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SFC Energy AG — Annual Report 2011
Apr 24, 2012
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Annual Report
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SFC Energy AG
Brunnthal
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG
Das vergangene Geschäftsjahr 2011 war entscheidend geprägt von der weiteren strategischen Ausrichtung des Unternehmens zum Systemanbieter von kompletten Energieversorgungslösungen, die insbesondere durch den Erwerb der niederländischen PBF-Gruppe weiter voran getrieben wurde. An diesem Prozess hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand teilgenommen. Der Aufsichtsrat nahm im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Er hat die Arbeit des Vorstands eng begleitet, ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und sorgfältig überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat, wie unten näher erläutert, frühzeitig und unmittelbar eingebunden. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.
AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG
Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 zunächst aus insgesamt sechs Mitgliedern zusammen, von denen zwei - nämlich die Herren Wolfgang Biedermann und Jakob-Hinrich Leverkus - ihre Aufsichtsratsmandate aber bereits mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 niedergelegt hatten. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 waren: (i) Herr Dr. Rolf Bartke, (ii) Herr Rüdiger C. Olschowy (bis zum 5. Mai 2011), (iii) Herr David Morgan, (iv) Herr Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011) sowie (v) Herr Dr. Jens Thomas Müller (seit dem 5. Mai 2011). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Mai 2011 hat unter Tagesordnungspunkt 6 auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen, den Aufsichtsrat der Gesellschaft auf insgesamt drei Mitglieder zu verkleinern und die Satzung entsprechend zu ändern. Die Änderung der Satzung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen und ist gemäß § 181 Abs. 3 AktG seit diesem Tage wirksam. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht danach seit dem 24. Mai 2011 gemäß § 10 Abs. 1 der Satzung aus insgesamt drei Personen.
Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft war auch im Geschäftsjahr 2011 Herr Dr. Rolf Bartke. Den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitz hatten Herr Rüdiger C. Olschowy (bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat am 5. Mai 2011) und Herr David Morgan (seit dem 5. Mai 2011) inne.
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2011 zur Wahrnehmung seiner Aufgaben auf insgesamt 6 Sitzungen - am 23./24. März (Bilanzaufsichtsratssitzung für das Geschäftsjahr 2010), 5. Mai, 25. Juli, 27. September, 26. Oktober und 6. Dezember 2011 - beraten. Mit Ausnahme der Sitzung am 27. September, die im Wege einer Telefonkonferenz abgehalten wurde, fanden sämtliche Sitzungen als Präsenzsitzungen statt. Dabei waren stets alle Aufsichtsratsmitglieder persönlich anwesend oder den Aufsichtsratssitzungen telefonisch zugeschaltet.
Der Aufsichtsrat hat sich auf seinen Sitzungen vom Vorstand ausführlich über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die aktuelle Geschäftslage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie der konzernweiten Compliance, die strategischen Ziele sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die Organisation der Gesellschaft und des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert, sich von der Leistungsfähigkeit dieser Organisation und des Risikomanagements überzeugt und wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat in verschiedenen Aufsichtsratssitzungen über den Status der einzelnen Business Units, die wirtschaftliche, finanzielle und strategische Situation der Gesellschaft und des Konzerns sowie über wesentliche Entwicklungen und Ereignisse (etwa zu eingeleiteten Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen), die Wachstumsstrategie des Unternehmens sowie kapitalmarktrechtliche Fragen. Regelmäßige Themen der Beratungen des Plenums waren zudem die Bereiche Finanzen und Controlling, Vertrieb und Marketing, Operations, Qualitätsmanagement, Human Resources sowie Forschung und Entwicklung. Der Vorstand erstattete zudem Bericht über die strategische Situation der US-amerikanischen Tochtergesellschaft der SFC Energy AG sowie die wesentlichen Entwicklungen in Bezug auf diese.
Darüber hinaus hat der Vorstand nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für ihn erlassenen Geschäftsordnung dem Aufsichtsratsvorsitzenden regelmäßig und dem Gesamtgremium auf den Aufsichtsratssitzungen ausführlich durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft sowie durch die Mitteilung von Finanzdaten (jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr) informiert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, insbesondere zum Vorstandsvorsitzenden, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete.
Ein wichtiges Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2011 bildete die M&A-Strategie des Unternehmens. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich mit möglichen Akquisitionen und potentiellen Zielunternehmen, ließ sich vom Vorstand und Mitarbeitern der beauftragten M&A-Beratungsfirma ausführlich hierzu informieren und beteiligte sich an den Ausführungen zur M&A-Strategie der Gesellschaft aktiv mit Fragen und eigenen Vorschlägen, diskutierte mit dem Vorstand ausführlich die Chancen und Risiken vorgeschlagener Maßnahmen und forderte weitere Informationen zu diesen an. Ein wesentliches Thema der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2011 war im Hinblick auf die M&A-Strategie der Gesellschaft insbesondere der Erwerb der niederländischen PBF-Gruppe durch die SFC Energy AG. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand in verschiedenen Sitzungen ausführlich über die PBF-Gruppe, ihre geplante Einbindung in den SFC-Konzern, die Details der potentiellen Akquisition (etwa im Hinblick auf die in Aussicht genommenen Vertragsbestimmungen, den Kaufpreis und seine Bestandteile) sowie die Transaktionskosten informieren lassen. Er hat die mit dem Erwerb der PBF-Gruppe verfolgten Ziele, auch im Hinblick auf mögliche Synergieeffekte und die Einbindung der PBF-Gruppe im Rahmen der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft zum Systemanbieter, gemeinsam mit dem Vorstand und innerhalb des Kontrollorgans diskutiert und dem Abschluss des Anteilskaufvertrages sowie von Anstellungsverträgen mit dem Management der PBF-Gruppe nach ausführlichen Diskussionen und Beratungen zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat sich des Weiteren eingehend mit der vom Vorstand beschlossenen Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital zur teilweisen Finanzierung des Erwerbs der PBF-Gruppe befasst, die rechtlichen Rahmenbedingungen über die Ausübung des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts in diesem konkreten Fall sowie die Angemessenheit des Ausgabepreises der neuen Aktien diskutiert und der Kapitalerhöhung, dem Ausschluss des Bezugsrechts sowie den weiteren Festsetzungen des Vorstands zum Inhalt der Aktienrechte und den übrigen Bedingungen der Aktienausgabe nach umfassender Beratung zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat die Maßnahmen des Vorstands zur Integration der PBF-Gruppe in den SFC-Konzern zudem aktiv begleitet.
Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2011 weiterhin mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere der Bestellung von Gerhard Inninger zum CFO der Gesellschaft. Auf Vorschlag des Aufsichtsratsvorsitzenden haben alle Aufsichtsratsmitglieder Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt, die in die engere Auswahl einbezogen wurden. Nach eingehenden Diskussionen wurde der Aufsichtsratsvorsitzende mit den Vertragsverhandlungen mit Herrn Inniger beauftragt und Herr Inninger am 22. Juni 2011 mit Wirkung zum 16. August 2011 zum Vorstand bestellt. Weiterhin befasst sich der Aufsichtsrat mit den Jahresboni für das Geschäftsjahr 2010 für die Mitglieder des Vorstandes und die Zielvorgaben für den Jahresbonus 2011 und das LTIP 2011 - 2013, der Verabschiedung einer neuen Geschäftsordnung für das Geschäftsführungsorgan und der Neubesetzung des Vorsitzes des board of directors der US-amerikanischen Konzerngesellschaft SFC Inc.
Auf der Aufsichtsratssitzung vom 24. und 25. März 2011 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem handelsrechtlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht sowie dem IFRS-Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 befasst und diese in Abstimmung mit seinem Prüfungsausschuss und in Gegenwart des Abschlussprüfers der Gesellschaft erörtert und gebilligt. Auf der Aufsichtsratssitzung am 5. Mai 2011 ging es u. a. um Änderungen des Risk Management Reporting und mögliche Ziele einer strategischen Übernahme. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 25. Juli 2011 befasste sich der Aufsichtsrat u. a. mit den Halbjahresfinanzzahlen, den Aussichten für das Gesamtjahr 2011 und der M&A-Strategie der Gesellschaft. Ein Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 27. September 2011 war etwa der geplante Erwerb der PBF-Gruppe durch die Gesellschaft sowie Maßnahmen zur Kostenreduzierung im Unternehmen. Themen der Aufsichtsratssitzung am 26. Oktober 2011 waren u. a. der Q3-Finanzbericht, der Status der Akquisition der PBF-Gruppe und ihre Integration in den SFC-Konzern, Änderungen im internationalen Vertrieb und der Geschäftsverteilungsplan des Vorstands. Auf der Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2011 ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Strategie und Planung einschließlich des Budgets für das Jahr 2012 sowie über den Status der Integration der PBF-Gruppe in den SFC-Konzern unterrichten. Zudem hat sich der Aufsichtsrat auf dieser Sitzung am 6. Dezember 2011 eine neue Geschäftsordnung gegeben.
Die Aufsichtsratsmitglieder nahmen an sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 teil oder waren diesen telefonisch zugeschaltet.
AUSSCHÜSSE
Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2011 aus seiner Mitte zunächst zwei ständige Ausschüsse gebildet, (i) den Prüfungsausschuss, der aus den Herren David Morgan (Ausschussvorsitzender), Dr. Rolf Bartke und Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011) bzw. Herrn Rüdiger C. Olschowy (vom 1. Februar bis zum 5. Mai 2011) bestand, sowie (ii) den Personalausschuss, dem die Herren Dr. Rolf Bartke (Ausschussvorsitzender), Rüdiger C. Olschowy (bis zum 5. Mai 2011) und David Morgan angehörten. Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr 2011 bis zu seiner Auflösung einmal getagt, nämlich am 23./24. März. Dabei waren alle Ausschussmitglieder persönlich anwesend. Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2011 bis zu seiner Auflösung dreimal getagt und zwar am 24. Januar, 17. März und 23./24. März. Dabei waren stets alle Ausschussmitglieder persönlich anwesend oder den Ausschusssitzungen telefonisch zugeschaltet.
Am 5. Mai 2011 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrats von sechs auf drei Mitglieder zu verringern. Diese Satzungsänderung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Der Aufsichtsrat hat die bestehenden Ausschüsse aufgrund der Verringerung der satzungsmäßigen Größe des Aufsichtsrats auf drei Mitglieder aufgelöst da er - im Einklang mit dem juristischen Schrifttum - die Ansicht vertritt, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann.
Der Prüfungsausschuss hat den Aufsichtsrat bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2010 beraten und die Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers diskutiert und bewertet. Er hat den Aufsichtsrat ferner bei Fragen der Sicherung und Verbesserung der Unternehmensüberwachung unterstützt und damit die ihm zugewiesene Controlling-Funktion erfüllt. Weiterhin beschäftigte sich der Prüfungsausschuss bis zu seiner Auflösung mit dem Risikomanagementsystem des Unternehmens. Der Prüfungsausschuss hat mit dem Vorstand die Finanzzahlen für das erste Quartal 2011 besprochen, sich ausführlich über die Geschäftslage berichten lassen und Finanzkennziffern eingehend erörtert und diskutiert.
Der Personalausschuss hat bis zu seiner Auflösung den Aufsichtsrat bei der Vorbereitung der dem Plenum vorbehaltenen Personalentscheidungen unterstützt. So hat sich der Personalausschuss etwa über Bonuszahlungen für den Vorstand für das Geschäftsjahr 2010, die Verlängerung des Vorstandsvertrages von Herrn Dr. Podesser und die Besetzung von Management-Positionen im Unternehmen beraten und abgestimmt und Empfehlungen für den Aufsichtsrat ausgesprochen.
CORPORATE GOVERNANCE
Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in dem Corporate Governance Bericht und der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 29 ff. des Geschäftsberichts zu finden.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Vergütungsbericht, der auf den Seiten 36 ff. des Geschäftsberichts abgedruckt ist, individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen.
Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2011 ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 23./24. März 2011 einen potentiellen Interessenkonflikt in Bezug auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn David Morgan festgestellt. Unter Tagesordnungspunkt 10 dieser Aufsichtsratssitzung ging es um die M&A-Strategie der Gesellschaft. An einem der für eine Akquisition in Frage kommenden Unternehmen ist ein Großaktionär der Gesellschaft, die Conduit Ventures Ltd., beteiligt. Da Herr Morgan Vorsitzender des Verwaltungsrates der Conduit Ventures Ltd. ist, hatte Herr Morgan erklärt und dies hatte der Aufsichtsrat dann beschlossen, dass sich Herr Morgan bei einer möglichen Beschlussfassung über den Erwerb des Unternehmens enthalten wird. Da die Gesellschaft einen Erwerb des Unternehmens in der Folgezeit nicht weiter verfolgt hat, ist es zu einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats in dieser Sache im Geschäftsjahr 2011 allerdings nicht gekommen.
Weitere Interessenkonflikte sind im Berichtszeitraum nicht aufgetreten.
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2011 eine Effizienzprüfung seiner Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen. Die Gesellschaft bekennt sich zu den im Corporate Governance Kodex niedergelegten Empfehlungen. Die von Vorstand und Aufsichtsrat jährlich abzugebende Entsprechenserklärung, zuletzt vom 27. März 2012, ist auf der Homepage der Gesellschaft unter http://www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php abrufbar. Sie ist auch im Geschäftsbericht abgedruckt (auf Seite 29 ff.).
RECHNUNGSLEGUNG
Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat den Prüfungsauftrag verhandelt, Prüfungspunkte vorgegeben und den Auftrag erteilt. Die vereinbarten Prüfungsschwerpunkte waren: (i) IFRS: Purchase Price Allocation der P&E Interholding BV, Überleitungsrechnung zum IFRS-Abschluss, Vollständigkeit der Konsolidierungsbuchungen, Vollständigkeit der Anhangsangaben ("Notes"); (ii) HGB: Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem in den Prozessbereichen Beschaffung und Sachanlagen, Nachweis der Umsatzerlöse und Forderungen, Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen.
Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SFC Energy AG zum 31. Dezember 2011 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat auch diesen Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Am 27. März 2012 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen sowie Prüfberichte und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt und von diesen sorgfältig studiert. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Da der Jahresabschluss für das am 31. Dezember 2011 beendete Geschäftsjahr keinen Bilanzgewinn ausweist, bedurfte es keines Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinnes. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.
Der Aufsichtsrat hat in Kenntnis und unter Berücksichtigung der Prüfberichte der Abschlussprüfer sowie in Gespräch und Diskussion mit diesen den Jahres- und Konzernabschluss sowie die jeweiligen Lageberichte geprüft und sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat auf Basis seiner eigenen Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie der jeweiligen Lageberichte danach festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er billigte in dieser Bilanzaufsichtsratssitzung am 27. März 2012 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 mit den jeweiligen Lageberichten. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2011 erzielten, besonderen Erfolge.
Brunnthal, 27. März 2012
Der Aufsichtsrat
Dr. Rolf Bartke, Vorsitzender
Corporate Governance Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung gemäss § 289A HGB
Im Folgenden berichten der Vorstand und der Aufsichtsrat über die Corporate Governance bei der SFC Energy AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der nachstehende Bericht enthält zugleich die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie den Vergütungsbericht.
Der Begriff Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste, transparente und an einer nachhaltigen Wertschaffung orientierten Unternehmensführung und umfasst das gesamte Leitungs- und Überwachungssystem eines Unternehmens einschließlich seiner Organisation, geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien sowie der internen und externen Steuerungs- und Überwachungsmechanismen. Corporate Governance fördert das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Geschäftspartner, der Finanzmärkte, der Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in die Führung und Überwachung der SFC Energy AG. Mittel einer effektiven Corporate Governance sind die vertrauensvolle und effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung der Aktionärsinteressen sowie eine offene und aktuelle Unternehmenskommunikation. Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG fühlen sich den Grundsätzen einer guten Corporate Governance verpflichtet und sind davon überzeugt, dass diese eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Unternehmens ist.
Die Corporate Governance wird bei SFC Energy AG in regelmäßigen Abständen überprüft und weiter entwickelt. Die SFC Energy AG folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit nur wenigen Ausnahmen, die der folgenden Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) entnommen werden können.
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG
Nach § 161 Aktiengesetz (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ("Kodex") entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Die Gesellschaften können somit von den Empfehlungen des Kodex abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen und zu begründen. Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. So trägt der Kodex zur Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung bei.
Vorstand und Aufsichtsrat haben am 27. März 2012 gemäß § 161 AktG nachfolgende Erklärung abgegeben. Diese bezieht sich für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 23. März 2011 (aktualisiert am 25. Juli 2011) auf die Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juni 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Die Entsprechenserklärung vom 27. März 2012 lautet wie folgt:
"Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der jeweils einschlägigen Fassung mit folgenden Ausnahmen durchgängig entsprochen wurde und wird:
| ― | Gemäß Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. In der Zeit vom 1. Januar 2011 bis zum 15. August 2011 bestand der Vorstand der Gesellschaft nur aus nur einer Person und verfügte nicht über einen Vorsitzenden oder Sprecher. Mit Wirkung ab dem 16. August 2011 hat der Aufsichtsrat ein zweites Vorstandsmitglied in der Funktion des Finanzvorstands (Chief Financial Officer, CFO) bestellt und das weitere Vorstandsmitglied zum Vorstandsvorsitzenden (Chief Executive Officer, CEO) ernannt. Seit diesem Zeitpunkt liegt also keine Abweichung von Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex mehr vor. |
| ― | Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des Kodex soll bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Der bis zum 31. März 2011 laufende Vorstandsanstellungsvertrag des Chief Executive Officer (CEO) sah für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund keinen solchen Abfindungs-Cap vor. Ein entsprechender Cap wäre im Ergebnis aber auch nicht relevant geworden, da es zu keiner vorzeitigen Beendigung dieses Vorstandsvertrages gekommen ist. Sämtliche ab oder nach dem 1. April 2011 geltenden Vorstandsanstellungsverträge enthalten hingegen einen entsprechenden Cap, so dass seit diesem Zeitpunkt insoweit keine Abweichung mehr vorliegt. |
| ― | Gemäß Ziffer 5.3.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden, wobei nach Ziffer 5.3.2 des Kodex insbesondere ein Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerichtet werden soll. In der Vergangenheit hat der Aufsichtsrat der SFC Energy AG zwei Ausschüsse aus seiner Mitte gebildet, nämlich einen Prüfungsausschuss und einen Personalausschuss. Am 5. Mai 2011 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrates von sechs auf drei Mitglieder zu verringern. Diese Satzungsänderung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister eingetragen. Der Aufsichtsrat ist im Einklang mit dem juristischen Schrifttum der Ansicht, dass die Effizienz der Beratungs- und Kontrolltätigkeit bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat durch Ausschussbildung nicht sinnvoll erhöht werden kann. Der Aufsichtsrat hat die vormals eingerichteten Ausschüsse daher aufgelöst, so dass eine Abweichung von den Empfehlungen in Ziffern 5.3.1 und 5.3.2 des Kodex vorliegt. |
| ― | Gemäß Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet. Die SFC Energy AG vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat keine Arbeitnehmer vertreten sind. Sie nimmt daher von der Bildung eines solchen Ausschusses Abstand. |
| ― | Gemäß Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Von der Empfehlung zur Formulierung, Berücksichtigung und Veröffentlichung konkreter Ziele wird abgewichen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats muss eine am Unternehmensinteresse ausgerichtete effektive Beratung und Überwachung des Vorstands gewährleisten. Um eine pflichtgemäße Wahrnehmung dieser gesetzlichen Aufgaben sicherzustellen, wird sich der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen auch zukünftig in erster Linie von den Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen der in Betracht kommenden Kandidatinnen und Kandidaten leiten lassen. Dabei wird der Aufsichtsrat auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegte Altersgrenze sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Die vorherige Festlegung konkreter Ziele oder geschlechtsspezifischer Quoten erachtet der Aufsichtsrat indes weder für erforderlich noch für angemessen, da hierdurch die Auswahl geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten gerade für die SFC Energy AG als kleinere börsennotierte Aktiengesellschaft pauschal eingeschränkt würde. Dementsprechend erfolgt im Corporate Governance Bericht auch keine Berichterstattung über eine diesbezügliche Zielsetzung. |
| ― | Gemäß Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Dies war nach der Satzung der SFC Energy AG in der Vergangenheit der Fall. Am 5. Mai 2011 hat die Hauptversammlung beschlossen, die Vergütung auf eine reine Festvergütung umzustellen. Diese Satzungsänderung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister eingetragen. Damit liegt eine Abweichung von Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex vor. Nach Ansicht der SFC Energy AG trägt eine fixe Vergütungsstruktur der gesetzlichen Beratungs- und Überwachungsfunktion des Aufsichtsrats, die unabhängig vom Unternehmenserfolg zu erfüllen ist, besser Rechnung als eine Kombination mit erfolgsorientierten Vergütungskomponenten. Auf diese Weise werden auch potentielle Interessenkonflikte bei den Aufsichtsratsmitgliedern ausgeschlossen, die sich aus den Erfolgskriterien ergeben können. Zudem wird eine Beeinträchtigung der Kontrollfunktion des Aufsichtsrats in Fällen der Parallelität von vorstands- und aufsichtsratsbezogenen Erfolgskriterien ausgeschlossen." |
Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der SFC Energy AG unter www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
STRUKTUR UND ARBEITSWEISE DER LEITUNGS- UND KONTROLLORGANE
Eine verantwortungsvolle und transparente Unternehmensführung und Kontrollstruktur ist für die SFC Energy AG die zentrale Grundlage zur Schaffung von Werten und Vertrauen. Die Struktur der Leitungs- und Kontrollorgane innerhalb der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Aktionäre der SFC Energy AG nehmen ihre Rechte am Unternehmen in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Mitsprache- und Stimmrecht aus. Die SFC Energy AG unterrichtet ihre Aktionäre, wie auch Analysten, Aktionärsvereinigungen, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten sowie auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht ist. Im Rahmen ihrer Investor Relations-Tätigkeit finden regelmäßige Treffen der Gesellschaft mit Analysten und institutionellen Anlegern statt. Zudem hält die Gesellschaft jährlich eine Analystenkonferenz, zuletzt am 22. November 2011, ab.
Die Hauptversammlung der SFC Energy AG findet jährlich in den ersten acht Monaten des Geschäftsjahres statt und entscheidet über sämtliche ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben wie die Gewinnverwendung, Wahl und Entlastung der Aufsichtsrats- sowie Entlastung der Vorstandsmitglieder, Wahl des Abschlussprüfers, Änderung der Satzung der Gesellschaft sowie weitere Aufgaben.
Zur Erleichterung der Wahrnehmung ihrer Rechte und zur Vorbereitung der Aktionäre auf die Hauptversammlung werden diese bereits im Vorfeld der Hauptversammlung durch den Geschäftsbericht und die Einladung zur Versammlung umfassend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die anstehenden Tagesordnungspunkte unterrichtet. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, einschließlich des Geschäftsberichts, sind auch auf der Webseite der Gesellschaft veröffentlicht. Um die Wahrnehmung der Aktionärsrechte zu erleichtern, bietet SFC Energy AG allen Aktionären, die ihre Stimmrechte nicht selbst ausüben können oder wollen, an, über einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen.
Vorstand
Der Vorstand der SFC Energy AG leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen. Der Vorstand handelt dabei frei von Weisungen Dritter und nach Maßgabe des Gesetzes, der Satzung und der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen achtet der Vorstand der SFC Energy AG zudem auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.
Unbeschadet des Grundsatzes der Gesamtverantwortung, wonach alle Mitglieder des Vorstands die Verantwortung für die Geschäftsführung gemeinsam tragen, führt jedes Mitglied des Vorstands das ihm übertragene Ressort in eigener Verantwortung. Der Vorstandsvorsitzende hat die Federführung in der Gesamtleitung und der Geschäftspolitik des Unternehmens. Er sorgt für die Koordination und Einheitlichkeit der Geschäftsführung im Vorstand und vertritt die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand der Vorstand der SFC Energy AG zunächst, in der Zeit vom 1. Januar bis zum 15. August 2011, aus nur einem Mitglied, nämlich Herrn Dr. Peter Podesser, der die Funktion des Chief Executive Officer (CEO) ausübt. Seit der Bestellung von Herrn Gerhard Inninger, dem die Aufgabe des Chief Financial Officer (CFO) zugewiesen ist, in den Vorstand der Gesellschaft am 16. August 2011, wird die Gesellschaft wieder von einem zweiköpfigen Vorstand geleitet.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der SFC Energy AG arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Risikolage und des Risikomanagements sowie über alle sonstigen wichtigen Ereignisse, die für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Auch die strategische Ausrichtung der SFC Energy AG wird regelmäßig mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Wesentliche Entscheidungen des Vorstands sind nach der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand zudem an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei den Mitgliedern des Vorstands der SFC Energy AG keine Interessenkonflikte auf, die unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offenzulegen gewesen wären. Kein Vorstandsmitglied war Mitglied des Aufsichtsrats bei nicht zum Konzern gehörenden Handelsgesellschaften.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und überwacht diesen bei der Leitung der SFC Energy AG. In Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Bestimmte Angelegenheiten der Geschäftsführung bedürfen nach Maßgabe von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung des Vorstands oder Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat seiner Zustimmung. Der Aufsichtsrat begleitet den Vorstand aktiv durch Beratungen und Diskussionen, nimmt die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwacht die Geschäftsführung auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend (siehe hierzu auch den Bericht des Aufsichtsrats Seite 20 ff.).
Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet die Aufsichtsratssitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Mit dem Vorstand steht er in regelmäßigem Kontakt und berät mit ihm insbesondere die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die im Rahmen von Gesetz und Satzung u. a. Regelungen zu den Aufsichtsratssitzungen, den Aufsichtsratsausschüssen, zur Verschwiegenheitspflicht und zum Umgang mit Interessenkonflikten enthält.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Nach § 10 Abs. 1 der Satzung setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 zunächst aus insgesamt sechs Mitgliedern zusammen, von denen zwei - nämlich die Herren Wolfgang Biedermann und Jakob-Hinrich Leverkus - ihre Aufsichtsratsmandate aber bereits mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 niedergelegt hatten. Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 waren: (i)Herr Dr. Rolf Bartke, (ii) Herr Rüdiger C. Olschowy (bis zum 5. Mai 2011), (iii) Herr David Morgan, (iv) Herr Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011) sowie (v) Herr Dr. Jens Thomas Müller (seit dem 5. Mai 2011). Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Mai 2011 hat unter Tagesordnungspunkt 6 auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen, den Aufsichtsrat der Gesellschaft auf insgesamt drei Mitglieder zu verkleinern und die Satzung entsprechend zu ändern. Die Änderung der Satzung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen und ist gemäß § 181 Abs. 3 AktG seit diesem Tage wirksam. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht danach gegenwärtig gemäß § 10 Abs. 1 der Satzung aus insgesamt drei Personen, nämlich den Herren (i) Dr. Rolf Bartke (Aufsichtsratsvorsitzender), Wirtschaftsingenieur aus Berlin, (ii)David Morgan (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Kaufmann aus Rolvenden, Kent, UK und (iii) Dr. Jens Thomas Müller, Chemiker aus München.
Mit Ausnahme von Herrn Dr. Jens Thomas Müller, der auf Vorschlag des Aktionärs HPE PRO Institutional Fund B. V., Amsterdam, Niederlande, der mehr als 25 Prozent der Stimmrechte an der SFC Energy AG hält, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt wurde, gehörten oder gehören dem Aufsichtsrat keine ehemaligen Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG an. Dem Aufsichtsrat gehört nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an.
Im Geschäftsjahr 2011 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit potentiellen Interessenkonflikten seiner Mitglieder befasst und seinen Umgang hiermit erörtert und abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 23./24. März 2011 einen potentiellen Interessenkonflikt in Bezug auf das Aufsichtsratsmitglied Herrn David Morgan festgestellt. Unter Tagesordnungspunkt 10 dieser Aufsichtsratssitzung ging es um die M&A-Strategie der Gesellschaft. An einem der für eine Akquisition in Frage kommenden Unternehmen ist ein Großaktionär der Gesellschaft, die Conduit Ventures Ltd., beteiligt. Da Herr Morgan Vorsitzender des Verwaltungsrates der Conduit Ventures Ltd. ist, hatte Herr Morgan erklärt und dies hatte der Aufsichtsrat dann beschlossen, dass sich Herr Morgan bei einer möglichen Beschlussfassung über den Erwerb des Unternehmens enthalten wird. Da die Gesellschaft einen Erwerb des Unternehmens in der Folgezeit nicht weiter verfolgt hat, ist es zu einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats in dieser Angelegenheit aber nicht gekommen. Weitere Interessenkonflikte sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Es bestanden auch keine Berater- und/oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft.
Ausschüsse des Aufsichtsrats: Der Aufsichtsrat hatte im Geschäftsjahr 2011 aus seiner Mitte zunächst zwei ständige Ausschüsse gebildet, (i) den Prüfungsausschuss, der aus den Herren David Morgan (Ausschussvorsitzender), Dr. Rolf Bartke und Dr. Manfred Stefener (bis zum 31. Januar 2011) bzw. Herrn Rüdiger C. Olschowy (vom 1. Februar bis zum 5. Mai 2011) bestand, sowie (ii) den Personalausschuss, dem die Herren Dr. Rolf Bartke (Ausschussvorsitzender), Rüdiger C. Olschowy (bis zum 5. Mai 2011) und David Morgan angehörten. Der Personalausschuss hat im Geschäftsjahr 2011 bis zu seiner Auflösung einmal getagt, nämlich am 23./24. März. Dabei waren alle Ausschussmitglieder persönlich anwesend. Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2011 bis zu seiner Auflösung dreimal getagt und zwar am 24. Januar, 17. März, und 23./24. März. Dabei waren stets alle Ausschussmitglieder persönlich anwesend oder den Ausschusssitzungen telefonisch zugeschaltet.
Am 5. Mai 2011 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die satzungsmäßige Größe des Aufsichtsrats von sechs auf drei Mitglieder zu verringern. Diese Satzungsänderung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Der Aufsichtsrat hat die bestehenden Ausschüsse aufgrund der Verringerung der satzungsmäßigen Größe des Aufsichtsrats auf drei Mitglieder aufgelöst.
Der Prüfungsausschuss hat sich im vergangenen Geschäftsjahr bis zu seiner Auflösung insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements befasst. Der Personalausschuss hat bis zu seiner Auflösung den Aufsichtsrat insbesondere bei der Vorbereitung der dem Aufsichtsrat vorbehaltenen Personalentscheidungen unterstützt.
Von den amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern qualifiziert sich insbesondere Herr David Morgan als unabhängiger Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG. Er verfügt über langjährige Berufserfahrung als englischer Wirtschaftsprüfer, ist Vorsitzender des Prüfungsausschusses in zwei anderen börsennotierten Unternehmen und ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen herausgehobenen Positionen im Bereich der Unternehmensfinanzen tätig. Herr Morgan war, bis zu dessen Auflösung, auch der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
Im Zuge seiner Verkleinerung auf drei Mitglieder hat der Aufsichtsrat seine Ausschüsse aufgelöst, so dass insoweit eine Abweichung von den Ziffern 5.3.1 und 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex vorliegt. In Übereinstimmung mit dem juristischen Schrifttum ist die SFC Energy AG der Ansicht, dass eine Ausschussbildung innerhalb eines nur dreiköpfigen Aufsichtsgremiums nicht sinnvoll erscheint und zu keinerlei Effizienzvorteilen in Bezug auf die Wahrnehmung der Beratungs- und Kontrollfunktion führt. Die Aufgaben, die dem Prüfungsausschuss bzw. dem Personalausschuss übertragen waren, werden nunmehr vollständig von dem verkleinerten Gesamtaufsichtsrat wahrgenommen.
Seit dem 14. Juni 2007 empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3.3 ferner die Bildung eines Nominierungsausschusses, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Die SFC Energy AG vertritt im Einklang mit dem juristischen Schrifttum die Ansicht, dass die Bildung eines Nominierungsausschusses obsolet ist, wenn im Aufsichtsrat keine Arbeitnehmer vertreten sind. Sie nimmt daher von der Bildung eines solchen Ausschusses Abstand.
Risikomanagement
Der verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken zählt zu den Aufgaben einer guten Corporate Governance. Der Vorstand der SFC Energy AG stellt ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen sicher. Hierdurch ist gewährleistet, dass Risiken rechtzeitig erkannt und Risikopotenziale minimiert werden. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Chancen- und Risikobericht des Konzernlageberichts, Seite 56 ff. dargestellt.
Transparenz
Es ist das Ziel der SFC Energy AG, eine größtmögliche Transparenz zu gewährleisten und allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle Zielgruppen über aktuelle Entwicklungen bei der Gesellschaft informieren. Ad-hoc-Mitteilungen der Gesellschaft sind auf der Webseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Auch Pressemitteilungen sowie sonstige Unternehmensnachrichten werden hier zur Verfügung gestellt. Die Entsprechenserklärung und alle nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex sind auf der Internetseite der Gesellschaft ebenfalls zugänglich gemacht.
Nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz müssen die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der SFC Energy AG und bestimmte Mitarbeiter in Führungspositionen sowie die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen legen.
Das Vorstandsmitglied Herr Dr. Peter Podesser hat der SFC Energy AG mitgeteilt, dass er am 3. Januar 2011 insgesamt 1.000 und am 28. Februar 2011 insgesamt 40.000 Stückaktien der Gesellschaft erworben hat.
Sämtliche Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz sind auf der Webseite der Gesellschaft unter www.sfc.com veröffentlicht. Der Gesamtbesitz aller Vorstandsmitglieder an Aktien der SFC Energy AG betrug zum 31. Dezember 2011 2,76 %, der aller Aufsichtsratsmitglieder 0,72 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss der SFC Energy AG sowie die Zwischenberichte erfolgen nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) gemäß den Vorgaben des International Accounting Standards Board. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 wurde von der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Anteilseignern und Interessenten stehen der Abschluss und die Zwischenberichte auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung.
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der SFC Energy AG Anwendung finden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Im Vergütungsbericht werden des Weiteren die Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.
Vergütungssystem des Vorstandes
Nach dem Aktiengesetz in der Fassung des VorstAG ist die Festsetzung der Vorstandsvergütung dem Plenum des Aufsichtsrats vorbehalten. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands besteht aus den folgenden Elementen:
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung, die in zwölf gleichen Monatsraten gezahlt wird.
Ferner erhalten die Vorstandsmitglieder im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus). Im Geschäftsjahr 2011 waren die Ziele jeweils mit 25 % von der Budgetzielerreichung Umsatz, Bruttomarge und EBIT abhängig. 25 % des Bonus stehen im Ermessen des Aufsichtsrates.
Darüber hinaus besteht für die Vorstände die Möglichkeit, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms (LTIP) des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum der Dauer ihrer Vorstandsverträge zu erhalten. Herr Dr. Podesser nimmt an dem LTIP seit dem Jahr 2009 teil, Herr Inninger nimmt erst ab dem Jahr 2012 teil. Für das Jahr 2011 erhält Herr Inninger als Äquivalent eine einmalige Zuzahlung von € 18.750,00, die im Januar 2012 an ihn ausbezahlt wurde. Das LTIP basiert auf einem sog. Phantomaktienmodell und ist in jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 (Herr Dr. Podesser) bzw. 2012 bis 2014 (Herr Inninger) umfassen. Die Barvergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes ist im Wesentlichen vom Aktienkurs der Gesellschaft und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig. Weitere Einzelheiten zum LTIP finden Sie im Konzernlagebericht auf Seite 54 ff.
Des Weiteren hat Herr Dr. Podesser im Geschäftsjahr 2011 als Gegenleistung für die vom Aufsichtsrat initiierte frühzeitige Verlängerung der Amtszeit als Vorstand und den Abschluss des neuen Vorstandsanstellungsvertrages eine einmalige Verlängerungsprämie erhalten.
Schließlich erhalten die Mitglieder des Vorstands bestimmte Nebenleistungen. So stellt die Gesellschaft beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils € 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ("D&O-Versicherung") abgeschlossen.
Vorstandsvergütung im Jahr 2011
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf insgesamt € 887.775,00. In den Bezügen des Geschäftsjahres 2011 sind das Festgehalt, die Sachbezüge, die variablen erfolgs- und leistungsabhängigen Vergütungen, die Aufwendungen für das Long Term Incentive Programm, die Verlängerungsprämie von Herrn Dr. Podesser sowie die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung enthalten. Diese Summe enthält sämtliche Beträge, die im Jahr 2011 ausgezahlt oder im Konzernabschluss 2011 zurückgestellt worden sind, abzüglich der zum 31. Dezember 2010 zurückgestellten Beträge.
Die Gesamt- und Einzelbezüge des Vorstands (inkl. Sachbezüge) verteilen sich auf die einzelnen Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2011 wie folgt:
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| GESCHÄFTSJAHR 2011 | in € | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Verlängerungsprämie | Gesamtbetrag | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Peter Podesser | 355.980 | 162.630 | 39.241 | 200.000 | 757.851 |
| Gerhard Inninger, ab 16.8.2011 | 75.188 | 37.500 | 17.236 | 0 | 129.924 |
| Gesamt | 431.168 | 200.130 | 56.477 | 200.000 | 887.775 |
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Aufsichtsräte hat sich im Geschäftsjahr 2011 zunächst entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammengesetzt. Danach war vorgesehen, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für das einzelne Mitglied € 20.000,00 betrug, erhalten, wobei für den Aufsichtsratsvorsitzenden das Zweifache und für seinen Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung vorgesehen war. Darüber hinaus war festgelegt, dass jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von € 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von € 2.500,00 erhalten sollte. Die Vergütung des Aufsichtsrats enthielt schließlich eine variable Komponente für jedes Mitglied in Höhe von € 100,00 für jede € 0,01 ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von € 1,00 Dividende je Aktie übersteigt. Dieser Vergütungsbestandteil war im Geschäftsjahr 2011 nicht relevant, da keine Dividende ausgeschüttet worden ist.
Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 5. Mai 2011 hat beschlossen, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder aus den in der vorstehenden Entsprechenserklärung zu Ziffer 5.4.6 Satz 4 des Kodex dargelegten Gründen auf eine reine Festvergütung in Höhe von € 25.000,00 pro Mitglied umzustellen, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende weiterhin das Zweifache und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhält. Die entsprechende Satzungsänderung wurde am 24. Mai 2011 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben zudem Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen, zu denen auch die auf ihre Auslagen entfallende Umsatzsteuer zu rechnen ist, sowie auf Einbeziehung in die von der Gesellschaft für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.
Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 verteilen sich auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wie folgt:
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| GESCHÄFTSJAHR 2011 | in € | |||
|---|---|---|---|---|
| Feste Vergütung | Mitgliedschaft Ausschuss bis 4.5.2011 | Variable Vergütung | Gesamtbetrag | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Rolf Bartke, Vorsitzender | 46.602,74 | 2.547,95 | 0,00 | 49.150,69 |
| David Morgan, stellv. Vorsitzender ab 5.5.2011 | 31.554,79 | 2.547,95 | 0,00 | 34.102,74 |
| Rüdiger Olschowy, stellv. Vorsitzender bis 5.5.2011 | 10.273,97 | 856,16 | 0,00 | 11.130,13 |
| Dr. Jens Müller, ab 5.5.2011 | 12.500,00 | 0,00 | 0,00 | 12.500,00 |
| Dr. Manfred Stefener, bis 31.1.2011 | 1.698,63 | 212,33 | 0,00 | 1.910,96 |
Aktienoptionsprogramme
Im Geschäftsjahr 2011 waren keine Aktienoptionen mehr ausstehend. Aus den in den Vorjahren aufgelegten Aktienoptionsprogrammen wurden im Geschäftsjahr 2008 letztmals Aktienoptionen ausgeübt.
KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011
1. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN
Geschäftstätigkeit und Organisationsstruktur
Gegenstand des Unternehmens der SFC Energy AG (SFC) ist die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Energieversorgungssystemen und deren Komponenten für netzunabhängige Geräte, unter anderem auf Basis der Direkt-Methanol-Brennstoffzellentechnologie (Direct Methanol Fuel Cell, kurz DMFC) sowie die Vornahme der hierzu notwendigen Investitionen in Betriebsanlagen und alle sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Zum Produktportfolio zählen auch Zubehör- und Ersatzteile, speziell Tankpatronen, und Lösungen für die Kombination von Brennstoffzellenprodukten mit anderen Stromquellen und -verbrauchern (sog. "Power Manager"). SFC verfügt als weltweit erstes Unternehmen über echte kommerzielle Serienprodukte im Bereich von Methanol-Brennstoffzellen für eine Reihe von Zielmärkten.
SFC hat in den letzten Jahren sein Geschäftsmodell konsequent in Richtung umfassender netzunabhängiger Energielösungen weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird in Zukunft vermehrt auf der Bereitstellung ganzheitlicher Produktlösungen liegen. Brennstoffzellen bleiben dabei Kerntechnologie und Kernkomponenten entsprechender Gesamtlösungen.
Standort des Unternehmens in Deutschland ist Brunnthal, in den USA ist SFC durch die Tochtergesellschaft SFC Energy, Inc. in Atlanta vertreten.
Im Oktober 2011 hat die Gesellschaft den Vertrag zum Erwerb einer 100 % Beteiligung an der P&E Interholding B. V., Almelo, Niederlande, im Rahmen eines Anteilserwerbs unterzeichnet. Die P&E Interholding B. V. ist die Obergesellschaft der PBF-Group (PBF), die weltweit operiert und auf die Entwicklung und die Fertigung von maßgeschneiderten Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen spezialisiert ist. Mit dem Unternehmenszusammenschluss beabsichtigt die Gesellschaft die Erschließung von komplementärer Technologie und Produkten als Basis für zukünftiges gemeinsames Produktgeschäft sowie die Erschließung von "cross-selling" Potential bei gemeinsamer Kundenbasis.
Ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Dezember 2011 wurde die PBF voll in den Konzernabschluss einbezogen.
SFC profitiert von mehreren wichtigen wirtschaftlich-technischen und gesellschaftlichen Trends (Markttreibern), z. B. erhöhten Bedürfnissen nach Komfort und Funktionalität in Freizeit- und Sonderfahrzeugen, verstärktem Einsatz drahtloser Informationstechnologie, verstärkter Automatisierung von Messaufgaben, intelligenten Verkehrsleit-, Überwachungs- und Sicherheitssystemen, erhöhtem Stromverbrauch im Militärbereich, veränderter politischer Sicherheitslage, Trend zur effizienten, ressourcenschonenden Energieversorgung. Eine saubere, leistungsfähige netzunabhängige Stromversorgung ist eine echte "enabling technology" und ermöglicht nach Einschätzung von SFC eine Vielzahl von Produkten, die heute an einer mangelhaften Energieversorgung scheitern.
Die wichtigsten Produkte des Konzerns sind kompakte Brennstoffzellengeneratoren, die unter der Marke EFOY überwiegend in den europäischen Freizeitmarkt (primär als Bordstromversorgung für Reisemobile) sowie in den Markt für netzunabhängige Industrieapplikationen verkauft werden. Stark miniaturisierte Versionen dieser Produkte werden als tragbare Stromquellen an Kunden im Verteidigungsbereich geliefert. Neben diesem Produktanteil wird ein weiterer Umsatzanteil durch bezahlte Entwicklungsaufträge mit Militärkunden aus Europa und den USA (sog. JDA, Joint Development Agreements) erwirtschaftet.
PBF entwickelt und produziert hochwertige und zuverlässige Stromversorgungssysteme. Das technologieorientierte Unternehmen entwickelt in intensiver Abstimmung mit seinen Kunden maßgeschneiderte Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auch Spezialspulen. Der Produktbereich reicht in Bauformen vom relativ einfachen Open Frame bis hin zum äußerst komplexen und leistungsstarken Power Cabinet mit kleinen bis mittelgroßen Serienmengen, die von wenigen bis hin zu einigen zehntausend Stück pro Jahr betragen können.
SFC ist in folgenden Märkten aktiv: Für den Freizeitmarkt (Leisure) bietet SFC über etablierte Handelskanäle (Groß- und Einzelhändler sowie OEMs) serienmäßige Produkte an. Im Industriebereich (Industry) wird der Markt netzferner, stationärer Stromversorgungslösungen z. B. für Umweltsensorik, Sicherheits- und Verkehrstechnik bedient. Das Verteidigungsgeschäft (Defense) beinhaltet zum einen Seriengeschäft mit Produkten, zum anderen Entwicklungsaufträge, in deren Rahmen Militärorganisationen mit Prototypen beliefert werden. Daneben betreibt SFC die Erschließung weiterer Märkte, z. B. die Energieversorgung im Bereich der Mobilität (Mobility) unterhalb der Pkw-Ebene sowie der Bordstromversorgung für Behörden- und Sonderfahrzeuge.
Die Produkte der PBF finden Anwendung in den Bereichen Verteidigung & Sicherheit, Medizin, Forschung & Wissenschaft, Industrie und Halbleiter. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im Wesentlichen über Vertriebspartner aber auch über Direktvertrieb.
Durch das öffentliche Aktienangebot und das Bezugsrechtsangebot im Mai 2007 verfügt SFC über eine solide Kapitalausstattung zur Finanzierung des weiteren Wachstums.
Der Vorstand der SFC leitet den Konzern in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für SFC sind, unmittelbar eingebunden. Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats können dem Vergütungsbericht entnommen werden.
Im Rahmen des vorhandenen umfassenden Risikomanagementsystems werden neben detailliertem Finanzreporting und -controlling auch zahlreiche nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen wie z. B. Qualitätsparameter verwendet.
Rechtliche Grundlagen zur Führung und Überwachung des Konzerns sind das deutsche Aktien- und Kapitalmarktrecht sowie der Deutsche Corporate Governance Kodex.
Für die interne Steuerung des Konzerns verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis (EBIT).
Im Geschäftsjahr 2011 und in den Vorjahren lag der Hauptfokus des Konzerns auf dem Aufbau der Märkte und Ausbau der Marktpenetration bei gleichzeitiger Produktkostenreduktion durch technologische Innovation. In 2011 wurde eine Umsatzsteigerung um 15,7 % auf T€ 15.426 verzeichnet. Der Konzern konnte seine Marktposition als einziger Anbieter kommerziell verfügbarer Brennstoffzellensysteme als Serienprodukte in seinen Marktsegmenten festigen, erhebliche Erfolge beim weiteren Geschäftsaufbau verzeichnen und die Margensituation deutlich verbessern. Zudem wurde durch den Erwerb der PBF der Industriemarkt erheblich gestärkt.
2. KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG UND BRANCHENUMFELD: SCHULDENKRISE VERLANGSAMT WELTWIRTSCHAFT
Die fast überall restriktiver werdende Wirtschaftspolitik und die Verschuldungsprobleme vieler fortgeschrittener Volkswirtschaften waren nach den Ausführungen der ifo Konkunkturprognose 20121 die Hauptgründe für die Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Expansionstempos 2011 in allen großen Wirtschaftsräumen. Nach den im Rahmen des ifo World Economic Survey erhobenen Daten wurde vor allem die europäische Konjunktur stark von der Eskalation der Schuldenkrise im Sommer 2011 beeinflusst. Der ifo Weltwirtschafts-Indikator sank erheblich und lag deutlich unter seinem langfristigen Durchschnitt. Infolge der Erfolglosigkeit der bisherigen Ansätze zur nachhaltigen Lösung der Staatsschuldenkrise im Euroraum nimmt nach Ansicht der Experten die Gefahr zu, dass die Schuldenkrise in eine europaweite Banken- und Wirtschaftskrise ausartet, die auch andere Regionen der Welt schwer belastet, was wiederum die Volatilität auf den Finanzmärkten rasant zunehmen ließ. Basierend auf diesem Szenario wird erwartet, dass sich die Weltwirtschaft insgesamt in 2012 spürbar verlangsamen wird, besonders stark dürfte davon der Euroraum betroffen sein. In der zweiten Jahreshälfte wird eine leichte Konjunkturbelebung erwartet.
Deutschland - Wirtschaft entwickelt sich 2011 positiv - Prognosen für 2012 aufgrund der Schuldenkrise schwächer, aber stabil
Im Jahr 2011 wuchs die deutsche Wirtschaft nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi2 insgesamt kräftig um preisbereinigt 3,0 % und damit mehr als doppelt so stark wie im Durchschnitt seit der Wiedervereinigung (1,3 %). Nach der guten Entwicklung in den ersten drei Quartalen 2011, in denen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um preisbereinigt durchschnittlich 0,7 % anstieg, war die Entwicklung im vierten Quartal schwach. Als Gründe hierfür werden die Verunsicherung durch die Finanz- und Staatsschuldenkrise sowie die konjunkturelle Eintrübung des europäischen sowie des übrigen internationalen Umfelds genannt. Für 2012 rechnet die Bundesregierung mit einer Zuwachsrate des preisbereinigten BIP von 0,7 %, womit die deutsche Wirtschaft nach wie vor etwas kräftiger als der Euroraum insgesamt wachsen würde.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes3 kamen die Wachstumsimpulse 2011 vor allem aus dem Inland, insbesondere aus dem privaten Konsum, der preisbereinigt mit +1,5 % so stark zulegte wie zuletzt vor fünf Jahren. Zudem war 2011 erneut geprägt von einer kräftigten Investitionsdynamik: Es wurde deutlich mehr in Ausrüstungen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, preisbereinigt +8,3 %) und Bauten (preisbereinigt +5,4 %) investiert als im Jahr zuvor.
Wenngleich der Außenhandel einen geringeren Anteil am BIP-Wachstum hatte als die Binnennachfrage, zeigte er sich weiterhin dynamisch: 2011 wurden preisbereinigt 8,2 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als ein Jahr zuvor. Die Importe stiegen etwas weniger stark (+7,2 %). Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - steuerte 0,8 % zum BIP-Wachstum 2011 bei.
1 ifo Konjunkturprognose 2012, ifo Institut, Dez. 2011
2 BMWi Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Jahreswirtschaftsbericht 2012, Jan. 2012
3 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Pressemitteilung 10/2012; 11. Januar 2012
Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2011 von 41,06 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland erbracht. Dieser erneute Anstieg der Beschäftigung um 1,3 % und das damit verbundene erstmalige Überschreiten der 41-Millionen-Beschäftigten-Marke übertrifft den bisherigen Höchststand der Erwerbstätigkeit im Jahr 2010.
Dank der guten Konjunktur 2011 wurde die deutsche Staatsverschuldung 2011 deutlich verkleinert. Das Staatsdefizit belief sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts4 auf 1,0 % des BIP. Damit hält Deutschland erstmals seit drei Jahren wieder die Obergrenze des EU-Stabilitätspaktes ein.
Nachdem der ifo Geschäftsklimaindex5 für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands sich in den ersten sechs Monaten 2011 stabil entwickelte, sank die Erwartung von Juli bis Oktober kontinuierlich. Ab November 2011 erholten sich die Geschäftserwartungen. Im Januar 2012 verbessert sich das Klima bereits das dritte Mal in Folge. Obwohl die Geschäftslage der Unternehmen etwas weniger gut als im Dezember 2011 beurteilt wurde, haben sich die Geschäftserwartungen für die ersten sechs Monate 2012 merklich aufgehellt.
Freizeitmarkt: Reisemobilindustrie6 und Marine
2011 war für die deutsche Caravaningindustrie nach Angaben ihres Verbands CIVD ein erfolgreiches Jahr. Für den deutlichen Anstieg der Produktion von Freizeitfahrzeugen in Höhe von insgesamt 13 % sorgten 2011 sowohl der gestiegene Export als auch eine stark gewachsene Inlandsnachfrage. Dies zeigt nach Angaben des Verbands die wachsende Beliebtheit von Reisemobilen, in denen u. a. die EFOY-Brennstoffzellen von SFC vorrangig eingesetzt werden.
Die Zulassungszahlen entwickelten sich ebenfalls sehr positiv. In Deutschland wurden im Jahr 2011 von Januar bis Dezember 21.791 Reisemobile neu zugelassen, das entspricht einer signifikanten Steigerung in Höhe von 20,1 % gegenüber 2010, wo die Zulassungszahlen um 3,3 % gestiegen waren, und markiert die Höchstmarke, die in Deutschland jemals für Reisemobile erreicht wurde.
Insgesamt erzielte die deutsche Caravaningbranche im Jahr 2011 mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 5,76 Milliarden Euro (plus 25,6 % gegenüber Vorjahr) das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Die Hersteller verzeichneten ein Umsatzplus von 28,2 % auf 2,96 Milliarden Euro bei Neufahrzeugen, mit gebrauchten Freizeitfahrzeugen setzte der Handel 2,25 Milliarden Euro um, 24,7 % mehr als noch 2010. Auch das Zubehörgeschäft legte um 16,5 % auf 547 Millionen Euro zu.
Die ausgezeichneten Daten aus Deutschland und die Erholung des französischen Marktes führten auch europaweit zu einem Anstieg der Verkaufszahlen. Hierbei stellte jedoch auch die European Caravan Federation (ECF)7 deutliche Unterschiede zwischen Caravans und Reisemobilen fest. Während die Zahl verkaufter NeuCaravans um 1,4 % zurückging, stieg der Absatz neuer Reisemobile europaweit um 8,9 %, auch hier also ein klarer Trend zum Reisemobil. Nach bislang vorliegenden Zahlen ließen die Europäer 2011 ca. 155.500 neue Freizeitfahrzeuge zu (plus 3,3 %), davon waren 74.500 Reisemobile, was einem starken Anstieg von 8,9 % gegenüber 2010 entspricht. Dabei zeigten sich die europäischen Märkte erneut stark uneinheitlich: Frankreich mit rund 29.500 und vor allem Deutschland mit über 39.000 Freizeitfahrzeugen waren mit solidem bzw. starkem Wachstum in beiden Fahrzeuggattungen die Wachstumslokomotiven in Europa.
Insgesamt sind nach Angaben ihres Verbands die Hersteller von Freizeitfahrzeugen der Ansicht, dass sich die Inlandsnachfrage in Deutschland im Jahr 2012 besser entwickeln wird als der Export. Ebenso rechnen sie damit, dass die Nachfrage nach Reisemobilen im In- und Ausland stärker steigen wird als nach Caravans. Für den Erfolg der Branche werden 2012 nach Meinung der Hersteller ein wachsender Reisemobilexport und vor allem eine weiter steigende Nachfrage nach Reisemobilen in Deutschland sorgen. Parallel erwarten sie eine stabile Entwicklung der ausländischen Reisemobilmärkte im Jahr 2012.
4 Statistisches Bundesamt Wiesbaden, Pressemitteilung 10/2012; 11. Januar 2012
5 ifo Geschäftsklima Deutschland; ifo Konjunkturtest Januar 2012
6 Daten: CIVD Caravaning Industrie Verband e. V.
7 Daten: ECF European Caravan Federatior
In der maritimen Wirtschaft setzte sich nach Angaben des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft8 nach dem tiefen Tal in der Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise und der spürbaren Erholung im Jahr 2010 mit einer Zunahme der deutschen Bootsproduktion um knapp 30 % der Aufschwung auch im Jahr 2011 weiter fort. 50,7 % der Ende 2011 im Rahmen der Konjunkturbarometer-Umfrage des Verbandes befragten Unternehmen gaben an, die Geschäftslage habe sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Lediglich 25,7 % sprechen von Einbußen. Dies zeigen auch die Produktionszahlen der deutschen Bootshersteller. 2011 legte die Produktion von Segel- und Motoryachten im Vergleich zum Vorjahr erneut um knapp 20 % zu. Insgesamt rechnet der Verband für 2011 mit einem Umsatz an maritimen Gütern und Dienstleistungen (ohne Megayachten) von 1,77 Mrd. Euro (plus 2,6 %).
Im für SFC relevanten Ausrüstungsbereich blieb die Nachfrage nach hochwertiger maritimer Ausrüstung und Zubehör im Endkundengeschäft unverändert auf hohem Niveau. Obwohl der in Deutschland schlechte Sommer zu einem deutlichen Nachfragerückgang führte, verzeichnete die Zubehörbranche zum Jahresende ein Plus von knapp 4 % im Vergleich zum Vorjahr.
Auch im Marinebereich entwickelt sich die Erholung der Märkte unterschiedlich. Während in Nordeuropa die Nachfrage nach Booten und Yachten insgesamt zunahm, blieb die Lage in Südeuropa sehr unterschiedlich. Eine durchgreifende Erholung ist nicht in Sicht und wird durch die finanzwirtschaftlich angespannte Situation in einigen südeuropäischen Staaten auch nicht als wahrscheinlich beurteilt.
Insgesamt schätzen die befragten Unternehmen den mittelfristigen Konjunkturverlauf deutlich gedämpfter als vor einem Jahr ein. Für die kommenden 2 bis 3 Jahre erwarten 25 % der deutschen Unternehmen weitere Zuwächse, 42 % rechnen mit Umsätzen auf dem heutigen Niveau. Im Vorjahr hatten noch knapp doppelt so viele Unternehmen ein zunehmendes Geschäftsvolumen erwartet.
Aufgrund des von SFC initiierten kundenseitigen Lagerabbaus von Brennstoffzellen der bisherigen EFOY Generation als Vorbereitung der Markteinführung der neuen Produktgeneration EFOY COMFORT blieb SFC hinter der Entwicklung des Freizeitmarktes zurück.
Industriemarkt und Mobilität: Netzferne Stromversorgungslösungen
Nach wie vor liegen keine offiziellen Zahlen über die Zahl fern vom Netz genutzter elektrischer und elektronischer Geräte in industriellen Anwendungen vor, da die Märkte extrem divers sind. Dennoch stieg auch im Jahr 2011 die Zahl von Geräten, die fern der Steckdose eingesetzt werden, z. B. netzferne Sensoren und Messgeräte, Anlagen in der Überwachungs-, Sicherheits- und Verkehrstechnik oder Geräte an Bord von Behörden- und Servicefahrzeugen. Parallel damit wuchs auch die Nachfrage nach einfach zu integrierenden und zu bedienenden Stromerzeugern, die zuverlässig, wetterunabhängig und fernsteuerbar den Betrieb dieser Geräte sicherstellen. Die EFOY Pro-Brennstoffzellen von SFC sind leise, umweltfreundliche und vollautomatische Stromerzeuger, die wie eine mobile Steckdose funktionieren und dem Betreiber netzferner Anlagen die Realisierung neuer und kostenattraktiverer Konzepte mit erhöhter Funktionalität ermöglichen. Sie werden sowohl als autarke Stromversorgung im Feld, in Schaltschränken oder in speziellen Boxen verwendet, als auch als autonome Batterieladegeräte an Bord konventioneller Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotor, die nach den neuen Umweltschutzverordnungen zur Erzeugung elektrischen Stroms für ihre Bordbatterien nicht mehr den laufenden Motor im Standbetrieb nutzen dürfen. Im Jahr 2011 erfuhren beide Segmente dieses Marktes aufgrund ihrer strategischen Bedeutung eine Belebung, 2012 wird mit weiteren Bedeutungszuwächsen gerechnet.
8 Daten: Bundesverband Wassersportwirtschaft e. V., Pressemeldung zur boot 2012, Jan. 2012
Verteidigung
Unverändert gibt es eine geringe Planbarkeit für den kommerziellen Einsatz von autarken Stromversorgern auf der Basis von Brennstoffzellen in Programmen internationaler Verteidigungsorganisationen. Jedoch setzte sich im vergangenen Jahr das Interesse an alternativen tragbaren und mobilen Stromversorgungslösungen zur Realisierung neuer Streitkräfte- und Verteidigungsstrategien ungebrochen fort. Um asymmetrische/terroristische Bedrohungen besser adressieren zu können, entwickeln sich die Verteidigungskräfte zunehmend weg von einem monolithischen Ansatz hin zu kleineren Einheiten. Bei diesen stellt längere Autonomie mit geringer Detektierbarkeit für Soldaten wie Fahrzeuge eine entscheidende Voraussetzung für längere Einsätze dar.
Leistungselektronik und Schaltnetzteile
Für die Betrachtung der konjunkturellen Entwicklung der Märkte, in denen die von SFC Energy AG 2011 neu akquirierte PBF tätig ist, wird der Elektronik-Teilmarkt "Bauelemente und Komponenten" ("Electronic components & systems")9 aus der Branchenunterteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI) herangezogen. 2011 hat nach Angaben des Verbands10 der Gesamtumsatz der Branche um insgesamt 6 % zugelegt, die Produktion wuchs insgesamt um 14 % und hat damit ihren Einbruch im Jahr 2009 innerhalb von nur zwei Jahren mehr als wettgemacht. Die Zahl der Bestellungen stieg um 7 % gegenüber Vorjahr. Nachdem das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie in der zweiten Jahreshälfte 2011 nach zunächst positiven Erwartungen im zweiten Halbjahr kontinuierlich gesunken war, hat der Trend seit Beginn des Jahres 2012 wieder ins Positive gedreht - die Erwartungen für die erste Hälfte 2012 haben sich merklich verbessert. Dabei sieht der Verband insbesondere gute Entwicklungspotenziale für Anwendungen in den Bereichen Klimaschutz, Energie- und Ressourceneffizienz, Bewerkstelligung der Energiewende, technologische Intelligenz, Bewältigung des demografischen Wandels sowie Sicherheit und Infrastruktur. Für den Teilmarkt "Bauelemente und Komponenten" liegen bislang nur veröffentlichte Zahlen für die Jahre 2009 und 2010 vor - dort hatte sich dieser Teilmarkt entsprechend den Zahlen des Gesamtmarktes entwickelt. Es ist davon auszugehen, dass sich diese parallele Entwicklung auch im Jahr 2011 fortgesetzt hat.
3. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE
Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2011 stiegen die Umsatzerlöse von T€ 13.330 im Vorjahreszeitraum um 15,7 % auf T€ 15.426. Hiervon entfielen allerdings rund 6,7 %-Punkte auf die Einbeziehung der PBF ab dem 1. Dezember 2011. Insofern sind die Vorjahreszahlen z. T. auch nur eingeschränkt vergleichbar. Der Produktanteil am Umsatz reduzierte sich auf 87,9 %, verglichen mit 93,4 % im Vorjahreszeitraum, während sich der Anteil von Umsätzen aus der Entwicklungszusammenarbeit (JDA) entsprechend erhöhte.
9 ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V., Broschüre "Elektroindustrie in Zahlen 2009/201 0", März 2011
10 ZVEI-Konjunkturbarometer Februar 2012, 7. Februar 2012 sowie Pressemitteilung "Wachstumserwartungen 2012", 15. Dezember 2011
Umsatz nach Segmenten
Die Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2011 ist überwiegend auf erhöhte Umsätze von Brennst offzellensystemen der A-Serie (EFOY, EMILY), höhere Umsätze aus JDAs und die Erstkonsolidierung der PBF ab 1. Dezember 2011 zurückzuführen. Gegenläufig war die Umsatzentwicklung bei der C-Serie (JENNY) und mit Power Managern.
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| UMSATZ NACH SEGMENTEN Segment | 2011 | 2010 | in T€ Veränderung | in % Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| A-Serie | 10.721 | 9.628 | 1.093 | 11,4 |
| C-Serie | 306 | 1.089 | -783 | -71,9 |
| Power Manager | 520 | 794 | -274 | -34,5 |
| Power Supplies und Coils | 891 | 0 | 891 | n. a. |
| Joint Development Agreements | 1.859 | 875 | 984 | >100 |
| Sonstiges | 1.129 | 944 | 185 | 19,6 |
| Umsatz | 15.426 | 13.330 | 2.096 | 15,7 |
Im Segment A-Serie konnte der Umsatz im Geschäftsjahr 2011 um 11,4 % auf T€ 10.721 (T€ 9.628) gesteigert werden. In den Bereichen Industrie und Mobilität stieg der Umsatz in Summe um T€ 781 (31,3 %). Im Verteidigungsmarkt war eine Zunahme um T€ 944 auf T€ 1.479 zu verzeichnen, hauptsächlich durch die Steigerung der ausgelieferten EMILY Brennstoffzellen von 22 auf 82. Dagegen waren die Umsätze im Freizeitbereich um T€ 632 (9,6 %) rückläufig, im Wesentlichen aufgrund des von SFC initiierten Lagerabbaus von Brennstoffzellen und der Vorbereitung der Markteinführung der neuen Produktgeneration EFOY COMFORT, die Ende des zweiten Quartals 2011 erfolgreich durchgeführt wurde.
Der Umsatz im Segment C-Serie verminderte sich von T€ 1.089 im Geschäftsjahr 2010 auf T€ 306 im Geschäftsjahr 2011, wobei die Anzahl der ausgelieferten Systeme von 69 auf 23 gesunken ist.
Auch die Umsätze mit Power Managern sanken von T€ 794 auf T€ 520 im Geschäftsjahr 2011, die Anzahl der ausgelieferten Power Manager reduzierte sich von 88 auf 17. Zudem wurden im Geschäftsjahr 2011 signifikante Umsätze mit Kabeln für Power Manager erzielt.
Die Umsatzrückgänge bei der C-Serie und Power Managern sind insbesondere auf Budgetrestriktionen bei der Deutschen Bundeswehr zurückzuführen, infolgedessen der Ankauf von SFC-Systemlösungen, die aus der portablen JENNY-Brennstoffzelle, dem SFC-Power Manager, einer speziell auf das System abgestimmten Hybridbatterie und einem Solarpanel sowie speziellem Zubehör bestehen, nicht im Vorjahresumfang vorgenommen werden konnte.
Der Umsatz mit Power Supplies und Coils der erstmals konsolidierten PBF für den Zeitraum Dezember 2011 lag bei T€ 891.
Der Umsatz des Segments JDAs erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 von T€ 875 auf T€ 1.859. In diesem Zeitraum konnten im Wesentlichen Umsätze mit drei Verteidigungsorganisationen in den USA erzielt werden, im Vorjahr wurde der Umsatz hauptsächlich mit einem Entwicklungsprogramm in den USA generiert.
Der Umsatz des Segments Sonstiges stieg im Geschäftsjahr 2011 um 19,6 % auf T€ 1.129 (T€ 944), insbesondere aufgrund des Anstiegs von Umsätzen mit Tankpatronen um T€ 148 (25,4 %).
Verkaufte Stückzahlen SFC A-Serie
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| Verkaufte Stückzahlen sfc a-serie | 2011 | 2010 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Freizeit | 2.422 | 3.125 | -703 | -22,5 |
| Industrie | 787 | 634 | 153 | 24,1 |
| Verteidigung | 123 | 41 | 82 | >100 |
| Mobilität | 39 | 31 | 8 | 25,8 |
| Stückzahlen | 3.371 | 3.831 | -460 | -12,0 |
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Absatz von Brennstoffzellensystemen der A-Serie um 12,0 % von 3.831 auf 3.371 Einheiten. Die gegenläufige Umsatzerhöhung um 11,4 % ist hauptsächlich durch den höheren Anteil von verkauften Brennstoffzellen im Verteidigungs- und Industriemarkt, der Markteinführung der EFOY COMFORT und verringerten Rabatten im Freizeitmarkt verursacht.
Umsatz nach Regionen
Das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2011 ist durch das Wachstum von SFC außerhalb Europas und die erstmalige Konsolidierung von PBF verursacht.
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| Umsatz nach Regionen | 2011 | 2010 | in T€ Veränderung | in % Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Europa (ohne Deutschland) | 5.868 | 6.437 | -569 | -8,8 |
| Deutschland | 4.757 | 5.008 | -251 | -5,0 |
| Nordamerika | 3.468 | 1.596 | 1.872 | >100 |
| Asien | 591 | 195 | 396 | >100 |
| Rest der Welt | 742 | 94 | 648 | >100 |
| Gesamt | 15.426 | 13.330 | 2.096 | 15,7 |
Der Rückgang des Umsatzes im bedeutenden Markt Europa um 8,8 % ist wesentlich durch den oben angesprochenen Rückgang der Brennstoffzellen der A-Serie im Freizeitmarkt verursacht. Gegenläufig war der Effekt aus der Erstkonsolidierung der PBF.
In Deutschland ist die Verminderung des Umsatzes hauptsächlich durch die oben angesprochenen Budgetrestriktionen der Bundeswehr bedingt. Dagegen konnte der Umsatz mit Systemen der A-Serie um T€ 416 gesteigert werden.
Demzufolge sank der Inlandsanteil am Umsatz von 37,6 % im Vorjahreszeitraum auf 30,8 %. Der Auslandsanteil am Umsatz erhöhte sich damit auf 69,2 % (62,4 %).
In Nordamerika resultiert die Umsatzsteigerung hauptsächlich aus um T€ 956 erhöhten Umsätzen mit JDA im Verteidigungsmarkt. Daneben trug auch der positive Geschäftsverlauf der ASerie zum Wachstum bei, wo der Umsatz um T€ 686 gesteigert werden konnte. Die durch den Markteinstieg im Freizeitmarkt in Kanada geplanten Umsätze konnten nur teilweise erreicht werden.
In Asien wurden erste Industrieprojekte in Singapur realisiert.
Die deutliche Umsatzsteigerung im Rest der Welt wurde hauptsächlich mit Kunden im Verteidigungsmarkt in Israel und mit Kunden im Industrie- und Freizeitmarkt in Australien erzielt.
Bruttoergebnis vom Umsatz: Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen aufgrund der oben dargestellten Umsatzeffekte und den Kosteneinsparungen bei der EFOY COMFORT Brennstoffzelle um 32,9 % auf T€ 5.370 (T€ 4.042). Ferner konnte die durchschnittliche Laufzeit der Systeme im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht werden. Bei der A-Serie steigerte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um T€ 1.318, die Bruttomarge vom Umsatz stieg auf 39,1 % (29,8 %). Demzufolge erhöhte sich die Bruttomarge vom Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2011 auf 34,8 % (30,3 %).
Vertriebskosten: Die Vertriebskosten stiegen im Geschäftsjahr 2011 um 3,1 % auf T€ 4.896 (T€ 4.751), bedingt im Wesentlichen durch höhere Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 171
Forschungs- und Entwicklungskosten: Die Forschungs- und Entwicklungskosten erhöhten sich 2011 von T€ 1.891 um 34,2 % auf T€ 2.537. In diesem Zeitraum wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von T€ 326 (T€ 1.071) sowie selbst erstellte Patente in Höhe von T€ 9 (T€ 30) aktiviert. Ferner sind im Geschäftsjahr 2011 Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 578 enthalten. Dabei ist zu beachten, dass die im Rahmen von JDAs angefallenen Entwicklungskosten unter den Herstellkosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen ausgewiesen und Zuschüsse von öffentlich geförderten Entwicklungsprojekten mit den Entwicklungskosten verrechnet werden. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten in 2011 beliefen sich unter Berücksichtigung dieser beiden Effekte sowie der aktivierten Entwicklungskosten und Patente auf T€ 5.183, eine Erhöhung von 9,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (T€ 4.725).
Allgemeine Verwaltungskosten: Die Allgemeinen Verwaltungskosten erhöhten sich in 2011 um 30,5 % auf T€ 2.677 (T€ 2.052), hauptsächlich verursacht durch höhere Prüfungs- und Beratungskosten (+T€ 122) sowie Personalkosten (+T€ 417). Im ersten Quartal 2011 wurde der Vorstandsvertrag mit Dr. Podesser verlängert. Die in diesem Zusammenhang fällige Verlängerungsprämie in Höhe von T€ 200 wurde je zur Hälfte in den Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen. Zudem sind die Personalkosten ab 16. August 2011 für den neuen Vorstand Gerhard Inninger in dieser Position enthalten.
Sonstige betriebliche Erträge: Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich von T€ 228 im Vorjahreszeitraum um 13,6 % auf T€ 197 im Geschäftsjahr 2011.
Sonstige betriebliche Aufwendungen: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich in 2011 deutlich von T€ 87 auf T€ 1.598. Wesentliche Ursache waren Sondereffekte im Geschäftsjahr 2011, insbesondere Drohverluste aus Mietaufwendungen (T€ 597), mit dem Unternehmenserwerb von PBF verbundene Kosten (T€ 511) sowie Aufwendungen aus Vertragsauflösungen (T€ 323).
Restrukturierungsaufwendungen: Im Geschäftsjahr 2011 sind erstmalig im Zusammenhang mit einem Restrukturierungsprogramm zur Effizienz- und Ergebnissteigerung sowie der Konzentration des Geschäfts auf Kernbereiche Aufwendungen in Höhe von T€ 474 entstanden. Die unter dem Betriebsergebnis ausgewiesene Position enthält nahezu ausschließlich die in diesem Zusammenhang entstandenen Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen.
Betriebsergebnis (EBIT): Das EBIT des Konzerns sank von minus T€ 4.510 im Geschäftsjahr 2010 um 46,7 % auf minus T€ 6.615. Im Geschäftsjahr 2011 waren diverse Sondereffekte zu verzeichnen. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT stellt sich wie folgt dar:
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| in T€ 2011 | |
|---|---|
| Betriebsergebnis laut Gewinn- und Verlustrechnung | -6.615 |
| Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten Enthalten in Forschungs- und Entwicklungskosten | 578 |
| Drohverluste Mietaufwendungen Enthalten in Sonstige betriebliche Aufwendungen | 597 |
| Mit dem Unternehmenswerb von PBF verbundene Kosten Enthalten in Sonstige betriebliche Aufwendungen | 511 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen Enthalten in Sonstige betriebliche Aufwendungen | 323 |
| Übrige Enthalten in Sonstige betriebliche Aufwendungen | 47 |
| Aufwendungen für Beendigung von Arbeitsverhältnissen Enthalten in Restrukturierungsaufwendungen | 474 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | -4.085 |
Bereinigt um Sondereffekte verbesserte sich das EBIT um 9,4 %. Demzufolge verbesserte sich das um Sondereffekte bereinigte EBIT in Relation zum Umsatz auf minus 26,5 %( minus 33,8 %).
Zinsen und ähnliche Erträge: Die Zinsen und ähnliche Erträge stiegen von T€ 409 um 4,4 % auf T€ 427 im Geschäftsjahr 2011. Der niedrigere Zahlungsmittelbestand konnte durch das gestiegene Zinsniveau kompensiert werden.
Konzernjahresergebnis: Das Konzernjahresergebnis sank im Geschäftsjahr 2011 um 50,8 % auf minus T€ 6.218 nach minus T€ 4.123 im Vorjahr. Darin sind im Geschäftsjahr 2011 die oben angeführten Sondereffekte von in Summe T€ 2.530 enthalten.
Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie gemäß IFRS (verwässert) verminderte sich von minus € 0,58 auf minus € 0,87.
Finanzlage
Das Finanzmanagement von SFC umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Ausfallrisiken.
Im Geschäftsjahr 2011 erhöhte sich der Mittelabfluss von Finanzmitteln von T€ 6.982 im Vorjahr auf T€ 11.131.
Die frei verfügbaren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Ende Dezember 2011 beliefen sich auf T€ 22.443 (Ende Dezember 2010: T€ 33.560). Daneben waren Festgelder in Höhe von T€ 285 als Mietkaution verpfändet.
Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 759 (Vorjahr: T€ 0), davon sind T€ 200 langfristig.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit: Der Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit hat sich auf T€ 4.317 (T€ 4.635) im Geschäftsjahr 2011 reduziert. Eine wesentliche Ursache war der geringere Aufbau des Net Working Capital (Vorräte zzgl. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Einem Anstieg von T€ 1.041 im Geschäftsjahr 2011 stand im Vorjahr ein Anstieg um T€ 1.665 gegenüber. Die Bildung der Drohverlustrückstellung für Mietaufwendungen in Höhe von T€ 597 war insbesondere für den Anstieg der kurz- und langfristigen Rückstellungen um T€ 874 verantwortlich, verglichen mit einem Anstieg von T€ 191 in 2010.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit: Im Rahmen der Investitionstätigkeit flossen im Berichtszeitraum Mittel in Höhe von T€ 6.412 (T€ 2.347) ab. Diese Erhöhung wurde wesentlich durch die Auszahlung aus dem Erwerb der PBF in Höhe von T€ 6.000 geprägt. Daneben reduzierten sich die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen signifikant von T€ 2.221 im Vorjahr auf T€ 1.131 im Geschäftsjahr 2011.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit: Der Anstieg des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit in 2011 auf T€ 402 (T€ 0) ist im Wesentlichen durch die Tilgung von Finanzschulden der PBF in Höhe von T€ 350 begründet.
Vermögenslage
Ein positives Bild zeigt nach wie vor die Vermögenslage des Konzerns mit einer Eigenkapitalquote von 75,4 % (31. Dezember 2010: 90,1 %).
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 um 5,3 % auf T€ 48.783 (T€ 46.312). Wesentliche Ursache ist die Konsolidierung der PBF ab 1. Dezember 2011, insofern sind die Zahlen zum 31. Dezember 2011 nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.
Die Vorräte erhöhten sich aufgrund der Umsatzsteigerung und der Konsolidierung der PBF von T€ 1.937 auf T€ 4.907. Eine weitere Ursache war die Umstellung des Platinhedgings im Geschäftsjahr 2011 (siehe Rohstoffpreisrisiken). Zum Jahresende 2011 betrug der unter den Vorräten ausgewiesene Wert von Platin und Ruthenium T€ 1.148.
Aufgrund des Umsatzwachstums und der Konsolidierung von PBF stiegen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 2.713 um 64,9 % auf T€ 4.474.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund des Geschäfts- oder Firmenwerts der PBF Gruppe (T€ 6.023) und der Konsolidierung der PBF von T€ 6.145 zum 31. Dezember 2010 auf T€ 15.313 zum 31. Dezember 2011. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich von 13,3 % auf 31,4 %. Dabei ist zu beachten, dass das Firmengebäude langfristig angemietet wurde und nicht bei langfristigen Vermögenswerten erscheint.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Wesentlichen durch die Konsolidierung der PBF auf T€ 6.777 zum 31. Dezember 2011 (31. Dezember 2010: T€ 3.178).
Insgesamt belief sich der Anteil der Schulden an der Bilanzsumme auf 24,6 % (31. Dezember 2010: 9,9 %).
Durch das negative Ergebnis nach Steuern verminderte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2011 auf T€ 36.788 im Vergleich zum 31. Dezember 2010 (T€ 41.721).
Forschung und Entwicklung
Der Konzern investiert nach wie vor erhebliche Mittel in den F&E-Bereich. Im Geschäftsjahr 2011 wurden inkl. Kosten im Rahmen von gemeinsamen Entwicklungsprojekten T€ 5.183 (Vorjahr: T€ 4.725) im Bereich F&E aufgewendet. Mit zum Stichtag 23 Mitarbeitern (Vorjahr: 28) ist rund ein Viertel des gesamten Personals von SFC mit der Entwicklung der Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Technologie und deren Umsetzung in den Produkten des Konzerns beschäftigt. SFC verfolgt eine aktive Patentstrategie zur Verteidigung von Markteintrittsbarrieren sowie zur Sicherstellung der eigenen Vermarktungsmöglichkeiten. SFC hält aktuell ein Portfolio von mehr als 30 verschiedenen Patentanmeldungen bzw. erteilten Patenten. Bei PBF sind rund 40 % der Mitarbeiter im Bereich Entwicklung beschäftigt, davon ein Drittel in Rumänien.
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von SFC waren im Geschäftsjahr 2011 folgende:
| ― | Reduzierung der Stückkosten durch technologische Innovationen und einer verbesserten Betriebsstrategie, im Speziellen beim Brennstoffzellen-Stack - dem technischen Kern von Brennstoffzellensystemen mit einem sehr hohen Kostenanteil. Hier wurde die konsequente Entwicklung zu erhöhter Leistungsdichte und dabei verringerter Degradation bei geringerem Materialeinsatz und somit Margenerhöhung weiter fortgesetzt. |
| ― | Wesentliche Verbesserung und Erweiterung der Funktionalität; Neuentwicklungen der Produkte (z. B. neue marktspezifische Ausstattungsmerkmale wie bspw. Gehäusedesign und innovatives Kundeninterface im Freizeitmarkt), um neben den bereits adressierten Märkten auch weitere Anwendungsfelder für die Produkte erschließen zu können. |
| ― | Signifikante Steigerung der Zuverlässigkeit und Robustheit der für den Industriemarkt entwickelten Geräte, auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen, um die Attraktivität der Produkte weiter zu steigern und den technologischen Vorsprung von SFC auszubauen. |
| ― | Erste Pilotprojekte mit einer deutlichen Erhöhung der Ausgangsleistung wurden erfolgreich erprobt und ersten Kunden im Industrie- und Verteidigungsmarkt vorgestellt. |
| ― | Miniaturisierung der Produkte und gleichzeitige Leistungssteigerung, um Märkte, speziell im Verteidigungsbereich, mit hohen Anforderungen an die Tragbarkeit der Energiequelle erfolgreich erschließen zu können. |
| ― | Entwicklung von Energieversorgungs-Komplettlösungen - typischerweise bestehend aus Brennstoffzellensystem, Hybridbatterie, Power Management, Zubehör, teilweise auch Solarzellen - um Kundenanforderungen speziell aus den Segmenten Verteidigung und Industrie besser erfüllen zu können. |
Die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von PBF waren folgende:
―
Die Entwicklungsabteilung war mit 8 neuen Projekten beschäftigt. Bei den Projekten ging es um Netzteil Lösungen von 220W bis 4000W.
―
Bei 3 Projekten handelte es sich um eine für PBF neue Technologie.
| ― | Das Projekt PU3000 ist ein 26kV und 4000W Capacitor Charger für eine Industrie Laser Anwendung. |
| ― | Das Projekt PSM2000 ist ein 2000W Netzteil für medizinische Anwendungen wobei allerhöchste Sicherheitsanforderungen eingehalten werden müssen. |
| ― | Das PSX Project ist ein 5000W DCDC-Wandler mit sehr hoher Leistungsdichte und Effizienz bis 99 %. |
| ― | Weiterhin hat PBF mit der Forschung im Gebiet von buck-boost PFC Spannungswandlern angefangen, wodurch eine höhere Effizienz über einen großen Eingangsspannungsbereich möglich werden soll. |
Auch weiterhin plant der Konzern deutliche Aufwendungen für den F&E-Bereich, um die starke Position des Konzerns in der Technologie und bei der Vermarktung auszubauen. Die F&E-Aktivitäten des Konzerns wurden im Berichtszeitraum, und werden voraussichtlich auch zukünftig, durch Zuschüsse der öffentlichen Hand signifikant gefördert, z. B. über die "Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie".
Investitionen
Im Geschäftsjahr 2011 wurden T€ 326 (T€ 1.071) für die Weiterentwicklung der Brennstoffzellensysteme und Produkte der PBF aktiviert. Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte betreffen überwiegend den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology. Darüber hinaus wurden insbesondere Investitionen für Soft- und Hardware zur Erweiterung der Cloud-Infra-struktur und eine CAQ-Software vorgenommen sowie Spritzgußwerkzeuge zur Erzielung von weiteren Kostenreduktionen angeschafft.
Insgesamt beliefen sich die Investitionen in 2011 auf T€ 1.131 (T€ 2.468). Davon wurden T€ 0 (T€ 246) über Zuschüsse der öffentlichen Hand finanziert und von den Anschaffungskosten abgesetzt, die übrigen Investitionen wurden aus Eigenmitteln vorgenommen.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Der Auftragseingang für SFC im Geschäftsjahr 2011 lag mit T€ 12.621 3,4 % unter Vorjahresniveau (T€ 13.068) und war angesichts des Lagerabbaus im Freizeitmarkt zufriedenstellend. Der Auftragseingang für die EFOY Brennstoffzellensysteme der A-Serie stieg von T€ 7.710 auf T€ 9.011 im Jahr 2011, wohingegen sich der Auftragseingang für die Produkte JENNY und Power Manager für den Verteidigungsbereich aus den oben genannten Gründen in Summe von T€ 1.968 auf T€ 723 reduzierte.
Demzufolge belief sich der Auftragsbestand zum Jahresende 2011 auf T€ 1.220, eine Reduzierung um 61,3 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 3.150).
PBF verfügte zum Jahresende 2011 über einen Auftragsbestand von T€ 5.782. Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt lag der Auftragsbestand noch bei T€ 5.302.
Mitarbeiter zum Jahresende
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2011 stellt sich wie folgt dar:
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| MITARBEITER | 31.12.2011 | 31.12.2010 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Vorstand | 2 | 2 | 0 |
| Forschung und Entwicklung | 60 | 28 | + 32 |
| Produktion, Logistik, Qualitätsmanagement | 72 | 25 | + 47 |
| Vertrieb & Marketing | 34 | 29 | + 5 |
| Verwaltung | 22 | 13 | + 9 |
| Festangestellte Mitarbeiter | 190 | 97 | +93 |
Der Konzern hat zum 31. Dezember 2011 insgesamt 12 (8) Werkstudenten, Diplomanden und Praktikanten beschäftigt.
Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter zum 31. Dezember 2011 lag für SFC mit 94 (97) 3,1 % unter Vorjahresniveau. Der Rückgang basiert auf dem oben genannten Restrukturierungsprogramm. Zum Stichtag waren noch 5 Mitarbeiter beschäftigt, die im Rahmen dieses Programms erst im Jahr 2012 ausscheiden werden, bei weiteren 4 Mitarbeitern endete das Arbeitsverhältnis zum 31. Dezember 2011. Durch PBF erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 96.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich aus der oben dargestellten Geschäftslage schließen, dass der Konzern zum Stichtag über eine solide Vermögens- und Finanzlage verfügt. Bei einer gleichbleibend negativen Ertragslage könnte sich das Gesamtbild jedoch langfristig gesehen verschlechtern.
4. VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütungsstruktur des Vorstands
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes.
Die Vorstandsverträge wurden bis 5. Mai 2011 vom Personalausschuss unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden erarbeitet. Die Vergütung wird jeweils nach 12 Monaten Vertragslaufzeit vom Personalausschuss überprüft und gegebenenfalls angepasst. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Vorstandsverträge durch den Aufsichtsrat verhandelt und erarbeitet.
Die Vorstände erhalten eine feste jährliche Vergütung und im Falle des Erreichens bestimmter Erfolgsziele jährlich eine variable Vergütung (erfolgsabhängiger Bonus).
Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen für die Vorstände, im Rahmen eines Long Term Incentive Programms des Konzerns unter bestimmten Umständen und bei Erreichen bestimmter Erfolgsziele Bonuszahlungen für den Zeitraum 1.1.2009 bis 31.12.2016 zu erhalten. Dieses Programm basiert auf einem Phantomaktienmodell und ist in drei jeweils dreijährige Performance-Zeiträume eingeteilt, die die Geschäftsjahre 2009 bis 2011, 2010 bis 2012 und 2011 bis 2013 umfassen. Im Jahr 2011 wurde ein weiteres Long Term Incentive Programm für den Zeitraum 1.1.2012 bis 31.12.2016 vereinbart. Dieses Programm beinhaltet die jeweils dreijährigen PerformanceZeiträume der Geschäftsjahre 2012 bis 2014, 2013 bis 2015 und 2014 bis 2016. Die Vergütung am Ende jedes Dreijahreszeitraumes erfolgt als Barausgleich und ist im Wesentlichen vom Aktienkurs von SFC und der Zielerreichung eines definierten EVA (Economic Value Added) für diesen Zeitraum abhängig.
Zusätzlich stellt SFC beiden Vorständen jeweils einen Dienstwagen zur Verfügung. SFC übernimmt für die Vorstände die Prämien für eine Unfall-, Renten- und Lebensversicherung bis zu einem Höchstbetrag von jeweils Euro 10.000,00 jährlich und hat für beide Vorstandsmitglieder Directors & Officers-Haftpflichtversicherungen abgeschlossen, die einen Selbstbehalt in Höhe von 10 Prozent des Schadens bis maximal des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vorsehen.
Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats
Die Höhe der Vergütung wurde zuletzt in der Hauptversammlung am 5. Mai 2011 angepasst. Seitdem besteht die Vergütung der Aufsichtsräte ausschließlich aus einem fixen Bestandteil.
Demnach haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen in Ausübung ihrer Aufsichtsratstätigkeit entstandenen baren Auslagen sowie auf Einbeziehung in die von SFC für ihre Organe abgeschlossene D&O-Haftpflichtversicherung.
Bis zum Ablauf des 4. Mai 2011 erhielten sie daneben eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für das einzelne Mitglied Euro 20.000,00 betrug. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhielt das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung. Darüber hinaus erhielt jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden Vorsitz in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 5.000,00 und für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats eine zusätzliche jährliche Vergütung von Euro 2.500,00. Daneben erhielt jedes Mitglied eine variable Vergütung von Euro 100,00 für jede Euro 0,01 ausgeschütteter Dividenden je Aktie, die den Betrag von Euro 1,00 Dividende je Aktie überstieg.
Ab dem 5. Mai 2011 erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung, die für jedes einzelne Mitglied Euro 25.000,00 beträgt. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Zweifache, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Vergütung.
Angaben, die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB Bestandteil des Konzernanhangs sind, werden in diesem dargestellt.
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen
Wir verweisen auf den Abschnitt "Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen" im Konzernanhang.
5. ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB
Das Grundkapital der SFC Energy AG beträgt insgesamt Euro 7.502.887,00 und ist eingeteilt in 7.502.887 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von EUR 1,00 je Stückaktie. Das Grundkapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Die HPE PRO Institutional Fund B. V., Amsterdam, Niederlande ("HPE"), hat uns mitgeteilt, dass sie am 25. Januar 2011 insgesamt 1.788.993 der Stimmrechte an der SFC Energy AG erworben hat. HPE hat sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, die von ihr am 25. Januar 2011 erworbenen Aktien für einen Zeitraum von zwölf Monaten nicht zu veräußern.
Die Gesellschaft hat einen Teil des Kaufpreises im Zusammenhang mit dem Erwerb der niederländischen PBF-Gruppe mit Aktien an der SFC Energy AG gezahlt. Insgesamt haben die Verkäufer der PBF-Gruppe, die T&E Holding B. V., Almelo, Niederlande, die Novastar Beheer B. V., Hengelo Ov, Niederlande, und die MRJ Support B. V., Eerbeck, Niederlande (gemeinsam die "Verkäufer"), 350.000 Stückaktien der Gesellschaft erhalten. Die Verkäufer haben die Aktien zur Absicherung möglicher Gewährleistungsansprüche der Gesellschaft gegen die Verkäufer im Zusammenhang mit der beschriebenen Transaktion auf ein Treuhandkonto übertragen. Für einen Zeitraum von 24 Monaten ab dem 1. Dezember 2011 können die Aktien von den Verkäufern ohne Zustimmung der Gesellschaft nicht veräußert werden. Zudem haben die Verkäufer sich verpflichtet, die Stimmrechte aus den Stück 350.000 Aktien in diesem Zeitraum nicht auszuüben.
Andere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch solche zwischen Gesellschaftern, bestehen nach Kenntnis des Vorstands nicht.
Die direkt und indirekt am Kapital Beteiligten, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt11 :
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| am Kapital beteiligte | in % |
|---|---|
| Holland Private Equity Management B. V. (über HPE PRO Institutional Fund B. V.) | 25,70 |
| Havensight Capital, Ltd. | 10,22 |
| Conduit Ventures Limited (über Conduit Ventures General Partner II Limited und Conduit Ventures IIA LP) | 10,15 |
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der SFC Energy AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 7 Abs. 2 der Satzung.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 20 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der mit Dreiviertelmehrheit gefasst werden muss.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu Euro 3.218.121,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden. Die Bedingungen der Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 5 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.
Die Aktiengesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von Euro 3.576.443,00 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats.
Die Hauptversammlung vom 6. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 5. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 6. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.
Bei der SFC Energy AG liegen derzeit keine Vereinbarungen vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Mit Mitgliedern des Vorstands bzw. mit Arbeitnehmern existieren keine Entschädigungsvereinbarungen im Falle von Übernahmeangeboten.
11 Es handelt sich um die zuletzt gemäß WpHG gemeldeten Beteiligungen, die bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts bei SFC eingegangen sind.
6. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Zum Zwecke des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risiko-Managementsystem implementiert. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und weiterentwickelt.
Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation.
Zu dem bei SFC eingesetzten Risiko-Managementsystem zählt ergänzend ein Frühwarnsystem, das auf einem Kennzahlensystem basiert. Die Kennzahlen ermöglichen eine objektive Übersicht über die finanzielle Situation des Konzerns, einen Soll-Ist Vergleich zwischen Budget und Kosten, eine detaillierte Vorausschau erwarteter Auftragseingänge und Umsätze für jede Business Unit (Sales Pipeline), ein bereichsspezifisches Kostencontrolling, ein Kostencontrolling für Entwicklungs- und Marketingprojekte, ein einheitliches ProjektmanagementTool für den gesamten Konzern und weitere prozesstechnische Indikatoren. PBF wurde in dieses Risiko-Managementsystem integriert.
Mit diesen Instrumenten prüft der Vorstand regelmäßig und zeitnah, ob sich Einschätzungen und Rahmenbedingungen verändert haben und welche Korrekturmaßnahmen ggf. zu ergreifen sind.
Der Aufsichtsrat erhält monatlich ein entsprechend detailliertes Finanzreporting und wird zusätzlich bei Bedarf kurzfristig über aktuelle Entwicklungen informiert. Der Aufsichtsrat ist damit durch die Berichte des Vorstands über die Geschäfte, die für die Rentabilität oder Liquidität von besonderer Bedeutung sein können, in das RisikoManagement eingebunden.
Aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns ergeben sich die nachfolgend aufgeführten wesentlichen Risiken.
Marktrisiken
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung: Trotz Schuldenkrise wird das Konjunkturklima für 2012 in Europa und der Welt verhalten positiv eingeschätzt. Dennoch hat die Transparenz aufgrund der bislang fehlenden Lösungen für diese Krise entscheidend abgenommen - alle Prognosen sind verhalten. Es bleibt daher für das Jahr 2012 ein erheblicher Unsicherheitsfaktor in Bezug auf die Beurteilung der wirtschaftlichen Chancen und Risiken, insbesondere was die Entscheidung der Kunden für neue Technologien und innovative Stromversorgungskonzepte angeht. Gerade auch der sonst eher stabile Euro-Raum ist von dieser Unsicherheit betroffen.
Freizeitmarkt: Nachdem das Jahr 2011 alle Erwartungen von Experten weit übertroffen hat, gehen sowohl der deutsche Caravaning-Verband CIVD als auch die European Carvaning Federation ECF von einem stabilen Jahr 2012 aus. Hierbei sehen sie vor allem für Reisemobile, in denen die EFOY-Stromversorger von SFC hauptsächlich zum Einsatz kommen, Wachstumsmöglichkeiten. Jedoch ist zu beachten, dass gerade der Freizeitbereich extrem abhängig ist von der Konjunkturentwicklung: seine Kunden sind preissensitive Endverbraucher im Reise- und Erholungssegment, die ihre Investitionsentscheidungen in Abhängigkeit vom verfügbaren Gesamtbudget treffen und in schlechten Zeiten zuallererst bei ihren Freizeitausgaben sparen.
Auch der Marinebereich steht trotz seines Wachstums in den letzten Jahren, auch im Zubehörbereich, in dieser Abhängigkeit. Zwar schafft hochwertiges Zubehör Mehrwert ebenso wie einen gestiegenen Komfort und bessere Sicherheit, trotzdem wird auch hier zuerst gespart, wenn der Bootsbesitzer seine Gesamtwirtschaftslage als schlecht oder schwierig empfindet.
Industrie- und Mobilitätsmarkt: Es wird erwartet, dass der sich entwickelnde Markt der netzfernen und mobilen Industriesysteme aufgrund seiner wachsenden strategischen Bedeutung weiter wächst. Jedoch haben lange Testphasen und komplexe Investitionsentscheidungen weiterhin einen Einfluss auf die wirtschaftliche Realisierung solcher Projekte, zudem spielt auch die Abhängigkeit etlicher Industriebereiche vom öffentlichen Marktumfeld und staatlichen Konjunkturprogrammen eine bedeutsame Rolle.
Verteidigungsmarkt: In den Verteidigungsmärkten hält der Trend zur Realisierung neuer Streitkräfte- und Verteidigungsstrategien mit kleineren, flexibleren Einheiten an. Damit einher geht ein steigender Bedarf nach neuen tragbaren und mobilen alternativen Stromversorgern, die längere und beweglichere Einsätze ermöglichen, da dieser Bedarf mit bisherigen Technologien, z. B. Batterien, nicht zu decken ist. Es ist jedoch zu beachten, dass die Etatkürzungen und strukturellen Veränderungen der letzten Jahre nach wie vor einen Einfluss auf die Planungen und Investitionsentscheidungen der Verteidigungsorganisationen in Europa und Amerika haben.
Leistungselektronik und Schaltnetzteile: Leistungselektronik-Bauelemente und Komponenten werden überall benötigt, wo Strom verwendet wird. Die Entwicklung des Elektronikmarktes folgt in der Regel der wirtschaftlichen Gesamtkonjunktur. Insbesondere in den neu entstehenden Energie- und Zukunftsmärkten spielt die Bereitstellung, Speicherung und Verteilung von Strom eine große Rolle, damit werden diese Bauteile überall und stetig benötigt. In diesem Sinne werden die Marktrisiken in diesem Markt eher gering beurteilt.
Technologische Risiken
Die von SFC hergestellten Produkte müssen hohen Qualitätsanforderungen genügen, um im Markt zugelassen zu werden und dort bestehen zu können. Neben der Fortentwicklung der eigenen Technologie für neue Anwendungen widmet SFC der Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten hohe Aufmerksamkeit. SFC arbeitet hierzu im Rahmen intensiver Kooperationen mit den wichtigen Lieferanten zusammen. Zugleich ist SFC bestrebt, die Produktionskosten der Produkte durch technologische Weiterentwicklung und höhere Stückzahlen weiter zu senken. Wiederum konnten weitere Kostensenkungen wie beispielsweise beim Stack (Kernkomponente des Brennstoffzellensystems) im Berichtszeitraum 2011 ohne Qualitätseinbußen realisiert werden. Das dabei entstehende Know-how stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung für SFC dar. Insgesamt bestehen wie bei allen hochinnovativen Unternehmen Risiken durch neue Produkt- und Technologiemerkmale.
Patentrechtliche Risiken
Die immer unübersichtlicher werdende Schutzrechtslage und die Komplexität der Produkte bedeuten unverändert ein gewisses Risiko im Sinne möglicher Patentverletzungen durch SFC. Andererseits hat SFC durch seine bisherige Alleinstellung als Anbieter kommerzieller Direkt-Methanol-Brennstoffzellen-Systeme seinerseits Schutzrechte und -anmeldungen (mittlerweile: rund 20 Patente erteilt bzw. Erteilungsbescheide erhalten) erarbeitet, die gegenüber Wettbewerbern eine starke Position begründen. Durch die Ausrichtung von SFC als Anbieter von Energieversorgungslösungen besteht das Risiko, dass Integrationslösungen bereits erteilten Schutzrechten unterliegen. SFC arbeitet kontinuierlich gemeinsam mit erfahrenen Patentanwälten daran, Rechtssicherheit auch in anderen Ländern bezüglich dort erteilter, möglicherweise relevanter Patente zu erlangen. SFC hat im zweiten Quartal 2011 eine Vereinbarung über den Erwerb einer nicht-exklusiven Lizenz der SFC Energy Inc. an einem umfassenden Portfolio amerikanischer Brennstoffzellen-Patente der University of Southern California und des California Institute of Technology abgeschlossen. Diese Vereinbarung soll weitgehende patentrechtliche Sicherheit bei dem Verkauf von SFC Produkten an den US-amerikanischen Endverbraucher sicherstellen.
Wettbewerb
Derzeit besitzt SFC eine Alleinstellung durch Technologieführerschaft im Bereich DMFC-Systeme und den Vermarktungsvorsprung. Dieser Vorsprung wird u. a. durch Schutzrechte, Schnelligkeit und Fokussierung auf ein einziges technologisches Konzept gesichert. Einige Wettbewerber verfügen allerdings - speziell im US-Verteidigungsbereich - über einen zumindest vergleichbar guten Marktzugang, wodurch prinzipiell das Risiko besteht, die Führungsrolle einzubüßen. Im Zuge der laufenden Wettbewerbsbeobachtung waren in diesem Zusammenhang erste Prototypenlieferungen von Wettbewerbern aus den USA im Verteidigungsgeschäft zu verzeichnen. In den Zielmärkten Freizeit und netzunabhängige Stromversorgung gibt es aktuell erste Wettbewerbsprodukte auf dem Markt. Folglich bestehen Risiken durch Ankündigungseffekte und tatsächliche Substitutionslösungen, die zu Verunsicherungen bei Marktteilnehmern und zu Umsatzeinbußen bei SFC führen könnten. Diesen Risiken tritt SFC durch eine fokussierte und innovative Produktweiterentwicklung entgegen.
Beschaffungs- und produktionstechnische Risiken
SFC kauft die für die Produktion von Brennstoffzellensystemen erforderlichen Komponenten und Betriebsmittel von verschiedenen Herstellern und fertigt diese nicht selbst. Die Zulieferindustrie für SFC-Komponenten ist allerdings bislang nur zum Teil auf die speziellen Anforderungen des entstehenden Massenmarktes für Brennstoffzellen vorbereitet. Um eine Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, arbeitet SFC an der Diversifizierung ihrer Zulieferer und geht dazu intensive Kooperationen ein. Für einige Komponenten wurden adäquate Zweitlieferanten aufgebaut. Durch professionelles Qualitäts- und Lieferantenmanagement werden die Risiken in der Lieferkette reduziert. Dennoch bestehen Risiken durch mangelnde Verfügbarkeit aller Zulieferkomponenten, falls diese nicht pünktlich, nicht zu geplanten Kosten oder nicht in der erforderlichen Qualität verfügbar sein sollten oder bei Ausfall eines Lieferanten.
Rohstoffpreisrisiken
Ende des ersten Quartals 2011 hat SFC auf den Rückgang des Platinpreises infolge der Japankrise reagiert und den Bedarf für einen Zeitraum von ca. 2 Jahren (1.000 Unzen) abgesichert. Dabei wurden nicht wie in der Vergangenheit Terminkontrakte abgeschlossen, sondern Platin bei unserem Lieferanten zum Tageskurs gekauft. Das Platin wird dort auf einem separaten Konto verwaltet und bei der Lieferung der Komponente für die Brennstoffzelle verwendet. Neben dem Platin wurde auch die korrespondierende Menge an Ruthenium (400 Unzen) eingekauft, das ebenfalls beim gleichen Produkt verwendet wird, aber nur rund 4 % der Kosten des Platins ausmacht. In Summe wurden T€ 1.275 in die Edelmetalle investiert, die bis zum Verbrauch in den Produkten von SFC in der Bilanz als Vorratsvermögen ausgewiesen werden. Beide Edelmetalle sind zu Tageskursen handelbar. Im Unterschied zu den Terminkontrakten entfällt bei dieser Variante die Bewertung zu den jeweiligen Bilanzstichtagen. Eine Abwertung der Edelmetalle wäre nur vorzunehmen wenn das damit produzierte Produkt am Markt nicht kostendeckend veräußert werden kann. Der Wert von Platin und Ruthenium zum Bilanzstichtag betrug T€ 1.148.
Generell bestehen nach wie vor Risiken in steigenden Rohstoff- und Energiekosten, die sich belastend auf die Produktmargen auswirken können.
Währungskursrisiken
SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem geringere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine längerfristigen Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.
Grundsätzlich können wie in der Vergangenheit bei volatilen Preisentwicklungen von Dollar Buchverluste aufgrund der Neubewertung von Termingeschäften entstehen.
Finanz- und Liquiditätsrisiken
Umsatz und Deckungsbeiträge reichten im Berichtszeitraum noch nicht aus, den Konzern profitabel zu machen. Die strategische Ausrichtung von SFC erfordert weitere Investitionen, die zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung und Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in den Konzern geflossenen Mittel wurden gezielt für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden liquide Mittel in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder) bei verschiedenen Banken angelegt.
Demzufolge wird das aktuelle Liquiditätsrisiko aufgrund von Zahlungsstromschwankungen als gering eingeschätzt. Dennoch besteht ein Risiko, falls ein größerer Kunde oder eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen an SFC nicht mehr nachkommen könnte.
Aufgrund der Kundenstruktur des Konzerns (hoher Anteil von Militärkunden, Industriekunden und Großhandel, geringer Anteil von privaten Endkunden) waren im Jahr 2011 keine Zahlungsausfälle zu verzeichnen. Für ausfallbedrohte Forderungen wurden zum Bilanzstichtag Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt T€ 179 gebildet. Ein gewisses Risiko besteht darin, dass im Jahr 2011 die 10 größten Kunden 42 % zum Umsatz beitrugen, davon 4 Militärkunden und 3 in- und ausländische Großhändler im Freizeitbereich. Durch Generierung von Neukunden und Ausweitung des Umsatzes mit bestehenden Kunden wird diesem Risiko entgegengewirkt.
Zinsänderungsrisiken
Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst.
Personalwirtschaftliche Risiken
SFC ist unverändert auf engagierte, hoch qualifizierte und zum Teil spezialisierte Mitarbeiter angewiesen. Angesichts des geplanten Wachstums besteht das Risiko, dass sich Schlüsselpersonal zu einem Engpass für das geplante Wachstum des Unternehmens entwickelt. Durch zunehmend erfolgsabhängige Gehaltskomponenten, flache Hierarchien und frühzeitige Übertragung von Verantwortung versucht SFC, auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Jahr 2011 war SFC trotz der Personalreduzierung als Arbeitgeber attraktiv und konnte sehr gut qualifizierte neue Mitarbeiter gewinnen. Der gewonnene Zugang zum rumänischen Arbeitsmarkt für hochqualifizierte technisch ausgebildete Arbeitskräfte sollte etwaige Engpässe an anderen Standorten kompensieren können.
Informationstechnologische Risiken
Wichtige IT-Merkmale wie Verfügbarkeit, Datensicherung, Redundanz und Ausfallsicherheit wurden weiter vorangetrieben und verbessert. Das Monitoring der hochverfügbaren Server wurde ebenfalls den wachsenden Bedürfnissen angepasst. Softwareupdates wie AntiVirus und des Serverbetriebssystems auf den Domänencontrollern und der Fileserver haben zur Verbesserung der Verfügbarkeit und Zukunftssicherheit der IT-Infrastruktur bei SFC beigetragen.
Risiken im regulatorischen Umfeld
Die Regulierungsdichte im Geschäftsfeld von SFC ist unverändert sehr hoch. Dies begründet sich u. a. mit der Produktion, Distribution und Vermarktung komplexer technischer Produkte und methanolgefüllter Tankpatronen, dem Vertrieb in sicherheitstechnisch anspruchsvolle Märkte (z. B. Fahrzeughersteller oder Militärorganisationen), aber auch mit sehr komplexen, teils uneinheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in zahlreichen Märkten und Ländern. Vereinzelt wurden Produktkennzeichnung und Vertriebswege durch Behörden in Deutschland und Österreich beanstandet. SFC arbeitet an einer rechtlichen Klärung. Es ist nicht auszuschließen, dass sich anwendbare Vorschriften (z. B. wegen verschärfter Gesetzeslage vor dem Hintergrund der Terrorismusabwehr, gesetzlicher Neuregelungen im Rahmen von REACH oder GHS, oder erhöhter Visibilität von SFC-Produkten aufgrund der stärkeren Verbreitung) verschärfen könnten und zusätzliche Auflagen für den Vertrieb von Produkten des Konzerns entstehen. Um negative Auswirkungen auf den Verkauf von Produkten zu vermeiden, bietet SFC ab dem dritten Quartal 2011 in Deutschland Zusatzschulungen im Endkundenhandel zur Sicherstellung von weitergehender Sachkenntnis bei den betroffenen Betrieben an. In Österreich ist dieses Problem inzwischen durch eine entsprechende Gesetzesänderung gelöst worden.
Sonstige Risiken
Durch einen ehemaligen Vertriebspartner in Kanada wurde im August 2011 eine Klage gegen SFC auf Verletzung einer Vertraulichkeitsvereinbarung eingereicht. SFC betrachtet den geltend gemachten Anspruch von über 1 Mio. CAD in dieser Höhe als nicht gerechtfertigt. Gleichwohl wurde eine Rückstellung gemäß IAS 37 gebildet. Eine außergerichtliche Einigung wird angestrebt.
Zusammenfassung
Nach den uns heute bekannten Informationen bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten.
Chancen der zukünftigen Entwicklung
Die wesentlichen Determinanten der zukünftigen Entwicklung von SFC liegen vor allem in den Maßnahmen zur Umsatzsteigerung (Volumensteigerung in bestehenden Märkten, regionale Ausweitung, Erschließung neuer Marktpotentiale durch Konzentration auf die Lieferung von Systemlösungen, Aufbau des Seriengeschäfts im Verteidigungsbereich) und in der Kostenreduktion auf Basis von technologischer Innovation. SFC hat die Chance, den aktuellen Vorsprung hinsichtlich Technologiereife und Vermarktung auszubauen und weithin anerkannte Standards zur netzunabhängigen Stromversorgung im kleinen und mittleren Leistungsbereich zu setzen. Ferner sind Wachstumsimpulse sowie Synergie- und Effizienzeffekte durch die Integration von PBF geplant.
Zusätzliche Chancen könnten sich durch externe Bestimmungsfaktoren ergeben: aus sinkenden Rohstoffpreisen sowie vorteilhaften Wechselkursentwicklungen könnten positive Auswirkungen auf die Ertragslage resultieren.
7. KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
SFC verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften sicher.
Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und anderer Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Jahres- bzw. Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Systemen und Prozessen angepasst.
Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen, z. B. systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen, Genehmigungsverfahren sowie die Einhaltung von Arbeitsanweisungen.
Die Buchhaltung des US-Tochterunternehmens wird im Wesentlichen durch das Mutterunternehmen erledigt bzw. kontrolliert, so dass eine konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards gewährleistet ist.
Die Buchhaltung des niederländischen Tochterunternehmens P&E nebst Tochtergesellschaften wird durch die Buchhaltungsabteilung in den Niederlanden erledigt. Die konzerneinheitliche Anwendung von Rechnungslegungsstandards nach IFRS wird durch Schulung der niederländischen Buchhaltungsleitung sichergestellt.
Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen erfolgen die Konsolidierungsmaßnahmen und bestimmte Abstimmarbeiten durch das Rechnungswesen des Mutterunternehmens. Eine gesonderte Abteilung Konzernrechnungswesen besteht aufgrund der Größe des Konzerns nicht. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter des Rechnungswesens überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des internen Kontrollsystems, dies schließt das (konzern-) rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem mit ein. Eine konzerneigene Interne Revision wird aufgrund der Größe des Konzerns nicht unterhalten.
Der Vorstand der SFC Energy AG ist nach seiner Beurteilung der Auffassung, dass das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem im Geschäftsjahr 2011 funktionsfähig war. Die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems wird vom Aufsichtsrat der SFC Energy AG gemäß den Anforderungen des im Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes überwacht. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.
8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Der Vorstand hat am 27. März 2012 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und im Internet unter http://www.investor-sfc.de/de/corporate_governance.php öffentlich zugänglich gemacht.
9. PROGNOSEBERICHT
Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet der Vorstand einen Konzernumsatz zwischen 28 Mio. € und 30 Mio. €. Im Freizeitmarkt erwartet der Vorstand eine Umsatzentwicklung auf Vorjahresniveau. Das Wachstum in den Märkten Industrie und Sicherheit/Verteidigung soll insbesondere über strategische Industriepartnerschaften und die weitere Konzentration auf Komplettlösungen erzielt werden. Letzteres schließt auch weitere akquisitorische Schritte nicht aus. Durch dieses Umsatzwachstum in Kombination mit einer weiteren Verbesserung der Produktkostenstruktur soll nach heutiger Planung für den SFC Konzern der EBITDA Break-even im zweiten Halbjahr 2012 erreicht werden.
Für das Jahr 2013 wird eine weitere Umsatzsteigerung von 10 % bis 15 % und eine damit einhergehende weitere Verbesserung des EBITDA erwartet. Wir erwarten für die Märkte Freizeit, Industrie und Sicherheit/Verteidigung jeweils eine Steigerung in der vorgenannten Bandbreite.
10. NACHTRAGSBERICHT
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 27. März 2012
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)
Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)
Konzernabschluss
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
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| siehe Konzern-Anhang | 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (1) | 15.425.974 | 13.330.178 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | (2) | -10.056.012 | -9.287.856 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 5.369.962 | 4.042.322 | |
| 4. Vertriebskosten | (3) | -4.895.763 | -4.75.085 |
| 5. Forschungs- und Entwicklungskosten | (4) | -2.537.471 | -1.890.860 |
| 6. Allgemeine Verwaltungskosten | (5) | -2.676.857 | -2.052.233 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 196.767 | 228.089 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (7) | -1.597.538 | -86.571 |
| 9. Restrukturlerungsaufwendungen | (8) | -473.970 | 0 |
| 10. Betriebsergebnis | -6.614.870 | -4.510.338 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Erträge | (9) | 427.360 | 408.846 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -37.380 | -21.769 |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -6.224.890 | -4.123.261 | |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (10) | 7.143 | 0 |
| 15. Konzernjahresergebnis | -6.217.747 | -4.123.261 | |
| ERGEBNIS JE AKTIE | (34) | ||
| unverwässert | -0,87 | -0,58 | |
| verwässert | -0,87 | -0,58 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
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| siehe Konzern-Anhang | 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | -6.217.747 | -4.123.261 | |
| Unterschiede aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften | -64.563 | -15.828 | |
| Im Eigenkapital direkt erfasste Wertänderungen | (28) | -64.563 | -15.828 |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | -6.282.310 | -4.139.089 |
Die Beträge sind vollständig den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.
Es ergeben sich keine latenten Steuereffekte auf die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen.
KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011
Aktiva
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| siehe Konzern-Anhang | 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|---|
| A. Kurzfristige Vermögenswerte | 33.469.987 | 40.167.297 | |
| I. Vorräte | (14) | 4.906.928 | 1.936.612 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 4.474.260 | 2.713.062 |
| III. Forderungen aus Percentage-of-Completion | (16) | 541.137 | 3.833 |
| IV. Forderungen aus Ertragsteuern | (17) | 112.559 | 103.567 |
| V. Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | (18) | 706.962 | 1.280.052 |
| VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (19) | 22.443.141 | 33.560.171 |
| VII. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 285.000 | 570.000 |
| B. Langfristige Vermögenswerte | 15.312.741 | 6.145.106 | |
| I. Immaterielle Vermögenswerte | (21) | 10.918.155 | 2.946.698 |
| II. Sachanlagen | (22) | 2.746.578 | 2.335.363 |
| III. Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | (18) | 54.286 | 66.540 |
| IV. Aktive latente Steuern | (10) | 1.593.722 | 796.505 |
| Aktiva | 48.782.728 | 46.312.403 | |
| Passiva | |||
| siehe Konzern-Anhang | 2011 | in € 2010 | |
| A. Kurzfristige Schulden | 6.777.407 | 3.177.805 | |
| I. Steuerrückstellungen | (23) | 97.019 | 0 |
| II. Sonstige Rückstellungen | (23) | 770.981 | 547.265 |
| III. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (24) | 559.390 | 0 |
| IV. Verbindlichkeiten aus Anzahlungen | (25) | 202.136 | 3.583 |
| V. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 3.171.240 | 1.384.029 |
| VI. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion | (16) | 43.792 | 0 |
| VII. Sonstige Verbindlichkeiten | (27) | 1.932.849 | 1.242.928 |
| B. Langfristige Schulden | 5.217.042 | 1.413.189 | |
| I. Sonstige Rückstellungen | (23) | 1.413.160 | 500.865 |
| II. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (24) | 200.000 | 0 |
| III. Sonstige Verbindlichkeiten | (27) | 1.457.617 | 115.819 |
| IV. Passive latente Steuern | (10) | 2.146.265 | 796.505 |
| C. Eigenkapital | 36.788.279 | 41.721.409 | |
| I. Gezeichnetes Kapital | (28) | 7.502.887 | 7.152.887 |
| II. Kapitalrücklage | (28) | 67.878.8'8 | 66.879.638 |
| III. Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | (28) | -68.191 | -3.628 |
| VI. Ergebnisvortrag | (28) | -32.307.488 | -28.184.227 |
| V. Konzernjahresergebnis | (28) | -6.217.747 | -4.123.261 |
| Passiva | 48.782.728 | 46.312.403 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
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| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | siehe Konzern-Anhang | 2011 | in € 2010 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -6.224.890 | -4.123.261 | |
| - Zinsergebnis | (9) | -389.980 | -387.077 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | (12), (21), (22) | 1.971.230 | 1.020.083 |
| + Aufwand aus Long Term Incentive Plan | (32) | 53.949 | 7.899 |
| +/- Änderung von Wertberichtigungen | (14), (15) | 270.879 | -36.739 |
| + Verluste aus dem Abgang von Anlagevemögen | (21), (22) | 48 | 6.466 |
| - Gewinne aus Derivaten | (31) | 0 | -90.799 |
| - sonstige zahlungsunwirksame Erträge1 | -73.119 | 0 | |
| Operativer Cashflow vor Working-Capital-Veränderungen | -4.391.883 | -3.603.428 | |
| + Veränderung der kurz- und langfristigen Rückstellungen | (23) | 874.279 | 190.721 |
| - Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (15) | -283.651 | -511.939 |
| - Veränderung der Vorräte | (14) | -1.047.272 | -579.685 |
| + Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte | (16), (17), (18) | 343.157 | 84.852 |
| +/- Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (26) | 290.377 | -573.423 |
| -/+ Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | (25), (27) | -69.504 | 248.934 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern | -4.284.497 | -4.743.968 | |
| -/+ Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen | (35) | -32.712 | 108.609 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -4.317.209 | -4.635.359 |
1 Enthält ausschließlich unrealisierte Fremdwährungsgewinne.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
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| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | siehe Konzern-Anhang | 2011 | in € 2010 |
|---|---|---|---|
| - Investionen in immaterielle Vemögenswerte aus Entwicklungsprojekter | (21) | -326.468 | -1.070.800 |
| - Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte | (21) | -356.338 | -88.816 |
| - Investitionen in Sachanlagen | (22) | -447.841 | -1.061.669 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | (35) | -5.999.750 | 0 |
| + Einzahlungen aus dem Abgang von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 285.000 | 45.320 |
| + Erhaltene Zinsen und ähnliche Erträge | (9) | 429.059 | 394.986 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von Bankguthaben mit Verfügungsbeschränkung | (20) | 0 | -570.000 |
| + Verkauf von Anlagevermögen | (22) | 4.152 | 4.225 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -6.412.186 | -2.346.754 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | |||
| - Auszahlungen für die Ausgabe von Anteilen | (28) | -50.820 | 0 |
| - Tilgung von Finanzschulden | (24) | -349.854 | 0 |
| - Gezahlte Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (9) | -1.307 | -207 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -401.981 | -207 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -11.131.376 | -6.982.317 | |
| Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 14.346 | -1.112 | |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode | (19) | 33.560.171 | 40.543.600 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode | (19) | 22.443.141 | 33.560.171 |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | -11.131.376 | -6.982.317 |
Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen
Die Gegenleistung für den Erwerb der PBF setzt sich neben einer Barkomponente auch aus einer zum Bilanzstichtag noch nicht zahlungswirksamen Earn-out Komponente sowie der Ausgabe von Anteilen an der SFC, die nicht zahlungswirksam ist, zusammen. Zu detaillierten Angaben bezogen auf den im Berichtsjahr stattgefundenen Erwerb der PBF siehe Erläuterungen zu "Veränderungen im Konsolidierungskreis" in Abschnitt 1. "Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis". Im Vorjahr gab es keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen Transaktionen.
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
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| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| siehe Konzern-Anhang | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung | Konzernbilanzverlust | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2010 | 7.152.887 | 66.879.638 | 12.200 | -28.184.227 | 45.860.498 | |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | ||||||
| Konzernjahresergebnis | -4.123.261 | -4.123.261 | ||||
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (28) | -15.828 | -15.828 | |||
| Stand 31.12.2010 | 7.152.887 | 66.879.638 | -3.628 | -32.307.488 | 41.721.409 | |
| Konzern-Gesamtergebnis des Jahres | ||||||
| Konzernjahresergebnis | -6.217.747 | -6.217.747 | ||||
| Erfolgsneutrales Jahresergebnis aus Währungsumrechnung | (28) | -64.563 | -64.563 | |||
| Kapitalerhöhung | ||||||
| Ausgabe von Aktien zum Erwerb der PBF | (28) | 350.000 | 1.050.000 | 1.400.000 | ||
| Abzüglich Kosten der Kapitalerhöhung | (28) | -50.820 | -50.820 | |||
| Stand 31.12.2011 | 7.502.887 | 67.878.818 | -68.191 | -38.525.235 | 36.788.279 |
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
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| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A-Serie | C-Serie | JDA | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 858.171 | 1.029.028 | 22.925 | 88.777 | 138.202 | 114.329 |
| Vorräte | 2.196.444 | 1.192.570 | 307.789 | 461.089 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.282.762 | 1.634.829 | 102.723 | 145.817 | 121.136 | 481.365 |
| Sonstiges Segmentvermögen | 324.060 | 1.149.570 | 38.600 | 0 | 541.137 | 3.833 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentvermögen | 5.661.437 | 5.005.997 | 472.037 | 695.683 | 800.475 | 599.527 |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| Umsatzerlöse | 10.721.254 | 9.627.595 | 305.748 | 1.089.149 | 1.859.020 | 874.691 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -6.533.470 | -6.758.154 | -167.260 | -583.697 | -1.213.049 | -601.326 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.187.784 | 2.869.441 | 138.488 | 505.452 | 645.971 | 273.365 |
| nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten | ||||||
| Betriebsergebnis | ||||||
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ||||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||||
| Jahresergebnis |
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| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Power Manager | Power Supplies and Coils | Sonstige | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 26.619 | 43.803 | 9.203.051 | 0 | 198.674 | 190.945 |
| Vorräte | 138.480 | 156.547 | 1.989.696 | 0 | 274.519 | 126.406 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 30.780 | 301.880 | 1.811.985 | 0 | 124.874 | 149.171 |
| Sonstiges Segmentvermögen | 10.806 | 42.887 | 268.962 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Segmentvermögen | 206.685 | 545.117 | 13.273.694 | 0 | 598.067 | 466.522 |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| Umsatzerlöse | 520.080 | 794.237 | 890.717 | 0 | 1.129.155 | 944.506 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -376.267 | -399.273 | - 661.560 | 0 | -1.104.406 | -945.406 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 143.813 | 394.964 | 229.157 | 0 | 24.749 | - 900 |
| nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten | ||||||
| Betriebsergebnis | ||||||
| Finanzergebnis | ||||||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | ||||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||||
| Jahresergebnis |
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| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Ausgleichsposten | Konzernabschluss | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 3.217.091 | 3.815.179 | 13.664.733 | 5.282.061 |
| Vorräte | 0 | 0 | 4.906.928 | 1.936.612 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 4.474.260 | 2.713.062 |
| Sonstiges Segmentvermögen | 1.825.101 | 1.054.207 | 3.008.666 | 2.250.497 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente | 22.728.141 | 34.130.171 | 22.728.141 | 34.130.171 |
| Segmentvermögen | 27.770.333 | 38.999.557 | 48.782.728 | 46.312.403 |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| Umsatzerlöse | 0 | 0 | 15.425.974 | 13.330.178 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | 0 | 0 | -10.056.012 | -9.287.856 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 0 | 0 | 5.369.962 | 4.042.322 |
| nicht den Produkten zuordenbare betriebliche Kosten | -11.984.832 | -8.552.660 | ||
| Betriebsergebnis | - 6.614.870 | -4.510.338 | ||
| Finanzergebnis | 389.980 | 387.077 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 6.224.890 | -4.123.261 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 7.143 | 0 | ||
| Jahresergebnis | - 6.217.747 | -4.123.261 |
Bezüglich der Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung verweisen wir auf Textziffer (36) des Konzernanhangs.
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
1. ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE UND KONSOLIDIERUNGSKREIS
Die SFC Energy AG (die "Gesellschaft" oder "SFC") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Der Sitz der Gesellschaft ist Eugen-Sänger-Ring 7, 85649 Brunnthal. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 144296 eingetragen. Zu den Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen (der "Konzern" oder die "SFC Gruppe") siehe "Angaben zur KonzernSegmentberichterstattung" in Erläuterung 36.
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss 2011 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind. Zum 31. Dezember 2011 gab es keine geltenden Standards oder Interpretationen, die bis dato nicht von der EU übernommen wurden und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten. Entsprechend stimmt der Konzernabschluss auch mit den IFRS in ihrer vom IASB herausgegebenen Fassung überein.
Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) dargestellt. Die Angaben in diesem Konzern-Anhang erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Euro (€).Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die zusätzlichen Angaben zum Material- und Personalaufwand sind im Konzern-Anhang gesondert ausgewiesen. Daneben enthält der Konzernanhang auch die nach § 315a Abs. 1 HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") erforderlichen Angaben.
Der Vorstand der SFC Energy AG hat den Konzernabschluss am 27. März 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Angewandte neue Rechnungslegungsstandards
Die folgenden vom IASB veröffentlichten, zum 1. Januar 2011 in Kraft getretenen und von der EU-Kommission übernommenen Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2011 angewandt:
Überarbeiteter IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen": Im November 2009 hat der IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 24 veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung des Standards befreit regierungsverbundene Unternehmen teilweise von Angabepflichten und die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person wird präzisiert. Der Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 begonnen haben.
Anpassungen IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Oktober 2009 hat der IASB eine Änderung "Einstufung von Bezugsrechten" zu IAS 32 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Bilanzierung von ausgegebenen Bezugsrechten (Rechte, Optionen oder Optionsscheine), die in einer anderen Währung als der funktionalen Währung des Emittenten notiert sind. Diese Bezugsrechte sind als Eigenkapital zu klassifizieren, sofern sie allen gegenwärtigen Anteilseignern derselben Anteilskategorie anteilsgemäß zu einem festen Betrag angeboten werden. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 begonnen haben.
Änderungen aus dem "Annual Improvements Project" Im Rahmen des jährlichen Aktualisierungsprozesses zur Verbesserung der IFRS hat das IASB im Mai 2010 ein Sammelstandard zur Änderung von sechs Standards, sowie einer Interpretation veröffentlicht. Die überwiegende Anzahl der Änderungen tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 begonnen haben.
Anpassung IFRIC 14 "IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung" Im November 2009 hat der IASB die Änderungen "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" zu IFRIC 14, der eine Interpretation des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die Änderung soll unbeabsichtigte Folgen von IFRIC 14 beseitigen. Besteht für einen leistungsorientierten Plan eine Mindestdotierungsverpflichtung, kann diese Vorauszahlung nach der vorliegenden Änderung als Vermögenswert bilanziert werden. Die Interpretation ist spätestens für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 begonnen haben.
IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" Im November 2009 hat das IFRS Interpretation Committee Leitlinien für die Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten, die ein Schuldner nach Neuaushandlung der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit zu deren vollständiger oder teilweiser Tilgung ausgibt, veröffentlicht. Die Interpretation ist spätestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 begonnen haben, anzuwenden.
Neue, noch nicht umgesetzte Rechnungslegungsstandards
Folgende, von der SFC Gruppe nicht vorzeitig für das Jahr 2011 angewandte, neue und überarbeitete Standards, wurden bis zum Datum der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts vom IASB veröffentlicht und teilweise von der EU-Kommission anerkannt:
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses": Der IASB hat im Juni 2011 die Änderungen an IAS 1 "Presentation of items of Other Comprehensive Income" veröffentlicht. Zukünftig müssen die im Eigenkapital direkt erfassten Wertänderungen in der Gesamtergebnisrechnung gesondert nach Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sog. "Recycling") und solche, die nicht recycelt werden, ausgewiesen werden. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen und wurden bisher noch nicht von der EU übernommen.
Änderung an IAS 12 "Ertragsteuern": Die vom IASB im Dezember 2010 veröffentlichte Änderung "Latente Steuern: Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten" betrifft Vermögenswerte, die nach IAS 40 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Durch die Änderung wird nunmehr eine widerlegbare Vermutung eingeführt, dass die Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung erfolgt. Die Anpassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen und wurde bisher nicht von der EU übernommen.
Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 19 veröffentlicht. Hieraus ergeben sich zukünftig insbesondere Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne (sogenannte "Defined Benefit Plans"). Unter anderem wird das bisherige Wahlrecht versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis oder zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode zu erfassen abgeschafft. Diese sind zukünftig unmittelbar im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Zudem ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand zukünftig in der Periode zu erfassen, in der die Planänderung stattfindet und bei der Ermittlung des Nettozinsaufwands bzw. -ertrags ist zukünftig ein einheitlicher Zinssatz für das Netto-Vermögen und die Netto-Verbindlichkeit zugrunde zu legen, der anhand der Rendite hochwertiger Unternehmensanleihen zu ermitteln ist. Die Änderungen sind retrospektiv auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurden bisher noch nicht von der EU übernommen.
Neue Fassung IAS 27 "Einzelabschlüsse": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 10 wurde IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" in "Einzelabschlüsse" umbenannt. Die Neufassung des IAS 27 behandelt zukünftig nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. Die bestehenden Leitlinien und Anhangsangaben für Einzelabschlüsse blieben dabei unverändert. Die anderen Teile von IAS 27 werden durch IFRS 10 "Konzernabschlüsse" ersetzt. Die neue Fassung ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde noch nicht von der EU übernommen.
Neue Fassung IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen": Im Rahmen des im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 11 wurde auch der IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" umbenannt und neu gefasst. Gemeinschaftsunternehmen, die unter die Definition des neuen Standards IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" fallen, sind nach der Equity-Methode in Übereinstimmung mit dem geänderten IAS 28 zu bilanzieren. Die grundlegende Vorgehensweise zur Beurteilung des Vorliegens maßgeblichen Einflusses sowie Vorschriften für die Anwendung der Equity-Methode bleiben unverändert. Der neu gefasste Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde bisher noch nicht von der EU übernommen.
Änderungen an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung": Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen an IAS 32 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" veröffentlicht. Die in IAS 32 formulierten Voraussetzungen zur Saldierung wurden im Grundsatz beibehalten und durch zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert, die die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung ausführlicher erläutern und beispielhafte Kriterien enthalten, unter denen ein auf Bruttoausgleich angelegtes System dennoch zu einer Saldierung führen kann. Die Änderungen sind retrospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen wurden noch nicht von der EU übernommen.
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Im Oktober 2010 hat der IASB die Änderungen "Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen führen zu erweiterten Anhangangaben bei Transaktionen, die zu einer Übertragung von finanziellen Vermögenswerten führen. Mit der Änderung wird das Ziel verfolgt, einen besseren Einblick in Risiken zu gewähren, die beim Übertragenden verbleiben. Die Änderungen sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Anpassungen wurden im November 2011 von der EU übernommen.
Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" zu IFRS 7 veröffentlicht. Die Anpassungen sehen neue qualitative und quantitative Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen vor. Die Änderungen sind retrospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderungen wurden noch nicht von der EU übernommen.
IFRS 9 "Finanzinstrumente" Im November 2009 hat der IASB eine Neuregelung der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten veröffentlicht. Gemäß IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. IFRS 9 ist unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.
Ergänzung IFRS 9 "Finanzinstrumente": Im Oktober 2010 hat der IASB Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten veröffentlicht. Die Anpassungen ergänzen den im November 2009 herausgegebenen Standard "Finanzinstrumente" um Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten. Sofern für finanzielle Verbindlichkeiten die Fair Value-Option gewählt wird, ist der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus der Änderung des eigenen Kreditrisikos resultiert, im sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals und nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Die Ergänzungen sind unter Berücksichtigung der Änderungen von Dezember 2011 verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Der Standard wurde bisher nicht von der EU übernommen.
Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Im Dezember 2011 hat der IASB die Änderungen "Verpflichtender Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang" an IFRS 9 und IFRS 7 veröffentlicht. Die bisher verpflichtende Anwendung des IFRS 9 für Perioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, wurde auf Perioden verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Ferner werden Ausnahmeregelungen, unter denen ein Unternehmen bei Übergang auf IFRS 9 an Stelle einer Anpassung von Vorjahresangaben zusätzliche Angaben im Anhang vornehmen kann mit aufgenommen. Die in IFRS 9 geforderten zusätzlichen Anhangangaben wurden als Änderung an IFRS 7 hinzugefügt. Die Änderungen der beiden Standards wurden bisher nicht von der EU übernommen.
IFRS 10 "Konzernabschlüsse" Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 10 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC 12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung. Die Definition von "Beherrschung" wird durch den neuen IFRS 10 dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde bisher noch nicht von der EU übernommen.
IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen": Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 11 veröffentlicht. Zukünftig sind nach IFRS 11 zwei Sachverhalte der gemeinschaftlichen Vereinbarung zu trennen: gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operation) und Gemeinschaftsunternehmen (joint venture). Das bisherige Wahlrecht der Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurde abgeschafft. Zukünftig ist zwingend die Equity-Bilanzierung anzuwenden. Sofern es sich um eine gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) handelt, sind die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbare Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC 13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen" und ist auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der Standard wurde bisher noch nicht von der EU übernommen.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen": Der im Mai 2011 vom IASB veröffentlichte IFRS 12 legt die erforderlichen Anhangangaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinschaftliche Vereinbarungen" bilanzieren. Der Standard ersetzt die derzeit in IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Angabepflichten. Anhangangaben bezogen auf Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen (sogenannte Zweckgesellschaften) sind zukünftig in IFRS 12 neu geregelt. Der neue Standard ist auf Berichtsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde bisher noch nicht von der EU übernommen.
IFRS 13 "Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert' Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 veröffentlicht. IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der neue Standard enthält keine Regelungen, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Durch IFRS 13 werden die bestehenden Leitlinien zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes in den einzelnen IFRSs durch einen einzigen Standard ersetzt. IFRS 13 gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen und wurde bisher noch nicht von der EU übernommen.
Das IASB hat weitere Verlautbarungen veröffentlicht. Die Gesellschaft geht derzeit davon aus, dass die Anwendung der neuen und überarbeiteten Standards keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.
Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert von der Unternehmensleitung bestimmte Annahmen, die Auswirkungen auf die Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
Bewertung von Rückstellungen: Zur Bewertung der Rückstellungen werden Schätzungen des Managements herangezogen. Die Höhe der Gewährleistungsrückstellung basiert dabei auf der historischen Entwicklung von Gewährleistungen sowie einer Betrachtung aller zukünftigen, möglichen, mit ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Gewährleistungsfälle. Die unter diesen Annahmen ermittelten langfristigen Rückstellungen werden abgezinst. Im Berichtsjahr wurden bessere Erkenntnisse hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs gewonnen und die bisher verwendeten Zinssätze an die aktuellen Marktentwicklungen angepasst. Erläuterung 23 enthält Informationen zu den verwendeten Zinssätzen, der Entwicklung der Barwerte und den Auswirkungen, die sich aufgrund der Anpassungen ergeben hat. Ferner wird im Rahmen der Bildung von Drohverlustrückstellungen für Mietaufwendungen (siehe Erläuterung 23) die wahrscheinliche Inanspruchnahme geschätzt.
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte: Die festgelegten Nutzungsdauern für das Anlagevermögen basieren auf Schätzungen des Managements. SFC überprüft zu Ende eines jeden Geschäftsjahres die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Während des laufenden Geschäftsjahres kam es zu keiner veränderten Schätzung von Nutzungsdauern. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF wurde die Nutzungsdauer der Kundenbeziehung anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die Nutzungsdauer der erworbenen Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt (siehe Erläuterungen zu "Immaterielle Vermögenswerte" in Abschnitt 2. "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze).
Aktivierungspflicht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte: Basierend auf den Planungen und Einschätzungen des Managements werden Entwicklungskosten, sofern die Ansatzkriterien nach IFRS erfüllt sind, aktiviert. Zur Entwicklung und der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".
Ansatz aktiver latenter Steuern, insbesondere auf Verlustvorträge: Auf steuerliche Verlustvorträge der Gesellschaft und ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft werden aktive latente Steuern maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen aktiven latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, gebildet, da das Vorhandensein zukünftiger steuerlicher Ergebnisse zur Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann. Siehe hierzu Erläuterung 10 "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag".
Bewertung von anteilsbasierter Vergütung: Die Gesellschaft hat ein Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte verabschiedet. Erläuterung 32 "Anteilsbasierte Vergütung" enthält Angaben über die in das Bewertungsmodell eingehenden geschätzten Bewertungsparameter zur Ermittlung der daraus resultierenden Aufwendungen.
Umsatzrealisierung bei Auftragsentwicklung: Im Rahmen der Joint Development Agreements ("JDA") führt SFC Auftragsentwicklungen durch. Bei der Percentage-of-Completion Methode müssen unter anderem die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie die Gesamtauftragserlöse eingeschätzt werden. Hierbei können z. B. Auftragsänderungen vom Kunden zu einer Erhöhung oder Reduzierung der bisher eingeschätzten Auftragserlöse und -kosten führen. Zu den notwendigen Anpassungen im Geschäftsjahr siehe Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".
Wertminderung nicht-finanzieller Vermögenswerte: Der Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag für alle nicht-finanziellen Vermögenswerte, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich überprüft unabhängig davon, ob Anzeichen vorliegen. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags der Vermögenswerte und der Zahlungsmittel generierenden Einheiten ist mit Schätzungen der Unternehmensleitung verbunden. Im Geschäftsjahr 2011 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Siehe hierzu Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".
Werthaltigkeit von Forderungen: Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, werden seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt. Siehe hierzu Erläuterung 31 "Finanzinstrumente".
Ferner sind im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Schätzungen hinsichtlich der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere erworbener immaterieller Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokation sowie der Earn-out Komponente zur Bestimmung der Gegenleistung, zum Erwerbstichtag notwendig. Siehe hierzu die Erläuterungen zu "Änderungen im Konsolidierungskreis" in diesem Abschnitt.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind die SFC sowie alle Unternehmen, die die Gesellschaft mittelbar oder unmittelbar beherrscht, einbezogen. Beherrschung besteht dann, wenn die Gesellschaft über mehr als die Hälfte der Stimmrechte eines Unternehmens verfügt oder auf andere Weise die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Der Konzernabschluss umfasst somit die SFC als oberstes Mutterunternehmen und ihre US-amerikanische Tochtergesellschaft sowie die im Geschäftsjahr erworbene PBF Gruppe. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften, die nach nationalem Recht aufgestellt sind, wurden auf IFRS übergeleitet und an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns angepasst. Das Geschäftsjahr der einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember).
Der in den Konsolidierungskreis aufgenommene Anteilsbesitz der Gesellschaft an Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2011 geht aus der folgenden Tabelle hervor. Die Finanzinformationen stehen im Einklang mit den Rechnungslegungsvorschriften des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft ihren Sitz hat.
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| Tochterunternehmen, die voll in den konsolidierungskreis einbezogen werden | in % | |
|---|---|---|
| Gesellschaft | Sitz | Anteil am Kapital unmittelbar (mittelbar) |
| --- | --- | --- |
| SFC Energy, Inc. | Atlanta (USA) | 100 |
| P&E Interholding B. V. | Almelo (Niederlande) | 100 |
| PBF-Group B. V. | Almelo (Niederlande) | (100) |
| PBF Power Srl | Cluj-Napoca (Rumänien) | (100) |
| Power Concepts B. V. | Almelo (Niederlande) | (100) |
Daneben hält die P&E Interholding B. V. noch einen 100%igen nicht wesentlichen Anteil an der PBF Hong Kong Limited, China. Die nicht operative Tochtergesellschaft hatte zum Erwerbsstichtag einen beizulegenden Wert von € 0 und wurde nicht mit in den Konzernabschluss einbezogen.
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Am 1. Dezember 2011 (Erwerbsstichtag) hat die Gesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung von 100 % an der P&E Interholding B. V., Almelo, Niederlande, im Rahmen eines Anteilserwerbs übernommen. Die P&E Interholding B. V. ist das Mutterunternehmen (PBF Gruppe) der PBF-Group B. V. (PBF), Niederlande, der PBF Power Srl, Rumänien, und der Power Concepts B. V., Niederlande, an denen sie jeweils einen 100 %igen Kapitalanteil hält. Die PBF operiert weltweit und ist auf die Entwicklung und die Fertigung von maßgeschneiderten Lösungen wie Schaltnetzteile, externe Transformatoreinheiten, Systemschaltschränke sowie auf Spezialspulen spezialisiert.
Mit dem Unternehmenszusammenschluss beabsichtigt die Gesellschaft die Erschließung von komplementären Technologien und Produkten als Basis für zukünftiges gemeinsames Produktgeschäft sowie die Erschließung von "cross-selling" Potentialen bei gemeinsamer Kundenbasis.
Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb in Höhe von € 6.023.469 umfasst im Wesentlichen die oben umschriebenen erwarteten Synergien und Größenvorteile aus den gemeinschaftlichen Tätigkeiten von SFC und PBF und ist erwartungsgemäß nicht für Zwecke der Besteuerung abzugsfähig.
Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der für die PBF Gruppe gezahlten Gegenleistung und der zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge für die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden.
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| in € zum 1.12.2011 | |
|---|---|
| Gegenleistung | |
| Zahlungsmittel | 6.000.000 |
| Eigenkapitalinstrumente (350.000 Stammaktien von SFC) | 1.400.000 |
| Vereinbarung über eine bedingte Gegenleistung | 1.287.849 |
| Gesamte übertragene Gegenleistung | 8.687.849 |
| Für die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommene Schulden erfasste Beträge | |
| Vorräte | 2.016.560 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistunger | 1.657.393 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen | 296.795 |
| Zahlungsmittel | 250 |
| Identifizierbare immatierielle Vermögenswerte | 2.711.101 |
| Sachanlagen | 476.313 |
| Aktive latente Steuern | 98.103 |
| Verbindlichkeiten | -3.588.157 |
| Rückstellungen | -340.472 |
| Passive latente Steuern | -663.506 |
| Identifizierbare Nettovermögenswerte gesamt | 2.664.380 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 6.023.469 |
Der Bruttowert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt € 1.665.395. Die Wertberichtigung darauf beträgt € 8.002. Der Bruttowert der Sonstige Vermögenswerte und Forderungen entspricht dem Nettowert.
Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von € 510.566 wurden in der KonzernGewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2011 unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Der beizulegende Zeitwert der 350.000 Aktien an der SFC wurde anhand des Schlusskurses zum Erwerbszeitpunkt von € 4,00 je Aktie ermittelt.
Ferner setzt sich die Gegenleistung aus einer Earn-out Komponente zusammen, die an die Erreichung von bestimmten Zielgrößen (prognostiziertes EBITDA in 2012, Umsätze aus "cross-selling" Effekten und Vertrieb von gemeinsam entwickelten Produkten in 2012/2013) gebunden ist. Der potenzielle nicht abgezinste Betrag aller zukünftigen Zahlungen, zu denen die Gesellschaft im Rahmen dieser Vereinbarung über eine bedingte Gegenleistung verpflichtet sein könnte, liegt zwischen € 0 und € 1.350.000. Der Vorstand rechnet mit einer vollständigen Inanspruchnahme. Der beizulegende Zeitwert in Höhe von € 1.287.849 wurde mit der Discounted-Cash Flow Methode unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 3,84 % ermittelt. Zum 31. Dezember 2011 hat sich diese Einschätzung nicht geändert.
Die im Rahmen des Unternehmenserwerbs identifizierten immateriellen Vermögenswerte setzen sich im Wesentlichen aus identifizierten Kundenbeziehungen und Technologien, die im Zusammenhang mit der Entwicklung von Energieversorgungslösungen stehen, zusammen. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die geschätzten Netto-Zahlungsmittelzuflüsse mit einem laufzeitspezifischen und risikoadjustierten Zinssatz in Höhe von 6,94 % und 6,51 % diskontiert. Siehe hierzu "Andere immaterielle Vermögenswerte" unter Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".
Die in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung seit dem 1. Dezember 2011 berücksichtigten Umsatzerlöse der PBF Gruppe betrugen € 890.717. Die Gruppe wies im gleichen Zeitraum ein negatives Ergebnis in Höhe von € 40.053 aus.
In der folgenden Tabelle sind gemäß IFRS 3 die Umsatzerlöse und das Ergebnis der Gesellschaft unter der Annahme dargestellt, dass die PBF Gruppe bereits zum 1. Januar 2011 voll in den Konzernabschluss einbezogen worden wäre. Die Pro-forma Anpassungen werden dabei in der Weise dargestellt als ob der Vorjahresabschluss 2010 der PBF Gruppe bereits im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden wäre. In diesen Pro-forma Anpassungen sind Abschreibungen auf aktivierte immaterielle Vermögenswerte, die aus der Kaufpreisallokation resultieren, in Höhe von € 361.404 enthalten.
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| 2011 | Pro-forma Anpassungen | in € 2011 Pro-forma | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 15.425.974 | 11.947.993 | 27.373.967 |
| Gesamtaufwendungen | -22.040.844 | -11.288.584 | -33.329.428 |
| Betriebsergebnis | -6.614.870 | 659.409 | -5.955.461 |
| Finanzergebnis | 389.980 | -70.709 | 319.271 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 7.143 | -99.670 | -92.527 |
| Konzernjahresergebnis | -6.217.747 | 489.030 | -5.728.717 |
| EPS | -0,87 | 0,11 | -0,76 |
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Umsatzrealisierung
Den größten Anteil am Umsatz erzielt SFC aus dem Verkauf von Brennstoffzellensystemen der A-Serie (EFOY, EMILY). Die EFOY kommt vor allem im Freizeitbereich, insbesondere in Wohnmobilen und auf Booten, zum Einsatz. Die neue Produktgeneration EFOY COMFORT wurde im Geschäftsjahr 2011 erfolgreich in den Markt eingeführt. Daneben wird die Industrievariante EFOY Pro für netzferne Industrieapplikationen verkauft und zudem für Anwendungen im Bereich Mobilität verwendet. Ferner werden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von speziell für den Verteidigungsbereich entwickelten Systemen (EMILY) der A-Serie erzielt und Umsätze aus Verkäufen von portablen Brennstoffzellen, der so genannten C-Serie (JENNY), im Verteidigungsbereich generiert. Dort kommt auch der Power Manager zum Einsatz. Das Produkt Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht. Ferner werden Umsätze aus Verkäufen von Tankpatronen, Testequipment und sonstigen Produkten für Netzwerklösungen realisiert.
Die PBF entwickelt, produziert und vermarktet kundenspezifische Hightech-Stromversorgungslösungen, von Netzgeräten bis hin zu kompletten Stromsystemen für die Hersteller von Industrieanlagen und -ausstattung. Diese Lösungen überträgt PBF in marktfähige Produkte mit integrierter Elektrotechnik, Elektronik, Mechanikkonstruktion und Software.
Die Erfassung dieser Umsätze erfolgt zum Zeitpunkt der Abholung durch den Kunden oder der für den Transport verantwortlichen Person, d.h. mit Übergang von Chancen und Risiken auf den Kunden, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist, der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird und die in Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen Kosten zuverlässig bestimmt werden können. Die Umsätze werden mit der zu beanspruchenden Gegenleistung für den Verkauf und die Lieferung des Produktes an den Kunden angesetzt.
Im Rahmen von Joint Development Agreements ("JDA") entwickelt SFC auf die Bedürfnisse des Auftraggebers abgestimmte Brennstoffzellen und Power Manager. Die Joint Development Agreements sind Auftragsentwicklungen, die von der Gesellschaft in Zusammenarbeit mit verschiedenen öffentlichen Auftraggebern durchgeführt werden.
Diese langfristigen Entwicklungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den hochgerechneten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion. Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) die Teilabrechnungen im Einzelfall übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Percentage-of-Completion. Verbleibt nach Abzug der Teilabrechnung ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion.
Aufwandsrealisierung
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich planmäßig linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungsdauern betragen für:
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| • ERP-Software | 5 - 8 Jahre |
| • Software | 3 - 5 Jahre |
| • Patente | 5 - 14 Jahre |
| • Lizenzen | 2 - 5 Jahre |
Customizingkosten für die erworbene ERP-Software sind als Anschaffungsnebenkosten den immateriellen Vermögenswerten zugerechnet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer der ERP-Software.
Entwicklungskosten werden gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, wenn ein neu entwickelter Vermögenswert eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass die Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die für die Entwicklung angefallenen Ausgaben zuverlässig bewertet werden können. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der abzuschreibenden Entwicklungskosten bei SFC liegt bei 5 Jahren und bei PBF bei 6 Jahren. Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung ergebniswirksam verrechnet. Forschungskosten werden gemäß IAS 38 als laufender Aufwand ausgewiesen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.
Bei den im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe erworbenen anderen immateriellen Vermögenswerten entsprechen die Anschaffungskosten den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt. Sie werden um planmäßige Abschreibungen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer gemindert.
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| • Kundenbeziehungen PBF | 8 Jahre |
| • Technologie PBF | 6 Jahre |
| • Auftragsbestand PBF | 1 Jahr |
Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen wurde anhand von statistischen Analysen unter Einbeziehung von Einschätzungen des Managements ermittelt und die der Technologie anhand von Erfahrungswerten bezüglich des durchschnittlichen Produktlebenszyklus in der Branche bestimmt.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten neben den Einzelkosten und alle direkt zuordenbaren Kosten, die anfallen um den Vermögenswert zu seinem Standort und in den betriebsbereiten Zustand zu bringen.
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Abschreibungsdauern betragen für:
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| • Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 10 Jahre |
| • Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 Jahre |
Fremdkapitalkosten
Erstreckt sich die Herstellungsphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fertigstellung anfallenden Fremdkapitalkosten als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstimmung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2011 sowie im Vorjahr fielen in diesem Zusammenhang keine Fremdkapitalkosten an.
Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Die Werthaltigkeit des aktivierten Buchwertes von immateriellen Vermögenswerten sowie von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens wird auf Basis der zukünftig aus der Nutzung zu erwartenden Zahlungsströme (abgezinst mit einem risikoadäquaten Zinssatz) sowie auf Basis des Nettoveräußerungspreises überprüft (Impairment Test), wenn besondere Ereignisse oder Marktentwicklungen eine mögliche Korrektur der geschätzten Nutzungsdauer oder einen eventuellen Wertverfall anzeigen. Des Weiteren erfolgt für noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte jährlich eine Überprüfung auf Wertminderung. Falls der Nettobuchwert von Vermögenswerten größer ist als der erzielbare Betrag (höherer Wert aus Nutzungswert und Nettoveräußerungswert), wird eine außerplanmäßige Abschreibung durchgeführt. Bei der Festlegung der zukünftig zu erwartenden Zahlungsströme werden das aktuelle und zukünftig erwartete Ertragsniveau sowie geschäftsfeldspezifische, technologische, wirtschaftliche und allgemeine Entwicklungen berücksichtigt. Wenn für einen Vermögenswert kein erzielbarer Betrag ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit ermittelt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.
Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes (oder der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert (oder die Zahlungsmittel generierende Einheit) in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (Zahlungsmittel generierende Einheiten) oder Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten, die Synergien aus der jeweiligen Erwerbstransaktion ziehen, zugeordnet. Sofern der Buchwert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, einschließlich dieses Geschäfts- oder Firmenwertes höher ist als der erzielbare Betrag dieser Gruppe von Vermögenswerten, ist ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der Wertminderungsaufwand wird zuerst dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und danach den anderen Vermögenswerten im Verhältnis ihrer Buchwerte. Gemäß IAS 36 werden keine Wert-aufholungen für Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Leasingverhältnisse
Leasingverträge werden als Finanzierungsleasing ("Finance Leases") klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasinggeschäfte, d.h. Leasingverträge, bei denen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt, sind so genannte "Operate Leases". Im Geschäftsjahr 2011 wie auch im Vorjahr wurden keine Verträge als "Finance Leases" klassifiziert.
Die Miet- und Leasingzahlungen aus den Operating Leases des Konzerns werden linear über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam erfasst. Die Bilanzierung der Leasinggegenstände erfolgt beim Leasinggeber.
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Zeitpunkt des Zugangs mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert. Diese enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Fertigungs- und Materialgemeinkosten.
In der Folge werden die Vorräte unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungswerte am Bilanzstichtag bewertet. Als Verbrauchsfolgeverfahren wird die Methode des gewogenen Durchschnitts verwendet.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen, oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.
Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, soweit dies zulässig und angemessen ist. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorien "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" und "als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" ist zum Bilanzstichtag im Konzern nicht erfolgt.
Zum Bilanzstichtag bestehen im Konzern mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente aus dem Geschäftsjahr 2009, deren Veräußerung sich in der Kapitalflussrechnung aus dem Vorjahr niederschlägt, keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte.
Kredite und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Dabei handelt es sich insbesondere um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.
Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte
Bei finanziellen Vermögenswerten oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten wird an jedem Bilanzstichtag ermittelt, ob eine Wertminderung vorliegt. Ein Wertminderungsaufwand wird sofort ergebniswirksam erfasst. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Im Konzern bestehen als objektive Hinweise im Wesentlichen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten von Kunden oder ein Vertragsbruch wie etwa ein Ausfall von Zahlungen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich angemessener Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken ausgewiesen, was dem Marktwert entspricht.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Falls Indikatoren für eine Wertminderung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte vorhanden sind, werden einzelfallbezogene Wertberichtigungen vorgenommen.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand umfassen Fördermittel für die Entwicklungsaktivitäten von SFC und wurden für die Neuentwicklung von Brennstoffzellensystemen sowie zur Untersuchung der Produkt-Feldqualität gewährt. Darüber hinaus wurden im Vorjahr Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur bezuschusst.
Werden die Entwicklungskosten gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" aktiviert, werden die Zuwendungen für Vermögenswerte als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des betroffenen Vermögenswertes bilanziert.
Falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung nicht gegeben sind, werden die Zuschüsse als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten, der Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen und der allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.
Zuschüsse für Investitionen werden direkt von den Anschaffungskosten in Abzug gebracht.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 "Ertragsteuern" nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode für sämtliche temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge dürfen gemäß IAS 12.34 nur in dem Maße angesetzt werden, als es wahrscheinlich ist, dass zukünftige steuerliche Gewinne entstehen werden, die eine Verrechnung dieser Verlustvorträge ermöglichen. Bislang werden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge nur in der Höhe, in welcher sie mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, angesetzt, da zukünftige steuerliche Erträge noch nicht hinreichend sicher angenommen werden können.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten.
Rückstellungen
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann. Dies bedeutet, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 % liegen muss. Die Rückstellungen werden für die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt und nicht mit Rückgriffsansprüchen verrechnet. Langfristige sonstige Rückstellungen werden abgezinst. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen.
Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche werden unter Zugrundelegung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs unter Berücksichtigung von künftigen Erträgen aus dem Recycling von Brennstoffzellen gebildet. Garantie- bzw. Gewährleistungsverpflichtungen, die über die geschäftsüblichen Garantie-/Gewährleistungsverpflichtungen hinausgehen, bestehen nicht.
Eine Rückstellung für Restrukturierung wird nur dann angesetzt, wenn ein detaillierter, formaler Restrukturierungsplan vorliegt und bei den Betroffenen die gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass die Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden.
Wenn aus einem Vertrag ein Verlust droht, erfasst die Gesellschaft die gegenwärtige Verpflichtung aus dem Vertrag als Drohverlustrückstellung. Diese wird mit dem niedrigeren Betrag bewertet, um den die zu erwartenden Kosten bei Erfüllung des Vertrags oder die zu erwartenden Kosten bei Nichterfüllung des Vertrags den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vertrag übersteigen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Drohverlustrückstellungen für Drohverluste aus Mietaufwendungen gebildet und unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Zuführungen zu diesen Rückstellungen wurden erfolgswirksam in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert.
SFC legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.
Die finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung, abzüglich eventueller mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten, bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Earn-out Komponente (bedingte Gegenleistung) im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurde als Finanzverbindlichkeit, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, klassifiziert. und unter den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert werden in der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst.
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Konsolidierung
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz.
Die Auswirkungen aller wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle werden eliminiert. Dabei werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Ebenso erfolgt eine Eliminierung sämtlicher Erträge und Aufwendungen aus angefallenen konzerninternen Transaktionen.
Ergebnisse aus konzerninternen Warenlieferungen, die im Buchwert von Vorräten enthalten sind, werden eliminiert. Auf die durch die Zwischenergebnisliminierung entstandenen Differenzen werden latente Steuern gebildet.
Währungsumrechnung
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden die aus der Geschäftstätigkeit resultierenden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" unter der Verwendung des Transaktionskurses bewertet. Gewinne oder Verluste, die aus der Fremdwährungsumrechnung entstehen, werden erfolgswirksam erfasst.
Die Umrechnung des von in fremder Währung aufgestellten Einzelabschlusses der einbezogenen Gesellschaften folgt auf der Grundlage des Konzeptes der funktionalen Währung gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften der SFC ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht grundsätzlich selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung identisch mit der Landeswährung der Gesellschaft.
Die Vermögenswerte und Schulden werden folglich zum Stichtagskurs, die Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs umgerechnet. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wird erfolgsneutral verrechnet und im Eigenkapital gesondert als sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung ausgewiesen.
Der Währungskurs der für den Konzern wesentlichen Fremdwährung hat sich wie folgt entwickelt
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| Durchschnittskurs 2011 | Durchschnittskurs 2010 | Stichtagskurs 31.12.2011 | in € Stichtagskurs 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|---|
| US-Dollar (USD) | 0,71824 | 0,75415 | 0,77298 | 0,74705 |
3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
(1) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 15.425.974 | 13.330.178 |
| davon aus Percentage-of-Completion | 1.859.020 | 874.691 |
Siehe zur Verteilung der Umsatzerlöse auf die Produkte "Konzern-Segmentberichterstattung" und zu weiterführenden Informationen die Erläuterung 36 "Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung" und Erläuterung 16 "Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion".
(2) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 6.081.433 | 6.212.255 |
| Personalkosten | 1.891.890 | 1.567.363 |
| Raumkosten | 656.1 66 | 452.897 |
| Transportkosten | 394.401 | 253.164 |
| Abschreibungen | 374.847 | 283.288 |
| Gewährleistung | 300.596 | 191.155 |
| Beratung | 95.391 | 63.230 |
| Übrige | 261.288 | 310.819 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | 0 | -46.315 |
| Gesamt | 10.056.012 | 9.287.856 |
(3) Vertriebskosten
Die Vertriebskosten stellen sich wie folgt dar:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Personalkosten | 2.427.898 | 2.340.235 |
| Werbe- und Reisekosten | 1.086.746 | 1.024.318 |
| Beratung / Provision | 418.991 | 567.384 |
| Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen | 170.610 | 0 |
| Materialaufwand | 127.141 | 205.288 |
| Abschreibungen | 56.310 | 17.583 |
| Übrige | 608.067 | 596.277 |
| Gesamt | 4.895.763 | 4.751.085 |
(4) Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Personalkosten | 1.471.857 | 2.138.624 |
| Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 1.324.391 | 554.566 |
| Materialaufwand | 532.748 | 809.979 |
| Raumkosten | 305.488 | 271.631 |
| Beratung und Patente | 177.857 | 144.919 |
| Übrige Abschreibungen | 71.321 | 55.453 |
| Übrige | 105.859 | 148.560 |
| Aktivierung als selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | -335.405 | -1.100.536 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -1.116.645 | -1.132.336 |
| Gesamt | 2.537.471 | 1.890.860 |
In den Abschreibungen auf selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte sind Wertminderungsaufwendungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von € 577.638 enthalten. Siehe hierzu die Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte".
(5) Allgemeine Verwaltungskosten
Die allgemeinen Verwaltungskosten stellen sich wie folgt dar:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Personalkosten | 1.427.129 | 1.010.281 |
| Prüfungs- u. Beratungskosten | 408.018 | 286.252 |
| Investor Relations/Hauptversammlung | 182.490 | 144.758 |
| Abschreibungen | 144.361 | 109.193 |
| Aufsichtsratsvergütung | 108.795 | 166.290 |
| Versicherung | 103.446 | 88.443 |
| Reisekosten | 97.595 | 140.011 |
| KfZ-Kosten | 63.428 | 46.050 |
| Wartungskosten für Hard- und Software | 40.680 | 39.283 |
| Personalbeschaffungskosten | 9.873 | 6.250 |
| Übrige | 356.012 | 242.897 |
| Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen | -264.970 | -227.475 |
| Gesamt | 2.676.857 | 2.052.233 |
(6) Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Kursdifferenzen | 189.223 | 56.256 |
| Periodenfremde Erträge | 2.190 | 940 |
| Erträge aus der Marktbewertung von Derivaten | 0 | 90.799 |
| Übrige | 5.354 | 80.094 |
| Gesamt | 196.767 | 228.089 |
(7) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Drohverluste Mietaufwendungen | 597.124 | 0 |
| Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten | 510.566 | 0 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 323.300 | 0 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 100.833 | 68.358 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 18.092 | 8.593 |
| Übrige | 47.623 | 9.620 |
| Gesamt | 1.597.538 | 86.571 |
Zu den Drohverlusten aus Mietaufwendungen im Geschäftsjahr 2011 siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen" und zu den mit dem Unternehmenserwerb der PBF Gruppe verbundene Kosten siehe Erläuterungen zu "Veränderungen im Konsolidierungskreis" in Abschnitt 1. "Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis". Die Aufwendungen aus Vertragsauflösungen stehen im Zusammenhang mit der Auflösung eines mehrjährigen Vertrages über die Abfüllung von Tankpatronen sowie der Auflösung eines Partnervertrages.
(8) Restrukturierungsaufwendungen
Im Geschäftsjahr 2011 sind erstmalig im Zusammenhang mit einem Restrukturierungsprogramm zur Effizienz- und Ergebnissteigerung Aufwendungen in Höhe von € 473.970 entstanden. Die innerhalb des Betriebsergebnisses ausgewiesene Position enthält nahezu ausschließlich die in diesem Zusammenhang entstandenen Leistungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Die zum Stichtag noch offenen in Verbindung mit den Restrukturierungsaufwendungen stehenden kurzfristigen Schulden in Höhe von € 221.820 sind unter der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" ausgewiesen (siehe Erläuterung 27 "Sonstige Verbindlichkeiten").
(9) Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnlichen Erträge stellen sich wie folgt dar:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | 420.993 | 406.758 |
| Übrige | 6.367 | 2.088 |
| Gesamt | 427.360 | 408.846 |
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen können folgender Übersicht entnommen werden:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Aufzinsung sonstige Rückstellungen | 36.073 | 21.562 |
| Übrige | 1.307 | 207 |
| Gesamt | 37.380 | 21.769 |
(10) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Zusammensetzung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern auf das Ergebnis des laufenden Jahres | 5.717 | 0 |
| Latenter Steuerertrag (-)/ -aufwand (+) aus der: | ||
| Auflösung passiver latenter Steuern auf andere immaterielle Vermögenswerte | -8.545 | 0 |
| Bildung passiver latenter Steuern auf aktivierte Entwicklungskosten | 3.374 | 0 |
| Bildung aktiver latenter Steuern auf Vorräte | -7.689 | 0 |
| Gesamt Steuerertrag (-) -aufwand (+) | -7.143 | 0 |
Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Gemeinde Brunnthal beträgt 330 % auf den Steuermessbetrag von 3,5 %. Es ergibt sich somit ein Gewerbesteuersatz von 11,55 % und ein Gesamtunternehmenssteuersatz der SFC einschließlich Körperschaftsteuer mit 15 % und Solidaritätszuschlag mit 5,5 % auf die Körperschaftsteuer von 27,38 % (im Vorjahr: 27,4 % auf Grund der Angabe von gerundeten Steuersatz).
Für die Tochtergesellschaften in den USA, den Niederlanden, Rumänien erfolgt die Berechnung der Ertragsteuern mit dem dort geltenden länderspezifischen Steuersatz. Hierbei wurden Steuersätze von 18 % bis 25 % (Vorjahr: 39 %) angewandt.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Verlustvorträge | 9.796.372 | 10.749.202 |
| Rückstellungen | 173.626 | 771 |
| Vorräte | 122.740 | 20.683 |
| Sonstige Schulden | 45.574 | 37.850 |
| Übrige | 26.186 | 0 |
| Wertberichtigung aktive latente Steuern | -8.570.776 | -10.012.001 |
| Gesamt | 1.593.722 | 796.505 |
| Passive latente Steuern | ||
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 654.961 | 0 |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 495.118 | 774.070 |
| Sonstige Vermögenswerte | 996.186 | 22.435 |
| Gesamt | 2.146.265 | 796.505 |
Zum Stichtag bestanden unter dem Vorbehalt der Betriebsprüfung steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und in den USA in Höhe von ca. € 37.309.928 (2010: € 41.586.738) für die Körperschaftsteuer sowie ca. € 32.973.007 (2010: € 35.782.883) für die Gewerbesteuer. Auf diese steuerlichen Verlustvorträge der SFC und ihrer amerikanischen Tochtergesellschaft, wurden aktive latente Steuern maximal in der Höhe, in welcher sie, nach Abzug der übrigen latenten Steuern, mit passiven latenten Steuern verrechnet werden können, gebildet, da ein zukünftiger Nutzen aus diesen Verlustvorträgen noch nicht ausreichend substantiiert nachgewiesen werden kann. Die Verlustvorträge in Deutschland sind grundsätzlich unbegrenzt vortragsfähig, in den USA verfallen diese nach 20 Jahren.
Die folgende Tabelle zeigt die steuerliche Überleitungsrechnung von dem im jeweiligen Geschäftsjahr erwarteten Ertragsteuerertrag zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand bzw. -ertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Steuersatz | 27,38 % | 27,40 % |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -6.224.890 | -4.123.261 |
| Erwarteter Steuerertrag | -1.704.375 | -1.129.773 |
| Überleitung zum ausgewiesenen Steuerertrag | ||
| Steuerlich unwirksame Verlustvorträge | 2.577.493 | 0 |
| Änderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern | -1.455.055 | 1.428.571 |
| Unterschiede im Steuersatz | 420.925 | -133.879 |
| Steuern aus permanenten Differenzen - nicht abzugsfähige Aufwendungen | 163.848 | -23.928 |
| Währungsdifferenzen | -13.830 | 0 |
| Sonstige | 3.851 | -140.991 |
| Steuerertrag laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | -7.143 | 0 |
(11) Materialaufwand
Der Materialaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten] setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 5.976.134 | 6.349.451 |
| Bezogene Leistungen | 768.772 | 877.762 |
| Gesamt | 6.744.906 | 7.227.213 |
(12) Abschreibungen
Zu den vorgenommenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen siehe Erläuterung 21 "Immaterielle Vermögenswerte" und 22 "Sachanlagen".
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren finden sich anteilige Abschreibungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten und den allgemeinen Verwaltungskosten.
(13) Personalaufwand und Mitarbeiter
Der Personalaufwand (vor Verrechnung mit erhaltenen Zuschüssen und Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten] setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 5.165.958 | 5.219.078 |
| Gesetzliche Sozialaufwendungen | 877.352 | 843.827 |
| Variablen / Prämien | 895.482 | 826.127 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 468.519 | 0 |
| Sonstige soziale Abgaben, Altersversorgung | 168.860 | 161.167 |
| Aufwand Long Term Incentive Plan | 53.949 | 7.899 |
| Übrige | 57.174 | -1.595 |
| Gesamt | 7.687.294 | 7.056.503 |
In den gesetzlichen Sozialaufwendungen sind die von der Gesellschaft zu tragenden Anteile zur gesetzlichen Rentenversicherung von € 476.383 (Vorjahr: € 443.918] enthalten.
Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter hat sich folgendermaßen entwickelt:
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| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Angestellte in Vollzeit (einschließlich Vorstand) | 98 | 91 |
| Angestellte in Teilzeit | 8 | 6 |
| Gesamt | 106 | 97 |
Darüber hinaus waren im Jahresdurchschnitt 8 (Vorjahr: 10] Praktikanten, Diplomanden und Werkstudenten angestellt. Die Mitarbeiter der PBF Gruppe wurden nur für einen Monat in die Berechnung einbezogen.
4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ
(14) Vorräte
Die Vorräte haben eine erwartete Umschlagsdauer von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.342.253 | 1.449.100 |
| Unfertige Erzeugnisse | 311.211 | 67.063 |
| Fertige Erzeugnisse | 1.253.464 | 420.449 |
| Gesamt | 4.906.928 | 1.936.612 |
Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - vor Abwertung | 3.436.529 | 1.468.697 |
| Bewertungsabschläge | -94.276 | -19.597 |
| Nettobuchwert | 3.342.253 | 1.449.100 |
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Unfertige und fertige Erzeugnisse - vor Abwertung | 1.618.974 | 514.907 |
| Bewertungsabschläge | -54.299 | -27.395 |
| Nettobuchwert | 1.564.675 | 487.512 |
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von € 136.278 (Vorjahr: € 27.395] als Aufwand erfasst. Vorräte mit einem Restbuchwert in Höhe von € 1.904.414 (Vorjahr: € 0] wurden als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.
(15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die für Ausfallrisiken vorgenommenen Einzelwertberichtigungen stellen sich folgendermaßen dar:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Einzelnachweis | 4.652.874 | 2.714.376 |
| Einzelwertberichtigungen | -178.614 | -1.314 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.474.260 | 2.713.062 |
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Entwicklung der Einzelwertberichtigungen siehe Abschnitt "Ausfallrisiko" unter Erläuterung 31 "Finanzinstrumente".
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Restbuchwert vor Abwertung in Höhe von € 1.819.989 (Vorjahr: € 0] sind als Sicherheit für das Darlehen in Höhe von € 300.000 (siehe Erläuterungen 24 "Verbindlichkeiten aus Kreditinstituten"] sowie für eine noch nicht in Anspruch genommene Kreditlinie (ursprünglicher Zinssatz 5,6 %] in Höhe von € 540.610 verpfändet.
(16) Forderungen und Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion
Sofern die angefallenen Kosten der im Berichtsjahr noch nicht abgeschlossenen Aufträge einschließlich Ergebnisbeiträge, die bereits in Rechnung gestellten Beträge (erfolgte Teilabrechnungen] übersteigen, wird der sich daraus ergebende Saldo als Forderungen aus Percentage-of-Completion ausgewiesen. Umgekehrt werden die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion ausgewiesen.
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| 31.12.2011 | in € 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| In der Periode als Umsatzerlöse erfasste Auftragserlöse | 1.859.020 | 874.691 |
| Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und erfasste Gewinne | 1.862.853 | 874.691 |
| Erfolgte Teilabrechnungen | 1.365.508 | 870.858 |
| Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Forderungen aus Percentage-of-Completion) | 541.137 | 3.833 |
| Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden (Ausweis als Verbindlichkeiten aus Percentage-of-Completion| | -43.792 | 0 |
Während der Projektlaufzeit können Auftragsänderungen vom Kunden im Hinblick auf den vereinbarten zu erbringenden Leistungsumfang z. B. Änderungen an der Spezifikation der Leistung oder der Vertragsdauer zu einer Erhöhung oder Reduzierung der Auftragserlöse und - kosten führen. Die sich daraus ergebenden Auswirkungen für die laufende Periode sowie Fremdwährungseffekte werden ergebniswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr 2011 stiegen die Projektvolumina aufgrund von Anpassungen und Wechselkursänderungen um € 331.487 (Vorjahr: € 18.296]. In diesem Zusammenhang stiegen die geschätzten Gesamtprojektkosten im Vergleich zum Vorjahr um € 206.837 (Vorjahr: keine Änderung]. Infolgedessen erhöhte sich der Umsatz in 2011 um € 195.059 (Vorjahr: € 18.296] und das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg um € 20.010 (Vorjahr: € 18.296]. In den Folgejahren führt die Änderung der Gesamtprojektkosten zu einer Erhöhung der Auftragskosten um € 31.788 (Vorjahr: keine Veränderung].
Die Forderungen aus Percentage-of-Completion haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(17) Forderungen aus Ertragsteuern
Die Forderungen aus Ertragsteuern beziehen sich auf Kapitalertragsteuerrückforderungen (inkl. Solidaritätszuschlag] und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(18) Sonstige Vermögenswerte und Forderungen
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen betreffen geleistete Anzahlungen für die Beschaffung von Bauteilen für Platinen und deren Montage.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 | in € 2010 | |
|---|---|---|
| Umsatzsteuerforderunger | 165.440 | 0 |
| Forderungen aus Zuschüsser | 144.018 | 933.562 |
| Geleistete Anzahlunger | 134.220 | 1 92.355 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 126.595 | 39.383 |
| Zinsforderung Festgelder | 21.150 | 29.216 |
| Übrige | 115.539 | 85.536 |
| Gesamt | 706.962 | 1.280.052 |
Die sonstigen Vermögenswerte und Forderungen umfassen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von € 165.168 (Vorjahr: € 962.778].
(19) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus Kassenbeständen und Kontokorrentguthaben sowie Fest- und Tagesgeldkonten bei Kreditinstituten zusammen, die innerhalb von drei Monaten fällig sind.
(20) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung
Im Zusammenhang mit dem Mietvertrag für das Gebäude der Gesellschaft im Eugen-Sänger-Ring 7 besteht zum Bilanzstichtag eine Bankbürgschaft in Höhe von € 285.000 (Vorjahr: € 570.000]. Hierzu wurden Festgelder in Höhe von € 285.000 (Vorjahr: € 570.000] verpfändet.
(21) Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns entwickelten sie wie folgt:
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| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Software | Erworbene Patente und Lizenzen | Aktivierte Patente | Entwicklungskosten | Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe | Andere immaterielle Vermögenswerte | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2010 | 361.574 | 59.533 | 529.881 | 2.704.023 | 0 | 0 |
| Zugänge | 59.080 | 0 | 29.736 | 1.070.800 | 0 | 0 |
| Abgänge | -16.055 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -338 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2010 | 404.261 | 59.533 | 559.617 | 3.774.823 | 0 | 0 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 28.410 | 28.669 | 0 | 0 | 6.023.469 | 2.654.022 |
| Zugänge | 122.975 | 224.426 | 8.937 | 326.468 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 1.296 | 17.105 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2011 | 556.942 | 329.733 | 568.554 | 4.101.291 | 6.023.469 | 2.654.022 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2010 | -214.530 | -48.129 | -366.661 | -614.894 | 0 | 0 |
| Planmäßige Abschreibung | -68.706 | 0 | -59.241 | -495.326 | 0 | 0 |
| Abgänge | 15.923 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 28 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2010 | -267.285 | -48.129 | -425.902 | -1.110.220 | 0 | 0 |
| Planmäßige Abschreibung | -86.924 | -16.613 | -48.659 | -698.094 | 0 | -34.176 |
| Wertminderungsaufwand | 0 | 0 | 0 | -577.638 | 0 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -994 | -1.222 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2011 | -355.203 | -65.964 | -474.561 | -2.385.952 | 0 | -34.176 |
| Buchwerte | ||||||
| Stand zum 1.1.2010 | 147.044 | 11.404 | 163.220 | 2.089.1 29 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2010 | 136.976 | 11.404 | 133.715 | 2.664.603 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2011 | 201.739 | 263.769 | 93.993 | 1.715.339 | 6.023.469 | 2.619.846 |
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| in € Summe | |
|---|---|
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2010 | 3.655.011 |
| Zugänge | 1.159.616 |
| Abgänge | -16.055 |
| Währungsdifferenzen | -338 |
| Stand zum 31.12.2010 | 4.798.234 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 8.734.570 |
| Zugänge | 682.806 |
| Währungsdifferenzen | 18.401 |
| Stand zum 31.12.2011 | 14.234.011 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2010 | -1.244.214 |
| Planmäßige Abschreibung | -623.273 |
| Abgänge | 15.923 |
| Währungsdifferenzen | 28 |
| Stand zum 31.12.2010 | -1.851.536 |
| Planmäßige Abschreibung | -884.466 |
| Wertminderungsaufwand | -577.638 |
| Währungsdifferenzen | -2.216 |
| Stand zum 31.12.2011 | -3.315.856 |
| Buchwerte | |
| Stand zum 1.1.2010 | 2.410.797 |
| Stand zum 31.12.2010 | 2.946.698 |
| Stand zum 31.12.2011 | 10.918.155 |
Entwicklungskosten: In Zusammenhang mit den Entwicklungstätigkeiten wurden Zuschüsse in Höhe von € 1.381.615 (Vorjahr: € 1.359.811] vereinnahmt und als Minderung der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2011 lagen im Zusammenhang mit den Unwägbarkeiten bei der Haushaltslage und den Prioritäten der Beschaffung bei der Bundeswehr bei eventuellen Haushaltskürzungen (Beschaffung von bestehendem Gerät und nicht von Innovationen] Anzeichen für einen außerordentlichen Wertverfall der damit zusammenstehenden aktivierten Entwicklungsleistungen vor. Auf der Basis eines daraufhin durchgeführten Werthaltigkeitstests wurde im Geschäftsjahr 2011 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 577.638 (Vorjahr: € 0] auf aktivierte Entwicklungskosten vorgenommen. Der Wertminderungsaufwand wurde auf Basis des Nutzungswertes der jeweiligen Vermögenswerte ermittelt, indem ein Diskontierungssatz in Höhe von 10,23 % angewandt wurde. Dies betrifft sowohl die C-Serie als auch die Segmente Power Manager und Sonstige. Die Wertminderungsaufwendungen wurden unter den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen.
Geschäfts- oder Firmenwert PBF Gruppe: Der Geschäfts- oder Firmenwert der im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe ermittelt worden ist, wurde auf die Zahlungsmittel generierende Einheit "Power Supplies and Coils" in Höhe von € 6.023.469 zugeordnet. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags dieses Segments erfolgt durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode. Dabei werden die geplanten Cash-Flows aus der vom Management der Gesellschaft genehmigten Dreijahresplanung (2012 bis 2014] verwendet. Eine Wachstumsrate zur Extrapolation des letzten Planjahres wird nicht angesetzt. Der zur Diskontierung verwendete Gesamtkapitalkostensatz basiert auf dem risikofreien Zinssatz in Höhe von 3,25 % sowie einer Marktrisikoprämie von 4,50 %. Ausgehend hiervon wurde unter Berücksichtigung des Beta-Faktors, des Steuersatzes sowie der Kapitalstruktur der Vergleichsgruppe für das Segment "Power Supplies and Coils" ein durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz (WACC] in Höhe von 7,55 % verwendet. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten für die Zahlungsmittel generierende Einheit werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete Marktperformance sowie Daten aus der Marktforschung herangezogen. Wesentliche Grundannahmen für die Unternehmensplanung sind hierbei Wachstumsraten der Märkte, Absatz- und Beschaffungspreise die aus externen Marktstudien sowie aus der aktuellen Entwicklung der Preise unter Berücksichtigung von anderen externen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen hergeleitet werden.
Andere immaterielle Vermögenswerte PBF Gruppe: Im Rahmen des Unternehmenserwerbs der PBF Gruppe wurden die Kundenbeziehungen und Technologie sowie der Auftragsbestand des Unternehmens identifiziert, die der Zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Power Supplies and Coils" zugeordnet worden sind. Bedingt durch die Spezifität der Produkte der PBF Gruppe ist für den Kunden ein Wechsel des Anbieters mit einer Neuentwicklung des Produkts durch den neuen Zulieferer verbunden (sogenannte Wechselkosten]. Entsprechend besteht auch ohne vertragliche Unterlegung eine hohe Bindung des Kunden an den Zulieferer. Auftragsbestand und die umschriebene faktische Kundenbeziehung hängen eng miteinander zusammen, sind aber aufgrund der Vorschriften in IFRS 3 separat innerhalb der Kaufpreisallokation zu ermitteln. Ferner entwickelt die PBF Gruppe für ihre Kunden individuelle Energieversorgungslösungen, die jederzeit separat veräußerbar sind. Das Kriterium der Identifizierbarkeit bzw. Separierbarkeit nach IFRS 3 ist daher gegeben. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der anderen immateriellen Vermögenswerte:
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| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kundenbeziehungen | Technologie | Auftragsbestand | Summe | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 1.408.354 | 1.231.359 | 14.309 | 2.654.022 |
| Stand zum 31.12.2011 | 1.408.354 | 1.231.359 | 14.309 | 2.654.022 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Planmäßige Abschreibung | -14.670 | -17.102 | -2.404 | -34.176 |
| Stand zum 31.12.2011 | -14.670 | -17.102 | -2.404 | -34.176 |
| Buchwerte Stand zum 1.1.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2011 | 1.393.684 | 1.214.257 | 11.905 | 2.619.846 |
| Restabschreibungsdauer (Jahre) | 7 | 5 | 1 | |
| Allokation auf Segmente | ||||
| Power Supplies und Coils | 1.393.684 | 1.214.257 | 11.905 | 2.619.846 |
(22) Sachanlagen
Die Sachanlagen des Konzerns entwickelten sich wie folgt:
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| in € | |||
|---|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe | |
| --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten Stand zum 1.1.2010 | 663.615 | 2.054.163 | 2.717.778 |
| Zugänge | 36.195 | 1.025.474 | 1.061.669 |
| Abgänge | -15.501 | -220.632 | -236.133 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -194 | -194 |
| Stand zum 31.12.2010 | 684.309 | 2.858.811 | 3.543.120 |
| Änderungen im Konsolidierungs- kreis | 355.824 | 120.489 | 476.313 |
| Zugänge | 11.420 | 436.421 | 447.841 |
| Abgänge | -1.952 | -104.524 | -106.476 |
| Umgliederungen | 84.877 | -84.877 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 803 | 803 |
| Stand zum 31.12.2011 | 1.134.478 | 3.227.123 | 4.361.601 |
| Abschreibungen und Wertminderungsaufwand Stand zum 1.1.2010 | -181.147 | -855.398 | -1.036.545 |
| Planmäßige Abschreibung | -98.165 | -298.646 | -396.811 |
| Abgänge | 14.023 | 211.551 | 225.574 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 25 | 25 |
| Stand zum 31.12.2010 | -265.289 | -942.468 | -1.207.757 |
| Planmäßige Abschreibung | -120.354 | -388.772 | -509.126 |
| Wertminderungsaufwand | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 102.276 | 102.276 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -416 | -416 |
| Stand zum 31.12.2011 | -385.643 | -1.229.380 | -1.615.023 |
| Buchwerte | |||
| Stand zum 1.1.2010 | 482.468 | 1.198.765 | 1.681.233 |
| Stand zum 31.12.2010 | 419.020 | 1.916.343 | 2.335.363 |
| Stand zum 31.12.2011 | 748.835 | 1.997.743 | 2.746.578 |
Für Investitionen in Forschungs-, Verfahrensentwicklungs- und Pilotfertigungsinfrastruktur wurden im Vorjahr Zuschüsse in Höhe von € 246.489 gewährt und direkt mit den Anschaffungskosten verrechnet.
Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Restbuchwert in Höhe von € 342.704 (Vorjahr: € 0) sind als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.
(23) Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen
Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen ist in der folgenden Übersicht dargestellt:
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| in € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gewährleistungsrückstellungen | Drohverlustrückstellung | Summe Sonstige Rückstellungen | Steuerrückstellungen | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 1.1.2011 | 1.048.130 | 0 | 1.048.130 | 0 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 225.450 | 0 | 225.450 | 115.022 |
| Währungsdifferenzen | 209 | 0 | 209 | 0 |
| Zuführung | 408.744 | 597.124 | 1.005.868 | 5.717 |
| Aufzinsung | 36.073 | 0 | 36.073 | 0 |
| Verbrauch | -131.589 | 0 | -131.589 | -23.720 |
| Auflösung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 31.12.2011 | 1.587.017 | 597.124 | 2.184.141 | 97.019 |
| davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1 Jahr und 5 Jahren | 1.020.567 | 392.593 | 1.413.160 | 0 |
Gewährleistungsrückstellungen:Der Ansatz erfolgt in Höhe des Barwerts des Nettobetrags zur Erfüllung der Verpflichtung. Zur Diskontierung wird ein Zinssatz von 3,94 % (Vorjahr: 3,90 %) auf den Teil, der nach 2 Jahren fällig ist, 4,09 % (Vorjahr: 4,07 %) auf den Teil, der nach 3 Jahren fällig ist zu Grunde gelegt. Im Berichtsjahr wurden bessere Erkenntnisse hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs gewonnen und ein Teil der geschätzten Gewährleistungen auf 4 Jahre Fälligkeit mit 4,24 % sowie auf 5 Jahre Fälligkeit mit 4,37 % verteilt und abgezinst. Die Zuführung im Geschäftsjahr ist auf Grund dieser Anpassungen um € 51.918 niedriger ausgewiesen als sich ohne diese Schätzungsänderung ergeben hätte. Im Vorjahr waren die Auswirkungen von Änderungen des Abzinsungssatzes nicht wesentlich.
Drohverlustrückstellungen: Bei den Drohverlustrückstellungen handelt es sich um Drohverluste aus Mietaufwendungen. Für den langfristigen Teil der Rückstellungen ist mit einer Inanspruchnahme voraussichtlich erst ab 2013 zu rechnen. Auf Basis bestehender Mietverträge wurde der jeweilige Rückstellungsbedarf ermittelt. Der Abzinsungsfaktor wurde je nach Restlaufzeit der Rückstellung mit 3,94 % bzw. 4,09 % angesetzt.
Steuerrückstellungen: Die Steuerrückstellungen enthalten niederländische Körperschaftsteuern und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen in Höhe von € 300.000 enthalten, wovon € 200.000 langfristig sind. Das Darlehen ist mit 5,2 % fest verzinst und pro Quartal mit € 25.000 zu tilgen. Der kurzfristig fällige Teil in Höhe von € 100.000 wird unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen.
(25) Verbindlichkeiten aus Anzahlungen
Die Verbindlichkeiten aus Anzahlungen beziehen sich auf erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
(27) Sonstige Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Erfolgsorientierte Vergütung/Prämien | 623.400 | 801.110 |
| Lohnsteuer | 265.197 | 86.325 |
| Restrukturlerungsaufwendungen | 221.820 | 0 |
| Ausstehender Urlaub | 214.787 | 79.309 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 171.601 | 0 |
| 13. Gehalt | 147.096 | 0 |
| Abgegrenzte Rechnungen | 171.158 | 0 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 58.200 | 42.700 |
| Im Rahmen der sozialen Sicherheit | 16.739 | 7.245 |
| Überstunden | 9.886 | 9.985 |
| Schwerbeschädigtenausgleichsabgabe | 8.290 | 9.180 |
| Umsatzsteuer | 1.508 | 50.398 |
| Wettbewerbsverbot | 0 | 80.000 |
| Abfindung und Freistellung | 0 | 57.786 |
| Übrige | 23.167 | 18.890 |
| Gesamt | 1.932.849 | 1.242.928 |
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten umfassen die passivierte Schuld aus dem Long Term Incentive Plan für Vorstände und ausgewählte Führungskräfte. Für Einzelheiten zu dieser Vereinbarung siehe Erläuterung 32 "Anteilsbasierte Vergütung". Ferner ist unter dieser Position im Geschäftsjahr 2011 die Earn-out Komponente aus der Kaufpreisvereinbarung im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der PBF ausgewiesen (siehe Erläuterungen zu "Veränderungen im Konsolidierungskreis" in Abschnitt 1. "Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis"). Die Zusammensetzung der langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten geht aus der nachfolgenden Tabelle hervor:
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| in € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Bedingte Gegenleistung aus dem Unternehmenserwerb | 1.287.849 | 0 |
| Long Term Incentive Plan | 169.768 | 115.819 |
| Gesamt | 1.457.617 | 115.819 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.346.049 (Vorjahr: € 42.700).
(28) Eigenkapital
Die Veränderung des Eigenkapitals der SFC ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.
Gezeichnetes Kapital: Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag € 7.502.887 (Vorjahr: € 7.152.887) und ist eingeteilt in 7.502.887 (Vorjahr: 7.152.887) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag von € 1,00 je Stückaktie. Das gezeichnete Kapital ist vollständig einbezahlt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Unter Ausnutzung der von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 8. Mai 2008 beschlossenen Ermächtigung (genehmigtes Kapital 2008) hat die Gesellschaft ihr satzungsmäßiges Grundkapital gegen (gemischte) Sacheinlage und unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre von € 7.152.887 um € 350.000 auf € 7.502.887 durch Ausgabe von 350.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 je Stückaktie und mit voller Gewinnanteilberechtigung ab dem 1. Januar 2011 erhöht. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 20.12.2011 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Kapitalrücklage: Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 67.878.818 (Vorjahr: € 66.879.638).
Im Geschäftsjahr 2011 wurden im Rahmen der oben erwähnten (gemischten) Sacheinlage € 980.000 in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Kursdifferenz zwischen Erwerbs- und Eintragungsstichtag in Höhe von € 70.000 wurde erfolgsneutral ebenfalls in der Kapitalrücklage erfasst. Siehe hierzu auch Erläuterungen zu "Veränderungen im Konsolidierungskreis" in Abschnitt 1. "Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis". Die mit der Sachkapitalerhöhung verbundenen Kosten in Höhe von € 50.820 wurden erfolgsneutral von der Kapitalrücklage wieder abgezogen. Aktive latente Steuern wurden hierauf nicht gebildet.
Bedingtes Kapital: Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital 2011 in Höhe von € 3.576.443 für die Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente). Bis zum Bilanzstichtag wurden keine derartigen Instrumente ausgegeben. Die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung setzt der Vorstand gem. § 5 Abs. 4 der Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest.
Genehmigtes Kapital: Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 07. Mai 2013 mit der Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu € 3.218.121 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Den Aktionären ist hierbei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Genehmigung zum Erwerb eigener Aktien: Die Hauptversammlung vom 06. Mai 2010 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 05. Mai 2015 eigene Aktien bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals der Gesellschaft am 06. Mai 2010 zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht.
Sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung: Die sonstige ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung bezieht sich auf erfolgsneutrale Änderungen aus der Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaft in den USA.
5. SONSTIGE ANGABEN
(29) Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereichs der SFC liegen. Ferner stellen gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten dar, wenn eine Inanspruchnahme hieraus nicht wahrscheinlich ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.
Zum Bilanzstichtag waren keine Eventualverbindlichkeiten erkennbar.
(30) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen ergeben sich aus den eingegangenen Miet- und Leasingverhältnissen.
Verpflichtung aus Operating-Leasingverhältnissen: Die Gesellschaft hat finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen, insbesondere aus den Mietverträgen für Geschäfts- und Büroräume sowie aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge, Drucker und Kopierer.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden € 1.187.879 (Vorjahr: € 947.341) aus Operating-Leasingverhältnissen aufwandswirksam erfasst.
Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aus solchen unkündbaren Operating-Leasingverträgen, die zum Stichtag eine anfängliche oder verbleibende Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
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| in € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Mindest-Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen | ||
| Bis 1 Jahr | 1.323.622 | 1.242.247 |
| 1 bis 5 Jahre | 5.062.370 | 4.298.539 |
| Länger als 5 Jahre | 3.814.480 | 4.737.876 |
| Gesamt | 10.200.472 | 10.278.662 |
In den Operating-Leasingverträgen ist auch die Miete für das Produktions-, Entwicklungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft enthalten. Der Vertrag endet automatisch nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Es besteht eine Mietverlängerungsoption um einmal weitere 5 Jahre. Im Zusammenhang mit leerstehenden Flächen aus diesem Mietvertrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet (siehe Erläuterung 23 "Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen").
Bestellobligo: Im Konzern bestehen Einkaufsverpflichtungen von € 7.947.298 (Vorjahr: € 4.317.394). Diese betreffen vor allem Rahmenbestellungen für Komponenten von Brennstoffzellensystemen sowie für andere benötigte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
(31) Finanzinstrumente
In der nachfolgenden Übersicht sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt.
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| BUCHWERTE LAUT KONZERN-BILANZ | in € | |
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.474.260 | 2.713.062 |
| Sonstige Vermögenswerte und Forderungen - kurzfristig | 165.168 | 962.778 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 22.443.141 | 33.560.171 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit Verfügungsbeschränkung | 285.000 | 570.000 |
| Finanzielle Schulden | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 759.390 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.171.240 | 1.384.029 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 58.200 | 42.700 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Schulden | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig | 1.287.849 | 0 |
Die Buchwerte der im Abschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen annähernd den beizulegenden Zeitwerten, da diese mit Ausnahme des langfristigen Darlehens kurzfristig sind. Unter der Position "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten", die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, ist ein Darlehen (siehe Erläuterung 24 "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten") in Höhe von € 300.000 ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert beträgt zum Bilanzstichtag € 310.516 und wurde als Barwert der mit der Tilgung verbundenen Cashflows auf Basis des Marktzinssatzes ermittelt.
Finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden drei Hierarchieebenen zuzuordnen: Der Ebene 1 sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden zuzuordnen, sofern ein Börsenpreis für gleiche Vermögenswerte und Schulden auf einem aktiven Markt vorliegt. Die Zuordnung auf Ebene 2 erfolgt, sofern die Parameter, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes zugrunde gelegt werden, entweder direkt als Preise oder indirekt aus Preisen abgeleitet beobachtbar sind. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der Ebene 3 ausgewiesen, sofern der beizulegende Zeitwert aus nicht beobachtbaren Parametern ermittelt wird. Die im Geschäftsjahr 2011 unter den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Earn-Out Komponente im Rahmen des Unternehmenserwerbs PBF ist der Ebene 3 zuzuordnen. Zu weiteren Ausführungen siehe "Änderungen im Konsolidierungskreis" unter Abschnitt 1. "Allgemeine Grundsätze und Konsolidierungskreis".
Die Aufwendungen und Erträge der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
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| AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE FINANZINSTRUMENTE | in € | |
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 1.314 | 4.798 |
| Aufwand aus Wertberichtigungen | -170.610 | 0 |
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 186.512 | 50.661 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -75.317 | -32.790 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||
| Zinsertrag | 420.993 | 406.758 |
| Zinsaufwand | 0 | -207 |
| Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte | 362.892 | 429.220 |
| Finanzielle Schulden | ||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| Zinsaufwand | -1.307 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| Ertrag aus Währungsumrechnung | 2.711 | 5.595 |
| Aufwand aus Währungsumrechnung | -25.516 | -35.568 |
| Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schulden | -24.112 | -29.973 |
Derivate: Im Vorjahr wurden Erträge in Höhe von € 90.799 aus der Neubewertung von Derivaten mit positivem Marktwert erfasst. Weder zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 noch zum 31. Dezember 2011 bestanden Finanzderivate. Die in 2009 mit einem positiv beizulegenden Zeitwert ausgewiesenen Warentermingeschäfte (Platin) dienten der Absicherung des in einer der Kernkomponenten der Brennstoffzelle eingesetzten Platins und wurden im Laufe des Vorjahres geschlossen.
Kapitalmanagement: SFC sieht ein starkes Finanzprofil des Konzerns als Grundvoraussetzung für weiteres Wachstum. Die strategische Ausrichtung von SFC und speziell die gewählte expansive Strategie erfordern weitere Investitionen, die zur Sicherstellung zukünftigen Geschäftserfolgs finanziert werden müssen - speziell in den Bereichen Produktentwicklung, Erschließung weiterer Marktsegmente und neuer Regionen und Ausbau bestehender Marktsegmente. Die im Rahmen des öffentlichen Aktienangebots im Mai 2007 in das Unternehmen geflossenen Mittel wurden für diese Investitionen eingeworben. Bis zur Verwendung im Rahmen der Wachstumsstrategie werden Liquiditätsüberschüsse in Finanztitel mit geringem Risiko (z. B. Tages- und Festgelder] bei verschiedenen Banken angelegt.
In der Satzung von SFC sind keine Kapitalerfordernisse definiert. Zum Erwerb eigener Aktien ist SFC bis zum 5. Mai 2015 in Höhe von bis zu zehn vom Hundert des Grundkapitals ermächtigt.
Das Kapitalmanagement des Konzerns bezieht sich auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Erläuterung 19), das Eigenkapital (siehe Erläuterung 28) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (siehe Erläuterung 24).
Die folgende Darstellung zeigt Eigenkapital und Bilanzsumme zu den jeweiligen Stichtagen:
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| EIGENKAPITALQUOTE DES KONZERNS | in € | |
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 36.788.279 | 41.721.409 |
| als % vom Gesamtkapital | 75,4 | 90,1 |
| Langfristige Schulden | 5.217.042 | 1.413.189 |
| Kurzfristige Schulden | 6.777.407 | 3.177.805 |
| Fremdkapital | 11.994.449 | 4.590.994 |
| als % vom Gesamtkapital | 24,6 | 9,9 |
| Gesamtkapital | 48.782.728 | 46.312.403 |
SFC ist durch die gute Kapitalausstattung und mit einer Eigenkapitalquote von 75,4 % (Vorjahr: 90,1 %) für das geplante Wachstum des Konzerns gut aufgestellt.
Für die interne Steuerung verwendet die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2011 das sogenannte "bereinigte Betriebsergebnis", also das Betriebsergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern ohne die Ergebniseffekte aus Restrukturierungsaufwendungen und weiterer im Geschäftsjahr 2011 angefallener Sondereffekte. Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der SFC ausgewiesenen Betriebsergebnis auf das bereinigte Betriebsergebnis:
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| ÜBERLEITUNG AUF DAS BEREINIGTE BETRIEBSERGEBNIS | in € | |
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | -6.614.870 | -4.510.338 |
| Restrukturlerungsaufwendungen | 473.970 | 0 |
| Unter Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen | ||
| Wertminderungsaufwand aktivierte Entwicklungsgängen | 577.638 | 0 |
| Unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen | ||
| Drohverluste Mietaufwendungen | 597.124 | 0 |
| Aufwendungen aus Vertragsauflösungen | 323.300 | 0 |
| Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten | 510.566 | 0 |
| Sonstige Sondereffekte | 47.278 | 0 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis | -4.084.994 | -4.510.338 |
In Verbindung mit Finanzinstrumenten können finanzwirtschaftliche Risiken, wie z. B. Markt-, Ausfall- oder Liquiditätsrisiken, auftreten, die nachfolgend erläutert werden.
Risiken und Sicherungspolitik: Durch die internationalen Aktivitäten von SFC wirken sich Änderungen der Währungskurse, Rohstoffpreise sowie Zinsen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Ferner bestehen Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen.
Ausfallrisiko: Ausfallrisiken resultierten hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners, was durch die Kundenstruktur mit verschiedenen Großkunden geprägt ist. Um dem Ausfallrisiko vorzubeugen, werden Bonitätsprüfungen in Form von Anfragen bei Kreditauskunfteien für ausgewählte Kunden durchgeführt und regelmäßig Statusberichte mit Frühwarnfunktion abgefragt. Neukunden werden in der Regel nur gegen Vorauskasse beliefert. Zudem werden wöchentlich im Rahmen des Forderungsmanagements alle überfälligen Forderungen besprochen und Maßnahmen mit den verantwortlichen Vertriebsmitarbeitern eingeleitet. Für das Tochterunternehmen PBF erfolgt die Vorbeugung hinsichtlich des Ausfallrisikos in der Weise, dass auf Grund des überschaubaren Kundenkreises bzw. Forderungsausfalls überfälligen Forderungen zunächst durch Buchhaltungsmitarbeitern nachgegangen wird und sodann durch den verantwortlichen Vertriebsmitarbeiter mit dem Kunden diskutiert wird.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die seitens des Managements auf der Grundlage von Erfahrungen aus der Vergangenheit und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes geschätzt wurde. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass Forderungen uneinbringbar sind. Die Indikationen beruhen auf intensiven Kontakten im Rahmen des Forderungsmanagements.
Der maximale Ausfallbetrag entspricht dem Nettobuchwert der Forderungen. In der Berichtsperiode wie auch im Vorjahr wurden keine Sicherheiten aus ausgefallenen Forderungen erworben und angesetzt. Die Forderungen aus Produktverkäufen sind für SFC durch Eigentumsvorbehalte besichert.
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 4.474.260 (Vorjahr: € 2.713.062) entfallen auf die größten Kunden € 602.610, € 393.822, € 328.540 bzw. € 283.252 (Vorjahr: auf die beiden größten Kunden € 481.365 bzw. € 255.844). Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
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| ENTWICKLUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN AUF FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN | in € | |
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Stand zum 1.1. | 1.314 | 7.142 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 8.004 | 0 |
| Zuführung | 170.610 | 0 |
| Inanspruchnahme | 0 | -1.030 |
| Auflösung | -1.314 | -4.798 |
| Stand zum 31.12. | 178.614 | 1.314 |
Die Laufzeitenbänder der überfälligen aber bisher nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der SFC in Höhe von € 1.304.687 (Vorjahr: € 546.612) sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
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| in € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Bruttobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 183.720 | 1.564 |
| Einzelwertberichtigt | -178.614 | -1.314 |
| Nettobuchwert der wertgeminderten Forderungen | 5.106 | 250 |
| Weder überfällig, noch wertberichtigt | 3.164.467 | 2.166.200 |
| Überfällig, nicht wertberichtigt | ||
| bis zu einem Monat überfällig | 1.026.237 | 455.686 |
| Ein bis drei Monate überfällig | 1 95.739 | 6.973 |
| drei bis sechs Monate überfällig | 44.101 | 76.667 |
| über sechs Monate überfällig | 38.610 | 7.286 |
| Forderungsbestand laut Bilanz | 4.474.260 | 2.713.062 |
Die ausstehenden Forderungen, die weder überfällig noch wertberichtigt wurden, sind aufgrund der vorliegenden Kundenstruktur von hoher Bonität. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte vor, dass bezüglich dieser Forderungen Zahlungsausfälle zu erwarten sind.
Für die weiteren finanziellen Vermögenswerte wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Bilanzstichtag bestehen diesbezüglich keine überfälligen Ansprüche.
Ferner bestehen Ausfallrisiken bei den liquiden Mitteln. Die liquiden Mittel umfassen im Wesentlichen kurzfristige Fest- und Tagesgelder und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. Im Zusammenhang mit der Anlage von liquiden Mitteln ist SFC Verlusten aus Kreditrisiken ausgesetzt, sofern Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Zur Minimierung dieses Risikos werden die Finanzinstitute, bei denen Anlagen getätigt werden, sorgfältig ausgewählt und die Anlagen auf mehrere Banken verteilt. Darüber hinaus werden nur kurzfristige Festgelder vereinbart, die durch die Einlagensicherung der Finanzinstitute abgedeckt sind. Die maximale Risikoposition entspricht dem Buchwert der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag.
Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass SFC seinen Zahlungsverpflichtungen nicht in ausreichendem Maß nachkommen kann. Diesem Risiko wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2007 begegnet. SFC verfügt nach wie vor über komfortable Liquiditätsreserven, um das weitere geplante Wachstum des Konzerns zu finanzieren.
SFC entstehen aus den gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten Liquiditätsabflüsse, die im unten stehenden Schema mit ihren frühest möglichen Zeitpunkten undiskontiert dargestellt sind. Analog hierzu sind die Zahlungsmittelzuflüsse aus Finanzinstrumenten der kurz- und langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Der verbleibende Netto-Liquiditätsabfluss wird durch die bestehenden liquiden Mittel gedeckt.
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| in € | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe | 1 Jahr | > 1 Jahr | Summe | 1 Jahr | >1 Jahr | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -759.390 | -559.390 | -200.000 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistunger | -3.171.240 | -3.171.240 | 0 | -1.384.029 | -1.384.029 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiter | -1.346.049 | -58.200 | -1.287.849 | -42.700 | -42.700 | 0 |
| Liquiditätsabfluss, brutto | -5.276.679 | -3.788.830 | -1.487.849 | -1.426.729 | -1.426.729 | 0 |
| Nicht derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Liquide Mittel | 22.728.141 | 22.728.141 | 0 | 34.130.171 | 34.130.171 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistunger | 4.474.260 | 4.474.260 | 0 | 2.713.062 | 2.713.062 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 165.168 | 165.168 | 0 | 962.778 | 962.778 | 0 |
| Liquiditätszufluss, brutto | 27.367.569 | 27.367.569 | 0 | 37.806.011 | 37.806.011 | 0 |
| Nettoliquidität aus Finanzinstrumenten | 22.090.890 | 23.578.739 | -1.487.849 | 36.379.282 | 36.379.282 | 0 |
Zinsänderungsrisiko: Das Zinsrisiko resultiert hauptsächlich aus der Anlage der liquiden Mittel. Im Rahmen der Kapitalerhöhung im Jahr 2007 wurden auch Aktien in den USA platziert. In diesem Zusammenhang musste sich SFC vertraglich verpflichten, bestimmte Steuergesetze in den USA zu beachten. Demzufolge können aktuell nur Anlagen mit maximal 3 Monaten Laufzeit vorgenommen werden. Insofern wird das Zinsergebnis von SFC maßgeblich durch die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt beeinflusst. Ein um 50 Basispunkte erhöhtes oder vermindertes Zinsniveau hätte das Zinsergebnis um € 126.411 (Vorjahr: € 171.670) verbessert bzw. verschlechtert. Der Konzern unterliegt darüber hinaus keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinslichen Instrumenten.
Aufgrund der oben dargestellten Restriktionen hat SFC keine Ziele und Maßnahmen zum Risikomanagement definiert. Die Risikomessung erfolgt im Zuge der rollierenden unterjährigen Jahresendvorschau.
Währungsrisiko: SFC erzielt insbesondere aufgrund des Geschäftsvolumens mit den U.S.-Streitkräften einen Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem geringere Aufwendungen bzw. Ausgaben in US-Dollar gegenüberstehen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine längerfristigen Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Aus der Währungsumrechnung der Aktiva und Schulden der SFC Energy Inc. zum 31. Dezember 2011 hätte sich bei einer Kursschwankung von -5 % ein Effekt von € 82.072 und bei einer Kursschwankung von +5 % ein Effekt von € -82.072 ergeben, der sich im Eigenkapital des Konzerns niedergeschlagen hätte. Aus der Umrechnung der rumänischen Tochtergesellschaft bzw. der Transaktionen in RON ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen.
Die Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der SFC und der PBF zum 31. Dezember 2011 hätte bei einer Kursschwankung von -5 % zu einem um € 12.446 und bei einer Kursschwankung um +5 % zu einem um € -12.446 veränderten Fremdwährungsergebnis geführt.
Ziel des Fremdwährungsmanagements ist die Minimierung von Währungsverlusten im Vergleich zu den Budgetannahmen. Zu diesem Zweck wird auf Basis der tatsächlichen und geplanten USD-Positionen eine offene USD-Bilanz berechnet und im Rahmen der rollierenden Jahresendvorschau angepasst. Bei Bestehen größerer offener Positionen wird der offene Saldo großteils über Devisentermingeschäfte abgesichert sofern sich aus der Prognose und den Markterwartungen signifikante Abweichungen zu den budgetierten Annahmen ergeben. Zum Bilanzstichtag bestehen keine offenen Devisentermingeschäfte. Insofern besteht für den nicht abgesicherten Teil der Umsätze ein Fremdwährungsrisiko.
Platin-Preisänderungsrisiko: Bedingt durch das in einer der Kernkomponenten der Brennstoffzelle eingesetzte Platin unterliegt SFC dem Risiko einer Änderung des Platinkurses. Zudem wird Platin üblicherweise in USD gehandelt, so dass sich hinsichtlich der Platintermingeschäfte zusätzliche Wertrisiken durch die Entwicklung des USD ergeben. Um die im Rahmen der Preiskalkulation in Ansatz gebrachten Kosten für Platin teilweise abzusichern, hatte SFC in der Vergangenheit ggf. derivative Finanzinstrumente eingesetzt und quartalsweise den Platinpreis abgesichert. Im ersten Quartal 2011 hat die Gesellschaft ihre Sicherungsstrategie für Platin umgestellt. Dabei wurden nicht wie in der Vergangenheit Terminkontrakte (Warentermingeschäfte) abgeschlossen sondern Platin und Ruthenium direkt vom Lieferanten der Brennstoffzellenkomponente zum Tageskurs gekauft. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 bestehen daher wie im Vorjahr keine Finanzderivate aus Warentermingeschäften mehr.
(32) Anteilsbasierte Vergütung
Im März 2009 wurde vom Aufsichtsrat ein Long Term Incentive Plan (LTIP 2009 - 2011) für die Vorstände verabschiedet (Tranche 1). Im Juli 2009 und Juli 2010 wurde vom Aufsichtsrat die Beteiligung weiterer ausgewählter Führungskräfte genehmigt (Tranche 2). Dieser Plan, mit einer Laufzeit von insgesamt 5 Jahren, soll den Beitrag der Vorstände und ausgewählter Führungskräfte zur Wertsteigerung des Unternehmens honorieren. Der Plan umfasst eine variable Vergütung in Form von Phantom Shares, bei denen es sich um virtuelle Aktien handelt, denen jeweils der Gesamtwert einer SFC-Aktie zugrunde liegt. Eine virtuelle Aktie gewährt dem Inhaber das Recht auf eine wertgleiche Barzahlung in Höhe des gültigen Aktienkurses und die Auszahlung eines Dividendenäquivalents. Ein Anspruch auf SFC-Aktien besteht nicht. Im Juni 2011 genehmigte der Aufsichtsrat die Teilnahme des neuen CFO Herrn Inninger am LTIP (Tranche 3). Im Geschäftsjahr 2011 wie auch im Vorjahr kam es zu keinen Aufhebungen oder Änderungen des Plans.
Der Plan ist in verschiedene Teiltranchen mit unterschiedlichen Performance-Zeiträumen unterteilt, die je drei Kalenderjahre umfassen. Der Performance-Zeitraum der Tranche 1 beginnt für die erste Teiltranche am 1. Januar 2009 und für die beiden Teiltranchen 2 und 3 zeitversetzt um jeweils ein Jahr. Im ersten Halbjahr 2011wurden im Zuge des neuen Vorstandsvertrags durch den Aufsichtsrat zwei weitere Teiltranchen der Tranche 1 genehmigt. Der Performance-Zeitraum der vierten Teiltranche der Tranche 1 beginnt am 1. Januar 2012 und für die fünfte Teiltranche zeitversetzt um ein Jahr. Der Performance-Zeitraum der Tranche 2 beginnt für die erste Teiltranche ebenfalls am 1. Januar 2009 und für die zweite Teiltranche zeitversetzt um ein Jahr. Im Juni 2011 wurde vom Aufsichtsrat eine dritte Teiltranche innerhalb der Tranche 2 für Führungskräfte genehmigt. Der Performance-Zeitraum für die dritte Teiltranche beginnt am 1. Januar 2011. Für die Teiltranche 1 der Tranche 3 beginnt der Performance-Zeitraum am 1. Januar 2012. Für die beiden übrigen Teiltranchen der Tranche 3 entsprechend zeitversetzt um ein Jahr analog zur Regelung in Bezug auf Tranche 1 und Tranche 2.
Zu Beginn jedes Performance-Zeitraums wird ein vorläufiger Zuteilungswert ermittelt, der sich auf Basis des Verhältnisses des Zuteilungsvolumens zum gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate des jeweiligen Performance-Zeitraums bemisst. Für die erste und zweite Teiltranche der Tranche 1 wurde ein Zuteilungsvolumen in Höhe von je € 220.000 und für die dritte Teiltranche in Höhe von € 145.000 definiert. Für die erste Teiltranche der Tranche 2 beträgt das ursprüngliche Zuteilungsvolumen € 190.000, für die zweite Teiltranche der Tranche 2 € 155.000 und für die dritte Teiltranche ebenfalls € 155.000. Die Anzahl der zugeteilten Phantom Shares für die erste Teiltranche der Tranche 1 beläuft sich zum 31.12.2011 auf 0 Stück (Vorjahr: 36.001 Stück), für die zweite Teiltranche der Tranche 1 beträgt die Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares 19.208 Stück (Vorjahr 35.208) und für die dritte Teiltranche der Tranche 1 30.278 Stück. Für die erste Teiltranche der Tranche 2 beträgt die Anzahl der zum 31.12.2011 verbleibenden Phantom Shares 0 Stück (Vorjahr 31.094), für die zweite Teiltranche der Tranche 2 beträgt die Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares 19.208 Stück (Vorjahr 24.813 Stück) und für die dritte Teiltranche der Tranche 2 25.059 Stück. Für die vierte und fünfte Teiltranche der Tranche 1 wird derzeit von einem Zuteilungsvolumen von je € 145.000 ausgegangen und für die erste, zweite und dritte Teiltranche der Tranche 3 von je € 50.000. Die Anzahl der in Bezug auf Teiltranche vier und fünf der Tranche 1 sowie auf die Teiltranchen eins bis drei der Tranche 3 vorläufig zugeteilten Phantom Shares wurde auf Basis der im Rahmen des Monte-Carlo-Modells simulierten Kursentwicklung geschätzt.
Die Auszahlung erfolgt nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums auf Basis der endgültigen Anzahl der Phantom Shares eines Performance-Zeitraums zum durchschnittlichen Börsenkurs der SFC-Aktie der ersten drei Monate nach Ende des jeweiligen Performance-Zeitraums. Die Höhe der endgültigen Anzahl der Phantom Shares ist von einem Erfolgsfaktor abhängig, der sich auf Basis definierter EVA (Economic Value Added) Zielgrößen bemisst. Endet das Anstellungsverhältnis erfolgt keine Zuteilung für noch nicht begonnene PerformanceZeiträume. Außer im Falle einer außerordentlichen Kündigung werden bei Tranche 1 und Tranche 3 die Phantom Shares eines zum Zeitpunkt des Ausscheidens laufenden Performance-Zeitraums auf Basis der bei Beginn des jeweiligen Performance-Zeitraums vorläufig zugeteilten Anzahl der Phantom Shares zeitanteilig ausgezahlt. Bei Tranche 2 erfolgt eine zeitanteilige Auszahlung, außer im Falle einer verhaltensbedingten ordentlichen oder einer außerordentlichen Kündigung durch SFC sowie außer im Falle einer wirksamen ordentlichen Kündigung durch eine Führungskraft.
Die Phantom Shares haben sich im Jahr 2011 wie folgt entwickelt:
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| Tranche 1 | Tranche 2 | Tranche 3 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Phantom Shares | 135.628 | 82.546 | 37.015 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 3,0 - 5,0 | 3 | 3,0 - 5,0 |
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2011 (in Jahren) | 1,0 - 4,0 | 1,0 - 2,0 | 3,0 - 5,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2011 ausstehende Phantom Shares (1.1.2011) | 63.485 | 50.179 | 0 |
| In der Berichtsperiode 2011 | |||
| gewährte Phantom Shares | 72.143 | 32.367 | 37.015 |
| verwirkte Phantom Shares | 13.999 | 38.279 | 0 |
| ausgeübte Phantom Shares | 0 | 0 | 0 |
| verfallene Phantom Shares | 0 | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2011 ausstehende Phantom Shares (31.12.2011) | 121.629 | 44.267 | 37.015 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2011 ausübbare Phantom Shares (31.12.2011) | 0 | 0 | 0 |
Die geschätzte Anzahl der vorläufig zugeteilten Phantom Shares der Tranchen 1.4, 1.5, 3.1, 3.2 sowie 3.3 wurde auf Basis einer Monte Carlo Simulation ermittelt und kann sich an den nachfolgenden Bilanzstichtagen in Abhängigkeit der tatsächlichen Kursentwicklung der SFC Aktie ändern.
Im Vorjahreszeitraum haben sich die Phantom Shares wie folgt entwickelt:
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| Tranche 1 | Tranche 2 | |
|---|---|---|
| Anzahl Phantom Shares | 110.395 | 55.907 |
| Maximale Laufzeit (Jahre) | 3,0 - 5,0 | 3 |
| Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12.2010 (in Jahren) | 1,0 - 3,0 | 1,0 - 2,0 |
| Zu Beginn der Berichtsperiode 2010 ausstehende Phantom Shares (1.1.2010) | 100.887 | 27.003 |
| In der Berichtsperiode 2010 | ||
| gewährte Phantom Shares | 9.508 | 24.813 |
| verwirkte Phantom Shares | 14.543 | 0 |
| ausgeübte Phantom Shares | 32.367 | 1.637 |
| verfallene Phantom Shares | 0 | 0 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2010 ausstehende Phantom Shares (31.12.2010) | 63.485 | 50.179 |
| Am Ende der Berichtsperiode 2010 ausübbare Phantom Shares (31.12.2010) | 0 | 0 |
Die gewährten Phantom Shares wurden als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Phantom Shares wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte Carlo Simulation und unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die Phantom Shares gewährt wurden, neu bewertet. Der Bewertung der zum 31.12.2011 und 31.12.2010 noch ausstehenden Optionen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
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| Bewertungszeitpunkt | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit (in Jahren) | 1,0 - 5,0 | 2,0 - 3,0 |
| Aktienkurs zum Bewertungszeitpunkt | € 4,00 | € 4,97 |
| Ausübungskurs | € 0,00 | € 0,00 |
| Erwartete Volatilität | 37,02 % - 70,71 % | 38,09 % - 51,18 % |
| Risikoloser Zinssatz | 0,04 % - 0,91 % | 0,66% - 1,28 % |
| Dividendenrendite | 0,00 % | 0,00 % |
Als Laufzeit wurde jeweils der Zeitraum vom Bewertungsstichtag bis zum Ende des jeweiligen PerformanceZeitraums herangezogen. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann.
Der gewichtete Durchschnitt der beizulegenden Zeitwerte der in der Berichtsperiode gewährten Phantom Shares beträgt zum Bilanzstichtag € 3,67 (Vorjahr: € 4,96). Im Geschäftsjahr 2011 wurden in der KonzernGewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich aus dem LTIP in Höhe von € 53.949 (Vorjahr: € 7.899) erfasst und zum Bilanzstichtag eine Schuld in Höhe von € 169.768 unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert (Vorjahr: € 190.447; davon € 115.819 langfristig).
(33) Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Im Fall der SFC ist der Gesellschafter Dr. Manfred Stefener mit Mandat im Aufsichtsrat bis 31. Januar 2011 als nahe stehend im Sinne des IAS 24 zu klassifizieren.
Personen in Schlüsselpositionen der SFC sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie deren nahe Familienangehörige. Vorstand und Aufsichtsrat setzen sich in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 wie folgt zusammen:
Mitglieder des Vorstandes
Dr. Peter Podesser, Simbach am Inn, Kaufmann (Vorsitzender)
Gerhard Inninger, München, Dipl.-Finanzwirt (FH) (seit 16. August 2011)
Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (bis 31. Dezember 2010)
Mitglieder des Aufsichtsrates
Dr. Rolf Bartke, Berlin, Wirtschaftsingenieur (Vorsitzender)
David William Morgan, Rolvenden (Großbritannien), MA ACA, Kaufmann (seit 08. März 2010, Stellvertretender Vorsitzender seit 05. Mai 2011)
Wolfgang Biedermann, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010)
Jakob-Hinrich Leverkus, Hamburg, Kaufmann (bis 31. Dezember 2010)
Dr. Jens Müller, München, Dipl.-Chemiker (seit 05. Mai 2011)
Rüdiger Olschowy, Schliersee, Kaufmann (bis 05. Mai 2011)
Dr. Manfred Stefener, München, Ingenieur (bis 31. Januar 2011)
Unternehmen, die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen direkt oder indirekt beherrscht werden oder unter deren maßgeblichem Einfluss stehen, sind ebenfalls gemäß IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" als nahe stehend zu klassifizieren.
In der folgenden Übersicht sind die Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen dargestellt.
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| TRANSAKTIONEN MIT UNTERNEHMEN MIT MASSGEBLICHEM EINFLUSS | 2011 | In € 2010 |
|---|---|---|
| Forderungen | 0 | 3.100 |
| Erträge | 2.113 | 30.752 |
Im Rahmen einer Lieferbeziehung über Einzelkomponenten und Testequipment mit der Elcomax GmbH, einem Unternehmen, das unter dem wesentlichen Einfluss des Gesellschafters Dr. Manfred Stefener steht, wurden bis Ende Januar 2011 Umsätze in Höhe von € 2.113 (Vorjahr: € 30.752) realisiert. Darüber hinaus arbeitet SFC im Rahmen eines gemeinsamen Förderprojektes mit der Elcomax GmbH zusammen.
Transaktionen mit nahe stehenden Personen bestanden wie im Vorjahr nicht.
Die Vergütungen der Personen in Schlüsselpositionen sind im Folgenden dargestellt:
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| In € | ||||
|---|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fixer Anteil | Variabler Anteil | Fixer Anteil | Variabler Anteil | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Vorstand | 431.168 | 456.607 | 569.740 | 295.082 |
| Aufsichtsrat | 108.795 | 0 | 1 66.290 | 0 |
| Gesamt | 539.963 | 456.607 | 736.030 | 295.082 |
Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten gegenüber Personen in Schlüsselpositionen in Höhe von € 477.701 (Vorjahr: € 652.639) ausgewiesen.
Der variable Anteil beinhaltet unter anderem den Aufwand für das Long Term Incentive Programm für die Vorstände. Ferner ist im Vorjahr 2010 der erfasste Aufwand für das vereinbarte nachvertragliche Wettbewerbsverbot für 6 Monate nach Beendigung des Vorstandsvertrages für Dr. Müller (in der nachfolgenden Tabelle für das Geschäftsjahr 2010 unter "Vergütung Wettbewerbsverbot" ausgewiesen) enthalten.
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| GESCHÄFTSJAHR 2011 | In € | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Verlängerungsprämie | Gesamtbetrag | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr Peter Podesser | 355.980 | 162.630 | 39.241 | 200.000 | 757.851 |
| Gerhard Inninger | 75.188 | 37.500 | 17.236 | 0 | 129.924 |
| Gesamt | 431.168 | 200.130 | 56.477 | 200.000 | 887.775 |
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| GESCHÄFTSJAHR 2010 | In € | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| fixe Vergütung | kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung | langfristige erfolgsabhängige Vergütung | Vergütung Wettbewerbsverbot | Gesamtbetrag | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Peter Podesser | 320.440 | 141.062 | 4.584 | 0 | 466.086 |
| Dr Jens Müller | 249.300 | 68.949 | 487 | 80.000 | 398.736 |
| Gesamt | 569.740 | 210.011 | 5.071 | 80.000 | 864.822 |
(34) Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des Jahresergebnisses, das insgesamt auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens zuzurechnen ist, durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Verwässerungseffekte, die bei der Ermittlung der Anzahl der ausstehenden Aktien hätten berücksichtigt werden müssen, sowie verwässernde Effekte auf das Ergebnis der SFC bestehen analog zum Vorjahr nicht. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie:
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| ERMITTLUNG DES VERWÄSSERTEN UND UNVERWÄSSERTEN ERGEBNISSES | je Aktie | |
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Zahl der Aktien, die sich am Anfang der Periode im Umlauf befander | 7.152.887 | 7.152.887 |
| Zahl der Aktien, die sich zum Ende der Periode im Umlauf befanden | 7.502.887 | 7.152.887 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien im Umlauf | 7.162.609 | 7.152.887 |
| Zahl der potenziell verwässernden Stammaktien | 0 | 0 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktien für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 7.162.609 | 7.152.887 |
| In € | ||
| Konzernjahresergebnis | -6.217.747 | -4.123.261 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | -0,87 | -0,58 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | -0,87 | -0,58 |
(35) Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Zahlungsmittelströme. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnung" werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit sowie aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Ertragsteuerzahlungen und -erstattungen betreffen im Wesentlichen Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag, die bei der Fälligkeit von Tages- und Festgeldern von Zinsgutschriften einbehalten wurden.
Da vorhandene Liquiditätsüberschüsse der SFC in kurzfristige, risikoarme Finanztitel angelegt werden, werden die erhaltenen Zinsen dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet. Die Zinszahlungen werden im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit abgebildet.
Während der Berichtsperiode hat der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen PBF übernommen. Die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden betrugen:
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| AUSZAHLUNGEN FÜR DEN ERWERB VON TOCHTERUNTERNEHMEN | In € |
|---|---|
| zum 1.12.2011 | |
| --- | --- |
| Zahlungsmittel | 250 |
| Vorräte | 2.016.560 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 2.052.291 |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 3.187.414 |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -4.592.135 |
| Geschäfts-oder Firmenwert | 6.023.469 |
| Gesamterwerbspreis | 8.687.849 |
| Abzüglich | |
| Erworbene Zahlungsmittel von Tochterunternehmen PBF | -250 |
| Nicht zahlungswirksamer Gegenleistung | |
| Ausgabe von Stammaktien | -1.400.000 |
| Vereinbarung über bedingte Gegenleistung | -1.287.849 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel | 5.999.750 |
(36) Angaben zur Konzern-Segmentberichterstattung
Im Rahmen der Konzern-Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 "Operative Segmente" erfolgt eine Aufgliederung der Segmente nach der internen Berichterstattung. Diese erfolgt bei SFC primär nach Produkten, aber auch nach Regionen. Basis für die Unternehmensplanung und die Ressourcenabbildung bilden jedoch die Produkte bzw. Dienstleistungen. Auf dieser Basis ergeben sich folgende berichtspflichtigen Segmente:
| ― | A-Serie |
| ― | C-Serie |
| ― | Joint Development Agreements ("JDA") |
| ― | Power Manager |
| ― | Power Supplies and Coils |
| ― | Sonstige |
Bei der A-Serie handelt es sich um das Serienprodukt Brennstoffzelle (EFOY, EMILY).
Die C-Serie (JENNY) betrifft miniaturisierte portable Brennstoffzellen, die aus den Entwicklungstätigkeiten der Joint Development Agreements entstanden sind.
Die Joint Development Agreements sind vertragliche Vereinbarungen mit strategischen Partnern über die Weiterentwicklung von Brennstoffzellen und Power Managern zur Anpassung an die kundenspezifischen Anforderungen.
Der Power Manager ist ein elektronischer, universell einsetzbarer Wandler, der Ladung und Betrieb verschiedener Endgeräte und Batterien mit unterschiedlichen Stromquellen ermöglicht.
Power Supplies sind Netzteile und Wandler die in verschiedenen Leistungsbereichen elektrische Spannungen wandeln und die hierfür benötigten Schaltschränke (Cabinets). Coils sind Hochleistungsspulen bestehend aus Kupfer insbesondere für den Einsatz in Hochleistungsmikroskopen.
Die Umsätze im Bereich "Sonstige" betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Tankpatronen mit Methanol zum Befüllen der Brennstoffzellen, Testequipment zur Qualifizierung von Komponenten für Brennstoffzellensysteme und sonstige Produkte für Netzwerklösungen.
In der separaten Position "Ausgleichsposten" sind sämtliche Beträge, die nicht einem der vorgenannten Segmente zugeordnet werden können sowie Konsolidierungseffekte enthalten.
Die interne Berichterstattung erfolgt an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Je Produktkategorie bzw. Region werden der Umsatz und die verkauften Stückzahlen berichtet. Als Segmentergebnis wird die Bruttomarge der Gesellschaft ausgewiesen. Über Bruttomargen hinausgehende Ergebnisermittlungen bzw. Ergebnisanalysen auf Segmentebene werden mangels Aussagekraft nicht vorgenommen. Verrechnungen zwischen den Segmenten finden nicht statt. Im Finanzergebnis wird der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Umsätze sowie die langfristigen Vermögenswerte (ausgenommen aktive latente Steuern) nach Regionen setzen sich wie folgt zusammen:
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| In € | ||||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus Geschäften mit externen Kunden | Langfristige Vermögenswerte | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2011 | 2010 | 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa (ohne Deutschland) | 5.867.499 | 6.437.251 | 9.203.051 | 0 |
| Deutschland | 4.757.792 | 5.008.288 | 4.254.553 | 5.298.281 |
| Nordamerika | 3.468.522 | 1.595.542 | 261.415 | 50.320 |
| Asien | 590.250 | 194.354 | 0 | 0 |
| Rest der Welt | 741.911 | 94.743 | 0 | 0 |
| Gesamt | 15.425.974 | 13.330.178 | 13.719.019 | 5.348.601 |
Die regionale Umsatzverteilung wurde anhand des Kundensitzes vorgenommen. Am Sitz von SFC in Deutschland wurden Umsatzerlöse in Höhe von € 4.757.792 (Vorjahr: € 5.008.288) erzielt. In allen anderen Ländern konnten Umsätze in Höhe von € 10.668.182 (Vorjahr: € 8.321.890) realisiert werden.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Umsätze mit Großkunden (Umsatzanteil mehr als 10 %) realisiert. Die Umsätze mit Großkunden für das Vorjahr 2010 sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
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| 2010 | In € | In % | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A-Serie | C-Serie | Power Manager | Sonstige Produkte | Umsatz | Gesamtumsatz | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kunde A | 42.391 | 859.445 | 453.068 | 150.432 | 1.505.336 | 11,29 |
Die in den Herstellungskosten des Umsatzes enthaltenen Abschreibungen auf das Anlagevermögen verteilen sich auf die Segmente wie folgt:
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| In € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| A-Serie | 252.917 | 198.728 |
| C-Serie | 6.756 | 17.145 |
| JDA | 40.730 | 22.080 |
| Power Manager | 7.845 | 8.459 |
| Power Supplies and Coils | 8.047 | 0 |
| Sonstige | 58.552 | 36.876 |
| Gesamt | 374.847 | 283.288 |
Die Zugänge zum Anlagevermögen verteilen sich auf die Segmente wie folgt:
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| In € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| A-Serie | 209.617 | 432.741 |
| C-Serie | 5.600 | 37.334 |
| JDA | 33.757 | 48.079 |
| Power Manager | 6.502 | 18.421 |
| Power Supplies and Coils | 9.251.718 | 0 |
| Sonstige | 48.528 | 80.298 |
| Gesamt | 9.555.722 | 616.873 |
| Nicht auf Segmente zugeordnet | 785.808 | 1.604.412 |
| Investitionen gesamt | 10.341.530 | 2.221.285 |
| davon Änderungen im Konsolidierungskreis | 9.210.883 | 0 |
Bei der SFC wurden das Anlagevermögen und die Zugänge zum Anlagevermögen im Verhältnis der Abschreibungen pro Segment zu den gesamten Abschreibungen auf das Anlagevermögen den Segmenten zugeordnet. Bei der PBF wurden die Investitionen und die Zugänge durch den Unternehmenserwerb dem Segment "Power Supplies and Coils" zugeordnet.
Die außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von € 577.638 (Vorjahr: € 0) auf aktivierte Entwicklungskosten verteilt sich mit € 408.549 auf C-Serie, mit € 45.766 auf Power Manager und mit € 123.323 auf das Segment Sonstige.
(37) Honorare des Abschlussprüfers
Die Honorare betragen:
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| In € | ||
|---|---|---|
| 2011 | 2010 | |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 104.000 | 71.000 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 61.004 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 6.335 | 7.468 |
| Gesamt | 171.338 | 78.468 |
(38) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und am 27.03.2012 auf der Internetseite der SFC Energy AG veröffentlicht. Diese Entsprechenserklärung ist für die nächsten fünf Jahre im Internet verfügbar und der Öffentlichkeit somit dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie wird im Rahmen des Corporate Governance Berichts im Geschäftsbericht veröffentlicht.
(39) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag fanden nicht statt.
Brunnthal, den 27. März 2012
Der Vorstand
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)
Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Brunnthal, den 27. März 2012
Dr. Peter Podesser, Vorstandsvorsitzender (CEO)
Gerhard Inninger, Vorstand (CFO)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Wir haben den von der SFC Energy AG, Brunnthal, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals und Segmentberichterstattung sowie Anhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der SFC Energy AG, Brunnthal, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 27. März 2012
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Voit, Wirtschaftsprüfer
Weinberger, Wirtschaftsprüfer