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SFC Energy AG — Management Reports 2019
Apr 28, 2020
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Management Reports
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SFC Energy AG
Brunnthal
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019
GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS
GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS
Organisatorische Struktur des Unternehmens und Standorte
Die SFC Energy AG, Brunnthal, (SFC) hält Beteiligungen an der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark).
Der Vorstand der SFC Energy AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.
Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Unternehmens sind das deutsche Aktiengesetz und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.
Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver und Laval.
Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen
Der Vorstand steuerte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2019 nach den Segmenten "Defense & Security", "Industry", "Oil & Gas" sowie "Clean Energy & Mobility". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Unternehmens. Dabei ist das Segment "Industry" ausschließlich für den Konzern relevant.
Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchen sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) für eine Reihe von Absatzmärkten.
Zum Segment "Defense & Security" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, den SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa, Asien und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) sowie weitere Dienstleistungsumsätze erwirtschaftet.
Hauptprodukte im Segment "Clean Energy & Mobility" sind die EFOY Pro sowie die EFOY Comfort. Das Segment ist stark diversifiziert. Zum einen gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Methanolbrennstoffzelle bzw. die Wasserstoffbrennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum anderen bietet SFC für den Freizeitmarkt über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an.
Im Segment Oil & Gas ist primär die Beteiligung Simark tätig, als spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der Öl & Gas-Industrie. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas-Industrie, sowie in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung.
Die High Power-Plattform von PBF Group B.V., dem Unternehmen der SFC in den Niederlanden und Rumänien, ermöglicht die zuverlässige qualitative Aufbereitung von Netzstrom exakt nach den spezifischen Anforderungen der Anlage. Die Power Supplies passen die elektrischen Leistungen modular an die jeweils von der Anlage benötigte Energie an. Die PBF Group setzt anspruchsvolle Kundenanforderungen auf Basis der eigenentwickelten PBF Technologie um. Diese kompakte, skalierbare Power Supply-Technologie bietet maximale Flexibilität in der Entwicklung und Herstellung standardisierter und semistandardisierter Hochleistungs- und Hochpräzisions-Power Supplies für anspruchsvolle Industrieanwendungen, z. B. in der Lasertechnologie und anderen Hightech-Industriebereichen.
Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend durch Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment "Industry".
Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech-Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der Öl & Gas-Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas-Industrie, sowie in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte durch Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich dem Segment "Oil & Gas" zugeordnet. Zudem werden in diesem Segment Umsätze der EFOY Pro im Bereich der netzungebundenen Stromversorgung insbesondere auf Öl- und Gasfeldern erzielt.
ZIELE UND STRATEGIEN
SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird ausschließlich auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.
Zudem ist SFC im Geschäftsjahr 2019 in die Wasserstofftechnologie über eine Entwicklungspartnerschaft mit Lizenzvereinbarung für eine neue H2-Brennstoffzellen-Generation mit Energiemanagement eingestiegen. SFC hat damit Zugang zu einem bestehenden Produktportfolio und erweitert mit der neuen Brennstoffzelle mittelfristig das eigene Leistungsspektrum bis 100 kW. Die Zuordnung erfolgt zum Segment "Clean Energy & Mobility".
STEUERUNGSSYSTEM
Für die interne Steuerung des Unternehmens verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, Bruttomarge, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA), das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) sowie den Zahlungsmittelbestand.
Im Rahmen des vorhandenen Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z.B. Qualitätsparameter verwendet.
Wie auch schon im Geschäftsjahr 2018 lag im Berichtszeitraum der Hauptfokus des Unternehmens auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierten Gesamtlösungen. Das Unternehmen unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Das Unternehmen investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2019 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 3.708 (Vorjahr: T€ 2.563) im Bereich F&E aufgewendet.
Mit 21 Mitarbeitern (Vorjahr 20) zum Stichtag ist rund ein Fünftel (22 Prozent) des gesamten Personals von SFC im Wesentlichen mit der Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Unternehmens beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 20 (Vorjahr: 20) erteilten Patentfamilien.
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der SFC waren im
Geschäftsjahr 2019 folgende:
| ― | Entwicklung der Produktgeneration EFOY 3.0 |
| ― | Entwicklung eines intelligenten Fuel Management-Systems zur Autonomieverlängerung der neuen Produktgeneration |
| ― | Entwicklung eines Batterie-Management-Systems (BMS) für Lithium-Batterien zur optimierten Anbindung der neuen Produktgeneration |
| ― | Analyse, Aufbau und Weiterentwicklung von Wasserstoffbrennstoffzellensystemen auf Basis des Jupiter-Systems |
| ― | Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten |
| ― | Konsequente Verbesserung, Weiterentwicklung und Portfolioerweiterung der Energielösungen für den industriellen Einsatz |
| ― | Weiterführende Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur Kostenreduzierung kommender EFOY Generationen |
Auch weiterhin plant das Unternehmen deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Unternehmens in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen.
Die F&E-Aktivitäten des Unternehmens wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie".
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Weltkonjunktur kühlt sich weiter ab
Nach der Einschätzung des ifo Instituts in seiner Konjunkturprognose vom Dezember 2019 ging insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften die Produktion im verarbeitenden Gewerbe im zweiten Halbjahr zurück, mit entsprechenden Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Produktion, deren Anstieg sich im dritten Quartal 2019 wieder verlangsamte. Demgegenüber standen eine robuste Dienstleistungs- und Konsumkonjunktur, gestützt durch kräftige Lohnzuwächse. Das Weltbruttoinlandsprodukt expandierte 2019 verhaltener als im langjährigen Trend. Entsprechend nahm die Überauslastung der Weltwirtschaft ab. Für die Schwäche in der Industrie und im Welthandel sieht das Institut vorrangig zwei Gründe. Zum einen schränkte der handelspolitische Konflikt zwischen den USA und China den Warenaustausch zwischen diesen Ländern stark ein und dämpfte so die Produktion. Zum anderen ging die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen vielerorts stark zurück, mit entsprechenden Produktionseinbrüchen. Da es sich hierbei um eine sehr handelsintensive Warengruppe handelt, wurde die Weltwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt rechnet das Institut für das Jahr 2019 mit einer Stabilisierung der Weltwirtschaft: 2019 soll das Weltbruttoinlandsprodukt nach Einschätzung des Instituts um 2,6 % gewachsen sein, 2020 soll es um 2,5 % und 2021 um 2,6 % wachsen. Auf die eventuellen Auswirkungen von Corona auch auf den Ölpreis wird verwiesen. Hierdurch können sich Veränderungen ergeben (siehe Ausführungen im Risikobericht).
Deutsche Konjunktur wächst langsamer als erwartet
Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wuchs die deutsche Wirtschaft 2019 bereits im zehnten Jahr in Folge preisbereinigt um 0,6 %. Dies war mehr als erwartet, aber deutlich weniger als in den fünf Jahren zuvor, in denen das Bruttoinlandsprodukt um durchschnittlich 2 % pro Jahr gestiegen war. Die konjunkturelle Dynamik hat sich merklich verlangsamt, was das Ministerium hauptsächlich auf die Schwäche der Industrie zurückführt, in Folge des gegenwärtigen flauen Welthandels. Allerdings sehen die Experten Besserungstendenzen in einer Stabilisierung von Auftragseingängen und Umsätzen auf niedrigem Niveau und einer Aufhellung der Geschäftserwartungen. Auf die eventuellen Auswirkungen von Corona wird verwiesen.
Für 2020 erwartet das ifo-Institut einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 1,1 %, wenngleich der Kalendereffekt von 0,4 % die eher verhaltene konjunkturelle Grunddynamik überzeichnet.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Segmente stellen sich nach uns zugänglichen Veröffentlichungen wie folgt dar:
Segment Oil & Gas
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet. Die Bereitschaft in Öl- und Gasförderung zu investieren, ist von der Öl- und Gaspreiserwartung abhängig. Die Entwicklung von Simark hängt dabei vom Investitionsvolumen in diesen Sektor in Kanada ab.
Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist einer der größten Erdgas- und Rohölproduzenten der Welt. 96 % der Ölreserven des Landes befinden sich in Ölsand-Lagerstätten. Der größte Exportmarkt von Kanada sind die USA. Der Industrieverband Canadian Association of Petroleum Producers CAPP erwartet, dass die Investitionssumme der Industrie für das Jahr 2019 bei 36 Mrd. CAD liegt. Damit hat dieser Wert 2019 einen weiteren Tiefststand erreicht. Der Verband sieht insbesondere Investitionsbedarf im Bereich Transport und Infrastruktur, vorrangig im Aus- und Neubau von Pipelines. Auf die eventuellen Auswirkungen von Corona wird verwiesen. Hierdurch können sich Veränderungen ergeben (siehe Ausführungen im Risikobericht).
Ölpreis und Lager
Nach Angaben der EIA lag der Brent-Rohölpreis im Jahr 2019 im Durchschnitt bei 64 USD/Barrel (B), dies entspricht einem Rückgang von 7 USD/B gegenüber 2018. Der WTI erreichte 2019 im Durchschnitt 57 USD/B, das sind 7 USD/B unter Brent. Anders als in den Vorjahren bewegten sich 2019 beide Rohölpreise innerhalb relativ enger Preisspannen. Die Sorte Brent erreichte früh im Januar 2019 mit 55 USD/B ihren Tiefststand und stieg bis zum späten April auf den Jahreshöchststand von 75 USD/B. Die Spanne von 20 USD/B ist die engste seit 2003. Der WTI-Rohölpreis bewegte sich zwischen 47 und 66 USD/B.
Für 2020 erwartet die EIA einen durchschnittlichen Brent-Preis in Höhe von 65 USD/B und für 2021 in Höhe von 68 USD/B. Der West-Texas-Intermediate-(WTI)-Rohölpreis soll 2020 und auch 2021 im Durchschnitt 5,5 USD/B unter der Sorte Brent liegen. Bei dieser Prognose weist die EIA jedoch auf mögliche Änderungen durch OPEC-Produktionskürzungen und geopolitische Störungen wie die Anschläge auf die Ölinfrastrukturen in Saudi-Arabien im September 2019 hin.
Produktion und Nachfrage
Durch einen leichten Rückgang des weltweiten Ölangebots und die langsamste Steigerung der weltweiten Ölnachfrage seit 2011 waren nach Angaben der EIA die globalen Ölmärkte 2019 nahezu ausgeglichen. Die globale Produktion flüssiger Brennstoffe betrug im Jahr 2019 100,7 Mio. B/T und lag damit auf Vorjahresniveau. Nach Einschätzung der Behörde soll die weltweite Produktion 2020 um 1,6 Mio. B/T auf 102,3 Mio. B/T steigen. Die weltweite Nachfrage 2020 soll um 1,3 Mio. B/T auf durchschnittlich 102,0 Mio. B/T anwachsen.
Kanada
Im November 2019 veröffentlichte der kanadische Industrieverband CAPP seine Prognose für das Wachstum der kanadischen Ölproduktion von 2019 bis 2035 und reduzierte dabei die Wachstumsrate um 6 % gegenüber seiner Prognose aus 2018. Die Gesamtjahresproduktion soll nach Angaben des Verbands bis 2021 um 2 % steigen. Die Ölsandproduktion soll von 2,9 Mio. B/T 2018 auf 4,25 Mio. B/T 2035 steigen - eine Wachstumsrate, die sogar 12 % unter der Prognose des Verbands aus 2018 liegt. Als Gründe dafür nennt der Verband die Streichung geplanter größerer Pipeline-Bauprojekte, sowie Verzögerungen und Schwierigkeiten in laufenden Pipeline-Projekten. Die dadurch verursachten Engpässe bei Transportkapazitäten limitieren entscheidend sowohl die Versorgung existierender Märkte in den USA und Kanada, wie auch die Expansion in neue Überseemärkte.
Für Kanada rechnet die EIA mit einer Zunahme der Produktion um annähernd 0,2 Mio. B/T in den Jahren 2020 und 2021. Der Verband geht davon aus, dass die Produktion gegenüber 2019 wachsen wird, weil von der Regierung verordnete Produktionskürzungen in Alberta aufgehoben wurden, während parallel mehr Bahnkapazitäten für den Öltransport bereitgestellt wurden. Dennoch wird das Produktionswachstum deutlich geringer sein als während der längsten Zeit der vergangenen zehn Jahre. SFC geht davon aus, den prozentualen Anteil von Brennstoffzellen im Segment Oil & Gas weiter verbessern zu können.
Segment Clean Energy & Mobility
Für das Segment Clean Energy & Mobility ist insbesondere die Entwicklung in der Brennstoffzellenindustrie relevant.
Brennstoffzellenindustrie
Nach Angaben der Strategieberatung E4tech in ihrem "Fuel Cell Industry Report 2019" war 2019 ein Meilensteinjahr für die Brennstoffzellenindustrie: Die Gesamtleistung der weltweit verkauften Brennstoffzellen überstieg erstmals die 1 Gigawatt-Schwelle: Sie lag 2019 bei ca. 1,1 GW und damit 40 % über dem Vorjahr. Dieser Anstieg liefert nach Ansicht der Experten den Beweis für immer leistungsfähigere Supply Chains und zunehmende Erfolge der Brennstoffzellen in zahlreichen Anwendungen. Die Gesamtzahl der weltweit verkauften Brennstoffzellen stieg leicht auf 70.000 Stück. Entscheidende Industriefortschritte sieht E4tech in den erweiterten Vertriebs- und Produktionskapazitäten sowie in der fortschreitenden Kostenreduzierung der Industrie. Die Experten beobachten ein wieder gewachsenes Interesse von Politik und Öffentlichkeit an Brennstoffzellen als umweltfreundliche Energieversorger, insbesondere in der E-Mobilität sowie im kommerziellen und privaten stationären KWK (Kraft-Wärme-Kopplungs)-Sektor. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit vorrangig auf Wasserstoff und Wasserstoffbrennstoffzellen. Von ihnen erhoffen sich Politik und Industrie umweltfreundliche Energieversorgungslösungen und Unterstützung bei der Erreichung der Klimaziele. Erste Busflotten, Züge und Schiffe mit Wasserstoffbrennstoffzellen sind bereits im Test- bzw. sogar schon im Serieneinsatz. Auch in stationären Anwendungen wächst die Bedeutung von Wasserstoffbrennstoffzellen. Dies gilt vor allem für Telekommunikationsanwendungen. Hier ist SFC Energy mit den Jupiter-Brennstoffzellensystemen hervorragend positioniert. Die Verkäufe von Direktmethanol- (DMFC)-Brennstoffzellen wachsen nach Angaben von E4tech ebenfalls, insbesondere in netzfernen Militär- und Industrieanwendungen. Im stationären DMFC-Segment ist SFC Energy nach Einschätzung von E4Tech mittlerweile der einzige Player mit Serienfertigung.
2019 wuchs die deutsche Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbandes CIVD erneut um 13,6 % auf 80.863 Neuzulassungen und erreichte damit wieder einen Rekordwert. Auch der Wassersportmarkt wuchs nach Angaben seines Verbands BVWW erneut. Der Verband erwartete im November für das Gesamtjahr 2019 einen Anstieg des Gesamtumsatzes an maritimen Gütern und Dienstleistungen um 3 % auf 2,16 Mrd. EUR.
Segment Industry
Leistungselektronik und Schaltnetzteile
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic Components & Systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen.
In seinem jüngsten Ausblick beziffert der ZVEI das Volumen des Welt-Elektromarkts 2018 mit 4.423 Mrd. EUR, das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstum von 5 %. Für 2019 bzw. 2020 erwartet der Verband ein abgeschwächtes Wachstum von 4 % bzw. 3 %. Der Teilmarkt für elektronische Bauelemente wuchs im Jahr 2018 mit 7 % stärker als der Gesamtmarkt. In den Jahren 2019 bzw. 2020 erwarten die Experten eine Verlangsamung des Wachstums auf dem Niveau des Gesamtmarktes, um 4 % bzw. 3 %.
In Deutschland ging nach Angaben des Verbands von Januar bis November 2019 die reale, um Preiseffekte bereinigte, Produktion der Elektrobranche um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Für das Gesamtjahr wird ein Rückgang der Produktionstätigkeit in ähnlicher Größenordnung erwartet. Auch die aggregierten Branchenerlöse gingen im Zeitraum von Januar bis November um 1,4 % auf 175,2 Mrd. EUR zurück. Das Geschäftsklima in der deutschen Elektronikindustrie stieg nach stetigem Rückgang in der ersten Jahreshälfte 2019 zum Jahresende wieder an. Dennoch bleiben sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage wie auch die allgemeinen Geschäftserwartungen der Branche noch immer unter der Nulllinie und das Klima damit insgesamt negativ.
Für den Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) in Deutschland erwartete der ZVEI im November 2019 für das Gesamtjahr 2019 einen Rückgang von gut 4 % gegenüber dem Vorjahr auf 20 Mrd. EUR, was dem Umsatzniveau von 2017 entspricht. Diesen Rückgang führt der Verband im Wesentlichen auf die rückläufige Entwicklung der Halbleiterbauelemente-Branche zurück, die 70 % des deutschen Markts der elektronischen Bauelemente ausmacht und 2019 ein Minus von voraussichtlich 8 % verbuchen dürfte. Für den Untermarkt "Elektromechanische Bauteile" liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts erst die Zahlen für 2018 vor: Demnach wuchs der deutsche Markt für elektromechanische Bauteile 2018 um 3,4 % auf 3,6 Mrd. EUR.
Segment Defense & Security
In seinem anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2020 veröffentlichten Bericht zur militärischen Fähigkeitslage weltweit, The Military Balance 2019, sieht das International Institute for Strategic Studies (IISS) das Jahr 2019 charakterisiert von einer Ausweitung moderner militärischer Fähigkeiten, verbunden mit potentiell disruptiven neuen Technologien. In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, ob New START, die verbleibende Säule der bilateralen Architektur nach dem Kalten Krieg, fortbestehen wird. Jedoch schließt das Programm weder China noch eine Reihe neuer Technologieentwicklungen ein. Nach wie vor geht der Konflikt in der Ukraine weiter, Nordkorea hat sein Raketentestprogramm wieder aufgenommen, die terroristische Sicherheitsbedrohung besteht fort, ebenso wie Konflikte und Instabilität in Afrika und im Mittleren Osten, Libyen und Jemen. Die US-Entscheidung des Truppenrückzugs aus Nordsyrien und der Einmarsch der Türkei in kurdische Gebiete hat erstmals russische und türkische Truppen in gemeinsame Verbände gebracht. Die Tötung des Kommandeurs der Revolutionsgarde im Januar 2020 durch die USA brachte in der Region die Macht der US-Streitkräfte in Erinnerung, zeigt aber auch die Bedeutung der Verbindung militärischer Macht mit einer klaren strategischen Ausrichtung.
Nach Angaben des IISS wuchsen die globalen Verteidigungsausgaben 2019 im Vergleich zu 2018 real um 4 %, was den höchsten Jahresanstieg der Dekade darstellt. In China und den USA stiegen die Verteidigungsausgaben 2019 um jeweils 6,6 %. Beide Länder erhöhten ihre Ausgaben, jedoch beschleunigte sich das Wachstum der Verteidigungsausgaben in den USA, während es sich in China verlangsamte. Die Verteidigungsausgaben in Asien stiegen parallel zum anhaltenden Wirtschaftswachstum der Region. Daten des IISS zeigen, dass die Verteidigungsausgaben in Asien in der vergangenen Dekade insgesamt real um über 50 %, von 275 Mrd. USD 2010 auf USD 423 Mrd. USD 2019, angestiegen sind.
Die europäischen Verteidigungsausgaben stiegen 2019 um 11,5 Mrd. USD bzw. 4,2 % im Vergleich zu 2018 und erreichten damit ihr Niveau vor der Finanzkrise wieder. Deutschland war für mehr als ein Drittel dieses Anstiegs verantwortlich: Die deutschen Verteidigungsausgaben wuchsen von 2018 auf 2019 um 9,7 %. Dennoch liegt Deutschland immer noch 28,7 Mrd. USD unter der NATO-Zielmarke von 2 % des Bruttoinlandsprodukts bis 2024. Im November 2019 kündigte die deutsche Verteidigungsministerin auf der Webseite des Bundesministeriums der Verteidigung einen Anstieg des deutschen Verteidigungsetats 2020 auf rund 45 Mrd. Euro an, was einem Plus von 1,7 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht.
SFC sieht sich mit seinem Brennstoffzellenangebot gut in diesem Segment positioniert.
GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE
ERTRAGSLAGE
Im Geschäftsjahr 2019 erzielte die SFC einen Umsatz von T€ 20.806. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 20.739) entspricht dies einer leichten Steigerung von 0,3 %.
Das EBIT (Betriebsergebnis) der SFC veränderte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 1.559 auf minus T€ 7.675.
Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
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| 2019 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|
| Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung | -7.675 | -1.559 |
| Kosten für die Kapitalerhöhung im Jahr 2019 | 3.381 | 0 |
| Aufwendungen für SAR Programm Vorstand | 1.446 | 818 |
| Kosten für Akquisitionsbemühungen im Jahr 2019 | 126 | 0 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | -2.722 | -741 |
| Abschreibungen | 394 | 374 |
| Bereinigtes EBITDA | -2.328 | -367 |
Das bereinigte EBITDA weist einen Rückgang aus von minus T€ 367 im Geschäftsjahr 2018 auf minus T€ 2.328 im Geschäftsjahr 2019.
SFC lag mit dem erreichten Umsatz und den erzielten Ergebniskennzahlen unterhalb des Erwartungshorizonts und der Prognose, in der von einem Umsatz von € 23 Mio. bis € 26 Mio. ausgegangen wurde. Wesentliche Gründe hierfür sind eine nachlassende Dynamik im Segment Oil & Gas sowie das Ausbleiben einer für das vierte Quartal 2019 erwarteten Auftragsvergabe im Verteidigungsbereich in Deutschland. Die erzielten Ergebnisse lagen auf Grund von höheren Personalkosten als geplant, sowie einer nicht erreichten Gesamtleistung unter der Prognose für bereinigtes EBIT und bereinigtes EBITDA.
Umsatz nach Segmenten
Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2019 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Umsatz nach Segmenten
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| 2019 | 2018 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Clean Energy & Mobility | 11.758 | 9.354 | 2.404 | 25,7% |
| Oil & Gas | 1.485 | 1.374 | 112 | 8,1% |
| Defense & Security | 7.563 | 10.011 | -2.449 | -24,5% |
| 20.806 | 20.739 | 67 | 0,3% |
Im Segment "Clean Energy & Mobility" war im Geschäftsjahr 2019 mit T€ 11.758 ein Umsatz oberhalb des Vorjahresniveaus (T€ 9.354) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen stieg dabei von 951 auf 960. Dabei entfielen die Umsatzanstiege im Wesentlichen auf Europa (außerhalb Deutschlands) und Asien.
In dem Konzernsegment "Industry" waren auf Ebene der SFC Energy AG keine Umsätze zu verzeichnen. Umsätze in diesem Segment wurden ausschließlich durch die Tochtergesellschaft PBF erzielt.
Im Segment "Oil & Gas" konnte der Umsatz von T€ 1.374 auf T€ 1.485 infolge der nachlassenden Dynamik im Segment Oil & Gas nur leicht gesteigert werden. Kunden in diesem Markt werden direkt über Simark beliefert.
Das Geschäft im Segment "Defense & Security" ist ein Jahresendgeschäft. Anders als im Vorjahr konnten im vierten Quartal 2019 bedingt durch das Ausbleiben einer erwarteten Auftragsvergabe im Verteidigungsbereich in Deutschland keine nennenswerten Umsätze erzielt werden. Hingegen konnte die Internationalisierung in diesem Segment weiter vorangetrieben werden. Insgesamt schloss das Segment mit einem Umsatz von T€ 7.563 deutlich unterhalb des Vorjahreswertes von T€ 10.011.
Umsatz nach Regionen
Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:
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| 2019 | 2018 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 4.994 | 9.579 | -4.585 | -47,9% |
| Europa (ohne Deutschland) | 8.067 | 6.300 | 1.768 | 28,1% |
| Nordamerika | 1.816 | 1.593 | 223 | 14,0% |
| Asien | 4.462 | 2.755 | 1.707 | 62,0% |
| Rest der Welt | 1.467 | 512 | 955 | 186,5% |
| 20.806 | 20.739 | 68 | 0,3% |
In Deutschland ist ein deutlicher Rückgang des Umsatzes von T€ 9.579 auf T€ 4.994 zu verzeichnen. Maßgeblich hierfür ist im Wesentlichen das Ausbleiben einer erwarteten Auftragsvergabe im vierten Quartal 2019 im Verteidigungsbereich in Deutschland im Segment "Defense & Security".
Im Markt Europa (ohne Deutschland) konnte der Umsatz um 28,1 % gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung resultiert dabei im Wesentlichen aus dem Segment "Clean Energy & Mobility". Hier konnte der Umsatz in 2019 um T€ 1.112 gesteigert werden.
Im Markt Nordamerika konnten die Umsätze im Geschäftsjahr 2018 um T€ 223 auf T€ 1.816 gesteigert werden. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahrsumsatz (T€ 1.593) einer Steigerung von 14,0 %.
Der Umsatz in Asien lag im Geschäftsjahr 2019 mit T€ 4.462 um T€ 1.707 bzw. 62,0 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (T€ 2.755). Ursächlich für diese Entwicklung waren Umsatzsteigerungen im Segment "Clean Energy & Mobility" von T€ 1.038 und im Segment "Defense & Security" von T€ 669.
Der Umsatz im Rest der Welt belief sich auf T€ 1.467 (Vorjahr: T€ 512). Die Umsatzsteigerung entfällt dabei zum Großteil auf das Segment "Defense & Security". Hier konnte der Umsatz in 2019 um T€ 893 gesteigert werden.
Übrige Aufwendungen und Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Berichtszeitraum nur leicht um T€ 26 auf T€ 568 (Vorjahr: T€ 594) reduziert.
Ferner verzeichnen die öffentlichen Fördermittel aufgrund der politischen Rahmenbedingung in Deutschland im Berichtszeitraum weiterhin ein sehr niedriges Niveau. Die Zuschüsse aus öffentlichen Fördermitteln beliefen sich unverändert auf T€ 9 (Vorjahr: T€ 9). Darüber hinaus umfassen die sonstigen betrieblichen Erträge vorwiegend die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 381 (Vorjahr: T€ 263) sowie die Erträge aus Kursdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 157 (Vorjahr: T€ 32).
Die Steigerung des Materialaufwandes um 34,4 % auf T€ 10.532 (Vorjahr: T€ 7.839) korrespondiert im Wesentlichen mit dem Anstieg der Bestandsveränderungen.
Der Personalaufwand ist mit T€ 9.663 um 23,3 % im Vergleich zum Vorjahr (T€ 7.838) aufgrund des höheren Personalbestandes sowie insbesondere infolge der mehrjährigen variablen Vergütung (SAR-Programm) gestiegen.
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich um 5,3 % auf T€ 394 gegenüber dem Vorjahr (T€ 374).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 66,7 % auf T€ 10.175 (Vorjahr: T€ 6.104). Hierin sind Kosten für die Kapitalerhöhung 2019 von T€ 3.381, höhere Kosten für Werbung von T€ 690 (Vorjahr: T€ 369), Transportkosten von T€ 634 (Vorjahr: T€ 557), Kosten für Gewährleistung von T€ 633 (Vorjahr: T€ 592), Reisekosten von T€ 836 (Vorjahr: T€ 658) sowie Rechts- und Beratungskosten von T€ 500 (Vorjahr: T€ 490) enthalten. Gegenläufig haben sich Währungsverluste in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 119) entwickelt.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen verringerten sich aufgrund der geringeren Verschuldung von T€ 497 auf T€ 201.
Zinsen und ähnliche Erträge reduzierten sich aufgrund der im Jahresdurchschnitt gesunkenen Darlehen an Tochtergesellschaften von T€ 164 auf T€ 62.
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
Das EBITDA verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 1.186 auf minus T€ 7.281. Das EBITDA in Relation zum Umsatz entwickelte sich von minus 5,7 % auf minus 35,0 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 2.328 oder minus 11,2 % vom Umsatz (Vorjahr: minus T€ 367 oder minus 1,8 % vom Umsatz).
Betriebsergebnis (EBIT)
Das EBIT des Unternehmens veränderte sich in 2019 von minus T€ 1.559 auf minus T€ 7.675. Das EBIT in Relation zum Umsatz reduzierte sich von minus 7,5 % auf minus 36,9 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 2.722 oder minus 13,1 % vom Umsatz (Vorjahr: minus T€ 741 oder minus 3,6 % vom Umsatz).
Ergebnis nach Steuern
Das Ergebnis nach Steuern hat sich von minus T€ 1.892 im Vorjahr auf minus T€ 7.814 infolge der oben geschilderten Entwicklungen rückläufig entwickelt.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2019 lag im Konzern mit T€ 22.306 um 26,9 % über Vorjahresniveau (T€ 18.218). Der Auftragseingang im Segment "Clean Energy & Mobility" belief sich auf T€ 3.466 (Vorjahr: T€ 3.282), im Teilsegment "Industrielle Anwendungen" konnten Auftragseingänge von T€ 6.544 (Vorjahr: T€ 7.406) und im Segment "Oil & Gas" von T€ 1.412 (Vorjahr: T€ 1.426) verzeichnet werden. Ferner verzeichnete das Segment "Defense & Security" einen Auftragseingang von T€ 10.884 (Vorjahr: T€ 6.103).
Der Auftragsbestand zum Jahresende 2019 belief sich auf T€ 3.421, eine Erhöhung um 178,1 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.920).
FINANZLAGE
Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.
Kapitalstruktur
Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen. Dies bezieht sich auf die Bereiche Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente sowie neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die insbesondere durch die Kapitalmaßnahmen, zuletzt im Juli 2019, in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.
Das Kapitalmanagement des Unternehmens bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Investoren.
Kapitalmaßnahme und Finanzierung Harbert
Am 3. August 2017 hat der Vorstand der SFC mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage ein Gesamtfinanzierungskonzept bestehend aus der Ausgabe einer besicherten, festverzinslichen Schuldverschreibung mit einem Nennbetrag von € 4.997.500, dem Abschluss der entsprechenden Sicherheitenverträge und der Ausgabe einer Optionsanleihe mit Harbert European Growth Capital Fund (Harbert) abgeschlossen.
Aus dieser Kapitalmaßnahme floss der Gesellschaft in 2017 ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 5 Mio. zu. Mit Vereinbarung vom 11. Juni 2018 wurde die Endfälligkeit auf den 31. Dezember 2019 vereinbart und die monatlichen Tilgungsraten entsprechend angepasst.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese Finanzierung vollständig zurückgeführt. Die Optionsanleihe bestand zum 31. Dezember 2019 unverändert. Die Bezugsrechte wurden sodann im Januar 2020 ausgeübt.
Barkapitalerhöhung
SFC hat am 26. Juni 2019 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung beschlossen. Im Rahmen eines Privatplatzierungsverfahrens konnten 2.700.000 Inhaber-Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) erfolgreich bei institutionellen Investoren platziert werden. Der Platzierungspreis wurde auf € 10,00 je neuer Aktie festgelegt. Aus der Kapitalerhöhung floss der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 27,0 Mio. zu. Dem standen indes Kapitalerhöhungskosten von rd. € 3,4 Mio. gegenüber.
Zahlungsmittel
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 31. Dezember 2019 T€ 20.692 und lagen damit erheblich über dem Vorjahreswert (Vorjahr: T€ 7.479). Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:
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| 31.12.2019 in T€ |
31.12.2018 in T€ |
|
|---|---|---|
| Eigenkapital | 47.768 | 28.582 |
| als % vom Gesamtkapital | 81,4% | 74,0% |
| Fremdkapital | 10.943 | 10.023 |
| als % vom Gesamtkapital | 18,6% | 26,0% |
| Gesamtkapital | 58.711 | 38.605 |
Die Kapitalstruktur im Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2019 auf Grund der durchgeführten Kapitalmaßnahme deutlich verbessert. SFC weist damit eine Eigenkapitalquote von 81,4 % (Vorjahr: 74,0 %) aus.
Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und mit Ausnahme der Optionsschuldverschreibung unverzinst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Das Anlagevermögen (einschließlich Finanzanlagen) ist weiterhin über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Schulden.
Investitionen
Die Investitionen in 2019 in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich auf T€ 799 (Vorjahr: T€ 350). Dabei wurde insbesondere in Software und Lizenzen sowie in Maschinen (inklusive Anzahlungen), Werkzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.
Liquidität
Im Geschäftsjahr 2019 war ein Netto-Mittelzufluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 13.214 zu verzeichnen, im Geschäftsjahr 2018 flossen Mittel in Höhe von T€ 3.213 zu. In 2019 ergab sich ein Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit von T€ 7.009 (Vorjahr: Mittelzufluss von T€ 2.202). Eine wesentliche Ursache für den Mittelzufluss im Geschäftsjahr ist wie im Vorjahr der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit.
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2019 erhöhten sich demzufolge auf T€ 20.978 (Ende Dezember 2018: T€ 7.765). Davon waren Zahlungsmittel in Höhe von T€ 286 (Vorjahr: T€ 286) zu Gunsten eines Vermieters gesperrt.
SFC legt die liquiden Mittel momentan ausschließlich in kurzfristigen Anlagen an. Demzufolge unterliegt SFC grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko in Zeiten niedrigster Zinsen oder gar bei Negativzinsen.
Zum 31. Dezember 2019 bestanden keine offenen Devisen- oder Warentermingeschäfte.
Die bestehenden freien Kreditlinien der SFC AG bei der Deutsche Bank AG (T€ 4.000) und der Commerzbank Aktiengesellschaft (T€ 5.000) waren zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Aus betrieblicher Tätigkeit war im Geschäftsjahr 2019 ein Abfluss von T€ 7.009 zu verzeichnen, im Vorjahr betrug der Mittelzufluss T€ 2.202.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 798 (Vorjahr: T€ 350) ab.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 2019 insgesamt Mittel in Höhe von T€ 21.021 zu, im Vorjahr ist ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 1.361 zu verzeichnen gewesen. Der Mittelzufluss in 2019 wurde im Wesentlichen durch den Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 27.000. Der Mittelabfluss ist vorwiegend bedingt durch die Tilgung der Inhaberschuldverschreibung in Höhe von T€ 2.597 sowie die Kosten der Kapitalerhöhung mit T€ 3.381.
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2019 hat sich mit T€ 58.711 gegenüber dem 31. Dezember 2018 (T€ 38.605) um 52,1 % erhöht.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich ebenfalls auf Grund der durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen auf 81,4 % (Vorjahr: 74,0 %).
SFC verfügt über selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die nach den bis 31. Dezember 2009 geltenden handelsrechtlichen Vorschriften nicht bilanziert werden durften bzw. ab 1. Januar 2010 in Nichtausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht bilanziert werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Patente und Know-how im Zusammenhang mit der Entwicklung von Brennstoffzellenprodukten und Power Managern.
Die Finanzanlagen in Höhe von T€ 21.800 (Vorjahr: T€ 21.800) beinhalten den Anteil an Simark (T€ 10.926) und den Anteil an PBF (T€ 10.874).
Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr 2019 insbesondere durch das Ausbleiben einer für das vierte Quartal 2019 erwarteten Auftragsvergabe im Verteidigungsbereich in Deutschland um 74,3 % auf T€ 6.542 erhöht (Vorjahr: T€ 3.753).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich unter anderem aufgrund von längeren Zahlungszielen bei einem internationalen Kunden aus dem Segment Defense & Security auf T€ 5.814 (Vorjahr: T€ 2.697).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen lagen mit T€ 1.896 um 21,2 % über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 1.564). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen zum Ende des Geschäftsjahres 2018 hauptsächlich de facto langfristige Darlehen an Simark sowie aufgelaufene Zinsen.
Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 vorwiegend aufgrund der Kapitalmaßnahmen auf T€ 47.768 im Vergleich zum 31. Dezember 2018 (T€ 28.582). Das gezeichnete Kapital erhöhte sich von T€ 10.250 auf T€ 12.950 aufgrund der Kapitalerhöhung in 2019. Die Kapitalrücklage erhöhte sich im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung in 2019 um T€ 24.300.
Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen von T€ 5.493 auf T€ 7.405 ist insbesondere auf die höheren Rückstellungen im Zusammenhang mit dem virtuellen Aktienoptionsprogramm (Stock Appreciation Right (SAR)-Programm) und Gewährleistungen zurückzuführen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von T€ 3.092 auf T€ 146. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Tilgung eines kurzfristigen Darlehens zurückzuführen.
FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 wurden oben bereits dargestellt.
Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:
| ― | Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten |
| ― | Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung |
Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.
Die Lieferantenqualität war mit 7,0 % fehlerhaften Lieferungen unter der Vorjahresquote von 7,8 %. Die Quote der fehlerhaften Teile konnte stabil gehalten werden. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) konnte für die Industriegeräte im Vergleich zum Vorjahr von 2.700 Stunden auf nunmehr rd. 2.800 Stunden gesteigert werden.
Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Unternehmens. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.
Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet das Unternehmen daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.
Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 und für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert.
Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.
Mitarbeiter zum Jahresende
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2019 stellt sich wie folgt dar:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Vorstand | 3 | 3 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 21 | 20 | 1 |
| Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement | 29 | 25 | 4 |
| Vertrieb & Marketing | 36 | 29 | 7 |
| Verwaltung | 11 | 10 | 1 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 100 | 87 | 13 |
SFC hat zum 31. Dezember 2019 insgesamt 3 (Vorjahr: 3) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.
ZUSAMMENFASSUNG ZU GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE
Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass SFC zum Stichtag, insbesondere auf Grund der durchgeführten Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung weiterer zukünftiger Kapitalzuführungen unabhängig vom aktuellen Ergebnis über eine stabile Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Vergütungssystem des Vorstandes
Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.
Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2019 waren die Ziele jeweils mit 1/4 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz (basierend auf dem budgetierten Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro), Bruttomarge bereinigt und EBITDA bereinigt abhängig. Im Übrigen Viertel steht die Entscheidung im Ermessen des Aufsichtsrats.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (Stock Appreciation Right (SAR)-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsanstellungsvertrages jeweils eine Tranche des zweiten SAR-Programms erhalten (SARP 2015-2018 oder TR 2) und des vierten SAR-Programms (SARP 2018-2021) erhalten. Herr Marcus Binder, der mit Beschluss vom 14. September 2016 mit Wirkung ab dem 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 als Vorstandsmitglied bestellt wurde, hat im Rahmen seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des dritten SAR-Programms erhalten (SARP 2017-2020). Der Vorstandsvorsitzende Dr. Peter Podesser, dessen Vorstandsanstellungsvertrag vorzeitig für vier weitere Jahre bis März 2024 verlängert wurde, hat eine Tranche des fünften SAR-Programms erhalten (SARP 2020-2024).
Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.
Vorstandsvergütung im Jahr 2019
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf insgesamt € 2.665.252. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2019 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2019 ausgezahlt oder im Jahresabschluss 2019 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2018 zurückgestellten Beträge.
Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex 2017 empfohlenen Mustertabellen. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2019 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen der LTIPs und des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen.
Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2019 (Zuwendungsbetrachtung) *
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Dr. Peter Podesser | Hans Pol | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand (Industry) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 01.11.2006 | seit 01.01.2014 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 350.000 | 350.000 | 350.000 | 189.998 | 199.898 | 199.898 |
| Nebenleistungen | 23.358 | 19.597 | 19.597 | 28.568 | 18.568 | 18.568 |
| Summe | 373.358 | 369.597 | 369.597 | 218.566 | 218.466 | 218.466 |
| Einjährige variable Vergütung | 186.598 | 290.821 | 0 | 68.148 | 81.398 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 647.502 | 955.526 | 0 | 133.887 | 286.044 | 0 |
| SAR Programm | 647.502 | 955.526 | 0 | 133.887 | 286.044 | 0 |
| Summe | 1.207.458 | 1.615.944 | 369.597 | 420.601 | 585.908 | 218.466 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.207.458 | 1.615.944 | 369.597 | 420.601 | 585.908 | 218.466 |
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Marcus Binder | ||
|---|---|---|---|
| Vorstand (Defence & Security) | |||
| --- | --- | --- | --- |
| seit 01.03.2017 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| 2018 | 2019 | 2019 (Min) | |
| --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 180.000 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 21.859 | 21.859 | 21.859 |
| Summe | 201.859 | 201.859 | 201.859 |
| Einjährige variable Vergütung | 68.502 | 53.724 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 86.175 | 207.817 | 0 |
| SAR Programm | 86.175 | 207.817 | 0 |
| Summe | 356.536 | 463.400 | 201.859 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 356.536 | 463.400 | 201.859 |
* Da für die variable Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.
Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2019 (Zuflussbetrachtung)
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| Dr. Peter Podesser | Hans Pol | Marcus Binder | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zufluss in € |
Vorstandsvorsitzender | Vorstand (Industry) | Vorstand (Defence & Security) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 01.11.2006 | seit 01.01.2014 | seit 01.03.2017 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 350.000 | 350.000 | 189.998 | 199.898 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 23.358 | 19.597 | 28.568 | 18.568 | 21.859 | 21.859 |
| Summe | 373.358 | 369.597 | 218.566 | 218.466 | 201.859 | 201.859 |
| Einjährige variable Vergütung | 169.462 | 326.957 | 52.433 | 96.613 | 57.231 | 67.037 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 53.625 | 0 | 0 |
| SAR Programm | 0 | 0 | 0 | 53.625 | 0 | 0 |
| Summe | 542.820 | 696.554 | 270.999 | 368.704 | 259.090 | 268.896 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 542.820 | 696.554 | 270.999 | 368.704 | 259.090 | 268.896 |
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.
Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| in € 2019 | in € 2018 | |
|---|---|---|
| Tim van Delden, Vorsitzender | 50.000 | 50.000 |
| David Morgan, Stellv. Vorsitzender | 37.500 | 37.500 |
| Hubertus Krossa, Mitglied des Aufsichtsrats | 25.000 | 25.000 |
| 112.500 | 112.500 |
Aktienoptionsprogramme
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des zweiten SAR-Programms erhalten (SARP 2015-2018) sowie des vierten SAR-Programms (SARP 2018-2021) im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsanstellungsvertrages bis 30. Juni 2021 erhalten. Herr Marcus Binder, der mit Beschluss vom 14. September 2016 mit Wirkung ab dem 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 als Vorstandsmitglied bestellt wurde, hat im Rahmen seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des dritten SAR-Programms erhalten (SARP 2017-2020). Der Vorstandsvorsitzende, Herr Dr. Peter Podesser, dessen Vorstandsanstellungsvertrag vorzeitig für vier weitere Jahre bis März 2024 verlängert wurde, hat eine Tranche des fünften SAR-Programms erhalten (SARP 2020-2024).
Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von € 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.
Die Rahmenbedingungen für die SAR-Programme 2014-2016 und 2015-2018 sowie 20172020, 2018-2021 und 2020-2024 lauten wie folgt:
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| Ausgabedatum | 1. Januar 2014 (Hans Pol TR 1) |
| 1. April 2014 (Dr. Peter Podesser TR 1); | |
| 1. Juli 2015 (Hans Pol TR 2); | |
| 1. März 2017 (Marcus Binder TR 1); | |
| 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser TR 2); | |
| 1. Juli 2018 (Hans Pol TR 3); | |
| 1. April 2020 (Dr. Peter Podesser TR 3) | |
| Laufzeit | 7 Jahre |
| Wartezeit | 4 Jahre (Hans Pol TR 1); |
| 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser TR 1 und TR 2); | |
| 4 bis 6 Jahre (Hans Pol TR 2); | |
| 4 bis 6 Jahre (Marcus Binder TR 1); | |
| 4 bis 6 Jahre (Hans Pol TR 3); | |
| 4 bis 7 Jahre (Dr. Peter Podesser TR 3) | |
| Verfalldaten | 1. Januar 2015 (Hans Pol TR 1); |
| 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser TR 1), 1. September 2015, 1. Juli 2016, 1. Juli 2017 und zum 1. Juli 2018 (Hans Pol TR 2); | |
| 1. April 2018, 1. April 2019 und 1. April 2020 (Dr. Peter Podesser TR 2); | |
| 1. März 2018, 1. März 2019 und 1. März 2020 (Marcus Binder TR 1); | |
| 1. Juli 2019, 1. Juli 2020 und 1 Juli 2021 (Hans Pol TR 3); | |
| 1. April 2021, 1. April 2022, 1. April 2023 und 1. April 2024 (Dr. Peter Podesser TR 3) | |
| Ausübungspreis | € 1,00 |
| Erfolgsziel für Programme bis 2016 | Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax) |
| Erfolgsziel für Programme ab 2017 | Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag |
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Anhang.
RISIKO- UND CHANCENBERICHT
Die Geschäftsfelder der SFC sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unter einem Risiko wird die Möglichkeit verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen die Gruppe oder eines der Segmente daran hindern, seine avisierten Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für SFC wichtig, Chancen zu identifizieren, um diese zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht. Chancen und Risiken werden im Folgenden dargestellt.
Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Stufen "Unwahrscheinlich", "Möglich" und "Wahrscheinlich", sowie des möglichen Ausmaßes des Risikos. Die Bewertung über das mögliche Ausmaß bezieht sich auf das operative Ergebnis (EBITDA underlying) der SFC.
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| Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit / Mögliches Ausmaß | |
|---|---|
| Unwahrscheinlich | 0%-20% Eintrittswahrscheinlichkeit |
| Möglich | 21%-70% Eintrittswahrscheinlichkeit |
| Wahrscheinlich | 71 %-100% Eintrittswahrscheinlichkeit |
| Niedrig | T€ 0 - T€ 500 Ausmaß |
| Mittel | T€ 500 - T€ 1.000 Ausmaß |
| Hoch | > T€ 1.000 Ausmaß |
Beschreibung der Chancen und Risiken
Die SFC unterscheidet zwischen finanzwirtschaftlichen Risiken einerseits sowie Geschäftschancen und -risiken andererseits. Diese stellen die wesentlichen Einflussfaktoren für SFC dar.
Unter "Risikoberichterstattung in Bezug auf Verwendung von Finanzinstrumenten" werden die finanzwirtschaftlichen Risiken dargestellt.
Unter "Risikobericht" werden die finanzwirtschaftlichen Risiken sowie die Geschäftsrisiken und Geschäftschancen im Detail diskutiert. Veränderungen zum Vorjahr werden explizit erläutert.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Dies stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.
Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.
Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.
Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF erfolgt durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden, die Buchhaltung für die rumänische Gesellschaft erfolgt in Cluj, Rumänien. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.
Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada durchgeführt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.
Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Unternehmens nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine eigene Interne Revision existiert aufgrund der Größe des Unternehmens nicht.
Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2019 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Risikomanagementsystem
Zum Zweck des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Unternehmens ab, Chancen werden nicht erfasst.
Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.
Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein Projektmanagement-Tool für den gesamten Unternehmensbereich und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF und Simark sind für bestimmte Kennzahlen in das RisikoManagementsystem integriert.
Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind.
RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN
Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.
Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.
Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel sowie Forderungen und Finanzanlagen. Darüber hinaus werden zum Stichtag die Kündigungskomponente der Wandelanleihe sowie eine Optionsschuldverschreibung als derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird dazu auf die Ausführungen im Anhang hingewiesen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die Leasingverbindlichkeiten sowie die Fremd- und Eigenkapitalkomponente für die Wandelanleihen zuzuordnen.
Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:
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| Risiken in Bezug auf Finanzinstrumente | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Ausfallrisiko | möglich | mittel |
| Liquiditätsrisiko | unwahrscheinlich | hoch |
| Zinsänderungsrisiko | möglich | niedrig |
| Währungsrisiko | möglich | niedrig |
| Kreditrisiko | möglich | mittel |
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Die Kundenstruktur bei SFC ist unter anderem durch verschiedene Großkunden geprägt. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringlich sein könnten. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind auf Grund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.
Zudem besteht das Risiko, dass mit Rangrücktrittserklärungen belastete Forderungen gegen Simark über T€ 1.788 von dieser zukünftig nicht getilgt werden können. Auf der Grundlage der Entwicklung von Simark wird dieses Risiko als gering eingestuft.
Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch Kapitalerhöhungen im Mai 2007 sowie im November 2014, August 2016, Juli 2017, Juni 2018 und Juli 2019 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind insbesondere durch die Kapitalerhöhung in 2019 deutlich gestiegen. Des Weiteren wurden durch zwei Banken zum Ende des Geschäftsjahres 2019 Kreditlinien für Betriebsmittel gewährt.
In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsrisiko resultiert einerseits aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.
Währungsrisiko
SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, denen Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaft in Kanada und den USA gegenüberstehen.
Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen besteht die Möglichkeit, Salden über Devisentermingeschäfte abzusichern, sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.
Derivative Finanzinstrumente wurden 2019 auch unterjährig zur Absicherung von Währungsgeschäften nicht eingesetzt.
Kreditrisiko
Die in 2017 aufgenommene Inhaberschuldverschreibung wurde bis zum Ende des Jahres 2019 komplett zurückgeführt. Ein Risiko aus den korrespondierenden Covenants besteht somit nicht mehr.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 289A HGB)
Das Grundkapital von SFC beträgt insgesamt € 12.949.612 und ist eingeteilt in 12.949.612 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Abschnitt "Ergebnis je Aktie". Die Änderung der Anzahl der Aktien um 2.700.000 Stückaktien im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
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| Grundkapital in € |
|
|---|---|
| Anzahl der Aktien 31.12.2018 | 10.249.612 |
| Kapitalerhöhung Juli 2019 | 2.700.000 |
| Anzahl der Aktien 31.12.2019 | 12.949.612 |
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt * :
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| Name | Anteil in % |
|---|---|
| Holland Private Equity B.V. (über HPE PRO Institutional Fund B.V.) | 15,99 % |
* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei SFC eingegangen sind (Meldung vom 12.02.2020)
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 16. Mai 2019 hat die Aufhebung des Genehmigten Kapitals vom 17. Mai 2017 (Genehmigtes Kapital 2017/I), die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2019/I) und die Änderung des § 5 (Genehmigtes Kapital) der Satzung beschlossen.
Das Genehmigte Kapital 2017/I wurde aufgehoben. Vor Aufhebung wurde das Genehmigte Kapital 2017/I noch teilweise ausgeschöpft und betrug € 1.323.624.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2019 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 15. Mai 2024 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu € 5.124.806 zu erhöhen wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2019/I).
SFC verfügt über ein genehmigtes Kapital in Höhe von € 5.124.806 (Genehmigtes Kapital 2019/I).
Bedingtes Kapital
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC AG vom 16. Mai 2019 wurde das Bedingte Kapital 2016 teilweise aufgehoben und besteht nur noch bis zu € 500.000. Ein weiteres Bedingtes Kapital (Bedingtes Kapital 2019) wurde in Höhe von € 2.824.503 geschaffen.
SFC verfügt des Weiteren über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 278.736 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente).
Kapitalmaßnahme und Finanzierung Harbert
Am 3. August 2017 hat der Vorstand von SFC mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage ein Gesamtfinanzierungskonzept bestehend aus der Ausgabe einer besicherten, festverzinslichen Schuldverschreibung mit einem Nennbetrag von € 4.997.500, dem Abschluss der entsprechenden Sicherheitenverträge und der Ausgabe einer Optionsanleihe mit Harbert European Growth Capital Fund (Harbert) abgeschlossen. Aus dieser Kapitalmaßnahme floss der Gesellschaft in 2017 ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 5 Mio. zu.
Mit Vereinbarung vom 11. Juni 2018 wurde die Endfälligkeit auf den 31. Dezember 2019 vereinbart und die monatlichen Tilgungsraten entsprechend angepasst.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese Finanzierung vollständig zurückgeführt. Die Optionsanleihe bestand zum 31. Dezember 2019 unverändert. Die Bezugsrechte wurde sodann im Januar 2020 ausgeübt.
Barkapitalerhöhung
SFC hat am 26. Juni 2019 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung beschlossen. Im Rahmen eines Privatplatzierungsverfahrens konnten 2.700.000 Inhaber-Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) erfolgreich bei institutionellen Investoren platziert werden. Der Platzierungspreis wurde auf EUR 10,00 je neuer Aktie festgelegt. Aus der Kapitalerhöhung floss der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von EUR 27,0 Mio. zu.
Vereinbarung mit Vorständen
Bei SFC liegen derzeit folgende Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands vor, die teilweise unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen:
Herr Dr. Peter Podesser wurden gemäß Vorstandsanstellungsvertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Der Vorstandsanstellungsvertrag von Herrn Dr. Peter Podesser wurde vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2020 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Herrn Dr. Peter Podesser am 14. Dezember 2016 weitere 360.000 SAR gewährt (SAR Programm 2017-2020). Des Weiteren wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Herrn Dr. Peter Podesser vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2024 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Herrn Dr. Peter Podesser am 15. Mai 2019 weitere 420.000 SAR gewährt (SAR Programm 2020-2024).
Herr Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018. Herrn Hans Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt. Am 24. März 2015 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Herrn Hans Pol bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Herrn Hans Pol am 1. Juli 2015 weitere 180.000 SAR gewährt (SAR Programm 20152018). Am 27. März 2018 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Herrn Hans Pol bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Herrn Hans Pol am 1. Juli 2018 weitere 180.000 SAR gewährt (SAR Programm 2018-2021).
Herr Marcus Binder wurde mit Wirkung ab 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 zum Vorstand bestellt. Herrn Binder wurden am 1. März 2017 180.000 SAR gewährt. Der Vorstandsvertrag wurde nicht über den 28. Februar 2020 hinaus verlängert.
RISIKOBERICHT
Aus der Geschäftstätigkeit der SFC Energy AG ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente des Unternehmens.
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| Geschäftsrisiken | Eintrittswahscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Marktrisiken | wahrscheinlich | hoch |
| Segment Oil & Gas | wahrscheinlich | hoch |
| Segment Clean Energy & Mobility | unwahrscheinlich | mittel |
| Segment Industry | möglich | mittel |
| Segment Defense & Security | möglich | hoch |
Marktrisiken
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
In seiner Konjunkturprognose sieht das ifo Institut beim von den USA ausgehende Handelskonflikt mit China trotz der temporären Entspannung im Herbst 2019 das Risiko einer weiteren Eskalation, inklusive der Ausweitung des Konflikts auf andere Länder und Regionen. Ein zusätzliches Risiko stellt die Finanzstabilität Chinas dar. In den vergangenen Jahren hatten die Versuche, die Expansion des Schattenbankensektors zu dämpfen, die Konjunktur schnell ausgebremst, mit der Folge, dass China die restriktiven Maßnahmen wieder zurücknehmen musste. Insgesamt ist die Verschuldung nicht-finanzieller Unternehmen (Unternehmen, deren Hauptfunktion in der Produktion marktbestimmter Waren und in der Erbringung nichtfinanziellen Dienstleistungen besteht) in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Sollte sich die Konjunktur stärker abschwächen, könnten viele Anleihen abgewertet werden.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung könnte durch die Verbreitung des Corona Virus zusätzlich beeinträchtigt werden.
In Deutschland belastet zum einen der von den USA ausgehende Handelskonflikt die Konjunktur, da die Produktion der deutschen Industrie auf Vorleistungs- und Investitionsgüter spezialisiert ist. Zum anderen sieht sich der Kraftfahrzeugbau - eine der deutschen Schlüsselindustrien - mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Neben einer weltweiten Kaufzurückhaltung, die sich vor allem in rückläufigen Neuzulassungszahlen niederschlägt, befindet sich die Automobilindustrie in einer technologischen Übergangsphase hin zur Produktion von Fahrzeugen mit nicht-konventionellen Antrieben. Dabei kommt es im Zuge der Neuausrichtung bestehender Wertschöpfungsketten zu signifikanten Produktionseinbußen und -verlagerungen. Für SFC entstehen hier jedoch auch Chancen durch das wiedererwachte Interesse an den Wasserstoffbrennstoffzellenprodukten des Unternehmens für Clean Energy- und E-Mobilitätsanwendungen.
Segment Oil & Gas
Entscheidende Risiken für das Wachstum des kanadischen Öl- und Gassektors sieht der Verband CAPP in den limitierten Transportkapazitäten sowie in der gesetzlichen Überregulierung der Industrie durch die Behörden, welche die internationale Wettbewerbsfähigkeit der kanadischen Rohölindustrie entscheidend schwächen. Regulatorische und politische Herausforderungen limitieren nach wie vor Investitionsfähigkeit und Investitionsbereitschaft der kanadischen Ölsandindustrie. Dies beeinträchtigt die Exploration neuer Projekte ebenso wie den Ausbau und die Automatisierung existierender Projekte und hat damit auch Einfluss auf die geschäftlichen Chancen der Produkte der SFC-Gruppe, die in dieser Industrie zur Erschließung und Automation neuer Produktionsstätten verkauft werden.
In ihrer Energieprognose vom Januar 2020 weist die U.S. Energy Information Administration (EIA) hinsichtlich der prognostizierten Ölpreisentwicklung auf Risiken durch mögliche OPEC-Produktionskürzungen und geopolitische Störungen wie die Angriffe auf die saudi-arabische Ölinfrastruktur im September 2019 hin. Auch die Entwicklung des weltweiten Wirtschaftswachstums trägt mit ihren Auswirkungen auf die weltweite Ölnachfrage zur Unsicherheit der Ölpreisprognosen bei. Obwohl die EIA weiterhin die Effekte der 2020 wirksam gewordenen IMO-Vorschriften auf den Rohölpreis für begrenzt hält, bleibt abzuwarten, wie die weltweite Raffinerie- und Schifffahrtsindustrie weiter darauf reagieren wird. Auch ist aktuell schwer abzusehen, welche Auswirkungen der sich dynamisch entwickelnde amerikanische Light Tight Oil-Sektor auf die Rohölpreise haben wird.
Nach Ende des Berichtszeitraums erhöhte sich die Ölpreisunsicherheit weiter. In Folge der US-Militäroperation im Irak stiegen im Januar 2020 die Rohölpreise, reduzierten sich aber aufgrund der Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Corona Virus Verbreitung sowie bedingt durch die Konfliktsituation zwischen Russland und Saudi Arabien deutlich.
Für Kanada erwarten die EIA-Experten auch 2020 keine Produktion aus neuen Upstream-Projekten, sondern lediglich Erweiterungen existierender Projekte. Dieser Ausbau sowie die stärkere Fokussierung auf die Effizienzsteigerung konventioneller Förderanlagen bietet Chancen für die Produkte der SFC-Gruppe: Die integrierten Steuerungs- und Stromversorgungssysteme von SFC sichern den zuverlässigen und kostenattraktiven Betrieb netzferner Anlagen zu jeder Jahreszeit, auch an schwer zugänglichen Orten. Zudem trägt die strenge Umweltgesetzgebung in Kanada zu einer verstärkten Nachfrage nach emissionsarmen, effizienten Produkten wie den Stromerzeugern der SFC-Gruppe bei.
Segment Clean Energy & Mobility
Brennstoffzellenindustrie:
Brennstoffzellen, insbesondere Wasserstoffbrennstoffzellen, stehen aktuell sehr im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Von ihnen werden entscheidende Beiträge zu umweltfreundlicheren Verkehrs- und KWK-Lösungen erwartet. Hier eröffnen sich für SFC Marktchancen, sowohl mit der Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie (in Partnerschaft mit adKor) als auch mit der DMFC-Technologie für netzferne Industrie- und Verteidigungsanwendungen. Risiken bestehen nach wie vor in der Abhängigkeit vieler, insbesondere öffentlicher Projekte von der Gesamtwirtschaftslage und staatlichen Konjunkturprogrammen.
Consumer (Reisemobile & Boote):
2019 wuchs die deutsche Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbandes CIVD erneut um 13,6 % auf 80.863 Neuzulassungen und erreichte damit wieder einen Rekordwert. Für 2020 erwartet der Verband ein verlangsamtes, aber weiterhin robustes Wachstum von insgesamt 8 % auf 87.600 Neuzulassungen, bedingt durch Exportrückgänge in Europa. Deutschland soll auch 2020 der stärkste Freizeitfahrzeugmarkt Europas bleiben. Für den europäischen Freizeitfahrzeugmarkt insgesamt wird 2020 ein Wachstum von 5 % erwartet. Auch der Wassersportmarkt wuchs nach Angaben seines Verbands BVWW erneut. Der Verband erwartete im November für das Gesamtjahr 2019 einen Anstieg des Gesamtumsatzes an maritimen Gütern und Dienstleistungen um 3 % auf 2,16 Mrd. EUR. Insgesamt blickt auch dieser Verband positiv in die Zukunft, insbesondere für den Bereich Ausrüstung und Zubehör. Risiken sehen die beide Verbände für ihre jeweilige Branche in einer verlangsamten Konjunktur. Daraus ergeben sich für SFC AG möglicherweise Risiken hinsichtlich der Absatzmengen.
Segment Defense & Security
Weltweit ist ein Anstieg der Verteidigungsetats zum Schutz gegen Bedrohungen unterschiedlichster Art zu beobachten. Dabei geht der Trend in Richtung Vernetzung, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Data Mining und Mobilität. Traditionelle, moderne und unkonventionelle Ausstattung, Technologien, Strategien und Arbeitsweisen werden integriert und verbunden genutzt, um Agilität und Mobilität in klassischen und modernen Verteidigungsszenarien zu steigern. Zusätzlich zur Einführung neuer innovativer Technologien ist ein Trend zur Modernisierung bereits im Einsatz befindlicher Technologien erkennbar, zur Steigerung und Gewährleistung von Wirksamkeit und Schutz der Soldaten und Geräte im Einsatz. Regierungen und Verteidigungsorganisationen suchen gezielt nach alternativen, umweltfreundlichen Netzfern- und Backup-Lösungen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung.
Hier ergeben sich internationale Potenziale für die zuverlässigen, nachhaltigen Brennstoffzellenlösungen des Unternehmens. Mehrere SFC-Produkte belegen bereits mit einer NATO Stock Number/Versorgungsnummer ihren erfolgreichen Einsatz in Verteidigungsanwendungen. Ein erhebliches Risiko geht hingegen von den langsamen bürokratischen Prozessen und Zyklen der Verteidigungsorganisationen selbst aus, aufgrund derer von den Nutzern angeforderte Lösungen häufig lange nicht bestellt werden können.
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| Operationelle Risiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Technologische Risiken | möglich | mittel |
| Patentrechtliche Risiken | unwahrscheinlich | niedrig |
| Wettbewerb | möglich | mittel |
| Produktrisiken | möglich | hoch |
| Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken | möglich | hoch |
| Rohstoffpreisrisiken | möglich | niedrig |
TECHNOLOGISCHE RISIKEN
Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.
Nicht alle im Unternehmen hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Unternehmen befindlichen Know-hows werden solche Risiken abgemildert.
PATENTRECHTLICHE RISIKEN
Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 20 Patentfamilien erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.
SFC hat in 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit beim Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde in 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben.
WETTBEWERB
Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme (DMFC-Systeme). Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Segment "Defense & Security" zu verzeichnen. Auch im Segment "Clean Energy & Mobility" gibt es Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.
PRODUKTRISIKEN
Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen, bei unseren Produkten auftreten. Die Fehler können auch durch Zulieferer verursacht sein und zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal das Unternehmen die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment "Defense & Security" besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte.
SFC wirkt diesem Risiko durch verstärkte Anstrengungen im Bereich Qualitätssicherung entgegen.
BESCHAFFUNGS- UND PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKEN
SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Dies kann zu Folgeschäden bei unseren Kunden führen, wenn SFC nicht rechtzeitig liefern kann. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.
Für bestimmte Komponenten besteht im Bereich Zulieferung das Risiko, dass aufgrund von Umständen wie z.B. Coronavirus, Lieferketten verzögert oder auch unterbrochen werden könnten, was zu Umsatzeinbußen führen kann. SFC wirkt diesem Risiko durch verstärkte Nachverfolgung im Bereich Supply chain entgegen.
In Erwartung von Großaufträgen insbesondere aus dem Verteidigungsbereich muss SFC in Vorleistung treten und sich das zu erwartende Auftragsvolumen auf Lager legen. Bei einer Nichtbeauftragung besteht zudem das Risiko, dass die sodann im Wert zu berichtigenden Vorräte in nur geringerem Umfang an andere Kunden veräußert werden können.
ROHSTOFFPREISRISIKEN
In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarf der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.
Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen, wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 183.
Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung auf den Aufwand rund T€ 20 p.a.
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| Finanzwirtschaftliche Risiken | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Währungskursrisiken | unwahrscheinlich | niedrig |
| Finanz- und Liquiditätsrisiken | unwahrscheinlich | hoch |
| Zinsänderungsrisiken | möglich | niedrig |
| Personalwirtschaftliche Risiken | möglich | niedrig |
| Informationstechnologische Risiken | möglich | hoch |
| Risiken im regulatorischen Umfeld | möglich | niedrig |
WÄHRUNGSKURSRISIKEN
SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, denen insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaften in Kanada und SFC gegenüberstehen.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein niedriges Fremdwährungsrisiko.
Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.
FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN
Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 und August 2016 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Weitere Liquiditätsmaßnahmen für laufende und zukünftige Investitionen waren die Begebung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015, die zweite und dritte Tranche im Januar und März 2016, sowie die Ausgabe einer Optionsschuldverschreibung und das ausgereichte Darlehen im Oktober 2016. Des Weiteren wurde die Barkapitalerhöhung im Juli 2017, Juni 2018 und Juli 2019 sowie die Inhaberschuldverschreibung nebst Optionsanleihe im August 2017 durchgeführt bzw. ausgegeben.
Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. Wegen der Kapitalmaßnahme in 2019 hat sich der Finanzmittelbestand erheblich erhöht.
Aufgrund der Kundenstruktur des Unternehmens (hoher Anteil von Industriekunden, Sicherheitsbehörden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2019 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 229 gebildet.
Weitere Liquiditätsrisiken können sich aus der Verschiebung bzw. Nichtbeauftragung von Großprojekten ergeben. Sollte durch den zukünftigen Umschlag im Vorratsbestand die erwartete Liquidität nicht zufließen, würden aufgrund ausreichender Liquiditätsausstattung im Gegensatz zum Vorjahr bei Nichtbeauftragung oder Verschiebung von Großprojekten aufgrund ausreichender Liquiditätsreserven keine bestandsgefährdenden Risiken erwachsen.
ZINSÄNDERUNGSRISIKEN
Es besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
PERSONALWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN
SFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Unternehmens entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal das Unternehmen verlässt. SFC wird diesem Risiko mit einem Long Term Incentive für Schlüsselpersonal begegnen, so dass insoweit im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2019 eine Abmilderung des Risikos eintreten sollte.
Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichwohl bleibt das Risiko hinreichend qualifizierte Mitarbeiter insbesondere aus dem technischen Bereich zu rekrutieren.
In der Öl- und Gasindustrie sind spezielle Branchenkenntnisse ein wesentlicher Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs.
INFORMATIONSTECHNOLOGISCHE RISIKEN
Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher.
RISIKEN IM REGULATORISCHEN UMFELD
Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC reagiert auf eventuelle Beanstandung mit Stellungnahmen. Sollten Änderungen erforderlich sein, so werden diese in der gesetzten Frist umgesetzt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z.B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Unternehmens entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.
Ebenso besteht das Risiko, dass sich Länder wieder verstärkt abschotten und versuchen, sich mit Einfuhrzöllen vor Importen zu schützen. Dies kann zu einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit in diesen Ländern führen.
SONSTIGE RISIKEN
Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass bereits in 2019, im Gegensatz zu den Vorjahren, keine weiteren Förderprojekte gestartet wurden und die Zuschüsse für vorhandene Projekte nahezu ausgelaufen waren, so dass hier insbesondere auch durch das in Kraft getretene Forschungszulagengesetz die Chancen überwiegen.
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| Risiken in Bezug auf Bestandsgefährdung | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Bestandsgefährdung | Unwahrscheinlich (Vorjahr: möglich) | hoch |
ZUSAMMENFASSUNG ZUM RISIKOBERICHT
Nach den uns heute bekannten Informationen sind im Geschäftsjahr 2019 aufgrund der Liquiditätsausstattung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens oder wesentlicher Konzernunternehmen gefährden könnten.
Im Gegensatz zum Vorjahr würde eine Nichtbeauftragung von Großprojekten aufgrund ausreichender Liquiditätsreserven zu keinen bestandsgefährdenden Risiken führen.
GEÄNDERTE EINSCHÄTZUNG VON RISIKEN NACH DEM ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) betrachtet Epidemien wie den Ausbruch der Coronavirus-Infektion (COVID-19) gleichermaßen als eigenständiges Geschäftsrisiko wie auch als Einfluss auf bestehende Chancen und Risiken. Ende 2019 wurde erstmals der Ausbruch von COVID-19 in einem dicht besiedelten Produktions- und Transportzentrum in Zentralchina festgestellt. Die globale Pandemie breitete sich nach dem Ende des Berichtszeitraums durch das chinesische Neujahrsfest und internationale Reisen weltweit aus.
Laut WEF ist es insgesamt im Rahmen des Möglichen, dass sich das Wachstum der weltweiten Wirtschaft 2020 infolge der Produktionsausfälle durch COVID-19 verlangsamen wird. Die globale Konjunktur würde damit mindestens 0,1 Prozentpunkte einbüßen.
Der Einfluss von Produktionsverzögerungen auf die Ergebnisentwicklung von Unternehmen ist nach teilweisen Unterbrechungen der Lieferketten noch nicht abschätzbar. Für Unternehmen sinkt die Risikoexposition abhängig von der bestehenden Nachfrage und dem vorhandenen Auftragsbestand.
SFC geht aktuell von einer noch nicht absehbaren Beeinflussung ihrer zukünftigen Ergebnisse aus. Zeitliche Verzögerungen bei Auftragsvergaben und Projektabnahmen oder aufgrund Engpässen in der Logistik können nicht ausgeschlossen werden.
CHANCENBERICHT
MARKTCHANCEN
Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere in den Segmenten "Defense & Security" und "Oil & Gas" außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen.
Segment Oil & Gas
Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur weiterhin beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die weitere regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark nach Ost-Kanada sowie in die USA.
Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.
Segment Defense & Security
SFC hat für das Geschäftsjahr 2019 eine progressivere Planung für diesen Markt im Vergleich zum Jahr 2018 vorgenommen, da sich Kernparameter, z. B. die allgemeine Sicherheitslage und erhöhte Verteidigungshaushalte in den NATO Mitgliedsländern, weiter positiv entwickeln. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzung für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses in diesem Markt. Nachfragebelebung in den Kernmärkten Deutschland und Israel, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z.B. in weiteren NATO Staaten, wie Frankreich und Großbritannien aber auch in Ländern wie Indien oder Singapur sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.
Aufgrund der diversen internationalen Krisen scheint ein Umdenken innerhalb der NATO Staaten stattzufinden, so dass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO Verteidigungsausgaben in Höhe von 2 % des BIP zu erreichen wird weiterhin nur von einzelnen Mitgliedern eingehalten. Der Druck von NATO Mitgliedern, die bereits mehr als 2 % des BIP ausgeben, auf die anderen Mitglieder ihre Budgets zu erhöhen, hat merklich zugenommen. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen.
Verbesserter Produktmix
Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen, z. B. der EFOY Pro 12000, sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement stellen ein Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Gemeinsame Entwicklungen mit Kunden, sogenannte Joint Development Agreements (JDA), ermöglichen die Erschließung von neuen Leistungsbereichen und/oder Anwendungsfeldern.
SONSTIGE CHANCEN
Innovation und Weiterentwicklung
Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.
Neue Produkte wie die Next Generation Fuel Cell (NGFC), als auch Weiterentwicklungen auf Basis der JENNY-Plattform, ermöglichen Anwendungen im Bereich Grenzschutz und Terror-Abwehr durch Polizei und/oder Verteidigungskräfte.
Integrierte Systeme zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.
Chancen ergeben sich durch den Einstieg in die Wasserstofftechnologie durch Erweiterung des SFC-Produktportfolios mit höheren Leistungsklassen.
Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.
Externe Bestimmungsfaktoren
Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: Aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.
Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen.
Zum 27. Januar 2017 ist eine Neufassung der deutschen Chemikalien-Verbotsverordnung in Kraft getreten, welche eine Erleichterung für den Handel von SFC-Tankpatronen bewirkt. Diese Neufassung beinhaltet unter anderem eine Ausnahmeregelung für die Abgabe von Methanol oder methanolhaltigen Gemischen zur Verwendung in Brennstoffzellen. Es entfallen für den Händler Erlaubnispflicht und Anzeigepflicht bei der Behörde, Sachkundeprüfung und Mindestalter bei der Abgabe sowie Identitätsfeststellung des Erwerbers und Dokumentation.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB bzw. § 315d i.V.m. § 289f HGB ist Teil des Lageberichts und enthält zugleich den Vergütungsbericht. Der Vorstand der SFC Energy AG hat die Erklärung zur Unternehmensführung am 25. März 2020 abgegeben und im Internet unter https://www.sfc.com/investoren/corporate-governance/ öffentlich zugänglich gemacht.
PROGNOSEBERICHT
Die SFC Energy AG geht davon aus, dass sich die COVID-19-Pandemie und die jüngste negative Entwicklung des Ölpreises im Zusammenhang mit der OPEC+ Auseinandersetzung auf die am 11. Februar 2020 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 - trotz eines sehr dynamischen Starts in das laufende Geschäftsjahr - negativ auswirken werden. Mit Blick auf die beispiellosen operativen und finanziellen Herausforderungen durch die Ausbreitung von COVID-19 und die ungewissen Entwicklungen in den nächsten Wochen lassen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf SFC AG und den SFC Konzern derzeit allerdings weder hinreichend ermitteln noch verlässlich beziffern. Die am 11. Februar 2020 veröffentlichte Prognose für das Geschäftsjahr 2020 wurde deshalb wegen der COVID-19-Pandemie und negativer Ölpreisentwicklung zurückgezogen. Eine stabile und hinreichend verlässliche Prognose für das laufende Geschäftsjahr in Form der bisher prognostizierten Bandbreiten ist damit aktuell nicht möglich. Die Grundprämisse für die folgende Segmentbetrachtung ist die Abschwächung der COVID-19-Auswirkungen nach dem dritten Quartal 2020.
Für das Segment Oil & Gas geht der Vorstand wegen COVID-19 und der negativen Ölpreisentwicklung aufgrund der OPEC+ Auseinandersetzung von einer erheblichen Verlangsamung der Nachfrage nach Produkten aus dem Portfolio von SFC im Vergleich zu 2019 aus.
Im Segment Industry sind industrielle Kunden des SFC Konzerns aufgrund einer möglichen Unterbrechung von Lieferketten und vorübergehend notwendigen Schließungen von Fertigungsstätten selbst erheblich betroffen. Nach einem etwas schwächer als geplanten ersten Quartal 2020 erwartet der Vorstand in diesem Segment einen erheblichen Rückgang der Mengen im zweiten und gegebenenfalls auch im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal wird aktuell auf Vorjahresniveau geplant.
Im Segment Defense & Security erwartet SFC AG in der ersten Jahreshälfte 2020 eine deutliche Nachfrageverzögerung und Verlangsamung der Aktivitäten, da auch Beschaffungsbehörden von Vorsichtsmaßnahmen wie temporären Schließungen betroffen sind. Jedoch hält der Vorstand eine deutliche Zunahme des Bedarfes und in der Folge Beauftragungen in diesem Bereich im zweiten Halbjahr für möglich.
Das zivile Brennstoffzellengeschäft mit Methanol- und Wasserstoffprodukten im Segment Clean Energy & Mobility läuft aktuell noch auf hohem Niveau, aber auch hier ist insbesondere aus rein praktischen Gründen, wie fehlendem Installationspersonal, in den nächsten Monaten mit einer Verlangsamung von Auftragseingang und Auslieferungen zu rechnen. Der Vorstand geht in diesem Segment allerdings von einer wiedererstarkenden Nachfrage im zweiten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres und damit von einem erheblichen Wachstum aus.
Insgesamt erwartet der Vorstand vor diesem Hintergrund und der aktuellen hohen Unsicherheiten - vorbehaltlich einer Rezession - Umsatzerlöse und eine Profitabilität deutlich unter Vorjahr.
Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten wird voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen. Bei den Qualitätskennzahlen wird von einer Verbesserung ausgegangen.
Zum Bilanzstichtag weist SFC AG frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von € 20,7 Mio. aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2020 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird das Unternehmen über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die tatsächliche Entwicklung der SFC und ihrer Segmente kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht).
NACHTRAGSBERICHT
Bzgl. der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang für das Geschäftsjahr 2019.
Brunnthal, den 25. März 2020
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser Vorstandsvorsitzender CEO
Hans Pol, Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2019
Aktiva
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| EUR | 31.12.2019 EUR |
Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 186.870,35 | 179 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 140.821,00 | 153 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 880.544,80 | 406 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 74.441,32 | 140 | |
| 1.095.807,12 | 699 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.800.291,35 | 21.800 | |
| 23.082.968,82 | 22.678 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.133.457,96 | 2.061 | |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 145.300,00 | 161 | |
| 3. Fertige Erzeugnisse | 3.263.300,00 | 1.531 | |
| 6.542.057,96 | 3.753 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.813.641,07 | 2.697 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.895.665,31 | 1.564 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 328.472,39 | 68 | |
| 8.037.778,77 | 4.329 | ||
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 20.977.605,39 | 7.765 | |
| 35.557.442,12 | 15.847 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 70.102,69 | 80 | |
| 58.710.513,63 | 38.605 | ||
| Passiva | |||
| EUR | 31.12.2019 EUR |
Vorjahr TEUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 12.949.612,00 | 10.250 | |
| Bedingtes Kapital: EUR 3.603.239) (Vorjahr: TEUR 3.603) | |||
| II. Kapitalrücklage | 109.788.882,90 | 85.489 | |
| III. Bilanzverlust | -74.970.115,04 | -67.156 | |
| 47.768.379,86 | 28.583 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| Sonstige Rückstellungen | 7.404.558,64 | 5.493 | |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Anleihen | 5.000,00 | 5 | |
| davon konvertibel: EUR 2.500,00 (Vorjahr: TEUR 3) | |||
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 62.183,77 | 27 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.303.547,79 | 1.359 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.626,74 | 46 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 146.212,54 | 3.092 | |
| davon aus Steuern: EUR 116.117,86 (Vorjahr: TEUR 473) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 15.967,77 (Vorjahr: TEUR 15) | |||
| 3.520.570,84 | 4.529 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 17.004,29 | 0 | |
| 58.710.513,63 | 38.605 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
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| EUR | 2019 EUR |
Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 20.805.549,26 | 20.739 | |
| 2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen | 1.716.800,00 | -736 | |
| 22.522.349,26 | 20.003 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 567.619,46 | 594 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | -9.411.521,30 | -7.387 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.120.820,71 | -452 | |
| -10.532.342,01 | -7.839 | ||
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -8.440.813,93 | -6.894 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -1.222.607,21 | -944 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 148.363,86 (Vorjahr: TEUR 72) | |||
| -9.663.421,14 | -7.838 | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -394.007,63 | -374 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.174.772,60 | -6.104 | |
| -7.674.574,66 | -1.559 | ||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 0,00 | 0 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 62.104,99 | 164 | |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -71,39 | 0 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -201.466,67 | -497 | |
| -139.433,07 | -333 | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern = Jahresfehlbetrag | -7.814.007,73 | -1.892 | |
| 14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -67.156.107,31 | -65.264 | |
| 15. Bilanzverlust | -74.970.115,04 | -67.156 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2019
I. Allgemeine Angaben
Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen.
Der Jahresabschluss der SFC AG für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie des AktG erstellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (§§ 246 bis 256a HGB) sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) aufgestellt.
Die Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den allgemeinen Grundsätzen des § 265 HGB und den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes.
In Bezug auf mögliche entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen verweisen wir auf die Angaben in den Abschnitten "Finanz- und Liquiditätsrisiken" sowie "Zusammenfassung zum Risikobericht" des Lageberichts. Der Jahresabschluss ist unter Zugrundelegung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden, da der Vorstand auf Grundlage der Unternehmensplanung von der Unternehmensfortführung ausgeht.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen
Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich berücksichtigt.
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen zwei und vierzehn Jahren.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 800,00 werden planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.
Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.
Die Bestimmung des niedrigeren beizulegenden Werts im Rahmen des Niederstwerttests erfolgt durch Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals mithilfe der Ertragswert-Methode. Dabei werden die geplanten Cashflows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Unternehmensplanung verwendet. Der zur Diskontierung verwendete Kapitalisierungszinssatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz sowie einer Marktrisikoprämie, einem unternehmensspezifischen Risikozuschlag sowie einem Wachstumsabschlag. Zur Ermittlung des beizulegenden Wertes werden sowohl Vergangenheitsdaten, als auch die erwartete Marktperformance, sowie Markterwartungen von externen Experten herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise, die aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen sowie der Einschätzung von externen Experten hergeleitet werden.
Gemäß § 253 Abs. 5 Satz. 1 HGB darf ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten werden, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Ist dies der Fall, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten der Finanzanlage.
Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden zum Teil Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegen Zeitwert aufgrund von Lagerrisiken (geringe Umschlaghäufigkeit) vorgenommen.
Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zusammen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen. In den Fällen, in denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten voraussichtlich nicht durch den Marktpreis gedeckt werden, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der aufgrund einer retrograden verlustfreien Bewertung ermittelt wurde, vorgenommen. Bei den unfertigen Erzeugnissen wurden Abwertungen aufgrund von Lagerrisiken und bei den fertigen Erzeugnissen aufgrund gegebenenfalls niedrigerer Verkaufspreise vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Der Ansatz erfolgte grundsätzlich zum Nominalwert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem Ausgabebetrag wird auf der Aktivseite ausgewiesen und über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit gemäß § 250 Abs. 3 HGB planmäßig aufwandswirksam aufgelöst.
Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung von künftigen Preis- und Kostensteigerungen mit den der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen auf den Abschlussstichtag abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze (7-Jahresdurchschnitt) für 2019 je nach Restlaufzeit 0,63 % bis 1,59 %. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufzinsungsaufwand wird unter Verwendung der Vorjahreszinssätze ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm für den Vorstand wird anhand einer Monte Carlo Simulation vorgenommen. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung wurde getrennt nach Produktgruppen auf Erfahrungswerte bzgl. der zukünftigen Kosten in Relation zum erzielten Umsatz zurückgegriffen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.
Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach den Grundsätzen des § 256a HGB umgerechnet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung von § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 27,38 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht werden. Die steuerlichen Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnungen wurden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern berücksichtigt (§ 274 Abs. 1 Satz 4 HGB).
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus langfristigen Entwicklungsaufträgen (JDAs) werden realisiert, wenn die vertraglich vereinbarten Meilensteine abgeschlossen sind.
Die Realisation der übrigen Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden.
Zuschüsse der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten der SFC AG und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt.
Die Zuschüsse werden erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, sobald der entsprechende Bescheid vorliegt sowie die sonstigen Förderbedingungen erfüllt sind.
III. Erläuterungen zu den Bilanzposten
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.
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| Historische Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
01.01.2019 | Zugang | Abgang | Umbuchung | 31.12.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 854.891 | 60.151 | 499 | 0 | 914.544 |
| 854.891 | 60.151 | 499 | 0 | 914.544 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.233.736 | 8.016 | 0 | 0 | 1.241.752 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.234.439 | 795.535 | 63.630 | 0 | 3.966.344 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 139.684 | 221.421 | 286.664 | 0 | 74.441 |
| 4.607.859 | 1.024.972 | 350.294 | 0 | 5.282.537 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.800.363 | 0 | 71 | 0 | 21.800.291 |
| 21.800.363 | 0 | 71 | 0 | 21.800.291 | |
| 27.263.113 | 1.085.123 | 350.864 | 0 | 27.997.372 |
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| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
01.01.2019 | Zugang | Abgang | Zuschreibung | 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 675.815 | 52.357 | 499 | 0 | 727.673 | 186.870 | 179.076 |
| 675.815 | 52.357 | 499 | 727.673 | 186.870 | 179.076 | ||
| II. Sachanlagen | |||||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.080.504 | 20.427 | 0 | 0 | 1.100.931 | 140.821 | 153.232 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.828.206 | 321.223 | 63.630 | 0 | 3.085.799 | 880.545 | 406.233 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 74.441 | 139.684 |
| 3.908.710 | 341.650 | 63.630 | 0 | 4.186.730 | 1.095.807 | 699.149 | |
| III. Finanzanlagen | |||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.800.291 | 21.800.363 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.800.291 | 21.800.363 | |
| 4.584.525 | 394.008 | 64.129 | 0 | 4.914.403 | 23.082.969 | 22.678.588 |
Im Geschäftsjahr 2019 entfallen € 135.364,63 auf Abschreibungen aus Zugängen.
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2019
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in €2 | Ergebnis 2019 in €2 |
|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| PBF Group B.V. | Almelo (Niederlande) | 100,00 | 1.278.540 | 130.036 |
| PBF Power srl | Cluj-Napoca (Rumänien) | 100,00 1 | 2.014.570 | 649.239 |
| Simark Controls Ltd. | Calgary (Kanada) | 100,00 | -112.417 | 149.711 |
1 indirekte Beteiligung.
2 Ausländische Währungen werden zum Stichtagskurs bzw. Durchschnittskurs umgerechnet.
Die SFC Energy Inc. wurde im Jahr 2019 abwickelt und gelöscht.
Vorräte
In den Vorräten sind Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von € 561.421,58 (Vorjahr: € 706.450,06) enthalten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum Abschlussstichtag eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 114.704,07 (Vorjahr: € 54.225,32) gebildet.
Ferner wurden in der Bilanz zum 31. Dezember 2019 Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 228.814,34 (Vorjahr: € 246.616,67) gebildet.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 771.201,28 (Vorjahr: € 537.784,22). Darüber hinaus betreffen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Darlehen an die Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd., die grundsätzlich vertraglich sofort kündbar sind, jedoch aufgrund von Rangrücktrittserklärungen jeweils in voller Höhe als langfristig zu klassifizieren sind.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im Rechnungsabgrenzungsposten beträgt das Disagio € 0,00 (Disagio für Darlehen im Vorjahr: € 32.367,24). Die Auflösung des Disagios erfolgt über die Laufzeit des Darlehens.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Aktiengesellschaft beträgt insgesamt € 12.949.612,00 und ist eingeteilt in 12.949.612 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.
Die Gesellschaft hat am 26. Juni 2019 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung gegen Bareinlage unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2017/I beschlossen. Hierbei wurde das Stammkapital der Gesellschaft um TEUR 2.700 auf TEUR 12.950 erhöht. In einem Privatplatzierungsverfahren wurden 2.700.000 auf den Inhaber lautende nennwertlosen Stückaktien, an institutionelle Investoren ausgegeben. Der Ausgabepreis betrug EUR 10,0 je neuer Aktie. Insgesamt betrug der Emissionserlös der Gesellschaft TEUR 27.000. Die Kapitalrücklage erhöhte sich insoweit um das entsprechende Agio in Höhe von TEUR 24.300.
Die Hauptversammlung vom 16. Mai 2019 hat die Aufhebung des Genehmigten Kapitals vom 17. Mai 2017 (Genehmigtes Kapital 2017/I), die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapitals 2019/I) und die Änderung des § 5 (Genehmigtes Kapital) der Satzung beschlossen.
Das Genehmigte Kapital 2017/I wurde aufgehoben. Vor Aufhebung wurde das Genehmigte Kapital 2017/I noch teilweise ausgeschöpft und betrug € 1.323.624,00.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2019 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 15. Mai 2024 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu € 5.124.806,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2019/I).
Die SFC AG verfügt über ein genehmigtes Kapital in Höhe von € 5.124.806 (Genehmigtes Kapital 2019/I).
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC AG vom 16. Mai 2019 wurde das Bedingte Kapital 2016 I teilweise aufgehoben und besteht nur noch bis zu € 500.000. Ein weiteres Bedingtes Kapital (Bedingtes Kapital 2019 I) wurde in Höhe von € 2.824.503 geschaffen.
Die SFC AG verfügt des Weiteren über ein Bedingtes Kapital 2011 I in Höhe von € 278.736 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente).
Des Weiteren hat die Gesellschaft in 2017 Optionsschuldverschreibungen in Höhe von nominal € 2.500,00 ausgegeben. Diese beinhalten das Recht insgesamt 204.700 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu beziehen.
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Beträge aus der Ausgabe von Anteilen gem. §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | 109.635.858 | 85.335.858 |
| Beträge aus der Ausgabe von Wandelanteilen gem. §272 Abs. 2 Nr. 2 HGB | 153.025 | 153.025 |
| Kapitalrücklage | 109.788.883 | 85.488.883 |
Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -7.814.008 | -1.892.339 |
| Verlustvortrag | -67.156.107 | -65.263.769 |
| Bilanzverlust | -74.970.115 | -67.156.107 |
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Gewährleistungsverpflichtungen | 2.410.109 | 1.925.047 |
| Verpflichtungen Personalbereich | 4.118.152 | 2.503.703 |
| Ausstehende Rechnungen | 450.733 | 655.060 |
| Übrige Rückstellungen | 425.565 | 409.365 |
| Gesamt | 7.404.559 | 5.493.174 |
Verbindlichkeiten
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| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
Gesamtbetrag zum 31.12.2019 | bis zu einem Jahr | von einem bis zu fünf Jahren | über fünf Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 62.184 | 62.184 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.303.548 | 3.303.548 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen | 3.627 | 3.627 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 146.213 | 146.213 | 0 | 0 |
| Gesamt | 3.520.571 | 3.515.571 | 5.000 | 0 |
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| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
Gesamtbetrag zum 31.12.2018 | bis zu einem Jahr | von einem bis zu fünf Jahren | über fünf Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anleihen | 5.000 | 0 | 5.000 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 27.144 | 27.144 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.358.585 | 1.358.585 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen | 46.858 | 46.858 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.091.641 | 3.091.641 | 0 | 0 |
| Gesamt | 4.529.228 | 4.524.228 | 5.000 | 0 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen zum 31. Dezember 2019 im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem Lohnbereich (Lohn- und Kirchensteuer, Löhne und Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge). Für die im Jahr 2017 aufgenommenen Darlehen von einem Investor, welches zum 31. Dezember 2018 mit T€ 2.597 valutierte, wurde mit Vereinbarung vom 11. Juni 2018 die Endfälligkeit auf den 31. Dezember 2019 vereinbart und die monatlichen Tilgungsraten entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2019 wurde diese Finanzierung vollständig zurückgeführt.
Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 3.626,74 (Vorjahr: € 46.857,86).
In 2016 sowie 2017 wurden Optionsschuldverschreibungen mit einem Nennwert von jeweils € 2.500,00 ausgegeben. Der Zeitwert der Optionsschuldverschreibungen beträgt zum 31. Dezember 2019 € 4.518,38.
Latente Steuern
Zum 31. Dezember 2019 ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von € 43.262,04 (Vorjahr: € 30.933,92). Diese resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der langfristigen sonstigen Rückstellungen. Zudem ergeben sich aktive latente Steuern aus der Inanspruchnahme der Verlustvorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die aktiven latenten Steuern nicht angesetzt.
Die gesamten, vorläufig ermittelten steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf rd. Mio. € 57,3 für Körperschaftsteuer und rd. Mio. € 54,2 für Gewerbesteuer.
Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 27,38 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,00 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,50 % wurde der Gewerbesteuersatz von 11,55 % berücksichtigt.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufteilung nach Segmenten:
Die Berichterstattung nach Segmenten untergliedert sich in "Clean Energy & Mobility", "Industry", "Oil & Gas" und "Defense & Security".
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Clean Energy & Mobility | 11.757.857 | 9.353.318 |
| Oil & Gas | 1.485.143 | 1.373.545 |
| Defense & Security | 7.562.549 | 10.011.697 |
| Gesamtumsatz | 20.805.549 | 20.738.560 |
Das Segment "Industry" ist nur aus der Perspektive des Konzerns relevant.
Aufteilung nach geographischen Märkten
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Europa (ohne Deutschland) | 8.065.795 | 5.930.465 |
| Asien | 4.462.397 | 2.295.089 |
| Deutschland | 4.994.389 | 10.087.868 |
| Nordamerika | 1.815.690 | 1.526.131 |
| Rest der Welt | 1.467.280 | 899.007 |
| Gesamtumsatz | 20.805.549 | 20.738.560 |
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Unrealisierte Erträge aus der Bewertung | 13.339 | 16.471 |
| Realisierte Kursgewinne | 143.508 | 15.734 |
| Gesamt | 156.847 | 32.205 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 381.274,94 (Vorjahr: € 282.375,42) enthalten. Davon entfallen € 381.274,94 (Vorjahr: € 263.270,90) auf die Auflösung von Rückstellungen.
Personalaufwand
Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Zuführung zur Rückstellung Stock Appreciation Rights in Höhe von € 1.445.762 (Vorjahr € 817.563) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Realisierte Kursverluste | 20.669 | 29.009 |
| Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung | 36.811 | 90.345 |
| Gesamt | 57.481 | 119.354 |
Darüber hinaus sind im Rahmen der Kapitalerhöhung außergewöhnliche Kosten in Höhe von € 3.380.796,43 entstanden.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind € 62.104,99 (Vorjahr: € 164.011,74) aus verbundenen Unternehmen.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten mit € 71,39 (Vorjahr: € 0,00) den Buchwert für die SFC Energy Inc., der im Berichtsjahr abgeschrieben wurde, da diese Gesellschaft aufgelöst worden ist.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten € 18.850,00 (Vorjahr: € 18.372,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie Zinsaufwendungen für das im Geschäftsjahr getilgte Darlehen Harbert i.H.v. € 182.516,67 (Vorjahr: € 449.461,28).
V. Sonstige Angaben
Beschäftigtenzahl
Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Vollzeit | 78 | 69 |
| Teilzeit | 15 | 11 |
| Gesamt | 93 | 80 |
Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 valutierten die Optionsschuldverschreibungen mit T€ 5.
Konzernabschluss
Die SFC Energy AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.
Vorstand
Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2019:
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| Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann, Vorsitzender | verantwortlich für Strategy, Marketing, Finanzen, IR, PR, R&D, Supply Chain, Operations, Human Resources, Freizeit- und Industriegeschäft SFC, Simark Controls Ltd. |
| Marcus Binder, München, Dipl. Ing. Elektrotechnik | verantwortlich für das nationale und internationale Verteidigungs- und Sicherheitsgeschäft SFC (bis 28. Februar 2020) |
| Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann | verantwortlich für Power Electronics, PBF, Quality Management SFC und PBF, Managing Director PBF Group B.V. |
Bezüge des Vorstands
Die Gesamtbezüge in Höhe von € 2.665.252 (Vorjahr: € 1.984.595) und Einzelbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2019 (Zuwendungsbetrachtung) *
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Dr. Peter Podesser | Hans Pol | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand (Industry) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 01.11.2006 | seit 01.01.2014 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2018 | 2019 | 2019 (Min) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 350.000 | 350.000 | 350.000 | 189.998 | 199.898 | 199.898 |
| Nebenleistungen | 23.358 | 19.597 | 19.597 | 28.568 | 18.568 | 18.568 |
| Summe | 373.358 | 369.597 | 369.597 | 218.566 | 218.466 | 218.466 |
| Einjährige variable Vergütung | 186.598 | 290.821 | 0 | 68.148 | 81.398 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 647.502 | 955.526 | 0 | 133.887 | 286.044 | 0 |
| SAR Programm | 647.502 | 955.526 | 0 | 133.887 | 286.044 | 0 |
| Summe | 1.207.458 | 1.615.944 | 369.597 | 420.601 | 585.908 | 218.466 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 1.207.458 | 1.615.944 | 369.597 | 420.601 | 585.908 | 218.466 |
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| Gewährte Zuwendungen in € |
Marcus Binder | ||
|---|---|---|---|
| Vorstand (Defence & Security) | |||
| --- | --- | --- | --- |
| seit 01.03.2017 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| 2018 | 2019 | 2019 (Min) | |
| --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 180.000 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 21.859 | 21.859 | 21.859 |
| Summe | 201.859 | 201.859 | 201.859 |
| Einjährige variable Vergütung | 68.502 | 53.724 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 86.175 | 207.817 | 0 |
| SAR Programm | 86.175 | 207.817 | 0 |
| Summe | 356.536 | 463.400 | 201.859 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 356.536 | 463.400 | 201.859 |
* Da für die variable Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.
Gewährte Vorschüsse und Kredite und Haftungsverhältnisse
Mitgliedern des Vorstands wurden weder Vorschüsse und Kredite gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2019:
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| Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur, Vorsitzender | Vorsitzender des Beirats, PPRO Holding GmbH, München Mitglied des Beirats, Airborne Oil & Gas B.V., Ijmuiden, Niederlande Mitglied des Beirats der AEVI international GmbH, Paderborn Mitglied des Beirats der Kreditech Holding SSL GmbH, Hamburg |
| David William Morgan, Rolvenden, Kent, Großbritannien, MA ACA, Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender | Chairman, Nordgold SE, London, Großbritannien Non executive director, The Royal Mint Limited, Llantrisant, Großbritannien Non-executive director: Maidstone and Tunbridge Wells NHS Trust. |
| Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann | Mitglied des Aufsichtsrats, ALNO AG, Pfullendorf Vorsitzender des Aufsichtsrats, Eckelmann AG, Wiesbaden |
Bezüge des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.
Die fixen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats stellen sich danach wie folgt dar.
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| alle Angaben in € |
fixe Vergütung 2019* | fixe Vergütung 2018* |
|---|---|---|
| Gesamt | 112.500 | 112.500 |
* Die Vergütung spiegelt den abgerechneten und zurückgestellten Aufwand wider. Ferner sind etwaige Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember des Vorjahres zu den tatsächlich gezahlten Beträgen enthalten.
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen
Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten in entsprechender Anwendung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.
Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, wie sie oben genannt sind, sowie deren nahe Familienangehörige.
Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" als nahestehend zu klassifizieren.
Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgten wie im Vorjahr nicht.
Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind bereits oben dargestellt. Zum Bilanzstichtag wurden Verpflichtungen gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 3.240.063,92 (Vorjahr: € 1.899.038,00) ausgewiesen.
Honorare des Abschlussprüfers
Die Honorare des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr be:
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 183.000 | 149.000 |
| Gesamt | 183.000 | 149.000 |
Es handelt sich um Leistungen im Rahmen der gesetzlichen Jahres- und Konzernabschlussprüfung sowie im Zusammenhang mit einem Enforcement-Verfahren.
An Sonstigen Leistungen wurde erbracht:
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| alle Angaben in € |
2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Andere Bestätigungsleistungen | 499.000 | 0 |
| Gesamt | 499.000 | 0 |
Hierbei handelt es sich um Leistungen in Zusammenhang mit Comfort Letters.
Verpfändetes Festgeld
Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zugunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.619,60.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgendem Umfang:
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| alle Angaben in € |
fällig 2020 | fällig 2021 | fällig 2022 | fällig 2023 ff. | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Leasing | 80.803 | 51.865 | 30.419 | 14.900 | 177.987 |
| Miete | 1.064.294 | 1.114.056 | 1.114.056 | 2.506.627 | 5.799.033 |
| Gesamt | 1.145.097 | 1.165.921 | 1.144.475 | 2.521.527 | 5.977.020 |
Vorjahr:
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| alle Angaben in € |
fällig 2019 | fällig 2020 | fällig 2021 | fällig 2022 ff. | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Leasing | 65.836 | 19.616 | 4.619 | 4.771 | 94.842 |
| Miete | 1.052.294 | 1.103.109 | 1.103.109 | 3.309.326 | 6.567.838 |
| Gesamt | 1.118.130 | 1.122.725 | 1.107.728 | 3.314.097 | 6.662.680 |
Die Mieten betreffen das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude, sie sind als nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft von wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft. Es handelt sich um einen üblichen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verlängerungsoption um einmal weitere fünf Jahre. Wesentliche oder unübliche Risiken existieren nicht. Der Vorteil gegenüber einer Investition besteht für die Gesellschaft neben den Liquiditätsvorteilen und der Schonung der Eigenkapitalquote darin, dass durch den Mietvertrag die notwendige Planungs- und Kalkulationssicherheit sowie Flexibilität für das weitere geplante Wachstum von SFC gegeben ist.
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG:
Meldungen gemäß § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Der SFC Energy AG gingen bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses (25. März 2020) folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu (nachfolgend sind nur die Mitteilungen aufgeführt, die das Bestehen einer Beteiligung zum vorgenannten Datum wiedergeben bzw. soweit sie sich auf die vollständige Veräußerung einer Beteiligung seit dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2019 beziehen; die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der letzten Stimmrechtsmitteilung an SFC Energy AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein).
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß WpHG i.V.m. InvG mitgeteilt, dass deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, am 7. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der SFC Energy AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt einen Stimmrechtsanteil von 5,17 % gehalten hat (entsprechend 369.000 Stimmrechten).
Die T&E Holding B.V., Almelo, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 11. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 20. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,1 % (das entspricht 232.925 Stimmrechten) betragen hat.
Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat.
Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.
Die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.
Die 1752748 Alberta Ltd., Calgary, Kanada, hat uns gemäß WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,59 % (das entspricht 288.057 Stimmrechten) betragen hat.
Herr Mark Wheeler, Kanada, hat uns gemäß WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,94 % (das entspricht 316.087 Stimmrechten) betragen hat. 3,59 % der Stimmrechte (das entspricht 288.057 Stimmrechten) sind Herrn Wheeler gemäß WpHG von der 1752748 Alberta Ltd. zuzurechnen.
Die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat.
Die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.
Die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.
Die The R&H Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.
Die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, hat uns gemäß WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat.
Die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, zuzurechnen.
Die Conduit Ventures Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, und die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, zuzurechnen.
Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 8. August 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 14. Juli 2017 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 26,07 % (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) betragen hat. Zusätzlich hält HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, durch Instrumente im Sinne des WpHG 3,92 % der Stimmrechte (das entspricht 360.655 Stimmrechten).
Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 8. August 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 14. Juli 2017 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 26,07 % (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) betragen hat. 26,07 % der Stimmrechte (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) sowie 3,92 % der Stimmreche durch Instrumente im Sinne des WpHG sind der Gesellschaft gemäß WpHG von der die HPE PRO Institutional Fund B.V. über die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, zuzurechnen.
Herr Bryan Murphy, hat uns gemäß WpHG am 5. April 2019 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 16. Januar 2019 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 7,48 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 7,48 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind Herrn Murphy gemäß WpHG von der Havensight Capital Ltd. zuzurechnen.
Die The R&H Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß WpHG am 5. April 2019 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 16. Januar 2019 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 % betragen hat. Dies bisherigen Stimmrechte waren der Gesellschaft gemäß WpHG über die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.
Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 2. Juli 2019 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 1. Juli 2019 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 21,32 % (das entspricht 2.760.954 Stimmrechten) betragen hat.
Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 2. Juli 2019 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 1. Juli 2019 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 21,32 % (das entspricht 2.760.954 Stimmrechten) betragen hat. 21,32 % der Stimmrechte (das entspricht 2.760.954 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG von der die HPE PRO Institutional Fund B.V. über die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, zuzurechnen.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, hat uns gemäß WpHG am 4. Juli 2019 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 1. Juli 2019 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 11,56 % (das entspricht 1.497.131 Stimmrechten) betragen hat.
Die Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, hat uns gemäß WpHG am 18. Juli 2019 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 17. Juli 2019 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00 % betragen hat.
Die Conduit Ventures Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß WpHG am 7. Januar 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 18. Dezember 2019 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,73 % (das entspricht 483.348 Stimmrechten) betragen hat. 3,73 % der Stimmrechte (das entspricht 483.348 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, und die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, zuzurechnen.
Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 12. Februar 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 11. Februar 2020 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 15,99 % (das entspricht 2.103.238 Stimmrechten) betragen hat.
Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß WpHG am 12. Februar 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 11. Februar 2020 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 15,99 % (das entspricht 2.760.954 Stimmrechten) betragen hat. 15,99 % der Stimmrechte (das entspricht 2.103.238 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß WpHG von der die HPE PRO Institutional Fund B.V. über die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, zuzurechnen.
Herr Bryan Murphy, hat uns am 25. Februar 2020 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 21. Februar 2020 die Schwelle von 3 % oder mehr der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0 % betragen hat.
Gewinnverwendung
Ein Gewinnverwendungsvorschlag erübrigt sich, da der Jahresfehlbetrag nach den aktienrechtlichen Vorschriften zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in den Bilanzverlust eingegangen ist und daher für eine Ausschüttung rechtlich nicht zur Verfügung steht.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2019 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2020 haben der Vorstand und Aufsichtsrat am 25. März 2020 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag
Im Januar 2020 wurde die Option auf die Schuldverschreibung den Harbert European Growth Capital Fund ausgeübt. Der SFC Energy AG floss dadurch ein Bruttoemissionserlös in Höhe von EUR 0,75 Mio. zu. Durch die Ausübung der Optionsanleihe hat sich das Grundkapital der SFC Energy AG von EUR 12.949.612,00 auf EUR 13.154.312,00 erhöht. Die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der Gesellschaft stieg entsprechend auf 13.154.312 Stück.
Darüber hinaus sind bis zum Aufstellungszeitpunkt keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SFC Energy AG erwartet wird.
Brunnthal, den 25. März 2020
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser Vorstandsvorsitzender CEO
Hans Pol, Vorstand
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die SFC Energy AG, Brunnthal
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SFC Energy AG, Brunnthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir mit der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss)
b) Prüferisches Vorgehen
Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen
a) Die im Jahresabschluss der SFC Energy AG ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 21.800 (37,1 % der Bilanzsumme) beziehen sich auf jeweils 100 % der Anteile an zwei Tochtergesellschaften. Die Anteile sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Die Bestimmung gegebenenfalls niedriger beizulegender Werte erfolgt jährlich im Rahmen eines Niederstwerttests durch die Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals mithilfe der Ertragswertmethode. Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter der SFC Energy AG beeinflussen dabei maßgeblich das Ergebnis dieser Bewertungen, vor allem bei der Einschätzung künftiger Zahlungsmittelzuflüsse sowie der Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes. Infolgedessen sind die durchgeführten Niederstwerttests mit einer hohen Unsicherheit verbunden.
Der Sachverhalt wurde von uns als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt bestimmt, weil die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen komplex ist gegebenenfalls erhebliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss insgesamt haben kann sowie auf einer Reihe ermessensbehafteter Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter basiert.
Angaben der gesetzlichen Vertreter zu Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie zu durchgeführten Niederstwerttests finden sich im Anhang in den Abschnitten "II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "III. Erläuterungen zu den Bilanzposten".
b) Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter sowie der Berechnungsmethode der Niederstwerttests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten aus dem Bereich Valuation Services beurteilt.
Unsere Analyse der von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten künftigen Zahlungsströme für die Beurteilung der erwarteten Auswirkungen von Ereignissen und Entwicklungen erfolgte unter der Berücksichtigung unserer Einschätzung zur Zuverlässigkeit des Planungssystems der SFC Energy AG, unter anderem durch eine Analyse der Planungstreue. Vor dem Hintergrund der besonderen Prognoseunsicherheiten haben wir die von den gesetzlichen Vertretern erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und gewürdigt.
Als Ausgangsbasis unserer Beurteilung der Ertragswertermittlung erfolgte eine Überleitung der Mittelzuflüsse zu der durch die gesetzlichen Vertreter erstellten und vom Aufsichtsrat gebilligten Drei-Jahresplanung (2020 bis 2022). Ferner haben wir die Extrapolation der Planwerte unter Berücksichtigung der angesetzten Wachstumsrate für die zwei Jahre nach dem Detailplanungszeitraum sowie einer nachhaltigen Wachstumsrate eingeschätzt. Im Rahmen der Würdigung der zugrunde liegenden Drei-Jahresplanung haben wir die zentralen Planungsannahmen und -maßnahmen mit Schwerpunkten auf der Entwicklung der Absatzmärkte in Kanada und in Europa sowie der Absatz- und Beschaffungspreiseentwicklung mit den gesetzlichen Vertretern erörtert.
Bei der Prüfung der Ermittlung des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes haben wir uns unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten mit den bei der Bestimmung des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes herangezogenen Parametern auseinandergesetzt und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Zusätzlich haben wir das methodische Vorgehen zur Ermittlung der Ertragswerte der Tochtergesellschaften und die Anwendung des Kalkulationsschemas unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten gewürdigt.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
| ― | die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts verwiesen wird, und |
| ― | die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und zum Lagebericht nach § 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 16. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Oktober 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2007 als Abschlussprüfer der SFC Energy AG, Brunnthal, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Oliver Pointl.
München, den 25. März 2020
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer
Oliver Pointl, Wirtschaftsprüfer
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG
Das vergangene Geschäftsjahr 2019 war entscheidend durch die Kapitalmarktstrategie, insbesondere die Suche nach möglichen Investoren und strategischen Partnern, die Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft in Gestalt der umfangreichsten Kapitalmaßnahme seit dem Börsengang der Gesellschaft und die mögliche Akquisition von attraktiven Unternehmen sowie die geschäftlichen Herausforderungen aufgrund der allgemeinen Marktentwicklungen geprägt. An diesen Prozessen hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.
AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG
Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019 waren: (i) Herr Tim van Delden, (ii) Herr David Morgan, (iii) Herr Hubertus Krossa. Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2019 Herr Tim van Delden, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war Herr David Morgan.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2019 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt zehn Sitzungen -am 25. Februar, 21. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2018), 15. Mai, 29. Mai, 5. Juni, 25. Juni, 26. Juni, 23. Juli, 24. Oktober, 13. Dezember 2019 - beraten. Davon fanden vier Sitzungen, nämlich am 21. März, 15. Mai, 24. Oktober und 13. Dezember 2019, als Präsenzsitzungen statt, an denen stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich - mit Ausnahme der Sitzung am 21. März 2019, an der Herr Hubertus Krossa telefonisch teilgenommen hat und der Sitzung am 13. Dezember 2019, die der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Tim van Delden, vorzeitig verließ - teilgenommen haben. Die übrigen sechs Sitzungen am 25. Februar, 29. Mai, 5. Juni, 25. Juni, 26. Juni und 23. Juli 2019 wurden als Telefonkonferenzen abgehalten. Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat - soweit erforderlich - auch außerhalb seiner Sitzungen telefonisch, persönlich und per Email ab.
Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und insbesondere Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die konzernweite Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Geschäftsbereiche (Business Units), die wirtschaftliche, finanzielle, technologische und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Wachstumsstrategie des Unternehmens im In- und Ausland sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse, etwa Kooperationen oder strategische Partnerschaften. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der ausländischen Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese.
Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.
Ein weiteres wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2019 bildete erneut die Suche nach möglichen Investoren und strategischen Partnern sowie die Erörterung möglicher Kapitalmarktmaßnahmen der Gesellschaft zur Stärkung der Eigenkapital- und Liquiditätsbasis der Gesellschaft, um so auch mittelfristig eine Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie gewährleisten zu können. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand unter Einbindung externer Berater detailliert über mögliche Maßnahmen zur Gewinnung neuer Investoren im In- und Ausland, zur Finanzierung des weiteren Wachstums sowie zur Verbesserung der Equity Story der Gesellschaft berichten, erörterte diese Maßnahmen intern und mit dem Vorstand und wägte ihre Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Im Geschäftsjahr 2019 betraf dies insbesondere die Bezugsrechtskapitalerhöhung gegen Bareinlagen der Gesellschaft in einem Umfang von € 27 Mio. zur Stärkung des Wachstums in den Kernbereichen der Gesellschaft, der Einführung von Wasserstoff-Brennstoffzellen und die Möglichkeit des anorganischen Wachstums für den Erwerb attraktiver Unternehmen. Zudem ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über den Stand der Umsetzung berichten und begleitete und überwachte diesen Prozess.
In seiner telefonischen Sitzung am 25. Februar 2019 beschäftigte sich der Aufsichtsrat bei Anwesenheit aller Mitglieder des Vorstands sowie von Gästen mit der Struktur einer möglichen Kapitalerhöhung der Gesellschaft verbunden mit möglichen weiteren Kapitalmarktmaßnahmen (im Folgenden die "Transaktion"). Dabei beriet der Aufsichtsrat sich auch zu einer Mandatsvereinbarung mit den die Transaktion begleitenden Banken und billigte diese.
Im Rahmen der Sitzung am 21. März 2019 beschäftigte sich der Aufsichtsrat bei Anwesenheit aller Mitglieder des Vorstands sowie von Gästen mit der Unabhängigkeit seiner Mitglieder und kam zu dem Ergebnis, dass seine Mitglieder unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex sind (siehe noch unter "Corporate Governance"). Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft des Geschäftsjahrs 2018 befasst, diese erörtert und gebilligt. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Sitzung teil, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung. Des Weiteren verabschiedete der Aufsichtsrat den Bericht des Aufsichtsrats, den Corporate Governance Bericht, die Erklärung zur Unternehmensführung - jeweils für das Geschäftsjahr 2018 - und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex im Sinne des § 161 AktG. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2019 und mit dem Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019. Mit dem Vorstand wurden außerdem ausführlich die aktuellen Geschäftsprozesse und - entwicklungen im zurückliegenden Quartal und ein Ausblick auf die Entwicklung im ersten Quartal sowie die Chancen und Risiken der aktuellen Entwicklung der einzelnen Business Units und der Tochtergesellschaften der Gesellschaft erörtert. Auch hat sich der Aufsichtsrat zur Kalkulation eines Managementbeteiligungsprogramms beraten und die Aufnahme von Verhandlungen mit Finanzierungspartnern gebilligt. Im Weiteren besprach sich der Aufsichtsrat zu möglichen Finanzierungsoptionen unter Beteiligung möglicher Investoren und strategischer Partnerschaften mit dem Vorstand. Insbesondere beriet sich der Aufsichtsrat unter Beteiligung der mandatierten Banken zum Timing und zur Struktur der Transaktion.
Der Aufsichtsrat beschloss gemeinsam mit dem Vorstand, die Transaktion auf einen Zeitraum im Juni 2019 zu verschieben.
In seiner Sitzung am 15. Mai 2019 beschäftigte sich der Aufsichtsrat bei Anwesenheit aller Mitglieder des Vorstands sowie von Gästen mit der aktuellen Geschäftslage und -entwicklung in den einzelnen Business Units und den Tochtergesellschaften der Gesellschaft sowie den Umsatzzahlen im ersten Quartal und dem Ausblick auf die Entwicklung im zweiten Quartal des Geschäftsjahres. Auch die Finanzierungs- und Liquiditätsoptionen der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie die Beteiligung möglicher Investoren und strategischer Partner sowie möglicher Kapitalmarktmaßnahmen, insbesondere die Transaktion, waren Gegenstand der Beratung. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat erneut mit der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2019. Zudem schloss der Aufsichtsrat mit dem Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Dr. Peter Podesser, einen neuen Vorstandsanstellungsvertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren. Schließlich beriet sich der Aufsichtsrat zu einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.
Im Rahmen der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 29. Mai 2019 beschloss der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand nach intensiver Beratung mit den begleitenden Banken, eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital weiter zu verfolgen, um diese voraussichtlich im Juni 2019 durchführen zu können. Begleitende Kapitalmarktmaßnahmen wurden nach dem gemeinsamen Beschluss des Vorstands und Aufsichtsrats nicht weiterverfolgt. Vor diesem Hintergrund billigte der Aufsichtsrat auf der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 5. Juni 2019 den Beschluss des Vorstands, die Vorbereitung und geplante Durchführung der Kapitalerhöhung weiter fortzusetzen und den Inhalt des Beschlusses entsprechend zu veröffentlichen.
Am 25. Juni 2019 hat der Aufsichtsrat sodann im Rahmen einer telefonischen Aufsichtsratssitzung den grundsätzlichen Rahmenbeschluss des Vorstands hinsichtlich der Fortsetzung der Kapitalerhöhung und hinsichtlich der Höhe der Bruttoemissionserlöse gebilligt. Im Rahmen einer weiteren telefonischen Aufsichtsratssitzung am 26. Juni 2019 hat der Aufsichtsrat sodann die Vorstandsentscheidungen hinsichtlich der Durchführung der Kapitalerhöhung sowie des Bezugspreises und Bezugsverhältnisses gebilligt.
Auf der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 23. Juli 2019 wurden unter Beteiligung des Vorstands sowie eines Gasts die aktuellen und zu erwartenden Umsatzzahlen in den einzelnen Business Units und den Tochtergesellschaften der Gesellschaft im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr 2019 sowie ein Ausblick auf die Entwicklung im dritten sowie vierten Quartal besprochen. Des Weiteren wurde auf die aktuellen Finanzkennzahlen und die Liquiditätslage der Gesellschaft näher eingegangen. Auch die Finanzierungs- und Liquiditätsoptionen der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie die Beteiligung möglicher Investoren und strategischer Partner waren erneut Gegenstand der Beratung. Schließlich billigte der Aufsichtsrat die Vergütung der die Transaktion begleitenden Banken. Zudem beriet der Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung mit Blick auf Investitionen und Akquisitionen. Auch beschäftigte sich der Aufsichtsrat erneut mit einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.
Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 24. Oktober 2019 gab der Vorstand, der bei der Sitzung neben Gästen anwesend war, ein kurzes Update zu den Geschäftszahlen im dritten Quartal und auf 9-Monats-Basis sowie einen Ausblick auf die Entwicklung im vierten Quartal des Geschäftsjahr 2019. Dabei erfolgte eine ausführliche Erörterung der aktuellen Zahlen des Geschäftsbereichs "Defense" unter Berücksichtigung möglicher zukünftiger Aufträge insbesondere eines Großkunden und des Geschäftsbereichs "Oil & Gas". Vor diesem Hintergrund befasste sich der Aufsichtsrat unter Mitwirkung des Vorstands mit den aktuellen Finanzkennzahlen und der Liquiditätslage der Gesellschaft sowie ihren Tochtergesellschaften. Gegenstand der Erörterung war zudem erneut die Suche neuer möglicher Investoren und strategischer Partnerschaften unter Beteiligung eines hierzu beauftragten externen Beraters. Schließlich nahmen die an der Sitzung teilnehmenden Vertreter der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur anstehenden Jahresabschlussprüfung Stellung. Auch beriet sich der Aufsichtsrat zu einem möglichen anorganischen Wachstum durch die mögliche Akquisition attraktiver Unternehmen. Schließlich billigte der Aufsichtsrat den Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2020.
In seiner Sitzung am 13. Dezember 2019 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Vorstands sowie von Gästen zunächst mit den allgemeinen Geschäftszahlen im dritten Quartal und der Prognose für das vierte Quartal des Geschäftsjahr 2019. Dabei wurde insbesondere ausführlich die aktuelle Situation in den einzelnen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften der Gesellschaft erörtert unter besonderer Berücksichtigung des Geschäftsbereichs "Defense" mit Blick auf mögliche zukünftige Aufträge insbesondere eines Großkunden und des Geschäftsbereichs "Oil & Gas" mit dem Fokus auf die geschäftlichen Aktivitäten in Kanada. Zudem wurden die Budget-Planung für das Jahr 2020 sowie die mittelfristige Budget-Planung für die Jahre 2021-2022 in sämtlichen Geschäftsbereichen besprochen und gebilligt. Auch beriet sich der Aufsichtsrat zur Verschuldungs- und Finanzierungssituation der Gesellschaft. Zudem wurden die Möglichkeiten für etwaige strategische Partnerschaften und mögliche Akquisitionen attraktiver Unternehmen diskutiert sowie die Suche neuer möglicher Investoren erörtert. Erneut beriet sich der Aufsichtsrat zu einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm und billigte dies. Der Aufsichtsrat billigte zudem einen Beratervertrag mit dem freigestellten Vorstandsmitglied Herrn Markus Binder mit kurzer Laufzeit nach Ende seiner Bestellung im Februar 2020 und beriet sich zur Geschäftsverteilung in Folge der Freistellung von Herrn Markus Binder, die der Aufsichtsrat im schriftlichen Umlaufverfahren am 10. Dezember 2019 beschlossen hatte.
AUSSCHÜSSE
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2019 keine Ausschüsse gebildet, da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann.
CORPORATE GOVERNANCE
Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht zu finden, der als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 37 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 76 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.
Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2019 - insbesondere auf der Aufsichtsratssitzung am 21. März 2019 - ausführlich mit potenziellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine potenziellen Interessenkonflikte in Bezug auf ein Aufsichtsratsmitglied festgestellt. Zudem stellte der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 21. März 2019 fest, dass ihm eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder i. S. v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex angehören. Kein Mitglied des Aufsichtsrats steht in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Interessenkonflikte zu einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen können sich schon deshalb nicht ergeben, weil die Gesellschaft von keinem ihrer Aktionäre kontrolliert wird. Denn es besteht kein Beherrschungsvertrag mit einem Aktionär und kein Aktionär verfügt über die absolute Mehrheit der Stimmrechte oder zumindest über eine nachhaltige Hauptversammlungsmehrheit.
Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 25. März 2020,ist auf der Homepage der Gesellschaft unter www.sfc.com/investoren/corporate-governance/ s2 abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 37).
RECHNUNGSLEGUNG
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt.
Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren:
IFRS-Konzernabschluss
i. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
ii. Verwertung der Teilbereichsprüfung Simark und PBF
iii. Einhaltung der Kreditvereinbarungsklauseln inkl. zugehöriges Reporting
iv. Kapitalerhöhung
v. IFRS 15 Umsatzrealisierung
vi. IFRS 16 Leasing
vii. Management Reporting
HGB-Jahresabschluss
i. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen (Impairmenttest Teilkonzern Simark und PBF)
ii. Bewertung der Vorräte
iii. Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen
iv. Umsatzerlösrealisierung
v. Offenlegung und Reporting der Kapitalerhöhungen
vi. Rechnungslegungsbezogene Kontrollen in den Prozessbereichen/Business Units
vii. Finanzberichterstattung und Finanzierung
Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2019 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Am 25. März 2020 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2019 statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der handelsrechtliche Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2019 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.
Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gesprächen und Diskussionen mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 25. März 2020 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss 2019 ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2019 erzielten, besonderen Erfolge.
Brunnthal, 25. März 2020
Der Aufsichtsrat
Tim van Delden, Vorsitzender