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Schumag AG

Management Reports Nov 17, 2011

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Management Reports

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Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Jahr 2009 war durch eine weltweite Wirtschaftskrise gekennzeichnet, deren Ausmaß als historisch bezeichnet wird. Während das globale Bruttoinlandsprodukt um 0,9 % sank, betrug der Einbruch im Euroraum 4,1 % und in Deutschland sogar 4,7 %. Begleitet wurde diese Krise davon, dass der Finanzmarkt immer weniger in der Lage war, notwendige Finanzierungen der Wirtschaft zu gewährleisten. Massive staatliche Einflussnahme mit unterschiedlichsten Maßnahmen im In- und Ausland verhinderte das Kollabieren der Gesamtwirtschaft.

Das erste Halbjahr 2010 stand - insbesondere in Deutschland - im Zeichen eines allgemein unerwarteten Aufschwungs, der maßgeblich von den Schwellenländern ausging. Wachstumsprognosen der Bundesregierung erwiesen sich als zu bescheiden. Sowohl bei der Investitionsgüter- als auch bei der Verbrauchsgüterindustrie haben die Rationalisierungsmaßnahmen der letzten Jahre Erfolg gezeigt. Für das Kalenderjahr 2010 ging das IfW in seinem Herbst-Bericht für Deutschland von einem Wirtschaftswachstum von 3,4 % sowie einem Rückgang der Arbeitslosenzahl auf unter drei Millionen aus. Das Wachstum für den Euroraum wird mit 1,6 %, das für die Weltkonjunktur mit 4,7 % prognostiziert.

Bedeutende Märkte für Schumag sind der Nutzfahrzeugmarkt sowie die Medizintechnik.

Die Automobilindustrie durchlebte in 2009 eine ihrer schwersten Krisen. Die Weltnachfrage ging um 13,0 % zurück. Die exportstarke deutsche Automobilindustrie verzeichnete Rückgänge von 9,2 % bei PKW und 50,5 % bei Nutzfahrzeugen. In 2009 sind im Vergleich zum Vorjahr die Umsätze der Automobilzulieferer um bis zu 50 %, bei schweren Nutzfahrzeugen sogar bis zu 65 % eingebrochen. Ab Ende 2009 setzte jedoch ein Nachholbedarf ein, der im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres 2009/10 zu einem stetigen Auftragseingang- und Umsatzwachstum führte.

Der Markt für Medizintechnik sank geringfügig in 2009, während es im Verlauf des Jahres 2010 zu einer Erholung kam.

GESCHÄFTSVERLAUF

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30.09.2010 30.09.2009 Veränderung
Eckdaten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Präzisionsmechanik 51,9 98 18,3 70 33,6 184
Anlagentechnik 0,9 2 0,0 0 0,9 -
Maschinenbau 0,0 0 7,7 30 -7,7 -100
52,8 100 26,0 100 26,8 103
Umsatz
Präzisionsmechanik 44,6 99 33,9 46 10,7 32
Anlagentechnik 0,1 0 0,0 0 0,1 -
Maschinenbau 0,3 1 39,1 54 -38,8 -99
45,0 100 73,0 100 -28,0 -38
Auftragsbestand
Präzisionsmechanik 29,4 97 22,2 74 7,2 32
Anlagentechnik 0,8 3 0,0 0 0,8 -
Maschinenbau 0,0 0 7,6 26 -7,6 -100
30,2 100 29,8 100 0,4 1

Präzisionsmechanik

Die Präzisionsmechanik stellt den Kernbereich der Gesellschaft dar. In der 180-jährigen Firmengeschichte hat sich Schumag zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Knowhow in vielen Technologien richtungweisend ist.

Nachdem das Geschäftsjahr 2008/09 erheblich durch die Wirtschaftskrise belastet war, konnte im Berichtsjahr der Auftragseingang um 184 % gesteigert werden. Der Umsatz stieg um 32 %, wobei die Erholung erst im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres eingetreten ist. Grundlage hierfür war eine deutlich gestiegene Nachfrage der Kunden, die während der Krise ihre Läger abgebaut haben. Das Umsatzwachstum repräsentiert im Wesentlichen die Nachholung der von Kunden vor der Krise avisierten Projekte und Produktabrufe. Dieser Nachholeffekt reichte bis in die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11.

Als Reaktion auf das sich kurzfristig ergebende Auftragswachstum mit erheblichen Stückzahlen wurde die Anzahl der Leiharbeitnehmer von 3 auf 179 erhöht. Die Auslastung der vorhandenen Maschinenkapazitäten stieg um 40 %. Im Geschäftsjahr 2008/09 stillgelegte Maschinen wurden weitestgehend wieder in Betrieb genommen. Durch die bessere Kapazitätsauslastung war die Produktion im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich wirtschaftlicher, ohne dass nennenswerte Investitionen getätigt werden mussten.

Der sprunghafte Anstieg der Nachfrage führte zu deutlichen Engpässen bei der Rohmaterialbeschaffung. Dennoch konnte Schumag die Produktion aller Aufträge durchführen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 wurde mit der Investitionsfreigabe zum Bau einer 5.000 qm großen Produktionshalle eine strategische Entscheidung zur Optimierung der Produktionsprozesse getroffen. Hier sollen künftig auf Basis modernster Fertigungskonzepte wichtige Teilprozesse der Präzisionsteile-Produktion angesiedelt werden. Das bisherige Investitionsvolumen beläuft sich zum 30. September 2010 auf EUR 2,1 Mio.

Die deutliche Belebung der Nachfrage sowie die Ausweitung der Produktion ab Ende 2009 stellte für die Gesellschaft eine große Herausforderung dar, da in beträchtlichem Umfang eine Vorfinanzierung erforderlich war und durch die Belastungen des Krisenjahres bedeutsame interne Finanzmittel nicht mehr zur Verfügung standen.

Anlagentechnik

Um die Geschäftslinie Anlagentechnik weiter verfolgen zu können, wurde die Schumag BR Energy GmbH zusätzlich mit einem Gesellschafterdarlehen von EUR 1,5 Mio ausgestattet. Der „konventionelle" Geschäftsbereich befasst sich vor allem mit Serviceleistungen und Komponentenentwicklung im Bereich des Anlagen- und Komponentenbaus.

Im Berichtsjahr ist es durch die Hereinnahme eines Serviceauftrags über EUR 0,9 Mio gelungen, den ersten Schritt des geplanten Markteintritts zu vollziehen. Die aus diesem, im Geschäftsjahr 2009/10 mit EUR 0,1 Mio teilfakturierten Auftrag erwirtschafteten Deckungsbeiträge sind deutlich positiv. Insgesamt ist die Ertragslage jedoch wegen fehlender Auftragsvolumina noch nicht befriedigend. Der erfolgreiche Abschluss der Markteintrittsphase, gemessen an wesentlichen Auftragseingängen im zweistelligen Millionenbereich, wird branchenbedingt voraussichtlich in zwei bis vier Jahren erfolgen. Durch die erfolgreichen Ergebnisse eines Pilotprojektes werden die Chancen, zeitnah im osteuropäischen Markt Fuß zu fassen, verbessert.

Im Rahmen der erfolgreichen Abwicklung des Pilotprojekts wurde das im letzten Geschäftsjahr erworbene und vom TÜV begutachtete Knowhow-Paket zur Konzeptionierung und Konstruktion eingesetzt.

Das Geschäftsjahr war im Wesentlichen vom weiteren Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und Dienstleistern geprägt, um am Markt für Rohstoffförderungen künftig erfolgreich anbieten zu können. Umsatz wurde nur in geringem Umfang realisiert.

Auch in 2009/10 sind im Wesentlichen Kosten der Marktexploration angefallen. Investitionen in Sachanlagen sind von untergeordneter Bedeutung.

Neben dem konventionellen Geschäft wurden bei der Schumag BR Energy GmbH erste Aktivitäten zum Aufbau eines Bereiches "Regenerative Energien" unternommen. Ziel ist es, im Laufe des Geschäftsjahrs 2011/12 aus der Projektabwicklung bei dem Aufbau von Photovoltaikkraftwerken einen nennenswerten Umsatz zu generieren.

Die Finanzierung erfolgt nach wie vor ausschließlich über die Muttergesellschaft.

Um ihr Produktportfolio auszuweiten, steht auch die Schumag AG in intensiven Verhandlungen mit neuen Geschäftspartnern. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Ziel, den Standort Aachen, an dem die Gesellschaft beheimatet ist, zu einem Standort für die Produktion und Vermarktung von regenerativen Energietechnologien zu entwickeln. In diesem Zusammenhang sind Aufwendungen, insbesondere für die Marktanalyse und den Aufbau des Geschäftsfelds, in Höhe vom EUR 0,5 Mio entstanden.

Maschinenbau

Mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 wurde der wesentliche Teil des Geschäftsbereichs Maschinenbau an die SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, veräußert. Die zum Veräußerungszeitpunkt vorhandenen Maschinenbauaufträge sind zunächst bei der Schumag AG verblieben und wurden im Wege der Geschäftsbesorgung durch die SMS Schumag GmbH & Co. KG (SMS Schumag) abgewickelt. Mit Wirkung zum 30. November 2009 wurden die restlichen Auftragsbestände in Höhe von EUR 7,3 Mio sowie das restliche, dem Maschinenbau zuzuordnende Vermögen auf die SMS Schumag übertragen. Der Geschäftsbesorgungsvertrag wurde beendet. Aktivitäten des Bereichs Maschinenbau beschränkten sich bei der Schumag AG daher nur noch auf Restabwicklungen bis in das Jahr 2010 hinein. Der Ertrag aus der Restabwicklung des Maschinenbauverkaufs im Geschäftsjahr 2009/10 betrug EUR 0,3 Mio.

Die SMS Schumag führt die Produktion auf dem Betriebsgelände der Schumag AG in Aachen fort und hat dazu die notwendigen Produktionshallen sowie Büroräume auf zunächst 10 Jahre angemietet.

Aktienrückkaufangebot

Der Vorstand der Schumag AG hat - ermächtigt durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 - mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Aktionären am 17. September 2009 ein öffentliches Aktienrückkaufangebot zum Erwerb ihrer Aktien zum Preis von je EUR 6,00 unterbreitet. Das Aktienrückkaufangebot war begrenzt auf maximal 400.000 Aktien. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden 280.193 Aktien, im Geschäftsjahr 2009/10 weitere 53.333 Aktien angedient. Im Oktober 2009 wurden insgesamt 333.526 Aktien im Rahmen des Rückkaufangebotes erworben. Der Mittelabfluss betrug EUR 2,0 Mio.

Mit Aktienkaufvertrag vom 16. Juli 2010 wurden die eigenen Aktien von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft zu einem Kaufpreis von EUR 6,25 je Aktie erworben. Die Übertragung der Aktien erfolgte zur Teilerfüllung der sich aus dem ERA-Anpassungsfonds ergebenden Ansprüche der Arbeitnehmer.

Veränderungen im Vorstand

Herr Peter Nicolaus Heinen fungierte bis zum Ablauf seines Mandates am 3. Juni 2010 als Alleinvorstand. Zum 4. Juni 2010 wurde Herr Steffen Walpert zum Alleinvorstand berufen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Schumag AG angewendet werden.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Schumag AG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütung richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2006 unterbleiben die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG verlangten individualisierten Angaben aller Bezüge der Vorstandsmitglieder.

Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:

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2009/10

EUR
2008/09

EUR
Feste Vergütungen 409.491,2 416.909,14
Variable Vergütungen 50.000,00 304.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 459.491,02 720.909,14

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands betragen zum 30. September 2010 wie im Vorjahr EUR 0,00.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 628.993,76 (Vorjahr EUR 1.403.839,80).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind nach IFRS EUR 8.935.850,00 (Vorjahr EUR 7.285.725,00) zurückgestellt.

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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2009/10 2008/09
feste Vergütungen

EUR
sonstige Auslagen

EUR
Bezüge gesamt

EUR
feste Vergütungen

EUR
sonstige Auslagen

EUR
Bezüge gesamt

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Heinz-Peter Heinen 6.144,03 7.098,10 13.242,13 2.604,75 0,00 2.604,75
Frank Jokisch 994,18 0,00 994,18 0,00 0,00 0,00
Konstantinos Kazinakis 0,00 0,00 0,00 1.471,39 0,00 1.471,39
Peter Koschel 11.234,23 62.896,11 74.130,34 9.017,21 13.837,85 22.855,06
Prof. Dr. Sebastian Krause 0,00 0,00 0,00 2.902,50 0,00 2.902,50
Ralf Marbaise 7.655,18 1.255,44 8.910,62 7.158,09 3.379,32 10.537,41
Jürgen Milion 7.158,09 299,33 7.457,42 7.158,09 3.477,07 10.635,16
Peter Münch 994,18 0,00 994,18 0,00 0,00 0,00
Dr. Frank Nikolaus 6.163,91 500,00 6.663,91 1.789,52 0,00 1.789,52
Dr. Johannes Ohlinger 12.288,05 3.550,79 15.838,84 12.874,62 3.632,80 16.507,42
Dr. Dietmar Schallwich 0,00 0,00 0,00 7.436,46 3.772,14 11.208,60
Alexander von Ungern-Sternberg 994,18 0,00 994,18 0,00 0,00 0,00
53.626,03 75.599,77 129.225,80 52.412,63 28.099,18 80.511,81

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 27 aufgeführt.

Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB

Das gezeichnete Kapital der Schumag AG zum 30. September 2010 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der Schumag AG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

3.168.136 Aktien, entsprechend 79,2 % vom Grundkapital, sind beim Amtsgericht Krefeld hinterlegt, so dass die Stimmrechte nicht ausgeübt werden können.

Die Angaben gem. § 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 29 aufgeführt.

Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Zurzeit besteht weiterhin ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. gemeldeten Stimmrechtsanteil in Höhe von 79,2 % zuzuordnen sind. Die Aktien sind seit September 2009 beim Amtsgericht Krefeld (Aktenzeichen 85 HL 148/09) hinterlegt. Das Aktienpaket ist seitdem von der Stimmrechtsausübung ausgeschlossen, so dass zu unterstellen ist, dass die Abhängigkeitsvermutung nach § 17 Abs. 2 AktG zumindest für das Geschäftsjahr 2009/10 widerlegt ist. Daher war für dieses Geschäftsjahr auch kein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG zu erstellen. Somit kann auch nicht die Erklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG wiedergegeben werden.

Unabhängig von der Pflicht zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG weisen wir darauf hin, dass die Schumag AG im Geschäftsjahr 2009/10 mit eigenen Tochterunternehmen Rechtsgeschäfte zu angemessenen Gegenleistungen vorgenommen hat. Es wurden keine Maßnahmen zum Nachteil der Gesellschaft getroffen oder unterlassen.

ERTRAGSLAGE

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2009/10 2008/09 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 45,0 96 73,0 98 -28,0 -38
Gesamtleistung 46,9 100 74,5 100 -27,6 -37
Materialaufwand 16,3 35 45,2 61 -28,9 -64
Personalaufwand 24,2 52 33,0 44 -8,8 -27
Abschreibungen 8,4 18 4,0 5 +4,4 +110
Sonstige Aufwendungen 13,0 28 17,4 23 -4,4 -25
Finanzergebnis -1,1 -2 -1,2 -2 +0,1 +8
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0 15,5 21 -15,5 -100
Ergebnis vor Steuern -16,1 -34 -10,8 -14 -5,3 -49

Material und Personal

Die Reduzierung des Materialaufwands, sowohl absolut als auch bezogen auf die Gesamtleistung, resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung des Maschinenbaus. Insbesondere aufgrund des im Rahmen der Abwicklung des Sozialplans erfolgten Abbaus des durchschnittlichen Eigenpersonalbestands von 811 auf 593 Mitarbeiter konnte auch der Personalaufwand erheblich verringert werden. Der Personalkostenanteil an der Gesamtleistung stieg dagegen weiter an, was auf die notwendige Bereithaltung von Personal für die Abwicklung des erst im zweiten Geschäftshalbjahr stark ansteigenden Geschäftsvolumens zurückzuführen ist. Wegen des wachsenden Geschäftsvolumens wurde zudem die Anzahl der Leiharbeiter beginnend im Januar 2010 von 3 auf 180 erhöht. Der durchschnittliche Fremdpersonalbestand betrug 76 Mitarbeiter nach 39 Mitarbeitern im Vorjahr.

Ergebnis

Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,3 Mio auf EUR -16,1 Mio. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis erheblich durch das außerordentliche Ergebnis aus dem Verkauf des Maschinenbaus gestützt wurde. Ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Effekte des Vorjahres konnte das Ergebnis um EUR 10,2 Mio verbessert werden.

Für das negative Ergebnis 2009/10 war insbesondere die Situation im ersten Geschäftshalbjahr verantwortlich, in dem wir - in Erwartung einer Wiederbelebung der Nachfrage nach unseren Produkten - in bedeutendem Umfang Personal vorhalten mussten. Die ersten Monate unseres Geschäftsjahres waren noch deutlich von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise beeinflusst. Zudem wurde das Ergebnis durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 5,2 Mio belastet. Weiterhin konnten trotz deutlich gesunkener Gesamtleistung Gemeinkosten nicht im notwendigen Umfang vermindert werden, was vor allem auf Kosten im Zusammenhang mit der Börsennotierung zurückzuführen ist.

Im Kernbereich Präzisionsmechanik konnte das Ergebnis vor Steuern deutlich um EUR 13,0 Mio verbessert werden, insbesondere wegen der beschriebene Effekte ist es mit EUR -13,8 Mio (Vorjahr EUR -26,8 Mio) aber weiterhin negativ.

Das Ergebnis des Segments Anlagentechnik betrug EUR -2,1 Mio (Vorjahr EUR -3,6 Mio). Das negative Ergebnis ist vor allem auf weitere Kosten für den Anlauf des Geschäftsbetriebs (EUR 0,6 Mio) sowie Aufwendungen für die Markterschließung unseres neuen Geschäftsfelds „Regenerative Energien" (EUR 0,5 Mio) zurückzuführen.

Der Maschinenbau belastete das Ergebnis mit EUR -0,3 Mio, nachdem im Vorjahr insbesondere aufgrund des außerordentlichen Ergebnisses aus dem Verkauf des Bereichs noch ein Vorsteuerergebnis von EUR +19,6 Mio erzielte wurde.

Der Ergebnisbeitrag der erstmals separat ausgewiesenen sonstigen Segmente beläuft sich auf EUR +0,1 Mio.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schumag haben auch im Geschäftsjahr 2009/10 einen großen Beitrag zum Fortbestand des Unternehmens geleistet. Dabei sind ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele im Besonderen zu erwähnen. Hieraus erzielen wir die hohe Qualität unserer Produkte, die insbesondere im Bereich der Präzisionsmechanik zu unserer starken Marktstellung führt. In Anerkennung dieser Leistungen und der besonderen Loyalität unserer Mitarbeiter erfolgte die Zusage einer Sondervergütung für alle Mitarbeiter der Schumag AG im Oktober 2010.

Unser Leistungsspektrum geht weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau.

Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte. Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln.

Umweltschutz liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir schon im Jahr 2007 mit dem Aufbau eines Umwelt-Management-Systems nach ISO 14401 begonnen. Neuinvestitionen werden auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft. Auf den Dächern unserer Produktionshallen in Aachen wurde auf einer Fläche von ca. 16.000 qm eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,4 Megawatt montiert, die emissionsfrei Strom erzeugt.

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement des Schumag-Konzerns erfolgt zentral über die Schumag AG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.

Die finanzielle Situation war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr in besonderem Maße angespannt. Benötigte Finanzmittel wurden aus der Nutzung von Factoring beschafft. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Darüber hinaus sind wir im Gespräch mit Banken sowie Leasing- und Factoringgesellschaften, um weitere Finanzierungen, die das geplante Unternehmenswachstum unterstützen sollen, zu erhalten.

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Konzern-Kapitalflussrechnung

(verkürzte Darstellung)
2009/10

EUR Mio
2008/09

EUR Mio
Veränderung

EUR Mio
Ergebnis nach Steuern (ohne Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten) -15,2 -26,0 +10,8
Abschreibungen 8,4 4,0 +4,4
Veränderung Nettoumlaufvermögen 1,5 -2,6 +4,1
Veränderung übrige Posten -1,0 -0,2 -0,8
Auszahlungen für Sozialplan -4,6 -2,8 -1,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -10,9 -27,6 +16,7
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3,1 -1,9 -1,2
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 0,0 0,3 -0,3
Einzahlungen aus dem Verkauf Maschinenbau 11,5 28,2 -16,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit 8,4 26,6 -18,2
Auszahlung en an Unternehmenseigner für Erwerb eigener Anteile -2,0 0,0 -2,0
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 1,0 0,0 1,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1,0 0,0 -1,0
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -3,5 -1,0 -2,5
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 0,0 -5,0 +5,0
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 0,0 0,9 -0,9
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 5,1 10,2 -5,1
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 1,6 5,1 -3,5

Die Zahlungsmittel entsprechen den bilanzierten flüssigen Mitteln.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 16,7 Mio deutlich verbessert. Dies ist insbesondere auf den Cash-Effekt aus dem besseren operativen Ergebnis unter Berücksichtigung der Veränderung der Abschreibungen (EUR +15,2 Mio) zurückzuführen. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich auf EUR 2,1 Mio.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde wie im Vorjahr vor allem durch den Cash-Effekt aus dem außerordentlichen Posten „Verkauf Maschinenbau" (EUR +11,5 Mio) positiv beeinflusst. In dem Posten sind für das Geschäftsjahr 2009/10 insbesondere die finanziellen Auswirkungen aus dem Verkauf der zum 30. November 2009 noch verbliebenen Aufträge und der restlichen, dem Maschinenbau zuzuordnenden Vermögenswerte enthalten. Die Nettoausgaben für Investitionen in Höhe von EUR 3,1 Mio beinhalten insbesondere Ausgaben für die neue Halle (EUR 2,0 Mio).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgte die Aufnahme eines Darlehens im Vorgriff auf eine im Dezember 2010 abgewickelte Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich des Maschinenparks in Höhe von EUR 1,0 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 30. September 2010 nicht.

Insgesamt verringerten sich die Zahlungsmittel der Schumag um EUR -3,5 Mio auf EUR 1,6 Mio.

VERMÖGENSLAGE

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30.9.2010 30.9.2009 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
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Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 21,7 43 27,0 33 -5,3 -20
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilen 4,3 8 4,4 5 -0,1 -2
Latente Steuern 0,2 0 0,2 0 +0,0 0
Übrige Vermögenswerte 1,2 2 0,3 0 +0,9 >100
27,4 54 31,9 39 -4,5 -14
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 12,0 24 19,9 24 -7,9 -40
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,5 13 13,1 16 -6,6 -50
Übrige Vermögenswerte 3,2 6 11,8 14 -8,6 -73
Flüssige Mittel 1,6 3 5,1 6 -3,5 -69
23,3 46 49,9 61 -26,6 -53
50,7 100 81,8 100 -31,1 -38
Passiva
Eigenkapital 13,8 27 27,6 34 -13,8 -50
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 19,2 38 18,1 22 +1,1 +6
Latente Steuern 2,0 4 3,5 4 -1,5 -43
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 3,8 7 7,2 9 -3,4 -47
25,0 49 28,8 35 -3,8 -13
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 0,9 2 5,1 6 -4,2 -82
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,1 6 3,0 4 +0,1 +3
Übrige Verbindlichkeiten 7,9 16 17,3 21 -9,4 -54
11,9 23 25,4 31 -13,5 -53
50,7 100 81,8 100 -31,1 -38

Auch die Entwicklung der Vermögenslage wurde entscheidend geprägt durch die Veräußerung der zum 30. November 2009 noch verbliebenen Maschinenbau-Aufträge und der restlichen, dem Maschinenbau zuzuordnenden Vermögenswerte.

Die Reduzierung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ist vor allem auf den Anstieg der Abschreibungen von EUR 4,0 Mio auf EUR 8,4 Mio infolge der außerplanmäßigen Abschreibungen zurückzuführen. Investitionen erfolgten im Wesentlichen in die Errichtung der neuen Produktionshalle (EUR 2,0 Mio) sowie in den IT-Bereich (EUR 0,7 Mio).

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden seit dem Geschäftsjahr 2004/05 außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2010 ein Gesamtvolumen von EUR 2,6 Mio bei einer Laufzeit von in der Regel 36 bis 48 Monaten.

Die Reduzierung der Vorräte ist insbesondere auf die Veräußerung der Vorräte des Maschinenbaus (EUR -4,9 Mio) sowie den Abbau des präzisionsmechanischen Fertigwarenlagers (EUR -2,7 Mio) zurückzuführen.

Durch den Abgang der Maschinenbau-Forderungen verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 7,6 Mio. Dagegen erhöhten sich die Forderungen der Präzisionsmechanik aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 1,0 Mio, obwohl Forderungen mit einem Volumen von EUR 2,6 Mio an eine Factoringgesellschaft verkauft wurden.

Die übrigen Vermögenswerte reduzierten sich vor allem dadurch, dass die Bankguthaben, die zur Absicherung der für die Restabwicklung des Maschinenbaus benötigten Avale verpfändet werden mussten, nach Veräußerung der verbliebenen Aufträge freigegeben wurden (EUR -5,7 Mio). Die Veräußerung führte zudem zur Ausbuchung des Postens „Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden" (EUR -2,4 Mio).

Das Eigenkapital des Schumag-Konzerns nahm insgesamt um EUR 13,8 Mio auf EUR 13,8 Mio ab. Dies ist zum einen auf das Ergebnis nach Steuern (EUR -15,2 Mio) sowie die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 (EUR -1,0 Mio) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich die Effekte aus der Veräußerung der eigenen Anteile (EUR +2,4 Mio) aus. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 34% auf 27%.

Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +1,5 Mio.

Trotz des insgesamt geringeren Geschäftsvolumens erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen leicht um EUR 0,1 Mio, was sich vor allem durch die verbesserte Auftragslage des verbliebenen Kernbereichs Präzisionsmechanik erklärt.

Die übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt um EUR -17,0 Mio. Dies ist insbesondere auf die Veräußerung der restlichen Maschinenbau-Aufträge (EUR -7,9 Mio) sowie die Reduzierung der Verbindlichkeiten Sozialplan (EUR -5,7) und des ERA-Anpassungsfonds (EUR -1,6 Mio) zurückzuführen. Zudem erfolgte die Ausbuchung der im Vorjahr anzusetzenden finanziellen Verpflichtungen für den Rückkauf der eigenen Anteile (EUR -2,4 Mio).

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Trotz verbesserter Ertragslage im Kernbereich der Gesellschaft ist es aufgrund der Nachwirkungen des krisenbedingten Auftrags- und Umsatzeinbruchs nicht gelungen, das Ergebnis vor Steuern gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Dabei gibt es im Bereich des Betriebsergebnisses Erfolge zu verzeichnen. Dem Wegfall der Umsätze aus dem veräußerten Maschinenbaubereich stehen überproportional gesunkene Materialaufwendungen gegenüber. Auf der Aufwandsseite spielen vor allem die Bereithaltung von Personal, außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf sowie Kosten der Erschließung neuer Geschäftsfelder eine bedeutende Rolle. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis durch außerordentliche Effekte in einer Größenordnung von EUR 15,5 Mio gestützt wurde. Ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Effekte des Vorjahres konnte das Ergebnis um EUR 10,2 Mio verbessert werden.

In der zweiten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres ist eine deutliche Verbesserung der Auftragssituation auszumachen. Hierbei handelt es sich allerdings zum größten Teil um die Nachholung von Aufträgen, die vor Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von uns schon planerisch erfasst worden waren. Diese Entwicklung führte dazu, dass das Ergebnis im zweiten Geschäftshalbjahr gegenüber dem Halbjahresergebnis zum 31. März 2010 ohne Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibung um über 40 % verbessert werden konnte. Nennenswertes Neukundengeschäft ist aufgrund der nicht geklärten Eigentümerverhältnisse nicht zu verzeichnen.

Die Vermögenslage ist gekennzeichnet durch einen deutlichen Abbau von Aktiva. Dies hängt im Wesentlichen mit dem Verkauf der zum 30. November 2009 noch verbliebenen Maschinenbauaufträge an die SMS Schumag zusammen. Im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte kommt es im Vorjahresvergleich zu einer Halbierung.

Auf der Passivseite zeigt sich neben dem Rückgang der übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, der vor allem auf die Abwicklung des Maschinenbauverkaufs sowie des Sozialplans zurückzuführen ist, eine deutliche Reduzierung des Eigenkapitals. Innerhalb der letzten zwei Geschäftsjahre hat sich dieses ergebnisbedingt mehr als halbiert.

Die Finanzlage konnte im Geschäftsjahr 2009/10 vor allem durch die Nutzung von Factoring auf einem geringeren Niveau stabilisiert werden.

Trotz des nicht zufriedenstellenden Ergebnisses zeigen der im zweiten Geschäftshalbjahr erzielte Auftragseingang und Umsatz der Präzisionsmechanik, dass die Ausgangsbasis für das weitere Wachstum sowie die Rückkehr zu positiven Ergebnissen für den Kernbereich der Schumag gut ist. Darüber hinaus ist der Aufbau des neuen Geschäftsfeldes "Erneuerbare Energien", das zur nachhaltigen Existenzsicherung der Schumag beitragen soll, erfolgreich eingeleitet worden. Eine der Hauptaufgaben im neuen Geschäftsjahr bleibt, die Finanzierung des geplanten Wachstums sicherzustellen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche von untergeordneter Bedeutung.

Die Entwicklungsschwerpunkte bei der Schumag liegen im Kernbereich der Präzisionsmechanik und konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen sowie auf die Schaffung neuer Produktionsverfahren.

Qualität

Im präzisionsmechanischen Bereich werden die Analysetools zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt.

In unserem modernen Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Weiterhin wurde das bestehende Qualitätssystem nach ISO TS 16949:2009 im November 2009 erfolgreich rezertifiziert. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist seit Februar 2009 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2000 rezertifiziert.

STEUERUNGSSYSTEM

Die Schumag AG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.

Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden.

Eine wichtige Steuerungsgröße ist die sog. "Wertschöpfungskennzahl" (Wertschöpfung je Anwesenheitsstunde). Diese Kennziffer ist ein Indikator für die Produktivität der Fertigung im Kernbereich Präzisionsmechanik. Mangelnde Kapazitätsauslastung oder technische Probleme werden durch diese Kennzahl angezeigt.

Eine weitere zentrale Steuerungsgröße ist das EBIT. Mithilfe dieser Kennzahl wird der betriebliche Gewinn einzelner Quartale sowie Unternehmensbereiche miteinander vergleichbar.

RISIKOBERICHT

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Schumag ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen.

Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager.

Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.

Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.

Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt, soweit dieses für die Vermittlung eines möglichst genauen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schumag von Bedeutung ist.

Dieser Risikobericht 2009/10 analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Risiken der Schumag AG und deren Tochtergesellschaften.

Absatzmarktrisiken

Schumag bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sehen wir eine Risikokonzentration.

Da im Anlagen- und Komponentenbau, in dem unsere Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH seit ca. zwei Jahren schwerpunktmäßig tätig ist, von einem Markteintrittserfolg erst nach einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren auszugehen ist, kann der Erfolg aus den bislang investierten Mitteln derzeit nicht garantiert werden. Diese belaufen sich zurzeit auf insgesamt EUR 5,1 Mio.

Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst.

Im Verlauf des zweiten Halbjahres waren teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen erreicht.

Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Lage der Schumag im vorherigen sowie im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt dies auf eindrucksvolle Weise. Das Geschäftsjahr 2008/09 war geprägt durch nicht vorhersehbare Nachfragerückgänge auf den internationalen Märkten, insbesondere in der Automobilindustrie. Im Kernbereich Präzisionsmechanik kam es dadurch zu einem Umsatzrückgang von 45 % und den damit zusammenhängenden negativen Ergebniseinflüssen aufgrund nicht ausgelasteter personeller und maschineller Kapazitäten.

Die Struktur des Absatzmarktrisikos hat sich in dem Maße geändert, in dem es uns gelungen ist, unsere Produkte weiter zu diversifizieren. Da die Automotive-Industrie weiterhin unser bedeutsamstes Kundensegment darstellt, sind wesentliche Risikoabschwächungen gegenüber dem Vorjahr allerdings nicht zu verzeichnen.

Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die LKW-Zulieferindustrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken einzudämmen.

Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die zukünftigen Auswirkungen der aus unserer Sicht noch latent existierenden weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung der Inlands- und Auslandsnachfrage zur Verfügung. Wir haben daher unsere weitere Unternehmensplanung in verschiedenen Szenarien durchgeführt, die zu unterschiedlichen Risikoausprägungen führen.

Im schlechtesten Fall rechnen wir für den Kernbereich Präzisionsmechanik mit moderaten Umsatzrückgängen gegenüber der vorliegenden Unternehmensplanung. Im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreszahlen sind allerdings selbst im schlechtesten Fall ab dem Geschäftsjahr 2012/13 wieder Umsatzsteigerungen zu verzeichnen.

Finanzrisiken

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch bei Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserve bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert. Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt Schumag ein konsequentes Forderungsmanagement.

Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.

Die im Vorjahr für Juli 2010 prognostizierte bestandsgefährdende Bedrohung wegen angespannter Liquiditätslage konnte dadurch überwunden werden, dass wir seit August 2010 Factoring betreiben und im selben Monat im Vorgriff auf eine im Dezember 2010 umgesetzte Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich des Maschinenparks ein Darlehen in Höhe von EUR 1,0 Mio erhalten haben. Zur Liquiditätssicherung haben wir neben der Sale-and-Lease-back-Transaktion ab Januar 2011 auch das Factoringgeschäft weiter ausgebaut. Darüber hinaus haben wir im Juli 2011 eine Betriebsmittelfinanzierung über EUR 1,0 Mio erhalten.

Sonstige Risiken

Beschaffungsmarktrisiken

Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer China und Indien durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) ausschließlich bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen sind.

Nachdem die Nachfrage nach Rohstoffen aufgrund der mit der Wirtschaftskrise verbundenen Produktionsrückgängen empfindlich zurückging und sowohl die Rohstoffproduzenten als auch die -händler hierauf mit Kapazitätsreduzierungen reagiert haben, ist es durch die sprunghaft angestiegene Nachfrage im Rahmen des plötzlichen Aufschwungs ab Ende 2009 zu deutlichen Lieferengpässen gekommen. Die Bedarfsplanung wird durch diese Entwicklung zunehmend erschwert. Im Zuge der konjunkturellen Erholung erhöhen sich seit einigen Monaten die Stahlpreise, während sich der Trend zu kurzfristigen Lieferverträgen verstärkt. Dies hat zur Folge, dass benötigte Rohstoffe teilweise erst mit deutlicher Verzögerung zur Verfügung stehen.

Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind zahlreiche Produktionsaufträge wegen der genannten Lieferschwierigkeiten nicht entsprechend der Kundenvorstellungen abgearbeitet worden. Dennoch ist es in keinem Fall zu einer Auftragsstornierung gekommen, da aufgrund der hochspezialisierten Produkte nur wir wirtschaftlich als Produzent in Frage kommen. Wie in der gesamten Branche haben sich auch bei uns Lieferengpässe ergeben.

Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Es werden vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten geschlossen, die es auch ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time" zu beziehen. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).

Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen nicht.

Es verstärkt sich die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten durchführen. In diesen Fällen resultiert hieraus eine Risikoreduktion.

Unter anderen Prämissen werden Preisrisiken an Bedeutung gewinnen. Dies zu managen, beispielsweise durch adäquate Absicherungsgeschäfte oder durch eine verbesserte Kommunikation zwischen Einkauf und Verkauf, ist Aufgabe des Risikomanagements im Beschaffungsbereich.

Infrastrukturrisiken

IT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der Systeme führt im schlimmsten Fall zum vollkommenen Stillstand des Betriebes und ist somit von existenzieller Bedeutung.

Die Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP zur Ablösung der Altsysteme, die im Frühjahr 2010 unterbrochen wurde, soll ab dem Jahr 2012 fortgesetzt werden.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt.

Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.

Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.

Risiken aus Gerichtsprozessen

Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Aus geführten Prozessen resultierende Risiken sind umfassend im Rahmen der Rückstellung für Prozessrisiken berücksichtigt worden. Die Bemessung dieser Risiken erfolgte in angemessener Weise auf Grundlage der Einschätzungen unserer rechtlichen Berater.

Übrige Risiken

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der Schumag bei Neuinvestitionen sowie hinsichtlich der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.

Steuerliche Risiken im Zusammenhang mit früheren steuerlichen Organschaften werden laufend überwacht.

NACHTRAGSBERICHT

Im Oktober 2010 erfolgte die Beauftragung einer Beratungsgesellschaft zur Erarbeitung von Finanzierungsmöglichkeiten auf dem russischen Bankenmarkt speziell zur Finanzierung von Projekten aus dem konventionellen Geschäftsbereich der Anlagentechnik.

Im November 2010 wurden Vereinbarungen unterzeichnet, die ab Januar 2011 zusätzliches Factoringgeschäft ermöglichen. Zur Liquiditätsschonung wurde im November 2010 zudem der Hallenneubau bis auf weiteres gestoppt.

Im Dezember 2010 wurde die Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich unseres Maschinenparks abgewickelt. Dies führte zu einer erheblichen Verbesserung der Finanzlage.

Im April 2011 haben wir zusammen mit der Max Walk & Willy Lehmann Kraftfahrzeuge-Landmaschinen GmbH ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) gegründet, welches unter der Bezeichnung "Schumag Green Energy GmbH & Co. KG" firmiert. Mit dieser Kooperation sollen auf dem internationalen Markt Photovoltaikprojekte konzeptioniert und ausgeführt werden.

Zur Standortsicherung konnte im Juli 2011 zwischen den Tarifpartnern eine Einigung zur Einführung einer 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich erzielt werden, die vom 1. August 2011 bis zum 31. Juli 2013 gültig ist.

Im Juli 2011 haben wir einen Betriebsmittelkredit über EUR 1,0 Mio erhalten.

Im Juli 2011 und Oktober 2011 wurden Vereinbarungen unterzeichnet, durch die das Factoringgeschäft weiter ausgebaut werden kann.

Durch die vorgenannten Maßnahmen wurde die Finanzierung der Schumag AG sichergestellt. Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Präzisionsmechanik

Beim Umsatz konnten wir im Geschäftsjahr 2010/11 mit EUR 56 Mio eine deutliche Steigerung gegenüber 2009/10 verzeichnen. In unserer Unternehmensplanung gehen wir für den dreijährigen Planungszeitraum von einem stetigen Wachstum aus. Die Planung sieht vor, dass im Geschäftsjahr 2012/13 das Umsatzniveau von 2007/08 (vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise) überschritten wird. Dabei wird das Bestandsgeschäft nicht ganz auf das alte Niveau zurückkehren. Unsere Wachstumspotentiale sehen wir im Ausbau neuer Produktlinien sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte.

Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Komponentenfertigung für Verbrennungsmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie wird nach unserer Einschätzung noch mindestens eine Generation maßgebend bleiben. Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Energieerzeugungstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile werden wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umsetzen.

Der Markt für regenerative Energien verfügt über bedeutende Wachstumspotentiale und wird künftig eine Schlüsselstellung in der deutschen Industrielandschaft einnehmen. Deutschland ist schon heute Technologieführer in der Entwicklung und Anwendung von Anlagen zur Energiegewinnung aus Wind, Wasser und Sonne. Schumag-Produkte sind aufgrund ihrer hohen technischen Qualität für einen sinnvollen Einsatz in diesen Bereichen geeignet. Wir werden künftig unser Know-how nutzen, um High-Tech-Komponenten für diesen Markt zu produzieren.

Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die gefertigten Komponenten technologisch verbessert.

Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise verschobene Projekte unserer Kunden werden nach und nach wieder umgesetzt. Hierüber sind wir im Rahmen von Projektgesprächen im stetigen Austausch.

Unser Streben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen zu genügen. 180 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität.

Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen.

Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklung zu forcieren.

Aufgrund der technologischen Alleinstellungsmerkmale unseres Bereiches Präzisionsmechanik gehen wir von einer nur geringen Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose aus.

Anlagentechnik

Unsere Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH hat erste Erfolge zu verzeichnen. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sowie potentielle Kunden, insbesondere aus dem osteuropäischen Anlagen- und Komponentenbau, von unserem integrierten Angebot überzeugt werden. In diesem Fall sind im Bereich Pipelineausrüstung und -komponententechnik Umsatzzahlen im zweistelligen Millionenbereich möglich.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass die weitere Marktexploration durch Ereignisse, die wir im Augenblick noch nicht absehen können, deutlich behindert wird. Über den Erfolg oder den Misserfolg unseres Engagements kann man seriös erst am Ende der branchenüblichen Markteintrittsphase von drei bis fünf Jahren eine Aussage treffen.

Neben dem weiteren Aufbau des konventionellen Geschäfts planen wir für das neue Geschäftsfeld „Regenerative Energien", insbesondere im Bereich der Projektierung von großen Photovoltaikanlagen tätig zu werden. Sollte es uns gelingen, die momentanen Verhandlungen erfolgreich abzuschließen, ist künftig mit einem nennenswerten zusätzlichen Ergebnispotential zu rechnen. Darüber hinaus ist geplant, dass die Schumag AG Funktions- und Sicherheitstests an Wechselrichtern durchführt, um die Erfüllung verschiedener DIN-Zulassungsnormen zu überprüfen. Die Investition in eine neue Anlage ist bereits eingeleitet worden. Auch vom Wechselrichtergeschäft erwarten wir deutliche Ergebnisverbesserungen.

Im Bereich „Regenerative Energien" konnten bisher bereits Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,5 Mio erzielt werden.

Gesamtprognose

Die Gesellschaft hat im Bereich der Präzisionsmechanik eine starke Marktstellung. Die Veräußerung des Maschinenbaubereichs hat zu einer Konzentration von Absatzmarktrisiken geführt, die aufgrund des Fokus auf den Automotive-Sektor eine zusätzliche Brisanz enthält.

Die technologischen Alleinstellungsmerkmale im Bereich niedriger Toleranzen begründen Wettbewerbsvorteile, die erhalten und ausgebaut werden sollen.

Diversifikationen, insbesondere durch die zusätzliche Ausrichtung der Anlagentechnik auf den Markt für regenerative Energien, sollen die Existenz der Gesellschaft nachhaltig sichern und die bestehende Abhängigkeit von der krisenanfälligen Automotive-Branche verringern. Der wirtschaftliche und finanzielle Erfolg der gesamten Anlagentechnik bleibt jedoch noch für einige Zeit ungewiss.

Im Geschäftsjahr 2010/11 ist voraussichtlich noch ein negatives Ergebnis vor Steuern zu verzeichnen. Für den folgenden dreijährigen Planungszeitraum erwarten wir deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen, die unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit ab dem Geschäftsjahr 2011/12 wieder zu einem positiven Konzernergebnis vor Steuern führen werden.

Es ist vorgesehen, das geplante Wachstum weiterhin vor allem über Factoring zu finanzieren. Wenn die Projektierung von großen Photovoltaikanlagen wie geplant abgewickelt wird, kann hierdurch die Finanzlage der Schumag zusätzlich verbessert werden.

Anmerkung

Dieser Konzernlagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Schumag beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Aachen, 6. Oktober 2011

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Walpert

Konzernbilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

AKTIVA

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Konzernanhang 30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (13) 1.072 473
Sachanlagen (14) 20.666 26.521
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (15) 4.297 4.372
Übrige langfristige Vermögenswerte (17) 1.161 306
Latente Steuern (11) 206 262
27.402 31.934
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (16) 12.041 19.860
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 6.442 13.060
Übrige kurzfristige Vermögenswerte (17) 3.216 11.856
Flüssige Mittel (18) 1.569 5.116
23.268 49.892
Bilanzsumme 50.670 81.826
PASSIVA
Eigenkapital (19)
Gezeichnetes Kapital 10.226 10.226
Kapitalrücklage 15.893 15.893
Erwirtschaftetes Eigenkapital -12.321 3.891
Eigene Anteile 0 -2.400
13.798 27.610
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen (20) 19.177 18.101
Übrige langfristige Rückstellungen (21) 93 426
Latente Steuern (11) 1.995 3.463
Andere langfristige Verbindlichkeiten (22) 3.679 6.826
24.944 28.816
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen (21) 885 5.054
Steuerschulden (11) 0 125
Finanzschulden (22) 1.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (22) 3.083 3.030
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten (22) 6.960 17.191
11.928 25.400
Bilanzsumme 50.670 81.826

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

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Konzernanhang 2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Umsatzerlöse (5) 44.757 33.916
Bestandsveränderung -2.266 -2.015
Andere aktivierte Eigenleistungen 2 30
Sonstige betriebliche Erträge (6) 3.476 2.821
Gesamtleistung 45.969 34.752
Materialaufwand 15.437 10.559
Personalaufwand (7) 24.181 27.963
Abschreibungen (13-15) 8.425 3.792
Sonstige betriebliche Aufwendungen (8) 12.570 13.454
Ergebnis der Betriebstätigkeit -14.644 -21.016
Finanzergebnis (9) -1.146 -1.166
Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten (10) 0 -8.225
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -15.790 -30.407
Steuern (11) -937 554
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -14.853 -30.961
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (4) -326 20.001
Konzern-Ergebnis nach Steuern -15.179 -10.960
Ergebnis je Aktie (in EUR) (12) -4,06 -2,74
davon aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (EUR) -3,97 -7,75
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (EUR) -0,09 5,01
unverwässert gleich verwässert

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

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Konzernanhang 2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Konzern-Ergebnis nach Steuern -15.179 -10.960
Währungsumrechnung (19) -35 714
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen (20) -1.455 -972
Latente Steuern (11) 457 305
-998 -667
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.033 47
Gesamtergebnis nach Steuern -16.212 -10.913

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

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Erwirtschaftetes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapital-

rücklage

TEUR
Währungs-

umrechnung

TEUR
Gewinn-

rücklagen

TEUR
Konzern-

bilanz-

verlust

TEUR
Eigene Anteile

TEUR
Eigenkapital

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.10.2009 10.226 15.893 95 9.387 -5.591 -2.400 27.610
Konzernergebnis nach Steuern 0 0 0 0 -15.179 0 -15.179
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 -35 -998 0 0 -1.033
Gesamtergebnis nach Steuern 0 0 -35 -998 -15.179 0 -16.212
Sonstige Änderungen 0 0 0 0 0 2.400 2.400
Stand 30.9.2010 10.226 15.893 60 8.389 -20.770 0 13.798
Stand 1.10.2008 10.226 29.399 -1.136 8.709 -8.136 0 39.062
Konzernergebnis nach Steuern 0 0 0 0 -10.960 0 -10.960
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 714 -667 0 0 47
Gesamtergebnis nach Steuern 0 0 714 -667 -10.960 0 -10.913
Änderungen Konsolidierungs-

kreis
0 0 516 1.345 0 0 1.861
Sonstige Änderungen 0 -13.506 1 0 13.505 -2.400 -2.400
Stand 30.9.2009 10.226 15.893 95 9.387 -5.591 -2.400 27.610

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 19.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

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Konzernanhang 2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Ergebnis nach Steuern (ohne Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten) -15.179 -25.950
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 8.425 4.001
Veränderung der Pensionsrückstellungen -379 -313
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -654 0
Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 10 20
Veränderung der latenten Steuern -955 -168
Veränderung der Vorräte 2.891 4.019
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.012 -75
Veränderung der übrigen Vermögenswerte -1.081 4.369
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 816 -3.077
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 842 -7.648
Auszahlungen für Sozialplan -4.597 -2.745
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -10.873 -27.567
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte -737 -317
Ausgaben für Sachanlagen -2.388 -1.588
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 1 276
Einzahlungen aus dem Verkauf Maschinenbau (4) 11.466 28.201
Cashflow aus Investitionstätigkeit 8.342 26.572
Auszahlungen an Unternehmenseigner für den Erwerb eigener Anteile (32) -2.001 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 1.000 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.001 0
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -3.532 -995
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 0 -4.956
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -15 848
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 5.116 10.219
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 1.569 5.116
Auszahlungen für Zinsen 107 310
Einzahlungen für Zinsen 13 275
Auszahlungen für Ertragsteuern 114 504
Einzahlungen für Ertragsteuern 176 5

Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 32.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

1. Informationen zum Unternehmen

Die Schumag Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Aachen, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 wurde am 6. Oktober 2011 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Grundlagen

Der Konzernabschluss der Schumag AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union anerkannt wurden. Die bisher nicht durch die Europäische Union anerkannten IFRS werden nach unserer Erwartung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Aufstellung erfolgt auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt, sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit werden ggf. Vorjahresbeträge umgegliedert.

2.2 Konsolidierung

In den Konzernabschluss werden neben der Schumag AG alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich unter Annahme der Unternehmensfortführung nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung voll eliminiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 30 aufgeführt. Der Abschluss der Schumag BR Energy GmbH ist zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die Schumag Romania S.R.L. lag ein Zwischenabschluss vor. Im Rahmen des Verkaufs wesentlicher Teile des Maschinenbaus wurden im Geschäftsjahr 2008/09 auch die bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmen MRB Schumag Ltd., Schumag Kieserling Machinery, Inc. und Nolanco, Inc. sowie das nicht konsolidierte Tochterunternehmen Schumag Machinery Taicang Co., Ltd. veräußert. Die Endkonsolidierung der bis zum 30. September 2008 vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte zum 30. November 2008.

2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.3.1 Fremdwährungsumrechnung: Die funktionale Währung der Schumag AG sowie der inländischen Konzerngesellschaften ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die ausländischen Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse jeweils in der Währung, in der sie - gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen - überwiegend wirtschaftlich tätig sind. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß Stichtagskursmethode: Bilanzposten werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse der Währungen im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 30.9.2010 30.9.2009 2009/10 2008/09
--- --- --- --- --- ---
Großbritannien GBP - - - 0,81
Rumänien RON 4,27 4,21 4,22 4,14
USA USD - - - 1,30

2.3.2 Ertragsrealisierung: Erträge werden grundsätzlich erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und dieser in der Höhe verlässlich bestimmt werden kann. Umsatzerlöse aus Warenverkäufen werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren realisiert, wenn ein Gefahrenübergang auf den Erwerber anhand verschiedener Indikatoren auftragsbezogen angenommen werden kann. Dabei werden mögliche Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgegrenzt. Mögliche Risiken aus der Reklamation von Erzeugnissen und Waren sowie aufgrund von Gewährleistungen werden zurückgestellt. Umsatzerlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen betrafen den Bau von Individualmaschinen für Dritte. Eine Realisierung der Auftragsergebnisse wurde unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsüberlegungen nach dem Leistungsfortschritt vorgenommen. Zu erwartende Verluste wurden durch Abwertungen auf niedrigere beizulegende Zeitwerte berücksichtigt. Erträge aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Lizenzerlöse aus dem Verkauf oder der Auslizenzierung von Technologien oder technologischem Wissen wurden gemäß dem vertraglich vereinbarten Übergang der Rechte und Pflichten an den betreffenden Technologien ergebniswirksam erfasst. Zinserträge werden unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze zeitanteilig vereinnahmt. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen insbesondere im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie werden zeitanteilig über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst.

2.3.3 Fremdkapitalkosten: Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst.

2.3.4 Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand: Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen. Sonstige gewährte Zuschüsse oder Beihilfen werden abgegrenzt und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Vermögenswerts aufgelöst.

2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte: Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert. Die Aufteilung des Erstellungsprozesses in eine Forschungs- und Entwicklungsphase ist im Schumag-Konzern nicht möglich. Hauptgrund ist, dass die Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte strukturell ausschließlich iterativen Charakter haben. Dies bedeutet, dass die Aktivitäten keine klar definierbare neue Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand haben, sondern dass es sich um schrittweise und laufende Verbesserungen grundsätzlich immer derselben Produkte und Produktionsverfahren handelt. Die hergestellten Produkte und die Produktionsverfahren bleiben im Kern jedoch unverändert. Daher ist es kostenrechnerisch nicht möglich, die Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln. Geschäfts- oder Firmenwerte sind ebenfalls nicht angesetzt.

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Nutzungsdauer immaterielle Vermögenswerte 2009/10

Jahre
2008/09

Jahre
Produktrechte, Lizenzen 5 5
Software 5 5

2.3.7 Sachanlagen: Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden bisher nicht aktiviert, da für die Herstellung selbsterstellter Anlagen in der Regel kein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.

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Nutzungsdauer Sachanlagen 2009/10

Jahre
2008/09

Jahre
Gebäude 7-50 10 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20 3 - 21
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 3 - 23

2.3.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien: Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und nicht ftir die eigene Produktion genutzt werden. Bei der Schumag AG werden Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung erfolgte entsprechend IAS 16.5. Die in den als Finanzinvestition gehaltene Immobilien enthaltenen Grundstücke werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Die Bewertung der darin enthaltenen Gebäude erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Der beizulegende Zeitwert der Immobilie wird in Anmerkung 15 dargestellt.

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Nutzungsdauer als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 2009/10

Jahre
2008/09

Jahre
Gebäude 10 - 40 10 - 40

2.3.9 Wertminderungen: Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen sowie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird ein Impairment-Test durchgeführt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen (vgl. Anmerkung 2.4.5).

2.3.10 Leasing: Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen der Schumag-Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der Schumag-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Leasingvereinbarungen, bei den der Konzern Leasinggeber ist und nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden als Operatingleasing eingeordnet. Der verleaste Vermögenswert verbleibt in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

2.3.11 Steuern: Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Steuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der Schumag-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 11 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.

2.3.12 Vorräte: Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

2.3.13 Fertigungsaufträge (construction contracts): Fertigungsaufträge wurden nach der percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigungsgrad wurde nach der cost-to-cost-Methode ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgte aktivisch unter dem Posten „Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden" bzw. bei drohendem Verlust oder, wenn erhaltene Anzahlungen die kumulierte Leistung übersteigen, passivisch unter „Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden".

2.3.14 Pensionsrückstellungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach IAS 19.93A mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck ermittelt.

2.3.15 Sonstige Rückstellungen: sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Für bestimmte Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Durchführung von Maßnahmen besteht und die Maßnahmen nicht zur Aktivierung von Vermögenswerten führen. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst.

2.3.16 Finanzinstrumente: Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, d.h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der Schumag aus gewährten Krediten und Forderungen sowie flüssigen Mitteln zusammen. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar erfolgwirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien nach IAS 39, für die unterschiedliche Bewertungsregeln gelten:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte*
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte*
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte*
Effektive Derivate als Sicherungsinstrumente*

* im Schumag-Konzern zurzeit nicht relevant

Unter „Kredite und Forderungen" werden im Schumag-Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den übrigen Vermögenswerten enthaltenen sonstigen finanziellen Forderungen sowie Flüssige Mittel erfasst. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Liegen bei diesen finanziellen Vermögenswerten objektive substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten Zahlungsstockungen, die auch nach Aufforderung des Schuldners nicht beseitigt sind oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten bestehen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der Schumag Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die in den anderen Verbindlichkeiten enthaltenen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", ansonsten zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich eventueller Tilgungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Wenn beizulegende Zeitwerte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden diese unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Die Fair Value-Option wird im Schumag-Konzern nicht angewendet.

Die derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitwert angesetzt. Die Steuerung finanzieller Risiken (insbesondere Währungsrisiken) durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist in Anmerkung 24 beschrieben.

Das Aktienrückkaufangebot aus September 2009 in Höhe von maximal 400.000 Aktien zu EUR 6,00 je Aktie stellte ein freiwilliges Erwerbsangebot (geschriebene Verkaufsoption) dar, welches eine bedingte Verpflichtung zur Zahlung von Geld entstehen ließ. Die als Stillhalter bestehende Erwerbsverpflichtung führte per 30. September 2009 zum Abzug von TEUR 2.400 vom Eigenkapital (vgl. Anmerkung 19). Die entsprechende finanzielle Verbindlichkeit war gesondert ausgewiesen.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:

2.4.1 Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber: Die Schumag hat einen Leasingvertrag zur gewerblichen Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Der Vertrag wird dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, so dass der Ausweis der vermieteten Immobilie nach IAS 40 unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt.

2.4.2 Steuern: Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftigen Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die Schumag bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.

Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der aktivierten latenten Steuern vorgenommen. Aufgrund der Ungewissheit über den Zeitpunkt des wesentlichen Anteilsbesitzwechsels besteht vor dem Hintergrund der Vorschriften über die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge bei Anteilseignerwechseln eine hohe Unsicherheit über die Höhe der zukünftig in Deutschland nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche wertberichtigt.

2.4.3 Pensionsrückstellungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Löhne und Gehälter sowie Renten. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der Schumag getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 20 aufgeführt.

2.4.4 Sonstige Rückstellungen: Sonstige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen.

2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments): Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Die bei Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen durchzuführenden Impairment-Tests stellen die bilanziellen Buchwerte der Vermögenswerte den erzielbaren Beträgen der Vermögenswerte gegenüber. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswertes. Der Nutzungswert wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt und entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Sofern kein erzielbarer Betrag auf Ebene des einzelnen Vermögenswertes bestimmt werden kann, erfolgt die Ermittlung für die Gruppen von Vermögenswerten (cash generating units), der der betreffende Vermögenswert zugeordnet ist. Für die Definition der cash generating units werden die Segmente herangezogen (vgl. Anmerkung 5). Zur Ermittlung des Nutzungswertes wird ein den Marktbedingungen entsprechender Vorsteuerzinssatz verwendet. Den Ermittlungen liegen Budget- und Prognoseberechnungen des Managements zugrunde, die in der Regel einen Planungshorizont von drei Jahren umfassen und Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen abbilden. Über den Detailplanungszeitraum hinausgehende Cashflows-Prognosen werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet.

Die Schätzung der Cashflows und die getroffenen Annahmen basieren auf den jeweils zum Aufstellungsstichtag verfügbaren Informationen und können von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen. Annahmen und Schätzungen betreffen u.a. erwartete Erlöse aus Produktverkäufen, die Wirtschaftlichkeit des Vermögenswerts, den Diskontierungszinssatz sowie Material- und Energiepreise.

Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurde. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards

2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS und IFRIC

Im Geschäftsjahr 2009/10 kamen folgende IFRS und IFRIC erstmals zur Anwendung:

Amendments to IAS 23 „Borrowing Costs" wurden am 29. März 2007 veröffentlicht, am 10. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen eliminieren das Wahlrecht, Fremdkapitalzinsen im Rahmen der Anschaffung oder Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten unmittelbar als Aufwand zu erfassen. In Zukunft sind solche Fremdkapitalzinsen in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von qualifizierten Vermögenswerten einzubeziehen.

Amendments to IFRS 2 „Sharebased Payment: Vesting Conditions and Cancellations" wurden am 17. Januar 2008 veröffentlicht, am 16. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Ziel der Überarbeitung war es, die Begriffe Ausübungsbedingungen und Annullierungen genauer zu definieren. Demnach umfassen Ausübungsbedingungen lediglich erfolgs- und leistungsabhängige Bedingungen. Andere Aspekte einer anteilsbasierten Vergütung stellen keine Ausübungsbedingung dar und sind in den Fair Value der anteilsbasierten Vergütung zum Bewilligungszeitpunkt einzubeziehen. Sämtliche Annullierungen, obgleich sie durch das Unternehmen oder andere Parteien erfolgen, sollten die gleiche Bilanzierungsweise erfahren.

Amendments to IAS 1 "Presentation of Financial Statements: A Revised Presentation" wurden am 6. September 2007 veröffentlicht, am 17. Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen geänderte Bezeichnungen für Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung, die Einführung eines Rechenwerks für bestimmte Eigenkapitalveränderungen („Statement of Comprehensive Income") und die Verpflichtung zur Offenlegung einer Eröffnungsbilanz für die erste von einer rückwirkenden Bilanzierungsänderung betroffene dargestellte Periode.

Amendments to IAS 32 and IAS 1 „Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation" wurden am 14. Februar 2008 veröffentlicht, am 21. Januar 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Infolge dieser Änderungen werden einige Finanzinstrumente, die bisher die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllten, künftig als Eigenkapital klassifiziert, weil sie den nachrangigsten Anspruch auf das Nettovermögen des Unternehmens darstellen. Hierfür ist jedoch detaillierten Anforderungen zu genügen.

Amendments to IFRS 1 and IAS 27 „Cost of an Investment in a subsidiary, jointly-controlled entity or associate" wurden am 22. Mai 2008 veröffentlicht, am 23. Januar 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Anlass der Überarbeitungen war, dass die rückwirkende Bestimmung der Anschaffungskosten und die Anwendung der Anschaffungskostenmethode nach lAS 27 bei erstmaliger Anwendung der IFRS in manchen Fällen nur mit unverhältnismäßigen Kosten erreicht werden kann. Daher dürfen IFRS-Erstanwender in Zukunft zur Bemessung der Anschaffungskosten einer Investition in Tochterunternehmen, Jointly controlled entities i.S.v. Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen angenommene Anschaffungskosten verwenden. Des Weiteren wurde die Definition der Anschaffungskostenmethode aus IAS 27 entfernt und durch die Anforderung ersetzt, Dividenden als Erträge im separaten Abschluss des Investors darzustellen, womit eine Unterscheidung zwischen Dividenden vor bzw. nach Erwerb entfällt. Ebenso wird eine Ausnahmeregelung für Konzernumstrukturierungen eingefügt, nach der ein neues Mutterunternehmen zur Bestimmung des Wertansatzes die Buchwerte des bestehenden Unternehmens als Anschaffungskosten verwenden muss, sofern sich keine Veränderungen in den Eigentumsverhältnissen und dem Eigenkapital sowie Vermögenswerten und Schulden ergeben.

Revised IFRS 3 "Business Combinations" und Amendments to IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements" wurden am 10. Januar 2008 veröffentlicht, am 3. Juni 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Danach erweitert sich der Anwendungsbereich auf Unternehmenszusammenschlüsse von Gegenseitigkeitsunternehmen und solche ohne Gegenleistung. Zusammenschlüsse von Unternehmen unter gemeinsamer Kontrolle sind ausgenommen. Zukünftig werden die mit einem Unternehmenserwerb verbundenen Kosten für die Ausgabe von Schuld- bzw. Eigenkapitaltiteln in Übereinstimmung mit IAS 39 bzw. IAS 32 erfasst. Alle anderen erwerbsbezogenen Aufwendungen werden als Aufwand erfasst. Des Weiteren wird das Wahlrecht zur "Full Goodwill - Methode" eingeführt, wonach ein Unternehmen 100% am Geschäfts- oder Firmenwert des erworbenen Unternehmens und nicht nur den Anteil des Erwerbers bilanzieren darf, mit einem entsprechend höheren Ausweis nicht kontrollierender Anteile am erworbenen, neubewerteten Nettovermögen. Bei sukzessivem Erwerb finden Goodwillbestimmung und Neubewertung der Nettovermögenswerte erst zum Zeitpunkt der Beherrschung statt. Sämtliche darauf folgenden Transaktionen zwischen dem Mutterunternehmen und den nicht kontrollierenden Anteilen werden als reine Eigenkapitaltransaktionen behandelt.

IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate" wurde am 3. Juli 2008 veröffentlicht, am 22. Juli 2009 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. IFRIC 15 vereinheitlicht die Bilanzierungspraxis in allen Rechtskreisen hinsichtlich der Erfassung von Erträgen aus dem Verkauf von Einheiten (z. B. Wohnungen oder einzelne Häuser) seitens der Errichtungsgesellschaft noch bevor die Errichtung abgeschlossen ist. Hierbei werden Leitlinien zur Verfügung gestellt, die eine eindeutige Zuordnung der jeweiligen Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien zum Anwendungsbereich von IAS 11 „Construction Contracts" oder aber IAS 18 „Revenue" gewährleisten soll. Je nach Zuordnung werden auf diese Weise die Erträge aus der Errichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst.

Amendments to IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement - Eligible Hedged Items" wurden am 31. Juli 2008 veröffentlicht, am 15. September 2009 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Grundgedanke der Änderungen ist es, zusätzliche Anwendungsleitlinien für die Designation von Sicherungsinstrumenten zur Verfügung zu stellen, da insbesondere bei der Behandlung eines einseitigen Risikos sowie der Berücksichtigung von Inflation innerhalb eines Sicherungsgeschäfts Uneinheitlichkeiten in der Praxis existieren.

Revised IFRS 1 „First Time Adoption of IFRS" wurde am 27. November 2008 veröffentlicht, am 25. November 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Unternehmen anwendbar, die ab dem 1. Juli 2009 erstmalig einen IFRS-Abschluss erstellen. Die Veränderungen betreffen ausschließlich den formalen Aufbau von IFRS 1, der Inhalt bleibt hingegen unverändert. Es werden die allgemeinen und die spezifischen Regelungen des Standards voneinander getrennt, da zahlreiche Änderungen anderer bzw. neuer Standards den bisherigen IFRS 1 (rev. 2003) zunehmend komplexer und weniger übersichtlich gemacht hatten. So sind nun im Hauptteil die allgemeinen Regelungen wie z.B. Anwendungsbereich, allgemeine Ansatz- und Bewertungsvorschriften zusammengefasst, die spezifischen Regelungen zur Befreiung und Ausnahmen von Regelungen einzelner IFRS sind hingegen in den verschiedenen Anhängen am Ende von IFRS 1 dargestellt. Ziel ist es durch die neue Struktur die Klarheit und Anwendbarkeit des Standards zu verbessern. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

IFRIC 17 „Distributions of Non-Cash Assets to Owners" IFRIC 17 wurde am 27. November 2008 veröffentlicht, am 26. November 2009 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. IFRIC 17 regelt Themen, wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die es als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. Demnach ist eine Dividendenverpflichtung anzusetzen, wenn die Dividende von den zuständigen Organen genehmigt wurde und nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. Diese Dividendenverpflichtung ist zum beizulegenden Zeitwert der zu übertragenden Nettovermögenswerte anzusetzen, die Differenz zwischen der Dividendenverpflichtung und dem Buchwert des zu übertragenden Vermögenswertes ist erfolgswirksam zu erfassen. Zusätzlich sind erweiterte Anhangangaben notwendig, wenn die für die Ausschüttung vorgesehenen Vermögenswerte der Definition eines aufgegebenen Geschäftsbereichs (IFRS 5) entsprechen.

Amendment to IFRS 7 „Improving Disclosures about Financial Instruments" wurde am 5. März 2009 veröffentlicht, am 27. November 2009 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Änderung behandelt Angaben zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sowie zum Liquiditätsrisiko Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte wurden die Angabepflichten dahingehend erweitert, dass eine tabellarische Aufgliederung für jede Klasse von Finanzinstrumenten durchzuführen ist. Diese richtet sich an der der dreistufigen Fair Value-Hierarchie gem. US-GAAP SFAS 157 aus. Angaben hinsichtlich des Liquiditätsrisikos wurden dahingehend ergänzt, dass eine Klassifizierung der Angaben zu Fälligkeit von finanziellen Verbindlichkeiten nach derivativen und nichtderivativen Verbindlichkeiten gefordert wird. Außerdem wurden die qualitativen Angaben zum Liquiditätsrisiko-Management überarbeitet. Im ersten Jahr der Anwendung sind jedoch noch keine Vergleichsangaben notwendig.

IFRIC 18 „Transfers of Assets from Customers" wurde am 29. Januar 2009 veröffentlicht, am 27. November 2009 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. IFRIC 18 beinhaltet zusätzliche Hinweise zur Bilanzierung der Übertragung eines Vermögenswerts durch einen Kunden. Hiervon ist nach Ansicht des Boards besonders der Energiesektor betroffen. Die Interpretation stellt klar, wie mit Vereinbarungen im Rahmen der IFRS zu verfahren ist, bei denen ein Unternehmen vom Kunden Vermögenswerte übertragen werden (Objekt, Anlage oder Betriebsmittel), die in einem solchem Verwendungszweck stehen, diesen Kunden entweder mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder eine permanente Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen gewährleisten. Davon angesprochen sind ebenso Fälle, in denen Barmittel gewährt werden, die dem Erwerb oder der Herstellung besagter Vermögenswerte durch das Unternehmen dienen. Zusammengefasst wird erläutert, wann bzw. unter welchen Umständen ein Vermögenswert vorliegt, der erstmalige Ansatz sowie Bewertung, die Identifizierung der jeweilig bestimmbaren Dienstleistungen im Austausch für den übertragenen Vermögenswert, die Frage des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung und wie die Übertragung von Zahlungsmitteln durch Kunden bilanziert werden soll.

IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" wurde am 26. November 2009 veröffentlicht, am 23. Juli 2010 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. IFRIC 19 liefert Leitlinien für die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Schuldner nach Neuaushandlung der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit die Verbindlichkeit durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten ganz oder teilweise tilgt. IFRIC 19 wurde vorzeitig angewendet, um den Verkauf eigener Anteile gegen Arbeitnehmeransprüche abzubilden.

Die erstmalige Anwendung der aufgeführten Standards und Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 8 „Operating Segments" wurde vorzeitig im Geschäftsjahr 2008/09 angewandt.

2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRS und IFRIC

Die Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2009/10 noch nicht angewandten bzw. von der Europäischen Union nicht anerkannten IFRS und IFRIC auf den Konzernabschluss der Schumag wurden geprüft. Die Schumag geht davon aus, dass die Anwendung der nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird:

Amendment to IAS 32 "Classification of Rights Issues" wurde am 23. Dezember 2009 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.

Der zweite Sammelstandard Improvments to IFRSs (April 2009) wurde im März 2010 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

Amendments to IFRS 2 „Group Cash-settled Sharebased Payment Transactions" wurden im März 2010 in EU-Recht übernommen und sind verpflichtend für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

Amendments to IFRS 1 "Additional Exemptions for Firsttime Adopters" wurden am 23. Juni 2010 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

Amendments to IFRS 1 "Limited Exemption from Comparative" und IFRS 7 "Disclosures for First-Time Adopters" wurden am 30. Juni 2010 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

Revised IAS 24 "Related Party Disclosures" und Amendment to IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement" wurden am 19. Juli 2010 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

Amendment to IFRS 1 "First-time Adoption" wurde am 23. Juli 2010 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

3. Akquisitionen

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden keine Unternehmenserwerbe durchgeführt. Es werden aber weiterhin Möglichkeiten zur Akquisition von Fertigungsstätten für den präzisionsmechanischen Bereich in den USA sowie im ostasiatischen Raum geprüft.

4. Desinvestitionen und aufgegebene Geschäftsbereiche

Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde der wesentliche Teil des Geschäftsbereichs Maschinenbau an die SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, veräußert.

Aufgrund eines Kaufvertrages vom 19. November 2008 wurden mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 operative Vermögenswerte wie technische Anlagen und Maschinen, Software, Zeichnungen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Patente, Marken, Barmittel und Domain sowie sonstige Vermögenswerte veräußert. Mit übergegangen sind ebenfalls dem veräußerten Geschäftsbereich zuzuordnende Mitarbeiter mit allen Rechten und Pflichten. Weiterhin veräußert wurden die Anteile an den Tochterunternehmen MRB Schumag Ltd., Schumag Kieserling Machinery, Inc. und Nolanco, Inc. sowie Schumag Machinery Taicang Co., Ltd.

Die Desinvestition wirkte sich zum Veräußerungszeitpunkt auf Vermögen und Schulden wie folgt aus:

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Veräußerte Vermögenswerte und Schulden 2008/09

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 213
Sachanlagen 3.228
Finanzanlagen 389
Vorräte 955
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.957
Übrige Vermögenswerte 807
Flüssige Mittel 5.041
Pensionsrückstellung en -877
Übrige Rückstellungen -1.259
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -618
Übrige Verbindlichkeiten -3.994
Nettovermögen 5.842

Die Desinvestition hatte die folgende Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns:

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2008/09

TEUR
Veräußerungserlös (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) 39.937
Nettovermögen -5.842
Veräußerungskosten -6.069
Abgrenzung Mietvorauszahlung -2.500
Sonstige Anpassungen -1.776
Ergebnis (vor Steuern) aus der Veräußerung 23.750

Die sonstigen Anpassungen betreffen überwiegend im Rahmen der Erstkonsolidierung gem. IFRS 1.15 i.V.m. IFRS 1.B2 mit den Rücklagen verrechnete Unterschiedsbeträge.

Durch einen weiteren Kaufvertrag vom 15. Dezember 2009 wurden die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Aufträge sowie das restliche zum Maschinenbau gehörende Vermögen mit Wirkung zum 30. November 2009 ebenfalls an die SMS Schumag veräußert. Die Auswirkungen wurden zum 30. September 2009 mit einem Betrag von TEUR 4.610 aufwandswirksam in den Vorräten, den Rückstellungen sowie den anderen Verbindlichkeiten wertaufhellend berücksichtigt.

Die Desinvestition wirkte sich zum Veräußerungszeitpunkt auf Vermögen und Schulden wie folgt aus:

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Veräußerte Vermögenswerte und Schulden 2009/10

TEUR
Vorräte 9.762
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.914
Übrige Rückstellungen -4.262
Übrige Verbindlichkeiten -5.614
Nettovermögen 3.800

Die Desinvestition hatte die folgende Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns:

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2009/10

TEUR
Veräußerungserlös (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) 7.500
Nettovermögen -3.800
Verrechnete Zahlungseingänge für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.427
Ergebnis (vor Steuern) aus der Veräußerung 273

Aufgegebener Geschäftsbereich

Der Vorstandsbeschluss zur Veräußerung wesentlicher Teile des Geschäftsbereichs Maschinenbau ist im Geschäftsjahr 2008/09 veröffentlicht und durchgeführt worden. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Posten um die entsprechenden Beträge des Bereichs bereinigt und das Ergebnis nach Steuern aus diesem Bereich gesondert ausgewiesen worden.

Die Ertrags- und Finanzlage des aufgegebenen Geschäftsbereichs, der dem Segment "Maschinenbau" entspricht (vgl. Anmerkung 5), stellt sich wie folgt dar:

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Gewinn- und Verlustrechnung 2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Umsatzerlöse 265 39.109
Bestandsveränderung 360 -1.220
Sonstige betriebliche Erträge 334 1.823
Gesamtleistung 959 39.712
Materialaufwand 827 34.700
Personalaufwand 4 4.988
Abschreibungen 0 209
Sonstige betriebliche Aufwendungen 443 3.971
Ergebnis der Betriebstätigkeit -315 -4.156
Finanzergebnis -11 -28
Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten 0 23.750
Ergebnis vor Steuern -326 19.566
Steuern 0 -435
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -326 20.001

Das Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten entspricht dem Ergebnis aus der Veräußerung des Maschinenbaus.

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Kapitalflussrechnung (verkürzt) 2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 0 -10.867
Cashflow aus Investitionstätigkeit 11.466 28.053
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel der aufgegebenen Geschäftsbereiche 11.466 17.186
Konsolidierungskreis-, bewertungs- und wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -11.467 -30.214
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 1 13.029
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 0 1

Die Veräußerung des aufgegebenen Geschäftsbereichs führte zu den folgenden Zahlungsflüssen:

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Veräußerungserlös 7.500 39.937
Veräußerungskosten 0 -1.223
Veräußerte Flüssige Mittel 0 -5.041
Steuerzahlungen (Quellensteuer) 0 -272
Ein-/Auszahlungen im Zusammenhang mit der Absicherung noch benötigter Avallinien 5.653 -4.850
Zahlungen im Zusammenhang mit der nachträglichen Anpassung der Stichtagsbilanz -943 0
Ausstehende Zahlungen 0 -100
Sonstige Zahlungen -744 -250
Nettozahlung aus der Veräußerung 11.466 28.201

5. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente:

Das Segment Präzisionsmechanik produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Mess- und Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten, Komponenten für medizinische und optische Geräte, Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen.

Im Segment Anlagentechnik erfolgt die Produktion von Komponenten des Energiesektors, insbesondere für Öl- und Gasversorgungssysteme sowie Kraftwerke und Kernkraftwerke.

Das Segment Maschinenbau stellt Ziehanlagen für die Herstellung von Rohren und Profilen aus Stahl, Messing, Aluminium und Kupfer, Blankstahlanlagen für Stangen und Ringe sowie Schleifanlagen für Stangen her. Da die Schumag AG den Auftragsbestand des Maschinenbaus zum 30. November 2008 nicht mit veräußert hat, erfolgt auch die interne Steuerung und Berichterstattung des Unternehmens - zumindest vorläufig - weiterhin auch separat für diese Geschäftseinheit. Das Segment Maschinenbau bildet zugleich die „discontinued operations" i.S. des IFRS 5 ab. Der Maschinenbau wird in der diesjährigen Berichterstattung letztmalig als eigenes Segment ausgewiesen.

Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir erstmals unter Sonstige Segmente aus. Hierzu zählen zurzeit die Aktivitäten im Zusammenhang mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (vgl. Anmerkung 15). Wegen Unwesentlichkeit unterblieb eine Anpassung der Vorjahreswerte.

Segmente

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2009/10 (TEUR) Präzisionsmechanik Anlagentechnik Maschinenbau Sonstige Segmente Konzern
Umsatz 44.659 98 265 0 45.022
EBITDA -4.400 -2.074 -315 255 -6.534
EBIT -12.746 -2.078 -315 180 -14.959
EBT -13.755 -2.115 -326 80 -16.116
Investitionen 3.119 5 0 0 3.124
Abschreibungen 8.346 4 0 75 8.425
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 592 1 0 0 593

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2008/09 (TEUR) Präzisionsmechanik Anlagentechnik Maschinenbau Sonstige Segmente Konzern
Umsatz 33.916 0 39.109 - 73.025
EBITDA -13.601 -3.623 -3.947 - -21.171
EBIT -17.393 -3.623 -4.156 - -25.172
EBT -26.784 -3.623 19.566 - -10.841
Investitionen 1.849 9 232 - 2.090
Abschreibungen 3.792 0 209 - 4.001
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 753 0 58 - 811

Die Umsatzerlöse des Segmentes Maschinenbau wurden unter Anwendung der POC-Methode als Auftragserlöse beurteilt.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde mit zwei Kunden des Segments Präzisionsmechanik jeweils mehr als 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze belaufen sich auf TEUR 8.451 und TEUR 7.229.

Informationen über geografische Gebiete

Segmente nach Regionen

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Sitz der Gesellschaft Inland Ausland Konzern
2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 44.549 71.322 473 1.703 45.022 73.025
Umsatz vor Konsolidierung 44.831 71.837 2.979 5.279 47.810 77.116
EBITDA -4.886 -2.691 -1.648 -2.955 -6.534 -5.646
EBIT -13.146 -6.489 -1.813 -3.158 -14.959 -9.647
EBT -14.251 -7.779 -1.865 -3.062 -16.116 -10.841
Investitionen 3.096 2.037 28 53 3.124 2.090
Abschreibungen 8.260 3.798 165 203 8.425 4.001
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 499 698 94 113 593 811

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

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Sitz des Kunden 2009/10 2008/09
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 15.867 35,2 28.831 39,5
Sonstige EU-Länder 7.891 17,5 14.507 19,9
Übriges Europa 383 0,9 5.092 7,0
Nordamerika 17.790 39,5 14.943 20,4
Lateinamerika 39 0,1 3.516 4,8
Asien 3.052 6,8 6.057 8,3
Afrika/Ozeanien 0 0,0 79 0,1
45.022 100,0 73.025 100,0

6. Sonstige betriebliche Erträge

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Mieterträge 1.332 6
Erträge aus Kostenerstattung 487 804
Erträge aus Ausbuchung von Verbindlichkeiten 405 87
Währungsgewinne 339 200
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 291 126
Zuschüsse Bundesagentur für Arbeit (KUG) 274 1.492
Gewinne aus Anlagenabgängen und Desinvestitionen 0 84
Übrige 348 22
3.476 2.821

Mieterträge beinhalten insbesondere die Erträge aus der Vermietung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie an die SMS Schumag. Im Vorjahr wurden die diesbezüglichen Mieterträge noch dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet.

Die Erträge aus Kostenerstattung betreffen vor allem Dienstleistungen, die der SMS Schumag am Standort Aachen zur Verfügung gestellt wurden.

Währungsgewinne enthalten Gewinne aus Fremdwährungsposten sowie aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag.

In den übrigen Erträgen sind Erträge aus Rückkaufswerten, Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit für Altersteilzeit sowie eine Vielzahl anderer Posten enthalten.

7. Personalaufwand

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Löhne und Gehälter 19.833 24.105
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.348 3.858
davon für Altersversorgung 155 148
24.181 27.963

Durchschnittlicher Personalbestand

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2009/10 2008/09
Arbeiter 462 595
Angestellte 103 118
Auszubildende 28 40
593 753

Der für das Vorjahr genannte durchschnittliche Personalbestand beinhaltet nicht die Mitarbeiter des veräußerten Geschäftsbereichs Maschinenbau.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Beratungskosten 3.387 1.275
Instandhaltung 1.599 1.558
Leasing- und Mietkosten 1.595 1.977
Sonstige Fremd- und Serviceleistungen 768 442
Ingangsetzungsaufwendungen 600 3.500
Versicherungskosten 531 560
Provisionen 444 343
IT-Kosten 402 469
Währungsverluste 362 709
Reisekosten 214 201
Übrige 2.668 2.420
12.570 13.454

Der Anstieg der Beratungskosten ist im Wesentlichen auf Managementkonsultationen sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder zurückzuführen.

Die sonstigen Fremd- und Serviceleistungen betreffen insbesondere Fremdpersonal im technischen Verwaltungsbereich, Härtereidienstleistungen für Schumag Romania sowie Bewachung.

Die Ingangsetzungsaufwendungen beinhalten die Kosten für den Anlauf des Geschäftsbetriebs für das neue Segment Anlagentechnik, die nach IFRS aufwandswirksam zu erfassen sind.

Währungsverluste enthalten Verluste aus Fremdwährungsposten sowie aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag.

Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten.

9. Finanzergebnis

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13 167
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.159 -1.333
Finanzergebnis -1.146 -1.166

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR 1.016 (Vorjahr TEUR 1.105) enthalten (vgl. Anmerkung 20).

Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf:

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Gesamtzinsertrag
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 13 148
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0 161
13 309
Gesamtzinsaufwand
aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 176 241
aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 2 10
178 251

10. Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten

Das Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten im Geschäftsjahr 2008/09 enthielt ausschließlich die Kosten für den Sozialplan.

11. Steuern

In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der Schumag AG sowie der Schumag BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 15,575 %, so dass für beide Gesellschaften latente Steuern mit 31,4 % (Vorjahr 31,4 %) angesetzt werden.

Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit den folgenden, im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen ermittelt:

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2009/10

%
2008/09

%
Großbritannien - 29
Rumänien 16 16
USA - 40

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen teilen sich wie folgt auf:

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Tatsächliche Steuern
Schumag AG 17 -1
Ausländische Tochtergesellschaften 3 1
20 0
davon für Vorjahre 14 -4
Latente Steuern infolge Entstehung bzw. Umkehrung temporärer Differenzen
Steueraufwand 1.603 1.693
Steuerertrag -2.560 -1.139
-957 554
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steuern -937 554

Die über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrugen im Vorjahr insgesamt TEUR -435, davon tatsächliche Steuern in Höhe von TEUR 125.

Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR 457 (Vorjahr TEUR 305).

Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden:

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Latenter Steueraufwand Latenter Steuerertrag
2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 41 94 -1.026 -97
Vorräte und Forderungen 1.438 1.158 -1.432 -1.063
Pensionsrückstellung en 30 87 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 94 146 -99 -370
Sonstiges 0 39 -3 0
1.603 1.524 -2.560 -1.530

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 142 184 4.062 5.087
Vorräte und Forderungen 64 1.503 4 1.436
Pensionsrückstellungen 1.479 1.0 51 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 608 604 0 0
Verlustvorträge 10.307 8.328 0 0
Sonstiges 0 0 16 20
Wertberichtigungen auf latente Steuern -10.307 -8.328 0 0
davon auf Verlustvorträge -10.307 -8.328 0 0
Bruttowert 2.293 3.342 4.082 6.543
Saldierung -2.087 -3.080 -2.087 -3.080
Bilanzansatz 206 262 1.995 3.463

Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge entfällt bei Anteilseignerwechsel. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern realisiert werden können.

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Wesentliche ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Zum 30. September 2010 wurden auf inländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 32.826 (Vorjahr TEUR 26.522) Wertberichtigungen gebildet.

Steuerliche Überleitungsrechnung

Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der Schumag AG von 31,4 % (Vorjahr 31,4 %) ergebenden Steuern lassen sich zu den ausgewiesenen Steuern wie folgt überleiten:

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -15.790 -30.407
Ergebnis vor Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen -326 19.566
Konzern-Ergebnis vor Steuern -16.116 -10.841
Erwartete Steuern (Steuersatz der Schumag AG) -5.061 -3.404
Steuern aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträgen 28 68
Steuern aus abweichenden ausländischen Steuersätzen 32 128
Latente Steuern infolge der Entstehung bzw. der Umkehrung temporärer Differenzen 78 1.134
Latente Steuern infolge von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen -1.979 0
Wertberichtigung von latenten Steuern für steuerliche Verlustvorträge 1.979 0
Nicht angesetzte latente Steuern 3.966 2.113
Aperiodische Effekte 14 115
Sonstige Steuereffekte 6 -35
Ausgewiesene Steuern -937 119
davon in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen -937 554
davon dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzuordnen 0 -435
-937 119
Steuerquote 5,8% -1,1%

Steuerschulden

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30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
Steuerrückstellungen 78 78
Kurzfristige Steuerschulden 0 125
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 291 416
369 619

Steuerschulden umfassen Steuerrückstellungen sowie kurzfristige Steuerschulden und -verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellungen beinhalten mögliche Haftungsschulden aus früheren steuerlichen Organschaften. Steuerschulden betreffen ausschließlich veranlagte Ertragsteuern, Steuerverbindlichkeiten vor allem Lohn- und Umsatzsteuer für den Monat September.

12. Ergebnis je Aktie

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2009/10 2008/09
Konzern-Ergebnis nach Steuern (in TEUR) -15.179 -10.960
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 3.736.973 3.994.693
Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) -4,06 -2,74
davon aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (EUR) -3,97 -7,75
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (EUR) -0,09 5,01

Verwässerungseffekte ergaben sich nicht.

Aus dem Aktienrückkaufprogramm sowie dem Verkauf der eigenen Anteile (vgl. Anmerkung 19) ergeben sich lediglich Effekte auf die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.

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In Umlauf befindliche Anteile 2009/10
Stand 30. September 2009 3.719.807
Andienungen bis zum 5. Oktober 2009* 53.333
Verkauf Eigene Anteile am 16. Juli 2010 -333.526
Stand 30. September 2010 4.000.000
Tag genau gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 3.736.973

* Ende des Aktienrückkaufprogramms

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In Umlauf befindliche Anteile 2008/09
Stand 1. Oktober 2008 =Stand zum 18. September 2009* 4.000.000
Andienungen bis zum Bilanzstichtag 280.193
Stand 30. September 2009 3.719.807
Tag genau gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 3.994.693

* Beginn des Aktienrückkaufprogramms

13. Immaterielle Vermögenswerte

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Entwicklung 2009/10 Software

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2009 691
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 0
Zugänge 737
Abgänge 49
Stand am 30.9.2010 1.379
Abschreibungen
Stand am 1.10.2009 218
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 0
Zugänge 138
Abgänge 49
Stand am 30.9.2010 307
Nettobuchwert am 30.9.2010 1.072

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Entwicklung 2008/09 Software

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2008 725
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -2
Zugänge 317
Abgänge 349
Stand am 30.9.2009 691
Abschreibungen
Stand am 1.10.2008 267
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -1
Zugänge 88
Abgänge 136
Stand am 30.9.2009 218
Nettobuchwert am 30.9.2009 473

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte sind bisher nicht bilanziert. Im Geschäftsjahr 2008/09 erfolgte Abgänge im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Maschinenbau werden gesondert dargestellt (vgl. Anmerkung 4).

14. Sachanlagen

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Entwicklung 2009/10 Grundstücke und Gebäude

TEUR
Technische Anlagen und Maschinen

TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung

TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

TEUR
Gesamt

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2009 13.207 21.753 6.896 31 41.887
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -19 -1 -6 0 -26
Zugänge 4 18 328 2.037 2.387
Abgänge 0 4 95 0 99
Umbuchungen 0 3 0 -3 0
Stand am 30.9.2010 13.192 21.769 7.123 2.065 44.149
Abschreibungen
Stand am 1.10.2009 1.760 10.177 3.429 0 15.366
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -2 -1 -4 0 -7
Zugänge planmäßig 337 1.906 802 0 3.045
Zugänge außerplanmäßig 0 5.055 112 0 5.167
Abgänge 0 3 85 0 88
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 30.9.2010 2.095 17.134 4.254 0 23.483
Nettotuchwert am 30.9.2010 11.097 4.635 2.869 2.065 20.666

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Entwicklung 2008/09 Grundstücke und Gebäude

TEUR
Technische Anlagen und Maschinen

TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung

TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

TEUR
Gesamt

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2008 19.680 22.472 8.634 33 50.819
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -98 80 -57 2 -73
Veränderungen des Konsolidierungskreises -1.597 -76 -316 0 -1.989
Zugänge 0 928 709 36 1.673
Abgänge 0 1.717 2.022 0 3.739
Umbuchungen -4.778 66 -52 -40 -4.804
Stand am 30.9.2009 13.207 21.753 6.896 31 41.887
Abschreibungen
Stand am 1.10.2008 1.722 8.353 3.954 0 14.029
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -10 91 -22 0 59
Veränderungen des Konsolidierungskreises -97 -55 -203 -355
Zugänge planmäßig 379 2.124 894 0 3.397
Zugänge außerplanmäßig 132 319 0 0 451
Abgänge 0 656 1.193 0 1.849
Umbuchungen -366 1 -1 0 -366
Stand am 30.9.2009 1.760 10.177 3.429 0 15.366
Nettobuchwert am 30.9.2009 11.447 11.576 3.467 31 26.521

Die Sachanlagen enthalten eine geleaste Produktionsmaschine für den präzisionsmechanischen Bereich, bei der dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist. Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in Anmerkung 25 erläutert.

Im Dezember 2010 wurden Sachanlagen des präzisionsmechanischen Bereichs, insbesondere Produktionsmaschinen, mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 2.845 (Stand 30. September 2010) im Rahmen einer Sale-and-Lease-back-Transaktion veräußert. Auf Basis der vertraglichen Vereinbarungen erfolgte eine wertaufhellende Erfassung einzelner Anlagen zum Nettoveräußerungswert (erzielbarer Betrag). Die erforderliche außerplanmäßige Abschreibung belief sich auf TEUR 5.167 und ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthalten.

Im Geschäftsjahr 2008/09 erfolgte Abgänge im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Maschinenbau werden gesondert dargestellt (vgl. Anmerkung 4).

15. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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Entwicklung 2009/10 TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2009 4.804
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand am 30.9.2010 4.804
Abschreibungen
Stand am 1.10.2009 432
Zugänge 75
Abgänge 0
Umbuchungen 0
Stand am 30.9.2010 507
Nettobuchwert am 30.9.2010 4.297

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Entwicklung 2008/09 TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2008 0
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 4.804
Stand am 30.9.2009 4.804
Abschreibungen
Stand am 1.10.2008 0
Zugänge 65
Abgänge 0
Umbuchungen 367
Stand am 30.9.2009 432
Nettobuchwert am 30.9.2009 4.372

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie ist im Geschäftsjahr 2008/09 aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Auf Basis eines Gutachtens vom 12. Dezember 2009 ergibt sich unter Berücksichtigung der anteiligen Grundstücknutzung im Verhältnis zur bebauten Grundfläche insgesamt ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 5.008. Die Werte des zugrunde liegenden Gutachtens wurden von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen im Ertragswertverfahren unter Annahme eines Zinssatzes von 7 % ermittelt.

Aus der Vermietung resultieren Mieterträge von TEUR 1.144 (Vorjahr TEUR 849) sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR 536 (Vorjahr TEUR 433) (vgl. Anmerkung 25).

16. Vorräte

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30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.876 4.867
Unfertige Erzeugnisse 6.089 8.515
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.039 6.477
Geleistete Anzahlungen 37 1
12.041 19.860

Am Abschlussstichtag lagen bzgl. der Vorräte keine Verfügungsbeschränkungen mehr vor. Zum 30. September 2009 war ein Fertigwarenlager in Höhe von TEUR 6.631 im Rahmen einer Raumsicherungsübereignung als Sicherheit verpfändet.

Von den Vorräten waren zum 30. September 2009 TEUR 4.928 dem Bereich Maschinenbau zuzurechnen. Diese wurden wertaufhellend zum Nettoveräußerungswert erfasst, der entsprechende Wertminderungsaufwand im Geschäftsjahr 2008/09 belief sich auf TEUR 2.600.

17. Forderungen und übrige Vermögenswerte

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr TEUR 742) berücksichtigt. Die übrigen Vermögenswerte enthalten wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen.

Zum Bilanzstichtag stellen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

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Buchwert

TEUR
weder wert-

gemindert noch überfällig

TEUR
nicht wertgemindert, aber überfällig
überfällig bis 30 Tage

TEUR
überfällig 31 bis 60 Tage

TEUR
überfällig 61 bis 90 Tage

TEUR
überfällig 91 bis 180 Tage

TEUR
überfällig 181 bis 360 Tage

TEUR
überfällig mehr als 360 Tage

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
30.9.2010 6.442 5.450 888 91 13 0 0 0
30.9.2009 13.060 11.633 744 208 49 195 231 0

Übrige Vermögenswerte

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30.9.2010 30.9.2009
TEUR davon kurzfristig

TEUR
TEUR davon kurzfristig

TEUR
--- --- --- --- ---
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 0 0 2.350 2.350
Rechnungsabgrenzungen 407 347 264 264
Sonstige Vermögenswerte 3.970 2.869 9.548 9.242
4.377 3.216 12.162 11.856

In den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden waren im Vorjahr erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.204 berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
Kautionen/Hinterlegungen 1.003 911
Steuererstattungsansprüche 759 679
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 682 714
Forderungen an Factoring-Gesellschaft 532 0
Forderungen an Mitarbeiter 283 795
Verpfändete Bankguthaben 248 5.878
Übrige 463 571
3.970 9.548

Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

Die Steuererstattungsansprüche enthalten Anrechnungs- und Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 377 (Vorjahr TEUR 443).

Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar.

Den Forderungen an Factoring-Gesellschaft liegen verkaufte Forderungen von TEUR 2.604 zugrunde. Für die Factoringgesellschaft ist eine Grundschuld von TEUR 2.000 bestellt.

Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen.

18. Flüssige Mittel

Unter den Flüssigen Mitteln sind ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst.

19. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Schumag AG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Schumag AG enthält Aufgelder aus Kapitalerhöhungen. Im Vorjahr wurde die Kapitalrücklage nach IFRS um EUR 1.681.158,00 höher als die nach HGB ausgewiesen, da nach IFRS die entsprechende Entnahme zur Bildung einer Rücklage für eigene Anteile nach HGB nicht berücksichtigt wurde. Nach Veräußerung der eigenen Anteile wurde die Kapitalrücklage im HGB-Abschluss aus der Rücklage für eigene Anteile wieder aufgefüllt, so dass zum Abschlussstichtag keine Abweichung mehr vorliegt.

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten zum 30. September 2010 unverändert eine gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 511.291,88.

Die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt:

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Stand 1.10. 768 1.434
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste bei leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen -1.455 -972
Latente Steuern 457 305
Veränderung -999 -666
Stand 30.9. -231 768

Eigene Anteile

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 bis zum Ablauf des 14. Oktober 2009 im Rahmen von § 71 Abs. 1 Nr. 8 und Abs. 2 bis 4 AktG ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft bis zu einem Anteil von insgesamt 10 % ihres Grundkapitals zu erwerben und diese eigenen Aktien ggf. unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu verwenden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen.

Auf Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 17. September 2009 den Rückkauf von insgesamt 400.000 Aktien zu einem Preis von EUR 6,00 angeboten, die zum 30. September 2009 mit einer Gesamtsumme von EUR 2.400.000,00 in die Verbindlichkeiten umgebucht wurden.

Im Rahmen des Rückkaufangebots wurden im Geschäftsjahr 2008/09 folgende Anteile erworben:

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Erwerbszeitraum Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Erwerbspreis

EUR
% EUR
--- --- --- --- ---
22.9.2009 - 30.9.2009 280.193 7,00 716.302,03 1.681.158,00

Im Berichtszeitraum wurden in diesem Zusammenhang folgende Anteile erworben:

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Erwerbszeitraum Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Erwerbspreis

EUR
% EUR
--- --- --- --- ---
1.10.2009 - 5.10.2009 53.333 1,33 136.343,65 319.998,00

Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2008 wurden am 16. Juli 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien wieder veräußert. Die Veräußerung erfolgt zur Teilerfüllung der aus dem sog. ERA-Anpassungsfonds geltend gemachten Ansprüche der Arbeitnehmerschaft der Schumag AG an einen von dem Betriebsrat in Abstimmung mit den Arbeitnehmern benannten Dritten.

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Veräußerung am Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Veräußerungspreis

EUR
% EUR
--- --- --- --- ---
16.7.2010 333.526 8,34 852.645,68 2.084.537,50

Durch die Veräußerung der eigenen Anteile erhöhten sich die im Umlauf befindlichen Aktien zum 30. September 2010 auf 4.000.000 Aktien (Vorjahr 3.719.807 Aktien).

Kapitalmanagement

Zu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der Schumag AG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu diente vor allem der Verkauf von Vermögenswerten.

Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten und erörtern eine Vielzahl unterschiedlicher Finanzierungsformen, die den nachhaltigen Bedarf an Kapital sicherstellen sollen.

Derzeit entspricht das wirtschaftliche Eigenkapital dem bilanziellen Eigenkapital. Zum 30. September 2010 reduzierte sich die Eigenkapitalquote insbesondere ergebnisbedingt von 34 % auf 27 %. Eine Änderung der Kapitalstruktur ergab sich im Geschäftsjahr durch die Veräußerung der eigenen Anteile.

20. Pensionsrückstellungen

Den Mitarbeitern der Schumag AG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten waren, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für aktuelle und ehemalige Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde:

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)

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30.9.2010

%
30.9.2009

%
Rechnungszinsfuß 4,70 5,50
Rententrend 1,50 1,50

Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Anwartschaftsbarwert am 1.10. 19.005 19.068
Laufender Dienstzeitaufwand 52 120
Zinsaufwand 1.016 1.105
Rentenzahlungen -1.394 -1.383
Versicherungsmathematische Verluste 1.455 972
Abgang aus Veräußerung Maschinenbau 0 -877
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 20.134 19.005

Seit Einführung der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe TEUR 336 (Vorjahr Gewinne TEUR 1.119) im sonstigem Ergebnis erfasst.

Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS Schumag übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die Schumag AG Eventualverbindlichkeiten.

Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die - soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten - als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden.

Entwicklung des Planvermögens/der nicht finanzierten Pensionsverpflichtung

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
2007/08

TEUR
2006/07

TEUR
2005/06

TEUR
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1.10. 904 749 69 54 40
Arbeitgeberbeiträge 53 155 680 15 14
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.9. 957 904 749 69 54
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 20.134 19.005 19.068 20.142 22.346
Pensionsrückstellungen 19.177 18.101 18.319 20.073 22.292

Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 85 belaufen.

Die zu erwartenden Erträge aus dem Planvermögen belaufen sich auf TEUR 25.

Die für das Geschäftsjahr 2010/11 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2010 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.403.

Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 52 120
Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit 52 120
Zinsaufwand 1.016 1.105
Erwartete Erträge aus Planvermögen -53 -23
Aufwand aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Finanzergebnis 963 1.082
Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen 1.015 1.202

21. Übrige Rückstellungen

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Auftrags-

rückstellungen

TEUR
Prozess-

verpflichtungen

TEUR
Steuer-

rückstellungen

TEUR
Sonstige

TEUR
Gesamt

TEUR
Stand am 1.10.2009 4.865 150 78 387 5.480
Zuführung 414 0 0 127 541
Aufzinsung 0 0 0 0 0
Inanspruchnahme 351 0 0 147 498
Auflösung 0 100 0 183 283
Sonstige Veränderungen -4.262 0 0 0 -4.262
Stand am 30.9.2010 666 50 78 184 978
davon kurzfristig 666 50 0 169 885
davon langfristig 0 0 78 15 93

Die Auftragsrückstellungen umfassen Drohverluste und Garantieleistungen. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten. Die sonstigen Veränderungen betreffen die Übertragung der Auftragsrückstellungen des Maschinenbaus an die SMS Schumag zum 30. November 2009.

Die Rückstellungen für Prozessverpflichtungen enthalten die noch erwarteten Prozesskosten für das Spruchstellenverfahren u.a. gegen die Schumag AG, das durch einen zwischenzeitlich rechtskräftig gewordenen Beschluss des Landgerichts Köln vom 1. September 2008 und aufgrund der Zurückweisung der sofortigen Beschwerde eines Antragstellers durch Beschluss des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 29. September 2010 beendet ist.

Die Steuerrückstellungen betreffen mögliche Haftungsschulden aus früheren steuerlichen Organschaften.

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten.

22. Verbindlichkeiten

In den Finanzschulden zum 30.September 2010 ist ausschließlich ein sonstiges Darlehen ausgewiesen. Das Darlehen wurde am 20. Dezember 2010 im Rahmen einer Sale-and-Lease-back-Transaktion (vgl. Anmerkung 14) zurückgezahlt. Die Verzinsung betrug 8 % p.a. Als Sicherheiten waren Grundschulden in Höhe von TEUR 1.500 bestellt.

Alle übrigen Verbindlichkeiten sind unverzinslich.

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2010 30.9.2009
TEUR davon kurzfristig

TEUR
TEUR davon kurzfristig

TEUR
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 231 231 1.235 1.235
Steuerverbindlichkeiten 291 291 416 416
Verbindlichkeiten Personal 6.598 4.390 13.585 8.898
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 137 74 82 82
Rechnungsabgrenzungen 1.583 500 2.083 500
Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile 0 0 2.400 2.400
Sonstige 1.799 1.474 4.216 3.660
10.639 6.960 24.017 17.191

Die im Vorjahr ausgewiesenen Erhaltenen Anzahlungen waren überwiegend durch Bankavale besichert.

Zu den Steuerverbindlichkeiten wird auf Anmerkung 11 verwiesen.

Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Personalkosten für den ERA-Anpassungsfonds, Altersteilzeitverpflichtungen, Restverpflichtungen für den Sozialplan sowie Weihnachts-, Jubiläums- und Urlaubsgeld.

Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung durch ein Aval besichert.

Zum 30. September 2010 standen der Schumag AG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 1.523 zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug TEUR 1.462.

Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von TEUR 248.

Die Rechnungsabgrenzungen enthalten ausschließlich zukünftige Mieterträge.

Die Verpflichtung aus dem Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile als Stillhalter wurde im Vorjahr gesondert ausgewiesen und der Angebotsumfang von 400.000 Stück mit dem Optionspreis von EUR 6,00 bewertet (vgl. Anmerkung 19).

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere Provisionsverpflichtungen (TEUR 525) ausgewiesen.

Restlaufzeiten der anderen Verbindlichkeiten

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30.9.2010
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre über

TEUR
5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 231 0 0 231
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 0 0 0 0
Steuerverbindlichkeiten 291 0 0 291
Verbindlichkeiten Personal 4.390 2.088 120 6.598
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 74 63 0 137
Rechnungsabgrenzungen 500 1.083 0 1.583
Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile 0 0 0 0
Sonstige 1.474 325 0 1.799
6.960 3.559 120 10.639

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30.9.2009
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre über

TEUR
5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 1.235 0 0 1.235
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 0 0 0 0
Steuerverbindlichkeiten 416 0 0 416
Verbindlichkeiten Personal 8.898 4.633 54 1 3.585
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 82 0 0 82
Rechnungsabgrenzungen 500 1.583 0 2.083
Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile 2.400 0 0 2.400
Sonstige 3.660 556 0 4.216
17.191 6.772 54 24.017

Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 24 dargestellt.

23. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 2.235 4.296
Bestellobligo Investitionen 1.077 225
Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 515 983
Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen 404 586
Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen 150 474
4.381 6.564

Der Ansatz der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt zu Nominalwerten.

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten:

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30.9.2010

TEUR
30.9.2009

TEUR
bis 1 Jahr 1.246 1.779
1 bis 5 Jahre 989 2.517
über 5 Jahre 0 0
2.235 4.296

Die Verpflichtungen aus Operatingleasing-Verträgen sind in Anmerkung 25 erläutert.

24. Finanzinstrumente

Buchwerte nach Bewertungskategorien

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Buchwert 30.9.2010

TEUR
Kredite und Forderungen

TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.442 6.442 -
Sonstige finanzielle Forderungen 3.248 3.248 -
Flüssige Mittel 1.569 1.569 -
Finanzielle Vermögenswerte 11.259 11.259 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.083 - 3.083
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11.117 - 11.117
Finanzielle Verbindlichkeiten 14.200 - 14.200

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Buchwert 30.9.2009

TEUR
Kredite und Forderungen

TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.060 13.060 -
Sonstige finanzielle Forderungen 11.220 11.220 -
Flüssige Mittel 5.116 5.116 -
Finanzielle Vermögenswerte 29.396 29.396 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.024 - 3.024
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22.366 - 22.366
Finanzielle Verbindlichkeiten 25.390 - 25.390

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente entspricht dem Buchwert.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Kredite und Forderungen 335 -10
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -58 -441
277 -451

Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungsforderungen.

Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" umfasst insbesondere Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Sicherungsgeschäfte, die im Einzelfall zur Steuerung der Risiken aus Währungsschwankungen einzelner Forderungen eingesetzt werden.

Zum aktuellen und zum Vorjahresstichtag waren keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Finanzrisikomanagement

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet.

Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der Schumag-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt.

Ausfallrisiken: Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der Schumag dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der Schumag liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor.

Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des Schumag-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet.

25. Leasingverhältnisse

Finanzierungsleasing - Schumag als Leasingnehmer

Die Sachanlagen beinhalten eine Maschine, die im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründet. Der Nettobuchwert beträgt TEUR 407 (Vorjahr TEUR 529), die Anschaffungskosten betragen wie im Vorjahr TEUR 580.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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30.9.2010
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Mindestleasingrate 150 340 0 490
Zinsanteil 31 31 0 62
Leasingverbindlichkeit 119 309 0 428

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30.9.2009
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Mindestleasingrate 150 490 0 640
Zinsanteil 41 62 0 103
Leasingverbindlichkeit 109 428 0 537

Finanzierungsleasing - Schumag als Leasinggeber

Schumag tritt nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf.

Operatingleasing - Schumag als Leasingnehmer

Die Operatingleasing-Verträge, bei denen Schumag Leasingnehmer ist, beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen für den präzisionsmechanischen Bereich. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von 48 bis 54 Monaten. Für die meisten Leasingvereinbarungen bestehen Mietverlängerungsoptionen, bedingte Mietzahlungen sind nicht vorgesehen.

Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2010
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 1.211 989 0 2.200

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30.9.2009
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 1.568 2.255 0 3.82

Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2009/10 wurden Mindestleasingzahlungen in Höhe von TEUR 1.601 (Vorjahr TEUR 1.873) als Aufwand erfasst.

Operatingleasing - Schumag als Leasinggeber

Die Schumag vermietet im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen im Wesentlichen die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie. Die Schumag AG hat hierfür von der SMS Schumag eine Mietvorauszahlung in Höhe von TEUR 2.500 erhalten, die linear über eine Dauer von 5 Jahren ab dem 1. Dezember 2008 abgegrenzt wird. Insgesamt beträgt die feste Mietdauer 10 Jahre.

Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2010
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 120 1.121 1.901 3.14:

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30.9.2009
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 0 500 2.502 3.002

26. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der Schumag AG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für den Betrachtungszeitraum sind nachfolgend aufgeführt:

Gesellschafter

Schumag Holding GmbH i.l. (vormals Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH)

Babcock Capial A. E.

Senta Ltd.

Andreas Kazinakis

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Birmingham/GB)

Denise Ribaroff

Concordia Advisors (Bermuda) Ltd.

Concordia Advisors (UK) II Limited

Concordia Advisors LLP

Balanced Strategies Fund Limited

Concordia MAC 29 Ltd.

Concordia Partners, LP

Concordia Institutional Multi-Strategy Ltd.

Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP

Conyers Dil & Pearman Limited

Master Multi-Product Holdings II Limited

Codan Trust Company Limited

Euro-IB Ltd.

Alexander von Ungern-Sternberg

Norbert Thelen

Organmitglieder

Aufsichtsrat Schumag AG

Vorstand Schumag AG

Andere

Adcon GmbH

Effizienza GmbH

Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Düsseldorf)

Pandomus AG

Victum Beteiligungs AG

Steffen Walpert

Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 29 wiedergegeben sind.

Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 27 aufgeführt.

Die Victum Beteiligungs AG, Köln, hält 100% der Anteile an der Adcon GmbH, Köln. Herr Steffen Walpert war bis Juni 2010 Geschäftsführer der AdCon GmbH. An der Victum Beteiligungs AG sind das aktuelle Aufsichtsratsmitglied Peter Koschel (über die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.) und das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Heinz Peter Heinen sowie das ehemalige Vorstandsmitglied Nicolaus Heinen beteiligt.

Mit den nahestehenden Unternehmen und Personen wurden folgende Transaktionen vorgenommen:

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2009/10
Geschäftsbeziehung Gesellschafter

TEUR
Organmitglieder

TEUR
Andere

TEUR
--- --- --- ---
Waren- und Dienstleistungsverkehr 8 0 1.344
Bezüge der Organmitglieder 0 589 0
Ausstehende Forderungen und Anzahlungen 0 193 0

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2008/09
Geschäftsbeziehung Gesellschafter

TEUR
Organmitglieder

TEUR
Andere

TEUR
--- --- --- ---
Waren- und Dienstleistungsverkehr 119 0 3.778
Bezüge der Organmitglieder 0 801 0
Ausstehende Forderungen und Anzahlungen 0 0 129

Die Preisgestaltung im Waren- und Dienstleistungsverkehr fand zu marktüblichen Konditionen statt. Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht im Lagebericht erläutert.

Dem Vorstandsmitglied Steffen Walpert wurde im September 2010 unter Beachtung des § 89 AktG ein Darlehen in Höhe von TEUR 160 gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 1. Juli 2012 und wird dann in einer Summe zur Rückzahlung fällig. Die Verzinsung beträgt 6 % p.a., die Zinsen sind monatlich jeweils zum Monatsletzten zu zahlen. Zur Absicherung dienen sämtliche Ansprüche aus dem Dienstvertrag von Herrn Walpert. Ferner wurde Herrn Walpert eine kurzfristige Abschlagszahlung in Höhe von TEUR 33 gewährt.

27. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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2009/10

EUR
2008/09

EUR
Bezüge des Vorstands 459.491,02 720.909,14
davon feste Vergütungen 409.491,02 416.909,14
davon variable Vergütungen 50.000,00 304.000,00
Bezüge des Aufsichtsrats 129.225,80 80.511,82
davon feste Vergütungen 53.626,03 52.412,64
davon sonstige Auslagen 75.599,77 28.099,18

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2006 unterbleiben die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG verlangten individualisierten Angaben aller Bezüge der Vorstandsmitglieder.

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands betragen zum 30. September 2010 wie im Vorjahr EUR 0,00.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 628.993,76 (Vorjahr EUR 1.403.839,80).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind nach IFRS EUR 8.935.850,00 (Vorjahr EUR 7.285.725,00) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Schumag AG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Ziffer 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

Peter Koschel, Berlin

Vorsitzender (ab 10. August 2010)

Stellvertretender Vorsitzender (bis 10. August 2010)

Diplom-Ingenieur

Weitere Mitgliedschaften

Chemar Rurociągi Sp. z o.o., Kielce/Polen (AR-Mitglied)

Victum Beteiligungs AG, Köln (AR-Mitglied)

Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

Stellvertretender Vorsitzender (ab 10. August 2010)

Vorsitzender des Betriebsrats der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

Frank Jokisch, Meerbusch (ab 10. August 2010)

Geschäftsführer der EFFIZIENZA GmbH, Düsseldorf

ohne weitere Mitgliedschaft

Jürgen Milion, Alsdorf

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

Heinz Peter Heinen, Köln (bis 9. August 2010)

Kaufmann

Weitere Mitgliedschaften

Plasma Concept AG, Bonn (Stellv. AR-Vorsitzender)

Kiel AG, Nörtlingen (Stellv. AR-Vorsitzender)

Victum Beteiligungs AG, Köln (AR-Vorsitzender)

Poli Met Potala Ltd., Ulaanbaatar/Mongolei (AR-Vorsitzender)

Peter Münch, Köln (ab 10. August 2010 bis 13. Mai 2011)

Vorstandsmitglied der Pandomus AG, Köln

ohne weitere Mitgliedschaft

Dr. Frank Nikolaus, Essen (bis 10. August 2010)

Unternehmensberater

ohne weitere Mitgliedschaft

Dr. Johannes Ohlhiger, Zweibrücken/Pfalz (bis 9. August 2010)

Vorsitzender (bis 9. August 2010)

Dipl.-Ökonom

Weitere Mitgliedschaften

WOF AG, Zweibrücken (AR-Vorsitzender)

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)

1. FC Kaiserslautern e.V. (ehrenamtliches Mitglied des Vorstands)

Alexander von Ungern-Sternberg, London/Großbritannien (ab 10. August 2010 bis 28. März 2011)

Director (Geschäftsführer) der Euro-IB Limited, London/Großbritannien

Weitere Mitgliedschaften

Worldwide Investors Portfolio SICAV, Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats)

Vorstand

Steffen Walpert, Köln (ab 4. Juni 2010)

keine Mitgliedschaft

Nicolaus Heinen, London/Großbritannien (bis 3. Juni 2010)

keine Mitgliedschaft

28. Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Bei der Schumag AG sind für von der BDO AG, Düsseldorf, erbrachte Dienstleistungen folgende Honorare als Aufwand erfasst:

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2009/10

TEUR
2008/09

TEUR
Abschlussprüfung 308 300
Sonstige Leistungen 24 50
Steuerberatungsleistungen 14 24
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 15
346 389

29. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte).

Die Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Babcock Capital A.E. in Gründung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Babcock Capital A.E. in Gründung die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, ein von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag AG mehr als 3 % beträgt, hält.

Die Senta Ltd., Nikosia, Zypern, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Senta Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Senta Ltd. die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3 % betragen, hält:

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,

Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Herr Andreas Kazinakis, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte Herrn Andreas Kazinakis nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass Herr Andreas Kazinakis die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3 % betragen, hält:

Senta Ltd., Nikosia, Zypern,

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,

Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 7. Januar 2009 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 79,2 % der Stimmrechte (3.168.136 Stimmrechte) beträgt.

Frau Denise Ribaroff, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia Advisors (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia Advisors (UK) 11 Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia Advisors LLP, London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft am 19. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.

Die Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia MAC 29 Ltd., George Town, Grand Cayman, Cayman Islands, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,62 % (544.699 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia Partners, LP, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,59 % (543.689 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia Institutional Multi-Strategy Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,54 % (541.479 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,26 % (530.409 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Conyers Dill & Pearman Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 2,29 % (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 2,29 % (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 2,29 % (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Euro-IB Ltd., London, England, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 11,86 % (474.336 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Herr Alexander von Ungern-Sternberg, England, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 1,95 % (78.003 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind, dass ihm hiervon 11,86 % (474.336 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, und dass ihm hiervon 5,47 % (218.813 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses besteht nach wie vor ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, gemeldeten Stimmrechtsanteil zuzuordnen sind.

30. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Schumag AG

Anteil in %
Nominalkapital Eigenkapital1)

TEUR
Ergebnis nach Steuern1)

TEUR
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Schumag BR Energy GmbH, Aachen 100 TEUR 100 1.594 -1.883
Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chosoda/Rumänien 100 TRON 9.560 764 66
Sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen
Aixmotec GmbH i.L., Aachen 50 TEUR 50 ohne Geschäftsbetrieb

1) nach jeweiligem Landesrecht

2) Bilanzstichtag 31.12.2010

31. Erklärung nach § 161 AktG

Im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Schumag AG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

32. Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Zahlungsmittel entsprechen den bilanzierten flüssigen Mitteln.

Im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgten wie im Vorjahr keine nicht-zahlungswirksamen Investitionstätigkeiten.

Nicht-zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten beinhalten im Geschäftsjahr 2009/10 die Hingabe von eigenen Anteilen in Höhe von TEUR 2.001 zur Teilerfüllung der aus dem sog. ERA-Anpassungsfonds geltend gemachten Ansprüche der Arbeitnehmerschaft der Schumag AG.

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im Konzernlagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage.

Aachen, 6. Oktober 2011

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Walpert

Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Aachen, 6. Oktober 2011

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Walpert

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, 28. Oktober 2011

**BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Kemmer, Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr verehrte Aktionärinnen,

sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2009/10 war weiterhin geprägt von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise und insbesondere den Auswirkungen auf die Fahrzeugindustrie. Wir blicken erneut auf ein schwieriges Geschäftsjahr zurück.

Die vom Vorstand getroffenen Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Kostensenkung sowie die neue Unternehmensaufstellung nach Veräußerung des Maschinenbaus wirken. Zwischenzeitlich gibt es Anzeichen für eine Verbesserung der Geschäftslage.

Insgesamt ist unser Unternehmen operativ gut auf die vor uns liegenden Herausforderungen vorbereitet.

Auch im Berichtsjahr gab es Veränderungen in der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat; die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands war dennoch vollständig gewährleistet.

Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Sitzungen

Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2009/10 zehn Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Daten im Einzelnen waren:

- 02.10.2009

- 09.11.2009

- 10.12.2009

- 09.02.2010

- 30.03.2010

- 28.05.2010

- 16.06.2010

- 14.07.2010

- 10.08.2010

- 08.09.2010

Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat außerdem auch Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung.

Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2009/10

In der ersten Sitzung des Geschäftsjahres, nämlich der Sitzung vom 2. Oktober 2009, befasste man sich im Wesentlichen mit den wirtschaftlichen Eckdaten, insbesondere der Prognose und dem Budget 2009/10. Dabei wurde auch ein in diesem Zusammenhang aufgestelltes Kostensenkungsprogramm intensiv erörtert.

Beratungsschwerpunkt der darauf folgenden Sitzung vom 9. November 2009 war der vorläufige Jahresabschluss zum 30. September 2009 sowie der Businessplan für das Geschäftsjahr 2009/10. In diesem Termin wurde vom Aufsichtsrat auch die vom Vorstand vorgelegte Investitionsplanung für die Geschäftsjahre 2009/10,2010/11 und 2011/12 einstimmig genehmigt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Erörterung einer Schadensersatzforderung gegen Herrn Heiner Kudrus. Zudem stellte man den Abschluss des Aktienrückkaufprogramms (Anfang Oktober 2009) und den Erwerb eigener Aktien in Höhe von rund 330.000 fest.

Der vorläufige Jahresabschluss 2008/09 sowie die Prognose 2009/10 waren auch in der Sitzung vom 10. Dezember 2009 wiederum die Beratungsschwerpunkte. In diesem Zusammenhang wurde auch die Beendigung des Geschäftsbesorgungsvertrages zwischen der Schumag AG und der SMS Schumag diskutiert. Dabei sprach der Aufsichtsrat entsprechend dem Vorschlag des Vorstands seine Empfehlung aus, den Geschäftsbesorgungsvertrag baldmöglichst einvernehmlich aufzulösen.

In der Sitzung vom 9. Februar 2010 wurden wiederholt die wirtschaftlichen Eckdaten erörtert sowie insbesondere erforderliche Produktivitätssteigerungen und damit einhergehende Personalfragen besprochen. Außerdem wurde über den Erwerb einer Gesellschaft Beschluss gefasst. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Compliance-Problematik und nahm hierzu auch einen Bericht des Vorstands über den Ausbau des Compliance-Systems entgegen.

Gegenstand der Sitzung vom 30. März 2010 waren unter anderem der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008/09 sowie der Bericht zur Corporate Gouvernante. Aufgrund von Verzögerungen bei der Aufstellung und Prüfung des Jahres- bzw. Konzernabschlusses musste schließlich eine Verschiebung der Hauptversammlung, die ursprünglich für den 28. Mai 2010 vorgesehen war, beschlossen werden.

In der Sitzung vom 28. Mai 2010 wurde der Entwurf der Tagesordnung für die Hauptversammlung für den 10. August 2010 erörtert. In diesem Zusammenhang wurden die Beschlussvorschläge des Aufsichtsrats, insbesondere hinsichtlich der Wahl des Abschlussprüfers für den Einzel- und Konzernabschluss sowie Wahlvorschläge für ein neu zu wählendes Aufsichtsratsmitglied diskutiert. Weitere Themen waren - neben einem Vorschlag zur Anpassung der Aufsichtsratsvergütung - die wirtschaftliche Situation und Finanzplanung sowie diverse Personalangelegenheiten. Insbesondere erklärte Herr Nicolaus Heinen, dass sein Anstellungsvertrag zum 3. Juni 2010 enden würde bzw. äußerte den Wunsch, zu diesem Zeitpunkt auch als Organ der Gesellschaft auszuscheiden. Dem stimmte der Aufsichtsrat einstimmig zu, nämlich das Organverhältnis mit Herrn Nicolaus Heinen einvernehmlich mit Wirkung zum 3. Juni 2010 aufzuheben. Zeitgleich bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 4. Juni 2010 Herrn Steffen Walpert zum Vorstand der Gesellschaft.

In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 16. Juni 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2008/09. Es erfolgte insbesondere die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2008/09 sowie die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr 2008/09 sowie die Billigung des Konzernabschlusses. In dieser Sitzung wurde auch der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2008/09 verabschiedet, die Tagesordnung für die Hauptversammlung vom 10. August 2010 nochmals erörtert und zu den Beschluss- bzw. Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats jeweils Beschluss gefasst. Der Aufsichtsrat erörterte und billigte außerdem den Bericht zur Corporate Governance für das Geschäftsjahr 2008/09. Gegenstand der Sitzung war aber auch wieder die Prognose für das Geschäftsjahr 2009/10. Im Zuge der Finanzplanung ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand, zeitnah eine Bankenfinanzierung zu verhandeln oder alternativ ein Maschinen-Sales-and-Lease-Back zum Abschluss zu bringen.

In seiner Sitzung vom 14. Juli 2010 befasste sich der Aufsichtsrat vorrangig mit dem sogenannten ERA-Anpassungsfonds. Im Ergebnis ermächtigte der Aufsichtsrat den Vorstand im Zusammenhang von fällig gestellten ERA-Anpassungsfondsverbindlichkeiten, eigene Aktien an einen von der Arbeitnehmerseite zu benennenden Treuhänder auflagenfrei zu übertragen. Im selben Termin beschloss der Aufsichtsrat außerdem, einen Vergleichsvorschlag des Landgerichts Aachen im Verfahren Schumag AG gegen Heiner Kudrus nicht anzunehmen und fasste vorsorglich über die Anpassung der Vorstandsvergütung (Anstellungsvertrag) von Herrn Heiner Kudrus Beschluss; konkret handelte es sich um eine Herabsetzung der Gesamtbezüge des Herrn Kudrus.

Aufgrund des Ausscheidens des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn Dr. Johannes Ohlinger, aus dem Aufsichtsrat mit Ablauf des 9. August 2010 handelte es sich bei der Aufsichtsratssitzung vom 10. August 2010 um eine konstituierende Sitzung. Zwischenzeitlich hatte auch Herr Heinz Peter Heinen mit Schreiben vom 8. August 2010 sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 9. August 2010 niedergelegt. Im Rahmen der Sitzung wurden - jeweils einstimmig bei eigener Stimmenthaltung - Herr Peter Koschel zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Ralf Marbaise zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Zudem wurde über eine einmalige Prämie an den Vorstand, Herrn Steffen Walpert, Beschluss gefasst, um damit dessen immensen Arbeitseinsatz, die von ihm initiierte Restrukturierung bzw. die gelungene Finanzierung zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zu honorieren.

Hauptthema der Sitzung vom 8. September 2010 war die Erschließung des neuen Geschäftsfelds "neue Energien". Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand ausführlich über den Einstieg in diesen Zukunftsmarkt „erneuerbare Energien" unterrichten; nach intensiver Diskussion befürwortete der Aufsichtsrat einstimmig den Aufbau dieses neuen Geschäftsfelds "regenerative Energien". Zudem wurde eine Vertragsverlängerung für den Vorstand um weitere drei Jahre beschlossen.

Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss und - nach Ablauf des Geschäftsjahres zwischenzeitlich auch - einen Prüfungsausschuss gebildet.

Der Personalausschuss hat die Aufgabe, die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorzubereiten und insbesondere die Bedingungen der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder zu verhandeln und vorzubereiten. Über die Fragen der Vorstandsvergütung entscheidet nach Inkrafttreten des VorstAG der Aufsichtsrat abschließend selbst. Der Personalausschuss besteht nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aus einem Vorsitzenden und zwei weiteren vom Aufsichtsrat zu wählenden Aufsichtsratsmitgliedern. Der Personalausschuss besteht aus folgenden Personen: Herrn Frank Jokisch, Herrn Peter Koschel und Herr Ralf Marbaise.

Im Berichtsjahr haben 3 Personalausschusssitzungen stattgefunden.

Der Prüfungsausschuss wurde erst nach Ablauf des Geschäftsjahres in der Aufsichtsratssitzung vom 7. Dezember 2010 gegründet. Ihm gehörten zunächst folgende Mitglieder an: Herr Frank Jokisch, Herr Peter Koschel und Herr Peter Münch; seit der Sitzung des Aufsichtsrats vom 24. Oktober 2011 besteht der Ausschuss aus den Mitgliedern Frank Jokisch, Jürgen Milion und Peter Koschel. Sitzungen des Prüfungsausschusses hat es im Berichtszeitraum folglich nicht gegeben. Im laufenden Geschäftsjahr hat der Prüfungsausschuss erstmals im Vorfeld der Bilanzsitzungen die Jahresabschlussunterlagen geprüft und dem Aufsichtsrat im Ergebnis die Billigung der Abschlüsse empfohlen.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Bericht zur Corporate Govemance für das Geschäftsjahr 2009/10 wurde in der Sitzung am 11. April 2011 erörtert und vom Aufsichtsrat freigegeben.

Im Übrigen hat sich der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2009/10 regelmäßig mit der Corporate Govemance des Unternehmens beschäftigt. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Dezember 2010 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Die Schumag Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Govemance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Schumag Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2009/10 geprüft. Die von der Hauptversammlung als Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2009/10 gewählte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf (vormals BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf), hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft einschließlich der Lageberichte (die jeweils den erläuternden Bericht zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB umfassen) unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maß-nahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, dass nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. In den Bilanzsitzungen des Aufsichtsrats am 11. April 2011, am 13. Mai 2011 sowie innerhalb der Sitzung des Prüfungsausschusses am 24. Oktober 2011 erläuterte der Abschlussprüfer ausführlich den Inhalt des von ihm erstellten Prüfungsberichts zum Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft und stellte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte vor; auch in der den Jahresabschluss letztlich feststellenden Bilanzsitzung stand der Abschlussprüfer für ergänzende Rückfragen zur Verfügung. Insgesamt hat der Aufsichtsrat somit die vorliegenden Unterlagen und Berichte mit dem Abschlussprüfer sowie dem Vorstand sogar mehrfach besprochen und erörtert.

Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 9. November 2011 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009/10 der Schumag Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft ist damit festgestellt.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand im Geschäftsjahr 2009/10

Am 8. Juli 2010 hat der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Dr. Johannes Ohlinger, sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied aus gesundheitlichen Gründen mit Wirkung zum 9. August 2010 niedergelegt. Herr Heinz Peter Heinen hat sein Aufsichtsratsmandat mit Schreiben vom 8. August 2010 mit sofortiger Wirkung niedergelegt. In der konstituierenden Sitzung vom 10. August 2010 wurde Herr Peter Koschel zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seitdem Herr Ralf Marbaise. Im Rahmen der Hauptversammlung vom 10. August 2010 wurden zudem Herr Jokisch, Herr Münch und Herr von Ungern-Sternberg zu weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt.

In seiner Sitzung am 28. Mai 2010 stimmte der Aufsichtsrat einstimmig dem Wunsch des bisherigen Vorstands zu, nämlich das Organverhältnis mit Herrn Nicolaus Heinen einvernehmlich mit Wirkung zum 3. Juni 2010 aufzuheben. Zeitgleich bestellte der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 4. Juni 2010 Herrn Steffen Walpert zum Vorstand der Gesellschaft. Er ist derzeit Alleinvorstand der Gesellschaft.

Wir bedanken uns bei allen ausgeschiedenen Organmitgliedern für ihre Tätigkeiten.

Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der Schumag Aktiengesellschaft.

Aachen, 9. November 2011

Der Aufsichtsrat

Peter Koschel, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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