.181.000 | 9.583.711 | 6.881.053 | 7.298.149 | 885.329 |
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| Sonstiges1 | Gesamt | ||
|---|---|---|---|
| (Angaben in EUR) |
2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | |||
| Peter Löscher | 1.300.774 | 4.618.982 | 7.338.777 |
| Wolfgang Dehen2 | 47.903 | 2.098.621 | 1.674.702 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 43.823 | 1.611.299 | 2.176.043 |
| Joe Kaeser | 67.267 | 1.832.079 | 2.463.932 |
| Barbara Kux3 | - | 1.749.323 | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 62.045 | 1.793.977 | 2.466.040 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | 30.956 | 1.809.605 | 1.770.8399 |
| Peter Y. Solmssen | 1.711.970 | 1.840.566 | 4.015.310 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | |||
| Rudi Lamprecht4 | 8.232 | - | 242.232 |
| Eduardo Montes4 ,5 | 17.258 | - | 212.258 |
| Dr. Jürgen Radomski4 ,6 | 7.397 | - | 736.581 |
| Jim Reid-Anderson7 | 3.735 | 584.921 | 813.7199 |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt5 ,8 | 21.055 | - | 1.304.1849 |
| Dr. Uriel J. Sharef4 | 9.783 | - | 243.783 |
| Prof. Dr. Klaus Wucherer4 | 191.854 | - | 425.854 |
| Summe | 3.524.052 | 17.939.373 | 25.884.254 |
1 In den Sonstigen Vergütungen sind geldwerte Vorteile zum Beispiel aus der Bereitstellung von Dienstwagen in Höhe von 184.643 EUR (i.V. 212.395 EUR), Zuschüsse zu Versicherungen von 60.657 EUR (i.V. 65.978 EUR), Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten von 640.029 EUR (i.V. 3.245.679 EUR) enthalten.
2 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
3 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
4 Die Herren Rudi Lamprecht, Eduardo Montes, Dr. Jürgen Radomski, Dr. Uriel J. Sharef und Prof. Dr. Klaus Wucherer sind zum 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand ausgeschieden.
5 Bis zum 31. Dezember 2007 stellvertretende Mitglieder des Vorstands.
6 Das Präsidium des Aufsichtsrats hat am 12. November 2008 beschlossen, angesichts der gegen frühere Vorstandsmitglieder geltend gemachten Schadensersatzansprüche ein Zurückbehaltungsrecht gegenüber der Zahlung von Jahres- und Long-Term-Bonus an Dr. Jürgen Radomski geltend zu machen.
7 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
8 Prof. Dr. Erich R. Reinhardt wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. April 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
9 Vor dem Hintergrund einer Bereinigung des Wertes »ROCE Siemens Welt« beschloss das Präsidium des Aufsichtsrats nachträglich eine geringfügige Anpassung der variablen Einkommensbestandteile der Herren Jim Reid-Anderson, Prof. Dr. Siegfried Russwurm und Prof. Dr. Erich R. Reinhardt. Insoweit sind jeweils Vorjahreswerte angegeben, die dies berücksichtigen und daher von den entsprechenden Angaben im Vergütungsbericht 2008 geringfügig abweichen.
Für die aufgrund des Wechsels von Royal Philips Electronics, Niederlande, zur Siemens AG verfallene aktienbasierte Vergütung wurde Barbara Kux ein Betrag in Höhe von insgesamt 340.000 EUR zugesagt. Mit Frau Kux ist vereinbart, dass das Unternehmen diesen Betrag im Januar 2010 ihrer Beitragsorientierten Siemens Altersversorgung (BSAV) zuführt.
Die Stückzahl wie auch die Werte der aktienbasierten Einkommenskomponente ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle. Die Aktienzusagen wurden mit dem Xetra-Schlusskurs der Siemens Aktie am Tag der Zusage abzüglich des Gegenwartswerts der während der Halteperiode erwarteten Dividenden, die dem Berechtigten nicht zustehen, angesetzt. Dieser Wert beträgt 60,79 (i.V. 37,65) EUR.
Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:
Aktienbasierte Vergütung1
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| Stück Aktienzusagen3 | Geldwerte Aktienzusagen3 | |||
|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR2 ) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||
| Peter Löscher | 41.126 | 66.402 | 2.500.050 | 2.500.035 |
| Wolfgang Dehen4 | 16.451 | 26.561 | 1.000.056 | 1.000.022 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 16.451 | 26.561 | 1.000.056 | 1.000.022 |
| Joe Kaeser | 16.451 | 26.561 | 1.000.056 | 1.000.022 |
| Barbara Kux5 | 14.394 | - | 875.011 | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 16.451 | 26.561 | 1.000.056 | 1.000.022 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm4 | 16.451 | 26.561 | 1.000.056 | 1.000.022 |
| Peter Y. Solmssen | 16.451 | 26.561 | 1.000.056 | 1.000.022 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Jim Reid-Anderson6 | - | 26.561 | - | 1.000.022 |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt7 | - | 26.5618 | - | 1.000.0228 |
| Summe | 154.226 | 278.890 | 9.375.397 | 10.500.211 |
1 Die Geldwerte der Ansprüche auf Matching-Aktien aus dem Share Matching Plan sind hierin nicht enthalten; siehe hierzu unten unter »Sonstiges«.
2 Die Werte für die aktienbasierte Vergütung beziehen sich auf Aktienzusagen, die im November 2009 beziehungsweise 2008 für das Geschäftsjahr 2009 beziehungsweise 2008 gewährt wurden.
3 Die Aktienzusagen werden nach einer Wartezeit erfüllt. Die Wartezeit endet im dritten Jahr nach der Zusage mit Ablauf des zweiten Tages nach der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse für das zweite nach dem Tag der Zusage beginnende Geschäftsjahr der Siemens AG. Aufgrund der Aktienzusagen erhält der Berechtigte eine entsprechende Stückzahl von Siemens Aktien ohne Zuzahlung.
4 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
5 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
6 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden. Die ihm zugesagten Aktienzusagen verfielen mit seinem vorzeitigen Ausscheiden.
7 Prof. Dr. Erich R. Reinhardt war bis zum 31. Dezember 2007 stellvertretendes Mitglied des Vorstands, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. April 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
8 15.494 Aktienzusagen mit einem Geldwert von 583.349 EUR erhielt Prof. Dr. Erich R. Reinhardt als Vergütung für seine Tätigkeit als Mitglied des Vorstands, 11.067 Aktienzusagen mit einem Geldwert von 416.673 EUR aufgrund des seit seinem vorzeitigen einvernehmlichen Ausscheiden aus dem Vorstand mit ihm bestehenden Dienstvertrags.
Im Folgenden finden sich Informationen zu den von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen und -optionen, die in 2009 und den vorangegangenen Geschäftsjahren Bestandteil der aktienbasierten Vergütung waren. Die Aktienoptionen wurden für die Geschäftsjahre 1999 bis 2005 zu den Bedingungen der von der Hauptversammlung der Siemens AG am 18. Februar 1999 und 22. Februar 2001 verabschiedeten Siemens Aktienoptionspläne 1999 und 2001 ausgegeben (für nähere Informationen zu den Siemens Aktienoptionsplänen siehe Anhang zum Konzernabschluss, Ziffer 34).
Aktienzusagen
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| Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 2009 | Im Geschäftsjahr gewährt | Im Geschäftsjahr erdient | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Gewährungszeitpunkt | Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Gewährungszeitpunkt | Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Gewährungszeitpunkt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||||
| Peter Löscher | 10.211 | 97,94 | 66.402 | 37,65 | - | - |
| Wolfgang Dehen2 | 5.233 | 62,15 | 26.561 | 37,65 | 1.190 | 55,63 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 12.081 | 85,06 | 26.561 | 37,65 | 978 | 55,63 |
| Joe Kaeser | 13.875 | 82,95 | 26.561 | 37,65 | 850 | 55,63 |
| Barbara Kux3 | - | - | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 12.857 | 83,77 | 26.561 | 37,65 | 935 | 55,63 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | 3.362 | 75,75 | 26.561 | 37,65 | 383 | 55,63 |
| Peter Y. Solmssen | - | - | 26.561 | 37,65 | - | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Jim Reid-Anderson4 | - | - | 26.561 | 37,65 | - | - |
| Summe | 57.619 | 83,92 | 252.329 | 37,65 | 4.336 | 55,63 |
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| Im Geschäftsjahr verfallen | Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 20091 | |||
|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Gewährungszeitpunkt | Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Gewährungszeitpunkt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||
| Peter Löscher | - | - | 76.613 | 45,69 |
| Wolfgang Dehen2 | - | - | 30.604 | 41,14 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | - | - | 37.664 | 52,39 |
| Joe Kaeser | - | - | 39.586 | 53,14 |
| Barbara Kux3 | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | - | - | 38.483 | 52,62 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | - | - | 29.540 | 41,75 |
| Peter Y. Solmssen | - | - | 26.561 | 37,65 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Jim Reid-Anderson4 | 26.561 | 37,65 | - | - |
| Summe | 26.561 | 37,65 | 279.051 | 46,93 |
1 Die Werte berücksichtigen nicht die im November 2009 für das Geschäftsjahr 2009 gewährten Aktienzusagen. Vgl. hierzu die Angaben auf S. 33. Sie können aber Aktienzusagen enthalten, die das betreffende Vorstandsmitglied in der Zeit vor seiner Mitgliedschaft im Vorstand als Vergütung erhalten hat.
2 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
3 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
4 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Aktienoptionen
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| Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 2009 | Im Geschäftsjahr gewährt | Im Geschäftsjahr ausgeübt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||||
| Peter Löscher | - | - | - | - | - | - |
| Wolfgang Dehen2 | - | - | - | - | - | - |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 23.755 | 73,56 | - | - | - | - |
| Joe Kaeser | 32.850 | 73,50 | - | - | - | - |
| Barbara Kux3 | - | - | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 27.480 | 73,74 | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | - | - | - | - | - | - |
| Peter Y. Solmssen | - | - | - | - | - | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Jim Reid-Anderson4 | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 84.085 | 73,60 | - | - | - | - |
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| Im Geschäftsjahr verfallen | Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 20091 | |||
|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||
| Peter Löscher | - | - | - | - |
| Wolfgang Dehen2 | - | - | - | - |
| Dr. Heinrich Hiesinger | - | - | 23.755 | 73,56 |
| Joe Kaeser | 11.000 | 73,25 | 21.850 | 73,62 |
| Barbara Kux3 | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | - | - | 27.480 | 73,74 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | - | - | - | - |
| Peter Y. Solmssen | - | - | - | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Jim Reid-Anderson4 | - | - | - | - |
| Summe | 11.000 | 73,25 | 73.085 | 73,65 |
1 Die Werte können Aktienoptionen enthalten, die das betreffende Vorstandsmitglied in der Zeit vor seiner Mitgliedschaft im Vorstand als Vergütung erhalten hat.
2 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
3 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
4 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Aktienoptionen
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| Am 30. September 2009 ausstehende Aktienoptionen | Am 30. September 2009 ausübbare Aktienoptionen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Ausübungspreis | Anzahl | Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren | Anzahl | Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit in Jahren |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | |||||
| Peter Löscher | - | - | - | - | - |
| Wolfgang Dehen1 | - | - | - | - | - |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 72,54 | 11.910 | 0,1 | 11.910 | 0,1 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 74,59 | 11.845 | 1,2 | 11.845 | 1,2 |
| Joe Kaeser | 72,54 | 10.355 | 0,1 | 10.355 | 0,1 |
| Joe Kaeser | 74,59 | 11.495 | 1,2 | 11.495 | 1,2 |
| Barbara Kux2 | - | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 72,54 | 11.390 | 0,1 | 11.390 | 0,1 |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 74,59 | 16.090 | 1,2 | 16.090 | 1,2 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm1 | - | - | - | - | - |
| Peter Y. Solmssen | - | - | - | - | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | |||||
| Jim Reid-Anderson3 | - | - | - | - | - |
| Summe | 73,65 | 73.085 | 73.085 |
1 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
2 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
3 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Im Geschäftsjahr 2009 ausgeübte Aktionoptionen
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| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Anzahl | Gewichteter durchschnittlicher Aktienkurs am Tag der Ausübung |
|---|---|---|
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | - | - |
| Peter Löscher | - | - |
| Wolfgang Dehen1 | - | - |
| Dr. Heinrich Hiesinger | - | - |
| Joe Kaeser | - | - |
| Barbara Kux2 | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | - | - |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm1 | - | - |
| Peter Y. Solmssen | - | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||
| Jim Reid-Anderson3 | - | - |
| Summe | - | - |
1 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
2 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
3 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Individualisierter Aufwand aus aktienbasierter Vergütung sowie aus Share Matching Plan
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| (Angaben in EUR) | GJ 2009 | GJ 2008 |
|---|---|---|
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||
| Peter Löscher | 1.097.255 | 305.576 |
| Wolfgang Dehen1 | 463.803 | 84.238 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 696.222 | 300.575 |
| Joe Kaeser | 730.740 | 331.341 |
| Barbara Kux2 | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 697.302 | 313.658 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm1 | 483.864 | 71.402 |
| Peter Y. Solmssen | 440.007 | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||
| Rudi Lamprecht3 | - | 2.240.924 |
| Eduardo Montes3 ,4 | - | 636.506 |
| Dr. Jürgen Radomski3 | - | 689.569 |
| Jim Reid-Anderson5 | - | - |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt4 ,6 | 633.652 | 328.358 |
| Dr. Uriel J. Sharef3 | - | 3.673.386 |
| Prof. Dr. Klaus Wucherer3 | - | 3.053.623 |
| Summe | 5.242.845 | 12.029.155 |
1 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
2 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
3 Die Herren Rudi Lamprecht, Eduardo Montes, Dr. Jürgen Radomski, Dr. Uriel J. Sharef und Prof. Dr. Klaus Wucherer sind zum 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand ausgeschieden.
4 Bis zum 31. Dezember 2007 stellvertretende Mitglieder des Vorstands.
5 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
6 Prof. Dr. Erich R. Reinhardt wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. April 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Versorgungszusagen. Die Höhe der Beiträge für die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV) wird vom Aufsichtsrat jährlich neu festgelegt. Die Bereitstellung der BSAV-Beiträge auf dem persönlichen Versorgungskonto erfolgt jeweils im auf das Ende des Geschäftsjahrs folgenden Januar mit Wertstellung zum 1. Januar. Auf dem Versorgungskonto wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich jeweils am 1. Januar eine Zinsgutschrift (Garantiezins) erteilt.
Für das Geschäftsjahr 2009 wurden den Mitgliedern des Vorstands auf der Grundlage einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 10. November 2009 im Rahmen der BSAV Beiträge in Höhe von 4,5 (i.V. 15,1) Mio. EUR gewährt. Davon entfielen 0,1 (i.V. 0,2) Mio. EUR auf die Ausfinanzierung der persönlichen Altzusagen, der Restbetrag von 4,4 (i.V. 14,9) Mio. EUR wurde den individuellen Versorgungskonten gutgeschrieben.
Die folgende Übersicht zeigt unter anderem die auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfallenden Beiträge (Zuführungen) zur BSAV für das Geschäftsjahr 2009 in individualisierter Form:
Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV)
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| Stand des BSAV-Versorgungskontos zum | Beitrag insgesamt für | davon zur Ausfinanzierung des Altsystems | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in EUR) | 30.09.20091 | 30.09.20081 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||||
| Peter Löscher | 10.097.550 | 8.780.0008 | 1.120.000 | 1.120.000 | - | - |
| Wolfgang Dehen2 | 768.349 | 357.173 | 436.800 | 436.800 | 33.660 | 33.660 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 1.078.039 | 657.760 | 436.800 | 436.800 | 31.322 | 31.322 |
| Joe Kaeser | 1.403.805 | 969.292 | 436.800 | 436.800 | 24.097 | 24.097 |
| Barbara Kux3 | - | - | 400.400 | - | - | - |
| - | - | 340.00010 | - | - | - | |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 1.346.321 | 916.710 | 436.800 | 436.800 | 27.816 | 27.816 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | 628.295 | 199.751 | 436.800 | 436.800 | 12.750 | 12.750 |
| Peter Y. Solmssen | 10.954.800 | - | 436.800 | 436.800 | - | - |
| - | - | - | 10.518.00011 | - | - | |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Dr. Klaus Kleinfeld4 | 1.810.342 | 1.770.506 | - | - | - | - |
| Prof. Johannes Feldmayer4 | 1.105.853 | 1.081.518 | - | - | - | - |
| Rudi Lamprecht4 | 1.571.990 | 1.134.849 | - | 131.040 | - | 28.138 |
| Eduardo Montes4 ,5 | 877.296 | 503.541 | - | 109.200 | - | 18.593 |
| Jim Reid-Anderson6 | - | - | - | 182.00012 | - | - |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt5 | 1.273.366 | 918.535 | - | 222.775 | - | - |
| Dr. Uriel J. Sharef4 | 1.446.8307 | 1.058.9609 | - | 92.500 | - | - |
| Prof. Dr. Klaus Wucherer4 | 1.545.287 | 1.058.960 | - | 92.500 | - | - |
| Summe | 35.908.123 | 19.407.555 | 4.481.200 | 15.088.815 | 129.645 | 176.376 |
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| davon dem BSAV-Versorgungskonto gutgeschrieben | ||
|---|---|---|
| (Angaben in EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||
| Peter Löscher | 1.120.000 | 1.120.000 |
| Wolfgang Dehen2 | 403.140 | 403.140 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 405.478 | 405.478 |
| Joe Kaeser | 412.703 | 412.703 |
| Barbara Kux3 | 400.400 | - |
| 340.000 | - | |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 408.984 | 408.984 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | 424.050 | 424.050 |
| Peter Y. Solmssen | 436.800 | 436.800 |
| - | 10.518.000 | |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||
| Dr. Klaus Kleinfeld4 | - | - |
| Prof. Johannes Feldmayer4 | - | - |
| Rudi Lamprecht4 | - | 102.902 |
| Eduardo Montes4 ,5 | - | 90.607 |
| Jim Reid-Anderson6 | - | 182.00012 |
| Prof. Dr. Erich R. Reinhardt5 | - | 222.775 |
| Dr. Uriel J. Sharef4 | - | 92.500 |
| Prof. Dr. Klaus Wucherer4 | - | 92.500 |
| Summe | 4.351.555 | 14.912.439 |
1 Jeweils unter Berücksichtigung der Zuführungen im Januar 2009, aber ohne Hinzurechnung der zwischenzeitlich aufgelaufenen Mindestverzinsung von derzeit 2,25 Prozent.
2 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
3 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
4 Dr. Klaus Kleinfeld ist zum 30. Juni 2007, Prof. Johannes Feldmayer zum 30. September 2007 und die Herren Rudi Lamprecht, Eduardo Montes, Dr. Uriel J. Sharef und Prof. Dr. Klaus Wucherer sind zum 31. Dezember 2007 aus dem Vorstand ausgeschieden.
5 Bis zum 31. Dezember 2007 stellvertretende Mitglieder des Vorstands.
6 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
7 Kontoabschluss zum 30.09.2008 wegen Pensionierung.
8 Einschließlich der Sonderzuführung im Januar 2008 in Höhe von 8,5 Mio. Euro.
9 Gegenüber der Angabe im Vergütungsbericht 2008 korrigierter Wert.
10 Sonderzuführung im Januar 2010, zu den Einzelheiten siehe oben Seite 33.
11 Sonderzuführung im Januar 2009 in Höhe von 10,518 Mio. EUR.
12 Betrag wurde aufgrund des Ausscheidens aus dem Vorstand am 31. Dezember 2008 ausgezahlt.
Der Anwartschaftsbarwert (»Defined Benefit Obligation« - DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum 30. September 2009 33,9 (i.V. 27,6) Mio. EUR, die in den Anhangsangaben, Ziffer 24, enthalten sind.
Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2009 Gesamtbezüge i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB in Höhe von 16,1 (i.V. 22,7) Mio. EUR sowie 16.451 Aktienzusagen mit einem Geldwert von insgesamt 1,0 Mio. EUR.
Der Anwartschaftsbarwert (»Defined Benefit Obligation« - DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug zum 30. September 2009 159,5 (i.V. 146,0) Mio. EUR, die in den Anhangsangaben, Ziffer 24, enthalten sind.
Sonstiges. Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite.
Seit dem Geschäftsjahr 2009 können die Mitglieder des Vorstands an dem neuen Share Matching Plan teilnehmen, der im Geschäftsjahr 2010 auch ca. 70 Prozent der Mitarbeiter offensteht. Bei Teilnahme an diesem Plan sind die Mitglieder des Vorstands berechtigt, bis zu 50 Prozent ihres zur Auszahlung kommenden jährlichen Bruttobonus in Siemens Aktien zu investieren. Nach Ablauf einer dreijährigen Haltefrist erhalten die Planteilnehmer für je drei unter dem Plan erworbene und durchgängig gehaltene Aktien jeweils einmalig eine Siemens Aktie ohne Zuzahlung (Matching-Aktien). Die Vorstandsmitglieder sind ferner zur Teilnahme an dem neuen Basis-Aktien-Programm berechtigt, das das bisherige Belegschaftsaktienprogramm ersetzt hat. Die im Rahmen des Basis-Aktien-Programms erworbenen Aktien können auch am Share Matching Plan teilnehmen und berechtigen dann zum Erhalt von Matching-Aktien unter den für den Share Matching Plan geltenden Bedingungen.
Die folgende Übersicht zeigt die von den einzelnen Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 erworbenen Ansprüche auf Matching-Aktien sowie die entsprechenden Geldwerte in individualisierter Form:
Share Matching Plan
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| Stück | Geldwerte3 | |||
|---|---|---|---|---|
| Ansprüche auf Matching-Aktien aus Share Matching Plan2 | Ansprüche auf Matching-Aktien aus Share Matching Plan2 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| (Angaben in Stück bzw. EUR1 ) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||
| Peter Löscher | - | - | - | - |
| Wolfgang Dehen4 | 4.140 | - | 88.808 | - |
| Dr. Heinrich Hiesinger | 3.762 | - | 80.741 | - |
| Joe Kaeser | 3.855 | - | 82.726 | - |
| Barbara Kux5 | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | 3.228 | - | 69.346 | - |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm4 | 4.926 | - | 105.581 | - |
| Peter Y. Solmssen | 6.051 | - | 129.588 | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Jim Reid-Anderson6 | - | - | - | - |
| Summe | 25.962 | - | 556.790 | - |
1 Die Werte beziehen sich auf Ansprüche, die im Dezember 2008 erworben wurden.
2 Der Teilnehmer am Share Matching Plan hat nach Ablauf einer dreijährigen Haltefrist für je drei unter dem Plan erworbene und durchgängig gehaltene Aktien Anspruch auf eine Siemens Aktie ohne Zuzahlung.
3 Die Geldwerte berücksichtigen auch, dass der Erwerb von Aktien im Rahmen des Share Matching Plans zum niedrigsten Aktienkurs am 14. November 2008 erfolgte bzw. beim Basis-Aktien-Programm ein Firmenzuschuss gewährt wurde.
4 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
5 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
6 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
Ansprüche auf Matching-Aktien aus Share Matching Plan
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| Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 2009 | Im Geschäftsjahr erworben | Im Geschäftsjahr fällig | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Ansprüche auf Matching-Aktien | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Erwerbszeitpunkt | Ansprüche auf Matching-Aktien | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Erwerbszeitpunkt | Ansprüche auf Matching-Aktien | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Erwerbszeitpunkt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||||
| Peter Löscher | - | - | - | - | - | - |
| Wolfgang Dehen2 | - | - | 4.140 | 21,34 | - | - |
| Dr. Heinrich Hiesinger | - | - | 3.762 | 21,34 | - | - |
| Joe Kaeser | - | - | 3.855 | 21,34 | - | - |
| Barbara Kux3 | - | - | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | - | - | 3.228 | 21,34 | - | - |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | - | - | 4.926 | 21,34 | - | - |
| Peter Y. Solmssen | - | - | 6.051 | 21,34 | - | - |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||||
| Jim Reid-Anderson4 | - | - | - | - | - | - |
| Summe | - | - | 25.962 | 21,34 | - | - |
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| Im Geschäftsjahr verfallen | Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 20091 | |||
|---|---|---|---|---|
| (Angaben in Stück bzw. EUR) | Ansprüche auf Matching-Aktien | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Erwerbszeitpunkt | Ansprüche auf Matching-Aktien | Gewichteter durchschnittlicher Marktwert zum Erwerbszeitpunkt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Vorstandsmitglieder | ||||
| Peter Löscher | - | - | - | - |
| Wolfgang Dehen2 | - | - | 4.140 | 21,34 |
| Dr. Heinrich Hiesinger | - | - | 3.762 | 21,34 |
| Joe Kaeser | - | - | 3.855 | 21,34 |
| Barbara Kux3 | - | - | - | - |
| Prof. Dr. Hermann Requardt | - | - | 3.228 | 21,34 |
| Prof. Dr. Siegfried Russwurm2 | - | - | 4.926 | 21,34 |
| Peter Y. Solmssen | - | - | 6.051 | 21,34 |
| Ehemalige Vorstandsmitglieder | ||||
| Jim Reid-Anderson4 | - | - | - | - |
| Summe | - | - | 25.962 | 21,34 |
1 Die Werte berücksichtigen nicht die im Dezember 2009 erworbenen Ansprüche auf Matching-Aktien.
2 Wolfgang Dehen und Prof. Dr. Siegfried Russwurm wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2008 zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands bestellt.
3 Barbara Kux wurde mit Wirkung zum 17. November 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt.
4 Jim Reid-Anderson wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2008 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt und ist zum 30. November 2008 aus dem Vorstand ausgeschieden.
2. Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt worden. Sie ist in der Satzung geregelt.
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens und trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der Gesellschaft Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungs- und Präsidialausschuss sowie - in geringerem Maße - im Compliance- und Finanz- und Investitionsausschuss werden zusätzlich vergütet.
Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung am 27. Januar 2009 verabschiedet; sie sind in § 17 der Satzung enthalten.
Danach enthält die Vergütung für das Geschäftsjahr 2009 drei Komponenten:
| ― | einen festen Bestandteil, |
| ― | einen vom Ergebnis je Aktie abhängigen kurzfristigen Bestandteil und |
| ― | einen vom Ergebnis je Aktie abhängigen langfristigen Bestandteil. |
Nach diesen Regeln erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats jährlich eine feste Vergütung in Höhe von 50.000 EUR und eine kurzfristige variable Vergütung in Höhe von 150 EUR je 0,01 EUR des im Konzernabschluss ausgewiesenen Ergebnisses je Aktie, das einen Mindestbetrag von 1 EUR übersteigt; der Mindestbetrag erhöht sich jährlich, erstmalig für das am 1. Oktober 2009 begonnene Geschäftsjahr, um zehn Prozent. Zusätzlich wird eine langfristige variable Vergütung in Höhe von 250 EUR je 0,01 EUR gezahlt, um die der Durchschnitt der im Konzernabschluss ausgewiesenen Ergebnisse je Aktie für die letzten drei abgelaufenen Geschäftsjahre den Betrag von 2 EUR übersteigt; der Mindestbetrag erhöht sich jährlich, erstmalig für das am 1. Oktober 2009 begonnene Geschäftsjahr, um zehn Prozent. Maßgeblich für die Ermittlung der Aufsichtsratsvergütung ist das in dem im Einklang mit den jeweils anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss ausgewiesene unverwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten.
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| 2009 | 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Angaben in EUR) | Feste Vergütung | Kurzfristige variable Vergütung | Langfristige variable Vergütung | Gesamt | Feste Vergütung | Kurzfristige variable Vergütung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Aufsichtsratsmitglieder | ||||||
| Dr. Gerhard Cromme1 | 200.000 | 96.000 | 88.000 | 384.000 | 125.000 | 184.875 |
| Berthold Huber1 ,2 | 78.125 | 37.500 | 34.375 | 150.000 | 50.000 | 73.950 |
| Dr. Josef Ackermann1 | 83.333 | 40.000 | 36.667 | 160.000 | 75.000 | 110.925 |
| Lothar Adler1 ,2 | 90.625 | 43.500 | 39.875 | 174.000 | 50.000 | 73.950 |
| Jean-Louis Beffa1 ,3 | 53.906 | 25.875 | 23.719 | 103.500 | 37.500 | 55.463 |
| Gerd von Brandenstein3 | 62.500 | 30.000 | 27.500 | 120.000 | 37.500 | 55.463 |
| Michael Diekmann3 | 47.917 | 23.000 | 21.083 | 92.000 | 37.500 | 55.463 |
| Dr. Hans Michael Gaul1 ,3 | 112.500 | 54.000 | 49.500 | 216.000 | 75.000 | 110.925 |
| Prof. Dr. Peter Gruss3 | 50.000 | 24.000 | 22.000 | 96.000 | 37.500 | 55.463 |
| Bettina Haller1 ,2 | 75.000 | 36.000 | 33.000 | 144.000 | 50.000 | 73.950 |
| Hans-Jürgen Hartung2 ,4 | 37.500 | 18.000 | 16.500 | 72.000 | - | - |
| Harald Kern2 ,3 | 50.000 | 24.000 | 22.000 | 96.000 | 37.500 | 55.463 |
| Dr. Nicola Leibinger-Kammüller3 | 50.000 | 24.000 | 22.000 | 96.000 | 37.500 | 55.463 |
| Werner Mönius1 ,2 ,3 | 56.250 | 27.000 | 24.750 | 108.000 | 37.500 | 55.463 |
| Håkan Samuelsson1 ,3 | 59.896 | 28.750 | 26.354 | 115.000 | 37.500 | 55.463 |
| Dieter Scheitor1 ,2 | 87.500 | 42.000 | 38.500 | 168.000 | 68.750 | 101.681 |
| Dr. Rainer Sieg3 | 50.000 | 24.000 | 22.000 | 96.000 | 37.500 | 55.463 |
| Birgit Steinborn1 ,2 ,3 | 81.250 | 39.000 | 35.750 | 156.000 | 37.500 | 55.463 |
| Lord Iain Vallance of Tummel1 | 83.854 | 40.250 | 36.896 | 161.000 | 68.750 | 101.681 |
| Sibylle Wankel2 ,5 | 31.250 | 15.000 | 13.750 | 60.000 | - | - |
| Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder | ||||||
| Ralf Heckmann1 ,4 | 45.833 | 22.000 | 20.167 | 88.000 | 100.000 | 147.900 |
| Gerhard Bieletzki6 | - | - | - | - | 12.500 | 18.488 |
| John David Coombe1 ,7 | - | - | - | - | 25.000 | 36.975 |
| Hildegard Cornudet7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Birgit Grube7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Heinz Hawreliuk1 ,5 | 43.750 | 21.000 | 19.250 | 84.000 | 75.000 | 110.925 |
| Prof. Dr. Walter Kröll7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Prof. Dr. Michael Mirow7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Roland Motzigemba6 ,7 | - | - | - | - | 8.333 | 12.325 |
| Thomas Rackow7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Dr. Albrecht Schmidt7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Dr. Henning Schulte-Noelle1 ,7 | - | - | - | - | 33.333 | 49.300 |
| Peter von Siemens7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Jerry I. Speyer7 | - | - | - | - | 16.667 | 24.650 |
| Summe | 1.530.989 | 734.875 | 673.636 | 2.939.500 8 | 1.325.002 | 1.959.680 |
scroll
| 2008 | ||
|---|---|---|
| (Angaben in EUR) | Langfristige variable Vergütung | Gesamt |
| --- | --- | --- |
| Zum 30. September 2009 amtierende Aufsichtsratsmitglieder | ||
| Dr. Gerhard Cromme1 | - | 309.875 |
| Berthold Huber1 ,2 | - | 123.950 |
| Dr. Josef Ackermann1 | - | 185.925 |
| Lothar Adler1 ,2 | - | 123.950 |
| Jean-Louis Beffa1 ,3 | - | 92.963 |
| Gerd von Brandenstein3 | - | 92.963 |
| Michael Diekmann3 | - | 92.963 |
| Dr. Hans Michael Gaul1 ,3 | - | 185.925 |
| Prof. Dr. Peter Gruss3 | - | 92.963 |
| Bettina Haller1 ,2 | - | 123.950 |
| Hans-Jürgen Hartung2 ,4 | - | - |
| Harald Kern2 ,3 | - | 92.963 |
| Dr. Nicola Leibinger-Kammüller3 | - | 92.963 |
| Werner Mönius1 ,2 ,3 | - | 92.963 |
| Håkan Samuelsson1 ,3 | - | 92.963 |
| Dieter Scheitor1 ,2 | - | 170.431 |
| Dr. Rainer Sieg3 | - | 92.963 |
| Birgit Steinborn1 ,2 ,3 | - | 92.963 |
| Lord Iain Vallance of Tummel1 | - | 170.431 |
| Sibylle Wankel2 ,5 | - | - |
| Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder | ||
| Ralf Heckmann1 ,4 | - | 247.900 |
| Gerhard Bieletzki6 | - | 30.988 |
| John David Coombe1 ,7 | - | 61.975 |
| Hildegard Cornudet7 | - | 41.317 |
| Birgit Grube7 | - | 41.317 |
| Heinz Hawreliuk1 ,5 | - | 185.925 |
| Prof. Dr. Walter Kröll7 | - | 41.317 |
| Prof. Dr. Michael Mirow7 | - | 41.317 |
| Roland Motzigemba6 ,7 | - | 20.658 |
| Thomas Rackow7 | - | 41.317 |
| Dr. Albrecht Schmidt7 | - | 41.317 |
| Dr. Henning Schulte-Noelle1 ,7 | - | 82.633 |
| Peter von Siemens7 | - | 41.317 |
| Jerry I. Speyer7 | - | 41.317 |
| Summe | - | 3.284.682 |
1 Dr. Gerhard Cromme als Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Präsidial-, Compliance- und Finanz- und Investitionsausschusses sowie als Mitglied des Prüfungsausschusses, Ralf Heckmann als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidial- und Prüfungs- und Compliance-Ausschusses (jeweils anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit), Berthold Huber als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats (anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit) und Mitglied des Präsidialausschusses, Dr. Josef Ackermann als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidialausschusses, Lothar Adler als Mitglied des Präsidial- und des Compliance-Ausschusses (jeweils anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit) sowie als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Jean-Louis Beffa als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses (anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit), Gerd von Brandenstein als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses (anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit), Dr. Hans Michael Gaul als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Mitglied des Compliance-Ausschusses, Bettina Haller als Mitglied des Prüfungsausschusses (anteilig für die Zeit ihrer Tätigkeit) und des Compliance-Ausschusses, Heinz Hawreliuk als Mitglied des Prüfungs- und des Compliance-Ausschusses (anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit), Werner Mönius als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses (anteilig für die Zeit seiner Tätigkeit), Håkan Samuelsson als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Dieter Scheitor als Mitglied des Prüfungs- und des Finanz- und Investitionsausschusses, Birgit Steinborn als Mitglied des Prüfungsausschusses (anteilig für die Zeit ihrer Tätigkeit) und des Finanz- und Investitionsausschusses, Sibylle Wankel als Mitglied des Compliance-Ausschusses (anteilig für die Zeit ihrer Tätigkeit) und Lord Iain Vallance of Tummel als Mitglied des Prüfungs- und des Compliance-Ausschusses erhalten eine höhere feste und variable Vergütung.
2 Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die Arbeitnehmer gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG) vertreten, sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbundes an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen.
3 Jean-Louis Beffa, Gerd von Brandenstein, Michael Diekmann, Dr. Hans Michael Gaul, Prof. Dr. Peter Gruss, Harald Kern, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Werner Mönius, Håkan Samuelsson, Dr. Rainer Sieg und Birgit Steinborn wurden mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 24. Januar 2008 neu zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt.
4 Hans-Jürgen Hartung rückte mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 27. Januar 2009 durch gerichtliche Bestellung als Nachfolger von Ralf Heckmann in den Aufsichtsrat nach.
5 Sibylle Wankel, vorher Ersatzmitglied im Aufsichtsrat, rückte zum 1. April 2009 als Nachfolgerin von Heinz Hawreliuk in den Aufsichtsrat nach.
6 Roland Motzigemba, vorher Ersatzmitglied im Aufsichtsrat, rückte zum 3. Dezember 2007 als Nachfolger von Gerhard Bieletzki in den Aufsichtsrat nach.
7 John David Coombe, Hildegard Cornudet, Birgit Grube, Prof. Dr. Walter Kröll, Prof. Dr. Michael Mirow, Roland Motzigemba, Thomas Rackow, Dr. Albrecht Schmidt, Dr. Henning Schulte-Noelle, Peter von Siemens und Jerry I. Speyer schieden mit Beendigung der Hauptversammlung am 24. Januar 2008 aus dem Aufsichtsrat aus.
8 Zusätzlich erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR. Dr. Gerhard Cromme erhielt Sitzungsgeld in Höhe von 28.000 EUR, Dr. Hans Michael Gaul in Höhe von 20.000 EUR, Lothar Adler, Dieter Scheitor und Lord Iain Vallance of Tummel in Höhe von 17.000 EUR, Bettina Haller in Höhe von 16.000 EUR, Birgit Steinborn in Höhe von 14.000 EUR, Ralf Heckmann in Höhe von 12.000 EUR, Gerd von Brandenstein und Heinz Hawreliuk in Höhe von 11.000 EUR, Werner Mönius in Höhe von 10.000 EUR, Jean-Louis Beffa und Håkan Samuelsson in Höhe von 9.000 EUR, Prof. Dr. Peter Gruss, Harald Kern, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller und Dr. Rainer Sieg in Höhe von 8.000 EUR, Michael Diekmann und Berthold Huber in Höhe von 7.000 EUR, Dr. Josef Ackermann in Höhe von 6.000 EUR, Sibylle Wankel in Höhe von 5.000 EUR und Hans-Jürgen Hartung in Höhe von 4.000 EUR.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache, jeder der Stellvertreter das Eineinhalbfache der festen und der variablen Vergütung eines einfachen Mitglieds. Außerdem erhält jedes Mitglied des Prüfungs- und des Präsidialausschusses jeweils eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Hälfte der festen und der variablen Vergütung eines einfachen Mitglieds, die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten eine zusätzliche Vergütung in Höhe der vollen festen und variablen Vergütung eines einfachen Mitglieds. Weiter erhält jedes Mitglied des Compliance- und des Finanz- und Investitionsausschusses jeweils eine zusätzliche Vergütung in Höhe eines Viertels der festen und der variablen Vergütung eines einfachen Mitglieds, die Vorsitzenden dieser Ausschüsse erhalten eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Hälfte der festen und variablen Vergütung eines einfachen Mitglieds. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden darf das Vierfache der festen und der variablen Vergütung eines einfachen Mitglieds nicht übersteigen. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Aufsichtsrats nicht teil, reduziert sich ein Drittel der ihm insgesamt zustehenden festen und variablen Vergütung prozentual im Verhältnis der im Geschäftsjahr stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen gegenüber den Aufsichtsratssitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.000 EUR.
Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer ersetzt. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats werden darüber hinaus für die Wahrnehmung seiner Aufgaben ein Büro mit Sekretariat und die Siemens Fahrbereitschaft zur Verfügung gestellt.
Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite.
3. Sonstiges
Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und Mitarbeiter des Siemens Konzerns. Sie wird jährlich abgeschlossen beziehungsweise verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. In einem solchen Fall kann seit dem 1. Oktober 2005 das Unternehmen Mitglieder des Vorstands bis zu einer Höhe von 20 Prozent des Festgehalts in Anspruch nehmen. Ebenso ist eine Inanspruchnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats bis zu einer Höhe von 20 Prozent der festen Vergütung mit jedem Mitglied individuell vereinbart. In der Police für das Geschäftsjahr 2010 ist für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ein den Vorgaben des Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechender Selbst behalt vereinbart.
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
DER SIEMENS KONZERN - ORGANISATION UND GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG
Wir sind ein global agierender, integrierter Technologiekonzern mit Kernaktivitäten auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor; dabei nehmen wir weltweit führende Marktpositionen in der Mehrzahl unserer Geschäftsfelder ein. Wir können auf eine mehr als 160-jährige, erfolgreiche Geschichte zurückblicken, mit so wegweisenden und revolutionären Innovationen wie der Erfindung des Dynamos, der ersten kommerziellen Glühlampe, der ersten elektrischen Straßenbahn, der Errichtung des ersten öffentlichen Kraftwerks und den ersten Innenaufnahmen des menschlichen Körpers. Mit unseren mehr als 400.000 Mitarbeitern sind wir heute in rund 190 Ländern aktiv und haben im Geschäftsjahr 2009 einen Konzernumsatz von 76,651 Mrd. EUR erwirtschaftet. Unsere Fertigungskapazitäten verteilen sich weltweit auf mehr als 230 Produktionsstätten. Darüber hinaus verfügen wir über Bürogebäude, Lagerhäuser, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen oder Vertriebsstellen in nahezu allen Ländern der Erde.
Der Siemens Konzern umfasst die Siemens AG als Muttergesellschaft und insgesamt etwa 1.300 Gesellschaften, einschließlich Minderheitsbeteiligungen. Der Sitz unseres Unternehmens ist Deutschland, mit der Konzernzentrale in München. Der Siemens Konzern wird durch den Vorstand geführt, dem zusätzlich zum Chief Executive Officer (CEO) und Chief Financial Officer (CFO) sowie den Leitern zentraler Konzernressorts auch die CEOs der drei Sectors angehören. Ein klares Führungs- beziehungsweise CEO-Prinzip ist auf allen Ebenen unseres operativen Geschäfts etabliert: in unseren Sectors, Divisions, Business Units sowie in unseren regionalen Clustern. Dieses Prinzip schafft klare und direkte Verantwortlichkeiten und damit schnelle Entscheidungswege.
Unsere Geschäftsaktivitäten konzentrieren sich auf die drei Sectors Industry, Energy und Healthcare - drei unserer berichtspflichtigen Segmente. Zusätzlich zu unseren drei Sectors haben wir noch drei weitere berichtspflichtige Segmente: Equity Investments sowie unsere zwei Cross-Sector Businesses Siemens IT Solutions and Services und Siemens Financial Services (SFS).
Berichtsstruktur zum 30. September 2009


Unser Industry Sector bietet ein komplettes Spektrum an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen, mit denen sich Ressourcen und Energie effizienter nutzen und die Produktivität von Industrie und Infrastruktur steigern lassen. Mit seinen integrierten Technologien und ganzheitlichen Lösungen richtet sich der Sector in erster Linie an Industriekunden, beispielsweise aus der Prozess- und Fertigungsindustrie, sowie Infrastrukturkunden, insbesondere aus dem Transportwesen, dem Gebäudemanagement oder dem Versorgungsbereich. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen für die Industrieautomatisierung und Antriebstechnik, Gebäude-, Beleuchtungs- und Transportlösungen. Systemintegration und Lösungen für das produzierende Gewerbe sind ebenfalls enthalten. Unser Industry Sector besteht aus den sechs Divisions Industry Automation, Drive Technologies, Building Technologies, OSRAM, Industry Solutions und Mobility. Viele der Geschäftsaktivitäten von Industry Automation, Drive Technologies und OSRAM unterliegen relativ kurzfristigen Zyklen und sind damit eher von aktuellen Konjunkturentwicklungen abhängig. Hingegen sind die längerzyklischen Aktivitäten von Mobility kurzfristigen Trends weniger stark ausgesetzt. Der Industry Sector beschäftigt derzeit etwa 207.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Außenumsatz von 33,915 Mrd. EUR. Davon entfielen 57 % auf die Region Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten, 24 % auf die Region Amerika sowie 19 % auf die Region Asien, Australien. Größter nationaler Einzelmarkt ist Deutschland mit 20 % des gesamten Umsatzes des Industry Sectors im Geschäftsjahr 2009.
Unser Energy Sector bietet ein weites Spektrum an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für das Erzeugen, Übertragen und Verteilen von elektrischer Energie sowie für das Gewinnen, Umwandeln und den Transport von Öl und Gas. Der Sector bedient vor allem den Bedarf von Energieversorgungsunternehmen. Auch Industrieunternehmen, insbesondere der Öl- und Gasindustrie, gehören zu seinen Kunden. Unser Energy Sector umfasst die sechs Divisions Fossil Power Generation, Renewable Energy, Oil & Gas, Energy Service, Power Transmission und Power Distribution. Die finanziellen Ergebnisse der Energy Service Division sind in der externen Berichterstattung in den Finanzkennzahlen der Divisions Fossil Power Generation und Oil & Gas enthalten. Viele Geschäftsaktivitäten unseres Energy Sectors sind durch relativ langfristiges Projektgeschäft gekennzeichnet und daher vergleichsweise unabhängig von kurzfristigen Konjunkturentwicklungen. Der Energy Sector beschäftigt rund 85.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Außenumsatz von 25,405 Mrd. EUR. Davon entfielen 58 % auf die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, 26 % auf die Region Amerika sowie 16 % auf die Region Asien, Australien. Die USA waren im Geschäftsjahr 2009 größter nationaler Einzelmarkt des Sectors mit 16 % des Sector-Umsatzes.
Unser Healthcare Sector bietet seinen Kunden ein umfassendes Portfolio medizinischer Lösungen entlang der Wertschöpfungskette, von medizinischer Bildgebung über In-vitro-Diagnostik bis zu interventionellen Verfahren und klinischer IT - alles aus einer Hand. Außerdem übernimmt der Sector technische Wartung, professionelle Dienst- und Beratungsleistungen sowie Finanzierungsleistungen für seine Kunden in Zusammenarbeit mit SFS. Unser Healthcare Sector setzt sich aus den drei Divisions Imaging & IT, Workflow & Solutions und Diagnostics zusammen. Die Geschäftsaktivitäten des Sectors sind relativ unbeeinflusst von kurzfristigen Konjunkturtrends, sind aber in hohem Maße von regulatorischen und politischen Entwicklungen abhängig, insbesondere von den andauernden Reformbestrebungen zum Gesundheitswesen in den USA. Der Healthcare Sector beschäftigt derzeit etwa 48.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Außenumsatz von 11,864 Mrd. EUR. Davon entfielen 40 % auf die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, 43 % auf die Region Amerika sowie 17 % auf die Region Asien, Australien. Mit Abstand wichtigster nationaler Einzelmarkt von Healthcare sind die USA mit 38 % des gesamten Umsatzes des Sectors im Geschäftsjahr 2009.
Equity Investments umfasst im Allgemeinen von Siemens gehaltene Eigenkapitalanteile, die nach der Equity-Methode, zu Anschaffungskosten oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden und die aus strategischen Gründen keinem Sector, Cross-Sector Business, sowie nicht Siemens Real Estate (SRE), Pensionen oder der Konzern-Treasury zugeordnet sind. Equity Investments beinhaltet im Wesentlichen unsere Anteile von jeweils 50 % an Nokia Siemens Networks B.V. (NSN) und BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), unseren Anteil von 49% an Enterprise Networks Holdings B.V. (EN) sowie unseren Anteil von 49% an Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG (KMW).
Siemens IT Solutions and Services entwickelt, integriert und betreibt Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen und bietet aus einer Hand umfassende Lösungen für die Informationstechnologie und Kommunikation - für externe Kunden wie auch für Siemens. Siemens IT Solutions and Services beschäftigt derzeit etwa 35.000 Mitarbeiter und verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 einen Außenumsatz von 3,580 Mrd. EUR. Siemens Financial Services ist ein internationaler Anbieter von Finanzlösungen im Business-to-Business-Geschäft. SFS ist sowohl für Siemens als auch für externe Kunden tätig und konzentriert sich dabei auf die drei Branchen Industrie, Energie und Gesundheitswesen. SFS finanziert Infrastruktur, Equipment sowie Betriebsmittel und unterstützt und berät Siemens in Bezug auf das Management von Finanzmarktrisiken und Investments. Durch den kombinierten Einsatz seiner Finanz- und Industrieexpertise schafft SFS Wert für seine Kunden und verbessert ihre Wettbewerbsfähigkeit. SFS beschäftigt etwa 2.000 Mitarbeiter.
Im Lagebericht werden die folgenden Finanzkennzahlen für unsere drei Sectors, das Cross-Sector Business Siemens IT Solutions and Services sowie für 14 Divisions unserer Sectors berichtet: Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Ergebnismarge. Für Equity Investments berichten wir im Lagebericht das Ergebnis, und für SFS Ergebnis und Gesamtvermögen. Zusätzlich werden für jedes berichtspflichtige Segment weitere Finanzkennzahlen - einschließlich Free Cash Flow - im »Anhang zum Konzernabschluss« berichtet. Informationen zur Definition dieser Finanzkennzahlen sowie zur Überleitung von Segmentkennzahlen auf den Konzernabschluss finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Aus geografischer Sicht ist Siemens in 17 regionale Cluster unterteilt. Diese sind unseren drei Berichtsregionen zugeordnet, die jeweils von einem Vorstandsmitglied verantwortet werden und für die wir Finanzkennzahlen veröffentlichen:
Regionalstruktur zum 30. September 2009

Zusätzlich berichten wir auf Konzernebene Finanzkennzahlen für bestimmte wichtige Länder, insbesondere für Deutschland (innerhalb der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten), die USA (innerhalb der Region Amerika), sowie für China und Indien (innerhalb der Region Asien, Australien).
DIE GLOBALEN MEGATRENDS
Globale Megatrends sind langfristige Prozesse, die die globale Nachfrage in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich beeinflussen werden. Wir bei Siemens sehen demografischen Wandel, Urbanisierung, Klimawandel sowie Globalisierung als Megatrends, die alle Menschen betreffen und die die globale Entwicklung prägen werden. Darum haben wir unsere Strategie und unser Geschäft konsequent an diesen Trends ausgerichtet. In unseren drei Sectors Industry, Energy und Healthcare verfügen wir über wegweisende Produkte und Lösungen, mit denen wir dem Klimawandel begegnen, zur besseren Gesundheitsversorgung einer alternden Bevölkerung beitragen sowie die Infrastruktur und Mobilität in urbanen Räumen energieeffizient und damit umweltverträglich gestalten können.
Der demografische Wandel umfasst mehrere Trends. Einer der wichtigsten ist dabei das stetig steigende Durchschnittsalter der Bevölkerung in vielen Ländern, besonders in den Industrienationen. Hiervon kann Siemens profitieren, bietet das Unternehmen doch zahlreiche Produkte und Lösungen für die Gesundheitsvorsorge sowie die frühzeitige Diagnostik von Krankheiten an - zwei wichtige Voraussetzungen für ein längeres und gesünderes Leben.
Die Urbanisierung bezieht sich auf die weltweit wachsende Zahl von großen städtischen Ballungsgebieten, sowohl im Sinne der etablierten Großstädte in den Industrienationen als auch im Sinne der schnell wachsenden Ballungszentren in den Schwellenländern. Sie wird von einer Reihe von Faktoren vorangetrieben, wie zum Beispiel der Zuwanderung aus den ländlichen Gebieten und dem Bevölkerungswachstum in den Ballungsräumen. Dieser Megatrend ist für Siemens deshalb wichtig, weil wir unter anderem Produkte und Lösungen für die verarbeitende Industrie, den städtischen Nahverkehr, den Bausektor, die Energieverteilung und für Krankenhäuser bieten.
Der Klimawandel stellt die Welt vor eine Reihe von Herausforderungen: wie zum Beispiel den Wirkungsgrad bei der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen zu erhöhen; Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, wie beispielsweise der Windenergie; die Effizienz und Leistung der Stromnetze zu verbessern; die Energieeffizienz im Transportwesen und bei Industrieprozessen zu steigern; den Energiebedarf bei Gebäuden zu reduzieren sowie die Emissionen bei allen vorstehend genannten Prozessen zu verringern.
Globalisierung beschreibt eine stetig wachsende Vernetzung nationaler Wirtschaftsräume sowie die zunehmende Bedeutung multinationaler Unternehmen. Die Globalisierung spielt für Siemens eine große Rolle, da wir in rund 190 Ländern der Welt tätig sind und in allen Regionen übergreifend standardisierte Lösungen, Technologien, Logistik- und Informationssysteme sowie Geschäftsprozesse anwenden. Dieses globale Netzwerk versetzt uns in die Lage, die Globalisierungsprozesse für fast jedes Geschäft unserer Kunden zu vereinfachen.
STRATEGIE
Konzernstrategie
Unsere Konzernstrategie ist abgeleitet aus unserer Vision:
Siemens, der Pionier auf den Gebieten:
| ― | Energieeffizienz, |
| ― | industrieller Produktivität, |
| ― | bezahlbarer und personalisierter Gesundheitssysteme |
| ― | und intelligenter Infrastrukturlösungen |
auf Basis einer führenden Markt- und Technologieposition in unseren Geschäften.
Unser strategisches Ziel ist nachhaltiges, profitables Wachstum. Die Voraussetzung dafür ist, eine führende Position an regionalen und technologischen Märkten einzunehmen, an denen wesentliche globale Entwicklungen - die oben beschriebenen Megatrends - eine starke und nachhaltige Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen erzeugen. Entsprechend hat Siemens sein Portfolio über die vergangenen Jahre konsequent auf die vier Megatrends demografischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung ausgerichtet. Mit dem Fokus auf die drei Sectors Industry, Energy und Healthcare haben wir die strukturelle Grundlage gelegt, an attraktiven und nachhaltigen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert zu sein. Bezogen auf die Markt- sowie Technologieposition nimmt der Großteil unserer Geschäfte schon heute eine führende Marktstellung ein. Diese Geschäfte haben damit die notwendige Stärke, in einem globalen Wettbewerbsumfeld nachhaltig profitabel wachsen zu können.
Basierend auf unseren Werten verantwortungsvoll, exzellent und innovativ sowie einer klaren Fokussierung auf den Kunden, setzen wir diese Konzernstrategie mit unserem Unternehmensprogramm Fit42010 um und schöpfen damit die Potenziale des integrierten Technologiekonzerns aus. Unser Ziel, nachhaltig profitabel zu wachsen, wird im Rahmen von Fit42010 durch die Vorgabe von ambitionierten Wachstums-, Profitabilitäts- und Liquiditätszielen weiter konkretisiert. Diese basieren jedoch auf der Grundlage normaler Konjunkturzyklen, ungleich des derzeitigen von Rezession und den negativen Auswirkungen der Finanzkrise geprägten globalen wirtschaftlichen Umfelds (siehe Kapitel »- Finanzielle Kenngrößen der Unternehmenssteuerung«).
Fit 4 2010

Die übergreifenden Potenziale, die Siemens als integrierter Technologiekonzern besitzt, adressiert Fit42010 durch vier Kategorien: Portfolio, People Excellence, Operational Excellence und Corporate Responsibility. Durch eine stringente Ressourcenallokation und die Fokussierung auf drei Sectors richten wir uns mit unserem Portfolio auf attraktive Märkte aus (siehe Abschnitt »- Der Siemens Konzern - Organisation und Grundlagen der Berichterstattung«). Exzellenten Kundennutzen liefern wir, indem wir im Rahmen von People Excellence den Anspruch haben, die besten Mitarbeiter weltweit zu beschäftigen. Mitarbeiter, für die eine Hochleistungskultur selbstverständlich ist (siehe Abschnitt »- Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren«). Dabei ist Diversity, also die Vielfalt im Management, ein fester Bestandteil unserer Konzernstrategie und eine Grundvoraussetzung für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Unser Ziel ist es, jede Position bei Siemens mit dem geeignetsten Mitarbeiter zu besetzen - unabhängig von Faktoren wie Nationalität, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Religion. Open Innovations bedeutet für uns die Öffnung einer unternehmerischen Einheit, um weltweit das Wissen vieler interner und externer Experten aus unterschiedlichen Disziplinen einzubeziehen. Sie unterstützt als Teil von Operational Excellence eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Spitzentechnologie, während Global Supply Chain Management die Effizienz im Einkauf und in der Lieferkette konzernweit steigern soll (siehe Abschnitte »- Wichtige Unternehmensprogramme und Initiativen - Die Supply Chain Management Initiative« sowie »- Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren«). Und mit Corporate Responsibility haben wir nicht nur ein weltweit durchgängiges Compliance-Programm mit Systemen und Prozessen für ordnungsgemäßes Handeln eingeführt, sondern unterstreichen auch unsere unternehmerische Verantwortung und die herausragende Bedeutung des Klimaschutzes (siehe Abschnitt »- Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren«).
Segment-Strategien
Unser Industry Sector ist ein weltweiter Markt- und Technologieführer in der Automatisierung von industriellen und Infrastrukturprozessen. Er strebt an, die Wettbewerbsfähigkeit seiner Kunden durch die Automatisierung des gesamten Lebenszyklus der Kundeninvestitionen zu steigern. Seine innovativen und umweltfreundlichen Produkte, Systeme, Dienstleistungen und Lösungen sind speziell auf die Erhöhung von Produktivität und Flexibilität sowie die Verbesserung von Ressourcen- und Energieeffizienz beim Kunden ausgerichtet. Der Sector baut auf gemeinsame Technologieplattformen (zum Beispiel Totally Integrated Automation/TIA), die von den Divisions in branchenspezifischen Anwendungen umgesetzt werden und diesen erlauben sollen, überdurchschnittlich profitabel zu wachsen.
Unser Energy Sector ist das weltweit einzige Unternehmen, das die Effizienz entlang der gesamten Energieumwandlungskette steigern kann, von der Öl- und Gas-Förderung über die Erzeugung bis hin zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie. Als integriertes Technologieunternehmen nimmt der Sector in seiner Branche eine technologische Spitzenposition ein und setzt Industriestandards. Unser Energy Sector hat den Anspruch, durch überdurchschnittliches, profitables Wachstum in jedem einzelnen Geschäftsfeld eine führende Marktposition einzunehmen.
Die Strategie unseres Healthcare Sectors zielt auf eine Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen durch eine Erhöhung der Qualität in der Gesundheitsversorgung bei gleichzeitiger Senkung der Kosten. Durch konsequente Kundenorientierung und einer daran ausgerichteten Innovationsstrategie bei seinen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen strebt der Sector den stetigen Ausbau seiner führenden Marktposition an. Unser Healthcare Sector strebt an, seine Präsenz an den zukünftigen Wachstumsmärkten über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu verstärken und dabei kontinuierlich seine Kostenposition zu verbessern. Der Sector verfolgt eine klare Ausrichtung auf profitables Wachstum und strebt eine beständige Steigerung seiner Marktanteile an. Mit seinem integrierten Ansatz, der medizinische Bildgebung, Labordiagnostik und die im Gesundheitswesen erforderlichen IT-Systeme miteinander vereint, adressiert er die komplette medizinische Versorgungskette - von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge.
Als ein führender internationaler IT-Dienstleister bietet Siemens It Solutions and Services alles aus einer Hand: Das Portfolio reicht von Consulting über die Systemintegration bis zum kompletten Management von IT-Infrastrukturen und der Entwicklung von Software. Dieses weit über die reinen IT-Belange hinaus reichende Know-how ist die Grundlage für erfolgreiche, hochkomplexe IT-Projekte in aller Welt, mit denen die Kunden ihre Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft erhalten und steigern können. Die Strategie von SFS beruht auf drei Säulen: dem Management der finanziellen Risiken von Siemens, der Unterstützung der Geschäftsaktivitäten unseres Konzerns durch die Bereitstellung spezifischer Finanzlösungen für Siemens Kunden sowie auf Finanzierungen für andere Unternehmen, schwerpunktmäßig in den drei Branchen Industrie, Energie und Gesundheitswesen. Durch den gebündelten Einsatz ihrer Finanzexpertise und Industriekompetenz schafft SFS Wert für seine Kunden und verbessert deren Wettbewerbsfähigkeit.
Wichtige Unternehmensprogramme und Initiativen
Umweltportfolio
Unser Umweltportfolio ist Ausdruck dafür, dass wir unsere Geschäftsaktivitäten auf die oben beschriebenen Megatrends, in diesem Fall den Klimawandel, ausgerichtet haben. Es umfasst Technologien, die einen direkten, nachweisbaren Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten. Dazu gehören erstens Produkte und Lösungen mit hoher Energieeffizienz, wie zum Beispiel Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke, Energiesparlampen oder intelligente Gebäudetechnik. Zweitens Anlagen und Komponenten zur Nutzung erneuerbarer Energien, wie beispielsweise der Netzzugang für Windkraft und Dampfturbinen für Solarenergie. Und drittens Umwelttechnologien, wie zum Beispiel Technologien zur Wasserbehandlung und Luftreinhaltung.
Mit unserem Umweltportfolio wollen wir unseren Kunden helfen, ihren Kohlendioxidausstoß zu verringern, ihre Energiekosten zu senken sowie durch höhere Produktivität ihren Unternehmenserfolg zu steigern. So haben wir uns bis zum Jahr 2011 das Ziel gesetzt, mit den seit dem Geschäftsjahr 2002 installierten Produkten und Lösungen, die weiter im Einsatz sind, bei unseren Kunden die jährlichen Kohlendioxidemissionen um rund 300 Mio. Tonnen zu verringern. Dies stellt eine nochmalige Steigerung unseres ursprünglichen Ziels dar. Die bis zum Geschäftsjahr 2009 installierten Produkte und Lösungen reduzieren den Kohlendioxidausstoß bereits um rund 210 Mio. Tonnen pro Jahr.
Darüber hinaus bietet uns das Umweltportfolio vor allem die Möglichkeit, an attraktiven Märkten mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial zu partizipieren. Wir verfolgen mit unserem Umweltportfolio ambitionierte Umsatzziele. Trotz des weiterhin schwierigen Konjunktur- und Finanzierungsumfelds ist es unser Ziel, bis zum Geschäftsjahr 2011 rund 25 Mrd. EUR aus Produkten und Lösungen für den Umwelt- und Klimaschutz zu erwirtschaften. Einschließlich neu aufgenommener Produkte und Lösungen betrug der Umsatz aus dem Umweltportfolio nach einer starken Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr 23,0 Mrd. EUR; er lag damit über dem vergleichbaren Umsatz von 20,7 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2008. Schon heute entfallen damit auf unser Umweltportfolio rund 30 % unseres Umsatzes.
Für die Erfassung von Informationen über Umsätze aus Produkten und Lösungen für den Umwelt- und Klimaschutz und die Menge der durch diese eingesparten Kohlendioxidemissionen sowie die Art der Berechnung dieser Größen existieren keine unternehmensübergreifenden Standards. Dies kann dazu führen, dass die Umsätze aus unserem Umweltportfolio und die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden nicht vergleichbar sind mit den unter denselben oder ähnlichen Bezeichnungen veröffentlichten Daten anderer Unternehmen. Die Umsätze aus unserem Umweltportfolio sowie die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden unterliegen internen Dokumentations- und Prüfungsanforderungen, die sich jedoch von den Dokumentations- und Prüfungsanforderungen unterscheiden, die unseren Finanzinformationen zugrunde liegen. Es ist möglich, dass wir unsere Regelungen für die Erfassung von Umsätzen aus unserem Umweltportfolio sowie die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden in der Zukunft ohne vorherige Ankündigung ändern.
Nach der erstmaligen unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung der Daten und Prozesse des Umweltportfolios für das Geschäftsjahr 2007 haben wir auch für das Geschäftsjahr 2008 eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, unser Umweltportfolio einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zu unterziehen. Eine solche betriebswirtschaftliche Prüfung unterscheidet sich von einer Jahresabschlussprüfung, wie sie für unseren Konzernabschluss durchgeführt wurde. Das Ergebnis der betriebswirtschaftlichen Prüfung war positiv, und die unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat dieses Ergebnis, insbesondere in Bezug auf den Gesamtumsatz des Umweltportfolios sowie die Menge der dadurch eingesparten Kohlendioxidemissionen, in einer Bescheinigung über eine unabhängige betriebswirtschaftliche Prüfung dokumentiert. Auch für das Geschäftsjahr 2009 beabsichtigen wir, die Daten und Prozesse unseres Umweltportfolios erneut einer unabhängigen betriebswirtschaftlichen Prüfung unterziehen zu lassen.
Das globale SG&A-Programm
Unser im Geschäftsjahr 2008 gestartetes globales Programm zur Senkung unserer Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten (SG&A-Kosten) diente der Effizienzsteigerung der Vertriebs- und Verwaltungsprozesse in unseren konzernübergreifenden Funktionen, unseren Sectors, Divisions und Cross-Sector Businesses sowie in unseren regionalen Clustern. Dieses Programm hat im Verlauf des Geschäftsjahrs 2009 maßgeblich dazu beigetragen, dass wir unsere Wettbewerbsposition auf der Kostenseite ungeachtet der schwierigen Voraussetzungen durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise erheblich stärken konnten. Da wir bereits im Geschäftsjahr 2009 das für 2010 gesetzte Einsparungsziel für SG&A-Kosten vorzeitig erreichen konnten, haben wir unser globales SG&A-Programm zum Geschäftsjahresende 2009 erfolgreich abgeschlossen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir unsere weltweiten SG&A-Kosten um 1,2 Mrd. EUR gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahrs 2007 senken. Wir erreichten dies trotz großer Akquisitionen während und zwischen den betrachteten Perioden sowie der im aktuellen Geschäftsjahr enthaltenen Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Verbindung mit dem SG&A-Programm. Die SG&A-Kosten beliefen sich in der aktuellen Periode auf 14,2 % vom Umsatz gegenüber 16,7 % im Geschäftsjahr 2007. Die Kostensenkungen resultierten unter anderem aus der Reduzierung von Aufwendungen für die IT-Infrastruktur und für externe Berater sowie dem Stellenabbau in Verwaltung und Vertrieb. Wesentliche Effekte konnten auch bereits im Geschäftsjahr 2009 durch die Bündelung und Prozessvereinfachungen zahlreicher Verwaltungsaktivitäten in den Sectors und regionalen Clustern sowie die Optimierung von Vertriebskanälen erzielt werden. Effekte infolge des konjunkturbedingten Nachfragerückgangs trugen ebenfalls zu den geringeren SG&A-Kosten bei. Nach vorne gerichtet wird es nach dem Abschluss unseres globalen SG&A-Programms unser vorrangiges Ziel sein, die Nachhaltigkeit der erzielten Kosteneinsparungen sicherzustellen.
Auch die im Rahmen des SG&A-Programms geplanten Maßnahmen zum Abbau von weltweit rund 12.600 Stellen, vor allem in der Verwaltung, sind abgeschlossen. Die Bilanzierung der Restrukturierungsaufwendungen für den im Rahmen des SG&A-Programms erforderlichen Stellenabbau erfolgte im Wesentlichen bereits im Geschäftsjahr 2008, in dem wir entsprechende Aufwendungen in Höhe von 1,081 Mrd. EUR auswiesen. Die Restrukturierungsaufwendungen für den Stellenabbau im Rahmen des SG&A-Programms sowie in Verbindung mit diesem Programm sind in den Segmentinformationen in der Position Zentrale Posten enthalten.
Die Supply Chain Management Initiative
Im Geschäftsjahr 2009 haben wir eine Supply Chain Management Initiative mit dem Ziel gestartet, gemeinsam mit unseren Lieferanten ein führendes globales Beschaffungsnetzwerk aufzubauen, Technologien voranzutreiben und Innovationszyklen zu beschleunigen. Wir wollen unser Supply Chain Management mit dem Ziel optimieren, daraus substanzielle und nachhaltige Ergebnisbeiträge für den Siemens Konzern zu generieren sowie unser Risikomanagement bei Lieferanten zu verbessern.
Einer der Haupthebel für das Erreichen der Einsparpotenziale ist das Zusammenführen der Einkaufsaktivitäten quer durch unsere Sectors. Indem wir unsere konzernweiten Einkaufsvolumina bündeln und konzentrieren, erwarten wir, über Mengenvorteile bessere Preise erzielen zu können.
Ein zweiter wesentlicher Bestandteil unserer Supply Chain Management Initiative ist das Global Value Sourcing, die globale Wertschöpfung im Einkauf. Hierbei geht es um die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen, globalen Lieferantennetzwerks sowie um gemeinsame Produktentwicklungen und Innovationen mit unseren Schlüssellieferanten. Zudem wollen wir unseren Einkaufsanteil in den Schwellenländern mittelfristig erhöhen, um unsere Umsatz- und Einkaufsvolumina zukünftig regional noch weiter anzugleichen.
Eine weitere wesentliche Maßnahme stellt die Intensivierung unserer Zusammenarbeit mit den Lieferanten dar, die den höchsten Beitrag zu unserer Wertschöpfung leisten. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wir mittelfristig die Zahl unserer Lieferanten deutlich verringern werden.
Wir haben uns im Rahmen der Supply Chain Management Initiative klare und ehrgeizige Ziele gesetzt. So wollen wir bis zum Geschäftsjahr 2010 das Sector-übergreifende Einkaufsvolumen gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 um 60 % erhöhen, mittelfristig unseren Einkaufsanteil in Schwellenländern auf 25 % des Gesamtvolumens des Konzerns steigern sowie die Gesamtzahl unserer Lieferanten um 20 % verringern.
Programm zur Reduzierung der gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen
Um die Komplexität innerhalb der Konzernstruktur zu reduzieren, Synergien zu optimieren, sowie Kontrolle und Transparenz zu erhöhen, haben wir ein Programm mit dem Ziel gestartet, bis 2010 die Anzahl unserer gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen, einschließlich Minderheitsbeteiligungen, auf unter 1.000 zu verringern. Bedingt durch die signifikanten M&A-Aktivitäten zur Weiterentwicklung und Optimierung unseres Portfolios in den letzten Jahren hatte sich die Anzahl der gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen zuvor deutlich erhöht.
Die Reduzierung soll überwiegend durch die Integration von Gesellschaften in bestehende Siemens Landesorganisationen erfolgen. Daneben tragen auch Portfoliobereinigungen zu unserem Ziel bei. Zum Geschäftsjahresende 2009 konnte die Anzahl der gesellschaftsrechtlichen Beteiligungen bereits erfolgreich auf etwa 1.300 verringert werden - nach etwa 1.600 Beteiligungen zum Ende des Vorjahrs sowie etwa 1.800 Beteiligungen zum Geschäftsjahresende 2007. Im Geschäftsjahr 2010 haben wir uns eine Reduzierung um weitere 300 Beteiligungen zum Ziel gesetzt.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
FuE-Intensität

Unser Ziel ist es, unsere Innovationskraft weiter zu stärken. Daher hat Siemens im Geschäftsjahr 2009 seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) auf 3,900 Mrd. EUR gesteigert. Dies entspricht einer Zunahme von 3,1% gegenüber dem Vorjahr.
Der Industry Sector investierte 1,8 Mrd. EUR mit einer FuE-Intensität von 5,2%, der Energy Sector 0,8 Mrd. EUR mit einer FuE-Intensität von 3,0% und der Healthcare Sector 1,1 Mrd. EUR mit einer FuE-Intensität von 9,1%. Weitere FuE-Aufwendungen erbringen wir in unserer zentralen Forschungsabteilung (Corporate Technology, CT) und bei Siemens IT Solutions and Services.
Siemens profitierte im Geschäftsjahr 2009 von öffentlicher Projektförderung bei FuE-Arbeiten. Auch im Jahr 2009 beteiligte sich Siemens wie in den Vorjahren an über 1.000 nationalen und internationalen Kooperationsprojekten, mit Hochschulen ebenso wie mit Forschungsinstituten und industriellen Partnern sowie im Rahmen von öffentlich geförderten Programmen, etwa denen der Europäischen Union oder des deutschen Bundesforschungsministeriums.
FuE-Kennzahlen
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| GJ 2009 | GJ 2008 | GJ 2007 | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiter1 | 31.800 | 32.200 | 30.900 |
| Erfindungen2 | 7.700 | 8.200 | 7.900 |
| Patentanmeldungen2 | 4.200 | 5.000 | 4.900 |
1 Durchschnittlich im Geschäftsjahr eingesetzte Mitarbeiter.
2 Vorjahresdaten wurden nicht um veräußerte Geschäftsaktivitäten angepasst.
Wir beschäftigen in Deutschland 12.700 FuE-Mitarbeiter und 19.100 FuE-Mitarbeiter in rund 30 Ländern außerhalb Deutschlands, darunter die USA, China und Indien, Österreich, Slowakei, Großbritannien, Schweden, Dänemark, Schweiz und Kroatien.
Weltweit besitzt Siemens mehr als 56.000 Patente - im Vorjahr waren es noch 55.000 Patente. Mit den eingereichten Patenten lag Siemens für das Kalenderjahr 2008 in den Patentstatistiken auf den Plätzen zwei in Deutschland und in Europa und auf Platz zwölf in den USA. Im Vorjahr war es Platz zwei in Deutschland, drei in Europa und elf in den USA.
Im Geschäftsjahr 2009 haben wir folgende FuE-Schwerpunkte gesetzt: (1) das Bewahren der langfristigen Zukunftssicherheit, (2) das Steigern der technologischen Wettbewerbsfähigkeit und (3) das Optimieren der FuE-Ressourcenallokation.
Die zentrale Forschungsabteilung arbeitet Hand in Hand mit den FuE-Teams der Sectors und Divisions. Dazu ist die über 5.000 Mitarbeiter zählende Organisation weltweit vernetzt aufgestellt. Ihre Hauptstandorte liegen in den USA, Großbritannien, Deutschland, Österreich, der Slowakei, Russland, Indien, China und Singapur.
Die Sectors konzentrieren sich mit ihren FuE-Anstrengungen auf die nächste Generation ihrer Produkte und Lösungen und bereiten deren erfolgreiche Markteinführung vor. Hingegen richten die Forscher und Entwickler von CT das Augenmerk auf die übernächste Generation und bereiten deren technologische Basis vor. Durch die enge Zusammenarbeit mit den produkt- und kundennahen Unternehmensteilen und durch den intensiven Austausch mit globalen Forschungseinrichtungen gelingt es ihnen, technische und gesellschaftliche Trends frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und selbst zu gestalten. CT ist den Grundsätzen von Open Innovations verpflichtet und sorgt so kontinuierlich dafür, dass Informationen aus Wissenschaft und Technik in das Unternehmen eingebracht werden.
Zu den globalen Technologiefeldern, die von CT abgedeckt werden, gehören Materialien und Mikrosysteme, Produktionsverfahren, Software und Engineering, Energietechnik, Sensorik, Automatisierung, medizinische Informationssysteme und bildgebende Verfahren, Informations- und Kommunikationstechnologien, das Gewinnen und Verarbeiten von Rohstoffen sowie nicht netzgekoppelte Energieerzeugung. Unsere sogenannten SMART-Produkte (Simple, Maintenance friendly, Affordable, Reliable und Timely to market) setzen neue Technologien so um, dass sie für ländliche und infrastrukturschwache Gebiete an niedrigpreisigen Märkten wettbewerbsfähig werden. Diese kostengünstigen Produkte orientieren sich an den jeweiligen Marktbedürfnissen und zeichnen sich durch einfache Handhabung, Wartungsfreundlichkeit und Zuverlässigkeit aus. SMART-Lösungen - etwa für das Gesundheitswesen sowie die dezentrale Energieerzeugung - sind bei CT und in den Sectors in der Entwicklung und teilweise auch schon erfolgreich im Einsatz.
Einer der FuE-Schwerpunkte von Siemens sind Lösungen, die zur Stärkung und Weiterentwicklung unseres Umweltportfolios beitragen. Wichtige FuE-Themen sind hier die Effizienzsteigerung bei der Energieerzeugung - ob regenerativ oder konventionell -, die verlustarme Energieübertragung, der Ausbau intelligenter Energienetze und die effiziente Energienutzung, ob im Verkehr, der Industrie, der Gebäudetechnik oder der Beleuchtung. Forscher und Entwickler von Siemens untersuchen auch alle Aspekte der Elektromobilität, von der Fahrzeugtechnik bis zur Integration der Fahrzeuge in zukünftige intelligente Stromnetze (Smart Grids). Dazu kommt noch die Weiterentwicklung von Systemen zur Wasser- und Luftreinhaltung sowie zur Trinkwasseraufbereitung, etwa mit neuen Membrantechnologien.
Zu den FuE-Prioritäten im Industry Sector gehört die informationstechnische Integration der Produktplanung und der Fertigungsprozesse im Rahmen des Product Lifecycle Managements. Ziel ist es, die Prozesse an sämtlichen Stellen der Wertschöpfungskette so zu beschleunigen, dass sich die Zeitspanne bis zur Markteinführung um bis zu 50 % verkürzen lässt. Die Weiterentwicklung der Automatisierungstechnik und vor allem auch der Software spielen hier die entscheidende Rolle. Darüber hinaus geht es im Industry Sector insbesondere um eine höhere Energieeffizienz, einen geringeren Rohstoffverbrauch und weniger Emissionen. Dies gilt für die Entwicklung leistungsfähiger Beleuchtungslösungen - etwa mit Leuchtdioden - ebenso wie für die Gebäudetechnik oder die Verkehrstechnik mit energiesparenden Antrieben und unserem Complete-mobility-Ansatz. Hierbei geht es darum, die verschiedenen Verkehrssysteme miteinander zu vernetzen und so Menschen und Güter noch effizienter, schneller und komfortabler zu ihrem Bestimmungsort zu bringen.
Der Schwerpunkt unserer FuE-Aktivitäten im Energy Sector liegt auf der Entwicklung von Verfahren zum effizienten Erzeugen, Über tragen und Verteilen von Energie. Dabei wird insbesondere der Umbau bestehender Stromnetze zu Smart Grids eine wesentliche Rolle spielen. Diese intelligenten Netze sind die Voraussetzung für nachhaltige Energiesysteme und die optimale Einbindung immer größerer Mengen erneuerbarer Energien sowie zukünftiger Elektrofahrzeuge in den Energiemix. Optimierte Lösungen für solarthermische Kraftwerke gehören ebenso zu den FuE-Themen des Energy Sectors wie schwimmende Windkraftanlagen auf hoher See, innovative Techniken zur verlustarmen Stromübertragung, Wirkungsgradsteigerungen von Kraftwerken durch neue Materialien für Turbinenschaufeln oder Technologien zur Abscheidung des Treibhausgases Kohlendioxid aus dem Rauchgas von fossil befeuerten Kraftwerken.
Die wachsende und alternde Bevölkerung stellt den Healthcare Sector vor die Herausforderung, Gesundheitsleistungen höchster Qualität zu finanzierbaren Kosten anbieten zu können. Die FuE-Aktivitäten konzentrieren sich daher vor allem auf Innovationen, die die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich erfüllen. Vor allem geht es hier um die Verbindung der verschiedenen bildgebenden Verfahren - die immer detailliertere, schnellere und patientenschonendere dreidimensionale Einblicke in den Körper ermöglichen - sowie der Labordiagnostik und der Informationstechnologie, um deutlich verbesserte, aufeinander abgestimmte Arbeitsabläufe zu schaffen. Dank der Informationen aus den unterschiedlichen Diagnoseverfahren können Mediziner Krankheiten noch besser und früher erkennen und Therapien individueller auf die Patienten ausrichten, indem sie beispielsweise die Wirkung von Medikamenten präziser überwachen und die Auswerte- und Analysefähigkeiten moderner Computertechnik nutzen.
FINANZIELLE KENNGRÖSSEN DER UNTERNEHMENSSTEUERUNG
Unser Fit42010-Unternehmensprogramm beinhaltet sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Unsere finanziellen Kenngrößen fokussieren dabei auf Wachstum, Profitabilität, Kapitaleffizienz, Cash Conversion sowie die Optimierung unserer Kapitalstruktur. Wir sind überzeugt, dass diese Kenngrößen eine wichtige Rolle bei der Steigerung unseres Unternehmenswerts und unserer Wettbewerbsfähigkeit spielen. Sie werden dazu beitragen, unsere Spitzenpositionen zu festigen beziehungsweise zur Performance unserer besten Wettbewerber aufzuschließen. Wir haben uns ambitionierte Ziele für alle unsere finanziellen Kenngrößen gesetzt. Diese basieren jedoch auf der Grundlage normaler Konjunkturzyklen, ungleich des derzeitigen von Rezession und den negativen Auswirkungen der Finanzkrise geprägten globalen wirtschaftlichen Umfelds. Weiterführende Informationen zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren des Fit42010-Unternehmensprogramms finden sich im Abschnitt »- Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren«. Der Abschnitt »- Finanzielle Kenngrößen der Unternehmenssteuerung« enthält verschiedene Kenngrößen, die sogenannte Non-GAAP-Kennzahlen sind oder sein können. Weitere Informationen zu diesen Kennzahlen finden sich am Ende des Konzernlageberichts.
Operative Steuerungsgrößen

Die erste operative Kenngröße konzentriert sich auf Wachstum und soll damit sicherstellen, dass eine für ein entsprechendes Ergebniswachstum ausreichende Umsatzentwicklung erwirtschaftet wird. Unser Ziel für das abgelaufene Geschäftsjahr war es, dass unser Umsatz auf organischer Basis doppelt so stark wächst wie das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP). Im Fall eines negativen BIP-Wachstums war es dementsprechend unser Ziel, dass ein prozentualer Rückgang im Umsatz auf organischer Basis weniger als die Hälfte des negativen BIP-Wachstums beträgt.
Umsatzwachstum1

Ziel 2009: <0,5 BIP-Negativwachstum. Gem. Schätzung von IHS Global Insight Inc. vom 14. Oktober 2009 wird für 2009 ein Wachstum von - 2,1 % erwartet.
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Unsere primäre Kenngröße zur Umwandlung von Umsatzwachstum in Ergebniswachstum ist die Ergebnismarge, die auf der Ebene der Sectors, Divisions und Cross-Sector Businesses gemessen und berichtet wird. Für unsere Sectors, Divisions und Siemens IT Solutions and Services berechnet sich die Ergebnismarge als Quotient aus Ergebnis und Umsatz, wobei das Ergebnis als Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern definiert wird. Zusätzlich kann es noch um weitere Sachverhalte bereinigt werden, die der Vorstand als nicht indikativ für die Performance dieser Geschäftseinheiten erachtet. Im Geschäftsjahr 2009 werden die Ergebnisse der Diagnostics Division und des Healthcare Sectors für den Vergleich mit den Margen-Zielbändern um Purchase-Price-Accounting-(PPA-)Effekte und Integrationskosten bereinigt.
Im Gegensatz dazu - und im Einklang mit den üblichen Kenngrößen im Finanzdienstleistungsbereich - wird Return on Equity als Profitabilitätskenngröße von SFS herangezogen. Diese Kenngröße ist als Quotient aus Ergebnis vor Ertragsteuern und dem durchschnittlich zugeordneten Eigenkapital von SFS definiert. Unsere Zielbänder für die Ergebnismargen sowie die Performance unserer Sectors, Divisions und Cross-Sector Businesses für das Geschäftsjahr 2009 sind im Folgenden dargestellt.
Ergebnismargen GJ 2009

Unsere Kenngröße für Kapitaleffizienz ist Return on Capital Employed (ROCE). Diese Kennzahl bewertet unsere Ergebniserzielung aus Sicht unserer Aktionäre und Kreditgeber, die uns ihr Kapital zur Verfügung stellen. ROCE ist definiert als der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern und vor Zinsen, geteilt durch das durchschnittlich eingesetzte Kapital. Dabei ist der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern und vor Zinsen als der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten (wie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt) abzüglich Übriges Zinsergebnis (wie im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt) und abzüglich Steuern auf Übriges Zinsergebnis definiert. Das eingesetzte Kapital ist definiert als Summe Eigenkapital plus Langfristige Finanzschulden plus Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden minus Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (jeweils wie in der Konzernbilanz dargestellt) plus Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten minus Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (soweit bezogen auf nicht fortgeführte Aktivitäten und wie im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt). Unser ROCE-Zielband liegt bei 14 bis 16%.
ROCE (fortgeführte Aktivitäten)

Eine weitere operative Kenngröße zur Unternehmenssteuerung ist die Cash Conversion Rate (CCR), die uns zeigt, welcher Teil unseres Ergebnisses in Free Cash Flow umgewandelt wird. Die Berechnung von CCR ist unten abgebildet. Der im Anhang zum Konzernabschluss dargestellte Free Cash Flow ist definiert als Mittelzufluss/Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (fortgeführte Aktivitäten), abzüglich Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (fortgeführte Aktivitäten). Unser CCR-Ziel liegt bei 1 abzüglich der jährlichen Umsatzwachstumsrate auf organischer Basis.
Cash Conversion Rate (fortgeführte Aktivitäten)

Zusätzlich zu den oben diskutierten operativen Kenngrößen verwenden wir verschiedene andere Kennzahlen, die den wirtschaftlichen Erfolg unserer Geschäftsaktivitäten messen. Um abzuschätzen, ob eine bestimmte Investition eine Wertschaffung für Siemens generieren wird, betrachten wir ROCE, den Kapitalwert oder den Geschäftswertbeitrag (GWB) dieser Investition. Letzterer vergleicht die erwarteten Ergebnisse aus der Investition mit den Kosten des dabei eingesetzten Kapitals. Im Rahmen unserer Liquiditätssteuerung analysieren wir darüber hinaus sowohl die Umschlagfaktoren des Networking Capital unserer operativen Einheiten als auch die Investitionsrate für Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (Investitionen im Verhältnis zu den Abschreibungen), bei der wir in einer Bandbreite von 95 bis 115 % liegen wollen.
Steuerung der Kapitalstruktur
Ergänzend zu unseren operativen Steuerungsgrößen haben wir auch eine Kenngröße zur Steuerung unserer Kapitalstruktur definiert. Unser Ziel ist es, unsere Kapitalstruktur zu optimieren. Damit wollen wir eine bessere Steuerung unseres Verschuldungsgrads erreichen und dabei zugleich sowohl den uneingeschränkten Kapitalmarktzugang zu verschiedenen Fremdfinanzierungsmitteln als auch die Bedienung unserer Finanzschulden sicherstellen.
Kapitalstruktur (fortgeführte Aktivitäten)

Auf der Basis umfassender Wettbewerbsanalysen haben wir uns für ein Kapitalstrukturziel entschieden, das als Quotient von »Angepasster industrieller Nettoverschuldung« und »EBITDA (angepasst)« definiert ist. Weiterführende Informationen zur Berechnung finden sich im Abschnitt »Finanzlage - Kapitalstruktur«. Unser Ziel ist es, für diesen Quotienten in einer Bandbreite von 0,8 bis 1,0 zu liegen.
Definition weiterer Finanzkennzahlen
In Ergänzung der oben beschriebenen finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir auch weitere Kenngrößen, wie zum Beispiel den Auftragseingang und den Auftragsbestand zur Abschätzung unseres zukünftigen Umsatzpotenzials. Wir definieren und ermitteln den Auftragseingang sowie den Auftragsbestand wie folgt:
Gemäß unseren Grundsätzen für den Ausweis von Auftragseingängen erfassen wir einen Auftragseingang grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem wir einen Vertrag eingehen, den wir als »rechtswirksam und verbindlich« erachten. Hierfür müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Wird ein Vertrag als rechtswirksam und verbindlich angesehen, erfolgt seine Erfassung grundsätzlich mit dem Gesamtauftragswert. Als Gesamtauftragswert gilt der vereinbarte Preis beziehungsweise das vereinbarte Entgelt für jenen Teil des Vertrags, bezüglich dessen die Lieferung von Gütern beziehungsweise die Erbringung von Leistungen unwiderruflich vereinbart ist. Zukünftige Umsätze aus langfristigen Service-, Wartungs- und Outsourcing-Verträgen werden nur dann mit dem Gesamtauftragswert im Auftragseingang berücksichtigt, wenn die Einhaltung der Gesamtvertragslaufzeit (insbesondere wegen hoher Ausstiegshürden für den Kunden) als hinreichend sicher zu betrachten ist. Die Erfassung des Auftragseingangs erfolgt grundsätzlich unmittelbar zum Zeitpunkt der Erfüllung der Kriterien für die Rechtswirksamkeit und Verbindlichkeit des betreffenden Vertrags. Die einzige Ausnahme stellen Aufträge mit kurzen Gesamtlaufzeiten dar, für die eine separate Auftragseingangsführung keine signifikanten Zusatzinformationen zur Geschäftsentwicklung liefern würde. Für diese Aufträge erfolgt die Erfassung des Auftragseingangs im Zeitpunkt der Umsatzlegung.
Der Auftragsbestand stellt die zukünftigen Umsätze des Unternehmens aus bereits erfassten Auftragseingängen dar. Der Auftragsbestand ergibt sich rechnerisch aus dem Endbestand des Auftragsbestands des Vorjahrs zuzüglich der Auftragseingänge des aktuellen Geschäftsjahrs, abzüglich des Umsatzausweises des aktuellen Geschäftsjahrs. Stornierungen oder Änderungen von Aufträgen aus dem laufenden Geschäftsjahr reduzieren den im aktuellen Quartal ausgewiesenen Auftragseingang. Bereits veröffentlichte Auftragseingänge werden nachträglich nicht angepasst. Wird ein Auftrag aus Vorjahren storniert, erfolgt grundsätzlich keine Anpassung im Auftragseingang des aktuellen Quartals beziehungsweise Geschäftsjahrs, sondern nur im Auftragsbestand und auch nur dann, wenn die Anpassung wesentlich ist. Zusätzlich zu Stornierungen wirken Konsolidierungskreisänderungen sowie Währungsumrechnungseffekte auf den Auftragsbestand.
Für die Erfassung von Informationen über Auftragseingänge und den Auftragsbestand sowie die Art der Berechnung dieser Größen existieren keine unternehmensübergreifenden Standards. Dies kann dazu führen, dass unsere Auftragseingänge und unser Auftragsbestand mit den unter denselben oder ähnlichen Bezeichnungen veröffentlichten Daten anderer Unternehmen nicht vergleichbar sind. Auftragseingang und Auftragsbestand unterliegen unseren internen Dokumentations- und Prüfungsanforderungen. Es ist möglich, dass wir unsere Regelungen für die Erfassung von Auftragseingängen beziehungsweise des Auftragsbestands in der Zukunft ohne vorherige Ankündigung ändern.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Unser Fit42010-Unternehmensprogramm setzt Prioritäten und Erfolgsziele, von denen wir glauben, dass sie die Verfolgung unserer Unternehmensstrategie unterstützen. Diese besteht darin, langfristig profitables Wachstum zu erzielen, indem wir die Chancen nutzen, die sich für uns durch globale Megatrends eröffnen. Das Programm umfasst somit sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, die wir gewählt haben, um unsere führenden Positionen auszubauen oder Lücken zu unseren führenden Wettbewerbern zu schließen. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind im Abschnitt »- Finanzielle Kenngrößen der Unternehmenssteuerung« beschrieben.
Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren unseres Fit42010-Unternehmensprogramms sind in vier Kategorien aufgeteilt: People Excellence, Portfolio, operational Excellence und Corporate Responsibility. Diese vier Kategorien begreifen wir als Mittel, mit dem wir unsere finanziellen Ziele erreichen können.
People Excellence ist für herausragende Organisationen von besonderer Bedeutung. Unser Ziel ist es, die besten Mitarbeiter weltweit zu gewinnen, zu fördern und zu halten, um Spitzenleistungen in einer Hochleistungskultur zu erzielen. People Excellence umfasst die folgenden Steuerungsgrößen: Hochleistungskultur (zum Beispiel Vergütungssystem, Share Matching Plan), Globale Talentvielfalt (zum Beispiel Diversity Initiative, Top Talents, Expertenlaufbahnen/Key Experts), Leadership-Kultur & -Entwicklung (zum Beispiel Siemens Leadership-Excellence-Programme, Global Learning Board) sowie unseren Performance Management Process.
In einer Hochleistungskultur strebt jeder persönliche Bestleistungen an, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Siemens hat eine weltweit für den Vorstand und das obere Management obligatorische Bonuskomponente eingeführt. Der Bonus setzt sich aus verschiedenen Zielkategorien zusammen: Leistung der organisatorischen Einheit (auch im Vergleich zum Wettbewerb), persönliche Leistung, Leistung von Siemens. Somit wollen wir Höchstleistungen auf allen Ebenen sicherstellen.
Mit der klaren Absicht, eine Eigenkapitalkultur im Unternehmen zu fördern, hat Siemens einen Share Matching Plan eingeführt. Hiermit verfolgen wir das Ziel, unsere Mitarbeiter am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen und gleichzeitig zu ihrer Vermögensbildung beizutragen. Der Plan sieht für die partizipierenden Mitarbeiter vor, dass sie für jeweils drei erworbene Aktien nach drei Jahren eine Aktie gratis erhalten. Der Betrag, der investiert werden kann, ist für das obere Management als prozentualer Anteil des Bonus beziehungsweise für andere Mitarbeiter als prozentualer Anteil des Jahreseinkommens festgelegt. Drei Viertel des oberen Managements haben das Angebot in einer ersten Welle von Mitte November bis Mitte Dezember 2008 in sieben ausgewählten Ländern angenommen. Die Teilnehmerrate außerhalb des oberen Managements lag in Deutschland bei 69 % und in den USA bei 16 %.
Für den nachhaltigen Erfolg von Siemens ist Globale Talentvielfalt bei Führungskräften und Experten unerlässlich. Unternehmen, die Vielfalt systematisch fördern, können Wachstumschancen früher erkennen und ihre Kunden besser verstehen. Im November 2008 haben wir einen Chief Diversity Officer (CDO) berufen. Dieser ist verantwortlich für unsere Global Diversity Initiative, die das Ziel verfolgt, die Vielfalt der Talente, die uns aufgrund der globalen Aufstellung von Siemens zur Verfügung stehen, zu fördern und zu nutzen.
Seit einigen Jahren identifiziert Siemens systematisch sogenannte Top Talents in einem frühen Stadium ihrer Karriere. Diesen Mitarbeitern bieten wir herausfordernde und besonders aussichtsreiche Aufgaben an, treiben ihre Weiterentwicklungsmöglichkeiten systematisch voran und bereiten sie auf Führungspositionen vor. Wer im Top Talents Pool verbleiben will, muss ein hohes Potenzial aufweisen sowie dauerhaft herausragende Leistungen erbringen. Unser Top Talents Pool umfasste im Geschäftsjahr 2009 mehr als 2.700 Personen. Das sind ungefähr 500 mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr. 57 % unserer Top Talents leben und arbeiten außerhalb Deutschlands.
Zusätzlich zur Verfügbarkeit von exzellenten Führungstalenten hängt der Erfolg von Siemens wesentlich von innovativen Mitarbeitern bei den technischen Berufen und Ingenieuren ab, die mit ihren Ideen unser Unternehmen voranbringen. Wir wollen diese Mitarbeiter entsprechend fördern und weiterqualifizieren. Deshalb haben wir den Karrierepfad für Key Experts eingeführt. Im Geschäftsjahr 2009 stieg die Anzahl unserer Key Experts auf 417.
Das Programm Leadership-Kultur & -Entwicklung ist ein strategischer Werttreiber. Deshalb haben wir im Berichtsjahr ein »Global Learning Board« etabliert, das ein weltweit verbindliches und auf unser Unternehmensprogramm Fit42010 ausgerichtetes Weiterbildungsportfolio definiert. Die zentralen Einheiten »Learning Campus« und »Siemens Leadership Excellence« (SLE) sind mit der Umsetzung betraut.
Unseren Führungskräftenachwuchs bereiten wir im Rahmen des SLE-Programms gezielt auf seine zukünftigen Aufgaben vor. Zusätzlich zur Vermittlung des notwendigen Handwerkszeugs in Form von Managementinstrumenten, Strategien oder neuen Handlungsansätzen geht es beim SLE-Programm vor allem darum, unsere Führungskultur mit Leben zu füllen. Dieses Programm haben wir im Geschäftsjahr 2006 gestartet. Bis zum 30. September 2009 haben mehr als 2.000 Mitglieder des oberen Siemens Managements an Kursen des SLE-Programms teilgenommen. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2008 belief sich die Teilnehmerzahl auf 1.100. Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 228 Mio. EUR für Weiterbildung sowie die systematische Entwicklung der fachlichen und persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter aufgewendet (ohne Berücksichtigung von Reisekosten). Hieraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Weiterbildungsaufwand je Mitarbeiter von durchschnittlich 562 EUR.
Der weltweit eingeführte Performance Management Process (PMP) stellt das Rückgrat unseres Personalmanagements dar. Dieses global einheitliche Instrument unterstützt unsere Führungskräfte und Mitarbeiter dabei, klare persönliche Ziele festzulegen, und erlaubt ein konkretes und offenes Feedback, das für die Zielerreichung notwendig ist. PMP unterstützt uns auch bei der Festlegung der Einkommen, der beruflichen Weiterentwicklung sowie der Identifikation von Top Talents und Key Experts.
Eng verbunden mit der Entwicklung von People Excellence ist das Bestreben, unseren Mitarbeitern Möglichkeiten zu eröffnen, in strategischen und herausfordernden Geschäftsfeldern zu arbeiten. Unser Portfolio-Management beruht daher auf zwei Prinzipien: Wir investieren an Märkten, die nachhaltiges Wachstum ermöglichen und mit unserer Megatrendstrategie verbunden sind, und wir streben führende Positionen in allen unseren Geschäftsfeldern an.
Unser übergeordnetes Ziel ist die stringente Kapitalallokation. Daher haben wir drei Prioritäten für die Portfolioausrichtung definiert:
| ― | Unsere erste Priorität ist organisches Wachstum. In den vergangenen Geschäftsjahren haben wir eine Reihe großer Akquisitionen vorgenommen, die unser Wachstum beflügelt haben. Daher wollen wir nun durch innovative Produkte und Lösungen unseres bestehenden Geschäfts organisch wachsen. |
| ― | Unsere zweite Priorität ist die Fokussierung auf unsere Sector-Struktur. Wir untersuchen alle unsere Geschäfte auf ihren strategischen und finanziellen Beitrag für ihren jeweiligen Sector und Siemens. |
| ― | Drittens konzentrieren wir uns auf gezielte Investitionen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern und unser Portfolio abrunden. Jede Investition muss hierbei strikte Finanzanforderungen erfüllen und unsere übergeordnete Strategie unterstützen. |
Um organisches Wachstum zu erzielen, streben wir operational Excellence über erstklassige Innovationen und Supply Chain Management an.
Open Innovations ist unser Programm mit dem Fokus auf Trend setzende Technologien. Hiermit identifizieren wir Technologie- und Anwendungstrends und setzen innovative Ideen in marktreife Produkte und Dienstleistungen um. Ein Indikator für unsere Innovationsleistung ist unsere Patentposition in Trend setzenden Technologien. Siemens hält ungefähr 56.000 Patente - dies ist eine Zahl, mit der wir zur Weltspitze gehören. Im Geschäftsjahr 2009 haben unsere Forscher rund 7.700 (i.V. 8.200) Erfindungsmeldungen eingereicht. Außerdem haben wir ca. 4.200 (i.V. 5.000) Patente neu angemeldet. Durchschnittlich waren im Berichtszeitraum 31,8 (i.V. 32,2) Tausend Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung tätig.
Global Supply Chain Management beinhaltet unser Programm zum Ausbau unserer weltweiten Marktpräsenz. Spitzenleistungen im Global Supply Chain Management sind vor allem bei der Durchdringung neuer Märkte wichtig, gerade in schnell wachsenden Regionen wie Asien. Sie ermöglichen es uns, unsere Produktion dort zu errichten, wo unsere Kunden sind. Die Zulieferkette ist darüber hinaus für die Effizienzsteigerung unserer globalen Wertschöpfungskette wichtig, die Forschung und Entwicklung, Produktentwicklung, Einkauf und Produktion umfasst. Eine Schlüsselrolle kommt in diesem Zusammenhang unserer Fokusinitiative SMART (Simple, Maintenance friendly, Affordable, Reliable, Timely to market) zu. Die Initiative zielt auf die Stärkung der lokalen Beschaffung, Entwicklung und Produktion ab, damit wir Produkte in großer Anzahl und guter Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten können. Vor allem wollen wir kundenspezifische SMART-Produkte und -Lösungen auch für das untere Marktsegment entwickeln.
Corporate Responsibility umfasst unser gesellschaftliches Engagement. Hierzu gehören Corporate Governance als Basis aller unserer Entscheidungs- und Kontrollprozesse, Compliance, Klimaschutz sowie Corporate Citizenship.
Compliance
In der Vergangenheit war Compliance entgegen bestehenden internen Regeln nicht hinreichend in unseren Geschäftspraktiken verankert. Wir haben ein Compliance-Programm eingeführt, das sicherstellen soll, dass unsere Geschäftspraktiken vollständig im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen und unseren internen Regelungen stehen. Es versetzt uns in die Lage, Compliance-Verstöße besser zu identifizieren und zu ahnden. Wir sind überzeugt, dass sich unsere Compliance-Anstrengungen auch wirtschaftlich auszahlen. Unser Compliance-Programm beruht auf den drei Säulen Vorbeugen, Erkennen und Reagieren.
Wir wollen Compliance-Verstößen vorbeugen, indem wir eindeutige Richtlinien vorgeben. Zu diesen Richtlinien gehören unsere Business Conduct Guidelines, die das Management und alle Mitarbeiter verpflichten, gesetzliche Bestimmungen und interne Regelungen einzuhalten. Darüber hinaus schulen wir unsere Mitarbeiter auch im Hinblick auf das Wettbewerbs- und Antikorruptionsrecht und weitere Compliance-Bestimmungen. Hierzu bieten wir sowohl webbasierte Schulungsmaßnahmen als auch persönliche Schulungen an. Die folgende Tabelle zeigt die kumulierte Anzahl der Teilnehmer an diesen beiden Schulungsprogrammen:
Teilnehmer an Compliance-Schulungen (in Tausend)

Außerdem haben wir das Compliance-Helpdesk »Ask us« eingeführt, das es den Mitarbeitern ermöglicht, Compliance-relevante Fragen zu stellen. Alle Mitarbeiter können ihre Fragen auch direkt an den für ihre Einheit verantwortlichen Compliance Officer richten. Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der an das Helpdesk »Ask us« gerichteten Anfragen:
Anzahl Anfragen an »Ask us« Helpdesk

Die Effektivität unserer vorbeugenden Schulungsmaßnahmen messen wir durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen. Die Ergebnisse dieser Befragungen sind ein Bestandteil unseres Vergütungssystems für das Top-Management.
Die zweite Säule, Erkennen, umfasst einen unabhängigen Ombudsmann und das Helpdesk »Tell us«. Diese ergänzen die anderen Beschwerdewege innerhalb von Siemens. Sowohl Mitarbeiter als auch Dritte können dem Ombudsmann oder dem Helpdesk Verstöße gegen externe oder interne Regeln melden. Diese Berichte werden dann an unsere Compliance-Organisation weitergeleitet. Die Anzahl der Meldungen an das Helpdesk »Tell us« und den Ombudsmann sind in folgender Tabelle dargestellt:
Anzahl Meldungen an »Tell us« Helpdesk und Ombudsmann

Im Geschäftsjahr 2009 bestand bei 439 (i.V. 338) der Meldungen ein Anfangsverdacht, bei 126 (i.V. 201) Meldungen gab es keinen Anfangsverdacht.
Unsere dritte Säule, Reagieren, umfasst unmissverständliche und angemessene Maßnahmen im Fall von tatsächlichen Compliance-Verstößen.
Um unsere Compliance-Maßnahmen weiter zu stärken, haben wir die weltweite Zahl unserer Compliance-Mitarbeiter erheblich erhöht. Sie stieg von 86 am Ende des Geschäftsjahrs 2006 auf 170 am Ende des Geschäftsjahrs 2007 und belief sich mit Ablauf des Geschäftsjahrs 2008 auf 621 (hierin enthalten sind Projektmitarbeiter für die Einführung von Compliance-Programmen). Zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 betrug die Zahl unserer Compliance-Mitarbeiter 598.
Im Jahr 2009 wurde Siemens vom Dow Jones Sustainability World Index (DJSI) erneut als führend in den Kategorien Compliance und Risikomanagement bewertet. In der abgelaufenen Periode haben wir unsere führende Position weiter ausgebaut und in beiden Kategorien jeweils die Höchstpunktzahl erhalten.
Klimaschutz
Klimaschutz hat für Siemens zwei Aspekte: Erstens geht es darum, durch unser Umweltportfolio einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unser Umweltportfolio umfasst Technologien zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Lösungen zur Effizienzsteigerung fossiler Energieerzeugung sowie Technologien zur Luftreinhaltung und Wasserbehandlung. Darüber hinaus enthält es eine Vielzahl weiterer Produkte, die die Energie- und Emissionseffizienz der Anlagen, Prozesse und Systeme unserer Kunden erhöhen. Mit diesem Portfolio wollen wir unseren Kunden helfen, ihren Kohlendioxidausstoß zu verringern, Lebenszykluskosten ihrer Produkte zu senken, die Lebensbedingungen der Gesellschaft zu verbessern und für Siemens ein nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum zu erzielen.
Im Geschäftsjahr 2008 haben wir begonnen, den Beitrag unseres Umweltportfolios nach strengen Kriterien zu quantifizieren. Beispielsweise vergleichen wir die Leistung einer bestimmten Lösung innerhalb des Portfolios mit einer bestimmten Referenzlösung wie etwa der durchschnittlichen Energieeffizienz der installierten Basis dieser Lösung. Wir verfolgen das Ziel, den Kohlendioxidausstoß mit den bei unseren Kunden seit dem Geschäftsjahr 2002 installierten Produkten und Lösungen bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 um 300 Mio. Tonnen zu reduzieren. Die bei unseren Kunden von Beginn des Geschäftsjahrs 2002 bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 installierten Produkte und Lösungen, die weiter im Einsatz sind, reduzieren den Kohlendioxidausstoß um ungefähr 210 Mio. Tonnen pro Jahr. Die jährliche Verminderung der Kohlendioxidemissionen durch die bei unseren Kunden installierten Produkte und Lösungen seit Beginn des Geschäftsjahrs 2002 ist in folgender Tabelle dargestellt:
Jährliche Kohlendioxidreduktion (in Mio. Tonnen Kohlendioxid)

Von dieser Gesamtreduktion des Kohlendioxidausstoßes entfielen 49 Mio. Tonnen auf während des Geschäftsjahrs 2009 verkaufte Produkte und Lösungen. Im Geschäftsjahr 2008 reduzierten die im Jahresverlauf verkauften Produkte und Lösungen den Kohlendioxidausstoß um vergleichbar 47 Mio. Tonnen.
Der zweite Aspekt des Klimaschutzes betrifft die Erhöhung der Ressourceneffizienz und die Emissionsverminderung unserer eigenen Geschäftstätigkeit. Wir beabsichtigen, die Umweltleistung unserer Produktionsstandorte hinsichtlich Energieverbrauch, Kohlendioxidausstoß und Wasserverbrauch um 20% und hinsichtlich Abfall um 15% relativ zum Umsatzwachstum und bereinigt um Portfolioveränderungen bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2011 gegenüber dem Geschäftsjahr 2006 zu verbessern.
Corporate Citizenship
Corporate Citizenship umfasst für uns zwei Aspekte: Zum einen wollen wir Geschäfte tätigen, die durch unsere Siemens spezifische Expertise dazu beitragen, den gesellschaftlichen Nutzen zu steigern, indem wir beispielsweise Lösungen für den Umwelt- und Klimaschutz anbieten. Zum anderen verstehen wir darunter unsere gemeinnützigen Beiträge. Ende des Geschäftsjahrs 2008 gründeten wir eine weltweit tätige, in München ansässige Stiftung (Siemens Stiftung), die mit einem Stiftungskapital von 390 Mio. EUR ausgestattet wurde. Sie verfolgt das Ziel, die Nachhaltigkeit und Außendarstellung unserer Corporate-Citizenship-Aktivitäten zu erweitern. Die Stiftung konzentriert sich auf gesellschaftlich relevante Themen wie den Einsatz innovativer Technologien zur Verbesserung der Lebensbedingungen, die Verbesserung der Bildungschancen, den Klimawandel, kulturelle Entwicklungen oder den demografischen Wandel. Sie nahm ihre Arbeit als unabhängige Organisation im Geschäftsjahr 2009 auf. Wir haben unsere Programme Siemens Generation21 auf dem Gebiet der Bildung und Siemens Caring Hands für soziale Hilfeleistungen in die Stiftung eingebracht.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Das Geschäftsjahr 2009 war geprägt von der schwersten Krise der Weltwirtschaft seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Auf Basis von Schätzungen von IHS Global Insight begann das weltweite Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal des Kalenderjahrs 2008, also im ersten Quartal unseres Geschäftsjahrs 2009, gegenüber dem Vorjahresquartal zu schrumpfen. In den beiden folgenden Quartalen verschärfte sich dieser Trend mit negativen Wachstumsraten von mehr als minus 3%. Im dritten Quartal des Kalenderjahrs 2009 verlangsamte sich der Rückgang mit etwas über minus 2%. Erst das letzte Quartal des Kalenderjahrs 2009 wird etwa auf dem Niveau des allerdings schwachen Vorjahrs prognostiziert. Insgesamt erwartet IHS Global Insight für das Kalenderjahr 2009 einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um 2,1%. Im Kalenderjahr 2008 wuchs die Weltwirtschaft noch um 2,0 %.

Regional betrachtet ist der stärkste Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2009 mit minus 3,6% in der Region Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten, der größten der drei Berichtsregionen von Siemens, zu verzeichnen. Im Vorjahr wuchs diese Region um 1,9%. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland, das im Jahr 2008 um 1,3 % zunahm, wird 2009 voraussichtlich um 4,8% schrumpfen. Hier machen sich insbesondere der Rückgang der Exporte und sinkende Ausrüstungsinvestitionen bemerkbar, während der private Konsum, unterstützt durch staatliche Programme wie Kurzarbeitergeld oder Umweltprämie, stabil blieb. Besonders schwer getroffen von der Wirtschaftskrise wurden einige Länder Mittel- und Osteuropas sowie Russland, das sowohl unter der Finanzmarktkrise als auch unter niedrigeren Rohstoffpreisen litt. Infolge niedrigerer Rohstoffpreise, teilweise auch aufgrund der Immobilienkrise, kam das Wachstum im Nahen und Mittleren Osten, das sich 2008 noch auf 6,1% belief, 2009 fast zum Erliegen.
Für die Region Amerika erwartet IHS Global Insight nach einem Wachstum von 1,2% im Kalenderjahr 2008 für 2009 ein um 2,4% niedrigeres Bruttoinlandsprodukt. Die USA, die bereits im Vorjahr nur noch um 0,4% wuchsen, werden im laufenden Kalenderjahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von voraussichtlich 2,5% verzeichnen. Allerdings gibt es eine Reihe von Anzeichen für eine konjunkturelle Besserung: Der Häusermarkt stabilisiert sich, die Investitionsgüternachfrage sowie die Exporte nehmen zu, und die Industrieproduktion beginnt in einigen Wirtschaftszweigen wieder zu wachsen. Im Wesentlichen ist diese wieder positivere Entwicklung durch ein staatliches Konjunkturprogramm angestoßen worden sowie durch Bankenrettungsmaßnahmen, die die Lage an den Finanzmärkten deutlich entspannt haben.
Die einzige Region, die auch in der Weltwirtschaftskrise ein - wenn auch nur geringfügiges - Wachstum aufweist, ist Asien, Australien. Für diese Region prognostiziert IHS Global Insight im Jahr 2009 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8% nach 3,6% im Vorjahr. Fast ungebrochen ist hierbei die Wachstumsdynamik Chinas, das niedrigere Exporte weitgehend durch staatliche Konjunkturprogramme aufgefangen hat. Für das Kalenderjahr 2009 prognostiziert IHS Global Insight für China ein Wachstum von 8,1% gegenüber 9% im Jahr 2008. Auch Indien wächst weiter deutlich schneller als die Region. Sowohl der private Konsum als auch die Investitionsausgaben geben hier weiter positive Wachstumsimpulse. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Indien wird sich 2009 voraussichtlich auf 5,6% belaufen, nach 6,1% im Kalenderjahr 2008.
Für Siemens als Anlagen- und Infrastrukturanbieter ist der Verlauf der Bruttoanlageinvestitionen, einer Komponente des Bruttoinlandsprodukts, von hoher Bedeutung. Deren Entwicklung weist eine besonders starke Abhängigkeit von zyklischen Konjunkturschwankungen auf. IHS Global Insight geht nach einem Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen um 1,8 % im Jahr 2008 von einem Rückgang um 6,4 % für 2009 aus. Hiervon besonders betroffen sind unsere beiden umsatzstärksten Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika. In Europa, GUS, Afrika, Naher und mittlerer Osten werden die Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2009 um voraussichtlich 10,9 % gegenüber dem Vorjahr schrumpfen, in Amerika wird sogar ein Rückgang um 11,5 % für 2009 erwartet. Lediglich die Region Asien, Australien steigert die Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 3,4 %.
Für die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes, in dem sich auch Siemens bewegt, erwartet IHS Global Insight im Jahr 2009 einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 9,3 %.
Die hier dargestellten geschätzten Daten für das Bruttoinlandsprodukt basieren auf Angaben von IHS Global Insight vom 14. Oktober 2009, die Daten zur Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes basieren auf Angaben von IHS Global Insight, die dem jüngsten Datenreport aus dem November 2009 entnommen sind. Die Daten wurden von uns nicht unabhängig verifiziert.
Ferner sind wir von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. Für uns wesentliche Rohstoffe, die unsere Kosten maßgeblich beeinflussen, sind Kupfer, verschiedene Stahlsorten und -formate sowie Aluminium. Zudem sind wir bei Edelstahl stark von der Preisentwicklung für Nickel und Chromlegierungen abhängig.
Kupfer war in den vergangenen Jahren eines der Grundmetalle, das besonders von Spekulationen betroffen war. Im Juli 2008 wurde Kupfer an der Londoner Metallbörse (London Metal Exchange, LME) zu einem Jahreshöchstpreis von 8.985 US-Dollar je Tonne gehandelt. Die Finanzkrise im Herbst 2008 führte zu einer Preiskorrektur für Kupfer, da die Nachfrage gesunken war und sich die Finanzinstitute aus spekulativen Positionen zurückgezogen hatten. Am 24. Dezember 2008 wurde Kupfer an der LME zu 2.770 US-Dollar je Tonne gehandelt - ein Einbruch um fast 70 % in weniger als sechs Monaten. Seitdem hat sich der Preis erholt, und zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 wurde Kupfer zu rund 6.100 US-Dollar je Tonne gehandelt.
An den Stahlmärkten herrschte bis Mitte 2008 eine angespannte Angebots-/Nachfrage-Situation, die dazu führte, dass die Preise im Juli ihren Jahreshöchststand erreichten. Der Nachfrageeinbruch im Zuge des wirtschaftlichen Abschwungs führte gemäß CRUspi-Stahlpreisindex zu einem globalen Preisabfall für Stahl um ungefähr 55 % gegenüber dem im Juli 2008 erreichten Niveau. Seit dem zweiten Quartal des Kalenderjahrs 2009 befinden sich die Stahlpreise aufgrund einer Reduzierung des Angebots und des Auffüllens der Lagerbestände auf der Nachfrageseite auf leichtem Erholungskurs; der CRU-spi war zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 gegenüber dem Stand von Anfang Januar 2009 um 23 % gestiegen.
Aluminium wurde im Juli 2008 an der LME zu einem Jahreshöchststand von 3.292 US-Dollar je Tonne gehandelt. Danach fielen die Aluminiumpreise langsam aufgrund einer geringeren Nachfrage und von erheblich höheren Lagerbeständen bis zum Februar 2009 auf 1.253 US-Dollar je Tonne. Seitdem sind die Preise aufgrund eines verbesserten Verhältnisses von Angebot und Nachfrage sowie steigender Produktionskosten für energieintensive Materialien stetig gestiegen und lagen zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 bei 1.852 US-Dollar je Tonne.
Die stärkste Abhängigkeit von der Preisentwicklung von Kupfer und verwandten Produkten sowie von Stahl und Edelstahl besteht in den Sectors Industry und Energy. Die Entwicklung der Aluminiumpreise hat den größten Einfluss auf den Industry Sector. Darüber hinaus ist Siemens insgesamt von der Entwicklung der Energiepreise direkt (Strom, Gas, Öl) und indirekt (Energieverbrauch in Herstellungsprozessen der Lieferanten) abhängig.
Siemens reduziert die Risiken im Projekt- und Produktgeschäft durch verschiedene Maßnahmen, wie die Vereinbarung von langfristigen Verträgen mit Lieferanten, die Absicherung durch Hedging-Instrumente und andere Sicherungsgeschäfte sowie die Vereinbarung von Preisgleitklauseln mit Kunden.
Marktentwicklung
Marktuntersuchungen von IHS Global Insight vom September 2009 zufolge wurde im Jahr 2009 in fast allen für unsere Sectors und Siemens IT Solutions and Services wesentlichen Marktsegmenten weniger investiert als im Jahr 2008. Zum Vergleich steigerten im Jahr 2008 alle wesentlichen Marktsegmente ihre Bruttoanlageinvestitionen im zweistelligen oder hohen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.
An den wesentlichen Märkten für unseren Industry Sector wird erwartet, dass im Jahr 2009 die Bruttoanlageinvestitionen in der Öl- und Gasindustrie mit einem Rückgang um über 20 % im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten einbrechen werden. Ferner wird erwartet, dass die Automobilindustrie ebenfalls deutlich geringere Investitionen tätigen wird mit einer Reduktion der Bruttoanlageinvestitionen um rund 16 % im Vergleich zum Vorjahr. Eine insgesamt schwächere Nachfrage, höhere Lagerbestände und Überkapazitäten werden nur teilweise von Umweltprämien-Programmen in Westeuropa und in den USA kompensiert. Die Bruttoanlageinvestitionen der Bau- und Immobilienindustrie werden voraussichtlich im Jahr 2009 um rund 14 % unter dem Vorjahr liegen. Die negative Marktentwicklung wird von der Rezession und der Finanzmarktkrise in den Industrieländern, aber auch in mehreren Schwellenländern, getrieben. Der Rückgang bei den Bruttoanlageinvestitionen am Markt für Elektronik und Elektrotechniksysteme sowie der Papier- und Zellstoffindustrie für das Jahr 2009 wird auf rund 10 % geschätzt. In der Transport- und Infrastrukturindustrie sowie im Groß- und Einzelhandel werden rund 8 % geringere Bruttoanlageinvestitionen als im Vorjahr erwartet. Andere für den Industry Sector wichtige Marktsegmente sind die Chemieindustrie, der Metall- und Bergbausektor, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie, die von einem geringeren Verbrauchervertrauen stark getroffen wurde, und die Transportanlagenbranche. Bei all diesen Marktsegmenten wird erwartet, dass die Bruttoanlageinvestitionen im Vergleich zu 2008 um rund 7 % sinken. Bei den Transportdienstleistungen und in der Post- und Logistikbranche wird im Jahr 2009 ein Rückgang der Investitionen um rund 6 % prognostiziert. Auch wird erwartet, dass die Bruttoanlageinvestitionen im Maschinenbau in fast allen Ländern der Welt rückläufig sein werden. Diese Rückgänge werden aber voraussichtlich von einem starken Wachstum in China, das den weltweit größten Maschinenbausektor hat, kompensiert.
Unser Energy Sector wird ebenfalls von ungünstigen Bedingungen an bestimmten Märkten, die oben für den Industry Sector erwähnt wurden, wie der Chemieindustrie, der Post- und Logistikbranche, dem Groß- und Einzelhandel, den Transportdienstleistungen und der Öl- und Gasindustrie, negativ beeinflusst. Darüber hinaus wird der Energy Sector durch den erwarteten Investitionsrückgang von rund 7 % bei den Versorgern beeinträchtigt, der aus der ungünstigeren Situation der Kunden und den verschlechterten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen in der ersten Jahreshälfte 2009 resultiert.
Die Bruttoanlageinvestitionen an den internationalen Gesundheitsmärkten, die von unserem Healthcare Sector bedient werden, werden 2009 voraussichtlich um rund 12 % unter dem Vorjahreswert liegen. In fast allen Ländern kam es zu geringeren Investitionen, wobei die deutlichsten Rückgänge an einigen der für uns bedeutendsten Märkte wie den USA und Deutschland zu verzeichnen waren. China ist das einzige Land, das im Jahr 2009 einen deutlichen Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen im Gesundheitssektor berichten wird.
Der öffentliche Sektor, der ein wesentlicher Kunde für Siemens IT Solutions and Services ist, wird voraussichtlich trotz der Konjunkturprogramme der Regierungen einen Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen um rund 8 % im Vergleich zum Vorjahr aufweisen. In der Finanzindustrie wird ein ähnlich hoher Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen erwartet.
Geschäftsjahr 2009 - Finanzieller Überblick
Im Geschäftsjahr 2009 zeigte sich Siemens widerstandsfähig und lieferte eine gute operative Leistung. In einem schrumpfenden, von den Folgen der Finanzmarktkrise geprägten weltwirtschaftlichen Umfeld verhalf uns unsere Wettbewerbsstärke dazu, unseren Umsatz mit einem Rückgang von minus 1 % nahezu auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2008 zu halten. Die zahlreichen im Geschäftsjahr 2008 von uns eingeführten Optimierungsprogramme, insbesondere unser globales SG&A-Programm, verbesserten unsere Effizienz und trugen dazu bei, dass wir unsere zur Jahresmitte gegebene Prognose für das Ergebnis Summe Sectors übertreffen konnten. Der Auftragseingang lag um 16% unter dem Vorjahr, da unser Marktumfeld insgesamt durch massive Einbrüche an den wesentlichen Weltmärkten für die Industrieproduktion, kundenseitige Verschiebungen bei großen Energieinfrastrukturprojekten und eine wachsende Unsicherheit am Markt für medizinische Geräte geprägt war. Der Rückgang der Aufträge im Vergleich zum Vorjahr enthält die Veräußerung nicht strategischer Geschäfte. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 waren wir bei nachlassender Rezession gut positioniert und konnten ein gewohnt starkes letztes Quartal liefern.
Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten und der Jahresüberschuss wurden stark von Effekten in Verbindung mit unserer Beteiligung an NSN beeinflusst. Die Beteiligungsverluste in Zusammenhang mit NSN beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 insgesamt auf 543 Mio. EUR. Zum Ende des Geschäftsjahrs nahmen wir eine Wertminderung in Höhe von 1,634 Mrd. EUR auf unseren Anteil an NSN vor, die auf einer Analyse der Perspektiven für dieses Geschäft in den kommenden Jahren beruhte. Diese Belastungen, die innerhalb unseres Segments Equity Investments ausgewiesen werden, konnten nur teilweise durch einen Gewinn aus der Veräußerung unseres Anteils an Fujitsu Siemens Computers (Holding) B.V. (FSC) kompensiert werden.
Der Umsatz lag mit 76,651 Mrd. EUR auf Vorjahresniveau. Auf organischer Basis, ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, war der Umsatz unverändert. Die Sectors Energy und Healthcare bewiesen trotz schwieriger Marktbedingungen Wettbewerbs stärke und lieferten beide einen höheren Umsatz als im Vorjahr. Dieses Wachstum wurde größtenteils durch einen Umsatzrückgang im Industry Sector kompensiert, der aus dem Konjunkturabschwung an den wichtigen Märkten Automatisierungstechnik, Maschinenbau, Automobilindustrie, Baugewerbe und Prozessindustrie resultierte, wie auch durch die Veräußerung nicht strategischer Geschäfte. Auf regionaler Basis wuchs der Umsatz in den Regionen Amerika sowie Asien, Australien. Er fiel jedoch in der größten Berichtsregion von Siemens, die sich aus Europa, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten zusammensetzt.
Umsatz (in Mio. EUR)

Der Auftragseingang war mit 78,991 Mrd. EUR um 16% rückläufig. Auf organischer Basis lag der Auftragseingang um 14% unter dem Vorjahreswert. Im Industry Sector fiel der Auftragseingang aufgrund der oben erwähnten Marktbedingungen, während der Auftragsrückgang bei Energy zum Teil auf kundenseitige Verschiebungen großer Infrastrukturprojekte zurückzuführen war. Im Healthcare Sector lag der Auftragseingang auf Vorjahresniveau. Während die Auftragseingänge in allen drei Berichtsregionen von Siemens zurückgingen, hatte die Region Asien, Australien mit einem um 6% niedrigeren Auftragseingang den geringsten Nachfragerückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 zu verzeichnen. Für die drei Sectors lag das Book-to-Bill-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2009 bei 1,04, und der Auftragsbestand der Sectors belief sich zum Ende des Jahres auf insgesamt 81,2 Mrd. EUR.
Auftragseingang (in Mio. EUR)

Das Ergebnis Summe Sectors kletterte auf 7,466 Mrd. EUR. Das Ergebnis Summe Sectors - also die Summe der Ergebnisse aller drei Sectors - stieg getrieben durch Ergebnisverbesserungen der Divisions Fossil Power Generation und Mobility um 13% gegenüber 6,606 Mrd. EUR im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2008 hatten diese Divisions Verluste ausgewiesen und insgesamt mehr als 1 Mrd. EUR an Projektbelastungen berichtet. Auf Sector-Ebene verzeichneten Energy und Healthcare im Geschäftsjahr 2009 ein Ergebniswachstum, das sich auf höhere Gewinne bei allen Divisions im Energy Sector und in den zwei größten Divisions des Healthcare Sectors, Imaging &IT und Diagnostics, stützte. Das Ergebnis des Industry Sectors lag trotz der Verbesserungen bei Mobility unter dem Vorjahreswert, da insbesondere ein geringerer Umsatz und damit verbundene Effekte das Ergebnis in anderen Divisions des Sectors drückten.
Das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten stieg auf 2,457 Mrd. EUR. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg auf 2,60 EUR. Im Vorjahr betrug das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten 1,859 Mrd. EUR, und das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 1,91 EUR. Beide Berichtszeiträume enthielten signifikante negative Ergebniseffekte außerhalb der Summe Sectors. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde durch Aufwendungen für Wertberichtigungen und andere Verluste in Verbindung mit NSN in unserem Segment Equity Investments in Höhe von insgesamt 2,177 Mrd. EUR belastet. Im Vorjahr belief sich der Verlust in Verbindung mit NSN bei Equity Investments auf 119 Mio. EUR. Das Geschäftsjahr 2008 enthielt auch Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Höhe von 1,081 Mrd. EUR (vor Steuern), die im Rahmen unseres globalen SG8A.-Programms angefallen waren, und Rückstellungen in Höhe von rund 1 Mrd. EUR (vor Steuern), die im Vorjahr in Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in den USA und Deutschland gebildet wurden, die im Geschäftsjahr 2009 beigelegt wurden, sowie eine einmalige Zuwendung in Höhe von 390 Mio. EUR (vor Steuern) in Zusammenhang mit der Gründung der Siemens Stiftung in Deutschland. Die Aufwendungen für externe Berater, die wir bei den Untersuchungen wegen Verstößen gegen Antikorruptionsgesetze und verwandte Sachverhalte in Verbindung mit Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen im internen Kontrollsystem beauftragt hatten, beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 95 Mio. EUR gegenüber 430 Mio. EUR im Vorjahr.
Der Gewinn nach Steuern betrug 2,497 Mrd. EUR gegenüber 5,886 Mrd. EUR im Geschäftsjahr I Der unverwässerte Gewinn je Aktie lag damit bei 2,65 EUR im Vergleich zu 6,41 EUR im Geschäftsjahr 2008. Die Differenz zum Vorjahr resultiert aus den nicht fortgeführten Aktivitäten, die im Geschäftsjahr 2009 40 Mio. EUR zum Gewinn nach Steuern beitrugen gegenüber 4,027 Mrd. EUR im Vorjahr. Der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2008 enthielt einen Veräußerungsgewinn und operative Ergebnisse von Siemens VDO Automotive (SV) in Höhe von rund 5,5 Mrd. EUR, was teilweise durch einen Verlust von rund 1,0 Mrd. EUR aus der Übertragung von 51% der Anteile an Siemens Enterprise Communications (SEN) an ein Joint Venture kompensiert wurde.
Ergebnis (in Mio. EUR)

Der Free Cash Flow aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 3,786 Mrd. EUR, und die Cash Conversion Rate lag über unserem Ziel. Im Vorjahr betrug der Free Cash Flow aus fortgeführten Aktivitäten 5,739 Mrd. EUR. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich aus geringeren erhaltenen Anzahlungen sowie einem deutlichen Rückgang bei den Lieferantenverbindlichkeiten. Ferner enthielt das Geschäftsjahr 2009 hohe Zahlungsmittelabflüsse, infolge von Ergebnisbelastungen im Geschäftsjahr 2008, insbesondere der oben erwähnten Auswirkungen auf das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten und das Ergebnis Summe Sectors. Diese Zahlungsmittelabflüsse enthielten Abfindungszahlungen in Höhe von 796 Mio. EUR im Rahmen des globalen SG&A-Programms und für sonstige personalbezogene Restrukturierungsmaßnahmen, 1,008 Mrd. EUR, die nach dem Abschluss von Einigungsverfahren mit Behörden in den USA und Deutschland gezahlt wurden, sowie hohe Zahlungsmittelabflüsse aus Projektbelastungen bei Fossil Power Generation, Mobility und Siemens IT Solutions and Services. Die Wertminderung bei NSN hatte keinen Effekt auf den Cash Flow.
Free Cash Flow (in Mio. EUR)

Der ROCE stieg gegenüber dem Vorjahr. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (Return On Capital Employed/ROCE) berechnet sich aus dem Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen im Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital. Im Geschäftsjahr 2009 lag der ROCE bei 6,1% gegenüber 4,8% im Geschäftsjahr 2008. Die Differenz zum Vorjahr resultiert in erster Linie aus dem oben genannten höheren Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten. Das durchschnittlich eingesetzte Kapital stieg nur leicht gegenüber dem Vorjahreswert.
Dividende« Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Siemens AG schlagen eine Dividende von 1,60 EUR je Aktie vor. Die Dividende des Vorjahrs betrug ebenfalls 1,60 EUR pro Aktie.
Dividende je Aktie (in EUR)

Ertragslage
ECKDATEN SIEMENS UND KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die folgende Darstellung gibt einen Überblick über ausgewählte Eckdaten von Siemens für das zum 30. September 2009 endende Geschäftsjahr:
Auftragslage und Umsatz
Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf 76,651 Mrd. EUR und lag damit um 1 % unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang betrug 78,991 Mrd. EUR und fiel gegenüber dem Vorjahr um 16 %. Hieraus ergab sich ein Book-to-Bill-Verhältnis für den Berichtszeitraum von 1,03. Auf organischer Basis, das heißt, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, lag der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahrs, während der Auftragseingang um 14 % fiel. Was den Wachstumstrend des Gesamtjahrs betrifft, war der Auftragseingang aufgrund der im Abschnitt »Geschäft und Rahmenbedingungen - Wirtschaftliche Rahmenbedingungen« beschriebenen Entwicklungen des weltweiten wirtschaftlichen Umfelds und der Finanzierungsbedingungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2009 gegenüber dem ersten Halbjahr deutlich rückläufig, während die Umsatzentwicklung erheblich durch unseren hohen Auftragsbestand gestützt wurde. Entsprechend fiel unser Book-to-Bill-Verhältnis von 1,12 in den ersten sechs Monaten auf 0,94 in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2009. Insgesamt belief sich der Auftragsbestand für unsere drei Sectors zum 30. September 2009 auf 81,2 Mrd. EUR und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert von 83,1 Mrd. EUR, vor allem aufgrund negativer Währungsumrechnungseffekte. Wir erwarten, dass vom aktuellen Auftragsbestand 36 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2010 in Umsatz umgewandelt werden können, 17 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2011 sowie der Rest in den nachfolgenden Berichtsperioden.
Der Auftragseingang externer Kunden ist im Geschäftsjahr 2009 um 16 % gesunken, was in erster Linie auf starke Rückgänge im Industry Sector und in geringerem Maße im Energy Sector zurückzuführen war. Im Industry Sector - unserem größten Sector - fiel der Auftragseingang um mehr als 20 % gegenüber der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Alle Divisions des Industry Sectors berichteten rückläufige Aufträge, wobei Drive Technologies, Industry Solutions und Industry Automation die höchsten Rückgänge aufwiesen. Teilweise aufgrund kundenseitiger Verschiebungen potenzieller neuer Projekte verzeichnete der Energy Sector einen Auftragsrückgang von 10 % gegenüber dem hohen Niveau im Geschäftsjahr 2008, angeführt von geringerer Nachfrage in den Divisions Oil & Gas, Power Transmission und Fossil Power Generation. Bei Renewable Energy hingegen legte der Auftragseingang zu, da die Division weitere Großaufträge für Offshore-Windparks verzeichnen konnte. Im Healthcare Sector stieg der Auftragseingang leicht an und profitierte dabei von positiven Währungsumrechnungseffekten aus den USA. Außerdem war der Auftragseingang der Sonstigen operativen Aktivitäten im Berichtszeitraum deutlich rückläufig, was in erster Linie auf wesentliche Desinvestitionen und andere Maßnahmen zur Portfoliobereinigung zurückzuführen war.
Auftragseingang (Sitz des Kunden)
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa, GUS2 , Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 45.696 | 55.229 | - 17 % | - 13 % | - 2 % | - 2 % |
| darin Deutschland | 12.307 | 14.434 | - 15 % | - 13 % | 0 % | - 2 % |
| Amerika | 19.935 | 24.010 | - 17 % | - 21 % | 5 % | - 1 % |
| darin USA | 14.691 | 17.437 | - 16 % | - 23 % | 8 % | - 1 % |
| Asien, Australien | 13.360 | 14.256 | - 6 % | - 9 % | 3 % | 0 % |
| darin China | 5.525 | 5.446 | 1 % | - 7 % | 8 % | 0 % |
| darin Indien | 2.309 | 2.268 | 2 % | 7 % | - 5 % | 0 % |
| Siemens | 78.991 | 93.495 | - 16 % | - 14 % | 0 % | - 2 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
In der Region Europa, GUS, Afrika, naher und mittlerer Osten - unserer größten Berichtsregion - war der Auftragseingang um 17 % rückläufig, angeführt von deutlich geringeren Aufträgen im Industry Sector mit Rückgängen in allen Divisions. Die Rückgänge sind in den meisten Fällen auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen. Hingegen war der rückläufige Auftragseingang bei Mobility in dieser Region durch ein geringeres Auftragsvolumen aus Großaufträgen im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr bedingt. Dieses enthielt den bislang größten Auftrag für Schienenfahrzeuge in der Geschichte von Siemens. Dabei handelte es sich um eine Bestellung für mehr als 300 Züge von der belgischen Staatsbahn mit einem Volumen von 1,4 Mrd. EUR. Eine höhere Nachfrage bei Renewable Energy, gestützt durch einige Großaufträge im Berichtszeitraum, beschränkte den Auftragsrückgang im Energy Sector in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten auf 4 %. Der Auftragseingang im Healthcare Sector erreichte in dieser Region beinahe das Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahrs. In Deutschland konnten Großaufträge in den Divisions Mobility und Renewable Energy die Auswirkungen eines breit gefächerten Rückgangs in anderen Divisions und die Portfoliobereinigungen in den Sonstigen operativen Aktivitäten teilweise abfedern. Die Region Amerika verzeichnete trotz deutlich positiver Währungseffekte aus den USA einen Auftragsrückgang um 17 %. Innerhalb dieser Region war der Auftragsrückgang im Energy Sector am deutlichsten, was im Wesentlichen auf ein geringeres Auftragsvolumen aus Großaufträgen in der Renewable Energy Division im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 zurückzuführen war. Teilweise aufgrund eines höheren Auftragsvolumens aus Großaufträgen bei Mobility in der Vorjahresperiode ging auch bei Industry der Auftragseingang im zweistelligen Prozentbereich zurück. Im Healthcare Sector lagen die Aufträge etwas unter dem Vorjahresniveau. In der Region Asien, Australien fielen die Aufträge um 6 %, da ein höherer Auftragseingang bei Healthcare von Rückgängen bei Industry und Energy, angeführt von Industry Solutions, Drive Technologies, Oil & Gas und Power Distribution, mehr als ausgeglichen wurde. In China legte der Auftragseingang einschließlich einiger neuer Großaufträge bei Mobility im Vergleich zum Vorjahr um 1 % zu und profitierte dabei von deutlich positiven Währungsumrechnungseffekten. In Indien wurde eine geringere Nachfrage im Industry Sector im Geschäftsjahr 2009 durch ein höheres Auftragsvolumen aus Großaufträgen bei den Divisions Power Transmission und Fossil Power Generation kompensiert.
Der Umsatz mit externen Kunden fiel im Geschäftsjahr 2009 um 1 %, da ein geringerer Umsatz bei Industry und Portfoliobereinigungen in den Sonstigen operativen Aktivitäten Zuwächse bei Energy und Healthcare mehr als ausglichen. Der Industry Sector berichtete einen Umsatzrückgang von 7 % aufgrund von geringeren Umsätzen in fünf seiner sechs Divisions, angeführt von prozentual zweistellig gesunkenen Umsätzen bei Industry Automation, Drive Technologies und OSRAM.
Umsatz (Sitz des Kunden)
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa, GUS2 , Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 43.288 | 44.895 | - 4 % | 1 % | - 2 % | - 3 % |
| darin Deutschland | 11.525 | 12.797 | - 10 % | - 8 % | 0 % | - 2 % |
| Amerika | 20.754 | 20.107 | 3 % | - 3 % | 7 % | - 1 % |
| darin USA | 15.684 | 14.847 | 6 % | - 4 % | 11 % | - 1 % |
| Asien, Australien | 12.609 | 12.325 | 2 % | - 1 % | 3 % | 0 % |
| darin China | 5.218 | 4.878 | 7 % | - 1 % | 8 % | 0 % |
| darin Indien | 1.680 | 1.885 | - 11 % | - 7 % | - 5 % | 1 % |
| Siemens | 76.651 | 77.327 | - 1 % | 0 % | 1 % | - 2 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
Auftragseingang und Umsatz nach Quartalen (in Mio. EUR)
Auftragseingang

Umsatz

Book-to-Bill-Verhältnis

Bei Mobility stieg der Umsatz dagegen um 10%, mit Zuwächsen in allen Regionen. Getragen von der Abarbeitung von Projekten aus dem hohen Auftragsbestand des Sectors, erhöhte sich der Umsatz bei Energy um 14% - in erster Linie aufgrund von Zuwächsen bei Fossil Power Generation und Renewable Energy. Bei Healthcare legte der Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 um 7% zu, was in erster Linie auf ein Umsatzwachstum bei Imaging & IT und Diagnostics sowie auf deutlich positive Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen war.
In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten fiel der Umsatz im Vorjahresvergleich um 4% und wurde dabei durch negative Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte belastet, wobei Letztere auf den Portfoliobereinigungen in den Sonstigen operativen Aktivitäten beruhten. Der Umsatz des Energy Sectors stieg in dieser Region prozentual zweistellig, während Healthcare geringere Umsatzzuwächse verzeichnete und der Industry Sector einen Umsatzrückgang berichtete. In Deutschland war der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um 10% rückläufig, was im Wesentlichen auf eine geringere Nachfrage im Industry Sector, insbesondere bei den kurzzyklischen Geschäften, sowie die Portfoliobereinigungen in den Sonstigen operativen Aktivitäten zurückzuführen war. In der Region stieg der Umsatz aufgrund stark positiver Währungsumrechnungseffekte aus den USA um 3%. Der Energy Sector berichtete in dieser Region das größte Umsatzwachstum, einschließlich zweistelliger Zuwachsraten bei Renewable Energy, Fossil Power Generation und Power Transmission. Auch Healthcare berichtete einen gestiegenen Umsatz in der Region Amerika, während das Umsatzvolumen im Industry Sector, angeführt von Rückgängen bei OSRAM, Industry Automation und Industry Solutions, rückläufig war. Die Region en, Australien verzeichnete ein durch Zuwächse bei Healthcare und Energy gestütztes Umsatzwachstum von 2 %. Im Industry Sector fiel der Umsatz in dieser Region um 2 % gegenüber dem Vorjahr. Das Umsatzwachstum in China profitierte in erster Linie von positiven Währungsumrechnungseffekten. In Indien war der Umsatz rückläufig, in erster Linie aufgrund von Rückgängen bei Drive Technologies und Oil&Gas.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 20.710 | 21.043 | - 2 % |
| in Prozent vom Umsatz | 27,0 % | 27,2 % |
Das Bruttoergebnis lag im Geschäftsjahr 2009 um 2% unter dem Vorjahreswert. Ein starkes Bruttoergebniswachstum im Energy Sector wurde dabei von anderen Faktoren mehr als ausgeglichen. Diese beinhalten ein erheblich geringeres Bruttoergebnis im Industry Sector sowie einen deutlichen Einbruch bei den Sonstigen operativen Aktivitäten aufgrund der Portfoliobereinigungen. Das höhere Bruttoergebnis im Energy Sector resultierte vor allem aus Fossil Power Generation, wo die Vorjahresperiode hohe Projektbelastungen enthalten hatte, und beinhaltete außerdem volumengetriebene Bruttoergebniszuwächse in den meisten Divisions. Das geringere Bruttoergebnis bei Industry resultierte in erster Linie aus volumengetriebenen Rückgängen bei Industry Automation, Drive Technologies und OSRAM sowie erheblichen Aufwendungen für Abfindungszahlungen im aktuellen Geschäftsjahr. Zum Vergleich wurde das Bruttoergebnis des Industry Sectors im Geschäftsjahr 2008 durch Projektbelastungen bei Mobility sowie durch Aufwendungen für Strukturmaßnahmen bei Mobility und OSRAM negativ beeinflusst. Das Bruttoergebnis im Healthcare Sector stieg im Vergleich zum Vorjahr trotz weiterer Belastungen in Höhe von 169 Mio. EUR in Zusammenhang mit Partikeltherapie-Verträgen leicht an. Zum Vergleich wurde das Bruttoergebnis von Healthcare im Vorjahr von erheblichen Aufwendungen belastet, hauptsächlich für die Refokussierung bestimmter Geschäftsaktivitäten bei Imaging & IT sowie in Verbindung mit Partikeltherapie-Verträgen bei Workflow & Solutions. Insgesamt führten diese Faktoren für Siemens zu einem leichten Rückgang der Bruttoergebnismarge, die sich im Geschäftsjahr 2009 auf 27,0 % gegenüber 27,2 % im Vorjahr belief.
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 3.900 | - 3.784 | 3 % |
| in Prozent vom Umsatz | 5,1 % | 4,9 % | - |
| Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten | - 10.896 | - 13.586 | - 20 % |
| in Prozent vom Umsatz | 14,2 % | 17,6 % | - |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.065 | 1.047 | 2 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 632 | - 2.228 | - 72 % |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | - 1.946 | 260 | - |
| Finanzergebnis | - 510 | 122 | - |
Die Forschungs- und Entwicklungskosten (FUE-Kosten) stiegen vor allem aufgrund höherer Aufwendungen im Energy Sector auf 3,900 Mrd. EUR beziehungsweise 5,1 % vom Umsatz, gegenüber 3,784 Mrd. EUR beziehungsweise 4,9 % vom Umsatz im Vorjahr. Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten (SG&A-Kosten) sanken deutlich auf 10,896 Mrd. EUR beziehungsweise 14,2 % vom Umsatz, nach 13,586 Mrd. EUR beziehungsweise 17,6 % vom Umsatz im Vorjahr - mit geringeren Aufwendungen in allen Sectors. Der Unterschied ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass das Vorjahr hohe Aufwendungen in Zusammenhang mit unserem globalen SG&A-Programm beinhaltete, da der Großteil der Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Höhe von 1,081 Mrd. EUR in Zusammenhang mit diesem Programm im Geschäftsjahr 2008 als SG&A-Kosten gebucht wurde. Bereits im Geschäftsjahr 2009 konnten wir das für 2010 gesetzte Kosteneinsparungsziel unseres SG&A-Programms erreichen, trotz weiterer Aufwendungen für Abfindungszahlungen in Verbindung mit dem SG&A-Programm in der abgelaufenden Berichtsperiode. Für weitere Informationen zu unserem zum Ende des Geschäftsjahrs erfolgreich abgeschlossenen Programm verweisen wir auf »Geschäft und Rahmenbedingungen - Strategie - Wichtige Unternehmensprogramme und Initiativen - Das globale SG&A-Programm«.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 1,065 Mrd. EUR gegenüber 1,047 Mrd. EUR im Vorjahr. Der abgelaufene Berichtszeitraum enthielt einen Ertrag in Höhe von 327 Mio. EUR aus der Veräußerung unseres Anteils an Fujitsu Siemens Computers (Holding) B.V. (FSC). Zudem wurden im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr auch etwas höhere Erträge aus der Veräußerung von Immobilien erzielt, einschließlich eines Ertrags in Höhe von 224 Mio. EUR aus dem Verkauf von Wohnungsimmobilien. Zum Vergleich enthielt die Vorjahresperiode einen Vorsteuergewinn in Höhe von 131 Mio. EUR aus dem Verkauf des Wireless-Modules-Geschäfts bei Industry Automation sowie einen Vorsteuergewinn von 130 Mio. EUR aus dem Verkauf des Wolfram-Geschäfts (Global Tungsten & Powders) von OSRAM. Da rüber hinaus wirkte sich auch die Auflösung einer Rückstellung in Höhe von 38 Mio. EUR in Zusammenhang mit dem italienischen Stromversorger Enel im Geschäftsjahr 2008 positiv aus.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Unterschied im Jahresvergleich resultiert vor allem aus einer Rückstellung in Höhe von ca. 1 Mrd. EUR, die im Vorjahr in Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in den USA und Deutschland gebildet wurde, die im Geschäftsjahr 2009 beigelegt wurden. Das Vorjahr enthielt zudem eine einmalige Zuwendung in Höhe von 390 Mio. EUR in Zusammenhang mit der Gründung der Siemens Stiftung.
Aufwendungen für externe Berater, die Siemens in Zusammenhang mit den Untersuchungen von mutmaßlichen Verstößen gegen Antikorruptionsgesetze und von ähnlichen Angelegenheiten sowie mit Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen des internen Kontrollsystems beauftragt hat, lagen mit 95 Mio. EUR weit unter dem Vorjahreswert von 430 Mio. EUR. Wertminderungen von Geschäfts- und Firmenwerten lagen in der abgelaufenen Berichtsperiode ebenfalls unter dem Vorjahr, das eine Wertminderung in Höhe von 70 Mio. EUR für ein Gebäudeprojektgeschäft enthielt, von dem 50 % im Geschäftsjahr 2008 veräußert wurden. Demgegenüber enthielt das Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von 53 Mio. EUR in Zusammenhang mit einer globalen Vereinbarung mit der Weltbankgruppe, Wertberichtigungen auf Darlehensforderungen sowie Aufwendungen in Verbindung mit der Veräußerung einer Industriefertigungseinheit in Österreich, die unter den Sonstigen operativen Aktivitäten geführt wurden.
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen verringerte sich auf minus 1,946 Mrd. EUR gegenüber plus 260 Mio. EUR im Vorjahr. Der Unterschied ergab sich in erster Linie aus einem im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten Beteiligungsverlust in Höhe von 2,177 Mrd. EUR in Verbindung mit NSN gegenüber einem Verlust von 119 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Beteiligungsverlust im Geschäftsjahr 2009 enthält eine im vierten Quartal gebuchte Wertminderung in Höhe von 1,634 Mrd. EUR auf unsere Beteiligung an NSN sowie einen Verlust in Höhe von 543 Mio. EUR, einschließlich unseres Anteils an Restrukturierungs- und Integrationskosten sowie einer erheblichen Wertberichtigung auf aktive latente Steuern bei NSN. Das Geschäftsjahr 2009 enthielt außerdem einen Beteiligungsverlust in Höhe von 171 Mio. EUR in Verbindung mit EN. Der Beteiligungsgewinn in Verbindung mit unseren Anteilen an BSH und KMW betrug 195 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2009, nach 242 Mio. EUR im Vorjahr.
Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr 2009 auf minus 510 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert von plus 122 Mio. EUR. Diese Veränderung basiert in erster Linie auf dem Ergebnis aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen, das sich im Geschäftsjahr 2009 aufgrund einer geringeren erwarteten Rendite des Fondsvermögens und eines höheren Zinsaufwands von plus 136 Mio. EUR im Vorjahr auf minus 227 Mio. EUR drehte. Die abgelaufene Berichtsperiode enthält zudem höhere zinsbezogene Aufwendungen in Zusammenhang mit der Bewertung von Rückstellungen sowie höhere Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Finanzforderungen.
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 3.891 | 2.874 | 35 % |
| Ertragsteuern | - 1.434 | - 1.015 | 41 % |
| in Prozent vom Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 37 % | 35 % | - |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 2.457 | 1.859 | 32 % |
| Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern | 40 | 4.027 | - 99 % |
| Gewinn (nach Steuern) | 2.497 | 5.886 | - 58 % |
| Auf Minderheitsanteile entfallender Gewinn (nach Steuern) | 205 | 161 | - |
| Auf Aktionäre der Siemens AG entfallender Gewinn (nach Steuern) | 2.292 | 5.725 | - 60 % |
Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf 3,891 Mrd. EUR gegenüber 2,874 Mrd. EUR im Vorjahr. Die Veränderung im Vorjahresvergleich ist auf die oben genannten Faktoren zurückzuführen, insbesondere auf die auf breiter Basis verringerten SG&A-Kosten sowie die im Geschäftsjahr 2008 gebildete Rückstellung für rechtliche und regulatorische Angelegenheiten, zum Teil kompensiert durch unseren Beteiligungsverlust in Verbindung mit NSN sowie die negative Entwicklung im Finanzergebnis. Die effektive Steuerquote auf den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 37 % im Geschäftsjahr 2009 und damit über dem Vorjahreswert von 35 %. Der Steuersatz im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde negativ von dem erheblichen Verlust aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beeinflusst, in erster Linie in Verbindung mit NSN, teilweise kompensiert durch einen steuerfreien Ertrag aus der Veräußerung unseres Anteils an FSC. Zum Vergleich wurde der Steuersatz im Vorjahr negativ von der genannten Rückstellung für rechtliche und regulatorische Angelegenheiten beeinflusst. Damit belief sich der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern auf 2,457 Mrd. EUR und lag damit über dem Gewinn von 1,859 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2008.
Die nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten die ehemaligen Com-Aktivitäten sowie den Bereich SV, der im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 an die Continental AG veräußert wurde. Die ehemaligen Com-Aktivitäten umfassen das Enterprise-Networks-Geschäft, von dem 51 % im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 veräußert wurden, das Carrier-Geschäft, das im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2007 in NSN eingebracht wurde, sowie das im Geschäftsjahr 2005 an die BenQ Corporation verkaufte Mobilfunkgeschäft. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten 40 Mio. EUR gegenüber 4,027 Mrd. EUR im Vorjahr. Der Unterschied resultiert im Wesentlichen aus 5,5 Mrd. EUR in der Vorjahresperiode in Zusammenhang mit SV, die sich aus operativen Ergebnissen sowie einem wesentlichen Verkaufsgewinn zusammensetzten. Dieser positive Ergebnisbeitrag wurde zum Teil kompensiert durch negative Effekte bei den ehemaligen Com-Aktivitäten in Höhe von 1,433 Mrd. EUR, einschließlich eines vorläufigen Verlusts von rund 1,0 Mrd. EUR aus der Desinvestition des Enterprise-Networks-Geschäfts sowie Aufwendungen für Abfindungszahlungen und Wertminderungen auf langlebige Vermögenswerte in diesem Geschäft. Für weitere Informationen zu den nicht fortgeführten Aktivitäten siehe »Anhang zum Konzernabschluss«.
Der Gewinn (nach Steuern) betrug 2,497 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2009 gegenüber 5,886 Mrd. EUR in der Vorjahresperiode. Der Rückgang ist in erster Linie auf die oben diskutierten Entwicklungen bei den nicht fortgeführten Aktivitäten zurückzuführen. Der auf die Aktionäre der Siemens AG entfallene Gewinn nach Steuern betrug 2,292 Mrd. EUR und lag damit unter dem Vorjahresergebnis von 5,725 Mrd. EUR.
SEGMENTINFORMATIONEN
Sectors
Industry
Sector
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis | 2.701 | 3.947 | - 32 % | |||
| Ergebnismarge | 7,7 % | 10,5 % | ||||
| Auftragseingang | 33.284 | 42.374 | - 21 % | - 22 % | 1 % | 0 % |
| Umsatz | 35.043 | 37.653 | - 7 % | - 8 % | 1 % | 0 % |
| Externer Umsatz | 33.915 | 36.526 | - 7 % | |||
| Davon: | ||||||
| Europa, GUS2 , Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 19.243 | 21.301 | - 10 % | |||
| darin Deutschland | 6.636 | 7.434 | - 11 % | |||
| Amerika | 8.323 | 8.763 | - 5 % | |||
| Asien, Australien | 6.349 | 6.462 | - 2 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
Industry sah sich im Geschäftsjahr 2009 großen Herausforderungen in Verbindung mit dem weltweiten Wirtschaftsabschwung ausgesetzt, der hohe Wachstumsrückgänge an den wesentlichen Märkten Automatisierungstechnik, Maschinenbau, Automobilindustrie, Baugewerbe und verschiedenen Prozessindustrien mit sich brachte. Die eher kurzzyklischen Branchen im Produktionssektor waren die ersten Märkte, an denen Nachfragerückgänge aufgrund des Wirtschaftsabschwungs deutlich wurden, was die Divisions Industry Automation, Drive Technologies und OSRAM entsprechend beeinträchtigte. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 kamen die Auswirkungen der Rezession auch bei den eher langzyklischen Geschäftsaktivitäten im Industry Sector an, mit Ausnahme der Mobility Division. Der Auftragsbestand des Sectors hatte einen stabilisierenden Effekt. Insgesamt aber lag der Umsatz für Industry um 7 % unter dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang fiel um 21 %, getrieben von einer gesunkenen Kundennachfrage in allen Divisions, insbesondere bei Drive Technologies, Industry Solutions und Industry Automation. Auf regionaler Basis waren sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz in allen Regionen rückläufig, mit den stärksten Einbrüchen in der größten Berichtsregion des Sectors, Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Der Auftragsbestand bei Industry betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 27,8 Mrd. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert von 31,7 Mrd. EUR. Industry erwartet, dass vom aktuellen Auftragsbestand 13 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2010 in Umsatz umgewandelt werden können, 6 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2011 sowie der Rest in den nachfolgenden Berichtsperioden.
Aufgrund des geringeren Umsatzes und der damit verbundenen negativen Effekte auf die Kapazitätsauslastung und den Umsatzmix fiel das Ergebnis des Industry Sectors um ein Drittel niedriger aus als im Geschäftsjahr 2008. Mobility war die einzige Division des Sectors, die das Ergebnis und die Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr steigerte. Industry startete Kostensenkungsprogramme, Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Strukturreformen, um die Weichen wieder auf profitables Wachstum zu stellen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 brachten diese Maßnahmen Nettoaufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 173 Mio. EUR mit sich sowie zusätzlich 40 Mio. EUR für wesentliche Wertberichtigungen und Abschreibungen auf das Vorratsvermögen bei OSRAM. Im Vorjahr kompensierten Erträge aus dem Verkauf von Geschäften teilweise Aufwendungen in Verbindung mit Großprojekten bei Mobility sowie für Strukturmaßnahmen bei Mobility und OSRAM.
Auftragseingang nach Divisions
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Industry Automation | 6.766 | 8.945 | - 24 % | - 23 % | 1 % | - 2 % |
| Drive Technologies | 6.511 | 9.425 | - 31 % | - 32 % | 1 % | 0 % |
| Building Technologies | 5.884 | 6.333 | - 7 % | - 10 % | 2 % | 1 % |
| OSRAM | 4.036 | 4.624 | - 13 % | - 13 % | 2 % | - 2 % |
| Industry Solutions | 6.101 | 8.415 | - 27 % | - 28 % | 0 % | 1 % |
| Mobility | 6.766 | 7.842 | - 14 % | - 14 % | 0 % | 0 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Umsatz nach Divisions
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Industry Automation | 7.039 | 8.699 | - 19 % | - 18 % | 1 % | - 2 % |
| Drive Technologies | 7.526 | 8.434 | - 11 % | - 12 % | 1 % | 0 % |
| Building Technologies | 5.934 | 5.984 | - 1 % | - 4 % | 2 % | 1 % |
| OSRAM | 4.036 | 4.624 | - 13 % | - 13 % | 2 % | - 2 % |
| Industry Solutions | 6.804 | 7.106 | - 4 % | - 6 % | 1 % | 1 % |
| Mobility | 6.442 | 5.841 | 10 % | 11 % | - 1 % | 0 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Ergebnis und Ergebnismarge nach Divisions
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| Ergebnis | Ergebnismarge | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahresende 30. September | Geschäftsjahresende 30. September | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Veränderung in % | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Industry Automation | 639 | 1.606 | - 60 % | 9,1 % | 18,5 % |
| Drive Technologies | 836 | 1.279 | - 35 % | 11,1 % | 15,2 % |
| Building Technologies | 382 | 466 | - 18 % | 6,4 % | 7,8 % |
| OSRAM | 89 | 401 | - 78 % | 2,2 % | 8,7 % |
| Industry Solutions | 360 | 439 | - 18 % | 5,3 % | 6,2 % |
| Mobility | 390 | - 230 | - | 6,1 % | - 3,9 % |
Ein massiver Abschwung auf den für Industry Automation wichtigen Märkten für Automatisierungstechnik im Geschäftsjahr 2009 drückte den Umsatz der Division im Vorjahresvergleich um 19 % und den Auftragseingang um 24 %. Alle drei Regionen berichteten Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich mit den stärksten Rückgängen in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Ungeachtet der erfolgreichen Umsetzung von Kostensenkungsmaßnahmen fiel das Ergebnis gegenüber der starken Vergleichsbasis aus dem Vorjahr um 60 % und wurde durch eine geringere Kapazitätsauslastung und einen ungünstigeren Geschäftsmix belastet. Im vierten Quartal wurde die Division durch Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 24 Mio. EUR für Kapazitätsanpassungen belastet. Das Vorjahresergebnis profitierte bei Industry Automation von einem Nettogewinn vor Steuern in Höhe von 125 Mio. EUR aus dem Verkauf des Wireless-Modules-Geschäfts sowie von einem Gewinn in Höhe von 38 Mio. EUR aus der Veräußerung eines anderen Geschäfts. Beide Berichtsperioden enthielten Effekte aus Kaufpreisallokation (Purchase Price Accounting/PPA) in Verbindung mit der Übernahme von UGS Corp. im Geschäftsjahr 2007. Die PPA-Effekte betrugen im Geschäftsjahr 2009 138 (i.V. 145) Mio. EUR. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2008 enthielt zudem Integrationskosten in Höhe von 17 Mio. EUR. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 wurde das Geschäft mit Niederspannungsschaltanlagen an die Building Technologies Division übertragen.
Drive Technologies wurde im Geschäftsjahr 2009 massiv von dem Abschwung in der Maschinenbauindustrie beeinträchtigt. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs erreichten die Auswirkungen der Konjunkturflaute auch zunehmend die langzyklischen Geschäfte der Division. Dadurch fiel der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 31 % und der Umsatz um 11 %, mit den stärksten Rückgängen in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Eine geringere Kapazitätsauslastung, ein ungünstigerer Produktmix und Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 30 Mio. EUR im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs drückten insgesamt das Ergebnis gegenüber der starken Vergleichsbasis aus dem Geschäftsjahr 2008 um 35 %. Beide Berichtsperioden enthielten Margeneffekte aus der Übernahme der Flender Holding GmbH im Geschäftsjahr 2005. Die PPA-Effekte beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 36 Mio. EUR und werden sich voraussichtlich auch im kommenden Geschäftsjahr auf diesem Niveau bewegen, während die PPA-Effekte im Vorjahr 38 Mio. EUR betrugen. Infolge einer strategischen Prüfung wurde das Electronics-Assembly-Systems-Geschäft, für das Siemens im Geschäftsjahr 2008 die Ausgliederung eingeleitet hatte, als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, und die Management-Verantwortlichkeit wurde im Geschäftsjahr 2009 von Drive Technologies auf die Sonstigen operativen Aktivitäten übertragen. Die Darstellung der Finanzzahlen aus dem Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Building Technologies hielt seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2009 auf Vorjahresniveau, da die Division einen Rückgang in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten fast vollständig durch ein Umsatzwachstum in der Region Amerika auffangen konnte. Der Auftragseingang fiel im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 aufgrund eines allgemeinen Rückgangs in der gewerblichen Bauindustrie, insbesondere in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie in der Region Amerika, um 7 %. Geringere Skaleneffekte, ein ungünstigerer Geschäftsmix sowie 26 Mio. EUR an Netto-Restrukturierungsaufwendungen im vierten Quartal drückten das Ergebnis im Vorjahresvergleich um 18 %. Wie oben erwähnt, wurde das Geschäft mit Niederspannungsschaltanlagen zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 von der Industry Automation Division an Building Technologies übertragen.
Im Geschäftsjahr 2009 fiel der Umsatz bei OSRAM aufgrund eines Umsatzrückgangs in allen Geschäften um 13 % gegenüber dem Vorjahreswert. Auf regionaler Basis zeigten die Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika die höchsten Rückgänge. Eine geringere Kapazitätsauslastung führte zu einem erheblichen Gewinnrückgang in der abgelaufenen Berichtsperiode. In beiden Berichtszeiträumen wurde das Ergebnis durch Belastungen in Verbindung mit Strukturmaßnahmen gedrückt. Während diese Belastungen im vierten Quartal der abgelaufenen Berichtsperiode Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 18 Mio. EUR sowie weitere 40 Mio. EUR für wesentliche Wertberichtigungen und Abschreibungen auf das Vorratsvermögen beinhalteten, wurden die Effekte aus Abfindungszahlungen und Wertberichtigungen im Vorjahr durch einen Gewinn in Höhe von 130 Mio. EUR aus dem Verkauf des Wolfram-Geschäfts (Global Tungsten & Powders) der Division kompensiert.
Während der Auftragseingang bei Industry Solutions im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufig war, hatte der Auftragsbestand der Division einen stabilisierenden Effekt auf Umsatz und Ergebnis. Der deutlichste Auftragsrückgang war in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie in der Region Asien, Australien zu verzeichnen. Der Umsatz lag um 4 % unter dem Vorjahreswert, wobei der Umsatz in der Region Asien, Australien zunahm. Das Ergebnis fiel in der abgelaufenen Berichtsperiode um 18 %, wobei die Division im vierten Quartal Netto-Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 69 Mio. EUR zu verzeichnen hatte. Im Vorjahr profitierte das Ergebnis von einem Gewinn in Höhe von 30 Mio. EUR aus dem Verkauf des Wasserservicegeschäfts. Siemens beabsichtigt, im Geschäftsjahr 2010 das EDM-Geschäft (Electronic Design and Manufacturing) der Division auszugliedern.
Mobility steigerte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2009 um 10 % gegenüber dem Vorjahr mit Umsatzwachstum in allen Regionen. Der Auftragseingang lag um 14 % unter dem Vorjahreswert, da die Division im Geschäftsjahr 2008 mit mehr als 300 Zügen im Wert von 1,4 Mrd. EUR den größten Auftrag für Züge in der Unternehmensgeschichte verbuchen konnte. Auf regionaler Basis fiel der Auftragseingang in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, da hier im vergangenen Geschäftsjahr der oben genannte Großauftrag enthalten war, und in der Region Amerika. Die Nachfrage in der Region Asien, Australien legte im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Hierin enthalten war ein besonders großer Auftrag für Züge in China. Mobility erbrachte einen positiven Ergebnisbeitrag für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 390 Mio. EUR gegenüber einem Verlust in Höhe von 230 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Diese Veränderung war zum Teil auf die erfolgte Durchführung des Programms »Mobility in Motion« zurückzuführen. Im Vorjahr verursachte dieses Programm Kosten in Höhe von 151 Mio. EUR, in erster Linie für Restrukturierung und Wertberichtigungen. Das Vorjahresergebnis wurde zudem im zweiten Quartal durch Aufwendungen in Höhe von 209 Mio. EUR in Verbindung mit Großprojekten, Rückstellungen vorwiegend für Projekte in der Schienenverkehrsautomatisierung und zusätzliche Kosten in Höhe von 32 Mio. EUR für das Combino-Projekt belastet. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 verkaufte Mobility sein Flugfeldbefeuerungsgeschäft.
Energy
Sector
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis | 3.315 | 1.434 | 131 % | |||
| Ergebnismarge | 12,9 % | 6,4 % | ||||
| Auftragseingang | 30.076 | 33.428 | - 10 % | - 9 % | - 1 % | 0 % |
| Umsatz | 25.793 | 22.577 | 14 % | 14 % | 0 % | 0 % |
| Externer Umsatz | 25.405 | 22.191 | 14 % | |||
| Davon: | ||||||
| Europa, GUS2 , Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 14.715 | 12.722 | 16 % | |||
| darin Deutschland | 1.905 | 1.890 | 1 % | |||
| Amerika | 6.552 | 5.643 | 16 % | |||
| Asien, Australien | 4.138 | 3.826 | 8 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
Der Energy Sector zeigte eine starke Entwicklung im Geschäftsjahr 2009, zu der alle Divisions mit hohen Ergebnissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr beitrugen. Das Sector-Ergebnis stieg von 1,434 Mrd. EUR im Vorjahr auf 3,315 Mrd. EUR, womit Energy in der Berichtsperiode den höchsten Ergebnisbeitrag der drei Sectors ablieferte. Das Ergebniswachstum im Vergleich zum Vorjahr beinhaltete eine signifikante Ergebnisverbesserung der Fossil Power Generation Division. Im Vorjahr wurde das Ergebnis der Division von Projektbelastungen in Höhe von 559 Mio. EUR im zweiten Quartal und zusätzlichen Projektbelastungen von mehr als 300 Mio. EUR im ersten und vierten Quartal gedrückt. Im Geschäftsjahr 2009 stieg das Sector-Ergebnis auch dank deutlich geringerer SG&A-Kosten bei Power Transmission, Power Distribution, Oil & Gas und Fossil Power Generation.
Der Energy Sector verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 ein Umsatzwachstum von 14 %, das sich auf die Abarbeitung von Projekten aus dem hohen Auftragsbestand des Sectors stützte. Angeführt von Fossil Power Generation und Renewable Energy, berichteten alle Energy Divisions höhere Umsätze als im Vorjahr. Der Auftragseingang fiel um 10 % gegenüber der hohen Vergleichsbasis aus dem Vorjahr, was zum Teil auf kundenseitige Verschiebungen potenzieller neuer Projekte aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zurückzuführen war. Im Laufe des Geschäftsjahrs 2009 wurden die länger zyklischen Geschäfte von Energy zunehmend von dem sich verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfeld beeinträchtigt. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,17 stieg der Auftragsbestand des Sectors zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 auf 47,1 Mrd. EUR und lag damit über dem Vorjahreswert von 44,6 Mrd. EUR. Energy erwartet, dass vom aktuellen Auftragsbestand 20 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2010 in Umsatz umgewandelt werden können, 10 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2011 sowie der Rest in den nachfolgenden Berichtsperioden. Auf regionaler Basis legte der Umsatz in allen drei Regionen zu, mit den höchsten Zuwächsen in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie in Amerika. Der Auftragseingang war in allen drei Regionen rückläufig, mit dem stärksten Rückgang in Amerika.
Auftragseingang nach Divisions
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % |
darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fossil Power Generation | 12.135 | 12.993 | - 7 % | - 8 % | 1 % | 0 % |
| Renewable Energy | 4.823 | 4.434 | 9 % | 16 % | - 7 % | 0 % |
| Oil & Gas | 4.450 | 5.630 | - 21 % | - 18 % | - 2 % | - 1 % |
| Power Transmission | 6.324 | 7.290 | - 13 % | - 12 % | - 1 % | 0 % |
| Power Distribution | 3.018 | 3.578 | - 16 % | - 14 % | - 2 % | 0 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Umsatz nach Divisions
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % |
darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fossil Power Generation | 9.802 | 8.171 | 20 % | 18 % | 2 % | 0 % |
| Renewable Energy | 2.935 | 2.092 | 40 % | 39 % | 1 % | 0 % |
| Oil & Gas | 4.276 | 4.038 | 6 % | 10 % | - 3 % | - 1 % |
| Power Transmission | 6.172 | 5.497 | 12 % | 12 % | 0 % | 0 % |
| Power Distribution | 3.284 | 3.211 | 2 % | 4 % | - 2 % | 0 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Ergebnis und Ergebnismarge nach Divisions
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| Ergebnis | Ergebnismarge | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahresende 30. September | Geschäftsjahresende 30. September | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Veränderung in % | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fossil Power Generation | 1.275 | - 89 | - | 13,0 % | - 1,1 % |
| Renewable Energy | 382 | 242 | 58 % | 13,0 % | 11,6 % |
| Oil & Gas | 499 | 351 | 42 % | 11,7 % | 8,7 % |
| Power Transmission | 725 | 565 | 28 % | 11,7 % | 10,3 % |
| Power Distribution | 435 | 369 | 18 % | 13,2 % | 11,5 % |
Fossil Power Generation lieferte im Geschäftsjahr 2009 mit 1,275 Mrd. EUR den höchsten Ergebnisbeitrag aller Siemens Divisions und kombinierte dabei einen höheren Umsatz mit Skaleneffekten, einer verbesserten Projektabwicklung sowie einem günstigeren Umsatzmix mit einem höheren Beitrag des Produktgeschäfts. Der Verlust in Höhe von 89 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum beinhaltete die oben genannten hohen Projektbelastungen, insbesondere Belastungen in Höhe von 344 Mio. EUR aus dem technologisch sehr anspruchsvollen Projekt Olkiluoto in Finnland. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr 2008 durch einen Beteiligungsverlust in Höhe von 26 Mio. EUR aus der Beteiligung von Energy an Areva NP S.A.S. belastet, der ebenfalls erheblich von dem Projekt in Finnland beeinflusst war. Seit dem zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 wird diese Beteiligung als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, da Energy seinen Ausstieg aus dem Areva NP S.A.S. Joint Venture angekündigt hat. Der Umsatz bei Fossil Power Generation stieg um 20 %, mit höheren Umsätzen in allen Regionen, vor allem in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie in Amerika. Aufgrund des schwierigen Wirtschafts- und Finanzumfelds lag der Auftragseingang der Division unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang wurde von einer deutlich geringeren Nachfrage in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten getrieben, einschließlich eines geringeren Volumens aus Großaufträgen.
Das Ergebnis bei Renewable Energy stieg auf 382 Mio. EUR gegenüber 242 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008 und wurde dabei durch Skaleneffekte basierend auf einem Umsatzwachstum von 40 % gestützt. Der Auftragseingang der Division lag über dem Vorjahresniveau, da ein höherer Auftragseingang in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten eine geringere Nachfrage in der Region Amerika, wo die Division im Vorjahr ein höheres Volumen aus Großaufträgen erzielen konnte, mehr als kompensierte. Die Auftragsentwicklung war dabei in beiden Regionen stark von großen Offshore-Windparkprojekten mit langen Vorlaufzeiten zwischen Bestellung und entsprechender Umsatzrealisierung geprägt. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 schloss Renewable Energy den Erwerb von 100 % des Solarthermie-Unternehmens Solel Solar Systems ab. Die Division verstärkt damit ihre Position am Wachstumsmarkt Solarthermie. Der Kaufpreis (bereinigt um Zahlungsmittel und Schulden) beläuft sich auf ungefähr 280 Mio. EUR in bar.
Oil & Gas lieferte im Geschäftsjahr 2009 einen Ergebnisbeitrag in Höhe von 499 Mio. EUR und lag damit über dem Vorjahresergebnis von 351 Mio. EUR. Dabei steuerten alle Business Units der Division höhere Ergebnisse als im Vorjahreszeitraum bei. Durch die Umwandlung des Auftragsbestands in aktuelles Geschäft stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 6 %, gestützt auf Zuwächse in den Regionen Amerika sowie Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Demgegenüber verlangsamte sich der Auftragseingang deutlich in der abgelaufenen Berichtsperiode, da Kunden neue Projekte verschoben.
Power Transmission berichtete im Geschäftsjahr 2009 einen Gewinn von 725 Mio. EUR und lag damit um 28 % über dem Vorjahreswert, gestützt auf Umsatzsteigerungen in allen drei Regionen. Aufgrund kundenseitiger Verschiebungen potenzieller neuer Projekte ging der Auftragseingang der Division prozentual zweistellig zurück.
Power Distribution verzeichnete ein Ergebniswachstum von 18 % auf 435 Mio. EUR. Der Auftragseingang war um 16 % rückläufig - mit geringeren Aufträgen in allen vier Quartalen gegenüber der jeweiligen Vorjahresperiode. Dies war in erster Linie auf eine schwächere Nachfrage bei den industriellen Kunden der Division zurückzuführen. Der Umsatz von Power Distribution lag etwas über dem Vorjahreswert. Dabei wurde das Wachstum in den ersten zwei Quartalen fast vollständig durch einen geringeren Umsatz in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2009 ausgeglichen.
Healthcare
Sector
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis | 1.450 | 1.225 | 18 % | |||
| Ergebnismarge | 12,2 % | 11,0 % | ||||
| Auftragseingang | 11.950 | 11.779 | 1 % | - 3 % | 3 % | 1 % |
| Umsatz | 11.927 | 11.170 | 7 % | 2 % | 4 % | 1 % |
| Externer Umsatz | 11.864 | 11.116 | 7 % | |||
| Davon: | ||||||
| Europa, GUS2 , Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 4.724 | 4.537 | 4 % | |||
| darin Deutschland | 1.072 | 980 | 9 % | |||
| Amerika | 5.153 | 4.861 | 6 % | |||
| Asien, Australien | 1.986 | 1.718 | 16 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
Das Marktumfeld für den Healthcare Sector war durch den oben erwähnten Investitionsrückgang (siehe »Geschäft und Rahmenbedingungen - Wirtschaftliche Rahmenbedingungen - Branchenentwicklung«), schwierigere Finanzierungsbedingungen am Markt für medizinische Geräte, Unsicherheiten hinsichtlich angestrebter Gesundheitsreformen und der Haushaltsdefizite in den Industrieländern geprägt. Vor diesem Hintergrund gelang es Healthcare, den Umsatz um 7 % und den Auftragseingang um 1 % zu steigern. Auf organischer Basis, insbesondere bereinigt um deutlich positive Währungsumrechnungseffekte, stieg der Umsatz um 2 %, während der Auftragseingang um 3 % unter dem Vorjahreswert lag. Auf regionaler Basis legte der Umsatz in allen drei Regionen zu - mit einem Wachstum von 16 % in der Region Asien, Australien. Der Auftragseingang stieg in Asien, Australien sogar noch deutlicher und konnte so geringfügige Rückgänge in den anderen Regionen kompensieren. Das Book-to-Bill-Verhältnis des Healthcare Sectors lag im Geschäftsjahr 2009 etwas über 1, und der Auftragsbestand belief sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 6,3 Mrd. EUR im Vergleich zu 6,8 Mrd. EUR im Vorjahr. Healthcare erwartet, dass vom aktuellen Auftragsbestand 3 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2010 in Umsatz umgewandelt werden können, 1 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2011 sowie der Rest in den nachfolgenden Berichtsperioden.
Healthcare berichtete im Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis in Höhe von 1,450 Mrd. EUR und lag damit um 18 % über dem Vorjahresniveau. Dieser Anstieg war zum Teil auf Fortschritte bei der Integration von übernommenen Unternehmen in der Diagnostics Division zurückzuführen. PPA-Effekte und Integrationskosten bei Diagnostics reduzierten sich auf 248 Mio. EUR und drückten damit die Ergebnismarge des Sectors für das Geschäftsjahr 2009 um 2,0-Prozentpunkte. Im Vorjahr verbuchte die Diagnostics Division PPA-Effekte und Integrationskosten von 344 Mio. EUR, die die Ergebnismarge des Sectors um 3,1-Prozentpunkte drückten. Die Differenz zum Vorjahr resultiert aus geringeren Integrationskosten. Beide Berichtszeiträume enthalten negative Ergebniseffekte, darunter 169 Mio. EUR Sonderaufwendungen bei Workflow & Solutions im Geschäftsjahr 2009 und 174 Mio. EUR bei Workflow & Solutions und Imaging & IT im Vorjahr.
Auftragseingang nach Divisions
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Imaging & IT | 7.143 | 7.243 | - 1 % | - 5 % | 4 % | 0 % |
| Workflow & Solutions | 1.553 | 1.653 | - 6 % | - 8 % | 2 % | 0 % |
| Diagnostics | 3.479 | 3.195 | 9 % | 1 % | 4 % | 4 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Umsatz nach Divisions
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Imaging & IT | 7.152 | 6.811 | 5 % | 1 % | 4 % | 0 % |
| Workflow & Solutions | 1.515 | 1.490 | 2 % | - 1 % | 2 % | 1 % |
| Diagnostics | 3.490 | 3.185 | 10 % | 2 % | 4 % | 4 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
Ergebnis und Ergebnismarge nach Divisions
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| Ergebnis | Ergebnismarge | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahresende 30. September | Geschäftsjahresende 30. September | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Veränderung in % | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Imaging & IT | 1.161 | 899 | 29 % | 16,2 % | 13,2 % |
| Workflow & Solutions | - 53 | 66 | - | - 3,5 % | 4,4 % |
| Diagnostics | 338 | 248 | 36 % | 9,7 % | 7,8 % |
Imaging & It lieferte im Geschäftsjahr 2009 einen Ergebnisbeitrag von 1,161 Mrd. EUR und lag damit um 29 % über dem Vorjahresniveau, was durch einen günstigeren Produktmix mit hohen Beiträgen neuer Produkte, die im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeführt wurden, bedingt war. Der Gewinn im Geschäftsjahr 2008 wurde durch die oben beim Sector genannten negativen Ergebniseffekte in Höhe von 90 Mio. EUR belastet, die in erster Linie aus Aufwendungen für Abfindungszahlungen, Wertminderungen und aus Kosten aus der Überprüfung bestimmter Geschäftsaktivitäten resultierten. Die Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang entsprach der Gesamtentwicklung des Healthcare Sectors, da die Division ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr und einen Auftragseingang, der sich fast auf Vorjahresniveau befand, erzielen konnte. Die Region Asien, Australien verbuchte eine besonders starke Performance und positive Währungsumrechnungseffekte.
Workflow & Solutions berichtete einen Verlust in Höhe von 53 Mio. EUR, einschließlich der oben erwähnten Aufwendungen in Höhe von 169 Mio. EUR, die in Zusammenhang mit signifikanten Herausforderungen in der technischen Entwicklung sowie Verzögerungen bei Partikeltherapie-Verträgen stehen. Im Geschäftsjahr 2008 lieferte die Division einen positiven Ergebnisbeitrag von 66 Mio. EUR, obwohl der Gewinn durch negative Ergebniseffekte von 81 Mio. EUR, in erster Line in Verbindung mit den oben genannten Partikeltherapie-Verträgen, gedrückt wurde. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 stieg um 2 % gegenüber dem Vorjahr, der Auftragseingang lag unter Vorjahresniveau.
Das Ergebnis der Diagnostics Division betrug 338 Mio. EUR und lag damit um 36 % über dem Vorjahreswert. Diese Steigerung wurde durch einen höheren Umsatz und die oben erwähnten geringeren Integrationskosten gestützt. Die PPA-Effekte beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 181 Mio. EUR, und die Integrationskosten betrugen 67 Mio. EUR und belasteten so die Ergebnismarge der Division mit 7,1-Prozentpunkten. Im Vorjahr beliefen sich die PPA-Effekte auf 176 Mio. EUR (einschließlich 7 Mio. EUR Aufwendungen aus der Anpassung der Vorratsbewertung), und die Integrationskosten betrugen 168 Mio. EUR, was die Ergebnismarge der Division um 10,8-Prozentpunkte drückte. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2009 um 10 % gegenüber dem Vorjahr und der Auftragseingang um 9 %, wobei die Division hier stark von positiven Währungs- und Portfolioeffekten profitierte.
Equity Investments
Das Segment Equity Investments besteht im Wesentlichen aus nach der Equity-Methode oder zu Anschaffungskosten bilanzierten Beteiligungen und zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die aus strategischen Gründen keinem Sector oder Cross-Sector Business zugeordnet werden. Zum 30. September 2009 gehörten zu den Beteiligungen im Segment Equity Investments im Wesentlichen unsere Anteile an NSN, BSH, unsere Beteiligung an EN und unsere Beteiligung an KMW.
Im Geschäftsjahr 2009 verbuchte Equity Investments einen Verlust in Höhe von 1,851 Mrd. EUR gegenüber einem positiven Ergebnis von 95 Mio. EUR im Vorjahr. Der Hauptgrund für den Rückgang war unsere Beteiligung an NSN, die auf Wertminderung geprüft wurde. Die Überprüfung wurde im Wesentlichen durch den Verlust von Marktanteilen von NSN sowie durch einen Rückgang im Produktgeschäft von NSN ausgelöst. Dies führte bei NSN zu einer wesentlichen Anpassung zukünftig zu erwartender Zahlungsmittelzuflüsse. Daraufhin nahmen wir zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 eine Wertminderung auf unsere Beteiligung an NSN in Höhe von 1,634 Mrd. EUR vor. Darüber hinaus kam es bei NSN zu Restrukturierungs- und Integrationskosten in Höhe von 507 Mio. EUR sowie einer zusätzlichen Belastung in Höhe von 432 Mio. EUR für Steueraufwendungen aus einer Wertberichtigung auf die latenten Steuern von NSN im abgelaufenen Berichtszeitraum. Diese Faktoren führten im Geschäftsjahr 2009 zu einem Beteiligungsverlust in Zusammenhang mit unserem Anteil an NSN in Höhe von 2,177 Mrd. EUR. Im Geschäftsjahr 2008 verzeichnete NSN Restrukturierungs- und Integrationskosten in Höhe von 480 Mio. EUR. Der Verlust aus unserer Beteiligung an NSN belief sich im Vorjahr auf 119 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2009 verbuchte EN einen operativen Verlust und Restrukturierungsaufwendungen. Daraus resultierte ein Verlust in Höhe von 171 Mio. EUR aus unserer Beteiligung an EN. Der gestiegene Beteiligungsverlust aus NSN und der Verlust aus unseren Anteilen an EN wurde im Geschäftsjahr 2009 nur zum Teil durch einen Gewinn in Höhe von 327 Mio. EUR aus dem Verkauf unserer Anteile an FSC kompensiert. Im Geschäftsjahr 2009 belief sich das Beteiligungsergebnis aus unseren Anteilen an BSH und KMW auf 195 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert von 242 Mio. EUR. Wir erwarten, dass das Ergebnis im Segment Equity Investments, auch in Anbetracht der Effekte aus den von NSN für die kommenden zwei Jahre angekündigten Maßnahmen zur Senkung der operativen Kosten und der Fertigungsgemeinkosten, volatil bleibt.
Cross-Sector Businesses Siemens IT Solutions and Services
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % gegenüber Vorjahr | darin | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | Ist | Vglb. Basis1 | Währung | Portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis | 90 | 144 | - 38 % | |||
| Ergebnismarge | 1,9 % | 2,7 % | ||||
| Auftragseingang | 4.501 | 5.272 | - 15 % | - 10 % | - 2 % | - 3 % |
| Umsatz | 4.686 | 5.325 | - 12 % | - 8 % | - 1 % | - 3 % |
| Externer Umsatz | 3.580 | 3.845 | - 7 % | |||
| Davon: | ||||||
| Europa, GUS2 , Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 3.129 | 3.326 | - 6 % | |||
| darin Deutschland | 1.307 | 1.451 | - 10 % | |||
| Amerika | 399 | 430 | - 7 % | |||
| Asien, Australien | 52 | 89 | - 42 % |
1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte.
2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.
Der Auftragseingang fiel bei Siemens It Solutions and Services aufgrund der Verschlechterung der Marktbedingungen im Laufe des Geschäftsjahrs und des geringeren internen Geschäfts mit Siemens um 15 % und der Umsatz um 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 betrug 90 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert von 144 Mio. EUR. Die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die erwähnten Einflussfaktoren für den Umsatz sowie durch Maßnahmen zur Senkung der IT-Kosten von Siemens und Netto-Restrukturierungsaufwendungen im vierten Quartal von 22 Mio. EUR belastet. Beide Berichtszeiträume enthielten Belastungen in Verbindung mit Großprojekten in Großbritannien. Im Vorjahr waren diese Kosten mit einem negativen Ergebnisbeitrag von 76 Mio. EUR deutlich höher.
Siemens Financial Services (SFS)
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| Geschäftsjahresende 30. September | Veränderung in % |
||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 304 | 286 | 6 % |
| Gesamtvermögen | 11.704 | 11.328 | 3 % |
Im Geschäftsjahr 2009 stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern von SFS auf 304 Mio. EUR gegenüber 286 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die abgelaufene Berichtsperiode enthielt ein höheres Zinsergebnis sowie ein höheres Ergebnis aus dem internen Dienstleistungs- und dem Beteiligungsgeschäft, inklusive der Auflösung einer in einem früheren Jahr gebuchten Wertberichtigung auf eine Beteiligung in Höhe von 51 Mio. EUR. Diese höheren Ergebnisse wurden zum Teil durch höhere Vorsorgen für Forderungsausfälle im gewerblichen Finanzierungsgeschäft kompensiert. Das Gesamtvermögen stieg leicht auf 11,704 Mrd. EUR.
Die folgende Tabelle zeigt weitere Informationen hinsichtlich der Kapitalstruktur von SFS per 30. September 2009 und 2008:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Zugeordnetes Eigenkapital | 1.243 | 1.113 |
| Finanzschulden insgesamt | 9.521 | 9.359 |
| Darin konzerninterne Verpflichtungen | 9.455 | 9.233 |
| Darin Schulden von externen Finanzgebern | 66 | 126 |
| Verschuldungsgrad | 7,66 | 8,41 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 136 | 28 |
Sowohl Moody 's als auch Standard & Poor's betrachten SFS als eine »Captive«-Finanzierungseinheit. Diese Ratingagenturen akzeptieren im Allgemeinen höhere Verschuldungsgrade bei »Captive«-Finanzierungseinheiten und würdigen dies bei der Vergabe von lang- und kurzfristigen Kreditratings.
Das SFS zugeordnete Eigenkapital wird von der Größe und Qualität des Portfolios der gewerblichen finanziellen Vermögenswerte (vorwiegend Leasing und Darlehen) und Beteiligungen bestimmt und beeinflusst. Diese Zuordnung ist so angelegt, dass die Risiken des zugrunde liegenden Geschäfts abgesichert sind und sich an den üblichen Bankenstandards im Kreditrisikomanagement orientieren. Das tatsächliche Risikoprofil des SFS-Portfolios wird monatlich bewertet und überprüft und bei den regelmäßigen Anpassungen des zugeordneten Eigenkapitals berücksichtigt. Diese erfolgen für die gewerbliche Finanzierung quartalsweise und für das Beteiligungsgeschäft jährlich.
Überleitung Konzernabschluss
Die Überleitung Konzernabschluss beinhaltet Sonstige operative Aktivitäten, SRE und verschiedene Posten, die nicht den einzelnen Sectors und Cross-Sector Businesses zugeordnet werden, da sie nach Ansicht des Vorstands nicht die Leistung der Sectors und Cross-Sector Businesses widerspiegeln. Ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 wird die neue Position Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten in die Segmentinformationen aufgenommen. Diese wird im Wesentlichen zentral verantwortete Geschäftsaktivitäten, die veräußert oder eingestellt werden sollen, sowie Restaktivitäten aus bereits veräußerten Geschäften enthalten. Das Electronics-Assembly-Systems-Geschäft wird zukünftig in Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten ausgewiesen.
Sonstige operative Aktivitäten
Die Sonstigen operativen Aktivitäten umfassen im Wesentlichen operative Geschäftsaktivitäten, die nicht einem Sector oder den Cross-Sector Businesses zugeordnet sind und die in einen bestehenden Siemens Sector oder ein Cross-Sector Business integriert, verkauft, in ein Joint Venture eingebracht oder geschlossen werden sollen. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 konnte Siemens diese Portfoliobereinigungen abschließen und wird daher zukünftig die Berichterstattung der Sonstigen operativen Aktivitäten einstellen.
Im Geschäftsjahr 2009 belief sich das Ergebnis der Sonstigen operativen Aktivitäten auf minus 372 Mio. EUR gegenüber minus 453 Mio. EUR im Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2008 enthielten die Aufwendungen für die Portfoliobereinigungen im Rahmen der Sonstigen operativen Aktivitäten 271 Mio. EUR in Verbindung mit dem Verkauf von Siemens Home and Office Communication Devices (SHC), dem Verkauf von 50 % eines Gebäudeprojektgeschäfts, einschließlich einer Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts in Höhe von 70 Mio. EUR, sowie aus der Schließung einer regionalen Geschäftseinheit, die öffentliche Fernsprechgeräte herstellte, im Wesentlichen für Abfindungszahlungen. Innerhalb dieser Summe betrugen die Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Verkauf von SHC 124 Mio. EUR, hauptsächlich aufgrund von Wertminderungen von Vermögenswerten sowie aufgrund eines Verkaufsverlusts. Zusätzlich resultierten aus der SHC-Transaktion im Geschäftsjahr 2008 Aufwendungen in Höhe von 21 Mio. EUR, hauptsächlich für Ausgliederungskosten. Das Electronics-Assembly-Systems-Geschäft verzeichnete im Geschäftsjahr 2009 einen Verlust von 201 Mio. EUR, der sowohl operative Verluste als auch Belastungen für Abfindungszahlungen sowie aus Wertminderungen enthielt. Im Vorjahr lag der Verlust dieses Geschäfts bei 86 Mio. EUR und beinhaltete ebenfalls Abfindungszahlungen. Außerdem enthielt die abgelaufene Berichtsperiode einen Verlust in Verbindung mit der Veräußerung einer Industriefertigungseinheit in Österreich sowie höhere Nettoaufwendungen in Zusammenhang mit anderen Geschäftsaktivitäten, die im aktuellen Jahr oder in Vorperioden veräußert wurden.
Der Umsatz der Sonstigen operativen Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2009 836 Mio. EUR und lag damit unter dem Vorjahreswert von 2,902 Mrd. EUR. Der Rückgang war im Wesentlichen in den oben genannten Maßnahmen zur Portfoliobereinigung, einschließlich der Veräußerung von SHC, begründet, wobei das Vorjahr auch höhere Umsätze aus dem Electronics-Assembly-Systems-Geschäft enthalten hatte.
Siemens Real Estate (SRE)
Das Ergebnis vor Ertragsteuern von SRE belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf 341 Mio. EUR im Vergleich zu 356 Mio. EUR im Vorjahr. Erträge aus Immobilienverkäufen lagen in der abgelaufenen Berichtsperiode leicht über dem Vorjahr, einschließlich eines Ertrags von 224 Mio. EUR aus dem Verkauf von Wohnungsimmobilien. SRE will je nach Marktumfeld in den kommenden Quartalen weitere Immobilien veräußern.
In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2009 begann Siemens mit der Umsetzung eines mehrjährigen Programms zur Effizienzverbesserung seines Immobilienmanagements durch die Bündelung des gesamten Portfolios innerhalb von SRE bis zum Jahr 2011. Wir erwarten, dass das Programm noch höhere Effizienzsteigerungen generieren kann als ursprünglich vorausgesehen, mit jährlichen Kosteneinsparungen in Höhe von ungefähr 250 Mio. EUR ab 2011 und jährlichen Einsparungen von ungefähr 400 Mio. EUR ab 2014. Während seiner Umsetzung wird das Programm zur Bündelung der Immobilienaktivitäten Kosten in Zusammenhang mit der Reduzierung von Leerständen und der Konsolidierung von Standorten verursachen. Diese Kosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 44 Mio. EUR. Während des Geschäftsjahrs wurden Vermögenswerte mit einem Buchwert von 614 Mio. EUR an SRE übertragen.
Zentrale Posten und Pensionen
Im Geschäftsjahr 2009 betrug das Ergebnis der Zentralen Posten und Pensionen minus 1,714 Mrd. EUR gegenüber minus 3,860 Mrd. EUR im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Zentralen Posten zurückzuführen, von minus 3,966 Mrd. EUR im Vorjahr auf minus 1,342 Mrd. EUR. Im Vorjahr enthielten die Zentralen Posten Belastungen von 1,081 Mrd. EUR aus dem globalen SG&A-Programm, eine Rückstellung in Höhe von ca. 1 Mrd. EUR, die in Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten in den USA und Deutschland gebildet wurde, die im Geschäftsjahr 2009 beigelegt wurden, sowie eine einmalige Zuwendung in Höhe von 390 Mio. EUR an die Siemens Stiftung. Einen weiteren wesentlichen Einflussfaktor für diese Entwicklung stellten die geringeren Aufwendungen für externe Berater dar, die Siemens in Zusammenhang mit Untersuchungen von mutmaßlichen Verstößen gegen Antikorruptionsgesetze und von ähnlichen Angelegenheiten sowie in Verbindung mit Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen des internen Kontrollsystems beauftragt hat, die von 430 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf nun 95 Mio. EUR sanken. Das Geschäftsjahr 2008 enthielt zudem Aufwendungen in Höhe von 128 Mio. EUR in Zusammenhang mit einer regionalen Vertriebsorganisation in Deutschland, einschließlich einer Wertminderung, sowie eine Spende über 32 Mio. EUR an die Siemens Foundation in den USA. Diesen Faktoren wirkte die Auflösung einer Rückstellung von 38 Mio. EUR nach der Revision eines Urteils in Zusammenhang mit dem italienischen Stromversorger Enel entgegen. Zum Vergleich enthielten die Zentralen Posten im Geschäftsjahr 2009 Nettoaufwendungen in Höhe von 235 Mio. EUR in Verbindung mit dem globalen SG&A-Programm und anderen personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen. Die abgelaufene Berichtsperiode enthielt zudem höhere zinsbezogene Nettoaufwendungen in Zusammenhang mit einer wesentlichen Rückbauverpflichtung, einschließlich eines negativen Effekts aus der Bewertung dieser Verpflichtung, der zum Teil durch einen positiven Effekt aus zugehörigen Sicherungsgeschäften kompensiert wurde, die nicht die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllen. Darüber hinaus beinhaltete das Geschäftsjahr 2009 einen positiven Effekt aus der Umstellung eines Jubiläumsprogramms von Barzahlung auf aktienbasierte Vergütung sowie Aufwendungen von 53 Mio. EUR in Zusammenhang mit einer globalen Vereinbarung mit der Weltbankgruppe.
Die zentral gebuchten Pensionsaufwendungen drehten sich im Geschäftsjahr 2009 auf minus 372 Mio. EUR von plus 106 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Differenz ist in erster Linie auf einen höheren periodenbezogenen Pensionsaufwand für unsere wesentlichen Pensionspläne zurückzuführen. Außerdem enthalten die zentral gebuchten Pensionsaufwendungen in der abgelaufenen Berichtsperiode gestiegene Aufwendungen für Versicherungsbeiträge in Höhe von 106 Mio. EUR in Zusammenhang mit unserer Pflichtmitgliedschaft im deutschen Pensionssicherungsverein (PSV).
Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen
Das Ergebnis vor Ertragsteuern aus Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen betrug im Geschäftsjahr 2009 minus 373 Mio. EUR gegenüber minus 300 Mio. EUR im Vorjahr. Das abgelaufene Geschäftsjahr enthielt höhere negative Ergebnisse aus Zinssicherungsgeschäften, die nicht die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllten. Diese negativen Ergebnisse wurden zum Teil durch ein geringeres Kontrahentenrisiko kompensiert. Im vierten Quartal im Vorjahr waren Belastungen von 50 Mio. EUR in Zusammenhang mit Kontrahentenrisiken enthalten, vornehmlich in Bezug auf Banken, die von den Entwicklungen auf den internationalen Finanzmärkten negativ betroffen waren.
ÜBERLEITUNG AUF EBITDA (fortgeführte Aktivitäten)
Die folgende Tabelle gibt zusätzliche Informationen zu Posten, die im Ergebnis und im Ergebnis vor Ertragsteuern wirken, und leitet auf das EBITDA (angepasst) über:
Geschäftsjahresende 30. September 2009 und 2008
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| Ergebnis1 | Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen2 | Finanzergebnis3 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sectors und Divisions | ||||||
| Industry Sector | 2.701 | 3.947 | 1 | 15 | - 13 | - |
| Industry Automation | 639 | 1.606 | 3 | 1 | - 2 | 3 |
| Drive Technologies | 836 | 1.279 | - 2 | 1 | - 1 | 3 |
| Building Technologies | 382 | 466 | - 1 | 1 | - | 2 |
| OSRAM | 89 | 401 | - 2 | 3 | 1 | - |
| Industry Solutions | 360 | 439 | 4 | 7 | 3 | 3 |
| Mobility | 390 | - 230 | - 1 | 1 | - 16 | - 10 |
| Energy Sector | 3.315 | 1.434 | 59 | 41 | - 10 | 7 |
| Fossil Power Generation | 1.275 | - 89 | 26 | 9 | - 14 | 2 |
| Renewable Energy | 382 | 242 | 4 | 5 | - 1 | - |
| Oil & Gas | 499 | 351 | - | - | - | - 1 |
| Power Transmission | 725 | 565 | 27 | 25 | 9 | 9 |
| Power Distribution | 435 | 369 | 2 | 2 | - 3 | - 1 |
| Healthcare Sector | 1.450 | 1.225 | 29 | 27 | 6 | 26 |
| Imaging & IT | 1.161 | 899 | 8 | 6 | 2 | 2 |
| Workflow & Solutions | - 53 | 66 | 10 | 2 | 1 | 4 |
| Diagnostics | 338 | 248 | - | 6 | 8 | 9 |
| Summe Sectors | 7.466 | 6.606 | 89 | 83 | - 17 | 33 |
| Equity Investments | - 1.851 | 95 | - 2.160 | 101 | 30 | - 6 |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 90 | 144 | 26 | 25 | 1 | 9 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 304 | 286 | 130 | 57 | 111 | 182 |
| Überleitung Konzernabschluss | ||||||
| Sonstige operative Aktivitäten | - 372 | - 453 | - | 1 | 1 | 10 |
| Siemens Real Estate (SRE) | 341 | 356 | - | - | - 35 | - 51 |
| Zentrale Posten und Pensionen | - 1.714 | - 3.860 | - 4 | - 3 | - 395 | 166 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | - 373 | - 300 | - 27 | - 4 | - 206 | - 221 |
| Siemens | 3.891 | 2.874 | - 1.946 | 260 | - 510 | 122 |
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| EBIT (angepasst)4 | Abschreibungen und Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte5 | Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und Geschäfts- und Firmenwerte6 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sectors und Divisions | ||||||
| Industry Sector | 2.713 | 3.932 | 376 | 330 | 715 | 800 |
| Industry Automation | 638 | 1.602 | 193 | 162 | 112 | 113 |
| Drive Technologies | 839 | 1.275 | 44 | 47 | 150 | 136 |
| Building Technologies | 383 | 463 | 70 | 65 | 90 | 73 |
| OSRAM | 90 | 398 | 26 | 23 | 243 | 297 |
| Industry Solutions | 353 | 429 | 33 | 29 | 64 | 57 |
| Mobility | 407 | - 221 | 10 | 4 | 56 | 124 |
| Energy Sector | 3.266 | 1.386 | 70 | 78 | 315 | 267 |
| Fossil Power Generation | 1.263 | - 100 | 16 | 20 | 107 | 100 |
| Renewable Energy | 379 | 237 | 7 | 10 | 45 | 21 |
| Oil & Gas | 499 | 352 | 26 | 28 | 58 | 57 |
| Power Transmission | 689 | 531 | 11 | 10 | 66 | 54 |
| Power Distribution | 436 | 368 | 10 | 11 | 33 | 33 |
| Healthcare Sector | 1.415 | 1.172 | 304 | 309 | 350 | 331 |
| Imaging & IT | 1.151 | 891 | 116 | 143 | 86 | 82 |
| Workflow & Solutions | - 64 | 60 | 6 | 5 | 24 | 21 |
| Diagnostics | 330 | 233 | 181 | 161 | 233 | 218 |
| Summe Sectors | 7.394 | 6.490 | 750 | 717 | 1.380 | 1.398 |
| Equity Investments | 279 | - | - | - | - | - |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 63 | 110 | 44 | 50 | 136 | 174 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 63 | 47 | 6 | 3 | 314 | 282 |
| Überleitung Konzernabschluss | ||||||
| Sonstige operative Aktivitäten | - 373 | - 464 | 29 | 57 | 64 | 221 |
| Siemens Real Estate (SRE) | 376 | 407 | 1 | 1 | 180 | 160 |
| Zentrale Posten und Pensionen | - 1.315 | - 4.023 | 4 | 68 | 34 | 29 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | - 140 | - 75 | - | - | - 70 | - 67 |
| Siemens | 6.347 | 2.492 | 834 | 896 | 2.038 | 2.197 |
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| EBITDA (angepasst) | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Sectors und Divisions | ||
| Industry Sector | 3.804 | 5.062 |
| Industry Automation | 943 | 1.877 |
| Drive Technologies | 1.033 | 1.458 |
| Building Technologies | 543 | 601 |
| OSRAM | 359 | 718 |
| Industry Solutions | 450 | 515 |
| Mobility | 473 | - 93 |
| Energy Sector | 3.651 | 1.731 |
| Fossil Power Generation | 1.386 | 20 |
| Renewable Energy | 431 | 268 |
| Oil & Gas | 583 | 437 |
| Power Transmission | 766 | 595 |
| Power Distribution | 479 | 412 |
| Healthcare Sector | 2.069 | 1.812 |
| Imaging & IT | 1.353 | 1.116 |
| Workflow & Solutions | - 34 | 86 |
| Diagnostics | 744 | 612 |
| Summe Sectors | 9.524 | 8.605 |
| Equity Investments | 279 | - |
| Cross-Sector Businesses | ||
| Siemens IT Solutions and Services | 243 | 334 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 383 | 332 |
| Überleitung Konzernabschluss | ||
| Sonstige operative Aktivitäten | - 280 | - 186 |
| Siemens Real Estate (SRE) | 557 | 568 |
| Zentrale Posten und Pensionen | - 1.277 | - 3.926 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | - 210 | - 142 |
| Siemens | 9.219 | 5.585 |
1 Das Ergebnis der Sectors und Divisions sowie von Equity Investments, Siemens IT Solutions and Services und Sonstige operative Aktivitäten ist das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern. Darüber hinaus können dem Ergebnis bestimmte Sachverhalte nicht zugerechnet werden, die das Management als nicht indikativ für die Erfolgsbeurteilung erachtet. Das Ergebnis von SFS und SRE ist das Ergebnis vor Ertragsteuern.
2 Enthält Wertminderungen und Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen.
3 Enthält Wertminderungen auf langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
4 Das angepasste EBIT ergibt sich aus dem Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten abzüglich Finanzergebnis und Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen.
5 Abschreibungen und Wertminderungen auf Immaterielle Vermögenswerte außer Geschäfts- und Firmenwerte.
6 Enthält Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 32 (i.V. 78) EUR.
Electronics Assembly Systems wurde im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 vom Industry Sector zu Sonstige operative Aktivitäten übertragen.
Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge angepasst.
Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht ganz genau zur angegebenen Summe aufaddieren.
DIVIDENDE
Die Siemens AG als Muttergesellschaft des Siemens Konzerns weist für das Geschäftsjahr 2009 einen nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) ermittelten Bilanzgewinn von 1,463 (i.V. 1,463) Mrd. EUR aus.
Der Vorstand wird in der Hauptversammlung am 26. Januar 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorschlagen, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 1,60 (i.V. 1,60) EUR je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 zum Zeitpunkt der Hauptversammlung dividendenberechtigter Stückaktie und Gewinnvortrag des verbleibenden Differenzbetrags. Siemens erwartet hierfür eine Ausschüttung von insgesamt 1,388 Mrd. EUR.
SCHÄTZ- UND PRÄMISSENSENSITIVE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE
Siemens erstellt den Konzernabschluss nach IFRS, wie im »Anhang zum Konzernabschluss« erläutert. Die im »Anhang zum Konzernabschluss« beschriebenen wesentlichen Bilanzierungsmethoden sind deshalb unerlässlich, um unsere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verstehen. Dabei ist es notwendig, in bestimmten Fällen schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsmethoden anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen, die auf ungewissen Sachverhalten beruhen und Veränderungen unterliegen können. Aus diesem Grund können sich auch die schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsmethoden im Zeitablauf ändern und damit die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinflussen. Außerdem können sie Annahmen enthalten, die die Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode auch anders hätte treffen können - aus gleichermaßen vernünftigen Gründen. Die Unternehmensleitung weist deshalb darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von den Prognosen abweichen und dass Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern.
Informationen zu Schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätzen finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Finanzlage
FINANZSTRATEGIE
Siemens ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das es uns ermöglicht, durch finanzielle Flexibilität unsere Wachstums- und Portfoliooptimierungsziele zu erreichen.
Unsere wichtigste Quelle zur Finanzierung sind die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit. Grundsätzlich steuert die Konzern-Treasury die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie die Finanzmittelbeschaffung zentral für den Konzern, sofern diesem Grundsatz keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern entgegenstehen. In diesen Ländern finanzieren sich die betroffenen Tochterunternehmen vor allem im lokalen Bankenmarkt. Zum 30. September 2009 hatte Siemens 10,159 Mrd. EUR an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in verschiedenen Währungen, von denen 95 % von der Konzern-Treasury verwaltet wurden. Die Konzern-Treasury steuert die Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sorgfältig und gemäß strikten Anforderungen an die Bonität ihrer Bankpartner sowie mit einem Limitsystem für die einzelnen Kontrahenten-Risiken. Außerdem verleiht die Konzern-Treasury aufgenommene Finanzmittel im Rahmen konzerninterner Finanzierungen an die Sectors und Cross-Sector Businesses.
Ergänzend zu den dargestellten Instrumenten der Liquiditätssicherung verfolgt Siemens kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten sowie Trends hinsichtlich deren Verfügbarkeit und Kosten. Wesentliche Ziele sind hierbei die Sicherung unserer finanziellen Flexibilität und die Begrenzung von Refinanzierungsrisiken. Siemens überwacht zudem sehr genau die Entwicklungen an den globalen Kapitalmärkten, einschließlich der aktuell starken Beeinträchtigung der Märkte durch die globale Finanzkrise, um mögliche Auswirkungen auf unsere Finanzsituation und unser Risikoprofil abschätzen zu können.
KAPITALSTRUKTUR
Unsere Kapitalstruktur zum 30. September 2009 und 2008 war wie folgt:
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| 30. September | Änderung | ||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | in % |
| --- | --- | --- | --- |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | 26.646 | 26.774 | - 0,5 % |
| Als Prozent vom Gesamtkapital | 58 % | 62 % | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 698 | 1.819 | |
| Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 | |
| Summe Finanzschulden | 19.638 | 16.079 | 22 % |
| Als Prozent vom Gesamtkapital | 42 % | 38 % | |
| Gesamtkapital (Eigenkapital plus Finanzschulden) | 46.284 | 42.853 | 8 % |
Im Geschäftsjahr 2009 ist das Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % gesunken. Die Summe Finanzschulden stieg während des Geschäftsjahrs 2009 um 22 % an, vor allem aufgrund der Ausgabe der Medium Term Notes in Höhe von 4,0 Mrd. EUR sowie aufgrund der Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges, teilweise ausgeglichen durch die Rückzahlung der 0,5 Mrd. EUR variabel verzinslichen Extendible Notes und einer variabel verzinslichen 750 Mio. USD Note. Insgesamt führte dies im Geschäftsjahr 2009 zu einem Absinken des Verhältnisses Eigenkapital zu Gesamtkapital auf 58 % gegenüber 62 % im Vorjahr. Das Verhältnis Finanzschulden zu Gesamtkapital stieg entsprechend von 38 % im Geschäftsjahr 2008 auf 42 % im Geschäftsjahr 2009. Detailliertere Informationen zu den Fair Value Hedges, zu den Veränderungen des Eigenkapitals sowie zur Ausgabe und Rückführung von Finanzschulden finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss« sowie in den Kapiteln »Vermögenslage« und »- Finanzausstattung und Kapitalerfordernisse«.
Wir haben Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien in Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Verpflichtungen aus der aktienbasierten Vergütung durch eigene Aktien erfüllt. Siemens plant für das Geschäftsjahr 2010, die aktienbasierten Vergütungspläne ebenfalls durch eigene Aktien zu erfüllen. Weiterführende Informationen zu aktienbasierter Vergütung und eigenen Aktien finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Im Rahmen des Fit42010-Unternehmensprogramms hat Siemens beschlossen, seine Kapitalstruktur zu optimieren. Für Siemens ist es wichtig, sowohl den uneingeschränkten Kapitalmarktzugang zu verschiedenen Fremdfinanzierungsmitteln als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Daher hat Siemens ein Kapitalstrukturziel festgelegt, das durch das Verhältnis »angepasste industrielle Nettoverschuldung« zu »EBITDA (angepasst)« definiert wird. Die Ermittlung der angepassten industriellen Nettoverschuldung ist in unten stehender Tabelle aufgeführt. Das EBITDA (angepasst) wird aus dem EBIT (angepasst) vor Abschreibungen (definiert als Abschreibungen und Wertminderungen von Immateriellen Vermögenswerten - ohne Goodwill) sowie vor Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und Goodwill ermittelt. EBIT (angepasst) ist der Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern ohne Finanzergebnis und vor Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen.
Die Kapitalstruktur-Zielbandbreite beträgt 0,8 bis 1,0. Diese basiert jedoch auf der Grundlage normaler Konjunkturzyklen, ungleich des derzeitigen von Rezession und den negativen Auswirkungen der Finanzkrise geprägten globalen wirtschaftlichen Umfelds. Zur Unterstützung dieses Ziels wurde ein Aktienrückkaufsplan mit einem vorgesehenen Gesamtvolumen von bis zu 10 Mrd. EUR bis zum Jahr 2010 eingeführt. Seit dem Start des Aktienrückkaufsprogramms am 28. Januar 2008 wurden im Rahmen dieses Plans in zwei Tranchen 52.771.205 Siemens Aktien mit einem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt von ca. 4,0 Mrd. EUR unter anderem zum Zwecke der Einziehung und Kapitalherabsetzung sowie zur Erfüllung von Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen zurückgekauft.
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristige Finanzschulden | 698 | 1.819 |
| Plus: Langfristige Finanzschulden1 | 18.940 | 14.260 |
| Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 10.159 | - 6.893 |
| Minus: Kurzfristige Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - 170 | - 152 |
| Nettoverschuldung | 9.309 | 9.034 |
| Minus: SFS Finanzschulden ohne konzernintern gekaufte Forderungen | - 9.521 | - 9.359 |
| Plus: Finanzierungsstatus Pensionen | 4.015 | 2.460 |
| Plus: Finanzierungsstatus pensionsähnliche Verpflichtungen | 646 | 650 |
| Plus: Kreditgarantien | 313 | 480 |
| Minus: ca. 50 % des Nominalbetrags der Hybridschuldverschreibung | - 862 | - 901 |
| Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges2 | - 1.027 | - 180 |
| Angepasste industrielle Nettoverschuldung | 2.873 | 2.184 |
| EBITDA (angepasst) (fortgeführte Aktivitäten) | 9.219 | 5.585 |
| Angepasste industrielle Nettoverschuldung / EBITDA (angepasst) (fortgeführte Aktivitäten) | 0,31 | 0,39 |
1 Langfristige Finanzschulden beinhalten Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges in Höhe von 1.027 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2009 (i.V. 180 Mio. EUR).
2 Die Effekte aus der Fair Value Hedge Bilanzierung wurden im Geschäftsjahr 2009 in unserer Definition zur angepassten industriellen Nettoverschuldung aufgenommen. Daher wurden die Finanzdaten der Vorjahresperiode rückwirkend vergleichbar dargestellt. Die Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges stellen die Veränderung der Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten, bezogen auf die zinsrisikobedingt abgesicherten langfristigen festverzinslichen Finanzschulden, dar. Wir sind der Überzeugung, dass der Abzug der Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges von der Nettoverschuldung zusätzlich zu den weiteren oben dargestellten Anpassungen dem Investor aussagekräftigere Informationen über die planmäßige Bedienung unserer Finanzschulden gibt. Für weiterführende Informationen zu Fair Value Hedges siehe unseren »Anhang zum Konzernabschluss«.
KREDITRATINGS
Zur Erhaltung eines starken Finanzprofils trägt insbesondere unser Kreditrating bei, das zusätzlich zu anderen Faktoren durch die Kapitalstruktur, die Profitabilität, die Fähigkeit der Generierung von Zahlungsmittelzuflüssen, die Diversifizierung bezüglich Produkten und Regionen sowie durch unsere Wettbewerbsposition beeinflusst wird. Die folgende Tabelle zeigt unser derzeitiges Kreditrating von den Ratingagenturen Moody's Investors Service und Standard & Poor's:
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| Moody's Investors Service | Standard & Poor's | |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | A1 | A+ |
| Kurzfristige Finanzschulden | P-1 | A-1 |
Im Geschäftsjahr 2009 hat Moody's Investors Service keine Ratingänderung vorgenommen. Am 9. November 2007 bewertete Moody's unser langfristiges Kreditrating mit »A1« mit dem Ausblick »stable«. Die Klassifikation von »A« entspricht der dritthöchsten Kreditqualität innerhalb der Ratingkategorien von Moody's. Der numerische Zusatz »1« bedeutet, dass das langfristige Kreditrating von Siemens im oberen Bereich der Kategorie »A« liegt. Der Ratingausblick von Moody's bezeichnet eine Einschätzung hinsichtlich der wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung des Kreditratings eines Emittenten. Ein Ratingausblick von Moody's fällt in eine der folgenden sechs Kategorien: »positive«, »negative«, »stable«, »developing«, »ratings under review« und »no outlook«.
Das Rating unserer kurzfristigen Finanzschulden und Commercial Papers wird von Moody's Investors Service mit »P-1« bewertet. Dies ist die höchstmögliche Bewertung innerhalb des Prime-Rating-Systems von Moody's, das die Fähigkeit eines Emittenten zur Einhaltung seiner vorrangigen unbesicherten Finanzverbindlichkeiten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von bis zu einem Jahr abschätzt.
Ferner veröffentlichte Moody's Investors Service die Bewertung von Liquiditätsrisiken im Rahmen einer »credit opinion«. Unser Liquiditätsprofil wird in der jüngsten Bewertung von Moody's vom 10. Juni 2009 als »sehr gesund« (»very healthy«) bewertet.
Am 5. Juni 2009 hat Standard & Poor's unser langfristiges Kreditrating von »AA-« auf »A+« heruntergestuft. Gleichzeitig wurde von Standard & Poor's der Ausblick von »negative« auf »stable« gesetzt. Standard & Poor's erklärte, dass die Zurückstufung aufgrund von schwächeren Cash Flows und des Anstiegs der Unterdeckung der Pensionspläne erfolgte. Die Klassifikation von »A« entspricht der dritthöchsten Kreditqualität innerhalb der Ratingkategorien von Standard & Poor's. Der Zusatz »+« bedeutet, dass unser langfristiges Kreditrating im oberen Bereich der Kategorie »A« liegt. Der Ratingausblick von Standard & Poor's gibt die Einschätzung hinsichtlich der wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung des langfristigen Kreditratings wieder. Bezüglich des Ausblicks bei Standard & Poor's existieren vier Kategorien: »positive«, »negative«, »stable« und »developing«. Darüber hinaus hat Standard & Poor's unser kurzfristiges Kreditrating von »A-1+« auf »A-1« heruntergestuft. Diese Klassifikation entspricht dem zweithöchsten kurzfristigen Kreditrating innerhalb der Ratingkategorien von Standard & Poor's.
Wir erwarten keine signifikanten Auswirkungen auf unsere Finanzierungskosten als Folge der Zurückstufung von Standard & Poor's.
Siemens hat keine weitere Ratingagentur mit einer Bewertung der lang- und kurzfristigen Kreditqualität des Unternehmens beauftragt.
Bitte berücksichtigen Sie, dass Ratings keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder zum Halten von Wertpapieren darstellen. Kreditratings können jederzeit von den Ratingagenturen geändert oder zurückgezogen werden. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Beeinträchtigungen an den Kapitalmärkten sollte außerdem jedes einzelne Rating unabhängig von anderen Ratings beurteilt werden.
KAPITALFLUSSRECHNUNG - GESCHÄFTSJAHRE 2009 UND 2008 IM VERGLEICH
In den folgenden Erläuterungen werden unsere Cash Flows in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 sowohl für fortgeführte als auch für nicht fortgeführte Aktivitäten analysiert. Die nicht fortgeführten Aktivitäten beinhalten in den Berichtszeiträumen Cash Flows in Zusammenhang mit SV, das im Geschäftsjahr 2008 an die Continental AG verkauft worden ist, sowie Geschäftsaktivitäten des ehemaligen Bereichs Com. Für weitere Informationen zu der Veräußerung der SV-Aktivitäten und des ehemaligen Bereichs Com siehe unseren Anhang zum Konzernabschluss.
Wir berichten die Kennziffer Free Cash Flow, definiert als »Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit«, abzüglich der »Mittelabflüsse aus Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen«. Wir sind der Überzeugung, dass diese Kennziffer hilfreich für unsere Investoren ist, unsere Fähigkeit zu beurteilen, Cash Flows aus der operativen Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften. Der Free Cash Flow steht sowohl für feststehende als auch für zusätzliche nicht feststehende Mittelabflüsse zur Verfügung, die nicht in der Kennziffer enthalten sind, wie Auszahlungen für Dividenden, die Bedienung von Schulden oder Akquisitionen. Wir verwenden den Free Cash Flow auch für den Vergleich der Zahlungsmittelerwirtschaftung der Segmente. Der Free Cash Flow sollte nicht losgelöst oder als Alternative zu den im Einklang mit IFRS ermittelten Finanzkennzahlen zur Beurteilung von Zahlungsströmen herangezogen werden. Für weitere Informationen hierzu siehe die Erläuterungen am Ende des Konzernlageberichts.
Free Cash Flow
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| Fortgeführte Aktivitäten | Nicht fortgeführte Aktivitäten | Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahresende 30. September | Geschäftsjahresende 30. September | Geschäftsjahresende 30. September | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Mittelzufluss/-abfluss aus: | ||||||
| Laufender Geschäftstätigkeit | A | 6.709 | 9.281 | - 145 | - 657 | 6.564 |
| Investitionstätigkeit | - 3.431 | - 9.989 | - 194 | 9.582 | - 3.625 | |
| Darin: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | B | - 2.923 | - 3.542 | - | - 179 | - 2.923 |
| Free Cash Flow 1 | A+B | 3.786 | 5.739 | - 145 | - 836 | 3.641 |
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| (in Mio. EUR) | Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten Geschäftsjahresende 30. September 2008 |
|---|---|
| Mittelzufluss/-abfluss aus: | |
| Laufender Geschäftstätigkeit | 8.624 |
| Investitionstätigkeit | - 407 |
| Darin: Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - 3.721 |
| Free Cash Flow 1 | 4.903 |
1 Unter den gemäß IFRS ermittelten Kennziffern ist der »Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit« am ehesten mit dem Free Cash Flow vergleichbar. Der »Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit« sowohl aus fortgeführten Aktivitäten als auch aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten wird in unserer Konzern-Kapitalflussrechnung berichtet. Eine Überleitung der »Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« aus fortgeführten Aktivitäten auf die in der »Konzern-Kapitalflussrechnung« gemachten Angaben ist im »Anhang zum Konzernabschluss« zu finden. Andere Unternehmen, die einen Free Cash Flow berichten, können andere Definitionen und Berechnungsmethoden verwenden.
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2009 6,564 Mrd. EUR gegenüber 8,624 Mrd. EUR im Vorjahr. Beide Werte beinhalten sowohl die fortgeführten als auch die nicht fortgeführten Aktivitäten. Auf fortgeführter Basis belief sich der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf 6,709 Mrd. EUR, während im Vorjahr 9,281 Mrd. EUR erzielt wurden. Der Rückgang der Mittelzuflüsse beinhaltet im Energy und im Industry Sector sowohl einen Rückgang der erhaltenen Anzahlungen im Vorjahresvergleich im Gegensatz zu einem erheblichen Anstieg im Geschäftsjahr 2008 als auch einen erheblichen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere im Industry Sector. Weitere Einflussfaktoren, die zu einer Verringerung der Mittelzuflüsse beitrugen, beinhalten hohe Zahlungsmittelabflüsse in Zusammenhang mit bereits berichteten Ergebnisbelastungen, die überwiegend im vergangenen Geschäftsjahr gebucht wurden. Hierzu gehören die geleisteten Zahlungen in Höhe von 1,008 Mrd. EUR an US-amerikanische und deutsche Behörden im Rahmen der erreichten Einigung bei rechtlichen Themen. Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 796 Mio. EUR stammen außerdem von Belastungen für Abfindungen aus unserem globalen SG&A-Programm und von sonstigen personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen. Zusätzlich zu diesen Zahlungsmittelabflüssen ergaben sich hohe Zahlungsmittelabflüsse für Belastungen in Zusammenhang mit Projektüberprüfungen in der Fossil Power Generation Division, der Mobility Division und dem Cross-Sector Business Siemens IT Solutions and Services. Positive Faktoren im Geschäftsjahr 2009 für den Cash Flow der laufenden Geschäftstätigkeit beinhalten Zahlungsmittelzuflüsse aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Industry Sector reduzierte die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zu einem Anstieg im Vorjahr. Der Energy Sector verzeichnete einen geringeren Forderungsaufbau. Darüber hinaus reduzierte der Energy Sector im Vergleich zum Vorjahr seinen Vorratsaufbau, während der Industry und der Healthcare Sector den Vorratsbestand jeweils im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 verringerten.
Der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 145 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug der Mittelabfluss aus nicht fortgeführten Aktivitäten 657 Mio. EUR. Das Vorjahr beinhaltete einen Mittelabfluss in Höhe von 201 Mio. EUR aus einer Strafzahlung in Zusammenhang mit Geschäftsaktivitäten des ehemaligen Bereichs Com.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2009 3,625 Mrd. EUR gegenüber einem Mittelabfluss in Höhe von 407 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2008. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit für die fortgeführten Geschäftsaktivitäten belief sich auf 3,431 (i.V. 9,989) Mrd. EUR. Erlöse aus dem Abgang von Finanzanlagen, Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen führten innerhalb der fortgeführten Geschäftsaktivitäten im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs von Wohnungsimmobilien und des Verkaufs des 50 %-Anteils an FSC an Fujitsu Limited zu Mittelzuflüssen in Höhe von 1,221 Mrd. EUR. Die aktuelle Berichtsperiode beinhaltet in den Investitionen in Finanzanlagen Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 750 Mio. EUR in Zusammenhang mit zwei von NSN in Anspruch genommenen Darlehen aus einem Shareholder Loan Agreement zwischen NSN und uns. Ein reduziertes SFS-Finanzierungsgeschäft im Geschäftsjahr 2009 führte zu geringeren Mittelabflüssen bei den Forderungen aus Finanzdienstleistungen im Vergleich zum Vorjahr. Im Vorjahr ist der Mittelabfluss aus dem Erwerb von Unternehmen vor allem auf den Erwerb von Dade Behring durch den Healthcare Sector für 4,4 Mrd. EUR, abzüglich übernommener Zahlungsmittel in Höhe von 69 Mio. EUR, zurückzuführen.
Die nicht fortgeführten Aktivitäten weisen im Geschäftsjahr 2009 einen Mittelabfluss in Höhe von 194 Mio. EUR aus. Dieser Mittelabfluss beinhaltet Zahlungen in Zusammenhang mit dem Verkauf unseres Mobilfunkgeschäfts im Geschäftsjahr 2005. Dies umfasst eine Zahlung in Höhe von 0,3 Mrd. EUR in Zusammenhang mit einer erfolgten Einigung mit dem Insolvenzverwalter der BenQ Mobile GmbH & Co. OHG sowie Zahlungen für die Einigung bei rechtlichen Themen. Die Mittelabflüsse aus nicht fortgeführten Aktivitäten wurden teilweise durch Zahlungseingänge aufgrund der Einigung zwischen The Gores Group und uns im Geschäftsjahr 2009, die sich auf offene Forderungen bezüglich einer Kaufpreisanpassung und weitere beiderseitige Verpflichtungen in Zusammenhang mit dem Verkauf des ehemaligen SEN-Geschäfts bezieht, kompensiert. Das Vorjahr verzeichnete in den nicht fortgeführten Aktivitäten einen Mittelzufluss in Höhe von 9,582 Mrd. EUR, der vorrangig aus der Veräußerung von SV für 11,4 Mrd. EUR sowie einem Mittelabfluss in Höhe von 1,1 Mrd. EUR aus der Einbringung von SEN in EN resultiert.
Der Free Cash Flow der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2009 3,641 Mrd. EUR gegenüber 4,903 Mrd. EUR im Vorjahr. Davon entfielen auf den Free Cash Flow der fortgeführten Aktivitäten in der Berichtsperiode 3,786 Mio. EUR gegenüber 5,739 Mrd. EUR im Vorjahr. Die Veränderung im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen auf den oben beschriebenen Rückgang des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen der fortgeführten Aktivitäten betrugen im Geschäftsjahr 2009 2,923 Mrd. EUR im Vergleich zu 3,542 Mrd. EUR im Vorjahr. Für weitere Informationen zu den Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen siehe »- Finanzausstattung und Kapitalerfordernisse«. Die Cash Conversion Rate aus fortgeführten Aktivitäten, definiert als Quotient aus dem Free Cash Flow der fortgeführten Aktivitäten und dem Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten, lag im Geschäftsjahr 2009 bei 1,54 im Vergleich zu 3,09 im Vorjahr.
Die sequenzielle Entwicklung des Free Cash Flow während der Geschäftsjahre 2009 und 2008 stellt sich wie folgt dar:

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten lag im Geschäftsjahr 2009 bei 375 Mio. EUR gegenüber einem Mittelabfluss in Höhe von 6,129 Mrd. EUR im Vorjahr. Zahlungseingänge sind im Geschäftsjahr 2009 vor allem auf einen höheren Netto-Betrag von ausstehenden langfristigen Finanzschulden, im Wesentlichen aufgrund der Ausgabe von 4,0 Mrd. EUR Medium-Term-Notes, zurückzuführen, die teilweise durch die Rückzahlung einer 0,5 Mrd. EUR variabel verzinslichen Extendible Note und einer 750 Mio. US$ variabel verzinslichen Schuldverschreibung kompensiert wurden. Im Vorjahr kam es dagegen aufgrund der Durchführung von drei langfristigen Kapitalmarkttransaktionen zu Mittelzuflüssen in Höhe von netto 5,728 Mrd. EUR. Ausgeglichen wurden diese durch Zahlungsmittelabflüsse infolge des Rückgangs der kurzfristigen Finanzschulden und übrigen Finanzierungstätigkeiten in Höhe von 4,635 Mrd. EUR, im Wesentlichen durch die Rückzahlung von Commercial Papers sowie die Rückzahlung von Finanzschulden in Höhe von rund 0,4 Mrd. EUR, die ursprünglich von Dade Behring aufgenommen wurden. Im Vorjahr waren darüber hinaus Zahlungen für den Erwerb eigener Aktien in Höhe von 4,350 Mrd. EUR enthalten, davon 4,0 Mrd. EUR im Rahmen der ersten beiden Tranchen des Aktienrückkaufsplans. Die während des Geschäftsjahrs 2009 für das Geschäftsjahr 2008 an die Aktionäre ausgeschüttete Dividende führte zu Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 1,380 Mrd. EUR, während im Vorjahr die für die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2007 angefallenen Mittelabflüsse 1,462 Mrd. EUR betrugen.
FINANZAUSSTATTUNG UND KAPITALERFORDERNISSE
Unsere Finanzausstattung umfasst verschiedene kurz- und langfristige Finanzinstrumente. Dazu gehören Kreditlinien von Finanzinstituten, Commercial Papers, Medium Term Notes und Anleihen. Zusätzliche Liquiditätsquellen sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zukünftige Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit und kurzfristig zur Veräußerung verfügbare, finanzielle Vermögenswerte.
Unsere Kapitalerfordernisse umfassen unter anderem die planmäßige Bedienung unserer Finanzschulden, die regelmäßigen Investitionen, die laufenden Kapitalerfordernisse der operativen Geschäftstätigkeit und des SFS-Finanzierungsgeschäfts, Dividendenzahlungen, Finanzierung der Pensionspläne, Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten sowie den Kapitalbedarf für unseren Aktienrückkaufsplan, sofern dieser im Geschäftsjahr 2010 fortgeführt wird. Sonstige Kapitalerfordernisse beinhalten Mittelabflüsse in Zusammenhang mit unserem Programm zur Reduzierung der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie sonstigen Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere im Industry Sector.
Die Summe Finanzschulden setzt sich zusammen aus Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie sonstigen Finanzschulden wie zum Beispiel Commercial Papers. Die Summe Finanzschulden besteht aus den Positionen Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden sowie Langfristige Finanzschulden, wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen sind. Die Summe Liquidität bezieht sich auf die liquiden Vermögenswerte, die uns am jeweiligen Bilanzstichtag zur Finanzierung unserer operativen Geschäftstätigkeit sowie zur Zahlung kurzfristig fälliger Verpflichtungen zur Verfügung standen. Sie besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie aus kurzfristigen Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen werden. Die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe Finanzschulden abzüglich der Summe Liquidität. Unser Management verwendet die Größe Nettoverschuldung für das interne Finanzmanagement sowie für die externe Kommunikation mit Ratingagenturen. Deshalb glauben wir, dass eine Darstellung der Nettoverschuldung für Investoren hilfreich ist. Allerdings sollte sie nicht losgelöst als Alternative zu den kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden, wie sie im Einklang mit den IFRS ausgewiesen sind, verwendet werden. Für weiterführende Informationen zur Größe Nettoverschuldung siehe die Erläuterungen am Ende des Lageberichts.
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 698 | 1.819 |
| Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 |
| Summe Finanzschulden | 19.638 | 16.079 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.159 | 6.893 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) | 170 | 152 |
| Summe Liquidität | 10.329 | 7.045 |
| Nettoverschuldung 1 | 9.309 | 9.034 |
1 Typischerweise verwenden wir einen bedeutenden Teil sowohl der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als auch der kurzfristig Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte nicht für die Rückzahlung der Finanzschulden, sondern für andere Zwecke. Der Abzug dieser Positionen von der Summe der Finanzschulden in der Berechnung der Nettoverschuldung sollte daher nicht derart verstanden werden, dass diese Positionen jederzeit ausschließlich für die Rückzahlung der Finanzschulden zur Verfügung stehen.
Commercial-Paper-Programm - Wir haben ein globales 9,0-Mrd.-USD-(6,1-Mrd.-EUR-)Commercial-Paper-Programm zur Verfügung, das in mehreren Währungen gezogen werden kann und auch die Möglichkeit der Begebung von USD-Extendible-Notes enthält. Zum 30. September 2009 standen unter diesem Programm nominal 493 Mio. USD (337 Mio. EUR) aus. Die Laufzeit unserer Commercial Papers ist üblicherweise kürzer als 90 Tage.
Anleihen und Schuldverschreibungen - Uns steht ein »Programm für die Ausgabe von Verschuldungsinstrumenten« (Medium-Term-Notes-Programm) mit einem Volumen in Höhe von 15,0 Mrd. EUR zur Verfügung. Dieses Programm haben wir im Mai 2009 aktualisiert. Mit der Aktualisierung erhöhten wir den maximalen Emissionsbetrag für dieses Programm von 10,0 Mrd. auf 15,0 Mrd. EUR. Zuvor hatten wir im Dezember 2008 den maximalen Emissionsbetrag von 5,0 Mrd. auf 10,0 Mrd. EUR erhöht. Unter dem Medium-Term-Notes-Programm haben wir die folgenden Notes begeben:
| ― | Im Februar 2009 emittierten wir festverzinsliche Notes in Höhe von 4,0 Mrd. in zwei Tranchen, die eine Tranche in Höhe von 2,0 Mrd. EUR 4,125 %-Schuldverschreibungen, fällig im Februar 2013, sowie eine weitere Tranche in Höhe von 2,0 Mrd. EUR 5,125 %-Schuldverschreibungen, fällig im Februar 2017, umfasste. |
| ― | Im Juni 2008 emittierten wir einen Eurobond in Höhe von insgesamt 3,4 Mrd. EUR in drei Tranchen: Eine 5,25 %-Schuldverschreibung in Höhe von 1,2 Mrd. EUR ist im Dezember 2011 fällig, eine zweite 5,375 %-Schuldverschreibung in Höhe von 1,0 Mrd. EUR ist im Juni 2014 fällig, und eine dritte 5,625 %-Schuldverschreibung in Höhe von 1,2 Mrd. EUR ist im Juni 2018 fällig. |
| ― | Im August 2008 erhöhten wir zwei Tranchen des Eurobonds um insgesamt 750 Mio. EUR. Davon sind 350 Mio. EUR 5,25 %-Schuldverschreibungen im Dezember 2011 fällig und 400 Mio. EUR 5,625 %-Schuldverschreibungen im Juni 2018. |
| ― | Im März 2006 begaben wir unter diesem Programm Bonds in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. USD in zwei Tranchen in Höhe von jeweils 500 Mio. USD, fällig im März 2012 (verzinst mit USD LIBOR + 0,15 %) und im März 2016 (verzinst mit 5,625 %). |
Zum 30. September 2009 standen unter dem Medium-Term-Notes-Programm Schuldverschreibungen in Höhe von nominal 8,8 Mrd. EUR aus.
Im Mai 2008 haben wir 500 Mio. EUR Extendible Notes begeben (verzinst mit EURIBOR + 0,23 %), die am ersten Fälligkeitstag Ende Juni 2009 zum Nominalbetrag zurückgezahlt wurden.
Im September 2006 begaben wir eine nachrangige Hybridschuldverschreibung mit einer €-Tranche in Höhe von 900 Mio. EUR (verzinst mit 5,25 %) sowie einer £-Tranche in Höhe von 750 Mio. GBP (verzinst mit 6,125 %). Beide Tranchen sind im September 2066 zur Rückzahlung fällig, wir können diese jedoch nach zehn Jahren oder zu einem späteren Zeitpunkt kündigen. Wird die Schuldverschreibung nicht gekündigt, dann sind beide Tranchen variabel zu verzinsen (die €-Tranche mit EURIBOR + 1,25 % und die £-Tranche mit GBP LIBOR + 1,25 %, beide zusätzlich mit einem Aufschlag von 1,0 %). Der Gesamtnominalbetrag unseres Hybrid-Bonds beträgt 1,7 Mrd. EUR.
Im August 2006 begaben wir USD 5,0 Mrd. Schuldverschreibungen in vier Tranchen: eine 750 Mio. USD Note (verzinst mit USD LIBOR + 0,05 %) fällig im August 2009, die am Fälligkeitstag zum Nominalbetrag zurückgezahlt wurde, eine 750 Mio. USD 5,5 % Note, fällig im Februar 2012, eine 1,750 Mrd. USD 5,75 % Note, fällig im Oktober 2016, und eine 1,750 Mrd. USD 6,125 % Note, fällig im August 2026. Die festverzinslichen Schuldverschreibungen können von uns jederzeit vollständig oder teilweise zu dem in den Emissionsbedingungen festgelegten vorzeitigen Rückzahlungsbetrag zurückgekauft werden (Call). Zum 30. September 2009 standen von diesen Schuldverschreibungen nominal 2,9 Mrd. EUR aus.
Im Juni 2001 begaben wir Euro-Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 4,0 Mrd. EUR in zwei Tranchen, von denen eine Tranche in Höhe von 2,0 Mrd. EUR (verzinst mit 5,75 %) mit Fälligkeit im Juli 2011 noch aussteht.
Schuldscheindarlehen - Im Juni 2008 haben wir Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. EUR in vier Tranchen begeben: eine Tranche in Höhe von 370 Mio. EUR (verzinst mit EURIBOR + 0,55 %) sowie eine Tranche in Höhe von 113,5 Mio. EUR (verzinst mit 5,283 %), beide fällig im Juni 2013, sowie eine Tranche in Höhe von 283,5 Mio. EUR (verzinst mit EURIBOR + 0,7 %) und eine Tranche in Höhe von 333 Mio. EUR (verzinst mit 5,435 %), beide fällig im Juni 2015.
Kreditfazilitäten - Es stehen uns drei Kreditfazilitäten zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung zur Verfügung. Zum 30. September 2009 sind uns Kreditlinien in Höhe von 6,6 Mrd. EUR zugesagt. Diese Kreditfazilitäten beinhalten:
| ― | eine ungezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 5,0 Mrd. USD mit einer Laufzeit bis März 2012, die ein internationales Bankenkonsortium bereitstellt und die in mehreren Währungen gezogen werden kann, |
| ― | eine bis September 2012 laufende, bilaterale, ungezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 450 Mio. EUR, die eine inländische Bank zur Verfügung stellt, und |
| ― | eine Kreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. USD mit einer Laufzeit bis August 2013, die ein internationales Bankenkonsortium bereitstellt und die in mehreren Währungen gezogen werden kann. Diese Kreditlinie umfasst eine Tranche (»Term loan«) in Höhe von 1,0 Mrd. USD (0,7 Mrd. EUR), die im Januar 2007 gezogen wurde und im August 2013 fällig ist, sowie eine ungezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. USD. |
Zum 30. September 2009 waren 5,9 Mrd. EUR dieser Kreditlinien nicht gezogen.
Das Fälligkeitsprofil der oben beschriebenen Schuldscheindarlehen, Anleihen und Schuldverschreibungen stellt sich wie folgt dar:
Fälligkeitsprofil Schuldscheindarlehen, Anleihen und Schuldverschreibungen pro Kalenderjahr (ausstehende Nominalbeträge in Mrd. EUR)

Die von einem internationalen Bankenkonsortium bereitgestellten revolvierenden Kreditlinien von insgesamt 9 Mrd. USD, die in mehreren Währungen gezogen werden können, sehen ein Kündigungsrecht des Darlehensgebers für den Fall vor, dass die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwerben, indem sie die Möglichkeit erhalten, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben. Die bilaterale, ungezogene, revolvierende Kreditlinie von 450 Mio. EUR kann vom Darlehensgeber gekündigt werden, wenn es in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen der Siemens AG zu erheblichen Veränderungen kommt, die die Rückzahlung des Kredits gefährden.
Keine unserer Kreditfazilitäten beinhaltet eine sogenannte Material-Adverse-Change-Klausel, wie sie bei Kreditfazilitäten dieser Art sonst häufig zu finden ist, und weder unsere Commercial-Paper- und Medium-Term-Notes-Programme noch unsere Kreditfazilitäten enthalten spezielle Verpflichtungen zur Einhaltung von definierten Zinszahlungs-, Verschuldungs- oder Mindestkapitalgrenzen sowie zur Einhaltung eines bestimmten Ratingniveaus, die bei Verstoß eine vorzeitige Fälligstellung oder die Stellung von Sicherheiten auslösen können.
Weitere Informationen über Finanzschulden sind im »Anhang zum Konzernabschluss« zu finden.
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - Der rückläufigen Nachfrage folgend und aufgrund eines stringenten Ansatzes für Investitionsausgaben sanken die Gesamtinvestitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2009 auf 2,923 Mrd. EUR, verglichen mit 3,721 Mrd. EUR im Vorjahr. 2,034 Mrd. EUR unserer Investitionen entfielen auf die drei Sectors. Während Energy einen beträchtlichen Betrag der Investitionen von 662 Mio. EUR für die Erweiterung der Kapazitäten in Schwellenländern und wesentlichen Absatzmärkten investierte, entfiel bei Industry von 833 Mio. EUR Investitionen ein großer Anteil auf den erforderlichen Ersatz von technischen Anlagen und Maschinen vor allem in den Divisions Industry Automation, Drive Technologies und Industry Solutions. Healthcare investierte von 539 Mio. EUR dagegen überwiegend in Systeme für klinische Diagnostik und in die Entwicklung von Software und IT-Lösungen, insbesondere im Bereich der Bildgebungsverfahren. Die Investitionsrate unserer Sectors, definiert als das Verhältnis von Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu Abschreibungen, betrug im Berichtsjahr 96%. Für diese Kenngröße streben wir mittelfristig eine Bandbreite von 95 % bis 115 % an.
Die Entwicklung der Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in den Geschäftsjahren von 2007 bis 2009 stellt sich wie folgt dar:
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (in Mio. EUR)

Mittelzu- und -abflüsse in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten - Im Geschäftsjahr 2009 erwarben wir mehrere Einheiten, die weder einzeln noch in Summe wesentlich waren. Im Gegensatz dazu veräußerten wir Wohnungsimmobilien und den 50 %-Anteil an Fujitsu Siemens Computers (Holding) BV. Für weiterführende Informationen siehe »Anhang zum Konzernabschluss«. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 beendeten wir den Erwerb einer 100 %-Beteiligung an Solel Solar Systems Ltd., einem Solarthermie-Unternehmen, um unsere Marktposition am zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt der Solarthermie zu verstärken. Der Kaufpreis (bereinigt um Zahlungsmittel und Schulden) beläuft sich auf ungefähr 280 Mio. EUR in bar.
Aktienrückkaufsplan - Im November 2007 kündigten wir einen Aktienrückkaufsplan mit einem vorgesehenen Gesamtvolumen von bis zu 10 Mrd. EUR bis zum Jahr 2010 an. Dies geschieht unter anderem zum Zweck der Einziehung und Kapitalherabsetzung sowie zur Erfüllung der Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen. Seit dem Start des Aktienrückkaufsplans im Geschäftsjahr 2008 haben wir bisher in zwei Tranchen eigene Aktien im Gesamtwert von ca. 4,0 Mrd. EUR zurückgekauft. Während des Geschäftsjahrs 2009 wurden keine Aktien unter diesem Programm gekauft.
Dividende - Der Vorstand wird auf der Hauptversammlung am 26. Januar 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns der Siemens AG für das Geschäftsjahresende 30. September 2009 vorschlagen, eine Dividende von 1,60 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie, die am Tag der Hauptversammlung existiert, auszuschütten. Siemens erwartet hierfür eine Ausschüttung von insgesamt 1,388 Mrd. EUR. Der verbleibende Betrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Mit unserer Fähigkeit, Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zu generieren, unserer Summe Liquidität von 10,329 Mrd. EUR, mit ungezogenen Kreditlinien von 5,9 Mrd. EUR und mit dem bestehenden Kreditrating am Geschäftsjahresende sind wir der Überzeugung, dass wir ausreichend Flexibilität besitzen, um unsere Kapitalerfordernisse inklusive der planmäßigen Bedienung unserer Finanzschulden, die regelmäßigen Investitionen, die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit sowie des SFS-Finanzierungsgeschäfts, der Dividendenzahlungen, Finanzierung der Pensionspläne, Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten sowie den Kapitalbedarf für unseren Aktienrückkaufsplan, sofern dieser im Geschäftsjahr 2010 fortgeführt wird, zu decken. Wir sind außerdem der Überzeugung, dass das Working-Capital ausreichend ist für die derzeitigen Anforderungen der Gesellschaft.
Vertragliche Verpflichtungen
Zu den wichtigsten zahlungswirksamen vertraglichen Verpflichtungen von Siemens innerhalb der gewöhnlichen Geschäftsaktivitäten gehören die Tilgung von Finanzschulden, Einkaufsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über das Volumen der zukünftigen Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen resultieren, zum 30. September 2009:
Zahlungen, die fällig werden
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| (in Mio. EUR) | Insgesamt | Innerhalb von 1 Jahr | 1 - 3 Jahren | 4 - 5 Jahren | Nach 5 Jahren |
|---|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 19.638 | 698 | 4.893 | 4.334 | 9.713 |
| Einkaufsverpflichtungen | 11.218 | 9.769 | 1.267 | 146 | 36 |
| Leasingvereinbarungen | 2.851 | 742 | 897 | 530 | 682 |
| Vertragliche Vereinbarungen insgesamt | 33.707 | 11.209 | 7.057 | 5.010 | 10.431 |
Finanzschulden - Zum 30. September 2009 hatte Siemens ausstehende kurz- und langfristige Finanzschulden in Höhe von insgesamt 19,638 Mrd. EUR. Davon sind 698 Mio. EUR innerhalb der nächsten zwölf Monate fällig. Die kurzfristigen Finanzschulden umfassen vor allem kurzfristige Anteile an langfristigen Schuldverschreibungen sowie Bankdarlehen, die jeweils innerhalb von zwölf Monaten zur Rückzahlung anstehen. Die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der von Siemens emittierten Schuldverschreibungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betrug zum 30. September 2009 5,95 Jahre. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2008 beliefen sich die Finanzschulden von Siemens auf 16,079 Mrd. EUR. Für weitere Informationen über die Zusammensetzung unserer Finanzschulden verweisen wir auf den »Anhang zum Konzernabschluss«.
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Finanzschulden von Siemens zum 30. September 2009:
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| (in Mio. EUR) | Kurzfristig | Langfristig | Insgesamt |
|---|---|---|---|
| Anleihen und Schuldscheine | - | 16.502 | 16.502 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 261 | 1.910 | 2.171 |
| Sonstige Finanzschulden | 392 | 379 | 771 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 45 | 149 | 194 |
| Finanzschulden insgesamt | 698 | 18.940 | 19.638 |
Einkaufsverpflichtungen - Zum 30. September 2009 betrugen die Einkaufsverpflichtungen 11,218 Mrd. EUR. Eine Einkaufsverpflichtung ist eine rechtlich verbindliche Verpflichtung zum Erwerb von Waren oder Dienstleistungen, die folgende Voraussetzungen erfüllt:
| ― | verpflichtende feste Abnahmemenge oder Mindestabnahmemenge, |
| ― | feste, variable oder Mindestpreisvereinbarung, |
| ― | ungefährer zeitlicher Rahmen für die Transaktion. |
Für weitere Informationen verweisen wir auf den »Anhang zum Konzernabschluss«.
Leasingverpflichtungen - Zum 30. September 2009 hatte der Konzern Zahlungsverpflichtungen aus nicht kündbaren Operating-Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 2,851 Mrd. EUR. Für weiterführende Informationen siehe »Anhang zum Konzernabschluss«.
Darüber hinaus bildete das Unternehmen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögensgegenständen. Diese stehen überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten aus Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen (780 Mio. EUR zum 30. September 2009) und Kosten für Rückbauverpflichtungen von gemieteten Grundstücken und Gebäuden zum Ende der Mietzeit (36 Mio. EUR zum 30. September 2009). Für weitere Informationen zu Verpflichtungen aus dem Abgang von Sachanlagen verweisen wir auf den »Anhang zum Konzernabschluss«.
Im Geschäftsjahr 2009 hat Siemens mit den Treuhändern seines größten britischen Pensionsplans eine Übereinkunft erzielt, aus der sich bis zum Jahr 2025 Bruttodotierungen von bis zu 620 Mio. EUR ergeben könnten.
Außerbilanzielle Verpflichtungen
Garantien/Bürgschaften - Die ausgewiesenen Garantien und Bürgschaften umfassen im Wesentlichen Kreditgarantien und -bürgschaften sowie Vertragserfüllungsgarantien und -bürgschaften für Leistungen konzernfremder Dritter. Zum 30. September 2009 belief sich der undiskontierte Betrag der maximal möglichen Zahlungsverpflichtungen aus Garantien auf 7,148 Mrd. EUR. Kreditgarantien und -bürgschaften sichern die Zahlungsverpflichtung eines konzernfremden Dritten ab, die sich aus einer Lieferanten- oder Geschäftsbeziehung ergeben. Zusätzlich stellt Siemens für Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen sowie sonstige Unternehmen, an denen wir beteiligt sind, Garantien zur Besicherung variabel nutzbarer Kreditlinien. Zum 30. September 2009 betrugen die Kreditgarantien und Kreditbürgschaften 313 Mio. EUR. Im Rahmen von Konsortialgeschäften abgegebene gesamtschuldnerische Vertragserfüllungsgarantien und -bürgschaften sowie Anzahlungsgarantien und -bürgschaften garantieren dem Begünstigten die Erfüllung der liefervertraglichen Verpflichtungen. Sollte ein Konsortialpartner seine liefervertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen, kann der Begünstigte Anspruch darauf erheben, dass Siemens einen vereinbarten Maximalbetrag aus Garantien/Bürgschaften zahlt. Zum 30. September 2009 beliefen sich die Vertragserfüllungsgarantien und -bürgschaften auf 1,092 Mrd. EUR.
Die Bundesrepublik Deutschland hat ein Konsortium aus Siemens IT Solutions and Services und IBM Deutschland GmbH (IBM) beauftragt, die nicht militärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu modernisieren und zu betreiben (Projekt HERKULES). Die vertraglich vereinbarte Leistung wird in einer gesonderten Projektgesellschaft, der BWI Informationstechnik GmbH, erbracht, an der Siemens IT Solutions and Services beteiligt ist. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von maximal rund 6 Mrd. EUR. Im Dezember 2006 wurden von Siemens im Rahmen dieses Auftrags verschiedene rechtlich und wirtschaftlich miteinander verbundene Haftungserklärungen zugunsten des Auftraggebers Bundesrepublik Deutschland und des Konsortialpartners IBM abgegeben. Die Haftungserklärungen gewährleisten, dass die Projektgesellschaft mit ausreichenden Mitteln ausgestattet ist, die Leistung zu erbringen und damit den Vertrag zu erfüllen. Aufgrund des Verbund- und Mehrschichtcharakters dieser Haftungserklärungen sind sie als eigene Kategorie HERKULES-Verpflichtungen aufgeführt. Die insgesamt mögliche Inanspruchnahme des Siemens Konzerns beläuft sich zum 30. September 2009 auf 3,490 Mrd. EUR und verringert sich über die noch verbleibende Vertragslaufzeit von acht Jahren jeweils um ca. 400 Mio. EUR per annum. Die jährliche Inanspruchnahme ist beschränkt auf 400 Mio. EUR zuzüglich eines gegebenenfalls bestehenden Übertrags eines nicht ausgeschöpften Vorjahresbetrags von bis zu 90 Mio. EUR.
Siemens gab außerdem bei bestimmten Firmenverkäufen gegenüber dem Käufer Freistellungserklärungen ab in Bezug auf Steuerrisiken, Rechtsrisiken sowie sonstige Risiken, die sich aus dem Erwerb der Gesellschaft ergeben können. Zum 30. September 2009 betrugen diese Sonstigen Garantien und Bürgschaften 2,253 Mrd. EUR. Sollte eine Inanspruchnahme von Siemens unter einer Garantie oder Bürgschaft wahrscheinlich werden, werden wir eine Rückstellung in entsprechender Höhe bilden. Dies geschieht zusätzlich zur Bildung einer eventuellen unbedingten Verbindlichkeit. Die meisten gewährten Garantien/Bürgschaften haben fest vereinbarte Endfälligkeitstermine. Weitere Informationen zu unseren Garantien sind im »Anhang zum Konzernabschluss« dargestellt.
Kapitaleinzahlungsverpflichtungen - Zum 30. September 2009 bestanden Verpflichtungen zu Kapitaleinlagen in verschiedene Unternehmen in einer Höhe von 294 (i.V. 241) Mio. EUR. Die Verpflichtung zum 30. September 2009 beinhaltet eine beteiligungsproportional bedingte Kapitaleinzahlungsverpflichtung gegenüber EN in Höhe von 172 (i.V. 172) Mio. EUR. Der bedingte Betrag ist an die Vornahme von Akquisitionen und Investitionen durch EN geknüpft.
Finanzierung der Pensionspläne
Zum 30. September 2009 lag der Anwartschaftsbarwert der wesentlichen Pensionsverpflichtungen des Unternehmens unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen und Rentenanhebungen (»Defined Benefit Obligation« - DBO) bei 25,1 (i.V. 22,7) Mrd. EUR. Diesen Pensionsverpflichtungen steht der aktuelle Marktwert des Fondsvermögens von 21,1 (i.V. 20,2) Mrd. EUR gegenüber. Zum 30. September 2009 ergab sich damit eine Unterdeckung im Finanzierungsstatus der wesentlichen Pensionspläne in Höhe von 4,0 Mrd. EUR. Im Vergleich dazu betrug die Unterdeckung zum Geschäftsjahresende 2008 2,5 Mrd. EUR. Das erzielte Anlageergebnis des Fondsvermögens für die zurückliegenden zwölf Monate betrug 1,9 Mrd. EUR und resultierte fast ausschließlich aus festverzinslichen Wertpapieren. Dies bedeutet eine Rendite von 10,0 % im Vergleich zur erwarteten Rendite von 6,5 %.
Entscheidungen über Mittelzuführungen zum Fondsvermögen sind Teil der konservativen Finanzpolitik des Unternehmens, die ebenso eine permanente Analyse der Struktur unserer Pensionsverpflichtungen umfasst, insbesondere der Duration je Gruppe von Anspruchsberechtigten. Zur Abwägung von Rendite und Risiko hat Siemens ein Risikomanagementkonzept für seine Pensionswirtschaft entwickelt. Als Hauptrisiko haben wir eine Verschlechterung des Finanzierungsstatus der wesentlichen Pensionspläne aufgrund gegenläufiger Entwicklungen des Fondsvermögens und/oder der DBO identifiziert. Wir überwachen unsere Vermögensanlagen und unsere DBO, um dieses Hauptrisiko zu messen. Es bemisst sich nach dem erwarteten maximalen Rückgang im Finanzierungsstatus für ein festgelegtes Konfidenzniveau und eine festgelegte Zeitspanne. Ein Risikobudget auf Konzernebene bildet die Basis für die Festlegung unserer Investitionsstrategie, das heißt der strategischen Portfoliostruktur der wesentlichen Fondsvermögen und des Grads der Absicherung von Zinsrisiken. Sowohl Risikobudget als auch Investitionsstrategie werden regelmäßig unter Beteiligung von führenden externen Experten der internationalen Vermögensverwaltungs- und Versicherungswirtschaft besprochen, um einen ganzheitlichen Blick auf Fondsvermögen und Pensionsverbindlichkeiten zu ermöglichen. Die Auswahl von Vermögensverwaltern basiert auf unserer quantitativen und qualitativen Analyse. Anschließend wird deren Performance und Risiko laufend überwacht, sowohl auf Ebene einer Einzelbetrachtung als auch in einem umfassenderen Portfolio-Zusammenhang. Wir überprüfen die Vermögensstruktur jedes Pensionsplans unter Berücksichtigung der Duration der entsprechenden Pensionsverpflichtungen und analysieren Trends und Marktentwicklungen auf ihren Einfluss auf die Wertentwicklung unseres Pensionsvermögens, um bereits in einem sehr frühen Stadium Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Daneben überprüft Siemens regelmäßig die Ausgestaltung seiner Pensionspläne. Historisch bedingt ist die Mehrheit unserer Pensionspläne leistungsorientiert. Um die Risiken aus leistungsorientierten Pensionsplänen für das Unternehmen, wie zum Beispiel Altersentwicklung, Inflation, Wirkung von Gehaltssteigerungen und sonstiger Faktoren, zu vermindern, haben wir in einigen unserer wesentlichen Regionalgesellschaften, wie zum Beispiel Deutschland, den USA und Großbritannien, in den vergangenen Jahren neue Pläne eingeführt. Die Pensionszahlungen dieser neuen Pläne orientieren sich in erster Linie an den geleisteten Beiträgen und werden nur noch unwesentlich durch Altersentwicklung, Inflation und Gehaltssteigerungen beeinflusst. Wir beabsichtigen, die Notwendigkeit zur Einführung ähnlicher Pensionsmodelle im Ausland in der Zukunft weiter zu prüfen, um eine bessere Steuerung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen und der daraus resultierenden Kosten zu gewährleisten.
Einzelheiten zu den Pensionsplänen finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Finanzierungsstatus der Pensionspläne (in Mrd. EUR)

Vermögenslage
Während des Geschäftsjahrs 2009 erhöhte sich die Bilanzsumme leicht auf 94,926 Mrd. EUR im Vergleich zu 94,463 Mrd. EUR im Vorjahr. Die Vermögens- und Finanzlage im aktuellen Geschäftsjahr wurde in erster Linie durch die Emission von Medium Term Notes in Höhe von 4,0 Mrd. EUR unter unserem EMTN-Programm beeinflusst.
Die folgende Tabelle zeigt die kurzfristigen Vermögenswerte zum jeweiligen Bilanzstichtag:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.159 | 6.893 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 170 | 152 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 14.449 | 15.785 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.902 | 3.116 |
| Vorräte | 14.129 | 14.509 |
| Ertragsteuerforderungen | 612 | 610 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.191 | 1.368 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 517 | 809 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 44.129 | 43.242 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 30. September 2009 auf 10,159 Mrd. EUR. Der Anstieg um 3,266 Mrd. EUR wurde in erster Linie durch die oben aufgeführte Bond-Emission sowie durch den starken Free Cash Flow unserer Sectors getrieben. Diese Faktoren wurden unter anderem durch die Dividendenausschüttung in Höhe von 1,380 Mrd. EUR, die Rückführung kurzfristiger Finanzschulden, Zahlungen in Höhe von 1,008 Mrd. EUR an US-amerikanische und deutsche Behörden in Zusammenhang mit der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, Zahlungen in Zusammenhang mit unserem globalen SG&A-Programm sowie Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 750 Mio. EUR in Verbindung mit zwei von NSN in Anspruch genommenen Darlehen aus einem Shareholder Loan Agreement zwischen Siemens und NSN teilweise ausgeglichen. Weiterführende Informationen finden sich im Abschnitt »Finanzlage - Kapitalflussrechnung - Geschäftsjahre 2009 und 2008 im Vergleich«.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen waren gegenüber dem Vorjahr um 1,336 Mrd. EUR rückläufig, verursacht vor allem durch einen Rückgang beim Industry Sector aufgrund disziplinierten Asset Managements, aber auch wegen geringerer Umsätze in den meisten Industry Divisions. Auch die Vorräte sanken im Vergleich zum Vorjahr, da geringere Vorräte bei Industry einen Vorratsanstieg bei Energy mehr als kompensierten.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte verringerten sich zum 30. September 2009 auf 517 Mio. EUR im Vergleich zu 809 Mio. EUR im Vorjahr. Diese Änderung ist im Wesentlichen auf die Anfang Oktober 2008 abgeschlossene Übertragung von 80,2 % an SHC zurückzuführen. Zum 30. September 2009 beinhalteten die Zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte unseren Anteil an Areva NP S.A.S., das Electronics-Assembly-Systems-Geschäft sowie das im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 veräußerte Geschäftsfeld für Flughafenbefeuerung.
Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum jeweiligen Bilanzstichtag:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 15.821 | 16.004 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 5.026 | 5.413 |
| Sachanlagen | 11.323 | 11.258 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 4.679 | 7.017 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 10.030 | 7.785 |
| Latente Ertragsteuern | 3.291 | 3.009 |
| Sonstige Vermögenswerte | 627 | 735 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 50.797 | 51.221 |
Der deutliche Rückgang der Nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ist in erster Linie auf NSN zurückzuführen, einschließlich einer Wertminderung in Höhe von 1,634 Mrd. EUR auf diese Equity-Beteiligung, wie auch auf ein negatives Beteiligungsergebnis aus NSN.
Die Zunahme der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte basiert im Wesentlichen auf den höheren beizulegenden Zeitwerten unserer derivativen Finanzinstrumente aus Sicherungsgeschäften sowie den Darlehen an NSN.
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten betrugen zum jeweiligen Bilanzstichtag:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 698 | 1.819 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.593 | 8.860 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.119 | 2.427 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 4.191 | 5.165 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1.936 | 1.970 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 20.311 | 21.644 |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | 157 | 566 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 37.005 | 42.451 |
| Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5.938 | 4.361 |
| Latente Ertragsteuern | 776 | 726 |
| Rückstellungen | 2.771 | 2.533 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 187 | 376 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.022 | 2.376 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 30.634 | 24.632 |
Die Kurzfristigen Finanzschulden und kurzfristig fälligen Anteile langfristiger Finanzschulden beliefen sich zum Geschäftsjahresende 2009 auf 698 Mio. EUR und lagen damit um 1,121 Mrd. EUR niedriger als am Ende des vorherigen Geschäftsjahrs. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus der Rückzahlung von 500 Mio. EUR variabel verzinslicher Extendible Notes sowie 750 Mio. USD variabel verzinslicher Schuldverschreibungen im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der Fälligkeit dieser Schuldverschreibungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf 7,593 Mrd. EUR. Der Rückgang um 1,267 Mrd. EUR gegenüber dem Geschäftsjahresende 2008 war auf geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in allen drei Sectors gestützt, insbesondere im Industry Sector.
Der Rückgang der Kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von 974 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus den oben genannten Zahlungen in Höhe von 1,008 Mrd. EUR in Zusammenhang mit Belastungen aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten.
Die Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,333 Mrd. EUR im Vergleich zum Ende des vorherigen Geschäftsjahrs, einschließlich niedrigerer erhaltener Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte (billings in excess of cost) in den Sectors Industry und Energy. Aufgrund der Fortschritte unseres globalen SG&A-Programms waren auch die Verbindlichkeiten für Abfindungszahlungen in Zusammenhang mit diesem Programm im Vorjahres vergleich rückläufig.
Der Rückgang der Zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der oben genannten Desinvestition von SHC.
Die Langfristigen Finanzschulden erhöhten sich zum 30. September 2009 gegenüber dem Vorjahr um 4,680 Mrd. EUR auf 18,940 Mrd. EUR, vor allem aufgrund der oben genannten Emission von Medium Term Notes in Höhe von 4,0 Mrd. EUR unter unserem EMTN-Programm sowie aufgrund von Effekten aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges. Weitere Informationen zu kurz- und langfristigen Finanzschulden finden sich im Abschnitt »Finanzlage - Finanzausstattung und Kapitalerfordernisse« sowie im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum jeweiligen Bilanzstichtag:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | 26.646 | 26.774 |
| Eigenkapitalquote | 28 % | 28 % |
| Minderheitsanteile | 641 | 606 |
| Bilanzsumme | 94.926 | 94.463 |
Die Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG verminderte sich zum 30. September 2009 um 128 Mio. EUR auf 26,646 Mrd. EUR. Neben anderen Faktoren wurde dabei der auf die Aktionäre der Siemens AG entfallende Gewinn (nach Steuern) in Höhe von 2,292 Mrd. EUR durch die Dividendenausschüttung in Höhe von 1,380 Mrd. EUR sowie versicherungsmathematische Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 1,248 Mrd. EUR kompensiert.
Da sowohl die Bilanzsumme als auch die Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG im Vorjahresvergleich weitgehend stabil blieben, betrug die Eigenkapitalquote weiterhin 28 %.
Für weitere Informationen zu unserer Vermögens- und Finanzlage verweisen wir auf den »Anhang zum Konzernabschluss«.
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Siemens hat die großen Herausforderungen im Geschäftsjahr 2009 gut bewältigt. In einer schrumpfenden Weltwirtschaft, die mit den Auswirkungen einer tiefen Finanzkrise zu kämpfen hatte, hielten wir unseren Umsatz in der Nähe des Vorjahresniveaus. Der Rückgang im Auftragseingang wurde wesentlich vom drastischen Abschwung an den industriellen Märkten beeinflusst. Das Ergebnis Summe Sectors lag aufgrund einer Reihe von Faktoren deutlich über dem des Vorjahrs. Diese beinhalten unsere im Geschäftsjahr 2008 vor dem Auftreten der Finanzkrise in die Wege geleiteten Strukturmaßnahmen, eine signifikante Reduzierung unserer SG&A-Kosten im Geschäftsjahr 2009 sowie eine im Jahresvergleich verbesserte Projektabwicklung. Unsere Sectors verfolgen die Nachfrageentwicklung weiterhin sehr genau und gleichen sie kontinuierlich mit ihren Produktionskapazitäten ab. Falls erforderlich, werden sie weitere gezielte Kapazitätsanpassungsmaßnahmen vornehmen. Trotz der Wertminderung unserer NSN- Beteiligung stieg das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn nach Steuern lag unter dem Vorjahreswert, der einen wesentlichen Gewinn aus dem Verkauf von SV enthalten hatte.
Die Liquiditätsentwicklung im Geschäftsjahr 2009 beinhaltete signifikante Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Strukturmaßnahmen und der Beilegung von Compliance-Angelegenheiten sowie geringere Liquiditätszuflüsse aus Kundenvorauszahlungen. Wir haben einem disziplinierten, stringenten Ansatz für Investitionsausgaben hohe Priorität eingeräumt und uns auf ein striktes Management unseres Net Working Capital fokussiert. Der Erfolg dieses Ansatzes wurde insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2009 deutlich, als wir trotz schwieriger Marktbedingungen einen hohen Free Cash Flow erwirtschaften konnten. Unser Bekenntnis zu einem starken Finanzprofil war im Geschäftsjahr 2009 klar ersichtlich. Unsere Bilanz bleibt weiterhin sehr solide, mit einer im Vorjahresvergleich nahezu gleichbleibenden Nettoverschuldung, unverändertem Zugang zu Kapitalmarktfinanzierungen sowie einem gesunden Fälligkeitsprofil unserer Finanz schulden. Unsere Eigenkapitalquote verblieb konstant bei 28 %. Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben eine unveränderte Dividendenausschüttung von 1,60 EUR je Aktie vorgeschlagen.
Nachtragsbericht
Seit dem 30. September 2009 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens erwartet wird.
Risikobericht
RISIKOMANAGEMENT
Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern, wobei wir versuchen, unangemessene Risiken zu steuern beziehungsweise weitestgehend zu vermeiden. Da das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien ist, wird unsere Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie bei Siemens ist das jeweilige Management unserer Sectors, Cross-Sector Businesses, regionalen Cluster, Regionalgesellschaften und Zentralabteilungen verpflichtet, ein Risikomanagementsystem vorzuhalten, das auf sein spezifisches Geschäft und seine Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dennoch den durch den Vorstand vorgegebenen, übergreifenden Grundsätzen entspricht.
Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand von Siemens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Besonderes Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das Berichtswesen dagegen ermöglicht es uns, solche Risiken während der Durchführung und Abwicklung von Unternehmensprozessen genauer zu überwachen. Zudem kontrolliert unsere Interne Revision in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effizienz unseres Risikomanagementsystems. Dabei werden, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Wir verweisen hierzu auf unsere ausführlichen Erläuterungen im Abschnitt »Corporate Governance«.
Das Risikomanagementsystem von Siemens basiert auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Der ERM-Prozess dient der frühzeitigen Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-relevanten Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maße beeinflussen können. Um einen umfassenden Blick auf unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Top-down-und Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen erfolgt quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Alle relevanten Risiken und Chancen werden aus quantitativer und/oder qualitativer Perspektive nach Eintrittshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert. Dieser Bottom-up-Identifizierungs- und Bewertungsprozess wird durch Workshops mit dem jeweiligen Management auf Division-, Cross-Sector Business-, Cluster- und Corporate-Ebene unterstützt. Dieses Top-down-Element stellt sicher, dass auch potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und gegebenenfalls in die Berichterstattung aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und auf Sector-, Cross-Sector Business-, Cluster- und Corporate-Ebene aggregiert.
Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortungen festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab. Die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische Chance erfordert die Festlegung einer beziehungsweise die Kombination mehrerer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken, umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: sie zu vermeiden, sie zu übertragen, sie zu vermindern oder sie zu akzeptieren. Hinsichtlich der Chancen sehen unsere Reaktionsstrategien die folgenden Alternativen vor: sie nicht zu realisieren, sie zu übertragen, oder sie teilweise oder vollständig zu verwirklichen. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- beziehungsweise Chancenverantwortung auch die Entwicklung, Initiierung und Überwachung angemessener Reaktionsmaßnahmen in Übereinstimmung mit der gewählten Strategie. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen spezifisch zugeschnitten werden. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen initiiert, die unterschiedliche Ausprägungen haben: So versuchen wir zum Beispiel, den Effekt aus Zins- und Wechselkursschwankungen durch den Abschluss von entsprechenden Sicherungsgeschäften zu verringern. Bezüglich unserer Langzeitprojekte soll uns unter anderem ein systematisches und umfassendes Projektmanagement mit standardisierten Projektphasen und klar festgelegten Genehmigungsprozessen dabei unterstützen, mögliche Projektrisiken, auch vor Angebotsabgabe, frühzeitig zu erkennen und diesen durch gezielte Maßnahmen zu begegnen. Als weiteres Beispiel haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Dem Risiko von Konjunktur- und Nachfrageschwankungen begegnen wir unter anderem dadurch, dass wir die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der für uns wichtigen Branchen genau beobachten und bei Notwendigkeit frühzeitig und konsequent mit der Anpassung unserer Kapazitäten und Kostenstrukturen reagieren.
Zur Überwachung des ERM-Prozesses und um die Integration und Vereinheitlichung bestehender Kontrollaktivitäten in Einklang mit den rechtlichen und operativen Anforderungen weiter voranzutreiben, hat der Vorstand das Corporate Risk and Internal Control Department und das Corporate Risk and Internal Control (CRIC) Committee etabliert. Dem CRIC Committee werden Risiko- und Chanceninformationen aus den Risk Committees, die auf Sector-, Cross-Sector Business- und Cluster-Ebene etabliert sind, sowie von den Leitern der Zentralabteilungen berichtet. Diese Informationen dienen zur Evaluierung der unternehmensweiten Risiko- und Chancensituation. Das CRIC Committee berichtet an den Vorstand und unterstützt ihn bei der Umsetzung, Durchführung und Überwachung des ERM-Prozesses sowie bei der Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Das CRIC Committee setzt sich aus dem Chief Risk & Internal Control Officer, als Vorsitzendem des CRIC Committee, und Mitgliedern des oberen Führungskreises, wie den CEOs unserer Sectors und Cross-Sector Businesses, dem CFO von Siemens, sowie ausgewählten Leitern von Zentralabteilungen zusammen.
Darüber hinaus ist Siemens nach US-amerikanischen Regeln, die in dieser Hinsicht umfassender sind als das deutsche Recht, verpflichtet, angemessene interne Kontrollen für die Finanzberichterstattung einzurichten und aufrechtzuerhalten. Das interne Kontrollsystem von Siemens ist so eingerichtet, dass ausreichende Sicherheit für die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie die Erstellung der extern publizierten Jahresabschlüsse gewährleistet ist. Der Vorstand von Siemens hat festgestellt, dass die internen Kontrollen für die Finanzberichterstattung zum 30. September 2009 wirksam waren.
Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, unseren Aktienkurs beziehungsweise den Preis unserer American Depository Shares (ADSs) sowie unsere Reputation haben können. Dies sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen. Wir erwarten keinen Eintritt von Risiken, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
STRATEGISCHE RISIKEN
Unser Geschäftsumfeld wird durch Unsicherheiten in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst, insbesondere durch den gegenwärtigen globalen Konjunkturabschwung und die Finanzkrise: Unser Geschäftsumfeld wird durch Rahmenbedingungen an nationalen wie auch weltweiten Märkten beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2009 haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich verschlechtert, was zu einer Abschwächung des Geschäfts- und Konsumklimas, zu erhöhter Arbeitslosigkeit, zu einem Rückgang des Investitionsvolumens und daraus resultierend zu gesunkener Nachfrage und schwierigeren Marktbedingungen bei unseren Sectors geführt hat. Insbesondere unser Industry Sector war von schwächerer Nachfrage infolge des ungünstigen konjunkturellen Umfelds und der Finanzierungssituation betroffen. In den vergangenen Monaten deuteten bestimmte Indizes und ökonomische Daten auf erste Anzeichen einer Erholung und Stabilisierung des makroökonomischen Umfelds hin. Dennoch besteht keine Gewissheit darüber, inwieweit diese Erholung umfassend und nachhaltig ist und wie sie sich auf die für uns relevanten Märkte auswirken wird. Im Allgemeinen besteht aufgrund des bedeutenden Anteils langzyklischer Geschäftsfelder in unseren Sectors üblicherweise eine zeitliche Verzögerung zwischen den makroökonomischen Entwicklungen und deren Auswirkung auf unsere Ertragslage. Sollte die Erholung nur vorübergehend sein oder sich der weltweite Konjunkturabschwung fortsetzen oder noch weiter verstärken und sollten wir nicht erfolgreich unsere Produktions- und Kostenstrukturen an das gegenwärtige Marktumfeld anpassen können, kann nicht garantiert werden, dass dies keine weiteren wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf unsere Fähigkeit, Kapital aufzunehmen, haben wird. Beispielsweise könnte neben einem generellen Nachfragerückgang die gegenwärtige Kreditverknappung auf den Finanzmärkten die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden erschweren, was zur Folge haben kann, dass sich Kaufabsichten bezüglich unserer Produkte und Dienstleistungen ändern, verzögern oder Transaktionen nicht durchgeführt werden. Zudem könnten Preise infolge länger anhaltender widriger Marktbedingungen stärker fallen, als dies gegenwärtig vorhergesehen wird. Des Weiteren könnten sich vertraglich festgelegte Zahlungsbedingungen, insbesondere hinsichtlich der Höhe geleisteter Anzahlungen unserer Kunden im Rahmen von Langzeitprojekten, aufgrund der gegenwärtigen Marktlage nachteilig verändern, was sich negativ auf unsere Cash Flows auswirken könnte. Zudem könnte eine unzureichende Generierung von Umsätzen oder ein erschwerter Zugang zu den Kapitalmärkten bei unseren Kunden dazu führen, dass sie nicht in der Lage sind, ausstehende Rechnungen fristgerecht oder vollständig zu begleichen. Dadurch könnte unsere Finanz- und Ertragslage negativ beeinflusst werden.
Zahlreiche andere Faktoren, wie Schwankungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen sowie weltweite politische Konflikte, einschließlich der Situation im Nahen und Mittleren Osten und in anderen Regionen, wirken sich weiterhin auf makroökonomische Faktoren sowie die internationalen Kapitalmärkte aus. Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen und politischen Bedingungen, die durch die gegenwärtigen Entwicklungen im globalen Wirtschaftsumfeld verstärkt werden, können unsere Investments sowie unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen und unsere Planprozesse sowie unsere Prognosen erschweren.
Unsere Sectors und Cross-Sector Businesses sind Marktbedingungen ausgesetzt. So könnten beispielsweise ungünstige Marktbedingungen in Segmenten der Automobilindustrie, des produzierenden Gewerbes sowie des Baugewerbes einen erheblichen negativen Einfluss auf unseren Industry Sector haben. Unser Healthcare Sector ist wiederum von Entwicklungen und Regulierungen in den weltweiten Gesundheitssystemen abhängig, insbesondere hinsichtlich der andauernden Gesundheitsreformbestrebungen in den USA. Schließlich ist unser Energy Sector von der Entwicklung der globalen Energienachfrage abhängig und erheblich von Regulierungen in Bezug auf Energie- und Umweltpolitik betroffen.
Wir agieren in sehr wettbewerbsintensiven Märkten, die Preisdruck und schnellen Veränderungen ausgesetzt sind: Die weltweiten Märkte für unsere Produkte und Lösungen sind hochgradig wettbewerbsintensiv hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Entwicklungs- und Einführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen. In vielen unserer Geschäftsfelder sind wir mit einem Preisdruck nach unten konfrontiert und sind oder könnten Nachfragerückgängen oder verlangsamtem Wachstum ausgesetzt sein. Diese Bedingungen könnten sich in Zeiten rückläufiger Investitionstätigkeit und Kundennachfrage, wie im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld, noch weiter verschärfen. Wir sind mit starken Wettbewerbern konfrontiert, von denen einige in bestimmten Geschäftssegmenten größer sind und daher über umfangreichere Ressourcen verfügen könnten, sowie mit Wettbewerbern aus Schwellenländern, die eine günstigere Kostenstruktur als wir aufweisen könnten. Einige Branchen, in denen wir tätig sind, durchlaufen Konsolidierungen, die zu einer Stärkung unserer Wettbewerber sowie einer Veränderung unserer Marktposition führen könnten. Bestimmte Wettbewerber könnten effektiver und schneller auf bestehende Marktchancen reagieren, was sich negativ auf unsere Marktanteile auswirken könnte. Diese Faktoren könnten für sich allein oder in Kombination mit anderen Faktoren einen negativen Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Unsere Geschäftsaktivitäten müssen mit den technologischen Veränderungen Schritt halten und neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben: Die Märkte, an denen wir agieren, sind aufgrund der fortwährenden Einführung innovativer Technologien rasanten und signifikanten Änderungen unterworfen. Um die Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen, müssen wir fortwährend neue Produkte und Serviceleistungen entwickeln, bestehende Produkte und Dienstleistungen verbessern sowie in die Entwicklung neuer Technologien investieren. Die Einführung neuer Produkte und Technologien erfordert ein starkes Engagement in der Forschung und Entwicklung, das mit einem signifikanten Einsatz finanzieller Mittel verbunden ist und nicht immer zwingend erfolgreich sein muss. Unsere Umsätze und Ergebnisse könnten negativ von Investitionen in solche Technologien beeinflusst werden, die sich als nicht funktionsfähig erweisen, nicht die erwartete Marktakzeptanz finden oder nicht rechtzeitig - oder erst wenn sie obsolet geworden sind - am Markt eingeführt werden. In einigen unserer Märkte könnte die Notwendigkeit, neue Produkte rasch zu entwickeln und einzuführen, um sich ergebende Marktchancen nutzen zu können, zu Qualitätsproblemen führen. Unsere Geschäftsergebnisse hängen ganz wesentlich von unserer Fähigkeit ab, Änderungen an den Märkten zu antizipieren und uns an diese anzupassen und die Kosten für die Herstellung qualitativ hochwertiger neuer und bestehender Produkte zu senken. Sollte uns das nicht gelingen, könnte dies unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen.
Unsere Finanz- und Ertragslage könnte durch anhaltende strategische Neuausrichtungen und Kostensenkungsinitiativen negativ beeinflusst werden: Wir befinden uns in einem Prozess strategischer Neuausrichtung und führen laufend Kostensenkungsinitiativen durch. Diese umfassen Stellenabbau, beispielsweise im Rahmen unseres globalen SG&A-Programms oder in Zusammenhang mit laufenden Kapazitätsanpassungsmaßnahmen, und Initiativen zu strukturellen Verbesserungen, einschließlich derartiger Maßnahmen im Industry Sector. Kapazitätsanpassungen durch die Zusammenführung von Geschäftsaktivitäten und Fertigungsanlagen sowie Konsolidierungen in unserem Produktportfolio sind ebenfalls Bestandteil solcher Kostensenkungsinitiativen. Diese Maßnahmen könnten sich negativ auf unsere Ertragslage und unsere Cash Flows auswirken. Jede zukünftige Wirkung aus diesen Programmen auf unsere Profitabilität wird durch die tatsächlich erzielten Einsparungen und unsere Fähigkeit, diese fortlaufenden Bemühungen nachhaltig umzusetzen, beeinflusst.
Unsere Finanz- und Ertragslage könnte durch Portfoliomaßnahmen negativ beeinflusst werden: Unsere Strategie umfasst Desinvestitionen in einigen Geschäftsfeldern und die Stärkung anderer durch Portfoliomaßnahmen, einschließlich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen.
Desinvestitionsmaßnahmen beinhalten das Risiko, bestimmte Geschäftsaktivitäten nicht wie geplant veräußern zu können. Außerdem könnten sich durch realisierte Desinvestitionen negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation ergeben.
Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen sind von sich aus riskant, da sie Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten beinhalten. Es kann nicht garantiert werden, dass jedes erworbene Geschäft erfolgreich und entsprechend des ursprünglich vorgesehenen Zeitplans integriert werden kann oder sich nach der Integration erfolgreich entwickeln wird. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Akquisitions-, Verwaltungs- und sonstige Kosten entstehen, einschließlich Integrationskosten für erworbene Geschäftsaktivitäten. Zudem können Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf zur Folge haben und unseren Verschuldungsgrad sowie die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen. Akquisitionen können zu einem signifikanten Anstieg der Immateriellen Vermögenswerte, einschließlich der Geschäfts- und Firmenwerte, führen. Unsere Bilanz weist einen erheblichen Betrag für Immaterielle Vermögenswerte, einschließlich für Geschäfts- und Firmenwerte, aus. Unter unseren Geschäftsaktivitäten ist der höchste Wert an Geschäfts- und Firmenwerten den Divisions Diagnostics und Imaging & IT des Healthcare Sectors sowie der Industry Automation Division des Industry Sectors zugewiesen. Unter den genannten Divisions hat Diagnostics den höchsten zugewiesenen Geschäfts- und Firmenwert sowie den geringsten Unterschiedsbetrag zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert. Dieser wurde im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwerts im Geschäftsjahr 2009 auf 2,284 Mrd. EUR geschätzt. Sollten wir ungünstigen Geschäftsbedingungen ausgesetzt sein, einschließlich nachteiliger Effekte auf unsere Umsätze, unsere Ergebnisse sowie unsere Liquidität, oder ungünstigen Effekten aus einer Erhöhung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) oder aus Wechselkursrisiken unterliegen oder anderweitig bei der Durchführung von Akquisitionen nicht so erfolgreich sein wie ursprünglich erwartet, könnte dies Wertberichtigungen auf diese Immateriellen Vermögenswerte auslösen, einschließlich auf die den Divisions Diagnostics und Building Technologies oder anderen Divisions zugewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte. Dementsprechend könnte dies unsere Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Die Wahrscheinlichkeit solcher ungünstigen Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger makroökonomischer Bedingungen wie sie im Rahmen der gegenwärtigen globalen Wirtschafts- und Finanzkrise gegeben sind.
Wir könnten durch unsere Equity-Beteiligungen und strategischen Allianzen negativ beeinflusst werden: Unsere Strategie beinhaltet die Stärkung unserer Geschäftseinheiten durch Joint Ventures, assoziierte Unternehmen und strategische Allianzen. Einige unserer Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bilanziert, unter anderem NSN, EN und BSH. Alle Faktoren, die die Profitabilität unserer Equity-Beteiligungen negativ beeinflussen, einschließlich nachteiliger Effekte auf die Umsätze, Ergebnisse sowie die Liquidität, könnten unseren Ergebnisanteil aus diesen Equity-Beteiligungen beeinträchtigen oder zur Abschreibung dieser Beteiligungen führen. Außerdem könnte unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch in Bezug auf Darlehen, Garantien oder die Nichteinhaltung von Nebenbestimmungen (Covenants) aus Kreditverträgen in Verbindung mit diesen Equity-Beteiligungen negativ beeinflusst werden. Zudem sind solche Beteiligungen von sich aus riskant, da es uns nicht möglich sein könnte, Geschäftsentscheidungen unserer Equity-Beteiligungen und strategischen Allianzen ausreichend zu beeinflussen. Dies wiederum könnte sich negativ auf unser Geschäft auswirken. Zudem beinhalten Joint Ventures das Risiko aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Strategische Allianzen könnten für uns auch zusätzliche Risiken bedeuten, da wir in einigen Geschäftsfeldern mit Unternehmen im Wettbewerb stehen, mit denen wir strategische Allianzen eingegangen sind.
OPERATIVE RISIKEN
Unsere Finanz- und Ertragslage könnte durch Kostenüberschreitungen oder zusätzliche Zahlungsverpflichtungen in Bezug auf unser Geschäft mit Langfrist- und Festpreisprojekten beziehungsweise schlüsselfertigen Anlagen negativ beeinflusst werden: Langfristverträge, insbesondere für Großprojekte, bilden einen bedeutenden Bestandteil unseres Geschäfts. Solche Großprojekte werden in der Regel im Rahmen eines wettbewerbsintensiven Bieterverfahrens vergeben. Einige dieser Verträge sind von sich aus riskant, da sie die Übernahme nahezu aller Risiken, die mit der Fertigstellung des Projekts verbunden sind, sowie von Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projekts, vorsehen könnten. Zum Beispiel könnten wir mit dem Risiko konfrontiert sein, die technischen Anforderungen eines Projekts erfüllen zu müssen, ohne vor der Übernahme des Projekts Erfahrungen mit solchen Anforderungen gesammelt zu haben. Die aus solchen Festpreisverträgen erzielbaren Ergebnismargen könnten durch Änderungen der Kosten oder der Produktivität während ihrer Laufzeit von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Manchmal tragen wir das Risiko unerwarteter Projektmodifikationen, des Mangels an qualifizierten Fachkräften, von Qualitätsproblemen, finanzieller Schwierigkeiten unserer Kunden, von Kostenüberschreitungen oder Vertragsstrafen aufgrund von unerwarteten technischen Problemen, unvorhersehbarer Entwicklungen an den Projektstandorten, von Leistungsproblemen bei unseren Zulieferern, Subunternehmern oder Konsortialpartnern oder von weiteren logistischen Schwierigkeiten. Eine Reihe unserer mehrjährigen Verträge umfasst zudem anspruchsvolle Anforderungen hinsichtlich Installation und Wartung zusätzlich zu weiteren Erfüllungskriterien wie Zeitvorgaben, Stückkosten und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Diese Anforderungen könnten, wenn sie nicht erfüllt werden, erhebliche Vertragsstrafen, Schadensersatzpflichten, Zahlungsverweigerung oder Vertragskündigung nach sich ziehen. Wir können nicht garantieren, dass wir alle unsere Festpreisverträge profitabel abschließen. Weitere Informationen finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Wir könnten mit Störungen in unserer Versorgungskette konfrontiert sein, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern, und könnten Schwankungen bei Energie- und Rohstoffpreisen unterliegen: Unsere finanzwirtschaftliche Leistungsfähigkeit hängt zum Teil von einem zuverlässigen und effektiven Management unserer Versorgungskette für Bauteile, Komponenten und andere Materialien ab (Supply Chain Management). Kapazitätsbeschränkungen und Versorgungsengpässe, die auf ein ineffektives Management der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Zeitverzügen und zusätzlichen Kosten führen. Bei der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Herstellung, Montage und Funktionsprüfung unserer Produkte durch Dritte reduzieren unsere unmittelbaren Möglichkeiten der Einflussnahme auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Die Fremdanbieter, von denen wir Vorprodukte und Komponenten beziehen, haben zusätzlich zu uns weitere Kunden. Bei Auftreten einer Überschussnachfrage könnte es möglich sein, dass diese Anbieter nicht über hinreichende Kapazitäten verfügen, um den Bedarf aller Kunden, einschließlich Siemens, zu befriedigen. Verzögerungen bei der Belieferung mit Komponenten könnten die Leistung unserer Sectors beeinträchtigen. Obwohl wir eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um Versorgungsengpässe zu vermeiden, kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten oder dass wir in der Lage sein werden, einen nicht entsprechend unserer Anforderungen leistenden Zulieferer zu ersetzen. Dieses Risiko ist besonders bei Geschäften mit einer sehr begrenzten Anzahl von Lieferanten gegeben. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Komponenten aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf die Ertragslage unserer Sectors auswirken.
Unsere Sectors beziehen Rohstoffe, wie Kupfer, Stahl, Aluminium und Öl. Sie sind daher Schwankungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen ausgesetzt. In letzter Zeit unterlagen Rohstoffe erheblichen Marktschwankungen, die wahrscheinlich andauern werden. Preissteigerungen könnten erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Ertragslage haben, sofern es uns nicht möglich sein sollte, die gestiegenen Kosten an unsere Kunden weiterzugeben oder anderweitig zu kompensieren. Umgekehrt könnten wir in Zeiten fallender Rohstoffpreise nicht vollständig von solchen Preisrückgängen profitieren, da wir generell versuchen, das Risiko von steigenden Rohstoffpreisen durch unterschiedliche Mittel, wie zum Beispiel durch den Abschluss langfristiger Verträge oder durch physisches beziehungsweise finanzielles Hedging, zu vermindern. In Verbindung mit einem möglichen Preisdruck nach unten, dem wir seitens unserer Kunden ausgesetzt sein könnten, da diese erwarten, von gesunkenen Rohstoffpreisen zu profitieren, könnte sich dies ebenfalls negativ auf unsere Ertragslage auswirken.
Wir könnten mit operativen Störungen und Qualitätsproblemen in unserer Wertschöpfungskette konfrontiert sein: Unsere Wertschöpfungskette umfasst alle Schritte, von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Störungen in unserer Wertschöpfungskette könnten zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Solche Risiken könnten insbesondere in Verbindung mit unseren Produktionsanlagen auftreten, die auf der ganzen Welt angesiedelt sind und eine hohe organisatorische und technische Komplexität aufweisen. Gelegentlich könnten Qualitätsprobleme bei von uns verkauften Produkten auftreten, die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte oder der in ihnen integrierten Software resultieren können. Solche Betriebsstörungen beziehungsweise Qualitätsprobleme könnten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen.
Wir sind davon abhängig, hoch qualifizierte Führungskräfte und technisches Personal einzustellen und an uns zu binden: Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in den Branchen und Regionen, in denen unsere Sectors und Cross-Sector Businesses tätig sind, nach wie vor sehr stark. In vielen unserer Geschäftsfelder beabsichtigen wir weiterhin, unsere Aktivitäten erheblich auszubauen. Hierfür werden wir hoch qualifizierte Fachkräfte benötigen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Wir können nicht garantieren, dass wir auch in Zukunft erfolgreich hoch qualifizierte Mitarbeiter und Kompetenzträger gewinnen werden und an uns binden können. Sollte uns dies nicht gelingen, könnte das erhebliche negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben.
FINANZMARKTRISIKEN
Wir sind mit Währungs- und Zinsrisiken konfrontiert: Wir sind Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, ausgesetzt, da ein großer Anteil unseres Geschäftsvolumens in den USA und in Form von Exporten aus Europa generiert wird. Ein gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen starker Euro kann demnach großen Einfluss auf unseren Umsatz und unser Ergebnis haben. Bestimmte Währungs- wie auch Zinsrisiken sind konzernweit durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. In Abhängigkeit der Entwicklung von Wechselkursen könnten diese Sicherungsgeschäfte signifikanten Einfluss auf unsere Cash Flows haben. Unsere Sectors und Cross-Sector Businesses betreiben Währungssicherungen, die zum Teil nicht die Voraussetzungen für Hedge Accounting erfüllen. Zusätzlich bestehen bei der Konzern-Treasury Zinssicherungsgeschäfte, die auf Zinsänderungen reagieren und ebenfalls nicht unter das Hedge Accounting fallen. Dies führt dazu, dass Wechselkurs- und Zinsschwankungen Einfluss auf das Finanzergebnis haben und zu Ergebnisvolatilität führen können. Eine Aufwertung des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, könnte zudem Einfluss auf die Wettbewerbsposition von Siemens haben, weil für einige unserer Wettbewerber bedeutende Kostenanteile in schwächeren Währungsräumen anfallen und sie dadurch Produkte zu günstigeren Preisen anbieten könnten. Weitere Informationen zu Währungsrisiken, Zinsrisiken, Sicherungsaktivitäten und anderen Marktrisiken finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Wir sind Schwankungen der Kreditrisikomargen (Credit Spreads) ausgesetzt: In Bezug auf die Aktivitäten unserer Konzern-Treasury könnte die Erhöhung der Kreditrisikomargen aufgrund von Unsicherheit und Risikoaversion an den Finanzmärkten zu einer Veränderung der Marktwerte unserer handelbaren Forderungen und derivativen Finanzinstrumente führen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich unsere Refinanzierungskosten erhöhen könnten, sollte sich die jüngste Erholung und Stabilisierung an den Finanzmärkten nicht fortsetzen. Zusätzlich könnten die Kosten zur Sicherung von Kreditrisiken aufgrund potenziell höherer Kontrahentenrisiken steigen.
Unsere zukünftige Finanzierung über die Konzern-Treasury könnte durch Unsicherheiten bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung an den Bank- und Kapitalmärkten beeinflusst werden: Unsere Konzern-Treasury ist für die Finanzierung unseres Unternehmens und unserer Sectors und Cross-Sector Businesses verantwortlich. Ein negativer Trend an den Kapitalmärkten könnte unsere Fremdkapitalkosten erhöhen. Die Entwicklung an den US-Hypothekenmärkten für Kunden geringer Bonität (Subprime Market) und die globale Finanzkrise hatten weltweite Auswirkungen auf die Kapitalmärkte, mit nachfolgenden Verlusten und einer Verschlechterung der Liquidität zahlreicher Finanzinstitute. Die Entscheidung zahlreicher Regierungen, den Märkten zusätzliche Liquidität zur Verfügung zu stellen und den Bankensektor zu unterstützen, hat zu einer deutlichen Erhöhung der verfügbaren Liquidität an den Kapitalmärkten geführt. Infolge einer Finanzkrise könnte diese Liquidität aufgrund des erhöhten Risikobewusstseins der Investoren allerdings nur für Unternehmen mit sehr gutem Rating und zu wesentlich höheren Kreditrisikomargen verfügbar sein. Diese Entwicklungen könnten sich auch auf unsere zukünftigen Möglichkeiten der Fremdkapitalbeschaffung auswirken. In Bezug auf die Aktivitäten unserer Konzern-Treasury könnten eine verschlechterte Bonität oder Zahlungsausfälle von Kontrahenten unsere Ertragslage negativ beeinflussen.
Eine weitere Verschlechterung unserer Ratings könnte unsere Kapitalkosten erhöhen und sich negativ auf unsere Geschäfte auswirken: Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird wesentlich durch die bereits erreichten und die erwarteten Ergebnisse unserer Sectors und Cross-Sector Businesses sowie durch Portfoliomaßnahmen beeinflusst. Eine eingetretene oder erwartete Abwärtsentwicklung unserer Geschäftsergebnisse oder Cash Flows kann ebenso wie der Anstieg unserer Nettoverschuldung zu einer Verschlechterung unserer Kreditratings führen. Im Juni 2009 hat Standard & Poor's das Rating der langfristigen Finanzschulden von Siemens von »AA-« auf »A+« heruntergesetzt. Weitere Herabstufungen durch die Ratingagenturen könnten unsere Kapitalkosten erhöhen, die verfügbare Investorenbasis verkleinern und dadurch unsere Geschäftsaktivitäten negativ beeinträchtigen.
Durch unsere Finanzierungsaktivitäten sind wir unterschiedlichen Risiken, einschließlich Kredit-, Zins- und Wechselkursrisiken, ausgesetzt: In Zusammenhang mit Großprojekten (zum Beispiel des Energy Sectors) stellen wir unseren Kunden direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedenen Ausprägungen zur Verfügung. Ebenso finanzieren wir eine Vielzahl kleinerer Kundenbestellungen, zum Beispiel über Leasing medizinischer Geräte, das zum Teil über SFS erfolgt. Darüber hinaus ist SFS Kreditrisiken durch die Finanzierung von Produkten anderer Hersteller sowie über direkte und indirekte Beteiligungen an Finanzierungen, wie zum Beispiel syndizierten Krediten, ausgesetzt. Zum Teil stehen uns Verwertungsrechte an den von uns finanzierten Gegenständen zu oder wir erhalten sonstige Sicherheiten. Wir könnten Verluste erleiden, falls sich die Bonität unserer Kunden verschlechtert oder falls Kunden uns nicht mehr bezahlen können, falls die finanzierten Produkte, die wir als Sicherheiten verwenden, oder die sonstigen Sicherheiten Wertverluste erleiden, falls sich Zinssätze oder Fremdwährungskurse ungünstig entwickeln oder falls sich Projekte, in die wir investiert haben, als nicht erfolgreich erweisen. Mögliche Verschlechterungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage könnten zu einem weiteren Rückgang der Marktwerte finanzieller Vermögenswerte, einem deutlichen Anstieg der Kundenausfallraten sowie einem Wertrückgang bei finanzierten Produkten und sonstigen Sicherheiten führen. Hieraus könnten sich Verluste ergeben, die sich negativ auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten.
unsere Finanz- und Ertragslage könnte durch verschiedene Parameter, die Einfluss auf den Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne haben, negativ beeinträchtigt werden: Der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne kann sowohl durch einen Anstieg oder Rückgang des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (»Defined Benefit Obligation« - DBO) unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen beeinflusst werden als auch durch einen Anstieg oder Rückgang im Wert des Fondsvermögens. Die Pensionsverpflichtungen werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen bilanziert. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren, mit dem Ziel, zukünftige Ereignisse zu antizipieren. Die verwendeten Faktoren umfassen Schlüsselprämissen bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen wie den Abzinsungsfaktor, die erwartete Rendite des Fondsvermögens, den Gehaltstrend und den Rententrend. Die Prämissen können aufgrund sich ändernder Marktbedingungen oder sich ändernder wirtschaftlicher Bedingungen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen und hierdurch zu einem Anstieg oder Rückgang der DBO führen. Erhebliche Bewegungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung des investierten Fondsvermögens können zu einem entsprechenden Anstieg oder Rückgang im Wert des Fondsvermögens, insbesondere bei Aktien, führen oder eine Änderung der Annahme der zur erwartenden Rendite des Fondsvermögens zur Folge haben. Änderungen der Annahmen bei der Bewertung von Pensionsplänen können außerdem den periodenbezogenen Nettopensionsaufwand beeinflussen. Zum Beispiel kann eine Änderung bei den Abzinsungsfaktoren oder der erwarteten Rendite des Fondsvermögens eine Änderung des periodenbezogenen Nettopensionsaufwands im folgenden Geschäftsjahr zur Folge haben. Zur Erfüllung lokaler Pensionsvorschriften in bestimmten Ländern könnten wir mit einem erhöhten Geldmittelabfluss konfrontiert sein, um eine mögliche Unterdeckung unserer Pensionspläne in diesen Ländern zu vermindern. Die Unterdeckung unserer wesentlichen Pensionsverpflichtungen betrug zum 30. September 2009 4,0 Mrd. EUR gegenüber einer Unterdeckung in Höhe von 2,5 Mrd. EUR zum 30. September 2008. Die Erhöhung der Unterdeckung ist insbesondere auf eine Verminderung des Abzinsungsfaktors zum 30. September 2009 zurückzuführen, was zu einer Erhöhung der DBO führte. Dieser negative Effekt auf den Finanzierungsstatus wurde nur zum Teil durch eine positive Entwicklung der tatsächlichen Anlagerendite des Fondsvermögens kompensiert, die die erwartete Anlagerendite wesentlich übertroffen hat. Beide Faktoren, Abzinsungssatz und tatsächliche Anlagerendite, wurden erheblich durch die gegenwärtige Situation an den globalen Finanzmärkten beeinflusst. Weitere Informationen zu den Pensionsplänen finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Weitere Informationen zu Finanzmarktrisiken und dem Management von Finanzrisiken finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
COMPLIANCE-RISIKEN
Staatsanwaltschaften und andere Behörden in Gerichtsbarkeiten weltweit untersuchen hinsichtlich unseres Unternehmens und einzelner aktueller und früherer Mitarbeiter Vorwürfe der Korruption und anderer Gesetzesverletzungen. Der Ausgang dieser und künftiger Untersuchungen könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung künftiger Geschäfte, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, den Aktienpreis, den Preis unserer ADSs und unsere Reputation haben: Staatsanwaltschaften und andere Behörden in Gerichtsbarkeiten weltweit untersuchen in einer Reihe unserer ehemaligen Bereiche und Regionalgesellschaften den Vorwurf der Korruption. Zusätzlich zu den bereits laufenden Ermittlungen könnten in Zukunft weitere Ermittlungen von den Behörden dieser und anderer Gerichtsbarkeiten eingeleitet werden. Darüber hinaus könnten bereits laufende Ermittlungen ausgeweitet werden. Auf dieser Grundlage könnten Behörden gegen unser Unternehmen oder gegen einige unserer Mitarbeiter gerichtlich vorgehen. Es könnten weitere straf- oder zivilrechtliche Bußgelder verhängt werden. Darüber hinaus könnte es zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich zukünftigen Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, dem Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme an bestimmten Geschäften, dem Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen kommen. Zusätzlich zu Geldstrafen und anderen Strafen könnten weitere Überwachungsinstanzen eingesetzt werden, die in der Zukunft unsere Geschäftspraktiken daraufhin überwachen, dass anzuwendende Gesetze eingehalten werden, und wir könnten auch in anderer Weise aufgefordert werden, unsere Geschäftspraktiken und Compliance-Programme zu modifizieren. Auch die Steuerbehörden könnten bestimmte Maßnahmen verhängen, einschließlich potenzieller Steuerstrafen. Abhängig von der Entwicklung der Ermittlungen könnte es sich als erforderlich erweisen, dass wir für Strafen, Schadensersatz, Gewinnabschöpfungen oder ähnliche Forderungen diverser Behörden erhebliche Beträge bereitstellen müssen. Jede der oben genannten Maßnahmen könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, den Aktienpreis (beziehungsweise den Preis unserer ADSs) und unsere Reputation haben.
Wir führen weltweit in nicht unerheblichem Umfang Geschäfte mit öffentlichen Auftraggebern und staatlichen Unternehmen durch und sind ferner an Projekten beteiligt, die von Behörden oder von nicht staatlichen Organisationen wie multilateralen Entwicklungsbanken finanziert werden. Sollte festgestellt werden, dass wir oder unsere Tochtergesellschaften an gesetzeswidrigen Handlungen beteiligt waren oder gegen mutmaßliche oder erwiesene Fälle von Korruption in unserem Unternehmen keine effektiven Maßnahmen ergriffen haben, könnte sich dies auf unsere Beteiligung an Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern oder nicht staatlichen Organisationen nachteilig auswirken und zu einem formellen Ausschluss von solchen Geschäften führen, was erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unser Geschäft haben könnte. Zum Beispiel könnten wir aufgrund der Gesetzgebung in Mitgliedstaaten der Europäischen Union in bestimmten Fällen zwingend oder nach Ermessen von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen werden, sollten wir wegen Bestechung und bestimmter anderer Vergehen für schuldig befunden werden. Wie im »Anhang zum Konzernabschluss« genauer beschrieben, wurden wir oder unsere Tochtergesellschaften in der Vergangenheit aufgrund von Feststellungen der Korruption oder anderen Fehlverhaltens von Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern ausgeschlossen. Eine Verurteilung wegen gesetzeswidrigen Verhaltens oder der Ausschluss von der Beteiligung an Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern oder nicht staatlichen Organisationen in einer Rechtsordnung könnte einen entsprechenden Ausschluss in anderen Rechtsordnungen oder durch andere nicht staatliche Organisationen nach sich ziehen. Selbst wenn wir nicht formell von der Beteiligung an Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern ausgeschlossen werden, könnten Behörden oder nicht staatliche Organisationen uns informell von der Teilnahme an Ausschreibungen oder von der Beteiligung an bestimmten Verträgen ausschließen. Gelegentlich haben öffentliche Auftraggeber oder nicht staatliche Organisationen in ihrer Rolle als Kunden unseres Unternehmens von uns Informationen bezüglich der oben genannten Ermittlungen erfragt und uns zu einer Stellungnahme aufgefordert. Wir gehen davon aus, dass wir zukünftig weitere derartige Anfragen erhalten werden.
Unsere Verwicklung in bestehende und potenzielle Korruptionsverfahren könnte unserer Reputation schaden und nachteilige Auswirkungen auf unser Bemühen haben, uns um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Die Ermittlungen könnten sich auch auf unsere Beziehungen zu Geschäftspartnern, von denen wir abhängen, sowie auf unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner zu finden, nachteilig auswirken. Sie könnten sich ferner nachteilig auf unsere Fähigkeit auswirken, strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, die für unser Geschäft wichtig sein könnten, wie strategische Allianzen, Joint Ventures oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit. Laufende oder mögliche zukünftige Ermittlungen könnten zur Aufhebung einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Mitbewerber, könnten gegen uns in erheblichem Umfang Verfahren anstrengen.
Zahlreiche der behördlichen Ermittlungen dauern zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch an, und es ist noch nicht absehbar, wann und mit welchen Ergebnissen sie zum Abschluss gebracht werden und welche potenziellen Auswirkungen ihre Ergebnisse sowie die Reaktionen Dritter auf diese Ergebnisse auf unser Geschäft haben werden. Zukünftige Entwicklungen bei diesen Ermittlungen, die Reaktion auf behördliche Forderungen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, insbesondere wenn wir nicht in der Lage sind, diese Untersuchungen in einem angemessenen Zeitrahmen zum Abschluss zu bringen, könnten die Konzentration des Managements und Ressourcen von anderen Angelegenheiten ablenken, denen sich das Unternehmen widmen muss. Das Management hat einen Plan mit Maßnahmen hinsichtlich Korruption und anderer Compliance-Risiken in unserem Geschäft implementiert. Wenn diese Maßnahmen nicht erfolgreich sind, wären wir den oben beschriebenen Risiken weiterhin ausgesetzt.
Wir sind mit regulatorischen Risiken in Zusammenhang mit unserer internationalen Geschäftstätigkeit konfrontiert: Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld an Märkten, an denen wir operieren, wie Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse, sowie Preis- oder Devisenbeschränkungen könnten unsere Geschäfte an verschiedenen nationalen Märkten beeinflussen, unsere Umsätze und Profitabilität beeinträchtigen sowie die Rückführung von Gewinnen erschweren. Außerdem könnten sie zu Strafzahlungen, Sanktionen und Beschädigung unserer Reputation führen, sollten wir gegen diese Regularien verstoßen. Darüber hinaus kann die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Als weltweit tätiges Unternehmen führen wir Geschäfte mit Kunden in Ländern durch, die Exportkontrollen, Embargos oder anderen Formen von Wettbewerbsbeschränkungen unterliegen, die durch die USA, die Europäische Union oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Die künftige Auslegung oder Entwicklung von Sanktionsvorschriften könnte zu einer Einschränkung bestehender und/ oder geplanter Geschäftsaktivitäten sowie zu etwaigen Reputationsschäden führen.
Wir erwarten, dass unsere Umsätze in Schwellenländern durch die Entwicklung unseres Geschäfts und die steigende Nachfrage aus solchen Ländern und Regionen nach unseren Produkten und Lösungen einen zunehmenden Anteil an unserem Gesamtumsatz einnehmen werden. Bei Geschäftsaktivitäten in Schwellenländern bestehen verschiedene Risiken wie Unruhen, Gesundheitsrisiken, kulturelle Unterschiede, zum Beispiel bei Arbeitsverhältnissen und Geschäftspraktiken, Volatilität des Bruttoinlandsprodukts, wirtschaftlicher und staatlicher Instabilität, Verstaatlichung von Privatvermögen und Devisenbeschränkungen. Insbesondere die asiatischen Märkte sind für unsere langfristige Wachstumsstrategie von hoher Bedeutung, und unsere beträchtlichen Geschäftsaktivitäten in China werden dort von einem Rechtssystem beeinflusst, das sich noch entwickelt und Änderungen unterliegen kann. Unsere Wachstumsstrategie könnte durch staatliche Unterstützung der lokalen Industrie gehemmt werden. Die Nachfrage nach vielen Produkten unserer Sectors und Cross-Sector Businesses, insbesondere bei denen, die ihre Umsätze mit Großprojekten erzielen, kann durch Erwartungen bezüglich der zukünftigen Nachfrage, Preise und Bruttoinlandsprodukte der Märkte beeinflusst werden, in denen sie operieren. Sollten solche oder ähnliche Risiken aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten eintreten, könnten diese unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen.
Unser Geschäft könnte durch laufende oder zukünftige Rechtsstreitigkeiten beinträchtigt werden: Wir sind zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen wir aktuell beteiligt sind oder die sich in der Zukunft ergeben könnten. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind wir an Rechtsstreitigkeiten und/oder ähnlichen Verfahren beteiligt und unterliegen staatlichen Untersuchungen und Verfahren, so etwa an Verfahren bezüglich des Vorwurfs der nicht vertragsgemäßen Lieferung von Waren oder Dienstleistungen, der Produkthaftung, von Produktmängeln, Qualitätsproblemen und der Verletzung geistiger Eigentumsrechte, der Nichtbeachtung steuerlicher Vorschriften und/oder behaupteter oder vermuteter Übertretungen von geltendem Recht. Außerdem könnten wir in Zusammenhang mit den Umständen, die zu den oben beschriebenen korruptionsbezogenen Rechtsstreitigkeiten geführt haben, mit von Dritten geltend gemachten Ansprüchen konfrontiert werden. Weitere Informationen mit Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten sind im »Anhang zum Konzernabschluss« enthalten. Wir können nicht ausschließen, dass die Ergebnisse dieser Rechtsstreitigkeiten und Verfahren unserem Geschäft, unserer Reputation oder unserer Marke erheblichen Schaden zufügen. Auch wenn wir in Rechtsstreitigkeiten von Fall zu Fall in der Hauptsache obsiegen sollten, könnten wir diesbezüglich dennoch in wesentlichem Umfang Rechtsanwalts- und sonstige Rechtsverteidigungskosten zu tragen haben. Wir bilden für aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren erwachsende Risiken Rückstellungen, wenn (1) eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit besteht, (2) es wahrscheinlich ist, dass deren Erfüllung einen Abfluss von Ressourcen erfordert, die wirtschaftlichen Nutzen beinhalten, und (3) eine verlässliche Schätzung der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Des Weiteren erhalten wir eine Haftpflichtversicherung für bestimmte rechtliche Risiken in einer Höhe aufrecht, die das Management für angemessen hält und die einer in der Branche üblichen Vorgehensweise entspricht. Unser Versicherungsschutz bewahrt uns allerdings nicht vor etwaigen Reputationsschäden. Außerdem können wir möglicherweise aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren Verluste erleiden, die über der Höchstgrenze oder außerhalb des Deckungsbereichs dieser Versicherung liegen. Schließlich kann nicht gewährleistet werden, dass wir auch zukünftig sachgerechten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erhalten werden. Derartige Verluste könnten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, und unsere Rückstellungen für Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren könnten zur Deckung der letztendlich entstehenden Verluste und Ausgaben unzureichend sein.
Untersuchungen von Finanzbehörden sowie Veränderungen in den steuerlichen Gesetzen und Regelungen könnten unsere Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen: Wir sind in rund 190 Ländern tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf unsere aktiven und passiven latenten Steuern haben. Zudem kann die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Als global tätiges Unternehmen agieren wir auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten unsere Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und unseren Geschäftsbetrieb beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft.
Wir unterliegen Gesetzen und Regelungen zum Umweltschutz sowie anderen behördlichen Regelungen: Einige Branchen, in denen wir tätig sind, sind stark reguliert. Gegenwärtige oder zukünftige umweltrechtliche oder sonstige behördliche Bestimmungen oder deren Änderungen können unsere operativen Kosten und Produktkosten erheblich steigern. Uns könnten auch Verpflichtungen aus Umweltverschmutzungen oder aus der Dekontamination von verseuchten Produktionsanlagen entstehen, die von uns errichtet oder betrieben werden. Weitere Informationen finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«. Wir bilden Rückstellungen für Umweltrisiken, wenn (1) eine gegenwärtige Verpflichtung aufgrund eines Ereignisses der Vergangenheit besteht, (2) es wahrscheinlich ist, dass deren Erfüllung einen Abfluss von Ressourcen erfordert, die wirtschaftlichen Nutzen beinhalten, und (3) eine verlässliche Schätzung der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Für bestimmte Umweltrisiken haben wir Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen, die unser Management als angemessen und branchenüblich ansieht. Uns könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind. Solche Verluste könnten unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Die Rückstellungen für Umweltverpflichtungen könnten sich als nicht ausreichend erweisen, um die letztlich hieraus resultierenden Verluste oder Ausgaben zu decken.
RECHTSSTREITIGKEITEN
Informationen zu Rechtsstreitigkeiten finden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB und erläuternder Bericht
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 30. September 2009 belief sich das gezeichnete Kapital der Gesellschaft auf 2,743 (i.V. 2,743) Mrd. EUR. Das Grundkapital ist in 914.203.421 (i.V. 914.203.421) auf Namen lautende, nennwertlose Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliger Betrag von 3,00 EUR je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Ein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile ist nach § 4 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen, soweit nicht eine Verbriefung nach den Regeln erforderlich ist, die an einer Börse gelten, an der die Aktie zugelassen ist. Es können Sammelurkunden über Aktien ausgestellt werden. Gemäß § 67 Abs. 2 AktG gilt im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Die Aktionäre haben der Gesellschaft zur Eintragung in das Aktienregister, soweit es sich um natürliche Personen handelt, ihren Namen, ihre Anschrift und ihr Geburtsdatum, soweit es sich um juristische Personen handelt, ihre Firma, ihre Geschäftsanschrift und ihren Sitz sowie in jedem Fall die Zahl der von ihnen gehaltenen Aktien und ihre elektronische Postanschrift anzugeben, soweit sie eine solche haben.
Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN
Aktien, die die Siemens AG im Rahmen ihrer früheren Mitarbeiteraktienprogramme ausgab, unterliegen einer firmenseitigen privatrechtlichen Veräußerungssperre von zwei bis fünf Jahren. Vor Ablauf der Sperrfrist dürfen die so übertragenen Aktien von den begünstigten Mitarbeitern grundsätzlich nicht veräußert werden. Aktien, die weltweit, sofern rechtlich zulässig, an Mitarbeiter unter dem neuen Mitarbeiteraktienprogramm ausgegeben werden, das seit Beginn des Geschäftsjahrs 2009 existiert (Share Matching Plan), unterliegen keiner firmenseitigen privatrechtlichen Veräußerungssperre. Allerdings sind die Teilnehmer dieses Aktienprogramms gehalten, die ihnen unter dem Programm ausgegebenen Aktien für einen Zeitraum von drei Jahren zu halten, um für jeweils drei solche Aktien ohne Zuzahlung eine Matching-Aktie zu erhalten. Der Verkauf oder die Übertragung der Aktien vor Ablauf der Dreijahresfrist führt dazu, dass für diese verkauften Aktien keine Matching-Aktien ausgegeben werden.
Die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (vSV) hat auf Dauer angelegte Vollmachten, um namens der Mitglieder der Familie von Siemens die Stimmrechte von 10.805.913 Aktien (Stand: 13. Oktober 2009) auszuüben, wobei diese Aktien einen Teil des Bestands der von Mitgliedern der Familie von Siemens insgesamt gehaltenen Aktien darstellen. Die vSV ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Partei eines Familienvertrags mit unter anderem Mitgliedern der Familie von Siemens. Zur Bündelung und Wahrung ihrer Interessen haben die Familienmitglieder eine Familiengesellschaft gegründet, die der vSV Vorschläge für die Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung der Siemens AG macht, die die vSV bei Ausübung ihres Ermessens berücksichtigt. Gemäß Familienvertrag übt die vSV das Stimmrecht für alle Aktien, für die sie eine Vollmacht erhalten hat, einheitlich aus.
BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10 % DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Nach dem Wertpapierhandelsgesetz hat jeder Anleger, der durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise bestimmte Anteile an Stimmrechten der Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Der niedrigste Schwellenwert für diese Mitteilungspflicht ist 3 %. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind uns hiernach nicht gemeldet worden und auch nicht bekannt.
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.
ART DER STIMMRECHTSKONTROLLE, WENN ARBEITNEHMER AM KAPITAL BETEILIGT SIND UND IHRE KONTROLLRECHTE NICHT UNMITTELBAR AUSÜBEN
Soweit die Siemens AG im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben.
GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG VON VORSTANDSMITGLIEDERN UND DIE ÄNDERRUNG DER SATZUNG
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 MitbestG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Nach § 31 MitbestG ist für die Bestellung von Vorstandsmitgliedern eine Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder des Aufsichtsrats erforderlich. Kommt hiernach eine Bestellung nicht zustande, hat der Vermittlungsausschuss des Aufsichtsrats innerhalb eines Monats nach der Abstimmung dem Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Bestellung zu machen. Der Aufsichtsrat bestellt dann die Mitglieder des Vorstands mit der Mehrheit der Stimmen seiner Mitglieder. Kommt auch hiernach eine Bestellung nicht zustande, hat bei einer erneuten Abstimmung der Aufsichtsratsvorsitzende zwei Stimmen.
Der Vorstand besteht gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung aus mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen, gemäß § 84 AktG und § 9 der Satzung. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, wird das Mitglied nach § 85 AktG in dringenden Fällen auf Antrag eines Beteiligten gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, gemäß § 84 Abs. 3 AktG.
Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 Abs. 2 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 26. Januar 2006 und 27. Januar 2009 jeweils ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2006 und des Genehmigten Kapitals 2009 und nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfrist zu ändern.
Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt.
BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 71.130.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 23.710.000 auf Namen lautenden Stückaktien gegen Geldeinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zum Angebot von Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften ausgegeben werden, soweit diese Konzerngesellschaften nicht selbst börsennotiert sind und kein eigenes Mitarbeiteraktienprogramm haben.
Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Januar 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 520.800.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 173.600.000 auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen. Bei Barkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, (i) um etwaige Spitzenbeträge zu verwerten, (ii) um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien zu gewähren, soweit es zum Verwässerungsschutz erforderlich ist, sowie (iii) wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und die gemäß § 186 Abs. 3 S. 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung nicht überschreiten.
Zum 30. September 2009 verfügt die Siemens AG somit über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 591.930.000 EUR, das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 197.310.000 auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus § 4 der Satzung.
Durch Beschluss der Hauptversammlung am 27. Januar 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 26. Januar 2014 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 15.000.000.000 EUR mit Wandlungsrecht oder mit in Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten auf bis zu 200.000.000 neue, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 600.000.000 EUR zu begeben. Die Schuldverschreibungen sind gegen Bareinlagen auszugeben. Die Ermächtigung umfasst auch die Möglichkeit, für von Konzerngesellschaften der Gesellschaft ausgegebene Schuldverschreibungen die erforderlichen Garantien zu übernehmen und zur Erfüllung der mit diesen Schuldverschreibungen eingeräumten Wandlungs- oder Optionsrechte Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Die Schuldverschreibungen können einmalig oder mehrmals, insgesamt oder in Teilen begeben werden. Die einzelnen Teilschuldverschreibungen sind mit unter sich jeweils gleichrangigen Rechten und Pflichten zu versehen.
Im Fall der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen darf der anteilige Betrag am Grundkapital der je Optionsschuldverschreibung zu beziehenden Aktien höchstens dem Nennbetrag der Optionsschuldverschreibung entsprechen. Im Fall der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen darf der anteilige Betrag am Grundkapital der je Wandelschuldverschreibung zu beziehenden Aktien höchstens dem Nennbetrag beziehungsweise einem unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabepreis der Wandelschuldverschreibung entsprechen.
Im Fall der Ausgabe von Schuldverschreibungen ohne Verpflichtung zur Ausübung des Wandlungsrechts entspricht der Wandlungs-/Optionspreis dem niedrigeren Betrag von 125 % des volumengewichteten Durchschnittskurses der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) vom Beginn der Platzierung bei institutionellen Investoren bis zur Festsetzung des Ausgabebetrags der Schuldverschreibungen (»Preisfestsetzung«) und 125 % des volumengewichteten Durchschnittskurses der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) während der letzten Stunde vor der Preisfestsetzung. Findet eine Platzierung bei institutionellen Investoren vor der Preisfestsetzung nicht statt, so entspricht der Wandlungs-/Optionspreis 125 % des volumengewichteten Durchschnittskurses der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den fünf Handelstagen vor dem Tag der Preisfestsetzung. Der niedrigere Betrag der beiden volumengewichteten Durchschnittswerte bei Platzierung bei institutionellen Investoren oder - bei Fehlen einer solchen Platzierung vor Preisfestsetzung - der volumengewichtete Durchschnittswert der fünf Handelstage vor dem Tag der Preisfestsetzung wird nachfolgend auch als »Referenzkurs« bezeichnet.
Im Fall der Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Verpflichtung zur Ausübung des Wandlungsrechts entspricht der Wandlungspreis (i) 100 % des Referenzkurses, falls der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) in dem Zeitraum von 20 Handelstagen, endend mit dem dritten Handelstag vor dem Tag der Wandlung, geringer als der oder gleich dem Referenzkurs ist, (ii) 120 % des Referenzkurses, falls der arithmetische Mittelwert der Schlusskurse der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) in dem Zeitraum von 20 Handelstagen, endend mit dem dritten Handelstag vor dem Tag der Wandlung, größer oder gleich 120 % des Referenzkurses ist, (iii) dem arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) in dem Zeitraum von 20 Handelstagen, endend mit dem dritten Handelstag vor dem Tag der Wandlung, falls dieser Wert größer als der Referenzkurs und kleiner als 120 % des Referenzkurses ist oder (iv) ungeachtet vorstehender Bestimmungen 120 % des Referenzkurses, falls der Inhaber der Schuldverschreibung vor Eintritt der Verpflichtung zur Ausübung des Wandlungsrechts von einem bestehenden Wandlungsrecht Gebrauch macht.
Der Wandlungs-/Optionspreis wird unbeschadet des § 9 Abs. 1 Aktiengesetz aufgrund einer Verwässerungsschutzklausel nach näherer Bestimmung der der Schuldverschreibung zugrunde liegenden Bedingungen durch Zahlung eines entsprechenden Betrags in bar bei Ausübung des Wandlungsrechts beziehungsweise durch Herabsetzung der Zuzahlung ermäßigt, wenn die Gesellschaft unter Einräumung eines Bezugsrechts an ihre Aktionäre während der Wandlungs-/Optionsfrist das Grundkapital erhöht, weitere Wandlungs-/Optionsschuldverschreibungen oder neue Genussrechte mit Wandlungs-/ Optionsrecht begibt oder sonstige Optionsrechte gewährt und den Inhabern von Wandlungs-/Optionsrechten kein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt wird, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs-/Optionsrechts zustünde. Statt der Zahlung eines entsprechenden Betrags in bar oder der Herabsetzung einer eventuell festgesetzten Zuzahlung kann auch - soweit möglich - das Umtauschverhältnis durch Division des Nennbetrags durch den ermäßigten Wandlungspreis angepasst werden. Die Bedingungen können darüber hinaus für den Fall der Kapitalherabsetzung, eines Aktiensplits oder anderer außergewöhnlicher Ereignisse (wie zum Beispiel der Kontrollerlangung durch einen Dritten) eine Anpassung der Wandlungs-/Optionsrechte vorsehen.
Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Bedingungen der Schuldverschreibung festzusetzen beziehungsweise im Einvernehmen mit den Organen der ausgebenden Konzerngesellschaften festzulegen.
Die Schuldverschreibungen sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen, (i) sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet, (ii) soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist und (iii) um den Inhabern von Wandlungs-/Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte zu gewähren.
Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 27. Januar 2009 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 26. Januar 2014 ausgegeben werden, wurde das Grundkapital um bis zu 600.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 200.000.000 auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009).
Weitere Informationen zu den Bedingten Kapitalia der Gesellschaft zum 30. September 2009 befinden sich im »Anhang zum Konzernabschluss«.
Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 24. Januar 2008 war die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 23. Juli 2009 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 914.203.421 Stück Aktien zu erwerben. Am 27. Januar 2009 ermächtigte die Hauptversammlung die Gesellschaft, in der Zeit bis zum 26. Juli 2010 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 914.203.421 Stück Aktien zu erwerben. Die nachfolgend näher dargestellte Ermächtigung vom 27. Januar 2009 ersetzte die vorangegangene Ermächtigung vom 24. Januar 2008 mit Wirkung zum 1. März 2009. Dabei dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, aber auch durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden.
Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands als Kauf über die Börse oder mittels einer öffentlichen Kaufofferte. Der für den Erwerb der Aktien gezahlte Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) darf bei einem Kauf über die Börse den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Beim Erwerb über eine öffentliche Kaufofferte darf der Kaufpreis beziehungsweise die Kaufpreisspanne den durchschnittlichen Schlusskurs einer Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor dem Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über das formelle Angebot um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Sofern bei einer öffentlichen Kaufofferte die Anzahl der angedienten beziehungsweise der zum Kauf angebotenen Siemens Aktien die von der Gesellschaft insgesamt zum Erwerb vorgesehene Aktienanzahl übersteigt, kann das Andienungsrecht der Aktionäre insoweit ausgeschlossen werden, als der Erwerb nach dem Verhältnis der angedienten Siemens Aktien erfolgt. Ebenso kann eine bevorrechtigte Berücksichtigung geringer Stückzahlen bis zu 150 Stück angedienter Siemens Aktien je Aktionär vorgesehen werden.
Ergänzend wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Optionen zu veräußern, die die Gesellschaft zum Erwerb von Siemens Aktien bei Ausübung der Option verpflichten (»Put-Optionen«), Optionen zu erwerben und auszuüben, die der Gesellschaft das Recht vermitteln, Siemens Aktien bei Ausübung der Option zu erwerben (»Call-Optionen«) und Siemens Aktien unter Einsatz einer Kombination aus Put- und Call-Optionen zu erwerben. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz von Put-Optionen, Call-Optionen oder einer Kombination aus Put- und Call-Optionen sind dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals in Höhe von 914.203.421 Stück Aktien beschränkt. Die Laufzeit der Optionen muss so gewählt werden, dass der Erwerb der Siemens Aktien in Ausübung der Optionen nicht nach dem 26. Juli 2010 erfolgt. Durch die Optionsbedingungen muss sichergestellt sein, dass die Optionen nur mit Aktien bedient werden, die unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes über die Börse zu dem im Zeitpunkt des börslichen Erwerbs aktuellen Börsenkurs der Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) erworben wurden. Der in der Option vereinbarte, bei Ausübung der Option zu zahlende Kaufpreis je Siemens Aktie (»Ausübungspreis«) darf den durchschnittlichen Schlusskurs einer Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten drei Handelstagen vor Abschluss des betreffenden Optionsgeschäfts um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 30 % unterschreiten (jeweils ohne Erwerbsnebenkosten, aber unter Berücksichtigung der erhaltenen beziehungsweise gezahlten Optionsprämie).
Der Vorstand wurde durch Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Januar 2008 beziehungsweise 27. Januar 2009 ermächtigt, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien auch (i) einzuziehen (gemäß Ermächtigung aus 2009 ohne und gemäß Ermächtigung aus 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats), (ii) für die Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Aktienoptionsplan 2001 zu verwenden, (iii) Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, zum Erwerb anzubieten oder mit einer Haltefrist von nicht weniger als zwei Jahren zuzusagen und zu übertragen, (iv) mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen daran, anzubieten und auf diese zu übertragen, (v) mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte zu veräußern, wenn der Preis, zu dem die Aktien veräußert werden, den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Siemens Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) nicht wesentlich unterschreitet (ohne Erwerbsnebenkosten) oder (vi) zur Erfüllung von Wandlungs- oder Optionsrechten zu verwenden, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft eingeräumt wurden. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien Mitgliedern des Vorstands der Siemens AG als aktienbasierte Vergütung unter den gleichen Konditionen wie den Mitarbeitern der Gesellschaft zum Erwerb anzubieten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als zwei Jahren zuzusagen und zu übertragen.
Zum 30. September 2009 verfügt die Gesellschaft über 47.777.661 (i.V. 52.645.665) Stück eigene Aktien.
WESENTLICHE VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
Die Siemens AG verfügt über Kreditlinien von insgesamt 9 Mrd. USD, die ein Kündigungsrecht des Darlehensgebers für den Fall vorsehen, dass die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwerben, indem sie die Möglichkeit erhalten, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben. Darüber hinaus steht der Gesellschaft eine Kreditlinie von 450 Mio. EUR zur Verfügung, die vom Darlehensgeber gekündigt werden kann, wenn es in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen der Siemens AG zu erheblichen Veränderungen kommt, die die Rückzahlung des Kredits gefährden.
Die von der Siemens AG unter den International Swaps and Derivatives Association Inc. (ISDA) Master Agreements geschlossenen Verträge gewähren dem jeweiligen Vertragspartner ein Kündigungsrecht, wenn die Siemens AG auf einen Dritten verschmolzen wird oder alle oder im Wesentlichen alle Vermögensgegenstände auf einen Dritten übertragen werden. Soweit die Verpflichtungen aus dem ISDA-Vertrag nicht auf den Dritten übergehen, können sämtliche noch ausstehende Transaktionen gekündigt werden; übernimmt der Dritte die Verpflichtungen aus dem ISDA-Vertrag und ist seine Kreditwürdigkeit schlechter als die der Gesellschaft, können die von der Übertragung betroffenen Transaktionen gekündigt werden. Im Fall einer Kündigung werden die betroffenen ausstehenden Zahlungsansprüche verrechnet.
ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT VORSTANDSMITGLIEDERN ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND
Im Fall eines »Change of Control« - das heißt, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben, die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des § 291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder bei Verschmelzung der Siemens AG auf ein anderes Unternehmen - hat jedes einzelne Mitglied des Vorstands das Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrags, wenn sich durch den »Change of Control« eine wesentliche Änderung seiner Stellung ergibt (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds). Bei Ausübung des Rechts zur Kündigung hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Grundeinkommens und Zielbonus für die restliche Vertragslaufzeit, aber mindestens für eine Dauer von drei Jahren. Zusätzlich werden Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5 % der Abfindungssumme abgegolten. Die zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt, Aktienoptionen können alternativ auch zum Zeitpunkt der Beendigung des Anstellungsvertrags ausgeübt werden. Kein Abfindungsanspruch besteht, wenn das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem »Change of Control« Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der »Change of Control« innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand eintritt. Ab Juni 2008 abgeschlossene Vorstandsverträge sehen vor, dass Abfindungen für den Fall eines »Change of Control« auf die vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene Höhe begrenzt sind.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der Siemens AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und erfüllt die Anforderungen nach den anwendbaren Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 des HGB. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Anhangs zum Konzernabschluss und somit des testierten Konzernabschlusses. Der Vergütungsbericht findet sich im Abschnitt »Corporate Governance«, der Bestandteil des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 ist.
Prognosebericht
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Nach der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg zeigte die Weltwirtschaft in der zweiten Hälfte des Jahrs 2009 wieder erste Erholungsansätze. IHS Global Insight erwartet, dass das reale Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Rückgang um 2,1 % im Kalenderjahr 2009 im Jahr 2010 um 2,6 % und im Jahr 2011 um 3,3 % wachsen wird. Regional werden jedoch deutliche Unterschiede hinsichtlich der Geschwindigkeit und Stärke des Aufschwungs prognostiziert. Während in der Region Asien, Australien ein Wachstum des realen BIP von 5,2 % im Jahr 2010 und 5,1 % im Jahr 2011 erwartet wird, sind die Wachstumsannahmen für die Region Amerika und insbesondere für die für Siemens bedeutendste Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten deutlich verhaltener. In der Region Amerika wird für 2010 ein reales BIP-Wachstum von 2,3 % und für 2011 von 3,3 % prognostiziert, für die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten geht IHS Global Insight von einem Wachstum von 1,4 % im Jahr 2010 und 2,2 % im Jahr 2011 aus. Begünstigt wird die Wachstumserwartung durch die nun zunehmend eintretenden positiven Wirkungen aus staatlichen Konjunkturprogrammen und die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte. Sie bedingen aber auch eine weiterhin expansive Geldpolitik der führenden Zentralbanken.
Allerdings bestehen nach wie vor Gefahren für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung. Kreditinstitute könnten einerseits durch die rezessionsbedingte Verschlechterung der Kreditqualität, und andererseits aufgrund der Notwendigkeit, ihre Eigenkapitalbasis weiter zu stärken, die Kreditvergabe einschränken. Ein durch die Rezession erschüttertes Konsumentenvertrauen sowie die steigende Arbeitslosigkeit können zu anhaltender Kaufzurückhaltung, insbesondere in Europa und den USA, führen. Es besteht auch die Gefahr, dass die Wirtschaftspolitik zu früh und abrupt ihren expansiven Kurs korrigiert, indem die Notenbanken die eingeschleuste Liquidität aus den Märkten abschöpfen, um den Inflationsgefahren zu begegnen, und der Staat Sparmaßnahmen einleitet, um die Entwicklung der öffentlichen Finanzen auf eine konservativere Basis zu stellen.
Die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes, in dem sich Siemens in weiten Teilen bewegt, brach im Jahr 2009 in allen unseren Berichtsregionen ein, besonders in unseren umsatzstärksten Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika. Allerdings erwartet IHS Global Insight nach einem Rückgang von über 9 % im Jahr 2009 ab 2010 ein Wachstum von 4,2 %, das im Jahr 2011 voraussichtlich noch weiter auf 5,4 % zunehmen wird. In beiden Jahren wird dieses Wachstum der Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes voraussichtlich durch die dynamische Entwicklung in der Region Asien, Australien getrieben.
Auch die drastischen Einbrüche in der Investitionstätigkeit im Jahr 2009 hemmen die wirtschaftliche Entwicklung. So erwartet IHS Global Insight zwar, dass die Bruttoanlageinvestitionen, eine wesentliche Komponente des Bruttoinlandsprodukts, die für Siemens als Anlagen- und Infrastrukturanbieter von Bedeutung ist, nach einem Rückgang um 6,4 % im Jahr 2009 im Jahr 2010 weltweit um 3,9 % steigen werden. Selbst bei einem Wachstum in dieser Größenordnung werden die Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2010 noch immer leicht unter dem Niveau von 2007 liegen. Regional betrachtet treten deutliche Unterschiede auf. IHS Global Insight erwartet für das Jahr 2010 in der Region Asien, Australien ein Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen von 9,5 %, während für die Region Amerika ein Wachstum von 3,0 % prognostiziert wird. Für unsere umsatzstärkste Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten geht IHS Global Insight hingegen für 2010 von einem Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen um 0,8 % aus. Für das Jahr 2011 wird eine Zunahme der weltweiten Bruttoanlageinvestitionen von 5,7 % prognostiziert. Auch die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten wird dann voraussichtlich ein leichtes Wachstum von 2,8 % erreichen. Ein deutlich beschleunigtes Wachstum wird im Jahr 2011 für die Region Amerika mit 9,0 % erwartet, insbesondere aufgrund eines Wachstumsschubs in den USA. Für die Region Asien, Australien geht IHS Global Insight für 2011 von einer Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen von 6,2 % aus.
Die hier dargestellten Prognosen für das Bruttoinlandsprodukt und die Bruttoanlageinvestitionen basieren auf Angaben von IHS Global Insight vom 14. Oktober 2009, die Daten für die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes basieren auf Angaben von IHS Global Insight, die dem jüngsten Datenreport vom November 2009 entnommen sind. Die Daten wurden von uns nicht unabhängig verifiziert. Die dargestellten Unsicherheiten erschweren eine verlässliche Prognose der erwarteten Entwicklung von Siemens für das Geschäftsjahr 2010 und insbesondere für das Geschäftsjahr 2011.
BRANCHENENTWICKLUNG
Die meisten Industriemärkte haben nach der schweren Krise im Jahr 2009 den Tiefpunkt des Abschwungs erreicht oder werden ihn in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2010 durchlaufen. Die von Industry Automation bedienten Märkte werden nach dem drastischen Einbruch im Jahr 2009 zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 voraussichtlich noch einmal von einem allerdings deutlich geringeren Rückgang betroffen sein. Dies gilt insbesondere für die Märkte mit längeren Geschäftszyklen, während für die kurzzyklischen Märkte bereits in den nächsten Quartalen eine leichte Erholung möglich erscheint. Die von Drive Technologies bedienten Märkte folgen tendenziell der Marktentwicklung bei Industry Automation mit einer überschaubaren zeitlichen Verzögerung. Es wird daher erwartet, dass diese Märkte insbesondere zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010 voraussichtlich noch einmal schrumpfen. Wir erwarten dabei insbesondere eine deutliche Abschwächung in der Region Amerika sowie der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. An den von Building Technologies bedienten Märkten, deren Zyklus der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung mit einiger Verzögerung nachfolgt, wird für 2010 ein weiterer leichter Rückgang des Gesamtmarktvolumens erwartet. Auch hier wird die rückläufige Entwicklung wesentlich durch die Regionen Amerika sowie Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten bestimmt. Für den Gesamtmarkt für Beleuchtungslösungen, an dem sich OSRAM bewegt, wird erwartet, dass er sich relativ schnell von den Folgen der Wirtschaftskrise erholen wird. Hier wird für 2010 bereits von einem Wachstum gegenüber der Basis aus dem Jahr 2009 ausgegangen. Die von Industry Solutions bedienten Märkte sind ebenfalls durch einen der Wirtschaftsentwicklung nachlaufenden Zyklus geprägt; dies gilt insbesondere für die Zulieferungen an die Stahlindustrie. Es wird daher erwartet, dass diese in 2010 zunächst noch einmal leicht schrumpfen werden. Für die weltweiten Märkte im Transportwesen, die von Mobility bedient werden, wird im kommenden Jahr ein weiteres Wachstum erwartet, wobei dies unter jenem des Jahrs 2009 liegen könnte.
Für die vom Energy Sector bedienten Märkte werden nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2009 frühestens in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2010 wieder Wachstumsimpulse für möglich erachtet. Maßgeblich hierfür ist der weltweit steigende Energiebedarf, der Infrastrukturausbau in den Schwellenländern, der Bedarf an Ersatzinvestitionen in den entwickelten Regionen sowie ein zunehmendes Umweltbewusstsein. Im fossilen Kraftwerksgeschäft könnte nach der Abschwächung im Jahr 2009 eine Markterholung ab dem Ende des Jahrs 2010 eintreten. Bei den erneuerbaren Energien wird für 2010 weiter von einem kompetitiven Marktumfeld ausgegangen. Die Entwicklung wird an den etablierten Märkten Europas und denjenigen der USA von staatlichen Förderprogrammen begünstigt. Für Asien, insbesondere China und Indien, wird in den nächsten Jahren ein Wachstum bei den regenerativen Energien erwartet. An den Öl- und Gasmärkten könnten nach dem deutlichen Rückgang des Marktvolumens im Jahr 2009 für das kommende Jahr wieder Wachstumschancen bestehen. Gründe hierfür sind in der weiter zunehmenden Energienachfrage und dem gestiegenen Ölpreis, der die Erschließung und Ausbeutung schwer erreichbarer Ölquellen fördert, zu sehen. Das Wachstum des Marktvolumens wird als eher moderat eingeschätzt. Das Marktvolumen wird zumindest im Jahr 2010 voraussichtlich noch deutlich unter dem vor der Weltwirtschaftskrise erreichten Volumen liegen. Auf dem Gebiet der Energieübertragung geht man in den nächsten Jahren von einem leichten Wachstum des Gesamtmarkts aus, das insbesondere vom Ausbau der Infrastruktur in den Schwellenländern, Ersatzinvestitionen in den Industrieländern und der Integration von erneuerbaren Energien getrieben wird. Es wird erwartet, dass der Markt für Energieübertragungs- und -verteilungslösungen nach einem Rückgang im Jahr 2009 in 2010 stagnieren wird.
Im Gesundheitswesen, in dem sich unser Healthcare Sector bewegt, wird auch im Jahr 2010 ein nach wie vor schwieriges Marktumfeld erwartet. Insbesondere besteht weiter Unsicherheit hinsichtlich der Umsetzung und potenziellen Auswirkungen einer Gesundheitsreform in den USA. Es wird erwartet, dass sich die von Imaging & IT bedienten Märkte im Jahr 2010 nicht einheitlich entwickeln und insgesamt tendenziell leicht schrumpfen werden. Außerdem können sich belastende Wirkungen aufgrund der Sparanstrengungen der öffentlichen Haushalte, insbesondere im Gesundheitswesen, bemerkbar machen und sich negativ auf die Wachstumsaussichten niederschlagen.
Die staatlichen Konjunkturprogramme werden sich auf unsere Sectors voraussichtlich unterschiedlich auswirken. Insbesondere für unsere Divisions im Industry Sector und im Energy Sector, die die Märkte für Infrastrukturausrüstungen beliefern, erwarten wir in den beiden kommenden Jahren zusätzliche Aufträge. Gesunkene Steuereinnahmen aufgrund der Wirtschaftskrise sowie höhere Staatsausgaben infolge der Konjunktur- und Finanzmarktstabilisierungsprogramme werden in den kommenden Jahren Konsolidierungsmaßnahmen der öffentlichen Haushalte nach sich ziehen, was in Folge belastend auf Märkte außerhalb der Infrastrukturausrüstung wirken kann.
DER SIEMENS KONZERN
Ertragslage
Für die Prognosen des Siemens Konzerns und unserer Segmente gehen wir von den oben genannten konjunkturellen Erwartungen aus, insbesondere von einem moderaten Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts in den beiden nächsten Geschäftsjahren. Wir unterstellen dabei eine konjunkturelle Entwicklung ohne wesentliche Rückschläge und eine relative Stabilität des Wechselkurses zum US-Dollar. Sofern wir organische Veränderungen des Umsatzes beschreiben, sind Währungsumrechnungseffekte allerdings ohnehin nicht relevant. Ferner sind in unseren Prognosen potenzielle Wirkungen aus wesentlichen Portfolioeffekten nicht berücksichtigt. Aus unseren in Equity Investments gebündelten Beteiligungen können sich - bei sich weiter verschlechternden wirtschaftlichen Aussichten oder aggressiven Wettbewerbsbewegungen - Wertberichtigungen ergeben. Wir verfügen über beträchtliche materielle und immaterielle langfristige Vermögenswerte sowie Geschäfts- und Firmenwerte (unter anderem in unserem Diagnostics-Geschäft), deren Werthaltigkeit fortlaufend geprüft wird. Auch hier können sich bei ungünstigen Markt- beziehungsweise Wettbewerbsentwicklungen Wertminderungen ergeben. Solche potenziellen Effekte sind in unseren Prognosen ebenfalls nicht berücksichtigt, da wir deren Eintreten und Höhe zum jetzigen Zeitpunkt nicht zuverlässig abschätzen können.
Die teilweise weiter angespannte Lage in unseren Geschäften kann Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich machen. Die finanziellen Wirkungen solcher Maßnahmen sind ebenfalls bei der nachfolgenden Prognose ausgenommen. Ferner stehen unsere Prognosen unter dem Vorbehalt, dass es in den folgenden beiden Geschäftsjahren zu keiner wesentlichen Verstärkung des Preisverfalls an den Absatzmärkten für unsere Produkte und Lösungen kommen wird und wir insbesondere bei unseren kurzzyklischen Geschäften ab der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2010 eine Marktbelebung sehen werden.
Nach einem prozentual zweistelligen Rückgang des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2009 erwarten wir aufgrund des stabilisierenden Effekts unseres starken Auftragsbestands, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 organisch lediglich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zurückgehen wird. Das Fit42010-Ziel, im Umsatz organisch doppelt so schnell zu wachsen wie das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt, werden wir voraussichtlich nicht erreichen. Dieses Ziel beruht jedoch auf der Grundlage normaler Konjunkturzyklen, ungleich des derzeitigen von Rezession und den negativen Auswirkungen der Finanzkrise geprägten globalen wirtschaftlichen Umfelds. Positive Wirkungen aus den Stimulus-Programmen und Wachstumsimpulse aus dem Umweltportfolio unterstellt, sollten wir im Geschäftsjahr 2011 wieder ein organisches Umsatzwachstum erzielen können. Wir planen, aus dem Verkauf unserer umweltfreundlichen Produkte und Lösungen im Geschäftsjahr 2011 Erlöse in Höhe von rund 25 Mrd. EUR zu erzielen.
Das Ergebnis Summe Sectors wird im Geschäftsjahr 2010, insbesondere aufgrund des erwarteten rückläufigen Umsatzes, voraussichtlich gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 sinken. Wir erwarten, dass das Ergebnis Summe Sectors im Geschäftsjahr 2010 zwischen 6,0 und 6,5 Mrd. EUR liegen wird und das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten um etwa 20 % gegenüber dem Wert des Geschäftsjahrs 2009 von 2,457 Mrd. EUR ansteigt. Im Geschäftsjahr 2011 erwarten wir, dass Siemens von einer anziehenden Konjunktur profitieren kann.
Die Steigerung der Kapitaleffizienz von Siemens ist eines unserer wichtigsten Ziele. Unsere Zielerreichung messen wir über den Return On Capital Employed (ROCE), also das Verhältnis des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen zum durchschnittlich eingesetzten Kapital abzüglich des Saldos der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden (soweit bezogen auf nicht fortgeführte Aktivitäten). Für ROCE streben wir mittelfristig weiterhin eine Bandbreite von 14 bis 16 % an. Dieses Ziel beruht auf der Grundlage normaler Konjunkturzyklen. Im Geschäftsjahr 2010 werden wir dieses Ziel deshalb nicht erreichen können. Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung von ROCE in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 der erwarteten Ergebnisentwicklung folgt.
Finanzlage
Für den Free Cash Flow erwarten wir im Geschäftsjahr 2010 einen Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2009, in dem wir insbesondere im letzten Quartal in hohem Maß Mittel aus dem Abbau von Vorräten sowie dem Inkasso von Forderungen freisetzen konnten. Dabei zeigte der Verlauf des Free Cash Flow über das Geschäftsjahr hinweg eine deutliche saisonale Entwicklung. Der Free Cash Flow im Geschäftsjahr 2010 könnte auch durch ein sich weiter änderndes Anzahlungsverhalten unserer Kunden belastet werden. Hier halten wir in Teilen unseres Projektgeschäfts eine Fortsetzung des sich schon seit einigen Quartalen abzeichnenden Trends rückläufiger An- beziehungsweise Fortschrittszahlungen für möglich. Über den Branchenzyklus hinweg streben wir an, dass das Verhältnis des Free Cash Flow zum Ergebnis (Cash Conversion Rate) größer ist als eins, abzüglich der um Portfolio- und Währungseffekte bereinigten Umsatzwachstumsrate.
Zwei wesentliche Einflussgrößen auf den Free Cash Flow sind das Management des Net Working Capital (kurzfristige Vermögensgegenstände, abzüglich kurzfristige Verbindlichkeiten) bei den Mittelzu- und -abflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit und die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen bei den Mittelabflüssen aus Investitionstätigkeit. Grundsätzlich streben wir ein Verhältnis der Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu Abschreibungen in einer Bandbreite von 95 bis 115 % an. Wir werden unseren strengen Genehmigungsprozess für Investitionen, der bis zur Vorstandsebene reicht und das gesamtwirtschaftliche Umfeld sowie die Entwicklung des Auftragseingangs berücksichtigt, weiter beibehalten. Im Geschäftsjahr 2010 erwarten wir, für die Summe Sectors im unteren Bereich dieser Relation zu liegen.
Im Rahmen der Investitionsplanung beabsichtigt der Industry Sector, seine Investitionen unter anderem auf neue Produkte für Automatisierungs- und Antriebslösungen, Gebäudetechnologien und Lichtlösungen zu fokussieren. Ferner wird Industry auch selektiv Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen vornehmen. Der Energy Sector plant weiterhin Investitionen in den Ausbau seiner Kapazitäten an seinen größten Absatzmärkten sowie in den Wachstumsregionen. Der Healthcare Sector plant, seine Investitionen in die Entwicklung von Software und IT-Lösungen - vorwiegend für bildgebende Systeme - sowie in die Entwicklung seiner Märkte für klinische Diagnoselösungen fortzuführen.
Für die Kapitalstruktur streben wir mittelfristig eine Bandbreite des Verhältnisses der angepassten industriellen Nettoverschuldung zum angepassten EBITDA von 0,8 bis 1,0 an. Im Geschäftsjahr 2010 wird dieses Verhältnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 voraussichtlich ansteigen.
SEGMENTENTWICKLUNG
Die Aussagen für unsere Segmente beruhen auf den oben genannten Erwartungen zur Konjunkturentwicklung sowie den spezifischen Marktentwicklungen, insbesondere im Hinblick auf die Nachfrage im kurzzyklischen Geschäft sowie auf die Preisentwicklung. Die Aussagen schließen ferner die bereits vorgenannten Wirkungen aus Portfolioeffekten, Wertminderungen, Restrukturierungsmaßnahmen sowie rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten aus.
Der Industry Sector geht bei seinen kurzzyklischen Geschäften in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2010 von einer Markterholung aus. Der Sector wird voraussichtlich einen erheblichen Teil seiner Umsatzerlöse aus Auftragseingängen des Geschäftsjahrs 2010, insbesondere der zweiten Jahreshälfte, erzielen. Aus dem Auftragsbestand des Sectors zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 in Höhe von 27,8 Mrd. EUR erwartet Industry, ungefähr 13 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2010 in Umsatz umzuwandeln, allerdings könnte die Umsatzlegung durch Auftragsstornierungen und Auftragsverschiebungen etwas gebremst werden. Wir erwarten, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 unter dem im Geschäftsjahr 2009 erzielten Wert, der in der ersten Jahreshälfte nur geringfügig durch die Rezession beeinträchtigt war, liegen wird. Infolge des niedrigeren Umsatzes werden auch das Ergebnis und die Profitabilität gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 zurückgehen. Der Sector wird voraussichtlich sein Margenziel, das auf normalen Konjunkturzyklen basiert, verfehlen. Industry begann im Geschäftsjahr 2009 Restrukturierungsmaßnahmen und beabsichtigt, diese im Geschäftsjahr 2010 im erforderlichen Umfang fortzuführen.
Der Energy Sector erwartet, von seinem Auftragsbestand von 47,1 Mrd. EUR zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 im Geschäftsjahr 2010 ungefähr 20 Mrd. EUR in Umsatz umwandeln zu können. Die Umsatzlegung könnte allerdings durch Auftragsstornierungen oder Auftragsverschiebungen gebremst werden. Auf Grundlage der oben genannten Markterwartungen für Energieinfrastrukturlösungen geht Energy davon aus, erhebliche zusätzliche Umsatzerlöse aus Auftragseingängen des Geschäftsjahrs 2010 erzielen zu können, die insgesamt zu einem Umsatz fast auf Höhe des Vorjahresniveaus führen könnten. Unter der Voraussetzung einer zufriedenstellenden Umsatzentwicklung geht der Sector davon aus, seine Profitabilität weiter im Zielband halten zu können.
Der Healthcare Sector schätzt, dass ungefähr die Hälfte des Sector-Umsatzes aus wiederkehrendem Geschäft generiert wird. Die nicht periodisch wiederkehrenden Umsatzerlöse werden im Geschäftsjahr 2010 unter den bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr vorherrschenden Marktbedingungen erzielt, die von rückläufigen Investitionen der Kunden, schwierigen Finanzierungsmöglichkeiten und den oben genannten Unsicherheiten hinsichtlich des Umfelds der öffentlichen Haushalte, insbesondere in den USA, geprägt waren. In diesem Umfeld plant Healthcare, im Geschäftsjahr 2010 einen organischen Umsatz leicht unter dem Vorjahreswert zu erzielen. Wir erwarten, dass das Ergebnis des Sectors, ohne Berücksichtigung von Aufwendungen von bis zu 100 Mio. EUR vorwiegend für die nächste Phase der Integrationsmaßnahmen in der Diagnostics Division, ebenfalls nahe dem Niveau des Vorjahrs liegen wird.
Für das Ergebnis der Equity Investments erwarten wir auch künftig eine volatile Entwicklung, wobei wir von deutlich geringeren Belastungen ausgehen als im Geschäftsjahr 2009, das unter anderem von Wertminderungen auf unsere Beteilung an NSN negativ beeinflusst war. Die von NSN angekündigten Maßnahmen zur Senkung der operativen Aufwendungen und der Fertigungsgemeinkosten werden voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren mit weiteren Belastungen unseres Equity-Ergebnisses verbunden sein.
Für die internationalen IT-Dienstleistungsmärkte, an denen sich Siemens It Solutions and Services bewegt, wird nach dem Rückgang im Jahr 2009 von einem relativ stabilen Marktvolumen im Jahr 2010 ausgegangen. Wir erwarten, dass der Umsatz von Siemens IT Solutions and Services höchstens auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2009 liegen wird. Aufgrund des niedrigeren Geschäftsvolumens sowie der Maßnahmen zur Verbesserung der Siemens IT-Infrastruktur könnte das Ergebnis von Siemens IT Solutions and Services im nächsten Geschäftsjahr durch Restrukturierungsaufwendungen deutlich belastet werden.
Trotz voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2010 weiterhin herausfordernder Marktbedingungen und eines weiterhin ungünstigen Finanzierungsumfelds strebt SFS an, das Ergebnis vor Ertragsteuern im nächsten Geschäftsjahr auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2009 zu halten.
Für unser Cross-Sector-Service-Geschäft erwarten wir im Geschäftsjahr 2010 ein materiell rückläufiges Ergebnis gegenüber dem Geschäftsjahr 2009, in dem Erträge aus dem Verkauf von Wohnungsimmobilien in Höhe von 224 Mio. EUR enthalten sind. Das Ergebnis wird voraussichtlich durch Kosten für die Reduzierung von Leerständen und Konsolidierung von Standorten im Rahmen eines mehrjährigen Programms zur Bündelung der Immobilienaktivitäten bei SRE belastet werden. Wir erwarten, dass das Programm jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von ungefähr 250 Mio. EUR ab 2011 und jährliche Einsparungen von ungefähr 400 Mio. EUR ab 2014 generieren kann.
Ferner erwarten wir im Geschäftsjahr 2010 einen erheblichen Verlust aus dem geplanten Verkauf des Electronics-AssemblySystems-Geschäfts. Der zentral getragene Pensionsaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um rund 0,5 Mrd. EUR erhöht und wir erwarten für das Geschäftsjahr 2010 keine signifikante Änderung gegenüber dem Niveau aus dem abgelaufenen Jahr.
GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG
Siemens geht davon aus, dass die Marktbedingungen im produzierenden Gewerbe und an den weltweiten Finanzmärkten im Jahr 2010 weiter herausfordernd sein werden. Nach einem prozentual zweistelligen Rückgang des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2009 erwarten wir aufgrund des stabilisierenden Effekts unseres starken Auftragsbestands, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 organisch lediglich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zurückgehen wird. Wir erwarten, dass das Ergebnis Summe Sectors im Geschäftsjahr 2010 zwischen 6,0 und 6,5 Mrd. EUR liegt und das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten um etwa 20 % gegenüber dem Wert des Geschäftsjahrs 2009 von 2,457 Mrd. EUR ansteigt. Diese Prognose steht unter der Bedingung, dass es im Jahresverlauf zu keiner wesentlichen Verstärkung des Preisverfalls an unseren Absatzmärkten kommen wird und sich das Marktumfeld, insbesondere für unsere kurzzyklischen Geschäfte, in der zweiten Jahreshälfte verbessert. Ferner sind von dieser Prognose wesentliche Effekte ausgenommen, die sich im Geschäftsjahr 2010 aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen, Portfoliotransaktionen, Wertminderungen oder aus rechtlichen und regulatorischen Angelegenheiten ergeben könnten.
Positive Wirkungen aus den Stimulus-Programmen und Wachstumsimpulse aus dem Umweltportfolio unterstellt, sollten wir im Geschäftsjahr 2011 wieder ein organisches Umsatzwachstum erzielen können. Siemens erwartet, von einer anziehenden Konjunktur auch im Ergebnis Summe Sectors und im Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten profitieren zu können.
CHANCEN
Wie im Abschnitt »Risikobericht« dargestellt, haben wir einen umfassenden Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz eingeführt, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Im Rahmen des ERM-Prozesses identifizieren, bewerten und reagieren wir regelmäßig auf die Chancen, die sich in unseren zahlreichen Geschäftsfeldern ergeben, auch im gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.
Obwohl die Stabilisierung der Weltwirtschaft regional unausgewogen verläuft und einer hohen Unsicherheit unterliegt und obwohl erwartet wird, dass unser Marktumfeld weiterhin schwierig bleibt, erkennen wir auch Chancen für unser Geschäft. Wir erwarten zum Beispiel, in den kommenden Jahren ein signifikantes Volumen an neuen Aufträgen aus den Konjunkturprogrammen gewinnen zu können, die in zahlreichen Staaten zur Bekämpfung des wirtschaftlichen Abschwungs angekündigt wurden. Darüber hinaus hoffen wir, dass wir von günstigen Preisentwicklungen an unseren Lieferantenmärkten für Bauteile, Komponenten und andere Materialien profitieren können, die sich aus dem allgemeinen Nachfragerückgang infolge der gegenwärtigen Wirtschaftslage ergeben könnten. Zudem könnte das derzeitige gesamtwirtschaftliche Umfeld auch verstärkt Möglichkeiten für strategische Akquisitionen bieten.
Wir befinden uns in einem fortlaufenden Prozess, in dem wir Programme zur Kostensenkung, Kapazitätsanpassung sowie zur Bereinigung unseres Produktportfolios entwickeln und implementieren. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen kann zu Ergebnisverbesserungen und gesteigertem Kundennutzen führen. So erwarten wir zum Beispiel, dass unsere im Geschäftsjahr 2009 gestartete und auf die Optimierung unseres Supply Chain Managements sowie die verbesserte Steuerung unserer Lieferantenrisiken ausgerichtete Supply Chain Management Initiative substanzielle und nachhaltige Ergebnisbeiträge generieren wird. Für zusätzliche Informationen zu dieser Initiative verweisen wir auf den Abschnitt »Geschäft und Rahmenbedingungen - Strategie - Wichtige Unternehmensprogramme und Initiativen - Die Supply Chain Management Initiative«. Die weltweite Neuausrichtung unserer Vertriebs- und Marketingaktivitäten durch unsere Cluster-Struktur bietet ebenfalls eine Chance zur Steigerung unserer Profitabilität. Indem wir unsere Ressourcen gemeinsam nutzen und Überschneidungen der Backoffice-Funktionen vermeiden, erschließen wir Möglichkeiten, unsere unternehmensweite Kostenposition langfristig zu verbessern. Außerdem erwarten wir aus der Neuausrichtung unserer Organisationsstruktur und damit verbundener Prozessoptimierungen zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten für Siemens.
Eine weitere Chance liegt für uns darin, dass wir noch mehr von den überdurchschnittlichen Wachstumsmöglichkeiten in den Schwellenländern profitieren, indem wir unsere lokalen Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern stärken. Die Lokalisierung bestimmter Geschäftsaktivitäten wie Einkauf, Produktion, Wartung sowie Serviceleistungen an Märkten wie den BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sowie dem Nahen und Mittleren Osten könnte es uns ermöglichen, unsere Kosten zu reduzieren und gleichzeitig unsere Präsenz vor Ort auszuweiten. Dies wiederum sollte uns zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten an diesen strategischen Wachstumsmärkten bieten.
Wir sehen zudem Wachstumsmöglichkeiten auf den Gebieten Umwelt- und Klimaschutz. Unser Umweltportfolio umfasst Produkte und Lösungen mit hoher Energieeffizienz, Anlagen und Komponenten zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie Umwelttechnologien. Diese Produkte und Lösungen sollen unseren Kunden dabei helfen, ihren Kohlendioxidausstoß zu verringern, ihre Energiekosten zu senken sowie durch höhere Produktivität ihren Unternehmenserfolg zu steigern. Wir gehen davon aus, dass in vielen Ländern wirtschaftspolitische Maßnahmen, einschließlich der bereits angekündigten Konjunkturprogramme in Verbindung mit der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise, in den nächsten Jahren zu einer steigenden Nachfrage nach solchen Produkten und Lösungen führen werden. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt »Geschäft und Rahmenbedingungen - Strategie - Wichtige Unternehmensprogramme und Initiativen - Umweltportfolio«.
Darüber hinaus sind wir durch unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie ausgewählte Akquisitionen kontinuierlich bestrebt, neue Produkte und Lösungen zu entwickeln sowie bestehende zu verbessern. Wir investieren in neue Technologien, die nach unserer Erwartung die zukünftige Nachfrage in Einklang mit den vier Megatrends demografischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung abdecken werden (für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt »Geschäft und Rahmenbedingungen - Die globalen Megatrends«). Zum Beispiel liegt eine Wachstumschance darin, die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb sogenannter SMART-Produkte (Simple, Maintenance friendly, Affordable, Reliable und Timely to market: einfach, gut zu warten, erschwinglich, zuverlässig und zeitgerecht zu vermarkten) voranzutreiben. Indem wir derartige Produkte unserem aktuellen Portfolio hinzufügen, könnten wir unseren Umsatzanteil an großen und rapide wachsenden Märkten steigern, wie zum Beispiel in Asien, wo Kunden niedrigere Preise als ebenso wichtig erachten wie Qualität und Innovation. Wesentliche Schwerpunkte unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beschäftigen sich mit der Entwicklung von Produkten und Lösungen, die unser Umweltportfolio stärken und ausbauen können. Diese Schwerpunkte umfassen zum Beispiel intelligente Stromnetze (Smart Grids), die Technologie für Elektrofahrzeuge, einschließlich ihrer Integration in diese intelligenten Stromnetze, sowie die Solarthermie (Concentrated Solar Power), die bei der zügigen Umsetzung des DESERTEC-Konzepts eine wichtige Rolle spielt.
Unser Geschäft sowie unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnten aufgrund bestimmter Risiken erheblich negativ beeinflusst werden. Für einen Überblick über die Risikofaktoren des Unternehmens verweisen wir auf den Abschnitt »Risikobericht«.
Auftragseingang und Auftragsbestand, um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte bereinigte Angaben zu Umsatz und Auftragseingang, Book-to-Bill-Verhältnis, Return on Equity (ROE), Return On Capital Employed (ROCE), Free Cash Flow, Cash Conversion Rate (CCR), EBITDA (angepasst), EBIT (angepasst), Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA-Effekte) sowie Integrationskosten, Nettoverschuldung und angepasste industrielle Nettoverschuldung sind oder können sogenannte Non-GAAP-Kennzahlen sein. Für die Beurteilung der Finanz- und Ertragslage von Siemens beziehungsweise für die Beurteilung von Zahlungsströmen sollten diese zusätzlichen Finanzkennzahlen nicht ausschließlich als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit IFRS ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Eine Definition dieser zusätzlichen Finanzkennzahlen, eine Überleitung zu vergleichbaren IFRS-Kennzahlen sowie Informationen zum Nutzen und zu den Grenzen in der Verwendung solcher ergänzenden Finanzkennzahlen finden Sie auf der Investor Relations Website von Siemens unter www.siemens.com/nonGAAP.
Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie »erwarten«, »wollen«, »antizipieren«, »beabsichtigen«, »planen«, »glauben«, »anstreben«, »einschätzen«, »werden« oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen des Siemens Vorstands und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von Siemens wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen. Für Siemens ergeben sich solche Ungewissheiten insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession); der Gefahr, dass es auf Kundenseite zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als der Siemens Vorstand derzeit erwartet; der Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen (credit spreads) sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; der zunehmenden Volatilität und des weiteren Verfalls der Kapitalmärkte; der Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft und insbesondere der zunehmenden Unsicherheiten, die aus der Hypotheken-, Finanzmarkt- und Liquiditätskrise entstehen, sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen Siemens tätig ist, zu denen, ohne Einschränkungen, der Industry, Energy und Healthcare Sector gehören; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; der Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen; der fehlenden Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen von Siemens; Änderungen in der Geschäftsstrategie; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie der Maßnahmen, die sich aus den Ergebnissen dieser Ermittlungen ergeben; der potenziellen Auswirkung dieser Untersuchungen und Verfahren auf das laufende Geschäft von Siemens, einschließlich der Beziehungen zu Regierungen und anderen Kunden; der potenziellen Auswirkungen solcher Angelegenheiten auf die Abschlüsse von Siemens sowie verschiedener anderer Faktoren. Detailliertere Informationen über die Siemens betreffenden Risikofaktoren sind diesem Bericht und den Berichten zu entnehmen, die Siemens bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht hat und die auf der Siemens Website unter www.siemens.com und auf der Website der SEC unter www.sec.gov abrufbar sind. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Geschäftsjahresende 30. September 2009 und 2008
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| Geschäftsjahresende 30. September | |||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR, Ergebnis je Aktie in EUR) | Anhang | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 76.651 | 77.327 | |
| Umsatzkosten | - 55.941 | - 56.284 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 20.710 | 21.043 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 3.900 | - 3.784 | |
| Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten | - 10.896 | - 13.586 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6 | 1.065 | 1.047 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7 | - 632 | - 2.228 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 8 | - 1.946 | 260 |
| Finanzergebnis | 9 | - 510 | 122 |
| Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 3.891 | 2.874 | |
| Ertragsteuern | 10 | - 1.434 | - 1.015 |
| Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten | 2.457 | 1.859 | |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) | 40 | 4.027 | |
| Gewinn/Verlust (nach Steuern) | 2.497 | 5.886 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Minderheitsanteile | 205 | 161 | |
| Aktionäre der Siemens AG | 2.292 | 5.725 | |
| Ergebnis je Aktie | 36 | ||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 2,60 | 1,91 | |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 0,05 | 4,50 | |
| Gewinn/Verlust (nach Steuern) | 2,65 | 6,41 | |
| Ergebnis je Aktie (voll verwässert) | 36 | ||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | 2,58 | 1,90 | |
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 0,05 | 4,49 | |
| Gewinn/Verlust (nach Steuern) | 2,63 | 6,39 |
Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
Geschäftsjahresende 30. September 2009 und 2008
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| Geschäftsjahresende 30. September | |||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | Anhang | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- |
| Gewinn/Verlust (nach Steuern) | 2.497 | 5.886 | |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | - 506 | - 313 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 11 | 72 | - 122 |
| Derivative Finanzinstrumente | 31/32 | 329 | - 237 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 24 | - 1.249 | - 1.719 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen nach Steuern1 ,2 | - 1.354 | - 2.391 | |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | 1.143 | 3.495 | |
| Davon entfallen auf: | |||
| Minderheitsanteile | 203 | 159 | |
| Aktionäre der Siemens AG | 940 | 3.336 |
1 Enthält Erträge und Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 71 (i.V. - 38) EUR, die im Rahmen der Anwendung der Equity-Methode direkt im Eigenkapital erfasst wurden.
2 Enthält Minderheitsanteile aus Währungsumrechnungsdifferenzen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von - 1 (i.V. 1) EUR sowie Minderheitsanteile in Zusammenhang mit versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von - 1 (i.V. - 3) EUR.
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konzernbilanz zum 30. September 2009 und 2008
Aktiva
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| (in Mio. EUR) | Anhang | 30.09.2009 | 30.09.2008 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.159 | 6.893 | |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 11 | 170 | 152 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 12 | 14.449 | 15.785 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 13 | 2.902 | 3.116 |
| Vorräte | 14 | 14.129 | 14.509 |
| Ertragsteuerforderungen | 612 | 610 | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 15 | 1.191 | 1.368 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 4 | 517 | 809 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 44.129 | 43.242 | |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 16 | 15.821 | 16.004 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 17 | 5.026 | 5.413 |
| Sachanlagen | 18 | 11.323 | 11.258 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | 19 | 4.679 | 7.017 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 20 | 10.030 | 7.785 |
| Latente Ertragsteuern | 10 | 3.291 | 3.009 |
| Sonstige Vermögenswerte | 627 | 735 | |
| Summe Aktiva | 94.926 | 94.463 | |
| Passiva | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 23 | 698 | 1.819 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.593 | 8.860 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 21 | 2.119 | 2.427 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 25 | 4.191 | 5.165 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 1.936 | 1.970 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 22 | 20.311 | 21.644 |
| Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten | 4 | 157 | 566 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 37.005 | 42.451 | |
| Langfristige Finanzschulden | 23 | 18.940 | 14.260 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 24 | 5.938 | 4.361 |
| Latente Ertragsteuern | 10 | 776 | 726 |
| Rückstellungen | 25 | 2.771 | 2.533 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 187 | 376 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 26 | 2.022 | 2.376 |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 67.639 | 67.083 | |
| Eigenkapital | 27 | ||
| Gezeichnetes Kapital (Aktien ohne Nennbetrag)1 | 2.743 | 2.743 | |
| Kapitalrücklage | 5.946 | 5.997 | |
| Gewinnrücklage | 22.646 | 22.989 | |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | - 1.057 | - 953 | |
| Eigene Anteile zu Anschaffungskosten2 | - 3.632 | - 4.002 | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | 26.646 | 26.774 | |
| Minderheitsanteile | 641 | 606 | |
| Summe Eigenkapital | 27.287 | 27.380 | |
| Summe Passiva | 94.926 | 94.463 |
1 Genehmigt: 1.111.513.421 (i.V. 1.137.913.421) Aktien. Ausgegeben: 914.203.421 (i.V. 914.203.421) Aktien.
2 47.777.661 (i.V. 52.645.665) Aktien.
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konzern-Kapitalflussrechnung
Geschäftsjahresende 30. September 2009 und 2008
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| Geschäftsjahresende 30. September | |||
|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | Anhang | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- |
| Mittelzuflüsse/-abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| Gewinn (nach Steuern) | 2.497 | 5.886 | |
| Überleitung zwischen Gewinn und Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | |||
| Abschreibungen | 2.924 | 3.213 | |
| Ertragsteuern | 1.492 | 831 | |
| Zinsergebnis | - 158 | - 75 | |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten, Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | - 434 | - 5.092 | |
| Ergebnis aus dem Verkauf von Finanzanlagen1 | - 351 | - 35 | |
| Ergebnis aus dem Verkauf von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und außerplanmäßige Abschreibungen | 11 | - 5 | |
| Sonstiges Ergebnis aus Finanzanlagen1 | 1.921 | - 328 | |
| Übrige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | 354 | 383 | |
| Veränderung bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | |||
| Veränderung der Vorräte | - 62 | - 1.631 | |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen | 1.104 | - 1.088 | |
| Veränderung der Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte | 232 | 167 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - 1.070 | 719 | |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | - 669 | 1.414 | |
| Veränderung der Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten | - 737 | 4.417 | |
| Veränderung der Sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | - 164 | 200 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 1.536 | - 1.564 | |
| Erhaltene Dividenden | 441 | 337 | |
| Erhaltene Zinsen | 769 | 875 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | 6.564 | 8.624 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | 6.709 | 9.281 | |
| Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Investitionstätigkeit | |||
| Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - 2.923 | - 3.721 | |
| Erwerb von Unternehmen abzüglich übernommener Zahlungsmittel | - 208 | - 5.407 | |
| Investitionen in Finanzanlagen1 | - 972 | - 151 | |
| Erwerb von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - 52 | - 16 | |
| Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen | - 495 | - 2.445 | |
| Erlöse aus dem Abgang von Finanzanlagen, Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen1 | 1.224 | 803 | |
| Erlöse und Zahlungen aus dem Verkauf und der Übertragung von Geschäftseinheiten | - 234 | 10.481 | |
| Erlöse aus dem Verkauf von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 35 | 49 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | - 3.625 | - 407 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | - 3.431 | - 9.989 | |
| Mittelzuflüsse/-abflüsse aus Finanzierungstätigkeit | |||
| Erwerb eigener Anteile | 27 | - | - 4.350 |
| Ausgabe eigener Anteile | 134 | 248 | |
| Aufnahme von langfristigen Finanzschulden | 23 | 3.973 | 5.728 |
| Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) | - 1.076 | - 691 | |
| Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten | - 356 | - 4.635 | |
| Gezahlte Zinsen | - 759 | - 829 | |
| Dividendenzahlung | 27 | - 1.380 | - 1.462 |
| Dividendenzahlung an konzernfremde Gesellschafter | - 161 | - 138 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten | 375 | - 6.129 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten | 36 | 3.730 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 39 | - 99 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 3.275 | 1.989 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums | 6.929 | 4.940 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums | 10.204 | 6.929 | |
| Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und der nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende des Berichtszeitraums | 45 | 36 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums (Konzernbilanz) | 10.159 | 6.893 |
1 Finanzanlagen umfassen Beteiligungen, die entweder als langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, nach der Equity-Methode bilanziert oder als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte klassifiziert werden. Investitionen in Finanzanlagen umfassen bestimmte Darlehen an Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden.
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Geschäftsjahresende 30. September 2009 und 2008
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| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Unterschied aus Währungs- umrechnung |
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | Derivative Finanz- instrumente |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Oktober 2007 | 2.743 | 6.080 | 20.453 | - 475 | 126 | 69 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 4.009 | - 314 | - 122 | - 237 |
| Dividenden | - | - | - 1.462 | - | - | - |
| Ausgabe neuer Aktien und aktienorientierte Vergütung | - | - 1 | - | - | - | - |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | - | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - 67 | - | - | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - 15 | - 11 | - | - | - |
| Stand am 30. September 2008 | 2.743 | 5.997 | 22.989 | - 789 | 4 | - 168 |
| Stand am 1. Oktober 2008 | 2.743 | 5.997 | 22.989 | - 789 | 4 | - 168 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 1.044 | - 505 | 72 | 329 |
| Dividenden | - | - | - 1.380 | - | - | - |
| Ausgabe neuer Aktien und aktienorientierte Vergütung | - | 63 | - | - | - | - |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | - | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | - 114 | - | - | - | - |
| Sonstige Eigenkapital- veränderungen |
- | - | - 7 | - | - | - |
| Stand am 30. September 2009 | 2.743 | 5.946 | 22.646 | - 1.294 | 76 | 161 |
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| (in Mio. EUR) | Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Summe | Eigene Anteile zu Anschaffungskosten | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | Minderheitsanteile | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Oktober 2007 | - 280 | - | 28.996 | 631 | 29.627 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - 673 | - | 3.336 | 159 | 3.495 |
| Dividenden | - | - | - 1.462 | - 127 | - 1.589 |
| Ausgabe neuer Aktien und aktienorientierte Vergütung | - | - | - 1 | - | - 1 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - 4.350 | - 4.350 | - | - 4.350 |
| Ausgabe eigener Anteile | - | 348 | 281 | - | 281 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - 26 | - 57 | - 83 |
| Stand am 30. September 2008 | - 953 | - 4.002 | 26.774 | 606 | 27.380 |
| Stand am 1. Oktober 2008 | - 953 | - 4.002 | 26.774 | 606 | 27.380 |
| Im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - 104 | - | 940 | 203 | 1.143 |
| Dividenden | - | - | - 1.380 | - 137 | - 1.517 |
| Ausgabe neuer Aktien und aktienorientierte Vergütung | - | - | 63 | - | 63 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - | - | - | - |
| Ausgabe eigener Anteile | - | 370 | 256 | - | 256 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - 7 | - 31 | - 38 |
| Stand am 30. September 2009 | - 1.057 | - 3.632 | 26.646 | 641 | 27.287 |
Segmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten)
Geschäftsjahresende 30. September 2009 und 2008
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| Auftragseingang1 | Außenumsatz | Interner Umsatz | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sectors | ||||||
| Industry | 33.284 | 42.374 | 33.915 | 36.526 | 1.128 | 1.127 |
| Energy | 30.076 | 33.428 | 25.405 | 22.191 | 388 | 386 |
| Healthcare | 11.950 | 11.779 | 11.864 | 11.116 | 63 | 54 |
| Summe Sectors | 75.310 | 87.581 | 71.184 | 69.833 | 1.579 | 1.567 |
| Equity Investments | - | - | - | - | - | - |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 4.501 | 5.272 | 3.580 | 3.845 | 1.106 | 1.480 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 778 | 756 | 663 | 675 | 114 | 81 |
| Überleitung Konzernabschluss | ||||||
| Sonstige operative Aktivitäten | 714 | 2.899 | 787 | 2.454 | 49 | 448 |
| Siemens Real Estate (SRE) | 1.763 | 1.665 | 364 | 388 | 1.399 | 1.277 |
| Zentrale Posten und Pensionen | 140 | 167 | 73 | 132 | 67 | 16 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | - 4.215 | - 4.845 | - | - | - 4.314 | - 4.869 |
| Siemens | 78.991 | 93.495 | 76.651 | 77.327 | - | - |
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| Gesamter Umsatz | Ergebnis2 | Vermögen3 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 30.09.2009 | 30.09.2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sectors | ||||||
| Industry | 35.043 | 37.653 | 2.701 | 3.947 | 10.551 | 11.923 |
| Energy | 25.793 | 22.577 | 3.315 | 1.434 | 1.594 | 913 |
| Healthcare | 11.927 | 11.170 | 1.450 | 1.225 | 12.813 | 13.257 |
| Summe Sectors | 72.763 | 71.400 | 7.466 | 6.606 | 24.958 | 26.093 |
| Equity Investments | - | - | - 1.851 | 95 | 3.833 | 5.587 |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 4.686 | 5.325 | 90 | 144 | 241 | 241 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 777 | 756 | 304 | 286 | 11.704 | 11.328 |
| Überleitung Konzernabschluss | ||||||
| Sonstige operative Aktivitäten | 836 | 2.902 | - 372 | - 453 | - 939 | - 1.468 |
| Siemens Real Estate (SRE) | 1.763 | 1.665 | 341 | 356 | 4.489 | 3.489 |
| Zentrale Posten und Pensionen | 140 | 148 | - 1.714 | - 3.860 | - 7.049 | - 6.483 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | - 4.314 | - 4.869 | - 373 | - 300 | 57.689 | 55.676 |
| Siemens | 76.651 | 77.327 | 3.891 | 2.874 | 94.926 | 94.463 |
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| Free Cash Flow4 | Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | Abschreibungen5 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in Mio. EUR) | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Sectors | ||||||
| Industry | 3.340 | 3.807 | 833 | 1.239 | 1.077 | 1.130 |
| Energy | 2.523 | 2.940 | 662 | 681 | 385 | 345 |
| Healthcare | 1.743 | 1.195 | 539 | 541 | 654 | 640 |
| Summe Sectors | 7.606 | 7.942 | 2.034 | 2.461 | 2.116 | 2.115 |
| Equity Investments | 236 | 148 | - | - | - | - |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 1 | 156 | 114 | 158 | 180 | 224 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 330 | - 50 | 454 | 564 | 320 | 285 |
| Überleitung Konzernabschluss | ||||||
| Sonstige operative Aktivitäten | - 255 | - 228 | 54 | 108 | 74 | 200 |
| Siemens Real Estate (SRE) | 3 | - 42 | 298 | 259 | 181 | 161 |
| Zentrale Posten und Pensionen | - 2.744 | - 1.807 | 20 | 41 | 38 | 97 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | - 1.391 | - 380 | - 51 | - 49 | - 70 | - 67 |
| Siemens | 3.786 | 5.739 | 2.923 | 3.542 | 2.839 | 3.015 |
1 Diese ergänzende Information zum Auftragseingang wird auf freiwilliger Basis berichtet und ist nicht Teil des geprüften Konzernabschlusses.
2 Das Ergebnis der Sectors sowie von Equity Investments, Siemens IT Solutions and Services und Sonstige operative Aktivitäten ist das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern. Darüber hinaus können dem Ergebnis bestimmte Sachverhalte nicht zugerechnet werden, die das Management als nicht indikativ für die Erfolgsbeurteilung erachtet. Das Ergebnis von SFS und SRE ist das Ergebnis vor Ertragsteuern.
3 Das Vermögen der Sectors sowie von Equity Investments, Siemens IT Solutions and Services und Sonstige operative Aktivitäten ist definiert als das Gesamtvermögen abzüglich Steuerforderungen und zinsloser Rückstellungen/Verbindlichkeiten (ohne Steuerverbindlichkeiten). Vermögen von SFS und SRE ist das Gesamtvermögen.
4 Der Free Cash Flow ist definiert als Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Free Cash Flow der Sectors sowie von Equity Investments, Siemens IT Solutions and Services und Sonstige operative Aktivitäten schließt vor allem die in Zusammenhang mit Ertragsteuern, Finanzierungszinsen und bestimmten Pensionsaufwendungen stehenden Zahlungen und Erstattungen aus. Der Free Cash Flow von SFS, einem Finanzdienstleister, und von SRE beinhaltet die in Zusammenhang mit Finanzierungszinsen stehenden Zahlungen und Erstattungen; Zahlungen und Erstattungen in Zusammenhang mit Ertragsteuern sind bei SFS und SRE ausgeschlossen.
5 Die Abschreibungen beinhalten die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte) und Sachanlagen abzüglich der Zuschreibungen aus Wertaufholung. Die bei Siemens erfassten Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie auf langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte belaufen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf 85 EUR Aufwand (i.V. 108 EUR Aufwand). Wertminderungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, abzüglich der Zuschreibungen aus Wertaufholung, belaufen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf 1.559 EUR Aufwand (i.V. 0 EUR).
Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit der Darstellung wurden bestimmte Vorjahresdarstellungen angepasst. Darin enthalten sind bestimmte sanierungsbezogene Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen, die von Zentrale Posten und Pensionen zum Energy Sector übertragen wurden, bestimmte Finanzierungsaktivitäten, die von Zentrale Posten und Pensionen zu Konzern-Treasury übertragen wurden sowie das Geschäft Electronics Assembly Systems, das vom Industry Sector zu Sonstige operative Aktivitäten übertragen wurde.
Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren.
Anhang
1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN
Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Siemens AG und deren Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Siemens). Siemens erstellt den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a (1) Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und zum 30. September 2009 anzuwenden sind. Bestimmte Verlautbarungen wurden vorzeitig angewendet, wie in »Ziffer 2« dargestellt.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 30. September 2009 und 2008 wurden gemäß § 315a (1) HGB aufgestellt und werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht.
Siemens erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (EUR). Das international aufgestellte Unternehmen ist in Deutschland ansässig und verfügt über ein ausgewogenes Portfolio an Geschäftsaktivitäten, überwiegend auf dem Gebiet der Elektroindustrie (siehe auch »Ziffer 37«).
Eine gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns im Sinne von § 313 (4) HGB wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht.
Der Konzernabschluss wurde am 24. November 2009 durch den Vorstand aufgestellt.
2 GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES
Die nachstehend dargestellten Rechnungslegungsvorschriften sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss vorgelegten Rechnungslegungsperioden angewendet worden.
Konsolidierungskreis - In den Konzernabschluss werden zusätzlich zu der Siemens AG die Tochtergesellschaften einbezogen, über die die Siemens AG mittel- oder unmittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Beherrschender Einfluss ergibt sich grundsätzlich aus dem Halten der Stimmrechtsmehrheit. Zusätzlich werden Zweckgesellschaften (sogenannte Special Purpose Entities, SPEs) konsolidiert, sofern Siemens - unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Gehalts der Beziehung zu Siemens - beherrschenden Einfluss auf die SPE ausübt. Assoziierte Unternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Unternehmen, in denen Siemens die Führung gemeinschaftlich mit anderen Partnern ausübt, werden ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen.
Unternehmenszusammenschlüsse - Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt, zuzüglich der direkt zurechenbaren Erwerbskosten, bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich bedingter Verbindlichkeiten) werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger Minderheitsanteile am Eigenkapital. Der Überschuss der Anschaffungskosten der Unternehmensakquisition über den Nettowert der anteiligen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen.
Assoziierte Unternehmen - Unternehmen, bei denen Siemens die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (im Wesentlichen durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %) - werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der Anteile an assoziierten Unternehmen und dem Anteil von Siemens am Reinvermögen dieser Gesellschaften wird zunächst Anpassungen aus der Bewertung des erworbenen Reinvermögens zum beizulegenden Zeitwert zugeordnet. Ein übersteigender Betrag entspricht einem Geschäfts- und Firmenwert. Der Geschäfts- und Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Der gesamte Buchwert des assoziierten Unternehmens wird auf Werthaltigkeit geprüft. Nach dem Erwerbszeitpunkt wird der Anteil von Siemens am Ergebnis des assoziierten Unternehmens in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals wird unmittelbar im Konzern-Eigenkapital erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens entsprechend. Entspricht oder übersteigt der Anteil von Siemens an den Verlusten eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwerts dieses assoziierten Unternehmens, erfasst Siemens keine weiteren Verlustanteile, es sei denn, Siemens ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das assoziierte Unternehmen geleistet. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen Siemens und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von Siemens an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.
Währungsumrechnung - Die Vermögenswerte und die Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet Siemens zum Stichtagskurs am Periodenende um. Die Aufwendungen, Erträge und das Ergebnis werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge weist Siemens im Eigenkapital aus.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher, nicht in der Europäischen Währungsunion vertretener Währungen entwickelten sich wie folgt:
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| Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) | Jahresdurchschnittskurs (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30. September | Geschäftsjahr | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungen | ISO Code | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar | USD | 1,464 | 1,430 | 1,361 | 1,507 |
| Britisches Pfund | GBP | 0,909 | 0,790 | 0,875 | 0,763 |
Umsatzrealisierung - Siemens realisiert die Umsätze für Produktverkäufe, wenn ein überzeugender Nachweis für eine Vereinbarung vorliegt, die Lieferung erfolgt ist oder die Dienstleistung erbracht wurde und die Gefahren auf den Kunden übergegangen sind. Außerdem muss Siemens die Höhe des Umsatzes verlässlich ermitteln und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgehen können. Ist eine Abnahme durch den Kunden vorgesehen, wird der entsprechende Umsatz nicht vor dieser Abnahme gebucht. Bei Auftragsfertigung weist Siemens die Umsätze grundsätzlich nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) aus. Als Berechnungsgrundlage dienen dabei entweder das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtauftragskosten, vertraglich vereinbarte Meilensteine oder der Leistungsfortschritt. Die Umsätze im Dienstleistungsgeschäft bucht Siemens, sobald die Dienstleistungen erbracht worden sind. Bei langfristigen Serviceverträgen erfasst das Unternehmen die Umsätze in der Regel linear über die Vertragslaufzeit oder auch - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt -, sobald es die Dienstleistung erbracht hat. Bei Softwareverträgen gelten die Umsätze als realisiert, wenn ein überzeugender Nachweis für eine Vereinbarung vorliegt, die Lieferung erfolgt ist, die Höhe des Umsatzes verlässlich ermittelt werden kann und die Einbringlichkeit der Forderung wahrscheinlich ist. Die Umsätze aus Wartung, nicht spezifizierten Upgrades/Programmerweiterungen und technischer Unterstützung teilt Siemens nach der Residualmethode auf und verwirklicht sie über den Zeitraum, in dem es diese Leistungen erbracht hat. Falls die Vereinbarung umfangreiche Programmierungen oder kundenspezifische Anpassungen (Customization) der Software enthält, bilanziert Siemens sie nach dem effektiven Projektfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode). Umsätze aus Operating Leasing für die Vermietung von Ausrüstungsgütern weist Siemens linear über die Laufzeit des Leasingvertrags aus. Forderungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen, bei denen Siemens als Leasinggeber die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand weitgehend auf den Kunden überträgt, erfasst das Unternehmen in Höhe der Nettoinvestition aus dem Leasingverhältnis. Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode erfasst, sodass eine konstante Verzinsung der Nettoinvestition erzielt wird. Eine Komponente für einen Veräußerungsgewinn bei Hersteller-Leasing wird nach den Grundsätzen für direkte Verkaufsgeschäfte erfasst. Dividenden werden ertragswirksam, wenn das Recht auf ihren Bezug entstanden ist. Lizenzgebühren werden entsprechend der wirtschaftlichen Gegebenheiten aus der Transaktion abgegrenzt und vereinnahmt.
Die Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen können mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten. In diesen Fällen stellt das Unternehmen fest, ob mehr als eine Bilanzierungseinheit vorliegt. Ein Geschäft wird separiert, sofern
| 1. | (1) die gelieferte(n) Komponente(n) einen selbstständigen Nutzen hat (haben), |
| 2. | (2) der beizulegende Zeitwert der noch ausstehenden Komponente(n) zuverlässig ermittelt werden kann und |
| 3. | (3) bei einem generellen Rückgaberecht bezüglich der gelieferten Komponente(n) die Lieferung oder Leistungserbringung der noch ausstehenden Komponente(n) wahrscheinlich und im Wesentlichen durch das Unternehmen kontrollierbar ist. |
Sofern alle drei Kriterien erfüllt sind, wendet Siemens die für die jeweilige separate Bilanzierungseinheit maßgebliche Umsatzlegungsvorschrift an. Grundsätzlich teilt es die vereinbarte Gesamtvergütung auf die einzelnen separaten Bilanzierungseinheiten, entsprechend ihren relativen beizulegenden Zeitwerten, auf. Sind verlässliche beizulegende Zeitwerte für ausstehende, nicht aber für eine oder mehrere gelieferte Komponenten verfügbar, so nutzt es die Residualmethode. Nach der Residualmethode ermittelt sich der Wert der gelieferten Komponenten aus der Differenz zwischen der vereinbarten Gesamtvergütung und dem aggregierten beizulegenden Zeitwert der ausstehenden Komponenten. Verlässlich bestimmbare beizulegende Zeitwerte sind die Verkaufspreise bei einem regulären Einzelverkauf der Komponenten, die Preise von Dritten für vergleichbare Komponenten oder - unter bestimmten Bedingungen - die Kosten zuzüglich eines angemessenen geschäftsüblichen Gewinnzuschlags bezogen auf die einzelne Komponente. Sofern die drei Kriterien nicht erfüllt sind, grenzt Siemens die Umsätze ab, bis diese Kriterien erfüllt oder die letzte Komponente geliefert ist. Der auf gelieferte Komponenten zuordenbare Umsatz ist auf den Betrag begrenzt, der nicht von der Lieferung noch ausstehender Komponenten beziehungsweise der Erfüllung anderer bestimmter Leistungsanforderungen abhängt.
Produktbezogene Aufwendungen und drohende Verluste aus Aufträgen - Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Siemens zum Zeitpunkt der Umsatzlegung in den Umsatzkosten. Die Höhe der Rückstellung wird individuell ermittelt. Eine Ausnahme ist das Standardproduktgeschäft. In die Höhe der Rückstellung gehen sowohl der tatsächlich angefallene Garantieaufwand der Vergangenheit ein als auch technische Informationen über Produktschwächen, die in der Konstruktions- und Testphase oder bei der Installation des Produkts entdeckt wurden. Bei neuen Produkten bezieht Siemens darüber hinaus auch Expertenmeinungen und Branchendaten ein. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen.
Forschungs- und Entwicklungskosten - Die Kosten für Forschungsaktivitäten, das heißt für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, erfasst Siemens in voller Höhe als Aufwand.
Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten, das heißt für solche Aktivitäten, die Forschungsergebnisse in einen Plan oder einen Entwurf für die Produktion von neuen oder deutlich verbesserten Produkten und Prozessen umsetzen, werden dagegen aktiviert. Voraussetzung dafür ist, dass die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss Siemens die Absicht haben und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Die aktivierten Kosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungslöhne und sonstige direkt zurechenbare Kosten, wenn diese dazu dienen, die Nutzung des Vermögenswerts vorzubereiten. Die aktivierten Kosten sind als sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte in den Sonstigen Immateriellen Vermögenswerten (siehe »Ziffer 17«) enthalten. Die Sonstigen Entwicklungskosten erfasst Siemens aufwandswirksam unmittelbar bei ihrem Entstehen. Die aktivierten Entwicklungskosten setzt das Unternehmen zu Herstellungskosten an, abzüglich der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren.
Ergebnis je Aktie - Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, der jeweils den Stammaktionären der Siemens AG zugerechnet werden kann, beziehungsweise dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (voll verwässert) berechnet Siemens unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt beziehungsweise ausgeübt wurden.
Geschäfts- und Firmenwerte - Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt.
Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von Divisions, die zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units) oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten darstellen und die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird.
Für die Werthaltigkeitsprüfung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitieren. Übersteigt der Buchwert der Division, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der dieser Division zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Division. Siemens ermittelt den erzielbaren Betrag einer Division grundsätzlich auf der Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Verkaufskosten. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf Bewertungen mittels diskontierter Mittelzuflüsse (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt.
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte - Sonstige Immaterielle Vermögenswerte umfassen die Software und sonstige selbst erstellte Immaterielle Vermögenswerte, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte. Das Unternehmen schreibt Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Software, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre. Abweichend davon können sich - bei im Rahmen von akquisitionsbedingten Erstkonsolidierungen übernommenen Immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer - andere Nutzungszeiträume ergeben. Die im Rahmen von Akquisitionen erworbenen Immateriellen Vermögenswerte beziehen sich insbesondere auf Kundenbeziehungen und Technologie. Die entsprechenden voraussichtlichen gewichteten durchschnittlichen Nutzungsdauern lagen bei spezifischen Transaktionen zwischen neun und 22 Jahren für Kundenbeziehungen und zwischen sieben und zwölf Jahren für Technologie. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite Immaterielle Vermögenswerte schreibt Siemens nicht planmäßig ab, sondern überprüft sie mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung.
Sachanlagen - Siemens bewertet Sachanlagen zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten der Sachanlage -, dann setzt Siemens diese Komponenten einzeln an und schreibt sie ab. Das Unternehmen wendet die lineare Abschreibung an. In den Kosten für die Erstellung qualifizierter langfristiger Vermögenswerte (Qualifying Long-term Assets), das heißt Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen, sind aktivierte Zinsaufwendungen enthalten. Diese schreibt Siemens über die geschätzte Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögenswerte ab. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende angenommene Nutzungsdauern zugrunde:
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| Fabrik- und Geschäftsbauten | 20 bis 50 Jahre |
| Übrige Bauten | 5 bis 10 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | in der Regel 5 Jahre |
| Vermietete Erzeugnisse | in der Regel 3 bis 5 Jahre |
Wertminderungen auf Sachanlagen und Sonstige Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer - Siemens nimmt auf den Buchwert von Sachanlagen und Sonstigen Immateriellen Vermögenswerten gegebenenfalls Abschreibungen wegen Wertminderungen vor, wenn infolge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung gegeben ist. Die Werthaltigkeit wird durch Vergleich des Buchwerts der jeweiligen Vermögenswerte mit dem erzielbaren Betrag bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem Nutzungswert des Vermögenswerts und dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der Verkaufskosten. Falls erforderlich, wird die Überprüfung der Werthaltigkeit nicht auf Ebene eines einzelnen Vermögenswerts durchgeführt, sondern auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert zuzuordnen ist. Erachtet Siemens eine Abschreibung wegen Wertminderung für solche Vermögenswerte oder die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit als notwendig, entspricht diese dem Differenzbetrag zwischen dem Buchwert und dem niedrigeren erzielbaren Betrag. Kann der beizulegende Zeitwert nicht bestimmt werden, entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert des Vermögenswerts. Dieser Nutzungswert ist der sich durch Abzinsung seiner geschätzten zukünftigen Zahlungsströme ergebende Betrag. Sobald Hinweise vorliegen, dass die Gründe für die vorgenommenen Abschreibungen wegen Wertminderungen nicht länger existieren, wird Siemens die Notwendigkeit einer vollständigen oder teilweisen Wertaufholung überprüfen.
Zu veräußernde Sachanlagen und Sonstige Immaterielle Vermögenswerte der Gesellschaft setzt Siemens mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert an, abzüglich etwaiger Aufwendungen für den Verkauf; eine planmäßige Abschreibung nimmt Siemens nicht mehr vor.
Nicht fortgeführte Aktivitäten - Nicht fortgeführte Aktivitäten werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmensbestandteil mit Geschäftsaktivitäten und Cashflows, die operativ und für die Zwecke der Rechnungslegung vom restlichen Unternehmen klar abgegrenzt werden können, als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert wird oder bereits abgegangen ist und der Geschäftsbereich entweder (a) einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt oder (b) Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder (c) ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit Weiterveräußerungsabsicht erworben wurde.
Ertragsteuern - Das Unternehmen wendet IAS 12, Ertragsteuern, an. Nach der darin enthaltenen Verbindlichkeitsmethode (Liability Method) werden aktive und passive Latente Steuern mit der zukünftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlicher Bilanzierung von Aktiv- und Passivposten ergeben. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die Latenten Steuern erfasst Siemens erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in dem Berichtszeitraum, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren weitgehend abgeschlossen ist. Bei Änderungen auf Positionen mit erfolgsneutraler Erfassung im Eigenkapital erfolgt dies im Berichtszeitraum der Änderung ebenfalls mit erfolgsneutraler Erfassung im Eigenkapital. Latente Steueransprüche bilanziert Siemens in dem Maße, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden.
Vorräte - Die Vorräte bilanziert Siemens mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten oder Nettoveräußerungswert. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (first in, first out) ermittelter Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind, zusätzlich zum Fertigungsmaterial und zu den Fertigungslöhnen, die zurechenbaren Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten.
Defined-Benefit-Pläne - Siemens bewertet die Leistungsansprüche aus Defined-Benefit-Plänen mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Barwert der erdienten Anwartschaft. Der Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) wird von Siemens unter Berücksichtigung zukünftiger erwarteter Gehalts- und Rentensteigerungen berechnet, da der bis zum regulären Pensionierungsalter erreichbare Leistungsanspruch von diesen abhängig ist.
Sind die Leistungsansprüche nicht durch externes Vermögen gedeckt, erfasst Siemens in der Bilanz die um nachzuverrechnende Aufwendungen/Erträge aus rückwirkenden Planänderungen (Past Service Cost) korrigierte DBO als Verbindlichkeit. Sind die Leistungsansprüche durch Fondsvermögen gedeckt, verrechnet Siemens den Marktwert dieses Vermögens mit der DBO. Der Nettobetrag, korrigiert um die noch nicht berücksichtigten Past Service Cost und die Effekte aus der Aktivierungsobergrenze (Asset Ceiling), wird als Pensionsverbindlichkeit oder Vermögenswert bilanziert.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die zum Beispiel aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors oder aus dem Unterschied zwischen tatsächlicher und erwarteter Rendite des Fondsvermögens entstehen, weist Siemens im Jahr ihrer Entstehung innerhalb der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen aus. Siemens berücksichtigt diese vollständig erfolgsneutral im Eigenkapital auf einer Nachsteuer-Basis.
Rückstellungen - Siemens bilanziert dann eine Rückstellung, wenn das Unternehmen aus einem Ereignis in der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, es wahrscheinlich ist, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtung zu erfüllen, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung gemacht werden kann. Dabei ist eine Abzinsung immer dann vorzunehmen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Siemens setzt die Rückstellung in Höhe des Barwerts an, der sich aus der Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuer-Zinssatz ergibt. Dieser spiegelt die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt wider. Drohverlustrückstellungen bewertet das Unternehmen mit dem niedrigeren Betrag aus den zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags und den zu erwartenden Kosten bei Beendigung des Vertrags. Zuführungen zu den Rückstellungen berücksichtigt Siemens grundsätzlich erfolgswirksam. Der Buchwert des Sachanlagevermögens ist um den Barwert der rechtlichen Verpflichtungen aus der Stilllegung oder der Veräußerung von Sachanlagen zu erhöhen, die durch Erwerb, Erstellung, Entwicklung und/oder die gewöhnliche Nutzung des Anlageguts entstanden sind. Den zusätzlich aktivierten Betrag schreibt Siemens über die Restnutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagegegenstände ab. Einen bei der Erfüllung der Verpflichtung entstehenden positiven oder negativen Differenzbetrag zum Buchwert erfasst das Unternehmen erfolgswirksam.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - Restrukturierungsaufwendungen werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen und eine verlässliche Einschätzung möglich ist. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach IAS 19 sind dann als Aufwand und Verbindlichkeit zu erfassen, wenn sich die Gesellschaft im Rahmen eines formalen Plans entweder nachweislich verpflichtet hat, Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, aufgrund eines Angebots zur Förderung eines freiwilligen vorzeitigen Ausscheidens, zu erbringen oder sie sich zu einer vorzeitigen Beendigung vor Eintritt des normalen Renteneintrittsalters verpflichtet hat.
Finanzinstrumente - Finanzinstrumente sind alle Verträge, die einen finanziellen Vermögenswert bei der einen Gesellschaft und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Gesellschaft begründen. Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, Forderungen aus Finanzierungs-Leasing sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stuft Siemens nicht in die Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ein, da diese Finanzinstrumente bei Siemens keinen Wertschwankungen unterliegen. Von der Kategorie Bis zur Endfälligkeit gehaltende Finanzinstrumente macht Siemens keinen Gebrauch. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Commercial Papers, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert. Siemens macht von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair Value Option), keinen Gebrauch. Finanzinstrumente werden bei Siemens, unter Zugrundelegung der Wesensart, in die Klasse von Zu Anschaffungskosten oder Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie in die Klasse von Zum Marktwert bewertete Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie in die Klasse Forderungen aus Finanzierungs-Leasing unterteilt. Für weitere Informationen siehe »Ziffer 31 und 32«. Finanzinstrumente werden in der Bilanz erfasst, sofern für Siemens eine vertragliche Verpflichtung aufgrund des Finanzinstruments entsteht.
Marktübliche Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, das heißt Käufe oder Verkäufe, bei denen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb des für den jeweiligen Handelsplatz vorgeschriebenen oder durch Konventionen festgelegten Zeitrahmens erfolgen muss, bilanziert Siemens zum Handelstag.
Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum Marktwert. Die dem Erwerb oder der Emission von Finanzinstrumenten direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt Siemens bei der Ermittlung des Buchwerts nur, soweit es die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum Marktwert bewertet. Der Ansatz von Forderungen aus Finanzierungs-Leasing erfolgt in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind - den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, den Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, den Darlehen und Forderungen, den finanziellen Verbindlichkeiten, bilanziert zu fortgeführten Anschaffungskosten, oder den zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - Die Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung beziehungsweise der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bewertet Siemens zu Anschaffungskosten.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, Schuldinstrumente und Fondsanteile werden als Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Siemens bilanziert sie zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelbar ist. Unrealisierte Gewinne und Verluste weist Siemens nach Berücksichtigung von Latenten Steuern in den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals aus. Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, bewertet Siemens zu Anschaffungskosten.
Fallen die beizulegenden Zeitwerte von Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise vor, dass der Vermögenswert wertgemindert ist, löst Siemens den direkt im Eigenkapital erfassten kumulierten Verlust auf und berücksichtigt ihn in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen ein, wie zum Beispiel die Marktbedingungen und die Marktpreise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet die Abnahme 20 % der Anschaffungskosten oder dauert bereits sechs Monate, ist dies ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Wertminderungen eines Schuldinstruments macht Siemens in den Folgeperioden rückgängig, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind.
Darlehen und Forderungen - Finanzielle Vermögenswerte, die als Darlehen und Forderungen klassifiziert wurden, bewertet Siemens zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der Wertminderungen, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst Siemens auf separaten Wertberichtigungskonten (für weitere Informationen zur Bestimmung von Wertminderungen siehe »Ziffer 3«). Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.
Finanzielle Verbindlichkeiten - Siemens bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
Derivative Finanzinstrumente - Derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte und Zinsswaps, bilanziert Siemens zum Marktwert. Die Instrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente vorgesehen sind und für die kein Hedge Accounting angewendet wird, stuft das Unternehmen als zu Handelszwecken gehalten ein. Die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente weist es periodengerecht entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder, sofern es sich um einen Cashflow Hedge handelt, nach der Berücksichtigung von Latenten Steuern in den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals aus. Bestimmte derivative Finanzinstrumente, die in einem Basisvertrag (Host Contract) eingebettet sind, bilanziert Siemens separat.
Fair Value Hedges - Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um den Gewinn oder Verlust aus diesem Geschäft, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, erhöht oder vermindert. Handelt es sich bei dem Grundgeschäft um einen nicht bilanzierten schwebenden Vertrag, dann stellt Siemens die nachfolgende kumulierte Änderung seines Marktwerts als separaten finanziellen Vermögenswert oder als Verbindlichkeit in die Bilanz ein; einen entsprechenden Gewinn oder Verlust erfasst das Unternehmen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Bei Grundgeschäften, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, löst Siemens die Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts bis zur Fälligkeit des Grundgeschäfts vollständig auf. Bei abgesicherten schwebenden Verträgen erhöht oder vermindert das Unternehmen die Buchwerte der Vermögenswerte oder der Verbindlichkeiten, die aus der Erfüllung der schwebenden Verträge hervorgehen, im Zugangszeitpunkt um die kumulierten Marktwertänderungen der vorher separat bilanzierten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Cashflow Hedges - Den effektiven Teil der Marktwertänderungen derivativer Instrumente, die als Cashflow Hedges bestimmt sind, erfasst Siemens nach Berücksichtigung von Latenten Steuern in den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge werden in den Geschäftsjahren in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in denen das Grundgeschäft die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflusst. Für weitere Informationen siehe »Ziffer 32«.
Aktienbasierte Vergütung - Nach IFRS 2 wird bei der aktienbasierten Vergütung zwischen Transaktionen mit Barausgleich und solchen mit Eigenkapitalabgeltung unterschieden. Für beide Instrumente wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Dieser wird dann als Vergütungsaufwand über den Zeitraum verteilt, innerhalb dessen die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf die Instrumente erwerben. Zusagen mit Barausgleich bewertet Siemens bis zur Begleichung der Zusage zu jedem Bilanzstichtag neu zum beizulegenden Zeitwert. Um die beizulegenden Zeitwerte von Aktienoptionen, die im Rahmen aktienorientierter Leistungen gewährt wurden, zu berechnen, verwendet das Unternehmen ein Optionspreismodell. Für andere aktienorientierte Leistungen wie Aktienzusagen, Matching-Aktien und Jubiläumsaktien bestimmt Siemens den Zeitwert als den Börsenkurs der Siemens Aktie unter Berücksichtigung des Barwerts der Dividendenzahlungen, auf die während des Erdienungszeitraums kein Anspruch besteht, und bestimmter Nicht-Ausübungsbedingungen, wenn dies der Natur des Programms entspricht. Weitere Informationen zu den aktienbasierten Vergütungstransaktionen finden sich in »Ziffer 34«.
Vorjahresinformationen - Einzelne Vorjahresdaten sind an die aktuelle Darstellung angepasst worden.
Kürzlich umgesetzte Rechnungslegungsverlautbarungen
Im Januar 2008 verabschiedete das IASB den IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung, Ausübungsbedingungen und Annullierungen. Der Zusatz definiert eindeutig, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstbedingungen und Leistungsbedingungen sind. Andere Elemente einer anteilsbasierten Vergütung sind keine Ausübungsbedingungen. Zudem präzisiert der Zusatz, dass Annullierungen durch andere Parteien als das Unternehmen in derselben Weise wie Annullierungen durch das Unternehmen bilanziell abzubilden sind. Der IFRS-2-Zusatz ist anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, und wurde für alle relevanten Programme ab dem Geschäftsjahr 2009 angewendet.
Im März 2009 veröffentlichte das IASB Verbesserung der Angaben zu Finanzinstrumenten (Anpassung des IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben) zur Erweiterung der Berichterstattung über die Fair-Value-Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Änderung betrifft die Einführung einer dreistufigen Fair-Value-Hierarchie für Berichterstattungszwecke. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Inputparameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind. Des Weiteren sollen die Angaben zum Liquiditätsrisiko verbessert werden, indem der Umfang der in einen Fälligkeitsspiegel einzubeziehenden Verbindlichkeiten klargestellt wird. Siemens hat sich dafür entschieden, den neu gefassten IFRS 7 vorzeitig bereits im aktuellen Konzernabschluss des Geschäftsjahrs 2009 anzuwenden.
Kürzlich veröffentlichte Rechnungslegungsverlautbarungen - noch nicht umgesetzt
Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und sind auch von Siemens bislang noch nicht angewendet worden.
Im September 2007 veröffentlichte das International Accounting Standards Board (IASB) IAS 1, Darstellung des Jahresabschlusses (überarbeitet) (IAS 1). IAS 1 ersetzt IAS 1, Darstellung des Jahresabschlusses (überarbeitet 2003), in der Fassung von 2005. Die Überarbeitung zielt darauf ab, die Möglichkeiten der Analyse sowie der Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen für deren Nutzer zu verbessern. IAS 1 regelt die Grundlagen für die Darstellung und Struktur des Abschlusses. Es enthält zudem Mindestanforderungen an den Inhalt eines Abschlusses. Der neue Standard ist für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.
Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse (IFRS 3 (2008)), und IAS 27, Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (IAS 27 (2008)), die im Geschäftsjahr 2009 von der EU übernommen wurden. Die überarbeiteten Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
In IFRS 3 (2008) wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach der Neuregelung kann die Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung zum Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen. Eine Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Wesentliche Änderungen des IAS 27 (2008) betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält, sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Nach dem überarbeiteten Standard ist bei Minderheitsanteilen der Ausweis von Negativsalden zulässig, das heißt, Verluste werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet.
In Übereinstimmung mit Teil II des »Annual Improvement Project 2008« des IASB beabsichtigt die Gesellschaft, ab dem Geschäftsjahr 2010 eine Bruttodarstellung von Zinsaufwand und -ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen.
Das IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht. Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von Siemens.
3 SCHÄTZ- UND PRÄMISSENSENSITIVE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE
Siemens erstellt den Konzernabschluss im Einklang mit den IFRS. Die Kenntnis der Grundlagen des Konzernabschlusses, wie unter »Ziffer 2« zum Konzernabschluss dargestellt, ist erforderlich, um unsere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verstehen. In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie Schätzungen, die auf Sachverhalten beruhen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erheblich beeinflussen. Außerdem können sie Annahmen enthalten, die die Unternehmensleitung in derselben Berichtsperiode aus gleichermaßen vernünftigen Gründen auch anders hätte treffen können. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass zukünftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern.
Umsatzrealisierung bei Auftragsfertigung - Die Sectors der Gesellschaft, insbesondere Energy und Industry, wickeln einen wesentlichen Teil ihres Geschäfts über Fertigungsaufträge mit den Kunden ab. Im Anlagenprojektgeschäft erfolgt die Umsatzrealisierung in der Regel nach der »Percentage of Completion«-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt. Bei dieser Methode kommt es besonders auf die sorgfältige Einschätzung des Fertigstellungsgrads an. Je nachdem, welche Methodik verwendet wird, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, zählen die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere Einschätzungen zu den maßgeblichen Schätzgrößen. Das Management der operativen Divisions überprüft kontinuierlich alle Einschätzungen in Zusammenhang mit solchen Fertigungsaufträgen und passt diese gegebenenfalls an. Die »Percentage of Completion«-Methode wendet das Unternehmen auch für direkt oder indirekt von Siemens finanzierte Projekte an. Voraussetzung für die Anwendung dieser Bilanzierungsmethode ist, dass die Bonität des Kunden, die Siemens Financial Services (SFS) im Auftrag des Vorstands des Unternehmens auf der Basis eines Ratings oder einer Kreditwürdigkeitsprüfung beurteilt, bestimmten Mindestanforderungen genügt. Zusätzlich besteht als Voraussetzung für diese Bilanzierungsmethode, dass die Kreditwürdigkeit mindestens einem B-Rating externer Ratingagenturen oder einem äquivalenten SFS-Rating entspricht. In den Fällen, in denen die Bonität diese Anforderungen nicht erfüllt, realisiert Siemens die Umsätze für Fertigungsaufträge und für finanzierte Projekte auf der Basis unwiderruflicher Zahlungseingänge oder - soweit dieser niedriger ist - auf der Basis des Fertigstellungsgrads. Das Unternehmen hält die eingesetzten Ratingverfahren für eine verlässliche Methode, um die Kreditqualität zu beurteilen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen - Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Um die länderspezifische Komponente der individuellen Wertberichtigung zu bestimmen, berücksichtigt Siemens auch Länderratings, die zentral auf der Basis der Beurteilungen externer Ratingagenturen ermittelt werden. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigung aus historischen Ausfallraten auf Portfoliobasis ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt. Zum 30. September 2009 und 2008 betrug die gesamte Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.281 EUR beziehungsweise 1.013 EUR. Siemens unterstützt Kunden außerdem in ausgewählten Fällen bei der Konzeption von Finanzierungslösungen durch Dritte - auch unter Einbeziehung von Exportkreditagenturen, um den Zuschlag für einen Auftrag zu erhalten. Ferner stellt das Unternehmen Lieferantenfinanzierungen zur Verfügung und übernimmt gegenüber Banken Bürgschaften für an Kunden gewährte Kredite, soweit dies notwendig und angemessen erscheint.
Wertminderungen - Siemens überprüft den Goodwill mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer Division, der der Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Das auf Basis von diesen Schätzungen prognostizierte Ergebnis, zum Beispiel in der Diagnostics Division des Healthcare Sectors, wird unter anderem von Faktoren beeinflusst wie einer erfolgreichen Integration von akquirierten Unternehmen, Volatilität auf den Kapital- und Rohstoffmärkten und dem wirtschaftlichen Umfeld sowie durch Schätzungen über Währungskurse. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich der Verkaufskosten, und dem Nutzungswert. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte grundsätzlich mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Fünf-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen, wobei die aktuelle Ungewissheit berücksichtigt wird. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts, basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten und Steuersätze. Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben. Für eine Sensitivitätsanalyse bei Veränderung von Schlüsselprämissen bei der Diagnostics Division des Healthcare Sectors siehe »Ziffer 16«. Werden Sachanlagen, Sonstige immaterielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen auf Wertminderungen getestet, ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte gleichermaßen mit Schätzungen des Managements verbunden, was einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben kann.
Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer - Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und damit zusammenhängende Aufwendungen und Erträge werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen beruhen auf Schlüsselprämissen, darunter Abzinsungsfaktoren, die erwartete Rendite des Fondsvermögens, Gehaltstrends, Lebenserwartungen und Trendannahmen zur medizinischen Versorgung. Die angesetzten Abzinsungsfaktoren werden auf Grundlage der Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden, bestimmt. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungsfaktoren auf Marktrenditen von Regierungsanleihen. Die erwarteten Erträge des Fondsvermögens werden auf einheitlicher Basis unter Berücksichtigung historischer langfristiger Renditen und der Portfoliostruktur bestimmt. Aufgrund schwankender Markt- und Wirtschaftslage können die zugrunde gelegten Prämissen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen, was wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben kann. Die hieraus resultierenden Differenzen werden in der Periode ihres Entstehens direkt im Eigenkapital erfasst und sind damit nicht erfolgswirksam. Weitere Erläuterungen bezüglich des gegenwärtigen Finanzierungsstatus und einer Sensitivitätsanalyse im Hinblick auf die Auswirkung bestimmter Prämissen auf den periodenbezogenen Nettopensionsaufwand finden sich unter »Ziffer 24«.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - Siemens hat das im Geschäftsjahr 2008 angekündigte SG&A-Programm implementiert und wird weitere Restrukturierungsprogramme auf einer einzelvertraglichen Ebene fortführen. Ziel des SG&A-Programms war eine Reduzierung von Arbeitskräften vorrangig in verwaltungsnahen Funktionen. Kosten in Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen sowie sonstige Austrittskosten unterliegen erheblichen Schätzungen und Annahmen (siehe »Ziffer 5« für weitere Informationen).
Rückstellungen - Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Ein wesentlicher Teil des Geschäfts einiger operativer Divisions wird über langfristige Verträge abgewickelt. Dabei handelt es sich häufig um Großprojekte in Deutschland oder im Ausland, die auf der Basis von Ausschreibungen vergeben werden. Siemens bildet dann eine Rückstellung für drohende Verluste aus Aufträgen, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Diese Einschätzungen können sich infolge neuer Informationen mit zunehmendem Projektfortschritt ändern. Verlustaufträge identifiziert Siemens durch die laufende Kontrolle des Projektfortschritts und die Aktualisierung der kalkulierten Gesamtkosten. Dies erfordert ebenfalls in erheblichem Maß Einschätzungen bezüglich der Erfüllung bestimmter Leistungsanforderungen, wie zum Beispiel im IT-Service-Geschäft, in der Mobility Division und im Energy Sector sowie hinsichtlich der Gewährleistungskosten.
Siemens ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Siemens straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Siemens bildet eine Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren oder behördliche Untersuchungen, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang mit diesen Verfahren eine Verpflichtung entstanden ist, die wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird und hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich schätzbar ist. Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren oder behördlichen Untersuchungen liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde und sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend liegt der Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit besteht, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, ein erhebliches Ermessen durch das Management zugrunde. Siemens beurteilt den jeweiligen Stand eines Verfahrens regelmäßig, auch unter Einbeziehung externer Anwälte. Eine Beurteilung kann aufgrund neuer Informationen zu ändern sein. Es kann notwendig werden, dass die Höhe einer Rückstellung für ein laufendes Verfahren aufgrund neuer Entwicklungen in Zukunft angepasst werden muss. Veränderungen von Schätzungen und Prämissen im Zeitablauf können eine wesentliche Wirkung auf die künftige Ertragslage haben. Bei Ausgang des Verfahrens könnten Siemens Aufwendungen entstehen, die die für die Sache gebildete Rückstellung übersteigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein für Siemens nachteiliger Ausgang einer Rechtsstreitigkeit, eines regulatorischen Verfahrens oder einer behördlichen Untersuchung dazu führen wird, dass Siemens zusätzlich zu der gebildeten Rückstellung weitere Aufwendungen entstehen, die eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können (siehe »Ziffer 30« für weitere Informationen).
4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN
a) Akquisitionen
In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 tätigte die Gesellschaft eine Reihe von Akquisitionen. Diese Akquisitionen wurden ab dem Erwerbsstichtag nach der Purchase-Methode im Konzernabschluss der Gesellschaft konsolidiert.
aa) Akquisitionen im Geschäftsjahr 2009
Im Geschäftsjahr 2009 erwarb Siemens verschiedene Gesellschaften, die weder einzeln noch in Summe wesentlich sind.
ab) Akquisitionen im Geschäftsjahr 2008
Anfang November 2007 schloss Siemens die Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Dade Behring Holdings, Inc. (Dade Behring), eines führenden Unternehmens in der Herstellung und im Vertrieb von klinischer Labordiagnostik, ab. Dade Behring wird seit November 2007 konsolidiert und wurde in die Diagnostics Division des Healthcare Sectors integriert und ergänzt die Akquisitionen von Diagnostics Products Corporation und Bayer Diagnostics. Der Kaufpreis beläuft sich einschließlich übernommener Schulden auf einen Wert von 4,9 Mrd. EUR (einschließlich 69 EUR übernommener Zahlungsmittel). Ausgehend von der endgültigen Kaufpreisallokation wurden 1.171 EUR den Immateriellen Vermögenswerten zugeordnet, die der Abschreibung unterliegen, und 3.353 EUR wurden als Geschäfts- und Firmenwerte bei Healthcare ausgewiesen. Von den 1.171 EUR an Immateriellen Vermögenswerten beziehen sich 957 EUR auf Kundenbeziehungen mit einer gewichteten durchschnittlichen Nutzungsdauer von 15 Jahren, 116 EUR auf Markennamen mit einer gewichteten durchschnittlichen Nutzungsdauer von neun Jahren und 74 EUR auf patentierte und unpatentierte Technologien mit einer gewichteten durchschnittlichen Nutzungsdauer von elf Jahren.
Im Geschäftsjahr 2008 erwarb Siemens mehrere für sich nicht wesentliche Gesellschaften. Dazu gehörten BJC, Spanien, ein Anbieter von Schaltern und Steckdosen, durch die Building Technologies Division des Industry Sectors, Innotec, ein führender Softwareanbieter von Lebenszyklusmanagementlösungen, durch die Industry Automation Division des Industry Sectors sowie das auf Walzwerktechnik spezialisierte Unternehmen Morgan Construction Co. in den USA durch die Industry Solutions Division des Industry Sectors. Die Summe der Kaufpreise dieser Akquisitionen beträgt 299 EUR.
b) Verkäufe und nicht fortgeführte Aktivitäten
Siemens VDO Automotive (SV) - nicht fortgeführte Aktivitäten
Anfang Dezember 2007 verkaufte Siemens seine SV-Aktivitäten für einen Verkaufspreis von 11,4 Mrd. EUR an die Continental AG, Hannover, Deutschland. Aus der Transaktion ergab sich ein Gewinn nach Abzug von verkaufsbezogenen Aufwendungen in Höhe von 5.522 EUR, der in den nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen wird. Die Ergebnisse von SV werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung rückwirkend für alle berichteten Perioden als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt.
Die Nettoergebnisse aus SV, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, stellen sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahresende 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | - | 1.842 |
| Kosten und Aufwendungen (inkl. Veräußerungsgewinn) | 4 | 3.553 |
| Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 4 | 5.395 |
| Ertragsteuern | - 1 | 65 |
| Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Ertragsteuern) | 3 | 5.460 |
Infolge steuerlicher Umstrukturierungen im Geschäftsjahr 2007, die vor Abschluss der Transaktion erfolgten, sind bei dem Verkauf der SV-Aktivitäten im Dezember 2007 keine dem Verkaufsgewinn zuzurechnenden Ertragsteuern entstanden.
Ehemaliges Segment Communications (Com) - nicht fortgeführte Aktivitäten
Die Ergebnisse des ehemaligen operativen Segments Com weist Siemens mit Ausnahme der Geschäftsaktivitäten, die Bestandteil der Sonstigen operativen Aktivitäten wurden, rückwirkend in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in allen dargestellten Berichtszeiträumen als nicht fortgeführte Aktivitäten aus. Die Com-Aktivitäten beinhalteten ehemals das Mobile-Devices-(MD-)Geschäft, das im Geschäftsjahr 2005 veräußert wurde, das Carrier-Geschäft, das im April 2007 in die Nokia Siemens Networks B.V., Niederlande (NSN), eingebracht wurde, sowie das Siemens Enterprise Communications Geschäft (SEN), das zum 30. September 2008 zu 51 % verkauft wurde.
Im April 2007 hat Siemens seine Carrier-Aktivitäten und Nokia Corporation (Nokia), Finnland, seine Networks Business Group in NSN eingebracht. Sowohl Siemens als auch Nokia erhielten im Gegenzug einen wirtschaftlichen Anteil an NSN von jeweils ca. 50 %.
Siemens hat die Möglichkeit, wesentlichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik von NSN auszuüben. Seit April 2007 berichtet Siemens seinen Eigenkapitalanteil an NSN in Nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (siehe »Ziffer 19«) und seinen Ergebnisanteil an NSN im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (siehe »Ziffer 8«).
Ende September 2008 verkaufte Siemens einen 51 %-Anteil von SEN an The Gores Group, ein U.S. amerikanisches Finanzunternehmen mit Management-Expertise. The Gores Group brachte zwei Firmen in die niederländische Enterprise Networks Holdings B.V. (EN) ein, die das Geschäft von SEN ergänzen. Aus der Transaktion resultierten ein Verlust von 1.015 EUR im Geschäftsjahr 2008 sowie ein Gewinn in Höhe von 117 EUR im Geschäftsjahr 2009. Beide sind in den nicht fortgeführten Aktivitäten enthalten. Die Ergebnisse von SEN, einschließlich Anpassungen der ehemaligen Com-Aktivitäten, werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung rückwirkend für alle berichteten Perioden als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt.
Siemens hat die Möglichkeit, wesentlichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik von EN auszuüben. Seit dem 30. September 2008 berichtet Siemens seinen Eigenkapitalanteil an EN in Nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (siehe »Ziffer 19«) und seinen Ergebnisanteil an EN im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (siehe »Ziffer 8«).
Die Nettoergebnisse aus Com, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen werden, stellen sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahresende 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 15 | 3.155 |
| Kosten und Aufwendungen | - 47 | - 3.592 |
| Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Verkaufskosten | - | - 88 |
| Gewinn/Verlust aus der Einbringung der Carrier-Aktivitäten in NSN | 9 | - 12 |
| Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von SEN | 117 | - 1.015 |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern | 94 | - 1.552 |
| Ertragsteuern der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit einschließlich der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten | - 34 | 59 |
| Ertragsteuern aus dem Gewinn/Verlust der Einbringung des Carrier-Geschäfts in NSN | - 4 | 7 |
| Ertragsteuern aus dem Gewinn/Verlust der Einbringung des Siemens Enterprise-Geschäfts in EN | - 19 | 53 |
| Gewinn/Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) | 37 | - 1.433 |
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009 dargestellten Nettoergebnisse aus nicht fortgeführten Aktivitäten beziehen sich im Wesentlichen auf rechtliche Angelegenheiten und die Ausgliederung in Zusammenhang mit den ehemaligen Com-Aktivitäten sowie auf einen Verlust aus dem Verkauf des SEN-Geschäfts. Dieser Verlust wurde durch einen positiven Effekt von 154 EUR aus der Einigung zwischen Siemens und The Gores Group im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 kompensiert, der sich auf offene Forderungen bezüglich einer Kaufpreisanpassung und weitere beiderseitige Verpflichtungen in Zusammenhang mit dem Verkauf des SEN-Geschäfts bezieht. Die nicht fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2008 enthalten Aufwendungen in Zusammenhang mit der Vereinbarung zum Verkauf von MD, einschließlich wesentlicher Effekte, die sich aus der Insolvenz von BenQ Mobile GmbH & Co. OHG, Deutschland, ergeben. Zu Informationen betreffend den im Geschäftsjahr 2009 erfolgten Vergleich in Zusammenhang mit BenQ siehe »Ziffer 30«.
Die Einigung zwischen Siemens und The Gores Group im Geschäftsjahr 2009 unterliegt nur der deutschen Körperschaftsteuer. Der Verlust aus der Veräußerung von SEN im Geschäftsjahr 2008 war im Wesentlichen nicht steuerwirksam.
Sonstige Verkäufe: abgeschlossene Transaktionen
Der Verkauf von Immobilien der Siemens Wohnungsgesellschaft wurde im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 abgeschlossen (siehe »Ziffer 6«).
Anfang Oktober 2008 beendete Siemens die Übertragung eines Anteils von 80,2 % an Siemens Home and Office Communication Devices GmbH & Co. KG (SHC) an die ARQUES Industries AG. Das Geschäft wurde unter den Sonstigen operativen Aktivitäten berichtet. Die Transaktion führte zu einem vorläufigen Verlust in Höhe von 121 EUR (einschließlich einer Wertberichtigung in Höhe von 78 EUR). Die Aufwendungen wurden überwiegend bereits im Geschäftsjahr 2008 erfasst.
Anfang November 2008 unterzeichnete Siemens ein Abkommen, seinen 50 %-Anteil an Fujitsu Siemens Computers (Holding) B.V. (FSC), der im Segment Equity Investments dargestellt wurde, an Fujitsu Limited zu verkaufen. Die Transaktion wurde Anfang April 2009 abgeschlossen. Daraus ergab sich ein vorläufiger Gewinn in Höhe von 327 EUR nach Abzug von verkaufsbezogenen Aufwendungen. Der Gewinn ist in den Sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Ende Juli 2008 hat die OSRAM Division des Industry Sectors den Verkauf seines Wolfram-Geschäfts (Global Tungsten & Powders) abgeschlossen. Aus der Transaktion resultierte ein Gewinn vor Steuern nach Abzug von verkaufsbezogenen Aufwendungen in Höhe von 130 EUR, der in den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
Ende Mai 2008 veräußerte die Gesellschaft ihr Wireless-Modules-Geschäft, das Teil der Industry Automation Division des Industry Sectors war. Aus der Transaktion resultierte ein Gewinn vor Steuern nach Abzug von verkaufsbezogenen Aufwendungen in Höhe von 131 EUR, der in den Sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
Sonstige Verkäufe: Zur Veräußerung bestimmt
Im Januar 2009 gab Siemens bekannt, die Gesellschaftervereinbarung für das Joint Venture Areva NP S.A.S. (Areva) zu kündigen und im Rahmen einer Put-Vereinbarung den von Siemens gehaltenen Minderheitsanteil an Areva NP S.A.S. von 34 % an den Mehrheitseigner Areva S.A. zu veräußern. Der Buch wert der Beteiligung an Areva NP S.A.S. beträgt 190 EUR. Die Beteiligung wird im Energy Sector gehalten. Die benötigten kartellrechtlichen Genehmigungen wurden im Oktober 2009 erteilt.
Die Konzernbilanz zum 30. September 2009 und 2008 enthält 517 EUR und 809 EUR Vermögenswerte sowie 157 EUR und 566 EUR Verbindlichkeiten, die zur Veräußerung bestimmt sind. In diesen Werten sind zum 30. September 2009 Beträge enthalten, die unserem Airfeld-Solutions-Geschäft aus dem Industry Sector, der Electronics Assembly Systems (EA), die im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 aus dem Industry Sector in Sonstige operative Aktivitäten umgegliedert wurde, und Areva NP S.A.S., die im Energy Sector gehalten wird, zuzurechnen sind. Die wesentlichen Aktiva und Passiva, die als zur Veräußerung bestimmt klassifiziert sind, betreffen den Buchwert der 34 %-Beteiligung an Areva NP S.A.S.
5 RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN
Siemens hat unterschiedliche Restrukturierungsprogramme begonnen und wird diese weiter umsetzen, darunter das im Geschäftsjahr 2008 begonnene Programm zur Reduzierung der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten (SG&A-Kosten) um ca. 1,2 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2010. Im Geschäftsjahr 2009 fielen zentral gebuchte Nettoaufwendungen in Höhe von 235 EUR an, die Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von 337 EUR im Rahmen des SG&A-Programms und sonstiger andauernder personalbezogener Restrukturierungsmaßnahmen beinhalten. Außerdem ist darin ein Ertrag in Höhe von 102 EUR aus der Auflösung von Verbindlichkeiten für Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen für den deutschen Teil des SG&A-Programms sowie damit verbundener Programme berücksichtigt, die in der Konzernbilanz zum 30. September 2008 gebildet wurden. Die Auflösung ergab sich aufgrund geänderter Schätzungen bezüglich der in Anspruch genommenen Maßnahmen des Programms, das heißt eine stärkere Nutzung von Vereinbarungen zur Altersteilzeit im Vergleich zu Abfindungsvereinbarungen in Verbindung mit Transfergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2009 sind Kosten in Zusammenhang mit diesen Restrukturierungsprogrammen im Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern enthalten. Zum 30. September 2009 beinhalten die Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten den überwiegenden Teil der Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Zusammenhang mit diesen Restrukturierungsprogrammen. Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Zusammenhang mit diesen Programmen werden im Geschäftsjahr 2009 in den Zentralen Posten und Pensionen ausgewiesen.
Die im Geschäftsjahr 2008 im Rahmen des SG&A-Programms und in Zusammenhang mit diesem Programm angefallenen Restrukturierungskosten beinhalten Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von 1.081 EUR. Im Geschäftsjahr 2008 sind die Kosten in Zusammenhang mit dem SG&A-Projekt im Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern enthalten. Zum 30. September 2008 beinhalten die Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten den überwiegenden Teil an SG&A-projektbezogenen Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Die im Rahmen des SG&A-Projekts im Geschäftsjahr 2008 angefallenen Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen werden in den Zentralen Posten und Pensionen ausgewiesen.
6 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten | 409 | 447 |
| Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 356 | 314 |
| Sonstiges | 300 | 286 |
| 1.065 | 1.047 |
Gewinne aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten beinhaltet im Geschäftsjahr 2009 einen Gewinn in Höhe von 327 EUR aus dem Verkauf der Beteiligung von Siemens an FSC, die im Segment Equity Investments berichtet wurde. Im Geschäftsjahr 2008 enthält die Zeile einen Gewinn in Höhe von 131 EUR aus der Veräußerung des Wireless-Modules-Geschäfts sowie einen Gewinn in Höhe von 130 EUR aus der Veräußerung von Global Tungsten & Powders, die beide Teil des Industry Sectors waren (siehe »Ziffer 4«).
Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten beinhaltet im Geschäftsjahr 2009 einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 224 EUR nach Abzug von verkaufsbezogenen Aufwendungen aus dem Verkauf von Wohnungsbeständen von Siemens. Die Transaktion wird bei Siemens Real Estate berichtet.
Sonstiges enthält im Geschäftsjahr 2009 Erträge aus rechtlichen und regulatorischen Sachverhalten.
7 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Verluste aus der Veräußerung von Geschäftseinheiten | - 68 | - 112 |
| Wertminderungen von Geschäfts- und Firmenwerten (siehe »Ziffer 16«) | - 32 | - 78 |
| Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | - 83 | - 49 |
| Sonstiges | - 449 | - 1.989 |
| - 632 | - 2.228 |
Sonstiges enthält im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen für externe Berater in Höhe von 95 EUR, die Siemens in Zusammenhang mit den Untersuchungen mutmaßlicher Verstöße gegen Antikorruptionsgesetze und ähnlicher Angelegenheiten sowie Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen des internen Kontrollsystems beauftragt hat, sowie Aufwendungen in Höhe von 53 EUR aus einer Einigung mit der Weltbankgruppe (zu weiteren Informationen hierzu siehe »Ziffer 30, Rechtsstreitigkeiten«).
Sonstiges enthält im Geschäftsjahr 2008 1 Mrd. EUR für ein geschätztes Bußgeld (siehe »Ziffer 25«) in Zusammenhang mit Einigungsverhandlungen bei rechtlichen Themen mit deutschen und US-Behörden sowie Aufwendungen in Höhe von 430 EUR für externe Berater, die Siemens in Zusammenhang mit den Untersuchungen wegen vermeintlicher Verstöße gegen Antikorruptionsgesetze und verwandter Sachverhalte sowie für Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen im internen Kontrollsystem beauftragte (siehe »Ziffer 30«). Sonstiges beinhaltet im Geschäftsjahr 2008 auch 390 EUR, die in Zusammenhang mit einer von Siemens im Geschäftsjahr 2008 eingerichteten gemeinnützigen Stiftung entstanden sind. Die Stiftung hat sich die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Unterstützung von Kunst, Bildung sowie kulturelle, gemeinnützige und sonstige die Umwelt betreffende und in sozialer Verantwortung stehende Zwecke zum Ziel gesetzt. Die Stiftung wurde von Siemens mit einem Kapital in Höhe von 390 EUR ausgestattet, wovon 300 EUR in der Stiftung verbleiben und 90 EUR für die Zwecke der Stiftung verwendet werden sollen.
8 ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung | - 392 | 259 |
| Ergebnis aus Veräußerungen | 5 | 1 |
| Wertminderungen | - 1.644 | - |
| Wertaufholungen | 85 | - |
| - 1.946 | 260 |
Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung beinhaltet im Geschäftsjahr 2009 minus 543 (i.V. minus 119) EUR aus unserer Beteiligung an NSN, minus 171 (i.V. -) EUR aus unserer Beteiligung an EN sowie insgesamt aus unseren beiden Beteiligungen an BSH Bosch Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) und Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG 195 (i.V. 242) EUR. Für weitere Informationen hierzu siehe »Ziffer 4« sowie »Ziffer 19«.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden dann auf Wertminderungen überprüft, wenn es Hinweise auf eine Wertminderung der Beteiligung gibt. Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 wurde NSN, das im Segment Equity Investments berichtet wird, auf Wertminderung überprüft. Die Überprüfung wurde im Wesentlichen durch den Verlust von Marktanteilen von NSN sowie durch einen Rückgang im Produktgeschäft von NSN ausgelöst. Diese Sachverhalte führten bei NSN zu einer wesentlichen Anpassung zukünftig zu erwartender Zahlungsmittelzuflüsse. Die Prüfung auf Wertminderung wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Verkaufskosten, unter Anwendung der Barwertmethode durchgeführt. Hieraus ergab sich ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 1.634 EUR, der im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst wurde.
Wertaufholungen in Höhe von 51 EUR beziehen sich auf eine durch SFS gehaltene Beteiligung, worauf in einem früheren Jahr eine Wertminderung erfasst wurde, infolge unserer Erwartung auf verbesserte zukünftige mit dieser Beteiligung realisierbare Ergebnisse.
Für weitere Informationen zu den für die Gesellschaft bedeutendsten nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen siehe »Ziffer 19«.
9 FINANZERGEBNIS
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | - 227 | 136 |
| Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - 12 | 89 |
| Zinsergebnis | 150 | 60 |
| Sonstiges Finanzergebnis | - 421 | - 163 |
| - 510 | 122 |
Die Bestandteile des Ergebnisses aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Erwartete Rendite des Fondsvermögens | 1.303 | 1.510 |
| Zinsaufwand | - 1.530 | - 1.374 |
| Ergebnis aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | - 227 | 136 |
Den Aufwand für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüche aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Service Cost) teilt Siemens auf die Funktionskosten (Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten) auf.
Das Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten stellt sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Erhaltene Dividenden | 29 | 70 |
| Ergebnis aus Veräußerungen | 16 | 45 |
| Wertminderungen | - 59 | - 36 |
| Sonstiges | 2 | 10 |
| Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | - 12 | 89 |
Die Gesamtbeträge der Zinserträge und der Zinsaufwendungen stellen sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Zinsertrag | 833 | 894 |
| Zinsaufwand | - 683 | - 834 |
| Zinsergebnis | 150 | 60 |
| davon: Zinsergebnis aus operativem Geschäft | 39 | 60 |
| davon: Übriges Zinsergebnis | 111 | - |
Das Zinsergebnis aus operativem Geschäft enthält vor allem Zinserträge beziehungsweise Zinsaufwendungen aus den Kundenforderungen beziehungsweise Lieferantenverbindlichkeiten sowie die Zinsen auf Anzahlungen und Vorfinanzierungen von Kundenaufträgen. Das Übrige Zinsergebnis enthält alle anderen Zinsen, im Wesentlichen den Zinsaufwand aus Konzernschulden, das Zinsergebnis aus Zinsswaps als Sicherungsinstrumente für Sicherungsgeschäfte in Zusammenhang mit finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie Zinserträge aus Konzernanlagen.
Das oben berichtete Zinsergebnis beinhaltet die folgenden Beträge in Bezug auf nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Gesamtzinsertrag aus finanziellen Vermögenswerten | 804 | 883 |
| Gesamtzinsaufwand aus finanziellen Verbindlichkeiten | - 994 | - 859 |
Die Position Sonstiges Finanzergebnis enthält im Geschäftsjahr 2009 im Wesentlichen den Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen in Höhe von minus 200 (i.V. minus 81) EUR sowie Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Abschreibungen von Finanzforderungen in Höhe von minus 162 (i.V. minus 55) EUR.
10 ERTRAGSTEUERN
Für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 verteilt sich das Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführten Aktivitäten auf Inland und Ausland wie folgt:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Deutschland | 1.525 | - 449 |
| Ausland | 2.366 | 3.323 |
| 3.891 | 2.874 |
Der Ertragsteueraufwand/-ertrag aus fortgeführten Aktivitäten setzt sich wie folgt zusammen:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Laufender Steueraufwand: | ||
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer | 269 | 124 |
| Ausländische Ertragsteuern | 1.209 | 1.001 |
| 1.478 | 1.125 | |
| Latente Steuern: | ||
| Deutschland | 1 | - 212 |
| Ausland | - 45 | 102 |
| - 44 | - 110 | |
| Ertragsteueraufwand | 1.434 | 1.015 |
Im laufenden Steueraufwand des Geschäftsjahrs 2009 ist ein Ertrag von 11 (i.V. 58) EUR für laufende Steuern früherer Geschäftsperioden enthalten.
Der latente Steuerertrag des Geschäftsjahrs 2009 beinhaltet einen latenten Steuerertrag von 177 (i.V. 52) EUR in Zusammenhang mit der Entwicklung der temporären Unterschiede.
Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wird auf ausgeschüttete und einbehaltene Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 % (i.V. 15 %) und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Unter Berücksichtigung der Nichtabzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ab dem Geschäftsjahr 2008 ergibt sich für die Gewerbesteuer ein durchschnittlicher Steuersatz von 15 %, sodass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von 31 % resultiert. Für die Berechnung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten wurden mit dem Gesamtsteuersatz von 31 % bewertet.
Der von ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschaftete Gewinn wird auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts ermittelt und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz versteuert. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden mit den Steuersätzen bewertet, die im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Schuld gültig sind.
Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten Steueraufwand auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand gezeigt. Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands basiert auf der Anwendung des inländischen Gesamtsteuersatzes von 31 (i.V. 31) %.
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Erwarteter Steueraufwand | 1.206 | 891 |
| Erhöhung/Minderung der Ertragsteuerbelastung durch: | ||
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben | 715 | 533 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | - | 1 |
| Steuerfreie Erträge | - 421 | - 259 |
| Steuern für Vorjahre | - 76 | - 31 |
| Veränderung in der Realisierbarkeit latenter Steueransprüche | 25 | 34 |
| Effekt Steuersatzänderung | - 17 | 6 |
| Steuersatzunterschiede Ausland | - 116 | - 86 |
| Steuereffekt von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 121 | - 79 |
| Sonstiges, netto | - 3 | 5 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 1.434 | 1.015 |
In den nicht abziehbaren Betriebsausgaben wirkt im Geschäftsjahr 2009 überwiegend die Abschreibung wegen Wertminderung von NSN, im Geschäftsjahr 2008 die damals erwarteten Strafen in Zusammenhang mit andauernden Einigungsverhandlungen bei rechtlichen Themen mit US-Behörden (im Geschäftsjahr 2009 entschieden).
Die aktiven und passiven Latenten Steuern (brutto) verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Vermögenswerte: | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 66 | 50 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 117 | 40 |
| Sachanlagen | 337 | 455 |
| Vorräte | 428 | 425 |
| Forderungen | 518 | 694 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.892 | 1.431 |
| Rückstellungen | 1.515 | 1.611 |
| Verbindlichkeiten | 1.848 | 1.548 |
| Verlustvorträge und Steuergutschriften | 2.455 | 2.500 |
| Sonstiges | 209 | 331 |
| Aktive Latente Steuern | 9.385 | 9.085 |
| Verbindlichkeiten: | ||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 797 | 743 |
| Sachanlagen | 700 | 752 |
| Vorräte | 1.793 | 1.687 |
| Forderungen | 1.532 | 1.307 |
| Rückstellungen | 962 | 983 |
| Verbindlichkeiten | 710 | 875 |
| Sonstiges | 376 | 455 |
| Passive Latente Steuern | 6.870 | 6.802 |
| Aktive Latente Steuern per Saldo | 2.515 | 2.283 |
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver Latenter Steuern ist die Einschätzung des Managements zur Realisierung der aktiven Latenten Steuern. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Hierbei werden die Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der passiven Latenten Steuern sowie die zukünftigen steuerlichen Gewinne berücksichtigt. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des zu erwartenden steuerlichen Einkommens wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven Latenten Steuern realisiert werden können.
In Ländern, in denen im Geschäftsjahr 2009 oder 2008 signifikante steuerliche Verluste entstanden sind, besteht ein Überhang an aktiven Latenten Steuern von 1.486 (i.V. 1.481) EUR. Die Verluste resultieren im Wesentlichen aus einmaligen Aufwendungen aus Transformationsprogrammen, zum Beispiel Restrukturierungsaufwendungen (siehe »Ziffer 5«).
Die steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum 30. September 2009 auf 8.015 (i.V. 8.571) EUR. Die Gesellschaft geht davon aus, dass aufgrund der zukünftigen Geschäftstätigkeit ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung der aktiven Latenten Steuern zur Verfügung stehen wird.
Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven Latenten Steuern angesetzt (Brutto-Beträge):
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Abzugsfähige temporäre Differenzen | 341 | 260 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 612 | 602 |
| 953 | 862 |
Von den steuerlichen Verlustvorträgen, auf die keine aktiven Latenten Steuern angesetzt wurden, verfallen 332 (i.V. 190) EUR im Zeitraum bis 2027.
Bei Konzerngesellschaften sind mehrere Jahre noch nicht endgültig durch die Betriebsprüfung veranlagt. Hierfür sind adäquate Vorsorgen für die offenen Veranlagungsjahre gebildet.
Für aufgelaufene Ergebnisse Verbundener Unternehmen werden in Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Quellensteuern und deutsche Ertragsteuern als Latente Steuern passiviert, wenn entweder davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen, oder beabsichtigt ist, sie nicht auf Dauer zu reinvestieren. Für aufgelaufene Ergebnisse Verbundener Unternehmen in Höhe von 15.403 (i.V. 12.110) EUR wurden im Geschäftsjahr 2009 keine Latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne entweder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Die Ermittlung dieser nicht berücksichtigten passiven Latenten Steuern wäre mit einem unverhältnismäßig hohen Aufwand verbunden.
Unter Berücksichtigung der direkten Eigenkapitalbuchungen und der Aufwendungen beziehungsweise Erträge aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten ergibt sich folgender Steueraufwand/-ertrag:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Steueraufwand aus fortgeführten Aktivitäten | 1.434 | 1.015 |
| Steueraufwand (i.V.: Steuerertrag) aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 58 | - 184 |
| Direkt im Eigenkapital erfasster Steuerertrag | - 231 | - 120 |
| 1.261 | 711 |
11 ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über den kurzfristigen Teil des Bestands an Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten des Unternehmens:
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| 30. September 2009 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Unrealisierter Gewinn | Unrealisierter Verlust | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapitalinstrumente | 7 | 19 | 12 | - |
| Fremdkapitalinstrumente | 109 | 112 | 3 | - |
| Fondsanteile | 38 | 39 | 1 | - |
| 154 | 170 | 16 | - |
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| 30. September 2008 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Beizulegender Zeitwert | Unrealisierter Gewinn | Unrealisierter Verlust | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapitalinstrumente | 32 | 26 | - | - 6 |
| Fremdkapitalinstrumente | 84 | 85 | 1 | - |
| Fondsanteile | 40 | 41 | 1 | - |
| 156 | 152 | 2 | - 6 |
Die Erlöse aus dem Verkauf von Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, beliefen sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 auf 35 EUR beziehungsweise 49 EUR. Der realisierte Bruttogewinn aus dem Verkauf von Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten betrug für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 7 EUR beziehungsweise 13 EUR. In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 fielen überdies realisierte Verkaufsverluste für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten in Höhe von 10 EUR beziehungsweise 1 EUR an.
Die als langfristig klassifizierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind in der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten (siehe hierzu »Ziffer 20«).
12 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.644 | 14.062 |
| Forderungen aus Finanzierungs-Leasing | 1.738 | 1.674 |
| Forderungen gegen Joint Ventures und assoziierte Unternehmen sowie sonstige Unternehmen1 | 67 | 49 |
| 14.449 | 15.785 |
1 Sonstige Unternehmen in Zusammenhang mit den oben gemachten Angaben sind Anteile an Unternehmen, an denen Siemens weniger als 20 % hält und auf deren Finanz- und Geschäftspolitik Siemens keinen wesentlichen Einfluss ausübt.
Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurz- und langfristigen Forderungen (außer Forderungen aus Finanzierungs-Leasing), innerhalb der zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wieder (siehe auch »Ziffern 12, 13 und 20«):
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Wertberichtigungen zum Beginn des Geschäftsjahrs | 913 | 805 |
| Erfolgswirksame Veränderung der Wertberichtigung im Berichtszeitraum | 449 | 247 |
| Ausbuchung von Forderungen | - 222 | - 141 |
| Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen | 7 | 18 |
| Währungsumrechnungseffekte | - 24 | - 5 |
| Umgliederungen in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | - 7 | - 11 |
| Wertberichtigungen zum Geschäftsjahresende | 1.116 | 913 |
Forderungen aus Finanzierungs-Leasing werden in der Bilanz wie folgt ausgewiesen:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Finanzierungs-Leasing, kurzfristig | 1.738 | 1.674 |
| Forderungen aus Finanzierungs-Leasing, langfristiger Anteil | 3.147 | 3.486 |
| 4.885 | 5.160 |
Die Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurz- und langfristigen Forderungen aus Finanzierungs-Leasing (siehe auch »Ziffer 12 und 20«) waren wie folgt:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Wertberichtigungen zum Beginn des Geschäftsjahrs | 100 | 90 |
| Erfolgswirksame Veränderung der Wertberichtigung im Berichtszeitraum | 148 | 56 |
| Ausbuchung von Forderungen | - 97 | - 58 |
| Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen | 18 | 13 |
| Währungsumrechnungseffekte | - 4 | - 1 |
| Wertberichtigungen zum Geschäftsjahresende | 165 | 100 |
Die ausstehenden Mindestleasingzahlungen stellen sich folgendermaßen dar:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| 2009 | 2.067 | |
| 2010 | 2.084 | 1.482 |
| 2011 | 1.450 | 1.093 |
| 2012 | 978 | 627 |
| 2013 | 597 | 326 |
| 2014 | 280 | - |
| Nach 2014 im Geschäftsjahr 2009 (nach 2013 im Geschäftsjahr 2008) | 173 | 210 |
| Zukünftige zu erhaltende Mindestleasingraten | 5.562 | 5.805 |
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zur Brutto- und Nettoinvestition in Leasingverhältnisse sowie zum Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Zukünftige Mindestleasingraten | 5.562 | 5.805 |
| Zuzüglich: Nicht garantierter Restwert | 170 | 190 |
| Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse | 5.732 | 5.995 |
| Abzüglich: Unrealisierter Finanzertrag | - 682 | - 735 |
| Nettoinvestition in Leasingverhältnisse | 5.050 | 5.260 |
| Abzüglich: Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen | - 165 | - 100 |
| Abzüglich: Barwert des nicht garantierten Restwerts | - 144 | - 151 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 4.741 | 5.009 |
Die Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse sowie der Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen sind wie folgt fällig:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse | 5.732 | 5.995 |
| fällig innerhalb eines Jahrs | 2.117 | 2.100 |
| fällig zwischen ein und fünf Jahren | 3.420 | 3.650 |
| fällig nach fünf Jahren | 195 | 245 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 4.741 | 5.009 |
| fällig innerhalb eines Jahrs | 1.707 | 1.722 |
| fällig zwischen ein und fünf Jahren | 2.881 | 3.095 |
| fällig nach fünf Jahren | 153 | 192 |
Die Investitionen in Finanzierungs-Leasings resultieren überwiegend aus dem Leasinggeschäft mit Büro- und Datenverarbeitungsgeräten, Industrieausrüstungen, medizinischen Anlagen sowie mit Transportsystemen. Der tatsächliche Mittelzufluss wird infolge zukünftiger Verkäufe von Finanzforderungen, Vorauszahlungen und Forderungsausbuchungen abweichen.
Weitere Informationen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, die Siemens in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgliederte, finden sich unter »Ziffer 4«.
13 SONSTIGE KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.277 | 593 |
| Darlehensforderungen | 725 | 701 |
| Forderungen gegen Joint Ventures und assoziierte Unternehmen sowie sonstige Unternehmen (definiert in »Ziffer 12«) | 77 | 100 |
| Sonstiges | 823 | 1.722 |
| 2.902 | 3.116 |
14 VORRÄTE
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.279 | 2.593 |
| Unfertige Erzeugnisse | 3.619 | 3.588 |
| Kosten und realisierte Gewinnanteile aus noch nicht abgeschlossenen Auftragsfertigungsprojekten, die die erhaltenen Anzahlungen übersteigen | 7.137 | 7.537 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.945 | 2.835 |
| Geleistete Anzahlungen | 565 | 794 |
| 16.545 | 17.347 | |
| Erhaltene Anzahlungen | - 2.416 | - 2.838 |
| 14.129 | 14.509 |
Die Position Kosten und realisierte Gewinnanteile aus noch nicht abgeschlossenen Auftragsfertigungsprojekten, die die erhaltenen Anzahlungen übersteigen beinhaltet unfertige Auftragsfertigungsprojekte mit einem aktivischen Saldo, bei denen die Auftragsfertigungskosten, zuzüglich der erfassten Gewinne und abzüglich der erfassten Verluste, die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Die Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigungsprojekten, bei denen die erhaltenen Anzahlungen höher sind als die Herstellungskosten und die realisierten Gewinnanteile, abzüglich der erfassten Verluste, weist Siemens in der Position Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten aus.
Der Gesamtbetrag der angefallenen Herstellungskosten und der realisierten Gewinnanteile, abzüglich der entstandenen Verluste für laufende Auftragsfertigungsprojekte, belief sich zum 30. September 2009 auf 65.589 (i.V. 54.168) EUR. Die erhaltenen Anzahlungen für laufende Auftragsfertigungsprojekte betrugen zum 30. September 2009 8.402 (i.V. 8.895) EUR. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Umsatz für Auftragsfertigungsprojekte 25.401 (i.V. 24.289) EUR. Die durch Kunden einbehaltenen Beträge aus laufenden Auftragsfertigungsprojekten beliefen sich zum 30. September 2009 auf 590 (i.V. 597) EUR. In den Angaben zu Auftragsfertigungsprojekten sind keine zur Veräußerung bestimmten Bestandteile enthalten.
15 SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Sonstige Steuerforderungen | 618 | 742 |
| Abgrenzungsposten | 317 | 322 |
| Sonstiges | 256 | 304 |
| 1.191 | 1.368 |
16 GESCHÄFTS- UND FIRMENWERTE
Die Geschäfts- und Firmenwerte haben sich wie folgt verändert:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 16.558 | 13.589 |
| Währungsumrechnung und Sonstiges | - 366 | - 135 |
| Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung | 232 | 3.737 |
| Anpassungen aufgrund der nachträglichen Erfassung aktiver Latenter Steuern | - | - 3 |
| Verkäufe und Umgliederungen in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | - 107 | - 630 |
| Stand zum Geschäftsjahresende | 16.317 | 16.558 |
| Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen und sonstige Veränderungen | ||
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 554 | 1.088 |
| Währungsumrechnung und Sonstiges | - 12 | - 16 |
| Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahrs | 32 | 78 |
| Verkäufe und Umgliederungen in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | - 78 | - 596 |
| Stand zum Geschäftsjahresende | 496 | 554 |
| Buchwert | ||
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs | 16.004 | 12.501 |
| Stand zum Geschäftsjahresende | 15.821 | 16.004 |
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| Buchwert 1.10.2008 | Währungsumrechnung/ Sonstiges | Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung1 | Verkäufe und Umgliederungen in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | Wertminderungen | Buchwert 30.9.2009 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sectors | ||||||
| Industry Sector | 4.8942 | - 111 | 168 | - 13 | - 13 | 4.925 |
| Energy Sector | 2.240 | - 63 | 47 | - 16 | - | 2.208 |
| Healthcare Sector | 8.617 | - 156 | 15 | - | - | 8.476 |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 123 | - 10 | 2 | - | - | 115 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 111 | - 14 | - | - | - | 97 |
| Sonstige operative Aktivitäten | 192 | - | - | - | - 19 | - |
| Siemens | 16.004 | - 354 | 232 | - 29 | - 32 | 15.821 |
1 Enthält Anpassungen aufgrund der nachträglichen Erfassung aktiver Latenter Steuern.
2 Electronics Assembly Systems wurde im Geschäftsjahr 2009 vom Industry Sector zu Sonstige operative Aktivitäten übertragen. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahresbeträge angepasst.
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| Buchwert 1.10.2007 | Währungsumrechnung/ Sonstiges | Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung1 | Verkäufe und Umgliederungen in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | Wertminderungen | Buchwert 30.9.2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sectors | ||||||
| Industry Sector | 4.739 | - 48 | 233 | - 17 | - | 4.907 |
| Energy Sector | 2.210 | - 55 | 85 | - | - | 2.240 |
| Healthcare Sector | 5.197 | 7 | 3.413 | - | - | 8.617 |
| Cross-Sector Businesses | ||||||
| Siemens IT Solutions and Services | 129 | - 9 | 3 | - | - | 123 |
| Siemens Financial Services (SFS) | 126 | - 15 | - | - | - | 111 |
| Sonstige operative Aktivitäten | 100 | 1 | - | - 17 | - 78 | 6 |
| Siemens | 12.501 | - 119 | 3.734 | - 34 | - 78 | 16.004 |
1 Enthält Anpassungen aufgrund der nachträglichen Erfassung aktiver Latenter Steuern.
Die Veränderungen durch Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung sind im Geschäftsjahr 2008 vorrangig auf die Akquisition von Dade Behring im Healthcare Sector zurückzuführen (siehe »Ziffer 4«). In den Anpassungen aus Erstkonsolidierung im Industry Sector wirken 103 EUR aus der Akquisition von UGS (siehe »Ziffer 4« für weitere Informationen). Wertminderungsaufwand in Höhe von 70 EUR resultiert aus dem Gebäudeprojektgeschäft der VA Technologie AG, das in den Sonstigen operativen Aktivitäten ausgewiesen wurde.
Siemens überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte in Übereinstimmung mit der unter »Ziffer 2 und 3« dargestellten Vorgehensweise. Die grundlegenden Annahmen, auf denen die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Verkaufskosten, der Divisions mit zugeordnetem Buchwert basiert, beinhalten im Geschäftsjahr 2009 und 2008 Wachstumsraten bis zu 3,0 % sowie Abzinsungsfaktoren nach Steuern von 7,5 % bis 8,5 % im Geschäftsjahr 2009 sowie 7,5 % bis 9 % im Geschäftsjahr 2008. Falls möglich, wurden Marktpreise herangezogen.
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich der Verkaufskosten, der Divisions wurden Cashflows prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der besten vom Management vorgenommenen Einschätzung über zukünftige Entwicklungen sowie auf Marktannahmen basieren.
Der beizulegende Zeitwert, abzüglich der Verkaufskosten, wird hauptsächlich bestimmt durch den Endwert (Terminal-Value), der besonders sensitiv auf Veränderungen in den Annahmen bezüglich seiner Wachstumsrate und seines Abzinsungsfaktors reagiert. Beide Annahmen werden individuell für jede Division festgelegt. Abzinsungsfaktoren spiegeln die gegenwärtigen Marktbeurteilungen der spezifischen Risiken jeder einzelnen Division wider und basieren auf den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der Divisions (für SFS entspricht der Abzinsungsfaktor den Eigenkapitalkosten). Die Terminal-Value-Wachstumsraten berücksichtigen auch extern verfügbare makroökonomische Daten.
Auf Basis der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung im Geschäftsjahr 2009 wurden die erzielbaren Beträge der Divisions höher als die Buchwerte eingeschätzt. Folglich wurden vom Management keine Wertminderungen identifiziert.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten Annahmen, die bei der Werthaltigkeitsprüfung von Divisions, denen ein wesentlicher Goodwill zugeordnet worden ist, für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich der Verkaufskosten, herangezogen worden sind:
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| Geschäftsjahr 2009 | |||
|---|---|---|---|
| Goodwill | Langfristige Wachstumsrate | Abzinsungsfaktor | |
| --- | --- | --- | --- |
| Diagnostics im Healthcare Sector | 5.507 | 3,0 % | 7,5 % |
| Imaging & IT im Healthcare Sector | 2.782 | 3,0 % | 8,0 % |
| Industry Automation im Industry Sector | 2.250 | 2,0 % | 8,0 % |
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| Geschäftsjahr 2008 | |||
|---|---|---|---|
| Goodwill | Langfristige Wachstumsrate | Abzinsungsfaktor | |
| --- | --- | --- | --- |
| Diagnostics im Healthcare Sector | 6.131 | 3,0 % | 8,0 % |
| Imaging & IT im Healthcare Sector | 2.418 | 3,0 % | 8,0 % |
| Industry Automation im Industry Sector | 2.259 | 2,0 % | 7,5 % |
Unter den zuvor genannten Divisions besitzt die Diagnostics Division im Healthcare Sector den höchsten Goodwill und den geringsten Überschuss des erzielbaren Betrags über den Buchwert. Für die Diagnostics Division beträgt dieser Überschuss 2.284 EUR. Die Diagnostics Division geht aus den Akquisitionen der Diagnostic Products Corporation (DPC), der Diagnostics Division der Bayer AG und der Dade Behring, Inc. hervor. Die Division agiert am globalen Healthcare-Markt für Diagnostiksysteme und Verbrauchsmaterialien, der sich steigenden Kostenbeschränkungen ausgesetzt sieht und - hauptsächlich in Zusammenhang mit dem »Megatrend« demografischer Wandel - als Wachstumsmarkt eingeschätzt wird. Es wird erwartet, dass Volumenwachstum und Produktivitätssteigerungen als Resultat der Integration dieser drei Akquisitionen zu Verbesserungen der Ergebnismarge in den nächsten Jahren beitragen werden.
Der ermittelte beizulegende Zeitwert von Diagnostics beruht hauptsächlich auf dem Volumenwachstum der nächsten Jahre und dem Endwert. Über den fünfjährigen Planungszeitraum wurde ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 5 % angenommen. Cashflows jenseits des fünfjährigen Planungszeitraums wurden unter Anwendung einer gleichbleibenden Wachstumsrate von 3 % extrapoliert. Des Weiteren wurde ein Abzinsungsfaktor von 7,5 % verwendet.
Eine Reduzierung der Terminal-Value-Wachstumsrate um 1,4 Prozentpunkte würde den Überschuss zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag auf null reduzieren. Eine Verminderung des durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstums während des fünfjährigen Planungszeitraums um mehr als 2,5 Prozentpunkte würde den Überschuss um mehr als 77 % reduzieren. Durch eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 0,5 Prozentpunkte würde sich der Überschuss um 51 % vermindern.
17 SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
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| Bruttowert 1.10.2008 | Währungs- umrechnungsdifferenzen |
Zugänge durch Unternehmens- zusammenschlüsse |
Zugänge | Abgänge1 | Bruttowert 30.9.2009 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Software und sonstige selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte | 2.492 | - 47 | - 1 | 382 | - 162 | 2.664 |
| Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 6.524 | - 105 | 105 | 59 | - 64 | 6.519 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 9.016 | - 152 | 104 | 441 | - 226 | 9.183 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Restbuchwert 30.9.2009 | Abschreibungen des Geschäftsjahrs 20092 | |
|---|---|---|---|
| Software und sonstige selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte | - 1.609 | 1.055 | - 264 |
| Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | - 2.548 | 3.971 | - 570 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | - 4.157 | 5.026 | - 834 |
1 Enthält Sonstige Immaterielle Vermögenswerte, die in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert wurden (siehe »Ziffer 4«).
2 Enthält im Geschäftsjahr 2009 Abschreibungen wegen Wertminderungen in Höhe von - 22 EUR.
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| Bruttowert 1.10.2007 | Währungs- umrechnungs- differenzen |
Zugänge durch Unternehmens- zusammenschlüsse |
Zugänge | Abgänge1 | Bruttowert 30.9.2008 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Software und sonstige selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte | 2.362 | - 16 | 33 | 420 | - 307 | 2.492 |
| Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | 5.406 | - 70 | 1.260 | 102 | - 174 | 6.524 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 7.768 | - 86 | 1.293 | 522 | - 481 | 9.016 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Restbuchwert 30.9.2008 | Abschreibungen des Geschäftsjahrs 20082 | |
|---|---|---|---|
| Software und sonstige selbsterstellte Immaterielle Vermögenswerte | - 1.532 | 960 | - 368 |
| Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte | - 2.071 | 4.453 | - 528 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | - 3.603 | 5.413 | - 896 |
1 Enthält Sonstige Immaterielle Vermögenswerte, die in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert wurden (siehe »Ziffer 4«).
2 Enthält im Geschäftsjahr 2008 Abschreibungen wegen Wertminderungen in Höhe von - 98 EUR.
Der Abschreibungsaufwand für Immaterielle Vermögenswerte ist in den Positionen Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte enthalten.
Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sonstigen Immateriellen Vermögenswerten belaufen sich zum 30. September 2009 und zum 30. September 2008 auf 35 EUR beziehungsweise 37 EUR.
18 SACHANLAGEN
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| Bruttowert 1.10.2008 | Währungs- umrechnungs- differenzen |
Zugänge durch Unternehmenszu- sammenschlüsse |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge1 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 8.228 | - 79 | 128 | 717 | 287 | - 618 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.252 | - 120 | 11 | 496 | 389 | - 389 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.654 | - 93 | 14 | 660 | 110 | - 853 |
| Vermietete Erzeugnisse | 2.630 | - 84 | - | 495 | 35 | - 399 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.180 | - 11 | 3 | 692 | - 821 | - 80 |
| Sachanlagen | 26.944 | - 387 | 156 | 3.060 | - | - 2.339 |
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| Bruttowert 30.9.2009 | Kumulierte Abschreibungen | Restbuchwert 30.9.2009 | Abschreibungen und Wertminderungen des Geschäftsjahrs 20092 | |
|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 8.663 | - 4.112 | 4.551 | - 302 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.639 | - 5.875 | 2.764 | - 562 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.492 | - 4.969 | 1.523 | - 769 |
| Vermietete Erzeugnisse | 2.677 | - 1.153 | 1.524 | - 375 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 963 | - 2 | 961 | - |
| Sachanlagen | 27.434 | - 16.111 | 11.323 | - 2.008 |
1 Enthält Sachanlagen, die in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert wurden (siehe »Ziffer 4«).
2 Enthält Abschreibungen wegen Wertminderungen in Höhe von - 74 EUR im Geschäftsjahr 2009.
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| Bruttowert 1.10.2007 | Währungs- umrechnungs- differenzen |
Zugänge durch Unternehmens- zusammenschlüsse |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge1 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 8.639 | - 13 | 169 | 251 | 189 | - 1.007 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.885 | - 40 | 165 | 519 | 294 | - 571 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.740 | - 60 | 88 | 791 | 126 | - 1.031 |
| Vermietete Erzeugnisse | 2.019 | - 38 | 200 | 550 | 39 | - 140 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 894 | - 4 | 27 | 937 | - 648 | - 26 |
| Sachanlagen | 26.177 | - 155 | 649 | 3.048 | - | - 2.775 |
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| Bruttowert 30.9.2008 | Kumulierte Abschreibungen | Restbuchwert 30.9.2008 | Abschreibungen und Wertminderungen des Geschäftsjahrs 20082 | |
|---|---|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 8.228 | - 3.877 | 4.351 | - 334 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.252 | - 5.668 | 2.584 | - 619 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.654 | - 5.085 | 1.569 | - 818 |
| Vermietete Erzeugnisse | 2.630 | - 1.055 | 1.575 | - 347 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.180 | - 1 | 1.179 | - 1 |
| Sachanlagen | 26.944 | - 15.686 | 11.258 | - 2.119 |
1 Enthält Sachanlagen, die in Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert wurden (siehe »Ziffer 4«).
2 Enthält Abschreibungen wegen Wertminderungen in Höhe von - 213 EUR im Geschäftsjahr 2008.
Zum 30. September 2009 betrugen die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen 336 (i.V. 463) EUR.
Die zukünftigen Zahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasingverträgen betragen zum 30. September 2009 und 2008:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| 2009 | - | 506 |
| 2010 | 516 | 390 |
| 2011 | 371 | 291 |
| 2012 | 274 | 201 |
| 2013 | 187 | 126 |
| 2014 | 125 | - |
| Nach 2014 im Geschäftsjahr 2009 (nach 2013 im Geschäftsjahr 2008) | 172 | 161 |
| Gesamt | 1.645 | 1.675 |
Zahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasingverträgen beziehen sich auf Gebäude, Datenverarbeitungs- und Telefonanlagen sowie auf medizinische Anlagen.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die die Gesellschaft besitzt, um Mieteinnahmen zu erhalten und/oder um Wertsteigerungen zu erzielen, und die sie nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke einsetzt.
Die Buchwerte von Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien betragen zum 30. September 2009 166 (i.V. 151) EUR, im Vergleich zu den beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 329 (i.V. 357) EUR. Die beizulegenden Zeitwerte werden überwiegend durch Discounted-Cashflow-Bewertungen ermittelt, außer für bestimmte Fälle, für die Bewertungsgutachten vorliegen.
19 NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN
Die bedeutendsten, nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, die alle nicht börsennotiert sind, sind zum 30. September 2009 und 2008 (in alphabetischer Reihenfolge):
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| Beteiligungsquote | ||
|---|---|---|
| 30. Sept. 2009 | 30. Sept. 2008 | |
| --- | --- | --- |
| BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) | 50 % | 50 % |
| Capital Meters Holdings Ltd. | 20 % | 20 % |
| Dräger Medical AG & Co. KG | 25 % | 25 % |
| Enterprise Networks Holdings B.V. | 49 % | 49 % |
| Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG | 49 % | 49 % |
| Nokia Siemens Networks Holding B.V. | 50 %1 | 50 %1 |
| P.T. Jawa Power | 50 %2 | 50 %2 |
| Shanghai Electric Power Generation Equipment Co. Ltd. | 34 % | 34 % |
| Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG | 35 % | 35 % |
1 Die exakte Quote der Stimmrechtsanteile beträgt 50 % abzüglich 25 Stimmrechte.
2 Die Beteiligung stellt kein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen dar, da neben Siemens noch zwei weitere Anteilseigner beteiligt sind.
Die Beteiligungen an AREVA und FSC wurden im Januar 2009 beziehungsweise September 2008 in die Position Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte umgegliedert. Die Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde zu diesem Zeitpunkt ausgesetzt (für weitere Informationen zu AREVA siehe »Ziffer 4«). FSC wurde im April 2009 verkauft (für weitere Informationen zu den Verkäufen siehe »Ziffer 4«).
Die Anteile an BSH, dem einzigen wesentlichen gemeinschaftlich geführten Unternehmen von Siemens, werden nach der Equity-Methode - wie in der »Ziffer 2« beschrieben - auf Basis der zum 30. Juni endenden Zwölfmonatsperiode bilanziert. Die nachfolgenden Informationen von BSH basieren auf den jeweils zuletzt veröffentlichten Jahresabschlüssen (ohne Anpassung an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote):
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2008 | 2007 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 8.758 | 8.818 |
| Gewinn/Verlust nach Steuern | 311 | 411 |
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| 31. Dezember | ||
|---|---|---|
| 2008 | 2007 | |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.678 | 3.699 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.495 | 2.577 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 2.033 | 2.074 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 1.744 | 1.830 |
Zusammenfassende Finanzinformationen für unsere wesentlichen Beteiligungen in assoziierte Unternehmen (ohne Anpassung an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote) werden nachfolgend präsentiert. Die Informationen der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen dem Zwölfmonatszeitraum, der der Equity-Bilanzierung zugrunde liegt.
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 19.871 | 20.115 |
| Gewinn/Verlust nach Steuern | - 769 | 199 |
Die Bilanzinformationen entsprechen dem Stichtag, der der jeweiligen Equity-Bilanzierung zugrunde liegt.
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Summe Aktiva | 22.218 | 26.010 |
| Summe Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 14.446 | 15.839 |
Für Informationen zu Eventualverbindlichkeiten der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen siehe »Ziffer 39«.
Für Informationen bezüglich der außerplanmäßigen Abschreibung der Beteiligung an NSN siehe »Ziffer 8«.
20 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Finanzierungs-Leasing (siehe »Ziffer 12«) | 3.147 | 3.486 |
| Darlehensforderungen | 2.142 | 1.417 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.594 | 404 |
| Forderungen an assoziierte Unternehmen sowie sonstige Unternehmen (wie in »Ziffer 12« definiert) | 787 | 45 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 452 | 471 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 391 | 551 |
| Sonstiges | 1.517 | 1.411 |
| 10.030 | 7.785 |
In den Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten weist Siemens Beteiligungen aus, die zu Anschaffungskosten oder mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sofern sich dieser verlässlich ermitteln lässt. Die in dieser Position enthaltenen Derivativen Finanzinstrumente umfassen den langfristigen Anteil der als Sicherungsinstrumente vorgesehenen Derivate, für die Siemens Hedge Accounting anwendet. Darlehensforderungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Darlehenstransaktionen der SFS. Forderungen an assoziierte Unternehmen sowie sonstige Unternehmen beinhalten ein im Geschäftsjahr 2009 begebenes Gesellschafterdarlehen an NSN mit einem Buchwert zum 30. September 2009 in Höhe von 722 EUR.
21 SONSTIGE KURZFRISTIGE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Derivative Finanzinstrumente (siehe »Ziffern 31 und 32«) | 973 | 1.198 |
| Zinsabgrenzungen | 325 | 191 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Joint Ventures und assoziierten Unternehmen sowie sonstigen Unternehmen | 87 | 101 |
| Sonstiges | 734 | 937 |
| 2.119 | 2.427 |
22 SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Erhaltene Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen | 11.031 | 11.390 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 2.567 | 3.160 |
| Lohnsteuern und Sozialabgaben | 1.908 | 2.048 |
| Sondervergütungsverpflichtungen | 1.046 | 1.132 |
| Rückstellung für ausstehende Rechnungen | 789 | 626 |
| Sonstige Steuerverbindlichkeiten | 689 | 743 |
| Abgrenzung für erhaltene Reservierungsgebühren | 536 | 206 |
| Passive Abgrenzungsposten | 594 | 651 |
| Sonstiges | 1.151 | 1.688 |
| 20.311 | 21.644 |
Die Sonstigen Personalaufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Verpflichtungen für Urlaubsrückstände, Gleitzeitguthaben, Jubiläumsaufwendungen, Abfindungszahlungen an Mitarbeiter sowie Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit dem SG&A-Programm zusammen (siehe »Ziffer 5«).
23 FINANZSCHULDEN
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristig | ||
| Anleihen und Schuldverschreibungen | - | 1.024 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 261 | 479 |
| Sonstige Finanzschulden | 392 | 265 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 45 | 51 |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 698 | 1.819 |
| Langfristig | ||
| Anleihen und Schuldverschreibungen (Fälligkeit bis 2066) | 16.502 | 11.942 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Fälligkeit bis 2023) | 1.910 | 1.856 |
| Sonstige Finanzschulden (Fälligkeit bis 2029) | 379 | 280 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 149 | 182 |
| Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 |
| 19.638 | 16.079 |
Zum 30. September 2009 lag der gewichtete Durchschnittszins für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei 3,4 (i.V. 4,9) %, für Sonstige Finanzschulden bei 2,9 (i.V. 3,5) % und für Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing bei 4,0 (i.V. 5,7) %.
a) Commercial-Paper-Programm
Zum 30. September 2009 steht der Gesellschaft ein Globales Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm über 9,0 Mrd. USD (6,1 Mrd. EUR) zur Verfügung, das auch die Möglichkeit für die Begebung von USD Extendible Notes enthält. Die Commercial Papers belaufen sich auf 337 EUR mit Zinssätzen von 0,21 % bis 0,23 % (siehe auch unten »Sonstige Finanzschulden«). Der Vorjahreswert belief sich auf 198 EUR mit Zinssätzen von 2,10 % bis 2,25 %. Unsere begebenen Commercial Papers haben in der Regel eine Laufzeit von unter 90 Tagen.
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
Euro Medium Term Notes Programm
Durch Vereinbarungen mit Finanzinstitutionen kann die Gesellschaft zum 30. September 2009 bis zu 15,0 Mrd. EUR an Medium-Term-Notes begeben (i.V. bis zu 5,0 Mrd. EUR). Zum 30. September 2009 belief sich der ausstehende nominale Betrag auf 8,8 Mrd. EUR beziehungsweise auf 4,9 Mrd. EUR zum 30. September 2008. Der ausstehende Betrag beinhaltet eine variabel verzinsliche USD-Tranche in Höhe von 500 Mio. USD (342 EUR) mit Fälligkeit im März 2012 (Zinssatz: 0,15 % über LI-BOR), eine festverzinsliche USD-Tranche in Höhe von 500 Mio. USD (342 EUR) mit Fälligkeit im März 2016 (Zinssatz: 5,625 %) sowie eine 1,55 Mrd. EUR 5,250 % Schuldverschreibung, fällig am 12. Dezember 2011, eine 1,0 Mrd. EUR 5,375 % Schuldverschreibung, fällig am 11. Juni 2014, und eine 1,6 Mrd. EUR 5,625 % Schuldverschreibung, fällig am 11. Juni 2018. Im Geschäftsjahr 2009 erneuerte Siemens das Programm und emittierte unter diesem Programm zusätzliche festverzinsliche Schuldverschreibungen in Höhe von 4,0 Mrd. EUR in zwei Tranchen: eine 2,0 Mrd. EUR 4,125 % Schuldverschreibung, fällig am 20. Februar 2013, und eine 2,0 Mrd. EUR 5,125 % Schuldverschreibung, fällig am 20. Februar 2017.
Extendible Notes
Im Geschäftsjahr 2008 emittierte die Gesellschaft variabel verzinsliche Extendible Notes über einen Nominalbetrag von 500 EUR zu EURIBOR + 0,23 %, die am ersten Fälligkeitstag Ende Juni 2009 zum Nennbetrag zurückgezahlt wurde.
USD Medium Term Notes
Im August 2006 emittierte die Gesellschaft Schuldverschreibungen in Höhe von 5,0 Mrd. USD (3,4 Mrd. EUR) in vier Tranchen: 750 Mio. USD variabel verzinsliche Schuldverschreibungen (USD LIBOR + 0,05 %), fällig am 14. August 2009, die am Fälligkeitstag zum Nominalbetrag zurückgezahlt wurde, 750 Mio. USD 5,5 % Schuldverschreibungen, fällig am 16. Februar 2012, 1,750 Mrd. USD 5,75 % Schuldverschreibungen, fällig am 17. Oktober 2016, und 1,750 Mrd. USD 6,125 % Schuldverschreibungen, fällig am 17. August 2026. Die variabel verzinslichen Schuldverschreibungen kann die Gesellschaft am oder nach dem 14. Februar 2008, die festverzinslichen Schuldverschreibungen jederzeit vollständig oder teilweise zu dem in den Emissionsbedingungen festgelegten vorzeitigen Rückzahlungsbetrag zurückkaufen (Call).
Hybridschuldverschreibung
Im September 2006 emittierte die Gesellschaft eine nachrangige Hybridschuldverschreibung, die von Siemens vollständig nachrangig garantiert ist. Sie umfasst eine Euro-Tranche in Höhe von 900 EUR und eine GBP-Tranche in Höhe von 750 Mio. GBP (825 EUR). Beide Tranchen sind am 14. September 2066 zur Rückzahlung fällig. Siemens kann die Schuldverschreibungen im Jahr 2016 oder zu einem späteren Zeitpunkt kündigen. Die Schuldverschreibungen sind bis zum 14. September 2016 festverzinslich (5,25 % für Schuldverschreibungen der EUR-Tranche und 6,125 % für Schuldverschreibungen der GBP-Tranche). Danach sind die Schuldverschreibungen gemäß den Emissionsbedingungen variabel verzinslich.
Euro Schuldverschreibungen
Im Juni 2001 begab die Gesellschaft 5,75 % Euro-Schuldverschreibungen in Höhe von 2,0 Mrd. EUR, fällig im Juli 2011.
Die Anleihen und Schuldverschreibungen der Gesellschaft setzen sich folgendermaßen zusammen:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Währung (Nominalwert) | Buchwert in EUR1 | Währung (Nominalwert) | Buchwert in EUR1 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| USD LIBOR+0,15 % 2006/2012 USD-Anleihe | USD | 500 | 341 | USD | 500 | 349 |
| 5,625 % 2006/2016 USD-Anleihe | USD | 500 | 386 | USD | 500 | 374 |
| 5,25 % 2008/2011 EUR Medium Term Note | EUR | 1.550 | 1.644 | EUR | 1.550 | 1.555 |
| 5,375 % 2008/2014 EUR Medium Term Note | EUR | 1.000 | 1.084 | EUR | 1.000 | 999 |
| 5,625 % 2008/2018 EUR Medium Term Note | EUR | 1.600 | 1.763 | EUR | 1.600 | 1.607 |
| 4,125 % 2009/2013 EUR Medium Term Note | EUR | 2.000 | 2.000 | - | - | |
| 5,125 % 2009/2017 EUR Medium Term Note | EUR | 2.000 | 1.977 | - | - | |
| Gesamtbetrag Euro Medium Term Notes | 9.195 | 4.884 | ||||
| ER3M 2008/2009 (Extendible) | - | - | EUR | 500 | 500 | |
| Gesamtbetrag Extendible | - | 500 | ||||
| USD LIBOR+0,05 % 2006/2009 USD-Anleihe | - | - | USD | 750 | 524 | |
| 5,5 % 2006/2012 USD-Anleihe | USD | 750 | 556 | USD | 750 | 552 |
| 5,75 % 2006/2016 USD-Anleihe | USD | 1.750 | 1.366 | USD | 1.750 | 1.323 |
| 6,125 % 2006/2026 USD-Anleihe | USD | 1.750 | 1.439 | USD | 1.750 | 1.367 |
| Gesamtbetrag USD Medium Notes | - | 3.361 | - | 3.766 | ||
| 5,25 % 2006/2066 EUR-Anleihe | EUR | 900 | 941 | EUR | 900 | 857 |
| 6,125 % 2006/2066 GBP-Anleihe | GBP | 750 | 874 | GBP | 750 | 928 |
| Gesamtbetrag Hybridschuldverschreibung | 1.815 | 1.785 | ||||
| 5,75 % €-Anleihe 2001/2011 | EUR | 2.000 | 2.129 | EUR | 2.000 | 2.031 |
| 2.129 | 2.031 | |||||
| Sonstige | 2 | - | ||||
| 16.502 | 12.966 |
1 Enthält Anpassungen aufgrund von Fair Value Hedges.
c) Schuldscheindarlehen
Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 emittierte die Gesellschaft Schuldscheindarlehen. Die Schuldscheindarlehen mit einem Nominal- und Buchwert in Höhe von 1,1 Mrd. EUR zum 30. September 2009 und 2008 wurden für allgemeine Zwecke in vier Tranchen emittiert. Sie bestehen aus einer variabel verzinslichen Tranche in Höhe von 370 EUR mit einem Zinssatz von 0,55 % über EURIBOR (European Interbank Offered Rate) und fällig am 12. Juni 2013, einer mit 5,283 % fest verzinslichen Tranche in Höhe von 113,5 EUR, ebenfalls fällig am 12. Juni 2013, einer weiteren variabel verzinslichen Tranche in Höhe von 283,5 EUR mit einem Zinssatz von 0,70 % über EURIBOR, fällig am 12. Juni 2015, sowie einer weiteren, zu 5,435 % fest verzinslichen Tranche in Höhe von 333 EUR, ebenfalls fällig am 12. Juni 2015.
d) Kreditfazilitäten
Der Gesellschaft standen zum 30. September 2009 und 2008 zugesagte Kreditlinien in einem Gesamtvolumen in Höhe von 6,6 Mrd. EUR beziehungsweise 6,7 Mrd. EUR zur Verfügung. Sie umfassen eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 5,0 Mrd. USD bis März 2012 sowie eine Kreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. USD bis August 2013, die beide in mehreren Währungen gezogen werden können. Die Kreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. USD umfasst einen Kredit (»Term Loan«) in Höhe von 1,0 Mrd. USD und eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. USD. Der 1,0 Mrd. USD-Term Loan wurde im Januar 2007 gezogen, der Zinssatz hierfür beträgt 0,15 % über LIBOR (London Interbank Offered Rate). Die 3 Mrd. USD-Kreditlinie wurde noch nicht gezogen. Darüber hinaus steht Siemens eine weitere, revolvierende Kreditlinie mit einem Volumen in Höhe von 450 EUR zur Verfügung, die bis September 2012 läuft und von einer lokalen Bank zur Verfügung gestellt wird. Zum 30. September 2009 und 2008 wurden Kreditlinien in Höhe von 5,9 Mrd. EUR beziehungsweise 6,0 Mrd. EUR nicht in Anspruch genommen. Die Bereitstellungskosten für das Geschäftsjahr 2009 betrugen 2,7 EUR und für das Geschäftsjahr 2008 2,8 EUR. Die zugesagten Kreditmittel sind im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit frei verwendbar.
Die Gesamtvolumina an Finanzschulden (ohne die separat gezeigten Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing) mit Restlaufzeiten von bis zu fünf Jahren und darüber hinaus stellen sich zum 30. September 2009 und 2008 wie folgt dar:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| Geschäftsjahr | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| 2009 | - | 1.768 |
| 2010 | 653 | 169 |
| 2011 | 2.243 | 2.069 |
| 2012 | 2.595 | 2.514 |
| 2013 | 3.200 | 1.190 |
| 2014 | 1.112 | - |
| Nach 2014 im Geschäftsjahr 2009 (nach 2013 im Geschäftsjahr 2008) | 9.641 | 8.136 |
| 19.444 | 15.846 |
Sonstige Finanzschulden
Die Sonstigen Finanzschulden weisen zum 30. September 2009 einen Betrag von 393 (i.V. 256) EUR für Grundstücke und Gebäude des Unternehmens, die verkauft beziehungsweise übertragen wurden, aus. In Zusammenhang mit diesen Grundstücken und Gebäuden verblieben wesentliche Nutzen und Lasten bei Siemens. Dadurch partizipiert Siemens mittel- und unmittelbar an der Wertänderung der Objekte. Dementsprechend stellte Siemens diese Geschäfte als finanzielle Verpflichtungen dar. Die Grundstücke und Gebäude bilanzierte Siemens weiterhin als Vermögenswerte der Gesellschaft; es wurde weder ein Verkauf bilanziert noch wurde ein Ergebnis realisiert. Zum 30. September 2009 ist in den Sonstigen Finanzschulden auch ein Betrag von 337 (i.V. 198) EUR für ausstehende Globale US$-Commercial Papers erfasst.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing
Zum 30. September 2009 und 2008 stellen sich die Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing wie folgt dar:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fälligkeit | Mindestleasing- verpflichtung |
Nicht amortisierter Zinsaufwand | Barwert der Mindestleasing- verpflichtung |
Mindestleasing- verpflichtung |
Nicht amortisierter Zinsaufwand | Barwert der Mindestleasing- verpflichtung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Innerhalb eines Jahrs | 54 | 9 | 45 | 63 | 12 | 51 |
| Zwischen ein und zwei Jahre | 47 | 5 | 42 | 29 | 9 | 20 |
| Zwischen zwei und drei Jahre | 15 | 2 | 13 | 34 | 7 | 27 |
| Zwischen drei und vier Jahre | 19 | 2 | 17 | 46 | 6 | 40 |
| Zwischen vier und fünf Jahre | 7 | 2 | 5 | 22 | 5 | 17 |
| Danach | 77 | 5 | 72 | 93 | 15 | 78 |
| Gesamt | 219 | 25 | 194 | 287 | 54 | 233 |
| Abzüglich: kurzfristiger Anteil | - 45 | - 51 | ||||
| 149 | 182 |
24 PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
Siemens gewährt gegenwärtig fast allen Mitarbeitern in Deutschland und vielen Beschäftigten im Ausland Pensionszusagen, die feste Leistungsansprüche umfassen und daher nach IFRS als Defined-Benefit-Pläne zu bilanzieren sind. Um die mit den Pensionsplänen verbundenen Risiken zu vermindern, hat Siemens in den vergangenen Jahren bei einigen wesentlichen Pensionsplänen eine Umgestaltung der Pensionspläne zu Plänen durchgeführt, deren Leistungen vorwiegend auf Unternehmensbeiträgen basieren. Zur Finanzierung der Verpflichtungen aus Pensionsplänen sind die Pensionsverpflichtungen der bedeutendsten Pensionspläne weitestgehend durch Vermögen in externen, zugriffsbeschränkten Pensionsfonds abgedeckt.
Darüber hinaus gewährt das Unternehmen pensionsähnliche Zusagen, die vor allem aus Übergangszahlungen an inländische Mitarbeiter nach Eintritt in den Ruhestand sowie aus Versorgungsleistungen in Form von Beiträgen zu Kranken- und Lebensversicherungen in den USA und Kanada bestehen. Diese überwiegend nicht durch externes Vermögen finanzierten pensionsähnlichen Verpflichtungen sind nach IFRS als Defined-Benefit-Pläne zu bilanzieren.
Für die Pensionszusagen und pensionsähnlichen Leistungszusagen des Unternehmens resultieren aufgrund der zum 30. September 2009 und 2008 bestehenden Gegebenheiten die folgenden wesentlichen Positionen in der Konzernbilanz:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Wesentliche Pensionszusagen | 4.203 | 2.580 |
| Wesentliche pensionsähnliche Leistungszusagen | 639 | 639 |
| Sonstige Zusagen | 1.096 | 1.142 |
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 5.938 | 4.361 |
| Abzugrenzende Aufwendungen für Altersversorgung (prepaid costs) | 49 | 99 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 3.141 | - 1.577 |
| Effekte in Zusammenhang mit der Aktivierungsobergrenze | - 139 | - 14 |
| Ertragsteuer-Effekt | 425 | - 16 |
| In der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge (nach Steuern) | - 2.855 | - 1.607 |
Daneben bestehen im Ausland reine Beitragszusagen für Pensionen und ähnliche Zusatzleistungen, oder das Unternehmen leistet Beiträge zu sozialen Pensionsfonds im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen (staatliche Pläne). Da die Verpflichtung des Unternehmens ausschließlich in der Bereitstellung von Beiträgen besteht, ist die Bilanzierung einer Verpflichtung nicht erforderlich.
Die in der Tabelle genannten Sonstigen Zusagen enthalten nicht wesentliche Pensionszusagen, nicht wesentliche pensionsähnliche Leistungszusagen und sonstige langfristige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die sonstigen langfristigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen Leistungen an ehemalige Mitarbeiter, die unabhängig vom Grund des Ausscheidens unmittelbar nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses gewährt werden.
Wesentliche Pensionszusagen
Die wesentlichen Pensionszusagen umfassen 488.000 Anspruchsberechtigte, einschließlich 188.000 aktive Mitarbeiter, 100.000 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen und 200.000 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Höhe der Versorgungszusagen bemisst sich im Einzelfall nach Lohnbeziehungsweise Gehaltsniveau und/oder Position in der Unternehmenshierarchie sowie der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Dabei können die konkreten Versorgungszusagen in Abhängigkeit von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes variieren. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter von Siemens in Deutschland nimmt an einem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Pensionsplan teil, der BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung). Die BSAV ist ein durch Vermögen gedeckter Defined-Benefit-Plan, dessen Leistungen überwiegend abhängig sind von den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge, wobei durch das Unternehmen eine Minimalverzinsung garantiert wird. Die BSAV ist über den BSAV Trust e.V. mit Vermögen gedeckt. Im Zuge der Einführung des Pensionsplans BSAV wurde für die Defined-Benefit-Pensionszusagen des Siemens Pension Trust e.V. der Effekt aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert, indem für die Mehrzahl dieser Pensionszusagen keine weiteren Ansprüche mehr erdient werden können.
In den folgenden Abschnitten werden zunächst die wesentlichen Pensionszusagen detailliert erläutert in Bezug auf:
| ― | Pensionsverpflichtungen und Finanzierungsstatus, |
| ― | Bestandteile des periodenbezogenen Nettopensionsaufwands, |
| ― | in der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge, |
| ― | Prämissen für die Berechnung von DBO und periodenbezogenem Nettopensionsaufwand, |
| ― | Sensitivitätsanalysen, |
| ― | Fondsvermögen sowie |
| ― | Pensionszahlungen. |
Pensionszusagen: Pensionsverpflichtungen- und Finanzierungsstatus
Der Finanzierungsstatus der wesentlichen Pensionsfonds und die Überleitung vom Finanzierungsstatus zu den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Beträgen stellt sich wie folgt dar:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Marktwert des Fondsvermögens | 21.144 | 13.274 | 7.870 | 20.194 | 12.340 | 7.854 |
| Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung (»Defined Benefit Obligation« - DBO) | 25.159 | 15.783 | 9.376 | 22.654 | 13.782 | 8.872 |
| durch externes Vermögen gedeckt | 24.949 | 15.783 | 9.166 | 22.474 | 13.782 | 8.692 |
| nicht durch externes Vermögen gedeckt | 210 | - | 210 | 180 | - | 180 |
| Finanzierungsstatus | - 4.015 | - 2.509 | - 1.506 | - 2.460 | - 1.442 | - 1.018 |
| Deutschland | - 2.509 | - 2.509 | - 1.442 | - 1.442 | ||
| USA | - 954 | - 954 | - 588 | - 588 | ||
| Großbritannien | - 371 | - 371 | - 156 | - 156 | ||
| Sonstige | - 181 | - 181 | - 274 | - 274 | ||
| Noch nicht berücksichtigte Aufwendungen/ Erträge aus rückwirkenden Planänderungen | - 65 | - | - 65 | - 70 | - | - 70 |
| Effekte aus Aktivierungsobergrenze | - 104 | - | - 104 | - | - | - |
| Bilanzbetrag | - 4.184 | - 2.509 | - 1.675 | - 2.530 | - 1.442 | - 1.088 |
| Der Bilanzbetrag ist in folgenden Bilanzpositionen enthalten: | ||||||
| Sonstige Vermögenswerte | 19 | 17 | 2 | 50 | 17 | 33 |
| Pensionsrückstellungen | - 4.203 | - 2.526 | - 1.677 | - 2.580 | - 1.459 | - 1.121 |
Der Marktwert des Fondsvermögens, die DBO und der Finanzierungsstatus zum 30. September 2007 betrugen 24.013 EUR, 25.052 EUR und - 1.039 EUR. Zum 30. September 2006 betrugen der Marktwert des Fondsvermögens, die DBO und der Finanzierungsstatus 23.755 EUR, 26.696 EUR und - 2.941 EUR. Zum 30. September 2005 betrugen der Marktwert des Fondsvermögens, die DBO und der Finanzierungsstatus 21.581 EUR, 24.972 EUR und - 3.391 EUR.
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der DBO im Berichts- und Vorjahr detailliert dargestellt, ergänzt um Einzelangaben nach Ländern:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Entwicklung des Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung (»Defined Benefit Obligation« - DBO): | ||||||
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahrs | 22.654 | 13.782 | 8.872 | 25.052 | 15.488 | 9.564 |
| Währungseffekte | - 426 | - | - 426 | - 340 | - | - 340 |
| Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche (»Service Cost«) | 451 | 272 | 179 | 511 | 279 | 232 |
| Zinsaufwand (»Interest Cost«) | 1.372 | 853 | 519 | 1.246 | 765 | 481 |
| Beendigungen und Kürzungen von Plänen | - 50 | - 2 | - 48 | - 46 | - 26 | - 20 |
| Eigenbeiträge der Begünstigten aus dem Plan | 147 | 101 | 46 | 135 | 87 | 48 |
| Rückwirkende Plananpassungen durch Änderung der Versorgungszusagen und Sonstiges | 353 | 25 | 328 | 22 | 12 | 10 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 2.054 | 1.667 | 387 | - 1.748 | - 1.612 | - 136 |
| Akquisitionen | 27 | 1 | 26 | 109 | 68 | 41 |
| Desinvestitionen | - 85 | - 5 | - 80 | - 1.026 | - 408 | - 618 |
| Pensionszahlungen | - 1.338 | - 911 | - 427 | - 1.261 | - 871 | - 390 |
| DBO zum Geschäftsjahresende | 25.159 | 15.783 | 9.376 | 22.654 | 13.782 | 8.872 |
| Deutschland | 15.783 | 15.783 | 13.782 | 13.782 | ||
| USA | 3.503 | 3.503 | 2.933 | 2.933 | ||
| Großbritannien | 2.859 | 2.859 | 3.003 | 3.003 | ||
| Sonstige | 3.014 | 3.014 | 2.936 | 2.936 |
Von der gesamten DBO zum Geschäftsjahresende entfielen 8.241 EUR auf aktive Mitarbeiter, 3.039 EUR auf ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Pensionsansprüchen und 13.879 EUR auf Pensionäre und Hinterbliebene.
Im Geschäftsjahr 2009 erhöhte sich die DBO durch die Absenkung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne. Der negative Effekt aus der Absenkung des Abzinsungsfaktors im Geschäftsjahr 2009 wurde teilweise kompensiert durch eine Absenkung des Renten- und Gehaltstrends sowie durch erfahrungsbedingte Anpassungen. Im Geschäftsjahr 2008 verminderte sich die DBO durch die Anhebung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne. Der positive Effekt aus der Anhebung des Abzinsungsfaktors im Geschäftsjahr 2008 wurde teilweise kompensiert durch eine Anhebung des Renten- und Gehaltstrends sowie durch erfahrungsbedingte Anpassungen.
Die folgende Tabelle verdeutlicht die Entwicklung des Fondsvermögens im Berichts- und Vorjahr, ergänzt um Einzelangaben nach Ländern:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Entwicklung des Fondsvermögens: | ||||||
| Marktwert des Fondsvermögens zu Beginn des Geschäftsjahrs | 20.194 | 12.340 | 7.854 | 24.013 | 14.753 | 9.260 |
| Währungseffekte | - 343 | - | - 343 | - 384 | - | - 384 |
| Erwartete Erträge aus dem Fondsvermögen | 1.250 | 774 | 476 | 1.471 | 929 | 542 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus dem Fondsvermögen | 656 | 772 | - 116 | - 3.648 | - 2.556 | - 1.092 |
| Akquisitionen und Sonstiges | 229 | - | 229 | 56 | 12 | 44 |
| Desinvestitionen und Sonstiges | - 42 | - 3 | - 39 | - 750 | - 126 | - 624 |
| Beendigungen von Plänen | - 12 | - | - 12 | - | - | - |
| Arbeitgeberbeiträge | 403 | 201 | 202 | 562 | 112 | 450 |
| Eigenbeiträge der Begünstigten | 147 | 101 | 46 | 135 | 87 | 48 |
| Pensionszahlungen | - 1.338 | - 911 | - 427 | - 1.261 | - 871 | - 390 |
| Marktwert des Fondsvermögens zum Geschäftsjahresende | 21.144 | 13.274 | 7.870 | 20.194 | 12.340 | 7.854 |
| Deutschland | 13.274 | 13.274 | 12.340 | 12.340 | ||
| USA | 2.549 | 2.549 | 2.345 | 2.345 | ||
| Großbritannien | 2.488 | 2.488 | 2.847 | 2.847 | ||
| Sonstige | 2.833 | 2.833 | 2.662 | 2.662 |
Die für das Geschäftsjahr 2010 erwarteten Arbeitgeberbeiträge zu den wesentlichen mit externem Vermögen gedeckten Pensionsplänen betragen 586 EUR, darin 256 EUR zu den inländischen und 330 EUR zu den ausländischen Pensionsplänen.
Im Geschäftsjahr 2009 hat das Unternehmen einige Pensionspläne in den USA, die mit dem Erwerb des Dade Behring Geschäfts im Geschäftjahr 2008 zugingen, mit ihren wesentlichen Pensionsplänen verschmolzen. Als Folge davon hat sich die DBO und das Fondsvermögen in den beiden vorangehenden Tabellen um 224 EUR und 128 EUR erhöht. Die entsprechenden Beträge sind in den Positionen Rückwirkende Plananpassungen durch Änderung der Versorgungszusagen und Sonstiges und Akquisitionen und Sonstiges enthalten. Im Geschäftsjahr 2008 haben sich die DBO und der Marktwert des Fondsvermögens durch den Abgang der Aktivitäten in den Unternehmenseinheiten SV und SEN verringert. Die entsprechenden Beträge sind in den beiden vorangehenden Tabellen in den Positionen Desinvestitionen und Desinvestitionen und Sonstiges ausgewiesen.
Pensionszusagen: Bestandteile des periodenbezogenen Nettopensionsaufwands
Die NPBC für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 setzen sich wie folgt zusammen:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsanprüche (»Service Cost«) | 451 | 272 | 179 | 511 | 279 | 232 |
| Zinsaufwand (»Interest Cost«) | 1.372 | 853 | 519 | 1.246 | 765 | 481 |
| Erwartete Rendite des Fondsvermögens | - 1.250 | - 774 | - 476 | - 1.471 | - 929 | - 542 |
| Tilgung von Aufwendungen/Erträgen aus rückwirkenden Planänderungen (»Past Service Cost/Benefits«) | 14 | 17 | - 3 | - 1 | - | - 1 |
| Verluste/Gewinne aus Beendigungen und Kürzungen von Plänen | - 38 | - 2 | - 36 | - 46 | - 26 | - 20 |
| Periodenbezogener Nettopensionsaufwand | 549 | 366 | 183 | 239 | 89 | 150 |
| Deutschland | 366 | 366 | 89 | 89 | ||
| USA | 144 | 144 | 132 | 132 | ||
| Großbritannien | 30 | 30 | 15 | 15 | ||
| Sonstige | 9 | 9 | 3 | 3 |
Von dem in oben stehender Tabelle angegebenen periodenbezogenen Nettopensionsaufwand im Geschäftsjahr 2008 entfallen minus 21 EUR auf nicht fortgeführte Aktivitäten. Dieser Betrag enthält einen Gewinn aus der Beendigung von Plänen in Höhe von minus 59 EUR aus dem Abgang der Pensionsverpflichtungen von SV und SEN und 38 EUR sonstigen periodenbezogenen Nettopensionsaufwand für SV und SEN.
Pensionszusagen: In der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen, die in der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen werden, stellen sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 1.398 | 895 | 503 | 1.900 | 944 | 956 |
| Effekte in Zusammenhang mit der Aktivierungsobergrenze | 104 | - | 104 | - | - | - |
| Ertragsteuer-Effekt | - 398 | - 194 | - 204 | - 50 | 252 | - 302 |
| In der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge (nach Steuern) | 1.104 | 701 | 403 | 1.850 | 1.196 | 654 |
| Deutschland | 701 | 701 | 1.196 | 1.196 | ||
| USA | 130 | 130 | 198 | 198 | ||
| Großbritannien | 268 | 268 | 263 | 263 | ||
| Sonstige | 5 | 5 | 193 | 193 |
Pensionszusagen: Prämissen für die Berechnung von DBO und periodenbezogenem Nettopensionsaufwand
Die der Berechnung der DBO und der Bestimmung der NPBC zugrunde liegenden Annahmen zu Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Rententrend sowie zur langfristigen Rendite des Fondsvermögens variieren unter anderem in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Landes, in dem der Pensionsplan besteht beziehungsweise die Anlage des Fondsvermögens erfolgt, sowie von den Kapitalmarkterwartungen.
Der Abzinsungsfaktor (gewichteter Durchschnitt), der der versicherungsmathematischen Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag zugrunde liegt, und die erwartete Rendite des Fondsvermögens für das jeweilige Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 5,3 % | 5,3 % | 5,2 % | 6,2 % | 6,4 % | 6,0 % |
| Deutschland | 5,3 % | 5,3 % | 6,4 % | 6,4 % | ||
| USA | 5,69 % | 5,69 % | 6,79 % | 6,79 % | ||
| Großbritannien | 5,7 % | 5,7 % | 6,5 % | 6,5 % | ||
| Erwartete Rendite des Fondsvermögens | 6,5 % | 6,5 % | 6,4 % | 6,5 % | 6,5 % | 6,5 % |
| Deutschland | 6,5 % | 6,5 % | 6,5 % | 6,5 % | ||
| USA | 6,97 % | 6,97 % | 6,97 % | 6,97 % | ||
| Großbritannien | 6,5 % | 6,5 % | 6,7 % | 6,7 % |
Der Gehaltstrend für Länder, in denen diese Prämissen eine wesentliche Wirkung auf die DBO zum Bilanzstichtag haben, stellt sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt dar: USA: 3,76 % und 4,05 %, Großbritannien: 4,0 % und 4,5 %, Schweiz: 1,5 % und 2,5 %, Niederlande: 2,95 % und 2,95 %. Der Gehaltstrend für die inländischen Pensionspläne für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 betrug jeweils 2,25 %. Jedoch wurde im Zuge der Einführung des Pensionsplans BSAV für die Defined-Benefit-Pensionszusagen des Siemens Pension Trust e.V. der Effekt aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert. Der Rententrend für Länder, in denen diese Prämissen eine wesentliche Wirkung auf die DBO zum Bilanzstichtag haben, stellt sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt dar: Deutschland: 1,75 % und 1,75 %, Großbritannien: 3,0 % und 3,6 %, Niederlande: 1,5 % und 2,0 %.
Die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahrs angesetzten Prämissen gelten auch für die Ermittlung des Zinsaufwands (»Interest Cost«) und des Aufwands für die im folgenden Geschäftsjahr entstehenden Versorgungsansprüche (»Service Cost«). Das für das Geschäftsjahr erwartete absolute Anlageergebnis wird ermittelt auf Basis der erwarteten prozentualen Renditen für das jeweilige Geschäftsjahr, multipliziert mit dem Marktwert des Fondsvermögens zum Bilanzstichtag des vorhergehenden Geschäftsjahrs. Soweit nach dem Bilanzstichtag wesentliche Ereignisse wie Sonderdotierungen stattfinden, werden diese Effekte zeitanteilig bei der Berechnung des erwarteten absoluten Anlageergebnisses des Fondsvermögens für das betreffende Geschäftsjahr berücksichtigt.
Die unterstellten Abzinsungsfaktoren spiegeln die Zinssätze wider, die am Bilanzstichtag für erstrangige Industrieanleihen oder Regierungsanleihen mit entsprechender Laufzeit und in entsprechender Währung gezahlt werden. Die Annahmen zur erwarteten Rendite des Fondsvermögens werden auf Basis einer einheitlichen Methode festgelegt, die auf langfristigen tatsächlichen Renditen der Vergangenheit, der Portfoliostruktur und zukünftig zu erwartenden langfristigen Renditen beruht. Für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wurde die Annahme zur erwarteten Rendite des Fondsvermögens im Wesentlichen unverändert beibehalten. Änderungen von oben stehend nicht aufgeführten versicherungsmathematischen Annahmen wie zum Beispiel Fluktuation, Sterblichkeit, Invalidität etc. hatten nur einen geringfügigen Einfluss auf die Gesamt-DBO zum 30. September 2009 und zum 30. September 2008.
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, die aus den Unterschieden zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Verhältnissen resultieren, verminderten die DBO im Geschäftsjahr 2009 um 0,5 %, erhöhten die DBO im Geschäftsjahr 2008 um 0,4 %, hatten im Geschäftsjahr 2007 und 2006 keinen Einfluss auf die DBO und erhöhten die DBO im Geschäftsjahr 2005 um 0,8 %.
Pensionszusagen: Sensitivitätsanalysen
Eine Veränderung der oben angegebenen, bereits feststehenden Annahmen für die Ermittlung der NPBC 2010 von jeweils einem Prozentpunkt beziehungsweise eine Veränderung des Marktwerts des Fondsvermögens zum Bilanzstichtag 30. September 2009 um 500 EUR würden die NPBC 2010 folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:
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| Veränderung NPBC 2010 durch einen Prozentpunkt/500 EUR |
||
|---|---|---|
| Anstieg | Rückgang | |
| --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 18 | - 29 |
| Erwartete Rendite des Fondsvermögens | - 195 | 195 |
| Gehaltstrend | 26 | - 23 |
| Rententrend | 139 | - 109 |
| Marktwert des Fondsvermögens | - 32 | 32 |
Bei der Berechnung der DBO wirkt sich eine Veränderung der prozentualen Annahmen zu Abzinsungsfaktor und Gehalts- und Rententrend wegen bestimmter finanzmathematischer Effekte (vor allem Zinseszinseffekt) nicht linear auf den Absolutbetrag der DBO aus. Aus diesem Grund reagieren auch die aus der DBO abgeleiteten NPBC auf einen Anstieg beziehungsweise Rückgang dieser Annahmen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Soweit mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss die kumulative Wirkung nicht notwendigerweise die gleiche sein wie bei einer isolierten Änderung nur einer dieser Annahmen.
Pensionszusagen: Fondsvermögen
Die Portfoliostruktur des Fondsvermögens der wesentlichen Pensionspläne am Bilanzstichtag für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 und die Ziel-Portfoliostruktur für das Geschäftsjahr 2010 stellen sich wie folgt dar:
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| Ziel-Portfoliostruktur | Portfoliostruktur des Fondsvermögens | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30. September 2010 | 30. September 2009 | 30. September 2008 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenskategorie | Gesamt | Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktien | 20 - 50 % | 27 % | 27 % | 29 % | 29 % | 29 % |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 40 - 70 % | 61 % | 62 % | 59 % | 61 % | 62 % |
| Immobilien | 5 - 15 % | 9 % | 8 % | 9 % | 9 % | 8 % |
| Zahlungsmittel und sonstige Vermögensgegenstände | 5 - 15 % | 3 % | 3 % | 3 % | 1 % | 1 % |
| 100 % | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
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| Vermögenskategorie | Portfoliostruktur des Fondsvermögens 30. September 2008 Ausland |
|---|---|
| Aktien | 29 % |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 61 % |
| Immobilien | 10 % |
| Zahlungsmittel und sonstige Vermögensgegenstände | 0 % |
| 100 % |
Derivative Finanzinstrumente werden unter der Vermögenskategorie ausgewiesen, deren Risiko durch ein Derivat abgesichert wurde. Die gegenwärtige Portfoliostruktur besteht schwerpunktmäßig aus hochqualitativen Regierungsanleihen und ausgewählten Unternehmensanleihen. Siemens überprüft regelmäßig die Vermögensstruktur jedes Pensionsplans unter Berücksichtigung der Duration der entsprechenden Pensionsverpflichtungen und analysiert Trends und Marktentwicklungen auf ihren Einfluss auf die Wertentwicklung des Pensionsvermögens, um bereits in einem sehr frühen Stadium Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Im Fondsvermögen sind eigene Aktien und Schuldtitel des Unternehmens mit einem Marktwert per 30. September 2009 in Höhe von 50 EUR sowie inländische Immobilien mit einem beizulegenden Zeitwert per 30. September 2009 in Höhe von 274 (i.V. 265) EUR enthalten, die von dem Unternehmen genutzt werden.
Die folgende Übersicht stellt die tatsächlichen Gewinne aus dem Fondsvermögen für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 dar:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Tatsächliche Gewinne aus dem Fondsvermögen | 1.906 | 1.546 | 360 | - 2.177 | - 1.627 | - 550 |
Das Fondsvermögen erwirtschaftete in den vergangenen zwölf Monaten eine Rendite von 10,0 % oder 1.906 EUR, verglichen mit einer erwarteten Rendite von 6,5 % oder 1.250 EUR. Die erfahrungsbedingte Anpassung auf das Planvermögen betrug im Geschäftsjahr 2009 3,5 % (Geschäftsjahr 2008: - 16,2 %, Geschäftsjahr 2007: - 0,9 %, Geschäftsjahr 2006: - 0,3 %, Geschäftsjahr 2005: 5,8 %). Die Anlagerendite der inländischen Pensionspläne belief sich auf 1.546 EUR oder 12,9 % im Vergleich zu der in den NPBC berücksichtigten erwarteten Rendite von 774 EUR oder 6,5 %. Die tatsächliche Anlagerendite der wesentlichen ausländischen Pläne betrug 360 EUR oder 5,2 % im Vergleich zu einer erwarteten Rendite des Planvermögens von 6,4 % beziehungsweise einem Betrag von 476 EUR, der in den NPBC berücksichtigt wurde.
Pensionszusagen: Pensionszahlungen
Nachfolgende Übersicht enthält die Pensionszahlungen aus den wesentlichen Pensionsplänen im Berichtsjahr und im Vorjahr sowie die in den kommenden fünf Geschäftsjahren und die Summe der in den darauffolgenden fünf Jahren erwarteten Pensionszahlungen (nicht abgezinst):
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| Gesamt | Inland | Ausland | |
|---|---|---|---|
| Geleistete Pensionszahlungen | |||
| 2008 | 1.261 | 871 | 390 |
| 2009 | 1.338 | 911 | 427 |
| Erwartete Pensionszahlungen | |||
| 2010 | 1.329 | 910 | 419 |
| 2011 | 1.363 | 945 | 418 |
| 2012 | 1.390 | 962 | 428 |
| 2013 | 1.401 | 963 | 438 |
| 2014 | 1.427 | 977 | 450 |
| 2015 - 2019 | 7.554 | 5.114 | 2.440 |
Da die Pensionszahlungen die DBO und das Fondsvermögen in gleicher Höhe vermindern, haben sie keine Auswirkungen auf den Finanzierungsstatus durch das Unternehmen.
Wesentliche pensionsähnliche Leistungszusagen
In Deutschland haben Mitarbeiter, die bis zum 30. September 1983 oder früher ein Beschäftigungsverhältnis bei Siemens aufgenommen haben, in den ersten sechs Monaten nach Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf einen Übergangszuschuss in Höhe des Differenzbetrags zwischen dem letzten Bruttogehalt und dem Leistungsanspruch aus dem betrieblichen Altersvorsorgeplan. Bestimmte ausländische Konzernunternehmen, insbesondere in den USA und Kanada, bieten pensionsähnliche Leistungszusagen in Form von medizinischen, zahnmedizinischen und Lebensversicherungsleistungen. Die Höhe der Verpflichtungen für die pensionsähnlichen Leistungszusagen in Form von medizinischen und zahnmedizinischen Leistungen ist insbesondere abhängig von der erwarteten Kostenentwicklung im Gesundheitssektor. Um einen Anspruch auf medizinische und zahnmedizinische Leistungen zu erwerben, müssen sich die Anspruchsberechtigten an den Versicherungsprämien beteiligen. Die Beiträge der Anspruchsberechtigten beruhen auf spezifischen Bestimmungen zur Kostenbeteiligung, die in den Versorgungsordnungen festgelegt sind. Das Unternehmen hat jederzeit das Recht, die Bestimmungen zur Kostenbeteiligung anzupassen. In der Regel geschieht dies auf einer jährlichen Basis. Die Versicherungsprämien für Lebensversicherungsleistungen werden ausschließlich vom Unternehmen getragen.
In den folgenden Abschnitten werden die wesentlichen pensionsähnlichen Leistungszusagen detailliert erläutert in Bezug auf:
| ― | Verpflichtungen und Finanzierungsstatus, |
| ― | Fondsvermögen, |
| ― | Bestandteile des periodenbezogenen Nettoaufwands, |
| ― | in der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge, |
| ― | Prämissen für die Berechnung von DBO und periodenbezogenem Nettoaufwand, |
| ― | Sensitivitätsanalysen sowie |
| ― | Leistungszahlungen. |
Pensionsähnliche Leistungszusagen: Verpflichtungen und Finanzierungsstatus
Der Finanzierungsstatus des Fondsvermögens und die Überleitung vom Finanzierungsstatus zu den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Beträgen stellen sich wie folgt dar:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Marktwert des Fondsvermögens | 3 | - | 3 | 3 | - | 3 |
| Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung (»Defined Benefit Obligation« - DBO) | 649 | 307 | 342 | 650 | 288 | 362 |
| durch externes Vermögen gedeckt | 230 | - | 230 | 247 | - | 247 |
| nicht durch externes Vermögen gedeckt | 419 | 307 | 112 | 403 | 288 | 115 |
| Finanzierungsstatus (Fondsvermögen abzgl. pensionsähnliche Verpflichtungen) | - 646 | - 307 | - 339 | - 647 | - 288 | - 359 |
| Noch nicht berücksichtigte Aufwendungen/Erträge aus rückwirkenden Planänderungen (»Past Service Cost/Benefits«) | 7 | - | 7 | 8 | - | 8 |
| Bilanzansatz (in der Konzernbilanz innerhalb der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) | - 639 | - 307 | - 332 | - 639 | - 288 | - 351 |
In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der DBO für pensionsähnliche Leistungszusagen des Berichts- und Vorjahrs detailliert dargestellt:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Entwicklung des Anwartschaftsbarwert der leistungsorientierten Verpflichtung (»Defined Benefit Obligation« - DBO): | ||||||
| DBO zu Beginn des Geschäftsjahrs | 650 | 288 | 362 | 779 | 321 | 458 |
| Währungseffekte | - 7 | - | - 7 | - 7 | - | - 7 |
| Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche (»Service Cost«) | 15 | 9 | 6 | 18 | 10 | 8 |
| Zinsaufwand (»Interest Cost«) | 41 | 18 | 23 | 38 | 16 | 22 |
| Beendigungen und Kürzungen von Plänen | - 9 | - 9 | - | - 3 | - 7 | 4 |
| Rückwirkende Plananpassungen durch Änderung der Versorgungszusagen und Sonstiges | - 30 | - 1 | - 29 | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 50 | 36 | 14 | - 27 | - 14 | - 13 |
| Akquisitionen | - | - | - | - | - | - |
| Desinvestitionen | - | - | - | - 79 | - 1 | - 78 |
| Zahlungen für pensionsähnliche Leistungszusagen | - 61 | - 34 | - 27 | - 69 | - 37 | - 32 |
| DBO zum Geschäftsjahresende | 649 | 307 | 342 | 650 | 288 | 362 |
Pensionsähnliche Leistungszusagen: Fondsvermögen
Nachfolgende Tabelle verdeutlicht die Entwicklung des Fondsvermögens im Berichts- und Vorjahr:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Entwicklung des Fondsvermögens: | ||||||
| Marktwert des Fondsvermögens zu Beginn des Geschäftsjahrs | 3 | - | 3 | 3 | - | 3 |
| Arbeitgeberbeiträge | 27 | - | 27 | 32 | - | 32 |
| Zahlungen für pensionsähnliche Leistungszusagen | - 27 | - | - 27 | - 32 | - | - 32 |
| Marktwert des Fondsvermögens zum Geschäftsjahresende | 3 | - | 3 | 3 | - | 3 |
Pensionsähnliche Leistungszusagen: Bestandteile des periodenbezogenen Nettoaufwands
Der periodenbezogene Nettoaufwand für pensionsähnliche Leistungszusagen für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 setzt sich wie folgt zusammen:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche (»Service Cost«) | 15 | 9 | 6 | 18 | 10 | 8 |
| Zinsaufwand (»Interest Cost«) | 41 | 18 | 23 | 38 | 16 | 22 |
| Tilgung von noch nicht berücksichtigten Aufwendungen/Erträgen aus rückwirkenden Planänderungen (»Past Service Cost/Benefits«) | - 30 | - | - 30 | 1 | - | 1 |
| Verluste/Gewinne aus Beendigungen und Kürzungen von Plänen | - 9 | - 9 | - | - 3 | - 7 | 4 |
| Periodenbezogener Nettoaufwand für pensionsähnliche Leistungszusagen | 17 | 18 | - 1 | 54 | 19 | 35 |
Von dem in oben stehender Tabelle angegebenen periodenbezogenen Nettoaufwand für pensionsähnliche Leistungszusagen im Geschäftsjahr 2008 entfallen 5 EUR auf nicht fortgeführte Aktivitäten. Dieser Betrag enthält einen Verlust aus der Beendigung von Plänen in Höhe von 3 EUR aus dem Abgang der Pensionsverpflichtungen von SV und SEN und 2 EUR sonstigen periodenbezogenen Nettoaufwand für pensionsähnliche Leistungszusagen für SV und SEN.
Pensionsähnliche Leistungszusagen: In der Aufstellung der im Konzern Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus pensionsähnlichen Leistungszusagen, die in der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen werden, stellen sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt dar:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Inland | Ausland | Gesamt | Inland | Ausland | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 50 | 36 | 14 | - 27 | - 14 | - 13 |
| Ertragsteuer-Effekt | - 16 | - 11 | - 5 | 9 | 4 | 5 |
| In der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesene Beträge (nach Steuern) | 34 | 25 | 9 | - 18 | - 10 | - 8 |
| Deutschland | 25 | 25 | - 10 | - 10 | ||
| USA | 8 | 8 | - 5 | - 5 | ||
| Kanada | 1 | 1 | - 3 | - 3 |
Pensionsähnliche Leistungszusagen: Prämissen für die Berechnung von DBO und periodenbezogenem Nettoaufwand für pensionsähnliche Leistungszusagen
Für die Übergangszahlungen in Deutschland sind die Abzinsungsfaktoren und andere Schlüsselprämissen maßgeblich, die auch für die Berechnung der Pensionszusagen in Deutschland verwendet werden.
Der versicherungsmathematischen Wertberechnung für Kranken- und Lebensversicherungsleistungen liegen folgende Annahmen (gewichteter Durchschnitt) zugrunde:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 5,66 % | 6,70 % |
| USA: | ||
| Trendannahmen medizinischer Versorgung (erstes/letztes/Jahr): | ||
| Nicht-Medicare-Berechtigte unter 65 | 8,5 %/5 %/2017 | 9 %/5 %/2017 |
| Medicare-Berechtigte über 65 | 9 %/5 %/2018 | 9 %/5 %/2017 |
| Trendannahmen zahnmedizinischer Versorgung (erstes/letztes/Jahr) | 6 %/5 %/2021 | 6 %/5 %/2021 |
| Kanada: | ||
| Trendannahmen medizinischer Versorgung | 5,00 % | 5,00 % |
| Trendannahmen medikamentöser Versorgung | 7 %/5 %/2010 | 7 %/5 %/2010 |
| Trendannahmen zahnmedizinischer Versorgung | 4,00 % | 4,00 % |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen, die aus den Unterschieden zwischen den versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Verhältnissen resultieren, verminderten die DBO im Geschäftsjahr 2009 um 1,6 %, im Geschäftsjahr 2008 um 0,9 %, im Geschäftsjahr 2007 um 0,3 %, im Geschäftsjahr 2006 um 1,5 % und im Geschäftsjahr 2005 um 14,2 %.
Pensionsähnliche Leistungszusagen: Sensitivitätsanalysen
Die Rechenparameter können maßgeblich von den Trendannahmen zur Kostenentwicklung im Gesundheitssektor beeinflusst werden. Eine Veränderung dieser Annahmen um einen Prozentpunkt hätte zum Geschäftsjahresende 2009 folgende Erhöhung/Verminderung der DBO sowie des Aufwands für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche und die Aufzinsung der bereits erworbenen Ansprüche zur Folge gehabt:
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| 30. September 2009 ein Prozentpunkt | ||
|---|---|---|
| Erhöhung | Senkung | |
| --- | --- | --- |
| Veränderung des Anwartschaftsbarwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (»Defined Benefit Obligation«) | 12 | - 10 |
| Summe der Veränderungen des Aufwands für die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche und für die Aufzinsung | 1 | - 1 |
Pensionsähnliche Leistungszusagen: Zahlungen
Nachfolgende Übersicht enthält die Zahlungen für pensionsähnliche Leistungen im Berichtsjahr und im Vorjahr sowie die in den kommenden fünf Geschäftsjahren und die Summe der in den darauffolgenden fünf Jahren erwarteten Zahlungen für pensionsähnliche Leistungen (nicht abgezinst):
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| Gesamt | Inland | Ausland | |
|---|---|---|---|
| Zahlungen für pensionsähnliche Leistungen | |||
| 2008 | 69 | 37 | 32 |
| 2009 | 61 | 34 | 27 |
| Erwartete Zahlungen für pensionsähnliche Leistungen | |||
| 2010 | 51 | 25 | 26 |
| 2011 | 66 | 39 | 27 |
| 2012 | 55 | 29 | 26 |
| 2013 | 51 | 24 | 27 |
| 2014 | 55 | 28 | 27 |
| 2015 - 2019 | 336 | 197 | 139 |
Da die Verpflichtungen für pensionsähnliche Leistungszusagen in der Regel nicht durch externes Vermögen abgedeckt sind, führen die Zahlungen zu einem entsprechenden Mittelabfluss im Unternehmen.
Defined-Contribution-Pläne und staatliche Pläne (fortgeführte Aktivitäten)
Die ergebniswirksam erfassten Beiträge zu Defined-Contribution-Plänen beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 382 EUR, gegenüber 314 EUR im Vorjahr. Die Beiträge zu staatlichen Plänen betrugen 1.870 EUR im Geschäftsjahr 2009 und 1.841 EUR im Geschäftsjahr 2008.
25 RÜCKSTELLUNGEN
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| Gewährleistungen | Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken | Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen | Sonstige | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum Beginn des Geschäftsjahrs | 2.744 | 1.705 | 682 | 2.567 | 7.698 |
| Zugänge | 1.508 | 948 | 3 | 719 | 3.178 |
| Verbrauch | - 713 | - 630 | - 29 | - 1.457 | - 2.829 |
| Auflösungen | - 485 | - 300 | - 6 | - 389 | - 1.180 |
| Währungsumrechnung | - 23 | - 33 | - 1 | - 12 | - 69 |
| Aufwand aus der Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungsfaktors | 4 | 15 | 161 | 10 | 190 |
| Sonstige Veränderungen | - 35 | - 43 | 6 | 46 | - 26 |
| Stand zum Geschäftsjahresende | 3.000 | 1.662 | 816 | 1.484 | 6.962 |
| davon langfristig | 861 | 551 | 793 | 566 | 2.771 |
Mit Ausnahme von Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen (siehe Ausführungen unten) erwartet Siemens für die Mehrheit der Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten ein bis 15 Jahre fällig werden.
Die Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf veräußerte Produkte. Weitere Informationen zu den Grundlagen der Ermittlung von Gewährleistungsrückstellungen finden sich unter »Ziffer 2«.
Die Auftragsbezogenen Rückstellungen für Drohverluste und Risiken bildet Siemens für erwartete Verluste aus nicht beendeten Auftragsfertigungsprojekten, Verkaufs- sowie Leasingverträgen.
Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen
Das Unternehmen hat bei bestimmten Gegenständen des Sachanlagevermögens Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen. Diese stehen überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten, die zum 30. September 2009 beziehungsweise 2008 780 EUR beziehungsweise 648 EUR betrugen (davon langfristig 764 EUR beziehungsweise 617 EUR), sowie mit Kosten für Rückbauverpflichtungen gemieteter Grundstücke und Gebäude, die sich zum 30. September 2009 beziehungsweise 2008 auf 36 EUR beziehungsweise 34 EUR beliefen (davon langfristig 29 EUR beziehungsweise 30 EUR).
Die Sanierungskosten ergeben sich vor allem auf Basis der geschätzten Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung der Werke in Hanau (Werk Hanau) sowie für ein nukleares Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein), die Uran- und Mischoxidbrennelemente fertigten. Nach dem deutschen Atomgesetz muss der radioaktive Abfall bei der Stilllegung solcher Produktionsanlagen entsorgt und in ein genehmigtes Endlager verbracht werden. Vor diesem Hintergrund arbeitete das Unternehmen folgenden Stufenplan für die Stilllegung der Werke in Hanau und Karlstein aus: Reinigung, Dekontamination und Demontage des technischen Geräts und der Anlagen, Dekontamination der Betriebsräume und Gebäude, gesonderte Erfassung des radioaktiven Materials sowie Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Außerdem sind begleitend kontinuierliche technische Studien geplant sowie die Entnahme von Proben des radioaktiven Materials unter der Aufsicht von Bundes- und Länderbehörden. Dekontamination, Demontage und Abfalltrennung sollen bis 2015 abgeschlossen sein. Danach hat das Unternehmen für die Lagerung des radioaktiven Abfalls in einem Zwischenlager zu sorgen, bis ein Endlager zur Verfügung steht. Mit einem genehmigten Endlager für alle radioaktiven Abfälle ist jedoch nicht vor 2030 zu rechnen. Für das Werk Hanau ist die Belegung des Zwischenlagers weitestgehend abgeschlossen; zum 21. September 2006 entließen die Behörden Siemens offiziell aus den Verpflichtungen gemäß dem deutschen Atomgesetz und gaben somit den Standort zur uneingeschränkten weiteren Verwendung frei. Die genaue Höhe der Dekontaminationskosten wird letztlich davon abhängen, für welches Endlager sich die Bundesregierung entscheiden wird und wann es zur Verfügung stehen wird. Daher liegt dem Ansatz der Rückstellungen eine ganze Reihe von Schätzungen und Annahmen zugrunde. Diese signifikanten Schätzungen und Annahmen könnten sich substanziieren, da die Bundesregierung innerhalb des nächsten Jahrzehnts über die Errichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall mit lediglich geringfügiger Wärmeentwicklung entscheiden wird. Bedingungen bezüglich der Annahme des Abfalls, Verwaltungsregeln sowie die finanziellen Beschränkungen des sogenannten Endlagers Konrad sind ebenfalls noch nicht abschließend geklärt. Das Unternehmen rechnet nicht mit Schadensersatzansprüchen gegenüber Dritten und hat seine Rückstellungen daher nicht um entsprechende Schadensersatzleistungen gekürzt. Siemens ist der Auffassung, dass es für die Aufwendungen, die es infolge dieser Stilllegungen erwartet, ausreichend Vorsorge getroffen hat. Zum Geschäftsjahresende 2009 beziehungsweise 2008 beliefen sich die Rückstellungen auf 780 EUR beziehungsweise 648 EUR. Ausgewiesen werden diese abzüglich eines Barwertabschlags von 1.163 EUR beziehungsweise 1.323 EUR. Für die nächsten fünf Geschäftsjahre und den Zeitraum danach rechnet das Unternehmen mit Zahlungen von 16 EUR, 14 EUR, 12 EUR, 10 EUR, 4 EUR und 1.887 EUR. Darin enthalten sind geschätzte Kosten in Höhe von 1.834 EUR für die Endlagerung im Jahr 2033.
Das Unternehmen zinst die Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen nach der Effektivzinsmethode auf. Dabei verwendet es die zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Für das Geschäftsjahr 2009 wies Siemens einen Aufzinsungsaufwand von 33 (i.V. 32) EUR in der Position Finanzergebnis aus. Änderungen der Abzinsungsfaktoren erhöhten den Buchwert der Rückstellung um 128 EUR beziehungsweise 21 EUR zum 30. September 2009 beziehungsweise 2008.
Sonstiges beinhaltete ungefähr 1 Mrd. EUR für ein geschätztes Bußgeld in Zusammenhang mit Einigungsverhandlungen bei rechtlichen Themen mit deutschen und US-Behörden. Die Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2008 gebildet und im Geschäftsjahr 2009 verbraucht.
26 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 815 | 1.033 |
| Abgrenzungsposten | 194 | 203 |
| Sonstiges | 1.013 | 1.140 |
| 2.022 | 2.376 |
27 EIGENKAPITAL
Grundkapital
Das Grundkapital der Siemens AG lautet auf nennwertlose Stückaktien, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 3,00 EUR je Aktie entfällt. Jede Aktie hat eine Stimme.
Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung des Grundkapitals und Änderungen des Genehmigten und Bedingten Kapitals für die Geschäftsjahre 2009 und 2008:
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| Grundkapital (genehmigt und ausgegeben) | Genehmigtes Kapital (nicht ausgegeben) | Bedingtes Kapital (nicht ausgegeben) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tsd. EUR |
in Tsd. Aktien | in Tsd. EUR |
in Tsd. Aktien | in Tsd. EUR |
in Tsd. Aktien | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30. September 2007 | 2.742.610 | 914.203 | 671.130 | 223.710 | 860.002 1 | 286.667 1 |
| Aktienbasierte Vergütung (siehe »Ziffer 34«) | - | - | - | - | - | - |
| Stand am 30. September 2008 | 2.742.610 | 914.203 | 671.130 | 223.710 | 860.002 1 | 286.667 1 |
| Verfallenes Kapital | - | - | - 600.000 | - 200.000 | - 702.485 | - 234.161 |
| Neu genehmigtes Kapital | - | - | 520.800 | 173.600 | 600.000 | 200.000 |
| Aktienbasierte Vergütung (siehe »Ziffer 34«) | - | - | - | - | - | - |
| Stand am 30. September 2009 | 2.742.610 | 914.203 | 591.930 | 197.310 | 757.517 1 | 252.506 1 |
1 Aufgrund von Rundungen können die angegebenen Werte vom rechnerischen Summenwert abweichen.
Genehmigtes Kapital (nicht ausgegeben)
Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch die Ausgabe von nennwertlosen Namensaktien zu erhöhen und den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe wie folgt festzulegen:
a) Das Genehmigte Kapital 2009 beläuft sich auf bis zu 520,8 EUR durch Ausgabe von bis zu 173,6 Mio. neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital 2009) bis zum 26. Januar 2014. Es ersetzte das Genehmigte Kapital 2004, siehe c).
b) Das Genehmigte Kapital 2006 beläuft sich auf bis zu 75 EUR durch die Ausgabe von bis zu 25 Mio. neuer Aktien gegen Bareinlage. Die Ermächtigung wurde am 26. Januar 2006 beschlossen und erlischt am 25. Januar 2011. Zum 30. September 2009 standen noch 71,1 EUR zur Ausgabe zur Verfügung. Dies entspricht 23,71 Mio. Aktien.
c) Das Genehmigte Kapital 2004 beläuft sich auf bis zu 600 EUR durch die Ausgabe von bis zu 200 Mio. neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage. Die Ermächtigung wurde am 22. Januar 2004 beschlossen und erlosch am 21. Januar 2009.
Im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2009 und 2004 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen und unter definierten Voraussetzungen auch bei Bareinlagen ausschließen.
Entsprechend dem Genehmigten Kapital 2006 und 2004 können neue Aktien lediglich den Mitarbeitern der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften angeboten werden, soweit diese Konzerngesellschaften nicht selbst börsennotiert sind und kein eigenes Mitarbeiteraktienprogramm haben. Bezugsrechte der Aktionäre sind dabei ausgeschlossen.
Bedingtes Kapital (nicht ausgegeben)
Das Bedingte Kapital steht für a) die Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht, b) die Bedienung bei Ausübung der Aktienoptionspläne und c) die Abfindung ehemaliger Aktionäre der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG (SNI AG) zur Verfügung.
a) Das Bedingte Kapital zur Ausgabe von Schuldverschreibungen beläuft sich auf einen Gesamtnennbetrag von bis zu 15 Mrd. EUR mit Wandlungsrecht oder mit einem Optionsrecht, das den Inhabern das Bezugsrecht auf bis zu 200 Mio. neue Aktien ohne Nennbetrag gewährt, was einem Grundkapital von bis zu 600 EUR entspricht (Bedingtes Kapital 2009). Die Ermächtigung erlischt am 26. Januar 2014.
b) Das Bedingte Kapital zur Bedienung der Aktienoptionspläne 2001 und 1999 belief sich zum 30. September 2009 und 2008 jeweils auf 157 EUR oder 52,32 Mio. Aktien der Siemens AG. Von den 157 EUR Bedingtem Kapital stehen 147 EUR beziehungsweise 49 Mio. Aktien nur für den Aktienoptionsplan 2001 zur Verfügung. 10 EUR beziehungsweise 3,32 Mio. Aktien stehen für beide Aktienoptionspläne 2001 und 1999 zur Verfügung.
c) Das Bedingte Kapital zur Ausgabe von Aktien für die Abfindung ehemaliger Aktionäre der SNI AG, die ihre SNI AG-Aktienurkunden noch nicht eingereicht haben, belief sich zum 30. September 2009 und 2008 jeweils auf 0,6 EUR oder 189 Tausend Aktien. Die Ansprüche dieser Aktionäre auf Aktien der Siemens AG sind in 2007 verjährt, sodass keine weiteren Aktien der Siemens AG ausgegeben werden müssen.
d) Das Bedingte Kapital 2004 erlosch am 21. Januar 2009. Es stand für die Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht oder mit in Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten zur Verfügung und betrug zum 30. September 2008 702 EUR oder 234,2 Mio. Aktien der Siemens AG. Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand im Geschäftsjahr 2004, Schuldverschreibungen mit Wandlungsrechten oder mit in Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten im Gesamtnennbetrag von bis zu 11.250 EUR zu begeben.
Eigene Aktien
Die Gesellschaft wurde durch die Aktionäre ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 91.420.342 Stück zu erwerben. Der Beschluss wurde am 27. Januar 2009 gefasst und gilt bis zum 26. Juli 2010. Diese Ermächtigung wurde am 1. März 2009 wirksam und ersetzte die bisherige Ermächtigung vom 24. Januar 2008, die am 1. März 2008 wirksam wurde. Entsprechend dem bestehenden Beschluss können zurückgekaufte Aktien (i) über eine Börse oder über ein allgemeines Angebot an die Siemens Aktionäre verkauft werden; (ii) eingezogen werden; (iii) für die Erfüllung von Verpflichtungen aus dem Aktienoptionsplan 2001 verwendet werden; (iv) Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder zu Tochterunternehmen stehen oder standen, zum Erwerb angeboten oder solchen Personen mit einer Haltefrist von nicht weniger als zwei Jahren zugesagt und übertragen werden; (v) Dritten mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Sacheinlage zum Erwerb angeboten und übertragen werden, insbesondere in Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen oder Anteilen daran; (vi) mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte gegen Barmittel veräußert werden, wenn der Kaufpreis (ohne dabei anfallende Transaktionskosten) nicht wesentlich geringer als der Marktpreis der Siemens Aktie am jeweiligen Handelstag ist, ermittelt in der Eröffnungsauktion der Xetra-Handelsplattform (oder vergleichbaren Nachfolgesystems); oder (vii) zur Erfüllung von Wandel- und Optionsrechten, die die Gesellschaft einräumte oder Tochterunternehmen einräumten, verwendet werden. Außerdem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene eigene Aktien den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft unter den gleichen Konditionen wie den Mitarbeitern der Gesellschaft zum Erwerb im Rahmen einer aktienbasierten Vergütung anzubieten oder mit einer Haltefrist von nicht weniger als zwei Jahren zuzusagen und zu übertragen.
Zusätzlich ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien durch Einsatz von Eigenkapitalderivaten wie Put- und Call-Optionen und Kombinationen aus Put- und Call-Optionen zurückzukaufen. Die Ausübungsbedingungen dieser Optionen müssen so gewählt sein, dass alle Rückkäufe von eigenen Aktien der Gesellschaft bei Ausübung der Option spätestens bis zum 26. Juli 2010 erfolgen.
Im November 2007 kündigte Siemens einen Aktienrückkaufsplan an. Unter dem Plan erwartet die Gesellschaft bis zum Jahr 2010 Aktienrückkäufe von bis zu 10 Mrd. EUR zum Zwecke der Einziehung und Reduzierung des Grundkapitals und zu einem geringeren Umfang zur Erfüllung der Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen. Zum 30. September 2009 wurden 56.201.421 Stück mit einem Betrag von 4.350 EUR an eigenen Aktien zurückgekauft.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden 189 Aktien zu den eigenen Aktien der Gesellschaft zurückgeführt, und 4.868.193 an eigenen Aktien wurden im Rahmen der Pläne zur aktienbasierten Vergütung ausgegeben. Zum 30. September 2009 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 47.777.661 Stück zu einem Buchwert von 3.632 EUR.
Im Geschäftsjahr 2008 erwarb die Gesellschaft 56.201.421 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 77,41 EUR pro Aktie. Im Geschäftsjahr 2008 wurden 3.556.139 eigene Aktien verkauft. Davon wurden 2.829.239 Aktien an Teilnehmer von aktienbasierten Vergütungsprogrammen ausgegeben, um damit die Ausübung der Aktienoptionen zu bedienen, und 720.292 Aktien wurden an Mitarbeiter im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms mit Entlohnungscharakter ausgegeben (siehe für weitere Informationen »Ziffer 34«). Zum 30. September 2008 belief sich der Bestand an eigenen Aktien auf 52.645.665 Stück zu einem Buchwert von 4.002 EUR.
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
Die Sonstigen Bestandteile des Eigenkapitals entwickelten sich wie folgt:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| vor Steuern | Steuereffekt | Netto | vor Steuern | Steuereffekt | Netto | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Unrealisierte Beteiligungsgewinne (-verluste) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 46 | - 8 | 38 | - 135 | 10 | - 125 |
| Ergebniswirksame Umbuchungen realisierter Gewinne/Verluste | 44 | - 10 | 34 | 1 | 2 | 3 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, netto | 90 | - 18 | 72 | - 134 | 12 | - 122 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten | 335 | - 101 | 234 | - 124 | 33 | - 91 |
| Ergebniswirksame Umbuchungen realisierter Gewinne/Verluste | 138 | - 43 | 95 | - 212 | 66 | - 146 |
| Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten, netto | 473 | - 144 | 329 | - 336 | 99 | - 237 |
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | - 505 | - | - 505 | - 314 | - | - 314 |
| 58 | - 162 | - 104 | - 784 | 111 | - 673 |
Sonstiges
Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die Siemens AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Im Geschäftsjahr 2009 schüttete die Siemens AG eine Dividende in Höhe von 1.380 EUR (1,60 EUR je Aktie) aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2008 an die Aktionäre aus. Im Geschäftsjahr 2008 waren es 1.462 EUR (1,60 EUR je Aktie) aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2007.
Für das Geschäftsjahr 2009 schlägt der Vorstand die Ausschüttung einer Dividende von 1,60 EUR je Aktie aus dem Bilanzgewinn der Siemens AG des Geschäftsjahrs 2009 vor, was einer erwarteten Gesamtzahlung von ca. 1.388 EUR entspricht. Die Zahlung dieser Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 26. Januar 2010.
28 ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 30. September 2009 und 2008:
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| 30. September | Änderung | ||
|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | in % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG | 26.646 | 26.774 | - 0,5 % |
| als Prozent vom Gesamtkapital | 58 % | 62 % | |
| Kurzfristige Finanzschulden | 698 | 1.819 | |
| Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 | |
| Summe Finanzschulden | 19.638 | 16.079 | 22 % |
| als Prozent vom Gesamtkapital | 42 % | 38 % | |
| Gesamtkapital (Eigenkapital plus Finanzschulden) | 46.284 | 42.853 | 8 % |
Im Geschäftsjahr 2009 ist das Eigenkapital der Siemens AG gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % gefallen. Die Finanzschulden stiegen im Geschäftsjahr 2009 um 22 %, im Wesentlichen aufgrund der Ausgabe von Euro-Medium-Term-Notes mit einem Buchwert von 3,98 Mrd. EUR zum 30. September 2009. Teilweise wurde dieser Anstieg durch die Rückzahlung von 0,5 Mrd. EUR an variabel verzinslichen Extendible Notes sowie durch die Rückzahlung von 750 Mio. USD variabel verzinslichen Schuldverschreibungen mit einem Buchwert von 524 EUR kompensiert. Insgesamt führte dies im Geschäftsjahr 2009 zu einem Absinken des Verhältnisses Eigenkapital zu Gesamtkapital auf 58 % (2008: 62 %). Dies führte auch zu einem Anstieg des Verhältnisses Finanzschulden zu Gesamtkapital auf 42 % im Geschäftsjahr 2009, gegenüber 38 % im Vorjahr.
Die Gesellschaft hat Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien in Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Verpflichtungen aus der aktienbasierten Vergütung durch eigene Aktien erfüllt. Siemens beabsichtigt, dies auch im Geschäftsjahr 2010 zu tun. Für weitergehende Informationen betreffend aktienbasierter Vergütung und eigener Aktien siehe »Ziffer 34«.
Im Rahmen unseres Fit42010-Programms haben wir beschlossen, unsere Kapitalstruktur zu verbessern. Für Siemens ist es wichtig, sowohl den uneingeschränkten Kapitalmarktzugang zu verschiedenen Fremdfinanzierungsmitteln als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Daher hat Siemens ein Kapitalstrukturziel festgelegt, das durch das Verhältnis »angepasste industrielle Nettoverschuldung« zu »EBITDA (angepasst)« definiert wird. Die Ermittlung der angepassten industriellen Nettoverschuldung ist in unten stehender Tabelle aufgeführt. Das EBITDA (angepasst) wird aus dem EBIT (angepasst) vor Abschreibungen (definiert als Abschreibungen und Wertminderungen von Immateriellen Vermögenswerten - ohne Goodwill) sowie vor Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und Goodwill ermittelt. EBIT (angepasst) ist der Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern ohne Finanzergebnis und vor dem Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen.
Die Kapitalstruktur-Zielbandbreite liegt bei 0,8 bis 1,0. Zur Unterstützung dieses Ziels wurde ein Aktienrückkaufsplan mit einem geplanten Gesamtvolumen von bis zu 10 Mrd. EUR bis zum Jahr 2010 eingeführt (siehe »Ziffer 27«). Während des Geschäftsjahrs 2009 wurden keine Aktien unter diesem Programm gekauft.
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristige Finanzschulden | 698 | 1.819 |
| Plus: Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 |
| Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - 10.159 | - 6.893 |
| Minus: Kurzfristige Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - 170 | - 152 |
| Nettoverschuldung | 9.309 | 9.034 |
| Minus: SFS Finanzschulden ohne konzernintern gekaufte Forderungen | - 9.521 | - 9.359 |
| Plus: Finanzierungsstatus Pensionen | 4.015 | 2.460 |
| Plus: Finanzierungsstatus pensionsähnliche Verpflichtungen | 646 | 650 |
| Plus: Kreditgarantien | 313 | 480 |
| Minus: ca. 50 % des Nominalbetrags der Hybridschuldverschreibung | - 862 | - 901 |
| Minus: Anpassungen aus Fair Value Hedge Accountings1 | - 1.027 | - 180 |
| Angepasste industrielle Nettoverschuldung | 2.873 | 2.184 |
1 Anpassungen aus Fair Value Hedge Accounting sind seit dem Geschäftsjahr 2009 angegeben; Vorjahresbeträge wurden entsprechend angepasst.
Zur Erhaltung eines starken Finanzprofils trägt insbesondere unser Kreditrating bei, das durch unsere Kapitalstruktur, Profitabilität, Fähigkeit der Generierung von Zahlungsmittelzuflüssen, Diversifizierung bezüglich Produkten und in geografischer Hinsicht sowie durch unsere Wettbewerbsposition beeinflusst wird. Die folgende Tabelle zeigt die derzeitige Bewertung unserer Kreditqualität durch die beiden Ratingagenturen Moody 's Investors Service und Standard & Poor's:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Moody's Investors Service | Standard & Poor's | Moody's Investors Service | Standard & Poor's | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Finanzschulden | A1 | A+ | A1 | AA- |
| Kurzfristige Finanzschulden | P-1 | A-1 | P-1 | A-1+ |
Im Geschäftsjahr 2009 hat Moody 's Investors Service keine Veränderung des Ratings vorgenommen. Moody 's bewertet das langfristige Kreditrating mit »A1«, mit einem Ausblick von »stable« am 9. November 2007. Die Klassifikation von »A« entspricht der dritthöchsten Kreditqualität innerhalb der Ratingkategorien von Moody 's. Der numerische Zusatz »1« bedeutet, dass das langfristige Kreditrating von Siemens im oberen Bereich der Kategorie »A« liegt. Der Ratingausblick von Moody 's bezeichnet eine Einschätzung hinsichtlich der wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung des Kreditratings eines Emittenten. Ein Ratingausblick von Moody 's fällt in eine der folgenden sechs Kategorien: »positive«, »negative«, »stable«, »developing«, »ratings under review« und »no outlook«.
Unsere kurzfristige Kreditqualität und Commercial Papers bewertet Moody 's Investors Service mit »P-1«. Dies ist die höchstmögliche Bewertung innerhalb des Prime-Rating-Systems von Moody's, das die Fähigkeit eines Emittenten zur Einhaltung seiner vorrangigen unbesicherten Finanzverbindlichkeiten mit ursprünglicher Laufzeit von bis zu einem Jahr abschätzt.
Ferner veröffentlichte Moody 's Investors Service die Bewertung unserer Liquiditätsrisiken im Rahmen einer »credit opinion«. Unser Liquiditätsprofil wird in der jüngsten Bewertung von Moody 's vom 10. Juni 2009 als »sehr gesund« (»very healthy«) bewertet.
Am 5. Juni 2009 hat Standard & Poor's unsere langfristige Kreditqualität von »AA-« auf »A+« abgewertet. Gleichzeitig hat Standard & Poor's den Ausblick von »negative« auf »stable« geändert und bekannt gegeben, dass sich die Ratingänderung aufgrund schwächerer Zahlungsmittelzuflüsse und eines steigenden Pensionsdefizits ergab. Die Klassifikation von »A« entspricht der dritthöchsten Kreditqualität innerhalb der Bewertungskategorien von Standard & Poor's. Der Zusatz »+« bedeutet, dass unser langfristiges Kreditrating im oberen Bereich der Kategorie »A« liegt. Der Ausblick von Standard & Poor's bezeichnet eine Einschätzung hinsichtlich der potenziellen mittelfristigen Entwicklung des langfristigen Kreditratings eines Emittenten. Bezüglich des Ausblicks bei Standard & Poor's existieren vier Kategorien: »positive«, »negative«, »stable« und »developing«. Des Weiteren hat Standard & Poor's unser kurzfristiges Kreditrating von »A-1+« auf »A-1« herabgestuft. Dies ist das zweithöchste kurzfristige Kreditrating innerhalb der Bewertungskategorien von Standard & Poor's.
29 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN
Haftungsverhältnisse
Die folgende Tabelle weist den maximalen, nicht abgezinsten Betrag aus, für den Siemens am Bilanzstichtag aus Garantien (einschließlich Bürgschaften) haftet:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Garantien/Bürgschaften | ||
| Kreditgarantien/-bürgschaften | 313 | 480 |
| Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter | 1.092 | 1.726 |
| HERKULES-Verpflichtung | 3.490 | 3.890 |
| Sonstiges | 2.253 | 3.435 |
| 7.148 | 9.531 |
Die Kreditgarantien/-bürgschaften zeigen, in welchem Umfang Siemens für Finanzverpflichtungen Dritter haftet in Fällen, in denen Siemens Lieferant und/oder Vertragspartner ist. Dabei garantiert das Unternehmen im Allgemeinen, dass es im Fall der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner dessen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Darüber hinaus gewährt Siemens Kreditgarantien an Gemeinschaftsunternehmen, assoziierte Unternehmen und sonstige Gesellschaften (zur Definition siehe »Ziffer 12«) als variabel zu beanspruchende Kreditlinien. Als Haftungssumme weist Siemens die Höhe der Inanspruchnahme beziehungsweise der Restschuld des Kredits aus oder - im Fall von Kreditlinien - den Betrag, der maximal in Anspruch genommen werden kann. Die Laufzeit dieser Garantien reicht gewöhnlich von einem bis zu fünf Jahren. Von den gesetzlichen Rückgriffsrechten abgesehen, vereinbart Siemens bei Kreditgarantien im Allgemeinen keine zusätzlichen Rückgriffsrechte. Zum 30. September 2009 waren für Kreditgarantien Verpflichtungen in Höhe von 11 (i.V. 23) EUR bilanziert.
Außerdem haftet Siemens mit den Vertragserfüllungsgarantien für die Leistungen fremder Dritter im Rahmen gemeinsamer Projekte beziehungsweise Konsortien. Darunter fallen zum Beispiel auch Anzahlungsgarantien. Kommt der Konsortialpartner seinen rechtlichen Verpflichtungen nicht nach, können Zahlungsforderungen bis zur Höhe des vereinbarten Betrags auf Siemens zukommen. Im Regelfall vereinbart Siemens hier Laufzeiten entsprechend dem zugrunde liegenden Vertrag zwischen drei Monaten und sieben Jahren. Im Allgemeinen ergeben sich aus Konsortialverträgen entsprechende Rückgriffshaftungen zwischen den Konsortialpartnern. Zum 30. September 2009 waren für Kreditgarantien Verpflichtungen in Höhe von 50 (i.V. 46) EUR bilanziert.
Die Bundesrepublik Deutschland hat ein Konsortium aus Siemens IT Solutions and Services und IBM Deutschland GmbH (IBM) beauftragt, die nicht militärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu modernisieren und zu betreiben (Projekt HERKULES). Die vertraglich vereinbarte Leistung wird in einer gesonderten Projektgesellschaft, der BWI Informationstechnik GmbH, erbracht, an der Siemens IT Solutions and Services beteiligt ist. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von maximal rund 6 Mrd. EUR. Im Dezember 2006 wurden von Siemens im Rahmen dieses Auftrags verschiedene rechtlich und wirtschaftlich miteinander verbundene Haftungserklärungen zugunsten des Auftraggebers Bundesrepublik Deutschland und des Konsortialpartners IBM abgegeben. Die Haftungserklärungen gewährleisten, dass die Projektgesellschaft mit ausreichenden Mitteln ausgestattet ist, die Leistung zu erbringen und damit den Vertrag zu erfüllen. Aufgrund des Verbund- und Mehrschichtcharakters dieser Haftungserklärungen sind diese als eigene Kategorie HERKULES-Verpflichtungen in der vorangehenden Tabelle aufgeführt. Die insgesamt mögliche Inanspruchnahme des Siemens Konzerns beläuft sich zum 30. September 2009 auf 3,490 Mrd. EUR und verringert sich über die noch verbleibende Vertragslaufzeit von acht Jahren jeweils um ca. 400 EUR per annum. Die jährliche Inanspruchnahme ist beschränkt auf 400 EUR, zuzüglich eines gegebenenfalls bestehenden Übertrags eines nicht ausgeschöpften Vorjahresbetrags von bis zu 90 EUR.
Sonstiges enthält Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Diese Garantien schützen den Käufer vor steuerlichen, rechtlichen und anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit den übernommenen Geschäftseinheiten. Die Schadensersatzverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf NSN, veräußert im Geschäftsjahr 2007, sowie auf SV und EN, veräußert im Geschäftsjahr 2008 (siehe »Ziffer 4«). Ein Rückgang von 1,1 Mrd. EUR bezieht sich auf Schadensersatzverpflichtungen, die im Geschäftsjahr 2009 endeten. Zum 30. September 2009 waren Verpflichtungen in Höhe von 211 (i.V. 397) EUR für Sonstiges bilanziert.
Zum 30. September 2009 und 2008 bestanden folgende zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| 2009 | - | 631 |
| 2010 | 742 | 484 |
| 2011 | 519 | 361 |
| 2012 | 378 | 286 |
| 2013 | 290 | 262 |
| 2014 | 240 | - |
| Nach 2014 im Geschäftsjahr 2009 (nach 2013 im Geschäftsjahr 2008) | 682 | 691 |
Der gesamte Mietaufwand belief sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 auf 1.198 EUR beziehungsweise 954 EUR.
Zum 30. September 2009 bestanden Verpflichtungen zu Kapitaleinlagen in verschiedene Unternehmen in einer Höhe von 294 (i.V. 241) EUR. Die Verpflichtung zum 30. September 2009 beinhaltet eine beteiligungsproportional bedingte Kapitaleinzahlungsverpflichtung gegenüber EN in Höhe von 172 (i.V. 172) EUR. Der bedingte Betrag ist an die Vornahme von Akquisitionen und Investitionen durch EN geknüpft.
Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch als Gesellschafterin in Personenhandelsgesellschaften sowie im Rahmen von verschiedenen Konsortien.
30 RECHTSSTREITIGKEITEN
Verfahren wegen Korruption
Behördliche und vergleichbare Verfahren
Staatsanwaltschaften und andere Ermittlungsbehörden ermitteln in verschiedenen Jurisdiktionen der Welt gegen die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften sowie gegen mehrere teils ehemalige, teils aktive Mitarbeiter, unter anderem wegen des Vorwurfs der Bestechung von Amtsträgern einschließlich Untreue, Korruption, Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Diese Ermittlungsverfahren haben Korruptionsvorwürfe gegen zahlreiche Siemens Einheiten zum Gegenstand.
Am 15. Dezember 2008 gab Siemens bekannt, dass die in München und Washington D. C. gegen sie gerichteten Verfahren in Zusammenhang mit den Vorwürfen der Bestechung von Amtsträgern am gleichen Tag beendet wurden.
Die Münchener Staatsanwaltschaft gab die Beendigung des Verfahrens wegen Verletzung der Aufsichtspflicht durch den früheren Gesamtvorstand der Siemens AG bekannt. Siemens akzeptierte eine Geldbuße in Höhe von 395 EUR. Mit der Zahlung ist dieses Verfahren der Münchener Staatsanwaltschaft gegen die Gesellschaft beendet. Von diesem Verfahrensabschluss unberührt bleiben die Verfahren gegen frühere Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der Gesellschaft sowie andere Einzelpersonen.
In Washington D. C. bekannte sich Siemens vor dem US-Bundesgericht wegen bewusst umgangener und fehlender interner Kontrollen sowie Nichteinhaltung der Rechnungslegungsvorschriften des US Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) strafrechtlich schuldig. In ebenfalls anhängigen Fällen haben sich drei Siemens Tochtergesellschaften, Siemens S.A. (Argentinien), Siemens Bangladesh Ltd. und Siemens S.A. (Venezuela), in Einzelklagen wegen vorsätzlicher Verletzung des FCPA schuldig bekannt. In Zusammenhang mit diesen Klagen akzeptierten Siemens sowie die drei Tochtergesellschaften ein Bußgeld von 450 Mio. USD, um eine Einigung mit dem United States Department of Justice (DOJ) zu erreichen. Zur gleichen Zeit wurde ein von der US-Börsenaufsicht, der Securities and Exchange Commission (SEC), eingeleitetes Zivilverfahren wegen der Verletzung des FCPA abgeschlossen. Ohne die von der SEC erhobenen Beschuldigungen zuzugeben oder zu bestreiten, stimmte Siemens einer gerichtlichen Entscheidung zu, die Siemens dauerhaft zur Vermeidung von Verletzungen des FCPA verpflichtet und dem Unternehmen zudem eine Vorteilsabschöpfung in Höhe von 350 Mio. USD auferlegt.
Dieser Verfahrensabschluss zeigt die ausdrückliche Anerkennung der US-Staatsanwälte für die außergewöhnliche Kooperation, das umfangreiche neue Compliance-Programm sowie die umfassende Aufarbeitung durch Siemens. Auf dieser Basis hat die Leitbehörde für Aufträge der US-Bundesregierung, die Defense Logistics Agency (DLA), einen formalen Beschluss erlassen, wonach Siemens ein verlässlicher Vertragspartner für US-Regierungsgeschäfte bleibt.
Gemäß dem in den USA erreichten Verfahrensabschluss wurde Dr. Theo Waigel, früherer Bundesfinanzminister, als Compliance-Monitor verpflichtet. Seine Aufgabe ist es, den Fortschritt bei der Einführung und Durchführung des neuen Compliance-Programms für einen Zeitraum von bis zu vier Jahren zu bewerten und zu berichten.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2008 bildete die Gesellschaft in Zusammenhang mit den laufenden Diskussionen mit der Staatsanwaltschaft München I, der SEC sowie dem DOJ über die Beendigung der jeweiligen Ermittlungsverfahren eine Rückstellung in Höhe von rund 1 Mrd. EUR. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 kam es in Zusammenhang mit diesen Strafzahlungen und Vorteilsabschöpfungen zu Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 1,008 Mrd. EUR.
Wie berichtet, hatte die Münchener Staatsanwaltschaft im Oktober 2007 ein vergleichbares Verfahren hinsichtlich des früheren Geschäftsbereichs Communications beendet. In diesem Zusammenhang hatte Siemens 201 EUR bezahlt. Damit beläuft sich die Gesamtsumme der an deutsche Behörden in Zusammenhang mit diesen Verfahren geleisteten Zahlungen auf 596 EUR.
Wie berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft Wuppertal gegen Mitarbeiter des Unternehmens wegen des Verdachts der Bestechung in Zusammenhang mit der Vergabe eines EU-Auftrags im Jahr 2002 für die Modernisierung eines Kraftwerks in Serbien.
Wie berichtet, werden von den ungarischen Behörden in Bezug auf Siemens Zrt. Ungarn und bestimmte Mitarbeiter Untersuchungen geführt hinsichtlich des Vorwurfs verdächtiger Zahlungen in Zusammenhang mit Beraterverträgen mit zahlreichen Scheinfirmen sowie Bestechungsvorwürfen in Zusammenhang mit der Erteilung eines Auftrags für die Lieferung von Kommunikationsausrüstungen an die ungarische Armee.
Wie berichtet, führt die Staatsanwaltschaft Wien, Österreich, eine Untersuchung von Zahlungen aus den Jahren 1999 bis 2006 in Verbindung mit der Siemens AG Österreich und deren Tochtergesellschaft Siemens VAI Metal Technologies GmbH & Co., bei denen keine angemessene Gegenleistung erkennbar war.
Wie berichtet, untersuchen russische Behörden den Vorwurf der Unterschlagung von Haushaltsgeldern im Rahmen der Vergabe von Lieferverträgen an Siemens über medizinische Ausrüstung an öffentliche Stellen der Stadt Yekaterinburg in den Jahren 2003 bis 2005.
Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth im August 2007 ein Verfahren wegen möglicher Rechtsverstöße in Zusammenhang mit dem Oil-for-Food-Programm der Vereinten Nationen eröffnet. Im Dezember 2008 wurde das Verfahren hinsichtlich aller Betroffenen eingestellt.
Wie berichtet, führt die Staatsanwaltschaft São Paulo, Brasilien, ein Ermittlungsverfahren gegen Siemens hinsichtlich des Einsatzes von Business Consultants sowie fragwürdiger Zahlungen in Zusammenhang mit dem früheren Geschäftsbereich Transportation Systems im Jahr 2000 oder danach.
Wie berichtet, durchsuchten US-Behörden im Oktober 2008 die Räumlichkeiten von Siemens Building Technologies Inc. in Cleveland, Ohio, in Zusammenhang mit einer bereits zuvor laufenden Untersuchung von Geschäftsaktivitäten mit Verwaltungsbehörden des Cuyahoga County.
Am 9. März 2009 erhielt Siemens die Entscheidung des Vendor Review Committee of the United Nations Secretariat Procurement Division (UNPD), wonach die Siemens AG für mindestens sechs Monate von der Lieferantendatenbank der UNPD gestrichen wird. Der Ausschluss bezieht sich auf Verträge mit dem UN Secretariat und beruht auf einem Schuldbekenntnis von Siemens hinsichtlich Verstößen gegen den US FCPA vom Dezember 2008. Siemens geht nicht davon aus, dass diese Entscheidung wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Die Überprüfung der Entscheidung durch die UNPD dauert noch an. Währenddessen bleibt der Ausschluss bestehen.
Im April 2009 erhielt das Unternehmen von der Weltbank, die die International Bank for Reconstruction and Development sowie die International Development Association umfasst, eine Mitteilung über die Einleitung eines behördlichen Verfahrens und Empfehlungen des Evaluation and Suspension Officer in Zusammenhang mit dem Vorwurf, dass es im Rahmen eines von der Weltbank finanzierten Projekts in Russland im Zeitraum von 2004 bis 2006 zu sanktionswürdigen Handlungen gekommen sei. Am 2. Juli 2009 schloss das Unternehmen mit der International Bank for Reconstruction and Development, der International Development Association, der International Finance Corporation und der Multilateral Investment Guarantee Agency - die zusammen die »Weltbankgruppe« darstellen - einen globalen Vergleich, um alle Ermittlungen der Weltbankgruppe hinsichtlich Korruptionsvorwürfen gegen Siemens zu beenden. In dem Vergleich verzichtet Siemens freiwillig darauf, für eine Dauer von zwei Jahren rückwirkend vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2010 an Ausschreibungen von Projekten, Programmen oder anderen Investitionen, die von der Weltbankgruppe finanziert oder garantiert werden (»Weltbank-Projekte«), teilzunehmen. Der freiwillige Verzicht hindert Siemens nicht daran, seine Arbeit im Rahmen bestehender Verträge, die für Weltbank-Projekte oder in Zusammenhang mit der Beschaffungsabteilung der Weltbankgruppe geschlossen wurden, fortzusetzen, sofern diese Verträge von Siemens und allen anderen Vertragsparteien vor dem 1. Januar 2009 unterzeichnet wurden. Die Vereinbarung sieht Ausnahmen von diesem freiwilligen Verzicht bei außergewöhnlichen Umständen vor, sofern die Weltbankgruppe zustimmt. Darüber hinaus muss Siemens sich aus allen laufenden Ausschreibungen zurückziehen, einschließlich Angeboten für Beratungsleistungen in Zusammenhang mit Weltbank-Projekten und der Beschaffungsabteilung der Weltbankgruppe, bei denen die Weltbankgruppe nicht vor dem 2. Juli 2009 ihre Zustimmung erteilt hat. Weiterhin wird Siemens der Weltbankgruppe freiwillig sämtliche Fälle möglichen Fehlverhaltens in Zusammenhang mit Weltbank-Projekten offenlegen. Schließlich wird Siemens innerhalb eines Zeitraums von maximal 15 Jahren an bestimmte, im Bereich der Korruptionsbekämpfung tätige Organisationen insgesamt 100 Mio. USD zahlen. Im Geschäftjahr 2009 hat das Unternehmen zulasten Sonstiger betrieblicher Aufwendungen eine Rückstellung in Höhe von 53 EUR gebildet.
In einem separaten Verfahren vor der Weltbankgruppe wird Siemens Russland OOO für die Dauer von bis zu vier Jahren von der Teilnahme an Weltbank-Projekten ausgeschlossen werden. Siemens Russland OOO wird diesen Ausschluss akzeptieren.
Wie berichtet, ermittelte die norwegische Antikorruptionsbehörde Ökokrim gegen Siemens AS Norwegen sowie zwei ihrer ehemaligen Mitarbeiter im Hinblick auf Zahlungen für Golfreisen in den Jahren 2003 und 2004, an denen Mitarbeiter des norwegischen Verteidigungsministeriums teilgenommen hatten. Am 3. Juli 2009 wurden die zwei ehemaligen Mitarbeiter durch das erstinstanzliche Gericht in Oslo freigesprochen. Am 16. Juli 2009 erklärte Ökokrim, dass auch das Verfahren gegen Siemens AS Norwegen beendet sei.
Wie berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft Mailand einen aktuellen und einen ehemaligen Mitarbeiter von Siemens S.p.A., Siemens S.p.A. sowie eine ihrer Tochtergesellschaften im November 2007 wegen des Vorwurfs angeklagt, beide Mitarbeiter hätten illegale Zahlungen an Mitarbeiter des staatlichen Gas- und Energieversorgungsunternehmens ENI geleistet. Angeklagt wurden auch nicht zu Siemens gehörende Einzelpersonen und Unternehmen. Die beiden Mitarbeiter, Siemens S.p.A. sowie das Tochterunternehmen schlossen mit der Staatsanwaltschaft Mailand ein »pattegiamento« (einverständliche Verfahrensbeendigung ohne Anerkenntnis von Schuld oder Verantwortung) ab, das vom Mailänder Gericht am 27. April 2009 bestätigt wurde. Nach den Bestimmungen dieses pattegiamento erhalten Siemens S.p.A. und die Tochtergesellschaft Geldstrafen von jeweils 40,0 Tausend EUR und eine Auflage zur Vorteilsabschöpfung in Höhe von 315,562 Tausend EUR beziehungsweise 502,370 Tausend EUR. Die Mitarbeiter erhielten Freiheitsstrafen auf Bewährung. Sobald die Entscheidung rechtskräftig wird, sind die Verfahren beendet.
Wie berichtet, führt die argentinische Antikorruptionsbehörde eine Untersuchung bezüglich Amtsträgerbestechung im Hinblick auf die Vergabe eines Auftrags an Siemens für Aufbau und Betrieb eines Systems für digitale Personalausweise, Grenzkontrollen, Datensammlung und Wählerlisten aus dem Jahr 1998. Im August 2008 und Februar 2009 wurden Räumlichkeiten von Siemens Argentinien sowie Siemens IT Services S.A. in Buenos Aires durchsucht. Das Unternehmen kooperiert mit den argentinischen Behörden. Der argentinische Untersuchungsrichter hat zudem mehrfach Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft München sowie das Bundesgericht in New York gestellt.
Am 17. August 2009 erstattete die Anti-Corruption Commission in Bangladesch Strafanzeige gegen zwei aktuelle und einen ehemaligen Mitarbeiter des Healthcare Geschäfts von Siemens Bangladesch. Der Vorwurf geht dahin, dass die Mitarbeiter vor dem Jahr 2007 unerlaubt mit Beschäftigten eines staatlichen Krankenhauses zusammenwirkten, um überhöhte Preise für Medizingeräte zu erzielen.
Gegen Siemens werden weiterhin korruptionsbezogene Ermittlungen in einigen Jurisdiktionen weltweit durchgeführt. Dies kann dazu führen, dass Siemens oder einzelne Mitarbeiter wegen Gesetzesverstößen straf- oder zivilrechtlich belangt werden. Ferner kann sich der Umfang der anhängigen Untersuchungen ausweiten und können neue Untersuchungen in Zusammenhang mit Vorwürfen hinsichtlich Bestechung oder anderer rechtswidriger Handlungen aufgenommen werden. Negative Folgen können sich daraus auch für die operative Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage und die Reputation des Unternehmens ergeben, insbesondere in Form von Strafzahlungen, Geldbußen, Vorteilsabschöpfungen, Schadensersatz, Rechtsstreitigkeiten mit Dritten, inklusive Wettbewerbern, formellen oder informellen Ausschlüssen bei der öffentlichen Auftragsvergabe oder dem Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis. Weitere Aufwendungen oder Rückstellungen für Strafzahlungen, Geldbußen, Schadensersatz oder andere Zahlungen, die wesentlich sein könnten, können künftig in Zusammenhang mit den Untersuchungen bilanziert werden müssen.
Wie berichtet, geht die Gesellschaft Hinweisen zu Bankkonten und deren Höhe in unterschiedlichen Ländern nach. Einige Geldbeträge sind durch Behörden arrestiert worden. Im Geschäftsjahr 2009 wurde aus der Rückführung von einigen dieser Konten ein Betrag in Höhe von 23 EUR in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
Im November 2009 legte eine Tochtergesellschaft der Siemens AG freiwillig mögliche Verletzungen südafrikanischer Antikorruptionsvorschriften aus der Zeit vor 2007 gegenüber den zuständigen südafrikanischen Behörden offen.
Zivilrechtliche Verfahren
Wie bereits in Pressemitteilungen der Gesellschaft bekannt gemacht, verlangt die Siemens AG Schadensersatz von ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern. Das Unternehmen begründet die Ansprüche mit der Verletzung von Organisations- und Aufsichtspflichten vor dem Hintergrund des Vorwurfs illegaler Geschäftspraktiken im ausländischen Geschäftsverkehr in den Jahren 2003 bis 2006 und den daraus folgenden finanziellen Belastungen des Unternehmens. Siemens hat den betreffenden ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern bis Mitte November 2009 Gelegenheit gegeben, ihre Vergleichsbereitschaft zu erklären. Zwischen dem Unternehmen und einzelnen Organmitgliedern abgeschlossene Vergleichsvereinbarungen stehen, wie gesetzlich vorgeschrieben, unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung. Zudem erreichte die Gesellschaft mit den D&O-Versicherern eine Einigung im Hinblick auf einen Vergleich über Ansprüche in Zusammenhang mit der D&O-Versicherung mit Leistungen bis zu einer Größenordnung von 100 EUR. Den Aktionären der Siemens AG werden im Rahmen der nächsten ordentlichen Hauptversammlung am 26. Januar 2010 diese Vergleiche zur Beschlussfassung über die Zustimmung vorgelegt werden. Sollten einzelne ehemalige Organmitglieder nicht vergleichsbereit sein und/oder die Hauptversammlung einzelnen Vergleichen nicht zustimmen, wird die Gesellschaft berechtigte Ansprüche gegen ehemalige Organmitgliedern, soweit erforderlich, auch gerichtlich durchsetzen.
Wie berichtet, erhob im Februar 2007 ein angeblicher Inhaber von American Depositary Shares der Siemens AG im Rahmen eines sogenannten Shareholder Derivative Lawsuit beim Supreme Court des Bundesstaats New York Klage gegen derzeitige und ehemalige Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens AG sowie gegen die Siemens AG als nominal beklagte Partei. Ziel der Klage ist es, verschiedene Ansprüche in Bezug auf die Korruptionsvorwürfe und verwandte Verstöße bei Siemens geltend zu machen. Der Shareholder Derivative Lawsuit wurde im September 2009 zurückgezogen.
Wie berichtet, hat im Juni 2008 die Republik Irak auf der Grundlage des »Report of the Independent Inquiry Committee into the United Nations Oil-for-Food Programme« eine unbezifferte Schadensersatzklage beim United States District Court for the Southern District of New York gegen 93 namentlich benannte Beklagte eingereicht. Siemens S.A.S. Frankreich, Siemens A.Ş. Türkei und OSRAM Middle East FZE, Dubai, gehören zu den 93 Beklagten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 ist die Klage der Siemens S.A.S. Frankreich und Siemens A.Ş. Türkei zugestellt worden.
Wie berichtet, hatte Siemens beim International Center for Settlement of Investment Disputes (ICSID) bei der Weltbank ein Schiedsgerichtsverfahren gegen die Republik Argentinien (Argentinien) eingeleitet. Siemens vertrat den Standpunkt, dass Argentinien den Vertrag mit Siemens über den Aufbau und Betrieb eines Systems für digitale Personalausweise, Grenzkontrollen, Datensammlung und Wählerlisten (DNI-Projekt) unrechtmäßig gekündigt und dadurch eine Verletzung des Investitionsschutzabkommens zwischen Deutschland und Argentinien (BIT) begangen habe. Siemens forderte Schadensersatz in Höhe von ca. 500 Mio. USD wegen Enteignung und Verletzung des BIT. Argentinien bestritt die Zuständigkeit des ICSID-Schiedsgerichts und reklamierte die Zuständigkeit der argentinischen Verwaltungsgerichtsbarkeit. In einer Entscheidung vom 4. August 2004 legte das Schiedsgericht seine Zuständigkeit für die von Siemens erhobenen Ansprüche und die formelle Berechtigung von Siemens für die Geltendmachung seiner Ansprüche fest. Im Oktober 2005 fand eine mündliche Verhandlung zur Begründetheit des Klagebegehrens vor dem ICSID-Schiedsgerichtstribunal in Washington statt. Das Schiedsgericht hat Siemens mit Endurteil vom 6. Februar 2007 einstimmig auf Basis der getätigten Investitionen und Folgeschäden eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 217,8 Mio. USD zuzüglich 2,66 % compound interest hierauf seit 18. Mai 2001 zugesprochen. Das Schiedsgericht entschied außerdem, dass Argentinien Siemens von allen Ansprüchen von Subunternehmen in diesem Projekt (in Summe ca. weitere 44 Mio. USD) freizustellen hat sowie Siemens im Fall der nicht rechtzeitigen Rückgabe des Contract Performance Bond für dieses Projekt den vollen Betrag des Contract Performance Bond in Höhe von weiteren 20 Mio. USD zurückzuzahlen hat. Die vom Schiedsgericht für die Rückgabe festgelegte Frist ist ohne Erfüllung durch Argentinien verstrichen. Gegen dieses Urteil stellte Argentinien mit der Behauptung, es lägen gravierende Verfahrensmängel in Bezug auf das DNI-Projekt vor, beim ICSID am 4. Juni 2007 einen Antrag auf Annullierung des Urteils und auf Suspendierung der Vollstreckung aus dem Urteil. Ein sogenanntes Ad-hoc-Committee wurde eingesetzt, das über den Antrag von Argentinien zu entscheiden hat. Am 6. Juni 2008 stellte Argentinien unter Berufung auf verschiedene Pressemeldungen über angebliche Schmiergeldzahlungen seitens Siemens auch für das DNI-Projekt gegen das ICSID-Urteil einen Antrag auf Revision und auf Suspendierung der Vollstreckung aus dem Urteil. Aus diesen Pressemeldungen hätten sich neue, vorher unbekannte, aber entscheidungserhebliche Tatsachen ergeben, die es rechtfertigten, dem von Siemens getätigten Investment den Schutz des bilateralen Investitionsschutzabkommens zwischen Deutschland und Argentinien zu versagen. Der Antrag auf Revision wurde vom ICSID am 9. Juni 2008 registriert und an die drei Mitglieder des ursprünglichen Schiedsgerichts weitergeleitet. Der Antrag auf Revision hätte zu einem Ruhen des bei dem »Ad-hoc-Committee« anhängigen Antrags auf Annullierung führen können. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. September 2008 setzte das Schiedsgericht Argentinien eine Frist zur Begründung der Revision bis zum 13. Februar 2009. Über die Zulassung einer Widerklage hätte das Schiedsgericht erst entschieden, wenn der Antrag nebst Begründung hierfür eingereicht worden wäre. Am 12. August 2009 haben Argentinien und die Siemens AG einen Vergleich geschlossen, wonach der anhängige Rechtsstreit sowie sämtliche damit in Zusammenhang stehende Verfahren (ICSID-Revisionsverfahren und das Annullierungsverfahren) im gegenseitigen Einvernehmen ohne Anerkennung irgendwelcher Rechtspflichten und ohne Anerkennung irgendwelcher Ansprüche beendet werden. Zwischen den Parteien erfolgten keine Zahlungen.
Wie berichtet, wurde das Unternehmen von einem Wettbewerber kontaktiert, um über angebliche Ansprüche des Wettbewerbers gegen das Unternehmen zu sprechen. Die behaupteten Ansprüche beziehen sich auf angeblich unerlaubt vorgenommene Zahlungen in Zusammenhang mit der Vergabe von öffentlichen und privaten Aufträgen. Das Unternehmen hat bisher keine ausreichenden Informationen erhalten, um das Bestehen dieser Ansprüche überprüfen zu können.
Kartellverfahren
Wie berichtet, hat im Juni 2007 die türkische Wettbewerbsbehörde ihre frühere Entscheidung bekräftigt, wonach wegen Kartellrechtsverstößen auf dem Gebiet der Verkehrs-Signalanlagen ein Bußgeld von umgerechnet etwa 6 EUR gegen Siemens A.Ş. Türkei verhängt wird. Siemens A.Ş. Türkei hat dagegen ein Rechtsmittel eingelegt, das noch anhängig ist.
Wie berichtet, hatte die norwegische Wettbewerbsbehörde im Februar 2007 ein Verfahren wegen möglicher Wettbewerbsverletzungen auf dem Gebiet der Brandschutzanlagen gegen verschiedene norwegische Gesellschaften, einschließlich Siemens Building Technologies AS, eingeleitet. Im Dezember 2008 entschied die norwegische Wettbewerbsbehörde abschließend, dass seitens Siemens Building Technologies AS keine Wettbewerbsverletzung vorliegt.
Wie berichtet, hat im Februar 2007 die französische Wettbewerbsbehörde eine Untersuchung zu möglichen Kartellrechtsverstößen bei auf dem Markt für Straßenbahnen tätigen Unternehmen, darunter Siemens Transportation Systems S.A.S. in Paris, eingeleitet und Büroräume durchsucht. Siemens kooperiert mit der französischen Wettbewerbsbehörde.
Wie berichtet, hatte die Europäische Kommission im Februar 2007 eine Untersuchung zu möglichen Kartellrechtsverstößen bei europäischen Herstellern von Hochleistungstransformatoren, unter anderem bei der Siemens AG und bei der im Juli 2005 von Siemens übernommenen VA Technologie AG (VA Tech), eingeleitet. Mittlerweile wurde auch das Bundeskartellamt in das Verfahren einbezogen und untersucht die Vorwürfe, soweit sie sich auf den deutschen Markt beschränken. Bei Hochleistungstransformatoren handelt es sich um elektrische Ausrüstung, die einen wesentlichen Bestandteil von Stromübertragungssystemen bildet und die Stromspannung regelt. Siemens kooperiert bei der noch andauernden Untersuchung mit der Europäischen Kommission und dem Bundeskartellamt. Im November 2008 beendete die Europäische Kommission ihre Untersuchung und übersandte den betroffenen Unternehmen ihre Beschwerdepunkte. Am 7. Oktober 2009 verhängte die Europäische Kommission Bußgelder in Höhe von insgesamt 67,644 EUR gegen sieben Unternehmen wegen einer Absprache zur Aufteilung der Märkte in Japan und Europa. Siemens wurde nicht belangt, weil die Gesellschaft diesen Teil des Vorgangs den Behörden freiwillig offengelegt hatte. Das Bundeskartellamt setzt seine Untersuchung hinsichtlich des deutschen Markts fort.
Wie berichtet, haben im April 2007 Siemens AG und VA Tech Klagen vor dem Europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg gegen die Entscheidungen der Europäischen Kommission vom 24. Januar 2007 eingereicht, mit denen gegen Siemens und VA Tech Bußgelder wegen des Vorwurfs kartellrechtswidriger Absprachen bei gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen auf dem Europäischen Markt zwischen 1988 und 2004 verhängt wurden. Bei einer gasisolierten Schaltanlage handelt es sich um elektrische Ausrüstung, die einen wesentlichen Bestandteil von Umspannwerken bildet. Die gegen die Siemens AG verhängte Geldbuße beträgt 396,6 EUR und wurde von der Gesellschaft in 2007 bezahlt. Die gegen die im Juli 2005 von Siemens übernommene VA Tech verhängte Geldbuße beträgt 22,1 EUR. Zusätzlich haftet VA Tech gesamtschuldnerisch mit Schneider Electric für eine weitere Geldbuße von 4,5 EUR. Das Europäische Gericht erster Instanz hat noch keine Entscheidung verkündet. Zusätzlich zu den in diesem Dokument angeführten Verfahren laufen auch in Brasilien, Neuseeland, der Tschechischen Republik und der Slowakei Untersuchungen wegen ähnlicher Vorwürfe.
Wie berichtet, hatte am 25. Oktober 2007 ein ungarisches Gericht für Wettbewerbssachen auf ein Rechtsmittel der Gesellschaft hin Bußgelder wegen möglicher Kartellverstöße im Bereich gasisolierter Hochspannungsschaltanlagen hinsichtlich der Siemens AG von 0,320 EUR auf 0,120 EUR und hinsichtlich VA Tech von 0,640 EUR auf 0,110 EUR reduziert. Die Gesellschaft und die Wettbewerbsbehörde haben diese Entscheidung angefochten. Im November 2008 bestätigte das Berufungsgericht die Bußgeldreduzierung. Am 5. Dezember 2008 legte die Wettbewerbsbehörde wegen angeblicher Rechtsverletzung einen außerordentlichen Rechtsbehelf beim Obersten Gerichtshof ein.
Im November 2008 hat National Grid Electricity Transmission Plc. (National Grid) eine Klage beim High Court of England and Wales eingereicht. Die Klage bezieht sich auf den Bußgeldbescheid der EU-Kommission vom 24. Januar 2007 wegen angeblicher kartellrechtswidriger Absprachen bei gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen. Einundzwanzig Gesellschaften, einschließlich der Siemens AG und anderer Siemens verbundener Gesellschaften, wurden als Beklagte benannt. National Grid fordert insgesamt ca. 249 Mio. GBP als Schadensersatz nebst Zinsen. Siemens hält die Behauptungen von National Grid für unbegründet. Gegen den Bußgeldbescheid der Kommission wurde Klage beim Europäischen Gericht erster Instanz eingereicht. Am 12. Juni 2009 hat das High Court of England and Wales das bei ihm anhängige Verfahren bis drei Monate nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichts erster Instanz und im Fall einer Berufung bis drei Monate einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs ausgesetzt. Am 26. Juni 2009 haben die Siemens Gesellschaften ihre Klageerwiderung eingereicht und beantragt, die Klage von National Grid zurückzuweisen. Für den 14. Dezember 2009 ist eine »Case Management Conference« anberaumt worden.
Wie berichtet, hatte die südafrikanische Wettbewerbskommission den Verdacht von Kartellverstößen im Bereich gasisolierter Hochspannungsschaltanlagen untersucht. Im Mai 2009 wurde das Unternehmen davon unterrichtet, dass die Wettbewerbskommission die Ermittlungen nicht fortsetzen wird.
Wie berichtet, wurde im Dezember 2007 in Israel ein Antrag auf Zulassung einer Class Action auf der Grundlage der Bußgeldbescheide der EU-Kommission für angebliche Kartellverstöße im Bereich gasisolierter Hochspannungsschaltanlagen gestellt. Die Klage richtete sich gegen 13 Unternehmen, darunter Siemens AG Deutschland, Siemens AG Österreich und Siemens Israel Ltd. In der Klage wurde behauptet, dass Strombezieher in Israel einen Schaden in Höhe von ungefähr 575 EUR erlitten hätten, weil durch die angeblichen Absprachen zu hohe Strompreise gezahlt worden sein sollen. In einer Anhörung am 11. Dezember 2008 beantragte der Kläger die Rücknahme der Klage und des Antrags auf Zulassung einer Class Action. Das Gericht stimmte diesem Antrag zu und wies die Klage und den Antrag auf Zulassung einer Class Action zurück.
Im September 2009 hat die neuseeländische Wettbewerbsbehörde (Commerce Commission) eine Untersuchung zu möglichen Kartellrechtsverstößen auf dem Gebiet der flexiblen Stromübertragungssysteme eingeleitet. Siemens kooperiert mit der Behörde.
Im September 2009 hat das DOJ eine Untersuchung zu möglichen Kartellrechtsverstößen auf dem Gebiet der Hochspannungs-Direktübertragungssysteme sowie der flexiblen Stromübertragungssysteme eingeleitet. Siemens kooperiert mit dem DOJ.
Andere Verfahren
Das Unternehmen veräußerte mit einem am 6. Juni 2005 abgeschlossenen Vertrag sein Mobile-Devices-Geschäft an das taiwanesische Unternehmen Qisda Corp. (vormals BenQ Corp.). In der Folge kam es 2006 - wie berichtet - zu Streitigkeiten zwischen dem Unternehmen und Qisda bezüglich der Kaufpreisberechnung. Ab September 2006 stellten einzelne QisdaGesellschaften, die von der Qisda Corp. für den Erwerb des Mobile-Devices-Geschäfts in verschiedenen Ländern verwendet wurden, Insolvenzantrag und kamen ihren Verpflichtungen aus verschiedenen im Rahmen des vorgenannten Verkaufs auf sie übertragenen Verträgen aus 2005 nicht nach. Am 8. Dezember 2006 reichte das Unternehmen eine Schiedsklage gegen Qisda ein und beantragte festzustellen, dass bestimmte von Qisda im Hinblick auf die Kaufpreisberechnung unterstellte Annahmen nicht richtig sind. Weiterhin stellte das Unternehmen einen Antrag auf Erfüllung der entsprechend des Kaufvertrags von Qisda und/oder deren Tochtergesellschaften übernommenen Verpflichtungen oder alternativ auf Ersatz der dem Unternehmen entstandenen Schäden. Die Schiedsklage des Unternehmens wurde bei der International Chamber of Commerce in Paris (ICC) eingereicht. Schiedsgerichtsort ist Zürich, Schweiz. Im März 2007 reichte Qisda Widerklage ein und behauptete, dass das Unternehmen falsche Angaben in Zusammenhang mit dem Verkauf des Mobile-Devices-Geschäfts gemacht habe. Weiterhin machte Qisda Kaufpreisanpassungsansprüche geltend. Im November 2007 erweiterte das Unternehmen die geltend gemachten Ansprüche auf Schadensersatz wegen der Nichterfüllung der von Qisda und/ oder deren Tochtergesellschaften übernommenen Verpflichtungen. Im März 2008 änderte Qisda die Widerklage wie folgt: (i) Änderung des Feststellungsantrags von der Behauptung, die Gesellschaft habe falsche Angaben gemacht, in einen Antrag auf Zahlung eines beträchtlichen Schadensersatzes sowie (ii) Erhebung weiterer beträchtlicher Schadensersatzansprüche und Feststellungsanträge. Die Parteien haben die Streitigkeiten bezüglich des Kaufs des Mobile-Devices-Geschäft durch Qisda beigelegt. Aufgrund eines gemeinsamen Antrags der Parteien hat die ICC im März 2009 einen Award by Consent erlassen.
Am 25. November 2008 gaben die Siemens AG und der Insolvenzverwalter der BenQ Mobile GmbH & Co. OHG bekannt, dass sie nach konstruktiven Diskussionen, die im Jahr 2006 begannen, einen Vergleich abgeschlossen haben. In der Vergleichsvereinbarung hat sich Siemens verpflichtet, eine Bruttozahlung von 300 EUR zu leisten. Diese Zahlung erfolgte im Dezember 2008. Aufgrund der von Siemens angemeldeten berechtigten Forderungen zur Insolvenztabelle wird die Nettozahlung voraussichtlich 255 EUR betragen. Da in der Vergangenheit bereits ausreichend Vorsorgen getroffen wurden, ergibt sich aus dem Vergleich für die Geschäfte der Siemens AG im Geschäftsjahr 2009 kein wesentlicher negativer Ergebniseffekt.
Wie berichtet, ist das Unternehmen Mitglied eines Lieferantenkonsortiums, das von Teollisuuden Voima Oyj (»TVO«) mit der Errichtung des Kernkraftwerks »Olkiluoto 3« in Finnland beauftragt wurde. Der Anteil des Unternehmens an dem dem Lieferantenkonsortium zustehenden Vertragspreis beträgt ca. 27 %. Das andere Mitglied des Lieferantenkonsortiums ist ein weiteres Konsortium, bestehend aus Areva NP S.A.S. und deren 100 %iger Tochter Areva NP GmbH. Der ursprünglich vereinbarte Fertigstellungstermin für das Kernkraftwerk war der 30. April 2009. Das Lieferantenkonsortium gab im Januar 2009 bekannt, dass sich nach seinen Einschätzungen das Projekt um insgesamt 38 Monate verzögern wird. Nunmehr gibt es Diskussionen um weitere Verzögerungen infolge neuer Genehmigungsauflagen. Da Meinungsverschiedenheiten darüber bestehen, wer die Verzögerungen zu verantworten hat, hat das Lieferantenkonsortium im Dezember 2008 Schiedsklage gegen TVO erhoben. In dieser fordert das Lieferantenkonsortium eine Verlängerung der Bauzeit und ca. 1 Mrd. EUR an fälligen Abschlagszahlungen und Nachträgen. In der Klageerwiderung bestreitet TVO, dass dem Konsortium die Bauzeitverlängerung zusteht, und hat widerklagend geltend gemacht, Anspruch auf (Verzugs-)Schadensersatz und Zinsen wegen angeblich verfrüht geleisteter Abschlagszahlungen zu haben. Bei einem Verzug von 38 Monaten schätzt TVO seine Ansprüche gegen das Lieferantenkonsortium auf insgesamt bis zu 1,4 Mrd. EUR.
Anfang 2009 hat Siemens sein Joint Venture mit Areva S.A. (Areva) gekündigt. In der Folge wurden Gespräche mit der staatlichen Atomenergiegesellschaft Rosatom (Rosatom) über eine mögliche neue Partnerschaft aufgenommen, die im Bereich des Kernkraftwerksbaus tätig sein soll und in der Siemens Minderheitsaktionär würde. Im April 2009 hat Areva eine ICC-Schiedsklage gegen Siemens eingereicht. Areva hat in der Schiedsklage beantragt, Siemens zu untersagen, diese Verhandlungen mit Rosatom fortzuführen, eine Verletzung wesentlicher Vertragspflichten durch Siemens festzustellen, den an Siemens zu zahlenden Kaufpreis für den Siemens Anteil an dem Areva-NP-S.A.S.-Joint Venture herabzusetzen und Areva einen noch zu beziffernden Schadensersatz zuzusprechen. In seiner im Juni 2009 eingereichten Klageantwort hat Siemens die Zurückweisung der Schiedsklage und eine Kaufpreiserhöhung beantragt. Das Schiedsgericht ist bestellt und das eigentliche Verfahren eingeleitet. Am 17. November 2009 hat das Schiedsgericht eine vorläufige Anordnung erlassen, die Siemens im Hinblick auf den Verhandlungsprozess sowie die geplante Partnerschaft mit Rosatom bestimmte vorläufige Einschränkungen auferlegt; die Anordnung verbietet Siemens nicht, die Gespräche mit Rosatom während des Schiedsverfahrens fortzuführen.
Wie berichtet, hatte eine mexikanische Kontrollbehörde Siemens S.A. de C.V. Mexico ( Siemens Mexico) für die Dauer von drei Jahren und neun Monaten von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen ab dem 30. November 2005 ausgeschlossen. Das Verfahren hatte den Vorwurf zum Gegenstand, Siemens Mexico habe geringfügige steuerliche Abweichungen im Rahmen des Vertragsschlusses mit einem öffentlichen Auftraggeber in 2002 nicht offengelegt. Aufgrund mehrerer Rechtsmittel von Siemens Mexico wurde der Ausschluss zunächst ausgesetzt und danach auf einen Zeitraum von vier Monaten verkürzt. Im Juni 2009 wurde das Unternehmen schließlich durch das zuständige Gericht darüber informiert, dass der Ausschluss vollständig aufgehoben wurde.
Im Juli 2008 hat Herr Abolfath Mahvi Schiedsklage bei der ICC eingereicht, in der er Schadensersatz in Höhe von 150 Mio. DM (beziehungsweise den entsprechenden Betrag in Euro, der sich auf ca. 77 EUR beläuft) zuzüglich Zinsen von Siemens verlangt. Herr Mahvi stützt seinen Anspruch auf einen Vertrag von 1974, der zwischen einer damaligen Tochtergesellschaft von Siemens und zwei Gesellschaften abgeschlossen wurde, von denen die eine auf den Bermudas und die andere in Liberia ansässig war. Herr Mahvi behauptet, Rechtsnachfolger der Gesellschaften auf den Bermudas und in Liberia zu sein. Weiterhin behauptet er, dass diese Gesellschaften Siemens bei der Akquise eines Kraftwerkprojekts in Bushehr, Iran, unterstützt hätten. Siemens hält die Ansprüche für ungerechtfertigt. Dies vor allem deshalb, weil der Vertrag, aus dem die Ansprüche hergeleitet werden, schon Gegenstand eines früheren ICC-Verfahrens gewesen war und in diesem Verfahren Ansprüche gegen Siemens zurückgewiesen wurden. Herr Mahvi hat in seinem detaillierten Statement of Claim seine behaupteten Ansprüche spezifiziert und verlangt jetzt von der Siemens AG 150 Mio. DM (beziehungsweise den entsprechenden Betrag in Euro, der sich auf ca. 77 EUR beläuft) oder, alternativ, 35,460 EUR oder 27,837 EUR zzgl. Zinsen, 5 % Provision von den Zahlungen, die Siemens über 5,74 Mrd. DM hinaus für alle anderen Verträge erhalten hat, die unter den mit Herrn Mahvi abgeschlossenen Vertrag fallen, sowie 5 EUR für »moral damages«.
Im Juli 2008 hat Hellenic Telecommunications Organization Société Anonyme (OTE) in Deutschland vor dem Landgericht München eine Auskunftsklage gegenüber Siemens mit dem Ziel erhoben, Siemens zu verurteilen, die Ergebnisse der internen Ermittlungen offenzulegen, soweit diese OTE betreffen. OTE begehrt Auskunft zu den Vorwürfen angeblicher unlauterer Einflussnahme und/oder Bestechung in Zusammenhang mit Aufträgen, die zwischen 1992 und 2006 zwischen Siemens und OTE abgeschlossen wurden. Die Klage wurde Siemens durch das Landgericht am 25. September 2008 zugestellt. Siemens hat auf die Klage erwidert und den Antrag gestellt, die Klage abzuweisen. OTE hat im Mai 2009 in Griechenland Akteneinsicht durch die Staatsanwaltschaft erhalten. Der geltend gemachte Auskunftsanspruch hat sich damit voraussichtlich erledigt. Allerdings wird OTE gegebenenfalls versuchen, die erhaltenen Informationen zur Unterstützung vermeintlicher Schadensersatzansprüche gegenüber Siemens und/oder Siemens A.E. (der griechischen Tochtergesellschaft von Siemens) zu nutzen.
Die Siemens A.E. hat sich im Mai 2003 als Subunternehmer gegenüber Science Applications International Corporation, Delaware, USA (SAIC), im Vorfeld der Olympischen Spiele in Athen zur Lieferung und Installation von Sicherheitsüberwachungstechnik im Rahmen des sogenannten C4I-Projekts in Griechenland verpflichtet. Die Siemens A.E. erbrachte in den Jahren 2003 bis 2008 die geschuldeten Leistungen. Im Rahmen der Abnahme verschiedener Teilleistungen und der im November 2008 erfolgten Endabnahme des Gesamtsystems rügte der griechische Staat Mängel am C4I-System und machte Minderungen in zweistelliger Millionenhöhe geltend. Zudem hält der griechische Staat unter Hinweis auf die bislang nicht erfolgte formale Endabnahme einen weiteren zweistelligen Millionenbetrag zurück. Die Berechtigung hierzu wird von Siemens A.E. und SAIC bestritten. Vor diesem Hintergrund wurde ein Schiedsverfahren von SAIC eingeleitet. Eine Streitbeilegung wird dadurch erschwert, dass Siemens A.E. in Griechenland öffentlich Bestechungs- und Betrugsvorwürfen und damit einhergehend negativer Presseberichterstattung hinsichtlich des C4I-Systems ausgesetzt ist.
Die derzeit in Griechenland von der Staatsanwaltschaft und den Strafgerichten gegen ehemalige Angehörige der Siemens A.E. insbesondere wegen Bestechungs- und Betrugsvorwürfen geführten Verfahren und der Ausgang dieser Verfahren könnten sich unter Umständen negativ auf die derzeit laufenden zivilrechtlichen Verfahren und die weitere Entwicklung der Geschäftstätigkeit der Siemens A.E. in Griechenland auswirken.
Neben der regulären Steuerprüfung der Steuerjahre 2004 bis 2007 haben die griechischen Steuerbehörden begonnen, die Siemens A.E. für die Jahre 1997 bis 2003 erneut zu prüfen, für die die Steuerprüfung bereits abgeschlossen war. Die Steuerprüfungen könnte es erforderlich machen, dass Siemens A.E. zusätzliche Steuern zahlen muss. Aufgrund der Komplexität der Sache ist es derzeit jedoch nicht möglich, die Folgen der Steuerprüfung oder die Höhe möglicher zusätzlicher Verbindlichkeiten vorauszusehen.
Im Dezember 2008 nahm die polnische Behörde für innere Sicherheit (Agency of Internal Security, AWB) einen Mitarbeiter von Siemens Healthcare Polen in Haft in Zusammenhang mit einer Untersuchung hinsichtlich einer öffentlichen Ausschreibung des Krankenhauses Wroclaw aus dem Jahr 2008. Die AWB erhebt den Vorwurf, der Siemens Mitarbeiter und der stellvertretende Krankenhausdirektor hätten das Ausschreibungsverfahren manipuliert.
Im April 2009 durchsuchte der Defense Criminal Investigative Service des US-Verteidigungsministeriums die Räumlichkeiten von Siemens Medical Solutions USA, Inc. in Malvern, Pennsylvania, in Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren hinsichtlich eines Siemens Vertrags mit dem US-Verteidigungsministerium über die Lieferung medizinischer Geräte.
Im Juni 2009 durchsuchte die Staatsanwaltschaft Wien das Büro eines Mitarbeiters der Siemens AG Österreich in Zusammenhang mit dem Vorwurf überhöhter Rechnungen eines Subunternehmers im Rahmen eines IT-Projekts mit dem österreichischen Bundesrechenzentrum. Die Staatsanwaltschaft betrachtet Siemens als Opfer.
Im Juni 2009 legten die Siemens AG und zwei Tochtergesellschaften freiwillig unter anderem mögliche Verletzungen der US Export Administration Regulations gegenüber den zuständigen US-Behörden offen.
Zu bestimmten Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37, Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen, geforderte Angaben nicht gemacht, sofern das Unternehmen zu dem Schluss kommt, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Rechtsstreits ernsthaft beeinträchtigen können.
Zusätzlich zu den oben beschriebenen Untersuchungen und Rechtsstreitigkeiten sind die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften in Zusammenhang mit ihren Geschäftstätigkeiten als diversifizierter, global präsenter Konzern in verschiedenen weiteren Rechtsstreitigkeiten und Verfahren als Beklagte benannt worden. Zum Teil sind diese anhängigen Ansprüche bereits offengelegt worden. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten werden Schadensersatzansprüche in unbestimmter Höhe sowie Strafschadensersatz (punitive damages) geltend gemacht. Zeitweise ist Siemens auch Gegenstand von weiteren über die oben genannten hinausgehenden behördlichen Ermittlungen. Siemens kooperiert mit den zuständigen Behörden in unterschiedlichen Jurisdiktionen und führt, soweit es angebracht ist, interne Untersuchungen bezüglich des behaupteten Fehlverhaltens durch, unterstützt durch interne und externe Rechtsberater. Angesichts der Zahl von Rechtsstreitigkeiten und anderen Verfahren, an denen Siemens beteiligt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass in einigen dieser Verfahren negative Entscheidungen für Siemens ergehen könnten. Siemens verteidigt sich in Rechtsstreitigkeiten und Verfahren, soweit dies angemessen ist. Eine Prognose von Verfahrensergebnissen ist, insbesondere in Fällen, in denen die Anspruchsteller unbestimmte Schadensersatzansprüche geltend machen, mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden; im Hinblick darauf kann Siemens keine Vorhersage darüber treffen, welche Verpflichtungen sich aus solchen Verfahren eventuell ergeben könnten. Eventuelle negative Entscheidungen in solchen Fällen könnten wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in einer Berichtsperiode haben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet Siemens jedoch aus den in diesem Abschnitt nicht separat dargestellten weiteren Rechtsthemen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens.
31 ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE
Die nebenstehende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte: | ||
| Darlehen und Forderungen | 24.119 | 25.138 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.159 | 6.893 |
| Derivate mit Hedge-Accounting-Beziehung | 1.895 | 538 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 976 | 459 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 561 | 703 |
| 37.710 | 33.731 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten: | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 28.539 | 26.337 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten | 864 | 1.004 |
| Derivate mit Hedge-Accounting-Beziehung | 134 | 401 |
| 29.537 | 27.742 |
Die untenstehende Tabelle stellt die Marktwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind.
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Marktwert | Buchwert | Marktwert | Buchwert | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten: | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1 | 13.950 | 13.950 | 14.627 | 14.627 |
| Forderungen aus Finanzierungs-Leasing | 4.885 | 4.885 | 5.160 | 5.160 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.159 | 10.159 | 6.893 | 6.893 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte | 5.284 | 5.284 | 5.351 | 5.351 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2 | - | 335 | - | 518 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten: | ||||
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 16.373 | 16.502 | 12.069 | 12.966 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.617 | 7.617 | 8.886 | 8.886 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden | 2.941 | 2.942 | 2.820 | 2.879 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 191 | 194 | 228 | 233 |
| Sonstige nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 1.284 | 1.284 | 1.373 | 1.373 |
1 Diese Position setzt sich aus (i) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen des kurzfristigen Vermögens (mit Ausnahme von Forderungen aus Finanzierungs-Leasing) in Höhe von 12.711 (i.V. 14.111) EUR (siehe »Ziffer 12«) sowie (ii) aus den sich in den Sonstigen finanziellen Vermögenswerten (siehe »Ziffer 20«) befindlichen Positionen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 452 (i.V. 471) EUR sowie (iii) der Forderungen gegenüber assoziierten sowie sonstigen Unternehmen (definiert in »Ziffer 12«) in Höhe von 787 (i.V. 45) EUR zusammen, siehe »Ziffer 20«.
2 Diese Position beinhaltet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren beizulegende Zeitwerte Siemens nicht zuverlässig ermitteln kann und die es zu Anschaffungskosten bewertet.
Die Marktwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, von kurzfristigen Forderungen, von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, von sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie aus revolvierenden Kreditfazilitäten begebenen Commercial Papers und sonstigen Finanzschulden entsprechen den Buchwerten. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente.
Das Unternehmen bewertet langfristige festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen, inklusive der Forderungen aus Finanzierungs-Leasing, auf der Basis verschiedener Parameter, wie Zinssätze, spezifischer Länderrisiken, der individuellen Bonität der Kunden und der Risikostruktur des Finanzierungsgeschäfts. Anhand dieser Bewertung bildet Siemens die Wertberichtigungen für die erwarteten Forderungsausfälle. Demnach entsprechen die Buchwerte dieser Forderungen, abzüglich der gebildeten Wertberichtigungen, zum 30. September 2009 und 2008 annähernd ihren Marktwerten.
Der Marktwert der börsennotierten Anleihen und Schuldverschreibungen basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Den Marktwert von nicht börsennotierten Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt Siemens durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit geltenden Zinsen.
Die zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zeigt die folgende Tabelle:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum Marktwert | ||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 226 | 185 |
| Derivative Finanzinstrumente | 2.871 | 997 |
| Ohne Hedge-Accounting-Beziehung | 820 | 331 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | 1.474 | 394 |
| Währungsderivate | 10 | 15 |
| Zinsderivate | 1.464 | 379 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | 421 | 144 |
| Währungsderivate | 413 | 144 |
| Zinsderivate | 8 | - |
| Eingebettete Derivate | 156 | 128 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum Marktwert | ||
| Derivative Finanzinstrumente | 998 | 1.405 |
| Ohne Hedge-Accounting-Beziehung | 731 | 860 |
| In Verbindung mit Fair Value Hedges | 4 | 70 |
| Währungsderivate | 4 | 18 |
| Zinsderivate | - | 52 |
| In Verbindung mit Cashflow Hedges | 130 | 331 |
| Währungsderivate | 130 | 331 |
| Zinsderivate | - | - |
| Eingebettete Derivate | 133 | 144 |
Bei den Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten setzt Siemens als Marktwert den Kurswert in einem aktiven Markt an.
Die Gesellschaft begrenzt Ausfallrisiken aus derivativen Finanzinstrumenten durch eine vorsichtige Auswahl der Vertragspartner. Der Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt daher grundsätzlich mit Finanzinstituten mit einem Rating von mindestens »Investment Grade«. Bei der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente werden Kreditrisiken der Handelspartner angemessen berücksichtigt. Dadurch ist sichergestellt, dass sich auch Veränderungen der Kreditrisiken der Handelspartner adäquat in der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente und somit im Konzernabschluss widerspiegeln. Wie die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente im Einzelnen ermittelt werden, hängt von der Art des Instruments ab:
Zinsderivate - Der Marktwert von Zinsderivaten (zum Beispiel Zinsswaps) bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf der Basis aktueller Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve. Zinsoptionen werden mit ihrem Kurswert bilanziert oder auf der Grundlage eines Optionspreismodells errechneten Schätzwert ausgewiesen.
Währungsderivate - Der Marktwert von Devisentermingeschäften bestimmt sich in Abhängigkeit von den Devisenterminkursen. Währungsoptionen bilanziert Siemens mit ihrem Kurswert oder weist sie zu einem auf der Grundlage eines Optionspreismodells errechneten Schätzwert aus.
Credit Default Swaps - Der Marktwert von Credit Default Swaps bestimmt sich aus dem Vergleich der abgezinsten zukünftigen Zahlungsströme auf der Basis aktueller Bankkonditionen mit den abgezinsten erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen auf der Basis der Vertragskonditionen.
Bei der Bestimmung des Marktwerts eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (zum Beispiel schwebende Geschäfte und antizipierte Transaktionen) unberücksichtigt.
Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung unserer zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie:
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| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum Marktwert | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 226 | - | - | 226 |
| Derivative Finanzinstrumente | - | 2.871 | - | 2.871 |
| Gesamt | 226 | 2.871 | - | 3.097 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum Marktwert | ||||
| Derivative Finanzinstrumente | - | 998 | - | 998 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf unsere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1:
Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten;
Stufe 2:
Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (zum Beispiel Preise) oder indirekt (zum Beispiel abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind, und
Stufe 3:
Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Nettogewinne beziehungsweise -verluste aus Finanzinstrumenten sind wie folgt:
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 7 | - 95 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - 44 | - 1 |
| Darlehen und Forderungen | - 419 | - 218 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 302 | 238 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | 34 | 63 |
Nettoverluste aus Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfassen Wertminderungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung und den ineffektiven Teil aus Fair Value Hedges. Für den Betrag unrealisierter Gewinne oder Verluste aus Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, der im Geschäftsjahr direkt im Eigenkapital erfasst wurde, und den Betrag, der dem Eigenkapital entnommen und im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst wurde, siehe Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals in »Ziffer 27«.
Nettoverluste aus Darlehen und Forderungen enthalten Veränderungen in den Wertberichtigungen, Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Darlehen und Forderungen.
Nettogewinne aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzen sich aus Gewinnen oder Verlusten aus der Ausbuchung und dem ineffektiven Teil aus Fair Value Hedges zusammen.
Nettogewinne aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente (einschließlich Zinserträgen und -aufwendungen), für die kein Hedge Accounting angewendet wird.
Die dargestellten Beträge umfassen Währungsgewinne und -verluste aus der Realisierung sowie aus der Bewertung der oben genannten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bezogen auf das Vorjahr sind diese Effekte erstmalig enthalten. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Sicherheiten
Siemens hat Wertpapiere als Sicherheiten für bestimmte Einlagen erhalten, die das Unternehmen mit Dritten aufbewahrt und für die die Erlaubnis besteht, diese zu veräußern oder zu verpfänden. Der Fair Value dieser Sicherheiten beträgt zum 30. September 2009 716 Mio. (i.V. 251 Mio.) EUR. Siemens hat zum 30. September 2009 von dem Recht zur Weiterveräußerung oder Verpfändung keinen Gebrauch gemacht. Zum 30. September 2009 wurden von Siemens finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 408 EUR als Sicherheiten gestellt.
32 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSAKTIVITÄTEN
Im Rahmen des Risikomanagements setzt das Unternehmen eine Vielfalt von derivativen Finanzinstrumenten ein, um die Risiken, die hauptsächlich aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen resultieren, sowie die Kreditrisiken zu begrenzen. Für weitere Informationen zu den Risikomanagementstrategien bei Siemens sowie zum Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, siehe auch »Ziffer 33«.
Die Marktwerte der einzelnen Arten von derivativen Finanzinstrumenten sind wie folgt:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 735 | 462 | 371 | 979 |
| Zinsswaps und kombinierte Zins- und Währungsswaps | 1.764 | 204 | 424 | 168 |
| Eingebettete Derivate | 156 | 133 | 128 | 144 |
| Optionen | 164 | 172 | 65 | 56 |
| Sonstige | 52 | 27 | 9 | 58 |
| 2.871 | 998 | 997 | 1.405 |
Währungsrisikomanagement
Wie unter »Ziffer 33« beschrieben, setzt das Unternehmen verschiedene derivative Finanzinstrumente ein, um Währungsrisiken zu begrenzen oder auszuschalten.
Derivative-Finanzinstrumente ohne Hedge Accounting Beziehung
Zur Absicherung der Risiken, die aus den Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, Schulden und schwebenden Verträgen sowie antizipierten Transaktionen resultieren, verfolgt das Unternehmen vorwiegend einen konzernweiten Portfolioansatz. Dieser besteht darin, die konzernweiten Risiken zentral zu bündeln und durch den Einsatz verschiedener derivativer Finanzinstrumente abzusichern. Dabei handelt es sich in erster Linie um Devisentermingeschäfte, Zins- und Zins-Währungs-Swaps sowie um Optionen. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für Hedge Accounting nach IAS 39, Financial Instruments: Recognition and Measurement. Dementsprechend erfasst Siemens alle diese Derivate zum Marktwert in der Konzernbilanz und weist sie unter Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte oder Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus. Die Veränderungen des Marktwerts bucht das Unternehmen erfolgswirksam.
Siemens bilanziert auch Embedded Foreign Currency Derivatives, die in bestimmten Kauf- oder Verkaufsverträgen enthalten sind. Diese lauten weder auf eine der funktionalen Währung der Vertragspartner noch auf eine Währung, die in dem wirtschaftlichen Umfeld, in dem die Transaktion stattfindet, üblicherweise verwendet wird. Die Gewinne oder Verluste aus den Embedded Foreign Currency Derivatives weist das Unternehmen unter den Umsatzkosten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus.
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting
Die operativen Einheiten des Unternehmens wenden für bestimmte wesentliche, in Fremdwährung lautende antizipierte Transaktionen und schwebende Geschäfte Hedge Accounting an. Siemens setzt in erster Linie Devisentermingeschäfte ein, um das Risiko von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus geplanten Käufen und Verkäufen sowie schwebenden Geschäften zu begrenzen. Dieses Risiko resultiert vor allem aus auf US-Dollar lautenden langfristigen Verträgen (Projektgeschäft) und aus auf US-Dollar lautendem Produktgeschäft der operativen Einheiten.
Cashflow Hedges - Die Veränderungen des Marktwerts von als Foreign Currency Cashflow Hedges klassifizierten Devisentermingeschäften weist Siemens wie folgt aus: Der effektive Teil der Marktwertveränderungen wird unter den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals erfasst, während der ineffektive Teil in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt wird. Der erfolgswirksam erfasste ineffektive Teil aus Cashflow Hedges im Währungsbereich betrug zum 30. September 2009 - (i.V. 1) EUR. Im Geschäftsjahr 2009 reklassifizierte das Unternehmen einen Nettogewinn in Höhe von 6 (i.V. 5) EUR aus den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals in die Umsatzkosten, da das Eintreten der geplanten Transaktion unwahrscheinlich geworden war. Die Entwicklung der Sonstigen Bestandteile des Eigenkapitals aus der Veränderung des Marktwerts dieser Geschäfte sowie aus der ergebniswirksamen Umbuchung findet sich im »Anhang, Ziffer 27«.
Die Gesellschaft wird voraussichtlich 143 EUR der in den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals ausgewiesenen Nettoverluste mit Eintreten der abgesicherten Fremdwährungstransaktionen im Geschäftsjahr 2010 in die Umsatzkosten reklassifizieren.
Zum 30. September 2009 hatte Siemens derivative Finanzinstrumente mit einer maximalen Laufzeit von 207 Monaten im Bestand, um die Währungsrisiken in Zusammenhang mit geplanten Transaktionen in Fremdwährung abzusichern.
Fair Value hedges - Zum 30. September 2009 und 2008 sicherte das Unternehmen schwebende Geschäfte mithilfe von Devisentermingeschäften ab. Diese klassifizierte es als Foreign Currency Fair Value Hedges zukünftiger Verkäufe - vor allem in Zusammenhang mit dem Projektgeschäft des Unternehmens - und in geringerem Maße auch zukünftiger Käufe. Die gesicherten schwebenden Geschäfte wies Siemens zum 30. September 2009, da es Hedge Accounting anwandte, unter den finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 13 (i.V. 19) EUR und unter den finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 23 (i.V. 34) EUR aus. Aus den Marktwertänderungen der Devisentermingeschäfte ergaben sich Verluste in Höhe von 2 (i.V. 20) EUR. Diesen Verlusten standen Gewinne aus den schwebenden Geschäften in Höhe von 2 (i.V. 19) EUR gegenüber. Die Veränderungen des Marktwerts der Devisentermingeschäfte sowie die der schwebenden Geschäfte buchte Siemens unter den Umsatzkosten.
Zinsrisikomanagement
Das Zinsrisiko resultiert aus der Sensitivität von Finanzanlagen und Finanzschulden in Bezug auf Veränderungen des Marktzinsniveaus. Das Unternehmen ist bestrebt, solche Risiken durch den Einsatz von Zinsderivaten, wie Zinsswaps (siehe »Ziffer 33«), Optionen und in geringerem Umfang auch Zins-Währungs-Swaps und Zins-Futures, zu begrenzen.
Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung ohne Hedge Accounting Beziehung
Zur Absicherung des Zinsrisikos in Zusammenhang mit bestimmten verzinslichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, vor allem verzinslichen Finanzanlagen und Finanzschulden, verfolgt das Unternehmen einen Portfolioansatz. Dieser Ansatz richtet sich auf Zinsinkongruenzen zwischen diesen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in ihrer Gesamtheit und nicht als Einzelpositionen. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für Hedge Accounting nach IAS 39. Dementsprechend führt Siemens alle im Rahmen dieser Strategie eingesetzten Zinsderivate zum Marktwert und weist sie entweder unter Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte oder Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten aus. Die Veränderungen des Marktwerts bucht das Unternehmen erfolgswirksam im Finanzergebnis. Den Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen im Rahmen von Zinsswaps, die der Absicherung dienen, erfasst es ebenfalls im Finanzergebnis.
Fair Value Hedges für festverzinsliche Finanzschulden
Auf der Grundlage der während der Geschäftsjahre 2009 und 2008 bestehenden Swap-Kontrakte zahlt das Unternehmen variable Zinsen auf einen bestimmten Kapitalbetrag und erhält im Gegenzug dafür feste Zinsen auf denselben Kapitalbetrag. Diese Zinsswaps gleichen die Auswirkungen zukünftiger Veränderungen der Zinssätze auf die Marktwerte der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschulden aus. Siemens weist die Zinsswaps zum Marktwert in der Konzernbilanz aus. Den entsprechenden Anteil der dadurch abgesicherten festverzinslichen Finanzschulden führt das Unternehmen als Summe aus deren Buchwert und einer Wertkorrektur für die zinsrisikobedingte Veränderung ihres Marktwerts. Diese Veränderungen sowie die entsprechenden Korrekturen des Buchwerts stellt es als Korrekturposten zu der Position Finanzergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dar. Das Nettoergebnis, das den ineffektiven Teil der Sicherungsbeziehung darstellt, wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Aus den Buchwertanpassungen der Finanzschulden ergab sich im Geschäftsjahr ein Verlust von 848 (i.V. Verlust von 276) EUR, während im gleichen Zeitraum Gewinne bei den zugeordneten Sicherungsgeschäften von 931 (i.V. Gewinne von 269) EUR realisiert wurden. Im Geschäftsjahr 2009 wurde demnach ein Nettoergebnis, das den ineffektiven Teil der Sicherungsbeziehung darstellt, in Höhe von 84 (i.V. minus 7) EUR erfasst. Den Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen im Rahmen solcher Zinsswaps weist Siemens im Zinsaufwand aus, der Bestandteil des Finanzergebnisses ist.
Im Rahmen von Zinsswaps zahlte Siemens variable Zinsen (Durchschnittssatz zum 30. September 2009 beziehungsweise 2008: 0,9 % beziehungsweise 4,5 %) und erhielt Festzinszahlungen (Durchschnittssatz zum 30. September 2009 beziehungsweise 2008: 5,4 % beziehungsweise 5,6 %). Das zum 30. September 2009 abgesicherte Volumen der Finanzschulden betrug 15.565 (i.V. 11.766) EUR. Damit wurden zum 30. September 2009 94 (i.V. 89) % des Anleihebestands des Unternehmens von festverzinslich auf variabel verzinslich getauscht. Die Laufzeiten der Swap-Kontrakte sind auf die Laufzeiten der abgesicherten Positionen abgestimmt. Der Nettomarktwert der Zinsswaps, die Finanzschulden absicherten, betrug - ohne Berücksichtigung abgegrenzter Zinsen - zum 30. September 2009 1.224 (i.V. 291) EUR.
Fair Value Hedges für Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Im Geschäftsjahr 2008 hat Siemens Fair Value Hedge Accounting für bestimmte festverzinsliche Wertpapiere, die als Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft werden, angewandt. Die Anwendung von Fair Value Hedge Accounting wurde allerdings zu Beginn des Geschäftsjahrs 2008 vollständig beendet, da der Großteil der abgesicherten Grundgeschäfte veräußert wurde. Im Geschäftsjahr 2009 bestanden keine entsprechenden Hedge-Beziehungen. Um Auswirkungen auf die Marktwerte der zugrunde liegenden festverzinslichen Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte - aufgrund zukünftiger Veränderungen der Zinssätze - auszugleichen, sind Zinsswaps abgeschlossen worden. Die Zinsswaps und der zugrunde liegende Teil der Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurden während der Anwendung von Fair Value Hedge Accounting zum Marktwert in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Veränderungen der Marktwerte der Zinsswaps sowie die kompensierenden zinsrisikobedingten Veränderungen des Marktwerts der dadurch abgesicherten Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurden im Finanzergebnis ausgewiesen. Das im Geschäftsjahr 2008 im Finanzergebnis erfasste Nettoergebnis betrug 0 EUR und entspricht dem ineffektiven Teil der Sicherungsbeziehung.
Cashflow Hedges für variabel verzinsliche Anlagen
In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wandte Siemens Cashflow Hedge Accounting für revolvierende Anlagen an. Im Rahmen der eingesetzten Swap-Kontrakte zahlt das Unternehmen variable Zinsen auf einen bestimmten Kapitalbetrag und erhält im Gegenzug dafür feste Zinsen auf denselben Kapitalbetrag. Diese Zinsswaps gleichen die Auswirkungen zukünftiger Veränderungen der Zinssätze auf die Zahlungsströme der zugrunde liegenden variabel verzinslichen Anlagen aus. Das Unternehmen weist die Zinsswaps zum Marktwert in der Konzernbilanz aus. Den effektiven Teil der Marktwertveränderungen von als Cashflow Hedges klassifizierten Zinsswaps erfasst es unter den Sonstigen Bestandteilen des Eigenkapitals; der ineffektive Teil der Marktwertveränderungen wird erfolgswirksam erfasst. Aus den Cashflow Hedges im Zinsbereich ergaben sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 nur unwesentliche Ineffektivitäten (jeweils weniger als 1 EUR). Den Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen im Rahmen solcher Zinsswaps zeigt Siemens im Zinsertrag. Dieser ist Bestandteil des Finanzergebnisses.
33 MANAGEMENT VON FINANZIELLEN RISIKEN
Finanzmarktrisiken
Zunehmende Marktpreisschwankungen können für Siemens signifikante Cashflow- sowie Gewinnrisiken zur Folge haben. Änderungen der Fremdwährungskurse, der Zinssätze sowie der Aktienkurse beeinflussen sowohl das weltweite operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten. Um die Allokation der finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns zu optimieren und eine möglichst hohe Rendite für seine Aktionäre sicherzustellen, identifiziert, analysiert und steuert Siemens vorausschauend die hiermit verbundenen Finanzmarktrisiken. Das Unternehmen versucht in erster Linie, diese Risiken im Rahmen der laufenden Geschäfts- und Finanzaktivitäten zu steuern und zu überwachen. Wenn es notwendig ist, steuert es die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente.
Die Finanzmarktrisiken zu managen ist eine zentrale Aufgabe des Siemens Vorstands. Dieser Teil des gesamten Risikomanagementsystems fällt in den Verantwortungsbereich des Chief Financial Officers. Der Siemens Vorstand trägt auf höchster Ebene die Gesamtverantwortung und delegiert aus betrieblichen und unternehmerischen Gründen die Verantwortung an die Zentralabteilungen und an die Siemens Segmente und Einheiten. SFS unterhält in geringem Umfang ein Trading-Portfolio, dessen Risikopositionen limitiert sind. Zum 30. September 2009 lag der Value at Risk (VaR) dieses Portfolios nahe null.
Aus den verschiedenen Methoden zur Risikoanalyse und des Risikomanagements implementierte Siemens das Konzept des Value at Risk auf Basis des parametrischen Varianz-Kovarianz-Ansatzes. Das VaR-Konzept ermöglicht die Quantifizierung von Marktpreisrisiken, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen verschiedener Risikofaktoren unter den Annahmen des parametrischen Varianz-Kovarianz-Value-at-Risk-Modells. Der VaR für alle Risikofaktoren wurde basierend auf folgenden Parametern berechnet:
| ― | Historische Volatilitäten und Korrelationen, |
| ― | 10 Tage Haltedauer, |
| ― | 99,5 % Konfidenzniveau. |
Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung weichen aufgrund grundlegender konzeptioneller Unterschiede von den ermittelten VaR-Werten deutlich ab. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird auf Basis der IFRS erstellt. Die VaR-Zahlen basieren auf einem rein finanzwirtschaftlichen Modell, das einen finanzwirtschaftlichen Verlust errechnet, der bei einer Haltedauer von 10 Tagen und mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % nicht überstiegen wird. Da für das Management der Treasury-Aktivitäten der Value at Risk verwendet wird und dieser aussagekräftigere Risikoinformationen zur Verfügung stellt als eine Sensitivitätsanalyse, wurde das VaR-Konzept in diesem Jahr erstmals für die externe Berichterstattung zum Marktrisiko eingeführt.
Obwohl der VaR ein bedeutendes Konzept zur Messung von Marktpreisrisiken ist, können die Annahmen, auf denen das Modell basiert, zu einigen Einschränkungen führen. Eine 10 Tage Haltedauer unterstellt, dass es möglich ist, die Risiken innerhalb dieser Periode zu neutralisieren. Dies stellt eine in den meisten Fällen realistische Annahme dar, die aber nicht erfüllt sein kann, sollten für einen anhaltenden Zeitraum illiquide Märkte vorliegen. Ein Konfidenzniveau von 99,5 % macht keine Angaben zu den Verlusten, die über dieses Konfidenzniveau hinaus auftreten können. Innerhalb des Modells existiert eine statistische Wahrscheinlichkeit von 0,5 %, dass Verluste eintreten, die den berechneten VaR übersteigen. Bei der Verwendung von historischen Daten als Basis für die Abschätzung des statistischen Verhaltens der relevanten Märkte, und damit der Quantifizierung der möglichen Bandbreite der zukünftigen Ergebnisse aus diesem statistischen Verhalten, besteht die Möglichkeit, dass nicht alle möglichen Entwicklungen abgedeckt sind. Dies gilt im Besonderen für das Auftreten außergewöhnlicher Ereignisse.
Alle marktsensitiven Vermögensanlagen des Konzerns, die in Zusammenhang mit Pensionsplänen stehen, einschließlich der Anlagen in Aktien oder der zinstragenden Investments, sind nicht Gegenstand der folgenden quantitativen und qualitativen Angaben. Weitere Informationen hierzu finden sich unter »Ziffer 24«.
Aktienkursrisiken
Das Siemens Anlageportfolio umfasst direkte und indirekte Aktienanlagen in börsennotierte Unternehmen, die die Gesellschaft nicht zu Handelszwecken hält. Diese Beteiligungen resultieren hauptsächlich aus strategischen Partnerschaften, Spin-offs und Börsengängen (IPOs) strategischer Risikokapitalinvestitionen oder aus Kompensationen für M&A-Transaktionen.
Siemens überwacht die Aktieninvestitionen anhand ihrer aktuellen Marktwerte, die von den Schwankungen der volatilen Aktienmärkte weltweit beeinflusst werden. Der Marktwert des Siemens Portfolios belief sich zum 30. September 2009 auf 141 EUR im Vergleich zu einem Marktwert in Höhe von 137 EUR zum 30. September 2008.
Basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer 10 Tage Haltedauer sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 % wurde der VaR der oben genannten Aktienpositionen von Siemens in Höhe von 21 EUR ermittelt. Zum 30. September 2008 lag der entsprechende VaR bei 12 EUR, was einen signifikanten Anstieg des Aktienkursrisikos während des abgelaufenen Geschäftsjahrs darstellt.
Fremdwährungsrisiken
Transaktionsrisiken und Fremdwährungsmanagement
Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist Siemens im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, verfolgt - wie unten dargestellt - das Unternehmen verschiedene Strategien, die den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten vorsehen.
Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Jede Siemens Einheit ist Risiken in Zusammenhang mit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme entstehen, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Siemens Einheit entsprechen. Das Unternehmen reduziert das Risiko, indem es Geschäftstransaktionen (Verkäufe und Zukäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Investitions- und Finanzierungsaktivitäten) hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abrechnet. Außerdem gleicht es das Fremdwährungsrisiko zum Teil dadurch aus, dass es Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in der entsprechenden Fremdwährung beschafft sowie in den lokalen Märkten produziert beziehungsweise andere Leistungsbeiträge entlang der Wertschöpfungskette erbringt.
Den operativen Einheiten ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.
Siemens hat seit mehreren Jahren ein bewährtes Fremdwährungsrisikomanagementsystem. Jede Siemens Einheit ist dafür verantwortlich, ihre transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken zu erfassen, zu bewerten, zu überwachen, darüber Bericht zu erstatten und abzusichern. Den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettowährungspositionen gibt die entsprechende Richtlinie der Zentralabteilung Corporate Finance vor. Konzernweit ist jede Einheit dazu verpflichtet, diese anzuwenden und die jeweilige Nettowährungsposition in einer engen Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % abzusichern. Zusätzlich stellt Corporate Finance das organisatorische Rahmenwerk, das für das Fremdwährungsmanagement notwendig ist, zur Verfügung. Es schlägt Sicherungsstrategien vor und definiert die für die Einheiten verfügbaren Sicherungsinstrumente: Forward-Kontrakte, Währungsoptionen sowie StopLoss-Orders. Die Sicherungstransaktionen führt SFS als exklusiver Dienstleister für fast alle Siemens Einheiten im Auftrag der Konzern-Treasury auf den weltweiten Finanzmärkten durch. SFS schließt als exklusiver Dienstleister im Auftrag der Konzern-Treasury die Sicherungsgeschäfte, die im Rahmen von Hedge Accounting designiert werden, spiegelbildlich mit externen Partnern ab. Für die anderen Sicherungen verfolgt Siemens einen konzernweiten Portfolioansatz, wodurch ein Nutzen aus der möglichen Aufrechnung gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung erzielt sowie eine Minimierung der Transaktionskosten erreicht wird. Informationen zu den Auswirkungen des konzernweiten Portfolioansatzes auf den Konzernabschluss sowie zu den derivativen Finanzinstrumenten, für die Hedge Accounting angewandt wird, um Fremdwährungsrisiken zu reduzieren oder auszuschalten, finden sich unter »Ziffer 32«.
Das VaR der Fremdwährungspositionen berechnet Siemens auf Grundlage der Aggregation der Nettowährungspositionen inklusive Hedge-Geschäfte. Zum 30. September 2009 wurde das Fremdwährungsrisiko als VaR in Höhe von 12 Mio. EUR ermittelt, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer 10 Tage Haltedauer sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Zum 30. September 2008 betrug der vergleichbare VaR der Fremdwährungspositionen 31 Mio. EUR. Volatile Wechselkurse können zu Bewertungsänderungen der Cashflows und damit der nicht gesicherten Umsätze in Euro führen. Zusätzlich können zukünftige Wechselkursänderungen Auswirkungen auf die ungesicherten Preise für Güter und Dienstleistungen haben und zu Änderungen der Gewinnmargen führen. Der Umfang der Beeinflussung ist im Wesentlichen davon abhängig, in welcher Höhe den Fremdwährungsumsätzen Ausgaben in der jeweiligen Fremdwährung gegenüberstehen.
Fremdwährungsrisiken resultieren - nach der Definition von Siemens - aus Bilanzpositionen und aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen sowie aus allen Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen in Fremdwährungen, die sich aus antizipierten Transaktionen der nächsten drei Monate ergeben. Dabei betrachtet Siemens das Fremdwährungsrisiko, das aus der Sicht der jeweiligen Siemens Einheit und ihrer funktionalen Währung gegenüber allen Fremdwährungen besteht.
Auswirkung von translationsbezogenen Währungsrisiken
Viele Siemens Einheiten befinden sich außerhalb des EuroWährungsraums. Da die Berichtswährung von Siemens der Euro ist, rechnet das Unternehmen im Konzernabschluss die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro um. Umtranslationsbezogene Fremdwährungseffekte im Risikomanagement zu adressieren, gilt die Arbeitshypothese, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften grundsätzlich auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Sollte Siemens einen bestimmten Vermögenswert oder eine bestimmte Gesellschaft verkaufen, bezieht das Unternehmen die Auswirkungen - dieses auf den Verkauf bezogene transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisikos - in die VaR-Analysen ein. Translationsbezogene Auswirkungen, die entstehen, wenn sich der Wert der Nettovermögenspositionen, umgerechnet in Euro, aufgrund von Wechselkursschwankungen ändert, werden im Eigenkapital des Siemens Konzernabschlusses erfasst.
Zinsrisiken
Das Zinsrisiko von Siemens resultiert hauptsächlich aus Finanz schulden sowie Schuldverschreibungen, Darlehen, Commercial-Paper-Programmen und zinstragenden Anlagen beziehungsweise verzinslichen Aufnahmen. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Instrumente reduziert, indem Festzinszahlungen in variable Zinszahlungen gedreht und dadurch gegen Marktwertänderungen gesichert werden. Weitere Informationen finden sich unter »Ziffer 32«.
Die Konzern-Treasury steuert zusammen mit SFS als operativem Dienstleister das Konzern-Zinsrisiko mit dem Ziel, den Zinsertrag und den Zinsaufwand des Konzerns zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Teil des Zinsrisikomanagementkonzepts ist auch ein konzernweites Zins-Overlay-Management, durch das die Zinsbindungen der Sicherungsgeschäfte in Übereinstimmung mit den vorgesehenen Mittelbindungen der Vermögenswerte und Schulden gebracht werden sollen. Soweit länderspezifische Regelungen dem nicht entgegenstehen, stellt die Konzern-Treasury sämtlichen Segmenten und Einheiten sowie verbundenen Unternehmen den erforderlichen Finanzierungsbedarf in Form von Darlehen oder über konzerninterne Verrechnungskonten zur Verfügung. Das gleiche Konzept wendet Siemens für Einlagen aus den von den Einheiten erwirtschafteten Zahlungsmitteln an.
Das Zinsrisiko wird basierend auf einem parametrischen Varianz-Kovarianz-Value-at-Risk-Konzept ermittelt. Das VaR berechnet das Marktpreisrisiko gegenüber einer fiktiven, 100 % variablen Finanzierungsbenchmark. Zum 30. September 2009 betrug der Zinsrisiko-VaR, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer 10 Tage Haltedauer sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 %, 33 EUR. Das vergleichbare Zinsrisiko zum 30. September 2008 betrug 54 EUR. Dieses Zinsrisiko resultiert in erster Linie aus der langfristigen auf Festzinsbasis aufgenommenen Finanzverschuldung sowie aus zinstragenden Anlagen.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, zum Beispiel der Tilgung von Finanzschulden, der Bezahlung von Zulieferer und den Verpflichtungen aus dem Finanzierungs-Leasing. Siemens begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Working Capital- und Cash-Management, den Zugang zu Kreditlinien bei Kreditinstituten mit ausschließlich hervorragendem Rating, ein Medium-Term-NotesProgramm sowie ein etabliertes globales Commercial-Paper-Programm. Weitere Informationen zu kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden finden sich unter »Ziffer 23«.
Ergänzend zu den oben genannten Instrumenten der Liquiditätssicherung, verfolgt Siemens kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem beobachtet Siemens die Entwicklungen, was deren Verfügbarkeit und Kosten betrifft. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die finanzielle Flexibilität von Siemens zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.
Die folgende Tabelle zeigt alle zum 30. September 2009 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert. Die Tabelle gibt die nicht diskontierten Mittelabflüsse für die nächsten Geschäftsjahre an. Die Mittelabflüsse für finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) ohne festen Betrag oder Zeitraum basieren auf den Konditionen zum 30. September 2009.
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| 2010 | 2011 | 2012 - 2014 | 2015 und danach | |
|---|---|---|---|---|
| Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Anleihen und Schuldverschreibungen | 815 | 2.820 | 7.187 | 10.008 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 308 | 65 | 1.403 | 657 |
| Übrige Finanzschulden | 445 | 40 | 90 | 76 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing | 54 | 47 | 42 | 77 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.590 | 8 | 6 | 2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 576 | 45 | 44 | 97 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 569 | 228 | 161 | 61 |
Das Risiko der Zahlungsströme aus der Tabelle ist nur auf die Zahlungsabflüsse beschränkt. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing, aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stammen hauptsächlich aus der Finanzierung von in den fortgeführten Aktivitäten genutzten operativen Vermögenswerten, wie Sachanlagen, und aus Investitionen innerhalb des Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Siemens berücksichtigt diese Vermögenswerte bei der effektiven Steuerung des gesamten Liquiditätsrisikos. Um die vorhandenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu überwachen und die zukünftigen Risiken effektiv zu steuern, etablierte Siemens ein umfangreiches Risikoberichterstattungssystem, das die weltweiten Geschäftseinheiten umfasst.
Die Gesamtsicht auf Liquidität und Finanzverschuldung ergibt sich aus der Berechnung der Nettoverschuldung und wird für das interne Finanzmanagement sowie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren, Analysten und Ratingagenturen verwendet. Die Nettoverschuldung resultiert aus dem Gesamtbetrag an Commercial Papers, Medium-Term-Notes, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing, abzüglich der Summe der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der kurzfristigen Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt gehandelt werden, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden | 698 | 1.819 |
| Langfristige Finanzschulden | 18.940 | 14.260 |
| Summe Finanzschulden | 19.638 | 16.079 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10.159 | 6.893 |
| Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 170 | 152 |
| Summe Liquidität | 10.329 | 7.045 |
| Nettoverschuldung (Summe Finanzschulden abzüglich Summe Liquidität) | 9.309 | 9.034 |
Die Finanzausstattung des Unternehmens umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, kurz- und langfristige Finanzschulden sowie die Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Gegensatz dazu umfassen die Kapitalerfordernisse die Tilgung der Finanzschulden und Zinszahlungen, Investitionen sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit.
Kreditrisiken
Die Gesellschaft ist aufgrund ihres umfassenden Projektgeschäfts der Sectors sowie einiger Cross-Sector-Geschäftsfelder in der öffentlichen Infrastruktur und im Transport, im Gesundheitswesen, in Versorgungsunternehmen sowie in der IT Kreditrisiken ausgesetzt, da Siemens verschiedenen Kunden unterschiedliche direkte oder indirekte Finanzierungsformen anbietet. In einer begrenzten Anzahl von Fällen kann die Gesellschaft auch Eigenkapitalanteile im Rahmen der Projektfinanzierung übernehmen.
Darüber hinaus können aus Finanzierungsaktivitäten, überwiegend in Zusammenhang mit Medizingeräten sowie fremdbezogenen Datenverarbeitungsgeräten und Industriegütern Kreditrisiken entstehen.
Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeit nachzukommen, wenn die als Sicherheit dienenden Vermögenswerte an Wert verlieren oder wenn die Projekte, in die Siemens investiert hat, nicht erfolgreich sind. Die derzeitige Finanzkrise kann zu ansteigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten und einem Wertverlust von Sicherheiten führen. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Kernkompetenz unseres Risikomanagementsystems. Die Konzern-Treasury hat eine für alle Segmente und Einheiten gültige Kreditrisikosteuerung implementiert. Aus diesem Grund führt Siemens für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte, zentral festgelegte Grenzen hinausgeht, Kreditprüfungen und Ratings durch.
Die Kundenratings, die eine beauftragte SFS-Abteilung erstellt und überprüft, sowie die Festlegung individueller Kundenlimite basieren auf allgemein anerkannten Ratingmethoden, auf Angaben externer Kreditratingagenturen sowie auf den bisherigen Ausfallerfahrungen von Siemens. Die Ratings werden von internen Spezialisten für Risikobewertungen durchgeführt. Siemens berücksichtigt diese Ratings und Limite sorgfältig bei der Ermittlung der Konditionen für direkte oder indirekte Kundenfinanzierungen, die die operativen Einheiten anbieten.
Die Gesellschaft erfasst und überwacht das Kreditrisiko fortlaufend. Dabei wendet sie je nach zugrunde liegendem Produkt verschiedene Konzepte an. Zentrale Systeme werden für die Überwachung des Kundenrisikos sowie für die Echtzeit-Überwachung des Treasury-Kontrahenten-Risikos verwendet. Zusätzlich setzt die SFS eigene Systeme für ihre Finanzierungsaktivitäten ein. Ergänzend existieren viele dezentrale Anwendungen, um mit dem individuellen Kreditrisiko innerhalb der operativen Einheiten umzugehen. Eine zentrale IT-Anwendung verarbeitet die Daten der operativen Einheiten, zusammen mit den Rating- und Ausfallinformationen. Daraus ergibt sich eine Schätzung, die als Basis zur Ermittlung der Einzelwertberichtigung für Ausfallrisiken genutzt werden kann. Über diesen automatisierten Prozess hinaus werden auch qualitative Informationen herangezogen, insbesondere um aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen.
Um die Transparenz bezüglich des Kreditrisikos zu erhöhen, hat die Konzern-Treasury im Geschäftsjahr 2008 ein » Siemens Credit Warehouse« eingeführt. Operative Einheiten mit anfänglichem Schwerpunkt in Europa und im Folgejahr in Nordamerika, Südamerika und Asien übertragen ihre kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive des Kreditrisikos an das Siemens Credit Warehouse. Die operativen Einheiten bleiben jedoch weiterhin für Service-Aktivitäten wie Mahnwesen und Verwaltung der Forderungen verantwortlich. Das Siemens Credit Warehouse identifiziert, quantifiziert und verwaltet das Kreditrisiko des Portfolios, indem es Risiken von spezifischen Kunden, Ländern und Branchen verkauft oder absichert.
Kreditrisiken, die aus Kreditgarantien/-bürgschaften resultieren, erläutert Siemens unter »Ziffer 29«. Es lagen zum 30. September 2009 konzernweit keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken vor.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen sowie den Darlehen und Forderungen innerhalb der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die weder wertberichtigt noch überfällig sind, lagen zum 30. September 2009 keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Weitere Informationen zu dem Konzept, wie Wertberichtigungen von Forderungen zu bestimmen sind, finden sich unter »Ziffer 3«.
34 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG
Siemens konzipiert die aktienbasierten Vergütungspläne sowohl als Pläne mit Eigenkapitalabgeltung als auch als Pläne mit Barabgeltung. Der Gewinn (nach Steuern) aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten enthält in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 aktienbasierte Vergütungsaufwendungen vor Steuern von insgesamt 212 EUR beziehungsweise 91 EUR. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf Zusagen, die Siemens durch Eigenkapitalinstrumente ausgleicht, einschließlich des Mitarbeiteraktienprogramms.
I. Instrumente mit Eigenkapitalabgeltung
Aktienzusagen (Stock-Awards)
Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2005 führte das Unternehmen mit Aktienzusagen (Stock Awards) und virtuellen Aktien (Phantom Stocks) eine weitere Form der aktienorientierten Vergütung für die Mitglieder des Vorstands und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter ein. Die Aktienzusagen, die bis zum Geschäftsjahr 2007 gewährt wurden, unterliegen einer Wartezeit (Vesting Period) von vier Jahren. Für nach diesem Zeitpunkt gewährte Aktienzusagen beträgt die Wartezeit drei Jahre. Nach Ablauf der Wartezeit erhält der Empfänger Siemens Aktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Die Aktienzusagen verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis desjenigen, der die Aktienzusagen erhalten hat, vor Ablauf der Wartezeit beendet wird. Die Aktienzusagen sind während der Wartezeit nicht dividendenberechtigt. Sie dürfen weder übertragen noch verkauft, verpfändet oder anderweitig beliehen werden. Siemens kann die Aktienzusagen durch neu ausgegebene Aktien der Siemens AG, durch eigene Aktien oder durch Geldzahlung abgelten. Die Art der Abgeltung legen Vorstand und Aufsichtsrat fest.
Die Gesellschaft entscheidet in jedem Geschäftsjahr neu, ob sie Siemens Aktienzusagen einräumt. Diese kann sie nur einmal jährlich innerhalb der 30 Tage bewilligen, die auf die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das vorangegangene Geschäftsjahr folgen. Dabei entscheidet der Aufsichtsrat jährlich nach Ende des Geschäftsjahrs über die Anzahl der Aktienzusagen, die er dem Vorstand einräumt; der Vorstand wiederum beschließt jährlich, wie viele Aktienzusagen er den Führungskräften der in- und ausländischen Tochterunternehmen und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern gewährt.
Im Geschäftsjahr 2009 gewährte die Gesellschaft 1.992.392 Aktienzusagen: 1.740.063 Aktienzusagen wurden 4.156 Mitarbeitern gewährt. 252.329 Aktienzusagen wurden Mitgliedern des Vorstands gewährt. Im Geschäftsjahr 2008 räumte die Gesellschaft 4.357 Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands 737.621 Aktienzusagen ein. Hiervon entfielen 79.133 Zusagen auf den Vorstand. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Aktienzusagen mit den entsprechenden gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwerten je zugesagter Aktie zum Zeitpunkt ihrer Gewährung:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt | Zusagen | Gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestand am Jahresanfang (nicht erdient) | 3.489.768 | 67,56 EUR | 3.270.910 | 60,58 EUR |
| im Geschäftsjahr gewährt | 1.992.392 | 37,65 EUR | 737.621 | 97,94 EUR |
| im Geschäftsjahr erdient | - 881.097 | 55,63 EUR | - 79.068 | 79,03 EUR |
| im Geschäftsjahr verfallen/ abgegolten | - 162.760 | 48,01 EUR | - 439.695 | 64,50 EUR |
| Bestand am Jahresende (nicht erdient) | 4.438.303 | 57,22 EUR | 3.489.768 | 67,56 EUR |
Der beizulegende Zeitwert der gewährten Aktienzusage wurde ermittelt als Differenz zwischen dem Marktpreis der Siemens Aktie und dem Barwert der innerhalb der vierjährigen beziehungsweise dreijährigen Wartezeit erwarteten Dividenden, da Aktienzusagen während der Wartezeit keine Dividendenberechtigung beinhalten. Als beizulegender Zeitwert ergab sich dabei im Geschäftsjahr 2009 und 2008 je zugesagter Aktie ein Wert von 37,65 EUR beziehungsweise 97,94 EUR. Der beizulegende Zeitwert aller im Geschäftsjahr 2009 und 2008 gewährten Aktienzusagen belief sich auf 75 EUR beziehungsweise 72 EUR.
Share Matching Programm und die zugrunde liegenden Pläne:
a) Basis-Aktien-Programm
Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 löste Siemens mit dem Basis-Aktien-Programm das bisherige Belegschaftsaktienprogramm ab. Im Rahmen des Basis-Aktien-Programms konnten Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der Siemens AG sowie der teilnehmenden Konzerngesellschaften einmal jährlich eine begrenzte Anzahl von Aktien des Unternehmens zu einem Vorzugspreis erwerben. Bis zu einem festgelegten Datum im ersten Quartal des Geschäftsjahrs konnten Mitarbeiter die Aktien bestellen, die Siemens dann im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs ausgab. Das Basis-Aktien-Programm wird mit dem beizulegenden Wert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Auf der Basis eines Vorzugspreises in Höhe von 22 EUR pro Aktie und einem beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt in Höhe von 25,56 EUR pro gewährtes Eigenkapitalinstrument ergaben sich im Geschäftsjahr 2009 aktienbasierte Vergütungsaufwendungen vor Steuern in Höhe von 42 EUR. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich dabei aus dem Marktpreis der Siemens Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden, da Investment-Aktien bis zur Ausgabe im zweiten Quartal kein Recht auf Zahlung einer Dividende enthalten, und abzüglich des vom teilnehmenden Mitarbeiter bezahlten Kaufpreises der Aktie. Im Geschäftsjahr 2008 ergaben sich aus dem früheren Belegschaftsaktienprogramm für die Gesellschaft aktienbasierte Vergütungsaufwendungen vor Steuern in Höhe von 27 EUR auf Basis eines Vorzugspreises in Höhe von 69,19 EUR je Aktie und eines beizulegenden Zeitwerts am Gewährungszeitpunkt in Höhe von 37,20 EUR je Aktie. Die beim Basis-Aktien-Programm erworbenen Aktien gewähren einen Anspruch auf Gratisaktien (Matching-Aktien) zu den gleichen Bedingungen wie beim nachfolgend beschriebenen Share Matching Plan.
b) Share Matching Plan
Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 führte das Unternehmen den Share Matching Plan für Mitglieder des Vorstands sowie für Mitarbeiter, die bei der Siemens AG und den teilnehmenden Konzerngesellschaften beschäftigt sind, ein. Der Share Matching Plan ermöglicht den Planteilnehmern, einen bestimmten prozentualen Anteil ihrer Vergütung in Siemens Aktien zu einem am Tag der Beschlussfassung festgesetzten Kurs zu investieren (Investment-Aktien). Hierfür erhalten Planteilnehmer die Berechtigung auf eine Gratisaktie (Matching-Aktie) für je drei über die Haltefrist von drei Jahren gehaltene Investment-Aktien, vorausgesetzt der Planteilnehmer ist bis zum Ende der Haltefrist ununterbrochen bei der Siemens AG oder einer anderen Konzerngesellschaft beschäftigt. Bis zu den festgesetzten Zeitpunkten der Gewährung im ersten Quartal eines jeden Geschäftsjahrs können Mitarbeiter Investment-Aktien bestellen, die Siemens dann im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs ausgibt. Die Gratisaktien sind während der Haltefrist der Investment-Aktien nicht dividendenberechtigt. Der Anspruch auf Gratisaktien entfällt, wenn die Investment-Aktien übertragen, verkauft, verpfändet oder anderweitig beliehen werden. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden in jedem Geschäftsjahr entscheiden, ob ein neuer Share Matching Plan aufgelegt wird.
Investment-Aktien werden mit dem beizulegenden Wert zum Zeitpunkt der Gewährung bewertet. Dieser ergibt sich aus dem Marktpreis der Siemens Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden, da Investment-Aktien bis zur Ausgabe im zweiten Quartal kein Recht auf Zahlung einer Dividende enthalten, und abzüglich des vom teilnehmenden Mitarbeiter bezahlten Kaufpreises der Aktie. In Abhängigkeit vom Gewährungsdatum - entweder 30. November 2008 oder 17. Dezember 2008 - betrugen die beizulegenden Zeitwerte 3,47 EUR beziehungsweise 5,56 EUR je Aktie. Daraus ergab sich ein auf Basis der gewährten Aktien gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert im Zeitpunkt der Zusage von 5,39 EUR je Aktie.
c) Resultierende Matching-Aktien
Zum Zeitpunkt der Gewährung ergaben sich aus Aktienerwerben im Rahmen der oben unter a) und b) beschriebenen Programme 1.324.596 Matching-Aktien, von denen 25.962 auf den Vorstand entfallen. Im Geschäftsjahr 2009 sind 58.152 Matching-Aktien verfallen oder wurden abgegolten, woraus sich zum 30. September 2009 ein Bestand von 1.266.444 nicht erdienten Matching-Aktien ergibt.
Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem Marktpreis der Siemens Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden während der Haltedauer, da Matching-Aktien in diesem Zeitraum nicht zur Zahlung von Dividenden berechtigen. Die Nichtausübungsbedingungen, das heißt, die während der Haltedauer geltenden Bedingungen, die zugrunde liegenden Aktien weder zu übertragen, zu verkaufen oder zu verpfänden noch anderweitig zu beleihen, wurden bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte berücksichtigt. Abhängig vom Zeitpunkt der Gewährung - entweder 30. November 2008 oder 17. Dezember 2008 - betrugen die beizulegenden Zeitwerte 20,32 EUR beziehungsweise 21,34 EUR je Aktie. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der auf Basis der gewährten Aktien gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert zum Zusagezeitpunkt der daraus abgeleiteten Matching-Aktien 21,29 EUR je Aktie. Der gesamte beizulegende Zeitwert der zugesagten Matching-Aktien für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 betrug 28 EUR beziehungsweise - EUR.
Jubiläumsaktien
Im Geschäftsjahr 2009 änderte Siemens die Jubiläumsregelungen für bestimmte Konzerngesellschaften von einer reinen Barzahlung in eine aktienbasierte Vergütung. Davon betroffen sind auch Beträge des vorherigen Programms. Im Rahmen des Jubiläumsaktienprogramms gewährt Siemens nach fortlaufender Beschäftigung teilnahmeberechtigten Mitarbeitern bei Erreichen eines 25- und 40-jährigen Dienstjubiläums (Erdienungszeitraum) jeweils eine bestimmte Anzahl an Gratisaktien. Die Erfüllung der Jubiläumszusagen erfolgt ausschließlich in Aktien. Die Jubiläumsaktienzusagen werden zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung biometrischer Faktoren bewertet. Den beizulegenden Zeitwert der Jubiläumsaktienzusagen ermittelte Siemens als Differenz zwischen dem Marktpreis der Siemens Aktie am Zuteilungstag und dem Barwert der innerhalb der Dienstjahre bis zum Jubiläum erwarteten Dividenden, da die Aktienzusagen kein Recht auf Zahlung von Dividenden während des Erdienungszeitraums beinhalten. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der im Rahmen des Jubiläumsaktienprogramms gewährten Aktienzusagen für das 25-jährige beziehungsweise 40-jährige Dienstjubiläum beträgt 34,46 EUR beziehungsweise 29,01 EUR, basierend auf der Anzahl der gewährten Zusagen. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der im Rahmen des Jubiläumsaktienprogramms gewährten Aktienzusagen, angepasst um biometrische Faktoren (unter Berücksichtigung der Fluktuation), beträgt 25,18 EUR beziehungsweise 20,56 EUR. Im Geschäftsjahr 2009 wurden Ansprüche auf 4,87 Mio. Jubiläumsaktien gewährt, und 0,08 Mio. Ansprüche verfielen, sodass sich ein Endstand an Jubiläumsaktien von 4,79 Mio. zum 30. September 2009 ergibt. Es wird erwartet, dass davon unter Berücksichtigung biometrischer Faktoren 3,52 Mio. Aktien erdient werden.
Aktienoptionspläne
Die erhaltenen Zahlungen aus der Ausübung von Aktienoptionen und dem Mitarbeiteraktienprogramm beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 134 (i.V. 248) EUR.
Beschreibung des Siemens Aktienoptionsplans 1999
Am 18. Februar 1999 verabschiedeten die Aktionäre den Siemens Aktienoptionsplan 1999. Er ermächtigte das Unternehmen, maximal 10 Millionen nicht übertragbarer Bezugsrechte an Vorstandsmitglieder, Führungskräfte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter auszugeben. Die Berechtigung zur Ausgabe von Bezugsrechten aus diesem Plan wäre ursprünglich erst am 18. Februar 2004 ausgelaufen. Der neue, von den Aktionären genehmigte Siemens Aktienoptionsplan 2001 (Näheres siehe unten) ersetzte jedoch den Siemens Aktienoptionsplan 1999. Dies bedeutete, dass Siemens keine neuen Bezugsrechte mehr aufgrund dieses Plans ausgab.
Beim Siemens Aktienoptionsplan 1999 entspricht der Ausübungspreis der Bezugsrechte dem durchschnittlichen Kurs der Siemens Aktie während der fünf Handelstage, die dem Tag der Gewährung vorausgehen. Die am Aktienoptionsplan Beteiligten dürfen die Bezugsrechte erst nach Ablauf einer Haltefrist von zwei Jahren ausüben. Darauf folgt eine fünfjährige Ausübungsperiode. Voraussetzung für das Ausüben der Bezugsrechte ist, dass der Kurs der Siemens Aktie an fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen die entsprechende Entwicklung des Dow-Jones-STOXX®-Index um mindestens zwei Prozentpunkte übertrifft. Dieser Prozentwert gilt für das erste Jahr des fünfjährigen Ausübungszeitraums und steigt in den Folgejahren um jeweils einen halben Prozentpunkt.
Die Bestimmungen des Optionsplans erlauben es der Gesellschaft, nach ihrem Ermessen zu entscheiden, wie sie das Bezugsrecht erfüllen möchte: Sie kann den Bezugsberechtigten anbieten, neue Aktien aus dem dafür geschaffenen Bedingten Kapital auszugeben, eigene Aktien zu verwenden oder einen Barausgleich vorzunehmen. Die Entscheidung, welche Alternative die Gesellschaft den Bezugsberechtigten anbietet, trifft der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat. Der Barausgleich entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ausübungspreis und dem durchschnittlichen Kurs der Siemens Aktie an den fünf Handelstagen vor Ausübung des Bezugsrechts.
Beschreibung des Siemens Aktienoptionsplans 2001
Auf der Hauptversammlung vom 22. Februar 2001 verabschiedeten die Aktionäre den Siemens Aktienoptionsplan 2001. Dieser neue Plan ermöglicht es, bis zu 55 Millionen Bezugsrechte auszugeben. Im Vergleich zum Siemens Aktienoptionsplan 1999 wurde der Kreis der Teilnahmeberechtigten deutlich ausgeweitet. Nach Ablauf einer zweijährigen Wartezeit können die Beteiligten ihre Bezugsrechte innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren ausüben. Der Ausübungspreis beträgt 120 % des Basispreises. Der Basispreis entspricht dem durchschnittlichen Eröffnungskurs der Siemens Aktie an den fünf Handelstagen, die der Gewährung der Bezugsrechte vorausgehen. Voraussetzung für das Ausüben der Bezugsrechte ist, dass der Kurs der Siemens Aktie mindestens einmal während der Laufzeit das Erfolgsziel, das dem Ausübungspreis entspricht, erreicht. Die Bestimmungen des Optionsplans erlauben es der Gesellschaft, nach ihrem Ermessen zu entscheiden, wie sie das Bezugsrecht erfüllen möchte: Sie kann den Bezugsberechtigten neue Aktien aus dem dafür geschaffenen Bedingten Kapital ausgeben, eigene Aktien verwenden oder einen Barausgleich vornehmen. Die Entscheidung, welche Alternative Siemens den Bezugsberechtigten im Einzelfall anbietet, trifft der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat. Der Barausgleich soll dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ausübungspreis und dem Eröffnungskurs der Siemens Aktie am Tag der Ausübung der Bezugsrechte entsprechen.
Die Ausgabe von Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands am 1. Oktober 2003 oder später stand unter dem Vorbehalt, dass der Aufsichtsrat bei außerordentlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen des Siemens Aktienkurses beschließen kann, die Optionsausübung zu begrenzen. Dabei kann er festlegen, dass die Anzahl der von jedem Vorstandsmitglied ausübbaren Bezugsrechte limitiert wird, dass Bezugsrechte nur zum Barausgleich in einer festzulegenden eingeschränkten Höhe berechtigen oder dass die Ausübung der Bezugsrechte bis zum Ende der kursbeeinflussenden Entwicklung ausgesetzt ist. Der beizulegende Zeitwert der Optionen ist nicht um die aus den Einschränkungen resultierenden Effekte angepasst. Solange es nicht wahrscheinlich ist, dass solche außerordentlichen Ereignisse eintreten, kann Siemens keine adäquaten Schätzungen vornehmen. Da es demnach nicht möglich ist, den beizulegenden Zeitwert dieser Optionen zum Zeitpunkt ihrer Gewährung verlässlich zu schätzen, ermittelt Siemens die Vergütungskosten so lange vom inneren Wert der Optionen ausgehend, bis die Anzahl der Aktien, die der Vorstand beziehen darf, und der Ausübungspreis feststehen. Sobald dies der Fall ist, bestimmt Siemens den beizulegenden Zeitwert in Übereinstimmung mit den Fair-Value-Vorschriften des IFRS 2, Share-Based Payment, mithilfe eines geeigneten Verfahrens der Optionspreisbewertung.
Die Genehmigung für eine Ausgabe von Optionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2001 lief am 13. Dezember 2006 aus. Dementsprechend gewährte Siemens unter diesem Plan keine weiteren Optionen mehr.
Nachstehende Tabelle stellt die Entwicklung der Aktienoptionen und deren gewichtete durchschnittliche Ausübungspreise in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 dar:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren) | Aggregierter innerer Wert (in Mio. EUR) | Anzahl der Bezugsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestand am Jahresanfang | 5.097.083 | 73,60 EUR | 8.606.272 | 72,13 EUR | ||
| im Geschäftsjahr gewährt | - | - | - | - | ||
| im Geschäftsjahr ausgeübte Bezugsrechte | - | - | - 2.832.839 | 69,91 EUR | ||
| im Geschäftsjahr verfallene/abgelaufene/ abgegoltene Bezugsrechte | 2.469.341 | 73,29 EUR | - 676.350 | 70,30 EUR | ||
| Bestand am Jahresende | 2.627.742 | 73,89 EUR | 0,8 | - | 5.097.083 | 73,60 EUR |
| davon ausübbar | 2.627.742 | 73,89 EUR | 0,8 | - | 5.097.083 | 73,60 EUR |
Zum 30. September 2008 betrug die gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit der ausstehenden Aktienoptionen 1,1 Jahre; der aggregierte innere Wert betrug - EUR.
Die folgende Tabelle fasst die Informationen zu den zum 30. September 2009 und 2008 ausstehenden Aktienoptionen zusammen:
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| 30. September 2009 | 30. September 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Ausübungspreise | Anzahl ausstehender Bezugsrechte | Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren) | Anzahl ausstehender Bezugsrechte | Gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit (in Jahren) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 72,54 EUR | 898.050 | 0,1 | 966.950 | 1,1 |
| 73,25 EUR | - | - | 2.289.991 | 0,1 |
| 74,59 EUR | 1.729.692 | 1,1 | 1.840.142 | 2,1 |
Informationen zum beizulegenden Zeitwert
Das Unternehmen verwendet ein Optionspreismodell zur Berechnung der beizulegenden Zeitwerte der ausgegebenen Bezugsrechte. Dieses Modell wurde entwickelt, um die beizulegenden Zeitwerte von Optionen zu bestimmen, für die keine Ausübungsbeschränkungen gelten. Optionspreismodelle basieren auf stark subjektiven Annahmen. Dies beinhaltet auch die erwartete Volatilität des Aktienkurses. Der beizulegende Zeitwert betrug zum 30. September 2009 für Zusagen aus den Geschäftsjahren 2006 und 2005 pro ausstehendes Bezugsrecht 4,06 EUR beziehungsweise 4,54 EUR.
II. Instrumente mit Barabgeltung
Wertsteigerungsrechte (Stock Appreciation Rights)
In den Fällen, in denen die jeweils geltenden landesrechtlichen Vorschriften es nicht erlauben, Aktienoptionen auszugeben, gewährt das Unternehmen Wertsteigerungsrechte an seine Mitarbeiter zu den Bedingungen des Siemens Aktienoptionsplans 2001. Die Ausnahme dabei ist, dass die Wertsteigerungsrechte nur in bar bedient werden dürfen. Nachstehende Tabelle stellt die Entwicklung der Wertsteigerungsrechte und deren gewichtete durchschnittliche Ausübungspreise dar:
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| Geschäftsjahr 2009 | Geschäftsjahr 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| Wertsteigerungsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | Wertsteigerungsrechte | Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestand am Jahresanfang | 138.485 | 73,58 EUR | 198.280 | 73,63 EUR |
| im Geschäftsjahr gewährt | - | - | - | - |
| im Geschäftsjahr ausgeübt | - | - | - 40.555 | 73,72 EUR |
| im Geschäftsjahr verfallen/abgegolten | - 83.540 | 73,41 EUR | - 19.240 | 73,79 EUR |
| Bestand am Jahresende | 54.945 | 73,85 EUR | 138.485 | 73,58 EUR |
| davon ausübbar | 54.945 | 73,85 EUR | 138.485 | 73,58 EUR |
Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Wertsteigerungsrechte basierte im Geschäftsjahr 2009 und 2008 die erwartete Volatilität auf historischen Volatilitäten der Siemens Aktie, impliziten Volatilitäten gehandelter Siemens Optionen mit ähnlichen Bedingungen und Merkmalen sowie bestimmten anderen Faktoren. Siemens bestimmte die erwartete Laufzeit unter Anwendung der vereinfachten Methode. Sie entspricht dem Durchschnitt der Haltefrist und der vertraglichen Laufzeit. Der risikofreie Zinssatz basiert auf dem geeigneter Staatsanleihen. Änderungen der subjektiven Annahmen können erheblichen Einfluss auf den ermittelten beizulegenden Zeitwert der Wertsteigerungsrechte haben.
Virtuelle Aktien (Phantom Stocks)
In den Fällen, in denen die jeweils geltenden landesrechtlichen Vorschriften die Ausgabe von Aktienzusagen nicht erlauben, räumt das Unternehmen seinen Mitarbeitern virtuelle Aktien (Phantom Stocks) ein. Für diese gelten die gleichen Bedingungen wie für die Siemens Aktienzusagen. Die Ausnahme dabei ist, dass die Empfänger der Aktien am Ende der vierjährigen beziehungsweise dreijährigen Haltefrist den Gegenwert des Aktienpreises ausschließlich in Form eines Barausgleichs erhalten. Im Geschäftsjahr 2008 gewährte Siemens 24.303 virtuelle Aktien, und 19.469 Rechte verfielen beziehungsweise wurden abgegolten. Der Bestand zum 30. September 2008 belief sich damit auf 93.294 eingeräumte virtuelle Aktien. Im Geschäftsjahr 2009 gewährte Siemens 159.787 virtuelle Aktien, 18.460 wurden erdient und übertragen, und 26.931 virtuelle Aktien verfielen beziehungsweise wurden abgegolten. Der Bestand zum 30. September 2009 belief sich damit auf 207.690 noch nicht erdiente virtuelle Aktien.
35 PERSONALAUFWAND
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 20.320 | 21.486 |
| Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 3.353 | 3.256 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 996 | 904 |
| 24.669 | 25.646 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung beinhalten den Aufwand für im Geschäftsjahr hinzuerworbene Versorgungsansprüche (Service Cost). Die erwartete Rendite des Fondsvermögens und den Zinsaufwand weist Siemens innerhalb des Finanzergebnisses aus.
Im Geschäftsjahr 2009 beschäftigte Siemens auf der Basis fortgeführter Aktivitäten durchschnittlich 413.650 (i.V. 420.800) Mitarbeiter. Dabei sind die Teilzeitkräfte anteilig berücksichtigt. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| (in Tsd.) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Produktion und Service | 264,9 | 260,3 |
| Vertrieb | 82,8 | 91,2 |
| Forschung und Entwicklung | 31,8 | 32,2 |
| Verwaltung und allgemeine Dienste | 34,2 | 37,1 |
| 413,7 | 420,8 |
36 ERGEBNIS JE AKTIE
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| (Anzahl der Aktien in Tsd.) | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten | 2.457 | 1.859 |
| Abzüglich: Minderheitsanteile | - 205 | - 155 |
| Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Aktionäre der Siemens AG entfällt | 2.252 | 1.704 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien | 864.818 | 893.166 |
| Effekt aus aktienbasierter Vergütung | 6.929 | 3.132 |
| Gewichteter Durchschnitt ausstehender Aktien (voll verwässert) | 871.747 | 896.298 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten | 2,60 | 1,91 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten (voll verwässert) | 2,58 | 1,90 |
In die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (voll verwässert) ist für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 der gewichtete Durchschnitt von 2.695 Tausend Aktien beziehungsweise 41 Tausend Aktien nicht eingeflossen, da der Ausübungspreis der Optionen über dem durchschnittlichen Marktpreis der Stammaktien lag und eine Einbeziehung somit nicht verwässernd gewirkt hätte.
37 SEGMENTINFORMATIONEN
Siemens ist in drei Sectors - Industry, Energy and Healthcare das berichtspflichtige Segment Equity Investments sowie die beiden Segmente Siemens IT Solutions and Services und Siemens Financial Services (SFS), die auch als »Cross-Sector Businesses« bezeichnet sind, aufgeteilt.
Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
Sectors
Die drei Sectors umfassen Produkte, Serviceleistungen und Kundenlösungen auf jenen Gebieten, die alle mehr oder weniger mit den Ursprüngen von Siemens als Unternehmen der Elektroindustrie verbunden sind.
Industry
Der Industry Sector bietet nachhaltige Lösungen für einen effizienten Umgang mit Rohstoffen und Energie, integrierte Lösungen für beste Produktivität und Flexibilität sowie umfassende Lösungen für Infrastruktur und Mobilität.
Energy
Der Energy Sector wendet sich vor allem an Energieversorger, aber auch an Industrieunternehmen, insbesondere aus der Öl- und Gasindustrie. Er bietet ein komplettes Angebot effizienter Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für die Erzeugung, Übertragung und Verteilung von (elektrischer) Energie sowie für die Förderung, Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas.
Healthcare
Der Healthcare Sector bietet Produkte und Komplettlösungen sowie Dienst- und Beratungsleistungen im Gesundheitswesen und fungiert für seine Kunden als voll integrierter Diagnostikanbieter. Der Sector verfügt über ein umfassendes Portfolio medizinischer Lösungen. Dieses umfasst nahezu die gesamte Wertschöpfungskette von medizinischer Bildgebung über Labordiagnostik bis zur klinischen IT.
Equity Investments
Equity Investments ist ein berichtspflichtiges Segment mit eigenem Management. Equity Investments beinhaltet Beteiligungen, die nach der Equity-Methode oder zu Anschaffungskosten bilanziert werden, und kurzfristig zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die nicht einem Sector, Cross-Sector Business, SRE, Pensionen oder Konzern-Treasury zugeordnet sind. Zum 30. September 2009 und 2008 werden unter anderem NSN, BSH und EN (siehe »Ziffer 4«) in Equity Investments berichtet. Im Geschäftsjahr 2009 wurde FSC verkauft. FSC wurde zum 30. September 2008 in Equity Investments berichtet.
Cross-Sector-Businesses
Siemens It Solutions and Services
Siemens IT Solutions and Services erbringt Informations- und Kommunikationsdienstleistungen vorrangig für Kunden im gewerblichen und industriellen Bereich, im Energie-, Gesundheits- und Dienstleistungsbereich sowie im öffentlichen Bereich. Siemens IT Solutions and Services plant, erstellt und betreibt sowohl eigenständige und großräumig angelegte Informations- als auch Kommunikationsinfrastrukturen.
Siemens Financial Services (SFS)
SFS stellt eine Vielzahl von Finanzlösungen und Finanzdienstleistungen sowohl für fremde Dritte als auch für andere Siemens Einheiten und deren Kunden zur Verfügung.
Überleitung Konzernabschluss
In der Position Überleitung Konzernabschluss werden Geschäftsaktivitäten und Themen ausgewiesen, die nicht in direktem Zusammenhang mit den berichtspflichtigen Segmenten von Siemens stehen.
Die Sonstigen operativen Aktivitäten umfassen im Wesentlichen operative Geschäftsaktivitäten, die nicht einem Sector oder Cross-Sector Business zugeordnet sind und die in einen bestehenden Siemens Sector oder ein Cross-Sector Business integriert, verkauft, in ein Gemeinschaftsunternehmen eingebracht oder geschlossen werden sollen. Im vierten Quartal beendete die Gesellschaft diese andauernden Maßnahmen zur Portfoliobereinigung und wird daher die Berichterstattung der Sonstigen operativen Aktivitäten für künftige Berichtszeiträume einstellen.
Siemens Real Estate (SRE), das kein berichtspflichtiges Segment mehr ist, ist Eigentümer eines erheblichen Teils der Liegenschaften und Gebäude von Siemens und für deren Management zuständig. Das Dienstleistungsangebot umfasst Bauprojekte, die Veräußerung von Immobilien, die Vermögensverwaltung sowie das Miet- und Service-Management. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2009 begann SRE, weitere Liegenschaften und Gebäude zu reorganisieren.
Zentrale Posten und Pensionen enthalten Aufwendungen der Konzernzentrale wie beispielsweise die Personalkosten für Zentralabteilungen. Ferner umfassen sie die Ergebnisse aus zentral verantworteten Projekten, die Ergebnisse aus bestimmten derivativen Finanzgeschäften oder aus nicht den Segmenten zugeordneten Beteiligungen. Die Position Pensionen beinhaltet die nicht den Segmenten, SRE und Sonstigen operativen Aktivitäten zugeordneten Aufwendungen und Erträge aus Pensionsthemen.
Konsolidierungen, Konzern-Treasury und andere Überleitungspositionen umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten, bestimmte Überleitungs- und Umgliederungsthemen sowie die Aktivitäten der Konzern-Treasury. Sie schließen auch Zinserträge und Zinsaufwendungen ein, wie zum Beispiel Zinsen, die nicht den Segmenten oder den Sonstigen operativen Aktivitäten zugeordnet sind (Finanzierungszinsen), sowie Zinsen in Zusammenhang mit Aktivitäten der Konzern-Treasury oder Konsolidierungs- und Überleitungseffekten.
Ab dem ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2010 wird die neue Position Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten in die Segmentinformationen aufgenommen. Diese wird im Wesentlichen zentral verantwortete Geschäftsaktivitäten, die veräußert oder eingestellt werden sollen, sowie Restaktivitäten aus bereits veräußerten Geschäften enthalten. Das Electronics-Assembly-Geschäft wird zukünftig in den Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten ausgewiesen.
Messgrößen der Segmente
Die für die Segmentinformationen angewendeten Bilanzierungsregeln stimmen grundsätzlich mit den für Siemens angewendeten Bilanzierungsregeln überein, die unter »Ziffer 2« beschrieben sind. Als Ausnahme hiervon ist die für Zwecke der internen Berichterstattung und der Segmentberichterstattung vorgenommene Klassifizierung von Leasingtransaktionen als Operating-Leasingverträge zu sehen. Auf die Konzernzentrale entfallende Gemeinkosten werden grundsätzlich nicht den Segmenten zugewiesen. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen.
Ergebnis der -Sectors, von Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services
Der Vorstand der Siemens AG ist für die Beurteilung des Geschäftserfolgs der Segmente verantwortlich. Als Erfolgsgröße für die Sectors, Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services hat das Management in seiner Funktion als oberstes Entscheidungsgremium das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern (Ergebnis) bestimmt. Dem Ergebnis werden verschiedene Sachverhalte nicht zugerechnet, die der Vorstand als nicht indikativ für den Erfolg der Sectors, von Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services erachtet. Das Ergebnis stellt eine von kapitalmarktbezogenen Finanzierungsentscheidungen losgelöste Messgröße für den operativen Geschäftserfolg dar. Die wesentlichen Themen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind, werden unten angegeben.
Bei den im Ergebnis nicht enthaltenen Finanzierungszinsen handelt es sich um alle Zinserträge und Zinsaufwendungen mit Ausnahme der Zinserträge aus Kundenforderungen, aus den Sectors, Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services zugerechneten Zahlungsmitteln sowie der Zinsaufwendungen auf Lieferantenverbindlichkeiten. Finanzierungszinsen sind vom Ergebnis ausgenommen, da Finanzierungsentscheidungen im Regelfall zentral getroffen werden.
Ähnlich verhält es sich mit Pensionsthemen. Auch hier werden wesentliche Grundsatzentscheidungen zentral getroffen. Im Ergebnis ist daher im Wesentlichen nur der Aufwand aus im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Versorgungsansprüchen (»Service Cost«) enthalten. Die übrigen regelmäßig anfallenden Pensions- und pensionsähnlichen Aufwendungen (einschließlich der Beiträge zum deutschen Pensionssicherungsverein und der Kosten für die Verwaltung der Pensionspläne) werden in der Zeile Zentrale Posten und Pensionen ausgewiesen.
Auch Ertragsteuern sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, da der Steueraufwand nur rechtlichen Einheiten zugeordnet wird. Die rechtlichen Einheiten entsprechen im Regelfall nicht der Struktur der Segmente.
Die Auswirkungen bestimmter Rechts- und Compliance-Themen sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, wenn diese aufgrund ihres Betrags und ihrer Unregelmäßigkeit zu einer Verzerrung des Geschäftsergebnisses führen würden und dieses damit nicht mehr aussagefähig wäre für die Entwicklung der Sectors, von Equity Investments sowie von Siemens IT Solutions and Services. Dies gilt ebenso für Themen, die mehr als einem berichtspflichtigen Segment, SRE und/oder den Sonstigen operativen Aktivitäten zuzuordnen sind oder einen Gesamtunternehmenscharakter oder zentralen Charakter aufweisen.
Ergebnis des Segments SFS
Das Ergebnis des Segments SFS ist das Ergebnis vor Ertragsteuern. Im Gegensatz zu der Erfolgsgröße für die Sectors, Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services sind die Zinserträge und Zinsaufwendungen ein ergebnisbestimmender Faktor für SFS.
Messgrößen des Vermögens
Das Management hat das Vermögen als Grundlage für die Beurteilung der Kapitalintensität der Sectors, von Equity Investments sowie von Siemens IT Solutions and Services bestimmt (Nettovermögen). Das Vermögen berechnet sich analog zur Erfolgsgröße. Es ergibt sich vorrangig aus dem Gesamtvermögen der Bilanz, abzüglich der konzerninternen Finanzforderungen und Ausleihungen sowie abzüglich der Steuerforderungen, da die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge nicht in das Ergebnis einfließen. Darüber hinaus werden zinslose Verbindlichkeiten mit Ausnahme von Steuerverbindlichkeiten (zum Beispiel Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) und bestimmte Rückstellungen abgezogen. Vermögen von SFS ist das Gesamtvermögen. Eine Überleitung von Vermögen - wie in den Segmentinformationen dargestellt - auf das Gesamtvermögen in der Konzernbilanz wird unten aufgezeigt.
Auftragseingang
Der Auftragseingang entspricht grundsätzlich dem geschätzten Umsatzvolumen der angenommenen Aufträge unter Berücksichtigung von Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts. Absichtserklärungen sind nicht Inhalt des Auftragseingangs. Der Auftragseingang ist eine ergänzende Information und wird auf freiwilliger Basis berichtet. Der Auftragseingang ist nicht Teil des geprüften Konzernabschlusses.
Definition Free Cash Flow
Die Segmentinformationen zeigen sowohl den Free Cash Flow als auch Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Free Cash Flow der Sectors, von Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services errechnet sich aus dem Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit, abzüglich Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Er schließt die in Zusammenhang mit Finanzierungszinsen, Ertragsteuern und bestimmten anderen Sachverhalten stehenden Zahlungen und Erstattungen aus, entsprechend der von Siemens festgelegten Definition für Ergebnis und Vermögen. Der Free Cash Flow von SFS, einem Finanzdienstleister, beinhaltet die in Zusammenhang mit Finanzierungszinsen stehenden Zahlungen; Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen sind ausgeschlossen.
Abschreibungen
Die Abschreibungen in den Segmentinformationen beinhalten die Abschreibungen auf Sachanlagen und auf Immaterielle Vermögenswerte (ohne Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte).
Messgrößen der Sonstigen operativen Aktivitäten und SRE
Die Messgrößen für die Sonstigen operativen Aktivitäten entsprechen denen der Sectors, von Equity Investments sowie Siemens IT Solutions and Services. SRE wird analog zur SFS betrachtet.
Überleitung Siemens Konzernabschluss
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung von der Summe Vermögen der Sectors sowie von Equity Investments und den Cross-Sector Businesses auf das Gesamtvermögen in der Konzernbilanz von Siemens.
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| 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Vermögen der Sectors | 24.958 | 26.093 |
| Vermögen von Equity Investments | 3.833 | 5.587 |
| Vermögen der Cross-Sector Businesses | 11.945 | 11.569 |
| Vermögen Summe Segmente | 40.736 | 43.249 |
| Überleitung: | ||
| Vermögen Sonstige operative Aktivitäten | - 939 | - 1.468 |
| Vermögen SRE | 4.489 | 3.489 |
| Vermögen zentrale Posten und Pensionen | - 7.049 | - 6.483 |
| Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen: | ||
| Vermögensorientierte Anpassungen: | ||
| Konzerninterne Finanzforderungen und Ausleihungen | 28.083 | 27.441 |
| Steuerforderungen | 2.870 | 2.734 |
| Verbindlichkeitsorientierte Anpassungen: | ||
| Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen | 5.938 | 4.361 |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 38.112 | 42.415 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten | - | 17 |
| Konsolidierung, Konzern-Treasury und Sonstiges | - 17.314 | - 21.292 |
| Summe Konsolidierung, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen | 57.689 | 55.676 |
| Summe Aktiva in der Siemens Konzernbilanz | 94.926 | 94.463 |
Zentrale Posten und Pensionen enthalten in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 in der Spalte Ergebnis minus 1.342 (i.V. minus 3.966) EUR für Zentrale Posten sowie minus 372 (i.V. plus 106) EUR für Pensionen. Die Zentralen Posten enthalten im Geschäftsjahr 2009 Nettoaufwendungen von 235 EUR für Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen im Rahmen des SG&A-Programms und sonstiger andauernder personalbezogener Restrukturierungsmaßnahmen (siehe »Ziffer 5«). Außerdem beinhalten Zentrale Posten im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von 95 EUR für externe Berater, die in Zusammenhang mit den Untersuchungen von mutmaßlichen Verstößen gegen Antikorruptionsgesetze und ähnliche Angelegenheiten sowie für Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen des internen Kontrollsystems beauftragt wurden. Pensionen enthalten im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von 106 EUR in Zusammenhang mit unserer Pflichtmitgliedschaft im deutschen Pensionssicherungsverein (PSV). Die gestiegenen aufwandsnahen Versicherungsbeiträge sind überwiegend durch eine hohe Anzahl von Insolvenzen anderer PSV-Mitglieder verursacht.
Zentrale Posten beinhaltet im Geschäftsjahr 2008 Aufwendungen in Höhe von 1.081 EUR für das SG&A-Restrukturierungsprogramm (siehe »Ziffer 5«), 1 Mrd. EUR in Zusammenhang mit den Einigungsverhandlungen bei rechtlichen Themen mit deutschen und US-amerikanischen Behörden sowie Aufwendungen in Höhe von 430 EUR für externe Berater, die in Zusammenhang mit den Untersuchungen von mutmaßlichen Verstößen gegen Antikorruptionsgesetze und ähnliche Angelegenheiten sowie für Maßnahmen zur Beseitigung von Schwächen des internen Kontrollsystems beauftragt wurden (siehe »Ziffer 30«), und Aufwendungen in Höhe von 390 EUR für die Gründung der Siemens Stiftung (siehe »Ziffer 7«).
Die folgende Tabelle leitet den Free Cash Flow, die Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie die Abschreibungen - wie in den Segmentinformationen berichtet - auf den entsprechenden Wert der Konzern-Kapitalflussrechnung über.
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| Free Cash Flow (I) = (II) - (III) | Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (II) | Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (III) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr | Geschäftsjahr | Geschäftsjahr | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten) | 3.786 | 5.739 | 6.709 | 9.281 | - 2.923 | - 3.542 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | - 145 | - 836 | - 145 | - 657 | - | - 179 |
| Wertminderungen1 | - | - | - | - | - | - |
| Siemens Konzern-Kapitalflussrechnung | 3.641 | 4.903 | 6.564 | 8.624 | - 2.923 | - 3.721 |
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| Abschreibungen Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Segmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten) | 2.839 | 3.015 |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | - | 90 |
| Wertminderungen1 | - 85 | 108 |
| Siemens Konzern-Kapitalflussrechnung | 2.924 | 3.213 |
1 Wertminderungen auf Geschäfts- und Firmenwerte sowie auf langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Zusätzliche Segmentangaben
Das Ergebnis der SFS enthält im Geschäftsjahr 2009 Zinserträge in Höhe von 642 (i.V. 549) EUR sowie Zinsaufwendungen in Höhe von 377 (i.V. 367) EUR. Im Geschäftsjahr 2009 wirkt in den Abschreibungen sowie im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ein Ertrag in Höhe von 51 EUR aus der Wertaufholung einer zuvor erfassten Wertberichtigung auf eine durch die SFS gehaltene Beteiligung.
38 INFORMATIONEN NACH REGIONEN
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| Umsätze nach Sitz des Kunden | Umsätze nach Sitz der Gesellschaften | |||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 1 | 2009 | 2008 1 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 43.288 | 44.895 | 47.817 | 49.432 |
| Amerika | 20.754 | 20.107 | 20.215 | 19.760 |
| Asien, Australien | 12.609 | 12.325 | 8.619 | 8.135 |
| Siemens | 76.651 | 77.327 | 76.651 | 77.327 |
| davon Deutschland | 11.525 | 12.797 | 20.357 | 21.160 |
| davon Ausland | 65.126 | 64.530 | 56.294 | 56.167 |
| darin USA | 15.684 | 14.847 | 16.387 | 15.610 |
1 Einzelne Vorjahresdaten sind aus Gründen verbesserter Vergleichbarkeit an die Darstellung im Geschäftsjahr 2009 angepasst worden.
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| Langfristige Vermögenswerte 30. September | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 1 | |
| --- | --- | --- |
| Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten | 16.509 | 16.686 |
| Amerika | 13.233 | 13.796 |
| Asien, Australien | 2.428 | 2.193 |
| Siemens | 32.170 | 32.675 |
| darin Deutschland | 7.542 | 7.404 |
| darin USA | 11.977 | 12.600 |
1 Einzelne Vorjahresdaten sind aus Gründen verbesserter Vergleichbarkeit an die Darstellung im Geschäftsjahr 2009 angepasst worden.
Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Geschäfts- und Firmenwerten sowie Sonstigen Immateriellen Vermögenswerten.
39 TRANSAKTIONEN MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen
Die Gesellschaft unterhält mit vielen ihrer Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft die Gesellschaft eine große Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen zu Marktbedingungen. Bedeutende Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen der Gesellschaft zum 30. September 2009 sind NSN, BSH, Areva, KMW und EN.
Die im Geschäftsjahr 2009 erbrachten Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Erträge aus Geschäftsvorfällen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen beliefen sich insgesamt auf 1.264 (i.V. 1.225) EUR. Im Geschäftsjahr 2009 entfallen hiervon 177 (i.V. 265) EUR auf erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge aus Geschäftsvorfällen mit Gemeinschaftsunternehmen. Die im Geschäftsjahr 2009 empfangenen Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Aufwendungen aus Geschäftsvorfällen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen betrugen 392 (i.V. 902) EUR. Im Geschäftsjahr 2009 entfallen hiervon 217 (i.V. 731) EUR auf Geschäftsvorfälle mit Gemeinschaftsunternehmen. Zum 30. September 2009 beliefen sich die Forderungen der Gesellschaft gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen auf 154 (i.V. 243) EUR, darin 25 (i.V. 45) EUR gegenüber Gemeinschaftsunternehmen. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zum 30. September 2009 beliefen sich auf 86 (i.V. 146) EUR, darin 13 (i.V. 79) EUR gegenüber Gemeinschaftsunternehmen.
Die zum 30. September 2009 und 2008 an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen belaufen sich auf 869 EUR beziehungsweise 91 EUR. Im Oktober 2008 hat NSN zwei Tranchen über jeweils 250 EUR aus einem Shareholder Loan Agreement zwischen Siemens und NSN in Anspruch genommen. Im September 2009 wurde eine weitere Tranche über 250 EUR zwischen Siemens und NSN vereinbart und ausbezahlt. Nachdem im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2009 die Laufzeit der ersten beiden Tranchen bis 2013 verlängert wurde, werden alle Tranchen 2013 zur Rückzahlung fällig. Die zum 30. September 2009 und 2008 an Gemeinschaftsunternehmen gewährten Darlehen belaufen sich auf 24 EUR beziehungsweise 7 EUR. Das Unternehmen überprüft regelmäßig im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen sowie Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, hierin auch NSN. Im Geschäftsjahr 2009 resultierte aus dieser Überprüfung eine Wertberichtigung in Höhe von 37 EUR.
Die Gesellschaft hat eine Forderung in Höhe von insgesamt 98 EUR gegenüber dem Siemens Pension Trust e.V. sowie dem BSAV Trust e.V. in Zusammenhang mit der Einbringung der Geschäftsaktivitäten von SEN in EN. Der Betrag wurde mit dem Pensionsvermögen verrechnet und erhöhte die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde dieser Betrag an Siemens übertragen. Informationen zu der Finanzierung der wesentlichen Pensionspläne der Gesellschaft finden sich unter »Ziffer 24«.
Zum 30. September 2009 und 2008 betrugen die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Garantien 5.740 EUR beziehungsweise 6.575 EUR. Dieser Betrag beinhaltet die HERKULES-Verpflichtungen in Höhe von 3.490 EUR beziehungsweise 3.890 EUR zum 30. September 2009 und 2008. Informationen hinsichtlich Haftungserklärungen in Zusammenhang mit den HERKULES-Verpflichtungen sowie hinsichtlich Garantien in Zusammenhang mit der Einbringung des Carrier-Geschäfts in NSN sowie der SEN-Geschäftsaktivitäten in EN finden sich auch in »Ziffer 29«. Zum 30. September 2009 und 2008 wurden Garantien an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 48 EUR beziehungsweise - EUR gewährt.
Zum 30. September 2009 bestanden Verpflichtungen zu Kapitaleinlagen in Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 247 (i.V. 185) EUR. Im Geschäftsjahr 2008 bestanden hiervon 1 EUR gegenüber Gemeinschaftsunternehmen. Weitere Informationen finden sich unter »Ziffer 29«.
Nahestehende Personen
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Im Geschäftsjahr 2009 erhielten die Mitglieder des Vorstands eine Barvergütung in Höhe von 17,9 (i.V. 25,9) EUR. Der Geldwert aktienbasierter Vergütung betrug für das Geschäftsjahr 2009 9,4 (i.V. 10,5) EUR. Im Geschäftsjahr 2009 wurden den Mitgliedern des Vorstands Beiträge zur BSAV in Höhe von 4,5 (i.V. 15,1) EUR gewährt. Im Geschäftsjahr 2009 und 2008 erhielten Mitglieder des Vorstands außerdem Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von - EUR beziehungsweise 21,5 EUR. Diese beinhalten Abfindungszahlungen sowie Übergangsbezüge.
Die im Geschäftsjahr 2009 den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 31,8 (i.V. 73,0) EUR.
Die Aufwendungen in Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung sowie dem Share-Matching-Programm betrugen im Geschäftsjahr 2009 5,2 EUR. Im Geschäftsjahr 2008 betrugen die Aufwendungen in Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung 12,0 EUR. Weiterführende Informationen zum Share-Matching-Programm finden sich unter »Ziffer 34«.
Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2009 mit einem ehemaligen Mitglied des Vorstands für die Laufzeit von 16 Monaten ab 1. Dezember 2008 eine Vereinbarung zu einem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot (Non-Compete Agreement) getroffen. Dafür erhält es als Karenzentschädigung insgesamt 2.769.995 USD (rund 2,1 EUR), wovon es 1.846.667 USD als Einmalzahlung im Dezember 2008 erhalten hat; Auszahlung des Restbetrags erfolgt in monatlichen Teilbeträgen in Höhe von jeweils 57.708 USD.
Die Vergütung des Aufsichtsrats umfasst feste Vergütung, kurzfristige variable Vergütung sowie langfristige variable Vergütung. Im Geschäftsjahr 2009 betrug die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats 3,2 (i.V. 3,3) EUR. Hierin enthalten sind in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 0,7 EUR beziehungsweise - EUR aus langfristiger variabler Vergütung.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der Siemens AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben sowie Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat gemacht. Der Vergütungsbericht, der Teil des Anhangs zum Konzernabschluss ist, findet sich auf den Seiten 28 ff. des Finanzteils dieses Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 als Teil des Corporate-Governance-Berichts.
In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 fanden keine weiteren bedeutenden Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und anderen Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats statt.
Darüber hinaus sind oder waren einige Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands von Siemens im vergangenen Jahr in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Siemens unterhält zu fast allen diesen Unternehmen gewöhnliche Geschäftsbeziehungen. Der Kauf und Verkauf eines breit gefächerten Angebots von Produkten und Dienstleistungen erfolgt dabei zu marktüblichen Bedingungen. Dr. Josef Ackermann ist Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank AG. Die Geschäfte zwischen Siemens und der Deutsche Bank AG erfolgen zu marktüblichen Bedingungen und umfassen Konsortialdienste bei Wertpapieremissionen, sonstige Investment-Banking-Dienstleistungen sowie Kredit-, Geldmarkt- und Devisentermingeschäfte sowie abwicklungsbezogene Bankdienstleistungen.
40 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Am 28. November 2008 hat der Aufsichtsrat von Siemens auf Empfehlung seines Prüfungsausschusses vorgeschlagen, die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, die am 22. Juni 2009 umfirmiert wurde in Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (E&Y), zum Abschlussprüfer von Siemens zu bestellen und somit die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG), die davor in dieser Funktion tätig war, abzulösen. Auf der Hauptversammlung vom 27. Januar 2009 haben die Aktionäre der Bestellung von E&Y als Abschlussprüfer von Siemens für das Geschäftsjahr 2009 zugestimmt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt auf aggregierter Basis die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers E&Y im Geschäftsjahr 2009 und für KPMG im Geschäftsjahr 2008 angefallenen Honorare:
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| Geschäftsjahr | ||
|---|---|---|
| 2009 | 2008 | |
| --- | --- | --- |
| Art der Honorare | ||
| Prüfungshonorare | 40,5 | 50,7 |
| Honorare für prüfungsnahe Dienstleistungen | 4,6 | 14,6 |
| Steuerberatungshonorare | 4,2 | 2,6 |
| Übrige Honorare | - | 0,5 |
| Gesamt | 49,3 | 68,4 |
Die Posten Prüfungshonorare und Honorare für prüfungsnahe Tätigkeiten enthalten Honorare in Zusammenhang mit den unten beschriebenen Dienstleistungen, für die der Prüfungsausschuss Vorabgenehmigung gegeben hat. Der Posten Steuerberatungshonorare enthält im Wesentlichen Honorare für Unterstützungsleistungen in Zusammenhang mit der Dokumentation von Transferpreisen und Honorare für Übergangsleistungen, die vor der Bestellung von E&Y als Abschlussprüfer begonnen wurden. Diese erfordern seit Beginn Dezember 2008 einer besonderen Vorabgenehmigung durch den Prüfungsausschuss.
Grundsätze der Vorabgenehmigung durch den Prüfungsausschuss
Nach deutschem Recht wird der Abschlussprüfer von Siemens durch die Hauptversammlung, basierend auf einer Empfehlung des Aufsichtsrats, bestellt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Empfehlung über die Wahl des Abschlussprüfers der Gesellschaft vor. Nach der Bestellung des Abschlussprüfers erteilt der Prüfungsausschuss dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und genehmigt in alleiniger Zuständigkeit die Bedingungen und den Umfang der Prüfung und aller Prüfungshonorare. Zudem überwacht er die Einhaltung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.
Zur Sicherstellung unabhängiger Prüfungen hat der Prüfungsausschuss von Siemens Grundsätze festgelegt, nach denen alle Prüfungsleistungen und erlaubte prüfungsnahe Dienstleistungen, die durch den unabhängigen Abschlussprüfer erbracht werden, vor der Auftragserteilung zu genehmigen sind. Als Bestandteil dieses Genehmigungsprozesses hat der Prüfungsausschuss Grundsätze und Verfahren der Vorabgenehmigung geschaffen, nach denen der Prüfungsausschuss jährlich bestimmte durch den unabhängigen Abschlussprüfer zu erbringende Leistungen im Voraus genehmigt. Nach diesen Grundsätzen ist dem Abschlussprüfer von Siemens nicht erlaubt, Nichtprüfungsleistungen zu erbringen, die nach den Regelungen der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) oder des Public Company Accounting Oversight Board die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gefährden könnten. Zudem hat der Prüfungsausschuss die Summe aller Honorare für prüfungsnahe Dienstleistungen eines Geschäftsjahrs auf maximal 40 % der für das betreffende Geschäftsjahr vereinbarten Prüfungshonorare begrenzt.
Im Geschäftsjahr 2009 hat der Prüfungsausschuss E&Y für folgende Prüfungs- und prüfungsnahe Leistungen eine Vorausgenehmigung erteilt:
Prüfungsleistungen
| ― | Prüfung des Konzernabschlusses und des »Internen Kontrollsystems über die Finanzberichterstattung« (internal control over financial reporting) von Siemens |
| ― | Prüferische Durchsicht der Konzern-Zwischenabschlüsse von Siemens |
| ― | Prüfungen und prüferische Durchsichten, die aufgrund von Gesetz oder sonstigen regulatorischen Vorschriften durchzuführen sind, einschließlich der Prüfung der nach den gesetzlichen Vorschriften der entsprechenden Länder zu erstellenden Abschlüsse der Siemens AG und ihrer Tochtergesellschaften |
| ― | Prüfungen von Eröffnungsbilanzen im Rahmen von Unternehmenserwerben, einschließlich Prüfungen in Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen |
Prüfungsnahe Dienstleistungen
| ― | Due-Diligence-Leistungen in Zusammenhang mit erfolgten oder beabsichtigten Unternehmenserwerben und Ausgliederungen, inklusive der Unterstützung in Bilanzierungsfragen |
| ― | Post-Closing-Prüfungen |
| ― | Prüfungen bei Ausgliederungen sowie Bestätigungsleistungen in Zusammenhang mit Ausgliederungen |
| ― | Dienstleistungen hinsichtlich Fragen zu Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sowie Vorschriften zur Berichterstattung, basierend auf dem Verständnis des Abschlussprüfers von Siemens spezifischen Gegebenheiten, einschließlich |
| ― | Fragen hinsichtlich der Bilanzierung laufender oder geplanter Transaktionen |
| ― | Unterstützung bei der Einführung und Durchsicht neuer oder aktualisierter Rechnungslegungsrichtlinien und -anforderungen |
| ― | Schulungen bezüglich rechnungslegungsbezogener Themen |
| ― | Comfort Letter |
| ― | Prüfungen von Pensionsplänen |
| ― | SAS-70-Berichte |
| ― | IT-Systemprüfungen, die nicht Bestandteil der Jahresabschlussprüfung sind |
| ― | Bescheinigungen - einschließlich entsprechender zulässiger Unterstützungsleistungen - in Zusammenhang mit der Erfüllung von Einreichungspflichten bei Behörden und der Einhaltung anderer gesetzlicher Bestimmungen |
| ― | Bescheinigungen und Prüfungen in Zusammenhang mit der Elektroschrott-Verordnung |
| ― | Bescheinigungen von Klauseln oder Kennzahlen aufgrund der Einhaltung von vertraglichen Vereinbarungen |
| ― | Bescheinigungen neben Prüfungsleistungen, die aufgrund von Gesetz oder sonstigen regulatorischen Vorschriften durch zuführen sind |
Dienstleistungen, die nicht in eine der oben aufgelisteten Kategorien fallen, müssen vom Prüfungsausschuss vorab genehmigt werden. Eine Genehmigung wird nicht erteilt, wenn die Dienstleistung einer Kategorie angehört, die nach derzeitiger Gesetzeslage nicht erlaubt ist, oder wenn sie nicht mit den vier Prinzipien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers übereinstimmt, wie sie von der U.S. Securities and Exchange Commission formuliert wurden: (1) ein Abschlussprüfer darf keine Management-Funktionen übernehmen; (2) ein Abschlussprüfer darf nicht seine eigenen Arbeitsergebnisse prüfen; (3) ein Abschlussprüfer darf nicht die Rolle eines Fürsprechers seines Mandanten übernehmen; (4) ein Abschlussprüfer darf durch seine Beauftragung nicht in einen Interessenkonflikt geraten.
Obwohl die Erbringung von nichtprüfungsnahen Leistungen - mit Ausnahme von bestimmten Arten von nichtprüfungsbezogenen Dienstleistungen, die in den SEC-Vorschriften aufgeführt sind - nicht gesetzlich verboten ist, hat die Siemens AG als Grundsatz festgelegt, den Abschlussprüfer nicht mit der Erbringung von nichtprüfungsnahen Leistungen zu beauftragen, es sei denn, es liegt ein überragender Vorteil für die Gesellschaft darin, den Abschlussprüfer zu beauftragen, und es kann eindeutig belegt werden, dass die Unabhängigkeit dadurch nicht gefährdet ist.
41 CORPORATE GOVERNANCE
Die Siemens Aktiengesellschaft ist derzeit das einzige in den Konzernabschluss einbezogene deutsche börsennotierte Unternehmen. Dieses Unternehmen hat die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und ihren Aktionären zugänglich gemacht.
Der Aufsichtsrat
Dr. jur. Gerhard Cromme
Vorsitzender
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG und der ThyssenKrupp AG
Geburtsdatum: 25.2.1943
Mitglied seit: 23.1.2003
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Allianz SE, München
Axel Springer AG, Berlin
ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen
(Vorsitz)
Vergleichbare Auslandsmandate:
Compagnie de Saint-Gobain S.A.,
Frankreich
Berthold Huber*
1. stellv. Vorsitzender (seit 27.1. 2009)
1. Vorsitzender der IG Metall
Geburtsdatum: 15.2.1950
Mitglied seit: 1.7.2004
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Audi AG, Ingolstadt
Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart
Ralf Heckmann*
(bis 27.1. 2009)
1. stellv. Vorsitzender (bis 27.1. 2009)
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG
Geburtsdatum: 19.7.1949
Mitglied seit: 24.3.1988
Dr. oec. Josef Ackermann
2. stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Vorstands der Deutsche Bank AG
Geburtsdatum: 7.2.1948
Mitglied seit: 23.1.2003
Externe Mandate
Vergleichbare Auslandsmandate:
Belenos Clean Power Holding Ltd.,
Schweiz
(stellv. Vorsitz)
Royal Dutch Shell plc, Niederlande
Lothar Adler*
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG (seit 9.12. 2008)
Geburtsdatum: 22.2.1949
Mitglied seit: 23.1.2003
Jean-Louis Beffa
Vorsitzender des Verwaltungsrats der Compagnie de Saint-Gobain S.A.
Geburtsdatum: 11.8.1941
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Vergleichbare Auslandsmandate:
BNP Paribas, Frankreich
(stellv. Vorsitz)
Claude Bernard Participations SAS,
Frankreich
Compagnie de Saint-Gobain S.A.,
Frankreich
(Vorsitz)
GDF SUEZ S.A., Frankreich
Groupe Bruxelles Lambert, Belgien
Le Monde S.A., Frankreich
Le Monde & Partenaires Associés S.A.S.,
Frankreich
Saint-Gobain Corporation, USA
Société Editrice du Monde S.A.,
Frankreich
Gerd von Brandenstein
Diplom-Volkswirt
Geburtsdatum: 6.4.1942
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
DEGEWO Deutsche Gesellschaft zur Förderung des Wohnungsbaues, gemeinnützige Aktiengesellschaft, Berlin
Michael Diekmann
Vorstandsvorsitzender der Allianz SE
Geburtsdatum: 23.12.1954
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Allianz Deutschland AG, München
(Vorsitz)
Allianz Global Investors AG, München
(Vorsitz)
BASF SE, Ludwigshafen am Rhein
(stellv. Vorsitz)
Linde AG, München
(stellv. Vorsitz)
Vergleichbare Auslandsmandate:
Allianz S.p.A., Italien
(stellv. Vorsitz)
Assurances Générales de France,
Frankreich
(stellv. Vorsitz)
Dr. iur. Hans Michael Gaul
Aufsichtsratsmitglied
Geburtsdatum: 2.3.1942
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Evonik Industries AG, Essen
EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg
HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf
IVG Immobilien AG, Bonn
VNG-Verbundnetz Gas AG, Leipzig
Volkswagen AG, Wolfsburg
Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss
Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Geburtsdatum: 28.6.1949
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München
Bettina Haller*
Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG
Geburtsdatum: 14.3.1959
Mitglied seit: 1.4.2007
Hans-Jürgen Hartung*
(seit 27.1. 2009)
Vorsitzender des Betriebsrats
Siemens Energy - Standort Erlangen
Geburtsdatum: 10.3.1952
Mitglied seit: 27.1.2009
Heinz Hawreliuk*
(bis 31. 3. 2009)
Mitglied der IG Metall
Geburtsdatum: 20.3.1947
Mitglied seit: 1.4.1985
Harald Kern*
Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG; stellv. Vorsitzender des Siemens Europabetriebsrats
Geburtsdatum: 16. 3.1960
Mitglied seit: 24.1. 2008
Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller
Geschäftsführende Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG
Geburtsdatum: 15.12.1959
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Claas Kommanditgesellschaft auf Aktien mbH, Harsewinkel
Deutsche Lufthansa AG, Köln
Voith AG, Heidenheim an der Brenz
Werner Mönius*
Vorsitzender des Siemens Europabetriebsrats
Geburtsdatum: 16.5.1954
Mitglied seit: 24.1.2008
Håkan Samuelsson
Vorsitzender des Vorstands der MAN SE
Geburtsdatum: 19.3.1951
Mitglied seit: 24.1.2008
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
MAN Diesel SE, Augsburg
(Vorsitz)
MAN Ferrostaal AG, Essen
MAN Nutzfahrzeuge AG, München
(Vorsitz)
manroland AG, Offenbach a.M.
MAN Turbo AG, Oberhausen
(Vorsitz)
RENK Aktiengesellschaft, Augsburg
( Vorsitz)
Vergleichbare Auslandsmandate:
MAN Latin America S.A., Brasilien
(Vorsitz)
Dieter Scheitor*
Diplom-Physiker
Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Siemens
Geburtsdatum: 23.11.1950
Mitglied seit: 25.1.2007
Dr. iur. Rainer Sieg*
Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG
Geburtsdatum: 20.12.1948
Mitglied seit: 24.1.2008
Birgit Steinborn*
stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG
Geburtsdatum: 26.3.1960
Mitglied seit: 24.1.2008
Lord Iain Vallance of Tummel
Chairman, Amsphere Ltd.
Geburtsdatum: 20.5.1943
Mitglied seit: 23.1.2003
Sibylle Wankel*
(seit 1.4.2009)
Juristin in der Bezirksleitung Bayern
der IG Metall
Geburtsdatum: 3.3.1964
Mitglied seit: 1.4.2009
Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Vaillant GmbH, Remscheid
ZEPPELIN GmbH, Friedrichshafen
Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern besetzt. Auf der Hauptversammlung vom 24. Januar 2008 wählten die Aktionäre die Vertreter der Anteilseigner. Die durch * kenntlich gemachten Vertreter der Arbeitnehmer wurden am 27. September 2007 mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung vom 24. Januar 2008 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt beziehungsweise sind für ausgeschiedene Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat nachgerückt. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre.
Stand: 30. 9. 2009
AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat sechs Ausschüsse eingerichtet. Über die konkrete Ausschussarbeit im vergangenen Geschäftsjahr informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 7 ff.
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| Ausschüsse | Sitzungen im Geschäftsjahr 2009 | Aufgaben | Mitglieder zum 30.9.2009 |
|---|---|---|---|
| Aufsichtsrats-Präsidium | 5 5 Beschlüsse im schriftlichen Umlauf | Das Präsidium befasst sich mit grundlegenden Fragen der Geschäftspolitik und Geschäftsführung, insbesondere mit Vorstandsangelegenheiten; es unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums über das Vergütungssystem für den Vorstand sowie über die Festsetzung der Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds vor. Im Rahmen dieser Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums schließt das Präsidium die Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern ab. Das Präsidium unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Besetzung von Aufsichtsratsausschüssen. Es entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften mit Vorstandsmitgliedern und den ihnen nahestehenden Personen und Unternehmen. Das Präsidium überprüft regelmäßig die Corporate-Governance-Grundsätze des Unternehmens und unterbreitet Verbesserungsvorschläge. | Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Lothar Adler (seit 27.1. 2009) Ralf Heckmann (bis 27.1. 2009) Dr. oec. Josef Ackermann Berthold Huber |
| Prüfungsausschuss | 6 | Dem Prüfungsausschuss obliegen insbesondere die Vorbereitung der Jahres- und Konzernabschlussprüfung durch den Aufsichtsrat, die Erörterung der Quartalsabschlüsse und des Halbjahresfinanzberichts, die Gestaltung der Beziehungen zum Abschlussprüfer (insbesondere Auftragserteilung, Festlegung der Prüfungsschwerpunkte und des Prüfungshonorars sowie die Kontrolle der Unabhängigkeit) und die Beziehungen zur unternehmensinternen Konzernrevision. | Dr. iur. Hans Michael Gaul 1 (Vorsitzender) Dr. iur. Gerhard Cromme1 Bettina Haller (seit 28.4. 2009) Ralf Heckmann (bis 27.1. 2009) Heinz Hawreliuk (bis 31. 3. 2009) Dieter Scheitor Birgit Steinborn (seit 27.1. 2009) Lord Iain Vallance of Tummel |
| Compliance-Ausschuss | 6 | Dem Compliance-Ausschuss obliegt insbesondere die Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). | Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Lothar Adler (seit 27.1. 2009) Ralf Heckmann (bis 27.1. 2009) Dr. iur. Hans Michael Gaul Bettina Haller Heinz Hawreliuk (bis 31. 3. 2009) Lord Iain Vallance of Tummel Sibylle Wankel (seit 28.4. 2009) |
1 Finanzexperte (Audit Committee Financial Expert) im Sinne des Sarbanes-Oxley Act.
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| Ausschüsse | Sitzungen im Geschäftsjahr 2009 | Aufgaben | Mitglieder zum 30.9.2009 |
|---|---|---|---|
| Finanz- und Investitionsausschuss | 3 7 Beschlüsse im schriftlichen Umlauf | Der Finanz- und Investitionsausschuss hat die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens, die Gegenstand einer jährlichen Strategiesitzung des Aufsichtsrats ist, die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft sowie über Sach- und Finanzinvestitionen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Finanz- und Investitionsausschuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen, soweit nicht der Betrag von 600 Mio. EUR erreicht ist. Der Finanz- und Investitionsausschuss nimmt ferner die Rechte des Aufsichtsrats gemäß § 32 des Mitbestimmungsgesetzes - Beschlussfassung über die Ausübung von Beteiligungsrechten - wahr. Beschlüsse des Finanz- und Investitionsausschusses nach § 32 des Mitbestimmungsgesetzes werden gemäß § 32 Absatz 1 Satz 2 des Mitbestimmungsgesetzes nur mit den Stimmen der Vertreter der Anteilseigner gefasst. | Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Lothar Adler Jean-Louis Beffa (seit 28.4. 2009) Gerd von Brandenstein Werner Mönius (seit 28.4. 2009) Håkan Samuelsson Dieter Scheitor Birgit Steinborn |
| Nominierungsausschuss | 0 | Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor. | Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann Dr. iur. Hans Michael Gaul |
| Vermittlungsausschuss §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 und 5 MitbestG | 0 | Der gesetzlich zu bildende Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung beziehungsweise den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. | Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Lothar Adler (seit 27.1. 2009) Ralf Heckmann (bis 27.1. 2009) Dr. oec. Josef Ackermann Berthold Huber |
Nähere Informationen zum Thema Corporate Governance bei Siemens finden Sie im Internet unter:
www.siemens.com/corporate-governance
Der Vorstand
Peter Löscher
Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG
Geburtsdatum: 17.9.1957
Erste Bestellung: 1.7.2007
Bestellt bis: 31.3.2012
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München
Wolfgang Dehen
Geburtsdatum: 9.2.1954
Erste Bestellung: 1.1.2008
Bestellt bis: 31.3.2012
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
TÜV Süd AG, München
Konzernmandate
Vergleichbare Auslandsmandate:
Siemens Ltd., China
(Vorsitz)
Siemens Ltd., Indien
Dr.-Ing. Heinrich Hiesinger
Geburtsdatum: 25.5.1960
Erste Bestellung: 1.6.2007
Bestellt bis: 31.3.2012
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Deutsche Messe Aktiengesellschaft, Hannover
INPRO Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin
Konzernmandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
OSRAM GmbH, München
(Vorsitz)
Vergleichbare Auslandsmandate:
Siemens Energy and Automation
Inc., USA
(Vorsitz)
Siemens Ltd., China
Siemens Schweiz AG, Schweiz
(Vorsitz)
Joe Kaeser
Geburtsdatum: 23.6.1957
Erste Bestellung: 1.5.2006
Bestellt bis: 31.3.2011
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
Allianz Deutschland AG, München
Bayerische Börse AG, München
Vergleichbare Auslandsmandate:
Enterprise Networks Holdings B.V., Niederlande
Konzernmandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München
Vergleichbare Auslandsmandate:
Nokia Siemens Networks B.V.,
Niederlande
Siemens AG Österreich, Österreich
Siemens Corp., USA
Siemens Ltd., China
Siemens Ltd., Indien
Barbara Kux
(seit 17.11.2008)
Geburtsdatum: 26.2.1954
Erste Bestellung: 17.11.2008
Bestellt bis: 16.11.2013
Externe Mandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
Vergleichbare Auslandsmandate:
Firmenich International SA, Schweiz
Jim Reid-Anderson
(bis 30.11.2008)
Geburtsdatum: 12.4.1959
Erste Bestellung: 1.5.2008
Ursprünglich bestellt bis: 30.4.2013
Konzernmandate (zum 30.11.2008)
Vergleichbare Auslandsmandate:
Siemens Healthcare Diagnostics Inc., USA
(bis 30.11.2008)
Siemens Medical Solutions USA, Inc., USA
(Vorsitz) (bis 30.11.2008)
Prof. Dr. phil. nat. Hermann Requardt
Geburtsdatum: 11. 2.1955
Erste Bestellung: 1.5.2006
Bestellt bis: 31.3.2011
Konzernmandate
Deutsche Aufsichtsratsmandate:
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
GmbH, München
OSRAM GmbH, München
Vergleichbare Auslandsmandate:
Siemens Healthcare Diagnostics Inc., USA
Siemens K.K., Japan
(Vorsitz)
Siemens Medical Solutions USA, Inc., USA
(Vorsitz)
Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm
Geburtsdatum: 27.6.1963
Erste Bestellung: 1.1.2008
Bestellt bis: 31.3.2012
Konzernmandate
Vergleichbare Auslandsmandate:
Nokia Siemens Networks B.V.,
Niederlande
Siemens AB, Schweden
Siemens AG Österreich, Österreich
(Vorsitz)
Siemens A.Ş., Türkei
Siemens France Holding S.A.S.,
Frankreich
Siemens Holdings plc., Großbritannien
Siemens Ltd., Saudi-Arabien
(stellv. Vorsitz)
Siemens Ltd., Südafrika
(Vorsitz)
Siemens Nederland N.V., Niederlande
(Vorsitz)
Siemens S.A., Marokko
(Vorsitz)
Siemens S.A., Portugal
(Vorsitz)
Siemens S.A., Spanien
(Vorsitz)
Siemens S.p.A., Italien
(stellv. Vorsitz)
Peter Y. Solmssen
Geburtsdatum: 24.1.1955
Erste Bestellung: 1.10.2007
Bestellt bis: 31.3.2012
Konzernmandate
Vergleichbare Auslandsmandate:
Siemens Canada Ltd., Kanada
(Vorsitz)
Siemens Corp., USA
(Vorsitz)
Siemens S.A., Kolumbien
(Vorsitz)
Siemens S.A. de C.V., Mexiko
(Vorsitz)
Die Unternehmensstruktur finden Sie in der hinteren Innenklappe dieses Finanzberichts.
Stand: 30.9.2009
AUSSCHÜSSE DES VORSTANDS
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| Ausschuss | Sitzungen im Geschäftsjahr 2009 | Aufgaben | Mitglieder zum 30.9. 2009 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital- und Belegschaftsaktienausschuss | 1 4 Beschlüsse im schriftlichen Umlauf | Dieser Ausschuss ist zuständig für die Ausnutzung von Genehmigten Kapitalia bei der Ausgabe von Belegschaftsaktien sowie für die Durchführung von diversen Kapitalmaßnahmen. | Peter Löscher Joe Kaeser Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm |
Nähere Informationen zum Thema Corporate Governance bei Siemens finden Sie im Internet unter:
www.siemens.com/corporate-governance
ERKLÄRUNG DES VORSTANDS
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der Siemens Aktiengesellschaft verantwortlich. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt und um international übliche Zusatzinformationen ergänzt. Der Konzernlagebericht steht mit dem Konzernabschluss in Einklang.
Die bestehenden internen Kontrollsysteme und der Einsatz konzernweit einheitlicher Richtlinien sowie die Maßnahmen zur entsprechenden Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sollen die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Wir haben jeweils von den Mitgliedern des Managements der Sectors und der Cross-Sector-Businesses sowie den Geschäftsführern der Gesellschaften eine Bestätigung über die Ordnungsmäßigkeit der an die Zentrale berichteten Finanzdaten sowie über die Funktionsfähigkeit entsprechender Kontrollsysteme erhalten. Die Einhaltung der Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich von der Konzernrevision konzernweit geprüft.
Unser Risikomanagementsystem ist entsprechend den Anforderungen des Aktienrechts darauf ausgerichtet, dass der Vorstand potenzielle Risiken frühzeitig erkennen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten kann.
Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft) hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und den unten wiedergegebenen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
In Anwesenheit des Abschlussprüfers wurden der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats eingehend erörtert. Aus dem Bericht des Aufsichtsrats (Seite 6 bis 11 des Finanzteils des Geschäftsberichts) geht das Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat hervor.
Der Vorstand
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 24. November 2009
Siemens AG
Vorstand
Peter Löscher
Wolfgang Dehen
Dr. Heinrich Hiesinger
Joe Kaeser
Barbara Kux
Prof. Dr. Hermann Requardt
Prof. Dr. Siegfried Russwurm
Peter Y. Solmssen
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 24. November 2009
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Prof. Dr. Pfitzer, Wirtschaftsprüfer
Krämmer, Wirtschaftsprüfer
Beschluss über die Gewinnverwendung
Die ordentliche Hauptversammlung vom 26. Januar 2010 hat beschlossen, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 in Höhe von Euro 1 462 725 473,60 wie folgt zu verwenden:
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| Ausschüttung einer Dividende von Euro 1,60 je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/2009 dividendenberechtigter Stückaktie: | Euro | Euro 1 387 600 726,40 |
| Gewinnvortrag: | Euro | Euro 75 124 747,20 |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns nach § 312 (2) HGB erfolgt nach § 313 (4) S. 3 HGB gesondert und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Aufstellung des Anteilsbesitzes des Siemens Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen | |
| A) Konsolidiert | |
| 1. Deutschland (151 Gesellschaften) | |
| A. Friedr. Flender AG, Bocholt | 100 |
| A. Friedr. Flender Grundstücksmanagementgesellschaft mbH & Co. KG, Bocholt | 954 |
| ADB Airfeld Solutions GmbH & Co. KG, Nürnberg | 100 |
| Airport Munich Logistics and Services GmbH, Hallbergmoos | 100 |
| Alpha Verteilertechnik GmbH, Cham | 1005 |
| applied international informatics GmbH, Berlin | 100 |
| Atecs Mannesmann GmbH, Düsseldorf | 1005 |
| Audio Service GmbH, Herford | 100 |
| Berliner Vermögensverwaltung GmbH, Berlin | 1005 |
| bibis Information Technology and Services GmbH, München | 100 |
| BWI Services GmbH, Meckenheim | 1005 |
| CAPTA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald | 1004 |
| CAS innovations GmbH & Co. KG, Erlangen | 1004 |
| CePLuS Steuerungstechnik GmbH, Magdeburg | 75 |
| Chemfeed Holding GmbH, Günzburg | 100 |
| Comos Industry Solutions GmbH, Schwelm | 100 |
| DA Creative GmbH, München | 100 |
| Dade Behring Beteiligungs GmbH, Eschborn | 100 |
| Dade Behring Grundstücks GmbH, Marburg | 100 |
| Demag Mobile Cranes GmbH, München | 1005 |
| DPC Holding GmbH, Eschborn | 100 |
| Ecue Control GmbH, Paderborn | 100 |
| EDI - USS Umsatzsteuersammelrechnungen und Signaturen GmbH & Co. KG, München | 1004 |
| ELIN Energietechnik GmbH, Berlin | 100 |
| ePS & RTS Automation Software GmbH, Renningen | 1005 |
| ETM Deutschland GmbH, Laatzen | 100 |
| evosoft GmbH, Nürnberg | 98 |
| FACTA Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, München | 1004 |
| Flender Grundstücksmanagementgesellschaft mbH & Co. KG, Bocholt | 954 |
| Flender Guss GmbH, Chemnitz | 1005 |
| Flender Immobilien Verwaltungs GmbH, Bocholt | 1005 |
| Flender Industriegetriebe GmbH, Penig | 1005 |
| HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH, Hamburg | 74 |
| HSP Hochspannungsgeräte GmbH, Troisdorf | 1005 |
| ILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | 95 |
| ILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald | 854 |
| Immosuisse GmbH Immobilien Management i.L., Berlin | 100 |
| Industrieschutz Assekuranz-Vermittlung GmbH, Mülheim a. d. Ruhr | 1005 |
| Industrieschutz Insurance Broker GmbH, Mülheim a. d. Ruhr | 51 |
| IPGD Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft mbH, München | 100 |
| Jawa Power Holding GmbH, Erlangen | 1005 |
| KMK Kunststoff Metall und Komponenten GmbH & Co. KG, Karlsruhe | 1004 |
| KompTime GmbH, München | 1005 |
| Lincas Electro Vertriebsgesellschaft mbH, Hamburg | 100 |
| LINCAS Export Services GmbH, Hamburg | 1005 |
| Loher GmbH, Ruhstorf a. d. Rott | 1005 |
| Loher Grundstücksmanagementgesellschaft mbH & Co. KG, Ruhstorf a. d. Rott | 954 |
| Mannesmann Demag Krauss-Maffei GmbH, München | 1005 |
| Mechanik Center Erlangen GmbH, Erlangen | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| messMa GmbH, Irxleben | 100 |
| OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bocholt KG, Düsseldorf | 95 |
| OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tübingen KG, Tübingen | 93 |
| OSRAM GmbH, München | 1005 |
| OSRAM Opto Semiconductors GmbH, Regensburg | 1005 |
| Partikeltherapiezentrum Kiel Holding GmbH, Erlangen | 1005 |
| Projektbau-Arena-Berlin GmbH, München | 100 |
| R & S Restaurant Services GmbH, München | 100 |
| Radium Lampenwerk Gesellschaft mbH, Wipperfürth | 1005 |
| REMECH Systemtechnik GmbH & Co. KG, Kamsdorf | 1004 |
| RESTART Gesellschaft für back up-Systeme mbH, Hannover | 100 |
| RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald | 100 |
| Ruhrpilot Betriebsgesellschaft GmbH, Essen | 85 |
| Ruhrtal Hochspannungsgeräte GmbH, Bochum | 1005 |
| S. G. Wasseraufbereitung und Regenerierstation GmbH, Barsbüttel | 100 |
| SiCED Electronics Development GmbH & Co. KG, Erlangen | 514 |
| Siemens Audiologische Technik GmbH, Erlangen | 1005 |
| Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München | 1005 |
| Siemens Beteiligungen USA GmbH, München | 1005 |
| Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG, Grünwald | 1004 |
| Siemens Building Technologies Fire & Security Products GmbH & Co. oHG, München | 1004 |
| Siemens Building Technologies GmbH & Co. oHG, Erlangen | 1004 |
| Siemens Building Technologies Holding GmbH, Grünwald | 100 |
| Siemens Building Technologies HVAC Products GmbH, Rastatt | 100 |
| Siemens Busbar Trunking Systems GmbH & Co. KG, Köln | 1004 |
| Siemens Electronics Assembly Systems Beteiligungen GmbH & Co. KG, München | 1004 |
| Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co. KG, München | 1004 |
| Siemens Energy Automation GmbH, Erlangen | 1005 |
| Siemens Finance & Leasing GmbH, München | 1005 |
| Siemens Financial Services GmbH, München | 1005 |
| Siemens Fuel Gasification Technology GmbH & Co. KG, Freiberg | 1004 |
| Siemens Geared Motors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Tübingen | 1005 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Beteiligungen GmbH, Eschborn | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Eschborn | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Holding GmbH, Eschborn | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Verwaltungs GmbH, Eschborn | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery GmbH, Duisburg | 1005 |
| Siemens Industrial Turbomachinery Holding GmbH, Duisburg | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery International Holding GmbH, Duisburg | 100 |
| Siemens Industrie Bauprojekte GmbH i.L., München | 100 |
| Siemens Industriepark Karlsruhe GmbH & Co. KG, Karlsruhe | 1004 |
| Siemens Industrieturbinen Beteiligungen GmbH, Duisburg | 100 |
| Siemens IT Dienstleistung und Beratung GmbH, Gelsenkirchen | 1005 |
| Siemens IT Solutions and Services Management GmbH, München | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services Verwaltungs-GmbH, München | 1005 |
| Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbH, München | 100 |
| Siemens Linear Motor Systems GmbH & Co. KG, München | 1004 |
| Siemens Linear Motor Systems Verwaltungs-GmbH, München | 100 |
| Siemens Medical Holding GmbH, Erlangen | 1005 |
| Siemens Medical Solutions Health Services GmbH, Erlangen | 100 |
| Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald | 100 |
| Siemens Power Control GmbH, Langen | 1005 |
| Siemens Private Finance Versicherungs- und Kapitalanlagenvermittlungs-GmbH, München | 1005 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (DE) GmbH, Köln | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (DE) GmbH, Stuttgart | 100 |
| Siemens Programm- und Systementwicklung GmbH & Co. KG, Hamburg | 1004 |
| Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen | 1005 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Siemens Real Estate GmbH & Co. OHG, Grünwald | 1004 |
| Siemens Technology Accelerator GmbH, München | 1005 |
| Siemens Technopark Berlin GmbH & Co. KG, Berlin | 1004 |
| Siemens Technopark Bruchsal GmbH & Co. KG, Bruchsal | 1004 |
| Siemens Technopark Hanau GmbH & Co. KG, Hanau | 1004 |
| Siemens Technopark Mülheim GmbH & Co. KG, Mülheim a. d. Ruhr | 1004 |
| Siemens Technopark Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg | 1004 |
| Siemens Turbomachinery Equipment GmbH, Frankenthal | 1005 |
| Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Willstätt-Legelshurst | 100 |
| Siemens Venture Capital GmbH, München | 1005 |
| Siemens Wind Power GmbH, Bremen | 100 |
| SILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, München | 100 |
| SILOR GmbH, München | 100 |
| SIM 2. Grundstücks-GmbH & Co. KG i.L., München | 1004 |
| SIMAR Nordost Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIMAR Nordwest Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIMAR Ost Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIMAR Süd Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIMAR West Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIMOS Real Estate GmbH, München | 100 |
| sinius GmbH, München | 1005 |
| SIPAS 1. Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIPAS 2. Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIPAS 3. Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| SIPAS 4. Grundstücks-GmbH, München | 100 |
| Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach | 60 |
| SYKATEC Systeme, Komponenten, Anwendungstechnologie GmbH & Co. KG, Erlangen | 1004 |
| SYKATEC Verwaltungs-GmbH, Erlangen | 100 |
| TGB Technisches Gemeinschaftsbüro GmbH, Kassel | 100 |
| TLT-Turbo GmbH, Zweibrücken | 1005 |
| Trench Germany GmbH, Bamberg | 1005 |
| Turbine Airfoil Coating and Repair GmbH, Berlin | 100 |
| VAI Seuthe GmbH, Hemer | 100 |
| Vermietungsgesellschaft Objekt 12 GmbH & Co. Objekt München KG i.L., Düsseldorf | 954 |
| VIB Verkehrsinformationsagentur Bayern GmbH, München | 51 |
| VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, Berlin | 100 |
| VR-LEASING IKANA GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn | 94 |
| VVK Versicherungsvermittlungs- und Verkehrskontor GmbH, München | 1005 |
| Wallace & Tiernan GmbH, Günzburg | 100 |
| Weiss Spindeltechnologie GmbH, Schweinfurt | 100 |
| Wesmag Grundstücksmanagement mbH & Co. KG, Wesel | 954 |
| Wesmag Wesler Maschinenbau GmbH, Wesel | 1005 |
| Winergy AG, Voerde | 1005 |
| WIVERTIS Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH, Wiesbaden | 50 |
| 2. Europa (ohne Deutschland) (351 Gesellschaften) | |
| Security Management Technologies Albania Sh.p.k., Tirana/Albanien | 100 |
| ADB S.A./N.V., Brüssel/Belgien | 100 |
| COMPEX - IT Plant Solutions N.V., Ninove-Meerbeke/Belgien | 100 |
| Dade Behring SA, Brüssel/Belgien | 100 |
| Oktopus S.A./N.V., Brüssel/Belgien | 100 |
| SDRC Belgium N.V./S.A., Brüssel/Belgien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Services Sprl, Brüssel/Belgien | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services S.A., Anderlecht/Belgien | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics b.v.b.a., Anderlecht/Belgien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (BE) NV, Zaventem/Belgien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (BE) BVBA, Zaventem/Belgien | 100 |
| Siemens S.A./N.V., Anderlecht/Belgien | 100 |
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| OSRAM d.o.o., Mostar/Bosnien und Herzegowina | 100 |
| Siemens d.o.o., Banja Luka/Bosnien und Herzegowina | 100 |
| Siemens d.o.o. Sarajevo, Sarajevo/Bosnien und Herzegowina | 100 |
| OSRAM EOOD, Sofa/Bulgarien | 100 |
| Security Management Technologies Bulgaria EOOD, Sofa/Bulgarien | 100 |
| Siemens EOOD, Sofa/Bulgarien | 100 |
| Comos Industrial Solutions ApS, Alleroed, Allerød/Dänemark | 100 |
| Dade Behring A/S, Kopenhagen/Dänemark | 100 |
| OSRAM A/S, Taastrup/Dänemark | 100 |
| pulz8 Communications ApS, Kopenhagen/Dänemark | 100 |
| Siemens A/S, Ballerup/Dänemark | 100 |
| Siemens Flow Instruments A/S, Nordborg/Dänemark | 100 |
| Siemens Höreapparater A/S, Kopenhagen/Dänemark | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (DK) A/S, Kolding/Dänemark | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (DK) Aps, Kolding/Dänemark | 100 |
| Siemens Turbomachinery Equipment A/S, Helsingor/Dänemark | 100 |
| Siemens Wind Power A/S, Brande/Dänemark | 100 |
| AS Siemens, Tallinn/Estland | 100 |
| Osaühing Siemens Medical Solutions Diagnostics, Tallinn/Estland | 100 |
| Dade Behring OY, Helsinki/Finnland | 100 |
| OY OSRAM AB, Vantaa/Finnland | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics Oy, Helsinki, Helsinki/Finnland | 100 |
| Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland | 100 |
| ELAN SOFTWARE SYSTEMS, Toulouse/Frankreich | 100 |
| Flender-Graffenstaden SAS, Illkirch-Graffenstaden/Frankreich | 100 |
| OSRAM S.A.S.U., Molsheim/Frankreich | 100 |
| Sécurité Installation S.a.r.l., Buc/Frankreich | 100 |
| Siemens Audiologie S.A., Saint-Denis/Frankreich | 100 |
| Siemens Boulevard Ornano S.A.S., Saint-Denis/Frankreich | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems SAS, Bussy-Saint-Georges/Frankreich | 100 |
| Siemens Financial Services SAS, Saint-Denis/Frankreich | 100 |
| Siemens France Holding S.A.S., Saint-Denis/Frankreich | 100 |
| Siemens Health Services France S.A.S., Bidart/Frankreich | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.A.S., Paris/Frankreich | 100 |
| Siemens Lease Services SAS, Saint-Denis/Frankreich | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (FR) SAS, Vélizy Villacoublay/Frankreich | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (FR) S.A.R.L., Vélizy Villacoublay/Frankreich | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software III (FR) SAS, Meylan/Frankreich | 100 |
| Siemens Production Automatisation S.A.S., Hagenau/Frankreich | 100 |
| Siemens S.A.S., Saint-Denis/Frankreich | 100 |
| Siemens Transmission & Distribution SAS, Grenoble/Frankreich | 100 |
| Siemens Transportation Systems S.A.S., Chatillon/Frankreich | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies SAS, Saint Chamond/Frankreich | 100 |
| Trench France S.A.S., Saint Louis/Frankreich | 100 |
| Wallace & Tiernan S.a.r.l., Chaville/Frankreich | 100 |
| Tecnomatix Technologies (Gibraltar) Limited, Gibraltar/Gibraltar | 100 |
| Dade Behring Hellas ABEE, Chalandri/Griechenland | 100 |
| DPC - Tsakiris S.A., Thessaloniki/Griechenland | 100 |
| Kintec A.E., Athen/Griechenland | 100 |
| OSRAM A.E., Athen/Griechenland | 100 |
| Siemens A.E., Elektrotechnische Projekte und Erzeugnisse, Athen/Griechenland | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics S.A., Athen/Griechenland | 100 |
| Bellevue Finance Ltd, Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien | 100 |
| Broadcastle Bank Limited, Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien | 100 |
| Broadcastle Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien | 100 |
| Chemfeed Ltd., Tonbridge, Kent/Großbritannien | 100 |
| Crabtree Electrical Industries Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Electrium (2003) Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Electrium (UK) Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Electrium Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Electrocatalytic Ltd., Newport, Gwent/Großbritannien | 100 |
| Europlex Technologies UK Limited, Bedford, Bedfordshire/Großbritannien | 100 |
| Medical Equipment Finance Ltd, Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien | 100 |
| Memcor Ltd., Little Eaton, Derbyshire/Großbritannien | 100 |
| Morgan-Europe Limited, Sheffield, Yorkshire/Großbritannien | 100 |
| OSRAM Ltd., Langley, Berkshire/Großbritannien | 100 |
| Roke Manor Research Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 98 |
| Shape Technology Ltd., Christchurch, Dorset/Großbritannien | 100 |
| Siemens Building Technologies FE Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Building Technologies Ltd, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems Ltd, Frimley,/Großbritannien | 100 |
| Siemens Energy Services Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien | 100 |
| Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien | 100 |
| Siemens Flow Instruments Ltd., Stonehouse, Gloucestershire/Großbritannien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Ltd., Camberley/Großbritannien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Llanberis, Gwynedd/Großbritannien | 100 |
| Siemens Hearing Instruments Ltd., Crawley, Sussex/Großbritannien | 100 |
| Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery Ltd., Lincoln, Lincolnshire/Großbritannien | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services Ltd., Camberley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Magnet Technology Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens plc, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (GB) Ltd, Camberley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (GB) Ltd, Camberley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software III (GB) Ltd, Camberley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software IV (GB) Ltd, Camberley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Properties Ltd., Douglas/Großbritannien | 100 |
| Siemens Protection Devices Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Real Estate Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens Transmission & Distribution Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies Limited, Christchurch, Dorset/Großbritannien | 100 |
| Trench (UK) Ltd., Hebburn, Tyne and Wear/Großbritannien | 100 |
| Turbocare International Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| USF Holding (UK) Ltd., Tonbridge, Kent/Großbritannien | 100 |
| VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| VA TECH Peebles Transformers Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| VA TECH Reyrolle (Overseas Projects) Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| VA Tech Reyrolle Distribution Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| VA Tech Short-Circuit Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| VA TECH T & D UK Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 100 |
| VTW Anlagen UK Ltd., Banbury, Oxfordshire/Großbritannien | 100 |
| Bonus Wind Turbine Ireland Limited, Dublin/Irland | 100 |
| Electrium (Ireland) Limited, Naas/Irland | 100 |
| Europlex Technologies (Ireland) Limited, Dublin/Irland | 100 |
| iMetrex Technologies Limited, Dublin/Irland | 100 |
| Siemens International Insurance Co. Ltd., Dublin/Irland | 100 |
| Siemens Ltd., Dublin/Irland | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics Europe Limited, Dublin/Irland | 100 |
| UGS Holdings (Central Europe) Limited, Dublin/Irland | 100 |
| UGS Holdings (Europe) Limited, Dublin/Irland | 100 |
| E-Utile S.p.A., Mailand/Italien | 51 |
| HV-Turbo Italia S.r.l., Mornago/Italien | 51 |
| Nuova Magrini Galileo S.p.A. in Liquidazione, Bergamo/Italien | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| OSRAM S.p.A. Società Riunite OSRAM-Edison-Clerici, Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Sytems S.r.l., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Finanziaria S.p.A. in Liquidazione, Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.r.l., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Hearing Instruments Italy S.r.l., Milano/Italien | 100 |
| Siemens Holding S.p.A., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services S.p.A., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (IT) S.r.l., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (IT) S.r.l., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Renting S.p.A., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens S.p.A., Mailand/Italien | 100 |
| Siemens Transformers S.p.A., Trento/Italien | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies S.r.l., Marnate/Italien | 100 |
| Siemens Water Technologies S.p.A., Casteggio/Italien | 100 |
| Trench Italia S.r.l., Savona/Italien | 100 |
| TurboCare S.p.A., Turin/Italien | 100 |
| Koncar Power Transformers Ltd., Zagreb/Kroatien | 51 |
| OSRAM d.o.o., Zagreb/Kroatien | 100 |
| Siemens d.d., Zagreb/Kroatien | 98 |
| SIA Siemens Medical Solutions Diagnostics, Riga/Lettland | 100 |
| Siemens SIA, Riga/Lettland | 100 |
| UAB Siemens, Vilnius/Litauen | 100 |
| UAB Siemens Medical Solutions Diagnostics, Vilnius/Litauen | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services Finance SA, Luxemburg/Luxemburg | 100 |
| Tantal S.A., Luxembourg/Luxemburg | 08 |
| Tecnomatix Technologies SARL, Luxemburg/Luxemburg | 100 |
| TFM International S.A. i.L., Luxemburg/Luxemburg | 100 |
| Security Management Technologies DOOEL, Skopje/Mazedonien | 100 |
| Siemens d.o.o. Podgorica, Podgorica/Montenegro | 100 |
| Comos Industry Solutions B.V., Capelle aan den IJssel/Niederlande | 100 |
| Dade Behring B.V., Amstelveen/Niederlande | 100 |
| ETM Benelux B.V., Rosmalen/Niederlande | 100 |
| OSRAM Benelux B.V., Capelle a/d Ijssel/Niederlande | 100 |
| ProIn Development N.V., Arnheim/Niederlande | 100 |
| Siemens Audiologie Technik B.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Building Technologies Holding B.V., Zoetermeer/Niederlande | 100 |
| Siemens Diagnostics Holding II B.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Finance B.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Financieringsmaatschappij N.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics B.V., Breda/Niederlande | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery B.V., Hengelo/Niederlande | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery Holding N.V., Hengelo/Niederlande | 100 |
| Siemens International Holding B.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Lease B.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics Holding I B.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Nederland N.V., Den Haag/Niederlande | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (NL) B.V., s Hertogenbosch/Niederlande | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (NL) B.V., Enschede/Niederlande | 100 |
| Siemens Product Lifecycle management Software III (NL) B.V., Enschede/Niederlande | 100 |
| Traxon Technologies EU B.V., Barendrecht/Niederlande | 100 |
| TurboCare B.V., Hengelo/Niederlande | 100 |
| VA TECH ELIN Holding B.V., Amersfoort/Niederlande | 100 |
| Dade Behring AS, Oslo/Norwegen | 100 |
| OSRAM AS, Baerum/Norwegen | 100 |
| Siemens AS, Oslo/Norwegen | 100 |
| Siemens Business Services AS, Oslo/Norwegen | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics AS, Asker/Norwegen | 100 |
| Siemens Höreapparater AS, Lilleström, Lillestroem/Norwegen | 67 |
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| addIT Dienstleistungen GmbH & Co KG, Klagenfurt/Österreich | 100 |
| Arbeitsmarktservice BetriebsgmbH, Wien/Österreich | 60 |
| Arbeitsmarktservice BetriebsgmbH & Co KG, Wien/Österreich | 60 |
| ComBuild Kommunikations & Gebäudetechnologie GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Comos Industry Solutions GmbH, Klagenfurt/Österreich | 100 |
| ELIN EBG Traction GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich | 100 |
| FSG Financial Services GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Hochquellstrom-Vertriebs GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| INNOVEST Kapitalanlage AG, Wien/Österreich | 100 |
| ITH icoserve technology for healthcare GmbH, Innsbruck/Österreich | 69 |
| KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Landis & Staefa (Österreich) GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Landis & Staefa Gebäudemanagement-Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Landis & Staefa GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| OSRAM GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| SIELOG Systemlogik GmbH, Wien/Österreich | 76 |
| Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Building Technologies GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems GmbH & Co KG, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Gebäudemanagement & -Services G.m.b.H., Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens InnoFT Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Leasing GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Mitarbeitervorsorgekasse AG, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Pensionskasse AG, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Personaldienstleistungen GmbH & Co KG, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Power Generation Anlagentechnik GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (AT) GmbH, Linz/Österreich | 100 |
| Siemens Transformers Austria GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Transformers Austria GmbH & Co KG, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Transportation Systems GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens Transportation Systems GmbH & Co KG, Wien/Österreich | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Linz/Österreich | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies GmbH & Co, Linz/Österreich | 100 |
| Sitos Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Steiermärkische Medizinarchiv GesmbH, Graz/Österreich | 52 |
| Trench Austria GmbH, Leonding/Österreich | 100 |
| TSG EDV-Terminal-Service Ges.m.b.H., Wien/Österreich | 99 |
| unit-IT Dienstleistungs GmbH & Co KG, Linz/Österreich | 75 |
| VA TECH Vermögensverwaltung AG in Liqu, Linz/Österreich | 87 |
| VTW Anlagen Abwicklungs GmbH in Liqu., Wien/Österreich | 100 |
| VVK Versicherungs-Vermittlungs- und Verkehrs-Kontor GmbH, Wien/Österreich | 100 |
| Audio SAT Polska Sp. z o.o., Poznan/Polen | 100 |
| DPC Polska Sp. z o.o., Krakau/Polen | 100 |
| Energoserwis S.A., Lubliniec/Polen | 100 |
| OSRAM Sp. z o.o., Warschau/Polen | 100 |
| Siemens Finance Sp. z o.o., Warschau/Polen | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Sp. z o.o., Warschau/Polen | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (PL) Sp. z.o.o., Warschau/Polen | 100 |
| Siemens Sp. z o.o., Warschau/Polen | 100 |
| TurboCare Sp. z o.o., Breslau/Polen | 80 |
| Westinghouse Modelpol Sp. z o.o., Lubliniec/Polen | 100 |
| OSRAM Empresa de Aparelhagem Eléctrica Lda., Lissabon/Portugal | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics, Unipessoal Lda., Amadora/Portugal | 100 |
| Siemens S.A., Amadora/Portugal | 100 |
| OSRAM Romania S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| SIEMENS (AUSTRIA) PROIECT SPITAL COLTEA SRL, Bukarest/Rumänien | 100 |
| Siemens Electrical Installation Technology S.R.L., Sibiu/Rumänien | 100 |
| Siemens Motor Systems S.R.L., Buzias/Rumänien | 100 |
| Siemens Program and System Engineering S.R.L., Brasov/Rumänien | 100 |
| Siemens S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 |
| SIMEA SIBIU S.R.L., Sibiu/Rumänien | 100 |
| Sykatec Systems Components Application Technologies SRL, Sibiu/Rumänien | 100 |
| Wallace & Tiernan Romania S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 |
| OAO OSRAM, Smolensk/Russische Föderation | 100 |
| OOO OEZ-R, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| OOO OSRAM, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| OOO Siemens, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| OOO Siemens - Special Projects, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| OOO Siemens Elektrozavod High-voltage Engineering, Moskau/Russische Föderation | 51 |
| OOO Siemens High Voltage Products, Ufimsker Region/Russische Föderation | 51 |
| OOO Siemens IT Solutions and Services, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| OOO Siemens Management Infrastruktury y Imuschestwa, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (RU), Moskau/Russische Föderation | 100 |
| Aptus Elektronik AB, Askim/Schweden | 100 |
| Dade Behring AB, Södertälje/Schweden | 100 |
| Norwesco AB, Täby/Schweden | 51 |
| OSRAM AB, Stockholm/Schweden | 100 |
| Siemens AB, Upplands Väsby/Schweden | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems AB, Stockholm/Schweden | 100 |
| Siemens Financial Services AB, Stockholm/Schweden | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics AB, Stockholm, Stockholm/Schweden | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery AB, Finspong/Schweden | 100 |
| Siemens Laser Analytics AB, Göteborg/Schweden | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software AB, Kista/Schweden | 100 |
| Tecnomatix Technologies Sweden AB, Kista/Schweden | 100 |
| Unigraphics Solutions Sverige AB, Kista/Schweden | 100 |
| Care Geräte AG, in Liquidation, Zürich/Schweiz | 100 |
| Comos Industry Solutions GmbH, Rheinfelden/Schweiz | 100 |
| Dade Behring Diagnostics AG, Düdingen/Schweiz | 100 |
| Huba Control AG, Würenlos/Schweiz | 100 |
| OSRAM AG, Winterthur/Schweiz | 100 |
| Siemens Audiologie AG, Adliswil/Schweiz | 100 |
| Siemens Beteiligungs-Verwaltung Schweiz AG, Zürich/Schweiz | 100 |
| Siemens Fuel Gasification Technology Holding AG, Zug/Schweiz | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics AG, Zürich/Schweiz | 100 |
| Siemens Leasing AG, Zürich/Schweiz | 100 |
| Siemens Power Holding AG, Zug/Schweiz | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (CH) AG, Urdorf/Schweiz | 100 |
| Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz | 100 |
| Stadt/Land Immobilien AG, Zürich/Schweiz | 100 |
| Trench Switzerland AG, Basel/Schweiz | 100 |
| DOO LOHER ELEKTRO SUBOTICA, Subotica/Serbien | 100 |
| OSRAM d.o.o., Belgrad/Serbien | 100 |
| Siemens d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien | 100 |
| OEZ Slovakia, spol. s r.o., Bratislava/Slowakei | 100 |
| OSRAM Slovakia a.s., Nové Zámky/Slowakei | 100 |
| SAT Systémy automatizacnej techniky spol. s.r.o., Bratislava/Slowakei | 60 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics, s.r.o. i.L., Bratislava/Slowakei | 100 |
| Siemens Program and System Engineering s.r.o., Bratislava/Slowakei | 100 |
| Siemens s.r.o., Bratislava/Slowakei | 100 |
| SIPRIN s.r.o., Bratislava/Slowakei | 100 |
| DPC Analytical doo, Kranj/Slowenien | 100 |
| Siemens d.o.o., Ljubljana/Slowenien | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Dade Behring Iberica Holding, S.L., Barcelona/Spanien | 100 |
| Fábrica Electrotécnica Josa, S.A., Barcelona/Spanien | 100 |
| Nertus Mantenimiento Ferroviario S.A., Barcelona/Spanien | 51 |
| OSRAM S.A., Madrid/Spanien | 100 |
| Petnet Soluciones, S.L., Sociedad Unipersonal, Madrid/Spanien | 100 |
| Siemens Fire & Security Products, S.A., Madrid/Spanien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.L., Barcelona/Spanien | 100 |
| Siemens Holding S.L., Madrid/Spanien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (ES), S.L., Barcelona/Spanien | 100 |
| Siemens Renting S.A., Madrid/Spanien | 100 |
| Siemens S.A., Madrid/Spanien | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies S.A., Guecho/Spanien | 100 |
| Telecomunicación, Electrónica y Conmutación S.A., Madrid/Spanien | 100 |
| VAI - INGDESI Automation S.L., Guecho/Spanien | 100 |
| ANF DATA spol. s r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| ELTODO-dopravni systemy s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 51 |
| ETS Teplice s.r.o., Teplice/Tschechische Republik | 100 |
| Mary s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| OEZ s.r.o., Letohrad/Tschechische Republik | 100 |
| OSRAM Ceska republika s.r.o., Bruntál/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Audiologická Technika s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Electric Machines s.r.o., Drasov/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Elektromotory s.r.o., Mohelnice/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Engineering a.s., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics s.r.o., Modrice/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Industrial Turbomachinery s.r.o., Brno/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services, s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Kolejova vozidla s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Nizkonapet ova spinaci technika s.r.o., Trutnov/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (CZ) s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| Siemens s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| Zkušebnictví a.s., Prag/Tschechische Republik | 100 |
| OSRAM Ampul Ticaret A.S., Istanbul/Türkei | 100 |
| Siemens Finansal Kiralama A.S., Istanbul/Türkei | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostik Ticaret Limited Sirketi., Istanbul/Türkei | 100 |
| Siemens Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul/Türkei | 100 |
| DP OSRAM Ukraine, Kiew/Ukraine | 100 |
| OOO OEZ Ukraine, Kiew/Ukraine | 100 |
| Siemens Ukraine, Kiew/Ukraine | 100 |
| evosoft Hungary Szamitastechnikai Kft., Budapest/Ungarn | 93 |
| OSRAM Kft., Budapest/Ungarn | 100 |
| Siemens Audiologiai Technika, Budapest/Ungarn | 100 |
| Siemens Erömütechnika Kft., Budapest/Ungarn | 100 |
| Siemens Investor Kft., Budapest/Ungarn | 100 |
| Siemens PSE Program- és Rendszerfejlesztö Kft., Budapest/Ungarn | 100 |
| Siemens Transzformátor Kft., Budapest/Ungarn | 100 |
| Siemens Zrt., Budapest/Ungarn | 100 |
| J. N. Kelly Security Holding Limited, Larnaka/Zypern | 100 |
| Kintec Cyprus Ltd, Larnaka/Zypern | 100 |
| 3. Amerika (157 Gesellschaften) | |
| Ingdesi S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| OSRAM Argentina S.A.C.I., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| Siemens IT Services S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| Siemens S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| VA TECH International Argentina SA, Buenos Aires/Argentinien | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| VIA Argentina, S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100 |
| DPC Medlab Ltda., Santa Cruz de la Sierra/Bolivien | 51 |
| Siemens Sociedad Anónima, Santa Cruz de la Sierra/Bolivien | 100 |
| Chemtech Servicos de Engenharia e Software Ltda., Rio de Janeiro/Brasilien | 100 |
| Iriel Ind. Com. Sist. Eletr. Ltda., Canoas/Brasilien | 100 |
| OSRAM do Brasil Lampadas Elétricas Ltda., Osasco/Brasilien | 100 |
| Siemens Eletroeletronica Limitada, Manaus/Brasilien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien | 100 |
| Siemens Ltda., São Paulo/Brasilien | 100 |
| Siemens Security Services Ltda., São Paulo/Brasilien | 100 |
| Siemens Sistemas Para Montagem De Componentes Electronicos Ltda., Sao Paulo/Brasilien | 100 |
| Siemens VAI Metals Services Ltda., Volta Redonda/Brasilien | 100 |
| Trench Brazil Ltda., Contagem/Brasilien | 100 |
| Turbocare Limitada, Sao Paulo, São Paulo/Brasilien | 100 |
| Unigraphics Solutions do Brasil Ltda., São Caetano do Sul/Brasilien | 100 |
| USFilter Water & Wastewater Equipamentos Ltda., São Paulo/Brasilien | 100 |
| VA TECH América do sul Ltda., Rio de Janeiro/Brasilien | 100 |
| VAI - INGDESI Automation Ltda., Belo Horizonte/Brasilien | 100 |
| Dade Behring Hong Kong Holdings Corporation, Tortola, B.V.I./Britische Jungferninseln | 100 |
| OSRAM Chile Ltda., Santiago de Chile/Chile | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.A., Santiago de Chile/Chile | 100 |
| Siemens S.A., Santiago de Chile/Chile | 100 |
| DPC Medlab Centroamerica S.A., San José/Costa Rica | 51 |
| Siemens S.A., San José/Costa Rica | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics, S.A., Santo Domingo/Dominikanische Republik | 100 |
| Siemens Holding S.A., Santo Domingo/Dominikanische Republik | 100 |
| OSRAM del Ecuador S.A., Guayaquil/Ecuador | 100 |
| Siemens S.A., Quito/Ecuador | 100 |
| Siemens S.A., San Salvador/El Salvador | 100 |
| DPC Medlab Guatemala S.A., Guatemala-Stadt/Guatemala | 100 |
| Siemens Electrotécnica S.A., Guatemala-Stadt/Guatemala | 100 |
| Siemens S.A., Tegucigalpa/Honduras | 99 |
| Dade Behring Holdings Hong Kong Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands/Kaimaninseln | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, George Town/Kaimaninseln | 100 |
| 7243812 Canada Inc., Sault Ste. Marie, Ontario/Kanada | 100 |
| ADB Airfeld Solutions, Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| OSRAM Sylvania Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| Siemens Building Technologies Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| Siemens Canada Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| Siemens Financial Ltd., Mississauga, Mississauga/Kanada | 100 |
| SIEMENS HEALTHCARE DIAGNOSTICS LTD., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| Siemens Milltronics Process Instruments, Inc., Peterborough, Ontario/Kanada | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (CA) Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| Siemens Transformers Canada Inc., Trois Rivières, Quebec/Kanada | 100 |
| Siemens Water Technologies Canada, Inc., Mississauga, Ontario/Kanada | 100 |
| Trench Ltd., Saint John, New Brunswick/Kanada | 100 |
| Turbocare Canada Ltd., Calgary, Alberta/Kanada | 100 |
| VA TECH Ferranti-Packard Transformers Ltd., St. Catharines, Ontario/Kanada | 100 |
| Wheelabrator Air Pollution Control (Canada) Inc., Milton, Ontario/Kanada | 100 |
| OSRAM de Colombia Iluminaciones S.A., Bogotá/Kolumbien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Ltda., Bogotá/Kolumbien | 100 |
| Siemens Manufacturing S.A., Bogotá/Kolumbien | 100 |
| Siemens S.A., Bogotá/Kolumbien | 100 |
| Dade Behring, S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Grupo Siemens S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Indústria de Trabajos Eléctricos S.A. de C.V., Ciudad Juárez/Mexiko | 100 |
| Industrias OSRAM de México S.A., Tultitlán/Mexiko | 100 |
| Ingdesi S.A. de C.V., Monterrey/Mexiko | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| OSRAM de México S.A. de C.V., Tultitlán/Mexiko | 100 |
| OSRAM S.A. de C.V., Tultitlán/Mexiko | 100 |
| Proyectos de Energia S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| SIEMENS ELECTRONICS ASSEMBLY SYSTEMS, S. DE R.L. DE C.V., Guadalajara/Mexiko | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics, S. de R.L. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Siemens Inmobiliaria S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Siemens Innovaciones S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics S. de R.L. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Siemens Medical Solutions Servicios S. de R.L. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (MX), S.A. de C.V., Santa Fe/Mexiko | 100 |
| Siemens Servicios S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| Siemens Transformadores, S.A. de C.V., Guanajuato/Mexiko | 100 |
| Siemens, S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 100 |
| US Filter Chem Feed Systems S.A. de C.V., Tultitlán/Mexiko | 100 |
| USFilter Chemfeed S.A. de C.V., Tultitlán/Mexiko | 100 |
| Valeo Sylvania Iluminacion S de RL de CV, Queretaro, Mexico/Mexiko | 100 |
| Valeo Sylvania Services S de RL de CV, Queretaro/Mexiko | 100 |
| Siemens S.A., Managua/Nicaragua | 100 |
| DPC Medlab Panama, S.A., Panama-Stadt/Panama | 100 |
| Siemens S.A., Panama-Stadt/Panama | 100 |
| OSRAM de Perú S.A.C., Lima/Peru | 100 |
| Siemens S.A.C., Lima/Peru | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.A., Montevideo/Uruguay | 100 |
| Siemens Telecomunicaciones S.A., Montevideo/Uruguay | 51 |
| ADB Airfeld Solutions LLC, Columbus/USA | 100 |
| Comos Industry Solutions Inc., HOUSTON/USA | 100 |
| Dade Finance LLC, Deerfeld, IL/USA | 100 |
| Demag Delaval Turbomachinery Corp., Trenton, NJ/USA | 100 |
| Mannesmann Corp., New York, NY/USA | 100 |
| Morgan Construction Company, Worcester, MA/USA | 100 |
| Nimbus Technologies, LLC, Plano, TX/USA | 100 |
| OSRAM Opto Semiconductors, Inc., Sunnyvale, CA/USA | 100 |
| OSRAM SYLVANIA Inc., Danvers, MA/USA | 100 |
| OSRAM SYLVANIA Products Inc., Danvers, MA/USA | 100 |
| OSRAM Sylvania Puerto Rico Corp., Luquillo, PR/USA | 100 |
| P.E.T.NET Houston, LLC, Knoxville, TN/USA | 51 |
| PETNET Indiana LLC, Indianapolis, IN/USA | 50 |
| PETNET Solutions Cleveland, LLC, Knoxville, TN/USA | 63 |
| PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA | 100 |
| Schlesinger-Siemens Electrical, LLC, Alpharetta, GA/USA | 51 |
| Siemens Building Technologies, Inc., Buffalo Grove, IL/USA | 100 |
| Siemens Capital Company LLC, Iselin, NJ/USA | 100 |
| Siemens Communications, Inc., Boca Raton, FL/USA | 100 |
| Siemens Corporate Research, Inc., Princeton, NJ/USA | 100 |
| Siemens Corporation, New York, NY/USA | 100 |
| Siemens Credit Warehouse, Inc., Iselin, NJ/USA | 100 |
| Siemens Demag Delaval Turbomachinery, Inc., Hamilton, NJ/USA | 100 |
| Siemens Diagnostics Finance Co. LLC, Deerfeld, IL/USA | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems, LLC, Suwanee/USA | 100 |
| Siemens Energy & Automation, Inc., Alpharetta, GA/USA | 100 |
| Siemens Energy, Inc., Orlando, FL/USA | 100 |
| Siemens Financial Services, Inc., Iselin, NJ/USA | 100 |
| Siemens Financial, Inc., Iselin, NJ/USA | 100 |
| Siemens Fossil Services, Inc., Orlando, FL/USA | 100 |
| Siemens Generation Services Company, Orlando, FL/USA | 100 |
| Siemens Government Services, Inc., Reston, VA/USA | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Tarrytown/USA | 100 |
| Siemens Hearing Instruments, Inc., Piscataway, NJ/USA | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Siemens Industry Holdings, Inc., New York/USA | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services Inc., Norwalk, CT/USA | 100 |
| Siemens Medical Solutions USA, Inc., Malvern, PA/USA | 100 |
| Siemens Molecular Imaging, Inc., Knoxville, TN/USA | 100 |
| Siemens Power Generation Service Company, Ltd., Orlando, FL/USA | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (US) Inc., Plano, TX/USA | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Plano, TX/USA | 100 |
| Siemens Public, Inc., Wilmington, DE/USA | 100 |
| Siemens Shared Services, LLC, Iselin, NJ/USA | 100 |
| Siemens Transportation Systems, Inc., Sacramento, CA/USA | 100 |
| Siemens Treated Water Outsourcing Corp., Rockford, IL/USA | 100 |
| Siemens USA Holdings, Inc., New York, NY/USA | 100 |
| Siemens VAI Services, LLC, Canonsburg, PA/USA | 100 |
| Siemens Water Technologies Corp., Warrendale, PA/USA | 100 |
| Siemens Water Technologies Holding Corp., Warrendale, PA/USA | 100 |
| SMI Holding LLC, New York, NY/USA | 100 |
| Steel Related Technology new LLC, Blytheville, AR/USA | 100 |
| Sylvania Lighting Services Corp., Danvers, MA/USA | 100 |
| The Colorado Medical Cyclotron, LLC, Knoxville, TN/USA | 90 |
| Transport & Distribution Inc., Danvers, MA/USA | 100 |
| Traxon Supply USA Inc., New York, NY/USA | 100 |
| Turbine Airfoil Coating & Repair LLC, Middletown, NY/USA | 51 |
| Turblex Inc., Springfeld, MO/USA | 100 |
| TurboCare LLC, Dallas, TX/USA | 100 |
| TurboCare, Inc., Chicopee, MA/USA | 100 |
| UGS Israeli Holdings, Inc., Plano, TX/USA | 100 |
| UGS PLM Solutions Asia/Pacific Incorporated, Plano, TX/USA | 100 |
| Valeo Sylvania LLC, Seymour, IN/USA | 502 |
| Wheelabrator Air Pollution Control, Inc., Pittsburgh, PA/USA | 100 |
| Winergy Drive Systems Corp., Elgin, IL/USA | 100 |
| INGDESI de Venezuela C.A., Puerto Ordaz/Venezuela | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics C.A., Caracas/Venezuela | 100 |
| Siemens S.A., Caracas/Venezuela | 100 |
| TurboCare C.A., Caracas/Venezuela | 100 |
| 4. Asien (179 Gesellschaften) | |
| Siemens W.L.L., Manama/Bahreïn | 51 |
| Siemens Bangladesh Ltd., Dhaka/Bangladesch | 100 |
| ADB Airfeld Technologies Limited, Beijing, Beijing/China | 100 |
| Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Beijing/China | 80 |
| Chengdu KK&K Power Fan Co., Ltd., Chengdu/China | 51 |
| Chung Tak Lighting Control Systems (Guangzhou) Ltd., Guangzhou/China | 59 |
| DPC (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China | 100 |
| HV-Turbo Shanghai Company Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Morgan Electric (Shanghai) Company, Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Morgan Mill Parts (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Morgan Morgoil (Shanghai) Company, Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Morgan Rolling Mill (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China | 100 |
| MWB (Shanghai) Co Ltd., Shanghai/China | 65 |
| Ningbo Zuoming Electronics Co. Ltd., Ningbo/China | 100 |
| OSRAM China Lighting Ltd., Foshan/China | 90 |
| OSRAM Kunshan Display Optic Co. Ltd., Kunshan/China | 100 |
| Siemens Building Technologies (Tianjin) Ltd., Tianjin/China | 70 |
| Siemens Circuit Protection Systems Ltd., Shanghai/China | 75 |
| Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou/China | 100 |
| Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China | 85 |
| Siemens Electronics Assembly Systems Ltd., Shanghai, Shanghai/China | 100 |
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Beijing/China | 68 |
| Siemens Finance and Leasing Ltd., Beijing/China | 100 |
| Siemens Financial Services Ltd., Beijing/China | 100 |
| Siemens Gas Turbine Parts Ltd., Shanghai/China | 51 |
| Siemens Healthcare Diagnostics (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Siemens Hearing Instruments (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China | 100 |
| Siemens High Voltage Circuit Breakers Ltd., Hangzhou/China | 51 |
| Siemens High Voltage Switchgear Guangzhou Ltd., Guangzhou/China | 94 |
| Siemens High Voltage Switchgear Ltd., Shanghai/China | 51 |
| Siemens Industrial Automation Ltd., Shanghai/China | 90 |
| Siemens Industrial Turbomachinery (Huludao) Co. Ltd., Huludao/China | 70 |
| Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai/China | 100 |
| Siemens Ltd., China, Beijing/China | 100 |
| Siemens Manufacturing and Engineering Centre Ltd., Shanghai/China | 51 |
| Siemens Mechanical Drive Systems (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China | 100 |
| Siemens Medical Solutions Diagnostics Ltd., Beijing/China | 100 |
| Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi/China | 85 |
| Siemens Mindit Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen/China | 75 |
| Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing/China | 80 |
| Siemens PLM Software (Shenzhen) Limited, Shenzhen/China | 100 |
| Siemens PLM Software Solutions (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Siemens Power Automation Ltd., Nanjing/China | 100 |
| Siemens Power Equipment Packages Co. Ltd., Shanghai, Shanghai/China | 65 |
| Siemens Power Plant Automation Ltd., Nanjing/China | 100 |
| Siemens Process Analytics Co. Ltd., Shanghai, Shanghai/China | 100 |
| Siemens Program and System Engineering (Nanjing) Co. Ltd., Nanjing/China | 100 |
| Siemens Sensors & Communication Ltd., Dalian/China | 100 |
| Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Siemens Signalling Co. Ltd., Xi'an, Xian/China | 70 |
| Siemens Standard Motors Ltd., Jiangsu, Yizheng/China | 100 |
| Siemens Surge Arresters Ltd., Wuxi/China | 100 |
| Siemens Switchgear Co. Ltd., Shanghai/China | 55 |
| Siemens Technology Development (Beijing) Ltd. Corp., Beijing/China | 90 |
| Siemens Transformer (Wuhan) Company Ltd., Wuhan City/China | 100 |
| Siemens Transformer Company Ltd., Jinan/China | 90 |
| Siemens VAI Manufacturing (Taicang) Co., Ltd., Taicang/China | 100 |
| Siemens Water Technologies and Engineering (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China | 68 |
| Siemens Water Technologies Ltd., Beijing/China | 100 |
| Siemens Wind Power Blades (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China | 100 |
| Siemens Wiring Accessories Shandong Ltd., Zibo/China | 68 |
| Siemens X-Ray Vacuum Technology Ltd., Wuxi/China | 100 |
| Sunny World (Shaoxing) Green Lighting Co., Ltd., Shaoxing/China | 100 |
| Trench High Voltage Products Ltd., Shenyang, Shenyang/China | 65 |
| VA TECH Elin Transformer Guangzhou Co. Ltd., Guangzhou/China | 63 |
| Winergy Drive Systems (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin/China | 100 |
| Avenues (Hong Kong) Limited, Hongkong/Hongkong | 100 |
| Dade Behring Hong Kong, Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| Morgan-China Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| OSRAM Asia Pacific Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| OSRAM Holding Company Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| OSRAM Lighting Control Systems Ltd., Hongkong/Hongkong | 65 |
| OSRAM Opto Semiconductors Asia Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| Siemens Building Technologies (China) Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| Siemens Building Technologies (Hong Kong/China) Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Limited, Hongkong/Hongkong | 100 |
| Siemens Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (HK) Limited, Hongkong/Hongkong | 100 |
| Siemens Water Technologies International Sales Ltd., Hongkong/Hongkong | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Sunny World Ltd., Hongkong/Hongkong | 80 |
| Traxon Technologies Ltd., Hongkong/Hongkong | 51 |
| Dade Behring Diagnostics India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien | 100 |
| Flender Ltd., Kolkata/Indien | 100 |
| Morgan Construction Company India Private Limited, Mumbai/Indien | 100 |
| OSRAM India Pvt. Ltd., Gurgaon/Indien | 100 |
| Powerplant Performance Improvement Ltd., Neu Delhi/Indien | 501 |
| Siemens Building Technologies Pvt. Ltd., Chennai/Indien | 86 |
| Siemens Corporate Finance Pvt. Ltd., Mumbai/Indien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Ltd., Vadodara/Indien | 69 |
| Siemens Hearing Instruments Pvt. Ltd., Bengaluru/Indien | 100 |
| Siemens Information Processing Services Pvt. Ltd., Bengaluru/Indien | 100 |
| Siemens Information Systems Ltd., Mumbai/Indien | 100 |
| Siemens Ltd., Mumbai/Indien | 55 |
| Siemens Nixdorf Information Systems Pvt. Ltd., Mumbai/Indien | 100 |
| Siemens Power Engineering Pvt. Ltd., Gurgaon/Indien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (India) Private Limited, Neu Delhi/Indien | 100 |
| Siemens Rolling Stock Pvt. Ltd., Mumbai/Indien | 100 |
| Siemens VAI Metals Technologies Private Limited, Kolkata/Indien | 100 |
| Vista Security Technics Private Limited, Chennai/Indien | 100 |
| Winergy Drive Systems India Pvt. Ltd., Chennai/Indien | 100 |
| P.T. OSRAM Indonesia, Tangerang/Indonesien | 100 |
| P.T. Siemens Hearing Instruments, Batam/Indonesien | 100 |
| P.T. Siemens Indonesia, Jakarta/Indonesien | 100 |
| Demag Delaval Desoil Services (Sherkate Sahami Khass), Qeshm/Iran | 51 |
| OSRAM Lamp (P.J.S) Co., Teheran/Iran | 51 |
| Siemens Sherkate Sahami (Khass), Teheran/Iran | 96 |
| Robcad Limited, Herzliya/Israel | 100 |
| Siemens Israel Ltd., Tel Aviv/Israel | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (IL) Ltd., Herzliya/Israel | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software 2 (IL) Ltd., Herzliya/Israel | 100 |
| Siemens Transportation Turnkey Systems Ltd., Tel Aviv/Israel | 100 |
| UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Herzliya/Israel | 100 |
| Mochida Siemens Medical Systems Co. Ltd., Tokio/Japan | 90 |
| OSRAM Ltd., Yokohama/Japan | 100 |
| OSRAM-MELCO Ltd., Yokohama/Japan | 51 |
| OSRAM-MELCO Toshiba Lighting Ltd., Yokosuka/Japan | 50 |
| Siemens Financial Services K.K., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics K.K., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens Hearing Instruments K.K., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens K.K., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens Kameda Healthcare IT Systems K.K., Tokio/Japan | 67 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (JP) K.K., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (JP) K.K., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens-Asahi Medical Technologies Ltd., Tokio/Japan | 90 |
| Yaskawa Siemens Numerical Controls Corp., Tokio/Japan | 100 |
| Siemens TOO, Almaty/Kasachstan | 100 |
| OSRAM Korea Co. Ltd., Ansan-City/Korea | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Limited, Seoul/Korea | 100 |
| Siemens Ltd., Seoul/Korea | 100 |
| Siemens PETNET Korea Co. Ltd., Seoul/Korea | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (KR) Ltd., Seoul/Korea | 100 |
| Siemens Shinwha Co., Ltd., Incheon/Korea | 100 |
| Siemens Electrical & Electronic Services K.S.C., Kuwait/Kuwait | 473 |
| Dade Behring Diagnostics (Malaysia) Sdn. Bhd., Petalang Jaya, Selangor/Malaysia | 100 |
| EPE Reyrolle (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 100 |
| OSRAM (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 100 |
| Osram Opto Semiconductors (Malaysia) Sdn Bhd, Penang/Malaysia | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| OSRAM Wafer Technologies Sdn. Bhd., Penang/Malaysia | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia | 100 |
| Siemens Malaysia Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia | 100 |
| Siemens Transportation Turnkey Systems Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 100 |
| Sountex Hearing Instruments Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 100 |
| VA TECH Holdings (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 100 |
| VA TECH Malaysia Sdn., Kuala Lumpur/Malaysia | 303 |
| Siemens L.L.C., Muscat/Oman | 51 |
| Siemens Pakistan Engineering Co. Ltd., Karachi/Pakistan | 66 |
| Dade Behring Diagnistics Philippines, Inc., Manila/Philippinen | 100 |
| OSRAM Philippines Ltd. Corp., Manila/Philippinen | 100 |
| Siemens Power Operations, Inc., Manila/Philippinen | 100 |
| Siemens, Inc., Manila/Philippinen | 100 |
| Siemens W.L.L., Doha/Qatar | 493 |
| Arabia Electric Ltd. (Equipment), Jeddah/Saudi-Arabien | 08 |
| ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Riad/Saudi-Arabien | 51 |
| Siemens Ltd., Jeddah/Saudi-Arabien | 51 |
| VA TECH T & D Co. Ltd., Riad/Saudi-Arabien | 51 |
| iMetrex Technologies Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| OSRAM Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems Pte. Ltd, Singapur/Singapur | 100 |
| Siemens Energy Management and Information Systems Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 51 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| Siemens Medical Instruments Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (SG) Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software II (SG) Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| Siemens Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 100 |
| OSRAM Taiwan Company Ltd., Taipeh/Taiwan | 100 |
| Siemens Ltd., Taipeh/Taiwan | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (TW) Co. Ltd., Taipeh/Taiwan | 100 |
| OSRAM Thailand Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 100 |
| Siemens Industrial Services Ltd., Bangkok/Thailand | 100 |
| Siemens Limited, Bangkok/Thailand | 99 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (TH) Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 100 |
| VA TECH Holding (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 493 |
| VA TECH Transmission & Distribution Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 100 |
| OSRAM Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 100 |
| SD (Middle East) LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 492 |
| Siemens LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate | 493 |
| Siemens Automation Systems Ltd., Binh Duong/Vietnam | 100 |
| Siemens Ltd., Ho Chi Minh City/Vietnam | 100 |
| 5. Afrika (39 Gesellschaften) | |
| Siemens Healthcare Diagnostics S.A.E, Kairo/Ägypten | 100 |
| Siemens Ltd. for Trading, Kairo/Ägypten | 100 |
| Siemens Technologies S.A.E., Kairo/Ägypten | 90 |
| VA TECH Transmission & Distribution s.a.e., Kairo/Ägypten | 100 |
| ESTEL Rail Automation SPA, Algier/Algerien | 51 |
| Siemens Spa, Algier/Algerien | 100 |
| Siemens S.A., Luanda/Angola | 51 |
| Siemens (Pvt) Ltd., Addis Abeba/Äthiopien | 100 |
| Siemens Kenya Ltd., Nairobi/Kenia | 100 |
| SCIENTIFIC MEDICAL SOLUTION DIAGNOSTICS S.A.R.L., Casablanca/Marokko | 100 |
| Siemens Plant Operations Tahaddart SARL, Tanger/Marokko | 100 |
| Siemens S.A., Casablanca/Marokko | 100 |
| Dade Behring Mauritius Holding Ltd., Port Louis/Mauritius | 100 |
| Siemens Lda., Maputo/Mosambik | 100 |
| Siemens Pty. Ltd., Windhoek/Namibia | 100 |
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Siemens Ltd., Lagos/Nigeria | 68 |
| VOEST-ALPINE Technical Services Nigeria Ltd., Warri/Nigeria | 100 |
| Siemens Pty. Ltd., Gaborone/Republik Botswana | 100 |
| Business Venture Investments No 626 (Pty) Ltd, Johannesburg/Südafrika | 08 |
| Comos Industry Solutions (Pty) Ltd, Bryanston, Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Dade Behring South Africa (Pty) Ltd, Randjesfontein/Südafrika | 100 |
| Flender Power Transmission (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Impilo Consortium (Pty.) Ltd., La Lucia/Südafrika | 318 |
| Linacre Investments (Pty) Ltd., Kenilworth/Südafrika | 08 |
| Marqott (Proprietory) Limited, Pretoria/Südafrika | 100 |
| Marqott Holdings (Pty.) Ltd., Pretoria/Südafrika | 100 |
| OSRAM (Pty.) Ltd., Midrand/Südafrika | 100 |
| Siemed Services (Pty.) Ltd., Mayville/Südafrika | 51 |
| Siemens Asset Finance (Proprietary) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Business Services Holdings (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Demag Delaval Turbomachinery (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics (Pty.) Limited, Isando/Südafrika | 100 |
| Siemens Hearing Solution (Pty.) Ltd., Randburg/Südafrika | 100 |
| Siemens IT Solutions and Services (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Ltd., Midrand/Südafrika | 70 |
| Siemens Real Estate Management (Pty.) Ltd., Umtata/Südafrika | 100 |
| SIEMENS VAI METALS SERVICES (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Ltd., Dar Es Salaam/Tansania | 100 |
| Siemens S.A., Tunis/Tunesien | 100 |
| 6. Australien / Neuseeland / Ozeanien (12 Gesellschaften) | |
| King Hearing Aids Pty. Ltd., Bayswater/Australien | 100 |
| Memcor Australia Pty. Ltd., South Windsor/Australien | 100 |
| OSRAM Australia Pty. Ltd., Sydney/Australien | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Limited, Bayswater/Australien | 100 |
| Siemens Hearing Instruments Pty. Ltd., Bayswater/Australien | 100 |
| Siemens Ltd., Bayswater/Australien | 100 |
| Siemens Product Lifecycle Management Software (AUS) Pty Ltd., Melbourne/Australien | 100 |
| Siemens Rail Services Bayside Pty. Ltd., Bayside/Australien | 100 |
| Siemens Rail Services Swanston Pty. Ltd., Swanston/Australien | 100 |
| VA TECH Australia Pty. Ltd., Melbourne/Australien | 100 |
| Siemens (N.Z.) Ltd., Auckland/Neuseeland | 100 |
| Siemens Healthcare Diagnostics Limited, Wellington/Neuseeland | 100 |
| B) Nicht konsolidiert | |
| 1. Inland (48 Gesellschaften) | |
| a) Wegen Beschränkung der Rechte in Bezug auf das Vermögen | |
| Atecs Mannesmann Unterstützungskasse GmbH, Mülheim an der Ruhr | 100 |
| Unterstützungskasse der VDO Mess- und Regeltechnik GmbH, Schwalbach am Taunus | 100 |
| b) Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | |
| ADB Airfeld Solutions Verwaltungs GmbH, Nürnberg | 100 |
| Ausbildungszentrum für Technik, Informationsverarbeitung und Wirtschaft gemeinnützige GmbH (ATIW), Paderborn | 100 |
| CAPTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | 100 |
| CAS innovations Management GmbH, Erlangen | 100 |
| DKS Dienstleistungsgesellschaft f. Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln | 51 |
| EDI - USS Verwaltungsgesellschaft mbH, München | 100 |
| FACTA Grundstücks-Entwicklungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH, München | 100 |
| GHG Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG i.L., Grünwald | 100 |
| itp Finanzservice Verwaltungsgesellschaft GmbH, Salzkotten | 70 |
| KMK Kunststoff Metall und Komponenten Verwaltungs-GmbH, Karlsruhe | 100 |
| Kraftwerksgesellschaft Völklingen mbH & Co. KG, Völklingen | 100 |
| Kyros 2848 GmbH, München | 100 |
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
Stand 30.09.2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Kyros 2849 GmbH, München | 100 |
| Kyros 5 Beteiligungsgesellschaft mbH, München | 100 |
| Light Distribution Gesellschaft mbH, Herbrechtingen | 100 |
| MCE Anlagen- und Rohrleitungsbau GmbH, Ratingen | 100 |
| OBTec Steuerungstechnik GmbH, München | 100 |
| Osteodynamix GmbH, München | 100 |
| Perlach Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | 100 |
| REMECH Systemtechnik Verwaltungs-GmbH, Kamsdorf | 100 |
| SiCED Electronics Development Verwaltungs-GmbH, Erlangen | 51 |
| Siemens Beteiligungen Management GmbH, Grünwald | 100 |
| Siemens Building Technologies Beteiligungs-GmbH, Erlangen | 100 |
| Siemens Busbar Trunking Systems Verwaltungs- GmbH, Köln | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems Beteiligungen Verwaltungs GmbH, München | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems Management GmbH, München | 100 |
| Siemens Fuel Gasification Technology Verwaltungs GmbH, Freiberg | 100 |
| Siemens Global Innovation Partners Management GmbH, München | 100 |
| Siemens Industriepark Karlsruhe Verwaltungs-GmbH, Karlsruhe | 100 |
| Siemens Programm- und Systementwicklung GmbH, Hamburg | 100 |
| Siemens Real Estate Management GmbH, Grünwald | 100 |
| Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaft mit TGV, Frankfurt am Main | 100 |
| Siemens Technopark Berlin Verwaltungs GmbH, Berlin | 100 |
| Siemens Technopark Bruchsal Verwaltungs GmbH, Bruchsal | 100 |
| Siemens Technopark Hanau Management GmbH, Hanau | 100 |
| Siemens Technopark Mülheim Verwaltungs-GmbH, Mülheim a.d. Ruhr | 100 |
| Siemens Technopark Nürnberg Verwaltungs GmbH, Nürnberg | 100 |
| Siemens Technopark Verwaltungsgesellschaft mbH, München | 100 |
| Siemens Venture Capital Fund 1 GmbH, München | 100 |
| Siemens Venture Capital Fund 2 GmbH, München | 100 |
| SIM 7. Grundstücksverwaltungs- und -beteiligungs-GmbH, München | 100 |
| SIM 16. Grundstücksverwaltungs- und -beteiligungs-GmbH, München | 100 |
| SIM 20. Grundstücksverwaltungs- und -beteiligungs-GmbH, Erlangen | 100 |
| Vertacross Verwaltungsgesellschaft mbH i.L, Nürnberg | 100 |
| Verwaltung Poolbeg Vermiet GmbH, München | 100 |
| ZIRKON Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald | 100 |
| 2. Ausland (40 Gesellschaften) | |
| b) Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | |
| Schneider Electric High Voltage Tradings Distribution LLC, Kairo/Ägypten | 100 |
| PLM Services Pty. Ltd., Melbourne/Australien | 100 |
| Siemens Building Technologies Pty. Ltd., Mount Waverley/Australien | 100 |
| Schneider Alta Tensao Servicios Ltda., Itajai/Brasilien | 100 |
| Bewator Antech A/S, Ballerup/Dänemark | 100 |
| Project Management Company A.E., Athen/Griechenland | 51 |
| VAI Pomini Ltd., Sheffield, Yorkshire/Großbritannien | 100 |
| Asia Care Holding Limited, Hongkong/Hongkong | 100 |
| Telegyr Systems (China) Co. Ltd., Kowloon/Hongkong | 100 |
| Siemens Demag Delaval Turbomachinery Pvt. Ltd., Pune/Indien | 100 |
| Almex S.R.L., Mailand/Italien | 100 |
| VTW ANLAGEN ITALIA S.r.L, in liquidazione, Mailand/Italien | 100 |
| DPC d.o.o. »u likvidaciji« Zagreb, Zagreb/Kroatien | 100 |
| Advanced Communications Solutions Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 51 |
| Siemens Integra Transportation Systems Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia | 100 |
| Siemens S.r.L, Chisinau/Moldawien | 100 |
| addIT Dienstleistungs GmbH, Klagenfurt/Osterreich | 100 |
| Siemens Electronics Assembly Systems GmbH, Wien/Osterreich | 100 |
| Siemens Personaldienstleistungen GmbH, Wien/Osterreich | 100 |
| unit-IT Dienstleistungs GmbH, Linz/Osterreich | 75 |
| VA TECH Transmissions Distribution GmbH, Wien/Osterreich | 100 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß §264b HGB.
5 Befreiung gemäß §264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50%
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Siemens Building Technologies, Inc., Makati City/Philippinen | 100 |
| OOO Demag Delaval Industrial Turbomachinery, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| OOO S-Technology, Moskau/Russische Föderation | 100 |
| Westinghouse Saudi Arabia Ltd., Riad/Saudi-Arabien | 100 |
| Flender Svenska AB i likvidation, Hudding/Schweden | 100 |
| Elektrowatt GmbH, in Liquidation, Zürich/Schweiz | 100 |
| Intercom Telecommunication System AG in Liquidation, Bäch/Schweiz | 100 |
| VTW Anlagen Schweiz AG in Liquidation, Winterthur/Schweiz | 100 |
| Siemens Pvt. Ltd., Harare/Simbabwe | 100 |
| SIEMENS TRANSPORTATION SYSTEMS d.o.o. in liquidation, Maribor/Slowenien | 100 |
| ADB Airfeld Solutions (PTY) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Flender Services (SA) (Pty.) Ltd., Elandsfronten/Südafrika | 100 |
| FUCHS Systemtechnik (South Africa) (Pty) Ltd., Rivonia/Südafrika | 100 |
| Mannesmann (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Building Technologies (Pty) Ltd., Johannesburg, Midrand, Midrand, Johannesburg/Südafrika | 100 |
| Siemens Enterprise Communications (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika | 60 |
| VDO Car Communication South Africa (Pty.) Ltd., Martindale/Südafrika | 100 |
| Siemens OOO, Taschkent/Usbekistan | 100 |
| Siemens Electro Industrial S.A., Caracas/Venezuela | 100 |
| II. Assoziierte Unternehmen | |
| A) At Equity konsolidiert | |
| 1. Deutschland (19 Gesellschaften) | |
| BGZ Beteiligungsgesellschaft Zukunftsenergien AG, Husum | 25 |
| BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München | 50 |
| BWI Informationstechnik GmbH, Meckenheim | 50 |
| Dräger Medical AG & Co. KG, Lübeck | 25 |
| Energy Services GmbH i.L., Leipzig | 50 |
| First Sensor Technology GmbH, Berlin | 29 |
| IFTEC GmbH & Co. KG, Leipzig | 50 |
| Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG, Warstein | 40 |
| Innovative Wind Concepts GmbH, Husum | 50 |
| Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, München | 49 |
| Krempel Isolierteile GmbH & Co. KG, Thalheim | 49 |
| Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Regensburg | 26 |
| Maxxtec AG, Sinsheim | 22 |
| MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, Bremen | 49 |
| PolyIC GmbH & Co. KG, Fürth | 49 |
| Setrix AG, München | 26 |
| Thermosensorik GmbH, Erlangen | 36 |
| UBS Real Estate Kapitalanlagegesellschaft mbH, München | 49 |
| Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim | 35 |
| 2. Europa (ohne Deutschland) (23 Gesellschaften) | |
| EMGO N.V., Lommel/Belgien | 50 |
| T-Power NV, Brüssel/Belgien | 33 |
| AREVA NP S.A.S., Courbevoie/Frankreich | 34 |
| TRIXELL S.A.S., Moirans/Frankreich | 25 |
| Eviop-Tempo A.E. Electrical Equipment Manufacturers, Vassilikó Èvias/Euböa/Griechenland | 48 |
| Capital Meters Holdings Ltd., London/Großbritannien | 20 |
| Archimede Solar Energy S.p.A., Massa Martana/Italien | 28 |
| Medical Systems S.p.A., Genova/Italien | 45 |
| Solutions & Infrastructure Services Limited, Gzira/Malta | 50 |
| Enterprise Networks Holdings B.V., Amsterdam, Amsterdam/Niederlande | 49 |
| Nokia Siemens Networks Holding B.V., Amsterdam/Niederlande | 50 |
| »smart technologies« Management-Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wien/Österreich | 26 |
| CYBERDOC Gesellschaft für Digitale Kommunikation im Notariat GmbH & Co KG, Wien/Österreich | 50 |
| ELIN GmbH & Co KG, Linz/Österreich | 50 |
1 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
2 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 2 HGB.
3 Verbundenes Unternehmen gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 3 HGB.
4 Befreiung gemäß § 264 b HGB.
5 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB.
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
8 Beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| RV Abwicklung GmbH in Liqu., Linz/Österreich | 50 |
| Siemens Bacon GmbH & Co KG, Wien/Österreich | 50 |
| vatron gmbh, Linz/Österreich | 29 |
| OOO Siemens Elektroprivod, St. Petersburg/Russische Föderation | 50 |
| OOO VIS Automation mit Zusatz »Ein Gemeinschaftsunternehmen von VIS und Siemens«, Moskau/Russische Föderation | 49 |
| ZAO Interautomatika, Moskau/Russische Föderation | 46 |
| ZAO Systema-Service, St. Petersburg/Russische Föderation | 26 |
| Certas AG, Zürich/Schweiz | 50 |
| Interessengemeinschaft TUS, Männedorf/Schweiz | 50 |
| 3. Amerika (16 Gesellschaften) | |
| Sistemas Catastrales S.A., Buenos Aires/Argentinien | 50 |
| CVL Componentes de Vidro Ltda., Caçapava/Brasilien | 50 |
| PowerU International Ltd., George Town/Kaimaninseln | 22 |
| Brockton Power Company LLC, Boston, MA/USA | 23 |
| Cyclos Semiconductor, Inc., Berkeley, CA/USA | 41 |
| Kyma, Inc., Raleigh, NC/USA | 32 |
| Lookahead Decision, Inc., Davis, CA/USA | 30 |
| NetCrystal Inc., Mountain View, CA/USA | 21 |
| PHSITH LLC, New Castle, DE/USA | 33 |
| PINC Solutions Corp., Berkeley, CA/USA | 50 |
| Reactive NanoTechnologies, Inc., Hunt Valley, MD/USA | 21 |
| Rether networks, Inc., Centereach, NY/USA | 30 |
| Siemens First Capital Commercial Finance, LLC, Oklahoma City, OK/USA | 516 |
| TORP Terminal L.P., Houston, TX/USA | 30 |
| TVM III Ltd. Partnership, Boston, MA/USA | 12 |
| Zargis Medical Corp., Princeton, NJ/USA | 25 |
| 4. Asien (15 Gesellschaften) | |
| Foshan Electrical and Lighting Co., Ltd., Foshan/China | 139 |
| GIS Steel & Aluminum Products Co., Ltd. Hangzhou, Hangzhou/China | 25 |
| GSP China Technology Co., Ltd., Beijing/China | 50 |
| Newcom Traffic Technology Co., Ltd., Beijing/China | 23 |
| Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai/China | 34 |
| Siemens Traction Equipment (Zhuzhou) Ltd., Zhuzhou/China | 50 |
| Yangtze Delta Manufacturing Co. Ltd., Hangzhou, Hangzhou/China | 516 |
| Zhenjiang Siemens Busbar Trunking Systems Co. Ltd., Yangzhong/China | 50 |
| Bangalore International Airport Ltd., Bengaluru/Indien | 40 |
| P.T. Jawa Power, Jakarta/Indonesien | 50 |
| Mitsubishi Electric OSRAM Ltd., Yokohama/Japan | 49 |
| Yaskawa Siemens Automation & Drives Corp., Kitakyushu/Japan | 50 |
| Rousch (Pakistan) Power Ltd., Karachi/Pakistan | 26 |
| Power Automation Pte. Ltd., Singapur/Singapur | 49 |
| Siemens Transformers L.L.C, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate | 49 |
| 5. Afrika (1 Gesellschaft) | |
| Energie Electrique de Tahaddart S.A., Tanger/Marokko | 20 |
| 6. Australien / Neuseeland / Ozeanien (2 Gesellschaften) | |
| SILCAR Pty. Ltd., Glen Iris/Australien | 50 |
| Advanced Metering Services Limited, Wellington/Neuseeland | 50 |
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| B) Wegen Geringfügigkeit nicht At Equity konsolidiert | |
| 1. Inland (33 Gesellschaften) | |
| AeroLas GmbH Aerostatische Lager-Lasertechnik, München | 21 |
| ATS Projekt Grevenbroich GmbH, Schüttorf, Schüttorf | 25 |
| BELLIS GmbH, Braunschweig | 49 |
| Berufsbildungsbildungszentrum ESTA-Flender GmbH, Wittgensdorf | 50 |
| Erlangen AG Technologie Scouting und Marketing, Erlangen | 32 |
| FEAG Fertigungscenter für Elektrische Anlagen GmbH, Erlangen | 49 |
| GKZ Krefeld Beteiligungs-Gesellschaft zur Errichtung und zum Betrieb radiochirurgischer Einrichtungen mbH, Krefeld | 41 |
| GKZ Krefeld Gesellschaft zur Errichtung und zum Betrieb radiochirurgischer Einrichtungen mbH & Co. KG, Krefeld | 41 |
| HANSATON Akustik GmbH, Hamburg | 50 |
| Infineon Technologies Bipolar Verwaltungs-GmbH, Warstein | 40 |
| Inge Watertechnologies AG, Greifenberg | 24 |
| Kraftwerksgesellschaft Völklingen Geschäftsführungs-GmbH, Völklingen | 32 |
| Krauss-Maffei Wegmann Verwaltungs-GmbH, München | 49 |
| Krempel Isolierteile Verwaltungs-GmbH, Thalheim | 49 |
| LIB Verwaltungs-GmbH, Leipzig | 50 |
| Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH, München | 47 |
| MeVis BreastCare Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen | 49 |
| optimiSE GmbH, Karlsruhe | 24 |
| Partikeltherapiezentrum Kiel GmbH & Co. KG, Kiel | 50 |
| PolyIC Verwaltungs GmbH, Fürth | 49 |
| Power Vermögensbeteiligungsgesellschaft mbH Die Erste, Hamburg | 50 |
| Print & Mail Recovery GmbH, München | 40 |
| PTZ Partikeltherapiezentrum Kiel Management GmbH, Wiesbaden | 50 |
| Ray Sono AG, München | 28 |
| RITOS GmbH, Mömbris | 50 |
| SIEKAP Industrial Services Gernsbach GmbH, Gernsbach | 50 |
| Symeo GmbH, Neubiberg | 766 |
| Techno Venture Management GmbH, München | 31 |
| Transrapid International GmbH & Co. KG, Berlin | 50 |
| Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH, Berlin | 50 |
| TVM Techno Venture Management GmbH & Co. KG, München | 24 |
| Voith Hydro Holding Verwaltungs GmbH, Heidenheim | 35 |
| Wohnen am Wedding KG THG Immobilien-Fondsgesellschaft mbH & Co., Berlin | 26 |
| 2. Ausland (70 Gesellschaften) | |
| Oil and Gas ProServ LLC, Baku/Aserbaidschan | 25 |
| K. N. Power Services Limited, Dhaka/Bangladesch | 49 |
| M-Brussels Invest S.A./N.V. i.L., Brüssel/Belgien | 25 |
| innotec do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien | 21 |
| Mega Participacoes, Ltda., São Paulo/Brasilien | 50 |
| Guangzhou Morgan Seals Co., Ltd., Guangzhou/China | 50 |
| Saitong Railway Electrification (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing/China | 50 |
| Shanghai Advanced Power Projects Co. Ltd., Shanghai/China | 35 |
| Recylum Societe par Actions Simplifée, Paris/Frankreich | 25 |
| Anakiklosi Siskevon Simetochiki S.A., Piräus/Griechenland | 33 |
| Kempston (1987) Limited, Croydon, Surrey/Großbritannien | 50 |
| OsteoDynamiX Ltd., London, UK, London, UK/Großbritannien | 38 |
| Plessey Holdings Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien | 50 |
| Pyreos Limited, Edinburgh, Schottland/Großbritannien | 50 |
| OSRAM Prosperity Company Ltd., Hongkong/Hongkong | 50 |
| Torrent Power Services Pvt. Ltd., Ahmadabad/Indien | 50 |
| LAMP NOOR (P.J.S.) Co., Saveh/Iran | 20 |
| Metropolitan Transportation Solutions Ltd., Rosh Haya'in/Israel | 20 |
| Cremona Engineering S.r.l., Cremona/Italien | 50 |
| Locomozione Italia S.p.A., Verona/Italien | 40 |
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
Stand 30. 09. 2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| Transfima GEIE, Turin/Italien | 42 |
| Transfima S.p.A., Mailand/Italien | 49 |
| Turboservice Torino S.p.A., Turin/Italien | 50 |
| VAL 208 Torino GEIE, Mailand/Italien | 8610 |
| TLT OSRAM-Melco Lighting Ltd., Yokosuka/Japan | 50 |
| SIA Ekogaisma, Riga/Lettland | 33 |
| Pemopro S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 25 |
| Infraspeed Maintainance B.V., Zoetermeer/Niederlande | 46 |
| VOEST-ALPINE Technical Services Ltd., Abuja/Nigeria | 40 |
| Archivium Dokumentenarchiv Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich | 50 |
| Business Center Marchfeld Betriebsgesellschaft m.b.H., Wien/Österreich | 25 |
| CYBERDOC Gesellschaft für Digitale Kommunikation im Notariat GmbH, Wien/Österreich | 50 |
| ELIN GmbH, Wien/Österreich | 50 |
| Kompetenzzentrum Licht GmbH Innsbruck, Innsbruck/Österreich | 33 |
| master-talk Austria Telekom Service GmbH & Co KG in Liqu., Wien/Österreich | 32 |
| master-talk Austria Telekom Service GmbH in Liqu., Wien/Österreich | 32 |
| Siemens Bacon GmbH, Wien/Österreich | 50 |
| ZAG Beteiligungsverwaltungs GmbH, Innsbruck/Österreich | 50 |
| MTS - Metro, Transportes do Sul S.A., Lissabon/Portugal | 21 |
| Northern Capital Express (Express Severnoy Stolitsy), Moskau/Russische Föderation | 25 |
| OOO Baltijskije Turbo Sistemy, St. Petersburg/Russische Föderation | 50 |
| OOO FuchsMetmasch, Cherepovets/Russische Föderation | 40 |
| OOO Interturbo, St. Petersburg/Russische Föderation | 45 |
| OOO Transconverter, Moskau/Russische Föderation | 35 |
| ZAO Nuclearcontrol, Moskau/Russische Föderation | 40 |
| Arabia Electric Ltd. (Under Liquidation), Jeddah/Saudi-Arabien | 30 |
| The Gulf Reyrolle Ltd., Al Khobar/Saudi-Arabien | 49 |
| CONTRINEX AG, Givisiez/Schweiz | 30 |
| EKOSIJ d.o.o., Ljubljana/Slowenien | 33 |
| Desarrollo de Aplicaciones Especiales S.A., Madrid/Spanien | 39 |
| Investigacion y Desarrollo Barros Rojos S.L., La Coruna/Spanien | 21 |
| Merida Power, S.L., Madrid/Spanien | 50 |
| Termica AFAP S.A., Villacanas/Spanien | 20 |
| Modern Engineering and Consultants Co. Ltd., Bangkok/Thailand | 40 |
| Allgemeine Immobilien Verwaltung spol s.r.o, Prag/Tschechische Republik | 33 |
| EKOLAMP s.r.o., Prag/Tschechische Republik | 30 |
| Meomed s.r.o., Prerov/Tschechische Republik | 47 |
| ROYALVILL Villamossagi Szerelö Kkt. »végelszámolás alatt«, Budapest/Ungarn | 28 |
| Blueleaf Security, Inc., Fremont, CA/USA | 20 |
| Brockton Power Holdings Inc., Boston, MA/USA | 25 |
| Brockton Power Properties, Inc., Boston, MA/USA | 25 |
| H2Volt, Inc., Palo Alto, CA/USA | 199 |
| Hear USA, Inc., West Palm Beach/USA | 149 |
| Kiyon, Inc., La Jolla, CA/USA | 38 |
| Managesoft Holdings, Inc., Boston, MA/USA | 38 |
| Panoratio Database Holding Incorporation, San Francisco, CA/USA | 29 |
| Prenova, Inc., Marietta, GA/USA | 20 |
| Progressive Cooling Solutions, Inc., Berkeley/USA | 40 |
| WhoGlue, Inc., Baltimore, MD/USA | 33 |
| XinRay Systems, LLC, Research Triangle Park, NC/USA | 50 |
9 Maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
10 Stimmrechte 50 %
Stand 30.09.2009
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| Kapitalanteil in % |
|
|---|---|
| III. Sonstige Beteiligungen | |
| 1. Inland (8 Gesellschaften) | |
| EnOcean GmbH, München | 236 ,7 |
| Ernst Koch GmbH &Co. Kommanditgesellschaft, Hemer | 15 |
| IBS AG, Höhr-Grenzhausen | 8 |
| Siemens-Electrogeräte GmbH, München | 1006 ,7 |
| SVM Star Ventures Managementgesellschaft mbH Nr. 3&Co. Beteiligungs KG Nr. 3, München | 996 ,7 |
| SVM Star Ventures Managementgesellschaft mbH Nr. 3&Co. Beteiligungs KG Nr. 2, München | 996 ,7 |
| SVM Star Ventures Managementgesellschaft mbH Nr. 3&Co. Beteiligungs KG, München | 996 ,7 |
| SVM Star Ventures Management GmbH Nr. 3&Co. Beteiligungs KG Nr. 4, München | 996 ,7 |
| 2. Ausland (9 Gesellschaften) | |
| EDAP TMS S.A., Lyon/Frankreich | 10 |
| ElekSen Group plc, Iver Heath, Buckinghamshire/Großbritannien | 5 |
| Venture Strategy Cayman Partners LP., George Town/Kaimaninseln | 996 ,7 |
| Conproca S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko | 15 |
| VACE Engineering GmbH&Co, Linz/Osterreich | 16 |
| OAO Power Machines, Moskau/Russische Föderation | 256 ,7 |
| Global Healthcare Exchange LLC, Westminster, CO/USA | 7 |
| Longview Intermediate Holdings B, LLC, Wilmington, DE/USA | 11 |
| iBAHN, South Jordan, UT/USA | 9 |
6 Fehlender beherrschender Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
7 Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.