Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Siemens AG Annual Report 2019

Feb 10, 2020

390_rns_2020-02-10_c71fa8d3-1283-4475-8bb3-4f4b09582431.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2018 bis zum 30.09.2019 Jahresfinanzbericht zum 30. September 2019 Zusammengefasster Lagebericht Der Lagebericht der Siemens AG und der Konzernlagebericht sind nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Siemens-Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2019 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Siemens AG sowie der Geschäftsbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 stehen auch im Internet zur Verfügung unter: WWW.SIEMENS.COM/FINANZBERICHTE A Jahresabschluss A.1 Gewinn- und Verlustrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) Ziffer 2019 2018 Umsatzerlöse 1 22.104 28.185 Umsatzkosten - 15.825 - 21.074 Bruttoergebnis vom Umsatz 6.279 7.111 Forschungs- und Entwicklungskosten - 2.362 - 2.788 Vertriebskosten - 2.880 - 2.566 Allgemeine Verwaltungskosten - 1.099 - 1.201 Sonstige betriebliche Erträge 2 9.698 295 Sonstige betriebliche Aufwendungen - 229 - 294 Betriebliches Ergebnis 9.407 557 Beteiligungsergebnis 3 3.754 5.381 Zinserträge 4 422 333 davon negative Zinsen aus Geldanlage - 17 - 16 Zinsaufwendungen 4 - 195 - 70 davon positive Zinsen aus Geldaufnahme 193 147 Übriges Finanzergebnis 5 - 793 - 1.003 Ergebnis der Geschäftstätigkeit 12.596 5.199 Ertragsteuern 6 - 1.377 - 653 Jahresüberschuss 11.219 4.547 Gewinnverwendung 27 Jahresüberschuss 11.219 4.547 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 170 134 Einstellung in andere Gewinnrücklagen - 6.005 - 1.451 Bilanzgewinn 5.384 3.230 A.2 Bilanz Aktiva scroll 30. September (in Mio. €) Ziffer 2019 2018 Anlagevermögen 10 Immaterielle Vermögensgegenstände 408 425 Sachanlagen 1.477 1.469 Finanzanlagen 73.158 55.747 75.043 57.641 Umlaufvermögen Vorräte 11 8.362 8.244 Erhaltene Anzahlungen - 8.362 - 8.244 - - Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.744 2.051 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.049 15.071 Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 959 1.114 19.752 18.236 Sonstige Wertpapiere 690 677 Flüssige Mittel 3.798 2.500 24.241 21.413 Rechnungsabgrenzungsposten 147 163 Aktive latente Steuern 13 829 2.064 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 14 68 62 Summe Aktiva 100.328 81.344 Passiva 30. September (in Mio. €) Ziffer 2019 2018 Eigenkapital 15 Gezeichnetes Kapital 1 2.550 2.550 Eigene Aktien - 112 - 120 Ausgegebenes Kapital 2.438 2.430 Kapitalrücklage 8.091 8.086 Andere Gewinnrücklagen 14.514 8.303 Bilanzgewinn 5.384 3.230 30.428 22.049 Sonderposten mit Rücklageanteil 668 671 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16 12.343 11.885 Steuerrückstellungen 578 725 Sonstige Rückstellungen 17 5.038 5.286 17.959 17.896 Verbindlichkeiten 18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27 53 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.841 1.504 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.755 1.688 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 45.681 35.384 Übrige Verbindlichkeiten 1.643 1.791 50.947 40.420 Rechnungsabgrenzungsposten 326 308 Summe Passiva 100.328 81.344 1 Bedingtes Kapital zum 30. September 2019 in Höhe von 1.081 (im Vj. 1.081) Mio. €. A.3 Anhang A.3.1 Allgemeine Angaben Die Siemens AG hat ihren Sitz in Berlin und München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 12300 im Register des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg sowie unter der Nummer HRB 6684 im Register des Amtsgerichts München eingetragen. Der Jahresabschluss der Siemens AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. A.3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Produkten, der Erbringung von Dienstleistungen und der Gewährung von Lizenzen ausgewiesen. Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Diese basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Geschäfte und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie künftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Synergieeffekte und Mitarbeiterstamm bestimmt. Sachanlagen: Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. In bestimmten Fällen findet die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden sofort aufwandswirksam erfasst beziehungsweise aktiviert und im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Nutzungsdauer der Sachanlagen scroll Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre Übrige Bauten 5 bis 10 Jahre Technische Anlagen und Maschinen überwiegend 10 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre Vermietete Erzeugnisse überwiegend 3 bis 5 Jahre Im Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen sind die Rücklagen nach § 6b Einkommensteuergesetz, die in den Geschäftsjahren bis zum Übergang auf die Regelungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz gebildet und übertragen wurden, und steuerliche Sonderabschreibungen nach § 4 Fördergebietsgesetz, soweit diese die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten planmäßigen Abschreibungen überschreiten. Finanzanlagen: Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Das ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Bei börsennotierten Finanzanlagen ist grundsätzlich der Börsenkurs am Abschlussstichtag relevant. Im Fall einer vormaligen Abschreibung darf ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten werden, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Latente Steuern: Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese verrechnet dargestellt. Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften sowie von Personengesellschaften werden insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der Siemens AG auszugehen ist. Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Siemens AG zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Siemens AG bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wird. Für die Abzinsung wird der jeweilige durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht. Leistungsansprüche aus Plänen, die auf Investmenterträgen von zugrunde liegenden Vermögensgegenständen basieren, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände am Abschlussstichtag bewertet. Ist die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände niedriger als eine zugesagte Rendite, werden zur Ermittlung der Pensionsrückstellung die Beiträge mit der zugesagten Rendite aufgezinst und auf den Barwert abgezinst. Für Pensionsleistungen, die über einen mittelbaren Durchführungsweg erbracht werden, haftet die Siemens AG nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Soweit das jeweilige Vermögen des Pensionsfonds beziehungsweise der Pensions- oder Unterstützungskasse nicht den Erfüllungsbetrag der jeweiligen Pensionszusagen deckt, bilanziert die Siemens AG die Unterdeckung in den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. In den sonstigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Für beschlossene Personalmaßnahmen wurden Rückstellungen auf Basis rechtlicher und faktischer Verpflichtungen gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssigen Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Siemens AG nahezu ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. Abschlussgliederung: Die Siemens AG fasst einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammen, sofern sie einen Betrag enthalten, der für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds nicht erheblich ist, und durch eine Zusammenfassung die Klarheit der Darstellung vergrößert wird. Diese Posten weist die Siemens AG im Anhang gesondert aus. Übertragung der Siemens-Markenrechte: Im Januar 2019 übertrug die Siemens AG die Marke "Siemens", bestehend aus einem Portfolio von Marken mit dem Bestandteil "Siemens", im Wege einer Sacheinlage an das verbundene Unternehmen Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland. Der Zugang der Anteile an der Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, wurde dabei mit dem Zeitwert der übertragenen Markenrechte in Höhe von 9.510 Mio. € bewertet. Die Sacheinlage führte in derselben Höhe zu einem Ertrag. Gegenläufig wirken damit im Zusammenhang stehende latente Steueraufwendungen in Höhe von 1.505 Mio. €. Der Zeitwert wurde mit Hilfe eines externen Sachverständigen unter Verwendung der Lizenzpreisanalogiemethode ermittelt. Die Bewertung beruhte unter anderem auf Einschätzungen sowohl zur Höhe von geschäftsspezifischen, von der Profitabilität und Markenrelevanz abhängigen Lizenzraten als auch zur Höhe der künftigen markenrelevanten Umsätze. Die Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, hat der Siemens AG ein entgeltliches Nutzungsrecht an den Marken eingeräumt. Die Aufwendungen für das Lizenzentgelt wurden unter den Vertriebskosten erfasst. Der Vertrag ist unbefristet. A.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Ausgliederung des Mobilitätsgeschäfts: Am 1. August 2018 wurde das Mobilitätsgeschäft der Siemens AG auf die Siemens Mobility GmbH, Deutschland, im Wege der Einzelrechtsnachfolge übertragen. Diese Ausgliederung resultierte vor allem in einem Rückgang der Umsatzerlöse, der Umsatzkosten, des Bruttoergebnisses vom Umsatz sowie der Forschungs- und Entwicklungskosten. ZIFFER 1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen auch Erlöse aus dem Vermietungsgeschäft sowie Lizenzerträge. scroll Nach Tätigkeitsbereichen (in Mio. €) Geschäftsjahr 2019 Digital Industries 4.976 Smart Infrastructure 7.363 Gas and Power 7.119 Portfolio Companies 856 Sonstige Umsatzerlöse 1.791 Umsatzerlöse 22.104 scroll Nach Regionen (in Mio. €) Geschäftsjahr 2019 Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 16.572 Amerika 1.648 Asien, Australien 3.885 Umsatzerlöse 22.104 ZIFFER 2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Wesentlichen den Gewinn aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der zu Zeitwerten bewerteten Sacheinlage der Siemens-Markenrechte in die Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, in Höhe von 9.510 Mio. €. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil beliefen sich auf 3 Mio. €. ZIFFER 3 Beteiligungsergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Erträge aus Beteiligungen 3.384 3.147 davon aus verbundenen Unternehmen 3.064 3.081 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 301 2.490 Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen - 134 - 24 Abschreibungen auf Beteiligungen - 218 - 313 Zuschreibungen auf Beteiligungen 331 5 Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen 95 77 Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen - 5 - Beteiligungsergebnis 3.754 5.381 Die Erträge aus Beteiligungen umfassen insbesondere die Gewinnausschüttung der Siemens Ltd., China, in Höhe von 2.005 Mio. €, der Siemens Healthineers AG, Deutschland, in Höhe von 467 Mio. sowie der Atos SE, Frankreich, in Höhe von 284 Mio. €. Die Zuschreibungen auf Beteiligungen umfassen vor allem Zuschreibungen auf die Beteiligung Siemens Gamesa Renewable Energy S. A., Spanien, in Höhe von 294 Mio. €. ZIFFER 4 Zinserträge, Zinsaufwendungen Die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 381 (im Vj. 302) Mio. €. Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 165 (im Vj. 44) Mio. €. Die Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beliefen sich auf 86 (im Vj. 73) Mio. €. ZIFFER 5 Übriges Finanzergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Zinsanteil in der Veränderung der Pensionsrückstellungen, die nicht in Zusammenhang mit zu verrechnendem Deckungsvermögen stehen - 1.099 - 940 Finanzergebnis aus Pensions- und Personalrückstellungen, die in Zusammenhang mit zu verrechnendem Deckungsvermögen stehen - 18 - 39 Übrige finanzielle Erträge 336 302 Übrige finanzielle Aufwendungen - 469 - 309 Zu-/Abschreibungen auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens 456 - 17 Übriges Finanzergebnis - 793 - 1.003 Beim Finanzergebnis aus Pensions- und Personalrückstellungen, die in Zusammenhang mit zu verrechnendem Deckungsvermögen stehen, handelt es sich um einen Nettobetrag, der verrechnete Erträge in Höhe von 33 (im Vj. 18) Mio. € und Aufwendungen in Höhe von 51 (im Vj. 57) Mio. € beinhaltet. Die übrigen finanziellen Erträge stammten überwiegend aus realisierten Ergebnissen aus Zinsderivaten in Höhe von 333 (im Vj. 11) Mio. €. Die übrigen finanziellen Aufwendungen beinhalteten überwiegend Aufwendungen aus der Veränderung von Drohverlustrückstellungen für derivative Finanzinstrumente in Höhe von 253 (im Vj. Erträge 101) Mio. € sowie aus der Realisierung von monetären Fremdwährungspositionen in Höhe von 143 (im Vj. 230) Mio. €. Des Weiteren waren Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von 54 (im Vj. 66) Mio. € enthalten. Zu- beziehungsweise Abschreibungen auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens beinhalten im Wesentlichen die Wertaufholung einer Darlehensforderung in Höhe von 455 Mio. €. Zuschreibungen in Höhe von 461 (im Vj. Abschreibungen 16) Mio. € beziehen sich auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens von verbundenen Unternehmen. ZIFFER 6 Ertragsteuern scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Laufende Ertragsteuern - 151 - 543 Latente Ertragsteuern - 1.226 - 109 Ertragsteuern - 1.377 - 653 In den latenten Steueraufwendungen wirkte vor allem der Ansatz passiver latenter Steuern aus der Übertragung der Siemens-Markenrechte. ZIFFER 7 Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern wirkten mit 45 (im Vj. 25) Mio. € in den Funktionskosten. ZIFFER 8 Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss war als Folge von in Anspruch genommenen steuerlichen Vergünstigungen um 2 Mio. € erhöht. ZIFFER 9 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In der Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG waren periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 136 (im Vj. 215) Mio. € und periodenfremde Erträge in Höhe von 1.129 (im Vj. 1.103) Mio. € enthalten. Die periodenfremden Erträge stammten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. A.3.4 Erläuterungen zur Bilanz ZIFFER 10 Anlagevermögen scroll Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten (in Mio. €) 1. Okt. 2018 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30. Sep. 2019 Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 1.053 34 - - 21 1.066 Geschäfts- oder Firmenwert 149 22 - - 171 1.202 56 - - 21 1.238 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 677 8 3 - 12 676 Technische Anlagen und Maschinen 2.455 57 51 - 104 2.459 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.611 185 15 - 166 1.645 Vermietete Erzeugnisse 152 26 - - 17 161 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 125 86 - 69 - 143 5.021 362 - - 299 5.083 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 47.061 16.803 30 - 240 63.654 Beteiligungen 2.160 338 - 30 - 303 2.165 Ausleihungen 3.172 760 - - 532 3.400 Wertpapiere 6.446 797 - - 332 6.911 58.840 18.698 - - 1.408 76.130 65.063 19.116 - - 1.728 82.451 scroll Kumulierte Abschreibungen (in Mio. €) 1. Okt. 2018 Abschreibungen Zuschreibungen Abgänge 30. Sep. 2019 Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte - 634 - 66 - 20 - 679 Geschäfts- oder Firmenwert - 143 - 8 - - - 151 - 777 - 74 - 20 - 830 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 385 - 13 - 10 - 388 Technische Anlagen und Maschinen - 1.887 - 104 1 93 - 1.897 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 1.187 - 204 - 157 - 1.233 Vermietete Erzeugnisse - 92 - 11 - 15 - 88 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - - 3.551 - 331 1 275 - 3.607 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen - 2.253 - 27 331 7 - 1.941 Beteiligungen - 811 - 192 - 7 - 996 Ausleihungen - 7 - 3 - - - 10 Wertpapiere - 22 - 2 - - - 24 - 3.093 - 223 331 14 - 2.971 - 7.421 - 628 332 309 - 7.408 scroll Buchwerte (in Mio. €) 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 387 419 Geschäfts- oder Firmenwert 21 6 408 425 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 288 292 Technische Anlagen und Maschinen 561 567 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 412 425 Vermietete Erzeugnisse 73 60 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 143 125 1.477 1.469 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 61.713 44.808 Beteiligungen 1.169 1.349 Ausleihungen 3.390 3.165 Wertpapiere 6.887 6.425 73.158 55.747 75.043 57.641 Die Zugänge in der Position Anteile an verbundenen Unternehmen resultierten vor allem aus der Sacheinlage der Siemens-Markenrechte in die Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, in Höhe von 9.510 Mio. €. Weitere signifikante Zugänge in dieser Position ergaben sich in Zusammenhang mit Umstrukturierungen von konzerninternen Finanzierungen aus einer Bareinlage in Höhe von 5.341 Mio. € und einer Sacheinlage in Höhe von 915 Mio. € bei der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, Deutschland, sowie einer Sacheinlage in Höhe von 411 Mio. € bei der Atecs Mannesmann GmbH, Deutschland. In den Ausleihungen sind Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 2.799 (im Vj. 2.828) Mio. €, an Beteiligungen in Höhe von 320 (im Vj. 126) Mio. € sowie sonstige Ausleihungen in Höhe von 271 (im Vj. 211) Mio. € enthalten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalteten Anteile an Investmentvermögen, worauf auch im Wesentlichen die Zu- und Abgänge in der Position zurückzuführen sind. Im Anlagevermögen wurden insgesamt außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 224 (im Vj. 337) Mio. € erfasst. ZIFFER 11 Vorräte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 870 834 Unfertige Erzeugnisse 868 889 Fertige Erzeugnisse und Waren 437 439 Unverrechnete Lieferungen und Leistungen 5.882 5.751 Geleistete Anzahlungen 305 332 Vorräte 8.362 8.244 Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen umfassten im Wesentlichen aktivierte Aufwendungen, die im Rahmen der Erbringung von Lieferungen und Leistungen für Projekte im Anlagenbau entstanden sind, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden abgerechnet waren. ZIFFER 12 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll (in Mio. €) 30. Sep. 2019 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 30. Sep. 2018 davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.744 137 2.051 71 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17.049 3.643 15.071 4.865 Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 959 140 1.114 180 davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 110 105 105 95 davon sonstige Vermögensgegenstände 850 34 1.009 86 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.752 3.920 18.236 5.116 Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten überwiegend aus konzerninternen Finanzierungen und enthielten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 53 (im Vj. 79) Mio. €. ZIFFER 13 Aktive latente Steuern Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern resultierten überwiegend aus Pensionsrückstellungen und Vermögenswerten für Pensionen sowie sonstigen Rückstellungen. Die aus der Übertragung der Siemens-Markenrechte entstandenen passiven latenten Steuern im Geschäftsjahr wurden saldiert. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,30 % zugrunde gelegt. Abweichend hiervon wurde für temporäre Differenzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Personengesellschaften ein Steuersatz von 15,83 % verwendet. ZIFFER 14 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung scroll (in Mio. €) 30. Sep. 2019 Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 1.217 Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen - 824 Erfüllungsbetrag der verrechneten Personalrückstellungen - 325 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 68 Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 1.076 ZIFFER 15 Eigenkapital scroll (in Mio. €) 1. Okt. 2018 Aktienrückkäufe Bedienung ausgeübter Optionsscheine Ausgabe eigener Aktien im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogrammen Dividende für 2018 Jahresüberschuss Gezeichnetes Kapital 2.550 - - - - - Eigene Aktien - 120 - 41 35 14 - - Ausgegebenes Kapital 2.430 - 41 35 14 - - Kapitalrücklage 8.086 - - 6 - - Andere Gewinnrücklagen 8.303 - 1.310 1.080 436 - 6.005 Bilanzgewinn 3.230 - - - - 3.060 5.214 Eigenkapital 22.049 - 1.350 1.115 456 - 3.060 11.219 scroll (in Mio. €) 30. Sep. 2019 Gezeichnetes Kapital 2.550 Eigene Aktien - 112 Ausgegebenes Kapital 2.438 Kapitalrücklage 8.091 Andere Gewinnrücklagen 14.514 Bilanzgewinn 5.384 Eigenkapital 30.428 GEZEICHNETES KAPITAL Das Grundkapital der Siemens AG ist in 850.000.000 auf Namen lautende, nennwertlose Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 3,00 € je Aktie entfällt. ANDERE GEWINNRÜCKLAGEN Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten einen Eigenkapitalanteil von Wertaufholungen bei Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens in Höhe von 792 (im Vj. 0) Mio. €. GENEHMIGTES KAPITAL Zum 30. September 2019 verfügte die Siemens AG über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 600 Mio. €, das in Teilbeträgen und mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 200 Mio. auf Namen lautende Stückaktien ausgegeben werden kann. Im Einzelnen bestehen folgende Ermächtigungen zur Erhöhung des Grundkapitals: ― Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Januar 2016 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 90,0 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. auf Namen lautende Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur an Arbeitnehmer der Siemens AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten. ― Außerdem ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Januar 2019 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Januar 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 510 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 170 Mio. auf Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Der Vorstand ist unter bestimmten Voraussetzungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Ausgabe gegen Sacheinlagen auszuschließen. Bei Ausgabe gegen Barleistung sind die Aktien grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, erstens für etwaige Spitzenbeträge, zweitens, um einen Verwässerungsausgleich in Zusammenhang mit bereits begebenen Wandel- beziehungsweise Optionsschuldverschreibungen zu gewähren, und drittens unter bestimmten weiteren Voraussetzungen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet. EIGENE AKTIEN Die Entwicklung des Bestands eigener Aktien ergibt sich aus nachfolgender Übersicht: scroll (in Stück) Geschäftsjahr 2019 Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs 39.951.459 Aktienrückkauf 13.532.557 Bedienung ausgeübter Optionsscheine - 11.549.926 Ausgabe im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogrammen - 4.702.042 Endbestand 37.232.048 Die im Bestand der Siemens AG befindlichen 37.232.048 Aktien entsprechen einem Betrag von nominal 112 Mio. € beziehungsweise 4,4 % des Grundkapitals. Am 10. Oktober 2018 ist der am 12. November 2015 angekündigte Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € beendet worden, der am 2. Februar 2016 begonnen worden war. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Siemens AG im Rahmen dieses Aktienrückkaufs insgesamt 3.343.479 Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Betrag von nominal 10 Mio. € beziehungsweise 0,4 % des Grundkapitals. Hierfür wurden rund 355 Mio. € aufgewandt; dies entspricht ohne Erwerbsnebenkosten einem durchschnittlichen Kurs von 106,30 € je Aktie. Der Erwerb erfolgte im Oktober an sieben Xetra-Handelstagen durch eine von der Siemens AG beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra). Das durchschnittliche Volumen betrug an diesen Handelstagen rund 477.640 Aktien. Darüber hinaus wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Abschlusszahlung an die ausführende Bank geleistet, die bilanziell als Kaufpreisanpassung erfasst wurde und bezogen auf den gesamten Rückkauf 2016 bis 2018 zu einem durchschnittlichen Kaufkurs von 110,98 € je Aktie führte. Am 8. November 2018 kündigte Siemens erneut einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € in der Zeit bis längstens zum 15. November 2021 an. Die Durchführung des am 3. Dezember 2018 begonnenen Aktienrückkaufs erfolgte unter den am 27. Januar 2015 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen. Der Aktienrückkauf soll die Aktionäre zusätzlich zur Dividendenpolitik kontinuierlich am Erfolg des Unternehmens partizipieren lassen. Im Geschäftsjahr 2019 hat die Siemens AG im Rahmen dieses Aktienrückkaufs insgesamt 10.189.078 Stück eigene Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Betrag von nominal 31 Mio. € beziehungsweise 1,2 % des Grundkapitals. Hierfür wurden in diesem Zeitraum 982 Mio. € (ohne Erwerbsnebenkosten) aufgewendet; dies entspricht einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 96,37 € je Aktie. Der Erwerb erfolgte im Berichtszeitraum an 204 Xetra-Handelstagen durch eine von der Siemens AG beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra). Das durchschnittliche Volumen betrug an diesen Handelstagen rund 49.946 Aktien. Der jeweilige Bestand der unter den Aktienrückkäufen erworbenen eigenen Aktien kann zu Zwecken der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von mit Siemens verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. Die Siemens AG hat im Rahmen verschiedener aktienbasierter Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogramme im Geschäftsjahr 2019 im Konzern insgesamt 4.702.042 eigene Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben. Dies entspricht einem Betrag von 14 Mio. € beziehungsweise 0,6 % des Grundkapitals. Für die 3.165.520 Aktien, die gegen Zahlung eines Erwerbspreises ausgegeben wurden, sind insgesamt 272 Mio. € vereinnahmt worden. Diesen Betrag hat die Siemens AG zur freien Verwendung erhalten. 3.018.996 Aktien wurden im Rahmen des Share-Matching-Programms als Investment-Aktien an Planteilnehmer veräußert, wobei der Kaufpreis jeweils auf Basis des Xetra-Schlusskurses an festgelegten monatlichen Stichtagen bestimmt wurde. Hiervon entfielen auf den monatlichen Investitionsplan im Berichtszeitraum insgesamt 1.916.610 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 98,46 € je Aktie, auf den Share Matching Plan 384.639 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 92,25 € je Aktie und auf das Basis-Aktien-Programm 2019 717.747 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 46,13 € je Aktie (nach Berücksichtigung eines 50 %igen Unternehmenszuschusses). Die übrigen im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien verteilten sich überwiegend auf die Bedienung von im Jahr 2014 erteilten Aktienzusagen mit 714.502 Aktien, auf Matching-Aktien im Rahmen des Share-Matching-Programms aus dem Jahr 2016 mit 707.580 Aktien sowie auf 114.440 Jubiläumsaktien. Zusätzlich wurde bei den überwiegend 2014 erteilten Aktienzusagen Begünstigten mit Barausgleich die Möglichkeit geboten, ihre rechnerische Nettobarzahlung zum Tagestiefstkurs des Übertragungsstichtags in Siemens-Aktien zu reinvestieren. Im Rahmen dieses Angebots haben Begünstigte insgesamt 146.524 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 99,95 € je Aktie erworben. 11.549.926 eigene Aktien wurden unter Ausschluss des Bezugsrechts zur Bedienung ausgeübter Optionsscheine in Zusammenhang mit der im August 2019 fälligen Optionsanleihe herangezogen. Das entspricht einem Betrag von nominal 34,7 Mio. € beziehungsweise 1,4 % des Grundkapitals. Für die ausgegebenen Siemens-Aktien sind der Gesellschaft rund 1.115 Mio. € zugeflossen, was einem durchschnittlichen Veräußerungspreis von 96,52 € je Siemens-Aktie entspricht. ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN scroll (in Mio. €) Geschäftsjahr 2019 Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen auf Basis eines zehn- und siebenjährigen Durchschnittszinssatzes 1.218 Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern 829 Beträge aus der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert 50 Diesen ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen andere Gewinnrücklagen in Höhe von 14.514 Mio. € gegenüber. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 5.384 Mio. €. ANGABEN ZU BETEILIGUNGEN AM KAPITAL DER SIEMENS AG Der Gesellschaft lagen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG vor (Stand: 30. September 2019): BlackRock, Inc., Wilmington, USA, teilte uns am 30. Januar 2019 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 25. Januar 2019, direkt oder indirekt gehalten, 43.588.278 Stimmrechte oder 5,13 % der Stimmrechte betrug. Der State of Qatar, Doha, handelnd über und durch die DIC Company Limited, teilte uns am 10. Mai 2012 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 7. Mai 2012, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 27.758.338 Stimmrechte oder 3,04 % der Stimmrechte betrug. Die Werner Siemens-Stiftung, Zug, Schweiz, teilte uns am 21. Januar 2008 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 2. Januar 2008, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 27.739.285 Stimmrechte oder 3,03 % der Stimmrechte betrug. ZIFFER 16 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In Deutschland gewährt die Siemens AG Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf den nominellen Unternehmensbeiträgen und deren Investmenterträgen auf zugrunde liegende Vermögensgegenstände, wobei das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert. Im Zuge der Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert, sodass Bewertungsprämissen für Lohn- und Gehaltssteigerungen inklusive Karrieretrend keine wesentliche Bedeutung für die Pensionsverpflichtungen der Siemens AG mehr haben. Die Pläne sind über Treuhandstrukturen mit Vermögen gedeckt. Ein Teil dieses Treuhandvermögens dient der Deckung von Pensionsverpflichtungen anderer inländischer Tochterunternehmen. Die Vermögensgegenstände erfüllen daher nicht die Voraussetzungen für die Verrechnung mit den Verpflichtungen und werden im Finanzanlagevermögen der Siemens AG ausgewiesen. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags in Höhe von insgesamt 13.167 Mio. € zum 30. September 2019 basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 2,82 % und einem Rententrend von 1,50 %; Ausnahme BSAV 1,00 % per annum. Ab dem 30. September 2019 basieren die verwendeten Sterbetafeln (Siemens Bio 2017) im Wesentlichen auf Daten der deutschen Siemens-Population sowie in geringerem Umfang auf Daten des Statistischen Bundesamtes in Deutschland unter Verwendung eines Formelwerks, das den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht. ZIFFER 17 Sonstige Rückstellungen Die größten Posten bei den sonstigen Rückstellungen waren Personalrückstellungen in Höhe von 1.685 Mio. €, Rückstellungen für Drohverluste aus derivativen Finanzinstrumenten von 587 Mio. €, Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 557 Mio. € sowie Rückstellungen für Dekontaminationsverpflichtungen in Höhe von 525 Mio. €, einschließlich Vorausleistungen in Höhe von 95 Mio. € an den Bund für die Errichtung des Endlagers, die als geleistete Anzahlungen aktiviert wurden. Die Rückstellung für Dekontaminationsverpflichtungen steht in Zusammenhang mit der Stilllegung des Werks in Hanau sowie des nuklearen Forschungs- und Dienstleistungszentrums in Karlstein. Während im Geschäftsjahr 2017 die Entsorgung radioaktiven Abfalls gesetzlich teilweise neu geregelt wurde ("Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung"), ist Siemens von diesen Regelungen nicht abgedeckt und befolgt somit weiterhin die Vorschriften der zum 30. September 2019 geltenden Fassung des deutschen Atomgesetzes, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung der seinerzeit von Siemens betriebenen nuklearen Anlagen schadlos verwertet und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Bei der Bewertung der Rückstellung bestehen wesentliche Schätzunsicherheiten. Eine wesentliche Schätzunsicherheit bei der Ermittlung der Höhe der Dekontaminationskosten liegt in der Auswahl potenzieller Endlager durch den deutschen Staat und in der zeitlichen Verfügbarkeit eines Endlagers beziehungsweise dem möglichen Abgabevolumen. Einzelne Schätzparameter zur Einrichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall haben sich durch die Konkretisierung auf das Endlager Schacht Konrad spezifiziert. Darüber hinaus stellen künftige politische Entscheidungen und unvorhersehbare Entwicklungen während des Zeitraums der Einlagerung weitere wesentliche Unsicherheitsfaktoren dar. ZIFFER 18 Verbindlichkeiten scroll davon Restlaufzeit (in Mio. €) 30. Sep. 2019 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 30. Sep. 2018 bis 1 Jahr Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27 27 - - 53 53 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.841 1.841 - - 1.504 1.504 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.755 1.752 3 - 1.688 1.687 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 45.681 35.650 7.077 2.954 35.384 30.995 Übrige Verbindlichkeiten 1.643 1.558 85 - 1.791 1.699 davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 3 - - 2 2 davon sonstige Verbindlichkeiten 1.640 1.555 85 - 1.788 1.696 darin aus Steuern 42 42 - - 76 76 darin im Rahmen der sozialen Sicherheit 347 347 - - 209 209 Verbindlichkeiten 50.947 40.828 7.165 2.954 40.420 35.938 scroll davon Restlaufzeit (in Mio. €) 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.389 - Übrige Verbindlichkeiten 92 - davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - davon sonstige Verbindlichkeiten 92 - darin aus Steuern - - darin im Rahmen der sozialen Sicherheit - - Verbindlichkeiten 4.482 - Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vorwiegend aus konzerninternen Finanzierungen. Der Anstieg dieser Verbindlichkeiten ist vor allem auf die Umstrukturierung einer konzerninternen Finanzierung zurückzuführen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von 60 Mio. € durch Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. A.3.5 Sonstige Angaben ZIFFER 19 Materialaufwand scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 7.906 - 9.407 Aufwendungen für bezogene Leistungen - 3.897 - 4.808 Materialaufwand - 11.804 - 14.215 ZIFFER 20 Personalaufwand scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Löhne und Gehälter - 6.464 - 7.804 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung - 982 - 1.112 Aufwendungen für Altersversorgung - 152 - 546 Personalaufwand - 7.598 - 9.462 Die Personalaufwendungen enthielten nicht die im übrigen Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig: scroll Geschäftsjahr 2019 Produktion 41.900 Vertrieb 14.400 Forschung und Entwicklung 9.000 Verwaltung und allgemeine Dienste 10.300 Mitarbeiter 75.500 ZIFFER 21 Aktienbasierte Vergütung Die Siemens AG räumt Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands die Teilnahme an aktienbasierten Vergütungsprogrammen ein. Zum Zweck der Bedienung aktienbasierter Vergütungsprogramme liefert die Siemens AG auch Siemens-Aktien, die von verbundenen Unternehmen zugesagt wurden. AKTIENZUSAGEN Die Siemens AG gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards). Aktienzusagen an Begünstigte der Siemens AG werden aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst und ratierlich entsprechend der Erdienung mit dem Kurs der Siemens-Aktie (innerer Wert) am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung des geschätzten Zielerreichungsgrads der den Aktienzusagen zugrunde liegenden Leistungskriterien am Bilanzstichtag bewertet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der von leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern der Siemens AG gehaltenen Aktienzusagen: scroll (in Stück) Geschäftsjahr 2019 Zusagen Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs (nicht erdient) 3.235.057 Gewährt 1.909.111 Verfallen - 205.873 Abgegolten - 7.629 Umstellung der im Jahr 2014 erteilten Aktienzusagen vom Ausgleich durch eigene Aktien auf Barausgleich - 643.619 Gesellschaftsveränderungen 24.730 Bestand am Ende des Geschäftsjahrs (nicht erdient) 4.311.777 Der anteilige innere Wert der an diese Begünstigten der Siemens AG ausgegebenen Aktienzusagen belief sich zum Bilanzstichtag auf 232 Mio. €. SHARE-MATCHING-PROGRAMM Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum gehaltene Investmentaktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. An Begünstigte der Siemens AG gewährte Matching-Aktien werden aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst und ratierlich entsprechend der Erdienung mit dem Kurs der Siemens-Aktie (innerer Wert) am Bilanzstichtag bewertet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Ansprüche der Begünstigten der Siemens AG auf Matching-Aktien: scroll (in Stück) Geschäftsjahr 2019 Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs 919.625 Gewährt 491.189 Erdient und übertragen - 380.618 Verfallen - 58.390 Abgegolten - 23.439 Gesellschaftsveränderungen 2.570 Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 950.937 Der anteilige innere Wert der an Begünstigte der Siemens AG ausgegebenen Matching-Aktien belief sich auf 52 Mio. €. ZIFFER 22 Anteile an Investmentvermögen Es wurden folgende Anteile an Investmentvermögen nach Anlagezielen gehalten: scroll 30. Sep. 2019 (in Mio. €) Buchwert Marktwert Differenz zum Buchwert Mischfonds 7.440 8.136 696 Rentenfonds 384 384 - Aktienfonds 48 48 - Geldmarktfonds 74 74 - Anteile an Investmentvermögen nach Anlagezielen 7.946 8.642 696 Grundsätzlich werden die Anteile an Investmentvermögen als Wertpapiere des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Hiervon ausgenommen waren die Anteile, die als Deckungsvermögen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und mit diesen Schulden zu verrechnen sind. ZIFFER 23 Haftungsverhältnisse scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Verpflichtungen aus Bürgschaften 1.840 1.865 Gewährleistungsverpflichtungen 100.600 89.014 davon im Rahmen der Finanzierung verbundener Unternehmen 45.670 38.770 davon im Liefer- und Leistungsgeschäft verbundener Unternehmen 48.773 43.981 davon Sonstiges 6.157 6.264 Haftungsverhältnisse 102.440 90.879 In den Gewährleistungsverpflichtungen waren Verpflichtungen der Siemens AG gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 452 (im Vj. 411) Mio. € enthalten. Die Position Sonstiges enthält Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Diese Schadensersatzverpflichtungen können den Käufer im geschäftsüblichen Rahmen vor jeglichen potenziellen steuerlichen, rechtlichen und anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen. Die Siemens AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen. Die Siemens AG geht derzeit davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können; diese Auffassung beruht auf einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und berücksichtigt die bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse. Die Siemens AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. ZIFFER 24 Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die Aufwendungen aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der Siemens AG zuzurechnen war und bei denen die Siemens AG diese Vermögensgegenstände daher nicht aktivierte, betrugen 198 Mio. €. Gegenstand dieser Verträge waren insbesondere Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Aus Leasing- und Mietverträgen bestanden Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 790 Mio. €, davon 285 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den aus Leasing- und Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen 262 Mio. € auf das kommende Geschäftsjahr. ZIFFER 25 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Eigen- und Fremdkapitaleinzahlungsverpflichtungen betrugen 1.007 Mio. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 540 Mio. € und gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 346 Mio. €. Aus einem bestehenden Outsourcing-Vertrag mit einer Laufzeit von mehreren Jahren mit einem Wert von rund 8,7 Mrd. € belief sich zum 30. September 2019 der noch ausstehende Wert auf rund 1,5 Mrd. €. Die Siemens AG hat sich verpflichtet, dem verbundenen Unternehmen Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland, ein laufendes Lizenzentgelt für die Nutzung der Siemens-Markenrechte zu entrichten. Das Lizenzentgelt ermittelt sich durch Anwendung von geschäftsspezifischen Lizenzraten auf die getätigten markenrelevanten Umsätze. Der Vertrag ist unbefristet. Für den Zeitraum Januar bis September 2019 betrug das Lizenzentgelt 584 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2020 wird ein entsprechend höheres Lizenzentgelt in einem hohen dreistelligen Millionenbetrag erwartet. Die Siemens AG ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren und behördlichen Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass der Siemens AG die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen für die Siemens AG ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in dem jeweiligen Berichtszeitraum haben können. Soweit diese nicht bilanziell berücksichtigt sind, erwartet die Siemens AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. ZIFFER 26 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die Siemens AG ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimite gesteuert werden. Als Mutterunternehmen des Siemens-Konzerns hat die Siemens AG eine zentrale Funktion hinsichtlich des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken. Zur Absicherung der Wechselkurs- und Zinssatzänderungen setzt die Siemens AG im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, kombinierte Zins-Währungsswaps sowie Zinsoptionen und Zinsfutures ein. Dabei ist es den operativen Einheiten der Siemens AG nicht gestattet, derivative Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken abzuschließen. Die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken und Börsenmakler, deren Bonität einer ständigen Überwachung unterliegt, sowie verbundene Unternehmen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die bestehenden derivativen Finanzinstrumente: scroll 30. Sep. 2019 (in Mio. €) Nominalvolumen Marktwerte Währungssicherungskontrakte Devisentermingeschäfte 72.706 252 Währungsoptionen 212 - Zinssicherungskontrakte Zinsswaps 23.584 346 Zinsoptionen 2.518 29 Zinsfutures 520 6 Kombinierte Zins-Währungssicherungskontrakte 3.366 389 Übrige Sicherungskontrakte 426 2 Bestehende derivative Finanzinstrumente 103.333 1.024 Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die - unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) - jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen). Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten beziehungsweise die Ermittlung der Marktwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Art der Instrumente. Bei Währungsderivaten erfolgt die Ermittlung auf Basis der Veränderungen der relevanten Devisenkurse. Bei Zinsderivaten erfolgt eine Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und Zinsstrukturkurven oder die Ermittlung auf Basis börsennotierter Preise. Kombinierte Zins-/Währungsderivate werden mit einer Kombination der genannten Faktoren bewertet. Sofern Währungs- und Zinsderivate eine Optionskomponente enthalten, erfolgt die Bewertung auf Basis eines von einem Optionspreismodell errechneten Schätzwertes oder von börsennotierten Preisen. Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird entweder durch das Risikomanagement gewährleistet oder sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung (beispielsweise Dollar-Offset-Methode, Regressionsanalyse, Sensitivitätsanalyse) nachgewiesen. BEWERTUNGSEINHEIT ZUR ABSICHERUNG DES FREMDWÄHRUNGSRISIKOS Siemens-Einheiten sind gemäß der Unternehmenspolitik verantwortlich für die Erfassung, Bewertung und Überwachung ihrer transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken. Die Nettofremdwährungsposition der Siemens-Einheiten dient als zentrale Steuerungsgröße und ist in einer Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % mit der Konzern-Treasury der Siemens AG abzusichern. Das nach Aufrechnung gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung verbleibende Fremdwährungsrisiko sichert die Konzern-Treasury der Siemens AG mit externen Vertragspartnern ab. Die Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) der Siemens AG wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Die bestehenden derivativen Währungssicherungskontrakte sind vollständig als Sicherungsinstrumente in die Bewertungseinheit einbezogen und weisen eine Laufzeit bis 2037 auf. Die Zahlungsein- und -ausgänge, die aus den Devisensicherungsgeschäften sowie aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen resultieren, sind in der nachfolgenden Tabelle jeweils saldiert ausgewiesen. scroll (in Mio. €) 30. Sep. 2019 Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen - 6.016 davon Vermögensgegenstände 12.877 davon Schulden - 18.893 Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen 854 Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) - 5.162 Devisensicherungsgeschäfte 5.157 davon mit externen Vertragspartnern 7.836 davon gegenüber verbundenen Unternehmen - 2.678 Nettofremdwährungsposition (nach Sicherung) - 4 Schwebende Geschäfte und antizipative Transaktionen betreffen Geschäfte, bei denen ein rechtsverbindlicher Vertrag abgeschlossen und noch von keinem Vertragspartner erfüllt worden ist, sowie bedingte Zahlungsansprüche für bereits teilweise erfüllte Leistungsverpflichtungen im Projekt- und Produktgeschäft. Das Fremdwährungsportfolio der Siemens AG erreichte einen Sicherungsgrad (Verhältnis der Absolutbeträge von Sicherungsgeschäften zu Grundgeschäften) von annähernd 100 %. Die Bildung einer Rückstellung für Drohverluste aus schwebenden Geschäften war nicht erforderlich. BEWERTUNGSEINHEITEN ZUR ABSICHERUNG DES ZINSRISIKOS Die bei der Siemens AG eingesetzten Zinssicherungsgeschäfte dienen dazu, Zinsänderungsrisiken abzusichern und das Zinsergebnis unter Berücksichtigung intern festgelegter Zins-Benchmarks zu optimieren. Der Teil der Grundgeschäfte der Siemens AG, der Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist, wird, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den zur Absicherung gehaltenen Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zur Absicherung von mit Tochterunternehmen abgeschlossenen Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Die in dieser Makro-Bewertungseinheit erfassten, mit Tochterunternehmen abgeschlossenen Zinsswaps wiesen zum 30. September 2019 ein Nominalvolumen in Höhe von 4.352 Mio. € und Marktwerte in Höhe von - 404 Mio. € auf und hatten eine maximale Laufzeit bis 2028. Diesen Grundgeschäften standen zum Bilanzstichtag externe Zinsderivate mit Marktwerten von 217 Mio. € und einer maximalen Laufzeit bis 2028 gegenüber. Zum 30. September 2019 betrug der aus der Makro-Bewertungseinheit resultierende negative Überhang, der als Rückstellung erfasst wurde, 187 Mio. €. Zur Absicherung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen und mit den Grundgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Nominalvolumen der Forderungen, die eine maximale Laufzeit bis 2045 haben, beliefen sich zum 30. September 2019 auf 15.795 Mio. €. Zum 30. September 2019 standen den kumulierten Marktwertveränderungen der Forderungen in Höhe von 196 Mio. € Zinsderivate mit einem Marktwert in Höhe von - 38 Mio. € und einer maximalen Laufzeit bis 2049 gegenüber. Zur Absicherung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen. Die in dieser Mikro-Bewertungseinheit abgesicherten Verbindlichkeiten haben zum 30. September 2019 ein Nominalvolumen von 2.283 Mio. € und eine maximale Laufzeit bis 2025. Zum 30. September 2019 standen negative kumulierte Marktwertveränderungen der Verbindlichkeiten in Höhe von 61 Mio. € laufzeitkongruente externe Zinsderivate mit einem positiven Marktwert in Höhe von 93 Mio. € gegenüber. BUCHWERTE DER BILANZIERUNGSPFLICHTIGEN DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE Die Buchwerte der bilanzierungspflichtigen derivativen Finanzinstrumente sind unter Berücksichtigung der gebildeten Bewertungseinheiten in den folgenden Bilanzposten erfasst: scroll 30. Sep. 2019 (in Mio. €) Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Rückstellungen Übrige Verbindlichkeiten Währungssicherungskontrakte Währungsoptionen 1 - - Zinssicherungskontrakte Zinsswaps - - 400 - 42 Zinsoptionen 24 - - Bilanzierungspflichtige derivative Finanzinstrumente 25 - 400 - 42 ZIFFER 27 Vorschlag zur Gewinnverwendung Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 5.384 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 3,90 € je dividendenberechtigte Stückaktie sowie zur Einstellung in Gewinnrücklagen in Höhe von 2.069 Mio. € zu verwenden und den aus dem Bilanzgewinn auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. ZIFFER 28 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Barvergütung in Höhe von 22,0 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung betrug 11,1 Mio. € für 254.693 Aktienzusagen. Den Mitgliedern des Vorstands wurden Beiträge zur BSAV in Höhe von 5,6 Mio. € gewährt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 38,6 Mio. €. GESAMTBEZÜGE DER FRÜHEREN MITGLIEDER DES VORSTANDS Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge im Sinne von § 285 Abs. 1 Nr. 9b HGB in Höhe von 21,1 Mio. €. Für Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen hat die Siemens AG Pensionsrückstellungen in Höhe von 95,0 Mio. € gebildet. VERGÜTUNG DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste eine Grundvergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten und betrug insgesamt, einschließlich Sitzungsgeldern, 5,1 Mio. €. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, dargestellt. ZIFFER 29 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens Aktiengesellschaft haben zum 1. Oktober 2019 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter WWW.SIEMENS.COM/DCG-KODEX öffentlich zugänglich gemacht. ZIFFER 30 Zusammensetzung und Mandate des Vorstands und des Aufsichtsrats MITGLIEDER DES VORSTANDS UND MANDATE DER VORSTANDSMITGLIEDER Im Geschäftsjahr 2019 gehörten dem Vorstand folgende Mitglieder an: scroll Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Name Geburtsdatum Erste Bestellung Bestellt bis Externe Mandate (Stand: 30. 09.2019) Konzernmandate (Stand: 30. 09. 2019) Joe Kaeser Vorsitzender 23.06.1957 01.05.2006 Bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 Deutsche Mandate: - Allianz Deutschland AG, München - Daimler AG, Stuttgart - Mercedes-Benz AG, Stuttgart Auslandsmandate: - NXP Semiconductors N.V., Niederlande Auslandsmandate: - Siemens Ltd., Indien Dr. rer. nat. Roland Busch 22.11.1964 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: - European School of Management and Technology GmbH, Berlin - OSRAM Licht AG, München (stellv. Vorsitz) - OSRAM GmbH, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: - Atos SE, Frankreich Deutsche Mandate: - Siemens Mobility GmbH, München (Vorsitz) - Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH, Konstanz Auslandsmandate: - Arabia Electric Ltd. (Equipment), Saudi-Arabien - ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) - Siemens Ltd., Saudi-Arabien - Siemens W.L.L., Katar - VA TECH T&D Co. Ltd., Saudi-Arabien Lisa Davis 15.10.1963 01.08.2014 31.10.2020 Auslandsmandate: - Penske Automotive Group, Inc., USA Auslandsmandate: - Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien - Siemens Proprietary Ltd., Südafrika (Vorsitz) Klaus Helmrich 24.05.1958 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: - EOS Holding AG, Krailling - inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin Auslandsmandate: - Siemens AB, Schweden (Vorsitz) - Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich (Vorsitz) Janina Kugel 12.01.1970 01.02.2015 31.01.2020 Deutsche Mandate: - Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Köln Auslandsmandate: - Konecranes Plc., Finnland Deutsche Mandate: - Siemens Healthcare GmbH, München Cedrik Neike 07.03.1973 01.04.2017 31.05.2025 Auslandsmandate: - Siemens France Holding S.A., Frankreich - Siemens Ltd., Indien - Siemens Pte. Ltd., Singapur - Siemens Schweiz AG, Schweiz (Vorsitz) Michael Sen 17.11.1968 01.04.2017 31.03.2022 Deutsche Mandate: - Siemens Healthcare GmbH, München (Vorsitz) - Siemens Healthineers AG, München (Vorsitz) Auslandsmandate: - Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien Prof. Dr. rer. pol. Ralf P. Thomas 07.03.1961 18.09.2013 17.09.2023 Deutsche Mandate: - Siemens Healthcare GmbH, München - Siemens Healthineers AG, München Auslandsmandate: - Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich - Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND MANDATE DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Anteilseignervertretern und - durch * kenntlich gemachten - Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit gewählt. Wahlen zum Aufsichtsrat werden regelmäßig als Einzelwahl durchgeführt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer werden nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Im Geschäftsjahr 2019 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an: scroll Name Ausgeübter Beruf Geburtsdatum Mitglied seit Bestellt bis1 Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 30. 09. 2019) Jim Hagemann Snabe Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG und des Verwaltungsrats der A.P. Møller-Mærsk A/S 27.10.1965 01.10.2013 2021 Deutsche Mandate: - Allianz SE, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: - A.P. Møller-Mærsk A/S, Dänemark (Vorsitz) Birgit Steinborn * 1. stellv. Vorsitzende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 26.03.1960 24.01.2008 2023 Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG 21.10.1946 23.01.2013 2021 Deutsche Mandate: - Bayer AG, Leverkusen (Vorsitz) - Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf 2 - Henkel Management AG, Düsseldorf Dr. rer. pol. Werner Brandt Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE AG und der ProSiebenSat.1 Media SE 03.01.1954 31.01.2018 2023 Deutsche Mandate: - ProSiebenSat.1 Media SE, München (Vorsitz) - RWE AG, Essen (Vorsitz) Michael Diekmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE 23.12.1954 24.01.2008 2023 Deutsche Mandate: - Allianz SE, München (Vorsitz) - Fresenius Management SE, Bad Homburg - Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg (stellv. Vorsitz) Dr. phil. Andrea Fehrmann * Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Bezirksleitung Bayern 21.06.1970 31.01.2018 2023 Reinhard Hahn * (bis 30. 01. 2019) Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall 24.06.1956 27.01.2015 2019 Deutsche Mandate: 3 - Siemens Healthcare GmbH, München Bettina Haller * Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG 14.03.1959 01.04.2007 2023 Deutsche Mandate: - Siemens Mobility GmbH, München (stellv. Vorsitz) Robert Kensbock * Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 13.03.1971 23.01.2013 2023 Harald Kern * Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrats 16.03.1960 24.01.2008 2023 Jürgen Kerner * Hauptkassierer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall 22.01.1969 25.01.2012 2023 Deutsche Mandate: - Airbus Operations GmbH, Hamburg - Flender GmbH, Bocholt - MAN Energy Solutions SE, Augsburg - MAN SE, München (stellv. Vorsitz) - MAN Truck & Bus SE, München - Premium Aerotec GmbH, Augsburg (stellv. Vorsitz) - Traton SE, München Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller Chief Executive Officer (CEO) - Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG 15.12.1959 24.01.2008 2021 Deutsche Mandate: - Axel Springer SE, Berlin Auslandsmandate: - TRUMPF Schweiz AG, Schweiz 4 Benoît Potier Vorstandsvorsitzender (Chairman und Chief Executive Officer) der Air Liquide S.A. 03.09.1957 31.01.2018 2023 Auslandsmandate: - Air Liquide International S.A., Frankreich (Vorsitz - Chairman und Chief Executive Officer) 4 - Air Liquide International Corporation (ALIC), USA (Vorsitz) 4 - American Air Liquide Holdings, Inc., USA 4 - Danone S.A., Frankreich The Hydrogen Company S.A., Frankreich 4 Hagen Reimer * Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall 26.04.1967 30.01.2019 2023 Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Norbert Reithofer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 29.05.1956 27.01.2015 2023 Deutsche Mandate: - Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München (Vorsitz) - Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf 2 Dame Nemat Shafik (DPhil) Director der London School of Economics 13.08.1962 31.01.2018 2023 Dr. phil. Nathalie von Siemens Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung 14.07.1971 27.01.2015 2023 Deutsche Mandate: - Messer Group GmbH, Sulzbach - Siemens Healthcare GmbH, München - Siemens Healthineers AG, München Michael Sigmund * Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG 13.09.1957 01.03.2014 2023 Dorothea Simon * Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens Healthcare GmbH 03.08.1969 01.10.2017 2023 Deutsche Mandate: - Siemens Healthcare GmbH, München Matthias Zachert Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG 08.11.1967 31.01.2018 2023 Gunnar Zukunft * Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens Industry Software GmbH 21.06.1965 31.01.2018 2023 Deutsche Mandate: - Siemens Industry Software GmbH, Köln 1 Die Amtsperiode endet grundsätzlich mit Ablauf der (jeweiligen) ordentlichen Hauptversammlung. 2 Gesellschafterausschuss. 3 Stand: 30.01.2019. 4 Konzernmandat. ZIFFER 31 Aufstellung des Anteilsbesitzes der Siemens AG gemäß § 285 Nr. 11, Nr. 11a und Nr. 11b HGB scroll Stand: 30.09.2019 Ergebnis nach Steuern in Mio. €1 Eigenkapital in Mio. €1 Kapitalanteil in % Deutschland (45 Gesellschaften) Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen 24 7.428 100 BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH, Grünwald 18 268 100 6 evosoft GmbH, Nürnberg 0 6 100 Flender GmbH, Bocholt 1 350 100 Flender Industriegetriebe GmbH, Penig 0 59 100 HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover - 5 158 100 HSP Hochspannungsgeräte GmbH, Troisdorf 1 1 100 Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald 62 519 100 6 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Regensburg 73 363 20 6 Mentor Graphics (Deutschland) GmbH, München 2 88 100 Munipolis GmbH, München - 2 279 100 NEO New Oncology GmbH, Köln 126 1.243 100 Next47 GmbH, München 6 0 100 OWP Butendiek GmbH & Co. KG, Bremen 102 466 23 6 Project Ventures Butendiek Holding GmbH, Erlangen 21 118 100 RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald - 2 197 100 Siemens Bank GmbH, München 14 1.095 100 Siemens Beteiligungen Europa GmbH, München 64 2.927 100 Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München 26 20.907 100 Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin - 5 13.303 100 Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG, Kemnath 3.287 20.801 100 2 Siemens Campus Erlangen Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 17 44 100 Siemens Digital Logistics GmbH, Frankenthal 14 32 100 Siemens Finance & Leasing GmbH, München 3 116 100 Siemens Financial Services GmbH, München 2 2.035 100 Siemens Gamesa Renewable Energy GmbH & Co. KG, Hamburg 51 132 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg - 72 479 100 Siemens Healthcare GmbH, München 10 1.244 100 Siemens Healthineers AG, München 1.047 15.441 85 Siemens Healthineers Beteiligungen GmbH & Co. KG, Kemnath 126 14.776 100 Siemens Immobilien GmbH & Co. KG, Grünwald 62 325 100 Siemens Industry Software GmbH, Köln 3 304 100 Siemens Logistics GmbH, Konstanz 5 48 100 Siemens Mobility GmbH, München 237 1.888 100 Siemens Mobility Real Estate GmbH & Co. KG, Grünwald 18 134 100 Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald - 4 27 100 Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen - 14 364 100 Siemens Real Estate GmbH & Co. KG, Kemnath 14 120 100 Siemens Traction Gears GmbH, Penig - 1 13 100 Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Kemnath 537 537 100 Siemens Treasury GmbH, München 0 1 100 SIM 2. Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 6 176 100 Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Erlangen - 1 168 50 6 Veja Mate Offshore Project GmbH, Oststeinbek 144 259 20 6 Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim - 22 79 35 5 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (141 Gesellschaften) Siemens Spa, Algier/Algerien 15 31 100 6 Siemens Gamesa Renewable Energy BVBA, Beersel/Belgien 12 16 100 Siemens Healthcare NV, Beersel/Belgien 9 90 100 Siemens Industry Software NV, Leuven/Belgien 7 415 100 Siemens S.A./N.V., Beersel/Belgien 27 105 100 Siemens A/S, Ballerup/Dänemark 13 65 100 Siemens Gamesa Renewable Energy A/S, Brande/Dänemark 303 652 100 Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland 8 43 100 ATOS SE, Bezons/Frankreich 671 8.101 11 6 D-R Holdings (France) SAS, Le Havre/Frankreich 0 89 100 6 Dresser-Rand SAS, Le Havre/Frankreich - 11 126 100 6 Siemens France Holding SAS, Saint-Denis/Frankreich 115 533 100 Siemens Healthcare SAS, Saint-Denis/Frankreich 7 214 100 Siemens Industry Software SAS, Châtillon/Frankreich 5 56 100 Siemens Mobility SAS, Châtillon/Frankreich 21 132 100 Siemens SAS, Saint-Denis/Frankreich 54 205 100 Siemens A.E., Electrotechnical Projects and Products, Athen/Griechenland - 1 99 100 Siemens Healthcare Industrial and Commercial Société Anonyme, Chalandri/Griechenland 3 58 100 Siemens Sherkate Sahami (Khass), Teheran/Iran 22 11 97 Mentor Graphics (Holdings) Unlimited Company, Shannon, County Clare/Irland - 1 2.042 100 3 Mentor Graphics (Ireland) Limited, Shannon, County Clare/Irland 62 2.031 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Dublin/Irland 5 3 100 Mentor Graphics Development Services (Israel) Ltd., Rehovot/Israel 37 114 100 Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 130 - 364 100 Siemens Industry Software Ltd., Airport City/Israel 21 74 100 Siemens Israel Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 16 43 100 UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City/Israel 0 1 100 Siemens Healthcare S.r.l., Mailand/Italien 9 240 100 Siemens S.p.A., Mailand/Italien 58 330 100 Siemens W.L.L., Doha/Katar 12 48 40 D-R Luxembourg Holding 1, SARL, Luxemburg/Luxemburg 20 414 100 D-R Luxembourg Holding 2, SARL, Luxemburg/Luxemburg 0 0 100 D-R Luxembourg Holding 3, SARL, Luxemburg/Luxemburg 23 1.153 100 D-R Luxembourg International SARL, Luxemburg/Luxemburg - 1 - 197 100 Dresser-Rand Holding (Delaware) LLC, SARL, Luxemburg/Luxemburg 0 158 100 FAST TRACK DIAGNOSTICS LUXEMBOURG S.à r.l., Esch-sur-Alzette/Luxemburg - 1 74 100 Buitengaats C.V., Amsterdam/Niederlande 50 139 20 3,6 Castor III B.V., Amsterdam/Niederlande 8 3 100 Dresser-Rand B.V., Spijkenisse/Niederlande 0 2 100 Dresser-Rand International B.V., Den Haag/Niederlande 0 327 100 Dresser-Rand Services B.V., Spijkenisse/Niederlande 0 67 100 Mendix Technology B.V., Rotterdam/Niederlande - 59 263 100 6 Mentor Graphics (Netherlands) B.V., Eindhoven/Niederlande 5 247 100 Minicare B.V., Amsterdam/Niederlande - 1 65 100 Pollux III B.V., Amsterdam/Niederlande 8 3 100 Roos Holding B.V., Den Haag/Niederlande 0 1 100 6 Siemens D-R Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 20 1.463 100 Siemens D-R Holding III B.V., Den Haag/Niederlande - 1 114 100 Siemens Gas and Power Holding B.V., Den Haag/Niederlande 0 122 100 Siemens Gas Turbine Technologies Holding B.V., Den Haag/Niederlande 2 84 65 6 Siemens Healthcare Nederland B.V., Den Haag/Niederlande 10 118 100 Siemens Healthineers Holding III B.V., Den Haag/Niederlande 235 4.519 100 Siemens Heat Transfer Technology B.V., Zoeterwoude/Niederlande - 12 47 100 Siemens Industry Software Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 13 180 100 Siemens International Holding B.V., Den Haag/Niederlande 2.211 9.943 100 Siemens Medical Solutions Diagnostics Holding I B.V., Den Haag/Niederlande - 14 1.050 100 Siemens Mobility Holding B.V., Den Haag/Niederlande 18 785 100 Siemens Nederland N.V., Den Haag/Niederlande 4 778 100 TASS International Holding B.V., Helmond/Niederlande 0 52 100 Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, Den Haag/Niederlande 31 86 50 6 ZeeEnergie C.V., Amsterdam/Niederlande 50 139 20 3,6 Siemens Ltd., Lagos/Nigeria 11 38 100 Dresser-Rand AS, Kongsberg/Norwegen - 20 36 100 Siemens AS, Oslo/Norwegen 9 38 100 ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich 12 18 100 KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich - 1 6 100 Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich 186 1.342 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich 8 105 100 Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich 618 2.022 100 9 Siemens Metals Technologies Vermögensverwaltungs GmbH, Wien/Österreich 4 41 100 SIEMENS HEALTHCARE, UNIPESSOAL, LDA, Amadora/Portugal 2 89 100 Siemens S.A., Amadora/Portugal 13 106 100 LIMITED LIABILITY COMPANY SIEMENS ELEKTROPRIVOD, St. Petersburg/Russische Föderation 7 33 100 6 OOO Legion II, Moskau/Russische Föderation 4 79 100 6 OOO Siemens Gas Turbine Technologies, Leningrad region/Russische Föderation 4 58 100 6 OOO Siemens Transformers, Woronesch/Russische Föderation 3 20 100 6 Siemens Finance and Leasing LLC, Wladiwostok/Russische Föderation 40 77 100 6 ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Dammam/Saudi-Arabien 13 16 51 Siemens AB, Solna/Schweden 4 103 100 Siemens Financial Services AB, Stockholm/Schweden 16 172 100 Siemens Industrial Turbomachinery AB, Finspång/Schweden 67 412 100 Dresser Rand Sales Company GmbH, Zürich/Schweiz 16 141 100 Huba Control AG, Würenlos/Schweiz 12 33 100 Polarion AG, Zürich/Schweiz 6 95 100 Siemens Healthcare AG, Zürich/Schweiz 12 131 100 Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz 23 844 100 Siemens Mobility d.o.o. Cerovac, Kragujevac/Serbien - 4 50 100 Siemens s.r.o., Bratislava/Slowakei 9 31 100 Adwen Offshore, S.L., Zamudio/Spanien - 7 1.378 100 Dresser-Rand Holdings Spain S.L.U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 29 214 100 Fábrica Electrotécnica Josa, S.A.U., Tres Cantos/Spanien 2 41 100 Gamesa Electric, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 15 95 100 Gamesa Energy Transmission, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 3 99 100 Guascor Explotaciones Energéticas, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 3 24 100 SIEMENS ENGINES SA, Zumaia/Spanien 1 50 100 Siemens Gamesa Renewable Energy 9REN, S.L., Madrid/Spanien - 2 8 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Eolica, S.L., Valle de Egues/Eguesibar/Spanien - 85 1.433 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Innovation & Technology, S.L., Sarriguren/Spanien - 101 771 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Zamudio/Spanien 235 2.228 59 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Farms, S.A., Zamudio/Spanien - 30 2.189 100 SIEMENS HEALTHCARE, S.L.U., Getafe/Spanien 3 260 100 Siemens Holding S.L., Madrid/Spanien 88 631 100 SIEMENS MOBILITY, S.L.U., Tres Cantos/Spanien 9 66 100 Siemens Rail Automation S.A.U., Tres Cantos/Spanien 36 618 100 Siemens S. A., Madrid/Spanien 34 219 100 Siemens Proprietary Limited, Midrand/Südafrika - 4 32 70 OEZ s.r.o., Letohrad/Tschechien 12 46 100 Siemens, s.r.o., Prag/Tschechien 37 67 100 Siemens Healthcare Saglik Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei - 5 65 100 Siemens Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 5 53 100 evosoft Hungary Szamitastechnikai Kft., Budapest/Ungarn 7 10 100 Siemens LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 37 45 49 Cross London Trains Holdco 2 Limited, London/Vereinigtes Königreich 53 - 267 33 4 Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 2 104 100 Ethos Energy Group Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich - 184 212 49 6 Galloper Wind Farm Holding Company Limited, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich 32 97 25 6 GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 16 182 100 GyM Renewables ONE Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 11 212 100 6 Industrial Turbine Company (UK) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 61 433 100 next47 Fund 2018, L.P., London/Vereinigtes Königreich 0 86 100 Next47 Fund 2019, L.P., London/Vereinigtes Königreich 0 93 100 Primetals Technologies, Limited, London/Vereinigtes Königreich - 39 428 49 8 Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 19 8 100 RWG (Repair & Overhauls) Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich 23 100 50 6 SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 13 547 57 6 Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 23 192 100 Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 32 327 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 90 80 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 6 175 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 4 166 100 Siemens Healthcare Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 35 - 34 100 Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 1.023 2.358 100 Siemens Industrial Turbomachinery Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich - 10 564 100 Siemens Industry Software Computational Dynamics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 16 532 100 Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 6 116 100 Siemens Mobility Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 129 643 100 Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich - 2 484 100 Siemens plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 16 1.711 100 Siemens Transmission & Distribution Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 44 227 100 Unincorporated Joint Venture Gwynt y Mor, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich k. A. k. A. 10 VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich - 1 69 100 Amerika (52 Gesellschaften) Siemens S.A., Buenos Aires/Argentinien 4 27 100 GNA 1 Geração de Energia S.A., São João da Barra/Brasilien - 3 197 33 6 Guascor do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 0 78 100 Siemens Gamesa Energia Renovável Ltda., Camaçari/Brasilien - 9 119 100 Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien 33 166 100 Siemens Ltda., São Paulo/Brasilien - 1 217 100 Siemens Participações Ltda., São Paulo/Brasilien 19 104 100 Siemens, S.R.L., Santo Domingo/Dominikanische Republik 4 7 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, Grand Cayman/Kaimaninseln 0 0 100 EPOCAL INC., Toronto/Kanada 1 94 100 Siemens Canada Limited, Oakville/Kanada 42 341 100 Siemens Financial Ltd., Oakville/Kanada 21 442 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Oakville/Kanada 12 17 100 Siemens Healthcare Limited, Oakville/Kanada 10 84 100 Siemens S.A., Tenjo/Kolumbien - 1 37 100 6 Grupo Siemens S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 6 150 100 6 Siemens, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 0 136 100 6 Siemens S.A.C., Lima/Peru 0 15 100 6 Advanced Airfoil Components LLC, Wilmington, DE/USA - 20 64 51 Bentley Systems, Incorporated, Wilmington, DE/USA k. A. k. A. 12 CEF-L Holding, LLC, Wilmington, DE/USA - 23 315 27 6 ChargePoint, Inc., Campbell, CA/USA - 95 150 5 7 Dresser-Rand Company, Olean, NY/USA - 127 3.952 100 Dresser-Rand Global Services, Inc., Wilmington, DE/USA - 7 52 100 Dresser-Rand Group Inc., Wilmington, DE/USA - 216 4.687 100 Dresser-Rand LLC, Wilmington, DE/USA 0 2.296 100 eMeter Corporation, Wilmington, DE/USA - 11 75 100 Enlighted, Inc., Wilmington, DE/USA - 25 41 100 6 Fluence Energy, LLC, Wilmington, DE/USA - 21 75 50 5 Hickory Run Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA - 3 190 20 6 Mannesmann Corporation, New York, NY/USA 1 45 100 Mentor Graphics Corporation, Wilsonville, OR/USA - 65 1.286 100 Mentor Graphics Global Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 50 2.215 100 Panda Hummel Station Intermediate Holdings I LLC, Wilmington, DE/USA 4 4 32 6 Panda Stonewall Intermediate Holdings I, LLC, Wilmington, DE/USA 1 3 37 6 PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA 19 174 100 Russelectric Inc., Hingham, MA/USA - 3 310 100 9 Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE/USA 110 1.144 100 Siemens Corporation, Wilmington, DE/USA - 103 5.742 100 Siemens Energy, Inc., Wilmington, DE/USA 106 8.591 100 Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE/USA 58 1.575 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, Inc., Wilmington, DE/USA - 1 418 100 Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE/USA 29 459 100 Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA/USA 55 7.054 100 Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE/USA 567 5.847 100 Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE/USA 88 7.916 100 Siemens Mobility, Inc, Wilmington, DE/USA 70 983 100 Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Wilmington, DE/USA 144 3.698 100 Siemens Public, Inc., Wilmington, DE/USA 29 1.507 100 Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE/USA 0 10.349 100 SMI Holding LLC, Wilmington, DE/USA - 2 16 100 Wheelabrator Air Pollution Control Inc., Baltimore, MD/USA 3 154 100 Asien, Australien (48 Gesellschaften) Exemplar Health (SCUH) Partnership, Sydney/Australien 14 122 50 4 Siemens Ltd., Bayswater/Australien 26 219 100 Siemens Mobility Pty Ltd, Bayswater/Australien - 1 130 100 Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking/China 20 27 100 6 Flender Ltd., China, Tianjin/China 51 195 100 6 Mentor Graphics (Shanghai) Electronic Technology Co., Ltd., Shanghai/China 2 55 100 6 Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai/China 40 524 40 6 Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou, Suzhou/China 48 98 100 6 Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 19 27 100 6 Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China 70 106 85 6 Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking/China 35 39 100 6 Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking/China 9 92 100 6 Siemens Financial Services Ltd., Peking/China 40 369 100 6 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd., Shanghai, Shanghai/China - 6 43 100 6 Siemens Healthineers Ltd., Shanghai/China 95 131 100 6 Siemens Industrial Automation Products Ltd., Chengdu, Chengdu/China 72 110 100 6 Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai/China 22 49 100 6 Siemens Ltd., China, Peking/China 832 3.375 100 6 Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi/China 44 55 85 6 Siemens Mobility Equipment (China) Co., Ltd, Shanghai Pilot Free Trade Zone/China 17 76 100 6 Siemens Mobility Technologies (Beijing) Co., Ltd, Peking/China 27 60 100 6 Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing, Nanjing/China 18 42 80 6 Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai/China 79 106 100 6 Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen/China 77 114 100 6 Siemens Standard Motors Ltd., Yizheng/China 38 66 100 6 Siemens Switchgear Ltd., Shanghai, Shanghai/China 21 42 55 6 Trench High Voltage Products Ltd., Shenyang, Shenyang/China 25 47 65 6 Zhenjiang Siemens Busbar Trunking Systems Co. Ltd., Yangzhong/China 21 31 50 6 Siemens Limited, Hongkong/Hongkong 18 26 100 Bangalore International Airport Ltd., Bangalore/Indien 0 0 20 8 Dresser-Rand India Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 14 127 100 Mentor Graphics (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 6 81 100 8 Siemens Financial Services Private Limited, Mumbai/Indien 3 70 100 Siemens Gamesa Renewable Power Private Limited, Chennai/Indien - 51 1.470 100 8 Siemens Healthcare Private Limited, Mumbai/Indien 30 - 30 100 8 Siemens Ltd., Mumbai/Indien 126 1.241 75 P.T. Jawa Power, Jakarta/Indonesien 201 1.047 50 6 Siemens Healthcare Diagnostics K.K., Tokio/Japan 1 219 100 Siemens Healthcare K.K., Tokio/Japan 36 227 100 Siemens K.K., Tokio/Japan 12 195 100 Siemens Healthineers Ltd., Seoul/Korea 12 77 100 Siemens Ltd. Seoul, Seoul/Korea 13 116 100 Dresser-Rand Asia Pacific Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 0 14 100 Siemens Malaysia Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 25 60 100 Siemens Pte. Ltd., Singapur/Singapur 17 309 100 Siemens Limited, Taipeh/Taiwan 9 45 100 Siemens Limited, Bangkok/Thailand 26 57 99 Siemens Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 14 7 100 1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß IFRS-Abschluss. 2 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 3 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 4 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.07.2017 - 30.06.2018. 5 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.10.2017 - 30.09.2018. 6 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.01.2018 - 31.12.2018. 7 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.02.2018 - 31.01.2019. 8 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.04.2018 - 31.03.2019. 9 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.07.2018 - 30.06.2019. k. A. = Es liegen keine Angaben vor. B Weitere Informationen B.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. München, den 3. Dezember 2019 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Joe Kaeser Dr. Roland Busch Lisa Davis Klaus Helmrich Janina Kugel Cedrik Neike Michael Sen Prof. Dr. Ralf P. Thomas B.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019, der Bilanz zum 30. September 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geprüft. Das Kapitel A.9.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG des zusammengefassten Lageberichts, einschließlich Kapitel C.4.2 des Geschäftsberichts 2019, auf das in Kapitel A.9.3 verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und ― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, insbesondere in dem Tätigkeitsbereich Gas and Power, wird über Verträge im Anlagengeschäft abgewickelt. Die Realisierung des Umsatzes für langfristige Verträge im Anlagengeschäft erfolgt gemäß der Completed-Performance-Methode zum Zeitpunkt der Erfüllung aller Haupt- und wesentlicher Nebenleistungen. Die Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft und insbesondere die daraus resultierende Umsatzrealisierung ist aus unserer Sicht ein Bereich mit einem bedeutsamen Risiko wesentlich falscher Darstellungen und damit ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da die periodengerechte Umsatzrealisierung einzelner Projekte wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertragslage der Gesellschaft hat. Zudem erfordern die verlustfreie Vorratsbewertung sowie der Ansatz und die Bewertung von Drohverlustrückstellungen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Diese beziehen sich insbesondere auf den erforderlichen Liefer- und Leistungsumfang, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Auftragsrisiken einschließlich technischer, politischer, regulatorischer und rechtlicher Risiken. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen des Projektmanagements in der Angebots- und Abwicklungsphase von Verträgen im Anlagengeschäft auseinandergesetzt. Dabei haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen im Projektgeschäft durch Nachvollziehen von projektspezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Jahresabschluss beurteilt. Zudem haben wir Kontrollen auf Managementebene einschließlich Projektdurchsprachen sowie Kontrollen zur zeitnahen Beurteilung von Änderungen von Kostenschätzungen sowie deren zeitnahe und vollständige Erfassung in der Projektkalkulation getestet. Auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen und Annahmen im Rahmen von Einzelfallprüfungen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere solche Projekte ausgewählt, die wesentliche Risiken aufweisen, wie beispielsweise Anlagenprojekte mit signifikanten Nebenleistungen, Projekte mit hohen technischen Anforderungen oder hohem Leistungsanteil von Zulieferern, Subunternehmen oder Konsortialpartnern, grenzüberschreitende Projekte sowie Projekte, die Kostenänderungen, Verzögerungen und/oder geringe oder negative Margen aufweisen. Für die ausgewählten Projekte haben wir uns zur Beurteilung der periodengerechten Ergebnisermittlung auch mit den zum Stichtag abrechenbaren Umsatzerlösen sowie den zugehörigen erfolgswirksam zu buchenden Umsatzkosten befasst sowie die bilanzielle Abbildung zugehöriger Bilanzpositionen untersucht. Unsere Prüfungshandlungen dazu beinhalteten unter anderem die Durchsicht der vertraglichen Grundlagen sowie Vertragskonditionen einschließlich Kündigungsrechte, Verzugs- und Vertragsstrafen sowie Schadenersatz. Ferner haben wir, um Besonderheiten im Projektverlauf zu erkennen, Befragungen des Projektmanagements (sowohl kaufmännische als auch technische Projektmanager) zur Entwicklung der Projekte sowie zu den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von Auftragsrisiken durchgeführt. Um Auffälligkeiten in der Margenentwicklung über den Projektverlauf zu erkennen, haben wir auch datenanalytische Verfahren eingesetzt. Bei der Festlegung unserer Prüfungshandlungen haben wir auch Ergebnisse aus Projektprüfungen der internen Revision berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Projektabnahmen, Vertragskonditionen sowie Rechtsanwaltsbestätigungen zu behaupteten Vertragsverletzungen und geltend gemachten Ansprüchen) und Werks- und Projektstandorte besichtigt. Aufgrund der Höhe des Vertragsvolumens und des Risikoprofils, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung in den Märkten für Stromerzeugung, lag hierbei ein besonderer Prüfungsschwerpunkt auf Großaufträgen zur schlüsselfertigen Errichtung von Kraftwerken sowie im Lösungsgeschäft für Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE und Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 1 UMSATZERLÖSE. Zur bilanziellen Abbildung der Risiken aus Verträgen im Anlagengeschäft verweisen wir auf Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 11 VORRÄTE des Anhangs zum Jahresabschluss. Sonstige Rückstellungen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen, insbesondere für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren und behördliche Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) sowie für Dekontaminationsverpflichtungen, war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Diese sind im besonderen Maße mit Unsicherheiten behaftet und erfordern Schätzungen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ansatz und die Höhe der jeweiligen Rückstellung und somit die Vermögens- und Ertragslage haben können. Rechtsstreitigkeiten sind mit Unsicherheiten verbunden, da diese häufig komplexe rechtliche Fragestellungen umfassen und folglich erhebliche Ermessensspielräume seitens der gesetzlichen Vertreter bestehen, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe eine Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist. Die Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf die Dekontaminationsverpflichtungen beziehen sich insbesondere auf die zu erwartenden Kosten der Stilllegung sowie der Abfallendlagerung und den erwarteten Zeitraum der Zahlungsmittelabflüsse. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung von Rechtsstreitigkeiten haben wir uns mit den von Siemens eingerichteten Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung und Bilanzierung von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren befasst. Um festzustellen, welche potenziell wesentlichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder geltend gemachten Ansprüche bekannt sind, und um die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den erwarteten Mittelabflüssen beurteilen zu können, umfassten unsere Prüfungshandlungen Befragungen der gesetzlichen Vertreter und anderer mit diesen Sachverhalten betrauter Personen innerhalb der Gesellschaft, die Einholung schriftlicher Erklärungen hausinterner Rechtsberater zur Bewertung des geschätzten Mittelabflusses und der Eintrittswahrscheinlichkeit, die Einholung von Bestätigungen von externen Rechtsberatern sowie die Beurteilung interner Stellungnahmen zur bilanziellen Abbildung im Jahresabschluss. Darüber hinaus haben wir Aufwandskonten für Rechtsberatung auf Hinweise für noch nicht berücksichtigte Sachverhalte untersucht. Weiterhin haben wir uns mit behaupteten oder aufgedeckten Nichteinhaltungen von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance-Verstößen) durch Einsichtnahme in interne und externe Stellungnahmen zu einzelnen Sachverhalten, Einholung schriftlicher Erklärungen von externen Rechtsberatern sowie Befragungen der Compliance-Organisation auseinandergesetzt. Dabei haben wir unter anderem die Durchführung und die Ergebnisse interner Untersuchungen durch Einsichtnahme in interne Berichte sowie die getroffenen Maßnahmen zur Behebung festgestellter Schwachstellen gewürdigt und beurteilt, ob etwaige Risiken im Jahresabschluss abzubilden sind. Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Dekontaminationsverpflichtungen konzentrierten sich aufgrund der oben genannten Unsicherheiten auf die Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen in Zusammenhang mit der Stilllegung des Standorts in Hanau (Werk Hanau) sowie für das nukleare Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der erwarteten Kosten für die Errichtung, den Betrieb sowie die Stilllegung des Endlagers, der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen hinsichtlich der erwarteten Teuerungsrate als Prüfungsnachweis, der angewandten Bewertungsmethoden unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie der wesentlichen ermessensbehafteten Schätzungen, die sich insbesondere aus der langen Laufzeit ergeben. Durch Befragungen von mit dem Sachverhalt betrauten Personen und Einsichtnahme in interne und externe Dokumente haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter gewürdigt, ob Siemens zum 30. September 2019 unverändert dem deutschen Atomgesetz unterliegt, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage schadlos verwertet und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Ferner haben wir die Angaben zu Dekontaminationsverpflichtungen im Anhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE. Zu Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren und behördlichen Untersuchungen verweisen wir auf Kapitel A.3.5 SONSTIGE ANGABEN ZIFFER 25 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN sowie zu den bestehenden Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf Dekontaminationsverpflichtungen auf Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 17 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN des Anhangs zum Jahresabschluss. Ungewisse Steuerpositionen sowie Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern war im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die Bewertung und die Vollständigkeit von ungewissen Steuerpositionen sowie die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern. Prüferisches Vorgehen: Unter Einbindung von internen Steuerspezialisten mit entsprechenden Kenntnissen des Steuerrechts haben wir uns mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Steuerpositionen befasst. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf ungewisse Steuerpositionen haben wir beurteilt, ob die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2019, aus denen sich ungewisse Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender ungewisser Steuerpositionen haben können, in Einklang mit dem Steuerrecht stehen. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen, Übertragung von Markenrechten innerhalb des Siemens-Konzerns sowie Sachverhalten mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise der Bestimmung von Verrechnungspreisen. Zur Beurteilung der Bewertung und Vollständigkeit haben wir auch Bestätigungen von externen Steuerberatern eingeholt. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Mitarbeiter der Siemens-Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der aktuellen Steuerrechtsprechung gewürdigt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern haben wir insbesondere die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zur Prognose des künftig erwarteten steuerpflichtigen Einkommens hinterfragt und zu internen Businessplänen abgeglichen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE sowie Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 6 ERTRAGSTEUERN und zu Angaben zu aktiven latenten Steuern auf Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 13 AKTIVE LATENTE STEUERN des Anhangs zum Jahresabschluss. Werthaltigkeit von Finanzanlagen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Überprüfung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen war ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da insbesondere im Rahmen der Prüfung von Anteilen an verbundenen Unternehmen aufgrund deren Wesentlichkeit sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob objektive Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert und länger anhaltende Wertminderung hindeuten, aus unserer Sicht ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung besteht. Zudem sind die Bewertungen der Finanzanlagen in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Prüferisches Vorgehen: Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten niedrigeren beizulegenden Werte sowie deren Einschätzung, ob eine Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist, haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen in Zusammenhang mit der Planung künftiger Zahlungsströme sowie der Ermittlung der beizulegenden Werte befasst. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Ferner haben wir die Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern der Planung eingeholt und untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Durch stichprobenweise Soll-Ist-Abgleiche von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen wurde die Planungstreue beurteilt. Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Um bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können, haben wir auch eigene Sensitivitätsanalysen vorgenommen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Werthaltigkeit von Finanzanlagen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE sowie zu Ab- und Zuschreibungen auf Finanzanlagen auf Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 3 BETEILIGUNGSERGEBNIS sowie Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 10 ANLAGEVERMÖGEN des Anhangs zum Jahresabschluss. Übertragung der Siemens-Markenrechte Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Bei der Übertragung der Marke "Siemens", bestehend aus einem Portfolio von Marken mit dem Bestandteil "Siemens" von der Siemens AG auf eine Tochtergesellschaft, besteht aufgrund der Wesentlichkeit der bei der Siemens AG mit dem Zeitwert des hingegebenen Vermögensgegenstands zugehenden Gesellschaftsanteile und des daraus resultierenden Ergebniseffekts aus unserer Sicht ein bedeutsames Risiko einer wesentlich falschen Darstellung. Die Ermittlung des Zeitwerts ist, insbesondere im Hinblick auf die Ableitung der markenrelevanten Umsätze, die zugrunde gelegten Lizenzraten sowie die Verwendung weiterer Bewertungsprämissen, ermessensbehaftet. Die Übertragung der Siemens-Markenrechte war daher im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Prüferisches Vorgehen: Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen als Prüfungsnachweis. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten haben wir im Hinblick auf die Wertermittlung gewürdigt, ob das im Rahmen der vorliegenden Bewertung gewählte kapitalwertorientierte Verfahren dem Bewertungsanlass entsprechend ausgewählt wurde. Zudem haben wir den zugrunde gelegten Planungszeitraum und die gewählte Bewertungsmethode der Lizenzpreisanalogie (Relief from Royalty Method) zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Siemens-Markenrechte sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Wir haben uns auch mit den zugrunde liegenden Prozessen im Zusammenhang mit der Planung künftiger Zahlungsströme befasst und analysiert, ob markenrelevante Umsätze und Ergebnisbeiträge aus der Unternehmensplanung abgeleitet wurden. Die wesentlichen Werttreiber sowie geschätzte Wachstumsraten haben wir uns erläutern lassen und untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen. Hinsichtlich der Lizenzraten haben wir die ermittelte Bandbreite mit öffentlich zugänglichen Datenbanken für Lizenzverträge und Daten aus Kaufpreisallokationen verprobt. Ebenso haben wir die vorgelegte Nutzwertanalyse zur Berücksichtigung qualitativer Faktoren sowie die verwendeten geschäftsbereichsspezifischen Margen gewürdigt. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Prämissen zur Bestimmung der vermögensgegenstandspezifischen Kapitalkostensätze haben wir uns erläutern lassen und mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen. Um bei einer Änderung einer der wesentlichen Annahmen ein mögliches Wertänderungsrisiko einschätzen zu können, haben wir Sensitivitätsanalysen vorgenommen und Plausibilitätsbeurteilungen durchgeführt. Ferner haben wir die Angaben zur Übertragung der Siemens-Markenrechte im Anhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung der Übertragung der Siemens-Markenrechte ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Übertragung der Siemens-Markenrechte angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel A.3.2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE, Kapitel A.3.3 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZIFFER 2 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE sowie auf Kapitel A.3.4 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ ZIFFER 10 ANLAGEVERMÖGEN und Kapitel A.3.5 SONSTIGE ANGABEN ZIFFER 25 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN des Anhangs zum Jahresabschluss. SONSTIGE INFORMATIONEN Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel C.3 des Geschäftsberichts 2019 verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, umfassen: ― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB in Kapitel B.1 des Berichts "Jahresabschluss der Siemens AG zum 30. September 2019"; ― die Hinweise in Kapitel B.3 des Berichts "Jahresabschluss der Siemens AG zum 30. September 2019"; ― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter in Kapitel C.1 des Geschäftsberichts 2019; ― den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel C.3 des Geschäftsberichts 2019; ― Corporate Governance in Kapitel C.4 des Geschäftsberichts 2019; ― Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen in Kapitel C.5 des Geschäftsberichts 2019. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen beziehungsweise das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; ― beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. ― Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. Januar 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Januar 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 als Abschlussprüfer der Siemens Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen beziehungsweise für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht: Zusätzlich zur Prüfung des Jahresabschlusses der Siemens AG haben wir die gesetzliche Prüfung des Siemens-Konzernabschlusses, Prüfungen von Abschlüssen von Tochterunternehmen der Siemens AG, prüfungsintegrierte prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen, projektbegleitende IT-Prüfungen sowie Prüfungsleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung von neuen Rechnungslegungsvorschriften durchgeführt. Andere Bestätigungsleistungen umfassten im Wesentlichen Prüfungen von Abschlüssen sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Zusammenhang mit M&A-Aktivitäten, Bestätigungsleistungen bezüglich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, Comfort Letter und sonstige gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Spannagl. München, den 3. Dezember 2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Spannagl, Wirtschaftsprüfer Breitsameter, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats Berlin und München, 4. Dezember 2019 Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Siemens stellt sich für die Zukunft auf. Mit der Strategie "Vision 2020+" gibt Siemens seinen Geschäften größere unternehmerische Freiheit und Fokussierung. Management und Mitarbeiter treiben diese bedeutende Weiterentwicklung des Unternehmens entschlossen voran. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie "Vision 2020+" eng begleitet. Der Aufsichtsrat unterstützt die wegweisende Entscheidung, ein eigenständiges Siemens-Energieunternehmen an die Börse zu bringen, das die Energiewende weltweit gestalten wird. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorsitzenden des Vorstands sowie den übrigen Vorstandsmitgliedern statt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats - teilweise vorbereitet durch die Ausschüsse - diese nach intensiver Prüfung und Erörterung gebilligt. Über Maßnahmen und Entscheidungen der Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands im vorgegebenen rechtlichen Rahmen informiert. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Tätigkeit in diesem Jahr war die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, mit der wir uns eingehend in mehreren Sitzungen auseinandergesetzt haben. Der Aufsichtsrat unterstützt die Maßnahmen zur Neuausrichtung. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Unter Berücksichtigung der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat erste personelle Weichen für die Zukunft gestellt. DIE THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM Im Berichtsjahr fanden sechs turnusmäßige Sitzungen statt. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Außerdem befassten wir uns anlassbezogen mit Akquisitions- und Desinvestitionsprojekten sowie mit Risiken des Unternehmens. Weiterer Gegenstand der Beratungen waren Portfoliomaßnahmen, insbesondere die geplante Abspaltung und anschließende Börsennotierung des Operativen Unternehmens Gas and Power. Über den Stand des kartellrechtlichen Genehmigungsverfahrens im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenführung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom SA, Frankreich, wurden wir laufend informiert. Das Ergebnis dieses Verfahrens haben wir in unserer Sitzung am 7. Mai 2019 gewürdigt und diskutiert. Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig auch zeitweise ohne den Vorstand. Dabei wurden Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst oder interne Aufsichtsratsangelegenheiten betrafen. In der Sitzung am 7. November 2018 besprachen wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2018 und billigten das Budget 2019. Des Weiteren legte der Aufsichtsrat nach Empfehlung des Vergütungsausschusses auf Basis der ermittelten Zielerreichung die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 fest. Eine interne Prüfung hat deren Angemessenheit bestätigt. Zudem beschlossen wir auf Vorschlag des Vergütungsausschusses Ziele für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2019. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem einem Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis November 2021 sowie Beschlüssen des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen zu. Am 28. November 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern zum 30. September 2018, mit dem Geschäftsbericht 2018 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 30. Januar 2019 befasst. Der Vorstand informierte uns über den aktuellen Status von Akquisitionen und Desinvestitionen und über die Geschäftslage und die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Financial Services. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers und dem Bericht des Cybersecurity Officers. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem den Beschlüssen des Vorstands über Investitionen in zwei Gaskraftwerke in Brasilien zu. In der Aufsichtsratssitzung am 29. Januar 2019 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals und über strategische Optionen in Bezug auf den Geschäftsbereich Power and Gas. In der Sitzung am 7. Mai 2019 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des zweiten Quartals. Er stellte das Operative Unternehmen Digital Industries in der zum 1. April 2019 eingeführten Struktur vor und berichtete über die Geschäftslage, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung dieses Operativen Unternehmens. Im Rahmen eines Strategieschwerpunkts befassten wir uns umfassend und ausführlich mit der Implementierung der Strategie "Vision 2020+", der weiteren strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie der strategischen Weiterentwicklung des Operativen Unternehmens Gas and Power. Der Aufsichtsrat stimmte der Beschlussfassung des Vorstands über den Carve-out des Operativen Unternehmens Gas and Power und dessen Börsennotierung über eine Abspaltung (Spin-off) einschließlich der Einbringung des Mehrheitsanteils an Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) zu. Außerdem beschäftigten wir uns mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand und mit der Effizienzprüfung unserer Tätigkeit. In unserer Sitzung am 31. Juli 2019 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des dritten Quartals. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Status der geplanten Abspaltung des Operativen Unternehmens Gas and Power und stimmte der Einbringung zusätzlicher Geschäfte in die künftige Einheit zu. Im Rahmen eines Innovationsschwerpunkts diskutierten wir technologische Trends mit Auswirkungen auf das künftige Geschäft des Unternehmens und Prioritäten der Zukunft. Schwerpunkte waren das industrielle Internet der Dinge, vor allem "Internet of Things"-Plattformen, sowie kritische und potenziell disruptive Technologie- und Innovationsfelder. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat erneut mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand beschäftigt und beschlossen, die Bestellung von Vorstandsmitglied Cedrik Neike um fünf Jahre bis zum 31. Mai 2025 zu verlängern. Wir haben zudem beschlossen, die am 31. Januar 2020 auslaufende Bestellung von Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin Janina Kugel im gegenseitigen Einvernehmen nicht zu verlängern. Die Aufsichtsratssitzung am 18. September 2019 fand am Standort Zug, Schweiz, dem globalen Hauptsitz des Operativen Unternehmens Smart Infrastructure, statt. Im Rahmen einer Werksführung und eines Besuchs des "Inspiration Center" ließen wir uns unter anderem Produkte und Lösungen für dezentralisierte Energiesysteme und intelligente Gebäude erläutern. In der Sitzung berichtete uns der Vorstand über die Lage des Unternehmens. Zudem gab uns der Vorstand einen Überblick über den industriellen Kern des Unternehmens und berichtete über die Geschäftslage, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung des Operativen Unternehmens Smart Infrastructure. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung passten wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss die Höhe der Vorstandsvergütung mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2020 an. Vor dem Hintergrund der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und der neuen Konzernstruktur aufgrund der Strategie "Vision 2020+" beschlossen wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss eine Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand ab dem Geschäftsjahr 2020. Außerdem legten wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss die Leistungskriterien für die variable Vergütung für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 fest. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung waren Personalentscheidungen und die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Auf Empfehlung des Präsidiums beschloss der Aufsichtsrat, Roland Busch mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden sowie mit Wirkung zum 1. Dezember 2019 anstelle von Janina Kugel zum Arbeitsdirektor der Siemens AG zu ernennen. Außerdem wurden wir über die Entscheidung des Präsidiums informiert, der Ernennung von Michael Sen zum Chief Executive Officer (CEO) des Operativen Unternehmens Gas and Power ab dem 1. Oktober 2019 - bis zur Hauptversammlung 2020 gemeinsam mit Lisa Davis als Co-CEO - zuzustimmen. Weitere Gegenstände der Sitzung waren Angelegenheiten der Corporate Governance, insbesondere die Vorbereitung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. CORPORATE GOVERNANCE KODEX In der Aufsichtsratssitzung am 18. September 2019 hat der Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen. Informationen zur Corporate Governance finden Sie in Kapitel → C.4 CORPORATE GOVERNANCE. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auch in Kapitel → C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289 F UND § 315 D HGB wiedergegeben. DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat hat sieben Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Aufgaben und die Mitglieder der Ausschüsse sind in Kapitel → C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR im Einzelnen aufgeführt. Das Präsidium tagte elf Mal. Auch zwischen den Sitzungen, die teilweise in Form von Telefonkonferenzen abgehalten wurden, hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich insbesondere mit Personalangelegenheiten, der langfristigen Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands, Corporate-Governance-Fragen sowie mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen beschäftigt. In einem Workshop setzte sich das Präsidium vertiefend mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand, insbesondere in Bezug auf die Position des Vorstandsvorsitzenden, auseinander. Zu den Personalangelegenheiten, mit denen sich das Präsidium befasst hat, gehörte im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens die Zustimmung zur Ernennung der CEOs und Chief Operating Officer (COOs) der Operativen Unternehmen. Insbesondere stimmte das Präsidium der Ernennung von Michael Sen zum CEO des Operativen Unternehmens Gas and Power ab dem 1. Oktober 2019 - bis zur Hauptversammlung 2020 gemeinsam mit Lisa Davis als Co-CEO - zu. Der Nominierungsausschuss tagte ein Mal. Er befasste sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Mit Blick auf die 2021 und 2023 turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss die Themen für seine Arbeit in den nächsten Jahren festgelegt. Außerdem hat der Nominierungsausschuss die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, insbesondere die vom Aufsichtsrat verabschiedeten Ziele für die Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat, betrachtet. Der Compliance-Ausschus trat vier Mal zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Quartalsberichte und den Jahresbericht des Chief Compliance Officers. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Der Vergütungsausschuss trat vier Mal zusammen. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Vergütungsausschuss bereitete insbesondere die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die Billigung des Vergütungsberichts vor. Vor dem Hintergrund der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und der neuen Konzernstruktur aufgrund der Strategie "Vision 2020+" war ein Schwerpunkt der Arbeit des Vergütungsausschusses die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats zur Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand ab dem Geschäftsjahr 2020. Hierbei waren unabhängige externe Berater eingebunden. Der Innovations- und Finanzausschuss tagte drei Mal. Im Mittelpunkt standen die Empfehlung des Ausschusses zum Budget 2019, die Erörterung der Pensionswirtschaft und der Konzernstrategie einschließlich Portfoliomaßnahmen sowie die Vorbereitung beziehungsweise Billigung von Investitions- und Desinvestitionsvorhaben beziehungsweise Finanzmaßnahmen. So bereitete der Ausschuss die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Investition in zwei Gaskraftwerke in Brasilien und über den Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis November 2021 vor. Außerdem stimmte der Ausschuss dem Beschluss des Vorstands über das Investitionsvorhaben Siemens Campus Erlangen zu. Über Maßnahmen und Entscheidungen der Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Innovations- und Finanzausschuss im vorgegebenen rechtlichen Rahmen durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands informiert. Der Prüfungsausschuss hielt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern. Der Prüfungsausschuss erörterte den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen mit dem Vorstand und Abschlussprüfer. Zudem besprach der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers den Bericht zur prüferischen Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses sowie des Konzernzwischenlageberichts. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte dessen Honorar fest. Der Ausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Das Gremium hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der internen Revision sowie die Berichte über drohende und anhängige Rechtsstreitigkeiten behandelt. Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen, zukunftsweisenden Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung werden bei Bedarf interne Informationsveranstaltungen angeboten. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen ("Onboarding"). INDIVIDUALISIERTE OFFENLEGUNG DER SITZUNGSTEILNAHME Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 99,77 %. Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt: scroll Aufsichtsratsplenum Präsidium Vergütungsausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %) Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Jim Hagemann Snabe Vorsitzender 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Birgit Steinborn 1. Stellv. Vorsitzende 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Werner Wenning 2. Stellv. Vorsitzender 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Dr. rer. pol. Werner Brandt 6/6 100 Michael Diekmann 6/6 100 4/4 100 Dr. phil. Andrea Fehrmann 6/6 100 Reinhard Hahn (bis 30. 01. 2019) 3/3 100 Bettina Haller 6/6 100 Robert Kensbock 6/6 100 4/4 100 Harald Kern 6/6 100 Jürgen Kerner 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller 6/6 100 Benoît Potier 5/6 83 Hagen Reimer (seit 30. 01. 2019) 3/3 100 Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer 5/6 83 Dame Nemat Shafik (DPhil) 5/6 83 Dr. phil. Nathalie von Siemens 6/6 100 Michael Sigmund 6/6 100 Dorothea Simon 6/6 100 Matthias Zachert 6/6 100 Gunnar Zukunft 6/6 100 98 100 100 scroll Prüfungsausschuss Compliance-Ausschuss Innovations- und Finanzausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %) Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Jim Hagemann Snabe Vorsitzender 6/6 100 4/4 100 3/3 100 Birgit Steinborn 1. Stellv. Vorsitzende 6/6 100 4/4 100 3/3 100 Werner Wenning 2. Stellv. Vorsitzender 3/3 100 Dr. rer. pol. Werner Brandt 6/6 100 4/4 100 Michael Diekmann Dr. phil. Andrea Fehrmann Reinhard Hahn (bis 30. 01. 2019) Bettina Haller 6/6 100 4/4 100 Robert Kensbock 6/6 100 3/3 100 Harald Kern 4/4 100 3/3 100 Jürgen Kerner 6/6 100 4/4 100 3/3 100 Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller 6/6 100 4/4 100 Benoît Potier Hagen Reimer (seit 30. 01. 2019) Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer 3/3 100 Dame Nemat Shafik (DPhil) Dr. phil. Nathalie von Siemens 3/3 100 Michael Sigmund Dorothea Simon Matthias Zachert 6/6 100 4/4 100 Gunnar Zukunft 100 100 100 scroll Nominierungsausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %) Anzahl in % Jim Hagemann Snabe Vorsitzender 1/1 100 Birgit Steinborn 1. Stellv. Vorsitzende Werner Wenning 2. Stellv. Vorsitzender 1/1 100 Dr. rer. pol. Werner Brandt Michael Diekmann Dr. phil. Andrea Fehrmann Reinhard Hahn (bis 30. 01. 2019) Bettina Haller Robert Kensbock Harald Kern Jürgen Kerner Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller 1/1 100 Benoît Potier 1/1 100 Hagen Reimer (seit 30. 01. 2019) Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer Dame Nemat Shafik (DPhil) Dr. phil. Nathalie von Siemens Michael Sigmund Dorothea Simon Matthias Zachert Gunnar Zukunft 100 JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG AUSFÜHRLICH ERÖRTERT Der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2019 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ist seit dem Geschäftsjahr 2009 Abschlussprüfer für die Siemens AG und den Siemens-Konzern. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Katharina Breitsameter seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Thomas Spannagl seit dem Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA). Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. November 2019 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 3. Dezember 2019. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im jeweiligen Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss umfasste auch die in den zusammengefassten Lagebericht integrierten nichtfinanziellen Angaben für die Siemens AG und den Konzern. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 4. Dezember 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,90 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND Im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. In der Sitzung am 31. Juli 2019 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die am 31. Januar 2020 auslaufende Bestellung von Janina Kugel als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin im gegenseitigen Einvernehmen nicht zu verlängern. Mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung am 30. Januar 2019 ist Reinhard Hahn aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Anstelle von Reinhard Hahn wurde mit Wirkung ab dem Ende der Hauptversammlung am 30. Januar 2019 Hagen Reimer durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Für den Aufsichtsrat Jim Hagemann Snabe Vorsitzender ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG zum 1. Oktober 2019 verabschiedet: "Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Die Siemens AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2018 sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit folgender Ausnahme: Der Empfehlung in Ziff. 5.4.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex wird seit dem 24. September 2019 nicht entsprochen. Nach dieser Empfehlung sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen. Statt die empfohlene Höchstzahl an Mandaten als starre Obergrenze zu beachten, soll jeweils im Einzelfall beurteilt werden können, ob die Zahl der von einem Vorstandsmitglied wahrgenommenen Mandate im Sinne von Ziff. 5.4.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex angemessen erscheint. Hierbei soll die individuell zu erwartende Arbeitsbelastung durch die wahrgenommenen Mandate berücksichtigt werden, die je nach Mandat unterschiedlich sein kann. Berlin und München, 1. Oktober 2019 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat" Die Entsprechenserklärung kann über die Internetseite der Siemens AG unter www.siemens.com/entsprechenserklaerung eingesehen werden. Auf dieser Internetseite sind auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen fünf Jahre zugänglich. B.3 Hinweise Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. Geschäftsbericht 2019 A Zusammengefasster Lagebericht A.1 Organisation des Siemens-Konzerns und Grundlagen der Berichterstattung Siemens ist ein in nahezu allen Ländern der Welt aktiver Technologiekonzern. Unsere Schwerpunkte liegen auf den Gebieten Automatisierung und Digitalisierung in den Prozess- und Fertigungsindustrien, smarte Infrastruktur für Gebäude und dezentrale Energiesysteme, konventionelle und erneuerbare Stromerzeugung und -verteilung, intelligente Mobilitätslösungen für den Schienen- und Straßenverkehr sowie Medizintechnik und digitale Gesundheitsdienstleistungen. Der Siemens-Konzern umfasst die Siemens AG, eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Der Sitz unseres Unternehmens befindet sich in Deutschland, mit der Konzernzentrale in München. Zum 30. September 2019 beschäftigte der Konzern rund 385.000 Mitarbeiter (aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird die männliche Form verwendet, sie steht stellvertretend für Personen jeglichen Geschlechts). Zum Ende des Geschäftsjahrs 2018 gab Siemens seine Unternehmensstrategie "Vision 2020+" bekannt. Deren Hauptziel ist es, den einzelnen Siemens-Geschäften deutlich mehr unternehmerische Freiheit unter der starken Marke Siemens zu geben und damit den Fokus auf die jeweiligen Märkte zu schärfen. Daher haben wir unser Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 neu aufgestellt. Unsere Unternehmensstruktur umfasst nun die drei Operativen Unternehmen Digital Industries, Smart Infrastructure und Gas and Power sowie die drei Strategischen Unternehmen Mobility, Siemens Healthineers und Siemens Gamesa Renewable Energy. Diese sechs industriellen Geschäfte sind berichtspflichtige Segmente, die zusammen als "Industrielle Geschäfte" berichtet werden. Financial Services (SFS) unterstützt die Aktivitäten unserer industriellen Geschäfte und betreibt gleichzeitig eigene Geschäfte mit externen Kunden; Financial Services bleibt ein berichtspflichtiges Segment außerhalb unserer Industriellen Geschäfte. Darüber hinaus berichten wir in Portfolio Companies Geschäfte, die separat geführt werden, um ihre Leistung zu verbessern. Weitere Informationen zur Neuorganisation unserer Geschäfte finden sich unter → A.3 SEGMENTINFORMATIONEN. In diesem Geschäftsbericht werden die Finanzinformationen zum Geschäftsjahr 2019 für das gesamte Jahr entsprechend unserer neuen Unternehmensstruktur berichtet. Die Werte der Vorperioden werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. Unsere berichtspflichtigen Segmente sowie Portfolio Companies können miteinander in Geschäftsbeziehungen stehen, die zu entsprechenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen führen. Diese Auftragseingänge und Umsatzerlöse werden auf Konzernebene konsolidiert. Nichtfinanzielle Themen des Konzerns und der Siemens AG Siemens verfügt unter anderem über Konzepte für Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie für die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Unser Geschäftsmodell ist in den Kapiteln → A.1 und A.3 dieses zusammengefassten Lageberichts beschrieben. Die berichtspflichtigen Informationen, die erforderlich sind für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage sowie der Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf diese Aspekte, sind in diesem zusammengefassten Lagebericht insbesondere in den Kapiteln → A.3 bis A.7 enthalten. Zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich der Darstellung von Risiken, sind im Kapitel → A.8 aufgeführt. Kapitel → A.9 beinhaltet zusätzliche lageberichtspflichtige Informationen mit Blick auf die Muttergesellschaft Siemens AG. Ergänzend sind im Konzern- beziehungsweise Jahresabschluss ausgewiesene Beträge und zusätzliche Erläuterungen dazu in → B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS, ZIFFERN 17, 18, 22, 26 und 27 und im ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS DER SIEMENS AG ZUM 30. SEPTEMBER 2019, ZIFFERN 16, 17, 20, 21 und 25 enthalten. Zur fokussierten Information der Adressaten unserer Finanzberichterstattung haben wir diesen Angaben - anders als in unseren separaten "Nachhaltigkeitsinformationen 2019", die auf den von der Global Reporting Initiative (GRI) erarbeiteten Standards basieren - kein spezifisches Rahmenwerk zugrunde gelegt. A.2 Finanzielles Steuerungssystem A.2.1 Überblick Das Siemens Financial Framework enthält Ziele, die wir über den Geschäftszyklus der jeweiligen Aktivitäten erreichen wollen. A.2.2 Wachstum der Umsatzerlöse Im Siemens Financial Framework haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis um 4 % bis 5 % pro Jahr zu steigern. Zur Steuerung des Wachstums unserer Umsatzerlöse verwenden wir als zentrale Messgröße das vergleichbare Wachstum. Es zeigt die Entwicklung in unserem Geschäft ohne die Berücksichtigung von Währungsumrechnungseffekten, die aus dem von uns nicht beeinflussbaren externen Umfeld resultieren, sowie ohne Portfolioeffekte, die sich aus Geschäftsaktivitäten ergeben, die entweder neu oder nicht länger Bestandteil des jeweiligen Geschäfts sind. Währungsumrechnungseffekte sind der Unterschiedsbetrag zwischen den Umsatzerlösen der Berichtsperiode zu Wechselkursen der Berichtsperiode abzüglich der Umsatzerlöse der Berichtsperiode zu Wechselkursen der Vergleichsperiode. Um die prozentuale Veränderung zum Vorjahr zu berechnen, wird dieser absolute Unterschiedsbetrag durch die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode geteilt. Ein Portfolioeffekt entsteht im Fall einer Akquisition beziehungsweise einer Desinvestition und wird als Veränderung jener Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich berechnet, die dem erworbenen beziehungsweise abgegangenen Geschäft zurechenbar sind. Um die prozentuale Veränderung zu berechnen, wird dieser absolute Unterschiedsbetrag durch die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode geteilt. Dieselbe Vorgehensweise verwenden wir auch für die Berechnung von Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekten beim Auftragseingang. A.2.3 Profitabilität und Kapitaleffizienz Im Rahmen des Siemens Financial Framework streben wir an, Margen zu erreichen, die mit denen unserer wesentlichen Wettbewerber vergleichbar sind. Daher haben wir für unsere industriellen Geschäfte Ergebnismargenbänder festgelegt, die auf den Ergebnismargen der jeweiligen wesentlichen Wettbewerber beruhen. Die Ergebnismarge ist definiert als Ergebnis des jeweiligen Geschäfts, geteilt durch seine Umsatzerlöse. Die Ergebnisgröße unserer industriellen Geschäfte ist EBITA, in welches das operative Finanzergebnis sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, wieder eingerechnet werden (Angepasstes EBITA). Wir haben im Siemens Financial Framework folgende Margenbänder festgesetzt: Margenbänder scroll Margenband Digital Industries 17 - 23 % Smart Infrastructure 10 - 15 % Gas and Power 8 - 12 % Mobility 9 - 12 % Siemens Healthineers 17 - 21 % Siemens Gamesa Renewable Energy 7 - 11 % Industrielle Geschäfte 11 - 15 % Financial Services (ROE nach Steuern) 17 - 22 % Die Margenbänder für Siemens Healthineers und Siemens Gamesa Renewable Energy spiegeln unsere Erwartungen als Mehrheitseigentümer wider. Die Kapitaleffizienz von Financial Services messen wir mit der in der Finanzdienstleistungsbranche üblichen finanziellen Kennzahl Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern. Diese ist definiert als Ergebnis von Financial Services (nach Steuern), bezogen auf das Financial Services durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital. Für die Steuerung der Profitabilität auf Konzernebene ist der Gewinn nach Steuern unsere zentrale Messgröße. Er hat den bedeutendsten Einfluss auf das in der Kapitalmarktkommunikation verwendete unverwässerte Ergebnis je Aktie für den Gewinn nach Steuern. Wir streben an, mit dem von unseren Aktionären und Kreditgebern zur Verfügung gestellten Kapital profitabel und so effizient wie möglich zu arbeiten. Zur Steuerung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir als zentrale Messgröße im Siemens Financial Framework die Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE). Wir streben an, langfristig einen Wert zwischen 15 % und 20 % zu erreichen. A.2.4 Kapitalstruktur Eine nachhaltige Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses wird durch eine solide Kapitalstruktur unterstützt. Daher ist es im Rahmen des Siemens Financial Framework für uns von zentraler Bedeutung, einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel und die Fähigkeit zur Bedienung unserer Finanzschulden im Zeitablauf sicherzustellen. Als zentrale Messgröße zur Steuerung der Kapitalstruktur verwenden wir den Quotienten aus der Industriellen Nettoverschuldung und dem EBITDA (fortgeführte Aktivitäten). Diese finanzielle Messgröße gibt den ungefähren Zeitraum in Jahren an, der benötigt würde, um die Industrielle Nettoverschuldung durch Gewinne aus fortgeführten Aktivitäten, ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen, zurückzuzahlen. Wir streben einen Quotienten von bis zu 1,0 an. A.2.5 Liquidität und Dividende Wir möchten unseren Aktionären weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Im Rahmen des Siemens Financial Framework beabsichtigen wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen einem Anteil von 40 % bis 60 % des Gewinns nach Steuern entspricht, der auf die Aktionäre der Siemens AG entfällt, und der zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden kann. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren. Um eine Einschätzung unserer Fähigkeit zur Generierung von Zahlungsmitteln zu ermöglichen - und letztlich Dividenden zu zahlen -, berichten wir die Cash Conversion Rate der Industriellen Geschäfte. Diese ist als Verhältnis der Kennzahl Free Cash Flow der Industriellen Geschäfte zur Kennzahl Angepasstes EBITA der Industriellen Geschäfte definiert. Da Wachstum entsprechende Investitionen erfordert, streben wir für die Cash Conversion Rate einen Wert von 1 abzüglich der jährlichen vergleichbaren Wachstumsrate der Umsatzerlöse unserer Industriellen Geschäfte an. Auf der Hauptversammlung wird der Vorstand in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzgewinn der Siemens AG des Geschäftsjahrs 2019 folgendermaßen zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 3,90 € für jede am Tag der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr dividendenberechtigte Stückaktie; Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 2.069 Mio. €; und Gewinnvortrag des verbleibenden Differenzbetrags. Die Zahlung dieser vorgeschlagenen Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Siemens-Aktionäre auf der Hauptversammlung am 5. Februar 2020. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2018 betrug 3,80 € pro Aktie. Die vorgeschlagene Dividende von 3,90 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2019 entspricht einer Gesamtausschüttung von 3,2 Mrd. €, basierend auf der geschätzten Anzahl der am Tag der Hauptversammlung dividendenberechtigten Aktien. In Bezug auf den Gewinn nach Steuern des Geschäftsjahrs 2019 in Höhe von 5,2 Mrd. €, der auf die Aktionäre der Siemens AG entfällt, entspricht dies einer Ausschüttungsquote von 61 %. A.2.6 Berechnung der Kapitalrendite (ROCE) Berechnung des ROCE scroll (in Mio. €) 2019 Geschäftsjahr 2018 Gewinn nach Steuern 5.648 6.120 Minus: Übriges Zinsergebnis 1 - 529 - 482 Plus: Übriges Zinsergebnis SFS 763 721 Plus: Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (netto) 148 164 Minus: Zinsanpassungen (nicht fortgeführte Aktivitäten) - - Minus: Steuern auf Zinsanpassungen (Pauschalsteuersatz 30 %) - 115 - 121 (I) Gewinn vor Zinsen nach Steuern 5.916 6.401 (II) Durchschnittlich eingesetztes Kapital 53.459 50.715 (I)/(II) ROCE 11,1 % 12,6 % 1 Die Position Übriges Zinsergebnis umfasst im Wesentlichen die Zinsaufwendungen auf Konzernschulden, Zinsen von mit diesen in Zusammenhang stehenden Sicherungsgeschäften und Zinserträge aus Konzernvermögenswerten. Zur Ermittlung des ROCE in Zwischenberichtsperioden wird der Gewinn vor Zinsen nach Steuern annualisiert. Das durchschnittlich eingesetzte Kapital errechnet sich als Durchschnitt der jeweiligen Werte zu den Quartalsstichtagen im Betrachtungszeitraum. Berechnung eingesetztes Kapital Summe Eigenkapital Plus: Langfristige Finanzschulden Plus: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Minus: Kurzfristige zinstragende Wertpapiere Plus: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Minus: SFS-Finanzschulden Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges Plus: Anpassungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten Minus: Anpassungen für latente Steuern auf kumulierte versicherungsmathematische Nettogewinne/-verluste aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Eingesetztes Kapital (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) A.3 Segmentinformationen A.3.1 Segmentübergreifende wirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Geschäftsjahr 2019 ließ die Wachstumsdynamik des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach. Nach einem BIP-Wachstum von 3,2 % im Kalenderjahr 2018 geht das Wachstum im Kalenderjahr 2019 voraussichtlich auf 2,6 % zurück. Diese Abkühlung wurde zu Beginn des Geschäftsjahrs 2019 kaum erwartet. Im Oktober 2018 wurde ein BIP-Wachstum von 3,1 % für das Kalenderjahr 2019 prognostiziert. Der Hauptgrund für diese erhebliche Abkühlung der Weltwirtschaft war der eskalierende Handelsstreit zwischen den USA und China. Zusätzlich trugen geopolitische Spannungen im Nahen und Mittleren Osten zur Unsicherheit bei und belasteten dadurch die Investitionsneigung. Der Welthandel begann im Oktober 2018 zurückzugehen und führte zu einer nahezu stagnierenden Industrieproduktion. Daher traf die Eintrübung der Weltwirtschaft insbesondere Länder und Regionen, in denen Handel und Industrie von hoher Bedeutung sind. In Europa ist dies vor allem in Deutschland und Italien der Fall. Hier begann die Industrieproduktion (ohne Baugewerbe) bereits im Kalenderjahr 2018 zurückzugehen. Zusätzlich litten die europäischen Volkswirtschaften unter der anhaltenden Unsicherheit in Zusammenhang mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (Brexit) sowie dem Budgetstreit zwischen der Europäischen Kommission und der italienischen Regierung. Beides belastete insbesondere das Umfeld für Unternehmensinvestitionen. In Amerika machte sich die Abschwächung besonders in Mexiko und Kanada und in geringerem Maß in der stärker konsumgetriebenen Volkswirtschaft der USA bemerkbar, wo ein fiskalpolitischer Schub der Wirtschaft half. In Asien setzte China seine angekündigte schrittweise Neuausrichtung der Volkswirtschaft fort. Dies schwächte das BIP-Wachstum insgesamt ab. Staatliche Konjunkturprogramme haben den Gegenwind aus dem Handelskonflikt für die chinesische Volkswirtschaft abgeschwächt. Dennoch wirkt sich der Konflikt negativ aus. In Indien trübte sich die konjunkturelle Dynamik deutlich ein. Hier war der Rückgang des Inlandskonsums die größte Belastung für das Wachstum. Länder, die vom Export von Grund- und Rohstoffen abhängig sind, insbesondere Chile, Brasilien und Argentinien, sahen sich sinkenden Rohstoffpreisen sowie anderen negativen Effekten wie innenpolitischer und finanzieller Instabilität ausgesetzt. Für die Industrieländer wird ein BIP-Wachstum von 1,6 % für das Kalenderjahr 2019 erwartet. Dies sind 0,7 Prozentpunkte weniger als 2018. Für die Schwellenländer wird von einem Rückgang der Wachstumsrate von 4,6 % im Kalenderjahr 2018 auf 4,1 % im Jahr 2019 ausgegangen. Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten Daten für das BIP basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15. Oktober 2019. A.3.2 Digital Industries Das Operative Unternehmen Digital Industries wurde im Geschäftsjahr 2019 durch eine Zusammenlegung der ehemaligen Division Digital Factory (ohne das Geschäft mit Steuerungsprodukten) mit den Geschäften Process Automation und Large Drives (ohne die Industrial-Applications- und Traction-Geschäfte) der ehemaligen Division Process Industries and Drives gebildet. Digital Industries bietet ein umfassendes Produktportfolio und Systemlösungen für die Automatisierung an, die in Fertigungs- und Prozessindustrien eingesetzt werden. Hierzu gehören Automatisierungssysteme und Software für Fabriken, numerische Steuerungssysteme, Motoren, Antriebe und Wechselrichter sowie integrierte Automatisierungssysteme für Werkzeug- und Fertigungsmaschinen. Zu den Angeboten von Digital Industries gehören ebenfalls Prozessleitsysteme, Produkte für den automatisierten Informationsaustausch zwischen Maschinen, Sensoren (einschließlich Sensoren zur Messung von Druck, Temperatur, Füllstand, Durchfluss, Entfernung oder Form) sowie Radio-Frequency-Identifikationssysteme. Darüber hinaus bietet das Operative Unternehmen Produkt- und Produktionslebenszyklussoftware sowie Software für die Simulation und Prüfung mechatronischer Systeme an. Ergänzt werden diese Angebote durch das elektronische Designautomatisierungssoftware-Portfolio von Mentor Graphics (Mentor) und das offene, cloud-basierte industrielle Internet-of-Things-(IIoT-)Betriebssystem MindSphere, das Maschinen und die physische Infrastruktur mit der digitalen Welt verbindet. Um das Wachstum von MindSphere zu steigern und dessen Verbreitung zu beschleunigen, erwarb Digital Industries zu Beginn des Geschäftsjahrs 2019 den Mendix-Konzern (Mendix). Mendix ist ein Vorreiter und führend im Bereich der cloud-basierten Low-Code-Programmierplattformen. Diese können die Entwicklungszeit von Anwendungen durch die visuelle Abbildung des zugrunde liegenden Codes beträchtlich verringern (für weitere Informationen zur Akquisition von Mendix siehe → ZIFFER 3 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS). Digital Industries bietet seinen Kunden darüber hinaus lebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen an. Zusammengenommen ermöglicht dieses Angebotsspektrum den Kunden, ihre gesamten Wertschöpfungsketten zu optimieren - von Produktdesign und -entwicklung bis zu Produktion und Service nach Verkauf. Insbesondere durch seine fortschrittlichen Softwarelösungen unterstützt Digital Industries Kunden in Fertigungs-, Hybrid- und Prozessindustrien auf ihrem Weg hin zum "Digitalen Unternehmen", wodurch größere Flexibilität und Effizienz bei Produktionsprozessen sowie eine schnellere Markteinführung neuer Produkte erreicht werden. Zu den wichtigsten Kundensegmenten gehören die Automobilindustrie, die Maschinenbauindustrie, die pharmazeutische und chemische Industrie, die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie die Elektronik- und Halbleiterindustrie. Dabei werden die Kunden von Digital Industries durch eine alle Geschäfte umfassende regionale Vertriebsorganisation betreut, wobei je nach Kunde oder Branche unterschiedliche Vertriebskanäle genutzt werden. Schwankungen in der Kundennachfrage - insbesondere nach Standardprodukten - sind stark durch Konjunkturzyklen beeinflusst und können zu erheblichen kurzfristigen Veränderungen der Profitabilität des Operativen Unternehmens führen. Die Wettbewerber von Digital Industries können in zwei Gruppen eingeteilt werden: multinationale Unternehmen, die ein relativ breites Produktportfolio aufweisen, und Unternehmen, die nur an bestimmten regionalen oder produktbezogenen Märkten aktiv sind. Digital Industries sieht drei grundlegende Trends, die das Geschäft beeinflussen und langfristige Wachstumsperspektiven eröffnen. Produzenten von Investitionsgütern müssen in dem heute zunehmend digitalen Umfeld ihre Produktionskapazitäten modernisieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieses Umfeld spornt Produzenten zudem an, ihre Kernprodukte um die Angebote vertikaler Lösungen und Dienstleistungen zu ergänzen, die die Kunden entweder wünschen oder benötigen, um die Investitionsgüter optimal nutzen zu können. Darüber hinaus zeichnet sich ein Trend von der Globalisierung hin zur Regionalisierung ab, um entweder die heimische Wirtschaft zu schützen oder um Lösungen besser an lokale Bedürfnisse anzupassen. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) von Digital Industries zielen darauf ab, Technologien wie künstliche Intelligenz (KI), Edge-Computing, industrielles 5G, autonome Handhabungssysteme und additive Fertigung in das umfassende Portfolio für industrielle Automatisierung und Digitalisierung von Digital Industries zu integrieren. Ein Beispiel dieses integrativen Ansatzes ist ein neues Modul für die speicherprogrammierbare Steuerung Simatic S7-1500, in die ein KI-fähiger Chip eingebaut ist, der die Optimierung roboterbasierter Handhabungsprozesse ermöglicht. Ähnlich wurde auch die neueste Version der NX-Software von Digital Industries um maschinelles Lernen und KI-Fähigkeiten erweitert. Dies ermöglicht es, anstehende Schritte vorherzusehen, und hilft den Kunden, die Software effizienter zu nutzen. In den Fabriken von Digital Industries hat sich KI bereits bewährt. Die Integration von Edge-Computing, KI und MindSphere verminderte die Anzahl der Endkontrollprozesse bei Röntgenuntersuchungen von Leiterplatten für Simatic-Produkte. Digital Industries führt zudem gemeinsam mit anderen Siemens-Einheiten Forschungsprojekte im Bereich industrielles 5G durch und baut verschiedene 5G-Interoperabilitäts-Versuchszentren unter tatsächlichen technischen Betriebsbedingungen auf. Die neueste Werkzeugmaschinensteuerung Sinumerik ONE wurde vollständig durch die Virtualisierung sowohl des Produktdesign- als auch des Fertigungsprozesses entwickelt. Das neu entwickelte Prozessleitsystem PCS neo ermöglicht durch leichte und effiziente Skalierbarkeit den Einsatz der Leittechnik in kleinen Prozessmodulen bis hin zu den größten Anlagen der Welt. Die wesentlichen Investitionen von Digital Industries im Geschäftsjahr 2019 standen in Verbindung mit den Fabrikautomatisierungs-, Motion-Control-Systems- und Process-Automation-Geschäften, einschließlich Investitionen in Produktionsstätten in China. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 15.944 16.287 - 2 % - 4 % Umsatzerlöse 16.087 15.587 3 % 2 % darin: Softwaregeschäft 4.039 3.560 13 % 8 % Angepasstes EBITA 2.880 2.898 - 1 % Angepasste EBITA-Marge 17,9 % 18,6 % Der Auftragseingang von Digital Industries sank aufgrund geringerer Nachfrage in den kurzzyklischen Geschäften Factory Automation und Motion Control. Diese Geschäfte waren im Geschäftsjahresverlauf zunehmend ungünstigeren Marktbedingungen ausgesetzt, besonders in der Automobilindustrie und im Maschinenbau. Diese Rückgänge wurden nur teilweise ausgeglichen durch deutliches Wachstum im Geschäft Process Automation sowie einen moderaten Anstieg im Softwaregeschäft, der auf positiven Währungsumrechnungseffekten sowie zusätzlichem Volumen aus kürzlich erfolgten Akquisitionen, insbesondere Mendix, beruhte. Die beiden letztgenannten Geschäfte waren auch die Haupttreiber des Wachstums der Umsatzerlöse. Bei den kurzzyklischen Geschäften schlug ein Wachstum der Umsatzerlöse in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres in Umsatzerlösrückgänge in der zweiten Geschäftsjahreshälfte um. Geografisch betrachtet wurde ein Rückgang des Auftragseingangs in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika nur teilweise durch einen Anstieg in der Region Asien, Australien ausgeglichen. Die Umsatzerlöse nahmen in allen drei Berichtsregionen zu. Das Softwaregeschäft steigerte seinen Beitrag zum Angepassten EBITA mit einem prozentual zweistelligen Wachstum. Höhere Aufwendungen für neue cloud-basierte Angebote wurden teilweise durch einen Gewinn von 50 Mio. € aus dem Verkauf einer Beteiligung ausgeglichen. Das Process-Automation-Geschäft erzielte eine moderate Zunahme des Angepassten EBITA, die vorwiegend auf die höheren Umsatzerlöse zurückzuführen war. Dennoch ging das Angepasste EBITA für Digital Industries insgesamt aufgrund deutlicher Rückgänge in den kurzzyklischen Geschäften leicht zurück. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2019 auf 92 (im Vj. 75) Mio. €. Der Auftragsbestand von Digital Industries belief sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 5 Mrd. €. Davon werden voraussichtlich 4 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert. Digital Industries erzielte diese Ergebnisse in einem Marktumfeld, das im Verlauf des Geschäftsjahrs 2019 an Schwung verloren hat. Insbesondere die Nachfrage nach Investitionsgütern ließ in der zweiten Geschäftsjahreshälfte spürbar nach. Alle Regionen waren von dieser Abschwächung betroffen. Stark investitionsgüterorientierte Länder, die enge Exportverbindungen mit China haben, litten besonders. Während die Prozessindustrien noch immer von der positiven Entwicklung der Rohstoffpreise profitierten, bekamen die Fertigungsindustrien Gegenwind aus geringer Nachfrage und dem Abbau von Lagerbeständen zu spüren. Die Automobilindustrie sah sich Produktionskürzungen in Europa und schwacher Nachfrage in China ausgesetzt. Dies belastete unter anderem auch die Maschinenbauindustrie, wobei Kunden in Deutschland und Japan besonders betroffen waren. Das Produktionswachstum in der chemischen und pharmazeutischen Industrie flachte im Verlauf des Geschäftsjahrs 2019 ab. Dies war teilweise auf das Übergreifen der Entwicklung in der Automobilindustrie auf die mit ihr verbundenen Chemiesegmente zurückzuführen. Die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie wuchs leicht, und die weltweite Produktion der Elektronik- und Halbleiterindustrie nahm zu, wobei die Preise unter Druck waren. Im Geschäftsjahr 2020 wird sich das Marktumfeld von Digital Industries voraussichtlich weiter abschwächen. Die Anlageinvestitionen dürften mindestens moderat schrumpfen, werden aber voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs 2020 beginnen, sich zu stabilisieren. Eine allgemeine Eintrübung des Investitionsklimas, unter anderem aufgrund von globalen Handelskonflikten, dämpft die kurzfristigen Erwartungen und führt zu einer weltweit wachsenden Investitionszurückhaltung. Eine Wachstumsabschwächung in China könnte sich auf andere asiatische Länder und auch auf Europa auswirken. A.3.3 Smart Infrastructure Das Operative Unternehmen Smart Infrastructure bietet Energiesysteme und Gebäudetechnik an und führt sie intelligent zusammen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit beträchtlich zu steigern und die Kunden bei der Bewältigung von technologischen Umbrüchen zu unterstützen. Smart Infrastructure wurde im Geschäftsjahr 2019 aus einer Kombination der früheren Division Building Technologies, der Geschäfte mit Nieder- und Mittelspannungsprodukten und -systemen und des Geschäfts mit digitalen Netzen der früheren Division Energy Management sowie des Geschäfts mit Steuerungsprodukten der früheren Division Digital Factory gebildet. Smart Infrastructure verbindet Energieversorgung - von der intelligenten Steuerung des Netzes und der Nieder- und Mittelspannungselektrifizierung bis hin zu Steuerungsprodukten - mit Gebäudetechnik: von Gebäudeautomatisierung bis Brandschutz und Sicherheit bis Energieeffizienz. Am "Grid Edge" gibt es Märkte, die hohe Wachstumsraten aufweisen. Hierzu gehören Energiespeicherung, dezentrale Energiesysteme und Prosumption (gleichzeitiger Verbrauch und Produktion von Strom) sowie Infrastruktur für Elektrofahrzeuge und lokal abgegrenzte, kleine Stromnetze (Microgrids). Das Operative Unternehmen bedient seine Kunden über verschiedenste Vertriebskanäle. Hierzu gehören seine weltweite Produkt- und Systemvertriebsorganisation, Distributoren, Schalttafelbauer, Erstausrüster, Mehrwert-Wiederverkäufer und Installateure sowie der weltweite Direktverkauf über die Niederlassungen seiner regionalen Lösungs- und Dienstleistungseinheiten. Das Kundenspektrum von Smart Infrastructure ist breit gefächert. Es umfasst Infrastrukturentwickler und Bauunternehmen, Eigentümer, Betreiber und Mieter öffentlicher und gewerblicher Gebäude (darunter Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Flughäfen, Rechenzentren), Versorgungsunternehmen und Betreiber von Stromverteilungsnetzen, Unternehmen der Schwerindustrie wie Öl und Gas, Bergbau und Chemie sowie Fertigungsindustrien wie Automobil- und Maschinenbau. Die Hauptwettbewerber von Smart Infrastructure sind hauptsächlich große international tätige Unternehmen sowie kleinere Produzenten in Schwellenländern. Das Lösungs- und Dienstleistungsgeschäft steht darüber hinaus im Wettbewerb mit lokalen Unternehmen wie Systemintegratoren und Gebäudemanagementunternehmen. Das Ausmaß, in dem die Geschäfte von Smart Infrastructure von Veränderungen im allgemeinen konjunkturellen Umfeld betroffen sind, unterscheidet sich in den einzelnen Kundensegmenten. Während sich die Nachfrage der Kunden in der Fertigungsindustrie schnell und stark mit den konjunkturellen Zyklen ändert, reagiert die Nachfrage im Infrastrukturbereich, im Baugewerbe, in der Schwerindustrie und im Versorgungssektor langsamer. Insgesamt gewährleisten die regionale und vertikale Diversifizierung, die Mischung aus Produkt-, System-, Lösungs- und Dienstleistungsgeschäften sowie die Partizipation sowohl in kurz- als auch langzyklischen Märkten eine ausgewogene und robuste Zusammensetzung der Geschäfte. Die bedienten Märkte erfahren Veränderungen, die dort Chancen bieten, wo Gebäudetechnik- und Elektrifizierungsmärkte aufeinandertreffen. Zu den wesentlichen Trends zählen Bevölkerungswachstum sowie Urbanisierung und der zunehmende Bedarf an sicheren und nachhaltigen Umgebungen mit interaktiven, komfortablen Räumen sowie geringen Energie-, Betriebs- und Wartungskosten. Diese Trends führen zu sektorübergreifenden Kopplungen wie Elektrifizierung von Wärme und Transport, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Dekarbonisierung verändert den Energieerzeugungs-Mix hin zu erneuerbaren Energiequellen, die mit der Tageszeit und den Wetterbedingungen schwanken. Daher werden die Energiesysteme zunehmend dezentraler, stärker beeinflusst von Energiekonsumenten, die zugleich Produzenten sind, und abhängiger von der Integration intermittierender und dezentraler Energiequellen wie Wind, Photovoltaik und Biomasse. Dies erhöht den Bedarf an intelligenter Speicherung sowie effizienten und zuverlässigen Stromnetzwerken. Sowohl intelligentere Gebäude als auch die Integration einer größeren Zahl dezentraler Energiequellen in konventionelle Stromnetze führen aufgrund wachsender Datenmengen sowie bidirektionaler Energie- und Informationsflüsse zu steigender Komplexität, die sich nur durch Digitalisierung von Gebäuden, Transport und Energiesystemen verlässlich steuern lässt. Die FuE-Aktivitäten von Smart Infrastructure sind auf der einen Seite darauf ausgerichtet, die Trends der Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung der Energiemärkte aufzugreifen. Zum anderen stärken die FuE-Aufwendungen die Fähigkeiten von Smart Infrastructure, komfortable, sichere und energieeffiziente Gebäude und Infrastrukturen zu schaffen, und tragen dazu bei, die Effizienz von Gebäudenutzern, Ausrüstung und Gebäudeflächennutzung zu steigern. Das Operative Unternehmen erweitert seine digitalen Angebote innerhalb seiner bestehenden Geschäfte. Gleichzeitig werden die jüngsten Akquisitionen in den Bereichen kritische Stromsteuerungssysteme, Leistungselektronik und IoT in Gebäuden integriert. Smart Infrastructure entwickelt darüber hinaus Technologien für umweltfreundliche und zunehmend erneuerbare Energiesysteme. Diese Technologien reichen von Solarwechselrichtern zu Batteriespeichern und Ladelösungen für E-Mobilität. Hier sind Daten von Feldgeräten die Basis dafür, die Netzflexibilität auf intelligente Weise sicherzustellen sowie Energieangebot und -nachfrage permanent auszugleichen und dabei gleichzeitig die Netzanlagen zu schützen. Im Bereich der elektrischen Verteilersysteme und Industrieanlagen treibt Smart Infrastructure die Digitalisierung der Schalt- und Steuerungsprodukte durch integrierte Intelligenz, Cloud-Verbindung und zunehmend ferngesteuerte Diagnostik sowie Edge-Computing-Fähigkeit kontinuierlich voran. Die digitalen Zwillinge von Produkten, Gebäudesystemen und Netzen nutzen den Kunden durch Online-Konfigurations-Tools sowie Wartung und Servicemanagement. Smart Infrastructure entwickelt mit Mindsphere datengesteuerte Applikationen und digitale Dienstleistungen in unterschiedlichen Cloud-Umgebungen. Die Investitionen von Smart Infrastructure stehen zu einem großen Teil in Zusammenhang mit den Produktgeschäften und den Fabriken, wobei der Schwerpunkt auf der Innovation liegt. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 16.244 15.198 7 % 4 % Umsatzerlöse 15.225 14.445 5 % 3 % darin: Produktgeschäft 5.530 5.302 4 % 2 % Angepasstes EBITA 1.500 1.574 - 5 % Angepasste EBITA-Marge 9,9 % 10,9 % Der Auftragseingang und die Umsatzerlöse von Smart Infrastructure stiegen in allen drei Geschäften - dem Lösungs- und Servicegeschäft, dem System- und Softwaregeschäft und dem Produktgeschäft - sowie in allen drei Berichtsregionen. Das größte Auftragswachstum erreichte das Lösungs- und Servicegeschäft aufgrund eines sehr starken Anstiegs des Volumens aus Großaufträgen in den Regionen Amerika sowie Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Die Umsatzerlöse stiegen am deutlichsten im System- und Software- sowie im Lösungs- und Servicegeschäft, insbesondere in der Region Amerika. Das Wachstum der Umsatzerlöse im Produktgeschäft war auf die Niederspannungsprodukte zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der anderen Produktgeschäfte lagen annähernd auf Vorjahresniveau, was teilweise auf ein ungünstigeres Umfeld an den kurzzyklischen Märkten zurückzuführen war. Ausschlaggebend für den Rückgang des Angepassten EBITA war das System- und Softwaregeschäft, das früh im Geschäftsjahr Belastungen in Zusammenhang mit Projekten zur Stromnetzsteuerung verzeichnete. Das Angepasste EBITA enthielt zudem im Vorjahresvergleich höhere Aufwendungen für die Erweiterung von Smart-Building-Lösungen und Grid-Edge-Aktivitäten. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 48 Mio. €, gegenüber 34 Mio. € im Vorjahr. Der Auftragsbestand von Smart Infrastructure belief sich zum Geschäftsjahresende auf 10 Mrd. €, von denen voraussichtlich 7 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Smart Infrastructure erzielte seine Ergebnisse an Märkten, die im Geschäftsjahr 2019 insgesamt moderat wuchsen. Die Entwicklung an den Märkten für Netze profitierte vom Bedarf an intelligenten und flexiblen Energienetzwerken sowie vom Bedarf an Automatisierung, insbesondere in Asien, Australien sowie Amerika. Die Schwer- und die Infrastrukturindustrie entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 ebenfalls günstig. Dies war insbesondere auf Investitionen an den Öl- und Gasmärkten, in Datenzentren sowie in die Transportinfrastruktur wie E-Mobilität zurückzuführen. Die Fertigungsindustrien, die stark in das Geschäftsjahr 2019 starteten, verzeichneten in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahrs einen Abschwung. Die Märkte der Bauindustrie setzten ihr stabiles Wachstum während des Geschäftsjahrs fort. Dies galt insbesondere für die USA und China sowie insgesamt für die gewerblichen Immobilienmärkte. Das Wachstum am wichtigen Gebäudeelektrifizierungs- und -automatisierungsmarkt war bestimmt von der Nachfrage nach Angeboten im Bereich Gebäudeleistung und -nachhaltigkeit, wobei eine starke Nachfrage nach Energieeffizienz und digitalen Dienstleistungen bestand. Das allgemeine Marktwachstum dürfte im Geschäftsjahr 2020 unter anderem bedingt durch den anhaltenden Abschwung an den kurzzyklischen Märkten und die konjunkturelle Unsicherheit in einer Reihe von Ländern aufgrund von Handelskonflikten voraussichtlich schwächer ausfallen als im Geschäftsjahr 2019. Mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahrs 2020 wird das Geschäft mit Verteilertransformatoren in das Operative Unternehmen Gas and Power übertragen. Wenn diese Organisationsstruktur bereits im Geschäftsjahr 2019 bestanden hätte, hätte Smart Infrastructure einen Auftragseingang von 15,590 Mrd. €, Umsatzerlöse von 14,597 Mrd. €, ein Angepasstes EBITA von 1,465 Mrd. € sowie eine Angepasste EBITA-Marge von 10,0 % verzeichnet. A.3.4 Gas and Power Das Operative Unternehmen Gas and Power bietet ein breites Spektrum von Produkten und Lösungen zur Stromerzeugung, zur Förderung und zum Transport sowie für nachgelagerte Aktivitäten im Bereich Öl und Gas und zur Errichtung und zum Betrieb von Stromübertragungsnetzen an. Darüber hinaus stellt es eine umfangreiche Palette an Dienstleistungen für diese Produkte und Lösungen bereit. Das Portfolio umfasst dabei Leistungserweiterungen, Wartungs- und Beratungsdienstleistungen sowie Kundenschulungen. Schließlich bietet Gas and Power umfassende schlüsselfertige Lösungen an, die die oben genannten Produkte und Systeme integrieren. Gas and Power wurde im Geschäftsjahr 2019 durch eine Kombination der früheren Divisionen Power and Gas sowie Power Generation Services mit den Geschäften für Stromübertragungsprodukte, -systeme und -lösungen der früheren Division Energy Management gebildet. Aufgrund des breiten Angebots kann sich in den einzelnen Berichtsperioden eine unterschiedliche Zusammensetzung der Umsatzerlöse von Gas and Power ergeben, je nachdem, welcher Anteil auf Produkte, Lösungen und Dienstleistungen entfällt. Da diese drei Umsatzerlösquellen typischerweise unterschiedlich profitabel sind, hat die Zusammensetzung der Umsatzerlöse entsprechende Auswirkungen auf das Angepasste EBITA von Gas and Power in der jeweiligen Periode. In den Geschäften mit Stromerzeugung sowie Öl und Gas enthält das Portfolio Gasturbinen, Dampfturbinen, Generatoren für den Einsatz in Gas- oder Dampfkraftwerken, Turbo- und Kolbenkompressorenstränge, Kolbenmotoren, Ausrüstung für modulare Stromversorgung, integrierte Kraftwerkslösungen sowie Instrumentierungs- und Kontrollsysteme für die Stromerzeugung. Zu den Kunden zählen öffentliche Versorgungsunternehmen und unabhängige Stromproduzenten ebenso wie Unternehmen, die die Planung, Beschaffung und Errichtung von Kraftwerken für diese Unternehmen ausführen (Engineering, Procurement and Construction, EPC), daneben auch staatliche und internationale Unternehmen der Ölbranche, Unternehmen im Midstream-Geschäft, unabhängige Unternehmen in den Branchen Öl und Gas, Petrochemie und Chemie sowie industrielle Kunden, die Strom und Wärme für den Eigenverbrauch erzeugen (Prosumer). Die Wettbewerber des Operativen Unternehmens umfassen vornehmlich zwei Gruppen: einerseits eine relativ kleine Anzahl von Erstausrüstern (Original Equipment Manufacturer, OEM), von denen einige sehr starke Positionen an ihren Heimatmärkten haben, andererseits eine Vielzahl von EPC-Unternehmen. Im Geschäft mit Stromübertragung enthält das Portfolio Produkte, Systeme und Lösungen, die einen wechselseitigen Strom- und Informationsfluss verschiedener Anbieter ermöglichen. Diese Angebote sind zentrale Bausteine für modernisierte Stromnetze, die erneuerbare Energiequellen mit ihrem schwankenden Stromerzeugungsniveau integrieren und zudem effiziente Stromspeicherung und eine ausgereifte Belastungssteuerung ermöglichen müssen. Das Portfolio umfasst darüber hinaus Stromtransformatoren, Hochspannungsschalttechnik und zugehörige Komponenten, Hochspannungs-Gleichstromübertragungs-(HGÜ)-Produkte und HGÜ-Stromnetzzugangslösungen, sowie entsprechende Übertragungsdienstleistungen. Das Übertragungsgeschäft bedient ein breites Kundenspektrum. Darunter sind Stromversorger, Betreiber von Übertragungs- und Verteilungsnetzen sowie Industrieunternehmen und Infrastrukturentwickler in Branchen wie Öl und Gas, Chemie, Bergbau, Rechenzentren, Flughäfen und Bahnbetreiber. Die Wettbewerber im Übertragungsgeschäft sind vorwiegend wenige große, international tätige Unternehmen. In zunehmendem Maße kommen kleinere, schnell wachsende Produzenten aus Schwellenländern wie China, Indien und Südkorea dazu. Die Geschäfte des Operativen Unternehmens sind von verschiedenen Trends betroffen. Im Geschäft mit Stromerzeugung verschiebt das anhaltend starke Wachstum der Nachfrage nach Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die damit in Zusammenhang stehenden kurzfristigen Schwankungen bei der Stromerzeugung gegenwärtig die Marktnachfrage von der Grundlasterzeugung aus fossilen Brennstoffen hin zu flexibleren, hocheffizienten und preiswerten Gaskraftwerken mit niedrigen Emissionen; dies ist insbesondere in Europa, Lateinamerika und Asien zu beobachten. Ein zweiter Trend geht dahin, dass die Planung und Durchführung großer Projekte zunehmend die Finanzierung durch den OEM erfordert, unter anderem auch in Form von Eigenkapitalbeteiligungen. Die Rolle des Kapitalgebers wird für Gas and Power von Financial Services übernommen. Dadurch kann den Kunden auf Basis einer fundierten Branchenexpertise eine Reihe von Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungsmodellen angeboten werden. Im Allgemeinen sind die Märkte des Operativen Unternehmens erheblich von Änderungen nationaler Energievorschriften betroffen, beispielsweise in Zusammenhang mit der Förderung erneuerbarer Energien, der Versorgungssicherheit durch Kapazitätsmärkte oder im Hinblick auf strategische Reservekapazitäten, die CO2-Preise und Klimaschutzziele sowie durch die Modernisierung der Energie- und Elektrizitätsmärkte. Es wird erwartet, dass Standards zur Effizienz von Treibstoffen im Verkehrssektor in den USA und der Europäischen Union die künftige Nachfrage nach fossilen Treibstoffen in diesen Regionen dämpfen werden. Dies steht im Gegensatz zu einem starken Wachstum des Verbrauchs von Treibstoffen im Verkehrssektor in anderen Weltregionen, insbesondere in Asien. Im Bereich Öl und Gas nimmt die Rolle von Erdgas im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern mittel- bis langfristig an Bedeutung zu, unterstützt durch seine geringere CO2-Bilanz. Zudem erfordert die nachlassende Förderung auf bereits stark ausgebeuteten Öl- und Gasfeldern beziehungsweise deren Erschöpfung verbesserte Förderungstechnologien sowie zusätzliche mechanische und elektrische Kraft, woraus sich ein laufender Investitionsbedarf ergibt. Zugleich konzentrieren sich Öl- und Gasunternehmen zunehmend auf die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen sowie die Emissionsbilanz. Dies macht es erforderlich, dass Produkte und Lösungen ein verbessertes Gleichgewicht zwischen hoher Produktivität der Anlagen und ihrer Sicherheit sowie Umweltleistung bieten. Im Allgemeinen profitiert unser Öl- und Gasgeschäft von diesen größeren Markttrends. Zugleich bietet unsere diversifizierte und globale Präsenz entlang der Wertschöpfungskette für Öl und Gas sowie in anderen Branchen - die alle ihren eigenen Zyklen unterliegen - stabile Geschäftsmöglichkeiten. Das Übertragungsgeschäft profitiert im Allgemeinen von größeren Trends und Veränderungen bei den weltweiten Stromversorgungssystemen. Dazu zählen insbesondere die Dekarbonisierung, die Digitalisierung sowie die globale Elektrifizierung. Die Dekarbonisierung verschiebt den Fokus in der Stromerzeugung sowohl auf zentrale als auch auf dezentrale Erzeugung aus regenerativen Quellen. Diese Verschiebung erhöht die Nachfrage nach der Anbindung von Offshore-Stromerzeugung und nach Netzstabilität und erfordert dazu umweltfreundliche Produkte und Systeme. Die Integration von Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Stromspeichern und anderen nicht kontinuierlichen beziehungsweise dezentralen Energieressourcen in effiziente und zuverlässige Stromnetze erhöht die Komplexität der Netze. Eine ganzheitliche Transparenz über die Anlagen, ermöglicht durch den Einsatz von Digitalisierung, wird zunehmend wichtiger, um die Effizienz bestehender Netzanlagen und die Netzleistung zu verbessern. Digitalisierung umfasst, Produkte und Systeme stärker digital zu verbinden sowie intelligente Lösungen für das Management komplexer Stromnetze zur Verfügung zu stellen. Verbundene Anlagen ermöglichen ein Potenzial zur Wertschaffung durch zusätzliche Dienstleistungen und erweiterten Anlagenbetrieb. Die weltweit kontinuierlich steigende Nachfrage nach Elektrizität erfordert eine stabile Übertragung von "grünem" Strom unter Volllast mit minimalen Verlusten vom Ort der Stromerzeugung hin zu verschiedenen Lastschwerpunkten, von denen einige sogar in anderen Ländern liegen können. Die FuE-Aktivitäten der Geschäfte mit Stromerzeugung sowie Öl und Gas konzentrieren sich auf die Entwicklung von Produkten und Lösungen, die die Effizienz und Flexibilität bei der Energieerzeugung sowie in der Öl- und Gasbranche verbessern und Treibhausgasemissionen verringern. Dabei handelt es sich unter anderem um Turbomaschinen, insbesondere um hochleistungsfähige emissionsarme Gasturbinen für den Einzelbetrieb oder den Einsatz in kombinierten Gas- und Dampfturbinenkraftwerken, sowie um Verdichterlösungen, die die Produktangebote aus den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung für die Öl- und Gas- sowie die Prozessindustrien kombinieren. Ein Tätigkeitsfeld liegt in der Verwendung von Wasserstoff als erneuerbarem Kraftstoff in Gasturbinen. Gas and Power verstärkt ebenso die Forschung und Entwicklung bei innovativen Materialien, fortschrittlichen Fertigungsmethoden und Werksoptimierungen. Im Geschäft mit Stromübertragung fokussieren sich die FuE-Aktivitäten darauf, das Portfolio auf ein dereguliertes Umfeld vorzubereiten, in dem die Kosten über den gesamten Produktlebenszyklus entscheidend sind. Demzufolge konzentrieren sich die Innovationen auf die Digitalisierung von Produkten, die Leistungselektronik, die softwaregestützte Leistungsregelung, auf umweltfreundliche Produkte und Systeme sowie auf die Netzstabilisierung. Die steigende Einspeisung erneuerbarer Energie in Stromnetze, bei zugleich wachsendem Anteil dezentraler Erzeugung, erfordert, dass diese Netze flexibler und effizienter werden. Die Investitionen von Gas and Power konzentrieren sich auf Produktivitätssteigerungen durch Automatisierung und die Erhöhung der Kundenähe durch eine strategische Regionalisierung von Kapazitäten. Die Investitionen betreffen hauptsächlich Gasturbinen und Turbinenkomponenten. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 19.975 18.451 8 % 7 % Umsatzerlöse 17.663 18.125 - 3 % - 4 % darin: Servicegeschäft 8.025 7.756 3 % 2 % Angepasstes EBITA 679 722 - 6 % Angepasste EBITA-Marge 3,8 % 4,0 % Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund des Wachstums im Neuanlagengeschäft deutlich an. Das Volumen aus Großaufträgen erhöhte sich im Vorjahresvergleich erheblich. Darunter waren ein 0,4-Mrd.-€-Auftrag für ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk einschließlich Service in Frankreich, ein HGÜ-Auftrag über 0,4 Mrd. € in Deutschland, ein Auftrag über 0,3 Mrd. € für ein Großprojekt zum Netzanschluss von Offshore-Windparks im Vereinigten Königreich sowie ein 0,3-Mrd.-€-Auftrag im Lösungsgeschäft in Brasilien. Der Auftragseingang stieg in allen drei Berichtsregionen an; die Region Amerika berichtete dabei ein prozentual zweistelliges Wachstum. Die Umsatzerlöse von Gas and Power gingen in einem fortgesetzt schwierigen Marktumfeld im Vorjahresvergleich moderat zurück, da im Neuanlagengeschäft als Folge des schwachen Auftragseingangs in vergangenen Jahren ein Rückgang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 zu verzeichnen war. Regional betrachtet nahmen die Umsatzerlöse in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Asien, Australien ab, teilweise ausgeglichen von einem Anstieg in Amerika. Trotz eines anhaltend starken Beitrags des Servicegeschäfts und positiver Wirkungen in Zusammenhang mit der Abarbeitung und dem Abschluss von Projekten war das Angepasste EBITA aufgrund von niedrigeren Umsatzerlösen, Preisrückgängen und verringerter Kapazitätsauslastung niedriger als im Vorjahr. Darüber hinaus profitierte das Angepasste EBITA im Geschäftsjahr 2018 von Gewinnen aus der Veräußerung von zwei Geschäften in Höhe von insgesamt 166 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2019 betrugen die Aufwendungen für Personalrestrukturierung 242 Mio. €, im Vergleich zu 374 Mio. € im Geschäftsjahr 2018. Der Auftragsbestand belief sich zum Geschäftsjahresende auf 51 Mrd. €; es wird erwartet, dass davon voraussichtlich 13 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Diese Ergebnisse spiegeln ein sehr wettbewerbsintensives Marktumfeld wider. Wir erwarten, dass der Markt für Stromerzeugung im Allgemeinen herausfordernd bleiben und das Marktvolumen sich auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren wird. Nach Jahren eines anhaltenden Rückgangs blieb das Volumen im Marktsegment für Gasturbinen im Geschäftsjahr 2019 auf Vorjahresniveau. Erneut gab es Verzögerungen bei der Vergabe von großen Projekten in der Berichtsregion Asien, Australien, insbesondere in China, sowie einen starken Preisdruck als Folge eines intensiven Wettbewerbs. Kunden zeigten sich auch zurückhaltend aufgrund des anhaltend schwachen Wachstums bei der Stromnachfrage, zusammen mit Unsicherheiten hinsichtlich der regulatorischen Entwicklungen. Am Markt für Gasturbinen bestehen Überkapazitäten sowohl bei Erstausrüstern als auch bei EPCs, die eine Marktkonsolidierung fördern. Ausgehend von einer bereits niedrigen Vergleichsbasis war der Markt für große Dampfturbinen zur Stromerzeugung weiter rückläufig. Ursächlich hierfür waren die anhaltende Verschiebung von kohlebefeuerter hin zu gasbefeuerter und erneuerbarer Stromerzeugung sowie Vorschriften zum Kohlendioxidausstoß. Wir erwarten, dass diese Entwicklungen im Geschäftsjahr 2020 anhalten werden. Im Gegensatz dazu entwickelten sich die Märkte für Industriedampfturbinen im Geschäftsjahr 2019 stabil; es wird davon ausgegangen, dass dieses Marktsegment im Geschäftsjahr 2020 auf dem Vorjahresniveau bleiben wird. Die Märkte für Öl und Gas entwickelten sich im Geschäftsjahr 2019 positiv, ausschlaggebend war eine Erholung bei Flüssigerdgas. Es wird erwartet, dass sie auch im Geschäftsjahr 2020 wachsen werden, angetrieben von den Flüssigerdgas- und den Upstream-Märkten. Sowohl der Markt für Offshore- wie auch der Markt für Onshore-Förderung werden sich nach unserer Erwartung, basierend auf einer wachsenden Anzahl von erwarteten Projektgenehmigungen, weiter erholen. Es wird zudem erwartet, dass sich der Markt für Pipelines, der Markt für nachgelagerte Geschäfte sowie die sonstigen öl- und gasbezogenen Märkte im Geschäftsjahr 2020 stabil entwickeln. Die Märkte, die von unseren Übertragungsgeschäften bedient werden, wuchsen im Geschäftsjahr 2019 leicht. Sie erholten sich damit von der Schwäche im Vorjahr, da Kunden ihre Anstrengungen fortsetzten, Übertragungs- und Verteilungsnetze zu stärken, um die zunehmende Menge an dezentraler Energie zu integrieren. Wir erwarten, dass sich dieses Wachstum im Geschäftsjahr 2020 fortsetzt; dabei wird erwartet, dass die Märkte in Asien die höchsten Wachstumsraten verzeichnen werden. Wir gehen davon aus, dass der Nahe und Mittlere Osten von der Preiserholung an den Öl- und Gasmärkten und von Investitionen in große Infrastrukturprojekte profitieren wird. Strengere Dekarbonisierungsziele sowie Netzerweiterungen sollten die Wachstumstreiber in Europa sein. Daneben wird erwartet, dass Stromversorger in Nordamerika stark in die Modernisierung und Optimierung von Stromnetzen investieren werden. Mit Wirkung zum Beginn des Geschäftsjahrs 2020 werden mehrere Geschäfte auf Gas and Power übertragen. Dabei handelt es sich um bestimmte Geschäfte, die zuvor in Portfolio Companies enthalten waren, das Geschäft mit Verteilertransformatoren, das zuvor in Smart Infrastructure enthalten war, sowie die Einheit für Wasserstofflösungen und Forschungsaktivitäten aus dem Technologiefeld Power 2X und Speicherung, die zuvor in Zentrale Posten enthalten waren. Wenn diese Organisationsstruktur bereits im Geschäftsjahr 2019 bestanden hätte, hätte Gas and Power einen Auftragseingang von 21,711 Mrd. €, Umsatzerlöse von 19,304 Mrd. €, ein Angepasstes EBITA von 732 Mio. € sowie eine Angepasste EBITA-Marge von 3,8 % verzeichnet. A.3.5 Mobility Im Strategischen Unternehmen Mobility sind alle Geschäfte von Siemens zusammengefasst, die sich mit dem Transport von Menschen und Gütern befassen. Hierzu gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Bahnelektrifizierung, Straßenverkehrstechnik, digitale Lösungen und damit verbundene Dienstleistungen. Mobility bietet seinen Kunden auch Beratung sowie die Planung, Finanzierung, Errichtung, den Service und den Betrieb schlüsselfertiger Mobilitätssysteme an. Integrierte Mobilitätslösungen zur Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme runden das Angebot ab. Mobility vertreibt seine Produkte, Systeme und Lösungen über sein weltweites Netzwerk von Vertriebseinheiten. Die Hauptkunden von Mobility sind öffentliche und staatliche Unternehmen im Transport- und Logistiksektor. Die von Mobility bedienten Märkte sind daher vorwiegend von öffentlichen Ausgaben abhängig. Die Kunden von Mobility haben in der Regel Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen, und ihre Auftragsausschreibungen sind weitgehend unbeeinflusst von kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Hauptwettbewerber von Mobility sind multinationale Unternehmen. Die Konsolidierung unter den Wettbewerbern von Mobility schreitet weiter voran. Im Februar 2019 gab die Europäische Kommission ihre Entscheidung bekannt, den vorgeschlagenen Zusammenschluss von Alstom SA, Frankreich (Alstom) mit dem Mobilitätsgeschäft von Siemens zu untersagen. Im August 2019 unterzeichnete ein großer Wettbewerber aus China einen Vertrag über den Kauf eines Lokomotivengeschäfts in Deutschland, um seiner ehrgeizigen Wachstums- und Internationalisierungsstrategie folgend auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Sollte diese Transaktion durchgeführt werden, würde die zuvor beschriebene Abfolge von Ereignissen voraussichtlich den Wettbewerbsdruck auf alle europäischen Schienenverkehrsunternehmen, einschließlich Mobility, erheblich erhöhen. Die Trends an den Märkten von Mobility sind geprägt von dem Bedarf an Lösungen, die Mobilität im Alltag einfacher, schneller, flexibler, zuverlässiger und kostengünstiger machen. Städte und Länder stehen vor der Aufgabe, Kosten, Flächenbedarf und verkehrsbedingte Lärm- und CO2-Emissionen zu senken. Der Druck auf Mobilitätsanbieter und Entscheidungsträger, diese Mobilitäts- und Transportbedürfnisse zu decken, nimmt aufgrund des erwarteten weiteren Bevölkerungsanstiegs in urbanisierten Strukturen zu. Die FuE-Strategie von Mobility ist darauf fokussiert, eine maximale Verfügbarkeit von Zügen und Infrastrukturen zu gewährleisten und dabei die Kapitalrentabilität der Kunden zu erhöhen sowie den Fahrgastkomfort zu verbessern. Dekarbonisierung und nahtlos vernetzte (E-)Mobilität sind Schlüsselfaktoren für die Zukunft des Transportwesens. Die wesentlichen FuE-Schwerpunkte bei Mobility umfassen die Entwicklung effizienter Fahrzeugplattformen mit optimierten Lebenszykluskosten sowie maximaler kundenindividueller Flexibilität, umweltfreundliche alternative Energieversorgungen für Züge (Batterien, Brennstoffzellen, Dualmodus) und Lastwagen (eHighway, Oberleitungen mit Strom), digitale Dienstleistungen für Bahnen über die Railigent Application Suite auf Grundlage von MindSphere, cloud-basierte Signaltechnik in Form einer neuen Systemarchitektur für Bahninfrastrukturen und IoT-/cloud-basierte Konzepte, Lösungen für stärker automatisiertes und autonomes Fahren auf Schienen und Straßen sowie digitale Technologien und Lösungen wie Cyber-Sicherheit, Konnektivität, den digitalen Zwilling, künstliche Intelligenz sowie additive Fertigung oder intermodale Apps und Plattformen. Die Investitionen von Mobility konzentrieren sich hauptsächlich auf die Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsstätten sowie die Erfüllung von Projektanforderungen. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 12.894 11.025 17 % 16 % Umsatzerlöse 8.916 8.821 1 % 0 % Angepasstes EBITA 983 958 3 % Angepasste EBITA-Marge 11,0 % 10,9 % Der Auftragseingang von Mobility kletterte auf einen Rekordwert. Dies war auf ein sehr stark gestiegenes Volumen aus Großaufträgen zurückzuführen, das Mobility auf breiter Basis, vor allem aber bei Zügen und dem Kundenservicegeschäft, verzeichnen konnte. Zu den bedeutendsten Aufträgen gehörten ein Auftrag über 1,6 Mrd. € für U-Bahnen im Vereinigten Königreich, ein Auftrag über 1,2 Mrd. € für Hochgeschwindigkeitszüge einschließlich Wartung in Russland, ein 0,8-Mrd.-€-Auftrag für Züge einschließlich Service in Kanada, ein Auftrag über 0,7 Mrd. € für dieselelektrische Lokomotiven (einschließlich eines langfristigen Servicevertrags) in den USA sowie zwei Aufträge in Deutschland im Wert von 0,4 Mrd. € beziehungsweise 0,3 Mrd. € für Regionaltriebzüge. Auch im Geschäftsjahr 2018 gewann Mobility eine Reihe bedeutender Aufträge über die Berichtsregionen hinweg. Die Umsatzerlöse nahmen leicht zu. Dabei wurde ein prozentual zweistelliges Wachstum im Kundenservicegeschäft großenteils durch einen Rückgang im Bahninfrastrukturgeschäft aufgewogen. Die Umsatzerlöse im Zuggeschäft blieben annähernd auf Vorjahresniveau. Dies war bedingt durch ungünstige Effekte aus der zeitlichen Abfolge bei der Abarbeitung großer Zugaufträge, da deren Abwicklung erst spät im Geschäftsjahr anlief. Geografisch betrachtet wurde ein Wachstum der Umsatzerlöse in der Region Asien, Australien durch leichte Rückgänge in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika zurückgehalten. Mobility arbeitete im Geschäftsjahr 2019 weiterhin mit hoher Profitabilität. Ein starker Beitrag zum Angepassten EBITA kam dabei aus dem Servicegeschäft. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen betrugen 20 Mio. €, gegenüber 14 Mio. € im Geschäftsjahr 2018. Der Auftragsbestand von Mobility belief sich zum Geschäftsjahresende auf 33 Mrd. €, von denen voraussichtlich 8 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Das Wachstum des Auftragseingangs spiegelte die insgesamt starken, regional in ihrer Dynamik aber unterschiedlichen Märkte von Mobility im Geschäftsjahr 2019 wider. Die Marktentwicklung in Europa war durch die fortgesetzte Vergabe von mittelgroßen und großen Aufträgen geprägt. Dies zeigte sich insbesondere im Vereinigten Königreich, in Deutschland sowie in Österreich. Innerhalb der Gemeinschaft unabhängiger Staaten wurden große Projekte für Hochgeschwindigkeitszüge und Dienstleistungen in Russland vergeben. Die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika wurde durch anhaltende Unsicherheiten in Zusammenhang mit Budgetbeschränkungen und dem politischen Umfeld beeinträchtigt. Die stabile Investitionstätigkeit in der Region Amerika wurde maßgeblich von der Nachfrage nach Fern- und Nahverkehrszügen getragen; dies galt insbesondere für die USA und Kanada. In der Region Asien, Australien verzeichneten die Märkte in China anhaltende Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, Nahverkehr, Frachtlogistik und Bahninfrastruktur. Indien investiert weiter in die Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes. Im Geschäftsjahr 2020 erwarten wir, dass die von Mobility bedienten Märkte bei steigender Nachfrage nach digitalen Lösungen moderat wachsen werden. Insgesamt dürften Bahntransport und intermodale Mobilitätslösungen aufgrund der auf der ganzen Welt weiter voranschreitenden Urbanisierung im Fokus bleiben. In den Schwellenländern werden steigende Einkommen voraussichtlich zu einer größeren Nachfrage nach öffentlichen Transportlösungen führen. A.3.6 Siemens Healthineers Siemens als Mehrheitseigentümer hält 85 % der Aktien an der börsennotierten Siemens Healthineers AG, Deutschland (Siemens Healthineers). Siemens Healthineers ist ein weltweiter Technologieanbieter im Gesundheitswesen. Es stellt Medizintechnik, Softwarelösungen sowie Beratungsleistungen im Klinikbereich zur Verfügung, unterstützt durch ein umfangreiches Set an Trainings- und Serviceangeboten. In seinem Imaging-Geschäft sind die wichtigsten Produkte Geräte auf den Gebieten Magnetresonanz, Computertomographie, Röntgensysteme, molekulare Bildgebung und Ultraschall. Das Diagnostics-Geschäft bietet Produkte und Dienstleistungen für In-vitro-Diagnostika an, die Gesundheitsdienstleistern im Bereich der Labordiagnostik, molekularen Diagnostik und Point-of-Care-Diagnostik zur Verfügung gestellt werden. Die Produkte in seinem Advanced-Therapies-Geschäft erleichtern die minimalinvasive Behandlung durch die Nutzung von bildgesteuerten Therapien in den Bereichen der Kardiologie, interventionellen Radiologie, Chirurgie und Radioonkologie. Dieses umfassende Portfolio unterstützt Kunden entlang der Behandlungskette - von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Die Kunden reichen von öffentlichen und privaten Gesundheitsdienstleistern bis hin zu Pharmaunternehmen und klinischen Forschungsinstituten. Der Wettbewerb in den Imaging- und Advanced-Therapies-Geschäften besteht hauptsächlich aus einer kleinen Zahl von großen multinationalen Unternehmen, während der Diagnostikmarkt fragmentiert ist, mit globalen Wettbewerbern, die international und über Marktsegmente hinweg konkurrieren, und die sich zudem mit mehreren regionalen Akteuren und spezialisierten Unternehmen in Nischentechnologien konfrontiert sehen. Die Geschäftsaktivitäten von Siemens Healthineers sind in bestimmtem Umfang unbeeinflusst von kurzfristigen Konjunkturentwicklungen, da ein Großteil der Umsatzerlöse aus wiederkehrenden Geschäften stammt. Dagegen besteht eine direkte und indirekte Abhängigkeit von weltweiten Trends im Gesundheitsmarkt und Entwicklungen in der Gesundheitspolitik, einschließlich Erstattungssystemen sowie politischen Entwicklungen, inklusive dem Bereich Regulierung. Die für Siemens Healthineers relevanten Märkte werden von mehreren wesentlichen Trends beeinflusst. Der erste ist die demografische Entwicklung, insbesondere die weltweit wachsende und alternde Bevölkerung. Diese Entwicklung stellt die weltweiten Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen und bietet gleichzeitig Chancen, da sich die Nachfrage nach kosteneffizienten Lösungen für die Gesundheitsversorgung weiter intensiviert. Der zweite Trend ist die wirtschaftliche Entwicklung in Schwellenländern, die vielen Menschen einen besseren Zugang zu einer Gesundheitsversorgung ermöglicht. Aufgrund der weiter wachsenden Mittelschicht werden weiterhin signifikante Investitionen in die Erweiterung der privaten und öffentlichen Gesundheitssysteme vorgenommen, die die allgemeine Nachfrage nach Produkten und Services im Gesundheitswesen erhöhen und somit das Marktwachstum fördern. Der dritte Trend ist die Zunahme an chronischen Erkrankungen, bedingt durch eine wachsende alternde Bevölkerung und umwelt- und lebensstilbedingter Veränderungen. Diese Entwicklung setzt die Gesundheitssysteme zusätzlich unter Druck und führt zu erhöhten Kosten, diese Herausforderungen anzugehen. Der vierte globale Trend, die Transformation der Leistungserbringer, resultiert aus einer Kombination von gesellschaftlichen Entwicklungen und Markteinwirkungen. Diese veranlassen Leistungserbringer im Gesundheitswesen dazu, ihre Leistungen in anderer Art und Weise zu planen und zu erbringen. Aufgrund des wachsenden Kostendrucks im Gesundheitswesen werden neue Vergütungsmodelle für Gesundheitsdienstleistungen, wie beispielsweise wertbasierte statt behandlungsbasierte Vergütung, eingeführt. Digitalisierung und KI werden voraussichtlich Schlüsselfaktoren für Gesundheitsversorger sein, da sie sich zunehmend darauf fokussieren, die ganzheitliche Patientenerfahrung zu verbessern, bei besseren Ergebnissen und einer allgemeinen Verringerung der Behandlungskosten. Treiber dieser Entwicklung sind unter anderem zunehmende gesellschaftliche Widerstände gegenüber den Kosten der Gesundheitsversorgung, die wachsende Professionalisierung der Kostenträger, Belastungen durch chronische Krankheiten sowie der rapide wissenschaftliche Fortschritt. Als Folge davon schließen sich Gesundheitsdienstleister in Netzwerken zusammen, woraus größere Klinik- und Laborketten resultieren, oft auf internationaler Ebene, die mehr und mehr wie Großunternehmen agieren. Die Anwendung dieser industriellen Logik auf den Gesundheitsmarkt kann zu systematischen Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitig niedrigeren Kosten führen. Aufgrund der Notwendigkeit, dass Gesundheitssysteme weltweit bessere Ergebnisse zu geringeren Kosten erzielen müssen, ist die Regulierung weltweit zunehmend darauf ausgerichtet, neue Vergütungsmodelle für Gesundheitsdienstleistungen einzuführen. Dies führt dazu, dass die Erstattungen im Gesundheitswesen nicht mehr anhand der Anzahl der Eingriffe, sondern auf Grundlage des Behandlungserfolgs ermittelt werden. Derzeit gibt es in den meisten Industrieländern Überlegungen, regulatorische Änderungen innerhalb ihrer Gesundheitssysteme durchzuführen. Die FuE-Aktivitäten von Siemens Healthineers sind durchgehend darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für seine Kunden zu schaffen und gleichzeitig seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Insbesondere im Umfeld der KI wurden die Aktivitäten weiter ausgebaut. Mittlerweile hat Siemens Healthineers mehr als 40 KI-basierte Produkte und Anwendungen im Markt, die die Produktivität der Kunden weiter steigern sowie präzisere und individuell auf den Patienten zugeschnittene klinische Entscheidungen ermöglichen. Aber auch beim Laborsystem Atellica Solution kommt im Bereich der Probenhandhabung und -klassifizierung mittlerweile KI-basierte Technologie zum Einsatz. Als Teil des wachsenden digitalen Serviceportfolios von Siemens Healthineers ist die systematische Erweiterung der cloud-basierten Kollaborationsplattform Teamplay ein wichtiger Schritt, seine Kunden bei der Umsetzung auf ergebnisorientierte Gesundheitsversorgung zu unterstützen. Sie soll künftig klinische, betriebliche und finanzielle Aufgabenstellungen und Funktionen im Gesundheitswesen abdecken und vernetzt Gesundheitsversorger und Lösungsanbieter sowie deren Daten, Anwendungen und Dienstleistungen. Neben dieser kontinuierlichen Erneuerung des Portfolios verbessert Siemens Healthineers auch bestehende Produkte und Lösungen. Die Investitionen von Siemens Healthineers werden hauptsächlich zur Verbesserung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit eingesetzt und bezogen sich im Wesentlichen auf die Fertigungslandschaft, um die Fertigungskapazitäten und technischen Möglichkeiten zu erweitern, insbesondere in China und den USA, sowie auf immaterielle Vermögenswerte, einschließlich aktivierter Entwicklungsaufwendungen für weitere Produkte in Zusammenhang mit Atellica Solution. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 15.853 14.506 9 % 7 % Umsatzerlöse 14.517 13.425 8 % 6 % Angepasstes EBITA 2.461 2.221 11 % Angepasste EBITA-Marge 17,0 % 16,5 % Der Auftragseingang und die Umsatzerlöse zeigten im Geschäftsjahr 2019 eine ähnlich starke Entwicklung: deutliches Wachstum, Anstiege in allen Geschäften, angeführt vom Imaging-Geschäft, und Wachstum in allen drei Berichtsregionen, insbesondere in China sowie in den USA, das von positiven Wirkungen aus der Währungsumrechnung profitierte. Das Angepasste EBITA lag im Vorjahresvergleich deutlich höher, mit Anstiegen in den Imaging- und Advanced-Therapies-Geschäften. Das Diagnostics-Geschäft verzeichnete einen Rückgang im Angepassten EBITA, hauptsächlich aufgrund von höheren Kosten in Zusammenhang mit der Atellica Solution-Plattform. Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung beliefen sich auf 57 Mio. €, gegenüber 96 Mio. € im Geschäftsjahr 2018. Der Auftragsbestand von Siemens Healthineers belief sich zum Geschäftsjahresende auf 18 Mrd. €; es wird erwartet, dass davon 6 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Während die Nachfrage in den Märkten von Siemens Healthineers im Geschäftsjahr 2019 weiterhin zunahm, waren gleichzeitig Preisdruck bei Neuanschaffungen sowie eine erhöhte Auslastung der installierten Systeme zu beobachten. Alle größeren von Siemens Healthineers bedienten Märkte befanden sich in einem gesunden Zustand. Dies trug zu einem leicht erhöhten Marktwachstum in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika bei. Dieses Wachstum war insbesondere in den Imaging- und Advanced-Therapies-Märkten spürbar. Die Märkte der Region Asien, Australien wuchsen moderat. In den USA wiesen die Märkte für Imaging ein leichtes und für Advanced Therapies ein deutliches Wachstum auf; die Märkte für Diagnostics wuchsen wieder moderat. Das Marktumfeld in den USA blieb dennoch herausfordernd, da der Druck auf die Erstattungssysteme sowie das Ziel einer erhöhten Auslastung der Geräte bei den Kunden nach wie vor bestand. Regierungsinitiativen und -programme sowie ein wachsendes privates Marktsegment trugen in China zur Restabilisierung und dem Wachstum der Märkte bei. Insgesamt setzte sich der Trend der Konsolidierung im Gesundheitswesen im Geschäftsjahr 2019 fort. Dies führte zu erhöhten Auslastungsquoten der Geräte bei den Kunden, die die Zunahme medizinischer Eingriffe in den Industrieländern ausglichen. Der Wettbewerb unter den führenden Herstellern blieb weiterhin auf einem hohen Niveau. Siemens Healthineers erwartet, dass die Märkte für Imaging- und Advanced-Therapies-Geräte im Geschäftsjahr 2020 auf einem moderaten Wachstumskurs bleiben werden, während erwartet wird, dass der Diagnostics-Markt deutlich wächst. Die Märkte von Siemens Healthineers werden weiter von den oben erwähnten langfristigen Trends profitieren; Beschränkungen ergeben sich aber durch Sparzwänge der öffentlichen Haushalte sowie durch die Konsolidierung bei Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen. Regional betrachtet rechnet Siemens Healthineers damit, dass die Märkte in der Region Asien, Australien der stärkste Wachstumstreiber sein werden. Für China rechnet Siemens Healthineers aufgrund wachsender staatlicher Gesundheitsausgaben, der Förderung des privaten Sektors, der Ausweitung des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen auf Landesebene, der spürbaren Folgen der alternden Bevölkerung und zunehmender chronischer Erkrankungen mit einem starken Wachstum. Es wird erwartet, dass das Wachstum in den USA durch den anhaltenden Druck zur Erhöhung der Auslastung der bestehenden Geräte, die reduzierten Erstattungssätze sowie durch politische Unsicherheiten beeinträchtigt wird. Für Europa sieht Siemens Healthineers ein leichtes Wachstum, wobei der Austausch bestehender Geräte sowie das Geschäft mit Großkunden wie Krankenhausketten weiter an Bedeutung gewinnen dürften. A.3.7 Siemens Gamesa Renewable Energy Siemens hält als Mehrheitseigentümer 59 % der Anteile an der börsennotierten Siemens Gamesa Renewable Energy, S. A., Spanien (SGRE). SGRE konzipiert, entwickelt und fertigt Windturbinen für unterschiedliche Windbedingungen. Zudem entwickelt, errichtet und vertreibt das Unternehmen Windparks. Darüber hinaus werden Dienstleistungen zur Verwaltung, zum Betrieb und zur Wartung von Windparks angeboten. Die Hauptkunden sind große Energieversorger und unabhängige Stromproduzenten. Die Wettbewerbssituation bei der Windenergieerzeugung ist in den beiden großen Marktsegmenten unterschiedlich: An den Märkten für Onshore-Windparks gibt es eine Vielzahl von Anbietern, von denen keiner eine dominierende Marktposition aufweist. Die Märkte für Offshore-Windparks hingegen werden weiterhin von einigen wenigen, erfahrenen Marktteilnehmern bedient. Die Konsolidierung schreitet in der Onshore- wie in der Offshore-Windenergie voran. Haupttreiber der Konsolidierung sind Größe sowie Herausforderungen hinsichtlich der Technologie wie auch beim Markteintritt. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse kann sich zwischen den Berichtszeiträumen ändern, je nachdem, wie sich die Aufteilung zwischen Onshore- und Offshore-Projekten in der jeweiligen Periode entwickelt. Es wird allgemein erwartet, dass der Anteil der erneuerbaren Energien am weltweiten Energie-Mix steigen wird. Jedoch übt der Trend zur Bewertung miteinander im Wettbewerb stehender Stromquellen auf Basis von Lebenszykluskosten weiterhin Preisdruck auf die Windkraftbetreiber aus. Darüber hinaus entsteht Preisdruck aus der Einführung von Auktionen als Mechanismus zur Verteilung von Produktionskapazitäten für erneuerbare Energie in den Elektrizitätsmärkten und dem daraus resultierenden steigenden Wettbewerb der Windturbinenhersteller. Um mit diesem Trend Schritt zu halten, konzentriert sich SGRE darauf, seine Lieferkette zu verbessern und die Kosten signifikant zu reduzieren. Dies geschieht durch eine Optimierung der Fertigungslandschaft ebenso wie durch eine Straffung des Produktportfolios. Ein höherer Anteil erneuerbarer Energien in Stromnetzen erhöht zudem den Bedarf bezüglich der Planbarkeit der Energieversorgung und an besseren Möglichkeiten, diese Stromproduktion in den gesamten Energie-Mix zu integrieren. Die Marktentwicklung hing in der Vergangenheit stark von der Energiepolitik ab. Hierzu gehörten Steuervergünstigungen in den USA sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen in der Europäischen Union. Mit fortgesetztem technologischem Fortschritt und Kostensenkungen wird jedoch eine weiter zurückgehende Abhängigkeit von Subventionen erwartet. Die FuE-Aktivitäten von SGRE konzentrieren sich auf die Entwicklung der nächsten Technologiegeneration, die zu verbesserten Produkten, Lösungen und Services mit höherer Kosteneffektivität führt. Dazu gehört der Anspruch, ein führendes Unternehmen hinsichtlich der Fähigkeit zu werden, die Energieerzeugung und Energienachfrage im Bereich der erneuerbaren Energien bestmöglich ins Gleichgewicht zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, entwickelt SGRE kosteneffektive Energiespeicherlösungen sowie Hybridlösungen, die den Kunden aus der Versorgerbranche helfen sollen, die Nutzung von erneuerbaren Energien zu optimieren und damit ihre Profitabilität zu steigern. Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Digitalisierung: Es wird erwartet, dass Fortschritte in diesem Bereich eine intelligentere Überwachung und Analyse des Turbinenzustands sowie intelligentere Diagnosedienstleistungen ermöglichen. Die Investitionen von SGRE konzentrierten sich im Geschäftsjahr 2019 auf Produktionsanlagen für neue Arten von Rotorblättern sowie auf die Kapazitätserweiterung von Produktionsanlagen. Weitere Investitionen bezogen sich auf Logistik- und Konstruktionsinstrumente im Onshore-Geschäft sowie Spezialausrüstung für die Prüfung und Installation neu eingeführter Produkte im Offshore-Geschäft. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 12.749 11.875 7 % 7 % Umsatzerlöse 10.227 9.122 12 % 12 % Angepasstes EBITA 482 483 0 % Angepasste EBITA-Marge 4,7 % 5,3 % Der Auftragseingang erhöhte sich im Vorjahresvergleich aufgrund eines gestiegenen Volumens aus Großaufträgen in allen Geschäften. Das sehr starke Auftragswachstum in der Region Asien, Australien enthielt zwei Großaufträge für Offshore-Windparks einschließlich Serviceleistungen in Taiwan über insgesamt 2,3 Mrd. €. In der Region Amerika verzeichnete SGRE ebenfalls ein sehr starkes Auftragswachstum. Maßgeblich dafür waren mehrere Großaufträge im Onshore-Geschäft, überwiegend in den USA. Im Gegensatz dazu war der Auftragseingang in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten stark rückläufig. Dort war im Vorjahr ein Auftrag für einen Offshore-Windpark (einschließlich Service) im Vereinigten Königreich in Höhe von 1,3 Mrd. € enthalten. Die Umsatzerlöse stiegen im Vorjahresvergleich beträchtlich an, mit starkem Wachstum in den Offshore- und Service-Geschäften und deutlichem Wachstum im Onshore-Geschäft. Regional betrachtet war ein starkes Wachstum in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten zu verzeichnen, während die Umsatzerlöse in den anderen beiden Regionen deutlich rückläufig waren. Das Angepasste EBITA lag auf dem Vorjahresniveau, da positive Wirkungen aus verbesserter Produktivität und höheren Umsatzerlösen durch Preisrückgänge, eine weniger günstige Zusammensetzung des Projektportfolios und höhere Aufwendungen für Integration und Kapazitätsanpassungen (einschließlich Personalrestrukturierung) ausgeglichen wurden. Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 32 Mio. €; im Geschäftsjahr 2018 waren es 77 Mio. €. Der Auftragsbestand von SGRE belief sich zum Geschäftsjahresende auf 26 Mrd. €; es wird erwartet, dass davon 9 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Diese Ergebnisse wurden in Märkten erzielt, die im Geschäftsjahr 2019 aufgrund gestiegener Nachfrage sowohl an den Onshore- als auch an den Offshore-Märkten hinsichtlich der installierten Kapazität stark wuchsen, wobei die Offshore-Märkte stärker zunahmen. Das Marktvolumen gemessen in Euro unterlag einer negativen Preisentwicklung. Geografisch betrachtet wurde das Wachstum im Onshore-Bereich erneut in erster Linie von China getragen - dem weltweit größten nationalen Windenergiemarkt, der ausländischen Anbietern nach wie vor weitgehend verschlossen bleibt -, gefolgt von den USA. Im Gegensatz dazu ging der Onshore-Markt in Deutschland beträchtlich zurück. Das Wachstum im Offshore-Markt wurde vom Vereinigten Königreich und von China getragen. Für das Geschäftsjahr 2020 geht SGRE von einer deutlich höheren Zahl an Onshore-Installationen aus, angetrieben von einer höheren Nachfrage in den USA und Indien. Für die Offshore-Windenergie wird erwartet, dass die weltweiten Märkte wachsen werden. China als Wachstumstreiber wird einen leichten Rückgang in den europäischen Märkten kompensieren. Es wird davon ausgegangen, dass das Marktvolumen (gemessen in Euro) sowohl durch die Preisentwicklung im Offshore-Geschäft, aufgrund der oben dargestellten Trends, als auch durch die Währungsumrechnung negativen Wirkungen unterliegen wird. A.3.8 Financial Services Financial Services unterstützt ihre Kunden bei Investitionsvorhaben mit Leasinglösungen, strukturierten Finanzierungen sowie Finanzierungen für Ausrüstungen und Projekte. Dies erfolgt durch die Bereitstellung von Fremd- und Eigenkapital. Dabei bringt Financial Services sowohl profundes Finanzierungs-Know-how als auch technologisches Expertenwissen aus den Geschäftsgebieten von Siemens ein. Financial Services bietet Finanzlösungen für Siemens-Kunden sowie andere Unternehmen. scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 632 633 Eigenkapitalrendite (ROE) (nach Steuern) 19,1 % 19,7 % scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Gesamtvermögen 29.901 27.628 Financial Services lieferte erneut ein starkes Ergebnis vor Ertragsteuern ab. Während das Beteiligungsgeschäft ein höheres Ergebnis verzeichnete, ging es im Fremdfinanzierungsgeschäft zurück, unter anderem aufgrund höherer Kreditvorsorgen. Das Gesamtvermögen nahm zu, aufgrund des Wachstums im Fremdfinanzierungsgeschäft und zum Teil bedingt durch positive Effekte aus der Währungsumrechnung. Financial Services ist auf die industriellen Geschäfte von Siemens und dessen Märkte ausgerichtet. Daher ist Financial Services unter anderem von der wirtschaftlichen Entwicklung der von den industriellen Geschäften bedienten Märkte beeinflusst. Financial Services wird ihr Geschäft weiter auf Bereiche fokussieren, die erhebliches Expertenwissen erfordern. A.3.9 Portfolio Companies Portfolio Companies wurde im Geschäftsjahr 2019 gebildet und besteht weitestgehend aus Geschäften, die vormals den Divisionen Process Industries and Drives (mechanische Getriebe, Lösungsgeschäft für die Prozessindustrie, Großantriebssysteme) sowie Energy Management (Unterseesysteme) zugeordnet waren. Hinzu kommen bestimmte andere Aktivitäten, die vormals unter Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten berichtet wurden (Geschäft von Siemens Logistics und die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen: Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Primetals Technologies Limited, Ethos Energy Group Limited sowie Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG). Nichtrealisierte Potenziale dieser eigenständig geführten Geschäfte erfordern eine angepasste Vorgehensweise. Dies geschieht über bestimmte Maßnahmen, wie beispielsweise interne Umorganisationen, Digitalisierung, Kostenverbesserungen und Optimierung des Einkaufs, der Produktion und des Service. Nach Erreichung bestimmter Leistungsziele können die Geschäfte in die industriellen Geschäfte von Siemens übertragen werden, mit externen Geschäften in der jeweiligen Branche kombiniert werden oder eine externe Private-Equity-Partnerschaft eingehen. Portfolio Companies beinhaltet ein breites Spektrum an Geschäften, das zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 hauptsächlich aus den folgenden vollkonsolidierten Einheiten bestand: spezifische Systemlösungen (Lösungsgeschäft für die Prozessindustrie), Elektromotoren, Umrichter und Generatoren (Großantriebssysteme), Getriebe und Kupplungen (mechanische Getriebe) sowie Sortiertechnik und -lösungen für Post, Paket, Gepäck und Fracht (Siemens Logistics). Die Nachfrage innerhalb der Branchen, die durch vollkonsolidierte Einheiten bedient werden, reagiert im Allgemeinen verzögert auf Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die Ergebnisse der vollkonsolidierten Einheiten sind allerdings stark von den Investitionszyklen der Kunden ihrer Hauptbranchen abhängig. In rohstoffnahen Industrien wie Öl und Gas oder Bergbau werden diese Zyklen vor allem durch Schwankungen der Rohstoffpreise bestimmt. Das breite Spektrum der vollkonsolidierten Einheiten mit ihrem heterogenen industriellen Kundenstamm drückt sich auch durch ihre Vertriebskanäle aus. Während beim Geschäft mit mechanischen Getrieben und Siemens Logistics ein spezieller Verkaufsansatz basierend auf profundem Verständnis der spezifischen Industrie- und Kundenanforderungen erforderlich ist, kann beim Großantriebssystemgeschäft und im Lösungsgeschäft für die Prozessindustrie die gemeinsame regionale Vertriebsorganisation der Operativen Unternehmen von Siemens wirksam genutzt werden. scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Auftragseingang 5.806 5.569 4 % 3 % Umsatzerlöse 5.526 4.930 12 % 11 % Angepasstes EBITA - 71 - 305 77 % Angepasste EBITA-Marge - 1,3 % - 6,2 % Unterstützt durch eine Erholung an den rohstoffbezogenen Märkten stiegen der Auftragseingang und die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf breiter Basis an. Das stärkste Wachstum verzeichnete dabei das Geschäft mit mechanischen Getrieben. Insgesamt gesehen machten die Geschäfte von Portfolio Companies einen guten Fortschritt im Hinblick auf das Erreichen ihrer Zielvorgaben. Das Angepasste EBITA aller vollkonsolidierten Einheiten verbesserte sich und wurde in Summe positiv. Ausschlaggebend dafür war das Geschäft mit Großantriebssystemen. Daneben verbesserte sich auch das Ergebnis aus Beteiligungen in Summe leicht, blieb aber, wie im Vorjahr, im negativen Bereich. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen gingen auf 14 Mio. € gegenüber 86 Mio. € im Geschäftsjahr 2018 zurück. Der Auftragsbestand von Portfolio Companies belief sich zum Geschäftsjahresende auf 5 Mrd. €; es wird erwartet, dass davon voraussichtlich 3 Mrd. € im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von Portfolio Companies werden in den kommenden Quartalen volatile Ergebnisse erwartet. Die Märkte von Portfolio Companies werden allgemein durch zunehmende Unsicherheiten hinsichtlich der geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen geprägt, die die Investitionsneigung schwächen. Obwohl das breite Spektrum von Geschäften unterschiedliche Märkte betrifft, wird in den nächsten Jahren insgesamt mit einem moderaten Wachstum in den Hauptmärkten, die von Portfolio Companies bedient werden, gerechnet. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2020 werden die Beteiligungen an Ethos Energy Group Limited sowie Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, das Unterseesystemgeschäft sowie der größte Teil des Lösungsgeschäfts in das Operative Unternehmen Gas and Power übertragen. Wenn diese Organisationsstruktur bereits im Geschäftsjahr 2019 bestanden hätte, hätte Portfolio Companies einen Auftragseingang von 4,746 Mrd. €, Umsatzerlöse von 4,558 Mrd. € sowie ein Angepasstes EBITA von - 115 Mio. € verzeichnet. Mitsubishi-Hitachi Metals Machinery (MHMM) und die Siemens AG haben im September 2019 eine Übereinkunft getroffen, wonach MHMM den Anteil von Siemens an Primetals Technologies übernehmen wird. Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen Vorbehalten und wird zu Beginn des Kalenderjahrs 2020 erwartet. A.3.10 Überleitung Konzernabschluss Ergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Real Estate Services 145 140 Zentrale Posten - 562 631 Zentral getragene Pensionsaufwendungen - 264 - 423 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden - 1.133 - 1.164 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 215 - 318 Überleitung Konzernabschluss - 2.028 - 1.135 Der negative Umschwung bei Zentrale Posten war hauptsächlich auf die erheblichen positiven Wirkungen im Vorjahr zurückzuführen - den Gewinn in Höhe von 900 Mio. € aus der Übertragung von Siemens-Anteilen an Atos SE an den Siemens Pension-Trust e. V. und den Gewinn von 655 Mio. € aus dem Verkauf von Anteilen an der OSRAM Licht AG. Diese Wirkungen überwogen deutlich ein positives Ergebnis im Geschäftsjahr 2019 aus der Bewertung einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung (vorher berichtet unter Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten). Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung in Zentrale Posten betrugen 99 (im Vj. 159) Mio. €. A.4 Ertragslage A.4.1 Auftragseingang und Umsatzerlöse nach Regionen Positive Währungsumrechnungseffekte erhöhten das Wachstum des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse um jeweils einen Prozentpunkt; Portfoliotransaktionen hatten nur geringfügige Auswirkungen auf die Volumenentwicklung im Vorjahresvergleich. Das sich ergebende Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill) betrug im Geschäftsjahr 2019 für Siemens starke 1,13 und lag damit wieder deutlich über 1. Der Auftragsbestand zum 30. September 2019 betrug 146 Mrd. € - ein neuer Höchststand. Auftragseingang (Sitz des Kunden) scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Europa, GUS , Afrika, Naher und Mittlerer Osten 46.086 46.495 - 1 % - 1 % darin: Deutschland 12.021 11.254 7 % 7 % Amerika 29.812 25.060 19 % 14 % darin: USA 21.166 18.106 17 % 10 % Asien, Australien 22.101 19.742 12 % 11 % darin: China 8.989 8.459 6 % 6 % Siemens 97.999 91.296 7 % 6 % darin: Schwellenländer 1 31.720 30.564 4 % 4 % 1 Definiert in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds. Der Auftragseingang von externen Kunden stieg im Vorjahresvergleich deutlich an, mit Wachstum in nahezu allen industriellen Geschäften, angeführt von Mobility. Gas and Power, Siemens Healthineers, Smart Infrastructure und SGRE erzielten ein deutliches Wachstum, während der Auftragseingang bei Digital Industries leicht rückläufig war. Das Volumen aus Großaufträgen für die Industriellen Geschäfte insgesamt stieg stark an. Ausschlaggebend dafür waren eine sehr starke Zunahme bei Mobility, aber auch beträchtliche Zuwächse bei SGRE sowie Gas and Power. Das Wachstum in den Schwellenländern war geprägt von Aufträgen in China sowie in Russland, wo Mobility einen Auftrag über 1,2 Mrd. € für Hochgeschwindigkeitszüge einschließlich Wartung gewann. Die Entwicklung des Auftragseingangs in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten zeigte ein gemischtes Bild. Die Mehrzahl der industriellen Geschäfte erzielte einen Anstieg, angeführt von prozentual zweistelligem Wachstum bei Mobility, das im Berichtsjahr mehrere Großaufträge erhielt. Dieser Anstieg wurde überwogen durch einen starken Rückgang bei SGRE, aufgrund eines niedrigeren Volumens aus Großaufträgen, sowie durch eine Abnahme bei Digital Industries. Im Gegensatz zur Entwicklung in der gesamten Region stieg der Auftragseingang in Deutschland deutlich an, insbesondere aufgrund von sehr starkem Wachstum bei Gas and Power, das unter anderem einen Großauftrag für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung erhielt. Mobility erzielte in Deutschland einen beträchtlichen Zuwachs beim Auftragseingang, während die übrigen industriellen Geschäfte Rückgänge verzeichneten. Der Auftragseingang in der Region Amerika stieg im Vergleich zum Vorjahr erheblich an, begünstigt von positiven Effekten aus der Währungsumrechnung. Ein prozentual zweistelliges Wachstum in nahezu allen industriellen Geschäften wurde von SGRE und Mobility angeführt, die besonders starke Zuwächse erzielten. In der Auftragsentwicklung in den USA war im Großen und Ganzen ein ähnliches Muster zu verzeichnen wie in der Region Amerika. Auch in der Region Asien, Australien stieg der Auftragseingang durch Wachstum in nahezu allen industriellen Geschäften erheblich an. Der Hauptwachstumstreiber war SGRE, das ein sehr stark gestiegenes Volumen aus Großaufträgen verzeichnete. Darin enthalten waren zwei Großaufträge für Offshore-Windparks einschließlich Serviceleistungen in Taiwan über insgesamt 2,3 Mrd. €. Der Auftragseingang bei Mobility war stark rückläufig. Das deutliche Wachstum in China wurde von der Mehrzahl der industriellen Geschäfte getragen. Umsatzerlöse (Sitz des Kunden) scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2019 2018 Ist Vglb. Europa, GUS , Afrika, Naher und Mittlerer Osten 44.360 42.782 4 % 4 % darin: Deutschland 12.282 11.729 5 % 4 % Amerika 23.796 22.115 8 % 3 % darin: USA 17.993 16.012 12 % 6 % Asien, Australien 18.693 18.147 3 % 2 % darin: China 8.405 8.102 4 % 3 % Siemens 86.849 83.044 5 % 3 % darin: Schwellenländer 1 27.607 28.272 - 2 % - 2 % 1 Definiert in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds. Die Umsatzerlöse mit externen Kunden stiegen im Vorjahresvergleich moderat an, mit Wachstum in nahezu allen industriellen Geschäften. SGRE und Siemens Healthineers verzeichneten die höchsten Wachstumsraten, während die Umsatzerlöse bei Gas and Power in einem schwierigen Marktumfeld moderat rückläufig waren. Die Abnahme der Umsatzerlöse in den Schwellenländern war hauptsächlich auf niedrigere Umsatzerlöse in Ägypten zurückzuführen, wo Gas and Power im Geschäftsjahr 2018 wesentlich höhere Umsatzerlöse aus Großaufträgen erzielt hatte. Die Umsatzerlöse in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten stiegen durch Wachstum bei der Mehrzahl der industriellen Geschäfte moderat an, wobei SGRE eine starke Zunahme verzeichnete. Gas and Power verzeichnete einen deutlichen Rückgang in einem schwierigen Marktumfeld. In Deutschland nahmen die Umsatzerlöse moderat zu, mit erheblichem Wachstum bei Mobility sowie Gas and Power; gegenläufig wirkte ein Rückgang bei SGRE. In der Region Amerika lagen die Umsatzerlöse deutlich über dem Vorjahresniveau, begünstigt durch positive Effekte aus der Währungsumrechnung. Siemens Healthineers, Smart Infrastructure sowie Gas and Power erzielten die größten Anstiege, während SGRE in der Region deutlich niedrigere Umsatzerlöse verzeichnete. In den USA erzielten alle industriellen Geschäfte höhere Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich. Dabei berichteten SGRE und Smart Infrastructure die höchsten Wachstumsraten. Die Umsatzerlöse in Asien, Australien legten im Vergleich zum Vorjahr moderat zu. Dabei erzielte die Mehrzahl der industriellen Geschäfte ein Wachstum, angeführt von Siemens Healthineers und Digital Industries. Gas and Power sowie SGRE verzeichneten im Vorjahresvergleich einen Rückgang. Auch in China berichtete die Mehrzahl der industriellen Geschäfte eine Zunahme der Umsatzerlöse, allen voran Siemens Healthineers. SGRE verzeichnete dort hingegen niedrigere Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich. A.4.2 Ergebnis scroll Geschäftsjahr Veränderung (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) 2019 2018 in % Digital Industries 2.880 2.898 - 1 % Smart Infrastructure 1.500 1.574 - 5 % Gas and Power 679 722 - 6 % Mobility 983 958 3 % Siemens Healthineers 2.461 2.221 11 % Siemens Gamesa Renewable Energy 482 483 0 % Industrielle Geschäfte 8.986 8.857 1 % Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte 10,9 % 11,1 % Financial Services 632 633 0 % Portfolio Companies - 71 - 305 77 % Überleitung Konzernabschluss - 2.028 - 1.135 - 79 % Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 7.518 8.050 - 7 % Ertragsteueraufwendungen - 1.872 - 2.054 9 % Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 5.646 5.996 - 6 % Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 3 124 - 98 % Gewinn nach Steuern 5.648 6.120 - 8 % Unverwässertes Ergebnis je Aktie 6,41 7,12 - 10 % ROCE 11,1 % 12,6 % Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern nahm infolge der für die Segmente beschriebenen Entwicklungen um 7 % ab. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten betrugen 619 Mio. €; davon entfielen 492 Mio. € auf Industrielle Geschäfte. Dementsprechend belief sich die Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte ohne Aufwendungen für Personalrestrukturierung im Geschäftsjahr 2019 auf 11,5 %. Im Vorjahr betrugen die Personalrestrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten 923 Mio. €; davon entfielen 669 Mio. € auf Industrielle Geschäfte. Die Steuerquote von 25 % für das Geschäftsjahr 2019 lag unter der Steuerquote von 26 % im Vorjahr und profitierte im Wesentlichen von der Auflösung von Ertragsteuerrückstellungen außerhalb Deutschlands. Im Ergebnis nahm der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten um 6 % ab. Der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern enthielt im Vorjahr positive Effekte aus der Auflösung einer Rückstellung in Verbindung mit dem ehemaligen Communications-Geschäft. Der Rückgang des unverwässerten Ergebnisses je Aktie spiegelt den Rückgang des auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinns nach Steuern wider, der sich von 5,807 Mrd. € im Vorjahr auf 5,174 Mrd. € im Geschäftsjahr 2019 verminderte. Mit Blick auf das unverwässerte Ergebnis je Aktie wirkte gegenläufig die Verringerung des gewichteten Durchschnitts der Anzahl im Umlauf gewesener Aktien. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ohne Personalrestrukturierungsaufwendungen betrug 6,93 €. Mit 11,1 % lag der ROCE, wie erwartet, unterhalb des in unserem Siemens Financial Framework festgelegten Bands. Dies spiegelt im Wesentlichen die Effekte aus Portfoliotransaktionen in vergangenen Jahren wider, unter anderem die Erwerbe von Mentor und Mendix bei Digital Industries sowie den Zusammenschluss des Windkraftgeschäftes von Siemens mit Gamesa Corporación Tecnológica, S. A., aus dem SGRE entstand. Der Rückgang im Vorjahresvergleich war sowohl auf einen niedrigeren Gewinn vor Zinsen nach Steuern als auch auf ein höheres durchschnittlich eingesetztes Kapital zurückzuführen. A.4.3 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2019 betrugen unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) 5,7 Mrd. €, gegenüber 5,6 Mrd. € im Geschäftsjahr 2018. Die Forschungsintensität, die sich aus dem Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu Umsatzerlösen ergibt, lag bei 6,5 % (im Vj. 6,7 %). Die Zugänge zu aktivierten Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2019 0,4 Mrd. €, im Vergleich zu 0,3 Mrd. € ein Jahr zuvor. Zum 30. September 2019 hielt Siemens in seinen fortgeführten Aktivitäten weltweit rund 68.300 erteilte Patente. Zum 30. September 2018 waren es rund 65.000. Wir beschäftigten im Geschäftsjahr 2019 im Durchschnitt 45.100 FuE-Mitarbeiter. Unsere FuE-Aktivitäten sind letztlich darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden - und die Siemens-Geschäfte - zu entwickeln und damit zugleich unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die gemeinsame Umsetzung durch die operativen Einheiten und Corporate Technology, unsere zentrale FuE-Abteilung, stellt sicher, dass Forschungsaktivitäten und Geschäftsstrategien eng aufeinander abgestimmt sind und alle Einheiten gleichermaßen und schnell von technologischen Entwicklungen profitieren. Im Geschäftsjahr 2019 fokussierten wir uns wie im Geschäftsjahr 2018 auf die folgenden Technologiefelder: additive Fertigung, autonome Robotik, Blockchain-Anwendungen, vernetzte (E-)Mobilität, Konnektivität und Edge Devices, Cyber-Sicherheit, Datenanalytik und künstliche Intelligenz, verteilte Energiesysteme, Energiespeicher, Zukunft der Automatisierung, Materialien, Leistungselektronik, Simulation und digitale Zwillinge sowie Softwaresysteme und -prozesse. Die Weiterentwicklung von Technologien betreiben wir auch durch unser Open-Innovation-Konzept. Dabei arbeiten wir eng mit Wissenschaftlern von führenden Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen, sowohl im Rahmen bilateraler Kooperationen als auch in öffentlich geförderten Verbundprojekten. Im Fokus stehen dabei unsere strategischen Forschungspartner und insbesondere die acht Wissensaustauschzentren (Center of Knowledge Interchange), die wir an führenden Universitäten weltweit unterhalten. Next47, die weltweite Venture-Capital-Einheit von Siemens, stellt Kapital zur Verfügung, damit Start-ups wachsen und sich weiterentwickeln können. Sie trägt zur Entwicklung der künftigen Geschäfte von Siemens bei, indem sie innovative Firmen auf allen Entwicklungsstufen aufbaut, erwirbt und mit ihnen kooperiert. Next47 konzentriert sich darauf, zu antizipieren, wie neu entstehende Technologien unsere Zielmärkte beeinflussen werden. Durch diese Erkenntnisse können Siemens und unsere Kunden wachsen und sich im Zeitalter der Digitalisierung erfolgreich weiterentwickeln. A.5 Vermögenslage scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Veränderung in % Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.391 11.066 12 % Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 18.894 18.455 2 % Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 10.669 9.427 13 % Vertragsvermögenswerte 10.309 8.912 16 % Vorräte 14.806 13.885 7 % Laufende Ertragsteuerforderungen 1.103 1.010 9 % Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.960 1.707 15 % Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 238 94 154 % Summe kurzfristige Vermögenswerte 70.370 64.556 9 % Geschäfts- oder Firmenwerte 30.160 28.344 6 % Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.800 10.131 - 3 % Sachanlagen 12.183 11.381 7 % Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.244 2.579 - 13 % Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19.843 17.774 12 % Aktive latente Steuern 3.174 2.341 36 % Sonstige Vermögenswerte 2.475 1.810 37 % Summe langfristige Vermögenswerte 79.878 74.359 7 % Bilanzsumme 150.248 138.915 8 % Unsere Bilanzsumme zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 war durch positive Währungsumrechnungseffekte von 4,0 Mrd. € (insbesondere bei den Geschäfts- oder Firmenwerten) beeinflusst, vor allem bedingt durch den US-Dollar. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte war auf höhere Darlehensforderungen bei SFS zurückzuführen, die hauptsächlich aus Neugeschäft sowie der Umgliederung von langfristigen Darlehensforderungen aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten resultierten. Höhere Darlehensforderungen und Forderungen aus Finanzierungsleasing aus Neugeschäft bei SFS trugen auch zur Erhöhung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bei, wobei der Anstieg insgesamt zu einem großen Teil auf gestiegene beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten zurückzuführen war. Die Vorräte stiegen in mehreren industriellen Geschäften, am deutlichsten war der Aufbau bei SGRE, Mobility und Siemens Healthineers. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Umgliederung zweier Beteiligungen aus den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte beinhaltete die Akquisition von Mendix. Aktive latente Steuern stiegen im Wesentlichen aufgrund von Ertragsteuerwirkungen in Verbindung mit der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen. Die Zunahme der sonstigen Vermögenswerte resultierte hauptsächlich aus höheren Nettovermögenswerten der leistungsorientierten Pläne infolge versicherungsmathematischer Gewinne. A.6 Finanzlage A.6.1 Kapitalstruktur scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Veränderung in % Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 6.034 5.057 19 % Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.409 10.716 6 % Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.743 1.485 17 % Vertragsverbindlichkeiten 16.452 14.464 14 % Kurzfristige Rückstellungen 3.682 3.931 - 6 % Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.378 3.102 - 23 % Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 9.023 9.118 - 1 % Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 2 1 54 % Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 50.723 47.874 6 % Langfristige Finanzschulden 30.414 27.120 12 % Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.896 7.684 29 % Passive latente Steuern 1.305 1.092 19 % Rückstellungen 3.714 4.216 - 12 % Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 986 685 44 % Sonstige Verbindlichkeiten 2.226 2.198 1 % Summe langfristige Verbindlichkeiten 48.541 42.995 13 % Summe Verbindlichkeiten 99.265 90.869 9 % Fremdkapitalquote 66 % 65 % Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 48.125 45.474 6 % Eigenkapitalquote 34 % 35 % Nicht beherrschende Anteile 2.858 2.573 11 % Bilanzsumme 150.248 138.915 8 % Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden und kurzfristig fälligen Anteile langfristiger Finanzschulden war hauptsächlich auf Umgliederungen langfristiger Euro- und US-Dollar-Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 3,9 Mrd. € aus den langfristigen Finanzschulden zurückzuführen. Dies wurde in Höhe von 3,3 Mrd. € durch die Rückzahlung von US-Dollar-Schuldverschreibungen ausgeglichen. Der Rückgang der laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten war im Wesentlichen auf die Auflösung von Ertragsteuerrückstellungen außerhalb Deutschlands und Steuerzahlungen in Zusammenhang mit den Ausgliederungsaktivitäten in Verbindung mit Siemens Healthineers zurückzuführen. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich hauptsächlich aufgrund der Ausgabe von Euro-Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 6,5 Mrd. € und aufgrund von Währungsumrechnungseffekten bei US-Dollar-Schuldverschreibungen. Gegenläufig wirkten die oben genannten Umgliederungen von Euro- und US-Dollar-Schuldverschreibungen. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen resultierte überwiegend aus einem niedrigeren Abzinsungssatz. Dies wurde unter anderem durch positive Erträge aus Planvermögen teilweise ausgeglichen. Die Hauptgründe für den Anstieg der Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG waren ein auf die Aktionäre der Siemens AG entfallender Gewinn nach Steuern in Höhe von 5,2 Mrd. €, die Ausgabe eigener Anteile in Höhe von 1,6 Mrd. € und ein positives sonstiges Ergebnis nach Steuern von 0,4 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund positiver Währungsumrechnungseffekte von 1,8 Mrd. €, denen negative Effekte aus Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen in Höhe von 1,1 Mrd. € gegenüberstanden. Gegenläufig wirkten 3,1 Mrd. € Dividendenzahlungen (für das Geschäftsjahr 2018) und der Rückkauf von 13.532.557 eigenen Anteilen zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von 99,78 € je Aktie, im Gesamtbetrag von 1,4 Mrd. € (einschließlich Erwerbsnebenkosten). Kapitalstrukturkennzahl Zum 30. September 2019 stieg unsere Kapitalstrukturkennzahl von 0,4 im Vorjahr auf 0,6. Beide Werte waren im Einklang mit dem in unserem Siemens Financial Framework festgelegten Ziel. Die Veränderung im Vorjahresvergleich war hauptsächlich auf den oben genannten Anstieg der langfristigen Finanzschulden und der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückzuführen. Finanzschulden und Kreditlinien Zum 30. September 2019 betrugen die Anleihen und Schuldverschreibungen (mit Fälligkeit bis 2047) in Summe 33,2 Mrd. €, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (mit Fälligkeit bis 2037) 2,3 Mrd. €, die sonstigen Finanzschulden (mit Fälligkeit bis 2029) 0,9 Mrd. € sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0,1 Mrd. €. Die Anleihen und Schuldverschreibungen waren vorwiegend in US-Dollar und Euro sowie in geringerem Umfang in britischen Pfund begeben. Uns stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 10,0 Mrd. € zur Verfügung, davon waren zum 30. September 2019 9,5 Mrd. € nicht in Anspruch genommen. Für weitere Informationen über unsere Finanzschulden siehe → ZIFFER 16 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Für weitere Informationen zu den Aufgaben und Zielen des Finanzrisikomanagements siehe → ZIFFER 25 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Außerbilanzielle Verpflichtungen Zum 30. September 2019 betrug der nicht abgezinste maximale Haftungsbetrag, überwiegend für Kreditgarantien/-bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter, insgesamt 3,1 Mrd. €. Zusätzlich zu diesen Verpflichtungen haben wir weitere Garantien/Bürgschaften übernommen. Die maximale Inanspruchnahme, die sich aus diesen Verpflichtungen ergeben könnte - soweit sie nicht als unwahrscheinlich betrachtet wurde -, betrug 0,4 Mrd. €. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen betrugen 3,5 Mrd. €. Die unwiderruflichen Kreditzusagen betrugen 3,1 Mrd. €. Ein beträchtlicher Anteil dieser Zusagen resultierte aus vermögensbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichend Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden. Aktienrückkäufe Von den oben genannten Aktienrückkäufen im Geschäftsjahr 2019 wurden 3.343.479 eigene Anteile im Rahmen des im November 2015 initiierten Aktienrückkaufprogramms zurückerworben, das wir damit mit einem Gesamtvolumen von 3,0 Mrd. € beendeten. Im Rahmen des im November 2018 angekündigten Aktienrückkaufprogamms von bis zu 3,0 Mrd. € bis spätestens zum 15. November 2021 kauften wir 10.189.078 eigene Anteile zurück. A.6.2 Cashflows scroll (in Mio. €) Geschäftsjahr 2019 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Gewinn nach Steuern 5.648 Veränderungen im operativen Nettoumlaufvermögen 636 Übrige Überleitungspositionen zum Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 2.198 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 8.482 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten - 27 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 8.456 Cashflow aus Investitionstätigkeit Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 2.610 Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel - 958 Erwerb von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten - 1.971 Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen von SFS - 1.161 Übrige Abgänge von Vermögenswerten 1.689 Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten - 5.012 Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 1 Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten - 5.011 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Erwerb eigener Anteile - 1.407 Ausgabe eigener Anteile sowie sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern 1.044 Aufnahme von langfristigen Finanzschulden 6.471 Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) - 3.205 Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten - 753 Gezahlte Zinsen - 1.123 An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden - 3.060 Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden - 246 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten - 2.277 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten - Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten - 2.277 Die größten Beiträge zum Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit kamen von Digital Industries, gefolgt von Siemens Healthineers und Smart Infrastructure, entsprechend ihren Beiträgen zum Angepassten EBITA. Die Zahlungsmittelzuflüsse aufgrund eines Abbaus des operativen Nettoumlaufvermögens waren hauptsächlich durch eine Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten bestimmt. Gegenläufig wirkten Zahlungsmittelabflüsse in Verbindung mit der Zunahme bei Vertragsvermögenswerten und ein Aufbau von Vorräten, vor allem bei SGRE. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel beinhalteten vor allem Auszahlungen in Höhe von 0,5 Mrd. € in Zusammenhang mit der Akquisition von Mendix. Die Zahlungsmittelabflüsse für den Erwerb von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten betrafen in erster Linie Zugänge von Vermögenswerten, die als notenbankfähige Sicherheiten genutzt werden können, sowie Auszahlungen in Zusammenhang mit Finanzanlagen wie Fremd- oder Eigenkapitalinvestitionen in verschiedene Projekte. Die Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen von SFS resultierte aus dem Wachstum des Fremdfinanzierungsgeschäfts von SFS. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus übrigen Abgängen von Vermögenswerten beinhalteten vor allem Abgänge der oben erwähnten notenbankfähigen Sicherheiten und, in geringerem Umfang, Zuflüsse aus dem Abgang von Immobilien sowie aus dem Verkauf von Geschäften oder anderen Beteiligungen. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Ausgabe eigener Anteile sowie sonstigen Transaktionen mit Eigenkapitalgebern resultierten hauptsächlich aus 1,1 Mrd. € aufgrund der Ausübung von Optionsscheinen in Verbindung mit den 1,5 Mrd. US$-Optionsschuldverschreibungen. Die Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten beinhaltete in erster Linie Zahlungsmittelabflüsse aufgrund der Rückzahlung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Wir berichten den Free Cash Flow als eine ergänzende Liquiditätskennzahl: scroll Free Cash Flow Geschäftsjahr 2019 (in Mio. €) Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 8.482 - 27 8.456 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 2.610 - - 2.610 Free Cash Flow 5.872 - 27 5.845 Der Free Cash Flow für die Industriellen Geschäfte betrug 8.000 Mio. €, der zu einer Cash Conversion Rate von 0,89 führte. Siemens wird IFRS 16, Leasingverhältnisse, mit Beginn des Geschäftsjahrs 2020 modifiziert retrospektiv anwenden. Für mehr Details siehe → ZIFFER 2 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Die sich daraus ergebende Verschiebung von Leasingzahlungen aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird eine positive Wirkung auf den Free Cash Flow zur Folge haben. Mit unserer Fähigkeit, Mittelzuflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit zu generieren, unserer Summe Liquidität (definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zuzüglich kurzfristig zinstragender Schuldinstrumente) von 13,7 Mrd. €, unseren nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien und den bestehenden Kreditratings am Geschäftsjahresende sind wir der Überzeugung, dass wir über ausreichende Flexibilität verfügen, um unsere Kapitalerfordernisse zu decken. Wir sind außerdem der Überzeugung, dass unser operatives Nettoumlaufvermögen für unsere derzeitigen Erfordernisse ausreichend ist. Investitionen Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aus fortgeführten Aktivitäten betrugen im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 2,6 Mrd. €. Innerhalb der industriellen Geschäfte betrafen die fortlaufenden Investitionen hauptsächlich technologische Innovationen, die Instandhaltung und Erweiterung von Kapazitäten zur Entwicklung, Fertigung und zum Vertrieb neuer Lösungen einschließlich strategischer Regionalisierung, Produktivitätsverbesserungen sowie den Ersatz von Anlagevermögen. Diese Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,1 Mrd. €. Die übrigen Investitionen betrafen vor allem Real Estate Services; sie beinhalteten unter anderem bedeutende Beträge für Projekte wie neue Bürogebäude in Deutschland. Real Estate Services ist verantwortlich für ein einheitliches und umfassendes weltweites Immobilienmanagement bei Siemens und unterstützt die Industriellen Geschäfte und zentrale Aktivitäten mit kundenspezifischen Immobilienlösungen; ausgenommen sind Siemens Healthineers, SGRE und die ausgegliederten Immobilien von Mobility. Bei den Investitionen für fortgeführte Aktivitäten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020 einen erheblichen Anstieg. In den kommenden Jahren sollen bis zu 0,6 Mrd. € in "Siemensstadt 2.0" investiert werden. Dieses neue Projekt hat zum Ziel, das bestehende Siemens-Industrieareal in Berlin in einen modernen und von vielfältiger Nutzung geprägten urbanen Stadtteil zu wandeln und Schlüsseltechnologien zu stärken. Weitere Investitionen sind in Zusammenhang mit dem Siemens Campus Erlangen geplant. Zusätzlich beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren beträchtliche Beträge in attraktive Innovationsfelder über Next47, die weltweite Venture-Capital-Einheit von Siemens, zu investieren. A.7 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Rahmen unserer neuen Unternehmensstrategie "Vision 2020+" haben wir im Geschäftsjahr 2019 die Weichen für den künftigen Weg von Siemens gestellt, indem wir eine neue Organisationsstruktur eingeführt haben. Sie besteht aus drei Operativen Unternehmen - Digital Industries, Smart Infrastructure und Gas and Power - sowie aus drei Strategischen Unternehmen - Mobility, Siemens Healthineers und SGRE. Mit dieser neuen Aufstellung vertiefen wir unsere Eigentümerkultur und geben unseren Geschäften deutlich mehr unternehmerische Freiheit und Verantwortung unter der starken Marke Siemens. "Vision 2020+" ist ein vorwiegend auf Wachstum ausgerichtetes Strategiekonzept, das darauf abzielt, die Profitabilität der Unternehmen von Siemens durch Innovation und Effizienzsteigerung weiter zu verbessern. Als Bestandteil von "Vision 2020+" haben wir uns noch ehrgeizigere Ziele für das Wachstum der Umsatzerlöse und die Zielbänder für die Angepasste EBITA-Marge unserer Unternehmen gesetzt. Mit "Vision 2020+" wollen wir auch unser Portfolio durch Investitionen in neue Wachstumsfelder stärken. Beispiele hierfür sind IoT-Integration-Services, dezentrales Energiemanagement und Lösungen für die Infrastruktur der Elektromobilität. Im Rahmen dieser Strategie haben wir im Verlauf des Geschäftsjahrs mehrere Akquisitionen durchgeführt, die wichtigste davon war der Kauf von Mendix. Dieses Unternehmen ist ein Vorreiter und führend im Bereich der cloud-basierten Low-Code-Programmierplattformen. Durch den Erwerb von Mendix und den Einstieg in das Geschäft mit IoT-Integration-Services können wir unsere führende Marktposition in der industriellen Digitalisierung weiter ausbauen. Als nächsten Schritt der "Vision 2020+" haben wir unseren Plan angekündigt, Gas and Power auszugliedern und unter dem Namen Siemens Energy bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 an die Börse zu bringen, um dem Unternehmen noch mehr Unabhängigkeit und unternehmerische Freiheit in einem sich schnell verändernden Marktumfeld zu geben. Im Rahmen dieser Transaktion soll die Beteiligung an SGRE in Siemens Energy eingebracht werden. Die nächste Generation von Siemens wird dann aus drei Siemens-Unternehmen bestehen: dem industriellen Siemens (mit Digital Industries, Smart Infrastructure und Mobility), daneben Siemens Healthineers, das wir im Geschäftsjahr 2018 erfolgreich an die Börse gebracht haben, sowie Siemens Energy. Trotz des im Verlauf des Geschäftsjahrs zunehmenden konjunkturellen Gegenwinds, insbesondere für unsere kurzzyklischen Geschäfte, erzielten Siemens insgesamt sowie die meisten unserer industriellen Geschäfte und Financial Services erneut starke Ergebnisse. Wir haben alle von uns für das Geschäftsjahr 2019 gesetzten Ziele für unsere zentralen Messgrößen erreicht. Wir erzielten ein Wachstum der Umsatzerlöse von 3 %, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) von 6,41 €, das durch Personalrestrukturierungsaufwendungen von 0,52 € je Aktie belastet war. Die Kapitalrendite (ROCE) war mit 11,1 % zweistellig, und unsere Kapitalstrukturkennzahl betrug 0,6. Der Auftragseingang legte im Vorjahresvergleich um 7 % auf 98,0 Mrd. € zu. Das Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 1,13 und erfüllte damit unsere Erwartung eines Werts von über 1. Fünf unserer sechs industriellen Geschäfte steigerten ihren Auftragseingang im Vorjahresvergleich. Angeführt wurde das Wachstum von einem prozentual zweistelligen Anstieg bei Mobility, das erneut bedeutende Aufträge gewann, darunter den für die neue Generation von Zügen für die London Tube und für Velaro-RUS-Hochgeschwindigkeitszüge einschließlich Service in Russland. Mobility verzeichnete den höchsten Auftragseingang seiner Geschichte. Das Auftragswachstum bei Gas and Power war bestimmt durch das Neuanlagengeschäft und umfasste im Vorjahresvergleich ein erheblich höheres Volumen aus Großaufträgen. Siemens Healthineers und Smart Infrastructure erzielten ein Auftragswachstum auf breiter Basis, Siemens Healthineers mit einer besonders starken Nachfrage nach seinen Imaging-Lösungen und Smart Infrastructure mit großen Aufträgen im Lösungs- und Servicegeschäft. Der Auftragseingang bei Digital Industries ging leicht zurück, vorwiegend aufgrund zunehmend ungünstigerer Marktbedingungen in wichtigen Fertigungsindustrien. Ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte stieg der Auftragseingang von Siemens um 6 %. Die Umsatzerlöse legten ebenfalls in fünf unserer industriellen Geschäfte zu und stiegen um 5 % auf 86,8 Mrd. €. Mit einem prozentual zweistelligen Wachstum verzeichnete SGRE den größten Anstieg. Ausschlaggebend waren das Offshore- und das Servicegeschäft. Siemens Healthineers erzielte eine deutliche Zunahme der Umsatzerlöse, wobei alle Geschäfte zum Wachstum beitrugen, allen voran das Imaging-Geschäft. Nach schwachen Auftragseingängen in den Vorjahren verminderten sich die Umsatzerlöse von Gas and Power moderat. Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte stiegen die Umsatzerlöse von Siemens um 3 %. Für das Geschäftsjahr 2019 hatten wir ein moderates Wachstum der um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte bereinigten Umsatzerlöse prognostiziert. Das Angepasste EBITA Industrielle Geschäfte stieg leicht auf 9,0 Mrd. €. Dies war insbesondere auf ein prozentual zweistelliges Wachstum bei Siemens Healthineers aufgrund der Stärke der Geschäfte Imaging und Advanced Therapies zurückzuführen. In geringerem Maße trug auch Mobility mit einem moderaten Anstieg zum Wachstum des Angepassten EBITA bei. Gegenläufig wirkten Rückgänge bei Gas and Power und Smart Infrastructure. Die Rückgänge waren bei Gas and Power vorwiegend auf eine niedrigere Kapazitätsauslastung und Preisverfall zurückzuführen und bei Smart Infrastructure hauptsächlich durch Belastungen in Zusammenhang mit Projekten zur Stromnetzsteuerung zu Beginn des Geschäftsjahrs 2019 bedingt. Das Angepasste EBITA von Digital Industries erreichte trotz des im Verlauf des Geschäftsjahrs zunehmenden Gegenwinds an den Märkten seiner kurzzyklischen Geschäfte fast das starke Vorjahresniveau. Insgesamt war das Angepasste EBITA Industrielle Geschäfte durch Personalrestrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,5 Mrd. € belastet, die damit stark rückläufig gegenüber dem Vorjahr waren. Rund die Hälfte der Personalrestrukturierungsaufwendungen hatte Gas and Power zu tragen. Wie geplant haben wir die FuE-Aufwendungen in unseren industriellen Geschäften weiter gesteigert, um unsere Innovationsfähigkeit zu stärken. Die Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte belief sich auf 10,9 % (im Vj. 11,1 %). Vier unserer sechs industriellen Geschäfte lagen im oder - wie im Fall von Smart Infrastructure -dicht am jeweiligen Zielband. Ohne Berücksichtigung von Personalrestrukturierungsaufwendungen belief sich die Angepasste EBITA-Marge Industrielle Geschäfte auf 11,5 % und lag damit deutlich in der Bandbreite von 11 % bis 12 %, die wir erwartet hatten. Financial Services - nicht Teil der Industriellen Geschäfte -beendete ein weiteres starkes Geschäftsjahr mit einer Eigenkapitalrendite (nach Steuern) von 19,1 %, die innerhalb des Zielbands lag. Das negative Ergebnis außerhalb der Industriellen Geschäfte erhöhte sich im Vorjahresvergleich stark, trotz einer Reihe positiver Entwicklungen. So wirkte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Effekt aus der Bewertung einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung günstig aus. Darüber hinaus verringerten sich sowohl das negative Ergebnis von Portfolio Companies als auch Zentral getragene Pensionsaufwendungen im Vorjahresvergleich, und das Ergebnis der Konzern-Treasury stieg. Jedoch waren die positiven Faktoren im Geschäftsjahr 2018 wesentlich höher: Enthalten war insbesondere ein Gewinn von 0,9 Mrd. € aus der Übertragung der Siemens-Anteile an Atos SE an den Siemens Pension-Trust e. V. sowie ein Gewinn von 0,7 Mrd. € aus dem Verkauf von Aktien der OSRAM Licht AG. Der Gewinn nach Steuern ging um 8 % auf 5,6 Mrd. € zurück und das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie um 0,71 € auf 6,41 €. Die Rückgänge waren vorwiegend auf die zuvor genannten weitgehend steuerfreien Portfoliogewinne zurückzuführen, die das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) im Vorjahr um 1,87 € erhöhten. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) im Geschäftsjahr 2019 war durch Personalrestrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,52 € je Aktie belastet. Mit einem um Personalrestrukturierungsaufwendungen bereinigten unverwässerten Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) von 6,93 € haben wir somit unsere Prognose erreicht, die lautete, ein um die Aufwendungen aus Personalrestrukturierung bereinigtes unverwässertes Ergebnis je Aktie (Gewinn nach Steuern) in einer Bandbreite von 6,30 € bis 7,00 € zu erreichen. Der ROCE belief sich für das Geschäftsjahr 2019 auf 11,1 %, gegenüber 12,6 % im vorherigen Geschäftsjahr. Dieser Rückgang ist auf den niedrigeren Gewinn nach Steuern und einen Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals zurückzuführen, in dem sich die jüngsten Akquisitionen widerspiegelten, darunter die Akquisition von Mendix. Wir erfüllten damit unsere Prognose, die lautete, einen prozentual zweistelligen Wert zu erreichen, der unter der von uns langfristig angestrebten Bandbreite von 15 % bis 20 % liegt. Wir messen unsere Kapitalstruktur über das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA. Für das Geschäftsjahr 2019 belief sich dieses Verhältnis auf 0,6, nach 0,4 im Vorjahr. Wir erfüllten damit unsere Prognose, die lautete, einen Wert von bis zu 1,0 zu erreichen. Der Free Cash Flow aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5,8 Mrd. € und bewegte sich damit auf Vorjahresniveau. Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Der Vorstand der Siemens AG schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende von 3,90 (im Vj. 3,80) € je Aktie auszuschütten. A.8 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken A.8.1 Prognosebericht A.8.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Der Ausblick für die Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2020 war zu Beginn des Geschäftsjahrs verhalten. Für das weltweite BIP wird im Kalenderjahr 2020 ein Wachstum von 2,5 % prognostiziert. Das wäre die geringste Wachstumsrate seit der globalen Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Die Anlageinvestitionen werden voraussichtlich wie im Vorjahr um 2,9 % zunehmen. Die größten Belastungen für die Weltwirtschaft werden voraussichtlich der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie verbleibende Unsicherheiten aus dem Brexit sein. Die zum Teil aufgrund inverser Zinsstrukturkurven in den USA im Kalenderjahr 2019 geschürten Befürchtungen einer globalen Rezession scheinen jedoch übertrieben. In den meisten Ländern dürfte die Inlandsnachfrage solide bleiben. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem niedrigen Niveau, die Inflation gering, und die Löhne steigen, bei einer gleichzeitig wieder stärkeren Unterstützung durch die Geldpolitik. Trotz einer leichten Abschwächung wird die US-Wirtschaft voraussichtlich solide und eine Hauptstütze des globalen Wachstums sein. Unterstützt von einer starken Inlandsnachfrage, geringer Arbeitslosigkeit und steigenden verfügbaren Einkommen dürfte das BIP der USA um 2 % zunehmen. Für die chinesische Wirtschaft wird eine deutliche Abkühlung erwartet. Prognostiziert wird ein Rückgang des BIP-Wachstums auf 5,7 % im Kalenderjahr 2020, gegenüber 6,2 % im Jahr 2019. Die Möglichkeiten für eine geldpolitische Lockerung sind durch ein hohes Schuldenniveau in der Wirtschaft eingeschränkt. Für Europa wird ebenfalls mit einem weiteren Rückgang des BIP-Wachstums auf 1,0 % gerechnet, nach einem Wachstum von 1,2 % im Kalenderjahr 2019. Die industrielle Rezession in Europa dürfte im Laufe des Kalenderjahrs 2020 enden. Für die Industrienationen wird für das Kalenderjahr 2020 ein BIP-Wachstum von 1,4 % prognostiziert, nach 1,6 % in 2019. Für die Schwellenländer wird ein Wachstum von 4,2 % erwartet, im Vergleich zu 4,1 % im Kalenderjahr 2019. Vorausgesetzt wird bei diesen Prognosen, dass Risikofaktoren wie eine weitere Eskalation des Handelsstreits oder des Brexits, eine Finanzkrise in Schwellenländern oder in Ländern der Eurozone oder geopolitische Konflikte nicht eintreten und die industrielle Rezession nicht auf den Rest der Wirtschaft übergreift. Die hier dargestellten Prognosen für das BIP und die Anlageinvestitionen basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15. Oktober 2019. A.8.1.2 SIEMENS-KONZERN Der Prognose des Siemens-Konzerns und seiner berichtspflichtigen Segmente für das Geschäftsjahr 2020 legen wir die oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung sowie die in → A.3 SEGMENTINFORMATIONEN beschriebenen spezifischen Branchenentwicklungen, die wir für unsere jeweiligen industriellen Geschäfte erwarten, zugrunde. Insgesamt erwarten wir, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 verhalten bleiben wird. Risiken ergeben sich insbesondere aus geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten. Wir unterstellen ein moderat rückläufiges Volumen der Märkte, die von unseren kurzzyklischen Geschäften bedient werden. Außerdem basiert unsere Prognose auf der Annahme, dass der Börsengang von Siemens Energy planmäßig bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2020 abgeschlossen sein wird. Von dieser Prognose sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. Wir sind Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, vor allem beim US-Dollar, beim britischen Pfund und bei Währungen von Schwellenländern, insbesondere beim chinesischen Yuan. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2020 fortsetzen wird. Durch die weltweite Verteilung unserer Produktionsstätten haben wir in den vergangenen Jahren unsere natürliche Sicherung global gesehen verbessert. Da Siemens dennoch weiterhin ein Nettoexporteur aus der Eurozone in die übrige Welt ist, wirkt sich ein schwacher Euro grundsätzlich vorteilhaft auf unser Geschäft aus, während ein starker Euro in der Regel nachteilig ist. Über unsere eben genannte natürliche Sicherungsstrategie hinaus sichern wir Währungsrisiken aus unserem Exportgeschäft auch durch derivative Finanzinstrumente ab. Wir rechnen damit, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, Ergebniswirkungen aus Währungsthemen im Geschäftsjahr 2020 zu begrenzen. Auf Basis der Wechselkurse von Anfang November 2019 erwarten wir für das Geschäftsjahr 2020, dass negative Währungsumrechnungseffekte das nominale Wachstum des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse leicht verringern werden. Voraussichtlich noch geringer werden sich währungsbedingte Belastungen auf die Angepasste EBITA-Marge unserer Industriellen Geschäfte im Geschäftsjahr 2020 auswirken. Auf Basis dieser Annahmen und Ausnahmen lautet unsere Prognose wie folgt: Segmente Digital Industries erwartet für das Geschäftsjahr 2020, dass die Umsatzerlöse vergleichbar auf Vorjahresniveau liegen werden und damit die allgemeine Marktentwicklung übertroffen wird, trotz der anhaltenden Schwäche an seinen wichtigsten kurzzyklischen Märkten, insbesondere der Automobil- und der Maschinenbauindustrie. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 17 % und 18 % erwartet. Smart Infrastructure erwartet, im Geschäftsjahr 2020 ein moderates Umsatzerlöswachstum auf vergleichbarer Basis zu erreichen, vorangetrieben durch das längerzyklische Lösungs- und Servicegeschäft und obwohl das kurzzyklische industrielle Produktgeschäft dem Gegenwind einer Marktabschwächung ausgesetzt ist. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10 % und 11 % erwartet. Konjunkturzyklen haben einen nur geringen Einfluss auf die Märkte von Mobility. Das Strategische Unternehmen erwartet im Geschäftsjahr 2020 auf vergleichbarer Basis einen Anstieg der Umsatzerlöse im prozentual mittleren einstelligen Bereich. Ausschlaggebend dafür dürfte das Zuggeschäft sein, in dem zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 mehrere große Bahnprojekte anliefen. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 10 % und 11 % erwartet. Siemens Healthineers geht davon aus, im Geschäftsjahr 2020 ein vergleichbares Wachstum der Umsatzerlöse im prozentual mittleren einstelligen Bereich zu erreichen, wobei das Wachstum voraussichtlich von den Geschäften Imaging und Advanced Therapies angeführt wird. Die Angepasste EBITA-Marge wird, bereinigt um Personalrestrukturierungsaufwendungen und akquisitionsbezogene Transaktionskosten, zwischen 17 % und 18 % erwartet. Die Energiemärkte werden voraussichtlich herausfordernd bleiben, wobei es einige Anzeichen einer Stabilisierung gibt. In diesem Umfeld erwartet Gas and Power einen moderaten vergleichbaren Anstieg der Umsatzerlöse, insbesondere aufgrund der Abarbeitung seines großen Auftragsbestands. Die Angepasste EBITA-Marge wird zwischen 2 % und 5 % erwartet. SGRE rechnet im Geschäftsjahr 2020 mit einem Anstieg der Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis im prozentual niedrigen einstelligen Bereich. Ausschlaggebend hierfür dürfte das Onshore-Geschäft sein. Das Angepasste EBITA wird voraussichtlich durch Integrations- und Restrukturierungskosten in Höhe von 200 Mio. € belastet. Daher wird unterstellt, dass die Angepasste EBITA-Marge im Geschäftsjahr 2020 unter dem Zielband von 7 % bis 11 % liegen wird. Für Financial Services wird im Geschäftsjahr 2020 eine Eigenkapitalrendite (nach Steuern) innerhalb des Zielbands von 17 % bis 22 % erwartet. Wachstum der Umsatzerlöse Wir rechnen damit, dass die Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, erneut moderat ansteigen werden und das Book-to-Bill-Verhältnis im Geschäftsjahr 2020 über 1 liegen wird. Zum 30. September 2019 belief sich unser Auftragsbestand auf 146 Mrd. €. Wir erwarten, dass die Abarbeitung unseres Auftragsbestands das Wachstum der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2020 deutlich unterstützen wird. Dabei gehen wir davon aus, dass rund 50 Mrd. € des Auftragsbestands als Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2020 realisiert werden. Informationen zur Realisierung der Umsatzerlöse aus dem Auftragsbestand auf Segmentebene finden sich unter → A.3 SEGMENTINFORMATIONEN. Profitabilität Zusätzlich zu den zuvor genannten Annahmen für unsere Segmente gehen wir davon aus, dass unsere vollkonsolidierten Einheiten innerhalb Portfolio Companies profitabel sein werden. Die Ergebnisse aus den Beteiligungen von Portfolio Companies werden voraussichtlich weiterhin volatil sein und im negativen Bereich bleiben. Wir gehen davon aus, dass Real Estate Services seine Trennung von Immobilien, in Abhängigkeit vom Marktumfeld, weiter fortsetzen wird. Für Zentrale Posten sowie Zentral getragene Pensionsaufwendungen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2020 mit Aufwendungen in einer Bandbreite von zusammen rund 1,2 Mrd. € bis 1,4 Mrd. €, einschließlich beträchtlicher Aufwendungen im Zuge der Ausgliederung von Gas and Power. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 1,1 Mrd. €, und das negative Ergebnis aus Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen betrug 0,2 Mrd. €; für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir für diese beiden Positionen ein Ergebnis jeweils in annähernd gleicher Höhe. Wir gehen davon aus, dass der Gewinn nach Steuern und das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie durch erheblich höhere Steueraufwendungen belastet sein wird, die vorwiegend in Zusammenhang mit der geplanten Ausgliederung von Gas and Power stehen. Wie bereits angekündigt, planen wir, Gas and Power auszugliedern und unseren 59 %-Anteil an SGRE einzubringen, um ein neues Unternehmen - Siemens Energy - zu bilden. Wir planen, Siemens Energy abzuspalten und vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2020 an die Börse zu bringen. Vor der Abspaltung werden wir Siemens Energy in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgliedern. Wir erwarten hieraus beträchtliche positive Effekte innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten, einschließlich eines erheblichen Ertrags aus der Abspaltung, der derzeit noch nicht verlässlich quantifiziert werden kann. Für unsere Prognose des Ergebnisses je Aktie unterstellen wir, dass diese positiven Effekte die im Geschäftsjahr 2020 in Zusammenhang mit der Abspaltung stehenden Ausgliederungskosten und Steueraufwendungen sowie die konzernweit anfallenden Personalrestrukturierungsaufwendungen ausgleichen werden. Dies wird - zusammen mit den zuvor genannten Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 - voraussichtlich zu einem unverwässerten Ergebnis je Aktie für den Gewinn nach Steuern in der Bandbreite von 6,30 € bis 7,00 € führen. Im Geschäftsjahr 2019 betrug dieser Wert 6,41 €. Unsere Prognose für den Gewinn nach Steuern sowie das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie beruht auf einer Reihe weiterer Annahmen: Wir gehen davon aus, dass wir die solide Projektabwicklung im Geschäftsjahr 2020 fortsetzen werden. Außerdem planen wir, die FuE-Aufwendungen im Vorjahresvergleich leicht zu erhöhen, um unsere Innovationsfähigkeit zu stärken. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen, die sich im Geschäftsjahr 2019 auf 619 Mio. € beliefen, erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 in ähnlicher Höhe. Kapitaleffizienz Unser langfristiges Ziel ist es, eine Kapitalrendite (ROCE) in einer Bandbreite von 15 % bis 20 % zu erreichen. Vorwiegend aufgrund von Faktoren, die gegenwärtig den Gewinn nach Steuern sowie das durchschnittlich eingesetzte Kapital beeinflussen - insbesondere die jüngsten Akquisitionen -, erwarten wir, dass der ROCE im Geschäftsjahr 2020 weiter prozentual zweistellig sein, aber unter unserem Zielband liegen wird. Darüber hinaus erwarten wir Auswirkungen auf den ROCE in Verbindung mit der zuvor genannten geplanten Abspaltung und dem Börsengang von Siemens Energy, die sich derzeit aber noch nicht verlässlich quantifizieren lassen. Kapitalstruktur Wir definieren unsere Kapitalstrukturkennzahl als das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA (fortgeführte Aktivitäten). Dabei streben wir im Allgemeinen einen Wert von bis zu 1,0 an. Dies erwarten wir im Geschäftsjahr 2020 zu erreichen. Die Erstanwendung von IFRS 16, Leasingverhältnisse, mit Beginn des Geschäftsjahrs 2020 führt - wie in → ZIFFER 2 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS näher beschrieben - zu einem Anstieg der Kapitalstrukturkennzahl. Darüber hinaus erwarten wir Auswirkungen auf die Kapitalstruktur in Verbindung mit der zuvor genannten geplanten Abspaltung und dem Börsengang von Siemens Energy, die sich derzeit aber noch nicht verlässlich quantifizieren lassen. A.8.1.3 GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG Wir erwarten, dass die weltwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 verhalten bleiben wird. Risiken ergeben sich insbesondere aus geopolitischen und geoökonomischen Unsicherheiten. Wir unterstellen ein moderat rückläufiges Volumen der Märkte, die von unseren kurzzyklischen Geschäften bedient werden. Unter diesen Voraussetzungen erwarten wir, dass die Umsatzerlöse des Siemens-Konzerns auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, erneut moderat ansteigen und das Book-to-Bill-Verhältnis über 1 liegen werden. Wie bereits angekündigt, planen wir, Gas and Power auszugliedern und unseren 59 %-Anteil an SGRE einzubringen, um ein neues Unternehmen - Siemens Energy - zu bilden. Wir planen, Siemens Energy abzuspalten und vor dem Ende des Geschäftsjahrs 2020 an die Börse zu bringen. Vor der Abspaltung werden wir Siemens Energy in die nicht fortgeführten Aktivitäten umgliedern. Wir erwarten hieraus beträchtliche positive Effekte innerhalb der nicht fortgeführten Aktivitäten, einschließlich eines erheblichen Ertrags aus der Abspaltung, der derzeit noch nicht verlässlich quantifiziert werden kann. Für unsere Prognose des Ergebnisses je Aktie unterstellen wir, dass diese positiven Effekte die im Geschäftsjahr 2020 in Zusammenhang mit der Abspaltung stehenden Ausgliederungskosten und Steueraufwendungen sowie die konzernweit anfallenden Personalrestrukturierungsaufwendungen ausgleichen werden. Dies wird - zusammen mit den zuvor genannten Erwartungen für das Geschäftsjahr 2020 - voraussichtlich zu einem unverwässerten Ergebnis je Aktie für den Gewinn nach Steuern in der Bandbreite von 6,30 € bis 7,00 € führen. Im Geschäftsjahr 2019 betrug dieser Wert 6,41 €. Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. Die tatsächliche Entwicklung von Siemens und seinen Segmenten kann aufgrund der unten beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall, dass unsere Erwartungen und Annahmen nicht eintreten, sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen. A.8.2 Risikomanagement A.8.2.1 GRUNDPRINZIPIEN DES RISIKOMANAGEMENTS Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben wird. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie bei Siemens ist das jeweilige Management unserer Organisationseinheiten verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu implementieren, das auf ihre spezifischen Geschäfte und Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den übergreifenden Grundsätzen entspricht. Dies umfasst auch unsere börsennotierten Strategischen Unternehmen Siemens Healthineers und SGRE, die ebenfalls unseren konzernweiten Grundsätzen für das Risikomanagement unterliegen und jeweils für die Einhaltung dieser Grundsätze verantwortlich sind. A.8.2.2 PROZESS DES UNTERNEHMENSWEITEN RISIKOMANAGEMENTS (ENTERPRISE-RISK-MANAGEMENT-PROZESS) Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Das größte Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen soll es uns ermöglichen, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Unsere interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagements. So können, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert werden. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Das Risikomanagementsystem von Siemens fußt auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem weltweit anerkannten COSO Standard (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) "Enterprise Risk Management - Integrating with Strategy and Performance" (2017) und dem ISO (International Organization for Standardization) Standard 31000 (2018) und ist an die Anforderungen von Siemens angepasst. Die Rahmenwerke verknüpfen den ERM-Prozess mit unserem Finanzberichterstattungsprozess und unserem internen Kontrollsystem. Sie messen der Unternehmensstrategie, der Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei. Unser ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Der Betrachtungszeitraum beträgt üblicherweise drei Jahre und basiert auf einem Nettoprinzip, bei dem die Risiken und Chancen adressiert werden, die nach Durchführung bestehender Kontrollmaßnahmen verbleiben. Falls Risiken bereits in der Planung, in Budgets, in der Prognose oder im Konzernabschluss (zum Beispiel in Form einer Rückstellung oder Risikovorsorge) berücksichtigt wurden, sollen sie bereits mit ihren finanziellen Auswirkungen in den Geschäftszielen der einzelnen Einheiten berücksichtigt sein. Als Konsequenz sollten nur zusätzliche Risiken aus dem gleichen Thema, wie zum Beispiel Abweichungen von Geschäftszielen oder im Falle von unterschiedlichen Risikodimensionen, erfasst werden. Um einen umfassenden Blick über unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Top-down- und eines Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Relevante Risiken und Chancen werden aus verschiedenen Perspektiven wie Geschäftszielen, Reputation und regulatorischen Anforderungen nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert. Der Bottom-up-Identifizierungs- und Priorisierungsprozess wird durch Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer Organisationseinheiten unterstützt. Dieses Top-down-Element stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und danach bei Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und auf der jeweiligen Organisationsebene, wie oben dargestellt, aggregiert. Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab. In einem ersten Schritt erfordert die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische Chance die Zuordnung einer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: Risiken vermeiden, übertragen, vermindern oder akzeptieren. Bezogen auf Chancen ist unsere allgemeine Reaktionsstrategie, sie vollständig zu realisieren. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- beziehungsweise Chancenverantwortung auch das Entwickeln, Initiieren und Überwachen angemessener Maßnahmen entsprechend der gewählten Reaktionsstrategie. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen spezifisch zugeschnitten sein. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt. So versuchen wir zum Beispiel, das Risiko aus Wechselkurs- und Zinsschwankungen durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu verringern. Bezüglich unserer langfristigen Projekte soll uns unter anderem ein systematisches und umfassendes Projektmanagement mit standardisierten Projektmeilensteinen, einschließlich vorläufiger Abnahmen während der Projektabwicklung, sowie mit eindeutig festgelegten Genehmigungsprozessen dabei unterstützen, mögliche Projektrisiken frühzeitig, sogar vor Eintritt in die Angebotsphase, zu erkennen und diesen zu begegnen. Des Weiteren haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Dem Risiko von Konjunktur- und Nachfrageschwankungen begegnen wir beispielsweise dadurch, dass wir die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der für uns wichtigen Branchen genau beobachten und, falls erforderlich, frühzeitig und konsequent unsere Kapazitäten anpassen und Kostensparmaßnahmen initiieren. A.8.2.3 ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS UND DER VERANTWORTLICHKEITEN Zur Überwachung des ERM-Prozesses und um die Integration und Vereinheitlichung bestehender Kontrollaktivitäten im Einklang mit den rechtlichen und operativen Anforderungen weiter voranzutreiben, hat der Vorstand eine vom Head of Assurance geleitete Risikomanagement- und interne Kontrollorganisation etabliert. Um eine aussagekräftige Risikodiskussion auf Siemens-Konzernebene führen zu können, werden durch diese Organisation individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, zu breiteren Risiko- und Chancenthemen aggregiert. Im Zuge dieser Aggregation kommt es naturgemäß zu einer Mischung von Risiken mit primär qualitativen und primär quantitativen Risikobewertungen. Dementsprechend ist eine rein quantitative Beurteilung von Risikothemen nicht vorgesehen. Thematische Risiko- und Chancenbewertungen dienen anschließend zur Evaluierung der unternehmensweiten Risiko- und Chancensituation. Der Head of Assurance berichtet vierteljährlich an den Vorstand bezüglich Umsetzung, Durchführung und Überwachung des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems und unterstützt ihn beispielsweise bei der Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. A.8.3 Risiken Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- (einschließlich Auswirkungen auf Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Cashflows) und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikoausmaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für uns. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle unsere Organisationseinheiten. A.8.3.1 STRATEGISCHE RISIKEN Wettbewerbsumfeld: Die weltweiten Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und Einführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen sowie Verschiebungen im Marktbedarf hochgradig wettbewerbsintensiv. Wir sind mit starken etablierten Wettbewerbern konfrontiert und auch mit aufsteigenden Wettbewerbern aus Schwellenländern und neuen Industrien, die eine günstigere Kostenstruktur aufweisen könnten als wir. Einige Branchen, in denen wir tätig sind, durchlaufen Konsolidierungen, die zu einer Verstärkung des Wettbewerbs, einer Veränderung unserer relativen Marktposition, einem Bestandsaufbau bei (un)fertigen Erzeugnissen oder einer unerwarteten Preiserosion führen könnten. Wir sehen das Risiko, vor allem im Energiemarkt, dass langfristige Kundenverträge Gegenstand von Neuverhandlungen werden, was zu ungünstigeren Konditionen für Siemens führen könnte. Darüber hinaus gibt es das Risiko, dass wichtige Zulieferer von unseren Wettbewerbern übernommen werden und dass Wettbewerber verstärkt Dienstleistungen für unsere installierte Basis anbieten. Wir begegnen diesen Risiken mit verschiedenen Maßnahmen, wie beispielsweise Benchmarking-Aktivitäten, strategischen Initiativen, Vertriebsinitiativen, der Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen und Projekten zur Erreichung der Zielkosten, Anpassungen bei unseren Standorten, Outsourcing, Fusionen sowie Gemeinschaftsunternehmen, dem Export aus Niedrigkostenländern in preissensitive Märkte und der Optimierung unseres Produkt- und Serviceportfolios. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich Wettbewerbs-, Markt- und Branchendaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie zu reagieren. Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen (makroökonomisches Umfeld): Wir sehen zunehmende Unsicherheit hinsichtlich der globalen Konjunkturaussichten. Trotz der jüngsten Entspannung im Handelskonflikt besteht das Hauptrisiko für den globalen Konjunkturzyklus in einer weiteren Eskalation des handelspolitischen Konflikts zwischen den USA und China zu einem ausgewachsenen globalen Handelskrieg mit einer erheblichen Verschlechterung des globalen Wachstums. Zumal die bisher ergriffenen protektionistischen Maßnahmen dem globalen Wachstum bereits immensen wirtschaftlichen Schaden zugefügt haben. Negative Auswirkungen auf das Vertrauen und die Investitionstätigkeit würden das Siemens-Geschäft stark treffen. Steigende Handelshemmnisse würden sich negativ auf die Produktionskosten und die Produktivität entlang unserer vielen Wertschöpfungsketten auswirken. Die jüngste Einigung zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union über ein überarbeitetes Austrittsabkommen verringerte das Risiko eines "No-Deal"-Brexits. Die erneute Verlängerung nach Artikel 50 des Vertrags über die Europäische Union lässt jedoch schädliche Auswirkungen auf die Wirtschaftstätigkeit bis ins Jahr 2020 fortleben. Wenn das Risiko eines "No-Deal"-Brexits wieder steigt, würde die zunehmende Unsicherheit bei Unternehmen und Verbrauchern, insbesondere in der Europäischen Union (EU) und im Vereinigten Königreich, die Investitionstätigkeit verringern und ein Risiko für die Finanzmärkte darstellen. Ein weiterer und massiver Verlust wirtschaftlicher Zuversicht sowie eine längere Phase der Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen und der Vergabe neuer Aufträge würden sich negativ auf unsere Geschäfte auswirken. Wir haben eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den Austrittsprozess kontinuierlich überwacht und unsere lokalen und globalen Maßnahmen zur Risikominderung koordiniert. Wir sind von der wirtschaftlichen Dynamik bestimmter Branchen abhängig, insbesondere betrifft uns die anhaltende Schwäche des Automobilsektors, die sowohl durch zyklische als auch durch strukturelle Kräfte verursacht ist. Ein weiteres Geschäftsrisiko resultiert aus einer abrupten Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums. Ein terroristischer Mega-Angriff oder ein wesentlicher Fall von Cyber-Kriminalität oder eine Reihe solcher Angriffe oder Vorfälle in großen Volkswirtschaften könnte die weltweite Wirtschaftstätigkeit dämpfen und das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen schwächen. Weitere wesentliche Risiken ergeben sich aus geopolitischen Spannungen (insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, aber auch in Hongkong), aus der wirtschaftlichen Anfälligkeit mehrerer Schwellenländer (unter anderem Argentinien, Türkei, Venezuela), aus politischen Umwälzungen und einer zunehmenden Anfälligkeit der vernetzten Weltwirtschaft gegenüber Naturkatastrophen. Im Allgemeinen besteht aufgrund des signifikanten Anteils langzyklischer Geschäfte in unseren operativen Einheiten sowie der Bedeutung von Verträgen mit langer Laufzeit für Siemens eine zeitliche Verzögerung zwischen den Veränderungen makroökonomischer Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf unsere Finanzergebnisse. Demgegenüber reagieren die kurzzyklischen Geschäfte von Digital Industries schnell auf Nachfrageschwankungen. Falls das moderate Wachstum bestimmter Märkte wieder zum Erliegen kommt und wir unsere Produktions- und Kostenstrukturen nicht erfolgreich an das geänderte Marktumfeld anpassen können, kann nicht garantiert werden, dass dies keine negativen Auswirkungen haben wird. Zum Beispiel könnten Kaufabsichten bezüglich unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sich ändern, sich verzögern oder beendet werden beziehungsweise Käufe oder Verträge, die bereits begonnen wurden, nicht zu Ende geführt werden. Zudem könnten die Preise unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen stärker fallen, als wir dies gegenwärtig vorhersehen. Des Weiteren könnten sich die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden verschlechtern. Vertraglich festgelegte Zahlungsbedingungen könnten sich nachteilig verändern, insbesondere im Hinblick auf die Höhe an uns zu leistender Kundenanzahlungen im Rahmen von Langzeitprojekten, was sich negativ auf unsere Finanzsituation auswirken könnte. Die weltweite Geschäftsaufstellung von Siemens in nahezu allen relevanten Volkswirtschaften, unser umfangreiches Angebot, das unterschiedlichen Geschäftszyklen folgt, und unsere ausgewogene Mischung verschiedenartiger Geschäftsmodelle - zum Beispiel Ausrüstungs-, Komponenten-, System-, Software-, Service- und Lösungsgeschäft - helfen uns, die Folgen ungünstiger Entwicklungen auf einzelnen Märkten auszugleichen. Konzernumbau: Risiken sind verbunden mit wesentlichen Veränderungen von Strukturen, Richtlinien oder des Managements des Unternehmens, um unsere Schnelligkeit, Agilität oder Unternehmenskultur zu verbessern. Diese beinhalten erhöhte Kosten, verfehlte Finanz- oder Leistungsziele, den Verlust von qualifiziertem Personal, den Verlust von (Kosten-)Synergien und Vertrauensverlust seitens der Kunden und Investoren. Dies gilt insbesondere für Gas and Power, das im Geschäftsjahr 2020 abgespalten werden soll. Wir haben eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den Transformationsprozess der "Vision 2020+" eng überwacht. Dazu gehören zum Beispiel die aktive Überwachung der Mitarbeiterfluktuationsraten und die Durchführung angemessener Gegenmaßnahmen sowie eine verstärkte Beteiligung des Managements unter Beibehaltung eines aktiven Dialogs mit den Mitarbeitern. Darüber hinaus haben wir einen kontinuierlichen Qualitätsüberwachungsprozess für kritische IT-Lösungen (Infrastruktur, Anwendungen und Plattformen) und Projekte implementiert. Disruptive Technologien: Die Märkte, in denen wir agieren, sind infolge der Einführung innovativer und disruptiver Technologien rasanten und signifikanten Änderungen unterworfen. Auf dem Gebiet der Digitalisierung (beispielsweise Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, Cloud-Computing, Industrie 4.0) entstehen Risiken in Zusammenhang mit neuen Wettbewerbern, der Substitution von existierenden Produkten/Lösungen/Dienstleistungen, neuen Geschäftsmodellen (zum Beispiel bei der Preisbildung, Finanzierung, bei erweiterten Leistungsumfängen im Projektgeschäft oder Abonnementmodellen im Softwaregeschäft) sowie das Risiko, dass unsere Wettbewerber aufgrund überlegener Time-to-Market-Strategien ihre disruptiven Produkte und Lösungen schneller vermarkten können als Siemens. Unsere Geschäftsergebnisse hängen wesentlich von unserer Technologieführerschaft sowie unserer Fähigkeit ab, Änderungen in unseren Märkten zu antizipieren und uns an sie anzupassen sowie unsere Kostenbasis zu optimieren. Die Einführung neuer Produkte und Technologien erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz finanzieller Mittel verbunden ist und nicht immer erfolgreich sein muss. Unsere Ertragslage könnte negativ von Investitionen in Technologien beeinflusst werden, die nicht wie erwartet funktionieren oder integriert werden können, nicht die erwartete Marktakzeptanz finden oder davon, dass unsere Produkte, Lösungen und Systeme, insbesondere im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, nicht rechtzeitig am Markt eingeführt oder sogar obsolet werden. Wir beantragen ständig neue Patente und pflegen aktiv unser Portfolio geistigen Eigentums, um unsere Technologieposition zu sichern. Unsere Patente und anderen Rechte an geistigem Eigentum können jedoch nicht verhindern, dass Wettbewerber selbst Produkte und Dienstleistungen entwickeln und verkaufen, die unseren gleichen oder Duplikate sind. Restrukturierungen: Wir sehen Risiken, dass wir nicht flexibel genug sind, unsere Organisation und Fertigungslandschaft anzupassen, um schnell auf sich ändernde Marktbedingungen zu reagieren. Die notwendigen Restrukturierungen könnten nicht in dem geplanten Maße und Zeitrahmen umgesetzt werden (zum Beispiel aufgrund lokaler Mitbestimmungsgesetze), was die Verbesserungen unserer Kostenposition mit negativen Ergebnisauswirkungen begrenzen sowie zu einem Verlust von qualifiziertem Personal führen kann. Streiks und Auseinandersetzungen mit Gewerkschaften und Betriebsräten könnten zu negativen Schlagzeilen und Lieferschwierigkeiten führen. Darüber hinaus könnte sich die öffentliche Kritik an Restrukturierungen negativ auf das Ansehen von Siemens auswirken. Wir minimieren diese Risiken, indem wir die Umsetzung der geplanten Maßnahmen genau überwachen, ein striktes Kostenmanagement pflegen und laufende Gespräche mit allen betroffenen Interessengruppen führen. Portfoliomaßnahmen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, sonstige Beteiligungen und strategische Allianzen: Unsere Strategie umfasst in einigen Geschäftsfeldern Desinvestitionen und die Stärkung anderer durch Portfoliomaßnahmen, einschließlich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen. Desinvestitionspläne beinhalten das Risiko, bestimmte Geschäftsaktivitäten nicht wie geplant veräußern zu können. Außerdem könnten sich durch realisierte Desinvestitionen negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie Reputation ergeben. Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da sie Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Abläufen, Technologien und Produkten beinhalten. Es kann nicht garantiert werden, dass jedes erworbene Geschäft erfolgreich und entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich nach der Integration wie erwartet entwickeln wird. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Akquisitions-, Verwaltungs-, Steuer- und sonstige Aufwendungen entstehen, einschließlich Integrationskosten für erworbene Geschäftsaktivitäten. Zudem könnten Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf zur Folge haben und unsere Kapitalstruktur nachteilig beeinflussen. Akquisitionen können auch zu einem signifikanten Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte, in unserer Bilanz führen. Sollten wir anhaltend ungünstigen Geschäftsentwicklungen ausgesetzt sein oder bei akquirierten Aktivitäten nicht so erfolgreich sein wie ursprünglich erwartet, könnte dies Wertberichtigungen auf diese immateriellen Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Folge haben, mit negativen Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unser Anlageportfolio umfasst Beteiligungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und sonstige Beteiligungen. Alle Faktoren, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und sonstigen Beteiligungen negativ beeinflussen, könnten unseren Ergebnisanteil aus diesen Beteiligungen beeinträchtigen oder zu einer Wertminderung dieser Beteiligungen führen. Außerdem könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch in Zusammenhang mit Darlehen, Garantien oder der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) in Verbindung mit diesen nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen negativ beeinflusst werden. Zudem bergen solche Beteiligungen grundsätzlich Risiken, da es uns nicht möglich sein könnte, potenziellen negativen Auswirkungen auf unser Geschäft durch ausreichende Einflussnahme auf Prozesse der Unternehmensführung (Corporate Governance) oder Geschäftsentscheidungen unserer Beteiligungen, sonstigen Beteiligungen und strategischen Allianzen entgegenzuwirken. Zudem beinhalten auch Gemeinschaftsunternehmen Risiken in Zusammenhang mit der Integration von Mitarbeitern, Abläufen, Technologien und Produkten. Auch strategische Allianzen könnten für uns mit Risiken verbunden sein, da wir in einigen Geschäftsfeldern mit Unternehmen im Wettbewerb stehen, mit denen wir strategische Allianzen eingegangen sind. Neben anderen Maßnahmen begegnen wir diesen Risiken sowohl mit standardisierten Prozessen als auch mit dezidierten Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Umfeld von Unternehmenszusammenschlüssen, Käufen, Verkäufen und Ausgliederungen. Dies beinhaltet die systematische Behandlung aller vertraglichen Verpflichtungen und Ansprüche nach Abschluss einer Transaktion. A.8.3.2 OPERATIVE RISIKEN Cyber- und Informationssicherheit: Digitale Technologien sind ein tief verwurzelter Teil unseres Geschäftsportfolios. Die von uns beobachtete weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Cyber-Sicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Produkte, Systeme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten. Es kann nicht garantiert werden, dass die Maßnahmen, die wir zum Schutz unseres geistigen Eigentums und unseres Portfolios ergreifen, unter allen Umständen erfolgreich sind. Auch bleibt das Risiko, dass vertrauliche Informationen gestohlen oder die Integrität unseres Portfolios zerstört werden könnten, zum Beispiel durch Angriffe auf unsere Netze, Social Engineering, Datenmanipulationen in kritischen Applikationen und Verlust kritischer Ressourcen. Dies hätte finanzielle Schäden zur Folge. Die Cyber-Sicherheit deckt die Informationstechnologie unseres gesamten Unternehmens ab, inklusive Büro-IT, Systeme und Applikationen, Spezialnetzwerke und unseres betrieblichen Umfelds wie Fertigung, Forschung und Entwicklung. Wie andere große multinationale Unternehmen sind wir regen Cyber-Angriffen von erfahrenen Gegnern ausgesetzt, die vom organisierten Verbrechen und von Nationen, die Wirtschaftsspionage oder sogar Sabotage betreiben, unterstützt werden. Wir ergreifen zur Risikominimierung eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem die Schulung von Mitarbeitern, eine umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme durch Cyber Security Defense Centers sowie den Einsatz von Sicherungs- und Schutzsystemen wie Firewalls und Virenscannern. Wir haben die industrielle "Charter of Trust" ins Leben gerufen, die von einer wachsenden Anzahl globaler Unternehmen mit der Zielsetzung unterzeichnet wurde, Grundsätze für einen Vertrauensaufbau in die digitalen Technologien festzulegen und die digitale Welt sicherer zu machen. Dennoch bleiben die Systeme, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen unseres Unternehmens und die unserer Dienstleister potenziell anfällig für Angriffe. Diese könnten möglicherweise zur Offenlegung, Verfälschung oder zum Verlust von Informationen - wie durch Industriespionage - führen. Sie könnten auch zu einem absichtlichen Missbrauch unserer Informationssysteme oder zu anfälligen Produkten, Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen, mit eventuell negativen Auswirkungen auf unsere Reputation, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Geschäftsergebnisse. Funktionsoptimierte Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen: Wir befinden uns in einem fortwährenden Prozess funktionsoptimierter Anpassungen und befassen uns laufend mit Kostensenkungsinitiativen. Diese beinhalten ständige Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie Initiativen zu strukturellen Verbesserungen. Zusammenlegungen von Geschäftsaktivitäten und Fertigungsanlagen, Auslagerungen und Gemeinschaftsunternehmen sowie Produktportfoliostraffungen sind Bestandteil solcher Kostensenkungsinitiativen. Diese Maßnahmen könnten nicht wie geplant umgesetzt werden, ihr Nutzen könnte geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie könnten später wirken als angenommen, oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jede künftige Wirkung aus diesen Programmen auf unsere Profitabilität wird beeinflusst durch die tatsächlich erzielten Einsparungen und unsere Fähigkeit, diese fortlaufenden Bemühungen nachhaltig umzusetzen. Im Falle von Restrukturierungs- und Auslagerungsaktivitäten können wir nicht ausschließen, dass es zu Lieferverzögerungen oder sogar Lieferausfällen kommen könnte. Darüber hinaus könnte eine Verzögerung in kritischen FuE-Projekten negative Folgen für laufende Projekte haben. Wir kontrollieren und überwachen diese Projekte fortlaufend und nutzen standardisierte Ansätze zur Steuerung und Verfolgung von Meilensteinen. Störungen in der Versorgungskette: Die Ergebnisse unserer operativen Einheiten hängen von einer zuverlässigen und effektiven Steuerung unserer Versorgungskette für Komponenten, Bauteile und Materialien ab. Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe, die auf ein ineffektives Management der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Produktionsengpässen, Lieferverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Bei der Versorgung mit Vorprodukten, Komponenten und Dienstleistungen sind wir auch auf Fremdanbieter angewiesen. Herstellung, Montage und Funktionsprüfung unserer Produkte durch Dritte können unsere unmittelbaren Möglichkeiten der Einflussnahme auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten reduzieren. Obwohl wir eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um versorgungsbezogene Probleme zu vermeiden, kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten, insbesondere falls wir bei kritischen Zulieferteilen einzelne Lieferanten nutzen. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Komponenten und Rohmaterialien aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf unsere Leistung auswirken. Des Weiteren könnten wir mit dem Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen der Versorgungskette als Auswirkungen von Katastrophen, Cyber-Vorfällen oder finanziellen Problemen einiger Lieferanten konfrontiert werden, insbesondere wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig oder überhaupt alternative Zulieferquellen oder Transportmöglichkeiten zu erschließen. Neben anderen Maßnahmen reduzieren wir das Risiko der weltweit schwankenden Rohmaterialpreise mit verschiedenen Sicherungsinstrumenten. Operative Störungen und Qualitätsprobleme in unseren Wertschöpfungsketten: Unsere Wertschöpfungsketten umfassen alle Stufen im Produktlebenszyklus, von der Forschung und Entwicklung über die Steuerung der Versorgungskette (Supply Chain Management) und der Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Operative Störungen in unseren Wertschöpfungsketten könnten zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produktsicherheits-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Solche Risiken könnten insbesondere in unseren operativen Einheiten im Hinblick auf unsere Produktions- und Fertigungsstandorte auftreten, die auf der ganzen Welt angesiedelt sind und eine hohe organisatorische und technologische Komplexität aufweisen. Gelegentlich könnten Qualitätsprobleme bei von uns verkauften Produkten auftreten, die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte oder der Inbetriebnahme oder der in ihnen integrierten Software resultieren können. Darüber hinaus könnten wir regulatorischen Anforderungen nicht vollumfänglich gerecht werden. Siemens Healthineers steht beispielsweise unter der regulatorischen Aufsicht der U.S. Food and Drug Administration und des Health and Consumer Policy Departments der Europäischen Kommission, was dazu führt, dass wir spezifische Anstrengungen unternehmen müssen, um die Sicherheit unserer Produkte sicherzustellen. Falls eine unserer Organisationseinheiten die regulatorischen Anforderungen nicht erfüllen kann, kann dies erhebliche Auswirkungen auf unser Geschäft und unseren Ruf haben. Wir haben verschiedene Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und Schadensvermeidung eingeführt. Die verstärkte Nutzung von Qualitätsmanagementinstrumenten verbessert die Transparenz, ermöglicht es uns, die Ursachenanalyse zu verstärken, und dient der Vorbeugung. Kostenüberschreitungen oder zusätzliche Zahlungsverpflichtungen bei der Abwicklung unserer Langfrist- und Festpreisprojekte beziehungsweise der Aufträge für schlüsselfertige Anlagen und Dienstleistungsverträge: Eine Reihe unserer Segmente führt Aktivitäten, insbesondere bei Großprojekten, im Rahmen von Langfristverträgen durch, die in wettbewerbsintensiven Bieterverfahren vergeben werden. Solche Verträge sind üblich bei Gas and Power, SGRE, Mobility und bei verschiedenen Geschäftsaktivitäten von Smart Infrastructure. Einige dieser Verträge bergen an sich ein inhärentes Risiko, da sie die Übernahme nahezu aller Risiken vorsehen können, die mit der Fertigstellung des Projekts sowie mit Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projekts verbunden sind. Beispielsweise könnten wir mit dem Risiko konfrontiert sein, die technischen Anforderungen eines Projekts erfüllen zu müssen, ohne vor der Übernahme des Projekts Erfahrungen mit derartigen Anforderungen gesammelt zu haben. Die aus Festpreisverträgen erzielten Ergebnismargen könnten durch Änderungen der Kosten oder der Produktivität während der Vertragslaufzeit von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Manchmal tragen wir das Risiko unerwarteter Projektmodifikationen, des Mangels an qualifizierten Fachkräften, von Qualitätsproblemen, finanziellen Schwierigkeiten unserer Kunden und/oder wesentlicher Partner, Kostenüberschreitungen oder Vertragsstrafen aufgrund unerwarteter technischer Probleme, von unvorhergesehenen Entwicklungen an den Projektstandorten, von unerwarteten Änderungen oder Schwierigkeiten innerhalb des rechtlichen und politischen Umfelds, von Leistungsproblemen bei unseren Zulieferern, Subunternehmern oder Konsortialpartnern oder aufgrund sonstiger logistischer Schwierigkeiten. Einige unserer mehrjährigen Verträge umfassen zudem anspruchsvolle Anforderungen hinsichtlich Installation und Wartung, ferner weitere Erfüllungskriterien wie Zeitvorgaben, Stückkosten und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Diese Anforderungen könnten, wenn sie nicht erfüllt werden, erhebliche Vertragsstrafen, Schadensersatzpflichten, Zahlungsverweigerung oder Vertragskündigungen nach sich ziehen. Wir können nicht garantieren, dass unsere Verträge und Projekte, insbesondere jene mit langer Laufzeit und Festpreiskalkulation, profitabel abgeschlossen werden können. Um solchen Risiken zu begegnen, haben wir eine weltweite Projektmanagementorganisation eingeführt, die systematisch die Fähigkeiten unserer Projektmanager verbessert. Bei sehr komplexen Projekten führen wir in einem sehr frühen Stadium der Angebotsphase dezidierte Risikoeinschätzungen durch, bevor wir uns entschließen, ein verbindliches Angebot an unseren Kunden abzugeben. Mangel an qualifizierten Mitarbeitern: Der Wettbewerb um eine vielfältige und hoch qualifizierte Belegschaft, wie etwa Spezialisten, Experten oder Talente im Bereich der Digitalisierung, ist in den Branchen und Regionen, in denen wir geschäftlich tätig sind, weiterhin intensiv. Wir benötigen fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter und sehen überdies die Notwendigkeit, die Vielfältigkeit unserer Belegschaft zu fördern. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure, Talente im Bereich der Digitalisierung und anderes Fachpersonal zu identifizieren, zu beurteilen, einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und an das Unternehmen zu binden. Wir begegnen diesem Risiko zum Beispiel mit der Stärkung der Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Mitarbeiter im Personal Recruiting und haben eine Strategie definiert, um proaktiv Mitarbeiter mit den notwendigen Fähigkeiten für unsere Geschäfte und Märkte zu suchen. Technologie und Digitalisierung helfen uns, Talente - auch im Hinblick auf die Vielfältigkeit unserer Belegschaft - effektiver zu gewinnen und auszuwählen sowie die Effizienz unserer Prozesse zu verbessern. Außerdem fokussieren wir uns auf eine strukturierte Nachfolgeplanung, Geschlechtervielfalt, Mitarbeiterbindung und Karrieremanagement. A.8.3.3 FINANZIELLE RISIKEN Marktpreisrisiken: Wir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, da ein großer Anteil unseres Geschäftsvolumens im Rahmen von Exporten von Europa in Länder, die den US-Dollar als Währung verwenden, abgewickelt wird. Darüber hinaus sind wir Effekten aus Währungen von Schwellenländern ausgesetzt, insbesondere dem chinesischen Yuan. Deutliche Veränderungen der Euro-Wechselkurse könnten unsere Wettbewerbsposition erheblich verändern. Wir sind auch Zinsschwankungen ausgesetzt. Selbst Sicherungsgeschäfte zur Reduzierung solcher Risiken können zu einem gegenteiligen Effekt führen. Wechselkurs- oder Zinsschwankungen, negative Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Änderungen in der Politik der Zentralbanken könnten sich daher negativ auf unser Finanzergebnis auswirken. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken: Unsere Treasury- und Finanzierungsaktivitäten könnten sich ungünstigen Einlagen und/oder Finanzierungskonditionen gegenübersehen, ausgelöst durch negative Entwicklungen in Zusammenhang mit den Finanzmärkten, wie begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln (insbesondere US-Dollar) und von Sicherungsinstrumenten, eine geänderte Bonitätseinschätzung von Siemens insbesondere von Ratingagenturen, negative Zinssätze und Auswirkungen aus restriktiveren Regulierungen des Finanzsektors, der Politik der Zentralbanken sowie der Nutzung von Finanzinstrumenten, die unsere Einlagenkonditionen beziehungsweise Finanzierungskosten verschlechtern. Eine Erhöhung der Kreditrisikoaufschläge aufgrund von Unsicherheit und Risikoaversion an den Finanzmärkten könnte zudem zu einer negativen Veränderung der Marktwerte unserer finanziellen Vermögenswerte, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen. Kreditrisiken: In Zusammenhang mit Aufträgen und Projekten stellen wir unseren Kunden direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedenen Ausprägungen zur Verfügung, einschließlich Garantien. Insbesondere Financial Services trägt Kreditrisiken aus Finanzierungsaktivitäten, wenn zum Beispiel Kunden nicht in der Lage sind, diese Finanzierungen zurückzuzahlen. Risiken aus Pensionsverpflichtungen: Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen können sowohl durch eine Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen, einschließlich des Abzinsungssatzes, als auch durch Veränderungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung unseres Anlagenportfolios beeinflusst werden. Darüber hinaus unterliegen sie unter anderem rechtlichen Risiken im Blick auf die Plangestaltung. Ein wesentlicher Anstieg der Unterdeckung könnte sich negativ auf unsere Kapitalstruktur sowie unser Rating auswirken und somit die Refinanzierungsmöglichkeiten verringern und die Refinanzierungskosten erhöhen. Um die lokalen Pensionsvorschriften in ausgewählten Ländern einzuhalten, können wir mit dem wirtschaftlichen Risiko einer Zunahme der Mittelabflüsse aufgrund der Änderung des Deckungsgrads gemäß den lokalen Vorschriften unserer Pensionspläne in diesen Ländern und der Änderung der Vorschriften selbst konfrontiert sein. Für weitere Informationen zu Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, derivativen Finanzinstrumenten, Sicherungsaktivitäten, Management von finanziellen Risiken sowie entsprechenden Maßnahmen siehe → ZIFFERN 17, 24 und 25 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. Untersuchungen von Finanzbehörden sowie Veränderungen in den Steuergesetzen und -regelungen: Wir sind in nahezu allen Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und -regelungen in diesen Jurisdiktionen könnten zu höheren Steueraufwendungen und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem könnten Änderungen der Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf unsere aktiven und passiven latenten Steuern haben. Zudem könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Als global tätiges Unternehmen agieren wir in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft, und wir identifizieren und bewerten fortlaufend einschlägige Risiken. A.8.3.4 COMPLIANCE-RISIKEN Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien: Als ein diversifiziertes Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Wir beobachten die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Problembereiche zu antizipieren mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Laufende und künftige Untersuchungen hinsichtlich Vorwürfen bezüglich Korruption, Kartellverstößen sowie anderer Gesetzesverletzungen: Verfahren gegen uns oder unsere Geschäftspartner hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten zu Bußgeldern führen sowie zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich künftigen Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, zum Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme an bestimmten Geschäften, zum Verlust von Gewerbekonzessionen, zu anderen Restriktionen und Rechtsfolgen sowie zu einer negativen Berichterstattung in den Medien. Dementsprechend könnte es unter anderem erforderlich werden, dass wir möglichen Leistungspflichten, einschließlich potenzieller Steuerstrafen, in Zusammenhang mit diesen Untersuchungen und Verfahren nachkommen müssen. Darüber hinaus könnte die Aufdeckung von Fällen öffentlicher Korruption, die nicht von den Vergleichen umfasst sind, die wir in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 mit amerikanischen und deutschen Behörden zur Beilegung von Korruptionsvorwürfen geschlossen haben, unser Geschäft mit Behörden und zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen gefährden sowie zur erneuten Ernennung von Überwachungsinstanzen führen, die unsere künftigen Geschäftspraktiken überprüfen, und wir könnten auch in anderer Weise aufgefordert werden, unsere Geschäftspraktiken und unser Compliance-Programm zu ändern. Siemens tätigt einen großen Teil seines Geschäfts mit Regierungen und staatlichen Unternehmen. Wir sind außerdem an verschiedenen Projekten beteiligt, die von Behörden sowie zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen, etwa multilateralen Entwicklungsbanken, finanziert werden. Anhängige und mögliche künftige Ermittlungen zu Korruptions- oder Kartellvorwürfen oder Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten nachteilige Auswirkungen auf unsere Beziehung mit solchen Partnern haben bis hin zum Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Ferner könnten dadurch bestehende privatwirtschaftliche Geschäftsbeziehungen sowie unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner für möglicherweise bedeutende strategische Projekte und Transaktionen wie strategische Allianzen, Gemeinschaftsunternehmen oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, beeinträchtigt werden. Solche Ermittlungen könnten auch zur Aufhebung einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Wettbewerber, könnten gegen uns Verfahren in erheblichem Umfang einleiten. Darüber hinaus könnten künftige Entwicklungen in laufenden oder potenziellen künftigen Ermittlungen, etwa die Reaktion auf behördliche Ersuchen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen des Managements von anderen Geschäftsangelegenheiten ablenken. Des Weiteren sehen wir uns möglicherweise Compliance-Risiken in Verbindung mit kürzlich erworbenen Geschäften gegenüber, die sich noch im Integrationsprozess befinden. Siemens hat, zusätzlich zu anderen Maßnahmen, eine weltweite Compliance-Organisation etabliert, die unter anderem Compliance-Risikoreduktionsprozesse, wie beispielsweise Compliance-Risikobewertungen oder Aktivitäten der internen Revision, durchführt. Protektionismus (einschließlich Lokalisation): Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen wir Geschäfte betreiben, wie Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen und andere Handelshemmnisse inklusive des Ausschlusses von bestimmten Märkten, sowie Preis- oder Währungsbeschränkungen könnten unsere Geschäfte in nationalen Märkten beeinflussen und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Außerdem könnten wir Strafzahlungen, anderen Sanktionen und Reputationsschäden ausgesetzt sein. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen, und dazu führen, dass wir steigenden Kosten für angemessene Compliance-Programme unterliegen. Regulatorische Risiken und potenzielle Sanktionen: Als global agierendes Unternehmen unterhalten wir Geschäftsaktivitäten mit Kunden in Ländern, die Exportkontrollregulierungen, Embargos, Wirtschaftssanktionen, Ausschlussrichtlinien oder anderen Formen von Handelsbeschränkungen unterliegen (nachstehend bezeichnet als "Sanktionen"), die ihnen durch die USA, die EU oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Neue oder ausgeweitete Sanktionen in Ländern, in denen wir geschäftlich tätig sind, könnten zu einer Einschränkung unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern oder indirekt in anderen Ländern führen. Uns sind Richtlinien von nationalen Behörden und institutionellen Investoren, wie Pensionsfonds und Versicherungen, bekannt, die Investitionen in und Transaktionen mit Unternehmen verbieten sowie den Verkauf von Anteilen an Unternehmen vorschreiben, wenn diese Geschäfte mit Ländern betreiben, die vom U.S. Department of State als staatliche Förderer des Terrorismus identifiziert wurden. Es könnte deshalb sein, dass solche Richtlinien dazu führen, dass wir bestimmte Investoren oder Kunden nicht gewinnen oder halten können. Zudem könnten wir aufgrund der Beendigung unserer Geschäfte in Ländern, die Sanktionen unterliegen, Kundenansprüchen oder anderen Maßnahmen ausgesetzt sein. Unsere Reputation könnte auch unter unseren Geschäften mit Vertragsparteien leiden, die in diesen Ländern ansässig oder mit diesen Ländern verbunden sind. Gesetze und Regelungen zu Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie andere behördliche Regelungen: Wir sind in einigen stark regulierten Branchen tätig. Gegenwärtige oder künftige umweltrechtliche, gesundheits- oder sicherheitsbezogene oder sonstige staatliche Regelungen oder deren Änderung könnten eine Anpassung unserer operativen Tätigkeit erfordern und zu einer erheblichen Steigerung unserer operativen Kosten oder Produktionskosten führen. Darüber hinaus sehen wir das Risiko möglicher umweltbezogener, gesundheits- oder sicherheitsbezogener Zwischenfälle ebenso wie Risiken durch die Nichteinhaltung von umweltrechtlichen, gesundheits- oder sicherheitsbezogenen Regelungen durch Siemens und unsere Vertragspartner oder Zulieferer, die in der Folge zum Beispiel zu ernsthaften Verletzungen, Strafmaßnahmen, Reputationsverlust oder zu internen beziehungsweise externen Untersuchungen führen. Wenngleich wir über Verfahren verfügen, die sicherstellen sollen, dass wir die anwendbaren behördlichen Regelungen bei der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit einhalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sowohl von unserer Seite als auch vonseiten Dritter, mit denen wir in einer Vertragsbeziehung stehen, einschließlich Zulieferer und Dienstleistungsanbieter, deren Handeln uns zugerechnet werden könnte, zu Verstößen gegen anwendbare behördliche Regelungen kommen könnte. Jeder solcher Verstöße setzt uns insbesondere dem Risiko von Haftung, Strafen, Bußgeldern, Reputationsschäden oder Verlust von Lizenzen und Genehmigungen aus, die für unser Geschäft wichtig sind. Insbesondere könnten wir mit Schadensersatz- oder Sanierungspflichten aus Umweltverschmutzungen bei Produktionsanlagen, die von uns errichtet oder betrieben werden, konfrontiert werden. Für bestimmte Umweltrisiken haben wir Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen, die unser Management als angemessen und branchenüblich ansieht. Uns könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssummen hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, und solche Verluste könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Laufende oder künftige Rechtsstreitigkeiten und gerichtliche und behördliche Verfahren: Siemens ist und wird möglicherweise auch künftig in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit verschiedenen Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass Siemens die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren könnten negative Entscheidungen für Siemens ergehen oder behördliche Entscheidungen, Einschätzungen oder Auflagen anders ausfallen als erwartet, die wesentliche Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Für bestimmte rechtliche Risiken hat Siemens eine Haftpflichtversicherung in einer Höhe abgeschlossen, die das Management für angemessen und branchenüblich hält. Der Versicherungsschutz bewahrt Siemens allerdings nicht vor Reputationsschäden. Außerdem kann Siemens aus Rechtsstreitigkeiten Verluste erleiden, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind oder etwaige Rückstellungen für Verluste durch Rechtsstreitigkeiten übersteigen. Schließlich kann nicht gewährleistet werden, dass Siemens auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erhält. Für weitere Informationen in Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten siehe → ZIFFER 22 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. A.8.3.5 ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER RISIKOLAGE Die größten Herausforderungen wurden in jeder der vier Kategorien strategische Risiken, operative Risiken, finanzielle Risiken und Compliance-Risiken zuerst genannt. Risiken, die aus dem Bereich Cyber- und Informationssicherheit resultieren, stellen für uns die größte Herausforderung dar. Während sich unsere Einschätzung der individuellen Risiken im Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Entwicklung der externen Bedingungen, der Folgen unserer eigenen Gegenmaßnahmen und der Anpassung unserer eigenen Pläne zur Risikobeurteilung verändert hat, hat sich die Gesamtrisikosituation für Siemens im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. A.8.4 Chancen Im Rahmen unseres ERM-Ansatzes identifizieren und bewerten wir regelmäßig die Chancen, die sich in unseren zahlreichen Geschäftsfeldern ergeben, und handeln entsprechend. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die Chancen auf alle unsere Organisationseinheiten. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Chancen für uns. Die beschriebenen Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen Änderungen unterworfen, da sich das Unternehmen, unsere Märkte und Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Es ist auch möglich, dass Chancen, die wir heute sehen, sich niemals verwirklichen. Wertschaffung durch Innovation (zum Beispiel Automatisierung und Digitalisierung): Wir treiben Innovation voran, indem wir signifikant in Forschung und Entwicklung investieren, um nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und gleichzeitig unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Ein innovatives Unternehmen zu sein und ständig neue Technologien zu entwickeln, von denen wir erwarten, dass sie künftigen Anforderungen gerecht werden, die sich aus den Megatrends demografischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung ergeben, ist eines unserer Kernziele. Wir erhalten jedes Jahr Tausende neue Patente und entwickeln kontinuierlich neue Konzepte und überzeugende neue digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle. Dies hilft uns, die nächste Generation bahnbrechender Innovationen in Bereichen wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz, autonome Maschinen und Edge-Computing zu schaffen. Über unsere operativen Einheiten hinweg profitieren wir von unserer unbestrittenen Stärke im "Digital Enterprise". Vor allem unsere cloud-basierte MindSphere-Plattform steigert die Verfügbarkeit der digitalen Produkte und Systeme unserer Kunden und verbessert ihre Produktivität und Effizienz. Wir sehen auch erhebliche Chancen, zusätzliches Volumen zu generieren und von innovativen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen zu profitieren, darunter Cyber-Sicherheit, Anwendungen zur Optimierung des Energieverbrauchs und des Betriebs hocheffizienter Energienetze sowie skalierbare Lösungen für dezentrale und erneuerbare Energiegewinnung. Wir sehen Wachstumschancen darin, den Zugang zu neuen Märkten und Kunden zu erschließen, indem wir neue Marketing- und Vertriebsstrategien nutzen, die wir in unseren operativen Einheiten umsetzen und mit unseren Strategischen Unternehmen teilen. Unsere Position entlang der Wertschöpfungsketten Automatisierung und Digitalisierung ermöglicht uns eine weitere Steigerung der Marktdurchdringung. Entlang dieser Wertschöpfungsketten haben wir mehrere konkrete Wachstumsfelder identifiziert, in denen wir unser größtes langfristiges Potenzial sehen. Daher bündeln und entwickeln wir unsere Ressourcen beziehungsweise Fähigkeiten mit Blick auf diese Wachstumsfelder. Nutzung des Marktpotenzials: Durch Vertriebsinitiativen und Masterpläne in unseren operativen Einheiten streben wir kontinuierlich danach, zu wachsen und unsere Geschäfte in etablierten Märkten auszudehnen, neue Märkte für existierende Portfolioelemente zu erschließen und unsere installierte Basis zu stärken, um einen höheren Marktanteil und höhere Gewinne zu erlangen. Darüber hinaus streben wir eine Steigerung unserer Verkäufe unter anderem durch eine verbesserte Kundenbetreuung und neue Vertriebskanäle an. Günstiges politisches und regulatorisches Umfeld: Wir sehen Verbesserungsmöglichkeiten im geopolitischen Umfeld, die schnell eine positivere Stimmung bei den Industrieinvestitionen wiederherstellen könnten, die das Wachstum unserer Märkte unterstützen würde. Darüber hinaus können staatliche Initiativen und Subventionen (inklusive Steuerreformen und so weiter) zu mehr Staatsausgaben, zum Beispiel Infrastruktur- oder Digitalisierungsinvestitionen, führen und für uns letztendlich eine Chance beinhalten, daran in einer Weise teilzuhaben, die unsere Umsatzerlöse und das Ergebnis erhöhen. Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen, Partnerschaften, Desinvestitionen sowie Bereinigungen unseres Portfolios: Wir beobachten kontinuierlich unsere gegenwärtigen und potenziellen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen und Partnerschaften, mit denen wir unser organisches Wachstum ergänzen können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Position in unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue oder unterversorgte Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in strategischen Bereichen zu ergänzen. Chancen können sich auch ergeben, wenn durch Maßnahmen zur Portfoliooptimierung Gewinne erzielt werden, die es uns ermöglichen, unsere Strategien für Wachstum und Profitabilität weiter zu verfolgen. Klimawandel: In Übereinstimmung mit dem globalen Klimaabkommen von Paris (COP21), das im November 2016 in Kraft trat, arbeitet Siemens darauf hin, den Trend zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu unterstützen, sowohl bei unseren eigenen Geschäftsaktivitäten als auch bei unseren Kunden, basierend auf Technologien aus unserem Umweltportfolio, wie CO2-armer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ist daher eine Chance für Siemens. Verlagerung von Wertschöpfungsaktivitäten: Die Verlagerung bestimmter Aktivitäten unserer Wertschöpfungsketten, wie Einkauf, Produktion, Wartung oder Dienstleistungen, in Wachstumsmärkte könnte es uns ermöglichen, unsere Kosten zu senken und unsere globale Wettbewerbsposition zu stärken, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern aus Ländern mit vorteilhafteren Kostenstrukturen. Darüber hinaus könnte unsere lokale Präsenz uns in vielen Ländern die Chance eröffnen, Wachstumsmärkte und Marktverschiebungen auf der ganzen Welt zu nutzen, was zu einer erhöhten Marktdurchdringung und höheren Marktanteilen führen könnte. Zusammenfassende Darstellung der Chancenlage: Die wesentlichste Chance für Siemens ist nach wie vor die Wertschaffung durch Innovation (zum Beispiel Automatisierung und Digitalisierung), wie oben beschrieben. Während sich unsere Einschätzung der individuellen Chancen im Geschäftsjahr 2019 sowohl aufgrund von Entwicklungen im externen Umfeld als auch durch unsere eigenen Bestrebungen, Chancen wahrzunehmen, sowie durch die Anpassung unserer eigenen strategischen Pläne geändert haben, hat sich die Chancensituation für Siemens im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. A.8.5 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts des Siemens-Konzerns sowie des Jahresabschlusses der Siemens AG als Mutterunternehmen mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem weltweit anerkannten COSO Standard (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) "Enterprise Risk Management -Integrating with Strategy and Performance" (2017) und dem ISO (International Organization for Standardization) Standard 31000 (2018) und ist an die Anforderungen von Siemens angepasst. Die Rahmenwerke verknüpfen den ERM-Prozess mit unserer Finanzberichterstattung und unserem internen Kontrollsystem. Sie messen den Aspekten der Unternehmensstrategie, der Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem basiert auf dem ebenfalls von COSO entwickelten und international anerkannten Rahmenwerk "Internal Control - Integrated Framework" (2013). Beide Systeme ergänzen sich gegenseitig. Unser Management beurteilt zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des eingerichteten Kontrollsystems. Hierzu verfügt Siemens über ein standardisiertes Verfahren, nach dem notwendige Kontrollen definiert, nach einheitlichen Vorgaben dokumentiert und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen hinsichtlich der Wirksamkeit eines jeden Kontrollsystems. Kein Kontrollsystem - auch wenn es als wirksam beurteilt wurde - kann alle unzutreffenden Angaben verhindern oder aufdecken. Unser Konzernabschluss wird auf Basis eines zentral vorgegebenen konzeptionellen Rahmens erstellt. Dieser umfasst im Wesentlichen einheitliche Vorgaben in Form von Bilanzierungsrichtlinien und einen Kontenplan. Für die Siemens AG und andere nach HGB bilanzierende Gesellschaften des Siemens-Konzerns ergänzen verpflichtende HGB-spezifische Regelungen diesen konzeptionellen Rahmen. Es wird fortlaufend analysiert, ob eine Anpassung des konzeptionellen Rahmens aufgrund von Änderungen im regulatorischen Umfeld erforderlich ist. Quartalsweise werden die Rechnungswesenabteilungen über aktuelle Themen und einzuhaltende Termine informiert, die die Rechnungslegung und den Abschlusserstellungsprozess betreffen. Die Datengrundlage für die Erstellung unserer Abschlüsse bilden die von der Siemens AG und deren Tochterunternehmen berichteten Abschlussinformationen. Die Erstellung der Abschlussinformationen der meisten unserer Gesellschaften wird durch eine interne Shared-Services-Organisation unterstützt. Darüber hinaus sind weitere Rechnungslegungsaktivitäten, wie Governance- und Überwachungstätigkeiten, in der Regel auf regionaler Ebene gebündelt. In bestimmten Fällen, wie der Bewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bedienen wir uns der Unterstützung externer Dienstleister. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Abschluss im Konsolidierungssystem erstellt. Die zur Erstellung des Abschlusses durchzuführenden Schritte werden manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse und Schulungen sichergestellt. Grundsätzlich, unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitserwägungen, gilt das "Vier-Augen-Prinzip"; zudem müssen Abschlussinformationen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten, sowohl der von Konzerneinheiten berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. Zum Schutz vor nicht autorisiertem Zugriff sind in Übereinstimmung mit unseren Bestimmungen zur Informationssicherheit in den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen Zugriffsberechtigungen definiert. Die oben genannten manuellen und systemseitigen Kontrollmaßnahmen gelten grundsätzlich auch für die Überleitung der International-Financial-Reporting-Standards-(IFRS-)Abschlussinformationen auf den Jahresabschluss der Siemens AG. Quartalsweise findet ein interner Zertifizierungsprozess statt, bei dem das Management verschiedener Ebenen unserer Organisation - unterstützt durch Bestätigungen des Managements von Einheiten in ihrem Verantwortungsbereich - die Ordnungsmäßigkeit der an die Konzernzentrale berichteten Finanzdaten bestätigt und über die Wirksamkeit der entsprechenden Kontrollsysteme berichtet. Unsere börsennotierten Strategischen Unternehmen Siemens Healthineers und SGRE unterliegen auch den konzernweiten Vorgaben zu unserem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und verantworten selbst deren Einhaltung. Das Management von Siemens Healthineers und SGRE bestätigt dem Vorstand der Siemens AG regelmäßig die Wirksamkeit ihres rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit der an uns übermittelten Finanzdaten. Unsere interne Revision beurteilt systematisch die Integrität unserer Finanzberichterstattung, die Effektivität unseres Kontrollsystems und unseres Risikomanagementsystems sowie die Einhaltung unserer Compliance-Richtlinien. Unsere börsennotierten Strategischen Unternehmen verfügen über eigene interne Revisionsabteilungen mit eigenen jährlichen Prüfungsplänen. Prüfungsplanthemen unserer börsennotierten Strategischen Unternehmen, die zugleich Relevanz für unseren Vorstand und Prüfungsausschuss haben, müssen zunächst vom Vorstand und Prüfungsausschuss des jeweiligen börsennotierten Strategischen Unternehmens mandatiert werden. Im Anschluss daran erfolgt die Mandatierung durch unseren Vorstand und Prüfungsausschuss. Die Prüfungshandlungen für diese Prüfungsplanthemen werden grundsätzlich in gemeinsamen Teams unserer und der jeweiligen internen Revisionsabteilung des börsennotierten Strategischen Unternehmens durchgeführt. Sie spiegeln damit das Interesse der Siemens AG und des börsennotierten Strategischen Unternehmens wider. Der Prüfungsausschuss ist zudem in unser Kontrollsystem eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Darüber hinaus bestehen Regeln für rechnungslegungsbezogene Beschwerden. A.9 Siemens AG Der Jahresabschluss der Siemens AG wurde nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Siemens AG ist die Muttergesellschaft des Siemens-Konzerns. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2019 umfasste ihr Geschäft vor allem die Tätigkeitsbereiche Digital Industries, Smart Infrastructure, Gas and Power sowie den Tätigkeitsbereich von Portfolio Companies. Die Ergebnisse der Siemens AG sind in erheblichem Maße von ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der Siemens AG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siemens-Konzerns. Der Ausblick für den Siemens-Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen zwischen der Siemens AG und ihren Tochtergesellschaften sowie aufgrund des Gewichts der Siemens AG im Konzern größtenteils auch die Erwartungen für die Siemens AG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen für den Siemens-Konzern auch für die Siemens AG. Wir gehen davon aus, dass die Erträge aus Beteiligungen beziehungsweise aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen den Gewinn der Siemens AG erheblich beeinflussen werden. Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen 40 % bis 60 % des auf die Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinns nach Steuern des Siemens-Konzerns entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Für das Geschäftsjahr 2020 erwarten wir einen Jahresüberschuss der Siemens AG, der ausreichend sein wird, um eine entsprechende Dividende ausschütten zu können. In Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang von Siemens Energy erwarten wir eine signifikante Auswirkung auf den Jahresabschluss der Siemens AG. Die Ausgliederung der Tätigkeitsbereiche von Gas and Power wird erwartungsgemäß zu einem Anstieg der Finanzanlagen sowie einem Rückgang der übrigen Vermögensgegenstände und der Verbindlichkeiten führen. Ferner wird ein Rückgang der Erträge und Aufwendungen, insbesondere der Umsatzerlöse und Umsatzkosten, erwartet. Unter dem Vorbehalt der Zustimmung einer außerordentlichen Siemens-Hauptversammlung zur geplanten Abspaltung erwarten wir darüber hinaus eine signifikante Entnahme aus den Gewinnrücklagen sowie einen korrespondierenden Abgang von Finanzanlagen. Im Januar 2019 übertrug die Siemens AG die Marke "Siemens", bestehend aus einem Portfolio von Marken mit dem Bestandteil "Siemens", im Wege einer Sacheinlage an das verbundene Unternehmen Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Deutschland. Der Zugang der Anteile an der Siemens Trademark GmbH & Co. KG wurde dabei mit dem Zeitwert der übertragenen Markenrechte in Höhe von 9,5 Mrd. € bewertet. Die Sacheinlage führte in derselben Höhe zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag. Gegenläufig wirkten damit in Zusammenhang stehende latente Steueraufwendungen in Höhe von 1,5 Mrd. €. Die Siemens Trademark GmbH & Co. KG hat der Siemens AG ein entgeltliches Nutzungsrecht an den Marken eingeräumt. Aufwendungen in Zusammenhang mit dem laufenden Lizenzentgelt in Höhe von 0,6 Mrd. € wurden in den Vertriebskosten erfasst. Der Vertrag ist unbefristet. Zum 30. September 2019 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 74.700. A.9.1 Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung) scroll Geschäftsjahr Veränderung (in Mio. €) 2019 2018 in % Umsatzerlöse 22.104 28.185 - 22 % Umsatzkosten - 15.825 - 21.074 25 % Bruttoergebnis vom Umsatz 6.279 7.111 - 12 % in Prozent der Umsatzerlöse 28 % 25 % Forschungs- und Entwicklungskosten - 2.362 - 2.788 15 % Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten - 3.979 - 3.767 - 6 % Sonstiges betriebliches Ergebnis 9.469 1 k.A. Finanzergebnis darin Beteiligungsergebnis 3.754 (im Vj. 5.381) 3.188 4.643 - 31 % Ergebnis der Geschäftstätigkeit 12.596 5.199 142 % Ertragsteuern - 1.377 - 653 - 111 % Jahresüberschuss 11.219 4.547 147 % Gewinnvortrag 170 134 27 % Einstellung in andere Gewinnrücklagen - 6.005 - 1.451 > - 200 % Bilanzgewinn 5.384 3.230 67 % Anfang August 2018 wurde das Mobilitätsgeschäft der Siemens AG im Wege der Einzelrechtsnachfolge in die Siemens Mobility GmbH ausgegliedert. Der Rückgang der Umsatzerlöse, der Umsatzkosten, des Bruttoergebnisses vom Umsatz und der Forschungs- und Entwicklungskosten (FuE) war vor allem auf diese Ausgliederung zurückzuführen. Regional betrachtet wurden 75 % der Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, 18 % in der Region Asien, Australien und 7 % in der Region Amerika erzielt. Die Exporte aus Deutschland machten 62 % der gesamten Umsatzerlöse aus. Der Auftragseingang der Siemens AG belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 21,6 Mrd. €. In der Siemens AG hängt die Entwicklung der Umsatzerlöse stark von der Erfüllung von Verträgen ab, vor allem in Verbindung mit Großaufträgen. Die FuE-Intensität (FuE-Kosten in Prozent der Umsatzerlöse) stieg um 0,8 Prozentpunkte. Die FuE-Aktivitäten der Siemens AG entsprechen im Grunde denen der jeweiligen Tätigkeitsbereiche im Siemens-Konzern. Wir beschäftigten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 9.000 Mitarbeiter im Bereich FuE. Der Rückgang des Finanzergebnisses war in erster Linie auf ein niedrigeres Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Dieser Rückgang war hauptsächlich Folge eines erheblichen Ertrags im Vorjahr aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, Deutschland. A.9.2 Vermögens- und Finanzlage Bilanz der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung) Aktiva scroll 30. Sep. Veränderung (in Mio. €) 2019 2018 in % Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.884 1.894 - 1 % Finanzanlagen 73.158 55.747 31 % 75.043 57.641 30 % Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.752 18.236 8 % Flüssige Mittel und sonstige Wertpapiere 4.489 3.177 41 % 24.241 21.413 13 % Rechnungsabgrenzungsposten 147 163 - 10 % Aktive latente Steuern 829 2.064 - 60 % Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 68 62 9 % Summe Aktiva 100.328 81.344 23 % Passiva Eigenkapital 30.428 22.049 38 % Sonderposten mit Rücklageanteil 668 671 0 % Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.343 11.885 4 % Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen 5.616 6.011 - 7 % 17.959 17.896 0 % Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27 53 - 49 % Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.841 1.504 22 % Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrige Verbindlichkeiten 49.079 38.863 26 % 50.947 40.420 26 % Rechnungsabgrenzungsposten 326 308 6 % Summe Passiva 100.328 81.344 23 % Der Anstieg der Finanzanlagen war hauptsächlich auf Zugänge bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Ausschlaggebend dabei waren die oben erwähnte Markenübertragung und Einlagen in verbundene Unternehmen in Zusammenhang mit der Umstrukturierung von konzerninternen Finanzierungen. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände resultierte vor allem aus höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund von konzerninternen Finanzierungen. Die flüssigen Mittel und sonstigen Wertpapiere sind wesentlich beeinflusst durch die Liquiditätssteuerung durch die Konzern-Treasury der Siemens AG. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Basis der Finanzierungspolitik des Siemens-Konzerns, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Die Liquiditätsveränderung war deshalb nicht allein auf die Geschäftsaktivitäten der Siemens AG zurückzuführen. Der Anstieg des Eigenkapitals war zurückzuführen auf den Jahresüberschuss in Höhe von 11,2 Mrd. € sowie auf die Ausgabe eigener Anteile in Höhe von 1,1 Mrd. € in Zusammenhang mit der Bedienung ausgeübter Optionsscheine beziehungsweise in Höhe von 0,4 Mrd. € im Rahmen unserer aktienbasierten Vergütung und des Mitarbeiteraktienprogramms. Gegenläufig wirkte die im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte Dividende für das Geschäftsjahr 2018 von 3,1 Mrd. €. Zudem verminderten die im Laufe des Geschäftsjahrs zurückgekauften Aktien das Eigenkapital um 1,4 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote lag zum Geschäftsjahresende bei 30 % (im Vj. 27 %). Für die Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG betreffend eigene Aktien wird auf ↗ ZIFFER 15 des Jahresabschlusses der Siemens AG zum 30. September 2019 verwiesen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrigen Verbindlichkeiten ergab sich vor allem aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, hauptsächlich resultierend aus einer Einlage in ein verbundenes Unternehmen in Zusammenhang mit der Umstrukturierung von konzerninternen Finanzierungen. A.9.3 Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f und § 315 d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und findet sich in → C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289 F UND § 315 D HGB. A.10 Vergütungsbericht Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Darüber hinaus berücksichtigt der Vergütungsbericht in Teilen bereits abzusehende Anforderungen aus der noch in deutsches Recht umzusetzenden Europäischen Aktionärsrechterichtlinie auf Basis der vorgeschlagenen Regelungen aus dem Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II). A.10.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands Der vorliegende Vergütungsbericht beschreibt das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und die Vergütung des Aufsichtsrats der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2019 und erläutert detailliert und individualisiert die Struktur und Höhe der einzelnen Bestandteile der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung. In Kapitel → 10.1.1 wird das System der Vorstandsvergütung im Allgemeinen beschrieben. Kapitel → 10.1.2 liefert umfangreiche Informationen zur gewährten und zugeflossenen Vergütung des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr sowie einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020. Die Vergütung des Aufsichtsrats wird in Kapitel → 10.2 beschrieben. A.10.1.1 VERGÜTUNGSSYSTEM Zuständigkeit und Grundsätze für die Festlegung der Vorstandsvergütung Das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Dazu bereitet der Vergütungsausschuss eine Empfehlung vor. Nach Beschluss durch den Aufsichtsrat wird das Vergütungssystem der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt ("Say on Pay"). Das aktuelle Vorstandsvergütungssystem wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Januar 2015 mit einer Mehrheit von rund 93 Prozent gebilligt. Für die Vergütung des Vorstands gelten folgende Grundsätze: ― Ausrichtung auf eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung Die Vorstandsmitglieder werden dazu angehalten, sich langfristig im und für das Unternehmen zu engagieren. Auf diese Weise können sie an einer nachhaltigen Wertsteigerung des Unternehmens partizipieren. Vor diesem Hintergrund ist ein bedeutender Teil der Gesamtvergütung an die langfristige Entwicklung der Siemens-Aktie gebunden. ― Kopplung von Leistung und Vergütung Ziel ist es ferner, dass die Vergütung der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung trägt. Besondere Leistungen sollen angemessen honoriert werden, Zielverfehlungen hingegen zu einer spürbaren Verringerung der Vergütung führen. ― Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit Im Vergleich zum Wettbewerb soll die Vergütung attraktiv sein, um herausragende Kandidaten für eine Vorstandsposition im Siemens-Konzern zu gewinnen und auf Dauer zu binden. Auf Basis dieser Grundsätze entscheidet der Aufsichtsrat über die Struktur, die Höhe und die Gewichtung der einzelnen Vergütungsbestandteile. Eine regelmäßige Überprüfung durch den Aufsichtsrat stellt sicher, dass die Höhe der Vergütung angemessen ist. Hierfür werden diverse Kriterien berücksichtigt: Die Überprüfung der Angemessenheit erfolgt grundsätzlich auf Basis eines Vergleichs mit deutschen Unternehmen. Die Ziel- und Maximalvergütungen der Vorstandsmitglieder werden zunächst mit den Unternehmen des Deutschen Aktienindex (DAX) verglichen. Zur Berücksichtigung der Internationalität sowie der Größe und Komplexität von Siemens wird außerdem die zugeflossene Vergütung der Vorstandsmitglieder mit den Unternehmen des STOXX Europe 50 verglichen. Daneben berücksichtigt der Aufsichtsrat die Entwicklung der Vorstandsvergütung im Verhältnis zur Vergütung der Belegschaft von Siemens in Deutschland. Bei diesem vertikalen Vergleich unterzieht er die Relation der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der weiteren Belegschaft einem Marktvergleich mit den Unternehmen des DAX. Den oberen Führungskreis hat der Aufsichtsrat zu diesem Zweck wie folgt abgegrenzt: Er besteht aus den Leitenden Angestellten der Vertragsgruppe Oberer Führungskreis und der Vertragsgruppe Top Management. Die weitere Belegschaft setzt sich aus außertariflichen Mitarbeitern sowie Tarifmitarbeitern zusammen. Struktur und Bestandteile der Vorstandsvergütung Die Vergütung setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen und umfasst drei gleichgewichtete Hauptkomponenten: die Grundvergütung, die kurzfristige variable Vergütung und die langfristige aktienbasierte Vergütung. Nebenleistungen und Versorgungszusagen sind ebenfalls Teil des Vergütungssystems. Die Share Ownership Guidelines stellen einen weiteren wesentlichen Bestandteil des Vergütungssystems dar und verpflichten die Vorstandsmitglieder dazu, ein definiertes Vielfaches ihrer Grundvergütung dauerhaft in Siemens-Aktien zu halten und im Fall einer Unterschreitung nachzukaufen. Erfolgsunabhängige Komponenten Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus der Grundvergütung sowie Nebenleistungen und Versorgungszusagen. Grundvergütung Jedes Vorstandsmitglied erhält für die Ausübung des Vorstandsmandats eine Grundvergütung. Diese wird in zwölf monatlichen Raten ausgezahlt. Nebenleistungen Die Nebenleistungen enthalten die Aufwendungen für Sachbezüge und weitere Nebenleistungen, wie beispielsweise die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Versicherungen, Rechtsberatungs-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf unternehmensseitig übernommenen Steuern, Währungsausgleichszahlungen sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen. Versorgungszusagen Die Mitglieder des Vorstands sind - wie die Mitarbeiter der Siemens AG in Deutschland - in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV) eingebunden. Im Rahmen der BSAV erhalten die Mitglieder des Vorstands Beiträge, die ihrem Versorgungskonto gutgeschrieben werden. Die Höhe der jährlichen Beiträge resultiert aus einem festgelegten Prozentsatz, bezogen auf die Grundvergütung und den Zielbetrag des Bonus. Der Aufsichtsrat entscheidet jährlich über den Prozentsatz (zuletzt 28 %). Bei seiner Entscheidung berücksichtigt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau, auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit, sowie den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Aufwand für das Unternehmen. Aufgrund von Einzelentscheidungen des Aufsichtsrats können Vorstandsmitgliedern auch Sonderbeiträge gewährt werden. Diese können unter anderem zum Ausgleich verfallener Altersversorgungsansprüche eines Vorarbeitgebers dienen. Soweit ein Mitglied des Vorstands vor Einführung der BSAV einen Pensionsanspruch gegenüber dem Unternehmen erworben hat, entfällt ein Teil seiner Beiträge auf die Finanzierung dieses Altanspruchs. Weitere wesentliche Merkmale der BSAV für die Mitglieder des Vorstands fasst die nachstehende Tabelle zusammen. scroll Anspruch → Auf Antrag mit Vollendung des 62. Lebensjahrs für Versorgungszusagen ab dem 1. Januar 2012 → Auf Antrag mit Vollendung des 60. Lebensjahrs für Versorgungszusagen vor dem 1. Januar 2012 Unverfallbarkeit → Grundsätzlich gemäß gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes Auszahlung → Grundsätzlich in 12 Jahresraten; weitere Auszahlungsvarianten auf Antrag sind: geringere Anzahl Raten, Einmalbetrag sowie Verrentung mit/ohne Hinterbliebenenleistung sowie Kombinationen der genannten Auszahlungsvarianten Garantieverzinsung → Bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährliche garantierte Zinsgutschrift auf Versorgungskonto (aktuell: 0,9 %) Invalidität/Tod → Risikoschutz bei Eintritt des Versorgungsfalls vor dem 60. Lebensjahr infolge Invalidität oder Tod durch Beitragszurechnung vom Alter im Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalles bis zur Vollendung des 60. Lebensjahrs Aufgrund ihres Steuerstatus in den USA gelten für Lisa Davis teilweise abweichende Detailregelungen ihrer Versorgungszusage, insbesondere bezüglich der finanziellen Deckung der betrieblichen Altersversorgung. Die Mitglieder des Vorstands, die bereits vor dem 30. September 1983 im Unternehmen tätig waren, haben - wie sonstige anspruchsberechtigte Mitarbeiter der Siemens AG - in den ersten sechs Monaten nach Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf Übergangszahlungen in Höhe des Differenzbetrags zwischen der letzten Grundvergütung und dem Leistungsanspruch aus der betrieblichen Altersversorgung. Erfolgsabhängige Komponenten Gemäß den vorstehenden Grundsätzen der Vorstandsvergütung soll die Vergütung zum einen an die Leistung gekoppelt und zum anderen auf eine nachhaltige Unternehmensführung ausgerichtet sein. Um beidem Rechnung zu tragen, setzt sich die erfolgsabhängige Vergütung aus einer Kurz- und einer Langfristkomponente zusammen: der kurzfristigen variablen Vergütung (Bonus) und der langfristigen aktienbasierten Vergütung (Siemens Stock Awards). Wie hoch beide Komponenten ausfallen, ist vom Erreichen definierter Ziele abhängig. Werden die gesetzten Ziele nicht erreicht, können die erfolgsabhängigen Komponenten bis auf null sinken. Werden die Ziele hingegen deutlich übertroffen, so ist die Zielerreichung durch "Caps" nach oben hin begrenzt. Kurzfristige variable Vergütung (Bonus) Der Zielbetrag der kurzfristigen variablen Vergütung (Bonus) - also der Betrag, der bei einer Zielerreichung von 100 % zur Auszahlung kommen würde - entspricht derzeit der Höhe der Grundvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Wie hoch der Bonus ausfällt, richtet sich nach dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr und ist abhängig von der Erreichung dreier gleichgewichteter Zielparameter. Die finanziellen Zielparameter spiegeln die Kapitaleffizienz und die Ertragskraft des Unternehmens wider und werden gemessen in ROCE (Return on Capital Employed; deutsch: Kapitalrendite) beziehungsweise EPS (Earnings per Share; deutsch: Ergebnis je Aktie). Sie stellen operative Steuerungsgrößen auf der Grundlage der strategischen Ausrichtung des Unternehmens dar und sind Gegenstand der externen Finanzberichterstattung, siehe → A.2 FINANZIELLES STEUERUNGSSYSTEM. Darüber hinaus werden vom Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vergütungsausschusses für jedes Vorstandsmitglied zwei bis maximal fünf individuelle, qualitative Ziele festgelegt. Die Bandbreite der Zielerreichung für die einzelnen Zielparameter reicht von 0 % bis 200 % (Cap). Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Möglichkeit, den zur Abrechnung kommenden Bonus um bis zu 20 % nach unten oder oben anzupassen, sodass der maximale Auszahlungsbetrag im Bonus bei 240 % des Zielbetrags liegt. Bei der Entscheidung über eine Anpassung können neben der wirtschaftlichen Lage beispielsweise die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung oder einer Kundenzufriedenheitsbefragung sowie individuelle Leistungen von Vorstandsmitgliedern berücksichtigt werden. Bei Pflicht- oder Compliance-Verstößen kann der Aufsichtsrat die Höhe der Bonus-Auszahlungen überprüfen und gegebenenfalls reduzieren (Clawback). Langfristige aktienbasierte Vergütung (Siemens Stock Awards) Der Vorstand ist dazu angehalten, sich langfristig im und für das Unternehmen zu engagieren. Vor diesem Hintergrund ist ein bedeutender Teil der Gesamtvergütung an die langfristige Entwicklung der Siemens-Aktie gebunden. Als langfristige aktienbasierte Vergütung werden bei Siemens zu Beginn eines Geschäftsjahrs sogenannte Stock Awards gewährt. Bei einem Stock Award handelt es sich um das Anrecht auf eine Siemens-Aktie. Stock Awards werden nach Ablauf einer definierten Sperrfrist von rund vier Jahren durch Übertragung von Aktien erfüllt. Je Stock Award erhält man - vorbehaltlich der Zielerreichung - eine Siemens-Aktie. Zuteilung von Stock Awards Der jährliche Zielbetrag für die Stock Awards-Zusage bei einer Zielerreichung von 100 % ist mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands vertraglich vereinbart. Wie viele Stock Awards einem Vorstandsmitglied zu Beginn des Geschäftsjahrs zugeteilt werden, ergibt sich durch Hochrechnung des Zielbetrags auf eine Zielerreichung von 200 % ("maximaler Zuteilungswert"). Der maximale Zuteilungswert wird sodann rechnerisch durch Division mit dem Zuteilungskurs in eine maximale Anzahl an Stock Awards umgewandelt, die den Mitgliedern des Vorstands anschließend zugeteilt werden. Mit der Zuteilung beginnt eine rund vierjährige Sperrfrist. Der Zuteilungskurs entspricht dem Schlusskurs der Siemens-Aktie im Xetra-Handel am Zuteilungstag abzüglich der abgezinsten geschätzten Dividenden während der rund vierjährigen Sperrfrist. Seit dem Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat für alle Mitglieder des Vorstands die Möglichkeit, jeweils für ein Geschäftsjahr den Zielbetrag individuell um bis zu 75 % anzuheben. Hierdurch können die individuelle Leistung und Erfahrung eines Vorstandsmitglieds sowie Umfang und Beanspruchung der Funktion berücksichtigt werden. Performance-Kriterium Wie viele Aktien nach Ablauf der Sperrfrist tatsächlich übertragen werden, hängt von einem Performance-Kriterium ab: der Kursentwicklung der Siemens-Aktie im Vergleich zur Aktienkursentwicklung relevanter Wettbewerber. Die Kursentwicklung wird ausgehend von einer zwölfmonatigen Referenz-Periode über eine sich anschließende 36-monatige Performance-Periode gemessen. Konkret wird zunächst für jeden Wettbewerber ein Ausgangskurs, der sogenannte Referenz-Kurs, ermittelt. Dies geschieht während der Referenz-Periode in den ersten zwölf Monaten der Sperrfrist. Aus zwölf Monatsendkursen wird für Siemens und für jeden Wettbewerber ein Durchschnittskurs gebildet. Während der darauffolgenden dreijährigen Performance-Periode wird aus den 36 Monatsendkursen wiederum jeweils ein Durchschnittskurs für Siemens und für jeden Wettbewerber, der sogenannte Performance-Kurs, ermittelt. Feststellung der Zielerreichung Nach Ablauf der Sperrfrist stellt der Aufsichtsrat fest, inwieweit sich der Kurs der Siemens-Aktie relativ zu den relevanten Wettbewerbern besser oder schlechter entwickelt hat, und leitet daraus eine Zielerreichung für die jeweilige Stock Awards Tranche ab. Dafür wird für Siemens und je Wettbewerber jeweils ein Vergleich des Referenz-Kurses mit dem Performance-Kurs durchgeführt und eine relative Abweichung berechnet. Diese wird in einem weiteren Schritt über alle Wettbewerber gemittelt. Zur Feststellung der Zielerreichung wird sodann die durchschnittliche relative Aktienkursentwicklung der Wettbewerber der relativen Aktienkursentwicklung von Siemens gegenübergestellt und die entsprechende Differenz ermittelt. Die Zielerreichung kann zwischen 0 % und 200 % (Cap) betragen. ― Entwickelt sich die Siemens-Aktie während der Sperrfrist um ≥ 20 Prozentpunkte besser als die Kursentwicklung der Wettbewerber, beträgt die Zielerreichung 200 %. ― Entspricht die Entwicklung der Siemens-Aktie während der Sperrfrist der Kursentwicklung der Wettbewerber, beträgt die Zielerreichung 100 %. ― Entwickelt sich die Siemens-Aktie während der Sperrfrist um ≥ 20 Prozentpunkte schlechter als die Kursentwicklung der Wettbewerber, beträgt die Zielerreichung 0 %. Bei einer Entwicklung der Siemens-Aktie zwischen den vorstehend genannten Prozentpunkten wird die Zielerreichung durch lineare Interpolation ermittelt. Auf Basis der Zielerreichung wird ermittelt, ob beziehungsweise in welchem Umfang die maximale Anzahl der Stock Awards zu reduzieren ist. Im Fall einer Zielerreichung von unter 200 % verfällt eine der Zielunterschreitung entsprechende Anzahl der Siemens Stock Awards ersatzlos. Weiter ist der Euro-Wert der zu übertragenden Siemens-Aktien auf maximal 300 % des jeweiligen Zielbetrags begrenzt. Wird diese Höchstgrenze überschritten, verfällt auch hier eine entsprechende Anzahl an Stock Awards ersatzlos. Die verbleibende Anzahl an Stock Awards wird durch Übertragung von Siemens-Aktien an das jeweilige Mitglied des Vorstands erfüllt. Weitere Bestimmungen für die langfristige aktienbasierte Vergütung Kommt es während des Betrachtungszeitraums bei den relevanten Wettbewerbern zu wesentlichen Veränderungen, so kann der Aufsichtsrat dies bei der Zusammensetzung der Vergleichswerte und/oder der Ermittlung der relevanten Kurswerte der Wettbewerber angemessen berücksichtigen. Für den Fall, dass außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen eintreten, die Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, kann der Aufsichtsrat beschließen, dass die Anzahl der zugesagten Stock Awards nachträglich reduziert wird, dass anstelle der Übertragung von Siemens-Aktien nur ein Barausgleich in einer festzulegenden eingeschränkten Höhe erfolgt oder dass die Übertragung der Siemens-Aktien aus fälligen Stock Awards bis zur Beendigung der kursbeeinflussenden Wirkung der Entwicklung ausgesetzt ist. Für den Fall, dass sich ein Mitglied des Vorstands eines Compliance-Verstoßes schuldig gemacht hat, steht es im pflichtgemäßen Ermessen des Aufsichtsrats - je nach Schwere des Compliance-Verstoßes - die Siemens Stock Awards ganz oder teilweise ersatzlos verfallen zu lassen (Clawback). Falls der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds während des Geschäftsjahrs beginnt, wird anstelle von Stock Awards eine entsprechende Anzahl von Siemens Phantom Stock Awards zugesagt und am Ende der Sperrfrist ausschließlich ein Barausgleich vorgenommen; im Übrigen gelten insoweit die für die Stock Awards getroffenen Regelungen entsprechend. Hinsichtlich der Ausgestaltung der Stock Awards gelten für den Vorstand im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen wie für die Leitenden Angestellten, die in → ZIFFER 26 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS erläutert werden. Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt Zusätzlich zu den betragsmäßigen Höchstgrenzen für den Bonus und die Siemens Stock Awards ist eine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt vereinbart. Diese beträgt das 1,7-Fache der Zielvergütung, die sich aus der Grundvergütung, dem Zielbetrag für den Bonus sowie dem Zielbetrag der langfristigen aktienbasierten Vergütung zusammensetzt, zuzüglich des Werts der maximal zu erwartenden Nebenleistungen und Versorgungszusagen. Letzterer entspricht den Nebenleistungen und Versorgungszusagen des vorherigen Geschäftsjahrs multipliziert mit dem Faktor 2,0. Überschreitet die Vergütung diese Höchstgrenze, verfällt eine wertmäßig der Überschreitung entsprechende Anzahl von Siemens Stock Awards. Share Ownership Guidelines Die Siemens Share Ownership Guidelines sind ein wesentlicher Bestandteil des Vergütungssystems für den Vorstand und die obersten Führungskräfte. Sie verpflichten die Mitglieder des Vorstands, nach einer vierjährigen Aufbauphase während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand ein Vielfaches ihrer Grundvergütung - für den Vorstandsvorsitzenden 300 %, für die weiteren Mitglieder des Vorstands 200 % - dauerhaft in Siemens-Aktien zu halten. Maßgeblich ist hierbei die durchschnittliche Grundvergütung, die das jeweilige Mitglied des Vorstands in den vier Jahren vor dem jeweiligen Nachweistermin bezogen hat. Zwischenzeitliche Anpassungen der Grundvergütung werden somit einbezogen. Die Einhaltung der Verpflichtung ist erstmalig nach der vierjährigen Aufbauphase und danach jährlich nachzuweisen. Sinkt der Wert des aufgebauten Aktienbestands infolge von Kursschwankungen der Siemens-Aktie unter den jeweils nachzuweisenden Betrag, ist das Vorstandsmitglied zum Nacherwerb verpflichtet. Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern Die Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder - zum Beispiel ein Aufsichtsratsmandat außerhalb des Konzerns - muss vom Präsidium des Aufsichtsrats genehmigt werden. Nimmt ein Vorstandsmitglied ein Mandat in einer Konzerngesellschaft wahr, so erhält es hierfür keine separate Vergütung, da die Wahrnehmung des Mandats mit der vertraglich vereinbarten Vorstandsvergütung als abgegolten gilt. Grundsätzlich ist ein Vorstandsmitglied dazu verpflichtet, auf eine Vergütung für ein solches Mandat zu verzichten. Sollte ein Verzicht nicht möglich sein, zum Beispiel aufgrund einer für die jeweilige Gesellschaft geltenden Rechts- oder Steuerordnung, so wird die Vorstandsvergütung um den Betrag für die Mandatsvergütung entsprechend gekürzt. Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen sind in Kapitel → C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR in C.4 CORPORATE GOVERNANCE aufgeführt. Zusagen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand Das Vergütungssystem regelt auch, wie hoch die Vergütung für ein Vorstandsmitglied ausfällt, wenn die Vorstandstätigkeit vorzeitig beendet wird. Die kurzfristige variable Vergütung (Bonus) wird bei Ausscheiden aus dem Amt nach dem Ende des Geschäftsjahrs zeitanteilig ermittelt und zu dem üblichen Auszahlungstermin gewährt. Für Aktienzusagen (Stock Awards) gilt im Falle der Beendigung des Anstellungsvertrags Folgendes: ― Aktienzusagen, für die noch die Sperrfrist läuft, verfallen ersatzlos, wenn der Anstellungsvertrag nach Ablauf der Bestellperiode auf Wunsch des Vorstandsmitglieds nicht verlängert wird oder ein wichtiger Grund zum Widerruf der Bestellung oder zur Kündigung des Anstellungsvertrags besteht. ― Aktienzusagen verfallen jedoch nicht, wenn die Beendigung des Anstellungsvertrags aufgrund einvernehmlicher Beendigung auf Wunsch der Gesellschaft, im Falle einer Pensionierung, Erwerbsunfähigkeit, im Todesfall, im Zusammenhang mit einer Ausgliederung, einem Betriebsübergang oder einem Wechsel der Tätigkeit innerhalb des Konzerns stattfindet. Ebenso verfallen Aktienzusagen nicht im Fall einer berechtigten Vertragskündigung durch das Vorstandsmitglied im Rahmen einer Veränderung der Unternehmenskontrolle. ― Aktienzusagen, die zu Beginn des Geschäftsjahrs, in dem das Vorstandsmitglied ausscheidet, zugesagt worden sind, werden zeitanteilig ermittelt und reduziert. ― Bestehende Aktienzusagen werden nach dem Ausscheiden aus dem Konzern erst zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt übertragen. Je nach Grund für die Beendigung gelten beim Ausscheiden aus dem Amt zudem nachfolgende Bestimmungen: 1. Beendigung durch reguläres Auslaufen der Bestellung Es werden keine Ausgleichszahlungen oder BSAV-Sonderbeiträge geleistet. 2. Einvernehmliche Beendigung Für den Fall der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge eine Ausgleichszahlung vor: scroll Berechnungsgrundlage → Grundvergütung plus im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich erhaltene(r) Bonus und gewährte langfristige aktienbasierte Vergütung (Jahresvergütung) Begrenzung (Abfindungs-Cap) → Maximal zwei Jahresvergütungen, jedoch nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags Auszahlung → Im Monat des Ausscheidens BSAV-Sonderbeitrag; einmalig → Richtet sich nach dem BSAV-Beitrag, den das betroffene Mitglied des Vorstands im Vorjahr erhalten hat, und nach der Restlaufzeit der Bestellung → Auf maximal zwei Jahresbeiträge begrenzt (Cap) Anhebung/Abzinsung → Kürzung der Ausgleichszahlung um 10 %, wenn die Restlaufzeit der Bestellung noch mehr als sechs Monate beträgt (pauschale Berücksichtigung einer Abzinsung sowie Anrechnung eines anderweitigen Verdiensts) → Kürzung bezieht sich nur auf den Teil der Ausgleichszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde → Sachbezüge werden durch eine Zahlung in Höhe von 5 % der Ausgleichszahlung abgegolten 3. Vorzeitige einvernehmliche Beendigung auf Wunsch des Vorstandsmitglieds oder wichtiger Grund für eine Kündigung durch die Gesellschaft Es werden keine Ausgleichszahlungen oder BSAV-Sonderbeiträge geleistet. 4. Kontrollwechsel (Change of Control) Im Falle einer Veränderung der Unternehmenskontrolle, durch die sich die Stellung des einzelnen Vorstandsmitglieds wesentlich ändert, hat das Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung (beherrschender Einfluss eines Aktionärs oder mehrerer gemeinsam handelnder Aktionäre infolge einer Stimmrechtsmehrheit, Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des § 291 AktG, wodurch die Siemens AG zu einem abhängigen Unternehmen wird, oder Verschmelzung der Siemens AG auf ein anderes Unternehmen). Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt in den Ruhestand eintritt. Macht das Vorstandsmitglied von seinem Kündigungsrecht Gebrauch, steht ihm für die restliche Amtszeit ein Abfindungsanspruch zu: scroll Berechnungsgrundlage → Grundvergütung plus Zielbetrag für den Bonus und die Aktienzusagen, wobei jeweils auf das letzte vor der Beendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird (Jahresvergütung) Begrenzung (Abfindungs-Cap) → Zwei Jahresvergütungen Auszahlung → Im Monat des Ausscheidens → Leistungen entfallen, wenn das Vorstandsmitglied aus Anlass oder im Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält Anhebung/Abzinsung → Kürzung um 10 % und Anhebung um 5 % entsprechend einer einvernehmlichen Beendigung (siehe 2). Vergütungssystem im Überblick Die nachfolgende Grafik gibt einen Überblick über die einzelnen Komponenten des Vergütungssystems: A.10.1.2 VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019 Der nachfolgende Teil enthält detaillierte Informationen und Hintergründe zur Gesamtvergütung des Vorstands sowie individualisierte Angaben zur Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019. Gesamtvergütung Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2019 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,04 (im Vj. 31,72) Mio. €; dies entspricht einer Steigerung von 4,2 %. Von der Gesamtvergütung entfielen 21,97 (im Vj. 21,93) Mio. € auf die Barvergütung und 11,07 (im Vj. 9,79) Mio. € auf die aktienbasierte Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2019 erfolgte eine reguläre Anpassung der Grundvergütung sowie des Bonus- und des Stock Awards-Zielbetrags der Vorstandsmitglieder von jeweils plus 2,0 %. Diese Erhöhung orientiert sich unter anderem an den erfolgten Vergütungsanpassungen anderer Mitarbeitergruppen innerhalb des Siemens-Konzerns. Grundvergütung Seit dem 1. Oktober 2018 beträgt die Grundvergütung ― für den Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, 2.205.000 € pro Jahr und ― für die weiteren Mitglieder des Vorstands 1.101.600 € pro Jahr. Nebenleistungen Für das Geschäftsjahr 2019 wurden den Vorstandsmitgliedern Nebenleistungen gewährt. Der Wert dieser Leistungen betrug pro Vorstandsmitglied zwischen 16.732 € und 751.054 €. Versorgungszusagen Für das Geschäftsjahr 2019 wurden den Mitgliedern des Vorstands auf der Grundlage des am 7. November 2019 vom Aufsichtsrat gefassten Beschlusses im Rahmen der BSAV Beiträge in Höhe von 5,6 (im Vj. 5,4) Mio. € gewährt; davon entfielen 0,02 (im Vj. 0,03) Mio. € auf die Finanzierung der persönlichen Altzusagen. Der im Geschäftsjahr 2019 gemäß IFRS erfasste Aufwand (Service Cost) für Ansprüche der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2019 aus der BSAV belief sich auf 5,4 (im Vj. 5,3) Mio. €. Die Bereitstellung der BSAV-Beiträge auf dem persönlichen Versorgungskonto erfolgt jeweils im auf das Ende des Geschäftsjahrs folgenden Januar. Auf dem Versorgungskonto wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich jeweils am 1. Januar eine Zinsgutschrift (Garantiezins) in Höhe von derzeit 0,90 % erteilt. Die folgende Übersicht zeigt die Beiträge (Zuführungen) zur BSAV für das Geschäftsjahr 2019 sowie die Anwartschaftsbarwerte der Pensionszusagen in individualisierter Form: Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2019 Gesamtbezüge im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. b HGB in Höhe von 21,09 (im Vj. 39,9) Mio. €. Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation, DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug zum 30. September 2019 175,7 (im Vj. 168,2) Mio. €, die in → ZIFFER 17 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS enthalten sind. Kurzfristige variable Vergütung (Bonus) Seit dem 1. Oktober 2018 beträgt der Bonus-Zielbetrag für ― den Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, 2.205.000 € pro Jahr und ― für die weiteren Mitglieder des Vorstands 1.101.600 € pro Jahr. Zielparameter Kapitaleffizienz Die Zielsetzung und Zielerreichung für den Zielparameter Kapitaleffizienz, gemessen in ROCE (Return on Capital Employed; deutsch: Kapitalrendite), lautete für das Geschäftsjahr 2019 wie folgt: 100 %-Zielwert, Unter- und Obergrenze Der ROCE-Wert, der zu einer Zielerreichung von 100 % führt (ROCE-Zielwert), wurde vom Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2019 auf 10,84 % festgelegt. Die ROCE-Werte, bezogen auf eine Zielerreichung von 0 % und 200 %, betrugen für das Geschäftsjahr 2019 7,84 % beziehungsweise 13,84 %. Feststellung der Zielerreichung Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein ROCE von 11,07 % erreicht, der zu einer Zielerreichung von 107,67 % führte. Zielparameter Ertrag Die Zielsetzung und Zielerreichung für den Zielparameter Ertrag, gemessen in EPS (Earnings per Share; deutsch: Ergebnis je Aktie), lautete für das Geschäftsjahr 2019 wie folgt: 100 %-Zielwert, Unter- und Obergrenze Der EPS-Wert, der zu einer Zielerreichung von 100 % führt (EPS-Zielwert), entspricht dem Durchschnitt der EPS-Werte der vorangegangenen drei Geschäftsjahre (2016, 2017 und 2018) und betrug 7,10 €. Die EPS-Werte, bezogen auf eine Zielerreichung von 0 % und 200 %, wurden für das Geschäftsjahr 2019 wie folgt festgelegt: Bei einem EPS-Wert von 5,60 € ergibt sich eine Zielerreichung von 0 %, bei einem EPS-Wert von 8,60 € ergibt sich eine Zielerreichung von 200 %. Feststellung der Zielerreichung Um die EPS-Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2019 zu ermitteln, erfolgte eine Gegenüberstellung des EPS-Zielwerts in Höhe von 7,10 € mit dem Durchschnitt der EPS-Werte der Geschäftsjahre 2017, 2018 und 2019 in Höhe von 6,99 €. Daraus resultierte eine Zielerreichung für das finanzielle Ziel EPS von 92,67 %. Durch die gemittelten Werte wird der langfristigen Entwicklung der Gesellschaft Rechnung getragen und eine nachhaltige Steigerung des Ertrags incentiviert. Die für das Geschäftsjahr 2019 geltende Zielsetzung und Zielerreichung für die Zielparameter im Bonus fasst die nachfolgende Tabelle zusammen. Der Aufsichtsrat hat in diesem Jahr nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Zielerreichung um bis zu 20 % nach oben oder unten zu korrigieren. Langfristige aktienbasierte Vergütung (Siemens Stock Awards) Informationen zur Gewährung der Tranche 2019 Seit dem 1. Oktober 2018 beträgt der Zielbetrag der langfristigen aktienbasierten Vergütung ― für den Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, 2.278.000 € pro Jahr und ― für die weiteren Mitglieder des Vorstands 1.140.000 € pro Jahr. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, den Zielbetrag für die Stock Awards individuell um bis zu 75 % anzuheben. Für Michael Sen und Prof. Dr. Ralf P. Thomas wurde der Zielbetrag für das Geschäftsjahr 2019 einmalig um 25 % angehoben. Dabei wurden die individuelle Leistung und Erfahrung sowie Umfang und Beanspruchung der Funktion einschließlich der Wahrnehmung von Mandaten in Konzernunternehmen, die nicht aus der direkten Aufgabenzuordnung heraus folgen, berücksichtigt. Der für die Tranche 2019 maßgebliche Zuteilungskurs betrug 85,03 €. Der Zuteilungstag wurde vom Aufsichtsrat auf den 9. November 2018 festgelegt. Die Zielbeträge, die maximalen Zuteilungswerte und die zugeteilte maximale Anzahl an Stock Awards stellt sich demnach für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wie folgt dar: Für die Tranche 2019 hat der Aufsichtsrat entschieden, die Notierungen der Aktien der folgenden Wettbewerber für den Vergleich der Kursentwicklung heranzuziehen: ― ABB Ltd. (Swiss Exchange, Zürich) ― Eaton Corporation plc. (New York Stock Exchange) ― General Electric Co. (New York Stock Exchange) ― Mitsubishi Heavy Industries Ltd. (Tokio Stock Exchange) ― Schneider Electric S.A. (Euronext, Paris) Die Zusammensetzung der Wettbewerber ist unverändert zum Vorjahr. Informationen zur Übertragung der Tranchen 2014 und 2015 In den vergangenen Jahren erhielten die Vorstandsmitglieder für jedes Geschäftsjahr Siemens Stock Awards. Infolge einer Verkürzung der Laufzeit auf marktübliche vier Jahre ab der Tranche 2015 kam es im November 2018 einmalig zum Zufluss von zwei Siemens Stock Awards Tranchen - den Tranchen 2014 und 2015. Hierauf ist insbesondere der Anstieg der zugeflossenen Vergütung im Berichtsjahr zurückzuführen. Feststellung der Zielerreichung Tranche 2014 Bis einschließlich Tranche 2014 war die Zuteilung von Stock Awards zur Hälfte an das unverwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) geknüpft. Daher wurden 50 % des Stock Awards-Zielbetrags entsprechend der EPS-Zielerreichung im November 2014 angepasst und anschließend in Stock Awards umgewandelt. Die weiteren 50 % des Zielbetrags waren abhängig von der Kursentwicklung der Siemens-Aktie im Vergleich zur Kursentwicklung der Aktien relevanter Wettbewerber während der rund vierjährigen Sperrfrist von November 2014 bis Oktober 2018. Die nachfolgende Tabelle gibt einen zusammenfassenden Überblick zu wesentlichen Parametern der Stock Awards Tranche 2014, die durch Barausgleich erfüllt wurde: Feststellung der Zielerreichung Tranche 2015 Ab der Tranche 2015 unterlagen die Stock Awards nur noch einem Performance-Kriterium - der Kursentwicklung der Siemens-Aktie im Vergleich zur Kursentwicklung der Aktien relevanter Wettbewerber während der rund vierjährigen Sperrfrist von November 2014 bis Oktober 2018. Nachfolgende Tabelle gibt einen zusammenfassenden Überblick zu wesentlichen Parametern der Stock Awards Tranche 2015, die durch Barausgleich erfüllt wurde: Informationen zur aktuellen Zielerreichung der Tranchen 2016 bis 2019 Die Zielerreichung der Stock Awards Tranchen 2016 bis 2019 stellt sich zum Stand Oktober 2019 wie folgt dar: Share Ownership Guidelines Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands gelten jeweils unterschiedliche Termine des erstmaligen Nachweises der Erfüllung der Siemens Share Ownership Guidelines, abhängig vom Zeitpunkt der Bestellung zum Mitglied des Vorstands. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anzahl der Siemens-Aktien, die von den zum 30. September 2019 amtierenden Mitgliedern des Vorstands zur Erfüllung der Share Ownership Guidelines zum Nachweistermin im März 2019 gehalten wurden und mit Blick auf die weiteren Nachweistermine dauerhaft zu halten sind. Sonstiges Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. Gewährte Zuwendungen und geleistete Zahlungen im Geschäftsjahr 2019 Die folgenden Tabellen zeigen die im Geschäftsjahr 2019 und 2018 gewährten Zuwendungen sowie in der Spalte "Zufluss" die geleisteten Zahlungen, individualisiert je Vorstandsmitglied. Die Grundvergütung, der Bonus und die Nebenleistungen beziehen sich auf die Berichtsjahre 2019 und 2018. Der Abschnitt "Gewährte Zuwendungen" zeigt die Zielvergütung der einjährigen variablen Vergütung (Bonus) einschließlich der Unter- und Obergrenzen. Die im Geschäftsjahr 2019 gewährte mehrjährige variable Vergütung (Siemens Stock Awards) wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung angegeben. Die Angaben zu den individuellen Maximalwerten bei der einjährigen (Bonus) und mehrjährigen variablen Vergütung (Siemens Stock Awards) weisen die möglichen Maximalwerte gemäß den für das Geschäftsjahr 2019 vereinbarten betragsmäßigen Höchstgrenzen aus, das heißt 240 % beziehungsweise 300 % des jeweiligen Zielbetrags. Die unter "Gesamtvergütung (DCGK)" genannte Summe der Maximalvergütung für das Geschäftsjahr 2019 stellt die vertraglich vereinbarte betragsmäßige Höchstgrenze der Vergütung insgesamt dar. Die betragsmäßige Höchstgrenze insgesamt setzt sich zusammen aus dem 1,7-Fachen der Zielvergütung des Berichtsjahrs sowie dem 2-Fachen der Nebenleistungen und Versorgungszusagen des vorherigen Geschäftsjahrs. Das 1,7-Fache der Zielvergütung ist als Maximalvergütung unter "Summe erfolgsunabhängige/erfolgsabhängige Vergütung" separat ausgewiesen. Die Zielvergütung entspricht dabei der Summe aus Grundvergütung, Zielbetrag einjährige variable Vergütung (Bonus) und Zielbetrag mehrjährige variable Vergütung (Siemens Stock Awards). Weiter erfolgt im Abschnitt "Gewährte Zuwendungen" der Ausweis der Gesamtvergütung nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung (Bonus) der Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Im Abschnitt "Zufluss" werden die in den Jahren 2019 und 2018 geleisteten Zahlungen gezeigt. Die Auszahlungen aus der aktienbasierten Vergütung beziehen sich auf die Zuteilungen für die Geschäftsjahre 2015, 2014 beziehungsweise 2013. Der Zufluss für 2019 fällt deutlich höher aus, da es im Geschäftsjahr 2019 einmalig zu einem Zufluss von zwei Stock Awards Tranchen kam (Details siehe Abschnitt "Informationen zur Übertragung der Tranchen 2014 und 2015"). A.10.1.3 ZUSATZANGABEN ZU AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSINSTRUMENTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2019 Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Bestands der von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen im Geschäftsjahr 2019. Darüber hinaus wird der gemäß IFRS in den Geschäftsjahren 2019 und 2018 erfasste Aufwand aus aktienbasierter Vergütung individualisiert je Vorstandsmitglied aufgeführt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde gemäß IFRS ein Ertrag aus aktienbasierter Vergütung für ehemalige Vorstandsmitglieder in Höhe von 928.067 € erfasst. Der Ertrag wird durch die erfolgswirksame Auflösung von bereits gebildeten Rückstellungen bedingt, die höher waren als die Auszahlung für die im Geschäftsjahr 2019 zugeflossenen Stock Awards und Bonus Awards beziehungsweise höher als die erforderlichen Rückstellungen für den in bar zu bedienenden Teil der Tranchen 2016 und 2017. Die Erfüllung der Stock Awards durch Übertragung von Siemens-Aktien erfolgt für ehemalige Vorstandsmitglieder regulär mit Ablauf der jeweiligen Sperrfrist. A.10.1.4 AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2020 Vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung des Siemens-Konzerns im Rahmen der "Vision 2020+", des Entwurfs des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 9. Mai 2019 sowie des Entwurfs des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) wurde das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder im vergangenen Geschäftsjahr umfassend überprüft und weiterentwickelt. Der Vergütungsausschuss hat eine Empfehlung für eine Anpassung des Vergütungssystems entwickelt, die dem Aufsichtsrat vorgelegt und von diesem am 18. September 2019 verabschiedet wurde. Das angepasste Vergütungssystem gilt für alle amtierenden Vorstandsmitglieder ab 1. Oktober 2019 sowie im Fall von Neu- und Wiederbestellungen. Es ist beabsichtigt, das überarbeitete Vergütungssystem im Februar 2020 der Hauptversammlung zur Billigung vorzulegen. Die wesentlichen Änderungen am Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder werden nachfolgend erläutert. "Vision 2020+"/Nachhaltige Unternehmensentwicklung Mit der "Vision 2020+" hat Siemens die Weichen für eine dauerhafte Wertschaffung durch beschleunigtes Wachstum und Stärkung der Ertragskraft gestellt. Kern der "Vision 2020+" ist es, den einzelnen Geschäften deutlich mehr unternehmerische Freiheit zu geben einhergehend mit der Verantwortung für die erzielten Ergebnisse. Diese Neuausrichtung erfordert ein Vorstandsvergütungssystem, das zum einen die individuelle Leistung und Verantwortung der einzelnen Vorstandsmitglieder verstärkt berücksichtigt und zum anderen eine nachhaltige profitable Gesamtentwicklung des Siemens-Konzerns incentiviert. Als wichtiger Schritt in Richtung einer stärkeren Kopplung der Vergütung an die langfristige Unternehmensentwicklung wird der Anteil der Stock Awards an der Ziel-Gesamtvergütung für alle Vorstandsmitglieder erhöht. Gleichzeitig werden die bereits aktuell ambitionierten Share Ownership Guidelines beibehalten. Darüber hinaus werden folgende wesentliche Änderungen am System vorgenommen: ― In der kurzfristig variablen Vergütung (Bonus) werden weiterhin zwei finanzielle Kennzahlen heranzogen, die jeweils mit einem Drittel gewichtet werden. Künftig wird für Vorstandsmitglieder mit Geschäftsverantwortung eine dieser zwei Kennzahlen auf Geschäftsebene gemessen, um die operative Umsetzung der Unternehmensstrategie zu würdigen. Für Vorstandsmitglieder mit überwiegend funktionaler Verantwortung (zum Beispiel Finanzen) werden beide finanzielle Kennzahlen weiterhin auf Konzernebene gemessen. Unverändert werden individuelle Ziele mit einer Gewichtung von einem Drittel berücksichtigt. ― In der langfristig aktienbasierten Vergütung (Stock Awards) wird die Kapitalmarkt-Performance der Siemens AG anhand des Total Shareholder Return (TSR) mit einem breiten Branchenindex verglichen (MSCI World Industrials). Angesichts der geplanten und angekündigten Änderungen im Geschäftsportfolio der Siemens AG bietet der MSCI World Industrials über die Laufzeit der Tranche eine stabile, strategisch relevante Vergleichsgröße. Durch Berücksichtigung der Aktienkursentwicklung sowie der gezahlten Dividenden bildet der TSR die ganzheitliche Performance der Siemens-Aktie ab. ― Um Environmental, Social & Governance (ESG, deutsch: Umwelt, Soziales und Governance) sowie Nachhaltigkeit im Vergütungssystem zu verankern, wird ein zweites Leistungskriterium für die Stock Awards in Form eines Siemens-internen ESG-/Nachhaltigkeitsindex mit drei gleichgewichteten Kennzahlen eingeführt. Die ESG-Kennzahlen werden relevante strategische und gesellschaftspolitische Themenbereiche widerspiegeln. Vergütungsobergrenzen/vertragliche Regelungen Das System der Vorstandsvergütung soll den regulatorischen Vorgaben entsprechen sowie angemessen und marktüblich sein. Im Hinblick auf die Ausgestaltung des ab Geschäftsjahr 2020 geltenden Vergütungssystems bedeutet das im Wesentlichen: ― Die derzeit geltenden Begrenzungen für den Bonus in Höhe von 200 % des Zielbetrags bzw. für die Stock Awards in Höhe von 300 % des Zielbetrags werden beibehalten. Zudem hat der Aufsichtsrat der Siemens AG eine maximale Vergütung für die Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2020 festgelegt. ― Die Möglichkeit des Aufsichtsrats, nach pflichtgemäßem Ermessen den zur Abrechnung kommenden Bonus bis zu 20 % nach unten oder oben anzupassen, wurde gestrichen. Der maximale Bonus-Auszahlungsbetrag wird dadurch von 240 % auf 200 % des Zielbetrags reduziert. ― Für Nebenleistungen wird ein Maximalbetrag in Relation zur Grundvergütung definiert, der Leistungen an das Vorstandsmitglied begrenzt. ― Der Beitrag zur Altersversorgung wird zukünftig als fester Betrag festgelegt anstatt in Relation zur Grundvergütung zuzüglich Bonus-Zielbetrag. Darüber hinaus kann der Aufsichtsrat neu bestellten Vorstandsmitgliedern anstelle eines festen Beitrags zur Altersversorgung einen Betrag zur freien Verfügung gewähren. ― Ein Anspruch auf eine Ausgleichszahlung bei Kündigung durch das Vorstandsmitglied im Fall eines Kontrollwechsels wird bei Vertragsverlängerungen und Neubestellungen nicht gewährt. ― Die bestehenden Clawback- und Malus-Regelungen werden sowohl für den Bonus als auch für die Stock Awards erweitert. Transparenz Mit dem überarbeiteten Vergütungssystem für den Vorstand erhöht Siemens in Einklang mit den regulatorischen Anforderungen und der Rückmeldung diverser Stakeholder weiter den Transparenzgrad. Aktionäre und weitere Stakeholder sollen stets klar nachvollziehen können, wie das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder zur Umsetzung der Strategie beziehungsweise zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens beiträgt. Im Vergütungsbericht werden künftig die maßgeblichen Leistungskriterien sowie die Kennzahlen für den Bonus des folgenden Geschäftsjahrs bekannt gegeben. Zudem werden die für die neue Tranche der Stock Awards ausgewählten Kennzahlen für den Siemens ESG-/Nachhaltigkeits-Index veröffentlicht. Für das Berichtsjahr werden im Vergütungsbericht nachträglich die Zielwerte, Zielkorridore und der Zielerreichungsgrad für die im Bonus maßgeblichen finanziellen Kennzahlen veröffentlicht. Darüber hinaus werden nach Ablauf der Sperrfrist die Zielwerte, Zielkorridore und der Zielerreichungsgrad der Kapitalmarktperformance sowie des Siemens ESG-/Nachhaltigkeits-Index für die jeweiligen Stock Awards Tranchen veröffentlicht. Zielsetzung Geschäftsjahr 2020 Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat am 18. September 2019 für die kurzfristig variable Vergütung (Bonus) die folgenden Leistungskriterien für das Geschäftsjahr 2020 beschlossen: ― für "Siemens-Konzern" das Leistungskriterium Ertrag, gemessen am unverwässerten Ergebnis je Aktie (EPS); ― für "Vorstandsressort" das Leistungskriterium Profitabilität/Kapitaleffizienz - für Vorstandsmitglieder mit überwiegend funktionaler Verantwortung gemessen anhand der Kapitalrendite (ROCE), für Vorstandsmitglieder mit Geschäftsverantwortung gemessen anhand der Ergebnismarge des jeweiligen Geschäfts. Weiter hat der Aufsichtsrat für die Stock Awards Tranche 2020 (Sperrfrist: November 2019 bis November 2023) die folgenden Leistungskriterien festgelegt: ― "langfristige Wertsteigerung", gemessen an der Gesamtrendite der Aktionäre (Total Shareholder Return, TSR) gegenüber dem Index MSCI World Industrials, sowie ― "Nachhaltigkeit", gemessen am Siemens ESG-/Nachhaltigkeits-Index, für den die folgenden drei gleichgewichteten Kennzahlen maßgeblich sind: CO2-Emissionen (Umwelt), Lernstunden pro Mitarbeiter (Soziales) und Net Promoter Score (Governance). A.10.2 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats Die derzeit geltenden Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 28. Januar 2014 mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014 verabschiedet; sie sind in § 17 der Satzung der Siemens AG niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestaltet. Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz im Aufsichtsrat sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und im Präsidium sowie im Vergütungs-, Compliance- sowie Innovations- und Finanzausschuss werden zusätzlich vergütet. Nach den geltenden Regeln erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats jährlich eine Grundvergütung und die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit in den jeweiligen Ausschüssen eine zusätzliche Vergütung. Die Vergütung für eine etwaige Tätigkeit im Präsidium wird auf die Vergütung für eine Tätigkeit im Vergütungsausschuss angerechnet. Die Tätigkeit im Compliance-Ausschuss wird nicht zusätzlich vergütet, soweit einem Mitglied dieses Ausschusses eine Vergütung wegen seiner Tätigkeit im Prüfungsausschuss zusteht. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Aufsichtsrats nicht teil, reduziert sich ein Drittel der ihm insgesamt zustehenden Vergütung prozentual im Verhältnis der im Geschäftsjahr stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen zu den Aufsichtsratssitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat. Bei Veränderungen im Aufsichtsrat oder in seinen Ausschüssen erfolgt die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate. Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer ersetzt. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats werden darüber hinaus für die Wahrnehmung seiner Aufgaben ein Büro mit Sekretariat und eine Fahrbereitschaft zur Verfügung gestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2019 (individualisierte Angaben). A.10.3 Sonstiges Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und bestimmte Mitarbeiter des Siemens-Konzerns. Sie wird jährlich abgeschlossen beziehungsweise verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. In der Police für das Geschäftsjahr 2019 ist für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Selbstbehalt enthalten, der den Vorgaben des Aktiengesetzes und des DCGK entspricht. A.11 Übernahmerelevante Angaben (nach § 289a Abs. 1 und § 315a Abs. 1 HGB) sowie erläuternder Bericht A.11.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 30. September 2019 belief sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 2,550 Mrd. €. Das Grundkapital ist in 850 Mio. auf Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) unterteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des AktG, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. A.11.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des § 136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Aktien, die weltweit an Mitarbeiter unter den Mitarbeiteraktienprogrammen ausgegeben werden, die seit Beginn des Geschäftsjahrs 2009 eingeführt wurden (insbesondere Share Matching Plan), unterliegen keiner Veräußerungssperre, soweit nicht lokal anwendbare Rechtsvorschriften eine solche Veräußerungssperre vorsehen. Um für jeweils drei im Rahmen des Aktienprogramms gekaufte Aktien eine Matching-Aktie ohne Zuzahlung zu erhalten, müssen die Teilnehmer des Programms diese Aktien jedoch über mehrere Jahre halten und durchgängig bis zum Ablauf der Haltefrist bei der Siemens AG oder einer anderen Konzerngesellschaft beschäftigt sein. Werden Aktien während der Haltefrist verkauft, übertragen, durch ein Kursabsicherungsgeschäft gesichert, verpfändet oder anderweitig belastet, entfällt der Anspruch auf Matching-Aktien. Die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (vSV) hat auf Dauer angelegte Vollmachten, im Namen der Mitglieder der Familie von Siemens die Stimmrechte von 9.862.275 Aktien (Stand: 30. September 2019) auszuüben, wobei diese Aktien einen Teil des Bestands der von den Mitgliedern der Familie von Siemens insgesamt gehaltenen Aktien darstellen. Die Stimmrechtsvollmacht besteht auf der Grundlage eines zwischen der vSV und (unter anderem) Mitgliedern der Siemens-Familie abgeschlossenen Vertrags. Das Stimmrecht für diese Aktien wird einheitlich durch die vSV ausgeübt, unter Berücksichtigung der Vorschläge einer von den Familienmitgliedern gegründeten Familiengesellschaft oder eines ihrer Gremien. A.11.3 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) geregelt. Der Vorstand besteht gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung aus mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 13 Abs. 2 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschlüsse ermächtigt worden, § 4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung der Genehmigten und Bedingten Kapitalia und nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungs- beziehungsweise Ausnutzungsfrist zu ändern. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt. A.11.4 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 90 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur an Arbeitnehmer der Siemens AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Januar 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 510 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 170 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Zum 30. September 2019 verfügt die Siemens AG somit über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 600 Mio. €, das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 200 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgenutzt werden kann. Durch Beschlüsse der Hauptversammlungen am 27. Januar 2015 und 30. Januar 2019 ist der Vorstand ermächtigt, Schuldverschreibungen mit Wandlungs-, Umtausch- beziehungsweise Optionsrechten oder mit Wandlungspflichten oder eine Kombination dieser Instrumente auf jeweils bis zu 80 Mio. auf Namen lautende Stückaktien der Siemens AG zu begeben. Aufgrund der beiden Ermächtigungen können jeweils Wandel-/Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 15 Mrd. € von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft in der Zeit bis zum 26. Januar 2020 beziehungsweise bis zum 29. Januar 2024 begeben werden. Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von solchen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen wurde das Grundkapital in den Hauptversammlungen 2015 und 2019 um jeweils bis zu 80 Mio. auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingte Kapitalia 2015 und 2019); dies entspricht insgesamt einer Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 480 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 160 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien. Neue Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2019 und die genannten Schuldverschreibungen können gegen Bar- oder Sachleistung ausgegeben werden. Sie sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Ausgabe gegen Sachleistung auszuschließen. Bei Ausgabe gegen Barleistung kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausgeschlossen werden: ― Der Ausgabepreis der neuen Aktien oder der Schuldverschreibungen unterschreitet deren Börsenpreis beziehungsweise den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 % des Grundkapitals gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). ― Der Ausschluss ist für Spitzenbeträge erforderlich, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben. ― Der Ausschluss erfolgt, um einen Verwässerungsausgleich in Zusammenhang mit bereits begebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen zu gewähren. Für die unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- und Sachleistungen ausgegebenen oder auszugebenden neuen Aktien gelten in bestimmten Fällen weitere Einschränkungen, wie in der jeweiligen Ermächtigung näher beschrieben. Ergänzend hat der Vorstand im Wege einer spätestens am 29. Januar 2024 endenden Selbstverpflichtung erklärt, das Grundkapital der Gesellschaft aus dem Genehmigten Kapital 2019 und dem Bedingten Kapital 2019 um insgesamt nicht mehr als 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Hauptversammlung vom 30. Januar 2019 zu erhöhen, soweit Kapitalerhöhungen unter Ausschluss des Bezugsrechts aus dem Genehmigten Kapital 2019 gegen Bar- oder Sacheinlage oder zur Bedienung von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen erfolgen, die unter der am 30. Januar 2019 beschlossenen Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Die Gesellschaft darf eigene Aktien nur mit vorheriger Ermächtigung der Hauptversammlung oder in den wenigen im Aktiengesetz ausdrücklich geregelten Fällen zurückerwerben. Am 27. Januar 2015 ermächtigte die Hauptversammlung die Gesellschaft, in der Zeit bis zum 26. Januar 2020 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder - sofern dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb der Siemens-Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) als Kauf über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots. Ergänzend wurde der Vorstand ermächtigt, den Erwerb von Siemens-Aktien gemäß der oben beschriebenen Ermächtigung auch unter Einsatz bestimmter Derivate (Put-Optionen, Call-Optionen und Terminkäufe sowie Kombinationen dieser Derivate) durchzuführen. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz solcher Derivate sind dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Laufzeit eines Derivats darf jeweils 18 Monate nicht überschreiten und muss so gewählt werden, dass der Erwerb der Siemens-Aktien in Ausübung des Derivats nicht nach dem 26. Januar 2020 erfolgt. Der Vorstand ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Januar 2015 ermächtigt, die eigenen Aktien, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworben wurden, zusätzlich zu einer Veräußerung über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch wie folgt, zu verwenden: ― Sie können eingezogen werden. ― Sie können im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogrammen der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen verwendet und an Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, sowie an Organmitglieder von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. ― Außerdem können sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen angeboten und übertragen werden. ― Der Vorstand kann die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte veräußern, wenn der Veräußerungspreis den Börsenpreis einer Siemens-Aktie nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 % des Grundkapitals entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). ― Schließlich können sie zur Bedienung beziehungsweise Absicherung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien, insbesondere aus oder im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen, verwendet werden (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10 % des Grundkapitals entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Des Weiteren ist der Aufsichtsrat ermächtigt, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien zu verwenden, die mit Vorstandsmitgliedern der Siemens AG im Rahmen der Regelungen zur Vorstandsvergütung vereinbart wurden beziehungsweise werden. Im November 2018 kündigte die Gesellschaft einen Aktienrückkauf bis längstens zum 15. November 2021 in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € an. Dieser wurde am 3. Dezember 2018 unter Ausnutzung der am 27. Januar 2015 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen begonnen. Im Rahmen des Aktienrückkaufs wurden bis zum 30. September 2019 10.189.078 Aktien zu einem Kaufpreis von rund 982 Mio. € (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft. Der Aktienrückkauf dient ausschließlich den Zwecken der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung/Absicherung von Erwerbspflichten oder -rechten auf Siemens-Aktien, insbesondere aus und im Zusammenhang mit Wandel- und Optionsschuldverschreibungen. Zum 30. September 2019 verfügte die Gesellschaft über 37.232.048 Stück eigene Aktien. Die Einzelheiten der Ermächtigungen, insbesondere auch die Grenzen der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss und die Anrechnungsmodalitäten, ergeben sich aus dem jeweiligen Ermächtigungsbeschluss und § 4 der Satzung. A.11.5 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Zum 30. September 2019 verfügte die Siemens AG über eine Kreditlinie von 7 Mrd. €, die ein Kündigungsrecht der Darlehensgeber für den Fall vorsieht, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben (Art. 3 (2) Verordnung [EG] Nr. 139/2004 des Rates). Außerdem schlossen im März 2013 und Juni 2019 eine konsolidierte Siemens-Tochtergesellschaft als Darlehensnehmerin und die Siemens AG als Garantin jeweils einen bilateralen Darlehensvertrag ab, der jeweils in voller Höhe von jeweils 500 Mio. US$ in Anspruch genommen wurde. Beide Darlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers für den Fall vor, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Siemens AG auszuüben (Art. 3 (2) Verordnung [EG] Nr. 139/2004 des Rates). Die von der Siemens AG unter den International Swaps and Derivatives Association Inc. (ISDA) Master Agreements geschlossenen Rahmenverträge (ISDA Agreements) gewähren dem jeweiligen Vertragspartner ein Kündigungsrecht, unter anderem in bestimmten Fällen (i) der gesellschaftsrechtlichen Umwandlung, (ii) der Vermögensübertragung oder (iii) der Kontrollerlangung über die Siemens AG oder deren Kontrollgremien. Teilweise ist das Kündigungsrecht zusätzlich daran geknüpft, dass (1) die daraus hervorgehende Einheit nicht gleichzeitig die Verbindlichkeiten der Siemens AG unter den ISDA Agreements übernimmt oder (2) die Kreditwürdigkeit der daraus hervorgehenden Einheit wesentlich schlechter ist als die der Siemens AG unmittelbar vor diesem Ereignis. Grundsätzlich sind die ISDA Agreements derart ausgestaltet, dass im Fall einer Kündigung die ausstehenden und unter den ISDA Agreements dokumentierten Zahlungsansprüche verrechnet werden. A.11.6 Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind Zum 30. September 2019 sahen die Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern für den Fall eines Kontrollwechsels, durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds), ein Kündigungsrecht für das Vorstandsmitglied vor. Ein Kontrollwechsel liegt dabei vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben oder wenn die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des § 291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder auf ein anderes Unternehmen verschmolzen wird. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechts hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. In die Berechnung der Jahresvergütung wird zusätzlich zur Grundvergütung und zum Zielbetrag für den Bonus auch der Zielbetrag für die Stock Awards einbezogen, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird. Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt. Zusätzlich werden Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5 % der Abfindungssumme abgegolten. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdienstes wird die Abfindung um 10 % gekürzt; die Kürzung bezieht sich jedoch nur auf den Teil der Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde. Kein Abfindungsanspruch besteht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand stattfindet. Der Aufsichtsrat der Siemens AG hat am 18. September 2019 beschlossen, dass die Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern künftig ein solches Kündigungsrecht nicht mehr enthalten sollen. A.11.7 Sonstige übernahmerelevante Angaben Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gemeldet worden und auch nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Soweit die Siemens AG im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms beziehungsweise als aktienbasierte Vergütung Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben. B Konzernabschluss B.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) Ziffer 2019 2018 Umsatzerlöse 2, 30 86.849 83.044 Umsatzkosten - 60.922 - 58.181 Bruttoergebnis vom Umsatz 25.927 24.863 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - 5.670 - 5.558 Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen - 13.345 - 12.941 Sonstige betriebliche Erträge 5 442 500 Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 - 466 - 678 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 4 199 - 3 Zinserträge 1.634 1.481 Zinsaufwendungen - 1.129 - 1.089 Sonstiges Finanzergebnis - 74 1.475 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 7.518 8.050 Ertragsteueraufwendungen 7 - 1.872 - 2.054 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 5.646 5.996 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 3 124 Gewinn nach Steuern 5.648 6.120 Davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 474 313 Aktionäre der Siemens AG 5.174 5.807 Unverwässertes Ergebnis je Aktie 28 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 6,41 6,97 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten - 0,15 Gewinn nach Steuern 6,41 7,12 Verwässertes Ergebnis je Aktie 28 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 6,32 6,86 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten - 0,15 Gewinn nach Steuern 6,32 7,01 B.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) Ziffer 2019 2018 Gewinn nach Steuern 5.648 6.120 Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 17 - 1.163 - 360 darin: Ertragsteuereffekte 624 - 305 Neubewertungen von Eigenkapitalinstrumenten - 15 - darin: Ertragsteuereffekte 3 - Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 6 - Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden - 1.184 - 360 Unterschied aus Währungsumrechnung 1.841 -287 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - 1.819 darin: Ertragsteuereffekte - 24 Derivative Finanzinstrumente - 177 - 63 darin: Ertragsteuereffekte 69 24 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 8 - 2 Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 1.656 - 2.170 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 472 - 2.530 Gesamtergebnis 6.120 3.590 Davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 540 259 Aktionäre der Siemens AG 5.581 3.330 B.3 Konzernbilanz Aktiva scroll 30. Sep. (in Mio. €) Ziffer 2019 2018 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.391 11.066 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 8 18.894 18.455 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 9 10.669 9.427 Vertragsvermögenswerte 10 10.309 8.912 Vorräte 11 14.806 13.885 Laufende Ertragsteuerforderungen 7 1.103 1.010 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.960 1.707 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 238 94 Summe kurzfristige Vermögenswerte 70.370 64.556 Geschäfts- oder Firmenwerte 12 30.160 28.344 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 13 9.800 10.131 Sachanlagen 13 12.183 11.381 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 4 2.244 2.579 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 14, 23 19.843 17.774 Aktive latente Steuern 7 3.174 2.341 Sonstige Vermögenswerte 2.475 1.810 Summe langfristige Vermögenswerte 79.878 74.359 Summe Aktiva 150.248 138.915 Passiva 30. Sep. (in Mio. €) Ziffer 2019 2018 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 16 6.034 5.057 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.409 10.716 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.743 1.485 Vertragsverbindlichkeiten 10 16.452 14.464 Kurzfristige Rückstellungen 18 3.682 3.931 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.378 3.102 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15 9.023 9.118 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 2 1 Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 50.723 47.874 Langfristige Finanzschulden 16 30.414 27.120 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17 9.896 7.684 Passive latente Steuern 7 1.305 1.092 Rückstellungen 18 3.714 4.216 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 986 685 Sonstige Verbindlichkeiten 2.226 2.198 Summe langfristige Verbindlichkeiten 48.541 42.995 Summe Verbindlichkeiten 99.265 90.869 Eigenkapital 19 Gezeichnetes Kapital 2.550 2.550 Kapitalrücklage 6.287 6.184 Gewinnrücklagen 41.818 41.014 Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 1.134 - 352 Eigene Anteile zu Anschaffungskosten - 3.663 - 3.922 Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 48.125 45.474 Nicht beherrschende Anteile 2.858 2.573 Summe Eigenkapital 50.984 48.046 Summe Passiva 150.248 138.915 B.4 Konzern-Kapitalflussrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Gewinn nach Steuern 5.648 6.120 Überleitung zwischen Gewinn nach Steuern und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern - 3 - 124 Abschreibungen und Wertminderungen 3.494 3.419 Ertragsteueraufwendungen 1.872 2.054 Zinsergebnis - 505 - 392 Gewinn/Verlust in Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit - 358 - 1.792 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 605 943 Veränderungen im operativen Nettoumlaufvermögen aus Vertragsvermögenswerten - 984 - 171 Vorräten - 614 - 81 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 85 - 1.432 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 465 1.033 Vertragsverbindlichkeiten 1.684 140 Zugänge zu vermieteten Vermögenswerten unter Operating-Leasingverträgen - 671 - 599 Veränderung bei sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten - 1.486 - 309 Gezahlte Ertragsteuern - 2.589 - 2.061 Erhaltene Dividenden 299 270 Erhaltene Zinsen 1.540 1.396 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte Aktivitäten 8.482 8.415 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten - 27 10 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 8.456 8.425 Cashflow aus Investitionstätigkeit Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 2.610 - 2.602 Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel - 958 - 525 Erwerb von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten - 1.971 - 1.958 Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen - 1.161 - 1.620 Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 238 261 Abgang von Geschäftseinheiten, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel - 33 362 Abgang von Finanzanlagen und von zu Investitionszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten 1.484 2.338 Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten - 5.012 - 3.741 Cashflow aus Investitionstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten 1 - 33 Cashflow aus Investitionstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten - 5.011 - 3.774 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Erwerb eigener Anteile - 1.407 - 1.409 Ausgabe eigener Anteile sowie sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern 1.044 4.064 Aufnahme von langfristigen Finanzschulden 6.471 2.734 Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) - 3.205 - 3.530 Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten - 753 333 Gezahlte Zinsen - 1.123 - 1.002 An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden - 3.060 - 3.011 Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden - 246 - 126 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte Aktivitäten - 2.277 - 1.946 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - nicht fortgeführte Aktivitäten - - Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten - 2.277 - 1.946 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 157 - 29 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.325 2.677 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums 11.066 8.389 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums 12.391 11.066 Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und der nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende des Berichtszeitraums - - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums (Konzernbilanz) 12.391 11.066 B.5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung scroll (in Mio. €) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Stand am 1. Oktober 2017 2.550 6.368 35.794 Gewinn nach Steuern - - 5.807 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - 366 Dividenden - - - 3.011 Aktienbasierte Vergütung - -222 - 79 Erwerb eigener Anteile - - - Ausgabe eigener Anteile - 38 - Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen - - 2.884 Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - - 11 Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - 5 Stand am 30. September 2018 2.550 6.184 41.014 Stand am 30. September 2018 (wie bisher berichtet) 2.550 6.184 41.014 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IFRS 9 - - - 7 Stand am 1. Oktober 2018 2.550 6.184 41.007 Gewinn nach Steuern - - 5.174 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - 1.138 Dividenden - - - 3.060 Aktienbasierte Vergütung - 99 - 114 Erwerb eigener Anteile - - - Ausgabe eigener Anteile - 4 - 30 Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - - 10 Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - - 3 Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - 9 Stand am 30. September 2019 2.550 6.287 41.818 scroll (in Mio. €) Unterschied aus Währungsumrechnung Eigenkapitalinstrumente (Vorjahr: zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) Derivative Finanzinstrumente Stand am 1. Oktober 2017 - 181 1.845 1 Gewinn nach Steuern - - - Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 262 - 1.821 -27 Dividenden - - - Aktienbasierte Vergütung - - - Erwerb eigener Anteile - - - Ausgabe eigener Anteile - - - Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen 92 - - Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - - Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - Stand am 30. September 2018 - 350 24 - 26 Stand am 30. September 2018 (wie bisher berichtet) - 350 24 - 26 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IFRS 9 - - 57 - Stand am 1. Oktober 2018 - 351 - 33 - 26 Gewinn nach Steuern - - - Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.760 - 16 - 200 Dividenden - - - Aktienbasierte Vergütung - - - Erwerb eigener Anteile - - - Ausgabe eigener Anteile - - - Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - - Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - - Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - - Stand am 30. September 2019 1.409 - 49 - 226 scroll (in Mio. €) Eigene Anteile zu Anschaffungskosten Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital Stand am 1. Oktober 2017 - 3.196 43.181 1.438 44.619 Gewinn nach Steuern - 5.807 313 6.120 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - 2.476 - 53 - 2.530 Dividenden - - 3.011 - 133 - 3.144 Aktienbasierte Vergütung - - 300 - - 300 Erwerb eigener Anteile - 1.468 - 1.468 - - 1.468 Ausgabe eigener Anteile 743 781 - 781 Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen - 2.977 1.005 3.981 Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - 11 5 - 6 Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 5 - 2 - 6 Stand am 30. September 2018 - 3.922 45.474 2.573 48.046 Stand am 30. September 2018 (wie bisher berichtet) - 3.922 45.474 2.573 48.046 Effekte aus der rückwirkenden Anwendung von IFRS 9 - - 64 - 1 - 65 Stand am 1. Oktober 2018 - 3.922 45.410 2.571 47.981 Gewinn nach Steuern - 5.174 474 5.648 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 406 66 472 Dividenden - - 3.060 - 255 - 3.315 Aktienbasierte Vergütung - - 16 6 - 10 Erwerb eigener Anteile - 1.350 - 1.350 - - 1.350 Ausgabe eigener Anteile 1.609 1.583 - 1.583 Abgang von Eigenkapitalinstrumenten - - 10 - - 10 Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen - - 3 - 19 - 22 Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 9 15 7 Stand am 30. September 2019 - 3.663 48.125 2.858 50.984 B.6 Anhang zum Konzernabschluss ZIFFER 1 Allgemeine Grundlagen Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Siemens Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin (Handelsregisternummer HRB 12300) und München (Handelsregisternummer HRB 6684), Deutschland, und deren Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Siemens). Der Konzernabschluss wurde erstellt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Konzernabschluss wurde am 3. Dezember 2019 durch den Vorstand aufgestellt. Siemens erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Siemens ist ein in Deutschland ansässiger, international aufgestellter Technologiekonzern mit Kernaktivitäten auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. ZIFFER 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, von denen einige Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf ändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Außerdem können sie Schätzungen enthalten, die Siemens in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Siemens weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. Konsolidierungskreis - Einbezogen in den Konzernabschluss werden die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften, über die sie Beherrschung ausübt. Siemens beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, sofern es Verfügungsgewalt über dieses hat. Darüber hinaus ist Siemens schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese und hat die Fähigkeit, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Unternehmenszusammenschlüsse - Anschaffungskosten einer Akquisition bemessen sich nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten, einschließlich Eventualverbindlichkeiten, bewertet Siemens erstmalig mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteiligen beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten (Partial-Goodwill-Methode). Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts werden jegliche verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Als Stillhalter einer Verkaufsoption auf nicht beherrschende Anteile evaluiert Siemens, ob die Voraussetzungen für den Übergang der bestehenden Eigentumsanteile zum Abschlussstichtag erfüllt sind. Sofern das Unternehmen nicht wirtschaftlicher Eigentümer der Anteile ist, die der Verkaufsoption zugrunde liegen, wird zu jedem Abschlussstichtag die Ausübung der Verkaufsoption unterstellt und als eine Transaktion zwischen Anteilseignern unter entsprechender Erfassung einer Kaufpreisverbindlichkeit zum jeweiligen Ausübungspreis abgebildet. Die nicht beherrschenden Anteile sind am Erfolg während des Berichtszeitraums beteiligt. Assoziierte Unternehmen - Unternehmen, bei denen Siemens die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben; dies geschieht in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %. Assoziierte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil von Siemens am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Entsprechen die Verluste eines assoziierten Unternehmens, die Siemens zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Siemens ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das assoziierte Unternehmen geleistet. Der Anteil an einem assoziierten Unternehmen ist der Buchwert der Beteiligung, zuzüglich sämtlicher langfristigen Anteile, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition von Siemens in das assoziierte Unternehmen zuzuordnen sind. Gemeinschaftsunternehmen - Unternehmen, bei denen Siemens und eine oder mehrere Partei(en) gemeinschaftlich die Führung ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt vor, wenn Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Fremdwährungsumrechnung - Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet Siemens zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums um. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam umgegliedert, wenn der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfasst wird. Die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hingegen zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums. Fremdwährungsbewertung - Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung einer Unternehmenseinheit abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Am Ende des Berichtszeitraums bewertet die Gesellschaft auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen erfasst Siemens erfolgswirksam. Nicht monetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Realisierung von Umsatzerlösen - Siemens realisiert Umsatzerlöse, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Voraussetzung dabei ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung - unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden - wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem Siemens voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Betrag der variablen Gegenleistung wird entweder nach der Erwartungswertmethode oder mit dem wahrscheinlichsten Betrag ermittelt, abhängig davon, welcher Wert die variable Gegenleistung am zutreffendsten abschätzt. Wenn der Zeitraum zwischen der Übertragung der Güter oder Dienstleistungen und dem Zahlungszeitpunkt zwölf Monate übersteigt und ein signifikanter Nutzen aus der Finanzierung für den Kunden oder Siemens resultiert, wird die Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst. Wenn ein Vertrag mehrere abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen umfasst, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Falls Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachtbar sind, schätzt Siemens diese in angemessener Höhe. Für jede Leistungsverpflichtung werden Umsatzerlöse entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum realisiert. Umsatzerlöse bei Verträgen im Anlagengeschäft: Umsatzerlöse werden über einen bestimmten Zeitraum nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) basierend auf dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten realisiert. Ein erwarteter Verlust aus einem Vertrag wird sofort als Aufwand erfasst. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Bei der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des Liefer- und Leistungsumfangs beinhalten, der zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist. Diese wesentlichen Schätzungen umfassen die geschätzten Gesamtkosten, die gesamten geschätzten Umsatzerlöse, die Auftragsrisiken - einschließlich technischer, politischer und regulatorischer Risiken - und andere maßgebliche Größen. Nach der Percentage-of-Completion-Methode können Schätzungsänderungen die Umsatzerlöse erhöhen oder mindern. Außerdem ist zu beurteilen, ob für einen Vertrag dessen Fortsetzung oder dessen Kündigung das wahrscheinlichste Szenario darstellt. Für diese Beurteilung werden individuell für jeden Vertrag alle relevanten Tatsachen und Umstände berücksichtigt. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen: Umsatzerlöse werden linear über einen bestimmten Zeitraum realisiert oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen, das heißt nach der Percentage-of-Completion-Methode, wie zuvor beschrieben. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Verkauf von Gütern: Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Verfügungsgewalt auf den Erwerber übergeht, im Regelfall bei Lieferung der Güter. Rechnungen werden zu diesem Zeitpunkt ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Für Lizenzvereinbarungen, die dem Kunden ein Recht gewähren, das geistige Eigentum von Siemens zu nutzen, werden Rechnungen gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Nutzungsentgelte: Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst. Erträge aus Leasingvereinbarungen: Erträge aus Operating-Leasing-Verhältnissen für vermietete Erzeugnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst. Zinserträge - Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Funktionskosten - Betriebliche Aufwendungen nach Arten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Profitcenter beziehungsweise der jeweiligen Kostenstellen den einzelnen Funktionen zugeordnet. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sind in den Funktionskosten entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte enthalten. Produktbezogene Aufwendungen - Aufwendungen für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Siemens zum Zeitpunkt der Erfassung der Umsatzerlöse im Posten Umsatzkosten. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen - Forschungsaufwendungen werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Entwicklungsaufwendungen werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien des IAS 38 erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen setzt das Unternehmen zu Herstellungskosten an, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis zehn Jahren. Ergebnis je Aktie - Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten, des Gewinns aus nicht fortgeführten Aktivitäten beziehungsweise des Gewinns nach Steuern, der jeweils den Stammaktionären der Siemens AG zugerechnet werden kann, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden. Geschäfts- oder Firmenwerte - Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt. Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die grundsätzlich durch ein Segment repräsentiert wird. Bei Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) und bei Siemens Healthineers ist dies jeweils eine Ebene unter dem Segment. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden. Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses zieht. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Werte den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf abgezinsten Zahlungsströmen (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird zum Beispiel beeinflusst von einer erfolgreichen Integration von akquirierten Unternehmen, der Volatilität auf den Kapitalmärkten, den Zinsentwicklungen, den Schwankungen der Wechselkurse oder der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung. Den Discounted-Cashflow-Bewertungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags liegen Fünf-Jahres-Vorausberechnungen zugrunde, die auf Finanzprognosen aufbauen. Die Prognosen der Zahlungsströme berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, und des Nutzungswerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten sowie gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte haben. Sonstige immaterielle Vermögenswerte - Siemens schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre, mit Ausnahme von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommen wurden. Diese bestehen insbesondere aus Kundenbeziehungen und Markennamen sowie Technologie. Deren Nutzungsdauer lag bei bestimmten Transaktionen zwischen vier und 20 Jahren für Kundenbeziehungen und Markennamen sowie zwischen fünf und 25 Jahren für Technologie. Sachanlagen - Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Das Unternehmen wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Den Wertansätzen liegen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde: scroll Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre Übrige Bauten 5 bis 10 Jahre Technische Anlagen und Maschinen in der Regel 10 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 5 Jahre Vermietete Erzeugnisse in der Regel 3 bis 7 Jahre Wertminderungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte - Siemens überprüft Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Darüber hinaus überprüft Siemens jedes Jahr noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung. Bei der Überprüfung der Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte mit Schätzungen verbunden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Nicht fortgeführte Aktivitäten und langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - Nicht fortgeführte Aktivitäten werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmensbestandteil als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder bereits abgegangen ist und der Unternehmensbestandteil einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt sowie Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräußerung ist. Siemens klassifiziert einen langfristigen Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Ertragsteuern - Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze sowie der einschlägigen Verwaltungsauffassungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Unterschiedliche Auslegungen von bestehenden oder neuen Steuergesetzen aufgrund von Steuerreformen oder anderen Steuergesetzgebungsverfahren können zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Jahre führen; sie werden basierend auf der Einschätzung der Unternehmensleitung in die Betrachtung einbezogen. Nach der Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den Unterschieden zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergibt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien mit einbezogen. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt Siemens zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Siemens geht aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des erwarteten steuerlichen Einkommens davon aus, dass die aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch Siemens entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigen steuerpflichtigen Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Schätzungen werden in der Periode angepasst, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Vertragsvermögenswerte, Vertragsverbindlichkeiten und Forderungen - Hat eine der Parteien des Vertrags mit dem Kunden ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, wird - abhängig vom Verhältnis zwischen der Leistungserbringung von Siemens und der Zahlung des Kunden - ein Vertragsvermögenswert, eine Vertragsverbindlichkeit oder eine Forderung ausgewiesen. Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten werden als kurzfristig ausgewiesen, da sie innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus angefallen sind. Forderungen werden ausgewiesen, wenn der Anspruch auf den Erhalt der Gegenleistung keiner Bedingung mehr unterliegt. Wertberichtigungen auf Vertragsvermögenswerte und Forderungen für Bonitätsrisiken werden entsprechend der Bewertungsmethode für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte gebildet. Vorräte - Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bilanziert. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert. Leistungsorientierte Pläne - Siemens bewertet die Leistungsansprüche nach der Methode der laufenden Einmalprämien, die den versicherungsmathematischen Barwert der bereits erdienten Anwartschaft widerspiegelt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) wird unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rententrends berechnet. Die Annahmen, die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahrs zugrunde gelegt werden, gelten für die Ermittlung der laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie der Zinserträge und Zinsaufwendungen des folgenden Geschäftsjahrs. Für wesentliche Pläne werden individuelle Spot Rates nach der Full-Yield-Curve-Methode zur Bestimmung der laufenden Dienstzeitaufwendungen und der Zinsaufwendungen angewendet. Die Nettozinserträge beziehungsweise Nettozinsaufwendungen für ein Geschäftsjahr ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes für das jeweilige Geschäftsjahr mit dem Nettovermögenswert beziehungsweise der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen zum Bilanzstichtag des vorhergehenden Geschäftsjahrs. Die laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie nicht mit der Verwaltung des Planvermögens zusammenhängende Verwaltungskosten werden den Funktionskosten zugeordnet. Die nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Sind die Leistungsansprüche nicht durch Vermögen gedeckt, entspricht der im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthaltene Betrag der DBO. Sind die Leistungsansprüche durch Planvermögen gedeckt, wird ein Nettobetrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und der DBO - angepasst in Bezug auf jegliche Auswirkungen der Vermögensobergrenze - ausgewiesen. Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Unterschied zwischen den Erträgen aus Planvermögen und den Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen enthalten sind. Sie werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für hochrangige Unternehmensanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungssätze auf Renditen von Staatsanleihen. Aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Leistungsansprüche aus Plänen, die auf Investmenterträgen von zugrunde liegenden Vermögenswerten basieren, werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden Vermögenswerte am Ende des Berichtszeitraums bewertet. Ist die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Vermögenswerte niedriger als eine zugesagte Rendite, werden zur Ermittlung der DBO die Beiträge mit der zugesagten Rendite aufgezinst und auf den Barwert abgezinst. Rückstellungen - Siemens bilanziert Rückstellungen, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind: (1) Das Unternehmen hat aus einem Ereignis in der Vergangenheit wahrscheinlich eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung, (2) es ist wahrscheinlich, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtung zu erfüllen, und (3) es ist eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich. Dabei ist eine Abzinsung vorzunehmen, wenn der Effekt wesentlich ist. Siemens setzt die Rückstellung in Höhe des Barwerts an, der sich aus der Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern ergibt. Dieser spiegelt die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt wider. Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst das Unternehmen die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Rückstellung. Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen, von Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren sowie behördliche Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) ist in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Siemens bildet eine Rückstellung für drohende Verluste aus Verträgen mit Kunden, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die geschätzten Umsatzerlöse übersteigen. Verluste aus Verträgen mit Kunden identifiziert Siemens durch die laufende Kontrolle des Projektfortschritts und die Aktualisierung der Schätzungen. Dies erfordert in erheblichem Maß Einschätzungen im Hinblick auf die Erfüllung bestimmter Leistungsanforderungen sowie der Einschätzung von Gewährleistungsaufwendungen und Projektverzögerungen, einschließlich der Beurteilung der Zurechenbarkeit dieser Verzögerungen zu den beteiligten Projektpartnern. In Bezug auf Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen umfassen Unsicherheiten die geschätzten Kosten der Stilllegung sowie der Abfallendlagerung aufgrund des langen Zeitraums, über den die künftigen Zahlungsmittelabflüsse erwartet werden, einschließlich der zugehörigen Aufzinsung. Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen können erhebliche Auswirkungen auf die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse haben. Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde, und sie sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend beruht die Beurteilung, ob zum Stichtag wahrscheinlich eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, ob ein künftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, auf einem erheblichen Ermessen. Die Beurteilung erfolgt in der Regel unter Einbeziehung interner und externer Anwälte. Es kann notwendig werden, dass eine Rückstellung für ein laufendes Verfahren aufgrund neuer Entwicklungen gebildet oder die Höhe einer bestehenden Rückstellung angepasst werden muss. Zudem können durch den Ausgang eines Verfahrens für Siemens Aufwendungen entstehen, die die für den Sachverhalt gebildete Rückstellung übersteigen. Aus Rechtsstreitigkeiten können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens resultieren. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - Das Unternehmen gewährt Leistungen als Folge eines Angebots zum freiwilligen Austritt aus dem Beschäftigungsverhältnis vor dem regulären Renteneintrittszeitpunkt oder aufgrund der Entscheidung des Unternehmens, das Beschäftigungsverhältnis zu beenden. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, werden dann als Verbindlichkeiten und Aufwendungen erfasst, wenn Siemens das Angebot solcher Leistungen nicht mehr zurücknehmen kann. Finanzinstrumente - Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit begründet. Finanzinstrumente werden unter Zugrundelegung ihrer vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften und des Geschäftsmodells, in dem sie gehalten werden, in folgende Klassen unterteilt: zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete sowie zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, Kreditzusagen und Kreditgarantien, Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Finanzierungsleasing. Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Siemens macht keinen Gebrauch von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair-Value-Option). Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten, soweit es sich nicht um erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente handelt. Der Ansatz von Forderungen aus Finanzierungsleasing erfolgt in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten richtet sich nach der Kategorie, der sie zugeordnet sind: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL): Schuldinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn das Geschäftsmodell, in dem sie gehalten werden, nicht dem "Halten" oder "Halten und Verkaufen" entspricht oder wenn ihre vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Zins und Tilgung darstellen. Eigenkapitalinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, soweit nicht die FVOCI-Option gewählt wurde. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im Sonstigen Ergebnis bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI): Eigenkapitalinstrumente, für die Siemens bei Zugang des Instruments die unwiderrufliche Option ausübt, Wertschwankungen im Sonstigen Ergebnis zu zeigen. Unrealisierte Gewinne und Verluste, nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteueraufwendungen, sowie Gewinne und Verluste bei Verkauf der Instrumente werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern gezeigt. Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte: Kredite, Forderungen und andere Schuldinstrumente, die im Geschäftsmodell "Halten" gehalten werden und deren vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins und Tilgung darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, abzüglich Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste. Wertberichtigungen werden für erwartete Kreditverluste gebildet. Sie stellen eine zukunftsgerichtete Bewertung künftiger Kreditverluste dar, die in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden ist. Der erwartete Kreditverlust entspricht dem Bruttobuchwert abzüglich Sicherheiten, multipliziert mit der Ausfallwahrscheinlichkeit und einem Faktor, der die Verlustquote im Falle eines Ausfalls wiedergibt. Wertberichtigungen werden nicht angesetzt, wenn der Bruttobuchwert ausreichend besichert ist. Ausfallwahrscheinlichkeiten werden im Wesentlichen aus internen Ratings abgeleitet. Die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing sowie für Vertragsvermögenswerte werden nach einer vereinfachten Vorgehensweise mit den über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverlusten bemessen. Die Wertberichtigung für Kredite und andere langfristige Schuldinstrumente, die im Wesentlichen von Financial Services (SFS) gehalten werden, folgt einem dreistufigen Wertberichtigungsansatz: Stufe 1: Bei Zugang wird der über zwölf Monate erwartete Kreditverlust auf Basis einer Zwölf-Monats-Ausfallwahrscheinlichkeit angesetzt. Stufe 2: Falls sich das Kreditrisiko des finanziellen Vermögenswerts signifikant erhöht, ohne zu einer Wertminderung zu führen, wird der über die Gesamtlaufzeit erwartete Kreditverlust auf Basis einer Ausfallwahrscheinlichkeit über die Gesamtlaufzeit angesetzt. Eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos wird für jeden finanziellen Vermögenswert individuell anhand von internen Ratings ermittelt. Eine Ratingverschlechterung löst keinen Transfer in Stufe 2 aus, wenn das Rating innerhalb des Investment-Grade-Bereichs bleibt. Mehr als 30 Tage überfällige Zahlungen führen nicht zu einem Transfer in Stufe 2, wenn die Verzögerung nicht kreditrisikoinduziert ist. Stufe 3: Wenn der finanzielle Vermögenswert wertgemindert ist, ergibt sich die Wertberichtigung aus dem über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverlust. Wenn beobachtbare Daten über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten vorliegen und eine hohe Ausfallanfälligkeit vorliegt, wird ein finanzieller Vermögenswert als wertgemindert eingestuft, auch wenn die Definition eines Ausfalls noch nicht erfüllt ist. Hinweise auf eine Wertminderung sind unter anderem Liquiditätsprobleme, der Wunsch nach einer Schuldenumstrukturierung sowie vertragswidriges Verhalten. Eine kreditrisikogetriebene Vertragsanpassung führt stets zu einer Wertminderung des finanziellen Vermögenswerts. Finanzielle Vermögenswerte werden als uneinbringlich abgeschrieben, wenn eine Eintreibung unwahrscheinlich erscheint. Dies liegt grundsätzlich nach Ablauf der Verjährungsfrist vor, wenn eine eidesstattliche Versicherung des Schuldners eingeht oder wenn die Forderung wegen Geringfügigkeit nicht weiterverfolgt wird. Forderungen werden mit Beendigung des Insolvenzverfahrens abgeschrieben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die Ansprüche auf Zahlung erlöschen oder der finanzielle Vermögenswert auf eine dritte Partei übertragen wird. Eine signifikante Änderung der vertraglichen Konditionen eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstruments führt zu seiner Ausbuchung und zum Ansatz eines neuen finanziellen Vermögenswerts. Nicht signifikante Änderungen führen zu einer Anpassung des Buchwerts ohne Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts. Kreditzusagen und Kreditgarantien - Erwartete Kreditverluste für unwiderrufliche Kreditzusagen werden nach dem dreistufigen Wertberichtigungsansatz für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte ermittelt und als Verbindlichkeit erfasst. Kreditgarantien werden mit dem höheren Betrag aus der für die Stellung der Garantie erhaltenen Gegenleistung und den ermittelten erwarteten Kreditverlusten angesetzt. Finanzielle Verbindlichkeiten - Siemens bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente - zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente - Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswap-Kontrakte bilanziert Siemens zum beizulegenden Zeitwert, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrumente in die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) einbezogen. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente erfasst das Unternehmen entweder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder, sofern es sich um Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen) handelt, nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern. Bestimmte derivative Finanzinstrumente, die in einen Basisvertrag (Host Contract) eingebettet sind, bilanziert Siemens separat als Derivate. Fair Value Hedges (Absicherung des beizulegenden Zeitwerts): Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um den Gewinn oder Verlust, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, erhöht oder vermindert. Handelt es sich bei dem Grundgeschäft um einen nicht bilanzierten schwebenden Vertrag, stellt Siemens die nachfolgende kumulierte Änderung seines beizulegenden Zeitwerts als separaten finanziellen Vermögenswert oder separate finanzielle Verbindlichkeit in die Konzernbilanz ein; einen entsprechenden Ertrag oder Aufwand erfasst das Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Grundgeschäften, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, löst Siemens die Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts bis zur Fälligkeit des Grundgeschäfts vollständig auf. Bei abgesicherten schwebenden Verträgen erhöht oder vermindert das Unternehmen die anfänglichen Buchwerte der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die aus der Erfüllung der schwebenden Verträge hervorgehen, um die kumulierten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der vorher separat bilanzierten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen): Den effektiven Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Instrumente, die als sogenannte Cashflow Hedges bestimmt sind, weist Siemens im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital aufgelaufene Beträge werden in den gleichen Perioden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in denen sich das Grundgeschäft in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt. Aktienbasierte Vergütung - Aktienbasierte Zusagen bei Siemens sind vorwiegend mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ausgestaltet. Der beizulegende Zeitwert wird zum Gewährungszeitpunkt ermittelt und aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bestimmt als Börsenkurs der zugrunde liegenden Aktien, unter Berücksichtigung von Dividenden, auf die während des Erdienungszeitraums kein Anspruch besteht, und - soweit erforderlich - von Markt- und Nichtausübungsbedingungen. Pläne, die das Recht auf Erhalt von Aktien eines Tochterunternehmens gewähren, begründen eigene Aktien und werden dementsprechend als Zusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Vorjahresinformationen - Einzelne Vorjahresangaben sind an die aktuelle Darstellung angepasst worden. ERSTANWENDUNG KÜRZLICH VERÖFFENTLICHTER VERLAUTBARUNGEN IFRS 9, Finanzinstrumente, wurde erstmalig retrospektiv zum 1. Oktober 2018 angewandt. Für das Geschäftsjahr 2018 sind die berichteten Werte nach IAS 39 ermittelt und, in Einklang mit den Übergangsvorschriften des IFRS 9, nicht angepasst worden. Die Erstanwendung hatte keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss. IFRS 9 änderte die Klassifizierung von Finanzinstrumenten, vorwiegend in Bezug auf die frühere Zur-Veräußerung-verfügbar-Kategorie: Die meisten Schuldinstrumente, die bisher als zur Veräußerung verfügbar gehalten wurden, sind Anleihen und Schuldverschreibungen, deren Zahlungsströme lediglich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen und die daher als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet umklassifiziert wurden. Für Eigenkapitalinstrumente wurde einzelfallbasiert entschieden, ob die Bewertung zu FVOCI oder FVTPL Anwendung findet. Schuldinstrumente, deren Zahlungsströme nicht lediglich aus Zins- und Tilgungszahlungen bestehen, wurden von den Darlehen und Forderungen beziehungsweise als zur Veräußerung verfügbar in die Kategorie FVTPL umgegliedert. Im Geschäftsjahr 2018 wurden nach IAS 39 Darlehen und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, unter Anwendung der Effektivzinsmethode, abzüglich Wertminderungen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich ermittelt werden konnte; Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die keine Wertminderungen darstellten, wurden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Bei Ausbuchung wurden im Eigenkapital aufgelaufene Gewinne und Verluste umgegliedert. Soweit der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar war, wurden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen basierten auf dem Modell der eingetretenen Verluste (Incurred Loss Model). scroll Bewertungskategorie nach IAS 39 (in Mio. €) IAS 39 30. Sep. 2018 Umgliederungen Umbewertungen IFRS 9 1. Okt. 2018 Bewertungskategorie nach IFRS 9 Darlehen und Forderungen 41.773 1.216 - 53 42.936 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte Erfolgsneutral bewertete zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.001 - 1.567 6 440 Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVOCI) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 1.882 351 - 13 2.220 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (FVTPL) Kreditzusagen und Kreditgarantien - 34 - - 27 - 61 Kreditzusagen und Kreditgarantien Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (IAS 39), die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (IFRS 9) umklassifiziert wurden und noch gehalten werden, wiesen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs einen beizulegenden Zeitwert von 462 Mio. € auf. KÜRZLICH VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN -NOCH NICHT UMGESETZT Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und von Siemens bislang auch noch nicht angewendet worden. Das IASB veröffentlichte im Januar 2016 IFRS 16, Leasingverhältnisse. IFRS 16 schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite in Operating- und Finance-Leasing-Verhältnisse ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Leasingnehmerbilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte (für das Nutzungsrecht) und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig - weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance-Leasing-Verhältnissen - bilanziell zu erfassen sind. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Siemens wird den Standard für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2019 modifiziert retrospektiv anwenden, das heißt, auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wird verzichtet. Es wird beabsichtigt, die nach IFRS 16 bestehenden Erleichterungsvorschriften weitgehend in Anspruch zu nehmen. Derzeit wird erwartet, dass der Umstellungseffekt größtenteils die von Siemens geleasten Immobilien betrifft. Hinsichtlich der Anwendung von IFRS 16, Leasingverhältnisse, erwartet Siemens einen Anstieg der Bilanzsumme zum 1. Oktober 2019 (Eröffnungsbilanz) von rund 2 %. Zudem werden lineare Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse durch Abschreibungsaufwendungen für die Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen für die Leasingverbindlichkeiten ersetzt, woraus sich eine Zunahme des EBITDA ergibt. Da die positive Wirkung auf das EBITDA durch einen Anstieg der industriellen Nettoverschuldung überwogen wird, wird sich das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA erhöhen. Darüber hinaus resultieren aus der Anwendung von IFRS 16 eine Verschlechterung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit und eine Verbesserung des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sowie demzufolge eine Erhöhung des Free Cash Flow. Im Mai 2017 wurde IFRIC 23, Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung, vom IASB herausgegeben. Mit der Interpretation werden die Anforderungen an den Ansatz und die Bewertung von unsicheren Ertragsteuerpositionen klargestellt. Im Rahmen der Einschätzung der Unsicherheit hat ein Unternehmen zu beurteilen, ob es wahrscheinlich ist, dass die Steuerjurisdiktion die ertragsteuerliche Behandlung akzeptieren oder anpassen wird. IFRIC 23 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Infolge der Erstanwendung von IFRIC 23 geht Siemens von einer Erhöhung der laufenden Ertragsteuerforderungen sowie des Eigenkapitals in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags aus. ZIFFER 3 Akquisitionen AKQUISITIONEN Im Oktober 2018 erwarb Siemens den Mendix-Konzern. Der Kaufpreis in Höhe von 515 Mio. € wurde bar bezahlt. Die endgültige Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt führte zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten von 152 Mio. €, hauptsächlich in Zusammenhang mit Kundenbeziehungen, sowie zu einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 448 Mio. €. Das erworbene Geschäft hat bei Siemens in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 30. September 2019, einschließlich der Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, Umsatzerlöse von 57 Mio. € und einen Nettoverlust von 109 Mio. € beigetragen. Darüber hinaus erwarb Siemens im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr mehrere Unternehmen zu einem Kaufpreis von insgesamt 429 (im Vj. 571) Mio. €, der im Wesentlichen bar bezahlt wurde. Die (vorläufigen) Kaufpreisallokationen führten zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten von 124 (im Vj. 215) Mio. € sowie Geschäfts- oder Firmenwerten von 311 (im Vj. 350) Mio. €, die nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergien, beinhalteten. Die Kaufpreisallokation ist für einige der erworbenen Unternehmen vorläufig, weil eine detaillierte Analyse der Vermögenswerte und Schulden noch nicht abgeschlossen ist. ZIFFER 4 Anteile an anderen Unternehmen Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung 17 142 Ergebnis aus Veräußerungen 186 58 Wertminderungen und Wertaufholungen - 4 - 202 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 199 - 3 Der Buchwert aller einzeln nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen betrug 1.577 (im Vj. 1.867) Mio. €. Die zusammengefassten Finanzinformationen für alle einzeln nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, angepasst an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote, sind nachfolgend dargestellt. Die in der Gesamtergebnisrechnung enthaltenen Posten werden entsprechend dem Zwölfmonatszeitraum, der der Bilanzierung nach der Equity-Methode zugrunde lag, dargestellt. scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten 166 176 Sonstiges Ergebnis nach Steuern - 34 - 3 Gesamtergebnis 132 172 TOCHTERUNTERNEHMEN MIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN Die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen werden in Übereinstimmung mit den IFRS und vor konzerninternen Konsolidierungen dargestellt. scroll Siemens Healthineers AG eingetragen in München, Deutschland Siemens Gamesa Renewable Energy S. A. eingetragen in Zamudio, Spanien (in Mio. €) 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 Eigentumsanteil der nicht beherrschenden Anteile 15 % 15 % 41 % 41 % Kumulierte nicht beherrschende Anteile 1.469 1.310 668 606 Kurzfristige Vermögenswerte 7.779 7.199 7.899 7.349 Langfristige Vermögenswerte 13.650 12.559 8.790 8.804 Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.605 5.303 7.968 7.104 Langfristige Verbindlichkeiten 6.043 5.780 2.449 3.118 scroll Geschäftsjahr 2019 Sechs Monate bis 30. Sep. 2018 Geschäftsjahr 2019 Geschäftsjahr 2018 Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn nach Steuern 245 130 57 22 Nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividende 118 - 7 - Umsatzerlöse 14.518 7.004 10.227 9.122 Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 1.586 666 141 70 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 254 218 214 - 229 Gesamtergebnis nach Steuern 1.840 884 355 - 159 Summe Cashflows 367 346 - 729 813 Langfristige Vermögenswerte bei Siemens Gamesa Renewable Energy beinhalteten den gesamten, aus dem Zusammenschluss im Geschäftsjahr 2017 resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert. ZIFFER 5 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten Gewinne in Verbindung mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten in Höhe von 50 (im Vj. 171) Mio. € sowie Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 146 (im Vj. 103) Mio. €. ZIFFER 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen, Transaktionskosten sowie Wirkungen aus Versicherungsbelangen sowie rechtlichen und regulatorischen Themen. ZIFFER 7 Ertragsteuern Die Ertragsteueraufwendungen/-erträge setzten sich wie folgt zusammen: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Laufende Steuern 1.842 2.619 Latente Steuern 30 - 564 Ertragsteueraufwendungen 1.872 2.054 In den laufenden Steuern waren Steuererträge in Höhe von 369 (im Vj. 980) Mio. € für laufende Steuern früherer Geschäftsjahre enthalten. Die latenten Steuern beinhalteten Steueraufwendungen von 398 (im Vj. Steuererträge von 241) Mio. € in Zusammenhang mit der Entwicklung der temporären Unterschiede. Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wurde ein Gesamtsteuersatz von 31 % herangezogen, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 15 % ergibt. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochterunternehmen werden auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden in Deutschland und im Ausland mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind. Die auf Basis des deutschen Gesamtsteuersatzes von 31 % erwarteten Ertragsteueraufwendungen (laufende und latente) weichen von den ausgewiesenen wie folgt ab: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Erwartete Ertragsteueraufwendungen 2.330 2.496 Erhöhung/Minderung der Ertragsteuern durch Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 962 2.041 Steuerfreie Erträge - 330 - 715 Steuern für Vorjahre - 400 - 833 Veränderung in der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern und von Steuergutschriften - 85 - 20 Effekt Steuersatzänderungen - 26 - 450 Steuersatzunterschiede Ausland - 540 - 438 Steuereffekt aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 9 - 34 Sonstiges, netto - 49 8 Ausgewiesene Ertragsteueraufwendungen 1.872 2.054 Die aktiven und passiven latenten Steuern werden in der folgenden Übersicht (auf Nettobasis) dargestellt: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Latente Steuern auf temporäre Differenzen Immaterielle Vermögenswerte - 2.496 - 2.407 Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.540 2.799 Kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - 169 168 Langfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - 144 - 42 Verlustvorträge und Steuergutschriften 1.138 731 Summe latente Steuern (netto) 1.869 1.249 Minusbeträge stehen für passive latente Steuern. Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Stand der aktiven/passiven latenten Steuern zu Beginn des Geschäftsjahrs - 1.249 - 648 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ertragsteuern 30 - 564 Veränderungen von Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung - 696 - 56 Erfolgsneutrale Zugänge infolge von Akquisitionen 34 21 Sonstiges 12 - 1 Stand der aktiven/passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahrs - 1.869 - 1.249 Minusbeträge stehen für aktive latente Steuern. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs wies das Unternehmen steuerliche Verlustvorträge aus, die Verlustverrechnungsbeschränkungen unterlagen. Für diese wurden insoweit keine aktiven latenten Steuern angesetzt, als deren Nutzung durch künftige positive steuerliche Ergebnisse nicht wahrscheinlich ist. Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Bruttobeträge): scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Abzugsfähige temporäre Differenzen 524 1.240 Steuerliche Verlustvorträge 5.062 4.165 5.586 5.405 Von den nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen verfallen 2.186 (im Vj. 1.931) Mio. € im Zeitraum bis 2031. Siemens hat für aufgelaufene Ergebnisse der Tochterunternehmen in Höhe von 34.075 (im Vj. 37.498) Mio. € keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Unter Berücksichtigung der direkten Eigenkapitalbuchungen und der Aufwendungen/Erträge aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten ergaben sich die folgenden Steueraufwendungen/-erträge: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Fortgeführte Aktivitäten 1.872 2.054 Nicht fortgeführte Aktivitäten 21 - 32 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 698 250 1.195 2.272 Aufgrund einer im Ausland beschlossenen Steuerreform und einer unsicheren Steuerregelung kann es zu einer möglichen Zahlungsverpflichtung in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags kommen. Wegen der geringen Wahrscheinlichkeit und des Charakters einer Eventualverbindlichkeit erfolgte kein Ansatz einer Rückstellung. ZIFFER 8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.928 16.582 Forderungen aus Finanzierungsleasing 1.966 1.874 18.894 18.455 Der langfristige Anteil der Forderungen aus Finanzierungsleasing wird unter der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen und betrug 4.210 (im Vj. 3.867) Mio. €. Die künftig zu erhaltenden Mindestleasingzahlungen stellten sich wie folgt dar: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Innerhalb eines Jahres 2.354 2.308 Zwischen ein und fünf Jahren 4.008 3.563 Nach mehr als fünf Jahren 751 738 7.112 6.608 In der folgenden Tabelle werden die künftigen Mindestleasingzahlungen zur Brutto- und Nettoinvestition in Leasingverhältnisse sowie zum Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen übergeleitet: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Künftige Mindestleasingzahlungen 7.112 6.608 Zuzüglich: Nicht garantierter Restwert 239 223 Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse 7.352 6.831 Abzüglich: Unrealisierte Finanzerträge - 992 - 926 Nettoinvestition in Leasingverhältnisse 6.360 5.904 Abzüglich: Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen - 184 - 164 Abzüglich: Barwert des nicht garantierten Restwerts - 92 - 73 Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 6.084 5.667 Die Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse sowie der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen waren wie folgt fällig: scroll Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen (in Mio. €) 2019 30. Sep. 2018 2019 30. Sep. 2018 Fällig innerhalb eines Jahres 2.368 2.322 1.930 1.911 Fällig zwischen ein und fünf Jahren 4.064 3.610 3.497 3.129 Fällig nach mehr als fünf Jahren 920 899 657 627 7.352 6.831 6.084 5.667 Die Investitionen in Finanzierungsleasing resultierten überwiegend aus dem Leasinggeschäft mit Industrieausrüstungen, medizinischen Geräten, Transportsystemen sowie Büro- und Datenverarbeitungsgeräten. Die tatsächlichen Mittelzuflüsse werden infolge künftiger Verkäufe von Finanzforderungen, Vorauszahlungen und Forderungsausbuchungen von den vertraglich vereinbarten Fälligkeiten abweichen. ZIFFER 9 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Darlehensforderungen 7.893 6.863 Zinstragende Schuldinstrumente 1.331 1.271 Derivative Finanzinstrumente 775 594 Sonstige 669 699 10.669 9.427 ZIFFER 10 Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten Von den Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten werden voraussichtlich 2.106 (im Vj. 1.954) Mio. € beziehungsweise 3.626 (im Vj. 3.118) Mio. € nach mehr als zwölf Monaten realisiert beziehungsweise erfüllt. Die Umsatzerlöse aus in vorangegangenen Geschäftsjahren erfüllten Leistungsverpflichtungen betrugen 63 (im Vj. 21) Mio. €. Die Umsatzerlöse enthielten 9.449 (im Vj. 9.271) Mio. €, die zu Geschäftsjahresbeginn in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen waren. ZIFFER 11 Vorräte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.726 3.165 Unfertige Erzeugnisse 5.902 6.024 Fertige Erzeugnisse und Waren 4.258 3.932 Geleistete Anzahlungen 921 763 14.806 13.885 Die Umsatzkosten enthielten Vorräte in Höhe von 60.189 (im Vj. 57.029) Mio. €, die als Aufwendungen erfasst wurden. Die Wertberichtigungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 70 (im Vj. Verminderung um 19) Mio. €. ZIFFER 12 Geschäfts- oder Firmenwerte scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Anschaffungskosten Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 30.213 29.754 Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges 1.152 - 140 Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung 742 629 Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 9 - 31 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 32.098 30.213 Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen und sonstige Veränderungen Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.868 1.847 Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges 72 17 Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahrs (einschließlich jenem, in Verbindung mit Veräußerungsgruppen) 1 4 Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 3 - Stand am Ende des Geschäftsjahrs 1.938 1.868 Buchwert Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 28.344 27.906 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 30.160 28.344 Zum 1. April 2019 hat Siemens seine Organisations- und Berichtsstruktur neu aufgestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden nach der neuen Berichtsstruktur, grundsätzlich basierend auf relativen Werten, neu zugeordnet. Daraus resultierte kein Wertminderungsbedarf. Den Vorjahresangaben liegt die Berichtsstruktur vor der Neuaufstellung zugrunde. Siemens führte im vierten Quartal die verpflichtende jährliche Wertminderungsüberprüfung durch. Dabei wurden die erzielbaren Beträge für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten höher eingeschätzt als die Buchwerte. Die grundlegenden Annahmen, auf deren Basis Siemens den beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmte, beinhalteten langfristige Wachstumsraten von bis zu 1,7 % (im Vj. von bis zu 1,7 %) und Abzinsungssätze (nach Steuern) von 5,5 % bis 8,5 % (im Vj. von 6,5 % bis 8,5 %). Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ist dem Level 3 der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, wird hauptsächlich durch den Endwert (Barwert der ewigen Rente) bestimmt, der besonders sensitiv auf Veränderungen der Annahmen zur langfristigen Wachstumsrate und zum Abzinsungssatz reagiert. Beide Annahmen werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten festgelegt. Die Abzinsungssätze basieren auf dem Konzept gewichteter durchschnittlicher Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Für SFS entspricht der Abzinsungssatz den spezifischen Eigenkapitalkosten. Die Abzinsungssätze werden auf Basis eines risikofreien Zinssatzes und einer Marktrisikoprämie ermittelt. Darüber hinaus spiegeln die Abzinsungssätze die gegenwärtige Marktbeurteilung der spezifischen Risiken jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider, indem Betafaktoren, Verschuldungsgrad und Fremdkapitalkosten spezifischer Peergroups berücksichtigt werden. Die Parameter zur Ermittlung der Abzinsungssätze basieren auf externen Informationsquellen. Die Peergroup ist Gegenstand einer jährlichen Überprüfung und wird, sofern notwendig, angepasst. Die langfristigen Wachstumsraten berücksichtigen externe makroökonomische Daten und branchenspezifische Trends. Die folgende Tabelle zeigt grundlegende Annahmen, die bei der Wertminderungsüberprüfung der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, herangezogen worden sind: scroll 30. Sep. 2019 (in Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte Langfristige Wachstumsrate Abzinsungsfaktor nach Steuern Gas and Power 7.167 1,7 % 8,0 % Digital Industries 6.807 1,7 % 8,5 % Imaging von Siemens Healthineers 5.951 1,7 % 6,5 % Den Werten der Umsatzerlöse im fünfjährigen Planungszeitraum der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, liegen durchschnittliche Wachstumsraten der Umsatzerlöse (ohne Portfolioeffekte) zwischen 2,3 % und 6,2 % (im Vj. zwischen 0,3 % und 8,9 %) zugrunde. Für Gas and Power erwartet Siemens einen stabilen Beitrag aus dem Servicegeschäft sowie einen stabilen Marktanteil im Produkt- und im Lösungsgeschäft. Gas and Power sieht sich dabei herausfordernden strukturellen Trends im globalen Energiemarkt gegenüber, insbesondere bei großen Gasturbinen. scroll 30. Sep. 2018 (in Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte Langfristige Wachstumsrate Abzinsungsfaktor nach Steuern Power and Gas 6.440 1,7 % 8,0 % Digital Factory 5.753 1,7 % 8,5 % Imaging von Siemens Healthineers 5.702 1,7 % 6,5 % Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet sind, wurde eine Verminderung der künftigen Zahlungsströme (nach Steuern) um 10 % oder eine Erhöhung der Abzinsungssätze (nach Steuern) um einen Prozentpunkt oder eine Senkung der langfristigen Wachstumsrate um einen Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage kommt Siemens zu dem Ergebnis, dass sich für keine dieser Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf ergeben würde. ZIFFER 13 Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2018 Fremdwährungs- umrechnungsdifferenzen Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Selbst erstellte Technologie 3.467 85 - Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 7.573 173 97 Kundenbeziehungen und Markennamen 8.898 405 183 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.938 663 279 Grundstücke und Bauten 8.372 171 11 Technische Anlagen und Maschinen 8.716 151 8 Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.651 121 5 Vermietete Erzeugnisse 3.097 67 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.205 39 1 Sachanlagen 28.040 549 26 scroll (in Mio. €) Zugänge Umgliederungen Abgänge1 Selbst erstellte Technologie 416 - - 84 Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 88 - - 923 Kundenbeziehungen und Markennamen - - - 52 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 504 - - 1.059 Grundstücke und Bauten 158 137 - 185 Technische Anlagen und Maschinen 357 327 - 355 Betriebs- und Geschäftsausstattung 754 154 - 535 Vermietete Erzeugnisse 671 19 - 387 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 873 - 638 - 18 Sachanlagen 2.812 - - 1.480 scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 30.09.2019 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2019 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 2019 Selbst erstellte Technologie 3.885 - 1.906 1.979 - 254 Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 7.008 - 3.702 3.306 - 652 Kundenbeziehungen und Markennamen 9.434 - 4.919 4.515 - 547 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 20.326 - 10.526 9.800 - 1.453 Grundstücke und Bauten 8.664 - 4.046 4.619 - 262 Technische Anlagen und Maschinen 9.205 - 6.495 2.710 - 609 Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.150 - 5.515 1.635 - 830 Vermietete Erzeugnisse 3.467 - 1.704 1.763 - 336 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.461 - 4 1.457 - 3 Sachanlagen 29.948 - 17.765 12.183 - 2.041 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2017 Fremdwährungs- umrechnungsdifferenzen Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Selbst erstellte Technologie 3.224 20 - Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 7.320 53 178 Kundenbeziehungen und Markennamen 8.870 5 57 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.413 78 235 Grundstücke und Bauten 8.129 - 50 16 Technische Anlagen und Maschinen 8.410 - 62 15 Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.435 - 37 - Vermietete Erzeugnisse 2.998 - 21 - Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.046 - 6 6 Sachanlagen 27.017 - 176 37 scroll (in Mio. €) Zugänge Umgliederungen Abgänge1 Selbst erstellte Technologie 351 - - 128 Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 78 - - 55 Kundenbeziehungen und Markennamen - - - 34 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 429 - - 218 Grundstücke und Bauten 221 326 - 270 Technische Anlagen und Maschinen 398 229 - 274 Betriebs- und Geschäftsausstattung 719 114 - 579 Vermietete Erzeugnisse 597 11 - 488 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 853 - 680 - 15 Sachanlagen 2.787 - - 1.626 scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 30.09.2018 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2018 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 2018 Selbst erstellte Technologie 3.467 - 1.693 1.774 - 193 Erworbene Technologie einschließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 7.573 - 3.883 3.690 - 639 Kundenbeziehungen und Markennamen 8.898 - 4.231 4.667 - 593 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 19.938 - 9.807 10.131 - 1.424 Grundstücke und Bauten 8.372 - 3.833 4.538 - 246 Technische Anlagen und Maschinen 8.716 - 6.104 2.612 - 683 Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.651 - 5.106 1.545 - 782 Vermietete Erzeugnisse 3.097 - 1.614 1.483 - 279 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.205 - 2 1.203 - 2 Sachanlagen 28.040 - 16.659 11.381 - 1.990 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. Der Bruttobuchwert der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau enthielt 1.335 (im Vj. 1.074) Mio. € für Sachanlagen im Bau. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen betrugen 676 (im Vj. 652) Mio. €. Die künftigen Mindestzahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasing-Verhältnissen betrugen: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Innerhalb eines Jahres 336 352 Zwischen ein und fünf Jahren 705 653 Nach mehr als fünf Jahren 164 136 1.204 1.142 ZIFFER 14 Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Darlehensforderungen 12.304 11.747 Forderungen aus Finanzierungsleasing 4.210 3.867 Derivative Finanzinstrumente 2.239 1.287 Eigenkapitalinstrumente 890 715 Sonstiges 200 157 19.843 17.774 Die Position Darlehensforderungen resultierte im Wesentlichen aus langfristigen Darlehenstransaktionen von SFS. ZIFFER 15 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Personalbezogene Verbindlichkeiten 5.839 5.867 Passive Abgrenzungsposten 156 174 Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen 1.204 1.162 Sonstiges 1.824 1.914 9.023 9.118 ZIFFER 16 Finanzschulden scroll Kurzfristig 30. Sep. Langfristig 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 Anleihen und Schuldverschreibungen (Fälligkeit bis 2047) 4.029 3.142 29.176 25.210 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Fälligkeit bis 2037) 1.187 1.218 1.076 1.717 Sonstige Finanzschulden (Fälligkeit bis 2029) 803 683 72 98 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 16 14 90 95 Summe Finanzschulden 6.034 5.057 30.414 27.120 VERÄNDERUNGEN DER VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITEN scroll (in Mio. €) 01.10.2018 Cashflows Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 25.210 6.471 Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 3.142 - 3.190 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) 2.934 - 752 Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) 781 - 72 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (kurz- und langfristig) 110 - 21 Summe Finanzschulden 32.177 2.436 scroll Nicht zahlungswirksame Veränderungen (in Mio. €) Akquisitionen/Verkäufe Fremdwährungsumrechnung Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte Umgliederungen und sonstige Veränderungen Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen - 1.044 405 - 3.954 Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen - 228 - 3.850 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) 30 80 - - 30 Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) - 6 171 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (kurz- und langfristig) - 1 - 16 Summe Finanzschulden 24 1.524 405 - 118 scroll (in Mio. €) 30.09.2019 Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 29.176 Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 4.029 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) 2.262 Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) 875 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (kurz- und langfristig) 106 Summe Finanzschulden 36.449 Darüber hinaus resultierten aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr Cashflows in Höhe von 77 Mio. €. scroll (in Mio. €) 01.10.2017 Cashflows Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 25.243 2.734 Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 3.554 - 3.502 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) 2.526 438 Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) 786 - 134 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (kurz- und langfristig) 115 - 7 Summe Finanzschulden 32.224 - 471 scroll Nicht zahlungswirksame Veränderungen (in Mio. €) Akquisitionen/Verkäufe Fremdwährungsumrechnung Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte Umgliederungen und sonstige Veränderungen Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen - 389 - 17 - 3.138 Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen - 19 - 12 3.083 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) - - 30 - 1 Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) - 129 - - Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (kurz- und langfristig) - - - 1 Summe Finanzschulden 1 506 - 29 - 53 scroll (in Mio. €) 30.09.2018 Langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 25.210 Kurzfristige Anleihen und Schuldverschreibungen 3.142 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) 2.934 Sonstige Finanzschulden (kurz- und langfristig) 781 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (kurz- und langfristig) 110 Summe Finanzschulden 32.177 Darüber hinaus resultierten aus sonstigen Finanzierungstätigkeiten im Vorjahr Cashflows in Höhe von 9 Mio. €. Bei den unter dieser Ziffer angegebenen Zinssätzen handelt es sich um Per-annum-Angaben. Der gewichtete Durchschnittszins für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag bei 4,4 % (im Vj. 2,1 %), für sonstige Finanzschulden bei 1,5 % (im Vj. 1,8 %) und für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bei 6,3 % (im Vj. 6,6 %). KREDITLINIEN Zum Geschäftsjahresende bestanden Kreditlinien in Höhe von insgesamt 9,95 (im Vj. 9,5) Mrd. €, davon waren 9,45 (im Vj. 8,3) Mrd. € nicht in Anspruch genommen. Die Kreditlinien dienen allgemeinen Unternehmenszwecken. Im Februar 2019 wurden die bestehenden nicht genutzten Konsortialkreditlinien in Höhe von 4,0 Mrd. € und 3,0 Mrd. US$ durch eine neu abgeschlossene und nicht genutzte Konsortialkreditlinie in Höhe von 7,0 Mrd. € abgelöst, die bis 2024 läuft. Die nicht in Anspruch genommene revolvierende bilaterale Kreditlinie in Höhe von 450 Mio. € wurde bis September 2020 verlängert. Die Gesamtsumme der Kreditlinien beinhaltete eine revolvierende Konsortialkreditlinie eines Tochterunternehmens in Höhe von 2,5 Mrd. €, die in mehreren Währungen genutzt werden kann. Diese Kreditlinie umfasste einen in vollem Umfang gezogenen Kredit in Höhe von 500 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2021 sowie eine nicht in Anspruch genommene revolvierende Kreditlinie in Höhe von 2,0 Mrd. € mit einer Laufzeit bis 2023 und zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. Die revolvierende Konsortialkreditlinie kann zur Refinanzierung ausstehender Finanzschulden der Tochtergesellschaft genutzt werden. ANLEIHEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN scroll 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 (Zinssatz/Ausgabe/Fälligkeit) Währung (Nominalwert in Mio.) Buchwert in Mio. €1 Währung (Nominalwert in Mio.) Buchwert in Mio. €1 US$ 3M-LIBOR+ 1,4%/2012/Feb. 2019/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen - - - US$ 400 346 1,5 %/2012/März 2020/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 1.000 € 1.000 999 2,75 %/2012/Sep. 2025/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen £ 350 394 £ 350 393 3,75 %/2012/Sep. 2042/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen £ 650 721 £ 650 719 1,75 %/2013/März 2021/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.250 1.263 € 1.250 1.267 2,875 %/2013/März 2028/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 997 € 1.000 997 3,5 %/2013/März 2028/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 100 90 US$ 100 85 2013/Juni 2020/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 400 367 US$ 400 345 2014/März 2019/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen - - - US$ 300 259 2014/Sep. 2021/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 400 367 US$ 400 345 0,375 %/2018/Sep. 2023/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 997 € 1.000 996 1,0 %/2018/Sep. 2027/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 750 746 € 750 745 1,375 %/2018/Sep. 2030/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 993 € 1.000 993 0,3 %/2019/Feb. 2024/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 750 767 - - - 0,9 %/2019/Feb. 2028/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 650 689 - - - 1,25 %/2019/Feb. 2031/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 800 875 - - - 1,75 %/2019/Feb. 2039/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 800 938 - - - 0 %/2019/Sep. 2021/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 1.005 - - - 0 %/2019/Sep. 2024/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 500 504 - - - 0,125 %/2019/Sep. 2029/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 992 - - - 0,5 %/2019/Sep. 2034/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 990 - - - Gesamtbetrag Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen 14.695 8.489 6,125 %/2006/Aug. 2026/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.750 1.892 US$ 1.750 1.823 2,15 %/2015/Mai 2020/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 918 US$ 1.000 863 2,9 %/2015/Mai 2022/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.750 1.605 US$ 1.750 1.509 3,25 %/2015/Mai 2025/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.432 US$ 1.500 1.290 4,4 %/2015/Mai 2045/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.750 1.587 US$ 1.750 1.491 US$ 3M-LIBOR+ 0,32 %/2016/Sep. 2019/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen - - - US$ 350 302 1,3 %/2016/Sep. 2019/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen - - - US$ 1.100 949 1,7 %/2016/Sep. 2021/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.100 1.009 US$ 1.100 948 2,0 %/2016/Sep. 2023/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 750 685 US$ 750 644 2,35 %/2016/Okt. 2026/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.700 1.554 US$ 1.700 1.461 3,3 %/2016/Sep. 2046/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 910 US$ 1.000 856 US$ 3M-LIBOR+ 0,34 %/2017/März 2020/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 800 734 US$ 800 690 2,2 %/2017/März 2020/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.100 1.010 US$ 1.100 949 2,7 %/2017/März 2022/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 940 US$ 1.000 852 US$ 3M-LIBOR+ 0,61 %/2017/März 2022/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 850 780 US$ 850 733 3,125 %/2017/März 2024/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 946 US$ 1.000 861 3,4 %/2017/März 2027/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.250 1.144 US$ 1.250 1.075 4,2 %/2017/März 2047/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.364 US$ 1.500 1.282 Gesamtbetrag US$-Schuldverschreibungen 18.511 18.577 1,65 %/2012/Aug. 2019/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen - - - US$ 1.500 1.285 Gesamtbetrag Optionsschuldverschreibungen - 1.285 33.205 28.352 1 Enthielt Anpassungen für Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen. Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen (Debt Issuance Program) - Der Gesellschaft steht ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen zur Verfügung, unter dem sie zum Geschäftsjahresende (wie im Vorjahr) bis zu 15,0 Mrd. € an Schuldverschreibungen begeben konnte. Der ausstehende Nominalbetrag belief sich auf 14,5 (im Vj. 8,5) Mrd. €. Siemens zahlte die 400 Mio. US$ 3M-LIBOR+ 1,4 % variabel verzinsliche Schuldverschreibung und die 300 Mio. US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibung bei Fälligkeit zum Nominalwert zurück. Im Februar 2019 emittierte Siemens Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 3,0 Mrd. € in vier Tranchen. Im September 2019 emittierte Siemens Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 3,5 Mrd. € in vier Tranchen. US$-Schuldverschreibungen - Die 350 Mio. US$ 3M-LIBOR+0,32 % variabel verzinslichen Schuldverschreibungen und die 1,1 Mrd. US$ 1,3 % festverzinslichen Schuldverschreibungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt. Optionsschuldverschreibungen - Die 1,5 Mrd. US$-Optionsschuldverschreibungen wurden mit 6.000 abtrennbaren Optionsscheinen emittiert, die bis zum 1. August 2019 ausübbar waren. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren alle Optionsscheine bis auf 26 ausgeübt. Die Inhaber erhielten 11,6 Mio. Aktien der Siemens AG und 102 Tsd. Aktien der OSRAM Licht AG zu einem Gesamtpreis von 1,1 Mrd. €. Die 1,5 Mrd. US$ 1,65 % festverzinslichen Schuldverschreibungen wurden bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt. DARLEHEN UND SCHULDSCHEINDARLEHEN Wie im Vorjahr waren zum Geschäftsjahresende zwei bilaterale Darlehen in Höhe von jeweils 500 Mio. US$ in Summe von 918 (im Vj. 864) Mio. € ausstehend, eines mit einer Laufzeit bis zum 26. März 2020. Für das zweite Darlehen wurde die Laufzeit bis zum 27. Juni 2024 verlängert. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs waren bei einer Tochtergesellschaft Darlehen in Höhe von 346 Mio. € ausstehend. PROGRAMM ZUR BEGEBUNG KURZFRISTIGER SCHULDVERSCHREIBUNGEN (COMMERCIAL PAPER PROGRAM) Siemens steht ein Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen über 9,0 Mrd. US$ (30. September 2019: 8,3 Mrd. €) zur Verfügung, das auch die Möglichkeit zur Begebung von verlängerbaren US$-Schuldverschreibungen gibt. Zum Geschäftsjahresende standen 700 Mio. US$ (643 Mio. €) (im Vj. 700 Mio. US$ beziehungsweise 605 Mio. €) aus. Die kurzfristigen Schuldverschreibungen von Siemens haben in der Regel eine Laufzeit von weniger als 90 Tagen. Die Zinssätze reichten von 1,85 % bis 2,75 % (im Vj. von 1,08 % bis 2,33 %). ZIFFER 17 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE Die leistungsorientierten Pläne, die offen für Neuzugänge sind, basieren vorwiegend auf Unternehmensbeiträgen. Diese Pläne sind nur in begrenztem Umfang von Langlebigkeit, Inflations- und Gehaltssteigerungen beeinflusst und berücksichtigen länderspezifische Unterschiede. Die bedeutendsten Pläne des Unternehmens sind durch Vermögen in externen, zugriffsbeschränkten Versorgungseinrichtungen gedeckt. Diese Pläne werden gemäß lokalem Recht über Treuhandverträge mit der jeweiligen Versorgungseinrichtung im Interesse der Begünstigten verwaltet. Die leistungsorientierten Pläne umfassten 493.000 Anspruchsberechtigte, davon 224.000 Aktive, 81.000 Ehemalige mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 188.000 Pensionäre und Hinterbliebene. Deutschland In Deutschland werden Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen gewährt. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf nominellen Beiträgen und deren Investmenterträgen, wobei der Arbeitgeber eine Mindestverzinsung garantiert. Mit Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert. Siemens trägt für die eingefrorenen Pläne jedoch weiterhin das Risiko aus der Vermögensanlage, den Zinsänderungen und der Langlebigkeit. Die Pläne sind über vertragliche Treuhandstrukturen (CTA) mit Vermögen gedeckt. In Deutschland bestehen keinerlei rechtliche oder regulatorische Mindestdotierungsverpflichtungen. USA In den USA werden Siemens-Pensionspläne unterhalten, die für Neueintritte ebenso wie für das Erdienen weiterer Ansprüche -mit Ausnahme von Zinsgutschriften für Cash-Balance-Konten -größtenteils geschlossen sind. Siemens hat die Aufsicht über die Kapitalanlage der Planvermögen an einen Anlageausschuss delegiert. Die Planvermögen werden in sogenannten Master Trusts verwaltet. Die Treuhänder der Master Trusts, die für die Verwaltung der Vermögenswerte verantwortlich sind, handeln nach Vorgaben des Anlageausschusses. Die Pläne unterliegen den Finanzierungsanforderungen des Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA, US-amerikanisches Betriebsrentengesetz) in der jeweils gültigen Fassung. Dabei besteht die Vorschrift, für leistungsorientierte Pläne ein Mindestfinanzierungsniveau von 80 % sicherzustellen, um Leistungsbeschränkungen zu vermeiden. Die Arbeitgeber können nach eigenem Ermessen über diese regulatorische Anforderung hinaus Beiträge leisten. Die jährlichen Beiträge werden von unabhängigen Aktuaren berechnet. Vereinigtes Königreich Pensionsleistungen werden überwiegend durch den Siemens Benefit Scheme gewährt, für dessen überwiegenden Teil ein Inflationsausgleich bis zum Rentenbeginn verbindlich vorgeschrieben ist. Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch sogenannte technische Bewertungen nach gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Aufgrund abweichender Vorgaben für die Bestimmung der Abzinsungssätze ist das sogenannte technische Finanzierungsdefizit regelmäßig höher als die Unterdeckung nach IFRS. Zur Reduzierung des Defizits wurden zwischen Siemens und den Treuhändern im Rahmen einer Vereinbarung jährliche Zahlungen in Höhe von 31 Mio. £ (34 Mio. €) bis zum Geschäftsjahr 2033 festgelegt. Gleichzeitig wurde zwischen dem Unternehmen und den Treuhändern die einmalige Abgeltung der verbleibenden jährlichen Zahlungen durch die Siemens AG zum Zeitpunkt einer vorzeitigen Beendigung der Vereinbarung aufgrund Kündigung oder Insolvenz vereinbart. Schweiz Nach dem schweizerischen beruflichen Vorsorgegesetz (BVG) hat jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter zu gewähren. Dementsprechend unterhält das Unternehmen in der Schweiz Cash-Balance-Pläne. Diese Pläne werden von unternehmensexternen Stiftungen verwaltet. Der Vorstand der bedeutendsten Stiftung setzt sich zu gleichen Teilen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Vorstand ist verantwortlich für die Anlagepolitik und -verwaltung des Planvermögens, für jegliche Änderungen der Planbedingungen und für die Festlegung der Beiträge zur Finanzierung der Leistungen. Die Beiträge des Unternehmens müssen insgesamt mindestens der in den Planbedingungen vorgegebenen Summe der Arbeitnehmerbeiträge entsprechen. Im Fall einer Unterdeckung können Sonderbeiträge vom Arbeitgeber und von den Arbeitnehmern gemäß klar definierten Sanierungsmaßnahmen erhoben werden. Entwicklung der leistungsorientierten Pläne scroll Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Auswirkungen der Vermögensobergrenze (I) (II) (III) Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 35.893 36.871 28.764 27.668 86 62 Laufende Dienstzeitaufwendungen 534 534 - - - - Zinsaufwendungen 712 675 - - 3 4 Zinserträge - - 580 523 - - Sonstiges 1 12 131 - 12 - 30 - - In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne 1.257 1.340 568 493 3 4 Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind) - - 2.601 - 107 - - Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 4.448 - 65 - - - - Auswirkungen der Vermögensobergrenze - - - - - 60 27 In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 4.448 - 65 2.601 - 107 - 60 27 Arbeitgeberbeiträge - - 568 2.824 - - Beiträge begünstigter Arbeitnehmer 130 124 130 124 - - Leistungszahlungen - 1.811 - 1.817 - 1.678 - 1.674 - - Zahlungen für Abgeltungen - 84 - 529 - 84 - 529 - - Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges 48 4 56 - 8 - - Fremdwährungsumrechnungseffekte 436 - 36 383 - 27 4 - 7 Sonstige Überleitungspositionen - 1.281 - 2.254 - 626 710 4 - 7 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 40.317 35.893 31.307 28.764 33 86 Deutschland 24.398 22.067 16.588 15.885 - - USA 4.073 3.553 3.341 2.949 - - Vereinigtes Königreich 6.064 5.413 6.764 5.786 19 16 Schweiz 3.574 3.027 3.424 3.103 - 32 Übrige Länder 2.207 1.834 1.190 1.042 14 38 Summe 40.317 35.893 31.307 28.764 33 86 scroll Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen (I - II + III) Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 7.215 9.265 Laufende Dienstzeitaufwendungen 534 534 Zinsaufwendungen 715 679 Zinserträge - 580 - 523 Sonstiges 1 24 162 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne 692 851 Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind) - 2.601 107 Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 4.448 - 65 Auswirkungen der Vermögensobergrenze - 60 27 In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 1.787 69 Arbeitgeberbeiträge - 568 - 2.824 Beiträge begünstigter Arbeitnehmer - - Leistungszahlungen - 133 - 143 Zahlungen für Abgeltungen - - Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges - 8 12 Fremdwährungsumrechnungseffekte 56 - 15 Sonstige Überleitungspositionen - 652 - 2.970 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 9.042 7.215 Deutschland 7.811 6.182 USA 732 604 Vereinigtes Königreich - 682 -356 Schweiz 150 - 45 Übrige Länder 1.031 829 Summe 9.042 7.215 davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.896 7.684 davon Nettovermögenswerte (ausgewiesen im Posten Sonstige Vermögenswerte) 854 470 1 Enthielt nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen/-erträge, Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen sowie verpflichtungsbezogene Verwaltungsgebühren. In Zusammenhang mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergaben sich Nettozinsaufwendungen in Höhe von 148 (im Vj. 164) Mio. €. Die DBO verteilte sich auf Aktive zu 32 % (im Vj. 31 %), auf Ehemalige mit unverfallbaren Ansprüchen zu 14 % (im Vj. 14 %) und auf Pensionäre und Hinterbliebene zu 54 % (im Vj. 55 %). Die in den Neubewertungen enthaltenen versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste resultierten aus: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Veränderungen von demografischen Annahmen - 173 - 67 Veränderungen von finanziellen Annahmen 4.569 - 37 Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste 52 39 Summe 4.448 - 65 In den Neubewertungen des abgelaufenen Geschäftsjahrs war ein versicherungsmathematischer Gewinn in Höhe von 768 Mio. € aus der Veränderung finanzieller Annahmen in Zusammenhang mit Auszahlungsoptionen bei Eintritt in den Ruhestand in Deutschland enthalten. Versicherungsmathematische Annahmen Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz, der der versicherungsmathematischen Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag zugrunde lag, stellte sich wie folgt dar: scroll 30. Sep. 2019 2018 Abzinsungssatz 1,3 % 2,4 % EUR 0,8 % 2,0 % USD 3,1 % 4,2 % GBP 2,0 % 2,9 % CHF 0,2 % 1,1 % Die Bestimmung des Abzinsungssatzes basierte auf hochrangigen Unternehmensanleihen mit einem Emissionsvolumen von mehr als 100 Mio. (in der jeweiligen Währung) und einem AA-Rating (oder einem entsprechenden Rating) von mindestens einer der drei Ratingagenturen Moody's Investors Service, S & P Global Ratings oder Fitch Ratings. Die angewendeten Sterbetafeln waren: scroll Deutschland Siemens-spezifische Richttafeln (Siemens Bio 2017) USA Pri-2012 mit generationsabhängiger projektiver Skala der US Social Security Administration für langfristige demografische Annahmen Vereinigtes Königreich SAPS S2 (Standardsterblichkeitstafeln für selbstverwaltete Pläne mit Berücksichtigung künftiger Sterblichkeitsveränderungen) Schweiz BVG 2015 G Die in Deutschland verwendeten Sterbetafeln (Siemens Bio 2017) basieren im Wesentlichen auf Daten der deutschen Siemens-Population sowie in geringerem Umfang auf Daten des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, unter Verwendung eines Formelwerks, das den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik entspricht. Die Gehalts- und Rententrends für Länder, in denen diese Prämissen eine wesentliche Wirkung haben, sind aus nachfolgender Tabelle ersichtlich. Inflationswirkungen sind in den unten genannten Annahmen, soweit zutreffend, berücksichtigt. scroll 30. Sep. 2019 2018 Gehaltstrend Vereinigtes Königreich 3,5 % 3,7 % Schweiz 1,4 % 1,3 % Rententrend Deutschland 1,4 % 1,4 % Vereinigtes Königreich 2,8 % 3,0 % Sensitivitätsanalysen Eine Veränderung der oben genannten Annahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern: Veränderung der DBO durch einen halben Prozentpunkt scroll 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 (in Mio. €) Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang Abzinsungssatz - 2.410 2.740 - 2.068 2.307 Gehaltstrend 104 - 94 91 - 85 Rententrend 1.826 - 1.541 1.539 - 1.371 Die DBO würde sich infolge einer 10 %igen Senkung der Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten um 1.318 (im Vj. 1.031) Mio. € erhöhen. Unverändert zum Vorjahr basiert die Berechnung der Sensitivitäten auf derselben Methode, die für die Berechnung der Verbindlichkeiten aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angewendet wurde. Die Sensitivitäten spiegeln eine Veränderung der DBO nur für die jeweils geänderte Annahme wider. Asset-Liability-Matching-Strategien Das Unternehmen betrachtet als ein Hauptrisiko die Verschlechterung des Finanzierungsstatus aufgrund der ungünstigen Entwicklung des Planvermögens und/oder der leistungsorientierten Verpflichtungen als Folge sich verändernder Parameter. Aus diesem Grund setzt Siemens ein an den Versorgungsverpflichtungen ausgerichtetes Risikomanagementkonzept um (Asset Liability Matching). Die Risikosteuerung erfolgt auf Basis einer weltweit definierten Risikoobergrenze (Value at Risk). Das Konzept, die Risikoobergrenze sowie die Vermögensentwicklung, einschließlich der Investmentstrategie, werden kontinuierlich unter Beteiligung von führenden externen Experten überprüft und angepasst. Die Auswahl der unabhängigen Vermögensverwalter erfolgt auf Basis quantitativer sowie qualitativer Analysen, die deren Anlageerfolg und Risikoeinschätzung berücksichtigen. Derivate werden zur Risikoreduzierung als Teil des Risikomanagements genutzt. Aufgliederung des Planvermögens scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Aktien 3.910 4.300 Festverzinsliche Wertpapiere 16.292 13.938 Staatsanleihen 5.239 4.475 Unternehmensanleihen 11.053 9.463 Alternative Anlagen 4.181 3.985 Multi-Strategie-Fonds 3.259 2.853 Derivate 577 595 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 749 933 Sonstige Vermögenswerte 2.340 2.162 Summe 31.307 28.764 Nahezu alle Aktien hatten Preisnotierungen an einem aktiven Markt. Der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Wertpapiere basierte auf Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt wurden. Die festverzinslichen Wertpapiere werden an aktiven Märkten gehandelt, und fast alle festverzinslichen Wertpapiere haben ein Investment-Grade-Rating. Alternative Anlagen umfassen Anteile an Hedgefonds, Anlagen in Private Equity sowie Immobilien. Multi-Strategie-Fonds umfassen Absolute-Return- und Diversified-Growth-Fonds, die innerhalb eines Fonds in verschiedene Vermögensklassen investieren mit dem Ziel, die Vermögenserträge zu stabilisieren und Volatilität zu reduzieren. Derivate beinhalten überwiegend Finanzinstrumente zur Sicherung des Zins- und Inflationsrisikos. In den sonstigen Vermögenswerten war zum Ende des Geschäftsjahrs eine Rückdeckungsversicherung im Umfang von 1.344 (im Vj. 1.269) Mio. € enthalten. Künftige Zahlungsströme Die für das Geschäftsjahr 2020 erwarteten Arbeitgeberbeiträge zu den leistungsorientierten Plänen betragen 1.013 Mio. €. Zum Geschäftsjahresende wurden für die kommenden zehn Geschäftsjahre durchschnittlich jährliche Leistungszahlungen in Höhe von 1.862 (im Vj. 1.843) Mio. € erwartet. Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pläne von Siemens betrug 13 (im Vj. 12) Jahre. BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE UND STAATLICHE PLÄNE Die erfolgswirksam erfassten Beiträge zu beitragsorientierten Plänen beliefen sich auf 661 (im Vj. 643) Mio. €. Die Beiträge zu staatlichen Plänen betrugen 1.850 (im Vj. 1.748) Mio. €. ZIFFER 18 Rückstellungen scroll (in Mio. €) Gewährleistungen Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Sonstiges Summe Stand zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahrs 4.575 1.475 776 1.320 8.147 davon langfristig 2.390 575 762 489 4.216 Zugänge 1.621 449 3 468 2.541 Verbrauch - 1.060 - 502 - 8 - 346 - 1.915 Auflösungen - 1.131 - 159 - 239 - 262 - 1.791 Fremdwährungsumrechnung 53 29 3 16 101 Aufwendungen aus der Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes 35 2 163 3 202 Sonstige Veränderungen 206 - 180 2 82 110 Stand am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs 4.300 1.114 700 1.282 7.396 davon langfristig 2.107 425 687 494 3.714 Mit Ausnahme der Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen erwartet Siemens für die Mehrheit der Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten 15 Jahre zahlungswirksam werden. Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf veräußerte Produkte. Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken bildet Siemens für erwartete Verluste und Risiken aus nicht beendeten Fertigungsaufträgen, Verkaufs- sowie Leasingverträgen. Das Unternehmen hat bei bestimmten Posten des Sachanlagevermögens Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen. Diese stehen überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten (ausgewiesen unter Zentrale Posten in den Segmentinformationen) sowie mit Kosten für Rückbauverpflichtungen von Mietereinbauten am Ende der Mietzeit. Die Sanierungskosten ergaben sich auf Basis der geschätzten Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung des Standorts in Hanau (Werk Hanau), an dem Uran- und Mischoxidbrennelemente gefertigt wurden, sowie für ein nukleares Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Während im Geschäftsjahr 2017 die Entsorgung radioaktiven Abfalls gesetzlich teilweise neu geregelt wurde (Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung), ist Siemens von diesen Regelungen nicht abgedeckt und befolgt somit weiterhin die Vorschriften der zum 30. September 2019 geltenden Fassung des deutschen Atomgesetzes, nach denen der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Vor diesem Hintergrund arbeitete das Unternehmen folgenden Stufenplan für die Stilllegung der Werke in Hanau und Karlstein aus: Rückbau (beinhaltet Reinigung, Dekontamination und Demontage des technischen Geräts und der Anlagen, Dekontamination der Betriebsräume und Gebäude), Aufbereitung und Verpackung sowie Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls (einschließlich Transport zur Endlagerstätte). Außerdem sind begleitend kontinuierliche technische Studien geplant, ebenso die Entnahme von Proben des radioaktiven Materials unter der Aufsicht von Bundes- und Länderbehörden. Dekontamination und Demontage am Standort Karlstein wurden bis zum Ende des Kalenderjahrs 2018 abgeschlossen, wohingegen Abfallaufbereitung und Verpackung bis 2025 fortgesetzt werden sollen. Danach hat das Unternehmen für die Lagerung des radioaktiven Abfalls in einem Zwischenlager zu sorgen, bis dieser zu einem Endlager transportiert und abgegeben wird. In Bezug auf das Werk Hanau ist der Rückbau bereits vollständig abgeschlossen und die Zwischenlagerung eingerichtet. Am 21. September 2006 hat die Gesellschaft eine offizielle Benachrichtigung von den Behörden erhalten, dass das Werk Hanau von der Anwendung des deutschen Atomgesetzes befreit wurde und die weitere Nutzung unbeschränkt ist. Die genaue Höhe der Dekontaminationskosten wird letztlich davon abhängen, für welche Endlager sich die Bundesregierung entscheidet und wann diese zur Verfügung stehen werden. Verschiedene Parameter, die in Zusammenhang mit der Errichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall stehen, wurden im Hinblick auf das "Schacht Konrad" genannte Endlager festgelegt. Die Bewertung berücksichtigte Annahmen, die aktuelle und detaillierte Kostenschätzungen, Preissteigerungsraten sowie Abzinsungssätze widerspiegelten und laufende Zahlungsmittelabflüsse bis in die 2060er-Jahre für Rückbau, Zwischen- und Endlagerung beinhalteten. Die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse könnten sich wesentlich ändern, wenn der Zeitplan der Regierung, das Endlager "Schacht Konrad" fertigzustellen, durch politische Entwicklungen beeinträchtigt wird. Zur Abzinsung der Zahlungsmittelabflüsse verwendet das Unternehmen die zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die Rückstellung belief sich auf 630 (im Vj. 710) Mio. €. In der Summe enthalten waren Vorausleistungen an den Bund in Höhe von 95 (im Vj. 85) Mio. € für die Errichtung des Endlagers, die als geleistete Anzahlungen aktiviert wurden. Der Rückgang des Buchwerts ist vor allem auf neue Kostenschätzungen des Bundes und die Berücksichtigung des aktuellen Trends für die langfristige Inflationsrate zurückzuführen. Die Rückstellung wurde abzüglich eines Barwertabschlags von 103 (im Vj. 338) Mio. € ausgewiesen, der den erwarteten kontinuierlichen Zahlungsmittelabfluss bis in die 2060er-Jahre widerspiegelt. Die Position Sonstiges beinhaltete transaktionsbezogene Rückstellungen und Rückstellungen nach Transaktionsabschluss in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, soweit die dem jeweiligen Rechtsstreit zugrunde liegenden Risiken nicht bereits in der Projektbilanzierung berücksichtigt wurden. Die in dieser Position enthaltenen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betrugen 407 (im Vj. 375) Mio. €. ZIFFER 19 Eigenkapital Das Grundkapital der Siemens AG war, wie im Vorjahr, in 850 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) aufgeteilt, auf die ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil des Aktionärs am Gewinn nach Steuern der Gesellschaft. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte und Pflichten. Siemens kaufte 13.532.557 (im Vj. 13.248.262) Aktien zurück. 16.251.968 (im Vj. 7.777.923) eigene Anteile wurden übertragen. Zum Geschäftsjahresende betrug der Bestand an eigenen Anteilen 37.232.048 (im Vj. 39.951.459). Die Aufwendungen für die aktienbasierte Vergütung führten zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage um 294 (im Vj. 306) Mio. € (einschließlich nicht beherrschender Anteile). Zur Erfüllung aktienbasierter Zusagen wurden als eigene Anteile gehaltene Siemens-Aktien zu Anschaffungskosten von 188 (im Vj. 506) Mio. € an Mitarbeiter übertragen. Entsprechend verminderten sich die Kapitalrücklage sowie die Gewinnrücklagen um 132 (im Vj. 468) Mio. € beziehungsweise 56 (im Vj. 38) Mio. €. Die Siemens AG verfügte zum Geschäftsjahresende über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 600 (im Vj. 618,6) Mio. €, aus dem in Teilbeträgen aufgrund verschiedener befristeter Ermächtigungen bis zu 200 (im Vj. 206,2) Mio. auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben werden können. Darüber hinaus hatte die Siemens AG, unverändert zum Vorjahr, Bedingtes Kapital von nominal 1.080,6 Mio. € (360,2 Mio. Aktien). Damit können vor allem Wandelschuldverschreibungen oder Optionsscheine aus Optionsschuldverschreibungen bedient werden, die aufgrund verschiedener befristeter, von der Hauptversammlung beschlossener Ermächtigungen ausgegeben werden konnten beziehungsweise können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Dividende je Aktie von 3,80 (im Vj. 3,70) € ausgeschüttet. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen die Ausschüttung einer Dividende von 3,90 € je dividendenberechtigte Aktie vor. Dies entspricht einer erwarteten Gesamtzahlung von rund 3,2 Mrd. €. Die Zahlung der vorgeschlagenen Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 5. Februar 2020. Im November 2018 kündigte Siemens ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 3 Mrd. € an, das bis zum 15. November 2021 läuft. ZIFFER 20 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Ausschlaggebend für die Steuerung der Kapitalstruktur ist es, sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, strebt Siemens für das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) einen Wert von bis zu 1,0 an. Diese Verhältniszahl gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahre es annähernd dauert, bis die industrielle Nettoverschuldung durch Gewinne aus fortgeführten Aktivitäten getilgt werden kann; dabei bleiben Zinsen, Steuern und Abschreibungen außer Betracht. scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 6.034 5.057 Plus: Langfristige Finanzschulden 30.414 27.120 Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 12.391 - 11.066 Minus: Kurzfristige zinstragende Schuldinstrumente - 1.331 - 1.271 Nettoverschuldung 22.726 19.840 Minus: SFS-Finanzschulden 1 - 25.959 - 24.047 Plus: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.896 7.684 Plus: Kreditgarantien 447 389 Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges 2 - 706 - 319 Industrielle Nettoverschuldung 6.404 3.548 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 7.518 8.050 Plus/Minus: Zinserträge, Zinsaufwendungen und Sonstiges Finanzergebnis - 430 - 1.867 Plus: Abschreibungen und Wertminderungen 3.494 3.419 EBITDA 10.582 9.602 Industrielle Nettoverschuldung/EBITDA 0,6 0,4 1 Die Anpassungen berücksichtigen, dass sowohl Moody's als auch S&P SFS als konzerneigene Finanzierungsgesellschaft (Captive Finance Company) betrachten. Diese Ratingagenturen akzeptieren bei den konzerneigenen Finanzierungstochtergesellschaften im Rahmen der Festlegung von Kreditratings im Allgemeinen höhere Schuldenstände. Diesem Ansatz folgend wurden die SFS-Finanzschulden abgezogen, um eine industrielle Nettoverschuldung zu ermitteln, die nicht durch die Finanzierungsaktivitäten von SFS beeinflusst ist. 2 Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Nach IFRS werden Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), um Marktwertänderungen, hauptsächlich zinsinduziert, angepasst. Diese Anpassungen werden rückgängig gemacht, um zu einem Wert zu gelangen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Das Geschäft von SFS ist kapitalintensiv und finanziert sich in einem größeren Umfang als das Industriegeschäft durch Finanzschulden. scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Zugeordnetes Eigenkapital 2.864 2.630 SFS-Finanzschulden 25.959 24.047 Verschuldungsgrad 9,06 9,14 Das SFS zugeordnete Eigenkapital weicht vom Buchwert des Eigenkapitals ab, da die Zuordnung im Wesentlichen auf Basis der Risiken der zugrunde liegenden Geschäfte erfolgt. Das derzeitige Kreditrating des Unternehmens zeigt die folgende Tabelle: scroll 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 Moody's Investors Service S & P Global Ratings Moody's Investors Service S & P Global Ratings Langfristige Finanzschulden A1 A + A1 A+ Kurzfristige Finanzschulden P -1 A -1 + P -1 A -1 + ZIFFER 21 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Die folgende Tabelle weist den nicht abgezinsten maximalen Betrag aus, für den Siemens am Bilanzstichtag aus wesentlichen Arten von Garantien (einschließlich Bürgschaften) haftete: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Kreditgarantien/-bürgschaften 447 389 Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter 2.644 2.454 Sonstige Garantien/Bürgschaften - 200 3.090 3.043 Die Position Kreditgarantien/-bürgschaften zeigt, in welchem Umfang Siemens für Finanzverpflichtungen Dritter haftet. Dies betrifft in der Regel Fälle, in denen Siemens Lieferant und/oder Vertragspartner ist oder für Verpflichtungen von assoziierten Unternehmen haftet, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Darüber hinaus werden Kreditgarantien/-bürgschaften im Rahmen der Geschäftstätigkeit von SFS gewährt. Bei Kreditgarantien/-bürgschaften garantiert das Unternehmen im Allgemeinen, dass es im Fall der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner dessen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Die maximale Haftungssumme entspricht der Inanspruchnahme beziehungsweise der Restschuld des Kredits oder - im Fall von Kreditlinien, die in variabler Höhe in Anspruch genommen werden können - dem Betrag, der maximal in Anspruch genommen werden kann. Die Restlaufzeit dieser Garantien/Bürgschaften reichte bis zu 6 (im Vj. 7) Jahre. Für Kreditgarantien/-bürgschaften bestanden Sicherheiten, im Wesentlichen in Form von Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zum Geschäftsjahresende waren für Kreditgarantien/-bürgschaften Verbindlichkeiten in Höhe von 35 (im Vj. 35) Mio. € bilanziert. Außerdem garantiert Siemens die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen Dritter, hauptsächlich durch Anzahlungs- und Leistungserfüllungsgarantien/-bürgschaften im Rahmen von Konsortien. Kommt ein Konsortialpartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, wird Siemens bis zu einem vereinbarten Maximalbetrag in Anspruch genommen. Im Regelfall betragen die Laufzeiten dieser Haftungsverhältnisse bis zu zehn Jahre. Im Allgemeinen ergeben sich aus Konsortialverträgen entsprechende Rückgriffshaftungen zwischen den Konsortialpartnern. Für Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 3 (im Vj. 3) Mio. € bilanziert. Zusätzlich zu den in der obigen Tabelle aufgeführten bestanden weitere Garantien/Bürgschaften. Die maximale Inanspruchnahme, die sich aus diesen Verpflichtungen ergeben könnte, betrug - soweit sie nicht als unwahrscheinlich betrachtet wurde - insgesamt 413 (im Vj. 492) Mio. €. Enthalten sind dabei Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen und den Käufer vor potenziellen steuerlichen, rechtlichen und/oder anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen können. Für diese weiteren Verpflichtungen wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 146 (im Vj. 204) Mio. € bilanziert. Aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen bestanden folgende künftige Zahlungsverpflichtungen: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Innerhalb eines Jahres 887 839 Zwischen ein und fünf Jahren 1.767 1.588 Nach mehr als fünf Jahren 864 765 3.518 3.193 Die gesamten Mietaufwendungen beliefen sich auf 1.208 (im Vj. 1.249) Mio. €. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch und hat Eigenkapitaleinlageverpflichtungen als Gesellschafterin in Personenhandelsgesellschaften sowie im Rahmen von verschiedenen Konsortien. ZIFFER 22 Rechtsstreitigkeiten VERFAHREN AUS ODER IN ZUSAMMENHANG MIT BEHAUPTETEN VERTRAGSVERLETZUNGEN Im März 2019 hat ein brasilianisches Unternehmen in einem Verfahren in Zusammenhang mit der Errichtung eines 2016 fertiggestellten Kraftwerks in Brasilien Ansprüche auf Zahlung eines höheren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags in Landeswährung gegen ein Auftragnehmerkonsortium und jedes Mitglied des Konsortiums, unter anderem Siemens Ltda., Brasilien (Siemens Ltda.), geltend gemacht. Die Konsorten haften gesamtschuldnerisch, der Anteil von Siemens Ltda. am Konsortium beträgt weniger als 3 %. Das Konsortium und die Konsorten verteidigen sich gegen die Klage und machen ihrerseits Zahlungsansprüche in einem niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag in Landeswährung geltend. Im Juni 2019 erhob die Stadt Jackson, Mississippi in Zusammenhang mit einem Vertrag über die Erbringung von Effizienzverbesserungen eine Klage unter anderem gegen Siemens Industry, Inc. und Siemens Corporation, USA. Die Stadt änderte ihre Klage im November 2019 und macht nun Schadensersatz in Höhe von mehr als 450 Mio. US$ (rund 409 Mio. €) sowie weitere erhebliche, nicht näher spezifizierte künftige Verluste, Zinsen und Strafschadensersatz geltend. Siemens setzt sich gegen die Klage zur Wehr. VERFAHREN AUS ODER IN ZUSAMMENHANG MIT BEHAUPTETEN COMPLIANCE-VORWÜRFEN Wie berichtet, hat im Juli 2008 Hellenic Telecommunications Organization S. A. (OTE) in Deutschland vor dem Landgericht München eine Auskunftsklage gegenüber der Siemens AG mit dem Ziel erhoben, Siemens zu verurteilen, die Ergebnisse seiner internen Ermittlungen offenzulegen, soweit diese OTE betreffen. OTE begehrt Auskunft zu den Vorwürfen angeblicher unlauterer Einflussnahme und/oder Bestechung in Zusammenhang mit Aufträgen, die zwischen den Kalenderjahren 1992 und 2006 zwischen der Siemens AG und OTE abgeschlossen wurden. Ende Juli 2010 hat OTE die Klage erweitert und beantragt, die Siemens AG wegen angeblich an OTE-Mitarbeiter geleisteter Bestechungszahlungen zur Zahlung von Schadensersatz an OTE in Höhe von mindestens 57 Mio. € zu verurteilen. Im Oktober 2014 hat OTE die Schadensersatzforderung auf mindestens 68 Mio. € erhöht. Die Siemens AG setzt sich weiterhin gegen die erweiterte Klage zur Wehr. Wie berichtet, forderte die israelische Kartellbehörde im September 2011 Siemens zu einer rechtlichen Stellungnahme im Hinblick auf eine angebliche wettbewerbsbeschränkende Absprache zwischen April 1988 und April 2004 im Bereich gasisolierter Schaltanlagen auf. Im September 2013 veröffentlichte die israelische Kartellbehörde einen Grundlagenbescheid, wonach die Siemens AG an einer wettbewerbswidrigen Absprache betreffend den israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen zwischen 1988 und 2004 mit einer Unterbrechung von Oktober 1999 bis Februar 2002 teilgenommen habe. Das Unternehmen hat gegen diese Entscheidung im Mai 2014 Rechtsmittel eingelegt. Basierend auf dem vorerwähnten Grundlagenbescheid der israelischen Kartellbehörde haben im September 2013 zwei Stromverbrauchergruppen jeweils einen Antrag auf Zulassung einer Sammelklage wegen Kartellschadensersatz vor einem israelischen staatlichen Gericht gegen verschiedene Gesellschaften, unter anderem die Siemens AG, eingereicht. Eine der Sammelklagen wurde vom Gericht im Geschäftsjahr 2015 abgewiesen. Mit der anderen Sammelklage wird Ersatz für angebliche Schäden in Höhe von 2,8 Mrd. ILS (September 2019: rund 739 Mio. €) geltend gemacht. Darüber hinaus hat die Israel Electric Corporation (IEC) Ende Dezember 2013 eine eigenständige Schadensersatzklage gegen die Siemens AG und andere Gesellschaften, die angeblich ein Kartell am israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen gebildet hätten, in Höhe von 3,8 Mrd. ILS (September 2019: rund 997 Mio. €) vor einem israelischen staatlichen Gericht erhoben. Im Dezember 2018 wurde in diesen Verfahren ein Vergleich geschlossen, der noch einer Genehmigung bedarf. Wie berichtet, schloss im Mai 2013 Siemens Ltda., Brasilien (Siemens Ltda.), mit dem Administrative Council for Economic Defense (CADE) sowie weiteren beteiligten brasilianischen Behörden eine Kronzeugenvereinbarung im Hinblick auf mögliche Kartellrechtsverletzungen in Zusammenhang mit angeblichen wettbewerbswidrigen Unregelmäßigkeiten bei U-Bahn- und Nahverkehrszug-Projekten, an denen Siemens Ltda. und teilweise die Siemens AG sowie eine Reihe anderer Unternehmen als Auftragnehmer beteiligt waren. Im Juli 2019 hat CADE das formale Bußgeldverfahren abgeschlossen, das berichtete Fehlverhalten bestätigt und Siemens mit Blick auf seine Kooperation Immunität hinsichtlich Bußgeldern wegen dieser Verstöße gewährt. In Zusammenhang mit den oben genannten U-Bahn- und Nahverkehrszug-Projekten dauern Ermittlungen bei verschiedenen brasilianischen Behörden an, die angebliche Straftaten (Bestechungszahlungen, wettbewerbswidriges Verhalten, unzulässige Einflussnahme auf öffentliche Ausschreibungen) betreffen. Wie berichtet, wurde Siemens im März 2014 informiert, dass in Zusammenhang mit den oben genannten U-Bahn- und Nahverkehrszug-Projekten die Staatsanwaltschaft São Paulo bei Gericht beantragt hat, Strafprozesse gegen mehrere Personen, einschließlich aktueller und früherer Siemens-Mitarbeiter, wegen angeblicher Verstöße gegen brasilianisches Kartellrecht einzuleiten. Die Staatsanwaltschaft São Paulo betreibt die Verfahren weiter und hat, soweit die Eröffnung von Verfahren abgelehnt wurde, Berufung eingelegt. Wie berichtet, hat die Landesanwaltschaft (Ministério Público) São Paulo im Mai 2014 Klage gegen Siemens Ltda. sowie andere Unternehmen und verschiedene Personen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 2,5 Mrd. BRL (September 2019: rund 552 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Modernisierung von Zügen erhoben, die zwischen 2008 und 2011 geschlossen wurden. Im Januar 2015 hat das Bezirksgericht in São Paulo eine Klage des Staates São Paulo und von zwei Kunden gegen Siemens Ltda., die Siemens AG und andere Unternehmen und Personen auf Zahlung von Schadensersatz in unbezifferter Höhe zugelassen. Im März 2015 hat das Bezirksgericht São Paulo eine Klage der Landesanwaltschaft São Paulo gegen Siemens Ltda. und andere Unternehmen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 487 Mio. BRL (September 2019: rund 108 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Wartung von Zügen zugelassen, die 2000 und 2002 geschlossen wurden. Im September 2015 hat das Bezirksgericht São Paulo eine weitere Klage der Landesanwaltschaft São Paulo gegen Siemens Ltda. und andere Unternehmen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 918 Mio. BRL (September 2019: rund 203 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Wartung von Zügen zugelassen, die 2006 und 2007 geschlossen wurden. Siemens setzt sich gegen diese Klagen zur Wehr. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere wesentliche Schadensersatzansprüche von Kunden oder dem Staat gegenüber Siemens geltend gemacht werden. Wie berichtet, hat Siemens Ltda. im Juni 2015 einen Rechtsbehelf beim Obersten Gerichtshof gegen die Entscheidung einer Vorinstanz eingelegt, Siemens Ltda. für die Dauer von fünf Jahren von Ausschreibungen und Verträgen mit öffentlichen Auftraggebern in Brasilien auszuschließen. Die Entscheidung beruhte auf angeblichen Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen der brasilianischen Postbehörde in den Kalenderjahren 1999 und 2004. Im Februar 2018 wurde der Rechtsbehelf abgewiesen. Siemens Ltda. hat gegen die Entscheidung einen weiteren Rechtsbehelf eingelegt. Im Juni 2018 entschied das Gericht zugunsten von Siemens, dass die Entscheidung der vorherigen Instanz unwirksam ist. Siemens Ltda. ist derzeit nicht von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen. Im Februar 2018 hat die Bundesanwaltschaft (Ministério Público) Brasilia eine Klage auf Basis desselben Sachverhalts erhoben und darin im Wesentlichen den Ausschluss von Siemens Ltda. von öffentlichen Ausschreibungen für die Dauer von zehn Jahren gefordert. Siemens Ltda. setzt sich gegen die Klage zur Wehr. Wie berichtet, wurden angeblich vier Gasturbinen, die für ein Projekt in Taman, Russland, vorgesehen waren und von OOO Siemens Gas Turbines Technologies (SGTT) im Sommer 2016 an ihren Kunden OAO VO TechnoPromExport ausgeliefert wurden, unter Verletzung vertraglicher Vorschriften mit SGTT auf die Krim, die Sanktionen unterliegt, verbracht. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat ein Strafverfahren gegen Siemens-Mitarbeiter wegen des Vorwurfs von Verstößen gegen das deutsche Außenwirtschaftsgesetz eingeleitet. Siemens kooperiert mit den Behörden. Siemens ist in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass Siemens die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen für Siemens ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Zu Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37, Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen, geforderte Angaben nicht gemacht, sofern das Unternehmen zu dem Schluss kommt, dass diese Angaben das Ergebnis des Falls ernsthaft beeinträchtigen können. ZIFFER 23 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 Darlehen, Forderungen und andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente 1 45.467 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12.391 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 798 Finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) 2 2.626 Eigenkapitalinstrumente, erfolgsneutral bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) 1 513 Finanzielle Vermögenswerte 61.797 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 3 49.315 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 4 889 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 4 384 Finanzielle Verbindlichkeiten 50.587 1 Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von gesondert ausgewiesenen Eigenkapitalinstrumenten von 890 Mio. € (in Sonstige finanzielle Vermögenswerte, davon 513 Mio. € zu FVOCI), derivativen Finanzinstrumenten von 3.014 Mio. € (davon 2.239 Mio. € in Sonstige finanzielle Vermögenswerte) sowie Schuldinstrumenten, bewertet zu FVTPL, von 34 Mio. € (in Sonstige finanzielle Vermögenswerte). Beinhaltete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 16.928 Mio. €, davon 889 Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten. 2 Erfasst in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte. 3 Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, Langfristige Finanzschulden sowie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme von gesondert ausgewiesenen derivativen Finanzinstrumenten von 1.273 Mio. €. 4 Erfasst in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte sind nicht vergleichbar, da sie nach IAS 39 ermittelt wurden: scroll (in Mio. €) 30. Sep. 2018 Darlehen und Forderungen 1 41.773 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.066 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 267 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1.615 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2 2.001 Finanzielle Vermögenswerte 56.722 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 3 44.325 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 4 567 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 4 171 Finanzielle Verbindlichkeiten 45.063 1 Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 715 Mio. € und derivativen Finanzinstrumenten von 1.882 Mio. €, die gesondert ausgewiesen wurden. Beinhaltete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 16.044 Mio. €, davon 810 Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten. 2 Beinhaltete zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig ermittelt werden konnten und die daher zu Anschaffungskosten bewertet wurden. 3 Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, Langfristige Finanzschulden sowie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten von 738 Mio. €, die gesondert ausgewiesen wurden. 4 Erfasst in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthielten 142 (im Vj. 200) Mio. €, die Siemens vor allem aufgrund von Mindestreserveverpflichtungen gegenüber Banken nicht zur Verfügung standen. Der Buchwert von finanziellen Vermögenswerten, die Siemens als Sicherheit gestellt hat, betrug 127 (im Vj. 126) Mio. €. Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet wurden und deren Buchwerte nicht annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen: scroll 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 (in Mio. €) Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Anleihen und Schuldverschreibungen 34.758 33.205 28.383 28.352 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden 3.138 3.137 3.705 3.716 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 176 106 166 110 Das Unternehmen bewertet festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten, einschließlich der Forderungen aus Finanzierungsleasing, auf der Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze, spezifischer Länderrisiken, der individuellen Bonität der Kunden und der Risikostruktur des finanzierten Projekts. Auf Grundlage dieser Bewertung erfasst Siemens Wertberichtigungen auf diese Forderungen. Der beizulegende Zeitwert von Anleihen und Schuldverschreibungen basiert auf Preisen zum Bilanzstichtag, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden (Level 2). Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt Siemens durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzschulden mit vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten aktuell geltenden Zinsen (Level 2). Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Hierarchieleveln von beizulegenden Zeitwerten: scroll 30. Sep. 2019 (in Mio. €) Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert 8 3.221 709 3.938 Eigenkapitalinstrumente, bewertet zu FVTPL 7 206 164 377 Eigenkapitalinstrumente, bewertet zu FVOCI 1 1 511 513 Schuldinstrumente, bewertet zu FVTPL - - 34 34 Derivative Finanzinstrumente - 3.014 - 3.014 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) - 2.215 - 2.215 In Verbindung mit Fair Value Hedges - 457 - 457 In Verbindung mit Cashflow Hedges - 342 - 342 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert - Derivative Finanzinstrumente - 1.273 - 1.273 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) - 889 - 889 In Verbindung mit Cashflow Hedges - 384 - 384 scroll 30. Sep. 2018 (in Mio. €) Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert nach IAS 39 6 3.259 327 3.592 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Eigenkapitalinstrumente 6 165 253 425 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Schuldinstrumente - 1.270 15 1.286 Derivative Finanzinstrumente - 1.823 58 1.882 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) - 1.556 58 1.615 In Verbindung mit Fair Value Hedges - 22 - 22 In Verbindung mit Cashflow Hedges - 245 - 245 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert nach IAS 39 - Derivative Finanzinstrumente - 738 - 738 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) - 567 - 567 In Verbindung mit Cashflow Hedges - 165 - 165 Der beizulegende Zeitwert der auf einem aktiven Markt notierten Eigenkapitalinstrumente basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert von Schuldinstrumenten basiert entweder auf Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden, oder wird durch Abzinsung künftiger Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinssätzen ermittelt. Siemens ermittelt die beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente je nach Art des Instruments. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten ergibt sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts unter Einsatz aktueller Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven. Zins-Futures werden mit ihrem Kurswert bewertet, sofern ein solcher vorhanden ist. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Optionen bewertet Siemens grundsätzlich mit ihrem Kurswert oder auf Basis von Optionspreismodellen. Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (zum Beispiel schwebende Geschäfte und geplante Transaktionen) bleiben unberücksichtigt. Das Unternehmen begrenzt die Ausfallrisiken aus derivativen Finanzinstrumenten, indem es grundsätzlich Transaktionen mit Finanzinstituten abwickelt, die mindestens ein Investment-Grade-Rating haben. Das Kreditrisiko wird über eine Bewertungsanpassung, basierend auf dem Nettorisiko von Siemens gegenüber dem jeweiligen Vertragspartner, berücksichtigt. Die finanziellen Vermögenswerte des Levels 3 erhöhten sich, da vorher zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalinstrumente mit der Erstanwendung von IFRS 9 zum 1. Oktober 2018 in die Kategorie zum beizulegenden Zeitwert bewertet umklassifiziert wurden. Darüber hinaus enthielten die finanziellen Vermögenswerte des Levels 3 Wagniskapitalbeteiligungen von 291 Mio. €, die von Siemens Venture-Capital-Einheit Next47 gehalten wurden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beliefen sich die Neuinvestitionen und Beteiligungserwerbe auf 153 Mio. €. Das größte Eigenkapitalinstrument in Level 3 der Hierarchielevel von beizulegenden Zeitwerten war eine Beteiligung an einem Offshore-Windpark. Das Unternehmen entschied sich, die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral zu erfassen, da dies aufgrund der Besonderheiten der Beteiligung als maßgeblich erachtet wurde. Der beizulegende Zeitwert zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs von 228 Mio. € wurde auf Basis einer Discounted-Cashflow-Bewertung ermittelt. Bei dem bedeutsamsten nicht beobachtbaren Inputfaktor für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts handelt es sich um die Cashflow-Planung, die vor allem auf den künftigen Einnahmen aus der Energieerzeugung basiert. Diese Einnahmen sind grundsätzlich von künftigen Marktentwicklungen abhängig und somit Preisvolatilität ausgesetzt. Da ein geschlossener langfristiger Energieabnahmevertrag die Preisvolatilität reduziert, sind wesentliche Änderungen der Cashflow-Planung unwahrscheinlich, und demzufolge werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erwartet. Die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten betrugen: scroll (in Mio. €) Geschäftsjahr 2019 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33 Darlehen, Forderungen und andere zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schuldinstrumente - 97 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten - 1.383 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zu FVTPL 465 Die Beträge beinhalten Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Realisierung sowie aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Nettogewinne/-verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, bewertet zu FVTPL, enthielten Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten (einschließlich Zinserträge und -aufwendungen), für die die Regelungen zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nicht angewendet wurden, sowie Dividendenerträge aus Eigenkapitalinstrumenten, bewertet zu FVTPL. Die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten des Vorjahrs sind nicht vergleichbar, da sie nach IAS 39 ermittelt wurden: scroll (in Mio. €) Geschäftsjahr 2018 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 5 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.590 Darlehen und Forderungen 169 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten - 441 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 591 Die Zinserträge und -aufwendungen beinhalteten die folgenden Zinsen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten 1.583 1.454 Zinsaufwendungen auf finanzielle Verbindlichkeiten - 973 -946 WERTBERICHTIGUNGEN FÜR ERWARTETE KREDITVERLUSTE scroll Darlehen, Forderungen und andere Schuldinstrumente, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Darlehen und andere Schuldinstrumente, entsprechend der allgemeinen Vorgehensweise (in Mio. €) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 48 11 64 Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum 13 3 26 Ausbuchung von Forderungen k.A. k.A. - 39 Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen k.A. k.A. 2 Fremdwährungsumrechnungseffekte und andere Veränderungen - 6 - 2 14 Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten - - - Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahrs 54 12 68 scroll Darlehen, Forderungen und andere Schuldinstrumente, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Schuldinstrumente, entsprechend der vereinfachten Vorgehensweise (in Mio. €) Vertragsvermögenswerte Forderungen aus Finanzierungsleasing Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 877 160 211 Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum 136 32 36 Ausbuchung von Forderungen - 105 - - 72 Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen 7 - 2 Fremdwährungsumrechnungseffekte und andere Veränderungen - 25 6 7 Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten - - - Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahrs 891 198 184 Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente wird in den Posten Umsatzkosten, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie Sonstiges Finanzergebnis ausgewiesen. Der Nettoaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 267 Mio. €; darin enthalten waren 20 Mio. € aus Kreditzusagen und -garantien. Ein Wertminderungsaufwand von 113 Mio. € entfiel größtenteils auf das Geschäft von SFS; er wurde im Posten Sonstiges Finanzergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr entwickelten sich die Wertberichtigungen auf kurz- und langfristige Forderungen nach dem Modell der eingetretenen Verluste (Incurred Loss Model) des IAS 39 wie folgt: scroll (in Mio. €) Geschäftsjahr 2018 Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.210 Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum 198 Ausbuchung von Forderungen - 217 Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen 25 Fremdwährungsumrechnungseffekte - 141 Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten - 64 Wertberichtigungen am Ende des Geschäftsjahrs 1.012 SALDIERUNGEN Siemens schließt Globalaufrechnungs- und ähnliche Verträge für derivative Finanzinstrumente ab. Die folgende Tabelle zeigt die potenziellen Auswirkungen von Aufrechnungsvereinbarungen: scroll Finanzielle Vermögenswerte 30. Sep. Finanzielle Verbindlichkeiten 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 Bruttobeträge 2.575 1.610 1.056 664 Beträge, die in der Konzernbilanz saldiert wurden 7 3 7 3 Nettobeträge in der Konzernbilanz 2.568 1.606 1.049 661 Zugehörige Beträge, die nicht in der Konzernbilanz saldiert wurden 835 550 658 457 Nettobeträge 1.733 1.057 391 204 ZIFFER 24 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsaktivitäten Derivative Finanzinstrumente werden abgeschlossen, um Fremdwährungs- und Zinsrisiken in einem 1:1-Sicherungsverhältnis so abzusichern, dass die wesentlichen Charakteristika, wie zum Beispiel Nominalbetrag und Laufzeit, denen des Grundgeschäfts entsprechen (Critical Term Match). Dies stellt sicher, dass die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem Grundgeschäft die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung ermöglicht. Die Nominalbeträge der Sicherungsinstrumente nach Restlaufzeit stellten sich wie folgt dar: scroll 30. Sep. 2019 (in Mio. €) Bis zu 12 Monate Mehr als 12 Monate Devisentermingeschäfte 7.803 8.248 Zinsswaps - 7.842 davon in Cashflow Hedges einbezogen - 1.195 davon in Fair Value Hedges einbezogen - 6.647 Die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Arten derivativer Finanzinstrumente, die als finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte beziehungsweise Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten berichtet werden, waren wie folgt: scroll 30. Sep. 2019 30. Sep. 2018 (in Mio. €) Aktiva Passiva Aktiva Passiva Devisentermingeschäfte 942 792 717 548 davon in Cashflow Hedges einbezogen 341 340 213 161 Zinsswaps und kombinierte Zins-Währungsswaps 1.639 248 888 71 davon in Cashflow Hedges einbezogen - 42 30 - davon in Fair Value Hedges einbezogen 457 - 22 6 Sonstige (eingebettete Derivate, Optionen, Rohstoffswaps) 434 233 277 119 3.014 1.273 1.882 738 Die sonstigen Bestandteile des Eigenkapitals (nach Steuern) in Bezug auf Cashflow Hedges entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt: scroll Zinssicherungen Fremdwährungssicherungen (in Mio. €) Cashflow Hedgerücklage Cashflow Hedgerücklage Sicherungskosten Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 35 72 - Im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasste Sicherungsgewinne/-verluste - 42 - 223 19 Erfolgswirksame Umgliederungen - 4 94 - 16 Stand am Ende des Geschäftsjahrs - 10 - 57 3 davon Cashflow Hedgerücklage beendeter Sicherungsbeziehungen - 16 - Erfolgswirksame Umgliederungen in Zusammenhang mit Zinssicherungen und nicht operativ bedingten Fremdwährungssicherungen werden im Posten Sonstiges Finanzergebnis ausgewiesen. Umgliederungen in Verbindung mit Fremdwährungssicherungen, die für operative Geschäftszwecke abgeschlossen wurden, sind in den Funktionskosten enthalten. Die Sicherungskosten entsprechen dem Terminelement von Termingeschäften, die nicht für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung bestimmt wurden, und werden linear als Zinsaufwendungen erfasst, da das Grundgeschäft zeitraumbezogen ist. FREMDWÄHRUNGSRISIKOMANAGEMENT Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Unternehmen sichert Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, Finanzschulden sowie schwebenden Geschäften und geplanten Transaktionen resultieren, vorwiegend durch einen konzernweiten Portfolioansatz ab. Dieser besteht darin, die konzernweiten Risiken zentral zu bündeln und durch den Einsatz verschiedener derivativer Finanzinstrumente - vor allem Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und -optionen - zu minimieren. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting). Siemens bilanziert auch Währungsderivate, die in bestimmte Kauf- und Verkaufsverträge eingebettet sind. Cashflow Hedges Die operativen Einheiten des Unternehmens wenden für bestimmte wesentliche, in Fremdwährung lautende geplante Transaktionen und schwebende Geschäfte Hedge Accounting an. Siemens setzt in erster Linie Devisentermingeschäfte ein, um das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Käufen und Verkäufen sowie schwebenden Geschäften zu vermindern. Dieses Risiko resultiert vor allem aus auf US-Dollar lautenden langfristigen Verträgen, zum Beispiel im Projekt- und im Standardproduktgeschäft der operativen Einheiten von Siemens. Das Risiko ist gegen den Euro mit einem durchschnittlichen Kurs von 1,1972 €/US$ (Terminkäufe von US$) beziehungsweise 1,2547 €/US$ (Terminverkäufe von US$) abgesichert. Die Sicherungsgeschäfte hatten eine durchschnittliche Laufzeit bis 2020 für Terminkäufe von US-Dollars beziehungsweise bis 2024 für Terminverkäufe von US-Dollars. ZINSRISIKOMANAGEMENT Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Zinsrisikomanagement des Konzerns, ausgenommen die Geschäfte von SFS und SGRE, nutzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines portfoliobasierten Ansatzes zur aktiven Steuerung des Zinsrisikos unter Zugrundelegung eines Orientierungswerts (Benchmark). Das Zinsrisikomanagement für die Geschäfte von SFS und SGRE erfolgt weiterhin als separater Portfolioansatz unter Berücksichtigung der Zinsstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Keiner der beiden Ansätze erfüllt die Voraussetzungen für eine Anwendung der Regelungen zum Hedge Accounting. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus Zinsswaps wurde als Zinsaufwendungen im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst. Cashflow Hedges für variabel verzinsliche kurzfristige Schuldverschreibungen (Commercial Paper) Siemens wendet Cashflow Hedge Accounting für ein revolvierendes Portfolio variabel verzinslicher kurzfristiger Schuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen von 700 Mio. US$ an. Dabei zahlt das Unternehmen einen festen und erhält einen variablen Zinssatz. Dadurch werden künftige Veränderungen der Zinszahlungen auf die zugrunde liegenden variabel verzinslichen kurzfristigen Schuldverschreibungen ausgeglichen. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen wurde in den Zinsaufwendungen erfasst. Das Unternehmen erhielt im abgelaufenen Geschäftsjahr aus Zinsswaps variable Zinszahlungen von durchschnittlich 2,11 % (im Vj. 2,37 %) und zahlte feste Zinszahlungen von durchschnittlich 1,95 % (im Vj. 1,95 %). Fair Value Hedges für festverzinsliche Finanzschulden Auf Grundlage der bestehenden Zinsswap-Kontrakte zahlte das Unternehmen, wie im Vorjahr, einen variablen Zinssatz auf einen Kapitalbetrag und erhielt im Gegenzug dafür Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes auf denselben Betrag. Diese Zinsswaps gleichen künftige Veränderungen der als abgesichertes Risiko dokumentierten Zinssätze auf den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschulden aus. Buchwerte von 7.050 (im Vj. 1.320) Mio. € von festverzinslichen Finanzschulden (ausgewiesen im Posten Langfristige Finanzschulden) wurden im Rahmen von Fair Value Hedges abgesichert, einschließlich kumulierter Buchwertanpassungen in Höhe von 416 (im Vj. 10) Mio. €. Nicht amortisierte Buchwertanpassungen von 281 (im Vj. 307) Mio. € entfielen auf Grundgeschäfte, für die keine bilanzielle Sicherungsbeziehung mehr besteht; sie werden über die Restlaufzeit der bis 2042 auslaufenden Grundgeschäfte amortisiert. Buchwertanpassungen auf Finanzschulden in Höhe von 405 (im Vj. 29) Mio. € wurden im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst; die zugehörigen Zinsswaps führten zu einem Verlust von 417 (im Vj. 27) Mio. €. Der Zinsswap-Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen wurde in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der bestehenden Zinsswaps zahlte Siemens einen variablen Zinssatz von durchschnittlich 0,825 % (im Vj. 1,4 %) und erhielt einen durchschnittlichen Festzinssatz von 1,523 % (im Vj. 2,3 %). Der abgesicherte Nominalbetrag der Finanzschulden betrug 6.664 (im Vj. 1.314) Mio. €. Damit wurden 22 % (im Vj. 5 %) des Bestands an Anleihen und Schuldverschreibungen des Unternehmens von festverzinslich auf variabel verzinslich getauscht. Die Zinsswap-Kontrakte werden zu unterschiedlichen Terminen fällig, da sie auf die Laufzeiten der abgesicherten Positionen abgestimmt sind. Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps, die Finanzschulden absicherten, betrug netto, das heißt ohne Berücksichtigung abgegrenzter Zinsen, 428 (im Vj. 17) Mio. €. ZIFFER 25 Management von finanziellen Risiken Zunehmende Marktpreisschwankungen können für Siemens zu signifikanten Ergebnisrisiken und Zahlungsstromvolatilitätsrisiken führen. Insbesondere Änderungen der Wechselkurse und der Zinssätze beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten des Unternehmens. Um die Allokation der finanziellen Ressourcen über die Siemens-Segmente und -Einheiten hinweg zu optimieren und seine Ziele zu erreichen, identifiziert, analysiert und steuert Siemens die hiermit verbundenen Marktpreisrisiken. Das Unternehmen versucht, diese Risiken in erster Linie im Rahmen der laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten zu steuern und zu überwachen, und setzt - sofern zweckmäßig - derivative Finanzinstrumente ein. Für die Quantifizierung von Marktpreisrisiken hat Siemens das Konzept des "Value at Risk" (VaR) implementiert, das auch für die interne Steuerung der Aktivitäten der Konzern-Treasury verwendet wird. Die VaR-Werte werden auf Basis der historischen Volatilitäten und Korrelationen verschiedener Risikofaktoren, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie eines Konfidenzniveaus von 99,5 % berechnet. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder die Konzern-Gesamtergebnisrechnung können infolge grundlegender konzeptioneller Unterschiede von den ermittelten VaR-Werten deutlich abweichen. Während die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach den IFRS erstellt werden, basieren die VaR-Werte auf einem Modell, das aus einer rein finanzwirtschaftlichen Perspektive einen möglichen finanzwirtschaftlichen Verlust errechnet, der bei einer Haltedauer von zehn Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 % nicht überschritten wird. Obwohl der VaR ein bedeutendes Konzept zur Messung von Marktpreisrisiken ist, können die Modellannahmen zu Einschränkungen führen. Dazu gehören: Eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt, dass es möglich ist, die zugrunde liegenden Positionen innerhalb dieser Periode zu veräußern. Dies kann sich in anhaltenden Phasen von illiquiden Märkten als unrichtig erweisen. Ein Konfidenzniveau von 99,5 % bedeutet, dass mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 0,5 % Verluste eintreten, die den berechneten VaR übersteigen. Bei der Verwendung von historischen Daten als Basis für die Abschätzung des statistischen Verhaltens der relevanten Märkte und letztlich der Quantifizierung der möglichen Bandbreite der künftigen Ergebnisse auf Basis dieses statistischen Verhaltens besteht die Möglichkeit, dass nicht alle möglichen Entwicklungen abgedeckt sind. Dies gilt im Besonderen für das Auftreten außergewöhnlicher Ereignisse. Marktsensitive Instrumente - einschließlich der Anlagen in Aktien und zinstragende Investments -, die in Zusammenhang mit den Pensionsplänen des Unternehmens stehen, sind nicht Gegenstand der folgenden quantitativen und qualitativen Angaben. FREMDWÄHRUNGSRISIKO Transaktionsrisiko Jede Siemens-Einheit ist Risiken in Zusammenhang mit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme in Fremdwährungen resultieren, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Siemens-Einheit entsprechen. Siemens-Einheiten sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro ausgesetzt. Das Fremdwährungsrisiko wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in den entsprechenden Fremdwährungen beschafft werden und dass in den lokalen Märkten produziert wird beziehungsweise andere Leistungen entlang der Wertschöpfungskette erbracht werden. Den operativen Einheiten ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen der operativen Einheiten werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Die Siemens-Einheiten sind gemäß der Unternehmenspolitik verantwortlich für die Erfassung, Bewertung und Überwachung ihrer transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken. Die Nettofremdwährungsposition der Siemens-Einheiten dient als zentrale Steuerungsgröße und ist in einer Bandbreite von mindestens 75 %, aber nicht mehr als 100 % abzusichern. Die operativen Einheiten schließen dazu in der Regel ihre Sicherungstransaktionen intern mit der Konzern-Treasury ab, die wiederum, im Rahmen eines kostenoptimierenden Portfolioansatzes, die Fremdwährungsrisiken mit externen Handelspartnern sichert und begrenzt. Der VaR für Fremdwährungsrisiken betrug 79 (im Vj. 103) Mio. €. Er wurde ermittelt unter Berücksichtigung von Positionen der Konzernbilanz, der schwebenden Geschäfte in Fremdwährung sowie der Zahlungsströme in Fremdwährung, die sich aus geplanten Transaktionen der folgenden zwölf Monate ergeben. Der Rückgang des VaR resultierte im Wesentlichen aus einer niedrigeren Nettofremdwährungsposition nach Sicherungstransaktionen und einer niedrigeren Volatilität bei der Wechselkursparität zwischen US-Dollar und Euro. Translationsrisiko Viele Siemens-Einheiten befinden sich außerhalb der Eurozone. Da die Berichtswährung bei Siemens der Euro ist, rechnet das Unternehmen für die Erstellung des Konzernabschlusses die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro um. Zur Berücksichtigung der translationsbezogenen Fremdwährungsrisiken im Risikomanagement wird generell unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung von Nettovermögenspositionen in Euro werden im Posten Eigenkapital des Konzernabschlusses von Siemens erfasst. ZINSRISIKO Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert von künftigen Zahlungsmittelflüssen eines Finanzinstruments aufgrund von Veränderungen des Marktzinssatzes schwankt. Das Risiko tritt immer dann auf, wenn sich die Zinskonditionen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten unterscheiden. Die Konzern-Treasury führt unter Verwendung fixer oder variabler Zinsen aus Anleiheemissionen und unter Einsatz derivativer Finanzinstrumente ein umfassendes konzernweites Zinsrisikomanagement mit dem Ziel durch, das Zinsrisiko, die Zinserträge und die Zinsaufwendungen des Unternehmens zu steuern. Das Zinsrisiko des Konzerns, mit Ausnahme der Geschäfte von SFS und SGRE, wird vermindert durch die aktive Steuerung des Zinsrisikos im Verhältnis zu einem Benchmark. Das Zinsrisiko aus den Geschäften von SFS und SGRE wird - unter Berücksichtigung der Laufzeitstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - getrennt gesteuert. Das Zinsrisiko von Siemens resultiert in erster Linie aus der Finanzierung in US-Dollar, britischen Pfund und Euro. Soweit länderspezifische Regelungen dem nicht entgegenstehen, stellt die Konzern-Treasury konzernweit die erforderlichen Finanzierungsmittel in Form von Darlehen oder über konzerninterne Verrechnungskonten zur Verfügung. Das gleiche Konzept wird auf Einlagen aus den Zahlungsmitteln angewendet, die die operativen Einheiten erwirtschaften. Der VaR aus dem Zinsrisiko betrug 722 (im Vj. 191) Mio. €. Ausschlaggebend für den Anstieg waren im Wesentlichen eine höhere Zinsvolatilität, insbesondere im US-Dollar-Bereich, sowie eine Erhöhung der Zinssensitivität im Euro-Bereich, in Verbindung mit den im September 2019 emittierten Schuldverschreibungen in Höhe von 3,5 Mrd. €. LIQUIDITÄTSRISIKO Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht darin, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Siemens folgt einer wohlüberlegten Finanzierungspolitik, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Siemens begrenzt das Liquiditätsrisiko durch die Umsetzung einer effektiven Steuerung des Nettoumlaufvermögens und der Zahlungsmittel, durch vereinbarte Kreditlinien bei Finanzinstituten mit hohem Rating, durch ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen sowie durch ein globales Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen in mehreren Währungen. Das Liquiditätsrisiko kann ebenfalls durch die Siemens Bank GmbH gemindert werden, die die Flexibilität von Siemens bei Geldanlagen und Refinanzierungen erhöht. Ergänzend verfolgt Siemens kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten und beobachtet, wie sich Verfügbarkeit und Kosten der Finanzierungsmöglichkeiten entwickeln. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, die finanzielle Flexibilität von Siemens zu sichern und Rückzahlungsrisiken zu begrenzen. Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgung, Rückzahlungen und Zinsen. Die dargestellten erwarteten, nicht diskontierten Nettozahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wurden einzeln für jeden Zahlungszeitpunkt eines Finanzinstruments ermittelt und basieren auf dem frühestmöglichen Zeitpunkt, an dem eine Zahlung von Siemens verlangt werden kann. Den Mittelabflüssen für finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) ohne festen Betrag oder Zeitraum liegen die Konditionen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs zugrunde. scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2020 2021 2022 bis 2024 2025 und danach Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen und Schuldverschreibungen 4.789 4.323 8.863 22.799 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.263 99 1.019 7 Übrige Finanzschulden 806 8 62 3 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 23 20 35 103 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.388 17 3 2 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.047 130 183 39 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 741 180 207 206 Kreditgarantien/-bürgschaften 1 447 - - - Unwiderrufliche Kreditzusagen 2 2.747 220 121 2 1 Basierend auf den maximalen Beträgen, für die Siemens im Falle der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner in Anspruch genommen werden kann. 2 Ein beträchtlicher Anteil resultiert aus vermögenswertbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichende Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden. KREDITRISIKO Das Kreditrisiko ist definiert als ein unerwarteter Verlust bei Finanzinstrumenten, wenn der Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht vollständig und bei Fälligkeit nachkommt oder wenn Sicherheiten an Wert verlieren. Siemens stellt seinen Kunden, insbesondere in Zusammenhang mit Großprojekten, direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedensten Ausprägungen zur Verfügung. Die sich hieraus ergebenden Kreditrisiken werden durch die Bonität des Schuldners, die Werthaltigkeit der Kreditsicherheiten, den Erfolg der Projekte, in die Siemens investiert hat, und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestimmt. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken durch Kreditprüfungen und -ratings ist eine Kernkompetenz des Risikomanagementsystems. Siemens hat in diesem Zusammenhang verbindliche Kreditrisikogrundsätze implementiert. Siemens unterhält eine Kreditrisikoeinheit, an die zahlreiche operative Einheiten des Siemens-Konzerns regelmäßig ihre Geschäftspartnerdaten als Grundlage eines zentralisierten Prozesses für Ratings und Kreditlimitempfehlungen liefern. Durch die Identifizierung, Quantifizierung und aktive Verwaltung des Kreditrisikos erhöht dies die Transparenz der Kreditrisiken. Ratings sowie individuell festgelegte Kreditlimite basieren auf allgemein anerkannten Ratingmethoden, unter Verwendung von Informationen von Kunden, externen Ratingagenturen und Informationsdienstleistungsunternehmen, sowie auf den Erfahrungen von Siemens hinsichtlich Forderungsausfällen. Interne Ratings berücksichtigen entsprechende zukunftsgerichtete Informationen, die für das spezifische Finanzinstrument relevant sind, wie erwartete Veränderungen der finanziellen Lage des Schuldners, der Gesellschafterstruktur, der Geschäftsführung oder der operativen Risiken, sowie breitere zukunftsgerichtete Informationen, wie erwartete makroökonomische sowie branchen- und wettbewerbsbezogene Entwicklungen. Die Ratings berücksichtigen ebenso eine länderspezifische Risikokomponente, die aus externen Länderratings abgeleitet wird. Die Ratings und Limite für Kreditinstitute sowie öffentliche und private Auftraggeber beziehungsweise Kunden von Siemens - die von internen Spezialisten für Risikobewertung ermittelt werden - werden laufend aktualisiert und bei der Anlage von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie der Festlegung der Konditionen für direkte oder indirekte Kundenfinanzierungen berücksichtigt. Eine Forderung gilt als ausgefallen, wenn der Schuldner nicht bereit oder nicht fähig ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Eine Reihe intern definierter Anlässe löst ein Ausfallrating aus, beispielsweise die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, Forderungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen oder ein Ausfallrating einer externen Ratingagentur. Für die Analyse und Überwachung des Kreditrisikos wendet die Gesellschaft verschiedene Systeme und Prozesse an. Ein Hauptelement ist eine zentrale IT-Anwendung, die die Daten operativer Einheiten zusammen mit den Rating- und Ausfallinformationen verarbeitet. Daraus ergibt sich eine Schätzung, die als Basis für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen für Ausfallrisiken genutzt werden kann. Darüber hinaus werden auch qualitative Informationen herangezogen, insbesondere um aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen. Der maximale Risikobetrag für finanzielle Vermögenswerte, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, entspricht ihrem Buchwert. Sicherheiten verringern die zu bildende Wertberichtigung in dem Maße, wie sie tatsächlich das Kreditrisiko reduzieren. Sie müssen spezifisch, identifizierbar und juristisch verwertbar sein, um berücksichtigt zu werden. Diese Sicherheiten werden überwiegend im Portfolio von SFS gehalten. Der Wert der Sicherheiten - in Form von Aufrechnungsvereinbarungen bei Derivaten für den Fall der Insolvenz des entsprechenden Vertragspartners - für finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, betrug 835 (im Vj. 550) Mio. €. Sicherheiten für wertgeminderte Forderungen aus Finanzierungsleasing bestanden zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs in Höhe von 55 Mio. €. Der Wert der Sicherheiten für zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte betrug 3.948 (im Vj. 3.608) Mio. €, darunter 86 Mio. € für wertgeminderte Kredite im Finanzierungsgeschäft von SFS. Die Sicherheiten bestanden überwiegend aus Sachanlagen. Kreditrisiken aus unwiderruflichen Kreditzusagen entsprechen den erwarteten künftigen Auszahlungen. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs untergliederte sich das externe Finanzierungsportfolio von SFS nach Ratingklassen (vor Wertberichtigungen) wie folgt: scroll Kredite und andere Schuldinstrumente, entsprechend der allgemeinen Vorgehensweise Kreditzusagen und Kreditgarantien (in Mio. €) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Mit Investment-Grade-Rating 6.615 54 k.A. 481 k.A. k.A. Mit Non-Investment-Grade-Rating 12.551 647 234 2.125 131 14 scroll Forderungen aus Finanzierungsleasing (in Mio. €) Mit Investment-Grade-Rating 2.051 Mit Non-Investment-Grade-Rating 4.061 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der operativen Einheiten erhalten im Allgemeinen ein internes Rating; 42 % hatten ein Investment-Grade-Rating und 58 % wurden mit einem Non-Investment-Grade-Rating bewertet. Die Vertragsvermögenswerte der operativen Einheiten zeigen grundsätzlich vergleichbare Risikocharakteristika wie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die oben dargestellten Beträge repräsentieren nicht das wirtschaftliche Kreditrisiko, da weder gehaltene Sicherheiten noch bereits gebildete Wertberichtigungen berücksichtigt wurden. ZIFFER 26 Aktienbasierte Vergütung Die Erfüllung von aktienbasierten Zusagen kann durch neu ausgegebene Aktien der Siemens AG, durch eigene Anteile oder durch Barausgleich erfolgen. Aktienbasierte Zusagen können verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten vor Ablauf des Erdienungszeitraums endet. Die Aufwendungen aus Zusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrugen 294 (im Vj. 306) Mio. €; aus Zusagen mit Barausgleich resultierten Erträge von 28 (im Vj. Aufwendungen von 80) Mio. €. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus aktienbasierter Vergütung belief sich zum Geschäftsjahresende auf 88 (im Vj. 176) Mio. €. AKTIENZUSAGEN Das Unternehmen gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards). Aktienzusagen unterliegen einer Sperrfrist von rund vier Jahren und gewähren einen Anspruch auf Siemens-Aktien, die der Begünstigte nach Ablauf der Sperrfrist erhält, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Aktienzusagen sind an Leistungskriterien geknüpft. Der jährliche Zielbetrag für Aktienzusagen kann an den Durchschnitt des Ergebnisses je Aktie (Earnings per Share - EPS, unverwässert) der vergangenen drei Geschäftsjahre und/oder an die Aktienkursentwicklung von Siemens im Vergleich zur Aktienkursentwicklung von fünf wichtigen Wettbewerbern während der vierjährigen Sperrfrist gebunden sein. Die Bandbreite der Zielerreichung der Leistungskriterien reicht von 0 % bis 200 %. Zusagen beginnend mit Geschäftsjahr 2019 werden in Höhe des Zielerreichungsgrads nur in Aktien beglichen. Bei früheren Zusagen werden Zielüberschreitungen über 100 % in bar ausbezahlt. Der Erdienungszeitraum beträgt vier Jahre beziehungsweise fünf Jahre für Aktienzusagen, die bis zum Geschäftsjahr 2014 gewährt wurden. Darüber hinaus wurde bis zum Geschäftsjahr 2014 ein Teil der variablen Vergütung (Bonus) der Mitglieder des Vorstands in Form von unverfallbaren Zusagen auf Siemens-Aktien (Bonus Awards) gewährt, die einem Erdienungszeitraum von einem Jahr unterliegen. Den Begünstigten wird nach einer Wartefrist von vier weiteren Jahren für je einen Bonus Award eine Siemens-Aktie übertragen, ohne dass sie hierfür eine Zahlung leisten. Da bis Mai 2019 hinsichtlich der Besteuerung noch nicht völlige Rechtssicherheit bestand, wurden Aktienzusagen, die im November 2018 und 2017 erdient waren, in bar und nicht durch Eigenkapitalinstrumente beglichen. Die beizulegenden Zeitwerte zum Umstellungszeitpunkt von 96 (im Vj. 89) Mio. € wurden vom Eigenkapital in die Verbindlichkeiten umgegliedert. Zusagen an Mitglieder des Vorstands Es wurden, wie im Vorjahr, Vereinbarungen abgeschlossen, die Ansprüche der Mitglieder des Vorstands auf Aktienzusagen vorsehen, von denen die meisten vom Erreichen des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern abhängig sind. Der beizulegende Zeitwert dieser Ansprüche betrug 11 (im Vj. 10) Mio. € und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell ist für die Mehrheit der Aktienzusagen die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 21,72 % (im Vj. 22,12 %) und einem Kurs von 102,42 (im Vj. 114,50) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu 0,14 % (im Vj. bis zu 0,08 %) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,71 % (im Vj. 3,24 %) verwendet. Annahmen zu Aktienkurskorrelationen wurden auf Basis historischer Korrelationen bestimmt. Zusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter Es wurden 3.751.556 (im Vj. 1.898.517) Aktienzusagen in Abhängigkeit vom Erreichen des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrug 168 (im Vj. 137) Mio. € und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell ist die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 21,73 % (im Vj. 22,17 %) und einem Kurs von 98,92 (im Vj. 114,80) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu 0,16 % (im Vj. bis zu 0,05 %) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,84 % (im Vj. 3,23 %) verwendet. Annahmen zu Aktienkurskorrelationen wurden auf Basis historischer Korrelationen bestimmt. Die Aktienzusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter entwickelten sich wie folgt: scroll Geschäftsjahr 2019 2018 Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs (nicht erdient) 6.641.400 6.416.946 Gewährt 3.751.556 1.898.517 Erdient und erfüllt - 603.572 - 545.225 Verfallen - 386.041 - 271.362 Umgestellt - 643.619 - 780.193 Abgegolten - 17.505 - 77.283 Stand am Ende des Geschäftsjahrs (nicht erdient) 8.742.219 6.641.400 SHARE-MATCHING-PROGRAMM UND DIE ZUGRUNDE LIEGENDEN PLÄNE Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab Siemens jeweils eine neue Tranche unter den Plänen des Share-Matching-Programms aus. Share Matching Plan Im Rahmen des Share Matching Plans können leitende Angestellte einen bestimmten Teil ihrer variablen Vergütung in Siemens-Aktien investieren (Investment-Aktien). Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben. Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum von rund drei Jahren gehaltene Investment-Aktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Voraussetzung ist, dass die Planteilnehmer bis zum Ende des Erdienungszeitraums ununterbrochen bei Siemens beschäftigt sind. Monatlicher Investitionsplan Im Rahmen des monatlichen Investitionsplans können Mitarbeiter, die nicht leitende Angestellte sind, monatlich über einen Zeitraum von zwölf Monaten einen bestimmten Teil ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag monatlich erworben. Wenn der Vorstand entscheidet, dass die unter dem monatlichen Investitionsplan erworbenen Aktien in den Share Matching Plan übertragen werden, erhalten die Planteilnehmer einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share Matching Plan mit einem Erdienungszeitraum von rund zwei Jahren. Für die im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2017 ausgegebenen Tranchen hat der Vorstand entschieden, die erworbenen Aktien im Februar 2019 beziehungsweise Februar 2018 in den Share Matching Plan zu übertragen. Basis-Aktien-Programm Im Rahmen des Basis-Aktien-Programms können Mitarbeiter der Siemens AG und der teilnehmenden inländischen Konzerngesellschaften einen festgesetzten Betrag ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren, der von der Gesellschaft aufgestockt wird. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben und gewähren einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share Matching Plan. Der beizulegende Zeitwert unter dem Basis-Aktien-Programm betrug 33 (im Vj. 37) Mio. €. Resultierende Matching-Aktien scroll Geschäftsjahr 2019 2018 Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.692.909 1.850.052 Gewährt 943.399 739.238 Erdient und erfüllt - 702.125 - 758.548 Verfallen - 105.092 - 99.487 Abgegolten - 43.178 - 38.346 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 1.785.913 1.692.909 Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der gewährten Matching-Aktien betrug 76,76 (im Vj. 89,75) € je Aktie und ergab sich aus dem Kurs der Siemens-Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden und unter Berücksichtigung von Nichtausübungsbedingungen. JUBILÄUMSAKTIENPROGRAMM Bei Erreichen ihres 25. und 40. Dienstjubiläums erhalten berechtigte Mitarbeiter Jubiläumsaktien. Zum Geschäftsjahresende bestanden Ansprüche auf 4,23 (im Vj. 4,24) Mio. Jubiläumsaktien. ZIFFER 27 Personalaufwendungen scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Löhne und Gehälter 25.972 25.316 Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.984 3.809 Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.263 1.368 31.219 30.493 Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung betrugen 619 (im Vj. 923) Mio. €, davon betrafen 242 (im Vj. 374) Mio. € Gas and Power. Die Personalaufwendungen für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten betrugen 31.222 (im Vj. 30.497) Mio. €. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig (durchschnittliche Mitarbeiterzahlen auf Basis Kopfzählung): scroll Fortgeführte Aktivitäten Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Tsd.) 2019 2018 2019 2018 Produktion und Service 232 231 232 231 Vertrieb 69 67 69 67 Forschung und Entwicklung 45 42 45 42 Verwaltung und allgemeine Dienste 37 37 37 37 383 377 383 377 ZIFFER 28 Ergebnis je Aktie scroll Geschäftsjahr (Anzahl der Aktien in Tsd., Ergebnis je Aktie in €) 2019 2018 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 5.646 5.996 Abzüglich: Anteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 474 313 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Aktionäre der Siemens AG entfällt 5.172 5.683 Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien 807.273 815.063 Effekt aus verwässernder aktienbasierter Vergütung 10.657 11.600 Effekt aus verwässernden Optionsscheinen 380 1.653 Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien (verwässert) 818.309 828.316 Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 6,41 6,97 Verwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 6,32 6,86 ZIFFER 29 Segmentinformationen scroll Auftragseingang Außenumsatzerlöse Interne Umsatzerlöse Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Digital Industries 15.944 16.287 15.319 14.761 769 826 Smart Infrastructure 16.244 15.198 14.422 13.627 803 819 Gas and Power 19.975 18.451 17.473 17.950 190 175 Mobility 12.894 11.025 8.870 8.770 45 51 Siemens Healthineers 15.853 14.506 14.412 13.315 105 110 Siemens Gamesa Renewable Energy 12.749 11.875 10.225 9.119 2 3 Industrielle Geschäfte 93.659 87.341 80.720 77.542 1.915 1.984 Financial Services 832 825 777 778 55 46 Portfolio Companies 5.806 5.569 4.971 4.377 555 554 Überleitung Konzernabschluss - 2.298 - 2.438 380 346 - 2.525 - 2.584 Siemens (fortgeführte Aktivitäten) 97.999 91.296 86.849 83.044 - - scroll Gesamte Umsatzerlöse Ergebnis Vermögen Geschäftsjahr Geschäftsjahr 30. September (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Digital Industries 16.087 15.587 2.880 2.898 10.626 9.993 Smart Infrastructure 15.225 14.445 1.500 1.574 5.071 4.702 Gas and Power 17.663 18.125 679 722 12.103 12.107 Mobility 8.916 8.821 983 958 3.045 2.933 Siemens Healthineers 14.517 13.425 2.461 2.221 13.889 12.392 Siemens Gamesa Renewable Energy 10.227 9.122 482 483 3.703 3.823 Industrielle Geschäfte 82.635 79.526 8.986 8.857 48.438 45.949 Financial Services 832 825 632 633 29.901 27.628 Portfolio Companies 5.526 4.930 - 71 - 305 1.915 1.685 Überleitung Konzernabschluss - 2.144 - 2.237 - 2.028 - 1.135 69.995 63.653 Siemens (fortgeführte Aktivitäten) 86.849 83.044 7.518 8.050 150.248 138.915 scroll Free Cash Flow Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Abschreibungen und Wertminderungen Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Digital Industries 2.635 2.610 316 341 668 639 Smart Infrastructure 1.572 1.128 247 236 273 241 Gas and Power 863 301 309 330 533 604 Mobility 903 998 175 143 184 174 Siemens Healthineers 1.618 1.673 575 512 620 519 Siemens Gamesa Renewable Energy 408 375 498 415 647 645 Industrielle Geschäfte 8.000 7.084 2.120 1.977 2.924 2.823 Financial Services 621 553 27 35 220 208 Portfolio Companies 45 - 14 77 88 110 121 Überleitung Konzernabschluss - 2.794 - 1.809 387 500 240 267 Siemens (fortgeführte Aktivitäten) 5.872 5.814 2.610 2.602 3.494 3.419 NEUE ORGANISATIONSSTRUKTUR Im abgelaufenen Geschäftsjahr änderte Siemens seine Organisationsstruktur und passte die Zusammensetzung seiner berichtspflichtigen Segmente an. Die früheren Divisionen wurden durch Operative und Strategische Unternehmen ersetzt, um den einzelnen Siemens-Geschäften mehr unternehmerische Freiheit unter der starken Marke Siemens zu geben und damit den Fokus auf ihre jeweiligen Märkte zu schärfen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend der Segmentberichterstattungsstruktur des Geschäftsjahrs 2019 angepasst. BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE ― Digital Industries bietet ein umfassendes Produktportfolio und Systemlösungen für die Automatisierung an, die in Fertigungs- und Prozessindustrien eingesetzt werden, ergänzt durch produktlebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen; ― Smart Infrastructure bietet Energiesysteme und Gebäudetechnik an und führt sie intelligent zusammen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit beträchtlich zu steigern und die Kunden bei der Bewältigung von technologischen Umbrüchen zu unterstützen; ― Gas and Power bietet ein breites Spektrum von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen zur Stromerzeugung, zur Förderung und zum Transport von Öl und Gas sowie für nachgelagerte Aktivitäten im Bereich Öl und Gas und zur Errichtung und zum Betrieb von Stromübertragungsnetzen an; ― Mobility fasst alle Geschäfte von Siemens zusammen, die sich mit dem Transport von Menschen und Gütern befassen; hierzu gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Bahnelektrifizierung, Straßenverkehrstechnik, digitale Lösungen und damit verbundene Dienstleistungen; ― Siemens Healthineers ist ein Technologieanbieter im Gesundheitswesen und führend in der diagnostischen Bildgebung und der Labordiagnostik; ― Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) konzipiert, entwickelt und fertigt Windturbinen; daneben entwickelt, errichtet und vertreibt SGRE Windparks und bietet Dienstleistungen zur Verwaltung, zum Betrieb und zur Wartung von Windparks an; ― Financial Services (SFS) unterstützt seine Kunden bei Investitionsvorhaben mit Leasinglösungen, strukturierten Finanzierungen sowie Finanzierungen für Ausrüstungen und Projekte durch die Bereitstellung von Fremd- und Eigenkapital. Siemens gab im Mai 2019 seine Pläne bekannt, Gas and Power in eine eigenständige Gesellschaft auszugliedern und das neue Unternehmen in Verbindung mit einer anschließenden Börsennotierung abzuspalten. Dabei soll ein maßgeblicher Einfluss erhalten bleiben. Es ist beabsichtigt, vor der Abspaltung die Beteiligung an Siemens Gamesa Renewable Energy S. A. in die neue Gesellschaft einzubringen. Die Börsennotierung wird vor Ende des Geschäftsjahrs 2020 angestrebt. PORTFOLIO COMPANIES Portfolio Companies umfasst ein breites Spektrum an Geschäften, das zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs hauptsächlich aus den Geschäftsfeldern spezifische Systemlösungen (Lösungsgeschäft für die Prozessindustrie), Elektromotoren, Umrichter und Generatoren (Großantriebssysteme), Getriebe und Kupplungen (mechanische Getriebe) sowie Sortiertechnologie und Lösungen für Post, Paket, Gepäck und Fracht (Siemens Logistics) bestand. Portfolio Companies beinhaltet zudem nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen. ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS Real Estate Services - betreut das Immobilienportfolio des Siemens-Konzerns. Real Estate Services betreibt die Nutzung der Liegenschaften und Gebäude und ist für Bauvorhaben sowie den Kauf und die Veräußerung von Immobilien verantwortlich; ausgenommen sind SGRE, die ausgegliederten Immobilien von Mobility und seit Januar 2018 Siemens Healthineers. Zentrale Posten - enthalten zentrale Kosten, wie Aufwendungen für die Konzernsteuerung, die Grundlagenforschung von Corporate Technology, IoT, Siemens Global Business Services, zentral verantwortete Projekte und die Ergebnisse aus zentralen derivativen Finanzgeschäften. Zentrale Posten beinhalten auch Beteiligungen und Aktivitäten, die grundsätzlich eingestellt oder veräußert werden sollen, sowie verbleibende Aktivitäten aus Desinvestitionen und nicht fortgeführten Aktivitäten. Zentral getragene Pensionsaufwendungen - beinhalten die nicht den Segmenten, Portfolio Companies oder Real Estate Services zugeordneten Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft aus Pensionsthemen. Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten, bestimmte Überleitungs- und Umgliederungspositionen sowie zentrale Finanzierungsaktivitäten. Sie schließen auch Zinserträge und -aufwendungen ein, zum Beispiel Zinsen, die nicht den Segmenten oder Portfolio Companies zugeordnet sind (Finanzierungszinsen), sowie Zinsen in Zusammenhang mit zentralen Finanzierungsaktivitäten oder zinsbezogene Konsolidierungs- und Überleitungseffekte. MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich denen, die auf den Konzernabschluss Anwendung finden. Jedoch werden Leasingtransaktionen für die interne Berichterstattung und die Segmentberichterstattung als Operating Leasing klassifiziert. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen. Umsatzerlöse Umsatzerlöse enthalten Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie Erlöse aus Leasinggeschäften. Umsatzerlöse aus Leasinggeschäften erzielten hauptsächlich Siemens Healthineers mit 233 (im Vj. 179) Mio. €, SFS mit 259 (im Vj. 247) Mio. € sowie Real Estate Services mit 72 (im Vj. 77) Mio. €. Digital Industries realisierte Umsatzerlöse von 4.039 (im Vj. 3.560) Mio. € aus seinem Softwaregeschäft, Smart Infrastructure erzielte Umsatzerlöse von 5.530 (im Vj. 5.302) Mio. € aus seinem Produktgeschäft, und Gas and Power erfasste Umsatzerlöse von 8.025 (im Vj. 7.756) Mio. € aus seinem Dienstleistungsgeschäft. Mobility realisiert Umsatzerlöse überwiegend aus Fertigungsprojekten. Ergebnis Der Vorstand der Siemens AG ist für die Beurteilung des Geschäftserfolgs der Segmente verantwortlich (verantwortliche Unternehmensinstanz). Als Erfolgsgröße für die Segmente (mit Ausnahme von SFS) bestimmte die verantwortliche Unternehmensinstanz das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, vor bestimmten Pensionsaufwendungen, vor Ertragsteuern und vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden (Ergebnis). Die wesentlichen Themen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses der Segmente sind, werden unten angegeben. Unter Finanzierungszinsen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind, fallen alle Zinserträge und -aufwendungen mit Ausnahme der Zinserträge aus Kundenforderungen, aus den Segmenten zugerechneten Zahlungsmitteln sowie die Zinsaufwendungen auf Lieferantenverbindlichkeiten. Finanzierungszinsen sind vom Ergebnis ausgenommen, da Finanzierungsentscheidungen im Regelfall zentral getroffen werden. Entscheidungen zu wesentlichen Pensionsthemen werden zentral getroffen. Daher enthält das Ergebnis vor allem nur die laufenden Dienstzeitaufwendungen aus Pensionsplänen. Die übrigen regelmäßig anfallenden pensionsbezogenen Aufwendungen werden in der Position Zentral getragene Pensionsaufwendungen in der Überleitung Konzernabschluss ausgewiesen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, sind nicht Bestandteil des Ergebnisses. Auch Ertragsteuern werden vom Ergebnis ausgenommen, da Steuersubjekt nur rechtliche Einheiten sind, die im Regelfall nicht der Struktur der Segmente entsprechen. Die Auswirkungen bestimmter rechtlicher und regulatorischer Themen sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, wenn sie nicht bezeichnend für die Leistung sind. Dies gilt ebenso für Themen, die mehr als einem berichtspflichtigen Segment, Real Estate Services und/oder Portfolio Companies zuzuordnen sind oder einen Konzern- oder zentralen Charakter aufweisen. Kosten für Unterstützungsfunktionen werden vorwiegend auf die Segmente umgelegt. Ergebnis des Segments SFS Im Gegensatz zur Erfolgsgröße für die anderen Segmente sind Zinserträge und -aufwendungen enthalten, da sie ein ergebnisbestimmender Faktor bei SFS sind. Messgrößen des Vermögens Die Unternehmensleitung hat das Vermögen (eingesetztes Nettokapital) zur Grundlage für die Beurteilung der Kapitalintensität der Segmente (mit Ausnahme von SFS) bestimmt. Die Definition des Vermögens entspricht der Messgröße des Ergebnisses, mit Ausnahme der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, erworben im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind. Die entsprechenden immateriellen Vermögenswerte sind jedoch Bestandteil des Segmentvermögens. Das Segmentvermögen ergibt sich aus dem Gesamtvermögen der Konzernbilanz, im Wesentlichen abzüglich der konzerninternen Finanzforderungen und der Steuerforderungen sowie abzüglich der Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten, da die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge nicht in das Ergebnis einfließen. Darüber hinaus werden zinslose Verbindlichkeiten - zum Beispiel Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -, mit Ausnahme von Steuerverbindlichkeiten, abgezogen. Im Gegensatz dazu ist das Vermögen von SFS das Gesamtvermögen. Bei Mobility ist die projektbezogene konzerninterne Finanzierung eines langfristigen Projekts im Vermögen enthalten. Das Vermögen von SGRE und Siemens Healthineers beinhaltet Immobilien, während die Immobilien aller anderen Segmente von Siemens - ausgenommen die ausgegliederten Immobilien von Mobility - bei Real Estate Services ausgewiesen werden. Auftragseingang Der Auftragseingang entspricht grundsätzlich den geschätzten Umsatzerlösen der angenommenen Aufträge, für die durchsetzbare Rechte und Pflichten bestehen. Dabei werden auch nachträgliche Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts einbezogen. Daneben berücksichtigt Siemens Kündigungsrechte sowie die Kundenbonität. Absichtserklärungen sind nicht Inhalt des Auftragseingangs. Der Auftragsbestand betrug zum Geschäftsjahresende 146 (im Vj. 132) Mrd. €. Davon entfielen auf Digital Industries 5 (im Vj. 5) Mrd. €, auf Smart Infrastructure 10 (im Vj. 9) Mrd. €, auf Gas and Power 51 (im Vj. 47) Mrd. €, auf Mobility 33 (im Vj. 29) Mrd. €, auf Siemens Healthineers 18 (im Vj. 16) Mrd. € sowie auf SGRE 26 (im Vj. 23) Mrd. €. Siemens erwartet, dass rund 50 Mrd. € des Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2020 als Umsatzerlöse realisiert werden. Davon werden für Digital Industries rund 4 Mrd. € erwartet, für Smart Infrastructure rund 7 Mrd. €, für Gas and Power rund 13 Mrd. €, für Mobility rund 8 Mrd. €, für Siemens Healthineers rund 6 Mrd. € und für SGRE rund 9 Mrd. €. Free Cash Flow Der Free Cash Flow der Segmente (mit Ausnahme von SFS) errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich Zugängen zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Er schließt Finanzierungszinsen - ausgenommen qualifizierten Vermögenswerten zugeordnete aktivierte oder als Vertragskosten klassifizierte Zinsen -, Ertragsteuern sowie bestimmte andere Zahlungen und Erlöse aus. Der Free Cash Flow von SFS beinhaltet die zugehörigen Finanzierungszinszahlungen; Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen von SFS sind ausgeschlossen. Abschreibungen und Wertminderungen Die Abschreibungen und Wertminderungen beinhalten die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte, jeweils nach Abzug von Wertaufholungen. MESSGRÖSSEN VON PORTFOLIO COMPANIES UND REAL ESTATE SERVICES Die Messgrößen für Portfolio Companies entsprechen denen der Segmente (mit Ausnahme von SFS). Real Estate Services verwendet die gleichen Messgrößen wie SFS. ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS Ergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Real Estate Services 145 140 Zentrale Posten - 562 631 Zentral getragene Pensionsaufwendungen - 264 - 423 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden - 1.133 - 1.164 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen - 215 - 318 Überleitung Konzernabschluss - 2.028 - 1.135 Das Ergebnis von SFS enthielt Zinserträge in Höhe von 1.331 (im Vj. 1.220) Mio. € sowie Zinsaufwendungen in Höhe von 564 (im Vj. 495) Mio. €. Vermögen scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 Vermögen Real Estate Services 3.678 3.625 Vermögen Zentrale Posten und Pensionen - 114 - 1.277 Vermögensorientierte Anpassungen Konzerninterne Finanzforderungen 52.771 55.352 Steuerforderungen 4.170 3.236 Verbindlichkeitsorientierte Anpassungen 49.191 46.850 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und Sonstiges - 39.702 - 44.133 Überleitung Konzernabschluss 69.995 63.653 ZIFFER 30 Informationen nach Regionen scroll Umsatzerlöse nach Sitz des Kunden Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft Langfristige Vermögenswerte Geschäftsjahr Geschäftsjahr 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 2019 2018 Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 44.360 42.782 48.002 46.682 25.065 24.514 Amerika 23.796 22.115 22.992 21.452 21.795 20.395 Asien, Australien 18.693 18.147 15.854 14.909 5.284 4.946 Siemens 86.849 83.044 86.849 83.044 52.143 49.856 davon Deutschland 12.282 11.729 18.332 17.270 8.701 8.343 davon außerhalb Deutschlands 74.567 71.315 68.517 65.773 43.442 41.513 darin USA 17.993 16.012 18.516 16.470 20.296 18.767 Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten. ZIFFER 31 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Siemens unterhält mit vielen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft Siemens eine große Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. scroll Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 Gemeinschaftsunternehmen 629 1.574 121 124 Assoziierte Unternehmen 304 264 245 244 933 1.838 366 368 scroll Forderungen Verbindlichkeiten 30. Sep. 30. Sep. (in Mio. €) 2019 2018 2019 2018 Gemeinschaftsunternehmen 175 116 171 178 Assoziierte Unternehmen 42 40 216 243 218 156 388 421 Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Garantien betrugen 470 (im Vj. 438) Mio. €. Die an Gemeinschaftsunternehmen gewährten Garantien betrugen 328 (im Vj. 261) Mio. €. Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen beliefen sich auf 679 (im Vj. 485) Mio. €, davon betrafen 662 (im Vj. 469) Mio. € Gemeinschaftsunternehmen. Die zugehörigen Buchwerte betrugen 481 (im Vj. 388) Mio. €, davon betrafen 477 (im Vj. 385) Mio. € Gemeinschaftsunternehmen. Bewertungsanpassungen im Geschäftsjahr verminderten die Buchwerte um 100 (im Vj. 17) Mio. €, wovon 100 (im Vj. 21) Mio. € Gemeinschaftsunternehmen betrafen. Die Gesellschaft hatte Eigenkapitalzusagen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 145 (im Vj. 14) Mio. €, wovon 127 (im Vj. 4) Mio. € gegenüber Gemeinschaftsunternehmen bestanden. Kreditzusagen an Gemeinschaftsunternehmen bestanden in Höhe von 361 (im Vj. 178) Mio. €. NAHESTEHENDE PERSONEN Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Barvergütung in Höhe von 22,0 (im Vj. 21,9) Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung betrug 11,1 (im Vj. 9,8) Mio. € für 254.693 (im Vj. 100.511) Aktienzusagen. Aktienzusagen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr gewährt wurden, werden entsprechend der Zielerreichung ausschließlich in Aktien beglichen. Bei Aktienzusagen, die im Vorjahr gewährt wurden, werden Zielüberschreitungen von über 100 % in bar ausbezahlt. Den Mitgliedern des Vorstands wurden Beiträge zur BSAV in Höhe von insgesamt 5,6 (im Vj. 5,4) Mio. € gewährt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 38,6 (im Vj. 37,1) Mio. €. Die Aufwendungen in Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung betrugen 4,7 (im Vj. 13,6) Mio. €. Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 6 b HGB in Höhe von 21,1 (im Vj. 39,9) Mio. €. Die DBO sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug 175,7 (im Vj. 168,2) Mio. €. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste eine Grundvergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten und betrug insgesamt, einschließlich Sitzungsgeldern, 5,1 (im Vj. 5,4) Mio. €. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, dargestellt. Wie im Vorjahr fanden keine weiteren bedeutenden Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats statt. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands von Siemens sind oder waren im vergangenen Jahr in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Siemens unterhält zu fast allen diesen Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Kauf und Verkauf eines breit gefächerten Angebots von Produkten und Dienstleistungen erfolgten dabei zu marktüblichen Bedingungen. ZIFFER 32 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Ernst & Young (EY) fielen die folgenden Honorare an: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2019 2018 Abschlussprüfungsleistungen 51,1 50,6 Andere Bestätigungsleistungen 6,1 12,9 Steuerberatungsleistungen 0,1 0,2 57,3 63,7 Von dem berechneten Gesamthonorar entfielen 35 % (im Vj. 48 %) auf die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen durch EY bezog sich vor allem auf die Prüfung des Siemens-Konzernabschlusses, Prüfungen der Einzelabschlüsse der Siemens AG und ihrer Tochterunternehmen, prüfungsintegrierte prüferische Durchsichten von Zwischenabschlüssen, projektbegleitende IT-Prüfungen sowie Prüfungsleistungen in Zusammenhang mit der Umsetzung von neuen Rechnungslegungsvorschriften. Andere Bestätigungsleistungen umfassten im Wesentlichen Prüfungen von Abschlüssen sowie sonstige Bestätigungsleistungen in Zusammenhang mit M & A-Aktivitäten, Bestätigungsleistungen bezüglich der Nachhaltigkeitsberichterstattung, Prüfungen von Plänen für Leistungen an Arbeitnehmer, Comfort Letter und sonstige gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen. ZIFFER 33 Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG sowie der Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens Healthineers AG, einer börsennotierten Tochtergesellschaft der Siemens AG, haben zum 1. Oktober 2019 beziehungsweise zum 30. September 2019 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website ihres jeweiligen Unternehmens unter www.siemens.com/dcg-kodex beziehungsweise unter www.corporate.siemens-healthineers.com/de/investor-relations/corporate-governance öffentlich zugänglich gemacht. ZIFFER 34 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Oktober 2019 erwarb Siemens Healthineers Corindus Vascular Robotics, Inc., USA (Corindus). Corindus entwickelt und produziert robotergestützte Systeme für minimalinvasive endovaskuläre Prozeduren. Das erworbene Geschäft wird in Siemens Healthineers integriert werden. Die Kombination der kardiovaskulären und neuro-interventionalen Therapiesysteme von Siemens Healthineers mit innovativer Corindus-Technologie ermöglicht Siemens Healthineers eine Verfahrensoptimierung für bildgestützte minimalinvasive Therapien. Der Kaufpreis zum Akquisitionszeitpunkt von 1,0 Mrd. € wurde in bar entrichtet. Die Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt ist noch nicht verfügbar. Es wird erwartet, dass der größte Teil des Kaufpreises den sonstigen immateriellen Vermögenswerten und dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet werden wird. Die sich ergebenden sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden hauptsächlich auf Technologie für Robotersysteme entfallen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergien, beinhalten. Siemens erwartet Synergien durch die Kombination der robotergestützten Systeme von Corindus mit den Therapiesystemen und den digitalen und KI-basierten Lösungen von Siemens Healthineers. Im November 2019 erwarb Siemens Healthineers 75 % der Anteile an ECG Management Consultants (ECG), einem führenden Beratungsunternehmen mit Sitz in den USA, das sich auf das Gesundheitswesen spezialisiert hat. ECG bietet umfangreiche Beratungsleistungen rund um die strategischen, finanziellen, operativen und technologiebezogenen Herausforderungen an, vor denen Gesundheitsanbieter heutzutage stehen. Das Geschäft wird in Siemens Healthineers integriert werden. Es wird seinem globalen Enterprise-Services-Geschäft ermöglichen, angrenzende Wachstumsmärkte zu erschließen. Der vorläufige Kaufpreis betrug 261 Mio. US$ (234 Mio. € am Akquisitionstag) und wurde in bar entrichtet. Zudem wurden Finanzverbindlichkeiten von ECG von 143 Mio. US$ (129 Mio. € zum Erwerbszeitpunkt) durch Siemens Healthineers beglichen. Die Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt ist noch nicht verfügbar. Es wird erwartet, dass der Großteil des Kaufpreises dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet werden wird, der nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter, umfasst. Die nicht beherrschenden Anteile von 25 % werden entsprechend dem anteiligen Betrag, der auf das erworbene Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) entfällt, bewertet werden. ZIFFER 35 Aufstellung des Anteilsbesitzes des Siemens-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB scroll Stand: 30.09.2019 Kapitalanteil in % TOCHTERUNTERNEHMEN Deutschland (136 Gesellschaften) Adwen Blades GmbH, Stade 100 Adwen GmbH, Bremerhaven 100 Airport Munich Logistics and Services GmbH, Hallbergmoos 100 10 Alpha Verteilertechnik GmbH, Cham 100 10 Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen 100 Befund24 GmbH, Erlangen 85 Berliner Vermögensverwaltung GmbH, Berlin 100 10 Capta Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 100 Dade Behring Grundstücks GmbH, Kemnath 100 EBV Holding Verwaltung GmbH, Oldenburg 100 eos.uptrade GmbH, Hamburg 100 evosoft GmbH, Nürnberg 100 10 FACTA Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, München 100 9 Flender GmbH, Bocholt 100 10 Flender Industriegetriebe GmbH, Penig 100 10 Gamesa Wind GmbH, Aschaffenburg 100 HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover 100 HSP Hochspannungsgeräte GmbH, Troisdorf 100 10 ILLIT Grundstücksverwaltungs-Management GmbH, Grünwald 85 IPGD Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft mbH, Grünwald 100 KACO new energy GmbH, Neckarsulm 100 KompTime GmbH, München 100 10 Kyros 52 Aktiengesellschaft, Hannover 100 7 Kyros 54 GmbH, München 100 7 Kyros 58 GmbH, München 100 7 Kyros 60 GmbH, München 100 7 Kyros 61 GmbH, München 100 7 Kyros 62 GmbH, München 100 7 Kyros 63 GmbH, München 100 7 Lincas Electro Vertriebsgesellschaft mbH, Grünwald 100 10 Mentor Graphics (Deutschland) GmbH, München 100 Munipolis GmbH, München 100 NEO New Oncology GmbH, Köln 100 Next47 GmbH, München 100 10 Next47 Services GmbH, München 100 10 Omnetric GmbH, München 100 OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Tübingen KG, Grünwald 100 9 Partikeltherapiezentrum Kiel Holding GmbH i. L., Erlangen 100 Project Ventures Butendiek Holding GmbH, Erlangen 100 10 Projektbau-Arena-Berlin GmbH, Grünwald 100 10 R & S Restaurant Services GmbH, München 100 REMECH Systemtechnik GmbH, Unterwellenborn 100 10 RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald 100 Siemens Bank GmbH, München 100 Siemens Beteiligungen Europa GmbH, München 100 10 Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München 100 10 Siemens Beteiligungen Management GmbH, Kemnath 100 7 Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin 100 10 Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH & Co. OHG, Kemnath 100 9, 12 Siemens Campus Erlangen Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 1 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 2 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 3 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 4 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 5 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 6 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 7 GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objektmanagement GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Campus Erlangen Verwaltungs-GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Compressor Systems GmbH, Leipzig 100 10 Siemens Digital Logistics GmbH, Frankenthal 100 10 Siemens Finance & Leasing GmbH, München 100 10 Siemens Financial Services GmbH, München 100 10 Siemens Fonds Invest GmbH, München 100 10 Siemens Gamesa Renewable Energy GmbH & Co. KG, Hamburg 100 9 Siemens Gamesa Renewable Energy Management GmbH, Hamburg 100 7 Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG, München 100 7 Siemens Gas and Power Management GmbH, München 100 7 Siemens Gas and Power Real Estate GmbH & Co. KG, Grünwald 100 7, 9 Siemens Gas and Power Real Estate Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Global Innovation Partners Management GmbH, München 100 7 Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg 100 Siemens Healthcare GmbH, München 100 Siemens Healthineers AG, München 85 Siemens Healthineers Beteiligungen GmbH & Co. KG, Kemnath 100 Siemens Healthineers Beteiligungen Verwaltungs-GmbH, Kemnath 100 7 Siemens Immobilien GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Immobilien Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Industriepark Karlsruhe GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Industry Software GmbH, Köln 100 Siemens Insulation Center GmbH & Co. KG, Zwönitz 100 9 Siemens Insulation Center Verwaltungs-GmbH, Zwönitz 100 7 Siemens Liquidity One, München 100 Siemens Logistics GmbH, Konstanz 100 10 Siemens Medical Solutions Health Services GmbH, Grünwald 100 Siemens Middle East Holding GmbH & Co. KG, Grünwald 100 7 Siemens Middle East Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Mobility GmbH, München 100 Siemens Mobility Real Estate GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Mobility Real Estate Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald 100 Siemens OfficeCenter Frankfurt GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens OfficeCenter Verwaltungs GmbH, Grünwald 100 Siemens Power Control GmbH, Langen 100 10 Siemens Private Finance Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH, München 100 10 Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen 100 10 Siemens Real Estate GmbH & Co. KG, Kemnath 100 Siemens Real Estate Management GmbH, Kemnath 100 7 Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaft mit TGV, München 100 Siemens Technology Accelerator GmbH, München 100 10 Siemens Technopark Mülheim GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Technopark Nürnberg GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Technopark Nürnberg Verwaltungs GmbH, Grünwald 100 Siemens Traction Gears GmbH, Penig 100 Siemens Trademark GmbH & Co. KG, Kemnath 100 9 Siemens Trademark Management GmbH, Kemnath 100 7 Siemens Treasury GmbH, München 100 10 Siemens Venture Capital Fund 1 GmbH, München 100 7 Siemens-Fonds C-1, München 100 Siemens-Fonds Pension Captive, München 100 Siemens-Fonds S-7, München 100 Siemens-Fonds S-8, München 100 Siemensstadt Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 Siemensstadt Management GmbH, Grünwald 100 7 SILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100 SIM 2. Grundstücks-GmbH & Co. KG, Grünwald 100 9 SIMAR Nordost Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR Nordwest Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR Ost Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR Süd Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR West Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMOS Real Estate GmbH, München 100 10 SYKATEC Systeme, Komponenten, Anwendungstechnologie GmbH, Erlangen 100 10 Trench Germany GmbH, Bamberg 100 10 VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, Berlin 100 VVK Versicherungsvermittlungs- und Verkehrskontor GmbH, München 100 10 Weiss Spindeltechnologie GmbH, Maroldsweisach 100 Windfarm 33 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm 35 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm 40 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm 41 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm Groß Haßlow GmbH, Oldenburg 100 Windfarm Ringstedt II GmbH, Oldenburg 100 Windkraft Trinwillershagen Entwicklungsgesellschaft mbH, Wiepkenhagen 100 Zeleni Holding GmbH, Kemnath 100 Zeleni Real Estate GmbH & Co. KG, Kemnath 100 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (525 Gesellschaften) Mentor Graphics Egypt Company (A Limited Liability Company - Private Free Zone), Kairo/Ägypten 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Egypt LLC, New Cairo City/Ägypten 100 Siemens Healthcare Logistics LLC, Kairo/Ägypten 100 Siemens Healthcare S. A. E., Kairo/Ägypten 100 Siemens Mobility Egypt LLC, Kairo/Ägypten 100 Siemens Technologies S. A. E., Kairo/Ägypten 90 ESTEL Rail Automation SPA, Algier/Algerien 51 Siemens Spa, Algier/Algerien 100 Siemens S. A., Luanda/Angola 51 Mentor Graphics Development Services CJSC, Jerewan/Armenien 100 Siemens Gamesa Renevable Energy Limited Liability Company, Baku/Aserbaidschan 100 Siemens W. L. L., Manama/Bahrain 51 Limited Liability Company Siemens Technologies, Minsk/Belarus 100 Dresser-Rand Machinery Repair Belgie N. V., Antwerpen/Belgien 100 7 Flender S. P. R. L., Beersel/Belgien 100 Samtech SA, Angleur/Belgien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Belgium BVBA, Beersel/Belgien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy BVBA, Beersel/Belgien 100 Siemens Healthcare NV, Beersel/Belgien 100 Siemens Industry Software NV, Leuven/Belgien 100 Siemens Mobility S. A./N. V, Beersel/Belgien 100 Siemens S. A./N. V., Beersel/Belgien 100 Siemens d. o. o. Sarajevo - U Likvidaciji, Sarajevo/Bosnien und Herzegowina 100 Siemens Medicina d. o. o., Sarajevo/Bosnien und Herzegowina 100 Siemens EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens Gas and Power EOOD, Sofia/Bulgarien 100 7 Siemens Healthcare EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens Mobility EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens SARL, Abidjan/Côte d'Ivoire 100 Siemens A/S, Ballerup/Dänemark 100 Siemens Gamesa Renewable Energy A/S, Brande/Dänemark 100 Siemens Gas & Power A/S, Ballerup/Dänemark 100 Siemens Healthcare A/S, Ballerup/Dänemark 100 Siemens Industry Software A/S, Ballerup/Dänemark 100 Siemens Mobility A/S, Ballerup/Dänemark 100 Mentor Graphics (Finland) OY, Espoo/Finnland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Oy, Helsinki/Finnland 100 Siemens Healthcare Oy, Espoo/Finnland 100 Siemens Mobility Oy, Espoo/Finnland 100 Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland 100 VIBECO - Virtual Buildings Ecosystem Oy, Espoo/Finnland 100 7 Adwen France SAS, Puteaux/Frankreich 100 Aimsun SARL, Paris/Frankreich 100 D-R Holdings (France) SAS, Le Havre/Frankreich 100 Dresser-Rand SAS, Le Havre/Frankreich 100 Flender-Graffenstaden SAS, Illkirch-Graffenstaden/Frankreich 100 KACO new energy SARL, Croissy-Beaubourg/Frankreich 100 Mentor Graphics (France) SARL, Meudon La Forêt/Frankreich 100 Mentor Graphics Development (France) SAS, Paris/Frankreich 100 Mentor Graphics Development Crolles SARL, Monbonnot-Saint-Martin/Frankreich 100 Meta Systems SARL, Meudon La Forêt/Frankreich 100 MG P&S France SAS, Grenoble/Frankreich 100 7 PETNET Solutions SAS, Lisses/Frankreich 100 Siemens Financial Services SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens France Holding SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy France SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S. A. S., Saint-Denis Cedex/Frankreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Siemens Healthcare SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens Industry Software SAS, Châtillon/Frankreich 100 Siemens Lease Services SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens Logistics SAS, Paris/Frankreich 100 Siemens Mobility SAS, Châtillon/Frankreich 100 Siemens SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Bonboillon SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Bouclans SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Broyes SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Cernon SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Chaintrix-Bierges SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Champsevraine, SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Chepniers SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Clamanges SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Coupetz SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Dampierre Prudemanche SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Germainville SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Guerfand SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de la Brie des Etangs SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de la Loye SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de la Tête des Boucs SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Landresse SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Longueville-sur-Aube SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Mailly-le-Camp SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Mantoche SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Margny SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Moulins du Puits SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Orge et Ornain SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Plancy l'Abbaye SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Pouilly-sur-Vingeanne SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Pringy SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Romigny SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Saint Amand SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Saint Bon SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Saint Loup de Saintonge SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Saint-Lumier en Champagne SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Sambourg SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Savoisy SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Sceaux SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Sommesous SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Songy SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Soude SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Source de Sèves SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Souvans SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Trépot SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Vaudrey SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien de Vernierfontaine SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien d'Orchamps SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Société d'Exploitation du Parc Eolien du Vireaux SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Trench France SAS, Saint-Louis/Frankreich 100 Siemens Oil & Gas Equipment Limited, Accra/Ghana 100 Siemens A. E., Electrotechnical Projects and Products, Athen/Griechenland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy AE, Filothei-Psychiko/Griechenland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Greece E. P. E., Filothei-Psychiko/Griechenland 100 Siemens Healthcare Industrial and Commercial Société Anonyme, Chalandri/Griechenland 100 Siemens Mobility Rail and Road Transportation Solutions Société Anonyme, Athen/Griechenland 100 Siemens Gamesa Energy Tajdidpazir SSK, Teheran/Iran 100 Siemens Sherkate Sahami (Khass), Teheran/Iran 97 Mentor Graphics (Holdings) Unlimited Company, Shannon, County Clare/Irland 100 13 Mentor Graphics (Ireland) Limited, Shannon, County Clare/Irland 100 Mentor Graphics Development Services Limited, Shannon, County Clare/Irland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Ireland Limited, Dublin/Irland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Dublin/Irland 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, Swords, County Dublin/Irland 100 Siemens Healthcare Medical Solutions Limited, Swords, County Dublin/Irland 100 Siemens Limited, Dublin/Irland 100 Mentor Graphics (Israel) Limited, Herzilya Pituah/Israel 100 Mentor Graphics Development Services (Israel) Ltd., Rehovot/Israel 100 Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Ltd, Tel Aviv/Israel 100 Siemens HealthCare Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100 Siemens Industrial Israel Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100 7 Siemens Industry Software Ltd., Airport City/Israel 100 Siemens Israel Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100 Siemens Israel Projects Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100 7 Siemens Mobility Ltd., Rosh Ha'ayin/Israel 100 UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City/Israel 100 Flender Italia S.r.l., Mailand / Italien 100 KACO new energy Italia S.r.l., Bracciano / Italien 100 Mentor Graphics Torino S. R. L., Turin/Italien 100 Parco Eolico Banzy S.r.l., Rom / Italien 100 Parco Eolico Manca Vennarda S.r.l., Rom / Italien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Italia S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Italy, S. P. A., Rom/Italien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind S. R. L., Rom/Italien 100 Siemens Gas and Power S.r.l., Mailand / Italien 100 7 Siemens Healthcare S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Industry Software S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Logistics S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Mobility S.r.l., Mailand / Italien 100 Siemens Renting S.r.l. in Liquidazione, Mailand / Italien 100 Siemens S.p.A., Mailand / Italien 100 Siemens Transformers S.r.l., Trento / Italien 100 Trench Italia S.r.l., Savona / Italien 100 Siemens Healthcare Limited Liability Partnership, Almaty/Kasachstan 100 Siemens TOO, Almaty/Kasachstan 100 Siemens W. L. L., Doha/Katar 40 2 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Nairobi/Kenia 100 Koncar-Energetski Transformatori, d. o. o., Zagreb/Kroatien 51 Siemens d.d., Zagreb/Kroatien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy d. o. o., Zagreb/Kroatien 100 Siemens Gas and Power d. o. o., Zagreb/Kroatien 100 7 Siemens Healthcare d. o. o., Zagreb/Kroatien 100 Siemens Electrical & Electronic Services K. S. C. C., Kuwait-Stadt/Kuwait 49 2 Crabtree (Pty) Ltd, Maseru/Lesotho 100 D-R Luxembourg Holding 1, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg Holding 2, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg Holding 3, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg International SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 Dresser-Rand Holding (Delaware) LLC, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 FAST TRACK DIAGNOSTICS LUXEMBOURG S.à r. l., Esch-sur-Alzette/Luxemburg 100 Siemens Mobility Holding SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 TFM International S. A. i.L., Luxemburg/Luxemburg 100 Fast Track Diagnostics Ltd, Sliema/Malta 100 FTD Europe Ltd, Sliema/Malta 100 Guascor Maroc, S. A.R. L., Agadir/Marokko 100 Mentor Graphics Morocco SARL, Sala Al Jadida/Marokko 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Blades, SARL AU, Tanger/Marokko 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Morocco SARL, Tanger/Marokko 100 Siemens Gamesa Renewable Energy SARL, Casablanca/Marokko 100 Siemens Healthcare SARL, Casablanca/Marokko 100 Siemens Plant Operations Tahaddart SARL, Tanger/Marokko 100 Siemens S. A., Casablanca/Marokko 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, SARL, Nouakchott/Mauretanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, Ltd, Cybercity/Mauritius 100 Siemens d. o. o., Podgorica/Montenegro 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY SARL, Nouméa/Neukaledonien 100 Castor III B. V., Amsterdam/Niederlande 100 Dresser-Rand B. V., Spijkenisse/Niederlande 100 Dresser-Rand International B. V., Den Haag/Niederlande 100 Dresser-Rand Services B. V., Spijkenisse/Niederlande 100 Enlighted International B. V., Amsterdam/Niederlande 100 Flender B. V., Rotterdam/Niederlande 100 Flowmaster Group NV, Eindhoven/Niederlande 100 Mendix Technology B. V., Rotterdam/Niederlande 100 Mentor Graphics (Netherlands) B. V., Eindhoven/Niederlande 100 Minicare B. V., Amsterdam/Niederlande 100 Omnetric B. V., Den Haag/Niederlande 100 Pollux III B. V., Amsterdam/Niederlande 100 Roos Holding B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens D-R Holding B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens D-R Holding II B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens D-R Holding III B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Finance B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Financieringsmaatschappij N. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Gamesa Renewable Energy B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Gas and Power Holding B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Gas Turbine Technologies Holding B. V., Den Haag/Niederlande 65 Siemens Healthcare Nederland B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Healthineers Holding III B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Heat Transfer Technology B. V., Zoeterwoude/Niederlande 100 Siemens Industry Software and Services B. V., Rijswijk/Niederlande 100 Siemens Industry Software B. V., 's-Hertogenbosch/Niederlande 100 Siemens Industry Software Holding II B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens International Holding B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Medical Solutions Diagnostics Holding I B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Mobility B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Mobility Holding B. V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Nederland N. V., Den Haag/Niederlande 100 TASS International B. V., Helmond/Niederlande 100 TASS International Holding B. V., Helmond/Niederlande 100 Dresser-Rand (Nigeria) Limited, Lagos/Nigeria 100 Siemens Ltd., Lagos/Nigeria 100 Dresser-Rand AS, Kongsberg/Norwegen 100 Siemens AS, Oslo/Norwegen 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY AS, Oslo/Norwegen 100 Siemens Healthcare AS, Oslo/Norwegen 100 Siemens Mobility AS, Oslo/Norwegen 100 ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich 100 Flender GmbH, Wien/Österreich 100 Hochquellstrom-Vertriebs GmbH, Wien/Österreich 100 ITH icoserve technology for healthcare GmbH, Innsbruck/Österreich 69 KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich 100 Omnetric GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Gas and Power GmbH, Wien/Österreich 100 7 Siemens Gebäudemanagement & -Services G. m. b. H., Wien/Österreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Industry Software GmbH, Linz/Österreich 100 Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Metals Technologies Vermögensverwaltungs GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Mobility GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Personaldienstleistungen GmbH, Wien/Österreich 100 Steiermärkische Medizinarchiv GesmbH, Graz/Österreich 52 Trench Austria GmbH, Leonding/Österreich 100 VVK Versicherungs-Vermittlungs- und Verkehrs-Kontor GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens L. L. C., Muscat/Oman 51 Mentor Graphics Pakistan Development (Private) Limited, Lahore/Pakistan 100 Siemens Gamesa Renewable Energy (Private) Limited, Karatschi/Pakistan 100 Siemens Healthcare (Private) Limited, Lahore/Pakistan 100 Siemens Pakistan Engineering Co. Ltd., Karatschi/Pakistan 75 Mentor Graphics Polska Sp. z o. o., Posen/Polen 100 Osiek Sp. z o. o. w Likwidacji, Warschau/Polen 100 Siemens Digital Logistics Sp. z o. o., Breslau/Polen 100 Siemens Finance Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Poland Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Gas and Power Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 7 Siemens Healthcare Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Industry Software Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Mobility Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Smardzewo Windfarm Sp. z o. o., Slawno/Polen 100 Ujazd Sp. z o. o., Warschau/Polen 100 Siemens Gamesa Renewable Engergy, S. A., Venda do Pinheiro/Portugal 100 SIEMENS HEALTHCARE, UNIPESSOAL, LDA, Amadora/Portugal 100 SIEMENS MOBILITY, UNIPESSOAL LDA, Amadora/Portugal 100 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics, Unipessoal Lda, Lissabon/Portugal 100 Siemens S. A., Amadora/Portugal 100 GER Baneasa, S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 GER Baraganu, S. R. L, Bukarest/Rumänien 100 GER Independenta, S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 J2 Innovative Concepts Europe SRL, Bukarest/Rumänien 100 Mentor Graphics Romania SRL, Bukarest/Rumänien 100 SIEMENS (AUSTRIA) PROIECT SPITAL COLTEA SRL, Bukarest/Rumänien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Romania S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Farms S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 Siemens Gas and Power SRL, Bukarest/Rumänien 100 7 Siemens Healthcare S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 Siemens Industry Software S. R. L., Brasov/Rumänien 100 Siemens Mobility S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 Siemens S. R. L., Bukarest/Rumänien 100 SIMEA SIBIU S. R. L., Sibiu/Rumänien 100 LIMITED LIABILITY COMPANY SIEMENS ELEKTROPRIVOD, St. Petersburg/Russische Föderation 100 OOO Legion II, Moskau/Russische Föderation 100 OOO Siemens, Moskau/Russische Föderation 100 OOO Siemens Gas Turbine Technologies, Leningrad region/Russische Föderation 100 OOO Siemens Industry Software, Moskau/Russische Föderation 100 OOO Siemens Transformers, Woronesch/Russische Föderation 100 Siemens Finance and Leasing LLC, Wladiwostok/Russische Föderation 100 Siemens Gamesa Renewable Energy LLC, Leningrad region/Russische Föderation 100 Siemens Healthcare Limited Liability Company, Moskau/Russische Föderation 100 Siemens Mobility LLC, Moskau/Russische Föderation 100 Arabia Electric Ltd. (Equipment), Jeddah/Saudi-Arabien 51 Dresser-Rand Arabia LLC, Al Khobar/Saudi-Arabien 50 1 ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Dammam/Saudi-Arabien 51 Siemens Healthcare Limited, Riad/Saudi-Arabien 51 Siemens Ltd., Riad/Saudi-Arabien 51 Siemens Mobility Saudi Ltd, Al Khobar/Saudi-Arabien 51 VA TECH T & D Co. Ltd., Riad/Saudi-Arabien 51 Fanbyn2 Vindenergi AB, Stockholm/Schweden 100 Lindom Vindenergi AB, Solna/Schweden 100 Lingbo SPW AB, Stockholm/Schweden 100 Mentor Graphics (Scandinavia) AB, Kista/Schweden 100 Siemens AB, Solna/Schweden 100 Siemens Financial Services AB, Stockholm/Schweden 100 Siemens Gamesa Renewable Energy AB, Stockholm/Schweden 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY SWEDEN AB, Stockholm/Schweden 100 Siemens Healthcare AB, Solna/Schweden 100 Siemens Industrial Turbomachinery AB, Finspång/Schweden 100 Siemens Industry Software AB, Solna/Schweden 100 Siemens Mobility AB, Solna/Schweden 100 Dresser Rand Sales Company GmbH, Zürich/Schweiz 100 Huba Control AG, Würenlos/Schweiz 100 Komykrieng AG in Liquidation, Zürich/Schweiz 100 Mentor Graphics (Schweiz) AG, Kilchberg/Schweiz 100 Polarion AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Healthcare AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Industry Software GmbH, Zürich/Schweiz 100 Siemens Logistics AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Mobility AG, Wallisellen/Schweiz 100 Siemens Power Holding AG, Zug/Schweiz 100 Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens d. o. o. Beograd, Novi Beograd/Serbien 100 Siemens Gas and Power d. o. o. Beograd, Novi Beograd/Serbien 100 7 Siemens Healthcare d. o. o. Beograd, Belgrad/Serbien 100 Siemens Mobility d. o. o. Cerovac, Kragujevac/Serbien 100 OEZ Slovakia, spol. s r. o., Bratislava/Slowakei 100 SAT Systémy automatizacnej techniky spol. s. r. o., Bratislava/Slowakei 60 Siemens Healthcare s. r. o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens Mobility, s. r. o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens s. r. o., Bratislava/Slowakei 100 SIPRIN s. r. o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens d. o. o., Ljubljana/Slowenien 100 Siemens Gas and Power d. o. o., Ljubljana/Slowenien 100 7 Siemens Healthcare d. o. o., Ljubljana/Slowenien 100 Siemens Mobility d. o. o., Ljubljana/Slowenien 100 Adwen Offshore, S. L., Zamudio/Spanien 100 Aimsun S. L., Barcelona/Spanien 100 Dresser-Rand Holdings Spain S. L. U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Estructuras Metalicas Singulares, S. A. Unipersonal, Tajonar/Spanien 100 Fábrica Electrotécnica Josa, S. A. U., Tres Cantos/Spanien 100 FLENDER IBERICA SL, Tres Cantos/Spanien 100 FLOVEA SOLAR, S. L. U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Gamesa Electric, S. A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Gamesa Energy Transmission, S. A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Gerr Grupo Energético XXI, S. A. Unipersonal, Barcelona/Spanien 100 Guascor Explotaciones Energéticas, S. A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Ingenieria S. A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Isolux AIE, Vitoria-Gasteiz/Spanien 60 7, 13 Guascor Promotora Solar, S. A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 International Wind Farm Developments II, S. L., Zamudio/Spanien 100 International Wind Farm Developments IX, S. L., Zamudio/Spanien 100 INVERSIONES SAMIAC 30, S. L. U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 7 Mentor Graphics (Espana) SL, Madrid/Spanien 100 Parque Eolico Dos Picos, S. L. U., Zamudio/Spanien 100 SIEMENS ENGINES R & D, S. A. U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 SIEMENS ENGINES SA, Zumaia/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy 9REN, S. L., Madrid/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Apac, S. L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Eolica, S. L., Valle de Egues/Eguesibar/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Europa S. L., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Iberica S. L., Tres Cantos/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Innovation & Technology, S. L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy International Wind Services, S. A., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Invest, S. A., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Latam, S. L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S. A., Zamudio/Spanien 59 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Farms, S. A., Zamudio/Spanien 100 SIEMENS HEALTHCARE, S. L. U., Getafe/Spanien 100 Siemens Holding S. L., Madrid/Spanien 100 Siemens Industry Software S. L., Barcelona/Spanien 100 Siemens Logistics S. L. Unipersonal, Madrid/Spanien 100 SIEMENS MOBILITY, S. L. U., Tres Cantos/Spanien 100 Siemens Rail Automation S. A. U., Tres Cantos/Spanien 100 Siemens Renting S. A., Madrid/Spanien 100 Siemens S. A., Madrid/Spanien 100 Sistemas Energéticos Argañoso, S. L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Arinaga, S. A. Unipersonal, Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Balazote, S. A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Boyal, S. L., Saragossa/Spanien 60 Sistemas Energéticos Cabanelas, S. A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos Cabezo Negro, S. A. Unipersonal, Saragossa/Spanien 100 Sistemas Energéticos Carril, S. L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Cuerda Gitana, S. A. Unipersonal, Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos Cuntis, S. A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos de Tarifa, S. L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos del Sur S. A., Sevilla/Spanien 70 Sistemas Energéticos El Valle, S. L., Sarriguren/Spanien 100 Sistemas Energéticos Finca San Juan, S. L. U., Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Fonseca, S. A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Jaralón, S. A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos La Cámara, S. L., Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos La Plana, S. A., Villanueva de Gállego/Spanien 90 Sistemas Energéticos Ladera Negra, S. A. Unipersonal, Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Loma del Reposo, S. L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Loma del Viento, S. A. Unipersonal, Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos Mansilla, S. L., Villarcayo de Merindad de Castilla la Vieja/Spanien 78 Sistemas Energéticos Monte Genaro, S. L. U., Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Serra de Lourenza, S. A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Sierra de Las Estancias, S. A. Unipersonal, Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos Sierra de Valdefuentes, S. L. U., Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Tablero Tabordo, S. L., Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Tomillo, S. A. Unipersonal, Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Telecomunicación, Electrónica y Conmutación S. A., Madrid/Spanien 100 Crabtree South Africa Pty. Limited, Midrand/Südafrika 100 Dresser-Rand Property (Pty) Ltd., Midrand/Südafrika 100 7 Dresser-Rand Service Centre (Pty) Ltd., Midrand/Südafrika 100 Dresser-Rand Southern Africa (Pty) Ltd., Midrand/Südafrika 100 Flender (Pty) Ltd, Johannesburg/Südafrika 100 Gamesa Wind South Africa (Proprietary) Limited, Kapstadt/Südafrika 100 KACO NEW ENERGY AFRICA (PTY) LTD, Midrand/Südafrika 100 Linacre Investments (Pty) Ltd., Kenilworth/Südafrika 0 3 S'Mobility Employee Stock Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 0 3 Siemens Employee Share Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 0 3 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY (PTY) LTD, Midrand/Südafrika 70 Siemens Gas & Power (Pty) Ltd, Midrand/Südafrika 100 7 Siemens Healthcare Employee Share Ownership Trust, Midrand/Südafrika 0 3 Siemens Healthcare Proprietary Limited, Halfway House/Südafrika 75 SIEMENS INDUSTRY SOFTWARE SA (PTY) LTD, Centurion/Südafrika 100 Siemens Mobility (Pty) Ltd, Randburg/Südafrika 100 Siemens Proprietary Limited, Midrand/Südafrika 70 Siemens Wind Power Employee Share Ownership Trust, Midrand/Südafrika 0 3 Siemens Tanzania Ltd. i.L., Dar Es Salaam/Tansania 100 OEZ s. r. o., Letohrad/Tschechien 100 Siemens Electric Machines s. r. o., Drasov/Tschechien 100 Siemens Gas and Power, s. r. o., Prag/Tschechien 100 7 Siemens Healthcare, s. r. o., Prag/Tschechien 100 Siemens Industry Software, s. r. o., Prag/Tschechien 100 Siemens Mobility, s. r. o., Prag/Tschechien 100 Siemens, s. r. o., Prag/Tschechien 100 Flender Mekanik Güc Aktarma Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 KACO New Enerji Limited Sirketi, Pendik/Türkei 100 Siemens Finansal Kiralama A. S., Istanbul/Türkei 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERJI ANONIM SIRKETI, Kartal/Istanbul/Türkei 100 Siemens Gamesa Turkey Yenilenebilir Enerji Limited Sirketi, Kartal/Istanbul/Türkei 100 SIEMENS GAMESA YENILENEBILIR ENERJI IC VE DIS TICARET LIMITED SIRKETI, Menemen/Izmir/Türkei 100 Siemens Gas and Power Enerji Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 Siemens Healthcare Saglik Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 Siemens Mobility Ulasim Sistemleri Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 Siemens Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 Mentor Graphics Tunisia SARL, Tunis/Tunesien 100 Siemens Mobility S. A.R. L., Tunis/Tunesien 100 Siemens S. A., Tunis/Tunesien 100 Dresser-Rand Turkmen Company, Aschgabat/Turkmenistan 100 100 % foreign owned subsidiary "Siemens Ukraine", Kiew/Ukraine 100 Siemens Gamesa Renewable Energy LLC, Kiew/Ukraine 100 Siemens Gas and Power LLC, Kiew/Ukraine 100 7 SIEMENS HEALTHCARE LIMITED LIABILITY COMPANY, Kiew/Ukraine 100 evosoft Hungary Szamitastechnikai Kft., Budapest/Ungarn 100 Mentor Graphics Magyarorszag Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Gamesa Megújuló Energia Hungary Kft, Budapest/Ungarn 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Gas and Power Kft., Budapest/Ungarn 100 7 Siemens Healthcare Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Mobility Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Zrt., Budapest/Ungarn 100 Dresser-Rand Field Operations Middle East LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Gulf Steam Generators L. L. C., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 Samateq FZ LLC, UAE, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 100 SD (Middle East) LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Siemens Capital Middle East Ltd, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 100 Siemens Healthcare FZ LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 Siemens Healthcare L. L. C., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Siemens LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Siemens Middle East Limited, Masdar City/Vereinigte Arabische Emirate 100 SIEMENS MOBILITY LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Adwen UK Limited, Kingston Upon Hull, Yorkshire/Vereinigtes Königreich 100 AIMSUN LIMITED, London/Vereinigtes Königreich 100 Bargrennan Renewable Energy Park Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 ByteToken, Ltd, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 100 D-R Holdings (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Dresser-Rand (U. K.) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Dresser-Rand Company Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 FAST TRACK DIAGNOSTICS RESEARCH LIMITED, Dunblane/Vereinigtes Königreich 100 Flender Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Flomerics Group Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Glenouther Renewables Energy Park Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 GyM Renewables ONE Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Industrial Turbine Company (UK) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Lightwork Design Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 LIGHTWORKS SOFTWARE LIMITED, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Materials Solutions Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Materials Solutions Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Mendix Technology Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Mentor Graphics (UK) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 MRX Rail Services UK Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 7 MRX Technologies Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 next47 Fund 2018, L. P., London/Vereinigtes Königreich 100 Next47 Fund 2019, L. P., London/Vereinigtes Königreich 100 Next47 Fund 2020, L. P., London/Vereinigtes Königreich 100 Preactor International Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 57 3 Sellafirth Renewable Energy Park Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy B9 Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy UK Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industrial Turbomachinery Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industry Software Computational Dynamics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industry Software Simulation and Test Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Mobility Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Pension Funding (General) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Automation Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Systems Project Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Systems Project Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Transmission & Distribution Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 The Preactor Group Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 VA TECH T & D UK Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Nicosia/Zypern 100 Amerika (171 Gesellschaften) Artadi S. A., Buenos Aires/Argentinien 100 Guascor Argentina, S. A., Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens Healthcare S. A., Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens Industrial S. A., Buenos Aires/Argentinien 100 7 Siemens IT Services S. A., Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens Mobility S. A., Munro/Argentinien 100 Siemens S. A., Buenos Aires/Argentinien 100 VA TECH International Argentina SA, Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens Soluciones Tecnologicas S. A., Santa Cruz de la Sierra/Bolivien 100 Chemtech Servicos de Engenharia e Software Ltda., Rio de Janeiro/Brasilien 100 Dresser-Rand do Brasil, Ltda., Santa Bárbara D'Oeste/Brasilien 100 Guascor do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Industrial Turbine Brasil Geracao de Energia Ltda., Duque de Caxias/Brasilien 100 Iriel Indústria e Cómercio de Sistemas Eléctricos Ltda., Canoas/Brasilien 100 Jaguarí Energética, S. A., Jaguari/Brasilien 89 Siemens Gamesa Energia Renovável Ltda., Camaçari/Brasilien 100 Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Siemens Industry Software Ltda., São Caetano do Sul/Brasilien 100 Siemens Infraestrutura e Indústria Ltda., São Paulo/Brasilien 100 7 Siemens Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Siemens Mobility Soluções de Mobilidade Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Siemens Participações Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Siemens Wind Power Energia Eólica Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Flender S. P. A., Santiago de Chile/Chile 100 Nimbic Chile S. P. A., Las Condes/Chile 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Chile SpA, Santiago de Chile/Chile 100 Siemens Healthcare Equipos Médicos Sociedad por Acciones, Santiago de Chile/Chile 100 Siemens Mobility S. P. A., Santiago de Chile/Chile 100 Siemens S. A., Santiago de Chile/Chile 100 Siemens Wind Power SpA, Santiago de Chile/Chile 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY, S. R. L., San José/Costa Rica 100 Siemens Healthcare Diagnostics S. A., San José/Costa Rica 100 Siemens S. A., San José/Costa Rica 100 Gamesa Dominicana, S. A. S., Santo Domingo/Dominikanische Republik 100 Siemens Mobility, S. R. L., Santo Domingo/Dominikanische Republik 100 Siemens, S. R. L., Santo Domingo/Dominikanische Republik 100 Siemens S. A., Quito/Ecuador 100 Siemens-Healthcare Cia. Ltda., Quito/Ecuador 100 Siemens Healthcare, Sociedad Anonima, Antiguo Cuscatlán/El Salvador 100 Siemens S. A., Antiguo Cuscatlán/El Salvador 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY INSTALLATION & MAINTENANCE COMPAÑÍA LIMITADA, Guatemala/Guatemala 100 Siemens S. A., Guatemala/Guatemala 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY, S. A., Tegucigalpa/Honduras 100 Siemens S. A., Tegucigalpa/Honduras 100 Dade Behring Hong Kong Holdings Corporation, Tortola/Britische Jungferninseln 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, Grand Cayman/Kaimaninseln 100 Bytemark Canada Inc., Saint John/Kanada 100 Dresser-Rand Canada, ULC, Vancouver/Kanada 100 13 EPOCAL INC., Toronto/Kanada 100 KACO NEW ENERGY CANADA INC., Guelph/Kanada 100 7 Mentor Graphics (Canada) ULC, Vancouver/Kanada 100 13 Siemens Canada Limited, Oakville/Kanada 100 Siemens Financial Ltd., Oakville/Kanada 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Canada ULC, Halifax/Kanada 100 13 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Oakville/Kanada 100 Siemens Gas and Power Limited, Oakville/Kanada 100 7 Siemens Healthcare Limited, Oakville/Kanada 100 Siemens Industry Software ULC, Vancouver/Kanada 100 13 Siemens Logistics Ltd., Oakville/Kanada 100 SIEMENS MOBILITY LIMITED, Oakville/Kanada 100 Siemens Transformers Canada Inc., Trois-Rivières, Québec/Kanada 100 Trench Limited, Saint John/Kanada 100 Wheelabrator Air Pollution Control (Canada) Inc., Oakville/Kanada 100 Dresser-Rand Colombia S. A. S., Bogota/Kolumbien 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY S. A. S., Bogota/Kolumbien 100 Siemens Gas and Power S. A. S., Tenjo/Kolumbien 100 7 Siemens Healthcare S. A. S., Tenjo/Kolumbien 100 Siemens Mobility S. A. S., Tenjo/Kolumbien 100 Siemens S. A., Tenjo/Kolumbien 100 Central Eolica de Mexico S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesa Oax I Sociedad Anomima de Capital Variable, Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesa Oax II Sociedad de Responsabilidad Limitada de Capital Variable, Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesa Oax III Sociedad Anomima de Capital Variable, Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesacisa Desarolladora, S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesan I S. A.P.I de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Grupo Siemens S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Indústria de Trabajos Eléctricos S. A. de C. V., Ciudad Juárez/Mexiko 100 Siemens Gas and Power Servicios, S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Siemens Gas and Power, S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Siemens Gesa Renewable Energy Mexico, S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Gesa Renewable Energy, S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Gesa Renewables Energy Services S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Healthcare Diagnostics, S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Healthcare Servicios S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Industry Software, S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Inmobiliaria S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Logistics S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Mobility S. de R. L. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Servicios S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens, S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gamesa Eolica Nicaragua S. A., Managua/Nicaragua 100 Siemens S. A., Panama-Stadt/Panama 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S. A. C., Lima/Peru 100 Siemens Healthcare S. A. C., Surquillo/Peru 100 Siemens Mobility S. A. C., Lima/Peru 100 Siemens S. A. C., Lima/Peru 100 Dresser-Rand Trinidad & Tobago Unlimited, Couva/Trinidad und Tobago 100 13 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY S. R. L., Montevideo/Uruguay 100 Siemens S. A., Montevideo/Uruguay 100 Siemens Uruguay S. A., Montevideo/Uruguay 100 Dresser-Rand de Venezuela, S. A., Maracaibo/Venezuela 100 Gamesa Eólica VE, C. A., Caracas/Venezuela 100 Siemens Healthcare S. A., Caracas/Venezuela 100 7 Siemens Rail Automation, C. A., Caracas/Venezuela 100 Siemens S. A., Caracas/Venezuela 100 Advanced Airfoil Components LLC, Wilmington, DE/USA 51 Aimsun Inc., Dover, DE/USA 100 Building Robotics Inc., Wilmington, DE/USA 100 Bytemark Inc., New York, NY/USA 95 CD-adapco Battery Design LLC, Dover, DE/USA 50 2 Cedar Cap Wind, LLC, Dover, DE/USA 100 Corpus Merger, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Dedicated2Imaging LLC, Wilmington, DE/USA 80 Diversified Energy Transmissions, LLC, Salem, OR/USA 100 D-R Steam LLC, Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand Company, Olean, NY/USA 100 Dresser-Rand Global Services, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand Group Inc., Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand LLC, Wilmington, DE/USA 100 EcoHarmony West Wind, LLC, Minneapolis, MN/USA 100 eMeter Corporation, Wilmington, DE/USA 100 Enlighted, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Flender Corporation, Wilmington, DE/USA 100 J2 Innovations, Inc., Diamond Bar, CA/USA 100 KACO New Energy, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Mannesmann Corporation, New York, NY/USA 100 Mentor Graphics Corporation, Wilsonville, OR/USA 100 Mentor Graphics Global Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Next47 Inc., Wilmington, DE/USA 100 next47 Mid-Tier GP 2018, L. P., Wilmington, DE/USA 100 Next47 Mid-Tier GP 2019, L. P., Wilmington, DE/USA 100 Next47 Mid-Tier GP 2020, L. P., Wilmington, DE/USA 100 next47 TTGP, L. L. C., Wilmington, DE/USA 100 Nimbus Technologies, LLC, Bingham Farms, MI/USA 100 Omnetric Corp., Wilmington, DE/USA 100 P.E.T.NET Houston, LLC, Austin, TX/USA 51 PETNET Indiana, LLC, Indianapolis, IN/USA 50 1 PETNET Solutions Cleveland, LLC, Wilmington, DE/USA 63 PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA 100 Pocahontas Prairie Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Pocahontas Prairie Wind, LLC, Dover, DE/USA 100 Russelectric Inc., Hingham, MA/USA 100 Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Corporation, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Credit Warehouse, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Demag Delaval Turbomachinery, Inc., Hamilton, NJ/USA 100 Siemens Electrical, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Energy, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Field Staffing, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Financial, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Gamesa Renewable Energy PA, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Generation Services Company, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA/USA 100 Siemens Healthcare Laboratory, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Heat Transfer Technology Corp., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Logistics LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Mobility, Inc, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Molecular Imaging, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Power Generation Service Company, Ltd., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Public, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE/USA 100 SMI Holding LLC, Wilmington, DE/USA 100 Synchrony, Inc., Glen Allen, VA/USA 100 Wheelabrator Air Pollution Control Inc., Baltimore, MD/USA 100 Wind Portfolio Memberco, LLC, Dover, DE/USA 100 Asien, Australien (234 Gesellschaften) Aimsun Pty Ltd, Sydney/Australien 100 Australia Hospital Holding Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Bytemark Australia Pty Ltd, Wayville/Australien 100 CARMODY'S HILL INVESTMENT COMPANY PTY LTD, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (NBH) 2 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 7 Exemplar Health (NBH) Holdings 2 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (NBH) Trust 2, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) 3 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 7 Exemplar Health (SCUH) 4 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 7 Exemplar Health (SCUH) Holdings 3 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Holdings 4 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Trust 3, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Trust 4, Bayswater/Australien 100 Flender Pty. Ltd., Bayswater/Australien 100 J. R. B. Engineering Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Australia Pty Ltd, Melbourne/Australien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 Siemens Healthcare Pty. Ltd., Melbourne/Australien 100 Siemens Industry Software Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 Siemens Ltd., Bayswater/Australien 100 Siemens Mobility Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 SIEMENS RAIL AUTOMATION PTY. LTD., Bayswater/Australien 100 Siemens Bangladesh Ltd., Dhaka/Bangladesch 100 Siemens Healthcare Ltd., Dhaka/Bangladesch 100 Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking/China 100 Camstar Systems Software (Shanghai) Company Limited, Shanghai/China 100 Dresser-Rand Engineered Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Flender Ltd., China, Tianjin/China 100 Gamesa Blade (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 100 Ganquan Chaiguanshan Wind Power Co., Ltd., Yan'an City/China 100 IBS Industrial Business Software (Shanghai), Ltd., Shanghai/China 100 Inner Mongolia Gamesa Wind Co., Ltd., Wulanchabu/China 100 Jilin Gamesa Wind Co., Ltd., Da'an/China 100 Mentor Graphics (Shanghai) Electronic Technology Co., Ltd., Shanghai/China 100 Mentor Graphics Technology (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen/China 100 MWB (Shanghai) Co Ltd., Shanghai/China 65 Shuangpai Majiang Wuxingling Wind Power Co., Ltd, Yongzhou/China 100 Siemens Building Technologies (Tianjin) Ltd., Tianjin/China 70 Siemens Business Information Consulting Co., Ltd, Peking/China 100 Siemens Circuit Protection Systems Ltd., Shanghai, Shanghai/China 75 Siemens Computational Science (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai/China 100 Siemens Eco-City Innovation Technologies (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 60 Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou, Suzhou/China 100 Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China 85 Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking/China 100 Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking/China 100 Siemens Financial Services Ltd., Peking/China 100 Siemens Gamesa Renewable Energy (Beijing) Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Gamesa Renewable Energy (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Technology (China) Co., Ltd., Tianjin/China 100 Siemens Gas Turbine Components (Jiangsu) Co., Ltd., Yixing/China 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100 Siemens Healthineers Diagnostics (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Healthineers Ltd., Shanghai/China 100 Siemens High Voltage Circuit Breaker Co., Ltd., Hangzhou, Hangzhou/China 51 Siemens High Voltage Switchgear Co., Ltd., Shanghai, Shanghai/China 51 Siemens Industrial Automation Products Ltd., Chengdu, Chengdu/China 100 Siemens Industrial Turbomachinery (Huludao) Co. Ltd., Huludao/China 84 Siemens Industry Software (Beijing) Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Industry Software (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100 Siemens Investment Consulting Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Logistics Automation Systems (Beijing) Co., Ltd, Peking/China 100 Siemens Ltd., China, Peking/China 100 Siemens Manufacturing and Engineering Centre Ltd., Shanghai/China 51 Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi/China 85 Siemens Mobility Electrification Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 51 7 Siemens Mobility Equipment (China) Co., Ltd, Shanghai Pilot Free Trade Zone/China 100 Siemens Mobility Rail Equipment (Tianjin) Ltd., Tianjin/China 100 Siemens Mobility Technologies (Beijing) Co., Ltd, Peking/China 100 Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing, Nanjing/China 80 Siemens Power Automation Ltd., Nanjing/China 100 Siemens Power Plant Automation Ltd., Nanjing/China 100 Siemens Sensors & Communication Ltd., Dalian/China 100 Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen/China 100 Siemens Signalling Co., Ltd., Xi'an/China 70 Siemens Standard Motors Ltd., Yizheng/China 100 Siemens Surge Arresters Ltd., Wuxi/China 100 Siemens Switchgear Ltd., Shanghai, Shanghai/China 55 Siemens Technology Development Co., Ltd. of Beijing, Peking/China 90 Siemens Transformer (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou/China 63 Siemens Transformer (Jinan) Co., Ltd, Jinan/China 90 Siemens Transformer (Wuhan) Company Ltd., Wuhan City/China 100 Siemens Venture Capital Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Wiring Accessories Shandong Ltd., Zibo/China 100 Siemens X-Ray Vacuum Technology Ltd., Wuxi, Wuxi/China 100 TASS International Co. Ltd., Shanghai/China 100 Trench High Voltage Products Ltd., Shenyang, Shenyang/China 65 Yangtze Delta Manufacturing Co. Ltd., Hangzhou, Hangzhou/China 51 Yongzhou Shuangpai Daguping Wind Power Co., Ltd., Longbo town, Yongzhou city/China 100 Camstar Systems (Hong Kong) Limited, Hongkong/Hongkong 100 International Wind Farm Development I Limited, Hongkong/Hongkong 100 International Wind Farm Development II Limited, Hongkong/Hongkong 100 International Wind Farm Development IV Limited, Hongkong/Hongkong 100 International Wind Farm Development VII Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Gas and Power Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 Siemens Healthcare Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Industry Software Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Logistics Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Mobility Limited, Hongkong/Hongkong 100 Anantapur Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Bapuram Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Beed Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Bhuj Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Bytemark India LLP, Bangalore/Indien 100 Bytemark Technology Solutions India Pvt Ltd, Bangalore/Indien 100 Channapura Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Chikkodi Renewable Power Private Limited, Chennai/Indien 100 Devarabanda Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Dhone Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Dresser-Rand India Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 Enlighted Energy Systems Pvt Ltd, Chennai/Indien 100 Fast Track Diagnostics Asia Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Flomerics India Private Limited, Mumbai/Indien 100 Gadag Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Gagodar Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Gangavathi Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Ghatpimpri Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Gudadanal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Hattarwat Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Haveri Renewable Power Private Limited, Chennai/Indien 100 Hungund Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Jalore Wind Park Private Limited, Chennai/Indien 100 Jamkhandi Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Kadapa Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Kanigiri Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Kod Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Kollapur Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Koppal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Kurnool Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Kutch Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Maski Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Mathak Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Mentor Graphics (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Mentor Graphics (Sales and Services) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Nandikeshwar Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Neelagund Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Nellore Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Nirlooti Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Osmanabad Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 PETNET Radiopharmaceutical Solutions Pvt. Ltd., Mumbai/Indien 100 Poovani Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Powerplant Performance Improvement Ltd., Neu-Delhi/Indien 50 1 Preactor Software India Private Limited, Bangalore/Indien 100 Rajgarh Windpark Private Limited, Chennai/Indien 99 Rangareddy Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Rayachoty Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 RSR Power Private Limited, Chennai/Indien 100 Sankanur Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 SANTALPUR RENEWABLE POWER PRIVATE LIMITED, Gujarat/Indien 99 Saunshi Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Shivamogga Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Siemens Factoring Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 Siemens Financial Services Private Limited, Mumbai/Indien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Engineering Centre Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY PROJECTS PRIVATE LIMITED, Chennai/Indien 100 Siemens Gamesa Renewable Power Private Limited, Chennai/Indien 100 Siemens Healthcare Private Limited, Mumbai/Indien 100 Siemens Industry Software (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Siemens Industry Software Computational Dynamics India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 100 Siemens Logistics India Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 Siemens Ltd., Mumbai/Indien 75 Siemens Rail Automation Pvt. Ltd., Neu-Mumbai/Indien 100 Siemens Technology and Services Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 Sindhanur Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Thoothukudi Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Tirupur Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Tuljapur Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Umrani Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Uppal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Vempalli Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Viralipatti Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Zalki Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 P. T. Siemens Indonesia, Jakarta/Indonesien 100 PT Dresser-Rand Services Indonesia, Cilegon/Indonesien 100 PT SAMUDIA BAHTERA, Jakarta/Indonesien 100 PT Siemens Gamesa Renewable Energy, Jakarta/Indonesien 95 PT Siemens Mobility Indonesia, Jakarta/Indonesien 100 PT. Siemens Industrial Power, Kota Bandung/Indonesien 100 Acrorad Co., Ltd., Okinawa/Japan 96 Mentor Graphics Japan Co., Ltd., Tokio/Japan 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Japan K. K., Kanagawa/Japan 100 Siemens Healthcare Diagnostics K. K., Tokio/Japan 100 Siemens Healthcare K. K., Tokio/Japan 100 Siemens K. K., Tokio/Japan 100 Siemens PLM Software Computational Dynamics K. K., Yokohama/Japan 100 Mentor Graphics (Korea) LLC, Bundang-gu, Seongnam-si, Gyeonggi-do/Korea 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Seoul/Korea 100 Siemens Healthineers Ltd., Seoul/Korea 100 Siemens Industry Software Ltd., Seoul/Korea 100 Siemens Ltd. Seoul, Seoul/Korea 100 Siemens Mobility Ltd., Seoul/Korea 100 Dresser-Rand Asia Pacific Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 100 Siemens Gas and Power Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100 7 Siemens Healthcare Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100 Siemens Industry Software Sdn. Bhd., George Town, Pulau Pinang/Malaysia 100 Siemens Malaysia Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100 Siemens Mobility Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 100 Siemens (N. Z.) Limited, Auckland/Neuseeland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy New Zealand Limited, Auckland/Neuseeland 100 Siemens Healthcare Limited, Auckland/Neuseeland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, Inc., Makati City/Philippinen 100 Siemens Healthcare Inc., Manila/Philippinen 100 Siemens Power Operations, Inc., Manila/Philippinen 100 Siemens, Inc., Manila/Philippinen 100 Aimsun Pte Ltd, Singapur/Singapur 100 Flender Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Mentor Graphics Asia Pte Ltd, Singapur/Singapur 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Singapore Private Limited, Singapur/Singapur 100 Siemens Gas and Power Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 7 Siemens Healthcare Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Industry Software Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Logistics PTE. LTD., Singapur/Singapur 100 Siemens Mobility Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Lanka (Private) Limited, Colombo/Sri Lanka 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Offshore Wind Limited, Taipeh/Taiwan 100 Siemens Gas and Power Limited, Taipeh/Taiwan 100 7 Siemens Healthcare Limited, Taipeh/Taiwan 100 Siemens Industry Software (TW) Co., Ltd., Taipeh/Taiwan 100 Siemens Limited, Taipeh/Taiwan 100 Dresser-Rand (Thailand) Limited, Rayong/Thailand 100 Siemens Gamesa Renewable Energy (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Bangkok/Thailand 100 Siemens Healthcare Limited, Bangkok/Thailand 100 Siemens Limited, Bangkok/Thailand 99 Siemens Logistics Automation Systems Ltd., Bangkok/Thailand 100 Siemens Mobility Limited, Bangkok/Thailand 100 Siemens Gamesa Renewable Energy LLC, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100 Siemens Healthcare Limited, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100 Siemens Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100 ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN Deutschland (29 Gesellschaften) Alchemist Accelerator Europe Fund I GmbH & Co. KG, Grünwald 100 4, 8 ATS Projekt Grevenbroich GmbH, Schüttorf 25 8 BELLIS GmbH, Braunschweig 49 8 Caterva GmbH, Pullach i. Isartal 50 Curagita Holding GmbH, Heidelberg 30 DKS Dienstleistungsgesellschaft f. Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln 49 8 egrid applications & consulting GmbH, Kempten 49 8 FEAG Fertigungscenter für Elektrische Anlagen GmbH, Erlangen 49 8 GuD Herne GmbH, Essen 50 IFTEC GmbH & Co. KG, Leipzig 50 Infineon Technologies Bipolar GmbH & Co. KG, Warstein 40 Infineon Technologies Bipolar Verwaltungs-GmbH, Warstein 40 8 INPRO Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin 25 8 LIB Verwaltungs-GmbH, Leipzig 50 8 Ludwig Bölkow Campus GmbH, Taufkirchen 25 8 Magazino GmbH, München 28 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Regensburg 20 MetisMotion GmbH, München 23 8 MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, Bremen 49 MeVis BreastCare Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 49 8 Nordlicht Holding GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 33 Nordlicht Holding Verwaltung GmbH, Frankfurt am Main 33 8 OWP Butendiek GmbH & Co. KG, Bremen 23 Siemens EuroCash, München 5 6 Sternico GmbH, Wendeburg 45 8 Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Erlangen 50 Veja Mate Offshore Project GmbH, Oststeinbek 20 Voith Hydro Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim 35 Voith Hydro Holding Verwaltungs GmbH, Heidenheim 35 8 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (62 Gesellschaften) Armpower CJSC, Jerewan/Armenien 40 OIL AND GAS PROSERV LLC, Baku/Aserbaidschan 25 8 BioMensio Oy, Tampere/Finnland 23 8 Padam Mobility S. A.S, Paris/Frankreich 38 8 TRIXELL SAS, Moirans/Frankreich 25 Eviop-Tempo A.E. Electrical Equipment Manufacturers, Vassiliko/Griechenland 48 Parallel Graphics Ltd., Dublin/Irland 57 4,8 Reindeer Energy Ltd., Bnei Berak/Israel 33 COELME - Costruzioni Elettromeccaniche S. P. A., Santa Maria di Sala/Italien 25 Transfima GEIE, Mailand/Italien 42 8, 13 Transfima S. P. A., Mailand/Italien 49 8 VAL 208 Torino GEIE, Mailand/Italien 86 4, 8,13 KACO New Energy Co., Amman/Jordanien 49 Temir Zhol Electrification LLP, Astana/Kasachstan 49 EGM Holding Limited, Marsaskala/Malta 33 Energie Electrique de Tahaddart S. A., Tanger/Marokko 20 Buitengaats C. V., Amsterdam/Niederlande 20 6, 13 Buitengaats Management B. V., Eemshaven/Niederlande 20 8 GLT-PLUS V.O.F, Sappemeer/Niederlande 40 8,13 Infraspeed EPC Consortium V. O. F., Zoetermeer/Niederlande 50 8, 13 Infraspeed Maintainance B. V., Dordrecht/Niederlande 50 Locomotive Workshop Rotterdam B. V., Zoetermeer/Niederlande 50 Screenpoint Medical B. V., Nijmegen/Niederlande 21 8 Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, Den Haag/Niederlande 50 ZeeEnergie C. V., Amsterdam/Niederlande 20 6, 13 ZeeEnergie Management B. V., Eemshaven/Niederlande 20 8 Wirescan AS, Trollaasen/Norwegen 36 8 Aspern Smart City Research GmbH, Wien/Österreich 44 8 Aspern Smart City Research GmbH & Co KG, Wien/Österreich 44 E-Mobility Provider Austria GmbH, Wien/Österreich 20 8 SMATRICS GmbH & Co KG, Wien/Österreich 20 Rousch (Pakistan) Power Ltd., Islamabad/Pakistan 26 OOO Transconverter, Moskau/Russische Föderation 35 8 OOO VIS Automation mit Zusatz "Ein Gemeinschaftsunternehmen von VIS und Siemens", Moskau/Russische Föderation 49 ZAO Interautomatika, Moskau/Russische Föderation 46 Certas AG, Zürich/Schweiz 50 Interessengemeinschaft TUS, Männedorf/Schweiz 50 13 Ardora, S. A., Vigo/Spanien 35 8 Desgasificación de Vertederos, S.A, Madrid/Spanien 50 8 Energías Renovables San Adrián de Juarros, S. A., San Adrián de Juarros/Spanien 45 EXPLOTACIONES Y MANTEMIENTOS INTEGRALES S. L., Getxo/Spanien 50 8 Gate Solar Gestión, S. L. Unipersonal, Vitoria-Gasteiz/Spanien 50 8 Hydrophytic, S. L., Vitoria-Gasteiz/Spanien 50 8 Nertus Mantenimiento Ferroviario y Servicios S. A., Madrid/Spanien 51 4 Nuevas Estrategias de Mantenimiento, S. L., San Sebastian/Spanien 50 SIGLO XXI SOLAR, SOCIEDAD ANONIMA, Ciudad Real/Spanien 25 8 Sistemas Energéticos DE TENERIFE, S. A., SANTA CRUZ DE TENERIFE/Spanien 20 8 Sistemes Electrics Espluga, S. A., Barcelona/Spanien 50 Tusso Energía, S. L., Sevilla/Spanien 50 8 Windar Renovables, S. L., Avilés/Spanien 32 WS Tech Energy Global S. L., Viladecans/Spanien 49 Impilo Consortium (Pty.) Ltd., La Lucia/Südafrika 31 Meomed s. r. o., Prerov/Tschechien 47 8 Joint Venture Service Center, Chirchik/Usbekistan 49 8 Cross London Trains Holdco 2 Limited, London/Vereinigtes Königreich 33 Ethos Energy Group Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich 49 Galloper Wind Farm Holding Company Limited, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich 25 Lincs Renewable Energy Holdings Limited, London/Vereinigtes Königreich 50 Plessey Holdings Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 50 8 Primetals Technologies, Limited, London/Vereinigtes Königreich 49 RWG (Repair & Overhauls) Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich 50 Studio Novitas Ltd., Berkhamsted, Hertfordshire/Vereinigtes Königreich 21 8 Amerika (21 Gesellschaften) Gas Natural Acu Infraestructura S.A, Rio de Janeiro/Brasilien 5 6 GNA 1 Geração de Energia S. A., São João da Barra/Brasilien 33 Micropower Comerc Energia S. A., São Paulo/Brasilien 20 Akuo Energy Dominicana, S. R. L, Santo Domingo/Dominikanische Republik 33 Union Temporal Recaudo y Tecnologia, Santiago de Cali/Kolumbien 20 13 Energia Eólica de Mexico S. A. de C. V., Mexiko-Stadt/Mexiko 50 Empresa Nacional De Maquinas Eléctricas ENME, S. A., Caracas/Venezuela 40 8 Baja Wind US LLC, Wilmington, DE/USA 50 8 CEF-L Holding, LLC, Wilmington, DE/USA 27 DeepHow Corp., Princeton, NJ/USA 23 8 First State Marine Wind, LLC, Newark, DE/USA 31 8 Fluence Energy, LLC, Wilmington, DE/USA 50 Hickory Run Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 20 6 Panda Hummel Station Intermediate Holdings I LLC, Wilmington, DE/USA 32 Panda Stonewall Intermediate Holdings I, LLC, Wilmington, DE/USA 37 PhSiTh LLC, New Castle, DE/USA 33 Powerit Holdings, Inc., Seattle, WA/USA 21 8 PTG Holdings Company LLC, Dover, DE/USA 26 Rether networks, Inc., Berkeley, CA/USA 30 8 USARAD Holdings, Inc., Fort Lauderdale, FL/USA 30 8 Wi-Tronix Group Inc., Dover, DE/USA 30 Asien, Australien (24 Gesellschaften) Exemplar Health (NBH) Partnership, Melbourne/Australien 50 Exemplar Health (SCUH) Partnership, Sydney/Australien 50 PHM Technology Pty Ltd, Melbourne/Australien 37 8 Beijing Jingneng International Energy Technology Co., Ltd., Peking/China 45 DBEST (Beijing) Facility Technology Management Co., Ltd., Peking/China 25 Guangzhou Suikai Smart Energy Co., Ltd., Guangzhou/China 35 Saitong Railway Electrification (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing/China 50 8 Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai/China 40 Shanghai Meiling Medical Imaging Diagnosis Center Co., Ltd., Shanghai/China 49 Siemens Traction Equipment Ltd., Zhuzhou, Zhuzhou/China 50 Smart Metering Solutions (Changsha) Co. Ltd., Changsha/China 49 TianJin ZongXi Traction Motor Ltd., Tianjin/China 50 Xi'An X-Ray Target Ltd., Xi'an/China 43 8 Zhenjiang Siemens Busbar Trunking Systems Co. Ltd., Yangzhong/China 50 Zhi Dao Railway Equipment Ltd., Taiyuan/China 50 Bangalore International Airport Ltd., Bangalore/Indien 20 Orange Sironj Wind Power Private Limited, Neu-Delhi/Indien 46 Pune IT City Metro Rail Limited, Pune/Indien 26 Transparent Energy Systems Private Limited, Pune/Indien 25 8 P. T. Jawa Power, Jakarta/Indonesien 50 PT Asia Care Indonesia, Jakarta/Indonesien 40 PT Trafoindo Power Indonesia, Jakarta/Indonesien 49 Advance Gas Turbine Solutions SDN. BHD., Kuala Lumpur/Malaysia 43 Power Automation Pte. Ltd., Singapur/Singapur 49 1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit. 2 Beherrschender Einfluss aufgrund von Rechten zur Bestellung, Versetzung oder Abberufung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen. 3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten. 4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung. 8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung. 9 Befreiung gemäß § 264 b HGB. 10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB. 11 Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss (nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften), dem ein vom Siemens-Geschäftsjahr abweichendes Geschäftsjahr zugrunde liegen kann. 12 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 13 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. scroll Stand: 30.09.2019 Kapitalanteil in % Ergebnis nach Steuern in Mio. € Eigenkapital in Mio. € SONSTIGE BETEILIGUNGEN 11 Deutschland (2 Gesellschaften) BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH, Grünwald 100 4,5 18 268 Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald 100 4,5 62 519 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (2 Gesellschaften) Uhre Vindmollelaug I/S, Brande/Daenemark 19 13 0 1 Unincorporated Joint Venture Gwynt y Mor, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich 10 k. A. k. A. Amerika (2 Gesellschaften) Bentley Systems, Incorporated, Wilmington, DE/Vereinigte Staaten 12 k. A. k. A. ChargePoint, Inc., Campbell, CA/Vereinigte Staaten 5 - 95 150 1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit. 2 Beherrschender Einfluss aufgrund von Rechten zur Bestellung, Versetzung oder Abberufung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen. 3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten. 4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung. 8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung. 9 Befreiung gemäß § 264 b HGB. 10 Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB. 11 Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss (nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften), dem ein vom Siemens-Geschäftsjahr abweichendes Geschäftsjahr zugrunde liegen kann. 12 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 13 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. k.A. = Es liegen keine Angaben vor. C Weitere Informationen C.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. München, den 3. Dezember 2019 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Joe Kaeser Dr. Roland Busch Lisa Davis Klaus Helmrich Janina Kugel Cedrik Neike Michael Sen Prof. Dr. Ralf P. Thomas C.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019, der Konzernbilanz zum 30. September 2019, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Siemens Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, geprüft. Das Kapitel → A.9.3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG des zusammengefassten Lageberichts, einschließlich Kapitel → C.4.2 des Geschäftsberichts 2019, auf das in Kapitel → A.9.3 verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: Umsatzrealisierung bei Verträgen im Anlagengeschäft Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit des Konzerns, insbesondere in dem Operativen Unternehmen Gas and Power sowie in den Strategischen Unternehmen Mobility und Siemens Gamesa Renewable Energy, wird über Verträge im Anlagengeschäft abgewickelt. Die Realisierung des Umsatzes für langfristige Verträge im Anlagengeschäft erfolgt gemäß IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden, in der Regel über einen bestimmten Zeitraum nach der Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad. Die Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft ist aus unserer Sicht ein Bereich mit einem bedeutsamen Risiko wesentlich falscher Darstellungen (einschließlich des möglichen Risikos, dass Führungskräfte Kontrollen umgehen) und damit ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da bei der Ermittlung des Fertigstellungsgrads die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter eine wesentliche Auswirkung haben. Dies gilt vor allem hinsichtlich des erforderlichen Liefer- und Leistungsumfangs, der geschätzten Gesamtkosten, der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der geschätzten Umsatzerlöse sowie der Auftragsrisiken einschließlich technischer, politischer, regulatorischer und rechtlicher Risiken. Umsatzerlöse, geschätzte Gesamtkosten und Gewinnrealisierung können aufgrund von neuen Erkenntnissen über Kostenüberschreitungen sowie Änderungen im Projektumfang während der Laufzeit eines Vertrags im Anlagengeschäft teils erheblich von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen des Projektmanagements in der Angebots- und Abwicklungsphase von Verträgen im Anlagengeschäft auseinandergesetzt. Dabei haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen im Projektgeschäft durch Nachvollziehen von projektspezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Konzernabschluss beurteilt. Zudem haben wir Kontrollen auf Managementebene einschließlich Projektdurchsprachen sowie Kontrollen zur zeitnahen Beurteilung von Änderungen von Kostenschätzungen sowie deren zeitnahe und vollständige Erfassung in der Projektkalkulation getestet. Auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen und Annahmen im Rahmen von Einzelfallprüfungen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere solche Projekte ausgewählt, die wesentliche künftige Unsicherheiten und Risiken aufweisen, wie beispielsweise Festpreis- beziehungsweise schlüsselfertige Anlagenprojekte, Projekte mit hohen technischen Anforderungen oder hohem Leistungsanteil von Zulieferern, Subunternehmen oder Konsortialpartnern, grenzüberschreitende Projekte sowie Projekte, die Kostenänderungen, Verzögerungen und/oder geringe oder negative Margen aufweisen. Unsere Prüfungshandlungen beinhalteten unter anderem die Durchsicht der vertraglichen Grundlagen sowie Vertragskonditionen einschließlich vertraglich vereinbarter Regelungen über Teillieferungen beziehungsweise -leistungen, Kündigungsrechte, Verzugs- und Vertragsstrafen sowie Schadenersatz. Für die ausgewählten Projekte haben wir uns zur Beurteilung der periodengerechten Ertragsermittlung auch mit den zum Stichtag abrechenbaren Umsatzerlösen sowie den zugehörigen, erfolgswirksam zu buchenden Umsatzkosten unter Zugrundelegung des Fertigstellungsgrads befasst sowie die bilanzielle Abbildung zugehöriger Bilanzpositionen untersucht. Auf Basis der Vorgaben des IFRS 15 haben wir auch die bilanziellen Auswirkungen von Vertragsänderungen oder vertraglichen Optionen gewürdigt. Ferner haben wir Befragungen des Projektmanagements (sowohl kaufmännische als auch technische Projektmanager) zur Entwicklung der Projekte, zu den Gründen bei Abweichungen zwischen geplanten Kosten und Ist-Kosten, zur aktuellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Kosten sowie zu den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von Auftragsrisiken durchgeführt. Um Auffälligkeiten in der Margenentwicklung über den Projektverlauf zu erkennen, haben wir auch datenanalytische Verfahren eingesetzt. Bei der Festlegung unserer Prüfungshandlungen haben wir auch Ergebnisse aus Projektprüfungen der internen Revision berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Projektabnahmen, Vertragskonditionen sowie Rechtsanwaltsbestätigungen zu behaupteten Vertragsverletzungen und geltend gemachten Ansprüchen) und Werks- und Projektstandorte besichtigt. Aufgrund der Höhe des Vertragsvolumens und des Risikoprofils, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung in den Märkten für Stromerzeugung, lag hierbei ein besonderer Prüfungsschwerpunkt auf Großaufträgen zur schlüsselfertigen Errichtung von Kraftwerken, im Lösungsgeschäft für Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung, zur Lieferung von Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrszügen sowie zur Errichtung von Offshore-Windparks. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung bei Verträgen im Anlagengeschäft ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Verträgen im Anlagengeschäft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in → ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE SCHÄTZ- UND PRÄMISSENSENSITIVE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE. Zu Vertragsvermögenswerten und -verbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Drohverluste und Risiken aus Verträgen im Anlagengeschäft verweisen wir auf → ZIFFER 10 VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN und → ZIFFER 18 RÜCKSTELLUNGEN des Anhangs zum Konzernabschluss. Rückstellungen für Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sowie für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von Rückstellungen für Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen einschließlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Diese sind im besonderen Maße mit Unsicherheiten behaftet und erfordern Schätzungen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ansatz und die Höhe der jeweiligen Rückstellung und somit die Vermögens- und Ertragslage haben können. Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sind mit Unsicherheiten verbunden, da diese häufig komplexe rechtliche Fragestellungen umfassen und folglich erhebliche Ermessensspielräume seitens der gesetzlichen Vertreter bestehen, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe eine Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist. Die Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf die Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf die zu erwartenden Kosten der Stilllegung sowie der Abfallendlagerung, den erwarteten Zeitraum der Zahlungsmittelabflüsse sowie die Abzinsungssätze. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung von Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen haben wir uns mit den von Siemens eingerichteten Prozessen zur Identifizierung, Beurteilung und Bilanzierung von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren befasst. Um festzustellen, welche potenziell wesentlichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder geltend gemachten Ansprüche bekannt sind, und um die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den erwarteten Mittelabflüssen beurteilen zu können, umfassten unsere Prüfungshandlungen Befragungen der gesetzlichen Vertreter und anderer mit diesen Sachverhalten betrauter Personen innerhalb des Konzerns, die Einholung schriftlicher Erklärungen hausinterner Rechtsberater zur Bewertung des geschätzten Mittelabflusses und der Eintrittswahrscheinlichkeit, die Einholung von Bestätigungen von externen Rechtsberatern sowie die Beurteilung interner Stellungnahmen zur bilanziellen Abbildung im Konzernabschluss. Darüber hinaus haben wir Aufwandskonten für Rechtsberatung auf Hinweise für noch nicht berücksichtigte Sachverhalte untersucht. Weiterhin haben wir uns mit behaupteten oder aufgedeckten Nichteinhaltungen von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance-Verstöße) durch Einsichtnahme in interne und externe Stellungnahmen zu einzelnen Sachverhalten, Einholung schriftlicher Erklärungen von externen Rechtsberatern sowie Befragungen der Compliance-Organisation auseinandergesetzt. Dabei haben wir unter anderem die Durchführung und die Ergebnisse interner Untersuchungen durch Einsichtnahme in interne Berichte sowie die getroffenen Maßnahmen zur Behebung festgestellter Schwachstellen gewürdigt und beurteilt, ob etwaige Risiken im Konzernabschluss abzubilden sind. Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen konzentrierten sich aufgrund der oben genannten Unsicherheiten auf die Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen in Zusammenhang mit der Stilllegung des Standorts in Hanau (Werk Hanau) sowie für das nukleare Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der erwarteten Kosten für die Errichtung, den Betrieb sowie die Stilllegung des Endlagers, der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen hinsichtlich der erwarteten Teuerungsrate als Prüfungsnachweis, der angewandten Bewertungsmethoden unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie der wesentlichen ermessensbehafteten Schätzungen, die sich insbesondere aus der langen Laufzeit ergeben. Durch Befragungen von mit dem Sachverhalt betrauten Personen und Einsichtnahme in interne und externe Dokumente haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter gewürdigt, ob Siemens zum 30. September 2019 unverändert dem deutschen Atomgesetz unterliegt, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage schadlos verwertet und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Ferner haben wir die Angaben zu Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sowie zu Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen im Konzernanhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen sowie von Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Rückstellungen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in → ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE SCHÄTZ UND PRÄMISSENSENSITIVE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE. Hinsichtlich der Verfahren aus oder in Zusammenhang mit behaupteten Compliance-Vorwürfen verweisen wir auf → ZIFFER 22 RECHTSSTREITIGKEITEN. Zu den bestehenden Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen verweisen wir auf → ZIFFER 18 RÜCKSTELLUNGEN. Ungewisse Steuerpositionen sowie latente Steuern Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Siemens übt seine Geschäftstätigkeit in zahlreichen Ländern mit unterschiedlichem lokalem Steuerrecht aus. Die Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern war im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die Bewertung sowie die Vollständigkeit von ungewissen Steuerpositionen, die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern sowie die Bewertung und Vollständigkeit passiver latenter Steuern. Zudem waren die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den bilanziellen Auswirkungen der geänderten Steuergesetzgebung sowie hierzu veröffentlichten Verwaltungsanweisungen in den USA im Rahmen unserer Prüfung von Relevanz. Prüferisches Vorgehen: Unter Einbindung von internen Steuerspezialisten mit entsprechenden Kenntnissen des jeweiligen lokalen Steuerrechts haben wir uns mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Steuerpositionen befasst. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf ungewisse Steuerpositionen haben wir beurteilt, ob die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2019, aus denen sich ungewisse Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender ungewisser Steuerpositionen haben können, in Einklang mit dem Steuerrecht stehen. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen, der konzerninternen Übertragung von Markenrechten, Ergebnissen von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalten mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise der Bestimmung von Verrechnungspreisen. Zur Beurteilung der Bewertung und Vollständigkeit haben wir auch Bestätigungen von externen Steuerberatern eingeholt und von den gesetzlichen Vertretern beauftragte rechtliche beziehungsweise steuerliche Gutachten und Stellungnahmen eingesehen. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Mitarbeiter der Siemens-Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der aktuellen Steuerrechtsprechung gewürdigt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern haben wir insbesondere die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zu Steuerplanungsstrategien sowie zur Prognose des künftig erwarteten steuerpflichtigen Einkommens hinterfragt und zu internen Businessplänen abgeglichen. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen zu den passiven latenten Steuern haben wir uns vor allem mit den Annahmen zur zeitlich unbestimmten Reinvestition von aufgelaufenen Ergebnissen von Tochtergesellschaften befasst und diese unter Hinzuziehung der Dividendenplanung beurteilt. Ferner haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu den bilanziellen Auswirkungen der geänderten Steuergesetzgebung sowie hierzu veröffentlichten Verwaltungsanweisungen in den USA unter Einbindung von US-Steuerspezialisten gewürdigt. Darüber hinaus haben wir uns mit den Angaben zu Ertragsteuern einschließlich der Angaben zu den voraussichtlichen Auswirkungen der Erstanwendung von IFRIC 23, Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung, für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2019 im Konzernanhang befasst. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in → ZIFFER 2 WESENTLICHE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE SOWIE SCHÄTZ UND PRÄMISSENSENSITIVE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE und zu Angaben zu aktiven und passiven latenten Steuern auf → ZIFFER 7 ERTRAGSTEUERN des Anhangs zum Konzernabschluss. Änderung der Segmentberichterstattung Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Im Zuge der Umsetzung der Unternehmensstrategie "Vision 2020+" haben die gesetzlichen Vertreter der Siemens AG die interne Organisationsstruktur zum 1. April 2019 geändert. Im Rahmen der neuen Konzernstruktur bündelte Siemens die industriellen Geschäfte in drei Operative Unternehmen und drei Strategische Unternehmen. Financial Services bildet unverändert ein berichtspflichtiges Segment außerhalb der industriellen Geschäfte. Die Änderung der berichtspflichtigen Segmente war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt aufgrund der Bedeutung der Segmentberichterstattung im Rahmen der Kapitalmarktkommunikation, der hohen Komplexität der Umstellung der Berichterstattungsstruktur sowie der damit verbundenen Ermessensentscheidungen bei der Bestimmung der berichtspflichtigen Segmente sowie der Ermittlung der Wertansätze der Geschäfts- oder Firmenwerte und deren Zuordnung auf die neuen geschäftswerttragenden Einheiten. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Bestimmung der berichtspflichtigen Segmente befasst. Dabei haben wir insbesondere durch Einsichtnahme in die Protokolle der Vorstandssitzungen gewürdigt, ob die Segmentdefinition im Einklang mit der unternehmensinternen Berichterstattung und Ertragskraftbewertung durch den Gesamtvorstand und der Ressourcenallokation im Rahmen des Planungsprozesses steht. Weiterhin haben wir uns mit der Bestimmung der geschäftswerttragenden Einheiten auseinandergesetzt und beurteilt, ob diese im Einklang mit der unternehmensinternen Überwachung der Geschäfts- oder Firmenwerte stehen. Mit Unterstützung unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir ferner die konzeptionelle Vorgehensweise sowie die angewandten Bewertungsmethoden zur Reallokation der Geschäfts- oder Firmenwerte nachvollzogen sowie die Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen (wie beispielsweise Wachstumsraten und Kapitalkostensätze) gewürdigt. Ferner haben wir unter Einbindung von IT-Spezialisten die Umsetzung der neuen Berichtsstruktur in den IT-Systemen einschließlich der Anpassung der Konsolidierungsbuchungen und die Ermittlung der Vergleichbarkeitszahlen nachvollzogen sowie die Darstellung der Segmentinformationen im Konzernanhang und im zusammengefassten Lagebericht beurteilt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Änderung der Segmentberichterstattung ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft zur Segmentberichterstattung sind im Anhang zum Konzernabschluss in → ZIFFER 29 SEGMENTINFORMATIONEN enthalten. Für Informationen zu Geschäfts- oder Firmenwerten verweisen wir auf → ZIFFER 12 GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE. Weitere Angaben zu den Segmenten sind im zusammengefassten Lagebericht in Kapitel → A.1 ORGANISATION DES SIEMENS-KONZERNS UND GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG sowie → A.3 SEGMENTINFORMATIONEN dargestellt. SONSTIGE INFORMATIONEN Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel → C.3 des Geschäftsberichts 2019 verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, umfassen: ― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter in Kapitel → C.1 des Geschäftsberichts 2019; ― den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel → C.3 des Geschäftsberichts 2019; ― Corporate Governance in Kapitel → C.4 des Geschäftsberichts 2019; ― Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen in Kapitel → C.5 des Geschäftsberichts 2019. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen beziehungsweise das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; ― holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. Januar 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. Januar 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 als Konzernabschlussprüfer der Siemens Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Spannagl. München, den 3. Dezember 2019 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Spannagl, Wirtschaftsprüfer Breitsameter, Wirtschaftsprüferin C.3 Bericht des Aufsichtsrats Berlin und München, 4. Dezember 2019 Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Siemens stellt sich für die Zukunft auf. Mit der Strategie "Vision 2020+" gibt Siemens seinen Geschäften größere unternehmerische Freiheit und Fokussierung. Management und Mitarbeiter treiben diese bedeutende Weiterentwicklung des Unternehmens entschlossen voran. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Umsetzung der Strategie "Vision 2020+" eng begleitet. Der Aufsichtsrat unterstützt die wegweisende Entscheidung, ein eigenständiges Siemens-Energieunternehmen an die Börse zu bringen, das die Energiewende weltweit gestalten wird. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands überwacht und beratend begleitet. Darüber hinaus fand ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorsitzenden des Vorstands sowie den übrigen Vorstandsmitgliedern statt. Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets informiert über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden und hat diese mit dem Vorstand intensiv und detailliert erörtert. Soweit für Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats - teilweise vorbereitet durch die Ausschüsse - diese nach intensiver Prüfung und Erörterung gebilligt. Über Maßnahmen und Entscheidungen der Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands im vorgegebenen rechtlichen Rahmen informiert. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Tätigkeit in diesem Jahr war die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, mit der wir uns eingehend in mehreren Sitzungen auseinandergesetzt haben. Der Aufsichtsrat unterstützt die Maßnahmen zur Neuausrichtung. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit war die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Unter Berücksichtigung der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hat der Aufsichtsrat erste personelle Weichen für die Zukunft gestellt. DIE THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM Im Berichtsjahr fanden sechs turnusmäßige Sitzungen statt. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Außerdem befassten wir uns anlassbezogen mit Akquisitions- und Desinvestitionsprojekten sowie mit Risiken des Unternehmens. Weiterer Gegenstand der Beratungen waren Portfoliomaßnahmen, insbesondere die geplante Abspaltung und anschließende Börsennotierung des Operativen Unternehmens Gas and Power. Über den Stand des kartellrechtlichen Genehmigungsverfahrens im Zusammenhang mit der geplanten Zusammenführung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom SA, Frankreich, wurden wir laufend informiert. Das Ergebnis dieses Verfahrens haben wir in unserer Sitzung am 7. Mai 2019 gewürdigt und diskutiert. Der Aufsichtsrat tagte regelmäßig auch zeitweise ohne den Vorstand. Dabei wurden Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst oder interne Aufsichtsratsangelegenheiten betrafen. In der Sitzung am 7. November 2018 besprachen wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2018 und billigten das Budget 2019. Des Weiteren legte der Aufsichtsrat nach Empfehlung des Vergütungsausschusses auf Basis der ermittelten Zielerreichung die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2018 fest. Eine interne Prüfung hat deren Angemessenheit bestätigt. Zudem beschlossen wir auf Vorschlag des Vergütungsausschusses Ziele für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2019. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem einem Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis November 2021 sowie Beschlüssen des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen zu. Am 28. November 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern zum 30. September 2018, mit dem Geschäftsbericht 2018 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 30. Januar 2019 befasst. Der Vorstand informierte uns über den aktuellen Status von Akquisitionen und Desinvestitionen und über die Geschäftslage und die Geschäftsentwicklung des Geschäftsbereichs Financial Services. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers und dem Bericht des Cybersecurity Officers. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem den Beschlüssen des Vorstands über Investitionen in zwei Gaskraftwerke in Brasilien zu. In der Aufsichtsratssitzung am 29. Januar 2019 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals und über strategische Optionen in Bezug auf den Geschäftsbereich Power and Gas. In der Sitzung am 7. Mai 2019 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des zweiten Quartals. Er stellte das Operative Unternehmen Digital Industries in der zum 1. April 2019 eingeführten Struktur vor und berichtete über die Geschäftslage, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung dieses Operativen Unternehmens. Im Rahmen eines Strategieschwerpunkts befassten wir uns umfassend und ausführlich mit der Implementierung der Strategie "Vision 2020+", der weiteren strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie der strategischen Weiterentwicklung des Operativen Unternehmens Gas and Power. Der Aufsichtsrat stimmte der Beschlussfassung des Vorstands über den Carve-out des Operativen Unternehmens Gas and Power und dessen Börsennotierung über eine Abspaltung (Spin-off) einschließlich der Einbringung des Mehrheitsanteils an Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) zu. Außerdem beschäftigten wir uns mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand und mit der Effizienzprüfung unserer Tätigkeit. In unserer Sitzung am 31. Juli 2019 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des dritten Quartals. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Status der geplanten Abspaltung des Operativen Unternehmens Gas and Power und stimmte der Einbringung zusätzlicher Geschäfte in die künftige Einheit zu. Im Rahmen eines Innovationsschwerpunkts diskutierten wir technologische Trends mit Auswirkungen auf das künftige Geschäft des Unternehmens und Prioritäten der Zukunft. Schwerpunkte waren das industrielle Internet der Dinge, vor allem "Internet of Things"-Plattformen, sowie kritische und potenziell disruptive Technologie- und Innovationsfelder. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat erneut mit der Nachfolgeplanung für den Vorstand beschäftigt und beschlossen, die Bestellung von Vorstandsmitglied Cedrik Neike um fünf Jahre bis zum 31. Mai 2025 zu verlängern. Wir haben zudem beschlossen, die am 31. Januar 2020 auslaufende Bestellung von Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin Janina Kugel im gegenseitigen Einvernehmen nicht zu verlängern. Die Aufsichtsratssitzung am 18. September 2019 fand am Standort Zug, Schweiz, dem globalen Hauptsitz des Operativen Unternehmens Smart Infrastructure, statt. Im Rahmen einer Werksführung und eines Besuchs des "Inspiration Center" ließen wir uns unter anderem Produkte und Lösungen für dezentralisierte Energiesysteme und intelligente Gebäude erläutern. In der Sitzung berichtete uns der Vorstand über die Lage des Unternehmens. Zudem gab uns der Vorstand einen Überblick über den industriellen Kern des Unternehmens und berichtete über die Geschäftslage, die Entwicklung und die strategische Ausrichtung des Operativen Unternehmens Smart Infrastructure. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung passten wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss die Höhe der Vorstandsvergütung mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2020 an. Vor dem Hintergrund der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und der neuen Konzernstruktur aufgrund der Strategie "Vision 2020+" beschlossen wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss eine Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand ab dem Geschäftsjahr 2020. Außerdem legten wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss die Leistungskriterien für die variable Vergütung für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 fest. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung waren Personalentscheidungen und die Nachfolgeplanung für den Vorstand. Auf Empfehlung des Präsidiums beschloss der Aufsichtsrat, Roland Busch mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden sowie mit Wirkung zum 1. Dezember 2019 anstelle von Janina Kugel zum Arbeitsdirektor der Siemens AG zu ernennen. Außerdem wurden wir über die Entscheidung des Präsidiums informiert, der Ernennung von Michael Sen zum Chief Executive Officer (CEO) des Operativen Unternehmens Gas and Power ab dem 1. Oktober 2019 - bis zur Hauptversammlung 2020 gemeinsam mit Lisa Davis als Co-CEO - zuzustimmen. Weitere Gegenstände der Sitzung waren Angelegenheiten der Corporate Governance, insbesondere die Vorbereitung der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. CORPORATE GOVERNANCE KODEX In der Aufsichtsratssitzung am 18. September 2019 hat der Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschlossen. Informationen zur Corporate Governance finden Sie in Kapitel → C.4 CORPORATE GOVERNANCE. Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auch in Kapitel → C.4.2 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289 F UND § 315 D HGB wiedergegeben. DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat hat sieben Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Aufgaben und die Mitglieder der Ausschüsse sind in Kapitel → C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR im Einzelnen aufgeführt. Das Präsidium tagte elf Mal. Auch zwischen den Sitzungen, die teilweise in Form von Telefonkonferenzen abgehalten wurden, hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich insbesondere mit Personalangelegenheiten, der langfristigen Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands, Corporate-Governance-Fragen sowie mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen beschäftigt. In einem Workshop setzte sich das Präsidium vertiefend mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Vorstand, insbesondere in Bezug auf die Position des Vorstandsvorsitzenden, auseinander. Zu den Personalangelegenheiten, mit denen sich das Präsidium befasst hat, gehörte im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens die Zustimmung zur Ernennung der CEOs und Chief Operating Officer (COOs) der Operativen Unternehmen. Insbesondere stimmte das Präsidium der Ernennung von Michael Sen zum CEO des Operativen Unternehmens Gas and Power ab dem 1. Oktober 2019 - bis zur Hauptversammlung 2020 gemeinsam mit Lisa Davis als Co-CEO - zu. Der Nominierungsausschuss tagte ein Mal. Er befasste sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung für den Aufsichtsrat. Mit Blick auf die 2021 und 2023 turnusmäßig anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss die Themen für seine Arbeit in den nächsten Jahren festgelegt. Außerdem hat der Nominierungsausschuss die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, insbesondere die vom Aufsichtsrat verabschiedeten Ziele für die Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat, betrachtet. Der Compliance-Ausschus trat vier Mal zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Quartalsberichte und den Jahresbericht des Chief Compliance Officers. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Der Vergütungsausschuss trat vier Mal zusammen. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Vergütungsausschuss bereitete insbesondere die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die Billigung des Vergütungsberichts vor. Vor dem Hintergrund der sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen und der neuen Konzernstruktur aufgrund der Strategie "Vision 2020+" war ein Schwerpunkt der Arbeit des Vergütungsausschusses die Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats zur Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand ab dem Geschäftsjahr 2020. Hierbei waren unabhängige externe Berater eingebunden. Der Innovations- und Finanzausschuss tagte drei Mal. Im Mittelpunkt standen die Empfehlung des Ausschusses zum Budget 2019, die Erörterung der Pensionswirtschaft und der Konzernstrategie einschließlich Portfoliomaßnahmen sowie die Vorbereitung beziehungsweise Billigung von Investitions- und Desinvestitionsvorhaben beziehungsweise Finanzmaßnahmen. So bereitete der Ausschuss die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Investition in zwei Gaskraftwerke in Brasilien und über den Aktienrückkauf in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € bis November 2021 vor. Außerdem stimmte der Ausschuss dem Beschluss des Vorstands über das Investitionsvorhaben Siemens Campus Erlangen zu. Über Maßnahmen und Entscheidungen der Strategischen Unternehmen von grundlegender Bedeutung wurde der Innovations- und Finanzausschuss im vorgegebenen rechtlichen Rahmen durch das jeweils zuständige Mitglied des Vorstands informiert. Der Prüfungsausschuss hielt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern. Der Prüfungsausschuss erörterte den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen mit dem Vorstand und Abschlussprüfer. Zudem besprach der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers den Bericht zur prüferischen Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses sowie des Konzernzwischenlageberichts. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte dessen Honorar fest. Der Ausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Das Gremium hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der internen Revision sowie die Berichte über drohende und anhängige Rechtsstreitigkeiten behandelt. Die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, wie beispielsweise zu Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen und zu neuen, zukunftsweisenden Technologien, nehmen die Mitglieder des Aufsichtsrats eigenverantwortlich wahr und werden dabei von der Gesellschaft unterstützt. Zur gezielten Weiterbildung werden bei Bedarf interne Informationsveranstaltungen angeboten. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats können die Mitglieder des Vorstands und fachverantwortliche Führungskräfte zum Austausch über grundsätzliche und aktuelle Themen treffen und sich so einen Überblick über die relevanten Themen des Unternehmens verschaffen ("Onboarding"). INDIVIDUALISIERTE OFFENLEGUNG DER SITZUNGSTEILNAHME Die Teilnahmequote der Mitglieder in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse lag bei 99,77 %. Die Teilnahme der Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse wird im Folgenden in individualisierter Form offengelegt: scroll Aufsichtsratsplenum Präsidium Vergütungsausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %) Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Jim Hagemann Snabe Vorsitzender 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Birgit Steinborn 1. Stellv. Vorsitzende 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Werner Wenning 2. Stellv. Vorsitzender 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Dr. rer. pol. Werner Brandt 6/6 100 Michael Diekmann 6/6 100 4/4 100 Dr. phil. Andrea Fehrmann 6/6 100 Reinhard Hahn (bis 30. 01. 2019) 3/3 100 Bettina Haller 6/6 100 Robert Kensbock 6/6 100 4/4 100 Harald Kern 6/6 100 Jürgen Kerner 6/6 100 11/11 100 4/4 100 Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller 6/6 100 Benoît Potier 5/6 83 Hagen Reimer (seit 30. 01. 2019) 3/3 100 Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer 5/6 83 Dame Nemat Shafik (DPhil) 5/6 83 Dr. phil. Nathalie von Siemens 6/6 100 Michael Sigmund 6/6 100 Dorothea Simon 6/6 100 Matthias Zachert 6/6 100 Gunnar Zukunft 6/6 100 98 100 100 scroll Prüfungsausschuss Compliance-Ausschuss Innovations- und Finanzausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %) Anzahl in % Anzahl in % Anzahl in % Jim Hagemann Snabe Vorsitzender 6/6 100 4/4 100 3/3 100 Birgit Steinborn 1. Stellv. Vorsitzende 6/6 100 4/4 100 3/3 100 Werner Wenning 2. Stellv. Vorsitzender 3/3 100 Dr. rer. pol. Werner Brandt 6/6 100 4/4 100 Michael Diekmann Dr. phil. Andrea Fehrmann Reinhard Hahn (bis 30. 01. 2019) Bettina Haller 6/6 100 4/4 100 Robert Kensbock 6/6 100 3/3 100 Harald Kern 4/4 100 3/3 100 Jürgen Kerner 6/6 100 4/4 100 3/3 100 Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller 6/6 100 4/4 100 Benoît Potier Hagen Reimer (seit 30. 01. 2019) Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer 3/3 100 Dame Nemat Shafik (DPhil) Dr. phil. Nathalie von Siemens 3/3 100 Michael Sigmund Dorothea Simon Matthias Zachert 6/6 100 4/4 100 Gunnar Zukunft 100 100 100 scroll Nominierungsausschuss (Sitzungsanzahl/Teilnahme in %) Anzahl in % Jim Hagemann Snabe Vorsitzender 1/1 100 Birgit Steinborn 1. Stellv. Vorsitzende Werner Wenning 2. Stellv. Vorsitzender 1/1 100 Dr. rer. pol. Werner Brandt Michael Diekmann Dr. phil. Andrea Fehrmann Reinhard Hahn (bis 30. 01. 2019) Bettina Haller Robert Kensbock Harald Kern Jürgen Kerner Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller 1/1 100 Benoît Potier 1/1 100 Hagen Reimer (seit 30. 01. 2019) Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer Dame Nemat Shafik (DPhil) Dr. phil. Nathalie von Siemens Michael Sigmund Dorothea Simon Matthias Zachert Gunnar Zukunft 100 JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG AUSFÜHRLICH ERÖRTERT Der Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2019 geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ist seit dem Geschäftsjahr 2009 Abschlussprüfer für die Siemens AG und den Siemens-Konzern. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Katharina Breitsameter seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Thomas Spannagl seit dem Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA). Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. November 2019 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 3. Dezember 2019. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im jeweiligen Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfung durch den Prüfungsausschuss umfasste auch die in den zusammengefassten Lagebericht integrierten nichtfinanziellen Angaben für die Siemens AG und den Konzern. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 4. Dezember 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,90 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND Im Vorstand gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. In der Sitzung am 31. Juli 2019 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die am 31. Januar 2020 auslaufende Bestellung von Janina Kugel als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektorin im gegenseitigen Einvernehmen nicht zu verlängern. Mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung am 30. Januar 2019 ist Reinhard Hahn aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Anstelle von Reinhard Hahn wurde mit Wirkung ab dem Ende der Hauptversammlung am 30. Januar 2019 Hagen Reimer durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Für den Aufsichtsrat Jim Hagemann Snabe Vorsitzender C.4 Corporate Governance C.4.1 Führungs- und Kontrollstruktur Die Siemens AG unterliegt dem deutschen Aktienrecht und verfügt daher über ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. C.4.1.1 VORSTAND Der Vorstand ist als Leitungsorgan an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung und entscheiden über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung. Der Vorstand ist zuständig für die Erstellung der Quartalsmitteilungen und des Halbjahresfinanzberichts des Unternehmens sowie für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der Siemens AG und des Konzerns. Der Vorstand sorgt ferner dafür, dass Rechtsvorschriften, behördliche Regelungen und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden, und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand hat ein umfassendes Compliance-Management-System eingerichtet. Beschäftigten und Dritten wird die Möglichkeit eingeräumt, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Einzelheiten zum Compliance-Management-System finden sich auf der Internetseite des Unternehmens unter www.siemens.COM/NACHHALTIGKEITSINFORMATIONEN Der Aufsichtsrat hat eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen, die die Aufteilung in verschiedene Ressorts sowie die Regeln für die Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Vorstands als auch zwischen Vorstand und Aufsichtsrat beinhaltet. Gemäß der Geschäftsordnung ist der Vorstand gegliedert in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden und in verschiedene Vorstandsressorts. Der Aufsichtsrat hat in einem Geschäftsverteilungsplan die für die einzelnen Vorstandsressorts verantwortlichen Mitglieder des Vorstands bestimmt. Der Arbeitsdirektor als Leiter des Vorstandsressorts Human Resources wird nach Maßgabe des § 33 des Mitbestimmungsgesetzes bestellt. Die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern erfolgt regelmäßig für längstens drei Jahre. Das einzelne Mitglied des Vorstands führt das ihm zugewiesene Vorstandsressort grundsätzlich in eigener Verantwortung. Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsressorts, die für das Unternehmen von außergewöhnlicher Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, bedürfen der vorherigen Zustimmung des gesamten Vorstands. Dasselbe gilt für solche Maßnahmen und Geschäfte, bei denen der Vorsitzende oder ein anderes Mitglied des Vorstands die vorherige Beschlussfassung des Vorstands verlangt. Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegt die Koordination aller Vorstandsressorts. Weitere Einzelheiten finden sich in der Geschäftsordnung für den Vorstand unter www.siemens.com/GESCHAEFTSORDNUNG-VORSTAND Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage und der Compliance sowie über unternehmerische Risiken und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Die Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für die Siemens AG einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Sie sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet und dürfen bei ihren Entscheidungen keine persönlichen Interessen verfolgen, insbesondere nicht Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Sie dürfen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Siemens-Konzerns, nur mit Zustimmung des Präsidiums des Aufsichtsrats übernehmen. Die Entscheidung über die Anrechnung einer Vergütung für Nebentätigkeiten obliegt dem Aufsichtsrat. Jedes Vorstandsmitglied ist verpflichtet, Interessenkonflikte unverzüglich gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenzulegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber zu informieren. Eigenkapital- und Vergütungsausschuss des Vorstands Es gibt einen Vorstandsausschuss, den Eigenkapital- und Vergütungsausschuss. Er ist zuständig für die ihm durch Beschluss des Vorstands zugewiesenen Aufgaben. Diese umfassen insbesondere Aufgaben im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen und Finanzierungselementen mit Eigenkapitalbezug, hinsichtlich der Vergütung der Mitarbeiter und Führungskräfte im Siemens-Konzern (mit Ausnahme der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Topmanagements) sowie hinsichtlich aktienbasierter Vergütungselemente und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Der Eigenkapital- und Vergütungsausschuss setzt sich zusammen aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Leiter des Vorstandsressorts Human Resources, dem Leiter des Vorstandsressorts Controlling and Finance sowie dem Chief of Staff der Siemens AG als beratendem Mitglied (aktuell nicht besetzt). Ihm gehören folgende Mitglieder an (Stand: 30.09.2019): Joe Kaeser (Vorsitzender), Janina Kugel und Prof. Dr. Ralf P. Thomas. Informationen über Aufgabenbereiche sowie Lebensläufe der Vorstandsmitglieder sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.siemens.com/unternehmensfuehrung verfügbar. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder finden Sie im Kapitel → A.10 VERGÜTUNGSBERICHT. Mitglieder des Vorstands und Mandate der Vorstandsmitglieder Im Geschäftsjahr 2019 gehörten dem Vorstand folgende Mitglieder an: scroll Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Name Geburtsdatum Erste Bestellung Bestellt bis Externe Mandate (Stand: 30.09.2019) Konzernmandate (Stand: 30. 09. 2019) Joe Kaeser Vorsitzender 23.06.1957 01.05.2006 Bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 Deutsche Mandate: → Allianz Deutschland AG, München → Daimler AG, Stuttgart → Mercedes-Benz AG, Stuttgart Auslandsmandate: → NXP Semiconductors N. V., Niederlande Auslandsmandate: → Siemens Ltd., Indien Dr. rer. nat. Roland Busch 22.11.1964 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: → European School of Management and Technology GmbH, Berlin → OSRAM Licht AG, München (stellv. Vorsitz) → OSRAM GmbH, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: → Atos SE, Frankreich Deutsche Mandate: → Siemens Mobility GmbH, München (Vorsitz) → Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics GmbH, Konstanz Auslandsmandate: → Arabia Electric Ltd. (Equipment), Saudi-Arabien → ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) → Siemens Ltd., Saudi-Arabien → Siemens W. L. L., Katar →VA TECH T & D Co. Ltd., Saudi-Arabien Lisa Davis 15.10.1963 01.08.2014 31.10.2020 Auslandsmandate: → Penske Automotive Group, Inc., USA Auslandsmandate: → Siemens Gamesa Renewable Energy, S. A., Spanien → Siemens Proprietary Ltd., Südafrika (Vorsitz) Klaus Helmrich 24.05.1958 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: → EOS Holding AG, Krailling → inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin Auslandsmandate: → Siemens AB, Schweden (Vorsitz) → Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich (Vorsitz) Janina Kugel 12.01.1970 01.02.2015 31.01.2020 Deutsche Mandate: → Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Köln Auslandsmandate: → Konecranes Plc., Finnland Deutsche Mandate: →Siemens Healthcare GmbH, München Cedrik Neike 07.03.1973 01.04.2017 31.05.2025 Auslandsmandate: → Siemens France Holding S. A., Frankreich → Siemens Ltd., Indien → Siemens Pte. Ltd., Singapur → Siemens Schweiz AG, Schweiz (Vorsitz) Michael Sen 17.11.1968 01.04.2017 31.03.2022 Deutsche Mandate: → Siemens Healthcare GmbH, München (Vorsitz) → Siemens Healthineers AG, München (Vorsitz) Auslandsmandate: → Siemens Gamesa Renewable Energy, S. A., Spanien Prof. Dr. rer. pol. Ralf P. Thomas 07.03.1961 18.09.2013 17.09.2023 Deutsche Mandate: → Siemens Healthcare GmbH, München → Siemens Healthineers AG, München Auslandsmandate: → Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich → Siemens Gamesa Renewable Energy, S. A., Spanien C.4.1.2 AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er prüft den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht der Siemens AG und des Konzerns und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Er stellt den Jahresabschluss der Siemens AG fest und billigt den Konzernabschluss, wobei die Ergebnisse der durch den Prüfungsausschuss vorgenommenen Vorprüfung zugrunde gelegt und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers berücksichtigt werden. Der Aufsichtsrat beschließt über den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Zudem befasst sich der Aufsichtsrat beziehungsweise der Compliance-Ausschuss mit der Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fällt es weiterhin, die Mitglieder des Vorstands zu bestellen und ihre Ressorts festzulegen. Der Aufsichtsrat beschließt auf Vorschlag des Vergütungsausschusses das System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder und setzt die konkrete Vergütung in Übereinstimmung mit dem System fest. Er legt die Zielvorgaben für die variable Vergütung und die jeweilige Gesamtvergütung für die einzelnen Vorstandsmitglieder fest und überprüft die Angemessenheit der Gesamtvergütung sowie regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2019 hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Vergütungsausschusses ein angepasstes Vergütungssystem verabschiedet, das im Februar 2020 der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt werden soll. Wesentliche Vorstandsentscheidungen - zum Beispiel größere Akquisitionen, Desinvestitionen, Sachanlageinvestitionen und Finanzmaßnahmen - sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden, soweit sie nicht gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat stattdessen in die Zuständigkeit des Innovations- und Finanzausschusses des Aufsichtsrats fallen. Zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen finden regelmäßig getrennte Vorbereitungstreffen der Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter statt. Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig auch ohne den Vorstand. Jedes Aufsichtsratsmitglied hat Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen. Über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung wird im Bericht des Aufsichtsrats informiert. Für neue Aufsichtsratsmitglieder finden spezielle Informationsveranstaltungen ("Onboarding") statt, um diese mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens und den Strukturen des Siemens-Konzerns vertraut zu machen. Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Anteilseignervertretern und - durch * kenntlich gemachten - Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit gewählt. Wahlen zum Aufsichtsrat werden regelmäßig als Einzelwahl durchgeführt. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer werden nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes gewählt. Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums informiert das Kapitel → C.3 BERICHT DES AUFSICHTSRATS. Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.siemens.com/aufsichtsrat veröffentlicht und jährlich aktualisiert. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder finden Sie im Kapitel → A.10 VERGÜTUNGSBERICHT. Mitglieder des Aufsichtsrats und Mandate der Aufsichtsratsmitglieder Im Geschäftsjahr 2019 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an: scroll Name Ausgeübter Beruf Geburtsdatum Mitglied seit Bestellt bis1 Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 30.09.2019) Jim Hagemann Snabe Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG und des Verwaltungsrats der A. P. Møller-Mærsk A/S 27.10.1965 01.10.2013 2021 Deutsche Mandate: → Allianz SE, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: → A. P. Møller-Mærsk A/S, Dänemark (Vorsitz) Birgit Steinborn * 1. stellv. Vorsitzende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 26.03.1960 24.01.2008 2023 Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG 21.10.1946 23.01.2013 2021 Deutsche Mandate: → Bayer AG, Leverkusen (Vorsitz) → Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf 2 → Henkel Management AG, Düsseldorf Dr. rer. pol. Werner Brandt Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE AG und der ProSiebenSat.1 Media SE 03.01.1954 31.01.2018 2023 Deutsche Mandate: → ProSiebenSat.1 Media SE, München (Vorsitz) → RWE AG, Essen (Vorsitz) Michael Diekmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE 23.12.1954 24.01.2008 2023 Deutsche Mandate: → Allianz SE, München (Vorsitz) → Fresenius Management SE, Bad Homburg → Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg (stellv. Vorsitz) Dr. phil. Andrea Fehrmann * Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Bezirksleitung Bayern 21.06.1970 31.01.2018 2023 Reinhard Hahn * (bis 30. 01. 2019) Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall 24.06.1956 27.01.2015 2019 Deutsche Mandate: 3 → Siemens Healthcare GmbH, München Bettina Haller * Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG 14.03.1959 01.04.2007 2023 Deutsche Mandate: → Siemens Mobility GmbH, München (stellv. Vorsitz) Robert Kensbock * Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 13.03.1971 23.01.2013 2023 Harald Kern * Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrats 16.03.1960 24.01.2008 2023 Jürgen Kerner * Hauptkassierer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall 22.01.1969 25.01.2012 2023 Deutsche Mandate: → Airbus Operations GmbH, Hamburg → Flender GmbH, Bocholt → MAN Energy Solutions SE, Augsburg → MAN SE, München (stellv. Vorsitz) → MAN Truck & Bus SE, München → Premium Aerotec GmbH, Augsburg (stellv. Vorsitz) → Traton SE, München Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller Chief Executive Officer (CEO) -Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG 15.12.1959 24.01.2008 2021 Deutsche Mandate: → Axel Springer SE, Berlin Auslandsmandate: → TRUMPF Schweiz AG, Schweiz 4 Benoît Potier Vorstandsvorsitzender (Chairman und Chief Executive Officer) der Air Liquide S. A. 03.09.1957 31.01.2018 2023 Auslandsmandate: → Air Liquide International S. A., Frankreich (Vorsitz - Chairman und Chief Executive Officer) 4 → Air Liquide International Corporation (ALIC), USA (Vorsitz) 4 → American Air Liquide Holdings, Inc., USA 4 → Danone S. A., Frankreich → The Hydrogen Company S. A., Frankreich 4 Hagen Reimer * Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall 26.04.1967 30.01.2019 2023 Dr.-Ing. Dr.Ing. E. h. Norbert Reithofer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 29.05.1956 27.01.2015 2023 Deutsche Mandate: → Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München (Vorsitz) → Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf 2 Dame Nemat Shafik (DPhil) Director der London School of Economics 13.08.1962 31.01.2018 2023 Dr. phil. Nathalie von Siemens Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung 14.07.1971 27.01.2015 2023 Deutsche Mandate: → Messer Group GmbH, Sulzbach → Siemens Healthcare GmbH, München → Siemens Healthineers AG, München Michael Sigmund * Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG 13.09.1957 01.03.2014 2023 Dorothea Simon * Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens Healthcare GmbH 03.08.1969 01.10.2017 2023 Deutsche Mandate: → Siemens Healthcare GmbH, München Matthias Zachert Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG 08.11.1967 31.01.2018 2023 Gunnar Zukunft * Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens Industry Software GmbH 21.06.1965 31.01.2018 2023 Deutsche Mandate: → Siemens Industry Software GmbH, Köln 1 Die Amtsperiode endet grundsätzlich mit Ablauf der (jeweiligen) ordentlichen Hauptversammlung. 2 Gesellschafterausschuss. 3 Stand: 30.01.2019. 4 Konzernmandat. Ausschüsse des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat verfügt über sieben Ausschüsse. Ihre Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Aktiengesetzes sowie des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) überein. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erstatten dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse. Das Präsidium unterbreitet insbesondere Vorschläge für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung, Verlängerung und Aufhebung von Anstellungsverträgen mit Mitgliedern des Vorstands. Bei Vorschlägen für Erstbestellungen berücksichtigt das Präsidium, dass die Bestelldauer in der Regel drei Jahre nicht überschreiten soll. Bei den Vorschlägen für die Bestellung von Mitgliedern des Vorstands achtet das Präsidium auf deren fachliche Eignung, internationale Erfahrung und Führungsqualität, die für die Mitglieder des Vorstands festgelegte Altersgrenze und die langfristige Nachfolgeplanung sowie auf Vielfalt (Diversity). Es berücksichtigt dabei die vom Aufsichtsrat für den Vorstand festgelegten Zielgrößen für den Anteil von Frauen sowie das vom Aufsichtsrat beschlossene Diversitätskonzept. Das Präsidium befasst sich mit Corporate-Governance-Fragen des Unternehmens und bereitet die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Entsprechenserklärung, einschließlich der Erläuterung von Abweichungen vom Kodex, sowie über die Billigung des Corporate-Governance-Berichts und des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vor. Zudem unterbreitet das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Besetzung von Aufsichtsratsausschüssen und entscheidet über die Genehmigung von Verträgen und Geschäften mit Vorstandsmitgliedern und den ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen. Zum 30. September 2019 gehörten dem Präsidium folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Jürgen Kerner, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Der Vergütungsausschuss bereitet insbesondere die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Umsetzung dieses Systems in den Vorstandsverträgen, die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und die Billigung des jährlichen Vergütungsberichts vor. Zum 30. September 2019 gehörten dem Vergütungsausschuss folgende Mitglieder an: Werner Wenning (Vorsitzender), Michael Diekmann, Robert Kensbock, Jürgen Kerner, Jim Hagemann Snabe und Birgit Steinborn. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess. Ihm obliegt die Vorprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der Siemens AG und des Konzerns. Auf der Grundlage des Berichts des Abschlussprüfers über die Prüfung der Abschlüsse unterbreitet er nach eigener Vorprüfung Vorschläge zur Feststellung des Jahresabschlusses der Siemens AG und zur Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat. Dem Prüfungsausschuss obliegt es, die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht mit dem Vorstand und Abschlussprüfer zu erörtern sowie die Berichte des Abschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zu behandeln. Er befasst sich mit dem Risikoüberwachungssystem des Unternehmens und überwacht die Wirksamkeit seines internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die unternehmensinterne Konzernrevision berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Er bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor und unterbreitet dem Aufsichtsrat eine entsprechende Empfehlung. Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags holt der Prüfungsausschuss eine Erklärung des vorgesehenen Abschlussprüfers ein, dass keine Zweifel an seiner Unabhängigkeit bestehen. Der Prüfungsausschuss erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und überwacht die Abschlussprüfung sowie die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die vom Abschlussprüfer erbrachten Leistungen. Der Aufsichtsrat steht über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auch außerhalb der Sitzungen in einem regelmäßigen Dialog mit dem Abschlussprüfer. Zum 30. September 2019 gehörten dem Prüfungsausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Werner Brandt (Vorsitzender), Bettina Haller, Robert Kensbock, Jürgen Kerner, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Jim Hagemann Snabe, Birgit Steinborn und Matthias Zachert. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Nach dem Aktiengesetz muss dem Prüfungsausschuss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Nach dem Kodex soll der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen, und er soll unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Werner Brandt, erfüllt diese Anforderungen. Der Compliance-Ausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). Zum 30. September 2019 gehörten dem Compliance-Ausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Dr. Werner Brandt, Bettina Haller, Harald Kern, Jürgen Kerner, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Birgit Steinborn und Matthias Zachert. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Dabei sollen neben den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der vorgeschlagenen Kandidaten die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung benannten Ziele und das beschlossene Diversitätskonzept, insbesondere auch Unabhängigkeit und Vielfalt (Diversity), angemessen berücksichtigt und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils angestrebt werden. Es ist auf eine angemessene Beteiligung von Frauen und Männern entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zur Geschlechterquote sowie darauf zu achten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sind. Zum 30. September 2019 gehörten dem Nominierungsausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Benoît Potier und Werner Wenning. Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Zum 30. September 2019 gehörten dem Vermittlungsausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Jürgen Kerner, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Der Innovations- und Finanzausschuss hat insbesondere die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens die Innovationsschwerpunkte des Unternehmens zu erörtern und die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft einschließlich der Jahresplanung (Budget) sowie über Sachanlageinvestitionen und Finanzmaßnahmen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Innovations- und Finanzausschuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen, soweit deren Größenordnung unter 600 Mio. € liegt. Zum 30. September 2019 gehörten dem Innovations- und Finanzausschuss folgende Mitglieder an: Jim Hagemann Snabe (Vorsitzender), Robert Kensbock, Harald Kern, Jürgen Kerner, Dr.- Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer, Dr. Nathalie von Siemens, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Effizienzprüfung des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse überprüfen regelmäßig entweder intern oder unter Einbeziehung von externen Beratern, wie wirksam der Aufsichtsrat insgesamt und seine Ausschüsse ihre Aufgaben erfüllen. Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat eine interne Effizienzprüfung durchgeführt, mit deren Ergebnissen sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 7. Mai 2019 intensiv befasst hat. Die Ergebnisse der Prüfung bestätigen eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Auch bestätigen die Ergebnisse eine effiziente Sitzungsorganisation und -durchführung und eine angemessene Informationsversorgung. Grundsätzlicher Veränderungsbedarf hat sich nicht gezeigt. Einzelne Anregungen werden auch unterjährig aufgegriffen und umgesetzt. C.4.1.3 AKTIENGESCHÄFTE VON ORGANMITGLIEDERN Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) gesetzlich verpflichtet, Eigengeschäfte mit Anteilen oder Schuldtiteln der Siemens AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Gesamtbetrag der von dem Mitglied oder ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die der Siemens AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Internetseite des Unternehmens verfügbar unter www.siemens.de/directors-dealings Angaben zu Transaktionen mit Organmitgliedern als nahestehenden Personen finden sich in → ZIFFER 31 in B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS. C.4.1.4 HAUPTVERSAMMLUNG UND AKTIONÄRSKOMMUNIKATION In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs statt. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Durch den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel, insbesondere des Internets, erleichtert der Vorstand den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung und ermöglicht es ihnen, sich bei der weisungsgebundenen Ausübung ihres Stimmrechts durch Stimmrechtsvertreter vertreten zu lassen; die Stimmrechtsvertreter sind auch während der Hauptversammlung erreichbar. Aktionäre dürfen ihre Stimmen auch schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abgeben. Der Vorstand kann vorsehen, dass Aktionäre an der Hauptversammlung auch ohne Anwesenheit vor Ort und ohne einen Bevollmächtigten teilnehmen und sämtliche oder einzelne ihrer Rechte ganz oder teilweise im Wege elektronischer Kommunikation ausüben können. Die Gesellschaft ermöglicht den Aktionären die Verfolgung der gesamten Hauptversammlung über das Internet. Aktionäre können Anträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten. Aktionäre mit einem Anteilsbetrag am Grundkapital in Höhe von mindestens 100.000 € können darüber hinaus verlangen, dass ein Sonderprüfer zur Überprüfung bestimmter Vorgänge gerichtlich bestellt wird. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte, Unterlagen und Informationen, einschließlich des Geschäftsberichts, sind im Internet verfügbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und gegebenenfalls zugänglich zu machende Gegenanträge oder Wahlvorschläge von Aktionären. Bei Wahlen der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat wird für jeden Kandidaten ein ausführlicher Lebenslauf veröffentlicht. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. Siemens nutzt für die Berichterstattung intensiv das Internet; unter www.siemens.com/investoren wird zusätzlich zu den Quartalsmitteilungen, Halbjahresfinanz- und Geschäftsberichten, Ergebnismeldungen, Ad-hoc-Mitteilungen, Analystenpräsentationen, Aktionärsbriefen und Pressemitteilungen unter anderem der Finanzkalender für das laufende Jahr publiziert, der die für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung enthält. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats führt bei Bedarf mit Investoren Gespräche über aufsichtsratsspezifische Themen. Die Satzung der Siemens AG, die Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und seine wichtigsten Ausschüsse, die Geschäftsordnung für den Vorstand, unsere Entsprechenserklärungen sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance stehen auf unserer Internetseite zur Verfügung unter www.siemens.de/corporate-governance C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f und § 315 d HGB Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f und § 315 d HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben nach § 289 f und § 315 d HGB durch den Abschlussprüfer darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden. Die in diesem Kapitel genannten Informationen und Dokumente einschließlich der Geschäftsordnungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie des Kodex und der Business Conduct Guidelines sind unter www.siemens.de/289f öffentlich zugänglich. C.4.2.1 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG zum 1. Oktober 2019 verabschiedet: "Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Die Siemens AG hat seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2018 sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, mit folgender Ausnahme: Der Empfehlung in Ziff. 5.4.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex wird seit dem 24. September 2019 nicht entsprochen. Nach dieser Empfehlung sollen Vorstandsmitglieder börsennotierter Gesellschaften insgesamt nicht mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen. Statt die empfohlene Höchstzahl an Mandaten als starre Obergrenze zu beachten, soll jeweils im Einzelfall beurteilt werden können, ob die Zahl der von einem Vorstandsmitglied wahrgenommenen Mandate im Sinne von Ziff. 5.4.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex angemessen erscheint. Hierbei soll die individuell zu erwartende Arbeitsbelastung durch die wahrgenommenen Mandate berücksichtigt werden, die je nach Mandat unterschiedlich sein kann. Berlin und München, 1. Oktober 2019 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat" Die Entsprechenserklärung kann über die Internetseite der Siemens AG unter www.siemens.com/entsprechenserklaerung eingesehen werden. Auf dieser Internetseite sind auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen fünf Jahre zugänglich. C.4.2.2 ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN Anregungen des Kodex Die Siemens AG erfüllt freiwillig auch die Anregungen des Kodex, lediglich mit folgender Abweichung: Gemäß Ziffer 3.7 Abs. 3 des Kodex sollte der Vorstand im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Angebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. Die Einberufung einer Hauptversammlung stellt - selbst unter Berücksichtigung der im Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) vorgesehenen verkürzten Fristen - eine organisatorische Herausforderung für große börsennotierte Unternehmen dar. Es erscheint fraglich, ob der damit verbundene Aufwand auch in den Fällen gerechtfertigt ist, in denen keine relevanten Beschlussfassungen der Hauptversammlung vorgesehen sind. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung soll deshalb nur in angezeigten Fällen erfolgen. Weitere Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, sind in unseren Business Conduct Guidelines enthalten. Unternehmenswerte und Business Conduct Guidelines Unser Unternehmen hat sich in den 172 Jahren seines Bestehens weltweit einen herausragenden Ruf erarbeitet. Technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität haben Siemens zu einem der führenden Unternehmen auf den Gebieten der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung gemacht. Es sind Spitzenleistungen mit hohem ethischen Anspruch, die Siemens stark gemacht haben. Dafür soll das Unternehmen auch in Zukunft stehen. Die Business Conduct Guidelines stecken den ethisch-rechtlichen Rahmen ab, innerhalb dessen wir handeln und auf Erfolgskurs bleiben wollen. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Verhalten innerhalb unseres Unternehmens und in Beziehung zu unseren externen Partnern und der Öffentlichkeit. Sie legen dar, wie wir unsere ethisch-rechtliche Verantwortung als Unternehmen wahrnehmen, und sind Ausdruck unserer Unternehmenswerte "Verantwortungsvoll" - "Exzellent" - "Innovativ". C.4.2.3 BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT SOWIE DER ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE IHRER AUSSCHÜSSE Die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von deren Ausschüssen wird oben im Kapitel → C.4.1 FÜHRUNGS- UND KONTROLLSTRUKTUR beschrieben. Weitere Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Geschäftsordnungen der jeweiligen Gremien. C.4.2.4 ZIELGRÖSSEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IM VORSTAND UND IN DEN BEIDEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS; ANGABEN ZUR EINHALTUNG VON MINDESTANTEILEN BEI DER BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS In der Siemens AG ist für den Vorstand eine Zielgröße von mindestens 2/8 für den Anteil von Frauen bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt (Diversity) und strebt insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen sowie der Internationalität an. Der Vorstand hat für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands im Jahr 2017 Zielgrößen von jeweils 20 % bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen und Männern hat im Berichtszeitraum den gesetzlichen Anforderungen an die Mindestanteile entsprochen. C.4.2.5 DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DEN VORSTAND UND LANGFRISTIGE NACHFOLGEPLANUNG Für die Zusammensetzung des Vorstands hat der Aufsichtsrat im September 2018 das nachfolgende Diversitätskonzept beschlossen: "Ziel ist es, eine möglichst vielfältige, sich gegenseitig ergänzende Zusammensetzung eines führungsstarken Vorstands sicherzustellen. Es wird angestrebt, dass im Vorstand insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Der Aufsichtsrat achtet bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands auf deren persönliche Eignung, Integrität, überzeugende Führungsqualitäten, internationale Erfahrung, die fachliche Qualifikation für das zu übernehmende Ressort, die bisherigen Leistungen, Kenntnisse über das Unternehmen sowie die Fähigkeit zur Anpassung von Geschäftsmodellen und Prozessen in einer sich verändernden Welt. Der Aspekt der Vielfalt (Diversität) ist bei der Besetzung von Vorstandspositionen ein wichtiges Auswahlkriterium, auch in Bezug auf Aspekte wie Alter, Geschlecht sowie Bildungs- und Berufshintergrund. Bei der Auswahl von Mitgliedern des Vorstands berücksichtigt der Aufsichtsrat insbesondere auch folgende Gesichtspunkte: ― Neben den erforderlichen spezifischen Fachkenntnissen sowie Management- und Führungserfahrungen für die jeweilige Aufgabe sollen die Vorstandsmitglieder möglichst ein breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen sowie Ausbildungs- und Berufshintergründen abdecken. ― Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Internationalität im Sinne von unterschiedlichen kulturellen Hintergründen oder internationalen Erfahrungen (zum Beispiel längere, für Siemens relevante berufliche Erfahrungen im Ausland oder Betreuung ausländischer Geschäftsaktivitäten) geachtet werden. ― Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich, verfügen. ― Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal verfügen. ― Bei der Besetzung von Vorstandspositionen ist die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat hat für den Vorstand einen Frauenanteil von 25 % (2/8) als Zielgröße zum 30. Juni 2022 festgelegt. ― Es wird als hilfreich angesehen, wenn im Vorstand unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind. Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex eine Altersgrenze bestimmt. Danach sollten Mitglieder des Vorstands in der Regel nicht älter als 63 Jahre sein. Maßgeblich für die Entscheidung über die Besetzung einer konkreten Vorstandsposition ist stets das Unternehmensinteresse unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls." Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand Die Umsetzung des Diversitätskonzepts für den Vorstand erfolgt im Rahmen des Verfahrens zur Vorstandsbestellung. Der Aufsichtsrat bzw. das Präsidium des Aufsichtsrats beachten bei der Auswahl der Kandidaten bzw. bei den Vorschlägen zur Bestellung der Mitglieder des Vorstands die im Diversitätskonzept für den Vorstand festgelegten Anforderungen. Der Vorstand erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung sämtliche Anforderungen des Diversitätskonzepts. Die Vorstandsmitglieder decken ein breites Spektrum von Kenntnissen und Erfahrungen sowie Ausbildungs- und Berufshintergründen ab und verfügen über internationale Erfahrung. Im Vorstand sind insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Der Vorstand verfügt in seiner Gesamtheit sowohl über Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich, als auch über langjährige Erfahrung auf den Gebieten Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Forschung und Entwicklung, Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal. Im Geschäftsjahr 2019 gehörten dem Vorstand zwei Frauen und sechs Männer an. Damit hat der Anteil von Frauen im Vorstand der vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgröße zum 30. Juni 2022 im Geschäftsjahr 2019 entsprochen. Im Vorstand sind unterschiedliche Altersgruppen vertreten. Kein Vorstandsmitglied ist derzeit älter als 63 Jahre. Langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand Der Aufsichtsrat sorgt gemeinsam mit dem Vorstand und mit Unterstützung des Präsidiums für die langfristige Nachfolgeplanung des Vorstands. Bei der langfristigen Nachfolgeplanung werden neben den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Kodex und der Geschäftsordnung für das Präsidium die vom Aufsichtsrat festgelegte Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand sowie die Kriterien entsprechend dem vom Aufsichtsrat für die Zusammensetzung des Vorstands beschlossenen Diversitätskonzept berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der konkreten Qualifikationsanforderungen und der genannten Kriterien erarbeitet das Präsidium ein Idealprofil, auf dessen Basis das Präsidium eine engere Auswahl von verfügbaren Kandidaten erstellt. Mit diesen Kandidaten werden strukturierte Gespräche geführt. Anschließend wird dem Aufsichtsrat eine Empfehlung zur Beschlussfassung unterbreitet. Bei Bedarf werden der Aufsichtsrat bzw. das Präsidium bei der Entwicklung der Anforderungsprofile und der Auswahl der Kandidaten von externen Beratern unterstützt. C.4.2.6 ZIELE FÜR DIE ZUSAMMENSETZUNG, KOMPETENZPROFIL UND DIVERSITÄTSKONZEPT FÜR DEN AUFSICHTSRAT Das Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat wurde vom Aufsichtsrat im September 2018 zusammen mit den Zielen für die Zusammensetzung und dem Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat beschlossen: "Der Aufsichtsrat der Siemens AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Hierbei wird ein sich ergänzendes Zusammenwirken von Mitgliedern mit unterschiedlichen persönlichen und fachlichen Hintergründen sowie eine Vielfalt mit Blick auf Internationalität, Alter und Geschlecht als hilfreich angesehen. Kompetenzprofil Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen, kapitalmarktorientierten Großunternehmen wahrzunehmen und das Ansehen des Siemens-Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal. Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist. Mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Dem Aufsichtsrat sollen insbesondere auch Personen angehören, die aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder eines vergleichbaren Gremiums Führungserfahrung in einem international tätigen Großunternehmen haben. Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist zu prüfen, welche der wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen. Internationalität Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Ziel ist es, dass der derzeit bestehende beachtliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern mit langjähriger internationaler Erfahrung gewahrt bleibt. Diversität Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll auf hinreichende Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Dies umfasst neben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen auch die Vielfalt hinsichtlich der kulturellen Herkunft sowie die Unterschiedlichkeit von Bildungs- und Berufshintergründen, Erfahrungen und Denkweisen. Bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Nachwahl oder Neubesetzung vakant werdender Aufsichtsratspositionen soll der Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) frühzeitig im Auswahlprozess angemessen berücksichtigt werden. Nach dem Aktiengesetz setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammen. Es soll weiterhin mindestens eine Frau Mitglied des Nominierungsausschusses sein. Unabhängigkeit Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Unter der Prämisse, dass allein die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, sollen dem Aufsichtsrat insgesamt mindestens 16 Mitglieder angehören, die unabhängig im Sinne des Kodex sind. Jedenfalls soll der Aufsichtsrat so zusammengesetzt sein, dass eine Anzahl von mindestens sechs unabhängigen Anteilseignervertretern im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex erreicht wird. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Siemens AG angehören. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können. Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze sollen zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die nicht älter als 70 Jahre sind. Der Wahlvorschlag soll die vom Aufsichtsrat festgelegte Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (15 Jahre) berücksichtigen. Es wird als hilfreich angesehen, wenn im Aufsichtsrat unterschiedliche Altersgruppen vertreten sind." Umsetzung der Ziele für die Zusammensetzung einschließlich Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Aufsichtsrat; unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat sowie der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats berücksichtigen die Ziele für die Zusammensetzung und die im Diversitätskonzept festgelegten Anforderungen im Rahmen des Auswahlprozesses und der Nominierung von Kandidaten für den Aufsichtsrat. Zuletzt hat der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen für die Vertreter der Anteilseigner für die Hauptversammlung 2018 die Ziele einschließlich des Kompetenzprofils berücksichtigt. Nach Auffassung des Aufsichtsrats erfüllt er in seiner derzeitigen Zusammensetzung die Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil und das Diversitätskonzept aus. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über die als erforderlich angesehenen fachlichen und persönlichen Qualifikationen. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut und verfügen über die für Siemens wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Ein beachtlicher Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern ist international tätig beziehungsweise verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Vielfalt (Diversity) ist im Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2019 gehörten dem Aufsichtsrat sieben weibliche Mitglieder an, davon drei aufseiten der Anteilseigner und vier aufseiten der Arbeitnehmer. Dies entspricht einem Anteil weiblicher Mitglieder im Aufsichtsrat von 35 %. Dr. Nicola Leibinger-Kammüller ist Mitglied des Nominierungsausschusses. Nach Auffassung des Aufsichtsrats gehört dem Aufsichtsrat zudem eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Nach seiner Einschätzung sind gegenwärtig mindestens 18 Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex, davon mindestens acht Mitglieder aufseiten der Anteilseignervertreter, namentlich Dr. Werner Brandt, Michael Diekmann, Benoît Potier, Dr.- Ing. Dr.-Ing. E. h. Norbert Reithofer, Dame Nemat Shafik (DPhil), Jim Hagemann Snabe, Werner Wenning und Matthias Zachert. Die Regelung zur Altersgrenze sowie die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (15 Jahre) werden berücksichtigt. C.5 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und "vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, Prospekten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Kapitel Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen, einschließlich künftiger Ereignisse, nicht oder später eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Dieses Dokument enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte - ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. Über Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement von Siemens wird in den "Nachhaltigkeitsinformationen 2019" berichtet. Diese finden sich unter: www.siemens.com/investor/de/ Anschrift Siemens AG Werner-von-Siemens-Str. 1 D - 80333 München Internet www.siemens.com Telefon + 49 (0) 89 636 - 33443 (Media Relations) +49 (0) 89 636 - 32474 (Investor Relations) Telefax + 49 (0) 89 636 - 30085 (Media Relations) +49 (0) 89 636 - 1332474 (Investor Relations) E-Mail [email protected] [email protected] (c) 2019 by Siemens AG, Berlin und München