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Siemens AG — Board/Management Information 2014
Mar 25, 2014
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Board/Management Information
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Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013 A.3 Bericht des Aufsichtsrats Berlin und München, 27. November 2013 Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das vergangene Jahr war ereignisreich. Es waren im Aufsichtsrat schwierige Entscheidungen zu treffen. Im Interesse des Unternehmens waren sie aber notwendig. Hierbei sind allen voran die Entscheidungen über Veränderungen im Vorstand zu nennen. In seiner Sitzung am 31. Juli 2013 stimmte der Aufsichtsrat der einvernehmlichen Beendigung der Bestellung von Peter Löscher zum ordentlichen Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands sowie der Aufhebungsvereinbarung zum Vorstands-Anstellungsvertrag zu. Der Aufsichtsrat blickt mit großem Respekt auf das Wirken von Herrn Löscher, der Siemens seit dem 1. Juli 2007 in den herausfordernden Zeiten der Compliance-Krise und der weltweiten Finanzkrise geleitet hatte. Er führte unser Unternehmen zurück zu hohem Ansehen. Für seine Leistungen hat der Aufsichtsrat Herrn Löscher seinen Dank ausgesprochen. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannte der Aufsichtsrat Joe Kaeser, der Siemens bereits seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Managementpositionen im In- und Ausland angehört. Joe Kaeser wurde mit Wirkung ab dem 1. August 2013 bis zum 31. Juli 2018 für eine erneute Amtszeit als ordentliches Vorstandsmitglied bestellt und zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. In der Sitzung des Aufsichtsrats am 18. September 2013 wurde Dr. Ralf P. Thomas mit sofortiger Wirkung bis zum 17. September 2018 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands und zum Leiter des Vorstandsressorts Finance and Controlling bestellt. In derselben Sitzung stimmte der Aufsichtsrat der einvernehmlichen Beendigung der Bestellung von Brigitte Ederer zum ordentlichen Mitglied des Vorstands sowie zum Arbeitsdirektor mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 sowie der Aufhebungsvereinbarung zum Vorstands-Anstellungsvertrag zu. Wir haben Frau Ederer für ihren langjährigen Einsatz und ihre Erfolge für das Unternehmen gedankt. Ihre Nachfolge als Arbeitsdirektor und Leiter des Vorstandsressorts Human Resources übernahm Klaus Helmrich zusätzlich zu seiner Aufgabe als Chief Technology Officer. Diese enge Verzahnung des Technologie- und Personalressorts hält der Aufsichtsrat angesichts des weltweit wachsenden Fachkräftebedarfs und der Bedeutung von Innovationsführerschaft und technologischen Spitzenpositionen für die Wettbewerbsfähigkeit von Siemens für vorteilhaft, insbesondere um die Rekrutierung und Förderung der besten Talente aus Wissenschaft, Forschung und Technik zu stärken. Mit Ablauf des 16. November 2013 endete die Bestellung von Barbara Kux zum ordentlichen Vorstandsmitglied. Wir haben Frau Kux für ihre Erfolge bei der Leitung des Supply Chain Management und in Nachhaltigkeitsbelangen des Unternehmens gedankt. Zum 31. Dezember 2013 wird Peter Y. Solmssen aus dem Vorstand ausscheiden. Er ist in schwieriger Zeit zu Siemens gekommen und hat großen Anteil an der Aufarbeitung der Compliance-Affäre des Unternehmens. Mit dem Aufbau einer starken Compliance-Organisation hat er sich große Verdienste erworben und wesentliche Beiträge geleistet, Siemens aus einer schwierigen Phase des Unternehmens zurück zu hohem Ansehen zu führen. Hierfür hat der Aufsichtsrat Herrn Solmssen seinen Dank ausgesprochen. Auch im Aufsichtsrat gab es Veränderungen, insbesondere durch die turnusgemäße Neuwahl seiner Mitglieder in der Hauptversammlung am 23. Januar 2013. Nach Ablauf der fünfjährigen Wahlperiode schieden auf der Seite der Anteilseignervertreter Jean-Louis Beffa, Håkan Samuelsson und Lord Iain Vallance of Tummel aus, auf der Seite der Arbeitnehmervertreter Werner Mönius. Wir haben den ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihren professionellen Einsatz und Beitrag zum Erfolg des Unternehmens gedankt. Neu in den Aufsichtsrat wählte die Hauptversammlung für die Anteilseignerseite Gérard Mestrallet, Güler ı und Werner Wenning. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter war nach den Vorgaben des Mitbestimmungsgesetzes Robert Kensbock neu in den Aufsichtsrat gewählt worden. Zum Ende des Geschäftsjahrs schied zudem auf eigenen Wunsch Dr. Josef Ackermann als langjähriges Mitglied des Aufsichtsrats aus. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Ackermanns Wirken im Dienste von Siemens gewürdigt und ihm für seinen Einsatz gedankt. Als sein Nachfolger wurde Jim Hagemann Snabe zunächst gerichtlich bestellt. Herr Snabe stellt sich in der Hauptversammlung 2014 den Aktionären zur Wahl. Zudem wählte der Aufsichtsrat am 18. September 2013 Werner Wenning mit Wirkung vom 1. Oktober 2013 in Nachfolge von Herrn Dr. Ackermann zum weiteren Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden. Besonders intensiv hat sich der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit den Verzögerungen bei der Netzanbindung von Windparks in der Nordsee, der verspäteten Lieferung von ICE-Zügen an die Deutsche Bahn und der unter den Erwartungen gebliebenen Geschäftsentwicklung sowie der Rücknahme der Zielsetzung für das Unternehmensprogramm »Siemens 2014« befasst. Es gilt nun, die Herausforderungen bei den Großprojekten schrittweise zu meistern und das Unternehmensprogramm so umzusetzen, dass die eingeleiteten Maßnahmen nachhaltig greifen, um den Abstand des Unternehmens zu seinen Wettbewerbern zu verringern und seine Profitabilität dauerhaft zu steigern. Hierbei wird das Unternehmen die technologischen Trends der Zukunft wie Digitalisierung, Software und IT noch stärker berücksichtigen. Die langfristige Entwicklung des Unternehmens muss sich auf profitables und kapitaleffizientes Wachstum und den Ausbau seiner Technologieführerschaft in wesentlichen Geschäften ausrichten. Nur so kann nachhaltig Wert für Mitarbeiter und Aktionäre geschaffen werden. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands haben wir die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Als Aufsichtsratsvorsitzender stand ich darüber hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und informierte mich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. In gesonderten Strategiegesprächen hatte ich zudem die Perspektiven und die künftige Ausrichtung einzelner Geschäfte mit dem Vorstand erörtert. Die Themen im Aufsichtsratsplenum Im Berichtsjahr fanden sieben turnusgemäße und zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt, zudem fassten wir einen Beschluss außerhalb einer Sitzung. Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat fassten im zurückliegenden Geschäftsjahr darüber hinaus vier Mal Beschlüsse zur Ausübung von Beteiligungsrechten, die nach dem Mitbestimmungsgesetz erforderlich sind. Die Präsenz der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats lag bei mehr als 94 %. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Entscheidungen über Veränderungen im Vorstand standen im Mittelpunkt unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG, der Sektoren und des Konzerns, die Finanz- und Ertragslage sowie die wesentlichen Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekte. Einen hohen Stellenwert nahm das Unternehmensprogramm »Siemens 2014« mit seinem Ziel der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft des Unternehmens ein. Wesentliche Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Stärkung des Kerngeschäfts durch größere Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekte wurden hierbei gemeinsam erörtert. In der außerordentlichen Sitzung am 9. Oktober 2012 berichtete der Vorstand über die Lage des Unternehmens und informierte den Aufsichtsrat über den Stand der Ausarbeitung des Unternehmensprogramms. In der Sitzung am 7. November 2012 besprachen wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2012 und das Budget 2013. Zudem legten wir auf Basis der ermittelten Zielerreichung die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012 fest. Eine interne Prüfung hat deren Angemessenheit bestätigt. Der Aufsichtsrat erörterte außerdem die Abspaltung von OSRAM und stimmte dem Verkauf wesentlicher Geschäfte der Einheit Water Technologies im Sektor Industry zu. Am 28. November 2012 hat sich der Aufsichtsrat mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern zum 30. September 2012 sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 23. Januar 2013 befasst, ferner mit dem Geschäftsbericht 2012 und dem darin enthaltenen Corporate-Governance-Bericht. Wir billigten darüber hinaus das Budget 2013. Der Vergleichsvereinbarung mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Dr. Thomas Ganswindt sowie der turnusgemäßen Verlängerung des Programms für die Begebung von Schuldverschreibungen stimmte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung ebenfalls zu. Darüber hinaus stimmten wir dem Erwerb der Division Rail der britischen Firma Invensys plc, dem geplanten Verkauf des Geschäfts der Geschäftseinheit Logistics and Airport Solutions sowie der Abspaltung von OSRAM zu. Hierzu gehörte auch die Anpassung von Sonderrechten von Vorstandsmitgliedern aus aktienbasierten Vergütungsprogrammen. Wir beschlossen die Zielsetzung für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013 und außerdem, die Grundvergütung für einzelne Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 anzupassen sowie die Grundvergütung aller Vorstandsmitglieder ab dem Geschäftsjahr 2014 jährlich zu überprüfen. Außerdem wurde uns über das Corporate Supply Chain Management, also über den Einkauf, berichtet. In der Aufsichtsratssitzung am 22. Januar 2013 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals. Der Aufsichtsrat stimmte zudem der Verlängerung des globalen Commercial-Paper-Programms zu. Mit der Hauptversammlung am 23. Januar 2013 ging die fünfjährige Wahlperiode des in der Hauptversammlung 2008 gewählten Aufsichtsrats zu Ende. Die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner wurden von der Hauptversammlung für den neuen Turnus 2013 bis 2018 neu gewählt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer waren bereits am 25. September 2012 mit Wirkung ab dem Ende dieser Hauptversammlung gewählt worden. Unmittelbar nach der Hauptversammlung am 23. Januar 2013 fand die konstituierende Sitzung des Aufsichtsrats statt. Hier wurden der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und der weitere stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats in ihren Ämtern bestätigt und die Ausschüsse des Aufsichtsrats besetzt. Nach dem von der Hauptversammlung am 23. Januar 2013 gefassten Beschluss zur Abspaltung von OSRAM und erfolgreichem Abschluss des sogenannten Freigabeverfahrens ist die Handelsregistereintragung der Abspaltung erfolgt. In der Sitzung am 30. April 2013 berichtete der Vorstand über die Geschäfts- und Finanzlage nach dem Abschluss des zweiten Quartals. Der Status des Unternehmensprogramms »Siemens 2014« sowie der Auslieferung von Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ Velaro D (ICE) und Velaro Eurostar bildeten die Schwerpunkte. Darüber hinaus berichtete der Sektor Industry über seine Geschäftslage. In Zusammenhang mit der Abschaffung des Vorstandsressorts Supply Chain Management legten wir die Verantwortungsbereiche der Vorstandsmitglieder neu fest und änderten entsprechend die Geschäftsordnung für den Vorstand. In unserer außerordentlichen Sitzung am 30. Juni 2013 stimmten wir der Beendigung des Gemeinschaftsunternehmens Nokia Siemens Networks zu, ebenso dem Verkauf der 50 %-Beteiligung von Siemens an den Mitgesellschafter Nokia. Für den Verkauf der Anteile an NSN und auch für den erfolgreichen Schritt von OSRAM an die Börse erhielten wir vom Kapitalmarkt positive Rückmeldungen. Am 31. Juli 2013 beschäftigten wir uns mit der Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des dritten Quartals und mit den Fortschritten des Unternehmensprogramms. In dieser Sitzung wurde deutlich, dass die vereinbarte Zielmarge des Programms für 2014 nicht mehr erreichbar schien. Außerdem berichtete an diesem Tag der Sektor Energy über seine aktuelle Geschäftslage. Zudem richteten wir einen Vergütungsausschuss ein, wählten dessen Mitglieder und nahmen die notwendigen Änderungen an den Geschäftsordnungen vor. In der Aufsichtsratssitzung am 18. September 2013 legten wir die Vergütung von Joe Kaeser in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vorstands fest. Der Sektor Healthcare schilderte seine aktuelle Geschäftssituation. Ferner verschafften wir uns einen Überblick über die Unternehmensfunktion top+ und behandelten die Effizienzprüfung unserer Tätigkeit. Im Mittelpunkt stand allen voran aber der Bericht des Vorstands über die Lage des Unternehmens kurz vor Ende des Geschäftsjahrs 2013. Corporate Governance Kodex Der Aufsichtsrat hat sich mit den Inhalten beziehungsweise den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. In der Aufsichtsratssitzung am 31. Juli 2013 behandelten wir die Änderungen aufgrund der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13. Mai 2013. In der folgenden Sitzung am 18. September 2013 hat der Aufsichtsrat die konkreten Ziele für seine Zusammensetzung, die im Kapitel → B.1 COPORATE-GOVERNANCE-BERICHT auf den Seiten 118 - 121 wiedergegeben werden, mit Blick auf seine neue Zusammensetzung seit Januar 2013 angepasst und festgestellt, dass ihm nach seiner Einschätzung eine angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder angehört. Informationen zur Corporate Governance sowie einen ausführlichen Bericht zu Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand finden Sie in den Kapiteln B.1 CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT auf den Seiten 118 - 123 sowie → B.4 VERGÜTUNGSBERICHT auf den Seiten 129 - 147. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 18. September 2013 und der Vorstand mit Beschluss vom 20. September 2013 beschlossen, eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abzugeben, wonach die Gesellschaft den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 entspricht und auch künftig entsprechen wird. Einzelheiten in Bezug auf die Empfehlungen in den Ziffern 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 und 4.2.3 Abs. 4 Satz 1 des Kodex wurden in der Entsprechenserklärung erläutert. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Sie ist im Kapitel B.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB auf Seite 124 wiedergegeben. Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats Um seine Aufgaben effizient wahrzunehmen, hat der Aufsichtsrat sieben Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. In gesetzlich zulässigem Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Mitglieder der Ausschüsse sowie die Zahl der Sitzungen und Beschlüsse enthält die Aufstellung im Kapitel → D.7 AUFSICHTSRAT UND VORSTAND auf den Seiten 368 - 371. Das Präsidium tagte im Berichtsjahr neun Mal. Zudem wurden drei Beschlüsse außerhalb von Sitzungen gefasst. Zwischen den Sitzungen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich mit Corporate-Governance-Fragen einschließlich der Vorbereitung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt, ferner mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen sowie mit verschiedenen Personalthemen. Das Präsidium hat sich bis zur Einrichtung des Vergütungsausschusses mit der Vorbereitung von Entscheidungen zur Vorstandsvergütung befasst und dem Aufsichtsrat die Einrichtung eines Vergütungsausschusses empfohlen. Darüber hinaus hat das Präsidium eine Empfehlung an den Aufsichtsrat hinsichtlich der Beendigung des Gemeinschaftsunternehmens Nokia Siemens Networks gegeben. Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtsjahr fünf Mal. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung der Neuwahl der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung am 23. Januar 2013 sowie der Besetzung der Anteilseignervertreter in den Ausschüssen des Aufsichtsrats. Darüber hinaus hat der Nominierungsausschuss die Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats behandelt. Der Compliance-Ausschuss trat im Geschäftsjahr fünf Mal zusammen. Dr. Theo Waigel nahm an den Sitzungen bis zum Ende seines Mandats als Monitor teil. Der Compliance-Ausschuss befasste sich hauptsächlich mit den Quartalsberichten und dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers und Chief Counsels Compliance. Er gab dem Aufsichtsrat auch eine Empfehlung zur Vergleichsvereinbarung mit dem ehemaligen Vorstandsmitglied Dr. Thomas Ganswindt. Im November 2013 wurde beschlossen, den Ausschuss um ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zu erweitern. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtsjahr nicht einberufen werden. Der Vergütungsausschuss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 31. Juli 2013 eingerichtet. Er unterbreitet Vorschläge zum Vergütungssystem und zur Festsetzung der Vorstandsvergütung, einschließlich der Zielvorgaben für die variable Vergütung. Zudem bereitet er für das Aufsichtsratsplenum die regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems und der Angemessenheit der Vorstandsvergütung vor sowie die Billigung des Vergütungsberichts. Der Vergütungsausschuss trat im Berichtsjahr ein Mal zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Herr Wenning erklärte sich bereit, den Vorsitz zu führen. Der Ausschuss fasste zudem einen Beschluss außerhalb von Sitzungen. Ein unabhängiger externer Vergütungsexperte wurde mit der fachlichen Unterstützung zum Thema Vorstandsvergütung beauftragt. Der Finanz- und Investitionsausschuss tagte drei Mal. Im Mittelpunkt standen dabei die Vorbereitung der Entscheidung über das Budget 2013 sowie die Vorbereitung beziehungsweise Billigung von Investitions- und Desinvestitionsvorhaben wie die Abspaltung von OSRAM. Der Finanz- und Investitionsausschuss wird um das Thema Innovation erweitert und dementsprechend in Innovations- und Finanzausschuss umbenannt. Der Prüfungsausschuss hielt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands, des Finanzvorstands und des General Counsels mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern, mit dem Gewinnverwendungsvorschlag sowie mit dem Jahresbericht nach Form 20-F für die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC). Weiter gab der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. Gegenstand ausführlicher Beratungen waren ferner die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 einschließlich der Festlegung der Prüfungsschwerpunkte, die Überwachung der Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie der von ihm erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Festlegung seines Honorars sowie die Erörterung der Ergebnisse der prüferischen Durchsicht der Quartalsfinanzberichte und des Halbjahresfinanzberichts durch den Abschlussprüfer. Das Gremium hat sich außerdem mit dem Rechnungslegungsprozess und dem Risikomanagementsystem des Unternehmens auseinandergesetzt, ferner mit der Wirksamkeit, der Ausstattung und den Feststellungen der internen Revision sowie mit den Berichten über potenzielle und anhängige Rechtsstreitigkeiten. Außerdem behandelte der Prüfungsausschuss die Umsetzung der Regelungen der Section 404 des Sarbanes-Oxley Acts und die Ergebnisse der Untersuchungen der internen Revision zur Wirksamkeit interner Kontrollen und der Einhaltung geltender Rechtsvorschriften sowie zur Integrität der Finanzberichterstattung. Im November 2013 wurde beschlossen, den Ausschuss um ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zu erweitern. Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2013 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA). Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand rechtzeitig an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. November 2013 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung am 26. November 2013. Die Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 27. November 2013 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung sowie darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems vorliegen. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung ein. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,00 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats zugestimmt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG sowie aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und konstruktive Zusammenarbeit in den zurückliegenden bewegten Monaten unseres Unternehmens. 2013 war ein für Siemens ereignisreiches Jahr mit wesentlichen Veränderungen. Jetzt müssen die Kräfte gebündelt werden, um unter Führung von Herrn Kaeser den Anschluss zum Wettbewerb wiederherzustellen. Für den Aufsichtsrat Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender B. Corporate Governance Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Corporate-Governance-Kapitel nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. B.1 Corporate-Governance-Bericht Die Siemens AG entspricht den aktuell anwendbaren Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 13. Mai 2013. Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben sich eingehend mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex befasst. Auf Basis dieser Beratungen wurde die jährliche Entsprechenserklärung zum 1. Oktober 2013 einschließlich zweier erläuternder Hinweise zur Umsetzung einzelner Kodexempfehlungen verabschiedet. Dieses Dokument ist auf unserer Internetseite veröffentlicht und findet sich im Kapitel → B.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB auf Seite 124. Die Siemens AG erfüllt freiwillig auch die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex, lediglich mit folgenden Abweichungen: ― Gemäß der neu gefassten Ziffer 3.7 Abs. 3 des Kodex sollte der Vorstand im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Angebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen (früher: nur in angezeigten Fällen). Die Einberufung einer Hauptversammlung stellt - selbst unter Berücksichtigung der im Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) vorgesehenen verkürzten Fristen - eine organisatorische Herausforderung für große börsennotierte Unternehmen dar. Es erscheint fraglich, ob der damit verbundene Aufwand auch in den Fällen gerechtfertigt ist, in denen keine relevanten Beschlussfassungen der Hauptversammlung vorgesehen sind. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung soll deshalb auch weiterhin nur in angezeigten Fällen erfolgen. ― Seit den Vorstandsbestellungen im Jahr 2011 wird nicht länger der Anregung in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 1 des Kodex gefolgt, wonach bei Erstbestellungen von Vorstandsmitgliedern die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein sollte. Aufgrund der Notierung unserer Aktien an der New York Stock Exchange (NYSE) unterliegt die Siemens AG bestimmten US-amerikanischen Kapitalmarktgesetzen (einschließlich des Sarbanes-Oxley Act, SOA) sowie den Regeln und Vorschriften der US-amerikanischen Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) und der NYSE. Auch um die Bestimmungen des SOA zu erfüllen, verfügen wir unter anderem über ein aus den Leitern zentraler Unternehmenseinheiten zusammengesetztes Offenlegungskomitee (Disclosure Committee). Es hat die Aufgabe, bestimmte finanzielle und nicht finanzielle Informationen zu überprüfen und unseren Vorstand bei seiner Entscheidung über deren Veröffentlichung zu beraten. Zusätzlich existiert ein Zertifizierungsverfahren, in dem die Mitglieder des Managements der Sektoren, der Divisionen, von Financial Services, der sektorübergreifenden Dienstleistungen, der regionalen Cluster sowie bestimmter zentraler Unternehmenseinheiten, unterstützt durch Bestätigungen des Managements von Einheiten in deren Verantwortungsbereich, jeweils eine Bestätigung über die Ordnungsmäßigkeit der an die Zentrale berichteten Finanzdaten sowie über die Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme abgeben. Diese internen Zertifizierungen dienen dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand als Grundlage dafür, die erforderliche Zertifizierung der Abschlüsse gegenüber der SEC abzugeben. Entsprechend den Vorgaben des SOA existieren darüber hinaus Regeln für bilanzbezogene Beschwerden und ein - zuletzt im Geschäftsjahr 2010 aktualisierter - Ethikkodex (Code of Ethics) für Finanzangelegenheiten. B.1.1 Führungs- und Kontrollstruktur B.1.1.1 AUFSICHTSRAT Die Siemens AG unterliegt dem deutschen Aktienrecht und verfügt daher über ein duales Führungssystem, bestehend aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Aktionäre und der Arbeitnehmer besetzt. Die Amtsperiode der Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2018. Als Nachfolger für den zum Ablauf des 30. September 2013 ausgeschiedenen Dr. Josef Ackermann wurde Jim Hagemann Snabe entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.3 Satz 2 des Kodex bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. Da der Aufsichtsrat wegen der erfolgten Neuwahl der Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter seit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 23. Januar 2013 neu zusammengesetzt ist, hat er in seiner Sitzung am 18. September 2013 die zuletzt im Geschäftsjahr 2012 mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Kodex festgelegten Ziele für seine Zusammensetzung angepasst und wie folgt neu beschlossen: ― Der Aufsichtsrat der Siemens AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Großunternehmen wahrzunehmen und das Ansehen des Siemens-Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft, Professionalität und Unabhängigkeit der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. ― Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll ferner darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Unser Ziel ist, dass der derzeit bestehende beachtliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern mit langjähriger internationaler Erfahrung gewahrt bleibt. ― Bei den Wahlvorschlägen soll der Aufsichtsrat zudem insbesondere auf eine angemessene Beteiligung von Frauen achten. Bereits bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Neuwahl oder Nachbesetzung vakant werdender Aufsichtsratspositionen sollen qualifizierte Frauen in den Auswahlprozess einbezogen und bei den Wahlvorschlägen angemessen berücksichtigt werden. Inzwischen konnten wir die Anzahl von Frauen in unserem Aufsichtsrat auf fünf erhöhen. Wir sind bestrebt, diese Anzahl zu wahren und wenn möglich zu erhöhen. Zudem soll - wie es derzeit schon der Fall ist - mindestens eine Frau Mitglied des Nominierungsausschusses sein. ― Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Unter der Prämisse, dass allein die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, sollen dem Aufsichtsrat insgesamt mindestens sechzehn Mitglieder angehören, die unabhängig im Sinne des Kodex sind. Jedenfalls soll der Aufsichtsrat so zusammengesetzt sein, dass eine Anzahl von mindestens sechs unabhängigen Anteilseignervertretern im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex erreicht wird. Zudem sollen die Aufsichtsratsmitglieder für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können. ― Die vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegte Regelung zur Altersgrenze wird berücksichtigt; es sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Siemens AG dem Aufsichtsrat angehören. Die im Vorjahr beschlossenen Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats wurden bei den Vorschlägen zur Neuwahl berücksichtigt und vollumfänglich erreicht. Der beachtliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern, die derzeit international tätig sind beziehungsweise über langjährige internationale Erfahrung verfügen, wurde gewahrt. Die Anzahl weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat erhöhte sich von vier auf fünf Mitglieder. Weiter wurde Frau Dr. Nicola Leibinger-Kammüller zum Mitglied des Nominierungsausschusses gewählt. Dem Aufsichtsrat gehört eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind mindestens sechzehn Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats sind oder waren im vergangenen Geschäftsjahr in hochrangiger Position bei anderen Unternehmen tätig, mit denen Siemens in Geschäftsbeziehungen steht. Geschäfte von Siemens mit diesen Unternehmen erfolgen dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Diese Transaktionen berühren nach unserer Ansicht die Unabhängigkeit der betroffenen Mitglieder des Aufsichtsrats nicht. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er prüft den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Er behandelt die Quartals- und Halbjahresberichte, stellt die Jahresabschlüsse der Siemens AG fest und billigt die Konzernabschlüsse, wobei die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und die Ergebnisse der durch den Prüfungsausschuss vorgenommenen Prüfung berücksichtigt werden. Zudem befasst sich der Aufsichtsrat beziehungsweise der unten stehend näher erläuterte Compliance-Ausschuss mit der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fällt es weiterhin, die Mitglieder des Vorstands zu bestellen und ihre Ressorts festzulegen. Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel größere Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an seine Zustimmung gebunden, soweit sie nicht gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat stattdessen in die Zuständigkeit des Finanz- und Investitionsausschusses des Aufsichtsrats fallen. In einer Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands geregelt, insbesondere die Ressortzuständigkeit einzelner Vorstandsmitglieder. Die Geschäftsordnung setzt ferner die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen fest. Der Aufsichtsrat verfügt derzeit über sieben Ausschüsse. Ihre Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Aktiengesetzes sowie des Kodex überein und berücksichtigen die verbindlichen Regelungen des SOA und der NYSE. Darüber hinaus werden auch weitere Regelungen der NYSE berücksichtigt, obwohl diese für uns nicht verbindlich sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erstatten dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse. Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, den Stellvertretern und einem vom Aufsichtsrat zu wählenden Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer. Es hat die Aufgaben eines Nominierungs- und Corporate-Governance-Komitees (Nominating and Corporate Governance Committee), soweit diese Aufgaben nicht durch den Nominierungsausschuss wahrgenommen werden oder das deutsche Recht die Behandlung der Aufgaben durch das Aufsichtsratsplenum vorschreibt. Das Präsidium unterbreitet insbesondere Vorschläge für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und behandelt die Vorstandsverträge. Bei den Vorschlägen für die Bestellung von Mitgliedern des Vorstands achtet das Präsidium auf deren fachliche Eignung, internationale Erfahrung und Führungsqualität, die für die Mitglieder des Vorstands festgelegte Altersgrenze und die langfristige Nachfolgeplanung sowie auf Vielfalt (Diversity) und insbesondere auf die angemessene Berücksichtigung von Frauen. Das Präsidium befasst sich mit Corporate-Governance-Fragen des Unternehmens und bereitet die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Entsprechenserklärung einschließlich der Erläuterung von Abweichungen vom Kodex sowie über die Billigung des Corporate-Governance-Berichts und des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vor. Zudem macht das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Besetzung von Aufsichtsratsausschüssen und entscheidet über die Zustimmung zu Geschäften mit Vorstandsmitgliedern und den ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen. Dem vom Aufsichtsrat am 31. Juli 2013 neu gebildeten Vergütungsausschuss gehören die Mitglieder des Präsidiums des Aufsichtsrats sowie ein Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und ein Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer an. Er bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Umsetzung dieses Systems in den Vorstandsverträgen, die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und die Billigung des jährlichen Vergütungsberichts vor. Zudem bereitet der Vergütungsausschuss die regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand durch das Aufsichtsratsplenum vor. Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und drei Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer an. Im November 2013 wurde beschlossen, den Ausschuss um ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zu erweitern. Nach dem deutschen Recht muss dem Prüfungsausschuss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Hans Michael Gaul, erfüllt diese gesetzlichen Anforderungen. Der Aufsichtsrat hat Dr. Hans Michael Gaul -zusätzlich zu Dr. Gerhard Cromme - als Finanzexperten im Sinne des Sarbanes-Oxley Act und der SEC-Ausführungsbestimmungen (Audit Committee Financial Expert) benannt. Der Prüfungsausschuss überwacht den Rechnungslegungsprozess. Er bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor und unterbreitet dem Aufsichtsrat eine entsprechende Empfehlung. Dem Prüfungsausschuss obliegt es, zusätzlich zur Prüfung durch den Abschlussprüfer, die vom Vorstand aufgestellten Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse des Unternehmens zu erörtern. Auf der Grundlage des Berichts des Abschlussprüfers über die Prüfung der Abschlüsse unterbreitet der Prüfungsausschuss nach eigener Vorprüfung Vorschläge zur Feststellung der Jahresabschlüsse der Siemens AG und zur Billigung der Konzernabschlüsse durch den Aufsichtsrat. Er befasst sich mit dem Risikoüberwachungssystem des Unternehmens und überwacht die Wirksamkeit seines internen Kontrollsystems, insbesondere bezogen auf die Finanzberichterstattung, sowie die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die unternehmensinterne Konzernrevision berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und überwacht die Abschlussprüfung, insbesondere die Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers sowie dessen Leistungen, und erfüllt andere Aufgaben gemäß SOA. Der Compliance-Ausschuss besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden sowie zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und drei Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer. Im November 2013 wurde beschlossen, den Ausschuss um ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner und ein weiteres Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zu erweitern. Der Ausschuss befasst sich insbesondere mit der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, sein weiterer Stellvertreter und zwei weitere von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner aus ihrer Mitte gewählte Mitglieder an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Dabei sollen neben den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der vorgeschlagenen Kandidaten die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung benannten Ziele berücksichtigt werden; es soll auch auf Unabhängigkeit und Vielfalt (Diversity) sowie insbesondere auf eine angemessene Beteiligung von Frauen geachtet werden. Dem Vermittlungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats, der nach Maßgabe des Mitbestimmungsgesetzes gewählte Stellvertreter und je ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner gewähltes Mitglied an. Er unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Der Finanz- und Investitionsausschuss1, dem der Aufsichtsratsvorsitzende sowie drei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und vier Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer angehören, hat die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens, die Gegenstand einer jährlichen Strategiesitzung des Aufsichtsrats ist, die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft sowie über Sach- und Finanzinvestitionen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Finanz- und Investitionsausschuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen, soweit deren Größenordnung unter 600 Mio. € liegt. Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist im Kapitel → D.7 AUFSICHTSRAT UND VORSTAND auf den Seiten 368 - 371 dargestellt. Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums informiert das Kapitel → A.3 BERICHT DES AUFSICHTSRATS auf den Seiten 102 - 110. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Kapitel → B.4 VERGÜTUNGSBERICHT auf den Seiten 146 - 147 erläutert. 1 Im November 2013 umbenannt in »Innovations- und Finanzausschuss. B.1.1.2 VORSTAND Der Vorstand ist als Leitungsorgan des Konzerns an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung und entscheiden über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung. Der Vorstand ist zuständig für die Aufstellung der Quartals- und Halbjahresabschlüsse des Unternehmens, der Jahresabschlüsse der Siemens AG und der Konzernabschlüsse. Der Vorstand hat ferner dafür zu sorgen, dass Rechtsvorschriften, behördliche Regelungen und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden, und darauf hinzuwirken, dass die Konzernunternehmen sie beachten (Compliance). Weitere Informationen zum Compliance-Programm sowie zu diesbezüglichen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2013 finden sich im Kapitel → B3 COMPLIANCE-BERICHT auf den Seiten 126 - 128 sowie im Abschnitt → C.8.10 COMPLIANCE auf den Seiten 232 - 234. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage und der Compliance sowie über unternehmerische Risiken. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt (Diversity) und strebt insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an. Derzeit gibt es einen Vorstandsausschuss, den Eigenkapital- und Belegschaftsaktienausschuss. Er besteht aus drei Vorstandsmitgliedern und ist zuständig für die Ausnutzung von Genehmigten Kapitalia bei der Ausgabe von Belegschaftsaktien sowie für die Durchführung bestimmter Kapitalmaßnahmen. Außerdem entscheidet er, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen aktienbasierte Vergütungskomponenten beziehungsweise Vergütungsprogramme für Mitarbeiter und Führungskräfte (mit Ausnahme des Vorstands) angeboten werden. Die personelle Zusammensetzung des Vorstands und seines Ausschusses ist im Kapitel → D.7 AUFSICHTSRAT UND VORSTAND auf den Seiten 372 - 374 dargestellt, die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Kapitel → B.4 VERGÜTUNGSBERICHT auf den Seiten 129 - 145 dargestellt. B.1.1.3 AKTIENBESITZ Am 13. Oktober 2013 hielten die derzeitigen Mitglieder des Vorstands insgesamt 216.560 (im Vj. 293.808) Stück Siemens-Aktien; dies entspricht 0,02 (im Vj. 0,03) % des Grundkapitals der Siemens AG von 881.000.000 Stück Siemens-Aktien. Zum selben Tag waren die derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats im Besitz von Siemens-Aktien, die weniger als 0,01 (im Vj. weniger als 0,01) % des Grundkapitals der Siemens AG von 881.000.000 Stück Siemens-Aktien darstellen. In diesen Werten sind 9.313.438 (im Vj. 11.454.464) Stück Aktien beziehungsweise 1,06 (im Vj. 1,30) % des Grundkapitals der Siemens AG von 881.000.000 Stück Siemens-Aktien nicht enthalten, für die die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (vSV) Stimmrechtsvollmacht aufgrund eines zwischen (unter anderem) den Mitgliedern der Siemens-Familie, einschließlich Gerd von Brandenstein, und der vSV abgeschlossenen Vertrags besitzt. Das Stimmrecht für diese Aktien wird einheitlich durch die vSV ausgeübt, entsprechend den Vorschlägen einer von den Familienmitgliedern gegründeten Familiengesellschaft oder eines ihrer Gremien. Vorsitzender des geschäftsführenden Gremiums ist Gerd von Brandenstein, der im Fall von Stimmengleichheit entscheiden kann. B.1.2 Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Siemens AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die der Siemens AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Website des Unternehmens abrufbar unter: WWW.SIEMENS.DE/DIRECTORS-DEALINGS B.1.3 Hauptversammlung und Aktionärskommunikation In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs statt. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Durch den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel, insbesondere des Internets, erleichtert der Vorstand den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung und ermöglicht ihnen, sich bei der Ausübung ihres Stimmrechts durch Stimmrechtsvertreter vertreten zu lassen. Aktionäre dürfen ihre Stimmen auch schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abgeben. Der Vorstand kann vorsehen, dass Aktionäre an der Hauptversammlung auch ohne Anwesenheit an deren Ort und ohne einen Bevollmächtigten teilnehmen und sämtliche oder einzelne ihrer Rechte ganz oder teilweise im Wege elektronischer Kommunikation ausüben können. Aktionäre können Anträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten. Aktionäre mit einem Anteilsbetrag am Grundkapital in Höhe von mindestens 100.000 € können darüber hinaus verlangen, dass ein Sonderprüfer zur Überprüfung bestimmter Vorgänge gerichtlich bestellt wird. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte, Unterlagen und Informationen, einschließlich des Jahresberichts, sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und gegebenenfalls zugänglich zu machende Gegenanträge oder Wahlvorschläge von Aktionären. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. Siemens nutzt dabei zur Berichterstattung intensiv auch das Internet; unter WWW.SIEMENS.COM/INVESTOREN wird zusätzlich zu den Quartals-, Halbjahres- und Jahresberichten, Ergebnismeldungen, Ad-hoc-Mitteilungen, Analystenpräsentationen, Aktionärsbriefe und Pressemitteilungen unter anderem der Finanzkalender für das laufende Jahr publiziert, der die für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung enthält. Einzelheiten zu unserer Investor-Relations-Arbeit sind im Kapitel → A.4 AKTIE/INVESTOR RELATIONS auf den Seiten 111 - 114 dargestellt. CORPORATE GOVERNANCE GUIDELINES Unsere Satzung, die Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und seiner wichtigsten Ausschüsse, die Geschäftsordnung des Vorstands, sämtliche Entsprechenserklärungen sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance sind auf unserer Website abrufbar unter: WWW.SIEMENS.DE/CORPORATE-GOVERNANCE. B.1.4 Wesentliche Unterschiede zwischen der Corporate Governance bei Siemens und den NYSE Corporate Governance Standards Gesellschaften, die an der NYSE notiert sind, unterliegen den im »NYSE Listed Company Manual« unter Abschnitt 303A geregelten Corporate Governance Standards (NYSE Standards). Laut NYSE Standards darf die Siemens AG als ausländischer Emittent (Foreign Private Issuer) von den NYSE Standards abweichen und stattdessen der Corporate-Governance-Praxis ihres Heimatlands folgen. Die NYSE Standards sind lediglich hinsichtlich der Einrichtung eines Prüfungsausschusses (bestehend aus Mitgliedern, die als »unabhängig« im Sinne des SOA anzusehen sind) und bestimmter Bekanntmachungspflichten gegenüber der NYSE verbindlich. Darüber hinaus verlangen die NYSE Standards, dass ausländische Emittenten (Foreign Private Issuer) die wesentlichen Unterschiede zwischen ihren Corporate-Governance-Grundsätzen und den Vorgaben, die gemäß NYSE Standards für US-Gesellschaften gelten, offenlegen. Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind für die Siemens AG insbesondere das Aktiengesetz und das Mitbestimmungsgesetz sowie die freiwillig beachteten Empfehlungen des Kodex maßgeblich (im Einzelnen beschrieben auf den Seiten 118 - 121). Siemens hält zudem die verbindlichen Regelungen der Börsenplätze ein, an denen seine Aktien notiert sind, wie der NYSE. Darüber hinaus erfüllt Siemens freiwillig viele der NYSE-Anforderungen, die nur für US-amerikanische Emittenten gelten. Unsere Corporate-Governance-Praxis unterscheidet sich insbesondere in folgenden Punkten von den Vorgaben für an der NYSE notierte US-Gesellschaften: B.1.4.1 DUALES FÜHRUNGSSYSTEM Das deutsche Aktiengesetz schreibt für die Siemens AG ein duales Führungssystem vor, bestehend aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung und -kontrolle streng getrennt. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats richtet sich nach dem Mitbestimmungsgesetz, das vorschreibt, dass die Hälfte der insgesamt 20 Mitglieder des Aufsichtsrats von den Arbeitnehmern in Deutschland gewählt wird. Bei Stimmengleichheit im Aufsichtsrat stehen dem Vorsitzenden bei einer erneuten Abstimmung, wenn auch sie Stimmengleichheit ergibt, zwei Stimmen zu. B.1.4.2 UNABHÄNGIGKEIT Anders als bei den NYSE Standards, die vom Verwaltungsrat (Board of Directors) die positive Feststellung der Unabhängigkeit der einzelnen Board-Mitglieder anhand spezifischer Unabhängigkeitstests verlangen, sieht das deutsche Recht für den Aufsichtsrat keine derartigen positiven Feststellungen zu einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern vor. Nach deutschem Recht muss dem Prüfungsausschuss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Siemens AG enthält zusätzlich mehrere Bestimmungen, die dazu beitragen sollen, die Unabhängigkeit der Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats zu gewährleisten. Ferner herrscht eine klare Trennung zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats und denen des Vorstands: Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich unzulässig. Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen gebunden. Außerdem müssen Beratungs-, Dienstleistungs- und bestimmte andere Verträge zwischen Siemens und einem seiner Aufsichtsratsmitglieder durch den Aufsichtsrat gebilligt werden. Des Weiteren orientieren wir uns an den Unabhängigkeitskriterien des Kodex. B.1.4.3 AUSSCHÜSSE Die NYSE Standards schreiben die Bildung mehrerer spezifischer Board-Ausschüsse vor, die sich aus unabhängigen Board-Mitgliedern zusammensetzen und auf der Grundlage von Geschäftsordnungen arbeiten, in denen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten schriftlich festgelegt sind. Abweichend hiervon hat der Aufsichtsrat der Siemens AG die Aufgaben eines Nominierungs- und Corporate-Governance-Komitees (Nominating and Corporate Governance Committee) im Wesentlichen in seinem Präsidium zusammengefasst und im Übrigen partiell dem Nominierungsausschuss übertragen. Weiter hat der Aufsichtsrat einen Vergütungsausschuss (Compensation Committee) gebildet. Bestimmte Verantwortlichkeiten werden jedoch nicht an einen Ausschuss delegiert, da sie nach deutschem Recht vom Aufsichtsratsplenum wahrgenommen werden müssen, so beispielsweise die Festsetzung der Vorstandsvergütung. Der Prüfungsausschuss, das Präsidium sowie der Compliance-Ausschuss haben eigene, vom Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der NYSE Standards verabschiedete Geschäftsordnungen, in denen ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten niedergelegt sind. Der Prüfungsausschuss der Siemens AG unterliegt den Vorschriften des SOA und des Securities Exchange Act, soweit diese auf ausländische Emittenten anwendbar sind, und erfüllt -im Zusammenwirken mit dem Compliance-Ausschuss - die Funktionen, die denen eines Prüfungsausschusses (Audit Committee) gemäß NYSE Standards vergleichbar sind. Nach deutschem Recht dürfen jedoch bestimmte Verantwortlichkeiten nicht an einen Ausschuss delegiert werden, so beispielsweise die Bestimmung des Abschlussprüfers, der nach deutschem Recht von der Hauptversammlung der Aktionäre zu wählen ist. Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat außerdem einen Finanz- und Investitionsausschuss sowie einen Vermittlungsausschuss. Letzterer ist nach deutschem Recht zwingend zu bilden, während keiner dieser beiden Ausschüsse gemäß NYSE Standards erforderlich wäre. B.1.4.4 ZUSTIMMUNG DER AKTIONÄRE ZU AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSPLÄNEN; ERWERB EIGENER AKTIEN Die NYSE Standards verlangen von den an der NYSE notierten US-Gesellschaften, dass die Aktionäre grundsätzlich über alle aktienbasierten Vergütungspläne (einschließlich Aktienoptionspläne) und deren wesentliche Änderungen abstimmen. Nach deutschem Recht müssen unsere Aktionäre zur Ausgabe von Aktien den zugrunde liegenden genehmigten oder bedingten Kapitalia zustimmen. Hierzu gehört die Zustimmung der Aktionäre zu den wesentlichen Eckpunkten eines Aktienoptionsplans im Rahmen der Beschlussfassung über die Schaffung eines bedingten Kapitals oder über die Ermächtigung zum Rückerwerb und zur Verwendung eigener Aktien zur Bedienung des Aktienoptionsplans. Der geplante Erwerb eigener Aktien bedarf nach deutschem Recht grundsätzlich der vorherigen Zustimmung der Aktionäre. Eine solche Ermächtigung wurde zuletzt von der Hauptversammlung am 25. Januar 2011 ausgesprochen und wird in der Regel nach Auslaufen der jeweiligen Ermächtigung der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt. B.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 3 HGB sind die Angaben nach § 289a HGB nicht in die Prüfung einzubeziehen. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG zum 1. Oktober 2013 verabschiedet: »Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex Die Siemens AG entspricht den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten aktuell anwendbaren Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) in der Fassung vom 13. Mai 2013 und wird ihnen auch zukünftig entsprechen. Erläuternd weisen wir auf Folgendes hin: Der Kodex empfiehlt in Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6, dass die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen soll. Es ist beabsichtigt, diese Empfehlung des Kodex mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2013 umzusetzen. Die laufenden Vorstandsverträge sehen für den Bonus und die langfristige aktienbasierte Vergütung prozentuale Höchstbeträge bezogen auf die jeweiligen Zielbeträge vor, enthalten jedoch keine ausdrücklichen betragsmäßigen Höchstgrenzen. Ein rückwirkender Eingriff in diese Verträge wäre mit Blick auf das Prinzip der Vertragstreue nicht angemessen, für die Gesellschaft einseitig nicht durchsetzbar und wird unseres Erachtens auch nicht von Ziff. 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 gefordert. In Ziff. 4.2.3 Abs. 4 Satz 1 empfiehlt der Kodex, dass bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Die laufenden Vorstandsverträge enthalten ein entsprechendes Abfindungs-Cap und auch zukünftig ist beabsichtigt, bei Abschluss von Vorstandsverträgen ein solches zu vereinbaren. Die mit Herrn Löscher und Frau Ederer anlässlich der vorzeitigen Beendigung ihrer Vorstandstätigkeit geschlossenen Vereinbarungen sehen demgemäß Abfindungszahlungen vor, die jeweils den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten. Daneben wurden mit Herrn Löscher und Frau Ederer weitere, nicht als Abfindung im Sinne von Ziff. 4.2.3 Abs. 4 Satz 1 des Kodex anzusehende Leistungen vereinbart. Insbesondere hat sich Herr Löscher zu einem zweijährigen nachvertraglichen Wettbewerbsverbot verpflichtet. Einzelheiten der Vereinbarungen werden im Vergütungsbericht dargelegt werden, der Bestandteil des Geschäftsberichts 2013 ist. Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2012 hat die Siemens AG den Empfehlungen des Kodex in der alten Fassung vom 15. Mai 2012 entsprochen. Berlin und München, 1. Oktober 2013 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat« ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN Anregungen des Kodex Die Siemens AG erfüllt freiwillig auch die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex, lediglich mit folgenden Abweichungen: Gemäß der neu gefassten Ziffer 3.7 Abs. 3 des Kodex sollte der Vorstand im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Angebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen (früher: nur in angezeigten Fällen). Die Einberufung einer Hauptversammlung stellt - selbst unter Berücksichtigung der im Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) vorgesehenen verkürzten Fristen - eine organisatorische Herausforderung für große börsennotierte Unternehmen dar. Es erscheint fraglich, ob der damit verbundene Aufwand auch in den Fällen gerechtfertigt ist, in denen keine relevanten Beschlussfassungen der Hauptversammlung vorgesehen sind. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung soll deshalb auch weiterhin nur in angezeigten Fällen erfolgen. Seit den Vorstandsbestellungen im Jahr 2011 wird nicht länger der Anregung in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 1 des Kodex gefolgt, wonach bei Erstbestellungen von Vorstandsmitgliedern die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein sollte. Der Kodex kann im Internet unter WWW.SIEMENS.COM/289A heruntergeladen werden. Weitere Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, sind in unseren Business Conduct Guidelines enthalten. Unternehmenswerte und Business Conduct Guidelines Unser Unternehmen hat sich in den 166 Jahren seines Bestehens weltweit einen herausragenden Ruf erarbeitet. Technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität haben Siemens zu einem der führenden Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik gemacht. Es sind Spitzenleistungen mit hohem ethischen Anspruch, die Siemens stark gemacht haben. Dafür soll das Unternehmen auch in Zukunft stehen. Die Business Conduct Guidelines stecken den ethisch-rechtlichen Rahmen ab, innerhalb dessen wir handeln und auf Erfolgskurs bleiben wollen. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Verhalten innerhalb unseres Unternehmens und in Beziehung zu unseren externen Partnern und der Öffentlichkeit. Sie legen dar, wie wir unsere ethisch-rechtliche Verantwortung als Unternehmen wahrnehmen, und sind Ausdruck unserer Unternehmenswerte »Verantwortungsvoll - Exzellent - Innovativ«. Die Business Conduct Guidelines können im Internet unter WWW.SIEMENS.COM/289A heruntergeladen werden. BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT SOWIE DER ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE IHRER AUSSCHÜSSE Die Zusammensetzung der Ausschüsse von Vorstand und Aufsichtsrat ist im Kapitel → D.7 AUFSICHTSRAT UND VORSTAND auf den Seiten 368 - 374 zu finden. Dort wird auch über die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die Zusammensetzung ist im Internet zugänglich unter: WWW.SIEMENS.COM/289A. Eine allgemeine Beschreibung der Aufgaben und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Abschnitt → B.1.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR im Kapitel B.1 CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT auf den Seiten 118 - 123 und im Internet unter: WWW.SIEMENS.COM/289A. Weitere Einzelheiten zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat ergeben sich aus den Angaben zu den Ausschüssen sowie den Geschäftsordnungen der jeweiligen Gremien. Diese Dokumente sind ebenfalls veröffentlicht unter WWW.SIEMENS.COM/289A. B.3 Compliance-Bericht Für Integrität einzustehen bedeutet für Siemens: Überall dort, wo wir geschäftlich tätig sind, handeln wir in Übereinstimmung mit unseren Werten »Verantwortungsvoll - Exzellent - Innovativ«. Ein wesentliches Element von Integrität bildet Compliance, also das Einhalten von Gesetzen und eigenen Regelungen. Unsere Maxime lautet: keinerlei Toleranz gegenüber Korruption und Wettbewerbsverstößen - und wo es doch dazu kommt, konsequentes Ahnden. Dass wir auch im Berichtsjahr Compliance-Verstöße in unserem Unternehmen aufgedeckt haben, ist für uns die Bestätigung, dass unser Compliance-System richtig konzipiert und wirksam umgesetzt ist. Unsere Business Conduct Guidelines sind weltweit für alle Führungskräfte und Mitarbeiter sowie die Mitglieder des Vorstands verbindlich. Sie gelten auch für die Mitglieder des Aufsichtsrats, soweit sie sich auf Aufsichtsratsmitglieder übertragen lassen. Die Business Conduct Guidelines beschreiben, wie wir unsere Verantwortung wahrnehmen; sie sind zugleich Ausdruck unserer Unternehmenswerte und bilden deshalb das Fundament unserer eigenen Regelungen. Mit unserem Compliance-System verankern wir dieses Bewusstsein dauerhaft bei allen Führungskräften und Mitarbeitern im Unternehmen. Die Antikorruptionskonvention der Vereinten Nationen stellt - wie die zehn Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen - eine wichtige Leitlinie für unser Unternehmen dar. Deshalb unterstützen wir ausdrücklich ihre Ratifizierung und Umsetzung. Darüber hinaus nehmen wir aktiv am Global Compact teil und engagieren uns in seinen verschiedenen lokalen Netzwerken. B.3.1 Compliance-Prioritäten Seit ihrer Einführung im Geschäftsjahr 2011 zielen wir mit den Compliance-Prioritäten darauf ab, die sich stetig wandelnden Anforderungen an die Compliance-Praxis zu berücksichtigen und umzusetzen - Anforderungen, die sich einerseits aus unserer Arbeit im Unternehmen ergeben und andererseits aus den sich verändernden Marktbedingungen und Compliance-Risiken für unsere Geschäftsaktivitäten. Mit den Compliance-Prioritäten definieren wir für jedes Geschäftsjahr die Schwerpunkte, an denen wir unsere Aktivitäten ausrichten und auf deren Grundlage wir unser Compliance-System weiterentwickeln. Dieses Instrument hat sich bewährt. B.3.2 Weitere Informationen, Kennzahlen und Rechtsstreitigkeiten Der zusammengefasste Lagebericht enthält in Kapitel → C.9 BERICHT ÜBER VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNGEN MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN Angaben zu Compliance-Risiken. Im Abschnitt → C.8.10 COMPLIANCE auf den Seiten 232 - 234 erhalten Sie darüber hinaus nähere Informationen zu den Compliance-Prioritäten für das Berichtsjahr und für das Geschäftsjahr 2014. Hier finden Sie auch unsere Compliance-Kennzahlen mit den entsprechenden Erläuterungen. Im Anhang zum Konzernabschluss berichten wir in → ZIFFER 29 RECHTSSTREITIGKEITEN auf den Seiten 324 - 331 zu Verfahren wegen Korruption und Kartellverfahren. Unsere Website enthält umfangreiche Informationen zur Siemens-Compliance sowie eine Übersicht der veröffentlichten Unternehmensangaben zu Compliance in der Struktur der Empfehlungen des Global Compact und von Transparency International zur Berichterstattung zum zehnten Prinzip - Antikorruption - des Global Compacts: WWW.SIEMENS.COM/JB/ANTI-CORRUPTION-REPORTING-INDEX B.3.3 Compliance-Training Die Schulung aller Führungskräfte und Mitarbeiter in Funktionen mit besonderem Risikoprofil bildet einen Schwerpunkt unserer Vorbeugungsmaßnahmen im Rahmen des Compliance-Systems. Die Compliance-Beauftragten der hierfür verantwortlichen Unternehmenseinheiten identifizieren die teilnahmepflichtigen Führungskräfte und Mitarbeiter und stellen deren Teilnahme an den Schulungen sicher. Sie prüfen und bestätigen die Erfüllung dieser Vorgaben in regelmäßigen Abständen. Die Analyse und Bewertung der Compliance-Risiken für unsere Geschäftseinheiten und auf Konzernebene (Kapitel → C.9 des zusammengefassten Lageberichts) liefert wichtige Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung und die inhaltlichen Schwerpunkte unserer Trainingsaktivitäten, unter anderem bei der Auswahl der Themenmodule für die jährlichen Präsenzveranstaltungen im Rahmen des Integritätsdialogs, den wir im Geschäftsjahr 2013 unternehmensweit eingeführt haben. Unsere Geschäftseinheiten berücksichtigen spezifische Herausforderungen, indem sie zusätzliche Themen aus ihrem Geschäft in ihre Trainingsaktivitäten aufnehmen. Auf diese Weise fließen sowohl die unternehmensweit relevanten als auch wesentliche geschäftsspezifische Aspekte in das Training ein. B.3.4 Befragung unserer Mitarbeiter zu Compliance Damit wir wissen, wie das Thema Compliance von den Siemens-Mitarbeitern wahrgenommen wird, führen wir regelmäßig Umfragen durch, seit dem Geschäftsjahr 2010 als festen Bestandteil der unternehmensweiten Mitarbeiterbefragung Siemens Global Engagement Survey. Die nächste Befragung ist für das Geschäftsjahr 2014 vorgesehen. B.3.5 Geschäftspartner und Lieferanten Alle Geschäftspartner, die als Mittler zwischen Siemens und den Kunden des Unternehmens fungieren, müssen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehung einer unternehmensweit einheitlichen Risikoprüfung unterzogen werden. Anhand bestimmter Risikoindikatoren - wie des Korruptionsrisikos im Einsatzland - wird eine Risikoklasse für den Geschäftspartner festgelegt. Sie bestimmt das weitere Vorgehen etwa im Hinblick auf Genehmigungserfordernisse und zwingende Vertragsklauseln. Im Berichtsjahr haben wir die Risikoorientierung der Prüfung von Geschäftspartnern weiter verstärkt; allen Siemens-Geschäftseinheiten haben wir zudem einheitliche Empfehlungen für die laufende Überwachung der Geschäftspartneraktivitäten zur Verfügung gestellt. Unsere Lieferanten verpflichten wir mit dem Code of Conduct für Siemens-Lieferanten, Recht und Gesetz im Allgemeinen und unsere Antikorruptionsgrundsätze im Besonderen einzuhalten. Dieser Verhaltenskodex lehnt sich an die zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen an. Anhand eines risikobasierten Ansatzes mit Systemprüfungen und Inspektionen vor Ort kontrollieren wir, ob unsere Lieferanten die Anforderungen des Kodex einhalten. Nähere Informationen hierzu enthält der zusammengefasste Lagebericht in Abschnitt → C.8.3 SUPPLY CHAIN MANAGEMENT (Steuerung der Versorgungskette) auf den Seiten 221 - 222. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir Hinweise und Empfehlungen für den Umgang mit Korruptions- sowie Betrugs- und Untreuerisiken im Einkauf erarbeitet, die unsere Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit unterstützen. Dabei konnten wir auf die Erfahrungen mit einer ähnlichen Arbeitshilfe zum Kartellrecht zurückgreifen, die wir im Rahmen unseres kartellrechtlichen Compliance-Programms unseren Mitarbeitern zur Verfügung gestellt haben. B.3.6 Siemens-Integritätsinitiative Wenn wirkliche Fortschritte im Kampf gegen Korruption und für fairen Wettbewerb erzielt werden sollen, müssen viele - oder möglichst alle - gemeinsam handeln. Daher engagiert sich Siemens mit Collective Action und der Siemens-Integritätsinitiative über die eigenen Grenzen hinaus für saubere Märkte und den Kampf gegen Korruption. Am 27. Juni 2013 läutete Siemens die zweite Förderrunde der Siemens-Integritätsinitiative ein. Angaben zum Verfahren und eine Beschreibung der Auswahlkriterien haben wir auf unserer Unternehmenswebsite unter WWW.SIEMENS.COM/INTEGRITAETS-INITIATIVE veröffentlicht. Informationen zu den in der ersten Förderrunde unterstützten Projekten und zu ihrem Status enthält der zweite Jahresbericht zur Siemens-Integritätsinitiative, der ebenfalls auf unserer Unternehmenswebsite erhältlich ist. B.3.7 Übertragung der Verantwortung für den Datenschutz Zum Geschäftsjahr 2014 haben wir unternehmensweit die operative Verantwortung für den Datenschutz auf die Compliance-Organisation übertragen. Zu den Aufgaben zählen das Bewerten von Risiken, Überwachungs- und Kontrollaktivitäten, Trainings für alle Führungskräfte und Mitarbeiter sowie das Behandeln von Beschwerden. Die rechtliche Beratung liegt bei der Konzernrechtsabteilung. Die Prozesse des Compliance-Systems passen wir entsprechend an, zum Beispiel indem wir den Datenschutz in die Bewertung der Compliance-Risiken für unsere Geschäftseinheiten aufnehmen. Die Siemens-Compliance-Organisation ist in den Unternehmenseinheiten präsent und verankert. Die Compliance-Beauftragten arbeiten mit den Vorsitzenden (CEOs) der Geschäftseinheiten zusammen, und unsere Mitarbeiter wenden sich mit Fragen und Hinweisen auf mögliches Fehlverhalten an ihren Compliance-Beauftragten vor Ort. Diese gefestigte und leistungsfähige Struktur nutzen wir nun auch für den Datenschutz. Auf diese Weise möchten wir die Effektivität des Datenschutzmanagements stärken und gleichzeitig die Effizienz optimieren. Siemens-Compliance-System Übergreifendes Element des Siemens-Compliance-Systems mit den drei Handlungsebenen »Vorbeugen«, »Erkennen« und »Reagieren« bleibt weiterhin die Verantwortung aller Siemens-Führungskräfte für Compliance. Sie beinhaltet die Vorbildrolle des Top-Managements und geht darüber hinaus: Alle Führungskräfte unseres Unternehmens müssen Compliance vorleben und sicherstellen, dass in ihrem Verantwortungsbereich geschäftliche Entscheidungen und Handlungen stets im Einklang mit den jeweiligen rechtlichen Bestimmungen und unseren eigenen Werten und Regeln stehen. Das Siemens-Compliance-System weiterzuentwickeln bedeutet für uns, es beständig den sich wandelnden Anforderungen an die Compliance-Praxis anzupassen. Unser Anspruch bleibt unverändert: Wir wollen Integrität in unserem Unternehmen dauerhaft verankern - für gute Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage klarer Integritätsgrundsätze. Weiterführende Informationen finden Sie unter: → C.9 BERICHT ÜBER VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNGEN MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN auf den Seiten 235 - 256, im Abschnitt → C.8.10 COMPLIANCE auf den Seiten 232 - 234 sowie unter → ZIFFER 29 RECHTSSTREITIGKEITEN auf den Seiten 324 - 331. WWW.SIEMENS.COM/COMPLIANCE B.4 Vergütungsbericht Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der Siemens AG Anwendung finden, und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und enthält Angaben nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. B.4.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands B.4.1.1 VERGÜTUNGSSYSTEM Das System der Vorstandsvergütung bei Siemens ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu setzen. Die Vorstandsmitglieder werden angehalten, sich langfristig im und für das Unternehmen zu engagieren, und können an einer nachhaltigen Wertsteigerung des Unternehmens partizipieren. Vor diesem Hintergrund wird ein erheblicher Teil der Gesamtvergütung an die Entwicklung der Siemens-Aktie gekoppelt. Ziel ist es ferner, dass die Vergütung der Größe und wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung trägt. Besondere Leistungen sollen angemessen honoriert werden, Zielverfehlungen sollen zu einer spürbaren Verringerung der Vergütung führen. Die Vergütung soll auch im Vergleich zu den Wettbewerbern attraktiv sein, um herausragende Manager für unser Unternehmen zu gewinnen und auf Dauer zu binden. Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Präsidiums beziehungsweise seit Juli 2013 des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt und regelmäßig überprüft. Die Angemessenheit der Vergütungshöhe wird durch den Aufsichtsrat jährlich geprüft. Hierbei werden folgende Kriterien berücksichtigt: die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens, die Aufgaben und die Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten im Unternehmen gilt, wobei auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und zur Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt wird. Das Vergütungssystem, das für die Mitglieder des Vorstands seit dem Geschäftsjahr 2011 gilt, wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 25. Januar 2011 mit großer Mehrheit gebilligt. System der Vorstandsvergütung Im Geschäftsjahr 2013 setzte sich das Vergütungssystem für den Vorstand aus folgenden Komponenten zusammen: Erfolgsunabhängige Komponenten Grundvergütung Die Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Sie wird jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Grundvergütung des Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, beträgt seit seiner Bestellung mit Wirkung zum 1. August 2013 1.845.000 € pro Jahr. Seit dem 1. Oktober 2012 beträgt die Grundvergütung des Finanzvorstands und der Mitglieder des Vorstands mit Sektorverantwortung 967.500 € pro Jahr. Die Grundvergütung der weiteren Mitglieder des Vorstands beträgt seit dem 1. Oktober 2010 unverändert 900.000 € pro Jahr. Nebenleistungen Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weiteren Nebenleistungen wie die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Versicherungen, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf übernommenen Steuern, sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen. Erfolgsbezogene Komponenten Variable Vergütung (Bonus) Die variable Vergütung (Bonus) richtet sich nach dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ausgangspunkt der Zielsetzung für die variable Vergütung ist »One Siemens«, unser Zielsystem zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Auf der Grundlage dieses Zielsystems legt der Aufsichtsrat zu Beginn des Geschäftsjahrs bestimmte Ziele fest. Entsprechende Ziele finden, zusätzlich zu anderen, auch bei den Leitenden Angestellten Anwendung, um die Durchgängigkeit des Zielsystems im Unternehmen zu erreichen. Bezogen auf eine Zielerreichung von 100 % (Zielbetrag) entspricht die Höhe des Bonus jener der Grundvergütung. Der Bonus ist auf 200 % begrenzt (Cap). Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die variable Vergütung vollständig entfallen. Der Aufsichtsrat kann den aus der Zielerreichung resultierenden Betrag nach pflichtgemäßem Ermessen um bis zu 20 % nach unten oder oben anpassen; der angepasste Bonusauszahlungsbetrag kann somit maximal bei 240 % des Zielbetrags liegen. Bei der Auswahl der Kriterien, die für eine Entscheidung über eine mögliche Anpassung der Bonusauszahlungsbeträge (± 20 %) herangezogen werden können, achtet der Aufsichtsrat auf Anreize für eine nachhaltige Unternehmensführung. Die Anpassungsmöglichkeit kann auch dazu genutzt werden, individuelle Leistungen von Vorstandsmitgliedern zu berücksichtigen. Der Bonus wird je zur Hälfte in bar und in Form von unverfallbaren Zusagen auf Siemens-Aktien (Bonus Awards) gewährt. Nach einer Wartefrist von vier Jahren wird dem Berechtigten für je einen Bonus Award eine Siemens-Aktie übertragen; anstelle der Übertragung von Siemens-Aktien kann auch ein entsprechender Barausgleich erfolgen. Langfristige aktienbasierte Vergütung Als langfristige aktienbasierte Vergütung werden verfallbare Aktienzusagen (Stock Awards) gewährt. Den Berechtigten wird nach Ablauf einer Sperrfrist ohne eigene Zuzahlung für je eine Aktienzusage (Stock Award) eine Siemens-Aktie übertragen. Seit der Zusage für das Geschäftsjahr 2011 endet die Sperrfrist für Stock Awards mit Ablauf des zweiten Tags nach der Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftsergebnisse im vierten Kalenderjahr nach der Zusage. Für den Fall, dass außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen, die Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, eintreten, kann der Aufsichtsrat beschließen, dass die Anzahl der zugesagten Stock Awards nachträglich reduziert wird, dass anstelle der Übertragung von Siemens-Aktien nur ein Barausgleich in einer festzulegenden eingeschränkten Höhe erfolgt oder dass die Übertragung der Siemens-Aktien aus fälligen Stock Awards bis zur Beendigung der kursbeeinflussenden Wirkung der Entwicklung ausgesetzt ist. Der jährliche Zielbetrag für den Geldwert der Stock-Awards-Zusage bei 100 % Zielerreichung beträgt für den Vorstandsvorsitzenden seit 1. August 2013 1,9 Mio. € und für die übrigen Vorstandsmitglieder je 1 Mio. €. Nach Wiederbestellung eines Vorstandsmitglieds hat der Aufsichtsrat jedoch seit dem Geschäftsjahr 2011 die Möglichkeit, jeweils für ein Geschäftsjahr, den Zielbetrag dieses Vorstandsmitglieds individuell um bis zu 75 % über den Betrag von 1 Mio. € anzuheben. Hierdurch können die individuelle Leistung und Erfahrung eines Vorstandsmitglieds sowie Umfang und Beanspruchung seiner Funktion berücksichtigt werden. Diese Regelung gilt nicht für den Vorstandsvorsitzenden. Ausgangspunkt für die erfolgsbezogene langfristige aktienbasierte Vergütung ist ebenfalls das Zielsystem One Siemens. Die Zuteilungsregelungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung tragen dem wie folgt Rechnung: ― Zum einen wird die Zuteilung von Stock Awards zur Hälfte des jährlichen Zielbetrags an den Durchschnitt des unverwässerten Ergebnisses je Aktie aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten (Earnings per Share, EPS) der drei zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahre (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten, unverwässert) geknüpft. Dabei entspricht der Zielwert grundsätzlich dem Durchschnitt der EPS (unverwässert) der drei abgelaufenen Geschäftsjahre vor dem Vergütungsjahr. Am Ende des Geschäftsjahrs stellt der Aufsichtsrat einen Zielerreichungsgrad fest, der zwischen 0 % und 200 % (Cap) schwanken kann. Diese Zielerreichung bestimmt den tatsächlichen Geldwert der Zusage und die hieraus resultierende Anzahl von Stock Awards. ― Zum anderen soll sich die Entwicklung des Aktienwerts von Siemens im Vergleich zu seinen Wettbewerbern in der Vergütung unmittelbar auswirken. Um dies zu erreichen, gewährt der Aufsichtsrat für die andere Hälfte des jährlichen Zielbetrags zunächst eine Anzahl von Stock Awards, die durch den Geldwert des hälftigen Zielbetrags am Zusagetag bestimmt wird. Der Aufsichtsrat legt ferner ein Zielsystem (Zielwert für 100 % und Zielkurve) für die Entwicklung des Kurses der Siemens-Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern fest (derzeit ABB, General Electric, Philips, Rockwell und Schneider). Der Zeitraum für die Zielmessung entspricht der vierjährigen Sperrfrist der Stock Awards. Nach Ablauf dieser Sperrfrist wird festgestellt, inwieweit sich die Siemens-Aktie relativ zu diesen Wettbewerbern besser oder schlechter entwickelt hat. Hieraus resultiert ein Zielerreichungsgrad zwischen 0 % und 200 % (Cap). Liegt der Zielerreichungsgrad über 100 %, erfolgt eine zusätzliche Barzahlung entsprechend der Höhe der Zielüberschreitung. Im Fall eines Zielerreichungsgrads von unter 100 % verfällt eine der Zielunterschreitung entsprechende Anzahl von Stock Awards ersatzlos. Hinsichtlich der weiteren Ausgestaltung der Stock Awards gelten für den Vorstand im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen wie für die Leitenden Angestellten, die in → ZIFFER 33 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS näher erläutert werden. Dort finden sich auch weitere Ausführungen zu den aktienbasierten Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen. Share Ownership Guidelines Die Siemens Share Ownership Guidelines sind ein wesentlicher Bestandteil des Vergütungssystems für den Vorstand und die obersten Führungskräfte. Diese verpflichten die Mitglieder des Vorstands, nach einer Aufbauphase während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand ein Vielfaches ihrer Grundvergütung (für den Vorstandsvorsitzenden 300 %, für die übrigen Mitglieder des Vorstands 200 %) in Siemens-Aktien dauerhaft zu halten. Maßgeblich ist hierbei die durchschnittliche Grundvergütung, die das jeweilige Mitglied des Vorstands in den vier Jahren der Aufbauphase bezogen hat. Zwischenzeitliche Anpassungen der Grundvergütung werden somit einbezogen. Unverfallbare Aktienzusagen (Bonus Awards) werden für die Erfüllung der Share Ownership Guidelines berücksichtigt. Die Erfüllung dieser Verpflichtung ist erstmalig nach der Aufbauphase und danach jährlich nachzuweisen. Sinkt der Wert des aufgebauten Aktienbestands infolge von Kursschwankungen der Siemens-Aktie unter den jeweils nachzuweisenden Betrag, ist das Vorstandsmitglied zum Nacherwerb verpflichtet. Versorgungszusagen Die Mitglieder des Vorstands sind - wie alle Mitarbeiter der Siemens AG - in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV) eingebunden. Im Rahmen der BSAV erhalten die Mitglieder des Vorstands Beiträge, die ihrem Versorgungskonto gutgeschrieben werden. Die Höhe der jährlichen Beiträge resultiert aus einem festgelegten Prozentsatz, bezogen auf Grundvergütung und Zielbetrag des Bonus. Der Aufsichtsrat entscheidet jährlich über diesen Prozentsatz, der zuletzt auf 28 % festgelegt wurde. Bei seiner Entscheidung berücksichtigt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau, auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit, sowie den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Aufwand für das Unternehmen. Die Unverfallbarkeit der Versorgungszusagen richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes. Aufgrund von Einzelentscheidungen des Aufsichtsrats können Vorstandsmitgliedern auch Sonderbeiträge gewährt werden, die im Fall der Neubestellung von Unternehmensexternen zu Vorstandsmitgliedern von Beginn an unverfallbar gestellt werden können. Soweit ein Mitglied des Vorstands vor Einführung der BSAV einen Pensionsanspruch gegenüber dem Unternehmen erworben hat, entfällt ein Teil seiner Beiträge auf die Finanzierung dieses Altanspruchs. Die Mitglieder des Vorstands haben frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahrs einen Anspruch auf Leistungen aus der BSAV. Die Auszahlung des Versorgungsguthabens erfolgt grundsätzlich in zwölf Jahresraten. Auf Antrag des Mitglieds des Vorstands oder seiner Hinterbliebenen kann das Versorgungsguthaben mit Zustimmung der Gesellschaft auch in einer geringeren Anzahl Raten oder in einer Summe als Einmalbetrag ausgezahlt werden. Ferner kann das Versorgungsguthaben verrentet werden. Darüber hinaus kann eine Kombination aus Ratenzahlung (ein bis zwölf Raten) und Verrentung gewählt werden. Sofern eine Verrentung gewählt wird, ist zu entscheiden, ob dies mit oder ohne Hinterbliebenenversorgung erfolgen soll. Stirbt ein Mitglied des Vorstands als Rentenempfänger, so werden Hinterbliebenenleistungen gezahlt, wenn das Mitglied des Vorstands entsprechende Hinterbliebenenleistungen gewählt hat. An hinterbliebene Kinder gewährt die Gesellschaft dann eine Zeitrente bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs beziehungsweise bei Zusagen ab dem 1. Januar 2007 bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs. Die Leistungen aus der vor der BSAV bestehenden Versorgungsordnung werden grundsätzlich als Rentenleistung mit Hinterbliebenenversorgung gewährt. Anstelle der Rentenzahlung kann auch hier die Auszahlung in Raten oder als Einmalbetrag gewählt werden. Die Mitglieder des Vorstands, die bereits vor dem 30. September 1983 im Unternehmen tätig waren, haben in den ersten sechs Monaten nach Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf Übergangszahlungen in Höhe des Differenzbetrags zwischen der letzten Grundvergütung und dem Leistungsanspruch aus der betrieblichen Altersversorgung. Zusagen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand Für den Fall der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge eine Ausgleichszahlung vor, deren Höhe auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist und die nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergütet (Cap). Die Höhe der Ausgleichszahlung errechnet sich anhand der Grundvergütung sowie der im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich erhaltenen variablen Vergütung (Bonus) und langfristigen aktienbasierten Vergütung (Stock Awards). Die Ausgleichszahlung ist zahlbar im Monat des Ausscheidens. Zudem wird ein einmaliger Sonderbeitrag in die BSAV geleistet; die Höhe dieses Sonderbeitrags bemisst sich nach dem BSAV-Beitrag, den das betroffene Mitglied des Vorstands im Vorjahr erhalten hat, sowie nach der Restlaufzeit der Bestellung; er ist jedoch auf maximal zwei Jahresbeiträge begrenzt (Cap). Die vorgenannten Leistungen werden nicht erbracht, wenn die einvernehmliche Beendigung der Vorstandstätigkeit auf Wunsch des Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund zur Kündigung des Anstellungsverhältnisses durch die Gesellschaft besteht. Im Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control), durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds), hat das Vorstandsmitglied das Recht, den Anstellungsvertrag zu kündigen. Ein Kontrollwechsel liegt dann vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben, die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des § 291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder auf ein anderes Unternehmen verschmolzen wird. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechts hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. In die Berechnung der Jahresvergütung wird zusätzlich zur Grundvergütung und zum Zielbetrag für den Bonus auch der Zielbetrag für die Stock Awards einbezogen, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird. Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt. Kein Abfindungsanspruch besteht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht ferner nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand eintritt. Zusätzlich werden bei Ausgleichs- oder Abfindungszahlungen Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5 % der Ausgleichs- beziehungsweise Abfindungssumme abgegolten. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdiensts werden Ausgleichs- oder Abfindungszahlungen um 15 % gekürzt; die Kürzung bezieht sich jedoch nur auf den Teil der Ausgleichs- oder Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde. Die variable Vergütung (Bonus) wird bei Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Vorstand nach dem Ende des Geschäftsjahrs, in dem die Bestellung endete, zeitanteilig ermittelt und zum üblichen Auszahlungs- beziehungsweise Übertragungstermin in bar ausgeglichen. Endet der Anstellungsvertrag während einer laufenden Bestellungsperiode, so bleiben die unverfallbaren Zusagen auf Aktien (Bonus Awards), für die noch die Wartefrist läuft, uneingeschränkt erhalten. Endet der Anstellungsvertrag aufgrund Pensionierung, Erwerbsunfähigkeit oder Tod, werden Bonus Awards eines Vorstandsmitglieds zum Stichtag des Ausscheidens in bar ausgeglichen. Aktienzusagen, die als langfristige aktienbasierte Vergütung gewährt wurden (Stock Awards) und für die noch die Sperrfrist läuft, verfallen grundsätzlich ersatzlos, wenn der Anstellungsvertrag während einer laufenden Bestellungsperiode endet. Dasselbe gilt, wenn der Anstellungsvertrag nach Ablauf der Bestellungsperiode nicht verlängert wird und diese Nichtverlängerung auf Wunsch des Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund vorliegt, der zum Widerruf der Bestellung oder zur Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt hätte. Gewährte Stock Awards verfallen jedoch nicht, wenn die Beendigung des Anstellungsvertrags aufgrund Pensionierung, Erwerbsunfähigkeit oder Tod oder in Zusammenhang mit einer Ausgliederung, einem Betriebsübergang oder einem Wechsel der Tätigkeit innerhalb des Konzerns stattfindet. Die Stock Awards bleiben in diesem Fall bei Beendigung des Anstellungsvertrags bestehen und werden nach Ablauf der Sperrfrist erfüllt. Das ab dem Geschäftsjahr 2014 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wird der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Januar 2014 zur Billigung vorgelegt. Die Anpassungen gegenüber dem geltenden System sind im Abschnitt → B.4.1.4 ANPASSUNGEN DES VERGÜTUNGSSYSTEMS FÜR DEN VORSTAND ZUM GESCHÄFTSJAHR 2014 erläutert. B.4.1.2 VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013 Auf der Grundlage unseres Zielsystems One Siemens hat der Aufsichtsrat zu Beginn des Geschäftsjahrs die Ziele und die Gewichtung der gegenüber dem Vorjahr unveränderten Parameter organisches Umsatzwachstum, Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) (angepasst), Freier Zahlungsmittelzufluss (Free Cash Flow), jeweils auf Basis fortgeführter Aktivitäten, sowie Ergebnis je Aktie (Earnings Per Share, EPS) auf Basis fortgeführter und nicht fortgeführter Aktivitäten festgelegt. Durch das Festlegen dieser Parameter und deren Gewichtung wird eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts honoriert. Die interne Überprüfung der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013 hat ergeben, dass die sich aus der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2013 ergebende Vorstandsvergütung angemessen ist. Nach Entscheidung über das Erreichen der zu Beginn des Geschäftsjahrs festgelegten Ziele hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 6. November 2013 die Höhe der variablen Vergütung (Bonus), der zu gewährenden Aktienzusagen (Stock Awards) sowie der Beiträge zur Altersversorgung wie folgt festgelegt: Variable Vergütung (Bonus) Bei der Zielsetzung für die variable Vergütung (Bonus) hat der Aufsichtsrat zu Beginn des Geschäftsjahrs 2013 berücksichtigt, dass das Unternehmen weiterhin auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtet ist. Hierbei soll das Unternehmen in Zeiten hoher Volatilität der Märkte seine finanzielle Flexibilität wahren und sich im Wettbewerb bewähren: ― Die Kapitaleffizienz und Kapitalstruktur des Unternehmens standen im Rahmen der nachhaltigen Wertsteigerung im Fokus - dies wurde bei der Gewichtung der beiden Zielparameter Kapitalrendite und freier Zahlungsmittelfluss berücksichtigt. ― Der Zielwert für das organische Umsatzwachstum berücksichtigt die hohe konjunkturelle Unsicherheit sowie das Ziel kapitaleffizienten Wachstums. ― Die Zielsetzung für die Kapitalrendite berücksichtigt die Erstanwendung des überarbeiteten Rechnungslegungsstandards IAS 19R. Ferner fanden die Geschäftserwartungen für das Geschäftsjahr 2013 sowie das Programm »Siemens 2014« Berücksichtigung. ― Der Zielwert für den freien Zahlungsmittelzufluss wurde auf dem Niveau des Vorjahrs festgesetzt, der damals spürbar angehoben worden war. Ferner wurde der Trend eines rückläufigen Anzahlungsverhaltens der Kunden berücksichtigt. Im Ergebnis ergaben sich für die variable Vergütung (Bonus) folgende Zielsetzung und Zielerreichung: scroll Zielparameter Gewichtung 100 %-Zielwert IST-Wert GJ 2013 Zielerreichung Umsatzwachstum (organisch)1 20 % - 0,5 % - 1,1 % 87,80 % Kapitalrendite (ROCE) (angepasst)1 40 % 15,1 % 13,8 % 67,75 % Freier Zahlungsmittelzufluss (Free Cash Flow)1 40 % 3.600 Mio. € 5.257 Mio. € 155,24 % Zielerreichung (rechnerisch) 106,76 % 1 Fortgeführte Aktivitäten. Die für die Zielerreichung gemessenen Werte wurden nicht bereinigt. Der Aufsichtsrat hat in der wertenden Gesamtschau aller Aspekte nach pflichtgemäßem Ermessen entschieden, die aus der Zielerreichung resultierenden Bonusauszahlungsbeträge für alle Mitglieder des Vorstands nach unten anzupassen, sodass sich für die Festsetzung der Auszahlungsbeträge der variablen Vergütung (Bonus) ein Zielerreichungsgrad von 95 % ergibt. Bei seiner Entscheidung hat der Aufsichtsrat unter anderem berücksichtigt, dass das Unternehmen insbesondere bei der Profitabilität im Vergleich zum Wettbewerb hinter den Erwartungen geblieben ist. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Leistung einzelner Vorstandsmitglieder reflektiert und hieraus weitere individuelle Anpassungen für einzelne Mitglieder des Vorstands vorgenommen. Langfristige aktienbasierte Vergütung Für die eine Hälfte des jährlichen Zielbetrags der Aktienzusagen (Stock Awards) ergab sich ein durchschnittlicher EPS-Wert (unverwässert) der Geschäftsjahre 2011 bis 2013 von 5,46 €. Dies entspricht einem Zielerreichungsgrad von 118 %. Für die andere Hälfte des jährlichen Zielbetrags der Aktienzusagen hat der Aufsichtsrat eine Anzahl von Stock Awards gewährt, die durch den Geldwert des hälftigen Zielbetrags am Zusagetag bestimmt wurde. Inwieweit die Anzahl dieser Aktienzusagen nach Ablauf der Sperrfrist anzupassen beziehungsweise eine zusätzliche Barzahlung zu leisten ist, richtet sich nach der Entwicklung des Kurses der Siemens-Aktie im Vergleich zu den fünf Wettbewerbern (ABB, General Electric, Philips, Rockwell und Schneider) in den kommenden vier Jahren und wird somit erst nach Ablauf des Geschäftsjahrs 2017 festgestellt. Zur Ermittlung der Anzahl der gewährten Aktienzusagen (Bonus Awards und Stock Awards) wurde der Xetra-Schlusskurs der Siemens-Aktie am Tag der Zusage, abzüglich des Gegenwerts der während der Halteperiode erwarteten Dividenden, die dem Berechtigten nicht zustehen, herangezogen. Dieser Wert zur Ermittlung der Anzahl beträgt 80,88 (im Vj. 64,93) €. Leistungen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand In Zusammenhang mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit des ehemaligen Vorsitzenden des Vorstands Peter Löscher zum 31. Juli 2013 wurde die Beendigung des laufenden Anstellungsvertrags zum 30. September 2013 vereinbart. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die vertraglich vereinbarten Leistungen weiter gewährt. Mit Herrn Löscher wurde in Zusammenhang mit der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit eine Ausgleichszahlung in Höhe von 14.803.005 € brutto und ein einmaliger Sonderbeitrag zur BSAV in Höhe von 2.240.000 €, der im Januar 2014 gutgeschrieben wird, vereinbart. Mit Herrn Löscher wurde darüber hinaus vereinbart, dass die langfristige aktienbasierte Vergütung (Stock Awards) für das Geschäftsjahr 2013 nach Vorliegen der tatsächlichen Zielerreichung ermittelt und zum üblichen Termin zugesagt wird. Diese 28.077 Stock Awards werden gemäß den vertraglichen Regelungen in bar abgefunden, da am Tag der Zusage kein aktives Dienstverhältnis besteht. Die Gesellschaft hat mit Herrn Löscher darüber hinaus die Erstattung von Auslagen bis maximal 100.000 € zuzüglich Mehrwertsteuer vereinbart. Herr Löscher hat sich seinerseits verpflichtet, für die Dauer von zwei Jahren nach Beendigung seines Anstellungsvertrags, das heißt bis zum 30. September 2015, nicht für eines der wesentlichen Wettbewerbsunternehmen von Siemens tätig zu werden; eine zusätzliche Entschädigung für dieses nachvertragliche Wettbewerbsverbot wird von Siemens nicht geleistet. Allerdings bleiben die bereits in der Vergangenheit zugesagten Stock Awards der Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012, für die noch die Sperrfrist läuft, uneingeschränkt erhalten. Vergleiche hierzu die Angaben in Abschnitt → B.4.1.3 ZUSATZANGABEN ZU AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSINSTRUMENTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2013. In Zusammenhang mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit von Brigitte Ederer zum 30. September 2013 wurde die Beendigung des laufenden Anstellungsvertrags zum selben Zeitpunkt vereinbart. Mit Frau Ederer wurde in Zusammenhang mit der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit eine Ausgleichszahlung in Höhe von 5.600.019 € brutto und ein einmaliger Sonderbeitrag zur BSAV in Höhe von 882.000 €, der im Januar 2014 gutgeschrieben wird, vereinbart. Mit Frau Ederer wurde darüber hinaus vereinbart, dass die langfristige aktienbasierte Vergütung (Stock Awards) für das Geschäftsjahr 2013 nach Vorliegen der tatsächlichen Zielerreichung ermittelt und zum üblichen Termin zugesagt wird. Diese 13.477 Stock Awards werden gemäß den vertraglichen Regelungen in bar abgefunden, da am Tag der Zusage kein aktives Dienstverhältnis besteht. Die Gesellschaft hat mit Frau Ederer darüber hinaus die Erstattung von Auslagen bis maximal 30.000 € zuzüglich Mehrwertsteuer vereinbart. Die bereits in der Vergangenheit zugesagten Stock Awards der Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012, für die noch die Sperrfrist läuft, bleiben uneingeschränkt erhalten. Vergleiche hierzu die Angaben in Abschnitt → B.4.1.3 ZUSATZANGABEN ZU AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSINSTRUMENTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2013. Bei der Ermittlung der Höhe der Ausgleichszahlung für Herrn Löscher und Frau Ederer wurden gemäß der Regelung im Anstellungsvertrag die Grundvergütung des Geschäftsjahrs 2013 sowie die tatsächlich erhaltene variable und langfristige aktienbasierte Vergütung des Geschäftsjahrs 2012 herangezogen und insgesamt auf zwei Jahresvergütungen beziehungsweise die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags begrenzt. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdiensts wurde der Teil der Ausgleichszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde, um 15 % gekürzt. Zusätzlich wurden Sachbezüge durch eine Zahlung in Höhe von 5 % der Ausgleichszahlung abgegolten. Gesamtvergütung Aufgrund der vorgenannten Festsetzungen des Aufsichtsrats ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 eine Gesamtvergütung des Vorstands in Höhe von 34,58 Mio. €; dies entspricht einer Minderung der Gesamtvergütung von 12,7 % (im Vj. 39,61 Mio. €). Von dieser Gesamtvergütung entfielen 16,98 (im Vj. 17,45) Mio. € auf die Barvergütung und 17,60 (im Vj. 22,16) Mio. € auf die aktienbasierte Vergütung. Damit wurde mehr als die Hälfte der Vergütung in Form von aktienbasierten Vergütungsinstrumenten mit einer Sperr- beziehungsweise Wartefrist von vier Jahren und somit aufgeschoben gewährt. Der nachfolgende Ausweis der für das Geschäftsjahr 2013 gewährten Vergütung berücksichtigt zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen auch die neuen Empfehlungen des DCGK. So wird zur Darstellung die vom Kodex empfohlene Mustertabelle zum Ausweis des Werts der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr verwendet. Dabei werden auch die Werte, die im Minimum beziehungsweise im Maximum erreicht werden können, angegeben. Die dargestellten Zeitwerte der gewährten aktienbasierten Vergütung wurden nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt. Erst nach Ablauf der vierjährigen Warte- beziehungsweise Sperrfrist, das heißt im November 2017, wird je Award eine Aktie übertragen. Die Anzahl der an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpften Stock Awards wird aufgrund der tatsächlichen Zielerreichung nach Ablauf der Sperrfrist angepasst. Dementsprechend kann der Wert der tatsächlich übertragenen Aktien, auch in Abhängigkeit von dem bei Übertragung gültigen Aktienkurs, höher oder niedriger ausfallen als hier dargestellt. Für die Mitglieder des Vorstands wurde die auf den folgenden Seiten dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 gewährt (individualisierte Angaben): Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Joe Kaeser8 Vorsitzender seit 1. August 2013 (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 1.113.750 1.113.750 1.113.750 Nebenleistungen1 72.935 71.843 71.843 71.843 Summe 972.935 1.185.593 1.185.593 1.185.593 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 556.875 0 1.336.500 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 2.796.444 2.542.970 0 4.886.500 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 558.881 0 1.336.500 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 1.347.557 1.047.315 0 3.550.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 836.922 936.774 Summe 4.219.379 4.285.438 1.185.593 7.408.593 Versorgungsaufwand (Service Cost) 530.970 504.323 504.323 504.323 Gesamtvergütung (DCGK)7 4.750.349 4.789.761 1.689.916 7.912.916 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 558.849 Gesamt- vergütung 4.381.334 4.287.412 scroll Dr. Roland Busch Vorstand mit Sektorverantwortung (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 967.500 967.500 967.500 Nebenleistungen1 49.771 48.591 48.591 48.591 Summe 949.771 1.016.091 1.016.091 1.016.091 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 483.750 0 1.161.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.799.038 1.551.574 0 3.161.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 550.801 433.840 0 1.161.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 590.020 0 2.000.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 527.714 Summe 3.198.809 3.051.415 1.016.091 5.338.091 Versorgungsaufwand (Service Cost) 547.713 520.736 520.736 520.736 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.746.522 3.572.151 1.536.827 5.858.827 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 550.760 433.819 Gesamtvergütung 3.299.569 3.001.484 scroll Brigitte Ederer9 Mitglied des Vorstands (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 900.000 900.000 900.000 Nebenleistungen1 27.697 42.571 42.571 42.571 Summe 927.697 942.571 942.571 942.571 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 900.000 0 2.160.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.860.202 1.117.734 0 2.000.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 0 0 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 590.020 0 2.000.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 527.714 Summe 3.237.899 2.960.305 942.571 5.102.571 Versorgungsaufwand (Service Cost) 552.904 525.886 525.886 525.886 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.790.803 3.486.191 1.468.457 5.628.457 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 855.148 Gesamtvergütung 3.399.854 2.915.453 scroll Klaus Helmrich Mitglied des Vorstands (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 900.000 900.000 900.000 Nebenleistungen1 76.961 68.329 68.329 68.329 Summe 976.961 968.329 968.329 968.329 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 450.000 0 1.080.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.860.202 1.545.347 0 3.080.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 427.613 0 1.080.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 590.020 0 2.000.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 527.714 Summe 3.287.163 2.963.676 968.329 5.128.329 Versorgungsaufwand (Service Cost) 547.675 520.698 520.698 520.698 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.834.838 3.484.374 1.489.027 5.649.027 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 427.574 Gesamtvergütung 3.449.118 2.941.250 scroll Barbara Kux Mitglied des Vorstands (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 900.000 900.000 900.000 Nebenleistungen1 33.960 68.048 68.048 68.048 Summe 933.960 968.048 968.048 968.048 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 450.000 0 1.080.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.860.202 1.545.347 0 3.080.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 427.613 0 1.080.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 590.020 0 2.000.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 527.714 Summe 3.244.162 2.963.395 968.048 5.128.048 Versorgungsaufwand (Service Cost) 552.800 525.734 525.734 525.734 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.796.962 3.489.129 1.493.782 5.653.782 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 427.574 Gesamtvergütung 3.406.117 2.940.969 scroll Prof. Dr. Hermann Requardt8 Vorstand mit Sektorverantwortung (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 967.500 967.500 967.500 Nebenleistungen1 64.132 65.544 65.544 65.544 Summe 964.132 1.033.044 1.033.044 1.033.044 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 483.750 0 1.161.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.921.431 1.934.354 0 3.661.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 673.194 537.124 0 1.161.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 737.545 0 2.500.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 659.685 Summe 3.335.563 3.451.148 1.033.044 5.855.044 Versorgungsaufwand (Service Cost) 526.202 499.761 499.761 499.761 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.861.765 3.950.909 1.532.805 6.354.805 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 673.151 537.110 Gesamtvergütung 3.558.714 3.504.508 Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Prof. Dr. Siegfried Russwurm8 Vorstand mit Sektorverantwortung (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 967.500 967.500 967.500 Nebenleistungen1 42.146 42.134 42.134 42.134 Summe 942.146 1.009.634 1.009.634 1.009.634 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 483.750 0 1.161.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.860.202 1.856.952 0 3.661.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 459.722 0 1.161.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 737.545 0 2.500.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 659.685 Summe 3.252.348 3.350.336 1.009.634 5.831.634 Versorgungsaufwand (Service Cost) 546.850 519.915 519.915 519.915 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.799.198 3.870.251 1.529.549 6.351.549 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 459.642 Gesamtvergütung 3.414.303 3.326.228 scroll Peter Y. Solmssen10 Mitglied des Vorstands (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 900.000 900.000 900.000 Nebenleistungen1 33.498 32.977 32.977 32.977 Summe 933.498 932.977 932.977 932.977 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 450.000 0 1.080.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.860.202 1.545.347 0 3.080.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 427.613 0 1.080.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 590.020 0 2.000.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 527.714 Summe 3.243.700 2.928.324 932.977 5.092.977 Versorgungsaufwand (Service Cost) 553.236 526.160 526.160 526.160 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.796.936 3.454.484 1.459.137 5.619.137 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 427.574 Gesamtvergütung 3.405.655 2.905.898 scroll Dr. Michael Süß Vorstand mit Sektorverantwortung (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 967.500 967.500 967.500 Nebenleistungen1 49.089 36.158 36.158 36.158 Summe 949.089 1.003.658 1.003.658 1.003.658 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 450.000 483.750 0 1.161.000 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 1.860.202 1.577.456 0 3.161.000 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 611.965 459.722 0 1.161.000 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 770.005 590.020 0 2.000.000 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 478.232 527.714 Summe 3.259.291 3.064.864 1.003.658 5.325.658 Versorgungsaufwand (Service Cost) 558.008 530.392 530.392 530.392 Gesamtvergütung (DCGK)7 3.817.299 3.595.256 1.534.050 5.856.050 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 459.642 Gesamtvergütung 3.421.246 3.040.756 scroll Dr. Ralf P. Thomas Finanzvorstand seit 18. September 2013 (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2013 (Min) GJ 2013 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) - 34.938 34.938 34.938 Nebenleistungen1 - 2.465 2.465 2.465 Summe - 37.403 37.403 37.403 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 17.469 0 41.926 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 - 57.134 0 114.148 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 - 16.661 0 41.926 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) - Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 - 21.352 0 72.222 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 - 19.121 Summe - 112.006 37.403 193.477 Versorgungsaufwand (Service Cost) - 208.034 208.034 208.034 Gesamtvergütung (DCGK)7 - 320.040 245.437 401.511 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungs- grundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 - 16.598 Gesamtvergütung - 111.135 scroll Peter Löscher11 Mitglied und Vorsitzender des Vorstands bis 31. Juli 2013 (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 2.000.000 1.666.667 Nebenleistungen1 30.720 25.689 Summe 2.030.720 1.692.356 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil (DCGK)2 1.000.000 1.666.667 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung3,4 4.480.553 2.328.604 aktienbasiert Variable Vergütung (Bonus) - Bonus Awards2,5 1.359.959 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 4 Jahre) Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre5 1.925.045 1.229.214 Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkurs- entwicklung6 1.195.549 1.099.390 Summe 7.511.273 5.687.627 Versorgungsaufwand (Service Cost) 1.235.653 1.171.716 Gesamtvergütung (DCGK)7 8.746.926 6.859.343 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 34,58 (im Vj. 39,61 Mio.) €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte zugesagte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 1.359.900 1.583.607 Gesamtvergütung 7.871.173 5.604.567 1 Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weiteren Nebenleistungen wie die Bereitstellung von Dienstwagen in Höhe von 239.301 (im Vj. 257.855) €, Zuschüsse zu Versicherungen in Höhe von 88.827 (im Vj. 87.429) €, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf übernommenen Steuern, sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen in Höhe von 176.221 (im Vj. 135.625) €. 2 Der Aufsichtsrat hat die aus der Zielerreichung resultierenden Bonusauszahlungsbeträge für alle Mitglieder des Vorstands um 11 % nach unten angepasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat zusätzlich individuell wie folgt angepasst: Joe Kaeser um 5 % nach oben, Dr. Roland Busch um 5 % nach unten und Prof. Dr. Hermann Requardt um 15 % nach oben. 3 Die Angaben zu den individuellen Maximalwerten bei der mehrjährigen variablen Vergütung weisen den möglichen Maximalwert zum Zeitpunkt der Gewährung aus; abhängig von der Entwicklung des Aktienkurses kann dieser Wert im Zuflusszeitpunkt nach Ablauf der vierjährigen Warte- bzw. Sperrfrist gegebenenfalls höher ausfallen. Im Einklang mit den Empfehlungen des DCGK werden betragsmäßige Höchstgrenzen für die mehrjährige variable Vergütung sowie für die Vergütung insgesamt für Zusagen ab dem Geschäftsjahr 2014 eingeführt, die im Abschnitt → B.4.1.4 ANPASSUNGEN DES VERGÜTUNGSSYSTEMS FÜR DEN VORSTAND ZUM GESCHÄFTSJAHR 2014 beschrieben werden. 4 Der in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 gemäß IFRS erfasste Aufwand aus aktienbasierter Vergütung (Bonus Awards und Stock Awards) sowie aus Share Matching Plan für Mitglieder des Vorstands belief sich auf 23.160.536 € beziehungsweise 15.995.543 €. Auf die Mitglieder des Vorstands entfielen dabei im Geschäftsjahr 2013 folgende Beträge: Joe Kaeser 2.099.925 (im Vj. 1.781.626) €, Dr. Roland Busch 1.091.572 (im Vj. 735.167) €, Brigitte Ederer 3.062.678 (im Vj. 950.250) €, Klaus Helmrich 1.058.299 (im Vj. 735.167) €, Barbara Kux 1.566.960 (im Vj. 1.493.576) €, Prof. Dr. Hermann Requardt 1.686.929 (im Vj. 1.605.244) €, Prof. Dr. Siegfried Russwurm 1.653.844 (im Vj. 1.571.872) €, Peter Y. Solmssen 1.566.874 (im Vj. 1.566.372) €, Dr. Michael Süß 1.091.934 (im Vj. 735.167) € und Dr. Ralf P. Thomas 19.572 (im Vj. 0) €. Der für das ehemalige Vorstandsmitglied Peter Löscher entsprechend erfasste Aufwand betrug 8.261.949 (im Vj. 3.757.710) €. 5 Für Stock Awards, deren Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre ist, sowie Bonus Awards entspricht der beizulegende Zeitwert am Zusagetag dem jeweiligen Geldwert. 6 Die Geldwerte bezogen auf einen Zielerreichungsgrad von 100 % beliefen sich auf 6.197.430 (im Vj. 6.125.302) €. Auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfielen dabei folgende Beträge: Joe Kaeser 887.577 (im Vj. 875.062) €, Dr. Roland Busch 500.000 (im Vj. 500.026) €, Brigitte Ederer 500.000 (im Vj. 500.026) €, Klaus Helmrich 500.000 (im Vj. 500.026) €, Barbara Kux 500.000 (im Vj. 500.026) €, Prof. Dr. Hermann Requardt 625.041 (im Vj. 500.026) €, Prof. Dr. Siegfried Russwurm 625.041 (im Vj. 500.026) €, Peter Y. Solmssen 500.000 (im Vj. 500.026) €, Dr. Michael Süß 500.000 (im Vj. 500.026) € und Dr. Ralf P. Thomas 18.117 (im Vj. 0) €. Der für das ehemalige Vorstandsmitglied Peter Löscher entsprechende Geldwert betrug 1.041.654 (im Vj. 1.250.032) €. 7 In der Gesamtvergütung wirkt der jeweilige beizulegende Zeitwert aktienbasierter Vergütungskomponenten. Unter Zugrundelegung der jeweiligen Geldwerte aktienbasierter Vergütungskomponenten beträgt die Gesamtvergütung 34.236.151 (im Vj. 39.874.058) €. 8 Der Aufsichtsrat hat den jährlichen Zielbetrag für den Geldwert der Stock-Awards-Zusage für das Geschäftsjahr 2013 bei Joe Kaeser um 75 % auf 1.750.000 €, bei Prof. Dr. Hermann Requardt und bei Prof. Dr. Siegfried Russwurm jeweils um 25 % auf 1.250.000 € angehoben. 9 Brigitte Ederer ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden. Gemäß den vertraglichen Regelungen wird einerseits die variable Vergütung (Bonus) für das Geschäftsjahr 2013 vollständig in bar gewährt, und andererseits werden die Siemens Stock Awards für das Geschäftsjahr 2013 in bar abgefunden. 10 Peter Y. Solmssen werden anfallende Umzugskosten bei Ausscheiden aus dem Vorstand erstattet. 11 Peter Löscher ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 30. September 2013. Neben der ausgewiesenen Gesamtvergütung von Herrn Löscher als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands erhielt er für die Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags in den Monaten August und September 2013 folgende Vergütung: Festvergütung in Höhe von 333.333 €, Nebenleistungen in Höhe von 5.138 €, anteilige variable Vergütung (Bonus) in Höhe von 316.721 €, sowie anteilige Siemens Stock Awards in Höhe von 465.690 €. Gemäß den vertraglichen Regelungen wird einerseits die variable Vergütung (Bonus) für das Geschäftsjahr 2013 vollständig in bar gewährt, und andererseits werden die Siemens Stock Awards für das Geschäftsjahr 2013 in bar abgefunden. Zufluss Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss im beziehungsweise für das Geschäftsjahr 2013 aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung - differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren - und Versorgungsaufwand aus. Abweichend von der vorstehend dargestellten, für das Geschäftsjahr 2013 gewährten, mehrjährigen variablen Vergütung beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2013 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen. Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Joe Kaeser Vorsitzender seit 1. August 2013 Dr. Roland Busch Vorstand mit Sektorverantwortung (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 1.113.750 900.000 967.500 Nebenleistungen1 72.935 71.843 49.771 48.591 Summe 972.935 1.185.593 949.771 1.016.091 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 558.849 550.760 433.819 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung 2.212.054 1.426.193 273.058 183.382 aktienbasiert Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2009 - 2012) 0 1.299.629 0 178.145 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2008 - 2011) 1.935.766 0 215.579 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2010 - 2012) 0 126.564 0 5.237 Share Matching Plan (Haltefrist: 2009 - 2011) 276.288 0 57.479 0 Sonstiges 0 0 0 0 Summe 3.796.944 3.170.635 1.773.589 1.633.292 Versorgungsaufwand (Service Cost) 530.970 504.323 547.713 520.736 Gesamtvergütung (DCGK) 4.327.914 3.674.958 2.321.302 2.154.028 scroll Brigitte Ederer3 Mitglied des Vorstands Klaus Helmrich Mitglied des Vorstands (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 900.000 900.000 900.000 Nebenleistungen1 27.697 42.571 76.961 68.329 Summe 927.697 942.571 976.961 968.329 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 855.148 611.955 427.574 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung 304.566 227.441 391.094 292.379 aktienbasiert Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2009 - 2012) 0 227.441 0 292.379 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2008 - 2011) 304.566 0 310.250 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2010 - 2012) 0 0 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2009 - 2011) 0 0 80.844 0 Sonstiges 0 0 0 0 Summe 1.844.218 2.025.160 1.980.010 1.688.282 Versorgungsaufwand (Service Cost) 552.904 525.886 547.675 520.698 Gesamtvergütung (DCGK) 2.397.122 2.551.046 2.527.685 2.208.980 scroll Barbara Kux Mitglied des Vorstands Prof. Dr. Hermann Requardt Vorstand mit Sektorverantwortung (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 900.000 900.000 967.500 Nebenleistungen1 33.960 68.048 64.132 65.544 Summe 933.960 968.048 964.132 1.033.044 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 427.574 673.151 537.110 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung 0 1.192.671 2.167.117 1.381.376 aktienbasiert Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2009 - 2012) 0 1.137.126 0 1.299.629 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2008 - 2011) 0 0 1.935.766 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2010 - 2012) 0 55.545 0 81.747 Share Matching Plan (Haltefrist: 2009 - 2011) 0 0 231.351 0 Sonstiges 0 0 0 0 Summe 1.545.915 2.588.293 3.804.400 2.951.530 Versorgungsaufwand (Service Cost) 552.800 525.734 526.202 499.761 Gesamtvergütung (DCGK) 2.098.715 3.114.027 4.330.602 3.451.291 Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Prof. Dr. Siegfried Russwurm Vorstand mit Sektorverantwortung Peter Y. Solmssen Mitglied des Vorstands (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 967.500 900.000 900.000 Nebenleistungen1 42.146 42.134 33.498 32.977 Summe 942.146 1.009.634 933.498 932.977 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 459.642 611.955 427.574 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung 2.288.812 1.342.022 2.379.441 1.299.629 aktienbasiert Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2009 - 2012) 0 1.299.629 0 1.299.629 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2008 - 2011) 1.935.766 0 1.935.766 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2010 - 2012) 0 42.393 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2009 - 2011) 353.046 0 443.675 0 Sonstiges 0 0 0 0 Summe 3.842.913 2.811.298 3.924.894 2.660.180 Versorgungsaufwand (Service Cost) 546.850 519.915 553.236 526.160 Gesamtvergütung (DCGK) 4.389.763 3.331.213 4.478.130 3.186.340 scroll Dr. Michael Süß Vorstand mit Sektorverantwortung Dr. Ralf P. Thomas Finanzvorstand seit 18. September 2013 (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 900.000 967.500 0 34.938 Nebenleistungen1 49.089 36.158 0 2.465 Summe 949.089 1.003.658 0 37.403 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 611.955 459.642 0 16.598 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung 647.466 477.239 0 0 aktienbasiert Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2009 - 2012) 0 477.239 0 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2008 - 2011) 647.466 0 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2010 - 2012) 0 0 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2009 - 2011) 0 0 0 0 Sonstiges 0 0 0 0 Summe 2.208.510 1.940.539 0 54.001 Versorgungsaufwand (Service Cost) 558.008 530.392 0 208.034 Gesamtvergütung (DCGK) 2.766.518 2.470.931 0 262.035 scroll Peter Löscher4 Mitglied und Vorsitzender des Vorstands bis 31. Juli 2013 (Angaben in €) GJ 2012 GJ 2013 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 2.000.000 1.666.667 Nebenleistungen1 30.720 25.689 Summe 2.030.720 1.692.356 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil2 1.359.900 1.583.607 Mit langfristiger Anreizwirkung Mehrjährige variable Vergütung 4.839.378 3.248.954 aktienbasiert Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2009 - 2012) 0 3.248.954 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2008 - 2011) 4.839.378 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2010 - 2012) 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2009 - 2011) 0 0 Sonstiges 0 0 Summe 8.229.998 6.524.917 Versorgungsaufwand (Service Cost) 1.235.653 1.171.716 Gesamtvergütung (DCGK) 9.465.651 7.696.633 1 Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weitere Nebenleistungen wie die Bereitstellung von Dienstwagen in Höhe von 239.301 (im Vj. 257.855) €, Zuschüsse zu Versicherungen in Höhe von 88.827 (im Vj. 87.429) €, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf übernommenen Steuern, sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen in Höhe von 176.221 (im Vj. 135.625) €. 2 Der Aufsichtsrat hat die aus der Zielerreichung resultierenden Bonusauszahlungsbeträge für alle Mitglieder des Vorstands um 11 % unten angepasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat zusätzlich individuell wie folgt angepasst: Joe Kaeser um 5 % nach oben, Dr. Roland Busch um 5 % nach unten und Prof. Dr. Hermann Requardt um 15 % nach oben. Die ausgewiesene einjährige variable Vergütung (Bonus) - Baranteil beinhaltet demnach den für das Geschäftsjahr 2013 nach der Bonusanpassung zugesagten Betrag, der im Januar 2014 zur Auszahlung kommt. 3 Brigitte Ederer ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden. Gemäß den vertraglichen Regelungen wird die variable Vergütung (Bonus) für das Geschäftsjahr 2013 vollständig in bar gewährt. 4 Peter Löscher ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 30. September 2013. Gemäß den vertraglichen Regelungen wird die variable Vergütung (Bonus) für das Geschäftsjahr 2013 vollständig in bar gewährt. Neben dem ausgewiesenen Zufluss für das Geschäftsjahr 2013 als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands ist Peter Löscher für die Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags für die Monate August und September 2013 folgende Vergütung zugeflossen: Festvergütung in Höhe von 333.333 €, Nebenleistungen in Höhe von 5.138 € sowie anteilige variable Vergütung (Bonus) in Höhe von 316.721 €. Versorgungszusagen Für das Geschäftsjahr 2013 wurden den Mitgliedern des Vorstands auf der Grundlage des am 6. November 2013 vom Aufsichtsrat gefassten Beschlusses im Rahmen der BSAV Beiträge in Höhe von 6,4 (im Vj. 5,7) Mio. € gewährt. Davon wurden 6,3 (im Vj. 5,6) Mio. € den individuellen Versorgungskonten gutgeschrieben, der Restbetrag von 0,1 (im Vj. 0,1) Mio. € entfiel auf die Finanzierung der persönlichen Altzusagen. Die Bereitstellung der BSAV-Beiträge auf dem persönlichen Versorgungskonto erfolgt jeweils im auf das Ende des Geschäftsjahrs folgenden Januar mit Wertstellung zum 1. Januar. Auf dem Versorgungskonto wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich jeweils am 1. Januar eine Zinsgutschrift (Garantiezins) in Höhe von derzeit 1,75 % erteilt. Die folgende Übersicht zeigt die Beiträge (Zuführungen) zur BSAV für das Geschäftsjahr 2013 sowie die Anwartschaftsbarwerte der Pensionszusagen in individualisierter Form: scroll Beitrag1 insgesamt für Anwartschaftsbarwert2 sämtlicher Pensionszusagen ohne Entgeltumwandlungen3 (Angaben in €) GJ 2013 GJ 2012 GJ 2013 GJ 2012 Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 1.033.200 504.000 5.580.345 4.388.859 Dr. Roland Busch 541.800 504.000 2.008.718 1.446.910 Brigitte Ederer4 504.000 504.000 2.446.9512 1.102.958 Klaus Helmrich 504.000 504.000 2.248.901 1.723.759 Barbara Kux 504.000 504.000 2.740.4792 2.201.9632 Prof. Dr. Hermann Requardt 541.800 504.000 5.094.071 4.433.581 Prof. Dr. Siegfried Russwurm 541.800 504.000 3.490.629 2.893.761 Peter Y. Solmssen 504.000 504.000 15.750.8832 14.862.4702 Dr. Michael Süß 541.800 504.000 2.353.756 1.789.619 Dr. Ralf P. Thomas5 19.565 - 1.970.651 - Ehemalige Vorstandsmitglieder Peter Löscher6 1.120.000 1.120.000 18.307.5542 14.717.3952 Summe 6.355.965 5.656.000 61.992.938 51.936.101 1 Der im Geschäftsjahr 2013 gemäß IFRS erfasste Aufwand (Service Cost) für Ansprüche der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 aus der BSAV belief sich auf 6.053.355 (im Vj. 6.152.011) €. 2 In den Anwartschaftsbarwerten wirken die einmaligen BSAV-Sonderbeiträge bei Neubestellungen von Unternehmensexternen sowie BSAV-Sonderbeiträge in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand in Höhe von 22.480.000 (im Vj.19.358.000) €, davon bei Peter Löscher 10.740.000 (im Vj. 8.500.000) €, Brigitte Ederer 882.000 (im Vj. 0) €, Barbara Kux 340.000 (im Vj. 340.000) € sowie Peter Y. Solmssen 10.518.000 (im Vj. 10.518.000) €. 3 Auf Entgeltumwandlungen entfallen insgesamt 8.595.135 (im Vj. 7.543.061) €, davon auf Joe Kaeser 2.914.462 (im Vj. 2.755.189) €, Klaus Helmrich 276.893 (im Vj. 269.147) €, Barbara Kux 4.082.366 (im Vj. 3.280.486) € und Prof. Dr. Hermann Requardt 1.275.259 (im Vj. 1.238.239) € und Dr. Ralf P. Thomas 46.155 (im Vj. 0). 4 Brigitte Ederer ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden. 5 Dr. Ralf P. Thomas wurde mit Wirkung zum 18. September 2013 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 6 Peter Löscher ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 30. September 2013. Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2013 Gesamtbezüge im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB in Höhe von 33,1 (im Vj. 15,8) Mio. €. Darin enthalten ist der Barausgleich für die Aktienzusagen des ehemaligen Vorstandsmitglieds Wolfgang Dehen aufgrund der Abspaltung von OSRAM aus dem Konzern. Ferner sind darin die Ausgleichszahlung in Zusammenhang mit der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit des ehemaligen Vorsitzenden des Vorstands Peter Löscher zum 31. Juli 2013, die Vergütung für den Zeitraum bis zur Beendigung seines Anstellungsvertrags, das heißt für die Monate August und September 2013, sowie ein Sonderbeitrag zur BSAV enthalten. Der ehemalige Vorsitzende des Vorstands Peter Löscher erhielt anteilig für die Monate August und September 2013 5.615 Aktienzusagen, die gemäß den vertraglichen Regelungen in bar abgefunden werden. Darüber hinaus erhielten frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene keine Aktienzusagen (im Vj. keine Aktienzusagen). Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation, DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug zum 30. September 2013 192,5 (im Vj. 181,6) Mio. €, die in → ZIFFER 23 LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS enthalten sind. Sonstiges Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. B.4.1.3 ZUSATZANGABEN ZU AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSINSTRUMENTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2013 Im Folgenden finden sich Informationen zu den von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen, die im Geschäftsjahr 2013 und in den vorhergehenden Geschäftsjahren Bestandteil der aktienbasierten Vergütung waren, sowie zu den Ansprüchen der Mitglieder des Vorstands auf Matching-Aktien nach dem Siemens Share Matching Plan. Aktienzusagen Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Bestands der von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen (Bonus Awards und Stock Awards) im Geschäftsjahr 2013: scroll Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 2013 Im Geschäftsjahr gewährt1 Im Ge- schäftsjahr erdient und übertragen Verfallbare Zusagen Stock Awards (Angaben in Stück) Unverfallbare Zusagen Bonus Awards Verfallbare Zusagen Stock Awards Unverfallbare Zusagen Bonus Awards (Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre) (Zielerreichung abhängig von künftiger Aktien- kursentwicklung) Zusagen Bonus Awards und Stock Awards Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 15.394 49.657 9.425 20.754 13.477 16.451 Dr. Roland Busch 7.697 16.490 8.483 11.859 7.701 2.255 Brigitte Ederer4 15.394 26.788 9.425 11.859 7.701 2.879 Klaus Helmrich 7.697 19.836 9.425 11.859 7.701 3.701 Barbara Kux 15.394 47.600 9.425 11.859 7.701 14.394 Prof. Dr. Hermann Requardt 15.394 49.657 10.368 11.859 7.701 16.451 Prof. Dr. Siegfried Russwurm 15.394 49.657 9.425 11.859 7.701 16.451 Peter Y. Solmssen 15.394 49.657 9.425 11.859 7.701 16.451 Dr. Michael Süß 7.697 24.913 9.425 11.859 7.701 6.041 Dr. Ralf P. Thomas5 - 18.899 - 5.218 3.388 5.264 Ehemalige Vorstandsmitglieder Peter Löscher6 34.208 124.139 20.945 29.648 19.252 41.126 Summe 149.663 477.293 105.771 150.492 97.725 141.464 scroll Im Geschäftsjahr verfallen Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 20132 (Angaben in Stück) Zusagen Stock Awards Unverfallbare Zusagen Bonus Awards Verfallbare Zusagen Stock Awards3 Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser - 24.819 67.437 Dr. Roland Busch - 16.180 33.795 Brigitte Ederer4 - 24.819 43.469 Klaus Helmrich - 17.122 35.695 Barbara Kux - 24.819 52.766 Prof. Dr. Hermann Requardt - 25.762 52.766 Prof. Dr. Siegfried Russwurm - 24.819 52.766 Peter Y. Solmssen - 24.819 52.766 Dr. Michael Süß - 17.122 38.432 Dr. Ralf P. Thomas5 - - 22.241 Ehemalige Vorstandsmitglieder Peter Löscher6 - 55.153 131.913 Summe - 255.434 584.046 1 Als gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ergab sich dabei im Geschäftsjahr 2013 je zugesagte Aktie ein Wert von 64,16 €. 2 Die Werte berücksichtigen nicht die im November 2013 für das Geschäftsjahr 2013 zugesagten Aktienzusagen (Bonus Awards und Stock Awards). Vgl. hierzu die Angaben auf der nachfolgenden Seite. Die Werte können aber Aktienzusagen enthalten, die das betreffende Vorstandsmitglied in der Zeit vor seiner Mitgliedschaft im Vorstand als Vergütung erhalten hat. 3 Der hier zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 ausgewiesene Bestand an verfallbaren Zusagen (Stock Awards) von Brigitte Ederer und Peter Löscher bleibt aufgrund der Vereinbarungen in Zusammenhang mit dem Ausscheiden aus dem Vorstand uneingeschränkt erhalten, wobei die Anzahl der an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpften Stock Awards aufgrund der tatsächlichen Zielerreichung nach Ablauf der Sperrfrist angepasst wird. 4 Brigitte Ederer ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden. 5 Dr. Ralf P. Thomas wurde mit Wirkung zum 18. September 2013 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 6 Peter Löscher ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 30. September 2013. Nachfolgende Übersicht zeigt die für das Geschäftsjahr 2013 zugesagten Aktien (Bonus Awards und Stock Awards), die im November 2013 gewährt werden: scroll Für das Geschäftsjahr zugesagt1 Unverfallbare Zusagen Bonus Awards Verfallbare Zusagen Stock Awards (Angaben in Stück) (Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergang- enen drei Geschäftsjahre) (Zielerreichung ab- hängig von künftiger Aktienkursentwicklung) Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 6.910 12.949 10.974 Dr. Roland Busch 5.364 7.295 6.182 Brigitte Ederer2 0 7.295 6.182 Klaus Helmrich 5.287 7.295 6.182 Barbara Kux 5.287 7.295 6.182 Prof. Dr. Hermann Requardt 6.641 9.119 7.728 Prof. Dr. Siegfried Russwurm 5.684 9.119 7.728 Peter Y. Solmssen 5.287 7.295 6.182 Dr. Michael Süß 5.648 7.295 6.182 Dr. Ralf P. Thomas3 206 264 224 Ehemalige Vorstandsmitglieder Peter Löscher4 0 15.198 12.879 Summe 46.350 90.419 76.625 1 Zu den korrespondierenden Zeitwerten vgl. Angaben auf → SEITE 135 - 137. 2 Brigitte Ederer ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Stock Awards für das Geschäftsjahr 2013 werden in bar abgefunden. Für die Barabfindung wird der Geldwert der Stock Awards am Zusagetag herangezogen; dieser Geldwert bezieht sich bei den Stock Awards, deren Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkursentwicklung ist, auf einen Zielerreichungsgrad von 100 %, vgl. hierzu Angaben auf → SEITE 136. 3 Dr. Ralf P. Thomas wurde mit Wirkung zum 18. September 2013 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 4 Peter Löscher ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 30. September 2013. Die Stock Awards für das Geschäftsjahr 2013 werden in bar abgefunden. Für die Barabfindung wird der Geldwert der Stock Awards am Zusagetag herangezogen; dieser Geldwert bezieht sich bei den Stock Awards, deren Zielerreichung abhängig von künftiger Aktienkursentwicklung ist, auf einen Zielerreichungsgrad von 100 %, vgl. hierzu Angaben auf SEITE 136. Zu den für die Restlaufzeit seines Anstellungsvertrags zugesagten Stock Awards für die Monate August und September 2013 vgl. Angaben auf → SEITE 140. Aktien aus dem Share Matching Plan Die Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2011 letztmals berechtigt, am Siemens Share Matching Plan teilzunehmen und bis zu 50 % des Bruttobetrags ihrer für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzten variablen Barvergütung (Bonus) unter dem Plan in Siemens-Aktien zu investieren. Die Planteilnehmer haben nach Ablauf einer rund dreijährigen Haltefrist für je drei unter dem Plan erworbene und durchgängig gehaltene Aktien Anspruch auf eine Siemens-Aktie ohne Zuzahlung, sofern sie bis zum Ende der Haltefrist ununterbrochen bei der Siemens AG oder einer Konzerngesellschaft beschäftigt waren. Nachfolgend wird für die einzelnen Mitglieder des Vorstands die Entwicklung der Ansprüche auf Matching-Aktien im Geschäftsjahr 2013 in individualisierter Form dargestellt: scroll Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 20131 Im Geschäfts- jahr fällig Im Geschäfts- jahr verfallen Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 20131,2 (Angaben in Stück) Ansprüche auf Matching-Aktien Ansprüche auf Matching-Aktien Ansprüche auf Matching-Aktien Ansprüche auf Matching-Aktien Zum 30. September 2013 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 3.806 1.590 - 2.216 Dr. Roland Busch 66 66 - - Brigitte Ederer3 - - - - Klaus Helmrich 3 - - 3 Barbara Kux 698 698 - - Prof. Dr. Hermann Requardt 2.413 1.027 - 1.386 Prof. Dr. Siegfried Russwurm 533 533 - - Peter Y. Solmssen - - - - Dr. Michael Süß - - - - Dr. Ralf P. Thomas4 2.969 123 - 2.846 Ehemalige Vorstandsmitglieder Peter Löscher5 - - - - Summe 10.488 4.037 - 6.451 1 Die Werte können Ansprüche enthalten, die vor der Mitgliedschaft im Vorstand erworben wurden. 2 Die Ansprüche der zum 30. September 2013 amtierenden Mitglieder des Vorstands haben folgende Zeitwerte: Joe Kaeser 146.901 (im Vj. 222.277) €, Dr. Roland Busch 0 (im Vj. 3.464) €, Brigitte Ederer 0 (im Vj. 0) €, Klaus Helmrich 527 (im Vj. 527) €, Barbara Kux 0 (im Vj. 33.282) €, Prof. Dr. Hermann Requardt 92.011 (im Vj. 140.823) €, Prof. Dr. Siegfried Russwurm 0 (im Vj. 25.487) €, Peter Y. Solmssen 0 (im Vj. 0) €, Dr. Michael Süß 0 (im Vj. 0) € und Dr. Ralf P. Thomas 152.696 (im Vj. 0) €. Der Anspruch des ehemaligen Mitglieds des Vorstands Peter Löscher hat folgenden Zeitwert: 0 (im Vj. 0) €. Die vorgenannten Zeitwerte berücksichtigen auch, dass beim Erwerb der Aktien im Rahmen des Basis-Aktien-Programms als Teil des Share Matching Plans jeweils ein Firmenzuschuss gewährt wurde (weitere Informationen zum Basis-Aktien-Programm werden in → ZIFFER 33 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS erläutert). 3 Brigitte Ederer ist mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden. 4 Dr. Ralf P. Thomas wurde mit Wirkung zum 18. September 2013 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. Der genannte Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 2013 beinhaltet auch die im Geschäftsjahr 2013 vor Bestellung zum Mitglied des Vorstands erworbenen Ansprüche auf Matching-Aktien (780 Stück). 5 Peter Löscher ist mit Wirkung zum 31. Juli 2013 aus dem Vorstand ausgeschieden, sein Anstellungsvertrag endete mit Wirkung zum 30. September 2013. Share Ownership Guidelines Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands gelten jeweils unterschiedliche Termine des erstmaligen Nachweises der Erfüllung der Siemens Share Ownership Guidelines, abhängig vom Zeitpunkt der Bestellung zum Mitglied des Vorstands. Die nachfolgende Tabelle zeigt die von den zum 30. September 2013 amtierenden Mitgliedern des Vorstands zur Erfüllung der Share Ownership Guidelines zum Nachweistermin im März 2013 gehaltenen und mit Blick auf die weiteren Nachweistermine dauerhaft zu haltenden Siemens-Aktien. scroll Verpflichtung nach Share Ownership Guidelines (Angaben in Stück beziehungsweise €) Erforderlicher Betrag1 Erforderliche Aktienanzahl2 Nachgewiesene Aktienanzahl3 Zum 30. September 2013 amtierende und zum 8. März 2013 nachweispflichtige Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 1.719.062 21.730 77.685 Barbara Kux 1.705.000 21.552 34.957 Prof. Dr. Hermann Requardt 1.719.062 21.730 67.789 Prof. Dr. Siegfried Russwurm 1.719.062 21.730 66.916 Peter Y. Solmssen 1.705.000 21.552 68.530 Summe 8.567.186 108.294 315.877 1 Für die Höhe der Verpflichtung ist die durchschnittliche Grundvergütung während der jeweils vergangenen vier Jahre vor Überprüfung der Erfüllung des jeweiligen individuellen Zielwerts der Share Ownership Guidelines maßgeblich. 2 Auf Grundlage des durchschnittlichen XETRA-Eröffnungskurses des vierten Quartals 2012 (Oktober - Dezember) in Höhe von 79,11 €. 3 Zum Stichtag 8. März 2013 (Nachweistermin), inklusive Bonus Awards 2011 und 2012. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Nachweispflichten der weiteren Mitglieder des Vorstands mit Blick auf die Share Ownership Guidelines: scroll Verpflichtung nach Share Ownership Guidelines (Angaben in Stück beziehungsweise €) Erforderlicher Betrag1 Erforderliche Aktienanzahl2 Datum des erstmaligen Nachweises der Erfüllung In den Folgejahren nachweispflichtige Vorstandsmitglieder Dr. Roland Busch 1.829.348 23.124 März 2016 Klaus Helmrich 1.800.000 22.753 März 2016 Dr. Michael Süß 1.829.348 23.124 März 2016 Dr. Ralf P. Thomas 1.935.000 24.460 März 2018 Summe 7.393.696 93.461 1 Für die Höhe der Verpflichtung ist die durchschnittliche Grundvergütung während der jeweils vergangenen vier Jahre vor Überprüfung der Erfüllung des jeweiligen individuellen Zielwerts der Share Ownership Guidelines maßgeblich. Der hier dargestellte Betrag ermittelt sich aus der durchschnittlichen Grundvergütung seit der erstmaligen Bestellung. 2 Auf Grundlage des durchschnittlichen XETRA-Eröffnungskurses des vierten Quartals 2012 (Oktober - Dezember) in Höhe von 79,11 €. B.4.1.4 ANPASSUNGEN DES VERGÜTUNGSSYSTEMS FÜR DEN VORSTAND ZUM GESCHÄFTSJAHR 2014 Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 6. November 2013 beschlossen, mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2013 das Vergütungssystem für den Vorstand an die neuen Empfehlungen des DCGK in der Fassung vom 13. Mai 2013 anzupassen. Das Vergütungssystem ist unverändert darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu setzen, und bietet zugleich den Vorstandsmitgliedern die Möglichkeit, an einer nachhaltigen Wertsteigerung des Unternehmens zu partizipieren. Dabei gelten bei den erfolgsbezogenen Komponenten unverändert die Zielerreichungsgrade zwischen 0 % und 200 % sowie die Möglichkeit zur Anpassung der Bonusauszahlungsbeträge (± 20 %) durch den Aufsichtsrat. Zusätzlich werden ab dem Geschäftsjahr 2014 betragsmäßige Höchstgrenzen für die aktienbasierten Komponenten (Bonus Awards und Stock Awards) festgelegt. Ferner weist die Vergütung insgesamt betragsmäßige Höchstgrenzen auf. Im Einzelnen wurden folgende, ab Geschäftsjahr 2014 geltende Änderungen beschlossen: ― Für die Zusagen auf Aktien (Bonus Awards und Stock Awards) ist der Wert nach Ablauf der Warte- oder Sperrfrist im Zeitpunkt der Übertragung von Siemens-Aktien auf höchstens 300 % des jeweiligen Zielbetrags festgelegt. Sofern diese betragsmäßige Höchstgrenze überschritten wird, verfällt eine entsprechende Anzahl an Aktienzusagen ersatzlos. Für den Anteil der variablen Vergütung (Bonus), der in bar gewährt wird, gilt unverändert die betragsmäßige Höchstgrenze von 200 % des Zielbetrags zuzüglich einer diskretionären Anpassungsmöglichkeit durch den Aufsichtsrat von + 20 %. ― Zusätzlich zu den Verfallregelungen zur Einhaltung der betragsmäßigen Höchstgrenzen für die variable Vergütung (Bonus) und die langfristige aktienbasierte Vergütung ist eine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt zu beachten. Diese soll ab dem Geschäftsjahr 2014 das 1,7-Fache der Zielvergütung nicht überschreiten. Die Zielvergütung setzt sich aus der Grundvergütung, dem Zielbetrag der variablen Vergütung (Bonus) sowie dem Zielbetrag der langfristigen aktienbasierten Vergütung, ohne Nebenleistungen und Versorgungszusagen, zusammen. Unter Einbeziehung der Nebenleistungen und Versorgungszusagen aus dem jeweiligen Geschäftsjahr erhöht sich die betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt um diese Beträge entsprechend. ― Der Bonus wird künftig zu 75 % in bar und zu 25 % in Form von Zusagen auf Siemens-Aktien (Bonus Awards) mit einer unveränderten Wartefrist von vier Jahren gewährt. In Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen und der Marktpraxis sind damit mehr als 60 % der erfolgsbezogenen Komponenten mehrjährig ausgestaltet. Darüber hinaus werden für das Geschäftsjahr 2014 bei der Zielsetzung für die variable Vergütung (Bonus) zusätzlich individuelle Ziele zur stärkeren Berücksichtigung der Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder vereinbart. Betragsmäßige Höchstgrenzen am Beispiel des Vorsitzenden des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 (in €) 1 Unter Einbeziehung der Nebenleistungen und der Versorgungszusagen erhöht sich die betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt um diese Beträge entsprechend. Bei Einbeziehung der Werte aus dem GJ 2013 würde sich somit eine betragsmäßige Höchstgrenze der Vergütung insgesamt von 10.608.043 € ergeben. B.4.2 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats scroll GJ 2013 GJ 2012 (Angaben in € ) Grundvergütung Zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeit1 Gesamt Grundvergütung Zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeit1 Gesamt Zum 30. September 2013 amtierende Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerhard Cromme 280.000 280.000 560.000 280.000 280.000 560.000 Berthold Huber2 211.852 77.037 288.889 220.000 80.000 300.000 Dr. Josef Ackermann 211.852 134.815 346.667 207.778 75.556 283.333 Lothar Adler2 140.000 160.000 300.000 140.000 160.000 300.000 Gerd von Brandenstein 140.000 40.000 180.000 140.000 40.000 180.000 Michael Diekmann 140.000 - 140.000 140.000 - 140.000 Dr. Hans Michael Gaul 140.000 160.000 300.000 140.000 160.000 300.000 Prof. Dr. Peter Gruss 140.000 - 140.000 140.000 - 140.000 Bettina Haller2 129.630 74.074 203.704 140.000 80.000 220.000 Hans-Jürgen Hartung2 129.630 - 129.630 140.000 - 140.000 Robert Kensbock2,3 105.000 - 105.000 - - - Harald Kern2 140.000 30.000 170.000 140.000 - 140.000 Jürgen Kerner2 140.000 120.000 260.000 105.000 90.000 195.000 Dr. Nicola Leibinger-Kammüller 134.815 - 134.815 132.222 - 132.222 Gérard Mestrallet3 98.000 28.000 126.000 - - - Güler Sabancı3 98.000 - 98.000 - - - Prof. Dr. Rainer Sieg 140.000 - 140.000 140.000 - 140.000 Birgit Steinborn2 140.000 120.000 260.000 140.000 120.000 260.000 Sibylle Wankel2 140.000 40.000 180.000 140.000 40.000 180.000 Werner Wenning3 98.000 28.000 126.000 - - - Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder Jean-Louis Beffa4 42.778 12.222 55.000 132.222 37.778 170.000 Werner Mönius2,4 46.667 13.333 60.000 140.000 40.000 180.000 Håkan Samuelsson4 38.889 11.111 50.000 140.000 40.000 180.000 Dieter Scheitor2,4 - - - 46.667 40.000 86.667 Lord Iain Vallance of Tummel4 42.778 24.444 67.222 140.000 80.000 220.000 Summe 3.067.889 1.353.037 4.420.9265 3.083.889 1.363.333 4.447.2225 1 Dr. Gerhard Cromme als Vorsitzender des Aufsichtsrats, des Präsidiums, des Compliance- und des Finanz- und Investitionsausschusses und Mitglied des Prüfungsausschusses, Berthold Huber als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidiums, Dr. Josef Ackermann als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Mitglied des Präsidiums, des Compliance- und des Prüfungsausschusses, Lothar Adler als Mitglied des Präsidiums, des Compliance- und des Finanz- und Investitionsausschusses, Jean-Louis Beffa als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Gerd von Brandenstein als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Dr. Hans Michael Gaul als Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Mitglied des Compliance-Ausschusses, Bettina Haller als Mitglied des Prüfungs- und des Compliance-Ausschusses, Harald Kern als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Jürgen Kerner als Mitglied des Prüfungs- und des Finanz- und Investitionsausschusses, Gérard Mestrallet als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Werner Mönius als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Håkan Samuelsson als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses, Dieter Scheitor als Mitglied des Prüfungs- und des Finanz- und Investitionsausschusses, Birgit Steinborn als Mitglied des Prüfungs- und des Finanz- und Investitionsausschusses, Lord Iain Vallance of Tummel als Mitglied des Compliance- und des Prüfungsausschusses, Sibylle Wankel als Mitglied des Compliance-Ausschusses sowie Werner Wenning als Mitglied des Finanz- und Investitionsausschusses erhielten für ihre Ausschusstätigkeit eine zusätzliche feste Vergütung. 2 Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, die Arbeitnehmer gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 des Mitbestimmungsgesetzes vertreten, sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. 3 Robert Kensbock, Gérard Mestrallet, Güler Sabancı und Werner Wenning wurden mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 23. Januar 2013 neu zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. 4 Jean-Louis Beffa, Werner Mönius, Håkan Samuelsson und Lord lain Vallance of Tummel schieden mit Beendigung der Hauptversammlung am 23. Januar 2013 aus dem Aufsichtsrat aus. Dieter Scheitor schied mit Ablauf des Tags der Hauptversammlung am 24. Januar 2012 aus dem Aufsichtsrat aus. 5 Zusätzlich erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 (im Vj. 1.500) €. Im Geschäftsjahr 2013 erhielt Dr. Gerhard Cromme Sitzungsgeld in Höhe von 57.000 (im Vj. 48.000) €, Lothar Adler in Höhe von 40.500 (im Vj. 30.000) €, Dr. Hans Michael Gaul in Höhe von 39.000 (im Vj. 34.500) €, Dr. Josef Ackermann in Höhe von 34.500 (im Vj. 22.500) €, Birgit Steinborn in Höhe von 28.500 (im Vj. 22.500) €, Berthold Huber in Höhe von 27.000 (im Vj. 18.000) €, Jürgen Kerner in Höhe von 27.000 (im Vj. 12.000) €, Bettina Haller in Höhe von 25.500 (im Vj. 25.500) €, Sibylle Wankel in Höhe von 22.500 (im Vj. 16.500) €, Gerd von Brandenstein in Höhe von 18.000 (im Vj. 13.500) €, Harald Kern in Höhe von 16.500 (im Vj. 9.000) €, Prof. Dr. Peter Gruss in Höhe von 15.000 (im Vj. 9.000) €, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller in Höhe von 15.000 (im Vj. 7.500) €, Prof. Dr. Rainer Sieg in Höhe von 15.000 (im Vj. 9.000) €, Lord lain Vallance of Tummel in Höhe von 15.000 (im Vj. 25.500) €, Michael Diekmann in Höhe von 13.500 (im Vj. 9.000) €, Hans-Jürgen Hartung in Höhe von 10.500 (im Vj. 9.000) €, Werner Mönius in Höhe von 9.000 (im Vj. 13.500) €, Jean-Louis Beffa in Höhe von 7.500 (im Vj. 9.000) €, Robert Kensbock in Höhe von 7.500 (im Vj. 0) €, Gérard Mestrallet in Höhe von 7.500 (im Vj. 0) €, Werner Wenning in Höhe von 7.500 (im Vj. 0) €, Güler Sabancı in Höhe von 6.000 (im Vj. 0) € und Håkan Samuelsson in Höhe von 6.000 (im Vj. 13.500) €. Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich die auf der vorherigen Seite dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 (individualisierte Angaben). Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 25. Januar 2011 verabschiedet; sie sind in § 17 der Satzung niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestaltet. Die Aufsichtsratsvergütung trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und im Präsidium sowie - in geringerem Maße - im Compliance- sowie Finanz- und Investitionsausschuss werden zusätzlich vergütet. Nach den geltenden Regeln erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats jährlich eine Grundvergütung in Höhe von 140.000 €; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine Grundvergütung von 280.000 € und jeder seiner Stellvertreter von 220.000 €. Die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit in den jeweiligen Ausschüssen zusätzlich folgende feste Vergütung: der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 160.000 €, jedes andere Mitglied des Prüfungsausschusses 80.000 €; der Vorsitzende des Präsidiums 120.000 €, jedes andere Mitglied des Präsidiums 80.000 €; der Vorsitzende des Finanz- und Investitionsausschusses 80.000 €, jedes andere Mitglied dieses Ausschusses 40.000 €; der Vorsitzende des Compliance-Ausschusses 80.000 €, jedes andere Mitglied dieses Ausschusses 40.000 €. Die Tätigkeit im Compliance-Ausschuss wird jedoch nicht zusätzlich vergütet, soweit einem Mitglied dieses Ausschusses eine Vergütung wegen seiner Tätigkeit im Prüfungsausschuss zusteht. Es ist geplant, der im Januar 2014 stattfindenden Hauptversammlung vorzuschlagen, dass mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2013 auch Vorsitz und Mitgliedschaft im neu errichteten Vergütungsausschuss zusätzlich vergütet werden. Der Vorsitzende des Vergütungsausschusses soll 100.000 €, jedes andere Mitglied dieses Ausschusses 60.000 € erhalten, wobei die Vergütung für eine etwaige Tätigkeit im Präsidium auf die Vergütung für eine Tätigkeit im Vergütungsausschuss angerechnet wird. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Aufsichtsrats nicht teil, reduziert sich ein Drittel der ihm insgesamt zustehenden Vergütung prozentual im Verhältnis der im Geschäftsjahr stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen zu den Aufsichtsratssitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat. Bei Veränderungen im Aufsichtsrat oder seinen Ausschüssen erfolgt die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate. Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer ersetzt. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats werden darüber hinaus für die Wahrnehmung seiner Aufgaben ein Büro mit Sekretariat und die Siemens-Fahrbereitschaft zur Verfügung gestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. B.4.3 Sonstiges Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und bestimmte Mitarbeiter des Siemens-Konzerns. Sie wird jährlich abgeschlossen beziehungsweise verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. In der Police für das Geschäftsjahr 2013 ist für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Selbstbehalt enthalten, der den Vorgaben des Aktiengesetzes und des DCGK entspricht. B.5 Übernahmerelevante Angaben (nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) sowie erläuternder Bericht Die übernahmerelevanten Angaben nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) sowie der erläuternde Bericht sind Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts. B.5.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 30. September 2013 belief sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 2,643 (im Vj. 2,643) Mrd. €. Das Grundkapital ist in 881.000.000 (im Vj. 881.000.000) auf Namen lautende, nennwertlose Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliger Betrag von 3,00 € je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Ein Anspruch der Aktionäre auf Verbriefung ihrer Anteile ist nach § 4 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen, soweit nicht eine Verbriefung nach den Regeln erforderlich ist, die an einer Börse gelten, an der die Aktie zugelassen ist. Es können Sammelurkunden über Aktien ausgestellt werden. Gemäß § 67 Abs. 2 Aktiengesetz (AktG) gilt im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des AktG, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. B.5.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Aktien, die weltweit an Mitarbeiter unter dem Mitarbeiteraktienprogramm ausgegeben werden, das seit Beginn des Geschäftsjahrs 2009 existiert (insbesondere Share-Matching-Plan), unterliegen keiner Veräußerungssperre. Allerdings sind die Teilnehmer dieses Aktienprogramms gehalten, die ihnen unter dem Programm ausgegebenen Aktien für einen Erdienungszeitraum von rund drei Jahren zu halten, um für jeweils drei solche Aktien ohne Zuzahlung eine Matching-Aktie zu erhalten, vorausgesetzt, dass die Teilnehmer durchgängig bis zum Ablauf der Haltefrist bei der Siemens AG oder einer anderen Konzerngesellschaft beschäftigt waren. Werden Aktien während der Haltefrist übertragen, verkauft, durch ein Kursabsicherungsgeschäft gesichert, verpfändet oder anderweitig belastet, entfällt der Anspruch auf Matching-Aktien. Die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (vSV) hat auf Dauer angelegte Vollmachten, namens der Mitglieder der Familie von Siemens die Stimmrechte von 9.313.438 Aktien (Stand: 13. Oktober 2013) auszuüben, wobei diese Aktien einen Teil des Bestands der von Mitgliedern der Familie von Siemens insgesamt gehaltenen Aktien darstellen. Die vSV ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Partei eines Familienvertrags mit unter anderem Mitgliedern der Familie von Siemens (Familienvertrag). Um ihre Interessen zu bündeln und zu wahren, haben die Familienmitglieder eine Familiengesellschaft gegründet, die der vSV Vorschläge für die Ausübung des Stimmrechts in der Hauptversammlung der Siemens AG macht, die die vSV bei Ausübung ihres Ermessens berücksichtigt. Gemäß Familienvertrag übt die vSV das Stimmrecht für alle Aktien, für die sie eine Vollmacht erhalten hat, einheitlich aus. B.5.3 Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gemeldet worden und auch nicht bekannt. B.5.4 Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. B.5.5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Soweit die Siemens AG im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms beziehungsweise als aktienbasierte Vergütung Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben. B.5.6 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) geregelt. Der Vorstand besteht gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung aus mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 84 AktG und § 9 der Satzung einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden ernennen. Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 Abs. 2 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Januar 2009 und vom 25. Januar 2011 jeweils ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2009 und des Genehmigten Kapitals 2011 und nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungsfrist zu ändern. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt. B.5.7 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Januar 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 520,8 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 173,6 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen. Bei Barkapitalerhöhungen kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, erstens um etwaige Spitzenbeträge zu verwerten. Zweitens ist ein Ausschluss möglich, um Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren Konzerngesellschaften ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien zu gewähren, soweit es zum Verwässerungsschutz erforderlich ist. Und drittens kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, wenn einerseits der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und andererseits die gemäß § 186 Abs. 3 S. 4 AktG (unter Bezugsrechtsausschluss gegen Bareinlagen nicht wesentlich unter dem Börsenpreis) ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung nicht überschreiten. Dabei sind solche Aktien mit zu berücksichtigen, die während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt von deren Ausnutzung gemäß oder entsprechend dieser gesetzlichen Bestimmung ausgegeben oder veräußert wurden. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 24. Januar 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 90 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Geldeinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zur Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Siemens AG und ihrer Konzerngesellschaften (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Die neuen Aktien können dabei auch an eine geeignete Bank ausgegeben werden, die die Aktien mit der Verpflichtung übernimmt, sie ausschließlich an Mitarbeiter der Siemens AG und ihrer Konzerngesellschaften weiterzugeben. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten. Zum 30. September 2013 verfügt die Siemens AG somit über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 610,8 Mio. €, das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 203,6 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 4 der Satzung. Durch Beschluss der Hauptversammlung am 26. Januar 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 25. Januar 2015 Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 15 Mrd. € mit Wandlungsrecht oder mit in Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten oder eine Kombination dieser Instrumente auf insgesamt bis zu 200 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien der Siemens AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 600 Mio. € zu begeben. Die Schuldverschreibungen gemäß dieser Ermächtigung sind gegen Bar- oder Sachleistung auszugeben. Zusätzlich wurde der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung am 25. Januar 2011 ermächtigt, in der Zeit bis zum 24. Januar 2016 auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 15 Mrd. € mit Wandlungsrecht oder mit in auf den Inhaber oder auf den Namen lautenden Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten oder eine Kombination dieser Instrumente auf insgesamt bis zu 90 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien der Siemens AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 270 Mio. € zu begeben. Die Schuldverschreibungen gemäß dieser Ermächtigung sind gegen Barleistung auszugeben. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem jeweiligen Ermächtigungsbeschluss. Insbesondere sind die Schuldverschreibungen nach diesen Ermächtigungen den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; dabei können sie auch an Kreditinstitute mit der Verpflichtung ausgegeben werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen, sofern erstens der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren theoretischen Marktwert, der nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelt wurde, nicht wesentlich unterschreitet. Zweitens kann das Bezugsrecht ausgeschlossen werden, soweit dies für Spitzenbeträge erforderlich ist, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben. Ein dritter möglicher Zweck für den Bezugsrechtsausschluss besteht darin, den Inhabern von Wandlungs- / Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft beziehungsweise entsprechender Wandlungs- / Optionspflichten zum Ausgleich von Verwässerungen Bezugsrechte zu gewähren. Schließlich kann viertens der Vorstand Bezugsrechte auch ausschließen, soweit Schuldverschreibungen gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen daran, ausgegeben werden. Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber von Wandel- / Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 26. Januar 2010 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 25. Januar 2015 ausgegeben werden, wurde das Grundkapital um bis zu 600 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 200 Mio. auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010). Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- / Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 25. Januar 2011 von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft bis zum 24. Januar 2016 ausgegeben werden, wurde das Grundkapital um bis zu 270 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 90 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Die Summe der aufgrund von Schuldverschreibungen nach diesen Ermächtigungen gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG auszugebenden Aktien zusammen mit anderen gemäß oder entsprechend dieser gesetzlichen Bestimmung während der Wirksamkeit dieser Ermächtigungen ausgegebenen oder veräußerten Aktien darf nicht 10 % des jeweiligen Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigungen übersteigen. Auf diese Begrenzung sind auch Aktien anzurechnen, die bis zu diesem Zeitpunkt aufgrund des Genehmigten Kapitals 2009 gegen Sacheinlagen ausgegeben wurden. Im Übrigen ist die Ausgabe von Wandel- / Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der beiden Ermächtigungen erfolgt, während der parallelen Wirksamkeit beider Ermächtigungen auf Wandel- / Optionsschuldverschreibungen beschränkt, die maximal zum Bezug von 200 Mio. Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 600 Mio. € berechtigen beziehungsweise verpflichten. Im Februar 2012 hat Siemens Optionsschuldverschreibungen mit einem Volumen von 3 Mrd. US$ begeben. Die Optionsschuldverschreibungen wurden ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA in einer Mindeststückelung von 250.000 US$ angeboten. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen. Den von der Siemens Financieringsmaatschappij N.V. ausgegebenen und von der Siemens AG garantierten Schuldverschreibungen wurden von der Siemens AG emittierte Optionsscheine angefügt. Die Optionsscheine berechtigen zum Bezug mehrerer Siemens-Aktien gegen Zahlung eines Ausübungspreises in €. Insgesamt ergaben sich bei Begebung der Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte auf rund 21,7 Mio. Siemens-Aktien. Die Optionsbedingungen erlauben es Siemens, ausgeübte Optionsrechte auch aus dem Bestand eigener Aktien zu bedienen und die Optionsscheine zurückzukaufen. Die Optionsschuldverschreibungen wurden in zwei Tranchen mit Laufzeiten von fünfeinhalb und siebeneinhalb Jahren platziert. Die jeweilige Laufzeit gilt für die Schuldverschreibungen und die zugehörigen Optionsscheine gleichermaßen. Die Optionsscheine können nach Begebung von den Schuldverschreibungen abgetrennt werden und sind seit dem 28. März 2012 ausübbar. Die Optionsschuldverschreibungen, von Optionsscheinen getrennte Schuldverschreibungen und abgetrennte Optionsscheine wurden von der Deutschen Bank AG in den Freiverkehr an der Frankfurter Börse einbezogen. Die Gesellschaft darf eigene Aktien nur mit vorheriger Ermächtigung der Hauptversammlung oder in den wenigen im Aktiengesetz ausdrücklich geregelten Fällen zurückerwerben. Am 25. Januar 2011 ermächtigte die Hauptversammlung die Gesellschaft, in der Zeit bis zum 24. Januar 2016 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder - sofern dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb der Siemens-Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) als Kauf über die Börse oder (2) mittels einer öffentlichen Kaufofferte. Ergänzend wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Erwerb von Siemens-Aktien gemäß der oben beschriebenen Ermächtigung auch unter Einsatz bestimmter Eigenkapitalderivate (Put-Optionen, Call-Optionen und Terminkäufe sowie Kombinationen dieser Derivate) durchzuführen. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz solcher Eigenkapitalderivate sind dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Laufzeit eines Eigenkapitalderivats darf jeweils 18 Monate nicht überschreiten und muss so gewählt werden, dass der Erwerb der Siemens-Aktien in Ausübung des Eigenkapitalderivats nicht nach dem 24. Januar 2016 erfolgen darf. Der Vorstand wurde durch Hauptversammlungsbeschluss vom 25. Januar 2011 ermächtigt, die eigenen Aktien, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworben wurden, zusätzlich zur Veräußerung über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre auch wie folgt zu verwenden: Sie können erstens eingezogen werden. Zweitens können sie Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, sowie Organmitgliedern von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten oder mit einer Sperrfrist von nicht weniger als zwei Jahren zugesagt beziehungsweise übertragen werden. Voraussetzung ist jeweils, dass das Arbeitsbeziehungsweise Organverhältnis zum Zeitpunkt des Angebots oder der Zusage bestehen muss. Außerdem können sie drittens mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen, angeboten und auf diese übertragen werden. Viertens kann der Vorstand die eigenen Aktien gegen Barzahlung an Dritte veräußern, wenn der Veräußerungspreis den Börsenpreis einer Siemens-Aktie zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich unterschreitet. Schließlich können sie fünftens zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien aus oder in Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- / Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. Dabei dürfen die entsprechend § 186 Abs. 3 S. 4 AktG aufgrund der Ermächtigung gemäß viertens und fünftens verwendeten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Verwendung dieser Aktien nicht überschreiten. Dabei sind solche Aktien mit zu berücksichtigen, die während der Wirksamkeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt der Verwendung gemäß oder entsprechend dieser gesetzlichen Bestimmung ausgegeben oder veräußert wurden. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien zu verwenden, die mit Vorstandsmitgliedern der Siemens AG im Rahmen der Regelungen zur Vorstandsvergütung vereinbart wurden beziehungsweise werden. Insbesondere können sie den Mitgliedern des Vorstands der Siemens AG vom Aufsichtsrat zum Erwerb angeboten oder mit einer Sperrfrist zugesagt beziehungsweise übertragen werden, wobei die Mitgliedschaft im Vorstand zum Zeitpunkt des Angebots oder der Zusage bestehen muss. Zum 30. September 2013 verfügte die Gesellschaft über 37.997.595 (im Vj. 24.725.674) Stück eigene Aktien. Weitere Informationen zu den Genehmigten und Bedingten Kapitalia sowie den eigenen Aktien der Gesellschaft zum 30. September 2013 finden Sie in → ZIFFER 26 EIGENKAPITAL in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS auf den Seiten 318 - 321. B.5.8 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die Siemens AG verfügt über zwei Kreditlinien von 4 Mrd. € beziehungsweise 3 Mrd. US$, die ein Kündigungsrecht der Darlehensgeber für den Fall vorsehen, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben (Verordnung [EG] Nr. 139 / 2004 des Rates). Darüber hinaus steht der Gesellschaft eine bilaterale Kreditlinie von 450 Mio. € zur Verfügung, die vom Darlehensgeber gekündigt werden kann, wenn es in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen der Siemens AG zu erheblichen Veränderungen kommt, die die Rückzahlung des Kredits gefährden. Im März 2013 schlossen eine konsolidierte Siemens-Tochtergesellschaft als Darlehensnehmerin und die Siemens AG als Garantin zwei bilaterale Darlehensverträge ab, die jeweils in voller Höhe von jeweils 500 Mio. US$ in Anspruch genommen wurden. Beide Darlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers für den Fall vor, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Siemens AG auszuüben (Verordnung [EG] Nr. 139 / 2004 des Rates). Die von der Siemens AG unter den International Swaps and Derivatives Association Inc. (ISDA) Master Agreements geschlossenen Rahmenverträge (ISDA Agreements) gewähren dem jeweiligen Vertragspartner ein Kündigungsrecht bei Eintritt der folgenden Ereignisse: (1) Die Gesellschaft wird auf einen Dritten verschmolzen oder überträgt im Wesentlichen alle Vermögensgegenstände auf einen Dritten, und (i) die Kreditwürdigkeit der daraus hervorgehenden Einheit ist wesentlich schlechter als die der Gesellschaft vor diesem Ereignis, oder (ii) die daraus hervorgehende Einheit übernimmt nicht gleichzeitig die Verbindlichkeiten der Gesellschaft unter den ISDA Agreements, oder (2) einige ISDA Agreements gewähren dem jeweiligen Vertragspartner zusätzlich ein Kündigungsrecht, wenn ein Dritter Aktien an der Gesellschaft erwirbt, die hinreichende Stimmrechte vermitteln, um die Mehrheit des Aufsichtsrats der Gesellschaft zu wählen, oder wenn der Dritte auf andere Weise Kontrolleinfluss auf wesentliche Geschäftsentscheidungen der Gesellschaft erlangt und die Kreditwürdigkeit der Gesellschaft wesentlich schlechter ist als vor diesem Ereignis. In beiden Fällen sind die ISDA Agreements derart ausgestaltet, dass im Fall einer Kündigung die ausstehenden und unter den ISDA Agreements dokumentierten Zahlungsansprüche verrechnet werden. Siemens hat im Februar 2012 Optionsschuldverschreibungen in Höhe von 3 Mrd. US$ begeben. Nach den Bedingungen der mit den Schuldverschreibungen begebenen Optionsscheine erhalten die Inhaber der Optionsscheine das Recht, im Fall eines Kontrollwechsels eine erhöhte Zahl von Aktien zu entsprechend angepassten Optionspreisen je Aktie zu erhalten, wenn sie während einer bestimmten Frist nach dem Kontrollwechsel ihr Optionsrecht ausüben. Diese Frist endet (1) entweder nach näherer Bestimmung durch die Gesellschaft nicht weniger als 30 Tage und nicht mehr als 60 Tage nach der Bekanntgabe des Kontrollwechsels oder (2) 30 Kalendertage, nachdem der Kontrollwechsel erstmals öffentlich bekannt wird. Das Ausmaß der Anpassung des Optionspreises sinkt dabei während der Laufzeit der Optionsscheine und ist näher in den Bedingungen der Optionsscheine geregelt. Ein Kontrollwechsel nach diesen Bedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Siemens AG erlangt beziehungsweise erlangen. B.5.9 Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind Im Fall eines Kontrollwechsels, durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds), hat das Vorstandsmitglied das Recht, den Anstellungsvertrag zu kündigen. Ein Kontrollwechsel liegt dabei dann vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben oder wenn die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des § 291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder auf ein anderes Unternehmen verschmolzen wird. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechts hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. In die Berechnung der Jahresvergütung wird zusätzlich zur Grundvergütung und zum Zielbetrag für den Bonus auch der Zielbetrag für die Stock Awards einbezogen, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird. Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt. Zusätzlich werden Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5 % der Abfindungssumme abgegolten. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdienstes wird die Abfindung um 15 % gekürzt; die Kürzung bezieht sich jedoch nur auf den Teil der Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde. Kein Abfindungsanspruch besteht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand stattfindet. C. Zusammengefasster Lagebericht Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem zusammengefassten Lagebericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. C.1 Geschäft und Rahmenbedingungen C.1.1 Der Siemens-Konzern C.1.1.1 ORGANISATION UND GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG Wir sind ein global agierender Technologiekonzern mit Kernaktivitäten auf den Gebieten Energie, Gesundheitswesen, Industrie und Infrastruktur; dabei nehmen wir weltweit führende Marktpositionen in der Mehrzahl unserer Geschäftsfelder ein. Wir können auf eine 166-jährige erfolgreiche Geschichte zurückblicken, mit so wegweisenden und revolutionären Innovationen wie der Erfindung des Dynamos, der ersten kommerziellen Glühlampe, der ersten elektrischen Straßenbahn, der Errichtung des ersten öffentlichen Kraftwerks und den ersten Aufnahmen vom Inneren des menschlichen Körpers. Auf fortgeführter Basis beschäftigten wir zum 30. September 2013 rund 362.000 Mitarbeiter und sind in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir Konzernumsatzerlöse in Höhe von 75,882 Mrd. € erwirtschaftet. Wir betreiben weltweit mehr als 290 wesentliche Produktions- und Fertigungsstätten. Darüber hinaus verfügen wir über Bürogebäude, Lagerhäuser, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen oder Vertriebsstellen in nahezu allen Ländern der Erde. Der Siemens-Konzern umfasst die Siemens AG, eine Aktiengesellschaft des deutschen Rechts, als Muttergesellschaft und rund 900 Gesellschaften, einschließlich Minderheitsbeteiligungen. Der Sitz unseres Unternehmens ist Deutschland, mit der Konzernzentrale in München. Der Siemens-Konzern wird durch den Vorstand geführt, dem zusätzlich zum Vorsitzenden (President and Chief Executive Officer, CEO), zum Finanzvorstand (Chief Financial Officer, CFO) und zu den Leitern ausgewählter Konzernressorts auch die CEOs der Sektoren angehören. Unsere Organisation orientiert sich an folgenden Grundsätzen: ― CEO-Prinzip, ― durchgängiger Geschäftsverantwortung der Sektoren, Divisionen und Geschäftseinheiten (Business Units) sowie ― uneingeschränkten fachlichen Weisungsrechten ausgewählter Unternehmensfunktionen, soweit dies rechtlich möglich ist. Der Siemens-Vorstand ist das einzige Führungsgremium, das entsprechend dem deutschen Aktiengesetz die Gesamtverantwortung für die Geschäftsführung trägt. Auf allen anderen Ebenen unseres Unternehmens wird Führungsverantwortung hingegen stets Einzelpersonen zugeordnet, die eigenständig entscheiden und für ihre Aufgabenbereiche persönlich Verantwortung tragen (CEO-Prinzip). Dieses Prinzip schafft klare und direkte Verantwortlichkeiten und damit kurze Entscheidungswege. Unsere Sektoren, deren Divisionen und Geschäftseinheiten sowie Financial Services (SFS) tragen als »Weltunternehmer« eine durchgängige Geschäftsverantwortung, einschließlich Ergebnisverantwortung. Ihre geschäftlichen Entscheidungen sind daher vorrangig vor denen der regionalen Einheiten zu beachten (»Vorfahrtsregelung«). Während des Geschäftsjahrs 2013 waren unsere regionalen Einheiten in Cluster und Länder eingeteilt. Die Cluster- und Länderorganisationen waren dafür verantwortlich, die lokalen Kundenbeziehungen zu pflegen sowie die Geschäftsstrategien der Sektoren und von SFS und die Vorgaben von Unternehmensfunktionen umzusetzen. Die Leiter ausgewählter Unternehmensfunktionen (unter anderem Finanzen und Controlling, Recht und Compliance sowie Personal) haben über ihre jeweiligen Richtlinienkompetenzen sowie Kontroll- und Koordinationsaufgaben hinaus uneingeschränkte fachliche Weisungsrechte in ihrem Aufgabenbereich gegenüber allen Teilen des Unternehmens, soweit dies rechtlich möglich ist. Die Unternehmensstruktur von Siemens gliedert sich unterhalb des Vorstands in Sektoren, SFS, das die Sektoraktivitäten als Geschäftspartner unterstützt und gleichzeitig eigene Geschäfte mit externen Kunden betreibt, Sektorübergreifende Dienstleistungen, die andere Siemens-Einheiten unterstützen, zentrale Unternehmenseinheiten, die fachspezifische Aufgaben wahrnehmen, sowie regionale Cluster. Die Sektoren sind grundsätzlich in Divisionen und diese wiederum in Geschäftseinheiten untergliedert. Unsere Geschäftsaktivitäten konzentrieren sich auf unsere vier Sektoren Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities - vier unserer berichtspflichtigen Segmente. Zusätzlich zu diesen vier Sektoren haben wir noch zwei weitere berichtspflichtige Segmente: Equity Investments und SFS. In diesem zusammengefassten Lagebericht berichten wir Finanzkennzahlen für unsere vier Sektoren, für zwei Geschäfte, die jeweils zwei Divisionen innerhalb eines Sektors zusammenfassen, sowie für acht Divisionen unserer Sektoren. Die Finanzkennzahlen beinhalten Auftragseingang, Umsatzerlöse, Ergebnis und Ergebnismarge. Es ist möglich, dass Divisionen innerhalb eines Sektors miteinander in Geschäftsbeziehungen stehen, die zu entsprechenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen führen. Diese Auftragseingänge und Umsatzerlöse werden nur auf Sektorebene konsolidiert. Ferner ist es möglich, dass unsere berichtspflichtigen Segmente miteinander in Geschäftsbeziehungen stehen, die zu entsprechenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen führen. Diese Auftragseingänge und Umsatzerlöse werden auf Siemens-Ebene in den Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstigen Überleitungspositionen konsolidiert. Sie sind nicht Bestandteil der Auftragseingänge und Umsatzerlöse mit externen Kunden (externe Auftragseingänge und Außenumsatzerlöse), die in diesem Dokument berichtet werden. Der freie Zahlungsmittelfluss (Free Cash Flow) und weitere Finanzkennzahlen werden für jedes unserer berichtspflichtigen Segmente im Anhang zum Konzernabschluss berichtet. Informationen zur Definition dieser Finanzkennzahlen sowie zur Überleitung von Segmentfinanzkennzahlen auf den Konzernabschluss finden sich im Abschnitt → C.12 HINWEISE UND ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN sowie unter → ZIFFER 36 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Berichtsstruktur zum 30. September 2013 Geografisch war Siemens zum 30. September 2013 in 14 regionale Cluster unterteilt, die drei Berichtsregionen zugeordnet waren. Für die nachfolgend genannten drei Berichtsregionen veröffentlichen wir Finanzkennzahlen. Regionalstruktur zum 30. September 2013 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Zum November 2013, also nach Ende des Geschäftsjahrs 2013, haben wir die Cluster-Organisation aufgelöst. Infolge dieser organisatorischen Anpassung haben wir 30 Leitländer bestimmt, die hinsichtlich der Marktdurchdringung für die ihnen zugeordneten Länder verantwortlich sind. Jedes Leitland berichtet direkt an den Vorstand. Zusätzlich berichten wir auf Konzernebene Finanzkennzahlen für bestimmte wichtige Länder, so für Deutschland (innerhalb der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten), die USA (innerhalb der Region Amerika) sowie für China (innerhalb der Region Asien, Australien). C.1.1.2 BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Energy Der Sektor Energy bietet ein weites Spektrum an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, mit denen sich elektrische Energie erzeugen und übertragen sowie Öl und Gas gewinnen, umwandeln und transportieren lassen. Damit deckt er hauptsächlich den Bedarf von Energieversorgern und bedient darüber hinaus Industrieunternehmen, insbesondere aus der Öl- und Gasindustrie. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Energy Außenumsatzerlöse in Höhe von 26,386 Mrd. €. Dies entsprach 35 % der Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns. Die folgende Grafik stellt die geografische Verteilung der Außenumsatzerlöse des Sektors Energy im Geschäftsjahr 2013 dar. Anteil Umsatzerlöse in % (Sitz des Kunden) 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Im Geschäftsjahr 2013 umfasste der Sektor Energy fünf Divisionen: Fossil Power Generation, Wind Power, Oil & Gas, Power Transmission und Energy Service. Zu Energy gehören ferner die sektorgeführten Geschäfte Solar sowie Hydro. Die Ergebnisse für diese Geschäfte sind im Sektorergebnis enthalten. Siemens hat beschlossen, die Aktivitäten im Solargeschäft nach der Fertigstellung laufender Projekte zu beenden. Im Hydro-Geschäft sind wir bei kleinen und großen Wasserkraftwerken im Rahmen unserer Minderheitsbeteiligung an der Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG vertreten. Darüber hinaus umfasst das Geschäft von Hydro unsere Aktivitäten bei Turbinen für Gezeitenkraftwerke. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 haben wir die Divisionen Fossil Power Generation und Oil & Gas zur neuen Division Power Generation zusammengeführt. Die Division Fossil Power Generation bietet hocheffiziente Produkte und Lösungen zur Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Substanzielle Innovationen und Ingenieurswissen sind Bestandteil dieser Lösungen, mit denen fossile Brennstoffe mit hoher Effizienz in elektrische Energie umgewandelt werden. Diese erhöhen die Rentabilität unserer Kunden und helfen, deren Umweltleistung zu verbessern. Die Division konzentriert sich auf Produkte und Lösungen für Gas- und Dampfturbinen, Turbogeneratoren sowie Abhitzedampferzeuger, einschließlich dazugehöriger Kontrollsysteme. Im Vordergrund stehen dabei kombinierte Gas- und Dampfturbinenkraftwerke. Die Division entwickelt zudem Lösungen für Messtechnik und Kontrollsysteme für alle Arten von Kraftwerken und zum Einsatz bei der Stromerzeugung. Diese Lösungen beinhalten IT-Lösungen, die Steuerungsanwendungen von der Kraftwerks-bis zur Unternehmensebene zur Verfügung stellen. Die Division arbeitet außerdem daran, kommerziell nutzbare Systeme zu entwickeln und herzustellen, die auf Zukunftstechnologien wie der integrierten Kohlevergasung, der Kohleverflüssigung oder der Kohlenstoffbindung und -speicherung basieren. Aufgrund des breiten Angebots der Division kann sich in den einzelnen Berichtsperioden eine unterschiedliche Zusammensetzung der Umsatzerlöse ergeben, je nachdem, welcher Anteil der Umsatzerlöse jeweils auf Produkte, Lösungen und Dienstleistungen entfällt. Zudem kann es bei der Zusammensetzung der Umsatzerlöse aufgrund der regionalen Verteilung der Umsatzerlöse zu Unterschieden zwischen den Berichtszeiträumen kommen. Wie oben erwähnt, haben wir die Division Fossil Power Generation mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 mit der Division Oil & Gas zur Division Power Generation zusammengeführt. Die Division Wind Power stellt Windturbinen für den Onshore- und Offshore-Betrieb her. Dazu gehören konventionelle Turbinen mit Getriebe sowie Geräte mit Direktantrieb. Das Produktportfolio basiert auf vier Plattformen, jeweils zwei für den Onshore- und für den Offshore-Betrieb. Die Produkte für den Onshore-Betrieb haben einen Leistungsumfang von 2,3 bis 3,0 Megawatt (MW) und einen Rotordurchmesser von 93 bis 113 Meter. Der Leistungsumfang der Offshore-Produkte reicht von 3,6 bis 6,0 MW, mit Rotordurchmessern von 107 bis 154 Metern. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse der Division kann sich zwischen den Berichtszeiträumen ändern, je nachdem, wie sich der Projekt-Mix zwischen Onshore- und Offshore-Projekten in der jeweiligen Periode entwickelt. Ein beträchtlicher Teil der Geschäftsaktivitäten findet im Offshore-Bereich statt und dort in Ländern der nördlichen Hemisphäre. Daher sind die Produktions- und Absatzzahlen regelmäßig in den Frühjahrs- und Sommermonaten dieser Regionen höher, da die Wetterbedingungen in diesen Jahreszeiten den Aufbau von Windturbinen erleichtern. Die Division Oil & Gas verfügt über ein umfassendes Portfolio an hocheffizienten rotierenden Maschinen, zum Beispiel Gasturbinen, Dampfturbinen und Kompressoren mit zugehöriger Ausstattung, sowie Lösungen für Feld- und Leittechnik. Dieses Portfolio ist die Grundlage unseres Angebots an allen unseren Märkten. Zu ihnen gehören vor allem die Öl- und Gasindustrie, die Prozessindustrie sowie die industrielle Energieerzeugung. Angeboten werden Anwendungen von der Kraft-Wärme-Kopplung über die Offshore-Produktion und die Wasseraufbereitung bis hin zur Verarbeitung im Unterwassereinsatz. Wie zuvor erwähnt, haben wir die Division Oil & Gas mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 mit der Division Fossil Power Generation zur neuen Division Power Generation zusammengeführt. Die Division Power Transmission versorgt Kunden mit schlüsselfertigen Lösungen für die Energieübertragung sowie mit Einzelprodukten, Systemen und damit in Zusammenhang stehenden Ingenieurleistungen und Dienstleistungen. Das Portfolio umfasst Lösungen für die Hochspannungsübertragung, Leistungs- und Verteilungstransformatoren, Produkte und Systeme für die Hochspannungstechnik, die schaltbar und nicht schaltbar sind, sowie innovative Wechsel- und Gleichstromübertragungssysteme. Die Division liefert Energieversorgern und großen Industriekunden Ausrüstung, Systeme und Dienstleistungen, die dazu eingesetzt werden, elektrischen Strom von der Quelle - beispielsweise einem Kraftwerk oder von Onshore- oder Offshore-Windparks - zu transformieren und an verschiedene Stellen innerhalb des Stromnetzes zu übertragen. Die Division arbeitet mit diversen Partnern in Gemeinschaftsunternehmen in China zusammen und ist an einem weiteren Gemeinschaftsunternehmen mit Infineon Technologies in Deutschland beteiligt, das Hochleistungshalbleiter entwirft, herstellt und verkauft. Die Division Energy Service bietet umfangreiche Dienstleistungen für Produkte, Lösungen und Technologien an. Sie umfassen Leistungserweiterungen, Wartungs- und Beratungsdienstleistungen sowie Kundenschulungen für die Divisionen Fossil Power Generation, Wind Power und Oil & Gas. Die finanziellen Ergebnisse der Division Energy Service sind in diesen Divisionen enthalten. Der Sektor Energy verkauft seine Produkte und Dienstleistungen über den eigenen Vertrieb und wird dabei vom weltweiten Netzwerk der regionalen Siemens-Gesellschaften unterstützt. Weitere Vertriebskanäle beinhalten Gemeinschaftsunternehmen und Lizenzpartner, insbesondere an Märkten, an denen in hohem Maß Wissen über die örtlichen Gegebenheiten erforderlich ist. Hauptkunden des Sektors sind große Energieversorger, unabhängige Stromproduzenten und Industrieunternehmen, vor allem aus der Öl- und Gasindustrie. Ihre Zusammensetzung ändert sich von Jahr zu Jahr deutlich, da wesentliche Bereiche des Sektorgeschäfts - beispielsweise der Bau von Kraftwerken - mittel- oder langfristiger Natur sind und die Abnehmer solcher Projekte auf absehbare Zeit keine weiteren Leistungen des Sektors in Anspruch nehmen. Die Division Fossil Power Generation ist in allen Regionen des weltweiten Markts für fossile Energieerzeugung präsent. Dabei wird die Nachfrage in Europa und in den USA vorwiegend von der Notwendigkeit angeregt, bestehende veraltete Kraftwerke zu ersetzen, die weder effizient sind noch flexibel betrieben werden können. Die Nachfrage in Schwellenländern entsteht aus Kapazitätserweiterungen, die im Zuge des Wirtschaftswachstums erforderlich werden. Die Division Wind Power ist sowohl im Onshore- als auch im Offshore-Segment weltweit tätig und nimmt am weltweiten Offshore-Markt seit einigen Jahren eine führende Position ein. Die Division konzentriert sich auf Märkte, an denen sie ein profitables Geschäft betreiben kann. Dazu gehören die USA, das Vereinigte Königreich und Skandinavien, obwohl in diesen Ländern Diskussionen über Subventionsregelungen Unsicherheiten erzeugen. Es wird erwartet, dass dies letztendlich zu erhöhtem Preisdruck führt. Ausgewählte Schwellenländer richten ihr Augenmerk verstärkt auf Windenergie, stellt sie doch für sie eine Möglichkeit dar, die Unabhängigkeit von Ressourcen zu erhöhen, was uns eine günstige Geschäftsperspektive bietet. Die Branchen Öl und Gas, die von unserer Division Oil & Gas angesprochen werden, spielen aufgrund steigender Nachfrage nach Energie weiterhin eine tragende Rolle beim weltweiten Energieangebot. Die globalen Produktionskapazitäten für Öl sind nahezu ausgeschöpft, und die Nachfrage übersteigt auch in Zeiten einer schwachen Weltwirtschaft das Angebot. Regional betrachtet findet das Wachstum an den Öl- und Gasmärkten hauptsächlich in den USA, im Nahen und Mittleren Osten, in Russland, Brasilien sowie in Afrika statt. Um mit der steigenden Nachfrage und der Erschöpfung der bestehenden Vorkommen mithalten zu können, stößt die Öl- und Gasindustrie in immer tiefere Gewässer vor. Sie erkundet dabei unkonventionelle Ressourcen und setzt durch modernste technikgestützte Fördermethoden für Öl und Gas ein, beispielsweise die Unterwasserverarbeitung. Strengere Umweltvorschriften zur Reduktion von Abfall und Emissionen üben zudem Druck auf die Öl- und Gasindustrie aus, die Energieeffizienz zu erhöhen. Dadurch entstehen für einen führenden Anbieter von Lösungen und Technologien wie Siemens neue Geschäftsmöglichkeiten. Die Hauptantriebskräfte an den Märkten, die von unserer Division Power Transmission bedient werden, sind der Ausbau der Infrastruktur in Schwellenländern, der Ersatz und die Modernisierung von Ausrüstung an gesättigten Märkten sowie die Integration von erneuerbaren Energien. Die wichtigsten regionalen Märkte liegen in den Schwellenländern, einschließlich Brasilien, China und Indien, sowie an den gesättigten Märkten mit einem hohen Potenzial für Modernisierung und Neuinstallationen wie den USA. Die Geschäftsaktivitäten des Sektors Energy unterscheiden sich deutlich in ihrer Größe. Sie reichen vom Verkauf von Komponenten und vergleichsweise kleinen Projekten bis hin zu Großaufträgen zum Bau neuer, schlüsselfertiger Kraftwerke. Während der Sektor in der Vergangenheit vor allem im Wettbewerb mit großen Industrieunternehmen aus den Industriestaaten stand, hat die Bedeutung von Wettbewerbern aus Schwellenländern mehr und mehr zugenommen. Sie expandieren zunehmend über die Grenzen ihrer Heimatmärkte hinaus. Dabei unterscheiden sich die Wettbewerber des Sektors je nach Division. Mit der Division Fossil Power Generation konkurrieren zum einen relativ wenige Anlagenhersteller, von denen einige sehr starke Positionen an ihren Heimatmärkten haben, und zum anderen eine Vielzahl von Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Beschaffung sowie aus der Bauindustrie. Bei den Gasturbinen sind die Hauptwettbewerber Alstom, General Electric und Mitsubishi Heavy Industries, bei den Dampfturbinen Alstom, Bharat Heavy Electricals Limited, General Electric und Toshiba. In China konzentrierten sich die Hersteller in der Vergangenheit im Wesentlichen auf ihren großen Heimatmarkt, haben aber in jüngster Zeit damit begonnen, sich von lokalen zu internationalen Anbietern zu wandeln. Maschinenbau- und Beschaffungsunternehmen aus Südkorea bieten ein breites Sortiment an Produkten sowie Lösungen und positionieren sich als sogenannte One-Stop-Shop-Anbieter, also Anbieter, die Kundenlösungen aus einer Hand liefern. Bei Leittechniksystemen sind ABB und Emerson Electric die Hauptwettbewerber der Division. Hauptwettbewerber am Markt für Onshore-Windparks, den die Division Wind Power bedient, sind Enercon, Gamesa, General Electric, Goldwind, REpower und Vestas. Bei Offshore-Windparks sind die Hauptwettbewerber Alstom, Areva und REpower. Darüber hinaus haben Vestas und Mitsubishi Heavy Industries angekündigt, ihre individuellen Erfahrungen zu kombinieren, um auch dieses Marktsegment zu bedienen. Die Wettbewerbssituation unterscheidet sich je nach Marktsegment. Bei Onshore-Windparks sind die Wettbewerber breit gestreut, kein einzelnes Unternehmen hat einen beherrschenden Marktanteil. Im Gegensatz dazu gibt es bei den technologisch komplexeren Offshore-Windparks nur wenige größere Anbieter. Allgemein leidet die Windkraftbranche an Überkapazitäten und befindet sich nach allgemeiner Einschätzung in einer frühen Phase der Konsolidierung. Die Wettbewerbssituation der Division Oil & Gas variiert je nach Produkt. Bei Automatisierungstechnik und elektrischer Ausrüstung sind es vor allem ABB und Honeywell, bei Kompressoren sowie Dampf- und Gasturbinen vorrangig Dresser Rand, General Electric, MAN Diesel & Turbo sowie Solar Turbines. Allgemein ist der Wettbewerb an den Märkten, die von der Division Oil & Gas bedient werden, von einer relativ geringen Anzahl an Unternehmen gekennzeichnet. Einige von ihnen haben eine sehr starke Position auf mehreren Märkten, während sich andere stärker regional ausrichten und an den jeweiligen Märkten Schlüsselpositionen einnehmen. Die Hauptwettbewerber der Division Power Transmission sind ABB mit den Unternehmenseinheiten Power Products und Power Systems sowie die Netzsparte von Alstom. Eine andere Gruppe von nennenswerten Wettbewerbern bilden wenige größere Hersteller wie Toshiba, China XD Group oder Crompton Greaves, die in bestimmten Regionen aktiv sind, sowie Nischenanbieter wie beispielsweise TBEA. Der internationale Wettbewerb verschärft sich durch Anbieter aus Schwellenländern wie China, Indien und Südkorea. Healthcare Der Sektor Healthcare bietet seinen Kunden ein umfassendes Portfolio medizinischer Lösungen entlang der Behandlungskette, von medizinischer Bildgebung über In-vitro-Diagnostik bis hin zu interventionellen Verfahren und klinischer Informationstechnologie - alles aus einer Hand. Außerdem übernimmt der Sektor die technische Wartung, professionelle Dienst- und Beratungsleistungen sowie Finanzierungsleistungen für seine Kunden in Zusammenarbeit mit SFS. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Healthcare Außenumsatzerlöse in Höhe von 13,598 Mrd. €. Dies entsprach 18 % der Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns. Die folgende Grafik stellt die geografische Verteilung der Außenumsatzerlöse des Sektors Healthcare im Geschäftsjahr 2013 dar. Anteil Umsatzerlöse in % (Sitz des Kunden) 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Der Sektor Healthcare umfasst die vier Divisionen Imaging & Therapy Systems, Clinical Products, Diagnostics sowie Customer Solutions. Darüber hinaus gibt es mit Audiology Solutions eine sektorgeführte Geschäftseinheit. Zusätzlich zu den Finanzinformationen des Sektors werden separat die der Division Diagnostics berichtet. Imaging & Therapy Systems bietet ein breites Spektrum medizinischer Geräte für bildgebende Diagnostik und Therapien. Zu den bildgebenden Diagnostiksystemen gehören Computer- und Magnetresonanztomographen genauso wie Angiographiesysteme zur Diagnostik sowie Positronen-Emissions-Tomographen. Siemens ist Marktführer auf diesen Gebieten. Bildgebende Therapielösungen umfassen im Wesentlichen Angiographiesysteme für minimalinvasive Eingriffe sowie zur Computertomographie in der Strahlentherapieplanung. Indem sie Synergien zwischen den bildgebenden Diagnostiksystemen und den bildgebenden Therapielösungen erhöht, unterstützt die Division Gesundheitsdienstleister darin, mit effizienter gestalteten Prozessen bessere Ergebnisse zu erzielen. Die Division Clinical Products umfasst hauptsächlich das Geschäft mit Ultraschall- und Röntgensystemen, einschließlich Mammographie. Zusätzlich zu innovativen Spitzenlösungen konzentriert sich die Division auf die Entwicklung kosteneffizienter, weniger komplexer Geräte, die grundlegende Kundenanforderungen - insbesondere in den Schwellenländern - erfüllen. Zu Clinical Products gehört auch der interne Zulieferer Components and Vacuum Technology, der Komponenten auch an die Division Imaging & Therapy Systems liefert. Die Division Diagnostics bietet Produkte und Dienstleistungen im Bereich der In-vitro-Diagnostik an. Diese basiert auf der Analyse von Körperflüssigkeiten wie Blut oder Urin und liefert wichtige Informationen, wenn es darum geht, Krankheiten zu erkennen und zu behandeln und das individuelle Patientenrisiko zu bestimmen. Das Produktportfolio der Division besteht aus einem umfassenden Spektrum an diagnostischen Testsystemen und Verbrauchsmaterialien in den Bereichen klinische Chemie und Immundiagnostik, Molekulardiagnostik - also Nukleinsäuretests -, Hämatologie, Hämostase, Mikrobiologie, Point-of-Care-Testverfahren und Lösungen für die klinische Laborautomatisierung. Die Division Customer Solutions entwickelt Healthcare-Informationstechnologie (HIT), verantwortet das Servicegeschäft und steuert die Vertriebsaktivitäten für den Sektor auf globaler Ebene. HIT unterstützt Anwender bei ihren Aufgaben im klinischen, administrativen und finanziellen Umfeld mit dem Ziel, eine effiziente, sichere und qualitativ hochwertige Patientenversorgung zu gewährleisten. Das Portfolio umfasst integrierte Finanz- und Krankenhaussysteme, Lösungen für elektronische Patientenakten, den Austausch von Gesundheitsdaten sowie ein wachsendes Angebot an Dienstleistungen zur Systemoptimierung. Das Servicegeschäft bedient die vom Sektor installierten Systeme für Bildgebung und Diagnostik weltweit. Insbesondere die Expertise in Fernwartung, proaktiven und innovativen Serviceleistungen, Bildungsangeboten sowie logistischen Prozessen trägt dazu bei, sich von den Wettbewerbern zu differenzieren und die Prozesseffizienz voranzutreiben. Die Division steuert zudem die globale Vertriebsorganisation des Sektors und legt regionale Vertriebsansätze fest, um den vielfältigen Kundenstamm mit den besten Lösungen für die Patientenversorgung auszustatten. Die sektorgeführte Geschäftseinheit Audiology Solutions betreibt das Hörgerätegeschäft. Zu den Kunden des Sektors Healthcare gehören Gesundheitsdienstleister wie Krankenhausgruppen sowie eigenständige Krankenhäuser genauso wie Gemeinschafts- und Einzelpraxen, Referenzlaboratorien und medizinische Labore sowie Ambulanzkliniken. Der Sektor vertreibt den Großteil seiner Produkte und Dienstleistungen über eigene Vertriebsmitarbeiter, die in der Division Customer Solutions organisatorisch zusammengefasst sind und von ausgewiesenen Produktspezialisten unterstützt werden. In einigen Ländern erfolgt der Vertrieb über Zwischenhändler. Dies betrifft vor allem den Verkauf von Produkten im unteren Preissegment, etwa einfachen Ultraschall- oder Röntgengeräten. Serviceleistungen für die Produkte des Sektors werden hauptsächlich von hauseigenen Servicemitarbeitern erbracht. Da ein Großteil der Umsatzerlöse von Healthcare aus wiederkehrenden Geschäften stammt, sind die Geschäftsaktivitäten des Sektors in bestimmtem Umfang unbeeinflusst von kurzfristigen Konjunkturtrends. Weltweite regulatorische und politische Entwicklungen wirken sich dagegen auf die Geschäftsaktivitäten des Sektors aus. Im Rahmen des am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen U.S. Affordable Care Act wurde für die medizintechnische Industrie in den USA eine Verbrauchsteuer auf bestimmte medizinische Geräte eingeführt. Derzeit betrifft diese Steuer das Diagnostikgeschäft sowie die bildgebenden Geschäfte des Sektors. Im Geschäftsjahr 2013 hat der Sektor Healthcare die »Agenda 2013« weiter vorangetrieben. »Agenda 2013« ist eine im Geschäftsjahr 2012 gestartete globale Initiative, mit der die Wettbewerbsposition und die Innovationskraft von Healthcare verbessert werden soll. Sie ist damit die proaktive Antwort des Sektors auf die Herausforderungen, die sich aus den Veränderungen im Marktumfeld ergeben. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, wurden mit der »Agenda 2013« Maßnahmenpakete für die Handlungsfelder Innovation, regionale Präsenz, Wettbewerbsfähigkeit und Personalentwicklung definiert. Dazu gehören zielgerichtete Investitionen in die Produktentwicklung sowie der Ausbau von Vertriebsaktivitäten an den Wachstumsmärkten. Außerdem umfasst die »Agenda 2013« die Neuausrichtung der Geschäftseinheit Strahlentherapie und eine damit in Zusammenhang stehende Forschungs- und Entwicklungs- sowie Vertriebskooperation mit Varian Medical Systems. Darüber hinaus beinhaltet sie ein Programm zur Verbesserung der Kostenposition in der Division Diagnostics. Die Hauptwettbewerber des Sektors im Bereich medizinische Bildgebung sind General Electric, Philips, Toshiba, Hitachi und Hologic. Weitere Wettbewerber sind unter anderem Roche, Abbott, Danaher, Alere, bioMérieux und Sysmex für In-vitro-Diagnostik, McKesson, Cerner und Allscript für IT-Systeme im Gesundheitswesen sowie Sonova, GN Resound und William Demant für das Hörgerätegeschäft. Der Konsolidierungstrend am Gesundheitsmarkt hält an. Die führenden Anbieter der Branche befinden sich in starkem Wettbewerb, auch bezogen auf den Preis. Industry Der Sektor Industry bietet ein breites Spektrum an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, die den Kunden helfen, ihre Ressourcen und Energie effizienter zu nutzen und ihre Produktivität und Flexibilität zu steigern. Die integrierten Technologien und ganzheitlichen Lösungen des Sektors richten sich vorwiegend an Industriekunden, insbesondere in der Prozess- und Fertigungsindustrie. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen für Industrieautomatisierung, Industriesoftware und Antriebstechnik sowie Systemintegration und Lösungen für das Industrieanlagengeschäft. Der Sektor hat sein Geschäft mit Industriesoftware durch die Akquisition von LMS International NV (LMS), die während des Geschäftsjahrs 2013 abgeschlossen wurde, weiter gestärkt. Die Außenumsatzerlöse des Sektors Industry beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 16,943 Mrd. €. Dies entsprach 22 % der Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns. Die folgende Grafik stellt die geografische Verteilung der Außenumsatzerlöse von Industry im Geschäftsjahr 2013 dar. Anteil Umsatzerlöse in % (Sitz des Kunden) 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Der Sektor Industry besteht aus den drei Divisionen Industry Automation, Drive Technologies und Customer Services. Ferner gehört auch die sektorgeführte Geschäftseinheit Metals Technologies zu Industry. Zusätzlich zu den auf Sektorebene berichteten finanziellen Ergebnissen werden diese auch für die Divisionen Industry Automation und Drive Technologies dargestellt. Die finanziellen Ergebnisse der Division Customer Services sind in den Ergebnissen der Divisionen Industry Automation, Drive Technologies sowie der Geschäftseinheit Metals Technologies enthalten. Der Sektor hatte im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 angekündigt, sich vom Geschäft mit mechanischer, biologischer und chemischer Behandlung und Aufbereitung von Wasser zu trennen. Während des vierten Quartals des Geschäftsjahrs 2013 erfüllte dieses Geschäft die Voraussetzungen zur Klassifizierung als nicht fortgeführte Aktivitäten. Die Ergebnisse der Vorperioden werden auf vergleichbarer Basis berichtet. Im November 2013 gab Siemens den Verkauf dieses Geschäfts bekannt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Die Division Industry Automation bietet eine Reihe von Standardprodukten und Systemlösungen für Automatisierungstechnologien an, die in Fertigungs- und Prozessindustrien eingesetzt werden. Als einer der führenden Anbieter von Industriesoftware kann die Division das produzierende Gewerbe darin unterstützen, seine gesamte Wertschöpfungskette - von der Produktgestaltung und -entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und Service - zu optimieren. Die Angebote der Division umfassen Automatisierungssysteme und -software, Motorsteuergeräte, Produkte zur »Maschine zu Maschine«-Kommunikation, Sensoren, Lösungen zum Produkt- und Produktionslebenszyklus-Management sowie Software für Simulation und Test mechatronischer Systeme. Im Geschäftsjahr 2013 erwarb die Division LMS, einen Anbieter mechatronischer Simulationssoftware, der das Portfolio der Division auf dem Gebiet Produktlebenszyklus-Management ergänzt und erweitert. Wie zuvor erwähnt, wurde der Verkauf des Geschäfts für mechanische, biologische und chemische Behandlung und Aufbereitung von Wasser im Geschäftsjahr 2013 beschlossen. Das Geschäft wird für alle Berichtsperioden in diesem Jahresbericht als nicht fortgeführte Aktivitäten berichtet. Der Verkauf des Geschäfts, der im November 2013 bekannt gegeben wurde, steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden. Die Division Drive Technologies bietet Produkte und umfassende Systeme für den gesamten Antriebsstrang an. Diese Angebote sind auf die individuellen Anforderungen der jeweiligen Anwendungen zugeschnitten. Sie umfassen numerische Steuerungssysteme, Wechselrichter, Umrichter, Motoren (mit und ohne Getriebe), Antriebe und Kupplungen. Darüber hinaus stellt Drive Technologies integrierte Automatisierungssysteme für Werkzeug- und Fertigungsmaschinen zur Verfügung. Die Division bietet außerdem integrierte Lebenszykluslösungen und -dienstleistungen, beispielsweise für die Schiffbauindustrie, die Zementindustrie, die Bergbauindustrie sowie die Papier- und Zellstoffindustrie. In ihrem e-Car-Geschäft entwickelt die Division Motoren und Umrichter für Elektroautos. Mit einem umfangreichen Dienstleistungsportfolio unterstützt die Division Customer Services Industriekunden dabei, ihre Produktivität zu steigern. Das Angebot umfasst produktbezogene Dienstleistungen und Softwarelösungen, beispielsweise für die Zustandsüberwachung. Mit ihnen lassen sich die Verlässlichkeit, Profitabilität, Effizienz und Umweltverträglichkeit von Industrieanlagen verbessern. Die sektorgeführte Geschäftseinheit Metals Technologies bietet Ingenieur- und Anlagenbaudienstleistungen für die Eisen- und Stahlindustrie sowie für die Walzsparte der Aluminium- und Buntmetall-Industrien an. Die Geschäftseinheit bietet Technologien, Lösungen und Dienstleistungen für metallurgische Anlagen und integrierte Stahl- oder Mini-Stahlwerke. Zu ihrem vertikal integrierten Liefer- und Leistungsspektrum gehören auch mechanische Ausrüstungen, Getriebe, Motoren, Elektronik, Automation, Mechatronik, technologische Pakete sowie Umweltlösungen und -systeme. Die Hauptkunden des Sektors Industry sind Industrieunternehmen in zahlreichen Branchen. Hierzu zählen Transport und Logistik genauso wie die Metall- und Bergbauindustrie, der Maschinenbau, Versorgungsunternehmen und der Automobilbau. Der Sektor ist weltweit aktiv, auch in den Schwellenländern - insbesondere in der Region Asien, Australien -, denen die Sektorleitung ein langfristiges Wachstumspotenzial zutraut. Einen Teil des Produktportfolios vertreibt Industry nicht unter der Marke Siemens, sondern in Abhängigkeit von der Region und der jeweiligen Technologie unter anderen Markennamen, beispielsweise Flender bei Getrieben oder Winergy bei Windturbinenkomponenten. Der Sektor vertreibt seine Produkte vorwiegend über Mitarbeiter, die dem weltweiten Netzwerk regionaler Vertriebseinheiten von Siemens angehören. Darüber hinaus arbeitet Industry mit Erstausrüstern, Lösungsanbietern, Installateuren, Generalunternehmen, Drittvertrieben und unabhängigen Vertretern zusammen. Industry verfügt weltweit über Produktionsstandorte, insbesondere in Nord- und Südamerika, West- und Osteuropa sowie Asien. Diese erlauben es dem Sektor, nahe bei seinen wichtigsten Kunden zu sein. In den vergangenen Jahren waren die Materialkosten erheblichen Preisschwankungen bei Metallen, Energie und anderen Rohstoffen ausgesetzt. Industry arbeitet kontinuierlich daran, den Einsatz gesundheitsgefährdender Materialien, etwa von Blei, zu verringern und sie in seinen Produkten und Prozessen zu ersetzen. Eine wesentliche Rolle innerhalb der Innovationsstrategie des Sektors spielen nachhaltige Produkte und Prozesse, zum Beispiel der COREX-Prozess, ein Verfahren zum Herstellen von Roheisen ohne Kokskohle, sowie energieeffiziente Motoren und das Energiemanagement. Die Produktlebensdauer im Produktgeschäft des Sektors reicht typischerweise von drei bis zu 20 Jahren ab Produkteinführung. Lebenszyklen sind tendenziell kürzer bei Produkten, bei denen Software und Elektronik eine wesentliche Rolle spielen. Die Lebenszyklen im Lösungsgeschäft sind in der Regel länger, da der Sektor seine Kunden mit wichtigen Dienstleistungen über die gesamte Nutzungsdauer ihrer Investition unterstützt. Der Sektor Industry kann erheblich von Konjunkturzyklen betroffen sein, da die Märkte einiger seiner Geschäftsaktivitäten tendenziell sehr schnell auf Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld reagieren. Dies trifft auf viele der Geschäftsaktivitäten der Division Industry Automation und solche der Division Drive Technologies zu, die sich an Kunden des verarbeitenden Gewerbes richten. Die Märkte anderer Geschäftsaktivitäten des Sektors reagieren im Allgemeinen verzögerter auf Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Dies trifft sowohl auf Geschäftsaktivitäten der Division Drive Technologies zu, die sich an Kunden in Prozessindustrien wie auch im Energie- und Infrastruktursektor richten, als auch auf die Aktivitäten der Geschäftseinheit Metals Technologies. Die Wettbewerber des Sektors Industry können in zwei Gruppen eingeteilt werden: in multinationale Unternehmen, die ein relativ breites Produktportfolio aufweisen, und in Unternehmen, die nur an bestimmten regionalen oder produktbezogenen Märkten aktiv sind, die vom Sektor Industry bedient werden. Die Hauptwettbewerber mit einem breiten Produktspektrum sind multinationale Unternehmen wie ABB, Emerson Electric, Schneider Electric und Rockwell. In den Branchen, in denen der Sektor aktiv ist, vollzieht sich eine Konsolidierung auf mehreren Ebenen. Insbesondere haben Anbieter von Automatisierungslösungen ihre Aktivitäten um Regler- und Sensorentechnologien erweitert, während Lieferanten von Komponenten und Produkten ihr Portfolio um komplementäre Produkte für ihre Vertriebskanäle ergänzt haben. Die Hauptwettbewerber der Division Industry Automation sind ABB, Schneider Electric, Rockwell und Emerson Electric. Im Geschäft mit Lösungen für das Produktlebenszyklus-Management konkurriert die Division darüber hinaus unter anderem mit Dassault Systèmes und PTC. Wettbewerber der Division Drive Technologies sind auf der einen Seite Unternehmen mit einem breiten Produktportfolio, zum Beispiel ABB, Emerson Electric und Mitsubishi Electric, und auf der anderen Seite Spezialanbieter, wie Fanuc, Yaskawa, WEG und SEW. Die Hauptwettbewerber unserer Geschäftseinheit Metals Technologies sind Danieli und SMS. Asiatische Wettbewerber konzentrieren sich in der Regel auf Massenproduktion und Kostensenkung, Wettbewerber aus Europa und den USA typischerweise auf hochwertige Lebenszyklusdienstleistungen. Unabhängig davon haben die meisten Mitbewerber ihre Geschäftsaktivitäten auf eine globale Basis gestellt. Zudem stellen wir fest, dass an den Märkten zunehmend technologische Verbesserungen und der Preis im Mittelpunkt stehen. Intensiver Wettbewerb, Budgetbeschränkungen der Kunden und schneller technologischer Fortschritt innerhalb der Branche erzeugen nach wie vor einen erheblichen Preisdruck. Hinzu kommt, dass die Wettbewerber weiterhin ihre Produktion in Niedriglohnländer verlagern. Infrastructure & Cities Der Sektor Infrastructure & Cities bietet ein breites Spektrum an Technologien, die weltweit die Nachhaltigkeit urbaner Ballungsräume und Infrastrukturen erhöhen. Beispiele sind integrierte Mobilitätslösungen, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Energieverteilung, Smart-Grid-Anwendungen sowie Nieder- und Mittelspannungsprodukte. Der Sektor hat beschlossen, sein Geschäft mit Flughafenlogistik und Postautomatisierung zu veräußern. Um sein Geschäft mit Lösungen für Bahnautomatisierung zu erweitern und zu vervollständigen, hat der Sektor das Bahnautomatisierungsgeschäft von Invensys plc., UK (Invensys), erworben. Die Außenumsatzerlöse des Sektors Infrastructure & Cities beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 17,128 Mrd. €. Dies entsprach 23 % der Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns. Die folgende Grafik stellt die geografische Verteilung der Außenumsatzerlöse von Infrastructure & Cities im Geschäftsjahr 2013 dar. Anteil Umsatzerlöse in % (Sitz des Kunden) 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Der Sektor besteht aus fünf Divisionen: Rail Systems, Mobility and Logistics, Low and Medium Voltage, Smart Grid sowie Building Technologies. Die Finanzinformationen der Divisionen Rail Systems sowie Mobility and Logistics werden zusammengefasst im Geschäft Transportation & Logistics berichtet, die der Divisionen Low and Medium Voltage und Smart Grid im Geschäft Power Grid Solutions & Products. Die Division Rail Systems besteht aus dem Geschäft mit Schienenfahrzeugen von Siemens, das die gesamte Palette an Fahrzeugen umfasst, von Hochgeschwindigkeitszügen, Nah- und Regionalverkehrszügen, Reisezügen, Metros, Zubringerzügen und Stadtbahnen bis hin zu Lokomotiven, Fahrwerken, Antriebssystemen sowie bahnbezogenen Dienstleistungen. Die Division verbindet ihre Expertise auf den Gebieten des Nah-, Regional- und Fernverkehrs, der fahrerlosen Systeme, der Fahrwerke und der Systeme zur Bordnetzversorgung, um den Kunden ein umfassendes Fachwissen in Bezug auf nachhaltige, effiziente und zuverlässige Schienenfahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Die Division Mobility and Logistics bietet hauptsächlich Produkte, Lösungen - einschließlich IT-Lösungen - sowie Dienstleistungen für Betriebssysteme des schienengebundenen Verkehrs an. Hierzu gehören zum Beispiel Verkehrssteuerungssysteme, Stellwerke und automatische Beeinflussungssysteme. Darüber hinaus versorgt die Division ihre Kunden mit Systemen für den Straßenverkehr, einschließlich Detektions-, Informations- und Leitsysteme. Im Geschäftsjahr 2013 kündigte die Division ihre Pläne zum Verkauf des Flughafenlogistikgeschäfts für die Frachtverfolgung und Gepäckbeförderung sowie des Postautomatisierungsgeschäfts für die Brief- und Paketsortierung an. Ebenfalls im Geschäftsjahr 2013 erwarb die Division das Bahnautomatisierungsgeschäft von Invensys, das eine führende Stellung als Anbieter von Signal- und Leittechniklösungen einnimmt. Die Division Low and Medium Voltage versorgt Stromnetzbetreiber, große industrielle Stromverbraucher und die Bauindustrie mit Mittel- und Niederspannungsausrüstung. Das Angebot umfasst ferner Produkte, Systeme und Dienstleistungen zur Verteilung elektrischer Energie von Hochspannungsnetzzugängen auf Mittel- und Niederspannungsnetze sowie zur Weiterleitung elektrischer Energie zu den Endverbrauchern und deren Zugangspunkten. Mittelspannungsausrüstung umfasst Verteilungsschalt- und -steuerungsanlagen sowie Leistungsschalter und Komponenten zur Verteilung und Schaltung elektrischer Energie aus Hochspannungsnetzen in das Mittelspannungsverteilungsnetz sowie innerhalb des Mittelspannungsnetzes selbst. Das Niederspannungsportfolio besteht aus Installationsverteilern elektrischer Energie, Schienenverteilersystemen, Verteilersystemen und Reihenklemmen. Ferner umfasst das Leistungsspektrum Schutz-, Schalt-, Mess- und Überwachungsgeräte sowie Steckdosen. Die Division Smart Grid liefert Energieautomatisierungslösungen, Smart-Grid-Anwendungen, Übertragungs- und Verteilungsdienstleistungen sowie Bahninfrastrukturelektrifizierungslösungen für Fern- und Nahverkehrsanwendungen. Darüber hinaus bietet die Division Lösungen und Dienstleistungen für Zählerdatenmanagementsysteme in Zusammenhang mit der Planung von Stromnetzen sowie dem Betrieb und der Wartung von Übertragungs- und Verteilungsprodukten, -systemen und -lösungen. Die Division Building Technologies stellt Produkte, Dienstleistungen und Lösungen für gewerbliche, industrielle und öffentliche Gebäude sowie Wohnbauten zur Verfügung. Zu den wesentlichen Anwendungen zählen Gebäudebetrieb, -automatisierung, -komfort und -sicherheit. Zum Leistungsspektrum gehören auch Energielösungen und Energiemanagementdienstleistungen, die darauf abzielen, die Energiekosten, die Verlässlichkeit, den Komfort und die Leistung von Gebäuden zu verbessern und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Das Produktportfolio der Division umfasst darüber hinaus Heizungs- und Lüftungssteuerungen, Sicherheitssysteme und Geräte zur Einbruchsmeldung, Videoüberwachung, Gebäudezutrittskontrollen, Gesamtraumautomationssysteme und Brandschutzlösungen für Brandmeldung, Brandschutzalarm und nicht wasserbasierte Feuerlöschung. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 hielt der Sektor Infrastructure & Cities außerdem die Anteile an Atos S.A. (AtoS), die Siemens im Zuge des Verkaufs von Siemens IT Solutions and Services an AtoS erhielt. Aufgrund eines Wechsels in der Managementverantwortung für die von Siemens gehaltenen AtoS-Aktien sind die Aktien ab Beginn des Geschäftsjahrs 2014 in Equity Investments enthalten. Der Sektor Infrastructure & Cities vertreibt seine Produkte und Dienstleistungen mit seinem eigenen Vertriebspersonal, unterstützt vom weltweiten Netzwerk der Siemens-Regionalgesellschaften. Zudem arbeitet der Sektor in unterschiedlichem Maß mit Drittvertrieben, Schalttafelbauern, Erstausrüstern, Wertschöpfungspartnern, Installateuren und Generalunternehmern zusammen. Die Hauptkunden des Sektors sind im Allgemeinen Industrie- und Infrastrukturkunden sowie öffentliche Kunden in einem breiten Spektrum von Märkten, einschließlich Bau- und Immobilienkunden sowie Kunden aus dem Transport-, Logistik- und Versorgungssektor. Wie lang und wie stark eine Division des Sektors Infrastructure & Cities von Konjunkturzyklen beeinflusst wird, hängt erheblich von der Art der Geschäftstätigkeit ab: Geschäftsaktivitäten, die in der Regel schnell auf Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld reagieren, beinhalten die Geschäftsaktivitäten der Division Low and Medium Voltage. Zu den Geschäftsaktivitäten, die generell später von Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld beeinflusst werden, gehören die der Divisionen Smart Grid und Building Technologies. Die Entwicklung an den Märkten, die unsere Divisionen Rail Systems, Mobility and Logistics sowie Teile der Division Smart Grid bedienen, ist vorwiegend von öffentlichen Ausgaben abhängig. Die Kunden dieser Divisionen haben in der Regel Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen, und ihre Auftragsausschreibungen sind weitgehend unbeeinflusst von kurzfristigen wirtschaftlichen Trends. Die Hauptwettbewerber des Sektors sind multinationale Unternehmen wie ABB, Alstom, Ansaldo, Bombardier, General Electric, Honeywell, Johnson Controls, Schneider Electric und Tyco, wobei sich diese nach Divisionen gliedern lassen: Die wichtigsten Wettbewerber von Rail Systems sowie Mobility and Logistics sind Alstom, Ansaldo STS, Bombardier und General Electric, von Low and Medium Voltage ABB, Eaton und Schneider Electric, von Smart Grid ABB, Alstom, General Electric und Schneider Electric sowie von Building Technologies Honeywell, Johnson Controls, Schneider Electric sowie Tyco. Infrastructure & Cities steht außerdem mit Nischenanbietern und neuen Marktteilnehmern im Wettbewerb, zum Beispiel Versorgungsunternehmen und Beratungsfirmen, die die Fragmentierung des Markts für Energieeffizienzlösungen ausnutzen. Das Lösungsgeschäft des Sektors steht darüber hinaus mit sogenannten EPC-Anbietern im Wettbewerb, also Anbietern, die sich um das technische Planen, Beschaffen und Fertigstellen (Engineering, Procurement and Construction) kümmern. Wettbewerber im Dienstleistungsgeschäft sind häufig kleine lokale Anbieter. Equity Investments Das Segment Equity Investments umfasst im Allgemeinen von Siemens gehaltene Eigenkapitalanteile, die nach der Equity-Methode zu Anschaffungskosten oder als kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden und aus strategischen Gründen weder einem Sektor noch SFS, Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten, Siemens Real Estate (SRE), Zentralen Posten oder der Konzern-Treasury zugeordnet sind. Equity Investments beinhaltet im Wesentlichen unseren Anteil von 50 % an der BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), unseren Anteil von 17 % an der OSRAM Licht AG (OSRAM) sowie unseren Anteil von 49 % an der Enterprise Networks Holdings B.V. (EN). Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 schloss Siemens den Verkauf seines Anteils von 50 % an Nokia Siemens Networks Holding B.V. (NSN) an Nokia Corporation, dem anderen Anteilseigner, ab. OSRAM gehörte zuvor vollständig zu Siemens. Am 5. Juli 2013 hat Siemens OSRAM abgespalten. Die Abspaltung erfolgte auf Grundlage des Abspaltungs- und Übernahmevertrags vom 28. November 2012, dem die Hauptversammlung der Siemens AG am 23. Januar 2013 zugestimmt hat. Mit der Abspaltung erhielten Siemens-Aktionäre für je zehn Aktien der Siemens AG eine OSRAM-Aktie. Insgesamt gingen 80,5 % der OSRAM-Aktien in Streubesitz. Weitere 2,5 % der Aktien wurden nach der Abspaltung an den Siemens Pension Trust e.V. übertragen. Die erstmalige Börsennotierung der OSRAM-Aktie erfolgte am 8. Juli 2013. Aufgrund eines Wechsels in der Managementverantwortung in Bezug auf die von Siemens gehaltenen AtoS-Aktien sind diese Aktien, die bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 vom Sektor Infrastructure & Cities gehalten wurden, seit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 in Equity Investments enthalten. Financial Services Financial Services (SFS) bietet eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen und -produkten sowohl für andere Siemens-Einheiten und deren Kunden als auch für externe Kunden an. Die strategische Ausrichtung von SFS basiert auf drei Säulen: Unterstützung der Siemens-Einheiten mit Finanzlösungen für deren Kunden, Management von Finanzrisiken im Siemens-Konzern und Angebot von Finanzdienstleistungen und -produkten für Drittkunden. Financial Services strebt ein kontrolliertes profitables Wachstum für das Geschäft an. Das Geschäft von SFS kann in das Finanzierungs- und Dienstleistungsgeschäft unterteilt werden. Während das Finanzierungsgeschäft vorwiegend in Beziehung mit finanziellen Vermögenswerten in der Bilanz von SFS steht, die Erträge von Siemens-Sektoren und anderen Kunden generieren, beinhaltet das Dienstleistungsgeschäft hauptsächlich interne Dienstleistungen für Siemens. SFS betreibt das Geschäft in sieben Geschäftseinheiten (Business Units), einem Geschäftszweig (Venture Capital) und zwei Funktionen, Corporate Pensions und Trade Finance Advisory. Die Leistungen von Commercial Finance, einer Geschäftseinheit von SFS, reichen von der Finanzierung, Vermietung und dem Leasing von Anlagen / Produkten bis zu in Verbindung mit Anlagen / Produkten stehenden Finanzierungen, die von Siemens oder einem dritten Anbieter geliefert werden. Die Geschäftseinheiten - Project and Structured Finance Energy, Project-, Structured and Leveraged Finance Healthcare, Project & Structured Finance Infrastructure and Cities & Industry - bieten ein breites Spektrum an Lösungen für Projekt- und strukturierte Finanzierungen. Diese Angebote beinhalten Fremdkapitalfinanzierungen, Eigenkapitalbeteiligungen sowie Beratungen für Finanzdienstleistungen. Die Geschäftseinheit Project-, Structured and Leveraged Finance Healthcare bietet außerdem übergreifend für alle Siemens-Geschäfte Leveraged-Finance-(Kapitalstruktur-)Lösungen an. Diese vier Geschäftseinheiten haben jeweils ein weltweites Mandat. Der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten steht direkt oder indirekt in Zusammenhang mit dem Siemens-Geschäft, vorwiegend an den Märkten Energie, Gesundheit, Industrie sowie Infrastruktur. Die Kunden bestehen aus den Kunden der Siemens-Sektoren sowie externen Herstellern. Die Geschäftseinheiten bedienen Kunden jeder Größe, einschließlich kleiner und mittelständischer Unternehmen, Kapitalgesellschaften sowie Gesellschaften im öffentlichen Sektor. Das wesentliche Betätigungsfeld des Geschäftszweigs Venture Capital besteht darin, zusammen mit den Siemens-Sektoren, neu gegründete Gesellschaften während der Aufbauphase weltweit zu identifizieren und zu finanzieren. Damit unterstützt Venture Capital die Siemens-Sektoren dabei, den Zugang zu neuen Technologien zu erhalten und neue Märkte zu erschließen. Die Geschäftseinheit Treasury wickelt weltweit die Corporate Treasury des Siemens-Konzerns ab. Im Auftrag der Corporate Treasury regeln und steuern dabei Mitarbeiter von SFS Liquiditäts-, Zahlungs- und finanzielle Risiken (Zins-, Fremdwährungs- und Rohstoffpreisrisiken). Die Geschäftseinheit Financing & Investment Management führt Forderungen auf einer gebührenorientierten Vergütungsbasis und bietet Investment-Management-Dienstleistungen an. SFS betreibt das »Credit Warehouse«, das heißt, SFS überwacht und verwaltet kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die bei den operativen Einheiten entstanden sind, und überträgt diese teilweise an Corporate Treasury. Die Investment-Management-Dienstleistungen konzentrieren sich vorwiegend auf die Pensionsvermögensverwaltung von Siemens sowie auf ausgewählte externe Kunden. Die Geschäftseinheit Insurance handelt vorwiegend als ein Versicherungsmakler für Siemens und externe Kunden. Die Geschäftseinheit unterstützt Siemens und nicht verbundene Gesellschaften in allen versicherungsrelevanten Angelegenheiten wie Anspruchsverwaltung und Risikoübertragung an Versicherungs- oder Finanzmärkte einschließlich strukturierter Lösungen unter Nutzung von eigenen Rückversicherungsmöglichkeiten. Insurance ist außerdem als Makler für ausgewählte, von Siemens finanzierte Versicherungspolicen für Mitarbeiter tätig. Die Produkte und Dienstleistungen von SFS werden durch ein Netzwerk von Gesellschaften bereitgestellt, die in ganz Europa (einschließlich Russland), Asien / Pazifik (einschließlich China und Indien) und Nordamerika ansässig sind. Diese Gesellschaften sind teils nicht reguliert, teils reguliert, wie die Siemens Bank GmbH. Die Lizenz der Siemens Bank GmbH, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilt wurde, deckt insbesondere das Kredit-, Garantie- und Einlagengeschäft ab. Die Lizenz erlaubt der Bank darüber hinaus, die Einlagen- und Finanzierungsmöglichkeiten der Deutschen Bundesbank zu nutzen. Bei der Ausübung der Geschäfte mit Siemens und dritten Kunden befolgt SFS, wo sie anwendbar sind, internationale Bankenstandards. Die Wettbewerber von SFS betreiben vor allem das gewerbliche Finanzierungsgeschäft von Banken, sind unabhängige gewerbliche Finanzdienstleister, firmeneigene Finanzierungsgesellschaften und Vermögensverwaltungsunternehmen. Internationale Wettbewerber sind BNP Paribas Equipment Finance, De Lage Landen, General Electric Commercial Finance, Macquarie, Société Générale Equipment Finance sowie Sumitomo Mitsui Financial Group. Besonders im gewerblichen Finanzierungsgeschäft sind häufig lokale Finanzdienstleister Wettbewerber von SFS. Daher unterscheidet sich der Wettbewerb von Land zu Land. C.1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen C.1.2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Der Beginn des Geschäftsjahrs 2013 wurde von einer weiteren Verlangsamung der weltweiten Wirtschaftsentwicklung begleitet. Obwohl sich die europäischen Finanzmärkte beruhigten, nachdem der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) zugesagt hatte, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten, kam es in der Folgezeit zu einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftstätigkeit. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichte mit weniger als 2 % im vierten Quartal des Kalenderjahrs 2012 seinen Tiefpunkt und verblieb dort auch während des ersten Quartals des Kalenderjahrs 2013. Seither hat die Weltwirtschaft wieder Fahrt aufgenommen. Die Gründe hierfür waren eine etwas stärkere US-Wirtschaft, eine wirtschaftliche Erholung in Europa, eine Stabilisierung des Wachstums in China (das sich zu Beginn des Jahrs 2013 verlangsamt hatte) sowie eine wesentliche Belebung in Japan. Für den Rest des Jahrs 2013 hat das weltweite BIP-Wachstum auf mehr als 3 % zugelegt. Wegen des schwachen Starts zu Jahresbeginn konnte das Vorjahresniveau des Wachstums (auf das Jahr bezogen) trotz der jüngsten Erholung der Weltwirtschaft nicht erreicht werden. Es wird erwartet, dass sich das weltweite BIP-Wachstum für das Jahr 2013 auf 2,4 % verlangsamt. Im Jahr 2012 betrug das BIP-Wachstum 2,7 %. Das Wachstum der weltweiten Anlageinvestitionen und der Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes - beides wichtige Indikatoren für Siemens als Produzent von Investitionsgütern - nimmt voraussichtlich noch stärker ab: die Anlageinvestitionen von 4,1 % 2012 auf 3,1 % im Jahr 2013 und die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes von 2,9 % 2012 auf 2,1 % im Jahr 2013. Hinter diesen zusammengefassten Weltzahlen stehen sehr unterschiedliche Entwicklungen. Auf der einen Seite nahm die Konjunktur in den meisten Industrieländern im Lauf des Kalenderjahrs 2013 Fahrt auf. Auf der anderen Seite ließ die Wachstumsdynamik vieler Schwellenländer im Vergleich zu den hohen Wachstumsraten der Vergangenheit nach. Weltweites reales BIP-Wachstum (in % gegenüber Vorperiode)1 1 Siemens AG, basierend auf einem Bericht von IHS Global Insight vom 15. Oktober 2013. In den meisten der größeren Wirtschaftsnationen Europas ist die Rezession beendet. Erstmals nach einem sechs Quartale in Folge sinkenden BIP nahm die Produktion in der Eurozone im Frühjahr 2013 wieder zu. Zudem sanken die Zinssätze für Staatsanleihen in den am stärksten von der Schuldenkrise betroffenen Ländern. Dies senkte ihre Finanzierungskosten und machte die Staatshaushalte solider. Die Krise in Zypern, dem fünften Land der Europäischen Union, das internationale Rettungsmaßnahmen erhielt, hatte nur einen vorübergehenden Effekt auf Zinssätze und Volatilität an den Finanzmärkten. Da die Regierungen weiterhin ihre Haushalte sanierten, bremsten Sparmaßnahmen unverändert die europäische Wirtschaft. Zudem schränkten ungelöste Probleme im Bankensektor das Kreditangebot für den privaten Sektor ein. Dieser Mangel an ausreichenden finanziellen Mitteln für Investitionen hat weiter das Potenzial, die Erholung der Region zu drosseln. Die Wechselkursentwicklung des Euro war für die Exporte aus der Eurozone nicht förderlich. Im Nahen und Mittleren Osten war die Erholung der Wirtschaft nach wie vor sehr schwach. In Ägypten verschärfte sich die politische Krise wieder, und der Konflikt in Syrien eskalierte weiter. Ölexportierende Länder waren von der Abschwächung der Weltwirtschaft betroffen. Das BIP-Wachstum in diesen Ländern sank unter die historischen Trends. In Afrika nahm das Wachstum trotz einer Beruhigung der Rohstoffpreise leicht zu. Dennoch sind die Unsicherheiten der wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen eine permanente Bedrohung für die Wirtschaftsentwicklung Afrikas. Die Wirtschaftsaktivität in den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), die vorwiegend von dem größten Mitglied - Russland - bestimmt wird, war auch 2013 schwach. Wie auch andere Schwellenländer litt Russland an einer Umkehr der Kapitalabflüsse, die nun aus dem Land herausströmten. Insgesamt wird erwartet, dass die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten im Jahr 2013 mit ungefähr derselben geringen Rate von 1 % wie 2012 wächst. Die Investitionsausgaben entwickelten sich noch ungünstiger: Sie sanken im Jahr 2013 um 1 %, nachdem sie 2012 bereits um 0,4 % gesunken waren. Die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes stagnierte ebenfalls im Jahr 2013 nach einem Rückgang 2012. Die Region Amerika verzeichnete im Jahr 2013 ein deutlich langsameres Wachstum. Das BIP wuchs um 1,8 %, nach einem Wachstum von 2,7 % im Jahr 2012. Dies lag hauptsächlich an Einsparmaßnahmen im Haushalt (sogenannter Sequester) der USA, die zu Beginn des Kalenderjahrs 2013 begannen. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds verringerte der Sequester die Wachstumsrate der USA im Jahr 2013 um bis zu 1,75 Prozentpunkte. Daher verdecken die BIP-Daten für die USA eine allmähliche Verbesserung im privaten Sektor. Beispielsweise erholte sich der Bausektor weiter, die Konsumausgaben stiegen moderat, und die Anlageinvestitionen legten wieder zu, obwohl sie am stärksten von den politischen Unsicherheiten betroffen waren und zu Jahresbeginn sogar abgenommen hatten. Die Geldpolitik war weiter sehr expansiv. Dennoch ließen Befürchtungen einer allmählichen Reduzierung expansiver geldpolitischer Maßnahmen die langfristigen Zinssätze ansteigen. Das Wachstum in Lateinamerika war niedrig und nahezu unverändert gegenüber 2012. Das Wachstum der Wirtschaft in Brasilien beschleunigte sich 2013 auf bescheidene 2,4 %, nach einem sehr geringen BIP-Wachstum von 0,9 % 2012. Da es den Anschein hat, dass die brasilianische Wirtschaft ihr Potenzial fast ausschöpft, haben Beschränkungen auf der Angebotsseite das Wachstum gebremst und den Inflationsdruck verschärft. Für die Region Amerika insgesamt verlangsamten sich im Jahr 2013 sowohl das Wachstum der Anlageinvestitionen als auch der Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes. Das Wachstum der Anlageinvestitionen verringerte sich von 4,6 % 2012 auf 3,0 % im Jahr 2013. Die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes ging von 4,3 % auf 1,8 % zurück. Für die Region Asien, Australien wird erwartet, dass das Wachstum im Jahr 2013 bei 4,8 % und damit nahezu unverändert auf dem Niveau der beiden Vorjahre liegt. Im ersten Halbjahr 2013 verlangsamte sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft gegenüber dem Vorjahreszeitraum weiter und lag bei 7,5 %. Die Gründe hierfür waren eine geringere internationale Nachfrage nach chinesischen Produkten sowie Befürchtungen im Hinblick auf den Zustand des Finanzsystems und der Nachhaltigkeit der öffentlichen Verschuldung Chinas. Indien musste sich mit noch schwerwiegenderen Problemen auseinandersetzen. Die sich verlangsamende Wirtschaftsentwicklung, das gegenwärtige Leistungsbilanzdefizit, hohe Inflation und ungelöste strukturelle Probleme führten dazu, dass ausländisches Kapital das Land verließ und die Rupie gegenüber dem US-Dollar innerhalb eines Jahres ein Fünftel ihres Werts verlor. Gegenläufig zu diesen für die Region Asien, Australien ungünstigen Entwicklungen verlief die Erholung der japanischen Wirtschaft. Die von der Regierung ergriffenen ungewöhnlichen Maßnahmen, die japanische Wirtschaft anzukurbeln und die deflationäre Entwicklung zu stoppen, scheinen erfolgreich zu sein. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet wuchs das BIP im ersten Halbjahr 2013 um 4 %. Obwohl das BIP-Wachstum der Region Asien, Australien 2013 stabil blieb, nahmen das Wachstum der Anlageinvestitionen mit 5,4 % und die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes mit 3,6 % ab und verringerten sich damit jeweils ungefähr einen Prozentpunkt gegenüber 2012. Reales BIP-Wachstum je Region (in % gegenüber Vorjahr)1 1 Quelle: Siemens AG, basierend auf einem Bericht von IHS Global Insight vom 15. Oktober 2013. Angaben der Wachstumsraten für Kalenderjahre. 2 Schätzung für das Kalenderjahr 2013. 3 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten Daten für das Bruttoinlandsprodukt, die Anlageinvestitionen sowie die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes wurden von Siemens auf Basis der Angaben von IHS Global Insight vom 15. Oktober 2013 ermittelt. Unsere Geschäfte sind von der Entwicklung der Rohstoffpreise abhängig. Rohstoffe, die für uns wesentlich sind und unsere Kosten maßgeblich beeinflussen, sind Kupfer, verschiedene Stahlsorten und -formate sowie Aluminium. Zudem sind wir bei Edelstahl von der Preisentwicklung von Nickel und Eisenlegierungen abhängig. Der monatliche Durchschnittspreis für Kupfer (in € je Tonne) lag im September 2013 um 15 % unter dem monatlichen Durchschnittspreis im September 2012. Diese Entwicklung spiegelte eine moderatere konjunkturelle Grundstimmung während des Geschäftsjahrs 2013 sowie eine gestiegene Produktion aus neuen oder erweiterten Minenprojekten wider. Auf Jahresdurchschnittsbasis lag der Preis im Geschäftsjahr 2013 um 5 % unter dem für das Geschäftsjahr 2012. Da Kupfer an zahlreichen Standorten produziert und auch an zahlreichen Standorten gehandelt wird - beispielsweise an der London Metal Exchange -, sehen wir eher ein Preis- als ein Versorgungsrisiko. Der monatliche Durchschnittspreis für an der London Metal Exchange gehandeltes Aluminium lag im September 2013 um 17 % unter dem Wert des Vorjahresmonats. Auf Jahresdurchschnittsbasis lag der Preis im Geschäftsjahr 2013 um 8 % unter dem für das Geschäftsjahr 2012. Zu einem gewissen Maß kompensierten höhere Aufschläge bei physisch ausgeliefertem Aluminium den Preisverfall an der Börse. Darüber hinaus leidet die Aluminiumindustrie an einem Überangebot. Es ist auf eine Kombination aus einer rückläufigen Investitionsneigung bei Kunden sowie einer schnellen Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Herstellern zurückzuführen. Wie bei Kupfer sehen wir am Aluminiummarkt eher ein Preis- als ein Versorgungsrisiko. Der monatliche Durchschnittspreis für Stahl lag im September 2013 um 10 % unter dem des Vorjahresmonats. Auf Jahresdurchschnittsbasis lag der Preis im Geschäftsjahr 2013 um 8 % unter dem für das Geschäftsjahr 2012 (Quelle: CRU, eine unabhängige Forschungs- und Beratungsorganisation, die unter anderem in den Bereichen Bergbau und Metalle tätig ist). Die stärkste Abhängigkeit von der Preisentwicklung bei Kupfer und verwandten Produkten sowie bei Kohlenstoff- und Edelstahl besteht in den Sektoren Energy, Industry sowie Infrastructure & Cities. Die Entwicklung der Aluminiumpreise hat den größten Einfluss auf den Sektor Energy. Darüber hinaus ist Siemens insgesamt von der Entwicklung der Energie- und Treibstoffpreise direkt (Strom, Gas, Öl) und indirekt (Energieverbrauch in Herstellungsprozessen der Lieferanten sowie Treibstoffe in den Logistikkosten) betroffen. Siemens reduziert die Preisrisiken im Projekt- und Produktgeschäft durch verschiedene Maßnahmen, wie die Vereinbarung von langfristigen Verträgen mit Lieferanten, die Absicherung durch physische und finanzielle Sicherungsgeschäfte sowie die Vereinbarung von Preisgleitklauseln mit Kunden. C.1.2.2 MARKTENTWICKLUNG Insgesamt wuchsen die von unserem Sektor Energy bedienten Märkte im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 moderat. Mit Ausnahme der Solarenergie profitierten alle Geschäfte des Sektors von im Vorjahresvergleich verbesserten Marktbedingungen. Insbesondere die Märkte für fossile Energie, Windenergie und Energieübertragung erholten sich von den Rückgängen im Geschäftsjahr 2012 und kehrten wieder auf die im Geschäftsjahr 2011 erreichten Niveaus zurück. Das Wachstum an den von unserer Division Fossil Power Generation bedienten Märkten profitierte von einer Verschiebung hin zu größeren, effizienteren Einheiten mit höherer Stromerzeugung. Auf globaler Basis erhöhten Kunden in Schwellenmärkten überwiegend ihre Kapazitäten, während Kunden in Industrieländern vorwiegend bestehende Kraftwerke ersetzten, die mittlerweile als vergleichsweise ineffizient und unflexibel gelten. Trotz des Wachstums an den fossilen Märkten insgesamt blieb der Markt für fortschrittliche Gaskraftwerke ungefähr auf Vorjahresniveau. Die Nachfrage in Europa wurde durch die anhaltend schleppende Wirtschaftsentwicklung und Unsicherheiten bei regulatorischen Rahmenbedingungen zurückgehalten. Trotz des sozialen und wirtschaftlichen Drucks, die Kapazitäten zu erweitern, wurde die Marktentwicklung im Nahen und Mittleren Osten durch politische Instabilität beeinträchtigt. Innerhalb der Region Amerika ersetzten die USA durch zusätzliche Gasturbinen ihre alternde Infrastruktur und nutzten ihren anhaltenden Erdgasboom. Die fossilen Märkte in der Region Asien, Australien blieben stark, wobei eine Reihe von Staaten ihre Kapazitäten ausweiteten. Hierzu gehörten China und Indien bei den mit Kohle befeuerten Anlagen und Südkorea bei den mit Gas befeuerten Anlagen. Rohstoffpreisentwicklung (Index: Geschäftsjahresbeginn 2009 = 100) Quelle: London Metal Exchange (LME) für Kupfer und Aluminium, CRU HRC Deutschland für Stahl; Kassapreise in € je Tonne. An den von der Division Wind Power bedienten Märkten stammte das Wachstum von neuen Offshore-Windprojekten. Auch die Onshore-Windmärkte kehrten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 wieder auf einen moderaten Wachstumskurs zurück. Eine Ausnahme stellten die USA dar. Hier hatte das Vorziehen von Projekten infolge der Sorge um möglicherweise auslaufende Steuervergünstigungen zu einem rasanten Marktwachstum im Geschäftsjahr 2012 geführt. Die von unserer Division Oil & Gas bedienten Märkte wuchsen aufgrund eines gestiegenen Investitionsbedarfs für die Exploration und Produktion von Öl und Gas. Aus geografischer Sicht stammte das Wachstum des Geschäfts mit Verdichtungs- sowie Öl- und Gaslösungen vorwiegend aus den USA, dem Nahen und Mittleren Osten, Afrika, Russland und Brasilien. Das Wachstum an den industriellen Energiemärkten der Division wurde von Asien, dem Nahen und Mittleren Osten sowie von Teilen Europas angeführt. Während sich der Markt für kleine Dampfturbinen auf Vorjahresniveau bewegte, war die Nachfrage nach kleinen kombinierten Gas- und Dampfkraftwerken stärker. Die von der Division Power Transmission bedienten Märkte erholten sich von der Schwäche im Vorjahr. Die Märkte wuchsen in den meisten Regionen im Vorjahresvergleich leicht. Am stärksten war das Wachstum in Nordostasien, im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika und in Amerika. In den Schwellenländern wurde das Wachstum hauptsächlich durch die Erweiterung der Infrastruktur angetrieben. Die Kunden in den industrialisierten Ländern ersetzten und modernisierten hauptsächlich ihre Ausrüstung. Darüber hinaus integrierten sie erneuerbare Energiequellen in ihre Übertragungsnetze. Trotz des höheren weltweiten Wachstums litten die Energieübertragungsmärkte an Überkapazitäten in bestimmten Segmenten, insbesondere bei Transformatoren. Die von unserem Sektor Healthcare bedienten Märkte wuchsen im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr moderat. Das Wachstum war deutlich von den Schwellenländern getragen, die fortfahren, den Zugang zu Gesundheitsleistungen für breite Bevölkerungsschichten und ihre Gesundheitsinfrastruktur auszubauen. Die Märkte der industrialisierten Länder hingegen wuchsen gegenüber dem Vorjahr nur leicht, da die Nachfrage durch Gesundheitsreformen und Budgetbeschränkungen, insbesondere in Europa, zurückgehalten wurde. Die Gesundheits-IT-Märkte wuchsen schneller als der Gesundheitsmarkt insgesamt. Besonders stark war hier das Wachstum in den USA. Geografisch gesehen wuchsen die Märkte in Asien, Australien im prozentual hohen einstelligen Bereich, wobei das Wachstum in China prozentual zweistellig ausfiel. Die Märkte in Amerika, einschließlich der USA, wuchsen moderat. Das Wachstum in den USA wurde von einer starken Nachfrage nach Gesundheits-IT gestützt, die vom HITECH Act sowie von den relevanten Abschnitten des Affordable Care Act beeinflusst wurden. Die Märkte der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten schrumpften hingegen leicht. In Europa sahen die Märkte einen weiteren Rückgang bei den Gesundheitsausgaben in den süd- und westeuropäischen Ländern, die nach wie vor unter der Staatsschuldenkrise litten. Insgesamt schrumpften die Märkte unseres Sektors Industry sowie der Divisionen Industry Automation und Drive Technologies im Geschäftsjahr 2013. Während die Märkte der pharmazeutischen Industrie, der chemischen Industrie, der Automobilindustrie sowie der Nahrungs- und Genussmittelindustrie im Vorjahresvergleich leicht zulegten, wurde dieses Wachstum durch Rückgänge an anderen Märkten, insbesondere dem Maschinenbaumarkt und dem Markt für vom Sektor angebotene Lösungen und Produkte für Windenergie, mehr als aufgewogen. Regional betrachtet zeigten die Märkte der Regionen Asien, Australien sowie Amerika im Vorjahresvergleich keine Wachstumsimpulse, während die Märkte in Europa, insbesondere in Südwesteuropa, schrumpften. Innerhalb der Region Asien, Australien legte das Wachstum Chinas nach einem schwachen ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahrs 2013 etwas zu. Innerhalb der Region Amerika wurde die Entwicklung in den USA durch niedrigere Energiepreise infolge eines höheren in den USA produzierten Energieangebots (vorwiegend Erdgas) gestützt. Diese Marktdynamik nahm aber im Jahresverlauf leicht ab. An den von der Division Industry Automation bedienten Märkten war im kurzzyklischen verarbeitenden Gewerbe ein Lagerabbau bei den Kunden zu verzeichnen, der die Marktentwicklung beeinträchtigte. Die industriellen IT-Märkte wuchsen moderat, blieben aber leicht hinter ihrer erwarteten langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate zurück. Die von der Division Drive Technologies bedienten Märkte verzeichneten ebenfalls einen Lagerabbau bei den kurzzyklischen Branchen. Die Märkte für industrielle Infrastruktur, einschließlich der Märkte für die von der Division angebotenen Lösungen und Produkte für Windenergie und Schienenverkehr, schrumpften oder zeigten keine Wachstumsdynamik. Die Märkte für langzyklische Industrien wie Bergbau sowie Öl und Gas wuchsen gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur leicht oder schrumpften sogar. In einigen Branchen verzögerten oder verschoben die Kunden große Infrastrukturprojekte. Insgesamt wuchsen die Märkte des Sektors Infrastructure & Cities im Geschäftsjahr 2013 moderat. Hierbei zeigten die vom Geschäft Transportation & Logistics bedienten Märkte eine stetige Erholung, wobei eine Reihe großer Projekte ausgeschrieben wurde. Die Märkte des Geschäfts Power Grid Solutions & Products sowie der Division Building Technologies wiesen nur ein geringes oder gar kein Wachstum auf. Kunden beider Märkte kürzten ihre Ausgaben und verzögerten darüber hinaus ihre Projektvergaben am Markt für Lösungen für Energienetze. Die von unserem Geschäft Transportation & Logistics bedienten Märkte wiesen im Geschäftsjahr 2013 eine stetige Erholung gegenüber dem schwachen Marktumfeld im Vorjahr auf. Ein moderates Wachstum wurde durch Vergabe großer Aufträge, insbesondere im Vereinigten Königreich sowie im Nahen und Mittleren Osten angetrieben. Darüber hinaus war das Marktwachstum durch die Nachfrage großer Städte begünstigt, die weiter in öffentliche Transportsysteme investierten. Regional betrachtet wies Asien, Australien die höchsten Wachstumsraten auf. Wachstumstreiber war hier China. Die Nachfrage in der Region Amerika nahm gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich zu. Innerhalb Europas war die Marktentwicklung geteilt zwischen nordwestlichen Ländern, die ihre Investitionen in den öffentlichen Transport stabil hielten, und südlichen Ländern, die ihre Investitionen im Rahmen umfangreicher Sparprogramme verminderten. Daher wies Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten das geringste Wachstum aller Regionen auf. Die Nachfrage an den von der Division Power Grid Solutions & Products bedienten Märkten war im Geschäftsjahr 2013 in allen Regionen schwach. Eine höhere Nachfrage von industriellen Kunden wurde durch verzögerte Projektvergaben und verringerte Netzinvestitionen bei Versorgungsunternehmen mehr als aufgewogen. Ein Rückgang der Investitionen machte sich insbesondere in Südeuropa bemerkbar. Das Investitionsklima war auch durch Unsicherheiten im regulatorischen Umfeld beeinträchtigt, beispielsweise in Deutschland, wo im Rahmen der »Energiewende« eine erhebliche Verschiebung hin zu erneuerbaren Energien erfolgt. Die Nachfrage in den USA wies Anzeichen einer Erholung in den Bereichen Industrie und Bau auf. Die Investitionen in Lösungen für Energienetze durch Energieversorger hingegen blieben hier schwach. Die von unserer Division Building Technologies bedienten Märkte blieben im Vorjahresvergleich stabil, da Kunden zögerten, ihre Investitionen zu erhöhen. Die Märkte für das Lösungsgeschäft litten unter anhaltendem Preisdruck, vorwiegend aufgrund aggressiver Preisgestaltung von Systemhäusern und großen Anbietern von Gebäudetechnologielösungen. Regional betrachtet wurde ein leichtes Marktwachstum in der Region Asien, Australien sowie der Region Amerika größtenteils durch einen leichten Rückgang in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten aufgewogen. C.1.3 Strategie C.1.3.1 DIE GLOBALEN MEGATRENDS Globale Megatrends sind langfristige Entwicklungen, von denen erwartet wird, dass sie einen Einfluss auf die gesamte Menschheit haben werden. Wir bei Siemens sehen demografischen Wandel, Urbanisierung, Klimawandel sowie Globalisierung als Megatrends, die die globale Nachfrage in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich beeinflussen werden. Entsprechend haben wir unsere Strategie auf diese Entwicklungen ausgerichtet und unser Geschäft in vier Sektoren aufgestellt: Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities. Der demografische Wandel umfasst zwei wichtige Trends: Die Weltbevölkerung wird weiterhin stetig wachsen und dabei älter werden. Künftige Gesundheitssysteme werden sich daher der Herausforderung gegenübersehen, eine Gesundheitsversorgung für die gesamte Bevölkerung bereitzustellen. Die Urbanisierung bezieht sich auf die weltweit wachsende Zahl von städtischen Ballungsgebieten. Dort herrscht große Nachfrage nach nachhaltiger und energieeffizienter Infrastruktur für Gebäude, Transportsysteme sowie die Energie- und Wasserversorgung. Wir halten den Klimawandel für eine Tatsache. In diesem Zusammenhang ist es unerlässlich, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, um den immer drastischeren Auswirkungen auf unser Ökosystem zu begegnen. In Zusammenhang mit Energieerzeugung und Energieverbrauch sind innovative Technologien erforderlich, die die Effizienz steigern und Emissionen verringern helfen. Globalisierung bezieht sich auf die zunehmende Verflechtung der weltweiten Volkswirtschaften, der Politik, der Kulturen und weiterer Lebensbereiche. Sie steigert den Wettbewerbsdruck und erhöht die Nachfrage nach wirtschaftlichen Produkten und Lösungen mit kurzen Entwicklungszyklen und von höchster Qualität. C.1.3.2 KONZERNSTRATEGIE Unsere Vision lautet: Siemens - der Pionier ― in Energieeffizienz, ― industrieller Produktivität, ― für die Gesundheitsversorgung der Zukunft und ― intelligente Infrastrukturlösungen. Unsere Unternehmensstrategie weist uns den Weg zur Verwirklichung dieser Vision. Basierend auf unseren Werten - Verantwortungsvoll, Exzellent und Innovativ - ist es unser Ziel, führende Markt- und Technologiepositionen in unseren Geschäften einzunehmen. Wir glauben, dass wir damit nachhaltig und profitabel wachsen und in der Folge den Unternehmenswert weiter steigern können. Dabei wollen wir von den oben beschriebenen Megatrends profitieren. Unsere Strategie umfasst drei strategische Richtungen: ― den Fokus auf innovationsgetriebene Wachstumsmärkte richten, ― ein starker Partner unserer Kunden vor Ort sein sowie ― die Kraft von Siemens nutzen. One Siemens ist unser Zielsystem zur nachhaltigen Wertsteigerung. Es umfasst ein auf kapitaleffizientes Wachstum ausgerichtetes finanzielles Zielsystem und den Anspruch auf kontinuierliche Verbesserung gegenüber Markt und Wettbewerbern. Das finanzielle Zielsystem von One Siemens definiert finanzielle Steuerungsgrößen für Umsatzerlöswachstum, für Kapitaleffizienz und Profitabilität sowie für die Optimierung unserer Kapitalstruktur. Darüber hinaus haben wir Mindestanforderungen definiert, die grundsätzlich vor der Durchführung von Akquisitionen berücksichtigt werden müssen. Ferner haben wir eine Kenngröße festgelegt, die auf eine attraktive Dividendenpolitik abzielt. Wir glauben, dass diese Steuerungsgrößen wichtige Treiber zur Steigerung des Unternehmenswerts sein werden. Für weiterführende Informationen siehe → C.2 FINANZIELLES STEUERUNGSSYSTEM. Um im Rahmen von One Siemens unser Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts zu erreichen und unser Potenzial voll auszuschöpfen, haben wir im Kontext der drei oben beschriebenen strategischen Richtungen jeweils drei konkrete Fokusthemen definiert, auf die wir unser Augenmerk in den kommenden Jahren richten wollen. Bei der strategischen Richtung Fokus auf innovationsgetriebene Wachstumsmärkte richten ist unser erstes Fokusthema, Pionier in technologiegetriebenen Märkten zu sein. Das heißt, wir wollen uns auf Märkte konzentrieren, die nach allgemeiner Erwartung künftig Wachstum versprechen, beispielsweise Software und IT. Unser zweites Fokusthema ist die Stärkung unseres Portfolios. Wir steuern unser Portfolio aktiv und systematisch mit dem grundsätzlichen Ziel, dass unsere Geschäfte die erste oder zweite Position an ihren jeweiligen Märkten erreichen oder halten sollen. Ein führendes Umweltportfolio anbieten ist unser drittes Fokusthema. Unser Umweltportfolio steigert die Umsatzerlöse unseres Unternehmens und leistet zugleich einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz. Bei der zweiten strategischen Richtung - ein starker Partner unserer Kunden vor Ort sein - lautet eines unserer Fokusthemen, unsere Position an den Wachstumsmärkten zu stärken und zugleich unsere Stellung an unseren etablierten Märkten zu behaupten. In Zukunft wollen wir verstärkt Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für die sehr schnell wachsenden, preissensitiveren Einstiegssegmente anbieten, für die es insbesondere in den Schwellenländern eine große Nachfrage gibt. Unser zweites Fokusthema ist der weitere Ausbau unseres Servicegeschäfts. Wir glauben, dass uns die breite Basis installierter Produkte und Lösungen bei unseren Kunden eine vielversprechende Grundlage für Wachstumschancen bei Dienstleistungen bietet. Dienstleistungen tragen entscheidend zum profitablen Wachstum von Siemens bei; zudem sind langfristige Dienstleistungsverträge weniger konjunkturanfällig. Die Intensivierung unserer Kundenorientierung beschreibt unser drittes Fokusthema. Wir glauben, dass Kundennähe und Präsenz vor Ort wichtig sind, wenn es darum geht, auf geänderte Marktanforderungen schnell reagieren zu können. Bei der strategischen Richtung - die Kraft von Siemens nutzen - lautet unser erstes Fokusthema, lebenslanges Lernen und Weiterentwicklung bei unseren Mitarbeitern zu fördern. Wir investieren kontinuierlich mit maßgeschneiderten Aus- und Weiterbildungsprogrammen in die Kenntnisse und Fähigkeiten unserer Belegschaft. Wir streben danach, das Potenzial unserer Mitarbeiter weltweit zu fördern, indem wir Talente identifizieren und ihnen herausfordernde Aufgaben bieten. Vielfalt und Engagement unserer Mitarbeiterschaft weltweit zu unterstützen ist unser zweites Fokusthema. Wir glauben, dass uns das große Potenzial der Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen unserer Mitarbeiter erhebliche Wettbewerbsvorteile an den globalen Märkten verschaffen kann. Das dritte Fokusthema heißt: für Integrität einstehen. Auf der Basis unserer Werte haben wir klare und verbindliche Verhaltensgrundsätze formuliert, die alle Aspekte unserer unternehmerischen Aktivitäten abdecken. Seit Beginn des Geschäftsjahrs 2013 setzen wir »Siemens 2014« um, ein unternehmensweites Programm, das One Siemens, unser Zielsystem zur nachhaltigen Wertsteigerung, unterstützt. Ziel des Programms ist es, Kosten zu senken, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, und schneller und weniger bürokratisch zu werden. Unsere Sektoren führen weiterhin verschiedene Maßnahmen durch, die für nachhaltige Produktivitätsverbesserungen sorgen sollten. C.1.3.3 SEKTORSTRATEGIEN Alle Sektoren teilen das gemeinsame Ziel, das in unserem Rahmenkonzept One Siemens aufgestellt wurde: schneller als unsere Wettbewerber, aber nicht auf Kosten der Profitabilität zu wachsen, um eine führende Position in ihren jeweiligen Märkten zu erreichen oder zu behaupten. Unser Sektor Energy ist einer der weltweit führenden Lieferanten eines breiten Spektrums von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen auf dem Gebiet der Energietechnologie. Sein Wissen, seine Produkte, Lösungen und Schlüsselkomponenten umfassen die gesamte Energieerzeugungs- und -übertragungskette. Der Sektor Energy konzentriert sein Geschäft und Portfolio auf große und stark wachsende Märkte, beispielsweise bei Gasturbinen, Windturbinen und in der Öl- und Gasbranche. Durch starke und anhaltende Innovationsanstrengungen strebt Energy danach, führende Technologiepositionen bei seinen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen sicherzustellen. Der Sektor agiert weltweit, mit einem besonderen Schwerpunkt auf bestimmte Länder und Regionen wie die USA, China, den Nahen und Mittleren Osten sowie Europa. Der Sektor strebt an, seine Marktposition durch ein ausgewogenes Geschäftsmodell zu sichern, das nicht nur hochwettbewerbsfähige Produkte, sondern auch umfassende Lösungen enthält, die die Integrationskompetenz des Sektors unterstreichen. Dieses Angebot wird ergänzt durch starke Dienstleistungen, die den Sektor dabei unterstützen, nah am Kunden zu sein und konstante Umsatzerlösströme zu erwirtschaften. Unser Sektor Healthcare hat sich zum Ziel gesetzt, Pionier für die Gesundheitsversorgung der Zukunft zu sein. Er strebt danach, schneller als seine jeweiligen Märkte zu wachsen und hohe Renditen zu erwirtschaften, indem er seinen Kunden dabei hilft, Effizienzgewinne im Gesundheitswesen zu erzielen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, die weltweit steigende Nachfrage nach Gesundheitsversorgung in Zeiten beschränkter Budgets bedienen zu können. In Erwartung einer steigenden Nachfrage in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten hat der Sektor die Initiative »Agenda 2013« durchgeführt, die im Geschäftsjahr 2012 startete und zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 abgeschlossen war. »Agenda 2013« war eine Initiative, um Innovationen und die Wettbewerbsfähigkeit über das gesamte Portfolio hinweg voranzutreiben, die regionale Aufstellung zu erweitern und die hervorragende Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im gesamten Sektor zu stärken. Healthcare erneuert sein Portfolio fortwährend, um die künftigen Anforderungen der Kunden erfüllen zu können - sowohl im Hinblick auf Qualität als auch Preis - und ebenso mit Blick auf eine kontinuierliche Verbesserung der eigenen Kostenposition. Der Sektor strebt nach operativen Höchstleistungen in seinen verschiedenen Geschäften und will neue Wachstumsmöglichkeiten im Gesundheitswesen nutzen, die sich durch eine engere Integration von Diagnostik und Therapie sowie eine steigende Nachfrage aus Schwellenländern ergeben. Mit seinem integrierten Ansatz, der medizinische Bildgebung und Therapiesysteme, Labordiagnostik und IT-Systeme im Gesundheitswesen vereint, bedient der Sektor die komplette medizinische Behandlungskette - von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Der Sektor Industry hat sich zum Ziel gesetzt, die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden zu erhöhen, indem er die Industriewertschöpfungskette nahtlos verbindet. Er verfolgt seinen strategischen Weg, ein Anbieter eines umfassenden Portfolios an Industriesoftware zu werden. Dieses Portfolio wird den gesamten industriellen Produktdesign- und herstellungszyklus umfassen. Zudem ergänzt der Sektor sein Portfolio weiterhin mit vertikal integrierten Produkten und Anwendungen in den Bereichen Automation, Antriebe und Dienstleistungen. Sein laufender strategischer Ansatz besteht darin, Innovationen fortwährend voranzutreiben und unterschiedliche Software für Produktdesign, Anlagenbau und zur Zusammenarbeit von digitaler Herstellung und Produktion nahtlos zu integrieren. Der Sektor ist ein etablierter Anbieter in Industrien mit diskreter Fertigung wie beispielsweise der Automobilindustrie und strebt danach, sein Geschäft in den Hybrid- und Prozessindustrien auszubauen, beispielsweise in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Das Geschäft mit Antriebssystemen in Fertigungs- und Prozessindustrien sowie in Energie- und Infrastrukturbranchen baut auf der Integration von Getrieben, Motoren, Umrichtern und der Bewegungskontrolle auf und ist nahtlos in das Rahmenkonzept für Anlagenbau unserer Industriesoftware integriert. Das Produktgeschäft des Sektors wird von seinem Geschäft mit Dienstleistungen ergänzt: zusätzlich zu den Serviceleistungen für seine installierten Anlagen baut er technologiebasierte Mehrwertleistungen, wie beispielsweise Energie- und Umweltdienstleistungen, aus. In seinem Lösungsgeschäft bietet er eine vollständige Palette an Lösungen für einzelne Branchen wie beispielsweise die Automobilbranche an. Darüber hinaus treibt seine Geschäftseinheit Metals Technologies - der Partner von metallurgischen Fabriken über den gesamten Lebenszyklus - Innovationen voran und baut ihre Präsenz in Schwellenländern aus. Regional betrachtet liegen die Kernmärkte des Sektors in Industrie- und Schwellenländern mit einer großen industriellen Basis, vor allem in Deutschland, China und den USA. Das strategische Rahmenkonzept unseres Sektors Infrastructure & Cities besteht aus drei Fokusthemen: Strategien für weiteres Wachstum, effektiver Marktauftritt und Profitabilität des Kerngeschäfts. Mit dem Fokusthema »Strategien für weiteres Wachstum« legt der Sektor sein Angebot für ausgewählte Wachstumsmärkte fest. Ein Schwerpunkt liegt darauf, das Angebot an Einstiegsprodukten zu erhöhen. Darüber hinaus strebt der Sektor an, seine Marktanteile bei vertikaler IT und dem softwarebasierten Geschäft sowie bei intelligenten Infrastrukturlösungen zu erhöhen. Darüber hinaus ist er bestrebt, die Kapitalallokation zu fokussieren und sein Portfolio zu erweitern. Im Fokusthema »effektiver Marktauftritt« hat sich der Sektor das Ziel gesetzt, seinen Vertriebsansatz bei den Märkten für Städte und Infrastruktur zu stärken, beispielsweise indem er Infrastrukturkunden durch die jeweils führende Division betreut. Ein weiteres Fokusthema liegt darin, die »Profitabilität des Kerngeschäfts« des Sektors zu sichern und zu verbessern. Hebel in diesem Bereich sind ein fehlerfreies Abarbeiten des Auftragsbestands, eine rigide Steuerung des operativen Umlaufvermögens, Höchstleistung im Einkauf, eine Erhöhung der Beschaffung in den sogenannten Global-Value-Sourcing-Ländern. Darüber hinaus sollen die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen eingegrenzt, schlanke Prozesse eingerichtet und das Hauptaugenmerk weiter auf die Mitarbeiterentwicklung und die Anwerbung von Mitarbeitern gelegt werden. C.2 Finanzielles Steuerungssystem C.2.1 Überblick Im Rahmen von One Siemens haben wir ein finanzielles Zielsystem für kapitaleffizientes Wachstum entwickelt, das unserer Ansicht nach unseren Unternehmenswert steigern wird. Unser Ziel ist es, uns kontinuierlich besser zu entwickeln als der Markt und unsere Wettbewerber. Das finanzielle Zielsystem definiert Kennzahlen für das Wachstum der Umsatzerlöse, Profitabilität und Kapitaleffizienz, für die Optimierung unserer Kapitalstruktur sowie für unsere Dividendenpolitik. Darüber hinaus legen wir Mindestanforderungen fest, die vor der Durchführung von Akquisitionen generell berücksichtigt werden müssen. In den folgenden Unterkapiteln erläutern wir sowohl die unter One Siemens definierten als auch die zur Steuerung auf Konzernebene verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren. Diese sind oder können sogenannte Non-GAAP-Finanzkennzahlen sein. Andere Unternehmen, die Finanzkennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung berichten oder darstellen, können diese anders berechnen. C.2.2 Wachstum der Umsatzerlöse Wir glauben, dass ein profitables Wachstum der Umsatzerlöse ein wichtiger Faktor für die langfristige Steigerung unseres Unternehmenswerts ist. Im Rahmen von One Siemens ist es unser Ziel, das durchschnittliche Wachstum der Umsatzerlöse unserer wichtigsten Wettbewerber zu übertreffen. Zum Vergleich mit unseren Wettbewerbern berechnen wir unser Wachstum der Umsatzerlöse als Wachstumsrate der im Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlöse. Für Zwecke der Messung und Steuerung des organischen Wachstums der Umsatzerlöse wird diese Wachstumsrate um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte bereinigt. Eine detaillierte Analyse zum Wachstum der Umsatzerlöse wird unter → C.3.1.1 AUFTRAGSEINGANG UND UMSATZERLÖSE dargestellt. Wachstum der Umsatzerlöse 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. C.2.3 Profitabilität und Kapitaleffizienz Im Rahmen von One Siemens ist es unser Ziel, über den gesamten Geschäftszyklus hinweg Margen zu erreichen, die mit denen der Besten unserer Märkte vergleichbar sind. Wir streben an, die Profitabilität unserer Geschäfte entweder zu halten oder zu verbessern. Dazu haben wir angepasste EBITDA-Margenbänder für unsere vier Sektoren festgelegt. Diese sind definiert als Quotient aus angepasstem EBITDA (wie in → C.3.3 ÜBERLEITUNG AUF ANGEPASSTES EBITDA (FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN) dargestellt) und den Umsatzerlösen. Die Zielbänder der angepassten EBITDA-Margen für die Sektoren und die Entwicklung der angepassten EBITDA-Margen sind in der Grafik unten dargestellt. Angepasste EBITDA-Margen1 1 Angepasste EBITDA-Margen der jeweiligen Märkte über den gesamten Geschäftszyklus. Im Geschäftsjahr 2013 wurde für die Messung und Steuerung der Profitabilität auf Konzernebene der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten verwendet. Eine ausführliche Analyse dieser Kennzahl findet sich unter → C.3.1.2 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 verwenden wir den Gewinn nach Steuern. Diese Größe hat den bedeutendsten Einfluss auf das für die Kapitalmarktkommunikation verwendete unverwässerte Ergebnis je Aktie, bezogen auf den Gewinn nach Steuern. Unter One Siemens haben wir uns zum Ziel gesetzt, mit dem Kapital unserer Aktionäre und Kreditgeber profitabel und so effizient wie möglich zu arbeiten. Wir steuern dazu unsere Kapitaleffizienz unter Verwendung der angepassten Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE (angepasst)) für fortgeführte Aktivitäten. Diese Finanzkennzahl bewertet unser erzieltes Ergebnis aus der Sicht unserer Aktionäre und Kreditgeber. ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten ist definiert als der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen und nach Steuern, dividiert durch das durchschnittlich eingesetzte Kapital. Unser Ziel ist es, einen ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten von 15 % bis 20 % zu erreichen. ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2013 13,8 % und lag im Geschäftsjahr 2012 bei 15,5 %. Dieser Rückgang ist auf eine Kombination aus geringerem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und höherem durchschnittlich eingesetzten Kapital zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der ROCE (angepasst) für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 13,5 %, im Vergleich zu 13,1 % im Geschäftsjahr 2012. Informationen über die Berechnung des ROCE (angepasst) und dessen Komponenten finden sich unter → C.2.7 WEITERE INFORMATIONEN ZU DEN FINANZIELLEN LEISTUNGSINDIKATOREN. Am Ende des Geschäftsjahrs 2013 lag der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) von Siemens bei rund 7,5 %. Kapitalrendite (ROCE (angepasst)) (fortgeführte Aktivitäten) Im Einklang mit der in der Finanzdienstleistungsbranche üblichen Praxis verwenden wir die Eigenkapitalrendite nach Steuern, ROE (nach Steuern), als unsere finanzielle Kennzahl zur Bewertung der Kapitaleffizienz von Financial Services (SFS). Wir definieren ROE (nach Steuern) als Ergebnis von SFS nach Steuern, dividiert durch das durchschnittliche SFS zugeordnete Eigenkapital. Zur Berechnung des ROE (nach Steuern) wird die relevante Ertragsteuer auf einer vereinfachten Basis ermittelt. Dabei wird ein unterstellter Pauschalsteuersatz von 30 % auf das Ergebnis von SFS angewendet. Zudem werden das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, das grundsätzlich bereits nach Steuern ermittelt ist, sowie steuerfreie Ergebniskomponenten und weitere Komponenten wie bereits versteuerte oder im Allgemeinen steuerfreie Komponenten herausgerechnet. Wir streben einen ROE (nach Steuern) von SFS in Höhe von 15 % bis 20 % an. Eigenkapitalrendite (ROE) (nach Steuern) C.2.4 Kapitalstruktur Für uns ist im Rahmen von One Siemens von zentraler Bedeutung, sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel als auch die Bedienung der Finanzschulden im Zeitablauf sicherzustellen. Zu diesem Zweck verwenden wir den Quotienten aus der angepassten industriellen Nettoverschuldung und dem angepassten EBITDA zur Steuerung unserer Kapitalstruktur sowie zur Ermittlung des ungefähren Zeitraums in Jahren, der benötigt wird, um die angepasste industrielle Nettoverschuldung zurückzuzahlen. Zinsen, Steuern und Abschreibungen bleiben dabei unberücksichtigt. Unser Ziel ist es, mit diesem Quotienten in einer Bandbreite von 0,5 bis 1,0 zu liegen. Zum 30. September 2013 stieg diese Kapitalstrukturkennzahl auf 0,34 im Vergleich zu 0,24 in der Vorjahresperiode. Dieser Unterschied ist auf einen Anstieg der angepassten industriellen Nettoverschuldung und einen Rückgang des angepassten EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) zurückzuführen. Für weitere Informationen zum angepassten EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) siehe → C.3.3 ÜBERLEITUNG AUF ANGEPASSTES EBITDA (FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN). Informationen über die Berechnung dieser Kapitalstrukturkennzahl und deren Komponenten finden sich unter → C.4.2 KAPITALSTRUKTUR. Kapitalstruktur (fortgeführte Aktivitäten) C.2.5 Dividende und Aktienrückkäufe Wir möchten unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir für die nächsten Jahre eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen - zusammen mit dem öffentlich bekannt gegebenen Aktienrückkaufvolumen des Geschäftsjahrs - einem Anteil von 40 % bis 60 % des Gewinns nach Steuern entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Darüber hinaus berücksichtigen wir für das Geschäftsjahr 2014 den Erlös aus dem Verkauf des NSN-Anteils im Geschäftsjahr 2013. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren. Auf der Hauptversammlung wird der Vorstand in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzgewinn der Siemens AG des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2013 folgendermaßen zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 3,00 € für jede am Tag der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr dividendenberechtigte Stückaktie und Gewinnvortrag des verbleibenden Differenzbetrags. Die Zahlung dieser Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 28. Januar 2014. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2012 betrug 3,00 € pro Aktie. Die vorgeschlagene Dividende von 3,00 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2013 entspricht einer Gesamtausschüttung von rund 2,529 Mrd. €, basierend auf der Anzahl der zum 30. September 2013 im Umlauf gewesener Aktien. In Bezug auf den Gewinn nach Steuern in Höhe von 4,409 Mrd. € des Geschäftsjahrs 2013 entspricht dies einer Ausschüttungsquote von 57 %. Bei einer Dividendenausschüttung von insgesamt 2,528 Mrd. € und einem Gewinn nach Steuern von 4,282 Mrd. € betrug die Ausschüttungsquote für das Geschäftsjahr 2012 59 %. Der Gewinn nach Steuern für das Geschäftsjahr 2012 wurde aufgrund der Effekte aus der Anwendung von IAS 19R rückwirkend angepasst. Dividendenausschüttungsquote Das Aktienrückkaufvolumen aus von Siemens öffentlich bekannt gegebenen Programmen (ohne die Berücksichtigung von Erwerbsnebenkosten) belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1,152 Mrd. € und entsprach damit 26 % des Gewinns nach Steuern. Im Geschäftsjahr 2012 lag der prozentuale Anteil bei 41 %, mit einem Aktienrückkaufvolumen in Höhe von 1,766 Mrd. €. Durch die Abspaltung von OSRAM im Geschäftsjahr 2013 erhielten die Siemens-Aktionäre eine OSRAM-Aktie für je zehn Aktien der Siemens AG. Für weitere Informationen zur Abspaltung von OSRAM siehe → C.1.1.2 BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT. C.2.6 Zusätzliche Kennzahlen Zusätzlich zu den oben besprochenen finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir verschiedene andere Finanzkennzahlen, um den wirtschaftlichen Erfolg unserer Geschäftsaktivitäten zu messen. Um abzuschätzen, ob eine bestimmte Investition Wert für Siemens generieren wird, betrachten wir den Kapitalwert oder den Geschäftswertbeitrag dieser Investition. Der Geschäftswertbeitrag bezieht die Kapitalkosten in die Ermittlung der Wertschöpfung mit ein, indem er die erwarteten Ergebnisse aus der Investition den Kosten des dabei eingesetzten Kapitals gegenüberstellt. Der Geschäftswertbeitrag ist zudem ein Indikator zur Bewertung der Kapitaleffizienz in unseren Sektoren und bei SFS. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung unserer operativen Geschäftstätigkeit analysieren wir die Umschlagfaktoren des operativen Nettoumlaufvermögens. Darüber hinaus haben wir Mindestanforderungen festgelegt, die generell berücksichtigt werden müssen, bevor eine Akquisition durchgeführt wird. Insbesondere müssen Akquisitionen das Potenzial haben, innerhalb von drei Jahren nach Integration einen positiven Geschäftswertbeitrag zu leisten und einen positiven Cash Return in Höhe von 15 % innerhalb von fünf Jahren zu erwirtschaften. Der Cash Return ist definiert als Free Cash Flow, geteilt durch das durchschnittlich eingesetzte Kapital. C.2.7 Weitere Informationen zu den finanziellen Leistungsindikatoren C.2.7.1 KAPITALRENDITE (ROCE (ANGEPASST)) Als Bestandteil von One Siemens überprüfen wir unsere Kapitaleffizienz anhand der finanziellen Kennzahl ROCE (angepasst) (fortgeführte Aktivitäten). Die nachfolgenden Tabellen enthalten eine Darstellung des ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten, wie unter One Siemens definiert, sowie eine Überleitung zum ROCE (angepasst) auf Basis fortgeführter und nicht fortgeführter Aktivitäten. scroll (in Mio. €) 30.09.2013 30.06.2013 31.03.2013 31.12.2012 30.09.2012 Eingesetztes Kapital Geschäftsjahr 2013 Summe Eigenkapital 28.625 27.909 26.620 30.551 31.424 Plus: Langfristige Finanzschulden 18.509 19.140 20.182 16.651 16.880 Plus: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 1.944 3.656 2.752 3.709 3.826 Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9.190 - 6.071 - 7.892 - 7.823 - 10.891 Minus: Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 601 - 506 - 533 - 517 - 524 Plus: Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 9.265 9.325 9.890 9.856 9.801 Minus: SFS-Finanzschulden - 15.600 - 15.004 - 14.879 - 14.490 - 14.558 Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges1 - 1.247 - 1.323 - 1.473 - 1.570 - 1.670 Eingesetztes Kapital (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) 31.706 37.127 34.667 36.367 34.289 Minus: Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, ausgewiesen als nicht fortgeführte Aktivitäten - 768 - 4.783 - 4.616 - 4.589 - 4.693 Plus: Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten, ausgewiesen als nicht fortgeführte Aktivitäten 258 1.948 1.948 2.045 2.010 Eingesetztes Kapital (fortgeführte Aktivitäten) 31.195 34.291 31.999 33.823 31.606 1 Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Für Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), wird dieser Wert jedoch hauptsächlich um zinsinduzierte Marktwertänderungen angepasst. Wir ziehen daher diese Marktwertänderung ab, um auf einen Wert zu kommen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Wir sind der Überzeugung, dass dieser Wert aussagekräftiger für die oben dargestellte Berechnung ist. Für weiterführende Informationen zu Fair Value Hedges siehe → ZIFFER 31 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. scroll (in Mio. €) 30.09.2012 30.06.2012 31.03.2012 31.12.2011 30.09.2011 Eingesetztes Kapital Geschäftsjahr 2012 Summe Eigenkapital 31.424 32.417 32.250 34.059 32.271 Plus: Langfristige Finanzschulden 16.880 15.234 14.731 14.566 14.280 Plus: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 3.826 5.236 4.799 2.841 3.660 Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 10.891 - 8.963 - 8.424 - 8.977 - 12.468 Minus: Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 524 - 532 - 542 - 478 - 477 Plus: Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 9.801 8.949 7.378 6.657 7.188 Minus: SFS-Finanzschulden - 14.558 - 13.644 - 13.303 - 13.424 - 12.075 Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges1 - 1.670 - 1.638 - 1.474 - 1.544 - 1.470 Eingesetztes Kapital (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) 34.289 37.058 35.414 33.699 30.909 Minus: Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, ausgewiesen als nicht fortgeführte Aktivitäten - 4.693 - 4.695 - 4.893 - 4.968 - 4.666 Plus: Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten, ausgewiesen als nicht fortgeführte Aktivitäten 2.010 1.919 1.679 1.663 1.749 Eingesetztes Kapital (fortgeführte Aktivitäten) 31.606 34.283 32.201 30.394 27.993 1 Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Für Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), wird dieser Wert jedoch hauptsächlich um zinsinduzierte Marktwertänderungen angepasst. Wir ziehen daher diese Marktwertänderung ab, um auf einen Wert zu kommen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Wir sind der Überzeugung, dass dieser Wert aussagekräftiger für die oben dargestellte Berechnung ist. Für weiterführende Informationen zu Fair Value Hedges siehe → ZIFFER 31 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen nach Steuern Gewinn nach Steuern 4.409 4.282 Minus: Übriges Zinsergebnis - 455 - 471 Plus: Übriges Zinsergebnis SFS1 556 462 Plus: Zinsaufwendungen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 297 310 Minus: Steuern auf Zinsanpassungen2 - 111 - 91 Gewinn vor Zinsen nach Steuern 4.695 4.493 Minus / Plus: Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten (nach Steuern) - 197 360 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen nach Steuern 4.499 4.853 Kapitalrendite (ROCE (angepasst)) (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) (I) Gewinn vor Zinsen nach Steuern 4.695 4.493 (II) Durchschnittlich eingesetztes Kapital (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten)3 34.831 34.274 (I) / (II) ROCE (angepasst) (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) 13,5 % 13,1 % Kapitalrendite (ROCE (angepasst)) (fortgeführte Aktivitäten) (I) Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Zinsen nach Steuern 4.499 4.853 (II) Durchschnittlich eingesetztes Kapital (fortgeführte Aktivitäten)3 32.583 31.295 (I) / (II) ROCE (angepasst) (fortgeführte Aktivitäten) 13,8 % 15,5 % 1 Übriges Zinsergebnis SFS ist in Übriges Zinsergebnis enthalten. Die Anpassung des Zählers um Übriges Zinsergebnis SFS erfolgt in Übereinstimmung mit der Anpassung des Nenners um die SFS-Finanzschulden. 2 Der effektive Steuersatz für die Berechnung der Steuern auf die Zinsanpassungen ergibt sich aus den Ertragsteueraufwendungen, dividiert durch den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern, wie in → D.1 KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG dargestellt. 3 Das durchschnittlich eingesetzte Kapital für ein Geschäftsjahr errechnet sich als ein Fünf-Punkt-Durchschnitt aus dem eingesetzten Kapital der jeweiligen Quartale, beginnend mit dem 30. September des vorangegangenen Geschäftsjahrs. C 2.7.2 EIGENKAPITALRENDITE (ROE) (NACH STEUERN) Die nachfolgende Tabelle enthält eine Darstellung der Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) (nach Steuern) von SFS, wie diese unter One Siemens definiert ist. scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Berechnung der Ertragsteuern von SFS Ergebnis von SFS (vor Ertragsteuern) 409 479 Minus / Plus: Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen1 - 85 - 168 Minus / Plus: Steuerfreie Ergebniskomponenten und weitere Komponenten2 - 26 57 Steuerbasis 298 368 Pauschalsteuersatz 30 % 30 % Berechnete Ertragsteuern von SFS 89 110 Ergebnis nach Steuern von SFS Ergebnis von SFS (vor Ertragsteuern) 409 479 Minus: Berechnete Ertragsteuern von SFS - 89 - 110 Ergebnis nach Steuern von SFS 320 368 ROE (nach Steuern) von SFS (I) Ergebnis nach Steuern von SFS 320 368 (II) Durchschnittlich zugeordnetes Eigenkapital von SFS3 1.874 1.681 (I) / (II) ROE (nach Steuern) von SFS 17,1 % 21,9 % 1 Für Informationen zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von SFS siehe → C.3.3 ÜBERLEITUNG AUF ANGEPASSTES EBITDA (FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN). 2 Steuerfreie Ergebniskomponenten enthalten Finanzierungsformen, die grundsätzlich von der Einkommensteuer befreit sind. Weitere Komponenten umfassen Ergebniskomponenten in Verbindung mit (Teil-)Verkäufen / Desinvestitionen von Eigenkapitalbeteiligungen, die von der Kategorie nach der Equity-Methode bilanziert zur Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert wurden. Diese Ergebniskomponenten sind somit nicht im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von SFS enthalten. Solche Ergebnisse sind entweder bereits versteuert oder in der Regel steuerfrei. Weitere Komponenten können zudem Anpassungen für wesentliche steuerpflichtige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von SFS enthalten. 3 Das durchschnittliche, SFS zugeordnete Eigenkapital für ein Geschäftsjahr errechnet sich als ein Fünf-Punkt-Durchschnitt aus dem zugeordneten Eigenkapital der jeweiligen Quartale, beginnend mit dem 30. September des vorangegangenen Geschäftsjahrs. C.2.7.3 DEFINITIONEN WEITERER FINANZKENNZAHLEN In Ergänzung zu den oben beschriebenen Finanzkennzahlen verwenden wir auch weitere Kenngrößen, zum Beispiel den Auftragseingang und den Auftragsbestand, zur Abschätzung unseres künftigen Umsatzpotenzials. Wir definieren und ermitteln den Auftragseingang sowie den Auftragsbestand wie folgt: Gemäß unseren Grundsätzen für das Erfassen von Auftragseingängen realisieren wir einen Auftragseingang grundsätzlich mit dem Gesamtauftragswert zu dem Zeitpunkt, zu dem wir einen Vertrag eingehen, den wir als rechtswirksam und verbindlich erachten. Hierfür müssen verschiedene Kriterien erfüllt sein. Als Gesamtauftragswert gilt der vereinbarte Preis beziehungsweise das vereinbarte Entgelt für jenen Teil des Vertrags, für den die Lieferung von Gütern beziehungsweise die Erbringung von Leistungen unwiderruflich vereinbart wurde. Künftige Umsatzerlöse aus langfristigen Dienstleistungs-, Wartungs- und Outsourcing-Verträgen werden nur dann mit dem Gesamtauftragswert im Auftragseingang berücksichtigt, wenn die Einhaltung der Gesamtvertragslaufzeit (zum Beispiel wegen hoher Ausstiegshürden für den Kunden) als hinreichend sicher zu betrachten ist. Die Erfassung des Auftragseingangs erfolgt grundsätzlich unmittelbar zum Zeitpunkt der Erfüllung der Kriterien für die Rechtswirksamkeit und Verbindlichkeit des betreffenden Vertrags. Die einzige Ausnahme stellen Aufträge mit kurzen Gesamtlaufzeiten dar, für die eine separate Auftragseingangsführung keine signifikanten Zusatzinformationen zur Geschäftsentwicklung liefern würde. Für diese Aufträge wird der Auftragseingang im Zeitpunkt der Umsatzlegung erfasst. Der Auftragsbestand stellt einen Indikator für die künftigen Umsatzerlöse des Unternehmens aus bereits erfassten Aufträgen dar. Der Auftragsbestand ergibt sich rechnerisch aus dem Endbestand des Auftragsbestands des Vorjahrs, zuzüglich des Auftragseingangs des aktuellen Geschäftsjahrs, abzüglich der Erfassung der Umsatzerlöse des aktuellen Geschäftsjahrs. Wenn der Betrag eines Auftrags, der bereits im aktuellen oder vorhergehenden Geschäftsjahr erfasst wurde, angepasst wird oder wenn ein Auftrag aus dem aktuellen Geschäftsjahr storniert wird, dann passen wir den Auftragseingang des aktuellen Quartals an. Ebenso wird der Auftragsbestand entsprechend angepasst. Ein bereits veröffentlichter Auftragseingang wird nachträglich jedoch nicht angepasst. Wird ein Auftrag aus Vorjahren storniert, erfolgt grundsätzlich keine Anpassung im Auftragseingang des aktuellen Quartals beziehungsweise Geschäftsjahrs, sondern direkt im Auftragsbestand. Zusätzlich zu Stornierungen wirken Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte auf den Auftragsbestand. Für das Erfassen von Informationen über den Auftragseingang und den Auftragsbestand sowie die Art der Berechnung dieser Größen existieren keine unternehmensübergreifenden Standards. Dies kann dazu führen, dass unser Auftragseingang und unser Auftragsbestand mit den unter denselben oder ähnlichen Bezeichnungen veröffentlichten Daten anderer Unternehmen nicht vergleichbar sind. Bei uns unterliegen Auftragseingang und Auftragsbestand internen Dokumentations- und Prüfungsanforderungen. Es ist möglich, dass wir Regelungen für die Erfassung des Auftragseingangs beziehungsweise des Auftragsbestands in der Zukunft ohne vorherige Ankündigung ändern. C.3 Ertragslage C.3.1 Eckdaten Siemens Die folgenden Ausführungen geben einen Überblick über ausgewählte Eckdaten von Siemens für das zum 30. September 2013 endende Geschäftsjahr: C.3.1.1 AUFTRAGSEINGANG UND UMSATZERLÖSE Auftragseingang und Umsatzerlöse nach Regionen im Geschäftsjahr 2013 und 2012 (Sitz des Kunden) (in Mio. €) Auftragseingang (Sitz des Kunden) scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Europa, GUS2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 44.534 38.536 16 % 16 % - 1 % 1 % darin Deutschland 11.743 9.871 19 % 19 % 0 % 0 % Amerika 22.219 21.539 3 % 5 % - 3 % 1 % darin USA 14.635 14.727 - 1 % - 1 % - 1 % 1 % Asien, Australien 15.598 15.863 - 2 % 0 % - 3 % 1 % darin China 6.605 6.017 10 % 8 % 0 % 2 % Siemens 82.351 75.939 8 % 10 % - 2 % 1 % Umsatzerlöse (Sitz des Kunden) scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Europa, GUS2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 39.874 39.947 0 % 0 % - 1 % 1 % darin Deutschland 10.750 11.049 - 3 % - 3 % 0 0 % Amerika 20.916 22.078 - 5 % - 4 % - 2 % 1 % darin USA 14.179 15.946 - 11 % - 11 % - 1 % 1 % Asien, Australien 15.092 15.370 - 2 % 0 % - 3 % 1 % darin China 6.140 6.322 - 3 % - 4 % 0 % 1 % Siemens 75.882 77.395 - 2 % - 1 % - 2 % 1 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2013 belief sich auf 82,351 Mrd. €. Der Zuwachs von 8 % im Vergleich zum Vorjahr resultierte in erster Linie aus einem höheren Volumen aus Großaufträgen. Im Gegensatz dazu lagen die Umsatzerlöse mit 75,882 Mrd. € um 2 % unter dem Vorjahreswert. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill) für Siemens von 1,09. Auf organischer Basis, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, stieg der Auftragseingang um 10 % und die Umsatzerlöse lagen um 1 % unter dem Vorjahreswert. Der Auftragsbestand (definiert als die Summe der Auftragsbestände unserer Sektoren) betrug zum 30. September 2013 100 Mrd. € und lag damit trotz negativer Währungsumrechnungseffekte in Höhe von 4 Mrd. € über dem Vorjahreswert von 97 Mrd. €. Die Aufträge externer Kunden verzeichneten im Geschäftsjahr 2013 einen Zuwachs von insgesamt 8 %, wobei die Entwicklung in den einzelnen Sektoren unterschiedlich ausfiel. Der Sektor Infrastructure & Cities konnte ein prozentual zweistelliges Wachstum aufgrund von Großaufträgen bei Transportation & Logistics verzeichnen, einschließlich eines Großauftrags in Höhe von 3,0 Mrd. € für Züge und deren Instandhaltung im Vereinigten Königreich. Der Auftragseingang bei Energy erhöhte sich um 7 %, bedingt durch mehrere große Aufträge im Windgeschäft, und lag im Sektor Healthcare auf Vorjahresniveau. Der Auftragseingang im Sektor Industry verringerte sich um 3 %. Dies ist im Wesentlichen auf das schwierige Marktumfeld für die kurzzyklischen Geschäfte des Sektors über weite Strecken des Geschäftsjahrs 2013 zurückzuführen. Global betrachtet nahm der Auftragseingang in den Schwellenländern, die in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds definiert sind, mit einem Anstieg um 10 % stärker zu als der Auftragseingang insgesamt. Er betrug 28,702 Mrd. € beziehungsweise 35 % des gesamten Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2013. In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten nahm der Auftragseingang um 16 % zu und enthielt prozentual zweistellige Zuwächse bei Infrastructure & Cities sowie Energy, getragen von den oben erwähnten Großaufträgen. Das höhere Volumen aus Großaufträgen in beiden Sektoren war ebenfalls ausschlaggebend für den Zuwachs beim Auftragseingang in Deutschland. Bei Healthcare und Industry lag der Auftragseingang in der Region leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahrs 2012. Innerhalb des moderaten Anstiegs der Aufträge in der Region Amerika wurde ein Rückgang um 8 % bei Industry vom Zuwachs um 10 % bei Energy überwogen. Der Auftragseingang in der Region Asien, Australien ging im Geschäftsjahr 2013 leicht zurück. Wie bereits berichtet, hat Siemens beschlossen, von bestimmten Ausnahmefällen abgesehen, keine Neuaufträge mit Kunden im Iran abzuschließen. Siemens hat dazu konzernweite Richtlinien erlassen, die die Einzelheiten des allgemeinen Beschlusses festlegen. Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 haben wir als Ergebnis einer Analyse unserer Verträge mit Kunden im Iran - insbesondere im Hinblick auf erwartete Zahlungsausfälle und Auswirkungen als Folge höherer Gewalt-Anpassungen erfasst, die sich in verschiedenen Posten unserer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung niederschlugen. Diese Anpassungen betrafen vor allem die Umsatzerlöse und Umsatzkosten, die wir in vergangenen Perioden für Projekte erfassten, die nach diesen Richtlinien noch erlaubt waren. Für weiterführende Informationen siehe → C.9.3 RISIKEN. Die Umsatzerlöse mit externen Kunden gingen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 um 2 % zurück. Ein geringer Anstieg im Sektor Infrastructure & Cities wurde überwogen von moderaten Rückgängen bei Energy und Industry, in denen sich das weitgehend schwache Investitionsklima im Geschäftsjahr 2013 sowie die anhaltende Schwäche der kurzzyklischen Märkte des Sektors Industry niederschlugen. Die Umsatzerlöse im Sektor Healthcare lagen in etwa auf Vorjahresniveau. Global betrachtet betrug das Wachstum in den Schwellenländern 1 % und trug 25,827 Mrd. € beziehungsweise 34 % zu den gesamten im Geschäftsjahr 2013 erreichten Umsatzerlösen bei. Während die Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten im Vergleich zum Vorjahr stabil blieben, fiel die Entwicklung in den einzelnen Sektoren in der Region unterschiedlich aus. Zuwächse in den Sektoren Infrastructure & Cities und Energy wurden von Rückgängen bei Industry und Healthcare aufgewogen. Die geringeren Umsatzerlöse in der Region Amerika resultierten im Wesentlichen aus dem Sektor Energy, der in der zweiten Jahreshälfte des Kalenderjahrs 2012 von einer Auftragslücke bei Windparks in den USA betroffen war. Diese wurde durch Unsicherheiten bei Steueranreizen hervorgerufen. Der sehr starke Auftragseinbruch beeinträchtigte schließlich die Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013. In der Region Asien, Australien sanken die Umsatzerlöse um 2 %, da die Rückgänge bei Industry und Energy nicht durch die Zuwächse in den beiden anderen Sektoren ausgeglichen werden konnten. Auftragseingang und Umsatzerlöse nach Quartalen (in Mio. €) Auftragseingang Umsatzerlöse Book-to-Bill-Verhältnis C.3.1.2 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % (in Mio. €) 2013 2012 Bruttoergebnis vom Umsatz 20.829 21.925 - 5 % in Prozent der Umsatzerlöse 27,4 % 28,3 % - Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 4.291 - 4.245 - 1 % in Prozent der Umsatzerlöse 5,7 5,5 % - Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 11.286 - 11.043 - 2 % in Prozent der Umsatzerlöse 14,9 % 14,3 % - Sonstige betriebliche Erträge 503 523 - 4 % Sonstige betriebliche Aufwendungen - 427 - 364 - 17 % Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 510 - 333 k. A. Zinserträge 948 939 1 % Zinsaufwendungen - 789 - 760 - 4 % Sonstiges Finanzergebnis - 154 - 5 <- 200 % Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 5.843 6.636 - 12 % Ertragsteueraufwendungen - 1.630 - 1.994 18 % in Prozent vom Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 28 % 30 % - Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 4.212 4.642 - 9 % Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 197 - 360 k. A. Gewinn nach Steuern 4.409 4.282 3 % Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn (nach Steuern) 126 132 - Auf Aktionäre der Siemens AG entfallender Gewinn (nach Steuern) 4.284 4.151 3 % Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern verringerte sich im Geschäftsjahr 2013 auf 5,843 Mrd. €, im Vergleich zu 6,636 Mrd. € im Jahr zuvor. Der Rückgang war im Wesentlichen auf Ergebnisbelastungen in den Sektoren aus dem Programm »Siemens 2014« in Höhe von 1,276 Mrd. € zurückzuführen. Diese Belastungen ergaben sich aus Maßnahmen im Geschäftsjahr 2013 zur Kostenreduzierung durch eine verbesserte regionale Aufstellung, Kapazitätsanpassungen und eine erhöhte Prozesseffizienz. Sie sind in den folgenden Funktionskosten enthalten: scroll (in Mio. €) Geschäftsjahresende 30. September Umsatzkosten (und damit im Bruttoergebnis vom Umsatz) 762 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 37 Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen 374 Darüber hinaus wurden Belastungen in Höhe von 104 Mio. € in anderen Posten erfasst, hauptsächlich in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2012 berichtete Healthcare Belastungen im Rahmen der »Agenda 2013« von 184 Mio. €, die ein Jahr vor »Siemens 2014« begann. Im Geschäftsjahr 2013 waren die Belastungen im Rahmen dieser Initiative in den Belastungen aus »Siemens 2014« enthalten. Das Bruttoergebnis vom Umsatz wurde über die Belastungen aus »Siemens 2014« hinaus durch weitere Faktoren vermindert. Dazu gehörten anhaltende Marktherausforderungen, wie beispielsweise eine geringere Kapazitätsauslastung bei Industry, Preisdruck und eine weniger günstige Zusammensetzung der Umsatzerlöse in einigen unserer Geschäfte. Darüber hinaus enthielten beide Jahre verschiedene Belastungen und Gewinne, einschließlich Projektbelastungen in den Sektoren Energy und Infrastructure & Cities. Die wichtigsten Effekte werden im Kapitel → C.3.2 SEGMENTINFORMATIONEN dargestellt. Die daraus resultierenden Nettoeffekte waren in beiden Geschäftsjahren erheblich und unterschieden sich in Summe im Jahresvergleich nur geringfügig. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern profitierte von einem sehr stark zurückgegangenen negativen Ergebnis in Zusammenhang mit unserem Anteil an Nokia Siemens Networks Holding B.V. (NSN), das sich von 741 Mio. € im Vorjahr auf 76 Mio. € verringerte. Die Ergebnisse in Verbindung mit NSN profitierten im Geschäftsjahr 2013 zusätzlich von einem positiven Effekt in Höhe von 301 Mio. € aufgrund der teilweisen Rücknahme einer Wertminderung aus dem Geschäftsjahr 2009 auf unseren Anteil an NSN sowie von einem Gewinn in Höhe von 76 Mio. € aus dem Verkauf des NSN-Anteils im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013. Diese Veränderung war im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen enthalten. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern ging einschließlich der oben beschriebenen Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr um 12 % zurück. Aufgrund einer niedrigeren Steuerbasis und eines geringeren effektiven Steuersatzes im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 belief sich der Rückgang des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten auf 9 %. Der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 197 Mio. €, gegenüber einem Verlust im Vorjahr von 360 Mio. €. Er setzte sich wie folgt zusammen: scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % (in Mio. €) 2013 2012 OSRAM 277 - 135 k.A. Siemens IT Solutions and Services 71 40 78 % Sonstiges - 151 - 265 43 % Diese stark positive Veränderung war im Wesentlichen auf das Ergebnis von OSRAM zurückzuführen, in dem im Vorjahr ein negativer Nachholeffekt von 443 Mio. € (vor Steuern) enthalten war. Dieser entstand daraus, dass wir es nicht mehr als höchstwahrscheinlich erachteten, OSRAM - wie ursprünglich geplant - über eine Börseneinführung zu veräußern. In der Folge haben wir die Abspaltung und Börsennotierung von OSRAM im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 abgeschlossen. Darüber hinaus enthielt der Posten Sonstiges im Vorjahreszeitraum eine Belastung in Höhe von 143 Mio. € (vor Steuern) aufgrund einer Einigung in Zusammenhang mit Griechenland. Für weitere Informationen zu nicht fortgeführten Aktivitäten siehe → ZIFFER 2 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Im Ergebnis erhöhte sich der Gewinn nach Steuern von Siemens durch die positive Veränderung des Gewinns aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Ertragsteuern im Vergleich zum Vorjahr um 3 %. Der auf die Aktionäre der Siemens AG entfallende Gewinn nach Steuern stieg auf 4,284 Mrd. €, nach 4,151 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 5,08 € und war damit höher als der Wert von 4,74 € im Geschäftsjahr 2012. Der Anstieg spiegelt einen höheren Gewinn nach Steuern und eine aufgrund von Aktienrückkäufen im Geschäftsjahr niedrigere Anzahl von durchschnittlich im Umlauf gewesenen Aktien wider. Für weitere Informationen siehe → ZIFFER 35 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.3.2 Segmentinformationen C.3.2.1 ENERGY Sektor scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Ergebnis 1.955 1.901 3 % Ergebnismarge 7,3 % 6,9 % Auftragseingang 28.797 26.930 7 % 8 % - 2 % 1 % Umsatzerlöse 26.638 27.736 - 4 % - 3 % - 2 % 0 % Außenumsatzerlöse 26.386 27.501 - 4 % davon: Europa, GUS2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 14.346 14.261 1 % darin Deutschland 2.231 1.927 16 % Amerika 7.153 8.141 - 12 % Asien, Australien 4.886 5.098 - 4 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Das Ergebnis von Energy belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1,955 Mrd. € und lag damit 3 % über dem Vorjahreswert. Der Sektor verzeichnete Belastungen in Höhe von 301 Mio. € in Verbindung mit dem Programm »Siemens 2014«, hauptsächlich aus der Anpassung seiner Kostenstruktur, aus Kapazitätsanpassungen und der Verbesserung seiner regionalen Aufstellung. Fossil Power Generation lieferte einen geringeren Ergebnisbeitrag als ein Jahr zuvor, leistete aber trotzdem weiterhin den höchsten Beitrag zum Sektorergebnis und erzielte das höchste Ergebnis aller Divisionen von Siemens. Das Ergebnis von Oil & Gas erhöhte sich aufgrund stark gesunkener Belastungen in Zusammenhang mit dem Iran. Das Ergebnis von Wind Power lag auf demselben Niveau wie im Geschäftsjahr 2012, trotz Belastungen von 94 Mio. € in Zusammenhang mit Rotorblättern. Power Transmission konnte seinen Verlust gegenüber dem Vorjahrswert nahezu halbieren, im Wesentlichen aufgrund stark rückläufiger Projektbelastungen, die in erster Linie in Verbindung mit Netzanschlüssen von Offshore-Windparks standen. Diese Belastungen beliefen sich auf 171 Mio. € im Geschäftsjahr 2013, im Vergleich zu 570 Mio. € im Geschäftsjahr 2012. Das Solargeschäft wurde im Geschäftsjahr 2013 von den nicht-fortgeführten Aktivitäten in die fortgeführten Aktivitäten umgegliedert und wieder bei Energy (auch rückwirkend) ausgewiesen. Das negative Ergebnis des Solargeschäfts von 255 Mio. € war im Vergleich zu 258 Mio. € im Vorjahr nahezu unverändert. Das negative Ergebnis im Geschäftsjahr 2013 enthielt Wertminderungen und Kosten in Zusammenhang mit der Abwicklung des Geschäfts in Höhe von 181 Mio. €. Im Vorjahr waren Wertminderungen von 150 Mio. € im negativen Ergebnis des Geschäfts enthalten. Die Umsatzerlöse gingen im Vergleich zum Vorjahr um 4 % zurück. Rückgänge bei Fossil Power Generation und Power Transmission wurden dabei nur teilweise von Anstiegen bei Wind Power und Oil & Gas ausgeglichen. Geografisch betrachtet stiegen die Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten an und gingen in den anderen Regionen zurück. Der Auftragseingang stieg um 7 % gegenüber dem Vorjahr. Dies war vorwiegend auf Großaufträge bei Wind Power in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten zurückzuführen. Der Auftragseingang in Amerika war deutlich höher, während er in Asien, Australien erheblich zurückging. Das Book-to-Bill-Verhältnis von Energy lag bei 1,08, und der Auftragsbestand betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 54 Mrd. €. Fossil Power Generation erzielte im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis in Höhe von 1,693 Mrd. €, das damit erheblich geringer ausfiel als der Vorjahreswert von 1,933 Mrd. €. Hauptfaktoren für die Veränderung waren ein Rückgang der Umsatzerlöse im Lösungsgeschäft und eine weniger günstige Zusammensetzung der Umsatzerlöse, insbesondere im Produktgeschäft. Beide Geschäftsjahre enthielten Ergebnisbelastungen. Im abgelaufenen Jahr verzeichnete die Division Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014« in Höhe von 129 Mio. €. Im Jahr zuvor wurden Belastungen in Höhe von 152 Mio. € in Zusammenhang mit dem Olkiluoto-Projekt in Finnland teilweise ausgeglichen von einem Gewinn in Höhe von 87 Mio. € aus dem Verkauf der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen OAO Power Machines. Die Umsatzerlöse nahmen im Vorjahresvergleich um 8 % ab, vor allem infolge des zurückgegangenen Auftragseingangs bei schlüsselfertigen Projekten. Regional betrachtet gingen die Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten beträchtlich zurück. Der Auftragseingang sank um 4 %. Dabei wurden ein starker Rückgang in der Region Asien, Australien und eine moderate Verringerung in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten durch einen erheblich gestiegenen Auftragseingang in Amerika teilweise ausgeglichen. Auftragseingang nach Geschäften scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Fossil Power Generation 10.682 11.116 - 4 % - 2 % - 2 % 0 % Wind Power 6.593 4.932 34 % 34 % - 2 % 1 % Oil & Gas 5.801 5.307 9 % 9 % - 2 % 2 % Power Transmission 5.700 5.824 - 2 % 0 % - 2 % 0 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Umsatzerlöse nach Geschäften scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Fossil Power Generation 10.239 11.161 - 8 % - 7 % - 1 % 0 % Wind Power 5.174 5.066 2 % 4 % - 2 % 1 % Oil & Gas 5.152 5.115 1 % 0 % - 1 % 2 % Power Transmission 6.167 6.593 - 6 % - 4 % - 2 % 0 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Ergebnis und Ergebnismarge nach Geschäften scroll Ergebnis Ergebnismarge Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Veränderung in % 2013 2012 Fossil Power Generation 1.693 1.933 - 12 % 16,5 % 17,3 % Wind Power 306 304 1 % 5,9 % 6,0 % Oil & Gas 433 218 99 % 8,4 % 4,3 % Power Transmission - 156 - 302 48 % - 2,5 % - 4,6 % Das Ergebnis von Wind Power in Höhe von 306 Mio. € im Geschäftsjahr 2013 lag auf derselben Höhe wie im Geschäftsjahr 2012. In beiden Geschäftsjahren gab es Ergebnisbelastungen. Im Geschäftsjahr 2013 waren es die erwähnten Belastungen in Höhe von 94 Mio. € in Zusammenhang mit der Inspektion und Nachrüstung von Rotorblättern bei Onshore-Windkraftanlagen, hauptsächlich in den USA. Im Vorjahr war die Ergebnisentwicklung durch eine Rückstellung von 32 Mio. € in Verbindung mit einer Windturbinenkomponente eines externen Zulieferers und durch Belastungen von 20 Mio. € in Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen beeinträchtigt worden. Die Umsatzerlöse lagen leicht über dem Niveau des Vorjahrs. Anstiege in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie in Asien, Australien überwogen dabei einen sehr starken Rückgang in der Region Amerika. Die Umsatzerlöse gingen in Amerika aufgrund des Geschäfts bei Onshore-Windparks zurück, bei dem die USA den größten nationalen Markt für Wind Power darstellen. Neue Projekte in den USA wurden im zweiten Halbjahr des Kalenderjahrs 2012 wegen Unsicherheiten im Hinblick auf die Fortsetzung von Steueranreizen gestoppt oder verschoben. Die resultierende Auftragslücke führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Einbruch bei den Umsatzerlösen in der Berichtsregion Amerika. Der Auftragseingang stieg um 34 % gegenüber dem Vorjahr, im Wesentlichen aufgrund eines viel höheren Volumens aus Großaufträgen, das mehrere große Aufträge für Offshore-Windparks in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten enthielt. Das Ergebnis von Oil & Gas verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu und betrug 433 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund stark rückläufiger Belastungen in Zusammenhang mit Anpassungen für langfristige Fertigungs- und Dienstleistungsverträge mit Kunden im Iran. Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete die Division solche Belastungen im ersten Quartal in Höhe von 46 Mio. €, die in Zusammenhang mit der Einhaltung von Sanktionen gegenüber dem Iran stehen, die im Oktober 2012 in Kraft gesetzt wurden und vor allem auf die Öl- und Gasindustrie des Landes abzielen. Im Geschäftsjahr 2012 verzeichnete die Division Belastungen in Verbindung mit dem Iran in Höhe von 275 Mio. €, im Wesentlichen als Folge einer Rücknahme von Umsatzerlösen in Höhe von 282 Mio. €. Die Division verzeichnete zudem Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014« in Höhe von 34 Mio. €. Die Umsatzerlöse waren im Vergleich zum Vorjahr geringfügig höher, bedingt durch Anstiege in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika, teilweise aufgewogen durch einen Rückgang in Asien, Australien. Der Auftragseingang legte um 9 % zu. Dabei überwogen Anstiege in Asien, Australien und Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten einen Rückgang in Amerika. Power Transmission reduzierte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 das negative Ergebnis sehr stark, auf 156 Mio. €, trotz Belastungen in Höhe von 129 Mio. € in Verbindung mit »Siemens 2014«. Die Veränderung ergab sich in erster Linie aufgrund niedrigerer Projektbelastungen in Zusammenhang mit dem Netzanschluss von Offshore-Windparks. Diese fielen auf 171 Mio. €, im Vergleich zu 570 Mio. € im Jahr zuvor. Diese Belastungen resultierten aus Projektverzögerungen aufgrund komplexer regulatorischer Rahmenbedingungen und schwieriger Bedingungen auf hoher See, die Neueinschätzungen des Ressourcen- und Personalbedarfs erforderlich machten. Die Ergebnisentwicklung wurde zurückgehalten durch Margenbelastungen in Verbindung mit den genannten Projekten und durch das Abarbeiten von Aufträgen, die in vorangegangenen Perioden mit starkem Preisdruck hereingenommen worden waren. Operative Herausforderungen in den Geschäften mit Hochspannungsprodukten führten ebenfalls zu einem erheblichen Ergebnisrückgang. Die Umsatzerlöse der Division sanken um 6 % aufgrund eines Rückgangs in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Asien, Australien. Der Auftragseingang lag um 2 % unter dem des Vorjahrs. Teilweise war dies eine Folge der selektiveren Auftragsannahme. Regional betrachtet wurde ein Rückgang in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten durch Auftragszuwächse in den anderen Regionen zum Teil ausgeglichen. Die Division erwartet, dass die Herausforderungen in den kommenden Quartalen anhalten werden. C.3.2.2 HEALTHCARE Sektor scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Ergebnis 2.048 1.815 13 % Ergebnismarge 15,0 % 13,3 % Auftragseingang 13.950 13.806 1 % 4 % - 3 % 0 % Umsatzerlöse 13.621 13.642 0 % 2 % - 3 % 0 % Außenumsatzerlöse 13.598 13.600 0 % davon: Europa, GUS2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 4.544 4.593 - 1 % darin Deutschland 995 1.056 - 6 % Amerika 5.631 5.692 - 1 % Asien, Australien 3.422 3.315 3 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Der Sektor Healthcare erzielte im Geschäftsjahr 2013 eine im Vorjahresvergleich beträchtliche Ergebnissteigerung auf 2,048 Mrd. € mit Zuwächsen in allen Geschäften des Sektors. Das Ergebnis der Berichtsperiode wurde durch geringere Belastungen in Zusammenhang mit der Initiative »Agenda 2013« des Sektors positiv beeinflusst; sie gingen auf 84 Mio. € zurück, im Vergleich zu 184 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Healthcare beabsichtigt, die erzielten Erfolge dieser Initiative - einschließlich der Verbesserungen in der Kostenposition und bei der Wettbewerbsfähigkeit - auch in der Zukunft zu behaupten. Insbesondere die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gingen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 zurück. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis von Healthcare durch eine am 1. Januar 2013 in den USA eingeführte Verbrauchsteuer auf medizinische Geräte, die die meisten Geschäfte des Sektors betrifft. Das Ergebnis bei Diagnostics belief sich auf 350 Mio. €, im Vergleich zu 314 Mio. € im Vorjahr. Die Entwicklung im Hinblick auf die »Agenda 2013« verlief analog zum Sektor, einschließlich geringere Belastungen sowie Verbesserungen in der Kostenposition. Insbesondere gingen die Belastungen von 80 Mio. € in der Vorjahresperiode auf 35 Mio. € zurück. Effekte aus der Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) aus früheren Akquisitionen bei Diagnostics beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 169 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die PPA-Effekte bei Diagnostics 173 Mio. €. Die Umsatzerlöse von Healthcare blieben im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012 nahezu unverändert, während der Auftragseingang im Vorjahresvergleich geringfügig anstieg. Auf organischer Basis stiegen sowohl die Umsatzerlöse als auch der Auftragseingang. Regional betrachtet wurde das Wachstum der Umsatzerlöse in Asien, Australien durch Rückgänge in den anderen Regionen aufgewogen. Die wachstumstreibenden Berichtsregionen beim Auftragseingang waren Asien, Australien und Amerika aufgrund von Zuwächsen in China und in den USA. Das Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 1,02, und der Auftragsbestand von Healthcare betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 7 Mrd. €. Die Umsatzerlöse von Diagnostics lagen im Geschäftsjahr 2013 mit 3,942 Mrd. € um 1 % unter dem Vorjahreswert von 3,969 Mrd. €. Die Entwicklung in den einzelnen Berichtsregionen entsprach der des Sektors. Auf vergleichbarer Basis stiegen die Umsatzerlöse um 2 %. C.3.2.3 INDUSTRY Sektor scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Ergebnis 1.478 2.448 - 40 % Ergebnismarge 8,0 % 12,6 % Auftragseingang 18.417 18.962 - 3 % - 3 % - 1 % 1 % Umsatzerlöse 18.586 19.409 - 4 % - 4 % - 1 % 1 % Außenumsatzerlöse 16.943 17.772 - 5 % davon: Europa, GUS2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 9.261 9.644 - 4 % darin Deutschland 4.198 4.464 - 6 % Amerika 3.290 3.484 - 6 % Asien, Australien 4.393 4.644 - 5 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Im Geschäftsjahr 2013 ging das Ergebnis von Industry sehr stark auf 1,478 Mrd. € zurück, beeinträchtigt durch 424 Mio. € an Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014« zur Verbesserung der globalen Aufstellung des Sektors und zur Kosteneinsparung bei administrativen Prozessen. Die Ergebnisentwicklung wurde zudem durch geringere Umsatzerlöse und einen ungünstigeren Geschäfts-Mix zurückgehalten. Dies resultierte hauptsächlich aus der anhaltenden Schwäche der kurzzyklischen Geschäfte des Sektors. Zudem war das Sektorergebnis durch Belastungen in Höhe von 100 Mio. € bei zwei großen Projekten im Metalltechnologiegeschäft beeinträchtigt. Das Marktumfeld von Industry zeigte sich für den Großteil des Geschäftsjahrs 2013 deutlich herausfordernder als im Vorjahreszeitraum. Auch wenn Anzeichen einer Stabilisierung zum Ende des Geschäftsjahrs erkennbar waren, sanken die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr moderat, basierend auf Rückgängen in beiden Divisionen und im Metalltechnologiegeschäft. Der Auftragseingang des Sektors verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3 %, da die berichteten Zuwächse aus Großaufträgen zum Ende des Geschäftsjahrs von einem niedrigeren Auftragseingang über weite Strecken des Geschäftsjahrs 2013 überwogen wurden. Geografisch betrachtet sanken sowohl der Auftragseingang als auch die Umsatzerlöse des Sektors auf breiter Basis in allen drei Berichtsregionen. Das Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 0,99, und der Auftragsbestand von Industry ging auf 10 Mrd. € zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 zurück. Das Ergebnis von Industry Automation verringerte sich stark im Vergleich zum Vorjahr, was zum Teil aus Belastungen in Höhe von 114 Mio. € in Verbindung mit »Siemens 2014« resultierte. Die andauernde Schwäche an den kurzzyklischen Märkten der Division führte zu niedrigeren Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr und zu einer geringeren Kapazitätsauslastung. Die Division traf Maßnahmen zur Verbesserung des Geschäfts-Mix durch das Zurückfahren bestimmter niedrigmargiger Geschäftsaktivitäten, wozu auch das Geschäft mit Solarwechselrichtern gehört. Demgegenüber erzielten die Geschäfte der Division mit industrieller IT und Software im Vergleich zum Vorjahr Zuwächse bei Umsatzerlösen und Auftragseingang. Dies resultierte zum Teil aus den jüngsten Akquisitionen, einschließlich LMS. Die um 3 % gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Umsatzerlöse der Division insgesamt waren auf Rückgänge in den Regionen Amerika sowie Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten zurückzuführen. Der im Vergleich zum Vorjahr moderate Rückgang der Auftragseingänge der Division zeigte sich in allen drei Berichtsregionen - angeführt von einem deutlichen Absinken in der Region Amerika. Auftragseingang nach Geschäften scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Industry Automation 8.143 8.524 - 4 % - 5 % - 1 % 2 % Drive Technologies 9.024 9.395 - 4 % - 3 % - 1 % 0 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Umsatzerlöse nach Geschäften scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Industry Automation 8.194 8.463 - 3 % - 3 % - 1 % 1 % Drive Technologies 9.208 9.640 - 4 % - 4 % - 1 % 0 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Ergebnis und Ergebnismarge nach Geschäften scroll Ergebnis Ergebnismarge Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Veränderung in % 2013 2012 Industry Automation 1.038 1.316 - 21 % 12,7 % 15,6 % Drive Technologies 527 970 - 46 % 5,7 % 10,1 % Darüber hinaus erfasste die Division PPA-Effekte in Höhe von 33 Mio. € in Zusammenhang mit langfristig nutzbaren Vermögenswerten von LMS. Effekte aus der Anpassung von Umsatzabgrenzungen (Deferred Revenue) und der Neubewertung von Vorratsvermögen in Verbindung mit LMS beliefen sich auf weitere 43 Mio. €. Beide Geschäftsjahre enthielten PPA-Effekte in Zusammenhang mit der Akquisition von UGS Corp. im Geschäftsjahr 2007. Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich diese PPA-Effekte auf 147 Mio. €, im vorangegangenen Geschäftsjahr auf 149 Mio. €. Das Ergebnis von Drive Technologies lag im Geschäftsjahr 2013 bei 527 Mio. €. Dies entspricht einem sehr starken Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert. Die wesentlichste Belastung stellten 243 Mio. € in Zusammenhang mit »Siemens 2014« dar. Zudem beinhaltete die Ergebnisentwicklung einen umsatzbedingten Rückgang aufgrund herausfordernder Marktbedingungen für das höhermargige kurzzyklische Geschäft der Division sowie für ihre Angebote im Bereich erneuerbarer Energien. Geografisch betrachtet sanken sowohl der Auftragseingang als auch die Umsatzerlöse moderat in allen drei Berichtsregionen, wobei insbesondere die Region Asien, Australien ein deutliches Absinken gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. C.3.2.4 INFRASTRUCTURE & CITIES Sektor scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Ergebnis 306 1.102 - 72 % Ergebnismarge 1,7 % 6,3 % Auftragseingang 21.894 17.150 28 % 28 % - 3 % 2 % Umsatzerlöse 17.879 17.585 2 % 1 % - 1 % 2 % Außenumsatzerlöse 17.128 16.731 2 % davon: Europa, GUS2, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 10.482 10.121 4 % darin Deutschland 2.633 2.880 - 9 % Amerika 4.283 4.344 - 1 % Asien, Australien 2.363 2.267 4 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Das Ergebnis von Infrastructure & Cities belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf 306 Mio. € und lag damit unter dem Wert von 1,102 Mrd. € im Vorjahr. Der Hauptfaktor für diesen Rückgang waren Belastungen in Höhe von 468 Mio. € in Verbindung mit »Siemens 2014«, die in erster Linie Maßnahmen zur Erhöhung der Kosteneffizienz des Sektors und zur Verbesserung seiner regionalen Aufstellung betrafen. Diese Belastungen führten zu Ergebnisrückgängen beim Geschäft Power Grid Solutions & Products und bei der Division Building Technologies, die ansonsten starke Ergebnisleistungen zeigten. Den größten Anteil an den Belastungen für »Siemens 2014« trug das Geschäft Transportation & Logistics. Darüber hinaus war das Ergebnis dieses Geschäfts durch Projektbelastungen in Höhe von 270 Mio. € in Verbindung mit Hochgeschwindigkeitszügen beeinträchtigt. Im Vorjahr fielen die Belastungen in Zusammenhang mit diesen Themen mit 86 Mio. € sehr viel niedriger aus. Darüber hinaus wirkten sich Transaktions- und Integrationskosten in Verbindung mit der Akquisition von Invensys Rail, die im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 abgeschlossen wurde, negativ auf das Ergebnis von Transportation & Logistics aus. Aufgrund der genannten Faktoren verzeichnete Transportation & Logistics im abgelaufenen Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis, nach einem positiven Ergebnis im Vorjahr. Die Umsatzerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2 %, wobei höhere Umsatzerlöse bei Transportation & Logistics sowie Power Grid Solutions & Products einen leichten Rückgang bei Building Technologies überwogen. Der Auftragseingang des Sektors stieg im Vorjahresvergleich stark an. Dieses Wachstum wurde durch Transportation & Logistics getrieben. Das Geschäft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein sehr stark gestiegenes Volumen aus Großaufträgen - darunter einem Auftrag im Vereinigten Königreich für Züge und deren Instandhaltung im Wert von 3,0 Mrd. €. Der Auftragseingang bei Power Grid Solutions & Products stieg ebenfalls gegenüber dem Vorjahr, während der Auftragseingang bei Building Technologies fast das Niveau des Vorjahrs erreichte. Geografisch betrachtet stiegen die Umsatzerlöse in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Asien, Australien. Die regionale Entwicklung des Auftragseingangs verlief ähnlich, war aber noch stärker ausgeprägt. Die zuvor genannten Großaufträge trieben den Anstieg des Auftragseingangs in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Der Auftragseingang in der Region Asien, Australien stieg ebenfalls stark an. Bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,22 stieg der Auftragsbestand von Infrastructure & Cities am Ende des Geschäftsjahrs 2013 auf 29 Mrd. €. Transportation & Logistics verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis von 448 Mio. €, nach einem positiven Ergebnis von 236 Mio. € im Geschäftsjahr zuvor. Die beiden wesentlichen Gründe für diese Veränderung waren zum einen gegenüber dem Vorjahr sehr stark gestiegene Projektbelastungen. Sie enthielten im Geschäftsjahr 2013 die zuvor genannten Belastungen von 270 Mio. €, die aus Verzögerungen beim Zulassungsprozess neuer Hochgeschwindigkeitszüge resultierten. Im Vorjahr beliefen sich die Belastungen in Verbindung mit diesen Themen auf 86 Mio. €. Zum anderen erfasste Transportation & Logistics Belastungen von 267 Mio. € in Verbindung mit »Siemens 2014«. Diese Belastungen enthielten eine Wertminderung von 46 Mio. € auf Geschäfts- oder Firmenwerte des Flughafenlogistik- und Postautomatisierungsgeschäfts, das Transportation & Logistics zu verkaufen beabsichtigt. Die Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zudem durch niedrige Margen bei langfristigen Großaufträgen beeinträchtigt. Die Akquisition von Invensys Rail während des dritten Quartals des Geschäftsjahrs 2013 führte zu Transaktions- und Integrationskosten von 76 Mio. €. PPA-Effekte aus der Akquisition beliefen sich auf 23 Mio. €. Die Umsatzerlöse des Geschäfts stiegen um 6 %, während der Auftragseingang vorwiegend aufgrund eines sehr stark gestiegenen Volumens aus Großaufträgen um 87 % gegenüber dem Vorjahr zulegte. Die Großaufträge im abgelaufenen Geschäftsjahr enthielten den zuvor genannten Auftrag mit einem Wert von 3,0 Mrd. € aus dem Vereinigten Königreich. Das Wachstum sowohl der Umsatzerlöse als auch des Auftragseingangs profitierten von der Akquisition von Invensys Rail. Auftragseingang nach Geschäften scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Transportation & Logistics 10.040 5.382 87 % 85 % - 5 % 6 % Power Grid Solutions & Products 6.392 6.275 2 % 4 % - 2 % 0 % Building Technologies 5.769 5.809 - 1 % 0 % - 1 % 0 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Umsatzerlöse nach Geschäften scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % darin (in Mio. €) 2013 2012 Ist Vglb. Basis1 Währung Portfolio Transportation & Logistics 6.318 5.969 6 % 2 % - 2 % 6 % Power Grid Solutions & Products 6.102 6.068 1 % 3 % - 2 % 0 % Building Technologies 5.754 5.820 - 1 % 0 % - 1 % 0 % 1 Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Ergebnis und Ergebnismarge nach Geschäften scroll Ergebnis Ergebnismarge Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Veränderung in % 2013 2012 Transportation & Logistics - 448 236 k.A. - 7,1 % 4,0 % Power Grid Solutions & Products 403 457 - 12 % 6,6 % 7,5 % Building Technologies 351 379 - 7 % 6,1 % 6,5 % Das Ergebnis von Power Grid Solutions & Products ging von 457 Mio. € im Vorjahr auf 403 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr zurück. Der Rückgang ist auf Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014« von 97 Mio. € zurückzuführen. Die Umsatzerlöse und der Auftragseingang stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an. Geografisch betrachtet nahmen die Umsatzerlöse in den Regionen Asien, Australien sowie Amerika zu, während sie in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten geringfügig abnahmen. Der Auftragseingang legte in den Regionen Asien, Australien sowie Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten zu und wurde nur teilweise durch einen Rückgang in der Region Amerika aufgewogen. Das Ergebnis von Building Technologies sank von 379 Mio. € im Vorjahr auf 351 Mio. € im Geschäftsjahr 2013, wobei die Division im abgelaufenen Geschäftsjahr Belastungen von 100 Mio. € in Verbindung mit »Siemens 2014« trug. Eine selektive Auftragsannahme führte gegenüber dem Vorjahr zu einem vorteilhafteren Geschäfts-Mix, vor allem bei den margenstärkeren Produkt- und Servicegeschäften der Division. Dies führte auch zu einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse und des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr. Regional betrachtet war der Volumenrückgang vorwiegend auf die Region Amerika zurückzuführen. C.3.2.5 EQUITY INVESTMENTS Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete Equity Investments ein positives Ergebnis von 396 Mio. €, nach einem Verlust von 549 Mio. € im Vorjahr. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultierte hauptsächlich aus einem sehr stark gesunkenen Verlust in Zusammenhang mit unserer Beteiligung an NSN. Dieser Verlust sank von 741 Mio. € im Vorjahr auf 76 Mio. € im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Ergebnisse in Verbindung mit NSN profitierten im Geschäftsjahr 2013 zusätzlich von einem positiven Effekt in Höhe von 301 Mio. € aufgrund der teilweisen Rücknahme einer Wertminderung aus dem Geschäftsjahr 2009 auf unseren Anteil an NSN sowie von einem Gewinn in Höhe von 76 Mio. € aus dem Verkauf des NSN-Anteils im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013. Der Verlust aus unserer Beteiligung an EN erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013 auf 96 Mio. €, nach einem Verlust von 23 Mio. € im Vorjahr. Der Verlust in der abgelaufenen Periode resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Nettoinvestition von Siemens in EN, die zur Erfassung von bisher unberücksichtigten Verlusten führte. Das Ergebnis von Equity Investments enthielt in beiden Geschäftsjahren Beteiligungsgewinne aus unserem Anteil an BSH. C.3.2.6 FINANCIAL SERVICES (SFS) scroll Geschäftsjahresende 30. September Veränderung in % (in Mio. €) 2013 2012 Ergebnis vor Ertragsteuern 409 479 - 14 % Gesamtvermögen 18.661 17.405 7 % Das Ergebnis von SFS (definiert als Ergebnis vor Ertragsteuern) betrug 409 Mio. €, im Vergleich zu 479 Mio. € im Vorjahr. Dies hatte von einem Gewinn in Höhe von 78 Mio. € aus der Veräußerung eines Anteils an Bangalore International Airport Limited profitiert. SFS konnte seine Wachstumsstrategie weiterhin erfolgreich vorantreiben, und ein im Vorjahresvergleich höheres Gesamtvermögen ermöglichte ein gestiegenes Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahr. Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch Belastungen beeinflusst. Hierzu gehörte auch eine Wertminderung in Höhe von 52 Mio. € auf eine Kapitalbeteiligung von SFS an einem Kraftwerksprojekt in den USA. C.3.2.7 ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS Die Überleitung Konzernabschluss beinhaltet Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten, Siemens Real Estate (SRE) und verschiedene Posten, die nicht den einzelnen Sektoren und SFS zugeordnet werden, da sie nach Ansicht des Vorstands nicht die Leistung der Sektoren und von SFS widerspiegeln. Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten Die Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten verzeichneten im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis von - 12 Mio. €, gegenüber - 29 Mio. € im Geschäftsjahr 2012. Siemens Real Estate (SRE) Das Ergebnis vor Ertragsteuern von SRE betrug im Geschäftsjahr 2013 171 Mio. €, gegenüber 115 Mio. € im Geschäftsjahr 2012. Diese Steigerung war teilweise auf höhere Erträge aus Immobilienverkäufen zurückzuführen. Zentrale Posten und Pensionen Das Ergebnis der Zentralen Posten und Pensionen belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf - 839 Mio. €, im Vergleich zu - 668 Mio. € im Vorjahr. Dabei machten die Zentralen Posten - 419 Mio. € aus, nach - 261 Mio. € im Geschäftsjahr 2012, das positive Wirkungen in Verbindung mit rechtlichen und regulatorischen Themen enthielt. Die zentral getragenen Pensionsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 420 Mio. €, im Vergleich zu 407 Mio. € im Geschäftsjahr 2012. Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen Das Ergebnis vor Ertragsteuern von Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf - 70 Mio. €, im Vergleich zu 23 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr enthielt niedrigere Ergebnisse bei den Aktivitäten der Konzern-Treasury; dies lag vor allem an den Zinserträgen aus liquiden Mitteln, die niedriger waren als im Vorjahreszeitraum. C.3.3 Überleitung auf angepasstes EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) Die folgende Tabelle gibt zusätzliche Informationen zu Posten, die im Ergebnis und im Ergebnis vor Ertragsteuern wirken. Sie leitet auf das angepasste EBITDA auf Basis der fortgeführten Aktivitäten über. Wir berichten angepasstes EBIT und angepasstes EBITDA als Erfolgsmessgrößen. Die am ehesten vergleichbare IFRS-Kennzahl ist der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berichtete Gewinn (nach Steuern). Weitere Informationen zum angepassten EBIT und angepassten EBITDA finden Sie unter → C.12 HINWEISE UND ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN. Geschäftsjahresende 30. September 2013 und 2012 scroll Ergebnis1 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilan- zierten Beteiligungen2 Finanzergebnis3 (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Sektoren Sektor Energy 1.955 1.901 - 39 22 - 27 44 darin: Fossil Power Generation 1.693 1.933 32 41 - 13 67 Wind Power 306 304 - 8 6 - 6 - 5 Oil & Gas 433 218 - - - 3 - 4 Power Transmission - 156 - 302 20 25 - 10 - 20 Sektor Healthcare 2.048 1.815 8 8 - 18 2 darin: Diagnostics 350 314 - - - 27 9 Sektor Industry 1.478 2.448 - 4 11 - 17 - 14 darin: Industry Automation 1.038 1.316 - 1 - 4 - 7 Drive Technologies 527 970 - 5 10 - 11 - 6 Sektor Infrastructure & Cities 306 1.102 26 25 2 29 darin: Transportation & Logistics - 448 236 18 15 - 7 - 16 Power Grid Solutions & Products 403 457 8 9 - 6 - 4 Building Technologies 351 379 - 1 - - 2 Summe Sektoren 5.788 7.266 - 10 66 - 60 61 Equity Investments 396 - 549 372 - 568 7 7 Financial Services (SFS) 409 479 85 168 389 385 Überleitung Konzernabschluss Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten - 12 - 29 69 7 - 2 - Siemens Real Estate (SRE) 171 115 - - - 110 - 112 Zentrale Posten und Pensionen - 839 - 668 - - - 249 - 305 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 70 23 - 6 - 5 30 137 Siemens 5.843 6.636 510 - 333 5 173 scroll Angepasstes EBIT4 Abschreibungen und Wert- minderungen auf imma- terielle Vermögenswerte5 Abschreibungen und Wert- minderungen auf Sachanlagen und Geschäfts- oder Firmenwerte6 (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Sektoren Sektor Energy 2.022 1.835 132 97 478 537 darin: Fossil Power Generation 1.674 1.825 19 21 143 142 Wind Power 320 303 32 27 103 100 Oil & Gas 436 222 49 38 79 71 Power Transmission - 167 - 308 13 11 114 109 Sektor Healthcare 2.059 1.804 314 377 323 349 darin: Diagnostics 377 305 196 232 211 226 Sektor Industry 1.499 2.452 303 253 354 300 darin: Industry Automation 1.041 1.323 240 195 123 114 Drive Technologies 542 966 56 48 219 172 Sektor Infrastructure & Cities 278 1.048 154 112 226 165 darin: Transportation & Logistics - 459 236 39 13 99 46 Power Grid Solutions & Products 401 452 57 39 78 71 Building Technologies 352 381 58 60 46 47 Summe Sektoren 5.858 7.139 902 839 1.381 1.350 Equity Investments 17 12 - - - - Financial Services (SFS) - 64 - 73 5 7 225 264 Überleitung Konzernabschluss Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten - 80 - 36 2 4 2 2 Siemens Real Estate (SRE) 281 227 1 2 313 325 Zentrale Posten und Pensionen - 590 - 363 17 16 74 51 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 94 - 109 - - - 34 - 41 Siemens 5.328 6.796 927 867 1.960 1.950 scroll Angepasstes EBITDA Angepasste EBITDA-Marge (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 Sektoren Sektor Energy 2.631 2.470 9,9 % 8,9 % darin: Fossil Power Generation 1.835 1.988 Wind Power 454 430 Oil & Gas 564 330 Power Transmission - 39 - 187 Sektor Healthcare 2.696 2.530 19,8 % 18,5 % darin: Diagnostics 784 763 Sektor Industry 2.156 3.005 11,6 % 15,5 % darin: Industry Automation 1.404 1.631 Drive Technologies 817 1.187 Sektor Infrastructure & Cities 657 1.324 3,7 % 7,5 % darin: Transportation & Logistics - 321 296 Power Grid Solutions & Products 536 562 Building Technologies 456 488 Summe Sektoren 8.141 9.329 Equity Investments 17 12 Financial Services (SFS) 166 197 Überleitung Konzernabschluss Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten - 76 - 31 Siemens Real Estate (SRE) 595 553 Zentrale Posten und Pensionen - 499 - 296 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 128 - 151 Siemens 8.215 9.613 1 Das Ergebnis der Sektoren sowie von Equity Investments und der Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten ist das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern. Darüber hinaus werden dem Ergebnis verschiedene Sachverhalte nicht zugerechnet, die das Management als nicht indikativ für die Erfolgsbeurteilung erachtet. Das Ergebnis von SFS und SRE ist das Ergebnis vor Ertragsteuern. Das Ergebnis von Siemens ist das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern. Eine Überleitung des Ergebnisses aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern zum Ergebnis (nach Steuern) findet sich in → D.1 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG. 2 Enthält Wertminderungen und Wertaufholungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen. 3 Enthält Wertminderungen auf langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Für Siemens setzt sich das Finanzergebnis aus den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berichteten Posten Zinserträge, Zinsaufwendungen und Sonstiges Finanzergebnis zusammen. 4 Das angepasste EBIT ergibt sich aus dem Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten, abzüglich Finanzergebnis und Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. 5 Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte nach Abzug von Wertaufholungen außer Geschäfts- oder Firmenwerte. 6 Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen nach Abzug von Wertaufholungen. Dieser Posten enthält im Geschäftsjahr 2013 Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 70 (im Vj. 85) Mio. €. C.4 Finanzlage C.4.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Siemens ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das die finanzielle Flexibilität bietet, unsere Wachstums- und Portfoliooptimierungsziele weitgehend unabhängig von Kapitalmarktbedingungen zu erreichen. Das Finanzmanagement von Siemens wird im Rahmen der maßgeblichen Gesetze und der internen Grundsätze und Regeln ausgeübt. Es beinhaltet die folgenden Aktivitäten: C.4.1.1 LIQUIDITÄTSMANAGEMENT Die wichtigste Quelle der Finanzierung sind die Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit. Grundsätzlich steuert die Konzern-Treasury die Bestände an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten und ist hauptverantwortlich für die Finanzmittelbeschaffung durch verschiedene Fremdkapitalinstrumente für den Konzern, sofern diesem Grundsatz keine Einschränkungen des Kapitalverkehrs in einzelnen Ländern entgegenstehen. In diesen Ländern finanzieren sich die betroffenen konsolidierten Tochterunternehmen vor allem im lokalen Bankenmarkt. Siemens folgt einer bedachten Finanzierungspolitik, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Zum 30. September 2013 verfügte Siemens über 9,190 Mrd. € an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, vorwiegend in Euro, die überwiegend von der Konzern-Treasury verwaltet wurden. Insbesondere seit Beginn der globalen Finanzmarktkrise verfolgt Siemens die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten sowie Trends hinsichtlich der Verfügbarkeit von Finanzmitteln und deren Finanzierungskosten sehr genau, um mögliche Strategien für sein Finanz- und Risikoprofil zu bewerten. Die Konzern-Treasury hat mit Finanzinstituten, die mit einem »Investment Grade«-Kreditrating beurteilt wurden, Sicherheitsvereinbarungen (Reverse Repurchase Agreements) abgeschlossen. Siemens erhält im Rahmen dieser Vereinbarungen Wertpapiere als Sicherheit, die von einem Dritten (Euroclear) verwaltet werden. Siemens ist berechtigt, diese Wertpapiere zu veräußern oder zu verpfänden. Das Ausmaß, in dem Siemens derartige Wertpapiertransaktionen tätigt, hängt von den Erfordernissen des Liquiditätsmanagements und von der Verfügbarkeit der Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente ab und kann im Zeitablauf variieren. Für weitere Informationen siehe → ZIFFER 30 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.1.2 ZAHLUNGSMITTELMANAGEMENT Das Zahlungsmittelmanagement beinhaltet das weltweite Management der Beziehungen zu unseren Bankpartnern und der Bankkonten sowie des Zahlungsverkehrs einschließlich der Verwaltung von Zahlungsmittelpools. Siemens strebt danach, durch einen hohen Standardisierungsgrad und durch eine kontinuierliche Verbesserung der Zahlungsprozesse noch effizienter und transparenter zu werden. Der konzerninterne und externe Zahlungsverkehr wird, sofern zulässig, mithilfe konzernweiter Systeme und im Rahmen zentraler Kontrollen durchgeführt. Damit stellen wir die Einhaltung der internen und externen Richtlinien und Anforderungen sicher. Ein effizientes Management der Finanzmittel von Siemens wird dadurch gewährleistet, dass die Konzern-Treasury einen zentralen Ansatz zur Steuerung der Zahlungsmittel aufgesetzt hat. Im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten werden Finanzmittel zusammengeführt und zentral von der Konzern-Treasury gesteuert. Umgekehrt wird - ebenfalls im Rahmen der gesetzlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten - der Finanzierungsbedarf innerhalb des Konzerns zentral durch die Konzern-Treasury über konzerninterne Verrechnungskonten und / oder Darlehen bedient. C.4.1.3 MANAGEMENT DER FINANZIELLEN RISIKEN Anlagen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten unterliegen Kreditwürdigkeitsanforderungen und Kontrahentenlimiten. Die Konzern-Treasury bündelt Zins- sowie bestimmte Währungs- und Rohstoffrisiken von Siemens und steuert diese zentral. Dabei werden zur Absicherung dieser Risiken derivative Finanzinstrumente von externen Finanzinstituten eingesetzt. Vor allem seit Beginn der globalen Finanzmarktkrise überwacht Siemens Kontrahentenrisiken in finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten sehr genau. Für detailliertere Informationen zum Management der finanziellen Risiken bei Siemens siehe → ZIFFER 32 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.1.4 MANAGEMENT DER LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES Entscheidungen über Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind Teil der konservativen Finanzpolitik des Unternehmens und beinhalten eine permanente Analyse der Struktur unserer Pensionsverbindlichkeiten. Für weitere Informationen über die Finanzierung der Pensionspläne siehe → C.4.6.4 LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES. C.4.1.5 KAPITALSTRUKTURMANAGEMENT Um die Kapitalstruktur effizient zu steuern, sind wir bestrebt, weiterhin sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsinstrumente als auch die Bedienung und Rückzahlung der Finanzschulden im Zeitablauf sicherzustellen. Für weitere Informationen zur Kapitalstruktur siehe → C.4.2 KAPITALSTRUKTUR. C.4.2 Kapitalstruktur Unsere Kapitalstruktur zum 30. September 2013 und 2012 stellt sich wie folgt dar: scroll 30. September Veränderung (in Mio. €) 2013 2012 in % Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 28.111 30.855 - 9 % Als Prozent vom Gesamtkapital 58 % 60 % Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 1.944 3.826 Langfristige Finanzschulden 18.509 16.880 Summe Finanzschulden 20.453 20.707 - 1 % Als Prozent vom Gesamtkapital 42 % 40 % Gesamtkapital (Eigenkapital plus Finanzschulden) 48.564 51.561 - 6 % Für Informationen zur Veränderung des Eigenkapitals und der Finanzschulden siehe → C.5 VERMÖGENSLAGE. Eine nachhaltige Umsatz- und Ergebnisentwicklung kann nur auf Basis einer gesunden Kapitalstruktur erreicht werden. Für unser Kapitalstrukturmanagement ist es von zentraler Bedeutung, sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Siemens hat einen Kapitalstruktur-Zielkorridor von 0,5 bis 1,0 festgelegt, der durch das Verhältnis angepasste industrielle Nettoverschuldung zu EBITDA (angepasst) aus fortgeführten Aktivitäten definiert ist. Diese finanzielle Steuerungsgröße gibt die ungefähre Zeit in Jahren an, die benötigt wird, um die angepasste industrielle Nettoverschuldung durch erzielte Ergebnisse ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen zurückzuzahlen. Die Ermittlung der angepassten industriellen Nettoverschuldung ist in der folgenden Tabelle dargestellt. Für weitere Informationen zur Berechnung des angepassten EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) siehe → C.3.3 ÜBERLEITUNG AUF ANGEPASSTES EBITDA (FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN). scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden1 1.944 3.826 Plus: Langfristige Finanzschulden1 18.509 16.880 Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9.190 - 10.891 Minus: Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 601 - 524 Nettoverschuldung 10.663 9.292 Minus: SFS-Finanzschulden2 - 15.600 - 14.558 Plus: Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses3 9.265 9.801 Plus: Kreditgarantien 622 326 Minus: 50 % des Nominalbetrags der Hybridschuldverschreibungen4 - 899 - 920 Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges5 - 1.247 - 1.670 Angepasste industrielle Nettoverschuldung 2.805 2.271 Angepasstes EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) 8.215 9.613 Angepasste industrielle Nettoverschuldung / angepasstes EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) 0,34 0,24 1 Der Posten Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden sowie der Posten Langfristige Finanzschulden beinhalten Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges in Höhe von insgesamt 1.247 (im Vj. 1.670) Mio. €. 2 Die Anpassung berücksichtigt, dass sowohl Moody's als auch S&P SFS als konzerneigene Finanztochtergesellschaft (Captive Finance Company) betrachtet. Diese Ratingagenturen akzeptieren bei den konzerneigenen Finanztochtergesellschaften im Rahmen der Festlegung von Kreditratings im Allgemeinen höhere Schuldenstände. Diesem Ansatz folgend wurden die SFS-Finanzschulden abgezogen, um eine angepasste industrielle Nettoverschuldung zu ermitteln, die nicht durch die Finanzierungsaktivitäten von SFS beeinflusst ist. 3 Um die gesamten Pensionsverpflichtungen von Siemens zu berücksichtigen, beinhaltet die Berechnung der angepassten industriellen Nettoverschuldung den Posten Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (wie in → D.3 KONZERNBILANZ dargestellt). 4 Die unsere Hybridschuldverschreibungen betreffende Anpassung berücksichtigt die von Ratingagenturen angewandte Berechnung dieser Finanzkennzahl, nach der 50 % unserer Hybridschuldverschreibungen als Eigenkapital und 50 % als Fremdkapital klassifiziert werden. Diese Zuordnung reflektiert die Besonderheiten unserer Hybridschuldverschreibungen wie lange Laufzeit und Nachrangigkeit zu allen erstrangigen Anleihen und Verschuldungsverpflichtungen. 5 Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Für Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), wird dieser Wert jedoch hauptsächlich um zinsinduzierte Marktwertänderungen angepasst. Wir ziehen daher diese Marktwertänderungen ab, um zu einem Wert zu gelangen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Wir sind der Ansicht, dass dieser Wert aussagekräftiger für die oben dargestellte Berechnung ist. Für weiterführende Informationen zu Fair Value Hedges siehe → ZIFFER 31 in D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Im Vergleich zum industriellen Geschäft ist die Kapitalstruktur für SFS unterschiedlich, da ihr Geschäft kapitalintensiver ist und größere Finanzschulden erfordert, um ihre Tätigkeiten, insbesondere ihre Wachstumsstrategie zu finanzieren. Die folgende Tabelle zeigt Informationen zur Kapitalstruktur von SFS zum 30. September 2013 und 2012: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zugeordnetes Eigenkapital 1.938 1.790 SFS-Finanzschulden 15.600 14.558 Verschuldungsgrad 8,05 8,13 Die Berechnung des SFS zugeordneten Eigenkapitals erfolgt für die Bewertung der Kapitaleffizienz und unterscheidet sich vom Buchkapital. Es wird von der Größe und Qualität des Portfolios der gewerblichen finanziellen sowie projektbezogenen und strukturierten Vermögenswerte (vorwiegend Darlehen und Leasing) und Beteiligungen bestimmt und beeinflusst. Diese Zuordnung ist so angelegt, dass die Risiken des zugrunde liegenden Geschäfts abgesichert sind und sich an den üblichen Standards im Risikomanagement orientieren. Das tatsächliche Risikoprofil des SFS-Portfolios wird regelmäßig bewertet und überprüft. Die Ermittlung des zugeordneten Eigenkapitals erfolgt quartalsweise. Im August 2012 kündigten wir zur Anpassung der Kapitalstruktur einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis zum 30. Dezember 2012 an. Im Geschäftsjahr 2012 hatten wir 23.202.500 eigene Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 76,14 € je Aktie zurückgekauft. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2013 kauften wir weitere 14.746.786 eigene Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 78,14 € je Aktie zurück und schlossen das Aktienrückkaufprogramm im November 2012 ab. Darüber hinaus erwarben wir jeweils so viele eigene Aktien zurück, wie notwendig waren, um den Bestand eigener Aktien bis zum rechtlichen Wirksamwerden der geplanten Abspaltung von OSRAM stabil zu halten, und erfüllten Verpflichtungen für aktienbasierte Vergütungspläne durch eigene Aktien. In November 2013 kündigten wir ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Wir beabsichtigen, Aktien in einem Volumen bis zu 4 Mrd. € innerhalb der nächsten bis zu 24 Monate zurückzukaufen. Das Programm wird unsere Bestrebungen zur Erreichung unseres Kapitalstrukturziels unterstützen. Der Aktienrückkauf kann zum Zwecke der Einziehung und Herabsetzung des Grundkapitals, der Ausgabe an Mitarbeiter, an Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und an Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung von Verpflichtungen aus Wandel- und Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. Im Geschäftsjahr 2014 werden wir aktienbasierte Vergütungspläne voraussichtlich ebenfalls durch eigene Aktien erfüllen. Für weiterführende Informationen zu aktienbasierter Vergütung siehe → ZIFFER 33 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.3 Kreditrating Zur Erhaltung eines starken Finanzprofils trägt insbesondere unser Kreditrating bei, das unter anderem durch die Kapitalstruktur, die Profitabilität, die Fähigkeit der Generierung von Zahlungsmittelzuflüssen, die Produkt- und geografische Diversifikation sowie durch unsere Wettbewerbsposition beeinflusst wird. Die folgende Tabelle zeigt unser derzeitiges Kreditrating der Ratingagenturen Moody's Investors Service (Moody's) und Standard & Poor's Ratings Services (S&P): scroll Moody's S&P Langfristige Finanzschulden Aa3 A+ Kurzfristige Finanzschulden P-1 A-1+ Am 14. Mai 2013 passte Moody's seinen Ausblick für das Siemens-Kreditrating von »stable« auf »negative« mit der Begründung an, dass nach der Erwartung von Moody's »trotz substanzieller Kostenreduzierungsmaßnahmen des Konzerns seine Profitabilität, Zahlungsmittelgenerierung und Kapitalstruktur in 2013 und 2014 schwächer als angenommen sein wird«. Ein Ratingausblick ist eine Einschätzung zur wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung des langfristigen Kreditratings eines Emittenten. Der Ratingausblick von Moody's fällt in eine der folgenden sechs Kategorien: »positive«, »negative«, »stable«, »developing«, »ratings under review« oder »no outlook«. Zur gleichen Zeit bestätigte Moody's unser langfristiges Kreditrating »Aa3« und unser kurzfristiges Kreditrating »P-1«. Die Einstufung »Aa« entspricht der zweithöchsten Kategorie innerhalb der langfristigen Ratingskala von Moody's. Der numerische Zusatz »3« weist auf eine Einstufung am unteren Ende dieser Ratingkategorie hin. Die Einstufung »P-1« ist die höchstmögliche Bewertung innerhalb des Prime-Rating-Systems von Moody's, das die Fähigkeit eines Emittenten zur Bedienung seiner vorrangigen unbesicherten Finanzverbindlichkeiten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von weniger als einem Jahr bewertet. S&P nahm im Geschäftsjahr 2013 keine Ratinganpassung vor. S&P's langfristiges Kreditrating für Siemens ist »A+«. Der Ausblick ist »stable«. Die Einstufung von »A« entspricht der dritthöchsten Kategorie innerhalb der langfristigen Ratingskala von S&P. Der Zusatz »+« bedeutet, dass unser langfristiges Kreditrating im oberen Bereich der Kategorie »A« liegt. Ein Ratingausblick von S&P fällt in eine der vier Kategorien: »positive«, »negative«, »stable« oder »developing«. Das kurzfristige Kreditrating von S&P ist »A-1+«. Dies entspricht dem höchsten Rating innerhalb der kurzfristigen Ratingkategorien von S&P. Die US-Börsenaufsichtsbehörde (U.S. Securities and Exchange Commission) erteilte Moody's und S&P den Status national anerkannter statistischer Ratingagenturen (Nationally Recognized Statistical Rating Organization). Siemens hat keine weitere national anerkannte statistische Ratingagentur mit der Bewertung seiner lang- und kurzfristigen Kreditqualität beauftragt. Wir gehen davon aus, dass uns die von Moody 's und S&P vergebenen hohen Kreditratings für unsere langfristigen Finanzschulden ermöglichen, Finanzmittel zu attraktiven Konditionen am Kapitalmarkt aufzunehmen beziehungsweise flexible Finanzierungen von Banken zu erhalten. Ein hohes Kreditrating führt grundsätzlich zu niedrigeren Kreditrisikoaufschlägen (Credit Spreads). Daher wirkt sich unser Kreditrating positiv auf unsere Finanzierungskosten aus. Wir erwarten nicht, dass der veränderte Ausblick von Moody 's einen wesentlichen Einfluss auf unsere Finanzierungskosten haben wird. Ratings von Wertpapieren sind keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten dieser Wertpapiere. Kreditratings können jederzeit von den Ratingagenturen geändert oder zurückgezogen werden. Jedes Rating sollte einzeln und unabhängig von anderen Ratings beurteilt werden. C.4.4 Investitionen Aufgrund einer stringenten Überwachung der Investitionen sanken die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen der fortgeführten Aktivitäten von 2,195 Mrd. € im Vorjahr auf 1,869 Mrd. € im Geschäftsjahr 2013. Innerhalb der Sektoren wurden im Geschäftsjahr 2013 beträchtliche Teile unserer Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 1,350 Mrd. € in Investitionen für technologische Innovationen, in die Erweiterung von Kapazitäten für die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb neuer Lösungen sowie für den notwendigen Ersatz von Anlagevermögen geleitet. Der größte Teil entfiel im Geschäftsjahr 2013 auf die unten beschriebenen Investitionsschwerpunkte der Sektoren. Diese werden im Wesentlichen auch die Schwerpunkte der Investitionen für die Sektoren im Geschäftsjahr 2014 sein. Die restlichen Investitionen im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 519 Mio. € betreffen vor allem SRE in Zusammenhang mit ihrer Verantwortlichkeit für ein einheitliches und umfassendes weltweites Immobilienmanagement bei Siemens. Die Zugänge beim Sektor Energy beinhalten hauptsächlich Investitionen in die Verbesserung seiner globalen Aufstellung, um das organische Wachstum sowie die Wettbewerbsfähigkeit durch die Verbesserung der Kostenposition und die Stärkung technologischer Innovationen sicherzustellen. Diese Investitionen umfassen weitere Ausgaben für die Erweiterung von Kapazitäten und Einrichtungen insbesondere für den technologiegetriebenen Windenergiemarkt, vor allem in Nordeuropa. Die Investitionen des Sektors Healthcare werden hauptsächlich durch die Geschäfte für medizinische Bildgebung, Therapiesysteme und Labordiagnostik bestimmt. Große Teile der Zugänge beziehen sich auf immaterielle Vermögenswerte wie Lizenzen sowie auf die Entwicklung beziehungsweise Implementierung von Software und IT-Lösungen. Der Sektor Industry verwendet einen großen Teil seiner Investitionsmittel für immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software, und Sachanlagen im Rahmen von Kapazitätserweiterungen für innovative Produkte sowie für die Verbesserung seiner globalen Aufstellung und für den Ersatz von Anlagevermögen. Der Sektor Infrastructure & Cities investiert einen Großteil in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen für Innovationen im Geschäft von Power Grid Solutions & Products, vor allem in der Division Low and Medium Voltage sowie in der Division Building Technologies. Der Sektor investiert auch beträchtliche Beträge für den Ersatz und die Erweiterung von technischen Anlagegegenständen, um seine Produktivität und seine Position in wachsenden Marktsegmenten, insbesondere im Geschäft von Transportation & Logistics, zu stärken. Die Entwicklung der Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 stellte sich wie folgt dar: Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (in Mio. €) Siemens (fortgeführte Aktivitäten) Energy Healthcare Industry Infrastructure & Cities Für Informationen zu Akquisitionen von Geschäftseinheiten siehe → ZIFFER 4 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.5 Cashflows In den folgenden Erläuterungen werden unsere Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 sowohl für fortgeführte als auch für nicht fortgeführte Aktivitäten analysiert. Die nicht fortgeführten Aktivitäten beinhalten vor allem OSRAM, Siemens IT Solutions and Services sowie die Geschäftseinheit Water Technologies. OSRAM und Siemens IT Solutions and Services wurden während des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2011, Water Technologies während des vierten Quartals des Geschäftsjahrs 2013 den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet. Siemens IT Solutions and Services wurde im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2011 an AtoS veräußert. Im Juli 2013 hat Siemens die Abspaltung und Börsennotierung von OSRAM erfolgreich abgeschlossen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird nach der indirekten Methode dargestellt. Das bedeutet, der Cashflow wird durch eine Anpassung des Gewinns nach Steuern im Rahmen einer Überleitungsrechnung ermittelt. Bei dieser Überleitung werden sowohl zahlungsunwirksame Effekte berücksichtigt als auch Veränderungen bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten während der Berichtsperiode, insbesondere vom operativen Nettoumlaufvermögen, sowie alle anderen Sachverhalte, bei denen die Zahlungswirkungen der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Der Cashflow der Investitions- beziehungsweise Finanzierungstätigkeit wird auf Basis der direkten Methode ermittelt, wobei der Cashflow nach Hauptgruppen berichtet wird. Wir berichten Free Cash Flow als eine ergänzende Liquiditätskennzahl, definiert als Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich der Mittelabflüsse aus Zugängen zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Wir sind der Ansicht, dass ein positiver Free Cash Flow uns ermöglicht, eine gesunde Kapitalstruktur beizubehalten, und dass die Darstellung des Free Cash Flows auch unseren Investoren hilfreiche Informationen bietet, da diese Kennziffer einen Hinweis auf unsere Fähigkeit gibt, langfristige Mittelzuflüsse aus unserer Geschäftstätigkeit zu erwirtschaften. Darüber hinaus informiert sie über unsere Fähigkeit, sowohl feststehende als auch nicht feststehende Mittelabflüsse, die nicht in der Kennziffer enthalten sind, begleichen zu können. Hierzu gehören beispielsweise Auszahlungen für Dividenden, die Bedienung von Finanzschulden oder Akquisitionen. Wir verwenden den Free Cash Flow auch für den Vergleich der Zahlungsmittelerwirtschaftung der Segmente. Der Free Cash Flow sollte nicht losgelöst oder als Alternative zu den in Übereinstimmung mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen zur Beurteilung von Zahlungsströmen herangezogen werden. Für weitere Informationen zur Zweckmäßigkeit und zur beschränkten Aussagekraft dieser Kennziffer siehe → C.12 HINWEISE UND ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN. Cashflows scroll Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Cashflows aus: Betrieblicher Tätigkeit 7.126 6.923 214 188 7.340 7.110 Investitionstätigkeit - 4.836 - 5.029 - 240 - 656 - 5.076 - 5.685 darin: Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 1.869 - 2.195 - 142 - 215 - 2.012 - 2.410 Free Cash Flow1 5.257 4.727 71 - 27 5.328 4.700 Finanzierungstätigkeit - 3.422 - 3.523 26 468 - 3.396 - 3.055 1 Unter den gemäß IFRS ermittelten Kennziffern ist der Posten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit am ehesten mit dem Free Cash Flow vergleichbar. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sowohl aus fortgeführten Aktivitäten als auch aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten werden in → D.4 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG berichtet. Andere Unternehmen, die einen Free Cash Flow berichten, können andere Definitionen und Berechnungsmethoden verwenden. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit der fortgeführten Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2013 7,126 Mrd. €, gegenüber einem Mittelzufluss in Höhe von 6,923 Mrd. € im Vorjahr. In beiden Berichtszeiträumen war der größte Bestandteil der Mittelzuflüsse der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten mit 4,212 Mrd. € im Geschäftsjahr 2013 und 4,642 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012. Darin enthalten waren im Geschäftsjahr 2013 Abschreibungen und Wertminderungen in Höhe von 2,888 (im Vj. 2,818) Mrd. €. Ein Aufbau des operativen Nettoumlaufvermögens führte im Geschäftsjahr 2013 zu Mittelabflüssen in Höhe von 1,8 Mrd. € im Vergleich zu 0,8 Mrd. € im Vorjahr. Dieser Aufbau war in beiden Geschäftsjahren vor allem auf den Rückgang von erhaltenen Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte zurückzuführen, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen, hauptsächlich im Sektor Energy. Das Geschäftsjahr 2013 profitierte von positiven Cashflow-Effekten in Verbindung mit der Veränderung von sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, einschließlich des Anstiegs von personalbezogenen Verbindlichkeiten, nach einem Rückgang dieser Verbindlichkeiten im Vorjahr. Das Geschäftsjahr 2013 beinhaltete Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von rund 0,4 Mrd. € in Zusammenhang mit entsprechenden Ergebnisbelastungen in Verbindung mit dem Programm »Siemens 2014«. Zum Vergleich: Das Geschäftsjahr 2012 verzeichnete Mittelabflüsse in Höhe von rund 0,3 Mrd. € in Zusammenhang mit der Neubewertung der kommerziellen Umsetzbarkeit der Partikeltherapie für die allgemeine Patientenbehandlung bei Healthcare sowie der Initiative »Agenda 2013« des Sektors. Beide Berichtszeiträume beinhalteten erhaltene Zinsen in Höhe von 0,8 Mrd. €. Die nicht fortgeführten Aktivitäten verzeichneten im Geschäftsjahr 2013 einen Mittelzufluss in Höhe von 214 Mio. €, im Vergleich zu einem Mittelzufluss von 188 Mio. € in der Vorjahresperiode. In beiden Geschäftsjahren waren diese Mittelzuflüsse hauptsächlich auf OSRAM zurückzuführen. Cashflow aus Investitionstätigkeit Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2013 4,836 Mrd. €, gegenüber einem Mittelabfluss in Höhe von 5,029 Mrd. € im Vorjahr. Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel, betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 2,801 Mrd. €. Diese beinhalteten eine vorläufige Kaufpreiszahlung (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) in Höhe von 1,987 Mrd. € für die Akquisition von Invensys Rail durch Infrastructure & Cities sowie 670 Mio. € für den Erwerb von LMS International NV durch Industry. SFS hat seine Vermögenswachstumsstrategie erfolgreich fortgesetzt, und Zahlungsmittelabflüsse aus der Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2013 2,175 (im Vj. 2,087) Mrd. €. Der Vorjahreszeitraum umfasste Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel, in Höhe von insgesamt 1,295 Mrd. €. Hierzu gehörte unter anderem der Erwerb des Geschäftsfelds Connectors & Measurements der Expro Holding UK 3 Ltd. Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Finanzanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 2,463 Mrd. € enthielten im Geschäftsjahr 2013 Zuflüsse in Höhe von 1,7 Mrd. € in Zusammenhang mit dem Verkauf unserer 50 %-Beteiligung an NSN sowie Zahlungen in Zusammenhang mit dem Verkauf unserer AtoS-Wandelanleihe in Höhe von 0,3 Mrd. €. Zum Vergleich betrugen im Vorjahr die Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Finanzanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 753 Mio. € und beinhalteten den Verkauf unserer Beteiligung an OAO Power Machines. Aufgrund einer stringenten Überwachung der Investitionen - insbesondere in den Sektoren - gingen die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen für die fortgeführten Aktivitäten von 2,195 Mrd. € im Vorjahr auf 1,869 Mrd. € im Geschäftsjahr 2013 zurück. Der Mittelabfluss bei den nicht fortgeführten Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2013 240 Mio. €, im Vergleich zu einem Mittelabfluss in Höhe von 656 Mio. € im Vorjahr, der Zahlungsmittelabflüsse in Zusammenhang mit Siemens IT Solutions and Services in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags beinhaltet hatte. Der Free Cash Flow der fortgeführten Aktivitäten stieg von 4,727 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012 auf 5,257 Mrd. € an, was eine im Jahresvergleich höhere Umsetzung von Erträgen in Zahlungsmittel widerspiegelt. Der Anstieg des Free Cash Flow im Jahresvergleich war - wie oben erläutert - auf höhere Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit und geringere Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zurückzuführen. Die fortlaufende Entwicklung des Free Cash Flows in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 stellte sich wie folgt dar: Free Cash Flow (in Mio. €)1 1 Fortgeführte Aktivitäten. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten lag im Geschäftsjahr 2013 bei 3,422 Mrd. €, gegenüber einem Mittelabfluss in Höhe von 3,523 Mrd. € im Vorjahr. Wie in → C.4.6.1 FINANZSCHULDEN UND KREDITLINIEN erläutert, beinhaltete das abgelaufene Geschäftsjahr Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von langfristigen Finanzschulden in Höhe von 3,772 Mrd. € in Zusammenhang mit der Ausgabe von Schuldverschreibungen sowie der Aufnahme von langfristigen Darlehen. Diese Mittelzuflüsse wurden überwogen durch die Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden in Höhe von 2,927 Mrd. € sowie dem Erwerb eigener Anteile in Höhe von insgesamt 1,394 Mrd. €. Die Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden stand hauptsächlich in Zusammenhang mit der Tilgung von 2,0 Mrd. € festverzinslichen Schuldverschreibungen und 1,0 Mrd. US$ variabel verzinslichen Darlehen. Der Erwerb eigener Anteile erfolgte vor allem unter dem Aktienrückkaufprogramm von Siemens, das im November 2012 abgeschlossen wurde. Das Vorjahr beinhaltete im Vergleich Mittelzuflüsse aus der Aufnahme von langfristigen Finanzschulden in Höhe von 5,113 Mrd. €, einschließlich der Ausgabe von 3,0 Mrd. US$ Optionsschuldverschreibungen sowie der Ausgabe von 1,4 Mrd. € und 1,0 Mrd. £ festverzinslichen Schuldverschreibungen in vier Tranchen. Diese Mittelzuflüsse wurden im Vorjahr durch die Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden in Höhe von 3,218 Mrd. € sowie dem Erwerb eigener Anteile in Höhe von insgesamt 1,721 Mrd. € nahezu ausgeglichen. Die Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden stand hierbei in Zusammenhang mit der Tilgung von 1,55 Mrd. € festverzinslichen 5,25 % Schuldverschreibungen, von 0,7 Mrd. € variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen, von 0,5 Mrd. US$ variabel verzinslichen Schuldverschreibungen sowie von 0,75 Mrd. US$ 5,5 % Schuldverschreibungen. Beide Geschäftsjahre beinhalteten Mittelabflüsse für an Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden. Diese betrugen 2,528 Mrd. € im Geschäftsjahr 2013 (für das Geschäftsjahr 2012), im Vergleich zu 2,629 Mrd. € im Vorjahr (für das Geschäftsjahr 2011). Im Geschäftsjahr 2013 verzeichneten wir Mittelzuflüsse in Höhe von 298 Mio. € für die Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten, im Vergleich zu Mittelabflüssen in Höhe von 506 Mio. € im Vorjahr. Nicht fortgeführte Aktivitäten werden grundsätzlich durch die Konzern-Treasury finanziert. Das Geschäftsjahr 2013 beinhaltete jedoch ein externes Darlehen in Höhe von 300 Mio. €, das von OSRAM kurz vor dem Wirksamwerden der Abspaltung in Anspruch genommen wurde. C.4.6 Finanzausstattung und Kapitalerfordernisse Unsere Finanzausstattung umfasst verschiedene kurz- und langfristige Finanzinstrumente. Dazu gehören unter anderem Kredite von Finanzinstituten, kurzfristige Schuldverschreibungen (Commercial Papers), Anleihen und Schuldverschreibungen sowie Kreditlinien. Zusätzlich zu Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sind künftige Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit weitere Liquiditätsquellen. Unsere Kapitalerfordernisse umfassen unter anderem die planmäßige Bedienung unserer Finanzschulden, die regelmäßigen Investitionen, die laufenden Kapitalerfordernisse der betrieblichen Tätigkeit und des SFS-Finanzierungsgeschäfts, einschließlich Zahlungsmittelabflüsse in Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie von SFS, Dividendenzahlungen, Finanzierung der Pensionspläne sowie Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten und mit »Siemens 2014«, einem unternehmensweiten Programm, das auf die Verbesserung der Rentabilität der Sektoren abzielt. C.4.6.1 FINANZSCHULDEN UND KREDITLINIEN Die Summe Finanzschulden setzt sich aus Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Sonstigen Finanzschulden, zum Beispiel kurzfristigen Schuldverschreibungen, zusammen. Die Summe Finanzschulden besteht aus den Positionen Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden sowie Langfristige Finanzschulden, wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen sind. Die Summe Liquidität bezieht sich auf die liquiden Vermögenswerte, die uns am jeweiligen Bilanzstichtag zur Finanzierung unserer operativen Geschäftstätigkeit sowie zur Zahlung kurzfristig fälliger Verpflichtungen zur Verfügung standen. Sie besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie aus kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen sind. Die Nettoverschuldung ergibt sich aus der Summe Finanzschulden, abzüglich der Summe Liquidität. Unser Management verwendet die Größe Nettoverschuldung für das interne Finanzmanagement sowie für die externe Kommunikation mit Investoren, Analysten und Ratingagenturen. Wir sind der Ansicht, dass eine Darstellung der Nettoverschuldung für diese Adressaten hilfreich ist. Allerdings sollte sie nicht losgelöst oder als Alternative zu den kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden, wie sie in Einklang mit den IFRS ausgewiesen sind, verwendet werden. Für weiterführende Informationen zur Zweckmäßigkeit und zur beschränkten Aussagekraft der Größe Nettoverschuldung siehe → C.12 HINWEISE UND ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 1.944 3.826 Langfristige Finanzschulden 18.509 16.880 Summe Finanzschulden 20.453 20.707 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9.190 - 10.891 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig) - 601 - 524 Summe Liquidität - 9.790 - 11.415 Nettoverschuldung1 10.663 9.292 1 Typischerweise verwenden wir einen bedeutenden Teil sowohl der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente als auch der kurzfristig zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte nicht für die Rückzahlung der Finanzschulden, sondern für andere Zwecke. Der Abzug dieser Positionen von der Summe Finanzschulden in der Berechnung der Nettoverschuldung sollte daher nicht derart verstanden werden, dass diese Positionen jederzeit ausschließlich für die Rückzahlung der Finanzschulden zur Verfügung stehen. Die Nettoverschuldung beinhaltet Posten, wie sie in → D.3 KONZERNBILANZ ausgewiesen sind. Die Veränderung der Nettoverschuldung vom Geschäftsjahresende 2012 zum Geschäftsjahresende 2013 kann auch wie folgt dargestellt werden: Entwicklung der Nettoverschuldung (in Mio. €) 1 Im Geschäftsjahr 2013 beinhaltete der Mittelabfluss aus dem Aufbau des operativen Nettoumlaufvermögens Mittelabflüsse aus Vorräten abzüglich erhaltener Anzahlungen in Höhe von 218 Mio. €, aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Höhe von 293 Mio. €, aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 217 Mio. € sowie aus erhaltenen Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen, in Höhe von 1.060 Mio. €. 2 Fortgeführte Aktivitäten. 3 Beinhaltet Zahlungsflüsse aus bestimmten Finanzierungstätigkeiten wie Dividendenzahlungen und dem Erwerb eigener Anteile sowie zahlungsunwirksame Effekte zum Beispiel aus Wechselkursänderungen und aus der Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung. Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen Wir verfügen über ein globales 9,0 Mrd. US$ (6,7 Mrd. €) Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen, das in mehreren Währungen gezogen werden kann und die Möglichkeit der Begebung von verlängerbaren US$-Anleihen (US$-Extendible-Notes) enthält. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir kurzfristige Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Beträgen begeben, um unsere laufenden kurzfristigen Kapitalerfordernisse zu erfüllen. Die Laufzeit unserer kurzfristigen Schuldverschreibungen ist üblicherweise kürzer als 90 Tage. Zum 30. September 2013 waren keine kurzfristigen Schuldverschreibungen ausstehend. Alle im Geschäftsjahr 2013 begebenen kurzfristigen Schuldverschreibungen wurden im Laufe des Jahres vollständig zurückgezahlt. Anleihen und Schuldverschreibungen Uns steht ein »Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen« (Debt Issuance Program) mit einem Volumen in Höhe von 15,0 Mrd. € zur Verfügung. Dieses Programm haben wir im Mai 2013 regulär aktualisiert. Unter diesem Programm haben wir die folgenden Schuldverschreibungen begeben: ― Im Juni 2013 emittierten wir 400 Mio. US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen, fällig im Juni 2020 (Privatplatzierung). ― Im März 2013 emittierten wir 2,25 Mrd. € und 500 Mio. US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen in drei Tranchen, bestehend aus: 1,25 Mrd. € 1,75 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im März 2021, 1,0 Mrd. € 2,875 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im März 2028 und 500 Mio. US$ 1,5 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im März 2018. ― Außerdem emittierten wir im März 2013 100 Mio. US$ 3,5 % p. a. festverzinsliche Schuldverschreibungen, fällig im März 2028 (Privatplatzierung). ― Im September 2012 emittierten wir 1,4 Mrd. € und 1,0 Mrd. £ festverzinsliche Schuldverschreibungen in vier Tranchen, bestehend aus: 400 Mio. € 0,375 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im September 2014, 1,0 Mrd. € 1,5 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im März 2020, 350 Mio. £ 2,75 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im September 2025, und 650 Mio. £ 3,75 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im September 2042. ― Im Februar 2012 emittierten wir 400 Mio. US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen, verzinst mit 3-Monats-London-Interbank-Offered-Rate (LIBOR) + 1,4 % p. a., fällig im Februar 2019 (Privatplatzierung). ― Im Februar 2009 emittierten wir 4,0 Mrd. € festverzinsliche Schuldverschreibungen in zwei Tranchen, bestehend aus: 2,0 Mrd. € 4,125 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig und zum Nominalbetrag zurückgezahlt im Februar 2013, und 2,0 Mrd. € 5,125 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im Februar 2017. ― Im Juni 2008 emittierten wir 3,4 Mrd. € festverzinsliche Schuldverschreibungen in drei Tranchen, bestehend aus: 1,2 Mrd. € 5,25 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig und zum Nominalbetrag zurückgezahlt im Dezember 2011, 1,0 Mrd. € 5,375 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im Juni 2014, und 1,2 Mrd. € 5,625 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im Juni 2018. Im August 2008 erhöhten wir zwei von drei Tranchen der 3,4 Mrd. € festverzinslichen Schuldverschreibungen um 750 Mio. €, bestehend aus: 350 Mio. € 5,25 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig und zum Nominalbetrag zurückgezahlt im Dezember 2011, und 400 Mio. € 5,625 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im Juni 2018. ― Im März 2006 emittierten wir 1,0 Mrd. US$ Schuldverschreibungen in zwei Tranchen, bestehend aus: 500 Mio. US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen, verzinst mit 3-Monats-LIBOR + 0,15 % p. a., fällig und zum Nominalbetrag im März 2012 zurückgezahlt, und 500 Mio. US$ 5,625 % p. a. festverzinsliche Schuldverschreibungen, fällig im März 2016. Zum 30. September 2013 standen unter dem »Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen« Schuldverschreibungen in Höhe von nominal 10,9 Mrd. € aus. Im Februar 2012 hat Siemens US$ festverzinsliche Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 3,0 Mrd. US$ in zwei Tranchen begeben, bestehend aus: (1) 1,5 Mrd. US$ 1,05 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im August 2017, und (2) 1,5 Mrd. US$ 1,65 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im August 2019. Jede der beiden 1,5 Mrd. US$ Schuldverschreibungen wurde mit 6.000 abtrennbaren Optionsscheinen emittiert. Der Ausübungspreis der Optionsscheine wurde in Euro festgelegt. Die Optionsscheine wurden als Eigenkapitalinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert zum Ausgabezeitpunkt von 126 Mio. € klassifiziert, die in der Kapitalrücklage unter dem Posten Sonstige Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen wurden. Die Optionsscheine berechtigen die Inhaber zum Bezug von 1.806,1496 Aktien der Siemens AG je Optionsschein bei einem Ausübungspreis von 104,0018 € je Aktie während des Ausübungszeitraums. Dieser läuft für Schuldverschreibungen (1) und (2) im August 2017 beziehungsweise August 2019 aus. Nach der Abspaltung von OSRAM im Geschäftsjahr 2013 berechtigen die Optionsscheine die Inhaber, zusätzlich zu den Siemens-Aktien OSRAM-Aktien zu beziehen. Mit der Genehmigung der Abspaltung durch die Hauptversammlung im Januar 2013 qualifizierten sich die Optionsscheine somit nicht länger als Eigenkapitalinstrumente. Entsprechend wurde der beizulegende Zeitwert der Optionsscheine in Höhe von 163 Mio. € aus dem Posten Kapitalrücklage in die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert. Aus den Optionsscheinen ergeben sich Optionsrechte auf insgesamt 21,7 Mio. Siemens-Aktien. Zum 30. September 2013 betrug der Gegenwert dieser ausstehenden Schuldverschreibungen ohne Optionsscheine 2,2 Mrd. €. Im September 2006 begaben wir nachrangige, festverzinsliche Hybridschuldverschreibungen in zwei Tranchen, bestehend aus: 900 Mio. € 5,25 % p. a. Schuldverschreibungen und 750 Mio. £ 6,125 % p. a. Schuldverschreibungen, beide Tranchen fällig im September 2066. Wir können diese nach zehn Jahren oder zu einem späteren Zeitpunkt kündigen. Werden die Schuldverschreibungen nicht gekündigt, dann sind beide Tranchen gemäß den Emissionsbedingungen variabel zu verzinsen. Der Gesamtnominalbetrag unserer Hybridschuldverschreibungen betrug zum 30. September 2013 1,8 Mrd. €. Im August 2006 emittierten wir mittelfristige 5,0 Mrd. US$-Schuldverschreibungen in vier Tranchen, bestehend aus: 750 Mio. US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen, verzinst mit 3-Monats-LIBOR + 0,05 % p. a., fällig und zum Nominalbetrag zurückbezahlt im August 2009, 750 Mio. US$ 5,5 % p. a. festverzinsliche Schuldverschreibungen, fällig und zum Nominalbetrag zurückgezahlt im Februar 2012, 1,750 Mrd. US$ festverzinsliche 5,75 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im Oktober 2016, und 1,750 Mrd. US$ 6,125 % p. a. festverzinsliche Schuldverschreibungen, fällig im August 2026. Die festverzinslichen Schuldverschreibungen können von uns jederzeit vollständig oder teilweise zu dem in den Emissionsbedingungen festgelegten vorzeitigen Rückzahlungsbetrag zurückgekauft werden (Call). Zum 30. September 2013 standen von diesen mittelfristigen US$-Schuldverschreibungen nominal 2,6 Mrd. € aus. Schuldscheindarlehen und bilaterale Darlehen ― Im März 2013 unterzeichneten wir zwei bilaterale 500 Mio. US$ Laufzeitdarlehen mit variabler Verzinsung (3-Monats-LIBOR + 0,79 % p. a.). Beide Darlehen wurden in voller Höhe in Anspruch genommen, sind im März 2018 fällig und können zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Zum 30. September 2013 betrug der Nominalwert dieser bilateralen Darlehen 0,7 Mrd. €. ― Im Juni 2008 haben wir Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 1,1 Mrd. € in vier Tranchen begeben, bestehend aus: 370 Mio. € variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen, verzinst mit 6-Monats-European-Interbank-Offered-Rate (EURIBOR) + 0,55 % p. a., und 113,5 Mio. € 5,283 % p. a. festverzinsliche Schuldscheindarlehen, beide fällig im Juni 2013, und 283,5 Mio. € variabel verzinsliche Schuldscheindarlehen, verzinst mit 6-Monats-EURIBOR + 0,7 % p. a., und 333 Mio. € 5,435 % p. a. festverzinsliche Schuldscheindarlehen, fällig im Juni 2015. Beide variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen wurden im August 2011 gekündigt und im Dezember 2011 zum Nominalbetrag zurückgezahlt. Im Juni 2013 wurde das 113,5 Mio. € 5,283 % p. a. festverzinsliche Schuldscheindarlehen zurückbezahlt. Kreditlinien Es stehen uns drei Kreditlinien zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung zur Verfügung. Zum 30. September 2013 waren uns nicht gezogene Kreditlinien in Höhe von 6,7 Mrd. € zugesagt. Diese Kreditlinien beinhalten: ― Eine nicht gezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. US$ mit einer fünfjährigen Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen, bereitgestellt von einem internationalen Bankenkonsortium. Diese Kreditlinie wurde im September 2013 vereinbart und kann in mehreren Währungen gezogen werden. Sie ersetzte eine 4,0 Mrd. US$ Konsortialkreditlinie, die im August 2013 ausgelaufen ist und ebenfalls in mehreren Währungen gezogen werden konnte. Diese 4,0 Mrd. US$-Kreditlinie umfasste ein 1,0 Mrd. US$ variabel verzinsliches Darlehen, verzinst mit 3-Monats-LIBOR + 0,15 % p. a., das im Januar 2007 gezogen wurde und im August 2013 zum Nominalbetrag zurückbezahlt wurde, sowie eine nicht gezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. US$. ― Eine nicht gezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. € mit einer fünfjährigen Laufzeit und zwei einjährigen Verlängerungsoptionen, bereitgestellt von einem internationalen Bankenkonsortium. Diese Kreditlinie wurde im April 2012 vereinbart und kann in mehreren Währungen gezogen werden. Im Februar 2013 haben wir die Kreditlinie um ein Jahr bis April 2018 verlängert. Es besteht noch die Möglichkeit, diese um ein weiteres Jahr zu verlängern. ― Eine bilaterale, nicht gezogene, revolvierende Kreditlinie in Höhe von 450 Mio. €, die eine inländische Bank zur Verfügung stellt, war im September 2013 fällig und wurde bis September 2014 verlängert. Das Fälligkeitsprofil der oben beschriebenen Darlehen, Anleihen und Schuldverschreibungen stellt sich wie folgt dar: Fälligkeitsprofil Schuldscheindarlehen, Anleihen und Schuldverschreibungen (ausstehende Nominalbeträge in Mrd. €) 1 Die Fälligkeit der Hybridschuldverschreibung hängt von der Ausübung einer Kündigungsoption (Call-Option) ab. Die Schuldverschreibung kann von uns zum September 2016 oder zu einem späteren Zeitpunkt gekündigt werden. Sie ist spätestens im September 2066 zur Rückzahlung fällig. 2 Die im August 2006 emittierten US$-Schuldverschreibungen können von uns jederzeit zu dem in den Emissionsbedingungen festgelegten vorzeitigen Rückzahlungsbetrag zurückgekauft werden (Call). Wir verfügen - wie zuvor genannt - über zwei Kreditlinien von 4,0 Mrd. € und 3,0 Mrd. US$. Diese zwei Kreditlinien sehen ein Kündigungsrecht des Darlehensgebers für den Fall vor, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwerben, indem sie die Möglichkeit erhalten, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben (Artikel 3 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 139 / 2004 des Rates). Darüber hinaus steht - wie zuvor genannt - der Gesellschaft eine bilaterale Kreditlinie von 450 Mio. € zur Verfügung. Diese kann vom Darlehensgeber gekündigt werden, wenn es in den gesellschaftsrechtlichen Verhältnissen der Siemens AG zu erheblichen Veränderungen kommt, die die ordnungsmäßige Rückzahlung des Kredits gefährden. Keine unserer Kreditfazilitäten beinhaltet eine sogenannte Material-Adverse-Change-Klausel, wie sie bei Kreditfazilitäten dieser Art sonst häufig zu finden ist, und weder unsere beiden Programme zur Begebung von Schuldverschreibungen noch unsere Kreditfazilitäten enthalten spezielle Verpflichtungen zur Einhaltung von bestimmten finanziellen Größen (Financial Covenants) wie Kreditratings, Zinszahlungs-, Verschuldungs- oder Mindestkapitalgrenzen, die bei Verstößen eine vorzeitige Fälligstellung oder die Stellung von Sicherheiten auslösen können. Wir begrenzen die Risiken aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von künftigen Mittelflüssen in Verbindung mit unseren Darlehen, Anleihen und Schuldverschreibungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, indem Festzinszahlungen in variable Zinszahlungen getauscht werden. Zum 30. September 2013 wurden 41 % des Bestands an Darlehen, Anleihen und Schuldverschreibungen des Unternehmens von festverzinslich in variabel verzinslich getauscht. Unsere Konzern-Treasury führt außerdem ein umfassendes konzernweites Zinsrisikomanagement durch mit dem Ziel, Zinserträge und Zinsaufwendungen des Unternehmens zu optimieren und das gesamte Zinsrisiko zu steuern. Dies betrifft sowohl erfolgswirksame Bewertungsrisiken als auch wirtschaftliche Risiken, die aus Zinsänderungen resultieren. Die Zinsrisiken aus dem SFS-Geschäft werden dabei getrennt von denen des übrigen Konzerns gesteuert. Für weitere Informationen über unsere Schuldverschreibungen und andere Bestandteile unserer Finanzschulden sowie über den Einsatz von Finanzinstrumenten für Sicherungszwecke siehe → ZIFFERN 22, 31 UND 32 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.6.2 VERTRAGLICHE VERPFLICHTUNGEN Zu den wichtigsten zahlungswirksamen vertraglichen Verpflichtungen von Siemens innerhalb der gewöhnlichen Geschäftsaktivitäten gehören die Bedienung von Finanzschulden, Einkaufsverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über das Volumen der künftigen Mittelabflüsse, die aus unseren vertraglichen Verpflichtungen zum 30. September 2013 resultieren werden: Zahlungen, die fällig werden scroll (in Mio. €) Insgesamt Innerhalb von 1 Jahr 1 - 3 Jahren 4 - 5 Jahren Nach 5 Jahren Finanzschulden 20.453 1.944 2.928 7.580 8.001 Einkaufsverpflichtungen 19.977 14.441 3.037 1.148 1.350 Operating Leasingverträge 3.120 807 1.020 536 757 Summe vertragliche Verpflichtungen 43.550 17.192 6.985 9.264 10.108 Finanzschulden Zum 30. September 2013 hatte Siemens ausstehende kurz- und langfristige Finanzschulden in Höhe von 20,453 Mrd. €. Davon sind 1,944 Mrd. € innerhalb der nächsten zwölf Monate fällig. Die kurzfristigen Finanzschulden umfassen kurzfristig fällige Anteile von langfristigen Finanzschulden sowie Bankdarlehen, die innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Rückzahlung anstehen. Für weitere Informationen über die Zusammensetzung unserer Finanzschulden siehe → ZIFFER 22 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Finanzschulden von Siemens zum 30. September 2013: scroll (in Mio. €) Kurzfristig Langfristig Insgesamt Anleihen und Schuldverschreibungen 1.431 17.060 18.491 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 412 1.233 1.645 Sonstige Finanzschulden 82 106 188 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 20 110 130 Summe Finanzschulden 1.944 18.509 20.453 Einkaufsverpflichtungen Einkaufsverpflichtungen beinhalten rechtlich verbindliche und durchsetzbare Verpflichtungen zum Erwerb von Waren oder Dienstleistungen, die folgende Voraussetzungen erfüllen: (1) feste Abnahmemengen oder Mindestabnahmemengen, (2) feste, variable oder Mindestpreisvereinbarungen und (3) ungefährer zeitlicher Rahmen für die Transaktion. Zum 30. September 2013 betrugen die Einkaufsverpflichtungen von Siemens 19,977 Mrd. €. Diese Einkaufsverpflichtungen stehen hauptsächlich in Zusammenhang mit Kaufvereinbarungen unserer Sektoren betreffend Güter wie Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie den Erwerb von Dienstleistungen wie Werbung oder Wartung. Für diese Einkaufsverpflichtungen wurden zum 30. September 2013 keine Rückstellungen beziehungsweise Verbindlichkeiten oder Aufwendungen erfasst. Im Dezember 2010 trafen Siemens und AtoS eine Optionsvereinbarung (Stillhalter einer Kaufoption), die AtoS das Recht gewährte, Siemens IT Solutions and Services zu erwerben. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2011 abgeschlossen. In Zusammenhang mit der Transaktion steht ein Outsourcing-Vertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Wert von rund 5,5 Mrd. €. Gemäß diesem Vertrag stellt AtoS betreute Dienstleistungen und Systemintegration für Siemens bereit. Die Einkaufsverpflichtungen beinhalteten die verbleibenden erwarteten Zahlungsmittelabflüsse aus diesem Outsourcing-Vertrag. Für weitere Informationen siehe → ZIFFER 4 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Operating-Leasingverträge Zum 30. September 2013 hatte Siemens künftige Zahlungsverpflichtungen aus nicht kündbaren Operating-Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 3,120 Mrd. €. Diese standen vor allem in Zusammenhang mit Aktivitäten von SRE. Sonstiges Das Unternehmen hat bei bestimmten Posten des Sachanlagevermögens Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen. Diese standen zum 30. September 2013 überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten aus Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen in Höhe von 1,096 Mrd. €. Die Sanierungskosten ergaben sich auf Basis der geschätzten Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung der Anlagen in Hanau (Werk Hanau), die Uran- und Mischoxidbrennelemente fertigten, sowie für ein nukleares Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Für weitere Informationen hierzu und zu Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen siehe → ZIFFER 24 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Regelmäßige Beiträge oder Sonderbeiträge zur Finanzierung unserer Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses können in künftigen Perioden unsere Liquidität beeinträchtigen. Zum 30. September 2013 betrugen unsere in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 9,265 Mrd. €. Die ausgewiesene Verbindlichkeit kann jedoch in künftigen Perioden aufgrund von Änderungen der Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO), insbesondere der Abzinsungssätze, der Gehalts- und Rententrends sowie der Sterblichkeitsraten, erheblich schwanken. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund sich ändernder wirtschaftlicher oder regulatorischer Bedingungen in den Ländern, in denen die Pensionspläne angewendet werden, von den Annahmen abweichen und hierdurch zu einem Anstieg oder Rückgang der Verbindlichkeiten führen. Die für das Geschäftsjahr 2014 erwarteten Arbeitgeberbeiträge für durch Vermögen gedeckte Pensionspläne betragen 631 Mio. €, einschließlich Beiträge aufgrund von vertraglichen und rechtlichen Verpflichtungen von rund 0,2 Mrd. €. Zusätzliche Zuführungen zu unseren Pensionsplänen können nach dem Geschäftsjahresende nach dem Ermessen unseres Managements vorgenommen oder vertraglich vereinbart werden. Die letzte Bewertung der technischen Finanzierung im Vereinigten Königreich fand im Kalenderjahr 2011 statt und führte - auf Basis der Annahmen zu diesem Zeitpunkt - zu einem technischen Finanzierungsdefizit in Höhe von 939 Mio. £ (1.123 Mio. €). Aufgrund dessen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr zwischen Siemens und den Treuhändern eine Vereinbarung über jährliche Zahlungen über die kommenden 20 Jahre in Höhe von 31 Mio. £ (37 Mio. €), beginnend ab dem Geschäftsjahr 2014, getroffen. Darüber hinaus ist das Unternehmen verpflichtet, bis zur nächsten Bewertung - wenn die Mindestdotierungsverpflichtungen auf Basis neuer Annahmen aktualisiert werden - weitere 15 Mio. £ (18 Mio. €) zu zahlen. Diese Bewertung wird gegen Ende des Kalenderjahrs 2015 erfolgen. Für weitere Informationen zur Finanzierung unserer Leitungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses siehe → ZIFFER 23 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Für weitere Informationen zu vertraglichen Verpflichtungen siehe → ZIFFER 32 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.6.3 AUSSERBILANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Garantien (einschließlich Bürgschaften) Siemens-Garantien / Bürgschaften umfassen im Wesentlichen Kreditgarantien / -bürgschaften sowie Vertragserfüllungsgarantien / -bürgschaften für Leistungen Dritter. Zum 30. September 2013 belief sich der nicht abgezinste, maximal mögliche Betrag der Zahlungsverpflichtungen aus Garantien / Bürgschaften auf 5,973 Mrd. €, einschließlich Garantien / Bürgschaften aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Kreditgarantien / -bürgschaften sichern die Finanzverpflichtungen Dritter in Fällen ab, in denen Siemens Lieferant und / oder Vertragspartner ist. Darüber hinaus gewährt Siemens Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten sowie sonstigen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, Kreditgarantien / -bürgschaften generell als Garantien / Bürgschaften für variabel nutzbare Kreditlinien. Zum 30. September 2013 betrugen die Kreditgarantien / -bürgschaften insgesamt 622 Mio. €. Außerdem begab Siemens Vertragserfüllungsgarantien / -bürgschaften für Leistungsverpflichtungen Dritter. Diese beinhalteten Leistungserfüllungs- und Anzahlungsgarantien / -bürgschaften, die die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen im Rahmen von gemeinsamen Projekten beziehungsweise Konsortien garantieren, in denen Siemens der Haupt- oder Nebenpartner ist. Kommt ein Konsortialpartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, wird Siemens bis zu einem vereinbarten Maximalbetrag in Anspruch genommen. Zum 30. September 2013 beliefen sich die Vertragserfüllungsgarantien / -bürgschaften für Leistungen Dritter auf 1,593 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2007 hat die Bundesrepublik Deutschland ein Konsortium aus Siemens und IBM Deutschland GmbH (IBM) beauftragt, die nicht militärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu modernisieren und zu betreiben (Projekt HERKULES). Die vertraglich vereinbarte Leistung wird in einer gesonderten Projektgesellschaft, der BWI Informationstechnik GmbH, erbracht, an der Siemens beteiligt ist. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von maximal rund 6 Mrd. €. Im Dezember 2006 hat Siemens im Rahmen dieses Projekts verschiedene rechtlich und wirtschaftlich miteinander verbundene Haftungserklärungen zugunsten des Auftraggebers Bundesrepublik Deutschland und des Konsortialpartners IBM abgegeben. Die Haftungserklärungen gewährleisten, dass die Projektgesellschaft mit ausreichenden Mitteln ausgestattet ist, um die Leistung zu erbringen und damit den Vertrag zu erfüllen. Die insgesamt mögliche Inanspruchnahme von Siemens belief sich zum 30. September 2013 auf 1,89 Mrd. € und wird sich über die zum 30. September 2013 noch verbleibende Vertragslaufzeit von vier Jahren um rund 400 Mio. € jährlich verringern. Die jährliche Inanspruchnahme ist beschränkt auf 400 Mio. €, zuzüglich eines gegebenenfalls bestehenden Übertrags eines nicht ausgeschöpften Vorjahresbetrags von bis zu 90 Mio. €. Zum 30. September 2013 betrugen die sonstigen Garantien / Bürgschaften 1,867 Mrd. € und beinhalteten Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Diese Garantien / Bürgschaften können, sofern sie geschäftsüblich für die entsprechende Transaktion sind, den Käufer vor potenziellen steuerlichen, rechtlichen und anderen Risiken in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen. Die Schadensersatzverpflichtungen beziehen sich im Wesentlichen auf EN, veräußert im Geschäftsjahr 2008, und Siemens IT Solutions and Services, veräußert im Geschäftsjahr 2011. Sollte eine Inanspruchnahme von Siemens unter diesen Garantien / Bürgschaften wahrscheinlich werden, werden wir Rückstellungen in entsprechender Höhe bilden. Dies geschieht zusätzlich zu den erfassten Verbindlichkeiten für die unbedingte Komponente aus den Garantien / Bürgschaften. Kapitaleinzahlungsverpflichtungen Zum 30. September 2013 bestanden Verpflichtungen zu Eigenkapitaleinlagen in verschiedene Unternehmen in einer Höhe von 223 Mio. €. Für weitere Informationen zu unseren Garantien und Bürgschaften sowie Eventualverbindlichkeiten siehe → ZIFFER 28 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.6.4 LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES Alle Siemens-Pensionspläne zusammen wiesen zum 30. September 2013 eine Deckungslücke von 8,5 Mrd. € auf. Zum 30. September 2012 betrug die Unterdeckung noch 8,9 Mrd. €. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens blieb unverändert. Dagegen gingen die leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) um 0,4 Mrd. € zurück. Die DBO der Pensionspläne von Siemens, die künftige Gehalts- und Rententrends berücksichtigt, belief sich zum 30. September 2013 auf 32,6 Mrd. €, im Vergleich zu 33,0 Mrd. € zum 30. September 2012. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Leistungszahlungen und positiven Währungsumrechnungseffekten, die nur teilweise durch die laufenden Dienstzeit- und Zinsaufwendungen aufgewogen wurden. Effekte aufgrund geänderter Annahmen und Abweichungen zwischen der tatsächlichen und angenommenen Entwicklung der DBO glichen sich im Geschäftsjahr 2013 aus. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens von Siemens betrug sowohl zum 30. September 2013 als auch zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahrs 24,1 Mrd. €. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1,3 Mrd. € und resultierten hauptsächlich aus Aktienanlagen. Die Arbeitgeberbeiträge betrugen 0,5 Mrd. €. Diese positiven Faktoren wurden durch Leistungszahlungen und negative Währungsumrechnungseffekte aufgewogen. Finanzierungsstatus der Siemens-Pensionspläne (in Mrd. €)1 1 Fortgeführte Aktivitäten. Die überwiegend nicht durch Vermögen gesicherten sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Siemens wiesen zum 30. September 2013 eine Deckungslücke von 0,6 (im Vj. 0,7) Mrd. € auf. Die Unterdeckung verminderte sich im Wesentlichen aufgrund von Leistungszahlungen und der jährlichen Neubewertung der DBO. Für weitere Informationen zu den Pensionsplänen von Siemens siehe → ZIFFER 23 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.6.5 SONSTIGE FINANZAUSSTATTUNG UND KAPITALERFORDERNISSE Der Vorstand wird auf der Hauptversammlung am 28. Januar 2014 in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns der Siemens AG für das am 30. September 2013 beendete Geschäftsjahr vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 3,00 € je dividendenberechtigte nennwertlose Stückaktie, die am Tag der Hauptversammlung existiert, für das Geschäftsjahr 2013 auszuschütten. Siemens erwartet hierfür gegenwärtig eine Ausschüttung von insgesamt rund 2,5 Mrd. €. Im November 2013 haben wir berichtet, dass wir unsere Kapitalstruktur durch ein Aktienrückkaufprogramm anpassen werden. Wir erwarten Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von bis zu 4 Mrd. € in den nächsten bis zu 24 Monaten. Sonstige Kapitalerfordernisse beinhalten erwartete Mittelabflüsse in Höhe von 0,7 Mrd. € für das Geschäftsjahr 2014 in Zusammenhang mit »Siemens 2014«, dem Programm zur Steigerung der Produktivität. Nach Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs haben wir eine Vereinbarung unterzeichnet, unser Geschäft zur Reinigung und Aufbereitung von kommunalem und industriellem Wasser und Abwasser - das in der Geschäftseinheit Water Technologies von Siemens zusammengefasst ist - sowie zugehörige Serviceaktivitäten an American European Associates Investors LP (AEA), USA, zu verkaufen. Wir erwarten Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von 0,6 Mrd. € in Zusammenhang mit dieser Transaktion im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2014. Mit unserer Fähigkeit, Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit zu generieren, unserer Summe Liquidität von 9,790 Mrd. €, ungezogenen Kreditlinien von 6,7 Mrd. € und dem bestehenden Kreditrating am Geschäftsjahresende sind wir der Überzeugung, dass wir ausreichend flexibel sind, um unsere Kapitalerfordernisse zu decken. Diese umfassen die planmäßige Bedienung unserer Finanzschulden, die regelmäßigen Investitionen, die laufende Finanzierung der betrieblichen Tätigkeit und des SFS-Finanzierungsgeschäfts, die Dividendenzahlungen, die Finanzierung der Pensionspläne sowie Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten. Wir sind außerdem der Überzeugung, dass unser Nettoumlaufvermögen für die derzeitigen Erfordernisse der Gesellschaft ausreichend ist. C.5 Vermögenslage Konzernbilanzstruktur (in Mio. €) Unsere Bilanzsumme war im Geschäftsjahr 2013 durch negative Währungsumrechnungseffekte, angeführt durch den US$, in Höhe von 3,434 Mrd. € beeinflusst. Von der Summe Aktiva in Höhe von 101,936 Mrd. € entfielen zum 30. September 2013 18,661 Mrd. € auf das Gesamtvermögen von SFS, gegenüber einem Vorjahreswert von 17,405 Mrd. €. Innerhalb der Summe Passiva stiegen die SFS-Finanzschulden auf 15,600 Mrd. € an, im Vergleich zu 14,558 Mrd. € im Vorjahr. Der Anstieg sowohl des Gesamtvermögens als auch der Finanzschulden war auf die Wachstumsstrategie von SFS zurückzuführen. Das Gesamtvermögen von SFS entsprach zum 30. September 2013 18 % der Summe Aktiva von Siemens, im Vergleich zu 16 % im Vorjahr. Die SFS-Finanzschulden repräsentierten 15 % der Summe Passiva im Vergleich zu 13 % am Ende des Geschäftsjahrs 2012. Die folgenden Erläuterungen beschreiben die Veränderungen unserer Konzernbilanz. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.190 10.891 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 601 524 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 14.853 15.220 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 3.250 2.901 Vorräte 15.560 15.679 Laufende Ertragsteuerforderungen 794 836 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.297 1.277 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.393 4.799 Summe kurzfristige Vermögenswerte 46.937 52.128 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,701 Mrd. €. Für weitere Informationen zur Veränderung siehe → C.4.5 CASHFLOWS. Der vornehmliche Grund für den Rückgang des Postens Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen um 367 Mio. € waren negative Währungsumrechnungseffekte. Der Anstieg der Darlehensforderungen von SFS in Verbindung mit der Wachstumsstrategie war der vornehmliche Grund für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 349 Mio. € beim Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte. Im Juli 2013 schlossen wir erfolgreich die Abspaltung und Börsennotierung von OSRAM ab. Entsprechend buchten wir den Nettobuchwert der Abgangsgruppe OSRAM und die dazugehörige Abspaltungsverbindlichkeit aus. Hauptsächlich aufgrund der Abspaltung sank der Posten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte von 4,799 Mrd. € im Vorjahr auf 1,393 Mrd. € zum 30. September 2013. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Geschäfts- oder Firmenwerte 17.883 17.069 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.057 4.595 Sachanlagen 9.815 10.763 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 3.022 4.436 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 15.117 14.666 Aktive latente Steuern 3.234 3.748 Sonstige Vermögenswerte 872 846 Summe langfristige Vermögenswerte 54.999 56.123 Die Geschäfts- oder Firmenwerte stiegen zum 30. September 2013 auf 17,883 Mrd. €, im Vergleich zu einem Vorjahreswert von 17,069 Mrd. €. Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte resultierte im Wesentlichen aus Akquisitionen und Anpassungen der Kaufpreisallokationen, teilweise aufgewogen durch negative Währungsumrechnungseffekte. Die Akquisitionen und Anpassungen der Kaufpreisallokationen enthielten den Erwerb von Invensys Rail, das in die Division Mobility and Logistics des Sektors Infrastructure & Cities integriert wird, sowie von LMS International NV, das in die Division Industry Automation des Sektors Industry integriert wird. Sonstige immaterielle Vermögenswerte stiegen zum 30. September 2013 auf 5,057 Mrd. €, im Vergleich zu 4,595 Mrd. € im Vorjahr. Der Anstieg steht hauptsächlich in Zusammenhang mit den oben genannten Akquisitionen, teilweise aufgewogen durch Abschreibungen und Wertminderungen. Sachanlagen sanken im Jahresvergleich um 948 Mio. €. Die Zugänge im Geschäftsjahr 2013 wurden überwogen durch Abgänge, Abschreibungen und Wertminderungen sowie negative Währungsumrechnungseffekte. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen gingen im Vorjahresvergleich um 1,415 Mrd. € zurück. Dies resultierte hauptsächlich aus dem Verkauf unseres 50 %-Anteils an NSN an den anderen Anteilseigner von NSN, Nokia Corporation. Der Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte stieg zum 30. September 2013 auf 15,117 Mrd. €, im Vergleich zu 14,666 Mrd. € im Vorjahr. Diese Veränderung war hauptsächlich auf höhere Darlehensforderungen in Zusammenhang mit der Wachstumsstrategie bei SFS sowie der Erfassung unserer 17,0 %-Beteiligung an OSRAM nach der Abspaltung zurückzuführen, teilweise aufgewogen durch den Rückgang des langfristigen Anteils der Marktwerte von zu Sicherungszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumenten. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 1.944 3.826 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.599 8.036 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.515 1.460 Kurzfristige Rückstellungen 4.485 4.750 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.151 2.204 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 19.701 20.302 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 473 2.049 Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 37.868 42.627 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden lagen zum Geschäftsjahresende um 1,882 Mrd. € unter dem Vorjahreswert. Der vornehmliche Grund für den Rückgang waren die Rückzahlung von 2,0 Mrd. € festverzinslichen Schuldverschreibungen sowie eines 1,0 Mrd. US$ variabel verzinslichen Darlehens, teilweise aufgewogen durch die Umgliederung von langfristigen 1,0 Mrd. € 5,375 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im Juni 2014, und 400 Mio. € 0,375 % p. a. Schuldverschreibungen, fällig im September 2014. Der vornehmliche Grund für den Rückgang des Postens Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 436 Mio. € waren negative Währungsumrechnungseffekte. Der Rückgang des Postens Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten auf 19,701 Mrd. € zum 30. September 2013, im Vergleich zu 20,302 Mrd. € im Vorjahr, ist im Wesentlichen auf einen Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen, zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten sanken zum 30. September 2013 auf 473 Mio. €, im Vergleich zu 2,049 Mrd. € im Vorjahr. Der Hauptgrund hierfür waren niedrigere Verbindlichkeiten aufgrund der Abspaltung von OSRAM. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Langfristige Finanzschulden 18.509 16.880 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 9.265 9.801 Passive latente Steuern 504 494 Rückstellungen 3.907 3.908 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.184 1.083 Sonstige Verbindlichkeiten 2.074 2.034 Summe langfristige Verbindlichkeiten 35.443 34.200 Die langfristigen Finanzschulden stiegen zum 30. September 2013 um 1,629 Mrd. €, vor allem aufgrund der Ausgabe von 1,25 Mrd. € 1,75 % p. a. Schuldverschreibungen, 1,0 Mrd. € 2,875 % p. a. Schuldverschreibungen, 500 Mio. US$ 1,5 % p. a. Schuldverschreibungen, zwei bilateralen 500 Mio. US$ variabel verzinslichen Darlehen, 400 Mio. US$ variabel verzinslichen Schuldverschreibungen sowie 100 Mio. US$ 3,5 % p. a. festverzinslichen Schuldverschreibungen. Diese Emissionen wurden teilweise durch die oben erwähnte Umgliederung in den Posten Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden ausgeglichen. Der Posten Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sank zum 30. September 2013 um 536 Mio. €, hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO). scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 28.111 30.855 Eigenkapitalquote 28 % 29 % Nicht beherrschende Anteile 514 569 Bilanzsumme 101.936 108.251 Die Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG ging von 30,855 Mrd. € zum Ende des Geschäftsjahrs 2012 auf 28,111 Mrd. € zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 zurück. Im Berichtsjahr beeinflussten vor allem die folgenden Faktoren die Verringerung der Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG: (1) Dividendenzahlungen von 2,528 Mrd. € (für das Geschäftsjahr 2012); (2) Bewertung der Abspaltungsverbindlichkeit von OSRAM zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 2,270 Mrd. € (jegliche Veränderung wird mit Gegenwirkung in den Gewinnrücklagen erfasst) sowie (3) Rückkauf von 17.150.820 eigenen Anteilen zu einem gewichteten Durchschnittskurs von 78,66 € je Aktie. Dieser Rückgang wurde teilweise ausgeglichen durch den auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenen Gewinn nach Steuern in Höhe von 4,284 Mrd. €. Für weitere Informationen zur Vermögenslage siehe → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Risiken aus europäischen Staatsschulden Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der Risiken aus europäischen Staatsschulden überwachen wir regelmäßig unser Kreditengagement, insbesondere im Hinblick auf Schuldner aus dem öffentlichen und privaten Sektor in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Irland. Das Kreditengagement, das zum 30. September 2013 in Summe im niedrigen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich lag, beinhaltet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen, Forderungen aus dem Finanzierungsleasing und andere finanzielle Vermögenswerte. Um diese Risiken besser einzuschätzen, führen wir unter Einsatz verschiedener Methoden und in Abhängigkeit von zentral definierten Wertgrenzen eine Kreditbeurteilung (Rating) für staatliche und private Schuldner durch. Kreditnehmer aus dem öffentlichen Sektor, die ungefähr ein Drittel dieses Engagements ausmachten, werden dabei nach einem bestimmten Grundsatz bewertet: Danach darf das Rating der einzelnen Kunden aus dem öffentlichen Sektor nicht über dem schwächsten Länderrating von Moody's, S&P und Fitch für das jeweilige Land liegen. Mit Blick auf unsere Kreditbeurteilungen und unser Kreditengagement bei Endkunden oder Generalunternehmern mit Sitz in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal und Irland gehen wir davon aus, dass Siemens gut positioniert ist, um diese Risiken tragen zu können. C.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Geschäftsjahr 2013 sanken unsere Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 2 %. Ein leichter Anstieg im Sektor Infrastructure & Cities wurde durch Rückgänge in den Sektoren Industry und Energy überwogen. Die Umsatzerlöse bei Healthcare blieben im Vorjahresvergleich stabil. Auf organischer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, gingen die Umsatzerlöse um 1 % gegenüber dem Vorjahr zurück und lagen damit im Rahmen unserer im Geschäftsbericht 2012 gegebenen Prognose. Wir steigerten unseren Auftragseingang im Vorjahresvergleich um 8 %. Dieser Anstieg wurde durch die Sektoren Infrastructure & Cities und Energy getragen. Beide Sektoren verzeichneten ein sehr stark gestiegenes Volumen aus Großaufträgen - der Sektor Infrastructure & Cities in seinem Geschäft Transportation & Logistics und der Sektor Energy in seiner Division Wind Power. Im Geschäftsjahr 2013 erzielten wir einen Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 4,212 Mrd. €. Dies war weniger als der im Vorjahr erzielte Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 4,642 Mrd. € und lag auch unter unserer im Geschäftsbericht 2012 dargestellten Erwartung einer Bandbreite zwischen 4,5 bis 5,0 Mrd. €. Eine Bedingung für das Erreichen dieser Prognose war eine erwartete Erholung an den Märkten unserer kurzzyklischen Geschäfte in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2013. Diese Erholung stellte sich nicht ein. Zusätzlich nahmen wir bei dieser Prognose an, dass sich die Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014« auf 1,0 Mrd. € vor Steuern belaufen würden. Tatsächlich waren die Belastungen um 0,3 Mrd. € höher. Andere Faktoren hoben sich weitgehend auf. Während das Ergebnis des Sektors Energy durch Portfoliothemen in Verbindung mit dem Solargeschäft belastet war, wurden diese Belastungen durch positive Effekte aus dem Verkauf unseres Anteils an NSN mehr als aufgewogen. Vorwiegend aufgrund dieser Faktoren haben wir unsere Prognose für den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten im Konzernzwischenbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2013 auf 4,0 Mrd. € angepasst. Der im Vorjahresvergleich geringere Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten war überwiegend auf einen sehr starken Ergebnisrückgang bei den Sektoren Infrastructure & Cities sowie Industry zurückzuführen. Diese Sektoren trugen die zwei größten Anteile an den zuvor genannten Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014«. Das Ergebnis bei Infrastructure & Cities war zudem durch sehr stark gestiegene Projektbelastungen beeinträchtigt, während das Ergebnis bei Industry auch durch herausfordernde Marktbedingungen - wie zuvor erwähnt - insbesondere in den kurzzyklischen Geschäften des Sektors zurückgehalten wurde. Der Sektor Healthcare hingegen steigerte sein Ergebnis im Vorjahresvergleich beträchtlich. Dies war hauptsächlich auf die erfolgreiche Umsetzung seiner »Agenda 2013« sowie auf im Vorjahresvergleich geringere Belastungen in Verbindung mit dieser Initiative zurückzuführen. Das Ergebnis des Sektors Energy stieg gegenüber dem Vorjahr moderat. In beiden Geschäftsjahren war das Ergebnis des Sektors stark durch Belastungen beeinträchtigt. Während das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahrs insbesondere Belastungen in Verbindung mit »Siemens 2014« enthielt, waren Belastungen in Zusammenhang mit Projekten sowie dem Iran im Vorjahr erheblich höher. Ein Rückgang des Ergebnis Summe Sektoren gegenüber dem Vorjahr wurde teilweise durch starke Verbesserungen außerhalb der Sektoren ausgeglichen. Insbesondere verzeichnete Equity Investments nach einem Verlust im Vorjahr ein positives Ergebnis im Geschäftsjahr 2013, da das Segment von einem positiven Effekt aus der teilweisen Rücknahme einer Wertminderung auf unseren Anteil an NSN sowie von einem Gewinn aus dem Verkauf dieses Anteils im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 profitierte. Im vorhergehenden Geschäftsjahr war das Ergebnis von Equity Investments durch erhebliche Restrukturierungsaufwendungen bei NSN belastet. Der Gewinn nach Steuern stieg von 4,282 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012 auf 4,409 Mrd. € im Geschäftsjahr 2013. Der Grund hierfür war ein Gewinn von 197 Mio. € aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die ein Jahr zuvor einen Verlust von 360 Mio. € aufwiesen. Die Verbesserung bei den nicht fortgeführten Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr war vorwiegend auf OSRAM zurückzuführen. OSRAM haben wir im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 erfolgreich abgespalten. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg im Geschäftsjahr 2013 auf 5,08 (im Vj. 4,74) €. Die Gründe hierfür waren der höhere Gewinn nach Steuern sowie eine geringere Zahl im Umlauf befindlicher Aktien infolge unseres im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 gestarteten Aktienrückkaufprogramms. Im Geschäftsjahr 2013 erreichte der Sektor Healthcare das obere Ende seines angepassten EBITDA-Margenzielbands. Die angepasste EBITDA-Marge des Sektors Industry fiel im Vorjahresvergleich, der Sektor blieb aber in seinem Zielband. Trotz Belastungen aus dem Solargeschäft erreichte der Sektor Energy nahezu das untere Ende seines angepassten EBITDA-Margenzielbands. Der Sektor Infrastructure & Cities hingegen verfehlte sein Zielband deutlich. Aufgrund einer Kombination aus einem geringeren Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten als erwartet und einem höheren durchschnittlich eingesetzten Kapital, sank die angepasste Kapitalrendite (ROCE (angepasst)) für fortgeführte Aktivitäten im Geschäftsjahr 2013 auf 13,8 %. Sie lag damit unter unserem Zielkorridor von 15 % bis 20 %, den wir zu erreichen erwarteten. Im Vorjahr lag der ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten bei 15,5 %. Unser Free Cash Flow aus fortgeführten Aktivitäten stieg im Vorjahresvergleich um 11 % auf 5,257 Mrd. €, da wir unseren Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit steigerten und die Investitionen in immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen gegenüber dem Vorjahr reduzierten. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir weitere Fortschritte im Hinblick auf das Erreichen unseres Kapitalstrukturziels gemacht. Dieses Ziel ist als das Verhältnis von angepasster industrieller Nettoverschuldung zu angepasstem EBITDA definiert. Mittelfristig streben wir ein Verhältnis von 0,5 bis 1,0 an. Wie in unserem Geschäftsbericht 2012 prognostiziert, haben wir das Verhältnis gegenüber dem Vorjahr erhöht, nämlich von 0,24 im Vorjahr auf 0,34 im abgelaufenen Geschäftsjahr. Insgesamt glauben wir, dass wir unsere im Geschäftsbericht 2012 veröffentlichten Ziele hinsichtlich der Umsatzerlöse und der Kapitalstruktur erreicht haben. Darüber hinaus übertrafen wir unser im Konzernzwischenbericht für das dritte Quartal des Geschäftsjahrs 2013 veröffentlichtes revidiertes Ziel für den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten. Der ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten lag - vorwiegend aufgrund eines gegenüber unserer Prognose vor einem Jahr geringer ausgefallenen Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten - unter unseren Erwartungen. Im Lauf des Geschäftsjahrs 2013 wurde es weniger wahrscheinlich, dass sich unsere früheren Erwartungen hinsichtlich unserer Märkte erfüllen werden. Wir erwarten daher nicht mehr, im Geschäftsjahr 2014 eine Ergebnismarge Summe Sektoren von mindestens 12 % zu erreichen. Wir werden aber weiterhin konsequent unser Programm »Siemens 2014« umsetzen, das auf diese Margenzielerreichung ausgerichtet war. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 waren wir bei der Identifizierung und Umsetzung der Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung unserer Produktivität schneller als ursprünglich geplant vorangekommen. Wir erwarten, dass »Siemens 2014« uns helfen wird, die Lücke zu unseren Wettbewerbern in den nächsten Jahren zu verringern oder zu schließen. Während des Geschäftsjahrs 2013 haben wir ebenso erhebliche Fortschritte erzielt, unser Portfolio stärker zu fokussieren. Unsere erfolgreiche Abspaltung von OSRAM war die erste durch ein Unternehmen in Deutschland vorgenommene Teilabspaltung. Mit der Abspaltung haben Siemens-Aktionäre für zehn Siemens-Aktien je eine OSRAM-Aktie erhalten. Die Unabhängigkeit gibt OSRAM zum einen die unternehmerische Flexibilität, sich ausschließlich auf die eigenen Märkte zu konzentrieren, und zum anderen den direkten Zugang zum Kapitalmarkt. Ein Anteil an OSRAM bietet den Aktionären der Siemens AG zusätzlich die Möglichkeit, am Wachstumspotenzial und an der Wertschaffung von OSRAM zu partizipieren. Der Kurs der Aktie der Siemens AG stieg am ersten Handelstag der OSRAM-Aktie, dem 8. Juli 2013, und die Aktien beider Unternehmen entwickelten sich für den Rest des Geschäftsjahrs deutlich besser als der DAX-Aktienindex. Wir haben zudem unseren Anteil von 50 % an NSN verkauft. Nach Ende des Geschäftsjahrs 2013 haben wir eine Vereinbarung zum Verkauf unseres Geschäfts für die mechanische, biologische und chemische Behandlung und Aufbereitung von Wasser abgeschlossen. Darüber hinaus beabsichtigen wir, unser Geschäft für Flughafenlogistik und Postautomatisierung zu verkaufen und unsere Aktivitäten im Solargeschäft nach Abschluss laufender Projekte zu beenden. Gleichzeitig haben wir unser Kerngeschäft gestärkt, indem wir LMS und Invensys Rail übernommen haben. Mit LMS erweitern und ergänzen wir das Geschäft mit industrieller IT und Software des Sektors Industry, mit der Akquisition von Invensys Rail erweitern wir die Präsenz des Sektors Infrastructure & Cities am wachsenden globalen Markt für Bahnautomatisierung. Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren. Der Vorstand der Siemens AG schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 3,00 € je Aktie auszuschütten. C.7 Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahrs 2013 unterzeichnete Siemens eine Vereinbarung, sein Geschäft für die Aufbereitung und Behandlung von kommunalem und industriellem Wasser und Abwasser an von AEA LP, USA, gemanagte Fonds zu verkaufen. Dieses Geschäft ist in der Geschäftseinheit Water Technologies zusammengefasst. Der Kaufpreis beläuft sich auf 0,6 Mrd. €. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden und wird für das erste Halbjahr des Geschäftsjahrs 2014 erwartet. Im November 2013 kündigte Siemens einen Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 4 Mrd. € an. Der Rückerwerb endet spätestens am 31. Oktober 2015. Die Durchführung des Aktienrückkaufs erfolgt unter der am 25. Januar 2011 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung. Diese erlaubt unter diesem Programm noch weitere Aktienrückkäufe von maximal 47,8 Mio. Aktien. Der Aktienrückkauf dient den Zwecken der Einziehung und Kapitalherabsetzung, der Ausgabe an Mitarbeiter oder frühere Mitarbeiter, Mitglieder des Vorstands sowie Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und der Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen. C.8 Nachhaltigkeit C.8.1 Nachhaltigkeit bei Siemens C.8.1.1 ÜBERBLICK Nachhaltigkeit ist ein leitendes Prinzip in unserem Unternehmen. Es bedeutet für Siemens, im Sinne künftiger Generationen verantwortungsvoll zu handeln, um wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortschritt zu erreichen. Wir sind uns des damit verbundenen hohen Anspruchs und der möglichen Zielkonflikte bewusst. Ungeachtet dessen bleibt der Anspruch, nachhaltig Wert zu schaffen, zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Nachhaltigkeit - davon sind wir überzeugt - ist in diesem Sinne auch eine Geschäftschance, die zu ergreifen sich lohnt. »One Siemens«, unser Zielsystem für die nachhaltige Wertsteigerung unseres Unternehmens und für kapitaleffizientes Wachstum, greift dies konsequent auf: den Fokus auf innovationsgetriebene Wachstumsmärkte richten, ein starker Partner unserer Kunden vor Ort sein und die Kraft von Siemens nutzen, so lauten die drei strategischen Richtungen. Welchen Bezug die einzelnen Elemente zur Nachhaltigkeit haben, wird im Folgenden erläutert. ― Die Produkte und Lösungen des Siemens-Umweltportfolios und die Innovationskraft des gesamten Unternehmens spielen eine zentrale Rolle, leisten sie doch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und stärken zugleich unsere Position an den in unserem Fokus stehenden innovationsgetriebenen Wachstumsmärkten. ― Eine enge und vertrauensvolle Kundenbeziehung sowie ein wettbewerbsfähiges, global ausgewogenes und lokal verankertes Lieferantennetzwerk unterstützen uns dabei, weltweit ein starker Partner unserer Kunden vor Ort zu sein. ― Und nicht zuletzt sind es unsere exzellenten Mitarbeiter, die zu unseren großen Stärken gehören. Sie tragen entscheidend zu unserem Erfolg bei und sind die wahre Kraft von Siemens. Die Kraft von Siemens nutzen, das heißt auch, nach eindeutigen Integritätsgrundsätzen zu handeln. Diesen Anspruch stellen wir nicht nur an uns selbst, sondern auch an unsere Partner und Lieferanten. Die genannten Beispiele zeigen: Bei Siemens ist Nachhaltigkeit kein schmückendes Beiwerk, sie ist ein wesentlicher Teil unserer Unternehmensstrategie. Die folgenden Abschnitte vertiefen diesen Ansatz und stellen weitere Informationen zu Nachhaltigkeit bei Siemens bereit. C.8.1.2 NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT UND ORGANISATION Die Bedeutung, die wir dem Thema Nachhaltigkeit beimessen, zeigt sich einerseits in seiner zentralen Verankerung in der Organisation des Unternehmens sowie andererseits in unseren Programmen und Maßnahmen, die wir durchführen. Ein effizientes Nachhaltigkeitsmanagement ist eine unternehmensweite Aufgabe, die eine eindeutige Organisationsstruktur und die feste Verankerung von Nachhaltigkeit in unserer Unternehmenskultur voraussetzt. Alle unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten werden von unserem Chief Sustainability Officer, einem Mitglied unseres Vorstands, gesteuert. Um unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten effizient zu koordinieren und zu lenken, haben wir das Siemens Sustainability Board, das Sustainability Office und das Siemens Sustainability Advisory Board geschaffen. Das Siemens Sustainability Board, dem der Chief Sustainability Officer vorsitzt, ist das zentrale Steuerungsgremium für Nachhaltigkeit bei Siemens. In regelmäßigen Sitzungen legt es unser Nachhaltigkeitsprogramm als Teil unserer nachhaltigen Strategie fest und verabschiedet entsprechende Maßnahmen und Initiativen. Unser Chief Sustainability Officer leitet zudem das Sustainability Office, das dafür verantwortlich ist, Nachhaltigkeit im Unternehmen weiter voranzutreiben und das Nachhaltigkeitsprogramm sowie andere Programme und Maßnahmen unternehmensweit zu koordinieren. Siemens Sustainability Board im Geschäftsjahr 2013 Damit wir einen objektiven Blick auf unsere Herausforderungen und unsere Leistungen in Nachhaltigkeitsfragen bewahren, haben wir das Siemens Sustainability Advisory Board ins Leben gerufen. Dieses Gremium setzt sich aus acht bedeutenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, aus unterschiedlichen Themenfeldern und von verschiedenen Kontinenten. Keines seiner Mitglieder ist Arbeitnehmer von Siemens. Das Board trifft sich mindestens zweimal im Jahr und hat durch fachlichen Dialog wie auch durch konkrete Initiativen bereits zur Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsprogramms beigetragen. Weiterhin sorgen ernannte Sustainability-Manager in den Sektoren und regionalen Einheiten dafür, dass die Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Unternehmen umgesetzt werden. In unserem Nachhaltigkeitsprogramm konzentrieren wir unsere Ziele und Aktivitäten auf drei Felder: »Geschäftschancen«, »Wir tun, was wir sagen« sowie »Dialog mit Interessengruppen«. Im ersten Feld setzen wir unseren Ansatz von Nachhaltigkeit in konkrete Geschäftschancen um. »Wir tun, was wir sagen« bedeutet, dass wir uns dazu bekennen, das Prinzip der Nachhaltigkeit auch nach innen - in unserer Organisation und bei unseren Aktivitäten - zu leben. Im dritten Feld fassen wir unsere Zusammenarbeit mit allen relevanten Interessengruppen zusammen. Basierend auf internen und externen Anregungen, beispielsweise aus dem Dialog mit unseren Anspruchsgruppen, passen wir regelmäßig die zugrunde liegenden Ziele und Aktivitäten an. C.8.1.3 ZUSAMMENARBEIT FÜR NACHHALTIGKEIT UND EFFIZIENZ Unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen basieren auf den Siemens Business Conduct Guidelines, die den ethisch-rechtlichen Rahmen für unsere Geschäftsaktivitäten abstecken. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Verhalten innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Bestimmte Themenfelder, zum Beispiel Umweltfragen, werden in detaillierteren Bestimmungen und Richtlinien behandelt. Für alle Unternehmen, auf die Siemens einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind die Business Conduct Guidelines bindend. Wir glauben darüber hinaus, dass eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Anspruchsgruppen hilfreich ist, komplexe, miteinander verkettete Nachhaltigkeitsherausforderungen und -themen zu adressieren. Der dauerhafte und intensive Dialog mit den Partnern entlang der Versorgungskette sowie mit externen Interessengruppen und Organisationen hat große Bedeutung für uns. Deshalb arbeitet Siemens aktiv mit weltweit führenden Nachhaltigkeitsorganisationen wie dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Resources Institute (WRI) zusammen. Alle zwei Jahre tauschen wir uns mit einem weiten Kreis von Anspruchsgruppen über wichtige Nachhaltigkeitsthemen aus und führen deren wichtigste Anmerkungen in einer Materialitätsmatrix zusammen, die auch in unserem Nachhaltigkeitsprogramm berücksichtigt wird. Zusätzlich sind wir auch internationalen Nachhaltigkeitsstandards und -richtlinien verpflichtet. So traten wir im Jahr 2003 dem Global Compact der Vereinten Nationen bei und haben im Jahr 2008 das CEO Water Mandate des Global Compact unterzeichnet. Seit dem Geschäftsjahr 2011 sind wir bei der Global-Compact-Initiative »Caring for Climate« Mitglied des Steuerungsgremiums. Wir berichten regelmäßig über unsere Nachhaltigkeitsleistungen in Einklang mit den Richtlinien (G3.0) der Global Reporting Initiative (GRI), die für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit in der Nachhaltigkeitsberichterstattung stehen. Siemens ist seit 14 Jahren ununterbrochen im renommierten Dow Jones Sustainability Index vertreten. Im Jahr 2013 ist Siemens zum sechsten Mal in Folge als nachhaltigstes Unternehmen im Sektor Industriekonglomerate und zum zweiten Mal auch im Industriebereich Kapitalgüter ausgezeichnet worden. In einer Reihe weiterer Indizes und Rankings erzielten wir ebenfalls Spitzenplatzierungen, unter anderem in denen des angesehenen CDP (Carbon Disclosure Project). Siemens erreichte hier bereits zum sechsten Mal in Folge einen der Spitzenplätze. C.8.2 Forschung und Entwicklung C.8.2.1 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG - ORGANISATION UND STRATEGIE Im Geschäftsjahr 2013 haben wir bei Forschung und Entwicklung (FuE) folgende Schwerpunkte beibehalten: (1) die langfristige Zukunftssicherheit bewahren, (2) die technologische Wettbewerbsfähigkeit steigern und (3) die Allokation der FuE-Ressourcen optimieren. Unsere FuE-Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, eine auch wirtschaftlich nachhaltige Energieversorgung sicherzustellen und Softwarelösungen zu entwickeln, die essenziell für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit unserer Sektoren sind. Daher liegt ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten darauf, ― die Effizienz der regenerativen und konventionellen Stromerzeugung weiter zu steigern, ― den verlustarmen Stromtransport zu verbessern, ― neue Lösungen für »intelligente« Stromnetze (Smart Grids), Systeme für die Kohlendioxidabtrennung in Kraftwerken sowie zum Speichern nicht ständig verfügbarer erneuerbarer Energien zu finden, ― die medizintechnische Bildgebung, In-vitro-Diagnostik und die medizintechnische IT zu einem integralen Bestandteil von ergebnisorientierten Behandlungsplänen zu machen, und nicht zuletzt ― Industriesoftware weiterzuentwickeln, um die Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu beschleunigen. Einen weiteren Schwerpunkt legen wir darauf, das effiziente Nutzen von Energie zu fördern, sei es bei der Gebäudetechnik, bei Industrieanlagen oder in der Transportindustrie. Zu diesen Aktivitäten gehört beispielhaft die Entwicklung elektrischer Antriebe und von Massentransportmitteln, etwa bei Nah- und Fernverkehrszügen sowie bei Metro-Bahnen. Über die genannten Schwerpunkte hinweg erkennen wir, wie wichtig hoch entwickelte Softwarelösungen sind - nicht nur für die oben genannten Bereiche, sondern auch für nahezu alle anderen Technologiefelder, auf denen Siemens tätig ist. So wurde beispielsweise Software von Siemens dazu eingesetzt, den Mars-Rover »Curiosity« (zu Deutsch: Neugier) digital zu entwerfen, virtuell zusammenzubauen, zu testen und zu optimieren - und zwar bevor der Mars-Rover wirklich hergestellt wurde. Curiosity landete im August 2012 auf dem Roten Planeten. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden sowohl in unseren Sektoren als auch in unserer zentralen Abteilung Corporate Technology (CT) statt. Die Sektoren konzentrieren sich mit ihren FuE-Anstrengungen auf die nächste Generation ihrer Produkte und Lösungen. Im Gegensatz dazu arbeitet CT mit den operativen Geschäftseinheiten von Siemens zusammen mit dem Ziel, gemeinsam die Technologien und Innovationsstrategien vor allem für die nächste Generation von Produkten und Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus hilft CT, die Zukunft von Technologie und Innovation im Hause Siemens zu sichern. CT ist mit seinen Hauptstandorten in Deutschland, den USA, China, Russland, Indien und Österreich als weltweites Netzwerk aufgestellt. Mehr als 6.900 Mitarbeiter bringen ihr tiefes Verständnis grundlegender Technologien, Modelle und Trends sowie umfangreiches Software- und Prozesswissen ein. CT ist bestrebt, durch gemeinsam entwickelte Kerntechnologieinitiativen zu Automatisierungstechnik und Energiesystemen oder zur Systemintegration die künftigen Technologie- und Innovationspositionen von Siemens zu sichern. Zusammen mit seinem weltweiten Expertennetzwerk ist CT ein strategischer Partner der operativen Einheiten von Siemens. CT leistet dabei bedeutende Beiträge entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von Forschung und Entwicklung über Produktionstechnologie und Herstellungsprozesse bis zum Testen von Produkten und Lösungen. CT ist darüber hinaus mit führenden Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen weltweit vernetzt. Die wesentlichen Ziele der engen Zusammenarbeit mit starken externen Partnern sind: ― das Potenzial für gemeinsame FuE-Projekte zu nutzen, ― das Netzwerk von Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, mit denen Siemens zusammenarbeitet, zu entwickeln und auszubauen sowie systematisch die Kommunikation zwischen Siemens und diesen Einrichtungen zu verbessern und ― die Attraktivität von Siemens als Arbeitgeber für hoch qualifizierte junge Talente in wissenschaftlichen und technischen Disziplinen zu stärken. Diese neuen Kooperationsansätze sind ebenfalls essenzieller Bestandteil des Open-Innovation-Konzepts von Siemens, das mit wichtigen Impulsen von internen und externen Experten die Innovationskraft des Konzerns stärkt. Open Innovation überwindet eingeengtes Silodenken, belegt und erschließt faktisch das Potenzial eines vernetzten, offenen Unternehmens. So haben seit 2008, als das erste Open-Innovation-Projekt gestartet wurde, rund 35.000 Mitarbeiter aus über 80 Ländern an neun internen Open-Innovation-Pilotprojekten teilgenommen, während bei unseren externen Projekten mehr als 1.750 externe Experten an 17 Projekten arbeiteten. Die von Open Innovation adressierten Technologiefelder decken alle technischen Bereiche von Siemens ab. Zu ihnen gehören: ― das Erforschen von Materialien, die helfen, die Effizienz unserer Produkte zu steigern, ― die Entwicklung von IT-Plattformen und IT-Sicherheitslösungen sowie Softwarearchitekturen, technischen Systemen, Energietechnologien, Sensoren und elektronischen Komponenten, und ― das Forschen an neuen Lösungen für Systementwicklung, Datenanalyse, Technologien für die Automatisierung und Kommunikation, für medizinische Informationssysteme und bildgebende Verfahren. Zudem nimmt Siemens an öffentlich geförderten Forschungsprogrammen teil. Zu den wichtigsten Forschungsgebieten zählen für uns das Entwickeln nachhaltiger Technologien, einschließlich Recycling, das Vernetzen von Maschinen, das Schaffen neuer Materialien und die Biotechnologie. CT bietet umfassende Prozess- und Produktionsberatungsleistungen für die Entwicklung und die Fertigung bei Siemens. Bei CT arbeiten mehr als 4.400 Softwareentwickler an Standorten in Asien, Europa und Amerika. Sie unterstützen die Geschäftseinheiten von der ersten Idee bis zum lieferbaren Produkt. Zusätzlich steuert CT strategisch das geistige Eigentum von Siemens. Rund 430 Experten unterstützen das Unternehmen dabei, seine gewerblichen Eigentums- und Markenrechte zu registrieren, zu etablieren und zu vermarkten. C.8.2.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG -DATEN UND FAKTEN Im Geschäftsjahr 2013 betrugen unsere FuE-Aufwendungen 4,291 Mrd. €, im Vergleich zu 4,245 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012 und 3,903 Mrd. € im Geschäftsjahr 2011. Die Forschungsintensität, die sich aus dem Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu Umsatzerlösen ergibt, lag bei 5,7 % und war damit höher als in den Vergleichsjahren. FuE-Intensität 1 Die FuE-Intensität ist definiert als Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu den Umsatzerlösen. FuE-Aufwendungen und Forschungsintensitäten für die Sektoren stellten sich in den Geschäftsjahren 2013, 2012 und 2011 wie folgt dar: FuE-Aufwendungen scroll in Mio. € GJ 2013 GJ 2012 GJ 2011 Energy 872 868 782 Healthcare 1.230 1.314 1.173 Industry 1.265 1.192 1.103 Infrastructure & Cities 731 699 696 FuE-Intensität scroll GJ 2013 GJ 2012 GJ 2011 Energy 3,3 % 3,1 % 3,1 % Healthcare 9,0 % 9,6 % 9,4 % Industry 6,8 % 6,1 % 5,9 % Infrastructure & Cities 4,1 % 4,0 % 4,1 % Bei CT wurden weitere FuE-Aufwendungen verzeichnet. In unseren fortgeführten Aktivitäten beschäftigten wir im Geschäftsjahr 2013 im Durchschnitt rund 13.300 FuE-Mitarbeiter in Deutschland und weitere rund 16.500 FuE-Mitarbeiter in rund 30 Ländern außerhalb Deutschlands, darunter in den USA, China, Österreich und Indien. FuE-Kennzahlen1 scroll (in Tausend) GJ 2013 GJ 2012 Mitarbeiter2 29,8 29,5 Erfindungen3 8,4 8,8 Patenterstanmeldungen4 4,0 4,6 1 Fortgeführte Aktivitäten. 2 Durchschnittlich im Geschäftsjahr beschäftigt e Mitarbeiter. 3 Anzahl der von den Geschäftseinheiten im Rahmen einer internen Berichterstattung gemeldeten Erfindungen. 4 Der Teil der Erfindungen, der als Patenterstanmeldung bei den Patentämtern eingereicht wurde. Zum 30. September 2013 besaß Siemens weltweit rund 60.000 Patente in seinen fortgeführten Aktivitäten - zum 30. September 2012 waren es rund 57.000 Patente. Mit der Anzahl veröffentlichter Patenterstanmeldungen lag Siemens für das Kalenderjahr 2012 in der Statistik auf Platz drei in Deutschland und auf Platz zwei in Europa. In der Statistik für die Anzahl erteilter Patente in den USA nahm Siemens im Kalenderjahr 2012 Platz elf ein. Position in Patentamtsstatistiken scroll 2012 2011 2010 Deutschland - Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA) 3 3 3 Europa - Europäisches Patentamt (EPO) 2 1 1 USA - United States Patent and Trademark Office (US PTO) 11 10 9 C.8.2.3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG IN DEN SEKTOREN Der Schwerpunkt unserer FuE-Aktivitäten im Sektor Energy liegt auf der Entwicklung von Verfahren zum effizienten Erzeugen und Übertragen von Strom. Schwerpunkte legen wir dabei auf die Entwicklung ― von Technologien zur verlustarmen Stromübertragung, ― fortschrittlicher Gasturbinen, die die Effizienz von Kraftwerken steigern und Emissionen verringern, ― von Gas- und Dampfturbinenkraftwerken, die die Verfügbarkeit von Elektrizität durch höhere Flexibilität ermöglichen, ― von Innovationen bei Windturbinen, ― von Technologien zum Abscheiden des Treibhausgases Kohlendioxid aus dem Rauchgas von fossil befeuerten Kraftwerken (Kohlendioxidabscheidung und -speicherung) sowie ― von Untersee-Stromnetzen (»Subsea-Power-Grids«) zur noch wirtschaftlicheren Tiefseeförderung von Erdöl und Erdgas. Zu den Beispielen für die FuE-Aktivitäten bei Energy gehören Rotorblätter des Typs B75 für Windturbinen. Diese sind mit einer Länge von jeweils 75 Metern die nach unserem Kenntnisstand derzeit längsten in Betrieb befindlichen Rotorblätter der Welt. Gleichzeitig ist das B75 mit 25 Tonnen ein Leichtgewicht - es wiegt 10 % bis 20 % weniger als vergleichbare Rotorblätter. Schwere Rotorblätter sind höheren Lasten ausgesetzt und erfordern stabilere Maschinenhäuser, Türme und Fundamente. Folglich wirkt sich die Kombination aus intelligentem Design und niedrigem Gewicht positiv auf die Kosten der Stromproduktion durch Windenergie aus. Im bayerischen Irsching erreichte ein von Siemens geliefertes Gas- und Dampfturbinen-(GuD-)Kraftwerk im Jahr 2011 mit einem Wirkungsgrad von 60,75 % bei einer Leistung von 578 Megawatt eine bis dato nicht erreichte Effizienz. Ende April 2013 gingen drei weitere Kraftwerksblöcke mit Gasturbinen der H-Klasse in Cape Canaveral, Florida, USA, in den kommerziellen Betrieb. Ein weiteres von diesem Turbinentyp angetriebenes GuD-Kraftwerk mit einem elektrischen Wirkungsgrad von fast 61 % wurde im August 2013 in Dangjin, Südkorea, in Betrieb genommen. Im Geschäftsjahr 2013 errichtete Siemens in der Nordsee die Offshore-Plattform HelWin1. Mit einer Gesamtleistung von 576 Megawatt (MW) wird diese Plattform sauberen Windstrom für mehr als 500.000 Haushalte in Deutschland liefern. HelWin1 soll die zwei Offshore-Windparks Nordsee Ost und Meerwind mit dem Festland verbinden. Der von den Windturbinen erzeugte Wechselstrom wird dort zu verlustarmem Hochspannungs-Gleichstrom (HVDC) für die Übertragung auf das Festland umgewandelt. Die Übertragungsverluste betragen für diese Verbindung insgesamt weniger als 4 %. Die von Siemens entwickelte HVDC-Plus-Technologie benötigt weniger Platz, ein Umstand, der gerade für die Installation auf See entscheidend ist. Zudem bietet sie eine Selbststabilisierung. Das erhöht die Netzzuverlässigkeit im Fall von Stromschwankungen, wie sie bei der Stromerzeugung durch Wind auftreten können. Die FuE-Aktivitäten im Sektor Healthcare sind auf Kundenanforderungen ausgerichtet, die aus zwei größeren Trends resultieren: Einerseits nimmt die Weltbevölkerung stetig zu, andererseits wächst der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Durch diese Trends erhöht sich der Druck auf die Gesundheitsdienstleister, immer mehr Menschen zu tendenziell sinkenden Kosten zu behandeln, wenn die Ausgaben für Gesundheitsdienstleistungen nicht weiter steigen sollen. Um die Herausforderungen einer effizienteren und gleichzeitig effektiveren Gesundheitsversorgung zu meistern, bedarf es einer konsequenten Ausrichtung der Gesundheitsmaßnahmen auf den einzelnen Patienten und den Therapieerfolg. Ein FuE-Feld des Sektors ist die Entwicklung von Systemen, mit deren Hilfe einerseits einer hohen Anzahl von Patienten eine präzise Diagnose gestellt werden kann und die andererseits ebenso robust und einfach in der Bedienbarkeit wie kosteneffizient in der Anschaffung und im Unterhalt sind. Ein Beispiel hierfür ist das weltweit erste kabellose Ultraschallgerät Acuson Freestyle. Das System vereinfacht die Anwendung hochmoderner Ultraschalltechnik in Einsatzfeldern, die eine sterile Umgebung erfordern, etwa in der Interventionellen Radiologie, der Anästhesiologie, der Intensivpflege, im Katheterlabor oder in der Notfallversorgung. Ultraschallgeräte mit kabellosen Schallköpfen sind ebenfalls hervorragend geeignet für minimalinvasive Eingriffe, wie beispielsweise Nervenblockaden, Zugänge zu Blutgefäßen sowie zur Positionierung von therapeutischen Interventionen und Biopsien. Zusammen mit seinem Ganzkörper-Computertomographen SOMATOM Perspective 128 bietet Healthcare nun eine speziell für Ambulanzkliniken sowie für kleine und mittelgroße Kliniken entwickelte Version mit dem Namen SOMATOM Perspective 64 an. Die Patienten profitieren dabei von einer um bis zu 60 % reduzierten Strahlendosis und einer verbesserten Bildqualität. Das System benötigt nur 18 Quadratmeter Stellfläche, kann innerhalb von ein bis zwei Tagen installiert werden und hat einen niedrigen Energieverbrauch sowie einen geringen Klimatisierungsbedarf. Beide Versionen gehören zu den wirtschaftlichsten Computertomographen ihrer Klasse. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung klinischer Arbeitsabläufe und der Optimierung labordiagnostischer Methoden, um es Medizinern zu ermöglichen, Krankheiten noch präziser und zu einem früheren Zeitpunkt zu identifizieren. Damit können sie Therapien individueller auf die Patienten ausrichten, indem sie die Wirkung von Medikamenten genauer überwachen und die Auswertungs- und Analysefähigkeiten moderner Computertechnik nutzen. Darüber hinaus werden im Sektor zielgerichtet Produkte entwickelt, die den spezifischen Anforderungen der Gesundheitssysteme der Schwellenländer entsprechen. Zu den FuE-Schwerpunkten im Sektor Industry gehört die softwarebasierte Integration der Produktplanung und der Fertigungsprozesse im Rahmen des Produktlebenszyklus-Managements. Das Ziel ist, alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette zu beschleunigen. Ein gutes Beispiel ist die Technologie zur industriellen Herstellung von Implantaten, mit der Prothesen dank intelligenter Softwarelösungen noch effizienter und kostengünstiger produziert werden können. Innovative Technologien wie diese helfen dabei, die Zeit vom Design bis zum fertigen Produkt in der Fertigungsindustrie um bis zu 50 % zu verringern. Hier ist die weitere Entwicklung der Automatisierungs- und Antriebstechnologie sowie insbesondere der industriellen Software zentral. Das trifft auf den Produktentwicklungs- und Fertigungsprozess ebenso zu wie auf die Integration von Antriebssystemen. Dies spielt auch in der Metallindustrie eine große Rolle, wo die softwaregestützte Planung und der Betrieb ganzer Stahlwerke immer mehr die Fertigung beeinflussen. Darüber hinaus bemüht sich der Sektor Industry, die Energieeffizienz weiter zu erhöhen, den Rohmaterialeinsatz zu reduzieren und die Emissionen zu verringern. Technologiebasierte Servicekonzepte werden ebenfalls nach diesen Zielsetzungen entwickelt. Hierzu gehören Energiemanagement und Fernwartungssysteme genauso wie die Entwicklung effizienter und ressourcenschonender Lösungen für die Stahlindustrie. Die FuE-Aktivitäten des Sektors Infrastructure & Cities sind vom Städtewachstum geprägt. Nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen liegen daher im Zentrum der Forschungsanstrengungen des Sektors. Dabei geht es vor allem um eine höhere Energieeffizienz und geringere Umweltbelastung, größere Wirtschaftlichkeit sowie ein Mehr an Lebensqualität. Das betrifft etwa die Entwicklung energiesparender Gebäudetechnik, einer effizienten und sicheren Stromversorgung in Städten sowie intelligenter Verkehrssysteme. Hierzu gehören die extrem leichte, nahezu vollständig recycelbare und modular aufgebaute U-Bahn Inspiro, die innovativen und besonders leichten Drehgestelle vom Typ SF7000 oder im Bereich Gebäudeautomatisierung das Gebäudeautomationssystem Desigo, das mehrere Systemkomponenten im Gebäude integriert und dadurch deutliche Energieeinsparungen erzielt. Die Forschung widmet sich auch der Frage, wie Gebäude Teile eines »intelligenten« Stromnetzes (Smart Grid) werden können, damit sie in der Lage sind, selbst erzeugten Strom ins Netz zu speisen und eigenständig auf Nachfragespitzen zu reagieren. In Wien gründete Siemens 2013 gemeinsam mit Partnern ein großes Smart-City-Projekt. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll damit in dem Bezirk Seestadt Aspern ein »lebendes Labor« geschaffen werden, das eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas werden soll. Vor Ort sollen Energieversorgung, Gebäudesysteme, intelligente Stromnetze sowie Informations- und Kommunikationstechnologien besser als bisher zusammenarbeiten. C.8.3 Supply Chain Management (Steuerung der Versorgungskette) Das Hauptziel der Aktivitäten im Supply Chain Management bei Siemens ist es, die Verfügbarkeit und Qualität der Materialien zu gewährleisten, die es zur Bedienung unserer Kunden bedarf. Dabei berücksichtigen wir auch die Innovationskraft und die Nachhaltigkeit unserer Zulieferer. Wir streben danach, unsere Wettbewerbsfähigkeit durch deutliche Einsparungen in unserem Einkaufsvolumen zu stärken. Im Geschäftsjahr 2013 betrug das Einkaufsvolumen von Siemens rund 38 Mrd. €. Dies entsprach rund der Hälfte unserer gesamten Umsatzerlöse. Unsere Strategien, Einsparungen im Einkauf zu erreichen, sind im Wesentlichen: > Siemens-weite Volumenbündelung: Wir bündeln weltweit mehr als die Hälfte unseres Einkaufsvolumens für direktes und indirektes Material. Auf diese Weise erreichen wir deutliche Skaleneffekte. > Beschaffung in den Schwellenmärkten: Wir arbeiten daran, ein weltweit ausgewogenes Lieferkettennetzwerk aufzubauen. Um ein solches Netzwerk zu realisieren, kommt es entscheidend darauf an, den Einkaufsanteil aus sogenannten Global-Value-Sourcing-Ländern kontinuierlich zu steigern; dies sind in der Regel Schwellenmärkte. Zu diesem Zweck identifizieren und wählen wir in diesen Ländern Lieferanten aus und qualifizieren diese, um sie anschließend in einen kontinuierlichen Weiterentwicklungsprozess einzubinden, der Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Darüber hinaus ermutigen und unterstützen wir unsere Lieferanten dabei, ihren Geschäftsbetrieb auszuweiten und sich unserer Fertigungspräsenz in diesen Ländern anzuschließen. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir unseren Global-Value-Sourcing-Anteil auf vergleichbarer Basis weiter erhöht. > Elektronische Beschaffung (E-Sourcing): In den vergangenen Jahren haben wir den Anteil externer Einkäufe, die über elektronische Ausschreibungsverfahren vergeben werden, auf über 10 % gesteigert. Wir erwarten, im Rahmen von »Siemens 2014« weitere Einsparungen zu erzielen, indem wir das Supply Chain Management noch weiter in andere Geschäftsaktivitäten, zum Beispiel Design und Produktion, integrieren. Der relevante Hebel dafür ist die Produktivität der Materialkosten und dort besonders »Design-to-cost«, welches das Design der Produkte optimiert, um Materialkosten zu verringern. Wir fördern die Innovationskraft von Siemens, indem wir von der Innovationsfähigkeit unserer Lieferanten profitieren. Mit unserem Siemens Supplier Forum haben wir eine Plattform geschaffen, auf der wir uns regelmäßig mit unseren wichtigsten strategischen Lieferanten auf CEO-Ebene austauschen. Mit diesem Austausch wollen wir unsere langfristige Kostenführerschaft sichern, gemeinsame Wachstumsmöglichkeiten realisieren und unsere Innovationsfähigkeit steigern. Zur Würdigung der Leistungen besonders verdienter Lieferanten haben wir in verschiedenen Kategorien den Siemens Supplier Award eingeführt. Nachhaltigkeit ist ein leitendes Prinzip in unserem Supply Chain Management. Daher sind Nachhaltigkeitsanforderungen ein integraler Bestandteil aller relevanten Prozesse im Lieferantenmanagement. Dazu gehören Auswahl, Weiterbildung und Bewertung der Lieferanten ebenso wie deren Entwicklung. Wir fordern von allen Lieferanten, die Grundsätze unseres Code of Conducts für Siemens-Lieferanten einzuhalten. Zu diesen Grundsätzen gehören der Respekt für die grundlegenden Rechte von Mitarbeitern und der Umweltschutz. Wir fordern von den Lieferanten außerdem, dass sie die Umsetzung dieser Grundsätze auch in ihrer eigenen Lieferkette unterstützen. Wir haben ein risikobasiertes System geeigneter Prozesse eingerichtet, das es uns ermöglicht, systematisch potenzielle Risiken in unserer Lieferkette zu identifizieren. Das System besteht aus Selbsteinschätzungen zur Nachhaltigkeit durch die Lieferanten, Risikoeinschätzungen durch unsere Einkaufsorganisation, Nachhaltigkeitsfragen im Rahmen von Prüfungen zur Qualität von Lieferanten und Nachhaltigkeitsüberprüfungen durch externe Prüfer. Um ein auf Nachhaltigkeit aufbauendes Wirtschaften entlang unserer gesamten globalen Lieferkette zu fördern, wollen wir die erforderliche Kompetenz bei unseren Lieferanten aufbauen und den Wissenstransfer im Bereich Nachhaltigkeit intensivieren. Im Jahr 2012 erließ die SEC eine als »Conflict Minerals Rule« bekannte Regelung. Ziel dieser Regelung ist es, die Transparenz und die Verantwortlichkeit beim Einkauf dieser sogenannten Konfliktmineralien aus den Konfliktgebieten der Demokratischen Republik Kongo und der umliegenden Regionen zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde eine Projektorganisation mit dem Ziel aufgesetzt, die Anforderungen der Regelung in der Lieferkette von Siemens umzusetzen. Für weitere Informationen siehe → C.9.3 RISIKEN. C.8.4 Produktion Die eigene Produktion ist eine wichtige Säule unserer Geschäftstätigkeit. Siemens betreibt weltweit rund 290 wesentliche Produktions- und Fertigungsstätten (Werke) in über 35 Ländern, einschließlich Werke bestimmter Gemeinschaftsunternehmen und assoziierter Unternehmen. Als wesentliches Werk definiert Siemens eine Einrichtung auf Geschäftseinheitsebene, in der in großem Umfang unter Einsatz von Anlagen und Produktionsmitteln, wie Maschinen, Werkzeugen, Energie und Arbeitskraft, aus Rohstoffen und Halbfertigerzeugnissen Güter hergestellt werden. In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten ist Siemens mit rund 140 wesentlichen Werken vertreten, gefolgt von der Region Amerika mit rund 80 wesentlichen Werken und der Region Asien, Australien mit rund 70 wesentlichen Werken. Der Sektor Energy hat mit rund 100 wesentlichen Werken den größten Anteil an unseren Produktions- und Fertigungsstätten, gefolgt von den Sektoren Infrastructure & Cities mit rund 80 wesentlichen Werken, Industry mit rund 70 wesentlichen Werken und Healthcare mit rund 40 wesentlichen Werken. Wesentliche Elemente unserer Fertigungsstandort-Strategie beinhalten die nachhaltige Verbesserung der Kostenposition für unsere Produkte und Lösungen sowie den regionalen Aufbau von Produktionsstätten, um bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen. So sind wir beispielsweise in China, einem der größten Wachstumsmärkte für unser Unternehmen, mit rund 45 wesentlichen Werken vertreten. Eines der bedeutenden Merkmale unserer Produktionstätigkeit ist die Vielfalt an Produkten, Volumina und Prozessen. So reicht unsere Produktpalette von Hörgeräten bis zur 600-Tonnen-Dampfturbine, das Produktionsvolumen vom kundenspezifischen Einzelauftrag bis zur Serienproduktion der Spitzenklasse und die Fertigungsprozesse von der automatisierten Produktion in Reinräumen bis zur manuellen Endmontage von Großanlagen auf Baustellen. Zusätzlich zur Innovation im Bereich von Produkttechnologien stehen für Siemens auch Innovation und Effizienzsteigerung von Fertigungstechnologien im Fokus. Dabei stehen vor allem die Themen Rohstoff- und Energieeffizienz sowie Umweltverträglichkeit von eingesetzten Fertigungsverfahren im Vordergrund. Mit dem Siemens Production System (SPS) streben wir eine kontinuierliche Verbesserung unserer weltweiten Fertigungsprozesse an. Das SPS ist unser strukturierter Ansatz, mit dem wir die Fertigungsaktivitäten von Siemens »lean«, das heißt schlanker gestalten wollen. Ziel ist es, Aktivitäten in unseren Geschäftsprozessen zu reduzieren oder abzuschaffen, die nicht zu Kundennutzen führen. Dies hilft uns, sowohl die wachsenden Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen als auch unsere eigene Kostenposition und die unserer Kunden gegenüber Wettbewerbern zu verbessern. Indem wir schlanke Fertigungsprozesse implementieren, wollen wir gleichzeitig kürzere Durchlaufzeiten und dadurch eine höhere Qualität unserer Prozesse, Produkte und Lösungen erreichen. Dies wiederum ermöglicht es uns, flexibler auf die Anforderungen unserer Kunden zu reagieren und unsere Lieferzuverlässigkeit zu erhöhen. Mittlerweile ist das SPS weltweit bereits in mehr als 80 % unserer wesentlichen Werke eingeführt worden. Unsere Strategie ist es, dass alle unsere Produktions- und Fertigungsstätten ihre Prozesse schlanker gestalten und dass diese Prinzipien auch in anderen Funktionen (zum Beispiel Verwaltung, Engineering) angewendet werden. Für den letztgenannten Zweck haben wir unsere Lean-Expert-Qualifizierungsprogramme erweitert, indem wir spezielle Ausbildungsprogramme für Mitarbeiter eingeführt haben, die in der Verwaltung tätig sind. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 haben insgesamt mehr als 780 Mitarbeiter diese Qualifizierungsprogramme für Produktion und / oder Verwaltung begonnen beziehungsweise zum Teil bereits abgeschlossen. C.8.5 Qualitätsmanagement Die herausragende Qualität unserer Produkte und Lösungen ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für unser Unternehmen. Wir glauben, dass Siemens für eine Qualitätskultur bei Geschäftsprozessen und Kundenprojekten steht. Diese Qualität ist es, die unsere Kunden für essenziell bei der Erfüllung ihrer Bedürfnisse halten. Unser vorrangiges Qualitätsziel ist eine hohe Kundenzufriedenheit. Diese messen wir mit dem Net Promoter Score, welcher unten detaillierter beschrieben ist. Interne Überprüfungen (Audits) und Bewertungen sowie regelmäßige Vergleiche mit Wettbewerbern helfen uns, die Wirksamkeit und Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Es ist so aufgestellt, dass die Anforderungen anerkannter und relevanter internationaler Standards erfüllt und in vielerlei Hinsicht übertroffen werden können. Unser Ziel ist es, eine Kultur fortwährender Verbesserung und höchster Transparenz zu leben. Transparenz bedeutet in diesem Sinne, Qualität zu messen und sichtbar zu machen. Dazu haben wir unternehmensweit einen umfassenden Qualitätsansatz entwickelt, um die Qualität unserer Produkte und Prozesse zu steigern. Wir haben verbindliche Vorgaben in den Bereichen Qualitätsverantwortung, Qualitätscontrolling, Prozessqualität und Qualitätsbewusstsein definiert, die für alle Siemens-Einheiten weltweit gelten. Unsere Qualitätsmanagementorganisation ist auf allen Ebenen unseres Geschäfts etabliert. Rund 10.000 Mitarbeiter arbeiten im Rahmen unserer fortgeführten Aktivitäten aktiv im Qualitätsmanagement und in der Qualitätssicherung in unseren operativen Einheiten. Besonderen Wert legen wir dabei auf Messbarkeit und Transparenz von Qualität. Die Qualität unserer Produkte und Prozesse hängt stark von den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter ab. Weiterbildung in Qualitätsthemen ist daher fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Weiterbildungsmöglichkeiten werden allen Mitarbeitern zugänglich gemacht, in besonderer Weise aber den Qualitätsmanagern, die als Experten in ihrem Bereich eine besondere Kenntnis der relevanten Qualitätswerkzeuge nachweisen müssen. Diese Weiterbildungsmöglichkeiten reichen von webbasierten Lösungen über zielgruppenspezifische Ausbildungskonzepte bis hin zu berufsbegleitenden Trainingsmaßnahmen. Zusätzlich zu den klassischen Feldern des Siemens-Qualitätsmanagements, wie Qualitätsmanagement in Projekten, Prüfungen und Audits sowie Qualitätswerkzeugen, erweitern wir regelmäßig das Trainingsportfolio. Die Trainings entwickeln wir in Zusammenarbeit mit internen Wissensträgern und Experten aus dem universitären Bereich sowie von Partnerinstitutionen. Damit stellen wir sicher, dass ein fundierter Austausch von Wissen innerhalb des Unternehmens und mit externen Spezialisten stattfindet. Produktsicherheit ist ein wesentlicher Aspekt der Produktqualität und ein Bestandteil technischer Compliance. Deshalb stellt die Produktsicherheit auch ein strategisches Ziel des gesamten Wertschöpfungsprozesses dar. Die sichere Ausgestaltung aller von uns entwickelten, hergestellten und vertriebenen Produkte und Dienstleistungen stellt Anforderungen an nahezu alle Funktionsbereiche unseres Unternehmens und berücksichtigt den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte: Entwicklung, Fertigung, Wartung / Instandhaltung, Aufrüstung / Umbau bis hin zur Entsorgung. Dementsprechend berücksichtigen wir nicht nur rechtliche Anforderungen und relevante Normen, sondern auch den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. C.8.6 Vertrieb und Kundenbeziehungen Unsere Sektoren, Divisionen, Geschäftseinheiten und SFS tragen die weltweite Verantwortung für ihr Geschäft, ihre Umsatzerlöse und ihr Ergebnis. Sie können ihre Kunden, insbesondere bei großen Aufträgen und Projekten, von ihrem jeweiligen Stammsitz aus weltweit direkt unterstützen. Unsere Kunden sind jedoch meist kleine und mittlere Unternehmen und Organisationen, die Betreuung vor Ort benötigen. Für diese lokalen Geschäftsmöglichkeiten kann Siemens auf eine starke, globale Vertriebsorganisation zurückgreifen, die von unseren Regionalgesellschaften gesteuert wird. Sie sind für den sektor- und divisionsübergreifenden Vertrieb des Siemens-Portfolios in den jeweiligen Ländern verantwortlich. Dadurch bleiben wir nahe bei unseren Kunden und können ihnen schnelle und individuelle Lösungen für ihre geschäftlichen Anforderungen anbieten. Wir verkaufen gegenwärtig Produkte und Dienstleistungen in rund 190 Ländern. Aufgrund unserer langjährigen Präsenz in den einzelnen Ländern werden wir häufig als einheimisches Unternehmen wahrgenommen: Im Jahr 1855 gründeten wir unsere erste Tochtergesellschaft in Russland, 1904 eröffneten wir unsere erste dauerhafte Präsenz in China, 1905 gründeten wir in Brasilien unsere Tochtergesellschaft Siemens do Brasil, und unsere erste Tochtergesellschaft in Indien wurde im Jahr 1924 gegründet. Nachhaltige Kundenbeziehungen sind die Grundlage für unseren langfristigen Erfolg. Wir verfolgen daher im gesamten Unternehmen einen strukturierten Ansatz, um unsere wichtigsten Kunden zu bedienen (Key-Account-Management-Ansatz, KAM). Dies bedeutet, dass wir unsere Produkte und Lösungen auf die Größe und die regionale Struktur unserer Kunden ausrichten. Zudem stellen wir sicher, dass unsere Großkundenbetreuer, die sogenannten Key Account Manager, kontinuierlich die Beziehungen zu unseren Kunden entwickeln und langfristig aufrechterhalten. Dieser Ansatz wird ergänzt durch unser Executive-Relationship-Programm. Im Rahmen dieses Programms stehen alle Vorstandsmitglieder in direktem Kontakt mit wichtigen Kunden und pflegen dabei einen kontinuierlichen Dialog, um sicherzustellen, dass Siemens zu jeder Zeit mit den Bedürfnissen der Kunden vertraut ist. Der Erfolg unseres Unternehmens hängt stark von der Zufriedenheit unserer Kunden ab. Aus diesem Grund messen wir die Kundenzufriedenheit in jeder Einheit des Unternehmens mit dem Net Promoter Score (NPS). Diese international anerkannte und weithin akzeptierte Steuerungsgröße misst auf der Basis von einmal jährlich weltweit durchgeführten Erhebungen die Wahrscheinlichkeit, mit der unsere Kunden uns weiterempfehlen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden dafür mehr als 25.200 Interviews geführt, im Geschäftsjahr 2012 mehr als 24.100. Unser unternehmensweiter NPS ist im Geschäftsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen. Um die hohe Qualität und die kontinuierliche Verbesserung unserer Kundenbetreuung zu gewährleisten, haben wir mit Account Management Excellence und Sales Management Excellence zwei Programme aufgelegt. Im Rahmen dieser Programme führen wir Stärken-Schwächen-Analysen sowie Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen durch mit dem Ziel, weltweit einen gleichbleibend hohen Standard in der Kundenbetreuung sicherzustellen. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir erfolgreich die Anzahl der Teilnehmer in unserem KAM Certification Program erhöht, um für unsere Schnittstellen zu den Kunden qualitativ hohe und vergleichbare Standards zu etablieren. Ein elementarer Bestandteil unserer weltweiten Marketing- und Vertriebsaktivitäten ist die Einhaltung einschlägiger Gesetze und interner Regeln. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Werte von Siemens und das Thema Compliance ein integraler Bestandteil unserer Schulungsmaßnahmen sind. Unsere systematischen Anstrengungen, die Zufriedenheit unserer Kunden zu erreichen, werden auch von externen Institutionen anerkannt. Im Geschäftsjahr 2013 belegte Siemens das vierte Jahr in Folge im SAM Dow Jones Sustainability Index (DJSI) eine Spitzenplatzierung in der Branche Industriekonglomerate (»Industrial Conglomerates«) für sein Kundenbeziehungsmanagement. Auch in der akademischen Welt wird unser Kundenmanagement als exemplarisch angesehen. Durch Zusammenarbeit auf akademischer Ebene mit vielen Universitäten, darunter der Columbia University, der University of Houston, der Darden University of Virginia, der HEC Paris und der Technischen Universität München, haben wir diese Position im abgelaufenen Geschäftsjahr gestärkt. Wir glauben, dass Siemens durch eine solche Zusammenarbeit im Wettbewerb um Vertriebstalente effektiv aufgestellt ist. Die Zusammenarbeit erhöht auch unser Engagement für die Gesellschaft, da dadurch junge Menschen in vielen Ländern ausgebildet werden. C.8.7 Umweltportfolio Kennzahlen1 scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 2012 Mit dem Siemens-Umweltportfolio erzielte Umsatzerlöse (in Mrd. €) 32,3 32,7 Mit Elementen des Siemens-Umweltportfolios erzielte, kumulierte jährliche Vermeidung von Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden (in Mio. Tonnen) 377 333 1 Fortgeführte Aktivitäten. Unser Umweltportfolio steht beispielhaft für unser Bestreben, unsere Geschäftsaktivitäten auf die zuvor beschriebenen Megatrends, in diesem Fall den Klimawandel, auszurichten. Das Umweltportfolio umfasst Produkte, Systeme, Lösungen und Dienstleistungen (Umweltportfolio-Elemente), die negative Auswirkungen auf die Umwelt und den für den Klimawandel verantwortlichen Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen (im Folgenden als Kohlendioxidemissionen bezeichnet) verringern. Über diesen Umweltnutzen hinaus bietet uns das Umweltportfolio vor allem die Möglichkeit, an attraktiven Märkten erfolgreich zu sein und profitabel zu wachsen. Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Umsatzerlöse des Umweltportfolios aus fortgeführten Aktivitäten 32,3 Mrd. €. Dies entspricht 43 % unserer Umsatzerlöse aus fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2013. Darin enthalten sind Umsatzerlöse neu entwickelter sowie zusätzlich qualifizierter Elemente. Umsatzerlöse von Elementen, die unsere Qualifizierungskriterien nicht mehr erfüllen, wurden herausgenommen. Im Rahmen von One Siemens haben wir uns im Geschäftsjahr 2010 das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 mit dem Umweltportfolio Umsatzerlöse von 40 Mrd. € zu übertreffen. Angesichts der bereits vollzogenen und aktuellen Portfolioveränderungen ist es jedoch nicht mehr realistisch, dieses Ziel allein mit unseren eigenen Aktivitäten im angestrebten Zeitraum zu erreichen. Der strategische Fokus von Siemens auf Technologien für Energieeffizienz sowie Klima- und Umweltschutz bleibt aber unverändert. Im Geschäftsjahr 2013 wurden bereits mehr als zwei Drittel der Umsatzerlöse des Umweltportfolios mit Produkten und Lösungen im Bereich Energieeffizienz erzielt. Mit unserem Umweltportfolio wollen wir unter anderem unseren Kunden helfen, ihre Kohlendioxidemissionen zu verringern, ihre Energiekosten zu senken und ihre Profitabilität durch Produktivitätssteigerungen zu erhöhen. Mit allen seit dem Geschäftsjahr 2002 bei Kunden installierten Umweltportfolio-Elementen, die auch weiterhin im Einsatz sind, haben wir die Kohlendioxidemissionen unserer Kunden im Geschäftsjahr 2013 um 377 Mio. Tonnen gesenkt; das entspricht in Summe den jährlichen Kohlendioxidemissionen der folgenden zwölf Städte: Berlin, Kapstadt, London, Los Angeles, Melbourne, Mexiko City, Moskau, New York City, São Paulo, Seoul, Singapur und Tokio. C.8.7.1 BERICHTERSTATTUNGSGRUNDSÄTZE Wir weisen die aus unserem Umweltportfolio generierten Umsatzerlöse und die daraus erzielte jährliche Reduzierung von Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden in Einklang mit internen Regeln aus, die in unserer Umweltportfolio-Richtlinie definiert sind. Diese Richtlinie basiert auf den Berichterstattungsgrundsätzen des Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard, in der überarbeiteten Version, und des Greenhouse Gas Protocol for Project Accounting. Beide werden vom World Resources Institute (WRI) und World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) veröffentlicht. Die Grundsätze lauten: Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz, Genauigkeit und Vorsicht. Da es derzeit keine allgemein akzeptierten internationalen Standards für die Berichterstattung zu sogenannten grünen Produkten sowie deren Identifizierung gibt, bemühen wir uns zusammen mit externen Organisationen, eine Standardisierung zu entwickeln. Die mit dem Umweltportfolio generierten Umsatzerlöse werden in Einklang mit den Richtlinien zur Realisierung von Umsatzerlösen erfasst, die unter → ZIFFER 2 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS beschrieben sind. C.8.7.2 GOVERNANCE - PROZESSE UND DEFINITIONEN Das Qualifizieren von Umweltportfolio-Elementen sowie die zugehörige Berichterstattung basieren auf definierten Prozessen und Kriterien. Prinzipiell können sich alle Produkte, Systeme, Lösungen und Dienstleistungen der fortgeführten Aktivitäten von Siemens für das Umweltportfolio qualifizieren. Auf Grundlage der unten beschriebenen Kriterien wird das Geschäftsportfolio der fortgeführten Aktivitäten von Siemens jährlich daraufhin geprüft, ob sich Elemente für das Umweltportfolio qualifizieren. Das schließt sowohl die Aufnahme neu entwickelter als auch die Aufnahme zusätzlich qualifizierter Elemente ein, für die der Nachweis, dass die Qualifizierungskriterien erfüllt wurden, in früheren Berichtszeiträumen nicht verfügbar war. Für zusätzlich qualifizierte Elemente stellen wir deren im Vorjahr erzielte Umsatzerlöse und ihren Beitrag zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden auf vergleichbarer Basis dar. Elemente, die unsere Qualifizierungskriterien nicht mehr erfüllen, werden aus dem Umweltportfolio herausgenommen. Vor der Aufnahme in das Umweltportfolio werden potenzielle neue Umweltportfolio-Elemente einem internen, mehrstufigen Evaluierungsprozess unterzogen. Unser Sustainability Board berät einmal im Jahr über Änderungen bei der Zusammensetzung des Umweltportfolios. Eine weitere Aufgabe unseres Sustainability Boards ist es, potenzielle Bedenken von Interessengruppen im Hinblick auf die Aufnahme bestimmter Technologien in das Umweltportfolio beziehungsweise den Ausschluss bestimmter Technologien hieraus zu erörtern. C.8.7.3 KRITERIEN FÜR DIE AUFNAHME ALS UMWELTPORTFOLIO-ELEMENT Ein Umweltportfolio-Element kann - wie oben definiert - ein Produkt, ein System, eine Lösung oder eine Dienstleistung sein. Des Weiteren kann sich eine Kernkomponente eines Systems oder einer Lösung als Umweltportfolio-Element qualifizieren, wenn die von Siemens bereitgestellte Komponente wesentlich dazu beiträgt, dass aus der Anwendung des Systems oder der Lösung ein Umweltnutzen entsteht. Um sich für das Umweltportfolio zu qualifizieren, muss ein Element die Kriterien einer der folgenden, unten näher beschriebenen Kategorien erfüllen: Energieeffizienz, erneuerbare Energie oder Umwelttechnologien. Produkte, Systeme, Lösungen und Dienstleistungen, die für militärische Zwecke oder Kernkraft eingesetzt werden sollen, werden nicht in das Umweltportfolio aufgenommen. > Energieeffizienz: Die Kriterien für Energieeffizienz beinhalten eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20 % oder mehr während der Nutzungsphase bei unserem Kunden in Relation zur Vergleichsbasis oder eine Reduzierung der Emissionen um mindestens 100.000 Tonnen Kohlendioxidäquivalente pro Berichtszeitraum während der Nutzungsdauer durch den Kunden. Zu den Elementen, die diese Energieeffizienzkriterien erfüllen, zählen beispielsweise Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke sowie intelligente Gebäudetechnik. > Erneuerbare Energie: Dieses Kriterium erfüllen Technologien aus dem Bereich erneuerbare Energiequellen wie Windturbinen oder Smart-Grid-Anwendungen und deren Kernkomponenten. > Umwelttechnologien: Dieses Kriterium bezieht sich auf Wasser- und Abwasseraufbereitungstechnologien, Luftreinhaltung, Abfallvermeidung, Recycling sowie auf Elektrofahrzeuginfrastrukturen und deren Kernkomponenten. Auch Beratungsdienstleistungen von Siemens, die Umweltauswirkungen bei unseren Kunden analysieren, sind hier enthalten. Ein weiteres Kriterium für den Sektor Healthcare ist die Reduzierung negativer Wirkungen auf die Umwelt (bei Lärm, Strahlung oder Gesamtgewicht) um mindestens 25 % in Relation zur Vergleichsbasis. C.8.7.4 VERGLEICHSMETHODEN Die Energieeffizienz, die jährliche Reduzierung der Kohlendioxidemissionen bei den Kunden und die Umweltauswirkungen werden jeweils durch Vergleich mit einer Referenzlösung (Vergleichsbasis) ermittelt. Für die Referenzlösung gibt es drei unterschiedliche Optionen: Vorher-Nachher-Vergleich, Vergleich mit einer Referenztechnologie oder Vergleich mit der installierten Basis. Die Vergleichsbasis wird jährlich geprüft und - wenn nötig - modifiziert, beispielsweise wenn statistische Daten zur installierten Basis aufgrund technischer Innovationen oder regulatorischer Änderungen aktualisiert werden müssen. Die Reduzierung der Kohlendioxidemissionen wird durch einen Vergleich für jedes relevante Umweltportfolio-Element mit einer Vergleichsbasis berechnet. Für diese Berechnung konzentrieren wir uns auf die Elemente, die einen wesentlichen Einfluss auf die Gesamtsumme der Reduzierung der Kohlendioxidemissionen haben. In einigen Fällen wird bei der Berechnung der Kohlendioxidemissionen der Referenzwert für die installierte Basis mithilfe globaler Emissionsfaktoren ermittelt, zum Beispiel jener zur Energieerzeugung. Die für unsere Berechnungen verwendeten Vergleichswerte basieren hauptsächlich auf Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) zur Bruttoenergieproduktion und zu Netzverlusten, auf Daten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zu brennstoffbezogenen Emissionsfaktoren sowie auf unseren eigenen Bewertungen der Effizienz der Stromproduktion. Aus Konsistenzgründen wenden wir für die Berechnung von Emissionsreduzierungen im Allgemeinen globale Emissionsfaktoren an. C.8.7.5 SCHÄTZUNGEN FÜR DIE BERICHTERSTATTUNG Die Aufnahme von Elementen in das Umweltportfolio basiert auf Kriterien, Methoden und Annahmen, die andere Unternehmen und Interessenvertreter möglicherweise anders beurteilen. Zu den Faktoren, die zu Unterschieden führen können, zählen unter anderem: die Auswahl der anzuwendenden Vergleichsmethode, die Anwendung globaler Emissionsfaktoren, die von lokalen Gegebenheiten abweichen können, die Nutzungsmuster bei Kunden, die von denen abweichen, die standardmäßig zur Berechnung des Kohlendioxidrückgangs verwendet werden, sowie Expertenschätzungen in Fällen, in denen keine weiteren Daten verfügbar sind. Für das Qualifizieren von Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen für den Umwelt- und Klimaschutz sowie das Erfassen und Berechnen der entsprechenden Umsatzerlöse dieser und der Menge der durch sie eingesparten Kohlendioxidemissionen existieren bislang keine unternehmensübergreifenden, allgemein gültigen internationalen Standards. Dies kann dazu führen, dass die Umsatzerlöse aus unserem Umweltportfolio und die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden nicht vergleichbar sind mit ähnlichen Informationen, die von anderen Unternehmen veröffentlicht wurden. Wir berichten die jährliche Reduzierung der Kohlendioxidemissionen in der Berichtsperiode der Installation des Siemens-Umweltportfolio-Elements. Diese Periode wird durch erreichte Meilensteine oder eine Abschätzung der Errichtungsdauer bestimmt. Sie kann vom Zeitpunkt der Realisierung der Umsatzerlöse abweichen. Darüber hinaus unterliegen die Umsatzerlöse aus unserem Umweltportfolio sowie die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden internen Dokumentations- und Prüfungsanforderungen, die weniger komplex sind als jene, die unseren Finanzinformationen zugrunde liegen. Es ist möglich, dass wir unsere Regelungen für das Erfassen von Umsatzerlösen aus unserem Umweltportfolio und die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden künftig ohne vorherige Ankündigung ändern. Wie in den Vorjahren, haben wir auch für das Geschäftsjahr 2013 eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, die berichteten Ergebnisse zu unserem Umweltportfolio einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (Limited Assurance Engagement) zu unterziehen. Diese Prüfung wurde in Einklang mit dem International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Assurance Engagements Other than Audits or Reviews of Historical Financial Information) durchgeführt. Der unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind keine Sachverhalte bekannt geworden, die sie zu der Annahme veranlassen, dass die Angaben im Abschnitt Siemens Environmental Portfolio des englischsprachigen Environmental Portfolio Reports, der die mit dem Umweltportfolio erzielten Umsatzerlöse sowie die Reduzierung der jährlichen Kohlendioxidemissionen bei unseren Kunden enthält, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den zugrunde gelegten Berichterstattungsgrundsätzen aufgestellt worden sind. C.8.8 Umweltleistung Kennzahlen1 scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 2012 Effizienzsteigerung im Bereich Energieeffizienz gegenüber der Vergleichsbasis (Geschäftsjahr 2010) 4 % 8 % Effizienzsteigerung im Bereich Abfallaufkommen gegenüber der Vergleichsbasis (Geschäftsjahr 2010) 4 % 7 % Reduzierung von Abfällen zur Beseitigung gegenüber der Vergleichsbasis (Geschäftsjahr 2010) 7 % 8 % Effizienzsteigerung im Bereich CO2 -Emissionen gegenüber der Vergleichsbasis (Geschäftsjahr 2010) 13 % 13 % 1 Fortgeführte Aktivitäten. C.8.8.1 UMWELTSCHUTZ Um sich den heutigen, weltweiten ökologischen Anforderungen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen, hat Siemens ein umfassendes EHS-Managementsystem (Environmental Protection, Health Management and Safety) etabliert. Die Prozessanforderungen dieses Managementsystems unterstützen unsere operativen Einheiten darin, mit geltendem Recht, Regularien und Kundenanforderungen in Einklang zu stehen, die unternehmensinternen Anforderungen zu erfüllen und unsere Siemens-weiten Umweltziele zu erreichen. Das Umweltschutz-Managementsystem verlangt, dass unsere relevanten Produktions- und Bürostandorte ein System für Umweltmanagement umsetzen, das den Anforderungen des international anerkannten Standards ISO 14001 gerecht wird, und dass gleichzeitig unser eigener, interner Standard, die »Anforderungen an die umweltverträgliche Produkt- und Anlagengestaltung«, umgesetzt wird. Dieser interne Standard schreibt vor, die Umweltwirkung unserer Produkte und Systeme während der Herstellungs-, Nutzungs- und Entsorgungsphase zu reduzieren, und ist integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Das Managementsystem beinhaltet eine Reihe wirkungsvoller, sich ergänzender Umweltprogramme sowie Siemens-weite Umweltziele. Mit regelmäßigen internen Audits überprüfen wir unsere Umweltleistung und unsere Fortschritte. Die daraus gewonnenen Ergebnisse nutzen wir, um unsere Leistung kontinuierlich zu verbessern. Aus unserem übergeordneten Anspruch heraus, uns kontinuierlich zu verbessern, haben wir im Geschäftsjahr 2012 zwei Umweltschutzprogramme auf den Weg gebracht: »Serve the Environment« (»Der Umwelt dienen«) im betrieblichen Umweltschutz und »Product Eco Excellence« (»Ökoeffiziente Produktgestaltung«) im produktbezogenen Umweltschutz. Die Programme sind so ausgestaltet, dass sie die Energie- und Ressourceneffizienz verbessern, international wachsende Anforderungen im Umweltschutz erfüllen, dadurch den Kundennutzen erhöhen und unsere Position als nachhaltiges Unternehmen stärken. Auf Basis der zentral erfassten Umweltkennzahlen richten wir unsere Verbesserungsmaßnahmen an den Anforderungen des betrieblichen und produktbezogenen Umweltschutzes aus. C.8.8.2 BETRIEBLICHER UMWELTSCHUTZ Eine der wichtigen Aufgaben im betrieblichen Umweltschutz besteht darin, unsere Energie- und Ressourceneffizienz an unseren Standorten zu verbessern. Wir haben uns mit dem Programm »Serve the Environment« folgende Siemens-weite Hauptziele gesetzt: ― Wir werden unsere Energieeffizienz weiterhin systematisch verbessern und damit auch unsere Effizienz im Bereich CO2-Emissionen erhöhen. ― Wir werden unsere Abfalleffizienz um 1 % pro Jahr bis zum Geschäftsjahr 2014 steigern. ― Wir werden die Abfälle zur Beseitigung um 1 % pro Jahr bis zum Geschäftsjahr 2014 verringern. Darüber hinaus verfolgt Siemens weiterhin den im Geschäftsjahr 2012 entwickelten Ansatz zum Wassermanagement. An Standorten mit erhöhtem Risiko beim Umgang mit Wasser -zum Beispiel durch Trockenheit, hohe Abwasserfrachten oder aufgrund von schwach entwickelter technischer Infrastruktur - werden an lokale Gegebenheiten angepasste Ziele definiert und mit dem Erreichen dieser Ziele Risiken und negative Auswirkungen auf die Umwelt reduziert. Auch das Thema Luftverschmutzung adressieren wir in unserem Umweltprogramm: Für rechtlich noch zulässige und genutzte, jedoch die Ozonschicht abbauende Substanzen suchen wir nach Ersatzlösungen. Lösungsmittelbilanzen werden auch bei Mengen unterhalb gesetzlich festgelegter Schwellenwerte erstellt, um die Luftverschmutzung zu verringern. Die Zielerreichung hinsichtlich der Vorgaben des »Serve the Environment«-Programms messen wir anhand der Aggregation der Ergebnisse aus den lokal umgesetzten Maßnahmen unserer Standorte. Unsere Kennzahlen berechnen wir für alle umweltrelevanten Büro- und Produktionsstandorte anhand von quartalsweise erhobenen Umweltdaten, die Umweltleistung auf portfoliobereinigter Basis. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die zeitliche Entwicklung der Umweltleistung vergleichbar darzustellen und zu überwachen, unabhängig vom Zukauf oder Abgang von Unternehmensteilen. Wir verwenden eine einzelne Kennzahl, die einen gewichteten Primärenergiebedarf aller an den Standorten eingesetzten Energieträger ermittelt. Hierbei wird auch die Energiemenge berücksichtigt, die anfällt, wenn die eingesetzten Brennstoffe gewonnen, umgewandelt und verteilt werden. Fossile Energieträger erhalten einen höheren Primärenergiefaktor als erneuerbare Energieträger. Durch gezielte Wahl des Energieträgers können Siemens-Standorte so ihre Energieeffizienz steigern und gleichzeitig zu einer ressourcenschonenden Energienutzung beitragen. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die von uns gesteckten Ziele erreicht. Aufgrund des schwächeren Geschäftsverlaufs konnten wir das Effizienzniveau für Energie und Abfall des Geschäftsjahrs 2012 nicht beibehalten. Durch verschiedene Maßnahmen zur Verringerung der zu beseitigenden Abfälle und durch günstigen Energieeinkauf konnten wir die Abfallbeseitigungsquote und die CO2-Effizienz in etwa auf Vorjahresniveau halten. C.8.8.3 PRODUKTBEZOGENER UMWELTSCHUTZ Wesentliches Ziel des produktbezogenen Umweltschutzes ist es, die Umweltleistung unserer Produkte und Anlagen umfassend zu verbessern. Wir definieren verpflichtende Anforderungen in unserem internen Umweltstandard, um die Umweltwirkung unserer Produkte und Anlagen in der Entwicklungs-, Herstellungs-, Nutzungs- und Entsorgungsphase zu reduzieren. Das Programm »Product Eco Excellence« unterstützt unsere Einheiten, diese Anforderungen zu erfüllen. Gleichzeitig hat das Programm zum Ziel, unsere operativen Einheiten auf künftige regulatorische Anforderungen und den Kundenbedarf besser vorzubereiten, die Umweltkommunikation zu stärken und das Umweltbewusstsein unserer Mitarbeiter weiter auszubauen. Zentrale Elemente des Programms sind: ― Wir erhöhen kontinuierlich die Transparenz bei den zu deklarierenden Substanzen, insbesondere bei zugekauften Teilen und Komponenten. Zu diesem Zweck führen wir eine Liste dieser Substanzen (List of declarable substances, LoDS). Auf ihr sind Stoffe verzeichnet, deren Inverkehrbringen regional oder anwendungsspezifisch beschränkt ist oder die aufgrund ihrer gesundheits- und umweltgefährdenden Eigenschaften an sich riskant sind und zu Risiken beim Herstellen, Nutzen und Entsorgen von Produkten führen können. Wir sind bestrebt, die Bewertung der Umweltverträglichkeit unserer Produkte zu verbessern, um die Anforderungen unserer Kunden an den jeweiligen Zielmärkten zu erfüllen. Damit unterstützen wir gleichzeitig das Schließen von Materialkreisläufen (Cradle to Cradle), das in unseren Zielmärkten zunehmend an Bedeutung gewinnt. ― Wir entwickeln eine Methode, mit der wir diejenigen Risiken durch eingesetzte Stoffe und Materialien besser bewerten können, die durch deren ökologische oder toxikologische Wirkungen bedingt sind oder aus ihrer möglichen künftigen Verknappung resultieren. Diese Ergebnisse sind die Grundlage für Substitutionsentscheidungen bei der Produktentwicklung. Die Methode wurde entwickelt und wird nun als Teil des Umweltprogramms ausgerollt. In Pilotprojekten werden wir das Potenzial der Methode prüfen. ― Um den »ökologischen Fußabdruck« unserer Produkte und Anlagen zu ermitteln und zu bewerten und um dessen Abdeckungsgrad weiter zu steigern, bauen wir eine harmonisierte Herangehensweise auf. Dabei folgen wir den Anforderungen der internationalen Normen zur Lebenszyklusanalyse ISO 14040 und ISO 14044. Die Ergebnisse dieser Analysen sind die Grundlage für unsere Produktumweltdeklarationen, die unsere Kunden nutzen, um ihre eigenen Umweltwirkungen zu reduzieren. C.8.9 Mitarbeiter Kennzahlen1 scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 2012 Mitarbeiterfluktuationsrate2 10,8 % 10,7 % Frauen in Führungspositionen (in % der Mitarbeiter in Führungspositionen)3 15,6 % 15,3 % Ausgaben für Weiterbildung (in Mio. €)4 265 283 Ausgaben für Weiterbildung pro Mitarbeiter (in €)4 670 693 1 Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten. 2 Die Mitarbeiterfluktuationsrate ist definiert als Quotient aus der Zahl der freiwilligen und unfreiwilligen Abgänge von Siemens während des Geschäftsjahrs zur durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter. 3 Mitarbeiter in Führungspositionen sind alle disziplinarischen Führungskräfte plus Projektmanager. 4 Ohne Berücksichtigung von Reisekosten. Exzellente Mitarbeiter zählen zu den großen Stärken von Siemens. Sie haben Siemens zu dem Unternehmen gemacht, das es heute ist, und legen mit ihrer Expertise, mit ihren Fähigkeiten und mit ihrem hohen Engagement die Grundlagen für den fortwährenden Erfolg des Unternehmens. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, müssen wir kontinuierlich die besten und fähigsten Mitarbeiter weltweit für Siemens gewinnen und sie an unser Unternehmen binden. Als Arbeitgeber der Wahl fördern wir Vielfalt und Engagement unserer Mitarbeiter auf der Grundlage einer Hochleistungskultur, unterstützen lebenslanges Lernen und Weiterentwicklung, bieten ein attraktives Arbeitsumfeld, betreiben Gesundheitsmanagement und gewährleisten Arbeitssicherheit. Siemens ist überzeugt, dass engagierte Mitarbeiter ein wesentlicher Faktor für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg sind. Sie fördern Innovationen, Wachstum und Profitabilität. Seit 2010 dient die weltweite Befragung zum Mitarbeiterengagement als wichtiges Managementinstrument. Die Mitarbeiterbefragung wird künftig alle zwei Jahre durchgeführt, um mehr Zeit für die Umsetzung und Nachbereitung von Verbesserungsmaßnahmen zu haben. Der demografische Wandel, lebenslange Beschäftigungsfähigkeit und generationsübergreifende Zusammenarbeit sind die entscheidenden Herausforderungen für Siemens, die es zu meistern gilt, wobei wir hierbei sowohl regionale als auch arbeitsmarktbezogene Besonderheiten sehen. Um unsere Position als Arbeitgeber der Wahl beizubehalten, passen wir unsere Maßnahmen an regionale Bedürfnisse an. Beispielsweise führt der steigende Anteil der über 55-jährigen Mitarbeiter in Europa und in den USA dazu, dass die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit unserer erfahrenen Mitarbeiter sowie der Wissenstransfer besonders wichtige Maßnahmen darstellen. In Asien wiederum stellt diese Altersgruppe lediglich 3 % der Arbeitnehmerschaft dar, während 58 % unter 35 Jahre alt sind. Die dortige, heterogene Bildungslandschaft verlangt nach frühzeitigen Weiterentwicklungsmöglichkeiten für diese Altersgruppe der unter 35-Jährigen. Basierend auf einem gemeinsamen Ansatz treiben wir den Austausch von bewährten Methoden zwischen den Ländern voran und stärken das Bewusstsein unserer Führungskräfte für die Zusammenarbeit innerhalb generationsübergreifender Teams. Mitarbeiter nach Segmenten zum 30. September 2013 (in Tausend)1 1 Fortgeführte Aktivitäten. Mitarbeiter nach Regionen zum 30. September 2013 (in Tausend)1 1 Fortgeführte Aktivitäten. 2 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. C.8.9.1 MITARBEITERVIELFALT (DIVERSITY) Für Siemens als weltweiten Akteur stellt die enorme und vielfältige Bandbreite an Fähigkeiten, Erfahrungen und Qualifikationen unserer Mitarbeiter einen substanziellen Wettbewerbsvorteil dar und erhöht unsere Attraktivität als Arbeitgeber. Das Chief Diversity Office koordiniert unternehmensweit Strategien, Maßnahmen und Programme, die sich an folgenden Prinzipien orientieren: ― Wir wollen jede Position mit dem besten Mitarbeiter besetzen, ― wir wollen Möglichkeiten für vielfältige Erfahrungen und Interaktion bieten, und ― wir wollen überall im Unternehmen eine Vielfalt von Denkweisen erreichen. Diversity-Netzwerke und -Programme Unsere weltweiten Diversity-Netzwerke werben für die Diversity-Themen, die über Organisationsgrenzen hinweg erörtert und vorangetrieben werden. Beispiele solcher Netzwerke sind GLOW (Global Leadership Organization of Women), die Diversity-Botschafter und GENE, das Generationen-Netzwerk zur Förderung des generationsübergreifenden Austauschs. Zusätzlich unterhalten wir weltweit mehr als 120 lokale Mitarbeiternetzwerke, in denen sich die Mitarbeiter aktiv an Diversity-Programmen und -Aktivitäten beteiligen. Diversity-Scorecard Siemens misst seinen Fortschritt im Bereich Diversity mit einer Diversity-Scorecard, die sich aus fünf Parametern zusammensetzt. Eine Überprüfung und ein Vergleich mit den Ergebnissen der Vorjahre erfolgen jährlich. Die fünf Parameter umfassen die Bereiche Fachwissen, Mitarbeitervielfalt auf allen Ebenen, Zusammensetzung des Kreises von Nachwuchsführungskräften (Top Talent Pool), Unternehmenskultur und Branding sowie Erfahrungs-Mix. Vielfalt in Führungspositionen Wir haben den Prozess der Besetzung von Führungspositionen systematisiert, um dazu beizutragen, dass bereits die Vorauswahl der Kandidaten die Vielfalt unserer Kunden und Mitarbeiter auf allen Ebenen und in allen Regionen widerspiegelt. So hat sich beispielsweise der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei Siemens weltweit seit dem Geschäftsjahr 2002 nahezu verdoppelt. Im Berichtsjahr lag er bei 15,6 %. Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Work-Life-Integration) Immer mehr Mitarbeiter wünschen sich flexible Lösungen, beispielsweise in der Kinderbetreuung, um ihre Berufstätigkeit mit ihrem Privatleben vereinbaren zu können. An vielen unserer weltweiten Standorte bieten wir heute flexible Arbeitszeitmodelle sowie Möglichkeiten zur Teilzeit- und Telearbeit. Gleichzeitig bauen wir insbesondere in Deutschland die betriebsnahe Kinderbetreuung in Kinderkrippen, Kindergärten und Horten aus - und das immer unter Berücksichtigung der lokalen Rahmenbedingungen. C.8.9.2 PERSONALGEWINNUNG UND -ENTWICKLUNG Weltweit die besten Kandidatinnen und Kandidaten für Siemens anzusprechen, zu gewinnen, zu fördern und systematisch weiterzuentwickeln - das ist unser Ziel in der Personalgewinnung und -entwicklung. Um unseren Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken, überzeugen wir nicht nur neue Mitarbeiter von Siemens als attraktivem Arbeitgeber, sondern halten diese durch gezielte Weiterentwicklung langfristig im Unternehmen. Um neue Talente für Siemens zu gewinnen, bieten wir eine Reihe attraktiver Programme an: Mit dem Siemens Advanced Program beispielsweise bilden wir hoch qualifizierte Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen zu künftigen Technologieexperten für das Unternehmen aus. Das Siemens Graduate Program (SGP) wiederum bereitet hoch qualifizierte Absolventinnen und Absolventen auf künftige Managementaufgaben im Unternehmen vor. Der Performance Management Process (PMP) hilft Führungskräften sowie Mitarbeitern, eindeutige persönliche Ziele zu beschließen und das für deren Erreichen notwendige Feedback zu geben. Dieser Prozess hilft zudem bei der Festsetzung der Vergütung, der Förderung durch berufliche Weiterbildung sowie bei der unternehmensweiten Identifikation von Talenten. Um unseren Anspruch auf hervorragende Leistungen widerzuspiegeln, enthält unser weltweites Vergütungssystem für das Top- und das obere Management eine variable Komponente. C.8.9.3 LERNEN UND WEITERBILDUNG Wir fördern und erweitern die Qualifikation und das Fachwissen unserer Mitarbeiter an allen Standorten. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir deshalb für ihre Weiterbildung rund 265 Mio. € (ohne Berücksichtigung von Reisekosten) aufgewendet. Dies entspricht etwa 670 € pro Mitarbeiter. Die Aufwendungen beinhalten Kurse und Schulungsprogramme sowohl für einzelne Mitarbeiter als auch für ganze Unternehmenseinheiten. Siemens Learning Campus und Siemens Leadership Excellence, zwei zentrale Einheiten, sind für das Implementieren des globalen Lernportfolios verantwortlich. Siemens Learning Campus bietet regionale Lernangebote für alle Mitarbeiter an. Das Trainingsangebot reicht von Trainings für Mitarbeiter und Führungskräfte über maßgeschneiderte Schulungen und Dienstleistungen für Gruppen bis hin zu Lösungen für Organisationen. Konzerneinheitliche Lernprogramme (»Siemens Core Learning Programs«) fördern die systematische Entwicklung unserer Mitarbeiter weltweit. Die Programme orientieren sich an den Herausforderungen des jeweiligen Tagesgeschäfts und richten sich zum Beispiel an Mitarbeiter im Vertrieb, im Projektmanagement, im Einkauf, in der Entwicklung oder in der Fertigung. Im Geschäftsjahr 2013 kamen neue Programme für den Kundenservice und das Qualitätsmanagement in Projekten hinzu. Führungskräfte bis zu den höchsten Ebenen der Organisation werden durch Siemens-Leadership-Excellence-Programme auf ihre künftige Aufgabe vorbereitet. In Deutschland ist Siemens eines der größten Ausbildungsunternehmen für Schulabgänger mit 7.000 Ausbildungsplätzen für Siemens-Auszubildende und 2.800 Ausbildungsplätzen für Auszubildende anderer Unternehmen. Wie in den Jahren zuvor haben wir auch im Berichtsjahr erneut 10 % unserer Ausbildungsplätze benachteiligten Jugendlichen vorbehalten. Zusätzlich haben wir zum zweiten Mal rund 31 Schulabgängern aus zwölf europäischen Ländern eine Ausbildung nach dem deutschen dualen Ausbildungsmodell angeboten. C.8.9.4 AKTIENKULTUR BEI SIEMENS Schon im Jahr 1969 hat Siemens sein erstes Mitarbeiteraktienprogramm in Deutschland aufgelegt. Aufbauend auf diese Erfolgsgeschichte, entschied sich Siemens im Jahr 2008, die Beteiligung von Mitarbeitern und Führungskräften auszuweiten. Heute bietet Siemens für rund 95 % seiner Mitarbeiter in 60 Ländern die Möglichkeit, Mitarbeiteraktien mit einer finanziellen Unterstützung des Unternehmens zu erwerben. Der Share Matching Plan beruht auf einem einfachen Prinzip: Für jeweils drei Siemens-Aktien, die ein Mitarbeiter erwirbt und drei Jahre lang hält, teilt Siemens eine weitere Aktie ohne Zuzahlung (Matching-Aktie) zu. Einzige Bedingung ist, dass der Mitarbeiter weiterhin bei Siemens beschäftigt ist. Erklärtes Ziel dieses Plans war immer, Mitarbeitern aller Einkommensebenen den Besitz von Aktien zu ermöglichen. Siemens ist überzeugt, dass Mitarbeiter durch Aktienbeteiligungen motiviert werden, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich stärker mit dem Unternehmen, für das sie arbeiten, zu identifizieren - eine fundamentale Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung von Siemens. C.8.9.5 ARBEITNEHMERRECHTE UND BEZIEHUNGEN ZU DEN ARBEITNEHMERVERTRETUNGEN Ein faires Miteinander von Unternehmensleitung, Mitarbeitern und Arbeitnehmervertretungen spielt eine zentrale Rolle bei Siemens. Als einer der größten Arbeitgeber in Deutschland sowie weltweit stellen wir uns unserer sozialen Verantwortung und respektieren und schützen die grundlegenden Rechte unserer Mitarbeiter - die bereits weltweit gelten und fest in den Siemens Business Conduct Guidelines verankert sind. Als Zeichen für dieses Engagement haben Siemens, der Siemens-Gesamtbetriebsrat, die deutsche Gewerkschaft IG Metall und der internationale Gewerkschaftsdachverband IndustriAll Global Union ein internationales Rahmenabkommen zu den Grundsätzen sozialer Verantwortung abgeschlossen. C.8.9.6 ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSMANAGEMENT Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sind wichtige Elemente der nachhaltigen Strategie unseres Unternehmens und integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse. Wir entwickeln deshalb zentrale Programme und Prozesse, die dann dezentral in Verbindung mit individuell auf die jeweilige Geschäftstätigkeit angepassten Programmen angewendet werden. Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement sind fester Bestandteil der Siemens Business Conduct Guidelines, der internen Überwachungssysteme sowie unserer Risikomanagement- und internen Kontrollsysteme. Darüber hinaus ist Arbeitssicherheit Bestandteil eines internationalen Rahmenabkommens zwischen der Siemens AG, dem Gesamtbetriebsrat der Siemens AG, der IG Metall und der IndustriAll Global Union. Sicherheitskultur fördern Arbeitssicherheit war in der Vergangenheit oftmals geprägt von der Konzentration auf technische Schutzmaßnahmen. Dabei konnten bereits beachtliche Erfolge erzielt werden. Wir sind aber der Überzeugung, dass eine weitere Verbesserung nur durch eine gelebte Arbeitssicherheitskultur und optimale Arbeitsbedingungen erreicht werden kann - in jedem Land und für alle Siemens-Mitarbeiter sowie für unsere Auftragnehmer. Wir tragen als Unternehmen und als Einzelpersonen die Verantwortung dafür, dass die Arbeitsumgebung bei Siemens jederzeit und für jeden Mitarbeiter sicher ist. Derzeit existieren lokale Referenzbeispiele, auf denen wir aufbauen können. Nachhaltigkeit erzielen wir jedoch nur durch eine weltweit einheitliche Vorgehensweise. Unsere Kunden und Lieferanten sowie die Regulierungsbehörden erwarten von uns hohe Sicherheitsstandards. Sicheres Verhalten wird nicht nur durch das Einhalten von Gesetzen, Regelungen und Verfahren allein bestimmt, sondern auch durch persönliche Werte von Führungskräften und Mitarbeitern. Deshalb hat Siemens im Geschäftsjahr 2012 zur Verbesserung der Sicherheitskultur das Programm Zero Harm Culture @ Siemens eingeführt. Es verfolgt drei Grundsätze: ― Null Unfälle - es ist möglich. ― Keine Kompromisse bei Sicherheit und Gesundheit! ― Wir achten aufeinander! Wir beginnen immer vor Ort mit einer Analyse der augenblicklichen Situation und der Sicherheitslage, um damit einen Überblick über notwendige Verbesserungen und künftige Aktivitäten zu erhalten. Die Einbindung des Managements bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt stellt die Wichtigkeit und Nachhaltigkeit des Programms sicher. Der weltweite Austausch bewährter Methoden und der Erfahrungsaustausch sichern darüber hinaus den nachhaltigen Fortschritt. Unser Ziel ist es, von guten Beispielen zu lernen und Einstellungen sowie Verhaltensweisen zu ändern, um damit durch das Ergreifen ehrgeiziger Maßnahmen unser Ziel der nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2013 war die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle in Summe geringer als im Geschäftsjahr 2012. Wir führen dies auf die zahlreichen und konsequenten Maßnahmen sowie die konkret eingeleiteten Projekte zurück. Ein etablierter Prozess zur Lieferantenbeurteilung unterstützt diese Anstrengungen. Darüber hinaus haben Supply Chain Management und die Sektoren gemeinsame Pläne entwickelt, um das EHS-Profil der Lieferanten zu verbessern. Dennoch bedauern wir im Geschäftsjahr 2013 fünf arbeitsbedingte Todesfälle von Siemens-Mitarbeitern und zehn arbeitsbedingte Todesfälle von Auftragnehmern. Im Vorjahr waren es vier Fälle bei Siemens-Mitarbeitern und 15 bei Auftragnehmern. Gesundheit fördern Siemens hat bei Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz einen hohen Standard etabliert, um arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu vermeiden und die Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig zu fördern. Wir unterstützen die Mitarbeiter in einem selbstbestimmten Umgang mit ihrer Gesundheit und setzen uns für die Ausgestaltung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen im Unternehmen ein. Mit unseren Angeboten in den fünf Bereichen gesunde Arbeitswelt, psychische Gesundheit, Bewegungsförderung, gesunde Ernährung und medizinische Betreuung tragen wir dazu bei, das physische, psychische und soziale Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu stärken. Darüber hinaus haben wir Anforderungen an ein Siemens-Gesundheitsmanagementsystem definiert, das einen konzernweiten Ansatz zur systematischen und langfristigen Steuerung des Gesundheitsmanagements darstellt. Darauf können die Geschäftseinheiten zurückgreifen, wenn sie Gesundheit in ihre Organisationsstrukturen und Geschäftsprozesse integrieren wollen. C.8.10 Compliance Kennzahlen1 scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 2012 Anzahl Anfragen an das Helpdesk Ask us 416 1.009 Gemeldete Compliance-Fälle 908 830 Disziplinarmaßnahmen 305 266 davon Abmahnungen 188 173 davon Entlassungen 75 73 davon Andere2 42 20 1 Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten. 2 Umfasst den Verlust variabler und freiwilliger Vergütungskomponenten. Versetzungen und Suspendierungen. Die Siemens Business Conduct Guidelines stecken den ethisch-rechtlichen Rahmen für unsere Geschäftsaktivitäten ab. Unser Compliance-System soll sicherstellen, dass unsere Geschäftspraktiken weltweit im Einklang mit diesem Rahmen und den gesetzlichen Bestimmungen stehen. Diesem Zweck dienen auch die drei Säulen unseres Compliance-Systems: Vorbeugen, Erkennen und Reagieren. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Compliance in unserem Unternehmen weiter zu stärken und unsere Bemühungen bei der Bekämpfung der Korruption gemeinsam mit anderen Marktteilnehmern und staatlichen Akteuren (Collective Action) voranzutreiben. Das ab dem Geschäftsjahr 2012 angewendete Compliance Risk Assessment (CRA) verpflichtet die CEOs und Führungskräfte von Siemens, jährlich zusammen mit dem zuständigen Compliance Officer die Compliance-Risiken für ihre Einheiten systematisch zu bestimmen und zu bewerten. Diese Analysen wurden im Geschäftsjahr 2013 für alle Geschäftseinheiten des Unternehmens durchgeführt und in die Compliance-Risikoanalyse auf Konzernebene einbezogen, die dem Ziel dient, systematische und weltweit wiederkehrende Compliance-Risiken für das Unternehmen möglichst frühzeitig zu ermitteln. In dieser Analyse werden zusätzlich zu den CRA-Resultaten unter anderem auch die Erkenntnisse aus den Compliance-Kontrollen und den fallbezogenen Untersuchungen berücksichtigt. Relevante Risiken werden an das Siemens-Risikomanagement (ERM) gemeldet, und Maßnahmen zur Risikoverringerung werden erarbeitet und umgesetzt. Das Helpdesk Ask us steht unseren Mitarbeitern für alle Fragen zum Thema Compliance zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2013 richteten die Mitarbeiter 416 Anfragen an dieses Helpdesk. Wir führen den Rückgang gegenüber dem Vorjahr, mit 1.009 Anfragen, auf Verbesserungen bei unseren Prozessen und auf das erweiterte Wissen sowie das größere Verständnis für Compliance-Regelungen und -Prozesse bei unseren Mitarbeitern zurück. Zusätzlich können alle Mitarbeiter ihre Fragen auch direkt an den für ihre Einheit verantwortlichen Compliance Officer richten. Das Helpdesk Tell us und der unabhängige Ombudsmann des Unternehmens bilden zwei geschützte Meldewege, über die sowohl unsere Mitarbeiter als auch Dritte Verstöße gegen externe und interne Regeln melden können. Diese Meldungen werden an unsere Compliance-Organisation weitergeleitet. Darüber hinaus kann mögliches Fehlverhalten auch direkt, über den Vorstand oder über Führungskräfte an die Compliance-Organisation gemeldet werden, insbesondere an die Compliance Officer in den einzelnen Unternehmenseinheiten. Unsere Mitarbeiter nutzen diesen Meldeweg regelmäßig. Vor diesem Hintergrund berichten wir ab dem Geschäftsjahr 2013 die Gesamtzahl der über alle vorgenannten Meldewege mitgeteilten Compliance-Fälle, die weitere Sachverhaltsermittlungen oder Untersuchungen zur Klärung der gemeldeten Vorwürfe erfordern (GJ 2013: 908; im Vj. 830). Am 9. Dezember 2009 startete Siemens eine globale Integritätsinitiative (Siemens Integrity Initiative) mit einem Budget von 100 Mio. US$. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Organisationen und Projekte zu unterstützen, die sich dem Kampf gegen Korruption und Betrug auf der Basis von Collective Action sowie Aufklärungsarbeit und Schulungen verschrieben haben. Diese Initiative ist Teil des umfassenden Vergleichs zwischen der Weltbank und der Siemens AG vom 2. Juli 2009. Der Status der 31 Projekte, die in der ersten Förderrunde mit einem vertraglich vereinbarten Fördervolumen in Höhe von 37,7 Mio. US$ ausgestattet wurden, wurde der Weltbank im März 2013 vorgestellt. Am 27. Juni 2013 eröffnete Siemens die zweite Förderrunde; vorgesehen ist die Förderung von bis zu 25 Projekten mit einem Fördervolumen von insgesamt bis zu 30,0 Mio. US$. Am 12. Oktober 2012 erhielt das Unternehmen den vierten Jahresbericht des Compliance-Monitors Dr. Theo Waigel, den Siemens im Rahmen der Einigung mit der US-Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission, SEC) und dem US-amerikanischen Justizministerium (Department of Justice, DOJ) im Dezember 2008 beauftragt hatte. Die Tätigkeit des Compliance-Monitors endete nach vollständiger Umsetzung aller seiner Empfehlungen gemäß der vorgenannten Einigung mit den US-amerikanischen Behörden vier Jahre nach der Einigung am 15. Dezember 2012. Wir haben ein System von vier Compliance-Prioritäten, mit dem wir unser Compliance-System weiterentwickeln und verbessern: ― Für Integrität einstehen: Wir wollen die Verantwortung aller Manager für Compliance weiter fördern und mit Collective Action und der Siemens-Integritätsinitiative unser Engagement für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken an unseren Märkten fortsetzen. ― Dem Geschäft verpflichtet: Wir wollen das Compliance-System zur Unterstützung nachhaltigen Wachstums einsetzen und als Wettbewerbsvorteil nutzen. ― Risiko managen und Sicherheit geben: Wir wollen das Compliance-Risikomanagement weiterentwickeln und unseren Geschäftseinheiten verlässlich Sicherheit geben. ― Fokus auf Effizienz: Wir wollen die Effizienz der Arbeitsabläufe und der Zusammenarbeit im Unternehmen zu Compliance steigern. Diese Prioritäten haben unsere Aktivitäten im Geschäftsjahr 2013 bestimmt. Dazu zählen die Durchführung des Compliance Risk Assessments für alle Geschäfte, die weitere Umsetzung des kartellrechtlichen Compliance-Programms sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz von Compliance im Unternehmen. Zudem haben wir im Geschäftsjahr ein neues Format für Präsenzschulungen zu Compliance eingeführt; hierbei steht die Stärkung der Verantwortung der Führungskräfte und ihrer Vorbildrolle für Compliance im Mittelpunkt. Wegen der erzielten Fortschritte bei der Verbesserung der Effizienz von Compliance und aufgrund der Entscheidung, die Verantwortung für den Datenschutz der Compliance-Organisation zu übertragen, haben wir die Compliance-Prioritäten für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt überarbeitet: Compliance-Prioritäten ab dem Geschäftsjahr 2014 Diese Compliance-Prioritäten werden unsere Aktivitäten im Geschäftsjahr 2014 prägen. C.8.11 Corporate Citizenship Siemens bekennt sich zu dem Anspruch, durch Corporate-Citizenship-Aktivitäten einen dauerhaften positiven Beitrag zur Entwicklung jener Gesellschaften zu leisten, in denen wir aktiv sind. Unsere Aktivitäten haben dabei eine große Bandbreite: Sie reichen von rein philanthropischer Katastrophenhilfe bis hin zu »Shared Value« oder »Inclusive Business«-Ansätzen, wie unseren mobilen Kliniken in Indien. Die Verantwortung für die Auswahl und Durchführung unserer gemeinnützigen Aktivitäten liegt bei unseren lokalen Einheiten vor Ort. So stellen wir sicher, dass Unterstützung dort geleistet wird, wo sie am meisten gebraucht wird. Wir konzentrieren unsere Corporate-Citizenship-Aktivitäten unter einem strategischen Blickwinkel auf die Bereiche, in denen unsere Kompetenzen, Ressourcen und freiwilligen Mitarbeitereinsätze (Volunteering) unter Anwendung hoher Managementstandards einen wirksamen Beitrag leisten können: ― Bildung und Wissenschaft: Wir streben einen kontinuierlichen Dialog mit jungen Menschen an und identifizieren und fördern Talent schon in frühen Jahren. Wir unterstützen Bildungs- und Forschungsaktivitäten, insbesondere in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie im Gesundheitswesen. ― Sozial: Mit Projekten in diesem Bereich zielen wir darauf ab, Lebensbedingungen systematisch und dauerhaft zu verbessern. Darüber hinaus leisten wir schnelle humanitäre Hilfe, einschließlich finanzieller und technischer Unterstützung nach Naturkatastrophen. ― Umwelt: Wir möchten einen wirksamen Beitrag für den Schutz der Umwelt leisten, insbesondere durch den Einsatz unserer Kompetenzen. Darüber hinaus möchten wir das Bewusstsein der jüngeren Generationen für die Umwelt schärfen. ― Kunst und Kultur: Wir unterstützen Kunst und Kultur, da das kulturelle Erbe ein wesentlicher Teil der Identität einer Gesellschaft ist. Die Siemens Stiftung Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, zur gesellschaftlichen Entwicklung aktiv beizutragen. Sie konzentriert sich auf ganzheitliche, geschäftsunabhängige, wiederholbare Projekte und Modelle in Subsahara-Afrika, Lateinamerika sowie Europa (mit Schwerpunkt Deutschland). Die Siemens Stiftung wurde 2008 mit einem Gründungskapital von 390 Mio. € als gemeinnützige Stiftung nach dem deutschen bürgerlichen Recht gegründet. Sie ergänzt die Siemens-Corporate-Citizenship-Aktivitäten und kooperiert mit den fünf weiteren Unternehmensstiftungen von Siemens in Argentinien, Brasilien, Kolumbien, in den USA und Frankreich. C.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken C.9.1 Prognosebericht C.9.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Für 2014 erwarten wir, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) moderat um 3,2 % steigen wird. Wir verwenden hierbei eigene Berechnungen auf Basis von Prognosen von IHS Global Insight. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum in den industrialisierten Ländern im Gegensatz zur Entwicklung in den vergangenen Jahren stärker zulegen wird als in den Schwellenländern. Es wird erwartet, dass das BIP der industrialisierten Länder um 2,0 % zunehmen wird, was einem Anstieg um 0,9 Prozentpunkte gegenüber 2013 entspräche. Die wesentlichen Treiber dieser erwarteten Beschleunigung sind eine stärkere US-Wirtschaft, eine Stabilisierung in europäischen Ländern, die stark von der Staatsschuldenkrise betroffen sind, eine geringere Beeinträchtigung durch Haushaltskonsolidierungen und die Fortsetzung einer unterstützenden Geldpolitik. Das BIP in den Schwellenländern wird voraussichtlich um 5,3 % zulegen. Das wären 0,7 Prozentpunkte mehr als 2013. Risiken stellen eine erneute Eskalation der Pattsituation zur Verabschiedung des Staatshaushalts in den USA zu Beginn des Kalenderjahrs 2014 ebenso dar wie ein Wiederaufleben der Eurokrise oder eine Verschärfung von Zahlungsbilanzschwierigkeiten und der Währungsabwertung in einigen Schwellenländern (zum Beispiel Indien und Indonesien), die sich ausbreiten könnten. Darüber hinaus könnte die Zentralbank der USA durch eine mangelhafte Umsetzung der Einschränkung ihrer expansiven Geldpolitik die Kapitalflucht aus Schwellenländern verschärfen und diese Länder zusätzlich belasten. Auch wenn diese Risiken nicht zu vernachlässigen sind, können sie durch verantwortungsvolles politisches Handeln eingedämmt werden. Daher glauben wir, dass die Chancen hinsichtlich der BIP-Wachstumsprognose 2014 überwiegen. Es wird erwartet, dass eine steigende Wirtschaftsaktivität die Investitionsausgaben, die Produktion und die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes unterstützen wird. Diese Faktoren waren in den vergangenen Jahren durch politische und ökonomische Unsicherheiten und fehlende Nachfrage gedämpft. Daher erwarten wir, dass die weltweiten Anlageinvestitionen 2014 um 5,2 % und die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes um 4,0 % steigen werden. Innerhalb Europas stellt die dauerhaft nicht tragbar hohe Arbeitslosigkeit in den Ländern, die am stärksten von der Staatsschuldenkrise betroffen sind, das gravierendste Problem dar. Zusätzlich zur hierdurch verursachten politischen Unsicherheit belastet die Arbeitslosigkeit den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit stark. Allerdings scheinen strukturelle Reformen zur Wiedererlangung verloren gegangener Wettbewerbsfähigkeit insbesondere seit dem Frühjahr 2013 Früchte zu tragen. Die Arbeitskosten fallen, und die Exportleistung verbessert sich. Beispielsweise erreichten Konsum- und Geschäftsklima-Umfragen in der Eurozone kürzlich ein Zweijahreshoch. Aber auch wenn Finanzinstitutionen und private Haushalte ihr Schuldenniveau senken und die Regierungen fortfahren, ihre Haushalte zu konsolidieren, wird das Wachstum voraussichtlich für einen längeren Zeitraum verhalten bleiben. Eine hervorhebenswerte Ausnahme stellt Deutschland dar. Die Arbeitslosenquote ist historisch gesehen auf einem sehr niedrigen Niveau, die Einkommen steigen, der Immobilienmarkt nimmt nach Jahren der Stagnation Fahrt auf, und die Geldpolitik ist angesichts der guten Situation der deutschen Wirtschaft sehr expansiv. Daher erwarten wir, dass das BIP in Deutschland im Jahr 2014 um 1,8 % wachsen wird. Dies würde das Wachstum der gesamten Eurozone um einen ganzen Prozentpunkt übersteigen. Das BIP der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten wird 2014 voraussichtlich um 2,1 % steigen. Wir erwarten ein ähnlich hohes Wachstum für die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes. Die Anlageinvestitionen steigen mit voraussichtlich 3,3 % stärker. Wie bei der »fiskalischen Klippe« im Vorjahr wird die BIP-Entwicklung in Amerika vom Umgang mit dem US-Haushaltsbudget und der Schuldenobergrenze abhängen. In den Monaten bis zum 1. Oktober 2013 gelang es den politischen Parteien lange nicht, in diesen Fragen eine Übereinkunft zu erzielen. Daher musste die Regierung viele ihrer Dienstleistungen für sechzehn Tage einstellen. Noch besorgniserregender war die Möglichkeit, dass die USA bestimmte Staatsanleihen nicht fristgerecht hätten bedienen können, wenn die Schuldengrenze nicht angehoben worden wäre. Auch wenn diese Konsequenzen durch eine Vereinbarung im letzten Moment abgewendet werden konnten, so wurde die Lösung der grundlegenden Probleme nur verschoben. Das Abkommen erlaubt es der Regierung, bis Mitte Januar weiterzuarbeiten und die Schuldengrenze nur bis Februar 2014 anzuheben. Die Parteien haben vereinbart, bis dahin einen Budgetplan für die nächsten zehn Jahre zu entwickeln. Damit die positive Entwicklung des BIP-Wachstums der USA und der Welt 2014 anhält, ist es unerlässlich, dass dauerhafte Vereinbarungen ohne weitere Unsicherheiten erreicht werden. Unter der Annahme, dass dies erreicht wird, ist der Ausblick für die US-Wirtschaft positiv. Tatsächlich hat sich die Konjunkturentwicklung bereits 2013 beschleunigt. Sie wurde hierbei von einer Erholung im Immobiliensektor, höheren Haushaltsvermögen und verbesserten Bedingungen bei der Kreditgewährung unterstützt. Bei anhaltend günstigen monetären Bedingungen sollten die Immobilien- und Geschäftsinvestitionen 2014 zunehmen und zu einem beschleunigten BIP-Wachstum beitragen. Für Brasilien erwarten wir, dass die gegenwärtige Wiederbelebung des Wachstums 2014 moderat verlaufen und damit positiv zur Wirtschaftsdynamik Lateinamerikas beitragen wird. Für die Region Amerika insgesamt wird erwartet, dass die Anlageinvestitionen 2014 um 5,1 % wachsen werden. Sie nehmen damit schneller zu als das BIP und die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes, die 2014 voraussichtlich um 2,7 % beziehungsweise 2,9 % zulegen werden. Wie in den vergangenen Jahren führt Asien, Australien die Weltregionen bei der Wachstumsrate des BIP an. Für China deuten jüngste Daten auf ein anhaltendes leichtes Wiederanziehen der Konjunktur hin, das Mitte 2013 begann und 2014 durch ein kleines Konjunkturprogramm der Regierung unterstützt werden wird. Wir erwarten, dass das BIP in China im Jahr 2014 um ungefähr 8 % zunehmen wird. Die von der Regierung in der Vergangenheit ergriffenen Maßnahmen verdeutlichten ihre Entschlossenheit, die Wirtschaft leicht zu stimulieren, falls die jährliche Wachstumsrate unter 7,5 % fällt. Dennoch verbleiben mehrere Risiken für das nächste Jahr. Zunächst könnten die Bemühungen der Regierung, das Wachstum weg von Investitionen und hin zum Konsum auszurichten, scheitern und so die Konjunktur zu stark dämpfen. Sodann verbleiben die Risiken im Finanzsektor, insbesondere bei Schattenbanken, aufgrund der hohen Verschuldung von Haushalten und Kommunen. Beide Risiken sollten jedoch beherrschbar sein, was Raum lassen würde für eine weitere leichte Erholung. Die Schwierigkeiten der indischen Wirtschaft hingegen sind größer. Die internationalen Kapitalflüsse haben sich umgekehrt. Kapital floss aus dem Land ab und verursachte eine anhaltende Abwertung der Rupie. Zusammen mit einer ohnehin schon hohen Inflationsrate zwang das die Zentralbank, die Geldpolitik zu straffen, obwohl die Wirtschaftsaktivität sich im Jahr 2013 erheblich verlangsamt hatte. Daher werden restriktive finanzielle Bedingungen und angebotsseitige Beschränkungen (beispielsweise stark regulierte Produkt- und Faktormärkte und eine unzureichende Infrastruktur) das Wachstum in naher Zukunft belasten. Wir erwarten dennoch, dass das Wachstum der Region Asien, Australien aufgrund der zunehmenden Dynamik in China und Japan im Jahr 2014 auf etwa 5 % zulegen wird. Wir erwarten, dass die Anlageinvestitionen und die Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes mit jeweils ungefähr 6 % sogar noch stärker steigen werden. Insgesamt erwarten wir, dass sich die Weltkonjunktur 2014 verbessern sollte. Auch wenn sich die Risikosituation besser darstellt als vor einem Jahr, als die Gefahr eines teilweisen Auseinanderbrechens der Eurozone mit möglichen Auswirkungen auf die Weltfinanzmärkte bestand, verbleiben erhebliche Gefahren für die Weltwirtschaft. Unter der Annahme, dass die politischen Parteien in den USA eine dauerhafte Lösung für die Staatsverschuldung und den Staatshaushalt erreichen, sehen wir zurzeit keine vergleichbar hohen Risiken, die die globalen Wachstumsaussichten gefährden könnten. Günstige geldpolitische Bedingungen und ein beträchtlicher Nachholbedarf an Investitionen stellen eine solide Basis für die Weltwirtschaft im Jahr 2014 dar. C.9.1.2 BRANCHENENTWICKLUNG Für das Geschäftsjahr 2014 rechnen wir damit, dass die Märkte des Sektors Energy weiterhin moderat wachsen werden. Hierbei erwarten wir für alle Geschäfte des Sektors eine gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 leichte Stärkung der Märkte. Das stärkste Wachstum wird für gasbefeuerte Anlagen und für Windkraftanlagen - sowohl on- als auch offshore - erwartet. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2014 haben wir die Divisionen Fossil Power Generation und Oil & Gas zu einer Division mit dem Namen Power Generation zusammengefasst. Innerhalb der Märkte der Division Power Generation erwarten wir insgesamt, dass gasbefeuerte Energieerzeugung aufgrund einer Reihe von Faktoren schneller wachsen wird als kohlebefeuerte Energieerzeugung. Einer der Faktoren ist die zunehmende Notwendigkeit hochflexibler Spitzen- und Mittellast, um beispielsweise schwankende Energieerzeugung aus Quellen der erneuerbaren Energieerzeugung wie Sonne und Wind auszugleichen. Strengere Regulierungen bei der Kohlenstoffemission werden Erdgas ebenfalls gegenüber Kohle den Vorzug geben. Es wird erwartet, dass die allgemeinen Treiber für ein Wachstum des Markts bestehen bleiben: Wirtschaftswachstum sowie der steigende Bedarf, ältere, vorwiegend kohlebefeuerte Einheiten in industrialisierten Ländern zu ersetzen. Zunehmendes Umweltbewusstsein erhöht die Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien wie nach hocheffizienten Kraftwerken und Techniken zur Senkung des CO2 -Ausstoßes. Wir erwarten, dass das Wachstum bei fossiler Energieerzeugung durch moderat steigende Nachfrage nach großen Gaskraftwerken getrieben sein wird. Im Geschäftsjahr 2013 bewegte sich hier die Nachfrage auf einem niedrigen Niveau. Wir gehen davon aus, dass der zu beobachtende Trend hin zu größeren, effizienteren Erzeugungseinheiten anhalten wird. Regional gesehen wird das Wachstum voraussichtlich vorwiegend aus den USA und dem Nahen und Mittleren Osten kommen, während die Nachfrage in Europa und Asien gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich relativ stabil bleiben wird. Die politischen Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten sowie die wirtschaftliche Instabilität in Europa werden weiterhin ein Risiko darstellen. Es wird erwartet, dass das Wachstum an den Märkten für industrielle Energieerzeugung der Division von der Nachfrage nach kleineren Gas- und Dampfkraftwerken kommen wird. Wir glauben, dass die Öl- und Gasmärkte durch eine zunehmende Bedeutung des Verdichtungs- und Lösungsgeschäfts gefördert werden. Die Märkte im Verdichtungsgeschäft werden voraussichtlich gegenüber dem Vorjahr moderat wachsen. Dies gilt insbesondere für Russland sowie den Nahen und Mittleren Osten. Im Lösungsgeschäft erwarten wir Wachstum an den Märkten in Nordamerika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Teilen Westeuropas. Die von der Division Wind Power bedienten Märkte werden im Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich stärker wachsen als im Geschäftsjahr 2013. Wir glauben, dass das Wachstum von einer anhaltenden Erholung des Offshore-Markts sowie einem fortdauernden moderaten Wachstum an den Onshore-Märkten getrieben wird. Mögliche Änderungen bei regulatorischen Rahmenbedingungen an Kernmärkten wie Deutschland und dem Vereinigten Königreich könnten das Wachstum der Offshore-Märkte begrenzen. Wir gehen davon aus, dass die Onshore-Märkte im Geschäftsjahr 2014 in den USA besonders stark sein werden, da Investoren voraussichtlich neue Projekte initiieren werden, um von Steuervergünstigungen zu profitieren, bevor diese auslaufen. Es wird erwartet, dass dies leicht sinkende Marktvolumina an den Onshore-Märkten Westeuropas, Nordostasiens, des Nahen und Mittleren Ostens und Afrikas überkompensieren wird. Wir gehen insgesamt von einer Stabilität in der Region Asien, Australien aus. Wir erwarten ferner einen starken lokalen Wettbewerb, insbesondere in China, das den größten nationalen Windmarkt der Welt darstellt. Weiteres Wachstum in China wird durch ambitionierte staatliche Ziele für erneuerbare Energien gestützt. Da dieser Markt größtenteils durch niedrige technische Anforderungen geprägt ist, kann nur ein kleiner Anteil von der Division Wind Power bedient werden. Es wird erwartet, dass die Märkte der Division Power Transmission gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 ebenfalls leicht wachsen werden. Während die Transformatorenmärkte voraussichtlich stabil bleiben, glauben wir, dass die Märkte für Hochspannungsprodukte sowie für Übertragungslösungen moderat stärker sein werden. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum bei Übertragungslösungen vorwiegend aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie den USA (bei Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystemen und flexiblen Wechselstromübertragungssystemen) sowie aus Nordwesteuropa (bei Netzzugängen) kommen wird. Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir ein weiterhin moderates Wachstum der Märkte, die unser Sektor Healthcare bedient. Wir rechnen damit, dass das Wachstum an den Märkten der Schwellenländer das der industrialisierten Volkswirtschaften übertreffen wird, da die Gesundheitssysteme der Industrieländer Kostendruck ausgesetzt sind und die Regierungen einer hohen Staatsverschuldung begegnen müssen. Dies gilt insbesondere für große Teile Europas. Es wird erwartet, dass sich industrialisierte Länder - insbesondere solche, die stärker von öffentlichen Gesundheitsausgaben abhängig sind - weiterhin auf die Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen und eine Verlangsamung der Gesundheitsausgaben konzentrieren. Hierdurch steigern sie die Nachfrage nach kosteneffizienten Produkten und Lösungen sowie Produkten und Lösungen mit hohen Durchlaufraten. Infolge der Gesundheitsreform in den USA gehen wir davon aus, dass ein kleiner, aber wachsender Anteil der Gesundheitsausgaben an medizinische Resultate gebunden ist, um die Effizienz zu erhöhen und Kostensteigerungen einzudämmen. An den Märkten der Schwellenländer erwarten wir weiter eine starke Nachfrage, insbesondere nach Produkten und Lösungen im Einstiegssegment, da die Länder dieser Märkte weiter ihre Gesundheitsinfrastruktur ausbauen, um ihrer Bevölkerung einen erschwinglichen Zugang zu moderner Medizintechnik zu bieten. Dies gilt auch für ländliche Regionen. Ein steigendes verfügbares Einkommen der privaten Haushalte trägt ebenfalls zu einer erhöhten Nachfrage nach Gesundheitslösungen an diesen Märkten bei. Das Wachstum der Region Asien, Australien wird voraussichtlich durch prozentual zweistellige Zuwachsraten in China gefördert, wo der Wettbewerbsdruck durch internationale und lokale Anbieter zunimmt. Wir erwarten, dass das Wachstum in Amerika durch moderate Zuwächse in den USA unterstützt wird. Der US-Markt zeichnet sich durch die anhaltende Einführung von Gesundheitsreformen, die Konsolidierung unter den Anbietern sowie eine zunehmende Abstimmung zwischen Krankenhäusern und ambulanten Versorgern aus. Wir rechnen damit, dass sich der Markt der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten aufgrund der anhaltenden Sparmaßnahmen in Südeuropa nur leicht erholen wird. Für den Gesundheitsmarkt insgesamt gehen wir davon aus, dass der Trend hin zu Einstiegslösungen, höherer Effizienz und Fokussierung auf Therapieergebnisse anhalten wird. Nach einer Stabilisierung zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 erwarten wir, dass einige der Märkte des Sektors Industry in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2014 Anzeichen einer Erholung zeigen werden. Wir gehen davon aus, dass die Erholung in der Prozessautomatisierung stärker ausfallen wird als in der Industrieautomatisierung. Insgesamt erwarten wir, dass die vom Sektor Industry bedienten Märkte im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr leicht wachsen werden. Bei den branchenspezifischen Märkten des Sektors rechnen wir mit einem geringfügigen Wachstum der verbrauchernahen Industrien wie der pharmazeutischen Industrie, der chemischen Industrie und der Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie auch im Maschinenbau und im Infrastrukturgeschäft. Die Automobilindustrie wird im Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich weiter wachsen, aber langsamer als im Geschäftsjahr 2013. Innerhalb der pharmazeutischen Industrie erwarten wir, dass die Nachfrage durch Investitionen der Kunden in die Erweiterung der Produktion gestützt wird. In der chemischen Industrie erwarten wir bei Petrochemie und Basischemie Wachstum in den Schwellenländern. Bei der Nahrungs- und Genussmittelindustrie erwarten wir die höchsten Wachstumsraten in den Schwellenländern. Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage in der Maschinenbauindustrie von einem anhaltenden Trend zur Integration von Produktgestaltung und Produktlebenszyklus-Management profitieren wird. Innerhalb der Automobilindustrie rechnen wir damit, dass das Wachstum vorwiegend von bedeutenden Herstellern und Zulieferern in größeren Schwellenländern und den USA kommen wird. Diese Unternehmen investieren, um die Effizienz und Produktivität entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu erhöhen. Die Märkte für Metalltechnologie werden im Vorjahresvergleich voraussichtlich schrumpfen. Geografisch gesehen wird das stärkste Wachstum in Asien und Amerika erwartet. Die asiatischen Märkte werden von der wirtschaftlichen Entwicklung in China dominiert, das eine Transformation von einem investitions- hin zu einem konsumorientierten Markt durchläuft. Diese Transformation stellt zwar längerfristig eine Chance dar, allerdings begrenzen Überkapazitäten und strukturelle Barrieren für den Reformprozess kurzfristig das Expansionstempo und die Modernisierung im verarbeitenden Gewerbe Chinas. Das Wachstum in Amerika wird erheblich von den Entwicklungen in den USA bestimmt, die aufgrund politischer, regulatorischer und wirtschaftlicher Faktoren Unsicherheiten aufweisen. Der Abschwung der Industriemärkte in Europa scheint seinem Ende entgegenzugehen. Daher wird erwartet, dass sich die Investitionen der Kunden entsprechend stabilisieren. Zentral- und Osteuropa sollten ein gewisses Wachstum aufweisen, da das gegenwärtige Niveau der industriellen Investitionen noch Potenzial für Expansion aufweist. Innerhalb Europas gehen wir für Deutschland nur von einem geringen Wachstum bei industriellen Investitionen aus, das erheblich von der Entwicklung der für Deutschland wichtigen Exportmärkte, wie China, der USA und anderer europäischer Länder, abhängig ist. Es wird damit gerechnet, dass die kurzzyklischen Märkte des verarbeitenden Gewerbes, die unsere Division Industry Automation bedient, nach dem Abbau der Lagerbestände im Geschäftsjahr 2013 von einer Stabilisierung der Nachfrage profitieren werden. Insgesamt gehen wir für die Märkte unserer kurzzyklischen Geschäfte nicht von einer Erholung bis spät im Geschäftsjahr 2014 aus. Wir erwarten, dass die Märkte für industrielle IT voraussichtlich schneller wachsen werden als die Märkte der Division insgesamt. Die von unserer Division Drive Technologies bedienten Märkte der langzyklischen Industrien werden voraussichtlich langsamer wachsen oder schrumpfen. Dies gilt beispielsweise für die Bergbau- sowie die Öl- und Gasindustrie, für die erwartet wird, dass Kunden neue Projekte aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise verschieben oder aufgeben. Die Märkte für die Papier- und Zellstoffindustrie werden voraussichtlich schrumpfen. Wir gehen davon aus, dass die weltweiten Märkte für die vom Sektor Infrastructure & Cities angebotenen Lösungen im Geschäftsjahr 2014 moderat wachsen. Wir erwarten, dass dieses Wachstum zum großen Teil von den Schienenverkehrsmärkten stammen und durch die Vergabe großer Aufträge gestützt werden wird. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass das Marktwachstum für den Sektor insgesamt gegen Ende des Geschäftsjahrs 2014 beginnen wird, von der Erholung der gewerblichen Immobilienmärkte zu profitieren. Hingegen erwarten wir, dass die Märkte für Stromnetzlösungen und -produkte kein oder nur ein geringes Wachstum gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 aufweisen werden. Die vom Geschäft Transportation & Logistics bedienten Märkte werden im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der zuvor genannten Vergabe großer Aufträge insbesondere im Vereinigten Königreich, in Saudi-Arabien und Südafrika voraussichtlich moderat wachsen. Dennoch erwarten wir, dass das Marktwachstum von der Region Asien, Australien getragen wird. Allgemein sind die Märkte für Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für Transport und Logistik großenteils abhängig von öffentlichen Ausgaben und daher unabhängig von kurzzyklischen wirtschaftlichen Trends. In einigen Ländern, insbesondere in Schwellenländern, sehen wir eine Tendenz, lokale Anbieter zu bevorzugen. In einigen europäischen Ländern beobachten wir den Trend, dass Kunden versuchen, den Wettbewerb zu erhöhen, indem sie eine Mehrlieferantenstrategie verfolgen. Wir erwarten weiterhin eine starke Nachfrage nach Metros und Stadtbahnen sowie nach Technologien, die den Energieverbrauch und die Betriebskosten senken. Die Entwicklung am Markt für Lokomotiven wird weiter durch Sparprogramme in einer Reihe von Ländern beeinträchtigt. Wir gehen davon aus, dass Angebote für innovative Mehrwertdienstleistungen, wie IT und ferngesteuerte Dienstleistungen, das Wachstum in den kommenden Jahren unterstützen werden. Die von unserem Geschäft Power Grid Solutions & Products bedienten Märkte werden voraussichtlich im Geschäftsjahr 2014 ein nur geringes oder kein Wachstum aufweisen. Wir gehen zwar von einer allgemeinen Erholung an den Märkten für den Bau gewerblicher Immobilien, insbesondere in den USA, aus. Allerdings gibt es gewöhnlich eine Verzögerung von drei bis vier Quartalen, bevor sich diese Entwicklung in Auftragseingängen widerspiegelt und unser Geschäft beginnt, an diesem Wachstum zu partizipieren. Wie bei den Industriemärkten erwarten wir, dass die Entwicklung durch rückläufige Investitionen in der Bergbauindustrie belastet sein wird. Ähnlich werden voraussichtlich auch die Investitionen bei Energieversorgern durch regulatorische Einschränkungen in einigen Ländern und durch Sparprogramme in anderen Ländern, insbesondere in Europa, zurückgehalten. Wie bei Transportation & Logistics sehen wir in einigen Ländern, insbesondere in Schwellenländern, eine Tendenz, lokale Anbieter zu bevorzugen. Die Märkte unserer Division Building Technologies werden im Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich moderat wachsen. Während wir ein solides Wachstum im Bausektor für gewerbliche Immobilien erwarten, so gibt es - ähnlich wie bei Power Grid Solutions & Products - eine zeitliche Verzögerung von drei bis vier Quartalen, mit der die Division an diesem Wachstum partizipiert. Geografisch betrachtet wird das Wachstum voraussichtlich von den Regionen Asien, Australien und Amerika gestützt. Innerhalb der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten erwarten wir Wachstum im Nahen und Mittleren Osten. Die Entwicklung in Europa dürfte aufgrund der wirtschaftlichen Situation in einigen südlichen und westlichen europäischen Ländern sowie schwacher öffentlicher Investitionen infolge von Sparprogrammen eine Herausforderung bleiben. Das Geschäft von SFS orientiert sich an den Sektoren von Siemens und ihren Märkten und unterstützt damit die operativen Geschäfte von Siemens. Daher ist SFS unter anderem von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der von den vier Sektoren bedienten Märkte beeinflusst. C.9.1.3 SIEMENS-KONZERN Für die Prognose des Siemens-Konzerns und seiner Segmente gehen wir von den oben genannten Erwartungen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und zu den speziellen Branchenentwicklungen für das nächste Geschäftsjahr aus. Wir sind Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, insbesondere beim US$, beim britischen £ und bei den Währungen der Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2014 fortsetzt. Da Siemens ein Nettoexporteur aus der Eurozone in die übrige Welt ist, wirkt sich ein schwacher € grundsätzlich vorteilhaft auf unser Geschäft aus, während ein starker € grundsätzlich nachteilig ist. Während des Geschäftsjahrs 2013 belief sich der durchschnittliche Wechselkurs für den großen Anteil der in US$ abgerechneten Umsatzerlöse auf 1,31 US$ je €. Gegen Ende des Geschäftsjahrs gewann der € an Stärke. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 belief sich der Wechselkurs auf 1,35 US$ je €. Durch die Anpassung unserer Produktionsstätten während der vergangenen Jahre haben wir unsere natürliche Sicherung global gesehen verbessert. Das verbleibende Währungsrisiko unseres Exportgeschäfts im Geschäftsjahr 2014 haben wir durch entsprechende Maßnahmen bereits systematisch adressiert (siehe → ZIFFER 31 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Wir erwarten, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, Ergebniswirkungen aus Wechselkursschwankungen im Geschäftsjahr 2014 zu begrenzen. Wir rechnen damit, dass unser unternehmensweites Programm »Siemens 2014« einen positiven Beitrag zum Wachstum des Gewinns nach Steuern und des entsprechenden unverwässerten Ergebnisses je Aktie leisten wird. Das Programm zielt darauf ab, die Profitabilität unserer Sektoren zu verbessern, indem wir Kosten senken, Kernaktivitäten stärken, den Vertrieb weiterentwickeln, unsere Konzerninfrastruktur optimieren sowie unsere Verwaltungsprozesse vereinfachen. Von dieser Prognose sind Auswirkungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. Wachstum der Umsatzerlöse Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 auf organischer Basis, das heißt bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, annähernd auf dem Niveau des Vorjahrs bleiben werden, da wir davon ausgehen, dass die Märkte für Siemens im nächsten Geschäftsjahr insgesamt herausfordernd bleiben werden. Diese Herausforderungen werden sich voraussichtlich besonders in den kurzzyklischen Geschäften bemerkbar machen. Hier gehen wir nicht von einer Erholung bis spät im Geschäftsjahr 2014 aus. Andererseits erwarten wir einen stabilisierenden Effekt aus der Abarbeitung unseres Auftragsbestands (definiert als Auftragsbestand der Summe Sektoren) von 100 Mrd. € zum 30. September 2013. Wir erwarten, dass von diesem Auftragsbestand rund 40 Mrd. € aus früheren Auftragseingängen im Geschäftsjahr 2014 als Umsatzerlöse realisiert werden. Hierbei erwarten wir, dass der Sektor Energy rund 21 Mrd. € seines Auftragsbestands von 54 Mrd. €, der Sektor Infrastructure & Cities rund 10 Mrd. € seines Auftragsbestands von 29 Mrd. €, der Sektor Industry rund 6 Mrd. € seines Auftragsbestands von 10 Mrd. € und der Sektor Healthcare rund 3 Mrd. € seines Auftragsbestands von 7 Mrd. € als Umsatzerlöse realisieren werden. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2014 mit einem weiterhin über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über eins. Insgesamt gehen wir davon aus, dass ein Wachstum der Umsatzerlöse in Schwellenländern - deren Anteil an den Konzernumsatzerlösen im Geschäftsjahr 2013 34 % betrug - größtenteils durch Rückgänge der Umsatzerlöse in industrialisierten Ländern aufgewogen wird. Im Geschäftsjahr 2010 hatten wir uns das Ziel gesetzt, bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 mit unserem Umweltportfolio Umsatzerlöse von mehr als 40 Mrd. € zu erzielen. Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich die Umsatzerlöse aus unserem Umweltportfolio auf 32 Mrd. €. Angesichts der jüngsten und laufenden Portfolioveränderungen, insbesondere der Abspaltung von OSRAM sowie des Verkaufs der Geschäftseinheit Water Technologies, ist es jedoch nicht mehr wahrscheinlich, dieses Ziel allein mit unseren eigenen Aktivitäten im angestrebten Zeitraum zu erreichen. Der strategische Fokus von Siemens auf Technologien für Energieeffizienz sowie Klima- und Umweltschutz bleibt aber unverändert. Profitabilität Wir erwarten, dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) im Geschäftsjahr 2014 um mindestens 15 % über dem Wert des Geschäftsjahrs 2013 von 5,08 € liegen wird. Dieser Anstieg ist auf Basis einer Anzahl von 843 Mio. zum 30. September 2013 im Umlauf gewesener Aktien berechnet. Wir gehen davon aus, dass der Anstieg überwiegend auf ein Wachstum des Gewinns nach Steuern zurückzuführen sein wird. Ferner nehmen wir an, dass das Wachstum des Ergebnisses je Aktie geringfügig auch von unserem zuvor angekündigten Programm zum Rückkauf von Siemens-Aktien von bis zu 4 Mrd. € innerhalb der nächsten bis zu 24 Monate profitieren wird. Unsere Prognose des unverwässerten Ergebnisses je Aktie im Geschäftsjahr 2014 basiert auf einer Reihe weiterer Erwartungen und Annahmen. Wie zuvor erwähnt, prognostizieren wir, dass die Umsatzerlöse auf organischer Basis nahezu auf Vorjahresniveau bleiben werden. Wir erwarten also aus Skaleneffekten keine positiven Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung. Wir gehen davon aus, dass sich der Preisdruck im Geschäftsjahr 2014 über unsere Geschäfte hinweg auf etwa 2,5 % bis 3,0 % belaufen wird, was die Ergebnisentwicklung ebenfalls dämpfen wird. Ferner nehmen wir an, dass sich die Lohnkosten im Geschäftsjahr 2014 auf weltweiter Basis um ungefähr 4 % erhöhen werden. Schließlich rechnen wir damit, dass sich unser Steuersatz im Geschäftsjahr 2014 leicht erhöhen wird, da wir davon ausgehen einen größeren Anteil unseres Ergebnisses in Steuergebieten mit einem höheren Steuersatz zu erzielen. Wir erwarten, dass diese Faktoren durch wesentliche positive Entwicklungen ausgeglichen werden. Hierzu zählen insbesondere ein starker Rückgang der Belastungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2013, das Belastungen in Verbindung mit dem Programm »Siemens 2014« von 1,3 Mrd. € enthielt. Darüber hinaus erwarten wir starke Produktivitätsgewinne aus dem Programm, weitere Fortschritte bei der Kostensenkung in unserer Versorgungskette sowie eine vorteilhaftere Zusammensetzung unserer Umsatzerlöse bei einigen Geschäften infolge von Portfoliomaßnahmen und der gezielten Beendigung von Aktivitäten mit niedrigeren Ergebnismargen. Wir gehen davon aus, dass das Ergebnis Summe Sektoren im Geschäftsjahr 2014 von der Umsetzung von »Siemens 2014« profitieren wird. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 waren wir unserem Zeitplan bei der Identifizierung und der Implementierung der Maßnahmen des Programms voraus, die darauf abzielen, unsere Produktivität nachhaltig zu steigern. Daher erfassten wir mit 1,3 Mrd. € den allergrößten Teil der unter dem Programm erwarteten Belastungen im Geschäftsjahr 2013. Mit nur geringen zusätzlichen Belastungen im Geschäftsjahr 2014 und unter der Annahme, dass sich die meisten Produktivitätszuwächse aus dem Programm während dieses Geschäftsjahrs einstellen werden, erwarten wir einen starken Anstieg des Ergebnisses Summe Sektoren gegenüber dem Vorjahr sowie einen Anstieg der Ergebnismarge Summe Sektoren auf 9,5 % bis 10,5 %. Wir gehen davon aus, dass alle Sektoren zur Verbesserung der Ergebnismarge Summe Sektoren beitragen werden, mit Ausnahme von Healthcare, da dieser Sektor infolge der Umsetzung seiner Initiative »Agenda 2013« bereits im Geschäftsjahr 2013 ein sehr hohes Margenniveau erreichte. Wir gehen davon aus, dass der Preisdruck bei Healthcare und Energy voraussichtlich geringfügig höher als bei Infrastructure & Cities sowie Industry ausfallen wird. Im Rahmen von One Siemens - unserem Unternehmenszielsystem für nachhaltige Wertsteigerung - haben wir Zielbänder für die angepasste EBITDA-Marge der jeweiligen Branchen unserer vier Sektoren definiert, die von den Sektoren erreicht und über den gesamten Geschäftszyklus hinweg behauptet werden sollen. Für Energy beträgt das Zielband 10 % bis 15 %, für Healthcare 15 % bis 20 %, für Industry 11 % bis 17 % und für Infrastructure & Cities 8 % bis 12 %. Mit den erwarteten Verbesserungen beim Ergebnis Summe Sektoren gehen wir davon aus, dass alle Sektoren im Geschäftsjahr 2014 innerhalb ihrer jeweiligen Margenzielbänder liegen werden, wobei Infrastructure & Cities voraussichtlich das untere Ende seines Zielbands erreichen wird. Die erwarteten Verbesserungen beim Ergebnis Summe Sektoren werden voraussichtlich zum Teil durch die Ergebnisse außerhalb der Sektoren und aus nicht fortgeführten Aktivitäten aufgewogen werden. Für Equity Investments erwarten wir im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis von rund 100 Mio. €. Das Ergebnis von 396 Mio. € im Geschäftsjahr 2013 war stark durch den Verkauf unseres Anteils an NSN begünstigt. Wir gehen davon aus, dass SFS weiterhin erfolgreich seine Wachstumsstrategie umsetzt. Im Geschäftsjahr 2013 resultierte daraus ein im Vorjahresvergleich gestiegenes Zinsergebnis. Auf Basis eines fortgesetzten Wachstums erwarten wir ein Ergebnis von SFS über dem Vorjahresniveau von 409 Mio. €. Im Rahmen von One Siemens haben wir für die Eigenkapitalrendite von SFS, dem ROE (nach Steuern), ein Zielband von 15 % bis 20 % festgelegt. Wir erwarten, dass SFS im Geschäftsjahr 2014 weiterhin innerhalb dieser Bandbreite liegen wird. Wir unterstellen, dass SRE seine Immobilienverkäufe, in Abhängigkeit vom Marktumfeld, weiter fortsetzen wird. Für die Zentralen Posten und Pensionen sowie Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 jeweils ein negatives Ergebnis in Höhe von rund 1,0 Mrd. € beziehungsweise ungefähr 200 Mio. €. Für das nächste Geschäftsjahr unterstellen wir keine wesentliche Belastung für den Gewinn nach Steuern aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten 197 Mio. €, vor allem aufgrund von OSRAM, das wir zum Ende des Geschäftsjahrs 2013 abgespalten haben. Kapitaleffizienz Unsere wichtigste finanzielle Zielgröße ist die Kapitaleffizienz, die wir mit der angepassten Kapitalrendite (Return on Capital employed, ROCE (angepasst)) messen. Vor allem aufgrund unserer Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten gehen wir davon aus, dass der ROCE (angepasst) für fortgeführte Aktivitäten im Geschäftsjahr 2014 in unserem Zielband von 15 % bis 20 % liegen wird. Im Geschäftsjahr 2013 betrug diese Größe 13,8 %. Für SFS haben wir ein Zielband für den ROE (nach Steuern) von 15 % bis 20 % festgelegt. Wie zuvor erwähnt gehen wir davon aus, dass SFS im Geschäftsjahr 2014 weiterhin innerhalb dieser Bandbreite liegen wird. Kapitalstruktur Auf mittelfristige Sicht haben wir für unsere Kapitalstruktur ein Ziel festgesetzt, das durch den Quotienten aus der angepassten industriellen Nettoverschuldung und dem angepassten EBITDA definiert ist. Unser Ziel ist es, dass dieser Quotient in einem Zielband zwischen 0,5 und 1,0 liegt. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir bei der Erreichung dieses Ziels Fortschritte gemacht, und wir gehen davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2014 das untere Ende dieser Bandbreite erreichen werden. Dies sollte durch den oben erwähnten geplanten Rückkauf von Aktien der Siemens AG bis zu einem Betrag in Höhe von 4,0 Mrd. € innerhalb der nächsten bis zu 24 Monate stark unterstützt werden. Im Investitionsbereich planen wir - beispielsweise zur Sicherung von Marktanteilen und Wettbewerbsvorteilen aufgrund von technologischen Innovationen - eine Fortsetzung unserer bisherigen Investitionstätigkeit. Daneben werden wir weiterhin in den Kapazitätsausbau zur Entwicklung, Produktion und zum Vertrieb neuer Lösungen investieren und notwendige Ersatzinvestitionen in unser Anlagevermögen tätigen. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2014 für die fortgeführten Aktivitäten einen im Vorjahresvergleich stark ansteigenden Investitionshaushalt. Dividende und Aktienrückkäufe Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir für die nächsten Jahre eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen - zusammen mit dem öffentlich bekannt gegebenen Aktienrückkaufvolumen des Geschäftsjahrs - einem Anteil von 40 % bis 60 % des Gewinns nach Steuern entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Darüber hinaus berücksichtigen wir für das Geschäftsjahr 2014 den Erlös aus dem Verkauf des NSN-Anteils im Geschäftsjahr 2013. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren. C.9.1.4 GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG Für das Geschäftsjahr 2014 erwarten wir, dass unsere Märkte herausfordernd bleiben. Unsere kurzzyklischen Geschäfte gehen nicht von einer Erholung bis spät im Geschäftsjahr aus. Wir erwarten mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über eins. Vorausgesetzt die Umsatzerlöse bleiben auf organischer Basis auf dem Vorjahresniveau, erwarten wir, dass das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) im Geschäftsjahr 2014 um mindestens 15 % über dem Wert des Geschäftsjahrs 2013 von 5,08 € liegen wird. Diese Prognose basiert auf einer Anzahl von 843 Mio. zum 30. September 2013 im Umlauf gewesener Aktien. Von dieser Prognose sind außerdem Auswirkungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. Die tatsächliche Entwicklung von Siemens und seinen Segmenten kann aufgrund der unten beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu → C.9.3 RISIKEN sowie → C.9.4 CHANCEN). Dieser Prognosebericht sollte in Verbindung mit → C.12 HINWEISE UND ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN gelesen werden. C.9.2 Risikomanagement C.9.2.1 GRUNDPRINZIPIEN DES RISIKOMANAGEMENTS Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei unangemessene Risiken zu steuern beziehungsweise zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben wird. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie bei Siemens zum 30. September 2013 ist das jeweilige Management unserer Sektoren, von SFS, von SRE sowie der Regionen und Zentralabteilungen verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu implementieren, das auf sein spezifisches Geschäft und seine Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den durch den Vorstand vorgegebenen, übergreifenden Grundsätzen entspricht. C.9.2.2 PROZESS DES UNTERNEHMENSWEITEN RISIKOMANAGEMENTS (ENTERPRISE-RISK-MANAGEMENT-PROZESS) Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden, frühzeitig zu erkennen. Besonderes Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen ermöglicht es uns, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Unsere interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. So können, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert werden. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Das Risikomanagementsystem von Siemens basiert auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Unser ERM-Ansatz basiert dabei auf einem weltweit anerkannten Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten »Enterprise Risk Management - Integrated Framework« (2004). Das Rahmenkonzept verknüpft den ERM-Prozess mit der konzernweiten Finanzberichterstattung und ist ein fest integrierter Bestandteil unseres internen Kontrollsystems. Es misst den Aspekten Unternehmensstrategie, Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei. Der ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung jener Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Unser ERM-Ansatz basiert auf einem Nettoprinzip, bei dem die nach Durchführung bestehender Kontrollmaßnahmen verbleibenden Risiken und Chancen abgedeckt werden. Um einen umfassenden Blick auf unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Top-down- und eines Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung von Risiken und Chancen erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Relevante Risiken und Chancen werden aus verschiedenen Perspektiven (etwa Geschäftszielen, Reputation und aufsichtsrechtlichen Themen) nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert. Der Bottom-up-Identifizierungs- und -Bewertungsprozess wird durch Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management der Sektoren, von SFS, von SRE sowie der Regionen und Zentralfunktionen unterstützt. Dieses Top-down-Element stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und danach bei Relevanz in die Folgeberichterstattung aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und auf Ebene der Sektoren, von SFS, von SRE sowie den Regionen und Zentralfunktionen aggregiert. Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab. In einem ersten Schritt erfordert die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische Chance die Festlegung einer beziehungsweise die Kombination mehrerer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: Risiken vermeiden, übertragen, vermindern oder akzeptieren. Hinsichtlich der Chancen sehen unsere allgemeinen Reaktionsstrategien vor, sie teilweise oder vollständig zu verwirklichen. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- beziehungsweise Chancenverantwortung auch das Entwickeln, Initiieren und Überwachen angemessener Maßnahmen entsprechend der gewählten Reaktionsstrategie. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen spezifisch zugeschnitten sein. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt. So versuchen wir zum Beispiel, das Risiko aus Zins- und Wechselkursschwankungen durch den Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte zu verringern. Bezüglich unserer langfristigen Projekte soll uns unter anderem ein systematisches und umfassendes Projektmanagement mit standardisierten Projektmeilensteinen, einschließlich vorläufiger Abnahmen während der Projektabwicklung, sowie mit eindeutig festgelegten Genehmigungsprozessen dabei unterstützen, mögliche Projektrisiken frühzeitig, sogar vor Eintritt in die Angebotsphase, zu erkennen und diesen durch gezielte Maßnahmen zu begegnen. Des Weiteren haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Beispielsweise begegnen wir dem Risiko von Konjunktur- und Nachfrageschwankungen dadurch, dass wir die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der für uns wichtigen Branchen genau beobachten und, falls erforderlich, frühzeitig und konsequent unsere Kapazitäten anpassen und Kostensparmaßnahmen initiieren. C.9.2.3 ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS UND VERANTWORTLICHKEITEN Zur Überwachung des ERM-Prozesses und um die Integration und Vereinheitlichung bestehender Kontrollaktivitäten in Einklang mit den rechtlichen und operativen Anforderungen weiter voranzutreiben, hat der Vorstand eine vom Chief Risk & Internal Control Officer geleitete und für das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem verantwortliche Zentralabteilung (Corporate Risk & Internal Control Department) sowie das Corporate Risk and Internal Control Committee (CRIC) etabliert. Dem CRIC werden Informationen zu Risiken und Chancen aus den Risikokomitees berichtet, die innerhalb der Sektoren, bei SFS, SRE und in den Regionen etabliert sind, sowie von den Leitern der Zentralabteilungen. Diese Informationen dienen zur Evaluierung der unternehmensweiten Risiko- und Chancensituation. Das CRIC berichtet an den Vorstand und unterstützt ihn bei der Umsetzung, Durchführung und Überwachung des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems sowie bei der Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Das CRIC setzt sich aus dem Chief Risk & Internal Control Officer, als Vorsitzendem, und Mitgliedern des oberen Führungskreises, wie den CEOs unserer Sektoren und von SFS, dem CFO von Siemens sowie ausgewählten Leitern von Zentralabteilungen zusammen. C.9.3 Risiken Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Risiken für uns. Dabei ist zu beachten, dass Risiken mit einem gegenwärtig niedriger eingeschätzten Risikomaß potenziell eine höhere Schadenswirkung auf Siemens haben können als Risiken mit einem gegenwärtig höher eingeschätzten Risikomaß. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle unsere Segmente. C.9.3.1 STRATEGISCHE RISIKEN Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch Unsicherheiten in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden, insbesondere im gegenwärtigen makroökonomischen Umfeld, das geprägt ist von einem hohen Unsicherheitsgrad und einer zurückhaltenden Erholung sowie von dem Risiko eines Auflebens der Krise an den Finanzmärkten und eines erneuten globalen wirtschaftlichen Abschwungs: Unser Geschäftsumfeld wird durch die Nachfrage in den nationalen und weltweiten Volkswirtschaften beeinflusst, die wiederum vom makroökonomischen Umfeld beeinflusst wird. Wir sehen weiterhin ein hohes Maß an Volatilität an den globalen Finanzmärkten, vorwiegend aufgrund der anhaltenden Krise in der Eurozone. Die künftigen wirtschaftlichen Entwicklungen und die daraus resultierende Wachstumsgeschwindigkeit der Weltwirtschaft sowie die Nachhaltigkeit unseres Marktumfelds werden dabei von verschiedenen globalen und lokalen Faktoren beeinflusst. Dies sind beispielsweise die Krise an den Kapitalmärkten, durch ausufernde Staatsschulden ausgelöste wirtschaftliche Krisen und die damit verbundenen Konsolidierungsmaßnahmen der öffentlichen Haushalte, gesunkene Investitionsausgaben, abnehmendes Vertrauen der Konsumenten und Unternehmen, ansteigende Arbeitslosigkeit in bestimmten Ländern, stark schwankende Rohstoffpreise, Insolvenzen, Naturkatastrophen, politische Krisen, immanente soziale Unruhen und weitere Faktoren. Ablauf- und Aufbauorganisation des Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Prozesses zum 30. September 2013 1 Der Begriff »Sektor« umfasst in dieser Übersicht die Sektoren, SFS sowie SRE. Angesichts der jüngsten wirtschaftlichen Entwicklungen, der hohen Arbeitslosigkeit in bestimmten Ländern, des hohen Verschuldungsgrads der öffentlichen Haushalte in den USA, in Japan sowie in Ländern, die von der europäischen Staatsschuldenkrise betroffen sind, der Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Schwellenländer (etwa Indien oder Indonesien), des Risikos einer Eskalation des Haushaltsstreits in den USA und der potenziellen Auswirkungen von Maßnahmen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte durch Regierungen in aller Welt sind die Grundlagen unserer Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage wie auch spezifische Einflussgrößen an unseren Märkten von erheblichen Unsicherheiten bestimmt. Im Allgemeinen besteht aufgrund des signifikanten Anteils langzyklischer Geschäfte in unseren Sektoren sowie der Bedeutung von Verträgen mit langer Laufzeit für Siemens eine zeitliche Verzögerung zwischen den makroökonomischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf unsere Finanzzahlen. Demgegenüber haben wir kurzzyklisches Geschäft im Sektor Industry, insbesondere bei Industry Automation und teilweise bei Drive Technologies, sowie ebenfalls innerhalb des Sektors Infrastructure & Cities bei Teilen des Geschäfts Power Grid Solutions & Products, das sehr stark auf Schwankungen bei der Nachfrage reagiert. Falls die moderate Konjunkturerholung wieder zum Erliegen kommt und wir unsere Produktions- und Kostenstrukturen nicht erfolgreich an das geänderte Marktumfeld anpassen können, kann nicht garantiert werden, dass dies keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Beispielsweise könnten sich die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden verschlechtern. Das wiederum könnte zur Folge haben, dass sich Kaufabsichten bezüglich unserer Produkte und Dienstleistungen ändern oder verzögern können beziehungsweise Transaktionen nicht durchgeführt werden. Zudem könnten Preise infolge ungünstiger Marktbedingungen stärker fallen, als dies gegenwärtig prognostiziert wird. Des Weiteren könnten sich vertraglich festgelegte Zahlungsbedingungen nachteilig verändern, insbesondere im Hinblick auf die Höhe an uns geleisteter Kundenanzahlungen im Rahmen von Langzeitprojekten. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf unsere Zahlungsströme haben. Zudem könnte eine unzureichende Umsatzgenerierung oder ein erschwerter Zugang zu den Kapitalmärkten bei unseren Kunden dazu führen, dass sie nicht in der Lage sind, ausstehende Rechnungen fristgerecht oder vollständig zu begleichen. Dadurch könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflusst werden. Zahlreiche andere Faktoren, wie Schwankungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen sowie weltweite politische Konflikte, einschließlich der Situation im Nahen und Mittleren Osten, in Nordafrika und in anderen Regionen, wirken sich weiterhin auf makroökonomische Faktoren sowie die internationalen Kapital- und Finanzmärkte aus. Unsicherheiten mit Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen könnten einen erheblichen negativen Einfluss auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Unser Geschäft ist einer Vielzahl von Marktbedingungen und Regulierungen ausgesetzt. So ist zum Beispiel unser Sektor Energy von der Entwicklung der globalen Energienachfrage abhängig und erheblich von Regulierungen im Rahmen der Energie- und Umweltpolitik betroffen. Unser Sektor Healthcare ist wiederum von Entwicklungen und Regulierungen in den weltweiten Gesundheitssystemen abhängig, insbesondere am wichtigen US-amerikanischen Gesundheitsmarkt. Unser Sektor Industry ist anfällig gegenüber ungünstigen Marktbedingungen in bestimmten Segmenten der Automobilindustrie und des produzierenden Gewerbes. Unser Sektor Infrastructure & Cities konzentriert sich unter anderem stark auf das weltweite Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern und ist dadurch anfällig gegenüber Einsparungen in den öffentlichen Haushalten. Wir agieren in sehr wettbewerbsintensiven Märkten, die Preisdruck und schnellen Veränderungen ausgesetzt sind: Die weltweiten Märkte für unsere Produkte und Lösungen sind hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Entwicklungs- und Einführungszeiten sowie Kundenservice und Finanzierungsbedingungen hochgradig wettbewerbsintensiv. In vielen unserer Geschäftsfelder sehen wir uns mit Preisdruck konfrontiert und sind oder könnten Nachfragerückgängen oder verlangsamtem Wachstum ausgesetzt sein. Diese Bedingungen könnten sich in Zeiten rückläufiger Investitionstätigkeit und Kundennachfrage noch weiter verschärfen. Wir sind mit starken Wettbewerbern konfrontiert, von denen einige größer sind und über umfangreichere Ressourcen in bestimmten Geschäftssegmenten verfügen könnten, sowie mit Wettbewerbern aus Schwellenländern, die eine günstigere Kostenstruktur aufweisen könnten als wir. Einige Branchen, in denen wir tätig sind, durchlaufen Konsolidierungen, die zu einer Verstärkung des Wettbewerbs sowie einer Veränderung unserer relativen Marktposition führen könnten. Bestimmte Wettbewerber könnten effektiver und schneller auf bestehende Marktchancen reagieren. Diese Faktoren könnten für sich allein oder in Kombination mit anderen Faktoren einen negativen Einfluss auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch anhaltende strategische Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen negativ beeinflusst werden: Wir befinden uns in einem fortwährenden Prozess strategischer Anpassungen und befassen uns laufend mit Kostensenkungsinitiativen. Diese können Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie Initiativen zu strukturellen Verbesserungen beinhalten. Kapazitätsanpassungen durch die Zusammenlegung von Geschäftsaktivitäten und Fertigungsanlagen sowie Konsolidierungen in unserem Produktportfolio sind ebenfalls Bestandteil solcher Kostensenkungsinitiativen. Diese Maßnahmen könnten nicht wie geplant umgesetzt werden, ihr Nutzen könnte geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie könnten später wirken als angenommen, oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jeder dieser Faktoren, allein oder in Kombination mit anderen, könnte sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Jede künftige Wirkung aus diesen Programmen auf unsere Profitabilität wird beeinflusst durch die tatsächlich erzielten Einsparungen und unsere Fähigkeit, diese fortlaufenden Bemühungen nachhaltig umzusetzen. Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch Portfoliomaßnahmen negativ beeinflusst werden: Unsere Strategie umfasst Desinvestitionen in einigen Geschäftsfeldern und die Stärkung anderer durch Portfoliomaßnahmen, einschließlich Unternehmenszusammenschlüssen und Akquisitionen. Desinvestitionsmaßnahmen beinhalten das Risiko, bestimmte Geschäftsaktivitäten nicht wie geplant veräußern zu können. Außerdem könnten sich durch realisierte Desinvestitionen negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation ergeben. Beispielsweise haben wir angekündigt, unser Solargeschäft aufzugeben sowie uns von unserem zum 30. September 2013 in der Division Mobility and Logistics innerhalb des Sektors Infrastructure & Cities geführten Brief-, Paket- und Sortieranlagengeschäft zu trennen. Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da sie Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten beinhalten. Es kann nicht garantiert werden, dass jedes erworbene Geschäft erfolgreich und entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich nach der Integration wie erwartet entwickeln wird. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Akquisitions-, Verwaltungs- und sonstige Kosten entstehen, einschließlich Integrationskosten für erworbene Geschäftsaktivitäten. Beispielsweise integrieren wir derzeit die vor Kurzem von Invensys plc., U. K., erworbene Bahnautomatisierungssparte in die Division Mobility and Logistics innerhalb des Sektors Infrastructure & Cities. Das erworbene Unternehmen LMS International NV, Belgien, ein führender Anbieter von mechatronischen Simulationslösungen, wird in die Division Industry Automation des Sektors Industry eingegliedert. Zudem könnten Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf zur Folge haben und unseren Verschuldungsgrad sowie die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen. Akquisitionen können auch zu einem signifikanten Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte, führen. Unsere Bilanz weist einen erheblichen Wert für immaterielle Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, aus. Dabei sind die den Divisionen Diagnostics und Imaging & Therapy Systems des Sektors Healthcare sowie der Division Industry Automation des Sektors Industry zugewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte am höchsten. Sollten wir anhaltend ungünstigen Geschäftsentwicklungen ausgesetzt sein, einschließlich nachteiliger Effekte auf unsere Umsatzerlöse und Ergebnisse sowie unsere Liquidität, oder ungünstigen Effekten aus einer Erhöhung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital) oder aus Wechselkursentwicklungen unterliegen oder anderweitig bei der Durchführung von Akquisitionen nicht so erfolgreich sein wie ursprünglich erwartet, könnte dies Wertberichtigungen auf diese immateriellen Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Folge haben und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich beeinträchtigen. Die Wahrscheinlichkeit solch ungünstiger Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger oder unsicherer makroökonomischer Bedingungen. Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch unsere Equity-Beteiligungen, sonstigen Beteiligungen und strategischen Allianzen negativ beeinflusst werden, insbesondere in unserem Segment Equity Investments: Unsere Strategie beinhaltet die Stärkung unserer Geschäfte durch Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures), assoziierte Unternehmen und strategische Allianzen. Einige unserer Beteiligungen werden nach der Equity-Methode bilanziert, unter anderem BSH und EN (nach Ende des Geschäftsjahrs umfirmiert in Unify). Darüber hinaus halten wir sonstige Beteiligungen, zum Beispiel Atos S.A. und OSRAM Licht AG. Alle Faktoren, die die Profitabilität unserer Equity-Beteiligungen und sonstigen Beteiligungen negativ beeinflussen, einschließlich nachteiliger Effekte auf deren Umsatzerlöse, Ergebnisse sowie Liquidität, könnten unseren Ergebnisanteil aus diesen Equity-Beteiligungen beeinträchtigen oder zu einer Wertminderung dieser Beteiligungen führen. Außerdem könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch in Bezug auf Darlehen, Garantien oder die Nichteinhaltung von vertraglichen Beschränkungen aus Finanzierungen (Financial Covenants) in Verbindung mit diesen Equity-Beteiligungen und sonstigen Beteiligungen negativ beeinflusst werden. Zudem bergen solche Beteiligungen grundsätzlich Risiken, da es uns nicht möglich sein könnte, potenziellen negativen Auswirkungen auf unser Geschäft durch ausreichende Einflussnahme auf Prozesse der Unternehmensführung (Corporate Governance) oder Geschäftsentscheidungen unserer Equity-Beteiligungen, sonstigen Beteiligungen und strategischen Allianzen entgegenzuwirken. Zudem beinhalten Gemeinschaftsunternehmen Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Auch strategische Allianzen könnten für uns mit Risiken verbunden sein, da wir in einigen Geschäftsfeldern mit Unternehmen im Wettbewerb stehen, mit denen wir strategische Allianzen eingegangen sind. Unsere Geschäfte müssen mit den technologischen Veränderungen Schritt halten und neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben: Die Märkte, an denen wir agieren, sind infolge der Einführung innovativer Technologien rasanten und signifikanten Änderungen unterworfen. Um die Bedürfnisse unserer Kunden in diesen Bereichen zu erfüllen, müssen wir fortwährend neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, bestehende Produkte und Dienstleistungen verbessern sowie in die Entwicklung neuer Technologien investieren. Die Einführung neuer Produkte und Technologien erfordert ein starkes Engagement in der Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz finanzieller Mittel verbunden ist und nicht immer erfolgreich sein muss. Unsere Umsatzerlöse und Ergebnisse könnten negativ von Investitionen in solche Technologien beeinflusst werden, die nicht wie erwartet funktionieren oder integriert werden können, nicht die erwartete Marktakzeptanz finden oder, insbesondere im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, nicht rechtzeitig - oder erst wenn sie veraltet sind - am Markt eingeführt werden. Wir beantragen ständig neue Patente und pflegen aktiv unser Portfolio geistigen Eigentums, um unsere Technologieposition zu sichern. Trotz unserer Patente und anderer geistiger Eigentumsrechte könnten Wettbewerber eventuell nicht davon abgehalten werden, unabhängig davon Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu verkaufen, die unseren gleich oder sehr ähnlich sind. Es kann nicht garantiert werden, dass die von uns in den Schutz unseres geistigen Eigentums investierten Ressourcen ausreichend sind oder dass unser Portfolio geistigen Eigentums ausreichend ist, um den Missbrauch oder die Entwendung unserer Technologien zu unterbinden. Darüber hinaus könnte in einigen unserer Märkte die Notwendigkeit, neue Produkte rasch zu entwickeln und einzuführen, um sich ergebende Marktchancen nutzen zu können, zu Qualitätsproblemen führen. Unsere Geschäftsergebnisse hängen wesentlich von unserer Fähigkeit ab, Änderungen an den Märkten zu antizipieren und uns an diese anzupassen sowie die Kosten für die Herstellung qualitativ hochwertiger neuer und bestehender Produkte zu senken. Als einen der derzeitigen technologischen Trends bewerten wir umfassend das Potenzial und die Relevanz des Cloud-Computings (»Rechnerwolke«). Wir glauben, dass die Potenziale und die Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen unterschiedlich sind, abhängig vom Umfang der verwendeten Informationstechnologie. Jedoch glauben wir auch, dass dieser Trend genau beobachtet werden muss, da er das Potenzial hat, die Wettbewerbslandschaft zu verändern. Das Unvermögen, uns an die zuvor beschriebenen Faktoren anzupassen, könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Wir sind von Änderungen der Regelungen, Gesetze und Richtlinien bezüglich unserer Produkte betroffen: Als ein diversifiziertes Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produktbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Prozesse beeinflussen. Zuletzt haben einige Jurisdiktionen bestimmte Regelungen, Richtlinien und Gesetze angepasst, die uns größere Entsorgungsaufwendungen abverlangen, die Beschaffung und die Verwendung von bestimmten Rohstoffen einschränken und zusätzliche Untersuchungen und Offenlegung in Bezug auf die Beschaffung und Verwendung von regulierten Rohmaterialien fordern. Insbesondere müssen wir eine US-Rechtsvorschrift zur Erhöhung der Transparenz und Verantwortung bezüglich der Beschaffung von »Konfliktmineralien« (»Conflict Minerals«) aus den Minen der Konfliktzonen der Demokratischen Republik Kongo (DRC) und ihrer angrenzenden Staaten befolgen. Der Begriff »Konfliktmineralien« umfasst gegenwärtig Tantal, Zinn, Wolfram (oder ihre Erze) sowie Gold. Konfliktmineralien können in einer Vielzahl von Produkten enthalten sein. Die US-Rechtsvorschrift fordert Produzenten wie uns auf, die Verwendung jeglicher aus der DRC und den angrenzenden Staaten stammenden Konfliktmineralien zu untersuchen und zu berichten. Sie beinhaltet auch Richtlinien, die Hersteller dabei unterstützen sollen, die Finanzierung und Unterstützung von bewaffneten Gruppen dieser Region durch Beschaffungen derartiger Mineralien zu verhindern, indem umfangreiche Untersuchungen der Beschaffungskette durchzuführen sind. Wir erarbeiten derzeit eine Umsetzungsstrategie für die zuvor genannte Rechtsvorschrift. Da wir in eine sehr komplexe Wertschöpfungskette eingebunden sind, sind wir verpflichtet, erhebliche Untersuchungen anzustellen, die nennenswerte personelle und finanzielle Investitionen erfordern, um den Untersuchungsanforderungen und den Anforderungen der Berichterstattung zu den Konfliktmineralien zu genügen. Wir wären gezwungen, in unserer SEC-Berichterstattung die Verwendung von Konfliktmineralien innerhalb unserer Beschaffungskette zu veröffentlichen, falls unsere (Unter-)Lieferanten unfähig oder nicht willens sind, die benötigten Informationen bereitzustellen und weitere Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass keine Konfliktmineralien, die zur finanziellen oder anderweitigen Unterstützung bewaffneter Gruppen der DRC genutzt werden, Bestandteil der an uns gelieferten Mineralien oder Komponenten sind. Darüber hinaus müssen nicht alle unsere Wettbewerber dieser Rechtsvorschrift Folge leisten und damit ähnliche Anstrengungen zur Veröffentlichung über die Verwendung von Konfliktmineralien unternehmen, da die Gültigkeit der Rechtsvorschrift auf Unternehmen beschränkt ist, die innerhalb der USA an der Börse gelistet sind. Falls wir nicht in der Lage sind, ausreichende Sicherheit entlang unserer Beschaffungskette zu erlangen, oder falls diese oder ähnliche Risiken in Verbindung mit derartigen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien eintreten, könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Reputation erheblich negativ beeinträchtigt werden. C.9.3.2 OPERATIVE RISIKEN Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch Kostenüberschreitungen oder zusätzliche Zahlungsverpflichtungen in Bezug auf unser Geschäft mit Langfrist- und Festpreisprojekten beziehungsweise schlüsselfertigen Anlagen negativ beeinflusst werden: Langfristverträge, insbesondere für Großprojekte, bilden einen Bestandteil unseres Geschäfts. Solche Großprojekte werden in der Regel im Rahmen eines wettbewerbsintensiven Bieterverfahrens vergeben. Einige dieser Verträge sind an sich riskant, da sie die Übernahme nahezu aller Risiken vorsehen können, die mit der Fertigstellung des Projekts sowie mit Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projekts verbunden sind. Beispielsweise könnten wir mit dem Risiko konfrontiert sein, die technischen Anforderungen eines Projekts erfüllen zu müssen, ohne vor der Übernahme des Projekts Erfahrungen mit derartigen Anforderungen gesammelt zu haben. Die aus Festpreisverträgen erzielbaren Ergebnismargen könnten durch Änderungen der Kosten oder der Produktivität während ihrer Laufzeit von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Manchmal tragen wir das Risiko unerwarteter Projektmodifikationen, des Mangels an qualifizierten Fachkräften, von Qualitätsproblemen, finanziellen Schwierigkeiten unserer Kunden, Kostenüberschreitungen oder Vertragsstrafen aufgrund unerwarteter technischer Probleme, von unvorhersehbaren Entwicklungen an den Projektstandorten, von unvorhergesehenen Änderungen oder Schwierigkeiten innerhalb des rechtlichen und politischen Umfelds, von Leistungsproblemen bei unseren Zulieferern, Subunternehmern oder Konsortialpartnern oder aufgrund weiterer logistischer Schwierigkeiten. Eine Reihe unserer mehrjährigen Verträge umfasst zudem anspruchsvolle Anforderungen hinsichtlich Installation und Wartung zusätzlich zu weiteren Erfüllungskriterien wie Zeitvorgaben, Stückkosten und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Diese Anforderungen könnten, wenn sie nicht erfüllt werden, erhebliche Vertragsstrafen, Schadensersatzpflichten, Zahlungsverweigerung oder Vertragskündigung nach sich ziehen. Wir können nicht garantieren, dass unsere Verträge und Projekte, insbesondere jene mit langer Laufzeit und Festpreiskalkulation, profitabel abgeschlossen werden können. Die gestiegenen Bedrohungen für die Informationssicherheit und ein höheres Maß an Professionalität in der Computerkriminalität bergen Risiken für unsere Informationssysteme, Netzwerke, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sowie für jene unserer Dienstleister: Unsere Geschäftstätigkeit schließt eine breite Palette an Systemen, Netzwerken, Produkten, Lösungen und Dienstleistungen in unseren Geschäftseinheiten ein, die auf digitale Technologien angewiesen sind. Wir beobachten eine weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Informationssicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität. Dies führt zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit unserer Informationssysteme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten. Wir ergreifen zur Risikominderung eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem die Schulung von Mitarbeitern, umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme oder Vorhaltung von Sicherungs- und Schutzsystemen wie Firewalls und Virenscannern. Soweit wir Dienstleister einsetzen, wie im Bereich der IT-Infrastruktur, schließen wir vertragliche Vereinbarungen ab, um sicherzustellen, dass diese Risiken in ähnlicher Weise verringert werden. Trotzdem bleiben sowohl unsere Systeme, Netzwerke, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen als auch die unserer Dienstleister weiterhin potenziell anfällig für Angriffe. Abhängig von deren Natur und Ausmaß können solche Angriffe potenziell zum Verlust von vertraulichen Informationen, zur missbräuchlichen Benutzung unserer Systeme und Netzwerke, zur Manipulation und zum Verlust von Daten, zu Produktfehlern sowie Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Reputation haben. Wir könnten mit operativen Störungen und Qualitätsproblemen in unserer Wertschöpfungskette konfrontiert sein: Unsere Wertschöpfungskette umfasst alle Stufen von Forschung und Entwicklung über die Steuerung der Versorgungskette (Supply Chain Management) und der Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Operative Störungen in unserer Wertschöpfungskette könnten zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Solche Risiken könnten insbesondere in unseren Sektoren in Verbindung mit unseren Produktionsstandorten auftreten, die auf der ganzen Welt angesiedelt sind und eine hohe organisatorische und technische Komplexität aufweisen. Gelegentlich könnten Qualitätsprobleme bei von uns verkauften Produkten auftreten, die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte oder der in ihnen integrierten Software resultieren können. Insbesondere ist unser Sektor Healthcare von Anforderungen der U.S. Food and Drug Administration betroffen, die bestimmte Anstrengungen zur Sicherstellung der Produktqualität erfordern. Falls wir diese Anforderungen nicht erfüllen, könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Reputation erheblich beeinträchtigt sein. Weiterhin können Fehler einzelner beauftragter Dienstleister, beispielsweise auf dem Gebiet der Informationstechnologie, unsere Prozess- und Arbeitsabläufe und unsere Fähigkeit, Kundenzusagen zu erfüllen, negativ beeinflussen oder zusätzliche operative Kosten verursachen. Jegliche operativen Störungen oder Qualitätsprobleme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und Reputation erheblich negativ beeinflussen. Wir könnten mit Störungen in unserer Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern, konfrontiert sein und Erhöhungen bei Rohstoffpreisen unterliegen: Unsere finanzwirtschaftliche Leistungsfähigkeit hängt zum Teil von einer zuverlässigen und effektiven Steuerung unserer Versorgungskette für Bauteile, Komponenten und andere Materialien ab. Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe, die auf ein ineffektives Management der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Zeitverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Bei der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Herstellung, Montage und Funktionsprüfung unserer Produkte durch Dritte reduzieren unsere unmittelbaren Möglichkeiten der Einflussnahme auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Die Fremdanbieter, von denen wir Vorprodukte und Komponenten beziehen, haben außer uns noch weitere Kunden. Bei Auftreten eines Nachfrageüberschusses könnte es möglich sein, dass diese Anbieter nicht über ausreichende Kapazitäten verfügen, um den Bedarf aller Kunden, einschließlich Siemens, zu befriedigen. Verzögerungen bei der Belieferung mit Komponenten könnten die Leistungsstärke unserer Sektoren beeinträchtigen. Obwohl wir eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um Versorgungsengpässe zu vermeiden, kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten oder dass wir in der Lage sein werden, einen Zulieferer, der unsere Anforderungen nicht erfüllen kann, zu ersetzen. Dieses Risiko besteht insbesondere in Geschäftsfeldern mit einer sehr begrenzten Anzahl an Lieferanten. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Komponenten und Rohstoffen aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf die Leistungsstärke unserer Sektoren auswirken. Des Weiteren können wir mit dem Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen der Versorgungskette als Auswirkungen von Naturkatastrophen konfrontiert werden, sofern es uns nicht gelingt, rechtzeitig oder überhaupt alternative Zulieferquellen oder Transportwege zu erschließen. Allgemeine Engpässe von Material, Komponenten oder Teilkomponenten, die aus Naturkatastrophen resultieren, bergen ebenso das Risiko von unvorhersehbaren Preis- und Nachfrageschwankungen, die sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können. Unsere Sektoren beziehen Rohstoffe, einschließlich sogenannter Seltenerdmetalle, Kupfer, Stahl, Aluminium und Öl, und sind dadurch Schwankungen bei den Energie- und Rohstoffpreisen ausgesetzt. In letzter Zeit unterlagen Rohstoffe erheblichen Marktschwankungen, die voraussichtlich andauern werden. Preissteigerungen könnten erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sofern es uns nicht möglich sein sollte, die gestiegenen Kosten zu kompensieren oder an unsere Kunden weiterzugeben. Umgekehrt könnten wir in Zeiten fallender Rohstoffpreise nicht vollständig von solchen Preisrückgängen profitieren, da wir generell versuchen, das Risiko steigender Rohstoffpreise durch unterschiedliche Maßnahmen, zum Beispiel durch den Abschluss langfristiger Verträge oder durch physische beziehungsweise finanzielle Sicherungsgeschäfte, zu vermindern. Zusammen mit dem Preisdruck, dem wir seitens unserer Kunden ausgesetzt sein könnten, wenn diese erwarten, an gesunkenen Rohstoffpreisen oder nachteiligen Marktbedingungen zu partizipieren, könnte sich dies ebenfalls negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Wir sind davon abhängig, hoch qualifizierte Führungskräfte und Fachkräfte einzustellen, sie an uns zu binden und weiterzuentwickeln: Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter ist in den Branchen und Regionen, in denen unsere Geschäftseinheiten tätig sind, weiterhin sehr intensiv. In vielen unserer Geschäftsfelder beabsichtigen wir, unsere Aktivitäten auszubauen. Hierfür werden wir hoch qualifizierte Mitarbeiter benötigen. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwiefern es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Wir begegnen diesem Risiko mit vielfältigen Maßnahmen, zum Beispiel Nachfolgeplanung, einer weiteren Verbesserung der Mitarbeiterbindung an den Arbeitgeber und Karrieremanagement. Es besteht jedoch keine Garantie, dass es uns auch weiterhin gelingen wird, all die hoch qualifizierten Mitarbeiter und Kompetenzträger, die wir in Zukunft benötigen werden, in den entsprechenden Regionen gewinnen und an uns binden zu können. Sollte uns dies nicht gelingen, könnte das erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben. C.9.3.3 FINANZMARKTRISIKEN Wir sind Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt: Wir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, da ein großer Anteil unseres Geschäftsvolumens in den USA und in Form von Exporten aus Europa generiert wird. Darüber hinaus unterliegen wir Währungseffekten bezüglich der Währungen von Schwellenländern, insbesondere des chinesischen Yuan. Ein gegenüber dem US-Dollar und anderen Währungen starker Euro könnte demnach einen nachteiligen Einfluss auf unsere Umsatzerlöse und unser Ergebnis haben. Bestimmte Währungs- wie auch Zinsrisiken sind konzernweit durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. In Abhängigkeit von der Entwicklung von Wechselkursen und Zinssätzen könnten diese Sicherungsgeschäfte signifikanten Einfluss auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Unsere Sektoren und Financial Services (SFS) betreiben Währungssicherungen, die zum Teil nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) erfüllen. Zusätzlich bestehen bei Konzern-Treasury Zinssicherungsgeschäfte, die ebenfalls nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen und Zinsänderungen unterworfen sind. Demzufolge könnten Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen zu einer höheren Volatilität führen und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Eine Aufwertung des Euro, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, könnte zudem Einfluss auf die Wettbewerbsposition von Siemens haben, weil für einige unserer Wettbewerber bedeutende Kostenanteile in schwächeren Währungen anfallen und sie dadurch Produkte zu günstigeren Preisen anbieten könnten. Wir unterliegen Schwankungen bei Kreditrisikoaufschlägen (Credit Spreads): In Bezug auf die Aktivitäten unserer Konzern-Treasury könnte die Erhöhung der Kreditrisikoaufschläge aufgrund von Unsicherheit und Risikoaversion an den Finanzmärkten zu einer negativen Veränderung der Marktwerte unserer finanziellen Vermögenswerte, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen. Darüber hinaus sehen wir das Risiko der sich ausdehnenden Kreditspannen, die unsere Refinanzierungskosten erhöhen könnten, wenn die Schuldenkrise der Eurozone mit ihren andauernden signifikanten Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte und insbesondere den europäischen Finanzsektor fortbesteht oder sich sogar verschlimmert. Jede dieser Veränderungen könnte die Kosten zur Sicherung von Kreditrisiken aufgrund potenziell höherer Kontrahentenrisiken zusätzlich steigen lassen. Unsere künftige Finanzierung über die Konzern-Treasury könnte insbesondere durch Unsicherheiten bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und durch die Entwicklung an den Finanz- und Kapitalmärkten beeinflusst werden: Unsere Konzern-Treasury ist für die Finanzierung unseres Unternehmens verantwortlich. Negative Entwicklungen an den Devisen-, Geld- und Kapitalmärkten, wie die begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln (insbesondere in US-Dollar), könnten unsere Gesamtfinanzierungskosten erhöhen. Die anhaltende Schuldenkrise in der Eurozone beeinflusst weiterhin weltweit die Kapitalmärkte. Das daraus resultierende gestiegene Risikobewusstsein von Regierungen führte zu erhöhter Regulierung hinsichtlich der Nutzung von Finanzinstrumenten durch (1) die Verordnung über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister (European Market Infrastructure Regulation) und (2) andere ähnliche Regulierungen in anderen Rechtsordnungen, die einen Einfluss auf die künftige Verfügbarkeit und die Kosten von angemessenen Sicherungsinstrumenten für uns haben könnten. Es könnte sogar zu weiteren Regulierungen des Finanzsektors und der Nutzung von Finanzinstrumenten kommen. Diese weiteren Regulierungen könnten sich negativ auf unsere künftigen Möglichkeiten der Fremdkapitalbeschaffung auswirken beziehungsweise die Kreditrisikoaufschläge deutlich erhöhen. Eine verschlechterte Bonität beziehungsweise Zahlungsausfälle von Geschäftspartnern könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Eine Verschlechterung unserer Ratings könnte unsere Kapitalkosten erhöhen und sich negativ auf unsere Geschäfte auswirken: Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird wesentlich durch die bereits erreichten und die erwarteten Ergebnisse unserer Sektoren und von SFS sowie durch Portfoliomaßnahmen beeinflusst. Eine bereits eingetretene oder erwartete Verschlechterung unserer Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage könnte zu einer Verschlechterung unserer Kreditratings führen. Herabstufungen durch die Ratingagenturen könnten unsere Kapitalkosten erhöhen, die verfügbare Investorenbasis verkleinern und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Aufgrund unserer Finanzierungsaktivitäten sind wir unterschiedlichen Risiken, einschließlich Kredit-, Zins- und Währungsrisiken, ausgesetzt: In Zusammenhang mit Großprojekten stellen wir unseren Kunden direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedenen Ausprägungen zur Verfügung. Ebenso finanzieren wir eine Vielzahl von Kundenbestellungen, zum Beispiel über Leasing medizinischer Geräte. Das erfolgt zum größten Teil über SFS. Darüber hinaus unterliegt SFS Kreditrisiken durch die Finanzierung von Produkten anderer Hersteller sowie über direkte und indirekte Beteiligungen an Finanzierungen, zum Beispiel syndizierten Krediten. Teilweise stehen uns Verwertungsrechte an den von uns finanzierten Gegenständen zu, oder wir erhalten zusätzliche Sicherheiten. Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte nachteilig beeinflusst werden, falls sich die Bonität unserer Kunden verschlechtert oder diese ihre Verbindlichkeiten uns gegenüber nicht bezahlen, falls die übertragenen Sicherheiten in Form von Vermögenswerten oder sonstigen Sicherheiten Wertverluste erleiden, falls Zinssätze oder Fremdwährungskurse schwanken oder falls sich Projekte, in die wir investiert haben, als nicht erfolgreich erweisen. Mögliche Verschlechterungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage könnten zu einem Rückgang der Marktwerte von Vermögenswerten, derivativen Instrumenten sowie Sicherheiten führen. Hieraus könnten sich Verluste ergeben, die sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch verschiedene Parameter, die Einfluss auf den Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne haben, negativ beeinflusst werden: Der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne könnte sowohl durch einen Anstieg oder Rückgang der leistungsorientierten Verpflichtungen (Defined Benefit Obligation, DBO) als auch durch einen Anstieg oder Rückgang im Wert des Planvermögens beeinflusst werden. Die Pensionsverpflichtungen werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen bilanziert. Diese Bewertungen beruhen auf statistischen und anderen Faktoren und haben zum Ziel, künftige Ereignisse zu antizipieren. Diese Faktoren umfassen zentrale Annahmen bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen wie den Abzinsungssatz sowie den erwarteten Anstieg von Gehältern und Pensionen. Die tatsächliche Entwicklung könnte aufgrund sich ändernder Marktbedingungen oder wirtschaftlicher Bedingungen von den Annahmen abweichen und hierdurch zu einem Anstieg oder Rückgang der DBO führen. Signifikante Veränderungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung des investierten Vermögens könnten zu einem entsprechenden Anstieg oder Rückgang im Wert des Planvermögens, insbesondere bei Aktien, führen. Änderungen der Annahmen bei der Bewertung von Pensionsplänen könnten außerdem den periodenbezogenen Nettopensionsaufwand beeinflussen. Zum Beispiel könnte eine Änderung bei den Abzinsungssätzen eine Änderung des periodenbezogenen Nettopensionsaufwands im folgenden Geschäftsjahr zur Folge haben. Zur Erfüllung lokaler Pensionsvorschriften in ausgewählten Ländern könnten wir mit einem erhöhten Zahlungsmittelabfluss konfrontiert sein, um eine mögliche Unterdeckung unserer Pensionspläne in diesen Ländern zu vermindern. Für weitere Informationen zu finanziellen Risiken und zum Management von finanziellen Risiken siehe → ZIFFER 32 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.9.3.4 COMPLIANCE-RISIKEN Wir sind regulatorischen Risiken in Zusammenhang mit unserer internationalen Geschäftstätigkeit ausgesetzt: Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld an Märkten, an denen wir Geschäfte betreiben, wie Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen und andere Handelshemmnisse, sowie Preis- oder Währungsbeschränkungen könnten unsere Geschäfte an verschiedenen nationalen Märkten beeinflussen, unsere Umsatzerlöse und Profitabilität beeinträchtigen sowie die Rückführung von Gewinnen erschweren. Außerdem könnten wir Strafzahlungen, Sanktionen und Reputationsschäden ausgesetzt sein. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen, und könnte dazu führen, dass wir stetig steigenden Kosten für die Entwicklung und Umsetzung angemessener Compliance-Programme und -Protokolle unterliegen. Als global agierendes Unternehmen unterhalten wir Geschäftsaktivitäten mit Kunden in Ländern, wie Iran, Syrien und Kuba, die zunehmend weitreichenden Exportkontrollregulierungen, Embargos, Wirtschaftssanktionen oder anderen Formen von Handelsbeschränkungen unterliegen, die ihnen durch die USA, die Europäische Union oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Neue oder ausgeweitete Exportkontrollregulierungen, Wirtschaftssanktionen, Embargos oder andere Formen von Handelsbeschränkungen, die gegen Iran, Syrien oder andere sanktionierte Staaten, in denen wir geschäftlich tätig sind, erlassen werden, können zu einer Einschränkung unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern und zu Änderungen unserer Richtlinien führen. Uns sind Initiativen von institutionellen Investoren, wie Pensionsfonds und anderen Unternehmen, bekannt, die Richtlinien verabschiedet haben oder zu verabschieden beabsichtigen, die Investitionen in, Transaktionen mit oder den Verkauf von Anteilen an Unternehmen verbieten sollen, wenn diese Geschäfte mit dem Iran oder mit anderen Ländern betreiben, die vom U.S. Secretary of State als staatliche Förderer des Terrorismus identifiziert wurden. Es könnte sein, dass solche Initiativen uns daran hindern, Investoren, Kunden oder Lieferanten zu gewinnen oder zu halten. Zudem könnten wir aufgrund der Beendigung unserer Geschäfte in Ländern, die Sanktionen unterliegen, Ansprüchen oder anderen Maßnahmen von Kunden ausgesetzt sein. Unsere Reputation könnte auch unter unseren Geschäften mit Vertragsparteien in diesen Ländern oder mit Vertragsparteien, die mit diesen Ländern verbunden sind, leiden. Wir haben Einzelheiten zu unseren Iran-bezogenen Geschäften in → C.3.1.1 AUFTRAGSEINGANG UND UMSATZERLÖSE dargelegt und reichen eine entsprechende Bekanntmachung dieser Angaben bei der SEC ein. Gemäß Ziffer 219 des »Iran Threat Reduction and Syria Human Rights Act of 2012« ist die SEC nach Eingang der Bekanntmachung dazu verpflichtet, den US-Präsidenten und den Kongress über deren Einreichung zu informieren. Der Präsident ist dann verpflichtet, eine Untersuchung der in der Bekanntmachung enthaltenen Iran-bezogenen Geschäfte einzuleiten und darüber zu entscheiden, ob Sanktionen gegen die einreichende Partei verhängt werden sollen. Das Ergebnis einer solchen Untersuchung durch den Präsidenten ist offen. Sollten die zuständigen Behörden Strafen oder Sanktionen gegen Siemens verhängen, könnten diese unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Wir erwarten, dass Umsatzerlöse in Schwellenländern durch die Entwicklung unseres Geschäfts und die steigende Nachfrage nach unseren Produkten und Lösungen aus solchen Ländern und Regionen einen zunehmenden Anteil an unseren Gesamtumsatzerlösen einnehmen werden. Bei Geschäftsaktivitäten in Schwellenländern bestehen verschiedene Risiken wie Unruhen, Gesundheitsrisiken, kulturelle Unterschiede, zum Beispiel bei Arbeitsverhältnissen und Geschäftspraktiken, Volatilität des Bruttoinlandsprodukts, wirtschaftliche und staatliche Instabilität, die mögliche Verstaatlichung von Privatvermögen sowie die Auferlegung von Devisenbeschränkungen. Insbesondere die asiatischen Märkte sind für unsere langfristige Wachstumsstrategie von großer Bedeutung, und unsere beträchtlichen Geschäftsaktivitäten in China werden dort von einem Rechtssystem beeinflusst, das sich noch entwickelt und Änderungen unterliegt. Unsere Wachstumsstrategie könnte durch staatliche Unterstützung der lokalen Industrie gehemmt werden. Unsere Sektoren, insbesondere die, die ihre Umsatzerlöse mit Großprojekten erzielen, könnten negativ beeinflusst werden, wenn sich die künftige Nachfrage, die Preise und das Bruttoinlandsprodukt an den Märkten, in denen sie Geschäfte betreiben, aufgrund solcher Regulierungsmaßnahmen nicht so positiv entwickeln wie erwartet. Sollten solche oder ähnliche Risiken aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten eintreten, könnten diese unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Laufende und künftige Untersuchungen hinsichtlich Korruptionsvorwürfen, Kartellverstößen und Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auf unsere Reputation haben: Ein erheblicher Anteil unserer Geschäftstätigkeit entfällt weltweit auf Regierungen und auf Unternehmen in staatlichem Besitz. Wir sind außerdem an verschiedenen Projekten beteiligt, die von Behörden und zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen, etwa multilateralen Entwicklungsbanken, finanziert werden. Sollte festgestellt werden, dass wir in öffentliche Korruption, Kartellverstöße oder andere illegale Handlungen involviert waren, könnte dies unsere Fähigkeit, Geschäfte mit diesen oder anderen Organisationen zu machen, einschränken. Korruptionsverfahren, Kartellverfahren und ähnliche Verfahren können zu straf- oder zivilrechtlichen Bußgeldern sowie zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich künftigen Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, zum Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme an bestimmten Geschäften, zum Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen führen. Dementsprechend könnte es sich als erforderlich erweisen, dass wir erhebliche Rückstellungen zur Deckung möglicher Leistungspflichten, einschließlich potenzieller Steuerstrafen, in Zusammenhang mit diesen Untersuchungen und Verfahren bilden müssen. Darüber hinaus könnte die Aufdeckung von Fällen öffentlicher Korruption, die nicht von den Vergleichen umfasst sind, die wir in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 mit amerikanischen und deutschen Behörden zur Beilegung von Korruptionsvorwürfen geschlossen haben, unser Geschäft mit Behörden und zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen gefährden, sowie zur Ernennung weiterer Überwachungsinstanzen führen, die unsere künftigen Geschäftspraktiken überprüfen, und wir könnten auch in anderer Weise aufgefordert werden, unsere Geschäftspraktiken und unser Compliance-Programm zu ändern. Unsere Verwicklung in anhängige und potenzielle künftige Korruptions- oder Kartellverfahren könnte unserer Reputation schaden und nachteilige Auswirkungen auf die Möglichkeit haben, uns weltweit um Geschäfte mit Kunden sowohl des öffentlichen als auch des privaten Sektors zu bewerben. Sollte festgestellt werden, dass wir oder unsere Tochtergesellschaften an gesetzeswidrigen Handlungen beteiligt waren oder gegen mutmaßliche oder erwiesene Fälle von Korruption oder Kartellverstößen in unserem Unternehmen keine effektiven Maßnahmen ergriffen haben, könnte sich dies auf unsere Beteiligung an Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern oder zwischenstaatlichen Organisationen nachteilig auswirken und zu unserem formellen Ausschluss von solchen Geschäften führen. Selbst wenn wir nicht formell von der Beteiligung an Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern ausgeschlossen würden, könnten Behörden oder zwischenstaatliche oder supranationale Organisationen uns informell von der Teilnahme an Ausschreibungen oder von der Beteiligung an bestimmten Verträgen ausschließen. Zum Beispiel könnten wir aufgrund der Gesetzgebung in Mitgliedstaaten der Europäischen Union in bestimmten Fällen zwingend oder nach Ermessen von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen werden, wenn wir wegen Bestechung beziehungsweise bestimmter anderer Vergehen oder aus anderen Gründen verurteilt werden sollten. Wie unter → ZIFFER 29 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS genauer beschrieben, wurden wir und bestimmte Tochtergesellschaften in der Vergangenheit beziehungsweise derzeit aufgrund von Korruptionsfeststellungen oder anderen Fehlverhaltens von einigen Geschäften, einschließlich solcher mit öffentlichen Auftraggebern, Entwicklungsbanken und multilateralen Finanzinstitutionen ausgeschlossen. Laufende oder mögliche künftige Untersuchungen zu Korruptionsvorwürfen oder Kartellverfahren könnten außerdem bestehende privatwirtschaftliche Geschäftsbeziehungen sowie unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner in der Privatwirtschaft zu gewinnen, beeinträchtigen. Solche Ermittlungen könnten sich beispielsweise nachteilig auf unsere Fähigkeit auswirken, möglicherweise bedeutende strategische Projekte und Transaktionen zu verfolgen, wie strategische Allianzen, Gemeinschaftsunternehmen oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit. Solche Ermittlungen könnten auch zur Aufhebung einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Mitbewerber, könnten gegen uns Verfahren in erheblichem Umfang einleiten. Darüber hinaus könnten künftige Entwicklungen in laufenden oder potenziellen künftigen Ermittlungen, etwa die Reaktion auf behördliche Ersuchen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen des Managements von anderen Geschäftsangelegenheiten ablenken, denen sich das Unternehmen widmen muss. Der Eintritt jedes dieser Risiken könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und unsere Reputation haben. Unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage könnte durch laufende oder künftige Rechtsstreitigkeiten beeinträchtigt werden: Wir sind zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder staatlichen und behördlichen Verfahren ausgesetzt, an denen wir aktuell beteiligt sind oder die sich in der Zukunft ergeben könnten. Wir sind regelmäßig an Rechtsstreitigkeiten und / oder ähnlichen Verfahren beteiligt und unterliegen staatlichen Untersuchungen und Verfahren, unter anderem Schiedsanträgen, Verfahren zum Vorwurf der nicht vertragsgemäßen Lieferung von Waren oder Dienstleistungen, der Produkthaftung, von Produktmängeln, von Qualitätsproblemen, der Verletzung geistiger Eigentumsrechte, der Nichtbeachtung steuerlicher Vorschriften und / oder behaupteter oder vermuteter Übertretungen geltenden Rechts. Außerdem könnten wir mit weiteren Ansprüchen konfrontiert werden, die in Zusammenhang mit den Umständen stehen, die zu den Korruptionszahlungen geführt haben. Für weitere Informationen in Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten siehe → ZIFFER 29 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Wir können nicht ausschließen, dass die Ergebnisse dieser Rechtsstreitigkeiten und Verfahren unserer Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblichen Schaden zufügen könnten. Selbst wenn wir in Rechtsstreitigkeiten in allen Einzelfällen der Hauptsache obsiegen sollten, könnten wir im Zuge unserer Verteidigung gegen zugrunde liegende Anschuldigungen wesentliche Rechtsanwalts- und sonstige Rechtsverteidigungskosten zu tragen haben. Unter bestimmten Voraussetzungen bilden wir für Risiken, die aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren erwachsen, Rückstellungen. Darüber hinaus haben wir eine Haftpflichtversicherung für bestimmte rechtliche Risiken in einer Höhe abgeschlossen, die das Management für angemessen und branchenüblich hält. Unser Versicherungsschutz bewahrt uns allerdings nicht vor etwaigen Reputationsschäden. Außerdem können wir aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren Verluste erleiden, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind oder etwaige Rückstellungen für Verluste durch Rechtsstreitigkeiten übersteigen. Schließlich kann nicht gewährleistet werden, dass wir auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erhalten werden. Jedes dieser Risiken könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Untersuchungen von Finanzbehörden sowie Veränderungen in den Steuergesetzen und -regelungen könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen: Wir sind in rund 190 Ländern tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und -regelungen in diesen Jurisdiktionen könnten zu höheren Steueraufwendungen und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch wesentlichen Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf unsere aktiven und passiven latenten Steuern haben. Zudem kann die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Als global tätiges Unternehmen agieren wir auch in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft. Wir unterliegen Gesetzen und Regelungen zum Umweltschutz sowie zu anderen behördlichen Regelungen: Einige Branchen, in denen wir tätig sind, sind stark reguliert. Gegenwärtige oder künftige umweltrechtliche oder sonstige staatliche Regulierungen oder deren Änderung könnte eine Änderung unserer operativen Tätigkeit erfordern und zu einer erheblichen Steigerung unserer operativen Kosten und Produktionskosten führen. Wenngleich wir über Verfahren verfügen, die sicherstellen sollen, dass wir die anwendbaren staatlichen Regulierungen in der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit einhalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sowohl von unserer Seite als auch vonseiten Dritter, mit denen wir in einer Vertragsbeziehung stehen, einschließlich Zulieferer und Dienstleistungsanbieter, und deren Handeln uns zugerechnet werden könnte, zu Verstößen gegen anwendbare staatliche Regulierungen verursacht werden können. Jeder solcher Verstöße setzt uns dem Risiko von Haftung, Reputationsschäden oder Verlust von Lizenzen und Genehmigungen aus, die für unser Geschäft wichtig sind. Insbesondere könnten uns auch Verpflichtungen aus Umweltverschmutzungen oder aus der Dekontamination von verseuchten Produktionsanlagen entstehen, die von uns errichtet oder betrieben werden. Beispielsweise sind wir verpflichtet, Sanierungskosten vor allem in Bezug auf Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen zu tragen, für die wir auf der Basis von Kostenschätzungen für die Stilllegung von Anlagen für die Produktion von Uran- und Mischoxidbrennelementen in Hanau, Deutschland, sowie eines nuklearen Forschungs- und Dienstleistungszentrums in Karlstein, Deutschland, Rückstellungen gebildet haben. Für weitere Informationen siehe → ZIFFER 24 in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Unter bestimmten Umständen bilden wir Rückstellungen für Umweltrisiken. Für bestimmte Umweltrisiken haben wir Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen, die unser Management als angemessen und branchenüblich ansieht. Uns könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, und solche Verluste könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Außerdem könnten sich unsere Rückstellungen für Umweltverpflichtungen als nicht ausreichend erweisen, unsere letztlich hieraus resultierenden Verluste oder Ausgaben zu decken. C.9.3.5 ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER RISIKOLAGE Die größten Herausforderungen wurden in jeder der vier Kategorien »Strategische Risiken«, »Operative Risiken«, »Finanzmarktrisiken« und »Compliance-Risiken« zuerst genannt, wobei die Risiken resultierend aus dem makroökonomischen Umfeld für uns derzeit am wesentlichsten sind. Obwohl sich die Einschätzung der individuellen Risikomaße während des Geschäftsjahrs 2013 aufgrund von geänderten externen Bedingungen und als Folge unserer eigenen Gegenmaßnahmen geändert hat, hat sich die Risikolandschaft für Siemens im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. Wir sind überzeugt, dass wir die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen weiterhin erfolgreich meistern können. C.9.4 Chancen Im Rahmen unseres umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatzes, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst, identifizieren und bewerten wir regelmäßig die Chancen, die sich in unseren zahlreichen Geschäftsfeldern ergeben, und handeln entsprechend. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Chancen auf alle unsere Segmente. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Chancen für uns. Dabei ist zu beachten, dass Chancen mit einem gegenwärtig niedriger eingeschätzten Ausmaß potenziell eine höhere positive Wirkung auf Siemens haben können als Chancen mit einem gegenwärtig höher eingeschätzten Ausmaß. Die beschriebenen Chancen sind notwendigerweise nicht die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen regelmäßigen Änderungen unterworfen, da sich unser Unternehmen, unsere Märkte und die Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Daraus können sich neue Chancen ergeben, bereits existierende können an Relevanz verlieren, oder die Bedeutung einer Chance kann sich für uns verändern. Grundsätzlich bewerten wir Chancen nach bestem Wissen und legen dabei unter anderem bestimmte Annahmen zugrunde, die die Marktentwicklung, das Marktpotenzial von Technologien oder Lösungen sowie die erwartete Entwicklung von Kundennachfrage und Preisen betreffen. Wenn Chancen realisiert werden, können sie einen geringeren Einfluss haben, als dieser ursprünglich auf Basis der zugrunde liegenden Annahmen geschätzt wurde. Es ist auch möglich, dass Chancen, die wir heute sehen, sich niemals verwirklichen. Nach unserer Einschätzung hat sich die Chancenlandschaft im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Zwei in der letztjährigen Berichterstattung noch enthaltene Chancen (»Chance, auf dem Gebiet des Umwelt- und Klimaschutzes weiter zu wachsen« und »Innovativere ganzheitliche Lösungen aufgrund der Nutzung übergreifender Zusammenarbeit entlang unseres breiten Portfolios und unserer globalen Präsenz anbieten«) wurden in unsere Geschäftspläne integriert und werden daher nicht mehr als ERM-relevante Chance berichtet. Durch gezielte Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften sind wir ständig bestrebt, unsere führenden Technologiepositionen zu verbessern, zusätzliche Marktpotenziale zu erschließen oder unser Produktportfolio weiterzuentwickeln: Wir beobachten kontinuierlich unsere gegenwärtigen und künftigen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Akquisitionen, Beteiligungen oder Partnerschaften, mit denen wir über das organische Wachstum hinaus hinzugewinnen können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Marktposition an unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in ausgewählten Bereichen zu ergänzen. Wir sehen insbesondere weitere Chancen im Wachstumspotenzial etablierter Märkte und speziell der Schwellenländer: Es wird erwartet, dass die Schwellenländer in den kommenden Jahren weiterhin deutlich schneller wachsen werden als die Industrienationen, angeführt vom starken Wachstum der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sowie von den Wachstumschancen der sogenannten zweiten Welle von Schwellenländern, zu denen Chile, Indonesien, Mexiko, Polen und die Türkei gehören. Im Rahmen von One Siemens wollen wir Maßnahmen ergreifen, mit denen wir den Anteil unserer Umsatzerlöse aus Schwellenländern kontinuierlich ausbauen können. Wir glauben, dass sich uns durch den Ausbau unserer Fähigkeiten zur Entwicklung, Produktion und zum Vertrieb sogenannter SMART-Produkte (Simple, Maintenance friendly, Affordable, Reliable und Timely-to-market: einfach, wartungsfreundlich, erschwinglich, zuverlässig und kurze Entwicklungszeiten) Chancen bieten werden, in diesen strategischen Wachstumsmärkten Marktanteile zu gewinnen und unsere lokale Präsenz auszubauen. Indem wir unser Portfolio um zusätzliche SMART-Produkte erweitern und leistungsfähigere Vertriebskanäle erschließen, schaffen wir für uns die Möglichkeit, große und schnell wachsende regionale Märkte zu bedienen, an denen den Kunden im Rahmen der Kaufentscheidung niedrigere Preise möglicherweise wichtiger sind als die Produkteigenschaften, und können auf diese Weise unsere Umsatzerlöse steigern. Wir sind kontinuierlich bestrebt, neue Technologien, Produkte und Lösungen zu entwickeln sowie bestehende zu verbessern: Wir investieren in neue Technologien, die nach unserer Erwartung die künftige, auf den vier strategischen Megatrends demografischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung basierende Nachfrage abdecken werden (für weitere Informationen siehe → C.1.3.1 DIE GLOBALEN MEGATRENDS). Wir könnten durch die Verlagerung von Wertschöpfungsaktivitäten in kostengünstigere Länder unsere Kostenposition weiter verbessern: Die Verlagerung bestimmter Aktivitäten unserer Wertschöpfungskette wie Einkauf, Produktion, Wartung oder Dienstleistungen auf Märkte wie die BRIC-Staaten und andere Wachstumsmärkte oder auch in den Nahen und Mittleren Osten könnte es uns ermöglichen, unsere Kosten zu senken und unsere globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern aus Ländern mit vorteilhafteren Kostenstrukturen. Wir befinden uns in einem Prozess der fortlaufenden Entwicklung und Implementierung von Initiativen zur Kostensenkung, Kapazitätsanpassung, Prozessverbesserung sowie zur Bereinigung unseres Portfolios: In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ergänzt eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur den Wettbewerbsvorteil der Innovationskraft. Wir glauben, dass eine weitere Verbesserung unserer Kostenposition unsere globale Wettbewerbsposition stärkt und unsere Marktposition gegenüber aufstrebenden und etablierten Wettbewerbern sichert. Beispielsweise erwarten wir nachhaltige Wertbeiträge aus den Produktivitätsmaßnahmen der Sektoren in Zusammenhang mit dem zuvor genannten Unternehmensprogramm »Siemens 2014«, das die Erreichung der Ziele von One Siemens unterstützt. Wir ordnen unsere regionale Organisation neu: Zum November 2013, nach Ende des Geschäftsjahrs 2013, haben wir die Cluster-Organisation aufgelöst. Aufgrund dieser organisatorischen Anpassung haben wir 30 Leitländer bestimmt, die hinsichtlich der Marktdurchdringung für die ihnen zugeordneten Länder verantwortlich sind. Jedes Leitland berichtet direkt an den Vorstand. Durch diese Maßnahme will Siemens den Kundenkontakt intensivieren und sein regionales Geschäft ausbauen. Wir erwarten, dass diese Neuausrichtung unsere Marktdurchdringung künftig weiter verbessert. C.9.5 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Die folgenden Ausführungen beinhalten Informationen gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sowie erläuterndem Bericht. Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Wie in → C.9.2 RISIKOMANAGEMENT beschrieben, basiert unser ERM-Ansatz auf dem weltweit akzeptierten Rahmenwerk »Enterprise Risk Management - Integrated Framework«, das vom COSO entwickelt wurde. Da eines der Ziele dieses Rahmenwerks die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung ist, beinhaltet es auch eine rechnungslegungsbezogene Sichtweise. Das von uns eingeführte rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (»Kontrollsystem«) basiert auf dem ebenfalls vom COSO entwickelten und international anerkannten Rahmenwerk »Internal Control - Integrated Framework (1992)«. Beide Systeme ergänzen sich gegenseitig. Die Verantwortung für die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener interner Kontrollen über die Finanzberichterstattung liegt beim Management der Siemens AG, das zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des Kontrollsystems beurteilt. Hierzu verfügt Siemens über ein standardisiertes Verfahren, nach dem notwendige Kontrollen definiert, nach einheitlichen Vorgaben dokumentiert und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Zum 30. September 2013 hat das Management die Wirksamkeit der internen Kontrollen über die Finanzberichterstattung festgestellt. Allerdings bestehen bei jedem Kontrollsystem gewisse Einschränkungen hinsichtlich seiner Wirksamkeit. Kein Kontrollsystem - auch wenn es als wirksam beurteilt wurde - kann alle unzutreffenden Angaben verhindern oder aufdecken. Den konzeptionellen Rahmen für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden im Wesentlichen die konzernweit einheitlichen Bilanzierungsrichtlinien sowie der Kontenplan, die beide von der Corporate-Finance-Abteilung vorgegeben werden und von allen Einheiten konsistent angewendet werden müssen. Neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere offizielle Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich ihrer Relevanz und ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht analysiert. Die sich hieraus ergebenden Änderungen werden in unseren Bilanzierungsrichtlinien und dem Kontenplan angepasst. In quartalsweise herausgegebenen Abschlussbriefen werden die Rechnungswesenabteilungen der Siemens AG und ihrer Tochterunternehmen über aktuelle Themen, die die Rechnungslegung und den Abschlusserstellungsprozess betreffen, sowie über einzuhaltende Termine informiert. Die Datengrundlage für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die von der Siemens AG und deren Tochterunternehmen berichteten Abschlussinformationen, die wiederum auf den in den Einheiten erfassten Buchungen basieren. Die Erstellung der Abschlussinformationen der meisten Tochtergesellschaften wird durch unsere interne Global-Shared-Services-Organisation unterstützt. Darüber hinaus sind weitere Rechnungslegungsaktivitäten wie Tätigkeiten, die die Governance und die Überwachung betreffen, in der Regel auf regionalen Ebenen zusammengefasst. Zusätzlich bedienen wir uns bei einigen Themen, die Spezialkenntnisse erfordern, zum Beispiel zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen, der Unterstützung externer Dienstleister. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Konzernabschluss im Konsolidierungssystem erstellt. Die zur Erstellung des Konzernabschlusses durchzuführenden Schritte werden auf allen Ebenen manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. In den Rechnungslegungsprozess einbezogene Mitarbeiter werden bereits bei ihrer Auswahl hinsichtlich ihrer fachlichen Eignung überprüft und danach regelmäßig geschult. Grundsätzlich gilt das »Vier-Augen-Prinzip«, und die Abschlussinformationen müssen auf jeder Ebene bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von Konzerneinheiten berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. In den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen sind Zugriffsberechtigungen definiert, um zu gewährleisten, dass rechnungslegungsbezogene Daten vor nicht genehmigtem Zugriff, Verwendung und Veränderung geschützt sind. Jede in den Konzernabschluss einbezogene Einheit unterliegt dem zentral vorgegebenen Regelwerk zur Informationssicherheit. Das Management der Sektoren, der Divisionen, von SFS, der Sektorübergreifenden Dienstleistungen, der Regionen sowie bestimmter zentraler Unternehmenseinheiten werden quartalsweise durch Bestätigungen des Managements von Einheiten in ihrem Verantwortungsbereich unterstützt, die die Ordnungsmäßigkeit der an die Konzernzentrale berichteten Finanzdaten sowie die Wirksamkeit der entsprechenden Kontrollsysteme bestätigen. Des Weiteren haben wir ein aus ausgewählten Leitern zentraler Unternehmenseinheiten bestehendes Offenlegungskomitee eingerichtet, das bestimmte finanzielle und nicht finanzielle Informationen vor der Veröffentlichung überprüft. Der Aufsichtsrat ist durch den Prüfungsausschuss ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie die Abschlussprüfung. Zudem obliegt ihm die Prüfung der Unterlagen zum Einzelabschluss der Siemens AG und zum Konzernabschluss, und er erörtert den Einzelabschluss der Siemens AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zu diesen Abschlüssen mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer. Unsere interne Revision überwacht durch kontinuierliche und konzernweite Prüfungen die Einhaltung der Richtlinien, die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit unseres Kontrollsystems sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems. Darüber hinaus bestehen Regeln für bilanzbezogene Beschwerden und ein Ethikkodex (»Code of Ethics«) für Finanzangelegenheiten. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZUM EINZELABSCHLUSS (HGB) DER SIEMENS AG Die Siemens AG ist als Mutterunternehmen des Siemens-Konzerns in das oben dargestellte konzernweite rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem eingebunden. Die oben gemachten Angaben gelten grundsätzlich auch für den HGB-Einzelabschluss der Siemens AG. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Bei Bedarf - zum Beispiel zum Zweck des handelsrechtlichen Einzelabschlusses oder für steuerliche Zwecke - wird auf Kontenebene auf die jeweiligen Vorschriften übergeleitet. Damit stellen korrekt ermittelte IFRS-Abschlussinformationen auch für den Einzelabschluss der Siemens AG eine wichtige Grundlage dar. Für die Siemens AG und andere nach HGB bilanzierende Konzernunternehmen ergänzen eine verpflichtend anzuwendende HGB-Abschlussrichtlinie sowie ein HGB-Kontenplan den oben genannten konzeptionellen Rahmen. Die oben genannten manuellen und systemseitigen Kontrollmaßnahmen gelten grundsätzlich auch für die Überleitung der IFRS-Abschlussinformationen hin zum HGB-Einzelabschluss der Siemens AG. C.10 Vergütungsbericht, Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB, übernahmerelevante Angaben sowie erläuternder Bericht Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der Siemens AG Anwendung finden, und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und findet sich in → B.4 VERGÜTUNGSBERICHT. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und findet sich in → B.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGB. Die übernahmerelevanten Angaben (nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB) sowie der erläuternde Bericht sind Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und finden sich in → B.5 ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (NACH § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB) SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT. C.11 Siemens AG (Erläuterungen auf Basis HGB) Der Jahresabschluss der Siemens AG wird im Gegensatz zum Konzernabschluss nicht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), sondern nach den Regeln des deutschen Handelgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. C.11.1 Geschäft und Rahmenbedingungen Die Siemens AG ist die Muttergesellschaft des Siemens-Konzerns. Die Siemens AG ist ein Technologieunternehmen mit Kernaktivitäten auf den Gebieten Energie, Industrie und Infrastruktur sowie im Gesundheitswesen. In der Siemens AG ist als zusätzliches operatives Geschäft die Siemens Real Estate enthalten. Die Siemens AG ist zudem stark von ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen geprägt. Die Siemens AG hält direkt und indirekt 684 Gesellschaften, einschließlich Minderheitsbeteiligungen, und umfasst ferner die Zentralfunktionen des Konzerns. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Siemens AG entsprechen im Wesentlichen denen des Siemens-Konzerns und werden im Abschnitt → C.1.2 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN ausführlich beschrieben. C.11.2 Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung) scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Umsatzerlöse 30.305 29.913 Umsatzkosten - 22.016 - 21.607 Bruttoergebnis vom Umsatz 8.289 8.307 Forschungs- und Entwicklungskosten - 2.878 - 2.904 Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten - 4.173 - 3.991 Sonstiges betriebliches Ergebnis - 178 124 Finanzergebnis davon Beteiligungsergebnis 3.893 (im Vj. 2.368) 3.631 2.441 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 4.692 3.977 Ertragsteuern - 840 - 943 Jahresüberschuss 3.852 3.034 Gewinnvortrag 115 114 Vermögensminderung durch Abspaltung - 1.800 - Entnahme aus / Einstellung in andere Gewinnrücklagen 476 - 504 Bilanzgewinn 2.643 2.643 Die Umsatzerlöse stiegen um 1 %. Dies ist in erster Linie auf gestiegene Umsatzerlöse des Sektors Healthcare in Höhe von 715 Mio. €, des Sektors Infrastructure & Cities in Höhe von 42 Mio. € sowie von Siemens Real Estate in Höhe von 45 Mio. € zurückzuführen. Gegenläufig wirkten gesunkene Umsatzerlöse der Sektoren Energy in Höhe von 374 Mio. € sowie Industry in Höhe von 107 Mio. €. Infolge eines Verständigungsverfahrens mit den Finanzbehörden in Bezug auf Verrechnungspreise erhielt die Siemens AG Ausgleichszahlungen von Siemens Healthcare USA. Die Zahlungen in Höhe von 670 Mio. € wurden im Sektor Healthcare als Umsatzerlöse erfasst. Regional betrachtet legten die Umsatzerlöse in der Region Amerika um 25 % zu und nahmen in der Region Asien, Australien um 7 % ab. In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten blieben die Umsatzerlöse nahezu auf Vorjahresniveau. Es wurden wie im Vorjahr 70 % der Umsatzerlöse mit Exporten aus Deutschland erwirtschaftet. Der Auftragseingang der Siemens AG belief sich auf 32,5 Mrd. €, gegenüber 28,6 Mrd. € im Vorjahr. Dies stellt eine beträchtliche Zunahme von 14 % dar, die insbesondere aus einem höheren Volumen aus Großaufträgen stammte. Darin enthalten sind Großaufträge der Division Transportation & Logistics des Sektors Infrastructure & Cities für Züge im Vereinigten Königreich in Höhe von 1,8 Mrd. € sowie für Züge in Deutschland in Höhe von 1,0 Mrd. €. Das Bruttoergebnis vom Umsatz blieb nahezu auf Vorjahresniveau, während sich die Bruttoergebnismarge geringfügig von 28 % auf 27 % verminderte. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen verursacht durch zusätzliche Aufwendungen in Zusammenhang mit Projektbelastungen. Diese fielen in Höhe von 286 Mio. € in Verbindung mit Hochgeschwindigkeitszügen bei der Division Rail Systems des Sektors Infrastructure & Cities sowie in Höhe von 226 Mio. € überwiegend in Zusammenhang mit dem Netzanschluss von Offshore-Windparks bei der Division Power Transmission des Sektors Energy an. Das Bruttoergebnis vom Umsatz enthielt Belastungen in Zusammenhang mit dem unternehmensweiten Programm »Siemens 2014« zur Steigerung der Produktivität. Die Forschungs- und Entwicklungskosten (FuE) sanken um 1 %. Die FuE-Kosten blieben in allen vier Sektoren nahezu unverändert auf Höhe der Vorjahresaufwendungen. Der Anteil an den Umsatzerlösen (FuE-Intensität) blieb unverändert bei 10 %. Wir beschäftigten im Geschäftsjahr 2013 durchschnitt lich 12.500 (im Vj. 12.200) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung. Für weitere Informationen siehe → C.8.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG. Das sonstige betriebliche Ergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr um 302 Mio. €. Dies resultierte aus einem Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 340 Mio. € sowie einer Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 38 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahrs profitierten von der Auflösung der mittelbaren Verpflichtung gegenüber der Siemens Pensionsfonds AG in Höhe von 307 Mio. €. Das Finanzergebnis stieg insgesamt um 49 %. Der Anstieg war insbesondere auf ein um 1,525 Mrd. € erhöhtes Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Das übrige Finanzergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 386 Mio. €, während sich das Zinsergebnis um 51 Mio. € verbesserte. Der Anstieg des Beteiligungsergebnisses resultierte hauptsächlich aus der Gewinnausschüttung von der Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG in Höhe von 3,000 Mrd. €. Dagegen reduzierten sich im Vorjahresvergleich die Gewinnausschüttungen der Siemens Wind Power A / S sowie der Siemens s.r.o. um insgesamt 605 Mio. €. Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich des Weiteren aufgrund gestiegener Erträge und gesunkener Aufwendungen aus Ergebnisausgleichsverträgen um 787 Mio. € sowie aufgrund von geringeren Abschreibungen auf Beteiligungen um 547 Mio. €. Die Ergebnisse aus dem Abgang von Beteiligungen gingen um 2.084 Mio. € zurück und wurden negativ. Dies resultierte aus dem im Geschäftsjahr 2013 enthaltenen Veräußerungsverlust des Anteils der Siemens AG an Nokia Siemens Networks Holding B.V. in Höhe von 306 Mio. €. Zudem profitierte das Vorjahr von dem Gewinn aus der zu Zeitwerten bewerteten Sacheinlage der Siemens Wind Power A / S in die sinius GmbH in Höhe von 1,290 Mrd. €. Die Abnahme des übrigen Finanzergebnisses stammte überwiegend aus dem Rückgang der Dividenden aus Fondsanteilen um 559 Mio. €. Des Weiteren waren im Vorjahresvergleich um 135 Mio. € geringere Wertholungen auf Anteile an Investmentvermögen enthalten. Dies wurde teilweise kompensiert durch um 408 Mio. € höhere Erträge aus Fremdwährungspositionen und Sicherungsgeschäften, die Auflösung von Rückstellungen für Risiken aus derivativen Finanzinstrumenten sowie negative Überhänge aus Bewertungseinheiten. Die Ertragsteueraufwendungen sanken um 11 %. Der Rückgang resultierte überwiegend aus einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren, nahezu steuerfreien Beteiligungsergebnis. Des Weiteren wirkten sich die bereits erwähnten Ausgleichszahlungen von Siemens Healthcare USA in vollem Umfang positiv im aktuellen Geschäftsjahr aus, da diese bereits in den Vorjahren versteuert wurden. Dies wurde teilweise kompensiert durch die Belastung aus einer Betriebsprüfung infolge der Nichtanerkennung des Betriebsausgabenabzugs für Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen. C.11.3 Vermögens- und Finanzlage Bilanz der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung) scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Aktiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2.437 2.388 Finanzanlagen 40.530 42.951 42.967 45.339 Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.032 15.790 Flüssige Mittel und Wertpapiere 2.282 3.155 19.313 18.945 Rechnungsabgrenzungsposten 75 86 Aktive latente Steuern 2.467 2.737 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 46 42 Summe Aktiva 64.868 67.149 Passiva Eigenkapital 18.295 19.811 Sonderposten mit Rücklagenanteil 767 775 Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.432 9.919 Übrige Rückstellungen 7.827 7.419 18.260 17.338 Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 138 146 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.349 1.551 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrige Verbindlichkeiten 25.771 27.236 27.257 28.934 Rechnungsabgrenzungsposten 290 291 Summe Passiva 64.868 67.149 Die Bilanzsumme nahm um 3 % ab. Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich um 6 %. Aufgrund der erfolgreichen Abspaltung und der Börsennotierung von OSRAM wurde die OSRAM Beteiligungen GmbH in Höhe von 1,800 Mrd. € ausgebucht. Darüber hinaus wurde der Anteil der Siemens AG an der Nokia Siemens Networks Holding B.V. in Höhe von 1,319 Mrd. € an die Nokia Corporation verkauft. Die Verschmelzung der SMS Diagnostics Europe Ltd. reduzierte das Finanzanlagevermögen um 700 Mio. €. Gegenläufig wirkten der Zugang der Siemens Rail Automation Corporation in Höhe von 528 Mio. € sowie die im Vorjahresvergleich um 616 Mio. € gestiegenen Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um 8 %. Dies resultierte vor allem aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund von konzerninternen Finanzierungen. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere sanken um 28 %. Die Liquiditätssteuerung der Siemens AG erfolgt auf Basis der Finanzstrategie des Siemens-Konzerns. Die Liquiditätsveränderung in der Siemens AG war deshalb nicht alleine auf die Geschäftsaktivitäten der Siemens AG zurückzuführen. Das Eigenkapital verringerte sich um 8 %. Der Rückgang ist zurückzuführen auf die Dividendenauszahlung im Geschäftsjahr 2013 (für das Geschäftsjahr 2012) in Höhe von 2,528 Mrd. € (für weitere Informationen siehe → C.2.5 DIVIDENDE UND AKTIENRÜCKKÄUFE). Zudem wirkten im Eigenkapital reduzierend die Abspaltung von OSRAM in Höhe von 1,800 Mrd. € sowie die unterjährig durchgeführten Aktienrückkäufe in Höhe von 1,348 Mrd. €. Gegenläufig wirkten der Jahresüberschuss in Höhe von 3,852 Mrd. € sowie die Ausgabe eigener Anteile im Rahmen der aktienbasierten Vergütung in Höhe von 308 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2013 bei 28 % (im Vj. 30 %). Die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen um 5 %. Dies stammte überwiegend aus im Vorjahresvergleich höheren Zuführungen für laufenden Zins- und Dienstzeitaufwendungen in Höhe von 841 Mio. € sowie aus höheren Pensionszahlungen in Höhe von 471 Mio. €. Die übrigen Rückstellungen erhöhten sich um 5 %. Dies resultierte hauptsächlich aus um 391 Mio. € gestiegenen Rückstellungen für Personalaufwendungen, einschließlich Belastungen in Zusammenhang mit dem unternehmensweiten Programm »Siemens 2014« zur Steigerung der Produktivität. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrige Verbindlichkeiten nahmen um 5 % ab. Dies resultierte hauptsächlich aus den geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von konzerninternen Finanzierungen. C.11.4 Mitarbeiter Kennzahlen scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 2012 Mitarbeiterfluktuationsrate1 3,0 % 2,7 % Frauen in Führungspositionen (in % der Mitarbeiter in Führungspositionen)2 11,3 % 10,6 % Ausgaben für Weiterbildung (in Mio. €)3 94 100 Ausgaben für Weiterbildung pro Mitarbeiter (in €)3 864 934 1 Die Mitarbeiterfluktuationsrate ist definiert als Quotient aus der Zahl der freiwilligen und unfreiwilligen Abgänge von der Siemens AG während des Geschäftsjahrs zur durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter. 2 Mitarbeiter in Führungspositionen sind alle disziplinarischen Führungskräfte plus Projektmanager. 3 Ohne Berücksichtigung von Reisekosten. Die Anzahl der Mitarbeiter am Abschlussstichtag betrug 108.234 (im Vj. 108.004). Mitarbeiter der Siemens AG nach Segmenten zum 30. September 2013 (in Tausend) Für weitere Informationen siehe Abschnitt → C.8.9 MITARBEITER. C.11.5 Nachtragsbericht Im November 2013 kündigte Siemens einen Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 4 Mrd. € an. Der Rückerwerb endet spätestens am 31. Oktober 2015. Die Durchführung des Aktienrückkaufs erfolgt unter der am 25. Januar 2011 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung. Diese erlaubt unter diesem Programm noch weitere Aktienrückkäufe von maximal 47,8 Mio. Aktien. Der Aktienrückkauf dient den Zwecken der Einziehung und Kapitalherabsetzung, der Ausgabe an Mitarbeiter oder frühere Mitarbeiter, Mitglieder des Vorstands sowie Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und der Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen. C.11.6 Risiken und Chancen Die Geschäftsentwicklung der Siemens AG unterliegt im Wesentlichen den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siemens-Konzerns. An den Risiken seiner Tochterunternehmen und Beteiligungen partizipiert die Siemens AG grundsätzlich entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligungsquote. Für weitere Informationen siehe → C.9.3 RISIKEN und → C.9.4 CHANCEN. Die Siemens AG als Mutterunternehmen des Siemens-Konzerns ist in das konzernweite Risikomanagementsystem eingebunden. Für weitere Informationen siehe Abschnitt → C.9.2 RISIKOMANAGEMENT. Die nach § 289 Abs. 5 HGB erforderliche Beschreibung des Internen Kontrollsystems für die Siemens AG erfolgt im Abschnitt → C.9.5 WESENTLICHE MERKMALE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS. Für weitere Informationen in Bezug auf den Einsatz von Finanzinstrumenten verweisen wir auf den ↗ ANHANG IM JAHRESABSCHLUSS DER SIEMENS AG. C.11.7 Ausblick Die Erwartungen für die Siemens AG spiegeln sich aufgrund ihrer Verflechtungen mit den Konzerngesellschaften und ihres Gewichts im Konzern in der Prognose des Konzerns wider. Wir erwarten, dass die für den Siemens-Konzern getroffenen Aussagen zur Markt- und Umsatzerlösentwicklung sich im Wesentlichen in den Umsatzerlösen der Siemens AG widerspiegeln werden. Im Geschäftsjahr 2014 erwarten wir, von den Produktivitätszuwächsen aus dem unternehmensweiten Programm »Siemens 2014« zu profitieren. Ferner gehen wir davon aus, dass das Beteiligungsergebnis wesentlich zum Ergebnis der Siemens AG beitragen wird. Für weitere Informationen siehe → ABSCHNITT C.9.1 PROGNOSEBERICHT. Wir möchten unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir für die nächsten Jahre eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen - zusammen mit dem öffentlich bekannt gegebenen Aktienrückkaufvolumen des Geschäftsjahrs - einem Anteil von 40 % bis 60 % des Gewinns nach Steuern des Siemens-Konzerns entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Darüber hinaus berücksichtigen wir für das Geschäftsjahr 2014 den Erlös aus dem Verkauf des NSN-Anteils im Geschäftsjahr 2013. C.12 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen Dieses Dokument enthält ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte Non-GAAP-Kennzahlen sind oder sein können. Auftragseingang und Auftragsbestand, um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte bereinigte Angaben zu Umsatzerlösen und Auftragseingang, das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill), Ergebnis Summe Sektoren, Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) (nach Steuern), Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) (angepasst), Free Cash Flow (FCF), angepasstes EBITDA, angepasstes EBIT, angepasste EBITDA-Margen, Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA-Effekte), Nettoverschuldung und angepasste industrielle Nettoverschuldung sind oder können solche Non-GAAP-Kennzahlen sein. Für die Beurteilung der Finanz- und Ertragslage von Siemens beziehungsweise für die Beurteilung von Zahlungsströmen sollten diese zusätzlichen Finanzkennzahlen nicht isoliert als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit IFRS ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die Finanzkennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Definitionen dieser zusätzlichen Finanzkennzahlen, eine Diskussion der am ehesten vergleichbaren IFRS-Kennzahlen, Informationen zum Nutzen und zu den Grenzen der Verwendung solcher ergänzenden Finanzkennzahlen von Siemens sowie eine Überleitung zu vergleichbaren IFRS-Kennzahlen finden Sie auf unserer Investor-Relations-Website unter WWW.SIEMENS.COM/NONGAAP. Weitere Informationen enthält der aktuelle Jahresbericht als Form 20-F von Siemens im Abschnitt »Supplemental financial measures«. Die Form 20-F finden Sie auf unserer Investor-Relations-Website oder über das EDGAR-System auf der Website der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC. Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie »erwarten«, »wollen«, »antizipieren«, »beabsichtigen«, »planen«, »glauben«, »anstreben«, »einschätzen«, »werden«, »vorhersagen« oder ähnliche Begriffe. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens-Managements. Sie unterliegen daher einer Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von Siemens wesentlich von den Angaben zu künftigen Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegeben oder aufgrund früherer Trends erwartet werden. Diese Faktoren beinhalten insbesondere Angelegenheiten, die in »Item 3: Key information - Risk Factors« in unserem aktuellen als Form 20-F bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereichten Jahresbericht und im Abschnitt → C.9.3 RISIKEN in diesem Jahresbericht beschrieben sind, sich aber nicht auf solche beschränken. Weitere Informationen über Siemens betreffende Risiken und Ungewissheiten sind diesem Jahresbericht sowie unserer aktuellen Ergebnisveröffentlichung, die auf der Siemens-Website unter WWW.SIEMENS.COM abrufbar sind, sowie unserem aktuellen ↗ JAHRESBERICHT ALS FORM 20-F und unseren anderen Einreichungen bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC, die auf der Siemens-Website unter WWW.SIEMENS.COM und auf der Website der SEC unter WWW.SEC.GOV abrufbar sind, zu entnehmen. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, geschätzte oder projizierte Ergebnisse, Leistungen und Erfolge genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. D. Konzernabschluss Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. D.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Geschäftsjahresende 30. September 2013 und 2012 scroll (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) Anhang 2013 20121 Umsatzerlöse 75.882 77.395 Umsatzkosten - 55.053 - 55.470 Bruttoergebnis vom Umsatz 20.829 21.925 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 4.291 - 4.245 Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 11.286 - 11.043 Sonstige betriebliche Erträge 5 503 523 Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 - 427 - 364 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 7 510 - 333 Zinserträge 8 948 939 Zinsaufwendungen 8 - 789 - 760 Sonstiges Finanzergebnis 8 - 154 - 5 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 5.843 6.636 Ertragsteueraufwendungen 9 - 1.630 - 1.994 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 4.212 4.642 Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 4 197 - 360 Gewinn nach Steuern 4.409 4.282 Davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 126 132 Aktionäre der Siemens AG 4.284 4.151 Unverwässertes Ergebnis je Aktie 35 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 4,85 5,15 Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten 0,23 - 0,41 Gewinn nach Steuern 5,08 4,74 Verwässertes Ergebnis je Aktie 35 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 4,80 5,10 Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten 0,22 - 0,41 Gewinn nach Steuern 5,03 4,69 1 Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung von IAS 19R. Siehe hierzu → ZIFFER 1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. D.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung Geschäftsjahresende 30. September 2013 und 2012 scroll (in Mio. €) Anhang 2013 20121 Gewinn nach Steuern 4.409 4.282 Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 23 394 - 1.787 Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Unterschied aus Währungsumrechnung - 1.062 855 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 10 183 209 Derivative Finanzinstrumente 30, 31 45 63 - 834 1.127 Sonstiges Ergebnis nach Steuern2 - 440 - 661 Gesamtergebnis 3.969 3.622 Davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 81 128 Aktionäre der Siemens AG 3.888 3.494 1 Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung von IAS 19R. Siehe hierzu → ZIFFER 1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN in → D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. 2 Enthält Erträge /Aufwendungen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von - 257 (im Vj. 28) Mio. €. Davon beziehen sich - 121 (im Vj. - 99) Mio. € auf Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden. Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. D.3 Konzernbilanz zum 30. September 2013 und 2012 scroll (in Mio. €) Anhang 30.09.2013 30.09.20121 Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.190 10.891 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 10 601 524 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 11 14.853 15.220 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 12 3.250 2.901 Vorräte 13 15.560 15.679 Laufende Ertragsteuerforderungen 794 836 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 14 1.297 1.277 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 4 1.393 4.799 Summe kurzfristige Vermögenswerte 46.937 52.128 Geschäfts- oder Firmenwerte 15 17.883 17.069 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 16 5.057 4.595 Sachanlagen 17 9.815 10.763 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 18 3.022 4.436 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19 15.117 14.666 Aktive latente Steuern 9 3.234 3.748 Sonstige Vermögenswerte 872 846 Summe langfristige Vermögenswerte 54.999 56.123 Summe Aktiva 101.936 108.251 Passiva Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 22 1.944 3.826 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.599 8.036 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 20 1.515 1.460 Kurzfristige Rückstellungen 24 4.485 4.750 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.151 2.204 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 19.701 20.302 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 4 473 2.049 Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 37.868 42.627 Langfristige Finanzschulden 22 18.509 16.880 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 23 9.265 9.801 Passive latente Steuern 9 504 494 Rückstellungen 24 3.907 3.908 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.184 1.083 Sonstige Verbindlichkeiten 25 2.074 2.034 Summe langfristige Verbindlichkeiten 35.443 34.200 Summe Verbindlichkeiten 73.312 76.827 Eigenkapital 26 Gezeichnetes Kapital (Aktien ohne Nennbetrag)2 2.643 2.643 Kapitalrücklage 5.484 6.173 Gewinnrücklagen 22.663 22.877 Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 268 1.058 Eigene Anteile zu Anschaffungskosten3 - 2.946 - 1.897 Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 28.111 30.855 Nicht beherrschende Anteile 514 569 Summe Eigenkapital 28.625 31.424 Summe Passiva 101.936 108.251 1 Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung von IAS 19R. Siehe hierzu→ ZIFFER 1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN in→ D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. 2 Genehmigt: 1.084.600.000 (im Vj. 1.084.600.000) Aktien. Ausgegeben: 881.000.000 (im Vj. 881.000.000) Aktien. 3 37.997.595 (im Vj. 24.725.674) Aktien. Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. D.4 Konzern-Kapitalflussrechnung Geschäftsjahresende 30. September 2013 und 2012 scroll (in Mio. €) Anhang 2013 20121 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Gewinn nach Steuern 4.409 4.282 Überleitung zwischen Gewinn nach Steuern und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern - 197 360 Abschreibungen und Wertminderungen 2.888 2.818 Ertragsteueraufwendungen 1.630 1.994 Zinsergebnis - 159 - 178 Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten, die der Investitionstätigkeit zuzuordnen sind2 - 292 - 345 Sonstiges Ergebnis aus Finanzanlagen2 - 326 424 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 674 110 Veränderung bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Vorräte - 218 - 89 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen - 293 104 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 217 199 Sonstige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 576 - 2.078 Zugänge zu vermieteten Vermögenswerten unter Operating-Leasingverträgen - 377 - 375 Gezahlte Ertragsteuern - 2.166 - 1.445 Erhaltene Dividenden 356 301 Erhaltene Zinsen 837 842 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 7.126 6.923 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 214 188 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 7.340 7.110 Cashflow aus Investitionstätigkeit Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 1.869 - 2.195 Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel - 2.801 - 1.295 Erwerb von Finanzanlagen2 - 346 - 252 Erwerb von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 157 - 182 Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen - 2.175 - 2.087 Abgang von Finanzanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen2 2.463 753 Abgang von Geschäftseinheiten, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel - 27 87 Abgang von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 76 142 Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten - 4.836 - 5.029 Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten - 240 - 656 Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten - 5.076 - 5.685 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Erwerb eigener Anteile 26 - 1.394 - 1.721 Sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern - 15 158 Aufnahme von langfristigen Finanzschulden 22 3.772 5.113 Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) - 2.927 - 3.218 Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten 3 - 62 Gezahlte Zinsen - 479 - 503 An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden 26 - 2.528 - 2.629 Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden - 152 - 155 Finanzierung nicht fortgeführter Aktivitäten3 298 - 506 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten - 3.422 - 3.523 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 26 468 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten - 3.396 - 3.055 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aus der Entkonsolidierung von OSRAM - 476 - Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 108 68 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 1.717 - 1.561 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums 10.950 12.512 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums 9.234 10.950 Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und der nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende des Berichtszeitraums 44 59 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums (Konzernbilanz) 9.190 10.891 1 Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung von IAS 19R. Siehe hierzu→ ZIFFER 1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN in→ D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. 2 Finanzanlagen umfassen Beteiligungen, die entweder als langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert, nach der Equity-Methode bilanziert oder als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte klassifiziert werden. Der Erwerb von Finanzanlagen umfasst bestimmte Darlehen an Beteiligungen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. 3 Nicht fortgeführte Aktivitäten werden grundsätzlich von der Konzern-Treasury finanziert. Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. D.5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Geschäftsjahresende 30. September 2013 und 2012 scroll Gesamtergebnis Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (in Mio. €) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschied aus Währungsumrechnung Zur Veräußer- ung verfügbare finanzielle Ver- mögenswerte Derivative Finanzins- trumente Stand am 1. Oktober 2011 (wie bisher berichtet) 2.743 6.011 25.881 2 36 - 106 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IAS 19R - - 116 - - - Stand am 1. Oktober 20111 2.743 6.011 25.996 2 36 - 106 Gewinn nach Steuern1 - - 4.151 - - - Sonstiges Ergebnis nach Steuern1 - - - 1.783 2 855 209 62 Dividenden - - - 2.629 - - - Aktienbasierte Vergütung - 42 - 129 - - - Erwerb eigener Anteile - - - - - - Ausgabe eigener Anteile - - 6 - - - - Einziehung eigener Anteile - 100 - - 2.410 - - - Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - - 326 - - - Sonstige Eigenkapitalveränderungen - 126 7 - - - Stand am 30. September 2012 2.643 6.173 22.877 857 245 - 44 Stand am 1. Oktober 2012 (wie bisher berichtet) 2.643 6.173 22.756 857 245 - 44 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IAS 19R - - 122 - - - Stand am 1. Oktober 20121 2.643 6.173 22.877 857 245 - 44 Gewinn nach Steuern - - 4.284 - - - Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - 395 2 - 1.017 183 43 Dividenden - - - 2.528 - - - Aktienbasierte Vergütung - 21 - 40 - - - Erwerb eigener Anteile - - - - - - Ausgabe eigener Anteile - 5 - - - - Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - - 52 - - - Abspaltungsbezogene Eigenkapitalveränderungen - - 163 - 2.270 - - - Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 553 - 3 - - - Stand am 30. September 2013 2.643 5.484 22.663 - 160 428 - 1 scroll Gesamtergebnis (in Mio. €) Summe Eigene Anteile zu Anschaffungskosten Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital Stand am 1. Oktober 2011 (wie bisher berichtet) 25.813 - 3.037 31.530 626 32.156 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IAS 19R 116 - 116 - 116 Stand am 1. Oktober 20111 25.929 - 3.037 31.645 626 32.271 Gewinn nach Steuern1 4.151 - 4.151 132 4.282 Sonstiges Ergebnis nach Steuern1 - 657 - - 657 - 4 - 6613 Dividenden - 2.629 - - 2.629 - 176 - 2.805 Aktienbasierte Vergütung - 129 - - 87 - - 87 Erwerb eigener Anteile - - 1.767 - 1.767 - - 1.767 Ausgabe eigener Anteile - 397 391 - 391 Einziehung eigener Anteile - 2.410 2.510 - - - Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - 326 - - 326 24 - 302 Sonstige Eigenkapitalveränderungen 7 - 134 - 34 100 Stand am 30. September 2012 23.936 - 1.897 30.855 569 31.424 Stand am 1. Oktober 2012 (wie bisher berichtet) 23.814 - 1.897 30.733 569 31.302 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IAS 19R 122 - 122 - 122 Stand am 1. Oktober 20121 23.936 - 1.897 30.855 569 31.424 Gewinn nach Steuern 4.284 - 4.284 126 4.409 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 396 - - 396 - 44 - 4403 Dividenden - 2.528 - - 2.528 - 119 - 2.647 Aktienbasierte Vergütung - 40 - - 18 - - 18 Erwerb eigener Anteile - - 1.349 - 1.349 - - 1.349 Ausgabe eigener Anteile - 300 304 - 304 Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - 52 - - 52 - 10 - 62 Abspaltungsbezogene Eigenkapitalveränderungen - 2.270 - - 2.433 - - 2.433 Sonstige Eigenkapitalveränderungen - 3 - - 556 - 8 - 564 Stand am 30. September 2013 22.930 - 2.946 28.111 514 28.625 1 Angepasst aufgrund der Effekte aus der Anwendung von IAS 19R. Siehe hierzu→ ZIFFER 1 ALLGEMEINE GRUNDLAGEN in→ D.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. 2 Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, bestehen im Geschäftsjahr bis 30. September 2013 aus Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen in Höhe von 395 (im Vj. - 1.783) Mio. €. Die Gewinnrücklage schließt die Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen ein. 3 Sonstiges Ergebnis nach Steuern beinhaltet im Geschäftsjahr bis 30. September 2013 nicht beherrschende Anteile bezogen auf Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen in Höhe von - (im Vj. - 4) Mio. €, bezogen auf Unterschiede aus Währungsumrechnung in Höhe von - 45 (im Vj. - 1) Mio. €, bezogen auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von - (im Vj. -) Mio. € sowie bezogen auf derivative Finanzinstrumente in Höhe von 1 (im Vj. 1) Mio. €. Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses. D.6 Anhang zum Konzernabschluss Segmentinformationen (fortgeführte Aktivitäten) Geschäftsjahresende 30. September 2013 und 2012 sowie zum 30. September 2013 und 30. September 2012 scroll Auftragseingang1 Außenumsatzerlöse Interne Umsatzerlöse (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Sektoren Energy 28.797 26.930 26.386 27.501 252 235 Healthcare 13.950 13.806 13.598 13.600 24 42 Industry 18.417 18.962 16.943 17.772 1.643 1.637 Infrastructure & Cities 21.894 17.150 17.128 16.731 750 853 Summe Sektoren 83.057 76.848 74.055 75.605 2.669 2.767 Equity Investments - - - - - - Financial Services (SFS) 1.072 908 960 859 112 48 Überleitung Konzernabschluss Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten 296 283 264 281 10 11 Siemens Real Estate (SRE) 2.510 2.434 301 325 2.210 2.121 Zentrale Posten und Pensionen 470 508 302 325 170 184 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 5.055 - 5.041 - - - 5.172 - 5.132 Siemens 82.351 75.939 75.882 77.395 - - scroll Gesamte Umsatzerlöse Ergebnis2 Vermögen3 (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 30.09.2013 30.09.2012 Sektoren Energy 26.638 27.736 1.955 1.901 1.621 1.116 Healthcare 13.621 13.642 2.048 1.815 11.023 11.757 Industry 18.586 19.409 1.478 2.448 6.549 6.479 Infrastructure & Cities 17.879 17.585 306 1.102 5.694 4.012 Summe Sektoren 76.724 78.372 5.788 7.266 24.886 23.364 Equity Investments - - 396 - 549 1.767 2.715 Financial Services (SFS) 1.072 908 409 479 18.661 17.405 Überleitung Konzernabschluss Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten 274 292 - 12 - 29 - 267 - 448 Siemens Real Estate (SRE) 2.512 2.447 171 115 4.747 5.018 Zentrale Posten und Pensionen 472 509 - 839 - 668 - 11.252 - 11.693 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 5.172 - 5.132 - 70 23 63.393 71.889 Siemens 75.882 77.395 5.843 6.636 101.936 108.251 scroll Free Cash Flow4 Zugänge zu immateriellen Ver- mögenswerten und Sachanlagen Abschreibungen und Wertminderungen5 (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Sektoren Energy 1.595 2.142 425 547 587 549 Healthcare 2.238 1.861 291 354 638 726 Industry 2.070 2.123 395 417 657 553 Infrastructure & Cities 384 737 239 290 332 276 Summe Sektoren 6.288 6.863 1.350 1.608 2.215 2.104 Equity Investments 114 100 - - - - Financial Services (SFS) 857 528 69 31 230 270 Überleitung Konzernabschluss Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten - 58 12 7 3 3 6 Siemens Real Estate (SRE) - 108 - 231 365 453 314 327 Zentrale Posten und Pensionen - 431 - 910 83 103 91 67 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 1.405 - 1.634 - 4 - 4 - 34 - 41 Siemens 5.257 4.727 1.869 2.195 2.819 2.732 1 Diese ergänzende Information zum Auftragseingang wird auf freiwilliger Basis berichtet. Sie ist nicht Teil des Konzernabschlusses, der Gegenstand des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers ist. 2 Das Ergebnis der Sektoren sowie von Equity Investments und Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten ist das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern. Darüber hinaus werden dem Ergebnis verschiedene Sachverhalte nicht zugerechnet, die das Management als nicht indikativ für die Erfolgsbeurteilung erachtet. Das Ergebnis von SFS und SRE ist das Ergebnis vor Ertragsteuern. 3 Das Vermögen der Sektoren sowie von Equity Investments und Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten ist definiert als das Gesamtvermögen, abzüglich Steuerforderungen und zinsloser Rückstellungen / Verbindlichkeiten (ohne Steuerverbindlichkeiten). Vermögen von SFS und SRE ist das Gesamtvermögen. 4 Der Free Cash Flow ist definiert als Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich Zugängen zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Free Cash Flow der Sektoren sowie von Equity Investments und Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten schließt vor allem die in Zusammenhang mit Ertragsteuern, Finanzierungszinsen und bestimmten Pensionsaufwendungen stehenden Zahlungen und Erstattungen aus. Der Free Cash Flow von SFS, einem Finanzdienstleister, und von SRE beinhaltet die in Zusammenhang mit Finanzierungszinsen stehenden Zahlungen und Erstattungen; Zahlungen und Erstattungen in Zusammenhang mit Ertragsteuern sind bei SFS und SRE nicht enthalten. 5 Die Abschreibungen und Wertminderungen beinhalten die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen nach Abzug von Wertaufholungen sowie die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte nach Abzug von Wertaufholungen. Die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht enthalten. ZIFFER 1 Allgemeine Grundlagen Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Siemens AG mit Sitz in Berlin und München, Deutschland, und deren Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Siemens). Siemens hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Siemens erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Siemens ist ein international aufgestelltes Unternehmen, das in Deutschland ansässig ist, und verfügt über ein Portfolio an Geschäftsaktivitäten überwiegend auf dem Gebiet der Elektroindustrie. Der Konzernabschluss wurde am 20. November 2013 durch den Vorstand aufgestellt. Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern nicht unter → ZIFFER 2 ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE etwas anderes angegeben wird. ZIFFER 2 Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze Die nachfolgenden Rechnungslegungsgrundsätze sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden angewendet worden. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften, über die sie mittel- oder unmittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann, einbezogen. Ein beherrschender Einfluss ergibt sich regelmäßig aus dem Halten der Stimmrechtsmehrheit. Zusätzlich werden Zweckgesellschaften konsolidiert, sofern das Unternehmen zu dem Schluss kommt, dass es - unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Gehalts der Beziehung zu Siemens - einen beherrschenden Einfluss auf die Zweckgesellschaften ausübt. Um zu entscheiden, ob Siemens eine Zweckgesellschaft aufgrund des wirtschaftlichen Gehalts zu konsolidieren hat, berücksichtigt das Unternehmen die in SIC- 12.10 aufgeführten Umstände als weitere Indikatoren, die auf ein Verhältnis hinweisen, bei dem Siemens eine Zweckgesellschaft beherrscht. Das Unternehmen betrachtet die in SIC- 12.10 beschriebenen Umstände als Indikatoren, bevorzugt jedoch stets eine sachverhaltsbezogene Einzelfallanalyse, basierend auf individuellen Fakten und Verhältnissen. Assoziierte Unternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Unternehmen, die Siemens gemeinschaftlich mit Partnern führt, werden ebenfalls nach der Equity-Methode einbezogen. Unternehmenszusammenschlüsse Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Siemens als Erwerber und das erworbene Unternehmen können eine Beziehung haben, die bereits bestand, bevor ein Unternehmenszusammenschluss beabsichtigt war. Wenn der Unternehmenszusammenschluss tatsächlich zum Ausgleich einer solchen zuvor bestehenden Beziehung führt, erfasst Siemens als Erwerber daraus einen Gewinn oder Verlust. Die Anschaffungskosten einer Akquisition werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Eine vereinbarte bedingte Gegenleistung von Siemens als Erwerber wird zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden entweder erfolgswirksam oder als Veränderung im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) werden erstmalig mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Dabei werden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewendet. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum anteiligen beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten (Partial-Goodwill-Methode). Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, infolgedessen kann auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben wird eine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgenommen. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts werden jegliche verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Als Stillhalter einer Verkaufsoption auf nicht beherrschende Anteile unterscheidet Siemens, ob die Voraussetzungen für den Übergang der bestehenden Eigentumsanteile zum Abschlussstichtag erfüllt sind. Sofern das Unternehmen nicht wirtschaftlicher Eigentümer der der Verkaufsoption zugrunde liegenden Anteile ist, wird zu jedem Abschlussstichtag die Ausübung der Verkaufsoption unterstellt und als eine Transaktion zwischen Anteilseignern unter entsprechender Erfassung einer Kaufpreisverbindlichkeit zum jeweiligen Ausübungspreis abgebildet. Die nicht beherrschenden Anteile sind am Erfolg während des Berichtszeitraums beteiligt. Assoziierte Unternehmen und gemeinschaftlich geführte Unternehmen Unternehmen, bei denen Siemens die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %) und gemeinschaftlich geführte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die nachfolgenden Grundsätze gelten gleichermaßen für assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen. Falls notwendig, werden Anpassungen an die Rechnungslegungsgrundsätze von Siemens vorgenommen. Die den Anteil von Siemens am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von Siemens am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Entsprechen oder übersteigen die Siemens zurechenbaren Verluste eines assoziierten Unternehmens den Wert des Anteils an diesem Unternehmen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Siemens ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das assoziierte Unternehmen geleistet. Der Anteil an einem assoziierten Unternehmen ist der Buchwert der Beteiligung, zuzüglich sämtlicher langfristiger Anteile, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition des Eigentümers in das assoziierte Unternehmen zuzuordnen sind. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen Siemens und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von Siemens an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Siemens überprüft an jedem Bilanzstichtag, ob es objektive Hinweise auf eine Wertminderung des Anteils an dem assoziierten Unternehmen gibt. Sind solche Hinweise vorhanden, ermittelt Siemens den Wertminderungsbedarf als Differenz zwischen dem erzielbaren Betrag und dem Buchwert des assoziierten Unternehmens. Zum Zeitpunkt des Verlusts von maßgeblichem Einfluss auf das assoziierte Unternehmen werden jegliche verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Differenz zwischen dem Buchwert des assoziierten Unternehmens und dem beizulegenden Zeitwert des verbleibenden Anteils, zuzüglich eines Veräußerungserlöses, wird erfolgswirksam erfasst. Fremdwährungsumrechnung Die Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, und die Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der € ist, werden zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam umgegliedert, wenn der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfasst wird. Die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden zu unterjährigen Durchschnittskursen, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hingegen zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums umgerechnet. Der für die Fremdwährungsumrechnung zugrunde gelegte Wechselkurs des US-Dollars (US$), der für Siemens eine wesentliche Währung außerhalb der Eurozone darstellt, entwickelte sich wie folgt: scroll Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs 1 € in Fremdwährungseinheiten 1 € in Fremdwährungseinheiten 30. September Geschäftsjahresende 30. September Währung ISO Code 2013 2012 2013 2012 US-Dollar USD 1,351 1,293 1,313 1,303 Fremdwährungsbewertung Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung einer Unternehmenseinheit abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Am Ende des Berichtszeitraums werden auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs bewertet. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Realisierung von Umsatzerlösen Unter der Voraussetzung, dass ein überzeugender Nachweis für eine Vereinbarung vorliegt, werden Umsatzerlöse in dem Umfang erfasst, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Dies geschieht ungeachtet des Zahlungszeitpunkts. Sofern der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aufgrund kundenbezogener Kreditrisiken als nicht wahrscheinlich anzusehen ist, werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit von den bereits durch den Kunden geleisteten unwiderruflichen Zahlungen erfasst. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu erhaltenden Entgelts bemessen, abzüglich gewährter Nachlässe und Rabatte sowie ohne abzuführende Steuern und Abgaben. Das Unternehmen beurteilt seine Vereinbarungen auf Basis spezifischer Kriterien danach, ob das Unternehmen als Auftragnehmer des Kunden (Prinzipal) oder als Vermittler (Agent) handelt. Zudem müssen die folgenden Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen erfüllt sein: Verkauf von Gütern: Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbunden sind, auf den Kunden übertragen wurden. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Erfassung von Umsatzerlösen bei Fertigungsaufträgen: Ein Fertigungsauftrag ist ein Vertrag über die kundenspezifische Fertigung einzelner Gegenstände oder einer Anzahl von Gegenständen, die hinsichtlich Design, Technologie und Funktion oder hinsichtlich ihrer Verwendung aufeinander abgestimmt oder voneinander abhängig sind. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich geschätzt werden kann, erfasst Siemens die Umsatzerlöse nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad), und zwar entsprechend dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtauftragskosten. Ein erwarteter Verlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden (1) Umsatzerlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich gedeckt werden können und (2) die Auftragskosten in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vertraglich vereinbarten Liefer- und Leistungsumfang die Auftragserlöse erhöhen oder mindern. Beispiele für solche Auftragsänderungen sind Änderungen an der Spezifikation oder dem Design der Leistung sowie Änderungen der Vertragsdauer. Da sich der vereinbarte Liefer- und Leistungsumfang ebenso im Fall von Vertragskündigungen ändert, werden solche Kündigungen als eine Ausprägung von Auftragsänderungen angesehen. Deshalb werden die Vorschriften des IAS 11 hinsichtlich Auftragsänderungen bei Vertragskündigungen angewendet, ungeachtet dessen, ob die Kündigung durch den Kunden, durch Siemens oder beidseitig erfolgt. Entsprechend den Vorschriften des IAS 11 zu Schätzungsänderungen, werden die geschätzten Gesamtauftragserlöse und Gesamtauftragskosten angepasst, um die Minderung des vereinbarten Liefer- und Leistungsumfangs zu berücksichtigen. Im Regelfall führt dies zu einer Rücknahme realisierter Umsatzerlöse. Diese Vorgehensweise wird ebenso bei Verträgen angewendet, für die nach der besten Einschätzung der Unternehmensleitung eine Kündigung das wahrscheinlichste Szenario darstellt, die aber noch nicht gekündigt sind. Erbringung von Dienstleistungen: Die Umsatzerlöse im Dienstleistungsgeschäft werden erfasst, sobald die Dienstleistungen erbracht worden sind. Bei langfristigen Serviceverträgen erfasst das Unternehmen die Umsatzerlöse linear über die Vertragslaufzeit oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen, das heißt nach der Percentage-of-Completion-Methode wie oben beschrieben. Erfassung von Umsatzerlösen bei Mehrkomponentenverträgen: Die Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Softwareverträge können mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten. In diesen Fällen stellt das Unternehmen fest, ob mehr als eine Bilanzierungseinheit vorliegt. Sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind, vor allem wenn die gelieferte(n) Komponente(n) einen selbstständigen Nutzen für den Kunden hat (haben), wird das Geschäft aufgeteilt und die für die jeweilige separate Bilanzierungseinheit maßgebliche Vorschrift zur Erfassung von Umsatzerlösen angewendet. Grundsätzlich wird die vereinbarte Gesamtvergütung den einzelnen separaten Bilanzierungseinheiten entsprechend ihren relativen beizulegenden Zeitwerten zugewiesen. In seltenen Fällen jedoch, wenn verlässliche beizulegende Zeitwerte für die ausstehenden, nicht aber für eine oder mehrere der gelieferten Komponenten verfügbar sind, ergibt sich der der(n) gelieferten Komponente(n) zuzuordnende Wert aus der Differenz zwischen der vereinbarten Gesamtvergütung und dem gesamten beizulegenden Zeitwert der ausstehenden Komponente(n) (Residualmethode). Sofern die Kriterien für eine Aufteilung nicht erfüllt sind, werden die Umsatzerlöse abgegrenzt, bis diese Kriterien erfüllt sind oder bis zu der Periode, in der die letzte ausstehende Komponente geliefert wird. Zinserträge: Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Nutzungsentgelte: Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst. Erträge aus Leasingvereinbarungen: Erträge aus Operating-Leasingverhältnissen für vermietete Erzeugnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst. Eine Vereinbarung, die nicht in der rechtlichen Form eines Leasingverhältnisses geschlossen wurde, wird gleichwohl als Leasingverhältnis bilanziert, wenn die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt. Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen, bei denen Siemens als Leasinggeber die mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand weitgehend auf den Kunden überträgt, erfasst das Unternehmen in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis. Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode erfasst, sodass eine konstante Verzinsung der Nettoinvestition erzielt wird. Eine Veräußerungserfolgskomponente wird beim Herstellerleasing nach den Grundsätzen für direkte Verkaufsgeschäfte erfasst. Gewinne aus Verkaufs- und Rückmietungstransaktionen (Sale-and-Lease-Back) werden sofort erfasst, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken des Eigentums auf den Käufer übergegangen sind, die Rückmietung zu einem Operating-Leasingverhältnis führt und die Transaktion zum beizulegenden Zeitwert getätigt wird. Dividenden: Dividenden werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch auf Zahlung entstanden ist. Funktionskosten Betriebliche Aufwendungen nach Arten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Profit-Center beziehungsweise der jeweiligen Kostenstellen den einzelnen Funktionen zugeordnet. Aufwendungen in Zusammenhang mit funktionsübergreifenden Initiativen oder Projekten werden auf Basis eines geeigneten Zuordnungsprinzips auf die betreffenden Funktionskosten aufgeteilt. Für Informationen zu Abschreibungen siehe → ZIFFER 16 SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE sowie → ZIFFER 17 SACHANLAGEN, zu Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer siehe → ZIFFER 34 PERSONALAUFWENDUNGEN. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für den Kauf oder die Herstellung von Anlagevermögen (vermögenswertbezogene Zuwendungen) werden grundsätzlich als Reduzierung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte erfasst und mindern die künftigen Abschreibungen. Zuwendungen, die nicht für langfristige Vermögenswerte gewährt werden (erfolgsbezogene Zuwendungen), werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im gleichen Funktionsbereich ausgewiesen wie die entsprechenden Aufwandsposten. Ihre erfolgswirksame Erfassung erfolgt dabei anteilig über die Perioden, in denen die Aufwendungen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen, anfallen. Gewährte Zuwendungen der öffentlichen Hand für künftige Aufwendungen werden passivisch abgegrenzt. Produktbezogene Aufwendungen und drohende Verluste aus Aufträgen Die Aufwendungen für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Siemens zum Zeitpunkt der Erfassung der Umsatzerlöse im Posten Umsatzkosten. Die Höhe der Rückstellung wird individuell ermittelt. Eine Ausnahme ist das Standardproduktgeschäft. In die Höhe der Rückstellung gehen sowohl die tatsächlich angefallenen Garantieaufwendungen der Vergangenheit ein als auch technische Informationen über Produktschwächen, die in der Konstruktions- und Testphase oder bei der Installation des Produkts entdeckt wurden. Bei neuen Produkten bezieht Siemens darüber hinaus auch Expertenmeinungen und Branchendaten ein. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen Die Aufwendungen für Forschungsaktivitäten, das heißt für Aktivitäten, die unternommen werden, um neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu gewinnen, werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Die Aufwendungen für Entwicklungsaktivitäten, das heißt für solche Aktivitäten, die Forschungsergebnisse in einen Plan oder einen Entwurf für die Produktion von neuen oder deutlich verbesserten Produkten und Prozessen umsetzen, werden aktiviert. Voraussetzung dafür ist, dass (1) die Entwicklungsaufwendungen verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess (2) technisch und (3) wirtschaftlich realisierbar sowie (4) künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich sind. Darüber hinaus muss (5) Siemens die Absicht haben und (6) über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Die aktivierten Aufwendungen umfassen die Materialkosten, die Fertigungslöhne und sonstige direkt zurechenbare Kosten, wenn diese dazu dienen, die Nutzung des Vermögenswerts vorzubereiten. Die aktivierten Aufwendungen sind als sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Posten Sonstige immaterielle Vermögenswerte enthalten. Die sonstigen Entwicklungsaufwendungen werden unmittelbar bei ihrem Entstehen aufwandswirksam erfasst. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen setzt das Unternehmen zu Herstellungskosten an, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis fünf Jahren. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden mit den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen verrechnet. Ihre erfolgswirksame Erfassung erfolgt anteilig über die Perioden, in denen jene Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen anfallen, die durch die Zuwendung kompensiert werden sollen. Gewährte Zuwendungen der öffentlichen Hand für künftige Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden passivisch abgegrenzt. Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten, des Gewinns aus nicht fortgeführten Aktivitäten beziehungsweise des Gewinns nach Steuern, der jeweils den Stammaktionären der Siemens AG zugerechnet werden kann, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden. Geschäfts- oder Firmenwerte Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt. Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden. Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerieren den Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Das Unternehmen schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restwert ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Software, Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre, mit Ausnahme von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommen wurden. Diese bestehen insbesondere aus Kundenbeziehungen und Technologie. Deren Nutzungsdauer lag bei bestimmten Transaktionen zwischen sieben und 25 Jahren für Kundenbeziehungen und zwischen drei und 18 Jahren für Technologie. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Sachanlagen Siemens bewertet Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen. Dies gilt auch für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien. Diese umfassen Immobilien, die das Unternehmen besitzt, um Mieteinnahmen und / oder Wertsteigerungen zu erzielen, und die nicht in der Produktion oder für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden überwiegend nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt, abgesehen von bestimmten Fällen, in denen Bewertungsgutachten vorliegen. Sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage - gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten der Sachanlage -wesentlich, dann werden diese Komponenten einzeln bilanziert und abgeschrieben. Das Unternehmen wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Restwerte und Nutzungsdauer werden jährlich überprüft und, falls die Erwartungen von früheren Einschätzungen abweichen, entsprechend angepasst. In den Kosten für die Erstellung qualifizierter Vermögenswerte - das heißt Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen - sind aktivierte Zinsaufwendungen enthalten. Diese werden über die geschätzte Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögenswerte abgeschrieben. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende unterstellte Nutzungsdauer zugrunde: scroll Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre Übrige Bauten 5 bis 10 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 5 Jahre Vermietete Erzeugnisse in der Regel 3 bis 5 Jahre Wertminderungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte Das Unternehmen überprüft Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Darüber hinaus wird für immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer sowie für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung durchgeführt. Die Werthaltigkeit wird durch Vergleich des Buchwerts der jeweiligen Vermögenswerte mit dem erzielbaren Betrag bestimmt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem Nutzungswert des Vermögenswerts und dem beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten. Falls ein Vermögenswert keine Mittelzuflüsse erzeugt, die weitgehend von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten unabhängig sind, wird die Überprüfung auf Wertminderung nicht auf Ebene eines einzelnen Vermögenswerts durchgeführt, sondern auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert zuzuordnen ist. Erachtet Siemens eine Abschreibung wegen Wertminderung als erforderlich, entspricht diese dem Betrag, um den der Buchwert des Vermögenswerts beziehungsweise der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dessen / deren niedrigeren erzielbaren Betrag übersteigt. Kann der beizulegende Zeitwert nicht bestimmt werden, entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert des Vermögenswerts. Der Nutzungswert ist der sich durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme ergebende Betrag. Sobald Hinweise vorliegen, dass die Gründe für die vorgenommene Wertminderung nicht länger existieren, überprüft Siemens die Notwendigkeit einer vollständigen oder teilweisen Wertaufholung. Zu veräußernde Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte setzt Siemens mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, an. Die planmäßige Abschreibung wird eingestellt. Nicht fortgeführte Aktivitäten und langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Nicht fortgeführte Aktivitäten werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmensbestandteil mit Geschäftsaktivitäten und Mittelzuflüssen / -abflüssen, die operativ und für die Zwecke der Rechnungslegung vom übrigen Unternehmen klar abgegrenzt werden können, als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder bereits abgegangen ist und der Geschäftsbereich entweder (1) einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt und (2) Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder (3) ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit Weiterveräußerungsabsicht erworben wurde. Der Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung getrennt von den Aufwendungen und Erträgen aus fortgeführten Aktivitäten berichtet; Vorjahresangaben werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. In der Konzern-Kapitalflussrechnung werden die Mittelzuflüsse / -abflüsse aus nicht fortgeführten Aktivitäten getrennt von den Mittelzuflüssen / -abflüssen aus fortgeführten Aktivitäten dargestellt; Vorjahresangaben werden auf vergleichbarer Basis berichtet. Die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (ausgenommen → ZIFFER 4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN) - soweit sie Bezug auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung nehmen - beziehen sich auf fortgeführte Aktivitäten. Siemens berichtet nicht fortgeführte Aktivitäten separat unter → ZIFFER 4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN. Um die finanziellen Auswirkungen von nicht fortgeführten Aktivitäten darzustellen, werden die aus konzerninternen Transaktionen stammenden Umsatzerlöse und Aufwendungen eliminiert. Hiervon ausgenommen sind jene Umsatzerlöse und Aufwendungen, die voraussichtlich auch nach dem Verkauf der nicht fortgeführten Aktivitäten weiterhin anfallen. In keinem Fall werden Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Transaktionen erfasst. Siemens klassifiziert einen langfristigen Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft oder eine Ausschüttung an Anteilseigner und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit dies der Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die für den Verkauf / die Ausschüttung derartiger Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) gängig und üblich sind, sofort zur Veräußerung / Ausschüttung verfügbar und eine solche Veräußerung / Ausschüttung höchstwahrscheinlich sein. Die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (ausgenommen → ZIFFER 4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN) - soweit sie Bezug auf die Konzernbilanz nehmen - beziehen sich grundsätzlich auf nicht zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Siemens berichtet langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen) separat unter → ZIFFER 4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN. Langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, bewertet; es sei denn, die in der Veräußerungsgruppe dargestellten Posten fallen nicht unter die Bewertungsregeln des IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche. Ertragsteuern Das Unternehmen wendet IAS 12, Ertragsteuern, an. Laufende Steuern werden auf Basis des Ergebnisses des Geschäftsjahrs und in Übereinstimmung mit den nationalen Steuergesetzen der jeweiligen Steuerjurisdiktion ermittelt. Erwartete und tatsächlich geleistete Steuernachzahlungen beziehungsweise -erstattungen für Vorjahre werden ebenfalls einbezogen. Nach der Verbindlichkeiten-Methode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den Unterschieden zwischen handels- und steuerrechtlicher Bilanzierung von Aktiv- und Passivposten ergibt. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen auf die latenten Steuern erfasst Siemens - mit Ausnahme von Effekten, die direkt im Eigenkapital erfasste Posten berühren - in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in dem Berichtszeitraum, in dem das der Steuersatzänderung zugrunde liegende Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen oder weitgehend abgeschlossen ist. Latente Steueransprüche bilanziert Siemens, soweit wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden, gegen die abzugsfähige temporäre Differenzen, noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie noch nicht genutzte Steuergutschriften aufgerechnet werden können. Vorräte Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bilanziert. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind das Fertigungsmaterial, die Fertigungslöhne, die zurechenbaren Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die fertigungsbedingten Abschreibungen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebsaufwendungen. Leistungsorientierte Pläne Siemens bewertet die Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Plänen nach der Methode der laufenden Einmalprämien, die den versicherungsmathematischen Barwert der bereits erdienten Anwartschaft widerspiegelt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) wird von Siemens unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rententrends berechnet, da der bis zum regulären Pensionierungsalter erreichbare Leistungsanspruch von diesen abhängig ist. Die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahrs angesetzten Annahmen gelten für die Ermittlung der laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie der Zinserträge und Zinsaufwendungen des folgenden Geschäftsjahrs. Die Nettozinserträge beziehungsweise -aufwendungen für ein Geschäftsjahr ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes für das jeweilige Geschäftsjahr mit dem Nettovermögenswert beziehungsweise der Nettoverbindlichkeit zum Bilanzstichtag des vorhergehenden Geschäftsjahrs. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens und die DBO und somit auch die Zinserträge aus dem Planvermögen und Zinsaufwendungen auf die DBO werden bei wesentlichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag angepasst. Hierzu gehören beispielsweise Sonderdotierungen, Planänderungen oder Unternehmenszusammenschlüsse und -verkäufe. Die DBO enthält den Barwert der vom Plan zu tragenden Steuern auf Beiträge oder Leistungen in Zusammenhang mit bereits erbrachten Dienstzeiten. Die laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie sonstige Verwaltungskosten, die nicht mit der Verwaltung des Planvermögens zusammenhängen, werden den Funktionskosten (Posten Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen) nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Profit-Center beziehungsweise der jeweiligen Kostenstellen zugeordnet. Die nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne / Verluste aus Planabgeltungen werden unmittelbar mit der Plananpassung, -kürzung oder -abgeltung erfolgswirksam erfasst. Kosten für die Verwaltung des Planvermögens und Steuern, die in direktem Zusammenhang zu den Erträgen aus Planvermögen stehen und vom Plan selbst getragen werden, sind in den Erträgen aus Planvermögen enthalten und werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst. Sind die Leistungsansprüche nicht durch Vermögen gedeckt, erfasst Siemens eine Verbindlichkeit aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe der DBO. Sind die Leistungsansprüche durch Vermögen gedeckt, verrechnet Siemens den beizulegenden Zeitwert des Planvermögens mit der DBO. Der Nettobetrag, angepasst um jegliche Auswirkungen der Vermögensbegrenzung, wird im Posten Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder im Posten Sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die zum Beispiel aus der Anpassung des Abzinsungssatzes entstehen, sowie den Unterschied zwischen den Erträgen aus Planvermögen und den Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) enthalten sind. Sie werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst. Rückstellungen Siemens bilanziert Rückstellungen, wenn das Unternehmen aus einem Ereignis in der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, es wahrscheinlich ist, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtung zu erfüllen, und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Dabei ist eine Abzinsung immer dann vorzunehmen, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Siemens setzt die Rückstellung in Höhe des Barwerts an, der sich aus der Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern ergibt. Dieser spiegelt die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt wider. Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst das Unternehmen die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen. Zuführungen zu und Auflösungen von Rückstellungen erfasst Siemens grundsätzlich erfolgswirksam. Der Buchwert des Sachanlagevermögens ist um den Barwert der bilanzierten Verpflichtungen aus der Stilllegung von Sachanlagen (Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen) zu erhöhen, die durch Erwerb, Erstellung, Entwicklung und / oder die gewöhnliche Nutzung des Anlageguts entstanden sind. Den zusätzlich aktivierten Betrag schreibt Siemens über die Restnutzungsdauer der zugehörigen Sachanlagegegenstände ab. Zuführungen zum und Verminderungen des Barwert(s) der Verpflichtung aus der Stilllegung oder der Veräußerung von Sachanlagen, die sich aus Änderungen von Schätzungen ergeben, werden im Allgemeinen durch Anpassung des Buchwerts der zugehörigen Vermögenswerte und der Rückstellung erfasst. Einen bei der Erfüllung der Verpflichtung entstehenden positiven oder negativen Differenzbetrag zum Buchwert der Verbindlichkeit erfasst das Unternehmen erfolgswirksam. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen und verlässlich ermittelbar sind. Sie werden als Folge eines Unternehmensangebots zum freiwilligen Austritt aus dem Beschäftigungsverhältnis vor dem regulären Renteneintrittszeitpunkt oder aufgrund der Entscheidung eines Unternehmens, das Beschäftigungsverhältnis zu beenden, gewährt. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach IAS 19R, Leistungen an Arbeitnehmer, werden dann als Verbindlichkeiten und Aufwendungen erfasst, wenn die Gesellschaft das Angebot solcher Leistungen nicht mehr zurücknehmen kann. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit begründet. Die finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens beinhalten im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehensforderungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind nicht in der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte enthalten, da diese Finanzinstrumente keinen Wertschwankungen unterliegen. Von der Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente macht Siemens keinen Gebrauch. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen vor allem Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert. Siemens macht von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair-Value-Option), keinen Gebrauch. Finanzinstrumente werden unter Zugrundelegung ihrer Wesensart in die Klasse von zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, von zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Forderungen aus Finanzierungsleasing unterteilt. Finanzinstrumente werden in der Konzernbilanz erfasst, wenn Siemens eine vertragliche Verpflichtung aufgrund des Finanzinstruments entsteht. Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten - das heißt Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, der die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsieht, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird - werden am Handelstag erfasst. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die dem Erwerb oder der Emission von Finanzinstrumenten direkt zurechenbaren Transaktionskosten berücksichtigt Siemens bei der Ermittlung des Buchwerts nur, soweit es die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Ansatz von Forderungen aus Finanzierungsleasing erfolgt in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt entsprechend der Kategorie, der sie zugeordnet sind: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, Schuldinstrumente und Fondsanteile werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich ermittelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteueraufwendungen im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Sofern ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, bewertet Siemens die zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten. Dies ist bei Eigenkapitalinstrumenten der Fall, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und wesentliche Parameter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsmodellen nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden können. Fallen die beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten unter die Anschaffungskosten und liegen objektive Hinweise vor, dass der Vermögenswert im Wert gemindert ist, löst Siemens den direkt im Eigenkapital erfassten kumulierten Verlust auf und berücksichtigt ihn in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen ein, wie Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20 % der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Siemens dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Wertaufholungen eines Wertminderungsaufwands von Schuldinstrumenten nimmt Siemens in den Folgeperioden vor, sofern die Gründe für die Wertminderung entfallen sind. Darlehen und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte, die als Darlehen und Forderungen klassifiziert wurden, bewertet Siemens unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich Wertminderungen. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst Siemens auf separaten Wertberichtigungskonten. Unverzinsliche oder im Vergleich zum Marktzinsniveau niedrig verzinsliche Darlehen und Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Finanzielle Verbindlichkeiten Siemens bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswap-Kontrakte bilanziert Siemens zum beizulegenden Zeitwert. Derivative Finanzinstrumente stuft das Unternehmen als zu Handelszwecken gehalten ein, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrumente in die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) einbezogen. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente erfasst das Unternehmen periodengerecht entweder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder, sofern es sich um Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen) handelt, nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern. Bestimmte derivative Finanzinstrumente, die in einem Basisvertrag (Host Contract) eingebettet sind, bilanziert Siemens separat als Derivate. Fair Value Hedges (Absicherung des beizulegenden Zeitwerts) Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um den Gewinn oder Verlust, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, erhöht oder vermindert. Handelt es sich bei dem Grundgeschäft um einen nicht bilanzierten schwebenden Vertrag, stellt Siemens die nachfolgende kumulierte Änderung seines beizulegenden Zeitwerts als separaten finanziellen Vermögenswert oder separate finanzielle Verbindlichkeit in die Konzernbilanz ein; einen entsprechenden Ertrag oder Aufwand erfasst das Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Grundgeschäften, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, löst Siemens die Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts bis zur Fälligkeit des Grundgeschäfts vollständig auf. Bei abgesicherten schwebenden Verträgen erhöht oder vermindert das Unternehmen die anfänglichen Buchwerte der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die aus der Erfüllung der schwebenden Verträge hervorgehen, um die kumulierten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der vorher separat bilanzierten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen) Den effektiven Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Instrumente, die als Cashflow Hedges bestimmt sind, erfasst Siemens nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge werden in den gleichen Perioden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in denen sich das Grundgeschäft in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt. Aktienbasierte Vergütung Nach IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung, wird bei der aktienbasierten Vergütung zwischen Transaktionen mit Barausgleich und solchen mit Eigenkapitalabgeltung unterschieden. Für beide Instrumente wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ermittelt. Dieser wird als Vergütungsaufwand über den Erdienungszeitraum erfasst, innerhalb dessen die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf die zugesagten Instrumente erwerben. Zusagen mit Barausgleich bewertet Siemens zum Ende eines jeden Berichtszeitraums und am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert neu. Für aktienbasierte Leistungen wie Aktienzusagen, Matching-Aktien und Jubiläumsaktien bestimmt Siemens den beizulegenden Zeitwert als den Börsenkurs der Siemens-Aktie unter Berücksichtigung des Barwerts der Dividenden, auf die während des Erdienungszeitraums kein Anspruch besteht, und - soweit erforderlich - von Markt- und Nicht-Ausübungsbedingungen. Vorjahresinformationen Einzelne Vorjahresangaben sind an die aktuelle Darstellung angepasst worden. Im Geschäftsjahr 2013 änderte die Gesellschaft in der Konzern-Kapitalflussrechnung rückwirkend die Darstellung von Gehaltseinbehalten für gewährte aktienbasierte Vergütungen, um die Art dieser Geschäftsvorgänge besser wiederzugeben. Im Vorjahr wurden 134 Mio. € rückwirkend vom Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (fortgeführte Aktivitäten) umgegliedert. KÜRZLICH UMGESETZTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN Zum 1. Oktober 2012 wendete das Unternehmen vorzeitig IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011, IAS 19R), an, den das IASB im Juni 2011 veröffentlichte. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der Standard wurde rückwirkend angewendet. Die Änderungen wurden im Juni 2012 von der EU in europäisches Recht übernommen. Die folgenden Änderungen des IAS 19 haben wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Siemens: IAS 19R ersetzt die Zinsaufwendungen und die erwarteten Erträge aus Planvermögen durch einen Nettozinsbetrag. Dieser errechnet sich durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen, der zur Bewertung der DBO verwendet wird. Die Nettozinsen aus der Nettoverbindlichkeit (dem Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen umfassen die Zinserträge aus dem Planvermögen und die Zinsaufwendungen auf die DBO. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Zinserträgen aus dem Planvermögen und den Erträgen aus Planvermögen wird im Posten Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Ein geringerer Effekt resultierte aus der sofortigen erfolgswirksamen Erfassung der verfallbaren nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen bei Entstehung, anstelle einer Erfassung über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit. Ebenso ergab sich eine nur unwesentliche Wirkung aus der Erfassung von sonstigen Verwaltungskosten, die bei Leistungserbringung nicht mit der Verwaltung von Planvermögen in Zusammenhang stehen. Die Abschaffung der Korridormethode hatte keine Auswirkungen auf Siemens. Die Anwendung von IAS 19R hatte keine wesentlichen Wirkungen auf die Posten Gesamtergebnis sowie Summe Eigenkapital. Die folgenden Tabellen stellen die Auswirkungen der geänderten Rechnungslegungsgrundsätze dar. Die Auswirkungen auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Oktober 2011 sowie die Auswirkungen auf den dargestellten Vorjahreszeitraum sind: Konzernbilanz scroll 30. September 2012 1. Oktober 2011 (in Mio. €) vor Anpassung Anpassung nach Anpassung vor Anpassung Anpassung nach Anpassung Summe Aktiva 108.282 - 31 108.251 104.243 - 33 104.210 davon Aktive latente Steuern 3.777 - 29 3.748 3.206 - 31 3.175 Summe Verbindlichkeiten 76.980 - 153 76.827 72.087 - 149 71.938 davon Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 9.926 - 125 9.801 7.307 - 120 7.188 Summe Eigenkapital 31.302 122 31.424 32.156 116 32.271 davon Gewinnrücklagen 22.756 122 22.877 25.881 116 25.996 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung scroll Geschäftsjahresende 30. September 2012 Geschäftsjahresende 30. September 2011 (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) vor Anpassung Anpassung nach Anpassung vor Anpassung Anpassung nach Anpassung Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 7.002 - 366 6.636 9.248 - 485 8.763 davon Zinserträge 2.240 - 1.301 939 2.207 - 1.362 845 davon Zinsaufwendungen - 1.727 967 - 760 - 1.715 929 - 786 Ertragsteueraufwendungen - 2.068 74 - 1.994 - 2.225 88 - 2.137 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 4.934 - 292 4.642 7.023 - 397 6.625 Gewinn nach Steuern 4.590 - 307 4.282 6.321 - 422 5.899 Unverwässertes Ergebnis je Aktie Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 5,48 - 0,33 5,15 7,83 - 0,46 7,37 Gewinn nach Steuern 5,09 - 0,35 4,74 7,04 - 0,48 6,55 Verwässertes Ergebnis je Aktie Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 5,43 - 0,33 5,10 7,74 - 0,45 7,29 Gewinn nach Steuern 5,04 - 0,35 4,69 6,96 - 0,48 6,48 Konzern-Gesamtergebnisrechnung scroll Geschäftsjahresende 30. September 2012 Geschäftsjahresende 30. September 2011 (in Mio. €) vor Anpassung Anpassung nach Anpassung vor Anpassung Anpassung nach Anpassung Gewinn nach Steuern 4.590 - 307 4.282 6.321 - 422 5.899 Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen - 2.101 314 - 1.787 - 65 412 347 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 974 314 - 661 - 116 412 296 Gesamtergebnis 3.615 6 3.622 6.205 - 10 6.195 Hätte das Unternehmen IAS 19R nicht zum 1. Oktober 2012 angewendet, wären die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des abgelaufenen Geschäftsjahrs ausgewiesenen Zinserträge und Zinsaufwendungen - auf Basis der für das Vorjahr erfassten erwarteten Erträge aus Planvermögen - um 1.463 Mio. € beziehungsweise 798 Mio. € höher gewesen. Entsprechend wäre der in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesene Posten Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen um 538 Mio. € (nach Steuern) niedriger ausgefallen. KÜRZLICH VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN - NOCH NICHT UMGESETZT Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und von Siemens bislang auch noch nicht angewendet worden. Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB Ergänzungen zu IAS 32, Finanzinstrumente: Darstellung, und zu IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben, hinsichtlich der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die Ergänzung zu IAS 32 stellt bestehende Saldierungsregeln klar und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist gestattet, erfordert jedoch die Anwendung der Ergänzungen zu IFRS 7. Diese Ergänzungen zu IFRS 7 erweitern die Offenlegungspflichten zu in der Bilanz saldierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dies schließt Aufrechnungsvereinbarungen ein, bei denen die Aufrechnung von bestimmten künftigen Ereignissen abhängig ist. Diese Ergänzung ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Beide Ergänzungen wurden im Dezember 2012 von der EU in europäisches Recht übernommen. IFRS 10 regelt anhand eines umfassenden Beherrschungskonzepts, welche Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. Die Verlautbarung bietet zusätzlich Leitlinien zur Auslegung des Beherrschungsbegriffs in Zweifelsfällen. IFRS 11 regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen und knüpft dabei an die Art der sich aus der Vereinbarung ergebenden Rechte und Verpflichtungen anstelle ihrer rechtlichen Form an. IFRS 12 regelt als neue und umfassende Verlautbarung die Angabepflichten für sämtliche Arten von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich gemeinschaftlicher Vereinbarungen, assoziierter Unternehmen, strukturierter Unternehmen und außerbilanzieller Einheiten. IFRS 10, 11, 12 und die Folgeänderungen zu IAS 27 und IAS 28 treten für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre in Kraft. Die neuen oder geänderten Verlautbarungen können vorzeitig angewendet werden. Die Verlautbarungen gelten rückwirkend. IFRS 10, 11, 12 und die Folgeänderungen zu IAS 27 und IAS 28 wurden im Dezember 2012 durch die EU in europäisches Recht übernommen. Siemens wird sämtliche geänderten Verlautbarungen ab dem Geschäftsjahr 2014 anwenden. Das Unternehmen erwartet daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 13, Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Die neue Verlautbarung definiert den Begriff beizulegender Zeitwert und vereinheitlicht die Angabepflichten für Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sowohl von finanziellen als auch nicht finanziellen Posten. Die neue Verlautbarung tritt für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre in Kraft. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. IFRS 13 wurde im Dezember 2012 durch die EU in europäisches Recht übernommen. Siemens wird IFRS 13 ab dem Geschäftsjahr 2014 anwenden. Die meisten aus IFRS 13 resultierenden Änderungen in Bezug auf Finanzinstrumente wurden bereits eingeführt, vor allem durch Änderungen zu IFRS 7, Finanzinstrumente: Angaben. Das Unternehmen erwartet aus der Anwendung des IFRS 13 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9, Finanzinstrumente. Dieser Standard beinhaltet die erste von drei Phasen des IASB-Projekts, den bestehenden IAS 39, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung, zu ersetzen. IFRS 9 ändert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten, einschließlich verschiedener hybrider Verträge. Er verwendet einen einheitlichen Ansatz, um festzulegen, ob ein finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren ist. Die Festlegung hängt davon ab, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sein Geschäftsmodell) und welche Charakteristika die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts aufweisen. Im Oktober 2010 wurden die Anforderungen des IAS 39 zu finanziellen Verbindlichkeiten größtenteils unverändert in den IFRS 9 übernommen. Im Dezember 2011 wurde IFRS 9 dahingehend ergänzt, dass bei Erstanwendung keine Anpassung von Vorjahresabschlüssen erforderlich ist, zusätzliche Angabepflichten zu erfüllen sind und der verpflichtende Anwendungszeitpunkt auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben wurde. Im Rahmen des laufenden Projekts »Klassifizierung und Bewertung: Begrenzte Änderungen an IFRS 9« hat das IASB im Juli 2013 jedoch vorläufig entschieden, den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt erneut zu verschieben und bis zur Fertigstellung der begrenzten Änderungen und zum Abschluss der zweiten Phase des IFRS 9 zur Wertminderungsmethodologie offen zu lassen. Eine vorzeitige Anwendung ist weiterhin zulässig. Die European Financial Reporting Advisory Group hat die Empfehlung zur Übernahme des derzeit veröffentlichten IFRS 9 in der EU verschoben. Aufgrund der fortlaufenden Anpassungen von IFRS 9 durch das IASB hat das Unternehmen die Prüfung, welche Auswirkungen die Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss hat, noch nicht abgeschlossen. ZIFFER 3 Schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze Siemens erstellt den Konzernabschluss in Einklang mit den IFRS, wie sie vom IASB herausgegeben wurden und in der EU anzuwenden sind. Die Kenntnis der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze, wie unter → ZIFFER 2 ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE dargestellt, ist erforderlich, um die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens zu verstehen. In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, von denen einige Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf verändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Außerdem können sie Schätzungen und Annahmen enthalten, die die Unternehmensleitung in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Die Unternehmensleitung weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. Realisierung von Umsatzerlösen bei Fertigungsaufträgen Ein wesentlicher Teil des Geschäfts der Sektoren von Siemens, insbesondere bei Energy, Industry und Infrastructure & Cities, betrifft Fertigungsaufträge von Kunden. Im Anlagenprojektgeschäft erfolgt die Realisierung der Umsatzerlöse nach der Percentage-of-Completion-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt. Bei bestimmten langfristigen Dienstleistungsaufträgen erfolgt die Realisierung der Umsatzerlöse ebenfalls nach der Percentage-of-Completion-Methode. Bei dieser Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen Liefer- und Leistungsumfangs beinhalten. Diese wesentlichen Schätzungen umfassen auch die Gesamtauftragskosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken - einschließlich technischer, politischer und regulatorischer Risiken - und andere maßgebliche Größen. Nach der Percentage-of-Completion-Methode können Schätzungsänderungen zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse führen. Bei der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob der mit einem Vertrag verbundene wirtschaftliche Nutzen Siemens zufließen wird, berücksichtigt das Unternehmen die Bonität seiner Kunden. Außerdem ist zu beurteilen, ob für einen Vertrag dessen Fortsetzung oder dessen Kündigung das wahrscheinlichste Szenario darstellt. Für diese Beurteilung werden individuell für jeden Vertrag alle relevanten Tatsachen und Umstände berücksichtigt. Bei Verträgen, für die eine Fortsetzung erwartet wird, werden bereits als Umsatzerlöse realisierte Beträge als Aufwand erfasst, wenn ihre Einbringlichkeit nicht mehr wahrscheinlich ist. Bei Verträgen, für die eine Kündigung erwartet wird - einschließlich Kündigungen aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle unserer Kunden oder Kündigungen infolge von Ereignissen höherer Gewalt -, werden die Schätzungen des Liefer- und Leistungsumfangs, der im Rahmen der Verträge erbracht wird, entsprechend angepasst. Dies führt in der Regel zu einer Minderung der Umsatzerlöse im betreffenden Berichtszeitraum. Die Leitungen der operativen Divisionen überprüfen kontinuierlich alle Einschätzungen in Zusammenhang mit solchen Fertigungsaufträgen und passen diese gegebenenfalls an. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen - einschließlich der Entwicklungen der europäischen Schuldenkrise - und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Um die länderspezifische Komponente der individuellen Wertberichtigung zu bestimmen, berücksichtigt Siemens auch Länderratings, die zentral aus Beurteilungen externer Ratingagenturen abgeleitet werden. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigung auf Portfoliobasis aus historischen Ausfallraten ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt. Die gesamte Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen betrug 1.147 (im Vj. 1.190) Mio. €. Wertminderungen Siemens überprüft die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit seinen Rechnungslegungsgrundsätzen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird zum Beispiel von Faktoren wie einer erfolgreichen Integration von akquirierten Unternehmen, der Volatilität auf den Kapitalmärkten, den Zinsentwicklungen, den Schwankungen der Währungskurse sowie der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte grundsätzlich mittels Discounted-Cashflow-Bewertungen. Diesen diskontierten Zahlungsströmen liegen Fünf-Jahres-Vorausberechnungen zugrunde, die auf Finanzprognosen aufbauen. Die Prognosen der Zahlungsströme berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten von der Unternehmensleitung vorgenommenen Einschätzung künftiger Entwicklungen. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, und des Nutzungswerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten, gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze und Steuersätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte haben. Sofern Sachanlagen, sonstige immaterielle Vermögenswerte und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen auf Wertminderungen überprüft werden, ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte gleichermaßen mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert als zur Veräußerung gehalten Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, beinhaltet Schätzungen und Annahmen der Unternehmensleitung, die mit einer gewissen Unsicherheit behaftet sind. Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und damit zusammenhängende Aufwendungen werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Diese Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, darunter Abzinsungssätze, erwartete Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungssätze auf Marktrenditen von Staatsanleihen. Aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Das kann wesentliche Auswirkungen auf die Verpflichtungen für Pensionen und sonstige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses haben. Die hieraus resultierenden Differenzen werden vollständig in der Periode ihres Entstehens nicht erfolgswirksam im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst. Rückstellungen Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen, Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist in erheblichem Maß mit Einschätzungen verbunden. Ein wesentlicher Teil des Geschäfts einiger operativer Divisionen wird über langfristige Verträge abgewickelt. Dabei handelt es sich häufig um Großprojekte in Deutschland oder im Ausland, die auf der Basis von Ausschreibungen vergeben werden. Siemens bildet dann eine Rückstellung für drohende Verluste aus Aufträgen, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Diese Einschätzungen können sich infolge neuer Informationen mit zunehmendem Projektfortschritt ändern. Verlustaufträge identifiziert Siemens durch die laufende Kontrolle des Projektfortschritts und die Aktualisierung der kalkulierten Gesamtkosten. Dies erfordert ebenfalls in erheblichem Maß Einschätzungen zur Erfüllung bestimmter Leistungsanforderungen - wie in der Division Fossil Power Generation, der Division Power Transmission, der Division Mobility & Logistics, der Division Rail Systems und im Sektor Healthcare - sowie im Hinblick auf Gewährleistungsaufwendungen und Projektverzögerungen, einschließlich der Beurteilung der Zurechenbarkeit dieser Verzögerungen auf die beteiligten Projektpartner. Erhebliche Schätzungen und Annahmen werden auch in Bezug auf die Bestimmung von Rückstellungen für wesentliche Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen getroffen. Unsicherheiten, bezogen auf den anzusetzenden Betrag, umfassen zum Beispiel die geschätzten Kosten der Stilllegung aufgrund des langen Zeitraums, über den die künftigen Zahlungsmittelabflüsse erwartet werden, einschließlich der zugehörigen Aufzinsung. Die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse könnten sich unter anderem dann wesentlich ändern, wenn politische Entwicklungen die Regierungspläne zur Bereitstellung von Endlagern beeinflussen. Siemens ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren konfrontiert. Diese Verfahren können dazu führen, dass Siemens straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen, Schadenersatzansprüche und andere Ansprüche oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Siemens bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren oder behördliche Untersuchungen, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zusammenhang mit diesen Verfahren eine Verpflichtung entstanden ist, die wahrscheinlich zu künftigen Mittelabflüssen führen wird und hinsichtlich ihrer Höhe verlässlich schätzbar ist. Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren oder behördlichen Untersuchungen liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde und sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend liegt der Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit besteht, ob ein künftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, ein erhebliches Ermessen seitens der Unternehmensleitung zugrunde. Siemens beurteilt den jeweiligen Stand eines Verfahrens regelmäßig unter Einbeziehung interner und externer Anwälte. Eine Beurteilung kann aufgrund neuer Informationen zu ändern sein. Es kann notwendig werden, dass die Höhe einer Rückstellung für ein laufendes Verfahren in Zukunft aufgrund neuer Entwicklungen angepasst werden muss. Veränderungen von Schätzungen und Prämissen im Zeitablauf können eine wesentliche Auswirkung auf die künftige Ertragslage haben. Bei Ausgang des Verfahrens könnten Siemens Aufwendungen entstehen, die die für den Sachverhalt gebildete Rückstellung übersteigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein für Siemens nachteiliger Ausgang einer Rechtsstreitigkeit, eines regulatorischen Verfahrens oder einer behördlichen Untersuchung dazu führen wird, dass Siemens zusätzlich zu der gebildeten Rückstellung weitere Aufwendungen entstehen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Ertragsteuern Siemens ist in zahlreichen Steuerjurisdiktionen tätig. Die im Abschluss dargestellten Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuergesetze sowie der einschlägigen Verwaltungsauffassungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien mit einbezogen. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt die Unternehmensleitung zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch die Unternehmensleitung entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigem steuerpflichtigem Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Schätzgrößen werden in der Periode angepasst, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Sofern die Unternehmensleitung davon ausgeht, dass aktive latente Steuern teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, wird dieser Teil nicht erfasst. ZIFFER 4 Akquisitionen, Verkäufe und nicht fortgeführte Aktivitäten A) AKQUISITIONEN Im Geschäftsjahr 2013 und im Vorjahr führte das Unternehmen eine Reihe von Akquisitionen durch, die ab dem Erwerbsstichtag in den Konzernabschluss der Gesellschaft einbezogen wurden. aa) Akquisitionen im Geschäftsjahr 2013 Anfang Mai 2013 erwarb Siemens sämtliche Anteile an sechs Unternehmen, die das Bahnautomatisierungsgeschäft von Invensys plc., Vereinigtes Königreich (Invensys), umfassen. Die übernommenen Geschäftsaktivitäten werden in die Division Mobility and Logistics des Sektors Infrastructure & Cities integriert. Mit der Akquisition erweiterte und vervollständigte Siemens das Bahnautomatisierungsgeschäft des Sektors Infrastructure & Cities. Der vorläufige Kaufpreis betrug 2.036 Mio. € (einschließlich 53 Mio. € übernommener Zahlungsmittel). Davon wurden 472 Mio. € an den Invensys Pension Trust gezahlt. Der Kaufpreis ist vorläufig, vor allem, weil er noch von einer finalen Einigung hinsichtlich der Abschlussbilanz abhängt. Die folgenden, aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierenden Angaben zeigen die zum Akquisitionszeitpunkt erfassten Werte der Hauptgruppen erworbener Vermögenswerte und übernommener Verbindlichkeiten: Immaterielle Vermögenswerte 902 Mio. €, Vorräte 158 Mio. €, Forderungen 127 Mio. €, aktive latente Steuern 68 Mio. €, Verbindlichkeiten 485 Mio. € und passive latente Steuern 139 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte bezogen sich im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen in Höhe von 619 Mio. € (mit einer Nutzungsdauer von 18 Jahren) sowie Technologie in Höhe von 258 Mio. € (mit einer Nutzungsdauer von 18 Jahren). Vorläufige Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.278 Mio. € beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Das erworbene Geschäft hat bei Siemens seit der Akquisition, einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, Umsatzerlöse von 335 Mio. € und einen Nettoverlust von 44 Mio. € beigetragen. Wäre das erworbene Geschäft seit dem 1. Oktober 2012 in den Konzernabschluss einbezogen worden, hätte die Auswirkung auf die Konzernumsatzerlöse und den Konzerngewinn nach Steuern in den zwölf Monaten 915 Mio. € beziehungsweise - 9 Mio. € betragen. Anfang Januar 2013 erwarb Siemens alle Anteile an LMS International NV, Belgien, einem führenden Anbieter von mechatronischen Simulationslösungen. Die übernommenen Geschäftsaktivitäten werden in die Division Industry Automation des Sektors Industry integriert. Mit der Akquisition erweiterte und vervollständigte Siemens das Produktlebenszyklus-Management-Portfolio des Sektors Industry um mechatronische Simulations- und Prüfsoftware. Der vorläufige Kaufpreis betrug 702 Mio. € (einschließlich 32 Mio. € übernommener Zahlungsmittel). Die folgenden, aus der vorläufigen Kaufpreisallokation resultierenden Angaben zeigen die zum Akquisitionszeitpunkt erfassten Werte der Hauptgruppen erworbener Vermögenswerte und übernommener Verbindlichkeiten: Immaterielle Vermögenswerte 398 Mio. €, Sachanlagen 22 Mio. €, Vorräte 41 Mio. €, Forderungen 58 Mio. €, Verbindlichkeiten 128 Mio. € und passive latente Steuern 87 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte bezogen sich im Wesentlichen auf Technologie in Höhe von 290 Mio. € (mit einer Nutzungsdauer von sieben bis acht Jahren) sowie Kundenbeziehungen in Höhe von 105 Mio. € (mit einer Nutzungsdauer von 16 bis 20 Jahren). Vorläufige Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 352 Mio. € beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Das erworbene Geschäft hat bei Siemens seit der Akquisition, einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, Umsatzerlöse von 94 Mio. € und einen Nettoverlust von 68 Mio. € beigetragen. Wäre das erworbene Geschäft seit dem 1. Oktober 2012 in den Konzernabschluss einbezogen worden, hätte die Auswirkung auf die Konzernumsatzerlöse und den Konzerngewinn nach Steuern in den zwölf Monaten 125 Mio. € beziehungsweise - 90 Mio. € betragen. ab) Akquisitionen im Geschäftsjahr 2012 Anfang Mai 2012 hat Siemens alle Anteile an fünf Gesellschaften erworben, die zusammen das Geschäftsfeld Connectors und Measurements der Expro Holdings UK 3 Ltd. umfassten. Das erworbene Geschäftsfeld entwickelt und fertigt tiefseetaugliche Komponenten wie Kabelverbindungen, Sensoren und Messgeräte. Mit dieser Akquisition baute Siemens sein Portfolio im attraktiven Zukunftsmarkt für Unterwasserstromnetze aus. Der gesamte Kaufpreis belief sich auf 469 Mio. € (einschließlich 8 Mio. € übernommener Zahlungsmittel). Das erworbene Geschäftsfeld wurde in die Division Oil & Gas des Sektors Energy integriert. Die folgenden Angaben zeigen die endgültige Kaufpreisallokation und die zum Akquisitionszeitpunkt erfassten Werte der Hauptgruppen erworbener Vermögenswerte und übernommener Verbindlichkeiten: Immaterielle Vermögenswerte 162 Mio. €, Sachanlagen 21 Mio. €, Vorräte 18 Mio. €, Forderungen 25 Mio. €, Verbindlichkeiten 41 Mio. € und passive latente Steuern 35 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte bezogen sich im Wesentlichen auf Kundenbeziehungen in Höhe von 46 Mio. € (mit einer Nutzungsdauer von neun bis 13 Jahren), Technologie in Höhe von 98 Mio. € (mit einer Nutzungsdauer von acht bis zwölf Jahren) sowie einen Auftragsbestand in Höhe von 12 Mio. € (mit einer Abarbeitungsdauer von zwei Jahren). Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 307 Mio. € beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten hat das erworbene Geschäftsfeld bei Siemens im Zeitraum von der Akquisition bis zum 30. September 2012 Umsatzerlöse von 57 Mio. € und einen Nettogewinn von 12 Mio. € beigetragen. Wenn das erworbene Geschäftsfeld seit dem 1. Oktober 2011 in den Konzernabschluss einbezogen worden wäre, hätte die Auswirkung auf die Konzernumsatzerlöse und den Konzerngewinn nach Steuern in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2012 121 Mio. € beziehungsweise 41 Mio. € betragen. Des Weiteren hat Siemens im Vorjahr den Erwerb verschiedener Gesellschaften abgeschlossen, die in den fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen werden und, einzeln betrachtet, nicht wesentlich waren. Dazu zählten RuggedCom Inc., ein Anbieter robuster, industrietauglicher Ethernet-Kommunikationsprodukte und Netzwerklösungen, bei der Division Industry Automation des Sektors Industry, das Geschäft von NEM B.V., einem Spezialisten für Abhitze-Dampferzeuger von Gas- und Dampfturbinenkraftwerken, bei der Division Fossil Power Generation des Sektors Energy sowie die eMeter Corporation, ein Spezialist für Zählerdatenmanagement, bei der Division Smart Grid des Sektors Infrastructure & Cities. Der Kaufpreis (einschließlich übernommener Zahlungsmittel) für diese Akquisitionen betrug insgesamt 946 Mio. €. Die folgenden Angaben zeigen die endgültigen Kaufpreisallokationen und die für jede Hauptgruppe erworbener Vermögenswerte und übernommener Verbindlichkeiten angesetzten Werte: scroll (in Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte 579 Technologie 124 Kundenbeziehungen 113 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 50 Sonstige langfristige Vermögenswerte 56 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 82 Vorräte 39 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 70 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 138 Summe erworbener Vermögenswerte 1.251 Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 153 Passive latente Steuern 51 Kurzfristige Verbindlichkeiten 78 Summe übernommener Verbindlichkeiten 282 Die betreffenden Akquisitionen führten zu nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von 23 Mio. €. Die Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalteten nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten haben die erworbenen Gesellschaften bei Siemens im Zeitraum vom jeweiligen Erwerbszeitpunkt bis zum 30. September 2012 Umsatzerlöse von 271 Mio. € und einen Nettoverlust von 6 Mio. € beigetragen. Wenn diese Akquisitionen seit dem 1. Oktober 2011 in den Konzernabschluss einbezogen worden wären, hätte die Auswirkung auf die Konzernumsatzerlöse und den Konzerngewinn nach Steuern in den zwölf Monaten bis zum 30. September 2012 389 Mio. € beziehungsweise - 14 Mio. € betragen. B) VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN ba) Verkäufe, die nicht als nicht fortgeführte Aktivitäten qualifizieren: abgeschlossene Transaktionen Verkäufe im Geschäftsjahr 2013 Am 1. Juli 2013 haben Siemens und Nokia vertraglich vereinbart, dass Nokia den Anteil von Siemens an Nokia Siemens Networks Holding B.V. (NSN) für einen vereinbarten Kaufpreis in Höhe von 1.700 Mio. € erwirbt. Die Barkomponente beträgt 1.200 Mio. €. Die restlichen 500 Mio. € wurden an Nokia als verzinsliches Darlehen mit Fälligkeit ein Jahr nach Abschluss der Transaktion gewährt. Die Wertminderung der Beteiligung - erfasst im Geschäftsjahr 2009 - wurde teilweise zurückgenommen, da der erzielbare Betrag den sich nach Anwendung der Equity-Methode ergebenden Buchwert von NSN übersteigt. Der erzielbare Betrag, der den beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten darstellt, wurde aus dem vereinbarten Kaufpreis abgeleitet. Daher beinhaltete die Position Wertaufholungen im Posten Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 301 Mio. € in Zusammenhang mit NSN, das im Segment Equity Investments ausgewiesen wurde. Die Beteiligung an NSN wurde zum 30. Juni 2013 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen und die Bilanzierung nach der Equity-Methode ausgesetzt. Der für die Beteiligung an NSN erfasste anteilige Verlust aus der Equity-Konsolidierung betrug 76 (im Vj. 741) Mio. €. Die Transaktion wurde im August 2013 abgeschlossen und führte zu einem weiteren Gewinn aus dem Abgang der zuvor als zur Veräußerung gehalten ausgewiesenen Beteiligung in Höhe von 76 Mio. €. Dieser resultierte aus der Umgliederung von Beträgen, die im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst worden waren. Nokia hat das Darlehen im September 2013 vorzeitig zurückgezahlt. bb) Verkäufe, die nicht als nicht fortgeführte Aktivitäten qualifizieren: zur Veräußerung gehalten Die Konzernbilanz beinhaltete 625 (im Vj. 106) Mio. € zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und in Höhe von 215 (im Vj. 39) Mio. € Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten, die nicht als nicht fortgeführte Aktivitäten qualifizieren. Darin enthalten war zum 30. September 2013 im Wesentlichen die Geschäftseinheit TurboCare des Sektors Energy. bc) Nicht fortgeführte Aktivitäten Allgemeines Das für nicht fortgeführte Aktivitäten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Nettoergebnis betrug 197 (im Vj. - 360) Mio. €, davon Ertragsteueraufwendungen von 158 (im Vj. 77) Mio. €. Das auf die Aktionäre der Siemens AG entfallende Nettoergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug 191 (im Vj. - 360) Mio. €. Wassergeschäft - nicht fortgeführte Aktivitäten; zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 entschied Siemens, sich von seinem Wassergeschäft (Geschäftseinheit Water Technologies) zu trennen. Die Kriterien einer Klassifizierung der Geschäftseinheit als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten waren im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 erfüllt. Entsprechend wurden die Ergebnisse von Water Technologies in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für sämtliche berichteten Zeiträume als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Umsatzerlöse 950 1.099 Aufwendungen - 959 - 1.081 Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, beziehungs- weise aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe, die den aufgegebenen Geschäftsbereich darstellt - 24 - Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten vor Steuern - 32 18 Ertragsteuererträge /-aufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1 - 9 Ertragsteuererträge auf den Verlust aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, beziehungsweise aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe, die den aufgegebenen Geschäftsbereich darstellt 6 - Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern - 26 9 Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Water Technologies wurden in der Konzernbilanz als zur Veräußerung gehalten dargestellt. Die Buchwerte der Hauptgruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten betrugen: scroll (in Mio. €) 30. September 2013 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 155 Vorräte 144 Finanzielle Vermögenswerte 35 Geschäfts- oder Firmenwerte 155 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 103 Sachanlagen 157 Sonstige Vermögenswerte 19 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 768 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 79 Kurzfristige Rückstellungen 36 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 92 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 13 Sonstige Verbindlichkeiten 37 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 258 Infolge der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 wurde Water Technologies zum niedrigeren Wert aus vormaligem Buchwert und beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, bewertet. Der damit verbundene erfasste Verlust ergab sich aus der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 13 Mio. €. Solargeschäft - Umgliederung zu fortgeführten Aktivitäten Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 entschied Siemens, sich von seinem Solargeschäft, bestehend aus den ehemaligen Geschäftseinheiten Solar Thermal Energy sowie Photovoltaic, zu trennen. Siemens klassifizierte die beiden Geschäftseinheiten seit dem Ende des Geschäftsjahrs 2012 als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 erfüllte das Solargeschäft nicht mehr die Kriterien einer Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten, da eine Veräußerung innerhalb eines Jahrs nicht mehr als höchstwahrscheinlich erachtet wurde. Der Verkaufsprozess für Photovoltaic wurde im März 2013 eingestellt. Stattdessen werden eine Abwicklung der bestehenden Aufträge und anschließend die Einstellung der Aktivitäten angestrebt. Für Solar Thermal Energy war ein Verkauf innerhalb eines Jahrs nicht mehr höchstwahrscheinlich. Gründe hierfür waren die verschlechterte allgemeine Marktlage bei der Solarthermie sowie der Leistungsrückgang eines zu den Solarthermieaktivitäten von Siemens gehörenden Solarthermiekraftwerks. Deshalb wird das Solargeschäft wieder in den fortgeführten Aktivitäten des Sektors Energy berichtet. Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 entschied Siemens, auch den Verkaufsprozess für Solar Thermal Energy zu beenden. Es wird stattdessen angestrebt, die bestehenden Aufträge abzuwickeln und anschließend die Aktivitäten einzustellen. Eine Ausnahme stellt das Solarthermiekraftwerk dar, das fortgeführt wird. Das für das Solargeschäft in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern betrug - 255 (im Vj. - 258) Mio. €. Zum 30. September 2012 wurden die zum Solargeschäft gehörenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von 224 Mio. € beziehungsweise 126 Mio. € als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. OSRAM - nicht fortgeführte Aktivitäten; zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten Im März 2011 hatte Siemens angekündigt, dass es beabsichtigte, die Tochtergesellschaft OSRAM an die Börse zu bringen. Siemens strebte dabei eine Minderheitsbeteiligung an OSRAM an. Die Kriterien einer Klassifizierung von OSRAM als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten waren ab dem Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2011 erfüllt. Angesichts der Marktbedingungen entschied Siemens im Juni 2012, parallel und alternativ zu dem vorgenannten Plan eines Börsengangs (Initial Public Offering), eine Börsenplatzierung von OSRAM im Wege einer Abspaltung - mit Ausgabe der OSRAM-Aktien an die Aktionäre der Siemens AG und einer anschließenden Börsennotierung dieser Aktien - vorzubereiten. Die Entscheidung vom Juni 2012 stellte eine wesentliche Änderung des bisherigen Veräußerungsplans dar. Siemens erachtete es nicht weiter als höchstwahrscheinlich, OSRAM im Wege eines Initial Public Offering bis Ende des Kalenderjahrs 2012 zu veräußern, sodass die vormalige Klassifizierung der Veräußerungsgruppe OSRAM als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten rückgängig gemacht wurde. Durch die Beendigung der vormaligen Klassifizierung erfasste Siemens im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 einen negativen Ergebnisbeitrag von 443 Mio. € (vor Steuern), der auf Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Ergebnisanteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen zurückzuführen war, die während der bisherigen Klassifizierung von OSRAM als nicht fortgeführte Aktivitäten nicht zu erfassen waren. Von diesem Betrag entfielen 123 Mio. € auf das Geschäftsjahr 2011. Der Aufholeffekt wird unter der Position Aufwendungen in der unten stehenden Tabelle ausgewiesen. Siemens erachtete eine Börsenplatzierung im Wege einer Abspaltung als höchstwahrscheinlich, einschließlich der hohen Wahrscheinlichkeit der Aktionärszustimmung, basierend auf Erfahrungen mit anderen auf der Hauptversammlung zur Abstimmung vorgeschlagenen Kapitalmaßnahmen, Rückmeldungen vom Finanzmarkt und einer wirtschaftlichen Einschätzung der Entscheidung aus Perspektive der Aktionäre. Entsprechend klassifizierte Siemens OSRAM erneut als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten. Zusätzlich zu anderen Einflüssen auf Ertragsteuern (auf Veräußerungs- / Abspaltungskosten) wurden aktive latente Steuern in Zusammenhang mit der Abspaltung von OSRAM angepasst. Im November 2012 sagte Siemens den ursprünglichen Plan eines Initial Public Offering ab und stellte seinen Aktionären im Dezember 2012 einen Spaltungsbericht zur Verfügung, um deren Zustimmung für die Abspaltung von 80,5 % der Anteile an OSRAM bei der Hauptversammlung im Januar 2013 zu beantragen. Die Aktionäre der Siemens AG genehmigten auf der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von über 98 % die Abspaltung von OSRAM. Im Juli 2013 schloss Siemens erfolgreich die geplante Abspaltung und Börsennotierung von OSRAM ab. Entsprechend buchte Siemens den Nettobuchwert der Abgangsgruppe OSRAM und die dazugehörige Abspaltungsverbindlichkeit aus. Die auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung erstmals im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 erfasste Abspaltungsverbindlichkeit wurde unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und spiegelte 80,5 % des beizulegenden Zeitwerts von OSRAM wider. Zum Ende jeder Berichtsperiode und zum Zeitpunkt der tatsächlichen Abspaltung bewertete Siemens die Abspaltungsverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert mit Gegenwirkung in den Gewinnrücklagen. Mit Wirkung zum 5. Juli 2013 übertrug Siemens 80,5 % der Anteile an OSRAM im Rahmen der Abspaltung an seine Aktionäre. Unmittelbar nach dem Wirksamwerden der Abspaltung hat Siemens 2,5 % der Anteile an OSRAM im Wege einer Dotierung in den Siemens Pension Trust e.V. eingebracht und hält seitdem 17,0 % an OSRAM. Mit Wirksamkeit der Abspaltung war die Abspaltungsverbindlichkeit neu zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der Verlust der Beherrschung führte zu einer Ausbuchung der Nettovermögenswerte von OSRAM, einschließlich der nicht beherrschenden Anteile, zur Umgliederung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses und zur Bewertung der verbleibenden Beteiligung an OSRAM zum beizulegenden Zeitwert. Siemens wendete eine kombinierte Bewertungstechnik an, um den beizulegenden Zeitwert der Abspaltungsverbindlichkeit zum 5. Juli 2013 zu ermitteln; dabei hat Siemens auf eine Discounted-Cashflow-Bewertung und Multiplikatorverfahren, abgeleitet aus einem unabhängigen Sachverständigengutachten, zurückgegriffen. Der beizulegende Zeitwert der Abspaltungsverbindlichkeit, der 80,5 % der Anteile an OSRAM darstellte, betrug 2.270 Mio. €, die abgespaltenen Nettovermögenswerte betrugen 2.182 Mio. €, woraus ein Unterschiedsbetrag von 88 Mio. € resultierte. Aus der Neubewertung des verbleibenden Anteils an OSRAM zum beizulegenden Zeitwert erfasste Siemens einen Gewinn von 21 Mio. €. Die Ausbuchung nicht beherrschender Anteile und die Umgliederung entsprechender Bestandteile des sonstigen Ergebnisses führten zu einem Gewinn von 23 Mio. € beziehungsweise 19 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen die Veräußerungs- / Abspaltungskosten 98 Mio. €. Insgesamt erfasste Siemens damit einen Gewinn aus der Abspaltung von 54 Mio. €. Aufgrund des Charakters der Abspaltung wurde die Ausbuchung der Abgangsgruppe als nicht zahlungswirksame Transaktion dargestellt. Die Ergebnisse von OSRAM wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für sämtliche berichteten Zeiträume als nicht fortgeführte Aktivitäten dargestellt: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Umsatzerlöse 4.064 5.400 Aufwendungen - 3.745 - 5.476 Gewinn aus der Abspaltung der Abgangsgruppe, die die nicht fortgeführten Aktivitäten darstellt (im Vj. Veräußerungs-/ Abspaltungskosten) 54 - 33 Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 372 - 109 Ertragsteueraufwendungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 110 - Andere Ertragsteuererträge /-aufwendungen (auf Veräußerungs-/ Abspaltungskosten) 15 - 26 Gewinn / Verlust aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 277 - 135 Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von OSRAM wurden in der Konzernbilanz bis zur Abspaltung am 5. Juli 2013 als zur Veräußerung gehalten dargestellt. Die Buchwerte der Hauptgruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten betrugen: scroll (in Mio. €) 5. Juli 2013 30. Sept. 2012 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 476 28 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 850 827 Vorräte 1.009 1.044 Finanzielle Vermögenswerte 271 111 Geschäfts- oder Firmenwerte 274 277 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 193 161 Sachanlagen 1.459 1.416 Aktive latente Steuern 311 376 Sonstige Vermögenswerte 204 212 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 5.046 4.450 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 610 609 Kurzfristige Rückstellungen 98 92 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 434 379 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 398 488 Sonstige Verbindlichkeiten 796 304 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 2.336 1.872 Umsatzerlöse aus Transaktionen zwischen OSRAM und Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen von Siemens beliefen sich auf 19 (im Vj. 156) Mio. €. Aufwendungen aus Transaktionen zwischen OSRAM und Gemeinschaftsunternehmen sowie assoziierten Unternehmen von Siemens beliefen sich auf 11 (im Vj. 13) Mio. €. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen betrugen 39 Mio. € beziehungsweise 2 Mio. €. Siemens IT Solutions and Services -nicht fortgeführte Aktivitäten Zum 1. Juli 2011 erwarb Atos S.A. (AtoS) die Siemens IT Solutions and Services für eine Barzahlung von 177 Mio. €. Ferner erhielt Siemens 12,5 Mio. neue AtoS-Aktien mit einer fünfjährigen Haltefrist sowie eine fünfjährige Wandelanleihe über 250 Mio. € (Nominalwert) und erteilte AtoS einen Outsourcing-Vertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einem Wert von rund 5,5 Mrd. €, gemäß dem AtoS Managed Services und Systemintegration für Siemens übernimmt. Siemens behält das nach der Equity-Methode bilanzierte Projekt HERKULES, das in den Segmentinformationen in der Position Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten dargestellt wird. Siemens erfasste eine Verbindlichkeit für Kaufpreisanpassungen und vertragliche Verpflichtungen sowie Vorsorgen für drohende Verluste und Haftungsrisiken, die sich aus den Verkaufsvereinbarungen mit AtoS ergeben haben. Aus Kaufpreisanpassungen resultierte ein Gewinn in Höhe von 99 (im Vj. 53) Mio. €. Eine endgültige Einigung mit AtoS wurde im Geschäftsjahr 2013 nicht erreicht. scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Umsatzerlöse - - Aufwendungen - 40 - 35 Gewinn aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, beziehungs- weise aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe, die den aufgegebenen Geschäftsbereich darstellt 99 45 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten vor Steuern 59 10 Ertragsteuererträge aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12 15 Ertragsteuererträge /-aufwendungen auf den Gewinn aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, beziehungsweise aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe, die den aufgegebenen Geschäftsbereich darstellt - 1 15 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 71 40 Ehemalige Segmente SV und Com - nicht fortgeführte Aktivitäten Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Nettoergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten der SV-Aktivitäten und des ehemaligen operativen Segments Com betrug - 117 (im Vj. - 260) Mio. €, davon Ertragsteueraufwendungen von 81 (im Vj. 73) Mio. €. Das Nettoergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahrs beinhaltete Ertragsteueraufwendungen von 84 Mio. € in Zusammenhang mit NSN. Das Nettoergebnis des Vorjahrs bezog sich im Wesentlichen auf Com und beinhaltete eine Belastung in Höhe von 143 Mio. € (vor Steuern) beziehungsweise 104 Mio. € (nach Steuern) aus einem Vergleich mit dem griechischen Staat sowie negative steuerliche Effekte in Höhe von 115 Mio. €. ZIFFER 5 Sonstige betriebliche Erträge Der Posten Sonstige betriebliche Erträge beinhaltete Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 228 (im Vj. 207) Mio. €. Bei den veräußerten Sachanlagen handelte es sich zum Teil - hauptsächlich im abgelaufenen Geschäftsjahr - um Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen rückgemietet wurden. Daneben enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge - wie im Vorjahr - Erträge in Zusammenhang mit rechtlichen und regulatorischen Themen. ZIFFER 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen enthielt - wie im Vorjahr - Wertminderungen von Geschäfts- oder Firmenwerten, Aufwendungen für rechtliche und regulatorische Themen sowie Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Geschäftseinheiten. ZIFFER 7 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung 247 - 371 Ergebnis aus Veräußerungen 78 103 Wertminderungen - 116 - 68 Wertaufholungen 301 4 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 510 - 333 Die Positionen Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung, Ergebnis aus Veräußerungen sowie Wertaufholungen beinhalteten Wirkungen aus dem Verkauf der Beteiligung an NSN im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs (siehe → ZIFFER 4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN). Die Position Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung enthielt daneben - 96 (im Vj. - 23) Mio. € aus der Beteiligung an Enterprise Networks (EN). Aufgrund einer Verpflichtung von Siemens gegenüber EN, die Bestandteil der Nettoinvestition von Siemens in EN ist, erfasste Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr neben den laufenden auch bisher nicht erfasste anteilige Verluste aus der Equity-Konsolidierung. Die Position Ergebnis aus Veräußerungen beinhaltete im Vorjahr einen Gewinn in Höhe von 79 Mio. € aus dem teilweisen Verkauf der Anteile an Bangalore International Airport Limited. Die Position Wertminderungen enthielt - 97 (im Vj. - 46) Mio. € in Zusammenhang mit einer Beteiligung des Solargeschäfts von Siemens (siehe → ZIFFER 4 AKQUISITIONEN, VERKÄUFE UND NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN). ZIFFER 8 Zinserträge, Zinsaufwendungen und sonstiges Finanzergebnis scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zinserträge aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 3 8 Zinserträge, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 945 930 Zinserträge 948 939 Zinsaufwendungen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 297 - 310 Zinsaufwendungen, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 493 - 450 Zinsaufwendungen - 789 - 760 Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 80 103 Übriges Finanzergebnis - 74 - 108 Sonstiges Finanzergebnis - 154 - 5 Die Gesamtbeträge der Positionen Zinserträge und Zinsaufwendungen, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellten sich wie folgt dar: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zinserträge, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 945 930 Zinsaufwendungen, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 493 - 450 Zinsergebnis, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 452 480 davon: Zinsergebnis aus operativem Geschäft - 3 9 davon: Übriges Zinsergebnis 455 471 Die Position Zinsergebnis aus operativem Geschäft enthält vor allem Zinserträge und Zinsaufwendungen aus / auf Kundenforderungen beziehungsweise Lieferantenverbindlichkeiten sowie Zinsen auf Anzahlungen und Vorfinanzierungen von Kundenaufträgen. Die Position Übriges Zinsergebnis umfasst alle anderen Zinsen, im Wesentlichen die Zinsaufwendungen auf Konzernschulden, Zinsen von mit diesen in Zusammenhang stehenden Sicherungsgeschäften und Zinserträge aus Konzernvermögenswerten. Die Position Zinsergebnis, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhaltete die folgenden Ergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten 931 918 Zinsaufwendungen auf finanzielle Verbindlichkeiten1 - 767 - 796 1 Hierin waren bei gesicherten Positionen ausschließlich die Zinsaufwendungen auf das nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Grundgeschäft enthalten, wohingegen in der Position Zinsaufwendungen, nicht bezogen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses auch der gegenläufige Zinseffekt aus dem Sicherungsinstrument wirkte. Der Unterschied war im Wesentlichen auf Zinsswap-Kontrakte zurückzuführen. Die Position Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten stellte sich wie folgt dar: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Erhaltene Dividenden 18 18 Nettogewinne aus Veräußerungen 17 101 Wertminderungen - 116 - 17 Sonstiges 1 1 Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten - 80 103 Die Position Nettogewinne aus Veräußerungen beinhaltete im Vorjahr einen Gewinn in Höhe von 87 Mio. € aus dem Verkauf der 25 %-Beteiligung an OAO Power Machines, die vom Sektor Energy gehalten worden war. Davon waren 66 Mio. € als unrealisierte Gewinne im Sonstigen Ergebnis zum 30. September 2011 enthalten. Die Beteiligung war als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Die Transaktion wurde im Dezember 2011 abgeschlossen. Die Position Übriges Finanzergebnis beinhaltete Erträge in Höhe von 95 (im Vj. Aufwendungen von 238) Mio. € als Folge der Aufzinsung von Rückstellungen und der Erhöhung (im Vj. Absenkung) des Abzinsungssatzes für Rückstellungen sowie Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Abschreibungen auf Finanzforderungen, nach Abzug von Zuschreibungen, in Höhe von 80 (im Vj. 89) Mio. €. Darüber hinaus waren Gewinne / Verluste in Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten enthalten. ZIFFER 9 Ertragsteuern Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern verteilte sich auf Inland und Ausland wie folgt: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Deutschland 1.227 2.266 Ausland 4.615 4.370 5.843 6.636 Die Ertragsteueraufwendungen / -erträge setzten sich wie folgt zusammen: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Laufende Steuern Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) 543 148 Ausländische Ertragsteuern 1.236 1.510 1.779 1.658 Latente Steuern Deutschland 233 419 Ausland - 382 - 83 - 149 336 Ertragsteueraufwendungen 1.630 1.994 In den laufenden Ertragsteueraufwendungen waren Anpassungen in Höhe von 92 (im Vj. - 117) Mio. € für laufende Steuern früherer Geschäftsjahre enthalten. Die laufenden Steueraufwendungen wurden durch den Abschluss eines Verständigungsverfahrens in Zusammenhang mit Verrechnungspreisen zwischen Deutschland und den USA im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 positiv beeinflusst. Dies führte zu einem Anstieg der laufenden Steueraufwendungen in Deutschland, der durch eine Abnahme der ausländischen Ertragsteuern überwogen wurde. Im Vorjahr wurden die laufenden Ertragsteueraufwendungen in Deutschland positiv durch Forderungen aufgrund der Einleitung von verschiedenen Verständigungsverfahren beeinflusst. Die latenten Steueraufwendungen / -erträge beinhalteten Steuererträge von 297 (im Vj. 150) Mio. € in Zusammenhang mit der Entwicklung der temporären Unterschiede. Die latenten Steueraufwendungen in Deutschland bezogen sich im Wesentlichen auf den Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen. Für die Ermittlung der laufenden Steuern werden in Deutschland auf ausgeschüttete und einbehaltene Gewinne ein einheitlicher Körperschaftsteuersatz von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % zugrunde gelegt. Zusätzlich zur Körperschaftsteuer wird für in Deutschland erzielte Gewinne Gewerbesteuer erhoben. Unter Berücksichtigung der Nichtabzugsfähigkeit der Gewerbesteuer als Betriebsausgabe ergibt sich für die Gewerbesteuer ein durchschnittlicher Steuersatz von 15 %, sodass hieraus ein inländischer Gesamtsteuersatz von 31 % resultiert. Für die Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochterunternehmen werden auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind. Nachfolgend wird die Überleitung von den erwarteten auf die ausgewiesenen Ertragsteueraufwendungen gezeigt. Die Berechnung der erwarteten Ertragsteueraufwendungen (laufende und latente) basiert auf der Anwendung des deutschen Gesamtsteuersatzes von 31 %. scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Erwartete Ertragsteueraufwendungen 1.811 2.058 Erhöhung / Minderung der Ertragsteuern durch Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 380 388 Steuerfreie Erträge - 346 - 398 Steuern für Vorjahre 50 - 59 Veränderung in der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern und von Steuergutschriften 23 - 17 Effekt Steuersatzänderungen - 31 - 39 Steuersatzunterschiede Ausland - 182 - 52 Steuereffekt aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 74 115 Sonstiges, netto - 1 - 2 Ausgewiesene Ertragsteueraufwendungen 1.630 1.994 Die steuerfreien Erträge im abgelaufenen Geschäftsjahr beinhalteten unter anderem einen Effekt aus dem Verkauf von NSN. Die aktiven und passiven latenten Steuern (brutto) verteilten sich auf folgende Bilanzposten: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte 54 52 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 190 169 Sachanlagen 303 288 Vorräte 558 551 Forderungen 682 541 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2.954 3.238 Rückstellungen 1.685 1.677 Verbindlichkeiten 2.014 2.513 Verlustvorträge und Steuergutschriften 918 1.296 Sonstiges 282 231 Aktive latente Steuern 9.640 10.556 Verbindlichkeiten Finanzielle Vermögenswerte 239 236 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.582 1.407 Sachanlagen 631 782 Vorräte 1.700 1.857 Forderungen 1.776 2.061 Rückstellungen 601 450 Verbindlichkeiten 69 156 Sonstiges 312 353 Passive latente Steuern 6.910 7.302 Summe aktive latente Steuern (netto) 2.730 3.254 Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Unternehmensleitung, in welchem Umfang aktive latente Steuern wahrscheinlich realisiert werden. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Hierbei werden die erwartete Umkehrung der passiven latenten Steuern sowie die künftigen steuerlichen Gewinne berücksichtigt. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des erwarteten steuerlichen Einkommens wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Zum 30. September 2013 wies das Unternehmen bestimmte steuerliche Verlustvorträge aus, die Verlustverrechnungsbeschränkungen unterlagen. Für diese wurden insoweit keine aktiven latenten Steuern angesetzt, als deren Nutzung durch künftige positive steuerliche Ergebnisse nicht wahrscheinlich ist. Die steuerlichen Verlustvorträge beliefen sich auf insgesamt 3.341 (im Vj. 4.721) Mio. €. Siemens geht davon aus, dass aufgrund der künftigen Geschäftstätigkeit ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung der aktiven latenten Steuern zur Verfügung stehen wird. Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Brutto-Beträge): scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Abzugsfähige temporäre Differenzen 150 165 Steuerliche Verlustvorträge 941 662 1.091 827 Von den steuerlichen Verlustvorträgen, auf die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden, verfällt der wesentliche Anteil von 221 (im Vj. 214) Mio. € im Zeitraum bis 2018. Im Unternehmen sind in einigen Ländern mehrere Jahre noch nicht endgültig durch die Betriebsprüfung veranlagt. Für alle offenen Veranlagungsjahre sind adäquate Vorsorgen gebildet worden. Unter anderem hat die deutsche Betriebsprüfung steuerlich abzugsfähige Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Rückkauf der 2003 begebenen Wandelschuldverschreibung zurückgewiesen. Infolgedessen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Steueraufwendungen von 53 Mio. € erfasst und der Posten Kapitalrücklage um 553 Mio. € vermindert. Das Unternehmen hat Einspruch gegen den Steuerbescheid eingelegt und wird den bisherigen Ansatz weiterhin entschieden verteidigen. Des Weiteren hat das Unternehmen zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen mehrere Anträge für Verständigungsverfahren eingereicht. Für ausschüttungsfähige Gewinne von Tochterunternehmen werden in Zusammenhang mit der Ausschüttung anfallende Ertragsteuern und Quellensteuern als passive latente Steuern erfasst, wenn entweder davon auszugehen ist, dass diese Gewinne einer entsprechenden Besteuerung unterliegen oder tatsächlich beabsichtigt ist, sie nicht auf Dauer zu reinvestieren. Davon abgesehen wurden für aufgelaufene Ergebnisse der Tochterunternehmen in Höhe von 19.214 (im Vj. 21.270) Mio. € keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Unter Berücksichtigung der direkten Eigenkapitalbuchungen und der Aufwendungen / Erträge aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten ergaben sich die folgenden Steueraufwendungen / -erträge: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Steueraufwendungen aus fortgeführten Aktivitäten 1.630 1.994 Steueraufwendungen aus nicht fortgeführten Aktivitäten 158 77 Direkt im Eigenkapital erfasste Steueraufwendungen (im Vj. Steuererträge) 738 - 1.194 2.526 877 ZIFFER 10 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über den kurzfristigen Teil der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte des Unternehmens: scroll 30. September 2013 (in Mio. €) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert Unrealisierter Gewinn Unrealisierter Verlust Eigenkapitalinstrumente 6 8 2 - Fremdkapitalinstrumente 378 382 3 - Fondsanteile 195 211 16 - 580 601 21 - 1 scroll 30. September 2012 (in Mio. €) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert Unrealisierter Gewinn Unrealisierter Verlust Eigenkapitalinstrumente 6 8 2 - Fremdkapitalinstrumente 304 308 5 - Fondsanteile 196 208 13 - 1 506 524 19 - 1 Die langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, die im Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten sind, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich ermittelt werden kann. Sie setzten sich in erster Linie aus Eigenkapitalinstrumenten zusammen, die vor allem Anteile an AtoS und - seit Juli 2013 -OSRAM umfassten. Die zu Anschaffungskosten bewerteten langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte betrugen 167 (im Vj. 293) Mio. €; zum beizulegenden Zeitwert bewertete zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte betrugen 1.394 (im Vj. 728) Mio. €. Unrealisierte Gewinne / Verluste aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten betrugen 401 (im Vj. 215) Mio. €. ZIFFER 11 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.932 13.310 Forderungen aus Finanzierungsleasing 1.921 1.910 14.853 15.220 Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen der Wertberichtigungen auf kurz- und langfristige Forderungen (wie unter den → ZIFFERN 11, 12 UND 19 gezeigt) innerhalb der zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte wieder (ausgenommen Forderungen aus Finanzierungsleasing): scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.056 1.005 Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum 205 191 Ausbuchung von Forderungen - 208 - 108 Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen 9 7 Fremdwährungsumrechnungseffekte - 38 14 Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten - - 54 Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahrs 1.023 1.056 Der kurzfristige Anteil der Forderungen aus Finanzierungsleasing betrug 1.921 (im Vj. 1.910) Mio. €. Der langfristige Anteil machte 3.340 (im Vj. 3.148) Mio. € aus. Die Veränderung der Wertberichtigungen auf kurz- und langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing stellte sich wie folgt dar: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 134 142 Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum 35 23 Ausbuchung von Forderungen - 47 - 40 Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen 5 6 Fremdwährungsumrechnungseffekte - 4 5 Umgliederungen in / von zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten - - 2 Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahrs 124 134 Die künftig zu erhaltenden Mindestleasingzahlungen stellten sich folgendermaßen dar: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Innerhalb eines Jahres 2.318 2.273 Zwischen ein und fünf Jahren 3.406 3.240 Nach fünf Jahren 214 206 5.938 5.719 Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen zur Brutto- und Nettoinvestition in Leasingverhältnisse sowie zum Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Künftige Mindestleasingzahlungen 5.938 5.719 Zuzüglich: Nicht garantierter Restwert 97 131 Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse 6.034 5.850 Abzüglich: Unrealisierte Finanzerträge - 649 - 657 Nettoinvestition in Leasingverhältnisse 5.385 5.193 Abzüglich: Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen - 124 - 134 Abzüglich: Barwert des nicht garantierten Restwerts - 85 - 117 Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 5.176 4.942 Die Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse sowie der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen waren wie folgt fällig: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse 6.034 5.850 fällig innerhalb eines Jahres 2.345 2.388 fällig zwischen ein und fünf Jahren 3.472 3.248 fällig nach fünf Jahren 218 214 Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 5.176 4.942 fällig innerhalb eines Jahres 1.946 2.012 fällig zwischen ein und fünf Jahren 3.035 2.743 fällig nach fünf Jahren 195 187 Die Investitionen in Finanzierungsleasing resultieren überwiegend aus dem Leasinggeschäft mit Industrieausrüstungen, medizinischen Anlagen, Transportsystemen sowie mit Büro- und Datenverarbeitungsgeräten. Die tatsächlichen Mittelzuflüsse werden infolge künftiger Verkäufe von Finanzforderungen, Vorauszahlungen und Forderungsausbuchungen von den vertraglich vereinbarten Fälligkeiten abweichen. ZIFFER 12 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Derivative Finanzinstrumente 435 530 Darlehensforderungen 1.646 1.197 Sonstiges 1.169 1.174 3.250 2.901 ZIFFER 13 Vorräte scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.476 2.629 Unfertige Erzeugnisse 3.502 3.496 Kosten und realisierte Gewinnanteile aus noch nicht abgeschlossenen Auftragsfertigungsprojekten, die die erhaltenen Anzahlungen übersteigen 8.604 8.005 Fertige Erzeugnisse und Waren 2.311 2.643 Geleistete Anzahlungen 707 953 17.601 17.726 Erhaltene Anzahlungen - 2.040 - 2.047 15.560 15.679 Die Umsatzkosten enthielten Vorräte in Höhe von 53.778 (im Vj. 53.947) Mio. €, die als Aufwendungen erfasst wurden. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse und Waren wurden zu Anschaffungs- / Herstellungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die zugehörigen Wertberichtigungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 39 (im Vj. 57) Mio. €. Die Position Kosten und realisierte Gewinnanteile aus noch nicht abgeschlossenen Auftragsfertigungsprojekten, die die erhaltenen Anzahlungen übersteigen, beinhaltet unfertige Fertigungsaufträge mit einem aktivischen Saldo, bei denen die Auftragsfertigungskosten, zuzüglich der erfassten Gewinne und abzüglich der erfassten Verluste, die erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Fertigungsaufträge (hier und folgend) beinhalten Serviceverträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Auftragsfertigungsprojekten, bei denen die erhaltenen Anzahlungen höher sind als die Herstellungskosten und die realisierten Gewinnanteile, abzüglich der erfassten Verluste, weist Siemens in der Position Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten aus. Der Gesamtbetrag der angefallenen Herstellungskosten und der realisierten Gewinnanteile, abzüglich der entstandenen Verluste für laufende Fertigungsaufträge, belief sich auf 83.187 (im Vj. 83.533) Mio. €. Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen betrugen 31.178 (im Vj. 32.530) Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen für laufende Fertigungsaufträge betrugen 8.630 (im Vj. 9.295) Mio. €. Die von Kunden einbehaltenen Beträge in Zusammenhang mit laufenden Fertigungsaufträgen beliefen sich auf 452 (im Vj. 343) Mio. €. Im vierten Quartal des Geschäftsjahrs 2012 überarbeitete Siemens Projektkalkulationen für langfristige Aufträge mit Kunden im Iran entsprechend den Rechnungslegungsgrundsätzen für Fertigungsaufträge und Serviceverträge. Die sich daraus ergebenden Anpassungen verminderten den Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern um 347 Mio. €. ZIFFER 14 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Sonstige Steuerforderungen 735 668 Abgrenzungsposten 227 262 Sonstiges 335 346 1.297 1.277 ZIFFER 15 Geschäfts- oder Firmenwerte scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Anschaffungskosten Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 18.517 17.252 Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges - 697 599 Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung 1.719 913 Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 25 - 246 Stand zum Ende des Geschäftsjahrs 19.564 18.517 Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen und sonstige Veränderungen Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.448 1.546 Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges - 66 59 Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahrs 70 85 Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 229 - 242 Stand zum Ende des Geschäftsjahrs 1.681 1.448 Buchwert Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 17.069 15.706 Stand zum Ende des Geschäftsjahrs 17.883 17.069 scroll (in Mio. €) Buchwert 01.10.2012 Fremdwährungs- umrechnung / Sonstiges Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung Verkäufe und Umgliederungen (einschließlich Umgliederungen in zur Veräußer- ung gehaltene Vermögenswerte) Wertminderungen Buchwert 30.09.2013 Sektoren Energy 2.718 - 61 5 - 34 - 23 2.606 Healthcare 8.314 - 362 - 3 - - 7.950 Industry 4.173 - 146 418 - 169 - 4.276 Infrastructure & Cities 1.742 - 65 1.299 - - 47 2.930 Summe Sektoren 16.949 - 633 1.719 - 204 - 70 17.761 Financial Services (SFS) 121 2 - - - 122 Siemens 17.069 - 632 1.719 - 204 - 70 17.883 scroll (in Mio. €) Buchwert 01.10.2011 Fremdwährungs- umrechnung / Sonstiges Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung Verkäufe und Umgliederungen (einschließlich Umgliederungen in zur Veräußer- ung gehaltene Vermögenswerte) Wertminderungen Buchwert 30.09.2012 Sektoren Energy 2.269 82 422 31 - 85 2.718 Healthcare 7.964 287 63 - - 8.314 Industry 3.802 121 278 - 28 - 4.173 Infrastructure & Cities 1.558 40 150 - 6 - 1.742 Summe Sektoren 15.594 530 913 - 3 - 85 16.949 Financial Services (SFS) 112 10 - - 1 - 121 Siemens 15.706 539 913 - 4 - 85 17.069 Siemens führte im vierten Quartal die verpflichtende jährliche Wertminderungsüberprüfung durch. Außer in den oben angegebenen Fällen wurden im Rahmen der Wertminderungsüberprüfung für Divisionen (und entsprechende Einheiten) die erzielbaren Beträge höher als die Buchwerte eingeschätzt. Die grundlegenden Annahmen, auf deren Basis die Unternehmensleitung den beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, der Divisionen (und entsprechende Einheiten) mit zugeordnetem Buchwert bestimmt, beinhalteten langfristige Wachstumsraten bis zu 2,3 % (im Vj. 2,7 %) und Abzinsungssätze (nach Steuern) von 6,0 bis 10,8 % (im Vj. von 7,0 bis 9,5 %). Soweit verfügbar, wurden Marktpreise herangezogen. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, der Divisionen (und entsprechende Einheiten) wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der beizulegende Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, wird hauptsächlich durch den Endwert (Barwert der ewigen Rente), der besonders sensitiv auf Veränderungen der Annahmen zur langfristigen Wachstumsrate und zum Abzinsungssatz reagiert, bestimmt. Beide Annahmen werden individuell für jede Division (und entsprechende Einheiten) festgelegt. Abzinsungssätze spiegeln die gegenwärtige Marktbeurteilung der spezifischen Risiken jeder einzelnen Division (und entsprechende Einheiten) wider und basieren auf den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der Divisionen (und entsprechende Einheiten). Für SFS entspricht der Abzinsungssatz den Eigenkapitalkosten. Die Wachstumsraten berücksichtigen externe makroökonomische Daten und branchenspezifische Trends. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Annahmen, die bei der Wertminderungsüberprüfung der Divisionen, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, herangezogen worden sind: scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 Geschäftsjahresende 30. September 2012 (in Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte Langfristige Wachstumsrate Abzinsungssatz nach Steuern Geschäfts- oder Firmenwerte Langfristige Wachstumsrate Abzinsungssatz nach Steuern Diagnostics im Sektor Healthcare 4.758 2,3 % 6,0 % 4.981 2,3 % 7,0 % Industry Automation im Sektor Industry 2.986 1,7 % 8,5 % 2.897 1,8 % 8,5 % Imaging & Therapy Systems im Sektor Healthcare 2.483 2,2 % 7,5 % 2.596 2,7 % 7,0 % Im Rahmen des laufenden Veräußerungsprozesses wurde das Geschäft mit Brief-, Paket- und Gepäcksortieranlagen (Geschäftseinheit Logistics and Airport Solutions) innerhalb der Division Mobility and Logistics im Sektor Infrastructure & Cities zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs einer Wertminderungsüberprüfung unterzogen. Aufgrund dessen wurde ein Wertminderungsaufwand von 46 Mio. € erfasst. In Zusammenhang mit der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten und als nicht fortgeführte Aktivitäten wurde im Vorjahr der gesamte verbliebene Geschäfts- oder Firmenwert des Solargeschäfts in Höhe von 85 Mio. € auf Grundlage einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, im Wert gemindert. Aufgrund der Umgliederung des Solargeschäfts in die fortgeführten Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr wird der Betrag von 85 Mio. € nun als Wertminderung innerhalb der fortgeführten Aktivitäten des Vorjahrs dargestellt. ZIFFER 16 Sonstige immaterielle Vermögenswerte scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2012 Fremdwährungs- umrechnungs- differenzen Zugänge durch Unternehmenszu- sammenschlüsse Zugänge Abgänge1 Bruttobuchwert 30.09.2013 Software und sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.270 - 78 2 265 - 114 3.346 Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 7.154 - 253 1.363 65 - 259 8.070 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.424 - 332 1.365 330 - 372 11.415 scroll (in Mio. €) Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2013 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 20132 Software und sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - 2.104 1.241 - 268 Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte - 4.254 3.816 - 659 Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 6.358 5.057 - 927 1 Enthielt sonstige immaterielle Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. 2 Enthielt Wertminderungen in Höhe von 53 Mio. €, darin 25 Mio. € im Sektor Infrastructure & Cities, 19 Mio. € im Sektor Energy, 8 Mio. € im Sektor Industry und 2 Mio. € im Sektor Healthcare scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2011 Fremdwährungs- umrechnungs- differenzen Zugänge durch Unternehmenszu- sammenschlüsse Zugänge Abgänge1 Bruttobuchwert 30.09.2012 Software und sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 2.955 68 36 334 - 122 3.270 Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 6.665 198 463 94 - 266 7.154 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.620 266 499 427 - 387 10.424 scroll (in Mio. €) Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2012 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 20122 Software und sonstige selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte - 2.001 1.269 - 291 Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte - 3.828 3.326 - 576 Sonstige immaterielle Vermögenswerte - 5.829 4.595 - 867 1 Enthielt sonstige immaterielle Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. 2 Enthielt Wertminderungen in Höhe von 44 Mio. €, davon 43 Mio. € im Sektor Healthcare. Abschreibungsaufwendungen für immaterielle Vermögenswerte sind in den Posten Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen, entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte, enthalten. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von sonstigen immateriellen Vermögenswerten beliefen sich auf 14 (im Vj. 15) Mio. €. ZIFFER 17 Sachanlagen scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2012 Fremdwährungs- umrechnungs- differenzen Zugänge durch Unternehmens- zusammen- schlüsse Zugänge Umgliederungen Abgänge1 Grundstücke und Bauten 8.285 - 189 68 187 150 - 824 Technische Anlagen und Maschinen 7.076 - 177 30 269 284 - 463 Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.664 - 149 27 681 131 - 614 Vermietete Erzeugnisse 3.372 - 117 - 377 - 7 - 689 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 859 - 26 5 465 - 559 - 33 Sachanlagen 25.255 - 658 129 1.979 - - 2.623 scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 30.09.2013 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2013 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 20132 Grundstücke und Bauten 7.677 - 3.651 4.027 - 292 Technische Anlagen und Maschinen 7.020 - 4.594 2.426 - 517 Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.740 - 4.352 1.387 - 715 Vermietete Erzeugnisse 2.936 - 1.662 1.274 - 362 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7103 - 9 701 - 6 Sachanlagen 24.083 - 14.268 9.815 - 1.892 1 Enthielt Sachanlagen, die in / von zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. 2 Enthielt Wertminderungen in Höhe von 141 Mio. €, davon 55 Mio. € bei SRE, 34 Mio. € im Sektor Industry, 31 Mio. € im Sektor Energy, 10 Mio. € im Sektor Infrastructure & Cities, 8 Mio. € bei SFS sowie 2 Mio. € im Sektor Healthcare. 3 Enthielt 594 Mio. € aktivierte Aufwendungen aufgrund von Sachanlagen im Bau. scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2011 Fremdwährungs- umrechnungs- differenzen Zugänge durch Unternehmens- zusammen- schlüsse Zugänge Umgliederungen Abgänge1 Grundstücke und Bauten 8.110 154 53 280 175 - 487 Technische Anlagen und Maschinen 6.589 125 35 306 305 - 284 Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.207 91 53 639 206 - 532 Vermietete Erzeugnisse 3.301 108 - 375 2 - 414 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 937 28 1 596 - 689 - 15 Sachanlagen 24.144 506 143 2.195 - - 1.732 scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 30.09.2012 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2012 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 20122 Grundstücke und Bauten 8.285 - 3.946 4.339 - 339 Technische Anlagen und Maschinen 7.076 - 4.474 2.602 - 460 Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.664 - 4.291 1.373 - 648 Vermietete Erzeugnisse 3.372 - 1.770 1.602 - 408 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8593 - 11 848 - 10 Sachanlagen 25.255 - 14.492 10.763 - 1.865 1 Enthielt Sachanlagen, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. 2 Enthielt Wertminderungen in Höhe von 140 Mio. €, davon 56 Mio. € bei SRE, 38 Mio. € im Sektor Energy sowie 32 Mio. € bei SFS. 3 Enthielt 741 Mio. € aktivierte Aufwendungen aufgrund von Sachanlagen im Bau. Die Abschreibungen und Wertminderungen sind - in Abhängigkeit von der Nutzung des Vermögenswerts - in den Posten Umsatzkosten, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen enthalten. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen betrugen 503 (im Vj. 395) Mio. €. Für den Kauf oder die Herstellung von Sachanlagevermögen wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 9 (im Vj. 13) Mio. € gewährt. Weitere Beträge in Höhe von 62 (im Vj. 77) Mio. € wurden als öffentliche Zuwendungen für angefallene beziehungsweise künftige Aufwendungen gewährt. Die künftigen Zahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasingverhältnissen betrugen: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Innerhalb eines Jahres 321 384 Zwischen ein und fünf Jahren 578 754 Nach fünf Jahren 137 196 1.035 1.334 Zahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasingverhältnissen bezogen sich vor allem auf Gebäude, medizinische Anlagen sowie auf Transportsysteme. Bedingte Mietzahlungen waren im Ergebnis in Höhe von insgesamt 214 (im Vj. 205) Mio. € enthalten. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Der Buchwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien betrug 116 (im Vj. 121) Mio. €, im Vergleich zum beizulegenden Zeitwert von 258 (im Vj. 232) Mio. €. ZIFFER 18 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen Die wesentlichen, nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von Siemens (alle nicht börsennotiert) waren (in alphabetischer Reihenfolge): scroll Beteiligungsquote 30. September 2013 2012 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) 50 % 50 % BWI Informationstechnik GmbH1 50 % 50 % Enterprise Networks Holdings B.V. 49 % 49 % Maschinenfabrik Reinhausen GmbH 26 % 26 % Nokia Siemens Networks Holding B.V.2 - 50 % P.T. Jawa Power3 50 % 50 % Shanghai Electric Power Generation Equipment Co. Ltd. 40 % 40 % Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG 35 % 35 % 1 Die genaue Quote der Stimmrechtsanteile betrug 50,05 %. Aufgrund signifikanter Mitbestimmungsrechte der beiden anderen Anteilseigner übte Siemens auf diese Beteiligung keinen beherrschenden Einfluss aus. 2 Die Beteiligung wurde im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs veräußert. Bis zum Verkauf betrug die genaue Quote der Stimmrechtsanteile 50 %, abzüglich 2.500 Stimmrechte. Aufgrund der Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten zum 30. Juni 2013 ist NSN in den zusammengefassten Umsatzerlösen und dem Gewinn / Verlust nach Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr mit neun Monaten enthalten. 3 Die Beteiligung stellt kein gemeinschaftlich geführtes Unternehmen dar. Die Anteile an BSH, einem wesentlichen gemeinschaftlich geführten Unternehmen von Siemens, werden nach der Equity-Methode auf Basis der zum 30. Juni endenden Zwölfmonatsperiode bilanziert. Die nachfolgenden Informationen basieren auf den jeweils zuletzt veröffentlichten Jahresabschlüssen (ohne Anpassung an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote) von BSH: scroll Geschäftsjahresende 31. Dezember (in Mio. €) 2012 2011 Umsatzerlöse 9.800 9.654 Gewinn nach Steuern 465 374 scroll 31. Dezember (in Mio. €) 2012 2011 Kurzfristige Vermögenswerte 4.650 4.576 Langfristige Vermögenswerte 3.215 2.859 Kurzfristige Verbindlichkeiten 2.876 3.109 Langfristige Verbindlichkeiten 2.410 1.917 Zusammenfassende Finanzinformationen für wesentliche Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (ohne Anpassung an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote) werden nachfolgend dargestellt. Die Informationen der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen dem Zwölfmonatszeitraum, der der Bilanzierung nach der Equity-Methode zugrunde lag. scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Umsatzerlöse 16.002 20.178 Gewinn / Verlust nach Steuern 92 - 1.272 Die Bilanzinformationen entsprechen dem Stichtag, der der jeweiligen Bilanzierung nach der Equity-Methode zugrunde lag. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Summe Aktiva 6.825 17.702 Summe Verbindlichkeiten 4.676 12.949 Die nicht erfassten anteiligen Verluste aus der Equity-Konsolidierung von assoziierten Unternehmen betrugen 10 (im Vj. 22) Mio. €. ZIFFER 19 Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Darlehensforderungen 6.805 6.085 Forderungen aus Finanzierungsleasing (siehe → ZIFFER 11 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN) 3.340 3.148 Derivative Finanzinstrumente 1.894 2.798 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.560 1.021 Sonstiges 1.518 1.614 15.117 14.666 Die Position Darlehensforderungen resultierte im Wesentlichen aus langfristigen Darlehenstransaktionen von SFS. ZIFFER 20 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Derivative Finanzinstrumente (siehe → ZIFFERN 30 UND 31) 350 462 Zinsabgrenzungen 221 237 Sonstiges 944 761 1.515 1.460 ZIFFER 21 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Erhaltene Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen 10.559 11.877 Lohn- und Gehaltsverpflichtungen, Lohnsteuern und Sozialabgaben 1.561 1.627 Sonstige Personalaufwendungen 2.103 1.988 Passive Abgrenzungsposten 1.035 1.123 Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen 1.067 904 Sondervergütungsverpflichtungen 1.683 1.264 Sonstige Steuerverbindlichkeiten 669 650 Abgrenzung für erhaltene Reservierungsgebühren 101 21 Sonstiges 923 848 19.701 20.302 Die Position Sonstige Personalaufwendungen setzte sich hauptsächlich aus Verpflichtungen für Urlaubsrückstände, Gleitzeitguthaben, Jubiläumsaufwendungen, Abfindungszahlungen an Mitarbeiter sowie Verbindlichkeiten für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zusammen. ZIFFER 22 Finanzschulden scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Kurzfristig Anleihen und Schuldverschreibungen 1.431 2.018 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 412 1.505 Sonstige Finanzschulden 82 270 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 20 33 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 1.944 3.826 Langfristig Anleihen und Schuldverschreibungen (Fälligkeit bis 2066) 17.060 16.194 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Fälligkeit bis 2023) 1.233 449 Sonstige Finanzschulden (Fälligkeit bis 2027) 106 110 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 110 128 Langfristige Finanzschulden 18.509 16.880 20.453 20.707 Bei den unter dieser Ziffer angegebenen Zinssätzen handelt es sich um Per-annum-Angaben. Der gewichtete Durchschnittszins für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag bei 2,7 % (im Vj. 2,3 %), für sonstige Finanzschulden bei 3,1 % (im Vj. 2,1 %) und für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bei 4,1 % (im Vj. 4,6 %). A) PROGRAMM ZUR BEGEBUNG KURZFRISTIGER SCHULDVERSCHREIBUNGEN (COMMERCIAL PAPER PROGRAM) Siemens steht ein Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen über 9,0 Mrd. US$ (6,7 Mrd. €) zur Verfügung, das in mehreren Währungen gezogen werden kann und das auch die Möglichkeit zur Begebung von verlängerbaren US$-Schuldverschreibungen enthält. Zum 30. September 2013 und im Vorjahr waren keine kurzfristigen Schuldverschreibungen ausstehend. Die kurzfristigen Schuldverschreibungen von Siemens haben in der Regel eine Laufzeit von weniger als 90 Tagen. Die Zinssätze reichten von 0,01 bis 0,37 % (im Vj. von - 0,03 bis 0,7 %). B) ANLEIHEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN scroll 30. September 2013 30. September 2012 (Zinssatz / Ausgabe / Fälligkeit) Währung (Nominalwert in Mio.) Buchwert in Mio. €1 Währung (Nominalwert in Mio.) Buchwert in Mio. €1 5,625 % / 2006 / März 2016 / US$ festverzinsliche Anleihen US$ 500 412 US$ 500 450 5,375 % / 2008 / Juni 2014 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 1.031 € 1.000 1.071 5,625 % / 2008 / Juni 2018 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.600 1.844 € 1.600 1.912 4,125 % / 2009 / Februar 2013 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen2 - - - € 2.000 2.018 5,125 % / 2009 / Februar 2017 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 2.000 2.136 € 2.000 2.168 US$ 3M-LIBOR+1,4 % / 2012 / Februar 2019 / US$ variabel verzinsliche Anleihen US$ 400 296 US$ 400 309 0,375 % / 2012 / September 2014 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 400 400 € 400 400 1,5 % / 2012 / März 2020 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 994 € 1.000 994 2,75 % / 2012 / September 2025 / £ festverzinsliche Schuldverschreibungen £ 350 416 £ 350 436 3,75 % / 2012 / September 2042 / £ festverzinsliche Schuldverschreibungen £ 650 760 £ 650 791 1,75 % / 2013 / März 2021 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.250 1.242 - - - 2,875 % / 2013 / März 2028 / € festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 995 - - - 1,5 % / 2013 / März 2018 / US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 500 368 - - - 3,5 % / 2013 / März 2028 / US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 100 72 - - - 2013 / Juni 2020 / US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 400 295 - - - Gesamtbetrag Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen 11.262 10.549 5,75 % / 2006 / Oktober 2016 / US$ festverzinsliche Anleihe US$ 1.750 1.389 US$ 1.750 1.483 6,125 % / 2006 / August 2026 / US$ festverzinsliche Anleihe US$ 1.750 1.759 US$ 1.750 1.908 Gesamtbetrag mittelfristige US$-Schuldverschreibungen 3.147 3.391 5,25 % / 2006 / September 2066 / € festverzinsliche Anleihe € 900 976 € 900 1.004 6,125 % / 2006 / September 2066 / £ festverzinsliche Anleihe £ 750 986 £ 750 1.075 Gesamtbetrag Hybridschuldverschreibungen 1.962 2.079 1,05 % / 2012 / August 2017 / US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.068 US$ 1.500 1.104 1,65 % / 2012 / August 2019 / US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.052 US$ 1.500 1.089 Gesamtbetrag Optionsschuldverschreibungen 2.120 2.193 18.491 18.212 1 Enthielt Anpassungen für Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllten. 2 Zum Nennbetrag bei Fälligkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückgezahlt. Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen (Debt Issuance Program) Der Gesellschaft steht ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen zur Verfügung, unter dem sie bis zu 15,0 (im Vj. bis zu 15,0) Mrd. € an Schuldverschreibungen begeben kann. Der ausstehende nominale Betrag belief sich auf 10,9 (im Vj. 9,9) Mrd. €. Im Februar 2013 hat Siemens 2,0 Mrd. € 4,125 % festverzinsliche Schuldverschreibungen zum Nennwert zurückgezahlt. Im Geschäftsjahr 2013 emittierte Siemens festverzinsliche Schuldverschreibungen in Höhe von 2,25 Mrd. € und 500 Mio. US$ in drei Tranchen: 1,25 Mrd. € 1,75 %-Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 12. März 2021, 1,0 Mrd. € 2,875 %-Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 10. März 2028 sowie 500 Mio. US$ (370 Mio. €) 1,5 %-Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 12. März 2018. Außerdem emittierte Siemens zwei privat platzierte Schuldverschreibungen: 100 Mio. US$ (74 Mio. €) 3,5 % festverzinsliche Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 20. März 2028 sowie 400 Mio. US$ (296 Mio. €) variabel verzinsliche Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 5. Juni 2020. Im Vorjahr emittierte Siemens festverzinsliche Schuldverschreibungen in Höhe von 1,4 Mrd. € und 1,0 Mrd. £ (1,2 Mrd. €) in vier Tranchen sowie privat platzierte variabel verzinsliche US$-Anleihen in Höhe von 400 Mio. US$ (296 Mio. €). Hybridschuldverschreibungen Im September 2006 hatte die Gesellschaft nachrangige Hybridschuldverschreibungen emittiert. Sie umfassten eine €-Tranche in Höhe von 900 Mio. € und eine £-Tranche in Höhe von 750 Mio. £ (897 Mio. €). Beide Tranchen sind am 14. September 2066 zur Rückzahlung fällig. Siemens kann die Schuldverschreibungen im Jahr 2016 oder zu einem späteren Zeitpunkt kündigen. Die Schuldverschreibungen sind bis zum 14. September 2016 festverzinslich und danach gemäß den Emissionsbedingungen variabel verzinslich. Optionsschuldverschreibungen Im Vorjahr hat Siemens festverzinsliche US$-Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 3,0 Mrd. US$ in zwei Tranchen begeben: (1) 1,5 Mrd. US$ (1,1 Mrd. €) 1,05 %-Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 16. August 2017 sowie (2) 1,5 Mrd. US$ (1,1 Mrd. €) 1,65 %-Schuldverschreibungen mit Fälligkeit am 16. August 2019. Jede der beiden 1,5 Mrd. US$-Schuldverschreibungen wurde mit 6.000 abtrennbaren Optionsscheinen emittiert. Der Ausübungspreis der Optionsscheine wurde in € festgelegt. Die Optionsscheine wurden als Eigenkapitalinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert zum Ausgabezeitpunkt von 126 Mio. € klassifiziert, die in der Kapitalrücklage unter dem Posten Sonstige Eigenkapitalveränderungen ausgewiesen wurden. Die Optionsscheine berechtigen die Inhaber zum Bezug von 1.806,1496 Aktien der Siemens AG je Optionsschein bei einem Ausübungspreis von 104,0018 € je Aktie während des Ausübungszeitraums. Dieser läuft für Schuldverschreibungen (1) und (2) zum 1. August 2017 beziehungsweise 1. August 2019 aus. Nach der Abspaltung von OSRAM im Geschäftsjahr 2013 berechtigen die Optionsscheine ihre Inhaber, zusätzlich zu den Siemens-Aktien, OSRAM-Aktien zu erhalten. Aufgrund dessen qualifizieren sich die Optionsscheine seit der Genehmigung der Abspaltung im Januar 2013 nicht mehr als Eigenkapitalinstrumente und wurden deshalb aus dem Posten Kapitalrücklage in die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert. Aus den Optionsscheinen ergeben sich Optionsrechte auf insgesamt 21,7 Mio. Siemens-Aktien. C) DARLEHEN UND SCHULDSCHEINDARLEHEN Die Gesellschaft hat ausstehende Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtbetrag von nominal 333 (im Vj. 447) Mio. € und einem Buchwert von 356 (im Vj. 486) Mio. €, die für allgemeine Zwecke in vier Tranchen emittiert worden waren. Davon waren zwei Tranchen festverzinslich: die 113,5 Mio. € 5,283 %-Tranche wurde im Juni 2013 zum Nennwert zurückgezahlt, eine 333 Mio. € 5,435 %-Tranche ist am 12. Juni 2015 fällig. Die variabel verzinslichen Tranchen in Höhe von 370 Mio. € und einem Zinssatz von 0,55 % über der 6-Monate-European-Interbank-Offered-Rate mit Fälligkeit am 12. Juni 2013 sowie in Höhe von 283,5 Mio. € und einem Zinssatz von 0,70 % über der 6-Monate-European-Interbank-Offered-Rate mit Fälligkeit am 12. Juni 2015 wurden im August 2011 gekündigt und im Dezember 2011 zum Nennwert zurückgezahlt. Darüber hinaus unterzeichnete die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2013 zwei bilaterale langfristige Darlehen in Höhe von jeweils 500 Mio. US$ (740 Mio. €, in Summe). Die Darlehen haben eine Laufzeit von fünf Jahren, die am 28. März 2018 ausläuft. Die Laufzeit kann zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2013 in voller Höhe in Anspruch genommen. Der Zinssatz liegt 0,79 % über der Drei-Monate-London-Interbank-Offered-Rate. D) KREDITLINIEN Der Gesellschaft standen zugesagte Kreditlinien in einem Gesamtvolumen von 6,7 (im Vj. 7,5) Mrd. € zur Verfügung. Sie umfassten: (1) eine revolvierende, nicht in Anspruch genommene Konsortialkreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. €, die im Geschäftsjahr 2012 abgeschlossen wurde, im Geschäftsjahr 2013 um ein Jahr bis zum 4. April 2018 verlängert wurde und noch einmal um ein weiteres Jahr verlängert werden kann; die Kreditlinie kann in mehreren Währungen in Anspruch genommen werden. (2) Eine revolvierende, nicht in Anspruch genommene Konsortialkreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. US$ (2,2 Mrd. €), die ebenfalls in mehreren Währungen gezogen werden kann; die Kreditlinie wurde im September 2013 mit einem Konsortium internationaler Banken vereinbart, hat eine Laufzeit von fünf Jahren und kann zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden. Diese Kreditlinie ersetzte eine am 21. August 2013 ausgelaufene Konsortialkreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. US$. Sie konnte in mehreren Währungen gezogen werden und umfasste einen variabel verzinslichen Kredit (0,15 % über der 3-Monate-London-Interbank-Offered-Rate) in Höhe von 1,0 Mrd. US$ und eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. US$. Der Kredit wurde im Januar 2007 gezogen und bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt, die Kreditlinie wurde nicht in Anspruch genommen. (3) Eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 450 Mio. €, die bis September 2014 läuft und von einer deutschen Bank bereitgestellt wird. 6,7 (im Vj. 6,8) Mrd. € dieser Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Die Bereitstellungskosten betrugen 6 (im Vj. 4) Mio. €. Die zugesagten Kreditlinien waren im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit frei verwendbar. Die Gesamtvolumina an Finanzschulden (ohne die separat gezeigten Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing) mit Restlaufzeiten von bis zu fünf Jahren und darüber hinaus stellten sich wie folgt dar: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Innerhalb eines Jahres 1.924 3.793 Zwischen ein und fünf Jahren 10.423 9.214 Nach fünf Jahren 7.976 7.539 20.323 20.546 SONSTIGE FINANZSCHULDEN Die Position Sonstige Finanzschulden wies einen Betrag von 111 (im Vj. 153) Mio. € für Grundstücke und Gebäude des Unternehmens aus, die verkauft beziehungsweise übertragen wurden, für die aber wesentliche Nutzen und Lasten bei Siemens verblieben sind. Dadurch partizipiert Siemens mittel- und unmittelbar an der Wertänderung der Objekte. Dementsprechend stellte Siemens diese Geschäfte als finanzielle Verpflichtungen dar. Die Grundstücke und Gebäude weist Siemens weiterhin als Vermögenswerte in der Konzernbilanz aus; es wurde weder ein Verkauf erfasst noch ein Ergebnis realisiert. VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSLEASING scroll 30. September 2013 (in Mio. €) Künftige Mindestleasingzahlungen Nicht amortisierte Zinsaufwendungen Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen Fälligkeit Innerhalb eines Jahres 32 12 20 Zwischen ein und fünf Jahren 94 9 86 Nach fünf Jahren 78 53 25 Summe 204 74 130 Abzüglich: kurzfristiger Anteil - 20 110 scroll 30. September 2012 (in Mio. €) Künftige Mindestleasingzahlungen Nicht amortisierte Zinsaufwendungen Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen Fälligkeit Innerhalb eines Jahres 47 14 33 Zwischen ein und fünf Jahren 62 11 51 Nach fünf Jahren 132 55 76 Summe 241 80 161 Abzüglich: kurzfristiger Anteil - 33 128 ZIFFER 23 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Siemens gewährt gegenwärtig fast allen Mitarbeitern in Deutschland und der Mehrzahl der Beschäftigten im Ausland Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die als beitrags- oder leistungsorientierte Pläne ausgestaltet sind. Die leistungsorientierten Pläne beinhalten Pensionen und sonstige Leistungen, die vor allem aus Übergangszahlungen an Mitarbeiter in Deutschland nach Eintritt in den Ruhestand sowie aus Versorgungsleistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form von Beiträgen zu Kranken- und Lebensversicherungen in den USA und Kanada bestehen. LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE Siemens überprüft regelmäßig die Gestaltung seiner leistungsorientierten Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Um die mit den leistungsorientierten Plänen verbundenen Risiken - zum Beispiel Langlebigkeit, Inflations- und Gehaltssteigerungen - zu vermindern, hat Siemens in den vergangenen Jahren in für das Unternehmen bedeutenden Ländern, insbesondere in Deutschland, den USA und im Vereinigten Königreich, neue leistungsorientierte Pläne eingeführt. Die Leistungen dieser neuen leistungsorientierten Pläne basieren vorwiegend auf Unternehmensbeiträgen und werden weiterhin von Langlebigkeit, Inflations- und Gehaltssteigerungen beeinflusst, aber in einem deutlich verminderten Umfang. Zu ihrer Finanzierung sind die bedeutendsten leistungsorientierten Pläne des Unternehmens durch Vermögen in externen, zugriffsbeschränkten Versorgungseinrichtungen abgedeckt. Die leistungsorientierten Pläne umfassten 501.000 Anspruchsberechtigte, einschließlich 215.000 aktive Mitarbeiter, 87.000 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 199.000 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Höhe der individuellen Versorgungsleistungen bemisst sich nach dem Lohn- beziehungsweise Gehaltsniveau und / oder der Position in der Unternehmenshierarchie sowie der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Die Merkmale und die damit einhergehenden Risiken der leistungsorientierten Pläne variieren in Abhängigkeit von den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes. Die Merkmale der für Siemens wesentlichen leistungsorientierten Pläne werden im Folgenden beschrieben. Deutschland In Deutschland gewährt die Siemens AG Pensionsleistungen durch die kapitalbasierte BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter von Siemens in Deutschland nimmt an der im Geschäftsjahr 2004 eingeführten BSAV teil. Die BSAV ist ein durch Vermögen gedeckter leistungsorientierter Plan, dessen Leistungen überwiegend von den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge abhängig sind, wobei durch das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert wird. Die BSAV ist im Rahmen einer Treuhandstruktur (Contractual Trust Arrangement, CTA), dem BSAV Trust e. V., mit Vermögen gedeckt. Die Höhe der individuellen Versorgungsleistungen aus den Altzusagen bemisst sich nach dem Lohn- beziehungsweise Gehaltsniveau und / oder der Position in der Unternehmenshierarchie sowie der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Im Zuge der Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen - die im Rahmen einer Treuhandstruktur, dem Siemens Pension Trust, mit Vermögen gedeckt sind - die Wirkungen aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert, indem für die Mehrzahl dieser Pensionszusagen keine weiteren Ansprüche mehr erdient werden können. Auch wenn aus diesen Altzusagen keine weiteren Leistungen mehr erdient werden können, trägt das Unternehmen weiterhin die versicherungsmathematischen Risiken, wie Anlagerisiko, Zinsrisiko und Langlebigkeitsrisiko. Darüber hinaus besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, an Plänen mit Entgeltumwandlung teilzunehmen. Diese Pläne sind ebenfalls über Treuhandstrukturen mit Vermögen gedeckt. In Deutschland bestehen keinerlei rechtliche oder regulatorische Mindestdotierungsverpflichtungen. Die jeweiligen Planvermögen werden von Treuhändern, die rechtlich unabhängig vom Unternehmen sind, im Einklang mit den jeweiligen Treuhandverträgen verwaltet. USA Die Siemens Corporation in den USA unterhält einen wesentlichen leistungsorientierten Plan, den Siemens Pension Plan, der für Neueintritte ebenso wie für die Erdienung weiterer Ansprüche geschlossen ist (mit Ausnahme für eine kleine Gruppe von gewerkschaftlich organisierten Mitarbeitern). Mitarbeiter, die vor dem 1. April 2006 bei Siemens-Gesellschaften in den USA eingetreten sind, nehmen am Siemens Pension Plan teil. Für den Großteil der Begünstigten ergibt sich die Höhe der leistungsorientierten Versorgungsleistungen aus einem Berechnungsschema, das auf den zugrunde liegenden Vermögenswerten basiert. Für eine kleine Gruppe von Begünstigten handelt es sich um eine Zusage auf Basis des durchschnittlichen Endgehalts. Aus diesem eingefrorenen leistungsorientierten Plan verbleiben bei Siemens versicherungsmathematische Risiken, wie Anlagerisiko, Zinsrisiko und Langlebigkeitsrisiko sowie das Risiko aus Gehaltssteigerungen. Das Planvermögen wird in einem sogenannten Master Trust verwaltet. Die Siemens Corporation hat als finanzierender Arbeitgeber die Aufsicht über die Kapitalanlage an einen Anlageausschuss delegiert. Die Mitglieder des Anlageausschusses haben die treuhänderische Verpflichtung gemäß US-amerikanischem Recht und dem Treuhandvertrag im ausschließlichen Interesse der Begünstigten zu handeln. Der Ausschuss hat in einer Investmentstrategie die Grundsätze und Ziele der Vermögensverwaltung festgeschrieben, einschließlich der Vorgabe, das Vermögen des Master Trusts diversifiziert anzulegen, um Konzentrationsrisiken angemessen zu begegnen. Der Treuhänder des Master Trust, der für die rechtmäßige Verwaltung der Vermögenswerte verantwortlich ist, handelt lediglich nach Vorgabe des Anlageausschusses und besitzt keine eigenständige Entscheidungsbefugnis über das Planvermögen. Die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen der Pläne basieren auf dem US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA). Basierend auf diesem Gesetz, ist eine jährliche Bewertung des Finanzierungsniveaus erforderlich. Es gibt eine regulatorische Anforderung, in den leistungsorientierten Plänen ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungsbeschränkungen zu vermeiden. Vereinigtes Königreich Siemens plc im Vereinigten Königreich unterhält einen eingefrorenen leistungsorientierten Plan und einen beitragsorientierten Plan für alle neuen Siemens-Mitarbeiter sowie für aktive Mitarbeiter des eingefrorenen Plans. Darüber hinaus existieren aus früheren Akquisitionen weitere, unbedeutendere leistungsorientierte Pläne. Diese werden gerade zusammengelegt oder ihr Risiko wird reduziert. Ziel ist, alle eingefrorenen und geschlossenen leistungsorientierten Pläne in einen einzigen Plan mit Altzusagen zusammenzuführen. Für den Großteil der Begünstigten aus dem leistungsorientierten Plan ist ein Inflationsausgleich bis zum Rentenbeginn verbindlich vorgeschrieben. Darüber hinaus unterliegt das Unternehmen aus diesen Plänen versicherungsmathematischen Risiken, wie Anlagerisiko, Zinsrisiko, Langlebigkeitsrisiko sowie Risiko aus Gehaltssteigerungen. Die Finanzierungsbedingungen werden von der Regulierungsbehörde für Pensionen und den entsprechenden sozial- und arbeitsrechtlichen Vorschriften bestimmt. Die leistungsorientierten Pläne werden von Treuhandgesellschaften verwaltet, deren geschäftsführende Organe (Board of Trustees) durch die Treuhandvereinbarung und das Gesetz allein dem Wohl der Begünstigten verpflichtet sind. Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch sogenannte technische Bewertungen nach Maßgabe der lokalen Vorschriften bestimmt. Dabei werden die Verpflichtungen mit einem Abzinsungssatz bewertet, der aus der Verzinsung von Staatsanleihen abgeleitet wird; im Gegensatz dazu sind unter IAS 19R erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen zu verwenden. Daher ist das sogenannte technische Finanzierungsdefizit regelmäßig höher. Die Annahmen zur Bewertung der technischen Finanzierung werden zwischen Unternehmen und Treuhändern vereinbart. Die letzte Bewertung der technischen Finanzierung im Vereinigten Königreich fand im Kalenderjahr 2011 statt und führte - auf Basis der Annahmen zu diesem Zeitpunkt - zu einem technischen Finanzierungsdefizit in Höhe von 939 Mio. £ (1.123 Mio. €). Aufgrund dessen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr zwischen Siemens und den Treuhändern eine Vereinbarung über jährliche Zahlungen über die kommenden 20 Jahre in Höhe von 31 Mio. £ (37 Mio. €), beginnend ab dem Geschäftsjahr 2014, getroffen. Darüber hinaus ist das Unternehmen verpflichtet, bis zur nächsten Bewertung - wenn die Mindestdotierungsverpflichtungen auf Basis neuer Annahmen aktualisiert werden - weitere 15 Mio. £ (18 Mio. €) zu zahlen. Diese Bewertung wird gegen Ende des Kalenderjahrs 2015 erfolgen. Schweiz Entsprechend dem BVG (Berufliches Vorsorgegesetz) hat jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter zu gewähren. Siemens in der Schweiz unterhält leistungsorientierte Pläne für anspruchsberechtigte Mitarbeiter. Diese Pläne werden von Stiftungen verwaltet, die rechtlich unabhängig vom Unternehmen sind und dem BVG unterliegen. Der Vorstand der bedeutendsten Stiftung, die 95 % aller leistungsorientierten Verpflichtungen von Siemens in der Schweiz betreut, setzt sich zu gleichen Teilen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Bei den anderen Stiftungen haben die Arbeitgebervertreter die Mehrheit der Sitze im Vorstand. Der Auftrag des Vorstands nach dem Gesetz und den Vorschriften der Stiftung ist es, im Interesse der Stiftung und aller Planteilnehmer, das heißt aktiver Mitarbeiter und Pensionäre, zu handeln. Der Vorstand ist verantwortlich für die Anlagepolitik des Stiftungsvermögens, die Änderung der Planbedingungen und die Festlegung der Beiträge zur Finanzierung der Leistungen. Es handelt sich um einen kapitalbasierten Plan, bei dem das Unternehmen Beiträge zu leisten hat, die mindestens den in den Planbedingungen vorgegebenen Arbeitnehmerbeiträgen entsprechen. Die versicherungsmathematischen Risiken aus diesen Plänen, wie Anlagerisiko, Zinsrisiko, Langlebigkeitsrisiko sowie Risiko aus Gehaltssteigerungen, liegen beim Unternehmen. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge werden vom jeweiligen Vorstand der Stiftung bestimmt. Rund 40 % der notwendigen Beiträge werden von den Mitarbeitern getragen. Im Fall einer Unterdeckung können die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge aufgrund einer Entscheidung des jeweiligen Stiftungsvorstands angehoben werden. Strategien des Stiftungsvorstands zum Ausgleich einer potenziellen Unterdeckung unterliegen der Zustimmung der Regulierungsbehörde. Aus den leistungsorientierten Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses waren folgende Beträge im Konzernabschluss enthalten: scroll Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Auswirkungen der Vermögensbegrenzung 30. September 30. September 30. September (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 2013 2012 Deutschland 20.367 20.339 14.017 13.956 - - USA 3.769 4.324 2.575 2.819 - - Vereinigtes Königreich 4.455 4.006 4.022 3.758 - 65 - 104 Schweiz 2.828 2.985 2.489 2.437 - 49 - 47 Sonstige 1.753 1.996 975 1.086 - 32 - 19 Gesamt 33.173 33.650 24.078 24.057 - 146 - 170 scroll Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Deutschland - 6.350 - 6.383 USA - 1.194 - 1.505 Vereinigtes Königreich - 498 - 352 Schweiz - 388 - 594 Sonstige - 810 - 930 Gesamt - 9.241 - 9.764 Der Nettobilanzansatz aus Leistungsorientierten Plänen in Höhe von 9.241 (im Vj. 9.764) Mio. € setzte sich aus einer Nettoverbindlichkeit von 9.265 (im Vj. 9.801) Mio. € und einem Nettovermögenswert von 24 (im Vj. 38) Mio. € zusammen. Die Kosten für leistungsorientierte Pläne setzten sich wie folgt zusammen: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Laufende Dienstzeitaufwendungen 510 437 Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen /-erträge - 9 - 124 Gewinne / Verluste aus Planabgeltungen - 7 - 38 Nettozinsaufwendungen 297 310 Nettozinserträge - 3 - 8 Verpflichtungsbezogene Verwaltungsgebühren 16 26 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 803 604 Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind) - 504 - 2.308 Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste - 50 5.048 Auswirkungen der Vermögensbegrenzung - 23 - 5 In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen - 577 2.734 Kosten für leistungsorientierte Pläne 226 3.338 Die Überleitung vom Finanzierungsstatus zu den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Beträgen stellt sich wie folgt dar: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 DBO der Pensionspläne 32.594 32.965 DBO der Pläne mit sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 579 685 Summe DBO 33.173 33.650 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens für Pensionspläne 24.073 24.052 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens für Pläne mit sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 5 5 Summe beizulegender Zeitwert des Planvermögens 24.078 24.057 Finanzierungsstatus der Pensionspläne - 8.520 - 8.914 Finanzierungsstatus der Pläne mit sonstigen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 575 - 680 Summe Finanzierungsstatus (ohne Auswirkungen der Vermögensbegrenzung) - 9.095 - 9.593 Die leistungsorientierten Pläne des Unternehmens werden in den nachfolgenden Abschnitten ausführlicher beschrieben: ― Überleitung der DBO und des Planvermögens, ― versicherungsmathematische Annahmen, ― Sensitivitätsanalysen, ― Asset-Liability-Matching-Strategien, ― Aufgliederung des Planvermögens und ― künftige Zahlungsströme. Überleitung der DBO und des Planvermögens In den folgenden Tabellen ist die Entwicklung der DBO detailliert dargestellt: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Entwicklung der DBO DBO zu Beginn des Geschäftsjahrs 33.650 27.849 Laufende Dienstzeitaufwendungen 510 437 Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen - 9 - 124 Gewinne / Verluste aus Planabgeltungen - 7 - 38 Zinsaufwendungen 1.036 1.247 Neubewertungen Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aufgrund der Veränderungen von demografischen Annahmen 43 208 Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aufgrund der Veränderungen von finanziellen Annahmen - 249 4.680 Erfahrungsbedingte Gewinne / Verluste 156 159 Beiträge begünstigter Arbeitnehmer 105 118 Leistungszahlungen - 1.622 - 1.585 Zahlungen für Abgeltungen - 67 - 17 Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges 135 207 Fremdwährungsumrechnungseffekte - 508 508 DBO zum Ende des Geschäftsjahrs 33.173 33.650 Die gesamte DBO enthält zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs 10.767 Mio. € für aktive Arbeitnehmer, 4.645 Mio. € für ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen und 17.761 Mio. € für Pensionäre und Hinterbliebene. Eine detaillierte Überleitung der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Entwicklung des Planvermögens Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahrs 24.057 20.969 Zinserträge 750 952 Neubewertungen Erträge aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind 504 2.308 Arbeitgeberbeiträge 536 586 Beiträge begünstigter Arbeitnehmer 105 118 Leistungszahlungen - 1.480 - 1.470 Zahlungen für Abgeltungen - 67 - 19 Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges 87 189 Verpflichtungsbezogene Verwaltungskosten - 16 - 26 Fremdwährungsumrechnungseffekte - 398 448 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Geschäftsjahrs 24.078 24.057 Versicherungsmathematische Annahmen Die für die Berechnung der DBO zugrunde gelegten Annahmen zu Abzinsungssätzen, Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten variieren in Abhängigkeit von den wirtschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen des Landes, in dem die Pläne bestehen. Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz sowie die Sterbetafeln, die der versicherungsmathematischen Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag zugrunde lagen, stellten sich wie folgt dar: scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 2012 Abzinsungssatz 3,4 % 3,2 % Deutschland 3,1 % 3,1 % USA 3,7 % 2,9 % Vereinigtes Königreich 4,5 % 4,4 % Schweiz 2,1 % 1,7 % scroll Sterbetafeln (wesentliche Länder) Deutschland Heubeck Richttafeln 2005G USA RP2000 Combined Healthy Fully Generational Mortality Table Vereinigtes Königreich S1PxA (Standardsterblichkeitstafeln für selbstverwaltete Pläne (SAPS) mit Berücksichtigung künftiger Sterblichkeitsveränderungen) Schweiz BVG 2010 G Der Gehaltstrend für Länder, in denen diese Prämisse eine wesentliche Wirkung hat, stellte sich wie folgt dar: USA: 3,13 % (im Vj. 3,69 %), Vereinigtes Königreich: 4,8 % (im Vj. 4,1 %), Schweiz: 1,5 % (im Vj. 1,5 %). Der Rententrend für Länder, in denen diese Prämisse eine wesentliche Wirkung hat, stellte sich wie folgt dar: Deutschland: 1,69 % (im Vj. 1,67 %), Vereinigtes Königreich: 3,2 % (im Vj. 2,6 %). Darüber hinaus wird die DBO durch Annahmen zu künftigen Inflationsraten beeinflusst. Inflationsauswirkungen sind in den oben genannten Annahmen berücksichtigt (wenn zutreffend). Sensitivitätsanalysen Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 30. September 2013 verwendeten Annahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern: scroll Veränderung der DBO zum 30. September 2013 durch einen halben Prozentpunkt (in Mio. €) Anstieg Rückgang Abzinsungssatz - 1.919 2.159 Gehaltstrend 136 - 105 Rententrend 1.492 - 1.339 Aus dem Rückgang der Sterblichkeitsraten von 10 % resultiert eine Erhöhung der Lebenserwartung abhängig vom individuellen Alter jedes Begünstigten. Das bedeutet beispielsweise, dass sich die Lebenserwartung eines 55-jährigen, männlichen Siemens-Mitarbeiters zum 30. September 2013 um ungefähr ein Jahr erhöht. Um die Sensitivität der Langlebigkeit zu bestimmen, wurden die Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten um 10 % reduziert. Die DBO zum 30. September 2013 würde sich infolge einer 10 %igen Senkung der Sterblichkeitsraten um 985 Mio. € erhöhen. Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde die gleiche Methode angewandt (Ermittlung des Barwerts nach der Methode der laufenden Einmalprämien) wie für die Berechnung der Verbindlichkeiten aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, die in der Konzernbilanz erfasst sind. Erhöhungen und Senkungen des Abzinsungssatzes, des Gehalts- und Rententrends sowie der Sterblichkeitsraten wirken bei der Ermittlung der DBO - vor allem aufgrund des Zinseszinseffekts bei der Berechnung des Barwerts der künftigen Leistung - nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Wenn mehrere Annahmen gleichzeitig geändert werden, muss die Gesamtwirkung nicht notwendigerweise der Summe der Einzeleffekte aufgrund der Änderungen der Annahmen entsprechen. Daneben gilt, dass die Sensitivitäten eine Veränderung der DBO nur für die jeweilige konkrete Größenordnung der Änderung von Annahmen (beispielsweise 0,5 %) widerspiegeln. Wenn sich die Annahmen in einer anderen Größenordnung ändern, hat dies nicht notwendigerweise eine lineare Auswirkung auf die DBO. Asset-Liability-Matching-Strategien Die Finanzierungsgrundsätze von Siemens für seine durch Vermögen gedeckten leistungsorientierten Pläne sind Bestandteil der Selbstverpflichtung von Siemens zu einem soliden Finanzmanagement, das ebenso eine laufende Analyse der Struktur der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen umfasst. Zum Ausgleich von Rendite und Risiko hat Siemens ein an den Versorgungsverpflichtungen ausgerichtetes Risikomanagementkonzept entwickelt. Das Unternehmen hat als ein Hauptrisiko die Verschlechterung des Finanzierungsstatus aufgrund der ungünstigen Entwicklung des Planvermögens und / oder der leistungsorientierten Verpflichtungen identifiziert. Siemens überwacht seine Vermögensanlagen und leistungsorientierten Verpflichtungen, um dieses Risiko zu erfassen. Das Risiko wird anhand des zu erwartenden maximalen Rückgangs des Finanzierungsstatus der wesentlichen Pläne für ein festgelegtes Konfidenzniveau über eine festgelegte Zeitspanne bestimmt. Eine Risikoobergrenze auf Konzernebene bildet die Basis für die Festlegung der Anlagestrategie des Unternehmens, das heißt der strategischen Vermögensstruktur beim Planvermögen der wesentlichen Pläne und des Umfangs der Absicherung von Zinsrisiken. Sowohl die Risikoobergrenze als auch die Anlagestrategie werden regelmäßig unter Beteiligung von führenden externen Experten aus der internationalen Vermögensverwaltungs- und Versicherungswirtschaft überprüft, um einen ganzheitlichen Blick auf das Planvermögen und die Leistungsverpflichtungen zu gewährleisten (Asset Liability Matching). Die Auswahl von Vermögensverwaltern erfolgt auf Basis von quantitativen sowie qualitativen Analysen, und in der Folge werden deren Leistung und Risiko laufend überwacht, sowohl auf Einzelbetrachtungsebene als auch in einem umfassenden Portfoliozusammenhang. Siemens überprüft die Vermögensstruktur jedes einzelnen Plans unter Berücksichtigung der Laufzeit der zugehörigen Leistungsverpflichtungen und analysiert Trends und Marktentwicklungen auf ihren Einfluss auf die Vermögenswertentwicklung, um sich bereits in einem sehr frühen Stadium über Gegenmaßnahmen zu unterrichten. Derivate werden zur Risikoreduzierung als Teil des integrierten Risikomanagementansatzes für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten genutzt, um entweder Schwankungen des Planvermögens oder des Finanzierungsstatus zu vermindern. Vorrangig sollen das Zins-, Kredit-, Eigenkapital-, Fremdwährungs- und Inflationsrisiko minimiert werden. Sämtliche OTC-Derivate (Over the Counter) werden täglich besichert, um Kontrahentenrisiken zu vermeiden. Zusätzlich dürfen die Vermögensverwalter Derivate als Alternative zu herkömmlichen Wertpapieren nutzen, um in geeigneter Weise Währungs- und Zinsrisiken zu steuern. Aufgliederung des Planvermögens Die Aufgliederung des Planvermögens der Versorgungspläne stellte sich wie folgt dar: scroll Beizulegender Zeitwert zum 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Vermögenskategorie Aktien 6.604 5.876 US-Aktien 1.416 1.660 Europäische Aktien 2.214 1.636 Schwellenländer 1.457 1.394 Weltweite Aktien 1.517 1.187 Festverzinsliche Wertpapiere 12.768 13.759 Staatsanleihen 3.003 3.336 Unternehmensanleihen 9.765 10.423 Alternative Anlagen 2.961 2.309 Hedge Fonds 978 295 Private Equity 497 466 Immobilien 1.487 1.548 Derivate 175 1.255 Zinsrisiko 263 1.562 Fremdwährungsrisiko 53 29 Kredit- / Inflations-/ Preisrisiko - 141 - 335 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.148 434 Sonstige Vermögenswerte 422 423 Summe 24.078 24.057 So gut wie alle Aktien und festverzinslichen Wertpapiere hatten Preisnotierungen an einem aktiven Markt, und fast alle festverzinslichen Wertpapiere haben ein Investment-Grade-Rating. Die Kategorie Sonstige Vermögenswerte beinhaltete Vermögenswerte in Höhe von 78 (im Vj. 169) Mio. €, die ebenfalls eine Preisnotierung an einem aktiven Markt aufwiesen. Der Großteil der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ist zur Anlage in Unternehmensanleihen vorgesehen. Das Planvermögen beinhaltete eigene übertragbare Finanzinstrumente des Unternehmens mit einem beizulegenden Zeitwert von 89 (im Vj. 74) Mio. €. Künftige Zahlungsströme Die für das Geschäftsjahr 2014 erwarteten Arbeitgeberbeiträge zu den leistungsorientierten Plänen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betrugen 631 Mio. €. scroll (in Mio. €) 30. September 2013 Erwartete Leistungszahlungen 2014 1.647 2015 1.613 2016 1.624 2017 1.668 2018 1.713 2019 - 2023 8.958 Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pläne von Siemens betrug 13 Jahre. GEMEINSCHAFTLICHE LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE MEHRERER ARBEITGEBER Gemeinschaftliche Pläne mehrerer Arbeitgeber gibt es hauptsächlich in den Niederlanden und den USA. Dabei handelt es sich um branchenspezifische Pläne nach lokalem Recht, die als beitragsorientierte Pläne bilanziert werden, da Siemens kein Recht hat, die für eine Bilanzierung als leistungsorientierte Pläne notwendigen Informationen zu erhalten. Bei diesen Plänen kann das Unternehmen im Fall einer Unterdeckung Anlagerisiken und versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt sein. In den Niederlanden hat Siemens gemäß den Bestimmungen des gemeinschaftlichen Plans nicht für die Verpflichtungen der anderen Arbeitgeber einzustehen. In den USA kann es sein, dass Siemens für die Verpflichtungen anderer teilnehmender Arbeitgeber haftet, wenn diese ihren Dotierungsverpflichtungen nicht nachkommen. Im Fall eines Austritts aus einem Plan kann das Unternehmen dazu verpflichtet sein, eine potenzielle künftige, auf seinen Anteil am Plan entfallende Unterdeckung auszugleichen. Der Anteil von Siemens an diesen Plänen ist - gemessen an den Verpflichtungen der anderen teilnehmenden Unternehmen - gering. Ein Austritt aus einem dieser Pläne ist nicht beabsichtigt. Siemens sind keine wahrscheinlichen, wesentlichen Risiken aus den gemeinschaftlichen leistungsorientierten Plänen mehrerer Arbeitgeber, die als beitragsorientierte Pläne bilanziert werden, bekannt. Für diese Pläne rechnet Siemens für das Geschäftsjahr 2014 mit Beitragszahlungen in Höhe von 31 Mio. €. BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE UND STAATLICHE PLÄNE Die erfolgswirksam erfassten Beiträge zu beitragsorientierten Plänen beliefen sich auf 594 (im Vj. 545) Mio. €. Die Beiträge zu staatlichen Plänen betrugen 1.354 (im Vj. 1.584) Mio. €. ZIFFER 24 Rückstellungen scroll (in Mio. €) Gewährleistungen Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Sonstige Summe Stand am 1. Oktober 2012 3.405 2.038 1.282 1.933 8.658 Zugänge 1.544 834 - 769 3.147 Verbrauch - 828 - 603 - 8 - 304 - 1.742 Auflösungen - 683 - 294 - 27 - 426 - 1.430 Fremdwährungsumrechnung - 66 - 53 - 4 - 37 - 160 Aufwendungen aus der Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes - 2 - 106 - - 104 Sonstige Veränderungen - 21 4 1 40 23 Stand am 30. September 2013 3.350 1.929 1.138 1.976 8.392 davon langfristig 1.200 686 1.113 908 3.907 scroll (in Mio. €) Gewährleistungen Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Sonstige Summe Stand am 1. Oktober 2011 3.506 2.017 1.130 2.169 8.822 Zugänge 1.446 1.123 1 562 3.132 Verbrauch - 738 - 701 - 9 - 359 - 1.806 Auflösungen - 847 - 418 - 21 - 455 - 1.741 Fremdwährungsumrechnung 48 14 3 14 79 Aufwendungen aus der Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes 1 13 172 8 195 Sonstige Veränderungen - 12 - 10 5 - 6 - 22 Stand am 30. September 2012 3.405 2.038 1.282 1.933 8.658 davon langfristig 1.146 733 1.261 768 3.908 Die Position Sonstige Veränderungen beinhaltete Umgliederungen in / aus den / dem Posten Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten, einschließlich - 47 (im Vj. - 25) Mio. € aus dem Verkauf solcher Unternehmenseinheiten. Mit Ausnahme von Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen erwartet Siemens für die Mehrheit der Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten 15 Jahre zahlungswirksam werden. Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf veräußerte Produkte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Belastungen in Höhe von 94 Mio. € in der Division Wind Power des Sektors Energy in Zusammenhang mit der Inspektion und Nachrüstung von Rotorblättern bei Onshore-Windkraftanlagen, hauptsächlich in den USA, erfasst. Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken bildet Siemens für erwartete Verluste und Risiken aus nicht beendeten Fertigungsaufträgen, Verkaufs- sowie Leasingverträgen. Im Geschäft Transportation & Logistics des Sektors Infrastructure & Cities kam es aufgrund von Verzögerungen bei der Zulassung von neuen Hochgeschwindigkeitszügen zu Projektbelastungen in Höhe von 270 (im Vj. 86) Mio. €. Wie im Vorjahr fielen in der Division Power Transmission des Sektors Energy Projektbelastungen an, die vor allem in Verbindung mit dem Netzanschluss von Offshore-Windparks standen. Diese Belastungen resultierten aus Projektverzögerungen aufgrund des komplexen Projektrahmens, den Bedingungen auf hoher See und dem regulatorischen Umfeld, die revidierte Ressourcen- und Personalplanungen erforderlich machten. Dies führte zu Ergebnisbelastungen in Höhe von 171 (im Vj. 570) Mio. € (vor Steuern), hauptsächlich aus auftragsbezogenen Rückstellungen für Drohverluste und Risiken. Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Das Unternehmen hat bei bestimmten Posten des Sachanlagevermögens Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen. Diese stehen überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten sowie mit Kosten für Rückbauverpflichtungen bei gemieteten Grundstücken und Gebäuden. Die Verpflichtungen in Zusammenhang mit den Sanierungskosten betrugen 1.096 (im Vj. 1.224) Mio. €. Davon entfielen 1.086 (im Vj. 1.215) Mio. € auf den langfristigen Anteil. Die Sanierungskosten ergaben sich auf Basis der geschätzten Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung der Anlagen in Hanau (Werk Hanau), die Uran- und Mischoxidbrennelemente fertigten, sowie für ein nukleares Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Nach dem deutschen Atomgesetz muss der radioaktive Abfall bei der Stilllegung solcher Produktionsanlagen entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden. Vor diesem Hintergrund arbeitete das Unternehmen folgenden Stufenplan für die Stilllegung der Werke in Hanau und Karlstein aus: Reinigung, Dekontamination und Demontage des technischen Geräts und der Anlagen, Dekontamination der Betriebsräume und Gebäude, gesonderte Erfassung des radioaktiven Materials sowie Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls. Außerdem sind begleitend kontinuierliche technische Studien geplant sowie die Entnahme von Proben des radioaktiven Materials unter der Aufsicht von Bundes- und Länderbehörden. Dekontamination, Demontage, Abfalltrennung und Konditionierung sollen bis 2018 fortgeführt werden. Danach hat das Unternehmen für die Lagerung des radioaktiven Abfalls in einem Zwischenlager zu sorgen, bis ein Endlager zur Verfügung steht. In Bezug auf das Werk Hanau ist der Prozess hinsichtlich der Einrichtung eines Zwischenlagers für radioaktiven Abfall fast abgeschlossen. Am 21. September 2006 hat die Gesellschaft eine offizielle Benachrichtigung von den Behörden erhalten, dass das Werk Hanau von der Anwendung des deutschen Atomgesetzes befreit wurde und dass die weitere Nutzung unbeschränkt ist. Die genaue Höhe der Dekontaminationskosten wird letztlich davon abhängen, für welche Endlager sich die Bundesregierung entscheidet und wann diese zur Verfügung stehen werden. Daher lag dem Ansatz der Rückstellung eine Reihe von wesentlichen Schätzungen und Annahmen zugrunde. Verschiedene Parameter, die in Zusammenhang mit der Errichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall stehen, wurden im Hinblick auf das »Schacht Konrad« genannte Endlager festgelegt. Schätzparameter in Bezug auf die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke gingen von einem geplanten Atomausstieg bis zum Jahr 2022 aus. Die Bewertung berücksichtigte Annahmen, die aktuelle und detaillierte Kostenschätzungen, Preissteigerungsraten sowie Abzinsungssätze widerspiegelten und laufende Zahlungsmittelabflüsse bis in die 2070er-Jahre für Rückbau, Zwischen- und Endlagerung beinhalteten. Unter Berücksichtigung der Einschätzungen eines unabhängigen Sachverständigen hat die Unternehmensleitung die Bewertung der Verpflichtung aufgrund von Schätzungsänderungen aktualisiert. Dies führte wie im Vorjahr zu geringfügigen Anpassungen. Im Folgenden werden Tatsachen und Umstände der Änderungen näher beschrieben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Schätzung der Betriebskosten und des Zeitraums der Einlagerung der radioaktiven Abfälle in das Endlager »Schacht Konrad« vom Bundesamt für Strahlenschutz aktualisiert. Im Vorjahr wurde die Schätzung der Errichtungskosten des Endlagers »Schacht Konrad« vom Bundesamt für Strahlenschutz aktualisiert. Bei der Bestimmung von Rückstellungen für wesentliche Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen werden auch weiterhin erhebliche Schätzungen und Annahmen getroffen. Unsicherheiten hinsichtlich des anzusetzenden Betrags umfassen zum Beispiel die geschätzten Kosten der Stilllegung sowie der Endlagerung aufgrund des langen Zeitraums, für den die künftigen Zahlungsmittelabflüsse erwartet werden. Die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse könnten sich unter anderem dann wesentlich ändern, wenn die Pläne der Regierung, das Endlager »Schacht Konrad« bereitzustellen, durch politische Entwicklungen beeinträchtigt werden. Die Rückstellungen beliefen sich auf 1.096 (im Vj. 1.224) Mio. €. Ausgewiesen wurden diese abzüglich eines Barwertabschlags von 1.259 (im Vj. 1.418) Mio. €, der den erwarteten kontinuierlichen Zahlungsmittelabfluss bis in die 2070er-Jahre widerspiegelt. Das Unternehmen zinst die Rückstellung für die Sanierungskosten nach der Effektivzinsmethode auf. Dabei verwendet es die zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Für die Sanierungskosten wurde ein Aufzinsungsaufwand in Höhe von 22 (im Vj. 23) Mio. € im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst. Änderungen der Abzinsungssätze verringerten den Buchwert der Rückstellung um 128 (im Vj. Erhöhung um 149) Mio. €. Sonstige beinhaltete transaktionsbezogene Rückstellungen und Rückstellungen nach Transaktionsabschluss in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten sowie Rückstellungen für rechtliche und regulatorische Themen. ZIFFER 25 Sonstige Verbindlichkeiten scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 604 475 Verbindlichkeiten gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeitern in den USA, die nicht als Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses auszuweisen sind 534 523 Passive Rechnungsabgrenzungsposten 275 221 Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen 96 124 Verbindlichkeiten für den Marktwert von Garantien / Bürgschaften 74 79 Abfindungen 133 71 Gewährleistungen in Zusammenhang mit veräußerten Geschäften - 67 Pensionssicherungsverein 39 56 Versicherungsverbindlichkeiten 76 126 Sonstiges 243 292 2.074 2.034 ZIFFER 26 Eigenkapital GRUNDKAPITAL Das gezeichnete Kapital der Siemens AG lautet auf nennwertlose Stückaktien, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 3,00 € je Aktie entfällt. Jede Aktie hat eine Stimme. Die folgende Tabelle enthält eine Zusammenfassung der Entwicklung des Genehmigten und Bedingten Kapitals: scroll Gezeichnetes Kapital (genehmigt und ausgegeben) Genehmigtes Kapital (nicht ausgegeben) Bedingtes Kapital (nicht ausgegeben) in Tsd. € in Tsd. Aktien in Tsd. € in Tsd. Aktien in Tsd. € in Tsd. Aktien Stand am 30. September 2011 2.742.610 914.203 610.800 203.600 1.027.517 342.506 Verfallenes oder gelöschtes Kapital - 99.610 - 33.203 - - - - Stand am 30. September 2012 2.643.000 881.000 610.800 203.600 1.027.517 342.506 Verfallenes, gelöschtes oder neu genehmigtes Kapital - - - - - - Stand am 30. September 2013 2.643.000 881.000 610.800 203.600 1.027.517 342.506 GENEHMIGTES KAPITAL (NICHT AUSGEGEBEN) Die Hauptversammlung ermächtigte den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital durch die Ausgabe von nennwertlosen Namensaktien zu erhöhen und den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe wie folgt festzulegen: ― Das Genehmigte Kapital 2011 beläuft sich auf bis zu 90 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. neuen Aktien gegen Bareinlage. Die Ermächtigung wurde am 25. Januar 2011 beschlossen und erlischt am 24. Januar 2016. Im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2011 können neue Aktien nur den Mitarbeitern der Siemens AG und ihrer Tochtergesellschaften angeboten werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. ― Das Genehmigte Kapital 2009 beläuft sich auf bis zu 520,8 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 173,6 Mio. neuen Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage (Genehmigtes Kapital 2009). Die Ermächtigung wurde am 27. Januar 2009 beschlossen und erlischt am 26. Januar 2014. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage generell und bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage nur in bestimmten festgelegten Fällen ausschließen. BEDINGTES KAPITAL (NICHT AUSGEGEBEN) Das Bedingte Kapital steht für a) die Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht und / oder Optionsrechten, b) die Bedienung bei Ausübung der Aktienoptionspläne und c) die Abfindung ehemaliger Aktionäre der Siemens Nixdorf Informationssysteme AG (SNI AG) zur Verfügung. ― Das Bedingte Kapital 2011 für die Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht und / oder Optionsrechten oder Kombinationen dieser Instrumente mit einem Gesamtbetrag von bis zu 15 Mrd. € gewährt den Inhabern das Bezugsrecht auf bis zu 90 Mio. Aktien der Siemens AG ohne Nennbetrag. Das entspricht einem Grundkapital von bis zu 270 Mio. €. Die Ermächtigung zur Ausgabe solcher Schuldverschreibungen wurde im Januar 2011 beschlossen und erlischt am 24. Januar 2016. ― Das Bedingte Kapital 2010 für die Ausgabe von Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht und / oder Optionsrechten mit einem Gesamtbetrag von bis zu 15 Mrd. € gewährt den Inhabern das Bezugsrecht auf bis zu 200 Mio. Aktien ohne Nennbetrag. Dies entspricht einem Grundkapital von bis zu 600 Mio. €. Die Ermächtigung zur Ausgabe solcher Schuldverschreibungen wurde am 26. Januar 2010 beschlossen und erlischt am 25. Januar 2015. ― Das Bedingte Kapital zur Bedienung der Aktienoptionspläne 2001 und 1999 belief sich unverändert zum Vorjahr auf 157 Mio. € beziehungsweise 52,32 Mio. Aktien der Siemens AG. Die letzte Tranche der Aktienoptionen lief im November 2010 aus. Ab diesem Termin waren keine weiteren Aktien auszugeben. ― Das Bedingte Kapital zur Ausgabe von Aktien für die Abfindung ehemaliger Aktionäre der SNI AG, die ihre SNI AG-Aktienurkunden noch nicht eingereicht haben, belief sich unverändert zum Vorjahr auf 0,6 Mio. € beziehungsweise 189 Tsd. Aktien. Die Ansprüche dieser Aktionäre auf Aktien der Siemens AG sind 2007 verjährt, sodass keine weiteren Aktien der Siemens AG auszugeben sind. TRANSAKTIONEN MIT NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN In Zusammenhang mit einer Akquisition im Geschäftsjahr 2012 wurde einem Minderheitsaktionär eine Verkaufsoption auf nicht beherrschende Anteile gewährt. Diese Transaktion mit nicht beherrschenden Anteilen verminderte den Posten Gewinnrücklagen zum 30. September 2012 um 301 Mio. €. EIGENE ANTEILE Die Gesellschaft ist durch die Aktionäre ermächtigt worden, eigene Aktien bis zu 10 % ihres Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung oder -falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Beschluss wurde am 1. März 2011 wirksam und bleibt bis zum 24. Januar 2016 in Kraft. Entsprechend den Beschlüssen können zurückgekaufte Aktien (1) über eine Börse oder über ein allgemeines Angebot an die Siemens-Aktionäre verkauft werden; (2) eingezogen werden; (3) Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen stehen oder standen sowie Organmitgliedern von verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten oder solchen Personen mit einer Haltefrist von nicht weniger als zwei Jahren zugesagt und / oder übertragen werden, vorausgesetzt das Arbeits- beziehungsweise das Organverhältnis besteht zum Zeitpunkt der Zusage; (4) Dritten mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Sacheinlage zum Erwerb angeboten und übertragen werden, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen; (5) mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Dritte gegen Barmittel veräußert werden, wenn der Kaufpreis nicht wesentlich geringer ist als der Marktpreis der Siemens-Aktie zum Veräußerungszeitpunkt; (6) zur Bedienung von durch die Gesellschaft oder Tochterunternehmen ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. Außerdem kann der Aufsichtsrat erworbene eigene Aktien zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien verwenden, die mit Mitgliedern des Vorstands im Rahmen der Regelungen zur Vorstandsvergütung vereinbart wurden beziehungsweise vereinbart werden. Die bestehende Ermächtigung zum Kauf von Siemens-Aktien wird durch eine Ermächtigung zum Rückkauf von bis zu 5 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten oder Terminkaufverträgen ergänzt; die Laufzeit darf dabei 18 Monate nicht überschreiten und der Erwerb der Siemens-Aktien nicht nach dem 24. Januar 2016 erfolgen. Im August 2012 kündigte Siemens einen Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € an, der im November 2012 abgeschlossen wurde. Der Aktienrückkauf dient den Zwecken der Einziehung und Herabsetzung des Grundkapitals, der Ausgabe an Mitarbeiter, an Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und an Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung von Verpflichtungen aus Wandel- und Optionsschuldverschreibungen. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2013, aufgrund der bestehenden Ermächtigung durch die Hauptversammlung eigene Anteile zu erwerben, so viele eigene Anteile zurückgekauft, wie nötig war, um die Anzahl der eigenen Anteile bis zum Wirksamwerden der Abspaltung von OSRAM im Juli 2013 konstant zu halten. Im Geschäftsjahr 2012 hat das Unternehmen 23.202.500 eigene Anteile zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 76,14 € je Aktie zurückgekauft. Darüber hinaus hatte der Vorstand die Einziehung von 33.203.421 eigenen Aktien beschlossen, aufgrund dessen wurde das gezeichnete Kapital von rund 914 Mio. auf rund 881 Mio. Aktien herabgesetzt. Im Geschäftsjahr 2013 kaufte Siemens 17.150.820 eigene Anteile zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 78,66 € je Aktie zurück. In Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungsplänen wurden 3.878.899 (im Vj. 5.225.479) Aktien beim Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente übertragen. SONSTIGES ERGEBNIS NACH STEUERN Der Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern entwickelte sich, einschließlich der nicht beherrschenden Anteile, wie folgt: scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 Geschäftsjahresende 30. September 2012 (in Mio. €) vor Steuern Steuereffekt Netto vor Steuern Steuereffekt Netto Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umge- gliedert werden Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 543 - 149 394 - 3.017 1.231 - 1.787 Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden Unrealisierte Beteiligungsgewinne/-verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 182 - 3 179 305 - 10 295 Erfolgswirksame Umgliederungen realisierter Gewinne / Verluste 4 1 4 - 86 - - 86 Unrealisierte Gewinne / Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, netto 185 - 2 183 219 - 10 209 Unrealisierte Gewinne / Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten 142 - 48 94 - 64 29 - 35 Erfolgswirksame Umgliederungen realisierter Gewinne / Verluste - 70 21 - 50 144 - 46 98 Unrealisierte Gewinne / Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten, netto 72 - 27 45 79 - 17 63 Unterschied aus der Fremdwährungsumrechnung - 1.062 - - 1.062 855 - 855 - 805 - 29 - 834 1.153 - 27 1.127 Sonstiges Ergebnis - 262 - 178 - 440 - 1.865 1.204 - 661 SONSTIGE EIGENKAPITALVERÄNDERUNGEN Der Posten Sonstige Eigenkapitalveränderungen in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung beinhaltete im Vorjahr 126 Mio. € für Eigenkapitalinstrumente in Zusammenhang mit den US$-Optionsschuldverschreibungen, die im Vorjahr emittiert wurden. Nach der Abspaltung von OSRAM im abgelaufenen Geschäftsjahr berechtigen die Optionsscheine ihre Inhaber, zusätzlich zu den Siemens-Aktien, OSRAM-Aktien zu erhalten. Aufgrund dessen qualifizieren sich die Optionsscheine nicht mehr als Eigenkapitalinstrumente. Mit Genehmigung der Abspaltung durch die Hauptversammlung im Januar 2013 wurden die Optionsscheine in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts von 163 Mio. € aus dem Posten Kapitalrücklage in die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert. SONSTIGES Nach dem deutschen Aktiengesetz bemisst sich die ausschüttungsfähige Dividende nach dem Bilanzgewinn, den die Siemens AG in ihrem gemäß den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs aufgestellten Jahresabschluss ausweist. Im Geschäftsjahr 2013 schüttete die Siemens AG eine Dividende in Höhe von 2.528 Mio. € (3,00 € je Aktie) aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs an die Aktionäre aus. Im Vorjahr schüttete die Siemens AG eine Dividende von 2.629 Mio. € (3,00 € je Aktie) aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2011 an die Aktionäre aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen die Ausschüttung einer Dividende von 3,00 € je Aktie aus dem Bilanzgewinn der Siemens AG des abgelaufenen Geschäftsjahrs vor. Dies entspricht einer erwarteten Gesamtzahlung von rund 2,5 Mrd. €. Die Zahlung dieser Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 28. Januar 2014. ZIFFER 27 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Siemens ist davon überzeugt, dass eine nachhaltige Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses nur auf Basis einer soliden Kapitalstruktur möglich ist. Ausschlaggebend für die Steuerung der Kapitalstruktur ist es, sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Siemens hat einen Kapitalstruktur-Zielkorridor von 0,5 bis 1,0 festgelegt, der auf Basis fortgeführter Aktivitäten durch das Verhältnis angepasste industrielle Nettoverschuldung zu EBITDA (angepasst) definiert wird. Dieser finanzielle Leistungsindikator gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahre es annähernd dauert, bis die angepasste industrielle Nettoverschuldung durch fortlaufende Einnahmen getilgt werden kann; dabei bleiben Zinsen, Steuern und Abschreibungen außer Betracht. Die Ermittlung der angepassten industriellen Nettoverschuldung stellte sich wie folgt dar: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden1 1.944 3.826 Plus: Langfristige Finanzschulden1 18.509 16.880 Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9.190 - 10.891 Minus: Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 601 - 524 Nettoverschuldung 10.663 9.292 Minus: SFS-Finanzschulden2 - 15.600 - 14.558 Plus: Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses3 9.265 9.801 Plus: Kreditgarantien 622 326 Minus: 50 % des Nominalbetrags der Hybridschuldverschreibungen4 - 899 - 920 Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges5 - 1.247 - 1.670 Angepasste industrielle Nettoverschuldung 2.805 2.271 Angepasstes EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) 8.215 9.613 Angepasste industrielle Nettoverschuldung / angepasstes EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) 0,34 0,24 1 Der Posten Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden sowie der Posten Langfristige Finanzschulden beinhalteten Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges in Höhe von insgesamt 1.247 (im Vj. 1.670) Mio. €. 2 Die Anpassung berücksichtigt, dass sowohl Moody's als auch S&P SFS als konzerneigene Finanzierungsgesellschaft (Captive Finance Company) betrachtet. Diese Ratingagenturen akzeptieren bei den konzerneigenen Finanztochtergesellschaften im Rahmen der Festlegung von Kreditratings im Allgemeinen höhere Schuldenstände. Diesem Ansatz folgend wurden die SFS-Finanzschulden abgezogen, um eine angepasste industrielle Nettoverschuldung zu ermitteln, die nicht durch die Finanzierungsaktivitäten von SFS beeinflusst ist. 3 Um die gesamten Verbindlichkeiten aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses von Siemens zu berücksichtigen, beinhaltete die Berechnung der angepassten industriellen Nettoverschuldung den Posten Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (wie in der Konzernbilanz dargestellt). 4 In Übereinstimmung mit der von Ratingagenturen, die Siemens bewerten, angewandten Berechnung passt das Unternehmen die Hybridschuldverschreibungen an, um 50 % als Eigenkapital und 50 % als Fremdkapital zu klassifizieren. Dies reflektiert die Besonderheiten der Hybridschuldverschreibungen wie lange Laufzeit und Nachrangigkeit zu allen erstrangigen Anleihen und Verschuldungsverpflichtungen. 5 Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Nach IFRS werden Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), um Marktwertänderungen, hauptsächlich zinsinduziert, angepasst. Diese Anpassungen werden rückgängig gemacht, um zu einem Wert zu gelangen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass dies ein aussagefähigerer Wert für die Berechnung der angepassten industriellen Nettoverschuldung ist. Die Kapitalstruktur von SFS unterscheidet sich von der Kapitalstruktur des Industriegeschäfts von Siemens, da das SFS-Geschäft kapitalintensiv ist und zur Finanzierung seiner Geschäftstätigkeit im höheren Maße auf Finanzschulden zurückgreifen muss, insbesondere in Zusammenhang mit der Finanzierung der Wachstumsstrategie von SFS. Die folgende Tabelle enthält Informationen zur Kapitalstruktur von SFS: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zugeordnetes Eigenkapital 1.938 1.790 SFS-Finanzschulden 15.600 14.558 Verschuldungsgrad 8,05 8,13 Zur Ermittlung der Kapitaleffizienz wird SFS Eigenkapital zugeordnet. Dieses unterscheidet sich vom Buchkapital, da es überwiegend bestimmt und beeinflusst wird durch Umfang und Qualität des Finanzierungs- und Leasingportfolios sowie der Eigenkapitalbeteiligungen (in den Bereichen Commercial Finance sowie Project and Structured Finance). Diese Zuordnung erfolgt in einer Höhe, um die Risiken der zugrunde liegenden Geschäfte abzudecken. Das Risiko des SFS-Portfolios wird regelmäßig beurteilt und überwacht. Aufgrund der günstigen Kapitalmarktbedingungen zum Ende des Geschäftsjahrs 2012 kündigte Siemens im August 2012 die Anpassung seiner Kapitalstruktur durch Aktienrückkäufe in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis zum 30. Dezember 2012 an. Im Geschäftsjahr 2012 kaufte Siemens 23.202.500 eigene Anteile zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 76,14 € je Aktie zurück. Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden weitere 14.746.786 eigene Anteile zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 78,14 € zurückgekauft, im November 2012 beendete Siemens dieses Aktienrückkaufprogramm. Außerdem wurden im Geschäftsjahr 2013 so viele eigene Anteile zurückgekauft, wie es nötig war, um die Anzahl der eigenen Anteile bis zum Wirksamwerden der Abspaltung von OSRAM konstant zu halten. Darüber hinaus erfüllte Siemens Verpflichtungen aus aktienbasierten Vergütungsplänen durch eigene Anteile. Möglicherweise erfüllt Siemens auch im Geschäftsjahr 2014 Zusagen im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen durch eigene Anteile. Zur Erhaltung eines starken Finanzprofils trägt insbesondere das Kreditrating von Siemens bei, das unter anderem durch die Kapitalstruktur, die Profitabilität, die Fähigkeit zur Generierung von Zahlungsmittelzuflüssen, die Produkt- und geografische Diversifizierung sowie die Wettbewerbsposition von Siemens beeinflusst wird. Die folgende Tabelle zeigt das derzeitige Kreditrating des Unternehmens durch die Ratingagenturen Moody's Investors Service (Moody 's) und Standard & Poor's Ratings Services (S&P): scroll 30. September 2013 30. September 2012 Moody's S&P Moody's S&P Langfristige Finanzschulden Aa3 A+ Aa3 A+ Kurzfristige Finanzschulden P-1 A-1+ P-1 A-1+ Am 14. Mai 2013 änderte Moody 's seinen Ausblick für das Kreditrating von Siemens von »stable« auf »negative« und erklärte, dass trotz der erheblichen Kostenreduzierungsinitiativen des Konzerns Moody's davon ausgeht, dass die Profitabilität, der Mittelzufluss sowie die Kapitalstruktur in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 schwächer sein wird als erwartet. Ein Ratingausblick ist eine Einschätzung hinsichtlich der wahrscheinlichen mittelfristigen Entwicklung des langfristigen Kreditratings eines Emittenten. Ein Ratingausblick von Moody 's fällt in eine der folgenden sechs Kategorien: »positive«, »negative«, »stable«, »developing«, »ratings under review« und »no outlook«. Gleichzeitig bestätigte Moody 's das langfristige Kreditrating von »Aa3« sowie das Rating der kurzfristigen Kredite von Siemens von »P-1«. Die Einstufung »Aa« entspricht dem zweithöchsten Rating innerhalb der langfristigen Ratingkategorien von Moody's. Der numerische Zusatz »3« weist auf eine Einstufung am unteren Ende dieser Ratingkategorie hin. Die Einstufung »P-1« ist die höchstmögliche Bewertung innerhalb des Prime-Rating-Systems von Moody 's, das die Fähigkeit eines Emittenten zur Bedienung seiner vorrangigen unbesicherten Finanzverbindlichkeiten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von weniger als einem Jahr bewertet. S&P hat das Rating von Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht geändert. S&P bewertet das langfristige Kreditrating von Siemens mit »A+«, der Ausblick für das Rating ist »stable«. Die Einstufung von »A« entspricht der dritthöchsten Kreditqualität innerhalb der langfristigen Ratingkategorien von S&P. Der Zusatz »+« bedeutet, dass das langfristige Kreditrating im oberen Bereich der Kategorie »A« liegt. Ein Ratingausblick von S&P fällt in eine der vier Kategorien: »positive«, »negative«, »stable« und »developing«. S&P stuft das kurzfristige Kreditrating von Siemens mit »A-1+« ein. Dies entspricht dem höchsten Kreditrating innerhalb der kurzfristigen Ratingkategorien von S&P. ZIFFER 28 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Die folgende Tabelle weist den nicht abgezinsten, maximalen Betrag aus, für den Siemens am Bilanzstichtag aus Garantien (einschließlich Bürgschaften) haftete: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Garantien / Bürgschaften Kreditgarantien /-bürgschaften 622 326 Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter 1.593 1.562 HERKULES-Verpflichtungen 1.890 2.290 Sonstiges 1.864 3.632 5.970 7.810 Die Position Kreditgarantien / -bürgschaften zeigt, in welchem Umfang Siemens für Finanzverpflichtungen Dritter haftet in Fällen, in denen Siemens Lieferant und / oder Vertragspartner ist. Dabei garantiert das Unternehmen im Allgemeinen, dass es im Fall der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner dessen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Darüber hinaus gewährt Siemens Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten und sonstigen nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen Garantien / Bürgschaften für variabel nutzbare Kreditlinien. Die maximale Haftungssumme ergibt sich aus der Inanspruchnahme beziehungsweise der Restschuld des Kredits oder - im Fall von Kreditlinien, die in variabler Höhe in Anspruch genommen werden können - aus dem Betrag, der maximal in Anspruch genommen werden kann. Die Laufzeit dieser Garantien / Bürgschaften reicht bis zu zwölf (im Vj. fünf) Jahren. Von den gesetzlichen Rückgriffsrechten gegenüber dem Primärschuldner abgesehen vereinbart Siemens bei Kreditgarantien / -bürgschaften im Allgemeinen keine zusätzlichen Rückgriffsrechte. Die Position enthielt zum 30. September 2013 Kreditgarantien / Bürgschaften in Höhe von 299 Mio. € in Zusammenhang mit der Umgliederung einer Veräußerungsgruppe aus den nicht fortgeführten in die fortgeführten Aktivitäten. Für Kreditgarantien / -bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 38 (im Vj. 28) Mio. € bilanziert. Außerdem garantiert Siemens im Rahmen gemeinsamer Konsortien, bei denen das Unternehmen Haupt- oder Nebenpartner ist, die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen Dritter durch Vertragserfüllungsgarantien / -bürgschaften. Diese beinhalten Anzahlungs- und Leistungserfüllungsgarantien / -bürgschaften. Kommt ein Konsortialpartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, wird Siemens bis zu einem vereinbarten Maximalbetrag in Anspruch genommen. Im Regelfall vereinbart Siemens hier Laufzeiten entsprechend dem zugrunde liegenden Vertrag zwischen drei Monaten und zehn (im Vj. sieben) Jahren. Im Allgemeinen ergeben sich aus Konsortialverträgen entsprechende Rückgriffshaftungen zwischen den Konsortialpartnern. Für Vertragserfüllungsgarantien / -bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 66 (im Vj. 83) Mio. € bilanziert. Im Geschäftsjahr 2007 hat die Bundesrepublik Deutschland ein Konsortium aus Siemens und IBM Deutschland GmbH (IBM) beauftragt, die nicht militärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu modernisieren und zu betreiben (Projekt HERKULES). Die vertraglich vereinbarte Leistung wird in einer gesonderten Projektgesellschaft, der BWI Informationstechnik GmbH, erbracht, an der Siemens beteiligt ist. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von maximal rund 6 Mrd. €. Im Dezember 2006 wurden von Siemens im Rahmen dieses Projekts verschiedene rechtlich und wirtschaftlich miteinander verbundene Haftungserklärungen zugunsten des Auftraggebers Bundesrepublik Deutschland und des Konsortialpartners IBM abgegeben. Die Haftungserklärungen gewährleisten, dass die Projektgesellschaft mit ausreichenden Mitteln ausgestattet ist, die Leistung zu erbringen und damit den Vertrag zu erfüllen. Aufgrund des Verbund- und Mehrschichtcharakters dieser Haftungserklärungen sind sie als eigene Kategorie HERKULES-Verpflichtungen in der vorangehenden Tabelle aufgeführt. Die insgesamt mögliche Inanspruchnahme von Siemens belief sich auf 1,89 (im Vj. 2,29) Mrd. € und wird sich über die noch verbleibende Vertragslaufzeit von vier Jahren um rund 400 Mio. € jährlich verringern. Die jährliche Inanspruchnahme ist beschränkt auf 400 Mio. €, zuzüglich eines gegebenenfalls bestehenden Übertrags eines nicht ausgeschöpften Vorjahresbetrags von bis zu 90 Mio. €. Die Position Sonstiges enthält Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Diese Garantien können - sofern sie geschäftsüblich für die entsprechende Transaktion sind - den Käufer vor potenziellen steuerlichen, rechtlichen und / oder anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen. Enthalten waren Schadensersatzverpflichtungen für EN, veräußert im Geschäftsjahr 2008, und für Siemens IT Solutions and Services, veräußert im Geschäftsjahr 2011. Für die Position Sonstiges waren Verbindlichkeiten in Höhe von 242 (im Vj. 528) Mio. € bilanziert. Der Rückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr resultierte im Wesentlichen aus dem Ablauf von in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten eingegangenen Schadensersatzverpflichtungen. Zusätzlich zu den oben dargestellten Garantien / Bürgschaften haftete Siemens in Zusammenhang mit nicht fortgeführten Aktivitäten aufgrund von sonstigen Garantien / Bürgschaften in Höhe von 3 (im Vj. 82) Mio. € und im Vorjahr überdies aufgrund von Kreditgarantien / -bürgschaften in Höhe von 309 Mio. € sowie Vertragserfüllungsgarantien / -bürgschaften für Leistungen Dritter in Höhe von 4 Mio. €. In der oben stehenden Tabelle sind Eventualverbindlichkeiten in Zusammenhang mit als zur Veräußerung gehaltenen und nicht als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifizierten Geschäften enthalten. Aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen bestanden folgende künftige Zahlungsverpflichtungen: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Innerhalb eines Jahres 807 812 Zwischen ein und fünf Jahren 1.556 1.586 Nach fünf Jahren 757 770 3.120 3.168 Die gesamten Mietaufwendungen beliefen sich auf 1.073 (im Vj. 1.072) Mio. €. Die Erträge aus Untermietverhältnissen betrugen 62 (im Vj. 74) Mio. €. Künftige Mindestleasingzahlungseingänge aus nicht kündbaren Untermietverhältnissen wurden in Höhe von insgesamt 139 (im Vj. 162) Mio. € erwartet. Verpflichtungen zu Eigenkapitaleinlagen in verschiedene Unternehmen bestanden in Höhe von 223 (im Vj. 211) Mio. €. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch und hat Eigenkapitaleinlagenverpflichtungen als Gesellschafterin in Personenhandelsgesellschaften sowie im Rahmen von verschiedenen Konsortien. ZIFFER 29 Rechtsstreitigkeiten VERFAHREN WEGEN KORRUPTION Behördliche und vergleichbare Verfahren Wie berichtet, legte die Siemens AG im Mai 2011 freiwillig einen Fall versuchter Amtsträgerbestechung in Zusammenhang mit einem Projekt in Kuwait aus dem Kalenderjahr 2010 gegenüber dem US-Justizministerium (U.S. Department of Justice), der US-Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission, SEC) und der Staatsanwaltschaft München offen. Die Staatsanwaltschaft München stellte die gegen einzelne Mitarbeiter geführten Ermittlungen gegen Auflagen für die Mitarbeiter ein. Siemens kooperiert mit den US-Behörden bei deren laufenden Untersuchungen. Wie berichtet, informierte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die Siemens AG im Juli 2011 über eine Untersuchung gegen mehrere Mitarbeiter in Zusammenhang mit Zahlungen beim Geschäft von Healthcare in der Karibik. Im November 2012 stellte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die Untersuchung ein. Wie berichtet, informierte die Staatsanwaltschaft München die Siemens AG im Juli 2011 über eine Untersuchung gegen einen ehemaligen Mitarbeiter in Zusammenhang mit Zahlungen an einen Lieferanten beim Geschäft von Öl & Gas in Zentralasien in den Kalenderjahren 2000 bis 2009. Siemens kooperiert mit der Staatsanwaltschaft. Wie berichtet, informierte das Inspektionskomitee des türkischen Premierministers Siemens Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei, im Oktober 2011 über eine Untersuchung in Zusammenhang mit behaupteter Korruption in der Türkei und im Irak in den Kalenderjahren 1999 bis 2007. Siemens kooperiert mit der Behörde. Im Februar 2013 schlossen die Siemens AG und die European Investment Bank (EIB) eine verfahrensbeendende Vereinbarung im Hinblick auf vermeintliche Verletzungen der Betrugsbekämpfungsrichtlinie (Anti-Fraud Policy) der EIB. Gemäß der Vereinbarung verpflichtete sich Siemens, dass die betroffene Geschäftseinheit freiwillig für die Dauer von 18 Monaten auf eine Teilnahme an Ausschreibungen von Projekten, die von der EIB finanziert werden, verzichtet. Ferner hat sich Siemens verpflichtet, innerhalb von fünf Jahren insgesamt 13,5 Mio. € an Organisationen oder Institutionen zu zahlen, die im Bereich der Förderung guter Unternehmensführung und der Korruptionsbekämpfung tätig sind. Ab Juli 2013 nahmen - im Nachgang zu der unten erwähnten freiwilligen Selbstanzeige der Siemens Ltda., Brasilien, an die brasilianische Kartellbehörde vom Mai 2013 zu bestimmten Sachverhalten - verschiedene brasilianische Ermittlungsbehörden Ermittlungen auf beziehungsweise setzten diese fort, die angebliche Straftaten (einschließlich angeblicher Bestechungszahlungen, wettbewerbswidrigen Verhaltens und unlauterer Einflussnahme auf öffentliche Ausschreibungen) in Zusammenhang mit verschiedenen Metro-Verkehrsprojekten betreffen. Zu den fortgesetzten Ermittlungen gehören insbesondere auch zwei früher berichtete Vorgänge, nämlich die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaften Brasilia und São Paulo betreffend angeblichen Fehlverhaltens in den Kalenderjahren 2007 bzw. um 2000. Siemens kooperiert mit den Behörden. Im August 2013 wurde durch ein brasilianisches Berufungsgericht eine Entscheidung bestätigt, wonach Siemens Ltda., Brasilien, aufgrund angeblicher Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Ausschreibungen in den Kalenderjahren 1999 und 2004 für die Dauer von fünf Jahren von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen und dem Abschluss von Verträgen mit öffentlichen Auftraggebern in Brasilien ausgeschlossen wird. Siemens hat gegen die Entscheidung des Berufungsgerichts Rechtsmittel eingelegt. Wie berichtet, hatte die Siemens AG beim International Center for Settlement of Investment Disputes (ICSID) bei der Weltbank ein Schiedsgerichtsverfahren gegen die Republik Argentinien (Argentinien) eingeleitet. Die Siemens AG vertrat den Standpunkt, dass Argentinien den Vertrag mit Siemens über den Aufbau und Betrieb eines Systems für digitale Personalausweise, Grenzkontrollen, Datensammlung und Wählerlisten (DNI-Projekt) unrechtmäßig gekündigt und dadurch eine Verletzung des Investitionsschutzabkommens zwischen Deutschland und Argentinien (BIT) begangen habe. Das Schiedsgericht hat der Siemens AG mit Endurteil vom Februar 2007 einstimmig, unter anderem, eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 217,8 Mio. US$, zuzüglich 2,66 % Zinsen hierauf seit 18. Mai 2001, zugesprochen. Argentinien hat in der Folge beim ICSID die Nichtigerklärung und Aufhebung der Entscheidung und die Aussetzung der Vollstreckung des Schiedsspruchs beantragt. Im August 2009 schlossen Argentinien und die Siemens AG einen Vergleich, wonach der anhängige Rechtsstreit sowie sämtliche damit in Zusammenhang stehenden zivilrechtlichen Verfahren im gegenseitigen Einvernehmen ohne Anerkennung irgendwelcher Rechtspflichten und ohne Anerkennung irgendwelcher Ansprüche beendet wurden. Zwischen den Parteien erfolgten keine Zahlungen. Wie berichtet, führt die argentinische Antikorruptionsbehörde eine Untersuchung gegen Einzelpersonen bezüglich Amtsträgerbestechung im Hinblick auf die Vergabe des Auftrags für das DNI-Projekt an Siemens aus dem Kalenderjahr 1998 durch. Im August 2008 und Februar 2009 wurden Räumlichkeiten von Siemens Argentinien sowie Siemens IT Services S.A. in Buenos Aires durchsucht. Das Unternehmen kooperiert mit den argentinischen Behörden. Der argentinische Untersuchungsrichter hat zudem mehrfach Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft München sowie das Bundesgericht in New York gestellt. Die SEC und das US-Justizministerium haben im Dezember 2011 wegen des Sachverhalts, der den Ermittlungen der argentinischen Behörden zugrunde liegt, Klage gegen insgesamt neun Personen, zum größten Teil ehemalige Siemens-Mitarbeiter, erhoben. Betroffen ist auch das ehemalige Vorstandsmitglied der Siemens AG, Dr. Uriel Sharef. Die Siemens AG ist nicht Verfahrensbeteiligte. Wie berichtet, wurde im Februar 2010 in Griechenland ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss (GPU) eingerichtet, um zu untersuchen, ob griechische Politiker oder Beamte in behauptete Vergehen von Siemens involviert waren. Die Untersuchungen des GPU bezogen sich auf mögliche strafrechtlich relevante Handlungen von Politikern und Beamten. Die griechische Staatsanwaltschaft führt zusätzlich Untersuchungen zu Bestechungs- und Betrugsvorwürfen unter anderem gegen ehemalige Organmitglieder und ehemalige leitende Angestellte der Siemens A.E., Elektrotechnische Projekte und Erzeugnisse, Griechenland (Siemens A.E.), und der Siemens AG durch. Im Januar 2011 hat der GPU in einem Schreiben an Siemens A.E. behauptet, dass der Schaden des griechischen Staats mindestens 2 Mrd. € betrage. Des Weiteren hat der GPU einen Bericht veröffentlicht, der diese Behauptungen wiederholt. Der griechische Staatsminister hat überdies in einem Brief an Siemens angedeutet, dass der griechische Staat von Siemens einen Ausgleich für den behaupteten Schaden fordern wird. Das griechische Parlament stimmte im April 2012 einem Vergleich zwischen Siemens und dem griechischen Staat zu, dessen wesentliche Bestimmungen Folgendes beinhalten: Siemens verzichtet auf Forderungen in Höhe von 80 Mio. €, die aus dem Bereich des öffentlichen Sektors stammen. Darüber hinaus stellt Siemens bis zu 90 Mio. € für verschiedene Antikorruptions- und Transparenzinitiativen sowie Universitäts- beziehungsweise Forschungsprogramme bereit. Siemens A.E. wird durch Siemens mit 100 Mio. € unterstützt werden, um die Präsenz dieser Gesellschaft in Griechenland weiterhin sicherzustellen. Im Gegenzug verzichtet der griechische Staat auf die Geltendmachung zivilrechtlicher Ansprüche oder administrativer Bußgelder in Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen und wird sich für die Beendigung der offenen Auseinandersetzungen zwischen Siemens und griechischen Staatsunternehmen beziehungsweise Behörden einsetzen. Im Februar 2012 informierte die Staatsanwaltschaft München die Siemens AG über ein strafrechtliches Rechtshilfeersuchen der Schweizerischen Bundesanwaltschaft. Die Untersuchung der Schweizerischen Bundesanwaltschaft betraf die schwedische Tochtergesellschaft Siemens Industrial Turbomachinery (SIT) in Verbindung mit angeblichen Zahlungen an Mitarbeiter eines russischen Erdgasförderunternehmens zwischen den Kalenderjahren 2004 und 2006. Im Juli 2013 leitete die Schweizerische Bundesanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen SIT wegen Organisationsverschuldens ein. Im September 2013 wurde das Verfahren eingestellt auf der Grundlage einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung mit der Schweizerischen Bundesanwaltschaft, die eine Entschädigungszahlung an eine gemeinnützige Organisation sowie eine Ausgleichszahlung zur Gewinnabschöpfung in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-US$-Betrags beinhaltete. Wie berichtet, führt die Staatsanwaltschaft Wien, Österreich, eine Untersuchung von Zahlungen aus den Kalenderjahren 1999 bis 2006 in Verbindung mit der Siemens Aktiengesellschaft Österreich und deren Tochtergesellschaft Siemens VAI Metal Technologies GmbH & Co., Österreich, durch, bei denen keine angemessene Gegenleistung erkennbar war. Im September 2011 erweiterte die Staatsanwaltschaft Wien die Untersuchung im Hinblick auf eine mögliche Verbandsverantwortlichkeit der Siemens AG Österreich für Steuerhinterziehung. Siemens kooperiert mit den Behörden. Wie berichtet, sandte die Anti-Corruption Commission in Bangladesch (ACC) im Dezember 2009 ein Auskunftsverlangen an Siemens Bangladesch im Hinblick auf Telekommunikationsprojekte des früheren Bereichs Communications (Com) aus der Zeit vor dem Kalenderjahr 2007. Im Januar 2010 wurde Siemens Bangladesch darüber informiert, dass in diesem Zusammenhang die Abteilung zur Bekämpfung von Geldwäsche der Zentralbank von Bangladesch eine Sonderuntersuchung durchführt. Diese betrifft bestimmte Konten von Siemens Bangladesch und von früheren Mitarbeitern von Siemens Bangladesch in Zusammenhang mit Transaktionen für Com-Projekte in den Kalenderjahren 2002 bis 2006. Im Februar 2010 und im Juni 2012 verlangte die ACC zusätzliche Informationen. Siemens kooperiert mit der Behörde. Wie berichtet, legte im November 2009 sowie im Februar 2010 ein Tochterunternehmen der Siemens AG freiwillig mögliche Verletzungen südafrikanischer Antikorruptionsvorschriften aus der Zeit vor dem Kalenderjahr 2007 gegenüber den zuständigen südafrikanischen Behörden offen. Die Behörden forderten weitere Unterlagen an. Siemens kooperiert mit den Behörden. Wie berichtet, durchsuchte die Staatsanwaltschaft Frankfurt im Juni 2010 Büroräume von Siemens in Deutschland in Zusammenhang mit dem Vorwurf fragwürdiger Zahlungen bei einem Projekt des Sektors Infrastructure & Cities in Thailand. Siemens kooperiert mit der Behörde. Wie berichtet, leitete im August 2010 die Inter-American Development Bank (IADB) ein Sanktionsverfahren unter anderem gegen Siemens IT Solutions and Services Argentinien wegen des Vorwurfs betrügerischer Falschangaben und von Kartellverstößen in Zusammenhang mit einer öffentlichen Ausschreibung aus dem Kalenderjahr 2003 für ein Projekt in der argentinischen Provinz Cordoba ein. Siemens kooperiert mit der IADB. Wie berichtet, leitete im August 2010 die IADB zudem ein Sanktionsverfahren unter anderem gegen Siemens Venezuela wegen des Vorwurfs betrügerischer Falschangaben und Amtsträgerbestechung in Zusammenhang mit einer öffentlichen Ausschreibung aus dem Kalenderjahr 2003 für Projekte im Gesundheitswesen in den venezolanischen Provinzen Anzoategui und Merida ein. Siemens kooperiert mit der IADB. Gegen Siemens werden weiterhin korruptionsbezogene Ermittlungen in einigen Jurisdiktionen weltweit durchgeführt. Dies kann dazu führen, dass Siemens oder einzelne Mitarbeiter wegen Gesetzesverstößen straf- oder zivilrechtlich belangt werden. Ferner kann sich der Umfang der anhängigen Untersuchungen ausweiten, und es können neue Untersuchungen in Zusammenhang mit Vorwürfen hinsichtlich Bestechung oder anderer rechtswidriger Handlungen aufgenommen werden. Negative Folgen können sich daraus auch für die laufende Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage und die Reputation des Unternehmens ergeben, insbesondere in Form von Strafzahlungen, Geldbußen, Vorteilsabschöpfungen, Schadensersatz, Rechtsstreitigkeiten mit Dritten, inklusive Wettbewerbern, formellen oder informellen Ausschlüssen bei der öffentlichen Auftragsvergabe oder in Form von Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis. Weitere - möglicherweise auch wesentliche - Aufwendungen und Rückstellungen für Strafzahlungen, Geldbußen, Schadensersatz oder andere Zahlungen könnten künftig in Zusammenhang mit den Untersuchungen erfasst werden müssen. Zivilrechtliche Verfahren Wie berichtet, hat die Siemens AG im Dezember 2009 mit neun von elf ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern einen Vergleich erreicht. Der Vergleich betrifft Ansprüche aus der Verletzung von Organisations- und Aufsichtspflichten vor dem Hintergrund des Vorwurfs illegaler Geschäftspraktiken im ausländischen Geschäftsverkehr in den Kalenderjahren 2003 bis 2006 und den daraus folgenden finanziellen Belastungen der Gesellschaft. Die Hauptversammlung der Siemens AG hat im Januar 2010 allen neun vorgeschlagenen Vergleichen zwischen der Gesellschaft und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands sowie des Aufsichtsrats zugestimmt. Die Anteilseigner stimmten zudem einem Vergleich zwischen der Gesellschaft und ihren D&O-Versicherern über Ansprüche in Zusammenhang mit Leistungen aus der D&O-Versicherung in einer Größenordnung von bis zu 100 Mio. € zu. Siemens erfasste Erträge von 96 Mio. € netto, nach Abzug damit in Zusammenhang stehender Aufwendungen, aus der D&O-Versicherung und aus den neun Vergleichen. Die Siemens AG hat gegen die beiden nicht vergleichsbereiten ehemaligen Vorstände Dr. Thomas Ganswindt und Heinz-Joachim Neubürger im Januar 2010 Schadensersatzklage beim Landgericht München I eingereicht. Das vor dem Landgericht München I anhängige Verfahren gegen Herrn Dr. Ganswindt wurde im Juli 2011 eingestellt. Vor diesem Hintergrund erzielte die Siemens AG im November 2012 einen Vergleich mit Herrn Dr. Ganswindt, der unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Hauptversammlung stand. Die Hauptversammlung hat dem Vergleich mit Herrn Dr. Ganswindt im Januar 2013 zugestimmt. Siemens hat daher im März 2013 die vor dem Landgericht München I anhängige Klage - wie im Vergleich vorgesehen - zurückgenommen. Die Klage gegen Herrn Heinz-Joachim Neubürger ist weiterhin anhängig. Im Januar 2013 brachte Herr Neubürger eine Widerklage gegen die Siemens AG ein, in der die Übertragung von Aktienzusagen aus den Geschäftsjahren 2004 und 2005, zuzüglich Dividenden und Zinsen verlangt wird. Die Siemens AG setzt sich gegen die Widerklage zur Wehr. Wie berichtet, hat im Juni 2008 die Republik Irak auf der Grundlage der Ergebnisse des »Report of the Independent Inquiry Committee into the United Nations Oil-for-Food Programme« eine unbezifferte Schadensersatzklage beim United States District Court for the Southern District of New York gegen 93 namentlich benannte Beklagte eingereicht. Siemens S.A.S., Frankreich, Siemens Sanayi ve Tikaret A.S., Türkei, und die frühere Siemens-Tochtergesellschaft OSRAM Middle East FZE, Dubai, gehören zu den 93 Beklagten. Im Februar 2013 hat das Gericht die Klage der Republik Irak abgewiesen. Die Republik Irak hat Berufung eingelegt. KARTELLVERFAHREN Wie berichtet, hatte die Europäische Kommission im Februar 2007 eine Untersuchung zu möglichen Kartellrechtsverstößen bei europäischen Herstellern von Hochleistungstransformatoren, unter anderem bei der Siemens AG und bei der im Juli 2005 von Siemens übernommenen VA Technologie AG, Österreich (VA Tech), eingeleitet. Mittlerweile wurde auch das Bundeskartellamt in das Verfahren einbezogen und untersucht die Vorwürfe, soweit sie sich auf den deutschen Markt beziehen. Bei Hochleistungstransformatoren handelt es sich um elektrische Ausrüstung, die einen wesentlichen Bestandteil von Stromübertragungssystemen bildet und die Stromspannung regelt. Im Oktober 2009 verhängte die Europäische Kommission Bußgelder in Höhe von insgesamt 68 Mio. € gegen sieben Unternehmen wegen einer Absprache zur Aufteilung der Märkte in Japan und Europa. Siemens wurde nicht belangt, weil die Gesellschaft diesen Teil des Vorgangs den Behörden freiwillig offengelegt hatte. Das Bundeskartellamt setzte seine Untersuchung hinsichtlich des deutschen Markts fort. Im September 2012 wurde die Untersuchung durch eine einverständliche Verfahrensbeendigung zwischen dem Bundeskartellamt und dem Unternehmen abgeschlossen. Siemens verpflichtete sich zur Zahlung eines Bußgelds im einstelligen Millionen-€-Bereich. Wie berichtet, haben im April 2007 die Siemens AG und frühere VA-Tech-Gesellschaften Klagen vor dem Europäischen Gericht erster Instanz in Luxemburg gegen die Entscheidungen der Europäischen Kommission vom 24. Januar 2007 eingereicht, mit denen gegen Siemens und frühere VA-Tech-Gesellschaften Bußgelder wegen des Vorwurfs kartellrechtswidriger Absprachen bei gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen auf dem europäischen Markt zwischen den Kalenderjahren 1988 und 2004 verhängt wurden. Bei einer gasisolierten Schaltanlage handelt es sich um elektrische Ausrüstung, die einen wesentlichen Bestandteil von Umspannwerken bildet. Die gegen die Siemens AG verhängte Geldbuße betrug 396,6 Mio. € und wurde von der Gesellschaft im Kalenderjahr 2007 bezahlt. Die gegen die im Juli 2005 von Siemens übernommenen früheren VA-Tech-Gesellschaften verhängte Geldbuße betrug 22,1 Mio. €. Zusätzlich haften die früheren VA-Tech-Gesellschaften gesamtschuldnerisch mit Schneider Electric für eine weitere Geldbuße von 4,5 Mio. €. Im März 2011 hat das Europäische Gericht erster Instanz die Klage hinsichtlich des gegen die Siemens AG verhängten Bußgelds abgewiesen und die Bußgelder hinsichtlich der früheren VA-Tech-Gesellschaften neu berechnet. Das Bußgeld, für das die früheren VA-Tech-Gesellschaften gesamtschuldnerisch mit Schneider Electric haften, wurde auf 8,1 Mio. € festgesetzt. Die Siemens AG sowie frühere VA-Tech-Gesellschaften haben gegen die Entscheidung im Mai 2011 Rechtsmittel eingelegt. Zusätzlich zu diesem Verfahren laufen auch in Brasilien, der Tschechischen Republik und der Slowakei Untersuchungen wegen vergleichbarer möglicher Kartellverstöße. Im Oktober 2010 hat der High Court von Neuseeland entsprechende Ansprüche gegen Siemens abgewiesen. Wie berichtet, forderte im September 2011 die israelische Kartellbehörde Siemens zu einer rechtlichen Stellungnahme im Hinblick auf eine angebliche wettbewerbsbeschränkende Absprache zwischen April 1988 und April 2004 im Bereich gasisolierter Schaltanlagen auf. Im September 2013 veröffentlichte die israelische Kartellbehörde einen Grundlagenbescheid, wonach die Siemens AG an einer wettbewerbswidrigen Absprache betreffend den israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen zwischen 1988 und 2004 mit einer Unterbrechung von Oktober 1999 bis Februar 2002 teilgenommen hat. Das Unternehmen prüft, ob gegen diese Entscheidung Rechtsmittel eingelegt werden sollen. Basierend auf dem vorerwähnten Grundlagenbescheid der israelischen Kartellbehörde, haben im September 2013 Stromverbrauchergruppen zwei Sammelklagen vor einem israelischen Bezirksgericht gegen verschiedene Gesellschaften, unter anderem die Siemens AG, eingereicht. Die Kläger verlangen Ersatz für angebliche Schäden von 582 Mio. €. Darüber hinaus bereitet die Israel Electric Corporation (IEC) einer Ad-hoc-Mitteilung zufolge parallel die Erhebung einer Schadensersatzklage gegen die Siemens AG und andere Gesellschaften vor, die angeblich ein Kartell am israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen gebildet haben. Die Siemens AG setzt sich gegen die Klagen zur Wehr. Wie berichtet, durchsuchte im November 2010 die griechische Kartellbehörde die Büroräume der Siemens S.A. in Athen in Zusammenhang mit dem Vorwurf wettbewerbswidriger Handlungen auf den Gebieten Telekommunikation und Sicherheit. Im August 2012 wurden die Ermittlungen auf Grundlage der vorerwähnten Einigung zwischen Siemens und dem griechischen Staat sanktionslos eingestellt. In Zusammenhang mit dem Bußgeldbescheid der EU-Kommission vom 24. Januar 2007 wegen angeblicher kartellrechtswidriger Absprachen bei gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen werden Ansprüche gegen Siemens geltend gemacht. Unter anderem hat im November 2008 National Grid Electricity Transmission Plc. (National Grid) eine Klage beim High Court of England and Wales eingereicht. 21 Gesellschaften, einschließlich der Siemens AG und einiger ihrer Tochterunternehmen, wurden als Beklagte benannt. National Grid forderte ursprünglich insgesamt rund 249 Mio. £ als Schadensersatz nebst Zinsen und Zinseszinsen. Im November 2012 erhöhte National Grid den Gesamtbetrag auf 364 Mio. £ aufgrund angefallener Zinsen und Zinseszinsen. Siemens hält die Behauptungen von National Grid für unbegründet. Wie dargestellt, wurde gegen den Bußgeldbescheid der Europäischen Kommission Klage beim Europäischen Gericht erster Instanz eingereicht. Im Juni 2009 hat das High Court of England and Wales das bei ihm anhängige Verfahren ausgesetzt. Im Juni 2009 haben die Siemens-Gesellschaften ihre Klageerwiderung eingereicht und beantragt, die Klage von National Grid zurückzuweisen. Im November 2012 wurde eine verfahrensleitende Verhandlung (Case Management Conference) abgehalten. Das High Court of England and Wales hob die im Juni 2009 gewährte Verfahrensaussetzung auf und entschied über den Umfang des weiteren Beweisverfahrens (Discovery) und setzte einen Zeitplan für den Zeitraum bis zu der im Kalenderjahr 2014 erwarteten Verhandlung fest. Wie berichtet, durchsuchte im Dezember 2010 und im März 2011 die türkische Kartellbehörde die Büroräume mehrerer auf dem Gebiet der medizinischen Diagnostik tätiger Unternehmen, unter anderem der Siemens Healthcare Diagnostik Ticaret Limited Sirketi, Türkei, in Zusammenhang mit dem Vorwurf wettbewerbswidriger Absprachen. Siemens kooperierte mit der Behörde. Im Mai 2012 entschied die türkische Kartellbehörde, dass keine Gesetzesverletzung vorgelegen hat, und beendete das Verfahren. Wie berichtet, durchsuchte im Februar 2010 die italienische Kartellbehörde die Büroräume mehrerer auf dem Gebiet der Medizintechnik tätiger Unternehmen, unter anderem jene der Siemens Healthcare Diagnostics S.r.l. und der Siemens S.p.A. Die Untersuchung betrifft den Vorwurf wettbewerbswidriger Absprachen bei einer Ausschreibung für die Lieferung medizinischer Geräte der Beschaffungsbehörde für den öffentlichen Gesundheitssektor der italienischen Region Kampanien im Kalenderjahr 2009. Im Mai 2011 hat die italienische Kartellbehörde eine Mitteilung der Beschwerdepunkte an die von der Untersuchung betroffenen Unternehmen gesandt. In der Mitteilung der Beschwerdepunkte wurde das Verfahren gegen Siemens Healthcare Diagnostics S.r.l. für beendet erklärt, aber Siemens S.p.A. beschuldigt, an einer wettbewerbsbeschränkenden Absprache beteiligt gewesen zu sein. Im August 2011 verhängte die italienische Kartellbehörde gegen mehrere Unternehmen, einschließlich Siemens S.p.A., wegen des Vorwurfs wettbewerbswidrigen Verhaltens Bußgelder. Das gegen Siemens S.p.A. verhängte Bußgeld beläuft sich auf 1,1 Mio. €. Das Unternehmen hat die Entscheidung angefochten. Im April 2012 hob das Regionale Verwaltungsgericht die Entscheidung der italienischen Kartellbehörde auf. Im November 2012 legte die italienische Kartellbehörde Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Regionalen Verwaltungsgerichts ein. Wie berichtet, forderte im September 2011 die pakistanische Wettbewerbsbehörde Siemens Pakistan Engineering Co. Ltd., Pakistan (Siemens Pakistan), zu einer rechtlichen Stellungnahme im Hinblick auf eine angeblich seit dem Kalenderjahr 2007 bestehende wettbewerbsbeschränkende Absprache im Bereich von Transformatoren sowie luftisolierten Schaltanlagen auf. Siemens kooperierte mit der Behörde. Im Dezember 2011 beantragte Siemens Pakistan den Kronzeugenstatus. Im April 2012 sprach die pakistanische Wettbewerbsbehörde den Kronzeugenstatus zu und gewährte Siemens Pakistan für das vorgeworfene Fehlverhalten eine Bußgeldreduzierung von 100 %. Wie berichtet, bekräftigte im Juni 2007 die türkische Wettbewerbsbehörde ihre frühere Entscheidung, wonach wegen Kartellrechtsverstößen auf dem Gebiet der Verkehrssignalanlagen ein Bußgeld von umgerechnet 6 Mio. € gegen Siemens Sanayi ve Ticaret A.S., Türkei verhängt wird. Siemens Sanayi ve Ticaret A.S. hat dagegen Rechtsmittel eingelegt, über die noch nicht entschieden ist. Im Mai 2012 informierte die brasilianische Wettbewerbsbehörde Siemens Ltda., Brasilien, über eine Untersuchung wettbewerbswidriger Handlungen im Bereich von luftisolierten Schaltanlagen und weiteren Produkten in den Kalenderjahren 1997 bis 2006. Siemens kooperiert mit der Behörde. Wie oben erwähnt, schloss im Mai 2013 Siemens Ltda., Brasilien, mit dem Administrative Council for Economic Defense sowie weiteren beteiligten Behörden eine Kronzeugenvereinbarung im Hinblick auf mögliche Kartellrechtsverletzungen in Zusammenhang mit verschiedenen brasilianischen Metro-Verkehrsprojekten. Siemens kooperiert mit der Behörde. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass wesentliche Kartellschadensersatzansprüche von Kunden, basierend auf den Ergebnissen der Untersuchungen gegenüber Siemens Ltda., Brasilien, geltend gemacht werden. ANDERE VERFAHREN Wie berichtet, ist die Siemens AG Mitglied eines Lieferantenkonsortiums, das von Teollisuuden Voima Oyj (TVO) mit der Errichtung des schlüsselfertigen Kernkraftwerks »Olkiluoto 3« in Finnland beauftragt wurde. Ein Anteil von rund 27 % des Vertragspreises, der dem Lieferantenkonsortium zusteht, entfällt auf die Siemens AG. Das andere Mitglied des Lieferantenkonsortiums ist ein weiteres Konsortium, bestehend aus Areva NP S.A.S. und deren 100 %igem Tochterunternehmen Areva NP GmbH. Der vereinbarte Fertigstellungstermin für das Kernkraftwerk war der 30. April 2009. Die Fertigstellung des Kraftwerks hat sich aus Gründen verzögert, die strittig sind. Im Dezember 2011 informierte das Lieferantenkonsortium TVO, dass die Fertigstellung der Anlage für August 2014 erwartet wird. Im Februar 2013 teilte TVO mit, man bereite sich auf die Möglichkeit vor, dass der Beginn der regelmäßigen Stromerzeugung der Anlage bis in das Kalenderjahr 2016 verschoben werden könnte. Das Lieferantenkonsortium und TVO setzen derzeit die Bewertung des Terminplans und des Risikos weiterer Verzögerungen im Detail fort. Die Endphasen der Fertigstellung der Anlage erfordern die vollumfängliche Kooperation aller beteiligten Parteien. Das Lieferantenkonsortium erhob im Dezember 2008 eine Schiedsklage gegen TVO und forderte Bauzeitverlängerung, Nachträge, Abschlagszahlungen, Schadensersatz und Zinsen. Im Juni 2011 hat das Lieferantenkonsortium seine monetäre Forderung auf 1,94 Mrd. € angehoben. TVO hat die Ansprüche bestritten und widerklagend Gegenansprüche geltend gemacht, die im Wesentlichen aus Verzugsschadensersatzansprüchen bestehen. Im Juni 2012 hat das Schiedsgericht in einem Teilschiedsspruch die Freigabe von zurückbehaltenen Abschlagszahlungen an das Lieferantenkonsortium in Höhe von rund 101 Mio. €, zuzüglich Zinsen, angewiesen. Zum September 2012 beliefen sich TVOs angebliche Gegenforderungen auf 1,59 Mrd. €, basierend auf einem Verzug von bis zu 56 Monaten. Auf Basis einer Fertigstellung im August 2014 schätzt TVO seine Gegenforderungen auf 1,77 Mrd. €. Der weitere Verzug über 56 Monate (über Dezember 2013) hinaus sowie die weitere Verzögerung im Terminplan, die derzeit von dem Lieferantenkonsortium und TVO bewertet wird, könnten TVO veranlassen, seine Gegenansprüche weiter zu erhöhen. Im Oktober 2013 hat das Lieferantenkonsortium seinen Anspruch auf Bauzeitverlängerung erhöht und seine monetäre Forderung auf 2,65 Mrd. € angehoben. Das Schiedsverfahren kann noch mehrere Jahre andauern. Wie berichtet, hat die Siemens AG ihr Gemeinschaftsunternehmen mit Areva S.A. (Areva) im Januar 2009 gekündigt. In der Folge wurden Gespräche mit der staatlichen Atomenergiegesellschaft Rosatom (Rosatom) über eine mögliche neue Partnerschaft aufgenommen, die im Bereich des Kernkraftwerkbaus tätig sein sollte und in der die Siemens AG Minderheitsaktionär gewesen wäre. Im April 2009 hat Areva eine ICC-Schiedsklage gegen die Siemens AG eingereicht. Areva hat in der Schiedsklage beantragt, der Siemens AG zu untersagen, diese Verhandlungen mit Rosatom fortzuführen, eine Verletzung wesentlicher Vertragspflichten durch die Siemens AG festzustellen und den an die Siemens AG zu zahlenden Kaufpreis für den Anteil der Siemens AG an dem Gemeinschaftsunternehmen Areva NP S.A.S. herabzusetzen. Das Urteil des Schiedsgerichts wurde im Mai 2011 zugestellt. Aufgrund des Schiedsurteils musste Siemens an Areva pauschalierten Schadensersatz in Höhe von 648 Mio. €, zuzüglich Zinsen, zahlen. Das umstrittene Wettbewerbsverbot wurde nach dem Schiedsspruch auf vier Jahre (endend im September 2013) verkürzt. Wie berichtet, ist Siemens an einem Kraftwerksbau in den USA beteiligt. Siemens Energy, Inc., USA, und Kvaerner North American Construction, Inc., USA (Kvaerner), sind Konsortialpartner bei diesem Projekt, das von Longview Power LLC, USA (Longview), in Auftrag gegeben wurde. Foster Wheeler North America Corp, USA (Foster Wheeler), lieferte dafür den Betriebskessel. Kvaerner erhob im Juni 2011 Schiedsgerichtsklage vor der American Arbitration Association, und im Oktober und November 2012 erhoben die Parteien untereinander Schadensersatzklagen. Longview und Foster Wheeler fordern von den Konsortialpartnern insgesamt rund 243 Mio. US$. Siemens machte Schadensersatzansprüche von rund 110 Mio. US$ gegen Longview und Foster Wheeler geltend. Kvaerner fordert rund 252,8 Mio. US$ von Longview und Foster Wheeler. Longview hat nach Kapitel 11 der US-Konkursordnung ein gerichtliches Reorganisationsverfahren eingeleitet. Dies kann zu Verzögerungen des Schiedsverfahrens in Bezug auf Klage und Widerklage führen. Im Juli 2008 hat Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE) in Deutschland vor dem Landgericht München eine Auskunftsklage gegenüber der Siemens AG mit dem Ziel erhoben, Siemens zu verurteilen, die Ergebnisse seiner internen Ermittlungen offenzulegen, soweit diese OTE betreffen. OTE begehrt Auskunft zu den Vorwürfen angeblicher unlauterer Einflussnahme und / oder Bestechung in Zusammenhang mit Aufträgen, die zwischen den Kalenderjahren 1992 und 2006 zwischen der Siemens AG und OTE abgeschlossen wurden. OTE hat im Mai 2009 in Griechenland Akteneinsicht durch die Staatsanwaltschaft erhalten. OTE hat Ende Juli 2010 die Klage erweitert und beantragt, die Siemens AG wegen angeblich an OTE-Mitarbeiter geleisteter Bestechungszahlungen zur Zahlung von Schadensersatz an OTE in Höhe von mindestens 57,07 Mio. € zu verurteilen. Während sich die Siemens AG weiterhin gegen die erweiterte Klage zur Wehr setzt, führen die Siemens AG und OTE die Gespräche zur Beilegung der Angelegenheit fort. Wie berichtet, hat sich die Siemens A.E. im Mai 2003 in Form eines Subunternehmervertrags gegenüber Science Applications International Corporation, Delaware, USA (SAIC), im Vorfeld der Olympischen Spiele in Athen zur Lieferung und Installation eines bedeutenden Anteils an einem Sicherheitsüberwachungssystem (sogenanntes C4I-Projekt) verpflichtet. Siemens A.E. erfüllte seine Pflichten aus dem Subunternehmervertrag. Dennoch rügte der griechische Staat Mängel am C4I-System und machte Minderungen in zweistelliger Millionen-€-Höhe geltend. Darüber hinaus hält der griechische Staat die Schlusszahlung in Höhe eines zweistelligen Millionen-€-Betrags zurück unter Hinweis auf die bislang angeblich nicht erfolgte formale Endabnahme des Projekts. Obwohl Siemens A.E. nicht Vertragspartner des griechischen Staats ist, haben die verweigerten Zahlungen aufgrund des mit SAIC bestehenden Subunternehmervertrags wirtschaftlich auch auf Siemens A.E. Auswirkungen. SAIC hat ein Schiedsverfahren eingeleitet, in dem sämtliche Ansprüche Griechenlands und die Zulässigkeit der Einbehalte bestritten werden. Im Juli 2013 erließ das Schiedsgericht das Schiedsurteil, mit dem der griechische Staat zur Zahlung von circa 40 Mio. € an SAIC verpflichtet wird. Der griechische Staat wehrt sich gegen die Vollstreckung des Schiedsurteils. Eine endgültige Beilegung wurde erschwert durch öffentliche Bestechungs- und Betrugsvorwürfe gegen Siemens A.E. in Griechenland und die damit einhergehende negative Presseberichterstattung zum C4I-System. Wie berichtet, führen russische Behörden umfassende Untersuchungen im Hinblick auf mögliche betrügerische Aktivitäten von Wiederverkäufern und Amtsträgern in Zusammenhang mit der Beschaffung von medizinischen Geräten durch den öffentlichen Sektor durch. Wie auch andere Lieferanten von medizinischen Geräten hat OOO Siemens, Russland, zahlreiche Auskunftsersuchen erhalten, und Anfragen von den Behörden zu Ausschreibungen im öffentlichen Gesundheitswesen wurden vor Ort gestellt. OOO Siemens kooperiert bei den andauernden Untersuchungen, die sich auch auf bestimmte einzelne Mitarbeiter beziehen. Wie berichtet, durchsuchte im April 2009 der Defense Criminal Investigative Service des US-Verteidigungsministeriums die Räumlichkeiten von Siemens Medical Solutions USA, Inc., USA, in Malvern, Pennsylvania, in Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren hinsichtlich eines Siemens-Vertrags mit dem US-Verteidigungsministerium über die Lieferung medizinischer Geräte. Siemens kooperiert mit der Behörde. Wie berichtet, legten im Juni 2009 die Siemens AG und zwei Tochtergesellschaften unter anderem mögliche Verletzungen der U.S. Export Administration Regulations gegenüber den zuständigen US-Behörden freiwillig offen. Im Oktober 2011 teilte das U.S. Department of Commerce Siemens mit, das dortige Verfahren sei ohne weitere Maßnahmen eingestellt worden. Im Januar 2013 teilte das U.S. Department of the Treasury Siemens mit, das dortige Verfahren sei ohne weitere Maßnahmen eingestellt worden. Wie berichtet, stellte im Dezember 2011 das United States Attorney's Office for the Northern District of New York Siemens ein Auskunftsersuchen (Grand Jury Subpoena) zu mit der Aufforderung, Unterlagen zu Zahlungen an Berater für Geschäftsvorgänge von Building Technologies im Bundesstaat New York im Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis zum 30. September 2011 vorzulegen. Im Juni 2013 teilte die Behörde mit, dass das Verfahren eingestellt wurde. Im Februar 2012 stellte das United States Attorney 's Office for the Eastern District of New York Siemens Healthcare Diagnostics Inc., USA, ein Auskunftsersuchen (Subpoena) zu mit der Aufforderung, Informationen über ein Diagnoseverfahren vorzulegen. Siemens kooperiert mit der Behörde. Im Januar 2013 schloss Siemens Electrical LLC, USA (Siemens Electrical), eine Siemens Industry Inc., USA, vollständig gehörende Gesellschaft, eine Vereinbarung über die Aussetzung der Strafverfolgung (Deferred Prosecution Agreement, DPA) mit dem New York County District Attorney 's Office. Das DPA bezieht sich auf Fehlverhalten in Bezug auf Vorgaben für Elektromeister und Minderheiten-Geschäftsbetriebe bei Verträgen mit dem New York City Department of Environmental Protection. Die für das außer Streit gestellte Fehlverhalten verantwortlichen Personen waren frühere Geschäftspartner der Vorgängergesellschaft von Siemens Electrical. Gemäß dem DPA verpflichtete sich Siemens Electrical unter anderem zur Zahlung eines Verfallsbetrags von 10 Mio. US$. Der Vorgang wird nach zwei Jahren geschlossen, sofern Siemens bestimmte, in dem DPA vorgesehene Auflagen einhält. Im März 2013 reichten Nokia Siemens Networks Holding B.V. (NSN), Nokia Corporation und Nokia Finance International B.V. Schiedsklage gegen die Siemens AG ein. Sie forderten Schadensersatz in Höhe von 238 Mio. € wegen angeblicher Verletzungen des zwischen den Parteien im Jahr 2007 abgeschlossenen Rahmenvertrags (Framework Agreements). Die Ansprüche bezogen sich auf einen Vertrag, der an eine Tochtergesellschaft von NSN übertragen worden war. In Zusammenhang mit dem Verkauf der NSN-Anteile der Siemens AG an Nokia am 1. Juli 2013 haben die Parteien den Rechtsstreit einvernehmlich beendet. Ende Oktober 2013 hat die Essent Wind Nordsee Ost Planungs- und Betriebsgesellschaft mbH eine Schiedsklage gegen die Siemens AG eingeleitet wegen angeblicher Vertragsverletzungen eines zwischen den Parteien in 2010 geschlossenen Vertrags zur Lieferung eines Umspannwerks. Die Schiedsklägerin fordert Schadensersatz in Höhe von 256 Mio. € zuzüglich Zinsen und begehrt die Feststellung, dass die Siemens AG alle künftigen Schäden ersetzen muss, wobei diese mit 152 Mio. € beziffert werden. Die Siemens AG wird sich gegen diese Schiedsklage zur Wehr setzen. Zu Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37, Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen, geforderte Angaben nicht gemacht, sofern das Unternehmen zu dem Schluss kommt, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Rechtsstreits ernsthaft beeinträchtigen können. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Untersuchungen und Rechtsstreitigkeiten sind die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften in Zusammenhang mit ihren Geschäftstätigkeiten als diversifizierter, global präsenter Konzern in verschiedenen weiteren Rechtsstreitigkeiten und Verfahren als Beklagte benannt worden. Zum Teil sind diese anhängigen Ansprüche bereits offengelegt worden. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten werden Schadensersatzansprüche in unbestimmter Höhe sowie Strafschadensersatz (Punitive Damages) geltend gemacht. Zeitweise ist Siemens auch Gegenstand von weiteren über die oben genannten hinausgehenden behördlichen Ermittlungen. Siemens kooperiert mit den zuständigen Behörden in unterschiedlichen Jurisdiktionen und führt, soweit es angebracht ist, interne Untersuchungen bezüglich des behaupteten Fehlverhaltens durch, unterstützt durch interne und externe Rechtsberater. Angesichts der Zahl von Rechtsstreitigkeiten und anderen Verfahren, an denen Siemens beteiligt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass in einigen dieser Verfahren negative Entscheidungen für Siemens ergehen könnten. Siemens verteidigt sich in Rechtsstreitigkeiten und Verfahren, soweit dies angemessen ist. Eine Prognose von Verfahrensergebnissen ist, insbesondere in Fällen, in denen die Anspruchsteller unbestimmte Schadensersatzansprüche geltend machen, mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden; im Hinblick darauf kann Siemens keine Vorhersage darüber treffen, welche Verpflichtungen sich aus solchen Verfahren eventuell ergeben könnten. Eventuelle negative Entscheidungen in den in diesem Abschnitt beschriebenen Fällen könnten wesentliche Auswirkungen auf die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in dem jeweiligen Berichtszeitraum haben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erwartet Siemens jedoch aus den in diesem Abschnitt nicht separat dargestellten weiteren Rechtsthemen keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf seine Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. ZIFFER 30 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Finanzielle Vermögenswerte Darlehen und Forderungen 29.331 28.439 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.190 10.891 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 625 1.918 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1.705 1.410 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.161 1.546 43.010 44.203 Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 29.704 30.160 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 887 920 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 160 204 30.751 31.284 Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet waren. scroll 30. September 2013 30. September 2012 (in Mio. €) Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen1 12.944 12.944 13.344 13.344 Forderungen aus Finanzierungsleasing 5.261 5.261 5.059 5.059 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9.190 9.190 10.891 10.891 Sonstige nicht derivative finanzielle Vermögenswerte 11.126 11.126 10.036 10.036 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte2 - 167 - 293 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten Anleihen und Schuldverschreibungen 18.742 18.491 18.460 18.212 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen3 7.599 7.599 8.036 8.036 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden 1.821 1.832 2.340 2.334 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 167 130 202 161 Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.651 1.651 1.418 1.418 1 Setzte sich zusammen aus (1) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 12.932 (im Vj. 13.310) Mio. € sowie (2) Forderungen, die im Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte enthalten waren von 11 (im Vj. 34) Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten betrugen 612 (im Vj. 685) Mio. €. 2 Beinhaltete zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte von Siemens nicht zuverlässig ermittelt werden konnten und die daher zu Anschaffungskosten bewertet wurden. 3 Beinhaltete Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten in Höhe von 32 (im Vj. 128) Mio. €. Der Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthielt 320 (im Vj. 199) Mio. €, die Siemens vor allem aufgrund von Mindestreserveverpflichtungen gegenüber Banken nicht zur Verfügung standen. Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von 344 (im Vj. 500) Mio. € wurden von Siemens als Sicherheit gestellt. Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen jeweils mit einer Restlaufzeit von bis zu zwölf Monaten, sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie unter revolvierenden Kreditlinien aufgenommenen Mitteln entsprechen annähernd ihren Buchwerten. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit dieser Instrumente. Das Unternehmen bewertet festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten, inklusive der Forderungen aus Finanzierungsleasing, auf der Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze, spezifischer Länderrisiken, der individuellen Bonität der Kunden und der Risikostruktur des finanzierten Projekts. Auf der Grundlage dieser Bewertung erfasst Siemens Wertberichtigungen auf die genannten Forderungen. Wie im Vorjahr entsprachen die Buchwerte dieser Forderungen, abzüglich der gebildeten Wertberichtigungen, annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten. Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten Anleihen und Schuldverschreibungen basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Den beizulegenden Zeitwert von nicht börsennotierten Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt Siemens durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzschulden mit vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten aktuell geltenden Zinsen. Die folgende Tabelle zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten: scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.994 1.252 Derivative Finanzinstrumente 2.330 3.328 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 1.587 1.202 In Verbindung mit Fair Value Hedges 472 1.783 Währungsderivate 6 22 Zinsderivate 466 1.761 In Verbindung mit Cashflow Hedges 153 135 Währungsderivate 152 132 Rohstoffderivate 1 3 Eingebettete Derivate 118 208 4.324 4.580 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Derivative Finanzinstrumente 1.047 1.125 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 765 823 In Verbindung mit Fair Value Hedges 8 11 Währungsderivate 3 2 Zinsderivate 5 9 In Verbindung mit Cashflow Hedges 152 193 Währungsderivate 148 185 Zinsderivate - 8 Rohstoffderivate 3 - Eingebettete Derivate 122 98 1.047 1.125 Der beizulegende Zeitwert der auf einem aktiven Markt notierten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert von nicht notierten Schuldinstrumenten wird durch Abzinsung künftiger Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinssätzen ermittelt. Die Gesellschaft begrenzt Ausfallrisiken aus derivativen Finanzinstrumenten durch eine sorgfältige Auswahl der Vertragspartner. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich mit Finanzinstituten mit einem Kreditrating von mindestens »Investment Grade« abgeschlossen. Bei der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert fließen alle Faktoren ein, die Marktteilnehmer berücksichtigen würden, einschließlich der Kreditrisiken der Vertragspartner. Wie die beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente im Einzelnen ermittelt werden, hängt von der Art des Instruments ab: Zinsderivate - Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten (zum Beispiel Zinsswaps) ergibt sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts unter Einsatz aktueller Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven. Zinsfutures und Zinsoptionen werden mit ihrem Kurswert bewertet, sofern ein solcher vorhanden ist. Wenn Kurswerte nicht vorhanden sind, werden Zinsoptionen auf der Grundlage von Optionspreismodellen bewertet. Währungsderivate - Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich auf Basis von Devisenterminkursen. Währungsoptionen bewertet Siemens mit ihrem Kurswert oder auf der Grundlage von Optionspreismodellen. Rohstoffderivate - Der beizulegende Zeitwert von Rohstoffswaps ergibt sich auf Basis von Rohstoffterminpreisen. Rohstoffoptionen bewertet Siemens mit ihrem Kurswert oder auf der Grundlage von Optionspreismodellen. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (zum Beispiel schwebende Geschäfte und geplante Transaktionen) unberücksichtigt. Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten: scroll 30. September 2013 (in Mio. €) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.884 110 - 1.994 Derivative Finanzinstrumente - 2.330 - 2.330 Gesamt 1.884 2.440 - 4.324 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Derivative Finanzinstrumente - 1.047 - 1.047 scroll 30. September 2012 (in Mio. €) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.252 - - 1.252 Derivative Finanzinstrumente - 3.328 - 3.328 Gesamt 1.252 3.328 - 4.580 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert Derivative Finanzinstrumente - 1.125 - 1.125 Die Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten und ihre Anwendung auf die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von Siemens sind im Folgenden beschrieben: Stufe 1: Notierte Preise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf aktiven Märkten; Stufe 2: Andere Bewertungsfaktoren als notierte Marktpreise, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten direkt (das heißt als Preise) oder indirekt (das heißt abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind; und Stufe 3: Bewertungsfaktoren für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne / -verluste aus Finanzinstrumenten: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 1 11 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 99 83 Darlehen und Forderungen - 178 - 238 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 408 - 258 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 363 - 189 Nettogewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten beinhalteten wie im Vorjahr Nettogewinne aus der Ausbuchung und Wertminderungsaufwand. Nettoverluste aus Darlehen und Forderungen enthielten Veränderungen der Wertberichtigungen, Gewinne / Verluste aus der Ausbuchung sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Darlehen und Forderungen. Nettogewinne / -verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten setzten sich aus Gewinnen / Verlusten aus der Ausbuchung und dem ineffektiven Teil von Fair Value Hedges zusammen. Nettogewinne / -verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthielten Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten (einschließlich Zinserträge und -aufwendungen), für die die Regelungen zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nicht angewendet wurden. Die dargestellten Beträge umfassen Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Realisierung sowie aus der Bewertung der oben genannten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. ZIFFER 31 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsaktivitäten Im Rahmen des Risikomanagements setzt das Unternehmen eine Vielzahl von derivativen Finanzinstrumenten ein, um die Risiken hauptsächlich aus Wechselkurs-, Zins- und Rohstoffpreisschwankungen zu vermindern. Die beizulegenden Zeitwerte der als finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanzierten einzelnen Arten von derivativen Finanzinstrumenten stellten sich wie folgt dar: scroll 30. September 2013 30. September 2012 (in Mio. €) Aktiva Passiva Aktiva Passiva Devisentermingeschäfte 416 331 343 325 Zinsswaps und kombinierte Zins-Währungsswaps 1.637 261 2.577 534 Rohstoffswaps 35 49 36 27 Eingebettete Derivate 118 122 208 98 Optionen 123 281 164 141 Credit Default Swaps - 4 - - 2.330 1.047 3.328 1.125 FREMDWÄHRUNGSRISIKOMANAGEMENT Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Unternehmen sichert Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, Finanzschulden sowie schwebenden Geschäften und geplanten Transaktionen resultieren, vorwiegend durch einen konzernweiten Portfolioansatz. Dieser besteht darin, die konzernweiten Risiken zentral zu bündeln und durch den Einsatz verschiedener derivativer Finanzinstrumente - vor allem Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und -optionen - zu minimieren. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting). Dementsprechend werden alle diese derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert in der Konzernbilanz erfasst, entweder unter den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten oder unter den Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten. Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam erfasst. Siemens bilanziert auch Währungsderivate, die in bestimmte Kauf- und Verkaufsverträge eingebettet sind. Diese Verträge sind weder in der funktionalen Währung der wesentlichen Vertragspartner abgeschlossen noch lauten sie auf eine Währung, die üblicherweise in dem wirtschaftlichen Umfeld verwendet wird, in dem der Vertrag abgewickelt wird. Die Gewinne / Verluste aus solchen eingebetteten Währungsderivaten erfasst das Unternehmen unter dem Posten Umsatzkosten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Sicherungsaktivitäten Die operativen Einheiten des Unternehmens wenden für bestimmte wesentliche, in Fremdwährung lautende geplante Transaktionen und schwebende Geschäfte Hedge Accounting an. Siemens setzt in erster Linie Devisentermingeschäfte ein, um das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Käufen und Verkäufen sowie schwebenden Geschäften zu vermindern. Dieses Risiko resultiert vor allem aus auf US$ lautenden langfristigen Verträgen, zum Beispiel im Projektgeschäft, und dem Standardproduktgeschäft der operativen Einheiten von Siemens. Cashflow Hedges Wie im Vorjahr war der ineffektive Teil der Cashflow Hedges sowohl einzeln als auch insgesamt betrachtet unwesentlich. Die abgesicherten geplanten Transaktionen und schwebenden Geschäfte in Fremdwährung werden voraussichtlich in den folgenden Geschäftsjahren erfolgswirksam: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2014 2015 2016 bis 2018 2019 und danach Erwarteter Gewinn / Verlust, der vom Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern in die Posten Umsatzerlöse / Umsatzkosten umgegliedert wird 54 - 14 - 36 3 ZINSRISIKOMANAGEMENT Das Zinsrisiko resultiert aus der Sensitivität von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Bezug auf Veränderungen der Marktzinssätze. Das Unternehmen ist bestrebt, solche Risiken durch den Einsatz von Zinsderivaten wie Zinsswaps, Optionen und Zinstermingeschäften (Futures sowie Forward Rate Agreements) zu begrenzen. Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Zinsrisikomanagement des Konzerns, das SFS-Geschäft ausgenommen, nutzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines portfoliobasierten Ansatzes zur aktiven Steuerung des Zinsrisikos unter Zugrundelegung eines Orientierungswerts (Benchmark). Das Zinsrisikomanagement des SFS-Geschäfts erfolgt weiterhin als separater Portfolioansatz unter Berücksichtigung der Zinsstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von SFS. Keiner der beiden Ansätze erfüllt die Voraussetzungen für eine Anwendung der Regelungen zum Hedge Accounting. Dementsprechend erfasst Siemens alle in diesem Zusammenhang gehaltenen Zinsderivate zum beizulegenden Zeitwert, entweder unter den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten oder unter den Posten Sonstige finanzielle Vermögenswerte / Verbindlichkeiten. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfasst das Unternehmen erfolgswirksam im Posten Sonstiges Finanzergebnis. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus Zinsswaps, die der Absicherung dienen, wird ebenfalls im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst. Fair Value Hedges für festverzinsliche Finanzschulden Auf der Grundlage der bestehenden Zinsswap-Kontrakte zahlte das Unternehmen einen variablen Zinssatz auf einen Kapitalbetrag und erhielt im Gegenzug dafür Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes auf denselben Betrag. Diese Zinsswaps gleichen die Auswirkungen künftiger Veränderungen der als abgesichertes Risiko dokumentierten Zinssätze auf den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschulden aus. Siemens weist die Zinsswaps zum beizulegenden Zeitwert in der Konzernbilanz aus. Den entsprechenden Anteil der dadurch abgesicherten festverzinslichen Finanzschulden erfasst das Unternehmen als Summe aus deren Buchwert und einer Wertkorrektur. Diese Wertkorrektur entspricht der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Finanzschulden aufgrund des jeweils abgesicherten Zinsrisikos. Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps sowie die gegenläufigen Veränderungen der Wertkorrektur des Buchwerts des abgesicherten Anteils der festverzinslichen Finanzschulden werden im Posten Sonstiges Finanzergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aus den Buchwertanpassungen der Finanzschulden ergab sich ein Gewinn von 293 (im Vj. Verlust von 227) Mio. €, während die zugehörigen Zinsswaps zu einem Verlust von 305 (im Vj. Gewinn von 233) Mio. € führten. Dementsprechend wurde ein Nettoergebnis, das den ineffektiven Teil der Sicherungsbeziehung darstellte, in Höhe von - 12 (im Vj. 7) Mio. € im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus solchen Zinsswaps wurde in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der bestehenden Zinsswaps zahlt Siemens einen variablen Zinssatz von durchschnittlich 0,3 % (im Vj. 0,5 %) und erhält einen durchschnittlichen Festzinssatz von 3,5 % (im Vj. 5,1 %). Der abgesicherte Nominalbetrag der Finanzschulden betrug 7.100 (im Vj. 11.253) Mio. €. Damit wurden 41 % (im Vj. 66 %) des Bestands an Anleihen und Schuldverschreibungen des Unternehmens von festverzinslich auf variabel verzinslich getauscht. Die Zinsswap-Kontrakte werden zu unterschiedlichen Terminen fällig, da sie auf die Laufzeiten der abgesicherten Positionen abgestimmt sind. Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps, die Finanzschulden absicherten, betrug netto, das heißt ohne Berücksichtigung abgegrenzter Zinsen, 385 (im Vj. 1.586) Mio. €. Um das Kontrahentenrisiko zu reduzieren, hat Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr für mehrere Zinsswaps eine Anpassung des festen Zinssatzes an das Marktniveau vereinbart und dafür einen Marktwertausgleich erhalten. Cashflow Hedges für ein variabel verzinsliches Darlehen Im Vorjahr wandte Siemens Cashflow Hedge Accounting für 50 % eines variabel verzinslichen 1 Mrd. US$-Darlehens an. Um von den niedrigen Zinssätzen in den USA zu profitieren, wurden Zinsswap-Kontrakte abgeschlossen, für die das Unternehmen feste Zinsen zahlt und im Gegenzug variable Zinsen erhält. Diese Zinsswaps gleichen die Auswirkungen künftiger Veränderungen der zu leistenden Zinszahlungen auf das zugrunde liegende variabel verzinsliche Darlehen aus. Das variabel verzinsliche Darlehen und die zugehörigen Zinsswap-Kontrakte sind im August 2013 ausgelaufen. Aus den Cashflow Hedges für das variabel verzinsliche Darlehen ergaben sich keine erfolgswirksam zu erfassenden Ineffektivitäten. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus solchen Zinsswaps wurde in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. ROHSTOFFPREISRISIKOMANAGEMENT Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Unternehmen wendet einen Portfolioansatz an, um die konzernweiten Risiken aus Rohstoffpreisschwankungen bei schwebenden Geschäften und geplanten Transaktionen durch den Einsatz von Rohstoffswaps und Rohstoffoptionen abzusichern. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für Hedge Accounting. Sicherungsaktivitäten in Zusammenhang mit Cashflow Hedges Der Zentraleinkauf des Unternehmens wendet Cashflow Hedge Accounting für bestimmte schwebende Geschäfte über den Einkauf von Kupfer an. Der ineffektive Anteil sowie resultierende Gewinne und Verluste waren sowohl einzeln als auch insgesamt betrachtet unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2014 werden voraussichtlich 104 Mio. € der im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern abgegrenzten Nettoverluste in den Posten Umsatzkosten umgegliedert, wenn der Verbrauch der abgesicherten Rohstoffe im Posten Umsatzkosten erfasst wird. Die maximale Laufzeit, über die die Gesellschaft ihre künftigen Rohstoffeinkäufe sichert, betrug 87 (im Vj. 99) Monate. ZIFFER 32 Management von finanziellen Risiken Das Management von finanziellen Risiken ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung der Geschäftsstrategien von Siemens. Die zugehörige Unternehmenspolitik wird durch den Vorstand vorgegeben. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie bei Siemens sind die Leitungen der Sektoren, von Financial Services, der sektorübergreifenden Dienstleistungen, der Regionen und Zentralabteilungen verpflichtet, ein System zur Steuerung von finanziellen Risiken zu implementieren, das auf das spezifische Geschäft und seine Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den vom Vorstand vorgegebenen übergreifenden Grundsätzen entspricht. Zunehmende Marktpreisschwankungen können für Siemens zu signifikanten Zahlungsmittel- und Ergebnisvolatilitätsrisiken führen. Änderungen der Währungskurse, der Zinssätze, der Rohstoffpreise und Aktienkurse beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten des Unternehmens. Um die Allokation der finanziellen Ressourcen innerhalb des Konzerns zu optimieren und eine möglichst hohe Rendite für seine Aktionäre sicherzustellen, identifiziert, analysiert und steuert Siemens vorausschauend die hiermit verbundenen Finanzmarktrisiken. Das Unternehmen versucht, diese Risiken in erster Linie im Rahmen der laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten zu steuern und zu überwachen, und setzt - wenn es zweckmäßig erscheint - auch derivative Finanzinstrumente ein. Aus den verschiedenen Methoden zur Risikoanalyse und des Risikomanagements hat Siemens das Konzept des Value-at-Risk (VaR) auf Basis des parametrischen Varianz-Kovarianz-Ansatzes implementiert. Das VaR-Konzept ermöglicht die Quantifizierung von Marktpreisrisiken, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen verschiedener Risikofaktoren unter den Annahmen des parametrischen Varianz-Kovarianz-VaR-Modells. Die VaR-Werte werden auf Grundlage folgender Parameter berechnet: ― historische Volatilitäten und Korrelationen, ― zehn Tage Haltedauer sowie ― ein Konfidenzniveau von 99,5 % für Fremdwährungs-, Zins-, Rohstoffpreis- und Aktienkursrisiken, wie weiter unten erläutert. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder die Konzern-Gesamtergebnisrechnung können infolge grundlegender konzeptioneller Unterschiede von den ermittelten VaR-Werten deutlich abweichen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden auf Basis der IFRS erstellt. Die VaR-Werte basieren auf einem Modell, das aus einer rein finanzwirtschaftlichen Perspektive einen möglichen finanzwirtschaftlichen Verlust errechnet, der bei einer Haltedauer von zehn Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % nicht überschritten wird. Das VaR-Konzept wird für die interne Steuerung der Aktivitäten der Konzern-Treasury verwendet. Obwohl der VaR ein bedeutendes Konzept zur Messung von Marktpreisrisiken ist, können die Annahmen, auf denen das Modell basiert, zu Einschränkungen führen. Dazu gehören: Eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt, dass es möglich ist, die zugrunde liegenden Positionen innerhalb dieser Periode zu veräußern. Während dies in den meisten Fällen eine realistische Annahme darstellt, mag sie sich in anhaltenden Phasen schwerer Marktilliquidität als unrichtig erweisen. Ein Konfidenzniveau von 99,5 % macht keine Angaben zu den darüber hinausgehenden Verlusten. Innerhalb des Modells existiert eine statistische Wahrscheinlichkeit von 0,5 %, dass Verluste eintreten, die den berechneten VaR übersteigen. Bei der Verwendung von historischen Daten als Basis für die Abschätzung des statistischen Verhaltens der relevanten Märkte und letztlich der Quantifizierung der möglichen Bandbreite der künftigen Ergebnisse auf Basis dieses statistischen Verhaltens besteht die Möglichkeit, dass nicht alle möglichen Entwicklungen abgedeckt sind. Dies gilt im Besonderen für das Auftreten außergewöhnlicher Ereignisse. Marktsensitive Instrumente - einschließlich der Anlagen in Aktien und zinstragende Investments -, die in Zusammenhang mit den Pensionsplänen des Unternehmens stehen, sind nicht Gegenstand der folgenden quantitativen und qualitativen Angaben. FREMDWÄHRUNGSRISIKO Transaktionsrisiko und Fremdwährungsrisikomanagement Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist Siemens im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken, insbesondere Wechselkursschwankungen zwischen US$ und €, ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, verfolgt das Unternehmen - wie unten dargestellt - verschiedene Strategien, die auch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente vorsehen. Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Volatilitäten von Ergebnissen und Zahlungsströmen führen. Jede Siemens-Einheit ist Risiken in Zusammenhang mit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme in Fremdwährungen resultieren, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Siemens-Einheit entsprechen. Das Fremdwährungsrisiko wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in den entsprechenden Fremdwährungen beschafft werden sowie in den lokalen Märkten produziert wird beziehungsweise andere Leistungen entlang der Wertschöpfungskette erbracht werden. Den operativen Einheiten (einschließlich SFS) ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen der operativen Einheiten werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Siemens verfügt über ein Fremdwährungsrisikomanagementsystem, das sich über viele Jahre bewährt hat. Jede Siemens-Einheit ist dafür verantwortlich, ihre transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken zu erfassen, zu bewerten, zu überwachen, darüber Bericht zu erstatten und abzusichern. Den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung einer Nettofremdwährungsposition für jede Einheit gibt die entsprechende Richtlinie für die operativen Einheiten verbindlich vor. Konzernweit ist jede Einheit dazu verpflichtet, diese anzuwenden und ihre Nettofremdwährungsposition in einer engen Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % abzusichern. Zusätzlich stellt diese Richtlinie das Rahmenwerk für die Organisationsstruktur des erforderlichen Fremdwährungsrisikomanagements zur Verfügung. Sie schlägt Sicherungsstrategien vor und definiert die für die Einheiten verfügbaren Sicherungsinstrumente: Devisentermingeschäfte, Währungsverkaufs- und -kaufoptionen sowie Stop-Loss-Aufträge. Die operativen Einheiten schließen, sofern dies nicht im Widerspruch zu länderspezifischen Regelungen steht, ihre Sicherungstransaktionen intern mit der Konzern-Treasury ab. Sicherungsgeschäfte mit externen Handelspartnern auf den globalen Finanzmärkten werden vorbehaltlich der genannten Einschränkung durch die Konzern-Treasury abgeschlossen. Dies schließt Sicherungsgeschäfte, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen, ein. Siemens verfolgt einen konzernweiten Portfolioansatz, durch den Nutzen aus jeder möglichen Aufrechnung gegenläufiger Zahlungsströme in der gleichen Währung erzielt und eine Minimierung der Transaktionskosten erreicht werden. Den VaR für Fremdwährungsrisiken berechnet Siemens auf Grundlage der zusammengefassten Nettofremdwährungspositionen nach Sicherung durch die operativen Einheiten. Der ermittelte VaR von 6 (im Vj. 9) Mio. € aus dem Fremdwährungsrisiko basierte auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Volatile Wechselkurse können zu Änderungen der €-Werte von auf Fremdwährung lautenden Zahlungsströmen führen und sich damit auf die nicht gesicherten Umsatzerlöse, aber auch auf die nicht gesicherten Materialkosten auswirken. Zusätzlich können künftige Wechselkursänderungen Auswirkungen auf die Verkaufspreise haben und zu Änderungen der Gewinnmargen führen, abhängig davon, in welcher Höhe den Umsatzerlösen in Fremdwährung Aufwendungen in der jeweiligen Fremdwährung gegenüberstehen. Fremdwährungsrisiken resultieren - nach der Definition von Siemens - grundsätzlich aus Positionen der Konzernbilanz und aus schwebenden Geschäften in Fremdwährungen sowie aus Zahlungsströmen in Fremdwährung, die sich aus geplanten Transaktionen der folgenden drei Monate ergeben. Dabei wird das Fremdwährungsrisiko der jeweiligen Siemens-Einheit auf Basis ihrer jeweiligen funktionalen Währung betrachtet. Auswirkungen der Fremdwährungsumrechnung Viele Siemens-Einheiten befinden sich außerhalb der Eurozone. Da die Berichtswährung bei Siemens der € ist, rechnet das Unternehmen im Konzernabschluss die Abschlüsse dieser Gesellschaften in € um. Um translationsbezogene Fremdwährungsrisiken zu adressieren, wird für das Risikomanagement generell unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung von Nettovermögenspositionen in € werden im Posten Eigenkapital des Konzernabschlusses von Siemens erfasst. ZINSRISIKO Bei seinem Zinsrisikomanagement richtet Siemens das Augenmerk auf eine Begrenzung der Risiken aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von künftigen Mittelflüssen. Ein Risiko tritt immer dann auf, wenn sich die Zinskonditionen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten unterscheiden. Siemens steuert dieses Risiko durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, indem Festzinszahlungen in variable Zinszahlungen getauscht und dadurch gegen Änderungen des beizulegenden Werts gesichert werden. Die Konzern-Treasury führt ein umfassendes konzernweites Zinsrisikomanagement durch mit dem Ziel, Zinserträge und Zinsaufwendungen des Unternehmens zu optimieren und das gesamte Zinsrisiko zu steuern. Dies betrifft sowohl erfolgswirksame Bewertungsrisiken als auch wirtschaftliche Risiken, die aus Zinsänderungen resultieren. Die Zinsrisiken aus dem SFS-Geschäft werden dabei getrennt von denen des übrigen Konzerns gesteuert. Soweit länderspezifische Regelungen dem nicht entgegenstehen, stellt die Konzern-Treasury konzernweit die erforderlichen Finanzierungsmittel in Form von Darlehen oder über konzerninterne Verrechnungskonten zur Verfügung. Das gleiche Konzept wird auf Einlagen aus den von den operativen Einheiten erwirtschafteten Zahlungsmitteln angewendet. Der im Vergleich zum Vorjahr gestiegene VaR aus dem Zinsrisiko betrug 236 (im Vj. 89) Mio. €, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 %. Dieses Zinsrisiko resultierte in erster Linie aus auf € und US$ lautenden langfristigen festverzinslichen Finanzschulden. Der gestiegene VaR war hauptsächlich eine Folge des gesunkenen Anteils der zugrunde liegenden Anleihen und Schuldverschreibungen von Siemens, die durch Zinsswap-Kontrakte von festverzinslich auf variabel verzinslich getauscht wurden, sowie der gestiegenen Volatilität der entsprechenden mittelfristigen Zinssätze. ROHSTOFFPREISRISIKO Die Produktionstätigkeit von Siemens setzt den Konzern diversen Rohstoffpreisrisiken im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Insbesondere in den Sektoren Energy und Industry war eine ununterbrochene Versorgung mit Kupfer für die laufende Geschäftstätigkeit notwendig. Rohstoffpreisschwankungen können unerwünschte und unvorhersehbare Volatilitäten beim Ergebnis und bei Zahlungsströmen auslösen. Der Konzern wendet daher - wie weiter unten dargestellt - eine Vielzahl von Strategien an, die diese Risiken unter Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzen oder ausschalten sollen. Siemens hat ein Rohstoffpreisrisikomanagementsystem etabliert, um Volatilitäten von Ergebnissen und Zahlungsströmen zu reduzieren. Jede Einheit von Siemens ist dafür verantwortlich, ihr Risiko aus geplanten und schwebenden Rohstoffeinkäufen (Rohstoffpreisrisiko) zu erfassen, zu bewerten, zu überwachen, zu berichten und abzusichern. Die verbindliche Richtlinie für die operativen Einheiten von Siemens stellt den konzeptionellen Rahmen zur Identifikation und Bewertung von Rohstoffpreisrisiken dar. Sie verpflichtet die Einheiten, diese Risiken innerhalb einer engen Bandbreite zu sichern: 75 % bis 100 % der Rohstoffpreisrisiken im Produktgeschäft für die nächsten drei Monate sowie 95 % bis 100 % der Rohstoffpreisrisiken im Projektgeschäft nach Eingang des Auftrags. Den operativen Einheiten von Siemens ist es verboten, spekulative Geschäfte abzuschließen. Das zusammengefasste Rohstoffpreisrisiko wird mit externen Handelspartnern durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten von der Konzern-Treasury abgesichert. Als Sicherungsinstrumente für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung bestimmte derivative Finanzinstrumente werden direkt mit externen Handelspartnern abgeschlossen. Zusätzlich wendet Siemens einen konzernweiten Portfolioansatz an, dessen Nutzen in der Optimierung der gesamten konzernweiten Rohstoffrisikoposition liegt. Der VaR aus der Nettoposition von Rohstoffderivaten und Rohstoffeinkäufen mit Preisrisiko betrug 4 (im Vj. 10) Mio. €, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 %. AKTIENKURSRISIKO Das Siemens-Anlageportfolio umfasst direkte und indirekte Aktienanlagen in börsennotierte Unternehmen, die die Gesellschaft nicht zu Handelszwecken hält. Die direkten Beteiligungen resultieren hauptsächlich aus strategischen Partnerschaften, aus der stärkeren Fokussierung von Siemens auf sein Kerngeschäft oder aus Kompensationen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und Übernahmen. Indirekte Aktienanlagen über Fondsanteile erfolgen in der Regel aus finanzwirtschaftlichen Gründen. Siemens überwacht diese Aktienanlagen anhand ihrer aktuellen Marktwerte, die hauptsächlich von Schwankungen der volatilen technologiebezogenen Märkte weltweit beeinflusst werden. Der Marktwert des Siemens-Portfolios mit Anteilen an börsennotierten Unternehmen belief sich auf 1.444 (im Vj. 796) Mio. €. Die Erhöhung ergab sich in erster Linie aus der Erfassung des 17,0 %-Anteils von Siemens an OSRAM nach der Abspaltung. Der VaR aus den Aktienanlagen von Siemens lag bei 81 (im Vj. 85) Mio. €, basierend auf historischen Volatilitäten und Korrelationen, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie einem Konfidenzniveau von 99,5 %. LIQUIDITÄTSRISIKO Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht darin, dass sie möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen, zum Beispiel der Tilgung von Finanzschulden, oder den laufenden Kapitalerfordernissen der operativen Geschäftstätigkeit nicht nachkommen kann. Zusätzlich zur Umsetzung einer effektiven Steuerung des Nettoumlaufvermögens und der Zahlungsmittel begrenzt Siemens das Liquiditätsrisiko durch vereinbarte Kreditlinien bei Finanzinstituten mit hohem Rating, ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen sowie ein globales Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen in mehreren Währungen. Das Liquiditätsrisiko kann ebenfalls durch die Siemens Bank GmbH gemindert werden, deren Gründung die Flexibilität bei Geldanlagen und Refinanzierungen durch ihre Konten bei der Europäischen Zentralbank erhöhte. Ergänzend zu den oben genannten Liquiditätsquellen verfolgt Siemens kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten. Außerdem beobachtet Siemens, wie sich Verfügbarkeit und Kosten der Finanzierungsmöglichkeiten entwickeln. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die finanzielle Flexibilität von Siemens zu sichern und Rückzahlungsrisiken zu begrenzen. Die folgende Tabelle zeigt alle vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgung, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten sowie unwiderruflichen Kreditzusagen, einschließlich erwarteter Nettozahlungen aufgrund von Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten. Diese erwarteten Nettozahlungen werden für jeden Zahlungszeitpunkt und jedes Finanzinstrument einzeln ermittelt. Die Tabelle gibt die nicht diskontierten Nettozahlungen für die nächsten Geschäftsjahre an, basierend auf dem frühestmöglichen Zeitpunkt, an dem eine Zahlung von Siemens verlangt werden kann. Den Mittelabflüssen für finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) ohne festen Betrag oder Zeitraum lagen die Konditionen zum 30. September 2013 zugrunde. scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2014 2015 2016 bis 2018 2019 und danach Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen und Schuldverschreibungen 2.077 622 9.937 9.368 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 478 393 859 11 Übrige Finanzschulden 87 10 38 - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 30 17 62 89 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.710 19 10 1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.188 42 422 4 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 377 147 224 39 Unwiderrufliche Kreditzusagen 2.354 224 303 69 Das in den oben gezeigten Werten enthaltene Risiko ist auf Zahlungsabflüsse beschränkt. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten stammen hauptsächlich aus der Finanzierung von in den laufenden Aktivitäten von Siemens genutzten operativen Vermögenswerten, wie Sachanlagen, und aus Investitionen in das Nettoumlaufvermögen (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Siemens berücksichtigt diese Vermögenswerte bei der Steuerung des gesamten Liquiditätsrisikos. Ein beträchtlicher Anteil der unwiderruflichen Kreditzusagen resultiert aus vermögenswertbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichende Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden. Um die vorhandenen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu überwachen und die künftigen Risiken effektiv steuern zu können, hat Siemens ein umfangreiches Risikoberichterstattungssystem etabliert, das die weltweiten Geschäftseinheiten umfasst. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Finanzschulden ergibt sich aus der Berechnung der Nettoverschuldung. Die Nettoverschuldung resultiert aus der Summe Finanzschulden, abzüglich der Summe Liquidität. Die Summe Finanzschulden besteht aus den Posten Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden sowie Langfristige Finanzschulden, wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen sind. Sie umfasst die Positionen Anleihen und Schuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Sonstige Finanzschulden wie kurzfristige Schuldverschreibungen. Die Summe Liquidität bezieht sich auf die liquiden finanziellen Vermögenswerte, die Siemens am jeweiligen Bilanzstichtag zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit sowie zur Zahlung kurzfristig fälliger Verpflichtungen zur Verfügung standen. Sie besteht aus den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, wie sie in der Konzernbilanz ausgewiesen werden. Die Unternehmensleitung verwendet die Größe Nettoverschuldung für die interne Finanzsteuerung sowie für die externe Kommunikation mit Investoren, Analysten und Ratingagenturen. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 1.944 3.826 Langfristige Finanzschulden 18.509 16.880 Summe Finanzschulden 20.453 20.707 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9.190 - 10.891 Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - 601 - 524 Summe Liquidität - 9.790 - 11.415 Nettoverschuldung (Summe Finanzschulden abzüglich Summe Liquidität) 10.663 9.292 Die Finanzausstattung von Siemens umfasst verschiedene kurz- und langfristige Finanzinstrumente. Dazu gehören unter anderem Kredite von Finanzinstituten, kurz- und mittelfristige Schuldverschreibungen, Anleihen sowie Kreditlinien. Zusätzlich zu Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte sind die künftigen Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit eine weitere Liquiditätsquelle. Die Kapitalerfordernisse von Siemens umfassen unter anderem die planmäßige Bedienung der Finanzschulden, die regelmäßigen Investitionen, die laufenden Kapitalerfordernisse der operativen Geschäftstätigkeit und des SFS-Finanzierungsgeschäfts - einschließlich Mittelabflüsse in Zusammenhang mit der angekündigten Wachstumsstrategie von SFS - sowie Dividendenzahlungen, die Finanzierung der Pensionspläne sowie Mittelabflüsse in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten und mit »Siemens 2014«, einem unternehmensweiten Programm, das auf die Verbesserung der Rentabilität der Sektoren abzielt. KREDITRISIKO Das Kreditrisiko ist definiert als ein unerwarteter Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen oder wenn Sicherheiten an Wert verlieren. Siemens stellt seinen Kunden direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedensten Ausprägungen zur Verfügung, insbesondere in Zusammenhang mit Großprojekten. Ebenso finanziert Siemens eine Vielzahl kleinerer Kundenbestellungen, zum Beispiel über das Leasing medizinischer Geräte, zum Teil über SFS. Darüber hinaus ist SFS Kreditrisiken durch die Finanzierung von Betriebsmitteln Dritter und über direkte und indirekte Beteiligungen an Finanzierungen, zum Beispiel syndizierten Krediten, ausgesetzt. Zum Teil stehen Siemens Verwertungsrechte an den finanzierten Gegenständen zu oder Siemens erhält sonstige Sicherheiten. Siemens könnte Verluste erleiden, falls sich die Bonität der Kunden verschlechtert oder wenn Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber Siemens nicht nachkommen, beispielsweise als Folge einer Finanz- oder politischen Krise und eines weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken ist eine Kernkompetenz des Risikomanagementsystems. Siemens hat für alle Einheiten gültige Kreditrisikogrundsätze implementiert. Diese beinhalten, dass Siemens für alle Kunden mit einem Kreditbedarf, der über bestimmte, zentral festgelegte Grenzen hinausgeht, Kreditprüfungen und -ratings durchführt. Kundenratings, die SFS überprüft und festlegt, sowie individuelle Kundenlimite basieren auf allgemein anerkannten Ratingmethoden, unter Verwendung von Informationen von Kunden, externen Ratingagenturen und Informationsdienstleistungsunternehmen, sowie auf den bisherigen Kundenausfallerfahrungen von Siemens. Die Ratings und Limite werden bei der Festlegung der Konditionen für direkte oder indirekte Kundenfinanzierungen sorgfältig berücksichtigt. Im Rahmen des Prozesses werden Ratings und Kreditlimite für öffentliche Auftraggeber und private Kunden von Siemens - in der Eurozone und weltweit - von internen Spezialisten für Risikobewertung festgelegt und laufend aktualisiert. Für öffentliche Auftraggeber sehen unsere Richtlinien vor, dass das Rating einzelner Auftraggeber nicht besser sein kann als das schlechteste von Moody's, S&P und Fitch vergebene Länderrating des entsprechenden Staats. Die Gesellschaft erfasst und überwacht das Kreditrisiko fortlaufend. Dabei wendet sie je nach zugrunde liegendem Produkt verschiedene Systeme und Prozesse an. Zentrale Systeme werden für die fortlaufende Überwachung des Ausfallrisikos verwendet. Zusätzlich setzt SFS eigene Systeme für seine Finanzierungsaktivitäten ein. Ergänzend existieren viele dezentrale Anwendungen, die dabei helfen, mit dem individuellen Kreditrisiko innerhalb der operativen Einheiten umzugehen. Eine zentrale IT-Anwendung verarbeitet die Daten der operativen Einheiten zusammen mit den Rating- und Ausfallinformationen. Daraus ergibt sich eine Schätzung, die als Basis für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen für Ausfallrisiken genutzt werden kann. Über diesen automatisierten Prozess hinaus werden auch qualitative Informationen herangezogen, insbesondere um aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen. Um die Transparenz im Hinblick auf das Kreditrisiko zu erhöhen, hat die Konzern-Treasury das Siemens Credit Warehouse eingeführt, auf das zahlreiche operative Einheiten des Siemens-Konzerns regelmäßig ihre Geschäftspartnerdaten als Grundlage für einen zentralisierten Ratingprozess übertragen. Zusätzlich übertragen zahlreiche operative Einheiten ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, einschließlich des Kreditrisikos, an das Siemens Credit Warehouse. Die operativen Einheiten bleiben jedoch weiterhin für Serviceaktivitäten wie Mahnwesen und Verwaltung der Forderungen verantwortlich. Das Siemens Credit Warehouse identifiziert, quantifiziert und verwaltet aktiv das Kreditrisiko seines Portfolios, indem es beispielsweise Risiken von spezifischen Kunden, Ländern und Branchen verkauft oder absichert. Das Siemens Credit Warehouse schafft nicht nur eine verbesserte Transparenz der Kreditrisiken, sondern kann für Siemens auch eine zusätzliche Finanzierungsquelle darstellen und somit die Finanzierungsflexibilität von Siemens stärken. Der maximale Risikobetrag für finanzielle Vermögenswerte ohne Berücksichtigung von Sicherheiten entspricht ihrem Buchwert. Der Wert der Sicherheiten - in Form von Aufrechnungsvereinbarungen bei Derivaten für den Fall der Insolvenz des entsprechenden Vertragspartners - für als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifizierte Finanzinstrumente betrug 570 (im Vj. 716) Mio. €. Sicherheiten für als Forderungen aus Finanzierungsleasing klassifizierte Finanzinstrumente bestanden in Höhe von 1.902 (im Vj. 1.685) Mio. €, im Wesentlichen in Form der Leasinggegenstände. Der Wert der Sicherheiten für als zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifizierte Finanzinstrumente betrug 2.141 (im Vj. 1.902) Mio. €. Die Sicherheiten bestanden überwiegend aus Sachanlagen und Akkreditiven. Für diese Finanzinstrumente hielt Siemens darüber hinaus Sicherheiten in Form von Wertpapieren in Zusammenhang mit umgekehrten Rückkaufvereinbarungen, die vom Halter der Sicherheiten ohne Vorliegen eines Zahlungsverzugs verkauft oder weiterverpfändet werden können. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherheiten betrug 103 (im Vj. 500) Mio. €. Wie im Vorjahr hat Siemens von seinem Recht zur Veräußerung beziehungsweise Weiterverpfändung keinen Gebrauch gemacht. Kreditrisiken aus unwiderruflichen Darlehenszusagen entsprechen den erwarteten künftigen Auszahlungen. Der Wert der für diese Zusagen gehaltenen Sicherheiten - hauptsächlich Vorräte und Forderungen - betrug 1.320 (im Vj. 1.178) Mio. €. Kreditrisiken aus Kreditgarantien / -bürgschaften werden unter → ZIFFER 28 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN erläutert. Wie im Vorjahr lagen keine wesentlichen Konzentrationen von Kreditrisiken vor. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie den Darlehen und Forderungen innerhalb des Postens Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die weder im Wert gemindert noch überfällig waren, lagen keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden, die bei Siemens zu einer Vermögensminderung führen. Überfällige Finanzinstrumente werden grundsätzlich auf Portfoliobasis für in den entsprechenden Portfolios entstandene Verluste im Wert berichtigt. Liegen Hinweise auf zu erwartende wesentliche Zahlungsverzögerungen vor, werden überfällige Finanzinstrumente individuell auf erforderliche zusätzliche Wertberichtigungen geprüft und gegebenenfalls weiter im Wert berichtigt. ZIFFER 33 Aktienbasierte Vergütung Aktienbasierte Zusagen bei Siemens, die Bonus Awards, Aktienzusagen, das Share-Matching-Programm und seine zugrunde liegenden Pläne sowie das Jubiläumsaktienprogramm umfassen, sind vorwiegend mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und in begrenztem Umfang auch als Pläne mit Barausgleich ausgestaltet. Wenn teilnehmende Konzerngesellschaften aus dem Siemens-Konzern ausscheiden, ist die Teilnahme an künftigen aktienbasierten Zusagen bei Siemens nicht mehr möglich. In diesen Fällen haben die teilnehmenden Konzerngesellschaften das Recht, ihre aktienbasierten Zusagen vorzeitig zu erfüllen. Der Posten Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten enthielt Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen von insgesamt 185 (im Vj. 155) Mio. € (vor Steuern). Diese Aufwendungen bezogen sich im Wesentlichen auf Zusagen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden, einschließlich des Basis-Aktien-Programms von Siemens. AKTIENZUSAGEN Das Unternehmen gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten der Siemens AG und seiner in- und ausländischen Tochterunternehmen und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards) als eine Form der aktienbasierten Vergütung. Aktienzusagen unterliegen einer Sperrfrist von rund vier Jahren und gewähren einen Anspruch auf Siemens-Aktien, die der Begünstigte nach Ablauf der Sperrfrist erhält, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Für die in den Geschäftsjahren 2008 bis 2011 gewährten Aktienzusagen betrug die Sperrfrist in der Regel drei Jahre. Grundsätzlich verfallen Aktienzusagen, wenn das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten vor Ablauf der Sperrfrist beendet wird. Während der Sperrfrist sind die Begünstigten nicht dividendenberechtigt. Aktienzusagen dürfen weder übertragen noch verkauft, verpfändet oder anderweitig beliehen werden. Die Erfüllung von Aktienzusagen kann durch neu ausgegebene Aktien der Siemens AG, durch eigene Anteile oder durch Geldzahlung erfolgen. Die Art der Erfüllung legen Vorstand und Aufsichtsrat fest. Das Unternehmen entscheidet in jedem Geschäftsjahr neu, ob Aktienzusagen eingeräumt werden. Der Aufsichtsrat entscheidet über die Anzahl der Aktienzusagen für die Mitglieder des Vorstands. Der Vorstand entscheidet über die Anzahl der Aktienzusagen für die leitenden Angestellten und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter. Die Zuteilung von Aktienzusagen als aktienbasierte Vergütung ist seit dem Geschäftsjahr 2012 verstärkt an unternehmensbezogene Leistungskriterien geknüpft. Die Bandbreite der Zielerreichung der Leistungskriterien reicht von 0 % bis zu 200 %. Eine Hälfte des jährlichen Zielbetrags für Aktienzusagen ist an den Durchschnitt des Ergebnisses je Aktie (Earnings per Share - EPS, unverwässert) der vergangenen drei Geschäftsjahre gebunden. Die Zielerreichung bestimmt die Anzahl der zugeteilten Aktienzusagen. Die Erfüllung dieser Aktienzusagen erfolgt nach Ablauf der vierjährigen Sperrfrist in Aktien. Die andere Hälfte des jährlichen Zielbetrags für Aktienzusagen ist an die Kursentwicklung der Siemens-Aktie im Vergleich zur Aktienkursentwicklung von fünf wichtigen Siemens-Wettbewerbern (ABB, General Electric, Philips, Rockwell, Schneider) während der vierjährigen Sperrfrist gebunden. Die Zielerreichung wird über die vierjährige Sperrfrist der Aktienzusagen bestimmt und entscheidet über die Anzahl der Siemens-Aktien, die nach Ablauf der Sperrfrist übertragen werden. Bei einer Zielerreichung bis zu 100 % erfolgt die Erfüllung in Aktien. Liegt der Zielerreichungsgrad über 100 % (bis 200 %), erfolgt eine zusätzliche Barzahlung entsprechend der Zielüberschreitung. Darüber hinaus wird ein Teil der variablen Vergütung (Bonus) der Mitglieder des Vorstands in Form von unverfallbaren Zusagen auf Siemens-Aktien (Bonus Awards) gewährt. Zusagen an Mitglieder des Vorstands Es wurden wie im Vorjahr Vereinbarungen abgeschlossen, die Ansprüche der Mitglieder des Vorstands auf Zuteilung von Aktienzusagen in Abhängigkeit vom Erreichen eines EPS-basierten Ziels vorsehen. Der beizulegende Zeitwert dieser Ansprüche wurde als Barwert des Zielbetrags mit 6 (im Vj. 6) Mio. € ermittelt. Wie im Vorjahr wurden ferner Vereinbarungen abgeschlossen, die Ansprüche der Mitglieder des Vorstands auf Zuteilung von Aktienzusagen in Abhängigkeit vom Erreichen eines zukunftsgerichteten Kursziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern vorsehen. Der beizulegende Zeitwert dieser Ansprüche betrug 7 (im Vj. 7) Mio. € und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In das Modell ist die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 24 % (im Vj. 27 %) und einem Kurs von 78,94 (im Vj. 73,94) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten und im Vorjahr aus impliziten Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu 0,8 % (im Vj. bis zu 1,7 %) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,8 % (im Vj. 4,1 %) verwendet. Annahmen zu Aktienkurskorrelationen wurden auf Basis historischer Korrelationen bestimmt. Die Vergütungsaufwendungen aus Aktienzusagen werden grundsätzlich über den Erdienungszeitraum von fünf Jahren erfasst, der die vierjährige Sperrfrist der Aktienzusagen umfasst. Ferner wurden analog zum Vorjahr Vereinbarungen getroffen, die Ansprüche der Mitglieder des Vorstands auf Zuteilung von Bonus Awards in Abhängigkeit von der Zielerreichung vorsehen. Der beizulegende Zeitwert dieser Ansprüche wurde als Barwert des Zielbetrags mit 5 (im Vj. 5) Mio. € ermittelt. Die Vergütungsaufwendungen aus Bonus Awards werden grundsätzlich über den Erdienungszeitraum von einem Jahr erfasst. Den Begünstigten wird nach einer Wartefrist von vier weiteren Jahren für je einen Bonus Award eine Siemens-Aktie übertragen, ohne dass sie eine Zuzahlung leisten müssen. Das Vergütungssystem für den Vorstand und die Entwicklung des Bestands der von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen sind unter B.4 Vergütungsbericht im Kapitel B. Corporate-Governance erläutert. Zusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 1.308.171 (im Vj. 1.080.609) Aktienzusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter in Abhängigkeit vom Erreichen eines EPS-basierten Ziels gewährt. Der beizulegende Zeitwert dieser Aktienzusagen betrug 85 (im Vj. 62) Mio. € und entsprach dem der EPS-Zielerreichung entsprechenden Zielbetrag. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 849.908 (im Vj. 947.945) Aktienzusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter in Abhängigkeit vom Erreichen eines zukunftsgerichteten Kursziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern gewährt. Der beizulegende Zeitwert dieser Aktienzusagen betrug 53 (im Vj. 58) Mio. €, von denen 41 (im Vj. 46) Mio. € auf Zusagen entfielen, die in Aktien erfüllt werden. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In das Modell ist die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 24,32 % (im Vj. 25,33 %) und einem Kurs von 79,70 (im Vj. 74,14) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten und im Vorjahr aus impliziten Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu 0,6 % (im Vj. bis zu 1,8 %) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,76 % (im Vj. 3,91 %) verwendet. Annahmen zu Aktienkurskorrelationen wurden auf Basis historischer Korrelationen bestimmt. Die Vergütungsaufwendungen aus diesen Aktienzusagen werden über den Erdienungszeitraum von vier Jahren erfasst. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der von leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern gehaltenen Aktienzusagen: scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 Zusagen 2012 Zusagen Bestand zu Beginn des Berichtszeitraums (nicht erdient) 4.217.588 3.857.315 Gewährt 2.158.079 2.028.554 Erdient und übertragen - 1.073.355 - 1.531.944 Verfallen / abgegolten1 - 425.857 - 136.337 Bestand am Ende des Berichtszeitraums (nicht erdient) 4.876.455 4.217.588 1 Setzte sich aus 101.192 (im Vj. 111.776) verfallenen und 324.665 (im Vj. 24.561) abgegoltenen Zusagen zusammen. SHARE-MATCHING-PROGRAMM UND DIE ZUGRUNDE LIEGENDEN PLÄNE 1. Share-Matching-Plan Wie im Vorjahr gab Siemens jeweils eine neue Tranche unter dem Share-Matching-Plan aus. Im Rahmen dieses Plans können leitende Angestellte der Siemens AG und der teilnehmenden Konzerngesellschaften einen bestimmten Prozentsatz ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums im ersten Quartal eines jeden Geschäftsjahrs entscheiden die Planteilnehmer, welchen Betrag sie in Siemens-Aktien investieren wollen (Investment-Aktien). Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben. Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum von drei Jahren gehaltene Investment-Aktien, ohne hierfür eine Zahlung leisten zu müssen. Voraussetzung ist, dass die Planteilnehmer bis zum Ende des Erdienungszeitraums ununterbrochen bei der Siemens AG oder einer anderen Konzerngesellschaft beschäftigt sind. Matching-Aktien sind während des Erdienungszeitraums nicht dividendenberechtigt. Werden Investment-Aktien übertragen, verkauft, verpfändet oder anderweitig beliehen, entfällt der Anspruch auf Matching-Aktien. Die Erfüllung von Ansprüchen auf Matching-Aktien kann durch neu ausgegebene Aktien der Siemens AG, durch eigene Anteile oder durch Barausgleich erfolgen. Die Art der Erfüllung wird vom Vorstand entschieden. Der Vorstand beschließt in jedem Geschäftsjahr, ob eine neue Tranche unter dem Share-Matching-Plan ausgegeben wird. 2. Monatlicher Investitionsplan Wie im Vorjahr gab Siemens als weitere Komponente des Share-Matching-Plan jeweils eine neue Tranche unter dem monatlichen Investitionsplan für Mitarbeiter der Siemens AG und der teilnehmenden Konzerngesellschaften aus, die nicht leitende Angestellte sind. Die Planteilnehmer können monatlich über einen Zeitraum von zwölf Monaten einen bestimmten Prozentsatz ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag monatlich erworben. Der Vorstand entscheidet jährlich, ob die im Rahmen des monatlichen Investitionsplans erworbenen Aktien (Investment-Aktien) in den Share-Matching-Plan des Folgejahrs übertragen werden. Wenn der Vorstand entscheidet, dass die unter dem monatlichen Investitionsplan erworbenen Aktien in den Share-Matching-Plan übertragen werden, erhalten die Planteilnehmer einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share-Matching-Plan. Der Vorstand beschließt in jedem Geschäftsjahr, ob eine neue Tranche unter dem monatlichen Investitionsplan ausgegeben wird. Für die im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2011 ausgegebenen Tranchen hat der Vorstand entschieden, die erworbenen Aktien im Februar 2013 beziehungsweise Februar 2012 in den Share-Matching-Plan zu übertragen. 3. Basis-Aktien-Programm Wie im Vorjahr gab Siemens jeweils eine neue Tranche unter dem Basis-Aktien-Programm aus. Im Rahmen dieses Programms können Mitarbeiter der Siemens AG und der teilnehmenden inländischen Konzerngesellschaften einen festgesetzten Betrag ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren, der von Siemens mit einem steuerbegünstigten Zuschuss aufgestockt wird. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben und gewähren einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share-Matching-Plan. Der Vorstand beschließt in jedem Geschäftsjahr, ob eine neue Tranche unter dem Basis-Aktien-Programm ausgegeben wird. Der beizulegende Zeitwert unter dem Basis-Aktien-Programm entspricht dem steuerbegünstigten Zuschuss von Siemens. Für das Unternehmen entstanden Aufwendungen aus fortgeführten Aktivitäten in Höhe von 31 (im Vj. 29) Mio. € (vor Steuern). 4. Resultierende Matching-Aktien scroll Geschäftsjahresende 30. September 2013 Anzahl der Ansprüche auf Matching-Aktien 2012 Anzahl der Ansprüche auf Matching-Aktien Bestand zu Beginn des Berichtszeitraums 1.545.582 1.977.091 Gewährt 713.245 706.354 Erdient und übertragen - 351.548 - 1.037.292 Verfallen - 140.307 - 57.596 Abgegolten - 33.475 - 42.975 Bestand am Ende des Berichtszeitraums 1.733.497 1.545.582 Der beizulegende Zeitwert ergab sich aus dem Kurs der Siemens-Aktie, abzüglich des Barwerts der während des Erdienungszeitraums erwarteten Dividenden, da Ansprüche auf Matching-Aktien in diesem Zeitraum zu keiner Dividende berechtigen. Die Nichtausübungsbedingungen, das heißt, die während des Erdienungszeitraums geltenden Bedingungen, die zugrunde liegenden Aktien weder zu übertragen, zu verkaufen oder zu verpfänden noch anderweitig zu beleihen, wurden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts berücksichtigt. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der resultierenden Matching-Aktien, basierend auf der Anzahl der gewährten Instrumente, betrug zum Zeitpunkt der Gewährung 57,77 (im Vj. 50,35) € je Aktie. JUBILÄUMSAKTIENPROGRAMM Im Rahmen des Jubiläumsaktienprogramms erhalten berechtigte Mitarbeiter der Siemens AG und der teilnehmenden inländischen Konzerngesellschaften bei Erreichen eines 25- und 40-jährigen Dienstjubiläums (Erdienungszeitraum) Jubiläumsaktien. Grundsätzlich erfolgt die Erfüllung in Aktien. Jubiläumsaktien werden zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung biometrischer Faktoren bewertet. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus dem Kurs der Siemens-Aktie zum Zeitpunkt der Gewährung, abzüglich des Barwerts der innerhalb des Erdienungszeitraums erwarteten Dividenden, auf die Mitarbeiter keinen Anspruch haben. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährten Jubiläumsaktien für das 25- und 40-jährige Dienstjubiläum betrug, basierend auf der Anzahl der gewährten Aktien, 36,92 (im Vj. 39,45) € beziehungsweise 24,55 (im Vj. 29,88) € je Aktie. Um biometrische Faktoren (unter Berücksichtigung der Fluktuation) angepasst, betrug er 18,24 (im Vj. 19,01) € beziehungsweise 9,99 (im Vj. 13,12) €. Es wurden Ansprüche auf 0,29 (im Vj. 0,43) Mio. Jubiläumsaktien gewährt, 0,18 (im Vj. 0,16) Mio. wurden übertragen, und 0,12 (im Vj. 0,48) Mio. Ansprüche verfielen, sodass sich ein Bestand an Ansprüchen auf Jubiläumsaktien von 4,68 (im Vj. 4,69) Mio. ergab. Unter Berücksichtigung biometrischer Faktoren wurde zum Geschäftsjahresende erwartet, dass davon 3,28 (im Vj. 3,29) Mio. Jubiläumsaktien erdient werden. ZIFFER 34 Personalaufwendungen scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Löhne und Gehälter 21.874 20.633 Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.389 3.354 Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.148 886 26.411 24.873 Die Position Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhaltet die laufenden Dienstzeitaufwendungen des Berichtszeitraums. Zinsen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden in den Posten Zinserträge und Zinsaufwendungen ausgewiesen. Löhne und Gehälter, Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung sowie Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betrugen für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 28.163 (im Vj. 27.009) Mio. €. Siemens beschäftigte auf Basis fortgeführter Aktivitäten durchschnitt lich 362,4 (im Vj. 362,9) Tsd. Mitarbeiter. Dabei waren die Teilzeitkräfte anteilig berücksichtigt. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Tsd.) 2013 2012 Produktion und Service 224,2 221,3 Vertrieb 73,6 76,9 Forschung und Entwicklung 29,8 29,5 Verwaltung und allgemeine Dienste 34,9 35,2 362,4 362,9 Die durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern betrug auf Basis fortgeführter und nicht fortgeführter Aktivitäten 394,9 (im Vj. 408,5) Tsd. Davon waren 248,3 (im Vj. 255,6) Tsd. in Produktion und Service, 78,2 (im Vj. 83,2) Tsd. im Vertrieb, 31,8 (im Vj. 32,4) Tsd. in Forschung und Entwicklung sowie 36,6 (im Vj. 37,3) Tsd. in der Verwaltung und allgemeinen Diensten beschäftigt . ZIFFER 35 Ergebnis je Aktie scroll Geschäftsjahresende 30. September (Anzahl der Aktien in Tsd., Ergebnis je Aktie in €) 2013 2012 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 4.212 4.642 Abzüglich: Anteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 120 132 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Aktionäre der Siemens AG entfällt 4.093 4.510 Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien (unverwässert) 843.819 876.053 Effekt aus aktienbasierter Vergütung 8.433 8.259 Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien (verwässert) 852.252 884.311 Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 4,85 5,15 Verwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 4,80 5,10 Aktienbasierte Vergütungspläne wirken verwässernd auf Ebene des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten und wurden deshalb für die Berechnungen in obiger Tabelle gemäß IAS 33, Ergebnis je Aktie, entsprechend behandelt. Entsprechend der Berechnung des Ergebnisses je Aktie in Verlustfällen war der verwässerte Verlust je Aktie aus den nicht fortgeführten Aktivitäten geringer als ihr unverwässerter Verlust je Aktie. In die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie waren 21.674 (im Vj. 21.674) Tsd. Aktien in Zusammenhang mit Optionsscheinen, die mit Schuldverschreibungen emittiert wurden, nicht eingeflossen, da ihre Einbeziehung nicht verwässernd gewirkt hätte. Künftig können die Optionsscheine möglicherweise das Ergebnis je Aktie verwässern. ZIFFER 36 Segmentinformationen Die Segmentinformationen werden für die fortgeführten Aktivitäten dargestellt. BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE Das Portfolio der vier Sektoren umfasst Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in Bereichen, die alle mehr oder weniger auf die Ursprünge von Siemens als Unternehmen der Elektroindustrie zurückgehen. Energy - bietet ein weites Spektrum an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, mit denen sich (elektrische) Energie erzeugen und übertragen sowie Öl und Gas gewinnen, umwandeln und transportieren lassen. Damit deckt der Sektor hauptsächlich den Bedarf von Energieversorgern und bedient darüber hinaus Industrieunternehmen, insbesondere aus der Öl- und Gasindustrie. Healthcare - bietet seinen Kunden ein umfassendes Portfolio medizinischer Lösungen entlang der Behandlungskette, von medizinischer Bildgebung über In-vitro-Diagnostik bis hin zu interventionellen Verfahren und klinischer Informationstechnologie - alles aus einer Hand. Außerdem übernimmt der Sektor die technische Wartung, professionelle Dienst- und Beratungsleistungen sowie Finanzierungsleistungen für seine Kunden in Zusammenarbeit mit SFS. Industry - bietet ein breites Spektrum an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen, die den Kunden helfen, ihre Ressourcen und Energie effizienter zu nutzen und ihre Produktivität und Flexibilität zu steigern. Die integrierten Technologien und ganzheitlichen Lösungen des Sektors richten sich vorwiegend an Industriekunden, insbesondere in der Prozess- und Fertigungsindustrie. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen für Industrieautomatisierung, Industriesoftware und Antriebstechnik sowie Systemintegration und Lösungen für das Industrieanlagengeschäft. Infrastructure & Cities - bietet ein breites Spektrum an Technologien, die weltweit die Nachhaltigkeit urbaner Ballungsräume und Infrastrukturen erhöhen. Beispiele sind integrierte Mobilitätslösungen, Gebäude- und Sicherheitstechnik, Energieverteilung, Smart-Grid-Anwendungen sowie Nieder- und Mittelspannungsprodukte. Equity Investments - umfasst von Siemens gehaltene Eigenkapitalanteile, die nach der Equity-Methode zu Anschaffungskosten oder als kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden und aus strategischen Gründen weder einem Sektor noch SFS, Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten, Siemens Real Estate (SRE), Zentralen Posten oder der Konzern-Treasury zugeordnet sind. Financial Services (SFS) - bietet eine Vielzahl von Finanzdienstleistungen und -produkten sowohl für andere Siemens-Einheiten und deren Kunden als auch für externe Kunden. Die strategische Ausrichtung von SFS basiert auf drei Säulen: Unterstützung der Siemens-Einheiten mit Finanzlösungen für deren Kunden, Management von Finanzrisiken im Siemens-Konzern und Angebot von Finanzdienstleistungen und -produkten für Drittkunden. ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS In der Position Überleitung Konzernabschluss werden Geschäftsaktivitäten und Themen ausgewiesen, die nicht in direktem Zusammenhang mit den berichtspflichtigen Segmenten von Siemens stehen. Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten - enthalten in der Regel Aktivitäten, die veräußert oder eingestellt werden sollen, sowie Restaktivitäten von Desinvestitionen beziehungsweise nicht fortgeführten Aktivitäten wie Siemens IT Solutions and Services und das ehemalige Com-Geschäft. Siemens Real Estate (SRE) - ist Eigentümer der Liegenschaften und Gebäude von Siemens und für deren Verwaltung zuständig. Das Dienstleistungsangebot umfasst die Entwicklung von Immobilienprojekten, die Veräußerung von Immobilien, die Vermögensverwaltung sowie das Miet- und Servicemanagement. Zentrale Posten und Pensionen - enthalten Aufwendungen der Konzernzentrale wie die Personalkosten für Zentralabteilungen. Ferner umfassen sie die Ergebnisse aus zentral verantworteten Projekten und nicht den Segmenten zugeordneten Beteiligungen sowie die Ergebnisse aus zentralen derivativen Finanzgeschäften. Außerdem fallen darunter Kosten aus zentral verantworteten Aktivitäten in Zusammenhang mit der Ausgliederung von Geschäften, die im Zeitpunkt der Realisierung des Veräußerungsergebnisses oder wenn die Aktivitäten als nicht fortgeführt klassifiziert werden, dem entsprechenden Segment zugeordnet werden. Die Position Pensionen beinhaltet die nicht den Segmenten, SRE oder den Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten zugeordneten Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft aus Pensionsthemen. Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten, bestimmte Überleitungs- und Umgliederungsthemen sowie die Aktivitäten der Konzern-Treasury. Sie schließen auch Zinserträge und -aufwendungen ein, zum Beispiel Zinsen, die nicht den Segmenten oder den Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten zugeordnet sind (Finanzierungszinsen), sowie Zinsen in Zusammenhang mit Aktivitäten der Konzern-Treasury oder zinsbezogene Konsolidierungs- und Überleitungseffekte. MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE Die Rechnungslegungsgrundsätze der Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich den für Siemens angewendeten, wie sie unter → ZIFFER 2 ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE beschrieben sind. Jedoch werden Leasingtransaktionen für die interne Berichterstattung und die Segmentberichterstattung als Operating-Leasing klassifiziert. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen. Ergebnis der Sektoren und von Equity Investments Der Vorstand der Siemens AG ist für die Beurteilung des Geschäftserfolgs der Segmente verantwortlich. Als Erfolgsgröße der Sektoren und von Equity Investments hat das oberste Entscheidungsgremium das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, bestimmten Pensionsaufwendungen und Ertragsteuern (Ergebnis) bestimmt. Dem Ergebnis werden verschiedene Sachverhalte nicht zugerechnet, die der Vorstand als nicht indikativ für den Erfolg der Sektoren und von Equity Investments erachtet. Das Ergebnis stellt eine von kapitalmarktbezogenen Finanzierungsentscheidungen losgelöste Messgröße für den operativen Geschäftserfolg dar (zu Finanzierungssachverhalten bei Equity Investments siehe den nachfolgenden Absatz). Die wesentlichen Themen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind, werden unten angegeben. Bei den im Ergebnis nicht enthaltenen Finanzierungszinsen handelt es sich um alle Zinserträge und -aufwendungen mit Ausnahme der Zinserträge aus Kundenforderungen, aus den Sektoren und Equity Investments zugerechneten Zahlungsmitteln sowie der Zinsaufwendungen auf Lieferantenverbindlichkeiten. Als Bestandteil von qualifizierten langfristigen Projekten aktivierte Fremdkapitalkosten sind nicht in den Finanzierungszinsen enthalten. Finanzierungszinsen sind vom Ergebnis ausgenommen, da Finanzierungsentscheidungen im Regelfall zentral getroffen werden. Equity Investments beinhaltet Zinsen und Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf langfristige Darlehen, die an in Equity Investments berichtete Beteiligungen gewährt wurden. Ähnlich verhält es sich mit Pensionsthemen. Auch hier werden wesentliche Grundsatzentscheidungen zentral getroffen. Daher sind vor allem nur die laufenden Dienstzeitaufwendungen enthalten. Die übrigen regelmäßig anfallenden pensionsbezogenen Aufwendungen - einschließlich der Beiträge zum deutschen Pensionssicherungsverein und der Kosten für die Verwaltung der Pensionspläne - werden in der Position Zentrale Posten und Pensionen ausgewiesen. Kürzungen von Pensionsplänen werden als eine Teilrückerstattung von nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen betrachtet, die im Segmentergebnis wirkt. Auch Ertragsteuern sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, da Steuersubjekt nur rechtliche Einheiten sind. Die rechtlichen Einheiten entsprechen im Regelfall nicht der Struktur der Segmente. Die Auswirkungen bestimmter rechtlicher und regulatorischer Themen sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, wenn sie aufgrund ihres Betrags und ihrer Unregelmäßigkeit nicht bezeichnend für die Leistung der Sektoren und von Equity Investments sind und zu einer Verzerrung von deren Geschäftsergebnissen führen würden. Dies gilt ebenso für Themen, die mehr als einem berichtspflichtigen Segment, SRE und / oder den Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten zuzuordnen sind oder einen Konzern- oder zentralen Charakter aufweisen. Zentrale Infrastrukturkosten werden vorwiegend auf die Sektoren umgelegt. Der umzulegende Gesamtbetrag wird zu Beginn eines Geschäftsjahrs bestimmt und über alle vier Quartale verteilt belastet. Das Ergebnis von Equity Investments beinhaltet im Wesentlichen das Ergebnis aus den in Equity Investments berichteten Beteiligungen, beispielsweise den Gewinnanteil von assoziierten Unternehmen oder Dividenden aus Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden, das Ergebnis aus dem Verkauf von Anteilen an Beteiligungen sowie Wertminderungen von Beteiligungen oder Wertaufholungen. Das Ergebnis beinhaltet auch Zinsen und Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf langfristige Darlehen, die an in Equity Investments berichtete Beteiligungen gewährt wurden. Ergebnis des Segments SFS Das Ergebnis des Segments SFS ist das Ergebnis vor Ertragsteuern. Im Gegensatz zu der Erfolgsgröße für die Sektoren und Equity Investments sind Zinserträge und -aufwendungen ein ergebnisbestimmender Faktor für SFS. Messgrößen des Vermögens Die Unternehmensleitung hat das Vermögen zur Grundlage für die Beurteilung der Kapitalintensität der Sektoren und von Equity Investments bestimmt (eingesetztes Nettokapital). Die Definition des Vermögens entspricht der Ergebnisgröße. Es ergibt sich vorrangig aus dem Gesamtvermögen der Konzernbilanz, abzüglich vor allem der konzerninternen Finanzforderungen und Ausleihungen sowie abzüglich der Steuerforderungen, da die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge nicht in das Ergebnis einfließen. Bei einer Division des Sektors Infrastructure & Cities ist die projektbezogene konzerninterne Finanzierung eines langfristigen Projekts enthalten. Darüber hinaus werden zinslose Verbindlichkeiten (zum Beispiel Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen), mit Ausnahme von Steuerverbindlichkeiten, abgezogen. Das Vermögen von Equity Investments kann bestimmte Gesellschafterdarlehen enthalten, die an in Equity Investments berichtete Beteiligungen gewährt wurden. Im Gegensatz dazu ist das Vermögen von SFS das Gesamtvermögen. Auftragseingang Der Auftragseingang entspricht grundsätzlich den geschätzten Umsatzerlösen der angenommenen Aufträge unter Berücksichtigung von Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts. Absichtserklärungen sind nicht Inhalt des Auftragseingangs. Der Auftragseingang ist eine zusätzliche Information und wird auf freiwilliger Basis berichtet. Er ist nicht Teil des geprüften Konzernabschlusses. Definition Free Cash Flow Die Segmentinformationen zeigen sowohl den Free Cash Flow als auch Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Free Cash Flow der Sektoren und von Equity Investments errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich Zugängen zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Er schließt Finanzierungszinsen (ausgenommen qualifizierten Vermögenswerten zugeordnete aktivierte oder als Vertragskosten klassifizierte Zinsen), nicht zahlungswirksame Ertragsteuern sowie bestimmte andere Zahlungen und Erlöse aus. Der Free Cash Flow von Equity Investments beinhaltet Zinsen auf Gesellschafterdarlehen, die an in Equity Investments berichtete Beteiligungen gewährt wurden. Kürzungen von Pensionsplänen werden als eine Teilrückerstattung aus nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen betrachtet, die im Free Cash Flow der Segmente wirkt. Der Free Cash Flow von SFS, einem Finanzdienstleister, beinhaltet die zugehörigen Finanzierungszinszahlungen; Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen von SFS sind ausgeschlossen. Abschreibungen und Wertminderungen Die Abschreibungen und Wertminderungen in den Segmentinformationen beinhalten die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen, nach Abzug von Wertaufholungen, sowie die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte, nach Abzug von Wertaufholungen. Die Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht enthalten. MESSGRÖSSEN DER ZENTRAL GESTEUERTEN PORTFOLIOAKTIVITÄTEN UND SRE Die Messgrößen für die Zentral gesteuerten Portfolioaktivitäten entsprechen denen der Sektoren. SRE verwendet die gleichen Messgrößen wie SFS. Im Gesamtvermögen von SRE werden bestimmte konzerninterne Finanzforderungen mit bestimmten konzerninternen Finanzverbindlichkeiten saldiert. ÜBERLEITUNG SIEMENS-KONZERNABSCHLUSS Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung von der Summe Vermögen der Sektoren, von Equity Investments und SFS auf das Gesamtvermögen in der Konzernbilanz von Siemens. scroll 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Vermögen Sektoren 24.886 23.364 Vermögen Equity Investments 1.767 2.715 Vermögen SFS 18.661 17.405 Vermögen Summe Segmente 45.314 43.484 Überleitung Vermögen Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten - 267 - 448 Vermögen SRE 4.747 5.018 Vermögen Zentrale Posten und Pensionen1 - 11.252 - 11.693 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen Vermögensorientierte Anpassungen Konzerninterne Finanzforderungen und Ausleihungen 40.850 22.046 Steuerforderungen 3.924 4.453 Verbindlichkeitsorientierte Anpassungen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 9.265 9.801 Verbindlichkeiten und Rückstellungen 39.336 42.072 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und Sonstiges2 - 29.981 - 6.482 Summe Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen 63.393 71.889 Gesamtvermögen in der Siemens-Konzernbilanz 101.936 108.251 1 Entsprechend der von Siemens festgelegten Definition der Messgrößen seiner Segmente, erhöhten die Effekte aus der rückwirkenden Anwendung des IAS 19R den bisher zum 30. September 2012 berichteten Wert für das Vermögen in der Position Zentrale Posten und Pensionen um 147 Mio. € und reduzierten den Wert in der Position Summe Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen um 176 Mio. €. 2 Enthielt Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in Zusammenhang mit nicht fortgeführten Aktivitäten umgegliedert wurden. Das Ergebnis der Zentralen Posten und Pensionen enthielt - 419 (im Vj. - 261) Mio. € für Zentrale Posten und - 420 (im Vj. - 407) Mio. € für Pensionen. Verbleibende Kosten in Zusammenhang mit Siemens IT Solutions and Services, die den Zentralen Posten belastet wurden, betrugen 58 (im Vj. 118) Mio. €. Effekte in Zusammenhang mit Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen für Sanierungskosten belasteten die Zentralen Posten mit 50 (im Vj. 19) Mio. €. Im Vorjahr resultierten aus rechtlichen und regulatorischen Themen positive Wirkungen innerhalb der Zentralen Posten. ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABEN Das Ergebnis von SFS enthielt Zinserträge in Höhe von 873 (im Vj. 778) Mio. € sowie Zinsaufwendungen in Höhe von 317 (im Vj. 316) Mio. €. ZIFFER 37 Informationen nach Regionen scroll Umsätzerlöse nach Sitz des Kunden Umsätzerlöse nach Sitz der Gesellschaften Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 Europa, GUS1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 39.874 39.947 44.337 44.957 Amerika 20.916 22.078 20.828 21.793 Asien, Australien 15.092 15.370 10.717 10.645 Siemens 75.882 77.395 75.882 77.395 davon Deutschland 10.750 11.049 19.115 19.909 davon Ausland 65.132 66.346 56.766 57.487 darin USA 14.179 15.946 16.056 17.062 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. scroll Langfristige Vermögenswerte 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Europa, GUS1, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 17.404 16.009 Amerika 12.598 13.723 Asien, Australien 2.752 2.695 Siemens 32.755 32.427 darin Deutschland 6.510 6.446 darin USA 11.205 12.133 1 Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten. ZIFFER 38 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Siemens unterhält mit vielen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft Siemens eine große Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. Für Informationen zu Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr siehe → ZIFFER 18 NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN und → ZIFFER 42 AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES DES SIEMENS-KONZERNS GEMÄSS § 313 ABS. 2 HGB. Informationen zu Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen im Vorjahr finden sich in der Aufstellung des Anteilsbesitzes, die gesondert im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Die erbrachten Lieferungen und Leistungen und sonstigen Erträge aus Geschäftsvorfällen mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie umgekehrt die empfangenen Lieferungen und Leistungen und sonstigen Aufwendungen aus entsprechenden Geschäftsvorfällen stellten sich wie folgt dar: scroll Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen Geschäftsjahresende 30. September Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 Gemeinschaftsunternehmen 336 432 12 16 Assoziierte Unternehmen 1.008 528 214 228 1.345 959 226 244 Die Forderungen und Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen stellten sich wie folgt dar: scroll Forderungen Verbindlichkeiten 30. September 30. September (in Mio. €) 2013 2012 2013 2012 Gemeinschaftsunternehmen 54 49 12 23 Assoziierte Unternehmen 222 145 121 241 276 194 133 264 Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen beliefen sich auf 17 (im Vj. 60) Mio. €. Im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit überprüft Siemens regelmäßig die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen beziehungsweise ihnen gegenüber bestehenden Forderungen. Aus dieser Überprüfung auf Wertberichtigung resultierte ein Nettoverlust in Höhe von 27 (im Vj. Nettoertrag von 7) Mio. €. Zum Geschäftsjahresende betrugen die Wertberichtigungen 42 (im Vj. 37) Mio. €. Siemens erhöhte seine Nettoinvestition in EN um 102 Mio. €. Der Buchwert blieb aufgrund der Anwendung der Equity-Methode auf 0 €. Für weitere Informationen siehe → ZIFFER 7 ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN. Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Garantien betrugen 2.789 (im Vj. 4.769) Mio. €. Dieser Betrag beinhaltete die HERKULES-Verpflichtungen in Höhe von 1.890 (im Vj. 2.290) Mio. € sowie im Vorjahr Verpflichtungen gegenüber NSN. Für weitere Informationen zu den HERKULES-Verpflichtungen und zu Garantien in Zusammenhang mit der Einbringung der SEN-Geschäftsaktiviäten in EN siehe → ZIFFER 28 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND EVENTUALVERBINDLICHKEITEN. Die an Gemeinschaftsunternehmen gewährten Garantien betrugen 431 (im Vj. 474) Mio. €. Die Gesellschaft hatte Verpflichtungen zu Kapitaleinlagen in Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 187 (im Vj. 176) Mio. €, wovon 107 (im Vj. 113) Mio. € gegenüber Gemeinschaftsunternehmen bestanden. Für ein von einem Gemeinschaftsunternehmen aufgenommenes Darlehen, das über eine von Siemens gewährte Garantie abgesichert war, betrug der ausstehende Betrag einer zusätzlich von Siemens gestellten Sicherheit 134 (im Vj. 139) Mio. €. Es bestanden Kreditzusagen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 90 (im Vj. 144) Mio. €, wovon 90 (im Vj. 94) Mio. € an Gemeinschaftsunternehmen zugesagt waren. PENSIONSEINRICHTUNGEN Für Informationen zur Finanzierung der Pensionspläne der Gesellschaft siehe → ZIFFER 23 LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES. NAHESTEHENDE PERSONEN Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Barvergütung in Höhe von 17,0 (im Vj. 17,4) Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung betrug 17,6 (im Vj. 22,2) Mio. € für 213.394 (im Vj. 345.382) Aktienzusagen. Beiträge zur BSAV wurden den Mitgliedern des Vorstands in Höhe von 6,4 (im Vj. 5,7) Mio. € gewährt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 41,0 (im Vj. 45,3) Mio. €. Zudem wurden in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit von Vorständen Ausgleichszahlungen in Höhe von 20,4 Mio. € (brutto) sowie einmalige Sonderbeiträge zur BSAV in Höhe von 3,1 Mio. € vereinbart. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass für diese Vorstände die langfristige aktienbasierte Vergütung (41.554 Stock Awards) für das Geschäftsjahr 2013 in bar abgefunden wird. Diese sind in dem oben genannten Betrag für die aktienbasierte Vergütung enthalten. Die Gesellschaft hat darüber hinaus die Erstattung von Auslagen bis maximal 130.000 € (zuzüglich Mehrwertsteuer) vereinbart. Die bereits in der Vergangenheit zugesagten 175.382 Stock Awards, für die noch die Sperrfrist läuft, bleiben uneingeschränkt erhalten. Der beizulegende Zeitwert dieser Stock Awards zum jeweiligen Gewährungszeitpunkt betrug 11,5 Mio. €. Die Aufwendungen in Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung sowie dem Share-Matching-Programm betrugen 23,2 (im Vj. 16,0) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die oben erwähnten Stock Awards in Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Vorstandsmitgliedern enthalten. Für weitere Informationen zum Share-Matching-Programm siehe → ZIFFER 33 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG. Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 6b HGB in Höhe von 33,1 (im Vj. 15,8) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren 18,2 Mio. € in Zusammenhang mit dem oben erwähnten Ausscheiden eines Vorstandmitglieds enthalten. Die DBO sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug 192,5 (im Vj. 181,6) Mio. €. Für weitere Informationen siehe → ZIFFER 23 LEISTUNGEN NACH BEENDIGUNG DES ARBEITSVERHÄLTNISSES. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste eine Grundvergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten und betrug insgesamt, einschließlich Sitzungsgelder, 4,9 (im Vj. 4,8) Mio. €. Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, dargestellt. Der Vergütungsbericht findet sich unter → B.4 VERGÜTUNGSBERICHT im Kapitel → B. CORPORATE GOVERNANCE. Wie im Vorjahr fanden keine weiteren bedeutenden Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und anderen Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats statt. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands von Siemens sind oder waren im vergangenen Jahr in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Siemens unterhält zu fast allen diesen Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Kauf und Verkauf eines breit gefächerten Angebots von Produkten und Dienstleistungen erfolgten dabei zu marktüblichen Bedingungen. Michael Diekmann ist Vorsitzender des Vorstands der Allianz SE. Die Geschäfte zwischen Siemens und der Allianz erfolgen zu marktüblichen Bedingungen und umfassen das Versicherungsgeschäft sowie die Vermögensverwaltung. ZIFFER 39 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die nachfolgende Tabelle zeigt die für Dienstleistungen des Abschlussprüfers EY angefallenen Honorare: scroll Geschäftsjahresende 30. September (in Mio. €) 2013 2012 Art der Honorare Abschlussprüfungsleistungen (Prüfungstätigkeiten) 45,6 44,2 Andere Bestätigungsleistungen (prüfungsnahe Dienstleistungen) 10,2 10,6 Steuerberatungsleistungen 0,1 0,4 Sonstige Leistungen 0,4 - Gesamt 56,3 55,2 Prüfungstätigkeiten und prüfungsnahe Dienstleistungen enthielten Honorare in Zusammenhang mit den unten beschriebenen Tätigkeiten, für die der Prüfungsausschuss vorab eine Genehmigung erteilt hatte. Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen erfordern eine individuelle Vorabgenehmigung durch den Prüfungsausschuss. Die Steuerberatungsleistungen enthielten im Wesentlichen Honorare für Unterstützungsleistungen im Rahmen von Verständigungsverfahren zu Verrechnungspreisproblematiken gemäß Art. 25 OECD Musterdoppelbesteuerungsabkommen sowie für Beratungsleistungen in Zusammenhang mit der Einhaltung von steuerlichen Vorschriften bei Übergangsleistungen im Rahmen von Akquisitionen. Sonstige Leistungen setzten sich zusammen aus von EY für einen Übergangszeitraum bis zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs erbrachten Beratungsleistungen, nachdem EY einen IT-Dienstleister von Siemens im Bereich Steuerung der Versorgungskette im Juni 2013 übernommen hatte, sowie einer Bestätigungsleistung, die nicht in Zusammenhang mit Abschlüssen stand. Von dem berechneten Gesamthonorar entfielen im abgelaufenen Geschäftsjahr 50 % auf die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland. GRUNDSÄTZE DER VORABGENEHMIGUNG DURCH DEN PRÜFUNGSAUSSCHUSS Nach deutschem Recht wird der unabhängige Abschlussprüfer von Siemens durch die Hauptversammlung auf Empfehlung des Aufsichtsrats bestellt. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Empfehlung über die Wahl des unabhängigen Abschlussprüfers der Gesellschaft vor. Im Anschluss an die Bestellung des Abschlussprüfers erteilt der Prüfungsausschuss dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und genehmigt in alleiniger Zuständigkeit die Bedingungen und den Umfang der Prüfung sowie das Prüfungshonorar. Zudem überwacht er die Einhaltung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Zur Sicherstellung der Integrität und Unabhängigkeit der Abschlussprüfung hat der Prüfungsausschuss von Siemens Grundsätze festgelegt, nach denen alle Prüfungsleistungen und zulässigen prüfungsnahen Dienstleistungen, die durch den unabhängigen Abschlussprüfer erbracht werden, vor der Auftragserteilung zu genehmigen sind. Als Bestandteil dieses Genehmigungsprozesses hat der Prüfungsausschuss Grundsätze und Verfahren der Vorabgenehmigung geschaffen, nach denen der Prüfungsausschuss jährlich bestimmte durch den unabhängigen Abschlussprüfer zu erbringende Leistungen im Voraus genehmigt. Nach diesen Grundsätzen ist es dem Abschlussprüfer von Siemens nicht erlaubt, sonstige nicht prüfungsbezogene Leistungen zu erbringen, die entweder (1) nach deutschen Vorschriften sowie den Regelungen des International Ethics Standards Board for Accountants, der International Federation of Accountants, der SEC oder des Public Company Accounting Oversight Board die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gefährden könnten oder (2) die von einem anderen Anbieter effektiver oder wirtschaftlicher zur Verfügung gestellt werden können, selbst wenn die Leistungen nach den einschlägigen Unabhängigkeitsregeln zulässig wären. Zudem hat der Prüfungsausschuss eine Obergrenze für die Summe aller Honorare eines Geschäftsjahrs festgelegt, die für nicht prüfungsbezogene Leistungen - einschließlich prüfungsnaher Dienstleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstiger Leistungen - einen Anteil von 30 % an den vereinbarten Prüfungshonoraren für das jeweilige Geschäftsjahr nicht übersteigen dürfen. Der Prüfungsausschuss hat EY für Prüfungstätigkeiten und prüfungsnahe Dienstleistungen generell eine Vorabgenehmigung erteilt. Hierzu gehören unter anderem folgende Leistungen: PRÜFUNGSTÄTIGKEITEN ― Jährliche Prüfung des Konzernabschlusses und des finanzberichterstattungsbezogenen internen Kontrollsystems von Siemens, ― prüferische Durchsicht der Konzern-Zwischenabschlüsse von Siemens, ― Prüfungen und prüferische Durchsichten, die aufgrund von Gesetzen oder sonstigen Vorschriften durchzuführen sind, einschließlich Prüfungen der nach den gesetzlichen Vorschriften der entsprechenden Länder zu erstellenden Abschlüsse der Siemens AG und ihrer Tochtergesellschaften, ― Prüfungen von Eröffnungsbilanzen im Rahmen von Unternehmenserwerben, einschließlich Prüfungen in Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen. PRÜFUNGSNAHE DIENSTLEISTUNGEN ― Freiwillige Abschlussprüfungen nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften, ― Due-Diligence-Leistungen in Zusammenhang mit erfolgten oder beabsichtigten Unternehmenserwerben und Ausgliederungen, einschließlich der Unterstützung in Bilanzierungsfragen, ― Post-Closing-Prüfungen, ― Prüfungen sowie Bestätigungsleistungen in Zusammenhang mit Ausgliederungen, ― Prüfbescheinigungen (Certificates), die aufgrund von gesetzlichen, richtlinienbasierten oder vertraglichen Grundlagen erforderlich sind, ― Dienstleistungen hinsichtlich Fragen zu Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sowie Vorschriften zur Berichterstattung, soweit sie auf einem Siemens-spezifischen Wissen des Abschlussprüfers beruhen, einschließlich ― Fragen hinsichtlich der Bilanzierung laufender oder geplanter Transaktionen, ― Unterstützung bei der Einführung und Durchsicht neuer oder aktualisierter Rechnungslegungsrichtlinien und -anforderungen, ― Schulungen hinsichtlich rechnungslegungsbezogener Themen, ― Comfort Letter, ― Prüfungen von Pensionsplänen, ― ISAE 3402 / SSAE 16-Prüfungen, ― Bescheinigungen auf Basis gesetzlicher Bestimmungen sowie diesbezügliche zulässige Unterstützungsleistungen, ― Bescheinigungen und Prüfungen in Zusammenhang mit der EU-Richtlinie zur Beseitigung von Elektroschrott, ― Bescheinigungen von Klauseln oder Kennzahlen aufgrund der Einhaltung von vertraglichen Vereinbarungen, ― Bescheinigungen neben Prüfungsleistungen, die aufgrund von Gesetzen oder sonstigen regulatorischen Vorschriften durchzuführen sind. Dienstleistungen, für die keine generelle Vorabgenehmigung als Prüfungstätigkeit oder prüfungsnahe Dienstleistung erteilt wird, unterliegen einer individuellen Vorabgenehmigung durch den Prüfungsausschuss. Eine Genehmigung wird nicht erteilt, wenn die Dienstleistung einer Kategorie angehört, die nach derzeitiger Gesetzeslage nicht erlaubt ist, oder wenn sie nicht mit den vier Prinzipien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers übereinstimmt, die von der SEC festgelegt wurden: (1) Der Abschlussprüfer darf keine Managementfunktionen übernehmen oder als Angestellter des Mandanten agieren; (2) der Abschlussprüfer darf das Ergebnis seiner eigenen Arbeit nicht prüfen; (3) ein Abschlussprüfer darf die Rolle eines Interessenvertreters seines Mandanten nicht übernehmen; und (4) durch die Erbringung einer Dienstleistung darf es nicht zu einem gemeinsamen oder entgegenstehenden Interesse zwischen Abschlussprüfer und dem geprüften Unternehmen kommen (Interessenkonflikt). Obwohl die Erbringung von nicht prüfungsnahen Dienstleistungen - mit Ausnahme von bestimmten Arten von nicht prüfungsbezogenen Dienstleistungen, die in den SEC-Vorschriften aufgeführt sind - nicht gesetzlich verboten ist, hat der Prüfungsausschuss als Grundsatz festgelegt, den Abschlussprüfer nicht mit der Erbringung von nicht prüfungsnahen Dienstleistungen zu beauftragen, es sei denn, es liegt ein überragender Vorteil für die Gesellschaft darin, den Abschlussprüfer zu beauftragen, und es kann eindeutig belegt werden, dass die Unabhängigkeit dadurch nicht gefährdet ist. ZIFFER 40 Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben zum 1. Oktober 2013 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter WWW.SIEMENS.COM/DCG-KODEX öffentlich zugänglich gemacht. Vorstand und Aufsichtsrat der IBS AG excellence, collaboration, manufacturing, derzeit einziges in den Konzernabschluss der Siemens AG einbezogenes deutsches börsennotiertes Unternehmen, haben zum 27. Dezember 2012 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und im Internet unter WWW.IBS-AG.DE/UNTERNEHMEN/INVESTOR-RELATIONS/CORPORATE-GOVERNANCE öffentlich zugänglich gemacht. ZIFFER 41 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs hat Siemens eine Vereinbarung unterzeichnet, sein Geschäft zur Behandlung und Aufbereitung von kommunalem und industriellem Wasser und Abwasser - das in der Geschäftseinheit Water Technologies von Siemens zusammengefasst ist - sowie zugehörige Serviceaktivitäten an American European Associates Investors LP (AEA), USA, für einen Kaufpreis von 640 Mio. € zu verkaufen. Der Abschluss der Transaktion unterliegt dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und wird in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2014 erwartet. Im November 2013 kündigte Siemens einen Aktienrückkauf in einem Umfang von bis zu 4 Mrd. € an. Der Aktienrückkauf soll spätestens am 31. Oktober 2015 abgeschlossen sein. Die Rückkäufe werden unter der bestehenden Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Januar 2011 durchgeführt. Danach können unter diesem Programm weitere Rückkäufe von bis zu 47,8 Mio. Aktien getätigt werden. Die zurückgekauften Aktien können zur Einziehung und Herabsetzung des Grundkapitals verwendet werden, an Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter sowie an Mitglieder des Vorstands und Organmitglieder von verbundenen Unternehmen ausgegeben werden oder zur Erfüllung von Verpflichtungen aus beziehungsweise in Zusammenhang mit Wandel- und Optionsschuldverschreibungen benutzt werden. ZIFFER 42 Aufstellung des Anteilsbesitzes des Siemens-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB scroll Stand: 30. September 2013 Kapitalanteil in % Tochterunternehmen Deutschland (126 Gesellschaften) Airport Munich Logistics and Services GmbH, Hallbergmoos 100 Alpha Verteilertechnik GmbH, Cham 10010 Anlagen- und Rohrleitungsbau Ratingen GmbH, Ratingen 1007 AS AUDIO-SERVICE Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Herford 100 Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen 100 Berliner Vermögensverwaltung GmbH, Berlin 10010 BWI Services GmbH, Meckenheim 10010 CAPTA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Grünwald 1009 CAPTA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 100 DA Creative GmbH, München 100 Dade Behring Beteiligungs GmbH, Eschborn 100 Dade Behring Grundstücks GmbH, Marburg 100 EDI - USS Umsatzsteuersammelrechnungen und Signaturen GmbH & Co. KG, München 1009 EDI - USS Verwaltungsgesellschaft mbH, München 1007 evosoft GmbH, Nürnberg 10010 FACTA Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, München 1009 HanseCom Gesellschaft für Informations- und Kommunikationsdienstleistungen mbH, Hamburg 74 HSP Hochspannungsgeräte GmbH, Troisdorf 10010 IBS Aktiengesellschaft excellence, collaboration, manufacturing, Höhr-Grenzhausen 81 IBS Business Consulting GmbH, Höhr-Grenzhausen 100 IBS SINIC GmbH, Neu-Anspach 100 ILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L., Grünwald 1009 ILLIT Grundstücksverwaltungs-Management GmbH, Grünwald 85 Immosuisse GmbH Immobilien Management i.L., Berlin 100 IPGD Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft mbH, Grünwald 100 Jawa Power Holding GmbH, Erlangen 10010 KompTime GmbH, München 10010 Lincas Electro Vertriebsgesellschaft mbH, Hamburg 100 LINCAS Export Services GmbH, Hamburg 10010 LMS Deutschland GmbH, Kaiserslautern 100 Mannesmann Demag Krauss-Maffei GmbH, München 100 Mechanik Center Erlangen GmbH, Erlangen 10010 messMa GmbH, Irxleben 100 OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tübingen KG, Grünwald 1009 Partikeltherapiezentrum Kiel Holding GmbH, Erlangen 10010 PETscape GmbH, Erlangen 10010 Project Ventures Butendiek Holding GmbH, Erlangen 10010 Projektbau-Arena-Berlin GmbH, Grünwald 10010 R & S Restaurant Services GmbH, München 100 REMECH Systemtechnik GmbH, Kamsdorf 10010 RHG Vermögensverwaltung GmbH, Berlin 10010 RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald 100 Samtech Deutschland GmbH, Hamburg 100 SeaRenergy Offshore Projects GmbH & Cie. KG, Hamburg 100 Siemens Audiologische Technik GmbH, Erlangen 100 Siemens Bank GmbH, München 100 Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München 10010 Siemens Beteiligungen Management GmbH, Grünwald 1007 Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin 10010 Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG, Grünwald 1009 Siemens Building Technologies Holding GmbH, Grünwald 100 Siemens Convergence Creators GmbH & Co. KG, Hamburg 1009 Siemens Convergence Creators Management GmbH, Hamburg 1007 Siemens Energy Automation GmbH, Erlangen 10010 Siemens Finance & Leasing GmbH, München 10010 Siemens Financial Services GmbH, München 10010 Siemens Fonds Invest GmbH, München 10010 Siemens Fuel Gasification Technology GmbH & Co. KG, Freiberg 1009 Siemens Fuel Gasification Technology Verwaltungs GmbH, Freiberg 1007 Siemens Global Innovation Partners Management GmbH, München 1007 Siemens Grundstücksmanagement GmbH & Co. OHG, Grünwald 1009 Siemens Gusstechnik GmbH, Chemnitz 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Eschborn 100 Siemens Healthcare Diagnostics Holding GmbH, Eschborn 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg 100 Siemens Immobilien Chemnitz-Voerde GmbH, Grünwald 10010 Siemens Industriegetriebe GmbH, Penig 10010 Siemens Industriepark Karlsruhe GmbH & Co. KG, Grünwald 1009 Siemens Industry Automation Holding AG, München 10010 Siemens Industry Software GmbH & Co. KG, Köln 1009 Siemens Industry Software Management GmbH, Köln 1007 Siemens Insulation Center GmbH & Co. KG, Zwönitz 1009 Siemens Insulation Center Verwaltungs-GmbH, Zwönitz 1007 Siemens Medical Solutions Health Services GmbH, Erlangen 100 Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald 100 Siemens Novel Businesses GmbH, München 10010 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH & Co. KG, Konstanz 1007 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics Verwaltungs GmbH, Konstanz 1007 Siemens Power Control GmbH, Langen 10010 Siemens Private Finance Versicherungs- und Kapitalanlagenvermittlungs-GmbH, München 10010 Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen 10010 Siemens Real Estate GmbH & Co. OHG, Grünwald 1009 Siemens Real Estate Management GmbH, Grünwald 1007 Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaft mit TGV, München 100 Siemens Technology Accelerator GmbH, München 10010 Siemens Technopark Berlin Verwaltungs GmbH, Grünwald 1007 Siemens Technopark Mülheim GmbH & Co. KG, Grünwald 1009 Siemens Technopark Mülheim Verwaltungs GmbH, Grünwald 1007 Siemens Technopark Nürnberg GmbH & Co. KG, Grünwald 1009 Siemens Technopark Nürnberg Verwaltungs GmbH, Grünwald 100 Siemens Treasury GmbH, München 10010 Siemens Turbomachinery Equipment GmbH, Frankenthal 10010 Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Willstätt-Legelshurst 10010 Siemens Venture Capital GmbH, München 10010 Siemens Water Technologies GmbH, Günzburg 1007 Siemens Wind Power GmbH, Hamburg 10010 SILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100 SIM 16. Grundstücksverwaltungs- und -beteiligungs-GmbH & Co. KG, München 1009 SIM 2. Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 1009 SIMAR Nordost Grundstücks-GmbH, Grünwald 10010 SIMAR Nordwest Grundstücks-GmbH, Grünwald 10010 SIMAR Ost Grundstücks-GmbH, Grünwald 10010 SIMAR Süd Grundstücks-GmbH, Grünwald 10010 SIMAR West Grundstücks-GmbH, Grünwald 10010 SIMOS Real Estate GmbH, München 10010 SKAG Fonds C1, München 100 SKAG Fonds S7, München 100 SKAG Fonds S8, München 100 SKAG Principals, München 100 Sky Eye Transportation Systems GmbH i.L., Braunschweig 1007 Steinmüller Engineering GmbH, Gummersbach 100 SVM Star Ventures Managementgesellschaft mbH Nr. 3 & Co. Beteiligungs KG Nr. 2, München 993 SVM Star Ventures Managementgesellschaft mbH Nr. 3 & Co. Beteiligungs KG Nr. 3, München 993 SVM Star Ventures Managementgesellschaft mbH Nr. 3 & Co. Beteiligungs KG Nr. 4, München 993 SYKATEC Systeme, Komponenten, Anwendungstechnologie GmbH, Erlangen 10010 Technopark Berlin Wohlrabedamm GmbH, Grünwald 94 TGB Technisches Gemeinschaftsbüro GmbH, Kassel 100 TLT-Turbo GmbH, Zweibrücken 100 Trench Germany GmbH, Bamberg 10010 Turbine Airfoil Coating and Repair GmbH, Berlin 100 Verwaltung SeaRenergy Offshore Projects GmbH, Hamburg 1007 VIB Verkehrsinformationsagentur Bayern GmbH, München 51 VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, Berlin 100 VR-LEASING IKANA GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 943 VVK Versicherungsvermittlungs- und Verkehrskontor GmbH, München 10010 Weiss Spindeltechnologie GmbH, Schweinfurt 100 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (277 Gesellschaften) NEM Energy Egypt LLC, Alexandria / Ägypten 100 Siemens Healthcare Diagnostics S.A.E, Kairo / Ägypten 100 Siemens Ltd. for Trading, Kairo / Ägypten 100 Siemens Technologies S.A.E., Kairo / Ägypten 90 ESTEL Rail Automation SPA, Algier / Algerien 51 Siemens Spa, Algier / Algerien 100 Siemens S.A., Luanda / Angola 51 Siemens W.L.L., Manama / Bahrain 51 Leuven Measurement & Systems Belgium BVBA, Leuven/Belgien 100 LMS Engineering NV, Leuven / Belgien 100 LMS International NV, Leuven / Belgien 100 LMS Numerical Technologies NV, Leuven / Belgien 100 Oktopus S.A./N.V., Brüssel / Belgien 100 Samtech SA, Angleur / Belgien 60 Siemens Healthcare Diagnostics SA, Brüssel / Belgien 100 Siemens Industry Software NV, Anderlecht / Belgien 100 Siemens Product Lifecycle Management Software II (BE) BVBA, Anderlecht / Belgien 100 Siemens S.A./N.V., Anderlecht / Belgien 100 Siemens d.o.o., Banja Luka / Bosnien und Herzegowina 100 Siemens d.o.o. Sarajevo, Sarajevo / Bosnien und Herzegowina 100 Siemens Pty. Ltd., Gaborone / Botsuana 100 Siemens EOOD, Sofia / Bulgarien 100 Siemens A/S, Ballerup / Dänemark 100 Siemens Healthcare Diagnostics ApS, Ballerup / Dänemark 100 Siemens Höreapparater A/S, Kopenhagen / Dänemark 100 Siemens Industry Software A/S, Allerød / Dänemark 100 Siemens Wind Power A/S, Brande / Dänemark 100 Siemens Healthcare Diagnostics OY, Espoo / Finnland 100 Siemens Osakeyhtiö, Espoo / Finnland 100 Flender-Graffenstaden SAS, Illkirch-Graffenstaden / Frankreich 100 LMS France S.A.R.L, Paris / Frankreich 100 LMS Imagine, Roanne / Frankreich 100 PETNET Solutions SAS, Saint-Denis / Frankreich 100 Preactor Europe SAS, Dardilly / Frankreich 100 Samtech France SA, Massy / Frankreich 100 Siemens Audiologie S.A.S., Saint-Denis / Frankreich 100 Siemens Financial Services SAS, Saint-Denis / Frankreich 100 Siemens France Holding, Saint-Denis / Frankreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics S.A.S., Saint-Denis / Frankreich 100 Siemens Industry Software SAS, Velizy-Villacoublay / Frankreich 100 Siemens Lease Services SAS, Saint-Denis / Frankreich 100 Siemens S.A.S., Saint-Denis / Frankreich 100 Siemens Transmission & Distribution SAS, Grenoble / Frankreich 100 Siemens VAI Metals Technologies SAS, Savigneux / Frankreich 100 Trench France S.A.S., Saint-Louis / Frankreich 100 Tecnomatix Technologies (Gibraltar) Limited, Gibraltar / Gibraltar 100 Kintec A.E., Athen / Griechenland 100 Siemens A.E., Elektrotechnische Projekte und Erzeugnisse, Athen / Griechenland 100 Siemens Healthcare Diagnostics ABEE, Athen / Griechenland 100 Broadcastle Finance Limited, Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien 100 Broadcastle Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien 100 Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 eMeter International Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 GyM Renewables ONE Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Leuven Measurements & Systems UK Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Marine Current Turbines Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Preactor International Limited, Chippenham, Wiltshire/Großbritannien 100 Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Samtech UK Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Großbritannien 573 Sea Generation (Brough Ness) Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Sea Generation (Kyle Rhea) Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Sea Generation (Wales) Ltd., Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Sea Generation Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Großbritannien 100 Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire / Großbritannien 100 Siemens Healthcare Diagnostics Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Hearing Instruments Ltd., Crawley, Sussex/Großbritannien 100 Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Industrial Turbomachinery Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Pension Funding (General) Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Pension Funding (Scotland) Limited, Edinburgh/Großbritannien 1007 Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens plc, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 1007 Siemens Protection Devices Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Rail Automation Holdings Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Rail Automation Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Rail Systems Project Holdings Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Rail Systems Project Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 100 Siemens Real Estate Ltd., Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Transmission & Distribution Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens VAI Metals Technologies Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 100 Siemens Water Technologies Limited, Frimley, Surrey/Großbritannien 1007 The Preactor Group Limited, Chippenham, Wiltshire / Großbritannien 100 Tronic Ltd., Frimley, Surrey / Großbritannien 100 VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey / Großbritannien 100 VA Tech Reyrolle Distribution Ltd., Frimley, Surrey/Großbritannien 100 VA TECH T & D UK Ltd., Frimley, Surrey / Großbritannien 100 VTW Anlagen UK Ltd., Banbury, Oxfordshire / Großbritannien 100 Siemens Sherkate Sahami (Khass), Teheran / Iran 97 Europlex Technologies (Ireland) Limited, Dublin / Irland 100 iMetrex Technologies Limited, Dublin / Irland 100 Siemens Limited, Dublin / Irland 100 Robcad Limited, Airport City / Israel 100 RuggedCom Ltd., Herzliya / Israel 100 Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Beit Shemesh / Israel 100 Siemens Industry Software Ltd., Airport City / Israel 100 Siemens Israel Ltd., Tel Aviv / Israel 100 Siemens Product Lifecycle Management Software 2 (IL) Ltd., Airport City / Israel 100 UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City / Israel 100 HV-Turbo Italia S.r.l., Mornago / Italien 51 LMS Italiana S.r.l., Turin / Italien 100 Samtech Italiana S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Healthcare Diagnostics S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Hearing Instruments Italy S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Industry Software S.r.l, Mailand / Italien 100 Siemens Renting S.p.A. in Liquidazione, Mailand / Italien 100 Siemens S.p.A., Mailand / Italien 100 Siemens Transformers S.p.A., Trento / Italien 100 Trench Italia S.r.l., Savona / Italien 100 TurboCare S.p.A., Turin / Italien 100 Turboservice Torino S.p.A., Turin / Italien 1007 Siemens TOO, Almaty / Kasachstan 100 Siemens W.L.L., Doha / Katar 402 Siemens Kenya Ltd., Nairobi / Kenia 100 Koncar Power Transformers d.o.o., Zagreb / Kroatien 51 Siemens Convergence Creators d.o.o., Zagreb / Kroatien 100 Siemens d.d., Zagreb / Kroatien 98 Siemens Electrical & Electronic Services K.S.C.C., Kuwait-Stadt/Kuwait 492 Tecnomatix Technologies SARL, Luxemburg / Luxemburg 100 TFM International S.A. i.L., Luxemburg / Luxemburg 100 SCIENTIFIC MEDICAL SOLUTION DIAGNOSTICS S.A.R.L., Casablanca/Marokko 100 Siemens Plant Operations Tahaddart SARL, Tanger / Marokko 100 Siemens S.A., Casablanca / Marokko 100 Siemens d.o.o. Podgorica, Podgorica / Montenegro 100 Siemens Lda., Maputo / Mosambik 100 Siemens Pty. Ltd., Windhoek / Namibia 100 LMS Instruments BV, Breda / Niederlande 100 NEM Energy B.V., Leiden / Niederlande 100 NEM Energy Holding B.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Audiologie Techniek B.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Diagnostics Holding II B.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Finance B.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Financieringsmaatschappij N.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Gas Turbine Technologies Holding B.V., Den Haag / Niederlande 65 Siemens Healthcare Diagnostics B.V., Amersfoort / Niederlande 100 Siemens Industry Software B.V., s-Hertogenbosch / Niederlande 100 Siemens International Holding B.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Medical Solutions Diagnostics Holding I B.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Nederland N.V., Den Haag / Niederlande 100 Siemens Train Technologies Holding B.V., Den Haag / Niederlande 51 TurboCare B.V., Hengelo / Niederlande 100 Siemens Ltd., Lagos / Nigeria 100 Siemens AS, Oslo / Norwegen 100 Siemens Healthcare Diagnostics AS, Oslo / Norwegen 100 Siemens Höreapparater AS, Oslo / Norwegen 100 Siemens L.L.C., Muscat / Oman 51 ComBuild Kommunikations & Gebäudetechnologie GmbH, Wien / Österreich 100 ETM professional control GmbH, Eisenstadt / Österreich 100 Hochquellstrom-Vertriebs GmbH, Wien / Österreich 100 IBS Engineering Consulting Software GmbH in Liqu., Linz / Österreich 100 ITH icoserve technology for healthcare GmbH, Innsbruck / Österreich 69 KDAG Beteiligungen GmbH, Wien / Österreich 100 Landis & Staefa (Österreich) GmbH, Wien / Österreich 100 Landis & Staefa GmbH, Wien / Österreich 100 Saudi VOEST-ALPINE GmbH, Linz / Österreich 100 Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien / Österreich 100 Siemens Convergence Creators GmbH, Eisenstadt / Österreich 100 Siemens Convergence Creators GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Convergence Creators Holding GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Gebäudemanagement & -Services G.m.b.H., Wien / Österreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Industry Software GmbH, Linz / Österreich 100 Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Liegenschaftsverwaltung GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Personaldienstleistungen GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Urban Rail Technologies Holding GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Linz / Österreich 100 Steiermärkische Medizinarchiv GesmbH, Graz / Österreich 52 Trench Austria GmbH, Leonding / Österreich 100 URT Urban Rail Technologies Holding GmbH, Wien / Österreich 501 VVK Versicherungs-Vermittlungs- und Verkehrs-Kontor GmbH, Wien / Österreich 100 Siemens Pakistan Engineering Co. Ltd., Karatschi / Pakistan 66 Audio SAT Sp. z o.o., Posen / Polen 100 Siemens Finance Sp. z o.o., Warschau / Polen 100 Siemens Industry Software Sp. z o.o., Warschau / Polen 100 Siemens Sp. z o.o., Warschau / Polen 100 TurboCare Poland Spolka Akcyjna, Lubliniec / Polen 100 TurboCare Sp. z o.o., Breslau / Polen 80 Siemens Healthcare Diagnostics, Unipessoal Lda., Amadora / Portugal 100 Siemens S.A., Amadora / Portugal 100 LMS Romania S.R.L., Brasov / Rumänien 100 Siemens (AUSTRIA) PROIECT SPITAL COLTEA SRL, Bukarest/Rumänien 100 Siemens Convergence Creators S.R.L., Brasov / Rumänien 100 Siemens S.R.L., Bukarest / Rumänien 100 SIMEA SIBIU S.R.L., Sibiu / Rumänien 100 OOO Advanced Urban Rail Systems, Moskau /Russische Föderation 1007 OOO Legion II, Moskau / Russische Föderation 100 OOO Legion T2, Moskau / Russische Föderation 100 OOO Russian Turbo Machinery, Perm / Russische Föderation 51 OOO Siemens, Moskau / Russische Föderation 100 OOO Siemens Elektroprivod, St. Petersburg/Russische Föderation 66 OOO Siemens Gas Turbine Technologies, Novoe Devyatkino/Russische Föderation 100 OOO Siemens High Voltage Products, Ufimsker Region/Russische Föderation 100 OOO Siemens Industry Software, Moskau /Russische Föderation 100 OOO Siemens Train Technologies, Verkhnyaya Pyshma/Russische Föderation 100 OOO Siemens Transformers, Woronesch / Russische Föderation 100 OOO Siemens Urban Rail Technologies, Moskau /Russische Föderation 100 Siemens Finance LLC, Wladiwostok / Russische Föderation 100 Siemens Research Center Limited Liability Company, Moskau /Russische Föderation 100 Arabia Electric Ltd. (Equipment), Jeddah / Saudi-Arabien 51 ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Riad / Saudi-Arabien 51 Siemens Ltd., Jeddah / Saudi-Arabien 51 VA TECH T & D Co. Ltd., Riad / Saudi-Arabien 51 Westinghouse Saudi Arabia Ltd., Riad / Saudi-Arabien 1007 Siemens AB, Upplands Väsby / Schweden 100 Siemens Financial Services AB, Stockholm / Schweden 100 Siemens Healthcare Diagnostics AB, Södertälje / Schweden 100 Siemens Industrial Turbomachinery AB, Finspong / Schweden 100 Siemens Industry Software AB, Kista / Schweden 100 Dade Behring Diagnostics AG, Düdingen / Schweiz 100 Huba Control AG, Würenlos / Schweiz 100 Siemens Audiologie AG, Adliswil / Schweiz 100 Siemens Fuel Gasification Technology Holding AG, Zug / Schweiz 100 Siemens Healthcare Diagnostics AG, Zürich / Schweiz 100 Siemens Industry Software AG, Zürich / Schweiz 100 Siemens Postal & Parcel Logistics Technologies AG, Zürich / Schweiz 1007 Siemens Power Holding AG, Zug / Schweiz 100 Siemens Schweiz AG, Zürich / Schweiz 100 Stadt/Land Immobilien AG, Zürich / Schweiz 100 Siemens d.o.o. Beograd, Belgrad / Serbien 100 Siemens Pvt. Ltd., Harare / Simbabwe 1007 OEZ Slovakia, spol. s r.o., Bratislava / Slowakei 100 SAT Systémy automatizacnej techniky spol. s.r.o., Bratislava/Slowakei 60 Siemens Program and System Engineering s.r.o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens s.r.o., Bratislava / Slowakei 100 SIPRIN s.r.o., Bratislava / Slowakei 100 Siemens d.o.o., Ljubljana / Slowenien 100 Fábrica Electrotécnica Josa, S.A., Barcelona / Spanien 100 Petnet Soluciones, S.L., Sociedad Unipersonal, Madrid/Spanien 100 Samtech Iberica Engineering & Software Services S.L., Barcelona/Spanien 100 Siemens Fire & Security Products, S.A., Madrid / Spanien 100 Siemens Healthcare Diagnostics S.L., Barcelona / Spanien 100 Siemens Holding S.L., Madrid / Spanien 100 Siemens Industry Software S.L., Barcelona / Spanien 100 Siemens POSTAL, PARCEL & AIRPORT LOGISTICS, S.L. Sociedad Unipersonal, Madrid / Spanien 1007 Siemens Rail Automation Holding S.A., Madrid / Spanien 100 Siemens Rail Automation S.A.U., Madrid / Spanien 100 Siemens Renting S.A., Madrid / Spanien 100 Siemens S.A., Madrid / Spanien 100 Telecomunicación, Electrónica y Conmutación S.A., Madrid/Spanien 100 Dade Behring South Africa (Pty) Ltd, Randjesfontein / Südafrika 100 Linacre Investments (Pty) Ltd., Kenilworth / Südafrika 03 Marqott (Proprietory) Limited, Pretoria / Südafrika 100 Marqott Holdings (Pty.) Ltd., Pretoria / Südafrika 100 Siemens (Proprietary) Limited, Midrand / Südafrika 70 Siemens Building Technologies (Pty) Ltd., Midrand / Südafrika 100 Siemens Employee Share Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 03 Siemens Healthcare Diagnostics (Pty.) Limited, Isando/Südafrika 100 Siemens Hearing Solution (Pty.) Ltd., Randburg / Südafrika 100 Siemens IT Solutions and Services (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100 Siemens Tanzania Ltd., Dar Es Salaam / Tansania 100 OEZ s.r.o., Letohrad / Tschechische Republik 100 Siemens Audiologická Technika s.r.o., Prag / Tschechische Republik 100 Siemens Convergence Creators, s.r.o., Prag/Tschechische Republik 100 Siemens Electric Machines s.r.o., Drasov/Tschechische Republik 100 Siemens Industry Software, s.r.o., Prag / Tschechische Republik 100 Siemens, s.r.o., Prag / Tschechische Republik 100 Siemens S.A., Tunis / Tunesien 100 Siemens Finansal Kiralama A.S., Istanbul / Türkei 100 Siemens Isitme Cihazlari Sanayi Ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul / Türkei 100 Siemens Sanayi ve Ticaret A.S., Istanbul / Türkei 100 100 % foreign owned subsidiary »Siemens Ukraine«, Kiew / Ukraine 100 evosoft Hungary Szamitastechnikai Kft., Budapest / Ungarn 100 Siemens Audiológiai Technika Kereskedelmi és Szolgáltatá Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest / Ungarn 100 Siemens PSE Program- és Rendszerfejlesztö Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Zrt., Budapest / Ungarn 100 SD (Middle East) LLC, Dubai / Vereinigte Arabische Emirate 492 Siemens LLC, Abu Dhabi / Vereinigte Arabische Emirate 492 Siemens Middle East Limited, Masdar City/Vereinigte Arabische Emirate 100 J. N. Kelly Security Holding Limited, Larnaka / Zypern 100 Kintec Cyprus Ltd, Larnaka / Zypern 100 Amerika (106 Gesellschaften) Siemens IT Services S.A., Buenos Aires / Argentinien 100 Siemens S.A., Buenos Aires / Argentinien 100 VA TECH International Argentina SA, Buenos Aires / Argentinien 100 Siemens Soluciones Tecnologicas S.A., Santa Cruz de la Sierra / Bolivien 100 Chemtech Servicos de Engenharia e Software Ltda., Rio de Janeiro / Brasilien 100 Iriel Indústria Cómercio de Sistemas Eléctricos Ltda., Canoas/Brasilien 100 LMS da América do Sul Servicos de Engenharia Ltda, São Paulo/Brasilien 100 Siemens Aparelhos Auditivos Ltda., São Paulo / Brasilien 100 Siemens Eletroeletronica Limitada, Manaus / Brasilien 100 Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo / Brasilien 100 Siemens Industry Software Ltda., São Caetano do Sul / Brasilien 100 Siemens Ltda., São Paulo / Brasilien 100 Siemens Rail Automation Ltda., São Paulo / Brasilien 100 Siemens SERVIDOS DE MONITORAMENTO ELETRONICO LTDA., São Paulo / Brasilien 1007 Siemens VAI Metals Services Ltda., Volta Redonda / Brasilien 100 VAI - INGDESI Automation Ltda., Belo Horizonte / Brasilien 100 Dade Behring Hong Kong Holdings Corporation, Tortola/Britische Jungfern inseln 100 Siemens S.A., Santiago de Chile / Chile 100 Siemens Healthcare Diagnostics S.A., San José / Costa Rica 100 Siemens S.A., San José / Costa Rica 100 Siemens, S.R.L., Santo Domingo / Dominikanische Republik 100 Siemens S.A., Quito / Ecuador 100 Siemens S.A., San Salvador / El Salvador 100 Siemens HEALTHCARE DIAGNOSTICS GUATEMALA, S.A., Guatemala/Guatemala 99 Siemens S.A., Guatemala / Guatemala 100 Siemens S.A., Tegucigalpa / Honduras 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, George Town/Kaimaninseln 100 RuggedCom Inc., Ontario / Kanada 100 Siemens Canada Ltd., Ontario / Kanada 100 Siemens Financial Ltd., Oakville / Kanada 100 Siemens Hearing Instruments Inc., Ontario / Kanada 100 Siemens Industry Software Ltd., Ontario / Kanada 100 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics Ltd., Oakville / Kanada 1007 Siemens Transformers Canada Inc., Trois-Rivières / Kanada 100 Siemens Water Technologies Ltd., Oakville / Kanada 100 Trench Ltd., Saint John / Kanada 100 Turbocare Canada Ltd., Calgary / Kanada 100 Wheelabrator Air Pollution Control (Canada) Inc., Ontario/Kanada 100 Siemens Manufacturing S.A., Bogotá / Kolumbien 100 Siemens S.A., Costado Sur - Tenjo / Kolumbien 100 Dade Behring, S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Grupo Siemens S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Indústria de Trabajos Eléctricos S.A. de C.V., Ciudad Juárez/Mexiko 100 Ingdesi S.A. de C.V., Monterrey / Mexiko 100 Proyectos de Energia S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Siemens Healthcare Diagnostics, S. de R.L. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Siemens Industry Software, SA de CV, Santa Fe / Mexiko 100 Siemens Inmobiliaria S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Siemens Innovaciones S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Siemens Servicios S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Siemens, S.A. de C.V., México, D.F. / Mexiko 100 Siemens S.A., Managua / Nicaragua 100 Siemens Healthcare Diagnostics Panama, S.A, Panama-Stadt/Panama 100 Siemens S.A., Panama-Stadt / Panama 100 Siemens S.A.C., Lima / Peru 100 Siemens S.A., Montevideo / Uruguay 100 Siemens Telecomunicaciones S.A., Montevideo / Uruguay 100 Audiology Distribution, LLC, Wilmington, DE / USA 100 eMeter Corporation, Wilmington, DE / USA 100 FCE International, LLC, Huntingdon Valley, PA / USA 100 HearUSA IPA, Inc., New York, NY / USA 100 HearX West LLC, West Palm Beach, FL / USA 502 HearX West, Inc., Los Angeles, CA / USA 100 IBS America, Inc., Lexington, MA / USA 100 LMS North America, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Mannesmann Corporation, New York, NY / USA 100 NEM USA Corp., Wilmington, DE / USA 100 Nimbus Technologies, LLC, Bingham Farms, MI / USA 100 P.E.T.NET Houston, LLC, Austin, TX / USA 51 Pace Global, LLC, Wilmington, DE / USA 100 PETNET Indiana LLC, Indianapolis, IN / USA 501 PETNET Solutions Cleveland, LLC, Wilmington, DE / USA 63 PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN / USA 100 Preactor North America Inc., Dallas, TX / USA 100 Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE / USA 100 Siemens Convergence Creators Corp., Wilmington, DE / USA 1007 Siemens Corporation, Wilmington, DE / USA 100 Siemens Credit Warehouse, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Demag Delaval Turbomachinery, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Electrical, LLC, Wilmington, DE / USA 100 Siemens Energy, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Financial, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Fossil Services, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Generation Services Company, Wilmington, DE / USA 100 Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA / USA 100 Siemens Hearing Instruments, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Molecular Imaging, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics LLC, Wilmington, DE/USA 1007 Siemens Power Generation Service Company, Ltd., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Public, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Rail Automation Carborne Systems Inc., Harrisburg, PA/USA 100 Siemens Rail Automation Corporation, Wilmington, DE / USA 100 Siemens Treated Water Outsourcing Corp., Wilmington, DE/USA 100 Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Siemens Water Technologies LLC, Wilmington, DE / USA 100 SMI Holding LLC, Wilmington, DE / USA 100 TurboCare, Inc., Wilmington, DE / USA 100 Wheelabrator Air Pollution Control Inc., Baltimore, MD / USA 100 Winergy Drive Systems Corporation, Wilmington, DE / USA 100 Siemens Rail Automation, C.A., Caracas / Venezuela 100 Siemens S.A., Caracas / Venezuela 100 Asien, Australien (147 Gesellschaften) Australia Hospital Holding Pty Limited, Bayswater / Australien 100 Exemplar Health (NBH) 2 Pty Limited, Bayswater / Australien 1007 Exemplar Health (NBH) Holdings 2 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (NBH) Trust 2, Bayswater / Australien 100 Exemplar Health (SCUH) 3 Pty Limited, Bayswater / Australien 1007 Exemplar Health (SCUH) 4 Pty Limited, Bayswater / Australien 1007 Exemplar Health (SCUH) Holdings 3 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Holdings 4 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Trust 3, Bayswater / Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Trust 4, Bayswater / Australien 100 Kaon Consulting Pty. Ltd., Loganholme QLD / Australien 1007 Kaon Electric Pty. Ltd., Loganholme QLD / Australien 1007 Kaon Holdings Pty. Ltd., Loganholme QLD / Australien 1007 Memcor Australia Pty. Ltd., South Windsor / Australien 100 Siemens Hearing Instruments Pty. Ltd., Bayswater / Australien 100 Siemens Ltd., Bayswater / Australien 100 Siemens Rail Automation Holding Pty. Ltd., Clayton / Australien 100 Siemens RAIL AUTOMATION INVESTMENT PTY. LTD., Clayton/Australien 100 Siemens RAIL AUTOMATION PTY. LTD., Clayton / Australien 100 Siemens Water Technologies Pty Ltd, Bayswater / Australien 1007 Westinghouse McKenzie-Holland Pty Ltd, Clayton / Australien 100 Siemens Bangladesh Ltd., Dhaka / Bangladesch 100 Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking / China 100 Chengdu KK&K Power Fan Co., Ltd., Chengdu / China 51 DPC (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin / China 100 GIS Steel & Aluminum Products Co., Ltd. Hangzhou, Hangzhou/China 51 IBS Industrial Business Software (Shanghai), Ltd., Shanghai/China 100 LMS (Beijing) Technology Co. Ltd, Peking / China 100 MWB (Shanghai) Co Ltd., Shanghai / China 65 Siemens Building Technologies (Tianjin) Ltd., Tianjin / China 70 Siemens Business Information Consulting Co.,Ltd, Peking / China 100 Siemens Circuit Protection Systems Ltd., Shanghai / China 75 Siemens Eco-City Innovation Technologies (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin / China 607 Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou / China 100 Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai / China 100 Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin / China 85 Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking / China 100 Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking / China 100 Siemens Financial Services Ltd., Peking / China 100 Siemens Gas Turbine Parts Ltd., Shanghai / China 51 Siemens Healthcare Diagnostics (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Hearing Instruments (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou / China 100 Siemens High Voltage Circuit Breaker Co., Ltd., Hangzhou /China 51 Siemens High Voltage Switchgear Co., Ltd. Shanghai, Shanghai/China 51 Siemens High Voltage Switchgear Guangzhou Ltd., Guangzhou /China 94 Siemens Industrial Automation Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100 Siemens Industrial Turbomachinery (Huludao) Co. Ltd., Huludao/China 84 Siemens Industry Software (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai / China 100 Siemens Investment Consulting Co., Ltd., Peking / China 100 Siemens Ltd., China, Peking / China 100 Siemens Manufacturing and Engineering Centre Ltd., Shanghai/China 51 Siemens Mechanical Drive Systems (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 100 Siemens Medical Solutions Diagnostics Ltd., Peking / China 100 Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi / China 85 Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing / China 80 Siemens PLM Software (Shenzhen) Limited, Shenzhen / China 100 Siemens Power Automation Ltd., Nanjing / China 100 Siemens Power Equipment Packages Co. Ltd., Shanghai, Shanghai / China 65 Siemens Power Plant Automation Ltd., Nanjing / China 100 Siemens Rail Automation Technical Consulting Services (Beijing) Co. Ltd., Peking / China 1007 Siemens Real Estate Management (Beijing) Ltd., Co., Peking / China 100 Siemens Sensors & Communication Ltd., Dalian / China 100 Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai / China 100 Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen / China 100 Siemens Signalling Co. Ltd., Xi'an, Xian / China 70 Siemens Special Electrical Machines Co. Ltd., Changzhi / China 77 Siemens Standard Motors Ltd., Jiangsu, Yizheng / China 100 Siemens Surge Arresters Ltd., Wuxi / China 100 Siemens Switchgear Co. Ltd., Shanghai / China 55 Siemens Technology Development (Beijing) Ltd. Corp., Peking / China 90 Siemens Transformer (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou/China 63 Siemens Transformer (Jinan) Company Ltd., Jinan / China 90 Siemens Transformer (Wuhan) Company Ltd., Wuhan City / China 100 Siemens VAI Manufacturing (Taicang) Co., Ltd., Taicang / China 100 Siemens VAI Metals Technologies Co., Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100 Siemens Venture Capital Co., Ltd., Peking / China 100 Siemens Water Technologies and Engineering (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin / China 68 Siemens Water Technologies Ltd., Peking / China 100 Siemens Wind Power Blades (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Wind Power Turbines (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China 492 Siemens Wiring Accessories Shandong Ltd., Zibo / China 100 Siemens X-Ray Vacuum Technology Ltd., Wuxi / China 100 Smart Metering Solutions (Changsha) Co. Ltd., Changsha/China 60 Trench High Voltage Products Ltd., Shenyang, Shenyang / China 65 Winergy Drive Systems (Tianjin) Co. Ltd., Tianjin / China 100 Yangtze Delta Manufacturing Co. Ltd., Hangzhou, Hangzhou/China 51 Asia Care Holding Limited, Hongkong / Hongkong 1007 SAMTECH HK Ltd, Hongkong / Hongkong 100 Siemens Healthcare Diagnostics Limited, Hongkong / Hongkong 100 Siemens Industry Software Limited, Hongkong / Hongkong 100 Siemens Ltd., Hongkong / Hongkong 100 LMS India Engineering Solutions Pvt Ltd, Chennai / Indien 100 PETNET Radiopharmaceutical Solutions Pvt. Ltd., Neu-Delhi / Indien 100 Powerplant Performance Improvement Ltd., Neu-Delhi / Indien 501 Preactor Software India Private Limited, Bangalore / Indien 100 Siemens Convergence Creators Private Limited, Mumbai / Indien 100 Siemens Financial Services Private Limited, Mumbai / Indien 100 Siemens Hearing Instruments Pvt. Ltd., Bangalore / Indien 100 Siemens Industry Software (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Siemens Ltd., Mumbai / Indien 75 Siemens Postal and Parcel Logistics Technologies Private Limited, Mumbai/Indien 1007 Siemens Postal Parcel & Airport Logistics Private Limited, Mumbai/Indien 100 Siemens Rail Automation Pvt. Ltd., Bangalore / Indien 100 Siemens Technology and Services Private Limited, Mumbai/Indien 100 P.T. Siemens Indonesia, Jakarta / Indonesien 100 PT. Siemens Industrial Power, Kota Bandung / Indonesien 60 Siemens Hearing Instruments Batam, PT, Batam / Indonesien 100 Acrorad Co., Ltd., Okinawa / Japan 57 Best Sound K.K., Sagamihara / Japan 93 LMS Japan KK, Kanagawa / Japan 100 Siemens Healthcare Diagnostics K.K., Tokio / Japan 100 Siemens Hearing Instruments K.K., Tokio / Japan 100 Siemens Industry Software K.K., Tokio / Japan 100 Siemens Japan Holding K.K., Tokio / Japan 100 Siemens Japan K.K., Tokio / Japan 100 Siemens Product Lifecycle Management Software II (JP) K.K., Tokio / Japan 100 LMS Korea Co. Ltd, Seoul / Korea 100 Siemens Industry Software Ltd., Seoul / Korea 100 Siemens Ltd. Seoul, Seoul / Korea 100 Siemens PETNET Korea Co. Ltd., Seoul / Korea 100 HRSG Systems (Malaysia) SDN. BHD., Kuala Lumpur / Malaysia 100 Reyrolle (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia 100 Siemens Malaysia Sdn. Bhd., Petaling Jaya / Malaysia 100 Siemens Subsea Systems SDN. BHD, Kuala Lumpur / Malaysia 100 Siemens Transportation Turnkey Systems Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100 Siemens Water Technologies SDN. BHD., Petaling Jaya/Malaysia 1007 VA TECH Malaysia Sdn.Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia 100 Siemens (N.Z.) Limited, Auckland / Neuseeland 100 Dade Behring Diagnostics Philippines, Inc., Manila / Philippinen 100 Siemens Power Operations, Inc., Manila / Philippinen 100 Siemens, Inc., Manila / Philippinen 100 PETNET Solutions Private Limited, Singapur / Singapur 100 RuggedCom Asia Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 Siemens Industry Software Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 Siemens Medical Instruments Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics PTE. LTD., Singapur/Singapur 1007 Siemens Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 Siemens Rail Automation Pte. Ltd., Singapur / Singapur 100 Siemens Water Technologies Pte. Ltd., Singapur / Singapur 1007 Siemens Industry Software (TW) Co., Ltd., Taipeh / Taiwan 100 Siemens Ltd., Taipeh / Taiwan 100 Siemens Limited, Bangkok / Thailand 99 Siemens Water Technologies Limited, Bangkok / Thailand 1007 VA TECH Holding (Thailand) Co. Ltd., Bangkok / Thailand 100 VA TECH Transmission & Distribution Co. Ltd., Bangkok/Thailand 100 Siemens Ltd., Ho Chi Minh City / Vietnam 100 Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Deutschland (30 Gesellschaften) Advanced Power AG und Siemens Project Ventures GmbH in GbR, Hamburg 50 ATS Projekt Grevenbroich GmbH, Schüttorf, Schüttorf 258 BELLIS GmbH, Braunschweig 498 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München 50 BWI Informationstechnik GmbH, Meckenheim 504 DKS Dienstleistungsgesellschaft f. Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln 498 EMIS Electrics GmbH, Lübbenau/Spreewald 49 FEAG Fertigungscenter für Elektrische Anlagen GmbH, Erlangen 498 HANSATON Akustik GmbH, Hamburg 508 IFTEC GmbH & Co. KG, Leipzig 50 Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG, Warstein 40 Infineon Technologies Bipolar Verwaltungs-GmbH, Warstein 408 Innovative Wind Concepts GmbH, Husum 50 LIB Verwaltungs-GmbH, Leipzig 508 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Regensburg 26 MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, Bremen 49 MeVis BreastCare Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 498 OWP Butendiek GmbH & Co. KG, Bremen 23 Partikeltherapiezentrum Kiel GmbH & Co. KG, Kiel 508 Power Vermögensbeteiligungsgesellschaft mbH Die Erste, Hamburg 508 PTZ Partikeltherapiezentrum Kiel Management GmbH, Wiesbaden 508 Siemens Venture Capital Fund 1 GmbH, München 1004,8 Siemens-Electrogeräte GmbH, München 1004,8 SKAG Eurocash, München 116 SKAG Qualität & Dividende Europa, München 34 Symeo GmbH, Neubiberg 654,8 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Berlin 508 Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim 35 Voith Hydro Holding Verwaltungs GmbH, Heidenheim 358 Wustermark Energie GKW Beteiligungs-GmbH, Hamburg 508 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (63 Gesellschaften) Oil and Gas ProServ LLC, Baku / Aserbaidschan 258 Dils Energie NV, Brüssel / Belgien 50 T-PowerNV, Brüssel / Belgien 20 A2SEA A/S, Fredericia / Dänemark 49 Compagnie Electrique de Bretagne, S.A.S., Paris / Frankreich 40 TRIXELL S.A.S., Moirans / Frankreich 25 Eviop-Tempo A.E. Electrical Equipment Manufacturers, Vassiliko/Griechenland 48 Breesea Limited, London / Großbritannien 50 Cross London Trains Holdco 2 Limited, London / Großbritannien 33 Gwynt y Mor Offshore Wind Farm Limited, Swindon, Wiltshire / Großbritannien 106 Heron Wind Limited, London / Großbritannien 33 Lincs Renewable Energy Holdings Limited, London/Großbritannien 50 Njord Limited, London / Großbritannien 33 Odos Imaging Ltd., Edinburgh / Großbritannien 508 Optimus Wind Limited, London / Großbritannien 50 Plessey Holdings Ltd., Frimley, Surrey / Großbritannien 508 Pyreos Limited, Edinburgh / Großbritannien 378 Sesmos Limited, Edinburgh / Großbritannien 508 SMart Wind Limited, London / Großbritannien 50 SMart Wind SPC 5 Limited, London / Großbritannien 508 SMart Wind SPC 6 Limited, London / Großbritannien 508 SMart Wind SPC 7 Limited, London / Großbritannien 508 SMart Wind SPC 8 Limited, London / Großbritannien 508 Unincorporated Joint Venture Gwynt y Mor, Swindon, Wiltshire / Großbritannien 106 Arava Power Company Ltd., D.N. Eilot / Israel 408 Global Sun Israel, L.P., D.N. Eilot / Israel 35 Metropolitan Transportation Solutions Ltd., Rosh HaAyin / Israel 208 Transfima GEIE, Turin / Italien 428 Transfima S.p.A., Mailand / Italien 498 VAL 208 Torino GEIE, Mailand / Italien 864,8 Temir Zhol Electrification LLP, Astana / Kasachstan 49 Solutions & Infrastructure Services Limited, Gzira / Malta 50 Energie Electrique de Tahaddart S.A., Tanger / Marokko 20 Enterprise Networks Holdings B.V., Amsterdam / Niederlande 49 Infraspeed Maintainance B.V., Zoetermeer / Niederlande 46 Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, Den Haag / Niederlande 50 VOEST-ALPINE Technical Services Ltd., Abuja / Nigeria 408 Wirescan AS, Torp / Norwegen 278 Arelion GmbH, Hagenberg im Mühlkreis / Österreich 258 Aspern Smart City Research GmbH, Wien / Österreich 448 Aspern Smart City Research GmbH & Co KG, Wien / Österreich 44 E-Mobility Provider Austria GmbH, Wien / Österreich 508 E-Mobility Provider Austria GmbH & Co KG, Wien / Österreich 50 Rousch (Pakistan) Power Ltd., Karatschi / Pakistan 26 Windfarm Polska II Sp. z o.o., Koszalin / Polen 508 OOO Northern Capital Express, Moskau / Russische Föderation 258 OOO Transconverter, Moskau / Russische Föderation 358 OOO UniPower Transmission Solutions, Region Moskau Krasnogorsky District/Russische Föderation 50 OOO VIS Automation mit Zusatz »Ein Gemeinschaftsunternehmen von VIS und Siemens«, Moskau / Russische Föderation 49 ZAO Interautomatika, Moskau / Russische Föderation 46 ZAO Nuclearcontrol, Moskau / Russische Föderation 408 ZAO Systema-Service, St. Petersburg / Russische Föderation 26 Certas AG, Zürich / Schweiz 50 Interessengemeinschaft TUS, Männedorf / Schweiz 50 Zentrum Oberengstringen AG, Oberengstringen / Schweiz 428 Merida Power, S.L., Madrid / Spanien 508 Nertus Mantenimiento Ferroviario y Servicios S.A., Barcelona/Spanien 514 Soleval Renovables S.L., Sevilla / Spanien 50 Solucia Renovables 1, S.L., Lebrija (Sevilla) / Spanien 50 Termica AFAP S.A., Villacanas / Spanien 238 Impilo Consortium (Pty.) Ltd., La Lucia / Südafrika 31 Meomed s.r.o., Prerov / Tschechische Republik 478 Szeged Energia Zrt., Szeged / Ungarn 50 Amerika (12 Gesellschaften) Cia Técnica de Engenheria Eletrica Sucursal Argentina VA TECH ARGENTINA S.A. Union transitoria de Empresas, Buenos Aires / Argentinien 308 BritePointe, Inc., Dover, DE / USA 408 Brockton Power Company LLC, Boston, MA / USA 23 Brockton Power Holdings Inc., Boston, MA / USA 258 Brockton Power Properties, Inc., Boston, MA / USA 258 Cyclos Semiconductor, Inc., Dover, DE / USA 32 PhSiTh LLC, New Castle, DE / USA 33 Power Properties Inc., Boston, MA / USA 258 Rether networks, Inc., Berkeley, CA / USA 30 Siemens First Capital Commercial Finance, LLC, Oklahoma City, OK / USA 514 Treated Water Outsourcing, a Nalco/U.S. Filter Joint Venture, Naperville, IL / USA 50 Innovex Capital En Tecnologia, C.A., Caracas / Venezuela 206 Asien, Australien (21 Gesellschaften) Exemplar Health (NBH) Partnership, Melbourne / Australien 50 Exemplar Health (SCUH) Partnership, Sydney / Australien 50 ChinaInvent (Shanghai) Instrument Co., Ltd, Shanghai / China 308 FCE (Beijing) Heat Treatment Technology Co., Ltd., Peking / China 308 GSP China Technology Co., Ltd., Peking / China 50 ROSE Power Transmission Technology Co., Ltd, Anshan / China 50 Saitong Railway Electrification (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing/China 508 Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai / China 40 Shanghai Electric Wind Energy Co., Ltd., Shanghai / China 49 Siemens Traction Equipment Ltd., Zhuzhou, Zhuzhou / China 50 Zhenjiang Siemens Busbar Trunking Systems Co. Ltd., Yangzhong/China 50 Bangalore International Airport Ltd., Bangalore / Indien 26 Transparent Energy Systems Private Limited, Pune / Indien 258 P.T. Jawa Power, Jakarta / Indonesien 50 PT Asia Care Indonesia, Jakarta / Indonesien 40 Kanto Hochouki Co., Ltd., Ibaragi / Japan 258 Kikoeno Soudanshitsu Co., Ltd., Tochigi / Japan 508 Koden Co., Ltd., Hiroshima / Japan 438 Yaskawa Siemens Automation & Drives Corp., Kitakyushu/Japan 50 Power Automation Pte. Ltd., Singapur / Singapur 49 Modern Engineering and Consultants Co. Ltd., Bangkok/Thailand 408 1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit. 2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen. 3 Beherrschender Einfluss aufgrund wirtschaftlicher Umstände. 4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung. 8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung. 9 Befreiung gemäß § 264b HGB. 10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB. scroll Stand: 30. September 2013 Kapitalanteil in % Ergebnis nach Steuern in Mio. € Eigenkapital in Mio. € Sonstige Beteiligungen12 Deutschland (10 Gesellschaften) Ausbildungszentrum für Technik, Informationsverarbeitung und Wirtschaft gemeinnützige GmbH (ATIW), Paderborn 1004,5 0 2 BOMA Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 1004,5 3 - 44 BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH, Grünwald 1004,5 3 50 Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald 1004,5 46 339 MAENA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 974,5 1 - 101 OSRAM Licht AG, München 205,11 - 3 0 Realtime Technology AG, München 9 5 35 Siemens Global Innovation Partners I GmbH & Co. KG, München 505 7 75 Siemens Pensionsfonds AG, Grünwald 1004,5 0 8 SIM 9. Grundstücksverwaltungs- und -beteiligungs-GmbH, München 1004,5 1 10 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (4 Gesellschaften) Atos S.A., Bezons Cedex / Frankreich 14 228 2.349 Siemens Benefits Scheme Limited, Frimley, Surrey / Großbritannien 744,5 0 0 Medical Systems S.p.A., Genua / Italien 455 7 79 Corporate XII S.A. (SICAV-FIS), Luxemburg / Luxemburg 1004,5 88 6.800 Amerika (4 Gesellschaften) Middle East Opportunities Fund SPC obo Solar Energy I Segregated Portfolio, George Town / Kaimaninseln 425 1 6 Global Healthcare Exchange LLC, Wilmington, DE / USA 7 - 4 204 iBAHN Corporation, South Jordan, UT / USA 9 - 3 34 Longview Intermediate Holdings B, LLC, Wilmington, DE / USA 7 - 36 810 1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit. 2 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen. 3 Beherrschender Einfluss aufgrund wirtschaftlicher Umstände. 4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung. 8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung. 9 Befreiung gemäß § 264b HGB. 10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB. 11 Anteile am Kapital in Höhe von 2,5 % werden vom Siemens Pension Trust e.V. gehalten. 12 Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss (nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften), dem ein vom Siemens-Geschäftsjahr abweichendes Geschäftsjahr zugrunde liegen kann. D.7 Aufsichtsrat und Vorstand D.7.1 Aufsichtsrat Dr. iur. Gerhard Cromme Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG Geburtsdatum: 25. Februar 1943 Mitglied seit: 23. Januar 2003 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Axel Springer AG, Berlin Berthold Huber 1. stellv. Vorsitzender 1. Vorsitzender der IG Metall Geburtsdatum: 15. Februar 1950 Mitglied seit: 1. Juli 2004 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Audi AG, Ingolstadt (stellv. Vorsitz) ― Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart ― Volkswagen AG, Wolfsburg (stellv. Vorsitz) Dr. oec. Josef Ackermann1 (bis 30. September 2013) 2. stellv. Vorsitzender2 Verwaltungsrats- und Beiratsmitglied Geburtsdatum: 7. Februar 1948 Mitglied seit: 23. Januar 2003 Externe Mandate Auslandsmandate: ― Belenos Clean Power Holding AG, Schweiz (stellv. Vorsitz) ― EQT Holdings AB, Schweden ― Investor AB, Schweden ― Royal Dutch Shell plc, Niederlande Lothar Adler Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG Geburtsdatum: 22. Februar 1949 Mitglied seit: 23. Januar 2003 Jean-Louis Beffa (bis 23. Januar 2013) Ehrenvorsitzender der Compagnie de Saint-Gobain Geburtsdatum: 11. August 1941 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate3 Auslandsmandate: ― Claude Bernard Participations S.A.S., Frankreich (Vorsitz) ― GDF SUEZ S.A., Frankreich ― JL2B Conseils, Frankreich (Vorsitz) ― Le Monde S.A., Frankreich ― Le Monde & Partenaires Associés S.A.S., Frankreich ― Saint-Gobain Corporation, USA ― Société Editrice du Monde S.A., Frankreich Gerd von Brandenstein Mitglied der Aufsichtsräte der Siemens AG und der degewo AG Geburtsdatum: 6. April 1942 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― degewo AG, Berlin Michael Diekmann Vorstandsvorsitzender der Allianz SE Geburtsdatum: 23. Dezember 1954 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Allianz Asset Management AG, München (Vorsitz) ― Allianz Deutschland AG, München ― BASF SE, Ludwigshafen am Rhein (stellv. Vorsitz) ― Linde AG, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: ― Allianz France S.A., Frankreich (stellv. Vorsitz) ― Allianz S.p.A., Italien Dr. iur. Hans Michael Gaul Aufsichtsratsmitglied Geburtsdatum: 2. März 1942 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg (stellv. Vorsitz) ― HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss Präsident der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. Geburtsdatum: 28. Juni 1949 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München Auslandsmandate: ― Actelion Ltd, Schweiz Bettina Haller Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG Geburtsdatum: 14. März 1959 Mitglied seit: 1. April 2007 Hans-Jürgen Hartung Vorsitzender des Betriebsrats Siemens Energy - Standort Erlangen Geburtsdatum: 10. März 1952 Mitglied seit: 27. Januar 2009 Robert Kensbock (seit 23. Januar 2013) Mitglied des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG Geburtsdatum: 13. März 1971 Mitglied seit: 23. Januar 2013 Harald Kern Vorsitzender des Siemens Europabetriebsrats Geburtsdatum: 16. März 1960 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Jürgen Kerner Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall Geburtsdatum: 22. Januar 1969 Mitglied seit: 25. Januar 2012 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Airbus Operations GmbH, Hamburg ― Eurocopter GmbH, Donauwörth ― MAN SE, München ― Premium Aerotec GmbH, Augsburg (stellv. Vorsitz) Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller Geschäftsführende Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG Geburtsdatum: 15. Dezember 1959 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Axel Springer AG, Berlin ― Deutsche Lufthansa AG, Köln ― Voith GmbH, Heidenheim Gérard Mestrallet (seit 23. Januar 2013) Vorsitzender und Chief Executive Officer der GDF SUEZ S.A. Geburtsdatum: 1. April 1949 Mitglied seit: 23. Januar 2013 Externe Mandate Auslandsmandate: ― Compagnie de Saint-Gobain S.A., Frankreich ― Electrabel S.A., Belgien (Vorsitz) ― GDF Suez Energy Management Trading CVBA, Belgien (Vorsitz) ― GDF Suez Energie Services S.A., Frankreich (Vorsitz) ― International Power Ltd., Großbritannien ― Pargesa Holding S.A., Schweiz ― Sociedad General de Aguas de Barcelona S.A., Spanien (stellv. Vorsitz) ― Suez Environnement Company S.A., Frankreich (Vorsitz) Werner Mönius (bis 23. Januar 2013) Vorsitzender des Betriebsrats Siemens Healthcare -Standort Erlangen4 Geburtsdatum: 16. Mai 1954 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Güler Sabancι (seit 23. Januar 2013) Vorsitzende (Chairwoman und Managing Director) der Hacı Ömer Sabancı Holding A.Ş. Geburtsdatum: 14. August 1955 Mitglied seit: 23. Januar 2013 Håkan Samuelsson (bis 23. Januar 2013) Präsident und CEO der Volvo Car Corporation Geburtsdatum: 19. März 1951 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Externe Mandate3 Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Scandferries Holding GmbH, Rostock (Vorsitz)5 ― Scandlines GmbH, Rostock (Vorsitz) Auslandsmandate: ― Volvo Car Corporation, Schweden Prof. Dr. iur. Rainer Sieg Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG Geburtsdatum: 20. Dezember 1948 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Jim Hagemann Snabe1 (seit 1. Oktober 2013) Vorstandssprecher der SAP AG; Geschäftsführer der Snabe ApS Geburtsdatum: 27. Oktober 1965 Mitglied seit: 1. Oktober 2013 Externe Mandate Auslandsmandate: ― Bang & Olufsen A/S, Dänemark (stellv. Vorsitz) ― Danske Bank A/S, Dänemark ― SAP Labs LLC, USA ― Success Factors Inc., USA ― Syclo LLC, USA Birgit Steinborn Stellv. Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG Geburtsdatum: 26. März 1960 Mitglied seit: 24. Januar 2008 Lord lain Vallance of Tummel (bis 23. Januar 2013) Chairman, Amsphere Ltd. Geburtsdatum: 20. Mai 1943 Mitglied seit: 23. Januar 2003 Sibylle Wankel* Juristin in der Bezirksleitung Bayern der IG Metall Geburtsdatum: 3. März 1964 Mitglied seit: 1. April 2009 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Audi AG, Ingolstadt ― Vaillant GmbH, Remscheid Werner Wenning (seit 23. Januar 2013) 2. stellv. Vorsitzender6 Vorsitzender der Aufsichtsräte der Bayer AG und der E.ON SE Geburtsdatum: 21. Oktober 1946 Mitglied seit: 23. Januar 2013 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Bayer AG, Leverkusen (Vorsitz) ― E.ON SE, Düsseldorf (Vorsitz) ― Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf7 ― Henkel Management AG, Düsseldorf Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern besetzt. In der Hauptversammlung vom 23. Januar 2013 wählten die Aktionäre die Vertreter der Anteilseigner. Die durch * kenntlich gemachten Vertreter der Arbeitnehmer wurden am 25. September 2012 mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung vom 23. Januar 2013 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2018. Als Nachfolger für den zum Ablauf des 30. September 2013 ausgeschiedenen Dr. Josef Ackermann wurde Jim Hagemann Snabe bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats gerichtlich bestellt. 1 Als Nachfolger für den zum Ablauf des 30. September 2013 ausgeschiedenen Dr. Josef Ackermann wurde Jim Hagemann Snabe bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2014 zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt; er soll der Hauptversammlung als Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat für die restliche Amtszeit von Herrn Dr. Ackermann zur Wahl vorgeschlagen werden. 2 Bis 30. September 2013. 3 Stand: 23. Januar 2013. 4 Bis 31. Januar 2013. 5 Beirat. 6 Seit 1. Oktober 2013. 7 Gesellschafterausschuss. Stand: 30. September 2013 D.7.1.1 AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat sieben Ausschüsse eingerichtet. Über die konkrete Ausschussarbeit im vergangenen Geschäftsjahr informiert der → A.3 BERICHT DES AUFSICHTSRATS auf den Seiten 108 - 109. scroll Ausschüsse Sitzungen im Geschäfts- jahr 2013 Aufgaben Mitglieder zum 30. September 2013 Präsidium des Aufsichtsrats 9 3 Beschlüsse im schrift- lichen Umlauf Das Präsidium hat die Aufgaben eines Nominierungs- und Corporate-Governance-Komitees, soweit diese Aufgaben nicht durch den Nominierungsausschuss wahrgenommen werden oder das deutsche Recht die Behandlung der Aufgaben durch das Aufsichtsratsplenum vorschreibt. Es unterbreitet insbe- sondere Vorschläge für die Bestellung und Abberufung von Vor- standsmitgliedern und behandelt die Vorstandsverträge. Das Präsidium befasst sich mit Corporate-Governance-Fragen des Unternehmens und bereitet die Beschlussfassungen des Auf- sichtsrats über die Entsprechenserklärung einschließlich der Erläuterung von Abweichungen vom Kodex sowie über die Billigung des Corporate-Governance-Berichts und des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vor. Zudem macht das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Besetzung von Aufsichtsratsausschüssen und entscheidet über die Zustim- mung zu Geschäften mit den Vorstandsmitgliedern und den ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen. Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann1 Lothar Adler Berthold Huber Werner Wenning2 Vergütungs- ausschuss 1 1 Beschluss im schrift- lichen Umlauf Der Vergütungsausschuss bereitet die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Umsetzung dieses Systems in den Vorstandsverträgen, die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Gesamtvergütung der einzelnen Vor- standsmitglieder und die Billigung des jährlichen Vergütungs- berichts vor. Zudem bereitet der Vergütungsausschuss die regelmäßige Überprüfung des Vergütungssystems für den Vorstand durch das Aufsichtsratsplenum vor. Werner Wenning (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann1 Lothar Adler Dr. iur. Gerhard Cromme Michael Diekmann3 Berthold Huber Birgit Steinborn Prüfungs- ausschuss 6 Der Prüfungsausschuss überwacht den Rechnungslegungspro- zess. Er bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Haupt- versammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor und unterbrei- tet dem Aufsichtsrat eine entsprechende Empfehlung. Dem Prüfungsausschuss obliegt es, zusätzlich zur Prüfung durch den Abschlussprüfer, die vom Vorstand aufgestellten Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse des Unternehmens zu erörtern. Auf der Grundlage des Berichts des Abschlussprüfers über die Prüfung der Abschlüsse unterbreitet der Prüfungs- ausschuss nach eigener Vorprüfung Vorschläge zur Feststellung der Jahresabschlüsse der Siemens AG und zur Billigung der Konzernabschlüsse durch den Aufsichtsrat. Er befasst sich mit dem Risikoüberwachungssystem des Unternehmens und überwacht die Wirksamkeit seines internen Kontrollsystems, insbesondere bezogen auf die Finanzberichterstattung, sowie die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die unternehmensinterne Konzernrevision berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und überwacht die Abschlussprüfung, insbesondere die Unabhängigkeit und Quali- fikation des Abschlussprüfers sowie dessen Leistungen, und erfüllt andere Aufgaben gemäß dem Sarbanes-Oxley Act (SOA). Dr. iur. Hans Michael Gaul4,5 (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann1 Gerd von Brandenstein3 Dr. iur. Gerhard Cromme4 Bettina Haller Robert Kensbock3 Jürgen Kerner Jim Hagemann Snabe3 Birgit Steinborn Compliance- Ausschuss 5 Der Compliance-Ausschuss befasst sich insbesondere mit der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unterneh- men (Compliance). Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann1 Lothar Adler Gerd von Brandenstein3 Dr. iur. Hans Michael Gaul Bettina Haller Harald Kern3 Jim Hagemann Snabe3 Sibylle Wankel Finanz- und Investitions- ausschuss6 3 Der Finanz- und Investitionsausschuss hat die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens, die Gegenstand einer jährlichen Strategiesitzung des Aufsichts- rats ist, die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft sowie über Sach- und Finanzinvestitionen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Finanz- und Investitionsaus- schuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen, soweit der Betrag unter 600 Mio. € liegt. Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Lothar Adler Gerd von Brandenstein7 Prof. Dr. rer. nat. Peter Gruss3 Harald Kern Jürgen Kerner Gérard Mestrallet7 Jim Hagemann Snabe3 Birgit Steinborn Werner Wenning Nominierungs- ausschuss 5 Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung geeignete Kandi- daten vorzuschlagen. Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann1 Dr. iur. Hans Michael Gaul Dr. phil. Nicola Leibinger- Kammüller Werner Wenning2 Vermittlungs- ausschuss gemäß §§ 27 Abs. 3, 31 Abs. 3 und 5 Mitbe- stimmungsgesetz 0 Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestel- lung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Dr. iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) Dr. oec. Josef Ackermann1 Lothar Adler Berthold Huber Werner Wenning3 1 Bis 30. September 2013. 2 Seit 1. Oktober 2013. 3 Seit November 2013. 4 Finanzexperte (Audit Committee Financial Expert) im Sinne des Sarbanes-Oxley Acts. 5 Erfüllt die Anforderungen gemäß §§ 100 Abs. 5, 107 Abs. 4 Aktiengesetz. 6 Im November 2013 umbenannt in »Innovations- und Finanzausschuss«. 7 Bis November 2013. Nähere Informationen zum Thema Corporate Governance bei Siemens finden Sie im Internet unter: WWW.SIEMENS.DE/CORPORATE-GOVERNANCE D.7.2 Vorstand Joe Kaeser Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG1 Geburtsdatum: 23. Juni 1957 Erste Bestellung: 1. Mai 2006 Bestellt bis: 31. Juli 2018 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Allianz Deutschland AG, München Auslandsmandate: ― NXP Semiconductors B.V., Niederlande Konzernmandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München (stellv. Vorsitz)2 Auslandsmandate: ― Siemens AG Österreich, Österreich3 ― Siemens Corp., USA (stellv. Vorsitz)4 ― Siemens Ltd., Indien Peter Löscher (bis 31. Juli 2013) Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG5 Geburtsdatum: 17. September 1957 Erste Bestellung: 1. Juli 2007 Ursprünglich bestellt bis: 31. März 2017 Externe Mandate6 Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main ― Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München, München Auslandsmandate: ― TBG Limited, Malta (Thyssen Bornemisza Gruppe) Dr. rer. nat. Roland Busch Geburtsdatum: 22. November 1964 Erste Bestellung: 1. April 2011 Bestellt bis: 31. März 2016 Externe Mandate Auslandsmandate: ― Atos S.A., Frankreich Konzernmandate Auslandsmandate: ― Siemens Industry Inc., USA ― Siemens Ltd., China (Vorsitz) ― Siemens Ltd., Indien ― Siemens Pte. Ltd., Singapur ― Siemens Schweiz AG, Schweiz (Vorsitz) Brigitte Ederer (bis 30. September 2013) Geburtsdatum: 27. Februar 1956 Erste Bestellung: 1. Juli 2010 Ursprünglich bestellt bis: 30. Juni 2015 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Jenoptik AG, Jena Auslandsmandate: ― Boehringer Ingelheim RCV GmbH, Österreich ― Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG), Österreich Konzernmandate7 Auslandsmandate: ― Siemens AG Österreich, Österreich (Vorsitz) ― Siemens Holdings plc, Großbritannien ― Siemens Nederland N.V., Niederlande (Vorsitz) ― Siemens S.A., Spanien (Vorsitz) ― Siemens S.p.A., Italien (stellv. Vorsitz) Klaus Helmrich Geburtsdatum: 24. Mai 1958 Erste Bestellung: 1. April 2011 Bestellt bis: 31. März 2016 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― EOS Holding AG, Krailling Konzernmandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München Barbara Kux (bis 16. November 2013) Geburtsdatum: 26. Februar 1954 Erste Bestellung: 17. November 2008 Bestellt bis: 16. November 2013 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf Auslandsmandate: ― Firmenich International SA, Schweiz ― Total S.A., Frankreich Prof. Dr. phil. nat. Hermann Requardt Geburtsdatum: 11. Februar 1955 Erste Bestellung: 1. Mai 2006 Bestellt bis: 31. März 2016 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Software AG, Darmstadt Konzernmandate Auslandsmandate: ― Siemens Healthcare Diagnostics Inc., USA ― Siemens Japan Holding K.K., Japan (Vorsitz) ― Siemens Japan K.K., Japan (Vorsitz) ― Siemens Medical Solutions USA Inc., USA (Vorsitz) Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm Geburtsdatum: 27. Juni 1963 Erste Bestellung: 1. Januar 2008 Bestellt bis: 31. März 2017 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Deutsche Messe AG, Hannover ― Inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin ― OSRAM GmbH, München (Vorsitz) ― OSRAM Licht AG, München (Vorsitz) Konzernmandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, München Auslandsmandate: ― Arabia Electric Ltd. (Equipment), Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) ― Siemens Industry Inc., USA (Vorsitz) ― Siemens Ltd., China ― Siemens Ltd., Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) ― Siemens Ltd., Südafrika (Vorsitz) ― Siemens Middle East, FZ-LLC, Vereinigte Arabische Emirate ― Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Österreich ― VA TECH T&D Co. Ltd., Saudi-Arabien Peter Y. Solmssen Geburtsdatum: 24. Januar 1955 Erste Bestellung: 1. Oktober 2007 Bestellt bis: 31. März 20178 Konzernmandate Auslandsmandate: ― Siemens Corp., USA (Vorsitz) ― Siemens S.A., Kolumbien (Vorsitz) Dr. rer. pol. Michael Süß Geburtsdatum: 25. Dezember 1963 Erste Bestellung: 1. April 2011 Bestellt bis: 31. März 2016 Externe Mandate Deutsche Aufsichtsratsmandate: ― Herrenknecht AG, Schwanau Dr. rer. pol. Ralf P. Thomas Geburtsdatum: 7. März 1961 Erste Bestellung: 18. September 2013 Bestellt bis: 17. September 2018 Konzernmandate Auslandsmandate: ― Siemens Holdings plc, Großbritannien ― Siemens Industry Inc., USA ― Siemens VAI Metals Technologies GmbH, Österreich 1 Seit 1. August 2013. 2 Bis 30. November 2013. 3 Bis 5. November 2013. 4 Bis 1. Oktober 2013. 5 Bis 31. Juli 2013. 6 Stand: 31. Juli 2013. 7 Bis 30. September 2013. 8 Wiederbestellungen erfolgen grundsätzlich nur bis zur Vollendung des 60. Lebensjahrs, jedoch mit der Maßgabe, dass sie sich bis zu einer Gesamtlaufzeit von maximal fünf Jahren jeweils um ein weiteres Jahr verlängern, wenn nicht das Vorstandsmitglied oder der Aufsichtsrat widerspricht. Stand: 30. September 2013 D.7.2.1 AUSSCHÜSSE DES VORSTANDS scroll Ausschuss Sitzungen im Geschäftsjahr 2013 Aufgaben Mitglieder zum 30. September2013 Eigenkapital- und Belegschaftsaktien- ausschuss 5 Beschlüsse im schriftlichen Umlauf Der Eigenkapital- und Belegschaftsaktienausschuss ist zuständig für die Ausnutzung von Genehmigten Kapitalia bei der Ausgabe von Belegschaftsaktien sowie für die Durchführung bestimmter Kapitalmaßnahmen. Außerdem entscheidet er, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen aktienbasierte Vergütungskomponenten beziehungsweise Vergütungsprogramme für Mitarbeiter und Führungskräfte (mit Ausnahme des Vorstands) angeboten werden. Joe Kaeser (Vorsitzender)1 Brigitte Ederer2 Klaus Helmrich3 Dr. rer. pol. Ralf P. Thomas4 1 Seit 1. August 2013. 2 Bis 30. September 2013. 3 Seit 1. Oktober 2013. 4 Seit 18. September 2013. Nähere Informationen zum Thema Corporate Governance bei Siemens finden Sie im Internet unter: WWW.SIEMENS.DE/CORPORATE-GOVERNANCE E.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. München, den 20. November 2013 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Joe Kaeser Dr. Roland Busch Klaus Helmrich Prof. Dr. Hermann Requardt Prof. Dr. Siegfried Russwurm Peter Y. Solmssen Dr. Michael Süß Dr. Ralf P. Thomas E.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München VERMERK ZUM KONZERNABSCHLUSS Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 - geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss Die gesetzlichen Vertreter der Siemens Aktiengesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Verantwortung des Abschlussprüfers Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Prüfungsurteil Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2013 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. VERMERK ZUM KONZERNLAGEBERICHT Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die gesetzlichen Vertreter der Siemens Aktiengesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. München, den 20. November 2013 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Krämmer, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Hayn, Wirtschaftsprüfer E.3 Erklärung des Vorstands Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der Siemens Aktiengesellschaft verantwortlich. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Konzernlagebericht steht mit dem Konzernabschluss in Einklang und ist mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst. Die bestehenden internen Kontrollsysteme und der Einsatz konzernweit einheitlicher Richtlinien und weiterer Maßnahmen einschließlich der entsprechenden Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sollen die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Wir haben von Mitgliedern des Managements der Sektoren, der Divisionen, der Financial Services, der Sektorübergreifenden Dienstleistungen, der regionalen Cluster sowie bestimmter zentraler Unternehmenseinheiten, unterstützt durch Bestätigungen des Managements von Einheiten in deren Verantwortungsbereich, jeweils eine Bestätigung über die Ordnungsmäßigkeit der an die Zentrale berichteten Finanzdaten sowie über die Funktionsfähigkeit entsprechender Kontrollsysteme erhalten. Die Einhaltung der Richtlinien sowie die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden kontinuierlich von der Konzernrevision konzernweit geprüft. Unser Risikomanagementsystem ist entsprechend den Anforderungen des Aktienrechts darauf ausgerichtet, dass der Vorstand potenzielle Risiken frühzeitig erkennen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten kann. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. In Anwesenheit des Abschlussprüfers wurden der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats eingehend erörtert. Aus dem Bericht des Aufsichtsrats → A.3 DES JAHRESBERICHTS) geht das Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat hervor. München, den 27. November 2013 Der Vorstand Joe Kaeser Dr. Roland Busch Klaus Helmrich Prof. Dr. Hermann Requardt Prof. Dr. Siegfried Russwurm Peter Y. Solmssen Dr. Michael Süß Dr. Ralf Thomas Beschluss über die Gewinnverwendung Die ordentliche Hauptversammlung vom 28. Januar 2014 hat beschlossen, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 in Höhe von 2.643.000.000,00 € wie folgt zu verwenden: scroll Ausschüttung einer Dividende von 3,00 € je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 dividendenberechtigte Stückaktie: 2.533.440.009,00 € Gewinnvortrag: 109.559.991,00 €