Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Schweizer Electronic AG Interim / Quarterly Report 2025

Aug 8, 2025

384_rns_2025-08-08_4887a16d-cd4b-441d-b1ac-f889eaf39d16.html

Interim / Quarterly Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

SCHWEIZER ELECTRONIC AKTIENGESELLSCHAFT

Schramberg

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025

FINANZKALENDER

KENNZAHLEN

Datum Veröffentlichung/Veranstaltung
08.08.2025 Halbjahresfinanzbericht 30.06.2025
07.11.2025 Mitteilung 3. Quartal 2025
26.06.2026 Hauptversammlung 2026

Diese Termine und eventuelle Aktualisierungen finden Sie auf der Internet-Seite https://schweizer.ag/investoren-und-medien/finanzkalender.

(in Mio. EUR) 1. HJ 2025 1. HJ 2024
Auftragseingang 87,0 24,4
Umsatz 82,2 74,3
Book-to-Bill Ratio 1,1 0,3
EBITDA -1,1 0,1
EBITDA-Quote (%) -1,4 0,1
EBIT -3,9 -2,8
EBIT-Quote (%) -4,7 -3,7
Periodenergebnis -5,8 -6,1
Cashflow aus der betrieblicher Tätigkeit 6,0 3,4
(in Mio. EUR) 30.06.2025 31.12.2024
Auftragsbestand 225,8 220,4
Bilanzsumme 110,9 102,4
Eigenkapital 15,6 21,6
Eigenkapitalquote (%) 14,1 21,1
Nettoverschuldungsgrad (%) 54,1 62,8
Working Capital -1,6 10,1
Beschäftigte 504 522

Informationen zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen können Punkt 2 des Anhangs zum Konzernzwischenabschluss entnommen werden.

Alle Zahlen sind jeweils für sich gerundet, was bei der Berechnung einzelner Werte zu Abweichungen führen kann.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

WIRTSCHAFTSBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN IM ERSTEN HALBJAHR 2025

Zeigte sich die Weltwirtschaft zu Jahresbeginn noch robust und stand nach multiplen Krisen der Vorjahre im Zeichen einer Erholung, trübte sich die Situation im Laufe des ersten Geschäftshalbjahr 2025 ein und stand unter dem Einfluss zunehmender handelspolitischer Spannungen, insbesondere durch die protektionistische Ausrichtung der US-Regierung. Die Einführung und Androhung neuer Zölle hatten kurzfristig zu einer Vorzieheffekt-getriebenen Belebung des Welthandels geführt. Besonders betroffen war die US-Wirtschaft, deren Wachstum sich deutlich verlangsamte. In China zeigten sich trotz wirtschaftspolitischer Maßnahmen wie Konsum- und Investitionsprogramme keine nachhaltigen Wachstumsimpulse, wie sie in der Vergangenheit üblich waren. Dadurch konnte die Exportschwäche nicht ausgeglichen werden, und im Vergleich zu den Vorjahren waren geringere Wachstumsraten zu verzeichnen. Die Schwellenländer, insbesondere Indien, entwickelten sich robust. In Europa zeichnete sich eine leichte konjunkturelle Belebung ab. Im Euroraum zeigte sich eine moderate Erholung mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsproduktes von +0,3 Prozent. Der private Konsum und die Investitionen nahmen moderat zu. Die Arbeitslosenquote verharrte auf niedrigem Niveau und die Inflation sank von ihrem Höchstwert im Jahr 2022 weiter und näherte sich den Zielwerten der Zentralbanken an. Dennoch entwickelte sich die Geldpolitik der großen Zentralbanken uneinheitlich: Während die EZB und die Bank of England die Zinsen senkten, blieb die US-Notenbank angesichts der Inflationsrisiken vorsichtig. In den Schwellenländern überwogen Zinssenkungen.

Bereits seit März sind in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie steigende Auftragseingänge zu verzeichnen. Beispielsweise lagen diese im April um 11,6 Prozent über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. In der ersten Jahreshälfte 2025 gab es im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2024 ein Auftragszuwachs von +5,2 Prozent. Unter anderem wurden in den ersten 5 Monaten des Geschäftsjahres 2025 1,8 Mio. Fahrzeuge produziert, was einem Anstieg von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2024 entspricht.

Die Neuzulassungen von PKWs in Deutschland mit 1,4 Mio. Fahrzeugen hingegen liegen mit 4,7 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 besteht noch eine Absatzlücke von 24 Prozent. Starke Zuwächse waren jedoch bei Elektroautos (BEV) bis Mai 2025 mit einer Steigerung von +44 Prozent und bei Plug-in-Hybrid (PHEV) Fahrzeugen mit +53 Prozent zu verzeichnen. Diese großen Veränderungen müssen vor dem Hintergrund des deutlichen Rückgangs - infolge der Streichung steuerlicher Anreize und Prämien - im Vorjahr gesehen werden. Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen entwickelte sich im laufenden Jahr positiv, blieb aber in Deutschland und anderen europäischen Märkten hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt zeigte sich jedoch, dass der fortschreitende Ausbau der Lade-Infrastruktur und die Einführung günstigerer Modelle bei Elektrofahrzeugen positive Impulse für die Elektromobilität setzen konnte.

Auf dem chinesischen Markt wirkte sich die gesamtwirtschaftliche Situation nicht negativ auf den PKW-Absatz aus. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 wurden in China insgesamt rund 10,1 Millionen PKW verkauft. Dies entspricht einem Anstieg von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anstieg von Elektroautos (BEV) und Plug-in-Hybrid (PHEV) Fahrzeugen lag bei 46 Prozent. Der Gesamtanteil der Neuzulassungen an elektrischen Fahrzeugen lag im laufenden Geschäftsjahr bei 52 Prozent und unterstreicht die breite Akzeptanz.

(Quellen: Kieler Konjunkturberichte Nrn. 124 und 125, VDA-Produktion und Markt im Mai 2025, KBA, Energy Comment Hamburg 22.Januar 2025, ZVEI Konjunkturbarometer Ausgabe Juni 2025, eigene Quellen)

GESCHÄFTSVERLAUF

AUFTRAGSBESTAND WEITERHIN SOLIDE

Der Auftragsbestand lag Ende des zweiten Quartals bei 225,8 Mio. EUR (31.12.2024: 220,4 Mio. EUR). Davon steht ein Auftragsbestand von 74,9 Mio. EUR zur Auslieferung für die folgenden zwei Quartale im Jahr 2025 an. Die Auftragseingänge verliefen im Bereich Handel insbesondere durch den Serienstart unserer Embedding Technologie sehr dynamisch und konnten 2-stellige Wachstumsraten verzeichnen, wohingegen die Auftragssituation bei Eigenproduktion rückläufig war. Der Auftragsbestand für 2026 und Folgejahre beträgt zum 30.06.2025 150,9 Mio. EUR.

Auftragsbestand und Umsatz

WEITERES UMSATZPLUS VON 10,7 PROZENT IN DER ERSTEN JAHRESHÄLFTE

Der Umsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 82,2 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: 74,3 Mio. EUR). Dies entspricht einer Erhöhung um +10,7 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Insgesamt betrug der Umsatz aus der Eigenproduktion 27,8 Mio. EUR, was einem Rückgang um -37,8 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres entspricht. Diese starke Umsatzkorrektur liegt insbesondere in der andauernden Konjunktur- und Strukturkrise und dem damit einhergehenden wachsenden Preisdruck begründet. Der Umsatz mit Produkten über unser asiatisches Partnernetzwerk stieg im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um +83,8 Prozent auf 54,4 Mio. EUR. Die Realisierung der Fab-Light-Strategie und der Hochlauf der Serienproduktion der Embedding Technologie für die Automobilkunden führten zu wachsendem Erfolg unserer strategischen Partnerschaften und dem Anstieg der Handelsumsätze. Der Umsatzanteil aus eigener Produktion reduzierte sich demzufolge auf 33,8 Prozent (erstes Halbjahr 2024: 60,1 Prozent).

Mit Automobilkunden wurden 68,7 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: 59,4 Mio. EUR) umgesetzt, was einer Zunahme zum ersten Halbjahr des Vorjahres in Höhe von +15,8 Prozent entspricht. Die Umsätze mit Industriekunden und den sonstigen Kunden lagen mit 13,5 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vergleichszeitraums des Vorjahres (erstes Halbjahr 2024: 14,9 Mio. EUR). Die Umsatzsteigerung im Automobilbereich und der Rückgang im Industriesektor führten zu einem Umsatzanteil Automotive von 83,5 Prozent (erstes Halbjahr 2024: 79,9 Prozent). Der Umsatzanteil von Industrie- und sonstigen Kundengruppen belief sich auf 16,5 Prozent (erstes Halbjahr 2024: 20,1 Prozent).

Umsatz nach Kundengruppen

in Mio. EUR 2025 2024
Automotive 68,7 59,4
Industrie 10,7 9,9
Andere 2,8 5,0
82,2 74,3

Erstmalig war der Hauptabsatzmarkt Europa außerhalb Deutschlands mit einem Umsatzvolumen von 34,7 Mio. EUR größer als der inländische Markt. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 47,7 Prozent. Deutschland war mit einem Umsatzvolumen von 23,6 Mio. EUR deutlich schwächer im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres und reduzierte sich um -23,6 Prozent. Positiv entwickelten sich sowohl die Absatzregion Asien mit einem Umsatzvolumen von 15,1 Mio. EUR, was einer Erhöhung im Vorjahresvergleich von 12,8 Prozent entspricht als auch Amerika mit einem Umsatzvolumen von 8,6 Mio. EUR und einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 60,6 Prozent.

70,9 Prozent der Umsätze entfielen auf Deutschland und Europa (erstes Halbjahr 2024: 73,2 Prozent), 18,3 Prozent auf Asien (erstes Halbjahr 2024: 18,0 Prozent) und 10,8 Prozent auf Amerika/Übrige Länder (erstes Halbjahr 2024: 8,8 Prozent). Insgesamt stieg der Umsatzanteil in den Marktregionen außerhalb Deutschlands gegenüber dem ersten Halbjahr 2024 in Höhe von 58,4 Prozent auf 71,3 Prozent deutlich an.

Umsatz nach Region

in Mio. EUR 2025 2024
Deutschland 23,6 30,9
Europa (ohne Deutschland) 34,7 23,5
Asien 15,1 13,4
Amerika 8,6 5,4
Andere 0,2 1,1
82,2 74,3

EBITDA IM ZEICHEN DES WANDELS - FOKUS AUF NACHHALTIGE NEUAUSRICHTUNG

Im ersten Halbjahr 2025 wurde ein positives Bruttoergebnis in Höhe von +3,4 Mio. EUR erzielt (erstes Halbjahr 2024: +5,9 Mio. EUR), was einer Veränderung des Brutto-Ergebnisses in Höhe von -2,5 Mio. EUR und einer Bruttomarge von +4,1 Prozent entspricht (erstes Halbjahr 2024: +7,9 Prozent). Zu dieser Entwicklung trugen neben einer geringeren Auslastung der eigenen Produktion auch ein ertragsungünstiger Produktmix und die Verschiebung zu mehr Handelsumsatz bei. Belastend wirkte sich auch die Entwicklung des USD aus, der seit Beginn des Geschäftsjahres um 11,4 Prozent gegenüber dem EUR verloren hat. Stringentes Kostenmanagement bei den Funktionskosten des Vertriebs und der Verwaltung sowie der betrieblichen Aufwendungen führten währungsbereinigt zu insgesamt 8,4 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024 (währungsbereinigt): 9,5 Mio. EUR). Das Ergebnis der Gruppe vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) belief sich auf -1,1 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: +0,1 Mio. EUR). Die EBITDA-Quote beträgt somit -1,4 Prozent (erstes Halbjahr 2024: +0,1 Prozent).

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf -3,9 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: -2,8 Mio. EUR). Die geringere Auslastung am Produktionsstandort Schramberg, erhöhter Preisdruck und Produktmixverschiebungen sowie negative Fremdwährungseffekte USD waren die Haupttreiber für die EBIT-Veränderung.

Das Konzernergebnis beläuft sich auf -5,8 Mio. EUR und beinhaltet neben dem Finanzergebnis von -1,0 Mio. EUR auch negative Ergebniseffekte der Minderheitsbeteiligung in China in Höhe von -0,8 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf die Abschreibung stiller Reserven zurückzuführen ist. Auf einen Ansatz von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wurde verzichtet.

EIGENKAPITALQUOTE BEI 14,1 PROZENT

Gegenüber dem Stand am Jahresende 2024 erhöhte sich das Gesamtvermögen um +8,5 Mio. EUR auf 110,9 Mio. EUR. Das langfristige Vermögen reduzierte sich hin gegen um -4,4 Mio. EUR auf 41,6 Mio. EUR. Ursächlich hierfür waren neben der planmäßigen Abschreibung auf das Sachanlagevermögen, der reduzierten Investitionstätigkeit auch die Abschreibungen von stillen Reserven der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage.

Die Aktiva im kurzfristigen Bereich erhöhte sich gegenüber dem Stand am Jahresende um +12,8 Mio. EUR auf 69,3 Mio. EUR. Hierbei sind insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 7,1 Mio. EUR angestiegen. Grund hierfür sind Verschiebungen im Kundenmix mit entsprechend längeren Zahlungszielen. Ebenfalls erhöhten sich die Vertragsvermögenswerte um +1,9 Mio. EUR. Die liquiden Mittel konnten trotz der getätigten Tilgungszahlungen deutlich erhöht werden und betrugen Ende des ersten Halbjahres 12,0 Mio. EUR (31.12.2024: 8,2 Mio. EUR).

Das Eigenkapital belief sich auf 15,6 Mio. EUR (31.12.2024: 21,6 Mio. EUR). Entsprechend beträgt die Eigenkapitalquote 14,1 Prozent (31.12.2024: 21,1 Prozent). Eigenkapitalbelastend wirkten sich insbesondere die Unterauslastung des Produktionsstandortes Schramberg aber auch gestiegene Materialkosten sowie die Verlustübernahmen der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie das Finanzergebnis aus.

Die langfristigen und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich um -1,3 Mio. EUR auf 20,4 Mio. EUR (31.12.2024: 21,7 Mio. EUR). Die Reduktion war überwiegend durch die planmäßigen Tilgungszahlungen der Schweizer Electronic AG im ersten Halbjahr bedingt. Der Netto-Verschuldungsgrad lag bei 54,1 Prozent.

Die übrigen kurzfristigen Schulden beliefen sich auf 56,4 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen um +16,3 Mio. EUR auf 44,5 Mio. EUR zu (31.12.2024: 28,2 Mio. EUR). Diese Zunahme war im Wesentlichen auf gestiegene Handelsumsätze mit entsprechend höherem Einkaufsvolumen zurückzuführen.

BILANZSTRUKTUR

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf +6,0 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: +3,4 Mio. EUR). Die Veränderung des Working Capital betrug -11,7 Mio. EUR gegenüber Ende 2024 und trug wesentlich zum positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit bei.

Die temporäre Aussetzung von Investitionen wirkte sich unmittelbar positiv auf den Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Dieser wurde sogar noch durch einen Anlagenabgang im Rahmen einer Sale-and-Lease-back Transaktion im ersten Halbjahr 2025 mit 0,1 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: -0,2 Mio. EUR) leicht positiv.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasste ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen in Höhe von -2,9 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: -2,9 Mio. EUR).

Insgesamt betrug die Veränderung des Finanzmittelfonds +3,2 Mio. EUR (erstes Halbjahr 2024: +0,3 Mio. EUR).

CHANCEN-/RISIKOBERICHT

ANZEICHEN FÜR ERHOLUNG DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT VERDICHTEN SICH

Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2025 ein weiteres Jahr nur moderat wachsen. Deutschland befindet sich in einer fragilen Erholungsphase, die stark von außenpolitischen Entwicklungen beeinflusst wird. Der jüngste Anstieg des ifo Geschäftsklimaindex auf 88,4 Punkte sowie der Anstieg des DIW-Konjunkturbarometers auf 94,2 Punkte deuten auf eine verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft hin. Grund für die Aufhellung der Stimmung liegt im Wesentlichen am umfangreichen Fiskalpaket der neuen Bundesregierung sowie an besseren Finanzierungsbedingungen. Wir gehen davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr 2025 die Auftragseingänge insbesondere von Industriekunden im Vergleich zum Vorjahr auf niedrigem Niveau stabilisieren werden. Die geringe Dynamik im Industriesegment wird jedoch das geplante Umsatzwachstum bei eigengefertigten Leiterplatten im Jahr 2025 weiterhin merklich beeinträchtigen. Dadurch steigt auch die Umsatzabhängigkeit unseres Unternehmens von der Automobilindustrie.

China befindet sich 2025 in einer Phase der wirtschaftlichen Neujustierung. Staatlich gezielte Subventionsprogramme und Strukturreformen stabilisieren das Wachstum und den Binnenkonsum. Die Risiken durch den Immobiliensektor und geopolitische Spannungen, insbesondere die Handelskonflikte mit den USA, bleiben jedoch erheblich.

MODERATE ERHOLUNG IM INTERNATIONALEN PKW-MARKT MIT WACHSTUMSTREIBER ELEKTROMOBILITÄT

Die Nachfragedynamik im internationalen Automobilmarkt im zweiten Geschäftshalbjahr wird vermutlich moderat wachsen und von regionalen Unterschieden, technologischen Umbrüchen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt sein. Der PKW-Markt 2025 ist geprägt von einem Übergang zu nachhaltiger Mobilität, wobei Elektrofahrzeuge das Wachstum dominieren. Asien, insbesondere China, bleibt mit Abstand der weltgrößte Automarkt und Treiber des weltweiten Wachstums. Das weltweite Wachstum wird dabei maßgeblich von einer verstärkten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bestimmt, wobei auch Märkte wie Nordamerika und Europa von der Transformation profitieren. Allerdings sehen wir - bedingt durch die Kundenstruktur - noch zögerliche Auftragsabrufe von Leiterplatten aus eigener Produktion, welche sich bei anhaltender Marktschwäche in Deutschland und Europa im zweiten Halbjahr voraussichtlich nicht verbessern und das Umsatzwachstum von SCHWEIZER im Jahr 2025 beeinflussen werden. Positiv für SCHWEIZER könnte es sich aber auswirken, dass trotz des asiatischen Überangebotes der Leiterplattenbranche mehr und mehr Automobilzulieferer und auch Fahrzeughersteller dazu übergehen, ihre Lieferketten außerhalb von China abzusichern. Diese Resilienz-Strategie wird sich allerdings nicht kurzfristig auf unsere Auftragslage auswirken.

Die Entwicklung hin zur Elektromobilität zeigt sich nach einer temporären Marktabschwächung im vergangenen Jahr langfristig und weltweit intakt, was durch die starken Wachstumsraten im ersten Quartal 2025 bei batteriegetriebenen Elektrofahrzeugen (BEV) mit einem weltweiten Marktanteil von 16 Prozent sichtbar wurde.

Trotz der aktuellen Herausforderungen ist die Entwicklung hin zur Elektromobilität langfristig und weltweit unumkehrbar. Die Zahl der Elektrofahrzeuge und Ladepunkte wird auch in Europa weiterwachsen. Letztendlich wird dies unterstützt durch die "Green Deal"-Emissionsziele der Europäischen Union. Die Kunden von SCHWEIZER - die Automobilzulieferer - profitieren von diesem globalen Trend und ermöglichen auch unserem Unternehmen zusätzliche Wachstumschancen.

Für SCHWEIZER ergibt sich insbesondere hier die Chance, für unsere Embedding-Technologie mittelfristig im 48 Volt-Bereich schnellere und größere Projektvolumen realisieren zu können. Auch im Bereich der Hochvolt-Embedding-Technologie für den Einsatz in vollelektrisch betriebenen Fahrzeugen existiert weiterhin großes Marktpotential. Zudem bietet sich die Option der Ausweitung der Kundensegmente auf andere Branchen wie beispielsweise Aero und Defense.

GESAMTBEURTEILUNG

Für das zweite Halbjahr 2025 bleiben die Auslastungsrisiken in unserer Produktion bestehen. Der stärker werdende Preisdruck und die chinesische Dominanz wird die Nachfrage nach Leiterplatten "Made in Germany" auch im zweiten Halbjahr 2025 dämpfen. Mittelfristig, also ab dem Jahr 2026, sehen wir überwiegend gute Chancen auf ein besseres Wachstum, einerseits getrieben durch SCHWEIZER'S Embedded Technologien, deren Absatzpotenzial von dem absehbaren starken Wachstumstrend in der Elektromobilität profitieren wird, andererseits begünstigt durch den Ausbau neuer Kundensegmente und Branchen.

Hinsichtlich der weiteren Chancen und Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2024 auf den Seiten 48ff. Die dort beschriebene übrige Situation hat sich nicht wesentlich geändert.

PROGNOSEBERICHT

WEITERES WACHSTUM UNTERMAUERT

Auch im Jahr 2025 entwickelte sich die Konjunktur in Deutschland bisher schwach. Für das Gesamtjahr 2025 wird lediglich ein Wachstum leicht über Null prognostiziert. Trotz der sich aufhellenden Stimmung bleiben die Aussichten verhalten. Belastend auf die Exporte sind die geopolitischen Spannungen und die restriktive Handelspolitik der USA.

Die PKW-Neuzulassungen in Deutschland verzeichneten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Rückgang von -4,7 Prozent. Dieser Trend wird voraussichtlich bis zum Jahresende anhalten, so dass ein Rückgang von -3 bis -5 Prozent im Vergleich zu 2024 erwartet wird. Wachstumssegmente des Automobilmarktes bleiben weiterhin Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride, während die Zulassungen von Verbrennern weiter rückläufig sind.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen erwarten wir für das aktuelle Geschäftsjahr ein moderates Wachstum auf ein Umsatzniveau zwischen 145 und 165 Mio. EUR. Die aktuelle Auftragssituation erlaubt es uns, den unteren Prognosewert um 15 Mio. EUR im Vergleich zur April-Guidance anzuheben. Besonders hervorzuheben ist die positive Entwicklung des Geschäfts mit europäischen Automobilkunden.

TROTZ VERBESSERUNG IM ZWEITEN QUARTAL BLEIBT PROFITABILITÄT IM FOKUS

Trotz positiver Umsatzentwicklung ist die Ergebnissituation weiterhin unter Druck. Die steigenden Kosten für Rohmaterialien wie Kupfer, Gold und Energie tragen ebenso wie die Unterauslastung des Produktionswerks in Schramberg dazu bei. Ferner belastet der im zweiten Quartal deutlich schwächere US-Dollar. Die Maßnahmen zur Kostenreduktion im Unternehmen sind voll im Gange und tragen mehr und mehr zur Kostenentlastung bei. Die signifikanten Reduzierungen der Personal- und Sachkosten werden im laufenden Geschäftsjahr teilweise und ab 2026 voll wirksam sein.

Das Effizienzverbesserungsprogramm konzentriert sich nicht nur auf den Standort Deutschland, sondern ist ein globales Programm mit dem Ziel, die Gewinnschwelle des Unternehmens nachhaltig zu reduzieren.

Entsprechend dem Ergebnis des ersten Halbjahres und beschriebener Aussichten erwarten wir nun ein bereinigtes EBITDA von zwischen 2 und 6 Mio. EUR. Eventuell anfallende Restrukturierungsaufwendungen sind in dieser Ergebnisprognose nicht enthalten.

WORKING CAPITAL UND NETTOVERSCHULDUNG SOLIDE

Schweizer konzentriert seine Aktivitäten neben der Effizienzverbesserung und der Erschließung neuer Kundengruppen insbesondere auf die Sicherung der Liquidität. Zentraler Aspekt der Liquiditätssicherung ist das Working-Capital-Management. Im ersten Halbjahr wurde unsere Working-Capital-Zielsetzung übertroffen, welche wir aber im zweiten Halbjahr aufgrund verschiedener struktureller Veränderungen nicht komplett auf diesem außergewöhnlichen Niveau halten können. Entsprechend erwarten wir für das Working Capital einen Wert von zwischen 3 und 8 Mio. EUR. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Erhöhung der Forderungen aus dem steigenden Handelsgeschäft. Den Nettoverschuldungsgrad erwarten wir bis Jahresende in einer Spanne von 100 bis 150 Prozent. Dabei berücksichtigen wir eine reduzierte Cashposition durch das etwas ansteigende Working Capital sowie ein durch Regeltilgungen etwas reduziertes Schuldenniveau. Die Eigenkapitalquote wird weiterhin zwischen 9 und 15 Prozent erwartet.

GESAMTBEURTEILUNG

Umsatz und Working-Capital entwickeln sich auch in diesem Jahr weiterhin positiv. Die Profitabilität wird stark durch steigende Rohstoffkosten und die Unterauslastung des Standorts Schramberg beeinträchtigt. Auf der Kostenseite wird das Jahr 2025 ein Übergangsjahr sein, wobei wir erwarten, dass sich die volle Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen im Jahr 2026 einstellen wird.

IST 2024 1. Halbjahr 2025 Prognose 2025
Umsatz 144,5 Mio. EUR 82,2 Mio. EUR 145 bis 165 Mio. EUR
EBITDA -0,3 Mio. EUR -1,1 Mio. EUR 2 bis 6 Mio. EUR
Nettoverschuldungsgrad 62,8% 54,1% 100% bis 150%
Working Capital 10,1 Mio. EUR -1,6 Mio. EUR 3 bis 8 Mio. EUR
Eigenkapitalquote 21,1% 14,1% 9% bis 15%

Schramberg, 01. August 2025

Schweizer Electronic AG

Der Vorstand

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 01. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2025

01.01.-30.06.2025 01.01.-30.06.2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Umsatzerlöse 82.234 74.287
Umsatzkosten | Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -78.880 -68.437
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.354 5.850
Vertriebskosten -2.231 -2.769
Verwaltungskosten -6.139 -6.712
Sonstige betriebliche Erträge 3.921 1.334
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.778 -484
Betriebsergebnis -3.873 -2.781
Finanzerträge 2 2
Finanzaufwendungen -976 -1.164
Finanzergebnis -974 -1.163
Ergebnis nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -804 -2.104
Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag -5.651 -6.048
Steuern vom Einkommen und Ertrag -118 -24
Konzernergebnis -5.769 -6.072
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -5.769 -6.072
Ergebnis je Aktie
unverwässerter (= verwässerter) Aktienbestand (in Stk.) 3.770.713 3.770.713
unverwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis (in EUR) -1,53 -1,61
verwässert, bezogen auf das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis (in EUR) -1,53 -1,61

VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2025

01.01.

30.06.2025
01.01.

30.06.2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernergebnis -5.769 -6.072
Sonstiges Ergebnis
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis (nach Steuern):
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -362 -8
In Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis (nach Steuern):
Gewinne/(Verluste) aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne 241 849
Steuereffekt -70 -247
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -191 594
Gesamtergebnis nach Steuern -5.960 -5.477
Davon entfallen auf:
Anteilseigner des Mutterunternehmens -5.960 -5.477

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2025

Aktiva

30.06.2025 31.12.2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 41.587 45.972
Sachanlagen 29.902 32.030
Immaterielle Vermögenswerte 476 531
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 7.923 8.727
Sonstige Beteiligungen 12 12
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5 5
Sonstige Vermögenswerte 147 899
Nutzungsrechte gem. IFRS 16 3.124 3.769
Kurzfristige Vermögenswerte 69.309 56.463
Vorräte 9.946 11.405
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.294 23.182
Vertragsvermögenswerte 12.883 10.973
Forderungen aus Steuern 9 4
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.369 1.175
Sonstige Vermögenswerte 2.821 1.567
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.987 8.157
Bilanzsumme 110.897 102.435

Passiva

30.06.2025 31.12.2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Eigenkapital 15.606 21.569
Gezeichnetes Kapital 9.664 9.664
Eigene Anteile -24 -24
Kapitalrücklage 21.727 21.727
Gewinnrücklagen -15.761 -9.799
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital 15.606 21.569
Langfristige Schulden 36.367 39.162
Finanzverbindlichkeiten 17.875 19.150
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.516 2.248
Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne 14.214 14.633
Sonstige Verbindlichkeiten 1.820 2.256
Sonstige Rückstellungen 266 184
Latente Steuerschulden 676 691
Kurzfristige Schulden 58.923 41.705
Finanzverbindlichkeiten 2.550 2.550
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.510 1.704
Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne 1.012 1.012
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.508 28.164
Sonstige Verbindlichkeiten 4.069 2.806
Verbindlichkeiten aus Steuern 3 1.296
Sonstige Rückstellungen 5.271 4.173
Summe Schulden 95.290 80.867
Bilanzsumme 110.897 102.435

VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 01. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2025

01.01.

30.06.2025
01.01.

30.06.2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Betriebliche Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern -5.651 -6.048
Anpassungen zur Überleitung des Ergebnisses vor Steuern auf die Netto-Cashflows:
Finanzerträge -2 -2
Finanzaufwendungen 976 1.164
Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 804 2.104
Abschreibungen und Wertminderung auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechten gem IFRS 16 2.736 2.858
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen 161 -1.405
Gewinne (-)/ Verluste (+) aus dem Abgang von Sachanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten -4 -9
Veränderungen Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne (ohne ergebnisneutral verbuchte Veränderungen) -179 -1.801
Veränderung der sonstigen Rückstellungen 1.179 -474
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte, sonstiger Vermögenswerte und sonstiger finanzieller Vermögenswerte -9.720 -6.042
Veränderung der Vorräte 1.459 2.373
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten 14.293 10.803
Erhaltene Zinsen 2 -2
Gezahlte / erstattete Steuern vom Einkommen und Ertrag -99 -81
Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit 5.956 3.438
Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus der Veräußerung von Sachanlagen 235 850
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -122 -1.059
Cashflows aus der Investitionstätigkeit 113 -209
Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen -1.275 -1.275
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -823 -705
Gezahlte Zinsen -792 -917
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit -2.890 -2.897
Nettoänderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 3.179 332
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 650 12
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 8.158 7.685
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Stichtag 11.987 8.029

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

in TEUR Auf das Mutterunternehmen entfallend in Gewinnrücklagen enthalten
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinne/(Verluste) aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne Währungsumrechnungsdifferenz
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2024 9.664 -24 21.727 -5.573 -2.639 720
Konzernergebnis -6.072
Sonstiges Ergebnis 594 602 8
Gesamtergebnis -5.477 602 8
Nicht beherrschende Anteile 0
Übrige Veränderungen 76 0
Stand 30. Juni 2024 9.664 -24 21.727 -10.974 -2.037 729
Stand 1. Januar 2025 9.664 -24 21.727 -9.799 -1.552 950
Konzernergebnis -5.769
Sonstiges Ergebnis -191 171 -362
Gesamtergebnis -5.960 171 -362
Änderungen in nicht beherrschenden Anteilen 0
Übrige Veränderungen 0 -2 0 2
Stand 30. Juni 2025 9.664 -24 21.727 -15.761 -1.381 590
in TEUR
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2024 25.794 0 25.794
Konzernergebnis -6.072 0 -6.072
Sonstiges Ergebnis 594 0 594
Gesamtergebnis -5.477 0 -5.477
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0
Übrige Veränderungen 76 76
Stand 30. Juni 2024 20.394 0 20.394
Stand 1. Januar 2025 21.569 0 21.569
Konzernergebnis -5.769 -5.769
Sonstiges Ergebnis -191 -191
Gesamtergebnis -5.960 0 -5.960
Änderungen in nicht beherrschenden Anteilen 0 0 0
Übrige Veränderungen -2 -2
Stand 30. Juni 2025 15.606 0 15.606

KONZERNANHANG

1. GRUNDLAGEN DES ZWISCHENABSCHLUSSES

Informationen zum Unternehmen

Das Mutterunternehmen der SCHWEIZER-Gruppe ist die Schweizer Electronic AG (nachfolgend als das Unternehmen oder SCHWEIZER bezeichnet). Der eingetragene Firmensitz der SCHWEIZER befindet sich in der Einsteinstraße 10, 78713 Schramberg, Deutschland. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Handelsregisternummer HRB 480540 eingetragen. Die Schweizer Electronic AG ist seit dem 5. Juli 1989 an der Börse im regulierten Markt notiert. Die Aktien (ISIN DE0005156236) sind an den Börsenplätzen Frankfurt/Main und Stuttgart zugelassen.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der SCHWEIZER-Gruppe für das erste Halbjahr 2025 wurde am 01. August 2025 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde nach Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt, die durch die EU-Kommission in europäisches Recht übernommen wurden und zum Bilanzstichtag anzuwenden sind. Der Konzernzwischenlagebericht und Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.

In Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" enthält der verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen sowie Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 zu lesen.

Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt dem Einfluss von saisonalen Schwankungen. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperioden können daher nur eingeschränkt als Indikator für die Ergebnisse des gesamten Geschäftsjahres herangezogen werden.

Im Rahmen der Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses gemäß IFRS sind Schätzungen und Annahmen des Managements erforderlich. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen für die Berichtsperiode. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können wesentlich von den Schätzungen des Managements abweichen. Veränderungen der Annahmen und Schätzungen können einen wesentlichen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss haben.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wird in der Berichtswährung Euro, der funktionalen Währung der Schweizer Electronic AG, aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet, so dass sich geringfügige Abweichungen bei der Addition ergeben können.

Der verkürzte Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für weitere Erläuterungen zu diesem Thema wird auf das Kapitel "Chancen & Risikobericht" des Konzern-Zwischenlageberichtes verwiesen.

2. ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Konsolidierungskreis

Neben der Schweizer Electronic AG als Mutterunternehmen setzt sich der Konsolidierungskreis wie folgt zusammen:

Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen 31. Dezember 2024 Erstmals einbezogen im Geschäftsjahr 2025 Ausgeschieden im Geschäftsjahr 2025 30. Juni 2025
Inland 1 0 0 1
Ausland 4 0 0 4
Gesamt 5 0 0 5

Währungsumrechnung

Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:

Devisenkurse Stichtagskurs Durchschnittskurs
30. Juni

2025
31. Dezember

2024
1. HJ.

2025
1. HJ

2024
--- --- --- --- ---
USD USA 1,1720 1,0389 1,0930 1,0812
CNY China 8,3970 7,5833 7,9260 7,8011
SGD Singapur 1,4941 1,4164 1,4463 1,4560

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im verkürzten Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 angewandten Rechnungslegungsvorschriften, welche auf den Seiten 148 ff. des Geschäftsberichts 2024 detailliert dargestellt wurden.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNZWISCHENGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
Mio. EUR Mio. EUR
--- --- ---
Nach Tätigkeitsbereichen
Durchmetallisierte Schaltungen 6,4 8,0
Nicht durchmetallisierte Schaltungen 1,3 1,5
Multilayer / HDI 74,1 64,0
Sonstige 0,4 0,8
82,2 74,3
Nach Region
Inland 23,6 30,9
Europa (ohne Deutschland) 34,7 23,5
Amerika 15,1 5,4
Asien 8,7 13,4
Übrige Länder 0,1 1,1
82,2 74,3

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Abfallerlöse 413 482
Währungsgewinne 2.545 523
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 173 285
Erträge aus Fördermitteln 682 17
Übrige Erträge 108 27
Summe 3.921 1.334

Die Erträge aus Fördermitteln enthalten im Wesentlichen die gewährte Forschungszulage des Jahres 2022 in Höhe von 679 TEUR.

3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Währungsverluste 2.706 447
Forderungsverluste 28 30
Übrige Aufwendungen 44 7
Summe 2.778 484

3.4 Finanzerträge

Die Finanzerträge setzen sich wie folgt zusammen:

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2 2

3.5 Finanzaufwendungen

Die Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Gezahlte Zinsen 770 918
Ergebnis, der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 804 2.104
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 206 246
Summe 1.780 3.268

Die Darlehen am Standort Schramberg sind variabel verzinst, so dass sich auch im ersten Halbjahr 2025 daraus eine gestiegene Zinsbelastung ergeben hat. In den Finanzaufwendungen sind ebenfalls das Ergebnis, des nach der Equity-Methode zuzurechnenden Fehlbetrages der Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. sowie die außerbilanziellen Abschreibungen von identifizierten stillen Reserven mit insgesamt -804 TEUR (2024: -2.104 TEUR) enthalten.

3.6 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Löhne und Gehälter 13.237 16.683
Kosten der sozialen Sicherheit 2.943 3.160
Altersversorgung 447 345
Summe 16.627 20.187

3.7 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich zusammen aus Aufwand (+) / Ertrag (-):

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Steuern aus der laufenden Berichtsperiode 52 87
Periodenfremde Ertragsteuern 151 0
Aufwand latente Steuern 0 0
Ertrag latente Steuern -85 -63
Summe 118 24

Im Aufwand für latente Steuern sind temporäre Abweichungen, die zwischen Ansätzen in der Steuerbilanz und der IFRS-Konzernbilanz bestehen, enthalten.

Bezüglich der getroffenen Annahmen verweisen wir auf die Seiten 153 ff. des Geschäftsberichts 2024.

3.8 Ergebnis je Aktie

Nachfolgende Tabelle enthält die der Berechnung des unverwässerten (ist gleich verwässernden) Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Beträge.

1. Januar bis

30. Juni 2025
1. Januar bis

30. Juni 2024
Den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens

zuzurechnendes Ergebnis (in TEUR)
-5.769 -6.072
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien 3.770.713 3.770.713
Ergebnis je Aktie in EUR -1,53 -1,61

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNZWISCHENBILANZ

4.1 Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Im ersten Halbjahr 2025 gibt es keine wesentlichen Veränderungen im Anlagevermögen der SCHWEIZER-Gruppe. Im Zuge einer Sale-and-Lease-back-Transaktion in Schramberg wurde die angeschaffte Laserbohrmaschine zu 0,2 Mio. EUR veräußert und ist daher in den Abgängen enthalten.

4.2 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Die At-Equity-Bilanzierung erfolgte zum Stichtag der Entkonsolidierung und hat sich folgendermaßen entwickelt:

Beteiligung an assoziierten Unternehmen
TEUR
--- ---
Stand 31.Dezember 2024 8.727
Ergebnis aus nach Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -119
Außerbilanzielle Abschreibung identifizierter stiller Reserven -685
Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen zum 30. Juni 2025 7.923

4.3 Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2025 31. Dezember 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Debitorische Kreditoren 15 20
Finanzforderungen 1.349 1.150
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 10 10
Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.374 1.180
Langfristig 5 5
Kurzfristig 1.369 1.175

Die Finanzforderungen resultieren aus einer Maßnahme zur Optimierung des Working Capital aus dem Bereich Forderungsmanagement.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2025 31. Dezember 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Upfront-Forderungen 948 941
Forderungen aus Steuererstattungen 1.006 825
Übrige sonstige Vermögenswerte 1.014 700
Summe sonstige Vermögenswerte 2.968 2.466
Langfristig 147 899
Kurzfristig 2.821 1.567

4.4 Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2025 beinhalten ausschließlich Bankdarlehen in Höhe von 20.425 TEUR (31. Dezember 2024: 21.700 TEUR). Eine Zusage unserer Hausbanken über eine Prolongation eines Darlehens mit einer Restschuld in Höhe von 12,4 Mio. EUR zum 31.12.2025 bis 2033 lag bereits im November 2024 vor.

Die Veränderung der Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2025 ist ausschließlich auf die Tilgungen der Darlehen der Schweizer Electronic AG in Höhe von 1.275 TEUR zurückzuführen.

4.5 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2025 31. Dezember 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 3.024 3.781
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2 171
Summe sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.026 3.952
Langfristig 1.516 2.248
Kurzfristig 1.510 1.704

4.6 Rückstellung für leistungsorientierte Pensionspläne

Die Entwicklung der Rückstellung betreffend leistungsorientierter Pensionspläne wurde auf Basis unveränderter finanzieller und demografischer Annahmen simuliert (siehe Seite 173 ff. des Geschäftsberichts 2024). Zum Stichtag besteht eine Rückstellung über 15.226 TEUR (31. Dezember 2024: 15.645 TEUR).

4.7 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2025 31. Dezember 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 1.840 1.411
Garantien 656 656
Übrige Rückstellungen 3.041 2.290
Summe 5.537 4.357
Langfristig 266 184
Kurzfristig 5.271 4.173

Die Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern enthalten Urlaubsansprüche der Arbeitnehmer in Höhe von 1.050 TEUR (31. Dezember 2024: 128 TEUR) sowie Rückstellungen für Verpflichtungen aus einer Betriebsvereinbarung für Altersteilzeitregelungen, welche zum Stichtag 725 TEUR betragen (31. Dezember 2024: 882 TEUR), das damit saldierungsfähige Rückdeckungsguthaben beträgt 617 TEUR (31. Dezember 2024: 778 TEUR). Ferner sind Rückstellungen für Zeitguthaben von 84 TEUR (31. Dezember 2024: 330 TEUR) sowie ausstehende Jubiläumszuwendungen von 44 TEUR (31. Dezember 2024: 26 TEUR) enthalten.

Rückstellungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung für Abfindungen bestehen zum Stichtag keine (31. Dezember 2024: 185 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Kosten für ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von 550 TEUR (31. Dezember 2023: 479 TEUR), Kosten im Zusammenhang mit den Jahresabschlüssen 2024 in Höhe von 279 TEUR (31. Dezember 2024: 344 TEUR), für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 90 TEUR (31. Dezember 2024: 180 TEUR).

4.8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 44.508 TEUR (31. Dezember 2024: 28.164 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Handelsgeschäft mit unseren strategischen Partnern aus Asien.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

30. Juni 2025 31. Dezember 2024
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnung 1.960 1.540
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1.595 966
Verbindlichkeit Upfront 324 458
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 2.010 2.098
Summe sonstige Verbindlichkeiten 5.889 5.062
Langfristig 1.820 2.256
Kurzfristig 4.069 2.806

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus der Lohn- und Gehaltsabrechnung ist im Wesentlichen auf die jährlich im Juni abgerechnete Sonderzahlung, die zum 30. Juni 2025 noch nicht ausgezahlt wurde, zurückzuführen.

Die Verbindlichkeit Upfront begründet sich aus einem abzugrenzenden Zahlungseingang für vorweggenommene Preisnachlässe von einem Lieferanten (Upfront Payment) über 324 TEUR (31. Dezember 2024: 458 TEUR).

4.9 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

30. Juni 2025

in TEUR Beizulegender

Zeitwert
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe zu fortgeführten

Anschaffungskosten
nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7
Aktiva
Beteiligungen 12 12
Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen
30.294
Sonstige nichtderivative finanzielle

Vermögenswerte
1.374
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.987
Passiva
Finanzverbindlichkeiten 20.425 20.425
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.508
Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten 2
in TEUR Buchwert
Aktiva
Beteiligungen 12
Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen
30.294
Sonstige nichtderivative finanzielle

Vermögenswerte
1.097
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.987
Passiva
Finanzverbindlichkeiten 20.425
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 44.508
Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten 2

31. Dezember 2024

in TEUR Beizulegender

Zeitwert
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe zu fortgeführten

Anschaffungskosten
nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7
Aktiva
Beteiligungen 12 12
Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen
23.182
Sonstige nichtderivative finanzielle Vermögenswerte 1.180
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.157
Passiva
Finanzverbindlichkeiten 21.700 21.700
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.164
Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten 172
in TEUR Buchwert
Aktiva
Beteiligungen 12
Forderungen aus Lieferungen und

Leistungen
23.182
Sonstige nichtderivative finanzielle Vermögenswerte 1.180
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.157
Passiva
Finanzverbindlichkeiten 21.700
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.164
Sonstige derivative finanzielle Verbindlichkeiten 172

4.10 Eventualverbindlichkeiten und Rechtsstreitigkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten und Rechtsstreitigkeiten der SCHWEIZER-Gruppe haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss 2024 nicht verändert.

4.11 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wesentliche Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Geschäftsvorfälle im Berichtszeitraum vom 01.01. bis zum 30.06.2025 nicht vor.

nahestehende Personen und Unternehmen assoziierte Unternehmen
2025 2024 2025 2024
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Erbrachte Leistungen und

Lieferungen
322 908 751 3.375
Empfangene Lieferungen und Leistungen 31.556 43.198 30.352 33.451
Forderungen 32 52 446 95
Verbindlichkeiten 8.342 8.291 25.472 16.394

4.12 Anteilsbesitz zum 30. Juni 2025

Name Sitz Anteil am Eigenkapital (in Prozent)
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Schweizer Pte. Ltd. Singapur 100,0
Schweizer Electronic Singapore Pte. Ltd. Singapur 100,0
Schweizer Trading (Suzhou) Co., Ltd. Suzhou / China 100,0
Unterstützungskasse Christoph Schweizer e.V. Schramberg / Deutschland 100,0
Schweizer Electronic Americas Inc. New Castle /

USA
100,0
Equity-Beteiligung
Schweizer Electronic (Jiangsu) Co., Ltd. Jiangsu / China 16,0
Sonstige Beteiligungen
SCHRAMBERGER WOHNUNGSBAU GmbH Schramberg / Deutschland 1,3

5. EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE

Es lagen keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2025 vor.

Schramberg, 01. August 2025

Schweizer Electronic AG

Der Vorstand

N. F. Schweizer M. Bunz T. Gottwald

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Schramberg, 01. August 2025

Der Vorstand

N. F. Schweizer M. Bunz T. Gottwald

IMPRESSUM

Schweizer Electronic AG

Einsteinstraße 10

78713 Schramberg

Germany

Tel.: +49 7422 512-0

Fax.: +49 7422 512 397

www.schweizer.ag

Im Sinne der besseren Lesbarkeit wurde teilweise auf geschlechtsdifferenzierende Formulierungen (z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) verzichtet. Die entsprechenden Begriffe gelten im Sinne der Gleichberechtigung für alle Geschlechte. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.

Die SCHWEIZER-Gruppe wird im Geschäftsbericht auch mit SCHWEIZER bezeichnet.

WUS Printed Circuit (Kunshan) Co., Ltd. wird im Geschäftsbericht auch mit WUS oder WUS Kunshan bezeichnet.

Alle Zahlen sind jeweils für sich gerundet, was bei der Berechnung einzelner Werte zu geringfügigen Abweichungen führen kann.

Bildnachweise

Titelbild, S. 1, 3, 4, 8, 18, 36, 40 © Schweizer Electronic AG

Diverse Grafiken © Schweizer Electronic AG

SAFE HARBOUR STATEMENT

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von SCHWEIZER liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von SCHWEIZER. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen des SCHWEIZER-Konzerns wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. Für uns ergeben sich solche Ungewissheiten insbesondere, neben anderen, aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen), Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen, Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen, Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen, fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen von SCHWEIZER, Änderungen in der Geschäftsstrategie sowie verschiedener anderer Faktoren. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. SCHWEIZER übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.