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Siemens AG Annual Report 2017

Feb 16, 2018

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Annual Report

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Siemens Aktiengesellschaft Berlin und München Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017 Jahresfinanzbericht zum 30. September 2017 Zusammengefasster Lagebericht Der Lagebericht der Siemens AG und der Konzernlagebericht sind nach §315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit §298 Abs. 2 HGB zusammengefasst und im Siemens-Geschäftsbericht 2017 veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Siemens AG für das Geschäftsjahr 2017 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Jahresabschluss der Siemens AG sowie der Geschäftsbericht des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 stehen auch im Internet zur Verfügung unter: www.siemens.com/finanzberichte A. Jahresabschluss A.1 Gewinn- und Verlustrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) Ziffer 2017 2016 Umsatzerlöse 1 26.888 25.763 Umsatzkosten – 19.979 – 19.818 Bruttoergebnis vom Umsatz 6.909 5.945 Forschungs- und Entwicklungskosten – 2.619 – 2.454 Vertriebskosten – 2.613 – 2.548 Allgemeine Verwaltungskosten – 1.013 – 1.010 Sonstige betriebliche Erträge 2 383 1.503 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 – 413 – 1.369 Betriebliches Ergebnis 633 67 Beteiligungsergebnis 3 3.798 3.732 Zinserträge 4 319 261 davon negative Zinsen aus Geldanlage – 8 – 4 Zinsaufwendungen 4 51 41 davon positive Zinsen aus Geldaufnahme 141 108 Übriges Finanzergebnis 5 – 340 – 942 Ergebnis der Geschäftstätigkeit 4.462 3.158 Ertragsteuern 6 – 385 – 160 Jahresüberschuss 4.076 2.999 Gewinnverwendung 27 Jahresüberschuss 4.076 2.999 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 146 256 Einstellung in andere Gewinnrücklagen – 1.077 – 195 Bilanzgewinn 3.145 3.060 A.2 Bilanz scroll 30. September (in Mio. €) Ziffer 2017 2016 Aktiva Anlagevermögen 10 Immaterielle Vermögensgegenstände 523 577 Sachanlagen 1.825 1.895 Finanzanlagen 44.802 44.611 47.150 47.083 Umlaufvermögen Vorräte 11 13.521 13.590 Erhaltene Anzahlungen – 13.521 – 13.590 − − Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.809 1.903 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.966 12.632 Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.109 2.182 19.884 16.717 Wertpapiere 85 546 Flüssige Mittel 799 3.097 20.769 20.359 Rechnungsabgrenzungsposten 87 81 Aktive latente Steuern 13 2.174 2.256 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 14 60 35 Summe Aktiva 70.239 69.814 Passiva Eigenkapital 15 Gezeichnetes Kapital1 2.550 2.550 Eigene Anteile – 103 – 125 Ausgegebenes Kapital 2.447 2.425 Kapitalrücklage 7.964 7.761 Gewinnrücklagen 7.568 6.122 Bilanzgewinn 3.145 3.060 21.123 19.368 Sonderposten mit Rücklageanteil 681 700 Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16 11.761 11.250 Übrige Rückstellungen 17 7.417 8.360 19.178 19.610 Verbindlichkeiten 18 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81 14 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 750 619 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.902 1.831 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.116 24.847 Übrige Verbindlichkeiten 2.047 2.441 28.896 29.752 Rechnungsabgrenzungsposten 361 385 Summe Passiva 70.239 69.814 1 Bedingtes Kapital zum 30. September 2017 in Höhe von 1.081 (im Vj. 1.081) Mio. €. A.3 Anhang A.3.1 Allgemeine Angaben Die Siemens AG hat ihren Sitz in Berlin und München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 12300 im Register des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg sowie unter der Nummer HRB 6684 im Register des Amtsgerichts München eingetragen. Der Jahresabschluss der Siemens AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €). A.3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Produkten, der Erbringung von Dienstleistungen und der Gewährung von Lizenzen ausgewiesen. Negative Zinsen aus der Geldanlage werden in den Zinserträgen, positive Zinsen aus der Geldaufnahme in den Zinsaufwendungen als Abzugsposten ausgewiesen. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über maximal fünf Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird grundsätzlich planmäßig über die erwartete Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren abgeschrieben. Diese basiert auf dem erwarteten Nutzen der erworbenen Geschäfte und wird insbesondere durch ökonomische Faktoren wie zukünftige Wachstums- und Gewinnerwartungen, Synergieeffekte und Mitarbeiterstamm bestimmt. Sachanlagen: Die Zusammensetzung der Herstellungskosten wird im Kontext der Erläuterungen der Vorräte beschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. In bestimmten Fällen findet die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € sofort aufwandswirksam erfasst. Für Zugänge, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 €, jedoch nicht mehr als 410 € betragen, erfolgt eine Aktivierung und vollständige Abschreibung im Zugangsjahr. Nutzungsdauer der Sachanlagen scroll Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre Übrige Bauten 5 bis 10 Jahre Technische Anlagen und Maschinen überwiegend 10 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre Vermietete Erzeugnisse überwiegend 3 bis 5 Jahre Im Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen sind die Rücklagen nach §6b Einkommensteuergesetz (EStG), die in den Geschäftsjahren bis zum Übergang auf die Regelungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) gebildet und übertragen wurden, und steuerliche Sonderabschreibungen nach §4 Fördergebietsgesetz (FördergebietsG), soweit diese die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelten planmäßigen Abschreibungen überschreiten. Finanzanlagen: Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft eingestuft wird. Dies ist der Fall, wenn objektive Hinweise, insbesondere Ereignisse oder veränderte Umstände, auf eine signifikante oder länger anhaltende Wertminderung hindeuten. Bei börsennotierten Finanzanlagen kann von einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung insbesondere dann ausgegangen werden, wenn der Börsenkurs permanent über sechs Monate hinweg 20% oder in den vergangenen zwölf Monaten im Monatsdurchschnitt 10% unter den Anschaffungskosten liegt. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten beziehungsweise zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich zu den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Allgemeine Verwaltungskosten sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung werden nicht aktiviert. Abwertungen werden für Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit und technischer Veralterung ergeben, sowie im Rahmen der verlustfreien Bewertung von unverrechneten Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Servicegeschäft vorgenommen. Abschreibungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls sowie nach Länderrisiken gebildet. Latente Steuern: Sofern aufgrund von Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen in der Bilanz insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese verrechnet dargestellt. Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften sowie von Personengesellschaften werden insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe- und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der Siemens AG auszugehen ist. Vermögens- sowie Ertrags- und Aufwandsverrechnung: Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen sowie von Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung bei der Siemens AG zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: Die Siemens AG bewertet die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem Erfüllungsbetrag, der nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt wird. Für die Abzinsung wird der jeweilige durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht. Für Pensionsleistungen, die über einen mittelbaren Durchführungsweg erbracht werden, haftet die Siemens AG nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Soweit das jeweilige Vermögen des Pensionsfonds beziehungsweise der Pensions- oder Unterstützungskasse nicht den Erfüllungsbetrag der jeweiligen Pensionszusagen deckt, bilanziert die Siemens AG die Unterdeckung in den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen. In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen gebildet für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Währungsumrechnung: Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, Wertpapiere, flüssigen Mittel, Rückstellungen und Verbindlichkeiten (ohne erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) sowie Haftungsverhältnisse in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bilanzpositionen in fremder Währung, die Bestandteil der Bewertungseinheit zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos sind, werden zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts bewertet. Die Umrechnung von in Fremdwährung erworbenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens sowie der Vorräte erfolgt grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Transaktionszeitpunkts. Derivative Finanzinstrumente werden innerhalb der Siemens AG nahezu ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt; zurückgestellt wird nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst. Abschlussgliederung: Die Siemens AG fasst einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz zusammen, sofern sie einen Betrag enthalten, der für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds nicht erheblich ist, und durch eine Zusammenfassung die Klarheit der Darstellung vergrößert wird. Diese Posten weist die Siemens AG im Anhang gesondert aus. Vorjahreszahlen: Soweit sich durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) im Geschäftsjahr 2017 Änderungen im Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben, wurden die Vorjahresbeträge nicht angepasst. Die Vergleichbarkeit einzelner Posten der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2017 mit dem Vorjahreswert ist daher eingeschränkt. Um eine Vergleichbarkeit herzustellen, sind bei Anwendung der durch das BilRUG geänderten Umsatzerlösdefinition die Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2016 um 1.280 Mio. € auf 27.043 Mio. € zu erhöhen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 1.280 Mio. € auf 223 Mio. € zu verringern. Darüber hinaus sind die Umsatzkosten um 1.102 Mio. € auf 20.920 Mio. € zu erhöhen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1.102 Mio. € auf 267 Mio. € zu verringern. A.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Ziffer 1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen auch Erlöse aus dem Vermietungsgeschäft sowie Lizenzerträge. scroll Nach Tätigkeitsbereichen (in Mio. €) Geschäftsjahr 2017 Power and Gas 5.771 Energy Management 3.959 Building Technologies 1.484 Mobility 3.433 Digital Factory 6.551 Process Industries and Drives 5.029 Siemens Real Estate 921 Infrastruktur- und Unterstützungsleistungen 1.341 abzüglich interne Umsätze – 1.601 Umsatzerlöse 26.888 scroll Nach Regionen (in Mio. €) Geschäftsjahr 2017 Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 20.056 Amerika 1.926 Asien, Australien 4.906 Umsatzerlöse 26.888 Ziffer 2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Nachhaftungsthemen in Zusammenhang mit der früheren Veräußerung einer Geschäftseinheit in Höhe von 170 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten unter anderem Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Verkauf einer Geschäftseinheit von Siemens in Höhe von 95 Mio. €. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil beliefen sich auf 19 Mio. €. Ziffer 3 Beteiligungsergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Erträge aus Beteiligungen 2.039 1.599 davon aus verbundenen Unternehmen 1.967 1.542 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 3.369 2.380 Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen – 5 – 24 Abschreibungen auf Beteiligungen – 1.665 – 121 Zuschreibungen auf Beteiligungen 28 25 Gewinne aus dem Abgang von Beteiligungen 41 15 Verluste aus dem Abgang von Beteiligungen – 9 – 142 Beteiligungsergebnis 3.798 3.732 Die Erträge aus Beteiligungen umfassten insbesondere die Gewinnausschüttung der Siemens Ltd., China, in Höhe von 1.576 Mio. €. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen stammten hauptsächlich von der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, Deutschland, in Höhe von 2.284 Mio. € sowie der Siemens Healthcare GmbH, Deutschland, in Höhe von 815 Mio. €. Die Abschreibungen auf Beteiligungen beinhalteten vor allem eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Beteiligung an der Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Spanien, in Höhe von 1.153 Mio. €. sowie auf den Siemens-Anteil an Primetals Technologies Ltd. in Höhe von 336 Mio. €. Ziffer 4 Zinserträge, Zinsaufwendungen Die Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 276 (im Vj. 226) Mio. €. Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf Erträge in Höhe von 83 (im Vj. Erträge: 71) Mio. €, insbesondere aufgrund von positiven Zinsen aus der Geldaufnahme. Die Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens beliefen sich auf 80 (im Vj. 59) Mio. €. Ziffer 5 Übriges Finanzergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Zinsanteil in der Veränderung der Pensionsrückstellungen (ohne Entgeltumwandlungen)1 – 813 – 424 Finanzaufwendungen (netto) aus Personalrückstellungen – 17 – 27 Finanzergebnis (netto) aus Entgeltumwandlungen 19 − Übrige finanzielle Erträge 788 374 Übrige finanzielle Aufwendungen – 296 – 871 Ab-/Zuschreibungen auf Ausleihungen und auf Wertpapiere des Anlage- und des Umlaufvermögens – 21 7 Übriges Finanzergebnis – 340 – 942 1 Beinhaltet keine Zusagen für Entgeltumwandlung, die in direktem Zusammenhang mit zu verrechnendem Vermögen stehen. Bei den Finanzerträgen und -aufwendungen handelt es sich jeweils um den Nettobetrag nach Verrechnung mit Erträgen und Aufwendungen aus zu verrechnendem Vermögen: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Zinsanteil in der Veränderung der Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen1 – 8 – 29 Erträge aus mit Altersversorgungsverpflichtungen zu saldierenden Vermögensgegenständen 36 35 Aufwendungen aus mit Altersversorgungsverpflichtungen zu saldierenden Vermögensgegenständen – 9 – 7 Finanzergebnis (netto) aus Entgeltumwandlungen1 19 − 1 Beinhaltet nur Zusagen für Entgeltumwandlung, die in direktem Zusammenhang mit zu verrechnendem Vermögen stehen. scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Aufwendungen (brutto) aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen – 17 – 27 Aufwendungen aus mit Altersteilzeitverpflichtungen zu saldierenden Vermögensgegenständen – 1 − Finanzaufwendungen (netto) aus Personalrückstellungen – 17 – 27 Die übrigen finanziellen Erträge stammten überwiegend aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für Risiken aus Derivaten in Höhe von 466 (im Vj. Aufwendungen 347) Mio. € sowie aus Dividenden aus Fondsanteilen in Höhe von 260 (im Vj. 340) Mio. € sowie Erträge in Höhe von 34 (im Vj. Aufwendungen 123) Mio. € aus dem realisierten Ergebnis aus Währungsderivaten. Die übrigen finanziellen Aufwendungen beinhalteten überwiegend Aufwendungen aus der Realisierung von monetären Fremdwährungspositionen in Höhe von 107 (im Vj. Erträge 34) Mio. € sowie Aufwendungen aus dem realisierten Ergebnis aus Zinsderivaten in Höhe von 100 (im Vj. 228) Mio. €. Des Weiteren waren Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten; diese wiederum resultierten in Höhe von 85 (im Vj. 147) Mio. € aus der Aufzinsung von übrigen Rückstellungen sowie in Höhe von 4 Mio. € aus der Aufzinsung von Steuerrückstellungen (im Vj. 18 Mio. €). Ziffer 6 Ertragsteuern scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Laufende Ertragsteuern – 304 – 84 Latente Ertragsteuern – 81 – 76 Ertragsteuern – 385 – 160 Die Veränderung resultierte aus höheren Ertragsteueraufwendungen entsprechend dem Anstieg des steuerpflichtigen Anteils im Ergebnis der Geschäftstätigkeit sowie gestiegener Quellensteuerbelastung. Außerdem waren in diesem Posten latente Steueraufwendungen beziehungsweise -erträge erfasst, die aus der Entstehung und Umkehrung von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie der Inanspruchnahme von Verlustvorträgen resultierten. Ziffer 7 Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern wirkten mit 32 (im Vj. 26) Mio. € in den Funktionskosten. Ziffer 8 Einfluss steuerlicher Vorschriften auf den Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss war als Folge von in Anspruch genommenen steuerlichen Vergünstigungen um 13 Mio. € erhöht. Ziffer 9 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen In der Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG waren periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 43 (im Vj. 194) Mio. € und periodenfremde Erträge in Höhe von 1.291 (im Vj. 1.297) Mio. € enthalten. Die periodenfremden Erträge stammten im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. A.3.4 Erläuterungen zur Bilanz Ziffer 10 Anlagevermögen scroll Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten (in Mio. €) 1. Okt.2016 Zugänge Umbuchungen Abgänge 30. Sep.2017 Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 1.206 36 − – 64 1.179 Geschäfts- oder Firmenwert 241 − − – 2 239 1.448 36 − – 66 1.418 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.021 7 3 – 104 928 Technische Anlagen und Maschinen 2.909 76 70 – 101 2.955 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.879 200 15 – 221 1.874 Vermietete Erzeugnisse 148 22 − – 12 157 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 162 123 – 88 – 64 132 6.119 428 − – 502 6.046 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 33.434 4.428 5 – 2.457 35.410 Beteiligungen 2.182 178 – 5 – 68 2.286 Ausleihungen 3.276 788 − – 1.189 2.875 Wertpapiere 7.425 117 − – 29 7.513 46.317 5.510 − – 3.743 48.083 53.884 5.974 − – 4.311 55.547 scroll Kumulierte Abschreibungen (in Mio. €) 1. Okt.2016 Abschreibungen Zuschreibungen Abgänge 30. Sep.2017 Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte – 664 – 82 − 65 – 681 Geschäfts- oder Firmenwert – 208 – 8 − 2 – 214 – 871 – 91 − 67 – 895 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken – 577 – 20 − 74 – 523 Technische Anlagen und Maschinen – 2.158 – 143 − 82 – 2.219 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung – 1.389 – 202 − 212 – 1.379 Vermietete Erzeugnisse – 99 – 9 − 8 – 100 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau − − − − − – 4.224 – 374 − 377 – 4.221 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen – 1.394 – 1.323 28 42 – 2.647 Beteiligungen – 281 – 342 − 17 – 606 Ausleihungen – 6 – 1 − − – 6 Wertpapiere – 25 − 3 − – 22 – 1.706 – 1.666 32 58 – 3.282 – 6.801 – 2.131 32 502 – 8.398 scroll Buchwerte (in Mio. €) 30. Sep. 2017 30. Sep. 2016 Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 498 543 Geschäfts- oder Firmenwert 25 34 523 577 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 404 444 Technische Anlagen und Maschinen 736 751 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 495 490 Vermietete Erzeugnisse 57 48 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 132 162 1.825 1.895 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 32.763 32.040 Beteiligungen 1.679 1.900 Ausleihungen 2.868 3.270 Wertpapiere 7.491 7.400 44.802 44.611 47.150 47.083 Im April 2017 brachte Siemens sein Wind-Power-Geschäft (einschließlich Dienstleistungsgeschäft) in das börsennotierte Unternehmen Gamesa Corporación Tecnológica, S.A., Spanien ein. Im Gegenzug erhielt Siemens neu ausgegebene Aktien an dem kombinierten Unternehmen Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien (SGRE). In diesem Zusammenhang verzeichnete die Siemens AG Zugänge bei den Anteilen an verbundene Unternehmen in Höhe von 3.417 Mio. €. Zur Bereinigung der Gesellschaftsstrukturen wurde die Mannesmann Demag Krauss-Maffei GmbH, Deutschland, gekauft, mit der DA Creative GmbH, Deutschland, verschmolzen und diese dann an die Lincas Electro Vertriebsgesellschaft mbH, Deutschland, verkauft. Diese führte zu Zu- und Abgängen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von jeweils 446 Mio. €. Des Weiteren wurde bei der Atecs Mannesmann GmbH, Deutschland, eine Kapitalerhöhung in Höhe von 330 Mio. € durchgeführt. Die Abgänge in den Anteilen an verbundenen Unternehmen enthielten eine Kapitalrückführung in Höhe von 1.742 Mio. € bei der Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Deutschland. Die Zugänge in den Beteiligungen stehen vor allem in Zusammenhang mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Deutschland (Zugänge in Höhe von 108 Mio. €). In den Veränderungen der Ausleihungen waren sowohl Zugänge in Höhe von 249 Mio. € als auch Abgänge in Höhe von 462 Mio. € betreffend die Siemens Bank GmbH, Deutschland, enthalten. Darüber hinaus waren noch Abgänge in Höhe von 435 Mio. € aus einer Darlehensrückführung von der Siemens Beteiligungen Inland GmbH, Deutschland, zu verzeichnen. In den Ausleihungen sind Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 2.657 (im Vj. 3.179) Mio. €, an Beteiligungen in Höhe von 47 (im Vj. 0) Mio. € sowie sonstige Ausleihungen in Höhe von 164 (im Vj. 92) Mio. € enthalten. Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalteten Anteile an Investmentvermögen. Im Anlagevermögen wurden insgesamt außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 1.671 (im Vj. 164) Mio. € erfasst. Ziffer 11 Vorräte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 835 823 Unfertige Erzeugnisse 1.403 1.498 Fertige Erzeugnisse und Waren 695 559 Unverrechnete Lieferungen und Leistungen 9.522 9.706 Geleistete Anzahlungen 1.066 1.005 Vorräte 13.521 13.590 Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen umfassten im Wesentlichen aktivierte Aufwendungen, die im Rahmen der Erbringung von Lieferungen und Leistungen für Projekte im Anlagenbau entstanden sind, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden abgerechnet waren. Ziffer 12 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit (in Mio. €) 30. Sep. 2017 mehr als 1 Jahr 30. Sep. 2016 mehr als 1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.809 35 1.903 47 Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.966 2.411 12.632 2.162 Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.109 184 2.182 156 davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75 61 38 4 davon sonstige Vermögensgegenstände 2.034 123 2.143 153 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.884 2.630 16.717 2.365 Ziffer 13 Aktive latente Steuern Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern resultierten überwiegend aus Pensionsrückstellungen und übrigen Rückstellungen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,16% zugrunde gelegt. Abweichend hiervon wurde für temporäre Differenzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Personengesellschaften ein Steuersatz von 15,83% verwendet. Ziffer 14 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung scroll (in Mio. €) 30. Sep. 2017 Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen und aus Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung – 1.180 Beizulegender Zeitwert des angelegten Vermögens 1.240 Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Erfüllungsrückständen aus Altersteilzeitvereinbarungen und aus Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung 60 Anschaffungskosten des angelegten Vermögens 1.090 Ziffer 15 Eigenkapital Das Eigenkapital hat sich wie folgt entwickelt: scroll (in Mio. €) 1. Okt. 2016 Aktienrückkäufe Bedienung ausgeübter Optionsscheine Ausgabe eigener Aktien im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogrammen Gezeichnetes Kapital 2.550 – – – Eigene Anteile – 125 – 24 34 11 Ausgegebenes Kapital 2.425 – 24 34 11 Kapitalrücklage 7.761 – 112 91 Gewinnrücklagen 6.122 – 910 971 308 Bilanzgewinn 3.060 – – – Eigenkapital 19.368 – 934 1.117 409 scroll (in Mio. €) Dividende für 2016 Jahresüberschuss 30. Sep. 2017 Gezeichnetes Kapital – – 2.550 Eigene Anteile – – – 103 Ausgegebenes Kapital − − 2.447 Kapitalrücklage – – 7.964 Gewinnrücklagen – 1.077 7.568 Bilanzgewinn – 2.914 2.999 3.145 Eigenkapital – 2.914 4.076 21.123 GEZEICHNETES KAPITAL Das Grundkapital der Siemens AG ist in 850.000.000 auf Namen lautende, nennwertlose Stückaktien unterteilt, auf die ein anteiliges rechnerisches Grundkapital in Höhe von 3,00 € je Aktie entfällt. GENEHMIGTES KAPITAL Zum 30. September 2017 verfügte die Siemens AG über genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 618,6 Mio. €, das in Teilbeträgen und mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 206,2 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Im Einzelnen bestehen folgende Ermächtigungen zur Erhöhung des Grundkapitals: ― Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Januar 2016 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 90.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur an Arbeitnehmer der Siemens AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach §58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten. ― Außerdem ist der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Januar 2014 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 27. Januar 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 528,6 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 176,2 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Der Vorstand ist unter bestimmten Voraussetzungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Ausgabe gegen Sacheinlagen auszuschließen. Bei Ausgabe gegen Barleistung sind die Aktien grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, erstens für etwaige Spitzenbeträge, zweitens um einen Verwässerungsausgleich in Zusammenhang mit bereits begebenen Wandel- beziehungsweise Optionsschuldverschreibungen zu gewähren und drittens unter bestimmten weiteren Voraussetzungen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet. BEZUGSRECHTE AUS DER BEGEBUNG VON OPTIONSSCHULDVERSCHREIBUNGEN Im Februar 2012 hat Siemens Optionsschuldverschreibungen in zwei Tranchen mit einem Volumen von 3 Mrd. US$ begeben. Seit der Abspaltung der OSRAM Licht AG im Juli 2013 berechtigen die 2012 begebenen Optionsscheine zum Bezug von Siemens- und OSRAM-Aktien; einen Großteil dieser Optionsscheine („alte Optionsscheine“) hat Siemens im September 2015 durch Begebung neuer Optionsanleihen gegen neue Optionsscheine mit Bezugsrechten auf ausschließlich Siemens-Aktien umgetauscht. Die Tranche mit der kürzeren Laufzeit im Volumen von 1,5 Mrd. US$ wurde im August 2017 bei Fälligkeit zurückgezahlt. Zum 30. September 2017 waren noch Optionsschuldverschreibungen im Volumen von 1,5 Mrd. US$ mit 6.000 Optionsscheinen ausstehend, die im August 2019 fällig werden bzw. letztmals ausgeübt werden können. Zum 30. September 2017 ergaben sich aus den alten und neuen Optionsscheinen der Tranche 2019 Bezugsrechte auf insgesamt rund 11,5 Mio. Siemens-Aktien. Gemäß den Optionsscheinbedingungen sind verschiedene Anpassungen erfolgt, zuletzt mit Wirkung vom 15. Februar 2017. Zum 30. September 2017 wären bei Ausübung je Optionsschein gegen Zahlung von 187.842,81 € unter den 5.236 neuen Optionsscheinen 1.924,1160 Siemens-Aktien zu einem Ausübungspreis von 97,6255 € je Aktie zu beziehen gewesen, unter den 764 alten Optionsscheinen 1.833,0013 Siemens-Aktien und 146,0092 OSRAM-Aktien. Auf Basis des Xetra-Schlusskurses der OSRAM-Aktie am 30. September 2017 hätte dies rechnerisch einem Ausübungspreis von 97,10 € je Siemens-Aktie entsprochen. Die Anzahl der je Optionsschein zu beziehenden Aktien unterliegt nach den jeweiligen Optionsscheinbedingungen Anpassungsregelungen zum Verwässerungsschutz und kann sich während der Laufzeit der Optionsrechte abhängig von den anzuwendenden Anpassungen weiterhin verändern. Zusätzlich zu marktüblichen Anpassungen für bestimmte Kapitalmaßnahmen sind unter anderem Anpassungen in Abhängigkeit von der Höhe der gezahlten Dividende vorgesehen. Die Optionsscheinbedingungen erlauben es Siemens, ausgeübte Optionsrechte auch aus dem Bestand eigener Aktien zu bedienen und die Optionsscheine zurückzukaufen. Die Optionsanleihen wurden jeweils unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben. EIGENE AKTIEN Die Entwicklung des Bestands eigener Aktien ergibt sich aus nachfolgender Übersicht: scroll (in Stück) Geschäftsjahr 2017 Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs 41.721.682 Aktienrückkauf 7.922.129 Bedienung ausgeübter Optionsscheine – 11.447.996 Ausgabe im Rahmen von aktienbasierten Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogrammen – 3.714.695 Endbestand 34.481.120 Die im Bestand der Siemens AG befindlichen 34.481.120 Aktien entsprechen einem Betrag von nominal 103 Mio. € beziehungsweise 4,1% des Grundkapitals. Am 12. November 2015 beschloss Siemens einen Aktienrückkauf mit einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € in der Zeit bis spätestens zum 15. November 2018. Die Durchführung des Aktienrückkaufs erfolgt unter den am 27. Januar 2015 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen. Der Aktienrückkauf soll die Aktionäre zusätzlich zur Dividendenpolitik kontinuierlich am Erfolg des Unternehmens partizipieren lassen. Im Geschäftsjahr 2017 hat die Siemens AG im Rahmen dieses Aktienrückkaufs insgesamt 7.922.129 Stück eigene Aktien zurückgekauft. Dies entspricht einem Betrag von nominal 24 Mio. € beziehungsweise 0,9% des Grundkapitals. Hierfür wurden in diesem Zeitraum 934 Mio. € (ohne Erwerbsnebenkosten) aufgewendet; dies entspricht einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 117,84 € je Aktie. Der Erwerb erfolgte im Berichtszeitraum an 139 Xetra-Handelstagen durch eine von der Siemens AG beauftragte Bank ausschließlich über die Börse im elektronischen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (Xetra). Das durchschnittliche Volumen betrug an diesen Handelstagen rund 56.994 Aktien. Hierbei durfte der Kaufpreis je zurückerworbene Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs der Siemens-Aktie im Xetra-Handel um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 20% unterschreiten. Der jeweilige Bestand der unter den Aktienrückkäufen erworbenen eigenen Aktien kann zu Zwecken der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von mit Siemens verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. Die Siemens AG hat im Rahmen verschiedener aktienbasierter Vergütungen und Mitarbeiteraktienprogramme im Konzern insgesamt 3.714.695 eigene Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben. Dies entspricht einem Betrag von 11 Mio. € beziehungsweise 0,4% des Grundkapitals. Für die 2.259.058 Aktien, die gegen Zahlung eines Erwerbspreises ausgegeben wurden, sind insgesamt 269 Mio. € vereinnahmt worden. Diesen Betrag hat die Siemens AG zur freien Verwendung erhalten. 2.141.143 Aktien wurden im Rahmen des Share-Matching-Programms als Investment-Aktien an Planteilnehmer veräußert, wobei der Kaufpreis jeweils auf Basis des Xetra-Schlusskurses an festgelegten monatlichen Stichtagen bestimmt wurde. Hiervon entfielen auf den monatlichen Investitionsplan im Berichtszeitraum insgesamt 1.175.176 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 118,32 € je Aktie, auf den Share Matching Plan im Februar 2017 369.963 Aktien zu einem Kurs von 121,35 € je Aktie und auf das vom Unternehmen mit einem Firmenzuschuss geförderte Basis-Aktien-Programm 2017 596.004 Aktien zu einem Kurs von 60,68 € je Aktie. Die übrigen im Berichtszeitraum ausgegebenen Aktien verteilten sich auf die Bedienung von überwiegend im Jahr 2012 erteilten Aktienzusagen mit 802.352 Aktien, auf Matching-Aktien im Rahmen des Share-Matching-Programms aus dem Jahr 2014 mit 473.113 Aktien sowie auf 180.172 Jubiläumsaktien. Zusätzlich wurde bei den überwiegend 2012 erteilten Aktienzusagen Begünstigten mit Barausgleich die Möglichkeit geboten, ihre rechnerische Nettobarzahlung zum Tagestiefstkurs des Übertragungsstichtags in Siemens-Aktien zu reinvestieren. Im Rahmen dieses Angebots haben Begünstigte insgesamt 117.915 Aktien zu einem gewichteten durchschnittlichen Kurs von 108,63 € je Aktie erworben. 11.447.996 eigene Aktien wurden zur Bedienung ausgeübter Optionsscheine herangezogen. Das entspricht einem Betrag von nominal 34,3 Mio. € bzw. 1,34% des Grundkapitals. Für die ausgegebenen Siemens-Aktien sind der Gesellschaft rund 1.117 Mio. € zugeflossen, was einem durchschnittlichen Veräußerungspreis von 97,60 € je Siemens-Aktie entspricht. ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen ergab keinen zur Ausschüttung gesperrten Betrag. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von 42 Mio. €. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 1.326 Mio. €. Der Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von 2.174 Mio. €. Diesen ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen andere Gewinnrücklagen in Höhe von 7.568 Mio. € gegenüber. Daher besteht keine Ausschüttungssperre in Bezug auf den Bilanzgewinn in Höhe von 3.145 Mio. €. ANGABEN ZU BETEILIGUNGEN AM KAPITAL DER SIEMENS AG Der Gesellschaft lagen folgende Angaben zu mitteilungspflichtigen Beteiligungen gemäß §160 Abs. 1 Nr. 8 AktG vor (Stand: 30. September 2017): BlackRock, Inc., Wilmington, USA, teilte uns am 7. August 2017 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 2. August 2017, direkt oder indirekt gehalten, 50.429.342 Stimmrechte oder 5,93% der Stimmrechte betrug. Der State of Qatar, Doha, handelnd über und durch die DIC Company Limited, teilte uns am 10. Mai 2012 mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 7. Mai 2012, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 27.758.338 Stimmrechte oder 3,04% der Stimmrechte betrug. Die Werner Siemens-Stiftung, Zug, Schweiz, teilte uns am 21. Januar 2008 mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Siemens AG am 2. Januar 2008, direkt oder indirekt gehalten, die Schwelle von 3% der Stimmrechte an unserer Gesellschaft überschritten hat und zu diesem Tag 27.739.285 Stimmrechte oder 3,03% der Stimmrechte betrug. Ziffer 16 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In Deutschland gewährt die Siemens AG Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge, wobei das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert. Im Zuge der Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert, sodass Bewertungsprämissen für Lohn- und Gehaltssteigerungen inklusive Karrieretrend keine wesentliche Bedeutung für die Pensionsverpflichtungen der Siemens AG mehr haben. Die Pläne sind über Treuhandstrukturen mit Vermögen gedeckt. Ein Teil dieses Treuhandvermögens dient der Deckung von Pensionsverpflichtungen anderer inländischer Tochterunternehmen. Die Vermögensgegenstände erfüllen daher nicht die Voraussetzungen für die Verrechnung mit den Verpflichtungen und werden im Finanzanlagevermögen der Siemens AG ausgewiesen. Im Rahmen des Entgeltumwandlungsplans werden Gehaltsbestandteile in Fondsanteilen angelegt, die nur der Deckung der hieraus entstehenden Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Dieses Vermögen, mit einem beizulegenden Zeitwert zum 30. September 2017 in Höhe von 909 Mio. € (Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 758 Mio. €), wird daher mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich aus dieser Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 39 Mio. €. Zu den aus dem Entgeltumwandlungsplan verrechneten Aufwendungen und Erträgen siehe → Ziffer 5 Übriges Finanzergebnis . Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen betrug zum 30. September 2017 12.632 Mio. €. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basierte unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 3,77% und einem Rententrend von 1,50%; Ausnahme BSAV 1,0% per annum. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf modifizierten Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck. Ziffer 17 Übrige Rückstellungen Die übrigen Rückstellungen enthielten sonstige Rückstellungen in Höhe von 6.430 (im Vj. 7.385) Mio. € und Steuerrückstellungen in Höhe von 987 (im Vj. 975) Mio. €. Die größten Posten bei den übrigen Rückstellungen waren die Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von 1.915 Mio. €. sowie die Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 1.070 Mio. €. Betreffend die Stilllegung des Werks in Hanau sowie des nuklearen Forschungs-und Dienstleistungszentrums in Karlstein besteht eine Rückstellung für Dekontaminationsverpflichtungen. Während im Geschäftsjahr 2017 die Entsorgung radioaktiven Abfalls gesetzlich teilweise neu geregelt wurde (»Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung«), ist Siemens von diesen Regelungen nicht abgedeckt und befolgt somit weiterhin die Vorschriften des deutschen Atomgesetzes, wonach der radioaktive Abfall bei Stilllegung einer nuklearen Anlage entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Bei der Bewertung der Rückstellung bestehen wesentliche Schätzunsicherheiten. Eine wesentliche Schätzunsicherheit bei der Ermittlung der Höhe der Dekontaminationskosten liegt in der Auswahl potenzieller Endlager durch den deutschen Staat und in der zeitlichen Verfügbarkeit eines Endlagers beziehungsweise dem möglichen Abgabevolumen. Einzelne Schätzparameter zur Einrichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall haben sich durch die Konkretisierung auf das Endlager Schacht Konrad spezifiziert. Darüber hinaus stellen künftige politische Entscheidungen und unvorhersehbare Entwicklungen während des Zeitraums der Einlagerung weitere wesentliche Unsicherheitsfaktoren dar. Die Rückstellung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 763 Mio. € auf 592 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund von herabgesetzten Annahmen zur Inflationsrate. Ziffer 18 Verbindlichkeiten scroll davon Restlaufzeit (in Mio. €) 30. Sep. 2017 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81 81 − − Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 750 750 − − Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.902 1.900 2 − Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.116 21.861 2.255 − Übrige Verbindlichkeiten 2.047 1.897 104 46 davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25 25 − − davon sonstige Verbindlichkeiten 2.022 1.872 104 46 darin aus Steuern 81 81 − − darin im Rahmen der sozialen Sicherheit 223 223 − − Verbindlichkeiten 28.896 26.488 2.361 46 scroll davon Restlaufzeit (in Mio. €) 30. Sep. 2016 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14 14 − − Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 619 619 − − Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.831 1.824 7 − Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24.847 24.449 398 − Übrige Verbindlichkeiten 2.441 2.264 134 43 davon Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 44 − − davon sonstige Verbindlichkeiten 2.397 2.220 134 43 darin aus Steuern 127 127 − − darin im Rahmen der sozialen Sicherheit 231 231 − − Verbindlichkeiten 29.752 29.170 539 43 A.3.5 Sonstige Angaben Ziffer 19 Materialaufwand scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren – 10.736 – 11.437 Aufwendungen für bezogene Leistungen – 4.333 – 4.082 Materialaufwand – 15.069 – 15.519 Ziffer 20 Personalaufwand scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Löhne und Gehälter – 7.915 – 7.943 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung – 1.157 – 1.143 Aufwendungen für/Ertrag aus Altersversorgung – 414 24 Personalaufwand – 9.486 – 9.061 Die Personalaufwendungen enthielten nicht die im übrigen Finanzergebnis ausgewiesenen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und Personalrückstellungen. Bei den durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern wurden die Teilzeitmitarbeiter anteilig einbezogen. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig: scroll Geschäftsjahr 2017 Produktion 54.800 Vertrieb 16.900 Forschung und Entwicklung 9.600 Verwaltung und allgemeine Dienste 11.300 Mitarbeiter 92.500 Ziffer 21 Aktienbasierte Vergütung Die Siemens AG räumt Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands die Teilnahme an aktienbasierten Vergütungsprogrammen ein. Zum Zweck der Bedienung aktienbasierter Vergütungsprogramme liefert die Siemens AG auch Siemens-Aktien, die von verbundenen Unternehmen zugesagt wurden. AKTIENZUSAGEN Die Siemens AG gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards). Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der von leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern der Siemens AG gehaltenen Aktienzusagen: scroll Geschäftsjahr 2017 (in Stück) Zusagen Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs (nicht erdient) 3.202.282 Gewährt 1.032.200 Verfallen – 61.546 Abgegolten – 9.854 Umstellung der im Jahr 2012 erteilten Aktienzusagen vom Ausgleich durch eigene Aktien auf Barausgleich – 856.355 Bestand am Ende des Geschäftsjahrs (nicht erdient) 3.306.727 Aktienzusagen an Begünstigte der Siemens AG werden aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst und ratierlich entsprechend der Erdienung mit dem Kurs der Siemens-Aktie (innerer Wert) am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung des geschätzten Zielerreichungsgrads der den Aktienzusagen zugrunde liegenden Leistungskriterien am Bilanzstichtag bewertet. Der anteilige innere Wert aller an Begünstigte der Siemens AG ausgegebenen Aktienzusagen belief sich zum Bilanzstichtag auf 274 Mio. €. SHARE-MATCHING-PROGRAMM Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum gehaltene Investment-Aktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Ansprüche der Begünstigten der Siemens AG auf Matching-Aktien: scroll (in Stück) Geschäftsjahr 2017 Bestand zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.141.190 Gewährt 426.432 Erdient und übertragen – 310.794 Verfallen – 66.945 Abgegolten – 28.723 Gesellschaftsveränderungen 87 Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 1.161.247 An Begünstigte der Siemens AG gewährte Matching-Aktien werden aufwandswirksam über den Erdienungszeitraum erfasst und ratierlich entsprechend der Erdienung mit dem Kurs der Siemens-Aktie (innerer Wert) am Bilanzstichtag bewertet. Der anteilige innere Wert aller an Begünstigte der Siemens AG ausgegebenen Matching-Aktien belief sich auf 85 Mio. €. SIEMENS-PROFIT-SHARING Der Vorstand entscheidet jährlich neu über die Ausgabe einer Siemens-Profit-Sharing-Tranche und legt die Ziele für das laufende Geschäftsjahr fest. Am Ende des Geschäftsjahrs entscheidet der Vorstand – basierend auf der Zielerreichung – nach seinem Ermessen über den Betrag, der dem Profit-Sharing-Pool für den Konzern zugeführt wird, sowie über eine Ausschüttung des Pools in Form von Gratisaktien der Siemens AG. Zum Geschäftsjahresende entfielen 107 Mio. € des Pools auf berechtigte Mitarbeiter der Siemens AG. Die Aufwendungen werden ratierlich über den geschätzten Erdienungszeitraum erfasst. Im November 2017 wurden dem konzernweiten Profit-Sharing-Pool 100 Mio. € zugeführt, wovon rund ein Drittel auf berechtigte Mitarbeiter der Siemens AG entfallen. Es wurde entschieden, die im Pool angesammelten 400 Mio. € im März 2018 an berechtigte Mitarbeiter auszuschütten. Ziffer 22 Anteile an Investmentvermögen Es wurden folgende Anteile an Investmentvermögen nach Anlagezielen gehalten: scroll 30. Sep. 2017 (in Mio. €) Buchwert Marktwert Differenz zum Buchwert Erfolgte Ausschüttungen Mischfonds 8.022 7.760 – 262 260 Rentenfonds 123 123 − − Aktienfonds 58 58 − − Geldmarktfonds 433 433 − − Anteile an Investmentvermögen nach Anlagezielen 8.636 8.375 – 262 260 Grundsätzlich werden die Anteile an Investmentvermögen als Wertpapiere des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Hiervon ausgenommen waren Anteile, die mit Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen und aus Erfüllungsrückständen in Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen zu verrechnen sind. Darüber hinaus lag für einen Teil des oben dargestellten Investmentvermögens der Zeitwert zum Stichtag aufgrund des vom Unternehmen verfolgten strategischen Investmentansatzes in geringem Umfang unter dem Buchwert. Eine außerplanmäßige Abschreibung unterblieb, da keine dauerhafte Wertminderung vorlag. Ziffer 23 Haftungsverhältnisse scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Verpflichtungen aus Bürgschaften 637 199 Gewährleistungsverpflichtungen 83.707 82.467 davon im Rahmen der Finanzierung verbundener Unternehmen 38.921 39.725 davon im Liefer- und Leistungsgeschäft verbundener Unternehmen 37.258 34.918 davon Sonstiges 7.529 7.824 Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 48 48 Haftungsverhältnisse 84.393 82.714 In den Gewährleistungsverpflichtungen waren Verpflichtungen der Siemens AG gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 265 (im Vj. 470) Mio. € enthalten. Die Position Sonstiges enthält Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Diese Schadensersatzverpflichtungen können den Käufer im geschäftsüblichen Rahmen vor jeglichen potenziellen steuerlichen, rechtlichen und anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen. Die Siemens AG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen. Die Siemens AG geht derzeit davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können; diese Auffassung beruht auf einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und berücksichtigt die bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse. Die Siemens AG schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. In den Haftungsverhältnissen werden auch Verpflichtungen der Siemens Financial Services GmbH, München, ausgewiesen, für die von der Siemens AG eine Rückhaftung übernommen wurde. Ziffer 24 Finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen Die Aufwendungen aus Leasing- und Mietverträgen gegenüber fremden Dritten, bei denen das wirtschaftliche Eigentum am Leasing- beziehungsweise Mietgegenstand nicht der Siemens AG zuzurechnen war und bei denen die Siemens AG diese Vermögensgegenstände daher nicht aktivierte, betrugen 281 Mio. €. Gegenstand dieser Verträge waren insbesondere Immobilien und sonstige Anlagegegenstände. Aus Leasing- und Mietverträgen bestanden Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 963 Mio. €, davon 307 Mio. € gegenüber verbundenen Unternehmen. Von den aus Leasing- und Mietverträgen insgesamt bestehenden Zahlungsverpflichtungen entfallen 278 Mio. € auf das kommende Geschäftsjahr. Ziffer 25 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Kapitaleinzahlungsverpflichtungen betrugen 714 Mio. € und bestanden gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Siemens AG haftet gesamtschuldnerisch als Beteiligte an Gesellschaften bürgerlichen Rechts, über die Ergebnisübernahmeverträge mit anderen Unternehmen abgeschlossen wurden, als Gesellschafter von Personenhandelsgesellschaften sowie im Rahmen von Konsortien; zudem hat sie entsprechende Einzahlungsverpflichtungen. Aus einem bestehenden Outsourcing-Vertrag mit einer Laufzeit von mehreren Jahren mit einem Wert von rund 8,7 Mrd. € belief sich zum 30. September 2017 der noch ausstehende Wert auf rund 3,1 Mrd. €. Die Siemens AG ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren und behördlichen Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass der Siemens AG die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen für die Siemens AG ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in dem jeweiligen Berichtszeitraum haben können. Soweit diese nicht bilanziell berücksichtigt sind, erwartet die Siemens AG zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Ziffer 26 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Die Siemens AG ist im Rahmen ihrer weltweiten Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit insbesondere Risiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen ausgesetzt, die im Rahmen eines bewährten Risikomanagementsystems unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimite gesteuert werden. Als Mutterunternehmen des Siemens-Konzerns hat die Siemens AG eine zentrale Funktion hinsichtlich des konzernweiten Managements von Finanzmarktrisiken. Zur Absicherung der Wechselkurs- und Zinssatzänderungen setzt die Siemens AG im Wesentlichen Devisentermingeschäfte, Zinsswaps, kombinierte Zins-Währungsswaps sowie Zinsoptionen und Zinsfutures ein. Dabei ist es den operativen Einheiten der Siemens AG nicht gestattet, derivative Finanzinstrumente zu spekulativen Zwecken abzuschließen. Die Vertragspartner bei derivativen Finanzinstrumenten sind Banken und Börsenmakler, deren Bonität einer ständigen Überwachung unterliegt, sowie verbundene Unternehmen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die bestehenden derivativen Finanzinstrumente: scroll 30. Sep. 2017 (in Mio. €) Nominalvolumen Marktwerte Währungssicherungskontrakte Devisentermingeschäfte 45.416 47 Währungsoptionen 118 1 Zinssicherungskontrakte Zinsswaps 17.835 297 Zinsoptionen 4.294 2 Zinsfutures 787 1 Caps und Floors 4.590 – 3 Kombinierte Zins-Währungssicherungskontrakte 6.740 259 Übrige Sicherungskontrakte 342 13 Bestehende derivative Finanzinstrumente 80.122 617 Das Nominalvolumen entspricht den Kontraktwerten der einzelnen derivativen Finanzinstrumente, die – unabhängig von der Art der abgeschlossenen Position (Kauf oder Verkauf) – jeweils unsaldiert dargestellt werden (Brutto-Nominalvolumen). Die Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten beziehungsweise die Ermittlung der Marktwerte erfolgt in Abhängigkeit von der Art der Instrumente. Bei Währungsderivaten erfolgt die Ermittlung auf Basis der Veränderungen der relevanten Devisenkurse. Bei Zinsderivaten erfolgt eine Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller Marktzinsen und Zinsstrukturkurven oder die Ermittlung auf Basis börsennotierter Preise. Kombinierte Zins-/Währungsderivate werden mit einer Kombination der genannten Faktoren bewertet. Sofern Währungs- und Zinsderivate eine Optionskomponente enthalten, erfolgt die Bewertung auf Basis eines von einem Optionspreismodell errechneten Schätzwertes oder von börsennotierten Preisen. Derivative Finanzinstrumente werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird entweder durch das Risikomanagement gewährleistet oder sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf Basis der einschlägigen Methoden zur Effektivitätsmessung (beispielsweise Dollar-Offset-Methode, Regressionsanalyse, Sensitivitätsanalyse) nachgewiesen. BEWERTUNGSEINHEIT ZUR ABSICHERUNG DES FREMDWÄHRUNGSRISIKOS Jede Siemens-Einheit ist gemäß der Unternehmenspolitik verantwortlich für die Erfassung, Bewertung und Überwachung ihrer transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken. Die Nettofremdwährungsposition jeder Einheit dient als zentrale Steuerungsgröße und ist in einer Bandbreite von mindestens 75%, aber nicht mehr als 100% mit der Konzern-Treasury der Siemens AG abzusichern. Das nach Aufrechnung gegenläufiger Cashflows in der gleichen Währung verbleibende Fremdwährungsrisiko sichert die Konzern-Treasury der Siemens AG mit externen Vertragspartnern ab. Die Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) der Siemens AG wird mit den gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden für diesen Zweck jeweils mit den zugrunde liegenden diskontierten Zahlungsströmen bewertet. Die in dieser Bewertungseinheit enthaltenen derivativen Finanzinstrumente wiesen eine Laufzeit bis 2042 auf. Die Zahlungsein- und -ausgänge, die aus den Devisensicherungsgeschäften sowie aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen resultieren, sind in der nachfolgenden Tabelle jeweils saldiert ausgewiesen. scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen 5.600 davon Vermögensgegenstände 14.023 davon Schulden – 8.424 Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften und antizipativen Transaktionen 3.265 Nettofremdwährungsposition (vor Sicherung) 8.865 Devisensicherungsgeschäfte – 9.080 davon mit externen Vertragspartnern – 8.374 davon gegenüber verbundenen Unternehmen – 706 Nettofremdwährungsposition (nach Sicherung) – 215 Das Fremdwährungsportfolio der Siemens AG erreichte einen Sicherungsgrad (Verhältnis der Absolutbeträge von Sicherungsgeschäften zu Grundgeschäften) von annähernd 100%. Die Bildung einer Rückstellung für Drohverluste aus schwebenden Geschäften war nicht erforderlich. BEWERTUNGSEINHEITEN ZUR ABSICHERUNG DES ZINSRISIKOS Die bei der Siemens AG eingesetzten Zinssicherungsgeschäfte dienen dazu, Zinsänderungsrisiken abzusichern und das Zinsergebnis unter Berücksichtigung intern festgelegter Zins-Benchmarks zu optimieren. Der Teil der Grundgeschäfte der Siemens AG, der Zinsänderungsrisiken ausgesetzt ist, wird, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, mit den zur Absicherung gehaltenen Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zur Absicherung von mit Tochterunternehmen abgeschlossenen Zinsswaps gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Banken abgeschlossen. Die in dieser Makro-Bewertungseinheit erfassten, mit Tochterunternehmen abgeschlossenen Zinsswaps wiesen zum 30. September 2017 ein Nominalvolumen in Höhe von 5.266 Mio. € und Marktwerte in Höhe von –389 Mio. € auf und hatten eine maximale Laufzeit bis 2028. Diesen Grundgeschäften standen zum Bilanzstichtag externe Zinsderivate mit Marktwerten von 184 Mio. € und einer maximalen Laufzeit bis 2030 gegenüber. Zum 30. September 2017 betrug der aus der Makro-Bewertungseinheit resultierende negative Überhang, der als Rückstellung erfasst wurde, 205 Mio. €. Zur Absicherung bestimmter Finanzforderungen gegen Zinsänderungsrisiken hat die Siemens AG Zinsderivate mit externen Vertragspartnern abgeschlossen und mit den Grundgeschäften zu einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Nominalvolumen der bilanzierten Finanzforderungen, die eine maximale Laufzeit bis 2036 haben, beliefen sich zum 30. September 2017 auf 10.315 Mio. €. Zum 30. September 2017 standen den kumulierten Marktwertveränderungen der Finanzforderungen in Höhe von 149 Mio. € gegenläufig Zinsderivate mit einer kumulierten Marktwertveränderung in Höhe von –25 Mio. € und einer maximalen Laufzeit bis 2056 gegenüber. Für den die Zinsderivate übersteigenden Anteil an Finanzforderungen wurde keine zinsinduzierte Bewertung vorgenommen. Ein Überhang an Zinsderivaten innerhalb der Bewertungseinheit existierte zum 30. September 2017 nicht. BUCHWERTE DER BILANZIERUNGSPFLICHTIGEN DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE Die Buchwerte der bilanzierungspflichtigen derivativen Finanzinstrumente sind unter Berücksichtigung der gebildeten Bewertungseinheiten in den folgenden Bilanzposten erfasst: scroll 30. Sep. 2017 (in Mio. €) Sonstige Vermögensgegenstände Übrige Rückstellungen Übrige Verbindlichkeiten Währungssicherungskontrakte Währungsoptionen 1 – – 1 Zinssicherungskontrakte Zinsswaps – – 228 – Zinsoptionen 52 – 1 – 49 Caps und Floors 20 – – 54 Bilanzierungspflichtige derivative Finanzinstrumente 72 – 229 – 104 Ziffer 27 Vorschlag zur Gewinnverwendung Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 3.145 Mio. € zur Ausschüttung einer Dividende von 3,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den aus dem Bilanzgewinn auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Ziffer 28 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Barvergütung in Höhe von 20,7 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung betrug 13,2 Mio. € für 132.831 Aktienzusagen. Den Mitgliedern des Vorstands wurden Beiträge zur BSAV (inklusive einmalige Sonderbeiträge) in Höhe von 6,6 Mio. € gewährt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 40,5 Mio. €. GESAMTBEZÜGE DER FRÜHEREN MITGLIEDER DES VORSTANDS Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge im Sinne von §285 Abs. 1 Nr. 9b HGB in Höhe von 34,1 Mio. €. Für Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen hat die Siemens AG Pensionsrückstellungen in Höhe von 112,0 Mio. € gebildet. VERGÜTUNG DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste eine Grundvergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten und betrug insgesamt, einschließlich Sitzungsgeldern, 5,2 Mio. €. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, dargestellt. Ziffer 29 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens Aktiengesellschaft haben zum 1. Oktober 2017 die nach §161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter → www.siemens.com/dcg-kodex öffentlich zugänglich gemacht. Ziffer 30 Nachtragsbericht Im November 2017 gab Siemens Pläne für Kapazitätsanpassungsmaßnahmen bei Power and Gas und Process Industries and Drives bekannt, die voraussichtlich zu beträchtlichen Personalrestrukturierungsaufwendungen führen werden. Diese Pläne beinhalten auch die Schließung, Zusammenlegung sowie den eventuellen Verkauf von Standorten. Ziffer 31 Zusammensetzung und Mandate des Vorstands und des Aufsichtsrats MITGLIEDER DES VORSTANDS UND MANDATE DER VORSTANDSMITGLIEDER Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Vorstand folgende Mitglieder an: scroll Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Name Geburtsdatum Erste Bestellung Bestellt bis Externe Mandate (Stand: 30.09.2017) Konzernmandate (Stand: 30.09.2017) Joe Kaeser Vorsitzender 23.06.1957 01.05.2006 Bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 Deutsche Mandate: Allianz Deutschland AG, München Daimler AG, Stuttgart Auslandsmandate: NXP Semiconductors B.V., Niederlande Auslandsmandate: Siemens Ltd., Indien Dr.rer.nat. Roland Busch 22.11.1964 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: OSRAM Licht AG, München (stellv. Vorsitz) OSRAM GmbH, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: Atos SE, Frankreich Deutsche Mandate: Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics GmbH, Konstanz Auslandsmandate: Arabia Electric Ltd. (Equipment), Saudi-Arabien ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) Siemens Ltd., Saudi-Arabien Siemens W.L.L., Katar VA TECH T&D Co. Ltd., Saudi-Arabien Lisa Davis 15.10.1963 01.08.2014 31.07.2019 Auslandsmandate: Penske Automotive Group Inc., USA Auslandsmandate: Siemens Corp., USA (Vorsitz) Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien Klaus Helmrich 24.05.1958 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: Deutsche Messe AG, Hannover EOS Holding AG, Krailling inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin Auslandsmandate: Siemens AB, Schweden (Vorsitz) Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich (Vorsitz) Siemens Proprietary Ltd., Südafrika (Vorsitz) Siemens Schweiz AG, Schweiz (Vorsitz) Janina Kugel 12.01.1970 01.02.2015 31.01.2020 Deutsche Mandate: Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Köln Auslandsmandate: Konecranes Plc., Finnland Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Cedrik Neike 07.03.1973 01.04.2017 31.05.2020 Auslandsmandate: Siemens Ltd., China (Vorsitz) Siemens Ltd., Indien Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm (bis 31.03.2017) 27.06.1963 01.01.2008 31.03.2017 Michael Sen 17.11.1968 01.04.2017 31.03.2022 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Auslandsmandate: Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien Dr.rer.pol. Ralf P. Thomas 07.03.1961 18.09.2013 17.09.2023 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Auslandsmandate: Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich Siemens Corp., USA (stellv. Vorsitz) Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS UND MANDATE DER AUFSICHTSRATSMITGLIEDER Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Aktionärsvertretern und – durch * kenntlich gemachten – Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Amtsperiode der Aufsichtsratsmitglieder endet grundsätzlich mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2018. Die Amtsperiode von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Jim Hagemann Snabe und Werner Wenning endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021. Als Nachfolgerin für den zum Ablauf des 30. September 2017 ausgeschiedenen Hans-Jürgen Hartung wurde Dorothea Simon mit Wirkung vom 1. Oktober 2017 bis zum Ablauf der am 31. Januar 2018 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung der Siemens AG zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer gerichtlich bestellt. Die künftigen Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden am 5. Oktober 2017 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes mit Wirkung ab Beendigung der am 31. Januar 2018 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung neu gewählt. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an: scroll Name Ausgeübter Beruf Geburtsdatum Mitglied seit Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 30.09.2017) Dr.iur. Gerhard Cromme Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG 25.02.1943 23.01.2003 Auslandsmandate: AUTO1 N.V., Niederlande (Vorsitz) ODDO BHF SCA, Frankreich (Co-Vorsitz) Birgit Steinborn 1. stellv. Vorsitzende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 26.03.1960 24.01.2008 Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG 21.10.1946 23.01.2013 Deutsche Mandate: Bayer AG, Leverkusen (Vorsitz) Henkel AG&Co. KGaA, Düsseldorf1 Henkel Management AG, Düsseldorf Olaf Bolduan Vorsitzender des Betriebsrats Siemens Dynamowerk – Standort Berlin 24.07.1952 11.07.2014 Michael Diekmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE 23.12.1954 24.01.2008 Deutsche Mandate: Allianz SE, München (Vorsitz) BASF SE, Ludwigshafen am Rhein (stellv. Vorsitz) Fresenius Management SE, Bad Homburg Fresenius SE&Co. KGaA, Bad Homburg (stellv. Vorsitz) Dr.iur. Hans Michael Gaul Aufsichtsratsmitglied 02.03.1942 24.01.2008 Deutsche Mandate: HSBC Trinkaus&Burkhardt AG, Düsseldorf Reinhard Hahn Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall 24.06.1956 27.01.2015 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Bettina Haller Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG 14.03.1959 01.04.2007 Hans-Jürgen Hartung (bis 30.09.2017) Betriebsrat Siemens Erlangen Süd 10.03.1952 27.01.2009 Robert Kensbock Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 13.03.1971 23.01.2013 Harald Kern Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrats 16.03.1960 24.01.2008 Jürgen Kerner Hauptkassierer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall 22.01.1969 25.01.2012 Deutsche Mandate: Airbus Operations GmbH, Hamburg MAN Diesel&Turbo SE, Augsburg MAN SE, München (stellv. Vorsitz) Premium Aerotec GmbH, Augsburg (stellv. Vorsitz) Dr.phil. Nicola Leibinger-Kammüller Geschäftsführende Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG 15.12.1959 24.01.2008 Deutsche Mandate: Axel Springer SE, Berlin Voith GmbH, Heidenheim Gérard Mestrallet Vorsitzender des Verwaltungsrats von ENGIE S.A. 01.04.1949 23.01.2013 Auslandsmandate: ENGIE S.A., Frankreich (Vorsitz) Société Générale S.A., Frankreich Suez S.A., Frankreich (Vorsitz) Dr.-Ing.Dr.-Ing.E.h. Norbert Reithofer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 29.05.1956 27.01.2015 Deutsche Mandate: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München (Vorsitz) Henkel AG&Co. KGaA, Düsseldorf1 Güler Sabancı Vorsitzende (Chairwoman und Managing Director) der Hacı Ömer Sabancı Holding A.Ş. 14.08.1955 23.01.2013 Dr.phil. Nathalie von Siemens Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung 14.07.1971 27.01.2015 Deutsche Mandate: Messer Group GmbH, Sulzbach Siemens Healthcare GmbH, München Michael Sigmund Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG 13.09.1957 01.03.2014 Dorothea Simon (seit 01.10.2017) Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens Healthcare GmbH 03.08.1969 01.10.2017 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Jim Hagemann Snabe Vorsitzender des Verwaltungsrats der A.P. Møller-Mærsk A/S 27.10.1965 01.10.2013 Deutsche Mandate: Allianz SE, München Auslandsmandate: A.P. Møller-Mærsk A/S, Dänemark (Vorsitz) Sibylle Wankel Justitiarin, IG Metall Vorstand 03.03.1964 01.04.2009 Deutsche Mandate: Daimler AG, Stuttgart 1 Gesellschafterausschuss. Ziffer 32 Aufstellung des Anteilsbesitzes der Siemens AG gemäß §285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB scroll Stand: 30.09.2017 Ergebnis nach Steuern in Mio. €1 Eigenkapital in Mio. €1 Kapitalanteil in % Deutschland (43 Gesellschaften) Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen 18 6.094 100 BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH, Grünwald 7 167 100 7 Dresser-Rand GmbH, Oberhausen – 5 28 100 7 evosoft GmbH, Nürnberg 0 6 100 HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover 1 217 100 HSP Hochspannungsgeräte GmbH, Troisdorf 1 2 100 Jawa Power Holding GmbH, Erlangen – 35 344 100 Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald 33 485 100 7 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Regensburg 115 348 26 7 Mentor Graphics Development (Deutschland) GmbH, Villingen-Schwenningen – 2 53 100 10 next47 GmbH, München – 1 – 3 100 next47 Services GmbH, München – 2 6 100 OSRAM Licht AG, München 315 2.473 17 6 OWP Butendiek GmbH&Co. KG, Bremen 84 449 23 7 Project Ventures Butendiek Holding GmbH, Erlangen 1 105 100 RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald – 8 204 100 Siemens Bank GmbH, München – 12 1.080 100 Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München 9 15.442 100 Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin 0 8.285 100 Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH&Co. OHG, Grünwald 1.195 10.416 100 Siemens Compressor Systems GmbH, Leipzig 3 242 100 Siemens Finance&Leasing GmbH, München – 8 115 100 Siemens Financial Services GmbH, München – 1 2.034 100 Siemens Fuel Gasification Technology GmbH&Co. KG, Freiberg 2 185 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Eschborn 4 195 100 Siemens Healthcare Diagnostics Holding GmbH, Eschborn 52 1.046 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg 6 750 100 Siemens Healthcare GmbH, Erlangen 206 3.795 100 Siemens Immobilien GmbH&Co. KG, Grünwald 33 323 100 Siemens Industriegetriebe GmbH, Penig – 3 66 100 Siemens Industriepark Karlsruhe GmbH&Co. KG, Grünwald 5 18 100 Siemens Industry Software GmbH, Köln – 5 275 100 Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald – 4 31 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics GmbH, Konstanz 3 60 100 Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen 52 176 100 Siemens Real Estate GmbH&Co. KG, Grünwald 12 88 100 Siemens Treasury GmbH, München 1 – 1 100 Siemens Turbomachinery Equipment GmbH, Frankenthal – 15 70 100 Siemens Wind Power GmbH&Co. KG, Hamburg – 7 124 100 SIM 2. Grundstücks-GmbH&Co. KG, Grünwald 6 140 100 Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Erlangen 0 153 50 7 9 Veja Mate Offshore Project GmbH, Gadebusch – 2 109 41 7 Voith Hydro Holding GmbH&Co. KG, Heidenheim 22 86 35 6 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (137 Gesellschaften) Siemens Technologies S.A.E., Kairo/Ägypten 40 37 90 Siemens Healthcare SA/NV, Beersel/Belgien 9 97 100 Siemens Industry Software NV, Leuven/Belgien – 1 450 100 Siemens S.A./N.V., Beersel/Belgien 32 154 100 Mentor Graphics (Netherlands Antilles) N.V., Willemstad/Curaçao 0 255 100 7 Siemens A/S, Ballerup/Dänemark 23 98 100 Siemens Gamesa Renewable Energy A/S, Brande/Dänemark 143 433 100 Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland 12 49 100 ATOS SE, Bezons/Frankreich 632 4.835 12 7 D-R Holdings (France) SAS, Le Havre/Frankreich 6 114 100 7 Dresser-Rand SAS, Le Havre/Frankreich 21 189 100 7 Siemens France Holding SAS, Saint-Denis/Frankreich 68 382 100 Siemens Healthcare SAS, Saint-Denis/Frankreich – 35 203 100 Siemens Industry Software SAS, Châtillon/Frankreich 7 81 100 Siemens SAS, Saint-Denis/Frankreich 21 321 100 Siemens A.E., Elektrotechnische Projekte und Erzeugnisse, Athen/Griechenland 1 87 100 Siemens Healthcare Industrial and Commercial Société Anonyme, Athen/Griechenland 0 55 100 Mentor Graphics (Holdings) Unlimited Company, Shannon, County Clare/Irland 37 2.532 100 3 4 10 Mentor Graphics (Ireland) Limited, Shannon, County Clare/Irland – 95 127 100 10 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Dublin/Irland 8 – 2 100 Siemens Limited, Dublin/Irland – 1 59 100 Mentor Graphics Development Services (Israel) Ltd., Rehovot/Israel 0 62 100 7 Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Rosh Ha’ayin/Israel 103 – 490 100 Siemens Industry Software Ltd., Airport City/Israel 21 38 100 Siemens Product Lifecycle Management Software 2 (IL) Ltd., Airport City/Israel 0 3 100 UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City/Israel 0 – 1 100 Medical Systems S.p.A., Genua/Italien 4 101 45 7 Siemens Healthcare S.r.l., Mailand/Italien 2 246 100 Siemens S.p.A., Mailand/Italien 59 319 100 VAL 208 Torino GEIE, Mailand/Italien 0 0 86 3 4 6 D-R Luxembourg Holding 1, SARL, Luxemburg/Luxemburg 0 447 100 D-R Luxembourg Holding 2, SARL, Luxemburg/Luxemburg 1 48 100 D-R Luxembourg Holding 3, SARL, Luxemburg/Luxemburg – 21 1.151 100 D-R Luxembourg Partners 1 SCS, Luxemburg/Luxemburg 22 194 100 Dresser-Rand Holding (Delaware) LLC, SARL, Luxemburg/Luxemburg 2 225 100 Buitengaats C.V., Amsterdam/Niederlande – 2 136 20 3 4 7 D-R International Holdings (Netherlands) B.V., Spijkenisse/Niederlande – 1 292 100 Dresser-Rand B.V., Spijkenisse/Niederlande 0 87 100 Dresser-Rand Services B.V., Spijkenisse/Niederlande 0 52 100 Mentor Graphics (Netherlands) B.V., Eindhoven/Niederlande 2 249 100 10 NEM Energy B.V., Zoeterwoude/Niederlande 21 73 100 Siemens Diagnostics Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 7 1.311 100 Siemens D-R Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 0 1.476 100 Siemens Gas Turbine Technologies Holding B.V., Den Haag/Niederlande 0 79 65 7 Siemens Healthcare Nederland B.V., Den Haag/Niederlande 1 115 100 Siemens International Holding B.V., Den Haag/Niederlande 1.618 9.593 100 Siemens Medical Solutions Diagnostics Holding I B.V., Den Haag/Niederlande – 3 2.595 100 Siemens Nederland N.V., Den Haag/Niederlande 47 1.171 100 TASS International B.V., Rijswijk/Niederlande 1 10 100 7 Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, Den Haag/Niederlande 4 100 50 7 ZeeEnergie C.V., Amsterdam/Niederlande – 2 136 20 3 4 7 Siemens Ltd., Lagos/Nigeria 8 14 100 Dresser-Rand AS, Kongsberg/Norwegen – 15 84 100 Siemens AS, Oslo/Norwegen – 19 34 100 ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich 10 15 100 KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich – 3 11 100 Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich 213 1.882 100 Siemens Convergence Creators GmbH, Wien/Österreich – 2 15 100 Siemens Convergence Creators Holding GmbH, Wien/Österreich 50 79 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich 20 156 100 Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich 344 1.899 100 12 Siemens Liegenschaftsverwaltung GmbH, Wien/Österreich 1 58 100 Siemens Metals Technologies Vermögensverwaltungs GmbH, Wien/Österreich 9 146 100 Trench Austria GmbH, Leonding/Österreich 4 28 100 Rousch (Pakistan) Power Ltd., Lahore/Pakistan 0 2 26 12 Gamesa Energia Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 2 9 100 7 Siemens Healthcare Sp. z o.o., Warschau/Polen 6 57 100 Siemens Sp. z o.o., Warschau/Polen 0 60 100 Siemens Healthcare, Lda., Amadora/Portugal 1 88 100 Siemens S.A., Amadora/Portugal 8 158 100 OOO Legion II, Moskau/Russische Föderation 5 76 100 7 OOO Siemens Gas Turbine Technologies, Leningrad Oblast/Russische Föderation 2 77 100 7 OOO Siemens Transformers, Woronesch/Russische Föderation 1 16 100 7 Siemens Finance LLC, Wladiwostok/Russische Föderation 20 40 100 7 Siemens Ltd., Riad/Saudi-Arabien 12 31 51 Siemens AB, Upplands Väsby/Schweden 12 153 100 Siemens Financial Services AB, Stockholm/Schweden 6 160 100 Siemens Industrial Turbomachinery AB, Finspång/Schweden 96 484 100 Dresser Rand Sales Company GmbH, Zürich/Schweiz 4 203 100 Polarion AG, Zürich/Schweiz 3 106 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Zürich/Schweiz 6 110 100 Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz 103 926 100 Siemens s.r.o., Bratislava/Slowakei 12 36 100 Adwen Offshore, S.L., Zamudio/Spanien – 13 – 93 100 Dresser-Rand Holdings Spain S.L.U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 0 150 100 Fábrica Electrotécnica Josa, S.A., Barcelona/Spanien 1 38 100 Gamesa Electric, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 2 69 100 Gamesa Energy Transmission, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 3 80 100 Grupo Guascor, S.L., Vitoria-Gasteiz/Spanien 0 140 100 Guascor Explotaciones Energéticas, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 2 32 100 Guascor Power, S.A., Zumaia/Spanien – 3 57 100 Siemens Gamesa Renewable Energy 9REN, S.L., Madrid/Spanien 0 15 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Eolica, S.L., Sarriguren/Spanien 81 620 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Innovation&Technology, S.L., Sarriguren/Spanien 23 187 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Zamudio/Spanien – 47 1.917 59 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Farms, S.A., Zamudio/Spanien – 2 451 100 SIEMENS HEALTHCARE, S.L.U., Getafe/Spanien 27 253 100 7 Siemens Holding S.L., Madrid/Spanien 137 954 100 Siemens Rail Automation S.A.U., Madrid/Spanien 29 552 100 Siemens S.A., Madrid/Spanien 40 293 100 Solucia Renovables 1, S.L., Lebrija/Spanien 0 1 50 5 Windar Renovables, S.L., Avilés/Spanien 19 87 32 7 Siemens Proprietary Limited, Midrand/Südafrika 40 68 70 OEZ s.r.o., Letohrad/Tschechien 9 50 100 Siemens, s.r.o., Prag/Tschechien 29 43 100 Siemens Finansal Kiralama A.S., Istanbul/Türkei 10 69 100 Siemens Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 33 144 100 Siemens Zrt., Budapest/Ungarn 9 22 100 SD (Middle East) LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 4 5 49 Siemens LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 28 40 49 Siemens Middle East Limited, Masdar City/Vereinigte Arabische Emirate 0 1 100 Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 3 112 100 Ethos Energy Group Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich – 55 400 49 7 GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 4 200 100 GyM Renewables ONE Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 15 263 100 7 Industrial Turbine Company (UK) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 59 325 100 Lincs Renewable Energy Holdings Limited, London/Vereinigtes Königreich 19 316 50 7 Primetals Technologies, Limited, London/Vereinigtes Königreich – 66 570 49 5 Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 0 – 11 100 RWG (Repair&Overhauls) Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich 22 112 50 7 SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 12 525 57 7 Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 23 192 100 Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 34 308 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 46 0 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 4 174 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 5 167 100 Siemens Healthcare Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 27 – 104 100 Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 23 1.052 100 Siemens Industrial Turbomachinery Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 23 556 100 Siemens Industry Software Computational Dynamics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich – 1 495 100 Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 3 103 100 Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich – 2 488 100 Siemens plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 30 1.538 100 Siemens Rail Automation Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 47 832 100 Siemens Transmission&Distribution Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich – 20 190 100 Unincorporated Joint Venture Gwynt y Mor, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich k.A. k.A. 10 VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich – 1 70 100 Amerika (46 Gesellschaften) Siemens S.A., Buenos Aires/Argentinien 15 33 100 Guascor do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 10 119 100 Siemens Gamesa Energia Renovável Ltda., Camaçari/Brasilien 26 154 100 Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien 14 143 100 Siemens Ltda., São Paulo/Brasilien – 3 186 100 Siemens S.A., Santiago de Chile/Chile 13 57 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, Grand Cayman/Kaimaninseln 7 237 100 10367079 CANADA INC., Oakville/Kanada – – 100 2 Siemens Canada Limited, Oakville/Kanada – 39 529 100 Siemens Financial Ltd., Oakville/Kanada 20 393 100 Siemens Healthcare Limited, Oakville/Kanada 8 61 100 Siemens S.A., Tenjo/Kolumbien – 7 39 100 7 Grupo Siemens S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 0 94 100 7 Siemens, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 6 122 100 7 Advanced Airfoil Components LLC, Wilmington, DE/USA – 7 89 51 Bentley Systems, Incorporated, Wilmington, DE/USA 80 – 5 7 7 CEF-L Holding, LLC, Wilmington, DE/USA – 4 7 27 7 8 Dresser-Rand Company, Bath, NY/USA – 185 4.035 100 Dresser-Rand Global Services, Inc., Wilmington, DE/USA – 8 64 100 Dresser-Rand Group Inc., Wilmington, DE/USA 6 295 100 Dresser-Rand International Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 0 1.540 100 Dresser-Rand LLC, Wilmington, DE/USA 0 2.296 100 eMeter Corporation, Wilmington, DE/USA – 6 84 100 Hickory Run Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA – – 20 2 Mannesmann Corporation, New York, NY/USA 0 40 100 Mentor Graphics Corporation, Wilsonville, OR/USA – 127 – 229 100 10 Mentor Graphics Global Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 0 2.685 100 10 Panda Hummel Station Intermediate Holdings I LLC, Wilmington, DE/USA 22 261 32 7 Panda Stonewall Intermediate Holdings I, LLC, Wilmington, DE/USA – 7 145 37 7 PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA 7 131 100 Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE/USA – 39 900 100 Siemens Corporation, Wilmington, DE/USA 2.259 646 100 Siemens Energy, Inc., Wilmington, DE/USA 442 5.113 100 Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE/USA 90 1.176 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Inc., Wilmington, DE/USA – 8 62 100 Siemens Gamesa Renewable Energy USA, INC, Dover, DE/USA 5 481 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind, LLC, Dover, DE/USA 18 – 311 100 Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE/USA 9 334 100 Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA/USA – 420 6.507 100 Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE/USA 342 5.672 100 Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE/USA – 234 – 505 100 Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Wilmington, DE/USA 33 2.658 100 Siemens Public, Inc., Wilmington, DE/USA 27 1.123 100 Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE/USA 2.313 5.858 100 SMI Holding LLC, Wilmington, DE/USA 0 19 100 Wheelabrator Air Pollution Control Inc., Baltimore, MD/USA 1 137 100 Asien, Australien (39 Gesellschaften) Exemplar Health (SCUH) Partnership, Sydney/Australien 10 131 50 5 Siemens Ltd., Bayswater/Australien 46 152 100 Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking/China 19 24 100 7 Mentor Graphics (Shanghai) Electronic Technology Co., Ltd., Shanghai/China 1 49 100 7 Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai/China 42 557 40 7 Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou, Suzhou/China 45 95 100 7 Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 14 23 100 7 Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China 40 82 85 7 Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking/China 33 34 100 7 Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking/China 5 75 100 7 Siemens Financial Services Ltd., Peking/China 81 372 100 7 Siemens Industrial Automation Products Ltd., Chengdu, Chengdu/China 54 86 100 7 Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai/China 28 58 100 7 Siemens Ltd., China, Peking/China 774 4.375 100 7 Siemens Mechanical Drive Systems (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 63 168 100 7 Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi/China 26 29 85 7 Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing, Nanjing/China 23 45 80 7 Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai/China 64 97 100 7 Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen/China 75 104 100 7 Siemens Standard Motors Ltd., Yizheng/China 19 44 100 7 Trench High Voltage Products Ltd., Shenyang, Shenyang/China 25 42 65 7 Bangalore International Airport Ltd., Bangalore/Indien 79 244 26 11 Dresser-Rand India Private Limited, Mumbai/Indien 16 112 100 Mentor Graphics (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 7 61 100 11 Siemens Financial Services Private Limited, Mumbai/Indien 4 59 100 Siemens Gamesa Renewable Private Limited, Chennai/Indien – 47 314 100 11 Siemens Healthcare Private Limited, Mumbai/Indien 10 – 67 100 11 Siemens Ltd., Mumbai/Indien 146 1.070 75 P.T. Jawa Power, Jakarta/Indonesien 408 1.187 50 7 Siemens Healthcare Diagnostics K.K., Tokio/Japan 7 201 100 Siemens Healthcare K.K., Tokio/Japan 68 128 100 Siemens K.K., Tokio/Japan 1 168 100 Siemens Healthcare Limited, Seoul/Korea 15 72 100 Siemens Ltd. Seoul, Seoul/Korea 44 155 100 Dresser-Rand Asia Pacific Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 3 68 100 Siemens Malaysia Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 5 22 100 Siemens Pte. Ltd., Singapur/Singapur 16 346 100 Siemens Ltd., Taipeh/Taiwan 17 31 100 Siemens Limited, Bangkok/Thailand 17 52 99 1 Die Werte entsprechen den Jahresabschlüssen nach evtl. Gewinnabführung, bei Tochterunternehmen gemäß innenkonsolidiertem IFRS-Abschluss. 2 Neuerwerb bzw. Neugründung, noch kein Abschluss verfügbar. 3 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 4 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 5 Finanzzahlen aus Geschäftsjahren vor dem 30. September 2016. 6 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.10.2015 – 30.09.2016. 7 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.01.2016 – 31.12.2016. 8 Werte aus dem Geschäftsjahr 06.04.2016 – 31.12.2016. 9 Werte aus dem Geschäftsjahr 30.06.2016 – 31.12.2016. 10 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.02.2016 – 31.01.2017. 11 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.04.2016 – 31.03.2017. 12 Werte aus dem Geschäftsjahr 01.07.2016 – 30.06.2017. k.A. = Es liegen keine Angaben vor. B. Weitere Informationen B.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. München, den 27. November 2017 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Joe Kaeser Dr. Roland Busch Lisa Davis Klaus Helmrich Janina Kugel Cedrik Neike Michael Sen Dr. Ralf P. Thomas B.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, bestehend aus der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017, der Bilanz zum 30. September 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 und ― vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Jahresabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: Bilanzierung von Fertigungsaufträgen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, insbesondere in den Tätigkeitsbereichen Power and Gas, Energy Management sowie Mobility, wird über Fertigungsaufträge abgewickelt. Die Realisierung des Umsatzes für langfristige Auftragsfertigung erfolgt gemäß der Completed-Contract-Methode zum Zeitpunkt der Erfüllung aller Haupt- und wesentlicher Nebenleistungen. Die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen und insbesondere die daraus resultierende Umsatzrealisierung ist aus unserer Sicht ein Bereich mit einem bedeutsamen Risiko wesentlich falscher Darstellungen und damit ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da die periodengerechte Umsatzrealisierung einzelner Projekte wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertragslage der Gesellschaft hat. Zudem erfordern die verlustfreie Vorratsbewertung sowie der Ansatz und die Bewertung von Drohverlustrückstellungen Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Diese beziehen sich insbesondere auf den erforderlichen Liefer- und Leistungsumfang, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Auftragsrisiken einschließlich technischer, politischer, regulatorischer und rechtlicher Risiken. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen des Projektmanagements in der Angebots- und Abwicklungsphase von Fertigungsaufträgen auseinandergesetzt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen durch Nachvollziehen von auftragsfertigungsspezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Jahresabschluss sowie durch Testen von Kontrollen beurteilt. Auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen und Annahmen im Rahmen von Einzelfallprüfungen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere solche Projekte ausgewählt, die wesentliche Risiken aufweisen, wie beispielsweise Anlagenprojekte mit signifikanten Nebenleistungen, Projekte mit hohen technischen Anforderungen oder hohem Leistungsanteil von Zulieferern, Subunternehmen oder Konsortialpartnern, grenzüberschreitende Projekte sowie Projekte, die Kostenänderungen, Verzögerungen und/oder geringe oder negative Margen aufweisen. Für die ausgewählten Projekte haben wir uns zur Beurteilung der periodengerechten Ertragsermittlung auch mit den zum Stichtag abrechenbaren Umsatzerlösen sowie den zugehörigen erfolgswirksam zu buchenden Umsatzkosten befasst sowie die bilanzielle Abbildung zugehöriger Bilanzpositionen untersucht. Unsere Prüfungshandlungen dazu beinhalteten unter anderem die Durchsicht der vertraglichen Grundlagen sowie Vertragskonditionen einschließlich Kündigungsrechte, Verzugs- und Vertragsstrafen sowie Schadenersatz. Ferner haben wir, um Besonderheiten im Projektverlauf zu erkennen, Befragungen des Projektmanagements (sowohl kaufmännische als auch technische Projektmanager) zur Entwicklung der Projekte sowie zu den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von Auftragsrisiken durchgeführt. Bei der Festlegung unserer Prüfungshandlungen haben wir auch Ergebnisse aus Projektprüfungen der internen Revision berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Projektabnahmen, Vertragskonditionen sowie Rechtsanwaltsbestätigungen zu behaupteten Vertragsverletzungen und geltend gemachten Ansprüchen) und Werks- und Projektstandorte besichtigt. Um Auffälligkeiten in der Umsatzrealisierung und den zugehörigen Umsatzkosten zu erkennen, haben wir auch datenanalytische Verfahren eingesetzt. Aufgrund der Höhe des Vertragsvolumens und des Risikoprofils lag hierbei ein besonderer Prüfungsschwerpunkt auf Großaufträgen zur schlüsselfertigen Errichtung von Kraftwerken, im Lösungsgeschäft für Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung sowie zur Lieferung von Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrszügen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel → A.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Ziffer 1 Umsatzerlöse . Zur bilanziellen Abbildung der auftragsbezogenen Rückstellungen für Drohverluste und Risiken verweisen wir auf Kapitel → A.3.4 Erläuterungen zur Bilanz Ziffer 17 Übrige Rückstellungen und Kapitel → A.3.5 Sonstige Angaben Ziffer 23 Haftungsverhältnisse des Anhangs zum Jahresabschluss . Übrige Rückstellungen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von übrigen Rückstellungen, insbesondere für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren und behördliche Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) sowie für Dekontaminationsverpflichtungen, war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Diese sind im besonderen Maße mit Unsicherheiten behaftet und erfordern Schätzungen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ansatz und die Höhe der jeweiligen Rückstellung und somit die Vermögens- und Ertragslage haben können. Rechtsstreitigkeiten sind mit Unsicherheiten verbunden, da diese häufig komplexe rechtliche Fragestellungen umfassen und folglich erhebliche Ermessensspielräume seitens der gesetzlichen Vertreter bestehen, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe eine Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist. Die Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf die Dekontaminationsverpflichtungen beziehen sich insbesondere auf die zu erwartenden Stilllegungskosten sowie den erwarteten Zeitraum der Zahlungsmittelabflüsse. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung von Rechtsstreitigkeiten haben wir uns mit den von Siemens eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, Beurteilung und Bilanzierung von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren befasst. Um festzustellen, welche potenziell wesentlichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder geltend gemachten Ansprüche bekannt sind und ob die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den erwarteten Mittelabflüssen angemessen sind, umfassten unsere Prüfungshandlungen Befragungen der gesetzlichen Vertreter und anderer mit diesen Sachverhalten betrauter Personen innerhalb der Gesellschaft, die Einholung schriftlicher Erklärungen hausinterner Rechtsberater zur Bewertung des geschätzten Mittelabflusses und der Eintrittswahrscheinlichkeit, die Einholung von Bestätigungen von externen Rechtsberatern sowie die Beurteilung interner Stellungnahmen zur bilanziellen Abbildung im Jahresabschluss. Darüber hinaus haben wir Aufwandskonten für Rechtsberatung auf Hinweise für noch nicht berücksichtigte Sachverhalte untersucht sowie Einsicht in weitere geeignete Nachweise genommen. Weiterhin haben wir uns mit behaupteten oder aufgedeckten Nichteinhaltungen von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance-Verstöße) durch Einsichtnahme in interne und externe Stellungnahmen zu einzelnen Sachverhalten, Einholung schriftlicher Erklärungen von externen Rechtsberatern sowie Befragungen der Compliance-Organisation auseinandergesetzt. Dabei haben wir unter anderem die Durchführung und die Ergebnisse interner Untersuchungen durch Einsichtnahme in interne Berichte sowie die getroffenen Maßnahmen zur Behebung festgestellter Schwachstellen gewürdigt und beurteilt, ob etwaige Risiken im Jahresabschluss abzubilden sind. Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Dekontaminationsverpflichtungen konzentrierten sich aufgrund der oben genannten Unsicherheiten auf die Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung der Anlagen in Hanau (Werk Hanau) sowie für das nukleare Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen als Prüfungsnachweis, der angewandten Bewertungsmethoden unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie der wesentlichen ermessensbehafteten Schätzungen, die sich insbesondere aus der langen Laufzeit ergeben. Durch Befragungen von mit dem Sachverhalt betrauten Personen und Einsichtnahme in interne und externe Dokumente haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter gewürdigt, dass Siemens zum 30. September 2017 nicht von den im Geschäftsjahr 2017 durch das Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung teilweise geänderten Regelungen hinsichtlich der Entsorgung radioaktiven Abfalls erfasst ist und daher unverändert dem deutschen Atomgesetz folgt, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer nuklearen Anlage entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Zudem haben wir die im Geschäftsjahr vorgenommenen Anpassungen der erwarteten Inflationsraten mit den gesetzlichen Vertretern erörtert und unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten gewürdigt. Ferner haben wir die Angaben zu Dekontaminationsverpflichtungen im Anhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von übrigen Rückstellungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von übrigen Rückstellungen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel → A.3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze . Zu Rechtsstreitigkeiten, regulatorischen Verfahren und behördlichen Untersuchungen verweisen wir auf Kapitel → A.3.5 Sonstige Angaben Ziffer 25 Sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie zu den bestehenden Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf Dekontaminationsverpflichtungen auf Kapitel → A.3.4 Erläuterungen zur Bilanz Ziffer 17 Übrige Rückstellungen . Ungewisse Steuerpositionen sowie Werthaltigkeit latenter Steuern Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern war im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die Bewertung und die Vollständigkeit von ungewissen Steuerpositionen sowie die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern. Prüferisches Vorgehen: Unter Einbindung von internen Steuerspezialisten mit entsprechenden Kenntnissen des Steuerrechts haben wir uns mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen befasst und die internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Steuerpositionen getestet. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf ungewisse Steuerpositionen haben wir beurteilt, ob die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2017, aus denen sich ungewisse Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender ungewisser Steuerpositionen haben können, in Einklang mit dem Steuerrecht stehen. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen sowie Sachverhalte mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise die Bestimmung von Verrechnungspreisen. Zur Beurteilung der Bewertung und Vollständigkeit haben wir auch Bestätigungen von externen Steuerberatern eingeholt und von Siemens beauftragte steuerliche Gutachten zu Einzelsachverhalten eingesehen. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Siemens-Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der aktuellen Steuerrechtsprechung gewürdigt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern haben wir insbesondere die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zur Prognose des zukünftig erwarteten steuerpflichtigen Einkommens hinterfragt und zu internen Businessplänen abgeglichen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie der Beurteilung der Werthaltigkeit latenter Steuern ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel → A.3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Kapitel → A.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Ziffer 6 Ertragsteuern und zu Angaben zu aktiven latenten Steuern auf Kapitel → A.3.4 Erläuterungen zur Bilanz Ziffer 13 Aktive latente Steuern des Anhangs zum Jahresabschluss . Werthaltigkeit von Finanzanlagen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen, insbesondere von Anteilen an verbundenen Unternehmen, besteht aufgrund deren Wesentlichkeit sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob objektive Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert und länger anhaltende Wertminderung hindeuten, aus unserer Sicht ein erhöhtes Risiko einer fehlerhaften Bilanzierung. Zudem sind die Bewertungen in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig. Die Werthaltigkeit von Finanzanlagen war daher im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Prüferisches Vorgehen: Hinsichtlich der von den gesetzlichen Vertretern ermittelten niedrigeren beizulegenden Werte sowie deren Einschätzung der Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft haben wir uns mit den zugrunde liegenden Prozessen und Kontrollen in Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Werte befasst und die im Rahmen des Prozesses zur Budgetierung künftiger Zahlungsströme implementierten Kontrollen auf ihre Wirksamkeit beurteilt. Unter Einbezug von internen Bewertungsspezialisten wurden die zugrunde liegenden Bewertungsmodelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowohl methodisch als auch arithmetisch nachvollzogen. Ferner haben wir untersucht, ob die Budgetplanungen allgemeine und branchenspezifische Markterwartungen widerspiegeln. Zur Beurteilung der Planungstreue erfolgte stichprobenweise ein Soll-Ist-Abgleich von historischen Plandaten mit den tatsächlichen Ergebnissen. Die im Rahmen der Schätzung der beizulegenden Werte verwendeten Bewertungsparameter wie beispielsweise die geschätzten Wachstumsraten sowie die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze wurden mit öffentlich verfügbaren Marktdaten abgeglichen und gegenüber der Veränderung bedeutender Annahmen einschließlich künftiger Marktbedingungen beurteilt. Um bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer der wesentlichen Annahmen ein mögliches Wertminderungsrisiko einschätzen zu können, haben wir auch eigene Sensitivitätsanalysen vorgenommen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzanlagen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu den im Rahmen der Werthaltigkeit von Finanzanlagen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss in Kapitel → A.3.2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie zu Ab- und Zuschreibungen auf Beteiligungen auf Kapitel → A.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Ziffer 3 Beteiligungsergebnis . SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich: ― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach §264 Abs. 2 Satz 3 und §289 Abs. 1 Satz 5 HGB in Kapitel → B.1 sowie ― Corporate Governance in Kapitel → C.4 des Geschäftsberichts 2017. Der Aufsichtsrat ist für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich: ― den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel → C.3 des Geschäftsberichts 2017. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus: ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen beziehungsweise das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; ― beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. Februar 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Februar 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 als Abschlussprüfer der Siemens Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Spannagl. München, den 27. November 2017 Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Spannagl, Wirtschaftsprüfer Breitsameter, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats Berlin und München, 29. November 2017 Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands haben wir die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands haben der Aufsichtsrat beziehungsweise die jeweils zuständigen Aufsichtsratsausschüsse nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Als Aufsichtsratsvorsitzender stand ich darüber hinaus mit dem Vorstand und insbesondere dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt und informierte mich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. DIE THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM Im Berichtsjahr fanden sechs turnusgemäße Sitzungen sowie eine außerordentliche Sitzung statt. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG, der operativen Einheiten und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Weiter befassten wir uns anlassbezogen mit den wesentlichen Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekten sowie mit bestimmten Risiken des Unternehmens. In der Sitzung am 9. November 2016 besprachen wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2016 und billigten das Budget 2017. Des Weiteren legte der Aufsichtsrat auf Basis der ermittelten Zielerreichung die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 fest. Eine interne Prüfung hat deren Angemessenheit bestätigt. Zudem beschlossen wir auf Vorschlag des Vergütungsausschusses die Zielsetzung für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017. Das für das Geschäftsjahr 2017 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands ist gegenüber dem für das Geschäftsjahr 2015 geltenden Vergütungssystem, das von der Hauptversammlung am 27. Januar 2015 mit einer Mehrheit von über 92% gebilligt worden war, unverändert. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem der Vorbereitung der Börsennotierung der strategischen Einheit Healthineers sowie dem Erwerb des Unternehmens Mentor Graphics Corporation zu. Am 30. November 2016 hat sich der Aufsichtsrat mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern zum 30. September 2016, mit dem Geschäftsbericht 2016 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 1. Februar 2017 befasst. Der Vorstand informierte uns über den aktuellen Status von Akquisitionen und Desinvestitionen, insbesondere über die geplante Fusion des Windenergiegeschäfts von Siemens mit dem börsennotierten Unternehmen Gamesa Corporación Tecnológica, S.A., Spanien, sowie über den Stand der Integration der zwei übernommenen Unternehmen Dresser-Rand Group Inc. und CD-adapco Ltd. Außerdem berichtete der Vorstand über den Status der Umsetzung der Strategie »Vision 2020«. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers und der Pensionswirtschaft. Zudem informierte uns der Vorstand über die Geschäftslage und die Geschäftsentwicklung der Division Mobility. Schließlich beschloss der Aufsichtsrat in dieser Sitzung auf Empfehlung des Präsidiums die Bestellung von Michael Sen und Cedrik Neike zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands mit Wirkung vom 1. April 2017. In der Aufsichtsratssitzung am 31. Januar 2017 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals. Der Aufsichtsrat stimmte Beschlüssen des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen zu. Weiter wurde der Aufsichtsrat über den Beschluss des Nominierungsausschusses informiert, Jim Hagemann Snabe als Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat am 31. Januar 2018 vorzuschlagen. In der Sitzung am 3. Mai 2017 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des zweiten Quartals. Der Aufsichtsrat legte mit Wirkung ab dem 1. Juli 2017 die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand zum 30. Juni 2022 fest, wie im Kapitel → C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB näher erläutert. Im Rahmen eines Strategieschwerpunkts befassten wir uns umfassend und ausführlich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens unter Berücksichtigung aktueller Technologie- und Innovationsthemen und des Stands der Umsetzung der Strategie »Vision 2020«. In unserer Sitzung am 2. August 2017 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des dritten Quartals. Zudem verlängerten wir auf Empfehlung des Präsidiums das Mandat von Joe Kaeser als Mitglied des Vorstands und als Vorstandsvorsitzender mit Wirkung vom 1. August 2018 bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 beschließt. Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit der strategischen Aufstellung der Division Mobility und diskutierte das geplante weitere Vorgehen bezüglich der Vorbereitung der Börsennotierung der strategischen Einheit Healthineers. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den Empfehlungen des Siemens Technology&Innovation Council und diskutierte in Fortsetzung des Strategieschwerpunkts vom 3. Mai 2017 die strategische Ausrichtung des Unternehmens. In der Aufsichtsratssitzung am 20. September 2017 berichtete uns der Vorstand über die Lage des Unternehmens sowie über die Geschäftslage der Division Process Industries and Drives und die Geschäftslage der eigenständigen Einheit für Start-ups »next47«. Zudem verlängerten wir auf Empfehlung des Präsidiums das Mandat von Dr. Ralf Thomas als Mitglied des Vorstands mit Wirkung vom 18. September 2018 bis zum 17. September 2023. Weiterhin befassten wir uns mit der strategischen Ausrichtung der Division Mobility. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung passten wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss die Höhe der Vorstandsvergütung mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2018 an. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat in weiterer Fortsetzung des Strategieschwerpunktes vom 3. Mai 2017 mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Schließlich behandelten wir die Effizienzprüfung unserer Tätigkeit. In der außerordentlichen Sitzung am 26. September 2017 stimmte der Aufsichtsrat der geplanten Zusammenführung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom SA, Frankreich, zu. CORPORATE GOVERNANCE KODEX In der Aufsichtsratssitzung am 20. September 2017 hat der Aufsichtsrat eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG beschlossen. Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Kapitel → C.4 Corporate Governance . Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel → C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB wiedergegeben. DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat hat sieben Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Aufgaben und die Mitglieder der Ausschüsse sind im Kapitel → C.4.1 Führungs- und Kontrollstruktur im Einzelnen aufgeführt. Das Präsidium tagte sieben Mal. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich insbesondere mit Personalthemen, Corporate-Governance-Fragen sowie mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen beschäftigt. Der Nominierungsausschuss tagte sechs Mal. Auch außerhalb dieser Sitzungen befasste er sich intensiv mit der langfristigen Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats, insbesondere mit der Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. In seiner Sitzung am 31. Januar 2017 beschloss der Nominierungsausschuss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, Jim Hagemann Snabe als Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats nach den Wahlen zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 31. Januar 2018 vorzuschlagen. Der Nominierungsausschuss bereitete den Beschlussvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung am 31. Januar 2018 zur turnusmäßig anstehenden Wahl von sieben Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre vor. Bei der Suche und Evaluierung der Kandidaten hat der Nominierungsausschuss zusätzlich zu den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat auch die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung beschlossenen Ziele und das vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung erarbeitete Kompetenzprofil berücksichtigt. Bei seiner Tätigkeit wurde der Nominierungsausschuss von einem externen Personalberater unterstützt. Der Compliance-Ausschuss trat vier Mal zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Quartalsberichte und den Jahresbericht des Chief Compliance Officers. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Der Vergütungsausschuss trat drei Mal zusammen. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Vergütungsausschuss bereitete insbesondere die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die Billigung des Vergütungsberichts vor. Der Innovations- und Finanzausschuss hielt drei ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen ab. Im Mittelpunkt standen die Empfehlung des Ausschusses zum Budget 2017 und die Erörterung der Konzernstrategie einschließlich von Portfoliomaßnahmen sowie die Vorbereitung beziehungsweise Billigung von Investitions- und Desinvestitionsvorhaben. So bereitete der Ausschuss die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über den Erwerb des Unternehmens Mentor Graphics Corporation, über die Vorbereitung der Börsennotierung der strategischen Einheit Healthineers sowie über das Vorgehen bezüglich der strategischen Ausrichtung der Division Mobility vor. Außerdem stimmte der Ausschuss dem Beschluss des Vorstands über die Investition in ein kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerksprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu und bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats zu Beschlüssen des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen vor. Zudem befasste sich der Innovations- und Finanzausschuss intensiv mit der strategischen Ausrichtung und den Innovations- und Technologieschwerpunkten des Unternehmens. Insbesondere behandelte er die Tätigkeit und die Empfehlungen des Siemens Technology&Innovation Council. Der Prüfungsausschuss hielt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern. Der Prüfungsausschuss erörterte den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen mit dem Vorstand und Abschlussprüfer. Zudem besprach der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers den Bericht zur prüferischen Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses sowie des Konzernzwischenlageberichts. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte dessen Honorar fest. Der Ausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Das Gremium hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der internen Revision sowie die Berichte über drohende und anhängige Rechtsstreitigkeiten behandelt. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG AUSFÜHRLICH ERÖRTERT Der Abschlussprüfer, die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2017 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ist seit dem Geschäftsjahr 2009 Abschlussprüfer für die Siemens AG und den Siemens Konzern. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Katharina Breitsameter seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Thomas Spannagl seit dem Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach §315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission, »EU-Abschlussprüferverordnung«) durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA). Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 7. November 2017 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 28. November 2017. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29. November 2017 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. In seiner Sitzung am 29. November 2017 hat der Aufsichtsrat zudem unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung verabschiedet. Dem lag die Erklärung des Prüfungsausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND Aus dem Vorstand schied mit Wirkung zum 31. März 2017 Prof. Dr. Siegfried Russwurm aus. Mit Wirkung vom 1. April 2017 bestellte der Aufsichtsrat Michael Sen und Cedrik Neike zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. Mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2017 ist Hans-Jürgen Hartung aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg wurde Dorothea Simon mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 bis zum Ablauf der am 31. Januar 2018 stattfindenden Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Für den Aufsichtsrat Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß §161 AktG zum 1. Oktober 2017 verabschiedet: »Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex Die Siemens AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) in der Fassung vom 7. Februar 2017 und wird ihnen auch zukünftig entsprechen. Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2016 hat die Siemens AG den Empfehlungen des Kodex entsprochen. Berlin und München, 1. Oktober 2017 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat« B.3 Hinweise Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. Beschluss über die Gewinnverwendung Die ordentliche Hauptversammlung vom 31. Januar 2018 hat beschlossen, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 / 2017 in Höhe von 3.145.000.000,00 € wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 3,70 € je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 / 2017 dividendenberechtigte Stückaktie: 3.010.716.614,10 € Gewinnvortrag: 134.283.385,90 € Konzernfinanzbericht zum 30. September 2017 A. Zusammengefasster Lagebericht A.1 Geschäft und Rahmenbedingungen A.1.1 Der Siemens-Konzern A.1.1.1 ORGANISATION UND GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG Wir sind ein Technologiekonzern mit Kernaktivitäten auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung und in nahezu allen Ländern der Welt aktiv. Der Siemens-Konzern umfasst die Siemens AG, eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts, als Muttergesellschaft und ihre Tochterunternehmen. Der Sitz unseres Unternehmens befindet sich in Deutschland, mit der Konzernzentrale in München. Zum 30. September 2017 beschäftigte der Konzern unter anteiliger Berücksichtigung von Teilzeitkräften rund 372.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (aus Vereinfachungsgründen wird im Folgenden der Begriff »Mitarbeiter« verwendet; er steht stellvertretend für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter). Siemens hat folgende berichtspflichtige Segmente: die Divisionen Power and Gas, Energy Management, Building Technologies, Mobility, Digital Factory und Process Industries and Drives sowie die strategischen Einheiten Healthineers und Siemens Gamesa Renewable Energy , die alle zusammen unser Industrielles Geschäft darstellen. Die Division Financial Services (SFS) unterstützt die Aktivitäten unseres Industriellen Geschäfts und betreibt gleichzeitig eigene Geschäfte mit externen Kunden. Als »Weltunternehmer« tragen unsere Divisionen und strategischen Einheiten die globale Geschäftsverantwortung. Dies schließt die Ergebnisverantwortung ein. Unsere berichtspflichtigen Segmente können miteinander in Geschäftsbeziehungen stehen, die zu entsprechenden Auftragseingängen und Umsatzerlösen führen. Diese Auftragseingänge und Umsatzerlöse werden auf Konzernebene konsolidiert. A.1.1.2 BESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die Division Power and Gas bietet ein breites Spektrum von Produkten und Lösungen zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern sowie zur Förderung und zum Transport von Öl und Gas an. Das Portfolio enthält Gasturbinen, Dampfturbinen, Generatoren für den Einsatz in Gas- oder Dampfkraftwerken, Kompressorenstränge, integrierte Kraftwerkslösungen sowie Instrumentierungs- und Kontrollsysteme für die Stromerzeugung. Zu den Kunden zählen öffentliche Versorgungsunternehmen und unabhängige Stromproduzenten ebenso wie Unternehmen, die die Planung, Beschaffung und Errichtung von Kraftwerken für diese Unternehmen ausführen, daneben auch staatliche und internationale Unternehmen der Ölbranche sowie industrielle Kunden, die Strom für den Eigenverbrauch erzeugen. Aufgrund des breiten Angebots kann sich in den einzelnen Berichtsperioden eine unterschiedliche Zusammensetzung der Umsatzerlöse der Division ergeben, je nachdem, welcher Anteil auf Produkte, Lösungen und Dienstleistungen entfällt. Da diese drei Umsatzerlösquellen typischerweise unterschiedlich profitabel sind, hat die Zusammensetzung der Umsatzerlöse entsprechende Auswirkungen auf das Divisionsergebnis in der jeweiligen Periode. Die Geschäfte der Division sind von verschiedenen Entwicklungen betroffen. Das anhaltend starke Wachstum der Nachfrage nach Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die damit in Zusammenhang stehenden Schwankungen bei der Stromerzeugung verschieben die Marktnachfrage von der Grundlasterzeugung aus fossilen Brennstoffen hin zu hochflexiblen, hocheffizienten und bezahlbaren Gaskraftwerken mit niedrigen Emissionen; dies ist insbesondere in Europa, China und den USA zu beobachten. Ein zweiter Trend geht dahin, dass die Planung und Durchführung großer Projekte zunehmend die Finanzierung durch den Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer, OEM) erfordert, unter anderem auch in Form von Beteiligungen. Diese Entwicklung zeigt sich insbesondere in Lateinamerika, dem Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika. Die Rolle des Kapitalgebers wird für die Division von Financial Services übernommen. Dadurch kann den Kunden auf Basis einer fundierten Branchenexpertise eine Reihe von Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungsmodellen angeboten werden. Darüber hinaus sind die Märkte der Division erheblich von Änderungen nationaler Energievorschriften betroffen, beispielsweise in Zusammenhang mit der Förderung erneuerbarer Energien, der Versorgungssicherheit durch Kapazitätsmärkte oder im Hinblick auf strategische Reservekapazitäten, CO2-Preise und Klimaschutzziele sowie die Struktur der Energie- und Elektrizitätsmärkte. Dabei ist nach Jahren der starken Förderung erneuerbarer Energiequellen durch die öffentliche Hand eine Entwicklung dahingehend festzustellen, dass der Preis für Energie und Elektrizität als Wettbewerbsfaktor bei Investitionsentscheidungen zwischen der Energieerzeugung aus erneuerbaren oder fossilen Quellen an Bedeutung gewinnt. Die Division Power Generation Services wartet mit einer umfangreichen Palette an Dienstleistungen für Produkte, Lösungen und Technologien der Division Power and Gas auf. Das Portfolio umfasst Leistungserweiterungen, Wartungs- und Beratungsdienstleistungen sowie Kundenschulungen. Die Ergebnisse der Division Power Generation Services – die selbst kein berichtspflichtiges Segment darstellt – werden bei der Division Power and Gas ausgewiesen. Basierend auf diesem Geschäftsmodell beziehen sich alle Ausführungen zu den Servicegeschäften der Division Power and Gas auf die Division Power Generation Services. Die Division Energy Management ist Anbieter eines breiten Portfolios von Software, Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen für die Übertragung, Verteilung und Steuerung elektrischer Energie sowie die Bereitstellung einer intelligenten Strominfrastruktur. Das Kundenspektrum der Division ist vielfältig und umfasst Direktkunden und Vertriebspartner, darunter Stromversorger, Betreiber von Übertragungs- und Verteilungsnetzen, Industrieunternehmen, Infrastrukturentwickler, Bauunternehmen, Distributoren und OEMs. Die Aktivitäten der Division – über zahlreiche regionale und vertikale Märkte hinweg – umfassen sowohl lang- als auch kurzzyklische Geschäfte. Insgesamt resultiert daraus eine ausgewogene und widerstandsfähige Zusammensetzung ihrer Geschäfte. Über die Berichtsperioden hinweg kann sich eine unterschiedliche Zusammensetzung der Umsatzerlöse und Geschäfte der Division ergeben. Insbesondere kann die Entwicklung des Auftragseingangs, der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vom relativen Beitrag des Geschäfts mit Übertragungslösungen beeinflusst sein. Endkunden und OEMs nutzen die Angebote der Division, um elektrischen Strom von der Quelle an verschiedene Stellen innerhalb des Stromnetzes über diverse Spannungsstufen zu transformieren, zu übertragen und zu steuern. Die dezentralen Lösungen der Division für intelligente Netze ermöglichen einen wechselseitigen Strom- und Informationsfluss. Dies ist unter anderem erforderlich, um die schwankende Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen zu integrieren, sowie für Stromspeicher oder handhabbare Lasten. Im Allgemeinen profitiert Energy Management von den wesentlichen Trends und Veränderungen bei den weltweiten Stromversorgungssystemen. Dazu zählen insbesondere die Dekarbonisierung, die Dezentralisierung und die Digitalisierung. Die Dekarbonisierung umfasst den Aufbau von Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen sowie die Elektrifizierung von Wärme und des Transportsektors. Ein weiterer Trend ist die Dezentralisierung – die Integration von Windkraft, Photovoltaik, Biomasse, Stromspeichern und anderen nicht kontinuierlichen beziehungsweise dezentralen Energieressourcen in hocheffiziente und zuverlässige Stromnetze. Der Trend zur Digitalisierung umfasst die Bereitstellung von intelligenten Verbindungslösungen, die Steuerung von komplexen Energienetzwerken und Dienstleistungen, die durch digitale Technologien ermöglicht werden. Die Division Building Technologies ist ein führender Anbieter von Automatisierungstechnologien und digitalen Dienstleistungen für sichere und effiziente Gebäude sowie Infrastrukturen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Division bietet Produkte, Lösungen, Dienstleistungen und Software für Brandschutz, Sicherheit, Gebäudeautomatisierung, Heizung, Belüftung, Klimatisierung und Energiemanagement an. Der große Kundenstamm ist breit gestreut. Er umfasst Eigentümer, Betreiber und Mieter öffentlicher und kommerzieller Gebäude genauso wie Bau-Generalunternehmer und Systemhäuser. Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld beeinflussen generell zeitlich verzögert das Geschäft der Division. Insbesondere im Lösungs- und Servicegeschäft wirken sich Veränderungen an den gewerblichen Immobilienmärkten mit einer zeitlichen Verzögerung von zwei bis vier Quartalen auf Building Technologies aus. In der Division Mobility sind alle Geschäfte von Siemens zusammengefasst, die sich mit dem Transport von Menschen und Gütern befassen. Hierzu gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Bahnelektrifizierung, Straßenverkehrstechnik, digitale Lösungen und damit verbundene Dienstleistungen. Die Division bietet ihren Kunden auch Beratung sowie die Planung, Finanzierung, Errichtung, den Service und den Betrieb schlüsselfertiger Mobilitätssysteme an. Integrierte Mobilitätslösungen zur Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme runden das Angebot von Mobility ab. Die Hauptkunden der Division sind öffentliche und staatliche Unternehmen im Transport- und Logistiksektor. Die von Mobility bedienten Märkte sind vorwiegend von öffentlichen Ausgaben abhängig. Die Kunden von Mobility haben in der Regel Planungs- und Implementierungshorizonte, die über viele Jahre reichen, und ihre Auftragsausschreibungen sind weitgehend unbeeinflusst von kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen. Im September 2017 unterzeichneten Siemens und Alstom SA, Frankreich (Alstom), eine Absichtserklärung über die Zusammenlegung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens, einschließlich der in der Division Process Industries and Drives enthaltenen Sparte Bahnantriebe, mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom. Die beiden Geschäfte ergänzen sich im Hinblick auf ihre Aktivitäten und geografischen Standorte weitgehend. Es wird erwartet, dass das zusammengeschlossene Unternehmen ein stark erweitertes und breit gefächertes Produkt- und Lösungsspektrum anbieten wird, um die vielfältigen kundenspezifischen Anforderungen zu erfüllen. Gemäß der Absichtserklärung wird Siemens neu ausgegebene Anteile am zusammengeschlossenen Unternehmen erhalten, die 50% des Grundkapitals von Alstom entsprechen, unter der Annahme einer vollen Verwässerung durch die Ausübung aller potenziell verwässernd wirkenden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne. Darüber hinaus wird Siemens Bezugsrechte zur Akquisition von Alstom-Aktien erhalten, die 2% des Grundkapitals von Alstom entsprechen und frühestens vier Jahre nach Abschluss der Transaktion ausgeübt werden können. Die Transaktion unterliegt der Zustimmung der Alstom-Aktionäre, die im zweiten Quartal des Kalenderjahrs 2018 erwartet wird, sowie der Freigabe durch die zuständigen Kartell- und Regulierungsbehörden. Der Abschluss der Transaktion wird für das Ende des Kalenderjahrs 2018 erwartet. Die Division Digital Factory bietet der Fertigungsindustrie ein umfassendes Produktportfolio und Systemlösungen, die durch produktlebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen komplettiert werden. Dieses Spektrum ermöglicht es den Kunden, ihre gesamte Wertschöpfungskette zu optimieren – von Produktdesign und -entwicklung bis zu Produktion und Service. Dies wird ergänzt durch die MindSphere-Plattform, die Maschinen und die physische Infrastruktur mit der digitalen Welt verbindet. Mit diesem umfassenden Angebot unterstützt die Division Fertigungsunternehmen auf ihrem Weg hin zum »Digitalen Unternehmen«, wodurch größere Flexibilität und Effizienz bei Produktionsprozessen sowie eine schnellere Markteinführung neuer Produkte erreicht werden. Die Division beliefert Kunden vorwiegend in Fertigungs- und Hybridindustrien. Schwankungen in der Kundennachfrage sind stark durch Konjunkturzyklen beeinflusst. Diese können zu erheblichen kurzfristigen Veränderungen der Profitabilität der Division führen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2017 erwarb Digital Factory Mentor Graphics Corporation (Mentor Graphics), einen US-amerikanischen Anbieter von Electronic-Design-Automation-(EDA-)Software; damit wurde das industrielle Softwaregeschäft der Division zusätzlich verstärkt und ausgebaut. Für weitere Informationen zur Akquisition von Mentor Graphics siehe → Ziffer 3 in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss . Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2017 brachte Digital Factory sein eCar-Geschäft in das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen Valeo Siemens eAutomotive ein; der Anteil von Siemens an dem Gemeinschaftsunternehmen wird innerhalb von Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten berichtet. Die Division Process Industries and Drives bietet ein umfassendes Portfolio an Produkten, Software, Lösungen und Dienstleistungen für die Bewegung, Messung, Steuerung und Optimierung aller Arten von Massendurchflüssen. Mit ihrem Branchenwissen in Industriezweigen wie Öl und Gas, Schiffbau, Bergbau, Zement, Fasern, Chemie, Nahrungsmittel und Getränke sowie Pharmazie steigert die Division gemeinsam mit ihren Kunden die Produktivität, Zuverlässigkeit und Flexibilität von Maschinen und Anlagen über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Auf der Grundlage von Datenmodellen und Analysemethoden ebnet Process Industries and Drives gemeinsam mit den Kunden den Weg zum »Digitalen Unternehmen«, von der Prozesssimulation über die Anlagenplanung und Anlagendokumentation bis hin zum Vermögens- und Leistungsmanagement. Die Angebote der Division umfassen ein integriertes Portfolio von Produkten, Komponenten und Systemen wie Kupplungen, Getrieben, Motoren und Umrichtern, Prozessinstrumentierungssystemen, Geräten für Prozessanalytik, kabelgebundener und kabelloser Kommunikation, industrieller Identifikation und Stromversorgung bis zur Systemebene mit dezentralisierten Steuerungssystemen, industrieller Software sowie individuelle, applikationsspezifische Systeme und Lösungen. Zusätzlich verkauft die Division Getriebe, Kupplungen und Antriebslösungen an andere Divisionen oder strategische Einheiten von Siemens, die dort für Züge und Windturbinen genutzt werden. Die Nachfrage innerhalb der Branchen, die durch die Division bedient werden, reagiert im Allgemeinen verzögert auf Veränderungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Dennoch ist die Division stark von den Investitionszyklen ihrer Hauptbranchen abhängig. In rohstoffnahen Prozessindustrien wie Öl und Gas oder Bergbau werden diese Zyklen vor allem durch Schwankungen der Rohstoffpreise bestimmt und weniger durch Veränderungen in den Produktionsmengen. Im Rahmen der zuvor genannten Absichtserklärung über die Zusammenlegung der Mobilitätsgeschäfte von Siemens mit Alstom wird Process Industries and Drives sein Geschäft mit Bahnantrieben in das zusammengeschlossene Unternehmen übertragen. Healthineers ist einer der weltweit größten Technologieanbieter im Gesundheitswesen und führend in der diagnostischen Bildgebung und der Labordiagnostik. Healthineers stellt Medizintechnik, Softwarelösungen sowie Beratungsleistungen im Klinikbereich zur Verfügung, unterstützt durch ein vollständiges Set an Trainings- und Serviceangeboten. Dieses umfassende Portfolio unterstützt Kunden entlang der Behandlungskette – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Die Geschäftsaktivitäten sind in bestimmtem Umfang stabil gegenüber kurzfristigen Konjunkturentwicklungen, da ein Großteil der Umsatzerlöse aus wiederkehrenden Geschäften stammt. Dagegen besteht eine Abhängigkeit von den weltweiten regulatorischen und politischen Entwicklungen im Gesundheitssektor. Der globale Markt für Gesundheitsleistungen, der von Healthineers bedient wird, wandelt sich und setzt Gesundheitsdienstleister unter Druck, bessere Ergebnisse zu niedrigeren Kosten zu liefern. Treiber dieses Wandels sind unter anderem zunehmende gesellschaftliche Widerstände gegenüber den Kosten der Gesundheitsversorgung, die zunehmende Professionalisierung der Kostenträger, eine Verlagerung hin zu wertbasierter Erstattung, Belastungen durch chronische Krankheiten sowie der rapide wissenschaftliche Fortschritt. Als Folge davon schließen sich Gesundheitsdienstleister in vernetzten Strukturen zusammen, daraus resultieren größere Klinik- und Laborketten – oft auf internationaler Ebene –, die zunehmend wie große Unternehmen agieren. Der Anwendung dieser industriellen Logik auf den Gesundheitsmarkt folgend kann das zu systematischen Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitig niedrigeren Kosten führen. Um diese Vorteile zu realisieren, ist es das zunehmende Bestreben in den Regulierungssystemen weltweit, die Anreizsysteme im Gesundheitswesen am Behandlungserfolg und nicht mehr an der Anzahl der Eingriffe auszurichten. Im Geschäftsjahr 2017 gliederte sich Healthineers in sechs Geschäftsfelder: Diagnostic Imaging, Laboratory Diagnostics, Advanced Therapies, Ultrasound, Point-of-Care-Diagnostics sowie Services. Im Laufe des Geschäftsjahrs 2017 kündigte der Vorstand der Siemens AG sein Vorhaben an, einen Minderheitsanteil am Healthineers-Geschäft in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2018, abhängig von den Marktbedingungen, an die Börse zu bringen. Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) – Im April 2017 brachte Siemens sein Windenergiegeschäft (einschließlich des Dienstleistungsgeschäfts) in das börsennotierte Unternehmen Gamesa Corporación Tecnológica, S.A., Spanien, (Gamesa) ein. Im Gegenzug erhielt Siemens neu ausgegebene Aktien an dem kombinierten Unternehmen Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien. Siemens hält als Mehrheitseigentümer 59% der Anteile an dem kombinierten Unternehmen. Für weitere Informationen zum Zusammenschluss siehe → Ziffer 3 in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss. Die zusammengeschlossenen Geschäfte ergänzen sich im Hinblick auf ihre globale Aufstellung, die bestehenden Produktportfolios und die Technologien in hohem Maße. SGRE bietet Windturbinen mit unterschiedlichen Technologien hinsichtlich der Ausrichtung der Rotorblätter (Pitch) und der Geschwindigkeit an. Daneben entwickelt, produziert und vertreibt SGRE Windparks. Das gegenwärtige Produktangebot umfasst Turbinen sowohl mit Getriebe als auch mit Direktantrieb für den Onshore- und den Offshore-Betrieb. Darüber hinaus bietet SGRE Dienstleistungen zur Verwaltung, den Betrieb und die Wartung von Windparks an. Die Hauptkunden sind große Energieversorger und unabhängige Stromproduzenten. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse kann sich zwischen den Berichtszeiträumen ändern, je nachdem, wie sich die Zusammensetzung zwischen Onshore- und Offshore-Projekten in der jeweiligen Periode entwickelt. Der Anteil der erneuerbaren Energien am weltweiten Energiemix wird weiter steigen. Jedoch wird der Trend zur Bewertung miteinander im Wettbewerb stehender Stromquellen auf Basis von Lebenszykluskosten weiterhin Preisdruck auf die Windkraftbetreiber ausüben. Um mit diesem Trend Schritt zu halten, konzentriert sich SGRE darauf, die Lieferkette zu verbessern und die Kosten signifikant zu reduzieren, indem sie Synergien aus der regionalen Aufstellung nach dem Zusammenschluss nutzt. Ein höherer Anteil erneuerbarer Energien in Stromnetzen erhöht zudem den Bedarf an einer planbaren Energieversorgung und an besseren Möglichkeiten, diese Stromproduktion in den gesamten Energie-Mix zu integrieren. SGRE begegnet diesem Bedarf mit Innovationen, beispielsweise auf dem Gebiet der Digitalisierung. Die Division Financial Services (SFS) unterstützt ihre Kunden bei Investitionsvorhaben mit Leasinglösungen, strukturierten Finanzierungen sowie Finanzierungen für Ausrüstungen und Projekte. Dies erfolgt durch die Bereitstellung von Fremd- und Eigenkapital. Dabei bringt SFS sowohl profundes Finanzierungs-Know-how als auch Expertenwissen aus dem Technologiebereich aus den Geschäftsgebieten von Siemens ein. SFS bietet Finanzlösungen für Siemens-Kunden sowie andere Unternehmen und managt außerdem Finanzrisiken im Siemens-Konzern. SFS betreibt die Konzern-Treasury von Siemens und steuert dabei Liquidität, Zahlungsmittel sowie Zins-, bestimmte Fremdwährungs-, Kredit- und Rohstoffpreisrisiken. Die Geschäftsaktivitäten und Themen der Konzern-Treasury werden im Rahmen der Segmentberichterstattung innerhalb der Überleitung Konzernabschluss ausgewiesen. A.1.1.3 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) sind durchgehend darauf ausgerichtet, innovative und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden und die Siemens-Geschäfte zu entwickeln und damit zugleich unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Aus diesen Gründen konzentrieren wir unsere FuE-Aktivitäten auf ausgewählte Technologien und Innovationsfelder. Dazu gehören folgende Beispiele: ― Der stabile Betrieb von Stromnetzen ist angesichts nicht ständig verfügbarer erneuerbarer Energien unter anderem von den Fortschritten abhängig, die wir im Bereich Leistungselektronik erzielen, sowie von der Verfügbarkeit großer, wirtschaftlich tragbarer Speichereinheiten. Diese sind zudem wesentliche Bestandteile dezentraler Energiesysteme, die die Energieerzeugung vor Ort mit dem lokalen Verbrauch verbinden und damit eine sichere und günstigere Stromversorgung bieten. ― Turbomaschinen, Schaltgeräte und andere Energieanlagen profitieren von innovativen Materialien, die einen höheren Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung ermöglichen und die Verluste bei der Stromübertragung und -verteilung verringern. Insbesondere die Möglichkeit, Teile mit neuen Topologien mittels integrierter digitaler Werkzeugkette im 3-D-Druck zu fertigen, ist ein wichtiger Innovationstreiber. ― Automatisierungslösungen entwickeln sich ständig weiter. Unsere FuE-Aktivitäten haben das Ziel, den Aufwand für das Engineering zu verringern, die Flexibilität zu erhöhen und die Produktivität unserer Kunden zu steigern. ― Künftige Mobilitätssysteme werden immer stärker elektrifiziert und vernetzt sein. Unter anderem sind unsere FuE-Anstrengungen auf die Entwicklung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur sowie die digital gestützte Integration und Steuerung von multimodalen Verkehrssystemen ausgerichtet. ― Eine disruptive Entwicklung ist beispielsweise das elektrisch angetriebene Flugzeug. In Zusammenarbeit mit Airbus will Siemens bis 2020 den Nachweis erbringen, dass große Flugzeuge elektrisch angetrieben werden können. ― Wir wenden kontinuierlich digitale Basistechnologien an und entwickeln diese weiter, wie die Datenanalyse und die Künstliche Intelligenz sowie Modellierungs- und Simulationslösungen. Erstere sind für die Wertschöpfung und die effektive Nutzung der wachsenden Datenmenge, die in diesem Bereich anfällt, unerlässlich. Letztere ermöglichen die Schaffung eines digitalen Zwillings für physische Produkte, Systeme und Infrastrukturen, beispielsweise für die virtuelle Prüfung und Inbetriebnahme von Systemen, bevor diese gebaut werden. ― Durch die zunehmende Vernetzung von Feldgeräten entsteht das industrielle Internet der Dinge (IIoT) und damit das Potenzial für weitverzweigte industrielle Systeme. Mit MindSphere haben wir ein offenes, cloudbasiertes Betriebssystem für das IIoT eingeführt. MindSphere ermöglicht es unseren Geschäftseinheiten, Kunden und Geschäftspartnern, Anwendungen und digitale Serviceleistungen auf Grundlage der Daten, die in den Anlagen erhoben werden, zu entwickeln und einzusetzen wie beispielsweise auf Produkt- oder Feldebene. Dadurch kann der Ausfall einer Anlage vorhergesagt, die Verfügbarkeit von Anlagen erhöht oder das Produktdesign oder die Performance der Anlage verbessert werden. ― Wir investieren auch in die industrielle Cyber-Sicherheit – eine wichtige Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung von Industriezweigen sowie eine immer wichtigere Grundlage für Wettbewerbsvorteile – und testen die neue Blockchain-Technologie in unterschiedlichen Anwendungsszenarien. Innerhalb dieser Schwerpunktbereiche und darüber hinaus werden FuE-Aktivitäten von funktionsübergreifenden Teams ausgeführt, an denen sowohl unsere Geschäftseinheiten als auch unsere zentrale Siemens-Forschungsabteilung Corporate Technology (CT) beteiligt sind. Zudem arbeiten wir eng mit Wissenschaftlern von führenden Hochschulen und Forschungsinstituten zusammen. Diese Partnerschaften, die enge Kooperation mit Start-ups und die Nutzung von Methoden der Crowd Innovation sind ein wichtiger Bestandteil des Open-Innovation-Konzepts von Siemens. Die Einheit next47 wurde von Siemens ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit mit Start-ups auszubauen. Sie konzentriert sich auf die drei C – Capital, Catalyst und Create. Die Einheit stellt Kapital zur Verfügung, damit Start-ups wachsen und sich weiterentwickeln können. Als Katalysator beschleunigt next47 das Wachstum von Start-ups, indem es den Zugang zum leistungsstarken Ökosystem von Siemens sowie dessen Nutzung erleichtert. Außerdem trägt next47 zur Entwicklung der künftigen Geschäfte von Siemens bei, indem es Start-ups aller Phasen entwickelt, erwirbt und mit ihnen kooperiert. Schwerpunktmäßig möchte Siemens mit next47 antizipieren, wie Technologien die Zielmärkte von Siemens beeinflussen und möglicherweise revolutionieren, unter anderem der 3-D-Druck, Robotik und Drohnen, Künstliche Intelligenz und die virtuelle Realität. Durch diese Erkenntnisse können Siemens und seine Kunden wachsen und sich im Zeitalter der Digitalisierung erfolgreich weiterentwickeln. Im Geschäftsjahr 2017 betrugen unsere FuE-Aufwendungen 5,2 Mrd. €, gegenüber 4,7 Mrd. € im Geschäftsjahr 2016. Die Forschungsintensität, die sich aus dem Verhältnis von FuE-Aufwendungen zu Umsatzerlösen ergibt, lag bei 6,2% und war damit höher als im Vorjahr mit 5,9%. Die Zugänge zu aktivierten Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 2017 0,4 Mrd. €, im Vergleich zu 0,3 Mrd. € ein Jahr zuvor. Zum 30. September 2017 hielt Siemens in seinen fortgeführten Aktivitäten weltweit etwa 63.000 erteilte Patente. Zum 30. September 2016 hielt Siemens weltweit rund 59.800 erteilte Patente. Wir beschäftigten im Geschäftsjahr 2017 im Durchschnitt 37.800 FuE-Mitarbeiter. Forschung und Entwicklung in unseren Geschäften Die FuE-Aktivitäten der Division Power and Gas konzentrieren sich auf die Entwicklung von Produkten und Lösungen, die die Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit bei der Energieerzeugung sowie in der Öl- und Gasbranche verbessern. Dabei handelt es sich um Turbomaschinen, insbesondere um hochleistungsfähige emissionsarme Gasturbinen für den Einzelbetrieb oder den Einsatz in kombinierten Gas- und Dampfturbinenkraftwerken, sowie um Verdichterlösungen für die verschiedenen Prozessindustrien. Die aktuelle, im Geschäftsjahr 2015 gestartete Technologieinitiative der Division zielt darauf ab, die Forschung und Entwicklung bei innovativen Materialien, fortschrittlichen Fertigungsmethoden und Werksoptimierungen zu verstärken. Im Geschäftsjahr 2017 führte Siemens eine neue aeroderivative Gasturbine mit 44 Megawatt für die mobile Stromerzeugung ein, die derzeit leistungsstärkste mobile Einheit auf dem Markt. Die Division gab bekannt, dass sie ihre größte Gasturbine (HL-Klasse) unter realen Bedingungen prüfen und validieren wird. Damit bereitet sie den Weg für eine neue Stufe der Effizienz. Wir streben kurzfristig einen Wirkungsgrad von 63% an und wollen mittelfristig 65% erreichen. Die FuE-Aktivitäten unserer Division Energy Management sind darauf ausgerichtet, unser Portfolio auf die Veränderungen auf allen Spannungsebenen in der Welt der Elektrizität vorzubereiten. Die wachsende Einspeisung erneuerbarer Energien erfordert flexible und effiziente Netze, insbesondere vor dem Hintergrund einer zunehmend verteilten Erzeugung. Die Digitalisierung künftiger Netze ermöglicht einen intelligenten Netzbetrieb und datengesteuerte Serviceleistungen. Unsere Innovationsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der Leistungselektronik, der Digitalisierung und der Netzstabilisierung. Die Entwicklung neuer Technologien, zum Beispiel Prozessbuskommunikation für das Energiemanagement oder NCITs (Non-Conventional Instrument Transformer), ermöglicht die kostengünstige Investition und den wirtschaftlichen Betrieb von digitalen Schaltanlagen sowie den sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb. Die FuE-Aktivitäten der Division Building Technologies konzentrieren sich darauf, den Komfort sowie die Betriebs- und Energieeffizienz von Gebäuden und Infrastrukturen zu steigern, den Brandschutz und die Sicherheit in Gebäuden zu verbessern und damit einhergehende Risiken zu minimieren. Wir treiben die digitale Transformation bei Gebäuden voran, indem wir BIM (Building-Information-Modeling-)fähige Produkte und Dienstleistungen schaffen, die auf offenen Standards basieren. Die Digitalisierung verbessert die Produktivität über den gesamten Gebäudelebenszyklus und bietet neue Optionen für Produktaufträge und Konfigurationen durch unseren Online Store Siemens Industry Mall. Neue Apps für Mobilgeräte speisen das Feedback der Gebäudenutzer in den Regelkreis ein und sorgen damit für mehr Komfort und Sicherheit bei niedrigerem Energieverbrauch. Das Digitalisierungsportfolio wird auf Basis von Siemens MindSphere weiter ausgebaut. Die FuE-Strategie der Division Mobility richtet sich am Bedarf der Kunden an maximaler Verfügbarkeit, hohem Durchsatz und verbessertem Fahrgastkomfort aus. Trotz eines wachsenden Bedarfs an weltweiter Mobilität sind die Möglichkeiten zum Bau neuer Straßen und Schienenwege begrenzt. Daher sind intelligente Lösungen gefragt, die den Verkehr effizienter und gleichzeitig sicher und umweltfreundlich gestalten. Dekarbonisierung und nahtlos vernetzte intermodale (E-)Mobilität sind Schlüsselfaktoren für die Zukunft des Transportwesens. Deshalb liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der FuE-Aktivitäten bei Mobility auf der Digitalisierung, um moderne Mobilitätslösungen für Straße und Schiene in Verbindung mit neuen Geschäftsmodellen zu entwickeln, beispielsweise AaaS (Availability as a Service) auf Grundlage unserer Datenanalyseplattform Railigent und anderer auf MindSphere basierenden Anwendungen. Gemeinsam mit next47 investiert Mobility zusammen mit anderen Partnern in die Zukunft der Mobilitätslandschaft in Bereichen wie Sensortechnologie, Konnektivität/IoT-Lösungen, Software für den intermodalen Verkehr und die additive Fertigung. In der Division Digital Factory liegt ein Schwerpunkt der FuE-Aktivitäten auf der weiteren Verbesserung von Geschwindigkeit, Flexibilität, Qualität und Effizienz innerhalb der diskreten Fertigungsindustrie. Der wichtigste Hebel ist die Automatisierung und Digitalisierung des gesamten Wertschöpfungsprozesses – von der Produktentwicklung über das Produktionsdesign bis zur Produktion selbst – bei größtmöglicher IT-Sicherheit. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung des Digital-Enterprise-Portfolios. Dies umfasst die Vorbereitung eines integrierten digitalen Zwillings für physische Produkte, Produktionsprozesse und Produktionsanlagen sowie die anschließende Umsetzung dieser Anlagen und die effiziente Fertigung von Produkten in der realen Welt. Diese enge Verzahnung der virtuellen und der realen Welten ermöglicht es Kunden, ihre Produkte, Maschinen und Anlagen frühzeitig zu simulieren und zu optimieren und dabei eine leistungsfähige Produktion sicherzustellen. Durch die Übernahme von Mentor Graphics wurden die Möglichkeiten des digitalen Zwillings erweitert: Neben Design und Prüfung von mechanischen Systemen und der Software neuer Produkte, ist nun auch die integrierte Entwicklung und Simulation elektrischer und elektronischer Systeme möglich. Ein weiterer Kernbereich ist die Entwicklung von MindSphere, dem offenen, cloudbasierten Betriebssystem für das industrielle Internet der Dinge (IIoT). MindSphere wird als Basis für innovative Apps (MindApps) und neue digitale Serviceleistungen auf Grundlage dieser Apps verwendet – beispielsweise vorbeugende Wartung. Offene APIs (Application Programming Interfaces) erlauben es Nutzern von MindSphere, einfach und effizient ihre eigenen Apps zu entwickeln und anzubieten. MindSphere gestattet es den Kunden somit, ihre Portfolios deutlich zu erweitern und das zusätzliche Geschäftspotenzial zu erschließen, das ihre bestehenden Anlagen bieten. Ein Netzwerk von Partnern im Bereich App-Entwicklung, Konnektivität und Technologie ergänzen dieses offene Ökosystem. Der Schwerpunkt der FuE-Aktivitäten der Division Process Industries and Drives liegt weiterhin auf der digitalen Transformation von Produkten, Lösungen und Serviceleistungen, insbesondere durch gezielte Integration von Informations- und Kommunikationstechnologien. Die digitale Optimierung von Automatisierungs- und Antriebsplattformen ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, zusätzlichen Mehrwert für Kunden in allen vertikalen Märkten der Prozessindustrie zu schaffen, wie in der Öl- und Gas-Industrie, der Chemie- und der Pharmaindustrie. Beispiele sind die Verbindung von Motoren mit MindSphere und Digital Enterprise für die Prozessindustrie. Höhere operative Effizienz und digitale Serviceleistungen, wie die Zustandsüberwachung oder die vorbeugende Wartung, sind Beispiele für die Vorteile beim Betrieb von Prozessanlagen. Die Digitalisierung unseres Portfolios im Bereich Prozessautomatisierung und industrielle Kommunikation umfasst ein ganzheitliches Konzept für industrielle Sicherheit. Ein weiteres zentrales Ziel unserer FuE-Aktivitäten ist es, die Energieeffizienz weiter zu erhöhen und zugleich den Verbrauch von Rohstoffen und die Emissionen zu senken. Der Schwerpunkt bei den FuE-Aktivitäten von Healthineers liegt besonders auf der Entwicklung innovativer Produktlinien, die neue Technologien wie Künstliche Intelligenz einsetzen. Unter anderem wird dies die Verarbeitung von Gesundheitsdaten beschleunigen und ermöglicht damit präzisere und individuell auf Patienten zugeschnittene klinische Entscheidungen. Damit entsteht Mehrwert, indem neue Computeralgorithmen verborgene Muster in den Daten aufspüren und Ärzten wertvolle Unterstützung bei Diagnose- und Therapieentscheidungen geben. Neben der kontinuierlichen Entwicklung von Innovationen für sein Portfolio erweitert Healthineers bestehende Produkte und Lösungen. Die Leistungsfähigkeit der Diagnostik wird bei Kunden durch Systeme wie die kürzlich eingeführte Atellica verbessert. Diese Plattform für Labordiagnostik transportiert Proben zehnmal schneller als bisherige Systeme und bietet größere Flexibilität. Indem wir unsere Innovationsanstrengungen über das bestehende Portfolio hinaus ausdehnen und in neue Ideen investieren, stärken wir unsere Fähigkeit, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Unser Servicegeschäft wächst über die produktbezogenen Leistungen hinaus. Wir bieten nun auch ein digitales Serviceportfolio sowie Serviceleistungen für die Weiterentwicklung unserer Kunden an, um diese beim Wandel hin zur ergebnisorientierten Gesundheitsversorgung zu unterstützen. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die Plattform Digital Ecosystem. Sie vernetzt Gesundheitsversorger und Lösungsanbieter sowie deren Daten, Anwendungen und Serviceleistungen. Anwender gewinnen damit neue Erkenntnisse durch Datenanalysen und nutzen diese im Netzwerk von Kollegen. Der Schwerpunkt der FuE-Aktivitäten bei Siemens Gamesa Renewable Energy liegt auf innovativen Produkten und Lösungen, um die führende Position des Unternehmens im Bereich Windenergie auszubauen, seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und überzeugendere Geschäftsmodelle für Kunden zu entwickeln. Der Einsatz der Digitalisierung, parallel zu anderen Bemühungen, umfasst eine intelligentere Überwachung und Analyse des Turbinenzustands sowie datengesteuerte Diagnosedienste. A.1.2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen A.1.2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD Das Wachstum der Weltwirtschaft begann sich Anfang des Geschäftsjahrs 2017 zu beschleunigen und gewann in den folgenden Quartalen zusätzlich an Dynamik. Der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), das im Jahr 2016 mit 2,5% die niedrigste Wachstumsrate seit der globalen Finanzkrise aufwies, wird sich im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,1% belaufen (basierend auf Marktwechselkursen). Der globale Aufschwung verlief regional wie auch strukturell betrachtet auf breiter Basis. Sowohl in den Schwellenländern als auch in den Industrienationen nahm die Konjunktur Fahrt auf. Die Wachstumsprognosen für das Jahr 2017 verbesserten sich insbesondere für Europa von 1,5% zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 auf 2,3% und für China von 6,3% auf 6,8%. Die einzige negative Überraschung stellte der Nahe und Mittlere Osten dar: Hier sank die Wachstumsprognose für das Jahr 2017 von 2,8% zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 auf 1,4%. Niedrigere Ölpreise sowie Kürzungen der Ölförderung belasteten stärker als erwartet. Strukturell betrachtet trugen alle BIP-Komponenten – privater Konsum, Investitionen, Nettoexporte und in geringerem Umfang die Staatsausgaben – zum Wachstum bei. Dies gab dem konjunkturellen Aufschwung der Weltwirtschaft eine solide und ausgewogene Grundlage. Die vorwiegend aus (geo)politischen Risiken herrührenden Unsicherheiten hatten nur geringe Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Die internationalen Spannungen in Zusammenhang mit Nordkorea und dem Iran verschärften sich, die Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über den Austritt aus der Europäischen Union sind kompliziert, und die separatistischen Spannungen innerhalb Spaniens erhöhten die Unsicherheit zudem erheblich. Diese Entwicklungen können Investitionsentscheidungen beeinträchtigen; allerdings wirkte sich dies im Geschäftsjahr 2017 kaum aus. Die hier dargestellten, zum Teil geschätzten Daten für das BIP und die Anlageinvestitionen basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15. Oktober 2017. A.1.2.2 MARKTENTWICKLUNG In einem sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld sank das Marktvolumen der von der Division Power and Gas bedienten Märkte im Geschäftsjahr 2017 beträchtlich. Diese Entwicklung zeigte sich erneut insbesondere am Markt für Dampfturbinen, an dem das Volumen im Vorjahresvergleich stark schrumpfte. Ursächlich hierfür waren die anhaltende Verschiebung von kohlebefeuerter hin zu gasbefeuerter und erneuerbarer Energieerzeugung sowie Abgasvorschriften, zum Beispiel in China. Das Volumen im Marktsegment für große Gasturbinen ging ebenfalls stark zurück. Die Hauptgründe waren Verzögerungen bei großen Projekten im Nahen und Mittleren Osten, die Zurückhaltung der Kunden aufgrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich Änderungen in der Marktstruktur sowie ein schwaches Wachstum bei der Energienachfrage. Das Volumen an den Märkten für Verdichter blieb auf einem niedrigen Niveau, da Kunden weiter ihre Investitionen zurückhielten. Mit der Division konkurrieren vornehmlich zwei Gruppen von Wettbewerbern: einerseits eine relativ kleine Anzahl von Anlagenherstellern, von denen einige sehr starke Positionen an ihren Heimatmärkten haben, andererseits eine Vielzahl von Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau und Beschaffung sowie aus der Bauindustrie. Am Markt für Gasturbinen bestehen bei diesen Unternehmen wie auch bei den Erstausrüstern Überkapazitäten, die zu einer Marktkonsolidierung führen. Die weltweiten, von der Division Energy Management bedienten Märkte wuchsen im Geschäftsjahr 2017 leicht. Die Schwäche im Nahen und Mittleren Osten sowie an den globalen Rohstoffmärkten, wie Öl und Gas sowie Metall und Bergbau, wurden durch Wachstum bei Übertragungsverbindungen, intelligenten Energie- und Speicherlösungen sowie bei kritischer Infrastruktur wie Rechenzentren aufgewogen. Nordamerika und Asien waren die wesentlichen Wachstumsmotoren. Die Märkte in Europa entwickelten sich stabil mit Wachstumsfeldern wie beispielsweise dem Bereich der Netzanbindung von erneuerbaren Energiequellen. Die Wettbewerber der Division Energy Management sind vorwiegend wenige große international tätige Unternehmen. Der weltweite Wettbewerb nimmt durch Produzenten aus Schwellenländern wie China, Indien und Korea zu. Die Märkte der Division Building Technologies wiesen im Geschäftsjahr 2017 ein stabiles Wachstum auf. Ausschlaggebend war eine solide Nachfrage aus den USA und Asien. In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten verzeichneten die Märkte des Nahen und Mittleren Ostens ein über dem Durchschnitt der Region liegendes Wachstum. Die Erholung des europäischen Markts fiel schwächer aus als erwartet. Deutschland allerdings verzeichnete ein stabiles Wachstum. Die Hauptwettbewerber der Division sind multinationale Unternehmen. Das Lösungs- und Servicegeschäft der Division steht darüber hinaus im Wettbewerb mit Systemintegratoren und kleinen lokalen Unternehmen. Die Division ist einem anhaltenden Preisdruck ausgesetzt. Dies gilt insbesondere im Lösungsgeschäft, wo ein starker Wettbewerb mit Systemhäusern und einigen großen Konkurrenten herrscht. Die Märkte der Division Mobility verzeichneten im Geschäftsjahr 2017 insgesamt eine anhaltend starke Nachfrage, jedoch gab es regional Unterschiede. Die Marktentwicklung in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten war durch die fortgesetzte Vergabe von mittelgroßen und großen Aufträgen geprägt. Dies zeigte sich insbesondere in Deutschland wie auch im Vereinigten Königreich. Die Nachfrage aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika wurde durch anhaltende Unsicherheiten in Zusammenhang mit Budgetbeschränkungen und dem politischen Umfeld beeinträchtigt. Die stabile Investitionstätigkeit in der Region Amerika wurde maßgeblich von der Nachfrage nach Nahverkehrszügen getragen. Dies galt insbesondere für die USA. In der Region Asien, Australien verzeichneten die Märkte in China anhaltende Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, Nahverkehr und Bahninfrastruktur. Indien investiert weiter in die Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes. Die Hauptwettbewerber der Division sind multinationale Unternehmen. Die Konsolidierung unter den Wettbewerbern von Mobility schreitet weiter voran. Aus der Konsolidierung ging bereits ein starker Marktführer in China hervor, der die globale Marktdynamik verändert. Die von der Division Digital Factory bedienten Märkte sind im Geschäftsjahr 2017 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. An den wichtigsten Märkten der Division fiel das reale weltweite Wachstum im verarbeitenden Gewerbe moderat aus. Maßgeblich für diese Entwicklung waren konsumnahe Industrien, wie die Elektronik- und die Automobilindustrie, sowie die Nachfrage aus infrastrukturbezogenen Fertigungsindustrien. Das Wachstum in der Maschinenbau- und der Ausrüstungsindustrie profitierte von einer zunehmenden Investitionsneigung. Geografisch betrachtet wuchsen die Märkte der Division in allen drei Berichtsregionen, wobei die höchsten Wachstumsraten in der Region Asien, Australien, hier insbesondere in China, zu verzeichnen waren. Das starke Marktwachstum in China profitierte unter anderem von staatlichen Investitionsprogrammen. Die Wettbewerber der Geschäftsaktivitäten von Digital Factory können in zwei Gruppen eingeteilt werden: multinationale Unternehmen, die ein relativ breites Produktportfolio aufweisen, und Unternehmen, die nur an bestimmten regionalen oder produktbezogenen Märkten aktiv sind. Das Volumen der von der Division Process Industries and Drives bedienten Märkte wuchs im Geschäftsjahr 2017 moderat. Dies war vorwiegend auf ein verbessertes globales Marktumfeld im verarbeitenden Gewerbe, insbesondere in China, zurückzuführen. Die konsumnahen Branchen, wie die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie und die pharmazeutische Industrie, setzten ihren Wachstumskurs fort. Insgesamt wurde das Wachstum an den Märkten der Division weiterhin durch die Schwäche der rohstoffnahen Industrien wie Öl und Gas sowie Metall und Bergbau beeinträchtigt. Nach einer Erholung der Rohstoffpreise auf niedrigem Niveau in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2017 und einer danach stabilen Preisentwicklung begann sich das Investitionsumfeld im Bergbau sowie in der Öl- und Gasindustrie und in geringerem Umfang in der Metallindustrie zum Ende des Geschäftsjahrs zu verbessern. Die Wettbewerber der Division können in zwei Gruppen eingeteilt werden: multinationale Unternehmen, die ein relativ breites Produktportfolio aufweisen, und Unternehmen, die nur an bestimmten regionalen oder produktbezogenen Märkten aktiv sind. Eine Konsolidierung vollzieht sich überwiegend in einzelnen Marktsegmenten und nicht über die gesamte Breite des Portfolios der Division hinweg. Insbesondere bewegt sich die Konsolidierung in lösungsorientierten Märkten hin zu vertiefter Nischenmarktexpertise. Die meisten Hauptwettbewerber verfügen über ein etabliertes globales Geschäft. Darüber hinaus konzentriert sich der Wettbewerb zunehmend auf technologische Verbesserungen und die Kostenposition. Die von Healthineers bedienten Märkte wuchsen im Geschäftsjahr 2017 moderat. Dies war vorwiegend auf Wachstum in Lateinamerika sowie Asien, Australien – einschließlich einer weiteren Stabilisierung in China – zurückzuführen. Das Marktvolumen in Europa und den USA blieb hingegen annähernd auf Vorjahresniveau. Das Marktsegment der bildgebenden Diagnostik wuchs moderat. Die Nachfrage nach bildgebenden Verfahren nahm zwar weiter zu, allerdings wurde dieser Trend teilweise durch Preisdruck bei Neuanschaffungen sowie erhöhte Auslastungsraten bei installierten Systemen aufgewogen. Die Märkte für Ultraschall und In-vitro-Diagnostik wuchsen noch stärker. Die Entwicklung im Ultraschallmarktsegment profitiert von einem breiteren Anwendungsspektrum sowie wachsendem Zugang für Patienten zu diagnostischer Bildgebungstechnologie. Der Markt für In-vitro-Diagnostik wächst aufgrund des Bevölkerungszunahme und steigender Einkommen in Schwellenländern sowie der zunehmenden Bedeutung der Diagnostik für die Verbesserung der Qualität der Gesundheitsfürsorge. Besonders stark war das Wachstum im Bereich der Molekulardiagnostik. Ausschlaggebend hierfür waren technologische Fortschritte sowie ein umfassenderes Anwendungsspektrum. Insgesamt setzt sich der Trend der Konsolidierung am Gesundheitsmarkt fort. Der Wettbewerb unter den führenden Unternehmen, auch in Bezug auf den Preis, ist stark. Nach einem Rückgang des Marktvolumens im Geschäftsjahr 2016 wuchsen die von SGRE bedienten Märkte im Geschäftsjahr 2017 aufgrund steigender Nachfrage sowohl an den Onshore- als auch den Offshore-Märkten, wobei die Offshore-Märkte schneller zunahmen. Geografisch betrachtet wurde das Wachstum durch die USA getragen. Das Marktwachstum in der Region Asien, Australien wurde beeinträchtigt durch eine niedrigere Nachfrage aus China, wo der weltweit größte nationale Windenergiemarkt ausländischen Anbietern weitgehend verschlossen bleibt, sowie durch einen Stillstand am indischen Markt während des Geschäftsjahrs, infolge der Einführung eines Auktionssystems für neue Energieerzeugungsverträge. Das Marktvolumen in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten ging gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Die Wettbewerbssituation bei der Windenergieerzeugung ist in den beiden großen Marktsegmenten unterschiedlich: An den Märkten für Onshore-Windkraftanlagen gibt es eine Vielzahl von Anbietern, von denen keiner eine dominierende Marktposition aufweist. Die Märkte für Offshore-Windkraftanlagen hingegen werden weiterhin von einigen wenigen, erfahrenen Marktteilnehmern bedient. Die Konsolidierung schreitet in der Onshore- wie in der Offshore-Windenergie voran – auch durch das Ausscheiden kleinerer Marktteilnehmer. Haupttreiber der Konsolidierung sind ein steigender Preisdruck sowie Herausforderungen hinsichtlich der Technologie wie auch beim Marktzutritt. Diese führen zu steigenden Entwicklungskosten und machen die Risikoteilung bei der Offshore-Windenergie immer wichtiger. Die Marktentwicklung hängt weiter stark von der Energiepolitik ab. Hierzu gehören die Steuervergünstigungen in den USA sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und im Vereinigten Königreich. Mit zunehmendem technologischen Fortschritt und Kostensenkungen dürfte die Abhängigkeit von Subventionen langfristig noch weiter abnehmen. A.2 Finanzielles Steuerungssystem A.2.1 Überblick Mit One Siemens haben wir uns finanzielle Rahmenbedingungen gesetzt – für das Wachstum der Umsatzerlöse, für Profitabilität und Kapitaleffizienz, für unsere Kapitalstruktur sowie für unsere Dividendenpolitik. A.2.2 Wachstum der Umsatzerlöse Im Rahmen von One Siemens streben wir an, das durchschnittliche gewichtete Wachstum der Umsatzerlöse unserer wesentlichen Wettbewerber zu übertreffen. Zur Steuerung des Wachstums unserer Umsatzerlöse verwenden wir als zentrale Messgröße das vergleichbare Wachstum der Umsatzerlöse. Es zeigt die Entwicklung in unserem Geschäft ohne die Berücksichtigung von Währungsumrechnungseffekten, die im externen Umfeld entstehen und jenseits unserer Kontrolle liegen, sowie von Portfolioeffekten, die sich aus Geschäftsaktivitäten ergeben, die entweder neu oder nicht länger Bestandteil in unserem Geschäft sind. Währungsumrechnungseffekte sind der Unterschiedsbetrag zwischen den Umsatzerlösen der Berichtsperiode zu Wechselkursen der Berichtsperiode abzüglich der Umsatzerlöse der Berichtsperiode zu Wechselkursen der Vergleichsperiode. Um die prozentuale Veränderung zum Vorjahr zu berechnen, wird dieser absolute Unterschiedsbetrag durch die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode geteilt. Ein Portfolioeffekt entsteht im Fall einer Akquisition beziehungsweise einer Desinvestition und wird als Veränderung jener Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich berechnet, die auf das erworbene beziehungsweise abgegangene Geschäft zurechenbar sind. Um die prozentuale Veränderung zu berechnen, wird dieser absolute Unterschiedsbetrag durch die Umsatzerlöse der Vergleichsperiode geteilt. Dieselbe Vorgehensweise verwenden wir auch für die Berechnung von Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekten beim Auftragseingang. A.2.3 Profitabilität und Kapitaleffizienz Ferner streben wir im Rahmen von One Siemens an, Margen über den gesamten Geschäftszyklus hinweg zu erreichen, die mit denen unserer wesentlichen Wettbewerber vergleichbar sind. Daher haben wir für unsere industriellen Geschäfte Ergebnismargenbänder festgelegt, die auf den Ergebnismargen der jeweiligen wesentlichen Wettbewerber beruhen. Die Ergebnismarge ist definiert als Ergebnis des jeweiligen Geschäfts geteilt durch seine Umsatzerlöse. Ergebnismargenbänder scroll Margenband Power and Gas 11 – 15% Energy Management 7 – 10% Building Technologies 8 – 11% Mobility 6 – 9% Digital Factory 14 – 20% Process Industries and Drives 8 – 12% Healthineers 15 – 19% Siemens Gamesa Renewable Energy 5 – 8% SFS (ROE nach Steuern) 15 – 20% Die Kapitaleffizienz unserer Division Financial Services (SFS) messen wir mit der in der Finanzdienstleistungsbranche üblichen finanziellen Kennzahl Eigenkapitalrendite nach Steuern (ROE nach Steuern). Diese ist definiert als Ergebnis von SFS (nach Steuern), bezogen auf das der Division durchschnittlich zugeordnete Eigenkapital. Für die Steuerung der Profitabilität auf Konzernebene ist der Gewinn nach Steuern unsere zentrale Messgröße. Er hat den bedeutendsten Einfluss auf das in der Kapitalmarktkommunikation verwendete unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern). Um unseren kontinuierlichen Bestrebungen, die Produktivität zu verbessern, Nachdruck zu verleihen und sie messbar zu machen, haben wir die Kennzahl Gesamtkostenproduktivität in One Siemens aufgenommen. Wir definieren diese Größe als Quotient der Kosteneinsparungen aus festgelegten Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung und den gesamten Funktionskosten des Siemens-Konzerns. Für die Gesamtkostenproduktivität streben wir einen Wert von jährlich 3% bis 5% an. Innerhalb unseres One-Siemens-Rahmenkonzepts streben wir an, mit dem von unseren Aktionären und Kreditgebern zur Verfügung gestellten Kapital profitabel und so effizient wie möglich zu arbeiten. Zur Steuerung unserer Kapitaleffizienz verwenden wir als zentrale Messgröße die Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE). Wir streben an, einen Wert zwischen 15% und 20% zu erreichen. A.2.4 Kapitalstruktur Eine nachhaltige Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses wird durch eine solide Kapitalstruktur unterstützt. Daher ist es im Rahmen von One Siemens für uns von zentraler Bedeutung, einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel und die Fähigkeit zur Bedienung der Finanzschulden im Zeitablauf sicherzustellen. Als zentrale Messgröße zur Steuerung der Kapitalstruktur verwenden wir den Quotienten aus der industriellen Nettoverschuldung und dem EBITDA. Diese finanzielle Messgröße gibt den ungefähren Zeitraum in Jahren an, der benötigt würde, um die industrielle Nettoverschuldung durch Gewinne aus fortgeführten Aktivitäten, ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen, zurückzuzahlen. Wir streben an, einen Quotienten von bis zu 1,0 zu erreichen. A.2.5 Dividende Wir möchten unseren Aktionären weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen einem Anteil von 40% bis 60% des Gewinns nach Steuern entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren. Auf der Hauptversammlung wird der Vorstand in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzgewinn der Siemens AG des Geschäftsjahrs 2017 folgendermaßen zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 3,70 € für jede am Tag der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr dividendenberechtigte Stückaktie und Gewinnvortrag des verbleibenden Differenzbetrags. Die Zahlung dieser Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 31. Januar 2018. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2016 betrug 3,60 € pro Aktie. Die vorgeschlagene Dividende von 3,70 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2017 entspricht einer Gesamtausschüttung von rund 3,0 Mrd. €, basierend auf der geschätzten Anzahl der am Tag der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr dividendenberechtigten Aktien. In Bezug auf den Gewinn nach Steuern des Geschäftsjahrs 2017 in Höhe von 6,2 Mrd. € entspricht dies einer Ausschüttungsquote von 49%. A.2.6 Berechnung der Kapitalrendite (ROCE) Berechnung des ROCE scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Gewinn nach Steuern 6.179 5.584 Minus: Übriges Zinsergebnis1 – 568 – 544 Plus: Übriges Zinsergebnis SFS 799 784 Plus: Zinsaufwendungen auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (netto) 198 282 Minus: Zinsanpassungen (nicht fortgeführte Aktivitäten) − − Minus: Steuern auf Zinsanpassungen (Pauschalsteuersatz 30%) – 129 – 156 (I) Gewinn vor Zinsen nach Steuern 6.479 5.949 (II) Durchschnittlich eingesetztes Kapital 47.836 41.573 (I)/(II) ROCE 13,5% 14,3% 1 Die Position Übriges Zinsergebnis umfasst im Wesentlichen die Zinsaufwendungen auf Konzernschulden, Zinsen von mit diesen in Zusammenhang stehenden Sicherungsgeschäften und Zinserträge aus Konzernvermögenswerten. Zur Ermittlung des ROCE in Zwischenberichtsperioden wird der Gewinn vor Zinsen nach Steuern annualisiert. Das durchschnittlich eingesetzte Kapital errechnet sich als Durchschnitt der jeweiligen Werte zu den Quartalsstichtagen im Betrachtungszeitraum. Berechnung eingesetztes Kapital Summe Eigenkapital Plus: Langfristige Finanzschulden Plus: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Minus: Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Plus: Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Minus: SFS-Finanzschulden Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges Plus: Anpassungen aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten Minus: Anpassungen für latente Steuern auf kumulierte versicherungsmathematische Nettogewinne/-verluste aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Eingesetztes Kapital (fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten) A.3 Ertragslage A.3.1 Auftragseingang und Umsatzerlöse nach Regionen Negative Währungsumrechnungseffekte verminderten die Entwicklung des Auftragseingangs und das Wachstum der Umsatzerlöse um jeweils einen Prozentpunkt; Portfoliotransaktionen – im Wesentlichen der Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts mit Gamesa und der Erwerb von Mentor Graphics – trugen zwei Prozentpunkte zur Entwicklung des Auftragseingangs und drei Prozentpunkte zum Wachstum der Umsatzerlöse bei. Das sich ergebende Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill) betrug im Geschäftsjahr 2017 für Siemens 1,03. Auftragseingang (Sitz des Kunden) scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 45.048 46.185 – 2% – 2% darin: Deutschland 13.943 10.525 32% 32% Amerika 22.921 24.794 – 8% – 10% darin: USA 16.905 18.162 – 7% – 9% Asien, Australien 17.700 15.501 14% 13% darin: China 7.484 6.850 9% 10% Siemens 85.669 86.480 – 1% – 2% darin: Schwellenländer1 27.239 30.448 – 11% – 11% 1 Definiert in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds. Der Auftragseingang externer Kunden lag nur leicht unter dem hohen Niveau des Vorjahrs, trotz starker anhaltender Rückgänge in den Märkten von Power and Gas. Die Division berichtete ein sehr stark gefallenes Volumen aus Großaufträgen im Vergleich zum Vorjahr, in dem sie Großaufträge von insgesamt 4,7 Mrd. € aus Ägypten gewonnen hatte. Dieser Faktor beeinflusste auch den Rückgang in den Schwellenländern. Alle übrigen industriellen Geschäfte erzielten einen höheren Auftragseingang als im Vorjahr. Digital Factory und Mobility verzeichneten ein prozentual zweistelliges Auftragswachstum; der höhere Auftragseingang bei SGRE profitierte von beträchtlichen Portfolioeffekten. In der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten berichteten alle industriellen Geschäfte mit Ausnahme von Power and Gas einen Anstieg im Auftragseingang. Mobility und Energy Management erzielten dabei zweistellige Wachstumsraten. In Deutschland wurde ein starker Anstieg verzeichnet, der im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 aus einem höheren Volumen aus Großaufträgen bei SGRE, Energy Management und Mobility resultierte. Der Auftragseingang in der Region Amerika war im Vergleich zum Vorjahr aufgrund eines starken Rückgangs bei Power and Gas deutlich rückläufig. Darüber hinaus war der Auftragseingang von Mobility beträchtlich niedriger, während Building Technologies und Digital Factory zweistellige Wachstumsraten verzeichneten, Letztere vor allem durch Portfolioeffekte aufgrund des Erwerbs von Mentor Graphics. Die Entwicklung des Auftragseingangs in den USA verlief im Wesentlichen wie in der Berichtsregion, wobei prozentual zweistelliges Wachstum bei Building Technologies und Digital Factory durch starke Rückgänge bei Power and Gas, Mobility sowie SGRE überwogen wurde. Der Auftragseingang in der Region Asien, Australien lag beträchtlich über dem des Vorjahrs. Er nahm in allen industriellen Geschäften zu, außer bei Power and Gas. SGRE und Digital Factory verzeichneten dabei die größten Zuwächse. Eine Reihe von Ländern in der Region berichtete erhebliches Wachstum. Dabei war die Zunahme in China am höchsten. Hier wurden Anstiege bei Digital Factory, SGRE sowie Process Industries and Drives teilweise durch einen starken Rückgang bei Energy Management aufgewogen. Umsatzerlöse (Sitz des Kunden) scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 43.367 41.819 4% 4% darin: Deutschland 11.142 10.739 4% 2% Amerika 23.516 22.707 4% – 1% darin: USA 16.976 16.769 1% – 1% Asien, Australien 16.166 15.118 7% 6% darin: China 7.209 6.439 12% 13% Siemens 83.049 79.644 4% 3% darin: Schwellenländer1 28.464 27.195 5% 3% 1 Definiert in Übereinstimmung mit dem Internationalen Währungsfonds. Die Umsatzerlöse mit externen Kunden nahmen im Vorjahresvergleich moderat zu. Anstiege waren in den meisten industriellen Geschäften zu verzeichnen. Damit wurden Rückgänge bei Power and Gas sowie Process Industries and Drives ausgeglichen. Die höheren Umsatzerlöse bei SGRE profitierten von starken Portfolioeffekten infolge des Zusammenschlusses. Wachstumstreiber in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten waren unter anderem SGRE, Digital Factory und Mobility. Diese Zuwächse wurden teilweise aufgewogen durch einen deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse bei Power and Gas. In Deutschland lagen die Umsatzerlöse über dem Vorjahr. Anstiege in der Mehrheit der industriellen Geschäfte wurden teilweise von Rückgängen bei Energy Management sowie Power and Gas aufgewogen. In der Region Amerika nahmen die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich zu, hauptsächlich durch den Zusammenschluss mit Gamesa, der neues Volumen in Lateinamerika mit sich brachte. Daneben verzeichneten Digital Factory und Building Technologies ein Wachstum der Umsatzerlöse. In den USA wurden Anstiege bei Digital Factory, Building Technologies und Mobility von Rückgängen bei Power and Gas sowie Process Industries and Drives aufgewogen. Die Umsatzerlöse in Asien, Australien legten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Anstiege bei Digital Factory, SGRE, Energy Management und Healthineers wurden teilweise durch Rückgänge bei Power and Gas sowie Mobility aufgewogen. Das Wachstum in China ließ das der gesamten Region hinter sich, da alle industriellen Geschäfte, mit Ausnahme von Mobility, höhere Umsatzerlöse erzielten. Digital Factory, SGRE und Energy Management verzeichneten dabei die größten Steigerungen. A.3.2 Segmentinformationen A.3.2.1 POWER AND GAS scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 13.422 19.454 – 31% – 30% Umsatzerlöse 15.467 16.471 – 6% – 5% Ergebnis 1.591 1.872 – 15% Ergebnismarge 10,3% 11,4% Der Auftragseingang war im Vorjahresvergleich stark rückläufig. Dies war im Wesentlichen eine Folge des sehr stark gesunkenen Volumens aus Großaufträgen im Lösungsgeschäft. Im Vorjahr verzeichnete das Geschäft Großaufträge aus Ägypten für Kraftwerke (einschließlich Dienstleistungen) in einer Gesamthöhe von 4,7 Mrd. €. Die von der Division bedienten Märkte waren rückläufig. Vor diesem Hintergrund lag der Auftragseingang in allen Geschäften und allen Berichtsregionen unter dem Wert des Vorjahrs. Als Ergebnis dieser anhaltenden Marktschwäche gingen die Umsatzerlöse deutlich zurück, auch in allen drei Berichtsregionen; ein Rückgang im Neuanlagengeschäft wurde nur teilweise von einem Anstieg im Dienstleistungsgeschäft ausgeglichen. Trotz eines anhaltend starken Beitrags aus dem Dienstleistungsgeschäft lag das Ergebnis erheblich unter dem Vorjahreswert. Dies lag an einer reduzierten Kapazitätsauslastung als Folge des schwächeren Auftragseingangs sowie Preisrückgängen und im Vorjahresvergleich höheren Nettobelastungen in Verbindung mit der Ausführung und Fertigstellung von Projekten. Zudem profitierte das Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 von zwei positiven Effekten: einem Betrag von 130 Mio. € aus angepassten Schätzungen in Zusammenhang mit der Fortsetzung von langfristigen Fertigungs- und Dienstleistungsverträgen im Iran als Folge der Beendigung beziehungsweise Lockerung von Sanktionen der EU und den USA sowie Wirkungen in Höhe von 118 Mio. € aus einer Bewertung von Vorräten. Die Kosten für die Integration von Dresser-Rand beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 33 Mio. €, im Vergleich zu 59 Mio. € im Geschäftsjahr zuvor. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2017 lagen mit 19 Mio. € unter dem Vorjahresbetrag von 69 Mio. €. Globale Energietrends drücken weiterhin strukturell die allgemeine Nachfrage an den Märkten, die von der Division bedient werden, und führen zu einem zurückgehenden Neuanlagengeschäft und entsprechenden Preisdruck aufgrund der derzeitigen Überkapazitäten. A.3.2.2 ENERGY MANAGEMENT scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 13.628 12.963 5% 5% Umsatzerlöse 12.277 11.940 3% 3% Ergebnis 932 895 4% Ergebnismarge 7,6% 7,5% Der Auftragseingang stieg im Vorjahresvergleich moderat an, hauptsächlich aufgrund eines höheren Volumens aus Großaufträgen im Lösungsgeschäft. Dazu zählten ein Auftrag über 0,8 Mrd. € für ein Netzanschlussprojekt für Offshore-Windparks in Deutschland, ein Auftrag über 0,6 Mrd. € für Umspannstationen in Katar und ein Auftrag über 0,4 Mrd. € für Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung in Indien. Die Geschäfte für Mittelspannungssysteme und Niederspannungsprodukte verzeichneten im Vorjahresvergleich ebenfalls ein Wachstum beim Auftragseingang. Diese Anstiege wurden teilweise durch Auftragsrückgänge in den anderen Geschäften der Division aufgewogen. Geografisch betrachtet stieg der Auftragseingang in allen drei Berichtsregionen an, hauptsächlich in Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten. Auch die Umsatzerlöse erhöhten sich moderat, mit moderatem oder deutlichem Wachstum in den meisten Geschäften der Division. Geografisch betrachtet stiegen die Umsatzerlöse in allen drei Berichtsregionen an, mit erheblichem Wachstum in der Region Asien, Australien. Alle Geschäfte der Division lieferten einen positiven Beitrag zum Ergebnis, das von niedrigeren Aufwendungen für Personalrestrukturierung profitierte. Diese betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 39 Mio. €, im Vergleich zu 71 Mio. € im Vorjahr. Die Geschäfte mit Hochspannungsprodukten und Transformatoren zeigten eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. A.3.2.3 BUILDING TECHNOLOGIES scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 6.913 6.435 7% 8% Umsatzerlöse 6.523 6.156 6% 7% Ergebnis 784 577 36% Ergebnismarge 12,0% 9,4% Durch die erfolgreiche Umsetzung ihrer regionen- und geschäftsübergreifenden Wachstumsinitiativen steigerte die Division Building Technologies den Auftragseingang sowie die Umsatzerlöse und wuchs schneller als der Markt und die wesentlichen Wettbewerber. Geografisch betrachtet stiegen Auftragseingang und Umsatzerlöse in allen drei Berichtsregionen. Der stärkste Wachstumsbeitrag kam aus den USA. Das Ergebnis und die Profitabilität nahmen vorwiegend aufgrund der höheren Umsatzerlöse und einer verbesserten Produktivität zu. Dabei profitierte die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2017 von einem Gewinn in Höhe von 94 Mio. € in Verbindung mit Anpassungen von Pensionsplänen. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen bewegten sich in beiden Perioden etwa auf gleichem Niveau; im Geschäftsjahr 2017 beliefen sie sich auf 18 Mio. €, gegenüber 16 Mio. € im Jahr zuvor. A.3.2.4 MOBILITY scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 8.963 7.875 14% 16% Umsatzerlöse 8.099 7.825 4% 6% Ergebnis 743 678 10% Ergebnismarge 9,2% 8,7% Das Wachstum des Auftragseingangs der Division Mobility wurde vorwiegend vom Zuggeschäft bestimmt und durch ein höheres Volumen aus Großaufträgen unterstützt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde in allen drei Berichtsregionen, aber insbesondere in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, eine Reihe bedeutender Großaufträge akquiriert. Hierzu gehörten ein Auftrag für Nahverkehrszüge und ein Auftrag für eine fahrerlose U-Bahn, beide aus Österreich, sowie Großaufträge aus Deutschland für die neue Mireo-Plattform für Regionalzüge von Mobility. In der Region Asien, Australien konnte die Division den Auftrag für ein großes schlüsselfertiges Projekt zur Erweiterung einer Nahverkehrslinie in Thailand gewinnen. Im Geschäftsjahr 2016 umfassten die größten akquirierten Aufträge eine Bestellung von Stadtbahnen in den USA, einen Nahverkehrszugauftrag in Deutschland sowie einen Bahnautomatisierungsauftrag in Algerien. Während die Umsatzerlöse im Zuggeschäft in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs vorwiegend aufgrund der zeitlichen Abfolge bei der Abarbeitung großer Zugprojekte sanken, wurden in der Folge große Aufträge für Züge und Lokomotiven erfolgreich ausgeführt und dadurch ein prozentual zweistelliger Anstieg der Umsatzerlöse in der zweiten Geschäftsjahreshälfte erzielt. Das Bahninfrastrukturgeschäft der Division trug ebenfalls zum Wachstum der Umsatzerlöse bei. Geografisch betrachtet überwogen höhere Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie in der Region Amerika Rückgänge in der Region Asien, Australien, einschließlich eines sehr starken Umsatzerlösrückgangs in China. Das Ergebnis verbesserte sich bei der Mehrzahl der Geschäfte. Ausschlaggebend waren die gestiegenen Umsatzerlöse sowie eine erfolgreiche Projektausführung. Ein Anstieg der Personalrestrukturierungsaufwendungen auf 46 (im Vj. 16) Mio. € wurde weitgehend durch einen Gewinn in Verbindung mit Anpassungen von Pensionsplänen in Höhe von 28 Mio. € ausgeglichen. A.3.2.5 DIGITAL FACTORY scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 11.532 10.332 12% 8% Umsatzerlöse 11.378 10.172 12% 9% Ergebnis 2.135 1.690 26% Ergebnismarge 18,8% 16,6% In einem günstigeren Marktumfeld steigerte Digital Factory den Auftragseingang und die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich in allen Geschäften. Die verbesserten Umfeldbedingungen waren am deutlichsten in der Automobil- und der Maschinenbauindustrie und unterstützten die hervorragende Leistung der kurzzyklischen Geschäfte der Division, die ihre führenden Marktpositionen im Laufe des Geschäftsjahrs ausbauten. Der Auftragseingang und die Umsatzerlöse im Softwaregeschäft des Produktlebenszyklusmanagements (PLM) wuchsen aufgrund kräftiger Nachfrage und zusätzlichen Volumens infolge der Akquisition von Mentor Graphics zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2017 stark. Geografisch betrachtet legten Auftragseingang und Umsatzerlöse in allen Berichtsregionen zu. Die kräftigste Erhöhung war in der Region Asien, Australien, insbesondere in China, zu verzeichnen. Die Ergebnisverbesserung der Division wurde durch die kurzzyklischen Geschäfte getragen. Das Ergebnis des PLM-Geschäfts wurde durch fortlaufende Aufwendungen für die Weiterentwicklung der MindSphere-Plattform von Siemens beeinträchtigt. Darüber hinaus war die Profitabilität des Geschäfts durch Anpassungen der Umsatzabgrenzung sowie Transaktions- und Integrationskosten in Verbindung mit der Akquisition von Mentor Graphics von zusammen 104 Mio. € belastet. Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die entsprechenden Belastungen in Verbindung mit der Akquisition von CD-adapco auf 43 Mio. €. Das Ergebnis der Division profitierte von einem Gewinn von 175 Mio. € in Verbindung mit dem eCar-Geschäft, das die Division in das Gemeinschaftsunternehmen Valeo Siemens eAutomotive einbrachte. Dieser positive Effekt wurde teilweise durch höhere Personalrestrukturierungsaufwendungen aufgewogen. Diese stiegen im Geschäftsjahr 2017 auf 134 Mio. €, im Vergleich zu 49 Mio. € im Jahr zuvor. A.3.2.6 PROCESS INDUSTRIES AND DRIVES scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 9.034 8.939 1% 2% Umsatzerlöse 8.876 9.038 – 2% – 1% Ergebnis 440 243 81% Ergebnismarge 5,0% 2,7% Der Auftragseingang von Process Industries and Drives nahm leicht zu. Ursächlich hierfür waren das Wachstum im Prozessautomatisierungs- und im Lösungsgeschäft sowie eine Stabilisierung der Nachfrage nach den Angeboten der Division im Bereich Öl und Gas sowie an anderen rohstoffnahen Märkten gegen Ende des Geschäftsjahrs. Dadurch wurde eine im Verlauf des Geschäftsjahrs zurückgehende Nachfrage bei Komponenten für Windkraftanlagen überwogen. Ein Umsatzerlösrückgang im Lösungs- und im Large-Drives-Geschäft überwog einen Anstieg der Umsatzerlöse im Prozessautomatisierungsgeschäft. Geografisch betrachtet war das Wachstum des Auftragseingangs vorwiegend auf China zurückzuführen. Der Rückgang der Umsatzerlöse war durch die Region Amerika bedingt. Das Ergebnis der Division nahm vorwiegend aufgrund im Vorjahresvergleich sehr stark gesunkener Personalrestrukturierungsaufwendungen zu. Diese beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 48 (im Vj. 254) Mio. €. Innerhalb der Geschäfte der Division zeigte das Prozessautomatisierungsgeschäft eine starke operative Leistung. Insgesamt wurden das Ergebnis und die Profitabilität durch anhaltende operative Herausforderungen – insbesondere im Large-Drives-Geschäft – sowie durch Belastungen aus Kapazitätsanpassungen beeinträchtigt. A.3.2.7 HEALTHINEERS scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 14.218 13.830 3% 4% Umsatzerlöse 13.789 13.535 2% 3% Ergebnis 2.490 2.325 7% Ergebnismarge 18,1% 17,2% Der Auftragseingang stieg moderat an, mit einem Wachstum bei der Mehrheit der Geschäfte, angeführt vom Geschäft mit diagnostischer Bildgebung. Geografisch betrachtet verzeichnete die Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten den höchsten Anstieg, gefolgt von Asien, Australien, wofür vor allem das Wachstum in China ausschlaggebend war. Auch die Umsatzerlöse stiegen bei der Mehrheit der Geschäfte an, wiederum angeführt vom Geschäft mit diagnostischer Bildgebung. Geografisch betrachtet stammte mehr als die Hälfte des Wachstums der Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich aus China. Die Ergebniszunahme wurde vom Geschäft mit diagnostischer Bildgebung, das weiterhin den höchsten Anteil zum Ergebnis von Healthineers beitrug, sowie vom Advanced-Therapies-Geschäft bestimmt. Das Ergebnis profitierte in beiden Berichtsperioden von Rückenwind aus Währungseffekten. Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 57 Mio. € und 61 Mio. € im Geschäftsjahr 2016 davor. A.3.2.8 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY scroll Geschäftsjahr Veränderung in % (in Mio. €) 2017 2016 Ist Vglb. Auftragseingang 8.768 7.973 10% – 2% Umsatzerlöse 7.922 5.976 33% 7% Ergebnis 338 464 – 27% Ergebnismarge 4,3% 7,8% Portfolioeffekte aufgrund des Zusammenschlusses trugen 13 Prozentpunkte zum Wachstum des Auftragseingangs und 28 Prozentpunkte zum Wachstum der Umsatzerlöse bei. Der berichtete Auftragseingang stieg im Vorjahresvergleich durch ein Wachstum in Asien, Australien an. Der Auftragseingang in den Regionen Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten sowie Amerika lag annähernd auf Vorjahresniveau. Der Auftragseingang in Indien, einem wichtigen Markt für Onshore-Windkraft, war von der Einführung eines Auktionssystems für neue Windparkaufträge beeinträchtigt. Die berichteten Umsatzerlöse stiegen in allen drei Berichtsregionen an. Das im Vorjahresvergleich niedrigere Ergebnis enthielt Belastungen in Höhe von 134 Mio. € vorwiegend aus einer Abschreibung von Vorräten sowie 103 Mio. € aus Integrationskosten und Kapazitätsanpassungen (einschließlich Personalrestrukturierung). Die Profitabilität wurde von sehr starken Preisrückgängen in Indien und den USA zurückgehalten. A.3.2.9 FINANCIAL SERVICES scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Ergebnis vor Ertragsteuern 639 653 Eigenkapitalrendite (ROE) (nach Steuern) 19,9% 21,6% 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Gesamtvermögen 26.390 26.446 Financial Services (SFS) lieferte erneut starke Ergebnisse ab, bei einem niedrigeren Niveau bei Kreditvorsorgen. Beim Beteiligungsgeschäft war im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Gewinn aus dem Verkauf des SFS-Anteils an einem Offshore-Windparkprojekt enthalten. Das Vorjahr beinhaltete einen höheren positiven Effekt von 92 Mio. € in Zusammenhang mit einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung. Trotz eines Wachstums im Neugeschäft blieb das Gesamtvermögen auf dem Niveau des Geschäftsjahresendes 2016. Dies war hauptsächlich auf erhebliche vorzeitige Kündigungen von Finanzierungen sowie negative Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen. A.3.2.10 ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS Ergebnis scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten 488 – 215 Siemens Real Estate 187 132 Zentrale Posten – 714 – 449 Zentral getragene Pensionsaufwendungen – 407 – 439 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden – 1.016 – 674 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen – 323 – 349 Überleitung Konzernabschluss – 1.785 – 1.994 Der positive Ergebnisumschwung bei Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten ergab sich in erster Linie in Zusammenhang mit der Bewertung einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung. Darin enthalten sind ein Nettoertrag von 364 Mio. € aus Zinseffekten und weitere Erträge von 312 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund von herabgesetzten Annahmen zur Inflationsrate. Diese positiven Wirkungen wurden zum Teil aufgewogen durch höhere Verluste aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, unter anderem wegen einer Wertminderung in Höhe von 230 Mio. € des Siemens-Anteils an Primetals Technologies Ltd. aufgrund anhaltend ungünstiger Bedingungen im Marktumfeld. Darüber hinaus verzeichneten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Garantien in Zusammenhang mit der früheren Veräußerung einer Geschäftseinheit. Mit Beginn des Geschäftsjahrs 2018 wird das finnische Olkiluoto-Projekt unter Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten berichtet; bislang wurde es bei Power and Gas ausgewiesen. Zentrale Posten wurden durch verschiedene Sachverhalte beeinflusst und beinhalteten Aufwendungen für Personalrestrukturierung in Höhe von 71 (im Vj. 43) Mio. € im Zuge der konzernweiten Neuaufstellung von Unterstützungsfunktionen sowie Aufwendungen in Zusammenhang mit der Gründung von next47 im Oktober 2016. Die Zunahme bei Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden , war hauptsächlich eine Folge des Zusammenschlusses mit Gamesa und der Akquisition von Mentor Graphics. A.3.3 Ergebnis scroll Geschäftsjahr Veränderung (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) 2017 2016 in % Power and Gas 1.591 1.872 – 15% Energy Management 932 895 4% Building Technologies 784 577 36% Mobility 743 678 10% Digital Factory 2.135 1.690 26% Process Industries and Drives 440 243 81% Healthineers 2.490 2.325 7% Siemens Gamesa Renewable Energy 338 464 – 27% Industrielles Geschäft 9.453 8.744 8% Ergebnismarge Industrielles Geschäft 11,2% 10,8% Financial Services (SFS) 639 653 – 2% Überleitung Konzernabschluss – 1.785 – 1.994 10% Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 8.306 7.404 12% Ertragsteueraufwendungen – 2.180 – 2.008 – 9% Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 6.126 5.396 14% Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 53 188 – 72% Gewinn nach Steuern 6.179 5.584 11% Unverwässertes Ergebnis je Aktie 7,44 6,74 10% ROCE 13,5% 14,3% Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern stieg infolge der für die Segmente beschriebenen Entwicklungen um 12% an. Darin enthalten waren auch – wie geplant – höhere Aufwendungen für Vertrieb und FuE, vor allem bei Digital Factory und Healthineers. In diesen Bereichen haben wir weiter gezielte Investitionen vorgenommen, um organisches Volumenwachstum zu erreichen und unsere Innovationsfähigkeit zu stärken, wie zum Beispiel mit MindSphere bei Digital Factory und Atellica bei Healthineers. Die Personalrestrukturierungsaufwendungen der fortgeführten Aktivitäten betrugen 466 Mio. €; davon entfielen 385 Mio. € auf das Industrielle Geschäft. Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich die Personalrestrukturierungsaufwendungen auf 598 Mio. €; davon entfielen 541 Mio. € auf das Industrielle Geschäft. Die Steuerquote von 26% im Geschäftsjahr 2017 wurde sowohl durch positive Steuereffekte durch Nutzung vorher wertberichtigter steuerlicher Verlustvorträge als auch Entscheidungen von Betriebsprüfungen beeinflusst. Die Steuerquote von 27% im Vorjahr wurde von positiven Entscheidungen zu Rechtsbehelfsverfahren früherer Jahre beeinflusst. Im Ergebnis stieg der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten um 14%. Der Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern ging gegenüber dem Vorjahr sehr stark zurück. Im Geschäftsjahr 2016 enthielt er vor allem einen Gewinn von 102 Mio. € aus dem Verkauf verbliebener Vermögenswerte der Hörgerätesparte sowie 76 Mio. € in Zusammenhang mit den ehemaligen Aktivitäten von Siemens IT Solutions and Services. Der Anstieg des unverwässerten Ergebnisses je Aktie spiegelt den höheren Gewinn nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr wider, während die Zahl der ausstehenden Aktien im Vorjahresvergleich leicht anstieg. Mit 13,5% lag der ROCE wie erwartet unterhalb des in unserem finanziellen Rahmenkonzept One Siemens festgelegten Bands. Der ROCE sank im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich durch den Zusammenschluss mit Gamesa und den Erwerb von Mentor Graphics. Die beiden Transaktionen führten zu einer beträchtlichen Erhöhung des durchschnittlich eingesetzten Kapitals (des Nenners in der ROCE-Berechnung). Der Gewinn nach Steuern – der Hauptbestandteil des Zählers – war ebenfalls in Zusammenhang mit diesen Transaktionen belastet. A.4 Vermögenslage scroll 30. Sep. Veränderung (in Mio. €) 2017 2016 in % Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.375 10.604 – 21% Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.242 1.293 – 4% Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 17.160 16.287 5% Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7.664 6.800 13% Vorräte 19.942 18.160 10% Laufende Ertragsteuerforderungen 1.098 790 39% Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.467 1.204 22% Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.482 190 >200% Summe kurzfristige Vermögenswerte 58.429 55.329 6% Geschäfts- oder Firmenwerte 27.906 24.159 16% Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.926 7.742 41% Sachanlagen 10.977 10.157 8% Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 2.727 3.012 – 9% Sonstige finanzielle Vermögenswerte 19.044 20.610 – 8% Aktive latente Steuern 2.297 3.431 – 33% Sonstige Vermögenswerte 1.498 1.279 17% Summe langfristige Vermögenswerte 75.375 70.388 7% Bilanzsumme 133.804 125.717 6% Unsere Bilanzsumme war im Geschäftsjahr 2017 durch negative Währungsumrechnungseffekte von 4,7 Mrd. € beeinflusst, vor allem durch den US-Dollar. Im Geschäftsjahr 2017 waren die Akquisition von Mentor Graphics und der Zusammenschluss mit Gamesa die maßgeblichen Faktoren für den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen , der teilweise durch das rückläufige Geschäftsvolumen der Division Power and Gas aufgewogen wurde. Während diese Transaktionen auch die größten Faktoren beim Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte und der sonstigen immateriellen Vermögenswerte waren,sind die gestiegenen Vorräte im Wesentlichen auf den Zusammenschluss mit Gamesa zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte war auf höhere Darlehensforderungen bei SFS zurückzuführen, die hauptsächlich aus dem Neugeschäft sowie der Umgliederung von langfristigen Darlehensforderungen resultierten. Die Zunahme der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte war insbesondere durch die Umgliederung von Aktien der OSRAM Licht AG (OSRAM) in Höhe von 1,2 Mrd. € von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bedingt. Aktive latente Steuern sanken hauptsächlich aufgrund von Ertragsteuereffekten in Zusammenhang mit der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen. A.5 Finanzlage A.5.1 Kapitalstruktur Unsere Kapitalstruktur hat sich wie folgt entwickelt: scroll 30. Sep. Veränderung (in Mio. €) 2017 2016 in % Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 5.447 6.206 – 12% Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.755 8.048 21% Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.444 1.933 – 25% Kurzfristige Rückstellungen 4.247 4.166 2% Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.355 2.085 13% Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 20.049 20.437 – 2% Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 97 40 139% Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 43.394 42.916 1% Langfristige Finanzschulden 26.777 24.761 8% Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.582 13.695 – 30% Passive latente Steuern 1.599 829 93% Rückstellungen 4.579 5.087 – 10% Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 902 1.142 – 21% Sonstige Verbindlichkeiten 2.445 2.471 – 1% Summe langfristige Verbindlichkeiten 45.884 47.986 – 4% Summe Verbindlichkeiten 89.278 90.901 – 2% Fremdkapitalquote 67% 72% Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 43.089 34.211 26% Eigenkapitalquote 33% 28% Nicht beherrschende Anteile 1.438 605 138% Bilanzsumme 133.804 125.717 6% Der Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden und kurzfristig fälligen Anteile langfristiger Finanzschulden war hauptsächlich auf die Rückzahlung von 4,9 Mrd. € festverzinslichen Schuldverschreibungen zurückzuführen. Dieser Rückgang wurde teilweise durch Umgliederungen von insgesamt 3,7 Mrd. € von langfristigen variabel und festverzinslichen Schuldverschreibungen ausgeglichen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultierte im Wesentlichen aus dem Zusammenschluss mit Gamesa. Die langfristigen Finanzschulden erhöhten sich hauptsächlich aufgrund der Ausgabe von insgesamt 7,5 Mrd. US$ (7,0 Mrd. €) variabel und festverzinslichen Schuldverschreibungen, die in sieben Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten von bis zu 30 Jahren begeben wurden. Gegenläufig wirkten die oben genannten Umgliederungen zu den kurzfristigen Finanzschulden und kurzfristig fälligen Anteilen langfristiger Finanzschulden. Der Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist auf den gesunkenen Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) von Siemens, im Wesentlichen infolge höherer angenommener Abzinsungssätze, zurückzuführen. Der Zusammenschluss mit Gamesa und die Akquisition von Mentor Graphics waren die primären Faktoren für den Anstieg der passiven latenten Steuern . Während der Zusammenschluss mit Gamesa auch zu einem starken Anstieg der Rückstellungen führte, wurde dies durch positive Faktoren – insbesondere in Zusammenhang mit einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung – überwogen, sodass insgesamt ein Rückgang zu verzeichnen war. Die Hauptgründe für die Veränderung der Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG waren ein auf die Aktionäre der Siemens AG entfallender Gewinn nach Steuern in Höhe von 6,0 Mrd. €, ein sonstiges Ergebnis nach Steuern von 2,5 Mrd. €, hauptsächlich aufgrund der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen, sowie Eigenkapitalveränderungen aus dem Zusammenschluss mit Gamesa in Höhe von 2,5 Mrd. €. Diese positiven Faktoren wurden teilweise aufgewogen durch 2,9 Mrd. € Dividendenzahlungen (für das Geschäftsjahr 2016). Der Anstieg der nicht beherrschenden Anteile ist im Wesentlichen auf den Zusammenschluss mit Gamesa zurückzuführen. Kapitalstrukturkennzahl Zum 30. September 2017 ging unsere Kapitalstrukturkennzahl von 1,0 im Vorjahr auf 0,9 zurück. Beide Werte lagen innerhalb des in unserem finanziellen Rahmenkonzept One Siemens festgelegten Ziels. Die Veränderung im Vorjahresvergleich war hauptsächlich auf den oben genannten Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zurückzuführen. Im November 2015 haben wir einen Aktienrückkauf von bis zu 3 Mrd. € angekündigt, der spätestens bis zum 15. November 2018 abgeschlossen sein soll. Die Durchführung der Rückkäufe erfolgt unter der am 27. Januar 2015 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung. Die zurückgekauften Aktien können ausschließlich für Zwecke der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, an Mitglieder des Vorstands und an Organmitglieder von verbundenen Unternehmen sowie der Bedienung/Absicherung von Erwerbspflichten oder -rechten in Zusammenhang mit Wandel- und Optionsschuldverschreibungen verwendet werden. Im Geschäftsjahr 2017 kauften wir unter dem Programm 7.922.129 eigene Anteile zu durchschnittlichen Anschaffungskosten von 117,85 € je Aktie in Höhe von insgesamt 0,9 Mrd. € (einschließlich Erwerbsnebenkosten) zurück. Finanzschulden und Kreditlinien Zum 30. September 2017 betrugen die Anleihen und Schuldverschreibungen mit Fälligkeiten bis 2047 in Summe 28,8 Mrd. €, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Fälligkeiten bis 2027 2,5 Mrd. €, sonstige Finanzschulden mit Fälligkeiten bis 2029 0,8 Mrd. € sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0,1 Mrd. €. Die Anleihen, Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden vorwiegend in US-Dollar und Euro sowie in geringerem Umfang in britischen Pfund aufgenommen. Uns stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 7,8 Mrd. € zur Verfügung, die zum 30. September 2017 nicht in Anspruch genommen wurden. Für weitere Informationen über unsere Finanzschulden siehe → Ziffer 15 in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss. Für weitere Informationen zu den Aufgaben und Zielen des Finanzrisikomanagements siehe → Ziffer 24 in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss. Außerbilanzielle Verpflichtungen Zum 30. September 2017 betrug der nicht abgezinste maximale Haftungsbetrag überwiegend für Kreditgarantien/-bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter insgesamt 3,1 (im Vj. 3,7) Mrd. €. Zusätzlich zu diesen Verpflichtungen haben wir weitere Garantien abgegeben. Die maximale Inanspruchnahme, die sich aus den Verpflichtungen ergeben könnte, betrug 0,6 (im Vj. 0,9) Mrd. €, soweit sie nicht als unwahrscheinlich betrachtet wurde. Der Rückgang bei den weiteren Garantien bezieht sich auf Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen. Künftige Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen betrugen 3,3 (im Vj. 3,5) Mrd. €. Die unwiderruflichen Kreditzusagen betrugen wie im Vorjahr 3,4 Mrd. €. Ein beträchtlicher Anteil dieser Zusagen resultierte aus vermögensbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichend Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden. A.5.2 Cashflows scroll (in Mio. €) Geschäftsjahr 2017 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Gewinn nach Steuern 6.179 Veränderungen im operativen Nettoumlaufvermögen – 1.595 Übrige Überleitungspositionen zum Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 2.641 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 7.225 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 50 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 7.176 Cashflow aus Investitionstätigkeit Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen – 2.406 Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel – 4.385 Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen von SFS – 686 Übrige Erwerbe von Vermögenswerten – 1.382 Übrige Abgänge von Vermögenswerten 1.404 Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 7.456 Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 1 Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten – 7.457 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Erwerb eigener Anteile – 931 Ausgabe eigener Anteile sowie sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern 1.123 Aufnahme von langfristigen Finanzschulden 6.958 Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) – 4.868 Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten 260 Gezahlte Zinsen – 1.000 An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden – 2.914 Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden – 187 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 1.560 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten − Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten – 1.560 Die Umsetzung von Ergebnis in Zahlungsmittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit war bei Healthineers und der Division Digital Factory am höchsten. Insgesamt wurde die Umsetzung gebremst durch einen Aufbau des operativen Nettoumlaufvermögens . Dieser ergab sich vor allem durch eine Zunahme der Vorräte bei SGRE sowie aufgrund eines Rückgangs der erhaltenen Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen, bei der Division Power and Gas. Die Zahlungsmittelabflüsse aus Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel , beinhalteten insbesondere Zahlungen von insgesamt 4,1 Mrd. € in Zusammenhang mit der Akquisition von Mentor Graphics. Die Zahlungsmittelabflüsse aus übrigen Erwerben von Vermögenswerten beinhalteten hauptsächlich Zugänge von Vermögenswerten, die als notenbankfähige Sicherheiten genutzt werden können, und Zahlungen in Zusammenhang mit verschiedenen Beteiligungen, beispielsweise unserer strategischen Allianz mit Bentley Systems und dem Gemeinschaftsunternehmen Valeo Siemens eAutomotive. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus übrigen Abgängen von Vermögenswerten beinhalteten vor allem Abgänge der oben erwähnten notenbankfähigen Sicherheiten sowie Zuflüsse aus Immobilienabgängen bei SRE und aus dem Verkauf von Beteiligungen, wie dem Anteil von SFS an einem Offshore-Windparkprojekt. Die Zahlungsmittelzuflüsse aus der Ausgabe eigener Anteile sowie sonstigen Transaktionen mit Eigenkapitalgebern resultierten aus der Ausübung von Optionsscheinen in Verbindung mit der Rückzahlung der 1,5 Mrd. US$-Optionsschuldverschreibungen. Wir berichten den Free Cash Flow als eine ergänzende Liquiditätskennzahl: Free Cash Flow scroll Geschäftsjahr 2017 (in Mio. €) Fortgeführte Aktivitäten Nicht fortgeführte Aktivitäten Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 7.225 – 50 7.176 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen – 2.406 − – 2.406 Free Cash Flow 4.819 – 50 4.769 Mit unserer Fähigkeit, Mittelzuflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit zu generieren, unserer Summe Liquidität (definiert als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) von 9,6 Mrd. €, nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien von 7,8 Mrd. € und den bestehenden Kreditratings am Geschäftsjahresende sind wir der Überzeugung, dass wir über ausreichende Flexibilität verfügen, um unsere Kapitalerfordernisse zu decken. Wir sind außerdem der Überzeugung, dass unser operatives Nettoumlaufvermögen für unsere derzeitigen Erfordernisse ausreichend ist. Investitionen Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aus fortgeführten Aktivitäten betrugen im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 2,4 Mrd. €. Innerhalb des Industriellen Geschäfts betrafen die fortlaufenden Investitionen hauptsächlich technologische Innovationen, die Erweiterung von Kapazitäten zur Entwicklung, Fertigung und zum Vertrieb neuer Lösungen, die Optimierung der Produktivität sowie den Ersatz des Anlagevermögens. Diese Investitionen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,8 Mrd. €. Die übrigen Investitionen in der Berichtsperiode betrafen vor allem SRE; sie beinhalteten unter anderem bedeutende Beträge in Zusammenhang mit Büroprojekten, insbesondere neue Bürogebäude in Deutschland. SRE ist verantwortlich für ein einheitliches und umfassendes weltweites Immobilienmanagement bei Siemens (mit Ausnahme von SGRE) und unterstützt das Industrielle Geschäft und zentrale Aktivitäten mit kundenspezifischen Immobilienlösungen. Bei den Investitionen für fortgeführte Aktivitäten erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018 einen signifikanten Ausgabenanstieg. Zusätzlich planen wir, in den kommenden Jahren beträchtliche Beträge in attraktive Innovationsthemen im Rahmen von next47 zu investieren. Die Schwerpunkte bei den fortlaufenden Investitionen des Industriellen Geschäfts sind folgende: Die Investitionen von Power and Gas konzentrieren sich auf Produktivitätssteigerungen und ausgewählte strategische Lokalisierung. Die Investitionen betreffen hauptsächlich unsere Gasturbinen und Turbinenkomponenten. Energy Management verwendet den größeren Anteil der Investitionen für Innovationen, insbesondere bei digitalen Produkten und Lösungen, sowie für Grid-Edge-Produkte und -Lösungen im Niederspannungsbereich. Weitere Investitionen beziehen sich vor allem auf den Ersatz von Anlagevermögen, die Erweiterung oder den Standortwechsel von Fabriken sowie auf technische Anlagegegenstände. Die Investitionen von Building Technologies beziehen sich hauptsächlich auf das Produkt- und Systemgeschäft, insbesondere auf Innovationsprojekte, beispielsweise Steuerungs- und digitale Plattformen. Die Investitionen von Mobility ergeben sich überwiegend aus Projektanforderungen sowie aus der Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsstätten. Der Hauptteil der Ausgaben von Digital Factory im Geschäftsjahr 2017 bezog sich auf das Fabrikautomatisierungsgeschäft sowie die Motion-Control-Systems-, Software- und Control-Products-Geschäfte, einschließlich Investitionen in Produktionsstätten in China. Für das Geschäftsjahr 2018 wird mit einem bedeutenden Anstieg der Investitionen bei Software gerechnet. Process Industries and Drives tätigt die meisten Investitionen für Rationalisierungs- und Ersatzzwecke sowie für Modifikationen bei innovativen neuen und Nachfolgeprodukten, insbesondere in Europa. Die Investitionen von Healthineers werden hauptsächlich durch die Verbesserung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit besonders im Diagnostikgeschäft bestimmt. Große Beträge beziehen sich auf immaterielle Vermögenswerte, insbesondere aktivierte Entwicklungsaufwendungen für neue Plattformen, sowie auf Ausgaben für Fabriken, besonders in China und den USA. Die Investitionen von Siemens Gamesa Renewable Energy konzentrieren sich weiterhin auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Deutschland für Offshore-Windturbinen sowie in Marokko für Onshore-Turbinenschaufeln, während gleichzeitig die Produktionskapazitäten in anderen Regionen verringert werden, um sich ändernden Marktbedingungen gerecht zu werden. Weitere Ausgaben beziehen sich auf Investitionen in den Schwellenländern Indien und China, um die Produktion der nächsten Turbinengeneration zu ermöglichen. A.6 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Im Geschäftsjahr 2017 setzten wir unser Konzept »Vision 2020« weiter konsequent um. Wir haben bedeutende Meilensteine bei der strategischen Weiterentwicklung von Siemens erreicht und wichtige Maßnahmen veranlasst, um unser Portfolio weiter zu stärken. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 haben wir next47 gegründet, die unsere bestehenden Start-up-Aktivitäten bündelt, um disruptive Ideen stärker zu fördern und die Entwicklung neuer Technologien schneller voranzutreiben. Im zweiten Quartal erwarben wir Mentor Graphics, einen Anbieter von Electronic-Design-Automation-Software, um unser industrielles Softwareportfolio weiter zu stärken und auszubauen. Zu Beginn des dritten Quartals schlossen wir die Fusion unseres Windenergiegeschäfts mit Gamesa ab und gründeten mit SGRE einen weltweit führenden Windkraftanbieter in den Onshore- und Offshore-Märkten. Im vierten Quartal haben wir unseren Plan bekannt gegeben, einen Minderheitsanteil an Healthineers in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2018, abhängig von den Marktbedingungen, an die Börse zu bringen. Mit dem Börsengang beabsichtigen wir, diese strategische Einheit innerhalb von Siemens zu stärken, indem wir ihr unternehmerisch wie auch bei der Kapitalbeschaffung mehr Flexibilität geben, ihre strategischen Wachstumspläne voranzutreiben. Ebenfalls im vierten Quartal unterzeichneten wir eine Absichtserklärung über die Zusammenlegung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens, einschließlich der Sparte Bahnantriebe, mit Alstom SA, Frankreich, um unseren Kunden auf der ganzen Welt ein noch innovativeres und wettbewerbsfähigeres Produkt- und Lösungsportfolio anbieten zu können. Der Abschluss der Transaktion wird zum Ende des Kalenderjahrs 2018 erwartet. Auch im Hinblick auf die Umsetzung unseres finanziellen Zielsystems war das Geschäftsjahr 2017 ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr für Siemens sowie die meisten unserer industriellen Geschäfte und SFS. Nach dem ersten Quartal erhöhten wir unsere Prognose für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern). Nach dem zweiten Quartal bestätigten wir diese höhere Prognose und schlossen nun die zuvor von der Prognose ausgenommenen Belastungen aus Portfolioveränderungen in unseren Ausblick für das Ergebnis je Aktie ein. Wir erreichten oder übertrafen alle von uns für das Geschäftsjahr 2017 gesetzten Ziele bei unseren zentralen Messgrößen. Die Umsatzerlöse steigerten wir, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, um 3%. Der Gewinn nach Steuern legte um 11% zu, und das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) wuchs um 10%. Die Kapitalrendite (ROCE) lag, bereinigt um Belastungen aus der Akquisition von Mentor Graphics und dem Zusammenschluss mit Gamesa, im unteren Bereich unserer angestrebten Bandbreite von 15% bis 20%. Unser Kapitalstrukturverhältnis lag leicht unter 1. Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2017 lag mit 85,7 Mrd. € um 1% unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang war auf schrumpfende Märkte bei Power and Gas zurückzuführen, die im vorhergehenden Geschäftsjahr große Aufträge für Kraftwerke aus Ägypten erhalten hatte. Alle anderen industriellen Geschäfte verzeichneten höhere Auftragseingänge. Mobility und Digital Factory steigerten ihre Auftragseingänge prozentual zweistellig. Bei Digital Factory war der Anstieg auf die besondere Stärke der kurzzyklischen Geschäfte zurückzuführen, unterstützt durch zusätzliches Volumen aus der Mentor-Graphics-Akquisition. Das Wachstum des Auftragseingangs bei SGRE resultierte aus dem zusätzlichen Volumen infolge des Zusammenschlusses mit Gamesa. Das Book-to-Bill-Verhältnis belief sich auf 1,03 und erfüllte damit unsere Erwartung eines Werts von über 1,0. Die Umsatzerlöse stiegen im Vorjahresvergleich um 4% auf 83,0 Mrd. €. Von Power and Gas sowie Process Industries and Drives abgesehen, trugen alle industriellen Geschäfte zum Umsatzerlöswachstum bei. Angeführt wurde die Umsatzerlössteigerung durch starkes Wachstum bei SGRE, vorwiegend aufgrund des zusätzlichen Volumens aus dem Zusammenschluss mit Gamesa; danach folgte Digital Factory mit beträchtlichem Wachstum aufgrund der Stärke der kurzzyklischen Geschäfte der Division und der Akquisition von Mentor Graphics. Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte stiegen die Umsatzerlöse insgesamt um 3%. Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017 lautete auf ein geringes Wachstum der um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte bereinigten Umsatzerlöse. Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts legte um 8% auf 9,5 Mrd. € zu. Außer Power and Gas sowie SGRE steigerten alle industriellen Geschäfte ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Die höchsten Ergebniszuwächse erreichten Digital Factory sowie Building Technologies, die gemeinsam mit Healthineers und Mobility hervorragende Ergebnisse im Geschäftsjahr erzielten. Energy Management verbesserte sich weiter solide. Das Ergebnis von Process Industries and Drives wuchs zwar, aber dieser Anstieg war vorwiegend auf im Vorjahresvergleich niedrigere Personalrestrukturierungsaufwendungen zurückzuführen. Wie geplant steigerten wir die FuE- und Vertriebsaufwendungen in unseren industriellen Geschäften. Der Schwerpunkt lag dabei im Bereich der Digitalisierung, darunter die Weiterentwicklung unserer MindSphere-Plattform. Die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts stieg auf 11,2% (im Vj. 10,8%). Wir erreichten damit unser zum Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahrs 2017 auf eine Bandbreite zwischen 11,0% bis 12,0% (zuvor 10,5% bis 11,5%) erhöhtes Ziel. Sechs unserer acht industriellen Geschäfte steigerten ihre Ergebnismargen im Vorjahresvergleich, und fünf erreichten oder übertrafen ihre Margenbänder. In herausfordernden Marktumfeldern blieben Power and Gas, SGRE sowie Process Industries and Drives im Geschäftsjahr 2017 unter ihren Margenbändern. SFS – nicht Teil des Industriellen Geschäfts – erzielte eine Eigenkapitalrendite (nach Steuern) von 19,9% und erreichte damit das obere Ende des Margenbands. Außerhalb des Industriellen Geschäfts ging der Verlust im Vorjahresvergleich zurück. Dies war vorwiegend auf positive Effekte aus der Bewertung einer wesentlichen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtung zurückzuführen. Gegenläufig wirkten höhere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, die vorwiegend in Zusammenhang mit dem Gamesa-Zusammenschluss und der Mentor-Graphics-Akquisition standen. Der Gewinn nach Steuern stieg im Geschäftsjahr 2017 um 11% auf 6,2 Mrd. €, und das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie legte um 10% auf 7,44 € zu. Wir haben damit unsere angehobene Prognose erreicht, die auf eine Steigerung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie für den Gewinn nach Steuern innerhalb einer Bandbreite von 7,20 € bis 7,70 € lautete. Im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2016 hatten wir noch eine Bandbreite von 6,80 € bis 7,20 € prognostiziert. Die Entwicklung des Gewinns nach Steuern profitierte von unseren kontinuierlichen Bestrebungen zur Produktivitätsverbesserung. Im Geschäftsjahr 2017 erhöhte sich unsere Gesamtkostenproduktivität um 5%, womit wir das obere Ende unseres Ziels von 3% bis 5% für das Geschäftsjahr 2017 erreichten. Der ROCE belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 13,5% gegenüber 14,3% im Jahr zuvor. Dieser Rückgang war hauptsächlich auf Belastungen in Verbindung mit dem Zusammenschluss mit Gamesa und der Akquisition von Mentor Graphics zurückzuführen. Diese Belastungen hatten wir von unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2017 ausgenommen. Ohne diese Belastungen erreichte der ROCE den unteren Bereich der Bandbreite von 15% bis 20%, die wir grundsätzlich anstreben. Damit erfüllten wir unsere Prognose, die lautete, dass der ROCE sich dem Zielband annähert oder das untere Ende des Zielbands erreicht. Wir messen unsere Kapitalstruktur über das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA. Im Geschäftsjahr 2017 belief sich dieses Verhältnis auf 0,9, nach 1,0 im Vorjahr. Wir erreichten damit unsere Prognose, die lautete, einen Wert von bis zu 1,0 zu erreichen. Der Free Cash Flow aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 4,8 Mrd. € und lag damit um 13% unter dem Vorjahreswert. Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Wie in der Vergangenheit beabsichtigen wir, die Dividendenausschüttung aus dem Free Cash Flow zu finanzieren. Der Vorstand der Siemens AG schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende von 3,70 (im Vj. 3,60) € je Aktie auszuschütten. A.7 Nichtfinanzielle Themen Siemens verfügt unter anderem über Konzepte für Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange sowie für die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Die berichtspflichtigen Informationen, die auch diese nichtfinanziellen Aspekte betreffen, sind im → zusammengefassten Lagebericht sowie in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss, Ziffern 16, 17, 21, 25, 26 und im → Anhang zum Jahresabschluss der Siemens AG zum 30. September 2017, Ziffern 16, 17, 20, 21, 25 enthalten. Zur fokussierten Information unserer Adressaten der Finanzberichterstattung haben wir diesen Angaben – anders als in unseren separaten »Nachhaltigkeitsinformationen 2017« – kein spezifisches Rahmenwerk zugrunde gelegt. A.8 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken A.8.1 Prognosebericht A.8.1.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG Im Geschäftsjahr 2018 wird die Weltwirtschaft voraussichtlich geringfügig schneller wachsen als im Geschäftsjahr 2017. Für das weltweite BIP wird für das Kalenderjahr 2018 ein Wachstum von 3,2% prognostiziert, die höchste Wachstumsrate seit dem Jahr 2010. Die Anlageinvestitionen werden voraussichtlich um 3,6% zunehmen, wobei in den Schwellenländern ein schnelleres Wachstum als in den Industrieländern erwartet wird. Es wird davon ausgegangen, dass die Schwellenländer stärker vom globalen Wachstum und von ansteigenden Rohstoffpreisen profitieren werden. Für die Volkswirtschaft der USA wird selbst ohne Anreize in Form erheblicher Steuersenkungen oder eines großen Infrastrukturprogramms ein moderates Wachstum von 2,4% erwartet. Das BIP-Wachstum wird von Konsumausgaben bestimmt, die durch rückläufige Arbeitslosigkeit sowie steigende Einkommen und Haushaltsvermögen gestützt werden. Die Anlageinvestitionen werden voraussichtlich um 2,7% ansteigen. Diese Entwicklung dürfte von den sich festigenden weltweiten Märkten begünstigt werden. Angeführt von den Leitzinssätzen der Zentralbank, werden die Zinsen voraussichtlich weiter schrittweise ansteigen. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum in Europa fortsetzen wird. Mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von 2,5% sollte insbesondere die Eurozone ihre Erholung nach einer längeren Periode der Stagnation und Rezession fortsetzen. Unterstützend wirken unter anderem anhaltende geldpolitische Stimulierungsmaßnahmen, ein schwächerer fiskalpolitischer Gegenwind und ein steigendes Vertrauen bei Unternehmen und Haushalten. Das BIP-Wachstum in China wird sich im Kalenderjahr 2018 voraussichtlich weiter verlangsamen. Prognostiziert wird ein Wachstum von 6,5%, nach einem Wachstum von 6,8% im Jahr 2017. Allerdings verdeckt die kurzfristige Stärke die Schwächen auf längere Sicht, insbesondere eine sehr hohe Verschuldung. Darüber hinaus hat die Regierung bislang nur geringe Fortschritte beim Abbau von Überkapazitäten erzielt. Die hier dargestellten Prognosen für das BIP und die Anlageinvestitionen basieren auf einem Bericht von IHS Markit vom 15. Oktober 2017. A.8.1.2 BRANCHENENTWICKLUNG Für das Geschäftsjahr 2018 wird erwartet, dass das in Euro gemessene Marktvolumen durch negative Währungsumrechnungseffekte belastet sein wird. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir, dass die von der Division Power and Gas bedienten Märkte herausfordernd bleiben und das Marktvolumen voraussichtlich erneut und sogar noch unter das niedrige Niveau im Geschäftsjahr 2017 fallen wird. Allerdings dürfte der Bedarf an kleinen und mittleren Gasturbinen, insbesondere in Ländern mit einer weniger entwickelten Energieinfrastruktur, anhalten. Das Volumen am Markt für Verdichter wird voraussichtlich weiter auf einem niedrigen Niveau bleiben. Wir erwarten aber zunehmende Anzeichen einer Erholung während des Geschäftsjahrs 2018, da einige Kunden in der Öl- und Gasindustrie ihre Investitionspläne wieder aufgreifen. Der Dampfturbinenmarkt wird voraussichtlich weiter durch die Verschiebung von Kohle hin zu Gas und erneuerbaren Energiequellen belastet werden. Für die von der Division Energy Management bedienten Märkte wird für das Geschäftsjahr 2018 ein um Währungsumrechnungseffekte bereinigtes moderates Wachstum im prozentual niedrigen einstelligen Bereich erwartet. Wir gehen von negativen Währungsumrechnungseffekten aus einem schwächeren US-Dollar und diesem verbundenen Währungen aus. Kunden werden voraussichtlich ihre Anstrengungen fortsetzen, die Übertragungs- und Verteilungsnetze auszubauen, um die zunehmende Menge an dezentral erzeugter erneuerbarer Energie einzuspeisen. Wir erwarten erste Anzeichen einer Stabilisierung an den Öl- und Gas- sowie den Metall- und Bergbaumärkten, wenn auch von einem niedrigen Niveau ausgehend. Für die von der Division Building Technologies bedienten Märkte gehen wir auch für das Geschäftsjahr 2018 von einem soliden Wachstum aus. Die stärkste Wachstumsdynamik wird in Asien erwartet, bei überdurchschnittlichem Wachstum in China und Indien. Die Märkte im Nahen und Mittleren Osten werden voraussichtlich ebenfalls schneller wachsen als der Gesamtmarkt der Division. Die Märkte in den USA werden voraussichtlich auf dem globalen Niveau wachsen. In den meisten europäischen Ländern dürfte sich die Erholung fortsetzen, in erster Linie in Spanien und einigen osteuropäischen Ländern. Für die von der Division Mobility bedienten Märkte erwarten wir im Geschäftsjahr 2018 ein moderates Wachstum. Wir gehen davon aus, dass die Bahnbetreiber in Europa, insbesondere in Deutschland und im Vereinigten Königreich, erneut erhebliche Investitionen vornehmen werden. Die Märkte in der Region Amerika werden voraussichtlich stark bleiben, insbesondere wegen anhaltender Investitionen in den Nahverkehr und die Infrastruktur in den USA sowie der Nachfrage im Bereich des Personennahverkehrs in Argentinien. Für den Nahen und Mittleren Osten sowie Afrika rechnen wir mit der Ausschreibung weiterer Zugprojekte und schlüsselfertiger Projekte. Für China gehen wir davon aus, dass das Wachstum abermals durch Investitionen in Hochgeschwindigkeitszüge, den Regionalverkehr und die Bahninfrastruktur bestimmt wird. Für Indien erwarten wir im Zuge der Modernisierung der Transportinfrastruktur des Landes ein anhaltendes Marktwachstum aufgrund von Projekten im Nah- und Stadtverkehr sowie im Hochgeschwindigkeitspersonenverkehr, im Frachtverkehr und bei der damit verbundenen Infrastruktur. Insgesamt ist davon auszugehen, dass der lokale Bahnverkehr sowie verkehrsmittelübergreifende Mobilitätslösungen infolge der fortschreitenden weltweiten Urbanisierung weiter an Bedeutung gewinnen werden. In Schwellenländern werden steigende Einkommen voraussichtlich zu größerer Nachfrage nach öffentlichen Transportlösungen führen. Die Märkte der Division Digital Factory werden im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich weiter wachsen. Für das globale verarbeitende Gewerbe wird wieder ein moderates Wachstum prognostiziert, auch wenn sich die Wachstumsraten in der Automobilindustrie nach einem starken Wachstum in den Vorjahren voraussichtlich verlangsamen werden. Für die Maschinenbauindustrie wird ebenfalls mit Wachstum gerechnet, da Kunden ihre Produktionsanlagen in einem zunehmend dynamischen Marktumfeld aufrüsten oder modernisieren. Wir erwarten zudem, dass der Trend zur Digitalisierung weiterhin der Wachstumstreiber am Markt für Industriesoftware sein wird. Regional betrachtet werden sich die hohen Wachstumsraten in China im Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich im Geschäftsjahr 2018 nicht fortsetzen. Für das nominale Marktvolumen der von der Division Process Industries and Drives bedienten Märkte wird im Geschäftsjahr 2018 aufgrund von Währungsumrechnungseffekten ein leichter Rückgang erwartet. Ohne diesen Effekt wird von einem leichten Marktwachstum ausgegangen. An den rohstoffnahen Märkten wie Öl und Gas sowie Bergbau und Mineralien dürfte sich die allmähliche Erholung bei den Investitionen auf einem niedrigen Niveau fortsetzen. Während für den Chemiemarkt eine weitere Stabilisierung erwartet wird, gehen wir bei unseren Windenergiekomponenten aufgrund steigenden Preisdrucks infolge des Übergangs zu reifen, stark umkämpften Windenergiemärkten von herausfordernden Marktbedingungen aus. Regional betrachtet dürfte die Wachstumsdynamik in China im Geschäftsjahr 2018 im Vorjahresvergleich nachlassen, während sich die Märkte in Europa und den USA voraussichtlich verbessern werden. Es wird prognostiziert, dass die Märkte von Healthineers im Geschäftsjahr 2018 auf einem moderaten Wachstumskurs bleiben werden. Diese Märkte profitieren weiter von langfristigen Trends wie einer wachsenden und alternden Bevölkerung und einem breiteren Zugang zu Gesundheitsfürsorge. Beschränkt wird das Wachstum aber durch Sparzwänge der öffentlichen Haushalte sowie durch die Konsolidierung bei Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen. Regional betrachtet erwarten wir ein leichtes Wachstum in den USA, das durch den anhaltenden Druck zur Erhöhung der Auslastung bestehender Anlagen, durch sinkende Erstattungssätze sowie durch politische Unsicherheit beeinträchtigt wird. Für Europa sehen wir ebenfalls ein leichtes Wachstum, wobei der Ersatz von Anlagen sowie das Geschäft mit Großkunden wie Krankenhausketten weiter an Bedeutung gewinnen dürften. Für China rechnen wir mit einem moderaten Wachstum aufgrund stetig wachsender staatlicher Gesundheitsausgaben, der Förderung des privaten Sektors, der Ausweitung des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen auf Bezirksebene, der spürbaren Folgen der alternden Bevölkerung und zunehmender chronischer Erkrankungen. Diese Entwicklung dürfte durch Restriktionen seitens der Regierung wie zentrale Ausschreibungen und der Regulierungsaufsicht bei Zuteilung sowie Nutzung von Großgeräten gebremst werden. In einer Reihe von Ländern zeichnet sich die Absicht der Regierungen ab, protektionistische Maßnahmen einzuführen, die lokale Anbieter unterstützen. In Bezug auf SGRE erwarten wir, dass die weltweit installierte Kapazität der Windenergieanlagen im Geschäftsjahr 2018 wachsen wird. Das Wachstum wird voraussichtlich von höherer Nachfrage nach Onshore-Installationen getragen, während sich die Offshore-Installationen ungefähr auf Vorjahresniveau bewegen dürften. Einige der für SGRE wichtigeren Onshore-Märkte wie Indien oder die USA werden bedingt durch den Übergang hin zu vollständig dem Wettbewerb ausgesetzten Windenergiemärkten weiter eine das normale Maß übersteigende Volatilität aufweisen. Dieser Übergang führt im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich zu einem Preisverfall im prozentual niedrigen zweistelligen Bereich an den Onshore-Märkten. Daher dürfte das in Euro gemessene Volumen der Märkte von SGRE im Vorjahresvergleich schrumpfen. Unsere Division SFS ist auf das Industrielle Geschäft von Siemens und dessen Märkte ausgerichtet. Daher ist SFS unter anderem von der wirtschaftlichen Entwicklung der vom Industriellen Geschäft bedienten Märkte beeinflusst. SFS wird sein Geschäft weiter auf Bereiche mit besonderem Branchenwissen fokussieren. A.8.1.3 SIEMENS-KONZERN Für die Prognose des Siemens-Konzerns und seiner Segmente für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir von den oben genannten Erwartungen und Annahmen zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung und zu den spezifischen Branchenentwicklungen aus. Wir planen, in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2018, abhängig von den Marktbedingungen, einen Minderheitsanteil an Healthineers an die Börse zu bringen, um Healthineers innerhalb von Siemens weiter für die Zukunft zu stärken. Die Börsennotierung eines Minderheitsanteils an Healthineers wird unter anderem einen höheren Anteil nicht beherrschender Anteile zur Folge haben, der den auf Aktionäre der Siemens AG entfallenden Gewinn nach Steuern und das entsprechende Ergebnis je Aktie vermindert. Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie in Zusammenhang mit Minderheitsanteilen an Healthineers im Zuge des geplanten Börsengangs sind von dieser Prognose ausgenommen. Ebenso sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen von dieser Prognose ausgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 erwarten wir, dass Gegenwind an den Märkten die Volumenentwicklung und Profitabilität von Power and Gas, SGRE sowie Process Industries and Drives weiterhin erheblich beeinträchtigen wird. Diese Einheiten bereiten Kapazitätsanpassungsmaßnahmen vor, die voraussichtlich zu beträchtlichen Personalrestrukturierungsaufwendungen führen werden. Es bestehen hohe Unsicherheiten bezüglich des Umfangs der finanziellen Belastungen für das Geschäftsjahr 2018, da diese von den Ergebnissen der Beratungen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern abhängen und sich die Umsetzung der geplanten Maßnahmen voraussichtlich über mehrere Jahre erstrecken wird. Daher sind Personalrestrukturierungsaufwendungen insgesamt von dieser Prognose ausgenommen. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich die Personalrestrukturierungsaufwendungen für das Industrielle Geschäft auf 385 Mio. € und für Siemens auf 466 Mio. € (vor Steuern). Wir gehen davon aus, dass die Personalrestrukturierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2018 höher ausfallen werden als im Vorjahr. Darüber hinaus sind von dieser Prognose mögliche Auswirkungen ausgenommen, die sich im Zuge der im Laufe des Geschäftsjahrs 2018 geplanten Ankündigung eines neuen strategischen Programms ergeben könnten. Wir sind Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, vor allem beim US-Dollar, beim britischen Pfund und bei Währungen von Schwellenländern, insbesondere beim chinesischen Yuan. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2018 fortsetzen wird. Durch die weltweite Verteilung unserer Produktionsstätten haben wir in den vergangenen Jahren unsere natürliche Sicherung global gesehen verbessert. Da Siemens dennoch weiterhin ein Nettoexporteur aus der Eurozone in die übrige Welt ist, wirkt sich ein schwacher Euro grundsätzlich vorteilhaft auf unser Geschäft aus, während ein starker Euro grundsätzlich nachteilig ist. Über unsere eben genannte natürliche Sicherungsstrategie hinaus sichern wir Währungsrisiken aus unserem Exportgeschäft auch durch derivative Finanzinstrumente. Wir erwarten, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, Ergebniswirkungen aus Wechselkursschwankungen im Geschäftsjahr 2018 zu begrenzen. Allerdings erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018, auf Basis der Wechselkurse von Anfang November 2017, dass negative Währungseffekte die nominale Entwicklung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse erheblich beeinflussen und das Ergebnis des Industriellen Geschäfts mit einem mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belasten werden. Diese Prognose basiert auf unseren vorläufigen Werten nach IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Diesen Standard werden wir mit Beginn des Geschäftsjahrs 2018 rückwirkend anwenden, das heißt, die Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2017 werden auf vergleichbarer Basis dargestellt. Aus der Anwendung von IFRS 15 erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Siemens. Auf vorläufiger Basis gehen wir davon aus, dass die Anwendung von IFRS 15 die berichteten Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2017 um rund 0,2 Mrd. € und das berichtete unverwässerte Ergebnis je Aktie um rund 0,10 € vermindern wird, hauptsächlich resultierend aus dem Ergebnis Industrielles Geschäft. Für die berichtete Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts des Geschäftsjahrs 2017 erwarten wir eine Verringerung um rund 0,1 Prozentpunkte. Infolge der Anwendung von IFRS 15 berichten wir weiter unten den Auftragsbestand des Siemens-Konzerns, der nun auch – im Unterschied zur bisherigen Definition – den Auftragsbestand von Geschäften außerhalb des Industriellen Geschäfts, die Konsolidierung von Transaktionen zwischen den Geschäften sowie Änderungen, die sich aus den Vorgaben des IFRS 15 ergeben, beinhaltet. Auf Basis dieser Annahmen und Ausnahmen lautet unsere Prognose wie folgt: Wachstum der Umsatzerlöse Mit Blick auf unser Marktumfeld im Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein gemischtes Bild, das von starken Märkten für unsere kurzzyklischen Geschäfte bis hin zu belastenden Entwicklungen in unseren Märkten für Stromerzeugung reicht. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die möglicherweise die Investitionsneigung bremsen. Daher erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018 ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Im Geschäftsjahr 2017 trugen die meisten unserer industriellen Geschäfte zum organischen Wachstum der Umsatzerlöse bei. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir eine ähnliche Entwicklung. Ausgenommen sind Power and Gas sowie SGRE, die weiter von marktbedingtem Gegenwind betroffen sein werden. Zum 30. September 2017 belief sich unser Auftragsbestand auf 126 Mrd. €. Davon entfielen auf Power and Gas 40 Mrd. €, auf Mobility 26 Mrd. €, auf SGRE 21 Mrd. €, auf Healthineers 15 Mrd. €, auf Energy Management 13 Mrd. €, auf Process Industries and Drives sowie Building Technologies jeweils 5 Mrd. € und auf Digital Factory 3 Mrd. €. Wir erwarten, dass die Abarbeitung unseres Auftragsbestands das Wachstum der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2018 unterstützen wird. Dabei erwarten wir, dass rund 44 Mrd. € des Auftragsbestands von Siemens im Geschäftsjahr 2018 als Umsatzerlöse realisiert werden. Davon dürften unsere Segmente mit langfristigen Großprojekten die folgenden Umsatzerlöse aus dem Auftragsbestand im Geschäftsjahr 2018 realisieren: Für Power and Gas erwarten wir rund 9 Mrd. €, für Mobility, Energy Management und SGRE jeweils rund 7 Mrd. €. Wir erwarten, im Geschäftsjahr 2018 mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 zu erreichen. Profitabilität Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen Gewinn nach Steuern, der zu einem unverwässerten Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) innerhalb einer Bandbreite von 7,20 € bis 7,70 € führen wird. Im Geschäftsjahr 2017 beliefen sich – unter Berücksichtigung der rückwirkenden Anwendung von IFRS 15 – der Gewinn nach Steuern auf 6,1 Mrd. € und das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) auf 7,34 €. Unsere Prognose für den Gewinn nach Steuern sowie das entsprechende unverwässerte Ergebnis je Aktie beruht auf einer Reihe weiterer Annahmen: Im Rahmen von One Siemens streben wir im Geschäftsjahr 2018 eine Steigerung der Gesamtkostenproduktivität von 3% bis 5% an. Außerdem gehen wir von einer anhaltend soliden Projektabwicklung aus. Ferner erwarten wir deutliche negative Währungseffekte auf den Gewinn nach Steuern. Ebenso erwarten wir, dass der Preisdruck auf unsere Produkte und Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2018 im Durchschnitt rund 2,5% betragen wird, wobei der Preisverfall bei SGRE sowie Power and Gas deutlich darüber liegen dürfte. Ferner erwarten wir, dass die Lohnkosten um rund 3% bis 4% zunehmen werden. Außerdem planen wir, die FuE-Aufwendungen zu erhöhen, um unsere Innovationsfähigkeit zu stärken. Unter Berücksichtigung aller zuvor genannten Annahmen und Ausnahmen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018, dass abgesehen von zweien alle unsere industriellen Geschäfte innerhalb ihrer Ergebnismargenbänder (siehe → A.2 Finanzielles Steuerungssystem ) oder darüber liegen werden. Die Ausnahmen sind Power and Gas sowie Process Industries and Drives. Insgesamt rechnen wir für unser Industrielles Geschäft mit einer Ergebnismarge von 11,0% bis 12,0%. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten rückwirkenden Anwendung von IFRS 15 belief sich die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts im Geschäftsjahr 2017 auf 11,1%. Wir erwarten, dass SFS – SFS ist nicht Teil des Industriellen Geschäfts – im Geschäftsjahr 2018 eine Eigenkapitalrendite (ROE) innerhalb ihres Margenbands erzielen und ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen wird. Innerhalb der Überleitung Konzernabschluss erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018, dass sich für Zentrale Posten voraussichtlich Aufwendungen von rund 0,6 Mrd. € ergeben und diese wesentliche zentral getragene Aufwendungen in Verbindung mit Innovation und Digitalisierung enthalten werden. Trotz Belastungen wie ausgliederungsbezogener Aufwendungen aus Portfoliomaßnahmen, insbesondere für die geplante Börsennotierung eines Minderheitsanteils an Healthineers im ersten Halbjahr des Kalenderjahrs 2018 und für den geplanten Zusammenschluss des Mobilitätsgeschäfts mit Alstom zum Ende des Kalenderjahrs 2018, erwarten wir, dass das Ergebnis von Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten positiv sein wird, unter anderem aufgrund eines Gewinns von 0,6 Mrd. € (nach Steuern) aus dem Verkauf unserer Anteile an der OSRAM Licht AG zu Beginn des Geschäftsjahrs 2018. Das Ergebnis von Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten wird innerhalb des Geschäftsjahrs voraussichtlich stark schwanken. Wir gehen davon aus, dass SRE seine Immobilienverkäufe, in Abhängigkeit vom Marktumfeld, weiter fortsetzen und ein Ergebnis ungefähr auf Vorjahresniveau erzielen wird. Zentral getragene Pensionsaufwendungen werden sich im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich auf rund 0,4 Mrd. € belaufen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, dürften im Geschäftsjahr 2018 vorwiegend aufgrund des Gamesa-Zusammenschlusses und der Akquisition von Mentor Graphics auf 1,2 Mrd. € ansteigen. Wir erwarten, dass der negative Ergebnisbeitrag aus Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen von 0,3 Mrd. € aus dem Geschäftsjahr 2017 im Geschäftsjahr 2018 vorwiegend aufgrund höherer Zinsaufwendungen um 0,1 Mrd. € steigen wird. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir keine wesentlichen Wirkungen aus nicht fortgeführten Aktivitäten. Wir gehen davon aus, dass unser Steuersatz im Geschäftsjahr 2018 zwischen 27% und 33% liegen wird, im Vergleich zu einem Steuersatz von 26% im Geschäftsjahr 2017. Dabei erwarten wir, dass der Anstieg des Steuersatzes vorwiegend durch Steuerbelastungen in Verbindung mit den Vorbereitungen der Börsennotierung eines Minderheitsanteils an Healthineers sowie des Zusammenschlusses unseres Mobilitätsgeschäfts mit Alstom bedingt sein wird. Kapitaleffizienz Im Rahmen von One Siemens streben wir grundsätzlich einen ROCE in einer Bandbreite von 15% bis 20% an. Vorwiegend aufgrund von Belastungen auf den Gewinn nach Steuern sowie das durchschnittlich eingesetzte Kapital im Zuge der Akquisition von Mentor Graphics und dem Zusammenschluss mit Gamesa erwarten wir, dass der ROCE im Geschäftsjahr 2018 prozentual zweistellig sein, aber das untere Ende unseres Zielbands verfehlen wird. Kapitalstruktur Wir definieren unsere Kapitalstrukturkennzahl als das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu EBITDA. Dabei streben wir im Allgemeinen einen Wert von bis zu 1,0 an. Dies erwarten wir im Geschäftsjahr 2018 zu erreichen. A.8.1.4 GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG Mit Blick auf unser Marktumfeld im Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein gemischtes Bild, das von starken Märkten für unsere kurzzyklischen Geschäfte bis hin zu belastenden Entwicklungen in unseren Märkten für Stromerzeugung reicht. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die möglicherweise die Investitionsneigung bremsen. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir ein leichtes Wachstum der Umsatzerlöse, bereinigt um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte. Ferner gehen wir davon aus, mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 zu erreichen. Wir erwarten eine Ergebnismarge von 11,0% bis 12,0% für unser Industrielles Geschäft und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) innerhalb einer Bandbreite von 7,20 € bis 7,70 €, beides ohne Berücksichtigung von Aufwendungen für Personalrestrukturierung. Von diesem Ausblick sind Belastungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen ausgenommen. Ebenso ausgenommen sind Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie in Zusammenhang mit Minderheitsanteilen an Healthineers im Zuge des geplanten Börsengangs sowie mögliche Auswirkungen, die sich aus der Ankündigung eines neuen strategischen Programms ergeben könnten. Die tatsächliche Entwicklung von Siemens und seinen Segmenten kann aufgrund der unten beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall, dass unsere Erwartungen und Annahmen nicht eintreten, sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen. A.8.2 Risikomanagement A.8.2.1 GRUNDPRINZIPIEN DES RISIKOMANAGEMENTS Unsere Risikopolitik entspricht unserem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei angemessene Risiken und Chancen zu steuern und unangemessene Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik durch den Vorstand vorgegeben wird. Entsprechend der Organisations- und Verantwortungshierarchie bei Siemens ist das jeweilige Management unseres Industriellen Geschäfts und von Financial Services (SFS) sowie der Regionen und Zentralabteilungen verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu implementieren, das auf sein spezifisches Geschäft und seine Verantwortlichkeiten zugeschnitten ist und dabei den übergreifenden Grundsätzen entspricht. A.8.2.2 PROZESS DES UNTERNEHMENSWEITEN RISIKOMANAGEMENTS (ENTERPRISE-RISK-MANAGEMENT-PROZESS) Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Risikomanagement- und Kontrollsysteme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand unseres Geschäfts gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Das größte Gewicht haben dabei unsere konzernweiten Prozesse für die strategische Unternehmensplanung und für das interne Berichtswesen. Die strategische Unternehmensplanung soll uns helfen, potenzielle Risiken lange vor wesentlichen Geschäftsentscheidungen abzuschätzen. Das interne Berichtswesen ermöglicht es uns, solche Risiken im Geschäftsverlauf genauer zu überwachen. Unsere interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems. So können, falls Mängel aufgedeckt werden, geeignete Maßnahmen zu deren Beseitigung initiiert werden. Auf diese Weise wollen wir sicherstellen, dass Vorstand und Aufsichtsrat vollständig und zeitnah über wesentliche Risiken informiert werden. Das Risikomanagementsystem von Siemens basiert auf einem umfassenden, interaktiven und managementorientierten Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatz, der in die Unternehmensorganisation integriert ist und sich sowohl mit Risiken als auch mit Chancen befasst. Unser ERM-Ansatz basiert dabei auf dem weltweit anerkannten Rahmenkonzept, dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten »Enterprise Risk Management – Integrated Framework« (2004), und ist an die Anforderungen von Siemens angepasst. Ferner ist er mit dem ISO (International Organization for Standardization) Standard 31000 (2009) konform. Das Rahmenkonzept verknüpft den ERM-Prozess mit der Finanzberichterstattung und unserem internen Kontrollsystem. Es misst den Aspekten der Unternehmensstrategie, der Effizienz und Effektivität der operativen Geschäftsaktivitäten, der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung wie auch der Einhaltung relevanter Gesetze und Regelungen gleichermaßen Bedeutung bei. Unser ERM-Prozess zielt auf eine frühzeitige Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken und Chancen ab, die das Erreichen der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-bezogenen Ziele des Unternehmens in wesentlichem Maß beeinflussen können. Der Betrachtungszeitraum im Rahmen des ERM-Ansatzes beträgt üblicherweise drei Jahre. Unser ERM basiert auf einem Nettoprinzip, bei dem die Risiken und Chancen adressiert werden, die nach Durchführung bestehender Kontrollmaßnahmen verbleiben. Falls Risiken bereits in der Planung, in Budgets, in der Prognose oder im Konzernabschluss (zum Beispiel in Form einer Rückstellung oder Risikovorsorge) berücksichtigt wurden, sollen sie bereits mit ihren finanziellen Auswirkungen in den Geschäftszielen der einzelnen Einheiten berücksichtigt sein. Als Konsequenz sollten im ERM nur zusätzliche Risiken zum gleichen Thema wie zum Beispiel Abweichungen von Geschäftszielen oder im Falle von unterschiedlichen Risikodimensionen erfasst werden. Um einen umfassenden Blick auf unsere Geschäftsaktivitäten zu ermöglichen, werden Risiken und Chancen in einem strukturierten Prozess identifiziert, der Elemente eines Top-down- und eines Bottom-up-Ansatzes kombiniert. Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich quartalsweise, wobei der reguläre Berichterstattungsprozess durch eine Ad-hoc-Berichterstattung ergänzt wird, um kritische Themen rechtzeitig zu eskalieren. Relevante Risiken und Chancen werden aus verschiedenen Perspektiven wie Geschäftszielen, Reputation und regulatorischen Angelegenheiten nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert. Der Bottom-up-Identifizierungs- und -Priorisierungsprozess wird durch Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management des Industriellen Geschäfts und von SFS sowie der Regionen und Zentralabteilungen unterstützt. Dieses Top-down-Element stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und danach bei Relevanz in die Berichterstattung aufgenommen werden. Die berichteten Risiken und Chancen werden nach möglichen kumulativen Effekten analysiert und auf der jeweiligen Organisationsebene, wie oben dargestellt, aggregiert. Für alle relevanten Risiken und Chancen werden Verantwortlichkeiten festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos beziehungsweise der jeweiligen Chance ab. In einem ersten Schritt erfordert die Übernahme der Verantwortung für ein spezifisches Risiko oder eine spezifische Chance die Festlegung einer unserer allgemeinen Reaktionsstrategien. Bezogen auf Risiken umfassen unsere Strategien die folgenden Alternativen: Risiken vermeiden, übertragen, vermindern oder akzeptieren. Bezogen auf Chancen sieht unsere allgemeine Reaktionsstrategie vor, sie vollständig zu realisieren. In einem zweiten Schritt beinhaltet die Risiko- beziehungsweise Chancenverantwortung auch das Entwickeln, Initiieren und Überwachen angemessener Maßnahmen entsprechend der gewählten Reaktionsstrategie. Um eine effektive Risikosteuerung zu ermöglichen, müssen diese Reaktionsmaßnahmen spezifisch zugeschnitten sein. Aus diesem Grund haben wir eine Vielzahl von Reaktionsmaßnahmen mit unterschiedlichen Ausprägungen entwickelt. So versuchen wir zum Beispiel, das Risiko aus Zins- und Wechselkursschwankungen durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu verringern. Bezüglich unserer langfristigen Projekte soll uns unter anderem ein systematisches und umfassendes Projektmanagement mit standardisierten Projektmeilensteinen, einschließlich vorläufiger Abnahmen während der Projektabwicklung, sowie mit eindeutig festgelegten Genehmigungsprozessen dabei unterstützen, mögliche Projektrisiken frühzeitig, sogar vor Eintritt in die Angebotsphase, zu erkennen und diesen zu begegnen. Des Weiteren haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Dem Risiko von Konjunktur- und Nachfrageschwankungen begegnen wir beispielsweise dadurch, dass wir die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der für uns wichtigen Branchen genau beobachten und, falls erforderlich, frühzeitig und konsequent unsere Kapazitäten anpassen und Kostensparmaßnahmen initiieren. A.8.2.3 ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS UND DER VERANTWORTLICHKEITEN Zur Überwachung des ERM-Prozesses und um die Integration und Vereinheitlichung bestehender Kontrollaktivitäten im Einklang mit den rechtlichen und operativen Anforderungen weiter voranzutreiben, hat der Vorstand eine vom Chief Risk&Internal Control Officer geleitete Risikomanagement- und interne Kontrollorganisation sowie das Corporate Risk&Internal Control Committee (CRIC) etabliert. Dem CRIC werden Informationen zu Risiken und Chancen aus den Risikokomitees berichtet, die innerhalb des Industriellen Geschäfts, von SFS und in den Regionen sowie in den Zentralabteilungen etabliert sind. Um eine aussagekräftige Diskussion auf Siemens-Konzernebene führen zu können, werden individuelle Risiken und Chancen, die einen ähnlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang haben, zu Risiko- und Chancenthemen aggregiert. Im Zuge dieser Aggregation kommt es naturgemäß zu einer Mischung von Risiken mit primär qualitativen und primär quantitativen Risikobewertungen. Dementsprechend ist eine rein quantitative Beurteilung von Risikothemen nicht vorgesehen. Diese Informationen dienen anschließend zur Evaluierung der unternehmensweiten Risiko- und Chancensituation. Das CRIC berichtet an den Vorstand und unterstützt ihn bei der Umsetzung, Durchführung und Überwachung des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems sowie beispielsweise bei der Berichterstattung an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Das CRIC setzt sich aus dem Chief Risk&Internal Control Officer als Vorsitzendem, Mitgliedern des Vorstands und ausgewählten Führungskräften der Zentralabteilungen zusammen. A.8.3 Risiken Nachfolgend beschreiben wir Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der vier Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die derzeitige Bedeutung dieser Risiken für uns. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, können unsere Geschäftsaktivitäten und -ziele ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle unsere Segmente. A.8.3.1 STRATEGISCHE RISIKEN Wettbewerbsumfeld: Die weltweiten Märkte für unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen sind hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität, Produktentwicklungs- und Einführungszeiten, Kundenservice und Finanzierungsbedingungen sowie Verschiebungen beim Marktbedarf hochgradig wettbewerbsintensiv. Wir sind mit starken bestehenden Wettbewerbern konfrontiert und auch mit Wettbewerbern aus Schwellenländern, die eine günstigere Kostenstruktur aufweisen könnten als wir. Einige Branchen, in denen wir tätig sind, durchlaufen Konsolidierungen, die zu einer Verstärkung des Wettbewerbs, einer Veränderung unserer relativen Marktposition oder einer unerwarteten Preiserosion führen könnten. Darüber hinaus gibt es das Risiko, dass wichtige Zulieferer von unseren Wettbewerbern übernommen werden und dass Wettbewerber verstärkt Dienstleistungen für unsere installierte Basis anbieten. Wir begegnen diesen Risiken mit verschiedenen Maßnahmen, wie beispielsweise Benchmarking-Aktivitäten, strategischen Initiativen, Vertriebsinitiativen, der Umsetzung von Produktivitätsmaßnahmen und Projekten zur Erreichung der Zielkosten, Anpassungen bei unseren Standorten, Outsourcing, Fusionen sowie Gemeinschaftsunternehmen, dem Export aus Niedrigkostenländern in preissensitive Märkte und der Optimierung unseres Produktportfolios. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich Markt- und Wettbewerbsdaten, um ungünstige Entwicklungen des Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie reagieren zu müssen. Wirtschaftliche, politische und geopolitische Rahmenbedingungen (makroökonomisches Umfeld): Wir sehen ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft. Wesentliche Risiken resultieren beispielsweise aus einem zunehmenden Populismus und aus den Folgen der Brexit-Verhandlungen. Der großbritannische Austrittsprozess könnte die Geschäfts- und Verbraucherunsicherheit erhöhen, Investitionen in Großbritannien verringern, Risiken für den Finanzmarkt darstellen und allgemein zu einer erhöhten Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft der Europäischen Union (EU) führen. Ein weiterer massiver Rückgang des Vertrauens in die Wirtschaft sowie eine anhaltende Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen und der Auftragsvergabe würden unser Geschäft negativ beeinflussen. Wir beobachten den Austrittsprozess kontinuierlich und haben zum Beispiel eine Arbeitsgruppe gebildet, die unsere lokalen und globalen Maßnahmen koordiniert. Ein signifikantes Geschäftsrisiko resultiert aus einer unerwarteten Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China. Sowohl das globale als auch das regionale Investitionsklima könnte wegen politischer Verwerfungen, weiterer Unabhängigkeitsbestrebungen in Ländern der EU (wie beispielsweise die Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens) oder wegen nachhaltiger Erfolge protektionistischer, EU- und wirtschaftsfeindlicher Parteien und Politik einbrechen. Eine sich schnell verschärfende Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank könnte eine weitere Abwertungsspirale bei den Währungen der Schwellenländer in Gang setzen. Dies könnte zu einer erneuten Krise in den Schwellenländern führen, da die Verschuldung der Unternehmen aus Schwellenländern angestiegen ist und sie zur Begleichung ihrer Schulden in ausländischer Währung von günstigen weltweiten Finanzierungskonditionen abhängig sind. Bei Geschäftsaktivitäten in Schwellenländern bestehen weitere verschiedene Risiken wie Unruhen, Gesundheitsrisiken, kulturelle Unterschiede, zum Beispiel bei Beschäftigungs- und Geschäftspraktiken, Volatilität des Bruttoinlandsprodukts, wirtschaftliche und staatliche Instabilität, die mögliche Verstaatlichung von Privatvermögen sowie die Auferlegung von Währungsbeschränkungen. Ein terroristischer Mega-Angriff oder ein wesentlicher Fall von Cyber-Kriminalität oder eine Reihe solcher Attacken oder Vorfälle in großen Volkswirtschaften könnte die globale Wirtschaftstätigkeit herabsetzen und das Geschäftsklima und Konsumentenvertrauen einbrechen lassen. Weitere Risiken liegen in geopolitischen Spannungen, etwa in Syrien, der Ukraine, der Türkei und Nordkorea, sowie in einer erhöhten Anfälligkeit der Weltwirtschaft in Bezug auf Naturkatastrophen. Zusätzlich sind wir abhängig von der wirtschaftlichen Dynamik bestimmter Branchen, insbesondere einem anhaltenden Vertrauen in die Automobilindustrie. Im Allgemeinen besteht aufgrund des signifikanten Anteils langzyklischer Geschäfte in unserem Industriellen Geschäft sowie der Bedeutung von Verträgen mit langer Laufzeit für Siemens eine zeitliche Verzögerung zwischen den makroökonomischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf unsere Ergebnisse. Demgegenüber reagieren die kurzzyklischen Geschäfte der Division Digital Factory, von Teilen der Division Process Industries and Drives sowie der Division Energy Management schnell auf Schwankungen bei der Nachfrage. Falls die moderate Konjunkturerholung wieder zum Erliegen kommt und wir unsere Produktions- und Kostenstrukturen nicht erfolgreich an das geänderte Marktumfeld anpassen können, kann nicht garantiert werden, dass dies keine negativen Auswirkungen haben wird. Beispielsweise könnten sich die Finanzierungsmöglichkeiten unserer Kunden verschlechtern. Das wiederum könnte zur Folge haben, dass sich Kaufabsichten bezüglich unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen ändern, verzögern oder fallen gelassen werden beziehungsweise Einkäufe oder Verträge, die bereits begonnen wurden, nicht zu Ende geführt werden. Zudem könnten die Preise unserer Produkte, Lösungen und Dienstleistungen infolge ungünstiger Marktbedingungen stärker fallen, als wir dies gegenwärtig vorhersehen. Des Weiteren könnten sich vertraglich festgelegte Zahlungsbedingungen nachteilig verändern, insbesondere im Hinblick auf die Höhe an uns zu leistender Kundenanzahlungen im Rahmen von Langzeitprojekten, was zu negativen Auswirkungen auf unsere Finanzsituation führen könnte. Siemens’ weltweite Geschäftsaufstellung in nahezu allen relevanten Volkswirtschaften, unser umfangreiches Angebot, das unterschiedlichen Geschäftszyklen folgt, und unsere verschiedenartigen Geschäftsmodelle – zum Beispiel Produkt-, Software-, Lösungs-, Projekt- und Servicegeschäft – helfen uns, die Folgen ungünstiger Entwicklungen auf einzelnen Märkten auszugleichen. Disruptive Technologien: Die Märkte, in denen wir agieren, sind infolge der Einführung innovativer und disruptiver Technologien rasanten und signifikanten Änderungen unterworfen. Auf dem Gebiet der Digitalisierung (beispielsweise Internet der Dinge, Netz der Systeme, Cloud-Angebote, Industrie 4.0) gibt es das Risiko neuer Wettbewerber, der Substitution von existierenden Produkten/Lösungen/Dienstleistungen, von Nischenanbietern, neuer Geschäftsmodelle (zum Beispiel bei der Preisbildung, Finanzierung, erweiterte Leistungsumfänge im Projektgeschäft oder Abonnement-Modelle im Softwaregeschäft) und schließlich das Risiko, dass unsere Wettbewerber aufgrund schnellerer Time-to-Market-Strategien ihre digitalen Produkte und Lösungen schneller als Siemens vermarkten können. Unsere Geschäftsergebnisse hängen wesentlich von unserer Technologieführerschaft sowie unserer Fähigkeit ab, Änderungen in unseren Märkten zu antizipieren und uns an sie anzupassen sowie die Kosten für die Herstellung unserer Produkte zu senken. Die Einführung neuer Produkte und Technologien erfordert ein starkes Engagement in Forschung und Entwicklung, das mit einem beträchtlichen Einsatz finanzieller Mittel verbunden ist und nicht immer erfolgreich sein muss. Unsere Ertragslage könnte negativ von Investitionen in solche Technologien beeinflusst werden, die nicht wie erwartet funktionieren oder integriert werden können, nicht die erwartete Marktakzeptanz finden oder davon, dass unsere Produkte, Lösungen und Systeme, insbesondere im Vergleich zu unseren Wettbewerbern, nicht rechtzeitig am Markt eingeführt oder sogar obsolet werden. Wir beantragen ständig neue Patente und pflegen aktiv unser Portfolio geistigen Eigentums, um unsere Technologieposition zu sichern. Unsere Patente und anderen Rechte an geistigem Eigentum können jedoch nicht verhindern, dass Wettbewerber selbst Produkte und Dienstleistungen entwickeln und verkaufen, die den unseren gleichen oder ihnen sehr ähnlich sind. Aufstellung unserer Fertigungsorganisation: Wir sehen das Risiko, dass wir nicht flexibel genug sind, um unsere Organisations- und Fertigungsstruktur schnell an Marktänderungen anzupassen, mit der Folge einer nicht wettbewerbsfähigen Kostenposition und daraus folgend dem Verlust an Geschäft. Um dieses Risiko zu begrenzen, beobachten und analysieren wir fortlaufend Wettbewerbs- und Marktdaten. Darüber hinaus überwachen wir sorgfältig die Umsetzung von geplanten Maßnahmen, achten auf eine strikte Kostendisziplin und führen fortlaufend Gespräche mit allen involvierten Interessengruppen. Portfoliomaßnahmen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen, sonstige Beteiligungen und strategische Allianzen: Unsere Strategie umfasst Desinvestitionen in einigen Geschäftsfeldern und die Stärkung anderer durch Portfoliomaßnahmen, einschließlich Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen. Desinvestitionspläne beinhalten das Risiko, bestimmte Geschäftsaktivitäten nicht wie geplant veräußern zu können. Außerdem könnten sich durch realisierte Desinvestitionen negative Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation ergeben. Unternehmenszusammenschlüsse und Akquisitionen bergen grundsätzlich Unwägbarkeiten, da sie Risiken aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten beinhalten. Es kann nicht garantiert werden, dass jedes erworbene Geschäft erfolgreich und entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich nach der Integration wie erwartet entwickeln wird. Darüber hinaus können aus solchen Transaktionen erhebliche Akquisitions-, Verwaltungs-, Steuer- und sonstige Aufwendungen entstehen, einschließlich Integrationskosten für erworbene Geschäftsaktivitäten. Zudem könnten Portfoliomaßnahmen einen zusätzlichen Finanzierungsbedarf zur Folge haben und unsere Kapitalstruktur nachteilig beeinflussen. Akquisitionen können auch zu einem signifikanten Anstieg der immateriellen Vermögenswerte, einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte in unserer Bilanz, führen. Sollten wir anhaltend ungünstigen Geschäftsentwicklungen ausgesetzt sein oder bei akquirierten Aktivitäten nicht so erfolgreich sein wie ursprünglich erwartet, könnte dies Wertberichtigungen auf diese immateriellen Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte, zur Folge haben mit negativen Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unser Anlageportfolio umfasst Beteiligungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Ferner halten wir sonstige Beteiligungen wie zum Beispiel Atos SE. Alle Faktoren, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und sonstigen Beteiligungen negativ beeinflussen, könnten unseren Ergebnisanteil aus diesen Beteiligungen beeinträchtigen oder zu einer Wertminderung dieser Beteiligungen führen. Außerdem könnte unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auch in Zusammenhang mit Darlehen, Garantien oder der Nichteinhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants) in Verbindung mit diesen nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und sonstigen Beteiligungen negativ beeinflusst werden. Zudem bergen solche Beteiligungen grundsätzlich Risiken, da es uns nicht möglich sein könnte, potenziellen negativen Auswirkungen auf unser Geschäft durch ausreichende Einflussnahme auf Prozesse der Unternehmensführung (Corporate Governance) oder Geschäftsentscheidungen unserer Equity-Beteiligungen, sonstigen Beteiligungen und strategischen Allianzen entgegenzuwirken. Zudem beinhalten auch Gemeinschaftsunternehmen Risiken in Zusammenhang mit der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten. Auch strategische Allianzen könnten für uns mit Risiken verbunden sein, da wir in einigen Geschäftsfeldern mit Unternehmen im Wettbewerb stehen, mit denen wir strategische Allianzen eingegangen sind. Neben anderen Maßnahmen begegnen wir diesen Risiken sowohl mit standardisierten Prozessen als auch mit dezidierten Aufgaben und Verantwortlichkeiten im Umfeld von Unternehmenszusammenschlüssen, Käufen, Verkäufen und Ausgliederungen. Dies beinhaltet sowohl Aktivitäten nach Abschluss der jeweiligen Transaktion als auch das Verfolgen unserer Ansprüche sowie zentral verwaltete Portfolioaktivitäten. A.8.3.2 OPERATIVE RISIKEN Cyber- und Informationssicherheit: Unsere Geschäftstätigkeit ist auf digitale Technologien angewiesen. Die von uns beobachtete weltweite Zunahme von Bedrohungen für die Informationssicherheit und eine größere Professionalität in der Computerkriminalität führen zu Risiken in Bezug auf die Sicherheit der Produkte, Systeme und Netzwerke sowie zu Risiken hinsichtlich der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten. Wie andere große multinationale Unternehmen sind wir regen Cyber-Angriffen von erfahrenen Gegnern ausgesetzt, die vom organisierten Verbrechen und von Nationen, die Wirtschaftsspionage oder sogar Sabotage betreiben, unterstützt werden. Wir ergreifen zur Risikominimierung eine Reihe von Maßnahmen, unter anderem die Schulung von Mitarbeitern, eine umfassende Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme durch Cyber Security Operation Centers sowie den Einsatz von Sicherungs- und Schutzsystemen wie Firewalls und Virenscannern. Unsere Vereinbarungen mit IT-Dienstleistern zielen darauf ab, dass diese Risiken verringert werden. Dennoch bleiben die Systeme, Produkte, Lösungen und Dienstleistungen unseres Unternehmens und die unserer Dienstleister potenziell anfällig für Angriffe. Diese könnten möglicherweise zur Offenlegung, Verfälschung oder zum Verlust von Informationen – wie durch Industriespionage –, Missbrauch von Informationssystemen oder zu Produktfehlern, Produktionsausfällen und Lieferengpässen führen mit eventuell negativen Auswirkungen auf unsere Reputation, unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Geschäfte. Operative Störungen und Qualitätsprobleme in unserer Wertschöpfungskette: Unsere Wertschöpfungskette umfasst alle Stufen von der Forschung und Entwicklung über die Steuerung der Versorgungskette (Supply Chain Management) und der Produktion bis hin zu Marketing, Vertrieb und Dienstleistungen. Operative Störungen in unserer Wertschöpfungskette könnten zu Qualitätsproblemen sowie zu potenziellen Produkt-, Arbeitssicherheits- und regulatorischen sowie Umweltrisiken führen. Solche Risiken könnten insbesondere in unserem Industriellen Geschäft im Hinblick auf unsere Produktions- und Fertigungsstandorte auftreten, die auf der ganzen Welt angesiedelt sind und eine hohe organisatorische und technologische Komplexität aufweisen. Gelegentlich könnten Qualitätsprobleme bei von uns verkauften Produkten auftreten, die aus der Entwicklung oder Produktion dieser Produkte oder der Inbetriebnahme oder der in ihnen integrierten Software resultieren können. Unser Healthineers-Geschäft steht beispielsweise unter der regulatorischen Aufsicht der U.S. Food and Drug Administration und des Health and Consumer Policy Departments der Europäischen Kommission, was dazu führt, dass wir spezifische Anstrengungen unternehmen müssen, um die Sicherheit unserer Produkte sicherzustellen. Falls wir diese Anforderungen nicht erfüllen, könnten unser Geschäft und unsere Reputation beeinträchtigt werden. Wir haben verschiedene Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung und Schadensvermeidung eingeführt. Die verstärkte Nutzung von Qualitätsmanagementinstrumenten verbessert die Transparenz, ermöglicht es uns, die Ursachenanalyse zu verstärken, und dient der Vorbeugung. Funktionsoptimierte Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen: Wir befinden uns in einem fortwährenden Prozess funktionsoptimierter Anpassungen und befassen uns laufend mit Kostensenkungsinitiativen. Diese beinhalten ständige Kapazitätsanpassungsmaßnahmen sowie Initiativen zu strukturellen Verbesserungen. Zusammenlegungen von Geschäftsaktivitäten und Fertigungsanlagen, Auslagerungen/Ausgliederungen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Straffungen unseres Produktportfolios sind Bestandteil solcher Kostensenkungsinitiativen. Diese Maßnahmen könnten nicht wie geplant umgesetzt werden, ihr Nutzen könnte geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie könnten später wirken als angenommen, oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jede künftige Wirkung aus diesen Programmen auf unsere Profitabilität wird beeinflusst durch die tatsächlich erzielten Einsparungen und unsere Fähigkeit, diese fortlaufenden Bemühungen nachhaltig umzusetzen. Im Falle von Restrukturierungs- und Auslagerungsaktivitäten können wir nicht ausschließen, dass es zu Lieferverzögerungen oder sogar Lieferausfällen kommen könnte. Darüber hinaus könnte eine Verzögerung in kritischen FuE-Projekten negative Folgen für laufende Geschäftsprojekte haben. Wir kontrollieren und überwachen diese Projekte fortlaufend und nutzen standardisierte Ansätze zur Steuerung und Verfolgung von Meilensteinen. Kostenüberschreitungen oder zusätzliche Zahlungsverpflichtungen bei der Abwicklung unserer Langfrist- und Festpreisprojekte beziehungsweise der Aufträge für schlüsselfertige Anlagen und Dienstleistungsprojekte: Eine Reihe unserer industriellen Geschäfte führt Aktivitäten, insbesondere bei Großprojekten, im Rahmen von Langfristverträgen durch, die in wettbewerbsintensiven Bieterverfahren vergeben werden. Solche Verträge sind üblich bei den Divisionen Power and Gas, Siemens Gamesa Renewable Energy, Mobility und teilweise Energy Management sowie bei Process Industries and Drives. Einige dieser Verträge bergen an sich ein inhärentes Risiko, da sie die Übernahme nahezu aller Risiken vorsehen können, die mit der Fertigstellung des Projekts sowie mit Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme des Projekts verbunden sind. Beispielsweise könnten wir mit dem Risiko konfrontiert sein, die technischen Anforderungen eines Projekts erfüllen zu müssen, ohne vor der Übernahme des Projekts Erfahrungen mit derartigen Anforderungen gesammelt zu haben. Die aus Festpreisverträgen erzielten Ergebnismargen könnten durch Änderungen der Kosten oder der Produktivität während der Vertragslaufzeit von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Manchmal tragen wir das Risiko unerwarteter Projektmodifikationen, des Mangels an qualifizierten Fachkräften, von Qualitätsproblemen, finanziellen Schwierigkeiten unserer Kunden und/oder wesentlicher Partner, Kostenüberschreitungen oder Vertragsstrafen aufgrund unerwarteter technischer Probleme, von unvorhersehbaren Entwicklungen an den Projektstandorten, von unvorhergesehenen Änderungen oder Schwierigkeiten innerhalb des rechtlichen und politischen Umfelds, von Leistungsproblemen bei unseren Zulieferern, Subunternehmern oder Konsortialpartnern oder aufgrund sonstiger logistischer Schwierigkeiten. Einige unserer mehrjährigen Verträge umfassen zudem anspruchsvolle Anforderungen hinsichtlich Installation und Wartung, ferner weitere Erfüllungskriterien wie Zeitvorgaben, Stückkosten und Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen. Diese Anforderungen könnten, wenn sie nicht erfüllt werden, erhebliche Vertragsstrafen, Schadensersatzpflichten, Zahlungsverweigerung oder Vertragskündigungen nach sich ziehen. Wir können nicht garantieren, dass unsere Verträge und Projekte, insbesondere jene mit langer Laufzeit und Festpreiskalkulation, profitabel abgeschlossen werden können. Um solchen Risiken zu begegnen, haben wir eine weltweite Projektmanagementorganisation eingeführt, die systematisch die Fachkenntnisse unserer Projektmanager verbessert. Bei sehr komplexen Projekten führen wir in einem sehr frühen Stadium der Angebotsphase dedizierte Risikoeinschätzungen durch, bevor wir uns entschließen, ein verbindliches Angebot abzugeben. Störungen in der Versorgungskette: Die Ergebnisse unseres Industriellen Geschäfts hängen von einer zuverlässigen und effektiven Steuerung unserer Versorgungskette für Komponenten, Bauteile und Materialien ab. Kapazitätsbeschränkungen und Lieferengpässe, die auf ein ineffektives Management der Versorgungskette zurückzuführen sind, könnten zu Zeitverzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Bei der Versorgung mit Vorprodukten, Komponenten und Dienstleistungen sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Herstellung, Montage und Funktionsprüfung unserer Produkte durch Dritte reduzieren unsere unmittelbaren Möglichkeiten der Einflussnahme auf Produktivität, Qualitätssicherung, Liefertermine und Kosten. Obwohl wir eng mit unseren Lieferanten zusammenarbeiten, um versorgungsbezogene Probleme zu vermeiden, kann nicht garantiert werden, dass wir in Zukunft nicht in Versorgungsschwierigkeiten geraten, insbesondere falls wir bei kritischen Zulieferteilen einzelne Lieferanten nutzen. Engpässe oder Verzögerungen könnten unsere Geschäftsaktivitäten erheblich schädigen. Unerwartete Preissteigerungen von Komponenten und Rohmaterialien aufgrund von Marktengpässen oder aus anderen Gründen könnten sich ebenfalls negativ auf unsere Leistung auswirken. Des Weiteren könnten wir mit dem Risiko von Verzögerungen und Unterbrechungen der Versorgungskette als Auswirkungen von Katastrophen oder finanziellen Probleme einiger Lieferanten konfrontiert werden, insbesondere wenn es uns nicht gelingt, rechtzeitig oder überhaupt alternative Zulieferquellen oder Transportmöglichkeiten zu erschließen. Neben anderen Maßnahmen reduzieren wir das Risiko der weltweit schwankenden Rohmaterialpreise mit verschiedenen Sicherungsinstrumenten. Mangel an qualifizierten Mitarbeitern: Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter, wie etwa Spezialisten, Experten oder Talente im Bereich der Digitalisierung, ist in den Branchen und Regionen, in denen wir geschäftlich tätig sind, weiterhin intensiv. Wir benötigen fortwährend hoch qualifizierte Mitarbeiter. Unser künftiger Erfolg hängt zum Teil davon ab, inwieweit es uns dauerhaft gelingt, Ingenieure und anderes Fachpersonal einzustellen, zu integrieren, weiterzuentwickeln und an das Unternehmen zu binden. Wir begegnen diesem Risiko zum Beispiel mit einer strukturierten Nachfolgeplanung, einer Verbesserung der Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber sowie mit Maßnahmen zu Mitarbeiterbindung und Karrieremanagement. Außerdem verstärken wir die Leistungsfähigkeit unseres Talentakquisitionsteams und haben eine Strategie festgelegt, wie die benötigten Fähigkeiten proaktiv im Markt gesucht werden. Ein besonderes Augenmerk auf die Einführung einer »Talent Acquisition Technology« unterstützt uns, einen effizienten Prozess sowie eine effektive Suche nach Talenten zu gewährleisten. A.8.3.3 FINANZIELLE RISIKEN Marktpreisrisiken: Wir unterliegen dem Einfluss von Wechselkursschwankungen, insbesondere zwischen dem US-Dollar und dem Euro, da ein großer Anteil unseres Geschäftsvolumens im Rahmen von Exporten von Europa in Länder, die den US-Dollar als Währung verwenden, abgewickelt wird. Darüber hinaus sind wir Währungseffekten aus Währungen von Schwellenländern ausgesetzt, insbesondere dem chinesischen Yuan. Eine Aufwertung des Euro könnte Einfluss auf unsere Wettbewerbsposition haben. Wir sind auch Zinsschwankungen ausgesetzt. Negative Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Änderungen in der Politik der Zentralbanken könnten sich negativ auf unser Ergebnis auswirken. In Abhängigkeit von der Entwicklung von Wechselkursen und Zinssätzen könnten Sicherungsgeschäfte unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage signifikant beeinflussen. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken: In Bezug auf unsere Treasury- und Finanzierungsaktivitäten könnten negative Entwicklungen in Zusammenhang mit den Finanzmärkten, wie (1) begrenzte Verfügbarkeit von Finanzmitteln (insbesondere in US-Dollar) und von Sicherungsinstrumenten, (2) eine geänderte Bonitätseinschätzung von Siemens insbesondere von Ratingagenturen, (3) negative Zinssätze und (4) Auswirkungen aus restriktiveren Regulierungen des Finanzsektors, der Politik der Zentralbanken sowie der Nutzung von Finanzinstrumenten, unsere Einlagenkonditionen beziehungsweise Finanzierungskosten verschlechtern. Eine Erhöhung der Kreditrisikoaufschläge aufgrund von Unsicherheit und Risikoaversion an den Finanzmärkten könnte zudem zu einer negativen Veränderung der Marktwerte unserer finanziellen Vermögenswerte, insbesondere unserer derivativen Finanzinstrumente, führen. Kreditrisiken: In Zusammenhang mit Aufträgen und Projekten stellen wir unseren Kunden direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedenen Ausprägungen zur Verfügung. Insbesondere SFS trägt Kreditrisiken aus seinen Finanzierungsaktivitäten. Risiken aus Pensionsverpflichtungen: Der Finanzierungsstatus unserer Pensionspläne könnte sowohl durch eine Änderung der versicherungsmathematischen Annahmen, einschließlich des Abzinsungssatzes, als auch durch Veränderungen an den Finanzmärkten oder eine Änderung in der Zusammensetzung unseres investierten Vermögens beeinflusst werden. Ein wesentlicher Anstieg der Unterdeckung könnte sich negativ auf unsere Kapitalstruktur sowie unser Rating auswirken und somit die Refinanzierungsmöglichkeiten verringern und die Refinanzierungskosten erhöhen. Zur Erfüllung lokaler Pensionsvorschriften in ausgewählten Ländern könnten wir mit einem erhöhten Zahlungsmittelabfluss konfrontiert sein, um eine Unterdeckung unserer Pensionspläne in diesen Ländern zu verringern. Für weitere Informationen zu Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, derivativen Finanzinstrumenten, Sicherungsaktivitäten, Management von finanziellen Risiken sowie Maßnahmen siehe → Ziffer 16, 23 und → 24 in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss. Untersuchungen von Finanzbehörden sowie Veränderungen in den Steuergesetzen und -regelungen: Wir sind in nahezu allen Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der Steuergesetze und -regelungen in diesen Jurisdiktionen könnten zu höheren Steueraufwendungen und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem könnten Änderungen der Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie auf unsere aktiven und passiven latenten Steuern haben. Zudem könnte die Unsicherheit im steuerlichen Umfeld mancher Regionen die Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen. Als global tätiges Unternehmen agieren wir in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten unsere Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage beeinflussen. Wir werden regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft, und wir identifizieren und bewerten entsprechende Risiken fortlaufend. A.8.3.4 COMPLIANCE-RISIKEN Laufende und künftige Untersuchungen hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen: Verfahren gegen uns hinsichtlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten zu straf- oder zivilrechtlichen Bußgeldern führen sowie zu Strafen, Sanktionen, gerichtlichen Verfügungen bezüglich künftigen Verhaltens, Gewinnabschöpfungen, zum Ausschluss von der direkten oder indirekten Teilnahme an bestimmten Geschäften, zum Verlust von Gewerbekonzessionen oder zu anderen Restriktionen und Rechtsfolgen. Dementsprechend könnte es unter anderem erforderlich werden, dass wir möglichen Leistungspflichten, einschließlich potenzieller Steuerstrafen, in Zusammenhang mit diesen Untersuchungen und Verfahren nachkommen müssen. Darüber hinaus könnte die Aufdeckung von Fällen öffentlicher Korruption, die nicht von den Vergleichen umfasst sind, die wir in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 mit amerikanischen und deutschen Behörden zur Beilegung von Korruptionsvorwürfen geschlossen haben, unser Geschäft mit Behörden und zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen gefährden sowie zur Ernennung weiterer Überwachungsinstanzen führen, die unsere künftigen Geschäftspraktiken überprüfen, und wir könnten auch in anderer Weise aufgefordert werden, unsere Geschäftspraktiken und unser Compliance-Programm zu ändern. Ein erheblicher Anteil unserer Geschäftstätigkeit entfällt auf Regierungen und auf Unternehmen in staatlichem Besitz. Wir sind außerdem an verschiedenen Projekten beteiligt, die von Behörden sowie zwischenstaatlichen und supranationalen Organisationen, etwa multilateralen Entwicklungsbanken, finanziert werden. Anhängige und mögliche künftige Ermittlungen zu Korruptions- oder Kartellvorwürfen oder Vorwürfen betreffend andere Gesetzesverletzungen könnten nachteilige Auswirkungen auf unsere Beziehung mit solchen Auftraggebern haben bis hin zum Ausschluss von öffentlichen Aufträgen. Ferner könnten dadurch bestehende privatwirtschaftliche Geschäftsbeziehungen sowie unsere Fähigkeit, neue Geschäftspartner in der Privatwirtschaft für möglicherweise bedeutende strategische Projekte und Transaktionen wie strategische Allianzen, Gemeinschaftsunternehmen oder andere Formen der geschäftlichen Zusammenarbeit zu gewinnen, beeinträchtigt werden. Solche Ermittlungen könnten auch zur Aufhebung einiger unserer bestehenden Verträge führen, und Dritte, einschließlich unserer Wettbewerber, könnten gegen uns Verfahren in erheblichem Umfang einleiten. Darüber hinaus könnten künftige Entwicklungen in laufenden oder potenziellen künftigen Ermittlungen, etwa die Reaktion auf behördliche Ersuchen und die Zusammenarbeit mit den Behörden, die Aufmerksamkeit und die Ressourcen des Managements von anderen Geschäftsangelegenheiten ablenken. Des Weiteren sehen wir uns möglicherweise Compliance-Risiken in Verbindung mit kürzlich erworbenen Geschäften gegenüber, die sich noch im Integrationsprozess befinden. Siemens hat, zusätzlich zu anderen Maßnahmen, eine weltweite Compliance-Organisation etabliert, die unter anderem Compliance-Risikoreduzierungsprozesse, wie beispielsweise Compliance-Risikobewertungen, durchführt und die von externen Compliance-Experten überprüft wurden. Regulatorische Risiken und potenzielle Sanktionen: Als global agierendes Unternehmen unterhalten wir Geschäftsaktivitäten mit Kunden in Ländern, die Exportkontrollregulierungen, Embargos, Wirtschaftssanktionen oder anderen Formen von Handelsbeschränkungen unterliegen (nachstehend bezeichnet als »Sanktionen«), die ihnen durch die USA, die EU oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Neue oder ausgeweitete Sanktionen in Ländern, in denen wir geschäftlich tätig sind, könnten zu einer Einschränkung unserer bestehenden Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern oder indirekt in anderen Ländern führen. Uns sind Initiativen von institutionellen Investoren, wie Pensionsfonds und Versicherungen, bekannt, die Richtlinien verabschiedet haben oder zu verabschieden in Betracht ziehen, die Investitionen in und Transaktionen mit Unternehmen verbieten oder den Verkauf von Anteilen an Unternehmen vorschreiben sollen, wenn diese Geschäfte mit Ländern betreiben, die vom U.S. Department of State als staatliche Förderer des Terrorismus identifiziert wurden. Es könnte sein, dass solche Initiativen uns daran hindern, Investoren, Kunden oder Lieferanten zu gewinnen oder zu halten. Zudem könnten wir aufgrund der Beendigung unserer Geschäfte in Ländern, die Sanktionen unterliegen, Ansprüchen oder anderen Maßnahmen von Kunden ausgesetzt sein. Unsere Reputation könnte auch unter unseren Geschäften mit Vertragsparteien in diesen Ländern oder mit Vertragsparteien, die mit diesen Ländern verbunden sind, leiden. Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien: Als ein diversifiziertes Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Wir beobachten die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Problembereiche zu erkennen, mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse frühzeitig an geänderte Rahmenbedingungen anpassen zu können. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Protektionismus (einschließlich Lokalisation): Protektionismus in der Handelspolitik und Änderungen im politischen und regulatorischen Umfeld in Märkten, in denen wir Geschäfte betreiben, wie Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen und andere Handelshemmnisse inklusive des Ausschlusses von bestimmten Märkten, sowie Preis- oder Währungsbeschränkungen könnten unsere Geschäfte in verschiedenen nationalen Märkten beeinflussen und unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Außerdem könnten wir Strafzahlungen, anderen Sanktionen und Reputationsschäden ausgesetzt sein. Darüber hinaus könnte die Unsicherheit im rechtlichen Umfeld mancher Regionen unsere Möglichkeiten einschränken, unsere Rechte durchzusetzen, und dazu führen, dass wir steigenden Kosten für angemessene Compliance-Programme unterliegen. Gesetze und Regelungen zu Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit sowie andere behördliche Regelungen: Einige Branchen, in denen wir tätig sind, sind stark reguliert. Gegenwärtige oder künftige umweltrechtliche, gesundheits- oder sicherheitsbezogene oder sonstige staatliche Regulierungen oder deren Änderung könnten eine Anpassung unserer operativen Tätigkeit erfordern und zu einer erheblichen Steigerung unserer operativen Kosten und Produktionskosten führen. Darüber hinaus sehen wir das Risiko möglicher umweltrechtlicher, gesundheits- oder sicherheitsbezogener Zwischenfälle ebenso wie Risiken durch die Nichteinhaltung von umweltrechtlichen, gesundheits- oder sicherheitsbezogenen Regelungen durch Siemens und unsere Vertragspartner oder Zulieferer betreffend, die in der Folge zum Beispiel zu ernsthaften Verletzungen, Strafmaßnahmen, Reputationsverlust oder zu internen beziehungsweise externen Untersuchungen führen. Wenngleich wir über Verfahren verfügen, die sicherstellen sollen, dass wir die anwendbaren staatlichen Regulierungen in der Ausführung unserer Geschäftstätigkeit einhalten, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sowohl von unserer Seite als auch vonseiten Dritter, mit denen wir in einer Vertragsbeziehung stehen, einschließlich Zulieferer und Dienstleistungsanbieter, und deren Handeln uns zugerechnet werden könnte, zu Verstößen gegen anwendbare staatliche Regulierungen kommen könnte. Jeder solcher Verstöße setzt uns dem Risiko von Haftung, Reputationsschäden oder Verlust von Lizenzen und Genehmigungen aus, die für unser Geschäft wichtig sind. Insbesondere könnten uns auch Verpflichtungen aus Umweltverschmutzungen oder aus der Dekontamination von verseuchten Produktionsanlagen entstehen, die von uns errichtet oder betrieben werden. Für bestimmte Umweltrisiken haben wir Haftpflichtversicherungen mit Deckungssummen abgeschlossen, die unser Management als angemessen und branchenüblich ansieht. Uns könnten aus Umweltschäden Verluste entstehen, die über die Versicherungssummen hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind, und solche Verluste könnten unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Laufende oder künftige Rechtsstreitigkeiten: Siemens ist und wird auch künftig im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten oder Verfahren konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass Siemens die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen für Siemens ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Für bestimmte rechtliche Risiken hat Siemens eine Haftpflichtversicherung in einer Höhe abgeschlossen, die das Management für angemessen und branchenüblich hält. Der Versicherungsschutz bewahrt Siemens allerdings nicht vor Reputationsschäden. Außerdem kann Siemens aus Rechtsstreitigkeiten Verluste erleiden, die über die Versicherungssumme hinausgehen oder nicht durch den Versicherungsschutz abgedeckt sind oder etwaige Rückstellungen für Verluste durch Rechtsstreitigkeiten übersteigen. Schließlich kann nicht gewährleistet werden, dass Siemens auch künftig adäquaten Versicherungsschutz zu wirtschaftlich angemessenen Bedingungen erhält. Für weitere Informationen in Bezug auf konkrete Rechtsstreitigkeiten siehe → Ziffer 21 in → B.6 Anhang zum Konzernabschluss. A.8.3.5 ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG DER RISIKOLAGE Die größten Herausforderungen wurden in jeder der vier Kategorien strategische Risiken, operative Risiken, finanzielle Risiken und Compliance-Risiken zuerst genannt, wobei die Risiken, die aus den sehr wettbewerbsintensiven Märkten resultieren, für uns derzeit am wesentlichsten sind, analog zum Vorjahr. Obwohl sich die Einschätzung der individuellen Risiken während des Geschäftsjahrs 2017 aufgrund der Entwicklung der externen Bedingungen als Folge unserer eigenen Gegenmaßnahmen und der Anpassung unserer eigenen Pläne geändert hat, hat sich die Risikolandschaft für Siemens im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die entweder einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten. A.8.4 Chancen Im Rahmen unseres Enterprise-Risk-Management-(ERM-)Ansatzes identifizieren und bewerten wir regelmäßig die Chancen, die sich in unseren zahlreichen Geschäftsfeldern ergeben, und handeln entsprechend. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Chancen auf alle unsere Segmente. Die Reihenfolge der dargestellten Chancen spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für Siemens wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die gegenwärtige Bedeutung dieser Chancen für uns. Die beschriebenen Chancen sind nicht notwendigerweise die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen Änderungen unterworfen, da sich das Unternehmen, unsere Märkte und Technologien kontinuierlich weiterentwickeln. Es ist auch möglich, dass Chancen, die wir heute sehen, sich niemals verwirklichen. Erfolge aus Innovationen in den Feldern Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung: Innovationen sind ein zentraler Bestandteil unserer »Vision 2020«, die ein unternehmerisches Konzept darstellt, das Siemens in drei Schritten in die Zukunft führt: Zunächst steigern wir unsere Leistungsfähigkeit (»drive performance«), dann stärken wir unsere Kernaktivitäten («strengthen core«), und schließlich wollen wir wachsen (»scale up«), um unsere »Vision 2020«-Ziele zu erreichen. Wir tun dies, indem wir signifikant in Forschung und Entwicklung investieren, um innovative, nachhaltige Lösungen für unsere Kunden entwickeln zu können und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu untermauern. Wir sind ein innovatives Unternehmen und erfinden neue Technologien, die – wie wir denken – die künftigen Anforderungen entsprechend den Megatrends demografischer Wandel, Urbanisierung, Klimawandel und Globalisierung decken. Wir erhalten jedes Jahr Tausende neuer Patente und entwickeln kontinuierlich neue Konzepte und überzeugende Geschäftsmodelle. Wir eröffnen den Zugang zu neuen Märkten und Kunden durch neue Marketing- und Vertriebsstrategien sowie divisionale Masterpläne. Im Jahr 2016 etablierten wir mit next47 eine unabhängige Organisationseinheit, die dazu dienen soll, Start-up-Unternehmen mit innovativen Ideen für die Gestaltung der Zukunft im Hinblick auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung zu gründen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und in sie zu investieren und dabei die damit einhergehenden Ideen in ein realisierbares Geschäft umzusetzen. Dies wird Siemens helfen, wegweisende Innovationen der nächsten Generation zu entwickeln, in Feldern wie Künstlicher Intelligenz, dezentralen Elektrifizierungstechnologien, autonomen Maschinen, Blockchain-Applikationen und vernetzter elektronischer Mobilität. Siemens ist entlang der Wertschöpfungsketten von Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung positioniert, um seine Marktdurchdringung in Zukunft noch weiter zu erhöhen. Entlang dieser Wertschöpfungsketten haben wir verschiedene Wachstumsfelder identifiziert, in denen wir das größte langfristige Potenzial für Siemens sehen. Wir allokieren unsere Ressourcen zu diesen Wachstumsfeldern und haben bereits konkrete Maßnahmen in diese Richtung angekündigt. Siemens profitiert über alle Divisionen hinweg von der unbestrittenen Stärke im Geschäft mit der digitalen Fabrik. Die cloudbasierte MindSphere-Plattform des Unternehmens erhöht beispielsweise die Verfügbarkeit der digitalen Produkte und Systeme unserer Kunden und steigert die Produktivität und Effizienz. Darüber hinaus versuchen wir mit neuen und innovativen digitalen Produkten, Dienstleistungen und Lösungen, zum Beispiel Cyber-Sicherheit für unsere Kunden, präventive Instandhaltung, Datenanalysen, Anwendungen für einen optimierten Energieverbrauch, den Betrieb von hocheffizienten Energienetzen sowie skalierbare Lösungen für dezentrale und erneuerbare Energieerzeugung, zusätzliches Volumen und Ergebnis zu generieren. Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen, Partnerschaften, Desinvestitionen sowie Bereinigungen unseres Portfolios: Wir beobachten kontinuierlich unsere gegenwärtigen und künftigen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Zusammenschlüsse, Akquisitionen, Beteiligungen oder Partnerschaften, mit denen wir unser organisches Wachstum ergänzen können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Position an unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue oder unterversorgte Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in ausgewählten Bereichen zu ergänzen. Chancen könnten sich ebenfalls aus erfolgreich ausgeführten Desinvestitionsmaßnahmen, Ausgliederungen sowie Gemeinschaftsunternehmen ergeben, die unser Portfolio weiter optimieren und zugleich Gewinne einbringen. Gesteigerte Marktdurchdringung: Durch Vertriebsinitiativen und Masterpläne in den Divisionen streben wir danach, kontinuierlich zu wachsen und unser Geschäft in etablierten Märkten auszudehnen, neue Märkte für existierende Portfolioelemente zu erschließen und unsere installierte Basis zu stärken, um einen höheren Marktanteil und höhere Gewinne zu erlangen. Günstiges politisches und regulatives Umfeld: Staatliche Investitionsinitiativen und Subventionen (inklusive Steuervorteile etc.) können zu mehr Staatsausgaben führen, zum Beispiel Investitionen in neue Projekte oder Projektmodernisierungen, und schließlich zu einem Anstieg von Umsatz und Ergebnis beim Unternehmen. Wirtschaftliche/politische Stabilisierung bestimmter (kritischer) Länder und Erholung der Weltwirtschaft: Wir sehen die Chance, dass die politische Stabilisierung bestimmter kritischer Länder und die (weitere) Aufhebung von Sanktionen zu Geschäften führen können, die in der Vergangenheit nicht wahrgenommen werden konnten, und dadurch höhere Umsatzerlöse erzielt werden können. Darüber hinaus könnte die Rückkehr zu einem stabileren weltwirtschaftlichen Wachstum zu einem höheren Volumen und Ergebnis für das Unternehmen führen. Fortlaufende Entwicklung und Implementierung von Initiativen zur Kostensenkung, Steigerung der Umsatzerlöse, Kapazitätsanpassung, Prozessverbesserung sowie Ausnutzung von Synergieeffekten: In einem zunehmend wettbewerbsintensiven Marktumfeld ergänzt eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur den Wettbewerbsvorteil der Innovationskraft. Wir glauben, dass eine weitere Verbesserung unserer Kostenposition unsere globale Wettbewerbsposition stärken kann und unsere Marktposition gegenüber aufstrebenden und etablierten Wettbewerbern sichert. Beispielsweise erwarten wir nachhaltige Wertbeiträge aus Produktivitätsmaßnahmen im Rahmen der Umsetzung unseres Konzepts »Vision 2020«. Im Rahmen der digitalen Transformation versuchen wir darüber hinaus, unsere Prozesse zu standardisieren, zu automatisieren und zu digitalisieren und sie schlanker und effizienter zu machen. Exzellente Projektabwicklung: Indem wir unsere Projektmanagementanstrengungen erhöhen und aus unseren Fehlern im Rahmen der Projektabwicklung über formalisierte »Lessons learned«-Ansätze lernen, sehen wir die Chance, unsere Fehlleistungskosten (Non Conformance Costs) kontinuierlich zu reduzieren sowie eine fristgerechte Fertigstellung unserer Projekte und Lösungen sicherzustellen. Weiterhin helfen uns ein stringentes Risiko- und Chancenmanagement in den Projekten, das Management des Projektterminplans, die Vereinbarung von Leistungsboni sowie ein hochprofessionelles Management unserer Lieferanten und Konsortialpartner dabei, Vertragsstrafen zu vermeiden und somit unsere Ergebnisposition zu verbessern. Darüber hinaus ermöglichen Verbesserungen unseres Schadensmanagementprozesses eine Senkung der Kosten, indem wir Rechtsansprüche von Kunden durch bilaterale Einigungen klären und somit gleichzeitig das Kundenbeziehungsmanagement verbessern. Gleichzeitig reduzieren wir Qualitätsprobleme, indem wir Lieferantenthemen frühzeitig aktiv adressieren. Verlagerung von Wertschöpfungsaktivitäten: Die Verlagerung bestimmter Aktivitäten unserer Wertschöpfungskette wie Einkauf, Produktion, Wartung oder Dienstleistungen in Wachstumsmärkte könnte es uns ermöglichen, unsere Kosten zu senken und unsere globale Wettbewerbsposition zu stärken, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern aus Ländern mit vorteilhafteren Kostenstrukturen. Weiterhin könnte uns unsere lokale Präsenz in vielen Ländern dabei helfen, Vorteile aus einem möglichen Marktwachstum zu ziehen sowie auf eine Verschiebung von Märkten schnell und effektiv zu reagieren, um unsere Marktdurchdringung zu verstärken und weitere Marktanteile zu gewinnen. Klimawandel: Während der Klimawandel weithin als Risiko angesehen wird, sieht Siemens in der Bekämpfung des Klimawandels eine Chance. In Übereinstimmung mit dem globalen Klimaabkommen von Paris (COP21), das im November 2016 in Kraft trat, arbeitet Siemens darauf hin, den Trend zur Reduzierung von CO2-Emissionen zu unterstützen, sowohl bei unseren eigenen Geschäftsaktivitäten als auch bei unseren Kunden, basierend auf Technologien aus unserem Umweltportfolio, wie CO2-armer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Zusammenfassende Darstellung der Chancenlage: Die wesentlichste Chance für Siemens liegt weiterhin in Erfolgen aus Innovationen in den Feldern Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung wie im Vorjahr. Obwohl sich die individuellen Bewertungen von Chancen im Geschäftsjahr 2017 verändert haben, sowohl aufgrund der Entwicklung im externen Umfeld als auch durch unsere eigenen Bemühungen, Chancen wahrzunehmen, sowie durch die Anpassung unserer eigenen Pläne, hat sich die Chancensituation im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. A.8.5 Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Das übergeordnete Ziel unseres rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems lautet, die Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts des Siemens-Konzerns sowie des Jahresabschlusses der Siemens AG als Mutterunternehmen mit allen einschlägigen Vorschriften sicherzustellen. Unser ERM-Ansatz basiert auf dem Rahmenwerk »Enterprise Risk Management – Integrated Framework« des COSO. Da eines der Ziele dieses Rahmenwerks die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung ist, beinhaltet es eine rechnungslegungsbezogene Sichtweise. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (»Kontrollsystem«) basiert auf dem ebenfalls vom COSO entwickelten und international anerkannten Rahmenwerk »Internal Control – Integrated Framework«. Beide Systeme ergänzen sich gegenseitig. Unser Management beurteilt zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des eingerichteten Kontrollsystems. Hierzu verfügt Siemens über ein standardisiertes Verfahren, nach dem notwendige Kontrollen definiert, nach einheitlichen Vorgaben dokumentiert und regelmäßig auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen hinsichtlich der Wirksamkeit eines jeden Kontrollsystems. Kein Kontrollsystem – auch wenn es als wirksam beurteilt wurde – kann alle unzutreffenden Angaben verhindern oder aufdecken. Nach dem Zusammenschluss des Wind-Power-Geschäfts von Siemens mit Gamesa haben wir damit begonnen, die ehemaligen Gamesa-Einheiten in unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem zu integrieren. Diese Integrationsmaßnahmen werden im Geschäftsjahr 2018 fortgesetzt. Unser Konzernabschluss wird auf Basis eines zentral vorgegebenen konzeptionellen Rahmens erstellt. Dieser umfasst im Wesentlichen einheitliche Vorgaben in Form von Bilanzierungsrichtlinien und einen Kontenplan. Für die Siemens AG und andere nach HGB bilanzierende Gesellschaften des Siemens-Konzerns ergänzen verpflichtende HGB-spezifische Regelungen diesen konzeptionellen Rahmen. Es wird fortlaufend analysiert, ob eine Anpassung des konzeptionellen Rahmens aufgrund von Änderungen im regulatorischen Umfeld erforderlich ist. Quartalsweise werden die Rechnungswesenabteilungen über aktuelle Themen und einzuhaltende Termine informiert, die die Rechnungslegung und den Abschlusserstellungsprozess betreffen. Die Datengrundlage für die Erstellung unserer Abschlüsse bilden die von der Siemens AG und deren Tochterunternehmen berichteten Abschlussinformationen. Die Erstellung der Abschlussinformationen der meisten unserer Gesellschaften wird durch eine interne Shared-Services-Organisation unterstützt. Darüber hinaus sind weitere Rechnungslegungsaktivitäten, wie Tätigkeiten, die die Governance und die Überwachung betreffen, in der Regel auf regionaler Ebene zusammengefasst. In bestimmten Fällen, wie der Bewertung von Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, bedienen wir uns der Unterstützung externer Dienstleister. Auf Basis der berichteten Abschlussinformationen wird der Abschluss im Konsolidierungssystem erstellt. Die zur Erstellung des Abschlusses durchzuführenden Schritte werden manuellen wie auch systemtechnischen Kontrollen unterzogen. Die Qualifikation der in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter wird durch geeignete Auswahlprozesse und regelmäßige Schulungsmaßnahmen sichergestellt. Grundsätzlich unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitserwägungen gilt das »Vier-Augen-Prinzip«, und Abschlussinformationen müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen. Weitere Kontrollmechanismen sind Soll-Ist-Vergleiche sowie Analysen über die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen der einzelnen Posten sowohl der von Konzerneinheiten berichteten Abschlussinformationen als auch des Konzernabschlusses. Zum Schutz vor nicht autorisiertem Zugriff sind in Übereinstimmung mit unseren Bestimmungen zur Informationssicherheit in den rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen Zugriffsberechtigungen definiert. Die oben genannten manuellen und systemseitigen Kontrollmaßnahmen gelten grundsätzlich auch für die Überleitung der IFRS-Abschlussinformationen hin zum HGB-Jahresabschluss der Siemens AG. Quartalsweise findet ein interner Zertifizierungsprozess statt, bei dem das Management verschiedener Ebenen unserer Organisation – unterstützt durch Bestätigungen des Managements von Einheiten in ihrem Verantwortungsbereich – die Ordnungsmäßigkeit der an die Konzernzentrale berichteten Finanzdaten bestätigt und über die Wirksamkeit der entsprechenden Kontrollsysteme berichtet. Unsere interne Revision beurteilt systematisch die Integrität unserer Finanzberichterstattung, die Effektivität unseres Kontrollsystems und unseres Risikomanagementsystems sowie die Einhaltung unserer Compliance-Richtlinien. Der Prüfungsausschuss ist ebenfalls in das Kontrollsystem eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Des Weiteren haben wir ein Offenlegungskomitee eingerichtet, das bestimmte finanzielle und nicht finanzielle Informationen vor der Veröffentlichung überprüft. Darüber hinaus bestehen Regeln für bilanzbezogene Beschwerden. A.9 Siemens AG Der Jahresabschluss der Siemens AG wurde nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Siemens AG ist die Muttergesellschaft des Siemens-Konzerns. Ihr Geschäft umfasst vor allem Aktivitäten im Bereich Power and Gas, Energy Management, Building Technologies, Mobility, Digital Factory, Process Industries and Drives sowie die Aktivitäten von Siemens Real Estate. Die Ergebnisse der Siemens AG sind in erheblichem Maße von ihren direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Die Geschäftsentwicklung der Siemens AG unterliegt grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie die des Siemens-Konzerns. Der Ausblick für den Siemens-Konzern spiegelt aufgrund der Verflechtungen zwischen der Siemens AG und ihren Tochtergesellschaften sowie aufgrund des Gewichts der Siemens AG im Konzern größtenteils auch die Erwartungen für die Siemens AG wider. Daher gelten die vorstehenden Ausführungen für den Siemens-Konzern auch für die Siemens AG. Wir gehen davon aus, dass das Beteiligungsergebnis den Gewinn der Siemens AG erheblich beeinflussen wird. Wir wollen unseren Aktionären auch weiterhin eine attraktive Rendite bieten. Daher beabsichtigen wir, eine Dividende vorzuschlagen, deren Ausschüttungsvolumen 40% bis 60% des Gewinns nach Steuern des Siemens-Konzerns entspricht. Der Gewinn nach Steuern kann zu diesem Zweck um ausgewählte außergewöhnliche nicht zahlungswirksame Effekte bereinigt werden. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen Jahresüberschuss der Siemens AG, der ausreichend sein wird, um eine entsprechende Dividende ausschütten zu können. Im Rahmen der Fusion mit Gamesa hat die Siemens AG ihre Windenergiegeschäfte im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2017 in Gesellschaften eingebracht, die von der Siemens AG gehalten werden. Zum 30. September 2017 betrug die Anzahl der Mitarbeiter 92.300. A.9.1 Ertragslage Gewinn- und Verlustrechnung der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung) scroll Geschäftsjahr Veränderung (in Mio. €) 2017 2016 in % Umsatzerlöse 26.888 25.763 4% Umsatzkosten – 19.979 – 19.818 – 1% Bruttoergebnis vom Umsatz 6.909 5.945 16% in Prozent der Umsatzerlöse 26% 23% Forschungs- und Entwicklungskosten – 2.619 – 2.454 – 7% Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten – 3.627 – 3.558 – 2% Sonstiges betriebliches Ergebnis – 30 134 k.A. Finanzergebnis darin Beteiligungsergebnis 3.798 (im Vj. 3.732) 3.828 3.092 24% Ergebnis der Geschäftstätigkeit 4.462 3.158 41% Ertragsteuern – 385 – 160 – 141% Jahresüberschuss 4.076 2.999 36% Gewinnvortrag 146 256 – 43% Einstellung in andere Gewinnrücklagen – 1.077 – 195 > – 200% Bilanzgewinn 3.145 3.060 3% Die Erstanwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) führte zu einer Anpassung der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017, wobei die Vorjahreswerte nicht vergleichbar dargestellt wurden. Vergleichbare Beträge für das Geschäftsjahr 2016 sind: Umsatzerlöse 27.043 Mio. €, Umsatzkosten 20.920 Mio. € und Sonstiges betriebliches Ergebnis –44 Mio. €. Die Zunahme der Umsatzerlöse bei Mobility sowie Power and Gas um 1,0 Mrd. € beziehungsweise 0,5 Mrd. € wurde durch die Auswirkung der oben erwähnten Ausgliederung des Windenergiegeschäfts überwogen. Im Geschäftsjahr 2016 berichteten wir für Wind Power and Renewables Umsatzerlöse von 2,1 Mrd. €. Regional betrachtet wurden 75% der Umsatzerlöse in der Region Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten, 18% in der Region Asien, Australien und 7% in der Region Amerika erzielt. Die Exporte aus Deutschland machten 71% der gesamten Umsatzerlöse aus. Der Auftragseingang der Siemens AG belief sich auf 25,6 Mrd. €. In der Siemens AG hängt die Entwicklung der Umsatzerlöse stark von der Fertigstellung von Projekten ab, vor allem in Verbindung mit Großaufträgen. Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich im Vorjahresvergleich, insbesondere aufgrund der Zunahmen bei Digital Factory um 0,3 Mrd. €, bei Mobility um 0,2 Mrd. € sowie bei Power and Gas um 0,2 Mrd. €. Trotz eines Anstiegs der Forschungs- und Entwicklungs-(FuE-)Kosten gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mrd. € erhöhte sich die FuE-Intensität (FuE-Kosten in Prozent der Umsatzerlöse) aufgrund der oben erwähnten angepassten Darstellung nach dem BilRUG nur geringfügig um 0,2 Prozentpunkte. Wir beschäftigten im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 9.600 Mitarbeiter im Bereich FuE. Die Erhöhung des Finanzergebnisses war in erster Linie auf eine Verbesserung beim übrigen Finanzergebnis von –0,9 Mrd. € im Vorjahr auf –0,3 Mrd. € zurückzuführen. Dies war hauptsächlich Folge einer positiven Wirkung von 0,8 Mrd. € aus Veränderungen bei Rückstellungen für Risiken aus derivativen Finanzinstrumenten. Eine gegenläufige Wirkung von 0,4 Mrd. € ergab sich aufgrund von Veränderungen bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Zusammenhang mit der Veränderung der angenommenen Abzinsungssätze. Das im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöhte Beteiligungsergebnis beinhaltete einen Anstieg der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 1,0 Mrd. €. Positive Ergebnisse aus den Beteiligungen wurden jedoch nahezu ausgeglichen durch Abschreibungen auf Beteiligungen, die hauptsächlich eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1,2 Mrd. € auf die Beteiligung Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien, der Siemens AG beinhalteten. Die Veränderung der Ertragsteuern resultierte aus höheren Ertragsteueraufwendungen entsprechend dem Anstieg des steuerpflichtigen Anteils im Ergebnis der Geschäftstätigkeit sowie einer gestiegenen Quellensteuerbelastung. Außerdem waren in diesem Posten latente Steueraufwendungen beziehungsweise -erträge erfasst, die aus der Entstehung und Umkehrung von temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie der Inanspruchnahme von Verlustvorträgen resultierten. A.9.2 Vermögens- und Finanzlage Bilanz der Siemens AG nach HGB (Kurzfassung) scroll 30. Sep. Veränderung (in Mio. €) 2017 2016 in % Aktiva Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2.348 2.472 – 5% Finanzanlagen 44.802 44.611 0% 47.150 47.083 0% Umlaufvermögen Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 19.884 16.717 19% Flüssige Mittel und Wertpapiere 884 3.642 – 76% 20.769 20.359 2% Rechnungsabgrenzungsposten 87 81 8% Aktive latente Steuern 2.174 2.256 – 4% Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 60 35 69% Summe Aktiva 70.239 69.814 1% Passiva Eigenkapital 21.123 19.368 9% Sonderposten mit Rücklageanteil 681 700 – 3% Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.761 11.250 5% Übrige Rückstellungen 7.417 8.360 – 11% 19.178 19.610 – 2% Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 81 14 >200% Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 750 619 21% Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrige Verbindlichkeiten 28.065 29.118 – 4% 28.896 29.752 – 3% Rechnungsabgrenzungsposten 361 385 – 6% Summe Passiva 70.239 69.814 1% Die Zunahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergab sich vor allem aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund von konzerninternen Finanzierungen, einschließlich höherer Forderungen gegenüber Gesellschaften von SFS sowie höherer Forderungen aufgrund von Gewinnabführungsverträgen. Die flüssigen Mittel und Wertpapiere sind wesentlich beeinflusst durch die Liquiditätssteuerung durch die Konzern-Treasury der Siemens AG. Die Liquiditätssteuerung erfolgt auf Basis der Finanzierungspolitik des Siemens-Konzerns, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Die Liquiditätsveränderung war deshalb nicht nur allein auf die Geschäftsaktivitäten der Siemens AG zurückzuführen. Der Anstieg des Eigenkapitals war zurückzuführen auf den Jahresüberschuss in Höhe von 4,1 Mrd. €, den Ausgleich ausgeübter Optionsscheine in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie die Ausgabe eigener Anteile in Höhe von 0,4 Mrd. € im Rahmen unserer aktienbasierten Vergütung und des Mitarbeiteraktienprogramms. Gegenläufig wirkte die im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte Dividende (für das Geschäftsjahr 2016) von insgesamt 2,9 Mrd. €. Zudem verminderten die im Laufe des Geschäftsjahrs zurückgekauften Aktien das Eigenkapital um 0,9 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote lag zum Geschäftsjahresende bei 30% (im Vj. 28%). Für Erläuterungen zu den eigenen Aktien wird auf → Ziffer 15 im → Anhang zum Jahresabschluss der Siemens AG verwiesen. Die Erhöhung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen resultierte vor allem aus einer Zunahme um 0,7 Mrd. € bei Zins- und laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie um 0,4 Mrd. € als Folge einer Anpassung des Abzinsungssatzes von 4,08% im Vorjahr auf 3,77%. Gegenläufig wirkten 0,6 Mrd. € aufgrund von Pensionszahlungen. Die übrigen Rückstellungen gingen aufgrund verschiedener Faktoren zurück. Hauptgrund war eine Verringerung der Rückstellungen für Verluste aus derivativen Finanzgeschäften um 0,5 Mrd. €. Darüber hinaus gingen die Rückstellungen für Nachhaftungsthemen und im Wesentlichen aufgrund von herabgesetzten Annahmen zur Inflationsrate für eine wesentliche Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtung um jeweils 0,2 Mrd. € zurück. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und übrigen Verbindlichkeiten ergab sich hauptsächlich aus geringeren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von konzerninternen Finanzierungen. A.9.3 Erklärung zur Unternehmensführung Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a HGB und §315 Abs. 5 ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und findet sich in → C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB. A.10 Vergütungsbericht Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). A.10.1 Vergütung der Mitglieder des Vorstands A.10.1.1 VERGÜTUNGSSYSTEM Das System der Vorstandsvergütung bei Siemens ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu geben. Die Vorstandsmitglieder werden angehalten, sich langfristig im und für das Unternehmen zu engagieren, und können an einer nachhaltigen Wertsteigerung des Unternehmens partizipieren. Vor diesem Hintergrund ist ein erheblicher Teil der Gesamtvergütung an die langfristige Entwicklung der Siemens-Aktie gekoppelt. Ziel ist es ferner, dass die Vergütung der Größe und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung trägt. Besondere Leistungen sollen angemessen honoriert werden, Zielverfehlungen sollen zu einer spürbaren Verringerung der Vergütung führen. Die Vergütung soll auch im Vergleich zum Wettbewerb attraktiv sein, um herausragende Manager für unser Unternehmen zu gewinnen und auf Dauer zu binden. Systematik und Höhe der Vorstandsvergütung werden auf Vorschlag des Vergütungsausschusses des Aufsichtsrats durch das Aufsichtsratsplenum festgelegt und regelmäßig überprüft. Die Angemessenheit der Vergütungshöhe wird durch den Aufsichtsrat jährlich geprüft. Hierbei werden folgende Kriterien berücksichtigt: die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens, die Aufgaben und die Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten im Unternehmen gilt. Dabei wird auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft sowohl insgesamt als auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt, wobei der Aufsichtsrat festgelegt hat, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abgegrenzt werden. Das seit dem Geschäftsjahr 2015 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Januar 2015 gebilligt. Hierbei werden die einzelnen Vergütungskomponenten Grundvergütung, variable Vergütung (Bonus) und langfristige aktienbasierte Vergütung gleich gewichtet und betragen jeweils etwa ein Drittel der Zielvergütung. Diese Gleichgewichtung wird auch bei den drei Zielparametern der variablen Vergütung (Bonus) angewendet. Im Geschäftsjahr 2017 setzte sich das Vergütungssystem für den Vorstand aus folgenden Komponenten zusammen: Erfolgsunabhängige Komponenten Grundvergütung Die Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Seit dem 1. Oktober 2016 beträgt die Grundvergütung des Vorsitzenden des Vorstands, Joe Kaeser, 2.130.000 € pro Jahr. Die Grundvergütung des Finanzvorstands und der Mitglieder des Vorstands mit Divisionsverantwortung oder für Healthineers beträgt 1.065.000 € pro Jahr, die des weiteren Mitglieds des Vorstands 1.011.000 € pro Jahr. Nebenleistungen Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weitere Nebenleistungen wie die Bereitstellung eines Dienstwagens, Zuschüsse zu Versicherungen, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf übernommenen Steuern, Währungsausgleichszahlungen sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen. Erfolgsbezogene Komponenten Variable Vergütung (Bonus) Die variable Vergütung (Bonus) richtet sich nach dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Bonus hängt zu je einem Drittel von der Zielerreichung der Zielparameter Kapitalrendite und Ergebnis je Aktie sowie der individuellen Ziele ab. Entsprechende Ziele finden, zusätzlich zu anderen, auch bei den Leitenden Angestellten Anwendung, um die Durchgängigkeit des Zielsystems im Unternehmen zu erreichen. Bezogen auf eine Zielerreichung von 100% (Zielbetrag) entspricht die Höhe des Bonus jener der Grundvergütung. Der Bonus ist auf 200% begrenzt (Cap). Bei deutlichen Zielverfehlungen kann die variable Vergütung vollständig entfallen (0%). Der Aufsichtsrat kann den aus der Zielerreichung resultierenden Betrag nach pflichtgemäßem Ermessen um bis zu 20% nach unten oder oben anpassen; der angepasste Bonusauszahlungsbetrag kann somit maximal bei 240% des Zielbetrags liegen. Bei der Auswahl der Kriterien, die für eine Entscheidung über eine mögliche Anpassung der Bonusauszahlungsbeträge (± 20%) herangezogen werden können, achtet der Aufsichtsrat auf Anreize für eine nachhaltige Unternehmensführung. Bei der Entscheidung über eine diskretionäre Anpassung können neben der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens zum Beispiel die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung oder einer Kundenzufriedenheitsbefragung berücksichtigt werden. Die Anpassungsmöglichkeit kann auch dazu genutzt werden, individuelle Leistungen von Vorstandsmitgliedern zu berücksichtigen. Der Bonus wird vollständig in bar gewährt. Langfristige aktienbasierte Vergütung Als langfristige aktienbasierte Vergütung werden zu Beginn des Geschäftsjahrs verfallbare Aktienzusagen (Stock Awards) gewährt. Der jährliche Zielbetrag für den Geldwert der Stock-Awards-Zusage bei 100% Zielerreichung beträgt seit 1. Oktober 2016 für den Vorstandsvorsitzenden 2.200.000 €, für den Finanzvorstand und die Vorstandsmitglieder mit Divisionsverantwortung oder für Healthineers je 1.100.000 €, für das weitere Mitglied des Vorstands 1.055.000 €. Der Aufsichtsrat hat seit dem Geschäftsjahr 2015 für alle Mitglieder des Vorstands die Möglichkeit, jeweils für ein Geschäftsjahr den Zielbetrag individuell um bis zu 75% anzuheben. Hierdurch können die individuelle Leistung und Erfahrung eines Vorstandsmitglieds sowie Umfang und Beanspruchung der Funktion berücksichtigt werden. Den Berechtigten wird – vorbehaltlich der Zielerreichung – nach Ablauf einer rund vierjährigen Sperrfrist ohne eigene Zuzahlung für je eine Aktienzusage eine Siemens-Aktie übertragen. Der Wert der Siemens-Aktien, die nach Ablauf der Sperrfrist für die Stock Awards zu übertragen sind, hängt zum einen von dem Aktienkurs der Siemens-Aktie bei Übertragung und zum anderen von der Zielerreichung aus dem zugrunde liegenden Zielsystem ab. Liegt der Zielerreichungswert über 100%, erhalten die Mitglieder des Vorstands neben den zugesagten Siemens-Aktien für die Zielerreichung über 100% eine zusätzliche Barzahlung entsprechend der Höhe der Zielüberschreitung. Im Fall eines Zielerreichungsgrads von unter 100% verfällt eine der Zielunterschreitung entsprechende Anzahl von Aktienzusagen ersatzlos. Der Wert der Siemens-Aktien und der Barzahlung ist insgesamt auf 300% des jeweiligen Zielbetrags begrenzt. Sofern diese betragsmäßige Höchstgrenze überschritten wird, verfällt eine entsprechende Anzahl an Aktienzusagen ersatzlos. Die Zielerreichung der langfristigen aktienbasierten Vergütung ist an die Entwicklung des Aktienwerts von Siemens im Vergleich zu seinen Wettbewerbern geknüpft. Zu Beginn des Geschäftsjahrs legt der Aufsichtsrat ein Zielsystem (Zielwert für 100% und Zielgerade) für die Entwicklung des Kurses der Siemens-Aktie im Vergleich zu derzeit fünf Wettbewerbern (ABB, General Electric, Mitsubishi Heavy Industries, Rockwell und Schneider Electric) fest. Die Kursveränderung wird ausgehend von einer Referenzperiode von zwölf Monaten (Vergütungsjahr) über drei Jahre gemessen (Performance-Zeitraum), wobei eine vierjährige Sperrfrist der Stock Awards gilt. Nach Ablauf dieser Sperrfrist stellt der Aufsichtsrat fest, inwieweit sich die Siemens-Aktie relativ zu diesen Wettbewerbern besser oder schlechter entwickelt hat. Hieraus resultiert ein Zielerreichungsgrad zwischen 0% und 200% (Cap). Kommt es während des Betrachtungszeitraums bei den relevanten Wettbewerbern zu wesentlichen Veränderungen, so kann der Aufsichtsrat dies bei der Zusammensetzung der Vergleichswerte und/oder der Ermittlung der relevanten Kurswerte der Wettbewerber angemessen berücksichtigen. Für den Fall, dass außerordentliche, nicht vorhergesehene Entwicklungen eintreten, die Auswirkungen auf den Aktienkurs haben, kann der Aufsichtsrat beschließen, dass die Anzahl der zugesagten Stock Awards nachträglich reduziert wird, dass anstelle der Übertragung von Siemens-Aktien nur ein Barausgleich in einer festzulegenden eingeschränkten Höhe erfolgt oder dass die Übertragung der Siemens-Aktien aus fälligen Stock Awards bis zur Beendigung der kursbeeinflussenden Wirkung der Entwicklung ausgesetzt ist. Für den Fall, dass sich ein Mitglied des Vorstands eines Compliance-Verstoßes schuldig gemacht hat, steht es im pflichtgemäßen Ermessen des Aufsichtsrats – je nach Schwere des Compliance-Verstoßes – die Siemens Stock Awards ganz oder teilweise ersatzlos verfallen zu lassen. Falls der Anstellungsvertrag während des Geschäftsjahrs beginnt, wird anstelle von Stock Awards eine entsprechende Anzahl von Siemens Phantom Stock Awards zugesagt. Für diese Siemens Phantom Stock Awards wird anstatt der Übertragung von Aktien am Ende der Sperrfrist ausschließlich ein Barausgleich vorgenommen; im Übrigen gelten insoweit die für die Stock Awards getroffenen Regelungen entsprechend. Hinsichtlich der Ausgestaltung der Stock Awards gelten für den Vorstand im Wesentlichen die gleichen Rahmenbedingungen wie für die Leitenden Angestellten, die in → Ziffer 25 in → B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS erläutert werden. Variable Vergütung (Bonus) und langfristige aktienbasierte Vergütung scroll Vergütungskomponente Anteil an der Zielvergütung Zielparameter Bemessungsgrundlage Zielerreichung Betragsmäßige Höchstgrenze Wert bei Zufluss/ Übertragung 1/3 Kapitalrendite (ROCE) Jahresbasis Variable Vergütung (Bonus) ~33% 1/3 Ergebnis je Aktie (EPS), unverwässert Ø 3 Jahre 0–200% zzgl. +/-20% Anpassung 240% des jeweiligen Zielbetrags abhängig vom Erreichen der Ziele 1/3 Individuelle Ziele Jahresbasis Langfristige aktienbasierte Vergütung ~34% Aktienkursentwicklung im Vergleich zu 5 Wettbewerbern Kursveränderung ausgehend von einer Referenzperiode von 12 Monaten (Vergütungsjahr) über die folgenden 36 Monate gemessen (Performance-Zeitraum) 0–200% 300% des jeweiligen Zielbetrags abhängig vom – Erreichen des Ziels – Aktienkurs bei Übertragung Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt Zusätzlich zu den betragsmäßigen Höchstgrenzen für die variable Vergütung und die langfristige aktienbasierte Vergütung ist eine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt vereinbart. Diese beträgt seit dem Geschäftsjahr 2014 das 1,7-Fache der Zielvergütung. Die Zielvergütung setzt sich aus der Grundvergütung, dem Zielbetrag der variablen Vergütung sowie dem Zielbetrag der langfristigen aktienbasierten Vergütung, ohne Nebenleistungen und Versorgungszusagen, zusammen. Unter Einbeziehung der Nebenleistungen und Versorgungszusagen aus dem jeweiligen Geschäftsjahr erhöht sich die betragsmäßige Höchstgrenze für die Vergütung insgesamt um diese Beträge entsprechend. Share Ownership Guidelines Die Siemens Share Ownership Guidelines sind ein wesentlicher Bestandteil des Vergütungssystems für den Vorstand und die obersten Führungskräfte. Diese verpflichten die Mitglieder des Vorstands, nach einer Aufbauphase während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand ein Vielfaches ihrer Grundvergütung – für den Vorstandsvorsitzenden 300%, für die weiteren Mitglieder des Vorstands 200% – in Siemens-Aktien dauerhaft zu halten. Maßgeblich ist hierbei die durchschnittliche Grundvergütung, die das jeweilige Mitglied des Vorstands in den vier Jahren vor dem jeweiligen Nachweistermin bezogen hat. Zwischenzeitliche Anpassungen der Grundvergütung werden somit einbezogen. Die bis einschließlich Geschäftsjahr 2014 gewährten unverfallbaren Aktienzusagen (Bonus Awards) werden für die Erfüllung der Share Ownership Guidelines berücksichtigt. Die Erfüllung dieser Verpflichtung ist erstmalig nach einer vierjährigen Aufbauphase und danach jährlich nachzuweisen. Sinkt der Wert des aufgebauten Aktienbestands infolge von Kursschwankungen der Siemens-Aktie unter den jeweils nachzuweisenden Betrag, ist das Vorstandsmitglied zum Nacherwerb verpflichtet. Versorgungszusagen Die Mitglieder des Vorstands sind – wie die Mitarbeiter der Siemens AG – in die Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung (BSAV) eingebunden. Im Rahmen der BSAV erhalten die Mitglieder des Vorstands Beiträge, die ihrem Versorgungskonto gutgeschrieben werden. Die Höhe der jährlichen Beiträge resultiert aus einem festgelegten Prozentsatz, bezogen auf Grundvergütung und Zielbetrag des Bonus. Der Aufsichtsrat entscheidet jährlich über diesen Prozentsatz, der zuletzt auf 28% festgelegt wurde. Bei seiner Entscheidung berücksichtigt der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau, auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit, sowie den daraus abgeleiteten jährlichen und langfristigen Aufwand für das Unternehmen. Die Unverfallbarkeit der Versorgungszusagen richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften des Betriebsrentengesetzes. Aufgrund von Einzelentscheidungen des Aufsichtsrats können Vorstandsmitgliedern auch Sonderbeiträge gewährt werden. Soweit ein Mitglied des Vorstands vor Einführung der BSAV einen Pensionsanspruch gegenüber dem Unternehmen erworben hat, entfällt ein Teil seiner Beiträge auf die Finanzierung dieses Altanspruchs. Die Mitglieder des Vorstands haben frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahrs – für Versorgungszusagen ab 1. Januar 2012 frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahrs – einen Anspruch auf Leistungen aus der BSAV. Die Auszahlung des Versorgungsguthabens erfolgt grundsätzlich in zwölf Jahresraten. Auf Antrag des Mitglieds des Vorstands oder seiner Hinterbliebenen kann das Versorgungsguthaben mit Zustimmung der Gesellschaft auch in einer geringeren Anzahl Raten oder in einer Summe als Einmalbetrag ausgezahlt werden. Ferner kann das Versorgungsguthaben verrentet werden. Darüber hinaus können Kombinationsmöglichkeiten aus Einmalbetrag, Ratenzahlung (zwei bis zwölf Raten) und Verrentung gewählt werden. Sofern eine Verrentung gewählt wird, ist zu entscheiden, ob dies mit oder ohne Hinterbliebenenversorgung erfolgen soll. Stirbt ein Mitglied des Vorstands als Rentenempfänger, so werden Hinterbliebenenleistungen gezahlt, wenn das Mitglied des Vorstands entsprechende Hinterbliebenenleistungen gewählt hat. An hinterbliebene Kinder gewährt die Gesellschaft dann eine Zeitrente bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs beziehungsweise bei Versorgungszusagen ab dem 1. Januar 2007 bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs. Die Leistungen aus der vor der BSAV bestehenden Versorgungsordnung werden grundsätzlich als Rentenleistung mit Hinterbliebenenversorgung gewährt. Anstelle der Rentenzahlung kann auch hier die Auszahlung in Raten oder als Einmalbetrag gewählt werden. Die Mitglieder des Vorstands, die bereits vor dem 30. September 1983 im Unternehmen tätig waren, haben – wie sonstige anspruchsberechtigte Mitarbeiter der Siemens AG – in den ersten sechs Monaten nach Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf Übergangszahlungen in Höhe des Differenzbetrags zwischen der letzten Grundvergütung und dem Leistungsanspruch aus der betrieblichen Altersversorgung, wenn sie unmittelbar nach Beendigung der Vorstandstätigkeit in den Ruhestand treten; hierbei handelt es sich nicht um eine Leistung im Sinne des Betriebsrentengesetzes. Zusagen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand Für den Fall der vorzeitigen einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge eine Ausgleichszahlung vor, deren Höhe auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist und die nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergütet (Cap). Die Höhe der Ausgleichszahlung errechnet sich anhand der Grundvergütung sowie der im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich erhaltenen variablen Vergütung und langfristigen aktienbasierten Vergütung. Die Ausgleichszahlung ist zahlbar im Monat des Ausscheidens. Zudem wird ein einmaliger Sonderbeitrag in die BSAV geleistet; die Höhe dieses Sonderbeitrags bemisst sich nach dem BSAV-Beitrag, den das betroffene Mitglied des Vorstands im Vorjahr erhalten hat, sowie nach der Restlaufzeit der Bestellung; er ist jedoch auf maximal zwei Jahresbeiträge begrenzt (Cap). Die vorgenannten Leistungen werden nicht erbracht, wenn die einvernehmliche Beendigung der Vorstandstätigkeit auf Wunsch des Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund zur Kündigung des Anstellungsverhältnisses durch die Gesellschaft besteht. Im Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control), durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert – zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds –, hat das Vorstandsmitglied das Recht, den Anstellungsvertrag zu kündigen. Ein Kontrollwechsel liegt dann vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben, die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des §291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder auf ein anderes Unternehmen verschmolzen wird. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechts hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. In die Berechnung der Jahresvergütung wird zusätzlich zur Grundvergütung und zum Zielbetrag für den Bonus auch der Zielbetrag für die Stock Awards einbezogen, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird. Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt. Kein Abfindungsanspruch besteht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht ferner nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand eintritt. Zusätzlich werden bei Ausgleichs- oder Abfindungszahlungen Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5% der Ausgleichs- beziehungsweise Abfindungssumme abgegolten. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdiensts werden Ausgleichs- oder Abfindungszahlungen um 10% gekürzt; die Kürzung bezieht sich jedoch nur auf den Teil der Ausgleichs- oder Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde. Aktienzusagen, die als langfristige aktienbasierte Vergütung gewährt wurden und für die noch die Sperrfrist läuft, verfallen ersatzlos, wenn der Anstellungsvertrag nach Ablauf der Bestellungsperiode nicht verlängert wird und diese Nichtverlängerung auf Wunsch des Vorstandsmitglieds erfolgt oder ein wichtiger Grund vorliegt, der zum Widerruf der Bestellung oder zur Kündigung des Anstellungsvertrags berechtigt hätte. Gewährte Stock Awards verfallen jedoch nicht, wenn die Beendigung des Anstellungsvertrags aufgrund einvernehmlicher Beendigung auf Wunsch der Gesellschaft, aufgrund von Pensionierung, Erwerbsunfähigkeit oder Tod oder in Zusammenhang mit einer Ausgliederung, einem Betriebsübergang oder einem Wechsel der Tätigkeit innerhalb des Konzerns stattfindet. Die Stock Awards bleiben in diesem Fall bei Beendigung des Anstellungsvertrags bestehen und werden nach Ablauf der Sperrfrist erfüllt. Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern Über die Zustimmung zu Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern, insbesondere zu Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns, entscheidet das Präsidium des Aufsichtsrats. Hinsichtlich der Entscheidung über die Anrechnung einer eventuellen Vergütung für Nebentätigkeiten bleibt es bei der Zuständigkeit des Aufsichtsratsplenums. Die Wahrnehmung von Mandaten in Konzerngesellschaften gilt als mit der vertraglichen Vorstandsvergütung abgegolten. Die Mitglieder des Vorstands sind grundsätzlich zum Verzicht auf eine ihnen nach einem solchen Mandatsverhältnis an sich zustehende Vergütung verpflichtet. Sollte ein Verzicht nach der für die jeweilige Gesellschaft geltenden Rechts- oder Steuerordnung nicht möglich sein, wird die dem Vorstandsmitglied nach dem jeweiligen Mandatsverhältnis gezahlte Vergütung auf die für die Vorstandstätigkeit zustehende Vergütung angerechnet. Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen sind in → ZIFFER C.4.1 in → C.4 CORPORATE GOVERNANCE aufgeführt. A.10.1.2 VERGÜTUNG DER MITGLIEDER DES VORSTANDS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017 Der Aufsichtsrat hat zu Beginn des Geschäftsjahrs für die variable Vergütung (Bonus) für alle Mitglieder des Vorstands die Zielparameter Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) und Ergebnis je Aktie (Earnings per Share, EPS) jeweils auf Basis fortgeführter und nicht fortgeführter Aktivitäten festgelegt. Die EPS-Zielwerte wurden anhand einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage festgesetzt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat bei der Zielsetzung für die variable Vergütung zusätzlich individuelle Ziele zur stärkeren Berücksichtigung der Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt. Dabei wurden in der Regel bis zu fünf individuelle Ziele definiert. Die interne Überprüfung der Angemessenheit der Vergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017 hat ergeben, dass die sich aus der Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2017 ergebende Vorstandsvergütung angemessen ist. Unter Berücksichtigung der Angemessenheit und nach Prüfung des Erreichens der zu Beginn des Geschäftsjahrs festgelegten Ziele hat der Aufsichtsrat die Höhe der variablen Vergütung, der Aktienzusagen sowie der Beiträge zur Altersversorgung wie folgt festgelegt: Variable Vergütung (Bonus) Für die Zielparameter der variablen Vergütung (Bonus) resultierten folgende Zielsetzung und Zielerreichung: scroll Zielparameter 100%-Zielwert IST-Wert GJ 2017 Zielerreichung2 Kapitalrendite (ROCE)1 15,00% 13,54% 118,33% Ergebnis je Aktie (EPS)1, unverwässert (ø2015–2017) 7,32 € 7,67 € 123,33% Individuelle Ziele Fokusthemen 2017: Growth, Innovation, Digitalization und Excellence – 100 – 130% 1 Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten. 2 Die rechnerisch ermittelte Zielerreichung ROCE beträgt 51,33%. Diese wurde vom Aufsichtsrat aufgrund der Akquisition von Mentor Graphics und der Fusion des Windenergiegeschäfts von Siemens mit Gamesa Corporación Tecnológica S.A. (Gamesa) bereinigt. Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich für die Mitglieder des Vorstands Zielerreichungsgrade des Bonus zwischen 113,89% und 123,89%. Der Aufsichtsrat hat in der wertenden Gesamtschau aller Aspekte keine diskretionäre Anpassung der Bonusauszahlungsbeträge vorgenommen. Langfristige aktienbasierte Vergütung Zur Ermittlung der Anzahl der gewährten Aktienzusagen wurde der Xetra-Schlusskurs der Siemens-Aktie am Tag der Zusage, abzüglich des Gegenwerts der während der Sperrfrist erwarteten Dividenden, die dem Berechtigten nicht zustehen, herangezogen. Dieser Wert zur Ermittlung der Anzahl der Aktienzusagen beträgt 91,32 (im Vorjahr 75,60) €. Zusagen in Zusammenhang mit der Beendigung der Tätigkeit im Vorstand Da Herr Prof. Dr. Russwurm zum 31. März 2017 mit Ablauf seiner Amtszeit aus dem Vorstand ausgeschieden ist, wurden keine Zusagen in Zusammenhang mit der Beendigung seiner Vorstandstätigkeit vereinbart. Die bereits in der Vergangenheit zugesagten Stock Awards, für die noch die Sperrfrist läuft, bleiben gemäß der Regelung im Anstellungsvertrag uneingeschränkt erhalten. Gesamtvergütung Aufgrund der vorgenannten Festsetzungen des Aufsichtsrats ergibt sich für das Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtvergütung des Vorstands in Höhe von 33,97 Mio. €; dies entspricht einer Steigerung von 17,5% (im Vj. 28,90 Mio. €). Von dieser Gesamtvergütung entfielen 20,73 (im Vj. 20,19) Mio. € auf die Barvergütung und 13,24 (im Vj. 8,71) Mio. € auf die aktienbasierte Vergütung. Für die Mitglieder des Vorstands wurde die auf den folgenden Seiten dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2017 gewährt (individualisierte Angaben). Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Joe Kaeser Vorsitzender des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 2.034 2.130 2.130 2.130 Nebenleistungen1 102 104 104 104 Summe 2.136 2.234 2.234 2.234 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 2.034 2.130 0 5.112 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 2.158 2.096 0 6.600 Summe5 6.328 6.460 2.234 10.982 Versorgungsaufwand (Service Cost) 1.101 1.193 1.193 1.193 Gesamtvergütung (DCGK)6 7.428 7.653 3.427 12.175 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 2.773 2.639 Gesamtvergütung 7.066 6.969 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Dr. Roland Busch Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.043 1.065 1.065 1.065 Nebenleistungen1 55 55 55 55 Summe 1.098 1.120 1.120 1.120 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 1.043 1.065 0 2.556 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 1.099 1.048 0 3.300 Summe5 3.240 3.233 1.120 5.491 Versorgungsaufwand (Service Cost) 603 622 622 622 Gesamtvergütung (DCGK)6 3.843 3.855 1.742 6.113 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 1.387 1.284 Gesamtvergütung 3.584 3.452 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Lisa Davis7 Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.043 1.065 1.065 1.065 Nebenleistungen1 683 512 512 512 Summe 1.726 1.577 1.577 1.577 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 1.043 1.065 0 2.556 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 1.099 1.048 0 3.300 Summe5 3.868 3.690 1.577 5.491 Versorgungsaufwand (Service Cost) 576 566 566 566 Gesamtvergütung (DCGK)6 4.443 4.256 2.143 6.057 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 1.387 1.248 Gesamtvergütung 4.212 3.873 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Klaus Helmrich Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.043 1.065 1.065 1.065 Nebenleistungen1 48 52 52 52 Summe 1.091 1.117 1.117 1.117 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 1.043 1.065 0 2.556 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 1.099 1.048 0 3.300 Summe5 3.233 3.230 1.117 5.491 Versorgungsaufwand (Service Cost) 602 621 621 621 Gesamtvergütung (DCGK)6 3.835 3.851 1.738 6.112 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 1.370 1.284 Gesamtvergütung 3.560 3.448 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Janina Kugel Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 989 1.011 1.011 1.011 Nebenleistungen1 39 40 40 40 Summe 1.027 1.051 1.051 1.051 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 989 1.011 0 2.426 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 1.059 1.005 0 3.165 Summe5 3.075 3.067 1.051 5.231 Versorgungsaufwand (Service Cost) 530 593 593 593 Gesamtvergütung (DCGK)6 3.604 3.659 1.643 5.823 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 1.282 1.151 Gesamtvergütung 3.368 3.207 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Cedrik Neike89 Mitglied des Vorstands seit 1. April 2017 (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) − 533 533 533 Nebenleistungen1 − 15 15 15 Summe − 548 548 548 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert − 533 0 1.278 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) − 4.079 0 1.650 Summe5 − 5.159 548 2.746 Versorgungsaufwand (Service Cost) − 1.214 1.214 1.214 Gesamtvergütung (DCGK)6 − 6.373 1.762 3.959 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag − 606 Gesamtvergütung − 5.233 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Michael Sen10 Mitglied des Vorstands seit 1. April 2017 (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) − 533 533 533 Nebenleistungen1 − 115 115 115 Summe − 648 648 648 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert − 533 0 1.278 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) − 1.347 0 3.075 Summe5 − 2.528 648 2.746 Versorgungsaufwand (Service Cost) − 703 703 703 Gesamtvergütung (DCGK)6 − 3.231 1.351 3.449 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag − 624 Gesamtvergütung − 2.619 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Dr. Ralf P. Thomas Finanzvorstand (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.043 1.065 1.065 1.065 Nebenleistungen1 61 69 69 69 Summe 1.104 1.134 1.134 1.134 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 1.043 1.065 0 2.556 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 1.099 1.048 0 3.300 Summe5 3.246 3.247 1.134 5.491 Versorgungsaufwand (Service Cost) 603 622 622 622 Gesamtvergütung (DCGK)6 3.849 3.869 1.756 6.113 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 1.370 1.284 Gesamtvergütung 3.573 3.466 scroll Prof. Dr. Siegfried Russwurm11 Mitglied des Vorstands bis 31. März 2017 (Angaben in Tsd. €) 2016 2017 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.043 533 Nebenleistungen1 78 39 Summe 1.121 572 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Zielwert 1.043 533 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung23 Siemens Stock Awards4 (Sperrfrist: 4 Jahre) 1.099 524 Summe5 3.263 1.628 Versorgungsaufwand (Service Cost) 602 621 Gesamtvergütung (DCGK)6 3.865 2.249 Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 beträgt nach den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen 33,97 (im Vj. 28,90) Mio. €. Darin ist anstelle des nach DCGK anzugebenden Zielwerts der einjährigen variablen Vergütung der nachfolgend dargestellte Auszahlungsbetrag anzusetzen und der Versorgungsaufwand nicht einbezogen. Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag 1.317 606 Gesamtvergütung 3.538 1.702 1 Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weitere Nebenleistungen wie die Bereitstellung von Dienstwagen in Höhe von 159.957 (im Vj. 159.687) €, Zuschüsse zu Versicherungen in Höhe von 94.581 (im Vj. 139.795) €, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf übernommenen Steuern, Währungsausgleichszahlungen sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen in Höhe von 746.537 (im Vj. 765.327) €. 2 Die Angaben zu den individuellen Maximalwerten bei der mehrjährigen variablen Vergütung weisen den möglichen Maximalwert gemäß der für das Geschäftsjahr 2017 vereinbarten betragsmäßigen Höchstgrenze aus, das heißt 300% des jeweiligen Zielbetrags. 3 Der in den Geschäftsjahren 2017 und 2016 gemäß IFRS erfasste Aufwand aus aktienbasierter Vergütung für Mitglieder des Vorstands belief sich auf 19.031.892 € beziehungsweise 8.294.921 €. Auf die Mitglieder des Vorstands entfielen dabei im Geschäftsjahr 2017 folgende Beträge: Joe Kaeser 3.344.690 (im Vj. 2.378.584) €, Dr. Roland Busch 1.781.634 (im Vj. 1.283.779) €, Lisa Davis 1.301.296 (im Vj. 698.432) €, Klaus Helmrich 1.784.593 (im Vj. 1.284.349) €, Janina Kugel 1.278.363 (im Vj. 704.026) €, Cedrik Neike 2.978.584 (im Vj. 0) €, Michael Sen 135.659 (im Vj. 0) € und Dr. Ralf P. Thomas 1.393.673 (im Vj. 872.394) €. Dabei entfiel auf ehemalige Vorstandsmitglieder folgender entsprechend erfasster Aufwand: Brigitte Ederer 218.614 (im Vj. –42.052) €, Barbara Kux 218.614 (im Vj. –42.052) €, Peter Löscher 538.356 (im Vj. –103.403) €, Prof. Dr. Hermann Requardt 32.566 (im Vj. –5.624) €, Prof. Dr. Siegfried Russwurm 3.303.141 (im Vj. 1.302.593) €, Peter Y. Solmssen 692.506 (im Vj. –35.857) € und Dr. Michael Süß 29.604 (im Vj. –248) €. 4 Von den im Geschäftsjahr 2017 gewährten Stock Awards sind die meisten vom Erreichen des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern abhängig. Die Geldwerte der Stock Awards, bezogen auf einen Zielerreichungsgrad von 100%, beliefen sich auf 12.930.417 (im Vj. 8.560.190) €. Auf die einzelnen Mitglieder des Vorstands entfielen dabei folgende Beträge: Joe Kaeser 2.200.081 (im Vj. 2.120.051) €, Dr. Roland Busch 1.100.041 (im Vj. 1.080.022) €, Lisa Davis 1.100.041 (im Vj. 1.080.022) €, Klaus Helmrich 1.100.041 (im Vj. 1.080.022) €, Janina Kugel 1.055.020 (im Vj. 1.040.029) €, Cedrik Neike 3.700.065 (im Vj. 0) €, Michael Sen 1.025.067 (im Vj. 0) €, Dr. Ralf P. Thomas 1.100.041 (im Vj. 1.080.022) € sowie auf das ehemalige Vorstandsmitglied Prof. Dr. Siegfried Russwurm 550.020 (im Vj. 1.080.022) €. 5 Die Summe der Maximalvergütung für das Geschäftsjahr 2017 stellt die vertraglich vereinbarte betragsmäßige Höchstgrenze der Vergütung insgesamt, ohne Einbeziehung von Nebenleistungen und Versorgungszusagen, dar. Die betragsmäßige Höchstgrenze liegt mit dem 1,7-Fachen der Zielvergütung (Grundvergütung, Zielbetrag Bonus und Zielbetrag langfristige aktienbasierte Vergütung) unterhalb der Summe der vertraglichen Einzelcaps der erfolgsbezogenen Komponenten. 6 In der Gesamtvergütung wirkt der jeweilige beizulegende Zeitwert aktienbasierter Vergütungskomponenten am Gewährungstag. Unter Zugrundelegung der jeweiligen Geldwerte aktienbasierter Vergütungskomponenten beträgt die Gesamtvergütung 33.657.370 (im Vj. 28.747.477) €. 7 Die Bezüge von Frau Davis werden in Deutschland in Euro ausbezahlt. Es wurde vereinbart, dass diejenige Steuerlast ausgeglichen wird, die bedingt durch höhere Steuersätze in Deutschland im Vergleich zu den USA mehr angefallen ist. Ferner wurde eine Währungsausgleichszahlung für die Grundvergütung in den Kalenderjahren 2015 und 2016 sowie für den Bonus für die Geschäftsjahre 2015 und 2016 gewährt. 8 Als Ausgleich für den Verfall von Aktien beim vorherigen Arbeitgeber hat der Aufsichtsrat Herrn Neike einen einmaligen Betrag in Höhe von 4.200.000 € zugesagt. Dieser Betrag wurde zu 75% in Form von unverfallbaren Siemens Phantom Stock Awards und zu weiteren 25% als Sonderbeitrag zur Altersversorgung gewährt. Die Gesamtanzahl dieser zugesagten Siemens Phantom Stock Awards wurde zur einen Hälfte im September 2017 und wird zur anderen Hälfte im September 2018 fällig und erfüllt. Der Wert dieser Siemens Phantom Stock Awards ist allein abhängig von der Aktienkursentwicklung der Siemens-Aktie. Als Ausgleich für den Verfall von Aktien beim vorherigen Arbeitgeber sind diese Aktienzusagen nicht in der Ermittlung der Zielvergütung zu berücksichtigen und somit nicht in den Angaben zu den individuellen Minimal- und Maximalwerten enthalten. 9 Herr Neike wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2017 zum Executive Chairman of the Board of Directors der Siemens Ltd. China berufen. Von der hier ausgewiesenen Festvergütung sowie der auszuzahlenden einjährigen und der mehrjährigen variablen Vergütung wurde der Betrag in Höhe von 359.769 € von der Siemens Ltd. China gewährt und getragen und auf die Vergütung für die Vorstandstätigkeit bei der Siemens AG angerechnet. Von den hier ausgewiesenen Nebenleistungen wurde ein Betrag in Höhe von 7.778 € von der Siemens Ltd. China gewährt und getragen. Des Weiteren wurde vereinbart, dass die Siemens AG diejenige persönliche Steuerlast als Nettobetrag ausgleichen wird, die bedingt durch das doppelte Dienstverhältnis über das hinausgeht, was angefallen wäre, wenn nur die Steuer für die Leistungen aus dem Anstellungsvertrag mit der Siemens AG in Deutschland angefallen wäre. Zudem wird die Siemens AG etwaige Mehrbelastungen, die durch Abgaben und Beiträge zur Sozialversicherung oder zu vergleichbaren statuarischen Systemen in China im Verhältnis zu seiner Beitragsbelastung in Deutschland entstehen, als Nettobetrag ausgleichen. 10 Als Ausgleich für den Verfall von Aktien und Altersversorgung beim vorherigen Arbeitgeber hat der Aufsichtsrat Herrn Sen einen einmaligen Betrag in Höhe von 950.000 € zugesagt. Dieser Betrag wurde zu 50% in Form von Siemens Phantom Stock Awards und zu weiteren 50% als Sonderbeitrag zur Altersversorgung gewährt. 11 Herr Prof. Dr. Russwurm ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Zufluss Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss für das Geschäftsjahr 2017 aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung, differenziert nach den jeweiligen Bezugsjahren, und Versorgungsaufwand aus. Abweichend von der vorstehend dargestellten, für das Geschäftsjahr 2017 gewährten, mehrjährigen variablen Vergütung beinhaltet diese Tabelle den tatsächlichen Wert aus in Vorjahren gewährten und im Geschäftsjahr 2017 zugeflossenen, mehrjährigen variablen Vergütungen. Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Joe Kaeser Vorsitzender des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 2.130 2.034 Nebenleistungen1 104 102 Summe 2.234 2.136 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 2.639 2.773 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 4.570 2.310 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 3.542 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 903 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 1.028 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 1.407 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 0 Sonstiges6 200 97 Summe 9.643 7.316 Versorgungsaufwand (Service Cost) 1.193 1.101 Gesamtvergütung (DCGK) 10.835 8.416 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Dr. Roland Busch Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.065 1.043 Nebenleistungen1 55 55 Summe 1.120 1.098 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 1.284 1.387 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 2.949 1.259 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 2.024 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 555 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 925 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 703 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 0 Sonstiges6 129 53 Summe 5.482 3.797 Versorgungsaufwand (Service Cost) 622 603 Gesamtvergütung (DCGK) 6.104 4.399 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Lisa Davis Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.065 1.043 Nebenleistungen1 512 683 Summe 1.577 1.726 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 1.248 1.387 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 0 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 0 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 0 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 0 Sonstiges6 0 0 Summe 2.825 3.113 Versorgungsaufwand (Service Cost) 566 576 Gesamtvergütung (DCGK) 3.391 3.688 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Klaus Helmrich Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.065 1.043 Nebenleistungen1 52 48 Summe 1.117 1.091 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 1.284 1.370 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 3.052 1.301 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 2.024 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 598 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 1.028 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 703 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 0 Sonstiges6 133 55 Summe 5.586 3.816 Versorgungsaufwand (Service Cost) 621 602 Gesamtvergütung (DCGK) 6.207 4.418 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Janina Kugel Mitglied des Vorstands (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.011 989 Nebenleistungen1 40 39 Summe 1.051 1.027 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 1.151 1.282 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 0 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 0 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 0 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 0 Sonstiges6 0 0 Summe 2.202 2.309 Versorgungsaufwand (Service Cost) 593 530 Gesamtvergütung (DCGK) 2.795 2.839 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Cedrik Neike78 Mitglied des Vorstands seit 1. April 2017 (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 533 − Nebenleistungen1 15 − Summe 548 − Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 606 − Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 0 − Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 0 − Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 − Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 0 − Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 − Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 − Sonstiges6 1.402 − Summe 2.556 − Versorgungsaufwand (Service Cost) 1.214 − Gesamtvergütung (DCGK) 3.770 − Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Michael Sen9 Mitglied des Vorstands seit 1. April 2017 (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 533 − Nebenleistungen1 115 − Summe 648 − Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 624 − Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 0 − Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 0 − Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 − Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 0 − Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 − Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 − Sonstiges6 0 − Summe 1.272 − Versorgungsaufwand (Service Cost) 703 − Gesamtvergütung (DCGK) 1.975 − Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder scroll Dr. Ralf P. Thomas Finanzvorstand (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 1.065 1.043 Nebenleistungen1 69 61 Summe 1.134 1.104 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 1.284 1.370 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 891 465 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 891 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 397 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 0 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 0 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 67 Sonstiges6 39 20 Summe 3.347 2.958 Versorgungsaufwand (Service Cost) 622 603 Gesamtvergütung (DCGK) 3.969 3.561 scroll Prof. Dr. Siegfried Russwurm10 Mitglied des Vorstands bis 31. März 2017 (Angaben in Tsd. €) 2017 2016 Erfolgsunabhängige Komponenten Festvergütung (Grundvergütung) 533 1.043 Nebenleistungen1 39 78 Summe 572 1.121 Erfolgsbezogene Komponenten Ohne langfristige Anreizwirkung, nicht aktienbasiert Einjährige variable Vergütung (Bonus) – Auszahlungsbetrag2 606 1.317 Mit langfristiger Anreizwirkung, aktienbasiert Mehrjährige variable Vergütung 3.052 2.310 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2012–2016)3 2.024 0 Siemens Stock Awards (Sperrfrist: 2011–2015)4 0 903 Bonus Awards (Wartefrist: 2012–2016)5 1.028 0 Bonus Awards (Wartefrist: 2011–2015)5 0 1.407 Share Matching Plan (Haltefrist: 2013–2015) 0 0 Sonstiges6 133 97 Summe 4.363 4.845 Versorgungsaufwand (Service Cost) 621 602 Gesamtvergütung (DCGK) 4.984 5.447 1 Die Nebenleistungen enthalten die Kosten für beziehungsweise den geldwerten Vorteil von Sachbezügen und weitere Nebenleistungen wie die Bereitstellung von Dienstwagen in Höhe von 159.957 (im Vj. 159.687) €, Zuschüsse zu Versicherungen in Höhe von 94.581 (im Vj. 139.795) €, Rechts-, Steuerberatungs-, Wohnungs- und Umzugskosten, einschließlich der gegebenenfalls hierauf übernommenen Steuern, Währungsausgleichszahlungen sowie Kosten in Zusammenhang mit Vorsorgeuntersuchungen in Höhe von 746.537 (im Vj. 765.327) €. 2 Der ausgewiesene Auszahlungsbetrag der einjährigen variablen Vergütung (Bonus) entspricht dem für das Geschäftsjahr 2017 zugesagten Betrag, der im Januar 2018 zur Auszahlung kommt. 3 Für die eine Hälfte der Siemens Stock Awards 2012 war die Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre und betrug 154%. Die Zielerreichung der anderen Hälfte war abhängig von der relativen Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu relevanten Wettbewerbern während der vierjährigen Sperrfrist. Diese betrug 87%. Gemäß den Planregeln ist daher eine der Zielunterschreitung entsprechende Anzahl der auf Basis einer Zielerreichung von 100% gewährten Siemens Stock Awards 2012 ersatzlos verfallen. 4 Für die eine Hälfte der Siemens Stock Awards 2011 war die Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre und betrug 114%. Die Zielerreichung der anderen Hälfte war abhängig von der relativen Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu relevanten Wettbewerbern während der vierjährigen Sperrfrist. Diese betrug 0%. Gemäß den Planregeln sind daher die hierfür bereits gewährten Siemens Stock Awards 2011 ersatzlos verfallen. 5 Der Bonus für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 wurde zu 50% in Form von unverfallbaren Aktienzusagen (Bonus Awards) gewährt; nach Ablauf der Wartefrist von vier Jahren wurden den Berechtigten im November 2015 beziehungsweise 2016 je Bonus Award eine Siemens-Aktie übertragen. 6 Sonstiges enthält die Anpassung für die Siemens Stock Awards 2011 und 2012 sowie Bonus Awards 2011 und 2012 (Übertragung im November 2015 beziehungsweise 2016), die aufgrund der Abspaltung von OSRAM gemäß §23 UmwG in Verbindung mit §125 UmwG erfolgte. 7 Als Ausgleich für den Verfall von Aktien beim vorherigen Arbeitgeber hat der Aufsichtsrat Herrn Neike einen einmaligen Betrag in Höhe von 4.200.000 € zugesagt. Dieser Betrag wurde zu 75% in Form von unverfallbaren Siemens Phantom Stock Awards und zu weiteren 25% als Sonderbeitrag zur Altersversorgung gewährt. Die Gesamtanzahl dieser zugesagten Siemens Phantom Stock Awards wurde zur einen Hälfte im September 2017 und wird zur anderen Hälfte im September 2018 fällig und erfüllt. Der Wert dieser Siemens Phantom Stock Awards ist allein abhängig von der Aktienkursentwicklung der Siemens-Aktie. 8 Herr Neike wurde mit Wirkung zum 1. Mai 2017 zum Executive Chairman of the Board of Directors der Siemens Ltd. China berufen. Von der hier ausgewiesenen Festvergütung sowie der auszuzahlenden einjährigen Vergütung wurde der Betrag in Höhe von 222.802 € von der Siemens Ltd. China gewährt und getragen und auf die Vergütung für die Vorstandstätigkeit bei der Siemens AG angerechnet. Von den hier ausgewiesenen Nebenleistungen wurde ein Betrag in Höhe von 7.778 € von der Siemens Ltd. China gewährt und getragen. Des Weiteren wurde vereinbart, dass die Siemens AG diejenige persönliche Steuerlast als Nettobetrag ausgleichen wird, die bedingt durch das doppelte Dienstverhältnis über das hinausgeht, was angefallen wäre, wenn nur die Steuer für die Leistungen aus dem Anstellungsvertrag mit der Siemens AG in Deutschland angefallen wäre. Zudem wird die Siemens AG etwaige Mehrbelastungen, die durch Abgaben und Beiträge zur Sozialversicherung oder zu vergleichbaren statuarischen Systemen in China im Verhältnis zu seiner Beitragsbelastung in Deutschland entstehen, als Nettobetrag ausgleichen. 9 Als Ausgleich für den Verfall von Aktien und Altersversorgung beim vorherigen Arbeitgeber hat der Aufsichtsrat Herrn Sen einen einmaligen Betrag in Höhe von 950.000 € zugesagt. Dieser Betrag wurde zu 50% in Form von Siemens Phantom Stock Awards und zu weiteren 50% als Sonderbeitrag zur Altersversorgung gewährt. 10 Herr Prof. Dr. Russwurm ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Versorgungszusagen Für das Geschäftsjahr 2017 wurden den Mitgliedern des Vorstands auf der Grundlage des am 8. November 2017 vom Aufsichtsrat gefassten Beschlusses im Rahmen der BSAV Beiträge in Höhe von 5,0 (im Vj. 4,6) Mio. € gewährt, davon entfielen 0,1 (im Vj. 0,1) Mio. € auf die Finanzierung der persönlichen Altzusagen. Die Bereitstellung der BSAV-Beiträge auf dem persönlichen Versorgungskonto erfolgt jeweils im auf das Ende des Geschäftsjahrs folgenden Januar. Auf dem Versorgungskonto wird bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich jeweils am 1. Januar eine Zinsgutschrift (Garantiezins) in Höhe von derzeit 0,90% erteilt. Die folgende Übersicht zeigt die Beiträge (Zuführungen) zur BSAV für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Anwartschaftsbarwerte der Pensionszusagen in individualisierter Form: scroll Beitrag1insgesamt für Anwartschaftsbarwert2sämtlicher Pensionszusagen ohne Entgeltumwandlungen3 (Angaben in €) 2017 2016 2017 2016 Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 1.192.800 1.139.040 11.195.488 10.391.542 Dr. Roland Busch 596.400 583.968 4.742.811 4.342.427 Lisa Davis 596.400 583.968 4.532.350 3.817.196 Klaus Helmrich 596.400 583.968 5.007.306 4.607.800 Janina Kugel 566.160 553.728 1.628.418 1.084.971 Cedrik Neike4 298.200 − 1.213.897 − Michael Sen5 298.200 − 703.169 − Dr. Ralf P. Thomas 596.400 583.968 4.727.702 4.297.199 Ehemalige Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Siegfried Russwurm6 298.200 583.968 6.317.937 6.083.534 Summe 5.039.160 4.612.608 40.069.078 34.624.669 1 Der im Geschäftsjahr 2017 gemäß IFRS erfasste Aufwand (Service Cost) für Ansprüche der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 aus der BSAV belief sich auf 6.754.665 (im Vj. 4.615.543) €. 2 In den Anwartschaftsbarwerten wirken die einmaligen BSAV-Sonderbeiträge bei Neubestellungen von Unternehmensexternen in Höhe von 1.525.000 (im Vj. 0) €. 3 Auf Entgeltumwandlungen entfallen insgesamt 4.001.386 (im Vj. 3.829.397) €, davon auf Joe Kaeser 3.590.178 (im Vj. 3.428.243) €, Klaus Helmrich 354.801 (im Vj. 343.953) € und Dr. Ralf P. Thomas 56.407 (im Vj. 57.201) €. 4 Herr Neike wurde mit Wirkung zum 1. April 2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 5 Herr Sen wurde mit Wirkung zum 1. April 2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 6 Herr Prof. Dr. Russwurm ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten im Geschäftsjahr 2017 Gesamtbezüge im Sinne von §314 Abs. 1 Nr. 6b HGB in Höhe von 34,1 (im Vj. 52,3) Mio. €. Die Gesamtbezüge vom Vorjahr enthielten die Einmalzahlungen der ehemaligen Vorstandsmitglieder Herr Prof. Dr. Requardt und Herr Solmssen. Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation, DBO) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug zum 30. September 2017 191,5 (im Vj. 216,3) Mio. €, die in → Ziffer 16 in → B.6 ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS enthalten sind. Sonstiges Mitglieder des Vorstands erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. A.10.1.3 ZUSATZANGABEN ZU AKTIENBASIERTEN VERGÜTUNGSINSTRUMENTEN IM GESCHÄFTSJAHR 2017 Aktienzusagen Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Bestands der von den Mitgliedern des Vorstands gehaltenen Aktienzusagen im Geschäftsjahr 2017: scroll Bestand am Anfang des Geschäftsjahrs 2017 Im Geschäftsjahr gewährt1 Im Geschäftsjahr erdient und erfüllt Im Geschäftsjahr verfallen2 (Angaben in Stück) Unverfallbare Zusagen Bonus Awards Verfall- bare Zusagen Stock Awards Verfallbare Zusagen Stock Awards Zusagen Bonus Awards und Stock Awards Zusagen Stock Awards Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 25.631 138.923 24.092 41.904 1.752 Dr. Roland Busch 19.425 75.263 12.046 27.042 1.001 Lisa Davis 576 53.261 12.046 0 0 Klaus Helmrich 19.536 75.263 12.046 27.984 1.001 Janina Kugel − 29.412 11.553 0 0 Cedrik Neike456 − − 31.7547 12.6557 0 Michael Sen58 − − 11.225 0 0 Dr. Ralf P. Thomas 5.030 57.250 12.046 8.166 440 Ehemalige Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Siegfried Russwurm9 20.043 78.633 6.023 27.984 1.001 Summe 90.241 508.005 132.831 145.735 5.196 scroll Bestand am Ende des Geschäftsjahrs 20173 (Angaben in Stück) Unverfallbare Zusagen Bonus Awards Verfallbare Zusagen Stock Awards Zum 30. September 2017 amtierende Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 16.206 128.784 Dr. Roland Busch 10.942 67.749 Lisa Davis 576 65.307 Klaus Helmrich 10.111 67.749 Janina Kugel 0 40.965 Cedrik Neike456 0 19.099 Michael Sen58 0 11.225 Dr. Ralf P. Thomas 5.030 60.690 Ehemalige Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Siegfried Russwurm9 10.618 65.096 Summe 53.483 526.664 1 Als gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt ergab sich dabei im Geschäftsjahr 2017 je zugesagte Aktie ein Wert von 99,70 €. 2 Für die eine Hälfte der Siemens Stock Awards 2012 war die Zielerreichung abhängig vom EPS-Wert der vergangenen drei Geschäftsjahre und betrug 154%. Die Zielerreichung der anderen Hälfte war abhängig von der relativen Entwicklung des Aktienkurses im Vergleich zu relevanten Wettbewerbern während der vierjährigen Sperrfrist. Diese betrug 87%. Gemäß den Planregeln ist daher eine der Zielunterschreitung entsprechende Anzahl der auf Basis einer Zielerreichung von 100% gewährten Siemens Stock Awards 2012 ersatzlos verfallen. 3 Die Werte berücksichtigen auch die im November 2016 für das Geschäftsjahr 2017 gewährten Aktienzusagen (Stock Awards). Die Werte können ferner Aktienzusagen enthalten, die das betreffende Vorstandsmitglied in der Zeit vor seiner Mitgliedschaft im Vorstand als Vergütung erhalten hat. 4 Herr Neike wurde mit Wirkung zum 1. April 2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 5 Aufgrund der unterjährigen Bestellung von Herrn Neike und Herrn Sen zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands wurde der Zielbetrag der aktienbasierten Vergütung zeitanteilig ermittelt und anstelle von Stock Awards wurde eine entsprechende Anzahl von Siemens Phantom Stock Awards zugesagt. Für diese wird anstatt der Übertragung von Aktien am Ende der Sperrfrist ausschließlich ein Barausgleich vorgenommen. Im Übrigen gelten insoweit die für die Siemens Stock Awards getroffenen Regelungen entsprechend. 6 Die ausgewiesenen Werte enthalten die Aktienzusagen, die Herrn Neike aufgrund seiner Tätigkeit als Executive Chairman of the Board of Directors von der Siemens Ltd. China gewährt wurden. 7 Die Werte berücksichtigen ferner die unverfallbaren Aktienzusagen, die Herr Neike als Ausgleich für den Verfall von Aktien beim vorherigen Arbeitgeber erhalten hat. Die Gesamtanzahl dieser Zusagen wurde zur einen Hälfte im September 2017 und wird zur anderen Hälfte im September 2018 fällig und erfüllt. Der Wert dieser Aktienzusagen ist allein abhängig von der Aktienkursentwicklung der Siemens-Aktie. 8 Herr Sen wurde mit Wirkung zum 1. April 2017 zum ordentlichen Mitglied des Vorstands bestellt. 9 Herr Prof. Dr. Russwurm ist mit Wirkung zum Ablauf des 31. März 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Aktien aus dem Share Matching Plan Die Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2011 letztmals berechtigt, am Share Matching Plan teilzunehmen und bis zu 50% des Bruttobetrags ihrer für das Geschäftsjahr 2010 festgesetzten variablen Barvergütung unter dem Plan in Siemens-Aktien zu investieren. Die Planteilnehmer haben nach Ablauf einer rund dreijährigen Haltefrist für je drei unter dem Plan erworbene und durchgängig gehaltene Aktien Anspruch auf eine Siemens-Aktie ohne Zuzahlung, sofern sie bis zum Ende der Haltefrist ununterbrochen bei der Siemens AG oder einer Konzerngesellschaft beschäftigt waren. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 hatte Frau Kugel Anspruch auf drei Matching-Aktien, die sie vor der Mitgliedschaft im Vorstand erworben hatte. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Ansprüche auf Matching-Aktien erworben, fällig oder sind verfallen. Am Ende des Geschäftsjahrs 2017 bestanden noch folgende Ansprüche auf Matching-Aktien: Janina Kugel drei Stück mit einem Zeitwert von 174 €. Share Ownership Guidelines Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands gelten jeweils unterschiedliche Termine des erstmaligen Nachweises der Erfüllung der Siemens Share Ownership Guidelines, abhängig vom Zeitpunkt der Bestellung zum Mitglied des Vorstands. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Anzahl der Siemens-Aktien, die von den zum 30. September 2017 amtierenden Mitgliedern des Vorstands zur Erfüllung der Share Ownership Guidelines zum Nachweistermin im März 2017 gehalten wurden und mit Blick auf die weiteren Nachweistermine dauerhaft zu halten sind. scroll Verpflichtung nach Share Ownership Guidelines Erforderlich Nachgewiesen (Angaben in Stück beziehungsweise €) Prozentsatz Grundvergütung1 Betrag1 Aktienanzahl2 Prozentsatz Grundvergütung1 Betrag2 Aktienanzahl3 Zum 30. September 2017 amtierende und zum 10. März 2017 nachweispflichtige Vorstandsmitglieder Joe Kaeser 300% 5.516.344 51.039 567% 10.424.316 96.450 Dr. Roland Busch 200% 2.029.863 18.781 291% 2.953.070 27.323 Klaus Helmrich 200% 2.010.175 18.599 308% 3.093.142 28.619 Summe 9.556.381 88.419 16.470.527 152.392 1 Für die Höhe der Verpflichtung ist die durchschnittliche Grundvergütung während der jeweils vergangenen vier Jahre vor dem jeweiligen Nachweistermin maßgeblich. 2 Auf Grundlage des durchschnittlichen Xetra-Eröffnungskurses des vierten Quartals 2016 (Oktober – Dezember) in Höhe von 108,08€. 3 Zum Stichtag 10. März 2017 (Nachweistermin), inklusive Bonus Awards. A.10.2 Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregeln für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 28. Januar 2014 mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2014 verabschiedet; sie sind in §17 der Satzung der Siemens AG niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestaltet; sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss und im Präsidium sowie im Vergütungs-, Compliance- sowie Innovations- und Finanzausschuss werden zusätzlich vergütet. Nach den geltenden Regeln erhalten Mitglieder des Aufsichtsrats jährlich eine Grundvergütung in Höhe von 140.000 €; der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält eine Grundvergütung von 280.000 € und jeder seiner Stellvertreter von 220.000 €. Die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats erhalten für ihre Tätigkeit in den jeweiligen Ausschüssen zusätzlich folgende feste Vergütung: der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 160.000 €, jedes andere Mitglied des Prüfungsausschusses 80.000 €; der Vorsitzende des Präsidiums 120.000 €, jedes andere Mitglied des Präsidiums 80.000 €; der Vorsitzende des Vergütungsausschusses 100.000 €, jedes andere Mitglied des Vergütungsausschusses 60.000 €, wobei die Vergütung für eine etwaige Tätigkeit im Präsidium auf die Vergütung für eine Tätigkeit im Vergütungsausschuss angerechnet wird; der Vorsitzende des Innovations- und Finanzausschusses 80.000 €, jedes andere Mitglied dieses Ausschusses 40.000 €; der Vorsitzende des Compliance-Ausschusses 80.000 €, jedes andere Mitglied dieses Ausschusses 40.000 €. Die Tätigkeit im Compliance-Ausschuss wird jedoch nicht zusätzlich vergütet, soweit einem Mitglied dieses Ausschusses eine Vergütung wegen seiner Tätigkeit im Prüfungsausschuss zusteht. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an einer Sitzung des Aufsichtsrats nicht teil, reduziert sich ein Drittel der ihm insgesamt zustehenden Vergütung prozentual im Verhältnis der im Geschäftsjahr stattgefundenen Aufsichtsratssitzungen zu den Aufsichtsratssitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat. Bei Veränderungen im Aufsichtsrat oder in seinen Ausschüssen erfolgt die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate. Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer ersetzt. Dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats werden darüber hinaus für die Wahrnehmung seiner Aufgaben ein Büro mit Sekretariat und eine Fahrbereitschaft zur Verfügung gestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten vom Unternehmen keine Kredite und Vorschüsse. Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2017 (individualisierte Angaben). scroll 2017 (Angaben in €) Grundvergütung Zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Gesamt Zum 30. September 2017 amtierende Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerhard Cromme 280.000 280.000 57.000 617.000 Birgit Steinborn1 220.000 200.000 48.000 468.000 Werner Wenning 220.000 140.000 42.000 402.000 Olaf Bolduan1 140.000 – 10.500 150.500 Michael Diekmann 133.333 57.143 13.500 203.976 Dr. Hans Michael Gaul 140.000 160.000 34.500 334.500 Reinhard Hahn1 140.000 – 10.500 150.500 Bettina Haller1 133.333 76.190 21.000 230.524 Hans-Jürgen Hartung 140.000 – 10.500 150.500 Robert Kensbock1 140.000 180.000 31.500 351.500 Harald Kern1 133.333 76.190 19.500 229.024 Jürgen Kerner1 140.000 200.000 40.500 380.500 Dr. Nicola Leibinger-Kammüller 133.333 76.190 33.000 242.524 Gérard Mestrallet 140.000 – 10.500 150.500 Dr. Norbert Reithofer 133.333 38.095 16.500 187.929 Güler Sabancı 140.000 – 10.500 150.500 Dr. Nathalie von Siemens 140.000 – 10.500 150.500 Michael Sigmund 140.000 – 10.500 150.500 Jim Hagemann Snabe 133.333 114.286 31.500 279.119 Sibylle Wankel1 140.000 40.000 16.500 196.500 Summe 3.060.000 1.638.095 478.500 5.176.595 1 Diese Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. scroll 2016 (Angaben in €) Grund-vergütung Zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeit Sitzungsgeld Gesamt Zum 30. September 2017 amtierende Aufsichtsratsmitglieder Dr. Gerhard Cromme 280.000 280.000 45.000 605.000 Birgit Steinborn1 220.000 200.000 43.500 463.500 Werner Wenning 220.000 140.000 30.000 390.000 Olaf Bolduan1 133.333 – 9.000 142.333 Michael Diekmann 133.333 57.143 13.500 203.976 Dr. Hans Michael Gaul 140.000 160.000 27.000 327.000 Reinhard Hahn1 140.000 – 10.500 150.500 Bettina Haller1 140.000 80.000 25.500 245.500 Hans-Jürgen Hartung 140.000 – 10.500 150.500 Robert Kensbock1 140.000 180.000 30.000 350.000 Harald Kern1 140.000 80.000 22.500 242.500 Jürgen Kerner1 140.000 200.000 33.000 373.000 Dr. Nicola Leibinger-Kammüller 140.000 80.000 27.000 247.000 Gérard Mestrallet 126.667 – 7.500 134.167 Dr. Norbert Reithofer 133.333 38.095 15.000 186.429 Güler Sabancı 140.000 – 10.500 150.500 Dr. Nathalie von Siemens 140.000 – 10.500 150.500 Michael Sigmund 140.000 – 10.500 150.500 Jim Hagemann Snabe 140.000 120.000 31.500 291.500 Sibylle Wankel1 140.000 40.000 16.500 196.500 Summe 3.066.667 1.655.238 429.000 5.150.905 1 Diese Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat sowie die Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat haben erklärt, ihre Vergütung entsprechend den Richtlinien des Deutschen Gewerkschaftsbunds an die Hans-Böckler-Stiftung abzuführen. A.10.3 Sonstiges Die Gesellschaft unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung für Organmitglieder und bestimmte Mitarbeiter des Siemens-Konzerns. Sie wird jährlich abgeschlossen beziehungsweise verlängert. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass der Personenkreis bei Ausübung seiner Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird. In der Police für das Geschäftsjahr 2017 ist für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats ein Selbstbehalt enthalten, der den Vorgaben des Aktiengesetzes und des DCGK entspricht. A.11 Übernahmerelevante Angaben (nach §289 Abs. 4 und §315 Abs. 4 HGB) sowie erläuternder Bericht A.11.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Zum 30. September 2017 belief sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 2,550 Mrd. €. Das Grundkapital ist in 850 Mio. auf Namen lautende Stückaktien ohne Nennbetrag unterteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des AktG, insbesondere aus den §§12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. A.11.2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. In den Fällen des §136 AktG ist das Stimmrecht aus den betroffenen Aktien kraft Gesetzes ausgeschlossen. Aktien, die weltweit an Mitarbeiter unter dem Mitarbeiteraktienprogramm ausgegeben werden, das seit Beginn des Geschäftsjahrs 2009 existiert (insbesondere Share Matching Plan), unterliegen keiner Veräußerungssperre, soweit nicht lokal anwendbare Rechtsvorschriften eine solche Veräußerungssperre vorsehen. Um für jeweils drei im Rahmen des Aktienprogramms gekaufte Aktien eine Matching-Aktie ohne Zuzahlung zu erhalten, müssen die Teilnehmer des Programms diese Aktien jedoch für einen mehrjährigen Erdienungszeitraum halten; Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer durchgängig bis zum Ablauf der Haltefrist bei der Siemens AG oder einer anderen Konzerngesellschaft beschäftigt sind. Werden Aktien während der Haltefrist verkauft, übertragen, durch ein Kursabsicherungsgeschäft gesichert, verpfändet oder anderweitig belastet, entfällt der Anspruch auf Matching-Aktien. Die von Siemens-Vermögensverwaltung GmbH (vSV) hat auf Dauer angelegte Vollmachten, im Namen der Mitglieder der Familie von Siemens die Stimmrechte von 10.814.609 Aktien (Stand: 30. September 2017) auszuüben, wobei diese Aktien einen Teil des Bestands der von den Mitgliedern der Familie von Siemens insgesamt gehaltenen Aktien darstellen. Die Stimmrechtsvollmacht besteht auf der Grundlage eines zwischen der vSV und (unter anderem) Mitgliedern der Siemens-Familie abgeschlossenen Vertrags. Das Stimmrecht für diese Aktien wird einheitlich durch die vSV ausgeübt, unter Berücksichtigung der Vorschläge einer von den Familienmitgliedern gegründeten Familiengesellschaft oder eines ihrer Gremien. A.11.3 Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§84 und 85 AktG sowie in §31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) geregelt. Der Vorstand besteht gemäß §8 Abs. 1 der Satzung aus mehreren Personen; die Zahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Eine Änderung der Satzung bedarf nach §179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß §13 Abs. 2 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Hauptversammlungsbeschlüsse ermächtigt worden, §4 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung der Genehmigten und Bedingten Kapitalia und nach Ablauf der jeweiligen Ermächtigungs- bzw. Ausnutzungsfrist zu ändern. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen der einfachen Stimmenmehrheit, soweit nicht das Gesetz zwingend eine größere Mehrheit vorschreibt. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach §179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt. A.11.4 Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 25. Januar 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 90 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 30 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur an Arbeitnehmer der Siemens AG und ihrer verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach §58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen könnten. Außerdem ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 27. Januar 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 528,6 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 176,2 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014). Zum 30. September 2017 verfügt die Siemens AG somit über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 618,6 Mio. €, das in Teilbeträgen mit unterschiedlichen Befristungen durch Ausgabe von bis zu 206,2 Mio. auf Namen lautenden Stückaktien ausgegeben werden kann. Durch Beschlüsse der Hauptversammlungen am 28. Januar 2014 und am 27. Januar 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, Schuldverschreibungen mit Wandlungsrecht oder mit in Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten oder eine Kombination dieser Instrumente auf jeweils bis zu 80 Mio. auf Namen lautende Stückaktien der Siemens AG zu begeben. Aufgrund der beiden Ermächtigungen können jeweils Wandel-/Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 15 Mrd. € von der Gesellschaft oder durch eine Konzerngesellschaft in der Zeit bis zum 27. Januar 2019 beziehungsweise bis zum 26. Januar 2020 begeben werden. Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von solchen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen wurde das Grundkapital in den Hauptversammlungen 2014 und 2015 um jeweils bis zu 80 Mio. auf Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingte Kapitalia 2014 und 2015); dies entspricht insgesamt einer Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 480 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 160 Mio. Stückaktien. Neue Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2014 und die genannten Schuldverschreibungen können gegen Bar- oder Sachleistung ausgegeben werden. Sie sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Ausgabe gegen Sachleistung auszuschließen. Bei Ausgabe gegen Barleistung kann das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausgeschlossen werden: ― Der Ausgabepreis der neuen Aktien oder der Schuldverschreibungen unterschreitet deren Börsenpreis beziehungsweise den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10% des Grundkapitals gemäß oder entsprechend §186 Abs. 3 Satz 4 AktG). ― Der Ausschluss ist für Spitzenbeträge erforderlich, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben. ― Der Ausschluss gewährt einen Verwässerungsausgleich in Zusammenhang mit bereits begebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen. Für die aus den Genehmigten Kapitalia und die aus den Schuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Bar- und Sachleistungen ausgegebenen oder auszugebenden neuen Aktien gelten in bestimmten Fällen weitere Einschränkungen; dazu zählt insbesondere eine Begrenzung auf einen Anteil am Grundkapital von insgesamt nicht mehr als 20%, wie in der jeweiligen Ermächtigung näher beschrieben. Im Februar 2012 hat Siemens Optionsschuldverschreibungen mit einem Volumen von 3 Mrd. US$ begeben. Einen Großteil der 2012 emittierten Optionsscheine hat Siemens im September 2015 gegen neue Optionsscheine umgetauscht; zu diesem Zweck hat Siemens erneut Optionsschuldverschreibungen begeben. Nach Rückzahlung der ersten Tranche von 1,5 Mrd. US$ bei Fälligkeit im August 2017 ergeben sich aus den noch ausstehenden Optionsscheinen insgesamt Optionsrechte auf rund 11,5 Mio. Siemens-Aktien. Neben der Nutzung von bedingtem Kapital erlauben es die jeweiligen Optionsbedingungen Siemens, ausgeübte Optionsrechte auch aus dem Bestand eigener Aktien zu bedienen und die Optionsscheine zurückzukaufen. Die Gesellschaft darf eigene Aktien nur mit vorheriger Ermächtigung der Hauptversammlung oder in den wenigen im Aktiengesetz ausdrücklich geregelten Fällen zurückerwerben. Am 27. Januar 2015 ermächtigte die Hauptversammlung die Gesellschaft, in der Zeit bis zum 26. Januar 2020 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder – sofern dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Der Erwerb der Siemens-Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) als Kauf über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots. Ergänzend wurde der Vorstand ermächtigt, den Erwerb von Siemens-Aktien gemäß der oben beschriebenen Ermächtigung auch unter Einsatz bestimmter Derivate (Put-Optionen, Call-Optionen und Terminkäufe sowie Kombinationen dieser Derivate) durchzuführen. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz solcher Derivate sind dabei auf Aktien im Umfang von höchstens 5% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Die Laufzeit eines Derivats darf jeweils 18 Monate nicht überschreiten und muss so gewählt werden, dass der Erwerb der Siemens-Aktien in Ausübung des Derivats nicht nach dem 26. Januar 2020 erfolgt. Der Vorstand wurde durch Hauptversammlungsbeschluss vom 27. Januar 2015 ermächtigt, die eigenen Aktien, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworben wurden, zusätzlich zu einer Veräußerung über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch wie folgt zu verwenden: ― Sie können eingezogen werden. ― Sie können in Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungs- beziehungsweise Belegschaftsaktienprogrammen der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen verwendet und an Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zu der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen stehen oder standen, sowie an Organmitglieder von mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. ― Außerdem können sie mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen angeboten und übertragen werden. ― Der Vorstand kann die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte veräußern, wenn der Veräußerungspreis den Börsenpreis einer Siemens-Aktie nicht wesentlich unterschreitet (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10% des Grundkapitals entsprechend §186 Abs. 3 Satz 4 AktG). ― Schließlich können sie zur Bedienung beziehungsweise Absicherung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien, insbesondere aus oder in Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel-/Optionsschuldverschreibungen, verwendet werden (Bezugsrechtsausschluss begrenzt auf 10% des Grundkapitals entsprechend §186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die aufgrund dieser oder früher erteilter Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Siemens-Aktien zu verwenden, die mit Vorstandsmitgliedern der Siemens AG im Rahmen der Regelungen zur Vorstandsvergütung vereinbart wurden beziehungsweise werden. Im November 2015 kündigte die Gesellschaft einen Aktienrückkauf innerhalb der nächsten bis zu 36 Monate in einem Volumen von bis zu 3 Mrd. € an. Dieser wurde am 2. Februar 2016 unter Ausnutzung der am 27. Januar 2015 von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen begonnen. Im Rahmen des Aktienrückkaufs wurden bis zum 30. September 2017 10.439.856 Aktien zu einem Kaufpreis von rund 1,163 Mrd. € (ohne Erwerbsnebenkosten) zurückgekauft. Der Aktienrückkauf dient ausschließlich den Zwecken der Einziehung, der Ausgabe an Mitarbeiter, Organmitglieder von verbundenen Unternehmen und Mitglieder des Vorstands sowie der Bedienung/Absicherung von Erwerbspflichten oder -rechten auf Siemens-Aktien insbesondere aus und im Zusammenhang mit Wandel- und Optionsschuldverschreibungen. Zum 30. September 2017 verfügte die Gesellschaft über 34.481.120 Stück eigene Aktien. Die Einzelheiten der Ermächtigungen, insbesondere auch die Grenzen der Möglichkeit zum Bezugsrechtsausschluss und die Anrechnungsmodalitäten, ergeben sich aus dem jeweiligen Ermächtigungsbeschluss und §4 der Satzung. A.11.5 Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die Siemens AG verfügt über zwei Kreditlinien von 4 Mrd. € beziehungsweise 3 Mrd. US$, die ein Kündigungsrecht der Darlehensgeber für den Fall vorsehen, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Tätigkeit der Siemens AG auszuüben (Art. 3 (2) Verordnung [EG] Nr. 139/2004 des Rates). Außerdem schlossen im März 2013 eine konsolidierte Siemens-Tochtergesellschaft als Darlehensnehmerin und die Siemens AG als Garantin zwei bilaterale Darlehensverträge ab, die jeweils in voller Höhe von jeweils 500 Mio. US$ in Anspruch genommen wurden. Beide Darlehensverträge sehen ein Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers für den Fall vor, dass (1) die Siemens AG Tochtergesellschaft eines anderen Unternehmens wird oder (2) eine Person oder eine Gruppe gemeinsam handelnder Personen die Kontrolle über die Siemens AG erwirbt, indem sie die Möglichkeit erhält, einen bestimmenden Einfluss auf die Siemens AG auszuüben (Art. 3 (2) Verordnung [EG] Nr. 139/2004 des Rates). Die von der Siemens AG unter den International Swaps and Derivatives Association Inc. (ISDA) Master Agreements geschlossenen Rahmenverträge (ISDA Agreements) gewähren dem jeweiligen Vertragspartner ein Kündigungsrecht, wenn die Siemens AG auf einen Dritten verschmolzen wird oder sie im Wesentlichen alle Vermögensgegenstände auf einen Dritten überträgt. Das Kündigungsrecht besteht in diesen Fällen aber nur, wenn (1) die Kreditwürdigkeit der daraus hervorgehenden Einheit wesentlich schlechter ist als die der Siemens AG vor diesem Ereignis oder (2) die daraus hervorgehende Einheit nicht gleichzeitig die Verbindlichkeiten der Siemens AG unter den ISDA Agreements übernimmt. Einige ISDA Agreements gewähren dem jeweiligen Vertragspartner zusätzlich ein Kündigungsrecht, wenn ein Dritter Aktien an der Siemens AG erwirbt, die hinreichende Stimmrechte vermitteln, um die Mehrheit des Aufsichtsrats der Siemens AG zu wählen, oder wenn der Dritte auf andere Weise Kontrolleinfluss auf wesentliche Geschäftsentscheidungen der Siemens AG erlangt und die Kreditwürdigkeit der Siemens AG wesentlich schlechter ist als vor diesem Ereignis. In beiden Fällen sind die ISDA Agreements derart ausgestaltet, dass im Fall einer Kündigung die ausstehenden und unter den ISDA Agreements dokumentierten Zahlungsansprüche verrechnet werden. Nach den Bedingungen der noch ausstehenden Optionsscheine aus den im Februar 2012 begebenen Optionsschuldverschreibungen erhalten die Inhaber der Optionsscheine das Recht, im Fall eines Kontrollwechsels eine erhöhte Zahl von Aktien zu entsprechend angepassten Optionspreisen je Aktie zu erhalten, wenn sie während einer bestimmten Frist nach dem Kontrollwechsel ihr Optionsrecht ausüben. Diese Frist endet (1) entweder nach näherer Bestimmung durch die Gesellschaft nicht weniger als 30 Tage und nicht mehr als 60 Tage nach der Bekanntgabe des Kontrollwechsels oder (2) 30 Kalendertage, nachdem der Kontrollwechsel erstmals öffentlich bekannt wird. Das Ausmaß der Anpassung des Optionspreises sinkt dabei während der Laufzeit der Optionsscheine und ist näher in den Bedingungen der Optionsscheine geregelt. Ein Kontrollwechsel nach diesen Bedingungen liegt vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Siemens AG erlangt beziehungsweise erlangen. A.11.6 Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern getroffen sind Im Fall eines Kontrollwechsels, durch den sich die Stellung des einzelnen Mitglieds des Vorstands wesentlich ändert (zum Beispiel durch Änderung der Strategie des Unternehmens oder durch Änderung des Tätigkeitsbereichs des Vorstandsmitglieds), hat das Vorstandsmitglied das Recht, den Anstellungsvertrag zu kündigen. Ein Kontrollwechsel liegt dabei vor, wenn ein oder mehrere gemeinsam handelnde Aktionäre die Stimmrechtsmehrheit an der Siemens AG erwerben und einen beherrschenden Einfluss ausüben oder wenn die Siemens AG durch Abschluss eines Unternehmensvertrags im Sinne des §291 AktG zu einem abhängigen Unternehmen wird oder auf ein anderes Unternehmen verschmolzen wird. Bei Ausübung dieses Kündigungsrechts hat das Mitglied des Vorstands einen Abfindungsanspruch in Höhe von maximal zwei Jahresvergütungen. In die Berechnung der Jahresvergütung wird zusätzlich zur Grundvergütung und zum Zielbetrag für den Bonus auch der Zielbetrag für die Stock Awards einbezogen, wobei jeweils auf das letzte vor Vertragsbeendigung abgelaufene Geschäftsjahr abgestellt wird. Die in der Vergangenheit zugesagten aktienbasierten Vergütungsbestandteile bleiben unberührt. Zusätzlich werden Sachbezüge durch die Zahlung eines Betrags in Höhe von 5% der Abfindungssumme abgegolten. Zur pauschalen Anrechnung einer Abzinsung sowie eines anderweitigen Verdienstes wird die Abfindung um 10% gekürzt; die Kürzung bezieht sich jedoch nur auf den Teil der Abfindungszahlung, der ohne Berücksichtigung der ersten sechs Monate der restlichen Vertragslaufzeit ermittelt wurde. Kein Abfindungsanspruch besteht, soweit das Vorstandsmitglied in Zusammenhang mit dem Kontrollwechsel Leistungen von Dritten erhält. Ein Recht zur Kündigung besteht nicht, wenn der Kontrollwechsel innerhalb von zwölf Monaten vor Übertritt des Vorstandsmitglieds in den Ruhestand stattfindet. A.11.7 Sonstige übernahmerelevante Angaben Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte erreichen oder überschreiten, sind uns im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gemeldet worden und auch nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Soweit die Siemens AG im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms beziehungsweise als aktienbasierte Vergütung Aktien an Mitarbeiter ausgibt, werden die Aktien den Mitarbeitern unmittelbar übertragen. Die begünstigten Mitarbeiter können die ihnen aus den Mitarbeiteraktien zustehenden Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Bestimmungen der Satzung ausüben. B. Konzernabschluss B.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €, Ergebnis je Aktie in €) Ziffer 2017 2016 Umsatzerlöse 83.049 79.644 Umsatzkosten – 58.021 – 55.826 Bruttoergebnis vom Umsatz 25.029 23.819 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen – 5.164 – 4.732 Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen – 12.225 – 11.669 Sonstige betriebliche Erträge 5 647 328 Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 – 595 – 427 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 4 43 134 Zinserträge 1.487 1.314 Zinsaufwendungen – 1.051 – 989 Sonstiges Finanzergebnis 135 – 373 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 8.306 7.404 Ertragsteueraufwendungen 7 – 2.180 – 2.008 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 6.126 5.396 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern 53 188 Gewinn nach Steuern 6.179 5.584 Davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 133 134 Aktionäre der Siemens AG 6.046 5.450 Unverwässertes Ergebnis je Aktie 27 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 7,38 6,51 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten 0,07 0,23 Gewinn nach Steuern 7,44 6,74 Verwässertes Ergebnis je Aktie 27 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 7,23 6,42 Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten 0,06 0,23 Gewinn nach Steuern 7,29 6,65 B.2 Konzern-Gesamtergebnisrechnung scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) Ziffer 2017 2016 Gewinn nach Steuern 6.179 5.584 Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 16 2.734 – 2.636 darin: Ertragsteuereffekte – 1.070 1.065 Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 2.735 – 2.636 Unterschied aus Währungsumrechnung – 1.118 – 796 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 22 687 436 darin: Ertragsteuereffekte – 7 4 Derivative Finanzinstrumente 22, 23 136 256 darin: Ertragsteuereffekte – 63 – 89 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 30 – 141 Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden – 326 – 244 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 2.409 – 2.879 Gesamtergebnis 8.588 2.705 Davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 55 134 Aktionäre der Siemens AG 8.533 2.571 B.3 Konzernbilanz scroll 30. September (in Mio. €) Ziffer 2017 2016 Aktiva Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.375 10.604 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.242 1.293 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 8 17.160 16.287 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 9 7.664 6.800 Vorräte 10 19.942 18.160 Laufende Ertragsteuerforderungen 1.098 790 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.467 1.204 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 3, 22 1.482 190 Summe kurzfristige Vermögenswerte 58.429 55.329 Geschäfts- oder Firmenwerte 11 27.906 24.159 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 12 10.926 7.742 Sachanlagen 12 10.977 10.157 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 4 2.727 3.012 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 13 19.044 20.610 Aktive latente Steuern 7 2.297 3.431 Sonstige Vermögenswerte 1.498 1.279 Summe langfristige Vermögenswerte 75.375 70.388 Summe Aktiva 133.804 125.717 Passiva Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 15 5.447 6.206 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.755 8.048 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 1.444 1.933 Kurzfristige Rückstellungen 17 4.247 4.166 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.355 2.085 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 14 20.049 20.437 Verbindlichkeiten in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 3 97 40 Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 43.394 42.916 Langfristige Finanzschulden 15 26.777 24.761 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16 9.582 13.695 Passive latente Steuern 7 1.599 829 Rückstellungen 17 4.579 5.087 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 902 1.142 Sonstige Verbindlichkeiten 2.445 2.471 Summe langfristige Verbindlichkeiten 45.884 47.986 Summe Verbindlichkeiten 89.278 90.901 Eigenkapital 18 Gezeichnetes Kapital 2.550 2.550 Kapitalrücklage 6.368 5.890 Gewinnrücklagen 35.696 27.454 Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 1.671 1.921 Eigene Anteile zu Anschaffungskosten – 3.196 – 3.605 Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG 43.089 34.211 Nicht beherrschende Anteile 1.438 605 Summe Eigenkapital 44.527 34.816 Summe Passiva 133.804 125.717 B.4 Konzern-Kapitalflussrechnung scroll (in Mio. €) 2017 Geschäftsjahr 2016 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Gewinn nach Steuern 6.179 5.584 Überleitung zwischen Gewinn nach Steuern und Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte Aktivitäten Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten nach Steuern – 53 – 188 Abschreibungen und Wertminderungen 3.211 2.764 Ertragsteueraufwendungen 2.180 2.008 Zinsergebnis – 436 – 325 Gewinn/Verlust in Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit – 329 – 373 Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 552 400 Veränderungen im operativen Nettoumlaufvermögen Vorräte – 1.250 – 1.009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 148 – 579 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 306 327 Erhaltene Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen – 799 20 Zugänge zu vermieteten Vermögenswerten unter Operating-Leasingverträgen – 482 – 484 Veränderung bei sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten – 1.719 – 281 Gezahlte Ertragsteuern – 2.039 – 1.718 Erhaltene Dividenden 381 302 Erhaltene Zinsen 1.375 1.219 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte Aktivitäten 7.225 7.668 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 50 – 57 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten 7.176 7.611 Cashflow aus Investitionstätigkeit Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen – 2.406 – 2.135 Akquisitionen von Geschäftseinheiten, abzüglich übernommener Zahlungsmittel – 4.385 – 922 Erwerb von Finanzanlagen – 500 – 271 Erwerb von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten – 882 – 1.139 Veränderung der Forderungen aus Finanzdienstleistungen – 686 – 1.356 Abgang von Finanzanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 542 377 Abgang von Geschäftseinheiten, abzüglich abgegangener Zahlungsmittel – 69 9 Abgang von kurzfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 931 1.031 Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 7.456 – 4.406 Cashflow aus Investitionstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten – 1 262 Cashflow aus Investitionstätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten – 7.457 – 4.144 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Erwerb eigener Anteile – 931 – 463 Ausgabe eigener Anteile sowie sonstige Transaktionen mit Eigenkapitalgebern 1.123 – 13 Aufnahme von langfristigen Finanzschulden 6.958 5.300 Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) – 4.868 – 2.253 Veränderung kurzfristiger Finanzschulden und übrige Finanzierungstätigkeiten 260 – 1.408 Gezahlte Zinsen – 1.000 – 809 An Aktionäre der Siemens AG gezahlte Dividenden – 2.914 – 2.827 Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Dividenden – 187 – 236 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte Aktivitäten – 1.560 – 2.710 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – nicht fortgeführte Aktivitäten − − Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten – 1.560 – 2.710 Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 387 – 98 Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 2.228 660 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Berichtszeitraums 10.618 9.958 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums 8.389 10.618 Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und der nicht fortgeführten Aktivitäten am Ende des Berichtszeitraums 15 13 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Berichtszeitraums (Konzernbilanz) 8.375 10.604 B.5 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung scroll (in Mio. €) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschied aus Währungsumrechnung Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Stand am 1. Oktober 2015 2.643 5.733 30.152 1.794 726 Gewinn nach Steuern − − 5.450 − − Sonstiges Ergebnis nach Steuern − − – 2.637 – 885 434 Dividenden − − – 2.827 − − Aktienbasierte Vergütung − 158 – 67 − − Erwerb eigener Anteile − − − − − Ausgabe eigener Anteile − – 1 − − − Einziehung eigener Anteile – 93 − – 2.575 − − Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen − − – 42 − − Sonstige Eigenkapitalveränderungen − − − − − Stand am 30. September 2016 2.550 5.890 27.454 909 1.160 Stand am 1. Oktober 2016 2.550 5.890 27.454 909 1.160 Gewinn nach Steuern − − 6.046 − − Sonstiges Ergebnis nach Steuern − − 2.737 – 1.084 685 Dividenden − − – 2.914 − − Aktienbasierte Vergütung − 279 – 86 − − Erwerb eigener Anteile − − − − − Ausgabe eigener Anteile − 199 − − − Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen − − 2.473 − − Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen − − – 11 − − Sonstige Eigenkapitalveränderungen − − – 3 − − Stand am 30. September 2017 2.550 6.368 35.696 – 175 1.845 scroll (in Mio. €) Derivative Finanzinstrumente Eigene Anteile zu Anschaffungskosten Summe Eigenkapital der Aktionäre der Siemens AG Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital Stand am 1. Oktober 2015 – 357 – 6.218 34.474 581 35.056 Gewinn nach Steuern − − 5.450 134 5.584 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 208 − – 2.879 − – 2.879 Dividenden − − – 2.827 – 239 – 3.066 Aktienbasierte Vergütung − − 91 − 91 Erwerb eigener Anteile − – 446 – 446 − – 446 Ausgabe eigener Anteile − 391 390 − 390 Einziehung eigener Anteile − 2.668 − − − Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen − − – 42 92 51 Sonstige Eigenkapitalveränderungen − − − 37 36 Stand am 30. September 2016 – 148 – 3.605 34.211 605 34.816 Stand am 1. Oktober 2016 – 148 – 3.605 34.211 605 34.816 Gewinn nach Steuern − − 6.046 133 6.179 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 149 − 2.487 – 78 2.409 Dividenden − − – 2.914 – 184 – 3.098 Aktienbasierte Vergütung − − 193 − 193 Erwerb eigener Anteile − – 934 – 934 − – 934 Ausgabe eigener Anteile − 1.342 1.541 − 1.541 Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen − − 2.473 919 3.393 Sonstige Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen − − – 11 – 8 – 20 Sonstige Eigenkapitalveränderungen − − – 3 51 48 Stand am 30. September 2017 1 – 3.196 43.089 1.438 44.527 B.6 Anhang zum Konzernabschluss Ziffer 1 Allgemeine Grundlagen Gegenstand des Konzernabschlusses sind die Siemens Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin (Handelsregisternummer HRB 12300) und München (Handelsregisternummer HRB 6684), Deutschland, und deren Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Siemens). Siemens hat den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach §315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Der Konzernabschluss entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Konzernabschluss wurde am 27. November 2017 durch den Vorstand aufgestellt. Siemens erstellt und veröffentlicht den Konzernabschluss in Euro (€). Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren. Siemens ist ein in Deutschland ansässiger, international aufgestellter Technologiekonzern mit Kernaktivitäten auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Ziffer 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze In bestimmten Fällen ist es notwendig, schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze anzuwenden. Diese beinhalten komplexe und subjektive Bewertungen sowie die Verwendung von Annahmen, von denen einige Sachverhalte betreffen, die von Natur aus ungewiss sind und Veränderungen unterliegen können. Solche schätz- und prämissensensitiven Bilanzierungsgrundsätze können sich im Zeitablauf ändern und einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Außerdem können sie Schätzungen enthalten, die Siemens in demselben Berichtszeitraum aus gleichermaßen nachvollziehbaren Gründen auch anders hätte treffen können. Siemens weist darauf hin, dass künftige Ereignisse häufig von Prognosen abweichen und Schätzungen routinemäßige Anpassungen erfordern. Konsolidierungskreis – In den Konzernabschluss werden die Siemens AG und ihre Tochtergesellschaften, über die sie Beherrschung ausübt, einbezogen. Siemens beherrscht ein Beteiligungsunternehmen, sofern es Verfügungsgewalt über dieses hat. Darüber hinaus ist Siemens schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese und hat die Fähigkeit, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Unternehmenszusammenschlüsse – Die Anschaffungskosten einer Akquisition bemessen sich nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Verbindlichkeiten, einschließlich Eventualverbindlichkeiten, bewertet Siemens erstmalig mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteiligen beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten (Partial-Goodwill-Methode). Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts werden jegliche verbleibenden Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Als Stillhalter einer Verkaufsoption auf nicht beherrschende Anteile evaluiert Siemens, ob die Voraussetzungen für den Übergang der bestehenden Eigentumsanteile zum Abschlussstichtag erfüllt sind. Sofern das Unternehmen nicht wirtschaftlicher Eigentümer der Anteile ist, die der Verkaufsoption zugrunde liegen, wird zu jedem Abschlussstichtag die Ausübung der Verkaufsoption unterstellt und als eine Transaktion zwischen Anteilseignern unter entsprechender Erfassung einer Kaufpreisverbindlichkeit zum jeweiligen Ausübungspreis abgebildet. Die nicht beherrschenden Anteile sind am Erfolg während des Berichtszeitraums beteiligt. Assoziierte Unternehmen – Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen Siemens die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben; dies geschieht in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20% bis 50%. Assoziierte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil von Siemens am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Entsprechen die Verluste eines assoziierten Unternehmens, die Siemens zuzurechnen sind, dem Wert des Anteils an diesem Unternehmen oder übersteigen diesen, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, Siemens ist Verpflichtungen eingegangen oder hat Zahlungen für das assoziierte Unternehmen geleistet. Der Anteil an einem assoziierten Unternehmen ist der Buchwert der Beteiligung, zuzüglich sämtlicher langfristigen Anteile, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition von Siemens in das assoziierte Unternehmen zuzuordnen sind. Gemeinschaftsunternehmen – Gemeinschaftsunternehmen sind Unternehmen, bei denen Siemens und eine oder mehrere Partei(en) gemeinschaftlich die Führung ausüben. Gemeinschaftliche Führung liegt vor, wenn Entscheidungen über maßgebliche Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Fremdwährungsumrechnung – Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet Siemens zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums um. Aufwendungen und Erträge werden hingegen zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital ausgewiesen und erfolgswirksam umgegliedert, wenn der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf einer ausländischen Tochtergesellschaft erfasst wird. Die Posten der Konzern-Kapitalflussrechnung werden zu unterjährigen Durchschnittskursen umgerechnet, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hingegen zum Devisenkassamittelkurs am Ende des Berichtszeitraums. Fremdwährungsbewertung – Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung einer Unternehmenseinheit abweichende Währung lauten, werden in der funktionalen Währung zum Devisenkassamittelkurs am Tag ihrer erstmaligen Bilanzierung erfasst. Am Ende des Berichtszeitraums bewertet die Gesellschaft auf Fremdwährung lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der funktionalen Währung mit dem dann gültigen Devisenkassamittelkurs. Gewinne und Verluste aus diesen Fremdwährungsbewertungen erfasst Siemens erfolgswirksam. Nicht monetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Realisierung von Umsatzerlösen – Unter der Voraussetzung, dass ein überzeugender Nachweis für eine Vereinbarung vorliegt, werden Umsatzerlöse in dem Umfang erfasst, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und sich die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmen lässt. Dies geschieht ungeachtet des Zahlungszeitpunkts. Sofern der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aufgrund kundenbezogener Kreditrisiken als nicht wahrscheinlich anzusehen ist, werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit von den bereits durch den Kunden geleisteten unwiderruflichen Zahlungen erfasst. Verkauf von Gütern: Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbunden sind, auf den Kunden übertragen wurden. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Umsatzerlöse bei Fertigungsaufträgen: Wenn sich das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich schätzen lässt, erfasst Siemens die Umsatzerlöse nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad), und zwar entsprechend dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtauftragskosten. Ein erwarteter Verlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst. Siemens wendet die Regelungen des IAS 11 zu Auftragsänderungen auf Vertragskündigungen an, da es sich hierbei ebenso um eine Veränderung des vereinbarten Liefer- und Leistungsumfangs handelt. Bei der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des Liefer- und Leistungsumfangs beinhalten, der zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist. Diese wesentlichen Schätzungen umfassen auch die Gesamtauftragskosten, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken – einschließlich technischer, politischer und regulatorischer Risiken – und andere maßgebliche Größen. Nach der Percentage-of-Completion-Methode können Schätzungsänderungen die Umsatzerlöse erhöhen oder mindern. Bei der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, ob der mit einem Vertrag verbundene wirtschaftliche Nutzen Siemens zufließen wird, berücksichtigt das Unternehmen die Bonität seiner Kunden. Außerdem ist zu beurteilen, ob für einen Vertrag dessen Fortsetzung oder dessen Kündigung das wahrscheinlichste Szenario darstellt. Für diese Beurteilung werden individuell für jeden Vertrag alle relevanten Tatsachen und Umstände berücksichtigt. Erbringung von Dienstleistungen: Bei langfristigen Serviceverträgen erfasst das Unternehmen die Umsatzerlöse linear über die Vertragslaufzeit oder – sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt – entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen, das heißt nach der Percentage-of-Completion-Methode, wie zuvor beschrieben. Umsatzerlöse bei Mehrkomponentenverträgen: Die Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen sowie Softwareverträge können mehrere Liefer- und Leistungskomponenten enthalten. In diesen Fällen stellt das Unternehmen fest, ob mehr als eine Bilanzierungseinheit vorliegt. Sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind, vor allem wenn die gelieferte(n) Komponente(n) einen selbstständigen Nutzen für den Kunden hat (haben), wird das Geschäft aufgeteilt und die für die jeweilige separate Bilanzierungseinheit maßgebliche Vorschrift zur Erfassung von Umsatzerlösen angewendet. Grundsätzlich wird die vereinbarte Gesamtvergütung den einzelnen separaten Bilanzierungseinheiten entsprechend ihren relativen beizulegenden Zeitwerten zugewiesen. Sofern die Kriterien für eine Aufteilung nicht erfüllt sind, werden die Umsatzerlöse abgegrenzt, bis diese Kriterien erfüllt sind oder bis zu der Periode, in der die letzte ausstehende Komponente geliefert wird. Zinserträge: Zinsen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Nutzungsentgelte: Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst. Erträge aus Leasingvereinbarungen: Erträge aus Operating-Leasing-Verhältnissen für vermietete Erzeugnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags erfasst. Funktionskosten – Betriebliche Aufwendungen nach Arten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Profitcenter beziehungsweise der jeweiligen Kostenstellen den einzelnen Funktionen zugeordnet. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen sind in den Funktionskosten entsprechend der Nutzung der Vermögenswerte enthalten. Produktbezogene Aufwendungen – Die Aufwendungen für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Siemens zum Zeitpunkt der Erfassung der Umsatzerlöse im Posten Umsatzkosten. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen – Forschungsaufwendungen werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Entwicklungsaufwendungen werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien des IAS 38 erfüllt sind. Die aktivierten Entwicklungsaufwendungen setzt das Unternehmen zu Herstellungskosten an, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bei einer Abschreibungsdauer von in der Regel drei bis zehn Jahren. Ergebnis je Aktie – Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Gewinns aus fortgeführten Aktivitäten, des Gewinns aus nicht fortgeführten Aktivitäten beziehungsweise des Gewinns nach Steuern, der jeweils den Stammaktionären der Siemens AG zugerechnet werden kann, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden. Geschäfts- oder Firmenwerte – Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt. Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die grundsätzlich durch ein Segment repräsentiert wird. Bei Siemens Gamesa Renewable Energy ist es eine Ebene unter dem Segment. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden. Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses zieht. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Werte den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf abgezinsten Zahlungsströmen (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Es werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Das auf Basis dieser Schätzungen prognostizierte Ergebnis wird zum Beispiel beeinflusst von einer erfolgreichen Integration von akquirierten Unternehmen, der Volatilität auf den Kapitalmärkten, den Zinsentwicklungen, den Schwankungen der Währungskurse oder der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung. Den Discounted-Cashflow-Bewertungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags liegen Fünf-Jahres-Vorausberechnungen zugrunde, die auf Finanzprognosen aufbauen. Die Prognosen der Zahlungsströme berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung. Zahlungsströme jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, und des Nutzungswerts basiert, beinhalten geschätzte Wachstumsraten sowie gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensätze. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte haben. Sonstige immaterielle Vermögenswerte – Das Unternehmen schreibt immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Die voraussichtliche Nutzungsdauer für Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte beträgt in der Regel drei bis fünf Jahre, mit Ausnahme von immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommen wurden. Diese bestehen insbesondere aus Kundenbeziehungen und Markennamen sowie Technologie. Deren Nutzungsdauer lag bei bestimmten Transaktionen zwischen vier und 20 Jahren für Kundenbeziehungen und Markennamen sowie zwischen fünf und 25 Jahren für Technologie. Sachanlagen – Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Das Unternehmen wendet die lineare Abschreibungsmethode an. Den Wertansätzen liegen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde: scroll Fabrik- und Geschäftsbauten 20 bis 50 Jahre Übrige Bauten 5 bis 10 Jahre Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel 5 Jahre Vermietete Erzeugnisse in der Regel 3 bis 5 Jahre Wertminderungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte – Das Unternehmen überprüft Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Darüber hinaus überprüft Siemens jedes Jahr noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung. Bei der Überprüfung der Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung ist die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte mit Schätzungen verbunden. Dies kann einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung haben. Nicht fortgeführte Aktivitäten und langfristige zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – Nicht fortgeführte Aktivitäten werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmensbestandteil als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder bereits abgegangen ist, und der Unternehmensbestandteil einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt sowie Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräußerung ist. Siemens klassifiziert einen langfristigen Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Ertragsteuern – Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze sowie der einschlägigen Verwaltungsauffassungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Unterschiedliche Auslegungen von Steuergesetzen können zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Jahre führen; sie werden basierend auf der Einschätzung der Unternehmensleitung in die Betrachtung einbezogen. Nach der Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) werden aktive und passive latente Steuern mit der künftigen Steuerwirkung angesetzt, die sich aus den Unterschieden zwischen bilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Aktiv- und Passivposten ergibt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn künftig ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie mögliche Steuerstrategien mit einbezogen. Auf Basis des geplanten künftigen steuerpflichtigen Einkommens beurteilt Siemens zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern. Siemens geht aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und des erwarteten steuerlichen Einkommens davon aus, dass die aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch Siemens entziehen, sind Annahmen zur Schätzung von künftigem steuerpflichtigen Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich. Schätzungen werden in der Periode angepasst, in der ausreichende Hinweise für eine Anpassung vorliegen. Vorräte – Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bilanziert. Angesetzt wird in der Regel ein Durchschnittswert oder ein auf Basis des FIFO-Verfahrens (First in, First out) ermittelter Wert. Leistungsorientierte Pläne – Siemens bewertet die Leistungsansprüche nach der Methode der laufenden Einmalprämien, die den versicherungsmathematischen Barwert der bereits erdienten Anwartschaft widerspiegelt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation, DBO) wird unter Berücksichtigung künftig erwarteter Gehalts- und Rententrends berechnet. Die Annahmen, die für die Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag des Vorjahrs zugrunde gelegt werden, gelten für die Ermittlung der laufenden Dienstzeitaufwendungen sowie der Zinserträge und Zinsaufwendungen des folgenden Geschäftsjahrs. Die Nettozinserträge beziehungsweise Nettozinsaufwendungen für ein Geschäftsjahr ergeben sich aus der Multiplikation der Abzinsungssätze für das jeweilige Geschäftsjahr mit dem Nettovermögenswert beziehungsweise der Nettoverbindlichkeit aus leistungsorientierten Plänen zum Bilanzstichtag des vorhergehenden Geschäftsjahrs. Die laufenden und nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie nicht mit der Verwaltung des Planvermögens zusammenhängende Verwaltungskosten werden den Funktionskosten zugeordnet. Die nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwendungen sowie Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen werden unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Sind die Leistungsansprüche nicht durch Vermögen gedeckt, entspricht der im Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthaltene Betrag der DBO. Sind die Leistungsansprüche durch Planvermögen gedeckt, wird ein Nettobetrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und der DBO – angepasst in Bezug auf jegliche Auswirkungen der Vermögensobergrenze – ausgewiesen. Neubewertungen umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie den Unterschied zwischen den Erträgen aus Planvermögen und den Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Plänen enthalten sind. Sie werden im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erfasst. Versicherungsmathematische Bewertungen beruhen auf wesentlichen Annahmen, unter anderem zu Abzinsungssätzen, erwarteten Gehalts- und Rententrends sowie Sterblichkeitsraten. Die angesetzten Abzinsungssätze werden auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Ende des Berichtszeitraums für hochrangige Unternehmensanleihen mit entsprechender Laufzeit und Währung erzielt werden. Falls solche Renditen nicht verfügbar sind, basieren die Abzinsungssätze auf Renditen von Staatsanleihen. Aufgrund sich ändernder Markt-, Wirtschafts- und sozialer Bedingungen können die zugrunde gelegten Annahmen von der tatsächlichen Entwicklung abweichen. Rückstellungen – Siemens bilanziert Rückstellungen, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind: (1) Das Unternehmen hat aus einem Ereignis in der Vergangenheit wahrscheinlich eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung, (2) es ist wahrscheinlich, dass wirtschaftliche Ressourcen abfließen, um diese Verpflichtung zu erfüllen, und (3) es ist eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich. Dabei ist eine Abzinsung vorzunehmen, wenn der Effekt wesentlich ist. Siemens setzt die Rückstellung in Höhe des Barwerts an, der sich aus der Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Zinssatz vor Steuern ergibt. Dieser spiegelt die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt wider. Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst das Unternehmen die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Rückstellung. Die Bestimmung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Aufträgen, von Gewährleistungsrückstellungen, von Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen und von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, regulatorische Verfahren sowie behördliche Untersuchungen (Rechtsstreitigkeiten) ist in erheblichem Maß mit Schätzungen verbunden. Siemens bildet dann eine Rückstellung für drohende Verluste aus Aufträgen, wenn die aktuell geschätzten Gesamtkosten die Umsatzerlöse übersteigen, die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwarten sind. Verlustaufträge identifiziert Siemens durch die laufende Kontrolle des Projektfortschritts und die Aktualisierung der kalkulierten Gesamtkosten. Dies erfordert in erheblichem Maß Einschätzungen zur Erfüllung bestimmter Leistungsanforderungen sowie im Hinblick auf Gewährleistungsaufwendungen und Projektverzögerungen, einschließlich der Beurteilung der Zurechenbarkeit dieser Verzögerungen zu den beteiligten Projektpartnern. In Bezug auf Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen umfassen Unsicherheiten die geschätzten Kosten der Stilllegung sowie der Abfallendlagerung aufgrund des langen Zeitraums, über den die künftigen Zahlungsmittelabflüsse erwartet werden, einschließlich der zugehörigen Aufzinsung. Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen könnten wesentliche Auswirkungen auf die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse haben. Rechtsstreitigkeiten liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde, und sie sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend beruht die Beurteilung, ob zum Stichtag wahrscheinlich eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem Ereignis in der Vergangenheit besteht, ob ein künftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, auf einem erheblichen Ermessen. Die Beurteilung erfolgt in der Regel unter Einbeziehung interner und externer Anwälte. Es kann notwendig werden, dass eine Rückstellung für ein laufendes Verfahren aufgrund neuer Entwicklungen gebildet oder die Höhe einer bestehenden Rückstellung angepasst werden muss. Zudem können durch den Ausgang eines Verfahrens für Siemens Aufwendungen entstehen, die die für den Sachverhalt gebildete Rückstellung übersteigen. Aus Rechtsstreitigkeiten können wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens resultieren. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses – Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden als Folge eines Unternehmensangebots zum freiwilligen Austritt aus dem Beschäftigungsverhältnis vor dem regulären Renteneintrittszeitpunkt oder aufgrund der Entscheidung eines Unternehmens, das Beschäftigungsverhältnis zu beenden, gewährt. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer, werden dann als Verbindlichkeiten und Aufwendungen erfasst, wenn die Gesellschaft das Angebot solcher Leistungen nicht mehr zurücknehmen kann. Finanzinstrumente – Ein Finanzinstrument ist jeder Vertrag, der einen finanziellen Vermögenswert bei einer Einheit und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Einheit begründet. Siemens nutzt nicht die Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente und macht keinen Gebrauch von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert einzustufen (Fair-Value-Option). Finanzinstrumente werden unter Zugrundelegung ihrer Wesensart in folgende Klassen unterteilt: zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Forderungen aus Finanzierungsleasing. Marktübliche Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten berücksichtigt Siemens bei der Ermittlung des Buchwerts nur, soweit es die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Ansatz von Forderungen aus Finanzierungsleasing erfolgt in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten richtet sich nach der Kategorie, der sie zugeordnet sind: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Darlehen und Forderungen, finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten, oder zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – Die Zahlungsmitteläquivalente umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – Anlagen in Eigenkapitalinstrumente, Schuldinstrumente und Fondsanteile werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich ermittelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteueraufwendungen im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Sofern ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, bewertet Siemens die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten. Dies ist bei Eigenkapitalinstrumenten der Fall, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und wesentliche Parameter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsmodellen nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden können. Bei seiner Einschätzung der möglichen Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bezieht das Unternehmen alle verfügbaren Informationen ein, wie Marktbedingungen und Preise, anlagespezifische Faktoren sowie Dauer und Ausmaß des Wertrückgangs unter die Anschaffungskosten. Überschreitet der Rückgang 20% der Anschaffungskosten oder dauert er länger als sechs Monate an, betrachtet Siemens dies als einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung. Darlehen und Forderungen – Finanzielle Vermögenswerte, die als Darlehen und Forderungen klassifiziert wurden, bewertet Siemens unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich Wertminderungen. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst die Gesellschaft auf separaten Wertberichtigungskonten. Die Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen umfasst in erheblichem Maß Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Kunden, den aktuellen Konjunkturentwicklungen und der Analyse historischer Forderungsausfälle auf Portfoliobasis beruhen. Um die länderspezifische Komponente der individuellen Wertberichtigung zu bestimmen, berücksichtigt Siemens auch Länderratings, die zentral aus Beurteilungen externer Ratingagenturen abgeleitet werden. Soweit das Unternehmen die Wertberichtigung auf Portfoliobasis aus historischen Ausfallraten ableitet, vermindert ein Rückgang des Forderungsvolumens solche Vorsorgen entsprechend und umgekehrt. Die gesamte Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (einschließlich Leasingverhältnisse) betrug 1.388 (im Vj. 1.211) Mio. €. Finanzielle Verbindlichkeiten – Siemens bewertet die finanziellen Verbindlichkeiten – mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente – unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Derivative Finanzinstrumente – Derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zinsswap-Kontrakte bilanziert Siemens zum beizulegenden Zeitwert und stuft sie als zu Handelszwecken gehalten ein, es sei denn, sie werden als Sicherungsinstrumente in die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) einbezogen. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente erfasst das Unternehmen entweder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder, sofern es sich um Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen) handelt, nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern. Bestimmte derivative Finanzinstrumente, die in einen Basisvertrag (Host Contract) eingebettet sind, bilanziert Siemens separat als Derivate. Fair Value Hedges (Absicherung des beizulegenden Zeitwerts): Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um den Gewinn oder Verlust, der dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, erhöht oder vermindert. Handelt es sich bei dem Grundgeschäft um einen nicht bilanzierten schwebenden Vertrag, stellt Siemens die nachfolgende kumulierte Änderung seines beizulegenden Zeitwerts als separaten finanziellen Vermögenswert oder separate finanzielle Verbindlichkeit in die Konzernbilanz ein; einen entsprechenden Ertrag oder Aufwand erfasst das Unternehmen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Bei Grundgeschäften, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, löst Siemens die Erhöhung oder Verminderung des Buchwerts bis zur Fälligkeit des Grundgeschäfts vollständig auf. Bei abgesicherten schwebenden Verträgen erhöht oder vermindert das Unternehmen die anfänglichen Buchwerte der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die aus der Erfüllung der schwebenden Verträge hervorgehen, um die kumulierten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der vorher separat bilanzierten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Cashflow Hedges (Absicherung von Zahlungsströmen): Den effektiven Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Instrumente, die als sogenannte Cashflow Hedges bestimmt sind, weist Siemens nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteuern im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern aus. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital aufgelaufenen Beträge werden in den gleichen Perioden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berichtet, in denen sich das Grundgeschäft in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung niederschlägt. Aktienbasierte Vergütung – Aktienbasierte Zusagen bei Siemens sind vorwiegend mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ausgestaltet. Der beizulegende Zeitwert wird zum Gewährungszeitpunkt ermittelt und als Aufwand über den Erdienungszeitraum erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird als Börsenkurs der Siemens-Aktie unter Berücksichtigung des Barwerts der Dividenden, auf die während des Erdienungszeitraums kein Anspruch besteht, und – soweit erforderlich – von Markt- und Nichtausübungsbedingungen bestimmt. Vorjahresinformationen – Einzelne Vorjahresangaben sind an die aktuelle Darstellung angepasst worden. KÜRZLICH VERÖFFENTLICHTE RECHNUNGSLEGUNGSVERLAUTBARUNGEN – NOCH NICHT UMGESETZT Die nachfolgenden, vom IASB veröffentlichten Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und von Siemens bislang auch noch nicht angewendet worden. Das IASB veröffentlichte im Juli 2014 IFRS 9, Finanzinstrumente. IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Ferner sieht er ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Siemens wird IFRS 9 erstmalig für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2018 anwenden; auf die Anpassung von Vorjahreszahlen wird gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 9 verzichtet. Siemens analysiert derzeit die Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 9 und erwartet nur überschaubare Auswirkungen auf den Konzernabschluss: Schuldinstrumente, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden können, werden lediglich in geringfügigem Umfang erwartet. Die Auswirkungen des neuen Wertminderungsmodells des IFRS 9 auf die Wertberichtigungen von Schuldinstrumenten werden noch untersucht; auf Basis der bisherigen Analysen erwartet Siemens keine wesentlichen Veränderungen bei der Höhe der Wertberichtigungen. Siemens wird die Regelungen des IFRS 9 zum Hedge Accounting prospektiv ab dem 1. Oktober 2018 anwenden. Es wird erwartet, dass alle bestehenden Hedge-Accounting-Beziehungen auch die Voraussetzungen zum Hedge Accounting nach IFRS 9 erfüllen. Das IASB veröffentlichte im Mai 2014 IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Nach dem neuen Standard soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. IFRS 15 ersetzt IAS 11, Fertigungsaufträge, und IAS 18, Umsatzerlöse, sowie die dazugehörigen Interpretationen. Der Standard ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Das Unternehmen wird den Standard für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2017 rückwirkend anwenden, das heißt, die Vergleichsperiode wird in Übereinstimmung mit IFRS 15 dargestellt. Weitere Erkenntnisse im Zuge der Umsetzung von IFRS 15 bestätigten, dass es keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von Siemens geben wird. Die Gewinnrücklagen zum 1. Oktober 2016 werden sich um 0,18 Mrd. € erhöhen. Dieser Anstieg ergibt sich im Wesentlichen durch eine Änderung des zeitlichen Anfalls der Umsatzerlöse für bestimmte Vertragsarten; insbesondere werden Umsatzerlöse möglicherweise früher erfasst, falls es variable Vergütungskomponenten gibt, eine Aufteilung des Transaktionspreises auf verschiedene Leistungsverpflichtungen erfolgt oder Lizenzen an den Kunden übertragen werden. Änderungen des Gesamtbetrags der für einen Kundenvertrag erfassten Umsatzerlöse treten im Geschäftsjahr 2017 (als dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum) nur in sehr begrenztem Umfang auf. Die weit überwiegende Anzahl von Fertigungsaufträgen, die derzeit nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert werden, erfüllt die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Realisierung von Umsatzerlösen. Daneben wird es Änderungen in der Bilanz (zum Beispiel durch separate Posten für Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten) und zusätzliche quantitative und qualitative Anhangangaben geben. Das IASB veröffentlichte im Januar 2016 IFRS 16, Leasingverhältnisse. IFRS 16 schafft die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen auf Leasingnehmerseite in Operating- und Finance-Leasing-Verhältnisse ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Leasingnehmerbilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte (für das Nutzungsrecht) und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen. Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig – weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance-Leasing-Verhältnissen – bilanziell zu erfassen sind. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Siemens wird den Standard für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober 2019 voraussichtlich modifiziert retrospektiv anwenden, das heißt, auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen wird verzichtet. Derzeit wird erwartet, dass der Umstellungseffekt größtenteils die von Siemens geleasten Immobilien betrifft. Das Unternehmen prüft gegenwärtig, welche Auswirkungen die Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss hat. Im Mai 2017 wurde IFRIC 23, Unsicherheit bei der ertragsteuerlichen Behandlung, vom IASB herausgegeben. Mit der Interpretation werden die Anforderungen an den Ansatz und die Bewertung von unsicheren Ertragsteuerpositionen klargestellt. Im Rahmen der Einschätzung der Unsicherheit hat ein Unternehmen zu beurteilen, ob es wahrscheinlich ist, dass die Steuerjurisdiktion die ertragsteuerliche Behandlung akzeptieren wird. IFRIC 23 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Siemens prüft derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung der Interpretation auf den Konzernabschluss hat. Ziffer 3 Akquisitionen und Verkäufe AKQUISITIONEN Im April 2017 brachte Siemens sein Wind-Power-Geschäft (einschließlich Dienstleistungsgeschäft) in das börsennotierte Unternehmen Gamesa Corporación Tecnológica, S.A., Spanien (Gamesa), ein. Im Gegenzug erhielt Siemens neu ausgegebene Aktien an dem kombinierten Unternehmen Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien (SGRE). Die beiden Geschäfte ergänzen sich in hohem Maße in Bezug auf globale Aufstellung, bestehende Produktportfolios und Technologie. Siemens als Mehrheitseigentümer hält 59% der Anteile an dem kombinierten Unternehmen. Im Rahmen des Zusammenschlusses leistete Siemens eine Barzahlung in Höhe von 999 Mio. €, die nach Vollzug der Fusion an die Gamesa-Aktionäre (ohne Siemens) ausgeschüttet wurde. Die von Siemens erbrachte Gegenleistung entspricht 59% der Marktkapitalisierung von Gamesa zum Zeitpunkt der Fusion und beläuft sich auf 3.669 Mio. €. Folgende Werte resultierten aus der vorläufigen Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt: Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2.533 Mio. €, Sachanlagen 628 Mio. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 1.073 Mio. €, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.003 Mio. €, Vorräte 1.116 Mio. €, sonstige finanzielle Vermögenswerte 413 Mio. € (kurz- und langfristig), sonstige kurzfristige Vermögenswerte 206 Mio. €, laufende Ertragsteuerforderungen 179 Mio. €, aktive latente Steuern 432 Mio. €, langfristige Finanzschulden 656 Mio. €, Rückstellungen 1.229 Mio. € (kurz- und langfristig), sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 217 Mio. €, kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 363 Mio. €, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.745 Mio. €, laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 118 Mio. €, sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 662 Mio. € und passive latente Steuern 824 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte stellen insbesondere Technologie in Höhe von 1.147 Mio. €, Kundenbeziehungen in Höhe von 958 Mio. € und Auftragsbestand in Höhe von 429 Mio. € dar. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen beträgt 1.137 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.625 Mio. € umfasst nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergien, die aus sich in hohem Maße ergänzenden Geschäften resultieren und zu einer verbesserten Marktposition führen (dies beinhaltet erwartete Kosteneinsparungen hauptsächlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Einkauf und Verwaltung sowie Umsatzsynergien). Die Kaufpreisallokation ist vorläufig, weil eine detaillierte Analyse der Vermögenswerte und Schulden nicht abgeschlossen ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird innerhalb des Segments SGRE auf die Einheiten Windturbinen sowie Betrieb und Wartung allokiert. Änderungen im Eigenkapital aus dieser Transaktion sind im Posten Eigenkapitalveränderungen aus großen Portfoliotransaktionen enthalten. Das erworbene Geschäft hat bei Siemens in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 30. September 2017, einschließlich der Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, Umsatzerlöse von 1.659 Mio. € und einen Nettoverlust in Höhe von 209 Mio. € beigetragen. Die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 41% betragen zum Akquisitionszeitpunkt 721 Mio. € und werden mit dem entsprechenden Anteil der für das erworbene Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) angesetzten Beträge bewertet. Im März 2017 erwarb Siemens sämtliche Aktien an Mentor Graphics Corporation, USA, einem Designautomatisierungs- und Industriesoftware-Anbieter. Das erworbene Geschäft wurde in die Division Digital Factory integriert. Der bar bezahlte Kaufpreis beträgt 4.063 Mio. € zum Akquisitionszeitpunkt. Folgende Werte resultierten aus der vorläufigen Kaufpreisallokation zum Akquisitionszeitpunkt: Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.878 Mio. €, Sachanlagen 252 Mio. €, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 657 Mio. €, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 369 Mio. €, aktive latente Steuern 86 Mio. €, kurzfristige Verbindlichkeiten 809 Mio. € und passive latente Steuern 318 Mio. €. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte stellen insbesondere Technologie in Höhe von 1.482 Mio. € und kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 362 Mio. € dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 1.865 Mio. € beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte, wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte aus der Expansion unseres Softwaregeschäfts und der Stärkung unserer Position im Bereich Digitalisierung. Die Kaufpreisallokation ist vorläufig, weil eine detaillierte Analyse der Vermögenswerte und Schulden nicht abgeschlossen ist. Verglichen mit dem Stand der Kaufpreisallokation zum Ende des zweiten Quartals des Geschäftsjahrs 2017 hat sich der beizulegende Zeitwert der erworbenen Technologie um 472 Mio. € erhöht. Die Erhöhung ist zurückzuführen auf weitere Analysen der zugrunde liegenden Parameter Nutzungsdauer und Lizenzrate. Das erworbene Geschäft hat bei Siemens in der Zeit zwischen der Akquisition und dem 30. September 2017, einschließlich der Ergebniseffekte aus der Kaufpreisallokation und Integrationskosten, Umsatzerlöse in Höhe von 404 Mio. € und einen Nettoverlust in Höhe von 239 Mio. € beigetragen. Wären die beiden erworbenen Geschäfte seit dem 1. Oktober 2016 in den Konzernabschluss einbezogen worden, hätten die Umsatzerlöse und der Gewinn nach Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr 86.761 Mio. € beziehungsweise 5.774 Mio. € betragen. VERKÄUFE Verkäufe, die nicht als nicht fortgeführte Aktivitäten qualifizieren – abgeschlossene Transaktionen Im Dezember 2016 brachte Siemens sein Geschäft mit Antriebssystemen für Elektroautos – vormals Teil der Division Digital Factory – in ein neu gegründetes Gemeinschaftsunternehmen, Valeo Siemens eAutomotive GmbH, ein. Siemens erfasste einen Veräußerungsgewinn in Höhe von 173 Mio. € (vor Steuern) im Posten Sonstige betriebliche Erträge, davon entfielen 159 Mio. € auf die Bewertung des Siemens-Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen zum beizulegenden Zeitwert. Der 50%-Anteil von Siemens an dem Gemeinschaftsunternehmen wird unter Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten berichtet. Ziffer 4 Anteile an anderen Unternehmen Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Anteiliges Ergebnis aus der Equity-Konsolidierung 224 316 Ergebnis aus Veräußerungen 63 – 53 Wertminderungen und Wertaufholungen – 243 – 129 Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 43 134 Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beinhaltete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Wertminderungsaufwand in Höhe von 230 Mio. € in Verbindung mit der Beteiligung von Siemens an Primetals Technologies Ltd., der unter Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten berichtet wird. Das anhaltend ungünstige Marktumfeld war der Auslöser, eine Wertminderungsüberprüfung für die Beteiligung durchzuführen. Der erzielbare Betrag von 204 Mio. € wurde auf Basis einer Discounted-Cashflow-Bewertung ermittelt (Stufe 3 der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten). Um den erzielbaren Betrag zu bestimmen, wurden Prognosen der Zahlungsströme herangezogen, die Erfahrungen der Vergangenheit berücksichtigen und auf der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung basieren. Der Berechnung wurden eine langfristige Wachstumsrate von 1,5% und ein Abzinsungssatz (nach Steuern) von 7,4% zugrunde gelegt. Der Buchwert aller einzeln nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen betrug 1.836 (im Vj. 2.242) Mio. €. Die zusammengefassten Finanzinformationen für alle einzeln nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen, angepasst an die von Siemens gehaltene Beteiligungsquote, sind nachfolgend dargestellt. Die in der Gesamtergebnisrechnung enthaltenen Posten werden entsprechend dem Zwölfmonatszeitraum, der der Bilanzierung nach der Equity-Methode zugrunde lag, dargestellt. scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Gewinn/Verlust aus fortgeführten Aktivitäten 227 288 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 8 – 31 Gesamtergebnis 235 257 TOCHTERUNTERNEHMEN MIT WESENTLICHEN NICHT BEHERRSCHENDEN ANTEILEN Die nicht beherrschenden Anteile an SGRE, eingetragen in Zamudio, Spanien, in Höhe von 41% betrugen zum Geschäftsjahresende 788 Mio. €. Der auf nicht beherrschende Anteile entfallende Verlust für die sechs Monate zwischen der Akquisition und dem 30. September 2017 belief sich auf 39 Mio. €. Die den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesene Dividende betrug 31 Mio. €. Die folgenden zusammengefassten Finanzinformationen werden in Übereinstimmung mit den IFRS und vor konzerninternen Konsolidierungen dargestellt (zum Geschäftsjahresende beziehungsweise für die sechs Monate zwischen der Akquisition und dem 30. September 2017): kurzfristige Vermögenswerte 6.963 Mio. €, langfristige Vermögenswerte 9.504 Mio. €, kurzfristige Verbindlichkeiten 6.891 Mio. €, langfristige Verbindlichkeiten 3.126 Mio. €, Eigenkapital 6.450 Mio. €; Umsatzerlöse 5.022 Mio. €, Verlust aus fortgeführten Aktivitäten 135 Mio. €, sonstiges Ergebnis nach Steuern –75 Mio. €, Gesamtergebnis –210 Mio. € sowie Cashflows –1.611 Mio. € (einschließlich der im Rahmen des Zusammenschlusses an die Gamesa-Aktionäre – ohne Siemens – geleisteten Barzahlung in Höhe von 999 Mio. €). Ziffer 5 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten Gewinne in Verbindung mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten in Höhe von 172 (im Vj. 1) Mio. € sowie Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von 176 (im Vj. 177) Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren darüber hinaus Erträge von 171 Mio. € aus der Auflösung von Rückstellungen für Garantien in Zusammenhang mit der früheren Veräußerung einer Geschäftseinheit enthalten. Ziffer 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten Verluste aus der Veräußerung von Sachanlagen und von Geschäftseinheiten, Transaktionskosten sowie Wirkungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen und aus Versicherungsbelangen. Ziffer 7 Ertragsteuern Die Ertragsteueraufwendungen/-erträge setzten sich wie folgt zusammen: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Laufende Steuern 2.042 1.773 Latente Steuern 138 235 Ertragsteueraufwendungen 2.180 2.008 In den laufenden Ertragsteueraufwendungen waren Anpassungen in Höhe von 100 (im Vj. –29) Mio. € für laufende Steuern früherer Geschäftsjahre enthalten. Die latenten Steueraufwendungen/-erträge beinhalteten Steueraufwendungen von 172 (im Vj. 54) Mio. € in Zusammenhang mit der Entwicklung der temporären Unterschiede. Für die Ermittlung der laufenden Steuern in Deutschland wurde ein Gesamtsteuersatz von 31% herangezogen, der sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15%, dem Solidaritätszuschlag von 5,5% und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 15% ergibt. Die laufenden Steuern von ausländischen Tochterunternehmen werden auf der Grundlage des jeweiligen nationalen Steuerrechts und mit dem im Sitzland maßgeblichen Steuersatz ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden in Deutschland und im Ausland mit den Steuersätzen bewertet, die voraussichtlich im Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswerts beziehungsweise der Erfüllung der Verbindlichkeit gültig sind. Die auf Basis des deutschen Gesamtsteuersatzes von 31% erwarteten Ertragsteueraufwendungen (laufende und latente) weichen von den ausgewiesenen wie folgt ab: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Erwartete Ertragsteueraufwendungen 2.575 2.295 Erhöhung/Minderung der Ertragsteuern durch Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 558 600 Steuerfreie Erträge – 309 – 227 Steuern für Vorjahre – 8 – 223 Veränderung in der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern und von Steuergutschriften – 197 – 44 Effekt Steuersatzänderungen – 9 – 15 Steuersatzunterschiede Ausland – 371 – 280 Steuereffekt aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen – 62 – 92 Sonstiges, netto 3 – 6 Ausgewiesene Ertragsteueraufwendungen 2.180 2.008 Die aktiven und passiven latenten Steuern (brutto) verteilten sich auf folgende Bilanzposten: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Vermögenswerte Langfristige und kurzfristige Vermögenswerte 1.829 1.836 Verbindlichkeiten und Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 6.799 8.742 Sonstiges 288 114 Verlustvorträge und Steuergutschriften 788 547 Aktive latente Steuern 9.704 11.240 Verbindlichkeiten Langfristige und kurzfristige Vermögenswerte 7.914 7.588 Verbindlichkeiten 874 930 Sonstiges 218 120 Passive latente Steuern 9.006 8.638 Summe aktive latente Steuern (netto) 698 2.602 Zum Geschäftsjahresende wies das Unternehmen steuerliche Verlustvorträge aus, die Verlustverrechnungsbeschränkungen unterlagen. Für diese wurden insoweit keine aktiven latenten Steuern angesetzt, als deren Nutzung durch künftige positive steuerliche Ergebnisse nicht wahrscheinlich ist. Für die folgenden Sachverhalte wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt (Bruttobeträge): scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Abzugsfähige temporäre Differenzen 743 188 Steuerliche Verlustvorträge 3.673 2.013 4.416 2.201 Von den nicht angesetzten steuerlichen Verlustvorträgen verfallen 1.361 (im Vj. 953) Mio. € im Zeitraum bis 2031. Siemens hat für aufgelaufene Ergebnisse der Tochterunternehmen in Höhe von 36.157 (im Vj. 26.585) Mio. € keine passiven latenten Steuern gebildet, da diese Gewinne auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen. Unter Berücksichtigung der direkten Eigenkapitalbuchungen und der Aufwendungen/Erträge aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten ergaben sich die folgenden Steueraufwendungen/-erträge: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Fortgeführte Aktivitäten 2.180 2.008 Nicht fortgeführte Aktivitäten 5 – 2 Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 1.084 – 996 3.269 1.010 Ziffer 8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.242 14.280 Forderungen aus Finanzierungsleasing 1.919 2.007 17.160 16.287 Der langfristige Anteil der Forderungen aus Finanzierungsleasing wird unter der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen und betrug 3.699 (im Vj. 3.557) Mio. €. Die Veränderungen der Wertberichtigungen auf kurz- und langfristige Forderungen innerhalb der zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte (ausgenommen Forderungen aus Finanzierungsleasing) setzten sich wie folgt zusammen: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.013 933 Erfolgswirksame Erhöhung der Wertberichtigungen im Berichtszeitraum 404 284 Ausbuchung von Forderungen – 155 – 181 Zahlungseingänge auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen 35 9 Fremdwährungsumrechnungseffekte – 80 – 33 Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten – 9 − Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahrs 1.208 1.013 Die künftig zu erhaltenden Mindestleasingzahlungen stellten sich folgendermaßen dar: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Innerhalb eines Jahres 2.340 2.378 Zwischen ein und fünf Jahren 3.436 3.358 Nach mehr als fünf Jahren 734 752 6.510 6.488 Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der künftigen Mindestleasingzahlungen zur Brutto- und Nettoinvestition in Leasingverhältnisse sowie zum Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Künftige Mindestleasingzahlungen 6.510 6.488 Zuzüglich: Nicht garantierter Restwert 222 219 Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse 6.732 6.706 Abzüglich: Unrealisierte Finanzerträge – 934 – 944 Nettoinvestition in Leasingverhältnisse 5.798 5.762 Abzüglich: Wertberichtigung zweifelhafter Forderungen – 180 – 198 Abzüglich: Barwert des nicht garantierten Restwerts – 118 – 108 Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 5.500 5.457 Die Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse sowie der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen waren wie folgt fällig: scroll Bruttoinvestition in Leasingverhältnisse Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 30. Sep. 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 Fällig innerhalb eines Jahres 2.358 2.397 1.924 1.952 Fällig zwischen ein und fünf Jahren 3.481 3.405 3.010 2.940 Fällig nach mehr als fünf Jahren 893 904 566 564 6.732 6.706 5.500 5.457 Die Investitionen in Finanzierungsleasing resultierten überwiegend aus dem Leasinggeschäft mit Industrieausrüstungen, medizinischen Geräten, Transportsystemen sowie Büro- und Datenverarbeitungsgeräten. Die tatsächlichen Mittelzuflüsse werden infolge künftiger Verkäufe von Finanzforderungen, Vorauszahlungen und Forderungsausbuchungen von den vertraglich vereinbarten Fälligkeiten abweichen. Ziffer 9 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten Darlehensforderungen in Höhe von 5.985 (im Vj. 4.910) Mio. € sowie derivative Finanzinstrumente in Höhe von 530 (im Vj. 758) Mio. €. Ziffer 10 Vorräte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.955 2.487 Unfertige Erzeugnisse 4.242 4.281 Kosten und realisierte Gewinnanteile aus noch nicht abgeschlossenen Auftragsfertigungsprojekten, die die erhaltenen Anzahlungen übersteigen 10.970 10.046 Fertige Erzeugnisse und Waren 3.951 3.261 Geleistete Anzahlungen 790 591 22.907 20.666 Erhaltene Anzahlungen – 2.966 – 2.506 19.942 18.160 Die Umsatzkosten enthielten Vorräte in Höhe von 57.171 (im Vj. 54.706) Mio. €, die als Aufwendungen erfasst wurden. Die Wertberichtigungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 15 (im Vj. Verminderung um 3) Mio. €. Fertigungsaufträge (hier und folgend) beinhalteten Serviceverträge, die nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert wurden. Der Gesamtbetrag der angefallenen Herstellungskosten und der realisierten Gewinnanteile, abzüglich entstandener Verluste für laufende Fertigungsaufträge, belief sich auf 88.571 (im Vj. 83.789) Mio. €. Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen betrugen 34.280 (im Vj. 32.695) Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen für laufende Fertigungsaufträge betrugen 7.791 (im Vj. 8.749) Mio. €. Die von Kunden einbehaltenen Beträge in Zusammenhang mit laufenden Fertigungsaufträgen beliefen sich auf 217 (im Vj. 288) Mio. €. Ziffer 11 Geschäfts- oder Firmenwerte scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Anschaffungskosten Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 26.068 25.071 Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges – 1.025 – 127 Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung 4.757 1.144 Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 46 – 20 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 29.754 26.068 Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen und sonstige Veränderungen Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 1.909 1.905 Fremdwährungsumrechnung und Sonstiges – 61 2 Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahrs − 1 Verkäufe und Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 1 1 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 1.847 1.909 Buchwert Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 24.159 23.166 Stand am Ende des Geschäftsjahrs 27.906 24.159 Siemens führte im vierten Quartal die verpflichtende jährliche Wertminderungsüberprüfung durch. Dabei wurden die erzielbaren Beträge für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten höher eingeschätzt als die Buchwerte. Die grundlegenden Annahmen, auf deren Basis Siemens den beizulegenden Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestimmt, beinhalteten langfristige Wachstumsraten von bis zu 1,7% (im Vj. von bis zu 1,7%) und Abzinsungssätze (nach Steuern) von 6,0% bis 8,5% (im Vj. von 5,0% bis 9,0%). Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre prognostiziert, die auf Erfahrungen der Vergangenheit, aktuellen operativen Ergebnissen und der bestmöglichen Einschätzung künftiger Entwicklungen durch die Unternehmensleitung sowie auf Marktannahmen basieren. Der ermittelte beizulegende Zeitwert für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde der Stufe 3 der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten zugeordnet. Der beizulegende Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, wird hauptsächlich durch den Endwert (Barwert der ewigen Rente) bestimmt, der besonders sensitiv auf Veränderungen der Annahmen zur langfristigen Wachstumsrate und zum Abzinsungssatz reagiert. Beide Annahmen werden individuell für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten festgelegt. Die Abzinsungssätze basieren auf dem Konzept gewichteter durchschnittlicher Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Für SFS entspricht der Abzinsungssatz den Eigenkapitalkosten. Die Abzinsungssätze werden auf Basis eines risikofreien Zinssatzes und einer Marktrisikoprämie ermittelt. Darüber hinaus spiegeln die Abzinsungssätze die gegenwärtige Marktbeurteilung der spezifischen Risiken jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wider, indem Betafaktoren, Verschuldungsgrad und Fremdkapitalkosten spezifischer Peergroups berücksichtigt werden. Die Parameter zur Ermittlung der Abzinsungssätze basieren auf externen Informationsquellen. Die Peergroup ist Gegenstand einer jährlichen Überprüfung und wird – sofern notwendig – angepasst. Die Wachstumsraten berücksichtigen externe makroökonomische Daten und branchenspezifische Trends. Die folgende Tabelle zeigt grundlegende Annahmen, die bei der Wertminderungsüberprüfung der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts, abzüglich Veräußerungskosten, herangezogen worden sind: scroll 30. Sep. 2017 (in Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte Langfristige Wachstumsrate Abzinsungsfaktor nach Steuern Healthineers 7.992 1,7% 7,0% Power and Gas 6.440 1,7% 8,5% Digital Factory 5.575 1,7% 8,5% Den Werten der Umsatzerlöse im fünfjährigen Planungszeitraum der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, liegen durchschnittliche Wachstumsraten der Umsatzerlöse (ohne Portfolioeffekte) zwischen 0,1% und 9,1% (im Vj. zwischen 0,3% und 5,3%) zugrunde. scroll 30. Sep. 2016 (in Mio. €) Geschäfts- oder Firmenwerte Langfristige Wachstumsrate Abzinsungsfaktor nach Steuern Healthineers 8.301 1,7% 6,5% Digital Factory 3.933 1,7% 8,0% Power and Gas (ohne Anteil an Power Generation Services) 3.552 1,7% 8,0% Power Generation Services (Teil von Power and Gas) 3.158 1,7% 8,0% Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet worden sind, wurde eine Senkung der künftigen Zahlungsströme (nach Steuern) um 10% oder eine Erhöhung der Abzinsungssätze (nach Steuern) um einen Prozentpunkt oder eine Senkung der langfristigen Wachstumsrate um einen Prozentpunkt angenommen. Auf dieser Grundlage kommt Siemens zu dem Ergebnis, dass sich für keine der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsbedarf ergeben würde. Ziffer 12 Sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2016 Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen Selbst erstellte Technologie 3.067 – 79 Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 4.870 – 272 Kundenbeziehungen und Markennamen 7.532 – 447 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15.469 – 799 Grundstücke und Bauten 7.859 – 184 Technische Anlagen und Maschinen 7.950 – 170 Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.092 – 136 Vermietete Erzeugnisse 3.015 – 92 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 801 – 25 Sachanlagen 25.717 – 607 scroll (in Mio. €) Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Zugänge Umgliederungen Selbst erstellte Technologie − 374 − Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 2.717 77 − Kundenbeziehungen und Markennamen 1.825 − − Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.542 451 − Grundstücke und Bauten 308 188 205 Technische Anlagen und Maschinen 323 334 207 Betriebs- und Geschäftsausstattung 183 672 157 Vermietete Erzeugnisse − 443 10 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 78 796 – 580 Sachanlagen 891 2.432 − 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. scroll (in Mio. €) Abgänge1 Bruttobuchwert 30.09.2017 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Selbst erstellte Technologie – 138 3.224 – 1.594 Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte – 73 7.320 – 3.264 Kundenbeziehungen und Markennamen – 39 8.870 – 3.629 Sonstige immaterielle Vermögenswerte – 250 19.413 – 8.487 Grundstücke und Bauten – 247 8.129 – 3.754 Technische Anlagen und Maschinen – 235 8.410 – 5.685 Betriebs- und Geschäftsausstattung – 532 6.435 – 4.898 Vermietete Erzeugnisse – 378 2.998 – 1.703 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau – 23 1.046 − Sachanlagen – 1.416 27.017 – 16.041 scroll (in Mio. €) Buchwert 30.09.2017 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 2017 Selbst erstellte Technologie 1.630 – 203 Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 4.056 – 454 Kundenbeziehungen und Markennamen 5.240 – 624 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 10.926 – 1.281 Grundstücke und Bauten 4.374 – 272 Technische Anlagen und Maschinen 2.724 – 588 Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.537 – 729 Vermietete Erzeugnisse 1.295 – 338 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.047 – 3 Sachanlagen 10.977 – 1.930 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. scroll (in Mio. €) Bruttobuchwert 01.10.2015 Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse Selbst erstellte Technologie 2.995 − − Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 4.725 – 37 260 Kundenbeziehungen und Markennamen 7.542 – 77 68 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15.262 – 115 328 Grundstücke und Bauten 7.745 – 65 20 Technische Anlagen und Maschinen 7.770 – 67 – 39 Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.829 – 29 22 Vermietete Erzeugnisse 3.033 – 83 23 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 856 – 16 – 40 Sachanlagen 25.234 – 260 – 14 scroll (in Mio. €) Zugänge Umgliederungen Selbst erstellte Technologie 324 − Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte 64 − Kundenbeziehungen und Markennamen − − Sonstige immaterielle Vermögenswerte 388 − Grundstücke und Bauten 274 218 Technische Anlagen und Maschinen 288 270 Betriebs- und Geschäftsausstattung 632 85 Vermietete Erzeugnisse 484 10 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 595 – 582 Sachanlagen 2.273 − 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. scroll (in Mio. €) Abgänge1 Bruttobuchwert 30.09.2016 Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Buchwert 30.09.2016 Abschreibungen und Wertminderungen im Geschäftsjahr 2016 Selbst erstellte Technologie – 252 3.067 – 1.562 1.505 – 189 Erworbene Technologie ein- schließlich Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte – 143 4.870 – 2.974 1.896 – 253 Kundenbeziehungen und Markennamen − 7.532 – 3.191 4.341 – 490 Sonstige immaterielle Vermögenswerte – 395 15.469 – 7.727 7.742 – 932 Grundstücke und Bauten – 333 7.859 – 3.673 4.186 – 253 Technische Anlagen und Maschinen – 271 7.950 – 5.412 2.539 – 542 Betriebs- und Geschäftsausstattung – 448 6.092 – 4.764 1.328 – 690 Vermietete Erzeugnisse – 452 3.015 – 1.710 1.305 – 348 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau – 12 801 – 2 799 2 Sachanlagen – 1.516 25.717 – 15.560 10.157 – 1.831 1 Enthielt Vermögenswerte, die in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert wurden, und Verkäufe solcher Unternehmenseinheiten. Der Bruttobuchwert der geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau enthielt 908 (im Vj. 677) Mio. € für Sachanlagen im Bau. Die vertraglichen Verpflichtungen für den Kauf von Sachanlagen betrugen 665 (im Vj. 643) Mio. €. Die künftigen Mindestzahlungen von Leasingnehmern aus Operating-Leasing-Verhältnissen betrugen: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Innerhalb eines Jahres 344 326 Zwischen ein und fünf Jahren 679 689 Nach mehr als fünf Jahren 101 85 1.124 1.099 Ziffer 13 Sonstige finanzielle Vermögenswerte scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Darlehensforderungen 11.062 11.838 Forderungen aus Finanzierungsleasing 3.699 3.557 Derivative Finanzinstrumente 1.784 2.293 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.290 2.662 Sonstiges 208 260 19.044 20.610 Die Position Darlehensforderungen resultierte im Wesentlichen aus langfristigen Darlehenstransaktionen von SFS. Ziffer 14 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Erhaltene Anzahlungen auf noch nicht abgeschlossene Auftragsfertigungsprojekte, die die Auftragskosten und realisierten Gewinnanteile übersteigen 10.259 10.892 Personalbezogene Verbindlichkeiten 5.505 5.401 Passive Abgrenzungsposten 1.470 1.292 Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen 1.116 1.175 Sonstiges 1.698 1.676 20.049 20.437 Ziffer 15 Finanzschulden scroll Kurzfristig Langfristig 30. Sep. 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 Anleihen und Schuldverschreibungen (Fälligkeit bis 2047) 3.554 4.994 25.243 23.560 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Fälligkeit bis 2027) 1.191 380 1.334 992 Sonstige Finanzschulden (Fälligkeit bis 2029) 675 817 111 87 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 27 15 88 123 Summe Finanzschulden 5.447 6.206 26.777 24.761 Bei den unter dieser Ziffer angegebenen Zinssätzen handelt es sich um Per-annum-Angaben. Der gewichtete Durchschnittszins für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lag bei 2,9% (im Vj. 3,9%), für sonstige Finanzschulden bei 1,0% (im Vj. 0,5%) und für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing bei 5,8% (im Vj. 4,8%). KREDITLINIEN Zum Geschäftsjahresende waren Kreditlinien in Höhe von 7,0 (im Vj. 7,1) Mrd. € nicht in Anspruch genommen. Die Kreditlinien dienen allgemeinen Unternehmenszwecken. Die Konsortialkreditlinie in Höhe von 4,0 Mrd. € läuft zum 25. Juni 2021 aus. Die Konsortialkreditlinie in Höhe von 3,0 Mrd. US$ läuft zum 27. September 2020 aus. Die revolvierende bilaterale Kreditlinie in Höhe von 450 Mio. € wurde nicht in Anspruch genommen und von September 2017 bis September 2018 verlängert. Zum Geschäftsjahresende hatte eine Tochtergesellschaft eine zusätzliche nicht in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von 750 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2022. ANLEIHEN UND SCHULDVERSCHREIBUNGEN scroll 30. Sep. 2017 30. Sep. 2016 (Zinssatz/Ausgabe/Fälligkeit) Währung (Nominalwert in Mio.) Buchwert in Mio. €1 Währung (Nominalwert in Mio.) Buchwert in Mio. €1 5,625%/2008/Juni 2018/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.600 1.649 € 1.600 1.719 5,125%/2009/Feb.2017/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen – – – € 2.000 2.028 US$ 3M-LIBOR+1,4%/2012/Feb.2019/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 400 339 US$ 400 358 1,5%/2012/März 2020/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 998 € 1.000 997 2,75%/2012/Sep. 2025/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen £ 350 395 £ 350 405 3,75%/2012/Sep. 2042/£ festverzinsliche Schuldverschreibungen £ 650 723 £ 650 740 1,75%/2013/März 2021/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.250 1.274 € 1.250 1.285 2,875%/2013/März 2028/€ festverzinsliche Schuldverschreibungen € 1.000 997 € 1.000 996 1,5%/2013/März 2018/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 500 423 US$ 500 447 3,5%/2013/März 2028/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 100 83 US$ 100 87 2013/Juni 2020/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 400 338 US$ 400 358 2014/März 2019/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 300 254 US$ 300 268 2014/Sep. 2021/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 400 339 US$ 400 358 Gesamtbetrag Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen 7.812 10.048 5,75%/2006/Okt.2016/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen – – – US$ 1.750 1.570 6,125%/2006/Aug.2026/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.750 1.830 US$ 1.750 1.982 US$ 3M-LIBOR+0,28%/2015/Mai 2018/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 500 423 US$ 500 448 1,45%/2015/Mai 2018/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.250 1.058 US$ 1.250 1.119 2,15%/2015/Mai 2020/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 845 US$ 1.000 893 2,9%/2015/Mai 2022/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.750 1.479 US$ 1.750 1.564 3,25%/2015/Mai 2025/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.264 US$ 1.500 1.336 4,4%/2015/Mai 2045/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.750 1.461 US$ 1.750 1.546 US$ 3M-LIBOR+0,32%/2016/Sep. 2019/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 350 296 US$ 350 308 1,3%/2016/Sep. 2019/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.100 930 US$ 1.100 984 1,7%/2016/Sep. 2021/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.100 929 US$ 1.100 983 2,0%/2016/Sep. 2023/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 750 630 US$ 750 666 2,35%/2016/Okt.2026/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.700 1.431 US$ 1.700 1.517 3,3%/2016/Sep. 2046/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 838 US$ 1.000 887 US$ 3M-LIBOR+0,34%/2017/März 2020/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 800 677 – – – 2,2%/2017/März 2020/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.100 930 – – – 2,7%/2017/März 2022/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 843 – – – US$ 3M-LIBOR+0,61%/2017/März 2022/US$ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen US$ 850 718 – – – 3,125%/2017/März 2024/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.000 843 – – – 3,4%/2017/März 2027/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.250 1.054 – – – 4,2%/2017/März 2047/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.257 – – – Gesamtbetrag US$-Schuldverschreibungen 19.737 15.801 1,05%/2012/Aug.2017/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen – – – US$ 1.500 1.332 1,65%/2012/Aug.2019/US$ festverzinsliche Schuldverschreibungen US$ 1.500 1.249 US$ 1.500 1.309 3M-EURIBOR+0,2%/2015/Sep. 2017/€ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen – – – € 33 33 3M-EURIBOR+0,2%/2015/Sep. 2017/€ variabel verzinsliche Schuldverschreibungen – – – € 31 31 Gesamtbetrag Optionsschuldverschreibungen 1.249 2.705 28.797 28.554 1 Enthält Anpassungen für Absicherungen des beizulegenden Zeitwerts, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen. Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen (Debt Issuance Program) – Der Gesellschaft steht ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen zur Verfügung, unter dem sie (wie im Vorjahr) bis zu 15,0 Mrd. € an Schuldverschreibungen begeben kann. Der ausstehende Nominalbetrag belief sich auf 7,8 (im Vj. 9,9) Mrd. €. Siemens zahlte die 2,0 Mrd. € 5,125% festverzinsliche Schuldverschreibungen bei Fälligkeit zum Nominalwert zurück. US$-Schuldverschreibungen – Im März 2017 emittierte Siemens Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 7,5 Mrd. US$ (30. September 2017: 6,4 Mrd. €) in sieben Tranchen. Die 1,75 Mrd. US$ 5,75% festverzinsliche Schuldverschreibungen wurden bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt. Optionsschuldverschreibungen – Jede der beiden 1,5 Mrd. US$-Schuldverschreibungen wurde mit 6.000 abtrennbaren Optionsscheinen emittiert, die bis zum 1. August 2017 (Optionsscheine 2017) ausübbar waren beziehungsweise bis zum 1. August 2019 (Optionsscheine 2019) ausübbar sind. Zum Geschäftsjahresende waren fast alle Optionsscheine 2017 und keine Optionsscheine 2019 ausgeübt. Somit bestanden 5.236 Optionsscheine 2019 (im Vj. 10.661 Optionsscheine), die entsprechend ihren Bedingungen die Inhaber zum Bezug von 1.924,1160 (im Vj. 1.914,0511) Siemens-Aktien je Optionsschein bei einem Ausübungspreis von 97,6255 (im Vj. 98,1389) € je Aktie berechtigen; 764 Optionsscheine 2019 (im Vj. 1.339 Optionsscheine) berechtigen ihre Inhaber entsprechend den Bedingungen zum Bezug von 1.833,0013 (im Vj. 1.823,4130) Siemens-Aktien und 146,0092 (im Vj. 151,5630) OSRAM-Aktien je Optionsschein bei einem Ausübungspreis von 187.842,81 €. Die Anzahl der Aktien kann gemäß den Optionsscheinbedingungen angepasst werden. Aus den Optionsscheinen 2019 ergaben sich Optionsrechte auf 11,5 (im Vj. 22,8 aus den Optionsscheinen 2017 und 2019) Mio. Aktien der Siemens AG. Die 1,5 Mrd. US$ 1,05% festverzinsliche Schuldverschreibungen sowie die 33 Mio. € 3M-EURIBOR+0,2% und die 31 Mio. € 3M-EURIBOR+0,2% variabel verzinsliche Schuldverschreibungen wurden bei Fälligkeit zum Nominalwert zurückgezahlt. DARLEHEN UND SCHULDSCHEINDARLEHEN Wie im Vorjahr waren zum Geschäftsjahresende zwei bilaterale langfristige Darlehen in Höhe von jeweils 500 Mio. US$, in Summe 847 (im Vj. 896) Mio. € ausstehend, die eine Laufzeit bis zum 26. März 2020 haben. Zum Geschäftsjahresende waren bei einer Tochtergesellschaft Darlehen in Höhe von 424 Mio. € mit Laufzeiten bis 2018 und 2019 ausstehend, diese enthielten Klauseln (Covenants), die alle eingehalten waren. PROGRAMM ZUR BEGEBUNG KURZFRISTIGER SCHULDVERSCHREIBUNGEN (COMMERCIAL PAPER PROGRAM) Siemens steht ein Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen über 9,0 Mrd. US$ (30. September 2017: 7,6 Mrd. €) zur Verfügung, das auch die Möglichkeit zur Begebung von verlängerbaren US$-Schuldverschreibungen gibt. Zum Geschäftsjahresende standen 720 Mio. US$ (610 Mio. €) (im Vj. 700 Mio. US$ beziehungsweise 627 Mio. €) aus. Die kurzfristigen Schuldverschreibungen von Siemens haben in der Regel eine Laufzeit von weniger als 90 Tagen. Die Zinssätze reichten von 0,37% bis 1,47% (im Vj. von 0,13% bis 0,74%). Ziffer 16 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE Die leistungsorientierten Pläne, die offen für Neuzugänge sind, basieren vorwiegend auf Unternehmensbeiträgen. Diese Pläne sind nur in begrenztem Umfang von Langlebigkeit, Inflations- und Gehaltssteigerungen beeinflusst und berücksichtigen länderspezifische Unterschiede. Die bedeutendsten Pläne des Unternehmens sind durch Vermögen in externen, zugriffsbeschränkten Versorgungseinrichtungen gedeckt. Diese Pläne werden gemäß lokalem Recht und bilateralen Vereinbarungen mit der jeweiligen Versorgungseinrichtung (Treuhandvertrag) im Interesse der Begünstigten verwaltet. Die leistungsorientierten Pläne umfassten 506.000 Anspruchsberechtigte, davon 217.000 aktive Mitarbeiter, 89.000 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 200.000 Pensionäre und Hinterbliebene. Deutschland In Deutschland gewährt die Siemens AG Pensionsleistungen durch die BSAV (Beitragsorientierte Siemens Altersversorgung), eingefrorene Pläne mit Altzusagen und Pläne mit Entgeltumwandlungen. Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt an der BSAV teil. Die Leistungen aus diesem Plan basieren überwiegend auf den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge, wobei das Unternehmen eine Mindestverzinsung garantiert. Im Zuge der Einführung der BSAV wurde für Leistungen aus den eingefrorenen Plänen mit Altzusagen die Wirkung aus Gehaltssteigerungen weitgehend eliminiert. Auch wenn aus diesen Altzusagen keine weiteren Leistungen mehr erdient werden können, trägt das Unternehmen weiterhin das Anlagerisiko, Zinsrisiko und Langlebigkeitsrisiko. Die Pläne sind über Treuhandstrukturen mit Vermögen gedeckt. In Deutschland bestehen keinerlei rechtliche oder regulatorische Mindestdotierungsverpflichtungen. USA Die Siemens Corporation unterhält die Siemens-Pensionspläne, die – mit Ausnahme von Zinsgutschriften für Cash-Balance-Konten – für Neueintritte ebenso wie für das Erdienen weiterer Ansprüche größtenteils geschlossen sind. Die Siemens Corporation hat die Aufsicht über die Kapitalanlage des Planvermögens an einen Anlageausschuss delegiert. Das Planvermögen wird in einem sogenannten Master Trust verwaltet. Der Treuhänder des Master Trust, der für die Verwaltung der Vermögenswerte verantwortlich ist, handelt nach Vorgaben des Anlageausschusses. Die Pläne unterliegen den Finanzierungsanforderungen des Employee Retirement Income Security Act of 1974 (ERISA, US-amerikanisches Betriebsrentengesetz) in der jeweils gültigen Fassung. Dabei besteht die Vorschrift, für leistungsorientierte Pläne ein Mindestfinanzierungsniveau von 80% sicherzustellen, um Leistungsbeschränkungen zu vermeiden. Die Siemens Corporation kann nach eigenem Ermessen über diese regulatorische Anforderung hinaus Beiträge leisten. Die jährlichen Beiträge werden von unabhängigen Aktuaren berechnet. Vereinigtes Königreich Siemens plc gewährt Leistungen durch den Siemens Benefit Scheme, für dessen überwiegenden Teil ein Inflationsausgleich bis zum Rentenbeginn verbindlich vorgeschrieben ist. Die notwendige Finanzierung wird alle drei Jahre durch sogenannte technische Bewertungen nach gesetzlichen Bestimmungen festgelegt. Aufgrund abweichender Vorgaben für die Bestimmung der Abzinsungssätze ist das sogenannte technische Finanzierungsdefizit regelmäßig höher als die Unterdeckung nach IFRS. Zur Reduzierung des Defizits wurden zwischen Siemens und den Treuhändern im Rahmen einer Vereinbarung jährliche Zahlungen in Höhe von 31 Mio. £ (34 Mio. €) bis zum Jahr 2033 festgelegt. Gleichzeitig wurde zwischen Siemens und den Treuhändern die einmalige Abgeltung der verbleibenden jährlichen Zahlungen durch die Siemens AG zum Zeitpunkt einer vorzeitigen Beendigung der Vereinbarung aufgrund Kündigung oder Insolvenz vereinbart. Schweiz Nach dem schweizerischen beruflichen Vorsorgegesetz (BVG) hat jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter zu gewähren. Dementsprechend unterhält Siemens in der Schweiz kapitalbasierte Pläne. Diese Pläne werden von Stiftungen verwaltet. Der Vorstand der bedeutendsten Stiftung setzt sich zu gleichen Teilen aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Vorstand ist verantwortlich für die Anlagepolitik und -verwaltung des Planvermögens, für jegliche Änderungen der Planbedingungen und für die Festlegung der Beiträge zur Finanzierung der Leistungen. Die Beiträge des Unternehmens müssen insgesamt mindestens der in den Planbedingungen vorgegebenen Summe der Arbeitnehmerbeiträge entsprechen. Im Fall einer Unterdeckung können Sonderbeiträge vom Arbeitgeber und von den Arbeitnehmern gemäß klar definierter Sanierungsmaßnahmen erhoben werden. Entwicklung der leistungsorientierten Pläne scroll Leistungsorientierte Verpflichtung (DBO) Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (I) (II) Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 42.176 36.818 28.809 27.296 Laufende Dienstzeitaufwendungen 612 523 – – Zinsaufwendungen 672 1.078 – – Zinserträge – – 482 809 Sonstiges1 – 150 5 – 38 8 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne 1.133 1.605 444 818 Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsauf- wendungen und -erträgen enthalten sind) – – – 174 2.473 Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste – 3.919 6.284 – – Auswirkungen der Vermögensobergrenze – – – – In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen – 3.919 6.284 – 174 2.473 Arbeitgeberbeiträge – – 861 618 Beiträge begünstigter Arbeitnehmer 130 144 130 144 Leistungszahlungen – 2.045 – 1.854 – 1.924 – 1.694 Zahlungen für Abgeltungen – 6 – 53 – 6 – 45 Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges 22 – 10 15 – 9 Fremdwährungsumrechnungseffekte – 620 – 758 – 488 – 792 Sonstige Überleitungspositionen – 2.520 – 2.531 – 1.411 – 1.777 Stand zum Ende des Geschäftsjahrs 36.871 42.176 27.668 28.809 Deutschland 21.986 25.460 14.622 15.275 USA 4.189 4.859 3.031 3.347 Vereinigtes Königreich 5.650 6.188 5.883 6.047 Schweiz 3.131 3.671 3.007 3.064 Übrige Länder 1.914 1.997 1.126 1.075 Summe 36.871 42.176 27.668 28.809 davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen davon Nettovermögenswerte (ausgewiesen im Posten Sonstige Vermögenswerte) 1 Enthält nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen/-erträge, Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen sowie verpflichtungsbezogene Verwaltungsgebühren. scroll Auswirkungen der Vermögensobergrenze Nettobilanzansatz aus leistungsorientierten Plänen (III) (I – II + III) Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs 119 214 13.486 9.737 Laufende Dienstzeitaufwendungen – – 612 523 Zinsaufwendungen 4 7 675 1.085 Zinserträge – – – 482 – 809 Sonstiges1 – – – 112 – 4 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen und Erträge für leistungsorientierte Pläne 4 7 693 795 Erträge aus Planvermögen (ohne Beträge, die in den Nettozinsauf- wendungen und -erträgen enthalten sind) – – 174 – 2.473 Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste – – – 3.919 6.284 Auswirkungen der Vermögensobergrenze – 60 – 109 – 60 – 109 In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen – 60 – 109 – 3.805 3.703 Arbeitgeberbeiträge – – – 861 – 618 Beiträge begünstigter Arbeitnehmer – – – – Leistungszahlungen – – – 121 – 160 Zahlungen für Abgeltungen – – – – 8 Unternehmenszusammenschlüsse, Veräußerungen und Sonstiges – – 6 – 2 Fremdwährungsumrechnungseffekte – 1 7 – 134 40 Sonstige Überleitungspositionen – 1 7 – 1.109 – 749 Stand zum Ende des Geschäftsjahrs 62 119 9.265 13.486 Deutschland – – 7.364 10.184 USA – – 1.158 1.512 Vereinigtes Königreich 14 9 – 219 151 Schweiz 6 68 130 675 Übrige Länder 43 42 831 964 Summe 62 119 9.265 13.486 davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.582 13.695 davon Nettovermögenswerte (ausgewiesen im Posten Sonstige Vermögenswerte) 317 209 1 Enthält nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen/-erträge, Gewinne/Verluste aus Planabgeltungen sowie verpflichtungsbezogene Verwaltungsgebühren. In Zusammenhang mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergaben sich Nettozinsaufwendungen in Höhe von 198 (im Vj. 282) Mio. €. Die DBO verteilte sich auf aktive Arbeitnehmer zu 31% (im Vj. 33%), auf ehemalige Arbeitnehmer mit unverfallbaren Leistungsansprüchen zu 14% (im Vj. 15%) und auf Pensionäre und Hinterbliebene zu 54% (im Vj. 52%). Das abgelaufene Geschäftsjahr enthielt einen Gewinn in Höhe von 138 Mio. € (137 Mio. € aus Planänderungen in der Position Sonstiges enthalten) in Zusammenhang mit angepassten Pensionszusagen für Planteilnehmer in der Schweiz. Die in den Neubewertungen enthaltenen versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste resultierten aus: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Veränderungen von demografischen Annahmen – 112 – 129 Veränderungen von finanziellen Annahmen – 3.714 6.506 Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste – 93 – 93 Summe – 3.919 6.284 Versicherungsmathematische Annahmen Der gewichtete durchschnittliche Abzinsungssatz, der der versicherungsmathematischen Berechnung der DBO zum Bilanzstichtag zugrunde lag, stellte sich wie folgt dar: scroll 30. Sep. 2017 2016 Abzinsungssatz 2,4% 1,7% EUR 2,1% 1,0% USD 3,8% 3,6% GBP 2,8% 2,4% CHF 0,8% 0,4% Die Bestimmung des Abzinsungssatzes basierte auf hochrangigen Unternehmensanleihen mit einem Emissionsvolumen von mehr als 100 Mio. (in der jeweiligen Währung) und einem AA-Rating (oder einem entsprechenden Rating) von mindestens einer der drei Ratingagenturen Moody’s Investors Service, Standard&Poor’s Ratings Services oder Fitch Ratings. Die angewendeten Sterbetafeln waren: scroll Deutschland Heubeck Richttafeln 2005G (modifiziert) USA RP-2016 mit generationsabhängiger projektiver Skala der US Social Security Administration für langfristige demografische Annahmen Vereinigtes Königreich SAPS S2 (Standardsterblichkeitstafeln für selbstverwaltete Pläne mit Berücksichtigung künftiger Sterblichkeitsveränderungen) Schweiz BVG 2015 G Die Gehalts- und Rententrends für Länder, in denen diese Prämissen eine wesentliche Wirkung haben, sind aus nachfolgender Tabelle ersichtlich. Inflationswirkungen sind in den unten genannten Annahmen, soweit zutreffend, berücksichtigt. scroll 30. Sep. 2017 2016 Gehaltstrend Vereinigtes Königreich 3,7% 3,6% Schweiz 1,5% 1,5% Rententrend Deutschland 1,4% 1,4% Vereinigtes Königreich 3,0% 2,9% Sensitivitätsanalysen Eine Veränderung der oben genannten Annahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern: scroll Veränderung der DBO durch einen halben Prozentpunkt (in Mio. €) 30. Sep. 2017 30. Sep. 2016 Anstieg Rückgang Anstieg Rückgang Abzinsungssatz – 2.227 2.472 – 2.774 3.174 Gehaltstrend 102 – 96 113 – 105 Rententrend 1.620 – 1.433 2.107 – 1.858 Die DBO würde sich infolge einer 10%igen Senkung der Sterblichkeitsraten für alle Begünstigten um 1.103 (im Vj. 1.395) Mio. € erhöhen. Unverändert zum Vorjahr basiert die Berechnung der Sensitivitäten auf derselben Methode, die für die Berechnung der Verbindlichkeiten aus Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses angewendet wurde. Die Sensitivitäten spiegeln eine Veränderung der DBO nur für die jeweils geänderte Annahme wider. Asset-Liability-Matching-Strategien Das Unternehmen hat als ein Hauptrisiko die Verschlechterung des Finanzierungsstatus aufgrund der ungünstigen Entwicklung des Planvermögens und/oder der leistungsorientierten Verpflichtungen als Folge sich verändernder Parameter identifiziert. Aus diesem Grund setzt Siemens ein an den Versorgungsverpflichtungen ausgerichtetes Risikomanagementkonzept um (Asset Liability Matching). Die Risikosteuerung erfolgt auf Basis einer weltweit definierten Risikoobergrenze (Value at Risk). Das Konzept, die Risikoobergrenze sowie die Vermögensentwicklung, einschließlich der Investmentstrategie, werden kontinuierlich unter Beteiligung von führenden externen Experten überprüft und angepasst. Die Auswahl der unabhängigen Vermögensverwalter erfolgt auf Basis quantitativer sowie qualitativer Analysen, die deren Anlageerfolg und Risikoeinschätzung berücksichtigen. Derivate werden zur Risikoreduzierung als Teil des Risikomanagements genutzt. Aufgliederung des Planvermögens scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Aktien 4.716 5.206 Festverzinsliche Wertpapiere 15.230 16.395 Staatsanleihen 5.407 5.496 Unternehmensanleihen 9.823 10.899 Alternative Anlagen 4.016 3.622 Multi-Strategie-Fonds 2.028 1.696 Derivate 290 497 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 578 465 Sonstige Vermögenswerte 811 928 Summe 27.668 28.809 Nahezu alle Aktien hatten Preisnotierungen an einem aktiven Markt. Der beizulegende Zeitwert der festverzinslichen Wertpapiere basierte auf Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt wurden. Die festverzinslichen Wertpapiere werden an hochliquiden Märkten gehandelt, und fast alle festverzinslichen Wertpapiere haben ein Investment-Grade-Rating. Alternative Anlagen umfassen größtenteils Anteile an Hedgefonds, darüber hinaus sind Anlagen in Private Equity sowie Immobilien enthalten. Multi-Strategie-Fonds umfassen Absolute-Return- und Diversified-Growth-Fonds, die innerhalb eines Fonds in verschiedene Vermögensklassen investieren mit dem Ziel, die Vermögenserträge zu stabilisieren und Volatilität zu reduzieren. Derivate beinhalten überwiegend Finanzinstrumente zur Sicherung des Zins- und Inflationsrisikos. Künftige Zahlungsströme Die für das Geschäftsjahr 2018 erwarteten Arbeitgeberbeiträge zu den leistungsorientierten Plänen betragen 826 Mio. €. Zum Geschäftsjahresende wurden für die kommenden zehn Geschäftsjahre durchschnittlich jährliche Leistungszahlungen in Höhe von 1.843 (im Vj. 1.908) Mio. € erwartet. Die durchschnittlich gewichtete Laufzeit der DBO der leistungsorientierten Pläne von Siemens betrug 13 (im Vj. 14) Jahre. BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE UND STAATLICHE PLÄNE Die erfolgswirksam erfassten Beiträge zu beitragsorientierten Plänen beliefen sich auf 686 (im Vj. 676) Mio. €. Die Beiträge zu staatlichen Plänen betrugen 1.450 (im Vj. 1.423) Mio. €. Ziffer 17 Rückstellungen scroll (in Mio. €) Gewährleistungen Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Sonstiges Summe Stand am 1. Oktober 2016 4.249 1.517 1.611 1.877 9.253 davon langfristig 2.022 675 1.593 796 5.087 Zugänge 1.820 658 6 585 3.069 Verbrauch – 1.160 – 393 – 10 – 486 – 2.049 Auflösungen – 972 – 200 – 316 – 532 – 2.020 Fremdwährungsumrechnung – 77 – 33 – 3 – 24 – 137 Aufwendungen aus der Aufzinsung und Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes – 6 – 1 – 533 – 1 – 542 Sonstige Veränderungen 777 285 5 186 1.252 Stand am 30. September 2017 4.631 1.832 759 1.603 8.826 davon langfristig 2.422 750 743 664 4.579 Mit Ausnahme der Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen erwartet Siemens für die Mehrheit der Rückstellungen, dass sie in der Regel innerhalb der nächsten 15 Jahre zahlungswirksam werden. Gewährleistungen beziehen sich im Wesentlichen auf veräußerte Produkte. Auftragsbezogene Rückstellungen für Drohverluste und Risiken bildet Siemens für erwartete Verluste und Risiken aus nicht beendeten Fertigungsaufträgen, Verkaufs- sowie Leasingverträgen. Das Unternehmen hat bei bestimmten Posten des Sachanlagevermögens Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen. Diese stehen überwiegend in Zusammenhang mit Sanierungskosten sowie mit Kosten für Rückbauverpflichtungen von Mietereinbauten am Ende der Mietzeit. Die Sanierungskosten ergaben sich auf Basis der geschätzten Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung der Anlagen in Hanau (Werk Hanau), die Uran- und Mischoxidbrennelemente fertigten, sowie für ein nukleares Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Während im abgelaufenen Geschäftsjahr die Entsorgung radioaktiven Abfalls gesetzlich teilweise neu geregelt wurde (Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung), ist Siemens von diesen Regelungen nicht abgedeckt und befolgt somit weiterhin die Vorschriften des deutschen Atomgesetzes, nach denen der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer kerntechnischen Anlage entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Vor diesem Hintergrund arbeitete das Unternehmen folgenden Stufenplan für die Stilllegung der Werke in Hanau und Karlstein aus: Rückbau (beinhaltet Reinigung, Dekontamination und Demontage des technischen Geräts und der Anlagen, Dekontamination der Betriebsräume und Gebäude), Aufbereitung und Verpackung sowie Zwischen- und Endlagerung des radioaktiven Abfalls (einschließlich Transport zur Endlagerstätte). Außerdem sind begleitend kontinuierliche technische Studien geplant, ebenso die Entnahme von Proben des radioaktiven Materials unter der Aufsicht von Bundes- und Länderbehörden. Dekontamination und Demontage sollen bis 2018 fortgeführt werden, wohingegen Abfallaufbereitung und Verpackung bis in die 2020er-Jahre fortgesetzt werden sollen. Danach hat das Unternehmen für die Lagerung des radioaktiven Abfalls in einem Zwischenlager zu sorgen, bis dieser zu einem Endlager transportiert und abgegeben wird. In Bezug auf das Werk Hanau ist der Rückbau bereits vollständig abgeschlossen und die Zwischenlagerung eingerichtet. Am 21. September 2006 hat die Gesellschaft eine offizielle Benachrichtigung von den Behörden erhalten, dass das Werk Hanau von der Anwendung des deutschen Atomgesetzes befreit wurde und die weitere Nutzung unbeschränkt ist. Die genaue Höhe der Dekontaminationskosten wird letztlich davon abhängen, für welche Endlager sich die Bundesregierung entscheidet und wann diese zur Verfügung stehen werden. Verschiedene Parameter, die in Zusammenhang mit der Errichtung eines Endlagers für radioaktiven Abfall stehen, wurden im Hinblick auf das »Schacht Konrad« genannte Endlager festgelegt. Schätzparameter in Bezug auf die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke gehen von einem Atomausstieg bis zum Jahr 2022 aus. Die Bewertung berücksichtigte Annahmen, die aktuelle und detaillierte Kostenschätzungen, Preissteigerungsraten sowie Abzinsungssätze widerspiegelten und laufende Zahlungsmittelabflüsse bis in die 2060er-Jahre für Rückbau, Zwischen- und Endlagerung beinhalteten. Die geschätzten Zahlungsmittelabflüsse könnten sich wesentlich ändern, wenn der Zeitplan der Regierung, das Endlager »Schacht Konrad« fertigzustellen, durch politische Entwicklungen beeinträchtigt wird. Zur Abzinsung der Zahlungsmittelabflüsse verwendet das Unternehmen die zum Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die Rückstellung belief sich auf 697 (im Vj. 1.551) Mio. €. Sie wurde abzüglich eines Barwertabschlags von 359 (im Vj. 206) Mio. € ausgewiesen, der den erwarteten kontinuierlichen Zahlungsmittelabfluss bis in die 2060er-Jahre (im Vj. 2070er-Jahre) widerspiegelt. Erhöhte Abzinsungssätze verminderten den Buchwert der Rückstellung um 543 Mio. €, hauptsächlich aufgrund einer Anpassung der zugrunde gelegten Zinsstrukturkurve, um die Zinserwartungen – insbesondere im Hinblick auf langfristige Zinssätze – besser abzubilden (im Vj. erhöhten zurückgegangene Abzinsungssätze den Buchwert der Rückstellung um 355 Mio. €). Die Rückstellung verringerte sich um 312 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund von herabgesetzten Annahmen zur Inflationsrate (im Vj. um 170 Mio. € aufgrund von reduzierten Kostenschätzungen). Die Position Sonstiges beinhaltete transaktionsbezogene Rückstellungen und Rückstellungen nach Transaktionsabschluss in Zusammenhang mit Portfolioaktivitäten sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, soweit die dem jeweiligen Rechtsstreit zugrunde liegenden Risiken nicht bereits in der Projektbilanzierung berücksichtigt wurden. Die in dieser Position enthaltenen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betrugen 437 (im Vj. 430) Mio. €. Ziffer 18 Eigenkapital Das Grundkapital der Siemens AG war, wie im Vorjahr, in 850 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) aufgeteilt, auf die ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 3,00 € je Aktie entfällt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil des Aktionärs am Gewinn nach Steuern der Gesellschaft. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Siemens kaufte 7.922.129 (im Vj. 4.888.596) Aktien zurück, 15.162.691 (im Vj. 4.543.673) eigene Anteile wurden übertragen. Zum Geschäftsjahresende betrug der Bestand an eigenen Anteilen 34.481.120 (im Vj. 41.721.682). Wie im Vorjahr verfügte die Siemens AG zum Geschäftsjahresende über Genehmigtes Kapital von insgesamt nominal 618,6 Mio. €, aus dem in Teilbeträgen aufgrund verschiedener befristeter Ermächtigungen bis zu 206,2 Mio. auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben werden können. Darüber hinaus hatte die Siemens AG, ebenfalls unverändert zum Vorjahr, Bedingtes Kapital von nominal 1.080,6 Mio. € (360,2 Mio. Aktien). Damit können vor allem Wandelschuldverschreibungen oder Optionsscheine aus Optionsschuldverschreibungen bedient werden, die aufgrund verschiedener befristeter, von der Hauptversammlung beschlossener Ermächtigungen ausgegeben werden konnten beziehungsweise können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr und im Vorjahr wurde eine Dividende je Aktie von 3,60 € beziehungsweise 3,50 € ausgeschüttet. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen die Ausschüttung einer Dividende von 3,70 € je dividendenberechtigte Aktie vor. Dies entspricht einer erwarteten Gesamtzahlung von rund 3,0 Mrd. €. Die Zahlung der vorgeschlagenen Dividende ist abhängig von der Zustimmung der Hauptversammlung am 31. Januar 2018. Ziffer 19 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Ausschlaggebend für die Steuerung der Kapitalstruktur ist es, sowohl einen breiten Kapitalmarktzugang über verschiedene Fremdfinanzierungsmittel als auch die Bedienung der Finanzschulden sicherzustellen. Um dies zu gewährleisten, strebt Siemens für das Verhältnis von industrieller Nettoverschuldung zu angepasstem EBITDA (fortgeführte Aktivitäten) einen Wert von bis zu 1,0 an. Diese Verhältniszahl gibt Aufschluss darüber, wie viele Jahre es annähernd dauert, bis die industrielle Nettoverschuldung durch fortlaufende Einnahmen getilgt werden kann; dabei bleiben Zinsen, Steuern und Abschreibungen außer Betracht. scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden 5.447 6.206 Plus: Langfristige Finanzschulden 26.777 24.761 Minus: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 8.375 – 10.604 Minus: Kurzfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – 1.242 – 1.293 Nettoverschuldung 22.607 19.071 Minus: SFS-Finanzschulden1 – 22.531 – 22.418 Plus: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.582 13.695 Plus: Kreditgarantien 639 799 Minus: Effekte aus der Bilanzierung von Fair Value Hedges2 – 421 – 643 Industrielle Nettoverschuldung 9.876 10.505 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten vor Ertragsteuern 8.306 7.404 Plus/Minus: Zinserträge, Zinsaufwendungen und Sonstiges Finanzergebnis – 571 48 Plus: Abschreibungen und Wertminderungen 3.211 2.764 EBITDA 10.946 10.216 Industrielle Nettoverschuldung/EBITDA 0,9 1,0 1 Die Anpassungen berücksichtigen, dass sowohl Moody’s als auch S&P SFS als konzerneigene Finanzierungsgesellschaft (Captive Finance Company) betrachten. Diese Ratingagenturen akzeptieren bei den konzerneigenen Finanzierungstochtergesellschaften im Rahmen der Festlegung von Kreditratings im Allgemeinen höhere Schuldenstände. Diesem Ansatz folgend wurden die SFS-Finanzschulden abgezogen, um eine industrielle Nettoverschuldung zu ermitteln, die nicht durch die Finanzierungsaktivitäten von SFS beeinflusst ist. 2 Grundsätzlich werden Finanzschulden zu einem Wert ausgewiesen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag entspricht. Nach IFRS werden Finanzschulden, die in einer Sicherungsbeziehung stehen (Fair Value Hedges), um Marktwertänderungen, hauptsächlich zinsinduziert, angepasst. Diese Anpassungen werden rückgängig gemacht, um zu einem Wert zu gelangen, der annähernd dem Rückzahlungsbetrag der Finanzschulden entspricht. Das SFS-Geschäft ist kapitalintensiv und finanziert sich in einem größeren Umfang als das Industriegeschäft durch Finanzschulden. scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Zugeordnetes Eigenkapital 2.607 2.623 SFS-Finanzschulden 22.531 22.418 Verschuldungsgrad 8,64 8,55 Das SFS zugeordnete Eigenkapital weicht vom Buchwert des Eigenkapitals ab, da die Zuordnung im Wesentlichen auf Basis der Risiken der zugrunde liegenden Geschäfte erfolgt. Das derzeitige Kreditrating des Unternehmens zeigt die folgende Tabelle: scroll 30. Sep. 2017 30. Sep. 2016 Moody’s Investors Service Standard& Poor’s Ratings Services Moody’s Investors Service Standard& Poor’s Ratings Services Langfristige Finanzschulden A1 A+ A1 A+ Kurzfristige Finanzschulden P-1 A-1+ P-1 A-1+ Ziffer 20 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten Die folgende Tabelle weist den nicht abgezinsten maximalen Betrag aus, für den Siemens am Bilanzstichtag aus wesentlichen Arten von Garantien (einschließlich Bürgschaften) haftete: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Kreditgarantien/-bürgschaften 639 799 Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter 2.283 2.319 Sonstige Garantien/Bürgschaften 200 600 3.121 3.718 Die Position Kreditgarantien/-bürgschaften zeigt, in welchem Umfang Siemens für Finanzverpflichtungen Dritter haftet. Dies betrifft in der Regel Fälle, in denen Siemens Lieferant und/oder Vertragspartner ist oder für Verpflichtungen von assoziierten Unternehmen haftet, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Darüber hinaus werden Kreditgarantien/-bürgschaften im Rahmen der Geschäftstätigkeit von SFS gewährt. Bei Kreditgarantien/-bürgschaften garantiert das Unternehmen im Allgemeinen, dass es im Fall der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner dessen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Die maximale Haftungssumme entspricht der Inanspruchnahme beziehungsweise der Restschuld des Kredits oder – im Fall von Kreditlinien, die in variabler Höhe in Anspruch genommen werden können – dem Betrag, der maximal in Anspruch genommen werden kann. Die Restlaufzeit dieser Garantien/Bürgschaften reichte bis zu 14 (im Vj. 15) Jahre. Für Kreditgarantien/-bürgschaften in Höhe von 189 (im Vj. 270) Mio. € bestanden Sicherheiten, im Wesentlichen in Form von Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Für Kreditgarantien/-bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 33 (im Vj. 73) Mio. € bilanziert. Außerdem garantiert Siemens die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen Dritter, hauptsächlich durch Anzahlungs- und Leistungserfüllungsgarantien/-bürgschaften im Rahmen von Konsortien. Kommt ein Konsortialpartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nach, wird Siemens bis zu einem vereinbarten Maximalbetrag in Anspruch genommen. Im Regelfall betragen die Laufzeiten dieser Haftungsverhältnisse bis zu zehn Jahre. Im Allgemeinen ergeben sich aus Konsortialverträgen entsprechende Rückgriffshaftungen zwischen den Konsortialpartnern. Für Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften waren Verbindlichkeiten in Höhe von 3 (im Vj. 4) Mio. € bilanziert. Zusätzlich zu den in der obigen Tabelle aufgeführten bestanden weitere Garantien/Bürgschaften. Die maximale Inanspruchnahme, die sich aus diesen Verpflichtungen ergeben könnte, betrug – soweit sie nicht als unwahrscheinlich betrachtet wurde – insgesamt 611 (im Vj. 853) Mio. €. Enthalten sind dabei Schadensersatzverpflichtungen, die in Zusammenhang mit dem Verkauf von Geschäftseinheiten stehen und den Käufer vor potenziellen steuerlichen, rechtlichen und/oder anderen Unwägbarkeiten in Verbindung mit der übernommenen Geschäftseinheit schützen können. Für diese weiteren Verpflichtungen wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 243 (im Vj. 456) Mio. € bilanziert. Aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen bestanden folgende künftige Zahlungsverpflichtungen: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Innerhalb eines Jahres 825 882 Zwischen ein und fünf Jahren 1.684 1.707 Nach mehr als fünf Jahren 832 870 3.341 3.458 Die gesamten Mietaufwendungen beliefen sich auf 1.242 (im Vj. 1.158) Mio. €. Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch und hat Eigenkapitaleinlageverpflichtungen als Gesellschafterin in Personenhandelsgesellschaften sowie im Rahmen von verschiedenen Konsortien. Ziffer 21 Rechtsstreitigkeiten VERFAHREN AUS ODER IN ZUSAMMENHANG MIT BEHAUPTETEN VERTRAGSVERLETZUNGEN Wie berichtet, ist die Siemens AG Mitglied eines Lieferantenkonsortiums, das von Teollisuuden Voima Oyj (TVO) mit der Errichtung des schlüsselfertigen Kernkraftwerks »Olkiluoto 3« in Finnland beauftragt wurde. Der vereinbarte Fertigstellungstermin für die Anlage war der 30. April 2009. Der Anteil der Siemens AG am Vertragspreis beläuft sich auf rund 27%. Das andere Mitglied des Lieferantenkonsortiums ist ein weiteres Konsortium, bestehend aus Areva NP S.A.S. und deren 100%igem Tochterunternehmen Areva GmbH. Die Fertigstellung des Kraftwerks hat sich aus Gründen verzögert, die streitig sind. Das Lieferantenkonsortium erhob im Dezember 2008 Schiedsklage gegen TVO und fordert Bauzeitverlängerung, Nachträge, Abschlagszahlungen, Schadensersatz und Zinsen. TVO bestreitet die Ansprüche und macht widerklagend Gegenansprüche geltend, die im Wesentlichen aus Verzugsschadensersatzansprüchen bestehen. Im August 2015 aktualisierte TVO seine Gegenforderungen auf rund 2,3 Mrd. €. Zuletzt aktualisierte das Lieferantenkonsortium seine monetären Forderungen auf rund 3,6 Mrd. €. Die von den Parteien geltend gemachten Beträge umfassen nicht den vollen Verzugszeitraum und könnten deshalb noch weiter angepasst werden. Im November 2016 erging ein Teilschiedsspruch zu bestimmten, für eine vorzeitige Abhandlung identifizierten, Vorfragen. Im Juli 2017 erging ein weiterer Teilschiedsspruch über die Handhabung von Dokumenten. In diesem weiteren Teilschiedsspruch wurden bestimmte wesentliche Tatsachen, die Ansprüche aus Verzügen und Behinderungen begründen, die während der Projektabwicklung aufgetreten sind, zugunsten von TVO entschieden. Im November 2017 erging ein weiterer Teilschiedsspruch zu Fragen des Projektmanagements sowie zum Einsatz von Konstruktionsmethoden. Auch wenn das Schiedsgericht einige Anträge von TVO zugestanden hat, wurden die meisten wesentlichen diesbezüglichen Anträge von TVO abgelehnt oder auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. Keiner der Teilschiedssprüche befasste sich mit den von den Parteien geltend gemachten monetären Ansprüchen. Ein finaler Schiedsspruch über die geltend gemachten Ansprüche und Gegenansprüche wird in der ersten Hälfte des Kalenderjahrs 2018 erwartet. VERFAHREN AUS ODER IN ZUSAMMENHANG MIT BEHAUPTETEN COMPLIANCE-VORWÜRFEN Wie berichtet, hat im Juli 2008 Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE) in Deutschland vor dem Landgericht München eine Auskunftsklage gegenüber der Siemens AG mit dem Ziel erhoben, Siemens zu verurteilen, die Ergebnisse seiner internen Ermittlungen offenzulegen, soweit diese OTE betreffen. OTE begehrt Auskunft zu den Vorwürfen angeblicher unlauterer Einflussnahme und/oder Bestechung in Zusammenhang mit Aufträgen, die zwischen den Kalenderjahren 1992 und 2006 zwischen der Siemens AG und OTE abgeschlossen wurden. Ende Juli 2010 hat OTE die Klage erweitert und beantragt, die Siemens AG wegen angeblich an OTE-Mitarbeiter geleisteter Bestechungszahlungen zur Zahlung von Schadensersatz an OTE in Höhe von mindestens 57 Mio. € zu verurteilen. Im Oktober 2014 hat OTE die Schadensersatzforderung auf mindestens 68 Mio. € erhöht. Die Siemens AG setzt sich weiterhin gegen die erweiterte Klage zur Wehr. Wie berichtet, forderte die israelische Kartellbehörde im September 2011 Siemens zu einer rechtlichen Stellungnahme im Hinblick auf eine angebliche wettbewerbsbeschränkende Absprache zwischen April 1988 und April 2004 im Bereich gasisolierter Schaltanlagen auf. Im September 2013 veröffentlichte die israelische Kartellbehörde einen Grundlagenbescheid, wonach die Siemens AG an einer wettbewerbswidrigen Absprache betreffend den israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen zwischen 1988 und 2004 mit einer Unterbrechung von Oktober 1999 bis Februar 2002 teilgenommen habe. Das Unternehmen hat gegen diese Entscheidung im Mai 2014 Rechtsmittel eingelegt. Basierend auf dem vorerwähnten Grundlagenbescheid der israelischen Kartellbehörde haben im September 2013 zwei Stromverbrauchergruppen jeweils einen Antrag auf Zulassung einer Sammelklage wegen Kartellschadensersatz vor einem israelischen staatlichen Gericht gegen verschiedene Gesellschaften, unter anderem die Siemens AG, eingereicht. Eine der Sammelklagen wurde vom Gericht im Geschäftsjahr 2015 abgewiesen. Mit der anderen Sammelklage wird Ersatz für angebliche Schäden in Höhe von 2,8 Mrd. ILS (September 2017: rund 673 Mio. €) geltend gemacht. Darüber hinaus hat die Israel Electric Corporation (IEC) Ende Dezember 2013 eine eigenständige Schadensersatzklage gegen die Siemens AG und andere Gesellschaften, die angeblich ein Kartell am israelischen Markt für gasisolierte Schaltanlagen gebildet hätten, in Höhe von 3,8 Mrd. ILS (September 2017: rund 909 Mio. €) vor einem israelischen staatlichen Gericht erhoben. Die Siemens AG setzt sich gegen die Klagen zur Wehr. Wie berichtet, hatte die israelische Börsenaufsicht (ISA) ihre Ermittlungen hinsichtlich möglicherweise illegaler Zahlungen, die angeblich an Vertreter der Israel Electric Company in den frühen 2000er-Jahren gezahlt wurden, abgeschlossen und die Ermittlungsakten der israelischen Staatsanwaltschaft (DA) im August 2015 übermittelt, um zu entscheiden, ob rechtliche Schritte gegen die in der ISA-Ermittlung genannten Verdächtigen eingeleitet werden. Siemens hat vollumfassend mit den israelischen Behörden kooperiert. Im Mai 2016 hat die DA Anklage gegen die Siemens Israel Ltd. erhoben. Die Siemens AG wurde nicht angeklagt, da es für die Siemens AG möglich war, ein Non-prosecution Agreement (Vereinbarung über einen Anklageverzicht) mit der DA abzuschließen, mit dem sich die Siemens AG zur Zahlung eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags verpflichtete. Im November 2017 genehmigte das israelische Strafgericht ein von der DA und Siemens Israel Ltd. vorgeschlagenes sogenanntes Plea Agreement (Vergleichsvereinbarung). Aufgrund der Vergleichsvereinbarung wurde Siemens Israel Ltd. wegen Fehlverhaltens ihrer früheren Geschäftsleitung verurteilt und erklärte sich bereit, eine Geldstrafe in einem niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich zu zahlen. Wie berichtet, schloss im Mai 2013 Siemens Ltda., Brasilien (Siemens Ltda.), mit dem Administrative Council for Economic Defense (CADE) sowie weiteren beteiligten brasilianischen Behörden eine Kronzeugenvereinbarung im Hinblick auf mögliche Kartellrechtsverletzungen in Zusammenhang mit angeblichen wettbewerbswidrigen Unregelmäßigkeiten bei U-Bahn- und Nahverkehrszug-Projekten, an denen Siemens Ltda. und teilweise die Siemens AG sowie eine Reihe anderer Unternehmen als Auftragnehmer beteiligt waren. Im März 2014 eröffnete CADE das formale Bußgeldverfahren, wobei die Immunität von Siemens Ltda. hinsichtlich Bußgeldern wegen des berichteten angeblichen Fehlverhaltens bestätigt wurde. In Zusammenhang mit den oben genannten U-Bahn- und Nahverkehrszug-Projekten nahmen verschiedene brasilianische Behörden Ermittlungen auf, die angebliche Straftaten (Bestechungszahlungen, wettbewerbswidriges Verhalten, unzulässige Einflussnahme auf öffentliche Ausschreibungen) betreffen. Wie berichtet, wurde Siemens im März 2014 informiert, dass in Zusammenhang mit den oben genannten U-Bahn- und Nahverkehrszug-Projekten die Staatsanwaltschaft São Paulo bei Gericht beantragt hat, Strafprozesse gegen mehrere Personen, einschließlich aktueller und früherer Siemens-Mitarbeiter, wegen angeblicher Verstöße gegen brasilianisches Kartellrecht einzuleiten. Die Staatsanwaltschaft São Paulo betreibt die Verfahren weiter und hat zwischenzeitlich, soweit die Eröffnung von Verfahren abgelehnt wurde, Berufung eingelegt. Wie berichtet, hat die Landesanwaltschaft (Ministério Público) São Paulo im Mai 2014 Klage gegen Siemens Ltda. sowie andere Unternehmen und verschiedene Personen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 2,5 Mrd. BRL (September 2017: rund 665 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Modernisierung von Zügen erhoben, die zwischen 2008 und 2011 geschlossen wurden. Eine administrative Mitteilung der brasilianischen Kartellbehörde CADE Anfang des Kalenderjahrs 2014 enthielt keine Hinweise auf eine Beteiligung von Siemens Ltda. an wettbewerbswidrigem Verhalten in Zusammenhang mit diesen Modernisierungsverträgen. Im Januar 2015 hat das Bezirksgericht in São Paulo eine Klage des Staates São Paulo und von zwei Kunden gegen Siemens Ltda., die Siemens AG und andere Unternehmen und Personen auf Zahlung von Schadensersatz in unbezifferter Höhe zugelassen. Im März 2015 hat das Bezirksgericht São Paulo eine Klage der Landesanwaltschaft São Paulo gegen Siemens Ltda. und andere Unternehmen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 487 Mio. BRL (September 2017: rund 130 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Wartung von Zügen zugelassen, die 2000 und 2002 geschlossen wurden. Im September 2015 hat das Bezirksgericht São Paulo eine weitere Klage der Landesanwaltschaft São Paulo gegen Siemens Ltda. und andere Unternehmen unter anderem auf Zahlung von Schadensersatz in Höhe von 918 Mio. BRL (September 2017: rund 244 Mio. €), zuzüglich Inflationsanpassung und Zinsen, in Zusammenhang mit Verträgen über die Wartung von Zügen zugelassen, die 2006 und 2007 geschlossen wurden. Siemens wird sich gegen diese Klagen zur Wehr setzen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere wesentliche Schadensersatzansprüche von Kunden oder dem Staat gegenüber Siemens geltend gemacht werden. Wie berichtet, führte CADE – unabhängig von den oben genannten Verfahren – zwei weitere Verfahren betreffend mögliche wettbewerbswidrige Handlungen im Bereich gasisolierter Schaltanlagen und im Bereich luftisolierter Schaltanlagen in den 1990er-Jahren bis 2006 durch. Siemens kooperierte mit den Behörden. Im Februar 2017 hat die Siemens AG mit CADE hinsichtlich der behaupteten Kartellrechtsverstöße auf dem Gebiet der gasisolierten Schaltanlagen einen Vergleich in Höhe eines niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrags abgeschlossen. Im Oktober 2017 hat Siemens Ltda. mit CADE hinsichtlich der behaupteten Kartellrechtsverstöße auf dem Gebiet der luftisolierten Schaltanlagen einen Vergleich in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrags abgeschlossen. Wie berichtet, hat Siemens Ltda. im Juni 2015 erneut Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof gegen die die Vorinstanz bestätigende Entscheidung eingelegt, Siemens Ltda. für die Dauer von fünf Jahren von Ausschreibungen und Verträgen mit öffentlichen Auftraggebern in Brasilien auszuschließen. Die Entscheidung beruhte auf angeblichen Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit öffentlichen Ausschreibungen der brasilianischen Postbehörde in den Kalenderjahren 1999 und 2004. Im Juli 2015 hat das Gericht den Vollzug für die Dauer des Rechtsmittelverfahrens ausgesetzt. Wie berichtet, führte die Staatsanwaltschaft Wien in Österreich eine Untersuchung von Zahlungen aus den Kalenderjahren 1999 bis 2006 in Verbindung mit der Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich, durch, bei denen keine angemessene Gegenleistung erkennbar war. Im September 2011 erweiterte die Staatsanwaltschaft Wien die Untersuchung im Hinblick auf eine mögliche Verantwortlichkeit der Siemens Aktiengesellschaft Österreich für Steuerhinterziehung. Das Verfahren gegen die Siemens Aktiengesellschaft Österreich wurde im November 2016 eingestellt. Siemens hat belastbare Informationen erhalten, wonach vier Gasturbinen, die für ein Projekt in Taman, Russland, vorgesehen waren und von OOO Siemens Gas Turbines Technologies (SGTT) an ihren Kunden OAO VO TechnoPromExport im Sommer 2016 ausgeliefert wurden, unter Verletzung vertraglicher Vorschriften mit SGTT angeblich auf die Krim verbracht wurden. Angeblich wurden diese vier Gasturbinen von OAO VO TechnoPromExport an OOO VO TechnoPromExport verkauft, dann vor Ort modifiziert und auf die Krim verbracht, die Sanktionen unterliegt. Die Siemens AG hat zusammen mit SGTT und SGTT hat zusätzlich Klage vor dem Gericht in Moskau gegen OAO VO TechnoPromExport und OOO VO TechnoPromExport auf Herausgabe der Gasturbinen erhoben. Die Verfahren dauern an. Siemens ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in unterschiedlichen Jurisdiktionen mit zahlreichen Rechtsstreitigkeiten konfrontiert. Diese können insbesondere dazu führen, dass Siemens die Zahlung von Schadensersatz, Strafschadensersatz (Punitive Damages), die Erfüllung anderer Ansprüche sowie straf- oder zivilrechtliche Sanktionen, Geldbußen oder Vorteilsabschöpfungen auferlegt werden. Zudem können hieraus in Einzelfällen formelle oder informelle Ausschlüsse bei Ausschreibungen oder der Entzug oder Verlust der Gewerbe- oder Betriebserlaubnis resultieren. Ferner können weitere Rechtsstreitigkeiten eingeleitet oder bestehende Rechtsstreitigkeiten ausgeweitet werden. Geltend gemachte Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten unterliegen grundsätzlich einer Verzinsung. In einigen dieser Rechtsstreitigkeiten könnten negative Entscheidungen für Siemens ergehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens in dem jeweiligen Berichtszeitraum haben können. Aus den in dieser Ziffer nicht beschriebenen Fällen erwartet Siemens zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zu Rechtsstreitigkeiten werden gemäß IAS 37, Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen, geforderte Angaben nicht gemacht, sofern das Unternehmen zu dem Schluss kommt, dass diese Angaben das Ergebnis des Falls ernsthaft beeinträchtigen können. Ziffer 22 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte aller Kategorien von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten: scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Darlehen und Forderungen1 39.264 37.984 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.375 10.604 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen 379 534 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 1.935 2.518 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte2 4.758 3.955 Finanzielle Vermögenswerte 54.710 55.594 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten3 43.502 40.591 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten4 682 1.190 Derivate, die die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen4 140 310 Finanzielle Verbindlichkeiten 44.325 42.091 1 Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie Sonstige finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten von 2.290 (im Vj. 2.662) Mio. € und derivativen Finanzinstrumenten von 2.314 (im Vj. 3.051) Mio. €, die gesondert ausgewiesen wurden. Beinhaltete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 15.242 (im Vj. 14.280) Mio. €, davon 918 (im Vj. 665) Mio. € mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten. 2 Beinhaltete zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig ermittelt werden konnten und die daher zu Anschaffungskosten bewertet wurden. 3 Erfasst in den folgenden Posten der Konzernbilanz: Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristig fällige Anteile langfristiger Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, Langfristige Finanzschulden sowie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten von 823 (im Vj. 1.500) Mio. €, die gesondert ausgewiesen wurden. 4 Erfasst in den Posten Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sowie Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthielten 266 (im Vj. 330) Mio. €, die Siemens vor allem aufgrund von Mindestreserveverpflichtungen gegenüber Banken nicht zur Verfügung standen. Der Buchwert von finanziellen Vermögenswerten, die Siemens als Sicherheit gestellt hat, betrug 182 (im Vj. 214) Mio. €. Die folgende Tabelle stellt die beizulegenden Zeitwerte sowie die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar, die zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden und deren Buchwerte nicht annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen: scroll 30. Sep. 2017 30. Sep. 2016 (in Mio. €) Beizulegender Zeitwert Buchwert Beizulegender Zeitwert Buchwert Anleihen und Schuldverschreibungen 32.303 28.797 30.235 28.554 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige Finanzschulden 3.299 3.312 2.270 2.276 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 178 115 203 138 Das Unternehmen bewertet festverzinsliche und variabel verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als zwölf Monaten, einschließlich der Forderungen aus Finanzierungsleasing, auf der Basis verschiedener Parameter wie Zinssätze, spezifischer Länderrisiken, der individuellen Bonität der Kunden und der Risikostruktur des finanzierten Projekts. Auf Grundlage dieser Bewertung erfasst Siemens Wertberichtigungen auf diese Forderungen. Der beizulegende Zeitwert von Anleihen und Schuldverschreibungen basiert auf Preisen zum Bilanzstichtag, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden (Stufe 2). Den beizulegenden Zeitwert von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestimmt Siemens durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme mit den für Finanzschulden mit vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten aktuell geltenden Zinsen (Stufe 2). Die folgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten: scroll 30. Sep. 2017 (in Mio. €) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert 2.877 3.587 346 6.810 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Eigenkapitalinstrumente 2.877 95 281 3.253 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Schuldinstrumente − 1.232 11 1.243 Derivative Finanzinstrumente − 2.261 54 2.314 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) − 1.882 54 1.935 In Verbindung mit Fair Value Hedges − 46 − 46 In Verbindung mit Cashflow Hedges − 333 − 333 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert – Derivative Finanzinstrumente − 823 − 823 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) − 682 − 682 In Verbindung mit Cashflow Hedges − 140 − 140 scroll 30. Sep. 2016 (in Mio. €) Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert 2.191 4.311 310 6.812 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Eigenkapitalinstrumente 2.191 − 301 2.492 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte: Schuldinstrumente − 1.259 10 1.269 Derivative Finanzinstrumente − 3.051 − 3.051 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) − 2.518 − 2.518 In Verbindung mit Fair Value Hedges − 163 − 163 In Verbindung mit Cashflow Hedges − 371 − 371 Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert – Derivative Finanzinstrumente − 1.500 − 1.500 Derivate, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen (einschließlich eingebetteter Derivate) − 1.190 − 1.190 In Verbindung mit Cashflow Hedges − 305 − 305 Der beizulegende Zeitwert der auf einem aktiven Markt notierten zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitalinstrumente basiert auf den Kursnotierungen zum Bilanzstichtag. Der beizulegende Zeitwert von Schuldinstrumenten basiert entweder auf Preisen, die von Preisserviceagenturen zur Verfügung gestellt werden, oder wird durch Abzinsung künftiger Zahlungsströme mit aktuellen Marktzinssätzen ermittelt. Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalteten die Anteile an Atos SE (Atos) und der OSRAM Licht AG (OSRAM) und beliefen sich auf 2.871 (im Vj. 2.156) Mio. €. Die unrealisierten Gewinne (vor Steuern) aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten betrugen 700 (im Vj. 445) Mio. €. Im September 2017 erfüllten 18,155 Mio. Aktien von OSRAM – das entsprach einem Anteil von 17,34% an OSRAM – die Kriterien für eine Klassifizierung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. Die OSRAM-Aktien wurden vorher als langfristige zur Veräußerung verfügbare finanzielle Eigenkapitalinstrumente ausgewiesen, sie werden in Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten berichtet. Mit dem Verkauf der Aktien im Oktober 2017 für 1,2 Mrd. € in bar werden kumulierte Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 649 Mio. €, ausgewiesen im Eigenkapital, aus dem Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Siemens behielt 108.414 OSRAM-Aktien zur Bedienung der Optionsscheine auf Siemens- und OSRAM-Aktien. Siemens ermittelt die beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente in Abhängigkeit von der Art des Instruments. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten ergibt sich durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts unter Einsatz aktueller Marktzinssätze und Zinsstrukturkurven. Zinsfutures werden mit ihrem Kurswert bewertet, sofern ein solcher vorhanden ist. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Fremdwährungsderivaten erfolgt auf Basis von Devisenterminkursen. Optionen bewertet Siemens grundsätzlich mit ihrem Kurswert oder auf Basis von Optionspreismodellen. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts eines derivativen Finanzinstruments bleiben Kompensationseffekte aus den Grundgeschäften (zum Beispiel schwebende Geschäfte und geplante Transaktionen) unberücksichtigt. Das Unternehmen begrenzt die Ausfallrisiken aus derivativen Finanzinstrumenten, indem es grundsätzlich Transaktionen mit Finanzinstituten abwickelt, die mindestens ein Investment-Grade-Kreditrating haben. Das Kreditrisiko wird über eine Bewertungsanpassung, basierend auf dem Nettorisiko von Siemens gegenüber dem jeweiligen Vertragspartner, berücksichtigt. Das nicht notierte Eigenkapitalinstrument, das Stufe 3 der Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten zugeordnet ist, betrifft eine Beteiligung an einem Offshore-Windpark. Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis einer Discounted-Cashflow-Bewertung ermittelt. Bei dem bedeutsamsten nicht beobachtbaren Inputfaktor für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts handelt es sich um die Cashflow-Planung, die vor allem auf den künftigen Einnahmen aus der Energieerzeugung basiert. Diese Einnahmen sind grundsätzlich von künftigen Marktentwicklungen abhängig und somit Preisvolatilität ausgesetzt. Da ein geschlossener langfristiger Energieabnahmevertrag die Preisvolatilität reduziert, sind wesentliche Änderungen der Cashflow-Planung unwahrscheinlich, und demzufolge werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern erwartet. Die Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten betrugen: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente – 5 – 19 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte – 4 70 Darlehen und Forderungen – 174 – 442 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.662 168 Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten – 163 – 211 Die dargestellten Beträge beinhalten Fremdwährungsgewinne und -verluste aus der Realisierung sowie aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Insbesondere im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Nettogewinne aus finanziellen Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten, aufgrund von Währungsveränderungen bei ausgegebenen US$-Schuldverschreibungen enthalten; dies resultierte aus einer Aufwertung des Euros sowie aus einer Erhöhung des ausstehenden Nominalbetrags aufgrund neu ausgegebener US$-Schuldverschreibungen. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gewinne durch kompensierende Wirkungen aufgrund der Bewertung von korrespondierenden konzerninternen Fremdwährungsfinanztransaktionen aufgewogen. Die Nettogewinne/-verluste aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten enthielten, wie im Vorjahr, Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten (einschließlich Zinserträge und -aufwendungen), für die die Regelungen zur Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung nicht angewendet wurden. Die Zinserträge und -aufwendungen beinhalteten die folgenden Zinsen aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten 1.467 1.291 Zinsaufwendungen auf finanzielle Verbindlichkeiten – 901 – 874 In Zusammenhang mit Cashflow Hedges wurden realisierte Gewinne in Höhe von 54 (im Vj. Verluste von 61) Mio. € aus dem Posten Sonstiges Ergebnis in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert; die im sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne beliefen sich auf 232 (im Vj. 149) Mio. €. SALDIERUNGEN Siemens schließt Globalaufrechnungsvereinbarungen und ähnliche Verträge für derivative Finanzinstrumente ab. Die Voraussetzungen für eine Saldierung der bilanzierten Finanzinstrumente werden in der Regel nicht erfüllt. Die folgende Tabelle spiegelt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wider, die Gegenstand von Aufrechnungsvereinbarungen und ähnlichen Verträgen sind: scroll 30. Sep. 2017 (in Mio. €) Bruttobeträge Beträge, die in der Bilanz saldiert wurden Nettobeträge in der Bilanz Zugehörige Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden Nettobeträge Finanzielle Vermögenswerte 2.035 5 2.030 647 1.383 Finanzielle Verbindlichkeiten – Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 697 5 691 538 153 scroll 30. Sep. 2016 (in Mio. €) Bruttobeträge Beträge, die in der Bilanz saldiert wurden Nettobeträge in der Bilanz Zugehörige Beträge, die in der Bilanz nicht saldiert werden Nettobeträge Finanzielle Vermögenswerte 2.641 7 2.634 994 1.640 Finanzielle Verbindlichkeiten – Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.440 6 1.433 838 595 Ziffer 23 Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsaktivitäten Die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Arten von derivativen Finanzinstrumenten, die als finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert werden, stellten sich wie folgt dar: scroll 30. Sep. 2017 30. Sep. 2016 (in Mio. €) Aktiva Passiva Aktiva Passiva Devisentermingeschäfte 653 475 570 880 Zinsswaps und kombinierte Zins-Währungsswaps 1.350 156 1.885 491 Sonstiges (eingebettete Derivate, Optionen, Rohstoffswaps) 311 192 596 129 2.314 823 3.051 1.500 FREMDWÄHRUNGSRISIKOMANAGEMENT Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Unternehmen sichert Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, Finanzschulden sowie schwebenden Geschäften und geplanten Transaktionen resultieren, vorwiegend durch einen konzernweiten Portfolioansatz ab. Dieser besteht darin, die konzernweiten Risiken zentral zu bündeln und durch den Einsatz verschiedener derivativer Finanzinstrumente – vor allem Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und -optionen – zu minimieren. Eine solche Strategie erfüllt nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting). Siemens bilanziert auch Währungsderivate, die in bestimmte Kauf- und Verkaufsverträge eingebettet sind. Cashflow Hedges Die operativen Einheiten des Unternehmens wenden für bestimmte wesentliche, in Fremdwährung lautende geplante Transaktionen und schwebende Geschäfte Hedge Accounting an. Siemens setzt in erster Linie Devisentermingeschäfte ein, um das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Käufen und Verkäufen sowie schwebenden Geschäften zu vermindern. Dieses Risiko resultiert vor allem aus auf US-Dollar lautenden langfristigen Verträgen, zum Beispiel im Projektgeschäft, und dem Standardproduktgeschäft der operativen Einheiten von Siemens. Die abgesicherten geplanten Transaktionen und schwebenden Geschäfte in Fremdwährung werden voraussichtlich in den folgenden Geschäftsjahren erfolgswirksam: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2018 2019 2020 bis 2022 2023 und danach Erwarteter Gewinn/Verlust, der vom Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern in die Posten Umsatzerlöse/Umsatzkosten umgegliedert wird 80 15 87 38 ZINSRISIKOMANAGEMENT Derivative Finanzinstrumente, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung erfüllen Das Zinsrisikomanagement des Konzerns, ausgenommen das SFS-Geschäft, nutzt derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines portfoliobasierten Ansatzes zur aktiven Steuerung des Zinsrisikos unter Zugrundelegung eines Orientierungswerts (Benchmark). Das Zinsrisikomanagement des SFS-Geschäfts erfolgt weiterhin als separater Portfolioansatz unter Berücksichtigung der Zinsstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten von SFS. Keiner der beiden Ansätze erfüllt die Voraussetzungen für eine Anwendung der Regelungen zum Hedge Accounting. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus Zinsswaps wurde als Zinsaufwendungen im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst. Cashflow Hedges für variabel verzinsliche kurzfristige Schuldverschreibungen (Commercial Paper) Seit dem Geschäftsjahr 2015 wendet Siemens Cashflow Hedge Accounting für ein revolvierendes Portfolio variabel verzinslicher kurzfristiger Schuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen von 700 Mio. US$ an. Um von den niedrigen Zinssätzen in den USA zu profitieren, zahlt Siemens einen festen und erhält einen variablen Zinssatz. Dadurch werden künftige Veränderungen der Zinszahlungen auf die zugrunde liegenden variabel verzinslichen kurzfristigen Schuldverschreibungen ausgeglichen. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen wurde in den Zinsaufwendungen erfasst. Fair Value Hedges für festverzinsliche Finanzschulden Auf Grundlage der bestehenden Zinsswap-Kontrakte zahlte das Unternehmen wie im Vorjahr einen variablen Zinssatz auf einen Kapitalbetrag und erhielt im Gegenzug dafür Zinsen auf Basis eines festen Zinssatzes auf denselben Betrag. Diese Zinsswaps gleichen die Auswirkungen künftiger Veränderungen der als abgesichertes Risiko dokumentierten Zinssätze auf den beizulegenden Zeitwert der zugrunde liegenden festverzinslichen Finanzschulden aus. Buchwertkorrekturen der Finanzschulden, die sich aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund des jeweils abgesicherten Zinsrisikos ergeben, wurden im Posten Sonstiges Finanzergebnis erfasst; es ergab sich ein Gewinn von 57 (im Vj. 149) Mio. €. Die zugehörigen Zinsswaps führten zu einem Verlust von 57 (im Vj. 152) Mio. €. Der Saldo aus erhaltenen und geleisteten Zahlungen aus solchen Zinsswaps wurde in den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Rahmen der bestehenden Zinsswaps zahlt Siemens einen variablen Zinssatz von durchschnittlich –0,3% (im Vj. –0,2%) und erhält einen durchschnittlichen Festzinssatz von 1,1% (im Vj. 3,3%). Der abgesicherte Nominalbetrag der Finanzschulden betrug 1.650 (im Vj. 3.650) Mio. €. Damit wurden 7% (im Vj. 14%) des Bestands an Anleihen und Schuldverschreibungen des Unternehmens von festverzinslich auf variabel verzinslich getauscht. Die Zinsswap-Kontrakte werden zu unterschiedlichen Terminen fällig, da sie auf die Laufzeiten der abgesicherten Positionen abgestimmt sind. Der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps, die Finanzschulden absicherten, betrug netto, das heißt ohne Berücksichtigung abgegrenzter Zinsen, 37 (im Vj. 93) Mio. €. Ziffer 24 Management von finanziellen Risiken Zunehmende Marktpreisschwankungen können für Siemens zu signifikanten Ergebnisrisiken und Zahlungsstromvolatilitätsrisiken führen. Insbesondere Änderungen der Währungskurse, der Zinssätze und der Aktienkurse beeinflussen sowohl das operative Geschäft als auch die Investitions- und Finanzierungsaktivitäten des Unternehmens. Um die Allokation der finanziellen Ressourcen über die Siemens-Segmente und -Einheiten hinweg zu optimieren und seine Ziele zu erreichen, identifiziert, analysiert und steuert Siemens die hiermit verbundenen Marktpreisrisiken. Das Unternehmen versucht, diese Risiken in erster Linie im Rahmen der laufenden Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten zu steuern und zu überwachen, und setzt – sofern zweckmäßig – derivative Finanzinstrumente ein. Für die Quantifizierung von Marktpreisrisiken hat Siemens das Konzept des »Value at Risk« (VaR) auf Basis des parametrischen Varianz-Kovarianz-Ansatzes implementiert, das auch für die interne Steuerung der Aktivitäten der Konzern-Treasury verwendet wird. Die VaR-Werte werden auf Basis der historischen Volatilitäten und Korrelationen verschiedener Risikofaktoren, einer Haltedauer von zehn Tagen sowie eines Konfidenzniveaus von 99,5% berechnet. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder die Konzern-Gesamtergebnisrechnung können infolge grundlegender konzeptioneller Unterschiede von den ermittelten VaR-Werten deutlich abweichen. Während die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach den IFRS erstellt werden, basieren die VaR-Werte auf einem Modell, das aus einer rein finanzwirtschaftlichen Perspektive einen möglichen finanzwirtschaftlichen Verlust errechnet, der bei einer Haltedauer von zehn Tagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5% nicht überschritten wird. Obwohl der VaR ein bedeutendes Konzept zur Messung von Marktpreisrisiken ist, können die Modellannahmen zu Einschränkungen führen. Dazu gehören: Eine Haltedauer von zehn Tagen unterstellt, dass es möglich ist, die zugrunde liegenden Positionen innerhalb dieser Periode zu veräußern. Dies kann sich in anhaltenden Phasen von illiquiden Märkten als unrichtig erweisen. Ein Konfidenzniveau von 99,5% bedeutet, dass mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 0,5% Verluste eintreten, die den berechneten VaR übersteigen. Bei der Verwendung von historischen Daten als Basis für die Abschätzung des statistischen Verhaltens der relevanten Märkte und letztlich der Quantifizierung der möglichen Bandbreite der künftigen Ergebnisse auf Basis dieses statistischen Verhaltens besteht die Möglichkeit, dass nicht alle möglichen Entwicklungen abgedeckt sind. Dies gilt im Besonderen für das Auftreten außergewöhnlicher Ereignisse. Marktsensitive Instrumente – einschließlich der Anlagen in Aktien und zinstragende Investments –, die in Zusammenhang mit den Pensionsplänen des Unternehmens stehen, sind nicht Gegenstand der folgenden quantitativen und qualitativen Angaben. FREMDWÄHRUNGSRISIKO Transaktionsrisiko Jede Siemens-Einheit ist Risiken in Zusammenhang mit Wechselkursänderungen ausgesetzt, wenn sie Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern abschließt und daraus in der Zukunft Zahlungsströme in Fremdwährungen resultieren, die nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Siemens-Einheit entsprechen. Siemens-Einheiten sind im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Wechselkursschwankungen zwischen US-Dollar und Euro ausgesetzt. Das Fremdwährungsrisiko wird zum Teil dadurch ausgeglichen, dass Güter, Rohstoffe und Dienstleistungen in den entsprechenden Fremdwährungen beschafft werden und dass in den lokalen Märkten produziert wird beziehungsweise andere Leistungen entlang der Wertschöpfungskette erbracht werden. Den operativen Einheiten (Industrielles Geschäft und SFS) ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen der operativen Einheiten werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Die Siemens-Einheiten sind gemäß der Unternehmenspolitik verantwortlich für die Erfassung, Bewertung und Überwachung ihrer transaktionsbezogenen Fremdwährungsrisiken. Die Nettofremdwährungsposition der Siemens-Einheiten dient als zentrale Steuerungsgröße und ist in einer Bandbreite von mindestens 75%, aber nicht mehr als 100% abzusichern. Die operativen Einheiten schließen dazu in der Regel ihre Sicherungstransaktionen intern mit der Konzern-Treasury ab, die wiederum, im Rahmen eines kostenoptimierenden Portfolioansatzes, die Fremdwährungsrisiken mit externen Handelspartnern sichert und begrenzt. Der VaR für Fremdwährungsrisiken betrug 87 (im Vj. 86) Mio. €. Er wurde ermittelt unter Berücksichtigung von Positionen der Konzernbilanz, der schwebenden Geschäfte in Fremdwährung sowie der Zahlungsströme in Fremdwährung, die sich aus geplanten Transaktionen der folgenden zwölf Monate ergeben. Translationsrisiko Viele Siemens-Einheiten befinden sich außerhalb der Eurozone. Da die Berichtswährung bei Siemens der Euro ist, rechnet das Unternehmen für die Erstellung des Konzernabschlusses die Abschlüsse dieser Gesellschaften in Euro um. Zur Berücksichtigung der translationsbezogenen Fremdwährungsrisiken im Risikomanagement wird generell unterstellt, dass Investitionen in ausländische Gesellschaften auf Dauer angelegt sind und die Ergebnisse kontinuierlich reinvestiert werden. Die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen bei der Umrechnung von Nettovermögenspositionen in Euro werden im Posten Eigenkapital des Konzernabschlusses von Siemens erfasst. ZINSRISIKO Das Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert von künftigen Zahlungsmittelflüssen eines Finanzinstruments aufgrund von Veränderungen des Marktzinssatzes schwankt. Das Risiko tritt immer dann auf, wenn sich die Zinskonditionen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten unterscheiden. Die Konzern-Treasury führt unter Verwendung fixer oder variabler Zinsen aus Anleiheemissionen und unter Einsatz derivativer Finanzinstrumente ein umfassendes konzernweites Zinsrisikomanagement mit dem Ziel durch, das Zinsrisiko, die Zinserträge und die Zinsaufwendungen des Unternehmens zu steuern. Das Zinsrisiko des Konzerns, mit Ausnahme der Geschäfte von SFS und SGRE, wird vermindert durch die aktive Steuerung des Zinsrisikos im Verhältnis zu einem Benchmark. Das Zinsrisiko aus den Geschäften von SFS und SGRE wird – unter Berücksichtigung der Laufzeitstruktur der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten – getrennt gesteuert. Das Zinsrisiko von Siemens resultiert in erster Linie aus der Finanzierung in US-Dollar, britischen Pfund und Euro. Soweit länderspezifische Regelungen dem nicht entgegenstehen, stellt die Konzern-Treasury konzernweit die erforderlichen Finanzierungsmittel in Form von Darlehen oder über konzerninterne Verrechnungskonten zur Verfügung. Das gleiche Konzept wird auf Einlagen aus den Zahlungsmitteln angewendet, die die operativen Einheiten erwirtschaften. Der VaR aus dem Zinsrisiko betrug 479 (im Vj. 485) Mio. €. AKTIENKURSRISIKO Das Siemens-Anlageportfolio umfasst direkte und indirekte Aktienanlagen in börsennotierte Unternehmen, die die Gesellschaft nicht zu Handelszwecken hält. Die direkten Beteiligungen resultieren hauptsächlich aus strategischen Partnerschaften, aus der stärkeren Fokussierung von Siemens auf sein Kerngeschäft sowie aus Kompensationen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und -übernahmen. Indirekte Aktienanlagen über Fondsanteile erfolgen in der Regel aus finanzwirtschaftlichen Gründen. Siemens überwacht diese Aktienanlagen anhand ihrer aktuellen Marktwerte, die hauptsächlich von Schwankungen der volatilen technologiebezogenen Märkte weltweit beeinflusst werden. Der Marktwert des Siemens-Portfolios mit Anteilen an börsennotierten Unternehmen belief sich auf 2.875 (im Vj. 2.169) Mio. €. Der VaR aus dem Aktienkursrisiko lag bei 208 (im Vj. 227) Mio. €. Die Zunahme des Marktwerts, hauptsächlich wegen unserer Anteile an Atos und OSRAM, wurde überwogen durch einen Rückgang bei der Volatilität dieser Anteile. Das führte insgesamt zu einer Verringerung des VaR. Der Großteil unseres OSRAM-Anteils wurde im Oktober 2017 verkauft. LIQUIDITÄTSRISIKO Das Liquiditätsrisiko für die Gesellschaft besteht darin, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Siemens folgt einer wohlüberlegten Finanzierungspolitik, die auf ein ausgewogenes Finanzierungsportfolio, ein diversifiziertes Fälligkeitsprofil und ein komfortables Liquiditätspolster ausgerichtet ist. Siemens begrenzt das Liquiditätsrisiko durch die Umsetzung einer effektiven Steuerung des Nettoumlaufvermögens und der Zahlungsmittel, durch vereinbarte Kreditlinien bei Finanzinstituten mit hohem Rating, durch ein Programm zur Begebung von Schuldverschreibungen sowie durch ein globales Programm zur Begebung kurzfristiger Schuldverschreibungen in mehreren Währungen. Das Liquiditätsrisiko kann ebenfalls durch die Siemens Bank GmbH gemindert werden, die die Flexibilität von Siemens bei Geldanlagen und Refinanzierungen erhöht. Ergänzend verfolgt Siemens kontinuierlich die sich an den Finanzmärkten bietenden Finanzierungsmöglichkeiten und beobachtet, wie sich Verfügbarkeit und Kosten der Finanzierungsmöglichkeiten entwickeln. Ein wesentliches Ziel ist es dabei, die finanzielle Flexibilität von Siemens zu sichern und Rückzahlungsrisiken zu begrenzen. Die folgende Tabelle zeigt die vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgung, Rückzahlungen und Zinsen. Die dargestellten erwarteten, nicht diskontierten Nettozahlungen aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten wurden einzeln für jeden Zahlungszeitpunkt eines Finanzinstruments ermittelt und basieren auf dem frühestmöglichen Zeitpunkt, an dem eine Zahlung von Siemens verlangt werden kann. Den Mittelabflüssen für finanzielle Verbindlichkeiten (einschließlich Zinsen) ohne festen Betrag oder Zeitraum lagen die Konditionen zum Geschäftsjahresende zugrunde. scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2018 2019 2020 bis 2022 2023 und danach Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten Anleihen und Schuldverschreibungen 4.328 3.790 11.102 17.659 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.303 328 1.037 3 Übrige Finanzschulden 677 27 23 61 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 35 18 36 112 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.730 19 3 3 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.079 129 290 13 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 420 205 176 61 Kreditgarantien/-bürgschaften1 639 – – – Unwiderrufliche Kreditzusagen2 2.875 303 177 2 1 Basierend auf den maximalen Beträgen, für die Siemens im Falle der Nichterfüllung durch den Hauptschuldner in Anspruch genommen werden kann. 2 Ein beträchtlicher Anteil resultiert aus vermögenswertbasierten Kreditgeschäften (Asset Based Lending), bei denen die entsprechenden Kreditzusagen erst dann in Anspruch genommen werden können, wenn ausreichende Sicherheiten vom Kreditnehmer gestellt wurden. KREDITRISIKO Das Kreditrisiko ist definiert als ein unerwarteter Verlust an Finanzinstrumenten, wenn der Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht vollständig und bei Fälligkeit nachkommt oder wenn Sicherheiten an Wert verlieren. Siemens stellt seinen Kunden, insbesondere in Zusammenhang mit Großprojekten, direkte und indirekte Finanzierungen in verschiedensten Ausprägungen zur Verfügung. Die sich hieraus ergebenden Kreditrisiken werden durch die Bonität des Schuldners, die Werthaltigkeit der Kreditsicherheiten, den Erfolg der Projekte, in die Siemens investiert hat, und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bestimmt. Die effektive Überwachung und Steuerung der Kreditrisiken durch Kreditprüfungen und -ratings ist eine Kernkompetenz des Risikomanagementsystems. Siemens hat in diesem Zusammenhang verbindliche Kreditrisikogrundsätze implementiert. Ratings, die SFS festlegt und auswertet, sowie individuell festgelegte Kreditlimite basieren auf allgemein anerkannten Ratingmethoden, unter Verwendung von Informationen von Kunden, externen Ratingagenturen und Informationsdienstleistungsunternehmen, sowie auf den Erfahrungen von Siemens hinsichtlich Forderungsausfällen. Die Ratings und Limite für Kreditinstitute sowie öffentliche und private Auftraggeber beziehungsweise Kunden von Siemens – die von internen Spezialisten für Risikobewertung ermittelt werden – werden laufend aktualisiert und bei der Anlage von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie der Festlegung der Konditionen für direkte oder indirekte Kundenfinanzierungen berücksichtigt. Für die Analyse und Überwachung des Kreditrisikos wendet die Gesellschaft verschiedene Systeme und Prozesse an. Eine zentrale IT-Anwendung verarbeitet die Daten operativer Einheiten zusammen mit den Rating- und Ausfallinformationen. Daraus ergibt sich eine Schätzung, die als Basis für die Ermittlung der Einzelwertberichtigungen für Ausfallrisiken genutzt werden kann. Über diesen automatisierten Prozess hinaus werden auch qualitative Informationen herangezogen, insbesondere um aktuelle Entwicklungen zu berücksichtigen. Die Konzern-Treasury hat das Siemens Credit Warehouse eingerichtet, auf das zahlreiche operative Einheiten des Siemens-Konzerns regelmäßig ihre Geschäftspartnerdaten als Grundlage eines zentralisierten Prozesses für Ratings und Kreditlimitempfehlungen übertragen. Daneben kauft das Siemens Credit Warehouse von einer großen Anzahl der operativen Einheiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr an. Durch die Identifizierung, Quantifizierung und aktive Verwaltung des Kreditrisikos erhöht das Siemens Credit Warehouse die Transparenz der Kreditrisiken. Zudem kann es eine zusätzliche Finanzierungsquelle darstellen und somit die Finanzierungsflexibilität von Siemens stärken. Der maximale Risikobetrag für finanzielle Vermögenswerte, ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, entspricht ihrem Buchwert. Der Wert der Sicherheiten – in Form von Aufrechnungsvereinbarungen bei Derivaten für den Fall der Insolvenz des entsprechenden Vertragspartners – für Finanzinstrumente, die als finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert sind, betrug 647 (im Vj. 994) Mio. €. Sicherheiten für Finanzinstrumente, die als Forderungen aus Finanzierungsleasing klassifiziert sind, bestanden in Höhe von 1.967 (im Vj. 1.949) Mio. € und stellen im Wesentlichen die Leasinggegenstände dar. Der Wert der Sicherheiten für Finanzinstrumente, die als zu Anschaffungskosten oder fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind, betrug 3.347 (im Vj. 3.590) Mio. €. Die Sicherheiten bestanden überwiegend aus Sachanlagen. Kreditrisiken aus unwiderruflichen Darlehenszusagen entsprechen den erwarteten künftigen Auszahlungen. Der Wert der für diese Verpflichtungen gehaltenen Sicherheiten – hauptsächlich Vorräte und Forderungen – betrug 843 (im Vj. 1.177) Mio. €. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie den Darlehen beziehungsweise Forderungen innerhalb des Postens Sonstige finanzielle Vermögenswerte, die weder im Wert gemindert noch überfällig waren, lagen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden, die bei Siemens zu einer Vermögensminderung führen. Überfällige Finanzinstrumente werden grundsätzlich auf Portfoliobasis für in den entsprechenden Portfolios entstandene Verluste im Wert berichtigt. Liegen Hinweise auf zu erwartende wesentliche Zahlungsverzögerungen vor, werden überfällige Finanzinstrumente individuell auf erforderliche zusätzliche Wertberichtigungen geprüft und gegebenenfalls weiter im Wert berichtigt. Ziffer 25 Aktienbasierte Vergütung Die Erfüllung von aktienbasierten Zusagen kann durch neu ausgegebene Aktien der Siemens AG, durch eigene Anteile oder durch Geldzahlung erfolgen. Aktienbasierte Zusagen können verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis des Begünstigten vor Ablauf des Erdienungszeitraums endet. Die Aufwendungen für aktienbasierte Vergütungen betrugen 512 (im Vj. 332) Mio. € (vor Steuern) und bezogen sich mit 416 (im Vj. 287) Mio. € auf Zusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus aktienbasierter Vergütung belief sich zum Geschäftsjahresende auf 124 (im Vj. 65) Mio. €. AKTIENZUSAGEN Das Unternehmen gewährt Mitgliedern des Vorstands, leitenden Angestellten und anderen teilnahmeberechtigten Mitarbeitern Aktienzusagen (Stock Awards). Aktienzusagen unterliegen einer Sperrfrist von rund vier Jahren und gewähren einen Anspruch auf Siemens-Aktien, die der Begünstigte nach Ablauf der Sperrfrist erhält, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Aktienzusagen sind an Leistungskriterien geknüpft. Der jährliche Zielbetrag für Aktienzusagen kann an den Durchschnitt des Ergebnisses je Aktie (Earnings per Share – EPS, unverwässert) der vergangenen drei Geschäftsjahre und/oder an die Aktienkursentwicklung von Siemens im Vergleich zur Aktienkursentwicklung von fünf wichtigen Wettbewerbern während der vierjährigen Sperrfrist gebunden sein. Die Bandbreite der Zielerreichung der Leistungskriterien reicht von 0% bis 200%. Liegt der Zielerreichungsgrad des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern über 100%, erfolgt eine zusätzliche Barzahlung entsprechend der Zielüberschreitung. Der Erdienungszeitraum beträgt vier Jahre beziehungsweise fünf Jahre für Aktienzusagen, die den Mitgliedern des Vorstands bis zum Geschäftsjahr 2014 gewährt wurden. Darüber hinaus wurde bis zum Geschäftsjahr 2014 ein Teil der variablen Vergütung (Bonus) der Mitglieder des Vorstands in Form von unverfallbaren Zusagen auf Siemens-Aktien (Bonus Awards) gewährt, die einem Erdienungszeitraum von einem Jahr unterliegen. Den Begünstigten wird nach einer Wartefrist von vier weiteren Jahren für je einen Bonus Award eine Siemens-Aktie übertragen, ohne dass sie hierfür eine Zahlung leisten. Da hinsichtlich der Besteuerung noch nicht völlige Rechtssicherheit bestand, wurden Aktienzusagen, die im November 2016 erdient waren, in bar und nicht durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen. Der beizulegende Zeitwert zum Umstellungszeitpunkt von 107 Mio. € wurde vom Eigenkapital in die Verbindlichkeiten umgegliedert. Zusagen an Mitglieder des Vorstands Es wurden, wie im Vorjahr, Vereinbarungen abgeschlossen, die Ansprüche der Mitglieder des Vorstands auf Aktienzusagen vorsehen, von denen die meisten vom Erreichen des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern abhängig sind. Der beizulegende Zeitwert dieser Ansprüche betrug 13 (im Vj. 9) Mio. € und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell ist für die Mehrheit der Aktienzusagen die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 22,72% (im Vj. 22%) und einem Kurs von 106,40 (im Vj. 92,86) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu –0,02% (im Vj. bis zu 0,1%) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,38% (im Vj. 3,8%) verwendet. Annahmen zu Aktienkurskorrelationen wurden auf Basis historischer Korrelationen bestimmt. Zusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter Es wurden 2.078.828 (im Vj. 2.044.213) Aktienzusagen in Abhängigkeit vom Erreichen des zukunftsgerichteten Kursentwicklungsziels der Siemens-Aktie im Vergleich zu fünf Wettbewerbern gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Aktienzusagen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente betrug 138 (im Vj. 117) Mio. € und wurde auf Basis eines Bewertungsmodells ermittelt. In dieses Modell ist die Siemens-Aktie mit einer erwarteten gewichteten Volatilität von 22,79% (im Vj. 22%) und einem Kurs von 107,95 (im Vj. 92,86) € je Siemens-Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität wurde aus historischen Volatilitäten abgeleitet. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von bis zu 0,03% (im Vj. bis zu 0,1%) sowie eine erwartete Dividendenrendite von 3,33% (im Vj. 3,8%) verwendet. Annahmen zu Aktienkurskorrelationen wurden auf Basis historischer Korrelationen bestimmt. Die Aktienzusagen an leitende Angestellte und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter entwickelten sich wie folgt: scroll Geschäftsjahr 2017 2016 Stand zu Beginn des Berichtszeitraums (nicht erdient) 6.171.430 6.049.250 Gewährt 2.078.828 2.044.213 Erdient und erfüllt – 724.504 – 834.605 Verfallen – 224.952 – 1.029.991 Umstellung vom Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente auf Barausgleich – 856.355 – Abgegolten – 27.501 – 57.437 Stand am Ende des Berichtszeitraums (nicht erdient) 6.416.946 6.171.430 SHARE-MATCHING-PROGRAMM UND DIE ZUGRUNDE LIEGENDEN PLÄNE Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab Siemens jeweils eine neue Tranche unter den Plänen des Share-Matching-Programms aus. Share Matching Plan Im Rahmen des Share Matching Plans können leitende Angestellte einen bestimmten Teil ihrer variablen Vergütung in Siemens-Aktien investieren (Investment-Aktien). Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben. Die Planteilnehmer haben Anspruch auf eine Siemens-Aktie (Matching-Aktie) für je drei über den Erdienungszeitraum von rund drei Jahren gehaltene Investment-Aktien, ohne hierfür eine Zahlung zu leisten. Voraussetzung ist, dass die Planteilnehmer bis zum Ende des Erdienungszeitraums ununterbrochen bei Siemens beschäftigt sind. Monatlicher Investitionsplan Im Rahmen des monatlichen Investitionsplans können Mitarbeiter, die nicht leitende Angestellte sind, monatlich über einen Zeitraum von zwölf Monaten einen bestimmten Teil ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag monatlich erworben. Wenn der Vorstand entscheidet, dass die unter dem monatlichen Investitionsplan erworbenen Aktien in den Share Matching Plan übertragen werden, erhalten die Planteilnehmer einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share Matching Plan mit einem Erdienungszeitraum von rund zwei Jahren (gilt seit dem Geschäftsjahr 2016, davor rund drei Jahre). Für die im Vorjahr und im Geschäftsjahr 2015 ausgegebenen Tranchen hat der Vorstand entschieden, die erworbenen Aktien im Februar 2017 beziehungsweise Februar 2016 in den Share Matching Plan zu übertragen. Basis-Aktien-Programm Im Rahmen des Basis-Aktien-Programms können Mitarbeiter der Siemens AG und der teilnehmenden inländischen Konzerngesellschaften einen festgesetzten Betrag ihrer Vergütung in Siemens-Aktien investieren, der von der Gesellschaft aufgestockt wird. Die Aktien werden zum Marktpreis an einem festgelegten Tag im zweiten Quartal erworben und gewähren einen Anspruch auf Matching-Aktien zu den gleichen Bedingungen wie beim zuvor beschriebenen Share Matching Plan. Der beizulegende Zeitwert unter dem Basis-Aktien-Programm betrug 36 (im Vj. 35) Mio. €. Resultierende Matching-Aktien scroll Geschäftsjahr 2017 2016 Stand zu Beginn des Berichtszeitraums 1.767.980 1.655.780 Gewährt 710.356 785.000 Erdient und erfüllt – 473.113 – 538.837 Verfallen – 106.160 – 95.658 Abgegolten – 49.011 – 38.304 Stand am Ende des Berichtszeitraums 1.850.052 1.767.980 Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der gewährten Matching-Aktien betrug 92,68 (im Vj. 64,56) € je Aktie und ergab sich aus dem Kurs der Siemens-Aktie, abzüglich des Barwerts der erwarteten Dividenden und unter Berücksichtigung von Nichtausübungsbedingungen. SIEMENS PROFIT SHARING Der Vorstand entscheidet jährlich neu über die Ausgabe einer Siemens-Profit-Sharing-Tranche und legt die Ziele für das laufende Geschäftsjahr fest. Am Ende des Geschäftsjahrs entscheidet der Vorstand – basierend auf der Zielerreichung – nach seinem Ermessen über den Betrag, der dem Profit-Sharing-Pool zugeführt wird. Der maximale jährliche Zuführungsbetrag beträgt 400 Mio. €. Befinden sich (nach einem oder mehreren Geschäftsjahren) mindestens 400 Mio. € im Pool, wird er ganz oder teilweise an berechtigte Mitarbeiter unterhalb der leitenden Angestellten in Form von Gratisaktien der Siemens AG ausgeschüttet. Zum Geschäftsjahresende befanden sich 300 Mio. € im Profit-Sharing-Pool. Die Aufwendungen werden ratierlich über den geschätzten Erdienungszeitraum erfasst. Im November 2017 wurden dem Profit-Sharing-Pool 100 Mio. € zugeführt. Es wurde entschieden, die im Pool angesammelten 400 Mio. € im März 2018 an berechtigte Mitarbeiter auszuschütten. JUBILÄUMSAKTIENPROGRAMM Bei Erreichen ihres 25. und 40. Dienstjubiläums erhalten berechtigte Mitarbeiter Jubiläumsaktien. Zum Geschäftsjahresende bestanden Ansprüche auf 4,26 (im Vj. 4,39) Mio. Jubiläumsaktien. Ziffer 26 Personalaufwendungen scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Löhne und Gehälter 24.632 23.431 Sozialabgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3.766 3.562 Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.214 1.218 29.613 28.210 Die Aufwendungen für Personalrestrukturierung betrugen 466 (im Vj. 598) Mio. €. Die Position Aufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhaltet die laufenden Dienstzeitaufwendungen des Berichtszeitraums. Die Personalaufwendungen für fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten betrugen 29.622 (im Vj. 28.232) Mio. €. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionen tätig (durchschnittliche Werte, Teilzeitkräfte sind anteilig berücksichtigt): scroll Fortgeführte Aktivitäten Fortgeführte und nicht fortgeführte Aktivitäten Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Tsd.) 2017 2016 2017 2016 Produktion und Service 223 216 223 216 Vertrieb 66 65 66 65 Forschung und Entwicklung 38 33 38 33 Verwaltung und allgemeine Dienste 36 35 36 35 363 349 363 349 Ziffer 27 Ergebnis je Aktie scroll Geschäftsjahr (Anzahl der Aktien in Tsd., Ergebnis je Aktie in €) 2017 2016 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten 6.126 5.396 Abzüglich: Anteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt – 133 – 134 Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, der auf Aktionäre der Siemens AG entfällt 5.993 5.262 Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien 812.180 808.686 Effekt aus verwässernder aktienbasierter Vergütung 13.591 11.228 Effekt aus verwässernden Optionsscheinen 3.392 − Gewichteter Durchschnitt im Umlauf gewesener Aktien (verwässert) 829.164 819.914 Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 7,38 6,51 Verwässertes Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten 7,23 6,42 Ziffer 28 Segmentinformationen scroll Auftragseingang1 Außenumsatzerlöse Interne Umsatzerlöse Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 2017 2016 Power and Gas 13.422 19.454 15.413 16.412 53 58 Energy Management 13.628 12.963 11.639 11.238 638 702 Building Technologies 6.913 6.435 6.356 5.982 166 174 Mobility 8.963 7.875 8.081 7.794 18 31 Digital Factory 11.532 10.332 10.658 9.390 720 781 Process Industries and Drives 9.034 8.939 7.195 7.285 1.681 1.753 Healthineers 14.218 13.830 13.748 13.497 42 38 Siemens Gamesa Renewable Energy 8.768 7.973 7.919 5.974 3 2 Industrielles Geschäft 86.477 87.802 81.009 77.573 3.321 3.539 Financial Services (SFS) 921 979 774 824 147 154 Überleitung Konzernabschluss – 1.730 – 2.300 1.266 1.247 – 3.468 – 3.694 Siemens (fortgeführte Aktivitäten) 85.669 86.480 83.049 79.644 − − 1 Diese ergänzende Information zum Auftragseingang wird auf freiwilliger Basis berichtet. Sie ist nicht Teil des Konzernabschlusses, der Gegenstand des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers ist. scroll Gesamte Umsatzerlöse Ergebnis Vermögen Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 30.Sep. 2017 30. Sep. 2016 Power and Gas 15.467 16.471 1.591 1.872 9.976 9.066 Energy Management 12.277 11.940 932 895 4.178 4.335 Building Technologies 6.523 6.156 784 577 1.241 1.324 Mobility 8.099 7.825 743 678 2.734 2.868 Digital Factory 11.378 10.172 2.135 1.690 9.217 5.731 Process Industries and Drives 8.876 9.038 440 243 2.002 1.800 Healthineers 13.789 13.535 2.490 2.325 10.973 11.211 Siemens Gamesa Renewable Energy 7.922 5.976 338 464 4.663 – 190 Industrielles Geschäft 84.331 81.112 9.453 8.744 44.984 36.145 Financial Services (SFS) 921 979 639 653 26.390 26.446 Überleitung Konzernabschluss – 2.202 – 2.447 – 1.785 – 1.994 62.430 63.126 Siemens (fortgeführte Aktivitäten) 83.049 79.644 8.306 7.404 133.804 125.717 1 Diese ergänzende Information zum Auftragseingang wird auf freiwilliger Basis berichtet. Sie ist nicht Teil des Konzernabschlusses, der Gegenstand des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers ist. scroll Free Cash Flow Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen Abschreibungen und Wertminderungen Geschäftsjahr Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 2017 2016 Power and Gas 392 1.149 222 206 501 522 Energy Management 1.002 375 198 195 213 218 Building Technologies 820 598 47 66 89 85 Mobility 1.046 497 105 99 135 132 Digital Factory 1.963 1.771 195 179 450 304 Process Industries and Drives 373 618 164 160 213 231 Healthineers 2.153 2.154 427 392 538 563 Siemens Gamesa Renewable Energy – 279 330 476 223 510 137 Industrielles Geschäft 7.471 7.493 1.835 1.521 2.649 2.191 Financial Services (SFS) 734 680 29 18 207 216 Überleitung Konzernabschluss – 3.386 – 2.640 543 597 354 357 Siemens (fortgeführte Aktivitäten) 4.819 5.533 2.406 2.135 3.211 2.764 1 Diese ergänzende Information zum Auftragseingang wird auf freiwilliger Basis berichtet. Sie ist nicht Teil des Konzernabschlusses, der Gegenstand des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers ist. BESCHREIBUNG DER BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE Siemens hat neun berichtspflichtige Segmente. Diese sind: ― Power and Gas, das ein breites Spektrum von Produkten, Lösungen und Dienstleistungen zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern sowie zur Förderung und zum Transport von Öl und Gas anbietet; ― Energy Management, das ein breites Portfolio von Software, Produkten, Systemen, Lösungen und Dienstleistungen für die Übertragung, Verteilung und Steuerung elektrischer Energie sowie die Bereitstellung einer intelligenten Strominfrastruktur anbietet; ― Building Technologies, ein Anbieter von Automatisierungstechnologien und digitalen Dienstleistungen für sichere und effiziente Gebäude sowie Infrastrukturen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg; ― Mobility, das alle Geschäfte von Siemens zusammenfasst, die sich mit dem Transport von Menschen und Gütern befassen; hierzu gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierung, Bahnelektrifizierung, Straßenverkehrstechnik, digitale Lösungen und damit verbundene Dienstleistungen; ― Digital Factory, das der Fertigungsindustrie ein umfassendes Produktportfolio und Systemlösungen anbietet, die durch produktlebenszyklusbezogene und datenbasierte Dienstleistungen komplettiert werden; ― Process Industries and Drives, das ein umfassendes Portfolio an Produkten, Software, Lösungen und Dienstleistungen für die Bewegung, Messung, Steuerung und Optimierung aller Arten von Massendurchflüssen anbietet; ― Healthineers, ein Technologieanbieter im Gesundheitswesen und führend in der diagnostischen Bildgebung und der Labordiagnostik; ― Siemens Gamesa Renewable Energy, das Windturbinen mit unterschiedlichen Technologien hinsichtlich Ausrichtung der Rotorblätter (Pitch) und der Geschwindigkeit anbietet; daneben entwickelt, produziert und vertreibt SGRE Windparks und bietet Dienstleistungen zur Verwaltung, den Betrieb und die Wartung von Windparks an; ― Financial Services (SFS), das seine Kunden bei Investitionsvorhaben mit Leasinglösungen, strukturierten Finanzierungen sowie Finanzierungen für Ausrüstungen und Projekte durch die Bereitstellung von Fremd- und Eigenkapital unterstützt. ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten – umfassen im Allgemeinen von Siemens gehaltene Beteiligungen, die nach der Equity-Methode oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden und aus strategischen Gründen weder einem Segment noch Siemens Real Estate, Zentrale Posten oder der Konzern-Treasury zugeordnet sind. Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten enthalten auch Aktivitäten, die grundsätzlich veräußert oder eingestellt werden sollen, sowie Restaktivitäten von Desinvestitionen beziehungsweise nicht fortgeführten Aktivitäten. Siemens Real Estate (SRE) – mit Ausnahme von SGRE betreut SRE das gesamte Immobilienportfolio des Siemens-Konzerns. SRE betreibt die Nutzung der Liegenschaften und Gebäude und ist für Bauvorhaben sowie den Kauf und die Veräußerung von Immobilien verantwortlich. Zentrale Posten – enthalten zentrale Kosten, wie Aufwendungen für die Konzernsteuerung, die Grundlagenforschung von Corporate Technology, zentral verantwortete Projekte und nicht den Segmenten zugeordnete Beteiligungen sowie die Ergebnisse aus zentralen derivativen Finanzgeschäften. Pensionen – beinhalten die nicht den Segmenten, SRE oder Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten zugeordneten Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft aus Pensionsthemen. Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen – umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten, bestimmte Überleitungs- und Umgliederungspositionen sowie die Aktivitäten der Konzern-Treasury. Sie schließen auch Zinserträge und -aufwendungen ein, zum Beispiel Zinsen, die nicht den Segmenten oder Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten zugeordnet sind (Finanzierungszinsen), sowie Zinsen in Zusammenhang mit Aktivitäten der Konzern-Treasury oder zinsbezogene Konsolidierungs- und Überleitungseffekte. MESSGRÖSSEN DER SEGMENTE Die Rechnungslegungsgrundsätze für die Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich denen, die auf den Konzernabschluss Anwendung finden. Jedoch werden Leasingtransaktionen für die interne Berichterstattung und die Segmentberichterstattung als Operating Leasing klassifiziert. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen. Ergebnis Der Vorstand der Siemens AG ist für die Beurteilung des Geschäftserfolgs der Segmente verantwortlich (verantwortliche Unternehmensinstanz). Als Erfolgsgröße für die Segmente (mit Ausnahme von SFS) bestimmte die verantwortliche Unternehmensinstanz das Ergebnis vor Finanzierungszinsen, vor bestimmten Pensionsaufwendungen, vor Ertragsteuern und vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden (Ergebnis). Die wesentlichen Themen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses der Segmente sind, werden unten angegeben. Unter Finanzierungszinsen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind, fallen alle Zinserträge und -aufwendungen mit Ausnahme der Zinserträge aus Kundenforderungen, aus den Segmenten zugerechneten Zahlungsmitteln sowie die Zinsaufwendungen auf Lieferantenverbindlichkeiten. Finanzierungszinsen sind vom Ergebnis ausgenommen, da Finanzierungsentscheidungen im Regelfall zentral getroffen werden. Entscheidungen zu wesentlichen Pensionsthemen werden zentral getroffen. Daher enthält das Ergebnis vor allem nur die laufenden Dienstzeitaufwendungen aus Pensionsplänen. Die übrigen regelmäßig anfallenden pensionsbezogenen Aufwendungen werden in der Position Zentral getragene Pensionsaufwendungen in der Überleitung Konzernabschluss ausgewiesen. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden, sind nicht Bestandteil des Ergebnisses. Auch Ertragsteuern werden vom Ergebnis ausgenommen, da Steuersubjekt nur rechtliche Einheiten sind, die im Regelfall nicht der Struktur der Segmente entsprechen. Die Auswirkungen bestimmter rechtlicher und regulatorischer Themen sind nicht Bestandteil des Ergebnisses, wenn sie nicht bezeichnend für die Leistung sind. Dies gilt ebenso für Themen, die mehr als einem berichtspflichtigen Segment, SRE und/oder Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten zuzuordnen sind oder einen Konzern- oder zentralen Charakter aufweisen. Kosten für Unterstützungsfunktionen werden vorwiegend auf die Segmente umgelegt. Ergebnis des Segments SFS Das Ergebnis des Segments SFS entspricht dem Ergebnis vor Ertragsteuern. Im Gegensatz zur Erfolgsgröße für die anderen Segmente sind Zinserträge und -aufwendungen ein ergebnisbestimmender Faktor bei SFS. Messgrößen des Vermögens Die Unternehmensleitung hat das Vermögen (eingesetztes Nettokapital) zur Grundlage für die Beurteilung der Kapitalintensität der Segmente (mit Ausnahme von SFS) bestimmt. Die Definition des Vermögens entspricht der Messgröße des Ergebnisses, mit Ausnahme der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, erworben im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, die nicht Bestandteil des Ergebnisses sind. Die entsprechenden immateriellen Vermögenswerte sind jedoch Bestandteil des Segmentvermögens. Das Segmentvermögen ergibt sich aus dem Gesamtvermögen der Konzernbilanz, im Wesentlichen abzüglich der konzerninternen Finanzforderungen und der Steuerforderungen sowie abzüglich der Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten, da die korrespondierenden Aufwendungen und Erträge nicht in das Ergebnis einfließen. Darüber hinaus werden zinslose Verbindlichkeiten – zum Beispiel Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –, mit Ausnahme von Steuerverbindlichkeiten, abgezogen. Im Gegensatz dazu ist das Vermögen von SFS das Gesamtvermögen. Bei Mobility ist die projektbezogene konzerninterne Finanzierung eines langfristigen Projekts im Vermögen enthalten. Das Vermögen von SGRE umfasst Immobilien, während die Immobilien aller anderen Segmente von Siemens bei SRE ausgewiesen werden. Auftragseingang Der Auftragseingang entspricht grundsätzlich den geschätzten Umsatzerlösen der angenommenen Aufträge unter Berücksichtigung von Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts. Absichtserklärungen sind nicht Inhalt des Auftragseingangs. Definition Free Cash Flow Der Free Cash Flow der Segmente (mit Ausnahme von SFS) errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, abzüglich Zugängen zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Er schließt Finanzierungszinsen – ausgenommen qualifizierten Vermögenswerten zugeordnete aktivierte oder als Vertragskosten klassifizierte Zinsen –, Ertragsteuern sowie bestimmte andere Zahlungen und Erlöse aus. Der Free Cash Flow von SFS beinhaltet die zugehörigen Finanzierungszinszahlungen; Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen von SFS sind ausgeschlossen. Abschreibungen und Wertminderungen Die Abschreibungen und Wertminderungen beinhalten die Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte, jeweils nach Abzug von Wertaufholungen. MESSGRÖSSEN VON ZENTRAL GESTEUERTE PORTFOLIOAKTIVITÄTEN UND SRE Die Messgrößen für Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten entsprechen denen der Segmente (mit Ausnahme von SFS). SRE verwendet die gleichen Messgrößen wie SFS. ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS Ergebnis scroll Geschäfstjahr (in Mio. €) 2017 2016 Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten 488 – 215 Siemens Real Estate 187 132 Zentrale Posten – 714 – 449 Zentral getragene Pensionsaufwendungen – 407 – 439 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworben wurden – 1.016 – 674 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und sonstige Überleitungspositionen – 323 – 349 Überleitung Konzernabschluss – 1.785 – 1.994 Das Ergebnis von SFS enthielt Zinserträge in Höhe von 1.241 (im Vj. 1.161) Mio. € sowie Zinsaufwendungen in Höhe von 442 (im Vj. 377) Mio. €. Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten enthielt im abgelaufenen Geschäftsjahr die folgenden Wirkungen aus Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen für Sanierungskosten: Erträge in Höhe von 543 Mio. € aus der Anpassung von Zinssätzen, Erträge von 312 Mio. € aufgrund von herabgesetzten Annahmen zur Inflationsrate sowie einen Verlust von 179 Mio. € aus Zinsswaps, die nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung in Verbindung mit diesen Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen erfüllen. Vermögen scroll 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 Vermögen Zentral gesteuerte Portfolioaktivitäten 3.448 1.812 Vermögen Siemens Real Estate 4.533 4.964 Vermögen Zentrale Posten und Pensionen – 1.346 – 1.474 Vermögensorientierte Anpassungen Konzerninterne Finanzforderungen 45.475 47.072 Steuerforderungen 3.258 4.089 Verbindlichkeitsorientierte Anpassungen 43.161 42.082 Konsolidierungen, Konzern-Treasury und Sonstiges – 36.100 – 35.419 Überleitung Konzernabschluss 62.430 63.126 Ziffer 29 Informationen nach Regionen scroll Umsatzerlöse nach Sitz des Kunden Umsatzerlöse nach Sitz der Gesellschaft Langfristige Vermögenswerte Geschäftsjahr Geschäftsjahr 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 2017 2016 Europa, GUS, Afrika, Naher und Mittlerer Osten 43.367 41.819 47.355 45.325 25.574 19.912 Amerika 23.516 22.707 22.607 22.360 19.886 19.013 Asien, Australien 16.166 15.118 13.088 11.959 4.349 3.132 Siemens 83.049 79.644 83.049 79.644 49.809 42.057 davon Deutschland 11.142 10.739 19.876 18.579 8.324 7.511 davon Ausland 71.907 68.905 63.173 61.065 41.485 34.546 darin USA 16.976 16.769 17.934 17.776 18.108 17.576 Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten. Ziffer 30 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN Siemens unterhält mit vielen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft Siemens eine große Vielfalt von Produkten und Dienstleistungen grundsätzlich zu Marktbedingungen. scroll Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen Geschäftsjahr Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 Gemeinschaftsunternehmen 2.094 1.062 119 142 Assoziierte Unternehmen 538 1.379 218 174 2.632 2.442 336 316 scroll Forderungen Verbindlichkeiten 30. Sep. 30. Sep. (in Mio. €) 2017 2016 2017 2016 Gemeinschaftsunternehmen 277 333 126 236 Assoziierte Unternehmen 43 114 266 343 320 447 392 579 Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Garantien betrugen 726 (im Vj. 1.500) Mio. €. Die an Gemeinschaftsunternehmen gewährten Garantien betrugen 488 (im Vj. 553) Mio. €. Die an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen gewährten Darlehen beliefen sich auf 222 (im Vj. 82) Mio. €, davon betrafen 218 (im Vj. 78) Mio. € Gemeinschaftsunternehmen. Die Gesellschaft hatte Verpflichtungen zu Kapitaleinlagen in Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 76 (im Vj. 48) Mio. €, wovon 16 (im Vj. 39) Mio. € gegenüber Gemeinschaftsunternehmen bestanden. Für ein von einem Gemeinschaftsunternehmen aufgenommenes Darlehen, das über eine von Siemens gewährte Garantie abgesichert war, betrug der ausstehende Betrag einer zusätzlich von Siemens gestellten Sicherheit 113 (im Vj. 116) Mio. €. Es bestanden Kreditzusagen an Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 147 (im Vj. 72) Mio. €. NAHESTEHENDE PERSONEN Die Mitglieder des Vorstands erhielten eine Barvergütung in Höhe von 20,7 (im Vj. 20,2) Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütung betrug 13,2 (im Vj. 8,7) Mio. € für 132.831 (im Vj. 113.230) Aktienzusagen. Den Mitgliedern des Vorstands wurden Beiträge zur BSAV (inklusive einmalige Sonderbeiträge) in Höhe von insgesamt 6,6 (im Vj. 4,6) Mio. € gewährt. Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Vergütung sowie gewährten Leistungen betrugen somit insgesamt 40,5 (im Vj. 33,5) Mio. €. Die Aufwendungen in Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung sowie dem Share-Matching-Programm betrugen 19,0 (im Vj. 8,3) Mio. €. Frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Gesamtbezüge im Sinne von §314 Abs. 1 Nr. 6 b HGB in Höhe von 34,1 (im Vj. 52,3) Mio. €. Die DBO sämtlicher Pensionszusagen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen betrug 191,5 (im Vj. 216,3) Mio. €. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasste eine Grundvergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für Ausschusstätigkeiten und betrug insgesamt, einschließlich Sitzungsgeldern, wie im Vorjahr 5,2 Mio. €. Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, dargestellt. Wie im Vorjahr fanden keine weiteren bedeutenden Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats statt. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands von Siemens sind oder waren im vergangenen Jahr in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Siemens unterhält zu fast allen diesen Unternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Kauf und Verkauf eines breit gefächerten Angebots von Produkten und Dienstleistungen erfolgten dabei zu marktüblichen Bedingungen. Ziffer 31 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Für Dienstleistungen des Abschlussprüfers Ernst&Young (EY) fielen die folgenden Honorare an: scroll Geschäftsjahr (in Mio. €) 2017 2016 Abschlussprüfungsleistungen 52,6 45,9 Andere Bestätigungsleistungen 3,7 3,2 Steuerberatungsleistungen 0,2 0,4 56,5 49,5 Von dem berechneten Gesamthonorar entfielen 40% (im Vj. 41%) auf die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Deutschland. Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen durch EY bezog sich vor allem auf die Prüfung des Siemens-Konzernabschlusses sowie auf die Prüfung der Einzelabschlüsse der Siemens AG und ihrer Tochterunternehmen. Andere Bestätigungsleistungen umfassten im Wesentlichen Prüfungen von Abschlüssen in Zusammenhang mit M&A-Aktivitäten, Comfort Letter und gesetzlich vorgeschriebene, vertraglich vereinbarte oder freiwillig beauftragte Bestätigungsleistungen. Ziffer 32 Corporate Governance Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben zum 1. Oktober 2017 die nach §161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter → www.siemens.com/dcg-kodex öffentlich zugänglich gemacht. Ziffer 33 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im November 2017 gab Siemens Pläne für Kapazitätsanpassungsmaßnahmen bei Power and Gas, SGRE und Process Industries and Drives bekannt, die voraussichtlich zu beträchtlichen Personalrestrukturierungsaufwendungen führen werden. Diese Pläne beinhalten auch die Schließung, Zusammenlegung sowie den eventuellen Verkauf von Standorten. Ziffer 34 Aufstellung des Anteilsbesitzes des Siemens-Konzerns gemäß §313 Abs. 2 HGB scroll Stand: 30.09.2017 Kapitalanteil in % Tochterunternehmen Deutschland (129 Gesellschaften) AD 8MW GmbH&Co. KG, Bremerhaven 100 Adwen Blades GmbH, Stade 100 Adwen GmbH, Bremerhaven 100 Adwen Verwaltungs GmbH, Bremerhaven 100 Airport Munich Logistics and Services GmbH, Hallbergmoos 100 10 Alpha Verteilertechnik GmbH, Cham 100 10 Atecs Mannesmann GmbH, Erlangen 100 AXIT GmbH, Frankenthal 100 Berliner Vermögensverwaltung GmbH, Berlin 100 10 Capta Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 100 Dade Behring Grundstücks GmbH, Marburg 100 Dresser-Rand GmbH, Oberhausen 100 10 EBV Holding Verwaltung GmbH, Oldenburg 100 evosoft GmbH, Nürnberg 100 10 FACTA Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft mbH&Co. KG, München 100 9 Flender GmbH, Bocholt 100 Flowmaster GmbH, Frankfurt am Main 100 Fluence Energy GmbH, Erlangen 100 7 Gamesa Energie Deutschland GmbH, Oldenburg 100 Gamesa Wind GmbH, Aschaffenburg 100 HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover 100 HSP Hochspannungsgeräte GmbH, Troisdorf 100 10 ILLIT Grundstücksverwaltungs-Management GmbH, Grünwald 85 IPGD Grundstücksverwaltungs-Gesellschaft mbH, Grünwald 100 Jawa Power Holding GmbH, Erlangen 100 10 KompTime GmbH, München 100 10 Kyra 1 GmbH, Erlangen 100 10 Kyros 52 GmbH, Hannover 100 7 Kyros 53 GmbH, München 100 7 Kyros 54 GmbH, München 100 7 Lincas Electro Vertriebsgesellschaft mbH, Grünwald 100 Mentor Graphics (Deutschland) GmbH, München 100 Mentor Graphics Development (Deutschland) GmbH, Villingen-Schwenningen 100 NEO New Oncology GmbH, Köln 100 next47 GmbH, München 100 10 next47 Services GmbH, München 100 10 Omnetric GmbH, München 51 OPTIO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH&Co. Objekt Tübingen KG, Grünwald 100 9 Partikeltherapiezentrum Kiel Holding GmbH, Erlangen 100 10 Project Ventures Butendiek Holding GmbH, Erlangen 100 10 Projektbau-Arena-Berlin GmbH, Grünwald 100 10 R&S Restaurant Services GmbH, München 100 REMECH Systemtechnik GmbH, Kamsdorf 100 10 RISICOM Rückversicherung AG, Grünwald 100 Siemens Bank GmbH, München 100 Siemens Beteiligungen Inland GmbH, München 100 10 Siemens Beteiligungen Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Beteiligungen USA GmbH, Berlin 100 10 Siemens Beteiligungsverwaltung GmbH&Co. OHG, Grünwald 100 9 11 Siemens Campus Erlangen Grundstücks-GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 1 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 2 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 3 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 4 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 5 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 6 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objekt 7 GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Campus Erlangen Objektmanagement GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Campus Erlangen Verwaltungs-GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Compressor Systems GmbH, Leipzig 100 10 Siemens Convergence Creators GmbH&Co. KG, Hamburg 100 9 Siemens Convergence Creators Management GmbH, Hamburg 100 7 Siemens Finance&Leasing GmbH, München 100 10 Siemens Financial Services GmbH, München 100 10 Siemens Fonds Invest GmbH, München 100 10 Siemens Fuel Gasification Technology GmbH&Co. KG, Freiberg 100 9 Siemens Fuel Gasification Technology Verwaltungs GmbH, Freiberg 100 7 Siemens Global Innovation Partners Management GmbH, München 100 7 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Eschborn 100 Siemens Healthcare Diagnostics Holding GmbH, Eschborn 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Marburg 100 Siemens Healthcare GmbH, Erlangen 100 10 Siemens Immobilien GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Immobilien Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Industriegetriebe GmbH, Penig 100 Siemens Industriepark Karlsruhe GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Industry Software GmbH, Köln 100 Siemens Insulation Center GmbH&Co. KG, Zwönitz 100 9 Siemens Insulation Center Verwaltungs-GmbH, Zwönitz 100 7 Siemens Liquidity One, München 100 Siemens Medical Solutions Health Services GmbH, Grünwald 100 Siemens Middle East Holding GmbH&Co. KG, Grünwald 100 7 Siemens Middle East Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Nixdorf Informationssysteme GmbH, Grünwald 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics GmbH, Konstanz 100 10 Siemens Power Control GmbH, Langen 100 10 Siemens Private Finance Versicherungsvermittlungsgesellschaft mbH, München 100 10 Siemens Project Ventures GmbH, Erlangen 100 10 Siemens Real Estate GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Real Estate Management GmbH, Grünwald 100 7 Siemens Spezial-Investmentaktiengesellschaft mit TGV, München 100 Siemens Technology Accelerator GmbH, München 100 10 Siemens Technopark Mülheim GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Technopark Mülheim Verwaltungs GmbH, Grünwald 100 Siemens Technopark Nürnberg GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 Siemens Technopark Nürnberg Verwaltungs GmbH, Grünwald 100 Siemens Treasury GmbH, München 100 10 Siemens Turbomachinery Equipment GmbH, Frankenthal 100 10 Siemens Wind Power GmbH&Co. KG, Hamburg 100 9 Siemens Wind Power Management GmbH, Hamburg 100 7 Siemens-Fonds C-1, München 100 Siemens-Fonds Pension Captive, München 100 Siemens-Fonds Principals, München 100 Siemens-Fonds S-7, München 100 Siemens-Fonds S-8, München 100 SILLIT Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100 SIM 2. Grundstücks-GmbH&Co. KG, Grünwald 100 9 SIMAR Nordost Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR Nordwest Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR Ost Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR Süd Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMAR West Grundstücks-GmbH, Grünwald 100 10 SIMOS Real Estate GmbH, München 100 10 SYKATEC Systeme, Komponenten, Anwendungstechnologie GmbH, Erlangen 100 10 TASS International GmbH, Wiesbaden 100 Trench Germany GmbH, Bamberg 100 10 Verwaltung SeaRenergy Offshore Projects GmbH i.L., Hamburg 100 VIB Verkehrsinformationsagentur Bayern GmbH, München 51 7 VMZ Berlin Betreibergesellschaft mbH, Berlin 100 VR-LEASING IKANA GmbH&Co. Immobilien KG, Eschborn 94 3 VVK Versicherungsvermittlungs- und Verkehrskontor GmbH, München 100 10 Weiss Spindeltechnologie GmbH, Maroldsweisach 100 Windfarm 33 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm 35 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm 40 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm 41 GmbH, Oldenburg 100 Windfarm Ganderkesee-Lemwerder GmbH, Oldenburg 100 Windfarm Groß Haßlow GmbH, Oldenburg 100 Windfarm Ringstedt II GmbH, Oldenburg 100 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (519 Gesellschaften) Mentor Graphics Egypt Company (A Limited Liability Company – Private Free Zone), Kairo/Ägypten 100 NEM Energy Egypt LLC, Alexandria/Ägypten 100 Siemens Healthcare S.A.E., Kairo/Ägypten 100 Siemens Limited for Trading, Kairo/Ägypten 100 Siemens Technologies S.A.E., Kairo/Ägypten 90 Siemens Wind Power LLC, Kairo/Ägypten 100 ESTEL Rail Automation SPA, Algier/Algerien 51 Siemens Spa, Algier/Algerien 100 Siemens S.A., Luanda/Angola 51 Mentor Graphics Development Services Closed Joint Stock Company, Jerewan/Armenien 100 Siemens Gamesa Renevable Energy Limited Liability Company, Baku/Aserbaidschan 100 Siemens W.L.L., Manama/Bahrain 51 Limited Liability Company Siemens Technologies, Minsk/Belarus 100 Dresser-Rand Machinery Repair Belgie N.V., Antwerpen/Belgien 100 7 Flender S.P.R.L., Beersel/Belgien 100 7 Mentor Graphics (Belgium) BVBA, Brüssel/Belgien 100 Samtech SA, Angleur/Belgien 77 Siemens Gamesa Renewable Energy Belgium, SPRL, Brüssel/Belgien 100 Siemens Healthcare SA/NV, Beersel/Belgien 100 Siemens Industry Software NV, Leuven/Belgien 100 Siemens S.A./N.V., Beersel/Belgien 100 Siemens Wind Power BVBA, Beersel/Belgien 100 Siemens d.o.o. Sarajevo, Sarajevo/Bosnien und Herzegowina 100 Siemens Medicina d.o.o., Sarajevo/Bosnien und Herzegowina 100 Gamesa Wind Bulgaria, EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens Healthcare EOOD, Sofia/Bulgarien 100 Siemens SARL, Abidjan/Côte d’Ivoire 100 Mentor Graphics (Netherlands Antilles) N.V., Willemstad/Curaçao 100 Siemens A/S, Ballerup/Dänemark 100 Siemens Gamesa Renewable Energy A/S, Brande/Dänemark 100 Siemens Healthcare A/S, Ballerup/Dänemark 100 Siemens Industry Software A/S, Ballerup/Dänemark 100 Mentor Graphics (Finland) OY, Espoo/Finnland 100 Mentor Graphics Development (Finland) OY, Turku/Finnland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Oy, Helsinki/Finnland 100 Siemens Healthcare Oy, Espoo/Finnland 100 Siemens Osakeyhtiö, Espoo/Finnland 100 Adwen France SAS, Puteaux/Frankreich 100 D-R Holdings (France) SAS, Le Havre/Frankreich 100 Dresser-Rand SAS, Le Havre/Frankreich 100 Flender-Graffenstaden SAS, Illkirch-Graffenstaden/Frankreich 100 Gamesa Eolica France, S.A.R.L., Saint-Priest/Frankreich 100 Mentor Graphics (France) SARL, Meudon La Forêt/Frankreich 100 Mentor Graphics Development (France) SAS, Paris/Frankreich 100 Mentor Graphics Development Crolles SARL, Monbonnot-Saint-Martin/Frankreich 100 Meta Systems SARL, Meudon La Forêt/Frankreich 100 PETNET Solutions SAS, Lisses/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Bonboillon SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Bouclans SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Broyes SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Cernon SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Chaintrix Bierges SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Champsevraine, SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Chepniers SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Clamanges SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Coupetz SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Dampierre Prudemanche SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Germainville SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Guerfand SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de la Brie des Etangs SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de la Côte du Cerisat SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de la Loye SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de la Tete des Boucs SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Landresse SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Longueville sur Aube SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Mailly-le-Camp SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Mantoche SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Margny SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Moulins du Puits SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Orge et Ornain SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Plancy l’Abbaye SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Pouilly-sur-Vingeanne SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Pringy SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Romigny SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Saint Amand SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Saint Bon SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Saint Loup de Saintonge SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Saint-Lumier en Champagne SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Sambourg SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Savoisy SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Sceaux SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Sommesous SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Songy SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Soude SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Source de Seves SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Souvans SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Trepot SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Vaudrey SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien de Vernierfontaine SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien d’Orchamps SARL, Saint-Priest/Frankreich 100 Societe d’Exploitation du Parc Eolien du Vireaux SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Siemens Financial Services SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens France Holding SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy France SAS, Saint-Priest/Frankreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S.A.S., Saint-Denis Cedex/Frankreich 100 Siemens Healthcare SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Siemens Industry Software SAS, Châtillon/Frankreich 100 Siemens Lease Services SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 SIEMENS Postal Parcel Airport Logistics SAS, Paris/Frankreich 100 Siemens SAS, Saint-Denis/Frankreich 100 Trench France SAS, Saint-Louis/Frankreich 100 Siemens Oil & Gas Equipment Limited, Accra/Ghana 90 Elliniki Eoliki Attikis Energiaki S.A., Athen/Griechenland 86 Elliniki Eoliki Energiaki Pirgos S.A., Athen/Griechenland 86 Elliniki Eoliki Kopriseza S.A., Athen/Griechenland 86 Elliniki Eoliki Kseropousi S.A., Athen/Griechenland 86 Elliniki Eoliki Likourdi S.A., Athen/Griechenland 86 Energiaki Arvanikou M.E.P.E., Athen/Griechenland 100 Eoliki Peloponnisou Lakka Energiaki S.A., Athen/Griechenland 86 Siemens A.E., Elektrotechnische Projekte und Erzeugnisse, Athen/Griechenland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy AE, Athen/Griechenland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Greece E.P.E., Athen/Griechenland 100 Siemens Healthcare Industrial and Commercial Société Anonyme, Athen/Griechenland 100 Siemens Sherkate Sahami (Khass), Teheran/Iran 97 Gamesa Ireland Limited, Dublin/Irland 100 Mentor Graphics (Holdings) Unlimited Company, Shannon, County Clare/Irland 100 12 Mentor Graphics (Ireland) Limited, Shannon, County Clare/Irland 100 Mentor Graphics Development Services Limited, Shannon, County Clare/Irland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Dublin/Irland 100 Siemens Healthcare Medical Solutions Limited, Swords, County Dublin/Irland 100 Siemens Limited, Dublin/Irland 100 Mentor Graphics International Unlimited, Douglas/Isle of Man 100 12 9REN Israel Ltd., Tel Aviv/Israel 100 Gamesa Israel, Ltd, Tel Aviv/Israel 100 Mentor Graphics (Israel) Limited, Herzilya Pituah/Israel 100 Mentor Graphics Development Services (Israel) Ltd., Rehovot/Israel 100 Siemens Concentrated Solar Power Ltd., Rosh Ha’ayin/Israel 100 Siemens HealthCare Ltd., Rosh Ha’ayin/Israel 100 Siemens Industry Software Ltd., Airport City/Israel 100 Siemens Israel Ltd., Rosh Ha’ayin/Israel 100 Siemens Israel Projects Ltd., Rosh Ha’ayin/Israel 100 7 Siemens Product Lifecycle Management Software 2 (IL) Ltd., Airport City/Israel 100 UGS Israeli Holdings (Israel) Ltd., Airport City/Israel 100 9REN Services Italia S.r.l., Mailand/Italien 100 Dresser-Rand Italia S.r.l., Tribogna/Italien 100 Mentor Graphics Torino S.R.L., Turin/Italien 100 Parco Eolico Banzy S.r.l., Rom/Italien 100 Parco Eolico Manca Vennarda S.r.l. , Rom/Italien 100 Samtech Italia S.r.l., Mailand/Italien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Italy, S.P.A., Rom/Italien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind S.R.L., Rom/Italien 100 Siemens Healthcare S.r.l., Mailand/Italien 100 Siemens Industry Software S.r.l., Mailand/Italien 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics S.r.l., Mailand/Italien 100 Siemens Renting s.r.l. in Liquidazione, Mailand/Italien 100 Siemens S.p.A., Mailand/Italien 100 Siemens Transformers S.p.A., Trento/Italien 100 Siemens Wind Power S.r.l., Mailand/Italien 100 Trench Italia S.r.l., Savona/Italien 100 Siemens Healthcare Limited Liability Partnership, Almaty/Kasachstan 100 Siemens TOO, Almaty/Kasachstan 100 Siemens W.L.L., Doha/Katar 40 2 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Nairobi/Kenia 100 Koncar-Energetski Transformatori, d.o.o., Zagreb/Kroatien 51 Siemens Convergence Creators d.o.o., Zagreb/Kroatien 100 Siemens d.d., Zagreb/Kroatien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy d.o.o., Zagreb/Kroatien 100 Siemens Healthcare d.o.o., Zagreb/Kroatien 100 Siemens Electrical&Electronic Services K.S.C.C., Kuwait-Stadt/Kuwait 49 2 D-R Luxembourg Holding 1, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg Holding 2, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg Holding 3, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg International SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 D-R Luxembourg Partners 1 SCS, Luxemburg/Luxemburg 100 Dresser-Rand Holding (Delaware) LLC, SARL, Luxemburg/Luxemburg 100 TFM International S.A. i.L., Luxemburg/Luxemburg 100 Gamesa Morocco, SARL, Tanger/Marokko 100 Guascor Maroc, S.A.R.L., Agadir/Marokko 100 7 Mentor Graphics Morocco SARL, Sala Al Jadida/Marokko 100 Siemens Healthcare SARL, Casablanca/Marokko 100 Siemens Plant Operations Tahaddart SARL, Tanger/Marokko 100 Siemens S.A., Casablanca/Marokko 100 Siemens Wind Energy, SARL, Casablanca/Marokko 100 Siemens Wind Power Blades, SARL AU, Tanger/Marokko 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, SARL, Nouakchott/Mauretanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy, Ltd, Cybercity/Mauritius 100 Siemens d.o.o., Podgorica/Montenegro 100 Castor III B.V., Amsterdam/Niederlande 100 D-R International Holdings (Netherlands) B.V., Spijkenisse/Niederlande 100 Dresser-Rand B.V., Spijkenisse/Niederlande 100 Dresser-Rand International B.V., Spijkenisse/Niederlande 100 Dresser-Rand Services B.V., Spijkenisse/Niederlande 100 Flowmaster Group NV, Eindhoven/Niederlande 100 Mentor Graphics (Netherlands) B.V., Eindhoven/Niederlande 100 NEM Energy B.V., Zoeterwoude/Niederlande 100 Omnetric B.V., Den Haag/Niederlande 100 Pollux III B.V., Amsterdam/Niederlande 100 Siemens Diagnostics Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens D-R Holding B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens D-R Holding II B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Finance B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Financieringsmaatschappij N.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Gas Turbine Technologies Holding B.V., Den Haag/Niederlande 65 Siemens Healthcare Nederland B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Healthineers Holding III B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Industry Software B.V., ’s-Hertogenbosch/Niederlande 100 Siemens International Holding B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Medical Solutions Diagnostics Holding I B.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Nederland N.V., Den Haag/Niederlande 100 Siemens Wind Power B.V., Den Haag/Niederlande 100 TASS International B.V., Rijswijk/Niederlande 100 TASS International Homologations B.V., Helmond/Niederlande 100 TASS International Mobility Center B.V., Helmond/Niederlande 100 TASS International Safety Center B.V., Helmond/Niederlande 100 TASS International Software and Services B.V., Rijswijk/Niederlande 100 TASS International Software B.V., Rijswijk/Niederlande 100 Dresser-Rand (Nigeria) Limited, Lagos/Nigeria 100 Siemens Ltd., Lagos/Nigeria 100 Dresser-Rand AS, Kongsberg/Norwegen 100 Siemens AS, Oslo/Norwegen 100 Siemens Healthcare AS, Oslo/Norwegen 100 Siemens Wind Power AS, Oslo/Norwegen 100 ETM professional control GmbH, Eisenstadt/Österreich 100 Hochquellstrom-Vertriebs GmbH, Wien/Österreich 100 ITH icoserve technology for healthcare GmbH, Innsbruck/Österreich 69 KDAG Beteiligungen GmbH, Wien/Österreich 100 Omnetric GmbH, Wien/Österreich 100 Priamos Grundstücksgesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 100 Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Wien/Österreich 100 Siemens Convergence Creators GmbH, Eisenstadt/Österreich 100 Siemens Convergence Creators GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Convergence Creators Holding GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Gebäudemanagement&-Services G.m.b.H., Wien/Österreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Industry Software GmbH, Linz/Österreich 100 Siemens Konzernbeteiligungen GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Liegenschaftsverwaltung GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Metals Technologies Vermögensverwaltungs GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Personaldienstleistungen GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens Urban Rail Technologies Holding GmbH, Wien/Österreich 75 Siemens Wind Power GmbH, Wien/Österreich 100 Steiermärkische Medizinarchiv GesmbH, Graz/Österreich 52 Trench Austria GmbH, Leonding/Österreich 100 VVK Versicherungs-Vermittlungs- und Verkehrs-Kontor GmbH, Wien/Österreich 100 Siemens L.L.C., Muscat/Oman 51 Gamesa Pakistan (Private) Limited, Karatschi/Pakistan 100 7 Mentor Graphics Pakistan Development (Private) Limited, Lahore/Pakistan 100 Siemens Healthcare (Private) Limited, Lahore/Pakistan 100 Siemens Pakistan Engineering Co. Ltd., Karatschi/Pakistan 75 AXIT Sp. z o.o., Breslau/Polen 100 Gamesa Energia Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Lichnowy Windfarm Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Mentor Graphics Polska Sp. z o.o., Posen/Polen 100 Osiek Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Siemens Finance Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Siemens Healthcare Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Siemens Industry Software Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Siemens Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Siemens Wind Power Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Smardzewo Windfarm Sp. z o.o., Slawno/Polen 100 Ujazd Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 Siemens Gamesa Renewable Engergy, S.A., Venda do Pinheiro/Portugal 100 Siemens Healthcare, Lda., Amadora/Portugal 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics, Unipessoal Lda, Lissabon/Portugal 100 Siemens S.A., Amadora/Portugal 100 Gamesa Energy Romania, S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 Gamesa Wind Romania, S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 GER Baneasa, S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 GER Baraganu, S.R.L, Bukarest/Rumänien 100 GER Independenta, S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 Mentor Graphics Romania SRL, Bukarest/Rumänien 100 SIEMENS (AUSTRIA) PROIECT SPITAL COLTEA SRL, Bukarest/Rumänien 100 Siemens Convergence Creators S.R.L., Brasov/Rumänien 100 Siemens Healthcare S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 Siemens Industry Software S.R.L., Brasov/Rumänien 100 Siemens S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 SIMEA SIBIU S.R.L., Sibiu/Rumänien 100 OOO Legion II, Moskau/Russische Föderation 100 OOO Siemens, Moskau/Russische Föderation 100 OOO Siemens Elektroprivod, St. Petersburg/Russische Föderation 100 OOO Siemens Gas Turbine Technologies, Leningrad Oblast/Russische Föderation 100 OOO Siemens Industry Software, Moskau/Russische Föderation 100 OOO Siemens Transformers, Woronesch/Russische Föderation 100 Siemens Finance LLC, Wladiwostok/Russische Föderation 100 Siemens Healthcare Limited Liability Company, Moskau/Russische Föderation 100 Technologies of Rail Transport Limited Liability Company, Moskau/Russische Föderation 100 7 Arabia Electric Ltd. (Equipment), Jeddah/Saudi-Arabien 51 Dresser-Rand Arabia LLC, Al Khobar/Saudi-Arabien 50 1 ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Riad/Saudi-Arabien 51 Siemens Healthcare Limited, Riad/Saudi-Arabien 51 Siemens Ltd., Riad/Saudi-Arabien 51 VA TECH T&D Co. Ltd., Riad/Saudi-Arabien 51 Fanbyn2 Vindenergi AB, Solna/Schweden 100 Gamesa Wind Sweden AB, Stockholm/Schweden 100 Lindom Vindenergi AB, Solna/Schweden 100 Lingbo SPW AB, Solna/Schweden 100 Mentor Graphics (Scandinavia) AB, Kista/Schweden 100 Siemens AB, Upplands Väsby/Schweden 100 Siemens Financial Services AB, Stockholm/Schweden 100 Siemens Healthcare AB, Stockholm/Schweden 100 Siemens Industrial Turbomachinery AB, Finspång/Schweden 100 Siemens Industry Software AB, Kista/Schweden 100 Siemens Wind Power AB, Upplands Väsby/Schweden 100 Dresser Rand Sales Company GmbH, Zürich/Schweiz 100 Huba Control AG, Würenlos/Schweiz 100 Komykrieng AG, Zürich/Schweiz 100 Mentor Graphics (Schweiz) AG, Kilchberg/Schweiz 100 Polarion AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Healthcare AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Healthcare Diagnostics GmbH, Zürich/Schweiz 100 Siemens Industry Software AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics AG, Zürich/Schweiz 100 Siemens Power Holding AG, Zug/Schweiz 100 Siemens Schweiz AG, Zürich/Schweiz 100 systransis AG, Risch/Schweiz 100 Siemens d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100 Siemens Healthcare d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100 OEZ Slovakia, spol. s r.o., Bratislava/Slowakei 100 SAT Systémy automatizacnej techniky spol. s.r.o., Bratislava/Slowakei 60 Siemens Convergence Creators, s. r. o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens Healthcare s.r.o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens s.r.o., Bratislava/Slowakei 100 SIPRIN s.r.o., Bratislava/Slowakei 100 Siemens d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100 Siemens Healthcare d.o.o., Ljubljana/Slowenien 100 Adwen Offshore, S.L., Zamudio/Spanien 100 Aljaraque Solar, S.L., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Ciento Veintisiete, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Doscientos Noventa y Nueve, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Doscientos Noventa y Siete, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar G.F. Dos, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar G.F. Tres, S.L.U, Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar G.F. Uno S.L.U., Madrid, Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Diecinueve, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Dieciocho, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Diecisiete, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Sesenta y Nueve, S.L.U., San Cristóbal de La Laguna/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Sesenta y Ocho, S.L.U., San Cristóbal de La Laguna/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Sesenta y Siete, S.L.U., San Cristóbal de La Laguna/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Setenta, S.L.U., San Cristóbal de La Laguna/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos Veinte, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Trescientos, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Convertidor Solar Uno, S.L.U., Madrid/Spanien 100 Desimpacto de Purines Altorricón S.A., Altorricón/Spanien 70 Desimpacto de Purines Turégano, S.A., Turégano/Spanien 100 Dresser-Rand Holdings Spain S.L.U., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Empresa de Reciclajes de Residuos Ambientales, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 67 7 Estructuras Metalicas Singulares, S.A. Unipersonal, Tajonar/Spanien 100 Fábrica Electrotécnica Josa, S.A., Barcelona/Spanien 100 Gamesa Electric, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Gamesa Energy Transmission, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Gerr Grupo Energético XXI, S.A. Unipersonal, Barcelona/Spanien 100 Grupo Guascor, S.L., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Borja AIE, Zumaia/Spanien 70 7 12 Guascor Explotaciones Energéticas, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Ingenieria S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Isolux AIE, Vitoria-Gasteiz/Spanien 60 7 12 Guascor Power Investigacion y Desarollo, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Power, S.A., Zumaia/Spanien 100 Guascor Promotora Solar, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Solar Corporation, S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Solar S.A., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 Guascor Wind, S.L., Vitoria-Gasteiz/Spanien 100 7 International Wind Farm Development IV, S.L., Zamudio/Spanien 100 International Wind Farm Development V, S.L., Zamudio/Spanien 100 International Wind Farm Development VI, S.L., Zamudio/Spanien 100 International Wind Farm Development VII, S.L., Zamudio/Spanien 100 International Wind Farm Developments II, S.L., Zamudio/Spanien 100 International Wind Farm Developments IX, S.L., Zamudio/Spanien 100 Mentor Graphics (Espana) SL, Madrid/Spanien 100 Microenergía 21, S.A., Zumaia/Spanien 100 7 Parque Eolico Dos Picos, S.L.U., Zamudio/Spanien 100 Samtech Iberica Engineering&Software Services S.L., Barcelona/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy 9REN, S.L., Madrid/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Apac, S.L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Eolica, S.L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Europa S.L., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Innovation&Technology, S.L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy International Wind Services, S.A., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Invest, S.A., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Latam, S.L., Sarriguren/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Energy S.A., Zamudio/Spanien 59 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Farms, S.A., Zamudio/Spanien 100 Siemens Gamesa Renewable Finance, S.A., Zamudio/Spanien 100 SIEMENS HEALTHCARE, S.L.U., Getafe/Spanien 100 Siemens Holding S.L., Madrid/Spanien 100 Siemens Industry Software S.L., Barcelona/Spanien 100 SIEMENS POSTAL, PARCEL&AIRPORT LOGISTICS, S.L. Sociedad Unipersonal, Madrid/Spanien 100 Siemens Rail Automation S.A.U., Madrid/Spanien 100 Siemens Renting S.A., Madrid/Spanien 100 Siemens S.A., Madrid/Spanien 100 Siemens Wind Power, S.L., Tres Cantos/Spanien 100 Sistema Eléctrico de Conexión Montes Orientales, S.L., Granada/Spanien 83 Sistemas Energéticos Alcohujate, S.A. Unipersonal, Toledo/Spanien 100 Sistemas Energéticos Alto da Croa, S.A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos Argañoso, S.L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Arinaga, S.A. Unipersonal, Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Balazote, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Barandon, S.A., Valladolid/Spanien 100 Sistemas Energéticos Boyal, S.L., Saragossa/Spanien 60 Sistemas Energéticos Cabanelas, S.A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos Cabezo Negro, S.A. Unipersonal, Saragossa/Spanien 100 Sistemas Energéticos Campoliva, S.A. Unipersonal, Saragossa/Spanien 100 Sistemas Energéticos Carril, S.L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Cuerda Gitana, S.A. Unipersonal, Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos Cuntis, S.A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos de Tarifa, S.L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos del Sur S.A., Sevilla/Spanien 70 Sistemas Energéticos del Umia, S.A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos Edreira, S.A. Unipersonal, Santiago de Compostela/Spanien 100 Sistemas Energéticos El Valle, S.L., Sarriguren/Spanien 100 Sistemas Energéticos Finca San Juan, S.L.U., Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Fonseca, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Fuerteventura, S.A. Unipersonal, San Cristóbal de La Laguna/Spanien 100 Sistemas Energeticos Islas Canarias, S.L.U., Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Jaralón, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos La Cámara, S.L., Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos La Plana, S.A., Villanueva de Gállego/Spanien 90 Sistemas Energéticos Ladera Negra, S.A. Unipersonal, Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Loma del Reposo, S.L. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Loma del Viento, S.A. Unipersonal, Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos Mansilla, S.L., Villarcayo de Merindad de Castilla la Vieja/Spanien 78 Sistemas Energéticos Monte Genaro, S.L.U., Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Serra de Lourenza, S.A. Unipersonal, Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Sierra de Las Estancias, S.A. Unipersonal, Sevilla/Spanien 100 Sistemas Energéticos Sierra de Valdefuentes, S.L.U., Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Sierra del Carazo, S.L.U., Zamudio/Spanien 100 Sistemas Energéticos Tablero Tabordo, S.L., Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Sistemas Energéticos Tomillo, S.A. Unipersonal, Las Palmas de Gran Canaria/Spanien 100 Telecomunicación, Electrónica y Conmutación S.A., Madrid/Spanien 100 Crabtree South Africa Pty. Limited, Midrand/Südafrika 100 7 Dresser-Rand Property (Pty) Ltd., Midrand/Südafrika 100 7 Dresser-Rand Service Centre (Pty) Ltd., Midrand/Südafrika 100 Dresser-Rand Southern Africa (Pty) Ltd., Midrand/Südafrika 100 Gamesa Wind South Africa (Proprietary) Limited, Kapstadt/Südafrika 100 Linacre Investments (Pty) Ltd., Kenilworth/Südafrika 0 3 Siemens Employee Share Ownership Trust, Johannesburg/Südafrika 0 3 Siemens Healthcare Proprietary Limited, Halfway House/Südafrika 100 Siemens Proprietary Limited, Midrand/Südafrika 70 SIEMENS WIND POWER (PTY) LTD, Midrand/Südafrika 100 Siemens Wind Power Employee Share Ownership Trust, Midrand/Südafrika 0 3 Siemens Tanzania Ltd., Dar Es Salaam/Tansania 100 OEZ s.r.o., Letohrad/Tschechien 100 Polarion Software s.r.o., Prag/Tschechien 100 Siemens Convergence Creators, s.r.o., Prag/Tschechien 100 Siemens Electric Machines s.r.o., Drasov/Tschechien 100 Siemens Healthcare, s.r.o., Prag/Tschechien 100 Siemens Industry Software, s.r.o., Prag/Tschechien 100 Siemens, s.r.o., Prag/Tschechien 100 Siemens Finansal Kiralama A.S., Istanbul/Türkei 100 Siemens Gamesa Turkey Renewable Energy Limited Company, Istanbul/Türkei 100 Siemens Healthcare Saglik Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 Siemens Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 100 Siemens Wind Power Rüzgar Enerjisi Anonim Sirketi, Kartal/Istanbul/Türkei 100 Mentor Graphics Tunisia SARL, Tunis/Tunesien 100 Siemens S.A., Tunis/Tunesien 100 Dresser-Rand Turkmen Company, Aschgabat/Turkmenistan 100 100% foreign owned subsidiary »Siemens Ukraine«, Kiew/Ukraine 100 Gamesa Ukraine, LLC, Kiew/Ukraine 100 SIEMENS HEALTHCARE LIMITED LIABILITY COMPANY, Kiew/Ukraine 100 evosoft Hungary Szamitastechnikai Kft., Budapest/Ungarn 100 Mentor Graphics Magyarország Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Gamesa Megújuló Energia Hungary Kft, Budapest/Ungarn 100 Siemens Healthcare Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Wind Power Kft., Budapest/Ungarn 100 Siemens Zrt., Budapest/Ungarn 100 Dresser-Rand Field Operations Middle East LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Gulf Steam Generators L.L.C., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 SD (Middle East) LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Siemens Healthcare FZ LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 Siemens Healthcare L.L.C., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Siemens LLC, Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate 49 2 Siemens Middle East Limited, Masdar City/Vereinigte Arabische Emirate 100 Adwen UK Limited, London/Vereinigtes Königreich 100 Bargrennan Renewable Energy Park Limited, London/Vereinigtes Königreich 100 CD-adapco New Hampshire Co., Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Conworx Medical IT Ltd., Marlow, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100 D-R Dormant Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 7 D-R Holdings (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Dresser-Rand (U.K.) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Dresser-Rand Company Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Electrium Sales Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Flomerics Group Limited, Hampton Court, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Flowmaster Limited, Alderton, Northamptonshire/Vereinigtes Königreich 100 Glenouther Renewables Energy Park Limited, London/Vereinigtes Königreich 100 GyM Renewables Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 GyM Renewables ONE Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Industrial Turbine Company (UK) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Materials Solutions Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Materials Solutions Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Mentor Graphics (UK) Limited, Newbury, Berkshire/Vereinigtes Königreich 100 MRX Rail Services UK Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 MRX Technologies Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Preactor International Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Project Ventures Rail Investments I Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Samtech UK Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 SBS Pension Funding (Scotland) Limited Partnership, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 57 3 Sellafirth Renewable Energy Park Limited, London/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Financial Services Holdings Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Financial Services Ltd., Stoke Poges, Buckinghamshire/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy B9 Limited, Larne/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy UK Limited, London/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind Limited, London/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Diagnostics Products Ltd, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Healthcare Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Holdings plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industrial Turbomachinery Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industry Software Computational Dynamics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industry Software Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Industry Software Simulation and Test Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Pension Funding (General) Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Pension Funding Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens plc, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Protection Devices Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Automation Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Automation Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Systems Project Holdings Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Rail Systems Project Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Transmission&Distribution Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 The Preactor Group Limited, Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 VA TECH (UK) Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 VA Tech Reyrolle Distribution Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 VA TECH T&D UK Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Limited, Nicosia/Zypern 100 Amerika (165 Gesellschaften) Artadi S.A., Buenos Aires/Argentinien 100 Guascor Argentina, S.A., Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens Healthcare S.A., Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens IT Services S.A., Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens S.A., Buenos Aires/Argentinien 100 VA TECH International Argentina SA, Buenos Aires/Argentinien 100 Siemens Soluciones Tecnologicas S.A., Santa Cruz de la Sierra/Bolivien 100 Chemtech Servicos de Engenharia e Software Ltda., Rio de Janeiro/Brasilien 100 Cinco Rios Geracao de Energia Ltda., Manaus/Brasilien 100 7 Dresser-Rand do Brasil, Ltda., Santa Bárbara D’Oeste/Brasilien 100 Dresser-Rand Participações Ltda., Belém/Brasilien 100 7 Guascor do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Guascor Empreendimentos Energéticos, Ltda., Belém/Brasilien 100 Guascor Serviços Ltda., Taboão da Serra/Brasilien 100 Guascor Solar do Brasil Ltda., Manaus/Brasilien 90 7 Guascor Wind do Brasil, Ltda., São Paulo/Brasilien 100 7 Industrial Turbine Brasil Geracao de Energia Ltda., São Luís/Brasilien 100 Iriel Indústria e Cómercio de Sistemas Eléctricos Ltda., Canoas/Brasilien 100 Jaguarí Energética, S.A., Jaguari/Brasilien 89 MINUANO PROMOÇÕES E PARTICIPAÇÕES EÓLICAS LTDA., Belém/Brasilien 100 7 OMNETRIC Group Tecnologia e Servicos de Consultoria Ltda., Belo Horizonte/Brasilien 100 Siemens Eletroeletronica Limitada, Manaus/Brasilien 100 Siemens Gamesa Energia Renovável Ltda., Camaçari/Brasilien 100 Siemens Healthcare Diagnósticos Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Siemens Industry Software Ltda., São Caetano do Sul/Brasilien 100 Siemens Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Siemens Wind Power Energia Eólica Ltda., São Paulo/Brasilien 100 Gamesa Chile SpA, Santiago de Chile/Chile 100 Nimbic Chile S.p.A., Las Condes/Chile 100 Siemens Healthcare Equipos Médicos Sociedad por Acciones, Santiago de Chile/Chile 100 Siemens S.A., Santiago de Chile/Chile 100 Siemens Wind Power SpA, Santiago de Chile/Chile 100 Gamesa Eólica Costa Rica, S.R.L., San Rafael/Costa Rica 100 Siemens Healthcare Diagnostics S.A., San José/Costa Rica 100 Siemens S.A., San José/Costa Rica 100 Gamesa Dominicana, S.A.S., Santo Domingo/Dominikanische Republik 100 Parques Eólicos del Caribe, S.A., Santo Domingo/Dominikanische Republik 57 Siemens, S.R.L., Santo Domingo/Dominikanische Republik 100 Sociedad Energética Del Caribe, S.R.L., Higüey/Dominikanische Republik 100 Siemens S.A., Quito/Ecuador 100 Siemens-Healthcare Cia. Ltda., Quito/Ecuador 100 Siemens Healthcare, Sociedad Anonima, Antiguo Cuscatlán/El Salvador 100 Siemens S.A., Antiguo Cuscatlán/El Salvador 100 SIEMENS GAMESA RENEWABLE ENERGY INSTALLATION& MAINTENANCE COMPAÑÍA LIMITADA, Guatemala/Guatemala 100 7 SIEMENS HEALTHCARE DIAGNOSTICS GUATEMALA, S.A., Guatemala/Guatemala 100 Siemens S.A., Guatemala/Guatemala 100 GESA Eólica Honduras, S.A., Tegucigalpa/Honduras 100 Siemens S.A., Tegucigalpa/Honduras 100 Dade Behring Hong Kong Holdings Corporation, Tortola/Britische Jungferninseln 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Limited, Grand Cayman/Kaimaninseln 100 10367079 CANADA INC., Oakville/Kanada 100 Dresser-Rand Canada, ULC, Vancouver/Kanada 100 12 Gamesa Canada ULC, Halifax/Kanada 100 12 Mentor Graphics (Canada) Limited, Kanata/Kanada 100 Siemens Canada Limited, Oakville/Kanada 100 Siemens Financial Ltd., Oakville/Kanada 100 Siemens Healthcare Limited, Oakville/Kanada 100 Siemens Industry Software Ltd., Oakville/Kanada 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics Ltd., Oakville/Kanada 100 Siemens Transformers Canada Inc., Trois-Rivières, Québec/Kanada 100 Siemens Wind Power Limited, Oakville/Kanada 100 Trench Limited, Saint John/Kanada 100 Wheelabrator Air Pollution Control (Canada) Inc., Ontario/Kanada 100 Dresser-Rand Colombia S.A.S., Bogotá/Kolumbien 100 Siemens Healthcare S.A.S., Tenjo/Kolumbien 100 Siemens S.A., Tenjo/Kolumbien 100 Central Eólica de México S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Dresser-Rand de Mexico S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Gesa Energia, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesa Eólica Mexico, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesa Oax I Sociedad Anomima de Capital Variable, Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Gesa Oax II Sociedad de Responsabilidad Limitada de Capital Variable, Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Gesa Oax III Sociedad Anomima de Capital Variable, Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Gesacisa Desarolladora, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gesan I S.A.P.I de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Grupo Siemens S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Indústria de Trabajos Eléctricos S.A. de C.V., Ciudad Juárez/Mexiko 100 Servicios Eólicos Globales S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Healthcare Diagnostics, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Healthcare Servicios S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Industry Software, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Inmobiliaria S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 7 Siemens Servicios S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Siemens, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 100 Gamesa Eólica Nicaragua S.A., Managua/Nicaragua 100 Siemens Healthcare Diagnostics Panama, S.A., Panama-Stadt/Panama 100 Siemens S.A., Panama-Stadt/Panama 100 Siemens Healthcare S.A.C., Surquillo/Peru 100 Siemens S.A.C., Lima/Peru 100 Siemens Wind Power Sociedad Anonima Cerrada, Lima/Peru 100 Gamesa Puerto Rico, CRL, San Juan/Puerto Rico 100 Dresser-Rand Trinidad&Tobago Limited, Couva/Trinidad und Tobago 100 Engines Rental, S.A., Montevideo/Uruguay 100 7 Gamesa Uruguay S.R.L., Montevideo/Uruguay 100 Siemens S.A., Montevideo/Uruguay 100 Siemens Uruguay S.A., Montevideo/Uruguay 100 Dresser-Rand de Venezuela, S.A., Maracaibo/Venezuela 100 Gamesa Eólica VE, C.A., Caracas/Venezuela 100 Guascor Venezuela S.A., Caracas/Venezuela 100 7 Siemens Healthcare S.A., Caracas/Venezuela 100 7 Siemens Rail Automation, C.A., Caracas/Venezuela 100 Siemens S.A., Caracas/Venezuela 100 Advanced Airfoil Components LLC, Wilmington, DE/USA 51 CD-adapco Battery Design LLC, Dover, DE/USA 50 2 Cedar Cap Wind, LLC, Dover, DE/USA 100 Dedicated2Imaging LLC, Wilmington, DE/USA 80 Diversified Energy Transmissions, LLC, Salem, OR/USA 100 D-R International Sales Inc., Wilmington, DE/USA 100 D-R Steam LLC, Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand Company, Bath, NY/USA 100 Dresser-Rand Global Services, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand Group Inc., Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand Holding (Luxembourg) LLC, Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand International Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand International Inc., Wilmington, DE/USA 100 Dresser-Rand LLC, Wilmington, DE/USA 100 EcoHarmony West Wind, LLC, Minneapolis, MN/USA 100 eMeter Corporation, Wilmington, DE/USA 100 Mannesmann Corporation, New York, NY/USA 100 Mentor Graphics Corporation, Wilsonville, OR/USA 100 Mentor Graphics Global Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Navitas Energy Inc, Minneapolis, MN/USA 97 NEM USA Corp., Wilmington, DE/USA 100 Nimbus Technologies, LLC, Bingham Farms, MI/USA 100 Omnetric Corp., Wilmington, DE/USA 100 P.E.T.NET Houston, LLC, Austin, TX/USA 51 PETNET Indiana LLC, Indianapolis, IN/USA 50 1 PETNET Solutions Cleveland, LLC, Wilmington, DE/USA 63 PETNET Solutions, Inc., Knoxville, TN/USA 100 Pocahontas Prairie Wind, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Pocahontas Wind, LLC, Dover, DE/USA 100 Siemens Capital Company LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Convergence Creators Corp., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Corporation, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Credit Warehouse, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Demag Delaval Turbomachinery, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Electrical, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Energy, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Financial Services, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Financial, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Fossil Services, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Gamesa Renewable Energy PA, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Gamesa Renewable Energy USA, INC, Dover, DE/USA 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Wind, LLC, Dover, DE/USA 100 Siemens Generation Services Company, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Government Technologies, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Healthcare Diagnostics Inc., Los Angeles, CA/USA 100 Siemens Healthcare Laboratory, LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Industry, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Medical Solutions USA, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Molecular Imaging, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics LLC, Wilmington, DE/USA 100 Siemens Power Generation Service Company, Ltd., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Product Lifecycle Management Software Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens Public, Inc., Wilmington, DE/USA 100 Siemens USA Holdings, Inc., Wilmington, DE/USA 100 SMI Holding LLC, Wilmington, DE/USA 100 Synchrony, Inc., Salem, VA/USA 100 TASS International Inc., Livonia, MI/USA 100 Wheelabrator Air Pollution Control Inc., Baltimore, MD/USA 100 Whitehall Wind, LLC, Missoula, MT/USA 100 Wind Portfolio Memberco, LLC, Dover, DE/USA 100 Winergy Drive Systems Corporation, Wilmington, DE/USA 100 Asien, Australien (218 Gesellschaften) Australia Hospital Holding Pty Limited, Bayswater/Australien 100 CD-ADAPCO AUSTRALIA PTY LTD, Melbourne/Australien 100 Exemplar Health (NBH) 2 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 7 Exemplar Health (NBH) Holdings 2 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (NBH) Trust 2, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) 3 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 7 Exemplar Health (SCUH) 4 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 7 Exemplar Health (SCUH) Holdings 3 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Holdings 4 Pty Limited, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Trust 3, Bayswater/Australien 100 Exemplar Health (SCUH) Trust 4, Bayswater/Australien 100 Gamesa Australia Pty. Ltd., Melbourne/Australien 100 J.R.B. Engineering Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 MRX Rail Services Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 Siemens Gamesa Renewable Pty Ltd, Bayswater/Australien 100 Siemens Healthcare Pty. Ltd., Melbourne/Australien 100 Siemens Ltd., Bayswater/Australien 100 SIEMENS RAIL AUTOMATION PTY. LTD., Bayswater/Australien 100 Siemens Bangladesh Ltd., Dhaka/Bangladesch 100 Siemens Healthcare Ltd., Dhaka/Bangladesch 100 Beijing Siemens Cerberus Electronics Ltd., Peking/China 100 Camstar Systems Software (Shanghai) Company Limited, Shanghai/China 100 CD-adapco Software Technology (Shanghai) Co.,Ltd., Shanghai/China 100 DPC (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 100 Dresser-Rand Engineered Equipment (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100 Gamesa (Beijing) Wind Energy System Development Co, Ltd, Peking/China 100 Gamesa Blade (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 100 Gamesa Wind (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 100 IBS Industrial Business Software (Shanghai), Ltd., Shanghai/China 100 Inner Mongolia Gamesa Wind Co., Ltd., Wulanchabu/China 100 Jilin Gamesa Wind Co., Ltd., Da’an/China 100 Mentor Graphics (Shanghai) Electronic Technology Co., Ltd., Shanghai/China 100 Mentor Graphics Technology (Shenzhen) Co., Ltd., Shenzhen/China 100 MWB (Shanghai) Co Ltd., Shanghai/China 65 Shuangpai Majiang Wuxingling Wind Power Co., Ltd, Yongzhou/China 100 Siemens Building Technologies (Tianjin) Ltd., Tianjin/China 70 Siemens Business Information Consulting Co., Ltd, Peking/China 100 Siemens Circuit Protection Systems Ltd., Shanghai, Shanghai/China 75 Siemens Eco-City Innovation Technologies (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 60 Siemens Electrical Apparatus Ltd., Suzhou, Suzhou/China 100 Siemens Electrical Drives (Shanghai) Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Electrical Drives Ltd., Tianjin/China 85 Siemens Factory Automation Engineering Ltd., Peking/China 100 Siemens Finance and Leasing Ltd., Peking/China 100 Siemens Financial Services Ltd., Peking/China 100 Siemens Gas Turbine Components (Jiangsu) Co., Ltd., Yixing/China 100 Siemens Gas Turbine Parts Ltd., Shanghai, Shanghai/China 51 Siemens Healthcare Diagnostics (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Healthcare Diagnostics Manufacturing Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100 7 Siemens Healthcare Ltd., Shanghai/China 100 Siemens High Voltage Circuit Breaker Co., Ltd., Hangzhou, Hangzhou/China 51 Siemens High Voltage Switchgear Co., Ltd., Shanghai, Shanghai/China 51 Siemens High Voltage Switchgear Guangzhou Ltd., Guangzhou/China 94 Siemens Industrial Automation Products Ltd., Chengdu, Chengdu/China 100 Siemens Industrial Turbomachinery (Huludao) Co. Ltd., Huludao/China 84 Siemens Industry Software (Beijing) Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Industry Software (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens International Trading Ltd., Shanghai, Shanghai/China 100 Siemens Investment Consulting Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Logistics Automation Systems (Beijing) Co., Ltd, Peking/China 100 Siemens Ltd., China, Peking/China 100 Siemens Manufacturing and Engineering Centre Ltd., Shanghai/China 51 Siemens Mechanical Drive Systems (Tianjin) Co., Ltd., Tianjin/China 100 Siemens Medium Voltage Switching Technologies (Wuxi) Ltd., Wuxi/China 85 Siemens Numerical Control Ltd., Nanjing, Nanjing/China 80 Siemens Power Automation Ltd., Nanjing/China 100 Siemens Power Plant Automation Ltd., Nanjing/China 100 Siemens Real Estate Management (Beijing) Ltd., Co., Peking/China 100 Siemens Sensors&Communication Ltd., Dalian/China 100 Siemens Shanghai Medical Equipment Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Shenzhen Magnetic Resonance Ltd., Shenzhen/China 100 Siemens Signalling Co. Ltd., Xi’an, Xi’an/China 70 Siemens Special Electrical Machines Co. Ltd., Changzhi/China 77 Siemens Standard Motors Ltd., Yizheng/China 100 Siemens Surge Arresters Ltd., Wuxi/China 100 Siemens Switchgear Ltd., Shanghai, Shanghai/China 55 Siemens Technology Development Co., Ltd. of Beijing, Peking/China 90 Siemens Transformer (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou/China 63 Siemens Transformer (Jinan) Co., Ltd, Jinan/China 90 Siemens Transformer (Wuhan) Company Ltd., Wuhan City/China 100 Siemens Venture Capital Co., Ltd., Peking/China 100 Siemens Wind Power Blades (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Siemens Wiring Accessories Shandong Ltd., Zibo/China 100 Siemens X-Ray Vacuum Technology Ltd., Wuxi, Wuxi/China 100 Smart Metering Solutions (Changsha) Co. Ltd., Changsha/China 60 TASS International Co. Ltd., Shanghai/China 100 Trench High Voltage Products Ltd., Shenyang, Shenyang/China 65 XS Embedded (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 Yangtze Delta Manufacturing Co. Ltd., Hangzhou, Hangzhou/China 51 Asia Care Holding Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 Camstar Systems (Hong Kong) Limited, Hongkong/Hongkong 100 International Wind Farm Development I Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 International Wind Farm Development II Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 International Wind Farm Development IV Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 International Wind Farm Development V Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 International Wind Farm Development VII Limited, Hongkong/Hongkong 100 7 Siemens Healthcare Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Industry Software Limited, Hongkong/Hongkong 100 Siemens Ltd., Hongkong/Hongkong 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics Limited, Hongkong/Hongkong 100 Anantapur Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Bapuram Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Beed Renewable Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Berkely Design Automation India Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Bhuj Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Bidwal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 CALYPTO DESIGN SYSTEMS INDIA PRIVATE LIMITED, Neu-Delhi/Indien 100 Channapura Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Chikkodi Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Devarabanda Renewable Energy Pvt. Ltd., Chennai/Indien 100 Dhone Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Dresser-Rand India Private Limited, Mumbai/Indien 100 Flomerics India Private Limited, Mumbai/Indien 100 Gadag Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Gagodar Renewable Energy Pvt. Ltd., Chennai/Indien 100 Ghatpimpri Renewable Pvt. Ltd., Chennai/Indien 100 GM Navarra Wind Energy Private Limited, Chennai/Indien 100 Gudadanal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Hattarwat Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Haveri Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Hungund Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Jalore Wind Park Private Limited, Chennai/Indien 100 Jodhpur Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Kadapa Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Kod Renewable Pvt. Ltd., Chennai/Indien 100 Koppal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Kurnool Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Kutch Renewable Pvt Ltd, Chennai/Indien 100 Latur Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Mathak Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Mentor Graphics (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Mentor Graphics (Sales and Services) Private Limited, Bangalore/Indien 100 Neelagund Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Nellore Renewable Pvt Ltd, Chennai/Indien 100 Nirlooti Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Osmanabad Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 PETNET Radiopharmaceutical Solutions Pvt. Ltd., Neu-Delhi/Indien 100 Poovani Wind Farms Pvt. Ltd., Chennai/Indien 100 Powerplant Performance Improvement Ltd., Neu-Delhi/Indien 50 1 Preactor Software India Private Limited, Bangalore/Indien 100 Pugalur Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Rajgarh Wind Park Private Limited, Chennai/Indien 99 Rangareddy Renewable Pvt Ltd, Chennai/Indien 100 RSR Power Private Limited, Chennai/Indien 100 Sanchore Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Sankanur Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Saunshi Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Siemens Convergence Creators Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 SIEMENS FACTORING PRIVATE LIMITED, Mumbai/Indien 100 Siemens Financial Services Private Limited, Mumbai/Indien 100 Siemens Gamesa Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Siemens Healthcare Private Limited, Mumbai/Indien 100 Siemens Industry Software (India) Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100 Siemens Industry Software Computational Dynamics India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 100 Siemens Ltd., Mumbai/Indien 75 Siemens Postal Parcel&Airport Logistics Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 Siemens Rail Automation Pvt. Ltd., Neu-Mumbai/Indien 100 Siemens Technology and Services Private Limited, Mumbai/Indien 100 Siemens Wind Power Private Limited, Neu-Mumbai/Indien 100 Thoothukudi Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Tirupur Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 Tuljapur Wind Farms Private Limited, Chennai/Indien 100 Umrani Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 Uppal Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 VIRALIPATTI RENEWABLE Pvt. Ltd., Chennai/Indien 100 Zalki Renewable Private Limited, Chennai/Indien 100 7 P.T. Siemens Indonesia, Jakarta/Indonesien 100 PT Dresser-Rand Services Indonesia, Cilegon/Indonesien 100 PT. Siemens Industrial Power, Kota Bandung/Indonesien 60 Acrorad Co., Ltd., Okinawa/Japan 63 Dresser Rand Japan K.K., Tokio/Japan 100 7 Gamesa Japan K.K., Kanagawa/Japan 100 Mentor Graphics Japan Co., Ltd., Tokio/Japan 100 Siemens Healthcare Diagnostics K.K., Tokio/Japan 100 Siemens Healthcare K.K., Tokio/Japan 100 Siemens Japan Holding K.K., Tokio/Japan 100 Siemens K.K., Tokio/Japan 100 Siemens PLM Software Computational Dynamics K.K., Yokohama/Japan 100 TASS International K.K., Yokohama/Japan 100 Mentor Graphics (Korea) Co., Limited, Bundang-gu, Seongnam-si, Gyeonggi-do/Korea 100 Siemens Healthcare Limited, Seoul/Korea 100 Siemens Industry Software Ltd., Seoul/Korea 100 Siemens Ltd. Seoul, Seoul/Korea 100 Siemens Wind Power Limited, Seoul/Korea 100 TASS International Co. Ltd., Seoul/Korea 100 Dresser-Rand&Enserv Services Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 49 2 7 Dresser-Rand Asia Pacific Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 100 Reyrolle (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 100 Siemens Healthcare Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100 Siemens Industry Software Sdn. Bhd., Penang/Malaysia 100 Siemens Malaysia Sdn. Bhd., Petaling Jaya/Malaysia 100 VA TECH Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 100 Siemens (N.Z.) Limited, Auckland/Neuseeland 100 Siemens Gamesa Renewable Energy New Zealand Limited, Auckland/Neuseeland 100 Siemens Healthcare Limited, Auckland/Neuseeland 100 Siemens Healthcare Inc., Manila/Philippinen 100 Siemens Power Operations, Inc., Manila/Philippinen 100 Siemens Wind Power, Inc., Manila/Philippinen 100 Siemens, Inc., Manila/Philippinen 100 CD-adapco S.E.A. Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Gamesa Singapore Private Limited, Singapur/Singapur 100 Mentor Graphics Asia Pte Ltd, Singapur/Singapur 100 Siemens Healthcare Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Industry Software Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics PTE. LTD., Singapur/Singapur 100 Siemens Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 Siemens Gamesa Renewable Energy Lanka Pvt. Ltd., Colombo/Sri Lanka 100 Siemens Healthcare Limited, Taipeh/Taiwan 100 Siemens Industry Software (TW) Co., Ltd., Taipeh/Taiwan 100 Siemens Ltd., Taipeh/Taiwan 100 Dresser-Rand (Thailand) Limited, Rayong/Thailand 100 Gamesa (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 100 Siemens Healthcare Limited, Bangkok/Thailand 100 Siemens Limited, Bangkok/Thailand 99 Siemens Wind Power Limited, Bangkok/Thailand 100 Siemens Gamesa Renewable Energy LLC, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100 7 Siemens Healthcare Limited, Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100 Siemens Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt/Vietnam 100 Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Deutschland (32 Gesellschaften) ATS Projekt Grevenbroich GmbH, Schüttorf 25 8 BELLIS GmbH, Braunschweig 49 8 Blitz F17-814 GmbH&Co. KG, Frankfurt am Main 33 Blitz F17-813 GmbH Frankfurt am Main 33 8 Caterva GmbH, Pullach i. Isartal 50 DKS Dienstleistungsgesellschaft f. Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH, Köln 49 8 EBV Windpark Almstedt-Breinum GmbH&Co. Betriebs-KG, Bremen 64 4 8 egrid applications&consulting GmbH, Kempten 49 8 EOS Uptrade GmbH, Hamburg 62 4 FEAG Fertigungscenter für Elektrische Anlagen GmbH, Erlangen 49 8 IFTEC GmbH&Co. KG, Leipzig 50 Infineon Technologies Bipolar GmbH&Co. KG, Warstein 40 Infineon Technologies Bipolar Verwaltungs-GmbH, Warstein 40 8 LIB Verwaltungs-GmbH, Leipzig 50 8 Ludwig Bölkow Campus GmbH, Taufkirchen 25 8 Magazino GmbH, München 50 Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, Regensburg 26 MeVis BreastCare GmbH&Co. KG, Bremen 49 MeVis BreastCare Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 49 8 OWP Butendiek GmbH&Co. KG, Bremen 23 Siemens EuroCash, München 6 6 Siemens Venture Capital Fund 1 GmbH, München 100 4 8 Sternico GmbH, Wendeburg 32 8 Symeo GmbH, Neubiberg 55 4 8 thinkstep AG, Leinfelden-Echterdingen 29 Transrapid International Verwaltungsgesellschaft mbH i.L., Berlin 50 8 ubimake GmbH i.L., Berlin 50 8 Valeo Siemens eAutomotive GmbH, Erlangen 50 Veja Mate Offshore Project GmbH, Gadebusch 41 Voith Hydro Holding GmbH&Co. KG, Heidenheim 35 Voith Hydro Holding Verwaltungs GmbH, Heidenheim 35 8 Windkraft Trinwillershagen Entwicklungsgesellschaft mbH, Wiepkenhagen 50 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (61 Gesellschaften) OIL AND GAS PROSERV LLC, Baku/Aserbaidschan 25 8 T-Power NV, Brüssel/Belgien 20 BioMensio Oy, Tampere/Finnland 23 8 Compagnie Electrique de Bretagne SAS, Paris/Frankreich 40 TRIXELL SAS, Moirans/Frankreich 25 Eviop-Tempo A.E. Electrical Equipment Manufacturers, Vassiliko/Griechenland 48 Parallel Graphics Ltd., Dublin/Irland 57 4 8 Frontline P.C.B. Solutions (1998) Ltd, Rehovot/Israel 50 8 Frontline P.C.B. Solutions Limited Partnership, Rehovot/Israel 50 Metropolitan Transportation Solutions Ltd., Rosh Ha’ayin/Israel 20 Reindeer Energy Ltd., Kokhav Ya’ir–Tzur Yigal/Israel 33 Trickster Howell LTD, Ramat/Israel 50 Transfima GEIE, Mailand/Italien 42 8 12 Transfima S.p.A., Mailand/Italien 49 8 VAL 208 Torino GEIE, Mailand/Italien 86 4 8 11 12 Temir Zhol Electrification LLP, Astana/Kasachstan 49 Electrogas Malta Limited, Marsaskala/Malta 33 Energie Electrique de Tahaddart S.A., Tanger/Marokko 20 Buitengaats C.V., Amsterdam/Niederlande 20 6 12 Buitengaats Management B.V., Eemshaven/Niederlande 20 8 Infraspeed Maintainance B.V., Zoetermeer/Niederlande 50 Ural Locomotives Holding Besloten Vennootschap, Den Haag/Niederlande 50 ZeeEnergie C.V., Amsterdam/Niederlande 20 6 12 ZeeEnergie Management B.V., Eemshaven/Niederlande 20 8 Wirescan AS, Trollaasen/Norwegen 33 8 Arelion GmbH in Liqu., Pasching b. Linz/Österreich 25 8 Aspern Smart City Research GmbH, Wien/Österreich 44 8 Aspern Smart City Research GmbH&Co KG, Wien/Österreich 44 Rousch (Pakistan) Power Ltd., Lahore/Pakistan 26 OOO Transconverter, Moskau/Russische Föderation 35 8 OOO VIS Automation mit Zusatz »Ein Gemeinschaftsunternehmen von VIS und Siemens«, Moskau/Russische Föderation 49 ZAO Interautomatika, Moskau/Russische Föderation 46 ZAO Systema-Service, St. Petersburg/Russische Föderation 26 Certas AG, Zürich/Schweiz 50 Interessengemeinschaft TUS, Männedorf/Schweiz 50 12 Ardora, S.A., Vigo/Spanien 35 8 Desgasificación de Vertederos, S.A, Madrid/Spanien 50 8 Energías Renovables San Adrián de Juarros, S.A., San Adrián de Juarros/Spanien 45 Explotaciones y Mantenimientos Integrales, S.L., Getxo/Spanien 50 8 Gate Solar Gestión, S.L. Unipersonal, Vitoria-Gasteiz/Spanien 50 8 Generación Eólica Extremeña, S.L., Plasencia/Spanien 30 8 Hydrophytic, S.L., Vitoria-Gasteiz/Spanien 50 8 Nertus Mantenimiento Ferroviario y Servicios S.A., Barcelona/Spanien 51 4 Nuevas Estrategias de Mantenimiento, S.L., San Sebastián/Spanien 50 Sistemes Electrics Espluga, S.A., Barcelona/Spanien 50 Soleval Renovables S.L., Sevilla/Spanien 50 Solucia Renovables 1, S.L., Lebrija/Spanien 50 Tusso Energía, S.L., Sevilla/Spanien 50 8 Windar Renovables, S.L., Avilés/Spanien 32 WS Tech Energy Global S.L., Viladecans/Spanien 49 Impilo Consortium (Pty.) Ltd., La Lucia/Südafrika 31 Meomed s.r.o., Prerov/Tschechien 47 8 Joint Venture Service Center, Chirchik/Usbekistan 49 8 Cross London Trains Holdco 2 Limited, London/Vereinigtes Königreich 33 Ethos Energy Group Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich 49 Galloper Wind Farm Holding Company Limited, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich 25 Lincs Renewable Energy Holdings Limited, London/Vereinigtes Königreich 50 Odos Imaging Limited, Edinburgh/Vereinigtes Königreich 50 8 Plessey Holdings Ltd., Frimley, Surrey/Vereinigtes Königreich 50 8 Primetals Technologies, Limited, London/Vereinigtes Königreich 49 RWG (Repair&Overhauls) Limited, Aberdeen/Vereinigtes Königreich 50 Amerika (17 Gesellschaften) Energia Eólica de Mexico S.A. de C.V., Mexiko-Stadt/Mexiko 50 Empresa Nacional De Maquinas Eléctricas ENME, S.A., Caracas/Venezuela 40 8 Baja Wind US LLC, Wilmington, DE/USA 50 8 Bytemark Inc., New York, NY/USA 46 CEF-L Holding, LLC, Wilmington, DE/USA 27 Cyclos Semiconductor, Inc., Wilmington, DE/USA 32 8 Echogen Power Systems, Inc., Wilmington, DE/USA 32 First State Marine Wind LLC, Newark, DE/USA 31 8 Frustum, Inc., New York, NY/USA 21 8 Hickory Run Holdings, LLC, Wilmington, DE/USA 20 6 Panda Hummel Station Intermediate Holdings I LLC, Wilmington, DE/USA 32 Panda Stonewall Intermediate Holdings I, LLC, Wilmington, DE/USA 37 PhSiTh LLC, New Castle, DE/USA 33 Powerit Holdings, Inc., Seattle, WA/USA 21 8 Rether networks, Inc., Berkeley, CA/USA 30 8 USARAD Holdings, Inc., Fort Lauderdale, FL/USA 30 8 Veo Robotics, Inc., Cambridge, MA/USA 27 8 Asien, Australien (21 Gesellschaften) Exemplar Health (NBH) Partnership, Melbourne/Australien 50 Exemplar Health (SCUH) Partnership, Sydney/Australien 50 PHM Technology Pty Ltd, Melbourne/Australien 29 8 ChinaInvent (Shanghai) Instrument Co., Ltd, Shanghai/China 30 8 DBEST (Beijing) Facility Technology Management Co., Ltd., Peking/China 25 Saitong Railway Electrification (Nanjing) Co., Ltd., Nanjing/China 50 8 Shanghai Electric Power Generation Equipment Co., Ltd., Shanghai/China 40 Siemens Traction Equipment Ltd., Zhuzhou, Zhuzhou/China 50 TianJin ZongXi Traction Motor Ltd., Tianjin/China 50 Xi’An X-Ray Target Ltd., Xi’an/China 43 Zhenjiang Siemens Busbar Trunking Systems Co. Ltd., Yangzhong/China 50 Zhi Dao Railway Equipment Ltd., Taiyuan/China 50 Bangalore International Airport Ltd., Bangalore/Indien 26 Kintech Santalpur Wind Park Private Limited, Chennai/Indien 49 Transparent Energy Systems Private Limited, Pune/Indien 25 8 P.T. Jawa Power, Jakarta/Indonesien 50 PT Asia Care Indonesia, Jakarta/Indonesien 40 Yaskawa Siemens Automation&Drives Corp., Tokio/Japan 50 Advance Gas Turbine Solutions SDN. BHD., Kuala Lumpur/Malaysia 43 Power Automation Pte. Ltd., Singapur/Singapur 49 Modern Engineering and Consultants Co. Ltd., Bangkok/Thailand 40 8 1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit. 2 Beherrschender Einfluss aufgrund von Rechten zur Bestellung, Versetzung oder Abberufung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen. 3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten. 4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung. 8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung. 9 Befreiung gemäß §264b HGB. 10 Befreiung gemäß §264 Abs. 3 HGB. 11 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 12 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. scroll Stand: 30.09.2017 Kapitalanteil in % Ergebnis nach Steuern in Mio. € Eigenkapital in Mio. € Sonstige Beteiligungen11 Deutschland (3 Gesellschaften) BSAV Kapitalbeteiligungen und Vermögensverwaltungs Management GmbH, Grünwald 100 4 5 7 167 Kyros Beteiligungsverwaltung GmbH, Grünwald 100 4 5 33 485 OSRAM Licht AG, München 17 315 2.473 Europa, Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), Afrika, Naher und Mittlerer Osten (ohne Deutschland) (5 Gesellschaften) Uhre Vindmollelaug I/S, Brande/Dänemark 19 13 0 1 ATOS SE, Bezons/Frankreich 12 632 4.835 Medical Systems S.p.A., Genua/Italien 45 5 4 101 Automotive Facilities Brainport Holding N.V., Helmond/Niederlande 19 0 0 Unincorporated Joint Venture Gwynt y Mor, Swindon, Wiltshire/Vereinigtes Königreich 10 k.A. k.A. Amerika (1 Gesellschaft) Bentley Systems, Incorporated, Wilmington, DE/USA 7 80 – 5 1 Beherrschender Einfluss aufgrund Stimmrechtsmehrheit. 2 Beherrschender Einfluss aufgrund von Rechten zur Bestellung, Versetzung oder Abberufung von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen. 3 Beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Vereinbarungen zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten. 4 Fehlender beherrschender Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 5 Fehlender maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 6 Maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher Gestaltungen beziehungsweise rechtlicher Umstände. 7 Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung. 8 Verzicht auf die Equity-Fortschreibung wegen untergeordneter Bedeutung. 9 Befreiung gemäß §264b HGB. 10 Befreiung gemäß §264 Abs. 3 HGB. 11 Werte gemäß letztem verfügbaren Jahresabschluss (nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften), dem ein vom Siemens-Geschäftsjahr abweichendes Geschäftsjahr zugrunde liegen kann. 12 Die Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. 13 Ein konsolidiertes Tochterunternehmen der Siemens AG ist unbeschränkt haftender Gesellschafter dieser Gesellschaft. k.A. = Es liegen keine Angaben vor. C. Weitere Informationen C.1 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. München, den 27. November 2017 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Joe Kaeser Dr. Roland Busch Lisa Davis Klaus Helmrich Janina Kugel Cedrik Neike Michael Sen Dr. Ralf P. Thomas C.2 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017, der Konzernbilanz zum 30. September 2017, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Siemens Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017, der mit dem Lagebericht der Siemens Aktiengesellschaft zusammengefasst ist, geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden, und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 und ― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß §322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE IN DER PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts von Siemens mit Gamesa Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt : Am 3. April 2017 wurde der Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts von Siemens mit Gamesa Corporación Tecnológica S.A., Spanien (»Gamesa«), vollzogen. Der Siemens-Konzern hält 59% der Anteile, und die ehemaligen Gamesa-Aktionäre halten 41% der Anteile an dem kombinierten Unternehmen. Siemens bilanziert den Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse. Die Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses war im Rahmen unserer Prüfung aufgrund der Komplexität der Transaktion und des damit verbundenen bedeutsamen Risikos wesentlich falscher Darstellungen sowie der im Rahmen der Kaufpreisallokation erforderlichen Annahmen und Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter einer der bedeutsamsten Sachverhalte. Prüferisches Vorgehen : Im Rahmen unserer Konzernabschlussprüfung haben wir unter anderem anhand der gesellschaftsrechtlichen Vereinbarungen sowie der in IFRS 10, Konzernabschlüsse, definierten Kriterien die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter nachvollzogen, dass Siemens die kombinierte Einheit beherrscht. Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die vorläufige Kaufpreisallokation umfassten, neben der Würdigung der von Siemens erbrachten Gegenleistung, die Beurteilung des methodischen Vorgehens des von den gesetzlichen Vertretern hinzugezogenen externen Gutachters hinsichtlich der Identifizierung der erworbenen Vermögenswerte sowie der konzeptionellen Beurteilung der Bewertungsmodelle unter Berücksichtigung der Vorgaben des IFRS 3. Mit Unterstützung unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir die angewandten Bewertungsmethoden in Hinblick auf die sich ergebenen Anforderungen des IFRS 13, Bemessung des beizulegenden Zeitwerts, nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Annahmen und ermessensbehafteten Schätzungen (wie beispielsweise Wachstumsraten, Kapitalkostensätze, Lizenzgebührensätze oder Restnutzungsdauern) zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie der übernommenen Verbindlichkeiten (einschließlich Eventualverbindlichkeiten) im Erwerbszeitpunkt daraufhin analysiert, ob diese allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen entsprechen. Zusätzlich haben wir die Modelle rechnerisch nachvollzogen und die bei der Bewertung herangezogenen künftig erwarteten Zahlungsströme unter anderem zu internen Businessplänen abgestimmt. Ein Schwerpunkt lag auch auf der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Technologien sowie der Bewertung von Gewährleistungsverpflichtungen bei Projekten. Diesbezüglich haben wir unter anderem die Eignung des Bewertungsgutachtens sowie der Gutachten externer Sachverständiger im Windkraftbereich, die von den gesetzlichen Vertretern hinzugezogen wurden, als Prüfungsnachweis durch Befragungen der Gutachter auch daraufhin gewürdigt, ob die getroffenen Annahmen die Sicht eines externen Marktteilnehmers im Erwerbszeitpunkt widerspiegeln. Ferner haben wir uns mit der Anwendung einheitlicher Rechnungslegungsmethoden der Einheiten innerhalb des Windenergiegeschäfts, den steuerlichen Auswirkungen des Zusammenschlusses und der Abbildung der Erstkonsolidierung der Gamesa-Einheiten im Konsolidierungssystem einschließlich der nicht-beherrschenden Anteile befasst. Zudem haben wir die Angaben im Konzernanhang zum Zusammenschluss des Windenergiegeschäfts von Siemens mit Gamesa im Hinblick auf die sich aus den Vorschriften nach IFRS 3 ergebenden Anforderungen gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bilanzierung des Zusammenschlusses des Windenergiegeschäfts von Siemens mit Gamesa ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben : Zu den im Rahmen des Zusammenschlusses des Windenergiegeschäfts von Siemens mit Gamesa angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in → Ziffer 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze . Eine Erläuterung der Transaktion sowie Angaben zur vorläufigen Kaufpreisallokation sind in → Ziffer 3 Akquisitionen und Verkäufe des Anhangs zum Konzernabschluss dargestellt. Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt : Ein wesentlicher Teil der Geschäftstätigkeit des Konzerns, insbesondere in den Divisionen Power and Gas, Energy Management, Mobility sowie in der Strategischen Einheit Siemens Gamesa Renewable Energy, wird über Fertigungsaufträge abgewickelt. Die Realisierung des Umsatzes für langfristige Auftragsfertigung erfolgt gemäß IAS 11, Fertigungsaufträge, basierend auf dem Fertigstellungsgrad. Die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen ist aus unserer Sicht ein Bereich mit einem bedeutsamen Risiko wesentlich falscher Darstellungen (einschließlich des möglichen Risikos, dass Führungskräfte Kontrollen umgehen) und damit ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da bei der Ermittlung des Fertigstellungsgrads die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter eine wesentliche Auswirkung haben. Dies gilt vor allem hinsichtlich des erforderlichen Liefer- und Leistungsumfangs, der Gesamtauftragskosten, der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten, der Gesamtauftragserlöse sowie der Auftragsrisiken einschließlich technischer, politischer, regulatorischer und rechtlicher Risiken. Umsatzerlöse, Auftragskosten und Gewinnrealisierung können aufgrund von neuen Erkenntnissen über Kostenüberschreitungen sowie Änderungen im Projektumfang während der Laufzeit eines Fertigungsauftrags teils erheblich von den ursprünglichen Schätzungen abweichen. Prüferisches Vorgehen : Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen des Projektmanagements in der Angebots- und Abwicklungsphase von Fertigungsaufträgen auseinandergesetzt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen durch Nachvollziehen von auftragsfertigungsspezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Konzernabschluss sowie durch Testen von Kontrollen beurteilt. Auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben haben wir die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Schätzungen und Annahmen im Rahmen von Einzelfallprüfungen beurteilt. Dabei haben wir insbesondere solche Projekte ausgewählt, die wesentliche zukünftige Unsicherheiten und Risiken aufweisen, wie beispielsweise Festpreis- beziehungsweise schlüsselfertige Anlagenprojekte, Projekte mit hohen technischen Anforderungen oder hohem Leistungsanteil von Zulieferern, Subunternehmen oder Konsortialpartnern, grenzüberschreitende Projekte sowie Projekte, die Kostenänderungen, Verzögerungen und/oder geringe oder negative Margen aufweisen. Unsere Prüfungshandlungen beinhalteten unter anderem die Durchsicht der vertraglichen Grundlagen sowie Vertragskonditionen einschließlich vertraglich vereinbarter Regelungen über Teillieferungen beziehungsweise -leistungen, Kündigungsrechte, Verzugs- und Vertragsstrafen sowie Schadenersatz. Für die ausgewählten Projekte haben wir uns zur Beurteilung der periodengerechten Ertragsermittlung auch mit den zum Stichtag abrechenbaren Umsatzerlösen sowie den zugehörigen, erfolgswirksam zu buchenden Umsatzkosten unter Zugrundelegung des Fertigstellungsgrads befasst sowie die bilanzielle Abbildung zugehöriger Bilanzpositionen untersucht. Auf Basis der Vorgaben des IAS 11 haben wir auch die bilanziellen Auswirkungen von Auftragsänderungen oder vertraglichen Optionen gewürdigt. Ferner haben wir Befragungen des Projektmanagements (sowohl kaufmännische als auch technische Projektmanager) zur Entwicklung der Projekte, zu den Gründen bei Abweichungen zwischen geplanten Kosten und Ist-Kosten, zur aktuellen Beurteilung der bis zur Fertigstellung voraussichtlich noch anfallenden Kosten sowie zu den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter zu Eintrittswahrscheinlichkeiten von Auftragsrisiken durchgeführt. Bei der Festlegung unserer Prüfungshandlungen haben wir auch Ergebnisse aus Projektprüfungen der internen Revision berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir Nachweise von Dritten für ausgewählte Projekte eingeholt (zum Beispiel Projektabnahmen, Vertragskonditionen sowie Rechtsanwaltsbestätigungen zu behaupteten Vertragsverletzungen und geltend gemachten Ansprüchen) und Werks- und Projektstandorte besichtigt. Um Auffälligkeiten in der Margenentwicklung über den Projektverlauf zu erkennen, haben wir auch datenanalytische Verfahren eingesetzt. Aufgrund der Höhe des Vertragsvolumens und des Risikoprofils lag hierbei ein besonderer Prüfungsschwerpunkt auf Großaufträgen zur schlüsselfertigen Errichtung von Kraftwerken, im Lösungsgeschäft für Hochspannung-Gleichstrom-Übertragung, zur Lieferung von Hochgeschwindigkeits- und Nahverkehrszügen sowie zur Errichtung von Offshore Windparks. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Umsatzrealisierung aus Fertigungsaufträgen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben : Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in → Ziffer 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze . Zu auftragsbezogenen Rückstellungen für Drohverluste und Risiken verweisen wir auf → Ziffer 17 Rückstellungen des Anhangs zum Konzernabschluss . Rückstellungen für Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen sowie für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt : Die Bilanzierung von Rückstellungen für Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen einschließlich Korruptions- oder Kartellvorwürfen sowie für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen war aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Diese sind im besonderen Maße mit Unsicherheiten behaftet und erfordern Schätzungen, die einen erheblichen Einfluss auf den Ansatz und die Höhe der jeweiligen Rückstellung und somit die Vermögens- und Ertragslage haben können. Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen sind mit Unsicherheiten verbunden, da diese häufig komplexe rechtliche Fragestellungen umfassen und folglich erhebliche Ermessensspielräume seitens der gesetzlichen Vertreter bestehen, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe eine Rückstellung zur Abdeckung des Risikos erforderlich ist. Die Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf die Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen beziehen sich insbesondere auf die zu erwartenden Stilllegungskosten, den erwarteten Zeitraum der Zahlungsmittelabflüsse sowie die Abzinsungssätze. Prüferisches Vorgehen : Im Rahmen unserer Prüfung der bilanziellen Abbildung von Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen haben wir uns mit den von Siemens eingerichteten Prozessen und internen Kontrollen zur Identifizierung, Beurteilung und Bilanzierung von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Verfahren befasst. Um festzustellen, welche potenziell wesentlichen anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder geltend gemachten Ansprüche bekannt sind und ob die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zu den erwarteten Mittelabflüssen angemessen sind, umfassten unsere Prüfungshandlungen Befragungen der gesetzlichen Vertreter und anderer mit diesen Sachverhalten betrauter Personen innerhalb des Konzerns, die Einholung schriftlicher Erklärungen hausinterner Rechtsberater zur Bewertung des geschätzten Mittelabflusses und der Eintrittswahrscheinlichkeit, die Einholung von Bestätigungen von externen Rechtsberatern sowie die Beurteilung interner Stellungnahmen zur bilanziellen Abbildung im Konzernabschluss. Darüber hinaus haben wir Aufwandskonten für Rechtsberatung auf Hinweise für noch nicht berücksichtigte Sachverhalte untersucht sowie Einsicht in weitere geeignete Nachweise genommen. Weiterhin haben wir uns mit behaupteten oder aufgedeckten Nichteinhaltungen von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien (Compliance-Verstöße) durch Einsichtnahme in interne und externe Stellungnahmen zu einzelnen Sachverhalten, Einholung schriftlicher Erklärungen von externen Rechtsberatern sowie Befragungen der Compliance-Organisation auseinandergesetzt. Dabei haben wir unter anderem die Durchführung und die Ergebnisse interner Untersuchungen durch Einsichtnahme in interne Berichte sowie die getroffenen Maßnahmen zur Behebung festgestellter Schwachstellen gewürdigt und beurteilt, ob etwaige Risiken im Konzernabschluss abzubilden sind. Unsere Prüfungshandlungen in Bezug auf die Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen konzentrierten sich aufgrund der oben genannten Unsicherheiten auf die Dekontaminations- und Umweltschutzverpflichtungen für die Stilllegung der Anlagen in Hanau (Werk Hanau) sowie für das nukleare Forschungs- und Dienstleistungszentrum in Karlstein (Werk Karlstein). Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem die Beurteilung der Eignung des von den gesetzlichen Vertretern beauftragten Gutachtens eines unabhängigen Sachverständigen als Prüfungsnachweis, der angewandten Bewertungsmethoden unter Einbezug der Fachkenntnisse unserer Bewertungsspezialisten sowie der wesentlichen ermessensbehafteten Schätzungen, die sich insbesondere aus der langen Laufzeit ergeben. Durch Befragungen von mit dem Sachverhalt betrauten Personen und Einsichtnahme in interne und externe Dokumente haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter gewürdigt, dass Siemens zum 30. September 2017 nicht von den im Geschäftsjahr 2017 durch das Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung in der kerntechnischen Entsorgung teilweise geänderten Regelungen hinsichtlich der Entsorgung radioaktiven Abfalls erfasst ist und daher unverändert dem deutschen Atomgesetz folgt, wonach der radioaktive Abfall bei der Stilllegung einer nuklearen Anlage entsorgt und in ein staatlich bewilligtes Endlager verbracht werden muss. Zudem haben wir die im Geschäftsjahr vorgenommenen Anpassungen der erwarteten Inflationsraten sowie die Änderungen der verwendeten Zinsstrukturkurve mit den gesetzlichen Vertretern erörtert und unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten anhand von öffentlich verfügbaren Marktdaten gewürdigt. Ferner haben wir die Angaben zu Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen sowie zu Rückbau-, Stilllege- und ähnlichen Verpflichtungen im Konzernanhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen sowie von Rückstellungen für Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben : Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Rückstellungen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in → Ziffer 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze . Hinsichtlich der Verfahren aus oder im Zusammenhang mit behaupteten Vertragsverletzungen und Compliance-Vorwürfen verweisen wir auf → Ziffer 21 Rechtsstreitigkeiten . Zu den bestehenden Unsicherheiten und ermessensbehafteten Schätzungen in Bezug auf Rückbau-, Stilllege- und ähnliche Verpflichtungen verweisen wir auf → Ziffer 17 Rückstellungen . Ungewisse Steuerpositionen sowie latente Steuern Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt : Siemens übt seine Geschäftstätigkeit in zahlreichen Ländern mit unterschiedlichem lokalem Steuerrecht aus. Die Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern war im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte, da diese in hohem Maße Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen durch die gesetzlichen Vertreter erfordert. Dies betrifft insbesondere die Bewertung sowie die Vollständigkeit von ungewissen Steuerpositionen, die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern sowie die Bewertung und Vollständigkeit passiver latenter Steuern. Prüferisches Vorgehen : Unter Einbindung von internen Steuerspezialisten mit entsprechenden Kenntnissen des jeweiligen lokalen Steuerrechts haben wir uns mit den von den gesetzlichen Vertretern eingerichteten Prozessen befasst und die internen Kontrollen zur Identifizierung, zum Ansatz und zur Bewertung von Steuerpositionen getestet. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen in Bezug auf ungewisse Steuerpositionen haben wir beurteilt, ob die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu steuerlichen Auswirkungen von wesentlichen Geschäftsvorfällen oder Ereignissen im Geschäftsjahr 2017, aus denen sich ungewisse Steuerpositionen ergeben können oder die Einfluss auf die Bewertung bestehender ungewisser Steuerpositionen haben können, in Einklang mit dem Steuerrecht stehen. Dies beinhaltet insbesondere steuerliche Auswirkungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmensanteilen, gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen, Ergebnisse von Betriebsprüfungen sowie Sachverhalte mit grenzüberschreitendem Bezug wie beispielsweise die Bestimmung von Verrechnungspreisen. Zur Beurteilung der Bewertung und Vollständigkeit haben wir auch Bestätigungen von externen Steuerberatern eingeholt und von Siemens beauftragte steuerliche Gutachten zu Einzelsachverhalten eingesehen. Ferner haben wir die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Erfolgsaussichten von Rechtsbehelfs- oder Finanzgerichtsverfahren durch Befragungen der Siemens-Steuerabteilung und unter Berücksichtigung der aktuellen Steuerrechtsprechung gewürdigt. Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern haben wir insbesondere die Annahmen der gesetzlichen Vertreter zur Prognose des zukünftig erwarteten steuerpflichtigen Einkommens hinterfragt und zu internen Businessplänen abgeglichen. Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen zu den passiven latenten Steuern haben wir uns insbesondere mit den Annahmen zur zeitlich unbestimmten Reinvestition von aufgelaufenen Ergebnissen von Tochtergesellschaften befasst und diese unter Hinzuziehung der Dividendenplanung beurteilt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung von ungewissen Steuerpositionen sowie latenten Steuern ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben : Zu den im Rahmen der Bilanzierung von Ertragsteuern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss in → Ziffer 2 Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze sowie schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und zu Angaben zu aktiven und passiven latenten Steuern auf → Ziffer 7 Ertragsteuern des Anhangs zum Konzernabschluss . Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich: ― die Versicherung der gesetzlichen Vertreter in Kapitel → C.1 des Geschäftsberichts 2017 sowie ― Corporate Governance in Kapitel → C.4 des Geschäftsberichts 2017. Der Aufsichtsrat ist für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich: ― den Bericht des Aufsichtsrats in Kapitel → C.3 des Geschäftsberichts 2017. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. In Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen ― wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder ― anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren, oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs, oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen beziehungsweise das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; ― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben; ― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; ― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit in Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; ― beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt; ― holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile; ― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns; ― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen ÜBRIGE ANGABEN GEMÄSS ARTIKEL 10 EU-APRVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 1. Februar 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 1. Februar 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 als Konzernabschlussprüfer der Siemens Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Spannagl. München, den 27. November 2017 Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Spannagl, Wirtschaftsprüferin Breitsameter, Wirtschaftsprüfer C.3 Bericht des Aufsichtsrats Berlin und München, 29. November 2017 Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands haben wir die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Den Beschlussvorschlägen des Vorstands haben der Aufsichtsrat beziehungsweise die jeweils zuständigen Aufsichtsratsausschüsse nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt. Als Aufsichtsratsvorsitzender stand ich darüber hinaus mit dem Vorstand und insbesondere dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt und informierte mich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle. DIE THEMEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM Im Berichtsjahr fanden sechs turnusgemäße Sitzungen sowie eine außerordentliche Sitzung statt. Gegenstand unserer regelmäßigen Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung der Siemens AG, der operativen Einheiten und des Konzerns sowie die Finanz- und Ertragslage. Weiter befassten wir uns anlassbezogen mit den wesentlichen Beteiligungs- und Desinvestitionsprojekten sowie mit bestimmten Risiken des Unternehmens. In der Sitzung am 9. November 2016 besprachen wir die finanziellen Eckdaten des Geschäftsjahrs 2016 und billigten das Budget 2017. Des Weiteren legte der Aufsichtsrat auf Basis der ermittelten Zielerreichung die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016 fest. Eine interne Prüfung hat deren Angemessenheit bestätigt. Zudem beschlossen wir auf Vorschlag des Vergütungsausschusses die Zielsetzung für die Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017. Das für das Geschäftsjahr 2017 geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands ist gegenüber dem für das Geschäftsjahr 2015 geltenden Vergütungssystem, das von der Hauptversammlung am 27. Januar 2015 mit einer Mehrheit von über 92% gebilligt worden war, unverändert. In dieser Sitzung stimmten wir außerdem der Vorbereitung der Börsennotierung der strategischen Einheit Healthineers sowie dem Erwerb des Unternehmens Mentor Graphics Corporation zu. Am 30. November 2016 hat sich der Aufsichtsrat mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern zum 30. September 2016, mit dem Geschäftsbericht 2016 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats, des Corporate-Governance-Berichts und des Vergütungsberichts sowie mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 1. Februar 2017 befasst. Der Vorstand informierte uns über den aktuellen Status von Akquisitionen und Desinvestitionen, insbesondere über die geplante Fusion des Windenergiegeschäfts von Siemens mit dem börsennotierten Unternehmen Gamesa Corporación Tecnológica, S.A., Spanien, sowie über den Stand der Integration der zwei übernommenen Unternehmen Dresser-Rand Group Inc. und CD-adapco Ltd. Außerdem berichtete der Vorstand über den Status der Umsetzung der Strategie »Vision 2020«. Weiter beschäftigten wir uns mit dem Jahresbericht des Chief Compliance Officers und der Pensionswirtschaft. Zudem informierte uns der Vorstand über die Geschäftslage und die Geschäftsentwicklung der Division Mobility. Schließlich beschloss der Aufsichtsrat in dieser Sitzung auf Empfehlung des Präsidiums die Bestellung von Michael Sen und Cedrik Neike zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands mit Wirkung vom 1. April 2017. In der Aufsichtsratssitzung am 31. Januar 2017 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des ersten Quartals. Der Aufsichtsrat stimmte Beschlüssen des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen zu. Weiter wurde der Aufsichtsrat über den Beschluss des Nominierungsausschusses informiert, Jim Hagemann Snabe als Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat am 31. Januar 2018 vorzuschlagen. In der Sitzung am 3. Mai 2017 berichtete uns der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des zweiten Quartals. Der Aufsichtsrat legte mit Wirkung ab dem 1. Juli 2017 die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand zum 30. Juni 2022 fest, wie im Kapitel → C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB näher erläutert. Im Rahmen eines Strategieschwerpunkts befassten wir uns umfassend und ausführlich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens unter Berücksichtigung aktueller Technologie- und Innovationsthemen und des Stands der Umsetzung der Strategie »Vision 2020«. In unserer Sitzung am 2. August 2017 berichtete der Vorstand über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage nach Abschluss des dritten Quartals. Zudem verlängerten wir auf Empfehlung des Präsidiums das Mandat von Joe Kaeser als Mitglied des Vorstands und als Vorstandsvorsitzender mit Wirkung vom 1. August 2018 bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020 beschließt. Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit der strategischen Aufstellung der Division Mobility und diskutierte das geplante weitere Vorgehen bezüglich der Vorbereitung der Börsennotierung der strategischen Einheit Healthineers. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit den Empfehlungen des Siemens Technology&Innovation Council und diskutierte in Fortsetzung des Strategieschwerpunkts vom 3. Mai 2017 die strategische Ausrichtung des Unternehmens. In der Aufsichtsratssitzung am 20. September 2017 berichtete uns der Vorstand über die Lage des Unternehmens sowie über die Geschäftslage der Division Process Industries and Drives und die Geschäftslage der eigenständigen Einheit für Start-ups »next47«. Zudem verlängerten wir auf Empfehlung des Präsidiums das Mandat von Dr. Ralf Thomas als Mitglied des Vorstands mit Wirkung vom 18. September 2018 bis zum 17. September 2023. Weiterhin befassten wir uns mit der strategischen Ausrichtung der Division Mobility. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung passten wir nach Vorbereitung und Empfehlung durch den Vergütungsausschuss die Höhe der Vorstandsvergütung mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2018 an. Außerdem beschäftigte sich der Aufsichtsrat in weiterer Fortsetzung des Strategieschwerpunktes vom 3. Mai 2017 mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Schließlich behandelten wir die Effizienzprüfung unserer Tätigkeit. In der außerordentlichen Sitzung am 26. September 2017 stimmte der Aufsichtsrat der geplanten Zusammenführung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens mit dem börsennotierten Unternehmen Alstom SA, Frankreich, zu. CORPORATE GOVERNANCE KODEX In der Aufsichtsratssitzung am 20. September 2017 hat der Aufsichtsrat eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG beschlossen. Informationen zur Corporate Governance finden Sie im Kapitel → C.4 Corporate Governance . Die Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Unternehmenswebsite dauerhaft zugänglich gemacht. Die aktuelle Entsprechenserklärung ist auch im Kapitel → C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB wiedergegeben. DIE ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN DES AUFSICHTSRATS Der Aufsichtsrat hat sieben Ausschüsse eingerichtet. Sie bereiten Beschlüsse und Themen vor, die im Plenum des Aufsichtsrats zu behandeln sind. Im gesetzlich zulässigen Rahmen sind Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Die Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat über die Ausschussarbeit in der jeweils folgenden Sitzung. Die Aufgaben und die Mitglieder der Ausschüsse sind im Kapitel → C.4.1 Führungs- und Kontrollstruktur im Einzelnen aufgeführt. Das Präsidium tagte sieben Mal. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Präsidiumsmitgliedern Themen von besonderer Bedeutung besprochen. Das Präsidium hat sich insbesondere mit Personalthemen, Corporate-Governance-Fragen sowie mit der Übernahme von Mandaten von Vorstandsmitgliedern in anderen Unternehmen und Institutionen beschäftigt. Der Nominierungsausschuss tagte sechs Mal. Auch außerhalb dieser Sitzungen befasste er sich intensiv mit der langfristigen Nachfolgeplanung des Aufsichtsrats, insbesondere mit der Nachfolge des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. In seiner Sitzung am 31. Januar 2017 beschloss der Nominierungsausschuss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, Jim Hagemann Snabe als Kandidaten für die Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats nach den Wahlen zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 31. Januar 2018 vorzuschlagen. Der Nominierungsausschuss bereitete den Beschlussvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung am 31. Januar 2018 zur turnusmäßig anstehenden Wahl von sieben Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre vor. Bei der Suche und Evaluierung der Kandidaten hat der Nominierungsausschuss zusätzlich zu den Anforderungen des Aktiengesetzes, des Deutschen Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat auch die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung beschlossenen Ziele und das vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung erarbeitete Kompetenzprofil berücksichtigt. Bei seiner Tätigkeit wurde der Nominierungsausschuss von einem externen Personalberater unterstützt. Der Compliance-Ausschuss trat vier Mal zusammen. Er behandelte hauptsächlich die Quartalsberichte und den Jahresbericht des Chief Compliance Officers. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden. Der Vergütungsausschuss trat drei Mal zusammen. Zudem wurde ein Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst. Der Vergütungsausschuss bereitete insbesondere die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung und die Billigung des Vergütungsberichts vor. Der Innovations- und Finanzausschuss hielt drei ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen ab. Im Mittelpunkt standen die Empfehlung des Ausschusses zum Budget 2017 und die Erörterung der Konzernstrategie einschließlich von Portfoliomaßnahmen sowie die Vorbereitung beziehungsweise Billigung von Investitions- und Desinvestitionsvorhaben. So bereitete der Ausschuss die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über den Erwerb des Unternehmens Mentor Graphics Corporation, über die Vorbereitung der Börsennotierung der strategischen Einheit Healthineers sowie über das Vorgehen bezüglich der strategischen Ausrichtung der Division Mobility vor. Außerdem stimmte der Ausschuss dem Beschluss des Vorstands über die Investition in ein kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerksprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu und bereitete die Beschlussfassung des Aufsichtsrats zu Beschlüssen des Vorstands zu Finanzierungsmaßnahmen vor. Zudem befasste sich der Innovations- und Finanzausschuss intensiv mit der strategischen Ausrichtung und den Innovations- und Technologieschwerpunkten des Unternehmens. Insbesondere behandelte er die Tätigkeit und die Empfehlungen des Siemens Technology&Innovation Council. Der Prüfungsausschuss hielt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern. Der Prüfungsausschuss erörterte den Halbjahresfinanzbericht sowie die Quartalsmitteilungen mit dem Vorstand und Abschlussprüfer. Zudem besprach der Prüfungsausschuss im Beisein des Abschlussprüfers den Bericht zur prüferischen Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses sowie des Konzernzwischenlageberichts. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Er erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017, bestimmte die Prüfungsschwerpunkte und legte dessen Honorar fest. Der Ausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Das Gremium hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens, die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der internen Revision sowie die Berichte über drohende und anhängige Rechtsstreitigkeiten behandelt. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG AUSFÜHRLICH ERÖRTERT Der Abschlussprüfer, die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2017 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, ist seit dem Geschäftsjahr 2009 Abschlussprüfer für die Siemens AG und den Siemens Konzern. Als Wirtschaftsprüfer unterzeichnen Katharina Breitsameter seit dem Geschäftsjahr 2016 und als für die Prüfung verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Thomas Spannagl seit dem Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss der Siemens AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Siemens AG und den Konzern wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach §315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht auch den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit §317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission, »EU-Abschlussprüferverordnung«) durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA). Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind vom Vorstand vorab an uns verteilt worden. Der Dividendenvorschlag wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 7. November 2017 ausführlich behandelt, der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 28. November 2017. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 29. November 2017 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der Siemens AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. In seiner Sitzung am 29. November 2017 hat der Aufsichtsrat zudem unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung verabschiedet. Dem lag die Erklärung des Prüfungsausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei. Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgestellt. Wir haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist somit festgestellt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 3,70 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu verwenden und den hieraus auf für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht dividendenberechtigte Aktien entfallenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Diesem Vorschlag haben wir zugestimmt. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT UND IM VORSTAND Aus dem Vorstand schied mit Wirkung zum 31. März 2017 Prof. Dr. Siegfried Russwurm aus. Mit Wirkung vom 1. April 2017 bestellte der Aufsichtsrat Michael Sen und Cedrik Neike zu ordentlichen Mitgliedern des Vorstands. Im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. Mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2017 ist Hans-Jürgen Hartung aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Durch Beschluss des Amtsgerichts Charlottenburg wurde Dorothea Simon mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 bis zum Ablauf der am 31. Januar 2018 stattfindenden Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Siemens AG und aller Konzerngesellschaften für ihren tatkräftigen Einsatz und die konstruktive Zusammenarbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Für den Aufsichtsrat Dr. Gerhard Cromme, Vorsitzender C.4 Corporate Governance C.4.1 Führungs- und Kontrollstruktur Die Siemens AG unterliegt dem deutschen Aktienrecht und verfügt daher über ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. C.4.1.1 VORSTAND Der Vorstand ist als Leitungsorgan des Konzerns an das Unternehmensinteresse gebunden und der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung und entscheiden über Grundsatzfragen der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie sowie über die Jahres- und Mehrjahresplanung. Der Vorstand ist zuständig für die Erstellung der Quartalsmitteilungen und des Halbjahresfinanzberichts des Unternehmens sowie für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der Siemens AG und des Konzerns. Der Vorstand sorgt ferner dafür, dass Rechtsvorschriften, behördliche Regelungen und unternehmensinterne Richtlinien eingehalten werden, und wirkt darauf hin, dass die Konzernunternehmen sie beachten (Compliance). Der Vorstand hat ein umfassendes Compliance-Management-System eingerichtet. Einzelheiten hierzu finden sich auf der Internetseite des Unternehmens unter → www.siemens.com/nachhaltigkeitskennzahlen Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage und der Compliance sowie über unternehmerische Risiken. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand auf Vielfalt (Diversity) und strebt insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen sowie der Internationalität an. Für den Anteil von Frauen im Vorstand der Siemens AG hat der Aufsichtsrat zum zweiten Mal eine Zielgröße und eine Frist für deren Erreichung bestimmt. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand wieder Zielgrößen und Fristen für deren Erreichung festgelegt. Die Einzelheiten hierzu sind im Kapitel → C.4.2.4 Zielgrössen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Ersten führungsebenen unterhalb des Vorstands dargestellt. Es gibt einen Vorstandsausschuss, den Eigenkapital- und Vergütungsausschuss, in den der bisherige Eigenkapital- und Belegschaftsaktienausschuss überführt wurde. Er setzt sich zusammen aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Leiter des Vorstandsressorts Controlling and Finance, dem Leiter des Vorstandsressorts Human Resources sowie dem Chief of Staff der Siemens AG als beratendem Mitglied. Der Eigenkapital- und Vergütungsausschuss ist zuständig für die ihm durch Beschluss des Vorstands zugewiesenen Aufgaben und hat die bisher dem Eigenkapital- und Belegschaftsaktienausschuss zugewiesenen Aufgaben übernommen. Dies umfasst insbesondere Aufgaben im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen und Finanzierungselementen mit Eigenkapitalbezug, hinsichtlich der Vergütung der Mitarbeiter und Führungskräfte im Siemens-Konzern (mit Ausnahme der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Topmanagements) sowie hinsichtlich aktienbasierter Vergütungselemente und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Dem Eigenkapital- und Vergütungsausschuss gehören folgende Mitglieder an: Joe Kaeser (Vorsitzender), Dr. Ralf P. Thomas, Janina Kugel sowie als beratendes Mitglied Mariel von Schumann (Stand: 30.09.2017). Informationen über Aufgabenbereiche sowie Lebensläufe der Vorstandsmitglieder sind auf der Internetseite des Unternehmens unter → www.siemens.com/unternehmensstruktur verfügbar. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder finden Sie im Kapitel → A.10 Vergütungsbericht . Mitglieder des Vorstands und Mandate der Vorstandsmitglieder Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Vorstand folgende Mitglieder an: scroll Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen Name Geburtsdatum Erste Bestellung Bestellt bis Externe Mandate (Stand: 30.09.2017) Konzernmandate (Stand: 30.09.2017) Joe Kaeser Vorsitzender 23.06.1957 01.05.2006 Bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 Deutsche Mandate: Allianz Deutschland AG, München Daimler AG, Stuttgart Auslandsmandate: NXP Semiconductors B.V., Niederlande Auslandsmandate: Siemens Ltd., Indien Dr.rer.nat. Roland Busch 22.11.1964 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: OSRAM Licht AG, München (stellv. Vorsitz) OSRAM GmbH, München (stellv. Vorsitz) Auslandsmandate: Atos SE, Frankreich Deutsche Mandate: Siemens Postal, Parcel&Airport Logistics GmbH, Konstanz Auslandsmandate: Arabia Electric Ltd. (Equipment), Saudi-Arabien ISCOSA Industries and Maintenance Ltd., Saudi-Arabien (stellv. Vorsitz) Siemens Ltd., Saudi-Arabien Siemens W.L.L., Katar VA TECH T&D Co. Ltd., Saudi-Arabien Lisa Davis 15.10.1963 01.08.2014 31.07.2019 Auslandsmandate: Penske Automotive Group Inc., USA Auslandsmandate: Siemens Corp., USA (Vorsitz) Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien Klaus Helmrich 24.05.1958 01.04.2011 31.03.2021 Deutsche Mandate: Deutsche Messe AG, Hannover EOS Holding AG, Krailling inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH, Berlin Auslandsmandate: Siemens AB, Schweden (Vorsitz) Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich (Vorsitz) Siemens Proprietary Ltd., Südafrika (Vorsitz) Siemens Schweiz AG, Schweiz (Vorsitz) Janina Kugel 12.01.1970 01.02.2015 31.01.2020 Deutsche Mandate: Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Köln Auslandsmandate: Konecranes Plc., Finnland Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Cedrik Neike 07.03.1973 01.04.2017 31.05.2020 Auslandsmandate: Siemens Ltd., China (Vorsitz) Siemens Ltd., Indien Prof. Dr.-Ing. Siegfried Russwurm (bis 31.03.2017) 27.06.1963 01.01.2008 31.03.2017 Michael Sen 17.11.1968 01.04.2017 31.03.2022 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Auslandsmandate: Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien Dr.rer.pol. Ralf P. Thomas 07.03.1961 18.09.2013 17.09.2023 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Auslandsmandate: Siemens Aktiengesellschaft Österreich, Österreich Siemens Corp., USA (stellv. Vorsitz) Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A., Spanien C.4.1.2 AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Er prüft den Jahres- und Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht der Siemens AG und des Konzerns und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Er stellt den Jahresabschluss der Siemens AG fest und billigt den Konzernabschluss, wobei die Ergebnisse der durch den Prüfungsausschuss vorgenommenen Vorprüfung zugrunde gelegt und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers berücksichtigt werden. Der Aufsichtsrat beschließt über den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Zudem befasst sich der Aufsichtsrat beziehungsweise der unten näher erläuterte Compliance-Ausschuss mit der Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fällt es weiterhin, die Mitglieder des Vorstands zu bestellen und ihre Ressorts festzulegen. Wesentliche Vorstandsentscheidungen – zum Beispiel größere Akquisitionen, Desinvestitionen, Sachanlageinvestitionen und Finanzmaßnahmen – sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden, soweit sie nicht gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat stattdessen in die Zuständigkeit des Innovations- und Finanzausschusses des Aufsichtsrats fallen. In der Geschäftsordnung für den Vorstand hat der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands geregelt. Über Einzelheiten der Arbeit des Gremiums informiert das Kapitel → C.3 Bericht des Aufsichtsrats . Die Lebensläufe der Aufsichtsratsmitglieder sind auf der Internetseite des Unternehmens unter → www.siemens.com/aufsichtsrat verfügbar. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder finden Sie im Kapitel → A.10 Vergütungsbericht . Der Aufsichtsrat der Siemens AG umfasst 20 Mitglieder. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Aktionärsvertretern und – durch * kenntlich gemachten – Arbeitnehmervertretern besetzt. Die Amtsperiode der Aufsichtsratsmitglieder endet grundsätzlich mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2018. Die Amtsperiode von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Jim Hagemann Snabe und Werner Wenning endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021. Als Nachfolgerin für den zum Ablauf des 30. September 2017 ausgeschiedenen Hans-Jürgen Hartung wurde Dorothea Simon mit Wirkung vom 1. Oktober 2017 bis zum Ablauf der am 31. Januar 2018 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung der Siemens AG zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer gerichtlich bestellt. Die künftigen Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden am 5. Oktober 2017 nach den Bestimmungen des Mitbestimmungsgesetzes mit Wirkung ab Beendigung der am 31. Januar 2018 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung neu gewählt. Mitglieder des Aufsichtsrats und Mandate der Aufsichtsratsmitglieder Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an: scroll Name Ausgeübter Beruf Geburtsdatum Mitglied seit Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen (Stand: 30.09.2017) Dr.iur. Gerhard Cromme Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Siemens AG 25.02.1943 23.01.2003 Auslandsmandate: AUTO1 N.V., Niederlande (Vorsitz) ODDO BHF SCA, Frankreich (Co-Vorsitz) Birgit Steinborn 1. stellv. Vorsitzende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 26.03.1960 24.01.2008 Werner Wenning 2. stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayer AG 21.10.1946 23.01.2013 Deutsche Mandate: Bayer AG, Leverkusen (Vorsitz) Henkel AG&Co. KGaA, Düsseldorf1 Henkel Management AG, Düsseldorf Olaf Bolduan Vorsitzender des Betriebsrats Siemens Dynamowerk – Standort Berlin 24.07.1952 11.07.2014 Michael Diekmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der Allianz SE 23.12.1954 24.01.2008 Deutsche Mandate: Allianz SE, München (Vorsitz) BASF SE, Ludwigshafen am Rhein (stellv. Vorsitz) Fresenius Management SE, Bad Homburg Fresenius SE&Co. KGaA, Bad Homburg (stellv. Vorsitz) Dr.iur. Hans Michael Gaul Aufsichtsratsmitglied 02.03.1942 24.01.2008 Deutsche Mandate: HSBC Trinkaus&Burkhardt AG, Düsseldorf Reinhard Hahn Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall 24.06.1956 27.01.2015 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Bettina Haller Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Siemens AG 14.03.1959 01.04.2007 Hans-Jürgen Hartung (bis 30.09.2017) Betriebsrat Siemens Erlangen Süd 10.03.1952 27.01.2009 Robert Kensbock Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Siemens AG 13.03.1971 23.01.2013 Harald Kern Vorsitzender des Siemens-Europabetriebsrats 16.03.1960 24.01.2008 Jürgen Kerner Hauptkassierer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall 22.01.1969 25.01.2012 Deutsche Mandate: Airbus Operations GmbH, Hamburg MAN Diesel&Turbo SE, Augsburg MAN SE, München (stellv. Vorsitz) Premium Aerotec GmbH, Augsburg (stellv. Vorsitz) Dr.phil. Nicola Leibinger-Kammüller Geschäftsführende Gesellschafterin und Vorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF GmbH + Co. KG 15.12.1959 24.01.2008 Deutsche Mandate: Axel Springer SE, Berlin Voith GmbH, Heidenheim Gérard Mestrallet Vorsitzender des Verwaltungsrats von ENGIE S.A. 01.04.1949 23.01.2013 Auslandsmandate: ENGIE S.A., Frankreich (Vorsitz) Société Générale S.A., Frankreich Suez S.A., Frankreich (Vorsitz) Dr.-Ing.Dr.-Ing.E.h. Norbert Reithofer Vorsitzender des Aufsichtsrats der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft 29.05.1956 27.01.2015 Deutsche Mandate: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München (Vorsitz) Henkel AG&Co. KGaA, Düsseldorf1 Güler Sabancı Vorsitzende (Chairwoman und Managing Director) der Hacı Ömer Sabancı Holding A.Ş. 14.08.1955 23.01.2013 Dr.phil. Nathalie von Siemens Geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Sprecherin des Vorstands der Siemens Stiftung 14.07.1971 27.01.2015 Deutsche Mandate: Messer Group GmbH, Sulzbach Siemens Healthcare GmbH, München Michael Sigmund Vorsitzender des Siemens-Konzernsprecherausschusses und des Gesamtsprecherausschusses der Siemens AG 13.09.1957 01.03.2014 Dorothea Simon (seit 01.10.2017) Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Siemens Healthcare GmbH 03.08.1969 01.10.2017 Deutsche Mandate: Siemens Healthcare GmbH, München Jim Hagemann Snabe Vorsitzender des Verwaltungsrats der A.P. Møller-Mærsk A/S 27.10.1965 01.10.2013 Deutsche Mandate: Allianz SE, München Auslandsmandate: A.P. Møller-Mærsk A/S, Dänemark (Vorsitz) Sibylle Wankel Justitiarin, IG Metall Vorstand 03.03.1964 01.04.2009 Deutsche Mandate: Daimler AG, Stuttgart 1 Gesellschafterausschuss. Ziele für die Zusammensetzung sowie Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat am 20. September 2017 unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) die Ziele für seine Zusammensetzung einschließlich eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium neu beschlossen. Danach soll der Aufsichtsrat der Siemens AG so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Kompetenzprofil Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen aufgrund ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Lage sein, die Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Großunternehmen wahrzunehmen und das Ansehen des Siemens-Konzerns in der Öffentlichkeit zu wahren. Dabei soll insbesondere auf die Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität der zur Wahl vorgeschlagenen Personen geachtet werden. Ziel ist es, dass im Aufsichtsrat insgesamt sämtliche Kenntnisse und Erfahrungen vorhanden sind, die angesichts der Aktivitäten von Siemens als wesentlich erachtet werden. Hierzu gehören unter anderem Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Technologie (einschließlich Informationstechnologie und Digitalisierung), Einkauf, Produktion und Vertrieb, Finanzen sowie Recht (einschließlich Compliance) und Personal. Zudem sollen im Aufsichtsrat Kenntnisse und Erfahrungen aus den für Siemens wichtigen Geschäftsfeldern vorhanden sein, insbesondere im Industrie-, Energie-, Gesundheits- und Infrastrukturbereich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor vertraut sein, in dem die Gesellschaft tätig ist. Mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats soll über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung sowie über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Dem Aufsichtsrat sollen insbesondere auch Personen angehören, die aufgrund der Wahrnehmung einer leitenden Tätigkeit oder als Mitglied eines Aufsichtsrats oder eines vergleichbaren Gremiums Führungserfahrung in einem international tätigen Großunternehmen haben. Im Falle einer anstehenden Neubesetzung ist zu prüfen, welche der wünschenswerten Kenntnisse im Aufsichtsrat verstärkt werden sollen. Internationalität Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens soll darauf geachtet werden, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung angehört. Ziel ist es, dass der derzeit bestehende beachtliche Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern mit langjähriger internationaler Erfahrung gewahrt bleibt. Diversity Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats soll auf hinreichende Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Dies umfasst neben einer angemessenen Berücksichtigung von Frauen auch die Vielfalt hinsichtlich der kulturellen Herkunft, der Religion und des ethnischen Hintergrunds sowie die Unterschiedlichkeit von beruflichen Hintergründen, Erfahrungen und Denkweisen. Bei der Prüfung potenzieller Kandidaten für eine Nachwahl oder Neubesetzung vakant werdender Aufsichtsratspositionen soll der Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) frühzeitig im Auswahlprozess angemessen berücksichtigt werden. Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst setzt sich der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Es soll weiterhin mindestens eine Frau Mitglied des Nominierungsausschusses sein. Unabhängigkeit Dem Aufsichtsrat soll eine angemessene Anzahl an unabhängigen Mitgliedern angehören. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden. Unter der Prämisse, dass allein die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, sollen dem Aufsichtsrat insgesamt mindestens 16 Mitglieder angehören, die unabhängig im Sinne des Kodex sind. Jedenfalls soll der Aufsichtsrat so zusammengesetzt sein, dass eine Anzahl von mindestens sechs unabhängigen Anteilseignervertretern im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex erreicht wird. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands der Siemens AG angehören. Die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, sodass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können. Altersgrenze und Zugehörigkeitsdauer Unter Wahrung der vom Aufsichtsrat in der Geschäftsordnung niedergelegten Altersgrenze sollen zur Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats in der Regel nur Personen vorgeschlagen werden, die nicht älter als 70 Jahre sind. Der Wahlvorschlag soll die vom Aufsichtsrat festgelegte Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (15 Jahre) berücksichtigen. Es wird angestrebt, dass im Aufsichtsrat eine angemessene Erfahrungs- und Altersstruktur besteht. Stand der Umsetzung der Ziele für die Zusammensetzung sowie des Kompetenzprofils; unabhängige Mitglieder im Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat erfüllt in seiner derzeitigen Zusammensetzung sämtliche der vorgenannten Ziele zur Zusammensetzung und füllt das Kompetenzprofil aus. Die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über die als erforderlich angesehenen fachlichen und persönlichen Qualifikationen. Sie sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut und verfügen über die für Siemens wesentlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen. Ein beachtlicher Anteil an Aufsichtsratsmitgliedern ist international tätig beziehungsweise verfügt über langjährige internationale Erfahrung. Vielfalt (Diversity) ist im Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Aufsichtsrat sechs, seit 1. Oktober 2017 gehören ihm sieben weibliche Mitglieder an, davon drei aufseiten der Anteilseigner und vier aufseiten der Arbeitnehmer. Das Mindestanteilsgebot gemäß §96 Abs. 2 Satz 1 Aktiengesetz ist daher erfüllt. Dr. Nicola Leibinger-Kammüller ist Mitglied des Nominierungsausschusses. Dem Aufsichtsrat gehört zudem eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind gegenwärtig mindestens 17 Mitglieder des Aufsichtsrats unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Kodex, davon mindestens sieben Mitglieder aufseiten der Anteilseignervertreter, namentlich Michael Diekmann, Dr. Hans Michael Gaul, Gérard Mestrallet, Dr. Norbert Reithofer, Güler Sabancı, Jim Hagemann Snabe und Werner Wenning. Die Regelung zur Altersgrenze sowie die Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat von drei vollen Amtszeiten (15 Jahre) werden berücksichtigt. Ausschüsse des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat verfügt über sieben Ausschüsse. Ihre Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Aktiengesetzes sowie des Kodex überein. Die Vorsitzenden der Ausschüsse erstatten dem Aufsichtsrat regelmäßig Bericht über die Tätigkeit der Ausschüsse. Das Präsidium unterbreitet insbesondere Vorschläge für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und behandelt die Vorstandsverträge. Bei Vorschlägen für Erstbestellungen berücksichtigt das Präsidium, dass die Bestelldauer in der Regel drei Jahre nicht überschreiten soll. Bei den Vorschlägen für die Bestellung von Mitgliedern des Vorstands achtet das Präsidium auf deren fachliche Eignung, internationale Erfahrung und Führungsqualität, die für die Mitglieder des Vorstands festgelegte Altersgrenze und die langfristige Nachfolgeplanung sowie auf Vielfalt (Diversity). Es berücksichtigt dabei die vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Vorstand. Das Präsidium befasst sich mit Corporate-Governance-Fragen des Unternehmens und bereitet die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats über die Entsprechenserklärung, einschließlich der Erläuterung von Abweichungen vom Kodex, sowie über die Billigung des Corporate-Governance-Berichts und des Berichts des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vor. Zudem macht das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Besetzung von Aufsichtsratsausschüssen und entscheidet über die Genehmigung von Verträgen und Geschäften mit Vorstandsmitgliedern und den ihnen nahestehenden Personen oder Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Präsidium folgende Mitglieder an: Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Jürgen Kerner, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Der Vergütungsausschuss bereitet insbesondere die Beschlussfassung des Aufsichtsratsplenums über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der Umsetzung dieses Systems in den Vorstandsverträgen, die Festlegung der Zielvorgaben für die variable Vergütung, die Festsetzung und Überprüfung der Angemessenheit der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und die Billigung des jährlichen Vergütungsberichts vor. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Vergütungsausschuss folgende Mitglieder an: Werner Wenning (Vorsitzender), Dr. Gerhard Cromme, Michael Diekmann, Robert Kensbock, Jürgen Kerner und Birgit Steinborn. Der Prüfungsausschuss überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess. Ihm obliegt die Vorprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts der Siemens AG und des Konzerns. Auf der Grundlage des Berichts des Abschlussprüfers über die Prüfung der Abschlüsse unterbreitet er nach eigener Vorprüfung Vorschläge zur Feststellung des Jahresabschlusses der Siemens AG und zur Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat. Dem Prüfungsausschuss obliegt es, die Quartalsmitteilungen und den Halbjahresfinanzbericht mit dem Vorstand und Abschlussprüfer zu erörtern sowie die Berichte des Abschlussprüfers über die prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts zu behandeln. Er befasst sich mit dem Risikoüberwachungssystem des Unternehmens und überwacht die Wirksamkeit seines internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Die unternehmensinterne Konzernrevision berichtet regelmäßig an den Prüfungsausschuss. Er bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers vor und unterbreitet dem Aufsichtsrat eine entsprechende Empfehlung. Der Prüfungsausschuss erteilt nach der Beschlussfassung der Hauptversammlung den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer und überwacht die Abschlussprüfung sowie die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Prüfungsausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Hans Michael Gaul (Vorsitzender), Dr. Gerhard Cromme, Bettina Haller, Robert Kensbock, Jürgen Kerner, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Jim Hagemann Snabe und Birgit Steinborn. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Nach dem Aktiengesetz muss dem Prüfungsausschuss mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats angehören, das über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Nach dem Kodex soll der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen, und er soll unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Dr. Hans Michael Gaul, erfüllt diese Anforderungen. Der Compliance-Ausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung der Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und unternehmensinternen Richtlinien durch das Unternehmen (Compliance). Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Compliance-Ausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Dr. Hans Michael Gaul, Bettina Haller, Harald Kern, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Jim Hagemann Snabe, Birgit Steinborn und Sibylle Wankel. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Dabei sollen neben den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der vorgeschlagenen Kandidaten die vom Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung benannten Ziele, insbesondere auch Unabhängigkeit und Vielfalt (Diversity), angemessen berücksichtigt und gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils angestrebt werden. Es ist auf eine angemessene Beteiligung von Frauen und Männern entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zur Geschlechterquote sowie darauf zu achten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut sind. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Nominierungsausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Dr. Hans Michael Gaul, Dr. Nicola Leibinger-Kammüller und Werner Wenning. Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge für die Bestellung oder den Widerruf der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, wenn im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Vermittlungsausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Jürgen Kerner, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Der Innovations- und Finanzausschuss hat insbesondere die Aufgabe, auf der Grundlage der Gesamtstrategie des Unternehmens die Innovationsschwerpunkte des Unternehmens zu erörtern und die Verhandlungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats über die finanzielle Lage und Ausstattung der Gesellschaft einschließlich der Jahresplanung (Budget) sowie über Sachanlageinvestitionen und Finanzmaßnahmen vorzubereiten. Darüber hinaus beschließt der Innovations- und Finanzausschuss anstelle des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften und Maßnahmen, soweit deren Größenordnung unter 600 Mio. € liegt. Im Geschäftsjahr 2017 gehörten dem Innovations- und Finanzausschuss folgende Mitglieder an: Dr. Gerhard Cromme (Vorsitzender), Robert Kensbock, Harald Kern, Jürgen Kerner, Dr. Norbert Reithofer, Jim Hagemann Snabe, Birgit Steinborn und Werner Wenning. Individualisierte Offenlegung der Teilnahme der amtierenden Aufsichtsratsmitglieder an Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen im Geschäftsjahr 2017 scroll Aufsichtsratsmitglieder Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen Teilnahme Anwesenheit Dr.iur. Gerhard Cromme (Vorsitzender) 38 38 100% Birgit Steinborn (1. stellv. Vorsitzende) 32 32 100% Werner Wenning (2. stellv. Vorsitzender) 28 28 100% Olaf Bolduan 7 7 100% Michael Diekmann 10 9 90% Dr.iur. Hans Michael Gaul 23 23 100% Reinhard Hahn 7 7 100% Bettina Haller 17 14 82% Hans-Jürgen Hartung 7 7 100% Robert Kensbock 21 21 100% Harald Kern 16 13 81% Jürgen Kerner 28 27 96% Dr.phil. Nicola Leibinger-Kammüller 23 22 96% Gérard Mestrallet 7 7 100% Dr.-Ing.Dr.-Ing. E.h. Norbert Reithofer 12 11 92% Güler Sabancı 7 7 100% Dr.phil. Nathalie von Siemens 7 7 100% Michael Sigmund 7 7 100% Jim Hagemann Snabe 22 21 95% Sibylle Wankel 11 11 100% C.4.1.3 AKTIENGESCHÄFTE VON ORGANMITGLIEDERN Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach Artikel 19 Verordnung (EU) Nr. 596/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates über Marktmissbrauch (Marktmissbrauchsverordnung) gesetzlich verpflichtet, Eigengeschäfte mit Anteilen oder Schuldtiteln der Siemens AG oder damit verbundenen Derivaten oder anderen damit verbundenen Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Gesamtbetrag der von dem Mitglied oder ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 € erreicht oder übersteigt. Die der Siemens AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Website des Unternehmens verfügbar unter: → www.siemens.de/directors-dealings C.4.1.4 HAUPTVERSAMMLUNG UND AKTIONÄRSKOMMUNIKATION In der Hauptversammlung üben die Aktionäre ihre Rechte aus. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet üblicherweise in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs statt. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Durch den Einsatz elektronischer Kommunikationsmittel, insbesondere des Internets, erleichtert der Vorstand den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung und ermöglicht es ihnen, sich bei der Ausübung ihres Stimmrechts durch Stimmrechtsvertreter vertreten zu lassen. Aktionäre dürfen ihre Stimmen auch schriftlich oder im Wege elektronischer Kommunikation (Briefwahl) abgeben. Der Vorstand kann vorsehen, dass Aktionäre an der Hauptversammlung auch ohne Anwesenheit vor Ort und ohne einen Bevollmächtigten teilnehmen und sämtliche oder einzelne ihrer Rechte ganz oder teilweise im Wege elektronischer Kommunikation ausüben können. Aktionäre können Anträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten. Aktionäre mit einem Anteilsbetrag am Grundkapital in Höhe von mindestens 100.000 € können darüber hinaus verlangen, dass ein Sonderprüfer zur Überprüfung bestimmter Vorgänge gerichtlich bestellt wird. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte, Unterlagen und Informationen, einschließlich des Geschäftsberichts, sind im Internet verfügbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und gegebenenfalls zugänglich zu machende Gegenanträge oder Wahlvorschläge von Aktionären. Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. Siemens nutzt dabei zur Berichterstattung intensiv auch das Internet; unter → www.siemens.com/investoren wird zusätzlich zu den Quartalsmitteilungen, Halbjahresfinanz- und Geschäftsberichten, Ergebnismeldungen, Ad-hoc-Mitteilungen, Analystenpräsentationen, Aktionärsbriefen und Pressemitteilungen unter anderem der Finanzkalender für das laufende Jahr publiziert, der die für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung enthält. Unsere Satzung, die Geschäftsordnungen für den Aufsichtsrat und seine wichtigsten Ausschüsse, die Geschäftsordnung für den Vorstand, sämtliche Entsprechenserklärungen sowie weitere Unterlagen zur Corporate Governance stehen auf unserer Website zur Verfügung unter: → www.siemens.de/corporate-governance C.4.2 Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §289a und §315 Abs. 5 HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Gemäß §317 Abs. 2 Satz 4 HGB sind die Angaben nach §289a und §315 Abs. 5 HGB nicht in die Prüfung durch den Abschlussprüfer einzubeziehen. C.4.2.1 ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben die folgende Erklärung gemäß §161 AktG zum 1. Oktober 2017 verabschiedet: »Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Siemens Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex Die Siemens AG entspricht sämtlichen vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) in der Fassung vom 7. Februar 2017 und wird ihnen auch zukünftig entsprechen. Seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 1. Oktober 2016 hat die Siemens AG den Empfehlungen des Kodex entsprochen. Berlin und München, 1. Oktober 2017 Siemens Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat« C.4.2.2 ANGABEN ZU UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN Anregungen des Kodex Die Siemens AG erfüllt freiwillig auch die nicht obligatorischen Anregungen des Kodex, lediglich mit folgender Abweichung: Gemäß Ziffer 3.7 Abs. 3 des Kodex sollte der Vorstand im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionäre über das Angebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. Die Einberufung einer Hauptversammlung stellt – selbst unter Berücksichtigung der im Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG) vorgesehenen verkürzten Fristen – eine organisatorische Herausforderung für große börsennotierte Unternehmen dar. Es erscheint fraglich, ob der damit verbundene Aufwand auch in den Fällen gerechtfertigt ist, in denen keine relevanten Beschlussfassungen der Hauptversammlung vorgesehen sind. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung soll deshalb nur in angezeigten Fällen erfolgen. Weitere Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden, sind in unseren Business Conduct Guidelines enthalten. Unternehmenswerte und Business Conduct Guidelines Unser Unternehmen hat sich in den 170 Jahren seines Bestehens weltweit einen herausragenden Ruf erarbeitet. Technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität haben Siemens zu einem der führenden Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik gemacht. Es sind Spitzenleistungen mit hohem ethischen Anspruch, die Siemens stark gemacht haben. Dafür soll das Unternehmen auch in Zukunft stehen. Die Business Conduct Guidelines stecken den ethisch-rechtlichen Rahmen ab, innerhalb dessen wir handeln und auf Erfolgskurs bleiben wollen. Sie enthalten die grundlegenden Prinzipien und Regeln für unser Verhalten innerhalb unseres Unternehmens und in Beziehung zu unseren externen Partnern und der Öffentlichkeit. Sie legen dar, wie wir unsere ethisch-rechtliche Verantwortung als Unternehmen wahrnehmen, und sind Ausdruck unserer Unternehmenswerte »Verantwortungsvoll« – »Exzellent« – »Innovativ«. C.4.2.3 BESCHREIBUNG DER ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT SOWIE DER ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE IHRER AUSSCHÜSSE Die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie von deren Ausschüssen wird oben im Kapitel → C.4.1 Führungs- und Kontrollstruktur beschrieben. Weitere Einzelheiten hierzu ergeben sich aus den Geschäftsordnungen der jeweiligen Gremien. Die genannten Informationen und Dokumente einschließlich des Kodex und der Business Conduct Guidelines sind unter: → www.siemens.com/289A öffentlich zugänglich. C.4.2.4 ZIELGRÖSSEN FÜR DEN FRAUENANTEIL IM VORSTAND UND IN DEN BEIDEN ERSTEN FÜHRUNGSEBENEN UNTERHALB DES VORSTANDS; ANGABEN ZUR EINHALTUNG VON MINDESTANTEILEN BEI DER BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS In der Siemens AG sind für den Vorstand eine Zielgröße von mindestens 2/8 und für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands Zielgrößen von jeweils 20% für den Anteil von Frauen, jeweils bis zum 30. Juni 2022, festgelegt. Wegen der Bestellung der Herren Neike und Sen in den auf acht Personen erweiterten Vorstand ist seit dem 1. April 2017 die bis zum 30. Juni 2017 festgelegte Zielgröße von mindestens 2/7 für den Vorstand unterschritten worden. Die für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgelegte Zielgröße von jeweils 10% für den Anteil von Frauen ist bis zum 30. Juni 2017 erreicht worden. Die Zuordnung zu diesen beiden Führungsebenen erfolgte bis zum 30. Juni 2017 im Wesentlichen auf Basis eines globalen Funktionsstufensystems für das Senior Management. Zum Ende der Berichtsperiode hat das Unternehmen dieses globale Funktionsstufensystem vollständig abgeschafft. Deshalb sind für die neuen Zielgrößen geänderte Festlegungen zur Bestimmung der Führungsebenen getroffen worden, und die neuen Zielgrößen sind nicht mit den bis zum 30. Juni 2017 festgelegten Zielgrößen vergleichbar. Die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen und Männern hat im Berichtszeitraum den gesetzlichen Anforderungen an die Mindestanteile entsprochen. C.5 Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie »erwarten«, »wollen«, »antizipieren«, »beabsichtigen«, »planen«, »glauben«, »anstreben«, »einschätzen«, »werden« und »vorhersagen« oder an ähnlichen Begriffen. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen – insbesondere im Abschnitt Risiken dieses Geschäftsberichts – beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Dieses Dokument enthält – in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte – ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Siemens sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem und anderen Dokumenten nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor, bei Abweichungen geht die deutsche maßgebliche Fassung des Dokuments der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. Über Nachhaltigkeit und gesellschaftliches Engagement von Siemens wird in den »Nachhaltigkeitsinformationen 2017« berichtet. Diese finden sich unter: → www.siemens.com/investor/de/ Beschluss über die Gewinnverwendung Die ordentliche Hauptversammlung vom 31. Januar 2018 hat beschlossen, den Bilanzgewinn der Siemens Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 / 2017 in Höhe von 3.145.000.000,00 € wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 3,70 € je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 / 2017 dividendenberechtigte Stückaktie: 3.010.716.614,10 € Gewinnvortrag: 134.283.385,90 €