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SFC Energy AG Annual Report 2016

May 15, 2017

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Annual Report

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SFC Energy AG

Brunnthal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

SFC Energy AG Einzelabschluss 2016.PDF

Lagebericht und Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS

Organisatorische Struktur des Unternehmens und Standorte

Die SFC Energy AG, Brunnthal, (SFC) hält Beteiligungen an der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark). Die SFC Energy Inc., Winter Park, USA (SFC Inc.) wurde zum 16. Dezember 2016 abgewickelt.

Der Vorstand der SFC leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.

Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Unternehmens sind das deutsche Aktiengesetz und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.

Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA war SFC bis Dezember 2016 durch die Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. in Winter Park, Florida, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver, und Montreal.

Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen

Der Vorstand steuert das Unternehmen nach den Segmenten "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Unternehmens.

Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) für eine Reihe von Absatzmärkten.

Im Segment Sicherheit & Industrie erzielt SFC Umsätze in den Märkten Industrie sowie Verteidigung & Sicherheit. Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa, Asien und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet. Für das Freizeitsegment bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an. Darüber hinaus bietet SFC über die erwähnten Handelskanäle als auch über einen Onlineshop die tragbare Steckdose EFOY GO!, eine Batterie mit integriertem Wechselrichter, an.

PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Laser, Verteidigung & Sicherheit, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend über Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment Sicherheit & Industrie.

Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme sowie Stromversorgungskomponenten und Antriebe für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas Industrie, sowie in geringem Umfang in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich dem Segment Öl & Gas zugeordnet.

ZIELE UND STRATEGIEN

SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.

STEUERUNGSSYSTEM

Für die interne Steuerung des Unternehmens verwendet der Vorstand die Kerngrößen Umsatzerlöse, Bruttomarge, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sowie das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT).

Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z.B. Qualitätsparameter verwendet.

Wie auch schon im Geschäftsjahr 2015 lag im Berichtszeitraum der Hauptfokus des Unternehmens auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierten Gesamtlösungen. Das Unternehmen unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Das Unternehmen investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2016 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 2.189 (Vorjahr: T€ 2.517) im Bereich F&E aufgewendet.

Mit zum Stichtag 15 Mitarbeitern (Vorjahr 18) ist etwa ein Fünftel des gesamten Personals von SFC im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Unternehmens beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von 18 (Vorjahr: 18) erteilten Patentfamilien.

Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2016 folgende:

Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben.
Entwicklung und Qualifizierung neuer Energielösungen für den Verteidigungsbereich wurden vorgenommen.

1. Fertigstellung und Auslieferung einer vergrabbaren luftgekühlten Energielösung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes auf Basis der EFOY Pro 2400.

2. Entwicklung, Qualifizierung und Auslieferung einer vergrabbaren wassergekühlten Energielösung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes mit einer internationalen Verteidigungsorganisation.

3. Entwicklung einer vergrabbaren luftgekühlten Energielösung auf Basis der wassergekühlten Energielösung im Rahmen einer Beschaffung einer internationalen Verteidigungsorganisation.
Abschluss der Entwicklung und der Serienreifmachung der JENNY 1200 auf Basis der Beauftragung durch eine internationale Verteidigungsorganisation. Gefolgt von der Serienbetreuung auf Basis von Kundenfeedback und der kontinuierlichen Implementierung von Verbesserungsmaßnahmen.
Evaluierung und Qualifizierung von Einzelkomponenten von leistungsgesteigerten Energieversorgungslösungen für stationäre Anwendungen und für den Fahrzeugbereich, um Kundenanforderungen besser erfüllen zu können.
Evaluierung und Qualifizierung der EFOY Pro 12000 Duo in einem Feldtestprogramm, gefolgt von der Überführung in die Serie.
Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur weiteren Reduzierung der Stückkosten wurden durchgeführt, um bei erhöhter Leistungsdichte eine verringerte Degradation bei geringerem Materialeinsatz zu erzielen.
Konzeption, Entwicklung und Serienüberführung von deutlich größeren Tankpatronen zur Steigung der Methanolverfügbarkeit bei Verwendung der EFOY Pro 12000 Duo.
Konzeption und Entwicklung einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle für die E-FOY Comfort als Erweiterung zur bestehenden EFOY-App.
Untersuchung und Konzeption von Energielösungen im Backup und Off-Grid-Einsatz mit Spitzenleistungen von bis zu 5 kW.
Konsequente Verbesserung und Weiterentwicklung der Energielösungen für den industriellen Einsatz.

Folgende Produktverbesserungen und Produktneuentwicklungen wurden von PBF und SFC AG gemeinsam weitergeführt:

Qualifizierung, Optimierung und konsequente Weiterentwicklung verschiedener Energielösungen, insbesondere der EFOY ProEnergyBox sowie der EFOY ProCube, die den Kunden in Industrieanwendungen unter extremen Einsatzbedingungen unterschiedliche Applikationen erschließen und eine zuverlässige Energieversorgung darstellen. EFOY ProCube wurde freigegeben und ging von F&E in die Produktion.
Serienbetreuung der neuen Produktplattform EFOY GO!.

Auch weiterhin plant das Unternehmen deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Unternehmens in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Unternehmens wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z.B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die vereinnahmten Zuschüsse T€ 786 (Vorjahr: T€ 216).

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufschwung der Gesamtwirtschaft bleibt moderat mit wenig Wachstumsorientierung

Ein stagnierender Welthandel, geringe Investitionsbereitschaft und erhöhte politische Unsicherheit bestimmten nach Berichten der Weltbank1 das schwierige Wirtschaftsjahr 2016. In ihrem Januarbericht rechneten die Experten der Bank mit einem Nachkrisen-Wachstum von nur 2,3 % im Jahr 2016 und für 2017 mit einem nur moderaten Anstieg auf 2,7 %, verbunden mit abnehmenden Rohstoffexporthindernissen und solider Innennachfrage bei den Rohstoffimporteuren.

Im Euroraum soll nach Angaben von ifo, Insee und Istat2 das Bruttoinlandsprodukt in den ersten beiden Quartalen 2017 um 0,4 % steigen. Haupttreiber dieses moderaten Aufschwungs sehen die Experten in einem steten Wachstum des privaten und öffentlichen Konsums und einer etwas dynamischeren Entwicklung der Investitionen angesichts der weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen. Die weltweite wirtschaftliche Erholung der fortgeschrittenen Volkswirtschaften und der Schwellenländer dürfte zusätzlich die externe Nachfrage beleben.

Deutsche Wirtschaft: Fortsetzung des Aufschwungs in schwieriger Weltkonjunktur

Für Deutschland rechnet das ifo-Institut3 in seiner im Dezember 2016 veröffentlichten Jahresprognose 2016-2018 mit einer Fortsetzung des robusten Aufschwungs, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit 2013 befindet. Für 2016 rechnen die Experten mit einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,9 %.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi4 ) meldete im Januar für das Jahr 2017 ein preisbereinigtes Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,9 % in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld. Damit war das Wachstum sogar geringfügig stärker, als in der Herbstprojektion der Bundesregierung vorhergesagt. Rechnerisch wurde diese Entwicklung erneut von der Binnennachfrage getragen. Staatliche und private Konsumausgaben, aber auch Bauinvestitionen legten kräftig zu. Die Investitionen in Ausrüstungen stiegen ebenfalls, allerdings weniger stark. Aufgrund einer großen Binnennachfrage nahmen die Importe stärker zu als die Exporte, so dass der Wachstumsbeitrag des Außenhandels leicht negativ ausfiel.

1 World Bank Group, "Global Economic Prospects", 10. Januar 2017, S.19.

2 ifo, Insee, Istat: "Moderater Aufschwung setzt sich fort", 11. Januar 2017.

3 ifo Konjunkturprognose 2016-2018, 16. Dezember 2016.

4 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2017", 12. Januar 2017.

Öl- und Gasmarkt

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet.

Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der fünftgrößte Gas- und sechstgrößte Rohölproduzent der Welt. Seit 1980 hat sich die kanadische Energieproduktion fast verdoppelt. Kanada verfügte zum Ende des Jahres 2015 mit insgesamt 171 Milliarden. Barrel Reserven über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt nach Venezuela und Saudi Arabien5 . Die kanadische Öl- und Erdgasindustrie ist der größte Privatsektorinvestor des Landes mit einer Investitionssumme von 36 Milliarden CAD im Jahr 2016. 2014 hatte diese Zahl noch bei 81 Milliarden CAD gelegen, 2015 bei 42 Milliarden CAD.

Der Öl- und Gasmarkt stand auch im Jahr 2016 erheblich unter dem Einfluss niedriger Öl-preise. Im Januar 2016 hatte gemäß dem "2016 Review" des kanadischen National Energy Board (NEB)6 der Tagesmarktpreis für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl mit 26,68 USD pro Barrel seinen tiefsten Stand in 13 Jahren erreicht. In den folgenden Monaten schwankte der WTI zwischen 40 und 50 USD pro Barrel, bevor er dann das Jahr mit 53,75 USD pro Barrel abschloss und damit in 12 Monaten seinen Wert nahezu verdoppelt hatte. Während der gesamten Zeit war der Preis erheblich abhängig von neuen Bohr-, Produktions- und Lagerdaten. Auch Ankündigungen der OPEC sowie globale geopolitische Ereignisse beeinflussten 2016 den Ölpreis stark. Trotz der Verdopplung des WTI zum Jahresende lag der Jahresdurchschnittspreis bei nur 42,69 USD pro Barrel und damit 6 USD unter 2015 und auf dem tiefsten Stand seit 2004.

2016 produzierte Kanada nach Angaben des NEB8 durchschnittlich 3,85 Millionen Barrel pro Tag (Mb/d). Entgegen der noch im Halbjahresbericht 2016 geäußerten Befürchtungen verursachten die Flächenbrände von Fort McMurray9 im Sommer keine langfristigen Ölsandproduktionsausfälle. Die Produktion hatte sich bis August vollständig erholt.

Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration (EIA) in ihrem neuesten Energy Outlook10 stiegen 2016 die weltweiten Öllager um 0,8 Millionen Barrel pro Tag. Die EIA rechnet für 2017 und 2018 mit einer relativ ausgeglichenen Situation, wobei die Lagermengen 2017 um 0,1 Millionen Barrel pro Tag abgebaut werden sollen, während sie dann 2018 wieder um 0,2 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Diese Annahmen beruhen auf neuen Schätzungen die von einem geringeren Verbrauch ausgehen.

Die Welt-Erdölproduktion lag nach Aussagen der EIA 2016 bei 97,22 Millionen Barrel pro Tag, für 2017 erwartet die Behörde einen leichten Anstieg auf 98,03 Millionen Barrel pro Tag.

Im Januar 2017 erreichte nach EIA-Angaben Rohöl der Marke North Sea Brent mit einem Durchschnittspreis von 55 USD pro Barrel einen neuen Höchststand seit Juli 2015, ein Anstieg von 1 USD gegenüber Dezember und von 24 USD gegenüber Januar 2016. Für Rohöl der Marke Brent erwartet die EIA 2017 im Durchschnitt einen Preis von 55 USD pro Barrel. West Texas Intermediate (WTI) soll 1 USD darunter liegen.

Im November veröffentlichte die International Energy Agency IEA12 ihren World Energy Outlook 2016. In ihm rechnet die Behörde mit einem Investitionsbedarf von weltweit insgesamt 44 Billionen USD zur Sicherstellung der weltweiten Energieversorgung bis 2040, 60 % davon für die Öl-, Gas- und Kohleförderung, 20 % für erneuerbare Energien. 23 Billionen USD Investitionen werden für Verbesserungen der Energieeffizienz erwartet. Die Behörde sieht ein erhebliches Risiko im Investitionsstau in der Öl- und Gasindustrie und sieht vor allem einen sehr großen Bedarf an Investitionen in umweltfreundlichere Produktionsanlagen und Effizienzsteigerungen.

5 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, Webseite, Basic Statistics & Canadian Economic Contribution.

6 National Energy Board, "2016 Review: Oil prices hit 13-year low in January 2016, double by end of year!, 11. Januar 2017.

7 National Energy Board, "2016 Review: Oil prices hit 13-year low in January 2016, double by end of year!, 11. Januar 2017.

8 National Energy Board, Market Snapshot: Canadian oil production, 2. Januar 2017.

9 National Energy Board, 2016 Review: "Short-lived effect on crude oil exports due to the Fort McMurray wildfire", 10. Januar 2017.

10 EIA, Short-term Energy Outlook, Februar 2017.

11 EIA, "Short Term Energy Outlook", 7. Februar 2017.

12 IEA, "World Energy Outlook 2016", November 2016.

Sicherheits- und Industriemarkt

a) Brennstoffzellen

In seinem im August 2016 veröffentlichten Brennstoffzellentechnologie-Marktbericht 201513 meldet das amerikanische Energieministerium für 2015 weltweit 60.000 verkaufte Brennstoffzellensysteme mit einer Gesamtleistung von über 300 MW. Dies entspricht einem Gesamtleistungsanstieg von 65 %. In stationären Anwendungen werden nach Angaben des Ministeriums immer leistungsstärkere Produkte eingesetzt. Ebenso steigt die Zahl mobiler Anwendungen. Auch der im April 2016 veröffentlichte Branchenführer Brennstoffzellenindustrie der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)14 sieht einen stetig wachsenden Markt für Brennstoffzellen und Brennstoffzellenkomponenten. Weltweit sei die Milliarde-Euro-Schwelle längst überschritten. Für das Jahr 2020 sagt die VDMA-Konjunkturprognose weltweit Umsätze im Bereich von € 1,8 Milliarden mit Brennstoffzellen voraus. In Deutschland habe der Umsatz der Brennstoffzellenindustrie allein im Bereich stationärer Strom- und Wärmeversorgung im Jahr 2015 knapp € 150 Millionen erreicht. Mit der Fortführung des Nationalen Innovationsprogramms für Wasserstoff- und Brennstoffzellen und dem Programm für Brennstoffzellen-Heizgeräte wollen Bundesregierung und Industrie alternative Auto-Antriebe mit Brennstoffzellen schneller voranbringen. Zur Forschungsförderung stellt das Bundesverkehrsministerium € 161 Millionen bis 2018 bereit.

b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile

Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI) herangezogen.

In einem im September 2016 aktualisierten Ausblick meldete der ZVEI15 nach vorläufigen Berechnungen für 2015 ein Volumen von € 3,61 Milliarden für den Welt-Elektromarkt. Dies entspricht einem Plus von 3 % gegenüber 2014. Für 2016 und 2017 prognostiziert der Verband ein Wachstum von jeweils 3 %. Für den Teilmarkt "Elektronische Bauelemente", für den der Verband im 2016-Bericht ein Volumen von € 834 Millionen für 2014 benennt, erwartet er für 2016 ein Wachstum von 3 % und für die Folgejahre von 4 %.

Für die deutsche Elektroindustrie rechnet der Verband16 mit einem Wachstum der preisbereinigten Produktion der Branche um 1,5 % im Jahr 2017. Damit sollte die Branche ihren 2008-Rekordumsatz von € 182 Milliarden Ende 2017 wieder erreichen können. 2016 wuchs die Produktion der deutschen Elektroindustrie trotz eines politisch turbulenten Jahres mit Brexit-Votum und US-Wahl sowie zahlreichen geopolitischen Krisen von Januar bis November um 1,4 % gegenüber Vorjahr. Der Umsatz inklusive Dienstleistungen, Software und Währungseinflüssen nahm um deutlich geringere 0,3 % auf € 162,3 Milliarden zu. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der Verband mit € 179 Milliarden Gesamtumsatz. Die Exporte stiegen im Zeitraum von Januar bis November um 4 % auf € 165,5 Milliarden. Größte Exportländer waren USA und China, zwei Drittel aller Branchenausfuhren gingen nach Europa.

Im Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) meldete der ZVEI im Juni 201617 in Deutschland einen Umsatzanstieg im Jahr 2015 um 10,7 % auf € 21,1 Milliarden (2014: € 19,1 Milliarden). Die positive Entwicklung dieses Teilmarktes sieht der Verband hauptsächlich getragen durch die starke Nachfrage aus den Bereichen Automobil- und Industrieelektronik.

13 U.S. Department of Energy "Fuel Cell Technologies Market Report 2015", August 2016.

14 VDMA: Pressemeldung "Branchenführer Brennstoffzellenindustrie Deutschland 2016: Brennstoffzellenindustrie bereit zum Markthochlauf", 28. April 2016.

15 ZVEI-Welt-Elektromarkt - Ausblick bis 2017, September 2016.

c) Verteidigung und Sicherheit

In seiner jüngsten Einschätzung der weltweiten militärischen Kapazitäten und Verteidigungswirtschaft beschreibt das International Institute for Strategic Studies IISS18 einen Rückgang der weltweiten Militärausgaben von 0,4 % im Jahr 2016, hauptsächlich aufgrund von Kürzungen im Mittleren Osten. Der Rückgang wäre ohne ausgleichende Zuwächse in Asien noch größer ausgefallen. Nachdem Asien Europa bereits 2012 als zweitgrößten Verteidigungsausgabenregion überholt hatte, investierte die Region 2016 1,3mal mehr Geld in die Verteidigung als Europa. Auch die technologische Überlegenheit der Europäer ist nach Einschätzung des IISS im Sinken begriffen, während China immer mehr aufholt und vermehrt hochmoderne Militärsysteme exportiert. Zunehmend komplexere Waffen- und Militärsysteme stellen zusätzliche Modernisierungsherausforderungen an die Verteidigungsorganisationen. Parallel beobachtet das Institut eine verstärkte Tendenz zu Unternehmenszusammenschlüssen, -übernahmen und -verkäufen, trotz der in vielen Ländern schlechten Sicherheitslage. Die Gründe dafür werden in einer Kombination aus Marktunsicherheit, Budgetzwängen und Beschaffungsrücksichten gesehen. Obwohl die Verteidigungsausgaben generell noch immer bedeutend sind, bleibt nach Meinung der Experten der Verteidigungsmarkt herausfordernd für die Industrie, zumal die Firmen zusätzlich mit volatilen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu kämpfen haben, die umfassende Einsichten und angemessene, immer wieder neu auf die Situation abzustimmende Strategien erfordern.

In diesem herausfordernden Sicherheitsumfeld gewinnen weltweit vor allem gut ausgebildete, geheim operierende Spezialkräfte enorm an Bedeutung. Für die USA erwartet das IISS Veränderungen in der Sicherheitspolitik in Richtung Großmacht-Wettbewerb in Folge des Präsidentschaftswechsels. Allerdings dürften sich etliche Programme aufgrund von Amtsübergängen im Verteidigungsministerium erheblich verzögern. In Europa haben die islamistischen Terrorattacken ein erhöhtes Bewusstsein für die Verwundbarkeit durch Instabilität und Gewalt geschaffen. Nach wie vor belastet das Migrationsthema die Wirtschaft der Aufnehmerländer, auch wenn die Flüchtlingszahlen mittlerweile zurückgegangen sind. Die Beziehungen zu Russland sind nach wie vor durch den Ukraine- und den Syrienkonflikt getrübt. In Asien, wo in vielen Ländern die Verteidigungskräfte traditionell auch Parteiregime- und innere Sicherheitsaufgaben übernehmen, wächst, gestützt auf eine gestärkte Ressourcenbasis, das Bedürfnis, auch für konventionelle Kriegsführung gegenüber externen Kräften gerüstet zu sein.

Nach Jahren rückläufiger Verteidigungsbudgets sollen nach Angaben von Deloitte im "2017 Global Aerospace and Defense Sector Outlook"19 die weltweiten Verteidigungsausgaben im Jahr 2017 um 3,2 % steigen. In den USA soll das Wachstum vorrangig durch den verstärkten Fokus auf Modernisierung der neugewählten US-Regierung auf eine Steigerung der Militärausgaben für die Modernisierung von Ausstattung und See- und Luftflotten getrieben werden. Nachdem in den USA die Verteidigungsausgaben von 2010 bis 2015 zurückgegangen und 2016 wieder um 20 Milliarden USD gestiegen waren, sollen sie 2017 um weitere 9 Milliarden USD auf insgesamt 589 Milliarden USD steigen.

In China (2015: +7,4 %), Russland (2015: +7,5 %), Saudi Arabien (2015: +5,7 %) und Südkorea (2015: +3,6 %) steigen seit 2015 die Budgets ebenfalls überproportional an. Auch in Europa sollen die Verteidigungsbudgets ansteigen, insbesondere seit der neue US-Präsident die NATO-Mitglieder an die Einhaltung der Verpflichtung zur Ausgabe von 2,0 % des Bruttoninlandprodukts für Verteidigungsaufgaben gemahnt hat. Dies entspräche einem Anstieg der Verteidigungsausgaben in Höhe von ca. 5,8 Milliarden USD pro Jahr, die hauptsächlich für mehr Hardware und Forschung & Entwicklung verwendet werden sollen.

Angesichts globaler politischer Spannungen, terroristischer Bedrohungen und kriegerischer Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt wächst der Bedarf an Geheimdienst-, Überwachungs- und Kommunikations-Equipment bei Verteidigungs- und Regierungsbehörden stark. Von großem Interesse sind insbesondere gepanzerte Bodenfahrzeuge, leichte Luftunterstützung sowie modernes Überwachungs-, Aufklärungs- und Kommunikationsgerät und elektronische Sensoren.

Ebenso sieht Deloitte eine verstärkte Joint Venture- und M&A-Tendenz in der Verteidigungsindustrie zur Eroberung neuer Märkte, insbesondere Auslandsmärkte, zur Verringerung von Wettbewerb sowie zur Kosten- und Risikominimierung. Entscheidende Faktoren für Erfolg werden nach Ansicht von Deloitte Technologie- und Kostenführerschaft sowie Vor-Ort-Engagement in den Zielregionen entweder über eigene Niederlassungen oder Partner sein.

16 ZVEI, Pressemeldung 4/2017: "ZVEI erwartet 2017 Produktionsplus von 1,5 Prozent für Elektroindustrie", 24. Januar 2017.

17 Daten: ZVEI Frühjahrsbelebung in der Elektronindustrie, 8. Juni 2016.

18 IISS: "The Military Balance 2017", 16. Februar 2017.

19 Deloitte "2017 Global aerospace and defense sector outlook", Januar 2017.

20 Grafik: Deloitte "2017 Global aerospace and defense sector outlook", Januar 2017.

Freizeitmarkt

a) Reisemobile

Nach Angaben der European Caravaning Federation (ECF)21 erreichten die Verkaufszahlen im europäischen Markt für Reisemobile und Caravans 2016 ein 7-Jahres-Hoch. Insgesamt wurden in Europa 170.064 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Dies entspricht einem erneuten Umsatzplus von 10,6 %. Hierbei zeigte sich der deutsche Markt am stärksten (siehe unten), gefolgt von Frankreich (27.443 Neuzulassungen, +8,3 %) und dem Vereinigten Königreich (25.950 Neuzulassungen, +7,1 %).

Auch in den anderen europäischen Ländern stiegen die Umsätze an: In Schweden wurden 2016 8.806 Neufahrzeuge verkauft (+22,3 %), in Spanien 4.077 (+14,7 %). Die Niederlande (+6,9 %), Dänemark (+9,5 %) und Italien (+6.0 %) setzten ihren Aufwärtstrend fort. Erneut entwickelte sich der für SFC Energy interessante Reisemobilmarkt besonders positiv: Insgesamt wurden 2016 europaweit 96.410 Reisemobile neu registriert, dies entspricht einem beeindruckenden Anstieg von 18,3 %. Auch die Caravan-Neuzulassungen stiegen 2016 um 1,9 % auf 73.654 verkaufte Fahrzeuge.

Nach dem Rekordjahr 2015 setzte die deutsche Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbands Caravaning Industrie Verband e.V. (CIVD)22 ihren Erfolgskurs 2016 fort. Die Neuzulassungen des Gesamtjahres stiegen 2016 deutlich und noch über bereits sehr optimistische Erwartungen hinaus um 16,4 % - das beste Ergebnis seit 25 Jahren. 2016 wurden insgesamt 54.883 Freizeitfahrzeuge in Deutschland neu zugelassen. Außerordentlich stark entwickelten sich dabei die Neuzulassungen von Reisemobilen: 35.135 neu angemeldete Einheiten sind ein absoluter Höchstwert, mit dem das Rekordergebnis von 2015 erneut deutlich übertroffen wurde: Der Reisemobilmarkt wuchs um 23,9 % gegenüber Vorjahr. Die Zahl neu zugelassener Caravans stieg 2016 um 5,1 % auf 19.748 Einheiten.

Insgesamt produzierte die deutsche Caravaning-Industrie23 2016 rund 101.060 Freizeitfahrzeuge, das entspricht einem Plus von 19,2 %. Der Export in das europäische Ausland wuchs um 13,6 % auf 46.100 Einheiten. Von 57.000 produzierten Reisemobilen (+22,6 %) wurden 24.600 ins Ausland exportiert (+24,8 %), von 44.060 produzierten Caravans (+15,0 %) gingen 21.500 ins Ausland (+3,0 %). Für 2017 erwartet der CIVD24 nach seiner jährlichen Mitgliederbefragung weitere und deutliche Zuwächse sowohl auf dem Inlandsmarkt als auch im Export.

21 Daten: ECF European Caravaning Federation, "Leisure Vehicles Grow throughout Europe", 16. Januar 2017.

b) Marinemarkt

Die Wassersportwirtschaft in Deutschland befindet sich nach den zur Messe "boot 2017" veröffentlichten Angaben ihres Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)25 weiterhin auf Wachstumskurs. Auch international bleibt der Markt stabil, allerdings ohne nennenswerte positive Impulse. Deutlich spürbar ist ein Trend zu Motorbooten und -yachten, die national wie international zulegen konnten. Im Segelyachtsegment sind die Umsätze leicht rückläufig. Insgesamt rechnet die Branche mit einem Gesamtumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen von rund € 2 Milliarden für das Jahr 2016 (ohne Megayacht-Bereich).

Insbesondere die Marktsegmente Ausrüstung, Zubehör sowie Bootsservice und -wartung sind in der maritimen Wirtschaft wichtige Umsatzträger. Rund € 680 Millionen haben die Bootseigner 2016 in ihre Boote und Yachten investiert und damit das Vorjahresergebnis erreicht - trotz der Wetterkapriolen im abgelaufenen Jahr. Auch für das kommende Jahr erwartet die Industrie für den Bereich Ausrüstung und Zubehör eine kräftige Nachfrage. Insbesondere beim Gebrauchtbootkauf werden häufiger Investitionen in neue Ausrüstung und Zubehör getätigt. Gleiches gilt nach wie vor für ältere Bootseigner, die ihr vertrautes Schiff für das Leben an Bord komfortabler und sicherer ausstatten wollen.

22 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; "Caravaning liegt im Trend", 16. Januar 2017.

23 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; "Caravaning-Produktion und -Export wachsen erneut", 16. Januar 2017.

24 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; "Optimistischer Ausblick auf 2017", 16. Januar 2017.

25 Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), "Moderates Marktwachstum" 1. Dezember 2016.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die SFC einen Umsatz von T€ 12.786. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 10.418) entspricht dies einer Steigerung von 22,7 %.

Das EBIT der SFC veränderte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 9.232 auf minus T€ 2.989.

Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:

scroll

2016

T€
2015

T€
Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung -2.989 -9.232
Abschreibungen auf Finanzanlagen PBF Group B.V. 0 4.911
Aufwendungen für Beendigung von Arbeitsverhältnissen 0 29
Ertrag / Aufwendungen für SAR Programm Vorstand -218 136
Wertberichtigung auf Forderungen der SFC AG gegenüber SFC Energy Inc. 266 714
Bereinigtes Betriebsergebnis -2.941 -3.442

Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls von minus T€ -3.120 im Geschäftsjahr 2015 auf minus T€ -2.614 im Geschäftsjahr 2016.

Das Unternehmen lag mit dem erreichten Umsatz insbesondere aufgrund der Verschiebung eines im Verteidigungsbereichs geplanten Großprojekts sowie einer schwierigen Marktsituation im Öl- und Gasmarkt deutlich unter den Erwartungen und der Prognose, in der zunächst von einem Umsatz von € 18 Millionen bis € 20 Millionen sowie einem deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und einem deutlich verbesserten bereinigten EBIT ausgegangen wurde. Bei den erzielten Ergebniskennzahlen wurden die Prognosen erreicht.

Umsatz nach Segmenten

Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2016 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

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Umsatz nach Segmenten 2016

T€
2015

T€
Veränd.

T€
Veränd.

in %
Sicherheit & Industrie 8.359 6.241 2.118 33,9%
Freizeit 3.669 3.766 -97 -2,6%
Öl & Gas 758 411 347 84,4%
TOTAL 12.786 10.418 2.368 22,7%

Im Markt für Sicherheit & Industrie erhöhte sich der Umsatz von T€ 6.241 um 33,9 % auf T€ 8.359, die Stückzahl an EFOY Brennstoffzellen erhöhte sich dabei von 753 auf 903. Ursächlich für diese Entwicklung bei SFC war sowohl das zivile Industriegeschäft, das einen Anstieg um T€ 1.039 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete, als auch der Teilbereich Verteidigung in welchem die Umsätze bei SFC von T€ 2.470 in 2015 um 43,7 % auf T€ 3.549 in 2016 angestiegen sind. Hierfür waren große Projekte insbesondere in Israel und Indien verantwortlich.

Im Freizeitmarkt war im Geschäftsjahr 2016 mit T€ 3.669 ein Umsatz unter Vorjahresniveau (T€ 3.766) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei von 1.281 auf 1.191. Hier konnten Umsatzsteigerungen in Deutschland den Abwärtstrend in Frankreich nicht kompensieren.

Im Segment Öl & Gas konnte der Umsatz von T€ 411 auf T€ 758 stark gesteigert werden. Kunden in diesem Markt werden direkt über Simark beliefert.

Umsatz nach Regionen

Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:

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Umsatz nach Regionen 2016

T €
2015

T€
Veränd.

T€
Veränd.

in %
Europa (ohne Deutschland) 5.050 4.382 668 15,2%
Deutschland 3.166 4.425 -1.259 -28,5%
Asien 1.804 342 1.462 427,5%
Rest der Welt 1.733 575 1.158 201,4%
Nordamerika 1.033 694 339 48,8%
TOTAL 12.786 10.418 2.368 22,7%

Im Markt Europa (ohne Deutschland) konnte der Umsatz um 15,2 % gesteigert werden. Vor allem im Bereich Industrie konnte in 2016 der Umsatz um T€ 788 gesteigert werden.

In Deutschland ist ein Rückgang des Umsatzes von SFC von T€ 4.425 auf T€ 3.166 zu verzeichnen.

Im Markt Nordamerika resultierte die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2016 aus einem Anstieg der Umsätze mit Simark. In Asien konnten im Geschäftsjahr 2016 große Projekte in Indien realisiert werden.

Übrige Aufwendungen und Erträge

SFC wurde wie in den Vorjahren aufgrund seiner außerordentlichen technologischen Stellung von öffentlichen Fördermittelgebern bezuschusst. Die Zuschüsse in Höhe von T€ 786 (Vorjahr: T€ 216) sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Darüber hinaus beinhaltet diese Position insbesondere Erträge aus Kursdifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 330 (Vorjahr: T€ 709) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 646 (Vorjahr: T€ 38), die überwiegend auf entfallene Gewährleistungsverpflichtungen zurückzuführen sind.

Die Verringerung des Materialaufwandes um 13,0 % auf T€ 5,190 (Vorjahr: T€ 5.967) ist auf die Verringerung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen.

Der Personalaufwand ist mit T€ 5.276 um 5,1 % im Vergleich zum Vorjahr (T€ 5.560) aufgrund von niedrigeren Aufwendungen für Prämienzahlungen gesunken.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen waren mit T€ 327 auf Vorjahresniveau (T€ 321).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf T€ 5.902 (Vorjahr: T€ 6.060). Hierin sind höheren Kosten für Gewährleistung von T€ 462 (+T€ 498 im Vergleich zum Vorjahr) enthalten. Gegenläufig sind Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 265 (Vorjahr: T€ 714), auf Aufwendungen für drohende Verluste aus offenen Lieferverträgen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 261), berücksichtigt.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen erhöhten sich aufgrund von aufgenommen Anleihen und Darlehen von T€ 73 auf T€ 387.

Zinsen und ähnliche Erträge erhöhten sich aufgrund der Bereitstellung von Zahlungsmitteln an Tochtergesellschaften von T€ 183 um 18,0 % auf T€ 216.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalteten im Geschäftsjahr 2015 die außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der PBF Group B.V. in Höhe von T€ 4.911.

Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)

Das EBITDA verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 4.000 auf minus T€ 2.662. Das EBITDA in Relation zum Umsatz verringerte sich von minus 38,4 % auf minus 20,8 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 2.614 oder minus 20,4 % vom Umsatz (Vorjahr: minus T€ 3.120 oder minus 29,9 % vom Umsatz).

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Unternehmens verbesserte sich in 2016 von minus T€ 9.232 auf minus T€ 2.989. Das EBIT in Relation zum Umsatz verminderte sich von minus 88,6 % auf minus 23,4 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 2.941 oder minus 23,0 % vom Umsatz (Vorjahr: minus T€ 3.442 oder minus 33,3 % vom Umsatz).

Jahresfehlbetrag

Der Jahresfehlbetrag hat sich von minus T€ 9.123 im Vorjahr auf minus T€ 3.161 infolge der oben geschilderten Entwicklungen verbessert.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2016 lag mit T€ 12.128 um 6,1 % unter Vorjahresniveau (T€ 12.916). Der Auftragseingang im Segment Sicherheit & Industrie belief sich auf T€ 7.671 (Vorjahr: T€ 8.493), im Freizeitmarkt konnten Auftragseingänge von T€ 3.711 (Vorjahr: T€ 3.937) und im Segment Öl & Gas von T€ 747 (Vorjahr: T€ 486) verzeichnet werden.

Der Auftragsbestand zum Jahresende 2016 belief sich auf T€ 2.510, eine Verringerung um 20,8 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.168).

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.

Kapitalstruktur

Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007, der Barkapitalerhöhung im November 2014, der Wandelschuldverschreibungen in den Jahren 2015 und 2016, der Kapitalerhöhung 2016, der Aufnahme eines besicherten Darlehens und der Optionsschuldverschreibung im Jahr 2016 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.

In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.

Das Kapitalmanagement des Unternehmens bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Investoren.

Im Dezember 2015 gab SFC eine Tranche (T€ 1.650) einer Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennwert von T€ 5.000 mit einem Abschlag von 10 % aus. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden T€ 1.485 eingeworben. Der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Instruments wurde in seine Eigenkapital- und Schuldkomponente aufgeteilt. Den Komponenten wurden Transaktionskosten gemäß dem Anteil der beizulegenden Zeitwerte jeder Komponente zugeordnet. Zusätzlich wurde im Januar 2016 im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von T€ 550 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 495. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von T€ 1.100 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 990.

Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 12. August 2016 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 436.045 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien von derzeit € 8.611.204 auf dann € 9.047.249 erhöht. Die neuen Aktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2016 wurden dabei bei einem bereits bestehenden institutionellen Großinvestor und einem Privatinvestor zu einem Preis von € 3,44 je Aktie platziert. Aus der Kapitalerhöhung ist SFC ein Emissionserlös in Höhe von T€ 1.500 zugeflossen.

Des Weiteren hat SFC am 18. Oktober 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein besichertes Darlehen über T€ 1.998 (Laufzeit bis 17. Dezember 2018 mit Verzinsung von 13,0 %) und auf Grundlage der von der Hauptversammlung der SFC Energy AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Optionsschuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der SFC mittels einer Privatplatzierung an einen Privatinvestor und Darlehensgeber aus Singapur ausgereicht. Die Schuldverschreibung wird dabei mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2021 mit 4,0 % verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Darüber hinaus bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der SFC ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779 mit einer Laufzeit bis 19. Oktober 2026. Aus dem Darlehen und der Optionsschuldverschreibung sind der SFC ein Bruttoemissionserlös in Höhe von T€ 2.000 zugeflossen. Für das Darlehen wurden bei der SFC AG IP-Rechte (Patent, Marken, Domains), Anlagevermögen und Vorräte als Sicherheit übereignet.

Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 31. Dezember 2016 T€ 2.029 und sind gegenüber dem Vorjahreswert um 44,7 % verringert (Vorjahr: T€ 3.666).

Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:

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Eigenkapitalquote des Unternehmens 31.12.2016

T€
31.12.2015

T €
Eigenkapital 19.007 20.584
als % vom Gesamtkapital 66,0% 74,8%
Fremdkapital 9.793 6.927
als % vom Gesamtkapital 34,0% 25,2%
Gesamtkapital 28.800 27.511

Die Kapitalstruktur im Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2016 auf Grund des negativen Periodenergebnisses sowie der Aufnahme von Fremdkapital verschlechtert. SFC weist damit noch eine Eigenkapitalquote von 66,0 % (Vorjahr: 74,8 %) aus.

Mit Ausnahme der Wandelschuldverschreibung, Optionsschuldverschreibung und eines Darlehens sind die Verbindlichkeiten innerhalb eines Jahres fällig und unverzinst. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Das Anlagevermögen ist über das Eigenkapital finanziert, die kurzfirstigen Aktiva decken die kurzfristigen Schulden.

Investitionen

Die Investitionen in 2016 in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen beliefen sich auf T€ 425 (Vorjahr: T€ 186). Dabei wurde insbesondere in Lizenzen und Spritzgußwerkzeuge investiert. Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen.

Liquidität

Im Geschäftsjahr 2016 war ein Mittelabfluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 1.637 zu verzeichnen, im Geschäftsjahr 2015 flossen Mittel in Höhe von T€ 2.666 ab. Eine wesentliche Ursache für den Mittelabfluss in den beiden Geschäftsjahren war jeweils der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Die flüssigen Mittel Ende Dezember 2016 reduzierten sich demzufolge auf T€ 2.029 (Ende Dezember 2015: T€ 3.666). Davon waren Zahlungsmittel in Höhe von T€ 285 (Vorjahr: T€ 285) zugunsten eines Vermieters gesperrt. Eine im Vorjahr bestehende Sperre in Höhe von T€ 150 zugunsten eines Lieferanten besteht nicht mehr.

SFC legt die liquiden Mittel momentan überwiegend in kurzfristige Anlagen an. Demzufolge unterliegt SFC grundsätzlich einem Zinsänderungsrisiko. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ist dies jedoch zu vernachlässigen.

Zum 31. Dezember 2016 bestanden keine offenen Devisen- oder Warentermingeschäfte und keine Kreditlinien.

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

Aus betrieblicher Tätigkeit war 2016 ein Abfluss von T€ 6.240 zu verzeichnen, im Vorjahr betrug der Mittelabfluss T€ 3.979.

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 250 (Vorjahr: T€ 172) ab.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 2016 insgesamt Mittel in Höhe von T€ 4.853 zu, im Vorjahr war ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 1.485 zu verzeichnen gewesen. Der Mittelzufluss in 2016 wurde im Wesentlichen durch dreierlei Kapitalmaßnahmen versursacht. Zum einen sind liquide Mittel aus der zweiten und dritten Tranche im Rahmen der Platzierung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von T€ 1.485 (Vorjahr: T€ 1.485) zugeflossen, zum anderen erfolgte ein weiterer Zufluss aus dem Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 1.500. Im Oktober 2016 sind liquide Mittel aus einem besicherten Darlehen und einer Optionsschuldverschreibung in Höhe von insgesamt T€ 2.000 zugeflossen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zinsen in Höhe von T€ 132 gezahlt.

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016 hat sich mit T€ 28.800 gegenüber dem 31. Dezember 2015 (T€ 27.511) um 4,7 % erhöht.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund des Periodenverlustes im Geschäftsjahr 2016 und der durchgeführten Finanzierungsmaßahmen auf 66,0 % (Vorjahr: 74,8 %)

SFC verfügt über selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die nach den bis 31. Dezember 2009 geltenden handelsrechtlichen Vorschriften nicht bilanziert werden durften bzw. ab 1. Januar 2010 in Ausübung des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht bilanziert werden. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Patente und Know-how im Zusammenhang mit der Entwicklung von Brennstoffzellenprodukten und Power Managern.

Die Finanzanlagen in Höhe von T€ 13.226 (Vorjahr: T€ 13.226) beinhalten im Wesentlichen den Anteil an Simark (T€ 10.926) und den Anteil an PBF (T€ 2.300). Im Geschäftsjahr 2015 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 4.911 auf den Buchwert von PBF gebildet.

Die Vorräte verringerten sich im Wesentlichen aufgrund des verminderten Bestands an fertigen Erzeugnissen für Brennstoffzellen vom Typ EFOY sowie aus aktivierten Leistungen aus Joint Development Agreements von T€ 5.042 auf T€ 3.973.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des Umsatzes im vierten Quartal in 2016 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.504 im Vorjahr auf T€ 2.883.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 2.646 auf T€ 5.021 betrifft hauptsächlich Darlehen an Tochtergesellschaften sowie aufgelaufene Zinsen auf ausgereichte Darlehen in 2016.

Für Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in den Niederlanden hat die SFC AG gegenüber einer Bank eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von T€ 2.350 eines bereits bestehenden Gesellschafterdarlehens abgegeben. In 2016 wurde eine weitere Rangrücktritterklärung für Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in Kanada in Höhe von T€ 1.779 abgegeben.

Das Eigenkapital verminderte sich zum 31. Dezember 2016 insbesondere aufgrund des Jahresfehlbetrages auf T€ 19.007 im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (T€ 20.584). Das gezeichnete Kapital erhöhte sich von T€ 8.611 auf T€ 9.047 aufgrund der Kapitalerhöhung in 2016. Die Kapitalrücklage erhöhten sich um T€ 1.149 aufgrund der ausgereichten Wandelanleihe sowie der durchgeführten Kapitalerhöhung.

Die Abnahme der sonstigen Rückstellungen von T€ 3.429 auf T€ 3.205 ist insbesondere auf die Auflösung von Rückstellungen für drohende Verluste aus Liefervereinbarungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen von T€ 114 auf T€ 2.265. Der Anstieg ist im Wesentlich auf die Aufnahme eines Darlehens zurückzuführen.

FINANZIELLE UND NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 wurden oben bereits dargestellt.

Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:

Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten
Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung

Die Lieferantenqualität war mit einer Quote von über 4,5 % fehlerhaften Lieferungen leicht schlechter als im Vorjahr. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % verringert. Nach der starken Verbesserung um 59,0 % im Vorjahr ist dies allerdings immer noch ein relativ guter Wert.

Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Unternehmens. SFC strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt SFC seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.

Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet das Unternehmen daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.

Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. SFC ist nach ISO 9001 und für ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert.

Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.

Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.

Mitarbeiter zum Jahresende

Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 stellt sich wie folgt dar:

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MITARBEITER 31.12.2016 31.12.2015 Veränderung
Vorstand 3 3 0
Forschung und Entwicklung 15 18 -3
Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement 20 21 -1
Vertrieb & Marketing 26 26 0
Verwaltung 6 8 -2
Festangestellte Mitarbeiter 70 76 -6

SFC hat zum 31. Dezember 2016 insgesamt 5 (Vorjahr: 2) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.

ZUSAMMENFASSUNG ZU GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE

Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der SFC zum Stichtag insbesondere auf Grund der durchgeführten Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung weiterer zukünftiger Kapitalzuführungen über eine stabile Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Vergütungssystem des Vorstandes

Nach dem Aktiengesetz ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:

Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.

Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2016 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz (basierend auf dem budgetierten Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro), Bruttomarge bereinigt und E-BITDA bereinigt abhängig.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ab dem Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2018) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab.

Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.

Vorstandsvergütung im Jahr 2016

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt € 784.209. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2016 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR-Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2016 ausgezahlt oder im Jahresabschluss 2016 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2015 zurückgestellten Beträge.

Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen.

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2016 (Zuwendungsbetrachtung)*

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Gewährte Zuwendungen

Dr. Peter Podesser
Vorstandsvorsitzender
--- --- --- ---
seit 01.11.2006
--- --- --- ---
2015 2016 2016 (Min)
--- --- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000 350.000
Nebenleistungen 23.722 23.312 23.312
Summe 373.722 373.312 373.312
Einjährige variable Vergütung 56.946 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0
Summe 430.668 373.312 373.312
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 430.668 373.312 373.312

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Gewährte Zuwendungen

Hans Pol
Vorstand (CSO)
--- --- --- ---
seit 01.01.2014
--- --- --- ---
2015 2016 2016 (Min)
--- --- --- ---
Festvergütung 172.500 180.000 180.000
Nebenleistungen 19.411 17.846 17.846
Summe 191.911 197.846 197.846
Einjährige variable Vergütung 8.029 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 209.956 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0
SARP 2015-2018 209.956 0 0
Summe 409.896 197.846 197.846
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 409.896 197.846 197.846

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Gewährte Zuwendungen

Steffen Schneider
Vorstand (CFO)
--- --- --- ---
seit 01.09.2014
--- --- --- ---
2015 2016 2016 (Min)
--- --- --- ---
Festvergütung 180.000 180.000 180.000
Nebenleistungen 19.876 33.051 33.051
Summe 199.876 213.051 213.051
Einjährige variable Vergütung 5.287 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0
Summe 205.163 213.051 213.051
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 205.163 213.051 213.051

* Da für die variable Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.

Tabelle 2: Vergütung des Vorstands 2016 (Zuflussbetrachtung)

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Zufluss

in €
Dr. Peter Podesser
Vorstandsvorsitzender
--- --- ---
seit 01.11.2006
--- --- ---
2015 2016
--- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000
Nebenleistungen 22.889 23.312
Summe 372.889 373.312
Einjährige variable Vergütung 144.510 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0
LTIP 2011-2013 0 0
LTIP 2012-2014 0 0
LTIP 2013-2015 0 0
SARP 2014-2016 0 0
SARP 2015-2018 0 0
Summe 517.399 373.312
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 517.399 373.312

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Zufluss

in €
Hans Pol
Vorstand (CSO)
--- --- ---
seit 01.01.2014
--- --- ---
2015 2016
--- --- ---
Festvergütung 172.500 180.000
Nebenleistungen 9.411 17.846
Summe 181.911 197.846
Einjährige variable Vergütung 38.029 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0
LTIP 2011-2013 0 0
LTIP 2012-2014 0 0
LTIP 2013-2015 0 0
SARP 2014-2016 0 0
SARP 2015-2018 0 0
Summe 219.940 197.846
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 219.940 197.846

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Zufluss

in €
Steffen Schneider
Vorstand (CFO)
--- --- ---
seit 01.09.2014
--- --- ---
2015 2016
--- --- ---
Festvergütung 180.000 180.000
Nebenleistungen 18.989 33.051
Summe 198.989 213.051
Einjährige variable Vergütung 16.667 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0
LTIP 2011-2013 0 0
LTIP 2012-2014 0 0
LTIP 2013-2015 0 0
SARP 2014-2016 0 0
SARP 2015-2018 0 0
Summe 215.656 213.051
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 215.656 213.051

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:

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Gesamt

in €
Tim van Delden, Vorsitzender 50.000
David Morgan, Stellv. Vorsitzender 37.500
Hubertus Krossa, Mitglied des Aufsichtsrats 25.000
Gesamt 112.500

Aktienoptionsprogramme

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014-2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014-2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsabstellungsvertrages eine zweite Tranche des SARP erhalten (SARP 2015-2018 oder TR 2).

Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC Energy AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von € 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab die definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.

Die Rahmenbedingungen für das SAR-Programm 2014-2016 und 2015-2018 lauten wie folgt:

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Ausgabedatum 1. Januar 2014 (Hans Pol Tranche 1); 1. April 2014 (Dr. Peter Podesser); 1. September 2014 (Steffen Schneider); 1. Juli 2015 (Hans Pol TR 2)
Laufzeit 7 Jahre
Wartezeit 4 Jahre (Hans Pol TR1); 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser), 4 bis 6 Jahre (Steffen Schneider); 4 bis 6 Jahre (Hans Pol TR2)
Verfalldaten 1. Januar 2015 (Hans Pol); 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser), 1. September 2015, 1. September 2016 und 1. September 2017 (Steffen Schneider); 1. Juli 2016, 1. Juli 2017 und zum 1. Juli 2018 (Hans Pol TR2)
Ausübungspreis € 1,00
Erfolgsziel Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax)

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.

Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahresabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den internen Systemen und Prozessen angepasst.

Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z.B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.

Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wurde durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet war.

Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaft wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.

Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Unternehmens nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die

Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine eigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Unternehmens nicht unterhalten.

Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2016 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikomanagementsystem

Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Unternehmens ab, Chancen werden nicht erfasst.

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.

Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Unternehmens, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projekt-management Tool für den gesamten Unternehmens und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF und Simark sind in das bestehende Risiko-Managementsystem integriert.

Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN

Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.

Die Gesellschaft und der Unternehmens unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.

Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel sowie Forderungen und Finanzanlagen. Darüber hinaus werden zum Stichtag die Kündigungskomponente der Wandelanleihe sowie eine Optionsschuldverschreibung als derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird dazu auf die Ausführungen im Anhang hingewiesen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie die Fremd- und Eigenkapitalkomponente für die Wandelanleihe zuzuordnen.

Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:

Ausfallrisiko

Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.

Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 und August 2016 begegnet. Zur weiteren Sicherung der Liquidität wurde im Dezember 2015 eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben. Im Januar und März 2016 wurden weitere Tranchen platziert. Des Weiteren wurde im Oktober 2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben und ein Darlehen ausgereicht. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund des Jahresfehlbetrages in 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.

Währungsrisiko

SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, deren Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaft in Kanada und den USA gegenüberstehen.

Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo Großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.

Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig zur Absicherung von Währungsgeschäften nicht eingesetzt.

Kreditrisiko

In den Kreditverträgen die durch Simark in Hinblick auf die Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses Simark und der Finanzierung des operativen kanadischen Geschäftes geschlossen wurden, sind Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) bezogen auf Simark vereinbart. Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird. Neben der Ergebnissituation von Simark kann auch ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenant-Risiko führen.

Des Weiteren besteht das Risiko, dass das Darlehen der PBF wegen Nichterreichung von definierten Ergebnis- oder Kennzahlen aufgekündigt wird. In diesen Fällen ist eine Finanzierung der Tochtergesellschaften durch SFC nicht auszuschließen. Das neu aufgenommene Investoren Darlehen unterliegt keinen Financial Covenants. Allerdings besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht (sogenannter Cross Default) falls andere finanzielle Verbindlichkeiten, z. B. die Wandelschuldverschreibung, der SFC nicht innerhalb der Fälligkeit gezahlt werden.

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 HGB)

Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt € 9.047.249,00 und ist eingeteilt in 9.047.249 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Änderung der Anzahl der Aktien um 436.045 Stückaktien im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der erfolgten Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2016. Für weitere Informationen dazu, verweisen wir auf den Abschnitt "Ergebnis je Aktie".

Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt*:

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Name Anteil

in %
Holland Private Equity B.V. (über HPE PRO Institutional Fund B.V.) 26,53 %

* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei SFC eingegangen sind.

Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.

Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.

Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 14. Juni 2016 wurde das Genehmigte Kapital 2015 in § 5 Abs. 5 der Satzung aufgehoben. Der Vorstand wurde sodann ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Juni 2021 durch Ausgabe von Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 50 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals (Genehmigtes Kapital 2016) zu erhöhen.

Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC Energy AG vom 14. Juni 2016 wurde dem Vorstand der Gesellschaft die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 13. Juni 2021 auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu € 14.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungspflicht) auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 3.485.930,00 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.

Am 12. August 2016 hat der Vorstand der SFC Energy AG die Ermächtigung der Hauptversammlung teilweise ausgeübt und mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 436.045 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien von derzeit € 8.611.204 auf € 9.047.249 erhöht.

Am 18. Oktober 2016 hat der Vorstand der SFC Energy AG die Ermächtigung der Hauptversammlung teilweise ausgeübt und mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein besichertes Darlehen über T€ 1.998 und auf Grundlage der von der Hauptversammlung der SFC Energy AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Optionsschuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der SFC mittels einer Privatplatzierung an einen Privatinvestor und Darlehensgeber aus Singapur ausgereicht. Die Schuldverschreibung wird dabei mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2021 mit 4,0 % verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Darüber hinaus bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der SFC ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779.

Die SFC Energy AG verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 819.672,00 sowie über ein bedingtes Kapital 2016 in Höhe von € 3.485.930,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente).

Bei der SFC Energy AG liegen derzeit folgende Vereinbarungen vor:

Der Vorstandsanstellungsvertrag wurde mit Wirkung zum 1. April 2017 um drei weitere Jahre bis zum 31. März 2020 verlängert. Im Vorstandsanstellungsvertrag ist geregelt, dass Dr. Podesser im Falle der Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte an SFC durch einen Dritten (Kontrollwechsel) den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen kann. Diese Kündigung durch Dr. Peter Podesser kann - auf Wunsch des Aufsichtsrates von SFC und/oder des Erwerbers der Kontrollmehrheit - mit einer Frist von sechs Monaten (ab dem 1. April 2017) erfolgen. Dr. Podesser hat im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit aufgrund des Kontrollwechsels bis zum 30. September 2019 grundsätzlich Anspruch maximal auf Auszahlung des Werts der Vergütung für die Restlaufzeit zum Zeitpunkt des Ausscheidens. Die Abfindung wird am Tag der Beendigung aufgrund des Kontrollwechsels fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels nach dem 30. September 2019 ist das außerordentliche Kündigungsrecht hingegen ausgeschlossen, eine Abfindungszahlung erfolgt nicht.

Dr. Peter Podesser wurden gemäß Vorstandsanstellungsvertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights"; SAR) für das SAR-Programm 2014-2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG.

Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018. Herrn Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt. Am 24. März 2015 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Hans Pol bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Hans Pol am 1. Juli 2015 weitere 180.000 SAR gewährt (SAR Programm 2015-2018).

Steffen Schneider wurde mit Wirkung ab 1. September 2014 bis zum 31. August 2017 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014-2016 mit einer Laufzeit bis zum 1. September 2021. Herrn Schneider wurden am 1. September 2014 180.000 SAR gewährt.

Im Falle eines Kontrollwechsel hat der Darlehensgeber des in 2016 ausgegebenen Darlehens in Höhe von T€ 1.997.500 ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das Darlehen kann innerhalb von 10 Tagen fällig gestellt werden

RISIKOBERICHT

Aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente.

Marktrisiken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

In ihrem Januarbericht sieht die Weltbank26 ein großes Risiko für die Weltwirtschaft in der politisch unsicheren Situation in den großen Wirtschaftsnationen. Der IMF27 rechnet mit einer moderaten Beschleunigung der Weltwirtschaft in den Jahren 2017 und 2018, verbindet aber ebenfalls diese Prognosen mit der Warnung vor einer großen Schwankungsbreite, weil nur schwer absehbar sei, wie sich die Politik- und Wirtschaftsmaßnahmen der neuen US-Regierung auf die globale Wirtschaft auswirken werden. Während mögliche fiskalische Stimuli und eine weniger schrittweise Normalisierung der Geldpolitik positive Effekte auslösen könnten, würden von möglichen nach innen gerichteten protektionistischen Maßnahmen negative Auswirkungen erwartet. Der IMF legt zudem seiner Prognose eine Stabilisierung der Ölpreise zugrunde, basierend auf dem Entschluss der OPEC-Mitglieder und mehrerer großer Förderländer zur Reduzierung der Fördermengen.

Für Deutschland erwartet das ifo-Institut28 für 2017 einen leichten Rückgang des Anstiegs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,5 %, wofür jedoch eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Anzahl von Arbeitstagen verantwortlich gemacht wird. 2018 soll das BIP voraussichtlich um 1,7 % wachsen. Diese Prognose verbindet das ifo-Institut jedoch mit dem Hinweis auf mehrere außerordentlich hohe Risiken. Brexit, US-Präsidentenwahl und die gescheiterte Verfassungsreform in Italien hätten die globale politische Landschaft stark verändert, mit weitreichenden und in hohem Maße ungewissen Konsequenzen für die Weltwirtschaft und Deutschland in den kommenden Jahren. Auch im Jahr 2017 wird es in wichtigen europäischen Ländern, z. B. Frankreich oder Niederlande, zu Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen kommen.

Öl- & Gasmarkt

Nach dem schwierigen Jahr 2016 erwarten Experten eine moderate Erholung der internationalen Öl- und Gasmärkte im Jahr 2017. Weiterhin besteht das zusätzliche Risiko, dass innovative Technologien erst mit einer gewissen Verzögerung Eingang in diese Industrie finden. Das Spiel von Angebot und Nachfrage muss sich erst noch stabilisieren, wobei der OPEC Beschluss zur Drosselung der Fördermengen den Abbau weltweiter Ölvorräte beflügeln sollte, auch wenn einige OPEC-Länder sich nicht an die angekündigten Förderbeschränkungen halten. Das sollte im Jahr 2017 den Ölpreis stützen, es bleibt jedoch abzuwarten, wie Länder wie die USA oder Kanada darauf mit einer Verstärkung ihrer Bohraktivität reagieren können. Positive Folgen könnten aus den Anpassungen der Ölproduzenten entstehen, die in der Krise gelernt haben, ihre Betriebskosten und Investitionen in einem Niedrigpreisumfeld anzupassen. Dementgegen stehen massive Rohöl- und Raffinerieproduktvorräte aus der Krisenzeit, deren Abbau einige Zeit dauern wird, selbst wenn die Nachfrage das Angebot übersteigen sollte. Auch rechnen die Branchenexperten damit, dass neue kapitalintensive Großprojekte erst wieder in absehbarer Zeit gestartet werden, wenn das Vertrauen in eine stabilere Marktsituation wiederhergestellt ist. Hingegen wird der Markt jetzt offen für Investitionen in Produktionsoptimierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Eine wichtige Rolle kommt in diesem Zusammenhang insbesondere umweltfreundlichen Technologien wie den Brennstoffzellenlösungen von SFC Energy zu, da sowohl gesetzliche Vorgaben als auch öffentlicher Druck das Umweltbewusstsein in der Öl- und Gasbranche extrem befördern.

26 World Bank Group, "Global Economic Prospects", 10. Januar 2017, S.19

27 International Monetary Fund IMF, "World Economic Outlook Update", Januar 2017

28 ifo Konjunkturprognose 2016-2018, 16. Dezember 2016

Sicherheit- und Industriemarkt

Brennstoffzellen:

Es wird weiterhin erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle.

Leistungselektronik und Schaltnetzteile:

Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, deshalb werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. Risiken sind in dem nach wie vor schwer einschätzbaren Orderverhalten internationaler Großkunden zu sehen.

Verteidigung & Sicherheit:

Insgesamt gehen die Experten davon aus, dass weltweit die Verteidigungsausgaben unter dem Einfluss der jüngsten Terrorangriffe und der Krisenherde im Nahen Osten weiter ansteigen werden, insbesondere im Bereich Innovation, Modernisierung und Effizienzsteigerung. Insbesondere in der Überwachungs- und Sicherheitsindustrie sowie im Verteidigungsbereich steigt die Nachfrage nach zuverlässigen netzfernen Stromversorgungslösungen, wie sie SFC Energy bietet, sichtbar an. Dies könnte sich für SFC sowohl im Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch für das Segment der kommerziellen Aufträge positiv auswirken. Jedoch kann es auf Grund von neuen Prioritäten in den öffentlichen Haushalten zu Verzögerungen kommen. Projekte können komplett eingestellt oder erst gar nicht beauftragt werden.

Freizeitmarkt

Reisemobile:

Der deutsche Caravaning-Verband (CIVD) und die European Caravaning Federation (ECF) blicken sehr optimistisch in die Zukunft. Der Trend zum Reisemobil ist stärker denn je. Er wird gestützt von einem steigenden Bedürfnis nach Unabhängigkeit von vollen Campingplätzen. Ebenso spielen die niedrigen Zinssätze eine Rolle, da für viele Menschen im Rentenalter der "Invest" in ein Freizeitfahrzeug jetzt wesentlich mehr auszahlt, als viele andere Investitionen. Jedoch wird angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unabwägbarkeiten die Investitionsbereitschaft der Verbraucher von den Wirtschaftsinstituten nach wie vor als zurückhaltend eingeschätzt und ist insbesondere in diesem Markt schwer abschätzbar, mit entsprechendem Risiko für die Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen.

Marine:

Alle Indikatoren sprechen dafür, dass sich die positive Entwicklung der Boots- und Wassersportbranche im kommenden Jahr national und international fortsetzen wird. Allerdings kann man auch davon ausgehen, dass sich die maritime Konjunktur in wichtigen europäischen Märkten weniger dynamisch entwickeln wird als im Binnenland. Die in weiten Teilen nicht bewältigte Staatsschuldenkrise im Mittelmeerraum setzt einer konjunkturellen Erholung enge Grenzen. Die politisch instabile Situation im Nahen Osten birgt weitere Risiken. Wichtigste Grundlage für eine stabile maritime Konjunktur sind die vorhandenen Boots- und Wassersportler, die ihrer Freizeitaktivität in aller Regel sehr eng verbunden sind und demzufolge ihrem Hobby über sehr lange Zeiträume treu bleiben. Dieses im Durchschnitt älter werdende Kaufpublikum sorgt auch in den kommenden Jahren für eine stabile bis steigende Nachfrage nach Ausrüstung, Zubehör und Dienstleistungen. Allerdings ist das Ende dieser komfortablen Situation absehbar und verlangt daher von der Branche zusätzliche und dauerhafte Bemühungen, um neue Käuferschichten für den maritimen Markt zu gewinnen.

TECHNOLOGISCHE RISIKEN

Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.

Nicht alle im Unternehmen hergestellte Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Unternehmen befindlichen Know-hows werden solche Risiken abgemildert.

PATENTRECHTLICHE RISIKEN

Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 18 Patentfamilien erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.

SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. und der SFC Energy AG an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde im Januar 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben. Im Zuge der Abwicklung der SFC Energy Inc. wurde die Lizenz in 2016 an die SFC Energy AG übertragen.

WETTBEWERB

Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme (DMFC-Systeme). Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.

PRODUKTRISIKEN

Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - bei unseren Produkten auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal das Unternehmen die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment Sicherheit & Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte.

BESCHAFFUNGS- UND PRODUKTIONSTECHNISCHE RISIKEN

SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Dies kann zu Folgeschäden bei unseren Kunden führen, wenn SFC nicht rechtzeitig liefern kann. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.

In Erwartung eines Großauftrages aus dem Verteidigungsbereich ist SFC in Vorleistung getreten und hat sich einen Großteil des erwarteten Auftragsvolumens zum 31. Dezember 2015 auf Lager gelegt. Auch im Jahr 2016 wurde kein Auftrag erteilt. Bei einer Nichtbeauftragung besteht das Risiko, dass die teilweise wertberichtigten Vorräte in Höhe von rund € 1,4 Millionen nur in geringeren Umfang an andere Kunden veräußert werden können.

ROHSTOFFPREISRISIKEN

In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarfs der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.

Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Aufgrund sinkender Platin- und Rutheniumpreise zum Bilanzstichtag waren Abwertungen in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 13) vorzunehmen.

Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung rund T€ 15 p.a.

WÄHRUNGSKURSRISIKEN

SFC erzielt insbesondere in Nordamerika Umsatzerlöse in kanadischen Dollar sowie US-Dollar, denen insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in kanadischen Dollar bzw. US-Dollar für die Tochtergesellschaften in Kanada und den USA gegenüberstehen.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko.

Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.

FINANZ- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 und August 2016 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Weitere Liquiditätsmaßnahmen für laufende und zukünftige Investitionen waren die Begebung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015, die zweite und dritte Tranche im Januar und März 2016, sowie die Ausgabe einer Optionsschuldverschreibung und das ausgereichte Darlehen im Oktober 2016.

Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. Wegen des Geschäftsergebnisses 2016 hat sich der Finanzmittelbestand verringert.

Aufgrund der Kundenstruktur des Unternehmens (hoher Anteil von Industriekunden, Sicherheitsbehörden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2016 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 188 gebildet.

Weitere Liquiditätsrisiken können sich aus der Verschiebung von Großprojekten ergeben. Hier ist beispielweise die oben erwähnte Verschiebung von Großprojekten im Verteidigungsbereich auf Grund des erwarteten Umsatzvolumens zu nennen. Sollte sich durch den zukünftigen Umschlag im Vorratsbestand die erwartete Liquidität nicht zufließen, könnten sich hieraus bestandsgefährdende Risiken erwachsen.

ZINSÄNDERUNGSRISIKEN

Es besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.

PERSONALWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Das Unternehmen ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Unternehmens entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal das Unternehmen verlässt.

Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht das Unternehmen, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

INFORMATIONSTECHNOLOGISCHE RISIKEN

Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfall-sicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Brunnthal, Almelo und Cluj intensiviert, so dass sich die IT-Teams gegenseitig unterstützen können.

RISIKEN IM REGULATORISCHEN UMFELD

Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC reagiert auf eventuelle Beanstandung mit Stellungnahmen. Sollten Änderungen erforderlich sein, so werden diese in der gesetzten Frist umgesetzt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z.B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Unternehmens entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.

Ebenso besteht das Risiko, dass sich Länder wieder verstärkt abschotten und versuchen, sich mit Einfuhrzöllen vor Importen zu schützen. Dies kann zu einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit in diesen Ländern führen.

SONSTIGE RISIKEN

Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen.

ZUSAMMENFASSUNG ZUM RISIKOBERICHT

Nach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens oder wesentlicher Tochtergesellschaften gefährden könnten. Eine weitere Verschiebung bzw. Nichtbeauftragung von geplanten Großprojekten im Verteidigungsbereich könnte zu bestandsgefährdenden Risiken führen.

CHANCENBERICHT

MARKTCHANCEN

Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Sicherheit und Verteidigung, Öl- & Gasindustrie außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen.

Öl- & Gasindustrie

Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur weiterhin beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die weitere regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark nach Ost-Kanada sowie in die USA. Die Verstärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten für Simark Produkte im Bereich Messung und Instrumentierung stellen ein weiteres Wachstumsfeld dar. Die wiedererlangte, relative Stabilität des Ölpreises führte in den letzten Monaten des Jahres 2016 und weiter ins Jahr 2017 zu einer wesentlichen Belebung der Nachfrage. In der Krise zurückgestellte Erhaltungsinvestitionen nehmen wieder merklich zu und Kunden verhandeln und entscheiden nach der Krise wieder Neuprojekte.

Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.

Verteidigung & Sicherheit

SFC hat für das Geschäftsjahr 2017 eine progressivere Planung für diesen Markt im Vergleich zum Jahr 2016 vorgenommen, da sich Kernparameter, z. B. die allgemeine Sicherheitslage und erhöhte Verteidigungshaushalte in den NATO Mitgliedsländern weiter positiv entwickeln. Ebenso enthalten ist ein Verschiebungseffekt, da eine geplante Beauftragung im Jahr 2016 aufgrund technischer Unzulänglichkeiten nicht umgesetzt wurde. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzung für eine Fortsetzung des in 2015 eingeschlagenen Wachstumskurs in diesem Markt. Nachfragebelebung in den Kernmärkten Deutschland und Israel, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z.B. in weiteren NATO Staaten, wie Frankreich und Großbritannien aber auch in Ländern wie Indien oder Singapur sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.

Aufgrund der diversen internationalen Krisen scheint ein Umdenken innerhalb der NATO Staaten stattzufinden, so dass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO Verteidigungsausgaben in Höhe von 2 % des BIP zu erreichen wird weiterhin nur von einzelnen Mitgliedern eingehalten. Der Druck von NATO Mitgliedern, die bereits mehr als 2 % des BIP ausgeben, auf die anderen Mitglieder ihre Budgets zu erhöhen hat merklich zugenommen. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen.

Verbesserter Produktmix

Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen, z. B. der EFOY Pro 12000, sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement stellen ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Gemeinsame Entwicklung mit Kunden, sogenannte Joint Development Agreements (JDA) ermöglichen die Erschließung von neuen Leistungsbereichen und/oder Anwendungsfelder.

SONSTIGE CHANCEN

Innovation und Weiterentwicklung

Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.

Neue Produkte wie die Next Generation Fuel Cell (NGFC) als auch Weiterentwicklungen auf Basis der JENNY-Plattform ermöglichen Anwendungen im Bereich Grenzschutz und Terror Abwehr durch Polizei- und oder Verteidigungsstreitkräften.

Integrierte Systeme zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.

Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.

Externe Bestimmungsfaktoren

Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: Aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.

Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen.

Zum 27. Januar 2017 ist eine Neufassung der deutschen Chemikalien-Verbotsverordnung in Kraft getreten, welche eine Erleichterung für den Handel von SFC-Tankpatronen bewirkt. Diese Neufassung beinhaltet unter anderem eine Ausnahmeregelung für die Abgabe von Methanol oder methanolhaltige Gemische zur Verwendung in Brennstoffzellen. Es entfallen für den Händler Erlaubnispflicht und Anzeigepflicht bei der Behörde, Sachkundeprüfung und Mindestalter bei der Abgabe sowie Identitätsfeststellung des Erwerbers und Dokumentation. Diese Vereinfachungen könnten zu Kosteneinsparungen führen und sich positiv auf die Ertragslage auswirken.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2016 abgegeben und auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB hat der Vorstand am 28. März 2017 abgeben und im Internet unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance öffentlich zugänglich machen.

PROGNOSEBERICHT

Für das Segment Öl & Gas wird die weitere Entwicklung des Öl- und Gaspreises von entscheidender Bedeutung sein. Wir gehen grundsätzlich weiterhin von einem langfristigen Wachstum im Öl- und Gassegment aus und erwarten für 2017, aufgrund der positiven Entwicklung des Öl- und Gaspreises seit seinem Tiefstand in 2016, eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr für SFC.

Für 2017 nimmt SFC eine weitere Wiederbelebung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Industriegeschäfts an. Das wesentliche Wachstum wird in diesen Märkten erwartet und soll neben organischem Wachstum auch mit strategischen Partnerschaften durch die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit geht das Management davon aus, dass verschobene Projekte in 2017 beauftragt werden. Demzufolge ist in diesem Segment von einem deutlich steigenden Umsatz auszugehen.

Aufgrund der sehr positiven Entwicklung im zugrunde liegenden Reisemobilmarkt ist von einer Rückkehr zu Wachstum auszugehen. Der Vorstand geht für den Freizeitmarkt mindestens von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus.

Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2017 mit einem Umsatz zwischen € 18 Millionen und € 22 Millionen sowie einem deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und einem deutlich verbesserten bereinigten EBIT.

Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von € 1,7 Millionen aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2017 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse wird das Unternehmen über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die tatsächliche Entwicklung von SFC und seinen Segmenten kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht).

NACHTRAGSBERICHT

Bzgl. der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang für das Geschäftsjahr 2016.

Brunnthal, den 28. März 2017

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender, CEO

Steffen Schneider, Vorstand, CFO

Hans Pol, Vorstand, Power Electronics

Marcus Binder, Vorstand, CSO Defence & Security

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2016

Vorjahr

T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.790,71 179
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 50.603,00 74
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.182,00 628
3. Geleistete Anzahlungen 31.470,00 30
716.255,00 732
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.225.878,65 13.226
14.233.924,36 14.137
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.470.743,68 1.685
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 206.400,00 466
3. Fertige Erzeugnisse 2.296.200,00 2.891
3.973.343,68 5.042
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.883.094,60 1.504
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.021.055,81 2.647
3. Sonstige Vermögensgegenstände 278.050,52 231
8.182.200,93 4.382
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.029.183,19 3.666
14.184.727,80 13.090
C. Rechnungsabgrenzungsposten 381.571,47 284
28.800.223,63 27.511
Passiva
31.12.2016

Vorjahr

T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.047.249,00 8.611
zusätzlich bestehendes bedingtes Kapital: €702.407,00 (Vorjahr: T€ 270)
II. Kapitalrücklage 78.770.628,45 77.622
III. Bilanzverlust -68.810.567,31 -65.649
19.007.310,14 20.584
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 3.205.296,37 3.429
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 3.302.500,00 1.650
davon konvertibel: € 3.302.500,00 (Vorjahr: T€ 1.650)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101.627,93 21
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 852.385,06 1.450
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 65.888,35 263
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.265.215,78 114
davon aus Steuern: € 176.366,43 (Vorjahr: T€ 71)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: €15.264,23 (Vorjahr: T€ 7)
6.587.617,12 3.498
28.800.223,63 27.511

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

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2016

Vorjahr

T€
1. Umsatzerlöse 12.786.073,02 10.418
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -854.700,00 2.177
11.931.373,02 12.595
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.774.401,14 992
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -4.911.126,54 -5.170
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -279.163,16 -797
-5.190.289,70 -5.967
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.450.957,52 -4.791
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -825.064,21 -769
davon für Altersversorgung: € 76.670,10 (Vorjahr: T€ 75)
-5.276.021,73 -5.560
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -327.394,15 -322
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.901.863,65 -6.060
-2.989.795,07 -4.322
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 215.867,27 183
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -4.911
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -387.481,38 -73
-171.614,11 -4.801
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,39 0
12. Ergebnis nach Steuern / Jahresfehlbetrag -3.161.406,79 -9.123
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -65.649.160,52 -56.526
14. Bilanzverlust -68.810.567,31 -65.649

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Angaben

Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen.

Der Jahresabschluss der SFC Energy AG (SFC) für das Geschäftsjahr 2016 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie des AktG erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (§§ 246 bis 256a HGB) sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den allgemeinen Grundsätzen des § 265 HGB und den Vorschriften der §§ 266 bzw. 275 Abs. 2 HGB sowie den Vorschriften des Aktiengesetzes.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sind die Umsatzerlöse mit dem Vorjahr nur im eingeschränkten Umfang vergleichbar. Die Umsatzerlöse für das Jahr 2015 würden sich in entsprechender Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB in der Fassung nach BilRUG um T€ 15 auf T€ 10.433 erhöhen.

Anlagevermögen

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich berücksichtigt.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen zwei und dreizehn Jahren.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter € 150,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB zum Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, ggfs. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung, angesetzt.

Die Bestimmung des niedrigeren beizulegenden Werts im Rahmen des Niederstwerttests erfolgt durch Ermittlung des Marktwerts des Eigenkapitals mithilfe der Ertragswert-Methode. Dabei werden die geplanten Cashflows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Unternehmensplanung verwendet. Der zur Diskontierung verwendete Kapitalisierungszinssatz basiert auf einem risikofreien Zinssatz sowie einer Marktrisikoprämie einem unternehmensspezifischen Risikozuschlag sowie einem Wachstumsabschlag. Zur Ermittlung des beizulegenden Werts werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Daten aus der Marktforschung herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise, die aus externen Marktstudien sowie aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen hergeleitet werden.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungskosten unter Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens bewertet. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegen Zeitwert aufgrund von Lagerrisiken (geringe Umschlaghäufigkeit) vorgenommen.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie Leistungen wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich hierbei aus Materialeinzelkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungseinzelkosten, Fertigungsgemeinkosten sowie Sondereinzelkosten der Fertigung zusammen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Bewertung einbezogen. In den Fällen, in denen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten voraussichtlich nicht durch den Marktpreis gedeckt werden, wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der aufgrund einer retrograden Bewertung ermittelt wurde, vorgenommen. Bei den unfertigen Erzeugnissen wurden Abwertungen aufgrund von Lagerrisiken und bei den fertigen Erzeugnissen aufgrund niedrigerer Verkaufspreise vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz erfolgte grundsätzlich zum Nominalwert. Für erkennbare Einzelrisiken wurden Wertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch pauschale Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem Ausgabebetrag wird auf der Aktivseite ausgewiesen und über die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit gem. § 250 Abs. 3 HGB planmäßig aufwandswirksam aufgelöst.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken für drohende Verluste und ungewisse Verpflichtungen erfasst und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Berücksichtigung von künftigen Preis- und Kostensteigerungen mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätzen auf den Abschlussstichtag abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV ermittelt und bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2016 je nach Restlaufzeit 1,67 % bis 2,14 %. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Aufzinsungsaufwand wird unter Verwendung der Vorjahreszinssätze ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Aktienoptionsprogramm für den Vorstand wird anhand einer Monte Carlo Simulation vorgenommen. Bei der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung wurde getrennt nach Produktgruppen auf Erfahrungswerten bzgl. der zukünftigen Kosten in Relation zum erzielten Umsatz zurückgegriffen. Die Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurde auf Basis von Vollkosten ermittelt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährungsposten und Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach den Grundsätzen des § 256a HGB bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von aktuell 27,38 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht werden.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus langfristigen Entwicklungsaufträgen (JDAs) werden realisiert, wenn die vertraglich vereinbarten Meilensteine abgeschlossen sind.

Die Realisation der übrigen Umsatzerlöse erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen gewährt.

Die Zuschüsse werden erfolgswirksam als sonstige betriebliche Erträge erfasst, sobald der entsprechende Bescheid vorliegt sowie die sonstigen Förderbedingungen erfüllt sind.

III. Erläuterungen zu den Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend dargestellt.

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Historische Anschaffungskosten
alle Angaben

in €
01.01.2016 Zugang Abgang Umbuchung 31.12.2016
--- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 666.246,36 177.937,61 0,00 0,00 844.183,97
666.246,36 177.937,61 0,00 0,00 844.183,97
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.229.913,81 0,00 0,00 0,00 1.229.913,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.732.067,11 215.393,57 47.660,38 30.459,25 2.930.259,55
3. Geleistete Anzahlungen 30.459,25 31.470,00 0,00 -30.459,25 31.470,00
3.992.440,17 246.863,57 47.660,38 0,00 4.191.643,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.198.506,72 0,00 0,00 0,00 19.198.506,72
19.198.506,72 0,00 0,00 0,00 19.198.506,72
23.857.193,25 424.801,18 47.660,38 0,00 24.234.334,05

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Kumulierte Abschreibungen
alle Angaben

in €
01.01.2016 Zugang Abgang 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 487.453,65 64.939,61 0,00 552.393,26
487.453,65 64.939,61 0,00 552.393,26
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.155.814,81 23.496,00 0,00 1.179.310,81
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.104.089,11 238.958,54 46.970,10 2.296.077,55
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.259.903,92 262.454,54 46.970,10 3.475.388,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.972.628,07 0,00 0,00 5.972.628,07
5.972.628,07 0,00 0,00 5.972.628,07
9.719.985,64 327.394,15 46.970,10 10.000.409,69

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Buchwerte
alle Angaben

in €
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.790,71 178.792,71
291.790,71 178.792,71
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 50.603,00 74.099,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 634.182,00 627.978,00
3. Geleistete Anzahlungen 31.470,00 30.459,25
716.255,00 732.536,25
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.225.878,65 13.225.879,00
13.225.878,65 13.225.879,00
14.233.924,36 14.137.207,96

Im Geschäftsjahr 2016 entfallen EUR 50.172,43 auf Abschreibungen aus Zugängen und EUR 6.768,25 auf Umbuchungen aus im Vorjahr geleisteten Anzahlungen.

Die Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von € 0,00 (Vorjahr: € 4.911.164,04).

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31.12.2016

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Name der Gesellschaft Sitz Kapitalanteil

in %
Eigenkapital in €2 Ergebnis 2016 in €2
Anteile an verbundenen Unternehmen
SFC Energy, Inc. Winter Park (USA) 100,00 26.017 5.462.593
PBF Group B.V . Almelo (Niederlande) 100,00 -1.250.457 -1.351.758
PBF Power srl Cluj-Napoca (Rumänien) 100,001 564.243 266.153
Simark Controls Ltd. Calgary (Kanada) 100,00 -1.686.597 -739.704

1 indirekte Beteiligung.

2 Ausländische Währungen werden zum Stichtagskurs bzw. Durchschnittskurs umgerechnet.

Die SFC Inc. befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in Abwicklung.

Vorräte

In den Vorräten sind Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von € 835.302,15 (Vorjahr: € 239.767,98) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben alle, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist zum Abschlussstichtag eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von € 56.508,41 (Vorjahr: € 28.762,00) gebildet.

Ferner wurden in der Bilanz zum 31. Dezember 2016 Einzelwertberichtigungen (inkl. Währungseffekte) in Höhe von € 187.871,00 (Vorjahr: € 4.897.380,47) gebildet, von den im Vorjahr € 4.781.020,83 auf die vollständige Wertberichtigung der Forderung gegen die SFC Energy Inc. entfallen. Auf diese Forderung wurde im Zusammenhang mit der Abwicklung der SFC Energy Inc. im Berichtsjahr verzichtet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 267.433,00 (Vorjahr: € 106.383,00). Darüber hinaus betreffen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen Darlehen an die Tochtergesellschaften Simark Controls Ltd. und PBF Group B.V., die grundsätzlich vertraglich sofort kündbar sind, jedoch aufgrund von Rangrücktrittserklärungen jeweils in voller Höhe als langfristig zu klassifizieren sind.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio für Wandelschuldanleihen in Höhe von € 325.778,19 (Vorjahr: € 230.271,55) enthalten. Die Aufteilung des Disagios erfolgt über die Laufzeit der Anleihe.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft beträgt insgesamt € 9.047.249,00 und ist eingeteilt in 9.047.249 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt.

Die Hauptversammlung vom 14. Juni 2016 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Juni 2021 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 4.305.602 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Nach Erhöhung des Grundkapitals um € 436.045,00 beträgt das Genehmigte Kapital 2016/I noch € 3.869.557,00.

Die Aktiengesellschaft verfügt über ein Bedingtes Kapital 2011/I in Höhe von € 819.672,00 sowie über ein Bedingtes Kapital 2016 in Höhe von € 3.485.930,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.

Zum 31. Dezember 2016 hat die Gesellschaft Wandelschuldverschreibungen in Höhe von nominal € 3.300.000,00 ausgegeben. Die ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen beinhalten das Recht insgesamt 540.980 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu beziehen.

Des Weiteren hat die Gesellschaft Optionsschuldverschreibungen in Höhe von nominal € 2.500,00 ausgegeben. Diese beinhalten das Recht insgesamt 161.427 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu beziehen.

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alle Angaben

in €
2016 2015
Beträge aus der Ausgabe von Anteilen gem. §272 Abs. 2 Nr. 1 HGB 78.618.531 77.554.582
Beträge aus der Ausgabe von Wandelanteilen gem. §272 Abs. 2 Nr. 2 HGB 152.097 67.207
Kapitalrücklage 78.770.628 77.621.788

Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

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alle Angaben

in €
2016 2015
Jahresfehlbetrag -3.161.407 -9.122.560
Verlustvortrag -65.649.161 -56.526.600
Bilanzverlust -68.810.567 -65.649.161

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

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alle Angaben

in €
31.12.2016 31.12.2015
Gewährleistungsverpflichtungen 1.558.333 1.530.255
Verpflichtungen Personalbereich 656.650 769.896
Drohende Verluste aus Mietaufwendungen und Leasing 359.562 456.408
Ausstehende Rechnungen 150.224 26.881
Drohende Verluste aus Liefervereinbarungen 11.794 261.092
Übrige Rückstellungen 468.733 384.700
Gesamt 3.205.296 3.429.232

Verbindlichkeiten

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davon mit einer Restlaufzeit
alle Angaben

in €
Gesamtbetrag zum 31.12.2016 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Anleihen 3.302.500 0 3.302.500 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 101.628 101.628 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 852.385 852.385 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 65.888 65.888 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.265.216 267.716 1.997.500 0
Gesamt 6.587.617 1.287.617 5.300.000 0

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davon mit einer Restlaufzeit
alle Angaben

in €
Gesamtbetrag zum 31.12.2015 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
--- --- --- --- ---
Anleihen 1.650.000 0 1.650.000 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 21.319 21.319 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.449.731 1.449.731 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 262.672 262.672 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 114.153 114.153 0 0
Gesamt 3.497.875 1.847.875 1.650.000 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus einem im Jahr 2016 aufgenommen Darlehen von einem Privatinvestor.

Für sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.998 wurde bestehendes Vorratsvermögen, Anlagevermögen sowie Marken- und Patentrechte als Sicherheit übereignet. Die übrigen Verbindlichkeiten sind - mit Ausnahme handelsüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - nicht besichert.

Im Januar und März 2016 gab SFC weitere Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von T€ 1.650 mit einem Abschlag von 10 % aus. Ein Teil des Mittelzuflusses in Höhe von T€ 84 wurde der Optionskomponente zugeordnet und im Eigenkapital der Kapitalrücklage zugeführt. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Mittelzufluss und Nennwert der Anleihe in Höhe von T€ 243 wurde aktivistisch abgegrenzt. Der Zeitwert der Wandelschuldverschreibungen beträgt zum 31. Dezember 2016 T€ 2.790.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 63.368,12 (Vorjahr: € 248.600,53).

In 2016 wurden Optionsschuldverschreibungen mit einem Nennwert von € 2.500,00 ausgegeben. Der Zeitwert der Optionsschuldverschreibung beträgt zum 31. Dezember 2016 € 1.569,00.

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2016 ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von € 113.598,30 (Vorjahr: € 223.343,75). Diese resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung der langfristigen sonstigen Rückstellungen und dem steuerlichen Ansatzverbot der Drohverlustrückstellung. Zudem ergeben sich aktive latente Steuern aus der Inanspruchnahme der Verlustvorträge für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden die aktiven latenten Steuern nicht angesetzt.

Die gesamten, vorläufig ermittelten steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2016 auf rd. Mio. € 45,5 für Körperschaftsteuer und rd. Mio. € 43,1 für Gewerbesteuer.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 27,38 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,00 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,50 % wurde der Gewerbesteuersatz von 11,55 % berücksichtigt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen:

Die Berichterstattung nach Tätigkeiten erfolgt nach Märkten untergliedert nach Industrie & Sicherheit, Öl & Gas sowie Freizeit.

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alle Angaben

in €
2016 2015
Industrie & Sicherheit 8.359.081 6.244.047
Freizeit 3.668.836 3.763.086
Öl & Gas 758.156 411.353
Gesamtumsatz 12.786.073 10.418.485

Aufteilung nach geografischen Märkten:

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alle Angaben

in €
2016 2015
Europa (ohne Deutschland) 5.049.152 4.382.170
Deutschland 3.166.499 4.425.041
Asien 1.804.465 575.047
Rest der Welt 1.732.562 342.326
Nordamerika 1.033.395 693.901
Gesamtumsatz 12.786.073 10.418.485

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten:

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alle Angaben

in €
2016 2015
Unrealisierte Erträge aus der Bewertung 110.055 598.794
Realisierte Kursgewinne 219.768 110.029
Gesamt 329.823 708.823

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von € 648.906,36 (Vorjahr: € 38.582,32) enthalten. Davon entfallen € 645.567,36 (Vorjahr: € 38.394,43) auf die Auflösung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten:

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alle Angaben

in €
2016 2015
Realisierte Kursverluste 17.858 159.997
Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung 20.351 983
Gesamt 38.209 160.980

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind € 215.797,98 (Vorjahr: € 179.524,43) aus verbundenen Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten € 48.439,42 (Vorjahr: € 69.758,47) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

V. Sonstige Angaben

Beschäftigtenzahl

Im Jahresdurchschnitt waren folgende Mitarbeiter (ohne Vorstände) beschäftigt:

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2016 2015
Vollzeit 59 58
Teilzeit 11 12
Gesamt 70 70

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bestanden Wandelschuldverschreibungen in Höhe von T€ 3.300 und Optionsschuldverschreibungen in Höhe von T€ 3.

Konzernabschluss

Die SFC Energy AG stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Vorstand

Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2016:

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Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann, Vorsitzender verantwortlich für Strategy, Marketing, Communication, RÄD, Operations, Human Resources, Freizeit- und Industriegeschäft SFC, Simark Controls Ltd.
Marcus Binder, München, Dipl. Ing. Elektrotechnik verantwortlich für das nationale und internationale Verteidigungs- und Sicherheitsgeschäft SFC (seit 1. März 2017)
Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann verantwortlich für Power Electronics, PBF, Quality Management SFC und PBF, Managing Director PBF Group B.V.
Steffen Schneider, Gräfelfing, Kaufmann verantwortlich für Finance & Controlling, Investor Relations, IT, Supply Chain Management

Bezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge in Höhe von € 784.209 (Vorjahr: € 1.045.727) und Einzelbezüge des Vorstands verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder wie folgt:

Tabelle 1: Vergütung des Vorstands 2016 (Zuwendungsbetrachtung)*

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Gewährte Zuwendungen in Dr. Peter Podesser
Vorstandsvorsitzender
--- --- --- ---
seit 01.11.2006
--- --- --- ---
2015 2016 2016 (Min)
--- --- --- ---
Festvergütung 350.000 350.000 350.000
Nebenleistungen 23.722 23.312 23.312
Summe 373,722 373.312 373.312
Einjährige variable Vergütung 56.946 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0
Summe 430.668 373.312 373.312
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 430.668 373.312 373.312

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Gewährte Zuwendungen in Hans Pol
Vorstand (CSO)
--- --- --- ---
seit 01.01.2014
--- --- --- ---
2015 2016 2016 (Min)
--- --- --- ---
Festvergütung 172.500 130.000 180.000
Nebenleistungen 19.411 17.846 17.846
Summe 191.911 197.846 197.846
Einjährige variable Vergütung 8.029 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 209.956 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0
SARP 2015-2018 203.355 0 0
Summe 409.896 197.846 197.846
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 409.896 197.846 197.846

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Gewährte Zuwendungen in Steffen Schneider
Vorstand (CFO)
--- --- --- ---
seit 01.09.2014
--- --- --- ---
2015 2016 2016 (Min)
--- --- --- ---
Festvergütung 180.000 180.000 180.000
Nebenleistungen 19.876 33.051 33.051
Summe 199.876 213.051 213.051
Einjährige variable Vergütung 5.287 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0
LTIP 2011-2013 0 0 0
LTIP 2012-2014 0 0 0
LTIP 2013-2015 0 0 0
SARP 2014-2016 0 0 0
SARP 2015-2018 0 0 0
Summe 205.163 213.051 213.051
Versorgungsaufwand 0 0 0
Gesamtvergütung 205.163 213.051 213.051

* Da für die variable Vergütung teilweise kerne Höchstwerte vorgesehen sind wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen

Gewährte Vorschüsse und Kredite und Haftungsverhältnisse

Mitgliedern des Vorstands wurden weder Vorschüsse und Kredite gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2016:

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Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur, Vorsitzender Vorsitzender des Beirats, Cotesa GmbH, Mittweida (bis 15. Dezember 2016)
Vorsitzender des Beirats, PPRO Holding GmbH, München
Chairman, Airborne Oil & Gas B.V.,Ijmuiden, Niederlande (seit 14. Dezember 2016)
Mitglied des Beirats, Airborne International B.V., Den Haag, Niederlande (bis 30. Juni 2016)
Mitglied des Beirats der AEVI International GmbH, Paderborn (seit 20. Mai 2016)
David William Morgan, Rolvenden, Kent, Großbritannien, MA ACA , Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender Chairman, Nordgold SE, London, Großbritannien
Chairman Advisory Board, Department of Chemistry, des Imperial College, London, Großbritannien
Chairman, Econic Technologies Limited, London, Großbritannien
Non executive Director, Phosphonics Limited, Abingdon, Großbritannien (bis 3. Januar 2016)
Chairman and Senior Independent Director, Hargreaves Services plc, Durham, Großbritannien
Non executive director, The Royal Mint Limited, Llantrisant, Großbritannien
Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann Mitglied des Aufsichtsrats, ALNO AG, Pfullendorf
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, United Power Technology AG, Eschborn (bis 30 Juni 2016)
Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, United Power Equipment Ltd., Fuzhou, China
Vorsitzender des Aufsichtsrats, Eckelmann AG, Wiesbaden

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.

Die fixen Gesamtbezüge des Aufsichtsrats stellen sich danach wie folgt dar.

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alle Angaben

in €
fixe Vergütung 2016* fixe Vergütung 2015*
Gesamt 112.500 112.500

* Die Vergütung spiegelt den abgerechneten und zurückgestellten Aufwand wider. Ferner sind etwaige Differenzbeträge aus den Rückstellungen per 31. Dezember des Vorjahres zu den tatsächlich gezahlten Beträgen enthalten.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten in entsprechender Anwendung des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.

Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, wie sie oben genannt sind, sowie deren nahe Familienangehörige.

Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" als nahestehend zu klassifizieren.

In der folgenden Übersicht sind die Transaktionen mit nahestehenden Personen dargestellt.

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alle Angaben

in €
2016 2015
Erträge (netto) 0,00 641,18

Weitere Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen erfolgten wie im Vorjahr nicht.

Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind bereits oben dargestellt. Zum Bilanzstichtag wurden Verpflichtungen gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 188.394,46 (Vorjahr: € 411.621,72) ausgewiesen.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare betragen:

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in €
2016 2015
Abschlussprüfungsleistungen 129.500 129.500
Gesamt 129.500 129.500

Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zu Gunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.000.

Im Vorjahr haftete die SFC Energy AG für die Verpflichtungen ihres Tochterunternehmens Simark Controls Ltd. für eine bedingte Kaufpreiszahlung mit bis zu maximal € 1,10 Mio. (CAD 1,67 Mio.).

Darüber hinaus haftet die SFC Energy AG für eine Kreditlinie ihres Tochterunternehmens PBF Group B.V. mit bis zu maximal € 0,75 Mio. (Vorjahr: € 0,75 Mio.).

Auf Basis der Liquiditäts- und geplanten Ertragslage der betroffenen verbundenen Unternehmen ist mit einer Inanspruchnahme aus den genannten Eventualverbindlichkeiten nicht zu rechnen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgendem Umfang:

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in €
fällig 2017 fällig 2018 fällig 2019 fällig 2020 ff. Gesamt
Leasing 84.591 63.593 23.001 0 171.185
Miete 888.383 931.492 931.492 232.872 2.984.238
Gesamt 972.974 995.085 954.493 232.872 3.155.424

Vorjahr:

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in €
fällig 2016 fällig 2017 fällig 2018 fällig 2019 ff. Gesamt
Leasing 79.552 53.894 15.984 952 150.382
Miete 888.383 888.383 888.383 1.164.364 3.829.513
Gesamt 967.935 942.277 904.367 1.165.316 3.979.895

Die Mieten betreffen das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude, sie sind als nicht in der Bilanz enthaltenes Geschäft von wesentlicher Bedeutung für die Finanzlage der Gesellschaft. Es handelt sich um einen üblichen Mietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verlängerungsoption um einmal weitere fünf Jahre. Wesentliche oder unübliche Risiken existieren nicht. Der Vorteil gegenüber einer Investition besteht für die Gesellschaft neben den Liquiditätsvorteilen und der Schonung der Eigenkapitalquote darin, dass durch den Mietvertrag die notwendige Planungs- und Kalkulationssicherheit sowie Flexibilität für das weitere geplante Wachstum von SFC gegeben ist. Im Geschäftsjahr 2011 wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften im Zusammenhang mit leerstehenden Flächen aus obigem Mietvertrag gebildet. Der Bilanzansatz dieser Rückstellung zum 31. Dezember 2016 beträgt € 359.562,21.

Meldungen gemäß § 26 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Der SFC Energy AG gingen bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses (28. März 2017) folgende Mitteilungen von Anteilseignern der Gesellschaft nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) zu (nachfolgend sind nur die Mitteilungen aufgeführt, die das Bestehen einer Beteiligung zum vorgenannten Datum wiedergeben bzw. soweit sie sich auf die vollständige Veräußerung einer Beteiligung seit dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 beziehen; die entsprechenden Prozent- und Aktienzahlen beziehen sich auf das zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Grundkapital; die Anzahl der Aktien ist der letzten Stimmrechtsmitteilung an SFC Energy AG entnommen und kann daher zwischenzeitlich überholt sein).

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i.V.m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, am 7. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der SFC Energy AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt einen Stimmrechtsanteil von 5,17 % gehalten hat (entsprechend 369.000 Stimmrechten).

Die T&E Holding B.V., Almelo, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 11. Januar 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 20. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,1 % (das entspricht 232.925 Stimmrechten) betragen hat.

Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat.

Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.

Die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 24,04 % (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) betragen hat. 24,04 % der Stimmrechte (das entspricht 1.928.474 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG über die HPE PRO Institutional Fund B.V. zuzurechnen.

Die 1752748 Alberta Ltd., Calgary, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,59 % (das entspricht 288.057 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Mark Wheeler, Kanada, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. September 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,94 % (das entspricht 316.087 Stimmrechten) betragen hat. 3,59 % der Stimmrechte (das entspricht 288.057 Stimmrechten) sind Herrn Wheeler gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der 1752748 Alberta Ltd. zuzurechnen.

Die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat.

Die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die The R&H Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,56 % (das entspricht 766.788 Stimmrechten) betragen hat. 9,56 % der Stimmrechte (das entspricht 766.788 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die The R&H Trust Co. Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, die Global Philantropic Holdings Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, und die Havensight Capital Ltd., Grand Cayman, Cayman Islands, zuzurechnen.

Die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat.

Die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, zuzurechnen.

Die Conduit Ventures Limited, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 6. September 2013 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,49 % (das entspricht 761.375 Stimmrechten) betragen hat. 9,49 % der Stimmrechte (das entspricht 761.375 Stimmrechten) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Conduit Ventures IIA LP, London, United Kingdom, und die Conduit Ventures General Partner II Limited, London, United Kingdom, zuzurechnen.

Die HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. August 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 19. August 2016 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 26,53 % (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) betragen hat. Zusätzlich hält HPE PRO Institutional Fund B.V., Amsterdam, Niederlande, durch Instrumente im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG 3,99% der Stimmrechte (das entspricht 360.655 Stimmrechten).

Die Holland Private Equity B.V., Amsterdam, Niederlande, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. August 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SFC Energy AG, Brunnthal, Deutschland, am 19. August 2016 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 26,53 % (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) betragen hat. 26,53 % der Stimmrechte (das entspricht 2.400.330 Stimmrechten) sowie 3,99% der Stimmreche durch Instrumente im Sinne von § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG von der die HPE PRO Institutional Fund B.V. über die Holland Private Equity Management B.V., Amsterdam, Niederlande, zuzurechnen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2016 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2017 haben der Vorstand und Aufsichtsrat am 28. März 2017 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.

Ergebnisse nach dem Bilanzstichtag

Am 16. Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat der SFC Energy AG Herrn Marcus Binder mit Wirkung zum 1. März 2017 zum Vorstand bestellt. Herr Binder wird, neben dem bisherigen Vertriebsvorstand Hans Pol, als Vertriebsvorstand speziell für das Verteidigungs- und Sicherheitssegment zuständig sein, während sich Hans Pol ausschließlich auf die Weiterentwicklung des Geschäfts der niederländischen SFC-Tochter PBF B.V. Group konzentrieren wird.

Der Vorstand für den Bereich Finanzen der SFC Energy AG, Steffen Schneider, wird aus persönlichen Gründen gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtsrat mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017 am 17. Mai 2017 im besten beiderseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausscheiden. Seine Tätigkeiten im SFC Konzern als CFO wird Herr Gerhard Inninger übernehmen. Er berichtet an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Podesser, der das Finanzressort im Vorstand übernehmen wird. Herr Inninger war bereits von 2011 bis 2014 Finanzvorstand bei der SFC Energy AG.

Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwartet wird.

Brunnthal, den 28. März 2017

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand Power Electronics

Marcus Binder, Vorstand CSO Defence & Security

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Brunnthal, den 28. März 2017

Der Vorstand

Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender CEO

Steffen Schneider, Vorstand CFO

Hans Pol, Vorstand Power Electronics

Marcus Binder, Vorstand CSO Defence & Security

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SFC Energy AG, Brunnthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands in Bezug auf Liquidität sowie zu Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort wird in den Abschnitten "Finanz- und Liquiditätsrisiken", "Beschaffungs- und Produktionstechnische Risiken" sowie "Zusammenfassung von Geschäftsverlauf und Lage" ausgeführt, dass sich aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und zukünftiger Liquidität des Unternehmens ein Abweichen von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen negativ auf die derzeit noch hinreichende Finanzmittelausstattung auswirken könnte. Insbesondere weist der Vorstand darauf hin, dass aus der weiteren Verschiebung oder Nichtbeauftragung von Großprojekten im Verteidigungsbereich bestandsgefährdende Risiken entstehen können.

München, den 28. März 2017

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Götz, Wirtschaftsprüfer

Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer