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Schumag AG — Interim / Quarterly Report 2021
May 28, 2021
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Interim / Quarterly Report
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Publication

Schumag Aktiengesellschaft
Aachen
Halbjahresfinanzberichte
HALBJAHRESFINANZBERICHT 2020/21
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Schumag Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG.
Die SCHUMAG ist operativ im Bereich der Präzisionsmechanik tätig. Dieser Bereich umfasst die Produktion und Teilmontage hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in unterschiedlichen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Diese hochbelasteten Präzisionsteile stellen eine Schlüsseltechnologie für unsere Kunden dar, die mit höchsten Qualitätsanforderungen verbunden sind. Die geforderte Präzision (weniger als 1 µ) wird nur von wenigen Zulieferern weltweit zuverlässig erreicht.
Die SCHUMAG ist in all den dafür notwendigen Produktionsprozessen zuhause und verfügt über die dafür notwendigen Einrichtungen sowie das langjährige Know-how.
Weitere Informationen zum Geschäftsmodell und dem konzerninternen Steuerungssystem sind dem Kapitel „Grundlagen des Konzerns" des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2019/20 (siehe Geschäftsbericht 2019/20, S. 36ff) zu entnehmen.
WIRTSCHAFTSBERICHT
Geschäftsverlauf
| Eckdaten | 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | EUR Mio. | EUR Mio. | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 19,7 | 17,6 | 2,1 | +12 |
| Umsatz | 18,9 | 17,2 | 1,7 | +10 |
| Gesamtleistung | 19,4 | 17,2 | 2,2 | +13 |
| Auftragsbestand (zum 31.3.) | 9,5 | 20,2 | -10,7 | -53 |
Im Zuge der Neueinführung eines neuen ERP-Systems zum 1. Mai 2020 wurde auch die Ermittlung des Auftragsbestands umgestellt. Dies führt dazu, dass dieser gegenüber der bisherigen Ermittlung auf niedrigerem Niveau ausgewiesen wird.
Im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 verbesserte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 12 % auf insgesamt EUR 19,7 Mio. Die Erhöhung ist insbesondere auf die - trotz fortbestehender Unsicherheiten im Rahmen der Corona-Krise - erfolgte Konjunkturerholung zurückzuführen. Auch die angepasste Vertriebsstrategie zeigte erste Erfolge. Der gestiegene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 % auf EUR 18,9 Mio. erhöhte. Der Auftragsbestand zum 31. März 2021 ist aufgrund der veränderten Ermittlung deutlich niedriger als der Vorjahreswert, die Veränderung gegenüber dem vergleichbar ermittelten Auftragsbestand zum 30. September 2020 beläuft sich auf EUR +0,8 Mio. (+9 %). Die Gesamtleistung verbesserte sich im Berichtszeitraum um 13 %.
Wichtige Ereignisse
Ende November 2020 wurde der zuletzt im September 2019 verlängerte und ursprünglich bis zum 30. September 2021 laufende Standortsicherungstarifvertrag bis zum 30. April 2023 verlängert. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. vereinbart, dass die Belegschaft auf das Weihnachtsgeld 2020 sowie das Urlaubsgeld 2021 verzichtet.
Im März 2021 hat uns der Kunde Liebherr langfristig mit der Fertigung von Düsennadeln beauftragt. Im Rahmen dieses Projekts stellt uns Liebherr für Produktionszwecke zwei neue Schleifmaschinen an unserem Standort in Aachen zur Verfügung. Wir werden dafür einen Teil der Fertigung so herrichten, dass sie dem neuesten und hierfür notwendigen Standard entspricht. Dieses Projekt ist von herausragender Bedeutung für die Entwicklung der SCHUMAG und wird uns technologisch auf ein neues Niveau heben.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 haben sich die Ergebniskennzahlen aufgrund der in Folge der umgesetzten Sanierungsmaßnahmen erzielten Produktivitätssteigerung deutlich verbessert. Zusätzlich wurde das Ergebnis durch die Reduzierung von Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen entlastet. Bei einer gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 13 % erhöhten Gesamtleistung verbesserte sich das EBIT um EUR 2,6 Mio. auf EUR -0,5 Mio. und das Ergebnis vor Steuern um EUR 2,1 Mio. auf EUR -0,7 Mio.
| Kennzahlen | 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| % | % | %-Punkte | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz-Rentabilität (%) | -4,2 | -16,4 | +12,2 |
| Liquiditätsgrad I (31.3.) | 17,3 | 18,3 | -1,0 |
| Working Capital (31.3.) [EUR Mio.] | 10,6 | 8,5 | 2,1 |
Aufgrund der Verbesserung vom Ergebnis nach Steuern erhöhte sich auch die Umsatz-Rentabilität. Das Working Capital stieg um EUR 2,1 Mio. an.
Der Liquiditätsgrad I sank leicht um 1 %-Punkt auf 17,3 %, insbesondere aufgrund von erforderlichen Investitionen reduzierten sich die Zahlungsmittel der SCHUMAG um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,7 Mio. Das finanzielle Gleichgewicht war im Berichtszeitraum jederzeit gegeben.
Vor allem durch das negative Ergebnis nach Steuern (EUR -0,8 Mio.) ist das Eigenkapital weiterhin noch negativ. Bei einer um EUR 1,0 Mio. rückläufigen Bilanzsumme waren neben der Reduzierung der Zahlungsmittel und des Eigenkapitals (EUR -0,6 Mio.) insbesondere folgende Veränderungen prägend:
| • | Erhöhung der Sachanlagen (EUR +0,5 Mio.) |
| • | Abbau der Vorräte (EUR -0,9 Mio.) |
| • | Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +0,6 Mio.) |
| • | Reduzierung der Pensionsrückstellungen (EUR -0,8 Mio.) |
| • | Erhöhung der Finanzschulden (EUR + 1,3 Mio.) |
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die bei der SCHUMAG erfolgreich realisierten Restrukturierungsmaßnahmen erste Erfolge zeigen, was durch die trotz der weiter fortbestehenden Corona-Krise angestiegene Nachfragedynamik in unseren Endmärkten zusätzlich unterstützt wird. Nach wie vor erforderliche Sanierungsmaßnahmen werden weiterhin mit höchster Priorität umgesetzt.
Ertragslage
Gesamtleistung
Die Erhöhung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 2,2 Mio. (+13 %) ist vor allem auf die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Produktivitätssteigerung zurückzuführen. In der Gesamtleistung ist ein Ertrag aus dem Vergleich mit dem Pensionssicherungsverein in Höhe von EUR 0,6 Mio. enthalten.
Material und Personal
Die Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 1 %-Punkt ist vor allem auf einen veränderten Produktmix mit geringerer Auswärtsbearbeitung zurückzuführen.
Durch den Abbau der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter von 498 auf 453 Mitarbeiter konnte auch die Personalaufwandsquote deutlich um 8 %-Punkte reduziert werden.
Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote sank insgesamt von 93 % auf 84 %.
Ergebnis
Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere aufgrund der Effekte aus der gestiegenen Gesamtleistung von EUR -2,6 Mio. auf EUR -0,5 Mio. Zudem konnte das EBIT durch die Reduzierung von Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen entlastet werden. Das Ergebnis vor Steuern stieg insgesamt um EUR 2,1 Mio. auf EUR -0,7 Mio.
Im Segment SCHUMAG verbesserte sich das EBIT um EUR 2,5 Mio. auf EUR -0,6 Mio.
Das EBIT des Segments Schumag Romania betrug EUR +0,1 Mio. (Vorjahr EUR +0,2 Mio.).
Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR +0,3 Mio.).
Finanzlage
Vor allem aufgrund der deutlichen Ergebnisverbesserung erhöhte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 um EUR 0,6 Mio. auf EUR -0,5 Mio.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf EUR -1,4 Mio. nach EUR -1,2 Mio. im Vorjahreszeitraum. Dabei erhöhten sich die Auszahlungen für Sachanlagen um EUR 0,4 Mio., während sich die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte um EUR 0,2 Mio. reduzierten.
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1,5 Mio. Auszahlungen wurden für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (EUR -0,2 Mio.), für Zinsen (EUR -0,1 Mio.) sowie für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR -0,1 Mio.) vorgenommen. Zum 31. März 2021 erhöhten sich die Finanzschulden insgesamt um EUR 1,3 Mio. auf EUR 6,2 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 4,2 Mio. betreffen mit EUR 3,7 Mio. die Kreditlinien der SCHUMAG AG und mit EUR 0,5 Mio. die Kontokorrentlinie der SCHUMAG Romania.
Insgesamt reduzierten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 die Zahlungsmittel des SCHUMAG-Konzerns um EUR 0,8 Mio. auf EUR 0,7 Mio.
Der Liquiditätsgrad I sank gegenüber dem 31. März 2020 leicht von 18,3 % auf 17,3 %.
Vermögenslage
Im Betrachtungszeitraum hat sich die Bilanzsumme insgesamt um EUR 1,0 Mio. reduziert.
Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lag im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 mit EUR 1,4 Mio. um EUR 0,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die technische Ausstattung und Automatisierung unserer Produktionsbereiche sowie Infrastrukturmaßnahmen am Standort Aachen. Das Gesamt-Investitionsvolumen wird im Geschäftsjahr 2020/21 voraussichtlich deutlich über dem Niveau der Abschreibungshöhe liegen.
Um die Umsatzsteigerung realisieren zu können, wurden die Vorräte trotz verbesserter Auftragslage weiter abgebaut (EUR -0,9 Mio.).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 0,6 Mio.
Gegenüber dem 30. September 2020 reduzierte sich das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns durch das Ergebnis nach Steuern (EUR -0,8 Mio.) bei einem gegenläufigen sonstigen Ergebnis (EUR +0,2 Mio.) insgesamt um EUR 0,6 Mio. auf EUR -0,9 Mio.
Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR -0,2 Mio. Insgesamt verringerten sich die Pensionsrückstellungen um EUR 0,8 Mio.
Die Finanzschulden erhöhten sich um EUR 1,3 Mio.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.
Hinsichtlich der Einschätzung der wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken wird auf den Chancen- und Risikobericht innerhalb des zusammengefassten Lagebricht für das Geschäftsjahr 2019/20 (siehe Geschäftsbericht 2019/20, S. 61ff) verwiesen.
Ein wesentliches Risiko, das über die anderen im zusammengefassten Lagebericht 2019/20 ausführlich dargestellten Risiken hinausgeht, besteht nicht.
PROGNOSEBERICHT
Trotz diverser Verbesserungen bei den vorhandenen strukturellen Problemen im Bereich der Personalkosten sowie der maschinellen Ausstattung befindet sich die SCHUMAG weiterhin in einer schwierigen Lage. Darüber hinaus besteht das Risiko weiterer negativer Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Konjunktur und Weltwirtschaft, wobei die SCHUMAG für die Gesamtprognose nach jetzigem Stand aber von einem beherrschbaren Geschäftsverlauf aufgrund der Corona-Krise ausgeht.
Aufgrund der im ersten Geschäftshalbjahr 2020/21 erzielten Verbesserungen im Geschäftsverlauf sowie unter Berücksichtigung des Verkaufs einer weiteren nicht betriebsnotwendigen Immobilie, dem ehemaligen NT-Verwaltungsgebäude der SCHUMAG, können die im Prognosebericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts 2019/21 für das Geschäftsjahr 2020/21 getroffenen Aussagen zu Umsatz, Gesamtleistung, EBIT und Liquiditätsgrad I (siehe Geschäftsbericht 2019/20, S. 72ff) nach oben korrigiert werden.
| Kennzahlen | Prognose für 2020/21 |
|---|---|
| Umsatz | 38,0 bis 40,0 EUR Mio. |
| Gesamtleistung | 38,0 bis 40,0 EUR Mio. |
| EBIT | 0,5 bis 1,0 EUR Mio. |
| Liquiditätsgrad I (30.9.) | > 10,0% |
Durch die Ergebnisverbesserungen sowie erfolgsneutrale Effekte aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen rechnen wir zum Ende des laufenden Geschäftsjahres mit einem positiven Konzern-Eigenkapital.
Anmerkung
Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.
VERKÜRZTER KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS
KONZERNBILANZ
AKTIVA
| 31.3.2021 | 30.9.2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 627 | 573 |
| Sachanlagen | 14.965 | 14.482 |
| Aktive latente Steuern | 1.493 | 1.643 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 75 |
| 17.085 | 16.773 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 9.578 | 10.518 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.739 | 2.129 |
| Ertragsteueransprüche | 0 | 81 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.608 | 1.842 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | 218 | 141 |
| Zahlungsmittel | 749 | 1.535 |
| 14.892 | 16.246 | |
| Bilanzsumme | 31.977 | 33.019 |
PASSIVA
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 6.000 | 6.000 |
| Kapitalrücklage | 54 | 54 |
| Erwirtschaftetes Eigenkapital | -6.988 | -6.346 |
| Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmen | -934 | -292 |
| Langfristiges Fremdkapital | ||
| Pensionsrückstellungen | 21.331 | 22.160 |
| Übrige langfristige Rückstellungen | 9 | 9 |
| Finanzschulden | 1.912 | 1.544 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3 | 5 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 595 | 622 |
| 23.850 | 24.340 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||
| Kurzfristige Rückstellungen | 495 | 503 |
| Ertragsteuerschulden | 6 | 2 |
| Finanzschulden | 4.238 | 3.356 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.219 | 1.560 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.855 | 3.322 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 248 | 228 |
| 9.061 | 8.971 | |
| Bilanzsumme | 31.977 | 33.019 |
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 18.908 | 17.236 |
| Bestandsveränderung | -496 | -1.482 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1 | 3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 945 | 1.429 |
| Gesamtleistung | 19.358 | 17.186 |
| Materialaufwand | -4.830 | -4.466 |
| Personalaufwand | -11.431 | -11.439 |
| Abschreibungen | -906 | -881 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.674 | -2.988 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | -483 | -2.588 |
| Finanzierungsaufwendungen | -224 | -202 |
| Finanzergebnis | -224 | -202 |
| Ergebnis vor Steuern | -707 | -2.790 |
| Ertragsteuern | -83 | -37 |
| Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar | -790 | -2.827 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | -0,13 | -0,71 |
| unverwässert gleich verwässert |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | -790 | -2.827 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | 236 | 293 |
| Latente Steuern | -77 | -95 |
| Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegeliedert werden | 159 | 198 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe | -11 | -21 |
| Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegeliedert wurden oder werden können | -11 | -21 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 148 | 177 |
| Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar | -642 | -2.650 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
| Erwirtschaftetes Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Währungs- umrechnung (OCI) |
Gewinn- rücklagen |
Konzernbilanz- verlust |
Eigenkapital * | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 30.9.2019 | 10.226 | 0 | -78 | 1.176 | -11.300 | 24 |
| Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 16 | 0 | 0 | -6 | 0 | -6 | |
| Stand 1.10.2019 | 10.226 | 0 | -78 | 1.170 | -11.300 | 18 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.827 | -2.827 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -21 | 198 | 0 | 177 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -21 | 198 | -2.827 | -2.650 |
| Kapitalherabsetzung | -6.226 | 0 | 0 | 6.226 | 0 | 0 |
| Stand 31.3.2020 | 4.000 | 0 | -99 | 7.594 | -14.127 | -2.632 |
| Stand 1.10.2020 | 6.000 | 54 | -108 | 7.560 | -13.798 | -292 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | -790 | -790 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -11 | 159 | 0 | 148 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -11 | 159 | -790 | -642 |
| Stand 31.3.2021 | 6.000 | 54 | -119 | 7.719 | -14.588 | -934 |
* sämtlich den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
| 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | -790 | -2.827 |
| Ertragsteuern | 83 | 37 |
| Finanzergebnis | 224 | 202 |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | -6 | 0 |
| Einzahlungen für Ertragsteuern | 81 | 0 |
| Abschreibungen | 906 | 881 |
| Veränderung der Pensionsrückstellungen | -726 | -742 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 55 | 60 |
| Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | -3 | -4 |
| Veränderung der Vorräte | 940 | 1.812 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -630 | -836 |
| Veränderung der übrigen Vermögenswerte | 232 | 776 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -343 | 248 |
| Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -492 | -638 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -469 | -1.031 |
| Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte | -120 | -337 |
| Auszahlungen für Sachanlagen | -1.306 | -907 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 4 | 27 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.422 | -1.217 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.479 | 2.232 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -66 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -191 | -176 |
| Auszahlungen für Zinsen | -116 | -88 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.106 | 1.968 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -785 | -280 |
| Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel | -1 | -1 |
| Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums | 1.535 | 1.430 |
| Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums | 749 | 1.149 |
ERLÄUTERNDE ANGABEN ZUM VERKÜRZTEM KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS
1. Informationen zum Unternehmen
Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 wurde am 28. Mai 2021 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses hat nicht stattgefunden.
Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und SCHUMAG Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv.
2. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben
Der Konzernhalbjahresabschluss der SCHUMAG wurde unverändert nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere in Übereinstimmung mit IAS 34, aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Konzernabschluss zum 30. September 2020 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Methoden sind im Konzernanhang des genannten Konzernabschlusses detailliert beschrieben (siehe Geschäftsbericht 2019/20, S. 81ff).
Im Geschäftsjahr 2020/21 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards wurden am 29. März 2018 veröffentlicht, am 29. November 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Das überarbeitete Rahmenkonzept besteht aus einem neuen übergeordneten Abschnitt "Status and purpose of the conceptual framework" sowie aus nunmehr acht vollständig enthaltenen Abschnitten. Dazu gekommen sind die Abschnitte "The reporting entity" und "Presentation and disclosure"; der Abschnitt "Recognition" wurde um "Derecognition" ergänzt.
Amendments to IAS 1 and IAS 8 „Definition of Material" wurden am 31. Oktober 2018 veröffentlicht, am 29. November 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele ergänzt.
Amendments to IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7 „Interest Rate Benchmark Reform" wurden am 26. September 2019 veröffentlicht, am 15. Januar 2020 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Änderungen betreffen insbesondere bestimmte Erleichterungen bzgl. der Hedge-Accounting Vorschriften und sind verpflichtend für alle Sicherungsbeziehungen anzuwenden, die von der Reform des Referenzzinssatzes betroffen sind. Zusätzlich sind weitere Angaben darüber vorgesehen, inwieweit die Sicherungsbeziehungen der Unternehmen von den Änderungen betroffen sind.
Amendments to IFRS 3 „Business Combinations" wurden am 22. Oktober 2018 veröffentlicht, am 21. April 2020 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Mit der vorliegenden Änderung wird insbesondere klargestellt, dass ein Geschäftsbetrieb eine Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten umfasst, die mindestens einen Ressourceneinsatz (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten, die dann zusammen signifikant zur Fähigkeit beitragen, Leistungen (Output) zu produzieren. Im Hinblick auf die Leistungen (Output) wird zudem auf die Erbringung von Waren und Dienstleistungen an Kunden abgestellt.
Amendments to IFRS 16 „Leases Covid 19-Related Rent Concessions" wurden am 28. Mai 2020 veröffentlicht, am 9. Oktober 2020 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juni 2020 beginnen. Die Änderungen regeln die bilanziellen Auswirkungen von Mietzugeständnissen, die Leasingnehmern im Rahmen der COVID-19-Pandemie eingeräumt werden.
Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2020 nicht verändert und umfasst neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft eine inländische und eine ausländische Gesellschaft.
Bei der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernhalbjahresabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.
Dies betrifft insbesondere mögliche Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Corona-Pandemie. Unsere Einschätzung, dass Impairment-Tests aufgrund der Corona-Pandemie bei der SCHUMAG nicht erforderlich waren, hat sich bisher jedoch nicht geändert. Bzgl. der entsprechenden Gründe verweisen wir auf unsere Aussagen im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019/20 (siehe Geschäftsbericht 2019/20, S. 90).
3. Segmentberichterstattung
Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Die sich nach IFRS 8 aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergebende Segmente haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2020 nicht verändert.
| Segmente | SCHUMAG | Schumag Romania | Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| 1.10.2020 bis 31.3.2021 | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 18.552 | 1.270 | -914 | 18.908 |
| davon Umsätze mit Konzernfremden | 18.245 | 663 | 0 | 18.908 |
| davon Intersegmentumsätze | 307 | 607 | -914 | 0 |
| Gesamtleistung | 18.988 | 1.270 | -900 | 19.358 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | -612 | 63 | 66 | -483 |
| Ergebnis vor Steuern | -780 | 57 | 16 | -707 |
| Segmente | SCHUMAG | Schumag Romania | Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| 1.10.2019 bis 31.3.2020 | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 16.470 | 1.568 | -802 | 17.236 |
| davon Umsätze mit Konzernfremden | 16.133 | 853 | 250 | 17.236 |
| davon Intersegmentumsätze | 337 | 715 | -1.052 | 0 |
| Gesamtleistung | 16.396 | 1.587 | -797 | 17.186 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | -3.055 | 165 | 302 | -2.588 |
| Ergebnis vor Steuern | -3.199 | 159 | 250 | -2.790 |
4. Finanzergebnis
| 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -224 | -202 |
| Finanzergebnis | -224 | -202 |
5. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.
| 1.10.2020 bis 31.3.2021 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (TEUR) | -790 | -2.827 |
| Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien | 5.999.999 | 4.000.000 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (EUR) | -0,13 | -0,71 |
Verwässerungseffekte liegen nicht vor.
6. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Da wir seit der Übertragung der Altersversorgungsansprüche keinen Zugriff mehr auf deren Entwicklung und Bewertung haben, ist uns eine Abschätzung der Höhe der Verpflichtung nicht möglich. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Darüber hinaus wurde im Rahmen des zuletzt im November 2020 verlängerten Standortsicherungstarifvertrags ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Dieser Besserungsschein wird abgelöst, wenn bis zum 30. April 2023 die vom Sachwalter gehaltenen Mitarbeiteraktien zu einem Preis von mindestens EUR 1,80 pro Aktie verkauft werden.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
| 31.3.2021 | 30.9.2020 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Bestellobligo Investitionen | 1.368 | 23 |
| Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen | 299 | 291 |
| Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) | 180 | 295 |
| Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) | 162 | 281 |
| Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen | 36 | 41 |
| 2.045 | 931 |
7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)
Die SCHUMAG unterhält Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, mit denen alle Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgewickelt werden. Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu den im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019/20 angegebenen Informationen (siehe Geschäftsbericht 2019/20, S. 135f) ergeben.
8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Mit Beendigung der Hauptversammlung am 28. April 2021 endete die Amtszeit der amtierenden Arbeitnehmervertreter/innen im Aufsichtsrat der SCHUMAG. Am 24. März 2021 wurden mit Wirkung ab der Beendigung der Hauptversammlung am 28. April 2021 als Aufsichtsratsmitglied Herr Rasim Alii wiedergewählt und Herr Lucian Muntean neu gewählt. Als Ersatzmitglied für Herrn Alii wurde Herr Ralph Schnitzler gewählt.
Mitte Mai 2021 wurde für eine weitere nicht betriebsnotwendige Immobilie, das ehemalige NT-Verwaltungsgebäude der SCHUMAG, ein Kaufvertrag abgeschlossen, wodurch voraussichtlich im Juni 2021 Zahlungseingänge in Höhe von EUR 2,4 Mio. realisiert werden.
Der Verkauf trägt wesentlich zur Stärkung des Eigenkapitals bei.
Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.
VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS
Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Aachen, 28. Mai 2021
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SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Johannes Wienands
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