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Schumag AG

Interim / Quarterly Report Jul 3, 2020

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Interim / Quarterly Report

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Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

HALBJAHRESFINANZBERICHT 2019/20

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Schumag Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG.

Die SCHUMAG ist operativ im Bereich der Präzisionsmechanik tätig. Dieser Bereich umfasst die Produktion und Teilmontage hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in unterschiedlichen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Diese hochbelasteten Präzisionsteile stellen eine Schlüsseltechnologie für unsere Kunden dar, die mit höchsten Qualitätsanforderungen verbunden sind und nur von wenigen Zulieferern weltweit hergestellt werden können. Die SCHUMAG ist in all den dafür notwendigen Produktionsprozessen zuhause und verfügt über die dafür notwendigen Einrichtungen sowie das langjährige Know-how.

Weitere Informationen zum Geschäftsmodell und dem konzerninternen Steuerungssystem sind dem Kapitel „Grundlagen des Konzerns“ des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2018/19 (siehe Konzern-Jahresfinanzbericht 2018/19, S. 58ff) zu entnehmen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Geschäftsverlauf

Eckdaten 1.10.2019 bis 31.3.2020 1.10.2018 bis 31.3.2019 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Auftragseingang 17.599 21.687 -4.088 -19
Umsatz 17.236 23.367 -6.131 -26
Gesamtleistung 17.186 23.285 -6.099 -26
Auftragsbestand (zum 31.3.) 20.196 26.729 -6.533 -24

Im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 verschlechterte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals deutlich um 19 % auf insgesamt EUR 17,6 Mio. Die Reduzierung ist insbesondere auf die fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten, die durch das Ausbrechen der Coronavirus-Pandemie weiter verstärkt wurden, zurückzuführen. Die angepasste Vertriebsstrategie mit Konzentration auf Diversifizierung und Aftermarket wird erst mittel- bis langfristig greifen, und verschafft daher keine kurzfristige Entlastung. Der gesunkene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26 % auf insgesamt EUR 17,2 Mio verringerte. Der Auftragsbestand zum 31. März 2020 sank um 24 %. Die Gesamtleistung reduzierte sich im Berichtszeitraum wie der Umsatz um 26 %.

Wichtige Ereignisse

Am 14. Oktober 2019 wurde Herr Karl Josef Libeaux zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Ende Oktober 2019 haben wir unser nicht betriebsnotwendiges Grundstück in Eberswalde zu einem Kaufpreis von EUR 0,5 Mio verkauft.

Im November 2019 haben wir Kurzarbeit angemeldet, die im Geschäftsjahr 2019/20 in Abhängigkeit zur Entwicklung der Auftragslage zum Einsatz kommt. Mit Zustimmung der Belegschaft haben wir zudem die Auszahlung des Weihnachtsgelds für 2019 bis auf weiteres verschoben.

Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. Dezember 2019 wurde zum Zwecke der Sanierung der SCHUMAG beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 10,2 Mio auf EUR 4,0 Mio herabzusetzen, um dadurch Wertminderungen auszugleichen und sonstige Verluste zu decken. Zudem wurde die Zustimmung zu einem Vergleich der SCHUMAG mit der AIG Europe S.A. im Zusammenhang mit einem gerichtlichen Verfahren gegen ein ehemaliges Organmitglied erteilt. Hierdurch haben wir Ende Januar 2020 eine Zahlung von EUR 0,8 Mio erhalten.

Im Zusammenhang mit dem von uns eingeholten und Mitte März 2020 fertiggestellten IDW S6-Gutachten und dem darin erarbeiteten Finanzierungskonzept haben wir im Dezember 2019 von unseren Finanzierungspartnern sowie von unseren drei Ankeraktionären bedingte Zusagen erhalten, dass sie ihre im Finanzierungskonzept aufgeführten Sanierungsbeiträge (Aufrechterhaltung der eingeräumten Kreditlinien über insgesamt EUR 3,0 Mio, Kauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen in Höhe von EUR 3,0 Mio, Kapitalerhöhung um EUR 1,5 Mio) jeweils leisten werden. Die sich gegenseitig bedingenden Finanzierungsmaßnahmen standen unter Konsortialvorbehalt. Bis Ende des Berichtszeitraums fehlte abschließend noch die Zustimmung des Pensionssicherungsvereins (PSV) zur temporären Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG (insgesamt EUR 4,5 Mio über 36 Monate) als letztem Finanzierungsbaustein. Diese haben wir nun Anfang Juni 2020 erhalten, so dass die Finanzierungsmaßnahmen zur dauerhaften Liquiditätssicherung planmäßig umgesetzt werden können.

Durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen vom 20. Januar 2020 wurde Herr Ralph Schnitzler zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer der Gesellschaft bestellt.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 haben sich die Ergebniskennzahlen trotz einer Vielzahl bereits umgesetzter Sanierungsmaßnahmen weiter verschlechtert, was insbesondere auf den starken Umsatzrückgang zurückzuführen ist. Zusätzlich belasteten Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen sowie Verschiebungen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung das Ergebnis. Bei einer gegenüber dem Vorjahrszeitraum um 26 % reduzierten Gesamtleistung verschlechterten sich das EBIT um EUR 0,8 Mio auf EUR -2,6 Mio und das Ergebnis vor Steuern um EUR 0,7 Mio auf EUR -2,8 Mio.

Kennzahlen 1.10.2019 bis 31.3.2020 % 1.10.2018 bis 31.3.2019 % Veränderung %-Punkte
Umsatz-Rentabilität (%) -16,4 -9,9 -6,5
Liquiditätsgrad I (31.3.) 18,3 17,5 +0,8
Working Capital (31.3.) [EUR Mio] 8,5 11,3 -2,8

Aufgrund der Verschlechterung vom Ergebnis nach Steuern reduzierte sich auch die Umsatz-Rentabilität. Das Working Capital konnte um EUR 2,8 Mio abgebaut werden.

Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich auf 18,3 %, während die Zahlungsmittel der SCHUMAG leicht um EUR 0,3 Mio auf EUR 1,1 Mio sanken. Zur Stabilisierung der finanziellen Situation trugen auch der der Verkauf des nicht betriebsnotwendigen Grundstücks in Eberswalde sowie der Erlös aus dem Vergleich mit der AIG Europe S.A. bei. Das finanzielle Gleichgewicht war im Berichtszeitraum jederzeit gegeben.

Vor allem durch das negative Ergebnis nach Steuern (EUR -2,8 Mio) wurde das Eigenkapital negativ. Bei einer um EUR 1,6 Mio rückläufigen Bilanzsumme waren neben der Reduzierung des Eigenkapitals (EUR -2,6 Mio) insbesondere folgende Veränderungen prägend:

Abbau der Vorräte (EUR -1,8 Mio)
Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +0,8 Mio)
Reduzierung der Pensionsrückstellungen (EUR -0,9 Mio)
Erhöhung der Finanzschulden (EUR +2,3 Mio)

Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die SCHUMAG trotz einer Vielzahl erfolgreich realisierter Restrukturierungsmaßnahmen aufgrund der fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten, die auch eine deutlich schwächere Nachfragedynamik in unseren Endmärkten zur Folge hat, nach wie vor in einer nicht einfachen Situation befindet. Die Corona-Krise hat diese Entwicklung weiter verstärkt. Gem. dem eingeholten IDW S6-Gutachten besteht für die SCHUMAG jedoch eine positive Fortbestehensprognose. Die Zustimmungen aller Stakeholder zum Finanzierungskonzept liegen zwischenzeitlich vor, so dass die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen weiter mit höchster Priorität umgesetzt werden können.

Ertragslage

Gesamtleistung

Die Reduzierung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 6,1 Mio (-26 %) ist vor allem auf die gesunkenen Umsatzerlöse zurückzuführen. In der Gesamtleistung enthalten ist der Ertrag aus dem Vergleich mit der AIG Europe S.A. (EUR 0,8 Mio).

Material und Personal

Die Reduzierung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 2 %-Punkte ist auf den Abbau des Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.

Trotz Abbau des Personalaufwands um insgesamt EUR 4,2 Mio gegenüber dem Vorjahreszeitraum blieb die Personalaufwandsquote konstant. Dies liegt darin begründet, dass aufgrund der weiterhin vorhandenen strukturellen Probleme im Bereich der Personalkosten sowie der maschinellen Ausstattung das weiter gesunkene Umsatzniveau nicht kompensiert werden konnte. Auch durch die temporär eingesetzte Kurzarbeit wurde keine signifikante Entlastung erzielt, dennoch wird dieses Instrument weiter genutzt.

Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote sank von 95 % auf 93 %.

Ergebnis

Das EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum insbesondere aufgrund der Effekte aus der gesunkenen Gesamtleistung von EUR -1,8 Mio auf EUR -2,6 Mio. Zudem haben gestiegene Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen sowie Verschiebungen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung das EBIT belastet. Das Ergebnis vor Steuern sank insgesamt um EUR 0,7 Mio auf EUR -2,8 Mio.

Im Segment SCHUMAG verschlechterte sich das EBIT um EUR 1,4 Mio auf EUR -3,1 Mio.

Das EBIT des Segments Schumag Romania betrug EUR 0,2 Mio (Vorjahr EUR -0,2 Mio).

Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR +0,3 Mio (Vorjahr EUR +0,1 Mio).

Finanzlage

Trotz der Ergebnisverschlechterung verbesserte sich der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 um EUR 0,5 Mio auf EUR -1,1 Mio, was vor allem auf den gezielten Abbau der Vorräte zurückzuführen ist.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf EUR -1,2 Mio nach EUR 0,2 Mio im Vorjahreszeitraum. Die Veränderung um EUR -1,4 Mio liegt im Wesentlichen daran, dass im Vorjahr noch Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen (EUR 0,9 Mio) erzielt wurden. Zudem wurden im Berichtszeitraum Auszahlungen für unser neues ERP-System (EUR 0,3 Mio) getätigt.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von EUR 2,2 Mio sowie Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von EUR -0,2 Mio. Die Finanzschulden erhöhten sich um EUR 2,3 Mio und beliefen sich zum 31. März 2020 auf insgesamt EUR 5,3 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 3,8 Mio betreffen mit EUR 3,4 Mio Kreditlinien der SCHUMAG AG und mit EUR 0,4 Mio die Kontokorrentlinie der SCHUMAG Romania.

Insgesamt reduzierten sich im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 die Zahlungsmittel des SCHUMAG-Konzerns leicht um EUR 0,3 Mio auf EUR 1,1 Mio.

Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich gegenüber dem 31. März 2019 von 17,5 % auf 18,3 %.

Vermögenslage

Im Betrachtungszeitraum hat sich die Bilanzsumme insgesamt um EUR 1,6 Mio reduziert.

Das Investitionsvolumen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lag im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 mit EUR 1,2 Mio um EUR 0,2 Mio unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die technische Ausstattung und Automatisierung unserer Produktionsbereiche sowie das neue ERP-System. Das Gesamt-Investitionsvolumen wird im Geschäftsjahr 2019/20 voraussichtlich auf dem Niveau der Abschreibungshöhe liegen.

Aufgrund der deutlich verschlechterten Auftragslage erfolgte ein gezielter Abbau der Vorräte (EUR -1,8 Mio).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich dagegen trotz des gesunkenen Umsatzvolumens um EUR 0,8 Mio, was insbesondere auf stichtagsbedingte Effekte aus dem verzögerten Verkauf von Forderungen gegenüber einem amerikanischen Großkunden zurückzuführen ist. Zudem wurden uns von unserem Kreditversicherer einzelne Kreditlimite reduziert, so dass im Rahmen des Factorings Forderungen nicht im bisherigen Umfang verkauft werden konnten.

Gegenüber dem 30. September 2019 reduzierte sich das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns durch das Ergebnis nach Steuern (EUR -2,8 Mio) bei einem gegenläufigen sonstigen Ergebnis (EUR +0,2 Mio) insgesamt um EUR 2,6 Mio auf EUR -2,6 Mio (negatives Eigenkapital). Gem. dem eingeholten IDW S6-Gutachten und dem darin erarbeiteten Sanierungskonzept liegt für die SCHUMAG eine positive Fortbestehensprognose vor, aus der sich auch die Abwendung einer bilanziellen Überschuldung ergibt. Nach Umsetzung aller Finanzierungsmaßnahmen rechnen wir bereits zum Ende des laufenden Geschäftsjahres wieder mit einem positiven Eigenkapital.

Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR -0,3 Mio. Insgesamt verringerten sich die Pensionsrückstellungen um EUR 0,9 Mio.

Die Finanzschulden erhöhten sich um EUR 2,3 Mio.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SCHUMAG ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Hinsichtlich der Einschätzung der wesentlichen zu überwachenden Chancen und Risiken wird auf den Chancen- und Risikobericht innerhalb des zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/19 (siehe Konzern-Jahresfinanzbericht 2018/19, S. 82ff) verwiesen.

Wie bereits im Abschnitt „Wichtige Ereignisse“ aufgeführt, haben wir Anfang Juni 2020 vom PSV die Zusage für die temporäre Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG (insgesamt EUR 4,5 Mio über 36 Monate) erhalten. Insofern ist das bis dahin als bestandsgefährdend eingestufte Risiko der fehlenden Zusage des PSV im Hinblick auf die Umsetzung der erforderlichen Finanzierungsmaßnahmen zur dauerhaften Liquiditätssicherung nicht mehr vorhanden.

Ein wesentliches Risiko, das über die anderen im zusammengefassten Lagebericht 2018/19 ausführlich dargestellten Risiken hinausgeht, besteht nicht.

PROGNOSEBERICHT

Die SCHUMAG befindet sich aufgrund von erheblichen Umsatzrückgängen und strukturellen Problemen im Bereich der Personalkosten sowie der maschinellen Ausstattung weiterhin in einer schwierigen Lage, die durch die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Konjunktur und Weltwirtschaft verstärkt wird. Dies hat bereits zu gedämpften Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2019/20 geführt.

Die im Prognosebericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts 2018/19 für das Geschäftsjahr 2019/20 getroffenen Aussagen zu Umsatz, Gesamtleistung, Liquiditätsgrad I und EBIT (siehe Konzern-Jahresfinanzbericht 2018/19, S. 94f) können jedoch aufgrund der aktuellen Entwicklungen bestätigt werden.

Kennzahlen Prognose für 2019/20
Umsatz 33,0 bis 35,0 EUR Mio
Gesamtleistung 33,0 bis 35,0 EUR Mio
EBIT -1,0 bis -0,5 EUR Mio
Liquiditätsgrad I (30.9.) > 22,4%

Anmerkung

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

VERKÜRZTER KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS

KONZERNBILANZ

AKTIVA

31.3.2020 30.9.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 438 114
Sachanlagen 15.899 15.602
Aktive latente Steuern 1.603 1.732
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 75 75
18.015 17.523
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 9.283 11.095
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.866 2.050
Ertragsteueransprüche 10 10
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.259 1.620
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 229 205
Zahlungsmittel 1.149 1.430
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 450
14.796 16.860
Bilanzsumme 32.811 34.383

PASSIVA

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 4.000 10.226
Erwirtschaftetes Eigenkapital -6.632 -10.202
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmen -2.632 24
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 22.793 23.702
Übrige langfristige Rückstellungen 15 15
Finanzschulden 724 640
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12 9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 776 766
24.320 25.132
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen 257 511
Finanzschulden 4.589 2.318
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.044 1.799
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.977 4.268
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 256 331
11.123 9.227
Bilanzsumme 32.811 34.383

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1.10.2019 bis 31.3.2020 1.10.2018 bis 31.3.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Umsatzerlöse 17.236 23.367
Bestandsveränderung -1.482 -844
Andere aktivierte Eigenleistungen 3 5
Sonstige betriebliche Erträge 1.429 757
Gesamtleistung 17.186 23.285
Materialaufwand -4.466 -6.504
Personalaufwand -11.439 -15.598
Abschreibungen -881 -813
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.988 -2.159
Ergebnis der Betriebstätigkeit -2.588 -1.789
Finanzierungsaufwendungen -202 -318
Finanzergebnis -202 -318
Ergebnis vor Steuern -2.790 -2.107
Ertragsteuern -37 -204
Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar -2.827 -2.311
Ergebnis je Aktie (EUR) -0,71 -0,58

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

1.10.2019 bis 31.3.2020 1.10.2018 bis 31.3.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis nach Steuern -2.827 -2.311
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 293 -589
Latente Steuern -95 191
Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegeliedert werden 198 -398
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe -21 -36
Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegeliedert wurden oder werden können -21 -36
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 177 -434
Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmen zurechenbar -2.650 -2.745

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Erwirtschaftetes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Währungsumrechnung Gewinnrücklagen Konzernbilanzverlust Eigenkapital
--- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand 1.10.2018 10.226 -48 2.587 -4.556 8.209
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 -2.311 -2.311
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 -36 -398 0 -434
Gesamtergebnis nach Steuern 0 -36 -398 -2.311 -2.745
Stand 31.3.2019 10.226 -84 2.189 -6.867 5.464
Stand 30.9.2019 10.226 -78 1.176 -11.300 24
Anpassung aus der Erstanwendung von IFRS 16 0 0 -6 0 -6
Stand 1.10.2019 10.226 -78 1.170 -11.300 18
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 -2.827 -2.827
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 -21 198 0 177
Gesamtergebnis nach Steuern 0 -21 198 -2.827 -2.650
Kapitalherabsetzung -6.226 0 0 6.226 0
Stand 31.3.2020 4.000 -99 1.368 -7.901 -2.632

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

1.10.2019 bis 31.3.2020 1.10.2018 bis 31.3.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Ergebnis nach Steuern -2.827 -2.311
Ertragsteuern 37 204
Finanzergebnis 202 318
Abschreibungen 881 813
Veränderung der Pensionsrückstellungen -742 -712
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 60 -316
Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten -4 -30
Veränderung der Vorräte 1.812 504
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -836 24
Veränderung der übrigen Vermögenswerte 776 552
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 248 -1.214
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen -638 619
Auszahlungen für Zinsen -88 -89
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.119 -1.638
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -337 -4
Auszahlungen für Sachanlagen -907 -723
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 27 913
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1.217 186
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 2.232 1.981
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden 0 -49
Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -176 -371
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 2.056 1.561
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -280 109
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -1 1
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 1.430 910
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 1.149 1.020

ERLÄUTERNDE ANGABEN ZUM VERKÜRZTEM KONZERNHALBJAHRESABSCHLUSS

1. Informationen zum Unternehmen

Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis zum 31. März 2020 wurde am 3. Juli 2020 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben. Eine prüferische Durchsicht des Konzernhalbjahresabschlusses hat nicht stattgefunden.

Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und SCHUMAG Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, im Bereich Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv.

2. Rechnungslegungsgrundsätze und allgemeine Angaben

Der Konzernhalbjahresabschluss der SCHUMAG wurde unverändert nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), insbesondere in Übereinstimmung mit IAS 34, aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der erstmalig angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden den im Konzernabschluss zum 30. September 2019 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Methoden sind im Konzernanhang des genannten Konzernabschlusses detailliert beschrieben (siehe Konzern-Jahresfinanzbericht 2018/19, S. 8ff).

Im Geschäftsjahr 2019/20 kamen erstmalig die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen zur Anwendung. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 16 „Leases“ wurde am 13. Januar 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch IFRS 16, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzt, verändert sich im Wesentlichen die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für sog. geringwertige Vermögenswerte sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber entsprechen dagegen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17, d.h. für diese ist weiter zwischen Finanzierungsleasing und Operatingleasing zu unterscheiden.

Die Erstanwendung von IFRS 16 erfolgte bei SCHUMAG zum 1. Oktober 2019 über den modifizierten retrospektiven Ansatz, so dass die Umstellungseffekte im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen wurden. Folgende, in IFRS 16 vorgesehene Erleichterungsvorschriften sind in Anspruch genommen worden: Für kurzfristige Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten (und ohne Kaufoption) sowie für Leasingverträge, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist (z.B. Kopierer), werden kein Nutzungsrecht und keine Leasingverbindlichkeit bilanziert. Dies gilt auch für Verträge, die zum Erstanwendungszeitpunkt nur noch eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben. Als geringen Wert hat SCHUMAG einen Betrag von TEUR 5 definiert. Weiterhin wird unterstellt, dass vorhandene Rückkaufoptionen bzgl. der Leasinggegenstände am Ende der Leasinglaufzeit ausgeübt werden. Zum 1. Oktober 2019 wurde eine Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte sowie der Finanzschulden von ca. TEUR 400 bilanziert, was zu einem entsprechenden Anstieg der Bilanzsumme führte. Dagegen haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen durch die Änderung der Bilanzierungsvorschriften für Verpflichtungen aus Operatingleasing-Verträgen um ca. TEUR 300 reduziert. Zudem werden die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen durch Abschreibungen der Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Dadurch ergeben sich Verbesserungen bei der Kennzahl EBIT. Darüber hinaus verschieben sich die in der Leasingrate enthaltenen Tilgungszahlungen vom Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in den Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit.

IFRIC 23 „Uncertainty over Income Tax Treatments“ wurde am 7. Juni 2017 veröffentlicht, am 23. Oktober 2018 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die neue Interpretation ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von solchen Sachverhalten und Transaktionen, die von der zukünftigen Auslegung durch die Steuerbehörden abhängen, welche jedoch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht bekannt ist.

Amendments to IFRS 9 „Prepayment Features with Negative Compensation“ wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht, am 22. März 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen an IFRS 9 betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien.

Amendments to IAS 28 „Long-term Interests in Associates and Joint Ventures“ wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht, am 8. Februar 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt.

Annual Improvements to IFRSs 2015-2017 Cycle wurden am 12. Dezember 2017 veröffentlicht, am 14. März 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 3 "Business Combinations", IFRS 11 "Joint Arrangements", IAS 12 "Income Taxes" sowie IAS 23 "Borrowing Costs".

Amendments to IAS 19 „Plan Amendment, Curtailment or Settlement“ wurden am 7. Februar 2018 veröffentlicht, am 13. März 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass bei Planänderungen, -kürzungen und Abgeltungen von Pensionsverpflichtungen aufgrund aktualisierter Annahmen der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis der aktualisierten Annahmen zu berücksichtigen sind.

Der Konsolidierungskreis der vollkonsolidierten Unternehmen hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2019 nicht verändert und umfasst neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft eine inländische und eine ausländische Gesellschaft.

Bei der Erstellung des Konzernhalbjahresabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernhalbjahresabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen.

3. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Die sich nach IFRS 8 aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergebende Segmente haben sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2019 nicht verändert.

Segmente SCHUMAG Schumag Romania Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung Konzern
1.10.2019 bis 31.3.2020 TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 16.470 1.568 -802 17.236
davon Umsätze mit Konzernfremden 16.133 853 250 17.236
davon Intersegmentumsätze 337 715 -1.052 0
Gesamtleistung 16.396 1.587 -797 17.186
Ergebnis der Betriebstätigkeit -3.055 165 302 -2.588
Ergebnis vor Steuern -3.199 159 250 -2.790
Segmente SCHUMAG Schumag Romania Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung Konzern
1.10.2018 bis 31.3.2019 TEUR TEUR TEUR TEUR
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Umsatz 23.654 1.511 -1.798 23.367
davon Umsätze mit Konzernfremden 23.053 314 0 23.367
davon Intersegmentumsätze 601 1.197 -1.798 0
Gesamtleistung 23.451 1.575 -1.741 23.285
Ergebnis der Betriebstätigkeit -1.730 -169 110 -1.789
Ergebnis vor Steuern -1.991 -176 60 -2.107

4. Finanzergebnis

1.10.2019 bis 31.3.2020 1.10.2018 bis 31.3.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -202 -318
Finanzergebnis -202 -318

5. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.

1.10.2018 bis 31.3.2019 1.10.2018 bis 31.3.2019
Ergebnis nach Steuern (TEUR) -2.827 -2.311
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 4.000.000 4.000.000
Ergebnis je Aktie nach IFRS (EUR) -0,71 -0,58

Verwässerungseffekte liegen nicht vor.

6. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen und im September 2019 verlängerten Standortsicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Dieser Besserungsschein wird abgelöst, wenn bis zum 30. September 2021 die vom Treuhänder gehaltenen Mitarbeiteraktien zu einem Preis von mindestens EUR 1,80 pro Aktie verkauft werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

31.3.2020 30.9.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) 396 593
Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 347 423
Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) 179 272
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen  1) 33 330
Bestellobligo Investitionen 28 111
983 1.729

1)  ab dem Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 16 werden hierunter nur noch Verpflichtungen aus Leasingverträgen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert (kleiner TEUR 5) ist, ausgewiesen (vgl. Anmerkung 2)

7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die SCHUMAG unterhält Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, mit denen alle Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgewickelt werden. Im Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu den im Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018/19 angegebenen Informationen (siehe Konzern-Jahresfinanzbericht 2018/19, S. 50f) ergeben.

8. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2020 erfolgte ein Wechsel des Treuhänders der Aktien der Belegschaft. In diesem Zusammenhang erhielt unserer Gesellschaft folgende Mitteilungen gemäß § 33 Abs. 1 S.l WpHG:

Der Stimmrechtsanteil von Herrn Peter Aloysius Aßmann, Deutschland, an der SCHUMAG Aktiengesellschaft hat am 20. Mai 2020 die Schwelle von 3 % und 5 % überschritten, er beträgt zu diesem Tag 8,62 % (344.725 Stimmrechte). Der Stimmrechtsanteil von Herrn Norbert Thelen, Deutschland, an der SCHUMAG Aktiengesellschaft hat am 20. Mai 2020 die Schwelle von 5 % und 3 % unterschritten, er beträgt zu diesem Tag 0,0 % (0 Stimmrechte).

Anfang Juni 2020 haben wir vom Pensionssicherungsverein (PSV) die Zusage für die temporäre Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG (insgesamt ca. EUR 4,5 Mio über 36 Monate) erhalten. Somit ist die planmäßige Umsetzung der im Chancen- und Risikobericht aufgeführten Finanzierungsmaßnahmen zur dauerhaften Liquiditätssicherung (siehe Konzern-Jahresfinanzbericht 2018/19, S. 90) gesichert. Insofern ist dieses bis dahin als bestandsgefährdend eingestufte Risiko nicht mehr vorhanden.

Ende Juni 2020 wurden im Rahmen des Verkaufs von weiterem nicht betriebsnotwendigen Vermögen Zahlungseingänge in Höhe von EUR 3,5 Mio (für das Hauptverwaltungsgebäude der SCHUMAG) sowie von EUR 1,1 Mio (für unbebaute Grundstücke am Standort Aachen) realisiert. Der Verkauf trägt wesentlich zur Stärkung des Eigenkapitals bei.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Aachen, 3. Juli 2020

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SCHUMAG Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Johannes Wienands

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