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SFC Energy AG Annual Report 2017

Apr 18, 2018

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Annual Report

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SFC Energy AG

Brunnthal

Lagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

Lagebericht und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS

Organisatorische Struktur des Unternehmens und Standorte

Die SFC Energy AG, Brunnthal, (SFC) hält Beteiligungen an der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark). Die SFC Energy Inc., Winter Park, USA (SFC Inc.) befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in Liquidation.

Der Vorstand der SFC AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Unternehmens sind das deutsche Aktiengesetz und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.

Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA war SFC bis Dezember 2016 durch die Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. in Winter Park, Florida, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver und Laval.

Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Der Vorstand steuert das Unternehmen nach den Segmenten Öl & Gas, Sicherheit & Industrie und Freizeit. Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Unternehmens. Der Vorstand plant die Segmentierung im Geschäftsjahr 2018 anzupassen und nach den Märkten Clean Energy & Mobility, Defense & Security, Oil & Gas sowie Industry auszurichten. Bis zum Abschluss dieses Projekts erfolgt die Steuerung und Berichterstattung weiterhin auf der Grundlage der bisherigen Segmentierung.

Gegenstand des Unternehmens der SFC AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC AG verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von DirektMethanol-Brennstoffzellen (DMFC) für eine Reihe von Absatzmärkten.

Im Segment Sicherheit & Industrie erzielt SFC AG Umsätze in den Märkten Industrie sowie Verteidigung & Sicherheit. Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle der SFC AG nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum Markt Verteidigung & Sicherheit gehören Ver-teidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, den SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa, Asien und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) sowie weitere Dienstleistungsumsätze erwirtschaftet. Für das Freizeitsegment bietet die SFC AG über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an.

PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden basierend auf einer standardisierten Plattform - Produktlösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Laser, Verteidigung & Sicherheit, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend über Direktvertrieb. PBF erzielte seine Umsätze ausschließlich im Segment Sicherheit & Industrie.

Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme sowie Stromversorgungskomponenten für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas Industrie, sowie in geringem Umfang in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark wurden ausschließlich dem Segment Öl & Gas zugeordnet.

ZIELE UND STRATEGIEN

SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.

STEUERUNGSSYSTEM

Für die interne Steuerung des Unternehmens verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, Bruttomarge, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA), das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) sowie den Zahlungsmittelbestand.

Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen, wie z.B. Qualitätsparameter verwendet.

Wie auch schon im Geschäftsjahr 2016 lag im Berichtszeitraum der Hauptfokus des Unternehmens auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierte Gesamtlösungen. Das Unternehmen unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Das Unternehmen investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2017 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 2.133 (Vorjahr: T€ 2.189) im Bereich F&E aufgewendet.

Mit 17 Mitarbeitern (Vorjahr 15) zum Stichtag ist etwa ein Fünftel des gesamten Personals von SFC im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Unternehmens beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 19 (Vorjahr: 18) erteilten Patentfamilien.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der SFC waren im Geschäftsjahr 2017 folgende:

Entwicklung Produktgeneration EFOY 3.0.
Entwicklung und Programmierung eines Servicetools für Brennstoffzellensysteme.
Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben
Entwicklung eines intelligenten Kommunikationskabels für die JENNY 1200 zur einfachen Anbindung an HDQ-Batterien.
Konsequente Verbesserung, Weiterentwicklung und Portfolioerweiterung der Energielösungen für den industriellen Einsatz.
Weiterführende Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur Kostenreduzierung kommender EFOY-Generationen wurden durchgeführt.

Auch weiterhin plant das Unternehmen deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Unternehmens in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Unternehmens wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2017 betrugen die vereinnahmten Zuschüsse inkl. der erhaltenen Zuschüsse im Bereich Verwaltung T€ 60 (Vorjahr: T€ 786).

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft expandiert weiter

Nach der Einschätzung des ifo Instituts1 in seiner Konjunkturprognose 2017-2019 setzte sich der seit 2010 zu beobachtende Aufschwung der Weltwirtschaft nach der Schwächephase in den Jahren 2015 und 2016 im Jahr 2017 weiter fort. Insbesondere im Sommerhalbjahr 2017 stieg das Expansionstempo merklich und das reale Welt-Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten und dritten Quartal 2017 jeweils um 0,9 % im Vergleich zum Vorquartal zu. Dabei hat der Anstieg mittlerweile die meisten Volkswirtschaften erfasst, wesentlicher Treiber ist nach Einschätzung der ifo-Experten die Industrieproduktion, sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern. Parallel zur Erholung der Industrieproduktion und des Welthandels hat sich auch die weltweite Investitionstätigkeit belebt. Weitere Gründe für diese konjunkturelle Dynamik sehen die Experten auch in der Abschwächung von Risiken im Jahresverlauf. So sind der befürchtete Wachstumseinbruch in China sowie die Umsetzung der über Social Media angekündigten tiefgreifenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen der USA bislang weitestgehend ausgeblieben, während die inländische Nachfrage weiter robust blieb. Ebenso hat das Brexit-Votum zwar die konjunkturelle Entwicklung zwar verlangsamt, aber noch keine Auswirklungen auf wichtige britische Handelspartner gehabt. Zudem haben bei den Parlamentswahlen Europas die europakritischen Parteien weniger Stimmen gewonnen als befürchtet. Die Experten des Instituts rechnen daher mit einer überdurchschnittlichen Expansion der Weltwirtschaft im Winterhalbjahr 2017/18, wobei sich jedoch die Dynamik etwas abschwächen dürfte. Mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs bewerten die Experten aller fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihre jeweilige Lage im ifo Weltwirtschaftsklima grundsätzlich weiter positiv. Insgesamt soll das Bruttoinlandsprodukt der Welt 2017 mit 3,3 % deutlich stärker zugelegt haben als noch im Jahr 2016. In den kommenden beiden Jahren erwartet das ifo Institut ähnlich hohe Wachstumsraten bei 3,3 % in 2018 bzw. 2,0 % in 2019. Damit wäre der derzeitige Aufschwung der längste in der Nachkriegszeit.

1 ifo Konjunkturprognose 2017-2019,"Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur", 14. Dezember 2017.

Deutsche Wirtschaft im kräftigen Aufschwung

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi2 ) befindet sich die deutsche Wirtschaft in einem kräftigen Aufschwung. 2017 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 2,2 % gewachsen, trotz einer geringeren Zahl von Arbeitstagen als im Vorjahr. Wieder waren die treibenden Kräfte hinter der Konjunktur der Konsum, der um 2,0 % anzog, sowie außenwirtschaftliche Impulse. Kräftige Exporte stimulierten die Investitionen in Ausrüstungen, auch die Bauinvestitionen blieben in einem günstigen Finanzierungsumfeld rege. Produktion und Auftragseingänge der Industrie stiegen weiter. Die Experten deuten dies, gemeinsam mit den hervorragenden Stimmungswerten in der Industrie, als Zeichen dafür, dass die Industrieproduktion weiter stärker anziehen dürfte.

Für 2017 rechnet das ifo Institut mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 2,2 % (kalenderbereinigt 2,5 %) und erwartet, dass sich, befördert von der Binnennachfrage und den Exporten, der Aufschwung in Deutschland fortsetzen wird. Für 2018 hat das Institut die Prognose angehoben und erwartet jetzt einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts um 2,6 %. Für 2019 soll das BIP mit 2,1 % wieder etwas langsamer expandieren.

2 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2018", 12. Januar 2018.

Öl- und Gasmarkt

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet.

Kanada ist einer der zehn größten Gas- und Rohölproduzenten der Welt und der größte Erdöl-und Erdgaslieferant der USA. Kanada hat die strengste Umweltgesetzgebung aller US-Lieferanten. Seit 1980 hat sich die kanadische Energieproduktion fast verdoppelt. Kanada verfügt nach Angaben des Industrieverbands Canadian Association of Petroleum Producers CAPP3 über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt und ist der fünftgrößte Erdgasproduzent weltweit. Im Bereich Ölsandförderung ist das Land nach Aussagen der CAPP Technologieführer. Die kanadische Öl- und Erdgasindustrie ist der größte Privatsektorinvestor des Landes mit einer Investitionssumme von 44 Mrd. CAD im Jahr 20174 .

3 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, Publikation: "Canada's Oil and Natural Gas Industry Energy tomorrow" November 2017.

4 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, Context Magazine, 5. Juli 2017.

Die Rohölpreise schlossen im Jahr 2017 bei 60 USD/Barrel (B), der höchste Jahresendstand seit 2015. Der West Texas Intermediate (WTI) Rohölpreis lag 2017 im Durchschnitt bei 51 USD/B und damit 7 USD/B über dem 2016-Durchschnitt. Der Brent-Preis stieg zum Jahresende 2017 auf 65 USD/B und lag damit 10 USD/B über dem gleichen Zeitpunkt 2016. Damit sich zum Jahresende der Brent-WTI Abstand auf 5 USD/B vergrößert, der größte Spread seit 2013. Dank niedrigerer Rohölpreise war das US-Rohöl international wettbewerbsstark und erzielte eine Rekordexportrate. Auch im US-Inland stieg die Nachfrage auf den höchsten Stand seit 2007.

Anfang Januar 2018 stiegen infolge sinkender Aktienpreise, Lieferengpässe in der Nordsee und Libyen sowie geopolitischer Spannungen die Notierungen der Referenzölsorten Brent und WTI (West Texas Intermediate) auf ein neues Dreijahreshoch.

Die International Energy Agency IEA6 ging im Januar 2018 von einer nahezu unveränderten Nachfrage von 97,8 Mio. Barrel pro Tag (B/T) für 2017 beziehungsweise 99,1 Mio. B/T für 2018 aus. Dabei soll das Wachstum 2017 bei 1,6 Mio. B/T und 2018 bei 1,3 Mio. B/T liegen. Der Rückgang 2018 ist hauptsächlich auf den Einfluss höherer Ölpreise, ein sich änderndes Nutzerverhalten in China, die jüngste OECD-Nachfrageschwäche und den Wechsel zu Erdgas in mehreren Nicht-OECD Ländern zurückzuführen.

5 eia - Today in Energy: "Crude oil prices increased in 2017, and Brent-WTI spread widened", 3. Januar 2018.

6 International Energy Agency, "Oil Market Report June", 19. Januar 2018.

Die Experten sehen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts eine deutliche Verknappung am Markt, was sich ihrer Ansicht nach im weiteren Jahresverlauf in steigenden Rohölpreisen auswirken sollte.

In seiner im November veröffentlichten Publikation zur kanadischen Öl- und Gasindustrie geht deren Industrieverband, die Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, davon aus, dass der Energieverbrauch weltweit weiter ansteigen wird. Bis 2040 soll die Nachfrage um ca. 11 Mio. B/T ansteigen, davon allein 10 Mio. B/T aus China und Indien. Für die kanadische Produktion prognostizierte der Verband in seinem im Juni 2017 veröffentlichten jüngsten Wirtschaftsausblick8 nach 3,9 Mio. Barrel pro Tag (B/T) im Jahr 2016 einen Anstieg der kanadischen Gesamtölproduktion bis 2030 auf 5,1 Mio. B/T, hauptsächlich getrieben durch die Steigerung der Ölsandproduktion von 2,4 Mio. B/T im Jahr 2015 auf bis zu 3,7 Mio. B/T bis 2030. Für die konventionelle Ölproduktion rechnen die Experten im Prognosezeitraum mit einer unveränderten Produktionsmenge von 0,9 Mio. B/T.

7 siehe 6.

8 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, "Crude Oil Forecast, Markets and Transportation", 13. Juni 2017.

Sicherheits- und Industriemarkt

a) Brennstoffzellen

Nach Angaben der Strategieberatung E4tech9 in ihrem "The Fuel Cell Industry Review 2017" wächst die internationale Brennstoffzellenindustrie weiter. 2017 wurden den Berechnungen der Experten nach 30 % mehr Brennstoffzellen verkauft als noch im Jahr zuvor. Das entspricht insgesamt einem Zuwachs von nahezu 10.000 Brennstoffzellen. Am stärksten schlägt hier der Anstieg in der Fahrzeugindustrie zu Buche, wo zahlreiche Autohersteller verstärkt in die Elektromobilität investieren. Stationäre Brennstoffzellen verharrten auf dem Vorjahresniveau, vor allem bedingt durch wirtschaftliche Probleme bei zahlreichen Herstellern. Nach Einschätzung der Experten bleibt dies nach wie vor die größte Herausforderung der Industrie.

Insgesamt stieg der Anteil von Brennstoffzellen am Energiemix im Jahr 2017 weltweit um 30 % auf 670 MW. Die stärksten Impulse kamen hier aus Asien, das für fast 80 % dieses Anstiegs verantwortlich ist. In Nordamerika wuchsen vor allem große stationäre Anlagen zur Stromversorgung. In Europa wurden mehrere Brennstoffzellen-Bus-Projekte gestartet. Erstmalig kommentieren die Experten in ihrem Bericht die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Brennstoffzellen in Verteidigungsanwendungen. Dieser Markt wird ihrer Ansicht nach zukünftig wichtiger werden. Gute Wachstumschancen erwarten die Experten zudem für kleinere Brennstoffzellensysteme, wie SFC Energy sie vertreibt, in portablen und mobilen Privat- und Sicherheitsanwendungen. Für 2018 sieht die Strategieberatung gute strategische und finanzielle Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des Marktes, vorausgesetzt die Förderbedingungen bleiben gut.

b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic Components and Systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen.

In seinem aktuellen Ausblick beziffert der ZVEI10 das Volumen des Welt-Elektromarkts 2016 mit 4.128 Mrd. € und prognostiziert für 2017 bzw. 2018 ein Wachstum von jeweils 4 %. Für den Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" erwartet der Verband ein Plus von 6 % für 2017 sowie von 4 % für 2018.

In Deutschland stieg nach Angaben des Verbands11 von Januar bis November 2017 die reale, um Preiseffekte bereinigte, Produktion der Elektrobranche um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr.

9 E4tech, "The Fuel Cell Industry Review 2017", December 2017.

10 ZVEI-We It-Elektroma rkt - Ausblick bis 2018, 29. Juni 2017.

11 ZVEI, ZVEI-Konjunkturbarometer, 9. Januar 2018.

Der Umsatz erhöhte sich im selben Zeitraum um 7,4 % auf 174,1 Mrd. €. Im Zeitraum von Januar bis November 2017 stiegen insbesondere die Bestellungen stark, um 10,1 % gegenüber dem Vorjahr, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Für 2017 hält der ZVEI trotz positiver Konjunkturerwartungen an seiner bisherigen Prognose von plus 1,5 % realem Produktionswachstum bzw. einem Anstieg der nominalen Erlöse auf 182 Mrd. € (nach 178,5 Mrd. € 2016) fest. Grund für die Zurückhaltung ist eine Reihe von Risiken, vor allem die Wirtschaftspolitik in den USA, der Brexit, die Spannungen mit der Türkei sowie die fragile Lage Italiens.

Für den Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufac-turing Services Provider) meldete der ZVEI im September 201712 einen Umsatzanstieg von 1,3 % um 0,5 Mrd. € im Jahr 2016. Dabei war der Untermarkt "Elektromechanische Bauteile" im selben Zeitraum sogar um 3,4 % auf 61,5 Mrd. € gewachsen. In Deutschland verzeichneten die Experten für "Elektronische Bauelemente" 2016 einen Rückgang um 3,4 % auf 18,6 Mrd. €, der Untermarkt "Elektromechanische Bauelemente" hingegen stieg um 2,6 % auf 3,4 Mrd. €. Die vornehmlich mittelständisch geprägte Industrie agiert nach Angaben ihres Verbands hier zunehmend erfolgreich in einem immer stärker globalisierten Markt.

c) Verteidigung und Sicherheit

Nach wie vor sehen die Experten des International Institute for Strategic Studies IISS in ihrer neuesten Studie "The Military Balance 2018"13 die weltweite Verteidigungslage gekennzeichnet von verstärkter Unsicherheit in den Beziehungen zwischen Staaten und der zunehmenden Verbreitung immer fortgeschrittener militärischer Fähigkeiten. 2017 blieb die Bedrohung durch transnationale terroristische Akte weiter hoch. Hartnäckige Konfliktsituationen und Unsicherheiten in weiten Teilen Afrikas machten weiterhin den Einsatz afrikanischer und externer Kräfte erforderlich. Im Mittleren Osten war die Sicherheitslage beherrscht von dem Krieg gegen den ISIS, dem Bürgerkrieg in Syrien, dem Jemen-Konflikt und der destabilisierenden Entwicklung in Iran. In Europa setzte sich der schwärende Konflikt in der Ostukraine fort, während Russland seine Position an der Grenze ausbaute und damit weiter Anlass für Sorge bei den europäischen NATO-Staaten gab. In Asien testete Nordkorea die erste Interkontinentalrakete. Ebenso gaben die chinesischen Militärprogramme und -aktionen Anlass zur Sorge: 2017 führte Beijing weitere hochentwickelte Militärsysteme ein und stationierte Heereselemente in noch umfangreicherem Maße als zuvor.

12 ZVEI, Bericht Mitgliederversammlung 2017, September 2017.

13 IISS: "The Military Balance 2018", 14. Februar 2018.

Die weltweiten Militärausgaben im Jahr 2017 sieht das Institut insgesamt stagnierend auf dem Vorjahresniveau - jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Nach wie vor sind die Militärausgaben der USA mit 602,9 Mrd. USD am höchsten. Die NATO-Militärausgaben stiegen 2017 insgesamt um 3,6 %, dabei wuchsen insbesondere in Europa die Verteidigungsetats wieder stärker, nämlich europaweit um 4,8 %. In Asien schwächte sich insgesamt der Anstieg der Militärausgaben 2017 etwas ab auf ein Wachstum von 2,2 %, wohingegen China seinen Verteidigungshaushalt 2017 weiter um ca. 6 % ausbaute und nun nach den USA an zweiter Stelle in der Liste der Staaten mit den höchsten Militärausgaben rangiert. In Russland und Saudi Arabien gingen die Militärausgaben zurück.

14 siehe 13.

In ihrem Bericht warnt die Organisation eindringlich vor dem Verlust der Technologieführerschaft der westlichen Länder. Länder wie China und Russland entwickeln immer schnellere, präzisere und technologisch anspruchsvollere Verteidigungssysteme. Zudem werden wichtige Technologien auch für andere Staaten immer erschwinglicher. Künstliche Intelligenz, modernste Sensorsystem und maschinelle Lernverfahren sind nach Ansicht der Experten nur einige der Cyberwerkzeuge, die zukünftig entscheidend sein werden für schnelle und gute Entscheidungen an den militärischen, wirtschaftlichen und politischen Schaltstellen der Macht. Die vorrangige Herausforderung der westlichen Staaten sieht das Institut in der Schaffung funktionierender Antworten auf unterschwellige Bedrohungen. Hierbei steht vor allem im Vordergrund mögliche Angriffe vorherzusehen und zu erkennen. Dies beschränkt sich nicht nur auf stärkeren physischen Schutz und bessere Waffen, sondern auch auf neue Ansätze der kooperativen Zusammenarbeit. Insgesamt wird die Technologie in den kommenden Jahren für die Verteidigungsindustrie eine immer bedeutsamere Rolle spielen.

Freizeitmarkt

a) Reisemobile

2017 war für die deutsche Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbands Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD)15 erneut ein Rekordjahr. Der europäische Markt für Reisemobile und Caravans verbuchte 2017 mit einer außerordentlich starken Performance das größte Zulassungsplus seiner Geschichte. Die Neuzulassungen von Freizeitfahrzeugen stiegen um starke 12,1 % auf 190.565 neu angemeldete Reisemobile und Caravans.

Deutschland war nach Angaben des Verbands auch diesmal wieder Wachstumsmotor für Europa. Mit einem Rekordergebnis von 63.264 neu registrierten Reisemobilen und Caravans lag der Anstieg hier bei 15,3 %. Auch die beiden Märkte auf Platz zwei und drei legten kräftig zu: Großbritannien um 9,1 % auf 38.958 und Frankreich um 7,6 % auf 29.528 neu zugelassene Fahrzeuge.

Die Reisemobilneuzulassungen stiegen 2017 um 14,9 % auf 110.817 Neufahrzeuge und überschritten damit erstmals die 100.000er-Marke. Hiervon entfielen auf Deutschland 40.568 neu zugelassene Reisemobile, das entspricht einem Plus von 15,5 %.

15 CIVD, Presse-Information, "Ausgezeichnetes Jahr für die europäische Caravaning-Industrie", 15. Januar 2018.

b) Marinemarkt

Zur Messe "boot 2018" meldete der Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)16 ein erfolgreiches Jahr 2017 für seine Branche. Insgesamt ist mit mehr als 2 Mrd. € ein Rekordumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen erreicht worden. International stellt der Verband einen deutlichen Aufwärtstrend fest. Das Vertrauen in eine positive wirtschaftliche Entwicklung beflügelt auch die maritime Wirtschaft. Am stärksten ist nach Angaben des Verbands 2017 der Bereich Service & Wartung gewachsen. Der Teilmarkt Ausrüstung & Zubehör, der für die Brennstoffzellenprodukte von SFC Energy relevant ist, konnte sein gutes Vorjahresergebnis knapp halten, mit Ausnahme des Segments Wassersportbekleidung, das deutlich rückläufig war. Nach Ansicht der Branchenexperten profitiert gerade der Bereich "Ausrüstung & Zubehör" vom mit 61 Jahren vergleichsweise hohen Durchschnittsalter der Bootsbesitzer. Sie verbringen mehr Zeit auf ihren Yachten und wünschen sich hinsichtlich Komfort und Sicherheit einen hohen Ausrüstungsstandard an Bord. Insbesondere hochwertiges Zubehör wie Heiz-, Kühl-, Kochtechnik sowie Multimediaausstattungen stehen auf der Wunschliste ganz oben. Zudem werden vorhandene Yachten immer länger genutzt, was regelmäßige Investitionen in den Werterhalt erfordert.

16 Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), Pressemeldung, "Umsatzsteigerung in fast allen Marktsegmenten" 11. Januar 2018.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die SFC einen Umsatz von T€ 15.653. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 12.786) entspricht dies einer Steigerung von 22,4 %.

Das EBIT (Betriebsergebnis) der SFC veränderte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 2.989 auf T€ 4.199.

Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

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2017

T€
2016

T€
Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung 4.199 -2.989
Zuschreibungen auf Finanzanlagen PBF Group B.V. -5.972 0
Ertrag / Aufwendungen für SAR Programm Vorstand 492 -218
Wertberichtigung auf Forderungen der SFC AG gegenüber SFC Energy Inc. 0 266
Bereinigtes Betriebsergebnis -1.281 -2.941
Abschreibungen 395 327
Bereinigtes EBITDA -886 -2.614

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls von minus T€ 2.614 im Geschäftsjahr 2016 auf minus T€ 886 im Geschäftsjahr 2017.

Das Unternehmen lag mit dem erreichten Umsatz insbesondere aufgrund der Verschiebung eines im Verteidigungsbereichs geplanten Großprojekt deutlich unter den Erwartungen und der Prognose, in der zunächst von einem Umsatz von € 20 Mio. bis € 22 Mio. ausgegangen wurde. Hinsichtlich des erwarteten deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und des deutlich verbesserten bereinigten EBIT hingegen wurden die Prognosen erreicht.

Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2017 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

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Umsatz nach Segmenten 2017

T€
2016

T€
Veränd.

T€
Veränd.

in %
Sicherheit & Industrie 11.358 8.359 2.999 35,9%
Freizeit 3.451 3.669 -218 -5,9%
Öl & Gas 844 758 86 1 1,3%
TOTAL 15.653 12.786 2.867 22,4%

Im Segment Sicherheit & Industrie erhöhte sich der Umsatz von T€ 8.359 um 35,9 % auf T€ 11.358, die Stückzahl an veräußerten EFOY Brennstoffzellen erhöhte sich dabei von 903 auf 1.256. Ursächlich für diese Entwicklung war sowohl das zivile Industriegeschäft, das einen Anstieg um T€ 1.572 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete, als auch der Teilbereich Verteidigung, in welchem die Umsätze von T€ 3.549 in 2016 um 40,2 % auf T€ 4.977 in 2017 angestiegen sind. Hierfür waren große Projekte insbesondere mit einer nationalen Verteidigungsorganisation und in Indien verantwortlich.

Im Segment Freizeit war im Geschäftsjahr 2017 mit T€ 3.451 ein Umsatz leicht unter Vorjahresniveau (T€ 3.669) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 1.191 auf 1.062. Dabei stellten sich Umsatzrückgänge quer über alle Regionen ein.

Im Segment Öl & Gas konnte der Umsatz von T€ 758 auf T€ 844 gesteigert werden. Kunden in diesem Markt werden direkt über Simark beliefert.

Umsatz nach Regionen

Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:

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Umsatz nach Regionen 2017

T €
2016

T€
Veränd.

T€
Veränd.

in %
Europa (ohne Deutschland) 5.521 5.050 471 9,3%
Asien 4.279 1.804 2.475 137,2%
Deutschland 4.262 3.166 1.096 34,6%
Nordamerika 1.049 1.033 16 1,5%
Rest der Welt 542 1.733 -1.191 -68,7%
TOTAL 15.653 12.786 2.867 22,4%

Im Markt Europa (ohne Deutschland) konnte der Umsatz um 9,3 % gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung resultiert dabei im Wesentlichen aus dem Markt Industrie. Hier konnte der Umsatz in 2017 um T€ 527 gesteigert werden.

In Asien konnten im Geschäftsjahr 2017 große Projekte in Indien realisiert werden, die zu einer starken Umsatzsteigerung von T€ 1.804 in 2016 auf T€ 4.279 in 2017 führten.

In Deutschland ist eine Steigerung des Umsatzes von SFC von T€ 3.166 auf T€ 4.262 zu verzeichnen. Maßgeblich hierfür sind die Zuwächse im Markt Verteidigung in Höhe von T€ 1.084.

Im Markt Nordamerika blieben die Umsätze im Geschäftsjahr nahezu unverändert. Geringe Steigerungen im Öl- & Gas-Geschäft wurden durch Umsatzrückgänge in den Segmenten Freizeit, Sicherheit & Industrie nahezu vollständig kompensiert.

Übrige Aufwendungen und Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum um T€ 5.303 auf T€ 7.077 angestiegen. In Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 5.972 auf die holländische Beteiligung PBF Group B.V. konnten zum 31. Dezember 2017 aufgrund einer deutlichen Verbesserung der Ertragssituation und -aussicht der Tochtergesellschaft wieder entfallen. Die positive Entwicklung ist insbesondere auf die Einführung eines neuen Produkt- und Vertriebskonzepts sowie die in Vorjahren eingeleitete Restrukturierung zurückzuführen.

Ferner wurden die öffentlichen Fördermittel aufgrund der politischen Rahmenbedingung in Deutschland im Berichtszeitraum stark zurückgefahren. Bis zur Bundestagswahl 2017 wurden keine neuen Forschungsaufträge vergeben und bestehende Förderbudgets sind ausgelaufen. Dadurch reduzierten sich die Zuschüsse aus öffentlichen Fördermitteln auf T€ 60 (Vorjahr: T€ 786). Darüber hinaus beinhaltet diese Position insbesondere Erträge aus Kursdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 330) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 850 (Vorjahr: T€ 646), die überwiegend auf entfallene Gewährleistungsverpflichtungen sowie nicht ausbezahlte Bonuszahlungen zurückzuführen sind.

Die Steigerung des Materialaufwandes um 12,2 % auf T€ 5.821 (Vorjahr: T€ 5.190) ist auf die Steigerung des Umsatzes zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist mit T€ 6.729 um 27,5 % im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.276) aufgrund von höheren Aufwendungen für mögliche zukünftige Prämienzahlungen gestiegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen stiegen um 20,8 % auf T€ 395 gegenüber dem Vorjahr (T€ 327).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 % auf T€ 5.535 (Vorjahr: T€ 5.902). Hierin sind niedrigere Kosten für Gewährleistung von T€ 373 (T€ 462 im Vergleich zum Vorjahr), geringere Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 265) sowie geringere Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 417 (Vorjahr: T€ 961) enthalten. Gegenläufig, aufgrund der Umsatzausweitung, haben sich Transportkosten in Höhe von T€ 665 (Vorjahr: T€ 402), Währungsverluste in Höhe von T€ 194 (Vorjahr: T€ 38) und Reisekosten in Höhe von T€ 535 (Vorjahr: T€ 472) entwickelt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhten sich aufgrund von aufgenommenen Anleihen und Darlehen von T€ 388 auf T€ 911.

Zinsen und ähnliche Erträge erhöhten sich aufgrund der im Jahresdurchschnitt gestiegenen Darlehen an Tochtergesellschaften von T€ 216 auf T€ 259.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 2.662 auf T€ 4.594. Das EBITDA in Relation zum Umsatz verringerte sich von minus 20,8 % auf minus 8,8 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 886 oder minus 5,7 % vom Umsatz (Vorjahr: minus T€ 2.614 oder minus 20,4 % vom Umsatz).

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Unternehmens verbesserte sich in 2017 von minus T€ 2.989 auf T€ 4.199. Das EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 23,4 % auf 26,8 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 1.281 oder minus 8,2 % vom Umsatz (Vorjahr: minus T€ 2.941 oder minus 23,0 % vom Umsatz).

Ergebnis nach Steuern

Das Ergebnis nach Steuern hat sich von minus T€ 3.161 im Vorjahr auf T€ 3.547 infolge der oben geschilderten Entwicklungen verbessert.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2017 lag mit T€ 17.584 um 45,0 % über Vorjahresniveau (T€ 12.128). Der Auftragseingang im Segment Sicherheit & Industrie belief sich auf T€ 13.394 (Vorjahr: T€ 7.671), im Freizeitmarkt konnten Auftragseingänge von T€ 3.325 (Vorjahr: T€ 3.711) und im Segment Öl & Gas von T€ 865 (Vorjahr: T€ 747) verzeichnet werden.

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2017 belief sich auf T€ 4.441, eine Erhöhung um 76,9 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 2.510).

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

Kapitalstruktur

Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen. Dies bezieht sich auf die Bereiche Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente sowie neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007, der Barkapitalerhöhung im November 2014, der Wandelschuldverschreibungen in den Jahren 2015 und 2016, der Kapitalerhöhungen 2016 und 2017, der Aufnahme eines besicherten Darlehens und der Optionsschuldverschreibung im Jahr 2016 sowie der Inhaberschuldverschreibung nebst Optionsanleihe in 2017 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Das Kapitalmanagement des Unternehmens bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Investoren.

Kapitalmaßnahme und Finanzierung Privatinvestor

Am 28. Juni 2017 hat der Privatinvestor sein Optionsrecht ausgeübt auf 161.427 InhaberStammaktien der SFC AG ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC AG von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde am 14. Juli 2017 durch Ausgabe von 161.427 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien von € 9.047.249 auf € 9.208.676 erhöht. Der Mittelzufluss auf Ebene der Gesellschaft betrug mithin T€ 400.

Kapitalmaßnahme und Finanzierung Harbert

Am 3. August 2017 hat der Vorstand der SFC AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage ein Gesamtfinanzierungskonzept bestehend aus der Ausgabe einer besicherten, festverzinslichen Schuldverschreibung mit einem Nennbetrag von € 4.997.500, dem Abschluss der entsprechenden Sicherheitenverträge und der Ausgabe einer Optionsanleihe mit Harbert European Growth Capital Fund (Harbert) abgeschlossen.

Die besicherte festverzinsliche Inhaberschuldverschreibung hat einen Nennbetrag von € 4.997.500 und ist stufenweise bis 31. Dezember 2018 zu tilgen. Die Optionsanleihe wurde auf Grundlage der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der Gesellschaft mittels einer Privatplatzierung an Harbert ausgegeben.

Die Optionsanleihe mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2022 wird mit 4,0 % p.a. verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsanleihe wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Zudem bietet die Optionsanleihe Optionsrechte auf 204.700 Inhaber-Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 3,6639. Aus diesen beiden Kapitalmaßnahmen floss der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 5 Mio. zu.

Kapitalmaßnahme und Finanzierung Wandelschuldverschreibungen

Im Dezember 2015 gab SFC eine Tranche (T€ 1.650) einer Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennwert von T€ 5.000 mit einem Abschlag von 10 % und einem Mittelzufluss auf Gesellschaftsebene von T€ 1.485 aus. Zusätzlich wurde im Januar 2016 im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von T€ 550 platziert. Dies entsprach mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 495. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von T€ 1.100 platziert. Dies entsprach mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 990. Insgesamt wurden somit Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennwert von T€ 3.300 ausgegeben.

Am 20. Dezember 2017 wurde für einen Nennwert von insgesamt T€ 2.750 durch die Gläubiger die Wandlung erklärt. Insgesamt wurden Ende Dezember 2017 damit 450.780 InhaberStammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben. Durch die Wandlung wurde das Grundkapital auf € 9.659.456 erhöht.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 31. Dezember 2017 T€ 4.552 und sind gegenüber dem Vorjahreswert um 124,3 % erhöht (Vorjahr: T€ 2.029).

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

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Eigenkapitalquote des Unternehmens 31.12.2017

T €
31.12.2016

T€
Eigenkapital 25.705 19.007
als % vom Gesamtkapital 70,9% 66,0%
Fremdkapital 10.547 9.793
als % vom Gesamtkapital 29,1% 34,0%
Gesamtkapital 36.252 28.800

Die Kapitalstruktur im Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2017 auf Grund des positiven Periodenergebnisses, der Finanzierungs- und Kapitalmaßnahmen sowie Wandlungen verbessert. SFC weist eine Eigenkapitalquote von 70,9 % (Vorjahr: 66,0 %) aus.

Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und mit Ausnahme der Wandelschuldverschreibung, Optionsschuldverschreibung und eines Darlehens unverzinst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Das Anlagevermögen ist über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Aktiva decken die kurzfristigen Schulden.

Investitionen

Die Investitionen in 2017 in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen beliefen sich auf T€ 309 (Vorjahr: T€ 425). Dabei wurde insbesondere in EDV-Server und eine Ultraschallverschweißanlage investiert.

Liquidität

Im Geschäftsjahr 2017 war ein Mittelzufluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 2.522 zu verzeichnen, im Geschäftsjahr 2016 flossen Mittel in Höhe von T€ 1.637 ab. Eine wesentliche Ursache für den Mittelzufluss im Geschäftsjahr war der fast ausgeglichene operative Cashflow sowie der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Im Vorjahr war für den Mittelabfluss der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verantwortlich.

Die flüssigen Mittel Ende Dezember 2017 erhöhten sich demzufolge auf T€ 4.552 (Ende Dezember 2016: T€ 2.029). Davon waren Zahlungsmittel in Höhe von T€ 286 (Vorjahr: T€ 285) zugunsten eines Vermieters gesperrt.

SFC legt die liquiden Mittel momentan ausschließlich in kurzfristige Anlagen an. Demzufolge unterliegt SFC grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist dies jedoch zu vernachlässigen.

Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine offenen Devisen- oder Warentermingeschäfte und keine Kreditlinien.

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Aus betrieblicher Tätigkeit war 2017 ein Abfluss von T€ 191 zu verzeichnen, im Vorjahr betrug der Mittelabfluss T€ 6.240.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 187 (Vorjahr: T€ 250) ab.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 2017 insgesamt Mittel in Höhe von T€ 2.900 zu, im Vorjahr war ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 4.853 zu verzeichnen gewesen.

Der Mittelzufluss in 2017 wurde im Wesentlichen durch zwei Maßnahmen verursacht. Zum einen sind liquide Mittel aus dem Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 400 zugeflossen, zum anderen konnte im August 2017 aus einer besicherten Inhaberschuldverschreibung ein Mittelzufluss in Höhe von netto T€ 4.900 generiert werden. Der Mittelabfluss resultiert insbesondere aus der Tilgung eines Darlehns in Höhe von T€ 1.998.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2017 hat sich mit T€ 36.252 gegenüber dem 31. Dezember 2016 (T€ 28.800) um 25,9 % erhöht.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf Grund des Jahresüberschusses im Geschäftsjahr 2017 und der durchgeführten Finanzierungsmaßahmen auf 70,9 % (Vorjahr: 66,0 %).

SFC verfügt über selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die nach den bis 31. Dezember 2009 geltenden handelsrechtlichen Vorschriften nicht bilanziert werden durften bzw. ab 1. Januar 2010 in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht bilanziert werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Patente und Know-how im Zusammenhang mit der Entwicklung von Brennstoffzellenprodukten und Power Managern.

Die Finanzanlagen in Höhe von T€ 19.199 (Vorjahr: T€ 13.226) beinhalten im Wesentlichen den Anteil an Simark (T€ 10.926) und den Anteil an PBF (T€ 8.273, Vorjahr: T€ 2.300). Im Geschäftsjahr 2017 wurden Zuschreibungen in Höhe von T€ 5.973 auf den Buchwert von PBF vorgenommen.

Die Vorräte befanden sich mit T€ 4.132 in etwa auf Vorjahresniveau (T€ 3.973).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich aufgrund von kurzen Zahlungszielen im vierten Quartal in 2017 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 2.883 im Vorjahr auf T€ 2.269.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren mit T€ 5.014 in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: T€ 5.021) und betreffen hauptsächlich Darlehen an Tochtergesellschaften sowie aufgelaufene Zinsen.

Für Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in den Niederlanden hat die SFC AG gegenüber einer Bank eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von T€ 2.350 eines bereits bestehenden Gesellschafterdarlehens abgegeben. In 2016 wurde eine weitere Rangrücktritterklärung für Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in Kanada in Höhe von T€ 1.779 abgegeben.

Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 insbesondere aufgrund des Jahresüberschusses und der Kapitalmaßnahmen auf T€ 25.705 im Vergleich zum 31. Dezember 2016 (T€ 19.007). Das gezeichnete Kapital erhöhte sich von T€ 9.047 auf T€ 9.659 aufgrund der Kapitalerhöhung in 2017 sowie der Wandlung von Anleihen. Die Kapitalrücklage erhöhte sich um T€ 2.538.

Die Zunahme der sonstigen Rückstellungen von T€ 3.205 auf T€ 3.709 ist insbesondere auf die höhere Rückstellung für Prämien zurückzuführen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von T€ 2.265 auf T€ 5.344. Der Anstieg ist im Wesentlich auf die Aufnahme eines kurzfristigen Darlehens zurückzuführen.

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2017 wurden oben bereits dargestellt.

Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:

Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten
Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung

Die Lieferantenqualität war mit 6,0 % fehlerhaften Lieferungen leicht unter der Vorjahresquote, im Gegenzug konnte die Anzahl der fehlerhaften Teile verringert werden. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) hat sich für die Industriegeräte im Vergleich zum Vorjahr nahezu auf über 2.500 Stunden verdoppelt.

Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Konzerns. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.

Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet der Konzern daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.

Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 und für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert.

Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.

Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2017 stellt sich wie folgt dar:

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MITARBEITER 31.12.17 31.12.16 Veränderung
Vorstand 3 3 0
Forschung und Entwicklung 17 15 2
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 20 20 0
Vertrieb & Marketing 26 26 0
Verwaltung 10 7 3
Festangestellte Mitarbeiter 76 71 5

SFC hat zum 31. Dezember 2017 insgesamt 3 (Vorjahr: 5) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.

ZUSAMMENFASSUNG ZU GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der SFC zum Stichtag, insbesondere auf Grund der durchgeführten Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung weiterer zukünftiger Kapitalzuführungen aber auch aufgrund des verbesserten Ergebnisses über eine stabile Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2017 waren die Ziele jeweils mit 1/4 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz (basierend auf dem budgetierten Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro), Bruttomarge bereinigt und EBITDA bereinigt abhängig. Im Übrigen steht die Entscheidung im Ermessen des Aufsichtsrats.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (Stock Appreciation Right (SAR)-Programm 2014-2016) implementiert, das für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge gilt und die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des zweiten SAR-Programms erhalten (SARP 2015-2018 oder TR 2). Herr Marcus Binder, der mit Beschluss vom 14. September 2016 mit Wirkung ab dem 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 als Vorstandsmitglied bestellt wurde, wird im Rahmen seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des dritten SAR-Programms erhalten (SARP 2017-2020). Dies gilt ebenso für die Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Podesser, dessen Vorstandsanstellungsvertrag vorzeitig für drei weitere Jahre bis März 2020 verlängert wurde.

Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.

Vorstandsvergütung im Jahr 2017

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf insgesamt € 1.595.915. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2017 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2017 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2017 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2016 zurückgestellten Beträge.

Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2017 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen der LTIPs und des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen.

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2017 (Zuwendungsbetrachtung)*

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Dr. Peter Podesser Hans Pol
Gewährte Zuwendungen

in €
Vorstandsvorsitzender Vorstand (Industry)
--- --- --- --- --- --- ---
seit 01.11.2006 seit 01.01.2014
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2016 2017 2017 (Min)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000 350.000 180.000 180.000 180.000
Nebenleistungen 23.312 24.145 24.145 17.846 17.866 17.866
Summe 373.312 374.145 374.145 197.846 197.866 197.866
Einjährige variable Vergütung 0 264.000 150.000 0 42.000 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 259.263 0 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
SARP 2017-2020 0 259.263 0 0 0 0
Summe 373.312 897.408 524.145 197.846 239.866 197.866
Versorgungsaulwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 373.312 897.408 524.145 197.846 239.866 197.866

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Steffen Schneider Marcus Binder
Gewährte Zuwendungen

in €
Vorstand (CFO) Vorstand (Defense & Security)
--- --- --- --- --- --- ---
01.09.2014 - 25.05.2017 seit 01.03.2017
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2016 2017 2017 (Min)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 180.000 87.862 87.862 0 150.000 150.000
Nebenleistungen 33.051 14.754 14.754 0 19.520 19.520
Summe 213.051 102.616 102.616 0 169.520 169.520
Einjährige variable Vergütung 0 18.750 18.750 0 54.542 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 113.213 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
SARP 2017-2020 0 0 0 0 113.213 0
Summe 213.051 121.366 121.366 0 337.275 169.520
Versorgungsaulwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 213.051 121.366 121.366 0 337.275 169.520

* Da für die variable Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.

Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2017 (Zuflussbetrachtung)

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Dr. Peter Podesser Hans Pol Steffen Schneider
Zufluss

in €
Vorstandsvorsitzender Vorstand (Industry) Vorstand (CFO)
--- --- --- --- --- --- ---
seit 01.11.2006 seit 01.01.2014 01.09.2014 - 25.05.2017
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2016 2017 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000 180.000 180.000 180.000 87.862
Nebenleistungen 23.312 24.145 17.846 17.866 33.051 14.754
Summe 373.312 374.145 197.846 197.866 213.051 102.616
Einjährige variable Vergütung 0 150.000 0 0 0 31.250
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
SARP 2017-2020 0 0 0 0 0 0
Summe 373.312 524.145 197.846 197.866 213.051 133.866
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 373.312 524.145 197.846 197.866 213.051 133.866

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Marcus Binder
Zufluss

in €
Vorstand (Defense & Security)
--- --- ---
seit 01.03.2017
--- --- ---
2016 2017
--- --- ---
Festvergütung 0 150.000
Nebenleistungen 0 19.520
Summe 0 169.520
Einjährige variable Vergütung 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0
SARP 2014-2016 0 0
SARP 2015-2018 0 0
SARP 2017-2020 0 0
Summe 0 169.520
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 0 169.520

Anlässlich der einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit von Herrn Steffen Schneider wurde mit ihm eine Aufhebungsvereinbarung geschlossen. Auf dieser Basis wurde ihm sein Festgehalt bis zum Beendigungszeitpunkt am 30. Juni 2017 fortgezahlt; zudem erhielt er zur Abgeltung sämtlicher variabler Vergütungsansprüche einen Einmalbetrag in Höhe von € 31.250 brutto.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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Gesamt

in €
Tim van Delden, Vorsitzender 50.000
David Morgan, Stellv. Vorsitzender 37.500
Hubertus Krossa, Mitglied des Aufsichtsrats 25.000
Gesamt 112.500

Aktienoptionsprogramme

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des zweiten SAR-Programms erhalten (SARP 2015-2018).

Herr Marcus Binder, der mit Beschluss vom 14. September 2016 mit Wirkung ab dem 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 als Vorstandsmitglied bestellt wurde, hat im Rahmen seines Vorstandsanstellungsvertrages eine Tranche des dritten SAR-Programms erhalten (SARP 2017-2020). Dies gilt ebenso für die Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Podesser, dessen Vorstandsanstellungsvertrag vorzeitig für drei weitere Jahre bis März 2020 verlängert wurde.

Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von € 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.

Die Rahmenbedingungen für die SAR-Programme 2014-2016 und 2015-2018 sowie 20172020 lauten wie folgt:

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Ausgabedatum 1. Januar 2014 (Hans Pol TR 1); 1. April 2014(Dr. Peter Podesser TR 1); 1. Juli 2015(Hans Pol TR 2); 1. März 2017 (Marcus Binder TR 1); 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser TR 2)
Laufzeit 7 Jahre
Wartezeit 4 Jahre (Hans Pol TR 1); 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser TR 1 und TR 2); 4 bis 6 Jahre (Hans Pol TR 2); 4 bis 6 Jahre (Marcus Binder TR 1)
Verfalldaten 1. Januar 2015 (Hans Pol TR 1); 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser TR 1), 1. September 2015, 1. Juli 2016, 1. Juli 2017 und zum 1. Juli 2018 (Hans Pol TR 2); 1. April 2018, 1. April 2019 und 1. April 2020 (Dr. Peter Podesser TR 2); 1. März 2018, 1. März 2019 und 1. März 2020 (Marcus Binder TR 1)
Ausübungspreis € 1,00
Erfolgsziel für Programme bis 2016 Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax)
Erfolgsziel für Programme ab 2017 Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.

Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z.B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaft wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt, die Buchhaltung für die rumänische Gesellschaft erfolgt in Cluj/Rumänien. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.

Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Unternehmens nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine eigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Unternehmens nicht unterhalten.

Der Vorstand der SFC AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2017 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikomanagementsystem

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Unternehmens ab, Chancen werden nicht erfasst.

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.

Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches ProjektmanagementTool für den gesamten Unternehmensbereich und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF und Simark sind in das bestehende Risiko-Managementsystem integriert.

Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.

Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.

Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel sowie Forderungen und Finanzanlagen. Darüber hinaus werden zum Stichtag die Kündigungskomponente der Wandelanleihe sowie eine Optionsschuldverschreibung als derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird dazu auf die Ausführungen im Konzernanhang hingewiesen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie die Fremd- und Eigenkapitalkomponente für die Wandelanleihe zuzuordnen.

Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Die Kundenstruktur ist unter anderem durch verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Zudem besteht das Risiko, dass mit Rangrücktrittserklärungen über insgesamt TEUR 4.129 belastete Forderungen gegen verbundene Unternehmen nicht eingetrieben werden können. Auf der Grundlage der positiven Entwicklung der beiden verbundenen Unternehmen wird dieses Risiko als gering eingestuft.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch Kapitalerhöhungen im Mai 2007 sowie im November 2014, August 2016 und Juli 2017 begegnet. Zur weiteren Sicherung der Liquidität wurde im Dezember 2015 eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben. Im Januar und März 2016 wurden weitere Tranchen platziert. Des Weiteren wurde im Oktober

2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben und ein Darlehen ausgereicht. Im August 2017 wurde eine Inhaberschuldverschreibung platziert. Die Liquiditätsreserven sind aufgrund der durchgeführten Finanzierung deutlich gestiegen.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert einerseits aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Andererseits unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten sowie einem festverzinslichen Darlehen. Darüber hinaus besteht ein Zinsänderungsrisiko aufgrund eines schlechteren Kreditratings. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, deren Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaft in Kanada und den USA gegenüberstehen.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo Großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig zur Absicherung von Währungsgeschäften nicht eingesetzt.

Kreditrisiko

In den Kreditverträgen, die durch Simark in Hinblick auf die Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses Simark und der Finanzierung des operativen kanadischen Geschäftes geschlossen wurden, sind Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) bezogen auf Simark vereinbart. Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird. Neben der Ergebnissituation von Simark kann auch ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenant-Risiko führen.

Des Weiteren besteht das Risiko, dass die in 2017 neu aufgenommene Inhaberschuldverschreibung der SFC wegen Nichterreichung der definierten Covenants aufgekündigt wird. Die neu aufgenommene Schuldverschreibung sieht vor, dass die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns den Wert von € 14 Mio. nicht übersteigen.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 289A HGB)

Das Grundkapital der SFC AG beträgt insgesamt € 9.659.456 und ist eingeteilt in 9.659.456 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für weitere Informationen dazu, verweisen wir auf den Abschnitt "Ergebnis je Aktie". Die Änderung der Anzahl der Aktien um 612.207 Stückaktien im Vergleich zum Vorjahr stellt sich wie folgt dar:

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Anzahl der Aktien 31.12.2016 9.047.249
Kapitalerhöhung Juli 2017 161.427
Kapitalerhöhung Dezember 2017 I 90.156
Kapitalerhöhung Dezember 2017 II 360.624
Anzahl der Aktien 31.12.2017 9.659.456

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt *:

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Name Anteil

in %
Holland Private Equity B.V. (über HPE PRO Institutional Fund B.V.) 28,58 %

* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei SFC eingegangen sind.

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 hat die Aufhebung des Genehmigten Kapitals 2016/I, die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals und die Änderung des § 5 (Genehmigtes Kapital) der Satzung beschlossen.

Das Genehmigte Kapital vom 14. Juni 2016 (Genehmigtes Kapital 2016/I) wurde aufgehoben. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 16. Mai 2022 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu € 4.523.624 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017/I).

Bedingtes Kapital

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC AG vom 14. Juni 2016 wurde dem Vorstand der Gesellschaft die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 13. Juni 2021 auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu € 14.000.000 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungspflicht) auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 3.485.930 (Bedingtes Kapital 2016) nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren. Zudem bestand ein Bedingtes Kapital in Höhe von € 819.672 (Bedingtes Kapital 2011).

Die SFC verfügt nach den im folgenden beschriebenen Kapitalmaßnahmen über ein Bedingtes Kapital 2016 in Höhe von € 3.324.503 sowie ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 368.892 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente).

Kapitalmaßnahme und Finanzierung Privatinvestor

Am 18. Oktober 2016 hat der Vorstand der SFC die Ermächtigung der Hauptversammlung teilweise ausgeübt und mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein besichertes Darlehen über T€ 1.998 und auf Grundlage der von der Hauptversammlung der SFC am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Optionsschuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der SFC mittels einer Privatplatzierung an einen Privatinvestor und Darlehensgeber aus Singapur ausgereicht. Die Schuldverschreibung wird dabei mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2021 mit 4,0 % verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Darüber hinaus bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der SFC ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779. Im Falle eines Kontrollwechsels hat der Darlehensgeber des in 2016 ausgegebenen Darlehens in Höhe von € 1.997.500 ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das Darlehen kann innerhalb von 10 Tagen fällig gestellt werden.

Am 28. Juni 2017 hat der Privatinvestor sein Optionsrecht ausgeübt. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde am 14. Juli 2017 durch Ausgabe von 161.427 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien von € 9.047.249 auf € 9.208.676 erhöht. Der Mittelzufluss auf Ebene der Gesellschaft betrug mithin T€ 400.

Am 9. August 2017 wurde das Darlehen über T€ 1.998 vollständig zurückgeführt.

Kapitalmaßnahme und Finanzierung Harbert

Am 3. August 2017 hat der Vorstand der SFC AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage ein Gesamtfinanzierungskonzept bestehend aus der Ausgabe einer besicherten, festverzinslichen Schuldverschreibung mit einem Nennbetrag von € 4.997.500, dem Abschluss der entsprechenden Sicherheitenverträge und der Ausgabe einer Optionsanleihe mit Harbert European Growth Capital Fund (Harbert) abgeschlossen.

Die besicherte festverzinsliche Inhaberschuldverschreibung hat einen Nennbetrag von € 4.997.500 und ist stufenweise zu tilgen bis 31. Dezember 2018. Die Optionsanleihe wurde auf Grundlage der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der Gesellschaft mittels einer Privatplatzierung an Harbert ausgegeben.

Die Optionsanleihe mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2022 wird mit 4,0 % p.a. verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsanleihe wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Zudem bietet die Optionsanleihe Optionsrechte auf 204.700 Inhaber-Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von €1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 3,6639.

Aus diesen Kapitalmaßnahmen floss der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 5 Mio. zu.

Kapitalmaßnahme und Finanzierung Wandelschuldverschreibungen

Im Dezember 2015 gab SFC eine Tranche (T€ 1.650) einer Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennwert von T€ 5.000 mit einem Abschlag von 10 % und einem Mittelzufluss auf Gesellschaftsebene von T€ 1.485 aus. Zusätzlich wurde im Januar 2016 im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von T€ 550 platziert. Dies entsprach mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 495. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von T€ 1.100 platziert. Dies entsprach mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 990. Insgesamt wurden somit Wandelschuldverschreibungen mit einem Gesamtnennwert von T€ 3.300 ausgegeben.

Am 20. Dezember 2017 wurde für insgesamt T€ 2.750 durch die Gläubiger die Wandlung erklärt. Insgesamt wurden Ende Dezember 2017 damit 450.780 Inhaber-Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) ausgegeben.

Vereinbarung mit Vorständen

Bei der SFC AG liegen derzeit folgende Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands vor, die teilweise unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen:

Dr. Peter Podesser wurden gemäß Vorstandsanstellungsvertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen, die erwähnten 360.000 aus dem SAR-Programm 2014-2016 sind bereits verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Der Vorstandsanstellungsvertrag von Dr. Peter Podesser wurde vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2020 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Dr. Peter Podesser weitere 360.000 SAR gewährt (SAR Programm 2017-2020).

Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018. Herrn Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt, diese sind bereits verfallen. Am 24. März 2015 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Hans Pol bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Hans Pol am 1. Juli 2015 weitere 180.000 SAR gewährt (SAR Programm 20152018).

Marcus Binder wurde mit Wirkung ab 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag beinhaltet die Teilnahme am SAR Programm 20172020 mit einer Laufzeit bis zum 28. Februar 2020. Eine Vereinbarung hinsichtlich eines Kontrollwechsels besteht nicht. Herrn Binder wurden am 1. März 2017 180.000 SAR gewährt.

RISIKOBERICHT

Aus der Geschäftstätigkeit der SFC AG bzw. über die Tochtergesellschaften aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns insgesamt ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Tochterunternehmen Simark und PBF beziehen sich jeweils auf die Segmente Öl & Gas sowie Sicherheit & Industrie.

Marktrisiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In seiner Konjunkturprognose vom Dezember 2017 sieht das ifo Institut17 die Weltwirtschaft im Winterhalbjahr 2017/18 weiter auf überdurchschnittlichem Expansionskurs, allerdings dürfte sich die Dynamik im weiteren Verlauf etwas abschwächen. Gründe hierfür sind nach Einschätzung des Instituts die zunehmende Auslastung der Kapazitäten in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und der erwartete Rückgang der chinesischen Wirtschaft infolge eines restriktiveren Kurses der Zentralbank und einer starken Verschuldung im Unternehmenssektor. Die Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung sieht das Institut weitgehend ausgeglichen. Es geht dabei davon aus, dass die Brexit-Verhandlungen nicht scheitern werden und es so zu keinem "harten Brexit" kommen wird.

17 ifo Konjunkturprognose 2017-2019 /'Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur", 14. Dezember 2017.

Nachdem sich der Aufschwung, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit 2013 befindet, 2017 weiter beschleunigt hat, sieht das Institut die deutsche Wirtschaft für die nächsten beiden Jahre auf dem Weg in eine Hochkonjunktur mit einer Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten. Die noch ausstehende Regierungsbildung erlaubt dem Institut derzeit keine Einschätzung des Ausrichtungsgrades der Finanzpolitik für die nächste Zeit. Bleibt der aktuelle Status Quo jedoch erhalten, so dürfte nach Ansicht der Experten die Entwicklung der deutschen Wirtschaft auch in den kommenden beiden Jahren auf Rekordkurs bleiben.

Öl- & Gasmarkt

In ihrer Energieprognose vom Januar 201818 geht die U.S. Energy Information Administration EIA davon aus, dass nach dem erstmalig seit 2013 wieder erfolgten Aufbau von Lagerbeständen im Jahr 2017 die Erdöllager weltweit im Jahr 2018 weiter um 0,2 Mio. B/T und 2019 sogar um 0,3 Mio. B/T gefüllt werden. Diese Aufstockung hatte zu den Preisanstiegen 2017 geführt und soll nach Meinung der Experten auch weiter zu einem durchschnittlichen Preis von 60 USD für die Rohölmarke Brent im Jahr 2018 und von 61 USD im Jahr 2019 beitragen. Die Notierung für die Rohölmarke WTI (West Texas Intermediate) soll 2018 4 USD/B unter Brent liegen. Jedoch belegen die Experten ihre Prognose aufgrund der hohen Volatilität der Ölpreise weiterhin mit einem hohen Unsicherheitsfaktor.

18 EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 9. Januar 2018.

19 EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 6 Februar 2018.

Für Kanada prognostizieren die Experten ein Produktionswachstum von 0,3 Mio. B/T für 2018 und 0,2 Mio. B/T für 2019, hauptsächlich getrieben durch neue Ölsandprojekte21 .

Nach wie vor warnen sowohl EIA- als auch CAPP-Experten, dass die prognostizierten Zahlen nur mit einem erheblichen Ausbau der amerikanischen und kanadischen Pipeline-Netze erreicht werden können. Statt der heutigen 4 Mio. B/T werden die Pipelines bis 2030 sodann 5,5 Mio. B/T bewegen müssen, um zusätzliche und neue Märkte in der Welt bedienen zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dieser Ausbau bietet Chancen für die Produkte der SFC: Die integrierten Steuerungs- und Stromversorgungssysteme von SFC können den sicheren, zuverlässigen und kostenattraktiven Betrieb netzferner Anlagen zu jeder Jahreszeit und auch an schwer zugänglichen Orten garantieren.

Zusätzliche positive Chancen erwachsen für SFC auch aus den fortgesetzten Anstrengungen der Industrie hin zu weiteren Effizienz- und Wirtschaftlichkeitssteigerungen. Hier können SFC-Produkte erheblich zu attraktiven Betriebskostensenkungen beitragen. Zum anderen treibt auch eine immer strenger werdende Umweltgesetzgebung in den fortgeschrittenen Wirtschaften wie in Kanada und den USA die Entwicklung und den Einsatz neuer umweltfreundlicher Systemlösungen voran. Hier können die emissionsarmen, effizienten Stromerzeuger der SFC entscheidende Beiträge leisten.

20 EIA, Short-Term Energy Outlook (STEO), 9. Januar 2018.

21 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, Press Release: "Growth in the oil sands projects drives need for more pipelines to 2030", 13. Juni 2017.

Sicherheits- und Industriemarkt

Brennstoffzellen: Die Experten gehen unverändert davon aus, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wachsen wird. Jedoch bleibt nach wie vor eine große Abhängigkeit zahlreicher Marktteilnehmer von der Gesamtwirtschaftslage und staatlichen Konjunkturprogrammen als Risiko bestehen. Die Experten gehen dementsprechend auch davon aus, dass sich der Markt weiter bereinigen wird und vorrangig die Unternehmen wachsen werden, die wirtschaftlichen Erfolg nachweisen können.

Leistungselektronik und Schaltnetzteile: Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt üblicherweise der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle. Damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. Risiken sind beschaffungsseitig in den langen Vorlaufzeiten und dem nach wie vor schwer einschätzbaren Orderverhalten internationaler Großkunden zu sehen.

Verteidigung & Sicherheit: Die IISS-Experten sehen die Verteidigungsindustrie international vor entscheidenden Veränderungen stehen. Angesichts sich verändernder Märkte werden Verteidigungsorganisationen gezwungen sein, traditionelle, moderne und unkonventionelle Ausstattung, Technologien, Strategien und Arbeitsweisen immer stärker zu integrieren und zu verbinden. Hierzu müssen völlig neue Ansätze sowohl in der Personalausbildung und -führung als auch im strukturellen Bereich entwickelt und implementiert werden, um militärische Agilität und Innovationskraft zu steigern. Insbesondere neue Technologien werden eine entscheidende Rolle spielen, vor allem neue Arten der Informationsgewinnung und -verarbeitung mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Die Experten rufen Regierungen und Verteidigungsorganisationen auf, größere Risiko- und Investitionsbereitschaft bei der Entwicklung dieser Technologien zu zeigen. In diesem Zusammenhang ergeben sich für die Produkte der SFC große Potenziale, denn alle diese neuen Technologien müssen automatisiert werden und brauchen, da immer mehr Datenerhebungen und Geräteeinsätze netzfern erfolgen, zuverlässig und unterbrechungsfrei Strom.

Freizeitmarkt

Reisemobile: Der deutsche Caravaning-Verband (CIVD) und die European Caravaning Federation (ECF) blicken sehr optimistisch in die Zukunft. Nach dem überaus erfolgreichen Rekordjahr 2017 erwarten die deutschen Hersteller von Reisemobilen und Caravans eine weitere Fortsetzung des Booms in Deutschland und Europa22 . Die Branche rechnet zudem in Deutschland mit einem weiter steigenden Exportgeschäft im Jahr 2018. Risiken insbesondere für das Brennstoffzellengeschäft von SFC sind in der wachsenden Zahl moderner, leichterer Hochleistungsbatterien für Caravaning-Anwendungen zu sehen. Bei entsprechender Ausstattung können sich Reisemobile mit diesen Batterien einige Tage lang autark am Standplatz versorgen. Dies könnte dazu führen, dass Reisemobilbesitzer sich lieber für eine Vergrößerung ihrer Batteriekapazitäten entscheiden, als für eine Brennstoffzelle.

Marine: Nach einem erfolgreichen Jahr 2017 blickt die Boots- und Wassersportbranche mit Optimismus auf 2018. Ihr Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW) sieht aktuell keinerlei Anzeichen für eine nachlassende maritime Konjunktur. Die Verbraucher würden lieber zur Verfügung stehende finanzielle Mittel in eine wertstabile Yacht investieren und dauerhaften Freizeitspaß genießen, als sich über ausbleibende Zinsgutschriften ärgern zu müssen. Ein Risiko ist im Alter der Zielgruppe zu sehen. Hier arbeitet die Demographie gegen die Nachfrage nach Ausrüstung, Zubehör und Dienstleistungen. Der Verband fordert in diesem Zusammenhang zusätzliche und dauerhafte Bemühungen der Branche zur Gewinnung neuer Käuferschichten für den maritimen Markt. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass insbesondere auf größeren Booten die Brennstoffzellenprodukte der SFC nicht die komplette netzferne Stromversorgung leisten können, so dass die Anschaffung einer Brennstoffzelle eher nur für kleinere Boote sowie Rennyachten in Betracht gezogen werden kann.

TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.

22 CIVD, Presse-Information, "Glänzende Aussichten - Caravaning-Branche blickt optimistisch auf 2018", 15. Januar 2018.

Nicht alle im Unternehmen hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Unternehmen befindlichen Know-hows werden solche Risiken abgemildert.

PATENTRECHTLICHE RISIKEN

Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller DirektMethanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 19 Patentfamilien erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Aus-richtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.

SFC hat in 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde in 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben.

WETTBEWERB

Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme (DMFC-Systeme). Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC AG durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.

PRODUKTRISIKEN

Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüche aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen, bei unseren Produkten auftreten. Die Fehler können auch durch Zulieferer verursacht sein und zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal das Unternehmen die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment Sicherheit & Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte.

BESCHAFFUNGS- UND PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKEN

SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Dies kann zu Folgeschäden bei unseren Kunden führen, wenn SFC nicht rechtzeitig liefern kann. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.

In Erwartung eines Großauftrages aus dem Verteidigungsbereich ist SFC in Vorleistung getreten und hat sich einen Großteil des erwarteten Auftragsvolumens zum 31. Dezember 2015 auf Lager gelegt. Im Jahr 2017 wurde der entsprechende Auftrag erteilt, die Abnahme wird im Geschäftsjahr 2018 erwartet. Bei einer Nichtabnahme besteht das Risiko, dass die teilweise wertberichtigten Vorräte in Höhe von rund € 1,3 Mio. nur in geringerem Umfang an andere Kunden veräußert werden können.

ROHSTOFFPREISRISIKEN

In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarfs der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.

Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen, wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 137.

Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung auf den Aufwand rund T€ 22 p.a.

WÄHRUNGSKURSRISIKEN

SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, denen insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaften in Kanada und SFC AG gegenüberstehen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko.

Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 und August 2016 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Weitere Liquiditätsmaßnahmen für laufende und zukünftige Investitionen waren die Begebung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015, die zweite und dritte Tranche im Januar und März 2016, sowie die Ausgabe einer Optionsschuldverschreibung und das ausgereichte Darlehen im Oktober 2016; des Weiteren wurde die Barkapitalerhöhung im Juli 2017 sowie die Inhaberschuldverschreibung nebst Optionsanleihe im August 2017 durchgeführt bzw. ausgegeben.

Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. Wegen der Finanzierungs- und Kapitalmaßnahmen im Geschäftsjahr 2017 hat sich der Finanzmittelbestand erhöht.

Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Industriekunden, Sicherheitsbehörden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2017 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 228 gebildet.

Weitere Liquiditätsrisiken können sich aus der Verschiebung von Großprojekten ergeben. Hier ist beispielweise die oben erwähnte Verschiebung von Großprojekten im Verteidigungsbereich auf Grund des erwarteten Umsatzvolumens zu nennen. Sollte durch den zukünftigen Umschlag im Vorratsbestand die erwartete Liquidität nicht zufließen, könnten hieraus bestandsgefährdende Risiken erwachsen.

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus der oben erwähnten Fremdfinanzierung von Simark, der ein variabler und risikoabhängiger Zinssatz zu Grunde liegt.

Daneben besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

PERSONALWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Der Konzern ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal den Konzern verlässt.

Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht der Konzern, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichwohl bleibt das Risiko hinreichend qualifizierte Mitarbeiter insbesondere aus dem technischen Bereich zu rekrutieren.

INFORMATIONSTECHNOLOGISCHE RISIKEN

Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher.

RISIKEN IM REGULATORISCHEN UMFELD

Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvollen Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. SFC reagiert auf eventuelle Beanstandung mit Stellungnahmen. Sollten Änderungen erforderlich sein, so werden diese in der gesetzten Frist umgesetzt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.

Ebenso besteht das Risiko, dass sich Länder wieder verstärkt abschotten und versuchen, sich mit Einfuhrzöllen vor Importen zu schützen. Dies kann zu einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit in diesen Ländern führen.

SONSTIGE RISIKEN

Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen.

ZUSAMMENFASSUNG ZUM RISIKOBERICHT

Nach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2018 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens oder wesentlicher Tochtergesellschaften gefährden könnten. Aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und Liquidität könnte eine Abweichung von prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen, zum Beispiel durch die weitere Verschiebung von geplanten Großprojekten im Verteidigungsbereich, zu Liquiditätsrisiken und damit bestandsgefährdenden Risiken führen.

CHANCENBERICHT

MARKTCHANCEN

Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Konzerns liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Sicherheit und Verteidigung, Öl- & Gasindustrie außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Aus-weitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen.

Öl- & Gasindustrie

Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur weiterhin beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die weitere regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark nach Ost-Kanada sowie in die USA. Die Verstärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten für Produkte im Bereich Messung und Instrumentierung stellen ein weiteres Wachstumsfeld dar. Die wiedererlangte, relative Stabilität des Ölpreises führte im Jahr 2017 zu einer wesentlichen Belebung der Nachfrage. In der Krise zurückgestellte Erhaltungsinvestitionen nehmen wieder merklich zu und Kunden verhandeln und entscheiden nach der Krise wieder Neuprojekte.

Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.

Verteidigung & Sicherheit

SFC hat für das Geschäftsjahr 2018 eine progressivere Planung für diesen Markt im Vergleich zum Jahr 2017 vorgenommen, da sich Kernparameter, z. B. die allgemeine Sicherheitslage und erhöhte Verteidigungshaushalte in den NATO Mitgliedsländern weiter positiv entwickeln. Ebenso enthalten ist ein Verschiebungseffekt, da eine geplante Umsatzrealisierung im Jahr 2017 aufgrund Abnahmeverzögerung nicht umgesetzt wurde. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzungen für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses in diesem Markt. Nachfragebelebung in den Kernmärkten Deutschland und Israel, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z.B. in weiteren NATO Staaten, wie Frankreich und Großbritannien aber auch in Ländern wie Indien oder Singapur sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.

Aufgrund der diversen internationalen Krisen scheint ein Umdenken innerhalb der NATO-Staaten stattzufinden, sodass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO Verteidigungsausgaben in Höhe von 2 % des BIP zu erreichen, wird weiterhin nur von einzelnen Mitgliedern eingehalten. Der Druck von NATO Mitgliedern, die bereits mehr als 2 % des BIP ausgeben, auf die anderen Mitglieder, ihre Budgets zu erhöhen, hat merklich zugenommen. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen.

Verbesserter Produktmix

Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen, z. B. der EFOY Pro 12000, sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement, stellen ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Gemeinsame Entwicklung mit Kunden, so-genannte Joint Development Agreements (JDA) ermöglichen die Erschließung von neuen Leistungsbereichen und/oder Anwendungsfelder.

SONSTIGE CHANCEN

Innovation und Weiterentwicklung

Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.

Neue Produkte wie die Next Generation Fuel Cell (NGFC) als auch Weiterentwicklungen auf Basis der JENNY-Plattform ermöglichen Anwendungen im Bereich Grenzschutz und TerrorAbwehr durch Polizei- und oder Verteidigungskräften.

Integrierte Systeme zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.

Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.

Externe Bestimmungsfaktoren

Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: Aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.

Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen.

Zum 27. Januar 2017 ist eine Neufassung der deutschen Chemikalien-Verbotsverordnung in Kraft getreten, welche eine Erleichterung für den Handel von SFC-Tankpatronen bewirkt. Diese Neufassung beinhaltet unter anderem eine Ausnahmeregelung für die Abgabe von Methanol oder methanolhaltigen Gemischen zur Verwendung in Brennstoffzellen. Es entfallen für den Händler Erlaubnispflicht und Anzeigepflicht bei der Behörde, Sachkundeprüfung und Mindestalter bei der Abgabe sowie Identitätsfeststellung des Erwerbers und Dokumentation.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2017 abgegeben und auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB hat der Vorstand am 22. März 2018 abgeben und wird diese im Internet unter www.sfc.com/de/investo-ren/corporate-governance öffentlich zugänglich machen.

PROGNOSEBERICHT

Für 2018 nimmt SFC eine positive Entwicklung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Brennstoffzellen- und Industriegeschäfts an. Das wesentliche Wachstum wird in diesen Märkten erwartet und soll neben organischem Wachstum auch mit strategischen Partnerschaften durch die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit geht das Management davon aus, dass beauftragte Projekte aus 2017 im Jahr 2018 realisiert werden. Demzufolge ist in diesen Segmenten von einem deutlich steigenden Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auszugehen.

Für das Segment Freizeit geht SFC aufgrund der intensiven Konkurrenzsituation im Markt für mobile Stromversorgung von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus.

Für das Segment Öl & Gas wird die weitere Entwicklung des Öl- und Gaspreises von entscheidender Bedeutung sein. Wir gehen grundsätzlich weiterhin von einem langfristigen Wachstum im Öl- und Gassegment aus und erwarten für 2018, aufgrund der positiven Entwicklung des Öl- und Gaspreises seit seinem Tiefstand in 2016, eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse.

Der Vorstand rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit einem Umsatz zwischen € 20 Mio. und € 22 Mio. sowie einem deutlich verbesserten positiven bereinigten EBITDA und einem deutlich verbesserten positiven bereinigten EBIT.

Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von € 4,6 Mio. aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2018 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird das Unternehmen über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die tatsächliche Entwicklung der SFC und seinen Segmenten kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht).

NACHTRAGSBERICHT

Bzgl. der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang für das Geschäftsjahr 2017.

Brunnthal, den 22. März 2018

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO

Hans Pol Vorstand (Industry

Marcus Binder Vorstand (Defense & Security

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

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EUR 31.12.2017

EUR
Vorjahr

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 198.530,35 292
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 146.760,00 51
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 532.537,80 634
3. Geleistete Anzahlungen 23.946,00 31
703.243,80 716
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.198.506,72 13.226
20.100.280,87 14.234
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.703.505,31 1.471
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 132.600,00 206
3. Fertige Erzeugnisse 2.295.400,00 2.296
4.131.505,31 3.973
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.268.674,11 2.883
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.014.320,94 5.021
3. Sonstige Vermögensgegenstände 32.454,13 278
7.315.449,18 8.182
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.551.714,99 2.029
15.998.669,48 14.184
C. Rechnungsabgrenzungsposten 152.855,83 382
36.251.806,18 28.800
Passiva
EUR 31.12.2017

EUR
Vorjahr

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.659.456,00 9.047
zusätzlich bestehendes bedingtes Kapital: EUR 294.856,00 (Vorjahr: TEUR 702)
II. Kapitalrücklage 81.309.106,34 78.771
III. Bilanzverlust -65.263.768,51 -68.811
25.704.793,83 19.007
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.709.282,21 3.205
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 555.000,00 3.303
davon konvertibel: EUR 552.500,00 (Vorjahr: TEUR 3.303)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.183,55 102
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 918.605,19 852
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.363,55 66
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.343.577,85 2.265
davon aus Steuern: EUR 85.436,28 (Vorjahr: TEUR 176)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.231,43 (Vorjahr: TEUR 15)
6.837.730,14 6.588
36.251.806,18 28.800

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

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EUR 2017

EUR
Vorjahr

TEUR
1. Umsatzerlöse 15.652.848,17 12.786
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -74.600,00 -855
15.578.248,17 11.931
3. Sonstige betriebliche Erträge
a) Zuschreibung auf Finanzanlagen 5.972.628,00 0
b) Übrige sonstige betriebliche Erträge 1.104.005,07 1.775
7.076.633,07 1.775
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -5.390.848,24 -4.911
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -429.934,16 -279
-5.820.782,40 -5.190
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.911.882,06 -4.451
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -817.306,11 -825
davon für Altersversorgung: EUR 78.503,96 (Vorjahr: TEUR 77)
-6.729.188,17 -5.276
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -395.281,35 -327
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.535.491,27 -5.902
4.174.138,05 -2.989
8. Erträge aus Beteiligungen 24.534,54 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 258.713,68 216
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -910.590,11 -388
-627.341,89 -172
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,64 0
12. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 3.546.798,80 -3.161
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -68.810.567,31 -65.650
14. Bilanzverlust -65.263.768,51 -68.811

Anhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC AG") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen.

Der Jahresabschluss der SFC AG für das Geschäftsjahr 2017 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie des AktG erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (§§ 246 bis 256a HGB) sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) aufgestellt.

Die Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den allgemeinen Grundsätzen des § 265 HGB und den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes.

In Bezug auf mögliche bestandsgefährdende Risiken verweisen wir auf die Angaben in den Abschnitten "Finanz- und Liquiditätsrisiken" sowie "Zusammenfassung zum Risikobericht" des Lageberichts. Der Jahresabschluss ist unter Zugrundelegung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich berücksichtigt.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen zwei und dreizehn Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 150,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, ggfs. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.

Die Bestimmung des niedrigeren beizulegenden Werts im Rahmen des Niederstwerttests erfolgt durch Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals mithilfe der Ertragswert-Methode. Dabei werden die geplanten Cashflows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Unternehmensplanung verwendet. Der zur Diskontierung verwendete Kapitalisierungszinssatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz sowie einer Marktrisikoprämie einem unternehmensspezifischen Risikozuschlag sowie einem Wachstumsabschlag. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Markterwartungen von externen Experten herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise, die aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen sowie der Einschätzung von externen Experten hergeleitet werden.

Gem. § 253 Abs. 5 S.1 HGB darf ein niedrigerer Wertansatz nicht beibehalten werden, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Ist dies der Fall erfolgt eine Zuschreibung auf die fortgeführten Anschaffungskosten der Finanzanlage.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegen Zeitwert aufgrund von Lagerrisiken (geringe Umschlaghäufigkeit) vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zusammen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen. In den Fällen, in denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten voraussichtlich nicht durch den Marktpreis gedeckt werden, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der aufgrund einer retrograden Bewertung ermittelt wurde, vorgenommen. Bei den unfertigen Erzeugnissen wurden Abwertungen aufgrund von Lagerrisiken und bei den fertigen Erzeugnissen aufgrund niedrigerer Verkaufspreise vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz erfolgte grundsätzlich zum Nominalwert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem Ausgabebetrag wird auf der Aktivseite ausgewiesen und über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit gem. § 250 Abs. 3 HGB planmäßig aufwandswirksam aufgelöst.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste und ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung von künftigen Preis- und Kostensteigerungen mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen auf den Abschlussstichtag abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2017 je nach Restlaufzeit 1,33 % bis 1,73 %. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Auf-zinsungsaufwand wird unter Verwendung der Vorjahreszinssätze ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm für den Vorstand wird anhand einer Monte Carlo Simulation vorgenommen. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung wurde getrennt nach Produktgruppen auf Erfahrungswerten bzgl. der zukünftigen Kosten in Relation zum erzielten Umsatz zurückgegriffen. Die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von Vollkosten ermittelt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach den Grundsätzen des § 256a HGB bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 27,38 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus langfristigen Entwicklungsaufträgen (JDAs) werden realisiert, wenn die vertraglich vereinbarten Meilensteine abgeschlossen sind.

Die Realisation der übrigen Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt.

Die Zuschüsse werden erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, sobald der entsprechende Bescheid vorliegt sowie die sonstigen Förderbedingungen erfüllt sind.

III. Erläuterungen zu den Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.

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Historische Anschaffungskosten
alle Angaben

in €
01.01.2017 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2017
--- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 844.184 0 768 0 843.416
844.184 0 768 0 843.416
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.229.914 121.531 145.629 0 1.205.816
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.930.260 163.470 14.242 15.174 3.094.662
3. Geleistete Anzahlungen 31.470 23.946 16.296 -15.174 23.946
4.191.644 308.947 176.167 0 4.324.424
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.198.507 0 0 0 19.198.507
19.198.507 0 0 0 19.198.507
24.234.335 308.947 176.935 0 24.366.347

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Kumulierte Abschreibungen
alle Angaben

in €
01.01.2017 Zugang Abgang Zuschreibung 31.12.2017
--- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 552.393 93.261 768 0 644.886
552.393 93.261 768 0 644.886
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.179.311 21.734 141.989 0 1.059.056
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.296.078 280.287 14.241 0 2.562.124
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
3.475.389 302.021 156.230 0 3.621.180
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.972.628 0 0 5.972.628 0
5.972.628 0 0 5.972.628 0
10.000.410 395.282 156.998 5.972.628 4.266.066

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Buchwerte
alle Angaben

in €
31.12.2017 31.12.2016
--- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 198.530 291.791
198.530 291.791
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 146.760 50.603
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 532.538 634.182
3. Geleistete Anzahlungen 23.946 31.470
703.244 716.255
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.198.507 13.225.879
19.198.507 13.225.879
20.100.281 14.233.925

Im Geschäftsjahr 2017 entfallen € 39.099,84 auf Abschreibungen aus Zugängen und auf Umbuchungen aus im Vorjahr geleisteten Anzahlungen.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Zuschreibung auf den Beteiligungsbuchwert bei Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von € 5.972.628,00, da der Grund für eine dauernde Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB nicht mehr gegeben ist.

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2017

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in €2 Ergebnis 2017 in €2
Anteile an verbundenen Unternehmen
SFC Energy, Inc. Winter Park (USA) 100,00 0 0
PBF Group B.V . Almelo (Niederlande) 100,00 -1.149.266 88.315
PBF Power srl Cluj-Napoca (Rumänien) 100,001 1.008.817 384.660
Simark Controls Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 -1.482.662 324.666

1 indirekte Beteiligung.

2 Ausländische Währungen werden zum Stichtagskurs bzw. Durchschnittskurs umgerechnet.

Die SFC Inc. befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in Abwicklung.

Vorräte

In den Vorräten sind Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von € 443.658,13 (Vorjahr: € 835.302,15) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum Abschlussstichtag eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 45.396,01 (Vorjahr: € 56.508,41) gebildet.

Ferner wurden in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 228.276,55 (Vorjahr: € 187.871,00) gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 127.797,76 (Vorjahr: € 267.433,00). Darüber hinaus betreffen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Darlehen an die Tochtergesellschaften Simark Controls Ltd. und PBF Group B.V., die grundsätzlich vertraglich sofort kündbar sind, jedoch aufgrund von Rangrücktrittserklärungen jeweils in voller Höhe als langfristig zu klassifizieren sind.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio für Wandelschuldanleihen und Darlehen in Höhe von € 100.844,65 (Vorjahr: € 325.778,19) enthalten. Die Aufteilung des Disagios erfolgt über die Laufzeit der Anleihen bzw. Darlehen.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft beträgt insgesamt € 9.659.456,00 und ist eingeteilt in 9.659.456 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Die Hauptversammlung vom 17. Mai 2017 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 16. Mai 2022 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 4.523.624,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017/I). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Das Genehmigte Kapital 2017/I beträgt noch € 4.523.624,00.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein Bedingtes Kapital 2016 in Höhe von € 3.324.503,00 nach Ausgabe von Bezugsaktien für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) sowie über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 368.892,00. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Zum 31. Dezember 2016 hat die Gesellschaft Wandelschuldverschreibungen in Höhe von nominal € 3.300.000,00 ausgegeben. Die ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen beinhalten das Recht insgesamt 540.936 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu beziehen.

Im Geschäftsjahr wurden Wandelschuldverschreibungen in Höhe von € 2.750.000,00 in 450.780 auf den Inhaber lautende Stückaktien gewandelt, sodass zum 31. Dezember 2017 nunmehr € 550.000,00 an Wandelschuldverschreibungen existieren.

Des Weiteren hat die Gesellschaft in 2017 Optionsschuldverschreibungen in Höhe von nominal € 2.500,00 ausgegeben. Diese beinhalten das Recht insgesamt 204.700,00 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu beziehen.

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alle Angaben

in €
2017 2016
Beträge aus der Ausgabe von Anteilen gem. §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 81.156.081 78.618.531
Beträge aus der Ausgabe von Wandelanteilen gem. §272 Abs. 2 Nr. 2 HGB 153.025 152.097
Kapitalrücklage 81.309.106 78.770.628

Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

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alle Angaben

in €
2017 2016
Ergebnis nach Steuern 3.546.799 -3.161.407
Verlustvortrag -68.810.567 -65.649.161
Bilanzverlust -65.263.769 -68.810.567

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

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alle Angaben

in €
31.12.2017 31.12.2016
Gewährleistungsverpflichtungen 1.565.942 1.558.333
Verpflichtungen Personalbereich 1.471.236 656.650
Ausstehende Rechnungen 278.337 150.224
Drohende Verluste aus Mietaufwendungen und Leasing 0 359.562
Drohende Verluste aus Liefervereinbarungen 0 11.794
Übrige Rückstellungen 393.767 468.733
Gesamt 3.709.282 3.205.296

Verbindlichkeiten

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davon mit einer Restlaufzeit
alle Angaben

in €
Gesamtbetrag zum 31.12.2017 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Anleihen 555.000 550.000 5.000 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.184 15.184 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 918.605 918.605 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 5.364 5.364 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.343.578 5.343.578 0 0
Gesamt 6.837.730 6.832.730 5.000 0

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davon mit einer Restlaufzeit
alle Angaben

in €
Gesamtbetrag zum 31.12.2016 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Anleihen 3.302.500 0 3.302.500 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101.628 101.628 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 852.385 852.385 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 65.888 65.888 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.265.216 267.716 1.997.500 0
Gesamt 6.587.617 1.287.617 5.300.000 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus einem im Jahr 2017 aufgenommen Darlehen von einem Investor in Höhe von T€ 4.998 sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 191.

Für sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.998 wurde bestehendes Vorratsvermögen, Anlagevermögen, Marken- und Patentrechte sowie Bankguthaben als Sicherheit übereignet. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Der Zeitwert der in 2016 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen beträgt zum 31. Dezember 2017 T€ 506.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 5.363,55 (Vorjahr: € 63.368,12).

In 2017 wurden Optionsschuldverschreibungen mit einem Nennwert von € 2.500,00 ausgegeben. Der Zeitwert der Optionsschuldverschreibungen beträgt zum 31. Dezember 2017 € 3.411,15.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2017 ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von € 29.424,19 (Vorjahr: € 113.598,30). Diese resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der langfristigen sonstigen Rückstellungen und dem im Vorjahr steuerlichen Ansatzverbot der Drohverlustrückstellung. Zudem ergeben sich aktive latente Steuern aus der Inanspruchnahme der Verlust-vorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die aktiven latenten Steuern nicht angesetzt.

Die gesamten, vorläufig ermittelten steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf rd. Mio. € 48,3 für Körperschaftsteuer und rd. Mio. € 45,7 für Gewerbesteuer.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 27,38 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,00 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,50 % wurde der Gewerbesteuersatz von 11,55 % berücksichtigt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:

Die Berichterstattung nach Tätigkeiten erfolgt nach Märkten untergliedert nach Industrie & Sicherheit, Öl & Gas sowie Freizeit.

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alle Angaben

in €
2017 2016
Industrie & Sicherheit 11.358.131 8.359.081
Freizeit 3.450.686 3.668.836
Öl & Gas 844.031 758.156
Gesamtumsatz 15.652.848 12.786.073

Aufteilung nach geografischen Märkten:

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alle Angaben

in €
2017 2016
Europa (ohne Deutschland) 5.520.147 5.049.152
Deutschland 4.262.205 3.166.499
Asien 4.279.105 1.804.465
Nordamerika 1.049.188 1.033.395
Rest der Welt 542.204 1.732.562
Gesamtumsatz 15.652.848 12.786.073

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

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alle Angaben

in €
2017 2016
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung 12.801 110.055
Realisierte Kursgewinne 12.346 219.768
Gesamt 25.147 329.823

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 876.728,68 (Vorjahr: € 648.906,36) enthalten. Davon entfallen € 850.344,62 (Vorjahr: € 645.567,36) auf die Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:

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alle Angaben

in €
2017 2016
Realisierte Kursverluste 44.696 17.858
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung 149.141 20.351
Gesamt 193.837 38.209

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind € 258.706,54 (Vorjahr: € 215.797,98) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten € 37.578,63 (Vorjahr: € 48.439,42) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2017 2016
Vollzeit 60 59
Teilzeit 10 11
Gesamt 70 70

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestanden Wandelschuldverschreibungen in Höhe von T€ 550 und Optionsschuldverschreibungen in Höhe von T€ 5.

Konzernabschluss

Die SFC Energy AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Vorstand

Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2017:

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Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann, Vorsitzender verantwortlich für Strategy, Marketing, Communication, R&D, Operations, Human Resources, Freizeit- und Industriegeschäft SFC, Simark Controls Ltd.
Marcus Binder, München, Dipl. Ing. Elektrotechnik verantwortlich für das nationale und internationale Vertei-digungs- und Sicherheitsgeschäft SFC (seit 1. März 2017)
Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann verantwortlich für Power Electronics, PBF, Quality Management SFC und PBF, Managing Director PBF Group B.V.
Steffen Schneider, Gräfelfing, Kaufmann verantwortlich für Finance & Controlling, Investor Relations, IT, Supply Chain Management (bis 25. Mai 2017)

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge in Höhe von € 1.595.915 (Vorjahr: € 784.209) und Einzelbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2017 (Zuwendungsbetrachtung*

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Dr. Peter Podesser Hans Pol
Gewährte Zuwendungen

in €
Vorstandsvorsitzender Vorstand (Industry)
--- --- --- --- --- --- ---
seit 01.11.2006 seit 01.01.2014
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2016 2017 2017 (Min)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000 350.000 180.000 180.000 180.000
Nebenleistungen 23.312 24.145 24.145 17.846 17.866 17.866
Summe 373.312 374.145 374.145 197.846 197.866 197.866
Einjährige variable Vergütung 0 264.000 150.000 0 42.000 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 259.263 0 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
SARP 2017-2020 0 259.263 0 0 0 0
Summe 373.312 897.408 524.145 197.846 239.866 197.866
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 373.312 897.408 524.145 197.846 239.866 197.866

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Steffen Schneider Marcus Binder
Gewährte Zuwendungen

in €
Vorstand (CFO) Vorstand (Defence & Security)
--- --- --- --- --- --- ---
01.09.2014 - 25.05.2017 seit 01.03.2017
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2016 2017 2017 (Min)
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 180.000 87.862 87.862 0 150.000 150.000
Nebenleistungen 33.051 14.754 14.754 0 19.520 19.520
Summe 213.051 102.616 102.616 0 169.520 169.520
Einjährige variable Vergütung 0 18.750 18.750 0 54.542 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 113.213 0
SARP 2014-2016 0 0 0 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0 0 0 0
SARP 2017-2020 0 0 0 0 113.213 0
Summe 213.051 121.366 121.366 0 337.275 169.520
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 213.051 121.366 121.366 0 337.275 169.520

* Da für die variable Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.

Gewährte Vorschüsse und Kredite und Haftungsverhältnisse

Mitgliedern des Vorstands wurden weder Vorschüsse und Kredite gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2017:

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Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur, Vorsitzender Vorsitzender des Beirats, PPRO Holding GmbH, München Chairman, Airborne Oil & Gas B.V., Ijmuiden, Niederlande Mitglied des Beirats der AEVI International GmbH, Paderborn
David William Morgan, Rolvenden, Kent, Großbritannien, MA ACA , Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender Chairman, Nordgold SE, London, Großbritannien Chairman, Econic Technologies Limited, London, Großbritannien Chairman, Hargreaves Services plc, Durham, Großbritannien Non executive director, The Royal Mint Limited, Llantrisant, Großbritannien
Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann Mitglied des Aufsichtsrats, ALNO AG, Pfullendorf Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, United Power Equipment Ltd., Fuzhou, China Vorsitzender des Aufsichtsrats, Eckelmann AG, Wiesbaden

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die fixen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats stellen sich danach wie folgt dar.

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alle Angaben

in €
fixe Vergütung 2017* fixe Vergütung 2016*
Gesamt 112.500 112.500

* Die Vergütung spiegelt den abgerechneten und zurückgestellten Aufwand wider. Ferner sind etwaige Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember des Vorjahres zu den tatsächlich gezahlten Beträgen enthalten.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten in entsprechender Anwendung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, wie sie oben genannt sind, sowie deren nahe Familienangehörige.

Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" als nahestehend zu klassifizieren.

Transaktionen mit nahestehenden Personen dargestellt und Unternehmen erfolgte wie im Vorjahr nicht.

Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind bereits oben dargestellt. Zum Bilanzstichtag wurden Verpflichtungen gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 935.934,07 (Vorjahr: € 188.394,46) ausgewiesen.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare betragen:

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alle Angaben

in €
2017 2016
Abschlussprüfungsleistungen 160.667 129.500
Gesamt 160.667 129.500

Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-SängerRing 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zu Gunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.619,60.

Auf Basis der Liquiditäts- und geplanten Ertragslage der betroffenen verbundenen Unternehmen ist mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Eventualverbindlichkeiten nicht zu rechnen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgendem Umfang:

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alle Angaben

in €
fällig 2018 fällig 2019 fällig 2020 fällig 2021 ff. Gesamt
Leasing 87.524 44.007 3.450 0 134.981
Miete 890.783 933.892 149.047 0 1.973.721
Gesamt 978.307 977.899 152.496 0 2.108.702

Vorjahr:

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alle Angaben

in €
fällig 2017 fällig 2018 fällig 2019 fällig 2020 ff. Gesamt
Leasing 84.591 63.593 23.001 0 171.185
Miete 888.383 931.492 931.492 232.872 2.984.238
Gesamt 972.974 995.085 954.493 232.872 3.155.424

Die Mieten betreffen das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude, sie sind als nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft von wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft. Es handelt sich um einen üblichen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verlängerungsoption um einmal weitere fünf Jahre. Wesentliche oder unübliche Risiken existieren nicht. Der Vorteil gegenüber einer Investition besteht für die Gesellschaft neben den Liquiditätsvorteilen und der Schonung der Eigenkapitalquote darin, dass durch den Mietvertrag die notwendige Planungs- und Kalkulationssicherheit sowie Flexibilität für das weitere geplante Wachstum von SFC gegeben ist. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften im Zusammenhang mit leerstehenden Flächen aus obigem Mietvertrag gebildet. Der Bilanzansatz dieser Rückstellung zum 31. Dezember 2017 beträgt € 0,00 (Vorjahr: € 359.562,21).

Meldungen gemäß § 26 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)1

Der SFC Energy AG gingen bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses (22. März 2018) folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu (nachfolgend sind nur die Mitteilungen aufgeführt, die das Bestehen einer Beteiligung zum vorgenannten Datum wiedergeben bzw. soweit sie sich auf die vollständige Veräußerung einer Beteiligung seit dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2017 beziehen; die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der letzten Stimmrechtsmitteilung an SFC Energy AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein).

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß §§ 21 Absatz 1, 24 WpHG i.V.m. § 32 Absatz 2 InvG mitgeteilt, dass deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, am 7. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der SFC Energy AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt einen Stimmrechtsanteil von 5,17 % gehalten hat (entsprechend 369.000 Stimmrechten).

Die T&E Holding B.V., Almelo, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 20. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,1 % (das entspricht 232.925 Stimmrechten) betragen hat.

Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat.

1 Die Angabe zum Wertpapierhandelsgesetz in diesem Abschnitt bezieht sich auf die im Zeitpunkt der Meldung jeweils gültige Fassung.

Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.

Die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.

Die 1752748 Alberta Ltd., Calgary, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,59 % (das entspricht 288.057 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Mark Wheeler, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,94 % (das entspricht 316.087 Stimmrechten) betragen hat. 3,59 % der Stimmrechte (das entspricht 288.057 Stimmrechten) sind Herrn Wheeler gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der 1752748 Alberta Ltd. zuzurechnen.

Die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat.

Die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die The R&H Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat.

Die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, zuzurechnen.

Die Conduit Ventures Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, und die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, zuzurechnen.

Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. August 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 14. Juli 2017 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 26,07 % (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) betragen hat. Zusätzlich hält HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, durch Instrumente im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG 3,92 % der Stimmrechte (das entspricht 360.655 Stimmrechten).

Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. August 2017 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 14. Juli 2017 die Schwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 26,07 % (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) betragen hat. 26,07 % der Stimmrechte (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) sowie 3,07 % der Stimmreche durch Instrumente im Sinne von § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG von der die HPE PRO Institutional Fund B.V. über die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, zuzurechnen.

Gewinnverwendung

Ein Gewinnverwendungsvorschlag erübrigt sich, da der Jahresüberschuss nach den aktienrechtlichen Vorschriften zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in den Bilanzverlust eingegangen ist und daher für eine Ausschüttung rechtlich nicht zur Verfügung steht.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2017 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2018 haben der Vorstand und Aufsichtsrat am 22. März 2018 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.

Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag

Am 24. Januar 2018 hat ein Investor von seinem Wandlungsrecht Gebracht gemacht und seine Wandelanleihe in Höhe von € 550.000,00 in 90.156 auf den Inhaber lautende Stückaktien gewandelt, so dass das neue gezeichnete Kapital € 9.749.612,00 eingeteilt in 9.749.612 auf den Inhaber lautende Stückaktien beträgt. Die Kapitalrücklage erhöht sich hierdurch um € 459.844,00 und die entsprechende Tilgungsverpflichtung entfällt.

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.

Brunnthal, den 22. März 2018

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO

Hans Pol Vorstand (Industry

Marcus Binder Vorstand (Defense & Security

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SFC Energy AG, Brunnthal

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SFC Energy AG, Brunnthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten "Finanz- und Liquiditätsrisiken" sowie "Zusammenfassung zum Risikobericht" des Lageberichts, in denen der Vorstand darlegt, dass sich aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und Liquidität aus einer weiteren Verschiebung von Großprojekten im Verteidigungsbereich wesentliche negative Auswirkungen auf die derzeit hinreichende Liquiditätsausstattung und somit bestandsgefährdende Risiken ergeben können. Auf diese Abschnitte des Lageberichts wird im Abschnitt "I. Allgemeine Angaben" des Anhangs verwiesen. In den o.g. Abschnitten des Lageberichts erläutert der Vorstand Ereignisse bzw. Gegebenheiten, die auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hinweisen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne von § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir mit der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss)

b) Prüferisches Vorgehen

Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen

a) Die im Jahresabschluss der SFC Energy AG ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 19.199 (53,0 % der Bilanzsumme) beziehen sich auf jeweils 100 % der Anteile an zwei Tochtergesellschaften. Die Anteile werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Zum 31. Dezember 2017 konnte eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 5.972 nicht mehr beibehalten werden, weil die Gründe dafür nicht mehr bestanden.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt jährlich durch die Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals mithilfe der Ertragswert-Methode. Ermessensentscheidungen des Vorstands beeinflussen dabei maßgeblich das Ergebnis dieser Bewertungen, vor allem bei der Einschätzung künftiger Zahlungsmittelzuflüsse sowie der Wahl des Diskontierungszinssatzes. Infolgedessen sind die entsprechenden Niederstwerttests mit einer hohen Unsicherheit verbunden.

Der Sachverhalt wurde von uns als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt bestimmt, weil die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen komplex ist sowie auf einer Reihe ermessensbehafteter Einschätzungen und Annahmen des Vorstands basiert.

Angaben des Vorstands zu Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie zu durchgeführten Niederstwerttests finden sich im Anhang unter dem Abschnitt II "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie Abschnitt III "Erläuterungen zu den Bilanzposten".

b) Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen des Vorstands sowie der Berechnungsmethode der Niederstwerttests unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt.

Unsere Analyse der künftigen Zahlungsströme für die Beurteilung der erwarteten Auswirkungen von Ereignissen und Entwicklungen erfolgte unter der Berücksichtigung der Einschätzung zur Zuverlässigkeit des diesbezüglichen Planungssystems. Zur Einschätzung der Planungstreue führten wir einen Vergleich der zukunftsorientierten Finanzinformationen für die unmittelbar vorangegangenen Zeiträume mit den jeweiligen Ergebnissen dieser Zeiträume (Plan/Ist-Vergleich) durch und berücksichtigten die zum aktuellen Zeitpunkt erreichten Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahrs zu den zukunftsorientierten Annahmen.

Als Ausgangsbasis unserer Beurteilung erfolgte eine Überleitung der Mittelzuflüsse zu der durch das verantwortliche Management erstellten Drei-Jahresplanung (2018 bis 2020). Ferner haben wir die Extrapolation der Planwerte unter Berücksichtigung der angesetzten Wachstumsrate für die zwei Jahre nach dem Detailplanungszeitraum sowie einer nachhaltigen Wachstumsrate eingeschätzt.

Im Rahmen der Würdigung der zugrunde liegenden vom Vorstand verabschiedeten und vom Aufsichtsrat gebilligten Drei-Jahresplanung haben wir die zentralen Planungsannahmen und -maßnahmen mit Schwerpunkten auf der Entwicklung der Absatzmärkte in Kanada und in Europa sowie der Absatz- und Beschaffungspreiseentwicklung mit dem Vorstand erörtert.

Bei der Prüfung der Ermittlung des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die herangezogenen Parameter einschließlich des verwendeten Kapitalisierungszinssatzes geprüft und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Zusätzlich haben wir das methodische Vorgehen zur Ermittlung des Ertragswerts nachvollzogen und die Anwendung des Kalkulationsschemas unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten gewürdigt.

Sonstige Informationen

Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts verwiesen wird, und
die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und zum Lagebericht nach § 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 11./13. Dezember 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2007 als Abschlussprüfer der SFC Energy AG, Brunnthal, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Julius Pinckernelle.

München, den 22. März 2018

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Götz, Wirtschaftsprüfer

Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Das vergangene Geschäftsjahr 2017 war entscheidend durch die Kapitalmarktstrategie und die Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft sowie die geschäftlichen Herausforderungen aufgrund der allgemeinen Marktentwicklungen geprägt. An diesen Prozessen hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG

Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 waren: (i) Herr Tim van Delden, (ii) Herr David Morgan, (iii) Herr Hubertus Krossa. Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2017 Herr Tim van Delden, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war Herr David Morgan.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2017 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt neun Sitzungen – am 16. Januar, 6. März, 28. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2016), 16. Mai, 30. Juni, 28. Juli, 19. Oktober, 13. Dezember und 18. Dezember 2017 – beraten. Davon fanden fünf Sitzungen, nämlich am 28. März, 16. Mai, 28. Juli, 19. Oktober und 13. Dezember 2017, als Präsenzsitzungen statt, an denen stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Die übrigen vier Sitzungen am 16. Januar, 6. März 2017, 30. Juni und 18. Dezember 2017 wurden als Telefonkonferenzen abgehalten. Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat – soweit erforderlich – auch außerhalb seiner Sitzungen telefonisch, persönlich und per E-Mail ab.

Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und insbesondere Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die konzernweite Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Geschäftsbereiche (Business Units), die wirtschaftliche, finanzielle, technologische und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Wachstumsstrategie des Unternehmens im In- und Ausland sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse, etwa zu (drohenden) Rechtsstreitigkeiten. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der ausländischen Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese. BERICHT

Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.

Ein weiteres wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2017 bildete erneut die Kapitalmarktstrategie und Liquidität der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand unter Einbindung externer Berater detailliert über mögliche Maßnahmen zur Gewinnung neuer Investoren im In- und Ausland, zur Finanzierung des weiteren Wachstums sowie zur Verbesserung der Equity Story der Gesellschaft berichten, erörterte diese Maßnahmen intern und mit dem Vorstand und wägte ihre Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Zudem ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über den Stand der Umsetzung berichten und begleitete und überwachte diesen Prozess.

In seiner telefonischen Sitzung am 16. Januar 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat bei Anwesenheit aller Mitglieder des Vorstands mit dem Geschäftsstart im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017 und dem Liquiditätsplan für das laufende Jahr. Dabei wurden auch Möglichkeiten zur Stärkung der Eigenkapitalbasis erörtert. Ferner wurde über laufende Tests der Bundeswehr und deren Auswirkungen auf zukünftige Aufträge gesprochen. Schließlich wurde auch auf die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands näher eingegangen. Maßgeblicher Gegenstand der Beratung war insoweit die Definition und Höhe erfolgsbezogener Vergütungsbestandteile.

Gegenstand der telefonischen Sitzung des Aufsichtsrats am 6. März 2017 war die Festlegung von Zielquoten für den Frauenanteil in Vorstand und Aufsichtsrat. Für den Zeitraum bis zum Ablauf des 31. Dezember 2021 legte der Aufsichtsrat hierzu eine Zielquote von jeweils 0 % fest.

Im Rahmen der Sitzung am 28. März 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Unabhängigkeit seiner Mitglieder. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft befasst, diesen erörtert und gebilligt. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Sitzung teil, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für Fragen des Aufsichtsrats zur Verfügung. Ferner befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2017 und mit dem Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017. Mit dem Vorstand wurden außerdem ausführlich die aktuellen Entwicklungen sowie die Chancen und Risiken der aktuellen Geschäftsentwicklung der einzelnen Business Units und der Tochtergesellschaften erörtert. Vor diesem Hintergrund wurde erneut die aktuelle Liquiditäts- und Finanzlage einschließlich möglicher Finanzierungsoptionen mit dem Vorstand besprochen. Außerdem stimmte der Aufsichtsrat dem vorzeitigen Ausscheiden von Herrn Steffen Schneider mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 17. Mai 2017 und dem Abschluss einer Aufhebungsvereinbarung zu. Zugleich stimmte der Aufsichtsrat der Beschäftigung von Herrn Gerhard Inninger mit Wirkung zum 1. Mai 2017 zu, der zukünftig die Aufgaben von Herrn Schneider übernimmt und das Finanzressort der Gesellschaft bereits von 2011 bis 2014 (damals als Vorstandsmitglied) leitete.

In seiner Sitzung am 16. Mai 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Beisein des Vorstands mit der aktuellen Geschäftslage in den einzelnen Business Units und den Tochtergesellschaften sowie den Umsatzzahlen im ersten und zweiten Quartal des Geschäftsjahres. Auch die aktuelle Liquiditätslage und die Beteiligung möglicher Investoren war erneut Gegenstand der Beratung.

Als Gegenstand der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 30. Juni 2017 wurden erneut die aktuellen Geschäftszahlen mit dem Vorstand besprochen. Zudem wurden weitere mögliche Finanzierungsmaßnahmen besprochen.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 28. Juli 2017 wurden unter Beteiligung des Vorstands die aktuellen und zu erwartenden Umsatzzahlen in den einzelnen Business Units und den Tochtergesellschaften im zweiten und dritten Quartal besprochen. Des Weiteren wurde auf die aktuellen Finanzkennzahlen und die Liquiditätslage der Gesellschaft näher eingegangen. Es wurden zudem mit dem Vorstand die Verhandlungen zur Platzierung einer besicherten festverzinslichen Inhaberschuldverschreibung und einer Optionsanleihe bei Harbert European Growth Capital Fund erörtert. Der Platzierung stimmte der Aufsichtsrat am 4. August 2017 zu.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 19. Oktober 2017 gab der Vorstand ein kurzes Update zu den Geschäftszahlen im dritten Quartal sowie einen Ausblick auf die Entwicklung im vierten Quartal. Dabei erfolgte eine ausführliche Erörterung der aktuellen Zahlen des Geschäftsbereichs „Defense“ unter Berücksichtigung möglicher zukünftiger Aufträge. Vor diesem Hintergrund befasste sich der Aufsichtsrat unter Mitwirkung des Vorstands erneut ausführlich mit den aktuellen Finanzkennzahlen und der Liquiditätslage der Gesellschaft sowie ihren Tochtergesellschaften. Gegenstand der Erörterung war zudem die Suche neuer strategischer Partnerschaften.

In seiner Sitzung am 13. Dezember 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in Anwesenheit des Vorstands zunächst mit den allgemeinen Geschäftszahlen im dritten Quartal und der Prognose für das vierte Quartal. Dabei wurde insbesondere auf die zu erwartenden Auswirkungen des erhaltenen Großauftrags der Bundeswehr eingegangen. Ferner wurde ausführlich die aktuelle Situation in den einzelnen Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften erörtert. Zudem wurde die Budgetplanung für das Jahr 2018 sowie die mittelfristige Budgetplanung für die Jahre 2018 – 2020 in sämtlichen Geschäftsbereichen besprochen. Zudem wurden die Möglichkeiten für etwaige strategische Partnerschaften diskutiert und mit einem hierzu beauftragten externen Berater erörtert. Schließlich nahmen die an der Sitzung teilnehmenden Vertreter der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur anstehenden Jahresabschlussprüfung Stellung.

Gegenstand der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 18. Dezember 2017 war erneut das Budget 2018 sowie der Mittelfristplan 2019 – 2020. Dieser wurde mit dem Vorstand erörtert und vom Aufsichtsrat beschlossen bzw. gebilligt. Auch das Management Incentive Programm 2018 zugunsten des Vorstands, welches dieselbe Struktur wie 2017 aufweist, wurde vom Aufsichtsrat beschlossen. Ferner beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der aktuellen Risikomanagement-Situation und der neuen Aufgliederung der Gesellschaft in die vier Segmente Öl und Gas, Industrie, Verteidigung & Sicherheit sowie saubere Mobilität.

AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2017 keine Ausschüsse gebildet, da er – im Einklang mit dem juristischen Schrifttum – die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann.

CORPORATE GOVERNANCE

Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht zu finden, der als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 35 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 74 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2017 ausführlich mit potenziellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine potenziellen Interessenkonflikte in Bezug auf ein Aufsichtsratsmitglied festgestellt. Zudem stellte der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 28. März 2017 fest, dass ihm eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder i.S.v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex angehören. Kein Mitglied des Aufsichtsrats steht in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.

Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 22. März 2018, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter https://www.sfc.com/investoren/corporate-governance/ abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 35).

RECHNUNGSLEGUNG

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren:

IFRS-Konzernabschluss

i. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

ii. Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen

iii. Verwertung der Teilbereichsprüfung Simark und PBF

iv. Einhaltung der Kreditvereinbarungsklauseln

HGB-Jahresabschluss

i. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

ii. Bewertung der Vorräte

iii. Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen

iv. Umsatzerlösrealisierung

v. Rechnungslegungsbezogene Kontrollen in den Prozessbereichen Umsatz und Sachanlagen

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2017 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315e HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Am 22. März 2018 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2017 statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der handelsrechtliche Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2017 beendete Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss ausweist, wurde durch den Vorstand vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 22. März 2018 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss 2017 ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2017 erzielten, besonderen Erfolge.

Brunnthal, 22. März 2018

Der Aufsichtsrat

Tim van Delden, Vorsitzender