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Schumag AG

Management Reports Feb 20, 2018

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Management Reports

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Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

Vorbemerkung

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SCHUMAG-Konzern: SCHUMAG Aktiengesellschaft mit Sitz in Aachen, Deutschland

BR Energy GmbH mit Sitz in Aachen, Deutschland

SCHUMAG Romania S.R.L. mit Sitz in Timisoara, Chisoda, Rumänien
SCHUMAG: SCHUMAG Aktiengesellschaft

Da der SCHUMAG-Konzern weitgehend durch das Mutterunternehmen geprägt ist, wird im vorliegenden Lagebericht erstmals das Wahlrecht des § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB genutzt, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SCHUMAG zusammenzufassen. In diesem zusammengefassten Lagebericht wird über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des SCHUMAG-Konzerns und der SCHUMAG berichtet. Die Angaben des zusammengefassten Lageberichts gelten grundsätzlich für den Konzern- und Einzelabschluss der SCHUMAG soweit nicht anders dargestellt. Die Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG nach HGB werden in einem eigenen Abschnitt erläutert. Der zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht der SCHUMAG veröffentlicht.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell, Ziele und Strategien

Die SCHUMAG ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften SCHUMAG Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG.

Das Unternehmen ist derzeit operativ nur noch in der Präzisionsmechanik tätig. Dieses umfasst die Produktion hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in großen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Unser Leistungsspektrum geht dabei weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen in der Betriebsmittelfertigung. Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte (Europa und Amerika). Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln. In der mehr als 187jährigen Firmengeschichte hat sich SCHUMAG zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Fertigungs-Know-how in vielen Anwendungsbereichen noch immer richtungweisend ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SCHUMAG zeichnen sich insbesondere durch ihre hohe Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele aus. Die Belegschaftsstruktur ist durch eine hohe Qualifikation der Mitarbeiter geprägt. Hieraus erzielen wir die ausgezeichnete Qualität unserer Produkte, die zu unserer starken Marktstellung führt.

Um künftig den Markterfordernissen gerecht zu werden, ist die Entwicklung hin zum System- bzw. Teilsystemlieferanten unabdingbar. Hierbei wird weiterhin der asiatische Markt aufgrund des Nachholbedarfes im Automotivebereich die Nachfragestruktur mitbestimmen.

Steuerungssystem

Die SCHUMAG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.

Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden.

Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I.

Die Gesamtleistung ist ein Indikator für die betriebliche Leistung und wird mit Hilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert.

Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der SCHUMAG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Höhe der Abschreibungen und des Ergebnisses aus Abgängen des Anlagevermögens. Diese Unterschiede sehen wir für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an.

Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist. Bei der Berechnung der Kennzahl für die SCHUMAG (nach HGB) beinhalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten neben den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auch kurzfristige sonstige Rückstellungen (insbesondere Personalrückstellungen).

Weitere Steuerungsgrößen sind darüber hinaus der Umsatz sowie Auftragseingang und Auftragsbestand.

Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse an Bedeutung gewinnen.

Die Entwicklungsschwerpunkte bei der SCHUMAG konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir zudem, die Prozessstabilität stets zu verbessern. Aktuell arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer eigenen Produktionsmaschinen, die zukünftig teil- bzw. vollautomatisiert produzieren sollen. Im Berichtsjahr konnten weitere Produktionseinheiten vollautomatisiert werden. Mit der Etablierung eines huiovationszentrums wurde im Vorjahr begonnen. Im Berichtsjahr konnten die Arbeiten abgeschlossen und erste Projekte bearbeitet werden. Ziel ist es, sowohl die bestehenden Mitarbeiter als auch die Auszubildenden künftig praxisorientierter in der Betriebsmittelherstellung, in der Kleinserienfertigung und im CAD-konstruierenden Bereich weiter zu bilden.

Qualität

Zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt.

In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Im Sommer 2017 wurde das Qualitätsmanagementsystem letztmalig nach ISO 9001:2008 und ISO TS 16949:2009 im Rahmen eines Überwachungsaudits überprüft und erfolgreich bestätigt. Das Rezertifizierungsaudit für das integrierte Umweltmanagementsystem nach neuer ISO 14001:2015 und das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 konnte gleichermaßen Ende 2017 erfolgreich abgeschlossen und die bestehenden Zertifikate entsprechend validiert werden. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist im März 2016 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2008 rezertifiziert worden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs gemessen am Bruttoinlandsprodukt um 3,2 % im Jahr 2016 und zeigte sich trotz politischer Krisen wie dem beschlossenen Austritt der Briten aus der Europäischen Union stabil. Im Verlauf des Jahres 2016 belebte sich die Weltwirtschaft zusehends. Das weltweite BIP verzeichnete in den Quartalen Q3 und Q4 Zuwächse von je 0,9 %. Der leichte Aufwärtstrend ist vor allem auf die Schwellenländer Russland und Brasilien zurückzuführen, welche ihre Rezession überwanden, nebst einer verbesserten Konjunktur der Vereinigten Staaten. Zu Beginn des Jahres 2017 hellte sich die Weltwirtschaft abermals auf. Zwar zeigten die Schwellenländer keine durchgreifende Besserung, jedoch wies insbesondere der asiatische Raum Belebung durch gesteigerte Industrieproduktion und Warenhandel auf. Auch der Ölmarkt bewies Stabilität. Im zweiten Quartal 2017 wuchsen fast alle großen Volkswirtschaften. Aufgrund von besseren Wachstumsprognosen für Japan und den Euroraum geht der IWF von einem Weltwirtschaftswachstum von 3,5 % für 2017 und 3,6 % für 2018 aus.

Die deutsche Wirtschaft konnte im Schlussquartal 2016 ein beschleunigtes Wachstum von 0,4 % vorweisen. Belebend war insbesondere die Binnenwirtschaft. Das Produzierende Gewerbe fertigte im Dezember weniger als im Vormonat (-3,0 %), die steigende Zahl von industriellen Auftragseingängen (4,2 % im vierten Quartal) zeigte jedoch ein positives Bild. Im Ganzen stieg das BIP im Jahr 2016 preisbereinigt um 1,9 %. Zu Beginn des Jahres 2017 konnte sich das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft beschleunigen. Getragen wurde dies durch solide binnenwirtschaftliche Kräfte. Das Produzierende Gewerbe verzeichnete ein Wachstum gegenüber dem Vorquartal um 1,4 %. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um 0,7 %. Im zweiten Quartal konnte dies nahezu beibehalten werden (0,6 %). Auch zeigt der ifo Geschäftsklimaindex eine gleichbleibende Stimmung der Wirtschaft. Die deutsche Industrieproduktion sank zwar im Juni zum Vormonat um 1,4 %, war aber vorab fünf Mal in Serie gestiegen. Man geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft sich weiterhin im Wachstum befindet, aber auch, dass die Dynamik etwas geringer ausfallen wird. Auch muss abgewartet werden, ob die Entwicklung der Industriekonjunktur im zweiten Halbjahr an Schwung verliert. Aufgrund einer positiven Auftragslage des Produzierenden Gewerbes und des allgemein guten Geschäftsklimas geht die Bundesregierung von einem Wachstum des BIP von 2,0 % in 2017 aus, der höchsten Steigerung seit sechs Jahren. Für das Jahr 2018 wird ein Zuwachs von 1,9 % erwartet. Die Exporte von Waren und Dienstleistungen sollen 2017 um real 3,5 %, 2018 um 4,0 % steigen.

Schlüsselmärkte für SCHUMAG sind der Nutzfahrzeugmarkt inkl. Infrastrukturanwendungen (wie z.B. stationäre Großdiesel), der PKW-Markt - insbesondere für Diesel-Fahrzeuge - sowie die Medizintechnik.

Der weltweite PKW-Markt konnte im Jahr 2016 77,3 Millionen Autos umsetzen, ein deutliches Plus von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr. In Deutschland wurde ein Zuwachs der Verkäufe von 4,5 % vermeldet. Die globale Produktion von PKWs steigerte den Output um ebenfalls 5,5 %. Im ersten Halbjahr wurde ein Wachstum von 3,5 % der Zulassungen weltweit gemeldet, produziert wurden jedoch nur 2,9 % mehr. Hier sticht die EU als negatives Beispiel hervor, die Produktion sank um -0,6 %. In Deutschland betrug der Rückgang sogar -3,4 %. Der amerikanische und asiatische Raum verzeichnete ein geringes einstelliges Wachstum. Die Verkaufszahlen von dieselbetriebenen PKW sanken in Westeuropa: 2015 waren noch 51,6 % aller zugelassenen Fahrzeuge ein Diesel, 2016 nur noch 49,5 %, ein Rückgang von 2 %. Der Negativtrend setzt sich fort. Im ersten Halbjahr 2017 waren nur rund 45,9 % aller Neuzulassungen ein Diesel, 4 % weniger als im Vorjahres-Halbjahr. Für Deutschland zeichnet sich ein noch düsterer Ausblick ab: Der Dieselanteil an Zulassungen betrug im August nur noch 37,7 % gegenüber 45,3 % im August 2016.

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich mit 11,7 % mehr Erstzulassungen und einer Produktionssteigerung von 5,9 % in 2016 vielversprechend. Das größte Produktionswachstum erzielte Nordamerika mit 7,4 %, wohingegen der chinesisch-japanische Raum rückläufig war. Im Jahr 2017 geht man von einer stagnierenden Produktionsmenge in China (+0,5 %), Nordamerika (-0,5 %) und dem europäischen Raum (-0,2 %) aus. Im Vergleich von Halbjahr 2016 zu Halbjahr 2017 stiegen die Neuzulassungen an Nutzfahrzeugen in der EU um 4,1 %.

Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen in Deutschland legte im Jahr 2016 um 5,8 % zu. Inlands- und Auslandsumsatz konnten um 6 % bzw. 5,5 % gesteigert werden. Bedingt ist diese starke Entwicklung durch Nachholeffekte im Inland, den schwachen Eurokurs, die niedrigen Ölpreise, die weiterhin expansive Geldpolitik der EZB und eine positive Nachfrage in den Schwellenländern. Der Umsatz 2017 wächst weltweit durchschnittlich um geschätzt 6 %, der Inlandsmarkt dagegen verzeichnet ein Umsatzwachstum von nur 2,8 %. Es wird davon ausgegangen, dass die deutschen Hersteller als drittgrößte Medizintechnikproduzenten mindestens mit dem Weltmarkt wachsen, da zwei Drittel des Umsatzes im Ausland generiert wird.

Geschäftsverlauf des SCHUMAG-Konzerns

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Eckdaten 2016/17 2015/16 Veränderung
EUR Mio EUR Mio EUR Mio %
--- --- --- --- ---
Auftragseisgang 50,4 43,7 +6,7 +15
Umsatz 48,1 45,9 +2,2 +5
Gesamtleistung 49,5 46,3 +3,2 +7
Auftragsbestand (zum 30.9.) 27,0 24,7 +2,3 +9

Der Auftragseingang erhöhte sich im Berichtszeitraum um 15 %. Insbesondere die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die US-Dollar- und Rohölpreis-Entwicklung trugen zur Steigerung des Auftragseingangs bei. Der stabilisierte Rohölpreis führte zur Wiederaufnahme der Investitionstätigkeiten unserer Kunden. Dies betrifft im Wesentlichen unsere Kunden in den USA, die direkt die Rohölförderer mit Nutzfahrzeugen und schweren Ausrüstungsgeräten beliefern. Dagegen führte die Dieselproblematik zu weiteren Beeinträchtigungen der Nachfrage. Dies beeinflusste auch im Berichtsjahr die Nachfrage in der Produktgruppe PKW-Diesel. Wir haben im Berichtsjahr weiterhin versucht, die Vertriebsstrategie daran anzupassen und vermehrt antriebsunabhängige Artikel in unser Portfolio aufzunehmen, um uns somit breiter aufzustellen. Der gestiegene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahr um 5 % erhöhte. Weiterhin haben wir im größeren Umfang neue Produkte in die Fertigung genommen. Die dauerhafte Etablierung von Neuprodukten sowie die daraus resultierenden Umsatzsteigerungen können häufig erst nach weiteren 12 bis 24 Monaten gemessen werden. Im Berichtsjahr ist es uns gelungen, mit einem weiteren Kunden in die Baugruppenproduktion und -montage einzusteigen. Diese Teile haben einen höheren Wertschöpfungsanteil und trugen zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation bei. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende stieg um 9 %.

Die Gesamtleistung verbesserte sich im Berichtsjahr um 7 %.

Der Personaleinsatz reduzierte sich gemessen an der Gesamtleistung um 3 %-Punkte. Im Rahmen der weiteren Restrukturierung wurden weitere Kapazitäten im administrativen sowie indirekten Bereich der Produktion angepasst. Darüber hinaus gestaltet sich die Aufnahme der Neuprojekte in unserer Fertigung als personalintensiv. Wir gehen davon aus, dass sich der erhöhte Personaleinsatz aufgrund der getätigten Investitionen im Rahmen der Anlaufphase normalisiert.

Im Oktober 2015 wurde ein neuer Standortsicherungstarifvertrag mit einer Laufzeit rückwirkend zum 1. Oktober 2015 bis 30. September 2019 abgeschlossen. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. die Fortführung des Verzichts auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart. Es wurde festgelegt, dass die Aufholung der Tariferhöhung in 3 Stufen, beginnend ab 1. Oktober 2017 mit einem ersten Teilschritt, erfolgen soll.

Im Berichtsjahr wurde der mit der SMS group bestehende Mietvertrag vorzeitig abgelöst, wodurch ein wesentlicher Einmaleffekt in Höhe von EUR 1,4 Mio generiert wurde. Es konnte mit Wirkung zum 1. Januar 2017 ein neuer 5-Jahresvertrag mit einem Industrieunternehmen abgeschlossen werden.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des SCHUMAG-Konzerns

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Kennzahlen 2016/17

%
2015/16

%
Veränderung

%-Punkte
Umsatz-Rentabiliät 1,6 1,2 4,4
Eigenkapital-Rentabilität 9,5 9,1 +0,4
Working Capital (EUR Mio) 12,2 12,5 -0,3

Vor allem aufgrund des angestiegenen Ergebnisses nach Steuern erhöhte sich die Umsatz- sowie Eigenkapital-Rentabilität jeweils um 0,4 %-Punkte. Das Working Capital konnte um EUR 0,3 Mio abgebaut werden.

Das EBIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016/17 um EUR 0,4 Mio, was im Wesentlichen auf die Effekte aus der deutlich gestiegenen Gesamtleistung zurückzuführen ist. Da auch beim Finanzergebnis eine weitere Verbesserung erzielt wurde, erhöhte sich das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr insgesamt um EUR 0,7 Mio auf EUR 1,2 Mio. Bei einer Steuerbelastung von EUR 0,5 Mio beläuft sich das Ergebnis nach Steuern des Berichtsjahres auf EUR 0,7 Mio (Vorjahr EUR 0,5 Mio).

Durch das positive Ergebnis nach Steuern sowie positive Effekte aus der erfolgsneutralen Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 14 % auf 20 %. Bei einer insgesamt leicht rückläufigen Bilanzsumme war neben der Erhöhung des Eigenkapitals insbesondere die Reduzierung der Pensionsrückstellungen und - damit zusammenhängend - der aktiven latenten Steuern prägend. Obwohl sich die Liquidität insbesondere aufgrund verstärkter Investitionstätigkeiten um EUR 0,3 Mio verringerte, war das finanzielle Gleichgewicht im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die zum Teil schon in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 positive Auswirkungen im operativen Bereich zeigten. Aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung und der allgemeinen Marktsituation hat sich der Umsatz um 7 % bzw. die Gesamtleistung um 10 % erhöht. Der Neuanlauf diverser Neuprojekte verursachte zunächst höhere Ramp-up-Kosten, die durch den positiven Einmaleffekt aus der Auflösung eines Mietvertrags kompensiert wurden. Durch weitere gezielte Investitionen gehen wir von einer Normalisierung im Geschäftsjahr 2017/18 aus. Darüber hinaus müssen wir weiterhin konsequent an einer Verbesserung in allen Bereichen der Gesellschaft arbeiten. Unser Fokus liegt eindeutig im Bereich der Automatisierung der Produktion und der damit verbundenen Produktivitäts- und Qualitätssteigerung.

Ertragslage des SCHUMAG-Konzerns

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2016/17 2015/16 *
EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- ---
Umsatz 48,1 97 45,9 99
Gesamtleistung 49,5 100 46,3 100
Materialaufwand -12,9 -26 -11,1 -24
Personalaufwand -28,2 -57 -27,7 -60
Abschreibungen -1,5 -3 -1,5 -3
Sonstige Aufwendungen -5,2 -11 -4,7 -10
EBIT 1,7 3 1,3 3
Finanzergebnis -0,5 -1 -0,8 -2
Ergebnis vor Steuern 1,2 2 0,5 1

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Veränderung
EUR Mio %
--- --- ---
Umsatz +2,2 +5
Gesamtleistung +3,2 +7
Materialaufwand -1,8 -16
Personalaufwand -0,5 -2
Abschreibungen +0,0 +0
Sonstige Aufwendungen -0,5 -11
EBIT +0,4 +31
Finanzergebnis +0,3 +38
Ergebnis vor Steuern +0,7 >100

*der Vorjahresausweis vom Umsatz wurde zur besseren Vergleichbarkeit angepasst (vgl. Anmerkung 2 im Konzernanhang)

Gesamtleistung

Insbesondere durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation sowie den geänderten Mietverhältnissen erhöhte sich die Gesamtleistung um 7 %.

Die Umsatzerlöse mit Konzernfremden des Segments SCHUMAG beliefen sich auf EUR 47,7 Mio (Vorjahr EUR 45,4 Mio), die des Segments Schumag Romania auf EUR 0,4 Mio (Vorjahr EUR 0,5 Mio).

Material und Personal

Die Erhöhung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 2 %-Punkte ist im Wesentlichen auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

Dagegen konnte die Personalaufwandsquote um 3 %-Punkte reduziert werden, was insbesondere darin begründet liegt, dass der durchschnittliche Eigenpersonalbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 599 Mitarbeiter auf 566 Mitarbeiter weiter abgebaut wurde. Gegenläufig wirkten sich die ab April 2017 wirksame Tariferhöhung sowie vermehrte Überstunden, die infolge der Maschinenausfälle weiterhin notwendig sind, aus.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote verringerte sich von 84 % auf 83 %.

Ergebnis

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Effekte aus der gestiegenen Gesamtleistung (EUR +3,2 Mio) von EUR +1,3 Mio auf EUR +1,7 Mio. Das Finanzergebnis verbesserte sich um EUR 0,3 Mio, so dass sich das Ergebnis vor Steuern insgesamt um EUR 0,7 Mio auf EUR +1,2 Mio erhöhte.

Im Segment SCHUMAG verbesserte sich das EBIT um EUR 0,9 Mio auf EUR +1,9 Mio.

Das EBIT des Segments Schumag Romania betrug EUR -0,5 Mio (Vorjahr EUR +0,3 Mio).

Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR +0,3 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio).

Finanzlage des SCHUMAG-Konzerns

Das Finanzmanagement des SCHUMAG-Konzerns erfolgt zentral über die SCHUMAG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.

Der Liquiditätsgrad I verringerte sich zwar von 69,2 % auf 54,0 %, die finanzielle Situation konnte im Geschäftsjahr 2016/17 jedoch insbesondere durch das positive operative Ergebnis sowie ein striktes Liquiditätsmanagement weiter stabil gehalten werden. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen Dabei wurden verstärkt zukunftsorientierte Investitionen vorgenommen.

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2017 ein Gesamtvolumen von EUR 0,6 Mio (Vorjahr EUR 0,3 Mio).

Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil auf EUR-Basis und kurzfristig sowie unverzinslich.

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Konzern-Kapitalflussrechnung 2016/17 2015/16 Veränderung
(verkürzte Darstellung) EUR Mio EUR Mio EUR Mio
--- --- --- ---
Ergebnis nach Steuern 0,7 0,5 +0,2
Abschreibungen 1,5 1,4 +0,1
Veränderung Nettoumlaufvermögen 0,2 1,1 -0,9
Veränderung Übrige Posten -1,0 -1,5 +0,5
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,4 1,5 -0,1
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -1,7 - 0,5 -1,2
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 0,0 0,1 -0,1
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,7 -4 -1,3
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0,1 0,0 0,1
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 0,0 -0,5 +0,5
Auszahlungen für Finanzierungsleasing -0,1 -0,1 +0,0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 -0,6 +0,6
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -0,3 5 -0,8
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 3,6 3,1 +0,5
Zahlungsmittel an Ende des Berichtszeitraums 3,3 3,6 -0,3

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -0,1 Mio auf EUR 1,4 Mio reduziert. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR +0,4 Mio.

Die Ausgaben für Investitionen in Höhe von EUR 1,7 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,5 Mio) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,5 Mio). Darüber hinaus wurden Neuinvestitionen in Höhe von EUR 0,6 Mio über Leasing sowie in Höhe von EUR 0,1 Mio über Mietkauf finanziert, so dass sich entsprechende Auszahlungen in Folgejahre verschieben.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten im Geschäftsjahr 2016/17 nur geringfügige Ein- bzw. Auszahlungen. Die Finanzschulden betragen zum 30. September 2017 unverändert EUR 1,3

Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 0,5 Mio betreffen die Kontokorrentlinie der Schumag Romania.

Vermögenslage des SCHUMAG-Konzerns

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30.9.2017 30.9.2016
EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- ---
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 15,4 39 15,3 38
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,2 11 4,1 10
Latente Steuern 0,2 1 1,2 3
Übrige Vermögenswerte 1,7 4 1,8 4
21,5 54 22,4 55
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 9,0 23 9,1 22
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4,0 10 3,5 9
Übrige Vermögenswerte 1,9 5 2,0 5
Zahlungsmittel 3,3 8 3,6 9
18,2 46 18,2 5
39,7 100 40,6 100
Passiva
Eigenkapital 7,9 20 5,8 14
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 22,3 56 25,5 63
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 1,6 4 1,3 3
23,9 so 26,8 66
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 1,1 3 1,0 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,7 7 2,1 5
Übrige Verbindlichkeiten 4,1 10 4,9 12
7,9 20 8,0 20
39,7 100 40,6 100

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Veränderung
EUR Mio %
--- --- ---
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen +0,1 +1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien +0,1 +2
Latente Steuern -1,0 -83
Übrige Vermögenswerte -0,1 -6
-0,9 -4
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte -0,1 -1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen +0,5 +14
Übrige Vermögenswerte -0,1 -5
Zahlungsmittel -0,3 -8
+0,0 0
-0,9 -2
Passiva
Eigenkapital +2,1 +36
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen -3,2 -13
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten +0,3 +23
-2,9 -11
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 4,1 +10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4,6 +29
Übrige Verbindlichkeiten -0,8 -16
-0,1 -1
-0,9 -2

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,5 Mio um EUR 0,1 Mio erhöht. Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 1,7 Mio erfolgten im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen für das Segment SCHUMAG (EUR 0,8 Mio). Zudem wurde bei SCHUMAG in Höhe von EUR 0,5 Mio in Infrastrukturmaßnahmen investiert, davon EUR 0,1 Mio in die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich insbesondere aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 0,5 Mio.

Das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns erhöhte sich durch das positive Ergebnis nach Steuern (EUR +0,7 Mio) sowie das erfolgsneutrale sonstige Ergebnis (EUR +1,4 Mio) insgesamt um EUR 2,1 Mio auf EUR 7,9 Mio. Die Eigenkapitalquote stieg von 14 % auf 20 %.

Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR -2,1 Mio.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich insbesondere aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um EUR 0,6 Mio.

Der Abbau der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um EUR 0,8 Mio hängt vor allem mit der Reduzierung der Steuerschulden (EUR -0,6 Mio) zusammen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG (Angaben nach HGB)

Der Jahresabschluss der SCHUMAG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu dem nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss liegen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens sowie der Pensions-, Jubiläums- und ATZ-Rückstellungen.

Ertragslage der SCHUMAG

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2016/17 2015/16 *
Angaben nach HGB EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- ---
Umsatz 48,6 101 46,4 101
Gesamtleistung 47,9 100 45,9 100
Materialaufwand -15,1 -32 -13,8 -30
Personalaufwand -26,6 -56 -25,9 -56
Abschiebungen -1,3 -3 -1,3 -3
Übrige Aufwendungen/Erträge -3,3 -7 -3,6 -8
EBIT 1,6 3 1,3 3
Zinsergebnis -1,5 -3 -0,9 -2
Ergebnis vor Ertragsteuern 0,1 0 0,4 1
Ertragsteuern -0,2 0 0,2 0
Ergebnis nach Ertragsteuern** -0,1 0 0,6 1

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Veränderung
Angaben nach HGB EUR Mio %
--- --- ---
Umsatz +2,2 +5
Gesamtleistung +2,0 +4
Materialaufwand -1,3 +9
Personalaufwand -0,7 +3
Abschiebungen +0,0 +0
Übrige Aufwendungen/Erträge +0,3 -8
EBIT +0,3 +23
Zinsergebnis -0,6 +67
Ergebnis vor Ertragsteuern -0,3 -75
Ertragsteuern -0,4 <-100
Ergebnis nach Ertragsteuern** -0,7 <-100

*Die Vorjahreszahlen werden zur besseren Vergleichbarkeit an die Fassung des HGB nach Einührung des BilRUG angepasst.

**Das Ergebnis nach Ertragsteuern entspricht dem handelsrechtlichen Jahresaüberschuss (+) bzw. Jahresfehlbetrag (-).

Insbesondere durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation erhöhte sich die Gesamtleistung um 4 %.

Die Erhöhung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 2 %-Punkte ist wie im Konzern im Wesentlichen auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

Obwohl der durchschnittliche Eigenpersonalbestand gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 498 Mitarbeiter auf 471 Mitarbeiter weiter abgebaut wurde, blieb die Personalaufwandsquote konstant. Dies liegt insbesondere an der ab April 2017 wirksamen Tariferhöhung sowie vermehrten Überstunden, die infolge der Maschinenausfälle weiterhin notwendig sind.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich von 86 % auf 88 %.

Das EBIT verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Effekte aus der gestiegenen Gesamtleistung (EUR +2,0 Mio) von EUR +1,3 Mio auf EUR +1,6 Mio. Darüber hinaus führte die erforderliche Wertberichtigung der im Geschäftsjahr 2016/17 gegenüber der BR Energy GmbH aufgelaufenen Forderungen zu einem negativen Ergebnisbeitrag von EUR -0,2 Mio. Das Zinsergebnis verschlechtere sich um EUR -0,6 Mio, was darauf zurückzuführen ist, dass im Berichtsjahr wieder signifikante Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellung aufgrund von gesunkenen Zinssätzen anfielen. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich insgesamt um EUR 0,3 Mio auf EUR +0,1 Mio.

Finanzlage der SCHUMAG

Die Verbindlichkeiten beinhalteten zum 30. September 2017 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten; Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil kurzfristig und auf EUR-Basis. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen folgende verzinsliche Verbindlichkeiten enthalten:

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Verbindlichkeit EUR Mio Verzinsung
Drittdarlehen 0,5 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber 5,0 % p.a.
Verbindich keiten Mietkauf 0,3 4,2 %p.a

Alle anderen Verbindlichkeiten sind unverzinslich.

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Kapitalflussrechnung 2016/17 2015/16 Veränderung
Angaben nach HGB (verkürzte Darstellung) EUR Mio EUR Mio EUR Mio
--- --- --- ---
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,6 1,7 -0,1
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,9 -0,7 -1,2
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 -0,5 +0,5
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -0,3 0,5 -0,8
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3,6 3,1 +0,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3,3 3,6 -0,3

Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln.

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich wie im Konzern gegenüber dem Vorjahr um EUR -0,1 Mio auf EUR 1,6 Mio reduziert. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR +0,4 Mio.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit liegt mit EUR -1,9 Mio deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 1,7 Mio betreffen wie im Konzern insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,5 Mio) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,5 Mio). Darüber hinaus wurden Neuinvestitionen in Höhe von EUR 0,6 Mio über Leasing sowie in Höhe von EUR 0,1 Mio über Mietkauf finanziert, so dass sich entsprechende Auszahlungen in Folgejahre verschieben. Weiterhin erfolgten Ausgaben zur Finanzierung der Tochtergesellschaft BR Energy GmbH in Höhe von EUR 0,2 Mio.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten im Geschäftsjahr 2016/17 keine Ein- bzw. Auszahlungen.

Vermögenslage der SCHUMAG

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30.9.2017 30.9.2016
Angaben nach HGB EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- ---
Aktiva
Anlagevermögen 9,7 33 9,3 32
Vorräte 8,3 28 8,5 29
Forderungen Lieferungen und Leistungen 3,9 13 3,4 12
Flüssige Mittel 3,3 11 3,6 12
Übrige Aktiva 4,1 14 4,3 15
29,3 100 29,1 100
Passiva
Eigenkapital +0,4 15 4,5 15
Rückstellungen 21,3 73 21,2 73
Verbindlichkeiten 3,6 12 3,4 12
29,3 100 29,1 100

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Veränderung
Angaben nach HGB EUR Mio %
--- --- ---
Aktiva
Anlagevermögen +0,4 +4
Vorräte -0,2 -2
Forderungen Lieferungen und Leistungen 4,5 +15
Flüssige Mittel -0,3 -8
Übrige Aktiva -0,2 -5
+0,2 +1
Passiva
Eigenkapital -0,1 -2
Rückstellungen 4,1 +0
Verbindlichkeiten 4,2 +6
+0,2 +1

Das Anlagevermögen erhöhte sich insgesamt um EUR 0,4 Mio. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen EUR 1,7 Mio (Vorjahr EUR 1,1 Mio), im Wesentlichen erfolgten Investitionen in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,8 Mio) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,5 Mio). Die Abschreibungen beliefen sich wie im Vorjahr auf EUR 1,3 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich wie im Konzern insbesondere aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 0,5 Mio.

Das Eigenkapital der SCHUMAG verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag um EUR -0,1 Mio auf EUR 4,4 Mio. Bei einem leicht gestiegenen Gesamtkapital blieb die Eigenkapitalquote mit 15 % konstant. Das Eigenkapital beträgt weiterhin weniger als die Hälfte des Stammkapitals.

Der leichte Aufbau der Rückstellungen hängt einerseits vor allem mit der Erhöhung der Personalrückstellungen (EUR +0,4 Mio) sowie Pensionsrückstellungen (EUR +0,3 Mio) zusammen, während andererseits die Steuerrückstellungen abgebaut wurden (EUR -0,6 Mio).

Innerhalb der Verbindlichkeiten erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens um EUR 0,6 Mio, während sich die sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 0,4 Mio reduzierten. Dabei wurden die Leasing-sowie Steuerverbindlichkeiten um jeweils EUR 0,1 Mio abgebaut.

Weitergehende Informationen zur Vermögenslage der SCHUMAG sind im Anhang enthalten.

Leistungsindikatoren

Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden.

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Kennzahlen Prognose für Ist Zielerreichung
SCHUMAG-Konzern (IFRS) 2016/17 2016/17 2016/17
--- --- --- ---
Gesamtleistung 48,0 - 49,0 EUR Mio 49,5 EUR Mio erreicht
EBIT > 1,3 EUR Mio 1,7 EUR Mio erreicht
Liquiditätsgrad I (30.9.) > 69,2% 54,0% nicht erreicht
Kennzahlen Prognose für Ist Zielerreichung
SCHUMAG (HGB) 2016/17 2016(17 2016/17
Gesamtleistung 48,0 - 49,0 EUR Mio 47,9 EUR Mio bedingt erreicht
EBIT > 1,3 Mio EUR 1,6 EUR Mio erreicht
Liquiditätsgrad I (30.09.) > 67,7% 57,1% nicht erreicht

Insbesondere durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse sowie den Einmaleffekt aus den geänderten Mietverhältnissen erhöhte sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2016/17 um EUR +3,2 Mio (SCHUMAG: EUR +2,0 Mio). Die Prognose des Vorjahres konnte somit nur bedingt erreicht werden. Die Maschinenausfallzeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert. Wir arbeiten weiterhin daran, unsere Produktivität zu steigern sowie durch präventive Wartungs- und Instandhaltungspläne die Ausfallzeiten zu minimieren.

Aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung sowie der Verbesserung der Kostenstrukturen hat sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR +0,4 Mio (SCHUMAG: EUR +0,3 Mio) verbessert, womit sich bei dieser Kennzahl unsere Erwartungen ebenfalls nur bedingt erfüllt haben.

Der Liquiditätsgrad I veränderte sich von 69,2 % auf 54,0 %. (SCHUMAG: von 67,7 % auf 57,1 %). Somit wurde die Prognose für diese Kennzahl nicht erreicht, dennoch ist die Liquiditätslage stabil. Sowohl bei den liquiden Mitteln als auch bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten waren gegenüber der internen Planung negative Abweichungen zu verzeichnen, die zum Teil jedoch stichtagsbedingt waren. Zudem haben wir uns entschieden, verstärkt zukunftsorientierte Investitionen in Neuprojekte unserer Kunden vorzunehmen, durch die unsere liquiden Mittel zunehmend verwendet wurden.

RECHTLICHE ANGABEN

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG angewendet werden.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der SCHUMAG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Der variable Vergütungsanspruch richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:

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Dr. Ohlinger Gesamt
Bezüge 2016/17 EUR EUR
--- --- ---
Feste Vergütungen 600.000,00 600.000,00
Variable Vergütungen 60.000,00 60.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 660.000,00 660.000,00

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Dr. Ohlinger Gesamt
Bezüge 2015/16 EUR EUR
--- --- ---
Feste Vergütungen 600.000,00 600.000,00
Variable Vergütungen 60.000,00 60.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 660.000,00 660.000,00

Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 729.723,42 (Vorjahr EUR 719.195,18).

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30.9.2017 30.9.2016
IFRS HGB IFRS HGB
--- --- --- --- ---
Pensionsverpflichtung en gegenüber Mitgliedern des Vorstands 992.605 794.324 1.004.402 689.099
Pensionsverpflichtung en gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen 10.338.870 8.744.356 11.378.405 8.575.953

Die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen nach HGB im Geschäftsjahr 2016/17 liegt in der Zinssatzänderung begründet.

Von den Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen nach HGB sind EUR 7.812.724 (Vorjahr EUR 7.527.867) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt EUR 931.632 (Vorjahr EUR 1.048.086).

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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2016/17
feste Vergütungen sonstige Auslagen Bezüge gesamt
--- --- --- ---
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
Ekkehard Brzoska 0,00 0,00 0,00
Miaocheng Guo 7.15 8,09 0,00 7.158,09
Yun Guo 7.15 8,09 13.766,64 20.924,73
Peter Koschel 7.15 8,09 0,00 7.158,09
Ralf Marbaise 14.31 6,18 1.088,40 15.404,58
Jürgen Milion 7.15 8,09 0,00 7.158,09
Vassilios Sevdalis 7.15 8,09 2.656,05 9.814,14
50.106,63 17.511,09 67.617,72

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2015/16
feste Vergütungen sonstige Auslagen Bezüge gesamt
--- --- --- ---
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
Ekkehard Brzoska 3.042,19 0,00 3.042,19
Miaocheng Guo 7.158,09 0,00 7.158,09
Yun Guo 7.158,09 18.338,85 25.496,94
Peter Koschel 7.158,09 0,00 7.158,09
Ralf Marbaise 14.316,18 412,26 14.728,44
Jürgen Milion 7.158,09 0,00 7.158,09
Vassilios Sevdalis 3.022,30 674,50 3.696,80
49.013,03 19.425,61 68.438,64

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 23 sowie im Konzernanhang unter Anmerkung 31 aufgeführt.

Übernahmerelevante Angaben

Die Angaben nach § 289 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB bzw. § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Das gezeichnete Kapital der SCHUMAG zum 30. September 2017 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der SCHUMAG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

Die Angaben gem. § 289 Abs. 4 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 7 (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung), die Angaben gem. § 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB im Konzernanhang unter Anmerkung 33 enthalten.

Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Dabei kann der Vorstand das Bezugsrecht auf neue Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausschließen, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert

werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB a. F. bzw. § 315 Abs. 5 HGB a. F. ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG)

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG gesondert berichtet. Darin wird unter anderem festgehalten, dass keine berichtspflichtigen Maßnahmen vorlagen, die die SCHUMAG auf Veranlassung oder im Interesse der Meibah International GmbH, Mainz, sowie Herrn Miaocheng Guo, China, oder der mit diesen verbundenen Unternehmen getroffen oder unterlassen hat.

Der Bericht schließt mit folgender Erklärung:

„Der Vorstand der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen, erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die vorstehend aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt."

NACHTRAGSBERICHT

Die mit einem Kunden bestehende Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen konnte im ersten Quartal 2017/18 in Zusammenarbeit mit dem Kunden und unserer Versicherung außergerichtlich beigelegt werden. Der entsprechende vertraglich vereinbarte Selbstbehalt wurde unsererseits geleistet und war zum 30. September 2017 in unseren Rückstellungen berücksichtigt.

Mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 ist Herr Milion aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Das Risikomanagementsystem wurde im Geschäftsjahr 2012/13 und 2015/16 überarbeitet und setzt sich weiterhin aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Im Rahmen der Überarbeitung des Risikomanagementsystems wurde die Klassifizierung des Risikoerwartungswertes an die aktuelle Risikostruktur des Unternehmens angepasst. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen ist.

Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Die Bewertung unserer Risiken erfolgt über den Risikoerwartungswert. Dieser ergibt sich aus der Qualifizierung der möglichen Auswirkungen des Risikos in Verbindung mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit. Folgende Klassifizierung des Risikoerwartungswertes wird vorgenommen:

Niedrig: bis einschließlich EUR 0,2 Mio

Mittel: ab EUR 0,2 Mio bis einschließlich EUR 0,4 Mio

Hoch: ab EUR 0,4 Mio

Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.

Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.

Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem, soweit es das rechnungslegungsbezogene Kontrollsystem betrifft, im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt.

Dieser Chancen- und Risikobericht analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken der SCHUMAG und deren Tochtergesellschaften.

Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken

Absatzmarkt

SCHUMAG bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für PKWs, Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.

Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie, insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge und Infrastrukturanwendungen (wie z.B. stationäre Großdiesel), wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel-Abgasskandals (für PKWs) noch sehr lange maßgebend bleiben. Ob hier eine Ablösung überhaupt durch neue bzw. alternative Antriebstechnologien erfolgen wird, kann derzeit noch nicht konkret eingeschätzt werden.

Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Antriebstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile versuchen wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umzusetzen. Hierüber sind wir mit unseren Kunden ständig im Gespräch.

Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die zu fertigenden Komponenten technologisch verbessert.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sowie einzelnen Großkunden sehen wir eine Risikokonzentration.

Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Unternehmens. Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der nationalen und internationalen Marktpräsenz für die PKW- und LKW-Zulieferindustrie. Wir versuchen hier insbesondere antriebsunabhängige Artikel, wie z.B. Lenkungs- und Bremssysteme, in unser Portfolio aufzunehmen. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen.

Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die auf uns einwirkenden Problemfelder Dieselproblematik, Rohölpreis und Währungskurse stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung insbesondere der Auslandsnachfrage in den für uns relevanten Märkten zur Verfügung. Das Risiko von Umsatzreduzierungen ist latent vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren wie eine sich wieder verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch die Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben.

Unser Bestreben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen in hohem Maße zu entsprechen. Mehr als 187 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität.

Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen.

Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen, auch außerhalb des Automotivsektors. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklungen zu forcieren und sich in vorhandenen Marktnischen zu etablieren.

Das Risiko einer höheren Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose ist aufgrund des instabilen Nachfrageverhaltens bei Konsumenten infolge der derzeitigen Abgasproblematik im Dieselsegment gegeben.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.

Beschaffungsmarkt

Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) nur noch bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen ist.

Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren beschaffungslogistische Probleme bezüglich der Abarbeitung der Produktionsaufträge zu verzeichnen. Aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Erholung und des stärkeren Nachfrageverhalten am Markt für Stahl konnten nicht alle Zulieferer die zugesagten Termine an uns einhalten. Es kam zu teilweise mehrwöchigen Lieferverschiebungen. Aufgrund des sich kurzfristig ändernden Nachfrageverhaltens unserer Kunden aus dem Automobilbereich ist es kaum möglich, langfristige Bedarfspläne für die Beschaffung abzuleiten.

Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time" zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).

Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe im nennenswerten Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht.

Die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten führen, hält weiter an. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege.

Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt.

Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel" eingestuft.

Altersstruktur unserer Belegschaft

Unsere Kunden verlangen von uns technisch hochkomplexe Artikel in ausgezeichneter Qualität zu marktkonformen Preisen. Ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Kundenzufriedenheit sind die Fachkräfte in unserer Belegschaft. Grundsätzlich weist unsere Mitarbeiterschaft einen höheren

Altersdurchschnitt auf, so dass in den Folgejahren mit einer nennenswerten altersbedingten Fluktuation zu rechnen ist.

Um diesem Effekt entgegenzuwirken, haben wir eine mittel- und langfristige Personalnachfolgeplanung erarbeitet. Wir wollen künftig zum einen den Automatisierungsgrad in unserer Fertigung durch weitere Investitionen ausbauen. Zum anderen wollen wir das aufgebaute Kompetenzzentrum nutzen, um junge Leute noch praxisorientierter auszubilden. Die eigene Ausbildung unserer Mitarbeiter wird in den Folgejahren wichtiger denn je.

Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel" eingestuft.

Chancen und Risiken aus Management und Organisation

Compliance

Die Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Durch Compliance-Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte in der Vergangenheit eine Anpassung organisatorischer Regelungen. Weiterhin wurden neue Compliance-Regelungen erarbeitet und die Führungskräfte dementsprechend sensibilisiert.

Bei internen Prüfungen im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich Anhaltspunkte, dass in der Vergangenheit Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem durch Organmitglieder nicht eingehalten wurden. Im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren kam es gleichzeitig zu Befragungen staatlicher Ermittlungsbehörden. Der Vorstand hat daraufhin Untersuchungen hinsichtlich möglicher fahrlässiger Pflichtverletzungen durch Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG eingeleitet. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit den Ermittlungsbehörden, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaft selbst richten.

Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurden externe Anwaltskanzleien beauftragt. Da die Untersuchungen zum jetzigen Stand aber nicht abgeschlossen sind, verfügt der Vorstand noch nicht über genügend Informationen, um eine abschließende Stellungnahme abgeben zu können. Gerichtliche Verfahren gegen einzelne Organmitglieder wurden eingeleitet. Zum Bilanzstichtag sind drei Verfahren in verschiedenen Prozessinstanzen anhängig, aus denen bisher keine rechtskräftigen Urteile vorliegen. Aus den betreffenden Sachverhalten resultierende potenzielle Chancen und Risiken wie Schadensersatzansprüche oder Steuerrisiken haben sich aus Sicht der SCHUMAG für eine Bilanzierung noch nicht hinreichend konkretisiert.

Den Risikoerwartungswert für den Bereich Compliance haben wir als „Mittel" eingestuft.

Infrastruktur

IT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der IT-Systeme kann im schlimmsten Fall zu Betriebsstillständen führen und wäre somit von existenzieller Bedeutung.

Im Hinblick auf die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, besteht durch die langfristige Unterbrechung das Risiko, dass die Kosten der Implementierung höher als bisher geplant ausfallen könnten.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt.

Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch eine sukzessive Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.

Auch im Geschäftsjahr 2016/17 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen (maschinenbedingt) erreicht. Zudem führten Maschinenausfälle, dem Alter des Maschinenparks geschuldet, zu Unterbrechungen. Dies führt zu hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallzeiten. Trotz einer verbesserten Liquiditätssituation können Neuinvestitionen in moderne Maschinen weiterhin nicht im erforderlichen Umfang vorgenommen und strukturelle Anpassungsmaßnahmen nur in begrenztem Umfang eingeleitet werden. Weiterhin arbeiten wir verstärkt daran, präventive Instandhaltungspläne zu erarbeiten.

Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Finanzen

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserven bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert.

Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt SCHUMAG ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen.

Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird.

Unsere Liquiditätssituation konnte stabil gehalten werden. Bei einer Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht aber weiterhin das Risiko, dass erforderliche zusätzliche Fremdfinanzierungen nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Neue Finanzierungsmöglichkeiten werden weiterhin geprüft.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.

Vermietung

SCHUMAG generiert Erträge aus der Vermietung von Gewerbeimmobilien. Grundsätzlich ist ein Vermietungsrisiko für die gehaltenen Immobilien gegeben. Im Einzelnen bestehen wesentliche Risiken in der Prolongation oder Anschlussvermietung bei auslaufenden oder gekündigten Mietverhältnissen sowie in der mangelnden Zahlungsfähigkeit von Mietern und den sich daraus ergebenden Mietausfällen. Weitere potenzielle Risiken bestehen in der Nachvermietung zu einem geringeren Mietzins und in erhöhten Aufwendungen bei der Neuvermietung.

Aktuell sind alle Mieterträge bis mindestens Ende 2021 vertraglich abgesichert. Darüber hinaus ist nach jetziger Markteinschätzung die Vermietungsfähigkeit der Immobilien gegeben, welche zudem durch nachhaltige Instandhaltungsmaßnahmen auch zukünftig gesichert wird. Bei Neuvermietungen wird die Bonität potenzieller Mieter eingehend geprüft und weiterhin das Ziel verfolgt, Mietverträge mit möglichst langen Laufzeiten abzuschließen.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als "Niedrig" eingestuft.

Externe Chancen und Risiken

Wasserschutzzonen

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der die bestehenden Maschinen der SCHUMAG Bestandsschutz besitzen, hinsichtlich Neuinvestitionen sowie der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen aber umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen. Das Unternehmen trägt mit einem umfassenden Abwasser- und Niederschlagswasserkonzept künftigen wasserwirtschaftlichen Veränderungen Rechnung.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als "Niedrig" eingestuft.

Insolvenzforderung

Hinsichtlich der Forderungen der SCHUMAG gegen ihre ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde in Vorjahren wegen voraussichtlicher Uneinbringlichkeit eine vollständige Wertberichtigung vorgenommen. Aufgrund der Berichterstattung des Insolvenzverwalters erfolgte im Geschäftsjahr 2012/13 eine Wertaufholung in Höhe von EUR 1,5 Mio. Gemäß aktuellem Zwischenbericht des Insolvenzverwalters bestehen Risiken weiterhin hinsichtlich des Zeitpunktes des Zahlungszugangs sowie hinsichtlich möglicher Reduzierungen der Insolvenzquote. Diesen Risiken wurde durch die Berücksichtigung von Risikoabschlägen bei der Bewertung Rechnung getragen. Demgegenüber stehen Chancen aus weiteren Verbesserungspotenzialen der Insolvenzquote. Gegenüber dem Vorjahr sehen wir keine wesentliche Veränderung im Risikoprofil.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als "Niedrig" eingestuft.

Gerichtsprozesse

Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können.

Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH erfolgte nicht erwartungsgemäß, so dass die operativen Aktivitäten vollständig eingestellt wurden. Das Risiko eines Ausfalls der investierten Mittel ist eingetreten. Im HGB-Einzelabschluss der SCHUMAG erfolgten daher in den Geschäftsjahren 2010/11 bis 2016/17 dem Vorsichtsprinzip entsprechend bereits

Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe der investierten Mittel. Derzeit beschäftigen wir uns mit den verbliebenen Rechtsstreitigkeiten und deren kosteneffizienter Erledigung.

Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als "Niedrig" eingestuft.

PROGNOSEBERICHT

Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Die Einschätzungen zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren beziehen sich sowohl auf die für die SCHUMAG nach handelsrechtlichen Grundsätzen als auch auf die für den SCHUMAG-Konzern nach den Grundsätzen der IFRS ermittelten Werte.

Der technologische Wandel im Automobilbereich ist präsenter denn je. Hierzu zählen insbesondere die Elektrifizierung des Antriebsstranges sowie striktere Emissionsgrenzwerte. Dies betrifft unserer Ansicht nach den PKW-Markt eher als den Nutzfahrzeuge-Markt. Im Bereich der PKW-Entwicklung sehen wir weitere Möglichkeiten, in antriebsunabhängige Systeme wie z.B. Lenkung und Bremsen zu liefern. Daher versuchen wir, bei Neuprojekten darauf zu achten, dass die Komponenten und Teile auch im (voll-)elektrischen Fahrzeugen benötigt werden.

Die Gesellschaft befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen sowie einer starken Marktstellung im Bereich niedriger Fertigungstoleranzen und einer beachtlichen Reputation im Markt weiterhin in einer nicht einfachen Situation. Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. So konnte ein zusätzliches Projekt mit einem Bestandskunden zur Baugruppenfertigung und -montage realisiert werden. Weiterhin konnten diverse Neuprojekte in unsere Fertigung aufgenommen werden. Diese Artikel finden Anwendung in Lenksystemen und sind daher auch langfristig geeignet, unser Unternehmen im Wandel der Elektrifizierung zu begleiten. Im Berichtsjahr verursachten die Neuanläufe noch hohe Ramp-up-Kosten. Jedoch rechnen wir in den Folgejahren mit einer erhöhten Wertschöpfung, welche das Fundament für die künftige Ertragskraft der SCHUMAG legt. In den kommenden Jahren müssen wir uns wie bereits erwähnt auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren und das Geschäft in den Marktnischen weiter ausbauen. Ferner soll die Baugruppenfertigung weiter intensiviert und ausgebaut werden.

Risiken bestehen bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in den Maschinenpark getätigt, welche durch Leasing und aus eigenen Mitteln realisiert werden konnten.

Eine deutliche Risikoreduktion könnte hier erreicht werden, wenn die SCHUMAG in eine geregelte Finanzierung eintreten kann.

Der Einfluss der weiteren Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik auf das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital lässt sich nur sehr schwer abschätzen.

Aufgrund der derzeitigen positiven allgemeinen Marktsituation sowie der US-Dollar-Entwicklung gehen wir trotz der aufgetretenen Abgasproblematik bei Dieselfahrzeugen weiterhin von einer Erholung der Nachfrage unserer Kunden und somit moderat steigenden Umsatzerlösen aus. Die Umsatzprognosen unserer Hauptkunden gehen von einer weiteren Markterholung in den nächsten Jahren aus. Ziel ist es, das Produktportfolio bei Bestandskunden hinsichtlich Einzelteilen und Baugruppen zu erweitern. Mit der Herstellung und dem Vertrieb von Baugruppen einher geht die Verbesserung der Preisqualität unseres Produktportfolios. Nach derzeitigem Stand rechnen wir für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einer Gesamtleistung zwischen EUR 52 Mio und EUR 54 Mio. In gleicher Größenordnung werden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2017/18 erwartet.

Zur nachhaltigen Stabilisierung der Liquiditätssituation ist weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen hinsichtlich der Umsatzausweitung und der dafür geplanten, in deutlich höherem Umfang notwendigen Investitionen planen wir mit einer Liquiditätsausstattung auf konstantem Niveau. Zum 30. September 2018 rechnen wir mit einem Liquiditätsgrad I, der leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegt.

Weitere Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sind eingeleitet und befinden sich in der Umsetzung. Zudem gilt es, die operativen Gemeinkosten auf dem niedrigen Niveau des Geschäftsjahres 2016/17 nachhaltig zu stabilisieren. Unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit rechnen wir durch die Verbesserung der Kostenstrukturen bei erhöhter Gesamtleistung für das Geschäftsjahr 2017/18 mit einer nennenswerten Verbesserung des EBIT.

Aachen, 29. Dezember 2017

**SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand**

Dr. Johannes Ohlinger

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

Bilanz

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Anhang 30.9.2017 30.9.2016
EUR TEUR
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AKTIVA
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 184.808,00 47
Sachanlagen 7.129.696,00 6.916
Finanzanlagen 2.341.156,00 2.341
9.655.660,00 9.304
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 8.349.677,60 8.535
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 7.682.756,34 7.248
Flüssige Mittel (4) 3.251.888,96 3.609
19.284.322,90 19.392
Rechnungsabgrenzungsposten (5) 67.198,21 73
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (6) 258.857,08 324
29.266.038,19 29.093
PASSIVA
Eigenkapital (7)
Gezeichnetes Kapital 10.225.837,62 10.226
Bilanzverlust -5.829.123,61 -5.731
4.396.714,01 4.495
Rückstellungen (8) 21.333.909,00 21.227
Verbindlichkeiten (9) 3.535.415,18 3.371
29.266.038,19 29.093

Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang 2016/17 2015/16 *
EUR TEUR
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Umsatzerlöse (10) 48.642.819,30 46.392
Bestandsveränderung -1.019.646,08 -562
Andere aktivierte Eigenleistungen 263.338,15 114
Gesamtleistung 47.886.511,37 45.944
Sonstige betriebliche Erträge (11) 2.048.203,19 843
Materialaufwand (12) -15.113.253,79 -13.756
Personalaufwand (13) -26.612.843,72 -25.869
Abschreibungen (1) -1.324.209,63 -1.256
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -5.203.961,99 -4.463
Zinsergebnis (15) -1.471.810,81 -919
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) -176.358,49 175
Ergebnis nach Steuern 32.276,13 699
Sonstige Steuern -130.684,99 -122
Jahresfehlbetrag/-überschuss -98.408,86 577
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -5.730.714,75 -6.308
Bilanzverlust -5.829.123,61 -5.731

*Die Vorjahreszahlen wurden zur besseren Vergleichbarkeit an die Fassung des HGB nach Einführung des BilRUG angepasst.

Anhang

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") hat ihren Sitz in Aachen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der SCHUMAG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Regelungen des Bi1RUG wurden im Geschäftsjahr 2016/17 erstmalig angewendet. Infolgedessen werden Erlöse aus Vermietung sowie aus bislang nicht für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typischen Lieferungen und Leistungen nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sondern unter den Umsatzerlösen erfasst. Da zudem außerordentliche Aufwendungen nicht mehr separat auszuweisen sind, werden die in den Vorjahren im außerordentlichen Ergebnis enthaltenen Aufwendungen in Höhe von TEUR 242 p.a., die sich aus der Verteilung des im Rahmen der Erstanwendung von BilMoG bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ermittelten Zuführungsbetrags von insgesamt TEUR 3.626 auf 15 Jahre ergeben, nunmehr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Zur besseren Vergleichbarkeit wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung neben der Anwendung des neuen Gliederungsschemas für das Vorjahr auch folgende Vorjahreswerte entsprechend angepasst:

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Gewinn- und Verlustrechnung HGB n.F. HGB a.F. Anpassung
2015/16 2015/16 HGB n.F./aF.
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TEUR TEUR TEUR
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Umsatzerlöse 46.392 45.257 +1.135
Sonstige betriebliche Erträge 843 1.978 -1.135
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.463 4.221 -242
Au ßerordentliche Aufwendungen n/a -242 +242

In der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit und der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Im Anhang werden, sofern nicht anders dargestellt, sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern).

Entgeltlich erworbene und selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. In Ausübung des Bilanzierungswahlrechts des § 248 Abs. 2 HGB werden Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt Erfolg haben wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können. Im Berichtsjahr beinhaltete ein Entwicklungsprojekt erstmals ein für uns neues Produkt, dessen Kosten aktiviert wurden.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen orientieren sich die voraussichtlichen Nutzungsdauern an den steuerlichen AfA-Tabellen, bei selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände am geschätzten Zeitraum, in dem die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile der SCHUMAG zufließen werden.

Geringwertige Anlagegüter - das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 - werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Für Anlagenzugänge mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 150,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Sofern die Börsen- oder Marktwerte der Vorräte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Maximaler Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind die Verkaufserlöse abzüglich noch anfallender Aufwendungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausnahme sind langfristige Forderungen, die zum Barwert angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Vermögensgegenstände, die zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf der Basis der Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB ermittelt. Der Zuführungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG wurde entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) mit einem Rechnungszins von 3,77 % (Vorjahr 4,08 %) angewendet. Beim Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zudem wurden wie im Vorjahr ein Rententrend von 1,75 % und eine Fluktuationsrate von 1,25 % zugrunde gelegt. Ein Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen beträgt 1,36 % (Vorjahr 1,66 %).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand eines kombinierten Ertragsteuersatzes der SCHUMAG in Höhe von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %), der Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer umfasst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird unter Verzicht auf die Ausübung des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert. Soweit sich aktive und passive latente Steuern der Höhe nach entsprechen, wird auf eine Ausübung des Wahlrechts zum unverrechneten Ausweis gemäß § 274 Abs. 1 S. 3 HGB verzichtet.

Die Umsatzrealisierung aus Warenverkäufen erfolgt bei Auslieferung bzw. bei Gefahrenübergang.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB umgerechnet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2016/17 ist als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2016/17 beliefen sich auf insgesamt TEUR 120, sie wurden in voller Höhe unter den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Forschungskosten fielen nicht an.

2. Vorräte

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
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Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.789 955
Unfertige Erzeugnisse 4.059 4.174
Fertige Erzeugnisse 2.501 3.406
8.349 8.535
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.941 3.416
Forderungen gegenverbundene Unternehmen 402 408
Sonstige Vermögensgegenstände 3.340 3.424
7.683 7.248

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:

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30.9.2017 30.9.2016
Restlaufzeit bis zu einem Jahr über ein Jahr bis zu ehern Jahr über ein Jahr
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TEUR TEUR TEUR TEUR
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Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.941 0 3.416 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 402 0 408 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.670 1.670 1.680 1.744
6.013 1.670 5.504 1.744

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Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.9.2017 3 0.9.201 6
TEUR TEUR
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Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 195 192
BR Energy GmbH, Aachen 146 146
Hangzhou Meibah Precision Mac hinery Co., LTD., Hangzhou/China 61 70
402 408

Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. beinhalten mit Verbindlichkeiten saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft BR Energy GmbH sowie gegen die Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD. ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Von den zum Abschlussstichtag gegen die BR Energy GmbH bestehenden Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.033 wurden TEUR 3.887 wertberichtigt, davon bereits in Vorjahren TEUR 3.693. In den Forderungen gegen die BR Energy GmbH ist ein Darlehen über TEUR 2.238 mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2018 enthalten.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet überwiegend eine Forderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., Forderungen gegen eine Factoringgesell-schaft sowie Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen.

4. Flüssige Mittel

Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet insbesondere abgegrenzte Versicherungsaufwendungen für das folgende Geschäftsjahr.

6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
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Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen 1.300 1.147
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 1.559 1.471
Überschuss des Vermögens über die Pensionsverpflichtungen (Aktiver Unterschiedsbetrag) 259 324
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen 1.416 1.351

7. Eigenkapital

Das Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
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Jahresfehlbetrag/-überschuss -98 577
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -5.731 -6.308
Bilanzverlust -5.829 -5.731

Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.

Die Meibah International GmbH (vormals Blitz 14-69 GmbH), Mainz (vormals München), Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt.

Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Meibah International GmbH, Mainz (vormals München), Deutschland.

Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 13. September 2017 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 19,82 % (792.717 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 19,59 % (783.672 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich (Zurechnung: 19,59 % entsprechend 783.672 Stimmrechten).

Gem. den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen halten folgende Parteien derzeit mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:

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Meibah International GmbH: 52,15 %
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.: 19,59 %
Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): 8,34 %
Streubesitz: 19,92 %

Darüber hinaus hat die Meibah International GmbH gem. Bekanntmachung im Bundesanzeiger vom 9. September 2014 im Rahmen des öffentlichen freiwilligen Übernahmeangebots weitere rund 2,43 % der Stimmrechte der SCHUMAG übernommen, so dass sich der Stimmrechtsanteil nunmehr auf rund 54,58 % beläuft. Der Streubesitzanteil reduziert sich entsprechend auf 17,49 %.

8. Rückstellungen

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.439 16.179
Steuerrückstellungen 122 665
Sonstige Rückstellung en 4.773 4.383
21.334 21.227

Aufgrund der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB besteht zum 30. September 2017 ein noch nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 1.934 (Vorjahr TEUR 2.176).

Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 1.903 (Vorjahr TEUR 1.519).

Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen 17.739 17.326
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen 1.300 1.147
Nettowert der Pensionsverpflichtungen (Rückstellung) 16.439 16.179
Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen 1.218 1.098
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten:
30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
Auftragsrückstellungen 864 986
Altersteilzeit 692 747
Weihnachtsgeld 675 680
Urlaub 640 469
Jubiläumsgeld 474 447
Jahresabschlusskosten 204 222
Tantiemen/ Jahresabschlussvergütungen 200 239
Abfindungen 200 99
Übrige 824 494
4.773 4.383
Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind Sicherheiten bestellt.
9. Verbindlichkeiten
30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.358 1.741
Sonstige Verbindlichkeiten 1.177 1.630
3.535 3.371

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

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30.9.2017 30.9.2016
Restlaufzeit bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 bis 5 Jahre
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.358 0 1.741 0
Sonstige Verbindlichkeiten 537 640 1.378 252
2.895 640 3.119 252

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr TEUR 35) sowie Steuerverbindlichkeiten von TEUR 283 (Vorjahr TEUR 409). Die Steuerverbindlichkeiten betreffen insbesondere die Lohn- und Kirchensteuer inklusive Solidaritätszuschlag für den Monat September 2017.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Drittdarlehen in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr TEUR 500) enthalten, für das als Sicherheit die Eigentumsübertragung von Maschinen dient.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

10. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden infolge der erstmaligen Anwendung des BilRUG Erlöse aus Vermietung sowie aus bislang nicht für die gewöhnliche Geschäftstätigkeit typischen Lieferungen und Leistungen nicht mehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sondern unter den Umsatzerlösen erfasst. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2016/17 wurden wie im Vorjahr ausschließlich im Geschäftsbereich Präzisionsmechanik erzielt.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

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2016/17 2015/16
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 18.029 37,1 18.788 40,5
Sonstige EU-Länder 9.857 20,3 10.378 22,4
Übriges Europa 1.225 2,5 1.650 3,6
Nordamerika 12.645 26,0 10.320 22,2
Lateinamerika 1.701 3,4 423 0,9
Asien 5.186 10,7 4.833 10,4
48.643 100,0 46.392 100,0

11. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.048 enthalten neben dem Erlös aus der vorzeitigen Beendigung des Mietvertrags mit der SMS group (TEUR 1.406) Versicherungsentschädigungen, die erstattete KWK-Umlage, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie andere nicht gesondert auszuweisende Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 354) enthalten, die im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen. Erträge aus der Währungsumrechung betragen TEUR 19 (Vorjahr TEUR 15).

12. Materialaufwand

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hits- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren -11.513 -11.708
Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.600 -2.048
-15.113 -13.756
13. Personalaufwand
2016/17 2015/16
TEUR TEUR
Löhne und Gehät er -22.295 -21.711
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -4.318 -4.158
-26.613 -25.869

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR -182 (Vorjahr TEUR -142).

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:

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2016/17 2015/16
Arbeiter 383 400
Angestellte 61 70
Auszubildende 27 28
471 498

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht gesondert auszuweisende Aufwendungen, z.B. für Instandhaltungen, Versicherungen, Leasingkosten, IT-Kosten, Schadensfälle, Wertberichtigungen, Beratungskosten, Factoring-Gebühren und sonstige nicht auftragsbezogene Kosten. Die Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB betragen wie im Vorjahr TEUR -242. Aufwendungen aus der Währungsumrechung belaufen sich auf TEUR -6 (Vorjahr TEUR -39).

15. Zinsergebnis

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 118 117
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.590 -1.036
-1.472 -919

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen TEUR 101 (Vorjahr TEUR 101).

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beinhalten den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Nach den BilMoG-Bestimmungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung mit den Vermögenserträgen wie folgt verrechnet:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (brutto) -1.438 -830
Erträge aus Rückdeckungsversicherungen 21 24
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (netto) -1.417 -806

Der Zinsaufwand enthält in Höhe von TEUR -27 (Vorjahr TEUR -35) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen.

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Wesentlichen die Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) sowie die Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2016/17 und betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Es besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern, der nicht bilanziert wird. Die aktiven temporären Differenzen stehen im Zusammenhang mit dem Sachanlagevermögen sowie Rückstellungen für drohende Verluste, Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen. Eine passive temporäre Differenz resultiert aus der Aktivierung von Entwicklungskosten.

SONSTIGE ANGABEN

17. Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus hat die SCHUMAG für die übergehenden Altersversorgungsansprüche eine Patronatserklärung abgegeben. Der Teilwert der Rentenverpflichtungen gemäß § 6a EStG zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs belief sich auf TEUR 862. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

18. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Bestellobligo Investitionen 777 100
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 632 389
Verpflichtungen für Stromlieferungen 352 667
Verpflichtungen für Gaslieferungen 287 543
Verpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 256 233
2.304 1.932

Darüber hinaus wurde im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarif-vertrags ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

19. Außerbilanzielle Geschäfte

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 625 337
Im Rahmen von Factoring verkaufte Forderungen 4.354 3.941
4.979 4.278

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2004/05 die Nutzung von Leasing, wodurch sofortige Zahlungsmittelabflüsse für benötigte Investitionen vermieden werden. Die Leasingverträge haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing. Darüber hinaus wird ab August 2014 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleast, durch dessen Nutzung deutliche Einsparungen bei den Energiekosten erzielt werden. Der Pachtvertrag enthält eine Kaufoption für das BHKW nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 48 Monaten, welche im Oktober 2017 gezogen wurde. Im Rahmen der Vertragsabwicklung reduziert sich die Vertragslaufzeit auf 45 Monate.

Seit August 2010 wird zur Verbesserung der Finanzlage zudem echtes Factoring betrieben. Neben der Übertragung des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft konnte dadurch seitdem bis zum Bilanzstichtag zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt TEUR 3.853 generiert werden.

Durch die dargestellten außerbilanziellen Geschäfte wird die SCHUMAG mit Finanzierungskosten belastet. Bei Wegfall dieser Finanzierungsinstrumente würde sich ein erhöhter Finanzierungsbedarf ergeben.

20. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Anteil Schumag AG Nominalkapital Eigenkapital1) Ergebnis des Geschäftsjahres1)
BR Energy GmbH, Aachen 100% TEUR 100 TEUR 0 2) TEUR -151
Schumag Romania S.R.L, Timisoara, Chisoda./Rumänien 100% TRON 9.560 TEUR 2.271 3) TEUR 117 3)

1) nach jeweiligem Landesrecht

2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 4.059

3) Bilanzstichtag 31.12.2016

21. Ausschüttungssperre

Entsprechend § 253 Abs. 6 S. 2 HGB sowie § 268 Abs. 8 HGB stehen bestimmte Beträge für eine Ausschüttung nicht zur Verfügung („Ausschüttungssperre").

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Ausschüttungsgesperrte Beträge 30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
aus dem Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB 1.903 1.519
aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände 81 0
1.984 1.519

22. Honorare des Abschlussprüfers

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Das für das Berichtsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB nicht angegeben, da es in die Angaben im Konzernabschluss der SCHUMAG einbezogen wird.

23. Organe der Gesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Nr. 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

Vorsitzender

Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz ZhejiangNolksrepublik China

Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China

ohne weitere Mitgliedschaft

Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China

Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China, und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, Mainz

ohne weitere Mitgliedschaft

Peter Koschel, Berlin

General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham/Großbritannien

ohne weitere Mitgliedschaft

Jürgen Milion, Alsdorf (bis 15. Dezember 2017)

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

Vassilios Sevdalis, Nea Erythrea im Regionalbezirk Athen/Griechenland

Diplom-Kaufmann, Pensionär

ohne weitere Mitgliedschaft

Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

Dipl.-Ökonom

Mitgliedschaft

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)

24. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Bezüge des Vorstands 660 660
davon feste Vergütungen 600 600
davon variable Vergütungen 60 60
Bezüge des Aufsichtsrats 68 68
davon feste Vergütungen 50 49
davon sonstige Auslagen 18 19

Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2017 betragen TEUR 794 (Vorjahr TEUR 689). Die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2016/17 liegt in der Zinssatzänderung begründet.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 730 (Vorjahr TEUR 719).

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 8.744 (Vorjahr TEUR 8.576). Davon sind TEUR 7.813 (Vorjahr TEUR 7.528) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt TEUR 932 (Vorjahr TEUR 1.048).

Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts der SCHUMAG verwiesen.

25. Erklärung nach § 161 AktG

Im Januar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

26. Mutterunternehmen

Nach den uns vorliegenden Informationen ist der Jahresabschluss der SCHUMAG zum 30. September 2017 in den Konzernabschluss der Meibah International GmbH, Mainz, als Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einzubeziehen. Der Konzernabschluss soll im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet veröffentlicht werden.

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Der Konzernabschluss der SCHUMAG zum 30. September 2017 wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.

27. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die mit einem Kunden bestehende Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen konnte im ersten Quartal 2017/18 in Zusammenarbeit mit dem Kunden und unserer Versicherung außergerichtlich beigelegt werden. Der entsprechende vertraglich vereinbarte Selbstbehalt wurde unsererseits geleistet und war zum 30. September 2017 in unseren Rückstellungen berücksichtigt.

Mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 ist Herr Milion aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

Aachen, 29. Dezember 2017

**SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand**

Dr. Johannes Ohlinger

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 1.10.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 30.9.2016
--- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.466 9 0 2 1.473
1.466 9 0 2 1.473
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.880 17 0 0 18.897
Technische Anlagen und Maschinen 10.448 850 0 790 10.508
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.170 128 0 461 9.837
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156 106 0 0 262
39.654 1.101 0 1.251 39.504
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.941 0 0 0 5.941
5.941 0 0 0 5.941
47.061 1.110 0 1.253 46.918

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Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.10.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 30.9.2016
--- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.397 31 0 2 1.426
1.397 31 0 2 1.426
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.856 256 0 0 15.112
Technische Anlagen und Maschinen 8.221 719 0 786 8.154
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.370 250 0 454 9.166
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 156 0 0 0 156
32.603 1.225 0 1.240 32.588
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.600 0 0 0 3.600
3.600 0 0 0 3.600
37.600 1.256 0 1.242 37.614

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Buchwert
Stand 30.9.2016 Stand 30.9.2015
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47 69
47 69
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.785 4.024
Technische Anlagen und Maschinen 2.354 2.227
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 671 800
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 106 0
6.916 7.051
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.341 2.341
2.341 2.341
9.304 9.461

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (Lagebericht) der Schumag Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen

— entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 und

— vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Periodengerechte Umsatzrealisierung Präzisionsmechanik

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Anhang. Die Umsatzentwicklung der Gesellschaft ist im Abschnitt Ertragslage der SCHUMAG des Lageberichts erläutert.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse der Schumag belaufen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf EUR 48,6 Mio.

Die Schumag erfasst Umsätze aus dem Verkauf von Präzisionsmechanik-Produkten, wenn die Voraussetzungen zur Umsatzrealisierung gegeben sind. Dafür müssen unter anderem die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbunden sind, auf die Kunden übergegangen sein.

Die wesentlichen Märkte der Schumag befinden sich in Europa und den USA. Für die weltweite Lieferung der Produkte werden durch die Schumag unterschiedliche Incoterms vereinbart. Die Incoterms legen den Gefahrenübergang und damit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest.

Aufgrund der Nutzung zum Teil unterschiedlicher Incoterms für den jeweiligen Kunden und der unterschiedlichen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass Umsatzerlöse zum Stichtag vorzeitig realisiert werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf den Warenausgang und die Faktura beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen für zum Stichtag noch nicht ausgeglichene Umsatzforderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie alternativ durch den Abgleich der Rechnungen mit den externen Liefernachweisen bzw. Zahlungseingängen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Umsätze, die in einem festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag erfasst wurden.

Für einen festgelegten Zeitraum vor dem Stichtag haben wir Umsatzbuchungen auf ihre periodengerechte Zuordnung beurteilt. Zusätzlich haben wir einen festgelegten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag auf wesentliche Umsatzgutschriften untersucht.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise der Schumag bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse im Segment Präzisionsmechanik ist sachgerecht.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

— identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtige Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

— gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

— beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

— ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

— beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

— beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

— führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011/12 als Abschlussprüfer der Schumag Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ralf Kamping.

Düsseldorf, den 29. Januar 2018

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Kamping, Wirtschaftsprüfer

gez. Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Aachen, 29. Dezember 2017

**Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand**

Dr. Johannes Ohlinger

Konzernbilanz zum 30. September 2017

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Konzernanhang 30.9.2017

TEUR
30.9.2016

TEUR
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (12) 186 48
Sachanlagen (13) 15.158 15.210
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (14) 4.237 4.112
Aktive latente Steuern (10) 224 1.181
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17) 1.671 1.801
21.476 22.352
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (15) 9.017 9.124
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (16) 3.987 3.449
Ertragsteueransprüche 114 322
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (17) 1.724 1.566
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (18) 171 151
Zahlungsmittel (19) 3.263 3.618
18.276 18.230
Bilanzsumme 39.752 40.582
PASSIVA
Eigenkapital (20)
Gezeichnetes Kapital 10.226 10.226
Erwirtschaftetes Eigenkapital -2.286 -4.419
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 7.940 5.807
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen (21) 22.276 25.458
Übrige langfristige Rückstellungen (22) 131 157
Passive latente Steuern (10) 48 0
Finanzschulden (23) 640 252
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 802 931
23.897 26.798
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen (22) 1.072 996
Ertragsteuerschulden (10) 122 680
Finanzschulden (23) 680 1.070
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 2.659 2.060
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (25) 3.084 2.634
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (26) 298 537
7.915 7.977
Bilanzsumme 39.752 40.582

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

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Konzern- 2016/17 2015/16 *
anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse (4) 48.061 45.876
Bestandsveränderung -974 -541
Andere aktivierte Eigenleistungen 277 125
Sonstige betriebliche Erträge (5) 2.134 815
Gesamtleistung 49.498 46.275
Materialaufwand (6) -12.856 -11.112
Personalaufwand (7) -28.196 -27.662
Abschreibungen (12-14) -1.487 -1.459
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) -5.243 -4.785
Ergebnis der Betriebstätigkeit 1.716 1.257
Finanzerträge 18 12
Finanzierungsaufwendungen -493 -766
Finanzergebnis (9) -475 -754
Ergebnis vor Steuern 1.241 503
Ertragsteuern (10) -487 26
Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 754 529
Ergebnis je Aktie (in EUR) (11) 0,19 0,13

*im Geschäftsjahr 2016/17 wurden Mieterlöse erstmals unter den Umsatzerlösen ausgewiesen; zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst (vgl. Anmerkung 2 im Konzernanhang)

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

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Konzern- 2016/17 2015/16
anhang TEUR TEUR
--- --- --- ---
Ergebnis nach Steuern 754 529
Gewinne aus Asset Ceiling aus leistungsorientierten Plänen (21) 0 26
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (21) 2.121 -3.240
Latente Steuern (10) -689 1.053
Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 1.432 -2.161
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe (20) -53 4
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden oder werden können -53 4
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.379 -2.157
Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 2.133 -1.628

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

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Erwirtschaftetes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Währungsumrechnung Gewinnrücklagen Konzernbilanzverlust Eigenkapital*
--- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand 1.10.2015 10.226 12 3.887 -6.690 7.435
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 529 529
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 4 -2.161 0 -2.157
Gesamtergebnis nach Steuern 0 4 -2.161 529 -1.628
Stand 30.9.2016 10.226 16 1.726 -6.161 5.807
Stand 1.10.2016 10.226 16 1.726 -6.161 5.807
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 754 754
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 -53 1.432 0 1.379
Gesamtergebnis nach Steuern 0 -53 1.432 754 2.133
Stand 30.9.2017 10.226 -37 3.158 -5.407 7.940

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 20. *sämtlich den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis nach Steuern 754 529
Ertragsteuern 487 -26
Finanzergebnis 475 754
Abschreibungen 1.487 1.459
Veränderung der Pensionsrückstellungen -1.380 -1.135
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 1 -592
Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 29 -37
Veränderung der Vorräte 107 920
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -553 60
Veränderung der übrigen Vermögenswerte -46 80
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 599 248
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 135 -186
Auszahlungen für Zinsen -163 -208
Einzahlungen aus Zinsen 18 12
Auszahlungen für Ertragsteuern -560 -363
Einzahlungen aus Ertragsteuern 37 2
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.427 1.517
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -170 -9
Auszahlungen für Sachanlagen und für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -1.529 -486
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 9 64
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1.690 -431
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 76 15
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden 0 -500
Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -157 -100
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -81 -585
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -344 501
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -11 18
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 3.618 3.099
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 3.263 3.618

Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 36.

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

1. Informationen zum Unternehmen

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 wurde am 29. Dezember 2017 durch Beschluss des Vorstands zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, in der Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Grundlagen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Der Konzernabschluss der SCHUMAG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB a. F. anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union übernommen wurden. Die Aufstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS nicht gem. IFRS 1 Zeitwerte angesetzt wurden. Die Bilanz wird in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert.

In der Berichtsperiode wurden die Mieterlöse für die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie erstmals unter den Umsatzerlösen ausgewiesen, um die Darstellung der Umsatzströme des Konzerns zu verbessern. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurden die entsprechenden Vorjahres-beträge angepasst.

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Umgliederung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2015/16
TEUR wie ursprünglich ausgewiesen TEUR Anpassung TEUR wie ausgewiesen
--- --- --- ---
Umsatzerbse 44.764 +1.112 45.876
Sonstige betriebliche Erträge 1.927 -1.112 815

2.2 Konsolidierung

In den Konzernabschluss werden neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich der Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 34 aufgeführt. Der Abschluss der BR Energy GmbH ist zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die Schumag Romania S.R.L. lag ein Zwischenabschluss zum Abschlussstichtag vor.

2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.3.1 Fremdwährungsumrechnung: Die funktionale Währung der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der inländischen Konzerngesellschaft ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die ausländische Konzerngesellschaft erstellt ihren Abschluss in der Währung, in der sie - gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen - überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß modifizierter Stichtagskursmethode: Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse der Fremdwährung im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 30.9.2017 30.9.2016 2016/17 2015/16
--- --- --- --- --- ---
Rumänien RON 4,60 4,45 4,54 4,48

2.3.2 Ertragsrealisierung: Erträge werden grundsätzlich erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dieser in der Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren realisiert, sobald der Gefahrenübergang auf den Erwerber vorliegt. Dabei werden mögliche Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgezogen. Mögliche Risiken aus der Reklamation von Erzeugnissen und Waren sowie aufgrund von Gewährleistungen werden zurückgestellt. Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, soweit die Leistung erbracht wurde. Zinserträge werden unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze zeitanteilig vereinnahmt. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen insbesondere im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden zeitanteilig über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst.

2.3.3 Fremdkapitalkosten: Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.3.4 Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand: Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen. Sonstige gewährte Zuschüsse oder Beihilfen werden abgegrenzt und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Vermögenswerts aufgelöst.

2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte: Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Amortisationsmethode) bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und nach dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten werden gem. IAS 38 als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt Erfolg haben wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ansonsten werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Beginn der gewerblichen Produktion des Produktes planmäßig linear über den Zeitraum ihrer erwarteten Nutzung abgeschrieben. In den Vorjahren war es kostenrechnerisch nicht möglich, Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln, da die bisherigen Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte keine klar definierbaren neuen Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand hatten. Im Berichtsjahr beinhaltete ein Entwicklungsprojekt erstmals ein für uns neues Produkt, dessen Kosten nach Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen aktiviert wurden. Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht angesetzt.

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Nutzungsdauer immaterieller Vermögenswerte 2016/17 2015/16
Jahre Jahre
--- --- ---
Entwicklungskosten 5 -
Software 5 5

2.3.7 Sachanlagen: Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fertigungsbezogene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbezogenen Gemeinkosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert, da keine langfristige Fertigung vorliegt. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

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Nutzungsdauer Sachanlagen 2016/17 2015/16
Jahre Jahre
--- --- ---
Gebäude 7 - 50 7 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20 4 - 20
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 3 - 23

2.3.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien: Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und nicht für die eigene Produktion genutzt werden. Bei der SCHUMAG werden Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung erfolgte entsprechend IAS 40 i.V.m. IAS 16.5. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten Grundstücke und Gebäude, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt werden.

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Nutzungsdauer als Finanzinvestition gehaltener Immobilien 2016/17 2015/16
Jahre Jahre
--- --- ---
Gebäude 10 - 40 10 - 40

2.3.9 Wertminderungen: Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird ein Impairment-Test durchgeführt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag (fair value less cost to sale / value in use) unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal auf die fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten vorgenommen (vgl. Anmerkung 2.4.5).

2.3.10 Leasing: Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen der SCHUMAG-Konzern als Leasing-nehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der SCHUMAG-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden als Operatingleasing eingeordnet. Der verleaste Vermögenswert verbleibt in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasing-verhältnisses.

2.3.11 Ertragsteuern: Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der SCHUMAG-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 10 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der zukünftigen Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und beabsichtigt wird, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig zu realisieren.

2.3.12 Vorräte: Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen.

2.3.13 Pensionsrückstellungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie Gewinne und Verluste aus Asset Ceiling werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

2.3.14 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst.

2.3.15 Finanzinstrumente: Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, d. h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der SCHUMAG aus gewährten Krediten und Forderungen sowie Zahlungsmitteln zusammen. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar erfolgwirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien nach IAS 39, für die unterschiedliche Bewertungsregeln gelten:

— Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte*

— Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte*

— Kredite und Forderungen

— Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte*

— Effektive Derivate als Sicherungsinstrumente*

* im SCHUMAG-Konzern für die dargestellten Berichtsperioden nicht relevant

Unter „Kredite und Forderungen" werden im SCHUMAG-Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel erfasst. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Liegen bei diesen finanziellen Vermögenswerten objektive Anzeichen für eine substanzielle Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten Zahlungsstockungen, die auch nach Aufforderung des Schuldners nicht beseitigt sind oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten bestehen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der SCHUMAG Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

- Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten*

- Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

* im SCHUMAG-Konzern für die dargestellten Berichtsperioden nicht relevant

Der erstmalige Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", ansonsten zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich eventueller Tilgungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Wenn beizulegende Zeitwerte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden diese unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Die Fair Value-Option wird im SCHUMAG-Konzern nicht angewendet.

Die derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitwert angesetzt. Die Steuerung finanzieller Risiken (insbesondere Währungsrisiken) durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist in Anmerkung 28 beschrieben.

2.3.16 Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen: Der Ansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zu nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Zeitwerten.

2.3.17 Segmentberichterstattung: Die Segmentberichterstattung ist gem. dem sogenannten Management Approach an der internen Organisations- und Berichtsstruktur der SCHUMAG ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss abgeleitet.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vorn Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:

2.4.1 Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber: Die SCHUMAG hat im Wesentlichen zwei Leasingverträge zur gewerblichen Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand von Analysen der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigen-turn an diesen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Die Verträge werden dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, wobei der Ausweis der ab 2008 vermieteten Immobilie nach IAS 40 unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt, während die ab 2016 vermietete Immobilie weiterhin nach IAS 16 unter den Sachanlagen ausgewiesen wird, da der Anteil der Eigennutzung der Immobilie wesentlich ist.

2.4.2 Ertragsteuern: Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die SCHUMAG bildet, basierend auf zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.

Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall aktive latente Steuern nicht angesetzt. Die nach dem Wegfall der seinerzeit bestehenden Verlustvorträge im Juni 2014 neu entstandenen Verlustvorträge der deutschen Tochtergesellschaft werden vor dem Hintergrund der Einstellung deren operativen Tätigkeiten voraussichtlich nicht mehr nutzbar sein. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche nicht angesetzt.

2.4.3 Pensionsrückstellungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Renten und Sterbewahrscheinlichkeiten. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfris-tigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der SCHUMAG getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 21 aufgeführt.

2.4.4 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen.

2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments): Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Bei Vorliegen solcher Anhaltspunkte („Triggering Events") wird im Rahmen eines Impairment-Tests der erzielbare Betrag der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Hierfür werden Vermögenswerte auf der niedrigsten identifizierbaren Ebene zusammengefasst, für die Cash-flows weitestgehend von voneinander unabhängigen Einheiten generiert werden können (ZGE). Für die SCHUMAG wurden zwei ZGE identifiziert. Zum einen die Geschäftsaktivitäten im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, zum anderen die operativen Geschäftsaktivitäten des SCHUMAG-Konzerns. Der erzielbare Betrag der ZGE wird durch Ermittlung des Nutzungswerts (value in use) anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cash-flows bestimmt Den geschätzten Cash-flows liegt in der Regel eine von den entsprechenden Gremien im vierten Quartal des Geschäftsjahres genehmigte Unternehmensplanung mit eine Detailplanungszeitraum von drei Jahren zugrunde. Das letzte Planungsjahr bildet die Grundlage für die Ableitung des nachhaltig erzielbaren Zahlungsmittelzuflusses. In die Planung fließen neben prognostizierten Umsatz- sowie Lohn- und Gehaltsentwicklungen insbesondere Einschätzungen zur zukünftigen betrieblichen Leistung ein. Die zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse werden zudem von dem angesetzten Diskontierungszinssatz sowie der für die ewige Rente unterstellten Wachstumsrate beeinflusst. Der Diskontierungszinssatz hängt im Wesentlichen vom risikolosen Zinssatz sowie von Annahmen zum Kreditrisiko und zur Marktrisikoprämie für die Eigenkapitalverzinsung ab.

Sofern der erzielbare Betrag der ZGE unter dem Buchwert ihres Nettovermögens liegt, wird eine Wertminderung vorgenommen.

Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

Im Vorjahr wurden Triggering Events nicht identifiziert. Zum 30. September 2017 belief sich der Börsenkurs der SCHUMAG auf EUR 1,58. Die Börsen- bzw. Marktkapitalisierung zum Bilanzstichtag lag mit TEUR 6.320 unter dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Eigenkapital in Höhe von TEUR 7.940. Damit liegt ein Anhaltspunkt vor, dass Vermögenswerte im Konzernabschluss wertgemindert sein könnten. Der durchzuführende Impairment-Test, bei dem ein Diskontierungszinssatz von 8,6 % und eine Wachstumsrate von 0,5 % angesetzt wurden, ergab, dass der erzielbare Betrag über dem Buchwert des Nettovermögens der jeweiligen ZGE liegt.

2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards

2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS

Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2016/17 erstmalig verpflichtend angewendet. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Amendments to IFRS 11 „Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations" wurden am 6. Mai 2014 veröffentlicht, am 24. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass der Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (Joint Operation), welche einen Geschäftsbetrieb darstellt, unter Anwendung der Regelungen zur Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen in IFRS 3 zu bilanzieren ist. Darüber hinaus sind die relevanten Angabepflichten des IFRS 3 zu erfüllen.

Amendments to IAS 16 and IAS 38 „Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation" wurden am 12. Mai 2014 veröffentlicht, am 2. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen betreffen weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in Ausnahmefällen zulässig.

Amendments to IAS 16 and IAS 41 „Bearer Plants" wurden am 30. Juni 2014 veröffentlicht, am 23. November 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch die Änderungen wird festgelegt, dass fruchttragende Pflanzen künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren sind, da ihre Nutzung vergleichbar ist.

Amendments to IAS 27 „Equity Method in Separate Financial Statements" wurden am 12. August 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Mit der Änderung wird die Equity Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39 / IFRS 9 bleiben erhalten. Seit 2005 war die Anwendung der Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) nach IAS 27 nicht mehr zulässig.

Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle wurden am 25. September 2014 veröffentlicht, am 15. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 5 "Non-current Assets Held for Sale and Dis-continued Operations", IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures", IAS 19 "Employee Benefits" sowie IAS 34 "Interim Financial Reporting".

Amendments to IAS 1 „Disclosure Initiative" wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 18. Dezember 2015 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen umfassen insbesondere Klarstellungen hinsichtlich der Beurteilung der Wesentlichkeit von Anhangangaben, der Darstellung von zusätzlichen Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, der Struktur von Anhangangaben sowie der Darstellung der maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden.

Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 "Investment Entities - Applying the Consolidation Exception" wurden am 18. Dezember 2014 veröffentlicht, am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Änderungen dienen zur Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt.

2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die bereits in EU-Recht übernommen wurden

Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die SCHUMAG plant grundsätzlich keine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

IFRS 15 "Revenue from Contracts with Customers" wurde am 28. Mai 2014 veröffentlicht, zusammen mit den am 11. September 2015 veröffentlichten Amendments to IFRS 15 „Effective Date of IFRS 15" am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse zu erfassen sind. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Revenue", IAS 11 "Construction Contracts" und IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes" Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SCHUMAG werden derzeit noch abschließend untersucht.

IFRS 9 „Financial Instruments" wurde am 24. Juli 2014 veröffentlicht, am 22. November 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 9 löst den bestehenden Standard IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" ab. IFRS 9 umfasst geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Zudem enthält er neue, allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Mögliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SCHUMAG werden derzeit noch abschließend untersucht.

IFRS 16 „Leases" wurde am 13. Januar 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch IFRS 16, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzt, verändert sich im Wesentlichen die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für geringwertige Vermögenswerte sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber entsprechen dagegen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17, für diese ist weiter zwischen Finanzierungsleasing und Operatingleasing zu unterscheiden. Die Erstanwendung von IFRS 16 wird zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte sowie der Finanzschulden führen, während sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen durch die Umgliederung der Verpflichtungen aus Operatingleasing-Verträgen reduzieren werden. Zudem werden die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen durch Abschreibungen der Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Darüber hinaus verschieben sich die Leasingauszahlungen vom Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in den Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit. Bzgl. des derzeitigen Volumens aus Operatingleasing-Verträgen wird auf Anmerkung 29 verwiesen.

Amendments to IAS 12 „Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses" wurden am 19. Januar 2016 veröffentlicht, am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Mit den Anpassungen wird vor allem der Ansatz aktiver latenter Steuern für nicht realisierte Verluste, die sich aus den Fair Value-Änderungen von Schuldinstrumenten ergeben und im sonstigen Ergebnis erfasst werden, klargestellt.

Amendments to IAS 7 „Disclosure Initiative" wurden am 29. Januar 2016 veröffentlicht, am 6. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Durch die Anpassungen sollen die den Abschlussadressaten vermittelten Informationen zum Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit verbessert werden.

Clarifications to IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurden am 12. April 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Klarstellungen betreffen gezielte Änderungen an IFRS 15 in den Bereichen Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Klassifizierung von Prinzipal oder Agent sowie Umsatzerlöse aus Lizenzen. Zu den möglichen Auswirkungen wird auf die Aussagen zu IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" verwiesen.

Amendments to IFRS 4 „Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts" wurden am 12. September 2016 veröffentlicht, am 3. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherer. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und IFRS 4 ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand.

2.5.3 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die noch nicht in EU-Recht übernommen wurden

Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in EU-Recht übernommen worden. Die SCHUMAG plant deren erstmalige Anwendung grundsätzlich zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt nach Übernahme durch die EU und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

Amendments to IFRS 2 „Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions" wurden am 20. Juni 2016 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Durch die Änderungen wird die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich klargestellt.

Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 1 "First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" sowie IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures". Die Änderungen an IFRS 12 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, während die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

IFRIC 22 „Foreign Currency Transactions and Advance Consideration" wurde am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die neue Interpretation stellt klar, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten.

Amendments to IAS 40 „ Transfer of Investment Property" wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Mit den Änderungen wurde klargestellt, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet.

IFRS 17 „Insurance Contracts" wurde am 18. Mai 2017 veröffentlicht und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Der neue Standard ersetzt den bisherigen Standard IFRS 4 und regelt die Grundsätze bzgl. Ansatz, Bewertung und Ausweis von Versicherungsverträgen sowie diesbezügliche Anhangangaben.

IFRIC 23 „Uncertainty over Income Tax Treatments" wurde am 7. Juni 2017 veröffentlicht und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die neue Interpretation ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von solchen Sachverhalten und Transaktionen, die von der zukünftigen Auslegung durch die Steuerbehörden abhängen, welche jedoch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht bekannt ist.

Amendments to IFRS 9 „Prepayment Features with Negative Compensation" wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen an IFRS 9 betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien.

Amendments to IAS 28 „Long-term Interests in Associates and Joint Ventures" wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt.

Annual Improvements to IFRSs 2015-2017 Cycle wurden am 12. Dezember 2017 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 11 "Joint Arrangements", IAS 12 "Income Taxes" sowie IAS 23 "Borrowing Costs".

3. Akquisitionen / Desinvestitionen

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe durchgeführt.

Derzeit sind keine Akquisitionen oder Desinvestitionen vorgesehen.

4. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund von Änderungen in der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 ab dem Geschäftsjahr 2016/17 nachfolgende Segmente. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

Das Segment SCHUMAG bildet die Geschäftsaktivitäten der SCHUMAG am Standort Aachen ab. Es produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Messund Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten sowie Komponenten für medizinische und optische Geräte.

Das Segment Schumag Romania bildet die Geschäftsaktivitäten der Schumag Romania S.R.L. am rumänischen Standort ab. Hier werden neben Komponenten für Automobilzulieferteile insbesondere Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen produziert. Der Vertrieb erfolgt überwiegend über die SCHUMAG.

Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir unter Sonstige Aktivitäten aus. Darin werden die BR Energy GmbH, die operativ nicht mehr aktiv ist, sowie die Konsolidierung abgebildet. Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung konzerninterner Umsätze sowie der entsprechenden Materialaufwendungen.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Eine Aggregation von Segmenten erfolgte nicht.

Segmente

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2016/17 (TEUR) SCHUMAG Schumag Romania Sonstige Aktivitäten Konzern
Umsatz 48.643 3.573 -4.155 48.061
davon Umsätze mit Konzernfremden 47.720 367 -26 48.061
davon Intersegmentumsätze 923 3.206 -4.129 0
Gesamtleistung 49.934 3.616 -4.052 49.498
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 1.894 -457 279 1.716
Ergebnis vor Steuern 1.541 -470 170 1.241
Finanzerträge 118 0 -100 18
Finanzierungsaufwendungen -471 -13 -9 -493
Abschreibungen -1.316 -167 -4 -1.487
Investitionen 1.688 32 58 1.778
Langfristige Vermögenswerte 22.229 1.545 -2.298 21.476
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 471 92 3 566

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2015/16 (TEUR) SCHUMAG Schumag Romania Sonstige Aktivitäten Konzern
Umsatz* 46.392 4.131 -4.647 45.876
davon Umsätze mit Konzernfremden 45.407 489 -20 45.876
davon Intersegmentumsätze 985 3.642 -4.627 0
Gesamtleistung 46.783 4.215 -4.723 46.275
Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 941 309 7 1.257
Ergebnis vor Steuern 305 296 -98 503
Finanzerträge 117 0 -105 12
Finanzierungsaufwendungen -753 -13 0 -766
Abschreibungen -1.269 -173 -17 -1.459
Investitionen 894 179 -109 964
Langfristige Vermögenswerte 22.979 1.689 -2.316 22.352
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 498 101 0 599

*im Geschäftsjahr 2016/17 wurden Mieterlöse erstmals unter den Umsatzerlösen ausgewiesen; zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst (vgl. Anmerkung 2)

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen TEUR 19.882 (Vorjahr TEUR 20.623) auf Deutschland und TEUR 1.594 (Vorjahr TEUR 1.729) auf Rumänien.

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde mit drei Kunden (Vorjahr zwei Kunden) jeweils mindestens 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze beliefen sich auf TEUR 7.087, TEUR 6.391 und TEUR 5.932 (Vorjahr TEUR 6.732 und TEUR 5.975).

Die Umsätze mit Konzernfremden aus den aufgeführten Produkten betrugen TEUR 47.267 (Vorjahr TEUR 44.793), davon für das Segment SCHUMAG TEUR 46.926 (Vorjahr TEUR 44.324) sowie für das Segment Schumag Romania TEUR 367 (Vorjahr TEUR 489). Aus Vermietung wurden im Segment SCHUMAG Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 794 (Vorjahr TEUR 1.083) erzielt.

Bzgl. eines wesentlichen Ertragspostens verweisen wir auf Anmerkung 5.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende zahlungsunwirksame Wertminderungsaufwendungen enthalten, die vollständig dem Segment Schumag Romania zuzuordnen sind:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte -67 0
-67 0

Wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Segmente durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger ist das EBIT.

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

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Sitz des Kunden 2016/17 2015/16*
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 17.431 36,3 18.250 39,8
Sonstige EU-Länder 9.873 20,5 10.399 22,7
Übriges Europa 1.225 2,6 1.651 3,6
USA 12.645 26,3 10.320 22,5
Lateinamerika 1.701 3,5 423 0,9
Asien 5.186 10,8 4.833 10,5
48.061 100,0 45.876 100,0

*im Geschäftsjahr 2016/17 wurden Mieterlöse erstmals unter den Umsatzerlösen ausgewiesen; zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst (vgl. Anmerkung 2)

5. Sonstige betriebliche Erträge

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2016/17 2015/16*
TEUR TEUR
--- --- ---
Versicherungsentschädigungen 262 1
Ertrag aus KWK-Umlage 118 138
Währungsgewinne 77 77
Erträge aus Rückkaufswerten 51 50
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen/ Ausbuchung von Verbindlichkeiten 30 358
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 6 56
Übrige 1.590 135
2.134 815

*im Geschäftsjahr 2016/17 wurden Mieterlöse in Deutschland erstmals unter den Umsatzerlösen ausgewiesen; zur besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst (vgl. Anmerkung 2)

Die Versicherungsentschädigungen beinhalten von unserer Versicherung erstattete Kosten, die im Zusammenhang mit der Bearbeitung einer Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfra-gen sowie bei einem Transportschaden anfielen.

Der Ertrag aus KWK-Umlage umfasst den vom Stromnetzbetreiber vergüteten KWK-Zuschlag im Zusammenhang mit der Nutzung des Blockheizkraftwerks (BHKW).

Die Erträge aus Rückkaufswerten resultieren aus Rückdeckungsversicherungen, die keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 darstellen.

In den übrigen Erträgen ist neben einer Vielzahl kleinerer Posten im Wesentlichen der Erlös der SCHUMAG aus der vorzeitigen Beendigung des Mietvertrags mit der SMS group (TEUR 1.406) enthalten.

6. Materialaufwand

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
sowie für bezogene Waren -8.820 -8.713
Aufwendungen für bezogene Leistungen -4.036 -2.399
-12.856 -11.112

Die Erhöhung der Aufwendungen für bezogene Leistungen ist vor allem auf den gezielten, temporären Aufbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

7. Personalaufwand

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Löhne und Gehälter -23.590 -22.971
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.606 -4.691
davon für Altersversorgung -136 -385
-28.196 -27.662

An gesetzliche Rentenversicherungsträger wurden Beiträge in Höhe von TEUR 1.863 (Vorjahr TEUR 1.841) abgeführt.

Durchschnittlicher Personalbestand

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2016/17 2015/16
Arbeiter 471 494
Angestellte 68 77
Auszubildende 27 28
566 599

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Instandhaltung -1.736 -1.438
Versicherungskosten -349 -362
Sonstige Fremd- und Serviceleistungen -326 -239
Leasing- und Mietkosten -279 -214
IT-Kosten -259 -255
Beratungskosten -197 -277
Factoring -157 -159
Währungsverluste -89 -137
Übrige -1.851 -1.704
-5.243 -4.785

Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten.

9. Finanzergebnis

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18 12
Finanzerträge 18 12
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -493 -766
Finanzierungsaufwendungen -493 -766
Finanzergebnis -475 -754
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR -340 (Vorjahr TEUR -570) enthalten (vgl. Anmerkung 21).
Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf:
2016/17 2015/16
TEUR TEUR
Gesamtzinsertrag 18 12
Gesamtzinsaufwand -160 -200

10. Ertragsteuern

In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 16,625 % (Vorjahr 16,625 %), so dass für beide Gesellschaften Steuern mit 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) angesetzt werden.

Der von der ausländischen Gesellschaft erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei der ausländischen Gesellschaft werden die Steuern mit dem in Rumänien maßgeblichen Steuersatz von 16 % (Vorjahr 16 %) ermittelt.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern teilen sich wie folgt auf:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Tatsächliche Steuern
SCHUMAG -176 175
Ausländische Tochtergesellschaften 2 -30
-174 145
davon für Vorjahre 1 175
Latente Steuern
Steueraufwand -441 -284
Steuerertrag 128 165
-313 -119
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteuern -487 26

Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR -689 (Vorjahr TEUR 1.053).

Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden:

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Latenter Steueraufwand Latenter Steuerertrag
2016/17 2015/16 2016/17 2015/16
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte -39 0 0 0
Sachanlagen -56 -9 85 112
Vorräte und Forderungen -22 -12 9 1
Pensionsrückstellungen -174 -126 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -115 -137 34 16
Steuerlicher Verlustvortrag -35 0 0 35
Sonstiges 0 0 0 1
-441 -284 128 165

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
30.9.2017 30.9.2016 30.9.2017 30.9.2016
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 0 0 39 0
Sachanlagen 107 76 3.539 3.535
Vorräte und Forderungen 91 104 0 0
Pensionsrückstellungen 3.196 4.060 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 361 441 0 0
Verlustvorträge 0 35 0 0
Sonstiges 0 0 1 0
Bruttowert 3.755 4.716 3.579 3.535
Saldierung -3.531 -3.535 -3.531 -3.535
Bilanzansatz 224 1.181 48 0

Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge kann bei wesentlichen Anteilseignerwechseln entfallen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern grundsätzlich realisiert werden können.

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Im Rahmen von Gesellschafterwechseln können steuerliche Verlustvorträge ganz oder teilweise entfallen. Wesentliche ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Zum 30. September 2017 wurden auf inländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 678 (Vorjahr TEUR 527) keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Steuerliche Überleitungsrechnung

Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der SCHUMAG von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) ergebenden Ertragsteuern lassen sich zu den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt überleiten:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis vor Steuern 1.241 503
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz der SCHUMAG) -403 -163
Steuern aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen 32 -5
Steuern aus abweichenden ausländischen Steuersätzen -78 49
Latente Steuern infolge von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen 17 16
Nichtansatz von latenten Steuern -49 -
Aperiodische Effekte -4 175
Sonstige Steuereffekte -2 -3
Ausgewiesene Ertragsteuern -487 26
Steuerquote 39,2% -5,2%

11. Ergebnis je Aktie

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2016/17 2015/16
Ergebnis nach Steuern (in TEUR) 754 529
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 4.000.000 4.000.000
Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) 0,19 0,13

Verwässerungseffekte ergaben sich nicht.

12. Immaterielle Vermögenswerte

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Entwicklung 2016/17 Entwicklungskosten Software Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2016 0 838 838
Zugänge 120 50 170
Abgänge 0 87 87
Stand am 30.9.2017 120 801 921
Abschreibungen
Stand am 1.10.2016 0 790 790
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 0 -1 -1
Zugänge 0 32 32
Abgänge 0 86 86
Stand am 30.9.2017 0 735 735
Nettobuchwert am 30.9.2017 120 66 186

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Entwicklung 2015/16 Entwicklungskosten Software Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2015 0 831 831
Zugänge 0 10 10
Abgänge 0 3 3
Stand am 30.9.2016 0 838 838
Abschreibungen
Stand am 1.10.2015 0 761 761
Zugänge 0 32 32
Abgänge 0 3 3
Stand am 30.9.2016 0 790 790
Nettobuchwert am 30.9.2016 0 48 48

Die aktivierten Entwicklungskosten entstanden aus einer internen Entwicklung und stellen somit selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte dar. Geschäfts- oder Firmenwerte liegen nicht vor.

13. Sachanlagen

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Entwicklung 2016/17 Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2016 15.830 23.695 6.762 262 46.549
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -46 -3 -26 0 -75
Zugänge 118 763 543 57 1.481
Abgänge 3 656 349 0 1.008
Umbuchungen -212 24 -1 -104 -293
Stand am 30.9.2017 15.687 23.823 6.929 215 46.654
Abschreibungen
Stand am 1.10.2016 4.369 21.038 5.776 156 31.339
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -13 -3 -17 0 -33
Zugänge 358 736 355 0 1.449
Abgänge 0 627 343 0 970
Umbuchungen -281 2 -10 0 -289
Stand am 30.9.2017 4.433 21.146 5.761 156 31.496
Nettobuchwert am 30.9.2017 11.254 2.677 1.168 59 15.158

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Entwicklung 2015/16 Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2015 15.798 24.019 6.930 171 46.918
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -12 -1 -6 -1 -20
Zugänge 44 643 161 106 954
Abgänge 0 966 337 0 1.303
Umbuchungen 0 0 14 -14 0
Stand am 30.9.2016 15.830 23.695 6.762 262 46.549
Abschreibungen
Stand am 1.10.2015 4.004 21.271 5.762 156 31.193
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -2 0 -3 0 -5
Zugänge 367 715 345 0 1.427
Abgänge 0 948 328 0 1.276
Stand am 30.9.2016 4.369 21.038 5.776 156 31.339
Nettobuchwert am 30.9.2016 11.461 2.657 986 106 15.210

Die Sachanlagen enthalten 12 (Vorjahr 10) geleaste Produktionsmaschinen für das Segment SCHUMAG, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist.

Die Anschaffungskosten und der Nettobuchwert der geleasten Sachanlagen sind nachfolgend aufgeführt:

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30.9.2017 30.9.2016
Anschaffungskosten Nettobuchwert Anschaffungskosten Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Technische Anlagen und Maschinen 468 322 448 404
Betriebs- und Geschäftsausstattung 117 108 38 35
585 430 486 439

Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in Anmerkung 23 erläutert.

14. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Entwicklung 2016/17

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TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2016 4.804
Zugänge 127
Umbuchungen 293
Stand am 30.9.2017 5.224
Abschreibungen
Stand am 1.10.2016 692
Zugänge 6
Umbuchungen 289
Stand am 30.9.2017 987
Nettobuchwert am 30.9.2017 4.237

Entwicklung 2015/16

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TEUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.10.2015 4.804
Stand am 30.9.2016 4.804
Abschreibungen
Stand am 1.10.2015 692
Stand am 30.9.2016 692
Nettobuchwert am 30.9.2016 4.112

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie ist im Geschäftsjahr 2008/09 aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Auf Basis eines Gutachtens vom 28. September 2016 ergibt sich unter Berücksichtigung der anteiligen Grundstücksnutzung im Verhältnis zur bebauten Grundfläche insgesamt ein über dem Buchwert liegender Zeitwert in Höhe von TEUR 4.501. Die Werte des zugrunde liegenden Gutachtens wurden von einem unabhängigen zertifizierten Immobiliengutachter (HypZert) im Ertragswertverfahren unter Annahme eines Zinssatzes von 7,80 % ermittelt.

Aus der Vermietung der Immobilie resultieren Mieterträge von TEUR 625 (Vorjahr TEUR 1.030) sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR 232 (Vorjahr TEUR 486) (vgl. Anmerkung 29).

15. Vorräte

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.207 1.328
Unfertige Erzeugnisse 4.463 4.620
Fertige Erzeugnisse 2.347 3.176
9.017 9.124

Von den bilanzierten Vorräten sind TEUR 365 (Vorjahr TEUR 955) zu ihrem unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegenden Nettoveräußerungswert bilanziert.

Wertminderungen von Vorräten erhöhten den Materialaufwand des Segments SCHUMAG um TEUR 288 (Vorjahr TEUR 256) und des Segments Schumag Romania um TEUR 10 (Vorjahr TEUR 0).

16. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen sich wie folgt dar:

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Buchwert weder wertgemindert noch überfällig nicht wertgemindert, aber überfällig
überfällig bis 30 Tage überfällig 31 bis 60 Tage
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
30.9.2017 3.987 3.838 149 0
30.9.2016 3.449 3.320 68 61

Wir gehen davon aus, dass die überfälligen Forderungen einbringlich sind.

Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 1.10. 95 149
Erfolgswirksame Zuführung 10 0
Erfolgswirksame Auflösung 0 -10
Nicht erfolgswirksame Inanspruchnahme -25 -44
Stand 30.9. 80 95

Es besteht ein Factoringvertrag über den Verkauf von Forderungen. Auf Basis des Vertrags erhält die SCHUMAG als Gegenleistung für den Verkauf den Kaufpreis der Forderungen abzüglich eines Betrags für Factor-Gebühren, Zinsen und Kostenerstattungen. Der Wert der zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 4.355 (Vorjahr TEUR 3.941). Da das Eigentum dieser Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übergegangen ist, erfolgt kein Ansatz in der Bilanz der SCHUMAG.

17. Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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30.9.2017 30.9.2016
davon kurzfristig davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 60 60 70 70
Übrige Vermögenswerte 3.335 1.664 3.297 1.496
3.395 1.724 3.367 1.566

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., LTD., Tonglu County, Hangzhou/China.

Die übrigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft 1.500 1.500
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 506 534
Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft 501 445
Kautionen/Hinterlegungen 345 315
Forderungen an Mitarbeiter 319 313
Verpfändete Bankguthaben 75 75
Übrige 89 115
3.335 3.297

Die Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft beinhalten die im Geschäftsjahr 2012/13 zum Erwartungswert angesetzte Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., deren Erfüllung nach mehr als einem Jahr erwartet wird.

Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar.

Die Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft beinhalten Forderungen aus dem Factoring-Vertrag .

Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen Verpflichtungen aus Leasingverträgen sowie Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten.

Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen.

Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betragen TEUR 56 (Vorjahr TEUR 82).

18. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

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30.9.2017 30.9.2016
davon kurzfristig davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Geleistete Anzahlungen 2 2 10 10
Rechnungsabgrenzungen 78 78 83 83
Steuererstattungsansprüche 91 91 58 58
171 171 151 151

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.

Die Steuererstattungsansprüche enthalten ausschließlich Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer.

19. Zahlungsmittel

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Guthaben bei Kreditinstituten 3.250 3.607
Kassenbestände 13 11
3.263 3.618

20. Eigenkapital

Das Eigenkapital besteht ausschließlich aus Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens.

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit ab dem 1. März 2016 bis zum 29. April 2020 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 2.556.459,41 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar für Spitzenbeträge und bei Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 511.291,89 unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen.

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten neben den Auswirkungen der Umstellungen des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS zum 1. Oktober 2004 die Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie sonstige gemäß den IFRS erfolgsneutral vorzunehmende Veränderungen.

Die Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und der darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 1.10. -6.636 -4.449
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 2.121 -3.240
Latente Steuern -689 1.053
Veränderung 1.432 -2.187
Stand 30.9. -5.204 -6.636

Der Konzernbilanzverlust enthält die aufgelaufenen Konzernergebnisse sowie die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 15.893) sowie der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 511).

Maßgeblich für eine durch die Hauptversammlung zu beschließende Ausschüttung ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Für das Geschäftsjahr 2016/17 ist eine Ausschüttung nicht vorgesehen.

Sonstiges Ergebnis nach Steuern

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den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
2016/17 Währungsumrechnung Gewinnrücklagen Gesamt
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe -53 0 -53
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern 0 1.432 1.432
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -53 1.432 1.379

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den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
2015/16 Währungsumrechnung Gewinnrücklagen Gesamt
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe 4 0 4
Gewinne aus Asset Ceiling aus leistungsorientierten Plänen 0 26 26
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern 0 -2.187 -2.187
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 4 -2.161 -2.157

Kapitalmanagement

Zu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der SCHUMAG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stake-holder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu dienten vor allem die Stabilisierung der Ertragslage sowie die weitere Nutzung des Factorings.

Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Mietkauf.

Derzeit entspricht das wirtschaftliche Eigenkapital dem bilanziellen Eigenkapital. Zum 30. September 2017 erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 14 % auf 20 %.

21. Pensionsrückstellungen

Den Mitarbeitern der SCHUMAG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten sind, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde:

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)

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30.9.2017 30.9.2016
% %
--- --- ---
Rechnungszins 2,05 1,30
Rententrend 1,75 1,75
Fluktuation 1,25 1,25

Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen

Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die - soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten - als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden. Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen.

Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert am 1.10. 26.930 24.190
Laufender Dienstzeitaufwand 97 260
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 100
Zinsaufwand 340 570
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen -2.121 3.240
Rentenzahlungen -1.411 -1.430
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 23.835 26.930
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1.10. -1.472 -1.357
Erwartete Erträge aus Planvermögen -22 -24
Arbeitgeberbeiträge -65 -65
Effekte aus Asset Ceiling 0 -26
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.9. -1.559 -1.472
Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 22.276 25.458

Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen entspricht den bilanzierten Pensionsrückstellungen.

Zusammensetzung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Verluste (+) / Gewinne (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen -2.161 3.238
Verluste (+) aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 40 2
-2.121 3.240

Seit Einführung der Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen unmittelbar mit den Gewinnrücklagen nach IAS 19.93A wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 7.709 (Vorjahr TEUR 9.831) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Zusammensetzung der Nettopensionsaufwendungen

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Laufender Dienstzeitaufwand -97 -260
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -100
Nettozinsaufwand -318 -546
Nettopensionsaufwendungen -415 -906

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen, die Erfassung des laufenden sowie des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt im Personalaufwand.

Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Risiken im Hinblick auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere durch Veränderungen bei den angesetzten Bewertungsannahmen wie dem Rechnungszins, dem Rententrend und den Sterbetafeln. Die nachfolgende Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die bei angemessener Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglichen Veränderungen der Bewertungsannahmen die Anwartschaftsbarwerte bei ansonsten konstant gehaltenen Prämissen beeinflusst hätten.

Sensitivitätsbetrachtung

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30.9.2017 Anwartschaftsbarwert barwert Veränderung
TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Ansatz Konzernbilanz 23.835 - -
Rechnungszins + 0,50% 22.472 -1.363 -5,7
Rechnungszins -0,50% 25.348 1.513 6,3
Rententrend + 0,25% 24.431 596 2,5
Rententrend -0,25% 23.262 -573 -2,4
Lebenserwartung + 1 Jahr 24.893 1.058 +0,4

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30.9.2016 Anwartschaftsbarwert barwert Veränderung
TEUR TEUR %
Ansatz Konzernbilanz 26.930 - -
Rechnungszins + 0,50% 25.255 -1.675 -6,2
Rechnungszins -0,50% 28.802 1.872 7,0
Rententrend + 0,25% 27.529 599 2,2
Rententrend -0,25% 26.357 -573 -2,1
Lebenserwartung + 1 Jahr 28.172 1.242 4,6

Neben einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen können Änderungen bei den Bewertungsannahmen auch zu gegenüber den bisherigen Erwartungen höheren Nettopensionsaufwendungen und Rentenzahlungen führen.

Aufteilung Anwartschaftsbarwerte nach Gruppen von Versorgungsberechtigten

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Anwartschaftsbarwert 30.9.2017 30.9.2016
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Aktive Anwärter 3.922 16,4 4.628 17,2
Unverfallbar ausgeschiedene Anwärter 3.573 15,0 3.962 14,7
Rentner 16.340 68,6 18.340 68,1
23.835 100,0 26.930 100,0

Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt 13 Jahre (Vorjahr 14 Jahre).

Die für das Geschäftsjahr 2017/18 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2017 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.472. Die Zahlungen werden derzeit vollständig aus dem operativen Cash-flow finanziert.

Das Planvermögen ist im Wesentlichen ausfinanziert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 65 belaufen. Sollten die tatsächlichen Planerträge aus den Versicherungspolicen niedriger als bisher angenommen sein, würde sich die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen erhöhen. Zudem müssten dann zukünftige Rentenzahlungen für Sonderzusagen zum Teil aus dem operativen Cashflow finanziert werden.

22. Übrige Rückstellungen

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Auftragsrückstellungen Sonstige Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand am 30.9.2016 986 167 1.153
Zuführung 874 194 1.068
Inanspruchnahme -886 -129 -1.015
Auflösung 0 -3 -3
Stand am 30.9.2017 974 229 1.203
davon kurzfristig 852 220 1.072
davon langfristig 122 9 131

Die Auftragsrückstellungen umfassen Drohverluste für Verpflichtungen aus laufenden Verträgen mit Dritten und Garantieleistungen insbesondere für im Berichtsjahr verkaufte Produkte sowie einen Einzelfall im Zusammenhang mit der mit einem Kunden bestehenden Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten. SCHUMAG geht davon aus, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Garantieleistungen im Geschäftsjahr 2017/18 zu begleichen. Diesbezügliche Erstattungen werden nicht erwartet.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten.

23. Finanzschulden

Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2017 30.9.2016
davon kurzfristig davon kurzfristig
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TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 496 496 420 420
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 324 184 402 150
Sonstige Darlehen 500 0 500 500
1.320 680 1.322 1.070

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten die Inanspruchnahme einer unbefristeten Kontokorrentlinie der Schumag Romania über maximal TEUR 500 mit einem Zinssatz von 1-Monats-Euribor zzgl. 2,7 %. Als Sicherheit dient eine Grundschuld über TEUR 650. Die Sicherheitennehmer sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds, insbesondere wenn die

SCHUMAG fälligen Verpflichtungen aus den Kreditvereinbarungen nicht nachkommt, die bestehenden Sicherheiten nach angemessener Fristsetzung zu verwerten.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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30.9.2017
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Mindestleasingrate 193 141 334
Zinsanteil 9 1 10
Leasingverbindlichkeit 184 140 324
30.9.2016
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Mindestleasingrate 166 262 428
Zinsanteil 16 10 26
Leasingverbindlichkeit 150 252 402

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing resultieren aus 12 Anlagen (Vorjahr 10) innerhalb der Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründen (vgl. Anmerkung 13).

Es existiert ein gewährtes Drittdarlehen über insgesamt TEUR 1.000, das eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019 hat. Das Darlehen wird mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % p.a. verzinst. Als Sicherheit dient die Sicherungsübereignung der sich im rechtlichen Eigentum der SCHUMAG befindlichen Maschinen. Der Buchwert dieser Maschinen beläuft sich zum 30. September 2017 auf TEUR 1.936 (Vorjahr TEUR 2.127). In den sonstigen Darlehen ist die Inanspruchnahme des gewährten Drittdarlehens in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr TEUR 500) ausgewiesen.

Restlaufzeiten Finanzschulden

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
bis 1 Jahr 680 1.070
1 bis 5 Jahre 640 252
1.320 1.322

Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 28 dargestellt.

24. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

25. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

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30.9.2017 30.9.2016
davon kurzfristig davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten Personal 3.630 2.828 3.182 2.251
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 70 70 65 65
Übrige Verbindlichkeiten 186 186 318 318
3.886 3.084 3.565 2.634

Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Weihnachtsgeld, Urlaubsentgelt, Personalkosten für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Jubiläumsgeld.

Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung zur Insolvenzsicherung durch ein Aval besichert.

Zum 30. September 2017 standen der SCHUMAG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 750) zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug wie im Vorjahr TEUR 500. Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von unverändert zum Vorjahr TEUR 75.

Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten

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30.9.2017
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten Personal 2.828 410 392 3.630
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 70 0 0 70
Übrige Verbindlichkeiten 186 0 0 186
3.084 410 392 3.886

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30.9.2016
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten Personal 2.251 485 446 3.182
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 65 0 0 65
Übrige Verbindlichkeiten 318 0 0 318
2.634 485 446 3.565

26. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten

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30.9.2017 30.9.2016
davon kurzfristig davon kurzfristig
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 0 0 115 115
Steuerverbindlichkeiten 298 298 422 422
298 298 537 537

Steuerverbindlichkeiten betreffen vor allem Lohn- und Umsatzsteuer für den Monat September.

27. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
Bestellobligo Investitionen 777 100
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 632 389
Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) 352 667
Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) 287 543
Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 244 233
2.292 1.932

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit dem Wert der vereinbarten zukünftigen Zahlungen angesetzt.

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten:

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30.9.2017 30.9.2016
TEUR TEUR
--- --- ---
bis 1 Jahr 264 221
1 bis 5 Jahre 368 168
632 389

Weitere Angaben zu Operatingleasing-Verträgen sind in Anmerkung 29 enthalten.

28. Finanzinstrumente

Buchwerte nach Bewertungskategorien

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Buchwert 30.9.2017 Kredite und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen 3.987 3.987 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.395 3.395 -
Zahlungsmittel 3.263 3.263 -
Finanzielle Vermögenswerte 10.645 10.645 -
Finanzschulden (ohne Finanzierungsleasing) 996 - 996
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 324 - 324
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.659 - 2.659
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.886 - 3.886
Finanzielle Verbindlichkeiten 7.865 - 7.865

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Buchwert 30.9.2016 Kredite und Forderungen Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen 3.449 3.449 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.366 3.366 -
Zahlungsmittel 3.618 3.618 -
Finanzielle Vermögenswerte 10.433 10.433 -
Finanzschulden (ohne Finanzierungsleasing) 920 - 920
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 402 - 402
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.060 - 2.060
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.565 - 3.565
Finanzielle Verbindlichkeiten 6.947 - 6.947

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente entspricht näherungsweise dem Buchwert.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Kredite und Forderungen -5 77
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -49 -109
-54 -32

Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Kursgewinne aus Fremdwährungsforderungen sowie Verluste aus der Wertberichtigung von Forderungen.

Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" umfasst insbesondere Kursverluste und -gewinne aus Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Sicherungsgeschäfte, die im Einzelfall zur Steuerung der Risiken aus Währungsschwankungen einzelner Forderungen eingesetzt werden.

Zum aktuellen und zum Vorjahresstichtag waren keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Finanzrisikomanagement

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet.

Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der SCHUMAG-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt.

Ausfallrisiken: Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der SCHUMAG dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der Kundenstruktur der SCHUMAG sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor.

Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des SCHUMAG-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet.

29. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing - SCHUMAG als Leasingnehmer

Hierzu verweisen wir auf Anmerkung 23.

Finanzierungsleasing - SCHUMAG als Leasinggeber

SCHUMAG tritt nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf.

Operatingleasing - SCHUMAG als Leasingnehmer

Die Operatingleasing-Verträge, bei denen SCHUMAG Leasingnehmer ist, haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing. Darüber hinaus wird ab August 2014 ein Blockheizkraftwerk (BHKW) geleast, durch dessen Nutzung deutliche Einsparungen bei den Energiekosten erzielt werden. Der Pachtvertrag enthält eine Kaufoption für das BHKW nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 48 Monaten, welche im Oktober 2017 gezogen wurde. Im Rahmen der Vertragsabwicklung reduziert sich die Vertragslaufzeit auf 45 Monate.

Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2017
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 257 368 625

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30.9.2016
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
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TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 175 162 337

Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2016/17 wurden Mindestleasingzahlungen in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr TEUR 176) als Aufwand erfasst.

Operatingleasing - SCHUMAG als Leasinggeber

Die SCHUMAG vermietet im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen im Wesentlichen die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie sowie eine Teilfläche der in 2010 errichteten Produktionshalle. Die feste Mietdauer für das ab 1. Januar 2017 neue Mietverhältnis bzgl. der als Finanzinvestition gehaltene Immobilie beträgt 5 Jahre. Das Mietverhältnis für die ab dem 1. August 2016 vermietete Teilfläche der Produktionshalle hat eine unkündbare Mietdauer von 6 Jahren.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasing-Verhältnissen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2017
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 624 2.502 0 3.126

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30.9.2016
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 772 1.309 120 2.201

30. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der SCHUMAG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für die Betrachtungszeiträume sind nachfolgend aufgeführt:

Gesellschafter

Meibah International GmbH

Miaocheng Guo

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Birmingham/GB)

Peter Koschel

Norbert Thelen

Organmitglieder (= Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen)

Aufsichtsrat SCHUMAG Aktiengesellschaft

Vorstand SCHUMAG Aktiengesellschaft

Andere

Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd.

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Düsseldorf)

Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 33 wiedergegeben sind.

Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 31 aufgeführt.

Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

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2016/17
Gesellschafter Organmitglieder Andere
--- --- --- ---
Geschäftsbeziehung TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Bezüge der Organmitglieder 0 738 0
Ausstehende Forderungen 20 0 60
Offenstehende Verbindlichkeiten 0 120 0

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2015/16
Gesellschafter Organmitglieder Andere
--- --- --- ---
Geschäftsbeziehung TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Bezüge der Organmitglieder 0 738 0
Ausstehende Forderungen 12 0 0
Offenstehende Verbindlichkeiten 2 0 0

Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht innerhalb des Konzernlageberichts erläutert.

31. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Bezüge des Vorstands (kurzfristig fällige Leistungen) 660 660
davon feste Vergütungen 600 600
davon variable Vergütungen 60 60
Bezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Leistungen) 68 68
davon feste Vergütungen 50 49
davon sonstige Auslagen 18 19

Ein Teil der Vergütung für Herrn Dr. Ohlinger ist bis auf Weiteres zinslos gestundet.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands zum 30. September 2017 betragen TEUR 993 (Vorjahr TEUR 1.004).

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 730 (Vorjahr TEUR 719).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind TEUR 10.339 (Vorjahr TEUR 11.378) zurückgestellt.

Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts der SCHUMAG verwiesen.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

Vorsitzender

Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

Miaocheng Guo, Tonglu, Provinz ZhejiangNolksrepublik China

Geschäftsführer der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., und der Hangzhou Maximum Real Estate Co., Ltd., beide mit Sitz in Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China

ohne weitere Mitgliedschaft

Yun Guo, Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China

Vertriebsleiterin der Hangzhou Meibah Precision Machinery Co., Ltd., Tonglu, Provinz Zhejiang/Volksrepublik China, und Geschäftsführerin der Meibah International GmbH, Mainz

ohne weitere Mitgliedschaft

Peter Koschel, Berlin

General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham/Großbritannien

ohne weitere Mitgliedschaft

Jürgen Milion, Alsdorf (bis 15. Dezember 2017)

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

Vassilios Sevdalis, Nea Erythrea im Regionalbezirk Athen/Griechenland

Diplom-Kaufmann, Pensionär

ohne weitere Mitgliedschaft

Vorstand

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

Dipl.-Ökonom

Mitgliedschaften

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)

32. Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Für vom Abschlussprüfer erbrachte bzw. noch zu erbringende Dienstleistungen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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2016/17 2015/16
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 126 110
Sonstige Leistungen 0 2
126 112

33. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.

Die Meibah International GmbH (vormals Blitz 14-69 GmbH), Mainz (vormals München), Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt.

Herr Miaocheng Guo, China, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 23. Juni 2014 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 % und 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 52,15 % (2.085.807 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Meibah International GmbH, Mainz (vormals München), Deutschland.

Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 13. September 2017 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 19,82 % (792.717 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 19,59 % (783.672 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich (Zurechnung: 19,59 % entsprechend 783.672 Stimmrechten).

Gern, den aktuell vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen halten folgende Parteien derzeit mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:

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Meibah International GmbH: 52,15 %
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.: 19,59 %
Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): 8,34 %
Streubesitz: 19,92 %

Darüber hinaus hat die Meibah International GmbH gem. Bekanntmachung im Bundesanzeiger vorn 9. September 2014 im Rahmen des öffentlichen freiwilligen Übernahmeangebots weitere rund 2,43 % der Stimmrechte der SCHUMAG übernommen, so dass sich der Stimmrechtsanteil nunmehr auf rund 54,58 % beläuft. Der Streubesitzanteil reduziert sich entsprechend auf 17,49 %.

34. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Anteil Schumag AG Nominalkapital Eigenkapital1) Ergebnis des Geschäftsjahres1)
BR Energy GmbH, Aachen 100% TEUR 100 TEUR 0 2) TEUR -151
Schumag Romania S.RL, Timisoara, Chisoda/Rumänien 100% TRON 9.560 TE UR 2.271 3) TEUR 117 3)

1) nach jeweiligem Landesrecht

2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 4.059

3) Bilanzstichtag 31.12.2016

35. Erklärung nach § 161 AktG

Im Januar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

36. Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Im Geschäftsjahr 2016/17 erfolgten im Rahmen des Zugangs von Sachanlagen aus Finanzierungsleasing nicht-zahlungswirksame Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 79. Die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (TEUR 157) betrafen insgesamt 12 geleaste Anlagen.

Die Auszahlungen für Ertragsteuern im Berichtsjahr (TEUR 560) betrafen zum einen die für das Geschäftsjahr 2014/15 festgesetzte Körperschaft- und Gewerbesteuer. Zudem waren bzgl. der Körperschaft Vorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2016/17 zu leisten.

Die Ein-/Auszahlungen für Zinsen sowie für Ertragsteuern sind dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzuordnen.

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im zusammengefassten Lagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage.

37. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die mit einem Kunden bestehende Mängelrüge in Verbindung mit Produkthaftungsfragen konnte im ersten Quartal 2017/18 in Zusammenarbeit mit dem Kunden und unserer Versicherung außergerichtlich beigelegt werden. Der entsprechende vertraglich vereinbarte Selbstbehalt wurde unsererseits geleistet und war zum 30. September 2017 in unseren Rückstellungen berücksichtigt.

Mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 ist Herr Milion aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

Aachen, 29. Dezember 2017

**SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand**

Dr. Johannes Ohlinger

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern oder Schumag) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns (Konzernlagebericht) der Schumag Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

— entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB a.F. anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 und

— vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Sachanlagen des Konzerns

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt 2.3.9 und 2.4.5. Der Geschäftsverlauf des Konzerns der Schumag Aktiengesellschaft ist auf Seite 5 ff. und die voraussichtliche Entwicklung mit ihren Risiken ist auf Seite 28 f. des Konzernlageberichts erläutert.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Sachanlagen betragen zum 30. September 2017 EUR 15,2 Mio und stellen mit 38,1 % der Bilanzsumme einen erheblichen Anteil an den Vermögenswerten dar.

Ergeben sich Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen, ermittelt der Konzern zum Abschlussstichtag den erzielbaren Betrag und vergleicht diesen mit dem jeweiligen Buchwert.

Zum 30. September 2017 betrug der Börsenkurs der Aktien der Schumag Aktiengesellschaft EUR 1,58 je Aktie. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile beträgt 4.000.000 Stück. Dies bedeutet eine Börsenkapitalisierung der Schumag Aktiengesellschaft und des Schumag Konzerns zum 30. September 2017 von EUR 6,3 Mio. Das Konzern-Eigenkapital zum 30. September 2017 beträgt EUR 7,9 Mio.

Eine zum Bilanzstichtag unter dem Konzern-Eigenkapital liegende Börsenkapitalisierung ist nach den Vorschriften des IAS 36 ein Anhaltspunkt für das Vorliegen einer Wertminderung der Vermögenswerte des Konzerns.

Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag der Vermögenswerte, ergibt sich eine Wertminderung. Der erzielbare Betrag wird anhand des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt regelmäßig auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

Die Werthaltigkeitsprüfung der Sachanlagen des Konzerns ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen insbesondere die prognostizierten Zahlungsmittelflüsse, die Wachstumsrate sowie die verwendeten Abzinsungssätze. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Sachanlagen des Konzerns nicht in der angesetzten Höhe werthaltig sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir neben der rechnerischen Richtigkeit und URS-Konformität des Bewertungsmodells der Gesellschaft die Angemessenheit der darin einfließenden wesentlichen Annahmen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsmittelflüsse mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Durch Abstimmungen mit intern verfügbaren Prognosen und der vom Vorstand erstellten Planungen haben wir deren interne Konsistenz sichergestellt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den später tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.

Die dem Abzinsungssatz zugrundeliegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie, den Betafaktor sowie die Wachstumsrate haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.

Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Abzinsungssatzes und der erwarteten Zahlungsmittelflüsse auf den erzielbaren Betrag untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die der Werthaltigkeitsprüfung für Sachanlagen zugrunde liegende Vorgehensweise einschließlich des Bewertungsmodells steht in Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die verwendeten Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen.

Bewertung der Rückstellungen für Pensionen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt 2.3.13 und 21.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Pensionsrückstellungen betragen zum 30. September 2017 EUR 22,3 Mio und stellen mit 56,0 % der Bilanzsumme einen erheblichen Anteil an den Passiva der Schumag dar.

Die Pensionsrückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) berechnet. Bei der Berechnung werden für den betroffenen Personenkreis Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Lebenserwartung, der Fluktuation und des Rententrends zugrunde gelegt. Darüber hinaus ist bei der Berechnung der Pensionsrückstellung ein Zinssatz anzusetzen, der aus der Marktrendite von erstklassigen Industrieobligationen abzuleiten ist.

Veränderungen dieser Berechnungsannahmen werden erfolgsneutral direkt im Eigenkapital als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfasst. Der Anstieg des Abzinsungssatzes von 1,3 % im Vorjahr auf 2,05 % führte zu versicherungsmathematischen Gewinnen, die mit EUR 2,1 Mio in den Gewinnrücklagen erfasst wurden.

Die Berechnung der Pensionsruckstellungen beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Pensionsrückstellungen unzutreffend bewertet sind. Ferner besteht das Risiko, dass der Konzernanhang nicht die erforderlichen Angaben zu den wesentlichen Annahmen enthält.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Unter Einbezug unserer Pensionsspezialisten haben wir die IFRS-Konformität der Pensionsrückstellungen, die Angemessenheit des zur Ableitung des Diskontierungssatzes verwendeten Verfahrens und der übrigen versicherungsmathematischen Annahmen sowie die Qualifikation der von der Schumag beauftragten Aktuare beurteilt.

Darüber hinaus haben wir gewürdigt, ob die Erläuterungen im Konzernanhang ausreichend detailliert und sachgerecht sind.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen von der Schumag verwendeten Annahmen und Parameter sind angemessen. Die mit den Pensionsverpflichtungen zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.

Periodengerechte Umsatzrealisierung Präzisionsmechanik

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt 2.3.2. Die Umsatzentwicklung der Schumag Aktiengesellschaft ist in Abschnitt Geschäftsverlauf des Konzernlageberichts auf S. 5ff erläutert.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse der Schumag belaufen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf EUR 48,1 Mio.

Die Schumag erfasst Umsätze aus dem Verkauf von Präzisionsmechanik-Produkten, wenn die Voraussetzungen zur Umsatzrealisierung gegeben sind. Dafür müssen unter anderem die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbunden sind, auf die Kunden übergegangen sein.

Die wesentlichen Märkte der Schumag befinden sich in Europa und den USA. Für die weltweite Lieferung der Produkte werden durch die Schumag unterschiedliche Incoterms vereinbart. Die Incoterms legen den Gefahrenübergang und damit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest.

Aufgrund der Nutzung zum Teil unterschiedlicher Incoterms für den jeweiligen Kunden und der unterschiedlichen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass Umsatzerlöse zum Stichtag vorzeitig realisiert werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und

Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf den Warenausgang und die Faktura beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen für zum Stichtag noch nicht ausgeglichene Umsatzforderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie alternativ durch den Abgleich der Rechnungen mit den externen Liefernachweisen bzw. Zahlungseingängen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Umsätze, die in einem festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Für einen festgelegten Zeitraum vor dem Stichtag haben wir Umsatzbuchungen auf ihre periodengerechte Zuordnung beurteilt. Zusätzlich haben wir einen festgelegten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag auf wesentliche Umsatzgutschriften untersucht.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise der Schumag bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse Präzisionsmechanik ist sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB a.F. anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

— identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

— gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

— beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

— ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

— beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB a.F. anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

— holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

— beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

— führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Oktober 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2011/12 als Konzernabschlussprüfer der Schumag Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ralf Kamping.

Düsseldorf, den 29. Januar 2018

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Kamping, Wirtschaftsprüfer

gez. Schwarz, Wirtschaftsprüfer

Versicherung des gesetzlichen Vertreters für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Aachen, 29. Dezember 2017

**Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand**

Dr. Johannes Ohlinger

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") seit der letzten Entsprechenserklärung vom Januar 2017 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ( „Kodex") in der Fassung vom 5. Mai 2015 (bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015) ( „Kodex 2015”) bis zur Bekanntmachung der Neufassung des Kodex im Bundesanzeiger am 24. April 2017 sowie den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 („Kodex 2017") ab dessen Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 entsprochen wurde und künftig den Empfehlungen des Kodex 2017 entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen (Bezug genommen wird nachstehend - soweit nicht jeweils gesondert anders angegeben - auf den Kodex in beiden vorstehend genannten Fassungen).

Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex ist bei einem Abschluss einer D & O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1 1/2-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. Nach Ziffer 3.8 Abs. 3 soll in einer D & O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Bei der SCHUMAG wurde ein Selbstbehalt für den Aufsichtsrat, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, bisher nicht vereinbart und wird auch künftig nicht vereinbart werden, da die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts nach unserer Ansicht weder eine verhaltenssteuernde Wirkung auf die Organmitglieder hätte noch als Motivationshilfe geeignet ist.

Vom Vorstand der SCHUMAG wurden an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen (namentlich Compliance-Richtlinien für unsere Beschäftigten und ein Risikomanagement-Handbuch sowie weitere Komponenten) eingerichtet, um für die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen (Compliance Management System), die mit dem vorhandenen konzernübergreifenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfungen von Gesellschaft und Konzern bisher beanstandungsfrei überprüft wurden. Diese Maßnahmen werden mithin als ausreichend bzw. angemessen erachtet, der neuen Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 1 Satz 2 des Kodex 2017 wird insoweit entsprochen. Abgewichen wurde und wird künftig hingegen von der neuen weiteren Empfehlung, Grundzüge der Maßnahmen offenzulegen. Denn unsere Gesellschaft steht laufend vor der Aufgabe, sich zunächst auf Veränderungen im Rahmen gesetzlicher Anforderungen für Rechnungslegung und Reporting einzustellen, die einerseits immer umfangreicher bzw. komplexer werden und mit denen - wie hier - andererseits neue Berichtsempfehlungen seitens der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex nicht hinreichend abgestimmt erscheinen. Vor diesem Hintergrund erfolgt vorrangig die Umsetzung gesetzlicher Vorschriften, wobei sich der Vorstand künftig eine Neubewertung des Vorgehens vorbehält.

Nach Ziffer 4.1.3 Satz 3, 1. Halbsatz des Kodex 2017 soll Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Hierunter wird gemeinhin ein institutionalisiertes Hinweisgeber- bzw. Whistleblower-System verstanden, in dem Beschäftigten innerhalb des Konzerns garantiert wird, bestimmte Verstöße anonym bzw. unter Wahrung der Vertraulichkeit ihrer Identität mitteilen zu können, beispielsweise eine anonyme, elektronische Kommunikationsplattform. Bisher bestand in unserem Unternehmen kein derartiges Hinweisgebersystem und der Vorstand beabsichtigt derzeit auch nicht, ein solches einzurichten. Denn es bestehen für Beschäftigte in unserem Unternehmen Möglichkeiten, etwaige Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien zur Anzeige zu bringen, gegebenenfalls auch auf vertrauliche Weise, die als ausreichend und zumutbar erachtet werden. Abgesehen davon, dass für die Gesellschaft keine Rechtspflicht zur Einrichtung eines Hinweisgebersystems besteht, sind bei unserer Abwägung unter anderem auch potentielle Nachteile solcher Hinweisgebersysteme berücksichtigt worden, beispielsweise Risiken ihres Missbrauchs sowie potentiell negative Effekte auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation.

Nach Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Der Vorstand bestand bisher und besteht auch künftig im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der SCHUMAG nur aus einer Person. Auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft erscheint dies schon aus Kostengründen angezeigt.

Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt auch in Zukunft nicht, da die Grundzüge des Vergütungssystems bereits im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts ausführlich beschrieben werden.

Der Kodex empfiehlt nach Ziffer 4.2.5 Abs. 3 Sätze 1 und 2, dass im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Detailangaben zu Vergütungen dargestellt und für diese Informationen zudem die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden. Dem wurde und wird für unsere Gesellschaft nicht gefolgt, weil die Darstellungen in den Anhängen des Jahres- und Konzernabschlusses ausreichend und unter dem Gesichtspunkt des Informationsnutzens angemessen erscheinen, auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass der Vorstand unserer Gesellschaft derzeit nur aus einer Person besteht.

Nach Ziffer 5.3.2 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss bilden, der sich mit bestimmten Aufgaben befassen und nach bestimmten Kriterien zusammensetzen soll. Dieser Empfehlung wurde - abgesehen vom Zeitraum bis zum 24. Mai 2017 - und wird nicht gefolgt. Der satzungsgemäß bei SCHUMAG nur aus sechs Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat hat derzeit lediglich einen Personalausschuss errichtet und möchte im Übrigen im Hinblick auf die geringe Anzahl seiner Mitglieder bevorzugt alle anstehenden Themen (unter anderem auch der Überwachung der Rechnungslegung, des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance) im Gesamtgremium behandeln.

Nach Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern geeignete Kandidaten benennt. Dies erfolgte bisher nicht und wird auch in Zukunft nicht erwogen, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 5 1. Halbsatz AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen.

Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Sätze 1 und 2 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die (unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation) die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen, und - so Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 des Kodex 2017 - zudem ein Kompetenzprofil für seine Zusammensetzung erarbeiten. Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 3 Satz 1 des Kodex 2015 bzw. Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1 des Kodex 2017 sollen Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diese Ziele berücksichtigen und - so Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 1 des Kodex 2017 - gleichzeitig die Ausfüllung des Kompetenzprofils für das Gesamtgremium anstreben. Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 3 Satz 2 des Kodex 2015 bzw. Ziffer 5.4.1 Abs. 4 Satz 2 des Kodex 2017 soll außerdem der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Diesen Empfehlungen wurde bisher und wird auch künftig nicht gefolgt. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass Beschränkungen bzw. Festlegungen der vom Kodex vorgesehenen Art gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht ohne Weiteres sachgerecht sind und möchte über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der jeweiligen konkreten Situation individuell entscheiden. Unberührt vom Vorstehenden bleibt die Erfüllung der vom Gesetzgeber vorgesehenen Verpflichtungen im Hinblick auf die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat (§ 111 Abs. 5 AktG sowie Angaben dazu in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 2 Nr. 4 HGB in Verbindung mit Art. 80 EGHGB bzw. nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB).

Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 5 Satz 2 des Kodex 2017 soll auf der Webseite des Unternehmens für alle Aufsichtsratsmitglieder - jährlich aktualisiert - ihr Lebenslauf, der über relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen Auskunft gibt, ergänzt durch eine Übersicht über die wesentlichen Tätigkeiten neben dem Aufsichtsratsmandat veröffentlicht werden. Dies ist aus organisatorischen Gründen bisher noch nicht erfolgt, die Umsetzung ist aber in den nächsten Monaten beabsichtigt.

Nach Ziffer 5.4.1 Abs. 5 bis 7 des Kodex 2015 bzw. Ziffer 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex 2017 soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre) die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich (d.h. mit direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien) an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen, und zwar beschränkt auf solche Umstände, die nach Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Von dieser Empfehlung wurde und wird abgewichen, denn Inhalt und Umfang der Anforderungen des Kodex sind nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats insoweit nicht hinreichend bestimmt Aus Gründen der erstrebten Rechtssicherheit der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hält sich die Gesellschaft bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung ausschließlich an die gesetzlichen Angabepflichten bei Wahlvorschlägen eines Aufsichtsratskandidaten an die Hauptversammlung. Außerdem legt sie die Beziehungen zu nahestehenden Personen nach den gesetzlichen Vorgaben im Geschäftsbericht offen.

Nach Ziffer 5.4.3 Satz 3 des Kodex sollen den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt gegeben werden. Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz erfolgte bisher und erfolgt auch künftig nicht, weil der Aufsichtsrat eine Stimmabgabe in der Hauptversammlung für oder gegen einen Kandidaten im Hinblick auf ein mögliches Amt als Vorsitzender bei Wahlen zum Aufsichtsrat für nicht praktikabel hält.

Nach Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 des Kodex soll die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen. Die Satzung der SCHUMAG sieht bisher nur feste Vergütungsbestandteile für Aufsichtsratsmitglieder vor, wobei die Vergütungen für den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zwar gestaffelt erhöht sind, hingegen eine Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht erfolgt; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden.

Nach Ziffer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die SCHUMAG schließt sich dieser Empfehlung - wie bisher - auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Ziffer 3.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex) den Vorrang einräumen.

Nach Ziffer 7.1.1 Satz 2 des Kodex 2017 soll die Gesellschaft, sofern sie - was im Falle von SCHUMAG zutrifft - nicht verpflichtet ist, Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen, die Aktionäre unterjährig neben dem Halbjahresbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, unterrichten. Dieser Empfehlung wurde und wird auch künftig nicht entsprochen. Denn die SCHUMAG als kleine und mit ihren Aktien in weniger stark reglementierten Börsensegmenten notierte Gesellschaft sollte nach unserer Ansicht von den Erleichterungen profitieren können, die mit dem Wegfall von gesetzlichen Pflichten zur Veröffentlichung der Zwischenmitteilungen für das erste und dritte Geschäftsjahresquartal verbunden sind. Hierzu wird verwiesen auf die entsprechende Lockerung von gesetzlichen Vorgaben zur unterjährigen Finanzberichterstattung, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 durch das Gesetz zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie vom 20. November 2015 erfolgt ist.

Nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex 2015 bzw. Ziffer 7.1.2 Satz 3 des Kodex 2017 soll der Konzernabschluss und - so Ziffer 7.1.2 Satz 3 des Kodex 2017 - der Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und sollen nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex 2015 Zwischenberichte bzw. nach Ziffer 7.1.2 Satz 3 des Kodex 2017 die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.

Aachen, im Januar 2018

SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

trotz positiver Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der aufstrebenden konjunkturellen Entwicklung der relevanten Märkte blicken wir erneut auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2016/17 zurück. Insbesondere die Dieselproblematik forderte eine neue Denkweise unserer vertrieblichen Ausrichtung. Wir konnten im Berichtsjahr weitere antriebsunabhängige Produkte in unser Portfolio aufnehmen. Weiterhin arbeiten wir an bestehenden und neuen Restrukturierungsmaßnahmen. Diese führten zur weiteren Stabilisierung der Liquiditätssituation, welche aber dennoch eines unserer größten Handlungsfelder darstellt.

Vom Vorstand eingeleitete Maßnahmen zur weiteren Kostensenkung sowie zur Kapazitätsanpassung zeigen ihre Wirkung. Dennoch konnten die geplanten Maßnahmen nicht vollumfänglich umgesetzt werden. Eine große Herausforderung stellt nach wie vor unser alter Maschinenpark dar. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel konnten nur bedingt Ersatzinvestitionen ausgelöst werden. Wir hatten auch im Berichtsjahr mit maschinenbedingten Ausfallzeiten zu kämpfen.

Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats; die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands war vollständig gewährleistet.

Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016/17 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung (namentlich Investitions-, Personal- und Finanzplanung), der Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Risikolage und das Risikomanagement sowie der Halbjahresbericht. Auf Grundlage der Berichte haben wir uns mit der Lage und der Entwicklung von Gesellschaft und Konzern sowie den Geschäftsvorfällen im Geschäftsjahr 2016/17 intensiv befasst.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die vorgelegten Berichte haben wir auf ihre Plausibilität überprüft und mit dem Vorstand, soweit notwendig, diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen geben lassen. Die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen

Revisionssystems, die Leistungsfähigkeit der Unternehmensorganisation und deren Wirtschaftlichkeit hat der Aufsichtsrat als gegeben erachtet.

Über Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung entschieden.

Sitzungen

Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2016/17 vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 27. Januar 2017, 23. Mai 2017, 24. Mai 2017 und am 22. September 2017).

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand. Er informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung.

Nach Ziffer 5.4.7 Satz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Aufsichtsrat berichten, falls ein Aufsichtsratsmitglied nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen er angehört, oder weniger teilgenommen hat. Dies trifft für Herrn Miaocheng Guo zu, der krankheitsbedingt im Geschäftsjahr 2016/17 an keiner Sitzung des Aufsichtsrats teilnahm.

Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2016/17

Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2016/17 umfassten neben der laufenden Begleitung der Geschäftsentwicklung und -planung insbesondere Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften sowie solche zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzierung von Gesellschaft und Konzern.

Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2015/16, der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015/16 sowie die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 24. Mai 2017 waren in der Sitzung vom 27. Januar 2017 die Beratungsschwerpunkte. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses billigte der Aufsichtsrat den durch den Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/16. Vor der Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat dessen Unabhängigkeit überprüft und die Auftragskonditionen erörtert. Weiterhin befassten wir uns im Wesentlichen mit der Beauftragung des von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfers, den wirtschaftlichen Eckdaten, der Liquiditätssituation der Gesellschaft und der Frauenquote.

In der Sitzung am 23. Mai 2017 befassten wir uns im Wesentlichen mit der abschließenden Vorbereitung der anstehenden Hauptversammlung. Weiterhin wurden die wirtschaftlichen Eckdaten sowie die Liquiditätssituation der Gesellschaft besprochen.

Die Sitzung am 24. Mai 2017 wurde als konstituierende Sitzung nach Neuwahl der Mitglieder der Kapitalseite im Aufsichtsrat abgehalten.

In der als Telefonkonferenz abgehaltenen Sitzung am 22. September 2017 befassten wir uns im Wesentlichen mit Organisationsthemen sowie den wirtschaftlichen Eckdaten und der Liquiditätssituation der Gesellschaft.

Ausschüsse

In Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte einen Personalausschuss und (bis zum 24. Mai 2017) auch einen Prüfungsausschuss errichtet.

Der Personalausschuss bestand im Berichtszeitraum aus den Mitgliedern Herrn Ralf Marbaise (Vorsitzender), Herrn Peter Koschel und Herrn Jürgen Milion. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen einer von ihm durchgeführten Sitzung mit Vorstandsangelegenheiten.

Der Prüfungssauschuss bestand im Berichtszeitraum (bis zum 24. Mai 2017) aus den Mitgliedern Herrn Peter Koschel, Herrn Jürgen Milion und Herrn Ralf Marbaise. Der Ausschuss befasste sich im Rahmen einer von ihm durchgeführten Sitzung am 27. Januar 2017 im Vorfeld der Bilanzsitzung insbesondere mit Vorbereitungen zur Hauptversammlung und mit den Jahresabschlussunterlagen (einschließlich Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2015/16. Diese wurden geprüft und dem Aufsichtsrat die Billigung der Abschlüsse empfohlen. Ab dem 25. Mai 2017 bestand kein Prüfungsausschuss mehr. Der Aufsichtsrat hat sich zur Erleichterung der Arbeiten und Verschlankung der Arbeitsprozesse dafür entschieden, die entsprechenden Aufgaben wieder nur im Gesamtgremium zu bearbeiten.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2016/17 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Hierbei hat er auch die Effizienz seiner Arbeit überprüft, namentlich die Frequenz seiner Sitzungen, deren Vorbereitung und Durchführung sowie die Informationsversorgung. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Januar 2018 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die SCHUMAG Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2016/17, auf die im Übrigen verwiesen wird, wurden in der Sitzung vom 30. Januar 2018 erörtert und vom Aufsichtsrat beschlossen.

Jahres- und Konzernabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30. September 2017, der zusammengefasste Lagebericht für die Aktiengesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2016/17 (der den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 289 Abs. 4 bzw. § 315 Abs. 4 HGB in Verbindung mit Art. 80 EGHGB umfasst) sowie die Buchführung und das Risikomanagementsystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 24. Mai 2017 zum Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2016/17 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Januar 2018 umfassend diskutiert. Prüfungsschwerpunkte waren hinsichtlich des Jahresabschlusses die periodengerechte Umsatzrealisierung sowie hinsichtlich des Konzernabschlusses die Werthaltigkeit der Sachanlagen des Konzerns, die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und die periodengerechte Umsatzrealisierung. In der Bilanzsitzung am 30. Januar 2018 erläuterten die Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich den Inhalt des jeweiligen Prüfungsberichts zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft und stellten außerdem die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts vor. Die unterzeichneten Prüfungsberichte mit den Bestätigungsvermerken des Abschlussprüfers lagen vor. Dabei hat das Gremium die vorliegenden Unterlagen mit den Vertretern des Abschlussprüfers sowie dem Vorstand besprochen und erörtert. Gegenstand der Erörterungen mit Abschlussprüfer und Vorstand waren insbesondere Einzelfragen zu Bilanzansätzen und zur Bewertung sowie zu Prüfungsschwerpunkten und das interne Kontrollsystem. Im Anschluss erfolgten die Beschlüsse über die Billigung der Abschlüsse und über den vorliegenden Bericht vom Aufsichtsrat.

Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat am 30. Januar 2018 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016/17 der SCHUMAG Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der nach § 312 AktG vom Vorstand aufgestellte Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu wurden in der Bilanzsitzung am 30. Januar 2018 mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die im Abhängigkeitsbericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands über die Angemessenheit der Gegenleistungen, die die Gesellschaft bei mit verbundenen Unternehmen getätigten Rechtsgeschäften im Berichtszeitraum erhalten hat, sowie über das Fehlen sonstiger berichtspflichtiger Maßnahmen. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2016/17 hat es in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats keine Veränderungen gegeben. Durch die Hauptversammlung vom 24. Mai 2017 wurden Frau Yun Guo sowie die Herren Miaocheng Guo, Peter Koschel und Vassilios Sevdalis wieder als Aktionärsvertreter in den Aufsichtsrat gewählt. In seiner anschließenden konstituierenden Sitzung hat der Aufsichtsrat Herrn Ralf Marbaise wieder zu seinem Vorsitzenden gewählt.

Durch Amtsniederlegung ist im derzeit laufenden Geschäftsjahr mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 Herr Jürgen Milion aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

In der Zusammensetzung des Vorstands hat es keine Änderungen gegeben.

Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der SCHUMAG Aktiengesellschaft.

Aachen, 30. Januar 2018

Der Aufsichtsrat

Ralf Marbaise, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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