AI assistant
SFC Energy AG — Annual Report 2016
May 26, 2017
388_rns_2017-05-26_dfbe396c-6524-4e52-8d0d-632354cf1ae1.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

SFC Energy AG
Brunnthal
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Geschäftsbericht 2016
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG
Das vergangene Geschäftsjahr 2016 war entscheidend durch die Kapitalmarktstrategie und die Finanzierungsmöglichkeiten der Gesellschaft sowie die geschäftlichen Herausforderungen aufgrund der allgemeinen Marktentwicklungen geprägt. An diesen Prozessen hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.
AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG
Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 aus insgesamt drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 waren: (i) Herr Tim van Delden, (ii) Herr David Morgan, (iii) Herr Hubertus Krossa. Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2016 Herr Tim van Delden, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender war Herr David Morgan.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2016 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt zwölf Sitzungen -am 15. Februar, 17. März, 21. April (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2015), 14. Juni, 30. Juni, 28. Juli, 11. August, 23. August, 30. September, 13. Oktober, 26. Oktober und 14. Dezember 2016 - beraten. Davon fanden vier Sitzungen, nämlich am 21. April, 14. Juni, 28. Juli und 14. Dezember 2016, als Präsenzsitzungen statt, an denen stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich teilgenommen haben. Die übrigen acht Sitzungen am 15. Februar, 17. März, 30. Juni, 11. August, 23. August, 30. September, 13. Oktober und 26. Oktober wurden als Telefonkonferenzen abgehalten. Darüber hinaus stimmte sich der Aufsichtsrat - soweit erforderlich - auch außerhalb seiner Sitzungen telefonisch, persönlich und per Email ab.
Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und insbesondere Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie die konzernweite Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Geschäftsbereiche (Business Units), die wirtschaftliche, finanzielle, technologische und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns, die Wachstumsstrategie des Unternehmens im In- und Ausland sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse, etwa zu (drohenden) Rechtsstreitigkeiten. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der ausländischen Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese.
Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.
Ein weiteres wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2016 bildete erneut die Kapitalmarktstrategie und Liquidität der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand unter Einbindung externer Berater detailliert über mögliche Maßnahmen zur Gewinnung neuer Investoren im In- und Ausland, zur Finanzierung des weiteren Wachstums sowie zur Verbesserung der Equity Story der Gesellschaft berichten, erörterte diese Maßnahmen intern und mit dem Vorstand und wägte ihre Vor- und Nachteile gegeneinander ab. Zudem ließ sich der Aufsichtsrat regelmäßig über den Stand der Umsetzung berichten und begleitete und überwachte diesen Prozess. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat im Laufe des Jahres 2016 mehrfach mit der Schaffung einer weiteren Vorstandsposition zur Stärkung des Vertriebs beschäftigt. Hierzu hat er im Rahmen eines strukturierten Auswahlprozesses über einen längeren Zeitraum zahlreiche Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt. Auch hat sich der Aufsichtsrat im Laufe des Jahres 2016 mehrfach mit der Möglichkeit einer Verlängerung der laufenden Amtszeit des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Peter Podesser, sowie dessen Vorstandsanstellungsvertrags beschäftigt.
Auf seiner telefonischen Sitzung am 15. Februar 2016 erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand insbesondere den Liquiditätsplan für das laufende Jahr und weitere Finanzierungsoptionen. Gegenstand war ferner die Beauftragung eines Beratungsunternehmens, mit dessen Hilfe strategische Optionen erhoben werden sollen, welcher der Aufsichtsrat nach Erörterung zustimmte. In der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 17. März 2016 befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der weiteren Finanzierung der Gesellschaft und mit einer weiteren Investition von HPE in die Wandelschuldanleihe. Des Weiteren erörterte der Aufsichtsrat den weiteren Liquiditätsplan mit dem Vorstand und tauschte sich zu möglichen weiteren Investoren aus.
In seiner Sitzung vom 21. April 2016 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 befasst und diese erörtert und gebilligt. Vertreter des Abschlussprüfers nahmen an der Sitzung teil, berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für Fragen zur Verfügung. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2016 und mit dem Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016. Des Weiteren erörterte der Aufsichtsrat ausführlich die aktuellen Entwicklungen, die Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung der einzelnen Business Units und der Tochtergesellschaften. Vor diesem Hintergrund wurde auch die aktuelle Liquidität und Finanzlage erneut mit dem Vorstand erörtert. Zudem erörterte der Aufsichtsrat mögliche Optionen zur Beteiligung von Investoren auf Basis von Empfehlungen des beauftragten Beratungsunternehmens. Auf seiner Sitzung vom 14. Juni 2016 befasste sich der Aufsichtsrat neben einem Update zur Geschäftslage in den einzelnen Business Unit Tochtergesellschaften erneut mit konkreten Optionen für die Finanzierung und Beteiligung von Investoren. Thema der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 30. Juni 2016 war neben der erneuten Befassung mit möglichen Investoren insbesondere die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 28. Juli 2016 wurde insbesondere die aktuelle Entwicklung des Geschäftsbereichs "Defense" sowie dessen Perspektiven besprochen. Darüber hinaus wurden konkrete Finanzierungsoptionen und laufende Gespräche mit einzelnen Investoren besprochen. Auf der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 11. August 2016 wurde erneut die Finanzierung der Gesellschaft und insbesondere die mögliche Investition von HPE und einem deutschen Family Office im Wege der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital unter Bezugsrechtsausschluss besprochen. Des Weiteren berichtete der Vorstand über die neuesten Entwicklungen im Geschäftsbereich "Defense" und besprach diese mit dem Aufsichtsrat. Auf der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 23. August 2016 wurde die Situation und das weitere Verhalten in Bezug auf zwei Aktionärsklagen gegen Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung 2016 besprochen. Per Umlaufbeschluss wurde am 16. September 2016 entschieden Herrn Marcus Binder mit Wirkung ab dem 1. März 2017 bis zum 28. Februar 2020 als Mitglied des Vorstands zu bestellen, der sich zunächst auf den Vertrieb der SFC-Produkte und Dienstleistungen im nationalen Verteidigungsmarkt konzentrieren und sukzessive die Vertriebsverantwortung für das gesamte nationale und internationale Brennstoffzellengeschäft von dem Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Peter Podesser, übernehmen soll.
Gegenstand der telefonischen Aufsichtsratssitzung am 30. September 2016 und ausführlicher Erörterung mit dem Vorstand war hauptsächlich die aktuelle Lage des Geschäftsbereichs "Defense" und die Auswirkungen des Umstands, dass eine für 2016 erwartete Auftragsvergabe im Verteidigungsbereich an die Gesellschaft aufgrund der Notwendigkeit technischer Nachbesserungen im aktuellen Geschäftsjahr nicht mehr erfolgen wird. Vor diesem Hintergrund erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand des Weiteren ausführlich die aktuelle Liquiditätslage und weitere, kurzfristige Finanzierungsoptionen.
Auf der telefonischen Aufsichtsratssitzung vom 13. Oktober 2016 wurde insbesondere erneut die Finanzierungs- und Liquiditätssituation der Gesellschaft besprochen. Der Aufsichtsrat beriet über die Aufnahme eines Darlehens und der Ausgabe einer Optionsschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre mittels einer Privatplatzierung an einen Investor und Darlehensgeber aus Singapur und stimmte dieser Maßnahme zu.
Im Rahmen der telefonischen Sitzung vom 26. Oktober 2016 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand insbesondere detailliert über die aktuellen Entwicklungen, die Risiken und Probleme in den verschiedenen Business Units und den Tochtergesellschaften der SFC Energy AG sowie die Liquiditätslage und den Ausblick zum Jahresende informieren und erörterte dies mit dem Vorstand.
Auf der Aufsichtsratssitzung vom 14. Dezember 2016 wurde der Aufsichtsrat seitens des Vorstands zum einen erneut ausführlich über die aktuellen Entwicklungen in den verschiedenen Business Units und den Tochtergesellschaften der SFC Energy informiert. Ebenfalls wurde das Budget 2017 sowie der Mittelfristplan 2018-19 mit dem Vorstand erörtert und beschlossen. Zudem hat der Aufsichtsrat nach entsprechendem Beschluss vom 14. Dezember 2016 die bis zum 31. März 2017 laufende Amtszeit und den Vorstandsanstellungsvertrag des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Peter Podesser, vorzeitig für drei weitere Jahre bis 31. März 2020 verlängert. Weitere Themen der Aufsichtsratssitzung waren u.a. das Risikomanagement des SFC-Konzerns und der Auswahlprozess für die Abschlussprüfer für das kommende Geschäftsjahr.
Nach Ende des Berichtszeitraumes hat Finanzvorstand Steffen Schneider den Aufsichtsrat der SFC Energy AG um eine vorzeitige Beendigung seines Vorstandsvertrages gebeten, um eine Möglichkeit zur persönlichen Weiterentwicklung nutzen zu können. Der Aufsichtsrat bedauert die Entscheidung von Steffen Schneider, ist seinem Wunsch nach einer vorzeitigen Aufhebung der vertraglichen Verpflichtungen jedoch nach sorgfältiger Abwägung nachgekommen. Herr Schneider wird gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtsrat mit Ablauf des Tages der ordentlichen Hauptversammlung 2017 am 17. Mai 2017 im besten beiderseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausscheiden. Der Aufsichtsrat dankt Steffen Schneider ausdrücklich für seinen unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz. Seine Tätigkeiten im SFC Konzern wird in leitender Funktion (CFO) Herr Gerhard Inninger übernehmen. Er berichtet an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Podesser, der im Vorstand das Finanzressort von Herrn Schneider übernehmen wird. Herr Inninger war bereits von 2011 bis 2014 Finanzvorstand bei der SFC Energy AG.
AUSSCHÜSSE
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2016 keine Ausschüsse gebildet, da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann.
CORPORATE GOVERNANCE
Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht zu finden, der als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 35 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 45 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.
Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2016 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr keine potentiellen Interessenkonflikte in Bezug auf ein Aufsichtsratsmitglied festgestellt. Zudem stellte der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am 21. April 2016 fest, dass ihm eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder i.S.v. Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex angehören. Kein Mitglied des Aufsichtsrats steht in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.
Das Aufsichtsratsmitglied David Morgan, der gleichzeitig Vorsitzender des Beirats von Conduit Ventures Ltd. (Conduit) ist, teilte dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 21. April 2016 mit, dass der Beirat von Conduit zur Zeit inaktiv sei und er für sein Amt keine Vergütung oder sonstige Leistungen erhalte.
Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Deutschen Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 28. März 2017, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.sfc.com/de/investoren/corporate-governanceheader abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 35).
RECHNUNGSLEGUNG
Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte GmbH (ehemals Deloitte & Touche GmbH) Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren:
IFRS-Konzernabschluss
i. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte
ii. Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen
iii. Verwertung der Teilbereichsprüfung Simark Controls
iv. Vergütungsbericht des Vorstands
HGB-Jahresabschluss
i. Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
ii. Bewertung der Vorräte
iii. Kapitalerhöhung
iv. Vollständigkeit und Bewertung der sonstigen Rückstellungen
v. Umsatzerlösrealisierung
vi. Vergütungsbericht des Vorstands
vii. Rechnungslegungsbezogene Kontrollen in den Prozessbereichen Absatz und Sachanlagen
Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2016 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Am 28. März 2017 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2016 statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2016 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.
Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. März 2017 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss 2016 ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2016 erzielten, besonderen Erfolge.
Brunnthal, 28. März 2017
Der Aufsichtsrat
Tim van Delden, Vorsitzender
Konzernlagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS
Organisatorische Struktur des Konzerns und Standorte
Der Konzern besteht aus der SFC Energy AG (SFC AG), Brunnthal, der PBF Group B.V., Almelo, Niederlande, und deren Tochterunternehmen (PBF) sowie der Simark Controls Ltd., Calgary, Kanada, (Simark). Die SFC Energy Inc., Winter Park, USA (SFC Inc.) befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in Liquidation.
Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.
Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktiengesetz und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.
Standort von SFC in Deutschland ist Brunnthal, in den USA war SFC bis Dezember 2016 durch die Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. in Winter Park, Florida, USA, vertreten. PBF hat seinen Sitz in Almelo, Niederlande, sowie in Cluj, Rumänien. Der Sitz von Simark ist Calgary, Kanada, mit weiteren kanadischen Niederlassungen in Edmonton, Vancouver und Montreal.
Segmente, Absatzmärkte, Produkte und Dienstleistungen
Der Vorstand steuert den Konzern nach den Segmenten "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit". Diese Segmente sind gleichbedeutend mit den wichtigsten Absatzmärkten des Konzerns.
Gegenstand des Unternehmens der SFC AG ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. SFC AG verfügt als weltweit erstes Unternehmen über kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Direkt-Methanol-Brennstoffzellen (DMFC) für eine Reihe von Absatzmärkten.
Im Segment Sicherheit & Industrie erzielt SFC AG Umsätze in den Märkten Industrie sowie Verteidigung & Sicherheit. Der Industriemarkt ist stark diversifiziert. Im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC AG nutzen. Hierzu zählen unter anderem Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement sowie in der Windindustrie. Zum Markt "Verteidigung & Sicherheit" gehören Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen von Militärorganisationen und Behörden. Das Produktportfolio umfasst im Wesentlichen die tragbare JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Netzwerklösungen. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa, Asien und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet. Für das Freizeitsegment bietet SFC AG über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) kompakte Brennstoffzellengeneratoren unter der Marke EFOY COMFORT als Stromerzeuger für Reisemobile, Segelboote und Ferienhütten an. Darüber hinaus bietet SFC AG über die erwähnten Handelskanäle als auch über einen Onlineshop die tragbare Steckdose EFOY GO!, eine Batterie mit integriertem Wechselrichter, an.
PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können. Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Analysesysteme, Forschung & Wissenschaft, Laser, Verteidigung & Sicherheit, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner sowie ergänzend über Direktvertrieb. PBF erzielt seine Umsätze ausschließlich im Segment Sicherheit & Industrie.
Simark ist ein spezialisiertes Vertriebs-, Service- und Produktintegrationsunternehmen für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie mit einer hochqualifizierten, erfahrenen und breit aufgestellten Vertriebs- und Serviceorganisation. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme sowie Stromversorgungskomponenten und Antriebe für unterschiedliche Anwendungen in der Öl & Gas Industrie, sowie in geringem Umfang in den Märkten Bergbau, Forstwirtschaft und kommunale Versorgung. Bei Simark erfolgt der Verkauf der Produkte über Direktvertrieb. Die Umsätze von Simark werden ausschließlich dem Segment Öl & Gas zugeordnet.
Ziele und Strategien
Der SFC Konzern hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.
Steuerungssystem
Für die interne Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Kerngrößen Konzernumsatzerlöse, Bruttomarge, das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sowie das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT).
Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z. B. Qualitätsparameter verwendet.
Wie auch schon im Geschäftsjahr 2015 lag im Berichtszeitraum der Hauptfokus des Konzerns auf der Ausrichtung des Portfolios auf integrierten Gesamtlösungen. Der Konzern unternahm weiter gezielt Anstrengungen zum Aufbau der internationalen Märkte und Ausbau der Marktpenetration.
Forschung und Entwicklung
Der Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2016 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 5.726 (Vorjahr: T€ 7.657) im Bereich F&E aufgewendet.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 435 (Vorjahr: T€ 994) aktiviert. Ursächlich für den Rückgang waren Verlagerungen der Entwicklungstätigkeit in nicht aktivierungsfähige Bereiche wie verstärkte Forschungstätigkeiten. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten werden unter den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten der SFC AG in Höhe von T€ 121 (Vorjahr: T€ 0) erfasst. Es waren keine Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF zu verzeichnen (Vorjahr: T€ 1.747). Aus der Kaufpreisallokation für PBF wurden T€ 205 (Vorjahr: T€ 205) auf immaterielle Vermögenswerte abgeschrieben. Der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten (Aktivierungsquote) ohne die Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation und Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert PBF betrug somit 7,9 % (Vorjahr: 17,4 %).
Mit zum Stichtag 45 Mitarbeitern (davon bei SFC AG 15, bei PBF 28 und bei Simark 2) ist etwa ein Fünftel des gesamten Personals des Konzerns im Wesentlichen mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie bzw. von Spannungswandlern und Stromversorgungssystemen und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. Der SFC Konzern verfolgt eine aktive Patentstrategie zum Aufbau von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Vermarktungsmöglichkeiten. Die SFC AG hält aktuell ein Portfolio von 18 (Vorjahr: 18) erteilten Patentfamilien.
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC AG waren im Geschäftsjahr 2016 folgende:
| ― | Konsequente Qualitätsverbesserungen an den Serienprodukten wurden vorangetrieben. |
| ― | Entwicklung und Qualifizierung neuer Energielösungen für den Verteidigungsbereich wurden vorgenommen. 1. Fertigstellung und Auslieferung einer vergrabbaren luftgekühlten Energielösung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes auf Basis der EFOY Pro 2400. 2. Entwicklung, Qualifizierung und Auslieferung einer vergrabbaren wassergekühlten Energielösung im Rahmen eines Entwicklungsprojektes mit einer internationalen Verteidigungsorganisation. 3. Entwicklung einer vergrabbaren luftgekühlten Energielösung auf Basis der wassergekühlten Energielösung im Rahmen einer Beschaffung einer internationalen Verteidigungsorganisation. |
| ― | Abschluss der Entwicklung und der Serienreifmachung der JENNY 1200 auf Basis der Beauftragung durch eine internationale Verteidigungsorganisation. Gefolgt von der Serienbetreuung auf Basis von Kundenfeedback und der kontinuierlichen Implementierung von Verbesserungsmaßnahmen. |
| ― | Evaluierung und Qualifizierung von Einzelkomponenten von leistungsgesteigerten Energieversorgungslösungen für stationäre Anwendungen und für den Fahrzeugbereich, um Kundenanforderungen besser erfüllen zu können. |
| ― | Evaluierung und Qualifizierung der EFOY Pro 12000 Duo in einem Feldtestprogramm, gefolgt von der Überführung in die Serie. |
| ― | Untersuchungen zur Leistungssteigerung und zur weiteren Reduzierung der Stückkosten wurden durchgeführt, um bei erhöhter Leistungsdichte eine verringerte Degradation bei geringerem Materialeinsatz zu erzielen. |
| ― | Konzeption, Entwicklung und Serienüberführung von deutlich größeren Tankpatronen zur Steigung der Methanolverfügbarkeit bei Verwendung der EFOY Pro 12000 Duo. |
| ― | Konzeption und Entwicklung einer drahtlosen Kommunikationsschnittstelle für die EFOY Comfort als Erweiterung zur bestehenden EFOY-App. |
| ― | Untersuchung und Konzeption von Energielösungen im Back-up und Off-Grid-Einsatz mit Spitzenleistungen von bis zu 5 kW. |
| ― | Konsequente Verbesserung und Weiterentwicklung der Energielösungen für den industriellen Einsatz. |
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:
| ― | Die Entwicklung in den bestehenden Projekten wurde erfolgreich vorangetrieben und einige der Projekte wurden in Serie überführt. |
| ― | Die ersten Prototypen der 3,5 kW Laserstromversorgung (LAPS3500), ein Teil der Laserplattform, wurden bei einem Kunden getestet. Die neuesten Prototypen wurden an ausgewählte Kunden geliefert. Nach den positiven Reaktionen dieser Kunden ist damit zu rechnen, dass sie in die Serienproduktion gehen. |
| ― | Wegen der ausgezeichneten Performance des LAPS3500 wurde getestet, die 8 kW Version durch zwei LAPS3500 zu ersetzen. |
| ― | Die ersten Chargen der Serienprodukte eines Inverter Projekts wurden ausgeliefert. Der Kunde war mit der gelieferten Qualität und der termingerechten Lieferung zufrieden. Das Projekt geht nun von F&E in die Produktion. |
| ― | Im Februar 2016 startete die Entwicklung einer Energieversorgung für die Luftfahrtindustrie. Nach Erstellung des Konzepts, Konstruktion und Tests der Prototypen wurden diese verbessert. Ende Q4 2016 begann die Produktion des 2. Prototyps, der Anfang 2017 ausgeliefert wird. |
| ― | Ein Entwicklungsprojekt mit dem Ziel die Stromleistung bestehender Produkte auszuweiten. Erste Prototypen wurden Ende Q3 2016 an Kunden zum Testen in Q4 ausgeliefert. Das Projekt wird in 2017 fortgesetzt. |
| ― | Ende Q3 2016 begann die Entwicklung für eine 2,5 kW Stromversorgung für den Lasermarkt. Erste Prototypen werden in Q1 2017 ausgeliefert. |
| ― | Ende Q3 2016 ging der Auftrag ein, einen Prototyp für ein komplettes Lasersystem (LASY) herzustellen. Mit diesem System können die Laserdioden direkt betrieben werden. Dieses System basiert auf dem LAPS3500. Erste funktionsfähige Prototypen wurden Ende Q4 ausgeliefert. |
| ― | Ein Entwicklungsauftrag für eine 100 W Stromversorgung zur Nutzung in einer medizinischen Anwendung ging Ende 2016 ein. Prototypen sollen in Q1 2017 ausgeliefert werden. |
Folgende Produktverbesserungen und Produktneuentwicklungen wurden von PBF und SFC AG gemeinsam weitergeführt:
| ― | Qualifizierung, Optimierung und konsequente Weiterentwicklung verschiedener Energielösungen, insbesondere der EFOY ProEnergyBox sowie der EFOY ProCube, die den Kunden in Industrieanwendungen unter extremen Einsatzbedingungen unterschiedliche Applikationen erschließen und eine zuverlässige Energieversorgung darstellen. EFOY ProCube wurde freigegeben und ging von F&E in die Produktion. |
| ― | Serienbetreuung der neuen Produktplattform EFOY GO!. |
Auch weiterhin plant der Konzern deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie". Im Geschäftsjahr 2016 betrugen die vereinnahmten Zuschüsse T€ 933 (Vorjahr: T€ 383).
WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Aufschwung der Gesamtwirtschaft bleibt moderat mit wenig Wachstumsorientierung
Ein stagnierender Welthandel, geringe Investitionsbereitschaft und erhöhte politische Unsicherheit bestimmten nach Berichten der Weltbank1 das schwierige Wirtschaftsjahr 2016. In ihrem Januarbericht rechneten die Experten der Bank mit einem Nachkrisen-Wachstum von nur 2,3 % im Jahr 2016 und für 2017 mit einem nur moderaten Anstieg auf 2,7 %, verbunden mit abnehmenden Rohstoffexporthindernissen und solider Innennachfrage bei den Rohstoffimporteuren.
Im Euroraum soll nach Angaben von ifo, Insee und Istat2 das Bruttoinlandsprodukt in den ersten beiden Quartalen 2017 um 0,4 % steigen. Haupttreiber dieses moderaten Aufschwungs sehen die Experten in einem steten Wachstum des privaten und öffentlichen Konsums und einer etwas dynamischeren Entwicklung der Investitionen angesichts der weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen. Die weltweite wirtschaftliche Erholung der fortgeschrittenen Volkswirtschaften und der Schwellenländer dürfte zusätzlich die externe Nachfrage beleben.
1 World Bank Group, "Global Economic Prospects", 10. Januar 2017, S.19
2 ifo, Insee, Istat: "Moderater Aufschwung setzt sich fort", 11. Januar 2017
Deutsche Wirtschaft: Fortsetzung des Aufschwungs in schwieriger Weltkonjunktur
Für Deutschland rechnet das ifo-Institut3 in seiner im Dezember 2016 veröffentlichten Jahresprognose 2016 - 2018 mit einer Fortsetzung des robusten Aufschwungs, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit 2013 befindet. Für 2016 rechnen die Experten mit einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,9 %.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi4 ) meldete im Januar 2017 für das Jahr 2016 ein preisbereinigtes Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,9 % in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld. Damit war das Wachstum sogar geringfügig stärker, als in der Herbstprojektion der Bundesregierung vorhergesagt. Rechnerisch wurde diese Entwicklung erneut von der Binnennachfrage getragen. Staatliche und private Konsumausgaben, aber auch Bauinvestitionen legten kräftig zu. Die Investitionen in Ausrüstungen stiegen ebenfalls, allerdings weniger stark. Aufgrund einer großen Binnennachfrage nahmen die Importe stärker zu als die Exporte, so dass der Wachstumsbeitrag des Außenhandels leicht negativ ausfiel.
Öl- und Gasmarkt
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen Simark tätig ist (Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe, Sicherheits- und Überwachungstechnik) werden Daten zu den internationalen Öl- und Gasmärkten verwendet.
Kanada, der Heimatmarkt von Simark, ist der fünftgrößte Gas- und sechstgrößte Rohölproduzent der Welt. Seit 1980 hat sich die kanadische Energieproduktion fast verdoppelt. Kanada verfügte zum Ende des Jahres 2015 mit insgesamt 171 Milliarden Barrel Reserven über das drittgrößte Rohölvorkommen der Welt nach Venezuela und Saudi Arabien5 . Die kanadische Öl- und Erdgasindustrie ist der größte Privatsektorinvestor des Landes mit einer Investitionssumme von 36 Milliarden CAD im Jahr 2016. 2014 hatte diese Zahl noch bei 81 Milliarden CAD gelegen, 2015 bei 42 Milliarden CAD.
3 ifo Konjunkturprognose 2016 - 2018, 16. Dezember 2016
4 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Pressemitteilung "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2017", 12. Januar 2017
5 Canadian Association of Petroleum Producers CAPP, Webseite, Basic Statistics & Canadian Economic Contribution
Der Öl- und Gasmarkt stand auch im Jahr 2016 erheblich unter dem Einfluss niedriger Ölpreise. Im Januar 2016 hatte gemäß dem "2016 Review" des kanadischen National Energy Board (NEB)6 der Tagesmarktpreis für West Texas Intermediate (WTI) Rohöl mit 26,68 USD pro Barrel seinen tiefsten Stand in 13 Jahren erreicht. In den folgenden Monaten schwankte der WTI zwischen 40 und 50 USD pro Barrel, bevor er dann das Jahr mit 53,75 USD pro Barrel abschloss und damit in 12 Monaten seinen Wert nahezu verdoppelt hatte. Während der gesamten Zeit war der Preis erheblich abhängig von neuen Bohr-, Produktions- und Lagerdaten. Auch Ankündigungen der OPEC sowie globale geopolitische Ereignisse beeinflussten 2016 den Ölpreis stark. Trotz der Verdopplung des WTI zum Jahresende lag der Jahresdurchschnittspreis bei nur 42,69 USD pro Barrel und damit 6 USD unter 2015 und auf dem tiefsten Stand seit 2004.
2016 produzierte Kanada nach Angaben des NEB7 durchschnittlich 3,85 Millionen Barrel pro Tag (Mb/d). Entgegen der noch im Halbjahresbericht 2016 geäußerten Befürchtungen verursachten die Flächenbrände von Fort McMurray8 im Sommer keine langfristigen Ölsandproduktionsausfälle. Die Produktion hatte sich bis August vollständig erholt.
6 National Energy Board, "2016 Review: Oil prices hit 13-year low in January 2016, double by end of year!", 11. Januar 2017
7 National Energy Board, Market Snapshot: Canadian oil production, 2. Januar 2017
8 National Energy Board, 2016 Review: "Short-lived effect on crude oil exports due to the Fort McMurray wildfire", 10. Januar 2017
Nach Angaben der U. S. Energy Information Administration (EIA) in ihrem neuesten Energy Outlook9 stiegen 2016 die weltweiten Öllager um 0,8 Millionen Barrel pro Tag. Die EIA rechnet für 2017 und 2018 mit einer relativ ausgeglichenen Situation, wobei die Lagermengen 2017 um 0,1 Millionen Barrel pro Tag abgebaut werden sollen, während sie dann 2018 wieder um 0,2 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Diese Annahmen beruhen auf neuen Schätzungen die von einem geringeren Verbrauch ausgehen.
Die Welt-Erdölproduktion lag nach Aussagen der EIA 2016 bei 97,22 Millionen Barrel pro Tag, für 2017 erwartet die Behörde einen leichten Anstieg auf 98,03 Millionen Barrel pro Tag.
Im Januar 2017 erreichte nach EIA-Angaben Rohöl der Marke North Sea Brent mit einem Durchschnittspreis von 55 USD pro Barrel einen neuen Höchststand seit Juli 2015, ein Anstieg von 1 USD gegenüber Dezember und von 24 USD gegenüber Januar 2016. Für Rohöl der Marke Brent erwartet die EIA 2017 im Durchschnitt einen Preis von 55 USD pro Barrel. West Texas Intermediate (WTI) soll 1 USD darunter liegen.
Im November veröffentlichte die International Energy Agency IEA10 ihren World Energy Outlook 2016. In ihm rechnet die Behörde mit einem Investitionsbedarf von weltweit insgesamt 44 Billionen USD zur Sicherstellung der weltweiten Energieversorgung bis 2040, 60 % davon für die Öl-, Gas- und Kohleförderung, 20 % für erneuerbare Energien. 23 Billionen USD Investitionen werden für Verbesserungen der Energieeffizienz erwartet. Die Behörde sieht ein erhebliches Risiko im Investitionsstau in der Öl- und Gasindustrie und sieht vor allem einen sehr großen Bedarf an Investitionen in umweltfreundlichere Produktionsanlagen und Effizienzsteigerungen.
9 EIA, Short-term Energy Outlook, Februar 2017.
10 IEA, "World Energy Outlook 2016", November 2016.
Sicherheits- und Industriemarkt
a) Brennstoffzellen
In seinem im August 2016 veröffentlichten Brennstoffzellentechnologie-Marktbericht 201511 meldet das amerikanische Energieministerium für 2015 weltweit 60.000 verkaufte Brennstoffzellensysteme mit einer Gesamtleistung von über 300 MW. Dies entspricht einem Gesamtleistungsanstieg von 65 %. In stationären Anwendungen werden nach Angaben des Ministeriums immer leistungsstärkere Produkte eingesetzt. Ebenso steigt die Zahl mobiler Anwendungen. Auch der im April 2016 veröffentlichte Branchenführer Brennstoffzellenindustrie der Arbeitsgemeinschaft Brennstoffzellen im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)12 sieht einen stetig wachsenden Markt für Brennstoffzellen und Brennstoffzellenkomponenten. Weltweit sei die Milliarde-Euro-Schwelle längst überschritten. Für das Jahr 2020 sagt die VDMA-Konjunkturprognose weltweit Umsätze im Bereich von € 1,8 Milliarden mit Brennstoffzellen voraus. In Deutschland habe der Umsatz der Brennstoffzellenindustrie allein im Bereich stationärer Strom - und Wärmeversorgung im Jahr 2015 knapp € 150 Millionen erreicht. Mit der Fortführung des Nationalen Innovationsprogramms für Wasserstoff- und Brennstoffzellen und dem Programm für Brennstoffzellen-Heizgeräte wollen Bundesregierung und Industrie alternative Auto-Antriebe mit Brennstoffzellen schneller voranbringen. Zur Forschungsförderung stellt das Bundesverkehrsministerium € 161 Millionen bis 2018 bereit.
b) Leistungselektronik und Schaltnetzteile
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen PBF tätig ist (Leistungselektronik und Schaltnetzteile), wird der Elektronik-Teilmarkt "Elektronische Komponenten und Baugruppen" ("Electronic components & systems") aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen.
In einem im September 2016 aktualisierten Ausblick meldete der ZVEI13 nach vorläufigen Berechnungen für 2015 ein Volumen von € 3,61 Billionen für den Welt-Elektromarkt. Dies entspricht einem Plus von 3 % gegenüber 2014. Für 2016 und 2017 prognostiziert der Verband ein Wachstum von jeweils 3 %. Für den Teilmarkt "Elektronische Bauelemente", für den der Verband im 2016-Bericht ein Volumen von € 834 Milliarden für 2014 benennt, erwartet er für 2016 ein Wachstum von 3 % und für die Folgejahre von 4 %.
Für die deutsche Elektroindustrie rechnet der Verband14 mit einem Wachstum der preisbereinigten Produktion der Branche um 1,5 % im Jahr 2017. Damit sollte die Branche ihren 2008-Rekordumsatz von € 182 Milliarden Ende 2017 wieder erreichen können. 2016 wuchs die Produktion der deutschen Elektroindustrie trotz eines politisch turbulenten Jahres mit Brexit-Votum und US-Wahl sowie zahlreichen geopolitischen Krisen von Januar bis November um 1,4 % gegenüber Vorjahr. Der Umsatz inklusive Dienstleistungen, Software und Währungseinflüssen nahm um deutlich geringere 0,3 % auf € 162,3 Milliarden zu. Für das Gesamtjahr 2016 rechnet der Verband mit € 179 Milliarden Gesamtumsatz. Die Exporte stiegen im Zeitraum von Januar bis November um 4 % auf € 165,5 Milliarden. Größte Exportländer waren USA und China, zwei Drittel aller Branchenausfuhren gingen nach Europa.
11 U. S. Department of Energy "Fuel Cell Technologies Market Report 2015", August 2016
12 VDMA: Pressemeldung "Branchenführer Brennstoffzellenindustrie Deutschland 2016: Brennstoffzellenindustrie bereit zum Markthochlauf", 28. April 2016.
13 ZVEI-Welt-Elektromarkt - Ausblick bis 2017, September 2016.
14 ZVEI, Pressemeldung 4/2017: "ZVEI erwartet 2017 Produktionsplus von 1,5 Prozent für Elektroindustrie", 24. Januar 2017.
Im Teilmarkt "Elektronische Bauelemente" (Inhouse-Hersteller und Electronic Manufacturing Services Provider) meldete der ZVEI im Juni 201615 in Deutschland einen Umsatzanstieg im Jahr 2015 um 10,7 % auf € 21,1 Milliarden (2014: € 19,1 Milliarden). Die positive Entwicklung dieses Teilmarktes sieht der Verband hauptsächlich getragen durch die starke Nachfrage aus den Bereichen Automobil- und Industrieelektronik.
c) Verteidigung und Sicherheit
In seiner jüngsten Einschätzung der weltweiten militärischen Kapazitäten und Verteidigungswirtschaft beschreibt das International Institute for Strategic Studies IISS16 einen Rückgang der weltweiten Militärausgaben von 0,4 % im Jahr 2016, hauptsächlich aufgrund von Kürzungen im Mittleren Osten. Der Rückgang wäre ohne ausgleichende Zuwächse in Asien noch größer ausgefallen. Nachdem Asien Europa bereits 2012 als zweitgrößten Verteidigungsausgabenregion überholt hatte, investierte die Region 2016 1,3 mal mehr Geld in die Verteidigung als Europa. Auch die technologische Überlegenheit der Europäer ist nach Einschätzung des IISS im Sinken begriffen, während China immer mehr aufholt und vermehrt hochmoderne Militärsysteme exportiert. Zunehmend komplexere Waffen- und Militärsysteme stellen zusätzliche Modernisierungsherausforderungen an die Verteidigungsorganisationen. Parallel beobachtet das Institut eine verstärkte Tendenz zu Unternehmenszusammenschlüssen, -übernahmen und -verkäufen, trotz der in vielen Ländern schlechten Sicherheitslage. Die Gründe dafür werden in einer Kombination aus Marktunsicherheit, Budgetzwängen und Beschaffungsrücksichten gesehen. Obwohl die Verteidigungsausgaben generell noch immer bedeutend sind, bleibt nach Meinung der Experten der Verteidigungsmarkt herausfordernd für die Industrie, zumal die Firmen zusätzlich mit volatilen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen zu kämpfen haben, die umfassende Einsichten und angemessene, immer wieder neu auf die Situation abzustimmende Strategien erfordern.
In diesem herausfordernden Sicherheitsumfeld gewinnen weltweit vor allem gut ausgebildete, geheim operierende Spezialkräfte enorm an Bedeutung. Für die USA erwartet das IISS Veränderungen in der Sicherheitspolitik in Richtung Großmacht-Wettbewerb in Folge des Präsidentschaftswechsels. Allerdings dürften sich etliche Programme aufgrund von Amtsübergängen im Verteidigungsministerium erheblich verzögern. In Europa haben die islamistischen Terrorattacken ein erhöhtes Bewusstsein für die Verwundbarkeit durch Instabilität und Gewalt geschaffen. Nach wie vor belastet das Migrationsthema die Wirtschaft der Aufnehmerländer, auch wenn die Flüchtlingszahlen mittlerweile zurückgegangen sind. Die Beziehungen zu Russland sind nach wie vor durch den Ukraine- und den Syrienkonflikt getrübt. In Asien, wo in vielen Ländern die Verteidigungskräfte traditionell auch Parteiregime- und innere Sicherheitsaufgaben übernehmen, wächst, gestützt auf eine gestärkte Ressourcenbasis, das Bedürfnis, auch für konventionelle Kriegsführung gegenüber externen Kräften gerüstet zu sein.
Nach Jahren rückläufiger Verteidigungsbudgets sollen nach Angaben von Deloitte im "2017 Global Aerospace and Defense Sector Outlook"17 die weltweiten Verteidigungsausgaben im Jahr 2017 um 3,2 % steigen. In den USA soll das Wachstum vorrangig durch den verstärkten Fokus auf Modernisierung der neugewählten US-Regierung auf eine Steigerung der Militärausgaben für die Modernisierung von Ausstattung und See- und Luftflotten getrieben werden. Nachdem in den USA die Verteidigungsausgaben von 2010 bis 2015 zurückgegangen und 2016 wieder um 20 Milliarden USD gestiegen waren, sollen sie 2017 um weitere 9 Milliarden USD auf insgesamt 589 Milliarden USD steigen.
15 Daten: ZVEI Frühjahrsbelebung in der Elektronindustrie, 8. Juni 2016.
16 IISS: "The Military Balance 2017", 16. Februar 2017.
17 Deloitte "2017 Global aerospace and defense sector outlook", Januar 2017.
In China (2015: +7,4 %), Russland (2015: +7,5 %), Saudi Arabien (2015: +5,7 %) und Südkorea (2015: +3,6 %) steigen seit 2015 die Budgets ebenfalls überproportional an. Auch in Europa sollen die Verteidigungsbudgets ansteigen, insbesondere seit der neue US-Präsident die NATO-Mitglieder an die Einhaltung der Verpflichtung zur Ausgabe von 2,0 % des Bruttoninlandprodukts für Verteidigungsaufgaben gemahnt hat. Dies entspräche einem Anstieg der Verteidigungsausgaben in Höhe von ca. 5,8 Milliarden USD pro Jahr, die hauptsächlich für mehr Hardware und Forschung & Entwicklung verwendet werden sollen.
Angesichts globaler politischer Spannungen, terroristischer Bedrohungen und kriegerischer Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt wächst der Bedarf an Geheimdienst-, Überwachungs- und Kommunikations-Equipment bei Verteidigungs- und Regierungsbehörden stark. Von großem Interesse sind insbesondere gepanzerte Bodenfahrzeuge, leichte Luftunterstützung sowie modernes Überwachungs-, Aufklärungs- und Kommunikationsgerät und elektronische Sensoren.
Ebenso sieht Deloitte eine verstärkte Joint Venture- und M&A-Tendenz in der Verteidigungsindustrie zur Eroberung neuer Märkte, insbesondere Auslandsmärkte, zur Verringerung von Wettbewerb sowie zur Kosten- und Risiko-minimierung. Entscheidende Faktoren für Erfolg werden nach Ansicht von Deloitte Technologie- und Kostenführerschaft sowie Vor-Ort-Engagement in den Zielregionen entweder über eigene Niederlassungen oder Partner sein.
Freizeitmarkt
a) Reisemobile
Nach Angaben der European Caravaning Federation (ECF)18 erreichten die Verkaufszahlen im europäischen Markt für Reisemobile und Caravans 2016 ein 7-Jahres-Hoch. Insgesamt wurden in Europa 170.064 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Dies entspricht einem erneuten Umsatzplus von 10,6 %. Hierbei zeigte sich der deutsche Markt am stärksten (siehe unten), gefolgt von Frankreich (27.443 Neuzulassungen, +8,3 %) und dem Vereinigten Königreich (25.950 Neuzulassungen, +7,1 %).
18 Daten: ECF European Caravaning Federation, "Leisure Vehicles Grow throughout Europe", 16. Januar 2017.
Auch in den anderen europäischen Ländern stiegen die Umsätze an: In Schweden wurden 2016 8.806 Neufahrzeuge verkauft (+22,3 %), in Spanien 4.077 (+14,7 %). Die Niederlande (+6,9 %), Dänemark (+9,5 %) und Italien (+6.0 %) setzten ihren Aufwärtstrend fort. Erneut entwickelte sich der für SFC Energy interessante Reisemobilmarkt besonders positiv: Insgesamt wurden 2016 europaweit 96.410 Reisemobile neu registriert, dies entspricht einem beeindruckenden Anstieg von 18,3 %. Auch die Caravan-Neuzulassungen stiegen 2016 um 1,9 % auf 73.654 verkaufte Fahrzeuge.
Nach dem Rekordjahr 2015 setzte die deutsche Caravaning-Industrie nach Angaben ihres Verbands Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD)19 ihren Erfolgskurs 2016 fort. Die Neuzulassungen des Gesamtjahres stiegen 2016 deutlich und noch über bereits sehr optimistische Erwartungen hinaus um 16,4 % - das beste Ergebnis seit 25 Jahren. 2016 wurden insgesamt 54.883 Freizeitfahrzeuge in Deutschland neu zugelassen. Außerordentlich stark entwickelten sich dabei die Neuzulassungen von Reisemobilen: 35.135 neu angemeldete Einheiten sind ein absoluter Höchstwert, mit dem das Rekordergebnis von 2015 erneut deutlich übertroffen wurde: Der Reisemobilmarkt wuchs um 23,9 % gegenüber Vorjahr. Die Zahl neu zugelassener Caravans stieg 2016 um 5,1 % auf 19.748 Einheiten.
Insgesamt produzierte die deutsche Caravaning-Industrie20 2 0 1 6 rund 101.060 Freizeitfahrzeuge, das entspricht einem Plus von 19,2 %. Der Export in das europäische Ausland wuchs um 13,6 % auf 46.100 Einheiten. Von 57.000 produzierten Reisemobilen (+22,6 %) wurden 24.600 ins Ausland exportiert (+24,8 %), von 44.060 produzierten Caravans (+15,0 %) gingen 21.500 ins Ausland (+3,0 %). Für 2017 erwartet der CIVD21 nach seiner jährlichen Mitgliederbefragung weitere und deutliche Zuwächse sowohl auf dem Inlandsmarkt als auch im Export.
b) Marinemarkt
Die Wassersportwirtschaft in Deutschland befindet sich nach den zur Messe "boot 2017" veröffentlichten Angaben ihres Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW)22 weiterhin auf Wachstumskurs. Auch international bleibt der Markt stabil, allerdings ohne nennenswerte positive Impulse. Deutlich spürbar ist ein Trend zu Motorbooten und -yachten, die national wie international zulegen konnten. Im Segelyachtsegment sind die Umsätze leicht rückläufig. Insgesamt rechnet die Branche mit einem Gesamtumsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen von rund € 2 Milliarden für das Jahr 2016 (ohne Megayacht-Bereich).
Insbesondere die Marktsegmente Ausrüstung, Zubehör sowie Bootsservice und -wartung sind in der maritimen Wirtschaft wichtige Umsatzträger. Rund € 680 Millionen haben die Bootseigner 2016 in ihre Boote und Yachten investiert und damit das Vorjahresergebnis erreicht - trotz der Wetterkapriolen im abgelaufenen Jahr. Auch für das kommende Jahr erwartet die Industrie für den Bereich Ausrüstung und Zubehör eine kräftige Nachfrage. Insbesondere beim Gebrauchtbootkauf werden häufiger Investitionen in neue Ausrüstung und Zubehör getätigt. Gleiches gilt nach wie vor für ältere Bootseigner, die ihr vertrautes Schiff für das Leben an Bord komfortabler und sicherer ausstatten wollen.
19 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; "Caravaning liegt im Trend", 16. Januar 2017.
20 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; "Caravaning-Produktion und -Export wachsen erneut", 16. Januar 2017
21 CIVD Caravaning Industrie Verband e.V.; "Optimistischer Ausblick auf 2017", 16. Januar 2017.
22 Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW), "Moderates Marktwachstum" 1. Dezember 2016.
GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2016 erzielte der SFC Konzern (im Folgenden "Konzern") einen Umsatz von T€ 44.041. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 47.310) entspricht dies einer Verminderung von 6,9 %.
Die SFC AG erzielte einen Umsatz von T€ 11.947 und lag damit über Vorjahresniveau (T€ 10.233). Wesentlich hierfür war eine deutliche Erhöhung der Umsätze im zivilen Industriegeschäft aufgrund starker Nachfrage nach sicherer Stromversorgung sowie im Teilbereich Verteidigung.
PBF lag mit einem Umsatz von T€ 12.798 ebenfalls über Vorjahresniveau (T€ 11.101). Wesentlich hierfür waren eine gute Auftragslage bei den Kunden von PBF und die Einführung neuer Produkte.
Simark verzeichnete mit einem Umsatz von T€ 19.296 einen Rückgang von rund 25,7 % gegenüber dem Zwölfmonatszeitraum 2015 (T€ 25.976). Wesentlich hierfür war die Investitionszurückhaltung der Kunden aufgrund des relativ niedrigen Ölpreises, insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres 2016.
Das EBIT des Konzerns verbesserte sich im Vergleich der beiden Geschäftsjahre von minus T€ 10.645 auf minus T€ 4.898.
Die folgenden Sondereffekte werden im bereinigten Ergebnis nicht berücksichtigt:
| ― | Folgebewertung Erwerb von Simark: Personalaufwand resultierend aus der vereinbarten bedingten Gegenleistung und dem Bonus Verbleib Schlüsselpersonal T€ 34 (Vorjahr: T€ 1.334) sowie Abschreibung resultierend aus der Kaufpreisallokation T€ 936 (Vorjahr: T€ 1.087). |
| ― | Folgebewertung Erwerb von PBF: Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert erfasst (Vorjahr: T€ 3.493). |
| ― | Weitere Aufwendungen und Erträge in 2016: Erträge in Höhe von T€ 217 aus der Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem SAR Programm und Transaktionsbonus Vorstand (Vorjahr Aufwand in Höhe von T€ 136) sowie T€ 32 Aufwendungen für Abfindungen (Vorjahr: T€ 203). |
Die Überleitung auf das bereinigte EBIT (= bereinigtes Betriebsergebnis) und die Verteilung der Sondereffekte auf die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in T€ | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung | -4.898 | -10.645 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistung | ||
| Barkomponente Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand | 0 | 203 |
| Kaufpreisallokation, Abschreibung auf Auftragsbestand Simark | 0 | 35 |
| Abfindungszahlungen, Personalaufwand PBF | 12 | 94 |
| Abfindungszahlungen, Personalaufwand SFC | 0 | 29 |
| Abfindungszahlungen, Personalaufwand Simark | 12 | 0 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | ||
| Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwert PBF | 0 | 1.747 |
| Abfindungszahlungen, Personalaufwand PBF | 0 | 61 |
| Vertriebskosten | ||
| Kaufpreisallokation, Abschreibung Kundenbeziehung & Markenzeichen Simark | 936 | 1.052 |
| Barkomponente Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand | 0 | 769 |
| Abfindungszahlungen, Personalaufwand Simark | 8 | 0 |
| Bonus Verbleib Schlüsselpersonal, Personalaufwand Simark | 34 | 159 |
| Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand | -114 | 85 |
| Wertminderungsaufwendungen auf Firmenwert PBF | 0 | 1.746 |
| Verwaltungskosten | ||
| Barkomponente Unternehmenszusammenschluss Simark, Personalaufwand | 0 | 203 |
| Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für SAR Programm Vorstand, Personalaufwand | -103 | 51 |
| Abfindungszahlungen, Personalaufwand PBF | 0 | 19 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | -4.112 | -4.392 |
| planmäßige Abschreibung SFC | 777 | 625 |
| planmäßige Abschreibung Simark und PPA Abschreibung | 1.014 | 1.183 |
| planmäßige Abschreibung PBF | 600 | 694 |
| Impairment PBF | 0 | 3.493 |
| EBITDA | -2.508 | - 4.650 |
| planmäßige Abschreibung SFC | 777 | 625 |
| planmäßige Abschreibung PBF | 600 | 694 |
| planmäßige Abschreibung Simark | 77 | 96 |
| EBITDA bereinigt | -2.658 | -2.978 |
Das bereinigte EBITDA verbesserte sich ebenfalls. Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein bereinigtes EBITDA von minus T€ 2.658 erreicht. Im entsprechenden Zeitraum 2015 betrug das bereinigte EBITDA minus T€ 2.978.
Der Konzern lag mit dem erreichten Umsatz und den erzielten Ergebniskennzahlen deutlich unter den Erwartungen und der Prognose, in der zunächst von einem Umsatz von € 50 Millionen bis € 52 Millionen sowie einem erneut deutlich verbesserten positiven bereinigten EBITDA und einem erneut deutlich verbesserten bereinigten EBIT ausgegangen wurde. Diese Prognose wurde mit Meldung vom 29. September 2016, auf Grund des fehlenden Auftragseingangs eines Großprojekts im Verteidigungsbereich und auf Grund der weiterhin anhaltenden Unsicherheit im Öl- & Gasmarkt, auf eine Umsatzgröße von € 40 Millionen bis € 42 Millionen sowie einer geringeren Profitabilität und Liquidität revidiert. Diese Prognose wurde letztlich aufgrund eines starken Jahresendgeschäftes übertroffen.
Umsatz nach Segmenten
Die Umsatzsegmentierung für das Geschäftsjahr 2016 stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
scroll
| UMSATZ NACH SEGMENTEN | in T€ | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Segment | 2016 | 2015 | Veränderung | Veränderung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Öl & Gas | 19.296 | 25.976 | -6.680 | -25.7 |
| Sicherheit & Industrie | 21.096 | 17.570 | 3.526 | 20.1 |
| Freizeit | 3.649 | 3.764 | -115 | -3.0 |
| Gesamt | 44.041 | 47.310 | -3.269 | -6.9 |
Im Segment Öl & Gas verringerte sich der Umsatz aufgrund des insbesondere im ersten Halbjahr 2016 schwachen Ölpreises und der damit verbundenen rückläufigen Investitionen in Kanada von T€ 25.976 auf T€ 19.296. In diesem Segment sind ausschließlich die Umsätze von Simark enthalten. Der Umsatz wurde dabei mit dem Vertrieb und der Integration von Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukten für den Öl & Gas-Markt in Nordamerika erzielt.
Im Markt für Sicherheit & Industrie erhöhte sich der Umsatz von T€ 17.570 auf T€ 21.096. PBF erzielte ausnahmslos Umsätze in diesem Segment und ist in dieser Umsatzzahl mit T€ 12.798 (Vorjahr: T€ 11.101) enthalten. Der Umsatz der SFC AG erhöhte sich von T€ 6.469 um 28,3 % auf T€ 8.298, die im Jahr 2016 verkaufte Stückzahl an EFOY Brennstoffzellen erhöhte sich von 665 auf 871.
Ursächlich für diese Entwicklung bei SFC AG war sowohl das zivile Industriegeschäft, das einen Anstieg um T€ 1.040 im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete, als auch der Markt Verteidigung & Sicherheit in welchem die Umsätze bei SFC AG von T€ 2.697 in 2015 um 29,3 % auf T€ 3.489 in 2016 angestiegen sind. Hierfür waren große Projekte insbesondere in Israel und Indien verantwortlich.
Im Freizeitmarkt war im Geschäftsjahr 2016 mit T€ 3.649 ein Umsatz leicht unter Vorjahresniveau (T€ 3.764) zu verzeichnen. Die Anzahl der veräußerten Brennstoffzellen verringerte sich dabei leicht von 1.281 auf 1.191.
Umsatz nach Regionen
Der Umsatz nach Regionen hat sich wie folgt entwickelt:
scroll
| UMSATZ NACH REGIONEN | in T€ | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Region | 2016 | 2015 | Veränderung | Veränderung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nordamerika | 19.679 | 26.390 | -6.711 | -25,4 |
| Europa (ohne Deutschland) | 13.305 | 11.990 | 1.315 | 11,0 |
| Deutschland | 6.142 | 6.705 | -563 | -8,4 |
| Asien | 3.099 | 1.468 | 1.631 | 111,1 |
| Rest der Welt | 1.816 | 757 | 1.059 | 139,9 |
| Gesamt | 44.041 | 47.310 | -3.269 | -6,9 |
Im bedeutendsten Markt Nordamerika resultierte der starke Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2016 aus der anhaltenden Krise im Öl- und Gasgeschäft im kanadischen Markt.
Im Markt Europa (ohne Deutschland) wurden Umsätze durch PBF in Höhe von T€ 8.333 (Vorjahr: T€ 7.531) und durch SFC AG in Höhe von T€ 4.972 (Vorjahr: T€ 4.459) erzielt.
In Deutschland ist eine Verringerung des Umsatzes von SFC AG von T€ 4.424 auf T€ 3.147 im Geschäftsjahr 2016 zu verzeichnen. PBF trug mit T€ 2.995 (Vorjahr: T€ 2.281) zum Umsatz in Deutschland bei.
Der Inlandsanteil am Umsatz verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 von 14,2 % auf 14,0 %.
In Asien war PBF mit T€ 1.295 (Vorjahr: T€ 1.126) vertreten. SFC AG konnte in Asien deutlich auf T€ 1.804 zulegen (Vorjahr: T€ 342). Der Umsatz im Rest der Welt wuchs insbesondere aufgrund von Aufträgen mit ausländischen Streitkräften von T€ 757 auf T€ 1.816.
Bruttoergebnis vom Umsatz
Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von T€ 13.247 oder 30,1 % vom Umsatz erzielt. Dies entspricht absolut fast dem Vorjahr und ist prozentual eine Verbesserung von 2,1 %-Punkten. Im Vorjahr waren T€ 13.227 oder 28,0 % vom Umsatz zu verzeichnen gewesen. Die Verbesserung der Bruttomarge vom Umsatz ist hauptsächlich durch den niedrigeren Umsatzanteil des margenschwächeren Konzernunternehmens Simark verursacht. Die Marge in dem Segment Öl & Gas liegt auf Grund des unterschiedlichen Geschäftsmodells von Simark bei 22,8 % (Vorjahr: 22,3 %), während durch die Konzernunternehmen SFC AG und PBF eine Marge im Segment Freizeit von 29,1 % (Vorjahr: 25,6 %) und im Segment Sicherheit & Industrie von 36,9 % (Vorjahr: 36,8 %) erzielt wurde.
Für die einzelnen Segmente stellt sich das Bruttoergebnis vom Umsatz im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
scroll
| BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ | in T€ | in % | ||
|---|---|---|---|---|
| Segment | 2016 | 2015 | Veränderung | Veränderung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Öl & Gas | 4.406 | 5.805 | -1.399 | -24,1 |
| Sicherheit & Industrie | 7.779 | 6.457 | 1.322 | 20,5 |
| Freizeit | 1.062 | 965 | 97 | 10,0 |
| Gesamt | 13.247 | 13.227 | 20 | 0,1 |
Auf Grund der Marktbedingungen in Kanada, insbesondere im ersten Halbjahr 2016, ist das Bruttoergebnis vom Umsatz im Segment Öl & Gas um T€ 1.399 gesunken.
Das Segment Sicherheit & Industrie erzielte aufgrund des starken Umsatzanstiegs ein Bruttoergebnis vom Umsatz von T€ 7.779 und lag damit über dem Vorjahreswert von T€ 6.457. Die Bruttomarge in diesem Segment erhöhte sich aufgrund des Produktmixes leicht von 36,8 % auf 36,9 %.
Im Segment Freizeit ist die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 % angestiegen. Ursächlich hierfür war eine niedrigere Gemeinkostenumlage bei SFC AG aufgrund des starken Sicherheit & Industrie Geschäftes.
Vertriebskosten
Die Vertriebskosten verringerten sich von T€ 12.499 um 27,0 % auf T€ 9.126. Der hohe Rückgang in den Vertriebskosten auf Konzernebene im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den einmaligen Effekt im Vorjahr aus dem Impairmentbedarf auf den Firmenwert PBF in Höhe von T€ 1.746 als auch auf die im Vorjahr erfasste bedingte Zahlung im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses Simark zurückzuführen.
Konzernweit sind die Vertriebskosten im Verhältnis zum Umsatz damit von 26,4 % auf 20,7 % zurückgegangen.
Für das Konzernunternehmen SFC AG war mit T€ 3.548 eine Reduktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit T€ 3.884 zu verzeichnen.
Für Simark fielen inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation Vertriebskosten in Höhe von T€ 4.275 (Vorjahr einschließlich anteiliger Barkomponente: T€ 5.880) an.
Die Vertriebskosten für PBF stiegen leicht auf T€ 1.001 (Vorjahr: T€ 988).
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten verringerten sich im Geschäftsjahr 2016 von T€ 5.806 um T€ 1.658 auf T€ 4.148. Ursächlich für die Änderung der Forschungs- und Entwicklungskosten ist der einmalige Effekt aus den anteiligen Wertminderungsaufwendungen auf den Firmenwert von PBF in Höhe von T€ 1.747 aus dem Geschäftsjahr 2015.
Für SFC AG waren annähernd konstante Kosten von T€ 1.058 (Vorjahr: T€ 1.076) zu verzeichnen. Darin enthalten sind Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 121 (Vorjahr: T€ 0).
Die Forschungs- und Entwicklungskosten für PBF beliefen sich auf T€ 2.902 und waren damit über Vorjahresniveau (T€ 2.762). Höhere Kosten für Beratung und Personal haben im Wesentlichen zum Anstieg der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen bei PBF im Geschäftsjahr 2016 beigetragen.
Simark ist mit T€ 188 (Vorjahr: T€ 221) in den Forschungs- und Entwicklungskosten enthalten.
Allgemeine Verwaltungskosten
Die Allgemeinen Verwaltungskosten verringerten sich 2016 von T€ 5.546 um 12,0 % auf T€ 4.883. Damit wurde für den Konzern eine Quote von 11,1 % im Verhältnis zum Umsatz erreicht, während im Vorjahr noch 11,7 % zu verzeichnen waren. Hauptursächlich für den Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten waren die geringeren Personalkosten bei Simark und SFC AG.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 96 (Vorjahr: T€ 141) beinhalten mit T€ 58 Erträge aus Kursdifferenzen und mit T€ 3 Erträge aus Anlagenverkäufen. Beide Erträge sind im Zusammenhang mit der Schließung der SFC Energy Inc. entstanden. Im Vorjahr waren T€ 112 Erträge aus Kursdifferenzen ausgewiesen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf T€ 83 (Vorjahr: T€ 161). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2016 enthalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen (T€ 38) sowie Buchverluste aus Anlagenabgängen (T€ 1). Beide Aufwendungen sind im Zusammenhang mit der Schließung der SFC Energy Inc. entstanden.
Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)
Das EBITDA erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von minus T€ 4.650 auf minus T€ 2.508. Das EBITDA in Relation zum Umsatz veränderte sich von minus 9,8 % auf minus 5,7 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug minus T€ 2.658 (Vorjahr: minus T€ 2.978) oder minus 6,0 % (Vorjahr: minus 6,3 %) im Verhältnis zum Umsatz.
Betriebsergebnis (EBIT)
Das EBIT des Konzerns verbesserte sich 2016 signifikant von minus T€ 10.645 auf minus T€ 4.898. Das EBIT in Relation zum Umsatz verbesserte sich von minus 22,5 % auf minus 11,1 %. Das um die oben erwähnten Sondereffekte bereinigte EBIT betrug minus T€ 4.112 (Vorjahr: minus T€ 4.392) oder minus 9,3 % (Vorjahr: minus 9,3 %) im Verhältnis vom Umsatz.
Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen und ähnliche Erträge sanken hauptsächlich durch den niedrigeren Zahlungsmittelbestand von T€ 4 auf T€ 0.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 687 (Vorjahr: T€ 318) beinhalten Zinsen an Kreditinstitute und Investoren sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen.
Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis in Höhe von T€ 211 (Vorjahr: T€ 0) resultiert aus der Abwicklung und Entkonsolidierung der SFC Energy Inc. zum 16. Dezember 2016. Wesentlich hierfür sind Währungseffekte, die bisher ergebnisneutral im sonstigen Eigenkapital erfasst waren.
Konzernjahresergebnis
Das Konzernjahresergebnis veränderte sich im Geschäftsjahr 2016 auf minus T€ 4.993 nach minus T€ 10.669 im Vorjahr. Darin sind im Geschäftsjahr 2016 die oben angeführten Sondereffekte von in Summe T€ 786 (Vorjahr: T€ 6.253) enthalten.
Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS unverwässert und (verwässert) verbesserte sich auf Grund der Entwicklung des Konzernjahresergebnisses von minus € 1,24 (minus € 1,24) auf minus € 0,58 (minus € 0,58).
Auftragseingang und Auftragsbestand
Während im Geschäftsjahr 2015 Auftragseingänge von T€ 48.442 erfolgt sind, konnten in 2016 T€ 49.147 verzeichnet werden.
Demzufolge verbesserte sich der Auftragsbestand im Konzern zum 31. Dezember 2016 auf T€ 16.852 (Vorjahr: T€ 11.759). Davon entfielen auf SFC AG T€ 2.359 (Vorjahr: T€ 2.897) und auf PBF T€ 11.355 (Vorjahr: T€ 6.325). Simark ist in dieser Zahl mit T€ 3.138 (Vorjahr: T€ 2.537) enthalten.
Finanzlage
Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.
Kapitalstruktur
Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007, der Barkapitalerhöhung im November 2014, der Wandelschuldverschreibungen in den Jahren 2015 und 2016, der Kapitalerhöhung 2016, der Aufnahme eines besicherten Darlehens und der Optionsschuldverschreibung im Jahr 2016 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert.
Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Investoren.
Im Dezember 2015 gab SFC eine Tranche (T€ 1.650) einer Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennwert von T€ 5.000 mit einem Abschlag von 10 % aus. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden T€ 1.485 eingeworben. Der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Instruments wurde in seine Eigenkapital- und Schuldkomponente aufgeteilt. Den Komponenten wurden Transaktionskosten gemäß dem Anteil der beizulegenden Zeitwerte jeder Komponente zugeordnet. Zusätzlich wurde im Januar 2016 im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von T€ 550 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 495. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von T€ 1.100 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von T€ 990.
Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 12. August 2016 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 436.045 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien von derzeit € 8.611.204 auf dann € 9.047.249 erhöht. Die neuen Aktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2016 wurden dabei bei einem bereits bestehenden institutionellen Großinvestor und einem Privatinvestor zu einem Preis von € 3,44 je Aktie platziert. Aus der Kapitalerhöhung ist SFC ein Emissionserlös in Höhe von T€ 1.475 zugeflossen.
Des Weiteren hat SFC am 18. Oktober 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein besichertes Darlehen über T€ 1.998 (Laufzeit bis 17. Dezember 2018 mit Verzinsung von 13 %) und auf Grundlage der von der Hauptversammlung der SFC AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Optionsschuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der SFC mittels einer Privatplatzierung an einen Privatinvestor und Darlehensgeber aus Singapur ausgereicht. Die Schuldverschreibung wird dabei mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2021 mit 4,0 % verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Darüber hinaus bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der SFC ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779 mit einer Laufzeit bis 19. Oktober 2026. Aus dem Darlehen und der Optionsschuldverschreibung sind der SFC ein Bruttoemissionserlös in Höhe von T€ 2.000 zugeflossen. Für das Darlehen wurden bei der SFC AG IP-Rechte (Patente, Marken, Domains) mit einem Restbuchwert in Höhe von € 787, Anlagevermögen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 95.581 und Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 3.491.600 als Sicherheit übereignet.
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum 31. Dezember 2016 T€ 1.756 (Vorjahr: T€ 3.277).
Die gesamten kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum 31. Dezember 2016 auf T€ 4.317 (Vorjahr: T€ 4.217).
Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft Simark wurden mit zwei kreditfinanzierenden Banken umfangreiche Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) in Abhängigkeit diverser Kennzahlen von Simark und Rückzahlungsklauseln bei Nichteinhaltung vereinbart. Folgende Covenants und Schwellenwerte wurden für Simark zum 31. Dezember 2016 vereinbart:
| ― | Working Capital Ratio (WCR) (Beide Banken): Kurzfristige Vermögenswerte/Kurzfristige Schulden: >1,20 |
| ― | Debt Service Coverage Ratio (DSCR): EBITDA/Schuldendienst:>1,20 |
| ― | Funded Debt to EBITDA Ratio (FDER): Zinstragende Verbindlichkeiten/EBITDA: <2,50 |
Der Schwellenwert für FDER wurde zum 31. Dezember 2016 überschritten. In Gesprächen mit der Bank wurde ein sogenannter Waiver erreicht, so dass die Nichteinhaltung des Covenants als geheilt angesehen werden kann. Die SFC AG hat gegenüber beiden Banken eine Rangrücktrittserklärung in Höhe des Gesellschafterdarlehens von TCAD 2.637 abgegeben.
Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft PBF wurde mit der kreditfinanzierenden Bank eine Financial Covenant (Kreditvereinbarungsklausel) vereinbart. Die Kreditvereinbarung sieht die Einhaltung der folgenden Klausel vor:
| ― | Eigenkapitalquote von 30 %: Garantiekapital/Gesamtkapital |
Zum 31. Dezember 2016 wurde die Eigenkapitalquote von 30 % unterschritten. Die kreditfinanzierende Bank hat gegenwärtig nicht von ihrem eingeräumten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und schriftlich mitgeteilt, dass sie nicht davon Gebrauch machen wird. PBF führt gegenwärtig weitere Gespräche mit der Bank, um eine vertragliche Anpassung zu erzielen. SFC geht davon aus, dass eine Einigung erzielt werden kann. Darüber hinaus hat die SFC AG gegenüber der Bank eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von T€ 2.350 eines bereits bestehenden Gesellschafterdarlehens abgegeben.
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme des Konzerns zu den jeweiligen Stichtagen:
EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNS in €
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 13.338.672 | 16.557.810 |
| als % vom Gesamtkapital | 39,5 % | 46,1 % |
| Langfristige Schulden* | 7.118.901 | 4.088.175 |
| Kurzfristige Schulden* | 13.335.382 | 15.243.272 |
| Fremdkapital | 20.454.283 | 19.331.447 |
| als % vom Gesamtkapital | 60,5 % | 53,9 % |
| Gesamtkapital | 33.792.955 | 35.889.257 |
* Vorjahr angepasst, siehe Konzernanhang (24)
Die Kapitalstruktur im Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2016 auf Grund des negativen Konzernperiodenergebnisses sowie der ausgegebenen Fremdkapitalinstrumente verschlechtert. Der Konzern weist damit noch eine Eigenkapitalquote von 39,5 % (Vorjahr: 46,1 %) aus.
Das Anlagevermögen (ohne latente Steuern) ist weiterhin über das Eigenkapital finanziert, die kurzfristigen Vermögenswerte decken die kurzfristigen Schulden.
Investitionen
Die Investitionen nach Segmenten stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in € 2016 | |
|---|---|
| Sicherheit & Industrie | 732.448 |
| Freizeit | 170.858 |
| Öl & Gas | 16.937 |
| Summe | 920.243 |
Im Geschäftsjahr 2016 wurden T€ 435 (Vorjahr: T€ 994) für die Weiterentwicklung der Produkte aktiviert. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen für Software, Maschinen und Betriebsausstattung vorgenommen.
Insgesamt beliefen sich die Investitionen 2016 auf T€ 920 (Vorjahr: T€ 1.349). Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln bzw. im Rahmen der bestehenden Kreditvereinbarungen vorgenommen.
In geringem Umfang wurden bei Simark Finanzierungsleasingverträge abgeschlossen.
Liquidität
Im Geschäftsjahr 2016 war ein Mittelabfluss von Finanzmitteln in Höhe von T€ 1.522 zu verzeichnen, im Geschäftsjahr 2015 flossen Mittel in Höhe von T€ 2.849 ab. Eine wesentliche Ursache für den Mittelabfluss in den beiden Geschäftsjahren war jeweils der negative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit.
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2016 reduzierten sich demzufolge auf T€ 1.756 (Ende Dezember 2015: T€ 3.277). Zudem waren Zahlungsmittel in Höhe von T€ 285 (Vorjahr: T€ 285) zu Gunsten eines Vermieters gesperrt. Eine im Vorjahr bestehende Sperre in Höhe von T€ 150 zugunsten eines Lieferanten besteht nicht mehr.
Zum Bilanzstichtag bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 4.317 (Vorjahr: T€ 4.217). Aufgrund von IAS 1.74 wurde der langfristige Anteil des Darlehens an die Simark Controls Ltd. in Höhe von € 1.907.638 (Vorjahr € 2.202.797) ebenfalls unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, weil zum 31. Dezember 2016 eine Kreditvereinbarungsklausel nicht erreicht wurde. Nach dem Bilanzstichtag hat die entsprechende Bank in einem sogenannten Waiver zugesagt, dass sie aufgrund dieser Nichteinhaltung das Darlehen bis zum 1. Januar 2018 nicht fällig stellen wird, sofern die vertraglich vereinbarten Zahlungen durch Simark Controls Ltd. geleistet werden. SFC geht von einer Tilgung entsprechend der vereinbarten Laufzeit aus. Die korrespondierende Vorjahresangabe wurde gemäß IAS 8.41 angepasst (Umgliederung von lang- in kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten), weil im Vorjahr Kreditvereinbarungsklauseln nicht erreicht wurden und ebenfalls ein entsprechender Waiver nach dem Bilanzstichtag erteilt wurde.
Zum Stichtag bestehen Kreditlinien, die wie folgt in Anspruch genommen sind:
scroll
| Simark: | Kreditlinie TCAD 3.500, | davon ausgeübt: TCAD 1.295 |
| PBF: | Kreditlinie T€ 750, | davon ausgeübt: T€ 375 |
| PBF: | Kreditlinie T€ 500, | davon ausgeübt: T€ 444 |
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Aus betrieblicher Tätigkeit war im Geschäftsjahr 2016 ein Abfluss von T€ 5.231 zu verzeichnen, im Vorjahr betrug der Mittelabfluss T€ 1.864.
Ursache für den Abfluss in 2016 sind das negative Ergebnis und der daraus resultierende negative operative Cashflow vor Working-Capital-Veränderung in Höhe von T€ 1.658 während im Vorjahr hier ein negativer Cashflow in Höhe von T€ 4.276 erzielt wurde. Daneben sind im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen Working-Capital-Veränderungen ursächlich für den negativen operativen Cashflow.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 920 (Vorjahr: T€ 1.483) ab. Im Wesentlichen ist die Verringerung auf den Rückgang der Investitionen in aktivierbare immaterielle Vermögenswerte aus Entwicklungsprojekten von T€ 994 im Vorjahr auf T€ 435 in 2016 zurückzuführen.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Aus der Finanzierungstätigkeit flossen 2016 insgesamt Mittel in Höhe von T€ 4.274 zu, im Vorjahr war ein Mittelzufluss in Höhe von T€ 498 zu verzeichnen gewesen. Der Mittelzufluss in 2016 wurde im Wesentlichen durch drei Kapitalmaßnahmen versursacht. Zum einen sind liquide Mittel aus der zweiten und dritten Tranche im Rahmen der Platzierung der Wandelschuldverschreibung in Höhe von T€ 1.485 (Vorjahr: T€ 1.485) zugeflossen, zum anderen erfolgte ein weiterer Zufluss aus dem Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 1.475. Im Oktober 2016 sind liquide Mittel aus einem besicherten Darlehen und einer Optionsschuldverschreibung in Höhe von insgesamt T€ 2.000 zugeflossen.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016 hat sich mit T€ 33.793 gegenüber dem 31. Dezember 2015 (T€ 35.889) um 5,8 % vermindert.
Die Eigenkapitalquote verringerte sich auf Grund des Periodenverlustes im Geschäftsjahr 2016 und der durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen auf 39,5 % (Vorjahr: 46,1 %).
Die Vorräte, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen aus Percentage-of-Completion sind um T€ 699 oder 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich durch erhöhte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der hohen Umsatzerlöse zum Geschäftsjahresende, gestiegen.
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen den Geschäfts- oder Firmenwert von Simark in Höhe von T€ 7.378 (Vorjahr: T€ 6.894) sowie PBF in Höhe von T€ 1.179 (Vorjahr: T€ 1.179), andere immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark in Höhe von T€ 487 (Vorjahr: T€ 1.362) und PBF in Höhe von T€ 702 (Vorjahr: T€ 1.083) sowie aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 1.737 (Vorjahr: T€ 1.757). Die Reduzierung der anderen immateriellen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Erwerb von Simark und PBF ist auf die planmäßige Abschreibung der Kundenbeziehungen und der Technologie zurückzuführen. Bei den aktivierten Entwicklungskosten wurden im Geschäftsjahr 2016 T€ 435 (Vorjahr: T€ 994) aktiviert sowie T€ 455 (Vorjahr: T€ 376) abgeschrieben.
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich von T€ 14.736 auf T€ 13.737. Der Anteil des langfristigen Vermögens am Gesamtvermögen ging folglich von 41,1 % auf 40,7 % zurück.
Die Schulden sind von T€ 19.331 um 5,8 % auf T€ 20.454 gestiegen.
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden am Gesamtkapital auf 60,5 % (Vorjahr: 53,9 %). Hierbei stiegen die langfristigen Schulden vor allem aufgrund der Aufnahme von einem langfristigen Darlehen bei einem Investor während sich die kurzfristigen Schulden aufgrund eines Rückgangs der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenläufig entwickelt haben.
Durch das negative Ergebnis nach Steuern im laufenden Geschäftsjahr verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2016 auf T€ 13.339 im Vergleich zum 31. Dezember 2015 (Vorjahr: T€ 16.558).
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Der Vorstand legt großen Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns. Die finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 wurden oben bereits dargestellt.
Von den nichtfinanziellen Kennzahlen und Leistungsindikatoren zieht der Vorstand für die Unternehmensführung in erster Linie die folgenden regelmäßig erhobenen mitarbeiterbasierten Größen bzw. Nachhaltigkeitskennzahlen heran:
| ― | Qualitätskennzahlen, -bewertungen und Ausschussquoten |
| ― | Anzahl der Beschäftigten und Mitarbeiterentwicklung |
Die Lieferantenqualität war mit einer Quote von über 4,5 % fehlerhaften Lieferungen leicht schlechter als im Vorjahr. Die mittlere Betriebsdauer bis zum Ausfall (Mean Time To Failure) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % verringert. Nach der starken Verbesserung um 59,0 % im Vorjahr ist dies allerdings immer noch ein relativ guter Wert.
Nachhaltigkeit ist eine wesentliche Grundlage für den langfristigen Geschäftserfolg des Konzerns. Der SFC Konzern strebt eine möglichst hohe ökologische Effizienz aller Aktivitäten an. Dieser Aspekt steht sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei den Produktionsprozessen im Mittelpunkt. Darüber hinaus nimmt der SFC Konzern seine soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern wahr.
Für eine möglichst umweltschonende Produktion arbeitet der Konzern daran, den Ressourceneinsatz kontinuierlich zu optimieren. Häufig wirken sich diese Maßnahmen auch kostensenkend aus.
Voraussetzung für ein möglichst nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften ist höchste Qualität. Neben einer langen Lebensdauer stellt sie einen möglichst geringen Ausschuss im Produktionsprozess sicher. Die SFC AG, Simark und PBF sind nach ISO 9001 zertifiziert. Die SFC AG und PBF haben darüber hinaus ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 zertifiziert. Simarks Umweltmanagement ist nach COR zertifiziert.
Der Vorstand wird laufend über Lieferantenqualität und Produktqualität informiert.
Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung bietet SFC seinen Mitarbeitern ein motivierendes und sozial ausgewogenes Arbeitsumfeld. SFC legt Wert auf zufriedene Mitarbeiter, um eine langfristige Bindung an das Unternehmen zu erreichen. Mitarbeiter werden bei SFC individuell gefördert. Neben fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen werden hierzu auch fachübergreifende Fortbildungen wie Projektmanagement, Teamseminare, Software-Schulungen oder Fremdsprachenkurse angeboten. Zudem beteiligt SFC die Mitarbeiter über einen variablen Anteil angemessen am Unternehmenserfolg.
Mitarbeiter zum Jahresende
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 stellt sich wie folgt dar:
MITARBEITER
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Vorstand | 3 | 3 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 45 | 49 | -4 |
| Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement | 86 | 89 | -3 |
| Vertrieb & Marketing | 68 | 69 | -1 |
| Verwaltung | 26 | 25 | 1 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 228 | 235 | -7 |
Der Konzern hat zum 31. Dezember 2016 insgesamt 11 (Vorjahr: 8) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2016 lag für SFC AG mit 71 (Vorjahr: 77) unter dem Vorjahresniveau.
Bei PBF erhöhte sich die Mitarbeiterzahl von 92 auf 98.
Bei Simark waren zum Bilanzstichtag mit 59 Mitarbeitern weniger Mitarbeiter als im Vorjahr (66) beschäftigt.
Zusammenfassung zu Geschäftsverlauf und Lage
Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag, insbesondere auf Grund der durchgeführten Kapital- und Finanzierungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung weiterer zukünftiger Kapitalzuführungen über eine stabile Vermögenslage verfügt. Bei einer auftretenden negativen Entwicklung der Ertragslage in Abweichung von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen und einer damit einhergehenden Verschlechterung der Finanzlage könnte sich das Gesamtbild jedoch negativ verändern.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Vergütungssystem des Vorstandes
Nach dem Aktiengesetz ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.
Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2016 waren die Ziele jeweils mit 1/3 von der Budgetzielerreichung Konzernumsatz (basierend auf dem budgetierten Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro), Bruttomarge bereinigt und EBITDA bereinigt abhängig.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ab Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014 - 2016, SAR-Programm 2015 - 2018) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014 - 2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Weitere Informationen zum SAR-Programm 2014 - 2016 finden Sie unter der Überschrift "Aktienoptionsprogramme" auf Seite 48 des Geschäftsberichts.
Des Weiteren erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft den Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 % des Schadens bzw. des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vorsieht.
Vorstandsvergütung im Jahr 2016
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf insgesamt € 784.209. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2016 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das SAR Programm, sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2016 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2016 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2015 zurückgestellten Beträge.
Der Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder in individualisierter Form erfolgt auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. In Tabelle 1 werden die im Geschäftsjahr 2016 gewährten Zuwendungen, in Tabelle 2 die ausgezahlten Zuflüsse ausgewiesen. Da keine Höchstbeträge für die Vergütung im Rahmen des SARP vorgesehen sind, werden abweichend vom Deutschen Corporate Governance Kodex keine Maximalbeträge für die Vergütung ausgewiesen.
TABELLE 1 - VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2016 (ZUWENDUNGSBETRACHTUNG*) in €
scroll
| Dr. Peter Podesser | Hans Pol | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand (CSO) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 1.11.2006 | seit 1.1.2014 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2015 | 2016 | 2016 (Min) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 350.000 | 350.000 | 350.000 | 172.500 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 23.722 | 23.312 | 23.312 | 19.411 | 17.846 | 17.846 |
| Summe | 373.722 | 373.312 | 373.312 | 191.911 | 197.846 | 197.846 |
| Einjährige variable Vergütung | 56.946 | 0 | 0 | 8.029 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 209.956 | 0 | 0 |
| LTIP 2011 - 2013 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2012 - 2014 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2013 - 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SARP 2014 - 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SARP 2015 - 2018 | 0 | 0 | 0 | 209.956 | 0 | 0 |
| Summe | 430.668 | 373.312 | 373.312 | 409.896 | 197.846 | 197.846 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 430.668 | 373.312 | 373.312 | 409.896 | 197.846 | 197.846 |
scroll
| Steffen Schneider | |||
|---|---|---|---|
| Vorstand (CFO) | |||
| --- | --- | --- | --- |
| seit 1.9.2014 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | 2015 | 2016 | 2016 (Min) |
| --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 180.000 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 19.876 | 33.051 | 33.051 |
| Summe | 199.876 | 213.051 | 213.051 |
| Einjährige variable Vergütung | 5.287 | 0 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2011 - 2013 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2012 - 2014 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2013 - 2015 | 0 | 0 | 0 |
| SARP 2014 - 2016 | 0 | 0 | 0 |
| SARP 2015 - 2018 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 205.163 | 213.051 | 213.051 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 205.163 | 213.051 | 213.051 |
* Da für die variable Vergütung teilweise keine Höchstwerte vorgesehen sind, wird von einer Ausweisung des Höchstbetrages abgesehen.
TABELLE 2 - VERGÜTUNG DES VORSTANDS 2016 (ZUFLUSSBETRACHTUNG) in €
scroll
| Dr. Peter Podesser | Hans Pol | Steffen Schneider | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand (CSO) | Vorstand (CFO) | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| seit 1.11.2006 | seit 1.1.2014 | seit 1.9.2014 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zufluss | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 350.000 | 350.000 | 172.500 | 180.000 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 22.889 | 23.312 | 9.411 | 17.846 | 18.989 | 33.051 |
| Summe | 372.889 | 373.312 | 181.911 | 197.846 | 198.989 | 213.051 |
| Einjährige variable Vergütung | 144.510 | 0 | 38.029 | 0 | 16.667 | 0 |
| Mehrjährige variable Vergütung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2011 - 2013 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2012 - 2014 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| LTIP 2013 - 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SARP 2014 - 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| SARP 2015 - 2018 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 517.399 | 373.312 | 219.940 | 197.846 | 215.656 | 213.051 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 517.399 | 373.312 | 219.940 | 197.846 | 215.656 | 213.051 |
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine reine jährliche Festvergütung in Höhe von jeweils € 25.000,00, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.
Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
scroll
| GESCHÄFTSJAHR 2016 | in € |
|---|---|
| Tim van Delden, Vorsitzender | 50.000 |
| David Morgan, stellv. Vorsitzender | 37.500 |
| Hubertus Krossa, Mitglied des Aufsichtsrats | 25.000 |
| Gesamt | 112.500 |
Aktienoptionsprogramme
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat zum Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014 - 2016) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014 - 2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Herr Hans Pol hat im Rahmen der Verlängerung seines Vorstandsabstellungsvertrages eine zweite Tranche des SARP erhalten (SARP 2015 - 2018 oder TR 2).
Nach Ablauf einer festgelegten Wartezeit gewähren die virtuellen Aktienoptionen bei Ausübung ein Recht auf Barauszahlung in Abhängigkeit vom Aktienkurs der Aktie der SFC AG zum Zeitpunkt der Ausübung. Die Stückzahl der zuzuteilenden virtuellen Aktienoptionen ist von vornherein begrenzt und reduziert sich, wenn zu vorab festgelegten Stichtagen der Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft vereinbarte Schwellen unterschreitet. Das virtuelle Aktienoptionsprogramm hat eine Laufzeit von sieben Jahren, wobei erstmalig nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ein Teil der ausgegebenen virtuellen Aktienoptionen gegen Zahlung eines Ausübungspreises von € 1,00 je virtueller Aktienoption ausgeübt werden kann, sofern vorab die definierte Erfolgsziele erreicht worden sind.
Die Rahmenbedingungen für das SAR-Programm 2014 - 2016 und 2015 - 2018 lauten wie folgt:
RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DAS SAR-PROGRAMM 2014 - 2016 UND 2015 - 2018
scroll
| Ausgabedatum | 1. Januar 2014 (Hans Pol Tranche 1); 1. April 2014 (Dr Peter Podesser); 1. September 2014 (Steffen Schneider); 1. Juli 2015 (Hans Pol TR 2) |
| Laufzeit | 7 Jahre |
| Wartezeit | 4 Jahre (Hans Pol TR1); 4 bis 6 Jahre (Dr. Peter Podesser), 4 bis 6 Jahre (Steffen Schneider); 4 bis 6 Jahre (Hans Pol TR2) |
| Verfalldaten | 1. Januar 2015 (Hans Pol); 1. April 2015, 1. April 2016 und 1. April 2017 (Dr. Peter Podesser),1. September 2015, 1. September 2016 und 1. September 2017 (Steffen Schneider); 1. Juli 2016, 1. Juli 2017 und zum 1. Juli 2018 (Hans Pol TR2) |
| Ausübungspreis | € 1,00 |
| Erfolgsziel | Kursanstieg gegenüber Aktienkurs am Ausgabetag und bessere Entwicklung als Benchmark-Index (ÖkoDax) |
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang.
INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.
Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.
Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.
Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wurde durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet war.
Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens PBF nebst Tochtergesellschaft wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal vor Ort sowie des Mutterunternehmens sichergestellt.
Die Buchhaltung des kanadischen Tochterunternehmens Simark wird durch die Buchhaltungsabteilung in Kanada erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch entsprechend qualifiziertes Personal des Mutterunternehmens sichergestellt.
Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.
Der Vorstand der SFC AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2016 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
Risikomanagementsystem
Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt anhand des Risikoausmaßes sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Risiko-Managementsystem bildet ausschließlich die Risiken des Konzerns ab, Chancen werden nicht erfasst.
Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.
Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jedes Segment (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches Projektmanagement-Tool, für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF und Simark sind in das Risiko-Managementsystem integriert.
Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen sind.
RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN
Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das Risiko-Management eingebunden.
Die Gesellschaft und der Konzern unterliegen im Zuge ihrer operativen Geschäftstätigkeit hinsichtlich ihrer Finanzinstrumente verschiedenen Risiken. Hierunter fallen Marktrisiken, insbesondere Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Kreditrisiken. Zu den Finanzinstrumenten zählen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie vertragliche Ansprüche und Verpflichtungen über den Tausch bzw. die Übertragung finanzieller Vermögenswerte.
Originäre Finanzinstrumente sind auf der Aktivseite die flüssigen Mittel sowie Forderungen und Finanzanlagen. Darüber hinaus werden zum Stichtag die Kündigungskomponente der Wandelanleihe sowie eine Optionsschuldverschreibung als derivative Finanzinstrumente ausgewiesen. Aus Wesentlichkeitsgründen wird dazu auf die Ausführungen im Konzernanhang hingewiesen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken wahrscheinlich sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Auf der Passivseite sind den Finanzinstrumenten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie die Fremd- und Eigenkapitalkomponente für die Wandelanleihe zuzuordnen.
Ziel des Risikomanagementsystems ist die Minimierung der oben angeführten Risiken. Zu diesem Zweck werden folgende Methoden eingesetzt:
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren und nahezu konstanten Kundenkreises überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeiter nachgegangen und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurden. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC AG durch Eigentumsvorbehalte besichert.
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.
Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch Kapitalerhöhungen im Mai 2007 sowie im November 2014 und August 2016 begegnet. Zur weiteren Sicherung der Liquidität wurde im Dezember 2015 eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben. Im Januar und März 2016 wurden weitere Tranchen platziert. Des Weiteren wurde im Oktober 2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben und ein Darlehen ausgereicht. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund des Jahresfehlbetrages in 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.
In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. SFC steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsrisiko resultiert einerseits aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
Andererseits unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten sowie einem festverzinslichen Darlehen. Darüber hinaus besteht ein Zinsänderungsrisiko aufgrund eines schlechteren Kreditratings. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.
Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird.
Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.
Währungsrisiko
SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC AG und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstanden. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein.
Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo Großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte.
Derivative Finanzinstrumente wurden auch unterjährig zur Absicherung von Währungsgeschäften nicht eingesetzt.
Kreditrisiko
In den Kreditverträgen die durch Simark in Hinblick auf die Finanzierung des Unternehmenszusammenschlusses Simark und der Finanzierung des operativen kanadischen Geschäftes geschlossen wurden, sind Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) bezogen auf Simark vereinbart. Bei einer Nichteinhaltung bzw. Nichterfüllung der Covenants besteht das Risiko, dass ein Zuschlag bei der Verzinsung zu entrichten ist bzw. der entsprechende Kredit vorzeitig fällig gestellt wird. Neben der Ergebnissituation von Simark kann auch ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenant-Risiko führen.
Des Weiteren besteht das Risiko, dass das Darlehen der PBF wegen Nichterreichung von definierten Ergebnis- oder Kennzahlen aufgekündigt wird. Das neu aufgenommene Investoren Darlehen unterliegt keinen Financial Covenants. Allerdings besteht ein außerordentliches Kündigungsrecht (sogenannter Cross Default) falls andere finanzielle Verbindlichkeiten, z. B. die Wandelschuldverschreibung, der SFC AG nicht innerhalb der Fälligkeit gezahlt werden.
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN (ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB)
Das Grundkapital der SFC AG beträgt insgesamt € 9.047.249,00 und ist eingeteilt in 9.047.249 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Änderung der Anzahl der Aktien um 436.045 Stückaktien im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der erfolgten Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2016. Für weitere Informationen dazu, verweisen wir auf den Abschnitt "Ergebnis je Aktie".
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen oder Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
scroll
| AM KAPITAL BETEILIGTE | Anteil in % |
|---|---|
| Holland Private Equity B. V. (über HPE PRO Institutional Fund B. V.) * | 26,53 |
* Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts bei SFC eingegangen sind.
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Durch Hauptversammlungsbeschluss vom 14. Juni 2016 wurde das Genehmigte Kapital 2015 in § 5 Abs. 5 der Satzung aufgehoben. Der Vorstand wurde sodann ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Juni 2021 durch Ausgabe von Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 50 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals (Genehmigtes Kapital 2016) zu erhöhen.
Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung der SFC AG vom 14. Juni 2016 wurde dem Vorstand der Gesellschaft die Ermächtigung erteilt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 13. Juni 2021 auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu € 14.000.000,00 mit oder ohne Laufzeitbeschränkung zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte (auch mit Wandlungspflicht) auf neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu € 3.485.930,00 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.
Am 12. August 2016 hat der Vorstand der SFC AG die Ermächtigung der Hauptversammlung teilweise ausgeübt und mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 436.045 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien von derzeit € 8.611.204 auf € 9.047.249 erhöht.
Am 18. Oktober 2016 hat der Vorstand der SFC AG die Ermächtigung der Hauptversammlung teilweise ausgeübt und mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein besichertes Darlehen über T€ 1.998 und auf Grundlage der von der Hauptversammlung der SFC AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Optionsschuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der SFC AG mittels einer Privatplatzierung an einen Privatinvestor und Darlehensgeber aus Singapur ausgereicht. Die Schuldverschreibung wird dabei mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2021 mit 4,0 % verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Darüber hinaus bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der SFC AG ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC AG von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779.
Im Falle eines Kontrollwechsels hat der Darlehensgeber des in 2016 ausgegebenen Darlehens in Höhe von € 1.997.500 ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das Darlehen kann innerhalb von 10 Tagen fällig gestellt werden.
Die SFC AG verfügt über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 819.672,00 sowie über ein Bedingtes Kapital 2016 in Höhe von € 3.485.930,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente).
Bei der SFC AG liegen derzeit folgende Vereinbarungen mit Mitgliedern des Vorstands vor, die teilweise unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen:
Dr. Peter Podesser wurden gemäß Vorstandsanstellungsvertrag am 1. April 2014 360.000 virtuelle Aktienoptionen ("Stock Appreciation Rights"; SAR) für das SAR-Programm 2014 - 2016 mit einem Ausübungspreis pro virtueller Aktienoption von € 1,00 gewährt. Die SAR können in einem festgelegten Umfang an drei definierten Stichtagen in Abhängigkeit des Aktienkurses von SFC verfallen. Nach einer Wartezeit von vier bis sechs Jahren kann je ein Drittel des nicht verfallenen Volumens zum definierten Referenzkurs bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele ausgeübt werden. Im Falle eines Kontrollerwerbs an SFC sind die SAR, die zum Zeitpunkt der Abgabe des Übernahmeangebotes noch nicht verfallen waren, gemäß festgelegten Bandbreiten in Abhängigkeit vom Referenzkurs auszuzahlen. Der Referenzkurs entspricht dabei dem Angebotspreis im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG.
Hans Pol wurde mit Wirkung ab 1. Januar 2014 bis zum 30. Juni 2015 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014 - 2016 mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2018. Herrn Pol wurden am 1. Januar 2014 90.000 SAR gewährt. Am 24. März 2015 wurde der Vorstandsanstellungsvertrag von Hans Pol bis zum 30. Juni 2018 verlängert. Im Rahmen dessen wurden Hans Pol am 1. Juli 2015 weitere 180.000 SAR gewährt (SAR Programm 2015 - 2018).
Steffen Schneider wurde mit Wirkung ab 1. September 2014 bis zum 31. August 2017 zum Vorstand bestellt. Sein Vorstandsanstellungsvertrag enthält eine entsprechende Vereinbarung zum SAR Programm 2014 - 2016 mit einer Laufzeit bis zum 1. September 2021. Herrn Schneider wurden am 1. September 2014 180.000 SAR gewährt.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde ausgewählten Vorständen des Unternehmens ein sogenannter Transaktionsbonus gewährt. Dieser Transaktionsbonus verbriefte im Falle eine erfolgreichen öffentlichen Übernahmeangebots für die SFC AG Aktien eine Barzahlung in Abhängigkeit der Höhe des jeweiligen Übernahmeangebots. Dieser potentielle Transaktionsbonus ist im Jahr 2016 ausgelaufen. Eine vergleichbare Vereinbarung besteht nicht mehr.
RISIKOBERICHT
Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken. Soweit nachfolgend nicht einzelne Segmente benannt sind, beziehen sich die Risiken auf alle Segmente. Die Risiken zu den Konzernunternehmen Simark und PBF beziehen sich jeweils auf die Segmente Öl & Gas sowie Sicherheit & Industrie. Es ist weiter damit zu rechnen, dass die allgemeine politische Unsicherheit das Wirtschaftsklima negativ beeinflussen wird.
Marktrisiken
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
In ihrem Januarbericht sieht die Weltbank23 ein großes Risiko für die Weltwirtschaft in der politisch unsicheren Situation in den großen Wirtschaftsnationen. Der IMF24 rechnet mit einer moderaten Beschleunigung der Weltwirtschaft in den Jahren 2017 und 2018, verbindet aber ebenfalls diese Prognosen mit der Warnung vor einer großen Schwankungsbreite, weil nur schwer absehbar sei, wie sich die Politik- und Wirtschaftsmaßnahmen der neuen US-Regierung auf die globale Wirtschaft auswirken werden. Während mögliche fiskalische Stimuli und eine weniger schrittweise Normalisierung der Geldpolitik positive Effekte auslösen könnten, würden von möglichen nach innen gerichteten protektionistischen Maßnahmen negative Auswirkungen erwartet. Der IMF legt zudem seiner Prognose eine Stabilisierung der Ölpreise zugrunde, basierend auf dem Entschluss der OPEC-Mitglieder und mehrerer großer Förderländer zur Reduzierung der Fördermengen.
Für Deutschland erwartet das ifo-Institut25 für 2017 einen leichten Rückgang des Anstiegs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,5 %, wofür jedoch eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Anzahl von Arbeitstagen verantwortlich gemacht wird. 2018 soll das BIP voraussichtlich um 1,7 % wachsen. Diese Prognose verbindet das ifo-Institut jedoch mit dem Hinweis auf mehrere außerordentlich hohe Risiken. Brexit, US-Präsidentenwahl und die gescheiterte Verfassungsreform in Italien hätten die globale politische Landschaft stark verändert, mit weitreichenden und in hohem Maße ungewissen Konsequenzen für die Weltwirtschaft und Deutschland in den kommenden Jahren. Auch im Jahr 2017 wird es in wichtigen europäischen Ländern, z. B. Frankreich oder Niederlande, zu Präsidentschafts- oder Parlamentswahlen kommen.
Öl- & Gasmarkt
Nach dem schwierigen Jahr 2016 erwarten Experten eine moderate Erholung der internationalen Öl- und Gasmärkte im Jahr 2017. Weiterhin besteht das zusätzliche Risiko, dass innovative Technologien erst mit einer gewissen Verzögerung Eingang in diese Industrie finden. Das Spiel von Angebot und Nachfrage muss sich erst noch stabilisieren, wobei der OPEC-Beschluss zur Drosselung der Fördermengen den Abbau weltweiter Ölvorräte beflügeln sollte, auch wenn einige OPEC-Länder sich nicht an die angekündigten Förderbeschränkungen halten. Das sollte im Jahr 2017 den Ölpreis stützen, es bleibt jedoch abzuwarten, wie Länder wie die USA oder Kanada darauf mit einer Verstärkung ihrer Bohraktivität reagieren können. Positive Folgen könnten aus den Anpassungen der Ölproduzenten entstehen, die in der Krise gelernt haben, ihre Betriebskosten und Investitionen in einem Niedrigpreisumfeld anzupassen. Dementgegen stehen massive Rohöl- und Raffinerieproduktvorräte aus der Krisenzeit, deren Abbau einige Zeit dauern wird, selbst wenn die Nachfrage das Angebot übersteigen sollte. Auch rechnen die Branchenexperten damit, dass neue kapitalintensive Großprojekte erst wieder in absehbarer Zeit gestartet werden, wenn das Vertrauen in eine stabilere Marktsituation wiederhergestellt ist. Hingegen wird der Markt jetzt offen für Investitionen in Produktionsoptimierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen.
23 World Bank Group, "Global Economic Prospects", 10. Januar 2017, S.19
24 International Monetary Fund IMF, "World Economic Outlook Update", Januar 2017
25 ifo Konjunkturprognose 2016-2018, 16. Dezember 2016
Eine wichtige Rolle kommt in diesem Zusammenhang insbesondere umweltfreundlichen Technologien wie den Brennstoffzellenlösungen von SFC Energy zu, da sowohl gesetzliche Vorgaben als auch öffentlicher Druck das Umweltbewusstsein in der Öl- und Gasbranche extrem befördern.
Sicherheit- und Industriemarkt
Brennstoffzellen:
Es wird weiterhin erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch spielt auch hier die Abhängigkeit vieler Industriebereiche von der Gesamtwirtschaftslage, von öffentlichen Haushalten und staatlichen Konjunkturprogrammen eine wichtige Rolle.
Leistungselektronik und Schaltnetzteile:
Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, deshalb werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. Risiken sind in dem nach wie vor schwer einschätzbaren Orderverhalten internationaler Großkunden zu sehen.
Verteidigung & Sicherheit:
Insgesamt gehen die Experten davon aus, dass weltweit die Verteidigungsausgaben unter dem Einfluss der jüngsten Terrorangriffe und der Krisenherde im Nahen Osten weiter ansteigen werden, insbesondere im Bereich Innovation, Modernisierung und Effizienzsteigerung. Insbesondere in der Überwachungs- und Sicherheitsindustrie sowie im Verteidigungsbereich steigt die Nachfrage nach zuverlässigen netzfernen Stromversorgungslösungen, wie sie SFC Energy bietet, sichtbar an. Dies könnte sich für SFC sowohl im Bereich der Entwicklungsprogramme mit Verteidigungspartnern als auch für das Segment der kommerziellen Aufträge positiv auswirken. Jedoch kann es auf Grund von neuen Prioritäten in den öffentlichen Haushalten zu Verzögerungen kommen. Projekte können komplett eingestellt oder erst gar nicht beauftragt werden.
Freizeitmarkt
Reisemobile:
Der deutsche Caravaning-Verband (CIVD) und die European Caravaning Federation (ECF) blicken sehr optimistisch in die Zukunft. Der Trend zum Reisemobil ist stärker denn je. Er wird gestützt von einem steigenden Bedürfnis nach Unabhängigkeit von vollen Campingplätzen. Ebenso spielen die niedrigen Zinssätze eine Rolle, da für viele Menschen im Rentenalter der "Invest" in ein Freizeitfahrzeug jetzt wesentlich mehr auszahlt, als viele andere Investitionen. Jedoch wird angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unabwägbarkeiten die Investitionsbereitschaft der Verbraucher von den Wirtschaftsinstituten nach wie vor als zurückhaltend eingeschätzt und ist insbesondere in diesem Markt schwer abschätzbar, mit entsprechendem Risiko für die Verkäufe von EFOY Brennstoffzellen.
Marine:
Alle Indikatoren sprechen dafür, dass sich die positive Entwicklung der Boots- und Wassersportbranche im kommenden Jahr national und international fortsetzen wird. Allerdings kann man auch davon ausgehen, dass sich die maritime Konjunktur in wichtigen europäischen Märkten weniger dynamisch entwickeln wird als im Binnenland. Die in weiten Teilen nicht bewältigte Staatsschuldenkrise im Mittelmeerraum setzt einer konjunkturellen Erholung enge Grenzen. Die politisch instabile Situation im Nahen Osten birgt weitere Risiken. Wichtigste Grundlage für eine stabile maritime Konjunktur sind die vorhandenen Boots- und Wassersportler, die ihrer Freizeitaktivität in aller Regel sehr eng verbunden sind und demzufolge ihrem Hobby über sehr lange Zeiträume treu bleiben. Dieses im Durchschnitt älter werdende Kaufpublikum sorgt auch in den kommenden Jahren für eine stabile bis steigende Nachfrage nach Ausrüstung, Zubehör und Dienstleistungen. Allerdings ist das Ende dieser komfortablen Situation absehbar und verlangt daher von der Branche zusätzliche und dauerhafte Bemühungen, um neue Käuferschichten für den maritimen Markt zu gewinnen.
Technologische Risiken
Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung weiter zu senken. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen innovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.
Nicht alle im Konzern hergestellten Produkte unterliegen einem Patentschutz. Demzufolge besteht das generelle Risiko, dass Wettbewerber mit Eigenentwicklungen in Konkurrenz treten. Durch Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess und faktischen Schutz in Form des im Konzern befindlichen Know-hows werden solche Risiken abgemildert.
Patentrechtliche Risiken
Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (aktuell: 18 Patentfamilien erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass zur Verteidigung der Patente Rechtskosten entstehen können. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen.
SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. und der SFC AG an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen. Dieser Vereinbarung liegen Mindeststückzahlen für den Verkauf von Brennstoffzellen zugrunde. Der Vertrag wurde im Januar 2014 dergestalt angepasst, dass sich Mindeststückzahlen und das damit verbundene Risiko von Zahlungen deutlich reduziert haben. Im Zuge der Abwicklung der SFC Energy Inc. wurde die Lizenz in 2016 an die SFC AG übertragen.
Wettbewerb
Derzeit besitzt SFC AG eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft und den Vermarktungsvorsprung im Bereich Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Syteme (DMFC-Systeme). Dieser Vorsprung wird u.a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen und nicht beauftragt zu werden.
Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang Lieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Markt für Verteidigung & Sicherheit zu verzeichnen. Auch in den Märkten Freizeit und Industrie gibt es Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Infolgedessen bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC AG führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC AG durch eine auf Standardprodukte und Systemlösungen fokussierte Produktentwicklung entgegen.
Bei PBF Produkten unterliegt der Konzern den üblichen Risiken des Wettbewerbs. Durch kundenspezifische "Design-in" Konzepte tritt man diesen Risiken gezielt entgegen und baut somit Wettbewerbsbarrieren auf.
Im Bereich von Simark unterliegt der Vertrieb der Produkte den üblichen Risiken des Wettbewerbs in einer reifen Abnehmerindustrie. Intensive Pflege der langfristig etablierten Kundenbeziehungen, eine klare Schwerpunktsetzung im Bereich Service und die Fokussierung auf Produkt- und Systemintegration führen zu Wettbewerbsvorteilen und damit Risikominimierung.
Produktrisiken
Produktrisiken, wie beispielsweise Haftungsansprüchen aufgrund von Produktmängeln, werden wir durch die hohe Qualität unserer Produkte sowie unserer Dienstleistungen gerecht. Gleichwohl kann letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass Fehler oder Defekte - auch verursacht durch Zulieferer, die Qualitätsvorgaben nicht erfüllen - bei unseren Produkten auftreten, die zu Kosten, allgemeinen Beeinträchtigungen oder einem Imageschaden führen. Schadensersatz-, Minderungs- oder Rückabwicklungsansprüche von Kunden oder Geschäftspartnern können in diesem Zusammenhang nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, zumal der Konzern die Produkte auch selbst in den Markt bringt und vertreibt. Bei Großprojekten im Segment Sicherheit & Industrie besteht zudem das Risiko, diese Projekte nicht innerhalb des geplanten Zeitraums mit der entsprechenden Qualität abzuschließen, was Auswirkungen auf Folgebeauftragungen haben könnte.
Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken
SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung seiner Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten. Dies kann zu Folgeschäden bei unseren Kunden führen, wenn SFC nicht rechtzeitig liefern kann. Des Weiteren besteht das Risiko aus nicht ausgeschöpften Rahmenverträgen in Anspruch genommen zu werden.
In Erwartung eines Großauftrages aus dem Verteidigungsbereich ist SFC in Vorleistung getreten und hat sich einen Großteil des erwarteten Auftragsvolumens zum 31. Dezember 2015 auf Lager gelegt. Auch im Jahr 2016 wurde kein Auftrag erteilt. Bei einer Nichtbeauftragung besteht das Risiko, dass die teilweise wert berichtigten Vorräte in Höhe von rund € 1,4 Millionen nur in geringeren Umfang an andere Kunden veräußert werden können.
Simark erzielte 2016 rund 59,0 % seines Umsatzes (Vorjahr: 67,0 %) mit den Produkten von zwei Zulieferern. Infolgedessen hängt das Ergebnis von Simark maßgeblich von der Stabilität dieser Lieferantenbeziehungen ab.
Rohstoffpreisrisiken
In einer wesentlichen Komponente der Brennstoffzelle wird Platin und in geringem Umfang auch Ruthenium als Katalysator eingesetzt. Um für den mittelfristigen Bedarfs der Edelmetalle Kalkulationssicherheit sicherzustellen, werden Platin und Ruthenium bei Unterschreiten gewisser Mindestmengen und in Abhängigkeit der Markteinschätzungen zur Preisentwicklung zum Tageskurs beim Lieferanten der Komponente gekauft und auf einem separaten Konto verwaltet. Daneben werden die Edelmetalle aus der Komponente von recycelten Brennstoffzellensystemen ebenfalls auf diesem Konto gutgeschrieben. Bei Lieferung der Komponente werden die entsprechenden Mengen an Platin und Ruthenium von diesem Konto verwendet. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar.
Bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC werden die Edelmetalle in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen, wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 42.
Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können. Bei einer Volatilität des Platinpreises von 5 % beträgt die Auswirkung auf den Aufwand rund T€ 15 p.a.
Währungskursrisiken
SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen.
Ferner erzielen SFC AG und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, denen bisher insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in den USA gegenüberstanden. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Transaktionen ein Fremdwährungsrisiko.
Grundsätzlich können bei volatilen Preisentwicklungen von US-Dollar und kanadischem Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.
Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2016 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € 271.829 (Vorjahr: € 263.165) und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € - 271.829 (Vorjahr: € - 263.165) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der Simark Controls Ltd. zum 31. Dezember 2016 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € - 867.594 (Vorjahr: € - 904.303) und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € 867.594 (Vorjahr: € 904.303) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte.
Bei einer Änderung des Wechselkurses des kanadischen Dollar im Vergleich zu den Annahmen in der Unternehmensplanung von 5 % hat dies eine Auswirkung von rund 2 % auf den Konzernumsatz und rund 1 % auf das bereinigte Konzern-EBITDA.
Finanz- und Liquiditätsrisiken
Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 und der Barkapitalerhöhung im November 2014 und August 2016 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Weitere Liquiditätsmaßnahmen für laufende und zukünftige Investitionen waren die Begebung der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015, die zweite und dritte Tranche im Januar und März 2016, sowie die Ausgabe einer Optionsschuldverschreibung und das ausgereichte Darlehen im Oktober 2016.
Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z.B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt. Wegen des Geschäftsergebnisses 2016 hat sich der Finanzmittelbestand verringert.
Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Industriekunden, Sicherheitsbehörden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2016 keine erwähnenswerten Zahlungsausfälle zu verzeichnen, die nicht durch Wertberichtigungen abgesichert waren. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag bei SFC AG Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 188 gebildet. Bei PBF wurden T€ 100 und bei Simark T€ 282 einzelwertberichtigt.
Weitere Liquiditätsrisiken können sich aus der Verschiebung von Großprojekten ergeben. Hier ist beispielweise die oben erwähnte Verschiebung von Großprojekten im Verteidigungsbereich auf Grund des erwarteten Umsatzvolumens zu nennen. Sollte sich durch den zukünftigen Umschlag im Vorratsbestand die erwartete Liquidität nicht zufließen, könnten sich hieraus bestandsgefährdende Risiken erwachsen.
Zinsänderungsrisiken
Das Zinsänderungsrisiko resultiert hauptsächlich aus der oben erwähnten Fremdfinanzierung von Simark, der ein variabler und risikoabhängiger Zinssatz zu Grunde liegt.
Daneben besteht ein Zinsrisiko aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
Personalwirtschaftliche Risiken
Der Konzern ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Konzerns entwickelt. Zudem besteht das Risiko, dass Schlüsselpersonal den Konzern verlässt.
Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht der Konzern, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.
In der Öl- und Gasindustrie sind spezielle Branchenkenntnisse ein wesentlicher Faktor des wirtschaftlichen Erfolgs. Durch vertragliche Vereinbarungen und monetäre Anreize soll sichergestellt werden, dass die wesentlichen Know-how-Träger bei Simark langfristig an den Konzern gebunden werden.
Informationstechnologische Risiken
Wichtige IT-Merkmale wie Datensicherung, Wiederverfügbarkeit, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden stetig vorangetrieben und weiter verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Serverlandschaft wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie Antivirenprogramme sowie Updates des Serverbetriebssystems auf den Fileservern stellen die Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC sicher. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit zwischen den Standorten Brunnthal, Almelo und Cluj intensiviert, so dass sich die IT-Teams gegenseitig unterstützen können.
Risiken im regulatorischen Umfeld
Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u.a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z.B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland beanstandet. SFC reagiert auf eventuelle Beanstandung mit Stellungnahmen. Sollten Änderungen erforderlich sein, so werden diese in der gesetzten Frist umgesetzt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z.B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an.
Ebenso besteht das Risiko, dass sich Länder wieder verstärkt abschotten und versuchen, sich mit Einfuhrzöllen vor Importen zu schützen. Dies kann zu einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit in diesen Ländern führen.
Sonstige Risiken
Eine veränderte Haushaltslage in Deutschland könnte zu Restriktionen bei der Vergabe von Fördermitteln führen.
Zusammenfassung zum Risikobericht
Nach den uns heute bekannten Informationen sind bei einer Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2017 entsprechend der verabschiedeten Unternehmensplanung keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Konzerns oder wesentlicher Konzernunternehmen gefährden könnten. Eine weitere Verschiebung bzw. Nichtbeauftragung von geplanten Großprojekten im Verteidigungsbereich könnte zu bestandsgefährdenden Risiken führen.
CHANCENBERICHT
Marktchancen
Wesentliche Chancen zur Verbesserung und Beschleunigung der zukünftigen Entwicklung des Konzerns liegen vor allem in Maßnahmen zur Umsatzsteigerung. Dabei sind vor allem Volumen- und Margensteigerung in bestehenden Märkten - insbesondere Sicherheit und Verteidigung, Öl- & Gasindustrie außerhalb der bereits bearbeiteten Märkte, regionale Ausweitung des bestehenden Geschäftes, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen sowie Auf- und Ausbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich zu erwähnen.
Öl- & Gasindustrie
Die starke Vertriebs- und Serviceorganisation von Simark in Kanada soll den Absatz von SFC Produkten in der kanadischen Öl- & Gasindustrie über Simarks direkten Marktzugang und unter weiterer Nutzung der bisherigen SFC-Partnerstruktur weiterhin beschleunigen. Der nächste logische Schritt ist die weitere regionale Ausweitung der Geschäftstätigkeit von Simark nach Ost-Kanada sowie in die USA. Die Verstärkung der internationalen Vertriebsaktivitäten für Simark Produkte im Bereich Messung und Instrumentierung stellen ein weiteres Wachstumsfeld dar. Die wiedererlangte, relative Stabilität des Ölpreises führte in den letzten Monaten des Jahres 2016 und weiter ins Jahr 2017 zu einer wesentlichen Belebung der Nachfrage. In der Krise zurückgestellte Erhaltungsinvestitionen nehmen wieder merklich zu und Kunden verhandeln und entscheiden nach der Krise wieder Neuprojekte.
Die in Kanada erworbene Anwendungs- und Produktintegrationskompetenz in dieser Industrie soll in weiterer Folge auch in die Markterschließungsaktivitäten in anderen Staaten einfließen und auch dort zu Markterfolgen und damit Wachstumsimpulsen führen.
Verteidigung & Sicherheit
SFC hat für das Geschäftsjahr 2017 eine progressivere Planung für diesen Markt im Vergleich zum Jahr 2016 vorgenommen, da sich Kernparameter, z. B. die allgemeine Sicherheitslage und erhöhte Verteidigungshaushalte in den NATO Mitgliedsländern weiter positiv entwickeln. Ebenso enthalten ist ein Verschiebungseffekt, da eine geplante Beauftragung im Jahr 2016 aufgrund technischer Unzulänglichkeiten nicht umgesetzt wurde. Sehr gute technische Testergebnisse von SFC Produkten sowie die Bestätigung des Interesses und des steigenden Bedarfes nach leichten, mobilen und schwer detektierbaren Energieversorgungssystemen von Seiten bedeutender Nutzergruppen sind wichtige Voraussetzung für eine Fortsetzung des in 2015 eingeschlagenen Wachstumskurs in diesem Markt. Nachfragebelebung in den Kernmärkten Deutschland und Israel, kombiniert mit einer regionalen Ausweitung der Aktivitäten, z.B. in weiteren NATO Staaten, wie Frankreich und Großbritannien aber auch in Ländern wie Indien oder Singapur sind wichtige Schritte auf dem Wege dorthin.
Aufgrund der diversen internationalen Krisen scheint ein Umdenken innerhalb der NATO Staaten statt zu finden, so dass es wieder zu einer wesentlichen Erhöhung der Verteidigungsbudgets kommen kann. Das Ziel der NATO Verteidigungsausgaben in Höhe von 2 % des BIP zu erreichen wird weiterhin nur von einzelnen Mitgliedern eingehalten. Der Druck von NATO Mitgliedern, die bereits mehr als 2 % des BIP ausgeben, auf die anderen Mitglieder ihre Budgets zu erhöhen, hat merklich zugenommen. Für SFC ergeben sich daraus signifikante Chancen.
Breitere Kundenbasis PBF
Die weitere Steigerung des Umsatzes mit Neukunden und Belebung des Geschäftes mit bestehenden Großkunden stellt ein beträchtliches Wachstumspotenzial für diesen Bereich des Geschäftes dar. Darüber wird die weitere Einführung einer gemeinsamen Produktentwicklungsplattform, z. B. für die Laserindustrie, die Geschwindigkeit in neuen Projekten erhöhen und die Entwicklungskosten verringern. Dies wird die Kundenattraktivität weiter erhöhen.
Verbesserter Produktmix
Der kontinuierliche Trend der letzten Jahre hin zu Produkten höherer Leistungsklassen bei Brennstoffzellensystemen, z. B. der EFOY Pro 12000, sowie zu integrierten Produktlösungen im Bereich Powermanagement stellen ein erhebliches Verbesserungspotenzial bei den zu erzielenden Bruttomargen auf Produktebene dar. Gemeinsame Entwicklung mit Kunden, sogenannte Joint Development Agreements (JDA) ermöglichen die Erschließung von neuen Leistungsbereichen und/oder Anwendungsfelder.
Sonstige Chancen
Kosten und Effizienz
Die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen, welche im Jahr 2015 gesetzt und in 2016 fortgesetzt wurden, führen 2017 und in den Folgejahren zu höherer Effizienz und verbesserter Kostenstruktur bei PBF und Simark. Eine Einhaltung der bestehenden Planung oder eine mögliche Übererfüllung können hier merklich positive Ergebniseffekte bringen.
Innovation und Weiterentwicklung
Mit dem verstärkten Absatz von Systemlösungen in allen Produktbereichen deckt SFC größere Teile der Wertschöpfungskette ab und kann damit anteilig höhere Produktumsätze pro Auftrag realisieren. Eine beschleunigte Marktdurchdringung im vollintegrierten Systemgeschäft bietet damit wesentliche Wachstumsmöglichkeiten in bereits bestehenden Geschäftsfeldern und auf Basis bestehender Kundenbeziehungen.
Neue Produkte wie die Next Generation Fuel Cell (NGFC) als auch Weiterentwicklungen auf Basis der JENNY-Plattform ermöglichen Anwendungen im Bereich Grenzschutz und Terror-Abwehr durch Polizei- und/oder Verteidigungsstreitkräften.
Integrierte Systeme zur Sicherheit der Datenübertragung und Messung, gekoppelt mit netzferner Energieversorgung auf Brennstoffzellenbasis, stellen ein erhebliches Wachstumsfeld insbesondere in der Öl- und Gasindustrie dar.
Weitere Chancen auf der Ergebnisseite liegen in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen.
Externe Bestimmungsfaktoren
Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: Aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.
Eine neue Priorisierung von Forschung & Entwicklung in Deutschland könnte zu einer Erhöhung bei der Vergabe von Fördermitteln führen. Die damit verbundene steigende Finanzierung bei Entwicklungsprojekten von SFC würde eine entsprechende Ergebnisverbesserung mit sich bringen.
Zum 27. Januar 2017 ist eine Neufassung der deutschen Chemikalien-Verbotsverordnung in Kraft getreten, welche eine Erleichterung für den Handel von SFC-Tankpatronen bewirkt. Diese Neufassung beinhaltet unter anderem eine Ausnahmeregelung für die Abgabe von Methanol oder methanolhaltige Gemische zur Verwendung in Brennstoffzellen. Es entfallen für den Händler Erlaubnispflicht und Anzeigepflicht bei der Behörde, Sachkundeprüfung und Mindestalter bei der Abgabe sowie Identitätsfeststellung des Erwerbers und Dokumentation. Diese Vereinfachungen könnten zu Kosteneinsparungen führen und sich positiv auf die Ertragslage auswirken.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand hat die Erklärung zur Unternehmensführung 2016 abgegeben und auf der Internetseite der SFC AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB hat der Vorstand am 28. März 2017 abgeben und im Internet unter www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance öffentlich zugänglich machen.
PROGNOSEBERICHT
Für das Segment Öl & Gas wird die weitere Entwicklung des Öl- und Gaspreises von entscheidender Bedeutung sein. Wir gehen grundsätzlich weiterhin von einem langfristigen Wachstum im Öl- und Gassegment aus und erwarten für 2017, aufgrund der positiven Entwicklung des Öl- und Gaspreises seit seinem Tiefstand in 2016, eine positive Entwicklung der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr für SFC.
Für 2017 nimmt SFC eine weitere Wiederbelebung des Verteidigungsgeschäfts sowie eine Ausweitung des internationalen Industriegeschäfts an. Das wesentliche Wachstum wird in diesen Märkten erwartet und soll neben organischem Wachstum auch mit strategischen Partnerschaften durch die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Im Markt für Verteidigung & Sicherheit geht das Management davon aus, dass verschobene Projekte in 2017 beauftragt werden. Demzufolge ist in diesem Segment von einem deutlich steigenden Umsatz auszugehen.
Aufgrund der sehr positiven Entwicklung im zugrunde liegenden Reisemobilmarkt ist von einer Rückkehr zu Wachstum auszugehen. Der Vorstand geht für das Freizeitsegment mindestens von Umsätzen auf Vorjahresniveau aus.
Der Vorstand rechnet daher für das Gesamtjahr 2017 mit einem Konzernumsatz zwischen € 50 Millionen und € 55 Millionen sowie einem deutlich verbesserten bereinigten EBITDA und einem deutlich verbesserten bereinigten EBIT.
Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten in 2017 fortsetzen wird. Der Vorstand geht bei der Berechnung der Umsatzerlöse sowie des Ergebnisses von Simark von einem Umrechnungskurs des kanadischen Dollars zum Euro von 1,50 aus. Branchenprognosen werden den Annahmen des Unternehmens zugrunde gelegt. Der Planung liegt ein Ölpreis von 45-55 USD zugrunde. Eine negative Preisentwicklung des Öl- und Gaspreises hätte negative Auswirkungen auf Investitionen der Öl- und Gaskunden, insbesondere im Hinblick auf neue Projekte. Die Aktivierungsquote der Forschungs- und Entwicklungskosten wird voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen. Es wird mit einer stabilen bis wachsenden Mitarbeiteranzahl gerechnet. Bei den Qualitätskennzahlen wird von einer Verbesserung ausgegangen.
Zum Bilanzstichtag weist der Konzern frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von € 1,8 Millionen aus. Bei einer Entwicklung der Ertragslage für das Geschäftsjahr 2017 entsprechend der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse sowie Finanzierungsmaßnahmen wird der Konzern über ausreichend liquide Mittel verfügen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Die tatsächliche Entwicklung von SFC und seinen Segmenten kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen (siehe hierzu Risikobericht sowie Chancenbericht).
NACHTRAGSBERICHT
Bzgl. der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016.
Brunnthal, den 28. März 2017
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender, CEO
Steffen Schneider, Vorstand, CFO
Hans Pol, Vorstand, CSO Power Electronics
Marcus Binder, Vorstand, CSO Defense & Security
Konzernabschluss
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
scroll
| in € | |||
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | (1) | 44.041.375 | 47.310.120 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -30.794.650 | -34.083.397 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 13.246.725 | 13.226.723 | |
| Vertriebskosten | (3) | -9.126.026 | -12.499.308 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (4) | -4.148.298 | -5.806.406 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | (5) | -4.882.662 | -5.546.087 |
| Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 95.877 | 141.495 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -83.491 | -160.984 |
| Betriebsergebnis | -4.897.875 | -10.644.567 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | (9) | 73 | 3.567 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -686.771 | -318.159 |
| Beteiligungsergebnis | (9) | 211.534 | 0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -5.373.039 | -10.959.159 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (10) | 380.308 | 290.178 |
| Konzernjahresverlust | -4.992.731 | -10.668.981 | |
| ERGEBNIS JE AKTIE | (36) | ||
| unverwässert | -0.58 | -1.24 | |
| verwässert | -0.58 | -1.24 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
scroll
| in € | |||
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Konzernjahresverlust | -4.992.731 | -10.668.981 | |
| Sonstiges Ergebnis, das zukünftig in das Periodenergebnis umgegliedert wird: | |||
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | 372.898 | -424.207 | |
| Sonstiges Ergebnis, das in das Periodenergebnis umgegliedert wurde: | |||
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | -150.347 | 0 | |
| Summe sonstiges Ergebnis | (30) | 222.551 | -424.207 |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | -4.770.180 | -11.093.188 |
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen. Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.
KONZERN-BILANZ
ZUM 31. DEZEMBER 2016
Aktiva
scroll
| in € | |||
|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 20.055.653 | 21.153.724 | |
| Vorräte | (14) | 7.717.500 | 8.781.766 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 8.638.153 | 6.759.498 |
| Forderungen aus Percentage-of-Completion | (16) | 614.819 | 729.989 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | (17) | 155.996 | 428.127 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | (18) | 888.184 | 742.278 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (19) | 1.756.001 | 3.277.066 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 285.000 | 435.000 |
| Langfristige Vermögenswerte | 13.737.302 | 14.735.533 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 11.854.560 | 12.767.993 |
| Sachanlagen | (22) | 1.204.876 | 1.389.621 |
| Finanzanlagen | (33) | 71 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | (18) | 0 | 3.303 |
| Aktive latente Steuern | (10) | 677.795 | 574.616 |
| Aktiva | 33.792.955 | 35.889.257 | |
| Passiva | |||
| in € | |||
| Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Kurzfristige Schulden | 13.335.382 | 15.243.272 | |
| Steuerrückstellungen | (23) | 85.928 | 57.463 |
| Sonstige Rückstellungen | (23) | 560.119 | 609.563 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * | (24) | 4.316.886 | 4.216.928 |
| Verbindlichkeiten aus Anzahlungen | (25) | 101.629 | 21.319 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 5.789.615 | 7.262.550 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | (27) | 42.986 | 42.380 |
| Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion | (16) | 262.871 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (28) | 2.175.348 | 2.827.058 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | (29) | 0 | 206.011 |
| Langfristige Schulden | 7.118.901 | 4.088.175 | |
| Sonstige Rückstellungen | (23) | 1.458.776 | 1.586.987 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | (27) | 20.849 | 45.400 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | (28) | 4.861.199 | 1.316.756 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (28) | 1.315 | 61.948 |
| Passive latente Steuern | (10) | 776.762 | 1.077.084 |
| Eigenkapital | 13.338.672 | 16.557.810 | |
| Gezeichnetes Kapital | (30) | 9.047.249 | 8.611.204 |
| Kapitalrücklage | (30) | 73.132.012 | 72.017.015 |
| Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | (30) | -489.904 | -712.455 |
| Konzernbilanzverlust | (30) | -68.350.685 | -63.357.954 |
| Passiva | 33.792.955 | 35.889.257 |
* Vorjahr angepasst, siehe Konzernanhang (24)
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 2016 | 2015 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | ||||
| Ergebnis vor Steuern | -5.373.039 | -10.959.159 | ||
| + | Zinsergebnis | (9), (37) | 686.698 | 314.592 |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (12), (21), (22) | 2.390.195 | 5.994.275 |
| -/+ | Ertrag/Aufwand aus SAR Plan/Long Term Incentive Plan | (32) | -216.739 | 135.702 |
| + | Änderung von Wertberichtigungen | (14), (15) | 977.072 | 332.150 |
| - | Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | (21), (22) | -2.807 | -11.489 |
| +/- | sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 49.815 | -81.921 | |
| Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen | -1.488.805 | -4.275.850 | ||
| - | Veränderung der Rückstellungen | (23) | - 226.672 | -233.516 |
| -/+ | Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | -1.715.938 | 4.261.723 |
| +/- | Veränderung der Vorräte | (14) | 264.140 | -1.309.255 |
| + | Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte | (16), (17), (18) | 18.175 | 397.247 |
| -/+ | Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | -1.685.363 | 643.137 |
| - | Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | (25), (28) | -421.825 | -777.046 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern | -5.256.288 | -1.293.560 | ||
| +/- | Ertragsteuererstattungen/-zahlungen | (10), (37) | 24.893 | -570.387 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -5.231.395 | -1.863.947 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Konzernanhang | 2016 | 2015 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||||
| - | Investitionen in immaterielle Vemögenswerte aus Entwicklungsprojekten | (21) | -435.024 | -993.503 |
| - | Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | (21) | -184.149 | -61.668 |
| - | Investitionen in Sachanlagen | (22), (27) | -301.070 | -293.61 9 |
| + | Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | (9), (37) | 73 | 4.167 |
| +/- | Ein-/Auszahlungen für den Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 150.000 | -150.000 |
| + | Verkauf von Anlagevermögen | (21), (22) | 205.458 | 11.500 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -564.712 | -1.483.123 | ||
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||||
| + | Einzahlungen aus der Kapitalerhöhung | (30) | 1.499.995 | 0 |
| - | Kosten der Kapitalerhöhung | (30) | -34.766 | 0 |
| - | Tilgung von Finanzschulden | (24) | -650.625 | -672.082 |
| + | Erlöse aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und Optionsdarlehen | (28) | 3.485.000 | 1.485.000 |
| - | Kosten aus der Ausgabe von Wandelschuldverscheibungen und Optionsdarlehen | (28) | -85.255 | -113.899 |
| + | Veränderung von Kontokorrentverbindlichkeiten | (24) | 514.706 | 97.264 |
| - | Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | (27) | -47.085 | -54.124 |
| - | Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9), (37) | -407.821 | -244.514 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 4.274.149 | 497.645 | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -1.521.958 | -2.849.425 | ||
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 893 | 4.073 | ||
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | (19) | 3.277.066 | 6.122.418 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | (19) | 1.756.001 | 3.277.066 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | -1.521.958 | -2.849.425 | ||
| Zahlungsmittel in der Bilanz | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.756.001 | 3.277.066 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
scroll
| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernanhang | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapital- veränderung |
Konzernbilanz- verlust |
Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2015 | 8.611.204 | 71.954.950 | -288.248 | -52.688.973 | 27.588.933 | |
| Konzernjahresverlust | -10.668.981 | -10.668.981 | ||||
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (30) | -424.207 | -424.207 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | -11.093.188 | |||||
| Kapitalerhöhung | ||||||
| Wandelschuldverschreibung - Eigenkapitalkomponente | (30) | 67.206 | 67.206 | |||
| Abzüglich Kosten der Kapitalerhöhung | (30) | -5.141 | -5.141 | |||
| Stand 31.12.2015 | 8.611.204 | 72.017.015 | -712.455 | -63.357.954 | 16.557.810 | |
| Konzernjahresverlust | -4.992.731 | -4.992.731 | ||||
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -150.347 | -150.347 | ||||
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (30) | 372.898 | 372.898 | |||
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | -4.770.180 | |||||
| Kapitalerhöhung | ||||||
| Wandelschuldverschreibung - Eigenkapitalkomponente | (30) | 84.890 | 84.890 | |||
| Optionsanleihe - Eigenkapitalkomponente | (30) | 923 | 923 | |||
| Kapitalerhöhung | (30) | 436.045 | 1.063.950 | 1.499.995 | ||
| Abzüglich Kosten der Kapitalerhöhung | (30) | -34.766 | -34.766 | |||
| Stand 31.12.2016 | 9.047.249 | 73.132.012 | -489.904 | -68.350.685 | 13.338.672 |
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
scroll
| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Öl & Gas | Sicherheit & Industrie | Freizeit | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 19.295.564 | 25.975.939 | 21.096.513 | 17.569.605 | 3.649.298 | 3.764.576 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -14.889.999 | -20.171.517 | -13.317.131 | -11.112.641 | -2.587.520 | -2.799.239 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.405.565 | 5.804.422 | 7.779.382 | 6.456.964 | 1.061.778 | 965.337 |
| Vertriebskosten | -4.520.679 | -6.189.428 | -3.369.208 | -5.243.538 | -1.236.139 | -1.066.342 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -188.672 | -221.042 | -3.638.957 | -5.090.323 | -320.669 | -495.041 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -1.298.093 | -1.578.556 | -3.015.357 | -3.115.320 | -569.212 | -852.211 |
| Andere Aufwendungen/ Erträge (Saldo) | 98.101 | - 115.262 | -77.150 | 68.576 | -8.565 | 27.197 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -1.503.778 | -2.299.866 | -2.321.290 | -6.923.641 | -1.072.807 | -1.421.060 |
| Anpassungen EBIT | 960.911 | 2.427.843 | -151.577 | 3.787.306 | -23.406 | 36.925 |
| EBIT bereinigt | -542.867 | 127.978 | -2.472.867 | -3.136.335 | -1.096.213 | -1.384.135 |
| Abschreibungen | -1.045.456 | -1.191.456 | -1.139.493 | -4.545.311 | -205.242 | -257.507 |
| EBITDA | -458.322 | -1.108.410 | -1.181.797 | -2.378.330 | -867.565 | -1.163.553 |
| Anpassungen EBITDA | 24.485 | 1.340.824 | -151.577 | 294.199 | -23.406 | 36.926 |
| EBITDA bereinigt | -433.837 | 232.414 | -1.333.374 | -2.084.131 | -890.971 | -1.126.627 |
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ||||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||||
| Konzernjahresergebnis |
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| Konzernabschluss | ||
| --- | --- | --- |
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 44.041.375 | 47.310.120 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -30.794.650 | -34.083.397 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 13.246.725 | 13.226.723 |
| Vertriebskosten | -9.126.026 | -12.499.308 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -4.148.298 | -5.806.406 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -4.882.662 | -5.546.087 |
| Andere Aufwendungen/ Erträge (Saldo) | 12.386 | -19.489 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -4.897.875 | -10.644.567 |
| Anpassungen EBIT | 785.928 | 6.252.074 |
| EBIT bereinigt | -4.111.947 | -4.392.493 |
| Abschreibungen | - 2.390.191 | -5.994.274 |
| EBITDA | -2.507.684 | -4.650.293 |
| Anpassungen EBITDA | - 150.498 | 1.671.949 |
| EBITDA bereinigt | -2.658.182 | -2.978.344 |
| Finanzergebnis | -475.164 | -314.592 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -5.373.039 | -10.959.159 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 380.308 | 290.178 |
| Konzernjahresergebnis | -4.992.731 | -10.668.981 |
Bezüglich der Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung verweisen wir auf Erläuterung 38 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung".
Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2016
1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE UND KONSOLIDIERUNGSKREIS
Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der Konzern) sind die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige und netzgebundene Geräte, unter anderem auf Basis der Brennstoffzellentechnologie, die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen sowie alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, insbesondere Tankpatronen, Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen, -speichern und -verbrauchern sowie mechanische, elektronische und elektrische Instrumente zur Überwachung und Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen. Als Anbieter von netzfernen und netzbasierenden Stromversorgungen bedient der Konzern die Segmente "Öl & Gas", "Sicherheit & Industrie" und "Freizeit".
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss 2016 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Zum 31. Dezember 2016 waren keine geltenden Standards oder Interpretationen anzuwenden, die bis dato nicht von der EU übernommen wurden und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Entsprechend stimmt der Konzernabschluss auch mit den IFRS in ihrer vom IASB herausgegebenen Fassung überein.
Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, gerundet auf volle Euro (€). Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzernanhang gesondert ausgewiesen. Daneben enthält der Konzernanhang auch die nach § 315a Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") erforderlichen Angaben.
Der Vorstand der SFC Energy AG hat den Konzernabschluss am 28. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Angewandte neue Rechnungslegungsstandards
Die folgenden vom IASB veröffentlichten, zum 1. Januar 2016 in Kraft getretenen und von der EU-Kommission übernommenen Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2016 angewandt:
Amendments to IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten":
IFRS 11 enthält Regelungen zur bilanziellen und erfolgsrechnerischen Erfassung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Während Gemeinschaftsunternehmen nach der Equitymethode bilanziert werden, ist die in IFRS 11 vorgesehene Abbildung gemeinschaftlicher Tätigkeiten mit der Quotenkonsolidierung vergleichbar.
Mit der Änderung des IFRS 11 regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SFC Energy AG.
Amendments to IAS 1 "Angabeninitative":
Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs zur stärkeren Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SFC Energy AG.
Amendments to IAS 16 and IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden":
Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen (widerlegbare Vermutung der Unangemessenheit) zulässig.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SFC Energy AG.
Amendment to IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne":
Arbeitnehmerbeiträge: Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind. Darüber hinaus werden Erleichterungen geschaffen, wenn die Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig sind.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SFC Energy AG.
Improvements to IFRS 2010 - 2012 "Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38":
Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38.
Die Änderungen zu IFRS 2 und IFRS 3 sind, trotz der Anwendung der Vorschriften für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, auf Transaktionen anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2014 stattfinden.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SFC Energy AG.
Improvements to IFRS 2012 - 2014 "Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34":
Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS/IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SFC Energy AG.
Folgende drei Standards sind ebenfalls seit dem 01.01.2016 verpflichtend anzuwenden, besitzen jedoch keine Relevanz für den SFC Konzern:
| ― | Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 "Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme" |
| ― | Amendment to IAS 16 and IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen" |
| ― | Amendment to IAS 27 "Equity-Methode in Einzelabschlüssen". |
Neue, noch nicht umgesetzte Rechnungslegungsstandards
Folgende, von der SFC Gruppe nicht vorzeitig für das Jahr 2016 angewandte, neue und überarbeitete Standards wurden bis zum Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts vom IASB veröffentlicht und teilweise von der EU-Kommission anerkannt:
IFRS 9 "Finanzinstrumente":
IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Der IASB hat die finale Fassung des Standards im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen seines umfassenden Projekts zu Finanzinstrumenten am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Damit kann die bisher unter IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten nunmehr vollständig durch die Bilanzierung unter IFRS 9 ersetzt werden. Die nunmehr veröffentlichte Version von IFRS 9 ersetzt alle vorherigen Versionen. Die zentralen Anforderungen des finalen IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| ― | Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und der Ein- und Ausbuchung weitestgehend unverändert. |
| ― | Die Regelungen von IFRS 9 sehen im Vergleich zu IAS 39 jedoch ein neues Klassifizierungsmodell für finanzielle Vermögenswerte vor. |
| ― | Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich künftig nach drei Kategorien mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und einer unterschiedlichen Erfassung von Wertänderungen. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Instruments als auch dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Grundsätzlich handelt es sich somit um Pflichtkategorien. Darüber hinaus stehen den Unternehmen jedoch vereinzelte Wahlrechte zur Verfügung. |
| ― | Für finanzielle Verbindlichkeiten wurden die bestehenden Vorschriften hingegen weitgehend in IFRS 9 übernommen. Die einzig wesentliche Neuerung betrifft finanzielle Verbindlichkeiten in der Fair-Value-Option. Für sie sind Fair-Value-Schwankungen aufgrund von Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis zu erfassen. |
| ― | IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3). |
| ― | Neben umfangreichen Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen im Vergleich zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Anhangangaben ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen. |
Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde von der EU endorsed. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture":
Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen.
Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at-equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist.
Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.
Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden":
In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. IFRS 15 ist grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden. Eine Ausnahme bilden die folgenden Verträge:
| ― | Leasingverhältnisse, die unter IAS 17 Leasingverhältnisse fallen |
| ― | Finanzinstrumente und andere vertragliche Rechte oder Pflichten, die unter IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 10 Konzernabschlüsse, IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen, IAS 27 Separate Abschlüsse oder IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures fallen |
| ― | Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 Versicherungsverträge und |
| ― | nicht finanzielle Tauschgeschäfte zwischen Unternehmen in derselben Branche, die darauf abzielen, Veräußerungen an Kunden oder potenzielle Kunden zu erleichtern. |
Der neue Standard sieht im Gegensatz zu den aktuell gültigen Vorschriften ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden. Bei Abschluss eines Vertrags ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von input- oder outputorientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie Bill-and-Hold-Vereinbarungen. In den Standard wurden außerdem neue Leitlinien zu den Kosten zur Erfüllung und Erlangung eines Vertrags sowie Leitlinien zu der Frage, wann solche Kosten zu aktivieren sind, aufgenommen. Kosten, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, sind bei Anfall als Aufwand zu erfassen. Schließlich enthält der Standard neue, umfangreichere Vorschriften in Bezug auf Angaben, die zu den Erlösen im Abschluss eines IFRS-Berichterstatters zu leisten sind.
Insbesondere sind qualitative sowie quantitative Angaben zu jedem der folgenden Punkte zu machen:
| ― | seine Verträge mit Kunden, |
| ― | wesentliche Ermessensentscheidungen und deren Änderungen, die bei der Anwendung der Erlösvorschriften auf diese Verträge getroffen wurden, |
| ― | jegliche Vermögenswerte, die aus aktivierten Kosten für die Erlangung und die Erfüllung eines Vertrags mit einem Kunden resultieren. |
Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde von der EU endorsed. Aus der erstmaligen Anwendung könnten aufgrund der tiefgreifenden Änderungen, die IFRS 15 mit sich zieht, wesentliche Anpassungen in den Bereichen "interne Kontrollen" sowie in der IT-Architektur nötig werden. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 kann jedoch erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.
IFRS 16 "Leasingverhältnisse":
Der neue Leasingstandard führt zu tiefgreifenden Änderungen, insbesondere bei der Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die gravierendste Änderung besteht darin, dass Leasingverhältnisse zukünftig nicht mehr als Mietverhältnisse und somit als schwebende Geschäfte angesehen werden, sondern in der Bilanz angesetzt werden müssen. Es entfällt somit die bisherige Differenzierung zwischen Operate- und Finanzierungsleasing für den Leasingnehmer. Leasingnehmer werden künftig grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse im Anwendungsbereich des Standards einen "Right-of-use"-Vermögenswert sowie eine Leasingverbindlichkeit bilanzieren. Über die Vertragslaufzeit wird der Vermögenswert entsprechend den Vorschriften für nicht-finanzielle Vermögenswerte abgeschrieben und die Verbindlichkeit gemäß den Vorschriften für Finanzinstrumente bilanziert. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung des neuen Standards ist möglich, sofern auch der Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird. Der Standard wurde bisher noch nicht von der EU übernommen. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 kann erst nach einer detaillierten Analyse vorgenommen werden, die zum derzeitigen Stand noch nicht abgeschlossen ist.
Amendments to IFRS 2 "Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen":
Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente".
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich.
Amendments to IFRS 4 "Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 4 Versicherungsverträge":
Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherer. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und dem neuen Standard für Versicherungsverträge ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand.
Die Anpassungen sehen zwei optionale Lösungen vor:
| ― | Aufschub der Erstanwendung von IFRS 9: Die betreffenden Unternehmen können, wenn sie IFRS 4 auf bestehende Versicherungsverträge anwenden, für Geschäftsjahre, die vor dem 1. Januar 2021 beginnen, weiterhin IAS 39 statt IFRS 9 anwenden. Dies gilt nur dann, wenn IFRS 9 nicht bereits vorher angewendet wurde. |
| ― | Übergangsverfahren: Unternehmen, die IFRS 4 auf bestehende Versicherungsverträge anwenden, dürfen für bestimmte finanzielle Vermögenswerte einen Betrag von "erfolgswirksam (through profit or loss)" zu "sonstiges Ergebnis (other comprehensive income)" umklassifizieren, sodass das erfolgswirksame Ergebnis nach IFRS 9 dem nach IAS 39 entspricht. |
Amendment to IFRS 15 "Klarstellungen zum IFRS 15":
Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen Vereinfachungen bezüglich des Übergangs auf den neuen Standard.
Über die Klarstellungen hinaus enthält der Änderungsstandard zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf den neuen Standard. Diese betreffen Wahlrechte bei der Darstellung von Verträgen, die entweder zu Beginn der frühesten dargestellten Periode abgeschlossen sind oder die vor Beginn der frühesten dargestellten Periode geändert wurden.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden.
Amendments to IAS 7 "Angabeninitiative":
Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z. B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).
Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen.
Das IASB schlägt vor, die Angaben in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz darzustellen, lässt aber auch andere Darstellungen zu.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist.
Amendments to IAS 12 "Erfassung von latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste":
Die Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist.
Amendment to IAS 40 "Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien":
Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können.
Die Änderung ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
IFRIC 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen":
IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird.
Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Improvements to IFRS 2014 - 2016:
Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016) wurden drei IFRSs geändert. In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10-B16 (Finanzinformationen). In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1.Appendix E (IFRS 1.E3-E7) für erstmalige IFRS-Anwender.
Vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht, sind die Änderungen an IFRS 12 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres, und die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.
Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Bewertung von Rückstellungen:
Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellung basiert dabei auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftigen, möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Der unter diesen Annahmen ermittelte langfristige Teil der Rückstellungen wird abgezinst. Im Berichtsjahr wurden die bisher verwendeten Zinssätze an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Erläuterung 23 enthält Informationen zu den verwendeten Zinssätzen, der Entwicklung der Barwerte und den Auswirkungen, die sich aufgrund der Anpassungen ergeben hat. Ferner wird im Rahmen der Bildung von Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen (siehe Erläuterung 23) der wahrscheinliche Aufwandsüberschuss geschätzt.
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte:
Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. Im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden die Nutzungsdauern der Kundenbeziehungen anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die Nutzungsdauer der erworbenen Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt (siehe Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" im Abschnitt. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).
Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte:
Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Ansatzkriterien nach IFRS erfüllt sind, aktiviert. Zur Entwicklung und der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".
Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge:
Auf steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft werden aktive latente Steuern basierend auf steuerlichen Ergebnisplanungen bilanziert. Siehe hierzu Erläuterung 10 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".
Bewertung von anteilsbasierter Vergütung:
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat ab Geschäftsjahr 2014 ein virtuelles Aktienoptionsprogramm (SAR-Programm 2014 - 2016, SAR-Programm 2015 - 2018) mit dem Ziel implementiert, eine Gleichrichtung der Interessenlage von Aktionären und Vorstand zu schaffen. Das SAR-Programm 2014 - 2016, das die Zuteilung virtueller Aktienoptionen an die Mitglieder des Vorstands vorsieht, gilt für die zum bzw. ab dem 1. Januar 2014 neu abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge und löst das bisher bestehende LTIP insoweit ab. Erläuterung 34 "Anteilsbasierte Vergütung" enthält Angaben über die in das Bewertungsmodell eingehenden geschätzten Bewertungsparameter zur Ermittlung der daraus resultierenden Aufwendungen.
Umsatzrealisierung bei Auftragsentwicklung:
Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Ebenso ergeben sich bei Simark langfristige Kundenaufträge, die nach der Percentage-of-Completion Methode bilanziert werden.
Bei der Percentage-of-Completion Methode müssen unter anderem die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Gesamtauftragserlöse eingeschätzt werden. Hierbei können z. B. Auftragsänderungen vom Kunden zu einer Erhöhung oder Reduzierung der bisher eingeschätzten Auftragserlöse und -kosten führen. Zu den notwendigen Anpassungen im Geschäftsjahr siehe Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".
Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte:
Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft unabhängig davon, ob Anzeichen vorliegen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte und der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden.
Werthaltigkeit von Forderungen:
Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Siehe hierzu Erläuterung 33 "Finanzinstrumente".
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind die SFC sowie alle Unternehmen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die Gesellschaft die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Gesellschaft nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.
Wenn die Gesellschaft keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Gesellschaft alle Tatsachen und Umstände, darunter:
| ― | den Umfang der im Besitz der Gesellschaft befindlichen Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang der Verteilung der Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber; |
| ― | potentielle Stimmrechte der Gesellschaft, anderer Stimmrechtsinhaber und anderer Parteien; |
| ― | Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen; und |
| ― | weitere Tatsachen und Umstände, die darauf hinweisen, dass die Gesellschaft die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren Haupt- bzw. Gesellschafterversammlungen zu bestimmen. |
Der Konzernabschluss umfasst somit die SFC als oberstes Mutterunternehmen, die im Jahr 2011 erworbene PBF Gruppe sowie die im Jahr 2013 erworbene Simark Controls Ltd. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Geschäftsjahr 2016 wurde die amerikanische Tochtergesellschaft SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2016 entkonsolidiert und wird in der Konzernbilanz ab sofort als Beteiligung geführt. Die Gesellschaft befindet sich seit 16. Dezember 2016 in Abwicklung und ist aufgrund ihres geringes Geschäftsumfangs für den Konzernabschluss von nicht wesentlicher Bedeutung.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).
Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene direkte und indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2016 geht aus der folgenden Tabelle hervor.
TOCHTERUNTERNEHMEN, DIE VOLL IN DEN KONSOLIDIERUNGSKREIS EINBEZOGEN WERDEN in %
scroll
| Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital | Währung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| unmittelbar | mittelbar | gesamt | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Simark Controls Ltd. | Calgary (Kanada) | 100,00 | - | 100,00 | CAD |
| PBF Group B.V. | Almelo (Niederlande) | 100,00 | - | 100,00 | EUR |
| PBF Power Srl | Cluj-Napoca (Rumänien) | - | 100,00 | 100,00 | RON |
Im Geschäftsjahr 2016 waren keine Veränderungen von Eigentumsanteilen im Konzern zu verzeichnen, die zu einem Beherrschungsverlust geführt hätten. Es liegen keine maßgeblichen Beschränkungen der Möglichkeiten des Konzerns oder der Tochterunternehmen vor, Zugang zu Vermögenswerten des Konzerns und deren Nutzung bzw. die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Konzerns zu erlangen.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Umsatzrealisierung
Der größte Anteil am Umsatz von SFC AG wird mit dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen erzielt. Die EFOY COMFORT kommt unter anderem im Freizeitmarkt, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro für netzferne Industrieapplikationen verkauft. Ferner werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von speziell für den Markt Verteidigung & Sicherheit entwickelten Brennstoffzellensystemen (EMILY) und aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen (JENNY) erzielt. In diesem Markt kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht. Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen und sonstigen Produkten für Netzwerklösungen erzielt.
Die PBF entwickelt, produziert und vermarktet kundenspezifische Hightech-Stromversorgungslösungen, von Netzgeräten bis hin zu kompletten Stromsystemen für die Hersteller von Industrieanlagen und -ausstattung. Diese Lösungen überträgt PBF in marktfähige Produkte mit integrierter Elektrotechnik, Elektronik, Mechanikkonstruktion und Software.
Simark ist Value Added Reseller (VAR) und Produktintegrator für Hightech Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte in der kanadischen Öl & Gas Industrie. Das Produktportfolio von Simark umfasst Instrumentierung und Messsysteme, Stromversorgungskomponenten und Antriebe für unterschiedliche Anwendungen.
Die Realisierung dieser Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d. h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt.
Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.
Diese langfristigen Entwicklungsaufträge sowie die durch Simark erbrachten langfristigen Auftragsfertigungen werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Leistungsfortschritt je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Teilabrechnungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Teilabrechnung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion.
Aufwandsrealisierung
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern betragen für:
scroll
| • ERP-Software | 5 - 8 Jahre |
| • Software | 3 - 10 Jahre |
| • Patente | 5 - 14 Jahre |
| • Lizenzen | 2 - 5 Jahre |
Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software.
Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten liegt bei SFC bei 5 Jahren und bei PBF bei 6 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.
Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.
scroll
| • Kundenbeziehungen PBF | 8 Jahre |
| • Technologie PBF | 6 Jahre |
Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die der Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt.
Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. identifizierten anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.
scroll
| • Auftragsbestand Simark | 2 Jahre |
| • Kundenbeziehungen Simark | 4 - 6 Jahre |
Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen. Die Anschaffungskosten der im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen bilanzierten Sachanlagen entsprechen dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Abschreibungsdauern betragen für:
scroll
| • Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 10 Jahre |
| • Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 Jahre |
Fremdkapitalkosten
Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2016 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.
Fertigungsaufträge
Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen, werden die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Abschlussstichtag erfasst. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Auftragskosten ermittelt.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem zeit- und risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn für einen Vermögenswert kein erzielbarer Betrag ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.
Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (oder die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Zahlungsmittel generierende Einheiten) oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die Synergien aus der jeweiligen Erwerbstransaktion ziehen, zugeordnet. Sofern der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, einschließlich dieses Geschäfts- oder Firmenwertes höher ist als der erzielbare Betrag dieser Gruppe von Vermögenswerten, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und danach den anderen Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Gemäß IAS 36 werden keine Wertaufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Leasingverhältnisse
Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d. h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operating Leases". Im Geschäftsjahr 2016 lagen innerhalb der Tochtergesellschaft Simark Controls Ltd. mehrere Vertragsverhältnisse in Form eines Finanzierungsleasings vor. Siehe zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 27 "Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing".
Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber.
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.
In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.
Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.
Zusammengesetzte Finanzinstrumente
Durch den Konzern emittierte zusammengesetzte Finanzinstrumente umfassen Wandelanleihen in Euro, welche nach Wahl des Inhabers in Eigenkapitalanteile umgewandelt werden können, soweit die Zahl der auszugebenen Aktien festgelegt ist und sich nicht durch Änderungen des beizulegenden Zeitwerts ändert, und ein Sonderkündigungsrecht der Wandelanleihe. Im Jahr 2016 wurden zwei der drei Wandelschuldverschreibungen emittiert. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben.
Die Fremdkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments wird beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert einer ähnlichen Verbindlichkeit, die keine Option zur Umwandlung in Eigenkapital enthält, erfasst. Die Eigenkapitalkomponente wird beim erstmaligen Ansatz als Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments und dem beizulegenden Zeitwert der Fremdkapitalkomponente erfasst. Die Kündigungskomponente der Wandelanleihen wird beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert über ein zweistufiges Optionspreismodell ermittelt. Direkt zurechenbare Transaktionskosten sind im Verhältnis der Buchwerte von Fremd- und Eigenkapitalkomponente des Finanzinstruments zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zuzuordnen.
Im Rahmen der Folgebewertung wird die Fremdkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Eigenkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments wird mit dem beim erstmaligen Ansatz erfassten Wert fortgeführt. Die Folgebewertung der Kündigungskomponente der Wandelanleihe, die als eingebettetes Derivat klassifiziert wird, erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Zinsen in Verbindung mit der finanziellen Verbindlichkeit werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Bei Umwandlung am Fälligkeitsdatum wird die finanzielle Verbindlichkeit in das Eigenkapital umgebucht, ohne dabei den Gewinn oder Verlust zu berühren.
Die Optionsschuldverschreibung ist ebenfalls ein zusammengesetztes Finanzinstrument und daher gemäß IAS 32 getrennt zu erfassen. Die Option ist in diesem Fall als Eigenkapitalinstrument einzustufen, da eine feste Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten gegen einen festen Betrag an flüssigen Mitteln geliefert wird. Die Anleihe hingegen ist als Fremdkapitalinstrument zu klassifizieren.
Die Verpflichtung des Emittenten zu regelmäßigen Zins- und Kapitalzahlungen stellt eine finanzielle Verbindlichkeit dar. Beim erstmaligen Ansatz entspricht der beizulegende Zeitwert der Fremdkapitalkomponente dem Barwert der vertraglich festgelegten künftigen Cashflows, die zum marktgängigen Zinssatz abgezinst werden, der zu diesem Zeitpunkt für Finanzinstrumente gültig ist, die einen vergleichbaren Kreditstatus haben und die bei gleichen Bedingungen zu im Wesentlichen den gleichen Cashflows führen, bei denen aber keine Aktienoption vorliegt.
Die Zugangsbewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value. Die Summe der Fremd- und Eigenkapitalkomponente muss gem. IAS 32.31 bei Erstansatz dem Emissionserlös des zusammengesetzten Finanzinstruments entsprechen. Folglich ist der Wert der Optionskomponente durch die sogenannte Residualwertmethode zu ermitteln, indem der Wert der Fremdkapitalkomponente vom Wert der für den Optionsschein als Ganzes erhaltenen Gegenleistung zum Emissionsstichtag abzuziehen ist.
Die Folgebewertung der als FLAC kategorisierten Optionsschuldverschreibung und des als FLAC kategorisierten Darlehens erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Transaktionskosten des Darlehens sind folglich ertragswirksam über die Laufzeit zu verteilen. Die Folgebewertung für die Eigenkapitalkomponente entfällt, sodass deren Buchwert unverändert bleibt.
Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Im Konzern bestehen als objektive Hinweise im Wesentlichen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten von Kunden oder ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall von Zahlungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Falls Indikatoren für eine Wertminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte vorhanden sind, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und PBF und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen und Stromversorgungslösungen gewährt.
Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.
Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten und der allgemeinen Verwaltungskosten direkt ertragswirksam erfasst. Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.
Latente und tatsächliche Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.
Die tatsächlichen Steuern werden mit den länderspezifisch gültigen Steuersätzen berechnet.
Rückstellungen
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/ Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht.
Eine Rückstellung für Restrukturierung wird nur dann angesetzt, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden.
Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst die Gesellschaft die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Konsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 10 "Konzernabschlüsse" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.
Ergebnisse aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, werden eliminiert. Auf die durch die Zwischenergebniseliminierung entstandenen Differenzen werden latente Steuern gebildet.
Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaften folgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaften.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.
Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährungen hat sich wie folgt entwickelt:
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Durchschnittskurs 2016 | Durchschnittskurs 2015 | Stichtagskurs 31.12.2016 | Stichtagskurs 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| US-Dollar (USD) | 1,1065 | 1,1097 | 1,0631 | 1,0893 |
| Kanadischer Dollar (CAD) | 1,4656 | 1,4188 | 1,4138 | 1,5130 |
2. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 44.041.375 | 47.310.120 |
| davon aus Percentage-of-Completion | 3.121.338 | 3.708.557 |
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 6,9 % gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf das Segment Öl und Gas zurückzuführen. Aufgrund des insbesondere im ersten Halbjahr 2016 relativ niedrigen Ölpreises wurde von Seiten der Kunden nur wenig investiert. Die positive Umsatzentwicklung im Segment Sicherheit und Industrie konnte diesen Effekt nicht vollständig kompensieren.
Weiterführende Informationen können der Erläuterung 38 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" und Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion" entnommen werden.
(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Materialaufwand | 25.388.158 | 27.272.405 |
| Personalkosten | 2.740.952 | 3.654.958 |
| Raumkosten | 1.431.193 | 1.499.188 |
| Transportkosten | 508.661 | 554.629 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten | 332.936 | 316.017 |
| Übrige Abschreibungen | 223.884 | 211.443 |
| Beratung | 47.334 | 49.288 |
| Aktivierung anteilige Abschreibung von Entwicklungskosten | -59.843 | 0 |
| Übrige | 181.375 | 525.470 |
| Summe | 30.794.650 | 34.083.397 |
(3) Vertriebskosten
Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Personalkosten | 5.184.928 | 6.433.966 |
| Abschreibungen | 1.132.824 | 3.046.994 |
| Werbe- und Reisekosten | 981.321 | 1.120.589 |
| Beratung/Provision | 445.299 | 274.242 |
| Materialaufwand | 174.683 | 92.226 |
| Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen | 148.057 | 292.164 |
| Übrige | 1.058.914 | 1.239.127 |
| Summe | 9.126.026 | 12.499.308 |
Der starke Rückgang der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf den einmaligen Effekt im Vorjahr aus dem Impairmentbedarf auf den Firmenwert PBF in Höhe von € 1.746.553 zurück zu führen.
(4) Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Personalkosten | 2.960.318 | 2.913.007 |
| Beratung und Patente | 750.673 | 569.183 |
| Raumkosten | 378.360 | 359.295 |
| Materialaufwand | 363.833 | 753.740 |
| Übrige Abschreibungen | 366.917 | 2.174.709 |
| Wertminderungsaufwand/Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 123.374 | 8.321 |
| Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | -435.024 | -993.503 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -735.701 | -326.104 |
| Übrige | 375.548 | 347.758 |
| Summe | 4.148.298 | 5.806.406 |
In den Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind € 121.000 Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten enthalten (Vorjahr: € 0).
Der starke Rückgang der übrigen Abschreibungen ist im Wesentlichen auf den einmaligen Effekt im Vorjahr aus dem Impairmentbedarf auf den Firmenwert PBF in Höhe von € 1.746.553 zurück zu führen.
(5) Allgemeine Verwaltungskosten
Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Personalkosten | 2.015.656 | 2.454.465 |
| Prüfungs- u. Beratungskosten | 1.046.222 | 981.751 |
| Investor Relations/Hauptversammlung | 322.568 | 382.036 |
| Versicherung | 244.385 | 213.815 |
| Abschreibungen | 210.255 | 236.791 |
| Personalbeschaffungskosten | 193.407 | 184.779 |
| KfZ-Kosten | 123.101 | 146.965 |
| Reisekosten | 118.289 | 187.568 |
| Aufsichtsratsvergütung | 112.500 | 112.500 |
| Wartungskosten für Hard- und Software | 72.888 | 73.983 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -197.265 | -57.016 |
| Übrige | 620.656 | 628.449 |
| Summe | 4.882.662 | 5.546.087 |
6) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 58.246 | 112.175 |
| Erlöse aus Sachanlagenverkäufen | 3.497 | 11.500 |
| Übrige | 34.134 | 17.820 |
| Summe | 95.877 | 141.495 |
(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 38.210 | 160.980 |
| Buchverlust aus Anlagenabgängen | 690 | 0 |
| Übrige | 44.591 | 4 |
| Summe | 83.491 | 160.984 |
(8) Restrukturierungsaufwendungen
Im Geschäftsjahr 2016 sind wie im Vorjahr keine Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen entstanden.
(9) Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalente | 73 | 3.567 |
| Summe Zinsen und ähnliche Erträge | 73 | 3.567 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Zinsaufwendungen Optionsschuldverschreibung/Darlehen | 362.511 | 3.888 |
| Zinsähnliche Aufwendungen | 275.821 | 244.513 |
| Aufzinsung sonstiger Rückstellungen | 48.439 | 69.758 |
| Summe Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 686.771 | 318.159 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten den Zinsaufwand aus der Wandelschuldverschreibung in Höhe von € 304.634 (Vorjahr: € 3.887) sowie den Verlust aus der Fair Value-Änderung der Kündigungskomponente in Höhe von € 3.304 (Vorjahr: € 529). Bei dem Darlehen betrug der Zinsaufwand € 57.877. Der Zinsaufwand der Optionsschuldverschreibung betrug € 42.
Das Beteiligungsergebnis enthält einen Aufwand aus der Entkonsolidierung der SFC Energy Inc. in Höhe von € 938.324 sowie einen Ertrag aus dem erfolgswirksamen Recycling der Währungseffekte einer Forderung der SFC Energy AG an die SFC Energy Inc. in Höhe von € 1.149.858.
(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Tatsächliche Ertragsteuern auf das Ergebnis des laufenden Jahres | -33.442 | 71.064 |
| Latenter Steuerertrag (-)/-aufwand (+) aus der: | ||
| Auflösung passiver latenter Steuern auf andere immaterielle Vermögenswerte | -338.788 | -381.221 |
| Bildung passiver latenter Steuern auf aktivierte Entwicklungskosten | -12.877 | 0 |
| Auflösung/Bildung aktiver latenter Steuern auf sonstige Rückstellungen | 4.799 | 19.979 |
| Saldo Steuerertrag (-)/-aufwand (+) der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -380.308 | -290.178 |
Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330 % auf den Steuermessbetrag von 3,5 %. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz der SFC einschließlich Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % auf die Körperschaftsteuer von 27,38 % (Vorjahr: 27,38 %).
Für die Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Rumänien und Kanada (im Vorjahr zusätzlich in den USA) erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz. Hierbei wurden Steuersätze von 16 % bis 25 % (Vorjahr: 18 % bis 26 %) angewandt.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Aktive latente Steuern | ||
| Verlustvorträge | 293.781 | 223.654 |
| Rückstellungen | 202.171 | 224.095 |
| Vorräte | 150.854 | 58.280 |
| Sonstige Schulden | 0 | -9.658 |
| Übrige | 30.989 | 78.244 |
| Summe aktive latente Steuern | 677.795 | 574.616 |
| Passive latente Steuern | ||
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 302.008 | 624.879 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 325.781 | 371.529 |
| Anleihe | 25.344 | 27.735 |
| Sonstige Vermögenswerte | 123.629 | 52.941 |
| Summe passive latente Steuern | 776.762 | 1.077.084 |
Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und in Kanada in Höhe von ca. € 45.957.953 (Vorjahr inkl. USA: € 47.757.884) für die Körperschaftsteuer sowie ca. € 43.105.719 (Vorjahr: € 40.047.399) für die Gewerbesteuer. Auf diese steuerlichen Verlustvorträge der SFC AG und ihrer kanadischen Tochtergesellschaft, wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 293.781 (Vorjahr: € 223.654) gebildet. Zum 31. Dezember 2016 werden für im Konzern bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von € 87.334.038 (Vorjahr: € 86.526.023) keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Von diesen steuerlichen Verlustvorträgen ist der gesamte Betrag in Höhe von € 87.334.038 (Vorjahr: € 81.583.273) in Deutschland unbegrenzt vortragsfähig, während in den USA aufgrund der Entkonsolidierung keine Verlustvorträge mehr im Konzernabschluss bestehen (Vorjahr: € 4.942.930). Daneben wurden keine weiteren latenten Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen erfasst (Vorjahr: € 9.050). Die Vorjahreswerte bei den Verlustvorträgen wurden entsprechend den gesonderten Feststellungen des verbleibenden Verlustvortrags angepasst.
Passive latente Steuern auf sog. Outside basis differences bestehen nicht.
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand (+) bzw. -ertrag (-) laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Steuersatz | 27,38 % | 27,38 % |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -5.373.039 | -10.959.160 |
| Erwarteter Steuerertrag | -1.471.138 | -3.000.618 |
| Überleitung zum ausgewiesenen Steuerertrag/-aufwand | ||
| Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern | 914.420 | 1.117.289 |
| Unterschiede im Steuersatz | -339.700 | 246.145 |
| Steuern aus permanenten Differenzen - nicht abzugsfähige Aufwendungen | 693.293 | 513.322 |
| Auswirkung nicht steuerwirksamer Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 956.413 |
| Währungsdifferenzen | -90.051 | -100.944 |
| Sonstige | -87.132 | -21.785 |
| Steuerertrag/-aufwand laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | -380.308 | -290.178 |
(11) Materialaufwand
Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 24.061.759 | 25.587.047 |
| Bezogene Leistungen | 1.864.915 | 2.531.323 |
| Summe | 25.926.674 | 28.118.370 |
(12) Abschreibungen
Zu den vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen siehe Erläuterungen 21 "Immaterielle Vermögenswerte" und 22 "Sachanlagen".
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.
(13) Personalaufwand und Mitarbeiter
Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten) setzt sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 10.627.879 | 11.299.000 |
| Gesetzliche Sozialaufwendungen | 1.342.624 | 1.355.783 |
| Variablen/Prämien | 505.557 | 423.369 |
| Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung | 296.248 | 333.590 |
| Personalaufwand resultierend aus Barkomponente (Simark) | 0 | 1.174.695 |
| Aufwendungen für Abfindungen | 32.476 | 276.541 |
| Aufwand bzw. Ertrag SAR/Long Term Incentive Plan | -216.739 | 135.702 |
| Übrige | 317.051 | 457.717 |
| Summe | 12.905.096 | 15.456.397 |
In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 503.858 (Vorjahr: € 569.589) enthalten.
Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt:
scroll
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) | 196 | 205 |
| Angestellte in Teilzeit | 32 | 33 |
| Summe | 228 | 238 |
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 8 (Vorjahr: 6) Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt.
3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ
(14) Vorräte
Die Vorräte haben eine erwartete Umschlagsdauer von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Fertige Erzeugnisse | 4.819.901 | 5.584.277 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.458.064 | 2.764.789 |
| Unfertige Erzeugnisse | 439.535 | 432.699 |
| Summe | 7.717.500 | 8.781.766 |
Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung | 2.646.582 | 3.059.060 |
| Bewertungsabschläge | -188.519 | -294.271 |
| Nettobuchwert | 2.458.063 | 2.764.789 |
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung | 6.672.053 | 6.440.597 |
| Bewertungsabschläge | -1.412.617 | -423.620 |
| Nettobuchwert | 5.259.436 | 6.016.976 |
Es wurden Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 3.712.476 (Vorjahr: € 3.370.282) als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet und mit einem Restbuchwert in Höhe von € 3.491.600 (Vorjahr: € 0) sicherungsübereignet.
(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.209.423 | 7.279.039 |
| Einzelwertberichtigungen | -571.270 | -519.541 |
| Summe | 8.638.153 | 6.759.498 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Entwicklung der Einzelwertberichtigungen siehe Abschnitt "Ausfallrisiko" unter Erläuterung 33 "Finanzinstrumente".
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 6.293.000 (Vorjahr: € 6.063.860) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert vor Abwertung in Höhe von € 2.438.606 (Vorjahr: € 2.196.368) sind als Sicherheit für eine noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinie (ursprünglicher Zinssatz 5,5 %) in Höhe von € 375.370 (Vorjahr: € 306.568) verpfändet.
(16) Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion
Sofern die angefallenen Kosten der im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen) übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Forderungen aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion ausgewiesen.
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| In der Periode als Umsatzerlöse erfasste Auftragserlöse | 3.121.338 | 3.708.557 |
| Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und erfasste Gewinne | 4.176.673 | 4.111.381 |
| Erfolgte Teilabrechnungen | 3.824.727 | 3.381.391 |
| Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Forderungen aus Percentage-of-Completion) | 614.819 | 729.989 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion) | -262.871 | 0 |
Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang, z. B. Änderungen an der Spezifikation der Leistung oder der Vertragsdauer, zu einer Erhöhung oder Reduzierung der Auftragserlöse und -kosten führen. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für die laufende Periode sowie Fremdwährungseffekte werden ergebniswirksam erfasst.
Aufgrund der Erholung des Ölpreises werden wieder verstärkt größere Investitionen getätigt. Dies führt zu einer Erhöhung der Anzahl als auch der Volumina von Projekten. Im Geschäftsjahr 2016 stiegen daher die Projektvolumina bei der SFC um € 134.857 (Vorjahr: € 135.193). In diesem Zusammenhang haben sich die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr um € 129.459 verändert (Vorjahr: € 217.290). Infolgedessen ist das Bruttoergebnis vom Umsatz um € 5.398 (Vorjahr: Verringerung um € 53.273) gestiegen. Die Auswirkungen der Kostenänderung führt in den Folgejahren zu keiner Erhöhung der Auftragskosten (Vorjahr: € 28.823).
Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(17) Forderungen aus Ertragsteuern
Die Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von € 155.996 (Vorjahr: € 428.128) beziehen sich auf Steuerrückforderungen der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 155.973 (Vorjahr: € 359.756), der PBF in Höhe von € 0 (Vorjahr: € 67.279) und der SFC AG in Höhe von € 23 (Vorjahr: € 1.093) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(18) Sonstige Vermögenswerte und Forderungen
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 328.273 | 304.103 |
| Umsatzsteuerforderungen | 169.524 | 218.474 |
| Forderungen aus Zuschüssen | 157.904 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen | 89.234 | 14.241 |
| Sonstige Vorauszahlungen | 0 | 50.595 |
| Übrige | 143.249 | 154.865 |
| Summe | 888.184 | 742.278 |
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 157.904 (Vorjahr: € 50.595).
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen betreffen finanzielle Vermögenswerte aus der Kündigungskomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von € 0 (Vorjahr: € 3.303) (siehe hierzu Erläuterung 28 "Sonstige Verbindlichkeiten").
(19) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind.
(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung
Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag ein zu Gunsten des Vermieters gesperrtes Festgeldkonto in Höhe von € 285.614 (Vorjahr: € 285.000). Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine zusätzlichen Zahlungsmittel als Sicherheit im Rahmen eines Auftrags für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesperrt (Vorjahr: € 150.000).
(21) Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sich wie folgt:
scroll
| in € | in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Software | Erworbene Patente und Lizenzen | Aktivierte Patente | Entwicklungskosten | Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe und Simark | Andere immaterielle Vermögenswerte | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | |||||||
| Stand zum 01.01.2015 | 852.843 | 475.318 | 571.487 | 4.969.419 | 13.550.580 | 6.985.999 | 27.405.646 |
| Zugänge | 50.574 | 11.097 | 0 | 993.503 | 0 | 0 | 1.055.174 |
| Abgänge | -4.902 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.902 |
| Währungsdifferenzen | 1.779 | 29.796 | 0 | 0 | -516.507 | -301.931 | -786.863 |
| Stand zum 31.12.2015 | 900.294 | 516.211 | 571.487 | 5.962.922 | 13.034.073 | 6.684.068 | 27.669.055 |
| Zugänge | 3.094 | 181.056 | 0 | 435.024 | 0 | 0 | 619.174 |
| Abgänge | 0 | -282.394 | 0 | 0 | 0 | 0 | -282.394 |
| Währungsdifferenzen | 3.437 | -4.538 | 0 | 0 | 483.485 | 282.626 | 765.010 |
| Stand zum 31.12.2016 | 906.825 | 410.335 | 571.487 | 6.397.946 | 13.517.558 | 6.966.694 | 28.770.845 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand | |||||||
| Stand zum 01.01.2015 | -578.725 | -193.754 | -560.206 | -3.829.913 | -1.468.032 | -2.961.891 | -9.592.521 |
| Planmäßige Abschreibung | -93.364 | -53.281 | -8.321 | -375.579 | 0 | -1.468.290 | -1.998.835 |
| Abgänge | 4.902 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.902 |
| Wertminderungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 | -3.493.106 | 0 | -3.493.106 |
| Währungsdifferenzen | -3.754 | -8.891 | 0 | 0 | 0 | 191.144 | 1 78.499 |
| Stand zum 31.12.2015 | -670.941 | -255.926 | -568.527 | -4.205.492 | -4.961.138 | -4.239.037 | -14.901.061 |
| Planmäßige Abschreibung | -85.107 | -52.893 | -1.781 | -334.445 | 0 | -1.317.697 | -1.791.923 |
| Abgänge | 0 | 119.345 | 0 | 0 | 0 | 0 | 119.345 |
| Wertminderungsaufwand | 0 | 0 | 0 | -121.000 | 0 | 0 | -121.000 |
| Währungsdifferenzen | -1.835 | 1.597 | 0 | 0 | 0 | -221.408 | -221.646 |
| Stand zum 31.12.2016 | -757.883 | -187.877 | -570.308 | -4.660.937 | -4.961.138 | -5.778.142 | -16.916.285 |
| Buchwerte | |||||||
| Stand zum 01.01.2015 | 274.118 | 281.564 | 11.281 | 1.139.506 | 12.082.548 | 4.024.108 | 17.813.125 |
| Stand zum 31.12.2015 | 229.353 | 260.285 | 2.960 | 1.757.430 | 8.072.935 | 2.445.030 | 12.767.993 |
| Stand zum 31.12.2016 | 148.942 | 222.458 | 1.179 | 1.737.009 | 8.556.420 | 1.188.552 | 11.854.560 |
Bei der SFC AG sind IP-Rechte (Patente, Marken, Domains) mit einem Restbuchwert in Höhe von € 787 (Vorjahr: € 0) als Sicherheit übereignet.
Entwicklungskosten
In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 932.966 (Vorjahr: € 383.120) vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten € 735.701 (Vorjahr: € 326.104) sowie allgemeinen Verwaltungskosten € 197.265 (Vorjahr: € 57.016) ausgewiesen.
Aufgrund von Verzögerungen bei der Einführung des neuen Produkts EFOY Pro 12000 und der damit verbundenen Verschiebung von Erträgen aus dem Verkauf des Produkts wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 121.000 auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Der Wertminderungsaufwand wurde auf Basis des Nutzungswerts der jeweiligen Vermögenswerte ermittelt, indem ein Diskontierungsfaktor zwischen 7,64 % und 8,22 % angewendet wurde. Der Wertminderungsaufwand betrifft das Segment Sicherheit & Industrie.
Impairment Tests für Geschäfts- oder Firmenwerte
Die im Konzernabschluss enthaltenen Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse der PBF Gruppe sowie der Simark Controls Ltd. entstandenen Unterschiedsbeträge der jeweiligen Kaufpreise über das gemäß IFRS 3 bewertete Nettovermögen der erworbenen Geschäftsbetriebe.
Der Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe wurde in vollem Umfang der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PBF Gruppe innerhalb des Segments Sicherheit & Industrie, der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss Simark Controls Ltd. wurde vollständig dem Segment Öl & Gas zugeordnet.
Die Bestimmung des jeweiligen erzielbaren Betrags erfolgt in beiden Fällen durch die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Kosten der Veräußerung und des Nutzungswerts mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes fällt unter Berücksichtigung der wesentlichen Inputfaktoren insgesamt unter Stufe 3 der Hierarchie nach IFRS 13.
Dabei werden die geplanten Cashflows aus der durch das verantwortliche Management erstellten Dreijahresplanung (2017 bis 2019) verwendet. Darüber hinaus erfolgte im Anschluss eine Extrapolation der Planwerte mit einer Wachstumsrate von 1,5 % (2020) bzw. 0,5 % (2021 ff.), welche auch als nachhaltige Wachstumsrate angesetzt wurde.
Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe
Der Geschäfts- oder Firmenwert der PBF Gruppe beläuft sich auf € 1.178.831 (Vorjahr: € 1.178.831).
Wesentliche Grundannahmen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung und des Nutzungswerts sind das Umsatzwachstum, die operative EBITDA-Marge sowie der verwendete Kapitalkostensatz.
Umsatzwachstum und EBITDA-Marge
Die Annahmen ergeben sich aus dem durch das Management erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen für einen Zeitraum von drei Jahren enthält. Die bewertungsrelevanten Cashflows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital.
Die Wachstumsannahmen des Umsatzes basieren auf dem allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Umfeld, der Entwicklung der relevanten Märkte sowie der konkreten Erschließung neuer Zielmärkte in regionaler Hinsicht (Asien) und branchenspezifischer Hinsicht (Laser, Semiconductor, Security), insbesondere auch auf Basis von Systemlösungen. Aufgrund dieser identifizierten Potentiale wird eine überdurchschnittliche Entwicklung erwartet, welche bezogen auf den gesamten Planungshorizont (2017 - 2021) einem durchschnittlichen Umsatzwachstum (CAGR) von rd. 6,82 % p.a. entspricht.
Die geplante Entwicklung der EBITDA-Marge basiert auf historisch beobachtbaren Bruttomargen vom Umsatz sowie einer detaillierten Ressourcen- und Sachkostenplanung. Die langfristig erwartete operative EBITDA-Marge beläuft sich auf rd. 10,90 %.
Kapitalkostensatz
Der zur Diskontierung der Cashflows verwendete Kapitalkostensatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC), welche auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen in der gleichen Branche wie die PBF Gruppe mittels öffentlich verfügbarer Daten ermittelt wurden. Der WACC gibt die durchschnittliche gewichtete Renditeforderung der Eigen- und Fremdkapitalgeber auf der Basis des Verhältnisses des jeweils gewährten Kapitals zu Zeitwerten an. Zur Ermittlung des WACC ist eine Analyse der Eigenkapitalkosten sowie der Fremdkapitalkosten und der Kapitalstruktur zu Zeitwerten erforderlich. Der verwendete Kapitalkostensatz belief sich im Berichtsjahr auf rd. 9,05 % (bzw. rd. 8,55 % nach Wachstumsabschlag im Terminal Value).
Auf Basis der vorangegangenen Ausführungen wurde im Berichtsjahr kein Wertminderungsaufwand hinsichtlich des Geschäfts- oder Firmenwerts festgestellt.
Geschäfts- oder Firmenwert der Simark Controls Ltd.
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss der Simark Controls Ltd. beläuft sich auf € 7.377.589 (CAD 10.430.435).
Wesentliche Grundannahmen bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung sind das Umsatzwachstum, die operative EBIDTA-Marge sowie der verwendete Kapitalkostensatz.
Umsatzwachstum und EBITDA-Marge
Die Annahmen ergeben sich aus dem durch das Management erstellten Budget, welches eine Projektion der Umsatzerlöse, der operativen Kosten sowie der Investitionen und Abschreibungen für einen Zeitraum von drei Jahren enthält. Die bewertungsrelevanten Cashflows resultieren aus der Umsatz- und Ergebnisplanung sowie ergänzenden Annahmen zum Working Capital.
Die Wachstumsannahmen des Umsatzes basieren auf dem segmentspezifischen Marktumfeld sowie auf aktuell beobachteten Wachstumsraten des Unternehmens. Bezogen auf den gesamten Planungshorizont (2017 - 2021) beläuft sich das durchschnittliche Umsatzwachstum (CAGR) auf rd. 8,27 % p.a.
Die geplante Entwicklung der EBITDA-Marge basiert auf historisch beobachtbaren Bruttomargen vom Umsatz sowie einer detaillierten Ressourcen- und Sachkostenplanung. Die langfristig erwartete operative EBITDA-Marge beläuft sich auf rd. 7,20 %.
Kapitalkostensatz
Der zur Diskontierung der Cashflows verwendete Kapitalkostensatz entspricht den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC), welche auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen in der gleichen Branche wie die Simark Ltd. mittels öffentlich verfügbarer Daten ermittelt wurden. Der WACC gibt die durchschnittliche gewichtete Renditeforderung der Eigen- und Fremdkapitalgeber auf der Basis des Verhältnisses des jeweils gewährten Kapitals zu Zeitwerten an. Zur Ermittlung des WACC ist eine Analyse der Eigenkapitalkosten sowie der Fremdkapitalkosten und der Kapitalstruktur zu Zeitwerten erforderlich. Der verwendete Kapitalkostensatz belief sich im Berichtsjahr auf rd. 10,00 % (bzw. rd. 9,50 % nach Wachstumsabschlag im Terminal Value).
Im Berichtsjahr ergaben sich keine Anzeichen für eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes.
Andere immaterielle Vermögenswerte PBF Gruppe und Simark Controls Ltd.
Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe wurden die Kundenbeziehungen und Technologie sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe:
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kundenbeziehungen | Technologie | Auftragsbestand | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand zum 01.01.2016 | 1.408.354 | 1.231.359 | 14.309 | 2.654.022 |
| Stand zum 31.12.2016 | 1.408.354 | 1.231.359 | 14.309 | 2.654.022 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand | ||||
| Stand zum 01.01.2016 | -718.846 | -838.010 | -14.309 | -1.571.165 |
| Planmäßige Abschreibung | -176.044 | -205.227 | 0 | -381.271 |
| Stand zum 31.12.2016 | -894.890 | -1.043.237 | -14.309 | -1.952.436 |
| Buchwerte | ||||
| Stand zum 01.01.2016 | 689.508 | 393.349 | 0 | 1.082.857 |
| Stand zum 31.12.2016 | 513.464 | 188.122 | 0 | 701.586 |
| Restabschreibungsdauer (Jahre) | 3 | 1 | 0 |
Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd. wurden das Markenzeichen, die Kundenbeziehungen sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte hinsichtlich des Unternehmenserwerbs der Simark Controls Ltd.:
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Markenzeichen | Kundenbeziehungen | Auftragsbestand | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand zum 01.01.2016 | 35.465 | 3.703.418 | 291.163 | 4.030.046 |
| Währungsdifferenzen | 2.487 | 259.721 | 20.419 | 282.627 |
| Stand zum 31.12.2016 | 37.952 | 3.963.139 | 311.582 | 4.312.673 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand | ||||
| Stand zum 01.01.2016 | -20.688 | -2.356.022 | -291.163 | -2.667.873 |
| Planmäßige Abschreibung | -9.153 | -927.273 | 0 | -936.426 |
| Währungsdifferenzen | -1.786 | -199.203 | -20.419 | -221.408 |
| Stand zum 31.12.2016 | -31.627 | -3.482.498 | -311.582 | -3.825.707 |
| Buchwerte | ||||
| Stand zum 01.01.2016 | 14.777 | 1.347.395 | 0 | 1.362.173 |
| Stand zum 31.12.2016 | 6.325 | 480.641 | 0 | 486.966 |
| Restabschreibungsdauer (Jahre) | 1 | 1 | 0 |
(22) Sachanlagen
Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand zum 01.01.2015 | 1.821.672 | 3.454.957 | 0 | 5.276.630 |
| Zugänge | 82.026 | 194.254 | 30.459 | 306.739 |
| Abgänge | -7.450 | -76.243 | 0 | -83.693 |
| Währungsdifferenzen | -5.209 | -25.680 | 0 | -30.889 |
| Stand zum 31.12.2015 | 1.891.039 | 3.547.288 | 30.459 | 5.468.787 |
| Zugänge | 29.137 | 258.514 | 31.470 | 319.121 |
| Abgänge | -38.912 | -47.660 | 0 | -86.572 |
| Umbuchungen | 0 | 30.459 | -30.459 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 10.138 | 19.569 | 0 | 29.706 |
| Stand zum 31.12.2016 | 1.891.402 | 3.808.170 | 31.470 | 5.731.042 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand | ||||
| Stand zum 01.01.2015 | -1.408.801 | -2.266.778 | 0 | -3.675.579 |
| Planmäßige Abschreibung | -134.119 | -368.215 | 0 | -502.334 |
| Abgänge | 7.449 | 76.232 | 0 | 83.681 |
| Währungsdifferenzen | 2.186 | 12.880 | 0 | 15.066 |
| Stand zum 31.12.2015 | -1.533.285 | -2.545.881 | 0 | -4.079.166 |
| Planmäßige Abschreibung | -101.849 | -375.421 | 0 | -477.270 |
| Abgänge | 0 | 46.970 | 0 | 46.970 |
| Währungsdifferenzen | -1.718 | -14.982 | 0 | -16.700 |
| Stand zum 31.12.2016 | -1.636.852 | -2.889.314 | 0 | -4.526.166 |
| Buchwerte | ||||
| Stand zum 01.01.2015 | 412.871 | 1.188.179 | 0 | 1.601.049 |
| Stand zum 31.12.2015 | 357.754 | 1.001.408 | 30.459 | 1.389.621 |
| Stand zum 31.12.2016 | 254.550 | 918.856 | 31.470 | 1.204.876 |
Bei der Simark Controls Ltd. sowie bei der PBF ist Anlagevermögen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 1.074.442 (Vorjahr: € 1.113.960) als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Bei der SFC AG ist Anlagevermögen mit einem Restbuchwert in Höhe von € 95.581 (Vorjahr: € 0) als Sicherheit übereignet.
(23) Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
scroll
| in € | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistungs- rückstellungen |
Drohverlustrückstellungen | Übrige sonstige Rückstellungen | Summe Sonstige Rückstellungen | Steuer- rückstellungen |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 01.01.2016 | 1.722.255 | 456.408 | 17.887 | 2.196.550 | 57.463 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 577 | 577 | 0 |
| Zuführung | 567.069 | 0 | 33.765 | 600.834 | 28.465 |
| Aufzinsung | 35.201 | 13.238 | 0 | 48.439 | 0 |
| Verbrauch | -211.969 | -110.084 | 0 | -322.053 | 0 |
| Auflösung | -453.223 | 0 | -52.229 | -505.452 | 0 |
| Stand zum 31.12.2016 | 1.659.333 | 359.562 | 0 | 2.018.895 | 85.928 |
| davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 1.209.298 | 249.478 | 0 | 1.458.776 | 0 |
Gewährleistungsrückstellungen
Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 1,67 % (Vorjahr: 2,16 %) auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist, 1,89 % (Vorjahr: 2,34 %) auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist, 1,97 % (Vorjahr: 2,54 %) auf den Teil, der nach 4 Jahren fällig ist und 2,14 % (Vorjahr: 2,74 %) auf den Teil, der nach 5 Jahren fällig ist, zu Grunde gelegt.
Drohverlustrückstellungen
Bei den Drohverlustrückstellungen handelt es sich um Drohverluste aus Miet- und Leasingaufwendungen. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen ist mit einer Inanspruchnahme voraussichtlich erst ab 2018 zu rechnen. Auf Basis bestehender Miet- und Leasingverträge wurde der jeweilige Rückstellungsbedarf ermittelt. Die Abzinsungsfaktoren wurden, in Abhängigkeit von den Restlaufzeiten, mit 1,67 % - 2,14 % (Vorjahr: 2,16 % - 2,74 %) angesetzt.
Übrige sonstige Rückstellungen
Innerhalb der übrigen sonstigen Rückstellungen wurde im Geschäftsjahr 2015 eine Prämie für Mitarbeiter aus dem Vertriebsbereich erfasst, welche jährlich über einen Zeitraum von drei Jahren bei Verbleib im Konzern einen Anspruch auf Auszahlung besitzen.
Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten niederländische und rumänische Körperschaftsteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Darlehen sowie Kontokorrentkredite ausgewiesen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem an die Simark Controls Ltd. ausgereichten variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von € 674.462 (Vorjahr: € 630.263) mit einer Laufzeit bis 15. August 2018 sowie der Inanspruchnahme der Kreditlinie der Simark Controls Ltd. in Höhe von € 916.302 (Vorjahr: € 640.722) und der PBF Gruppe in Höhe von € 818.484 (Vorjahr: € 743.146). Der langfristige Anteil des Darlehens an die Simark Controls Ltd. in Höhe von € 1.907.638 (Vorjahr: € 2.202.797) wird ebenfalls unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, weil zum 31. Dezember 2016 eine Kreditvereinbarungsklausel nicht erreicht wurde. Nach dem Bilanzstichtag hat die entsprechende Bank in einem sog. Waiver zugesagt, dass Sie aufgrund dieser Nichteinhaltung das Darlehen bis zum 1. Januar 2018 nicht fällig stellen wird, sofern die vertraglich vereinbarten Zahlungen durch Simark Controls Ltd. geleistet werden. SFC geht von einer Tilgung entsprechend der vereinbarten Laufzeit aus. Die korrespondierende Vorjahresangabe wurde gemäß IAS 8.41 angepasst (Umgliederung von lang- in kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten), weil im Vorjahr Kreditvereinbarungsklauseln nicht erreicht wurden und ebenfalls ein entsprechender Waiver nach dem Bilanzstichtag erteilt wurde.
(25) Verbindlichkeiten aus Anzahlungen
Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(27) Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Der Konzern hat für verschiedene Sachanlagen Finanzierungs-Leasingverhältnisse abgeschlossen. Die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des Konzerns betreffen ausschließlich andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen der Simark Controls Ltd. Die Vertragslaufzeiten umfassen dabei zwischen drei bis fünf Jahren. Die Verträge enthalten Verlängerungsklauseln auf Monatsbasis sowie Kaufoptionen zum Ende des Leasingvertrags. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen des Finanzierungsleasings aktivierten Leasinggegenstände können der nachfolgenden Darstellung entnommen werden:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung | 67.652 | 89.886 |
| Nettobuchwert der aktivierten Leasinggegenstände | 67.652 | 89.886 |
Die zum Abschlussstichtag aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen können auf die Verbindlichkeiten wie folgt übergeleitet werden:
scroll
| in € | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Mindestleasingzahlungen | In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Barwert) | |
| --- | --- | --- | --- |
| Innerhalb eines Jahres | 42.904 | 1.438 | 42.985 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 25.078 | 4.966 | 20.850 |
| Gesamt | 67.982 | 6.404 | 63.835 |
scroll
| in € | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Mindestleasingzahlungen | In den Leasingzahlungen enthaltene Zinsen | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Barwert) | |
| --- | --- | --- | --- |
| Innerhalb eines Jahres | 40.910 | 1.469 | 43.380 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 34.190 | 11.210 | 45.400 |
| Gesamt | 75.100 | 12.680 | 87.780 |
(28) Sonstige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsorientierte Vergütung/Prämier | 458.715 | 479.541 |
| Ausstehender Urlaub | 354.323 | 290.450 |
| Lohnsteuer | 317.683 | 261.704 |
| Umsatzsteuer | 153.101 | 50.492 |
| Im Rahmen der sozialen Sicherheit | 139.247 | 147.691 |
| Aufsichtsratvergütung | 112.500 | 25.000 |
| 13. Gehalt | 95.474 | 133.330 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 39.600 | 37.000 |
| Stock-Appreciation Rights Plan | 36.076 | 192.181 |
| Aufbewahrung für Geschäftsunterlagen | 32.100 | 30.600 |
| Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe | 9.480 | 9.480 |
| Überstunden | 2.824 | 4.968 |
| Barkomponente aus dem Unternehmenserwerb (Simark) | 0 | 1.101.601 |
| Übrige | 424.225 | 63.020 |
| Summe | 2.175.348 | 2.827.058 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 152.100 (Vorjahr: € 1.163.601).
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 betreffen ausschließlich die passivierte Schuld aus dem Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für Vorstände in Höhe von € 1.315 (Vorjahr: € 61.948).
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Wandelschuldverschreibung | 2.884.520 | 1.316.756 |
| Sonstige Darlehen | 1.975.061 | 0 |
| Optionsschuldverschreibung | 1.618 | 0 |
| Summe | 4.861.199 | 1.316.756 |
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten die Anleihekomponente einer Wandelschuldverschreibung (Tranche 1) in Höhe von € 1.416.548 (Vorjahr: € 1.316.756), die die Gesellschaft am 18. Dezember 2015 mit einem Gesamtwert von € 1.485.000 mit einer Verzinsung von 4 % und einem Nominalbetrag in Höhe von € 1.650.000 emittiert hat. Der Anleiheinhaber ist berechtigt, eine Wandlung in Stammaktien zum Wandlungspreis von € 6,10 vorzunehmen. Zu dieser ersten Tranche wurden im Geschäftsjahr 2016 zwei weitere Tranchen ausgegeben. Am 11. Januar 2016 wurde ein Ausgabebetrag in Höhe von € 495.000 mit einer Verzinsung von 4 % und einem Nominalbetrag in Höhe von € 550.000 emittiert. Am 17. März 2016 wurde ein Ausgabebetrag in Höhe von € 990.000 mit einer Verzinsung von 4 % und einem Nominalbetrag von € 1.100.000 emittiert.
Das Wandlungsrecht kann jederzeit im Zeitraum vom 15. Februar 2016 bis zum Geschäftsschluss des 35. Handelstags vor dem Fälligkeitsdatum am 21. Dezember 2018 ausgeübt werden. Wird das Wandlungsrecht nicht ausgeübt, werden die Anleihen am 21. Dezember 2018 zu ihrem Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückgezahlt. Die Zinszahlung erfolgt halbjährlich, bis das Wandlungsrecht ausgeübt oder das Darlehen zurückgezahlt wird, und beträgt fix 4 % p.a. Zudem besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse ein außerordentliches Kündigungsrecht für den Emittenten und die Anleihegläubiger.
Die Wandelschuldverschreibungen setzen sich aus drei Komponenten zusammen: einer Fremdkapitalkomponente (finanzielle Verbindlichkeit), einer Eigenkapitalkomponente und einer Kündigungskomponente (finanzieller Vermögenswert bzw. finanzielle Verbindlichkeit). Die Eigenkapitalkomponente ist im Eigenkapital in der Kapitalrücklage ausgewiesen (siehe Erläuterung 30 "Eigenkapital"). Der Effektivzins der finanziellen Verbindlichkeit bei Zugang beträgt 12,74 %.
Die in der Bilanz innerhalb der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten angesetzte Position berechnet sich wie folgt:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Ausgabebetrag der Wandelschuldverschreibung | 2.970.000 | 1.485.000 |
| Eigenkapitalkomponente | -152.097 | -67.206 |
| Fair Value Kündigungskomponente | 4.383 | 3.833 |
| Fair Value Anleihekomponente | 2.822.285 | 1.421.627 |
| Transaktionskosten | -108.757 | -108.758 |
| Buchwert Anleihekomponente zum Ausgabezeitpunkt | 2.713.528 | 1.312.869 |
| Angefallene Zinsen abzüglich Tilgung | 170.992 | 3.887 |
| Buchwert Anleihekomponente am 31. Dezember | 2.884.520 | 1.316.756 |
Das sonstige Darlehen betrifft ein besichertes Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 17. Dezember 2018 und einer Verzinsung von 13 %.
Darüber hinaus wurde am 19. Oktober 2016 eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Schuldverschreibung hat einen Nennbetrag von € 2.500, eine Laufzeit bis 2021 und eine jährliche Verzinsung von 4 %. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Zudem bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der Gesellschaft ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der Gesellschaft von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779 mit einer Laufzeit bis 19. Oktober 2026.
(29) Ertragssteuerverbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestanden keine Ertragssteuerverbindlichkeiten (Vorjahr: € 206.011). Im Vorjahr beinhalteten diese ausschließlich ausländische Ertragssteuerschulden der Simark Controls Ltd.
(30) Eigenkapital
Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Gezeichnetes Kapital
Mit Zustimmung des Aufsichtsrats wurde am 12. August 2016 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von 436.045 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie von derzeit € 8.611.204 auf dann € 9.047.249 erhöht. Die neuen Aktien mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2016 wurden dabei bei einem bereits bestehenden institutionellen Großinvestor und einem Privatinvestor zu einem Preis von € 3,44 je Aktie platziert. Aus der Kapitalerhöhung ist SFC ein Bruttoemissionserlös in Höhe von etwa T€ 1.475 zugeflossen.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 73.132.012 (Vorjahr: € 72.017.015). Die Erhöhung der Kapitalrücklage resultiert aus der Wandlungskomponente der Wandelschuldverschreibung in Höhe von € 84.890, der Optionsschuldverschreibung in Höhe von € 923 sowie der Kapitalerhöhung in Höhe von € 1.029.184.
Bedingtes Kapital
Die Aktiengesellschaft verfügt über ein Bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 819.672 sowie über ein Bedingtes Kapital 2016 in Höhe von € 3.485.930 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung vom 14. Juni 2016 hat den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 13. Juni 2021 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 4.305.602 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016/I). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Genehmigung zum Erwerb eigener Aktien
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist der Vorstand der Gesellschaft nicht ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben.
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung
Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften.
4. SONSTIGE ANGABEN
(31) Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.
(32) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen.
Verpflichtung aus Operating-Leasingverhältnissen
Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Hardware, Kopierer und Büroausstattung.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 2.413.674 (Vorjahr: € 2.450.457) aus Operating-Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Operating-Leasingverträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| Mindest-Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen | ||
| Bis 1 Jahr | 1.900.724 | 1.874.851 |
| 1 bis 5 Jahre | 2.915.680 | 4.084.223 |
| Länger als 5 Jahre | 0 | 0 |
| Summe | 4.816.404 | 5.959.074 |
In den Operating-Leasingverträgen ist auch die Miete für das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft enthalten. Der Vertrag endet automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Es besteht eine Mietverlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Im Zusammenhang mit leer stehenden Flächen aus diesem Mietvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet (siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen").
Bestellobligo
Im Konzern bestehen zum Abschlussstichtag Einkaufsverpflichtungen von € 9.259.956 (Vorjahr: € 3.151.516). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
Haftungsverhältnisse
Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.
Nichteinhaltung Financial Covenants
Simark Controls Ltd.
Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft Simark wurden mit den kreditfinanzierenden Banken umfangreiche Financial Covenants (Kreditvereinbarungsklauseln) in Abhängigkeit diverser Kennzahlen von Simark und Rückzahlungsklauseln bei Nichteinhaltung vereinbart. Folgende Covenants und Schwellenwerte wurden für Simark zum 31. 12. 2016 vereinbart:
| ― | Working Capital Ratio (WCR) (Beide Banken): Kurzfristige Vermögenswerte/Kurzfristige Schulden: > 1,20 |
| ― | Debt Service Coverage Ratio (DSCR): EBITDA/Schuldendienst:> 1,20 |
| ― | Funded Debt to EBITDA Ratio (FDER): Zinstragende Verbindlichkeiten/EBITDA: < 2,50 |
Der Schwellenwert für FDER wurde zum 31. Dezember 2016 überschritten. In Gesprächen mit der Bank wurde ein sogenannter Waiver erreicht, so dass die Nichteinhaltung des Covenants als geheilt angesehen werden kann. Die SFC AG hat gegenüber den Banken eine Rangrücktrittserklärung in Höhe des Gesellschafterdarlehens in Höhe von TCAD 2.637 abgegeben.
PBF
Im Rahmen der Finanzierung der Tochtergesellschaft PBF wurde mit der kreditfinanzierenden Bank eine Financial Covenant (Kreditvereinbarungsklausel) vereinbart. Die Kreditvereinbarung sieht die Einhaltung der folgenden Klausel vor:
| ― | Eigenkapitalquote von 30 %: Garantiekapital/Gesamtkapital. |
Zum 31. Dezember 2016 wurde die Eigenkapitalquote von 30 % unterschritten. Die kreditfinanzierende Bank hat gegenwärtig nicht von ihrem eingeräumten Kündigungsrecht Gebrauch gemacht und schriftlich mitgeteilt, dass sie nicht davon Gebrauch machen wird. PBF führt gegenwärtig weitere Gespräche mit der Bank, um eine vertragliche Anpassung zu erzielen. SFC geht davon aus, dass eine Einigung erzielt werden kann. Darüber hinaus hat die SFC AG gegenüber der Bank eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von T€ 2.350 eines bereits bestehenden Gesellschafterdarlehens abgegeben.
(33) Finanzinstrumente
In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt.
BUCHWERTE LAUT KONZERN-BILANZ in €
scroll
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte | ||
| Beteiligung SFC Energy Inc | 71 | 0 |
| Kredite und Forderungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.638.153 | 6.759.498 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 157.904 | 50.595 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.756.001 | 3.277.066 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.000 | 435.000 |
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | ||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - langfristig | 0 | 3.304 |
| Finanzielle Schulden | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.316.886 | 4.216.928 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.789.615 | 7.262.550 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 63.835 | 87.780 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.861.199 | 1.316.756 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 152.100 | 1.163.601 |
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen weitgehend den beizulegenden Zeitwerten, da diese im Berichtsjahr mit Ausnahme des langfristigen Teils eines aufgenommenen Darlehens sowie der Anleihe- und Kündigungskomponente im Zusammenhang mit der Emission einer Wandelanleihe, kurzfristig sind. Aufgrund der variablen, an Marktzinssätze gebundenen Verzinsung des Darlehens, entspricht dessen langfristiger Teil des Buchwerts ebenfalls dessen beizulegenden Zeitwert. Die Kündigungskomponente in Zusammenhang mit der Emission der Wandelanleihe wird zu deren beizulegenden Zeitwert in der Bilanz ausgewiesen, der beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Anleihekomponente aller drei Tranchen beträgt zum Stichtag € 2.790.464 (Vorjahr: € 1.423.630). Der beizulegende Zeitwert der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Optionsschuldverschreibung beträgt zum Stichtag € 1.610 und der beizulegende Zeitwert des Darlehens beträgt € 2.047.224.
Die Buchwerte der im Vorjahr zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen ebenfalls annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese mit Ausnahme des beschriebenen langfristigen Teils eines aufgenommenen Darlehens allesamt kurzfristig sind.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. Im Geschäftsjahr 2016 bestehen keine finanziellen Verbindlichkeiten und finanzielle Vermögenswerte, die auf einer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der Ebene 3 beruhen.
Die Zuordnung zu den Fair Value-Ebenen stellt sich wie folgt dar:
FAIR VALUE-EBENEN in €
scroll
| 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte | |||
| Beteiligung SFC Energy Inc. | 0 | 71 | 71 |
| Kredite und Forderungen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 8.638.153 | 8.638.153 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 0 | 157.904 | 157.904 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 1.756.001 | 1.756.001 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 0 | 285.000 | 285.000 |
| Finanzielle Schulden | |||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 4.316.886 | 4.316.886 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 5.789.615 | 5.789.615 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 63.835 | 63.835 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 4.861.199 | 4.861.199 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 0 | 152.100 | 152.100 |
FAIR VALUE-EBENEN in €
scroll
| 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|
| Level 1 | Level 2 | Total | |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Kredite und Forderungen | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 6.759.498 | 6.759.498 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 0 | 50.595 | 50.595 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 3.277.066 | 3.277.066 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 0 | 435.000 | 435.000 |
| erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | |||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - langfristig | 0 | 3.304 | 3.304 |
| Finanzielle Schulden | |||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 4.216.928 | 4.216.928 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.262.550 | 7.262.550 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 87.780 | 87.780 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 1.316.756 | 1.316.756 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 0 | 1.163.601 | 1.163.601 |
Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE FINANZINSTRUMENTE in €
scroll
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| Kredite und Forderungen | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 47.924 | 1.599 |
| Aufwand aus Wertberichtigungen | -148.057 | -270.596 |
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 54.146 | 105.355 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -26.250 | -79.127 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Zinsertrag | 73 | 3.566 |
| Beteiligungen | ||
| Ergebnis aus Entkonsolidierung | 211.534 | 0 |
| Nettoergebnis der Kredite und Forderungen | 139.369 | -239.202 |
| zum beizulegenden Zeitwert | ||
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - langfristig | ||
| Aufwand aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | -3.304 | -529 |
| Nettoergebnis der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte | -3.304 | -529 |
| Finanzielle Schulden | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| Zinsaufwand | -275.813 | -288.215 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 4.100 | 6.819 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -11.960 | -81.854 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeltern | ||
| Zinsaufwand | -362.511 | -3.887 |
| Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schulden | -646.184 | -367.136 |
Kapitalmanagement
SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 sowie der Barkapitalerhöhung im November 2014 und August 2016, der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung im Dezember 2015 inkl. Erweiterung in 2016 sowie der Emission eines Darlehens und der Optionsschuldverschreibung im Oktober 2016 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
Im Dezember 2015 gab SFC eine Tranche (€ 1.650.000) einer Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtnennwert von € 5.000.000 mit einem Abschlag von 10 % aus. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden € 1.485.000 eingeworben. Der beizulegende Zeitwert des zusammengesetzten Instruments wurde in seine Eigenkapital- und Schuldkomponente aufgeteilt. Den Komponenten wurden Transaktionskosten gemäß dem Anteil der beizulegenden Zeitwerte jeder Komponente zugeordnet. Zusätzlich wurde im Januar 2016 im Rahmen einer Privatplatzierung der Wandelschuldverschreibung eine weitere Tranche in Höhe von € 550.000 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von € 495.000. Im März 2016 wurde eine weitere Tranche von € 1.100.000 platziert. Dies entspricht mit 10 % Abschlag einem Zufluss von liquiden Mitteln in Höhe von € 990.000.
Des Weiteren hat SFC am 18. Oktober 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein besichertes Darlehen über € 1.997.500 und auf Grundlage der von der Hauptversammlung der SFC Energy AG am 14. Juni 2016 erteilten Ermächtigung eine Optionsschuldverschreibung ausgegeben. Die Optionsschuldverschreibung wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre der SFC mittels einer Privatplatzierung an einen Privatinvestor und Darlehensgeber aus Singapur ausgereicht. Die Schuldverschreibung wird dabei mit einem Nennbetrag von € 2.500 und mit einer Laufzeit bis 2021 mit 4,0 % verzinst. Der Ausgabepreis der Optionsschuldverschreibung wurde auf 100 % des Nennbetrages festgelegt. Darüber hinaus bietet die Optionsschuldverschreibung ein Optionsrecht auf 161.427 Inhaber-Stammaktien der SFC ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital der SFC von € 1,00 je Aktie zu einem Optionspreis von je € 2,4779. Aus der Kapitalmaßnahme ist der SFC ein Bruttoemissionserlös in Höhe von € 2.000.000 zugeflossen.
Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Erläuterung "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"), das Eigenkapital (siehe Erläuterung "Eigenkapital") und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Erläuterung "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten").
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:
EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNS in €
scroll
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 13.338.672 | 16.557.811 |
| als % vom Gesamtkapital | 39,5 % | 46,1 % |
| Langfristige Schulden * | 7.118.901 | 4.088.175 |
| Kurzfristige Schulden * | 13.335.382 | 15.243.447 |
| Fremdkapital | 20.454.283 | 19.331.447 |
| als % vom Gesamtkapital | 60,5 % | 53,9 % |
| Gesamtkapital | 33.792.955 | 35.889.257 |
* Vorjahr angepasst, siehe (24)
Die Kapitalstruktur von SFC hat sich im Geschäftsjahr 2016 durch die Emission der Wandelschuldverschreibung, des Darlehens und der Optionsschuldverschreibung verändert. Aufgrund des negativen Konzernergebnisses verringert sich die Eigenkapitalquote auf 39,5 % (Vorjahr: 46,1 %).
Bereinigtes Betriebsergebnis
Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 unter anderem das sogenannte "bereinigte Betriebsergebnis". Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SFC ausgewiesenen Betriebsergebnisses auf das bereinigte Betriebsergebnis:
ÜBERLEITUNG AUF DAS BEREINIGTE BETRIEBSERGEBNIS in €
scroll
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | -4.897.875 | -10.644.567 |
| Unter Herstellungskosten ausgewiesen: | ||
| Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen identifizierte immaterielle Vermögenswerte | 0 | 35.212 |
| Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen | 0 | 202.987 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 24.020 | 121.954 |
| Unter Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen: | ||
| Wertminderungsaufwand aktivierte Entwicklungsleistungen | 0 | 61.282 |
| Wertminderungsaufwand Goodwill Impairment | 0 | 1.746.553 |
| Unter Vertriebskosten ausgewiesen: | ||
| Abschreibungen auf im Rahmen von Akquisitionen identifizierte immaterielle Vermögenswerte | 936.426 | 1.051.808 |
| Aufwendungen für SAR Programm Vorstand | -113.895 | 84.545 |
| Aufwendungen für Personal, Bonus | 42.221 | 158.959 |
| Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen | 0 | 768.720 |
| Wertminderungsaufwand Goodwill Impairment | 0 | 1.746.553 |
| Unter allgemeine Verwaltungskosten ausgewiesen: | ||
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 0 | 19.358 |
| Aufwendungen für SAR Programm Vorstand | -102.844 | 51.157 |
| Aufwendungen für Personal im Rahmen von Akquisitionen | 0 | 202.987 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | -4.111.947 | -4.392.491 |
In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z. B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken auftreten, die nachfolgend erläutert werden.
Risiken und Sicherungspolitik
Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Ausfallrisiko
Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für die Tochterunternehmen PBF und Simark erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 8.638.153 (Vorjahr: € 6.759.498) entfallen auf die 5 größten Kunden € 608.580, € 497.719, € 469.526, € 455.641 bzw. € 404.550, in Summe € 2.610.676. (Vorjahr: auf die 5 größten Kunden € 286.338, € 270.179, € 238.634, € 177.208 bzw. € 176.391, in Summe € 1.148.750). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN in €
scroll
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01. | 519.542 | 227.872 |
| Zuführung | 148.057 | 292.164 |
| Inanspruchnahme | -48.405 | 0 |
| Auflösung | -47.924 | -494 |
| Stand zum 31.12. | 571.270 | 519.542 |
Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.363.630 (Vorjahr: € 2.146.257) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 871.703 | 532.281 |
| Einzelwertberichtigt | -571.270 | -519.541 |
| Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 300.433 | 12.740 |
| Weder überfällig, noch wertberichtigt | 5.974.091 | 4.600.501 |
| Überfällig, nicht wertberichtigt | ||
| bis zu einem Monat überfällig | 1.306.303 | 1.121.547 |
| ein bis drei Monate überfällig | 351.307 | 347.999 |
| drei bis sechs Monate überfällig | 704.742 | 623.707 |
| über sechs Monate überfällig | 1.278 | 53.004 |
| Forderungsbestand laut Bilanz | 8.638.154 | 6.759.498 |
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.
Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 sowie im November 2014 und August 2016 und durch die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung im Jahr 2015 und 2016 sowie des Darlehens und der Optionsschuldverschreibung im Oktober 2016 begegnet. Die Liquiditätsreserven sind jedoch aufgrund des Jahresfehlbetrages in 2016 im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
In letzter Instanz liegt die Verantwortung für das Liquiditätsrisikomanagement beim Vorstand, der ein angemessenes Konzept zur Steuerung der kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsanforderungen aufgebaut hat. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von Rücklagen sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühestmöglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.
scroll
| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe | 1 Jahr | >1 Jahr | Summe | 1 Jahr | >1 Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten * | -4.316.886 | -4.316.886 | 0 | -4.216.928 | -4.216.928 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -5.789.615 | -5.789.615 | 0 | -7.262.550 | -7.262.550 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -63.835 | -42.986 | -20.849 | -87.780 | -42.380 | -45.400 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkelten | -4.861.199 | 0 | -4.861.199 | -1.316.756 | 0 | -1.316.756 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -152.101 | -152.101 | 0 | - 1.163.601 | -1.163.601 | 0 |
| Liquiditätsabfluss | -15.183.636 | -10.301.588 | -4.882.048 | -14.047.615 | -12.685.459 | -1.362.156 |
| Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Liquide Mittel | 2.041.001 | 2.041.001 | 0 | 3.712.066 | 3.712.066 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.638.153 | 8.638.153 | 0 | 6.759.498 | 6.759.498 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 157.904 | 157.904 | 0 | 50.595 | 50.595 | 0 |
| Liquiditätszufluss | 10.837.058 | 10.837.058 | 0 | 10.522.158 | 10.522.158 | 0 |
| Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten | -4.346.578 | 535.470 | -4.882.048 | -3.525.457 | -2.163.301 | -1.362.156 |
* Vorjahr angepasst, siehe (24)
Der Konzern rechnet bezogen auf die Finanzschulden mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bei Simark bis zum Ende der Restlaufzeit bei einem Zinssatz von 6,91 % (Vorjahr: 5,20 %) mit Zinszahlungen in Höhe von € 210.108 (Vorjahr: € 298.539). Für die Wandelanleihe sind bis zum Ende der Laufzeit bei einem Zinssatz von 4 % € 263.638 (Vorjahr: € 198.000) an Zinsen zu entrichten. Für das Darlehen sind bis zum Ende der Laufzeit bei einem Zinssatz von 13 % Zinsen in Höhe von € 568.400 zu entrichten. Für die Optionsschuldverschreibung sind bis zum Ende der Laufzeit bei einem Zinssatz in Höhe von 4 % € 501 zu entrichten.
Die liquiden Mittel sind inkl. der Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung dargestellt.
Zinsänderungsrisiko
Das Zinsrisiko resultiert im Wesentlichen aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
Zudem unterliegt der Konzern Zinsänderungsrisiken aus kurz- und langfristigen variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um € 9.065 (Vorjahr: € 5.231) verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.
Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.
Währungsrisiko
SFC erzielt aufgrund des Geschäftsvolumens von Simark einen wesentlichen Teil seines Konzernumsatzes in kanadischen Dollar, dem Aufwendungen bzw. Ausgaben in derselben Währung gegenüberstehen. Ferner erzielen SFC und Simark in Nordamerika Umsatzerlöse in US-Dollar, dem insbesondere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar für die Tochtergesellschaft in USA gegenüberstehen. Zudem kauft Simark einige Produkte in US-Dollar ein. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2016 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € 271.829 (Vorjahr: € 263.165) und bei einer Kursschwankung von + 5 % ein Effekt von € - 271.829 (Vorjahr: € - 263.165) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der Simark Controls Ltd. zum 31. Dezember 2016 hätte sich bei einer Kursschwankung von - 5 % ein Effekt von € - 867.594 (Vorjahr: € - 904.303) und bei einer Kursschwankung von + 5 % ein Effekt von € 867.594 (Vorjahr: € 904.303) ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte.
Aus der Umrechnung der rumänischen Tochtergesellschaft bzw. der Transaktionen in RON ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC, PBF und Simark zum 31. Dezember 2016 hätte bei einer Kursschwankung von - 5 % zu einem um € - 9.850 (Vorjahr: € - 27.601) und bei einer Kursschwankung um + 5 % zu einem um € 9.850 (Vorjahr: € 27.601) veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.
Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten Fremdwährungspositionen eine offene Fremdwährungsposition berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.
(34) Anteilsbasierte Vergütung
Stock Appreciation Rights Plan
Im Zuge der neuen Vorstandsverträge wurden zwischen der Gesellschaft und den drei Vorständen Herrn Dr. Podesser (Tranche PP1), Herrn Pol (Tranchen HP1 und HP2) sowie Herrn Schneider (Tranche StS1) ein Vertrag zum Abschluss eines Stock Appreciation Rights Plans (SAR Plan) geschlossen. Ziel des Plans ist es eine vorrangig an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Geschäftspolitik, welche die langfristige Wertsteigerung der Beteiligung der Aktionäre fördert zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2016 gab es keine Änderungen im Rahmen des Stock Appreciation Rights Plan.
Der Plan sieht eine variable Vergütung in Form von sogenannten Stock Appreciation Rights (SAR) vor. Ein SAR gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses bei Ausübung abzüglich des Ausübungspreises. Die SAR können nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist in einem Zeitraum von einem Jahr unter der Bedingung des Erreichens der Erfolgsziele und unter Beachtung der sogenannten Blackout-Perioden ausgeübt werden. Die Anzahl der ausübbaren SAR hängt dabei wesentlich vom durchschnittlichen Aktienkurs der SFC über einen Zeitraum von 30 Handelstagen vor Ablauf der jeweiligen Wartefrist ab (Referenzkurs).
Im Zuge der Erfolgsziele muss der durchschnittliche Börsenkurs der Gesellschaft 30 Handelstage vor dem Ablauf der jeweiligen Wartefrist den durchschnittlichen Börsenkurs 30 Handelstage vor Ausgabe der SAR übersteigen. Des Weiteren muss sich der Aktienkurs zum Ablauf der jeweiligen Wartezeit besser entwickelt haben als der ÖkoDAX der Frankfurter Wertpapierbörse.
Die Gewährung der SAR wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der SAR wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung eines Monte-Carlo Modells und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die SAR gewährt wurden, neu bewertet.
Die SAR haben sich im Jahr 2016 wie folgt entwickelt:
scroll
| Tranche PP1 | Tranche HP1 | Tranche StS1 | Tranche HP2 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl Stock Appreciation Rights (SAR) | 360.000 | 90.000 | 180.000 | 180.000 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 7,0 | 7,0 | 7,0 | 7,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2016 ausstehende SAR (01.01.2016) | 240.000 | 7.500 | 120.000 | 180.000 |
| In der Berichtsperiode 2016 | ||||
| gewährte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| verwirkte Phantom Shares | 120.000 | 0 | 60.000 | 60.000 |
| ausgeübte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2016 ausstehende SAR (31.12.2016) | 120.000 | 7.500 | 60.000 | 120.000 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2016 ausübbare SAR (31.12.2016) | 0 | 0 | 0 | 0 |
Im Vorjahreszeitraum haben sich die SAR wie folgt entwickelt:
scroll
| Tranche PP1 | Tranche HP1 | Tranche StS1 | Tranche HP2 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl Stock Appreciation Rights (SAR) | 360.000 | 90.000 | 180.000 | 180.000 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 7,0 | 7,0 | 7,0 | 7,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2015 ausstehende SAR (01.01.2015) | 360.000 | 7.500 | 180.000 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2015 | ||||
| gewährte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 180.000 |
| verwirkte Phantom Shares | 120.000 | 0 | 60.000 | 0 |
| ausgeübte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2016 ausstehende SAR (31.12.2015) | 240.000 | 7.500 | 120.000 | 180.000 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2016 ausübbare SAR (31.12.2015) | 0 | 0 | 0 | 0 |
Im Rahmen der Bewertung zum 31. Dezember 2016 wurden folgende Parameter berücksichtigt:
scroll
| Bewertungszeitpunkt | Tranche PP1 31.12.2016 | Tranche HP1 31.12.2016 | Tranche StS1 31.12.2016 | Tranche HP2 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit (in Jahren) | 4,25 | 4,00 | 4,67 | 4,50 |
| Volatilität | 40,55 % | 41,51 % | 41,12 % | 39,76 % |
| Risikoloser Zinssatz | -0,59 % | -0,62 % | -0,53 % | -0,41 % |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % |
| Ausübungspreis | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 |
| Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt | € 2,02 | € 2,02 | € 2,02 | € 2,02 |
Im Rahmen der Bewertung zum Vorjahr (31. Dezember 2015) wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
scroll
| Tranche PP1 | Tranche HP1 | Tranche StS1 | Tranche HP2 | |
|---|---|---|---|---|
| Bewertungszeitpunkt | 31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Restlaufzeit (in Jahren) | 5,25 | 5,00 | 5,67 | 6,50 |
| Volatilität | 36,18 % | 34,92 % | 35,67 % | 36,49 % |
| Risikoloser Zinssatz | -0,02 % | -0,05 % | 0,04 % | 0,15 % |
| Erwartete Dividendenrendite | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % | 0,00 % |
| Ausübungspreis | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 | € 1,00 |
| Aktienkurs der SFC Aktie zum Bewertungszeitpunkt | € 4,50 | € 4,50 | € 4,50 | € 4,50 |
Als Laufzeit wurde der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Vertragsende der jeweiligen Vereinbarung herangezogen. Der Aktienkurs wurde über Bloomberg aus dem Schlusskurs des XETRA-Handels zum 31. Dezember 2016 ermittelt. Die Volatilität wurde als laufzeitadäquate historische Volatilität der SFC Aktie über die jeweilige Restlaufzeit ermittelt. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, so dass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die erwartete Dividendenrendite beruht auf Markteinschätzungen für die Höhe der erwarteten Dividende der SFC Aktie in den Jahren 2016 und 2017.
Zum 31. Dezember 2016 wurde im Rahmen des SAR Plans eine Schuld in Höhe von € 37.390 (davon € 37.390 langfristig) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert (31. Dezember 2015: € 230.116; davon € 230.116 langfristig). Der Periodenaufwand für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beträgt € - 192.726 und entspricht damit einem Periodenertrag (Vorjahreszeitraum € 118.428 Periodenaufwand).
(35) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist.
Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 wie folgt zusammen:
Mitglieder des Vorstandes
Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)
Steffen Schneider, Gräfelfing, Kaufmann
Hans Pol, Ede, Niederlande, Kaufmann
Mitglieder des Aufsichtsrates
Tim van Delden, Düsseldorf, Dipl.-Ingenieur (Vorsitzender)
David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (Stellvertretender Vorsitzender)
Hubertus Krossa, Wiesbaden, Kaufmann
Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.
Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fixer Anteil | Variabler Anteil | Fixer Anteil | Variabler Anteil | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstand | 776.709 | -216.761 | 765.455 | 174.241 |
| Aufsichtsrat | 112.500 | 0 | 112.500 | 0 |
| Gesamt | 889.209 | -216.761 | 877.955 | 174.241 |
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 188.394 (Vorjahr: € 411.622) ausgewiesen.
Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für den Stock Appreciation Rights Plan (SAR Plan) für die Vorstände.
GESCHÄFTSJAHR 2016 in €
scroll
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Gesamtbetrag | |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Peter Podesser | 373.312 | -20.011 | -64.804 | 288.498 |
| Hans Pol | 190.346 | 0 | -79.969 | 110.376 |
| Steffen Schneider | 213.051 | -4.002 | -47.975 | 161.074 |
| Gesamt | 776.709 | -24.013 | -192.748 | 559.948 |
GESCHÄFTSJAHR 2015 in €
scroll
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Gesamtbetrag | |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Peter Podesser | 373.722 | 50.521 | -1.171 | 423.072 |
| Hans Pol | 191.911 | 8.029 | 77.009 | 276.949 |
| Steffen Schneider | 199.876 | 4.002 | 35.851 | 239.729 |
| Gesamt | 765.509 | 62.552 | 111.689 | 939.750 |
(36) Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Konzernjahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären zurechenbaren Verlust und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte potenzieller Stammaktien. Im Geschäftsjahr 2016 sind das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie aufgrund des Vorliegens eines Verwässerungsschutzes identisch, da die Umwandlung in Stammaktien den Verlust je Aktie aus dem laufenden Geschäft reduzieren würde.
Der gewichtete Durchschnitt der Stammaktien zum 31. Dezember 2016 stellt sich wie folgt dar:
scroll
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befander | 8.611.204 | 8.611.204 |
| Auswirkung der im August 2016 ausgegebenen Aktien | 58.139 | 0 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien zum 31. Dezember | 8.669.343 | 8.611.204 |
(37) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben in Höhe von € 390.372 (Vorjahr: € 849.473) sowie Termin- und Tagesgeldern in Höhe von € 1.365.629 (Vorjahr: € 2.427.593) zusammen.
Die Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die bei der Fälligkeit von Tages- und Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden sowie Ertragsteuerzahlungen für die kanadischen und rumänischen Tochtergesellschaften.
Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.
(38) Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung
Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat, welche als Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung dient.
Für die interne Neuausrichtung auf die Kernmärkte Öl & Gas, Sicherheit & Industrie und Freizeit sowie zur Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, das Bruttoergebnis vom Umsatz und den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögenswerte (EBITDA).
Die Segmentberichterstattung im Geschäftsjahr 2016 entspricht wie im Vorjahr der internen Berichtsstruktur.
Zum Segment "Öl & Gas" gehören der Vertrieb und Service sowie die Produktintegration für Stromversorgungs-, Instrumentierungs- und Automatisierungsprodukte für den Öl & Gas-Markt.
Das Segment "Sicherheit & Industrie" ist stark diversifiziert, im Prinzip gehören dazu alle industriellen Einsatzbereiche, in denen professionelle Anwender - mit Ausnahme von Kunden im Öl & Gasbereich - elektrische Anlagen fern vom Netz betreiben und die EFOY Pro Brennstoffzelle von SFC nutzen. Dazu gehören Anwendungen in der Sicherheits- und Überwachungsindustrie, im Verkehrsmanagement, in der Windindustrie und der Umwelttechnologie sowie Anwendungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich von Militärorganisationen und Behörden. Zum Produktportfolio für dieses Segment gehören somit auch die portable JENNY, die fahrzeugbasierte EMILY, der SFC Power Manager sowie Energienetzwerklösungen. Zudem verkauft PBF in diesem Segment seine Hochleistungselektronik-Bauteile, die in Präzisionsgeräten sowie in Test- und Messsystemen integriert werden.
Im Segment "Freizeit" kommen die EFOY COMFORT-Brennstoffzellen von SFC als Stromerzeuger für Reisemobile, Ferienhütten und Segelboote zum Einsatz.
Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse sowie des langfristigen Segmentvermögens nach Regionen ist nachfolgend dargestellt:
scroll
| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden | Langfristige Vermögenswerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2016 | 2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nordamerika | 19.678.696 | 26.389.726 | 8.062.034 | 8.681.559 |
| Europa (ohne Deutschland) | 13.304.905 | 11.989.841 | 2.883.275 | 3.338.584 |
| Deutschland | 6.141.821 | 6.705.278 | 2.114.127 | 2.140.774 |
| Asien | 3.099.21 2 | 1.468.068 | 0 | 0 |
| Rest der Welt | 1.816.741 | 757.207 | 0 | 0 |
| Gesamt | 44.041.375 | 47.310.120 | 13.059.436 | 14.160.918 |
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgte anhand der eingetragenen Firmensitze der jeweiligen Kunden. Im deutschen Heimatmarkt des Konzerns wurden Umsätze in Höhe von € 6.141.821 (Vorjahr: € 6.705.278) erzielt.
Im Geschäftsjahr 2016 sowie im Vorjahr wurde mit keinem Kunden ein Umsatz in Höhe von mehr als 10 % des Gesamtumsatzes generiert.
Die Abschreibungen des Anlagevermögens, welche innerhalb der Herstellungskosten angefallen sind, können den einzelnen Segmenten wie folgt zugeordnet werden:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Sicherheit & Industrie | 480.752 | 306.615 |
| Freizeit | 137.226 | 214.761 |
| Öl & Gas | 0 | 0 |
| Gesamt | 617.978 | 521.376 |
Zinserträge sind innerhalb des Segments "Sicherheit & Industrie" in Höhe von € 52, innerhalb des Segments "Freizeit" in Höhe von € 22 und innerhalb des Segments "Öl & Gas" in Höhe von € 0 enthalten.
Zinsaufwendungen entfallen auf das Segment "Sicherheit & Industrie" in Höhe von € 318.724, auf das Segment "Freizeit" in Höhe von € 126.915 sowie auf das Segment "Öl & Gas" in Höhe von € 241.132.
Das interne Berichtswesen beschränkt sich auf Aufwands- und Ertragsposten. Die Segmentberichterstattung enthält dementsprechend keine Bilanzposten.
(39) Honorare des Abschlussprüfers
Die Honorare betragen:
scroll
| in € | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 129.500 | 129.500 |
| Gesamt | 129.500 | 129.500 |
(40) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in 2016 abgegeben und diese auf der Internetseite der SFC Energy AG (www.sfc.com/de/investoren/corporate-governance) veröffentlicht. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat am 28. März 2017 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlichet. Die Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
(41) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 16. September 2016 hat der Aufsichtsrat der SFC Energy AG Herrn Marcus Binder mit Wirkung zum 1. März 2017 zum Vorstand bestellt. Herr Binder wird, neben dem bisherigen Vertriebsvorstand Hans Pol, als Vertriebsvorstand speziell für den Verteidigungs- und Sicherheitsmarkt zuständig sein, während sich Hans Pol ausschließlich auf die Weiterentwicklung des Geschäfts der niederländischen SFC-Tochter PBF B. V. Group konzentrieren wird.
Der Vorstand für den Bereich Finanzen der SFC Energy AG, Steffen Schneider, wird aus persönlichen Gründen gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtsrat mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2017 am 17. Mai 2017 im besten beiderseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausscheiden. Seine Tätigkeiten im SFC Konzern als CFO wird Herr Gerhard Inninger übernehmen. Er berichtet an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Peter Podesser, der das Finanzressort im Vorstand übernehmen wird. Herr Inninger war bereits von 2011 bis 2014 Finanzvorstand bei der SFC Energy AG.
Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet wird.
Brunnthal, den 28. März 2017
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender, CEO
Steffen Schneider, Vorstand, CFO
Hans Pol, Vorstand, CSO Power Electronics
Marcus Binder, Vorstand, CSO Defense & Security
Konzernabschluss UND KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
SFC ENERGY AG, BRUNNTHAL
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Brunnthal, den 28. März 2017
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender, CEO
Steffen Schneider, Vorstand, CFO
Hans Pol, Vorstand, CSO Power Electronics
Marcus Binder, Vorstand, CSO Defense & Security
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Segmentberichterstattung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zur Liquidität sowie zu Geschäftsverlauf und Lage im Konzernlagebericht hin. Dort wird in den Abschnitten "Finanz- und Liquiditätsrisiken", "Beschaffungs- und Produktionstechnische Risiken" sowie "Zusammenfassung von Geschäftsverlauf und Lage" ausgeführt, dass sich aufgrund des engen Zusammenhangs zwischen Ertragslage und zukünftiger Liquidität des Konzerns ein Abweichen von den prognostizierten Umsätzen und Ergebnissen negativ auf die derzeit noch hinreichende Finanzmittelausstattung auswirken könnte. Insbesondere weist der Vorstand darauf hin, dass aus der weiteren Verschiebung oder Nichtbeauftragung von Großprojekten im Verteidigungsbereich bestandsgefährdende Risiken entstehen können.
München, den 28. März 2017
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Götz, Wirtschaftsprüfer
Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer