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SFC Energy AG — Management Reports 2010
Apr 25, 2012
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Management Reports
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SFC Energy AG
Brunnthal
Jahresabschluss zum 31.12.2010
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur
Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG (SFC; ehemals SFC Smart Fuel Cell AG) ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige Geräte, unter anderem auf Basis der Direkt-Methanol-Brennstoffzellentechnologie (Direct Methanol Fuel Cell, kurz DMFC) sowie die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen in Betriebsanlagen und alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, speziell Tankpatronen, und Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen und -verbrauchern (sog. "Power Manager"). SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über echte kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Zielmärkten.
SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen. In der Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 wurde demzufolge eine entsprechende Erweiterung des Unternehmensgegenstandes beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde darüber hinaus der Umfirmierung der Gesellschaft von SFC Smart Fuel Cell AG in SFC Energy AG zugestimmt. Die Namensänderung spiegelt die zukünftige Positionierung des Unternehmens als Anbieter von Gesamtsystemen zur netzfernen Energieversorgung wider. Die Eintragung der Firmenänderung in das Handelsregister ist am 16. Juli 2010 erfolgt.
Standort des Unternehmens in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy, Inc. in Atlanta vertreten.
SFC profitiert von mehreren wichtigen wirtschaftlich-technischen und gesellschaftlichen Trends (Markttreibern), z.B. erhöhten Bedürfnissen nach Komfort und Funktionalität in Freizeit- und Sonderfahrzeugen, verstärktem Einsatz drahtloser Informationstechnologie, verstärkter Automatisierung von Messaufgaben, intelligenten Verkehrsleit-, Überwachungs- und Sicherheitssystemen, erhöhtem Stromverbrauch im Militärbereich, veränderter politischer Sicherheitslage, Trend zur effizienten, ressourcenschonenden Energieversorgung. Eine saubere, leistungsfähige netzunabhängige Stromversorgung ist eine echte "enabling technology" und ermöglicht nach Einschätzung von SFC eine Vielzahl von Produkten, die heute an einer mangelhaften Energieversorgung scheitern.
Die wichtigsten Produkte des Unternehmens sind kompakte Brennstoffzellengeneratoren, die unter der Marke EFOY überwiegend in den europäischen Freizeitmarkt (primär als Bordstromversorgung für Reisemobile) sowie in den Markt für netzunabhängige Industrieapplikationen verkauft werden. Stark miniaturisierte Versionen dieser Produkte werden als tragbare Stromquellen an Kunden im Verteidigungsbereich geliefert. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet.
SFC ist in folgenden Märkten aktiv: Für den Freizeitmarkt (Leisure) bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) serienmäßige Produkte an. Im Industriebereich (Industry) wird der Markt netzferner, stationärer Stromversorgungslösungen z.B. für Umweltsensorik, Sicherheits- und Verkehrstechnik bedient. Das Verteidigungsgeschäft (Defense) beinhaltet zum einen Seriengeschäft mit Produkten, zum anderen Entwicklungsaufträge, in deren Rahmen Militärorganisationen mit Prototypen beliefert werden. Daneben betreibt SFC die Erschließung weiterer Märkte, z.B. die Energieversorgung im Bereich der Mobilität (Mobility) unterhalb der Pkw-Ebene sowie der Bordstromversorgung für Behörden- und Sonderfahrzeuge.
Durch das öffentliche Aktienangebot und das Bezugsrechtsangebot im Mai 2007 verfügt SFC über eine solide Kapitalausstattung zur Finanzierung des weiteren Wachstums.
Der Vorstand der SFC leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.
Im Geschäftsjahr 2010 und in den Vorjahren lag der Hauptfokus des Unternehmens auf dem Aufbau der Märkte und Ausbau der Marktpenetration bei gleichzeitiger Produktkostenreduktion durch technologische Innovation. Nach HGB wurde 2010 eine Umsatzsteigerung um 7,8% auf T€ 13.415 verzeichnet, die im Rahmen der Erwartungen der Gesellschaft lag. Das Unternehmen konnte seine Marktposition als einziger Anbieter kommerziell verfügbarer Brennstoffzellensysteme als Serienprodukte in seinen Marktsegmenten festigen, erhebliche Erfolge beim weiteren Geschäftsaufbau verzeichnen und die Margensituation deutlich verbessern.
Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z.B. Qualitätsparameter verwendet.
Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Unternehmens sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.
2. Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld: Weltwirtschaft hat Tiefpunkt der Rezession überschritten
2010 stand unter dem Eindruck der Erholung von der Weltwirtschaftskrise. Nach den im Rahmen des ifo World Economic Survey1 erhobenen Daten entwickelte sich das Weltwirtschaftsklima stabil, mit leichten Eintrübungen im dritten und vierten Quartal, wobei sich der Indikator jedoch weiterhin über seinem langfristigen Durchschnitt befand. Der leichte Rückgang resultierte ausschließlich aus der Verschlechterung der weltweiten Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Die derzeitige Wirtschaftslage wird von den befragten Experten dagegen besser eingeschätzt als im Vorquartal. Die Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft im nächsten halben Jahr verlangsamt fortsetzen wird. Die Entwicklung bleibt jedoch in den einzelnen Wirtschaftsräumen stark unterschiedlich. Der Wirtschaftsklimaindikator sank erneut in Nordamerika und Asien, stieg aber in Australien und marginal in Westeuropa.
Deutschland - Wirtschaft 2010 erholt sich - Erwartungen für 2011 positiv
Mehr Exporte, Investitionen und Konsumausgaben ließen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2010 um 3,6% steigen2 Das ist der höchste Zuwachs seit 20 Jahren. Dieses Wachstum folgte auf den deutlichen Rückgang im Jahr 2009. In dem Krisenjahr war die Wirtschaft mit 4,7% so stark zurückgegangen, wie noch nie seit Bestehen der Bundesrepublik.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes3 wurde der Aufschwung von 2010 vor allem von den Exporten getragen, die um 14,2% zulegten. Aber auch höhere Investitionen der Unternehmen halfen der Wirtschaft: Sie gaben 9,4% mehr für Maschinen, Fahrzeuge und andere Ausrüstungsgüter aus, während die Bauausgaben um 2,8% zunahmen. Auch die Verbraucher investierten mehr. Ihre Konsumausgaben stiegen um 0,5%. Der Staatskonsum legte sogar um 2,2% zu.
Damit ist der außenwirtschaftliche Impuls auch auf die Binnennachfrage übergesprungen. Sie entwickelt sich zunehmend zur treibenden Kraft und soll nach Angaben des BMWi 2011 zu über drei Vierteln zur gesamtwirtschaftlichen Aktivität beitragen. Die wirtschaftliche Erholung führte insbesondere zu einem Beschäftigungsaufschwung. Die Beschäftigung hat 2010 mit 40,5 Mio. Personen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.
Trotz des Aufschwungs stieg die deutsche Staatsverschuldung 2010 auf einen Höchstwert. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen gaben 88,57 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Das Staatsdefizit entspricht 3,5% des Bruttoinlandsproduktes. Damit wurde die im EU-Stabilitätspakt festgesetzte Schuldengrenze von 3,0% überschritten. 2009 hatte der Staat lediglich 72,7 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen, was einer Defizitquote von 3,0% entsprach.
1 ifo Konjunkturprognose 2011, ifo Institut, Nov. 2010
2 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2011, Jan. 2011
3 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, vorläufige Ergebnisse 2010; Stand: 12. Januar 2011
Der ifo Geschäftsklimaindex4 für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands entwickelte sich 2010 kontinuierlich aufwärts und ist im Januar 2011 weiter gestiegen. Das Geschäftsklima 2011 knüpft damit an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres an. Die Geschäftserwartungen für die ersten sechs Monate 2011 werden günstig bewertet.
Freizeitmarkt: Reisemobilindustrie5 und Marine
2010 erholte sich die deutsche Caravaning- und Reisemobilindustrie wieder leicht, nachdem 2009 die in den vorangegangenen Boomjahren aufgebauten hohen Bestände an Neufahrzeugen deutlich reduziert worden waren. Entsprechend stieg die deutsche Reisemobilproduktion um 34,1% auf 30.756 Reisemobile. Auch der Export wuchs im abgelaufenen Jahr um 30% auf 14.884 Reisemobile. Dank des florierenden Exports blieb der Bestand an neuen Fahrzeugen beim deutschen Fachhandel auf einem gesunden (niedrigeren) Niveau. Fast 50% der deutschen Reisemobilproduktion wurden ins Ausland verkauft.
Der Produktions-Turnaround führte im abgelaufenen Jahr zu leicht positiven Zulassungszahlen. In Deutschland wurden im Jahr 2010 von Januar bis Dezember 18.139 Reisemobile neu zugelassen, das entspricht einer Steigerung in Höhe von 3,3% gegenüber 2009. Das gegenwärtige Stimmungsbild bei Industrie, Zulieferern und Handel lässt für das kommende Jahr eine klare Aufwärtsentwicklung noch nicht erwarten. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass sich der Freizeitmarkt in Deutschland wie in Europa zwar weiter stabilisiert, insgesamt aber noch leicht rückläufig sein dürfte. Auch im Reisemobilbereich wachsen die Erwartungen nicht in den Himmel. Hier würden Experten Steigerungen im niedrigen einstelligen Bereich bereits als Erfolg werten. Es ist hierbei aber nicht auszuschließen, dass das insgesamt positive Wirtschaftsklima in Europa der Caravaningindustrie zu Rückenwind verhilft.
Insgesamt erzielte die deutsche Caravaningindustrie 2010 470 Millionen Euro Umsatz mit Zubehör, das entspricht einem Plus von 40 Millionen Euro bzw. 9,3%.
Die European Caravan Federation (ECF)6 erhebt als Dachorganisation der nationalen Vertretungen der europäischen Freizeitfahrzeugindustrie Marktdaten über die Entwicklung bzw. den Absatz von Caravans und Reisemobilen. Nach bislang vorliegenden Zahlen ließen die Europäer 2010 68.817 neue Reisemobile zu, das entspricht einem leichten Anstieg von 0,8%. Dabei waren die europäischen Märkte deutlich uneinheitlich: Zulassungsanstiege verzeichneten Frankreich (18.673 Neuzulassungen, plus 3,5%), Deutschland (18.280 Neuzulassungen, plus 3%), Schweden (3.035 Neuzulassungen, plus 28,7%), Norwegen (1.857 Neuzulassungen, plus 25,5%) und Spanien (1.851 Neuzulassungen, plus 0,5%). Zulassungsverluste gab es in Italien (7.645 Fahrzeuge, minus 10,9%) und Großbritannien (7.169 Fahrzeuge, minus 10,7%). Für den europäischen Markt rechnet die ECF 2011 mit einer Seitwärtsentwicklung.
4 ifo Geschäftsklima Deutschland; ifo Konjunkturtest Januar 2011
5 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.
6 Daten: ECF European Caravan Federation
Nach dem Rückgang der Bootsproduktion im Jahr 2009 um knapp 60% gegenüber dem Spitzenjahr 2006 verbesserte sich nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft7 die Nachfrage nach Booten und Yachten im Jahr 2010 wieder. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm die Bootsproduktion nach Berechnungen des Verbandes um ca. 14% zu. Diese positive Entwicklung wird durch die Ergebnisse des Konjunkturbarometers des Branchenverbandes zum Jahresende bestätigt. 52,6% der befragten Unternehmen beurteilen die Geschäftslage besser als im Vergleich zum Vorjahr (2009: 25,5%). Lediglich 21,1% (Vorjahr: 50,3%) der Unternehmen berichten von weiteren Umsatzrückgängen. Die Erholung betrifft nahezu alle Bereiche der maritimen Wirtschaft. Auch das Neubootsegment verspürt die frische Brise.
Trotz des kalten Frühjahrs zeichneten sich 2010 im für SFC relevanten Ausrüstungsbereich Umsätze auf dem zufrieden stellenden Vorjahresniveau ab. Rund vier Fünftel der befragten Unternehmen sprechen von gleich bleibenden oder besseren Umsätzen als im Vorjahr. Die Bootseigner investieren weiterhin in den Werterhalt ihrer Schiffe. Dies gilt neben hochwertigem technischem Zubehör wie Heiz-, Kühl- und Kochtechnik und Entertainment-Ausstattungen auch für Navigations- und Sicherheitsausstattung.
Der Konjunkturverlauf im Marinemarkt in den kommenden zwei bis drei Jahren wird deutlich positiver eingeschätzt: 63,7% (Vorjahr: 33,3%) glauben an weitere konjunkturelle Verbesserungen.
Industriemarkt: Netzferne Stromversorgungslösungen
In industriellen Anwendungen stieg angesichts einer zunehmenden Zahl von Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden, auch im Jahr 2010 die Nachfrage nach Lösungen zur zuverlässigen Bereitstellung von netzfernem Strom. Typische Anwendungsfelder sind netzferne Sensoren und Messgeräte, Anlagen in der Überwachungs-, Sicherheits- und Verkehrstechnik und viele mehr. Hier werden die EFOY Pro-Brennstoffzellen von SFC zunehmend als echte "Enabling technology" wahrgenommen, die für viele Betreiber netzferner Anlagen die Realisierung neuer und kostenattraktiverer Konzepte mit erhöhter Funktionalität ermöglicht. Eine Umstellung strategisch und sicherheitstechnisch wichtiger Systeme und Anlagen auf neue Energieversorgungskonzepte erfordert jedoch - nach einer entsprechend langen Testphase - eine Investitionsentscheidung. Im Jahr 2010 erfuhr dieser Markt aufgrund seiner strategischen Bedeutung eine leichte Belebung. Für das Jahr 2011 wird damit gerechnet, dass er weiterhin an Bedeutung gewinnen wird.
7 Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V., Pressemeldung zur boot 2011, Jan. 2011
Mobilität
SFC ist in zwei Segmenten des Mobilitätsmarktes tätig: im Bereich APUs (engl. Auxiliary Power Units, Hilfsantriebe) für Spezial- und Sonderfahrzeuge und im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung (KWK oder engl. CHP Combined Heat and Power Sources) für Batteriefahrzeuge. Im ersten Segment APU liefert SFC existierende Produkte an Nutzer konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Hier wird die Marktnachfrage von zunehmend rigider werdenden staatlichen Umweltschutzverordnungen angetrieben, wonach Fahrzeuge zur Erzeugung elektrischen Stroms für die Bordbatterien nicht mehr den laufenden Motor im Standbetrieb nutzen dürfen. Beim zweiten Segment CHP handelt es sich, obwohl dieses relativ junge Segment des E-Mobilitätsmarktes viel öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, bislang noch um ein reines Entwicklungsthema. SFC entwickelt brennstoffzellenbasierte Stromerzeugungslösungen, die die vorrangigen Limitationen batteriebetriebener Fahrzeuge adressieren sollen, wie Reichweite und Alljahrestauglichkeit. Bekannte Automobilhersteller planen derzeit Tests der SFC-Lösungen als potenzielle Grundlage für saubere urbane Mobilitätskonzepte. Auch wenn 2011 dieser Bereich weiter öffentliche Aufmerksamkeit und Finanzierung erfahren wird, ist noch nicht mit wirtschaftlichen Auswirkungen aus diesem Markt zu rechnen.
Verteidigung
In Reaktion auf die Wirtschaftskrise haben verschiedene europäische Länder und die Vereinigten Staaten rigide Kürzungen in ihren Verteidigungsetats vorgenommen und Strukturveränderungen gestartet. Dessen ungeachtet ermöglichen tragbare und mobile alternative Stromversorgungslösungen die Realisierung neuer Streitkräfte- und Verteidigungsstrategien. Um asymmetrische/terroristische Bedrohungen besser adressieren zu können, entwickeln sich die Verteidigungskräfte zunehmend weg von einem monolithischen Ansatz hin zu kleineren Einheiten. Bei diesen stellt längere Autonomie mit geringer Detektierbarkeit für Soldaten wie Fahrzeuge eine entscheidende Voraussetzung für längere Einsätze dar. Daher wächst bei Sondereinsatzkommandos und OEM-Partnern der Bedarf nach alternativen Stromversorgungslösungen.
3. Geschäftsverlauf und Lage
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2010 stiegen die Umsatzerlöse von T€ 12.439 im Vorjahreszeitraum um 7,8% auf T€ 13.415. Der Produktanteil am Umsatz erhöhte sich auf 93,5%, verglichen mit 84,7% im Vorjahreszeitraum, während sich der Anteil von Umsätzen aus der Entwicklungszusammenarbeit (JDA) und sonstigen Beratungsleistungen entsprechend verminderte.
Umsatz nach Segmenten
Die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2010 ist überwiegend auf erhöhte Umsätze von Brennstoffzellensystemen der A-Serie (EFOY, EMILY, FC 250) und C-Serie (JENNY) sowie mit Power Managern zurückzuführen. In dieser Entwicklung spiegeln sich die leichte Erholung im Freizeitmarkt, die zunehmende Akzeptanz der Brennstoffzellen im Industriemarkt sowie gesteigertes Interesse an den Systemlösungen im Verteidigungsmarkt wider.
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| Umsatz nach Segmenten | 2010 T€ |
2009 T€ |
Veränd. T€ |
Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| A-Serie | 9.809 | 9.355 | 454 | 4,9% |
| C-Serie | 1.160 | 388 | 772 | >100% |
| Power Manager | 603 | 136 | 467 | >100% |
| Joint Development Agreements | 878 | 1.748 | -870 | -49,8% |
| Sonstiges | 965 | 812 | 153 | 18,8% |
| Umsatz | 13.415 | 12.439 | 976 | 7,8% |
Im Segment A-Serie konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 um 4,9% auf T€ 9.809 (T€ 9.355) gesteigert werden, im Wesentlichen aufgrund des deutlichen Zuwachses im Industriebereich, in welchem eine Steigerung um T€ 856 (53,7%) zu registrieren war. Der Freizeitbereich lag mit einem Wachstum von T€ 334 (5,3%) leicht über Vorjahresniveau. Im Bereich Mobilität reduzierte sich der Umsatz signifikant um T€ 939 (88,5%). Die im Vorjahr enthaltenen Umsätze in Zusammenhang mit einem staatlichen Konjunkturprogramm konnten aufgrund des Auslaufens der Programme nicht wiederholt werden. Erneut wurden Umsätze mit speziell für den Verteidigungsbereich entwickelten Systemen (FC 250, EMILY) in Höhe von T€ 495 (T€ 363) erzielt.
Der Umsatz im Segment C-Serie verdreifachte sich annähernd von T€ 388 im Geschäftsjahr 2009 auf T€ 1.160 im Geschäftsjahr 2010, wobei die Anzahl der ausgelieferten Systeme von 31 auf 75 gestiegen ist.
Ein signifikantes Wachstum war auch bei Umsätzen mit Power Managern zu verzeichnen, die sich von T€ 136 auf T€ 603 im Geschäftsjahr 2010 erhöhten, die Anzahl der ausgelieferten Power Manager stieg von 23 auf 89.
Die Zuwächse bei der C-Serie und Power Managern sind insbesondere auf den im 3. Quartal 2010 erteilten Großauftrag der Deutschen Bundeswehr zurückzuführen und bestätigen die Strategie von SFC, dem Kunden eine Komplett-Energielösung zu bieten. Die Bundeswehr orderte SFC-Systemlösungen, die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power Manager, einer speziell auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel sowie speziellem Zubehör bestehen. Mit der Lieferung dieses Energienetzwerks hat SFC den Schritt vom Entwicklungspartner zum Systemlieferanten vollzogen und die Brennstoffzelle erstmals als Kernkomponente der Ausrüstung einer aktiven Verteidigungsorganisation etabliert.
Der Umsatz des Segments JDAs reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010 um 49,8% auf T€ 878 (T€ 1.748). Die Vergabe von Aufträgen der US-Streitkräfte erfolgte erst Ende des vierten Quartals 2010. Somit ist in 2011 wieder mit einem Anstieg der Umsätze in diesem Segment zu rechnen.
Der Umsatz des Segments Sonstiges stieg im Geschäftsjahr 2010 um 18,8% auf T€ 965 (T€ 812). Diese Position beinhaltet neben dem Verkauf von Tankpatronen auch den Verkauf von Testequipment an strategische Partner. Zudem sind erstmals auch Komponenten des oben erwähnten Energienetzwerks wie Solarpanele enthalten. Im Vorjahr beinhaltete die Position ferner Beratungsleistungen in Höhe von T€ 148. Der Umsatz mit Tankpatronen lag um T€ 117 (24,8%) über Vorjahresniveau.
Verkaufte Stückzahlen SFC A-Serie
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| 2010 | 2009 | Veränd. | in % | |
|---|---|---|---|---|
| Freizeit | 3.139 | 3.268 | -129 | -3,9% |
| Industrie | 653 | 550 | 103 | 18,7% |
| Mobilität | 31 | 394 | -363 | -92,1% |
| Verteidigung | 48 | 29 | 19 | 65,5% |
| Stückzahlen | 3.871 | 4.241 | -370 | -8,7% |
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Absatz von Brennstoffzellensystemen der A-Serie um 8,7% von 4.241 auf 3.871 Einheiten. Die Umsatzsteigerung im Segment A-Serie beruht im Wesentlichen auf Verschiebungen im Modellmix hin zu leistungsstärkeren Brennstoffzellensystemen und reflektiert den Erfolg der im vierten Quartal 2009 in den Markt eingeführten Modelle EFOY 2200 und EFOY Pro 2200.
Umsatz nach Regionen
Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2010 ist überwiegend durch das signifikante Wachstum in Europa verursacht, wohingegen sich der Umsatz in Deutschland und in Nordamerikaverringerte. Demzufolge sank der Inlandsanteil am Umsatz von 45,1% im Vorjahreszeitraum auf 37,3%. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich damit auf 62,7% (54,9%).
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| Umsatz Europa (ohne Deutschland) | 2010 T€ |
2009 T€ |
Veränd. T€ |
Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| A-Serie | 5.874 | 4.347 | 1.527 | 35,1% |
| C-Serie | 86 | 146 | -60 | -41,1% |
| Power Manager | 65 | 52 | 13 | 25,0% |
| Sonstiges | 412 | 320 | 92 | 28,8% |
| TOTAL | 6.437 | 4.865 | 1.572 | 32,3% |
Das Umsatzwachstum in Europa um 32,3% auf T€ 6.437 (T€ 4.865) ist insbesondere durch höhere Verkaufszahlen mit Brennstoffzellensystemen der A-Serie in den Märkten Freizeit und Industrie verursacht.
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| Umsatz Deutschland | 2010 T€ |
2009 T€ |
Veränd. T€ |
Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| A-Serie | 3.170 | 4.439 | -1.269 | -28,6% |
| C-Serie | 921 | 38 | 883 | >100% |
| Power Manager | 470 | 0 | 470 | n.a. |
| Joint Development Agreements | 0 | 844 | -844 | -1 00,0% |
| Sonstiges | 447 | 289 | 158 | 54,7% |
| TOTAL | 5.008 | 5.610 | -602 | -10,7% |
In Deutschland reduzierte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 10,7% auf T€ 5.008 (T€ 5.610). Wesentliche Ursache war der Rückgang aus dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen der A-Serie in den Bereichen Mobilität und Freizeit. Ferner konnten im Unterschied zum Vorjahr keine Umsätze aus einem JDA mit der Bundeswehr realisiert werden. Der deutliche Anstieg bei den Segmenten C-Serie, Power Manager und Sonstiges ist überwiegend auf den oben erwähnten Großauftrag der Bundeswehr zurückzuführen.
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| Umsatz Nordamerika | 2010 T€ |
2009 T€ |
Veränd. T€ |
Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| Joint Development Agreements | 878 | 904 | -26 | -2,9% |
| A-Serie | 529 | 447 | 82 | 18,3% |
| C-Serie | 129 | 192 | -63 | -32,8% |
| Power Manager | 61 | 76 | -15 | -19,7% |
| Sonstiges | 84 | 189 | -105 | -55,6% |
| TOTAL | 1.681 | 1.808 | -127 | -7,0% |
In Nordamerika sank der Umsatz um 7,0% auf T€ 1.681 (T€ 1.808). Wesentliche Ursache war der Wegfall der im Vorjahr enthaltenen Beratungsleistungen in Höhe von T€ 148.
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| Umsatz Asien | 2010 T€ |
2009 T€ |
Veränd. T€ |
Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| A-Serie | 148 | 111 | 37 | 33,3% |
| C-Serie | 24 | G | 24 | n.a. |
| Power Manager | 7 | G | 7 | n.a. |
| Sonstiges | 16 | 11 | 5 | 45,5% |
| TOTAL | 195 | 122 | 73 | 59,8% |
Der Umsatzanstieg in Asien um 59,8% von T€ 122 auf T€ 195 in 2010 ist insbesondere durch höhere Umsätze mit Brennstoffzellensystemen der A-Serie und C-Serie bedingt.
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| Umsatz Rest der Welt | 2010 T€ |
2009 T€ |
Veränd. T€ |
Veränd. in % |
|---|---|---|---|---|
| A-Serie | 88 | 11 | 77 | >100% |
| C-Serie | 0 | 12 | -12 | -100,0% |
| Power Manager | 0 | 8 | -8 | -100,0% |
| Sonstiges | 6 | 3 | 3 | 100,0% |
| TOTAL | 94 | 34 | 60 | >100% |
In anderen Teilen der Welt betreibt SFC wie auch in Asien derzeit selbst noch kein aktives Marketing.
Übrige Aufwendungen und Erträge
SFC wurde wie in den Vorjahren aufgrund seiner außerordentlichen technologischen Stellung von öffentlichen Fördermittelgebern bezuschusst. Die Zuschüsse in Höhe von T€ 1.406 (T€ 1.678) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Der Materialaufwand stieg um 4,6% auf T€ 7.201 (T€ 6.883) und ist überwiegend durch die gestiegenen Umsätze veranlasst. In einer Kernkomponente der Brennstoffzelle wird Platin verwendet. Platin stieg vom 31. Dezember 2009 von 1.475 $/Unze um 18,8% auf 1.752 $/Unze zum 31. Dezember 2010 (Vorjahr: +60,0%). Infolgedessen ist der Materialaufwand durch den Anstieg des Platinpreises belastet. Dem gegenüber stehen die Erträge aus der Absicherung des Platins durch Platintermingeschäfte, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind.
Der Personalaufwand lag mit T€ 6.865 (T€ 6.827) annähernd auf Vorjahresniveau. Durch Effizienzsteigerungen in der Organisation konnte der Umsatz im Vergleich dazu überproportional gesteigert werden.
Der Anstieg der Abschreibungen um 5,4% auf T€ 447 (T€ 424) beruht hauptsächlich auf den im Geschäftsjahr vorgenommenen Investitionen in die Ausstattung des neuen Firmengebäudes und Investitionen in Spritzgußwerkzeuge, um weitere Kostenreduktionen auf der Materialkostenseite erzielen zu können.
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,3% auf T€ 4.758 (T€ 4.651) beruht im Wesentlichen auf den höheren Kosten für das neue Firmengebäude. Demgegenüber gingen insbesondere die Beratungskosten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück.
Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch das niedrigere Zinsniveau von T€ 727 um 44,0% auf T€ 407.
Ergebnis
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich infolge der oben geschilderten Entwicklungen von T€ -4.022 auf T€ -3.273. Wie im Vorjahr fielen in 2010 keine Steuern vom Einkommen und Ertrag an. Demzufolge entspricht der Jahresfehlbetrag dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Vermögenslage
Ein positives Bild zeigt nach wie vor die Vermögenslage der Gesellschaft mit einer Eigenkapitalquote von 91,9% (91,8%).
Der Anstieg des Anlagevermögens von T€ 1.798 auf T€ 2.405 ist hauptsächlich durch Investitionen für Einbauten für den Neubau eines Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäudes, diverse Spritzgußwerkzeuge, eine automatische Abfüllanlage für Tankpatronen sowie einen Wareneingangsprüfstand bedingt. Dabei ist zu beachten, dass das Firmengebäude langfristig angemietet wurde und nicht beim Anlagevermögen erscheint.
Die Vorräte erhöhten sich aufgrund der Umsatzsteigerung und den zunehmenden Stückzahlen von Produkten im Verteidigungsbereich von T€ 1.328 auf T€ 1.848.
Der deutliche Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 412 auf T€ 2.178 betrifft Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in den USA und ist durch die Verauslagung von Kosten sowie Lieferung von Produkten für den US-Markt verursacht.
Das Eigenkapital verminderte sich zum 31. Dezember 2010 aufgrund des Jahresfehlbetrages auf T€ 40.427 im Vergleich zum 31. Dezember 2009 (T€ 43.700).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von T€ 1.285 auf T€ 935.
SFC verfügt über selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, die nach den bis 31.12.2009 geltenden handelsrechtlichen Vorschriften nicht bilanziert werden durften bzw. ab 01.01.2010 in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht bilanziert werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Patente und Know-how im Zusammenhang mit der Entwicklung von Brennstoffzellenprodukten und Power Managern.
Finanzlage
Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.
Die flüssigen Mittel verminderten sich von T€ 40.552 zum 31. Dezember 2009 um T€ 6.509 auf T€ 34.043 zum 31. Dezember 2010, sodass SFC nach wie vor über komfortable Liquiditätsreserven verfügt.
Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich in 2010 auf T€ 5.448 (Vorjahr: T€ 4.051) erhöht. Diese Entwicklung ist unter anderem durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.766 verursacht.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der oben beschriebenen Investitionen von T€ 1.008 im Vorjahr auf T€ 1.060.
SFC legt die liquiden Mittel momentan überwiegend in kurzfristige Anlagen an. Demzufolge unterliegt SFC einem Zinsänderungsrisiko.
Zum 31. Dezember 2010 bestanden keine offenen Devisen- oder Warentermingeschäfte.
Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2010 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 4.314 (Vorjahr: T€ 4.115) im Bereich F&E aufgewendet. Mit zum Stichtag 28 Mitarbeitern (Vorjahr: 29) ist rund ein Drittel des gesamten Personals von SFC mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie und deren Umsetzung in den Produkten des Unternehmens beschäftigt. Das Unternehmen verfolgt eine aktive Patentstrategie zur Verteidigung von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von mehr als 30 verschiedenen Patentanmeldungen bzw. erteilten Patenten.
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren im Geschäftsjahr 2010 unverändert folgende:
| ― | Reduzierung der Stückkosten durch technologische Innovationen, im Speziellen beim Brennstoffzellen-Stack - dem technischen Kern von Brennstoffzellensystemen mit einem sehr hohen Kostenanteil. Hier wurde die konsequente Entwicklung zu erhöhter Leistungsdichte und dabei verringerter Degradation bei geringerem Materialeinsatz fortgesetzt. |
| ― | Wesentliche Verbesserung und deutliche Erweiterung der Funktionalität; Neuentwicklungen der Produkte (z.B. Leistungssteigerung, neue marktspezifische Ausstattungsmerkmale, erhebliche Steigerung der Robustheit und Zuverlässigkeit unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen), um neben den bereits adressierten Märkten auch weitere Anwendungsfelder für die Produkte erschließen zu können. |
| ― | Signifikante Steigerung der Zuverlässigkeit, Robustheit und Lebensdauer der für den Industriemarkt entwickelten Geräte, um die Attraktivität der Produkte weiter zu steigern und den technologischen Vorsprung des Unternehmens auszubauen. |
| ― | Miniaturisierung der Produkte, um Märkte mit hohen Anforderungen an die Tragbarkeit der Energiequelle erfolgreich erschließen zu können, speziell im Verteidigungsbereich. |
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2010 verstärkt komplette Energieversorgungslösungen - typischerweise bestehend aus Brennstoffzellensystem, Hybridbatterie, Power Management, Zubehör, teilweise auch Solarzellen - entwickelt, um Kundenanforderungen speziell aus den Segmenten Verteidigung, Industrie und Mobilität besser erfüllen zu können.
Auch weiterhin plant das Unternehmen prozentual hohe Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Unternehmens in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Unternehmens wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie".
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2010 wurde unter anderem in diverse Spritzgußwerkzeuge für weitere Kostenreduktionen bei den Produkten von SFC, eine automatische Abfüllanlage für Tankpatronen, einen Wareneingangsprüfstand zur Qualitätsverbesserung sowie Einbauten für den Neubau eines Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäudes, das SFC Anfang April 2010 bezogen hat, investiert.
Insgesamt beliefen sich die Investitionen in 2010 auf T€ 1.311 (T€ 1.312). Davon wurden T€ 246 (T€ 304) über Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert und von den Anschaffungskosten abgesetzt, die übrigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Die Entwicklung des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2010 war durch den hohen Auftragseingang für die zivilen EFOY Brennstoffzellensysteme der A-Serie im vierten Quartal 2009 beeinflusst. Der Auftragseingang für EFOY Brennstoffzellen sank von T€ 10.160 im Vorjahr auf T€ 7.821 im Jahr 2010. Infolgedessen bewegte sich der Auftragseingang insgesamt unter dem Vorjahresniveau.
Ein wichtiger Meilenstein konnte im dritten Quartal 2010 mit dem oben unter Punkt 3. erwähnten Großauftrag der Deutschen Bundeswehr im Verteidigungsbereich erzielt werden.
Darüber hinaus hat SFC im vierten Quartal 2010 einen weiteren Auftrag des U.S. Army Operational Test Command (ATEC) erhalten. Der Auftrag beinhaltet die Entwicklung und Lieferung von 100 W-Feldladegeräten und hat eine Laufzeit von 18 Monaten. Das Auftragsvolumen beträgt knapp 2 Millionen US-Dollar und beinhaltet eine Entwicklungsphase und die anschließende Lieferung einer Kleinserie von 100 W-Feldladegeräten.
Diese beiden Aufträge hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Anstieg des Auftragseingangs für die Produkte für den Verteidigungsmarkt C-Serie, Power Manager und A-Serie (FC 100, FC 250, EMILY). Der Auftragseingang stieg in Summe von T€ 792 im Jahr 2009 auf T€ 2.888 im Geschäftsjahr 2010.
Insgesamt sank der Auftragseingang von T€ 13.384 in 2009 um 5,2% auf T€ 12.685 im Geschäftsjahr 2010. Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2010 auf T€ 2.689, eine Reduzierung um 21,4% gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.419).
Mitarbeiter zum Jahresende
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 stellt sich wie folgt dar:
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| 31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Vorstand | 2 | 2 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 28 | 29 | -1 |
| Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement | 25 | 24 | +1 |
| Vertrieb &Marketing | 27 | 25 | +2 |
| Verwaltung | 13 | 11 | +2 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 95 | 91 | +4 |
SFC hat zum 31. Dezember 2010 insgesamt 7 (7) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010 lag mit 95 (91) leicht über Vorjahresniveau.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass das Unternehmen zum Stichtag über eine solide Vermögens- und Finanzlage verfügt. Bei einer gleichbleibend negativen Ertragslage könnte sich das Gesamtbild jedoch langfristig gesehen verschlechtern.
4. Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur des Vorstands
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes.
Die Vorstandsverträge werden vom Personalausschuss unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden erarbeitet. Die Vergütung wird jeweils nach 12 Monaten Vertragslaufzeit vom Personalausschuss überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung und im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus).
Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen für die Vorstände, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2013 zu erhalten. Dieses Programm basiert auf einem Phantomaktienmodell und ist in drei jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 umfassen. Die Vergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes erfolgt als Barausgleich und ist im Wesentlichen vom Aktienkurs von SFC und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.
Zusätzlich stellt SFC beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. SFC übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils Euro 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder Directors & Officers-Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, die ab 1. Juli 2010 einen Selbstbehalt in Höhe von 10 Prozent des Schadens bis maximal des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vorsehen.
Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Aufsichtsräte setzt sich entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt in der Hauptversammlung am 2. April 2007 angepasst.
Demnach haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen sowie auf Einbeziehung in die von SFC für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung. Daneben erhalten sie eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für das einzelne Mitglied Euro 20.000,00 beträgt. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 2.500,00. Daneben erhält jedes Mitglied eine variable Vergütung von Euro 100,00 für jede Euro 0,01 ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von Euro 1,00 Dividende je Aktie übersteigt.
Angaben, die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 a HGB Bestandteil des Anhangs sind, werden in diesem dargestellt.
5. Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt Euro 7.152.887,00 und ist eingeteilt in 7.152.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt* :
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| Name | Anteil in % |
|---|---|
| Holland Private Equity Management B.V. (über HPE PRO Institutional Fund B.V.) | 25,01% |
| Conduit Ventures Limited (über Conduit Ventures General Partner II Limited und Conduit Ventures IIA LP) | 10,64% |
* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei der Gesellschaft eingegangen sind.
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu Euro 3.568.121,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.
Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital II in Höhe von Euro 127.716,00 für die Durchführung von Aktienoptionsprogrammen. Zum 31.12.2010 bestehen keine weiteren Optionsausübungsrechte mehr, das Aktienoptionsprogramm ist abgeschlossen.
Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.
Bei der SFC Energy AG liegen derzeit keine Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern existieren keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
6. Chancen- und Risikobericht
Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt.
Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Quartalsweise wird die Entwicklung der definierten Risikofelder in einer Balanced Score Card dargestellt.
Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jede Business Unit (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool für das gesamte Unternehmen und weitere prozesstechnische Indikatoren.
Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind.
Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.
Aus der Geschäftstätigkeit von SFC ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken.
Marktrisiken
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die Weltwirtschaft befindet sich noch immer in einer Situation mit aktuell nur schwierig berechenbaren Auswirkungen. Aktuelle Prognosen der Regierungen sowie der Wirtschaftsforschungsinstitute enthalten für die wichtigsten Märkte der Gesellschaft zwar Hinweise auf eine Bodenbildung; belastbare Anzeichen für einen bevorstehenden nachhaltigen konjunkturellen Aufschwung fehlen jedoch derzeit, sodass weiterhin Unsicherheit die Planungen und Prognosen erschweren.
Freizeitmarkt
Diese Unsicherheit betrifft nach wie vor die Märkte für Freizeitfahrzeuge in Europa. Marktexperten sehen derzeit noch keine eindeutige Trendwende. Diese Entwicklung betrifft auch den Zubehörbereich, wodurch das Risiko weiter steigt, dass sich die Umsätze mit EFOY-Brennstoffzellen in dieser Saison europaweit unter Plan entwickeln.
Industriemarkt
Der Industriemarkt ist durch das schwierige öffentliche Marktumfeld mit auslaufenden staatlichen Konjunkturprogrammen sowie weiterhin langen Testphasen und komplexen Investitionsentscheidungen beeinflusst, die das Risiko einer geringeren Wachstumsgeschwindigkeit und eines verlangsamten Marktaufbaus mit sich bringen. Auch die gravierende Verschuldung öffentlicher Haushalte ist geeignet, die Wachstumsgeschwindigkeit in diesem Segment zu bremsen.
Mobilitätsmarkt
Die erwähnten auslaufenden staatlichen Konjunkturprogramme betreffen auch den Mobilitätsmarkt; zusätzlich könnten auch hier mittelfristig Risiken durch verschärfte Sparbemühungen öffentlicher Haushalte entstehen.
Verteidigungsmarkt
Der Verteidigungsmarkt ist unverändert schwer vorhersehbar, aufgrund geringer Transparenz, Abhängigkeit von politischen Entscheidungen und Entwicklungen, schwieriger Prognostizierbarkeit und einer ausgeprägten Projektorientierung. Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass sich die erwarteten Auftragsvergaben an SFC in der Folge weiter verzögern können, auch wenn erste Ausschreibungen bzw. Ankündigungen auf zukünftige Ausschreibungen mittlerweile publik sind. Zusätzlich liegt ein Risiko in möglicherweise sinkenden Ausgaben für den Verteidigungsbereich angesichts der in vielen Ländern laufenden Strukturdiskussionen und stark gestiegener Staatsverschuldung in vielen Regionen.
Technologische Risiken
Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung und höhere Stückzahlen weiter zu senken. Wiederum konnten weitere Kostensenkungen wie beispielsweise beim Stack (Kernkomponente des Brennstoffzellensystems) und Tankpatronen im Berichtszeitraum 2010 ohne Qualitätseinbußen realisiert werden. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen hochinnovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.
Patentrechtliche Risiken
Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (mittlerweile: rund 20 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.
Wettbewerb
Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft im Bereich DMFC-Systeme und den Vermarktungsvorsprung. Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang erste Prototypenlieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Verteidigungsgeschäft zu verzeichnen. In den Zielmärkten Freizeit und netzunabhängige Stromversorgung gibt es aktuell erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Folglich bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine fokussierte und innovative Produktweiterentwicklung entgegen.
Beschaffungs- und Produktionstechnische Risiken
SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung ihrer Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten.
Währungskurs- und Rohstoffpreisrisiken
SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Für das Jahr 2010 gab es aufgrund des Aufbaus der Tochtergesellschaft in den USA keine wesentlichen US-Dollar-Überschüsse, weshalb auf eine Sicherung verzichtet wurde. Lediglich 0,11 Mio. USD aus in 2009 abgeschlossenen Devisentermingeschäften wurden Ende 2009 geswapt und Anfang des Jahres 2010 verkauft. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet SFC aufgrund der bestehenden Aufträge mit den U.S.-Streitkräften wieder steigende US-Dollar-Überschüsse. Zum Bilanzstichtag wurden noch keine Devisentermingeschäfte für 2011 abgeschlossen. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.
Für das Geschäftsjahr 2010 wurde ein Großteil des Platinbedarfs abgesichert. Aufgrund der Markteinschätzung wurde im Geschäftsjahr 2010 noch keine Sicherung für den erwarteten Platinbedarf für das Geschäftsjahr 2011 abgeschlossen. Demzufolge existiert für den nicht abgesicherten Teil des Platinbedarfs ein Preisrisiko. Ausgehend vom Platinpreis zum 31. Dezember 2010 hätte eine Änderung des Platinpreises um 5% bei unverändertem Dollarkurs eine Auswirkung auf das Ergebnis von rund TEUR 42 beim angenommenen Volumen für das Geschäftsjahr 2011.
Grundsätzlich können wie in der Vergangenheit bei volatilen Preisentwicklungen von Dollar oder Platin Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.
Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können.
Finanz- und Liquiditätsrisiken
Umsatz und Deckungsbeiträge reichten im Berichtszeitraum noch nicht aus, das Unternehmen profitabel zu machen. Die strategische Ausrichtung von SFC erfordern weitere massive Aufbauarbeit, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden muss - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Fertigung, Erschließung weiterer Marktsegmente, Aufbau des Vertriebs und der insgesamt wachsenden Organisation. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Aufbauarbeit eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Geldmarktfonds, Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
Demzufolge wird das aktuelle Liquiditätsrisiko aufgrund von Zahlungsstromschwankungen als gering eingeschätzt. Dennoch besteht ein Risiko, falls ein größerer Kunde oder eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen an SFC nicht mehr nachkommen könnte.
Aufgrund der Kundenstruktur der Gesellschaft (hoher Anteil von Militärkunden, Industriekunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) war die Zahlungsausfallquote von SFC im Jahr 2010 (0,01% vom Umsatz) in vertretbarem Rahmen. Ein gewisses Risiko besteht darin, dass im Jahr 2010 die 10 größten Kunden 57% zum Umsatz beitrugen, davon 2 Militärkunden und 5 in- und ausländische Großhändler im Freizeitbereich. Durch Generierung von Neukunden und Ausweitung des Umsatzes mit bestehenden Kunden wird diesem Risiko entgegengewirkt.
Zinsänderungsrisiken
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
Personalwirtschaftliche Risiken
SFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums und der positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Unternehmens entwickelt. Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2010 war SFC als Arbeitgeber attraktiv, konnte sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnen und damit weitere Voraussetzungen zur Erreichung der Wachstumsziele erfüllen.
Informationtechnologische Risiken
Wichtige IT-Merkmale wie Ausfallsicherheit, Redundanz, Wiederverfügbarkeitsplanung sowie Datensicherungs- und Archivierungsmaßnahmen wurden weiterhin ausgebaut. Zudem sind die kommunikationstechnischen Risiken im neuen Geschäftsgebäude durch infrastrukturelle Maßnahmen nachhaltig reduziert und sicherheitstechnische Vorkehrungen dem Stand der Technik angepasst worden. Die Anbindung externer Mitarbeiter ist ebenso abgesichert wie die redundant ausgelegte Direktverbindung zwischen dem Standort in Brunnthal und der Tochtergesellschaft in den USA.
Risiken im Regulatorischen Umfeld
Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld der Gesellschaft ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland und Österreich beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z.B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Unternehmens entstehen. Insbesondere könnte SFC verpflichtet werden, für Zusatzschulungen im Endkundenhandel zu sorgen, um weitergehende Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben sicherzustellen.
Zusammenfassung
Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.
Chancen der zukünftigen Entwicklung
Die wesentlichen Determinanten der zukünftigen Entwicklung von SFC liegen vor allem in den Maßnahmen zur Umsatzsteigerung (Volumensteigerung in bestehenden Märkten, regionale Ausweitung, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen und neue Applikationen wie Mobilität, Aufbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich) und in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.
Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.
7. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem
SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.
Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.
Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung und Arbeitsanweisungen.
Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird durch das Mutterunternehmen erledigt, sodass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist.
Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.
Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2010 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
8. Erklärung zur Unternehmensführung
Der Vorstand hat am 23. März 2011 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und im Internet unter http://www.investor-sfc.de/de/corporate_ governance.php öffentlich zugänglich gemacht.
9. Prognosebericht
Der Vorstand geht aktuell fest davon aus, dass SFC seine Führungsposition im Zukunftsmarkt netzunabhängiger Energieversorgung mittels Brennstoffzellen auf Methanolbasis weiter verteidigen kann.
Die Zuwächse im Industrie- und Verteidigungsbereich und insbesondere der im 3. Quartal 2010 erteilte Großauftrag der Deutschen Bundeswehr bestätigen die Strategie von SFC, dem Kunden eine Komplett-Energielösung zu bieten. Die Bundeswehr orderte SFC-Systemlösungen, die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power Manager, einer speziell auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel sowie speziellem Zubehör bestehen. Mit der Lieferung dieses Energienetzwerks hat SFC den Schritt vom Entwicklungspartner zum Systemlieferanten vollzogen und die Brennstoffzelle erstmals als Kernkomponente der Ausrüstung einer aktiven Verteidigungsorganisation etabliert.
Auch bei der Vermarktung sieht der Vorstand mit nunmehr über 20.000 ausgelieferten Brennstoffzellengeneratoren und mehreren Millionen kumulierten Betriebsstunden in der Praxis einen klaren Vorsprung der Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern.
Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet der Vorstand ein organisches Umsatzwachstum ähnlich wie in 2010 - hauptsächlich getragen durch die Märkte Verteidigung und Industrie. Im Freizeitmarkt erwartet der Vorstand eine stabile Umsatzentwicklung mit Wachstumsimpulsen durch den Markteinstieg in Kanada. Weiterer Lagerabbau von Brennstoffzellen bei unseren Kunden im Freizeitbereich kann die Umsätze im ersten Quartal nochmals negativ beeinflussen. Das Wachstum in den Märkten Industrie und Verteidigung soll über strategische Industriepartnerschaften und die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Letzteres schließt auch akquisitorische Schritte nicht aus. Dieses Wachstum kombiniert mit weiterer Verbesserung der Produktkostenstruktur soll nach heutiger Planung zu erheblichen Verbesserungen bei EBIT und Cashflow führen und damit konkrete Schritte in Richtung Break Even ermöglichen.
Im Jahr 2012 sollen diese Entwicklungen weitergeführt und ausgebaut werden. Auch die regionale Expansion des Freizeitgeschäftes in Nordamerika sollte zur weiteren Umsatzsteigerung beitragen. Zeitgleich sind weitere Effizienzsteigerungen geplant, sodass auch von einer weiteren Verbesserung von Ergebnis und Cashflow auszugehen ist.
10. Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 23. März 2011
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser
Bilanz zum 31. Dezember 2010
Aktiva
scroll
| 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 86.958,35 | 117 | |
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 419.019,00 | 482 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.386.814,00 | 410 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 511.811,56 | 789 | |
| 2.317.644,56 | 1.681 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 71,39 | 0 | |
| 2.404.674,30 | 1.798 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 1.449.100,00 | 926 | |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 56.000,00 | 112 | |
| 3. Fertige Erzeugnisse | 342.800,00 | 290 | |
| 1.847.900,00 | 1.328 | ||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.137.634,43 | 2.159 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 2.177.769,72 | 412 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.372.807,07 | 1.331 | |
| 5.688.211,22 | 3.902 | ||
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 34.043.463,22 | 40.552 | |
| 41.579.574,44 | 45.782 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 27.859,32 | 33 | |
| 44.012.108,06 | 47.613 | ||
| Passiva | |||
| 31.12.2010 | |||
| EUR | EUR | Vorjahr TEUR | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 7.152.887,00 | 7.153 | |
| II. Kapitalrücklage | 72.141.436,20 | 72.141 | |
| III. Bilanzverlust | -38.867.115,27 | -35.594 | |
| 40.427.207,93 | 43.700 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| Sonstige Rückstellungen | 2.485.968,00 | 2.507 | |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.582,79 | 18 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 935.342,42 | 1.285 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 160.006,92 | 103 | |
| davon aus Steuern: EUR 136.722,52 (Vorjahr: TEUR 89) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.244,68 (Vorjahr: TEUR 6) | |||
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 160.006,92 (Vorjahr: TEUR 103) | |||
| 1.098.932,13 | 1.406 | ||
| 44.012.108,06 | 47.613 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010
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| 2010 | |||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 13.414.978,85 | 12.439 | |
| 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen | -3.100,00 | -454 | |
| 13.411.878,85 | 11.985 | ||
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 2.180.342,37 | 2.051 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | -6.323.623,02 | -6.163 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -877.762,35 | -720 | |
| -7.201.385,37 | -6.883 | ||
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -5.866.741,06 | -5.886 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | -998.546,90 | -941 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 106.958,49 (Vorjahr: TEUR 90) | |||
| -6.865.287,96 | -6.827 | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -446.845,86 | -424 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.758.410,23 | -4.651 | |
| -3.679.708,20 | -4.749 | ||
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 406.757,81 | 727 | |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -206,54 | 0 | |
| 406.551,27 | 727 | ||
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -3.273.156,93 | -4.022 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0 | |
| 12. Jahresfehlbetrag | -3.273.156,93 | -4.022 | |
| 13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -35.593.958,34 | -31.572 | |
| 14. Bilanzverlust | -38.867.115,27 | -35.594 |
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der SFC Energy AG (SFC) für das Geschäftsjahr 2010 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie des AktG erstellt.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (§§ 246 bis 256a HGB) sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Die Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den allgemeinen Grundsätzen des § 265 HGB und den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich nicht geändert. Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2010 angewendet. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden auf Grund des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.
Anlagevermögen
Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter € 150,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.
Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
Vorräte
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet.
Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zusammen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen. In den Fällen, in denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten voraussichtlich nicht durch den Erlös gedeckt werden, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Der Ansatz erfolgte grundsätzlich zum Nennbetrag. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.
Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste und ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2010 je nach Restlaufzeit 3,90 % bis 4,07 %.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.
Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Derivative Finanzinstrumente
Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinstrumenten wird von den kontrahierenden Banken mitgeteilt, welche die Marktwerte unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren und auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten ermitteln (Mark-to-Market). Soweit sich ein negativer beizulegender Zeitwert ergibt, wird in entsprechender Höhe eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet.
Latente Steuern
Latente Steuern werden ab dem Geschäftsjahr 2010 für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den Handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 27,38 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht werden.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse aus langfristigen Entwicklungsaufträgen (JDAs) werden realisiert, wenn der Auftrag abgeschlossen und eine Abnahme erfolgt ist.
Die Realisation der übrigen Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Position, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden.
Zuschüsse der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt. Darüber hinaus wurden Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur sowie Kosten zur Untersuchung der Produkt-Feldqualität bezuschusst.
Die Zuschüsse werden erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, sobald der entsprechende Bescheid vorliegt sowie die sonstigen Förderbedingungen erfüllt sind.
Investitionszuschüsse zur Förderung von Investitionen in Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten der bezuschussten Vermögensgegenstände verrechnet, sobald der entsprechende Bescheid vorliegt sowie die sonstigen Förderbedingungen erfüllt sind.
III. Erläuterungen zu den Bilanzposten
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.
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| Historische Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
01.01.2010 | Zugang | Abgang | Umbuchung | 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 317.398 | 23.177 | 16.055 | 0 | 324.520 |
| 317.398 | 23.177 | 16.055 | 0 | 324.520 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 663.615 | 35.128 | 15.501 | 1.066 | 684.309 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.265.313 | 317.566 | 220.632 | 964.345 | 2.326.591 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 788.850 | 688.373 | 0 | -965.411 | 511.812 |
| 2.717.778 | 1.041.067 | 236.133 | 0 | 3.522.712 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 71 | 0 | 0 | 0 | 71 |
| 71 | 0 | 0 | 0 | 71 | |
| 3.035.247 | 1.064.244 | 252.188 | 0 | 3.847.303 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
01.01.2010 | Zugang | Abgang | 31.12.2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 200.735 | 52.750 | 15.923 | 237.562 |
| 200.735 | 52.750 | 15.923 | 237.562 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 181.147 | 98.165 | 14.023 | 265.290 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 855.398 | 295.931 | 211.551 | 939.777 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.036.545 | 394.096 | 225.574 | 1.205.067 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 1.237.280 | 446.846 | 241.497 | 1.442.629 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| alle Angaben in € |
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 86.958 | 116.663 |
| 86.958 | 116.663 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 419.019 | 482.468 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.386.814 | 409.915 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 511.812 | 788.850 |
| 2.317.645 | 1.681.233 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 71 | 71 |
| 71 | 71 | |
| 2.404.674 | 1.797.967 |
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2010
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| Name der Gesellschaft | Sitz | Kapitalanteil in % |
Eigenkapital in € |
Ergebnis 2010 in € |
|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | ||||
| SFC Energy, Inc. | Atlanta (USA) | 100,00 | -1.500.235 | -1.125.028 |
Vorräte
In den Vorräten sind Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von € 46.991,83 (Vorjahr: € 58.120,48) enthalten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von € 69.800,00 (Vorjahr: € 72.235,03) enthalten. Die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum Abschlussstichtag eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 41.475,92 (Vorjahr: € 40.929,42) gebildet. Ferner wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 1.313,64 (Vorjahr: € 7.141,12) gebildet.
Eigenkapital
Das Grundkapital der Aktiengesellschaft beträgt insgesamt € 7.152.887,00 und ist eingeteilt in 7.152.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückstammaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.568.121,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital II in Höhe von € 127.716,00 für die Durchführung von Aktienoptionsprogrammen. Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine weiteren Optionsausübungsrechte mehr, das Aktienoptionsprogramm ist abgeschlossen.
Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.
Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:
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| alle Angaben in € |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag | -3.273.156,93 | -4.021.649,01 |
| Verlustvortrag | -35.593.958,34 | -31.572.309,33 |
| Bilanzverlust | -38.867.115,27 | -35.593.958,34 |
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
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| alle Angaben in € |
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen Personalbereich | 1.146.501,00 | 971.239,00 |
| Gewährleistungsverpflichtungen | 1.046.167,00 | 857.409,00 |
| Ausstehende Rechnungen | 194.000,00 | 567.069,00 |
| Übrige Rückstellungen | 99.300,00 | 111.084,00 |
| Gesamt | 2.485.968,00 | 2.506.801,00 |
Verbindlichkeiten
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| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
Gesamtbetrag zum 31.12.2010 | bis zu einem Jahr | von einem bis zu fünf Jahren | über fünf Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 3.582,79 | 3.582,79 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 935.342,42 | 935.342,42 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 160.006,92 | 160.006,92 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt | 1.098.932,13 | 1.098.932,13 | 0,00 | 0,00 |
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| davon mit einer Restlaufzeit | ||||
|---|---|---|---|---|
| alle Angaben in € |
Gesamtbetrag zum 31.12.2009 | bis zu einem Jahr | von einem bis zu fünf Jahren | über fünf Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 18.321,17 | 18.321,17 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.284.383,09 | 1.284.383,09 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 103.272,22 | 103.272,22 | 0,00 | 0,00 |
| Gesamt | 1.405.976,48 | 1.405.976,48 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.
Latente Steuern
Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die Latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die sich zum 31. Dezember 2010 ergebenden passiven latenten Steuern in Höhe von € 4.393,39 resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der langfristigen sonstigen Rückstellungen. Gegenläufig wirken sich aktive latente Steuern aus der Inanspruchnahme der Verlustvorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer aus. Da ein zukünftiger Nutzen aus diesen Verlustvorträgen innerhalb der nächsten 5 Jahre noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann, wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge maximal in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, gebildet. Demzufolge entsprachen im Geschäftsjahr 2010 die aktiven latenten Steuern den passiven latenten Steuern.
Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 27,38 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,00 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,50 % wurde der Gewerbesteuersatz von 11,55 % berücksichtigt.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:
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| alle Angaben in € |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| A-Serie | 9.809.074,01 | 9.354.604,50 |
| C-Serie | 1.159.800,85 | 387.750,67 |
| Joint Development Agreements | 877.788,11 | 1.748.637,18 |
| Power Manager | 603.236,67 | 135.961,92 |
| Sonstiges | 965.079,21 | 812.504,06 |
| Gesamtumsatz | 13.414.978,85 | 12.439.458,33 |
Aufteilung nach geografischen Märkten:
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| alle Angaben in € |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Europa (ohne Deutschland) | 6.437.250,76 | 4.865.275,36 |
| Deutschland | 5.008.287,80 | 5.609.644,73 |
| Nordamerika | 1.680.342,55 | 1.808.308,57 |
| Asien | 194.354,46 | 122.406,59 |
| Rest der Welt | 94.743,28 | 33.823,08 |
| Gesamtumsatz | 13.414.978,85 | 12.439.458,33 |
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:
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| Realisierte Kursgewinne: | € 55.844,40 |
| Unrealisierte Erträge aus der Bewertung: | € 412,04 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:
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| Realisierte Kursverluste: | € 50.898,07 |
| Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung: | € 20.701,56 |
V. Sonstige Angaben
Beschäftigtenzahl
Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:
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| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| Vollzeit | 86 | 87 |
| Teilzeit | 6 | 6 |
| 92 | 93 |
Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 bestanden keine offenen Finanzderivate.
Konzernabschluss
Die SFC Energy AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Vorstand
Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2010:
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| Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann, Vorsitzender | verantwortlich für Finance, Corporate Strategy, PR, IR, Sales &Marketing, HR |
| Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (bis 31. Dezember 2010) | verantwortlich für Technology, Operations, Supply Chain Management, IT, Quality Management |
Mandate in Aufsichtsräten und sonstigen Kontrollgremien
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| Dr. Jens Müller | Mitglied des Aufsichtsrats des Weiterbildungszentrum Brennstoffzelle Ulm e.V., Ulm |
Bezüge des Vorstands
Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:
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| Geschäftsjahr 2010 alle Angaben in € |
fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung1 | langfristige erfolgsabhängige Vergütung2 | Vergütung Wettbewerbs- verbot3 |
Gesamtbetrag |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Peter Podesser | 320.441 | 141.062 | 4.584 | 0 | 466.087 |
| Dr. Jens Müller | 249.300 | 68.949 | 487 | 80.000 | 398.735 |
| Gesamt | 569.740 | 210.011 | 5.071 | 80.000 | 864.822 |
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| Geschäftsjahr 2009 alle Angaben in € |
fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Vergütung Wettbewerbs- verbot |
Gesamtbetrag |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Peter Podesser | 311.150 | 82.500 | 88.970 | 0 | 482.620 |
| Dr. Jens Müller | 235.963 | 56.250 | 74.141 | 0 | 366.354 |
| Gesamt | 547.113 | 138.750 | 163.111 | 0 | 848.974 |
1 Die erfolgsabhängige Vergütung spiegelt den zurückgestellten Aufwand, basierend auf dem vorläufigen Jahresabschluss nach IFRS für 2010, wider. Ferner sind die Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember 2009 zu den tatsächlich gezahlten Beträgen 2010 enthalten.
2 Die langfristige erfolgsabhängige Vergütung beinhaltet den zurückgestellten Aufwand für das Long Term Incentive Programm für die Vorstände. Dabei wurde die Differenz der Rückstellungsbeträge zu den jeweiligen Stichtagen betrachtet.
3 Die Vergütung Wettbewerbsverbot für Dr. Müller im Jahr 2010 betrifft den zurückgestellten Aufwand für das vereinbarte nachvertragliche Wettbewerbsverbot für 6 Monate nach Beendigung des Vorstandsvertrages.
Vergütungen für ehemalige Vorstandsmitglieder
Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2010 € 0,00 (Vorjahr: € 0,00).
Gewährte Vorschüsse und Kredite und Haftungsverhältnisse
Mitgliedern des Vorstands wurden weder Vorschüsse und Kredite gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010:
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| Dr. Rolf Bartke, Berlin, Wirtschaftsingenieur, Vorsitzender | Member of the Board of Directors, EADS N.V., Amsterdam Member of the Board of Directors, EADS Participations B.V., Amsterdam Vorsitzender des Beirats der Keiper-Recaro-Group, Kaiserslautern Mitglied des Beirats der HUF Hülsbeck & Fürst GmbH &Co KG, Velbert Member of the Board of Directors, J&R Carter Partnership Foundation, Atlanta Member of the Board of Directors, SORTIMO North America Inc., Atlanta |
| Rüdiger C. Olschowy, Schliersee, Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender | Geschäftsführer der - MIT Fund Management GmbH, Unterhaching - BIT Verwaltungs GmbH, Unterhaching - BIT Treuhand GmbH, Unterhaching Gesellschafter und Geschäftsführer der BIT Holdings GmbH, Unterhaching Vorstand der MIT Munich Industrial Technologies AG, Unterhaching Vorsitzender des Aufsichtsrats der ST Holding AG, Unterhaching Vorsitzender des Aufsichtsrats der BELTE AG, Delbrück Beirat (stv. Vorsitzender) der ST Outsert GmbH, Herborn |
| Wolfgang Biedermann, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010) | Geschäftsführer der H.I.G. European Capital Partners GmbH, Hamburg Aufsichtsratsvorsitzender der UMS United Medical Systems International AG, Hamburg |
| Jakob-Hinrich Leverkus, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010) | Vorsitzender des Beirats der Drewsen Spezialpapiere GmbH &Co. KG, Lachendorf Mitglied des Beirats der elcomax GmbH, München Mitglied des Beirats der Dinse GmbH, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats der Surteco AG, Buttenwiesen-Pfaffenhofen (bis 24.06.2010) Mitglied des Verwaltungsrates der Stiftung "Das Rauhe Haus", Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats der SOLON SE, Berlin |
| David William Morgan, Rolvenden, Kent, Großbritannien, MA ACA , Kaufmann (ab 8. März 2010) | Independent Director der Nord Gold N.V., Amsterdam, Niederlande Chairman Advisory Board der Conduit Ventures Limited, London, Großbritannien Chairman Advisory Board, Department of Chemistry, des Imperial College, London, Großbritannien |
| Dr. Manfred Stefener, München, Ingenieur (bis 31. Januar 2011) | Gesellschafter und Geschäftsführer der - elcomax GmbH, München - Manfred Stefener Verwaltungs GmbH, München |
| - Ecogen Holding GmbH, München - Manfred Stefener GmbH &Co. KG, München - Clean Energy Consulting GmbH &Co. KG, München Geschäftsführer der - Elcore GmbH, München |
Bezüge des Aufsichtsrats
Die fixen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats stellen sich wie folgt dar. Die variable Vergütung ist an die Dividendenzahlung gekoppelt und kam daher im Geschäftsjahr 2010 nicht zum Tragen.
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| alle Angaben in € |
fixe Vergütung 2010* | fixe Vergütung 2009* |
|---|---|---|
| Gesamt | 166.290,00 | 168.333,00 |
* Die Vergütung spiegelt den abgerechneten und zurückgestellten Aufwand wider. Ferner sind die Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember des Vorjahres zu den tatsächlich gezahlten Beträgen enthalten.
Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen
Als nahe stehende Unternehmen und Personen gelten in entsprechender Anwendung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Im Fall der SFC ist der Gesellschafter Dr. Manfred Stefener mit Mandat im Aufsichtsrat als nahe stehend im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren.
Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates, wie sie oben genannt sind, sowie deren nahe Familienangehörige.
Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.
In den folgenden Übersichten sind die Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen und Personen dargestellt.
Transaktionen 2010
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| Forderungen in € |
Verbindlichkeiten in € |
Erträge in € |
Aufwendungen in € |
|
|---|---|---|---|---|
| Personen in Schlüsselpositionen | 0 | 652.639 | 0 | 1.031.112 |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss | 3.100 | 0 | 30.752 | 0 |
| Gesamt | 3.100 | 652.639 | 30.752 | 1.031.112 |
Transaktionen 2009
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| Forderungen in € |
Verbindlichkeiten in € |
Erträge in € |
Aufwendungen in € |
|
|---|---|---|---|---|
| Personen in Schlüsselpositionen | 0 | 521.367 | 0 | 1.019.861 |
| Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss | 3.478 | 0 | 18.299 | 0 |
| Gesamt | 3.478 | 521.367 | 18.299 | 1.019.861 |
Im Rahmen einer Lieferbeziehung über Einzelkomponenten und Testequipment mit der Elcomax GmbH, einem Unternehmen, das unter dem wesentlichen Einfluss des Gesellschafters Dr. Manfred Stefener steht, wurden Umsätze in Höhe von € 30.752 (Vorjahr: € 18.299) realisiert. Darüber hinaus arbeitet SFC im Rahmen eines gemeinsamen Förderprojektes mit der Elcomax GmbH zusammen.
Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind bereits oben dargestellt.
Honorare des Abschlussprüfers
Die Honorare betragen:
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| alle Angaben in € |
2010 | 2009 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 71.000,00 | 68.000,00 |
| Steuerberatungsleistungen | 7.467,50 | 2.163,00 |
| Gesamt | 78.467,50 | 70.163,00 |
Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag war ein Festgeld in Höhe von € 570.000,00 (Vorjahr: € 45.320,00) als Sicherheit für den Mietvertrag des Gebäudes verpfändet.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgendem Umfang:
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| alle Angaben in € |
fällig 2011 | fällig 2012 | fällig 2013 | fällig 2014 ff. | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Leasing | 147.150 | 97.983 | 48.433 | 13.762 | 307.327 |
| Miete | 993.138 | 993.138 | 1.042.795 | 6.823.467 | 9.852.539 |
| Gesamt | 1.140.288 | 1.091.121 | 1.091.228 | 6.837.228 | 10.159.866 |
Die Mieten betreffen das neue Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude, sie sind als nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft von wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft. Es handelt sich um einen üblichen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Wesentliche oder unübliche Risiken existieren nicht. Der Vorteil gegenüber einer Investition besteht für die Gesellschaft neben den Liquiditätsvorteilen und der Schonung der Eigenkapitalquote darin, dass durch den Mietvertrag die notwendige Planungs- und Kalkulationssicherheit sowie Flexibilität für das weitere geplante Wachstum von SFC gegeben ist.
Meldungen gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Der SFC Energy AG gingen bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses (23. März 2011) folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu (nachfolgend sind nur die Mitteilungen aufgeführt, die das Bestehen einer Beteiligung zum vorgenannten Datum wiedergeben bzw. soweit sie sich auf die vollständige Veräußerung einer Beteiligung seit dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2009 beziehen; die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der letzten Stimmrechtsmitteilung an SFC Energy AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein).
PRICAP Venture Partners AG, Hamburg, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1a WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG (WKN: 756857) per 24. Mai 2007 17,33% (1.208.708 Stimmrechte) betragen hat.
Die PRICAP Venture Partners AG, Hamburg, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. Februar 2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 25. Januar 2011 die Schwelle von 10%, 5% und 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0% (das entspricht 0 Stimmrechten) betragen hat.
Weiter wurde uns am 17. Februar 2011 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der PRICAP Venture Partners AG, Hamburg, Deutschland, an der SFC Energy AG durch die Erhöhung des Grundkapitals am 4. Juni 2007 die Schwelle von 15% unterschritten hat. Der Stimmrechtsanteil der PRICAP Venture Partners AG betrug zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der SFC Energy AG 14,7512% (1.047.806 Stimmrechte).
Herr Dr. Manfred Stefener, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 25. Mai 2007 die Schwelle von 20% unterschritten und zu diesem Tag 19,61% (1.367.876 Stimmrechte) betragen hat. Davon waren ihm 5,39% (376.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihm zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihm kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Manfred Stefener GmbH &Co. KG.
Des Weiteren hat uns die Manfred Stefener GmbH &Co. KG, München, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 30. Mai 2007 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,35% (164.091 Stimmrechte) betragen hat.
Daneben hat uns die Manfred Stefener Verwaltungs GmbH, München, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 30. Mai 2007 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,35% (164.091 Stimmrechte) betragen hat. Davon waren ihr 2,35% (164.091 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Ihr zugerechnete Stimmrechte wurden dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SFC Smart Fuel AG AG jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten: Manfred Stefener GmbH &Co. KG.
Herr Dr. Manfred Stefener, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 25. Januar 2011 die Schwelle von 15%, 10% und 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,44% (das entspricht 317.571 Stimmrechten) betragen hat. 2,40% der Stimmrechte (das entspricht 171.882 Stimmrechten) sind Herrn Stefener gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
E.I. du Pont de Nemours and Company hat uns gemäß § 21 Abs. 1a WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der DuPont Operations, Inc., Wilmington, USA, an der SFC Energy AG am 24. Mai 2007 9,46% (659.592 Stimmrechte) betragen hat, sowie dass der Stimmrechtsanteil der E.I. du Pont de Nemours and Company, Wilmington, USA, an der SFC Energy AG am 24. Mai 2007 9,46% (659.592 Stimmrechte) betragen hat. Davon waren E.I. du Pont de Nemours and Company 9,46% (659.592 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Der E.I. du Pont de Nemours and Company, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. Satz 3 WpHG zugerechneten Stimmrechte werden über das folgende, von die E.I. du Pont de Nemours and Company kontrollierte Unternehmen gehalten, dessen Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG 3% oder mehr beträgt: DuPont Operations, Inc., Wilmington, USA.
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland hat uns gemäß §§ 21 Absatz 1, 24 WpHG i.V.m. § 32 Absatz 2 InvG mitgeteilt, dass deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, am 7. August 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an der SFC Energy AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt einen Stimmrechtsanteil von 5,17% gehalten hat (entsprechend 369.000 Stimmrechten).
Die Conduit Ventures Limited, London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 7. September 2009 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,64% (761.375 Stimmrechte) betragen hat. Sämtliche Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP und Conduit Ventures General Partner II Limited zuzurechnen.
Die Conduit Ventures IIA LP, London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 7. September 2009 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,64% (761.375 Stimmrechte) betragen hat.
Die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG am 7. September 2009 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,64% (761.375 Stimmrechte) betragen hat. Sämtliche Stimmrechte sind ihr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP zuzurechnen.
Im Rahmen einer Korrekturmitteilung hat uns Schroders plc., London, nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass Schroders plc. die Muttergesellschaft der Schroder Administration Limited ist, die ihrerseits die Muttergesellschaft der Schroder Investment Management Limited ist, die ihrerseits die Muttergesellschaft der Schroder Investment Management North America Limited ist. Alle vier Gesellschaften sind in London, England registriert. Die Schroders plc. hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an SFC Energy AG die Schwelle von 5% überschritten hat und per 21.Dezember 2009 5,19% (entspricht 371.356 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind Schroders plc. in Gänze nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 und 3 WpHG zuzurechnen.
Des Weiteren hat Schroder Administration Limited uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an SFC Energy AG die Schwelle von 5% überschritten hat und per 21. Dezember 2009 5,19% (entspricht 371.356 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind Schroder Administration Limited in Gänze nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 und 3 WpHG zuzurechnen.
Schroder Investment Management Ltd. hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an SFC Energy AG die Schwelle von 5% überschritten hat und per 21. Dezember 2009 5,19% (entspricht 371.356 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind Schroder Investment Management Ltd. in Gänze nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Des Weiteren hat Schroder Investment Management North America Limited uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an SFC Energy AG die Schwelle von 3% überschritten hat und per 25. September 2009 4,18% (entspricht 299.300 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind in Gänze nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG Schroder Investment Management North America Limited zuzurechnen.
Die UBS Fund Management Company (Luxembourg) SA, Luxembourg, Luxembourg hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, am 20. Dezember 2010 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,66% (das entspricht 190.264 Stimmrechten) betragen hat.
Herr Sebastian Felix Günther, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, am 18. Januar 2011 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,24% (231.555 Stimmrechte) betragen hat.
Des Weiteren wurde uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, an der SFC Energy AG am 15. November 2010 die Schwellen von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,01% der Stimmrechte (1.788.993 Stimmrechte) betrug. Diese Stimmrechte werden der HPE PRO Institutional Fund B.V. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 WpHG im Umfang von 25,01% der Stimmrechte (1.788.993 Stimmrechte) zugerechnet. Die Stimmrechtsanteile werden der HPE PRO Institutional Fund B.V. von den Aktionären Dr. Manfred Stefener und der Pricap Venture Partners AG, deren Stimmrechtsanteile über 3% betragen, zugerechnet.
Uns wurde gemäß §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande an der SFC Energy AG am 25. Januar 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,01% der Stimmrechte (1.788.993 Stimmrechte) betrug. Diese Stimmrechte werden der Holland Private Equity Management B.V. gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG im Umfang von 25,01% der Stimmrechte (1.788.993 Stimmrechte) zugerechnet. Die Stimmrechtsanteile werden der Holland Private Equity Management B.V. von der Aktionärin HPE PRO Institutional Fund B.V., deren Stimmrechtsanteile 25,01% betragen, vollständig zugerechnet.
Weiter wurde uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande an der SFC Energy AG am 25. Januar 2011 weiterhin die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20% und 25% überschreitet und zu diesem Tag 25,01% der Stimmrechte (1.788.993 Stimmrechte) betrug, die nunmehr nicht mehr zugerechnet, sondern direkt gehalten werden.
Eine Ausübung von Finanzinstrumenten ist hinsichtlich 25,01% der Stimmrechte (1.788.993 Stimmrechte) erfolgt.
Ferner wurde uns gemäß § 25 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande am 25. Januar 2011 keine Finanzinstrumente mehr unmittelbar oder mittelbar hält, die ihr das Recht einräumen, Aktien an der SFC Energy AG zu beziehen. An diesem Tag hätte die HPE PRO Institutional Fund B.V. damit die Schwellen von 25%, 20%, 15%, 10%, 5% und 3% der Stimmrechte an der SFC Energy AG unterschritten, wenn sie statt der Finanzinstrumente Stimmrechte gehalten hätte.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und am 22. März 2010 sowie eine Aktualisierung am 9. Dezember 2010 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Brunnthal, den 23. März 2011
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SFC Energy AG, Brunnthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. März 2011
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Voit, Wirtschaftsprüfer
ppa. Häussermann, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Brunnthal, den 23. März 2011
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser