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SGL CARBON SE — Annual Report 2002
Apr 29, 2003
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2002
Mission
Etablierte Geschäfte
SGL Technologies
Wir wollen unsere globale Marktposition stärken. Wir streben nach Kosten- und Technologieführerschaft.
ein global ausgerichtetes Unternehmen.
SGL Excellence
SGL Carbon ist der größte Hersteller von Carbon, Graphit und Verbundmaterialien
weltweit. In der Industrie, Luft- und Raumfahrttechnik tragen unsere Produkte und Systemlösungen
für unsere Kunden zu mehr Effizienz, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit
und Qualität bei. Mit weltweit knapp 30 Standorten und einem kunden-
orientierten Vertriebs- und Servicenetz ist SGL Carbon heute
verstehen und erfüllen.
und Mitarbeiter.
durch Vorbild.
aufbauen.
Anforderungen erfüllt.
Wir wollen die Anforderungen unserer Kunden
Wir schaffen Werte für unsere Kunden, Aktionäre
Vertrauen, stetiges Lernen, offener Austausch und Kommunikation bestimmen unser Verhalten. Wir übernehmen Verantwortung und führen
Wir fördern die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und unterstützen Teamarbeit. Wir sorgen für ein sicheres Arbeitsumfeld, das die gesetzlichen, sozialen und umweltbezogenen
Wir wollen im Unternehmen eine Corporate Identity
Wir optimieren unseren Cashflow.
Wir wollen neue Geschäfte mit hohem Wachstums- und Gewinnpotenzial entwickeln. Wir stützen uns auf die eigene Wertschöpfungskette
von der Carbonfaser bis zum Composite.
Engineering-Know-how.
Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen Hochtemperaturtechnologie sowie Werkstoff- und

SGL CARBON GROUP
Geschäftsbericht 2002
SGL CARBON AG
Termine
2003
13. 3. Geschäftsbericht,
30. 6. Form 20-F
2004
in Frankfurt am Main, Conference Call
11. 11. Aktionärsbrief 3. Quartal,
in Frankfurt am Main, Conference Call
30. 4. Hauptversammlung in Wiesbaden
14. 5. Aktionärsbrief 1. Quartal, Conference Call
12. 8. Aktionärsbrief 2. Quartal, Conference Call
16. 3. Bilanzpressekonferenz (voraussichtlich)
30. 4. Hauptversammlung (voraussichtlich)
Herbstpressekonferenz und Analystentreffen
Bilanzpressekonferenz und Analystentreffen
Hauptverwaltung Investor Relations
Rheingaustraße 182 D-65203 Wiesbaden
Telefon +49 (611) 60 29-100 Telefax +49 (611) 60 29-101 Website: www.sglcarbon.de
Kunde im Fokus.
Anforderungen verstehen. Lösungen entwickeln. Werte schaffen.


SGL Carbon ist der größte Hersteller von Carbon, Graphit und Verbundmaterialien weltweit. In der Industrie, Luft- und Raumfahrttechnik tragen unsere Produkte und Systemlösungen für unsere Kunden zu mehr Effizienz, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Qualität bei. Mit weltweit knapp 30 Standorten und einem kundenorientierten Vertriebs- und Servicenetz ist SGL Carbon heute ein global ausgerichtetes Unternehmen.
Mission
Geschäftsbericht 2002
Kunde im Fokus.
Anforderungen verstehen. Lösungen entwickeln. Werte schaffen.
SGL CARBON GROUP
Geschäftsbericht 2002
SGL CARBON AG
Termine
2003
13. 3. Geschäftsbericht,
30. 6. Form 20-F
2004
in Frankfurt am Main, Conference Call
11. 11. Aktionärsbrief 3. Quartal,
in Frankfurt am Main, Conference Call
30. 4. Hauptversammlung in Wiesbaden
14. 5. Aktionärsbrief 1. Quartal, Conference Call
12. 8. Aktionärsbrief 2. Quartal, Conference Call
16. 3. Bilanzpressekonferenz (voraussichtlich)
30. 4. Hauptversammlung (voraussichtlich)
Herbstpressekonferenz und Analystentreffen
Bilanzpressekonferenz und Analystentreffen
Hauptverwaltung Investor Relations
Rheingaustraße 182 D-65203 Wiesbaden
Telefon +49 (611) 60 29-100 Telefax +49 (611) 60 29-101 Website: www.sglcarbon.de
Etablierte Geschäfte
- Wir wollen unsere globale Marktposition stärken.
- Wir streben nach Kosten- und Technologieführerschaft.
- Wir optimieren unseren Cashflow.
SGL Technologies
- Wir wollen neue Geschäfte mit hohem Wachstums- und Gewinnpotenzial entwickeln.
- Wir stützen uns auf die eigene Wertschöpfungskette von der Carbonfaser bis zum Composite.
- Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen Hochtemperaturtechnologie sowie Werkstoff- und Engineering-Know-how.
SGL Excellence
- Wir wollen die Anforderungen unserer Kunden verstehen und erfüllen.
- Wir schaffen Werte für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter.
- Vertrauen, stetiges Lernen, offener Austausch und Kommunikation bestimmen unser Verhalten.
- Wir übernehmen Verantwortung und führen durch Vorbild.
- Wir fördern die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und unterstützen Teamarbeit.
- Wir sorgen für ein sicheres Arbeitsumfeld, das die gesetzlichen, sozialen und umweltbezogenen Anforderungen erfüllt.
- Wir wollen im Unternehmen eine Corporate Identity aufbauen.
Kennzahlen SGL CARBON weltweit
| 2002 (Mio. €) |
2001 (Mio. €) |
Veränderung (%) |
|
|---|---|---|---|
| Umsatz | 1.112 | 1.233 | – 10 |
| Carbon and Graphite | 551 | 620 | – 11 |
| Graphite Specialties1 | 196 | 231 | – 15 |
| Corrosion Protection | 212 | 236 | – 10 |
| SGL Technologies1 | 150 | 135 | 11 |
| Betriebsergebnis2 | 29 | 59 | – 51 |
| Carbon and Graphite3 | 52 | 79 | – 34 |
| Graphite Specialties1, 3 | 2 | 22 | – 91 |
| Corrosion Protection3 | 5 | 13 | – 62 |
| SGL Technologies1 | – 12 | – 34 | – 65 |
| Umsatzrendite4 | 3% | 5% | |
| Gewinn/Verlust vor Steuern | – 27 | – 66 | – 59 |
| Jahresfehlbetrag | – 24 | – 95 | – 75 |
| Ergebnis je Aktie (€) | – 1,08 | – 4,42 | – 76 |
| 2 Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) |
110 | 145 | – 24 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit5, 6 | 149 | 93 | 60 |
| Investitionen in Sachanlagen | 41 | 91 | – 55 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen7 | 71 | 78 | – 9 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwand | 25 | 31 | – 19 |
| Nettoumlaufvermögen8 | 385 | 549 | – 30 |
| Gebundenes Kapital9 | 967 | 1.213 | – 20 |
| Eigenkapital | 196 | 255 | – 23 |
| Bilanzsumme | 1.286 | 1.495 | – 14 |
| Verschuldungsgrad10 | 2,2 | 2,1 | |
| Zahl der Mitarbeiter (Jahresende) | 7.360 | 8.197 | – 10 |
| Marktkapitalisierung (Jahresende) | 175 | 488 | – 64 |
1 Umgliederung des Foliengeschäfts von Graphite Specialties zu SGLTechnologies
- 2 vor Aufwendungen für Kartellrisiken und Restrukturierung
- 3 vor Restrukturierungsaufwand
- 4 Betriebsergebnis zu Umsatz
- 5 bereinigt um Währungseffekte und vor Kartellzahlungen
- 6 siehe Seite 48
- 7 ohne Sonderabschreibungen in Zusammenhang mit Restrukturierung
- 8 Nettobuchwerte der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
AFRIKA/ASIEN
SGL ACOTEC S.a.r.l. MAROC, Safi
SGL ACOTEC Singapore Pte. Ltd., Singapur
EUROPA
Deutschland
Frankreich
SGL CARBON AG, Wiesbaden
SGL CARBON S.A., Chedde SGL TECHNIC S.A., Grenoble SGL ACOTEC S.a.r.l., Houdain
SGL CARBON GmbH, Meitingen SGL TECHNOLOGIES GmbH, Meitingen SGL BRAKES GmbH, Meitingen SGL ACOTEC GmbH, Siershahn KCH Beteiligungs GmbH, Siershahn SGL PanTrac GmbH, Berlin
SGL CARBON Europa
SGL CARBON Beteiligung GmbH, Wiesbaden
Grossbritannien
Italien
Österreich
Polen
Spanien
RK Carbon International Ltd., Wilmslow SGL TECHNIC Ltd., Muir of Ord P. G. Lawton Ltd., Halifax SGL CARBON Ltd., Alcester SGL ACOTEC Ltd., Sandbach
SGL CARBON S.p.A., Mailand SGL Risomesa S.p.A., Mailand SGL ACOTEC S.p.A., Mailand
SGL CARBON GmbH & Co., Steeg
SGL CARBON S.A., Nowy Sacz
SGL CARBON S.A., La Coruña
ZEW Zaklady Elektrod Weglowych S.A., Ratibor SGL ACOTEC Polska Sp. z.o.o., Kielce
SGL ACOTEC (Wuhan) Co. Ltd., Wuhan
Marokko
AMERIKA
Wesentliche konsolidierte Beteiligungen
SGL CARBON weltweit
Kennzahlen und Überblick über die Geschäfte
Anteil am Konzernumsatz
13 %
Produkte/Anwendungen Bremsscheiben Brennstoffzellen-Komponenten
Carbonfasern, Gewebe,
Anwendungen für Luftund Raumfahrt
Industrielle Verbundwerkstoffe (Composites) Expandierter Graphit
Garne
Kundenindustrien Automobil Elektronik Energiewirtschaft Flugzeugbau Wehrtechnik Halbleitertechnik
Chemie
Überblick über die Geschäfte
Anteil am Konzernumsatz
50% 18 % 19 %
Carbon and Graphite [CG] Graphite Specialties [GS] Corrosion Protection [CP] SGL Technologies [T]
Anteil am Konzernumsatz
Produkte/Anwendungen Prozesstechnologie Oberflächenschutz
Kundenindustrien Chemie Anlagenbau Energiewirtschaft Transport Pharmazie Umweltschutz Metallurgie
Produkte/Anwendungen Technische Anwendungen
Maschinenelemente Elektrische Kontakte
Halbleiter
Kundenindustrien Chemie
Energiewirtschaft Glas und Keramik Halbleitertechnik Maschinen- und Apparatebau Metallurgie Automobil
Anteil am Konzernumsatz
Produkte/Anwendungen Graphitelektroden Kathoden
Kohlenstoffelektroden Ofenauskleidungen
Kundenindustrien Stahl Aluminium Metallurgie
Brasilien
Kanada
Mexico
USA
SGL ACOTEC Ltda., São Paulo
Ceilcote S.A. de C.V., Mexico-City
HITCO CARBON Composites Inc., Gardena
SGL CARBON LLC., Charlotte M.G.P. Inc., Robesonia
SGL TECHNIC Inc., Valencia SGL ACOTEC Inc., Strongsville
SGL Canada Inc., Lachute
Singapur
China
9 Nettobuchwerte des Sachanlagevermögens, der immateriellen Vermögensgegenstände und des Nettoumlaufvermögens
10 Finanzschulden abzüglich flüssige Mittel zu Eigenkapital

Kennzahlen SGL CARBON weltweit Überblick über die Geschäfte

Anteil am Konzernumsatz

Produkte/Anwendungen
- Graphitelektroden
- Kathoden
- Kohlenstoffelektroden
- Ofenauskleidungen
Kundenindustrien
Stahl
1 Umgliederung des Foliengeschäfts von Graphite Specialties zu SGLTechnologies 2 vor Aufwendungen für Kartellrisiken und
5 bereinigt um Währungseffekte und vor Kartellzahlungen
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
8 Nettobuchwerte der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten
2 110 145 – 24
2002 2001 Veränderung (Mio. €) (Mio. €) (%)
Umsatz 1.112 1.233 – 10 Carbon and Graphite 551 620 – 11 Graphite Specialties1 196 231 – 15 Corrosion Protection 212 236 – 10 SGL Technologies1 150 135 11 Betriebsergebnis2 29 59 – 51 Carbon and Graphite3 52 79 – 34 Graphite Specialties1, 3 2 22 – 91 Corrosion Protection3 5 13 – 62 SGL Technologies1 – 12 – 34 – 65
Umsatzrendite4 3% 5%
Gewinn/Verlust vor Steuern – 27 – 66 – 59 Jahresfehlbetrag – 24 – 95 – 75
Ergebnis je Aktie (€) – 1,08 – 4,42 – 76
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit5, 6 149 93 60 Investitionen in Sachanlagen 41 91 – 55 Abschreibungen auf Sachanlagen7 71 78 – 9 Forschungs- und Entwicklungsaufwand 25 31 – 19
Nettoumlaufvermögen8 385 549 – 30 Gebundenes Kapital9 967 1.213 – 20 Eigenkapital 196 255 – 23 Bilanzsumme 1.286 1.495 – 14
Zahl der Mitarbeiter (Jahresende) 7.360 8.197 – 10 Marktkapitalisierung (Jahresende) 175 488 – 64
Verschuldungsgrad10 2,2 2,1
9 Nettobuchwerte des Sachanlagevermögens, der immateriellen Vermögensgegenstände und des Netto-
10 Finanzschulden abzüglich flüssige Mittel zu Eigenkapital
aus Lieferungen und Leistungen
umlaufvermögens
7 ohne Sonderabschreibungen in Zusammenhang
Restrukturierung
6 siehe Seite 48
mit Restrukturierung
3 vor Restrukturierungsaufwand 4 Betriebsergebnis zu Umsatz
- Aluminium
- Metallurgie

Anteil am Konzernumsatz

Produkte/Anwendungen
- Technische Anwendungen
- Halbleiter
- Maschinenelemente
- Elektrische Kontakte
Kundenindustrien
- Chemie
- Energiewirtschaft
- Glas und Keramik
- Halbleitertechnik
- Maschinen- und
- Apparatebau
- Metallurgie
- Automobil


Anteil am Konzernumsatz

Produkte/Anwendungen
Carbonfasern, Gewebe,
Anwendungen für Luftund Raumfahrt
Industrielle Verbundwerkstoffe (Composites) Expandierter Graphit
- Bremsscheiben
- Brennstoffzellen-Komponenten
Garne
- Kundenindustrien
- Chemie
- Anlagenbau
Produkte/Anwendungen Prozesstechnologie Oberflächenschutz
- Energiewirtschaft
- Transport
- Pharmazie
- Umweltschutz
- Metallurgie

- Elektronik
- Energiewirtschaft
- Flugzeugbau
- Wehrtechnik
- Halbleitertechnik
- Chemie
SGL CARBON weltweit
AFRIKA/ASIEN
SGL ACOTEC S.a.r.l. MAROC, Safi
SGL ACOTEC Singapore Pte. Ltd., Singapur
EUROPA
Deutschland
Frankreich
SGL CARBON AG, Wiesbaden
SGL CARBON S.A., Chedde SGL TECHNIC S.A., Grenoble SGL ACOTEC S.a.r.l., Houdain
SGL CARBON GmbH, Meitingen SGL TECHNOLOGIES GmbH, Meitingen SGL BRAKES GmbH, Meitingen SGL ACOTEC GmbH, Siershahn KCH Beteiligungs GmbH, Siershahn SGL PanTrac GmbH, Berlin
SGL CARBON Europa
SGL CARBON Beteiligung GmbH, Wiesbaden
Grossbritannien
Italien
Österreich
Polen
Spanien
RK Carbon International Ltd., Wilmslow SGL TECHNIC Ltd., Muir of Ord P. G. Lawton Ltd., Halifax SGL CARBON Ltd., Alcester SGL ACOTEC Ltd., Sandbach
SGL CARBON S.p.A., Mailand SGL Risomesa S.p.A., Mailand SGL ACOTEC S.p.A., Mailand
SGL CARBON GmbH & Co., Steeg
SGL CARBON S.A., Nowy Sacz
SGL CARBON S.A., La Coruña
ZEW Zaklady Elektrod Weglowych S.A., Ratibor SGL ACOTEC Polska Sp. z.o.o., Kielce
SGL ACOTEC (Wuhan) Co. Ltd., Wuhan
Marokko
AMERIKA
Wesentliche konsolidierte Beteiligungen
Brasilien
Kanada
Mexico
USA
SGL ACOTEC Ltda., São Paulo
Ceilcote S.A. de C.V., Mexico-City
HITCO CARBON Composites Inc., Gardena
SGL CARBON LLC., Charlotte M.G.P. Inc., Robesonia
SGL TECHNIC Inc., Valencia SGL ACOTEC Inc., Strongsville
SGL Canada Inc., Lachute
Singapur
China


| Geschäftsverlauf 2002 | 2 |
|---|---|
| Unternehmensziele 2002/2003 | 6 |
| SGL Excellence | 8 |
| Corporate Governance | 10 |
| Lagebericht | |
| Geschäftsentwicklung im Konzern | 12 |
| Entwicklung der Geschäfte | 15 |
| Bilanzstruktur | 17 |
| Liquidität und Kapitalausstattung | 18 |
| Investitionen und Abschreibungen | 19 |
| Forschung und Entwicklung | 19 |
| Umweltschutz und Arbeitssicherheit | 21 |
| Risikobericht | 22 |
| Ausblick auf 2003 | 23 |
| Jahresabschluss SGL Carbon AG | 25 |
| (Kurzfassung) | |
| Berichte aus den Geschäften | |
| Carbon and Graphite [CG] | 28 |
| Graphite Specialties [GS] | 32 |
| Corrosion Protection [CP] | 36 |
| SGL Technologies [T] | 40 |
| Die Aktie | 42 |
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 44 |
| Konzernjahresabschluss und Anhang Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung |
46 |
| Konzern-Bilanz | 47 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 48 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 49 |
| Konzern-Anhang | 50 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 84 |
| Aufsichtsrat | 87 |
| Vorstand | 88 |
| Management | 89 |
| Das Jahr 2002 Historie |
90 91 |
| Kontakt / Impressum | 92 |

2
Robert J. Koehler Vorstandsvorsitzender

Zum Geschäftsverlauf 2002
Fragen an den Vorstandsvorsitzenden Robert J. Koehler
Herr Koehler, wie beurteilen Sie zusammenfassend das abgelaufene Geschäftsjahr 2002?
Erstmals seit Jahrzehnten hat sich die Wirtschaft in allen wichtigen Regionen – Amerika, Europa und Asien – gleichzeitig abgeschwächt, mit teilweise rezessiven Erscheinungen. Der zumindest für die zweite Hälfte 2002 erwartete Aufschwung hat sich nicht eingestellt. Von dieser Wirtschaftskrise waren auch unsere Kunden in der Chemie- und Halbleiterindustrie betroffen. Lediglich in der Stahlindustrie zeigten sich nach der speziellen Krisensituation in den USA und dem Ende der Lagerabbauphase in Europa leichte Erholungstendenzen.
Wie hat sich SGL Carbon in diesem schwierigen Umfeld entwickelt?
Wir haben uns angesichts dieses Umfelds gut geschlagen. Unser wichtigstes Ziel für 2002 war die Erhöhung des Cashflow, um unsere Verschuldung zurückführen zu können. Den Cashflow haben wir deutlich erhöht, indem wir die Investitionen und das Working Capital signifikant verringerten. Allerdings sanken durch den starken Vorratsabbau die Kapazitätsauslastung und als Folge unser operatives Ergebnis. Das Ende 2001 eingeleitete Restrukturierungsprogramm führte zu deutlichen Kosteneinsparungen bei Carbon and Graphite und Graphite Specialties. Auch in den beiden anderen Bereichen Corrosion Protection und SGL Technologies waren wir mit unseren Kostensenkungsmaßnahmen erfolgreich.
Haben Sie die Finanzschulden reduzieren können?
Ein klares Ja: Statt der für 2002 angestrebten Zielmarke von 5% konnten wir die Nettoverschuldung um 19% senken. Das Working Capital haben wir sogar um 30% abbauen können.
Dennoch haben Sie Ihr Ergebnisziel für 2002 nicht erreicht.
In der Tat hatten wir Ende 2001/Anfang 2002 das Ziel, das operative Ergebnis annähernd auf Vorjahresniveau zu halten. Vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Wirtschaftsschwäche haben wir uns jedoch bereits Ende des ersten Quartals 2002 entschlossen, unsere Restrukturierungsmaßnahmen zu beschleunigen. Für 2002 war ursprünglich ein Abbau von 430 Mitarbeitern angekündigt. Tatsächlich haben wir die Zahl der Belegschaft jedoch um über 800 reduziert – mit entsprechender Kostenbelastung im Berichtsjahr. Daneben wurde der Lagerabbau überplanmäßig vorangetrieben, was die bereits oben erwähnten negativen Effekte im operativen Ergebnis zur Folge hatte. Schließlich haben die höher als erwartet ausgefallenen Kosteneinsparungen bei CG und GS zu einer bilanztechnisch erforderlichen Abwertung der Vorräte geführt, was im Betriebsergebnis ebenfalls negativ zu Buche schlug. Für uns war 2002 ein Jahr der Restrukturierung. Dass wir erforderliche Maßnahmen im Jahresverlauf beschleunigt und zum Teil in das Berichtsjahr vorgezogen haben, wird sich in den nächsten Jahren auszahlen.

Bruno Toniolo, Klaus Warning Vorstandsmitglieder



Was war der Grund für die Refinanzierung von SGL Carbon?
Um den mittelfristigen Finanzbedarf von SGL Carbon abzusichern, haben wir uns im Dezember 2002 über einen syndizierten Kredit zu vernünftigen Konditionen refinanziert. Mit dieser Refinanzierung bleiben wir flexibel und schaffen eine stabile Basis für unsere langfristig und international orientierte Strategie. Im Übrigen werten wir die Zusage der Banken angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds als Beweis ihres Vertrauens in unser Unternehmen.
Ist die Refinanzierung nicht teuer und was passiert nach Ablauf des Kredits?
Die mittelfristige Planungssicherheit bei Krediten kostet natürlich etwas: Der anfängliche Zinssatz beträgt etwa 6% und liegt damit nur rund 1% über unserem bisherigen Durchschnittssatz. Der Kredit hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Wenn wir dann mit den Banken über eine Anschlussfinanzierung verhandeln, wird SGL Carbon die Schulden weiter abgebaut haben und wirtschaftlich sicher deutlich besser dastehen als heute.
Wie wollen Sie die Schulden weiter verringern?
Indem wir weiterhin den Cashflow erhöhen. Dabei wird der wichtigste Hebel nun die Verbesserung des Betriebsergebnisses sein. Das Working Capital werden wir jedoch auch weiterhin reduzieren; aufgrund der bereits im Jahr 2002 erreichten Erfolge ist das Senkungspotenzial jetzt natürlich geringer.
Sind Sie mit Ihrer Verbesserungsinitiative "SGL Excellence" vorangekommen?
Mit dieser konzernweiten Initiative wollen wir kontinuierlich Kundennutzen schaffen, indem wir die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens nachhaltig stärken. Das erste Jahr unserer Verbesserungsinitiative verlief sehr erfolgreich: So haben wir beispielsweise im Rahmen unserer SIX-SIGMA-Maßnahmen 42 Projekte zur Erhöhung des Cashflow und des Ergebnisses angeschoben. Diese Projekte erbrachten bereits im ersten Jahr positive Beiträge zu Cashflow und Ergebnis. Für die Umsetzung der Projekte haben wir weltweit über 200 Mitarbeiter geschult.
»2002 war ein Jahr der Restrukturierung. Erforderliche Maßnahmen haben wir beschleunigt und vorgezogen. Das wird sich in den nächsten Jahren auszahlen. «
Geschäftsverlauf 2002
4

Hariolf Kottmann Vorstandsmitglied

Theodore H. Breyer Vorstandsmitglied

Thema "Corporate Governance":
Haben Sie den Kodex der Regierungskommission in Ihrem Unternehmen umgesetzt?
Das Thema ist für uns nicht neu. Immerhin haben wir bereits 1999 als MDAX-Vertreter in der Grundsatzkommission Corporate Governance an den Vorarbeiten zu einer erweiterten und an den Aktionärsinteressen ausgerichteten deutschen Corporate Governance aktiv mitgewirkt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex der Regierungskommission, der Ende 2002 in Kraft getreten ist und den wir ausdrücklich begrüßen, war die logische Weiterentwicklung. Unsere eigenen Corporate-Governance-Grundsätze haben wir nur an einigen wenigen Stellen um Empfehlungen des Kodex ergänzen müssen. Sie wurden im Dezember 2002 von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet. Die wesentlichen Bestandteile unserer Grundsätze sowie die Entsprechenserklärung haben wir in einem gesonderten Kapitel dieses Geschäftsberichts erläutert.
Was erwarten Sie für das Jahr 2003?
Ich bin skeptisch, ob es im Jahresverlauf 2003 zu einem nennenswerten Aufschwung der Weltwirtschaft kommen wird. Wir erwarten daher keine wesentliche Belebung der Nachfrage aus unseren Kundenindustrien. Allerdings werden sich unsere forcierten Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramme positiv auf das Ergebnis auswirken. Bei SGL Technologies streben wir ein ausgeglichenes Ergebnis an. Insgesamt wollen wir unser Betriebsergebnis gegenüber 2002 deutlich verbessern. Unser wichtigstes Ziel wird jedoch auch im Jahr 2003 der Schuldenabbau sein.
Was kann der Aktionär im Jahr 2003 von SGL Carbon erwarten?
Ohne Frage verlief das vergangene Börsenjahr für die meisten Aktionäre überaus enttäuschend: Die Finanzmärkte befanden sich weltweit in einer Krise, Börsenkurse fielen teilweise ins Bodenlose, Milliardenvermögen wurden vernichtet. Dieser Entwicklung sah sich auch die SGL Carbon-Aktie ausgesetzt. Zusätzlich übten negative Marktgerüchte Druck auf unsere Aktie aus. Mit der Refinanzierung und dem positiven Ausblick für die nächsten Jahre sehen wir allerdings wieder Steigerungspotenzial für unseren Aktienkurs. Doch auch für unsere Kunden und Mitarbeiter wird sich die stabile Finanzlage des Unternehmens auszahlen. Unsere Kunden dürfen weiterhin auf SGL Carbon als einen soliden Geschäftspartner vertrauen. Und unseren Mitarbeitern werden wir auch in Zukunft ein vertrauenswürdiger Arbeitgeber sein. Bedanken möchte ich mich daher bei all unseren Stakeholdern für die erfolgreiche Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und das Vertrauen, das sie unserem Unternehmen entgegengebracht haben.
» Unser wichtigstes Ziel wird auch im
Jahr 2003 der Schuldenabbau sein. «

6

Unternehmensziele und Status 2002
Konzern
| 2002 Unternehmensziele und Status 2002 Konzern |
||
|---|---|---|
| Cashflow | Ziel: Deutliche Erhöhung Status: Erhöhung des Free Cashflow um 135 Mio. € |
Anmerkung: Reduktion von Investitionen und Working Capital |
| Working Capital | Ziel: Reduzierung um über 5% Status: Reduzierung um 30% |
Anmerkung: Deutlicher Abbau von Vorräten |
| Netto verschuldung |
Ziel: Reduzierung um über 5% Status: Senkung um 19% |
Anmerkung: Höherer Cashflow für Schuldenabbau |
Etablierte Geschäfte CG, GS, CP
| Organisation CG und GS |
Ziel: Straffung der Organisation Status: Überführung von CG und GS in globale Business Units unter direkter Leitung von Vorstandsmitgliedern |
Anmerkung: Anpassung der Organisation an Globalisierung der Kunden und Wettbewerber; Straffung der Leitungsebenen |
|---|---|---|
| Restrukturierung CG und GS |
Ziel: Kostensenkung um 22 Mio. € Status: Kostensenkung um 30 Mio. € |
Anmerkung: Schließung von vier Standorten in den USA, weitere Spezialisierung von Produktionsstandorten |
SGL Technologies
| Geschäftsfeld | Ziel: Reduzierung der Verluste um 50 % Status: Verlustabbau um 65 % |
Anmerkung: Signifikante Kostensenkungen und Umsatzsteigerungen in allen Geschäften |
|---|---|---|
| Neue Produkte | Ziel: Kooperationen/Joint Ventures Status: Kooperationen intensiviert |
Anmerkung: Verstärkte Zusammenarbeit mit Automobilherstellern bei Bremsscheiben |
| Composites | Ziel: Ausbau Luft- u. Raumfahrtgeschäft Status: Verstärkung des Wehrtechnik bereichs in den USA |
Anmerkung: Zusätzliches Geschäft durch neue Projekte und Aufträge |
| Fasern | Ziel: Umsatzerhöhung Status: Umsatzsteigerung um 21% |
Anmerkung: Höhere Nachfrage nach Fasern |

Unternehmensziele 2002/2003

Unternehmensziele 2003
Konzern
| Konzern | Unternehmensziele 2003 | 2003 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis | Ziel: Deutliche Verbesserung | Anmerkung: Niedrigere Kostenbasis und leichte Mengen- und Preiserhöhungen |
| Netto verschuldung |
Ziel: Weiterer Schuldenabbau | Anmerkung: Höheres Betriebsergebnis und begrenztes Investitionsvolumen |
| SGL Excellence | Ziel: Ergebnisbeiträge von 10 Mio. € |
Anmerkung: Ausweitung der SIX-SIGMA-Projekte im gesamten Unternehmen für kontinuierliche Verbesserungen |
Etablierte Geschäfte CG, GS, CP
| Betriebsergebnis | Ziel: Steigerung in allen Geschäften |
Anmerkung: Weiterführung der Restrukturierungs programme bei CG und GS; Umsatzsteigerungen |
|---|---|---|
| Preise | Ziel: Erhöhung bei Graphit elektroden |
Anmerkung: Anstieg der Preise im Jahresverlauf um 100 –200 €/Tonne gegenüber Preisniveau 4. Quartal 2002 |
SGL Technologies
| Geschäftsfeld | Ziel: Weiterer Verlustabbau mit Betriebsergebnis nahe Break-even |
Anmerkung: Umsatzsteigerung um ca. 10% sowie weitere Kostensenkungen |
|---|---|---|
| Neue Produkte | Ziel: Geschäftsausweitung | Anmerkung: Produktivitätssteigerung und Gewinnung neuer Kunden bei Bremsscheiben. Innovationen bei Expandierten Graphiten |
| Composites | Ziel: Ausbau des Luft- und Raumfahrtgeschäfts |
Anmerkung: Neuaufträge in USA (HITCO) und Aufbau des Geschäfts in Europa. Strategische Überprüfung kleinerer Produkte. Umsatzsteigerung um gut 15% |
| Fasern | Ziel: Erweiterung der Produktpalette |
Anmerkung: Erschließung neuer Anwendungen. Überprüfung von Joint-Venture-Möglichkeiten |



SGL Excellence
SGL Excellence ist ein Programm, das eine Unternehmenskultur der kontinuierlichen Verbesserung zum Ziel hat. Die Mitarbeiter stehen dabei im Mittelpunkt.

SIX SIGMA als Methode
gestaltung oder bei Wettbewerbsanalysen.
SGL Excellence bedient sich der bewährten Methode SIX SIGMA. Diese Methode schafft durch klare Zielsetzung, detailliertes Messen und Analysieren bestehender Arbeitsabläufe sowie durch das Implementieren von Verbesserungen und deren Kontrolle eine dauerhafte Optimierung der Unternehmensprozesse.
Fazit nach einem Jahr
Um SIX SIGMA erfolgreich einsetzen zu können, musste im Unternehmen zunächst die Infrastruktur geschaffen werden. Die SIX-SIGMA-Methode basiert auf dem erfolgreichen Einsatz hochmotivierter Mitarbeiter, die durch externe Schulungen in der speziellen Methodik und ihrer Anwendung ausgebildet werden. Bereits nach einem Jahr sind bei SGL Carbon 212 Mitarbeiter geschult, davon insgesamt 38 so genannte "Black Belts". Dies sind Projektleiter, die – von ihrer bisherigen Tätigkeit freigestellt – in einem vierwöchigen Training ausgebildet wurden und mit wechselnden Teams drei bis vier Verbesserungsprojekte pro Jahr durchführen. Darüber hinaus verfügt

SGL Excellence

SGL Carbon mittlerweile über drei "Master Black Belts". Sie sind die Coachs der Projektteams, koordinieren sämtliche SIX-SIGMA-Projekte im Unternehmen und bilden die Teammitglieder aus. Der Fokus lag im Jahr 2002 eindeutig auf der Verbesserung des Cashflow. Dazu dienten vor allem Projekte zur Reduzierung der Vorräte sowie der offenen Forderungen.
Schwerpunkte 2003
Die in 2002 bereits begonnenen und in 2003 neu aufgelegten Projekte zielen auf Verbesserungen von 10 Mio. €. Die konsequente Anwendung der SIX-SIGMA-Methode wird zu weiteren nachhaltigen Verbesserungen in der Kostenstruktur und einer Erhöhung des Cashflow führen. Daneben werden verstärkt Projekte initiiert, die auf die Erhöhung des Kundennutzens und der Kundenzufriedenheit zielen. Auch unsere internen Prozesse werden messbar gemacht und auf das Wesentliche konzentriert.
Erhöhung des Kundennutzens
Beispiel: Vom Auftrag bis zur Auslieferung
Operational Excellence:
Durch die konsequente Anwendung der SIX-SIGMA-Methode gelang es GS am Standort Bonn, den Prozess vom Auftragseingang bis zur Auslieferung deutlich zu verbessern.

Die Anwendung von "Lean Tools", wie z.B. Kanban (ziehende Fertigung), führte zu einer Reduzierung der Bestände an unfertigen Erzeugnissen um 30%.

Die Anzahl verspäteter Lieferungen nahm um 90% ab.
Commercial Excellence:
Im Rahmen des Projekts wurden auch die administrativen Aufgaben untersucht, um eine verbesserte Fokussierung auf die Anforderungen unserer Kunden zu erreichen.

Die Verbesserung von Arbeitsabläufen ermöglichte die Reduzierung der Durchlaufzeiten um 35%.
Die Anwendung der SIX-SIGMA-Methode ist der kritische Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Erhöhung unserer Wettbewerbsfähigkeit.
Corporate Governance



Corporate Governance
Die Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG sollen eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle gewährleisten. Sie sollen das Vertrauen unserer Anteilseigner, Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie das der Öffentlichkeit nachhaltig fördern.
Als Vertreter der MDAX-Unternehmen haben wir seit 1999 in der Grundsatzkommission "Corporate Governance" an den Vorarbeiten zu einer erweiterten und an den Aktionärsinteressen ausgerichteten Corporate Governance in Deutschland mitgewirkt. Diese Vorarbeiten flossen in die Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG ein. Die um die Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" ergänzten Grundsätze wurden Ende 2002 von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet.
Die Grundsätze sollen die Arbeit des Vorstands und des Aufsichtsrats und deren Zusammenwirken transparenter machen und die Zuständigkeiten präzisieren. Sie gliedern sich in folgende Kernelemente:
1. Gesetzliche Grundlagen
Sie bilden den allgemeinen Rahmen für Satzung und Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG.
2. Grundsätze der Vorstandsarbeit
Sie enthalten die Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit im Vorstand, die Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten, Organisationsgrundsätze der Gesellschaft, Informationspflichten, Regeln für Interessenskonflikte und Eigengeschäfte sowie Vergütungsrichtlinien.
3. Grundsätze der Aufsichtsratsarbeit
Sie umfassen vor allem die Zuständigkeiten und Aufgaben des Aufsichtsrats, Beschlussfassungen, Regelungen für Interessenkonflikte und Eigengeschäfte sowie die Teilnahme an Sitzungen. Der Aufsichtsrat verfügt über einen Personalausschuss, Bilanz- und Prüfungsausschuss sowie einen Strategieausschuss, der den Aufsichtsrat stärker in die Strategieentwicklung des Unternehmens einbindet. Die Aufgaben der Ausschüsse und ihr Zusammenwirken mit dem gesamten Aufsichtsrat sind genau definiert.
Corporate Governance 11
4. Regelungen zur Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat
Sie enthalten unter anderem Grundsätze der Information und Kommunikation zwischen den Gremien und in den Ausschüssen sowie für die Vorbereitung von Sitzungen.
5. Spezifische Richtlinien
Sie regeln die Kommunikation mit den Finanzmärkten, die Vermeidung von Insidergeschäften sowie die Compliance-Politik von SGL Carbon. Diese überwacht die speziellen Verschwiegenheitspflichten von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Einhaltung von Insidervorschriften und der "Global Antitrust Compliance Policy". Diese Richtlinien enthalten Erläuterungen der Gesetzeslage und Verhaltensvorschriften für Vorstand, Aufsichtsrat und Mitarbeiter von SGL Carbon, die in besonderen Schulungen regelmäßig vermittelt werden.
Die Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG entsprechen den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" mit folgenden Ausnahmen:
- Die Satzung der SGL Carbon AG sieht eine feste Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder sowie eine zusätzliche Vergütung für die Mitarbeit in Ausschüssen vor. Wir sind der Ansicht, dass diese Regelung für unser Unternehmen geeignet ist und damit auf absehbare Zeit beibehalten werden soll.
- Die von der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossene Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) enthält keinen Selbstbehalt. Wir sind in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts nicht geeignet ist, verantwortungsvolles Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat zu verbessern. Zudem ist ein Selbstbehalt im Ausland unüblich.
Zum Zeichen des Einverständnisses und der persönlichen Verpflichtung haben alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der SGL Carbon AG die Corporate-Governance-Grundsätze unterschrieben. Die Grundsätze werden an die weitere Entwicklung von Gesetzen, Empfehlungen und Usancen angepasst.
» Corporate-Governance-Grundsätze sollen das Vertrauen unserer Anteilseigner, Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit nachhaltig fördern. «
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Lagebericht
Wirtschaftliches Umfeld
Die weltwirtschaftliche Lage hat sich im Jahr 2002 erwartungsgemäß nicht erholt. Ökonomische und geopolitische Auswirkungen des 11. September 2001 auf eine ohnehin schwache Konjunktur und die zunehmende Kriegsgefahr im Nahen Osten ließen die Weltwirtschaft weiter erlahmen.
Von dieser Entwicklung war auch ein Großteil unserer Kundenindustrien betroffen. Sie führte unter anderem zu einer verminderten Investitionstätigkeit in wichtigen Schlüsselindustrien wie der chemischen Industrie und dem Maschinen- und Anlagenbau. Auch in der Elektronikindustrie und im Halbleitermarkt hat sich die Nachfrage weiter abgeschwächt. Dagegen näherte sich in der Stahlindustrie – trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds und der Konkurse US-amerikanischer Stahlproduzenten – die Produktion im Jahresverlauf dem Vorjahr an. Die seit März 2002 auf Stahlimporte in die USA erhobenen Schutzzölle führten dort zu einer Verknappung des Angebots. Die Folge waren Preiserhöhungen auf dem amerikanischen Markt, die auch auf Europa und Asien ausstrahlten.
Geschäftsentwicklung im Konzern
Konzernumsatz unter Vorjahr
Der Konzernumsatz lag mit 1.112 Mio. € um 10% unter dem des Vorjahres. Dabei konnte die positive Geschäftsentwicklung bei SGL Technologies die gesunkenen Graphitelektrodenpreise und die konjunkturelle Schwäche in wichtigen Kundenindustrien unserer etablierten Geschäfte nicht ausgleichen.
Dies hatte Einfluss auf die Umsatzstruktur der Geschäftsfelder: Während die Anteile von Carbon and Graphite [CG] von 51% auf 50% und von Graphite Specialties [GS] von 20% auf 18% sanken, blieb Corrosion Protection [CP] unverändert bei 19%. Der Umsatzanteil von SGL Technologies [T] erhöhte sich auf 13%(Vorjahr: 10%).
Die regionale Umsatzstruktur hat sich hingegen nur geringfügig verändert: Während Deutschland mit 19% (Vorjahr: 20%) und Nordamerika mit 25% (26%) leicht rückläufig waren, stiegen die Anteile des übrigen Europas auf 34% (33%) und der übrigen Welt auf 22% (21%).



Das Bruttoergebnis vom Umsatz erreichte mit 226 Mio. € 23% weniger als im Vorjahr; die Bruttoumsatzrendite reduzierte sich von 24% auf 20%. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die gesunkenen Preise für Graphitelektroden, einen zum Teil ergebnisbelastenden Abbau unserer Lagerbestände sowie die Konjunkturschwäche der Abnehmerindustrien unserer Geschäfte GS und CP zurückzuführen. Einem weiteren Rückgang der Bruttoumsatzrendite konnten wir durch das Ende 2001 beschlossene Restrukturierungsprogramm für CG und GS entgegenwirken. Hier entwickelten sich die Kosteneinsparungen besser als geplant und trugen im Vergleich zum Vorjahr zu niedrigeren Umsatzkosten bei.
Mit 139 Mio. € lagen die Vertriebskosten um 10% unter dem Vorjahr (154 Mio. €). Auch die Kosten für Forschung und Entwicklung haben wir im Berichtszeitraum deutlich um 18% auf 25 Mio. € (31 Mio. €) gesenkt. Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten um 10 Mio. € auf 48 Mio. € reduziert werden. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen lagen mit einem positiven Saldo von 15 Mio. € um rund 5 Mio. € über dem Vorjahr.
Betriebsergebnis durch Konjunkturschwäche, Rückstellung und Sonderfaktoren belastet Das Betriebsergebnis vor Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung sank im Vergleich zum Vorjahr von 59 Mio. € auf 29 Mio. €.
Neben dem Umsatzrückgang vor allem bei GS und CP und dem Preisverfall bei Graphitelektroden sind hierfür im Wesentlichen zwei Sonderfaktoren verantwortlich:
Zum einen führte der gezielte Lagerabbau bei CG und GS zwar zu einer Verbesserung des Cashflow, jedoch auch zu einem weiteren Rückgang der Kapazitätsauslastung und damit einer niedrigeren Kostendeckung. Dies schlug sich in einer Ergebnisbelastung von rund 18 Mio. € nieder. Zum anderen haben wir bei CG durch Restrukturierungsmaßnahmen die Kostenposition erheblich verbessert; dies hatte jedoch eine bilanzielle Abwertung der Lagerbestände am Jahresende zur Folge.


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Im Rahmen der seit 1997 laufenden Untersuchungen gegen Unternehmen der Graphitindustrie wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens im Zeitraum von 1992 bis 1997 hat die Europäische Kommission im Dezember 2002 ein Bußgeld in Höhe von 28 Mio. € bei Spezialgraphiten gegen die SGL Carbon AG verhängt. Wir halten dieses Bußgeld für nicht gerechtfertigt und werden Klage beim Europäischen Gericht einreichen. Um mögliche Risiken abzudecken, haben wir die bereits vorhandenen Rückstellungen um 22 Mio. € vorsorglich erhöht.
Neben dem Ende 2001 beschlossenen Restrukturierungsprogramm für CG und GS in Nordamerika haben wir im Berichtsjahr weitere Kostensenkungspotenziale identifiziert und umgehend Maßnahmen ergriffen. Vorgezogene Restrukturierungen bei CP und GS in Europa führten zu einem zusätzlichen Abbau von 287 Stellen. Diese Maßnahmen belasteten das Betriebsergebnis einmalig mit rund 8 Mio. €.
Das Konzernbetriebsergebnis nach Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung belief sich damit auf –2 Mio. € im Berichtsjahr (Vorjahr: –17 Mio. €).
Finanzergebnis gegenüber Vorjahr annähernd halbiert
Das Finanzergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2002 um 23 Mio. € auf –25 Mio. €. Aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus und des Abbaus unserer Nettofinanzschulden reduzierte sich der Nettozinsaufwand für Kredite auf 25 Mio. € (Vorjahr: 26 Mio. €). Der Zinsanteil der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen blieb mit 10 Mio. € nahezu unverändert. Die stichtagsbezogene Umrechnung der US-Kartellverbindlichkeiten in Euro führte im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund des schwachen US-Dollar zu einem positiven, nicht zahlungswirksamen Währungseffekt von rund 4 Mio. € (Vorjahr: –5 Mio. €).
Dieser Effekt beinhaltet auch die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung der Währungsrisiken aus unseren in Dollar lautenden US-Kartellverbindlichkeiten. Die Streckung des Zahlungsplans der US-amerikanischen Kartellbehörden und die damit verbundene nicht zahlungswirksame Aufzinsung der in den Jahren 2003 –2007 fälligen Dollarverbindlichkeiten lieferten ebenfalls einen positiven Beitrag zum Finanzergebnis in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: –3 Mio. €).
Ergebnis nach Steuern verbessert
Der Steuerertrag des Geschäftsjahres resultierte aus der Aktivierung von steuerlichen Verlustvorträgen. Sie überstiegen die aus positiven Ergebnisbeiträgen ausländischer Gesellschaften resultierenden Steuerverbindlichkeiten, die nicht mit Verlustvorträgen anderer Gesellschaften verrechnet werden konnten. Dabei haben wir, wie bereits im Vorjahr, auf die Verluste in den USA und in Großbritannien keine latenten Steuerforderungen gebildet. Die Zuführung zur Rückstellung für Kartellrisiken wurde als steuerlich nicht abziehbarer Aufwand für die Konzernberichterstattung behandelt. Bei Berücksichtigung dieser beiden Effekte wäre das Ergebnis nach Steuern des Jahres 2002 um weitere rund 19 Mio. € entlastet worden.
Für das Geschäftsjahr 2002 verbesserte sich der Jahresfehlbetrag auf –24 Mio. € (Vorjahr: –95 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie beträgt –1,08 € (Vorjahr: –4,42 €).


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Restrukturierung bei CG und GS erfolgreich umgesetzt
Das Ende 2001 beschlossene Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm zur Neuausrichtung und Effizienzsteigerung unseres weltweiten Graphitgeschäfts entwickelt sich besser als geplant. Die Spezialisierung der Produktionsstandorte von CG ist bereits weit fortgeschritten. Wir haben 482 Stellen abgebaut und die Produktionsprozesse effizienter gestaltet, was die Produktionskosten nachhaltig reduzierte.
Die Halbzeugproduktion im US-amerikanischen GS-Geschäft haben wir weiter konsolidiert. Dazu wurde unser kostenintensivster Standort Niagara Falls stillgelegt, um freie Kapazitäten im Werk Morganton auszulasten. Durch die Stilllegung der Werke in Dallas und Hillsboro konnten wir die Weiterverarbeitung und Endfertigung im Werk St. Mary's zusammenfassen. Diese Maßnahmen führten neben der Rationalisierung zu einem zusätzlichen Abbau von 115 Stellen. Dank unseres Restrukturierungsprogramms konnten wir bereits im Jahr 2002 Kosten von 30 Mio. € einsparen, 8 Mio. € mehr als ursprünglich erwartet. Auch im Folgejahr rechnen wir mit weiteren Kosteneinsparungen.
Entwicklung der Geschäfte
Carbon and Graphite [CG]: Ergebnisbelastung durch Preisdruck und Restrukturierung Der Umsatz von CG betrug im Geschäftsjahr 551 Mio. €, 11% weniger als im Vorjahr. Vor allem im ersten Quartal wirkten sich die konjunkturelle Schwäche der Stahlindustrien in Japan und Nordamerika sowie die Lagerabbauphase in Europa aus. Im weiteren Jahresverlauf erholte sich die Stahlindustrie zwar, konnte jedoch den Einbruch zu Beginn des Jahres nicht mehr aufholen. Der Absatz von Graphitelektroden sank um 2% auf 173.000 Tonnen. Der Durchschnittspreis für Graphitelektroden gab im Berichtszeitraum um 16% auf 2.248 €/Tonne nach. Diese Entwicklung war im Wesentlichen auf vorhandene Überkapazitäten zurückzuführen.

Betriebsergebnis nach Geschäftsfeldern (Mio. €)1 Betriebsergebnis (Mio. €)
| 2002 | 2001 | Veränd. (%) | |
|---|---|---|---|
| CG | 52 | 79 | – 34 |
| GS | 2 | 22 | – 91 |
| CP | 5 | 13 | – 62 |
| T | – 12 | – 34 | – 65 |
| Corporate costs | – 18 | – 21 | – 15 |
| Konzern | 29 | 59 | – 51 |
1 nach HGB
2 vor Aufwendungen für Kartellrisiken und Restrukturierung
1 vor Aufwendungen für Kartellrisiken und Restrukturierung

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Durch die weiterhin gute Nachfrage der Aluminiumindustrie verbesserte sich der Umsatz bei Kathoden um 21% auf 91 Mio. €. Der Umsatz mit Ofenauskleidungen blieb dagegen mit 14 Mio. € unverändert. Ebenfalls steigern konnten wir unser Geschäft mit Kohlenstoffelektroden für die Siliziumproduktion; es stieg um 11% auf 42 Mio. €.
Das operative Ergebnis sank im Geschäftsjahr 2002 auf 52 Mio. € (Vorjahr: 79 Mio. €). Die Kostensenkungen konnten den Preisverfall bei Graphitelektroden in Europa und Nordamerika nur teilweise kompensieren. Die im Rahmen unseres Restrukturierungsprogramms reduzierten Produktionskosten führten bei der Vorratsbewertung am Jahresende zu einer einmaligen, nicht zahlungswirksamen Ergebnisbelastung von 6 Mio. €. Zusätzlich belasteten der zur Cashflow-Verbesserung vorgenommene Lagerabbau und die Kostenunterdeckung aufgrund des Umsatzrückgangs das Betriebsergebnis mit 6 Mio. €.
Graphite Specialties [GS]: Betriebsergebnis durch Vorratsabbau und Nachfragerückgang beeinträchtigt
Die anhaltende Konjunkturschwäche in unseren Kundenindustrien Halbleitertechnik, Chemie sowie Maschinen- und Apparatebau führte im Berichtsjahr zu einem Umsatzrückgang um 15 % auf 196 Mio. €. Davon waren bis auf Maschinenelemente alle Produktbereiche betroffen. Neben der Umsatzschwäche führte der gezielte Lagerabbau aufgrund der hohen internen Wertschöpfung und des damit verbundenen hohen Fixkostenanteils zu einer Ergebnisbelastung von 12 Mio. €. Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungsmaßnahmen lag mit 2 Mio. € um 20 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Realisierte Kostensenkungen aus dem Restrukturierungsprogramm in Höhe von rund 7 Mio. € konnten diese negativen Effekte nicht ausgleichen. Zusätzliche, zeitlich vorgezogene Restrukturierungsmaßnahmen in Europa führten zu einem Abbau von 91 Stellen und belasteten das Ergebnis mit 5 Mio. €. Damit lag das Betriebsergebnis nach Restrukturierungsmaßnahmen bei –3 Mio. €.
Corrosion Protection [CP]: Konjunkturbedingt schwache Auslastung
Der Umsatz von CP ging im Geschäftsjahr um 10 % auf 212 Mio. € zurück. Wesentliche Ursachen waren die Investitionszurückhaltung bei unseren Hauptkundenindustrien, allgemein niedrigere Ausgaben für Reparatur und Instandhaltung sowie Auftragsverschiebungen unserer Kunden in der Chemieindustrie sowie im Energie- und Umweltbereich. Von dieser Entwicklung waren alle Produktbereiche betroffen.
Diese Entwicklung veranlasste uns, für die Folgejahre geplante weitere strukturelle Anpassungsschritte in das Berichtsjahr 2002 vorzuziehen. Im Zuge dieser Restrukturierungen wurden an den beiden deutschen Standorten Siershahn und Bornum, in Houston (USA) sowie an verschiedenen anderen Standorten insgesamt weitere 196 Stellen abgebaut. Die Kosten beliefen sich hierfür im Berichtsjahr auf rund 4 Mio. €. Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungsaufwand lag mit 5 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums (13 Mio. €), da die kontinuierlichen

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Rationalisierungsmaßnahmen den Auslastungsrückgang nicht vollständig kompensieren konnten. Dies führte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 zu einem Betriebsergebnis nach Restrukturierungsaufwand in Höhe von 1 Mio. €.
SGL Technologies [T]: Verlustabbau übertrifft Erwartungen
Der Umsatz von SGL Technologies stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 11 % auf 150 Mio. €. Besonders erfreulich entwickelte sich das Wehrtechnik-Geschäft unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft HITCO mit einer Umsatzsteigerung von 15%. Daneben konnten wir den Absatz von oxidierten Carbonfasern für die Flugzeugindustrie und Composites für die Automobilindustrie steigern.
Mit einem operativen Betriebsergebnis von –12 Mio. € haben wir den Verlust des Vorjahres (–34 Mio. €) stärker zurückführen können als die ursprünglich geplante Halbierung. Weiterhin ergebnisbelastend wirkten die Vorlaufkosten für die Aufnahme der Serienfertigung von Carbon-Keramik-Bremsscheiben, die Unterauslastung der Faseranlagen sowie Aufwendungen für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellen-Komponenten und der Wehrtechnik. Die Verluste in den genannten Bereichen haben wir jedoch bereits erheblich zurückführen können.
Bilanzstruktur
Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem 31.12.2001 um 209 Mio. € auf 1.286 Mio. €; hierbei wirkten sich Wechselkurseffekte mit 89 Mio. € aus.
Der Rückgang des Anlagevermögens um 84 Mio. € resultierte im Wesentlichen mit 50 Mio. € aus währungsbedingter Umrechnung und mit 27 Mio. € aus über den Investitionen liegenden Abschreibungen. Das Nettoumlaufvermögen (Nettobuchwerte der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) haben wir deutlich verringert; der Rückgang um 30% auf 385 Mio. € (Vorjahr: 549 Mio. €) ist

Bilanzstruktur (%)

hauptsächlich auf den gezielten Abbau der Vorräte (–106 Mio. €) sowie auf geringere Forderungen (–54 Mio. €) zurückzuführen. Aufgrund dieser Maßnahmen haben wir die Nettofinanzschulden um 100 Mio. € oder 19 % auf 427 Mio. € zurückführen können. Der Verschuldungsgrad als Verhältnis von Nettofinanzschulden zu Eigenkapital erhöhte sich leicht auf 2,2 (Vorjahr: 2,1). Im Wesentlichen durch Währungseffekte sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung sank das Eigenkapital von 255 Mio. € auf 196 Mio. €. Damit verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 15% (Vorjahr: 17%).
Liquidität und Kapitalausstattung
Schulden deutlich abgebaut, Refinanzierung erfolgreich abgeschlossen Im Berichtsjahr haben wir die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich flüssige Mittel) von 527 Mio. € um 100 Mio. € auf 427 Mio. € weiter reduziert. Kernmaßnahmen waren die deutliche Verringerung des Nettoumlaufvermögens, gezielt gedrosselte Investitionsausgaben in Sachanlagen (41 Mio. € gegenüber 91 Mio. € in 2001) und die niedrigeren Kartellzahlungen aufgrund der im 1. Quartal 2002 mit den amerikanischen Kartellbehörden vereinbarten Streckung des Zahlungsplans. Unsere Forderungsverkäufe erreichten zum Geschäftsjahresende einen Betrag von 41 Mio. € (Ende 2001: 11 Mio. €). Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit stieg währungsbereinigt auf 139 Mio. € gegenüber 56 Mio. € im letzten Geschäftsjahr. Den Free Cashflow (Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit) haben wir gleichzeitig um 135 Mio. € auf 98 Mio. € erhöht. Die Reduzierung der Nettofinanzschulden wurde somit weitgehend operativ erwirtschaftet.
Im Dezember 2002 haben wir ein umfassendes Finanzierungspaket von verbindlich zugesagten Krediten in Höhe von 510 Mio. € geschnürt. Der syndizierte Kredit hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren und ist zu marktüblichen Konditionen abgesichert. Zusammen mit der bestehenden Wandelanleihe von 134 Mio. € sind damit sämtliche Finanzschulden einschließlich der verhängten
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.112 | 1.233 |
| Umsatzkosten | – 886 | – 941 |
| Bruttoergebnis | 226 | 292 |
| Vertrieb/Verwaltung/Sonstiges | – 197 | – 233 |
| Betriebsergebnis | 29 | 59 |
| Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung |
– 30 | – 76 |
| Finanzergebnis | – 26 | – 49 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – 27 | – 66 |
| Ertragsteuern | 3 | – 29 |
| Jahresfehlbetrag | – 24 | – 95 |
Gewinn- und Verlustrechnung, Kurzform (Mio. €)



Kartellstrafen abgedeckt. Die Gewährung ist an die Einhaltung bankenüblicher Konzerndeckungsrelationen (Covenants) geknüpft, wie Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich flüssige Mittel) zu EBITDA sowie EBITDA zu Zinsaufwand. Das syndizierte Darlehen stellt die Konzernfinanzierung mittelfristig auf eine solide Basis.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) und Aufwendungen für Kartellrisiken und Restrukturierung lag mit 110 Mio. € rund 35 Mio. € unter dem des Vorjahres. Die etablierten Geschäfte erzielten vor Restrukturierungsaufwand mit insgesamt 242 Mio. € weiterhin hohe positive operative Cashflows (vor Investitionsausgaben). Der Finanzmittelbedarf der SGL Technologies reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 35 Mio. € auf 3 Mio. €.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2002 ergab sich aus der Tilgung von Krediten und damit aus der Reduzierung unserer Nettofinanzschulden.
Investitionen und Abschreibungen
Investitionen mehr als halbiert
Die Investitionen in Sachanlagen gingen nach dem starken Anstieg des Vorjahres um 55% auf 41 Mio. € zurück; sie lagen um 30 Mio. € unter den Abschreibungen. Von den Investitionen entfielen 55% auf CG, 13% auf GS, 8% auf CP sowie 24% auf SGL T. Sachinvestitionen fielen in erster Linie im Rahmen von Ersatz- und Erhaltungsmaßnahmen an. Die Investitionen der SGL T haben sich nach dem Abschluss der umfangreichen Investitionstätigkeit der letzten Jahre erwartungsgemäß deutlich reduziert.
Investitionen in 2003 auf Vorjahreshöhe
Nachdem die Investitionen bei SGL T vorläufig abgeschlossen sind, erwarten wir für das laufende Jahr im Konzern ein Investitionsvolumen auf Vorjahreshöhe. Die Investitionen des Jahres 2003 werden voraussichtlich erneut rund 30 Mio. € unter den Abschreibungen liegen.
Forschung und Entwicklung
Im Rahmen unseres Restrukturierungsprogramms haben wir die Effizienz unserer Forschung und Entwicklung gesteigert und ihre Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 18% auf 25 Mio. € zurückgeführt.
Investitionen in Sachanlagen (Mio. €)
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| CG | 23 | 45 |
| GS | 6 | 13 |
| CP | 2 | 5 |
| T | 9 | 26 |
| Sonstige | 1 | 2 |
| Konzern | 41 | 91 |
F&E-Ausgaben (Mio. €)
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| CG | 8 | 9 |
| GS | 5 | 7 |
| CP | 2 | 2 |
| T | 9 | 9 |
| Sonstige | 1 | 4 |
| Konzern | 25 | 31 |


CG: Hohe mechanische Belastbarkeit von Elektroden
Durch intensive Forschung und Entwicklung verbessern wir ständig die Produkteigenschaften unserer Graphitelektroden. So konnte das Risiko von Materialbrüchen, die bei der Anwendung von Elektroden unter höchsten mechanischen Belastungen auftreten können, deutlich reduziert werden. Diese höhere mechanische Belastbarkeit verschafft unseren Graphitelektroden einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.
GS: Neuartiger Werkstoff senkt Produktionskosten
Bei isostatisch gepressten Graphiten haben wir einen neuartigen Werkstoff entwickelt und erfolgreich im Markt eingeführt. Er findet bereits breite Anwendung im Metallstrangguss-Verfahren und in der Halbleiterindustrie. In der Halbleiterindustrie trägt unser neuer Tiegelwerkstoff bei der Herstellung von Wafern deutlich zur Senkung der Produktionskosten bei.
CP: Effizientes Verbundrohrsystem für Chemieanlagen
Im Geschäftsfeld CP hat SGL Carbon ein spezielles neuartiges Verbundrohrsystem entwickelt, das die Substitution von metallischen Werkstoffen ermöglicht. Diese Leichtbau-Kunststoffrohrsysteme sind im Vergleich zu bisherigen Systemen chemikalienbeständig, vakuumfest und kostengünstiger.
Polymerboden verhindert statische Aufladung
Für die Elektronikindustrie haben wir einen chemisch hochbeständigen Polymerboden gegen elektrostatische Aufladung entwickelt. Die Ausfallrate elektronischer Bauelemente als Folge ungewollter elektrischer Entladung kann damit erheblich reduziert werden.
SGL T: Expandierter Graphit für latente Wärmespeicher
Der Zusatz von expandiertem Graphit in latenten Wärmespeichern erhöht deren Wärmeleitfähigkeit signifikant. Dadurch können Wärmespeicher kleiner konzipiert werden. Zugleich erschließen sich neue Anwendungen in der Fahrzeugklimatisierung, der Hausheizungstechnik und in einer Vielzahl von industriellen Prozessen.
Spritzgegossene Bipolarplatten für Brennstoffzellen
Durch eine Weiterentwicklung in der Spritzgusstechnik ist es nun möglich, Graphit-Bipolarplatten für Brennstoffzellen wirtschaftlich in großen Stückzahlen zu produzieren.
Die kostengünstige Herstellung von Brennstoffzellen-Komponenten (Bipolarplatten und Gasdiffusionsschichten) durch SGL T ist ein wichtiger Beitrag zur Kommerzialisierung der Brennstoffzelle, die sowohl im mobilen als auch im stationären Einsatz günstige Zukunftsaussichten aufweist.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit
Der Gesamtaufwand für Umweltschutz, Arbeitsschutz und Risikovorsorge belief sich im Berichtszeitraum auf 25 Mio. €. Hiervon entfielen 6 Mio. € auf Neuinstallationen sowie Maßnahmen für technische Umweltschutzeinrichtungen und 19 Mio. € auf laufende Betriebskosten. Der Aufwand für Arbeitsschutz und technische Risikovorsorge belief sich auf 3 Mio. €.
Unsere Maßnahmen zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit haben wir konsequent weitergeführt. Gegenüber dem Vorjahr sind die Fehltage sowie Arbeitsunfälle leicht angestiegen. Gemessen am industriellen Durchschnitt der Arbeitsunfälle weisen wir jedoch weiterhin einen hohen Sicherheitsstandard auf.
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage ergreifen wir unvermindert gezielte Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung von Umweltschutz, Arbeitsschutz und Risikovorsorge. Schwerpunkt im Umweltschutz des Jahres 2002 war die Installation von drei regenerativen Abgasverbrennungsanlagen neuester Entwicklung in Italien und Deutschland. Zusätzlich wurde in Deutschland eine Feststoff-Aufbereitungsanlage installiert. Mit dieser Anlage wollen wir die Umweltbelastung reduzieren, die Effizienz steigern und den Energiebedarf senken.
Arbeitsunfälle und Fehltage
| 2002 | 2001 | 2000 | 1999 | |
|---|---|---|---|---|
| Unfälle je 200.000 geleistete Arbeitsstunden |
2,38 | 1,9 | 1,4 | 1,2 |
| Fehltage je 200.000 geleistete Arbeitsstunden |
80 | 65 | 38 | 48 |
| Faktor Arbeits sicherheit (Safety Performance Index) |
21.542 | 12.164 | 3.561 | 4.899 |




Risikobericht
Unser Risiko-Management-System (RMS) besteht aus einer Reihe unterschiedlicher, ineinander verzahnter Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme. Sie umfassen sämtliche Bereiche des Unternehmens und werden kontinuierlich an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Das RMS basiert auf einem integrierten Planungsprozess, auf wertorientierten Kennzahlensystemen und Controlling-Reports. Operative Einheiten und zentrale Serviceabteilungen identifizieren die jeweiligen Kernrisiken über die gesamte mittelfristige Planungsperiode, ermitteln deren finanzielle Auswirkungen sowie anfängliche Eintrittswahrscheinlichkeiten und schlagen Maßnahmen vor. Im Rahmen von Zielsetzungsgesprächen des Vorstands mit den operativen Einheiten und zentralen Serviceabteilungen werden die Kernrisiken überprüft sowie Gegenmaßnahmen vereinbart und eingeleitet. Vierteljährlich erfolgen eine rollierende Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit der Kernrisiken, die Identifizierung eventuell neu auftretender Risiken sowie die Überprüfung der Gegenmaßnahmen durch die zuständigen Geschäftseinheiten und Serviceabteilungen.
Einzelrisiken werden vom Konzern-Controlling auf Quartalsbasis oder im Bedarfsfall ad hoc aggregiert und im Rahmen von Vorstandssitzungen besprochen. Der Vorstand informiert seinerseits in regelmäßigen Abständen den Aufsichtsrat über die Entwicklung der Risiken und das Risikomanagement. Zusätzlich überprüft die Konzernrevision als prozessunabhängige Instanz in angemessenen Zeitabständen alle Komponenten des Risiko-Management-Systems. Die Verantwortlichkeiten für das Risikomanagement sind in Konzernrichtlinien verankert.
Operative Risiken
Wesentliche operative Risiken für das Jahr 2003 sehen wir in einer anhaltenden, weltweiten Konjunkturschwäche und damit primär in der Preis- und Mengenentwicklung. Hinzu kommen eventuell höher als geplante Rohstoff-, Energie- und Personalkosten. Bei allen Geschäftseinheiten, insbesondere unseren Wachstumsgeschäften, unterliegen wir dem Risiko der technologischen Weiterentwicklung. Das Marktwachstum könnte geringer als erwartet ausfallen und geplante Kostensenkungen könnten sich nicht realisieren lassen. Eine laufende Kontrolle dieser Faktoren erfolgt innerhalb der Geschäftseinheiten sowie im Rahmen quartalsweise erstellter Berichte für den Vorstand, in denen auf wesentliche Abweichungen hingewiesen wird.
Finanzielle Risiken
Finanzielle Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus dem Ende Dezember 2002 abgeschlossenen syndizierten Kredit. Die Nichteinhaltung der vereinbarten Deckungsrelationen kann zu einer Vertragsaussetzung führen mit der Notwendigkeit, eine kurzfristige Streckung dieser Deckungsrelationen mit den Banken neu zu verhandeln. Dies könnte zu Mehrkosten oder im Wiederholungsfall zu einer Kündigung der Kreditlinien führen. Dem begegnen wir durch eine stringente Liquiditätspolitik und eine rollierende Liquiditäts- und Finanzplanung, die auf den laufenden aktualisierten Ergebnis- und Cashflow-Schätzungen der operativen Einheiten beruht. Der bestehende Kreditrahmen aus syndiziertem Kredit, Wandelanleihe und lokalen Kreditlinien deckt den absehbaren Finanzierungsbedarf des Konzerns.


Weitere finanzielle Risiken bestehen in Zins- und Wechselkursänderungen, gegen die wir uns durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente absichern. Für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten, die wir ausschließlich zu Sicherungszwecken einsetzen, gilt als oberster Grundsatz die Risikominimierung. Neben der funktionalen Trennung von Handel und Kontrolle führen wir auch in diesem Bereich regelmäßige Risikoeinschätzungen und unabhängige Prüfungen durch.
Kartellrechtliche Risiken
Die Verfahren vor den Kartellbehörden in den USA und in Kanada sind abgeschlossen. Beim Europäischen Gericht 1. Instanz ist die Klage gegen das von der Europäischen Kommission im Juli 2001 verhängte Bußgeld im Zusammenhang mit Graphitelektroden noch anhängig. Die Klage gegen das im Zusammenhang mit Spezialgraphiten im Dezember 2002 verhängte Bußgeld wird demnächst beim Europäischen Gericht eingereicht. Der Ausgang dieser Verfahren ist zur Zeit noch ungewiss.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Übertragung im Januar 2003 wurden sämtliche Anteile der SGL PanTrac GmbH veräußert.
Ausblick auf 2003
Nur moderate Erholung der Weltwirtschaft erwartet
Für das Jahr 2003 erwarten wir keine wesentliche Erholung der Weltwirtschaft. Einem abgeschwächten Wachstumskurs in den USA und einer zyklischen Erholung in Japan steht eine nur zögerliche Erholung der Konjunktur im europäischen Raum gegenüber. Diese Prognosen sind jedoch mit hohen wirtschaftlichen Risiken verbunden. Wir gehen davon aus, dass die Investitionsnachfrage in unseren Kundenindustrien Chemie und Halbleitertechnik erst im Jahresverlauf allmählich steigen wird. In der Stahlindustrie rechnen wir durchgängig mit einer stabilen Entwicklung. Dennoch erwarten wir für den Konzern eine deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr. Unsere Kostensenkungsmaßnahmen, höhere Preise bei Graphitelektroden sowie eine weitere deutliche Ergebnissteigerung bei SGL Technologies sollten sich dabei positiv auswirken.
CG: Stabile Nachfragesituation
Die Nachfrage der Stahlindustrien in den USA, in Europa und Asien sollte für das Gesamtjahr 2003 zu einem steigenden Absatz von Graphitelektroden und Kathoden führen. Die fortschreitende Konsolidierung der Graphitelektrodenindustrie dürfte einen weiteren Kapazitätsabbau bewirken und dadurch das Angebot verknappen. Vor diesem Hintergrund erscheinen unsere angekündigten Preiserhöhungen für Graphitelektroden durchsetzbar. Die Fortsetzung des Restrukturierungsprogramms wird unsere Kostenposition weiter verbessern. Aus diesen Gründen rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg unseres Ergebnisses.

GS: Keine wesentliche Konjunkturbelebung
Im Jahresverlauf 2003 erwarten wir keine wesentliche Konjunkturerholung in unseren Kundenindustrien Chemie, Ofenbau und Metallurgie. Für Nordamerika rechnen wir allerdings mit einer verbesserten Auftragslage.
Die Reorganisation, Kostenreduzierung sowie strategische Neupositionierung von GS sollte eine deutliche Ergebnisverbesserung bewirken.
CP: Investitionszurückhaltung der Kundenindustrien
Für unser CP-Geschäft gehen wir für das laufende Geschäftsjahr nicht von einer nennenswerten Konjunkturerholung aus. Das wirtschaftliche Verhalten unserer Schlüsselindustrien, vor allem Chemie und Anlagenbau, ist weiterhin von einer ausgeprägten Zurückhaltung bei Instandhaltungen und Investitionen gekennzeichnet.
Die Fortführung unserer Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sowie der Großauftrag eines australischen Magnesiumproduzenten sollten diese Entwicklung jedoch mehr als ausgleichen. Aus diesem Grund erwarten wir für das Geschäftsjahr 2003 eine merkliche Verbesserung des Betriebsergebnisses bei allerdings nur moderatem Umsatzanstieg.
SGL T: Weitere Verlustreduzierung
Für das Gesamtjahr 2003 erwarten wir einen weiteren Umsatzanstieg bei Carbonfasern, Carbon-Keramik-Bremsscheiben und im Wehrtechnik-Geschäft unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft HITCO.
Fertigungskostensenkungen bei Carbonfasern und Carbon-Keramik-Bremsscheiben werden den Betriebsverlust weiter verringern. Für das Gesamtjahr streben wir ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis an.
Liquiditäts- und Kapitalausstattung
Der mit der Refinanzierung zur Verfügung gestellte Finanzrahmen stellt im Jahresverlauf ausreichend Mittel zur Verfügung, um auch unterjährige Bedarfsspitzen abzudecken.
Die Einhaltung der von den Banken geforderten Konzerndeckungsrelationen ist durch die erwartete Verbesserung des Betriebsergebnisses und ein auch im Jahr 2003 begrenztes Investitionsvolumen sichergestellt.


Jahresabschluss der SGL Carbon AG (Kurzfassung nach HGB)
Bilanz
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Sachanlagen/Immaterielle Vermögensgegenstände | 34 | 21 |
| Finanzanlagen | 379 | 382 |
| Anlagevermögen | 413 | 403 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 486 | 532 |
| Flüssige Mittel, Wertpapiere, Rechnungsabgrenzungsposten | 1 | 0 |
| Umlaufvermögen | 487 | 532 |
| Gesamt | 900 | 935 |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | 245 | 245 |
| Rückstellungen und Sonderposten | 96 | 79 |
| Finanzschulden | 358 | 462 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 201 | 149 |
| Gesamt | 900 | 935 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis | 28 | 47 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 22 | 28 |
| Steuern | – 2 | – 8 |
| Jahresfehlbetrag | 0 | – 9 |
| Bilanzverlust | – 9 | – 9 |
Unser Geschäftsbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und die Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Elektrostahlproduktion, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften, bei den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen sowie in unvorhersehbaren Ereignissen im Zusammenhang mit den Nachprüfungen der europäischen Wettbewerbsbehörde. SGL Carbon beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

Die Wirtschaftlichkeit unserer Elektrostahlproduktion hat sich erhöht. Dank der mit SGL Carbon entwickelten 800-mm-Graphitelektrode können wir nun in kürzerer Zeit mehr Stahl erzeugen.
[Ulrich Eggers, Geschäftsführer Stahlwerk Peine, Salzgitter AG]
Stahl-Recycling durch Hochspannung. Der moderne Schmelzofen der Salzgitter AG ist mit den neuen, leistungsstarken 800-mm-Graphitelektroden von SGL Carbon ausgestattet. Eine Innovation mit Doppeleffekt: Weil sie die Entwicklung leistungsstärkerer Schmelzöfen und zugleich eine höhere Ofenproduktivität ermöglicht. Das senkt die Kosten.

Carbon and Graphite [CG]
SGL Carbon ist ein weltweit führender Anbieter von Carbon und Graphit. Graphitelektroden, die in Elektrolichtbogenöfen zur Herstellung von Elektrostahl eingesetzt werden, sind unsere wichtigsten Produkte im CG-Geschäft. Für den Einsatz in der Metallurgie und der Aluminiumindustrie stellen wir Kohlenstoffelektroden und Kathoden her. Unsere Ofenauskleidungen werden für die Roheisenherstellung benötigt.
Umschwung zur Jahresmitte
Die Rezession in den CG-Absatzmärkten prägte bis Mitte 2002 den Geschäftsverlauf. Infolge der von der US-Regierung verhängten Importzölle erholte sich die Stahlindustrie in den USA im zweiten Halbjahr. Auch in den Märkten in Asien und Europa – hier besonders bei den Spezialstählen – war ein wachsender Bedarf zu verzeichnen.
Erfolgreiche Restrukturierung
Um der zunehmenden Globalisierung unserer Kunden und dem verstärkten Wettbewerb Rechnung zu tragen, haben wir bereits Ende 2001 ein Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm zur Neuausrichtung und Effizienzsteigerung unseres weltweiten Graphitgeschäfts beschlossen. Die Spezialisierung der Standorte ist weit fortgeschritten. Wir haben etwa ein Fünftel der Stellen abgebaut und die Produktionsprozesse effizienter gestaltet. Die nachhaltige Reduzierung der Kosten war Ergebnis der Restrukturierungsanstrengungen.
Umsatz und Ergebnis rückläufig
Im CG-Geschäft erzielten wir einen Umsatz von 551 Mio. €, ein Rückgang von 11% gegenüber dem Vorjahr. Die Nachfrage erholte sich im Verlauf des Jahres deutlich und blieb im Gesamtjahr
| 2002 | 2001 | Veränd. (%) | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 551 | 620 | – 11 | |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 90 | 1171 | – 23 | |
| Betriebsergebnis | 52 | 791 | – 34 | |
| Umsatzrendite (in %) | 9 | 132 | ||
| Investitionen in Sachanlagen | 23 | 45 | – 49 | 1 vor Restrukturie |
| Abschreibungen | 38 | 38 | 0 | rungsaufwand 2 bezogen auf das |
| Forschung und Entwicklung | 8 | 9 | – 11 | Betriebsergebnis |
| Mitarbeiter (Jahresende) | 3.041 | 3.523 | – 14 | vor Restrukturie rungsaufwand |
Kennzahlen CG (Mio. €)
rungsaufwand 2 bezogen auf das Betriebsergebnis vor Restrukturierungsaufwand

verglichen zum Vorjahr nahezu unverändert. So haben wir weltweit 173.000 Tonnen abgesetzt, gegenüber 175.000 Tonnen im Vorjahr. Dagegen entwickelten sich die Preise weiter rückläufig: unsere Durchschnittspreise für Graphitelektroden lagen mit 2.248 €/Tonne um 16% unter denen des Vorjahres.
Wir erzielten ein Betriebsergebnis von 52 Mio. €, ein Rückgang von 34% gegenüber dem des Vorjahres. Dieses Ergebnis war – zusätzlich zu den gesunkenen Preisen – von der Vorratsbewertung zu deutlich reduzierten Produktionskosten mit 6 Mio. € belastet.
800-mm-Graphitelektrode ein großer Erfolg
Die 2001 als technische Weltneuheit im Markt eingeführte 800-mm-Graphitelektrode ist ein großer Erfolg. Sie bietet durch eine höhere Produktivität bei reduziertem Energieverbrauch eine Effizienzsteigerung von 20%. Zusammen mit der weiteren Qualitätsverbesserung unserer Grapitelektroden haben wir damit wichtige Wettbewerbsvorteile, die unsere Kunden anerkennen.
Das Joint Venture mit dem japanischen Graphitelektrodenhersteller TOKAI in Shanghai entwickelt sich planmäßig. Es verschafft SGL Carbon verstärkten Zugang zum chinesischen Stahlmarkt, der als weltweit größter Stahlmarkt zugleich die höchsten Zuwächse aufweist.
Der Trend zu graphitierten Kathoden ist ungebrochen. Wir konnten unsere Marktanteile bei diesem wichtigen Bestandteil von Aluminium-Schmelzöfen weiter steigern. Auch auf dem Markt für Kohlenstoffelektroden für die Silizium- und Phosphorerzeugung haben wir unsere Position als weltweite Nr. 1 weiter ausgebaut.
2003: Zeichen stehen auf Besserung
Aufgrund der zyklischen konjunkturellen Entwicklung unserer Märkte erwarten wir für 2003 einen steigenden Absatz. Die Auftragsbücher sind bereits gut gefüllt und versprechen eine anhaltend hohe Auslastung unserer Kapazitäten. Wir haben Anfang Februar eine Preiserhöhung für Graphitelektroden bekannt gegeben. Für die Graphitindustrie erwarten wir eine fortschreitende Konsolidierung, die zu einer weiteren Reduzierung der weltweiten Produktionskapazitäten führen könnte.

rungsaufwand

Als größter europäischer Hersteller von Silizium-Wafern für Solarzellen setzen wir Reinstgraphite von SGL Carbon ein, die speziell auf unsere technologischen Anforderungen zugeschnitten sind.
[Dr. Armin Müller, Leiter Produktion Kristallisation und F&E, Deutsche Solar AG, Freiberg]
Die Sonne ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Um sie zu nutzen, bedarf es leistungsstarker Solarzellen, die unter Einsatz von Silizium-Wafern der Deutsche Solar AG produziert werden. Bei deren Herstellung ist Graphit ein wesentlicher Bestandteil. SGL Carbon liefert dafür hochreine, speziell auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Reinstgraphite.
Graphite Specialties
GS
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Graphite Specialties [GS]
SGL Carbon ist ein führender Anbieter von Graphitspezialitäten. Als einziges Unternehmen weltweit beherrschen wir alle Herstellungsverfahren. Damit sind wir in der Lage, eine breite Palette unterschiedlicher Anwendungen und Industrien mit Graphitwerkstoffen und Systemlösungen zu bedienen.
Anhaltende Konjunkturschwäche in Schlüsselindustrien
Das Geschäftsfeld Graphite Specialties war von der anhaltenden Konjunkturschwäche in nahezu allen Abnehmerbranchen wie Halbleiter- und Chemieindustrie sowie Maschinen- und Anlagenbau und den daraus resultierenden Auftragsrückgängen besonders betroffen. Die schwache Nachfrage hier konnten wir nicht vollständig durch andere erfolgreiche Geschäfte ausgleichen.
Vorratsabbau belastet Ergebnis
Der Umsatz betrug 196 Mio. €, ein Rückgang um 15% gegenüber dem Vorjahr. Trotz umfangreicher Kostensenkung ging das operative Ergebnis vor Restrukturierungsaufwand um 20 Mio. € auf 2 Mio. € zurück. Im Rahmen des Working-Capital-Managements lag unsere Priorität auf dem Vorratsabbau. Dies belastete – zusammen mit einer niedrigeren Auslastung der Anlagen und zeitlich vorgezogenen Restrukturierungsmaßnahmen in Europa – im Berichtsjahr das Ergebnis. Die nachhaltigen Kostenentlastungen aus dem Ende 2001 beschlossenen Restrukturierungsprogramm konnten diesen Effekt nicht vollständig kompensieren.
Globale Ausrichtung der Organisation
Zu Beginn des Berichtsjahres haben wir das GS-Geschäft neu organisiert. Mit funktional gegliederten internen Strukturen werden wir den Herausforderungen, die sich aus den raschen Veränderungen auf der Kunden- und Wettbewerbsseite ergeben, besser gerecht.
| 2002 | 2001 | Veränd. (%) | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 196 | 231 | – 15 | |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen1 | 18 | 41 | – 56 | |
| Betriebsergebnis1 | 2 | 22 | – 91 | |
| Umsatzrendite2 (in %) | 1 | 10 | ||
| Investitionen in Sachanlagen | 6 | 13 | – 54 | |
| Abschreibungen | 16 | 193 | – 16 | |
| Forschung und Entwicklung | 5 | 7 | – 29 | |
| Mitarbeiter (Jahresende) | 1.476 | 1.682 | – 12 |
Kennzahlen GS (Mio. €)
1 vor Aufwendungen für Restrukturierung 2 bezogen auf das Betriebsergebnis vor Restrukturierungsaufwand 3 ohne Sonderabschreibungen
Graphite Specialties

Darüber hinaus bearbeiten wir detailliert unsere Geschäftsprozesse mit dem Ziel, sie zu vereinfachen, zu vereinheitlichen, zu modernisieren und zu beschleunigen. In allen Bereichen wurde dazu der SIX-SIGMA-Ansatz von SGL Excellence erfolgreich eingeführt. Erfolge bereits im ersten Jahr haben zu Einsparungen geführt.
Neuentwicklungen senken Produktionskosten
Bei isostatisch gepressten Graphiten haben wir einen neu entwickelten Werkstoff erfolgreich im Markt eingeführt. Er findet bereits breite Anwendung im Metallstrangguss und in der Halbleiterindustrie, wo er zur deutlichen Senkung der Produktionskosten unserer Kunden beiträgt. Für die Halbleiterindustrie haben wir außerdem einen neuen Tiegelwerkstoff entwickelt, der eine günstigere Wafer-Herstellung ermöglicht. Dies ist unser Verständnis von Wertschaffung für den Kunden.
Alternative Energien im Aufschwung
In dem wirtschaftlich jungen Markt der Solartechnik haben wir unsere Position stärker als das Marktwachstum (jährlich ca. 20%) ausbauen können. Wir sind ein wichtiger Zulieferer für die Herstellung von Solarzellen und bieten eine breite Palette von Graphitprodukten zur Bestückung der Silizium-Schmelztiegel und zur Ausstattung der Öfen an.
Restrukturierung wird 2003 Früchte tragen
Obwohl wir keinen wesentlichen Aufschwung in unseren Kundenindustrien erwarten, wird die Ende 2001 eingeleitete Restrukturierung im Geschäftsjahr 2003 maßgeblich dazu beitragen, die rückläufige Nachfrage zu kompensieren. Dies sollte zu einer moderaten Entwicklung des Betriebsergebnisses führen. Anfang 2003 haben wir uns mit dem Verkauf der SGL PanTrac GmbH, Berlin, in einem ersten Schritt von der Herstellung elektrischer Kontakte getrennt. Wir sehen weiteres Kostensenkungspotenzial und sind zuversichtlich, unsere Position in den USA, in Europa und Asien schrittweise ausbauen zu können.


Alles aus einer Hand. Die Nachfrage nach Systemlösungen steigt. Als weltweit einziger Hersteller bietet SGL Carbon das komplette Leistungsspektrum im industriellen Korrosionsschutz als Gesamtpaket an. Beim Bau der beiden neuen Gas- und Säuresynthese-Anlagen der ECI Elektro-Chemie GmbH wurde beispielsweise ein System aufeinander abgestimmter, korrosionsbeständiger Werkstoffe und Apparate inklusive der kompletten Prozess-Entwicklung geliefert.
Wir produzieren Chemikalien der Grundund Wasserchemie. Beim Thema Korrosionsschutz setzen wir auf Systemlösungen von SGL Carbon. Das spart Zeit und verringert unseren Entwicklungsaufwand.
[Dr. Jürgen Baune, Geschäftsführer ECI Elektro-Chemie GmbH, Bitterfeld]


Corrosion Protection [CP]
SGL Carbon ist weltweit der einzige Hersteller mit einem kompletten Produkt- und Dienstleistungsangebot im industriellen Korrosionsschutz. Die konsequente Verfolgung des Systemgedankens im Sinne von Full-Service-Leistungen für die Auftraggeber ist dabei ein ebenso wichtiger Erfolgsgarant wie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Produkt- und Leistungsportfolios mit einem starken Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden.
Auftragsverschiebungen infolge Konjunkturschwäche
Wegen der anhaltend schwierigen weltwirtschaftlichen Konjunkturlage hielten sich unsere Kunden aus dem Chemie-, Energie- und Umweltbereich bei ihren Investitionen und den Ausgaben für Wartung und Instandhaltung zurück. Zahlreiche geplante Großprojekte wurden verschoben bzw. sind gänzlich ausgefallen. Davon war insbesondere der Bereich Oberflächenschutz betroffen. Mit 212 Mio. € lag der Umsatz des Geschäftsfelds CP um 10% unter dem des Vorjahres.
Personalabbau belastet Ergebnis
Unsere laufenden Rationalisierungsmaßnahmen erweisen sich als wirksam. So haben wir die Kosten gesenkt und Maßnahmen, die für 2003 vorgesehen waren, bereits im Berichtsjahr durchgeführt. Der damit verbundene zusätzliche Personalabbau – insgesamt haben wir die Zahl der Mitarbeiter um 9% reduziert – belastete das Ergebnis mit 4 Mio. €. Dies trug zu einem Betriebsergebnis vor Restrukturierungsaufwand von 5 Mio. € bei, ein Rückgang von 8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.
| 2002 | 2001 | Veränd. (%) | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 212 | 236 | – 10 | |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 151 | 23 | – 35 | |
| Betriebsergebnis | 51 | 13 | – 62 | |
| Umsatzrendite (in %) | 22 | 6 | ||
| Investitionen in Sachanlagen | 2 | 5 | – 60 | 1 vor Aufwendungen |
| Abschreibungen | 10 | 10 | 0 | für Restrukturierung 2 bezogen auf das |
| Forschung und Entwicklung | 2 | 2 | 0 | Betriebsergebnis |
| Mitarbeiter (Jahresende) | 2.034 | 2.230 | – 9 | vor Restrukturie rungsaufwand |
Kennzahlen CP (Mio. €)
Corrosion Protection
CP
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Neuheit in der Herstellung von Kunststoff-Verbundrohren
Das Geschäft Plastic Applications hat ein neuartiges Verbundrohrsystem aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit Auskleidung aus modifiziertem PTFE entwickelt. Mit diesem System erschließen wir Betreibern von chemischen Anlagen mit korrosiver Beanspruchung Einsatzfelder, die mit konventionellen Kunststoff-Verbundrohrsystemen bisher nicht abzudecken waren.
China im Fokus
Trotz der schlechten Konjunktur verzeichnete unsere chinesische Tochtergesellschaft in ihrem Oberflächenschutz-Geschäft einen deutlich höheren Auftragseingang. Im Geschäftsjahr 2003 wollen wir unsere Aktivitäten in China und im übrigen Asien weiter ausbauen.
Großauftrag für australisches Magnesium-Projekt
Im Rahmen unserer internationalen Aktivitäten ist uns ein wichtiger Akquisitionserfolg gelungen. Für eine geplante Großproduktionsanlage der Australian Magnesium Corporation sollen wichtige Anlagensegmente gebaut werden. Mit einem Volumen von 27 Mio. € bis 2004 handelt es sich hierbei um den bislang größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte von CP. Der Auftrag aus Australien belegt die starke Position von SGL Carbon unter den weltweit führenden Wettbewerbern im industriellen Korrosionsschutz.
Ergebnisverbesserung erwartet
Im Geschäftsjahr 2003 werden wir unseren Systemansatz in den internationalen Märkten weiter implementieren. Im Rahmen unserer SGL-Excellence-Projekte rechnen wir mit zusätzlichen Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen.
Aufgrund der weiteren Zurückhaltung bei Instandhaltungen und Investitionen unserer Kundenindustrien rechnen wir nur mit einem moderaten Umsatzanstieg. Unsere Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sowie der Großauftrag aus Australien sollten jedoch zu einer merklichen Verbesserung des Betriebsergebnisses führen.



Boeing hat uns als Hauptlieferanten mit erstklassigem Service und hervorragender Qualität ausgezeichnet.
[Dale W. Mizer, Program Management, HITCO Carbon Composites, Inc., Gardena, USA]
Flugzeuge müssen sicher sein. Und effizient. So wie der Militär-Transporter C-17 Globemaster III von Boeing. Er kann nicht nur schwere Fracht über lange Distanzen befördern, sondern auch auf kurzen Rollbahnen landen. Entwickelt mit modernster Technik. Ein Heckteil des C-17 wird aus innovativen Carbon-Strukturbauteilen gefertigt. Von HITCO Carbon Composites, Inc., einer US-Tochter der SGL Carbon AG, die von Boeing für höchste Qualität und Sicherheit ausgezeichnet wurde.
SGL Technologies
40



SGL Technologies [T]
Auf der Basis der hohen Kompetenz von SGL Carbon für Hightech-Werkstoffe, Prozesse und Anwendungen entwickelt SGL Technologies neue Marktpotenziale. Mit ihrem Wachstumsgeschäft bilden wir von der Faser bis zum innovativen Verbundwerkstoff die gesamte Wertschöpfungskette ab, über die wir als einziges Unternehmen verfügen.
Positive Entwicklung in allen Geschäften
Unserem Wachstumsbereich SGL T ist es im Geschäftsjahr 2002 gelungen, sich in einem schwachen Marktumfeld gegen den allgemeinen Trend zu behaupten. Die Geschäfte Carbon Fibers, Expanded Graphite (Folien), Aerospace Composites und Brake Discs entwickelten sich besser als geplant. In vielen der noch jungen Geschäfte haben wir uns in der Spitzengruppe des Wettbewerbs etabliert. So sind wir Marktführer bei Expanded Graphite, einer der führenden Anbieter von Carbon Fibers und wichtiger Produzent von Brennstoffzellen-Komponenten.
Verlust mehr als halbiert
Das erfolgreiche Wehrtechnik-Geschäft, aber auch ein gutes Fasergeschäft haben den Umsatz um 11% auf 150 Mio. € gesteigert. Erfolgreiche Kostensenkungsmaßnahmen – speziell im Faserund im Brennstoffzellengeschäft – trugen zusätzlich zur besser als geplanten Ergebnisentwicklung bei. Mit der Rückführung der Verluste auf 12 Mio. € haben wir unser erklärtes Ziel der Verlusthalbierung gegenüber 2001 deutlich übertroffen.
Großes Potenzial im Aerospace-Composites-Geschäft
Im Wehrtechnik-Geschäft hat unsere US-Tochtergesellschaft HITCO ein "Special Security Agreement" für Verteidigungsaufträge mit der US-amerikanischen Regierung geschlossen. Dieser
| 2002 | 2001 | Veränd. (%) | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 150 | 135 | 11 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 5 | – 16 | – |
| Betriebsergebnis | – 12 | – 34 | – 65 |
| Umsatzrendite (in %) | – 8 | – 25 | |
| Investitionen in Sachanlagen | 9 | 26 | – 65 |
| Abschreibungen | 17 | 18 | – 6 |
| Forschung und Entwicklung | 9 | 9 | 0 |
| Mitarbeiter (Jahresende) | 757 | 705 | 7 |
Kennzahlen T (Mio. €)

Vertrag ermöglicht es HITCO, sich langfristig an neuen, sonst nur US-Unternehmen zugänglichen Verteidigungsprojekten zu beteiligen. So hat HITCO einen wichtigen Folgeauftrag von der Boeing Company zur Herstellung von großen Carbon-Strukturbauteilen für die Rümpfe von Militär-Transportflugzeugen des Typs C-17 Globemaster III erhalten, von denen pro Jahr etwa 20 Stück produziert werden. Darüber hinaus hat die Airbus Deutschland GmbH einen strategisch bedeutsamen Auftrag zur Lieferung von Leitwerk-Komponenten für den geplanten neuen Airbus A-380 erteilt.
Bremsscheiben-Serienproduktion aufgenommen
Mit unserer im Juli 2002 angelaufenen neuen Produktionsanlage für Carbon-Keramik-Bremsscheiben in Meitingen sind wir der einzige Serienlieferant weltweit. Die gesamten Investitionskosten lagen mit 24 Mio. € um 10% unter den ursprünglich geplanten Ausgaben. Die Zusammenarbeit mit Porsche verläuft positiv; gleichzeitig treiben wir mit mehreren großen Automobilherstellern Bremsscheiben-Entwicklungsprojekte für Sportwagen und Luxusfahrzeuge voran.
Spritzgusstechnik für Brennstoffzellen-Komponenten weiter entwickelt
Die Entwicklung im Geschäft mit Brennstoffzellen-Komponenten bei stationären Anwendungen verläuft gut. Wir sind an wichtigen Projekten beteiligt und haben unsere Ressourcen dem Markt angepasst. Durch die Weiterentwicklung der Spritzgusstechnik können nun Graphit-Bipolarplatten für Brennstoffzellen in großen Stückzahlen wirtschaftlich hergestellt werden.
Annähernd ausgeglichenes Ergebnis in 2003 angestrebt
Für 2003 erwarten wir aufgrund einer anhaltend positiven Entwicklung in allen Geschäften eine weitere Ergebnisverbesserung. Wegen des zunehmenden Einsatzes von Verbundmaterialien für die Konstruktion von Rotorblättern ist der Aufbau eines Geschäfts im Bereich der Windenergie vorgesehen. Daneben rechnen wir mit weiteren Belieferungsverträgen für Carbon-Keramik-Bremsscheiben und zusätzlichen Projekten in der Wehrtechnik. Insgesamt streben wir für das laufende Geschäftsjahr ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis an.

Die Aktie



Die Aktie
Für Anleger war 2002 ein schwarzes Börsenjahr: Die Baisse an den internationalen Aktienmärkte hielt weiter an. Diesem Trend konnte sich die SGL Carbon-Aktie nicht entziehen. Sie notierte Anfang Oktober auf einem historischen Tiefststand, konnte sich bis Jahresende jedoch wieder deutlich erholen.
Deutscher Aktienmarkt Schlusslicht in Europa
Vor dem Hintergrund der weltweiten Rezession und der politischen Unsicherheiten war der deutsche Aktienmarkt von der Zurückhaltung in- und ausländischer Investoren geprägt. Der DAX fiel in diesem Umfeld gegenüber dem Vorjahresultimo um 44%. Dies war der größte Rückgang seit über 50 Jahren und im abgelaufenen Börsenjahr zugleich die schlechteste Entwicklung aller westeuropäischen Aktienmärkte.
Kursverlauf von Unsicherheiten beeinflusst
Kennzahlen zur SGL Carbon-Aktie (€)
Ihren Jahreshöchststand verzeichnete die SGL Carbon-Aktie am 10. Januar 2002 bei 28,70 €. Danach entwickelte sich ihr Kurs bis September – parallel zum MDAX – rückläufig. Ursache war die anhaltend schwierige Geschäftsentwicklung aufgrund der Investitionszurückhaltung unserer Abnehmerindustrien. Ende Juni kursierten Spekulationen über eventuelle Probleme bei den Refinanzierungsverhandlungen, als deren Folge der Kurs der SGL Carbon-Aktie unter die Marke von 20,00 € fiel. Nachdem Ende September erneut Spekulationen aufkamen – diesmal über die Höhe einer drohenden EU-Kartellstrafe bei Spezialgraphiten –, verlor die Aktie weiter an Boden und sackte am 8. Oktober auf ein Allzeit-Tief von 5,10 €. Nach einer von hoher Volatilität geprägten Erholung schloss die Aktie am letzten Handelstag des Jahres bei 8,01 €, ein Minus von 64%
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | – 1,08 | – 4,42 |
| Eigenkapital je Aktie | 8,96 | 11,83 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 15 | 17 |
| Umsatzrendite (in %) | 3 | 5 |
| Höchstkurs | 28,70 | 70,80 |
| Tiefstkurs | 5,10 | 16,00 |
| Jahresschlusskurs | 8,01 | 22,65 |
| Anzahl der Aktien (Stück)1 | 2 21.864.450 |
21.564.450 |
1 1 Aktie = 3 ADRs 2 Gemäß Kapitalerhöhungsbeschluss des Vorstands vom 23.1.2002 und Zustimmung des Aufsichtsrats vom 28.1.2002

Die Aktie

gegenüber dem Kurs von 22,55 € am Ende des Vorjahres. In das Jahr 2003 startete unsere Aktie dagegen mit einer deutlichen Kurserholung und stieg bis Ende Februar auf 11,46 €.
Die Marktkapitalisierung ging von 488 Mio. € zum Jahresende 2001 auf 175 Mio. € Ende 2002 zurück. Mit durchschnittlich 78.000 pro Tag auf Xetra gehandelten Aktien nahm das Handelsvolumen gegenüber dem Vorjahr (69.000 Stück) dagegen deutlich zu.
Offene Kommunikation gerade in schwierigen Zeiten
Die Investor-Relations-Arbeit der SGL Carbon ist von Kontinuität und Transparenz geprägt. Gerade in den schwierigen Zeiten eines schwachen Aktienkurses hielten wir im vergangenen Jahr bei zahlreichen Veranstaltungen sowie über alle relevanten Medien ständigen Kontakt zu unseren Aktionären. Auf Roadshows in den USA, in Großbritannien, Kanada, in der Schweiz, in Österreich und Deutschland haben wir nicht nur die Verbindungen zu aktuellen Aktionären gepflegt, sondern auch wertvolle neue Investorenkontakte geknüpft.
Als eines der ersten Unternehmen hat SGL Carbon die Zulassung zum Prime Standard, dem neuen Topsegment des deutschen Aktienmarkts mit den höchsten Transparenzanforderungen, erhalten.
Vertrauen fördern und vertiefen
Wir rechnen für 2003 nicht mit einem deutlichen Anziehen der Konjunktur. Mit den erfolgreich durchgeführten Restrukturierungen sieht sich SGL Carbon jedoch auch für eine stagnierende Wirtschaftsentwicklung gut gerüstet. Nachdem die Unsicherheiten in Bezug auf die EU-Kartellstrafe und die Refinanzierung ausgeräumt sind, konzentrieren wir uns in der Kommunikation auf die Vermittlung der positiven Aussichten und Potenziale von SGL Carbon. Wir sind zuversichtlich, mit guten operativen Ergebnissen das Aktionärsvertrauen stärken und den Kurs der SGL Carbon-Aktie wieder positiv beeinflussen zu können.



44

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld ist nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglich. Unsere Personalpolitik unterstützt deren stetige Weiterentwicklung und bildet damit eine der wesentlichen Grundlagen für unsere Wettbewerbsfähigkeit.
Zahl der Beschäftigten gesunken
Im SGL Carbon Konzern waren am Jahresende 2002 7.360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 837 weniger als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.
In den etablierten Geschäften Carbon and Graphite, Graphite Specialties und Corrosion Protection war die Anzahl der Beschäftigten zum Jahresende 2002 mit 6.551 um insgesamt 884 niedriger als im Vorjahr (2001: 7.435). Durch die Umgliederung des Graphitfoliengeschäfts von Graphite Specialties zu SGL Technologies erhöhte sich die Belegschaft in unserem Wachstumsbereich um 52 auf 757 Beschäftigte (31.12.2001: 705).
Gute Beteiligung an Aktienprogrammen
Der im Jahr 2001 für die Mitglieder des Vorstands und rund 150 Führungskräfte eingeführte Bonusplan mit sogenannten "Matching Shares" wurde im Berichtsjahr erneut angeboten. Über die Hälfte der Berechtigten nahm das Angebot wahr, bis zu 50% ihres Jahresbonus in SGL Carbon-Aktien zu investieren. Nach Ablauf einer zweijährigen Sperrfrist erhalten die Teilnehmer dann die gleiche Anzahl an Aktien vom Unternehmen dazu. Insgesamt haben Vorstand und Führungskräfte dadurch 1,1 Mio. € in die Aktie investiert.
Im Rahmen des Bonusplans für tarifliche und außertarifliche Mitarbeiter haben wir rund 277.000 Aktien im Wert von 7,3 Mio. € ausgeschüttet. Nahezu die Hälfte der Mitarbeiter hat das



Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Angebot zum Erwerb steuerbegünstigter Belegschaftsaktien wahrgenommen und insgesamt 88.800 Aktien erworben.
"People Excellence" als Basis für Unternehmenserfolg
Dem Strukturwandel der Märkte und den veränderten Wettbewerbsbedingungen zu begegnen heißt auch, die Mitarbeiter für diese Veränderungen fit zu machen. Diesen Anforderungen tragen wir mit "People Excellence" Rechnung, einem der drei Kernelemente unserer konzernweiten Verbesserungsinitiative "SGL Excellence".
Im Vordergrund dieser Initiative steht die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter, die Weiterentwicklung bestehender und das Erlernen neuer Fähigkeiten und Kompetenzen sowie die langfristige Bindung hervorragender Mitarbeiter an das Unternehmen.
Vorstand und Management der operativen Einheiten haben sich verpflichtet, die von unseren Experten für Personal- und Organisationsentwicklung ausgearbeiteten Prozesse und Programme zu implementieren und somit die notwendigen und teilweise bereits eingeleiteten Veränderungen nachhaltig zu unterstützen.
Mit der Möglichkeit eines jeden Mitarbeiters, sich aktiv und gezielt in die angebotenen Programme und Maßnahmen einzubringen, wird die Weiterentwicklung von Stärken und Talenten gefördert. Das vorhandene Wissen und die zusätzlich gewonnenen Erfahrungen sind ein weiterer Baustein zum Unternehmenserfolg.
Training für Führungskräfte intensiviert
Auf der Grundlage des im letzten Jahr initiierten "Leadership"-Trainings für Führungskräfte haben wir im Berichtsjahr weitere Programme entwickelt und Schulungen für Führungskräfte veranstaltet. Ebenso wurde die bereits gestartete "Leadership"-Initiative für dasTopmanagement weitergeführt.
Mit gezielt eingesetzten Instrumenten, wie z.B. einem 360°-Feedback, werden Verbesserungspotenziale aufgezeigt und Fortschritte sichtbar gemacht. Bis zum Jahr 2004 sollen alle Führungsebenen konzernweit in die "Leadership"-Initiative eingebunden sein. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse und Fähigkeiten werden dazu beitragen, die vor uns liegenden Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.
Personalaufwand (Mio. €)
| 2002 | 2001 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 298 | 326 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung |
51 | 60 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 19 | 17 |
| Gesamt | 368 | 403 |

46 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 2002 | 2001 | ||
|---|---|---|---|
| Anhang | Mio. € | Mio. € | |
| Umsatzerlöse | 28 | 1.112,3 | 1.233,3 |
| Umsatzkosten | – 886,5 | – 941,8 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 225,8 | 291,5 | |
| Vertriebskosten | – 139,4 | – 154,5 | |
| Forschungskosten | – 25,4 | – 31,1 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 4 | – 47,5 | – 57,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | 5 | 15,1 | 10,6 |
| Ergebnis aus Betriebstätigkeit vor Aufwendungen in | |||
| Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung | 28,6 | 58,7 | |
| Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren | 6 | – 22,0 | – 35,0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 6 | – 8,3 | – 41,0 |
| Ergebnis aus Betriebstätigkeit | – 1,7 | – 17,3 | |
| Finanzergebnis | 7 | – 25,5 | – 48,5 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – 27,2 | – 65,8 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9 | 3,6 | – 29,2 |
| Jahresfehlbetrag vor Anteilen | |||
| anderer Gesellschafter | – 23,6 | – 95,0 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0,0 | – 0,2 | |
| Jahresfehlbetrag | – 23,6 | – 95,2 | |
| Ergebnis je Aktie in € (EPS basic) | 10 | – 1,08 | – 4,42 |
| Ergebnis je Aktie in € (EPS diluted) | 10 | – 1,08 | – 4,42 |
Konzern-Bilanz

Konzern-Bilanz 47
| Anhang | 31.12. 2002 Mio. € |
31.12.2001 Mio. € |
|
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 11 | 103,8 | 111,2 |
| Sachanlagen | 12 | 477,3 | 553,5 |
| Finanzanlagen | 13 | 33,2 | 34,0 |
| Anlagevermögen | 614,3 | 698,7 | |
| Vorräte | 14 | 288,4 | 394,2 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 208,1 | 262,2 |
| Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 16 | 60,7 | 47,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 268,8 | 309,6 | |
| Flüssige Mittel | 17 | 21,5 | 12,1 |
| Umlaufvermögen | 578,7 | 715,9 | |
| Latente Steuern | 18 | 93,4 | 80,4 |
| Gesamt | 1.286,4 | 1.495,0 | |
| PASSIVA | |||
| Gezeichnetes Kapital | 56,0 | 55,2 | |
| Kapitalrücklage | 111,3 | 111,3 | |
| Gewinnrücklagen | 52,6 | 183,9 | |
| Bilanzverlust | – 23,6 | – 95,2 | |
| Eigenkapital | 19 | 196,3 | 255,2 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1,4 | 1,6 | |
| Eigenkapital/Anteile anderer Gesellschafter | 197,7 | 256,8 | |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 20 | 190,6 | 193,1 |
| Andere Rückstellungen | 21 | 149,2 | 164,6 |
| Rückstellungen | 339,8 | 357,7 | |
| Finanzschulden | 448,5 | 538,9 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 110,5 | 107,7 | |
| Übrige Verbindlichkeiten | 151,2 | 197,2 | |
| Verbindlichkeiten | 22 | 710,2 | 843,8 |
| Latente Steuern | 23 | 38,7 | 36,7 |
| Gesamt | 1.286,4 | 1.495,0 |
48 Konzern-Kapitalflussrechnung1
| 2002 Mio. € |
2001 Mio. € |
|
|---|---|---|
| CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT: | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – 27,2 | – 65,8 |
| Überleitung vom Jahresergebnis zum Finanzmittelbestand | ||
| erzielt aus der Geschäftstätigkeit: | ||
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens | – 2,8 | 1,0 |
| Gewinn/Verlust aus dem Verkauf von Beteiligungen | – 1,0 | 0,0 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 81,4 | 86,8 |
| Sonderabschreibungen Anlagevermögen | 0,0 | 9,8 |
| Gezahlte Steuern | – 22,3 | – 13,6 |
| Veränderung der Rückstellungen, netto | – 2,8 | 16,3 |
| Veränderung im Nettoumlaufvermögen: | ||
| Vorräte | 82,7 | – 26,8 |
| Sonderabschreibungen Vorräte | 0,0 | 15,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44,7 | 33,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und andere betriebliche Verbindlichkeiten | 6,8 | 6,2 |
| Andere betriebliche Aktiva/Verbindlichkeiten | – 10,4 | 30,0 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit vor Kartellbußgeldzahlungen | 149,1 | 92,7 |
| Zahlungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren | – 10,1 | – 36,9 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 139,0 | 55,8 |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | ||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte | – 53,6 | – 96,1 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Anlagewerten | 7,8 | 3,8 |
| Ausgaben für Finanzanlagen | – 0,7 | – 5,7 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Finanzanlagen | 5,6 | 5,5 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | – 40,9 | – 92,5 |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | ||
| Veränderung der Finanzschulden | – 87,6 | 36,5 |
| Gewinnausschüttungen | – 0,2 | – 0,1 |
| Nettoerlös aus Kapitalerhöhung | 0,8 | 2,2 |
| Mittelabfluss/-zufluss aus Finanzierungstätigkeit | – 87,0 | 38,6 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen | – 1,7 | 0,4 |
| Nettoveränderung des Finanzmittelbestands | 9,4 | 2,3 |
| Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres | 12,1 | 9,8 |
| Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 21,5 | 12,1 |
1 bereinigt um Währungseffekte
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 49
| Mio. € | Ge- zeich- netes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
davon aus Wäh- rungs- umrech- nung |
Bilanz- gewinn/ -verlust |
Eigen- kapital |
Anteile anderer Gesell- schafter |
Ins gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2001 | 54,8 | 109,5 | 208,7 | 15,5 | – 36,0 | 337,0 | 2,1 | 339,1 |
| Verwendung des Jahresergebnisses 2001 |
– 36,0 | – 59,2 | – 95,2 | 0,2 | – 95,0 | |||
| Sonstige Eigenkapital veränderungen |
– 0,6 | – 0,6 | – 0,7 | – 1,3 | ||||
| Kapitalerhöhung | 0,4 | 1,8 | 2,2 | 2,2 | ||||
| Wechselkursdifferenzen | 11,8 | 11,8 | 11,8 | 11,8 | ||||
| Stand am 31.12.2001 | 55,2 | 111,3 | 183,9 | 27,3 | – 95,2 | 255,2 | 1,6 | 256,8 |
| Stand am 1.1.2002 | 55,2 | 111,3 | 183,9 | 27,3 | – 95,2 | 255,2 | 1,6 | 256,8 |
| Verwendung des Jahresergebnisses 2002 |
– 95,2 | 71,6 | – 23,6 | – 23,6 | ||||
| Sonstige Eigenkapital veränderungen |
– 0,2 | – 0,2 | ||||||
| Kapitalerhöhung | 0,8 | 0,8 | 0,8 | |||||
| Wechselkursdifferenzen | – 36,1 | – 36,1 | – 36,1 | – 36,1 | ||||
| Stand am 31.12.2002 | 56,0 | 111,3 | 52,6 | – 8,8 | – 23,6 | 196,3 | 1,4 | 197,7 |
50 Konzern-Anhang
Zusammenfassung der Rechnungslegungsmethoden 1
Beschreibung der Geschäftstätigkeit
SGL Carbon Aktiengesellschaft ("SGL Carbon") ist zusammen mit ihren Tochtergesellschaften ("SGL Carbon Konzern") ein weltweit tätiger Hersteller von Carbon- und Graphitprodukten. Bezüglich weiterer Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit wird auf Anmerkung 28 verwiesen.
Grundlagen der Darstellung
Der Konzernabschluss des SGL Carbon Konzerns ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), vormals International Accounting Standards (IAS), des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt worden. Alle für das Geschäftsjahr 2002 anzuwendenden Standards wurden berücksichtigt. Die Hinweise zu den IFRS/IAS betreffen den aktuellen Stand. Eine Anwendung der IFRS/IAS war möglich, da nach dem in 1998 eingeführten § 292a des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) ein Konzernabschluss nach international anerkannten Bilanzierungsgrundsätzen – wie den IFRS/IAS – als befreiend gilt.
Der Konzernabschluss 2002 wurde wie im Vorjahr in Euro (€) aufgestellt. Die Darstellung erfolgt in Millionen Euro (Mio. €), kaufmännisch gerundet auf eine Nachkommastelle, wobei der festgelegte Umrechnungskurs von Euro zur Deutschen Mark vom 1. Januar 1999 von 1,95583 DM für einen Euro zugrunde gelegt wurde.
Konsolidierungsmethoden
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei Tochterunternehmen mit abweichendem Bilanzstichtag legen wir Zwischenabschlüsse zu Grunde. Bis auf zwei Zwischenholdings und bei drei kleineren Gesellschaften wurden alle Abschlüsse von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft und testiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Danach werden die Anschaffungswerte der Anteile an den Tochterunternehmen mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt. Nach Berücksichtigung von Stillen Reserven/Lasten wird ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag als Geschäftswert aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert und über seine voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Negative Unterschiedsbeträge werden gemäß IAS 22 offen von den aktivischen Geschäftswerten abgesetzt und entsprechend der Nutzungsdauer des Vermögensgegenstands in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst. Geschäftswerte, die bis 1994 entstanden sind, wurden erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet.
Gesellschaften sowie Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures), mit einem Anteil zwischen 20% und 50% und auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, werden mit dem anteiligen fortgeführten Eigenkapital (Equity Methode) bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften, Zwischenergebnisse sowie konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Auf temporäre Differenzen aus der Konsolidierung werden gemäß IAS 12 latente Steuerabgrenzungen vorgenommen.
51 Fremdwährungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten in den Einzelabschlüssen werden zu Mittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Gesicherte Bilanzpositionen und die zugehörigen Derivate werden separat zu Marktwerten am Bilanzstichtag nach IAS 39 Nr. 103 bewertet.
Die Jahresabschlüsse von Gesellschaften außerhalb der Europäischen Währungsunion werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Bei allen Gesellschaften des SGL Carbon Konzerns erfolgt dies auf Basis der jeweiligen Landeswährung, da die Gesellschaften wirtschaftlich selbstständig sind. Bei nicht in Euro aufgestellten Jahresabschlüssen werden die Bilanzposten zu Mittelkursen am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Anwendung unterschiedlicher Kurse zwischen den Gewinn- und Verlustrechnungen und den Bilanzen ergeben, sowie Unterschiede aus der Umrechnung des Netto-Reinvermögens mit gegenüber dem Vorjahr geänderten Kursen werden in den Gewinnrücklagen ausgewiesen.
Die Wechselkurse der für den Konzernabschluss wesentlichen Währungen haben sich wie folgt verändert:
| Devisenmittelkurse in € am Bilanzstichtag | Jahresdurchschnittskurse in € | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12. 2002 | 31.12. 2001 | 2002 | 2001 | ||
| US-Dollar | USD | 1,0415 | 0,8820 | 0,9448 | 0,8957 | |
| Pfund Sterling | GBP | 0,6502 | 0,6088 | 0,6288 | 0,6219 | |
| Kanadischer Dollar | CAD | 1,6385 | 1,4102 | 1,4826 | 1,3866 | |
| Polnischer Zloty | PLN | 4,0202 | 3,5068 | 3,8894 | 3,6815 |
Finanzinstrumente
Der SGL Carbon Konzern nutzt alle gängigen Finanzinstrumente wie Zinsswaps, Zinsoptionen, Devisentermin- und optionsgeschäfte rein zu Absicherungszwecken und zur Risikominderung.
Derivative Finanzinstrumente werden bei Abschluss des Geschäfts zu Anschaffungskosten bilanziert. Anschließend werden sie zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung orientiert sich an dem Grundgeschäft.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über eine planmäßige Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Erworbene Geschäftswerte werden grundsätzlich aktiviert und über ihre planmäßige Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben. Selbsterstellte Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und über die erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern sich ein zukünftiger Nutzen ableiten lässt. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen werden nicht aktiviert, sondern sofort ergebniswirksam erfasst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten auch die notwendigen Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Reparaturkosten werden direkt aufwandswirksam
52 erfasst. Verträge, bei denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstands trägt und die entsprechend wirtschaftlich als Finanzierung anzusehen sind (Finance Leases), werden zu Marktwerten bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die übrigen Leasingvereinbarungen werden als Mietleasingverträge behandelt mit der Folge, dass die Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst werden. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind wie folgt: Gebäude 10 bis 41 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 25 Jahre, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.
Soweit Zugänge von beweglichen Sachanlagen in der ersten Jahreshälfte erfolgen, wird die volle Jahresabschreibung verrechnet, bei Zugängen in der zweiten Jahreshälfte die halbe Jahresabschreibung. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen. Die daraus resultierenden Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind von untergeordneter Bedeutung.
Finanzanlagen
Finanzanlagen werden zu Anschaffungswerten – gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen – bilanziert. Zinslose und niedrig verzinsliche langfristige Ausleihungen werden mit einem marktüblichen Satz für risikofreie Papiere abgezinst.
Vorräte
Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode bewertet. Soweit erforderlich wird der niedrigere realisierbare Nettoveräußerungswert angesetzt. Der realisierbare Nettoveräußerungswert ergibt sich als der erwartete Verkaufspreis abzüglich Kosten für Fertigstellung und Vertrieb. Für Risiken im Vorratsvermögen werden darüber hinaus individuelle Wertberichtigungen vorgenommen. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Direkt zurechenbare Kosten enthalten vor allem Kosten für Personal inklusive Altersversorgung, Abschreibungen und direkt zuordenbares Material. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert. Fertigungsaufträge, deren Ergebnisse verlässlich geschätzt werden können und die wesentliche Auswirkungen haben, werden nach dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag entsprechend IAS 11 bewertet.
Kundenbezogene Aufwendungen
Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderung sowie andere kundenbezogene Aufwendungen werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst. Rückstellungen für geschätzte Aufwendungen im Rahmen von Gewährleistungen werden nach dem Zeitpunkt des Verkaufs des entsprechenden Produkts gebildet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übrige Forderungen werden zum Nennbetrag abzüglich Einzelwertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen, angesetzt. Wechselforderungen und sonstige langfristige Forderungen werden abgezinst.
Der Wertansatz von Vermögensgegenständen wird überprüft, sofern sich Anhaltspunkte ergeben, dass der Buchwert eines Vermögensgegenstands den Nutzungswert bzw. den Nettoveräußerungspreis übersteigt (Impairment Test). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung.
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von leistungsorientierten Plänen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Renten-
53 anpassungen gemäß IAS 19 von unabhängigen Versicherungsmathematikern berechnet. Der Zinsanteil an der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Leistungen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen werden direkt als Aufwand berücksichtigt.
Übrige Rückstellungen
Nach IAS 37 werden Übrige Rückstellungen gebildet, wenn gegenüber Dritten eine Verpflichtung besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung des Betrags möglich ist. Eine Abzinsung langfristiger übriger Rückstellungen erfolgt nur im Einzelfall. Restrukturierungsrückstellungen werden gebildet, sofern ein formaler Restrukturierungsplan verabschiedet und ausreichend detailliert öffentlich verkündet wurde. In Anmerkung 31 ist die Bilanzierung und die Rückstellungsbildung der Aktienoptionspläne beschrieben.
Umweltschutzverpflichtungen
Der SGL Carbon Konzern bildet Rückstellungen für Umweltschutzverpflichtungen, sobald es wahrscheinlich ist, dass eine solche Verpflichtung besteht und ihr Betrag vernünftig geschätzt werden kann. Mögliche Entschädigungszahlungen von Versicherungen werden bei der Schätzung solcher Verbindlichkeiten nicht abgesetzt.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder mit dem höheren Rückzahlungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Unverzinslich oder niedrig verzinsliche Verbindlichkeiten, die erst nach einem Jahr fällig sind, werden auf den Bilanzstichtag abgezinst. Einmalgebühren für Kreditverträge werden über die Laufzeit der Darlehensverträge abgegrenzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Eine Erfassung von Zuwendungen der öffentlichen Hand erfolgt nur dann, wenn die Zuwendungen gewährt werden und die Erfüllung der Bedingungen wahrscheinlich ist. Die Beträge werden in den Rechnungsabgrenzungsposten erfasst und entsprechend dem Anfall der zugehörigen Aufwendungen ertragswirksam aufgelöst.
Erträge und Aufwendungen
Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres werden erfasst, wenn sie realisiert sind. Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs, grundsätzlich nach Lieferung der Produkte oder Ausführung der Dienstleistungen, unter Abzug von Skonti und gewährten Rabatten gebucht. Die Percentage-of-Completion-Methode nach IAS 11 wird bei Fertigungsaufträgen mit wesentlichen Auswirkungen angewendet. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich zum Ausschüttungszeitpunkt vereinnahmt.
Zur Verbesserung der Darstellung der Ertragskraft erfolgt eine separate Darstellung der Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren und für Restrukturierung in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Latente Steuern
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode ermittelt. Aktive und passive Latente Steuern werden als separate Posten in der Bilanz dargestellt, um die künftige steuerliche Wirkung aus temporären Differenzen zwischen den bilanziellen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden sowie dem steuerlich beizumessenden Wert zu berücksichtigen. Für die Ermittlung der aktiven und passiven Latenten Steuern wird von den erwarteten Steuersätzen zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen. Wirkungen aus den Änderungen von Steuersätzen werden zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der gesetzlichen Regelung

Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung der Jahresabschlüsse erfordert in bestimmten Einzelfällen Schätzungen und Annahmen der Geschäftsleitung über die Beträge von Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten sowie die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.
Erläuterung der wesentlichen Unterschiede zwischen der Bewertung nach deutschem Recht und International Accounting Standards im SGL Carbon Konzern 2
Die für den SGL Carbon Konzern relevanten wesentlichen Abweichungen der IFRS/IAS vom deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) sind wie folgt:
- Ein nach HGB entstandener Goodwill kann aktiviert und über meist 15 Jahre abgeschrieben oder erfolgsneutral mit den Rücklagen verrechnet werden (bis 1994 im SGL Carbon Konzern). Die IFRS/IAS verlangen eine Aktivierung und eine Abschreibung über maximal 20 Jahre. Integrationskosten des erwerbenden Unternehmens sind nach den IFRS/IAS nicht Bestandteil der Anschaffungskosten. Der resultierende Goodwill und die Goodwill-Abschreibungen sind entsprechend niedriger.
- Selbsterstellte Immaterielle Vermögensgegenstände werden nach IFRS/IAS aktiviert, sofern sich ein zukünftiger Nutzen ableiten lässt.
- Die Abschreibungen auf das bewegliche Sachanlagevermögen mussten rückwirkend von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode umgestellt werden.
- Gemietete Sachanlagegegenstände, die nach den Kriterien der IAS 17 wirtschaftlich dem SGL Carbon Konzern zuzurechnen sind, sind zu aktivieren und abzuschreiben. Die daraus resultierenden Verbindlichkeiten sind zu passivieren.
- Pauschale Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen und auf Forderungen sind nach IFRS/IAS nicht zulässig.
- Die Fremdwährungsbewertung nach HGB folgt dem Imparitätsprinzip. Fremdwährungsforderungen sind zum Anschaffungskurs oder zum niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind zum Anschaffungskurs oder zum höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Nach IFRS/IAS werden alle Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die sich daraus ergebenden Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst.
-
Die Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern gemäß IAS 12 folgt abweichend vom HGB der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode. Nach dieser Methode sind Vermögenswerte und Schulden aus zukünftigen Ertragsteuerentlastungen bzw. -belastungen unter Berücksichtigung der zukünftig geltenden Steuersätze anzusetzen. Dies umfasst auch die Aktivierung von Verlustvorträgen, wenn deren Nutzung – durch Verrechnung mit Gewinnen – in der Zukunft wahrscheinlich ist.
-
55 Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen nach IFRS/IAS erfolgt unter der Berücksichtigung von zukünftigen Gehalts- und Rentensteigerungen (Anwartschaftsbarwertverfahren). Nach deutschem Recht wird die Rückstellung nach dem steuerlichen Teilwertverfahren gemäß § 6a EStG berechnet. Die Pensionsrückstellungen nach IFRS/IAS sind meist höher als nach HGB.
- Für den Ansatz von Rückstellungen ist nach IFRS/IAS eine wahrscheinliche zukünftige Inanspruchnahme notwendig. Nach HGB sind Rückstellungen auch für mögliche Inanspruchnahmen ansetzbar.
- Nach IFRS/IAS sind langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten abzuzinsen, wodurch sich ein geringerer Bilanzansatz ergibt. Die je Quartal ermittelte Aufzinsung der Verbindlichkeit in Zusammenhang mit den nordamerikanischen Kartellverfahren belastet das Ergebnis vor Steuern gegenüber der Darstellung nach HGB.
Akquisitionen / Desinvestitionen und Konsolidierungskreis 3
Der bereits in 1999 durch SGL Carbon erworbene Anteil von 19,6% an der ZEW Zaklady Elektrod Weglowych S.A., Ratibor, Polen, wurde im Geschäftsjahr 2000 in mehreren Teilschritten auf 97,2% erhöht. Die gesamten Anschaffungskosten betrugen 25,9 Mio. €. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2000 voll konsolidiert, wobei in der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2000 kein Ansatz erfolgte.
Zum 1. Januar 2001 wurden 100% der Anteile an der SGL Acotec Ltda., São Paulo (ehemalige KCH-ANCOBRAS Ltda.) gegen Abgabe einer Beteiligung mit 38% an der Larrondo Inversiones S.L. zu einem Kaufpreis von 1,8 Mio. € erworben. Außerdem wurden die Anteile an der SGL Acotec (Wuhan) Co. Ltd., Wuhan, von 70% auf 90% aufgestockt. Für den Erwerb von 20% der Anteile wurden 0,9 Mio. € an den weiterhin mit 10% beteiligten Partner bezahlt. Beide Gesellschaften sind voll konsolidiert.
In das seit Juli 2002 unter SGL Tokai Carbon Ltd., Shanghai (China), firmierende Joint Venture hat sich die konzernfremde Tokai Carbon Co. Ltd., Tokio (Japan), mit 49% eingekauft. Die bei SGL Carbon verbleibenden Anteile von 51% werden zum Buchwert bilanziert und nicht konsolidiert.
Mit Übertragung im Januar 2003 wurden sämtliche Anteile an der SGL PanTrac Gesellschaft für elektrische Kontakte mbH, Berlin (PanTrac), an die konzernfremde Gesellschaft E-Carbon S.A., Brüssel, veräußert. Für das Geschäftsjahr 2002 wurde die PanTrac weiterhin vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.
Konsolidierungskreis
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der SGL Carbon stehen, sind in den Konzernabschluss einbezogen. Zum 31. Dezember 2002 wurden neben der SGL Carbon AG acht (2001: sieben) inländische und 43 (2001: 43) ausländische Tochterunternehmen konsolidiert. Gegenüber 2001 wurden ein inländisches und ein ausländisches Tochterunternehmen erstmals konsolidiert, gleichzeitig wurde eine ausländische Gesellschaft wegen untergeordneter Bedeutung nicht mehr konsolidiert. Bei den zwei erstmals einbezogenen Gesellschaften handelt es sich um bisher nicht konsolidierte Unternehmen. Nicht konsolidiert wurden 25 Gesellschaften, da sie insgesamt gesehen für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Ein Joint Venture wurde mit dem anteiligen Eigenkapital (at Equity) bewertet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Unternehmen sind auf Seite 82 aufgeführt.
56 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und zur Konzern-Bilanz
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftssegmente ist in Anmerkung 28 dargestellt.
Allgemeine Verwaltungskosten 4
Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Allgemeinen Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahr wesentlich reduziert. Die Einsparungen resultieren insbesondere aus dem in Nordamerika vorgenommenen Restrukturierungsprogramm sowie einer verringerten Zuführung für variable Gehaltsbestandteile.
Sonstige betriebliche Erträge /Aufwendungen 5
Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten als wesentliche Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (10,4 Mio. €), insbesondere von Personal- und Gewährleistungsrückstellungen, Versicherungsentschädigungen (4,9 Mio. €), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (4,5 Mio. €), Erträge aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf Forderungen (2,8 Mio. €), Amortisation von negativen Goodwillbeträgen (2,3 Mio. €) sowie Währungskursgewinne (1,8 Mio. €).
Die wesentlichen Sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf Abschreibungen auf Geschäftswerte (7,4 Mio. €), Zuführungen zu Rückstellungen, Währungskursverluste (1,6 Mio. €) und Verluste aus dem Abgang von Anlagegegenständen (0,6 Mio. €).
Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung 6
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren | 22,0 | 35,0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 8,3 | 41,0 |
| Gesamt | 30,3 | 76,0 |
Bei den Aufwendungen, die mit Kartellverfahren in Zusammenhang stehen, handelt es sich im Wesentlichen um die Erhöhung von Rückstellungen wegen von der europäischen Wettbewerbsbehörde in den Geschäftsjahren 2001 und 2002 verhängten Bußgeldern. Die Restrukturierungsaufwendungen im Berichtsjahr betreffen die Geschäftsfelder GS und CP und stehen in Zusammenhang mit der Forcierung des Restrukturierungsprogramms und aus einem Vorziehen von für 2003 geplanten Maßnahmen mit einem deutlich erhöhten Personalabbau in 2002. Die Restrukturierungsaufwendungen im Vorjahr enthalten Schließungskosten für drei Werke in den USA, der sich daraus ergebenden Aufwendungen für die Reduzierung der Mitarbeiterzahl und für Sonderabschreibungen auf Anlage- und Umlaufvermögen in den USA sowie Aufwendungen zur Anpassung von Personalkapazitäten in Europa (siehe auch Anmerkungen 21 bzw. 25).
57 Finanzergebnis 7
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Beteiligungsergebnis | – 1,8 | 3,2 |
| Zinsen aus anderen Wertpapieren und langfristigen Krediten | 0,1 | 0,5 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2,1 | 2,0 |
| (davon von verbundenen Unternehmen) | (0,0) | (0,2) |
| Zinsen auf Finanzschulden und sonstige Zinsen | – 27,4 | – 28,4 |
| Aufzinsung der Verbindlichkeiten aus Kartellverfahren | 3,4 | – 2,7 |
| Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen | – 10,4 | – 9,9 |
| Zinsaufwendungen, netto | – 32,2 | – 38,5 |
| Sonstiges finanzielles Ergebnis | 8,5 | – 13,2 |
| Gesamt | – 25,5 | – 48,5 |
Im Finanzergebnis waren 3,9 Mio. € nicht zahlungswirksam. Das Sonstige finanzielle Ergebnis betrifft Währungsergebnisse aus dem Finanzbereich sowie Wertberichtigungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Aus Transaktionen mit nahe stehenden Personen (vgl. Anmerkung 26) wurde der im Vorjahr angesetzte Marktwert der gegebenen Optionen im Berichtsjahr neutralisiert. Das resultierende Ergebnis wird im Sonstigen finanziellen Ergebnis ausgewiesen. Bei Zinsen auf Finanzschulden haben wir den Zinsanteil aus Kurssicherungskosten im Vorjahr in Höhe von 1,0 Mio. € in das Sonstige finanzielle Ergebnis umgegliedert.
Sonstige Informationen 8
Materialaufwand
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren |
242,2 | 297,1 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 61,3 | 78,2 |
| Gesamt | 303,5 | 375,3 |
Personalaufwand
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 298,1 | 326,0 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 77,2 | |
| (davon für Pensionen) | (18,7) | (17,3) |
| Gesamt | 368,2 | 403,2 |

58 Sonstige Steuern
Sonstige Steuern werden unter den Aufwendungen der einzelnen Funktionsbereiche ausgewiesen. In den Geschäftsjahren 2002 und 2001 sind insgesamt 9,8 Mio. € und 9,7 Mio. € angefallen.
Angaben über Mitarbeiter
| Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt: | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Produktion und Hilfsbetriebe | 5.465 | 6.103 |
| Vertrieb | 638 | 655 |
| Forschung | 307 | 487 |
| Verwaltung, übrige Bereiche | 1.294 | 1.246 |
| Gesamt | 7.704 | 8.491 |
Die Reduzierung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl resultiert aus dem durchgeführten Abbau entsprechend dem Restrukturierungsprogramm des Vorjahres und einem Vorziehen von für 2003 vorgesehenen Maßnahmen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9
| Der Steueraufwand stellt sich wie folgt dar (Mio. €): | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Ertragsteueraufwendungen | ||
| Deutschland | – 2,1 | – 5,6 |
| Ausland | – 5,7 | – 16,8 |
| Latente Steuerabgrenzungen | ||
| Deutschland | 11,1 | – 1,6 |
| Ausland | 0,3 | – 5,2 |
| Gesamt | 3,6 | – 29,2 |
Eine Aktivierung von Latenten Steuern aus Verlustvorträgen erfolgt im IFRS/IAS-Konzernabschluss einheitlich auf Basis einer 5-jährigen Projektion des Ergebnisses vor Steuern auf Ebene der Einzelgesellschaften. Unsicherheiten bezüglich der verschiedenen Planprämissen und sonstigen Rahmenbedingungen werden entsprechend berücksichtigt und führen in Ausnahmefällen auch zu einer Nichtaktivierung von Latenten Steuern aus Verlustvorträgen.
Die Aktivierung von Latenten Steuern aus Verlustvorträgen in den USA und Großbritannien wurde weiterhin nicht vorgenommen. Ausgelöst durch die wirtschaftliche Lage der US-Stahlindustrie wurde im Konzernabschluss 2001 eine vollständige Abwertung der Latenten Steuern aus Verlustvorträgen in den USA vorgenommen.
Der Jahresüberschuss von deutschen Gesellschaften unterliegt nach dem Steuersenkungsgesetz seit Januar 2001 einem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 25%. Im September 2002 wurde der Körperschaftsteuersatz für den Veranlagungszeitraum 2003 auf 26,5% angehoben. Der Effekt der auf ein Jahr befristeten Steuersatzerhöhung ist von untergeordneter Bedeutung und wurde in der Ermittlung der latenten Steuern nicht berücksichtigt. Hinzu kommt ein
Solidaritätszuschlag auf den Körperschaftsteuersatz von 5,5%. Damit beträgt der Körperschaftsteuersatz in 2001 und 2002 insgesamt 26,4%. Mit der Gewerbesteuerbelastung von 12% ergibt sich insgesamt ein Ertragsteuersatz in Deutschland von 38,4%.
Überleitungsrechnung
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | – 27,2 | – 65,8 |
| Theoretischer Steuerertrag mit 38,4 % | 10,4 | 25,3 |
| Veränderung des theoretischen Steuerertrags wegen: | ||
| Nicht abzugsfähiger Aufwendungen | ||
| (inkl. Goodwill-AfA) und steuerfreier Erträge | – 7,6 | – 16,4 |
| Besteuerungsunterschiede ausländischer Gesellschaften | 3,3 | – 0,5 |
| Steuern frühere Jahre | 4,0 | – 5,2 |
| Effekte aus der Steuersatzänderung | 0,0 | – 0,7 |
| Veränderung der Wertberichtigung auf latente Steuern | – 11,4 | – 31,6 |
| Sonstige | 4,9 | – 0,1 |
| Tatsächlicher Steuerertrag (+)/-aufwand (–) | 3,6 | – 29,2 |
Da im Ausland andere Ertragsteuerbelastungen bestehen, werden diese Besteuerungsunterschiede in der Überleitungsrechnung separat ausgewiesen. Steuern früherer Jahre resultieren aus Rückzahlungen von in der Vergangenheit geleisteten Steuerzahlungen aufgrund von erfolgreichen Einspruchseinlegungen bei Steuerbehörden. Die nicht in Ansatz gebrachten latenten Steuern in den USA und in Großbritannien im Geschäftsjahr 2002 stellen im Wesentlichen die Wertberichtigung auf latente Steuern dar.
Ergebnis je Aktie / Earnings per Share (EPS) 10
Das Ergebnis je Aktie (basic) berechnet sich aus dem Jahresergebnis, das den SGL Carbon-Aktionären zusteht (2002: –23,6 Mio. €; 2001: –95,2 Mio. €), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von ausgegebenen Aktien (2002: 21.813.930 Stück; 2001: 21.530.563 Stück). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl von ausgegebenen Aktien ermittelt sich aus dem Stand der ausgegebenen Aktien am 1. Januar und dem Zugang von ausgegebenen Aktien im Februar 2002 (siehe Anmerkung 17).
Für beide Geschäftsjahre war nach IAS 33 Nr. 40 das Ergebnis je Aktie (diluted) identisch zum Ergebnis je Aktie (basic), da sich jeweils ein Jahresfehlbetrag ergab und damit kein Verwässerungseffekt zu ermitteln war.
59
60 Immaterielle Vermögensgegenstände 11
| Gewerbliche Schutzrechte, |
||||
|---|---|---|---|---|
| Software | Negativer | |||
| Mio. € | u.ä. Rechte | Geschäftswert | Geschäftswert | Insgesamt |
| Anschaffungskosten: | ||||
| Stand am 1.1.2002 | 24,0 | 140,6 | – 8,3 | 156,3 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | – 1,0 | – 8,5 | – 3,1 | – 12,6 |
| Zugänge | 12,0 | 0,1 | 0,0 | 12,1 |
| Abgänge | – 0,6 | 0,0 | 0,0 | – 0,6 |
| Stand am 31.12.2002 | 34,4 | 132,2 | – 11,4 | 155,2 |
| Aufgelaufene Abschreibungen: | ||||
| Stand am 1.1.2002 | 18,5 | 31,3 | – 4,7 | 45,1 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | – 1,2 | – 1,8 | 0,0 | – 3,0 |
| Zugänge | 4,8 | 7,4 | – 2,3 | 9,9 |
| Abgänge | –0,6 | 0,0 | 0,0 | – 0,6 |
| Stand am 31.12.2002 | 21,5 | 36,9 | – 7,0 | 51,4 |
| Netto-Buchwert am 31.12.2002 | 12,9 | 95,3 | – 4,4 | 103,8 |
| Anschaffungskosten: | ||||
| Stand am 1.1.2001 | 24,3 | 138,2 | – 8,3 | 154,2 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,9 | 3,8 | 0,0 | 4,7 |
| Zugänge | 1,1 | 4,4 | 0,0 | 5,5 |
| Abgänge | – 2,3 | – 5,8 | 0,0 | – 8,1 |
| Stand am 31.12.2001 | 24,0 | 140,6 | –8,3 | 156,3 |
| Aufgelaufene Abschreibungen: | ||||
| Stand am 1.1.2001 | 15,7 | 22,7 | – 0,7 | 37,7 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | 1,0 | 0,3 | 0,0 | 1,3 |
| Zugänge | 3,5 | 8,4 | – 4,0 | 7,9 |
| Abgänge | – 1,7 | – 0,1 | 0,0 | – 1,8 |
| Stand am 31.12.2001 | 18,5 | 31,3 | – 4,7 | 45,1 |
| Netto-Buchwert am 31.12.2001 | 5,5 | 109,3 | – 3,6 | 111,2 |
Gewerbliche Schutzrechte, Software und ähnliche Rechte bestehen im Wesentlichen aus erworbener und selbst erstellter EDV-Software. Die Zugänge im laufenden Jahr betreffen überwiegend die erste Phase zur Erstellung eines konzerneinheitlichen SAP-Systems (SGL ONE). Ziel des SAP-Projekts ist die Ablösung einer Vielzahl von Altsystemen durch ein vollständig integriertes globales SAP-System. Im Rahmen des SGL ONE-Projekts wurden bisher insgesamt 4,9 Mio. € aktiviert. Die negativen Geschäftswerte werden entsprechend der Restnutzungsdauer des Vermögensgegenstands in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgelöst. Abschreibungen auf die Geschäftswerte sind in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Wertberichtigungen aufgrund eines Impairment Tests waren nicht vorzunehmen.
12 Sachanlagen
| Mio. € | Grundstücke, grundstücks- gleiche Rechte und Gebäude |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere An lagen, Be- triebs- und Geschäfts- ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
Insgesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten: Stand am 1.1.2002 |
395,8 | 1.106,6 | 142,5 | 52,9 | 1.697,8 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | – 10,9 | – 36,4 | – 8,5 | 0,0 | – 55,8 |
| Fremdwährungsumrechnung | – 19,3 | – 61,4 | – 3,2 | – 2,2 | – 86,1 |
| Umbuchungen | 10,1 | 0,0 | 0,0 | – 10,1 | 0,0 |
| Zugänge | 2,6 | 43,7 | 6,1 | * – 10,9 |
41,5 |
| Abgänge | – 6,3 | – 28,6 | – 5,5 | – 0,1 | – 40,5 |
| Stand am 31.12.2002 | 372,0 | 1.023,9 | 131,4 | 29,6 | 1.556,9 |
| Aufgelaufene Abschreibungen: | |||||
| Stand am 1.1.2002 | 214,5 | 811,3 | 118,3 | 0,2 | 1.144,3 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | – 10,0 | – 34,3 | – 8,5 | 0,0 | – 52,8 |
| Fremdwährungsumrechnung | – 7,1 | – 38,1 | – 2,2 | 0,0 | – 47,4 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 10,3 | 52,4 | 8,6 | 0,0 | 71,3 |
| Abgänge | – 4,0 | – 26,5 | – 5,3 | 0,0 | – 35,8 |
| Stand am 31.12.2002 | 203,7 | 764,8 | 110,9 | 0,2 | 1.079,6 |
| Netto-Buchwert am 31.12.2002 | 168,3 | 259,1 | 20,5 | 29,4 | 477,3 |
| Anschaffungskosten: | |||||
| Stand am 1.1.2001 | 377,3 | 1.049,8 | 145,2 | 35,4 | 1.607,7 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 2,4 | 0,6 | 0,5 | 0,0 | 3,5 |
| Fremdwährungsumrechnung | 6,7 | 19,1 | 0,4 | – 1,1 | 25,1 |
| Umbuchungen | 1,6 | 2,7 | 0,0 | – 4,3 | 0,0 |
| Zugänge | 8,7 | 49,3 | 9,7 | 22,9 | 90,6 |
| Abgänge | – 0,9 | – 14,9 | – 13,3 | 0,0 | – 29,1 |
| Stand am 31.12.2001 | 395,8 | 1.106,6 | 142,5 | 52,9 | 1.697,8 |
| Aufgelaufene Abschreibungen: | |||||
| Stand am 1.1.2001 | 202,1 | 751,7 | 119,5 | 0,0 | 1.073,3 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,7 | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 1,5 |
| Fremdwährungsumrechnung | – 1,8 | 8,2 | 0,0 | 0,0 | 6,4 |
| Umbuchungen | 0,0 | 0,1 | – 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 14,3 | 62,6 | 10,8 | 0,2 | 87,9 |
| Abgänge | – 0,8 | – 11,7 | – 12,3 | 0,0 | – 24,8 |
| Stand am 31.12.2001 | 214,5 | 811,3 | 118,3 | 0,2 | 1.144,3 |
| Netto-Buchwert am 31.12.2001 | 181,3 | 295,3 | 24,2 | 52,7 | 553,5 |
* Saldo aus Zugängen von 28,9 Mio. € und Übertragungen auf betriebsbereite Anlagen von 39,8 Mio. €
Die Investitionen ins Sachanlagevermögen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 49,1 Mio. € von 90,6 Mio. € auf 41,5 Mio. € im Berichtsjahr verringert. In das in 2002 fertiggestellte Werk zur Herstellung von Carbon-Keramik-Bremsscheiben wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,5 Mio. € investiert. Weitere wesentliche Zugänge sind hauptsächlich Ersatzinvestitionen für die Werke in Deutschland, USA und Italien. Die aktivierten Leasingbeträge betreffen Grundstücke und Gebäude sowie Technische Anlagen und betragen zum 31.12.2002 1,4 Mio. €.

62
13 Finanzanlagen
| Anteile an verbunde- nen Unter- |
Wert papiere des Anlage- |
Sonstige Finanz |
||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | nehmen | vermögens | anlagen | Insgesamt |
| Anschaffungskosten: | ||||
| Stand am 1.1.2002 | 27,3 | 2,7 | 5,2 | 35,2 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 11,0 | 0,0 | 0,0 | 11,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | – 1,7 | 0,0 | 0,1 | – 1,6 |
| Umbuchungen | 0,0 | – 0,3 | 0,3 | 0,0 |
| Zugänge | 0,6 | 0,1 | 0,0 | 0,7 |
| Abgänge | – 4,4 | 0,0 | – 0,2 | – 4,6 |
| Stand am 31.12.2002 | 32,8 | 2,5 | 5,4 | 40,7 |
| Aufgelaufene Abschreibungen: | ||||
| Stand am 1.1.2002 | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 1,2 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 6,0 | 0,0 | 0,0 | 6,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Zugänge | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,2 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand am 31.12.2002 | 7,2 | 0,0 | 0,3 | 7,5 |
| Netto-Buchwert am 31.12.2002 | 25,6 | 2,5 | 5,1 | 33,2 |
| Anschaffungskosten: | ||||
| Stand am 1.1.2001 | 30,1 | 2,5 | 4,2 | 36,8 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,7 | 0,0 | 0,1 | 0,8 |
| Umbuchungen | – 1,0 | 0,5 | 0,5 | 0,0 |
| Zugänge | 2,2 | 0,5 | 0,9 | 3,6 |
| Abgänge | – 4,7 | – 0,8 | – 0,6 | – 6,1 |
| Stand am 31.12.2001 | 27,3 | 2,7 | 5,2 | 35,2 |
| Aufgelaufene Abschreibungen: | ||||
| Stand am 1.1.2001 | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Fremdwährungsumrechnung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 0,8 |
| Abgänge | – 0,5 | 0,0 | 0,0 | – 0,5 |
| Stand am 31.12.2001 | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 1,2 |
| Netto-Buchwert am 31.12.2001 | 26,1 | 2,7 | 5,2 | 34,0 |
Sonstige Finanzanlagen bestehen überwiegend aus Aktivierungswerten von Rückdeckungsversicherungen. Die Veränderung im Konsolidierungskreis im Berichtsjahr betreffen den Buchwert an einer wegen untergeordneter Bedeutung nicht mehr konsolidierten Gesellschaft. Anzahlungen auf Finanzanlagen bestehen nicht mehr.
63 Vorräte 14
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 83,1 | 109,1 |
| Unfertige Erzeugnisse | 147,9 | 200,9 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 54,5 | 71,0 |
| Unverrechnete Lieferungen und Leistungen | 9,3 | 12,6 |
| Geleistete Anzahlungen/abzgl. Erhaltene Anzahlungen | – 6,4 | 0,6 |
| Gesamt | 288,4 | 394,2 |
Die unverrechneten Lieferungen und Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertete Aufträge aus Kundeneinzelfertigung. Der Gesamtbetrag der Vorräte, die zum Nettoveräußerungswert angesetzt wurden, beträgt 5,8 Mio. €. Erhaltene Anzahlungen von 7,5 Mio. € wurden in 2002 gegen die Vorräte verrechnet. Wertaufholungen wurden nur in geringem Umfang vorgenommen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| an Kunden (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) |
198,1 (0,3) |
256,0 (0,4) |
| an verbundene Unternehmen | 10,0 | 6,2 |
| Gesamt | 208,1 | 262,2 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach Abzug von Abschreibungen auf zweifelhafte Forderungen in Höhe von 9,6 Mio. € zum 31. Dezember 2002 und 15,0 Mio. € zum 31. Dezember 2001 ausgewiesen. Wertberichtigungen, die sich nach einem pauschalen Ausfallrisiko bemessen, wurden nicht berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Beteiligungsunternehmen bestanden nicht. Zum 31. Dezember 2002 und 2001 betragen die auch unterjährig vorgenommenen Forderungsverkäufe 41,2 Mio. € bzw. 11,4 Mio. €.
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| Andere Forderungen an verbundene Unternehmen | 2,9 | 0,2 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 57,8 | 47,2 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (0,0) | (0,0) |
| Gesamt | 60,7 | 47,4 |
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche von 19,8 Mio. €, positive Marktwerte von Finanzderivaten von 8,7 Mio. €, Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 7,0 Mio. €, Erstattungsansprüche an Versicherungen, kurzfristige Darlehensforderungen, Kaufpreisforderungen für veräußerte Anlagegegenstände und sonstige Forderungen.
64 Flüssige Mittel 17
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| Kassenbestand und Bankguthaben | 21,4 | 11,6 |
| Wertpapiere | 0,1 | 0,5 |
| Gesamt | 21,5 | 12,1 |
Der Anstieg bei den Bankguthaben gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen stichtagsbezogenen Effekt bei einer Gesellschaft in Polen zurückzuführen.
Am 28. Februar 2002 wurden 300.000 eigene Aktien zu je 2,56 € erworben. Diese stammen aus der am 23. Januar 2002 beschlossenen Kapitalerhöhung und dienten der Verwendung für Belegschaftsmitglieder. Im März 2002 wurden im Rahmen des Bonusprogramms an Mitarbeiter der SGL Carbon AG und verbundener Unternehmen insgesamt 276.707 Aktien (nominal 708.370 € = 1,3% des Grundkapitals) ausgegeben. Im November 2002 wurden insgesamt 63.455 eigene Aktien zum Preis von 7,17 € (insgesamt 455.251 €) erworben. Unter Verwendung des Anfangsbestands von 2.027 Aktien wurden im November 2002 an Mitarbeiter der SGL Carbon AG und verbundener Unternehmen 88.775 Aktien (nominal 227.264 € = 0,4% des Grundkapitals) als Belegschaftsaktien ausgegeben. 79.825 Aktien wurden zum Kaufpreis von 4,42 € und 8.950 Aktien zum Kaufpreis von 5,50 € von den Teilnehmern erworben. Zum Bilanzstichtag waren somit keine eigenen Aktien mehr vorhanden.
Die Wertpapiere sind als "available for sale" klassifiziert. Der Marktwert der Wertpapiere entspricht jeweils dem Buchwert. Die Buchwerte mussten nicht um Wertberichtigungen gemindert werden.
Latente Steuern 18
Steuerlich nutzbare Verlustvorträge bestehen im Wesentlichen in den USA und in Deutschland. Die Verlustvorträge in Deutschland sind nach heutigem Gesetzgebungsstand unbegrenzt nutzungsfähig. In den USA verfallen die Verlustvorträge im Zeitraum von 2018 bis 2021. Diese Verlustvorträge werden mit den erwarteten zukünftigen Steuersätzen bewertet. Auf die so ermittelten Bruttogrößen werden Wertberichtigungen vorgenommen, um die in Zukunft wahrscheinlich nutzbaren Beträge zu erhalten.
Eine Aktivierung von Latenten Steuern aus Verlustvorträgen in den USA und Großbritannien wurde im Rahmen der Erstellung des IFRS/IAS-Konzernabschlusses nicht vorgenommen.
Darüber hinaus enthalten die aktiven Latenten Steuern zeitliche Ergebnisunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen sowie zeitliche Bewertungsunterschiede bei den Konzerngesellschaften, die sich aus steuerlich nicht abzugsfähigen Drohverlustrückstellungen und sonstigen Bewertungsunterschieden nach IFRS/IAS ergeben. Bestehen Zweifel bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Aufwendungen, wird gegen die ermittelten Latenten Steuern eine gleich hohe Wertberichtigung gesetzt. Die aktiven Latenten Steuern haben im Wesentlichen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.
65 Eigenkapital 19
Die Aufgliederung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ergibt sich aus der Übersicht "Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals" auf Seite 49.
Das Grundkapital der SGL Carbon betrug am 31. Dezember 2002 55.972.992 € und ist in 21.864.450 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Das Grundkapital der SGL Carbon kann durch einen auf einer Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der Aktionäre gefassten Beschluss oder, wenn das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden soll, mit Dreiviertelmehrheit des persönlich oder durch Vollmacht bei der Beschlussfassung anwesenden Aktienkapitals gegen Bar- oder Sacheinlagen erhöht werden. Jede Herabsetzung des Grundkapitals der SGL Carbon erfordert einen mit Dreiviertelmehrheit gefassten Beschluss.
Die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft kann den Vorstand ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in einem maximal fünfjährigen Zeitraum Aktien bis zu einem bestimmten Gesamtnennbetrag, der die Hälfte des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigen darf, auszugeben.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden verschiedene, in unterschiedlichen Hauptversammlungen bestehende genehmigte Kapitalien durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2002 in einer Satzungsbestimmung zusammengefasst. Im einzelnen wurden dafür aufgehoben (i) die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 3 Abs. 6 der Satzung, das Grundkapital bis zum 15. April 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von 146.950 neuen Stückaktien gegen Geldeinlagen einmalig oder mehrmals bis zu insgesamt 376.192 € zu erhöhen sowie (ii) die Ermächtigung des Vorstands gemäß § 3 Abs. 8 der Satzung, das Grundkapital bis zum 26. April 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von neuen Stückaktien gegen Geld- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals bis zu insgesamt 5.400.000 € zu erhöhen. Es wurde durch Beschluss der Hauptversammlung ein neues Genehmigtes Kapital I geschaffen und § 3 Abs. 6 der Satzung neu gefasst. Dadurch wird der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 29. April 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 6.928.192,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen,
- soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen oder Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die von der SGL Carbon Aktiengesellschaft oder ihren unmittelbaren oder mittelbaren 100%igen Beteiligungsgesellschaften ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustehen würde,
- wenn die neuen Aktien an Mitarbeiter der SGL Carbon Aktiengesellschaft oder mit der SGL Carbon Aktiengesellschaft i.S.d. §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Für diesen Zweck kann jedoch das Grundkapital nur für einen Betrag von insgesamt bis zu höchstens 2.432.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 950.000 neuen Stückaktien einmalig oder mehrmals erhöht werden,
-
wenn die neuen Aktien an die am Aktienplan der SGL Carbon Aktiengesellschaft teilnehmenden Arbeitnehmer der SGL Carbon Aktiengesellschaft oder mit der SGL Carbon Aktiengesellschaft i.S.d. §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Für diesen Zweck kann jedoch das Grundkapital nur für einen Betrag von insgesamt bis zu höchstens 640.000,00 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 250.000 neuen Stückaktien einmalig oder mehrmals erhöht werden,
-
66 wenn die neuen Aktien bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden,
- für einen Betrag von insgesamt bis zu höchstens 5.597.299,20 €, wenn die neuen Aktien bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet.
Darüber hinaus wurde der Vorstand durch die Hauptversammlung vom 3. Mai 2001 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. Mai 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von 8.225.900 neuer Stückaktien gegen Geld- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu 21.058.304 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital Ia). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Ferner kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre insgesamt ausschließen, um die neuen Aktien gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen auszugeben.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um weitere 3.840.000 €, eingeteilt in 1.500.000 auf den Inhaber lautende Aktien mit einem auf eine Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von je 2,56 €, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungsrechten aus der im September 2000 begebenen Wandelschuldverschreibung in Höhe von 133.650.000 € von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder wie zur Wandlung verpflichtete Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. April 2000 von der SGL Carbon oder einer 100%igen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaft der SGL Carbon begeben werden, ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungs- bzw. Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.
Das Grundkapital ist um bis zu nominal weitere 4.096.000 € bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur durch Ausgabe von bis zu 1.600.000 neuen Stückaktien mit einer Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe und nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Bezugsrechten, die im Rahmen des Aktienoptionsplans der Gesellschaft aufgrund der am 27. April 2000 erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2001 wurde das Grundkapital um bis zu 5.520.499,20 € durch Ausgabe von bis zu 2.156.445 auf den Inhaber lautenden Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen bzw. Wandlungsrechten nach Maßgabe der Anleihenbedingungen an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 3. Mai 2001 bis zum 2. Mai 2006 von der SGL Carbon Aktiengesellschaft oder einer unmittelbaren oder mittelbaren 100%igen Beteiligungsgesellschaft der SGL Carbon Aktiengesellschaft begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Beschlusses jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsrechte bzw. Wandelschuldverschreibungen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie aufgrund der Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
67 Der Rücklage für eigene Anteile wurden 45.911 € entnommen und in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzverlust der SGL Carbon AG von 9.600.000 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Vorstand hat am 31. Januar 2003 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 11. Februar 2003 beschlossen, unter teilweiser Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital I) das Grundkapital durch die Ausgabe von 320.508 neuen Aktien um 820.500,48 € zu erhöhen. Die neuen Aktien sind bereits für das Geschäftsjahr 2002 gewinnbezugsberechtigt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen für unmittelbare Zusagen | 158,8 | 154,3 |
| Pensionsrückstellungen für mittelbare Zusagen | 16,4 | 16,4 |
| Sonstige | 15,4 | 22,4 |
| Gesamt | 190,6 | 193,1 |
Im SGL Carbon Konzern bestehen zugunsten der Mitarbeiter weltweit verschiedene Regelungen für Alters- und Hinterbliebenenversorgung. Einige dieser Regelungen sind an die Höhe der Vergütung der Arbeitnehmer gekoppelt, bei den übrigen handelt es sich um feste Beträge, die sich an der Einstufung der Arbeitnehmer (sowohl in Gehaltsklassen als auch in hierarchischen Ebenen) orientieren. Zusätzlich sehen einige Regelungen zukünftige Steigerungen nach Inflationsindizes vor.
Für die Mitarbeiter der SGL Carbon AG, der SGL Carbon GmbH und der ehemaligen SGL Technik GmbH wurden die unterschiedlichen Systeme der betrieblichen Altersversorgung zum 1. April 2000 vereinheitlicht. Die Ansprüche der Mitarbeiter aus der betrieblichen Altersversorgung, die vor dem 1. April 2000 entstanden sind, bestehen unverändert. Die finanzielle Verpflichtung daraus ist im SGL Carbon Konzern verblieben und durch Rückstellungen abgedeckt. Grundlage der neuen betrieblichen Altersversorgung ist die rechtlich selbstständige Pensionskasse der Mitarbeiter der Hoechst Gruppe, die mit Mitarbeiterbeiträgen und Firmenbeiträgen finanziert wird. Die Beiträge des SGL Carbon Konzerns zu dieser Pensionskasse stehen in einem bestimmten Verhältnis zu den Beiträgen, die von den Mitarbeitern in diese Pensionskasse eingezahlt werden. Die Zahlungen von Unternehmen an solche beitragsorientierte Pensionsfonds werden als laufender Aufwand in der jeweiligen Periode gebucht.
Bei den beitragsorientierten Altersversorgungssystemen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmung Beiträge an Rentenversicherungsträger. Mit der Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres im operativen Ergebnis erfasst.
Die Rückstellungen für die leistungsorientierten Altersversorgungssysteme werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwert) ermittelt. Grundlage der Bewertung sind die rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Der größte Teil der Verpflichtungen aus laufenden Pensionen sowie
68 Anwartschaften der betrieblichen Altersversorgung der europäischen Gesellschaften ist durch die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen gedeckt. In den nordamerikanischen Tochtergesellschaften bestehen jeweils länderspezifische Pensionspläne, die meist durch Pensionsfonds abgedeckt werden. Bei einigen Unternehmen des SGL Carbon Konzerns decken die Rückstellungen auch Beträge für die Gesundheitsfürsorge nach Eintritt in den Ruhestand sowie Trennungs- und Entlassungsabfindungen. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Schätzung der relevanten Einflussgrößen ermittelt. Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt gemäß der 10%-Korridor-Regel. Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt. Den versicherungsmathematischen Bewertungen liegen länderspezifische Sterbetafeln zugrunde. Die Pensionsrückstellungen haben in Höhe von 12 Mio. € eine Laufzeit bis zu einem Jahr.
Folgende Parameter finden in den wesentlichen Ländern Deutschland und USA Verwendung:
Rechnungsgrundlage und Parameter für Pensionsrückstellungen
| in % | Deutsche Pläne 2002 |
Deutsche Pläne 2001 |
US-Pläne 2002 |
US-Pläne 2001 |
|---|---|---|---|---|
| Rechnungszins | 6,0 | 6,0 | 6,75 | 7,5 |
| Entgelttrend | 3,0 | 2,75 | 3,0 | 4,0 |
| Verzinsung des Fondsvermögens | – | – | 9,0 | 10,0 |
Die Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts und des Fondsvermögens für die Pensionsrückstellungen aus unmittelbaren Zusagen ergeben sich wie folgt:
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Veränderungen des Anwartschaftsbarwerts: | ||
| Stand 1.1. | 234,8 | 217,7 |
| Dienstzeitaufwand | 5,5 | 5,1 |
| Zinsaufwand | 14,2 | 14,2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 6,6 | 6,0 |
| Pensionszahlungen | – 12,1 | – 11,5 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 0,0 | 0,1 |
| Währungsveränderungen | – 4,2 | 3,2 |
| Anwartschaftsbarwert 31.12. | 244,8 | 234,8 |
| Veränderungen des Fondsvermögens: | ||
| Stand 1.1. | 51,6 | 58,9 |
| Erträge des Fondsvermögens | – 5,7 | – 9,1 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 2,9 | 1,9 |
| Pensionszahlungen | – 3,7 | – 3,4 |
| Währungsveränderungen | 0,2 | 3,3 |
| Fondsvermögen 31.12. | 45,3 | 51,6 |
| Finanzierungsstatus | 199,5 | 183,2 |
| noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | – 40,7 | – 28,9 |
| Pensionsrückstellungen Stand 31.12. | 158,8 | 154,3 |
69 Die Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Mio. € | 2002 | 2001 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 5,5 | 5,1 |
| Zinsaufwand | 14,2 | 14,2 |
| Erwartete Erträge des Fondsvermögens | – 4,5 | – 5,8 |
| Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten | 0,7 | 0,2 |
| Pensionsaufwendungen aus leistungsorientierten Plänen | 13,7 | |
| Pensionsaufwendungen aus beitragsorientierten Plänen | 2,8 | 3,6 |
| Pensionsaufwendungen | 18,7 | 17,3 |
Andere Rückstellungen 21
| Mio. € | Steuern | Personal- kosten |
Restruktu rierung u. Kartellrisiken |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2002 | 10,5 | 45,4 | 71,1 | 37,6 | 164,6 |
| Veränderung des | |||||
| Konsolidierungskreises | 0,0 | – 0,2 | 0,0 | – 0,1 | – 0,3 |
| Verbrauch | – 9,6 | – 12,3 | – 15,0 | – 12,1 | – 49,0 |
| Auflösung | – 0,1 | – 6,5 | – 0,8 | – 13,0 | – 20,4 |
| Zuführung | 1,8 | 19,3 | 22,0 | 15,6 | 58,7 |
| Sonstige Änderungen | – 0,3 | – 2,4 | – 1,5 | – 0,2 | – 4,4 |
| Stand am 31.12.2002 (davon mit einer Laufzeit bis 1 Jahr) |
2,3 (0,3) |
43,3 (36,2) |
75,8 (75,7) |
27,8 (23,1) |
149,2 (135,3) |
Die Steuerrückstellung enthält Beträge für Steuerrisiken aus noch nicht endgültig veranlagten Geschäftsjahren. Der deutliche Rückgang der Steuerrückstellung im laufenden Geschäftsjahr ist auf den Abschluss für mehrere Betriebsprüfungen in Deutschland zurückzuführen. Zu den Personalrückstellungen gehören vor allem Rückstellungen für Jahressonderzahlungen, Jubiläen, Altersteilzeit und nicht genommene Urlaubstage.
Obwohl wir gegen die im Dezember 2002 von der EU verhängte Kartellstrafe bei Spezialgraphiten eine Klage vor dem Europäischen Gericht anstreben, haben wir in diesem Zusammenhang bilanzielle Vorsorgen über 22 Mio. € gebildet. Bei der Zuführung zu Rückstellungen für Restrukturierung und Kartellrisiken im Vorjahr handelte es sich um Schließungskosten von drei Werken in den USA und die Neustrukturierung der dort bestehenden Einheiten sowie um sonstige Restrukturierungen von 0,9 Mio. €. Der Aufwand des Vorjahres beinhaltete neben den Zuführungsbeträgen zu den Restrukturierungsrückstellungen auch Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen über 15 Mio. € sowie Sonderabschreibungen auf das Sachanlagevermögen von 9,8 Mio. €.
Der Posten Sonstige beinhaltet Rückstellungen für verschiedene Risiken einschließlich solcher für Boni, Rabatte und Drohverluste von 7,2 Mio. € (2001: 11,9 Mio. €), für Gewährleistungen in Höhe von 2,0 Mio. € (2001: 2,9 Mio. €), für Umweltschutzkosten in Höhe von 3,4 Mio. € (2001: 4,2 Mio. €) und für sonstige Risiken.
70 Verbindlichkeiten 22
| Mio. € | 31.12.2002 | 31.12.2001 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 313,5 | 359,5 |
| Commercial Paper | 0,0 | 37,0 |
| Wandel- und Umtauschanleihe | 135,0 | 135,0 |
| Andere Finanzschulden | 0,0 | 7,4 |
| Finanzschulden | 448,5 | 538,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 110,5 | 107,7 |
| (davon innerhalb eines Jahres fällig) | (110,5) | (107,7) |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0,8 | 7,3 |
| (davon innerhalb eines Jahres fällig) | (0,8) | (7,3) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 6,0 | 3,8 |
| (davon innerhalb eines Jahres fällig) | (6,0) | (3,8) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 144,4 | 186,1 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 151,2 | 197,2 |
| Gesamt | 710,2 | 843,8 |
Am 18. September 2000 wurden im Rahmen einer Wandelanleihe 133.650 Teilschuldverschreibungen von je 1.000 € zum Kurs von 100% des Nennbetrags ausgegeben. Sie werden in Höhe ihres Nennbetrags mit 3,5% p.a. verzinst. Die Teilschuldverschreibungen können jederzeit in dem Zeitraum vom 18. Oktober 2000 bis zum 4. September 2005 in voll eingezahlte, auf den Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien der SGL Carbon AG gewandelt werden. Jede Teilschuldverschreibung im Nennbetrag von 1.000 € kann vorbehaltlich einer Anpassung des Wandlungspreises in 11,2233 Aktien gewandelt werden. Die Teilschuldverschreibungen werden am 18. September 2005 zum Nennbetrag zurückgezahlt, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt oder gewandelt werden.
Der gewichtete Durchschnittszinssatz für Finanzschulden (Stand Jahresende) beträgt 4,4% für das Jahr 2002 (Vorjahr: 4,8%).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 189,6 Mio. € per 31. Dezember 2002 und 26,0 Mio. € per 31. Dezember 2001 waren mit Festzinssätzen bis 5,9% verzinslich. Die übrigen Bankkredite beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehen auf €- und USD-Basis zu Zinssätzen zwischen 3,8% bis 5,9%.
Ein durch SGL Carbon in 1996 aufgelegtes Commercial-Paper-Programm von 200,0 Mio. € wurde am 31. Dezember 2002 nicht mehr (2001: 37,0 Mio. €) in Anspruch genommen.
Im Dezember 2002 haben die SGL Carbon und verschiedene in- und ausländische Konzerngesellschaften ein syndiziertes Darlehen mit einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren über insgesamt 510 Mio. € abgeschlossen. In diesem Betrag sind die Bankbürgschaft gegenüber der Europäischen Kommission und ein Working-Capital-Rahmen enthalten. Die Gewährung ist an die Einhaltung bankenüblicher Konzerndeckungsrelationen (covenants) geknüpft, wie Nettofinanzschulden zu EBITDA sowie EBITDA zu Zinsaufwand. Die Nichteinhaltung der Deckungsrelationen bzw. sonstigen Verpflichtungen im Kreditvertrag kann zu Mehrkosten führen und im Wiederholungsfall können die Darlehensgeber eine vorzeitige Rückzahlung verlangen. Im Rahmen des Darlehens wurden verschiedene Aktiva, insbesondere Sachanlagen, Vorräte und Forderungen als Sicherheit gegeben.
71 Aus den am 31. Dezember 2002 im Rahmen des syndizierten Darlehens vereinbarten neuen Kreditlinien und den am Bilanzstichtag ausgenutzten Kreditlinien ermittelt sich für den SGL Carbon Konzern eine freie Kreditlinie in Höhe von 111 Mio. €.
Die erhaltenen Anzahlungen wurden im Geschäftsjahr 2002 je Einzelprojekt mit insgesamt 7,5 Mio. € gegen die entsprechenden Vorräte verrechnet. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten vor allem Verbindlichkeiten für nordamerikanische Kartellverfahren nach Abzinsung in Höhe von 80,9 Mio. € (2001: 109,2 Mio. €), Löhne und Gehälter in Höhe von 16,3 Mio. € (2001: 16,1 Mio. €), negative Marktwerte von Finanzderivaten von 12,2 Mio. € (2001: 4,6 Mio. €) und Beträge für Steuern in Höhe von 6,4 Mio. € (2001: 12,5 Mio. €). Auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit entfallen 6,7 Mio. € (2001: 5,2 Mio. €).
Die im Laufe der nächsten fünf Jahre und später fällig werdenden Gesamtbeträge der Finanzschulden und der Sonstigen Verbindlichkeiten sind nachfolgend aufgeschlüsselt:
| Mio. € | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | Restlaufzeit > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 193,1 | 5,3 | 213,0 | 7,7 | 21,4 | 8,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 70,7 | 17,4 | 24,8 | 24,1 | 7,4 | 0,0 |
Von Dritten gewährte, abgegrenzte Zuwendungen gemäß IAS 20 betrugen 1,6 Mio. € zum 31. Dezember 2002 (2001: 2,0 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden 0,2 Mio. € ertragswirksam aufgelöst. Abgegrenzte Gewinne aus Sale-and-Leaseback-Transaktionen sind nicht enthalten.
Latente Steuern 23
Die passiven latenten Steuern resultieren aus unterschiedlichen Abschreibungsmethoden in der Steuerbilanz und den IFRS/IAS-Abschlüssen, aus aktivierten Finance Leases und aus Bewertungsunterschieden im Vorratsvermögen zwischen Steuerbilanz und IFRS/IAS-Konzernabschluss. Die latenten Steuern haben im Wesentlichen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.
72 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung 24
Die Kapitalflussrechnung stellt die Veränderung der Zahlungsmittel des SGL Carbon Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe eines Berichtsjahres dar. Die Mittelzu- und -abflüsse werden getrennt nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Dabei wurden die Auswirkungen von Erst- und Endkonsolidierungen eliminiert. Die Vorjahresdaten wurden um Währungsveränderungen im Geschäftsjahr 2001 angepasst. Die Darstellung ist ergänzt um eine Überleitung auf die Flüssigen Mittel laut Bilanz. Die Beträge ausländischer Gesellschaften sind in der Kapitalflussrechnung grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Abweichend hiervon wird die Liquidität wie in der Bilanz zum Stichtagskurs umgerechnet.
Im Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit sind Zinseinzahlungen von 1,0 Mio. € und Zinsauszahlungen von 28,0 Mio. € enthalten. Die Zahlungen für Steuern betrugen nach Erstattungen netto 22,3 Mio. €. Zur Rückführung der Finanzierung wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 46,0 Mio. € reduziert. Zusätzlich reduzierte sich die Konzernverschuldung durch eine Rückführung der Commercial Paper um 37 Mio. €.
Im Mittelabfluss sind Zahlungen aus dem Erwerb von Gesellschaften enthalten. Einzelheiten zu den Zahlungen sind in Anmerkung 3 dargestellt. Insgesamt wurden 0,7 Mio. € für den Erwerb von Finanzanlagen bezahlt.
Sonstige Anhangsangaben
Eventualverbindlichkeiten /Sonstige finanzielle Verpflichtungen 25
Ein Wechselobligo war am 31. Dezember 2002 und im Vorjahr nicht vorhanden. Am 31. Dezember 2002 und 2001 bestanden Bürgschaftsverpflichtungen in Höhe von 45,0 Mio. € bzw. 39,4 Mio. €. Außerdem bestanden am 31. Dezember 2002 und 2001 sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund von Bestellungen in Zusammenhang mit genehmigten Investitionsvorhaben in Höhe von 21,1 Mio. € bzw. 31,2 Mio. €. Die Abwicklung dieser Investitionsvorhaben erstreckt sich teilweise über mehr als ein Jahr.
Ferner bestanden am 31. Dezember 2002 und 2001 Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Grundstücke und Gebäude, EDV-Equipment, Kraftfahrzeuge und sonstige Sachanlagen mit Laufzeiten bis zum Jahr 2006 in Höhe von 12,3 Mio. € bzw. 12,5 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2002 verteilen sich diese wie folgt auf die folgenden Jahre:
| Mio. € | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 u. später |
|---|---|---|---|---|---|
| Operating Lease-Verträge | 3,2 | 1,8 | 0,7 | 0,6 | 4,8 |
| Finance Lease-Verträge | 0,3 | 0,3 | 0,2 | 0,2 | 0,2 |
| darin enthaltene Abzinsungen | – 0,1 | ||||
| Barwert der Finance Leases | 1,1 |
73 Zahlungen aus Untermietverhältnissen fielen in den beiden Geschäftsjahren nicht an. Die Finance Leases bestehen ausschließlich aus geleasten Sachanlagen, die im Rahmen von normalen Leasingverträgen und ohne besondere Kaufoptionen abgeschlossen wurden. Am 31. Dezember 2002 und 2001 bestanden Rückstellungen im Zusammenhang mit Umweltschutzverpflichtungen an einigen Produktionsstandorten des SGL Carbon Konzerns, im Wesentlichen in Nordamerika, in Höhe von 3,4 Mio. € bzw. 4,2 Mio. €.
Verschiedene Rechtsstreitigkeiten, Gerichtsverfahren und Klageansprüche sind anhängig oder können in Zukunft eingeleitet oder erhoben werden, einschließlich solcher aus behaupteten Mängeln von Produkten des SGL Carbon Konzerns, Mängelgarantien und Umweltschutzangelegenheiten.
Rechtsstreitigkeiten unterliegen vielen Unsicherheitsfaktoren; der Ausgang einzelner Rechtsstreitigkeiten ist nicht mit Sicherheit vorherzusagen. Es besteht eine begründete Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Klagen möglicherweise zuungunsten des SGL Carbon Konzerns entschieden werden. Vorhersehbare Risiken wurden durch Bildung von entsprechenden Rückstellungen ausreichend berücksichtigt.
Schwebende Kartellverfahren und -klagen
Die Verfahren vor den Kartellbehörden in den USA und Kanada sind abgeschlossen. Nach Verhandlungen mit den USamerikanischen Kartellbehörden haben wir in 2002 eine Zahlungsstreckung für unsere restlichen Verpflichtungen erwirkt. Nach dem ursprünglichen Tilgungsplan mussten wir in 2002 und 2003 insgesamt 65 Mio. USD zahlen. Der neue Plan sieht in diesen zwei Jahren Zahlungen von insgesamt 15 Mio. USD vor. Die in die Jahre 2004 – 2007 verschobenen Zahlungen von 50 Mio. USD werden die Finanzlage des Unternehmens weiter entlasten. Im Juli 2001 wurde von der europäischen Wettbewerbsbehörde ein Bußgeld wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Graphitelektroden ausgesprochen. Gegen den Bußgeldbescheid über 80,2 Mio. € haben wir Klage eingereicht, da es sich aus unserer Sicht um eine unzulässige Doppelbestrafung handelt. Bis zur endgültigen Entscheidung wurde die Zahlung gegen die Hinterlegung einer Bürgschaft ausgesetzt. Die Europäische Kommission hat im Dezember 2002 ein Bußgeld in Höhe von 27,75 Mio. € wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Spezialgraphiten gegen die SGL Carbon AG verhängt. Insbesondere wegen unzulässiger Doppelbestrafung sowie grober Unverhältnismäßigkeit werden wir Klage beim Europäischen Gericht einreichen. Um das Risiko abzudecken, wurden zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 22 Mio. € gebildet.
Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen 26
Der SGL Carbon Konzern erbringt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Leistungen für nahe stehende Unternehmen bzw. Personen. Umgekehrt erbringen diese Personen und Gesellschaften Lieferungen bzw. Leistungen im Rahmen ihres Geschäftszwecks für den SGL Carbon Konzern. Alle diese Transaktionen werden zu Marktkonditionen abgewickelt. Die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betragen 12,9 Mio. €. Die entsprechenden Verbindlichkeiten belaufen sich auf 6,4 Mio. €. Einzelheiten hierzu finden sich in den Erläuterungen der jeweiligen Bilanz- und GuV-Posten.
Im August 2001 wurde Paul W. Pendorf zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der HITCO Carbon Composites Inc. (HITCO) ernannt. Herr Pendorf hat einen Minderheitenanteil von 6% an dieser Gesellschaft erworben. Der SGL Carbon Konzern hat Herrn Pendorf zur Finanzierung des Kaufpreises ein Darlehen gegeben, welches durch zukünftige Erlöse aus einem Verkauf der Anteile besichert ist. Der Vertrag enthält außerdem im Shareholders Agreement jeweils durch beide Seiten nach spätestens vier Jahren ausübbare Optionen zu einem variablen Preis.
74 Herr Pendorf ist außerdem Anteilseigner an einer Gesellschaft (AMT II), die mit HITCO zwei Service- und Options-Vereinbarungen abgeschlossen hat. Nach der Optionsvereinbarung hat AMT II die Option, bis zu 43% der Anteile an HITCO nach einer festgelegten Berechnungsmethode zu erwerben. Diese Option läuft spätestens nach drei Jahren oder nach Ausübung der Put bzw. Call Option aus dem Shareholders Agreement (siehe oben) aus. SGL Carbon kann die Option um ein zusätzliches Jahr verlängern.
Ferner bestanden am 31. Dezember 2002 und 2001 jeweils Einzahlungsverpflichtungen für Anteile an einem nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 3,6 Mio. USD bzw 36,2 Mio. USD. Dieser Betrag hat sich durch die Einbringung in ein Joint Venture im Geschäftsjahr und der daraus resultierenden Anpassung der Verpflichtung wesentlich reduziert.
Informationen zu Finanzinstrumenten 27
Finanzinstrumente sind auf Vertrag basierende wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhalten. Nach IAS 32 gehören hierzu originäre Finanzinstrumente, wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. entsprechende Verbindlichkeiten oder Finanzforderungen und -schulden. Daneben gehören hierzu auch derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Zins- oder Währungsrisiken eingesetzt werden.
Originäre Finanzinstrumente
Originäre Finanzinstrumente sind in der Bilanz ersichtlich. Finanzinstrumente der Aktivseite werden – unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen – zu Anschaffungskosten bilanziert. Finanzinstrumente auf der Passivseite werden zum Nennwert oder zum höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Das Bonitäts- oder Ausfallrisiko ergibt sich aus der Gefahr, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Da wir mit unseren Kunden im Wesentlichen keine Aufrechnungsvereinbarungen abschließen, stellen die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge das maximale Ausfallrisiko dar.
Währungsrisiken bestehen dort, wo Forderungen oder Verbindlichkeiten in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen. Eine Absicherung ergibt sich zunächst aus natürlich geschlossenen Positionen. Hierbei stehen im SGL Carbon Konzern einer Fremdwährungsforderung eine oder mehrere zeitlich und betragsmäßig äquivalente Verbindlichkeiten in derselben Währung gegenüber. Nur für darüber hinausgehende Währungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente zur Sicherung eingesetzt.
Derivative Finanzinstrumente
Der SGL Carbon Konzern kann im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit von Risiken aus Zinssatz- und Wechselkursänderungen betroffen werden. Derivative Finanzinstrumente werden rein zu Absicherungszwecken und zur Reduzierung solcher Risiken genutzt. Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Der Einsatz dieser Mittel ist in Richtlinien geregelt. Risikoeinschätzungen und Kontrollen werden laufend durchgeführt.
Der SGL Carbon Konzern ist einem Kreditrisiko ausgesetzt, welches durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen durch die Kontrahenten entsteht. Zur Verminderung des Kreditrisikos werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich mit international anerkannten Finanzinstituten abgeschlossen. Darüber hinaus werden alle Transaktionen von der zentralen Finanzabteilung der SGL Carbon überwacht. Der Vorstand geht nicht davon aus, dass das Engagement in solchen Transaktionen wesentliche negative Auswirkungen auf die Finanzlage hat.
75 Nominalbeträge
Die Nominalbeträge sind die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden konzernexternen Kaufs- und Verkaufsbeträge. Die in nachfolgender Tabelle gezeigten Beträge stellen somit nicht die zwischen den Parteien ausgetauschten Beträge dar und sind somit kein Maßstab für die Verbindlichkeiten des SGL Carbon Konzerns aus diesen Finanzinstrumenten.
Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2002 und 2001 stellen sich wie folgt dar:
| Nominalwerte | Marktwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | Kauf 31.12.2002 |
Verkauf 31.12.2002 |
Summe 31.12.2002 |
Summe 31.12.2001 |
Summe 31.12.2002 |
Summe 31.12.2001 |
| Währungsbezogene Kontrakte: | ||||||
| USD-Devisentermingeschäfte | 3,9 | 170,3 | 174,2 | 242,6 | 5,7 | – 4,1 |
| GBP-Devisentermingeschäfte | 0,6 | 52,0 | 52,6 | 50,6 | 0,8 | – 1,0 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte |
6,3 | 1,1 | 7,4 | 2,2 | 0,2 | 0,2 |
| Devisenoptionen | 99,1 | 93,6 | 192,7 | 201,0 | – 10,2 | 1,6 |
| Devisentermingeschäfte mit Chance |
0,0 | 0,8 | 0,8 | 2,4 | 0,0 | – 0,1 |
| Zinsbezogene Kontrakte: | ||||||
| Zinsswaps | 0,0 | 103,2 | 103,2 | 3,8 | – 0,7 | 0,1 |
| Zinsoptionen | 15,3 | 0,0 | 15,3 | 15,3 | 0,0 | 0,0 |
Devisentermin- und -optionsgeschäfte werden hauptsächlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des SGL Carbon Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken seiner auf Fremdwährungen lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten auf Grund von Wechselkursschwankungen. Die abgeschlossenen Grundgeschäfte in den einzelnen Fremdwährungen werden auf Basis der Nettoposition pro Währung fast vollständig gesichert. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten des Grundgeschäfts und reichen von einigen Tagen zu mehreren Monaten.
Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:
- Währungssicherungskontrakte werden auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge bewertet. Devisenoptionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisberechnung bewertet.
- Zinskontrakte werden auf Basis abgezinster, zukünftiger erwarteter Cashflows ermittelt, wobei für die Restlaufzeit der Instrumente geltende Marktzinssätze verwendet werden.
- Zinsoptionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisbewertung (u.a. Black-Scholes) angesetzt.
Die Marktwerte werden von unabhängigen Finanzdienstleistungsunternehmen ermittelt. Bei den derivativen Finanzinstrumenten besteht ein Bonitätsrisiko in Höhe der positiven Marktwerte der Derivate.
Zur Sicherung der USD-Verbindlichkeit aus Kartellbußgeld ist eine Zero-Cost-Option abgeschlossen. Dabei entspricht die zu zahlende Prämie für den Optionskauf der Prämie, die aus dem Optionsverkauf resultiert.
76 Der SGL Carbon Konzern betreibt Zinsoptions- und Zinsswapgeschäfte, um seine Finanzierungskosten zu optimieren. In den Geschäftsjahren 2002 und 2001 nutzte der SGL Carbon Konzern Zinsswaps, um einen Teil seiner Finanzschulden von festverzinslichen Verbindlichkeiten in variabel verzinsliche umzuwandeln.
Die Absicherung von Fremdwährungsrisiken in verbindlichen Verträgen oder zukünftigen Transaktionen wird nach IAS 39 Nr. 103 bilanziert. Bei Erwerb erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten. Marktwertveränderungen der Derivate werden bei der Folgebewertung im Buchwert des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Bewertungsänderungen von Zinssicherungsgeschäften, die zur Absicherung von variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten einbezogen werden, werden ebenfalls erfolgswirksam ausgewiesen.
Segmentberichterstattung 28
Die nachfolgenden Geschäftsfelder sind Bestandteil des operativen Geschäfts des SGL Carbon Konzerns:
Carbon and Graphite [CG] Graphitelektroden und Carbonprodukte (Elektroden, Kathoden, Ofenauskleidungen)
Graphite Specialties [GS]
Erzeugnisse für industrielle Anwendungen, Maschinenelemente und elektrische Gleitkontakte, Carbonfasern/-Verbundwerkstoffe
Corrosion Protection [CP] Apparatebau und Oberflächenschutz
und
SGL Technologies [T]
Graphitfolien, Carbonfasern, Expandierter Graphit und Gewebe, Composites, Carbon-Keramik-Bremsscheiben und Brennstoffzellen-Komponenten.
Die externen Umsatzerlöse betreffen fast ausschließlich Umsätze aus Lieferungen von Produkten. Handelsumsätze oder sonstige Umsätze sind nur in geringem Umfang vorhanden. Umsätze zwischen den Segmenten erfolgen generell auf Basis von marktorientierten Verrechnungspreisen, abzüglich Kosten für Vertrieb und Verwaltung. In Ausnahmen ist die Verwendung von kostenbasierten Verrechnungspreisen möglich. Der Bereich Sonstige enthält Gesellschaften, die im Wesentlichen für die anderen Geschäftsfelder Dienstleistungen erbringen, sowie die SGL Carbon AG. Konsolidierungsmaßnahmen betreffen die Eliminierung der Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsfeldern. Nicht zahlungswirksame Aufwendungen ergaben sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Rückstellungen für Kartellrisiken im Bereich Sonstige mit 22 Mio. €. Das europäische Foliengeschäft wurde zum 1. Januar 2002 vom Segment GS in das Segment T umgesetzt. Die Vergleichsdaten für die Geschäftsfelder im Geschäftsjahr 2001 wurden angepasst. Nachfolgend werden einige Informationen zu den Geschäftsfeldern des SGL Carbon Konzerns gegeben (Primäres Berichtsformat gemäß IAS 14 Nr. 50ff.).
| Konsolidie- | SGL | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | CG | GS | CP | T | Sonstige | rungsmaß- nahmen |
Carbon Konzern |
| 2002 | |||||||
| Nettoumsatzerlöse | 550,7 | 195,9 | 212,4 | 150,4 | 2,9 | 0,0 | 1.112,3 |
| Bereichsinterne Umsätze | 396,5 | 44,5 | 16,3 | 4,4 | 44,4 | – 506,1 | 0,0 |
| Nettoumsatzerlöse insgesamt | 947,2 | 240,4 | 228,7 | 154,8 | 47,3 | – 506,1 | 1.112,3 |
| Betriebsergebnis* | 51,9 | 1,9 | 4,8 | – 11,7 | – 18,3 | 0,0 | 28,6 |
| Investitionen in Sachanlagen | 22,6 | 6,3 | 2,5 | 9,3 | 0,8 | 0,0 | 41,5 |
| Abschreibungen auf immaterielle Ver mögensgegenstände u. Sachanlagen |
38,5 | 15,6 | 9,8 | 17,2 | 0,1 | 0,0 | 81,2 |
| Capital Employed | 462 | 199 | 135 | 202 | – 31 | 0 | 967 |
| Finanzschulden | 103,3 | 44,5 | 30,1 | 45,1 | 225,5 | 0,0 | 448,5 |
| 2001 | |||||||
| Nettoumsatzerlöse | 619,8 | 230,7 | 235,8 | 135,1 | 11,9 | 0,0 | 1.233,3 |
| Bereichsinterne Umsätze | 364,6 | 50,9 | 19,1 | 3,6 | 30,3 | – 468,5 | 0,0 |
| Nettoumsatzerlöse insgesamt | 984,4 | 281,6 | 254,9 | 138,7 | 42,2 | – 468,5 | 1.233,3 |
| Betriebsergebnis* | 78,9 | 22,3 | 12,6 | – 33,7 | – 21,4 | 0,0 | 58,7 |
| Investitionen in Sachanlagen | 45,1 | 12,6 | 5,0 | 26,3 | 1,6 | 0,0 | 90,6 |
| Abschreibungen auf immaterielle Ver mögensgegenstände u. Sachanlagen* |
38,4 | 19,2 | 10,3 | 17,7 | 0,3 | 0,0 | 85,9 |
| Capital Employed | 569 | 274 | 162 | 203 | 5 | 0 | 1.213 |
| Finanzschulden | 152,3 | 73,4 | 43,4 | 54,4 | 215,4 | 0,0 | 538,9 |
* vor Aufwendungen in Zusammenhang mit Kartellverfahren und Restrukturierung
| Mio. € | Deutsch- land |
Übriges Europa |
Nord- amerika |
Mittel- u. Süd- amerika |
Sonstige | Konsolidie- rungsmaß- nahmen |
SGL Carbon Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002 | |||||||
| Nettoumsatzerlöse (n. Zielort) | 216,6 | 373,8 | 281,6 | 63,4 | 176,9 | 0,0 | 1.112,3 |
| Nettoumsatzerlöse (n. Unternehmen) | |||||||
| Unabhängige Kunden | 409,5 | 422,9 | 267,8 | 5,1 | 7,0 | 0,0 | 1.112,3 |
| Konzerninterne Umsätze | 179,4 | 269,5 | 56,8 | 0,0 | 0,4 | – 506,1 | 0,0 |
| Nettoumsatzerlöse insgesamt | 588,9 | 692,4 | 324,6 | 5,1 | 7,4 | – 506,1 | 1.112,3 |
| Exportverkäufe von Deutschland | 369,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 369,3 |
| Capital Employed | 304 | 338 | 312 | 4 | 9 | 0 | 967 |
| Investitionen in Sachanlagen | 17,1 | 12,1 | 11,8 | 0,1 | 0,4 | 0,0 | 41,5 |
| 2001 | |||||||
| Nettoumsatzerlöse (n. Zielort) | 246,0 | 409,2 | 315,8 | 63,1 | 199,2 | 0,0 | 1.233,3 |
| Nettoumsatzerlöse (n. Unternehmen) | |||||||
| Unabhängige Kunden | 457,8 | 439,7 | 319,1 | 8,0 | 8,7 | 0,0 | 1.233,3 |
| Konzerninterne Umsätze | 178,3 | 237,1 | 53,1 | 0,0 | 0,0 | – 468,5 | 0,0 |
| Nettoumsatzerlöse insgesamt | 636,1 | 676,8 | 372,2 | 8,0 | 8,7 | – 468,5 | 1.233,3 |
| Exportverkäufe von Deutschland | 360,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 360,7 |
| Capital Employed | 404 | 386 | 410 | 4 | 9 | 0 | 1.213 |
| Investitionen in Sachanlagen | 40,0 | 23,3 | 26,6 | 0,0 | 0,7 | 0,0 | 90,6 |
78 Aufstellung des Anteilsbesitzes 29
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird beim Handelsregister in Wiesbaden hinterlegt. Sie wird in der Hauptversammlung der SGL Carbon Aktiengesellschaft am 30. April 2003 gesondert ausgelegt.
Bezüge von Aufsichtsrat und Vorstand der SGL Carbon AG 30
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen 0,3 Mio. €. Die Bezüge des Vorstands betragen 1,6 Mio. € zuzüglich der Beteiligung an den Management-Incentive-Plänen (vgl. Anmerkung 31). Auf Basis der ausgezahlten Vorstandsbezüge im Berichtsjahr beträgt der variable Anteil 60%. Die Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführungsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betragen 0,1 Mio. €.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen sind 1,1 Mio. € zurückgestellt worden.
Die aktiven Vorstandsmitglieder halten Anteile an der SGL Carbon AG im Privatbesitz. Zum 31. Dezember 2002 waren dies insgesamt 55.055 Aktien und 3.093 ADRs.
Die Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind auf den Seiten 87– 89 aufgeführt.
Management-Incentive-Pläne 31
Seit 1996 bestehen Management-Incentive-Pläne, um die Vergütung des Managements am Unternehmenswert zu orientieren.
Stock Appreciation Rights Plan (SAR)
Durch den SAR-Plan vom April 1996/Januar 1997 nehmen Vorstand und Management durch die Zuteilung von "stock options" an der Entwicklung des Börsenkurses teil. Der Plan hat ein Gesamtvolumen von 840.500 Optionen, wovon bis zum 31. Dezember 2002 797.300 Optionen (davon 637.350 bereits ausgeübt) an insgesamt 74 Mitglieder von Vorstand und Management zugeteilt worden sind.
Die den einzelnen Teilnehmern zugeteilten Optionen wurden in Jahrestranchen von je 20% am 1. Januar für das abgelaufene Geschäftsjahr ausgegeben (Erwerbsperiode 1997 bis 2001). Die jeweils ausgegebenen Optionen können zwischen dem 1. März und dem 15. März eines jeden Jahres, spätestens am 15. März 2006, ausgeübt werden.
Optionen, die auf nicht dem Vorstand angehörende Teilnehmer entfallen, werden in der Weise ausgeübt, dass diese gegen Zahlung des Basispreises Stammaktien der SGL Carbon AG erwerben. Für diesen Teil der SAR ergibt sich eine erfolgsneutrale Bilanzierung im Konzern. Die auf Vorstandsmitglieder entfallenden Optionen werden in der Weise ausgeübt, dass diese einen Barbetrag in Höhe der Differenz zwischen dem Basispreis und dem amtlichen Mittelkurs der Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse am 16. März des Jahres der Optionsausübung erhalten. Für die Optionsrechte des Vorstands wird aufwandswirksam eine Rückstellung in Höhe des Unterschiedsbetrags von Optionspreis und Kurs am Bilanzstichtag gebildet. Bei Ausübung der Option wird die Zahlung gegen die Rückstellung verrechnet.
79 Long-Term Cash Incentive Plan (LTCI)
Der 2002 eingerichtete Long-Term Cash Incentive Plan (der "LTCI-Plan") sieht vor, dass Vorstand und ausgesuchte Mitglieder des Managements für die Jahre 2002 bis 2004 Geldprämien erhalten, sofern bestimmte durch den Aufsichtsrat festgelegte Leistungsziele über den Zeitraum von 2002 bis einschließlich 2004 erreicht werden. Die maximale Gesamtprämie beträgt 7,8 Mio. €. Von den Nettoerlösen aus der LTCI-Prämie muss ein Betrag, der 15% des Bruttoerlöses entspricht, von dem Teilnehmer für den Kauf von Aktien der SGL Carbon AG eingesetzt werden. Die Aktien müssen für 12 Monate festgelegt werden. Entsprechend dem zum Stichtag vorliegenden Zielerreichungsgrad wird zeitanteilig eine Rückstellung aufwandswirksam gebildet. Der entsprechende Aufwand wird wie bei den SAR-Plänen im Sonstigen betrieblichen Aufwand berücksichtigt. Die auf den Vorstand im Geschäftsjahr entfallende Zuführung zur Rückstellung beträgt 275 T€.
Share Ownership Plan
Nach dem Share Ownership Plan wurden allen Arbeitnehmern der Gesellschaft in Deutschland und Österreich 25, 50 oder 60 Aktien zu einem Preis pro Aktie von 4,42 € für die ersten 25 oder 50 Aktien (Grundangebot) und zu einem Preis pro Aktie von 5,50 € für die zusätzlichen 10 Aktien (Zusatzangebot) angeboten. 1.631 Mitarbeiter beteiligten sich an diesem Programm und erwarben insgesamt 88.775 Aktien. Diese Aktien wurden auf Grundlage der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital im Jahr 2002 ausgegeben (siehe Anmerkung 17). Die Aktien des Grundangebots unterliegen einer firmeninternen zweijährigen Sperrfrist bis zum 30. November 2004, die des Zusatzangebots einer einjährigen Sperrfrist bis zum 30. November 2003.
Aktienplan
Der Aktienplan der Gesellschaft wurde von den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2000 beschlossen. Für die Bedienung des Aktienplans ist die Ausgabe von bis zu 250.000 neuen Aktien aus genehmigtem Kapital vorgesehen. Aufgrund des Aktienplans sind bisher noch keine Aktien ausgegeben worden.
Aufgrund des Aktienplans ist der Aufsichtsrat ermächtigt, den Vorstandsmitgliedern Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Aufgrund des Aktienplans ist der Vorstand ermächtigt, Aktien der Gesellschaft an leitende Angestellte der Gesellschaft, sowie an Mitglieder des Managements und an leitende Angestellte von Konzerngesellschaften auszugeben. Die Aktien für Planteilnehmer, die nicht Mitglieder des Vorstands sind, werden durch eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen aus Sondervergütungsansprüchen geschaffen. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein Aktienrückkauf vorgesehen. Derartige Sondervergütungen werden den Teilnehmern aufgrund des Aktienplans gewährt.
Um am Aktienplan teilzunehmen, müssen die ausgewählten Arbeitnehmer und Vorstandsmitglieder Aktien der Gesellschaft an der Börse erwerben. Dabei darf der Kaufpreis nicht mehr als 50% ihrer Sondervergütung nach dem jährlichen Bonusplan betragen. Die erworbenen Aktien werden für die Teilnehmer für zwei Jahre in einem gesperrten Depot verwahrt (die "Lock-up-Periode"). Die Teilnehmer dürfen während der Lock-up-Periode nicht über die Aktien verfügen, um ihr Recht zum Bezug der Matching shares (wie nachfolgend definiert) am Ende des Aktienplans nicht zu verlieren.
Nach der Lock-up-Periode erhält jeder Teilnehmer neue Aktien aus genehmigtem Kapital, die Mitglieder des Vorstands aus Aktienrückkauf (die "Ausgleichsaktien"). Die Anzahl der neuen Aktien und der Aktien aus Aktienrückkauf für Mitglieder des Vorstands entspricht zahlenmäßig den Aktien, die für die Teilnehmer in dem gesperrten Depot verwahrt werden. Die Teilnehmer, die nicht Mitglieder des Vorstands sind, bringen ihre Bonusansprüche als Sacheinlage ein und erhalten die freigegebenen Aktien und die Ausgleichsaktien.
80 Bei einem Bonusanspruch aller Teilnehmer wird zum Bilanzstichtag eine Rückstellung gebildet. Der Bonus wird mit dem Marktwert der Aktien bewertet, auf die der Mitarbeiter zusätzlich zu seinen eigenen Aktien einen Anspruch hat. Bringt der Mitarbeiter seinen Bonusanspruch in die SGL Carbon AG ein, wird die Rückstellung gegen das gezeichnete Kapital bzw. die Kapitalrücklage gebucht.
Aktienoptionsplan
Der Aktienoptionsplan der Gesellschaft (der "Aktienoptionsplan") wurde von den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2000 beschlossen. Für die Bedienung des Aktienoptionsplans ist die Ausgabe von bis zu 1,6 Millionen Aktien aus bedingtem Kapital vorgesehen. Die Optionen werden bis zum Ende des Jahres 2004 gewährt. Aufgrund des Aktienoptionsplans sind im Geschäftsjahr 2002 507.000 Optionen und damit bisher insgesamt 998.500 Optionen ausgegeben worden. Aufgrund des Aktienoptionsplans ist der Aufsichtsrat ermächtigt, den Vorstandsmitgliedern Optionen auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Der Aktienoptionsplan ermächtigt den Vorstand, an von ihm bestimmte leitende Angestellte der Gesellschaft sowie an Mitglieder des Managements und verbleibende leitende Angestellte der Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften Aktienoptionen zu gewähren.
Die Aktienoptionen werden folgendermaßen verteilt:
- Vorstand, bis zu 30%,
- Leitende Angestellte der Gesellschaft, bis zu 20%,
- Mitglieder des Managements von Konzerngesellschaften, bis zu 20% und
- Verbleibende leitende Angestellte der Konzerngesellschaften, bis zu 30%.
Die Laufzeit der Optionen beträgt zehn Jahre. Fristbeginn ist der Ausgabetag. Die Optionen verfallen, ohne dass die Inhaber Ausgleichszahlungen verlangen können, wenn sie nicht vor Ablauf der Zehnjahresfrist ausgeübt werden.
Die Optionen dürfen nicht vor Ablauf einer zweijährigen Frist ausgeübt werden; Fristbeginn ist der Tag, der auf den Ausgabetag folgt. Daran schließt sich eine Ausübungsfrist von acht Jahren an. Innerhalb dieser Frist können die Optionen nur an den Börsentagen während einer festgelegten Periode ausgeübt werden (der "Ausübungszeitraum"). Es gibt in jedem Kalenderjahr zwei Ausübungszeiträume von jeweils zehn Börsentagen, die sich an die Veröffentlichung des Zwischenberichts und des Geschäftsberichts anschließen.
Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn die Gesellschaft zum Ausübungszeitpunkt ihre Zielvorgabe erreicht hat. Die Zielvorgabe ist die Steigerung der Gesamtrendite der Aktie der Gesellschaft. Die Gesamtrendite setzt sich zusammen aus dem Aktienpreis und der reinvestierten Dividende. Die Gesamtrendite muss den Ausübungspreis für eine Option um mindestens 15 % übersteigen.
Der Ausübungspreis errechnet sich auf Grundlage des durchschnittlichen Schlusskurses der Aktie der SGL Carbon AG im XETRA-Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse an den 20 der Ausgabe der Optionen vorangegangenen Börsentagen, wobei die Nebenkosten für den Erwerb nicht berücksichtigt werden. Der mindestens zu zahlende Ausübungspreis ist der rechnerische Anteil pro Aktie am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Teilnehmer müssen nach Ausübung der Optionen eine Mindestanzahl von Aktien der SGL Carbon AG in Höhe von 15% des Bruttoertrags für zwölf weitere Monate in Besitz halten.
Bei Ausübung der Option wird der den Nennbetrag übersteigende Teil des Bezugspreises erfolgsneutral in die Kapitalrücklage eingestellt.
81 Die Entwicklung der Aktienprogramme gemäß IAS 19 Nr. 147 ist wie folgt:
Anzahl Aktien/Optionen
| Aktien- | Aktien | ||
|---|---|---|---|
| SAR | plan | optionsplan | |
| Stand 1.1.2002 | 163.550 | 31.316 | 491.500 |
| Zugang | 43.123 | 507.000 | |
| Verfall/Rückgabe | – 3.600 | ||
| Ausübung | 0 | ||
| Stand 31.12.2002 | 159.950 | 74.439 | 998.500 |
| Durchschnittlicher Ausübungspreis in € | 33,03 | – | 42,77 |
| Verfalltermine | 15.03.2006 | 2010/2011/2012 | |
| Beizulegender Wert 31.12.2002/Mio. € | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Die SAR- und Aktienoptions- Pläne sind "aus dem Geld". Damit liegt der beizulegende Wert bei null, da der Ausübungskurs über dem aktuellen Marktkurs liegt. Im Geschäftsjahr 2002 ist aus den Aktienprogrammen insgesamt ein Nettoaufwand von 0,3 Mio. € entstanden.
Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB 32
Die folgenden Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der SGL Carbon AG einbezogen sind, haben von der Vorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht: SGL Carbon GmbH, Meitingen; SGL Carbon Beteiligung GmbH, Meitingen; SGL Technologies GmbH, Meitingen; SGL Brakes GmbH, Meitingen; SGL Information-Services GmbH, Augsburg.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 285 Nr. 16 HGB 33
Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, die Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex mit den unten angegebenen Ausnahmen umzusetzen und die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abzugeben:
"Die SGL Carbon AG entspricht den Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex mit folgenden Abweichungen:
- Entsprechend der Satzung der SGL Carbon AG erhält der Aufsichtsrat eine ausschließlich feste Vergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für die Mitarbeit in Ausschüssen.
- Die von der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossene D&O-Versicherung enthält keinen Selbstbehalt."
Die Entsprechenserklärung ist im Internet unter www.sglcarbon.de veröffentlicht.
Wiesbaden, den 27. Februar 2003 SGL Carbon AG Der Vorstand
82
Wesentliche konsolidierte Gesellschaften
| Anteil % |
Anteil gehalten über |
Eigen- kapital Mio. € |
Umsatz Mio. € |
Mit arbeiter Stand 31.12.2002 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. SGL CARBON AG | Wiesbaden | |||||
| 2. SGL CARBON Beteiligung GmbH | Wiesbaden | 100 | 1 | 167 | 0 | 0 |
| 3. SGL CARBON GmbH | Meitingen | 100 | 1 | 55 | 543 | 1.581 |
| 4. SGL TECHNOLOGIES GmbH | Meitingen | 100 | 1 | 4 | 28 | 146 |
| 5. SGL BRAKES GmbH | Meitingen | 100 | 4 | 5 | 8 | 92 |
| 6. SGL ACOTEC GmbH | Siershahn | 100 | 1 | 75 | 144 | 1.210 |
| 7. SGL PanTrac GmbH | Berlin | 100 | 1 | 1 | 11 | 77 |
| 8. KCH Beteiligungs GmbH | Siershahn | 100 | 6 | 24 | 0 | 0 |
| 9. SGL CARBON S.A. | Nowy Sacz (Polen) | 100 | 2 | 64 | 65 | 494 |
| 10. ZEW Zaklady Elektrod Weglowych S.A. |
Ratibor (Polen) | 97,2 | 1 | 20 | 49 | 532 |
| 11. SGL CARBON S.p.A. | Mailand (Italien) | 99,7 | 2 | 48 | 117 | 482 |
| 12. SGL CARBON S.A. | La Coruña (Spanien) | 99,9 | 2 | 47 | 78 | 151 |
| 13. SGL CARBON S.A. | Chedde (Frankreich) | 100 | 1 | 41 | 36 | 181 |
| 14. SGL CARBON GmbH & Co. | Steeg (Österreich) | 100 | 1 | 13 | 44 | 140 |
| 15. RK Carbon International Ltd. | Wilmslow (UK) | 100 | 4 | 0 | 0 | 0 |
| SGL TECHNIC Ltd. | Muir of Ord (UK) | 100 | 15 | – 9 | 29 | 121 |
| P. G. Lawton Ltd. | Halifax (UK) | 100 | 15 | |||
| 16. SGL TECHNIC S.A. | Grenoble (Frankreich) | 100 | 6 | 8 | 20 | 173 |
| 17. SGL Risomesa S.p.A. | Mailand (Italien) | 100 | 2 | 6 | 9 | 59 |
| 18. SGL CARBON Ltd. | Alcester (UK) | 100 | 1 | 3 | 11 | 42 |
| 19. SGL CARBON LLC. | Charlotte (USA) | 100 | 2 | 108 | 167 | 560 |
| M.G.P. LLC | Topton (USA) | 100 | 19 | 19 | 8 | 37 |
| HITCO CARBON Composites Inc. | Gardena (USA) | 94 | 19 | 50 | 55 | 238 |
| SGL TECHNIC Inc. | Valencia (USA) | 100 | 19 | 41 | 40 | 166 |
| 20. SGL Canada Inc. | Lachute (Kanada) | 100 | 1 | 13 | 52 | 91 |
| 21. SGL ACOTEC S.a.r.l. | Houdain (Frankreich) | 100 | 8 | 8 | 13 | 129 |
| 22. SGL ACOTEC S.a.r.l. Maroc | Safi (Marokko) | 100 | 21 | 1 | 4 | 91 |
| 23. SGL ACOTEC Ltd. | Sandbach (UK) | 100 | 8 | 2 | 13 | 86 |
| 24. SGL ACOTEC S.p.A. | Mailand (Italien) | 100 | 8 | 3 | 6 | 38 |
| 25. SGL ACOTEC Polska Sp. z o.o. | Kielce (Polen) | 51 | 8 | 0 | 2 | 26 |
| 26. Ceilcote Ing. Corrosion S.A. de C.V. |
Mexiko-City (Mexiko) | 51 | 8 | 0 | 1 | 11 |
| 27. SGL ACOTEC Singapore Pte. Ltd. | Singapur (Singapur) | 100 | 8 | 0 | 2 | 18 |
| 28. SGL ACOTEC Inc. | Strongsville (USA) | 100 | 8 | 5 | 20 | 65 |
| 29. SGL ACOTEC Ltda. | São Paulo (Brasilien) | 100 | 6 | 0 | 4 | 63 |
| 30. SGL ACOTEC (Wuhan) Co. Ltd. | Wuhan (China) | 90 | 6 | 0 | 3 | 140 |
Bestätigungsvermerk
83 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der SGL Carbon Aktiengesellschaft aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung zu beurteilen, ob der Konzernabschluss den International Accounting Standards (IAS) entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Accounting Standards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich auch auf den von dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2002 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht zusammen mit den übrigen Angaben des Konzernabschlusses insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2002 bis zum 31. Dezember 2002 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.
München, den 27. Februar 2003
BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Goppelt Sucker Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
84

Prof. Dr. Utz-Hellmuth Felcht Aufsichtsratsvorsitzender
Bericht des Aufsichtsrats
Kommunikation mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat der SGL Carbon AG hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und eigener Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung überwacht und sie beratend begleitet. Der Vorstand hat ihm dazu über den Gang der Geschäfte und die Situation des Unternehmens mündlich und schriftlich berichtet. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Dialog mit dem Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats. Über wichtige Geschäftsvorfälle und Entscheidungen wurde er laufend informiert. Inhalte und Beschlussfassungen von Vorstandssitzungen wurden ihm zur Kenntnis gebracht und im Bedarfsfall erörtert. Im Übrigen haben auch Mitglieder des Aufsichtsrats mit dem Vorstand eine Reihe von Einzelgesprächen geführt.
Den vier turnusmäßigen Sitzungen gingen jeweils Besprechungen des Vorstands mit den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat voran, um das gemeinsame Verständnis für die Geschäftspolitik und die laufende Kommunikation zu fördern. Der Vorstand hat sich auch ein Mal zusätzlich mit den Anteilseignervertretern beraten, um strategische Themen und Akquisitionsprojekte zu erörtern. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an mindestens der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
Schwerpunkte der Beratungen
Schwerpunkte der Beratungen waren das konjunkturelle Umfeld, die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie Akquisitions- und Desinvestitionsprojekte. Besondere Aufmerksamkeit war dem Risiko-Management-System, den Budgetzielen für das Jahr 2003 und der mittelfristigen Geschäfts- und Finanzplanung gewidmet. In Abstimmung mit dem Abschlussprüfer und in Angleichung an die verschärften gesetzlichen Bestimmungen hat die Gesellschaft ihr bestehendes Risiko-Management-System überarbeitet, Konzernrichtlinien mit Verantwortlichkeiten erlassen und in der Aufsichtsratssitzung am 6. September 2002 vorgestellt. Auf dieser erweiterten Grundlage wurden auch die Kernrisiken für die Planung der Jahre 2003 – 2006 besprochen und verabschiedet.
In allen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat über Stand und Erfolg der Restrukturierungsmaßnahmen in den Geschäftsfeldern Carbon and Graphite [CG] und Graphite Specialties [GS] sowie der Maßnahmen zur Erhöhung des Cashflow und Reduzierung der Finanzschulden unterrichten lassen. Intensiv begleitet hat der Aufsichtsrat vor allem die Bemühungen des Vorstands zur Refinanzierung der Gesellschaft. Nach ausgiebiger Erörterung des Sachstands anlässlich der Sitzung am 5. Dezember 2002 hat der Aufsichtsrat das Refinanzierungskonzept einstimmig gebilligt.
Bericht des Aufsichtsrats


Corporate Governance
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr mit der Gesetzesdynamik in Deutschland und den USA bezüglich Corporate Governance befasst. Der Vorstand hat dazu eine neue Vorlage der Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG erstellt, um die im März 2002 verabschiedete Version den zwischenzeitlich veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen-Corporate-Governance-Kodex anzupassen und – so weit wie möglich – auch die Bestimmungen des US-amerikanischen Sarbanes-Oxley-Gesetzes zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat hat die neuen Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG in seiner Sitzung am 5. Dezember 2002 verabschiedet. SGL Carbon entspricht damit den Empfehlungen des Kodex mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen:
- Entsprechend der Satzung der SGL Carbon AG erhält der Aufsichtsrat eine ausschließlich feste Vergütung sowie eine zusätzliche Vergütung für die Mitarbeit in Ausschüssen.
- Die von der Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat abgeschlossene D&O-Versicherung enthält keinen Selbstbehalt.
Nach weitgehender Beilegung der ausstehenden Klagen hat sich der Aufsichtsrat auch weiterhin über den Stand der noch laufenden kartellrechtlichen Untersuchungen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens und der damit verbundenen Klagen unterrichten lassen. Die Beratungen fanden sowohl bei den turnusmäßigen Sitzungen, im dafür gebildeten Ad-hoc-Sonderausschuss sowie in einer zusätzlichen außerordentlichen Sitzung statt. In diesem Zusammenhang nahm der Aufsichtsrat Kenntnis von dem Bußgeldbescheid der EU-Kommission vom 17. Dezember 2002 wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Spezialgraphiten im Rahmen der seit 1997 laufenden Untersuchungen gegen Unternehmen der Graphitindustrie und die Absicht der Gesellschaft, dagegen erneut Klage beim Europäischen Gericht einzureichen. Der Aufsichtsrat weist darauf hin, dass die Corporate-Governance-Grundsätze der SGL Carbon AG eine "Global Antitrust Compliance Policy" enthalten, die durch intensive und konzernweite Schulung untermauert wird.
Jahresabschluss 2002
Der Aufsichtsrat hat sich sowohl im Bilanz- und Prüfungsausschuss als auch im Plenum in der Sitzung vom 7. März 2003 davon überzeugt, dass die Buchführung, der Einzelabschluss der SGL Carbon AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 sowie die Lageberichte der SGL Carbon AG und des Konzerns von der BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurden. Die Prüfung war ordnungsgemäß vom Aufsichtsrat in Auftrag gegeben worden. Sie bezog sich auftragsgemäß ergänzend auch auf das neue Risiko-Management-System der Gesellschaft. Die Prüfungsberichte des Konzern- und Jahresabschlusses wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen selbst geprüft. Er hat keine Einwendungen und stimmt den Ergebnissen des Abschlussprüfers zu. Der Aufsichtsrat billigt den Konzern- und Jahresabschluss und damit ist der Jahresabschluss der SGL Carbon AG festgestellt.


Der Bilanz- und Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr einmal getagt. Unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers hat er sich insbesondere mit dem Jahresabschluss befasst und sich über die ordnungsgemäße Handhabung derivativer Finanzinstrumente informiert. Die Mitglieder des Ausschusses wurden außerhalb der Sitzungen über die laufenden Refinanzierungsbemühungen des Vorstands informiert.
Der Personalausschuss hat viermal getagt. Kernthemen waren die Aktualisierung der Vorstandsverträge und -pensionen sowie die Überprüfung auslaufender und neuer Incentive-Pläne der Gesellschaft. Der Ausgabe zusätzlicher Aktienoptionen für den Vorstand und den oberen Führungskreis wurde zugestimmt.
Der Strategieausschuss ist einmal zusammengetreten. Kernthema war die Neuorientierung der Strategie im Geschäftsfeld Graphite Specialties (GS) und die Maßnahmen zur Verbesserung der Geschäftsrentabilität im Rahmen der unternehmensweiten SGL-Excellence-Initiative.
Personalien
Herr Karl-Heinz Schneider ist am 11. Juni 2002 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolger wurde Herr Jürgen Kerner mit Wirkung vom 13. September 2002 vom Gericht als Aufsichtsratsmitglied bestellt. Herr Hans-Georg Bartel ist nach schwerer Krankheit am 20. November 2002 verstorben. Der Aufsichtsrat wird Herrn Bartel, der von allen Mitgliedern wegen seiner aktiven und verständnisvollen Mitarbeit stets geschätzt wurde, ein ehrenvolles Gedenken bewahren. Als Nachfolger wurde Herr Hans-Werner Zorn im Februar 2003 gerichtlich bestellt.
In der Sitzung vom 6. September 2002 wurde Herr Dr. Klaus Warning erneut zum Vorstandsmitglied der SGL Carbon AG vom 1. Juli 2003 bis zum 30. Juni 2006 bestellt.
Zur Unterstützung der Bemühungen um eine solide längerfristige Refinanzierung des Unternehmens hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats mit Herrn Hansgeorg Hofmann am 24. Juni 2002 einen befristeten Beratervertrag vereinbart.
Wiesbaden, 7. März 2003 Der Aufsichtsrat
Prof. Dr. Utz-Hellmuth Felcht Vorsitzender
Aufsichtsrat

Aufsichtsrat
Prof. Dr. rer. nat. Utz-Hellmuth Felcht Vorsitzender
Vorstandsvorsitzender Degussa AG, Düsseldorf
- Konzern-Aufsichtsratsmandate: Goldschmidt AG1, Essen SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH1, Lutherstadt Wittenberg (bis 20.8.02) SKW Metallurgie AG1, Trostberg
- Externe Aufsichtsratsmandate: Gerling-Konzern Globale Rückversicherungs-AG, Köln
Franz Schaffer
- Stellvertretender Vorsitzender Schlosser, SGL CARBON GmbH, Meitingen
- Externe Aufsichtsratsmandate: Ökumenische Sozialstation Meitingen und Umgebung gGmbH, Meitingen Wohnungsbau GmbH Markt Meitingen, Meitingen
- Hans-Georg Bartel (verstorben am 20.11.02) Starkstromelektriker, SGL CARBON GmbH, Bonn
- Peter Fischer Rechtsanwalt, SGL CARBON AG, Wiesbaden
- Dr.-Ing. Claus Hendricks Ehem. Mitglied des Vorstands Thyssen Krupp Stahl AG, Duisburg
- Konzern-Aufsichtsratsmandate: Berkenhoff GmbH, Heuchelheim Edelstahlwerke Witten-Krefeld GmbH, Witten Krupp Edelstahlprofile GmbH, Siegen
- Externe Aufsichtsratsmandate: Pro Lean Consulting AG, Düsseldorf SKW Metall Chemie GmbH, Trostberg Thyssen Schienen Technik GmbH, Duisburg
- Hansgeorg B. Hofmann Bankkaufmann, Selbstständiger Unternehmer, London/Großbritannien
- Externe Aufsichtsratsmandate: adv.orga Beteiligungen AG, München Equinet AG1, Frankfurt/Main
- Jürgen Kerner (seit 13.9.2002) 2. Bevollmächtiger IG Metall Verwaltungsstelle Augsburg, Augsburg
- Externe Aufsichtsratsmandate: Fujitsu-Siemens Computers GmbH, München
- Dr.-Ing. Hubert Lienhard Mitglied des Konzernvorstands Voith AG, Heidenheim
- Konzern-Aufsichtsratsmandate: Voith Turbo Beteiligungs GmbH & Co. KG, Heidenheim Voith Paper Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim Voith Fabrics Inc., Raleigh, NC, USA
- Externe Aufsichtsratsmandate: Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen Sulzer AG, Winterthur, Schweiz
- Jacques Loppion Président du Conseil d'Administration Groupe SNPE S.A., Paris/Frankreich
- Externe Aufsichtsratsmandate: Giat Industries S.A., Versailles Algéco S.A., Paris Groupe Gascogne, Saint-Paul-les-Dax (alle Frankreich) KME AG, Osnabrück
- Lutz Mühring Gewerkschaftssekretär, IG Metall Bonn-Rhein-Sieg, Siegburg
- Externe Aufsichtsratsmandate: WBG Wohnungsbaugesellschaft Bonn mbH, Bonn
- Karl-Heinz Schneider (bis 11.6.2002) 1. Bevollmächtigter und Geschäftsführer IG Metall Verwaltungsstelle Augsburg, Augsburg
- Externe Aufsichtsratsmandate: Eurocopter Deutschland GmbH, Donauwörth Federal-Mogul GmbH, Friedberg Zoo Augsburg GmbH, Augsburg Augsburger Flughafen GmbH, Augsburg
Heinz Schroth Industriekaufmann, SGL ACOTEC GmbH, Meitingen
Andrew H. Simon OBE MBA Berater und Aufsichtsratsmitglied verschiedener Unternehmen
Externe Aufsichtsratsmandate: Associated British Ports plc., London Hampson plc., Dudley Brake Bros, Ltd., Ashford Dalkia UK plc, London Zeus Group Ltd.1, Dudley Ascent Investments Ltd.1, London (alle Großbritannien), Kaffee Partner Holding GmbH1, Osnabrück Finning International Inc., Vancouver, Kanada
Hans-Werner Zorn (seit 27.2.2003) Maschinenbautechniker, SGL CARBON GmbH, Bonn
1 Aufsichtsratsvorsitzender
Vorstand

Vorstand
Robert J. Koehler Vorsitzender
- Verantwortlich für: Konzernentwicklung und Strategie, Konzernkommunikation, Investor Relations, Führungskräfte-Entwicklung
- Externe Aufsichtsratsmandate: Benteler AG1, Paderborn Wacker-Chemie GmbH, München Pfleiderer AG, Neumarkt New Russia Fund, Luxemburg
Theodore H. Breyer
- Verantwortlich für: Carbon and Graphite, Amerika, Materialwirtschaft
- Konzern-Aufsichtsratsmandate: HITCO CARBON COMPOSITES Inc., Gardena, USA SGL CARBON LLC., Charlotte, USA
Dr. Hariolf Kottmann
- Verantwortlich für: Graphite Specialties, Corrosion Protection, Asien, Ost-Europa, SGL Excellence
- Konzern-Aufsichtsratsmandate: SGL ACOTEC GmbH1, Siershahn SGL CARBON ASIA PACIFIC Sdn Bhd1, Malaysia SGL CARBON Japan Ltd.1, Tokio, Japan SGL TOKAI CARBON Ltd.1, Shanghai, China SGL CARBON Far East Ltd.1, Shanghai, China
Dr. Bruno Toniolo
- Verantwortlich für: Konzernfinanzierung, Konzernrechnungslegung, Reporting, Informationstechnologie, Interne Revision, Risiko-Management, West-Europa
- Konzern-Aufsichtsratsmandate: Radion-Finanziaria S.p.A., Mailand, Italien SGL CARBON Finance, Dublin, Irland SGL CARBON S.A., Engis, Belgien SGL CARBON S.A., Chedde, Frankreich SGL CARBON S.A.1, Nowy Sacz, Polen SGL CARBON S.A., La Coruña, Spanien SGL CARBON S.p.A., Mailand, Italien SGL TECHNIC S.A., Grenoble, Frankreich SGL CARBON GmbH1, Meitingen ZEW S.A.1, Ratibor, Polen SGL ACOTEC GmbH, Siershahn
Dr. Klaus Warning
- Verantwortlich für: SGL TECHNOLOGIES GmbH, Personalwesen, Recht Forschung und Entwicklung, Technologie, Umweltschutz, Arbeitssicherheit
- Externe Mandate: Universität Ilmenau/Beirat, Ilmenau European Carbon and Graphite Association (ECGA)/Vorstand, Brüssel, Belgien Commerzbank Hessen/Landesbeirat, Frankfurt am Main
Management

Management
Business Units
Carbon and Graphite Armin Bruch Dr. Franz Berger Scott Carlton Dr. Reinhard Janta Dr. Dieter Klein Dr. Alberto Martinez
Graphite Specialties Markus Mirgeler Volker Rechtmann Dr. Christfried Schlosser Dr. Martin Schwarz Dr. Gerd Wingefeld
Corrosion Protection Dr. Thomas Kosack Dr. Günter Hermann Bodo Mierke Frank Schulten
SGL Technologies Dr. Jan Verdenhalven Gernot Hochegger Dieter Fial
Corporate Service Functions
Reinhard Damerow Group Treasury
Wilhelm Hauf Group Accounting
Dr. Joachim Heins-Bunde Corporate Planning and Coordination
Beate Hillebrecht-Harris Corporate Center HR
Peter Hoffman President SGL CARBON LLC
Dave Kucharski Group Purchasing
Helmut Mühlbradt HR-Senior Management/Legal
Dr. Michael Riedel Group Quality Leader
Dr. Harald Tillmanns Global Environment, Health and Safety
Thomas Werner Group Information Services
Dr. Doug Wilson Corporate Technology Highlights 2002

Das Jahr 2002
| 01 |
|---|
| 02 |
April
Joint Venture mit TOKAI in China
Die SGL Carbon AG und TOKAI Carbon Co. Ltd., Tokio/Japan, unterzeichnen im April 2002 in Tokio den Vertrag für das im Jahr zuvor vereinbarte Joint Venture für die Produktion, das Marketing und den Vertrieb von Graphitelektroden für den chinesischen Markt.
Juli
Inbetriebnahme der Serienfertigung von Bremsscheiben
Im Juli 2002 startet SGL Carbon planmäßig die Großserienfertigung der Carbon-Keramik-Bremsscheibe in ihrer neuen zertifizierten Anlage in Meitingen bei Augsburg. Innerhalb von nur 15 Monaten hatte SGL die neue Anlage auf dem Gelände ihres größten deutschen Standorts errichtet und in Betrieb genommen.
FEB
MRZ
APR
MAI
JUN
JUL
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
OKT
NOV
DEZ
JAN
März
Fünf-Punkte-Programm
Zur Steigerung des Unternehmenswerts startet SGL Carbon im März 2002 ein "Fünf-Punkte-Programm" mit den Zielen Rendite erhöhen, Kapitalstruktur verbessern, Portfolio optimieren, SGL Excellence und Corporate-Governance-Grundsätze. SGL stellt sich damit dem Strukturwandel der Märkte und passt sich den veränderten Wettbewerbsbedingungen an.

AUG SEP

November
HITCO-Auftrag für den Airbus A-380
Die US-Tochtergesellschaft HITCO Carbon Composites Inc. der SGL Carbon AG erhält im November 2002 von der Airbus Deutschland GmbH, Hamburg, den Auftrag zur Lieferung von Strukturbauteilen aus Carbonfaser-Verbundwerkstoff für das Seitenleitwerk des neuen Airbus A-380.
Dezember
Refinanzierung erfolgreich abgeschlossen
SGL Carbon schnürt im Dezember 2002 ein umfassendes Finanzierungspaket von verbindlich zugesagten Krediten in Höhe von 510 Mio. €. Der syndizierte Kredit hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

Historie
| 1878 | Beginn der Fertigung von Kohlestiften bei "Gebr. Siemens & Co" (Gesco) in Berlin | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1892 | Beginn der Produktion von Anoden für die Chlor-Alkali-Elektrolyse, Chemische Fabrik Griesheim | |||||
| 1896 | Gründung der "Planiawerke AG für Kohlefabrikation" in Ratibor (Polen) | |||||
| 1910 | Errichtung eines Werks für Kohlenstoffelektroden durch Gesco in Berlin | |||||
| 1920 | Bau einer Graphitierungsanlage in Meitingen durch Gesco | |||||
| 1928 | Fusion der Planiawerke mit Gesco zur "Siemens Planiawerke AG für Kohlefabrikate" | |||||
| 1949 | Zusammenschluss der Chemischen Fabrik Griesheim mit Meitingen zu "Siemens Plania Chemisches Werk Griesheim" |
|||||
| 1953 | Zusammenschluss der"Siemens Plania ChemischesWerk Griesheim"mit der Hoechst AG | |||||
| 1967 | Zusammenschluss der "Siemens Plania Werke AG für Kohlefabrikate" mit der Elektroden-Fabrikation der Hoechst AG in Griesheim zur "SIGRI ELEKTROGRAPHIT GmbH" |
|||||
| 1985 | Umfirmierung in SIGRI GmbH | |||||
| 1992 | Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von SIGRI und Great Lakes Carbon Corporation, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Horsehead Industries Inc., (USA); Umfirmierung in Sigri Great Lakes Carbon GmbH |
|||||
| 1993 | Integration der Graphitaktivitäten von Pechiney S.A. (Frankreich, Belgien, Spanien) | |||||
| 1994 | Umwandlung in eine Aktiengesellschaft | |||||
| 1995 | Börsengang; Akquisition Spezialgraphitgeschäft der Carbide/Graphite Group (USA); Verkauf Ringsdorff Sinter GmbH; Ausgliederung SGL Technik GmbH; Akquisition Polgraph (Polen) und Vicarb (Frankreich, USA) |
|||||
| 1996 | Platzierung restlicher Anteile der Hoechst AG; Notierung an der New York Stock Exchange (NYSE) | |||||
| 1997 | Stärkung der Geschäftsfelder "Technik" und "Spezialgraphit" durch Akquisitionen (HITCO, RK Carbon, M.G.P., EKL, David Hart), Joint Venture mit Shanghai Carbon Works (China) |
|||||
| 1998 | Umwandlung der SGL Carbon AG in eine Holding; Ausgliederung des operativen Geschäfts in die neu gegründete SGL Carbon GmbH |
|||||
| 1999 | Erwerb der Keramchemie Deutschland; Formierung der SGL Carbon Beteiligung GmbH | |||||
| 2000 | Reorganisation des Geschäftsfelds Technik in "Korrosionsschutz" und "Fasern und Composites" mit den Wachstumsgeschäften Bremsscheibe und Brennstoffzellen-Komponenten; Eingliederung der Keram chemie und HAW Linings in die SGL Technik GmbH und Umfirmierung in SGL Acotec GmbH |
|||||
| 2001 | Reorganisation und Umfirmierung von "Fasern und Composites" in "SGL Technologies"; Akquisition von ZEW (Polen) |
|||||
| 2002 | Zusammenlegung der vier regionalen Geschäftseinheiten von "Carbon und Graphit" (Carbon and Graphite) und "Graphitspezialitäten" (Graphite Specialties) in zwei globale Geschäfte unter direkter Vorstandsleitung |
Kontakt/Impressum
92
Investor Relations
Kontakt
SGL CARBON AG, Rheingaustraße 182, D-65203 Wiesbaden Telefon: +49 (611) 60 29-100, Telefax: +49 (611) 60 29-101, E-Mail: [email protected]
Die folgenden Unterlagen können schriftlich angefordert werden bei: SGL CARBON AG, Corporate Communications, Rheingaustraße 182, D-65203 Wiesbaden
- Geschäftsbericht (deutsch/englisch)
- Form 20-F (englisch, primär für US-Aktionäre und Analysten)
- Aktionärsbriefe zum 1., 2. und 3. Quartal (deutsch/englisch)
Diese und weitere Informationen sind auch im Internet abrufbar unter: www.sglcarbon.de
Depotbank für amerikanische Investoren:
Morgan Guaranty Trust, Company of New York, 60 Wall Street, New York, N.Y. 10260/USA
Impressum
Geschäftsbericht: SGL CARBON GROUP Herausgeber: SGL CARBON AG, Hauptverwaltung
Konzept, Gestaltung und Produktion: 3st kommunikation Fotografie: Stefan Wildhirt, Offenbach (S. 26, 30, 34); Tim Long, Los Angeles, USA (S. 38); Roger Richter, Wiesbaden (S. 2– 5), Burkhard Domke, SGL Carbon, 3st kommunikation
Kennzahlen SGL CARBON weltweit
Wesentliche konsolidierte Beteiligungen
AMERIKA
Brasilien
SGL ACOTEC Ltda., São Paulo Kanada
SGL Canada Inc., Lachute Mexico
Ceilcote S.A. de C.V., Mexico-City
USA
SGL CARBON LLC., Charlotte M.G.P. Inc., Robesonia HITCO CARBON Composites Inc., Gardena SGL TECHNIC Inc., Valencia SGL ACOTEC Inc., Strongsville
AFRIKA/ASIEN
Marokko SGL ACOTEC S.a.r.l. MAROC, Safi
Singapur SGL ACOTEC Singapore Pte. Ltd., Singapur EUROPA
Deutschland
Frankreich
SGL CARBON AG, Wiesbaden
SGL CARBON S.A., Chedde SGL TECHNIC S.A., Grenoble SGL ACOTEC S.a.r.l., Houdain
SGL CARBON GmbH, Meitingen SGL TECHNOLOGIES GmbH, Meitingen SGL BRAKES GmbH, Meitingen SGL ACOTEC GmbH, Siershahn KCH Beteiligungs GmbH, Siershahn SGL PanTrac GmbH, Berlin
SGL CARBON Europa
SGL CARBON Beteiligung GmbH, Wiesbaden
Grossbritannien
Italien
Österreich
Polen
Spanien
RK Carbon International Ltd., Wilmslow SGL TECHNIC Ltd., Muir of Ord P. G. Lawton Ltd., Halifax SGL CARBON Ltd., Alcester SGL ACOTEC Ltd., Sandbach
SGL CARBON S.p.A., Mailand SGL Risomesa S.p.A., Mailand SGL ACOTEC S.p.A., Mailand
SGL CARBON GmbH & Co., Steeg
SGL CARBON S.A., Nowy Sacz
SGL CARBON S.A., La Coruña
ZEW Zaklady Elektrod Weglowych S.A., Ratibor SGL ACOTEC Polska Sp. z.o.o., Kielce
China SGL ACOTEC (Wuhan) Co. Ltd., Wuhan
Kennzahlen und Überblick über die Geschäfte
Anteil am Konzernumsatz
13 %
Produkte/Anwendungen Bremsscheiben Brennstoffzellen-Komponenten
Carbonfasern, Gewebe,
Anwendungen für Luftund Raumfahrt
Industrielle Verbundwerkstoffe (Composites) Expandierter Graphit
Garne
Kundenindustrien Automobil Elektronik Energiewirtschaft Flugzeugbau Wehrtechnik Halbleitertechnik
Chemie
1 Umgliederung des Foliengeschäfts von Graphite Specialties zu SGLTechnologies 2 vor Aufwendungen für Kartellrisiken und
5 bereinigt um Währungseffekte und vor Kartellzahlungen
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
8 Nettobuchwerte der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten
2 110 145 – 24
2002 2001 Veränderung (Mio. €) (Mio. €) (%) Überblick über die Geschäfte
Anteil am Konzernumsatz
50% 18 % 19 %
Carbon and Graphite [CG] Graphite Specialties [GS] Corrosion Protection [CP] SGL Technologies [T]
Anteil am Konzernumsatz
Produkte/Anwendungen Prozesstechnologie Oberflächenschutz
Kundenindustrien Chemie Anlagenbau Energiewirtschaft Transport Pharmazie Umweltschutz Metallurgie
Produkte/Anwendungen Technische Anwendungen
Maschinenelemente Elektrische Kontakte
Halbleiter
Kundenindustrien Chemie
Energiewirtschaft Glas und Keramik Halbleitertechnik Maschinen- und Apparatebau Metallurgie Automobil
Anteil am Konzernumsatz
Produkte/Anwendungen Graphitelektroden Kathoden
Kohlenstoffelektroden Ofenauskleidungen
Kundenindustrien Stahl Aluminium Metallurgie
Umsatz 1.112 1.233 – 10 Carbon and Graphite 551 620 – 11 Graphite Specialties1 196 231 – 15 Corrosion Protection 212 236 – 10 SGL Technologies1 150 135 11 Betriebsergebnis2 29 59 – 51 Carbon and Graphite3 52 79 – 34 Graphite Specialties1, 3 2 22 – 91 Corrosion Protection3 5 13 – 62 SGL Technologies1 – 12 – 34 – 65
Umsatzrendite4 3% 5%
Gewinn/Verlust vor Steuern – 27 – 66 – 59 Jahresfehlbetrag – 24 – 95 – 75
Ergebnis je Aktie (€) – 1,08 – 4,42 – 76
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit5, 6 149 93 60 Investitionen in Sachanlagen 41 91 – 55 Abschreibungen auf Sachanlagen7 71 78 – 9 Forschungs- und Entwicklungsaufwand 25 31 – 19
Nettoumlaufvermögen8 385 549 – 30 Gebundenes Kapital9 967 1.213 – 20 Eigenkapital 196 255 – 23 Bilanzsumme 1.286 1.495 – 14
Zahl der Mitarbeiter (Jahresende) 7.360 8.197 – 10 Marktkapitalisierung (Jahresende) 175 488 – 64
Verschuldungsgrad10 2,2 2,1
9 Nettobuchwerte des Sachanlagevermögens, der immateriellen Vermögensgegenstände und des Netto-
10 Finanzschulden abzüglich flüssige Mittel zu Eigenkapital
aus Lieferungen und Leistungen
umlaufvermögens
7 ohne Sonderabschreibungen in Zusammenhang
Restrukturierung
6 siehe Seite 48
mit Restrukturierung
3 vor Restrukturierungsaufwand 4 Betriebsergebnis zu Umsatz


EUROPA
AFRIKA/ASIEN
SGL ACOTEC S.a.r.l. MAROC, Safi
SGL ACOTEC Singapore Pte. Ltd., Singapur
SGL ACOTEC (Wuhan) Co. Ltd., Wuhan
Marokko
AMERIKA
Wesentliche konsolidierte Beteiligungen
SGL CARBON weltweit
Kennzahlen und Überblick über die Geschäfte
Anteil am Konzernumsatz
13 %
Produkte/Anwendungen Bremsscheiben Brennstoffzellen-Komponenten
Carbonfasern, Gewebe,
Anwendungen für Luftund Raumfahrt
Industrielle Verbundwerkstoffe (Composites) Expandierter Graphit
Garne
Kundenindustrien Automobil Elektronik Energiewirtschaft Flugzeugbau Wehrtechnik Halbleitertechnik
Chemie
Kennzahlen SGL CARBON weltweit
Anteil am Konzernumsatz
50% 18 % 19 %
Carbon and Graphite [CG] Graphite Specialties [GS] Corrosion Protection [CP] SGL Technologies [T]
Anteil am Konzernumsatz
Produkte/Anwendungen Prozesstechnologie Oberflächenschutz
Kundenindustrien Chemie Anlagenbau Energiewirtschaft Transport Pharmazie Umweltschutz Metallurgie
Produkte/Anwendungen Technische Anwendungen
Maschinenelemente Elektrische Kontakte
Halbleiter
Kundenindustrien Chemie
Energiewirtschaft Glas und Keramik Halbleitertechnik Maschinen- und Apparatebau Metallurgie Automobil
Überblick über die Geschäfte
Anteil am Konzernumsatz
Produkte/Anwendungen Graphitelektroden Kathoden
Kohlenstoffelektroden Ofenauskleidungen
Kundenindustrien Stahl Aluminium Metallurgie
1 Umgliederung des Foliengeschäfts von Graphite Specialties zu SGLTechnologies 2 vor Aufwendungen für Kartellrisiken und
5 bereinigt um Währungseffekte und vor Kartellzahlungen
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)
8 Nettobuchwerte der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten
2 110 145 – 24
2002 2001 Veränderung (Mio. €) (Mio. €) (%)
Umsatz 1.112 1.233 – 10 Carbon and Graphite 551 620 – 11 Graphite Specialties1 196 231 – 15 Corrosion Protection 212 236 – 10 SGL Technologies1 150 135 11 Betriebsergebnis2 29 59 – 51 Carbon and Graphite3 52 79 – 34 Graphite Specialties1, 3 2 22 – 91 Corrosion Protection3 5 13 – 62 SGL Technologies1 – 12 – 34 – 65
Umsatzrendite4 3% 5%
Gewinn/Verlust vor Steuern – 27 – 66 – 59 Jahresfehlbetrag – 24 – 95 – 75
Ergebnis je Aktie (€) – 1,08 – 4,42 – 76
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit5, 6 149 93 60 Investitionen in Sachanlagen 41 91 – 55 Abschreibungen auf Sachanlagen7 71 78 – 9 Forschungs- und Entwicklungsaufwand 25 31 – 19
Nettoumlaufvermögen8 385 549 – 30 Gebundenes Kapital9 967 1.213 – 20 Eigenkapital 196 255 – 23 Bilanzsumme 1.286 1.495 – 14
Zahl der Mitarbeiter (Jahresende) 7.360 8.197 – 10 Marktkapitalisierung (Jahresende) 175 488 – 64
Verschuldungsgrad10 2,2 2,1
9 Nettobuchwerte des Sachanlagevermögens, der immateriellen Vermögensgegenstände und des Netto-
10 Finanzschulden abzüglich flüssige Mittel zu Eigenkapital
aus Lieferungen und Leistungen
umlaufvermögens
7 ohne Sonderabschreibungen in Zusammenhang
Restrukturierung
6 siehe Seite 48
mit Restrukturierung
3 vor Restrukturierungsaufwand 4 Betriebsergebnis zu Umsatz
Brasilien
Kanada
Mexico
USA
SGL ACOTEC Ltda., São Paulo
Ceilcote S.A. de C.V., Mexico-City
HITCO CARBON Composites Inc., Gardena
SGL CARBON LLC., Charlotte M.G.P. Inc., Robesonia
SGL TECHNIC Inc., Valencia SGL ACOTEC Inc., Strongsville
SGL Canada Inc., Lachute
Singapur
China
Deutschland
SGL CARBON AG, Wiesbaden SGL CARBON Beteiligung GmbH, Wiesbaden SGL CARBON GmbH, Meitingen SGL TECHNOLOGIES GmbH, Meitingen SGL BRAKES GmbH, Meitingen SGL ACOTEC GmbH, Siershahn KCH Beteiligungs GmbH, Siershahn SGL PanTrac GmbH, Berlin
Frankreich
SGL CARBON S.A., Chedde SGL TECHNIC S.A., Grenoble SGL ACOTEC S.a.r.l., Houdain
Grossbritannien
RK Carbon International Ltd., Wilmslow SGL TECHNIC Ltd., Muir of Ord P. G. Lawton Ltd., Halifax SGL CARBON Ltd., Alcester SGL ACOTEC Ltd., Sandbach
Italien
SGL CARBON S.p.A., Mailand SGL Risomesa S.p.A., Mailand SGL ACOTEC S.p.A., Mailand
Österreich
SGL CARBON GmbH & Co., Steeg
Polen
SGL CARBON S.A., Nowy Sacz ZEW Zaklady Elektrod Weglowych S.A., Ratibor SGL ACOTEC Polska Sp. z.o.o., Kielce
Spanien
SGL CARBON S.A., La Coruña

SGL CARBON AG
Hauptverwaltung Investor Relations
Rheingaustraße 182 D-65203 Wiesbaden
Telefon +49 (611) 60 29-100 Telefax +49 (611) 60 29-101 Website: www.sglcarbon.de Geschäftsbericht 2002
Mission
Etablierte Geschäfte
SGL Technologies
Wir wollen unsere globale Marktposition stärken. Wir streben nach Kosten- und Technologieführerschaft.
ein global ausgerichtetes Unternehmen.
SGL Excellence
SGL Carbon ist der größte Hersteller von Carbon, Graphit und Verbundmaterialien
weltweit. In der Industrie, Luft- und Raumfahrttechnik tragen unsere Produkte und Systemlösungen
für unsere Kunden zu mehr Effizienz, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit
und Qualität bei. Mit weltweit knapp 30 Standorten und einem kunden-
orientierten Vertriebs- und Servicenetz ist SGL Carbon heute
verstehen und erfüllen.
und Mitarbeiter.
durch Vorbild.
aufbauen.
Anforderungen erfüllt.
Wir wollen die Anforderungen unserer Kunden
Wir schaffen Werte für unsere Kunden, Aktionäre
Vertrauen, stetiges Lernen, offener Austausch und Kommunikation bestimmen unser Verhalten. Wir übernehmen Verantwortung und führen
Wir fördern die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und unterstützen Teamarbeit. Wir sorgen für ein sicheres Arbeitsumfeld, das die gesetzlichen, sozialen und umweltbezogenen
Wir wollen im Unternehmen eine Corporate Identity
Wir optimieren unseren Cashflow.
Wir wollen neue Geschäfte mit hohem Wachstums- und Gewinnpotenzial entwickeln. Wir stützen uns auf die eigene Wertschöpfungskette
von der Carbonfaser bis zum Composite.
Engineering-Know-how.
Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen Hochtemperaturtechnologie sowie Werkstoff- und
Kunde im Fokus.
Anforderungen verstehen. Lösungen entwickeln. Werte schaffen.
SGL CARBON GROUP
Geschäftsbericht 2002
2003
- 13. 3. Geschäftsbericht, Bilanzpressekonferenz und Analystentreffen in Frankfurt am Main, Conference Call
- 30. 4. Hauptversammlung in Wiesbaden
- 14. 5. Aktionärsbrief 1. Quartal, Conference Call
- 30. 6. Form 20-F
- 12. 8. Aktionärsbrief 2. Quartal, Conference Call
- 11. 11. Aktionärsbrief 3. Quartal, Herbstpressekonferenz und Analystentreffen in Frankfurt am Main, Conference Call
2004
- 16. 3. Bilanzpressekonferenz (voraussichtlich)
- 30. 4. Hauptversammlung (voraussichtlich)
SGL CARBON AG
Termine
2003
13. 3. Geschäftsbericht,
30. 6. Form 20-F
2004
in Frankfurt am Main, Conference Call
11. 11. Aktionärsbrief 3. Quartal,
in Frankfurt am Main, Conference Call
30. 4. Hauptversammlung in Wiesbaden
14. 5. Aktionärsbrief 1. Quartal, Conference Call
12. 8. Aktionärsbrief 2. Quartal, Conference Call
16. 3. Bilanzpressekonferenz (voraussichtlich)
30. 4. Hauptversammlung (voraussichtlich)
Herbstpressekonferenz und Analystentreffen
Bilanzpressekonferenz und Analystentreffen
Hauptverwaltung Investor Relations
Rheingaustraße 182 D-65203 Wiesbaden Telefon +49 (611) 60 29-100 Telefax +49 (611) 60 29-101 Website: www.sglcarbon.de Geschäftsbericht 2002
Mission
Etablierte Geschäfte
SGL Technologies
Wir wollen unsere globale Marktposition stärken. Wir streben nach Kosten- und Technologieführerschaft.
ein global ausgerichtetes Unternehmen.
SGL Excellence
SGL Carbon ist der größte Hersteller von Carbon, Graphit und Verbundmaterialien
weltweit. In der Industrie, Luft- und Raumfahrttechnik tragen unsere Produkte und Systemlösungen
für unsere Kunden zu mehr Effizienz, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit
und Qualität bei. Mit weltweit knapp 30 Standorten und einem kunden-
orientierten Vertriebs- und Servicenetz ist SGL Carbon heute
verstehen und erfüllen.
und Mitarbeiter.
durch Vorbild.
aufbauen.
Anforderungen erfüllt.
Wir wollen die Anforderungen unserer Kunden
Wir schaffen Werte für unsere Kunden, Aktionäre
Vertrauen, stetiges Lernen, offener Austausch und Kommunikation bestimmen unser Verhalten. Wir übernehmen Verantwortung und führen
Wir fördern die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter und unterstützen Teamarbeit. Wir sorgen für ein sicheres Arbeitsumfeld, das die gesetzlichen, sozialen und umweltbezogenen
Wir wollen im Unternehmen eine Corporate Identity
Wir optimieren unseren Cashflow.
Wir wollen neue Geschäfte mit hohem Wachstums- und Gewinnpotenzial entwickeln. Wir stützen uns auf die eigene Wertschöpfungskette
von der Carbonfaser bis zum Composite.
Engineering-Know-how.
Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenzen Hochtemperaturtechnologie sowie Werkstoff- und
Kunde im Fokus.
Anforderungen verstehen. Lösungen entwickeln. Werte schaffen.
SGL CARBON GROUP
Geschäftsbericht 2002