Annual Report • May 6, 2020
Annual Report
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für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
Der SCHUMAG-Konzern wird überwiegend durch das Mutterunternehmen geprägt, daher wird im vorliegenden Lagebericht das Wahlrecht des § 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB genutzt, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SCHUMAG Aktiengesellschaft (SCHUMAG) zusammenzufassen. In diesem zusammengefassten Lagebericht wird über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des SCHUMAG-Konzerns und der SCHUMAG berichtet. Die Angaben des zusammengefassten Lageberichts gelten grundsätzlich für den Konzern- und Jahresabschluss der SCHUMAG soweit nicht anders dargestellt. Die Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG nach HGB werden in einem eigenen Abschnitt erläutert. Der zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht der SCHUMAG veröffentlicht.
Geschäftsmodell, Ziele und Strategien
Die SCHUMAG ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Schumag Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG.
Die SCHUMAG ist operativ im Bereich der Präzisionsmechanik tätig. Dieser Bereich umfasst die Produktion und Teilmontage hochpräziser Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen in unterschiedlichen Stückzahlen, auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Diese hochbelasteten Präzisionsteile stellen eine Schlüsseltechnologie für unsere Kunden dar, die mit höchsten Qualitätsanforderungen verbunden sind und nur von wenigen Zulieferern weltweit hergestellt werden können. Die SCHUMAG ist in all den dafür notwendigen Produktionsprozessen zuhause und verfügt über die dafür notwendigen Einrichtungen sowie das langjährige Know-how.
Im Bereich Großdiesel wird das Bestandsgeschäft der SCHUMAG, in dem unsere Produkte im Wesentlichen an weltweit agierende, amerikanische Großkunden geliefert werden, für die nächsten Jahre stabil bleiben und von der Elektrifizierung erst in 10 - 20 Jahren getroffen werden, so dass hier genug Zeit bleibt, die Transformation der SCHUMAG voran zu treiben.
Daneben ergeben sich weitere Chancen, da die großen Zulieferer für Einspritzsysteme für PKW, die in den vergangen 10 Jahren den hochvolumigen PKW-Markt dominiert und unter sich aufgeteilt haben, sich vermehrt dem raschen Wandel in der Automobilindustrie ausgesetzt sehen, der deutlich in Richtung Elektrifizierung zeigt.
Denn, auch für die kommenden Jahre, werden große Mengen an Teilen für Einspritzsysteme benötigt, um die immer noch mit Diesel- und Benzinmotoren ausgerüsteten Fahrzeuge herstellen zu können. Zusätzlich entsteht aufgrund der ständig verschärften Abgasgesetzgebung ein zusätzlicher Bedarf an Ersatzteilen in diesem Bereich, um die Motoren regelmäßig so instand setzen zu können, dass diese scharfen Normen auch eingehalten werden können. Bei den heutigen weltweiten Fahrzeugbeständen – allein in Deutschland 46 Mio Fahrzeuge – kann davon ausgegangen werden, dass diese auch noch über einen Zeitraum von mindestens 20 Jahren benötigt werden, wenn auch in sinkenden Mengen, die dann auch wieder für die SCHUMAG interessant sind.
Die SCHUMAG arbeitet heute bereits erfolgreich und weltweit für die großen Zulieferer im Bereich der Einspritztechnik und kooperiert auch mit anderen Lieferanten in der Lieferkette. Aufgrund ihrer hohen Kompetenz im Bereich der Ultra-Präzisions-Bearbeitung ist die SCHUMAG ein fester Bestandteil vieler Lieferketten und wird zunehmend angefragt, weitere Produktionsumfänge zu übernehmen. Kunden geben Teile ihrer Wertschöpfung inklusive Maschinen und Anlagen ab. Für die Herstellung der Produkte, für die eine Laufzeit fest zugesagt wird, werden zudem die mehrjährigen Produktionsprogramme für die übergebenen Maschinen zur Verfügung gestellt. Die SCHUMAG ist aufgrund des hohen Maschinenbestandes in der Lage, einen solchen Transferprozess sicher und in überschaubarer Zeit darzustellen. Aufgrund der ursprünglichen Unternehmensgröße am Standort Aachen verfügt die SCHUMAG über ausreichend Flächen, um zusätzliches Geschäft aufzunehmen zu können. Überdies können so aus vielen Einzelaktivitäten größere Produktionsverbünde gebildet werden, die aufgrund ihrer Synergien auch wettbewerbsfähig darstellbar sind.
Darüber hinaus bemüht sich die SCHUMAG, – aus Gründen der Diversifizierung – im Bereich der Hydraulikkomponenten Fuß zu fassen. Das mögliche Volumen ist unabhängig von der andauernden Diskussion um den Verbrennungsmotor und verspricht hohe Volumen pro Jahr, die über viele Jahre hinweg sicher abgenommen werden. Um hier zum Zuge zu kommen, wird die SCHUMAG in Maschinen und Anlagen investieren müssen, um ein solches Volumen langfristig zuverlässig darstellen zu können.
Die SCHUMAG hat überdies Kunden in interessanten Nischenmärkten, wie beispielsweise in der Baumaschinenindustrie, über Jahre hinweg bei der Entwicklung neuer Produkte unterstützt. Die dabei von der SCHUMAG zugelieferten Teile stellen höchste Anforderungen hinsichtlich der Präzision und Herstellbarkeit dar, die für diese (eher kleinen Mengen) sonst so nicht erreicht werden und für die SCHUMAG ein Wachstumspotential im bestehenden Kunden- und Produktportfolio darstellen.
Die SCHUMAG stellt heute bereits neben den Teilen für Einspritzsysteme ganze Komponenten aus mehreren Teilen her, die bei der SCHUMAG montiert und auch geprüft werden. Dabei kommen moderne, vollautomatisierte Prüfeinrichtungen zum Einsatz, die Drücke bis 3.000 bar darstellen können. Viele der SCHUMAG-Kunden sind aufgrund langfristiger Verträge verpflichtet, auch über viele Jahre hinweg ihre Kunden mit Ersatzteilen zu versorgen für Anwendungen, die über Jahrzehnte hinweg betrieben werden.
Beispielhaft sind hier Notstromgeneratoren, Motoren für Wassersprinkler und Marineanwendungen zu nennen. Aufgrund der Umstellung auf neue Baureihen und Technologien fällt es den Kunden der SCHUMAG daher zunehmend schwerer, diesen Lieferverpflichtungen nachzukommen, da es sich um deutlich reduzierte Volumen im Vergleich zur Serie handelt und die Serieneinrichtungen oftmals nicht weiter betrieben werden können, da diese neuen Anlagen Platz machen müssen. Die SCHUMAG präsentiert sich hier erfolgreich seit Jahren als kompetenter und hoch-flexibler Partner und ist in der Lage, solche Umfänge zu übernehmen und somit eine Belieferung der Kunden sicherzustellen. Zunehmend dann auch mit komplexeren Komponenten bis hin zu ganzen Injektoren und Hochdrucksystemen. Die SCHUMAG kann aufgrund ihres Know-hows und der langjährigen Erfahrung die Kunden darüber hinaus bei der Optimierung von Teilen und Komponenten unterstützen, die nur aufgrund der höchstpräzisen Herstellung aller Teile, in Kombination und in einer Hand, möglich werden und somit einen Beitrag zur Lebensdauersteigerung der Komponenten und auch zur Reduktion des Verbrauchs sowie der Schadstoff-Emission beitragen.
Steuerungssystem
Die SCHUMAG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.
Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mindestens monatlich in Form von standardisierten Berichten detailliert über den operativen Geschäftsverlauf sowie relevante Kennzahlen informiert. Jede Kennzahl wird sowohl isoliert als auch in Kombination mit den anderen betrachtet und analysiert. Das Berichtswesen wird bei Bedarf durch Ad-hoc-Analysen in schriftlicher Form oder in persönlichen Gesprächen ergänzt. Die durch das konzernweite Berichtswesen generierten Ist-Daten werden mit den Plandaten abgeglichen. Zielabweichungen werden analysiert, erläutert und geplante Gegenmaßnahmen dargestellt.
Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I.
Die Gesamtleistung ist ein Indikator für die betriebliche Leistung und wird mit Hilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert.
Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn sowie die Ergebnisqualität einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der SCHUMAG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Höhe der Abschreibungen und des Ergebnisses aus Abgängen des Anlagevermögens. Diese Unterschiede sehen wir für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an.
Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist. Bei der Berechnung der Kennzahl für die SCHUMAG (nach HGB) beinhalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten neben den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auch kurzfristige sonstige Rückstellungen (insbesondere Personalrückstellungen).
Weitere Steuerungsgrößen sind darüber hinaus der Umsatz sowie der Auftragseingang.
Forschung und Entwicklung
Eigene Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche bisher von untergeordneter Bedeutung, werden aber künftig durch die Markterfordernisse an Bedeutung gewinnen.
Die Entwicklungsschwerpunkte bei der SCHUMAG konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir, die Prozessstabilität stets zu verbessern. Aktuell arbeiten wir an der Weiterentwicklung unserer eigenen Produktionsmaschinen, die zukünftig teil- bzw. vollautomatisiert produzieren sollen. Im Berichtsjahr konnten weitere Produktionseinheiten vollautomatisiert werden. Mit der Etablierung eines huiovationszentrums sowie der Neustrukturierung des Berufsausbildungsprozesses wollen wir sowohl die bestehenden Mitarbeiter als auch die Auszubildenden künftig praxisorientierter in der Betriebsmittelherstellung, in der Kleinserienfertigung und im CAD-konstruierenden Bereich qualifizieren.
Qualität
Zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt. Zu weiteren Stärkung dieses Bereiches wurde ein neuer Leiter für den Bereich Qualitätswesen eingestellt, der aufgrund seiner Erfahrung den Prozess erheblich verbessern und die Reorganisation beschleunigen wird.
In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern betrifft auch den Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.
Im Sommer 2019 wurde das Qualitätsmanagementsystem nach IATF 16949:2016 im Rahmen eines Rezertifizierungsaudits überprüft und erfolgreich bestätigt. Das Rezertifizierungsaudit für das integrierte Umweltmanagementsystem nach neuer ISO 14001:2015 und das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 konnte gleichermaßen Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen und die bestehenden Zertifikate entsprechend validiert werden. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist im September 2019 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2015 rezertifiziert worden.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Gem. des BMWi ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2018 preisbereinigt in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld und trotz der Produktions- und Absatzstörungen bei den PKW-Herstellern solide um 1,5 % gewachsen, nach +2,2 % im Boomjahr 2017. Die Impulse kamen rechnerisch ausschließlich von der Binnenwirtschaft. Die Ausfuhren nahmen angesichts der geringeren Dynamik der Weltwirtschaft langsamer zu als im Vorjahr und auch weniger als die von der starken Binnenwirtschaft nachgefragten Einfuhren. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wurden spürbar ausgeweitet, aber weniger deutlich als im Vorjahr.
Stärker als im Vorjahr entwickelten sich die Bruttoinvestitionen, wozu neben Investitionen in Ausrüstungen und Bauten auch ein Vorratsaufbau aufgrund des Staus bei den PKW-Typenzulassungen beitrug. Der Lagerbestand dämpfte auch noch im Jahresendquartal die Erzeugung. Die Auftragseingänge in der Industrie zeigen eine Bodenbildung und stärken die Erwartung eines Ausklingens der WLTP-Problematik. Unterstützung erhält die Binnenkonjunktur Anfang des Jahres durch die spürbare Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern bei Steuern und Abgaben sowie die Erhöhung der monetären Sozialleistungen.
Für die Weltkonjunktur zeichnet sich eine Verlangsamung ihrer Dynamik ab. So startete die industrielle Erzeugung nur schwach ins vierte Quartal 2018. Der Welthandel entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gedämpft. Der IHS Markit PMI für die globale Industrie lag im Dezember 2018 auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Auch der ifo Index zum Weltwirtschaftsklima gab für das vierte Quartal 2018 eine verhaltene Stimmung wieder.
Die exportorientierte deutsche Wirtschaft agiert weiterhin in einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld. Ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) schwächte sich im zweiten Quartal 2019 preisbereinigt leicht um 0,1 % ab. Nach dem soliden Wachstum im ersten Quartal erbrachte sie dennoch die zweithöchste Wirtschaftsleistung in der Historie der Bundesrepublik. Einem bei rückläufigen Exporten negativem Wachstumsbeitrag des Außenhandels stand eine weiterhin robuste binnenwirtschaftliche Nachfrage gegenüber. Unter der stotternden globalen Wirtschaft leidet weiterhin vor allem das Verarbeitende Gewerbe. Während die mehr binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche ihre Wertschöpfung weiter ausweiteten, zeigten sich bei industrienahen Dienstleistungen erste Bremsspuren. Hinzu kam nach dem milden Winterquartal eine schwache Frühjahrsbelebung beim Bau. Die heimische Energieerzeugung wurde angesichts günstigerer Energieimporte zurückgefahren.
Der Ausblick bleibt vorerst gedämpft. Die Handelskonflikte haben sich zuletzt weiter verschärft. Vor diesem Hintergrund haben sich die Konjunkturindikatoren abgeschwächt. Der Absatz und die Auftragseingänge in der Industrie sind merklich niedriger als vor einem Jahr und das Geschäftsklima hat sich deutlich eingetrübt. Wir verweisen im Übrigen auf die Ausführungen zur im Frühjahr 2020 auch in Deutschland aufgetretenen Corona-Pandemie im Prognoseteil dieses Lageberichts.
Die Weltkonjunktur bleibt angespannt und verhalten. Zwar nahmen im Mai sowohl die globale Industrieproduktion als auch der Welthandel leicht zu, gegenüber dem Vorjahr blieben die Wachstumsraten jedoch niedrig. Das Geschäftsklima der globalen Industrie folgte auch im Juli seinem seit Anfang 2018 abwärts gerichteten Trend. Dabei sank der IHS Markit PMI noch tiefer unter seine Wachstumsschwelle. Das unterkühlte ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im dritten Quartal 2019 angesichts der Ballung globaler Risiken weiter eingetrübt. Vor diesem Hintergrund gehen die internationalen Organisationen von einer wenig dynamischen, aber gleichwohl aufwärtsgerichteten weltwirtschaftlichen Entwicklung aus.
Die Flaute des Welthandels schlägt sich auch in den deutschen Ausfuhren nieder: Die Exporte von Waren und Dienstleistungen gingen im Juni saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 1,5 % zurück. Für das zweite Quartal 2019 ergab sich ein deutliches Minus von 1,8 %. Die Unternehmen gehen laut den ifo Exporterwartungen, die im Juli auf den niedrigsten Stand seit der Finanzkrise gefallen sind, auch für die kommenden Monate von keinem Exportzuwachs aus. Die Importe von Waren und Dienstleistungen sanken im Juni saisonbereinigt und in jeweiligen Preisen um 0,1 %. Im gesamten zweiten Quartal nahmen sie gegenüber dem Vorquartal um 0,9 % ab. Auch preisbereinigt sind die Exporte im dritten Quartal stärker als die Importe zurückgegangen und haben so für einen negativen Wachstumsbeitrag des Außenhandels gesorgt.
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe wurde im Juni nach einer Verschnaufpause im Mai weiter zurückgenommen (-1,5 %). Gegenüber dem Vorquartal ergab sich im zweiten Quartal 2019 damit ein Rückgang um insgesamt 1,8 %. Sowohl das Baugewerbe (-1,1 %) als auch die Industrie (-1,7 %) verzeichneten hierbei Einbußen. Innerhalb der Industrie waren es der Maschinenbau, die Metallerzeugung und die Kfz-Produktion, die im zweiten Quartal die gewichtigsten Rückgänge verbuchten. Die schwache Frühjahrsbelebung beim Bau war wohl mehr dem hohen Produktionsniveau im Winterquartal und weniger der Konjunktur geschuldet. Zum Rückgang der Energieerzeugung trugen verstärkte Nettoimporte bei. Die Entwicklung von Auftragseingangs- und Stimmungsindikatoren sprechen gegenwärtig nicht für positive Impulse seitens der Industrie in den kommenden Monaten. Auch wenn die Auftragseingänge bei umfangreichen Großaufträgen im Juni um 2,5 % gestiegen sind, ergab sich doch in der Quartalsbetrachtung ein erneuter Rückgang. Dieser fiel allerdings mit -1,0 % merklich geringer aus als noch im ersten Quartal mit -4,2 %. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe trübte sich allerdings im Juli nochmals etwas weiter ein.
Die privaten Konsumausgaben sind daher eine noch wichtigere Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung. Sie dürften im zweiten Quartal allerdings etwas weniger dynamisch zugelegt haben, als im konsumstarken ersten. So erhöhten sich die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz im zweiten Quartal lediglich um 0,1 %, trotz eines starken Anstiegs im Juni. Auch die Neuzulassungen von PKW bei privaten Haltergruppen fielen im zweiten Quartal nach den Nachholeffekten im ersten etwas bescheidener aus. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist zwar per Saldo positiv und noch deutlich günstiger als im langjährigen Durchschnitt. Es hat sich aber seit Herbst vergangenen Jahres kontinuierlich eingetrübt.
Schlüsselmärkte für SCHUMAG sind der Nutzfahrzeugmarkt sowie der PKW-Markt. In beiden Bereichen erfolgt der Einsatz von Diesel-Fahrzeugen.
Im September 2019 wurden in Deutschland laut VDA 244.600 Pkw neu zugelassen. Dies sind 22 % mehr als im Vorjahresmonat, der jedoch durch die Umstellung auf das Testverfahren WLTP ein außergewöhnlich niedriges Niveau aufwies. Zudem stand im abgelaufenen Monat ein Arbeitstag mehr zur Verfügung. Im bisherigen Jahresverlauf stiegen die Neuzulassungen auf gut 2,7 Mio Einheiten (+2 %) – ein höherer Wert wurde zuletzt im Jahr 2009 erreicht.
Der Auftragseingang aus dem Inland lag im September 26 % über dem Vorjahreswert. Im bisherigen Jahresverlauf gingen 6 % mehr Aufträge inländischer Kunden ein. Aus dem Ausland kamen im abgelaufenen Monat knapp 2 % mehr Aufträge, seit Januar ist jedoch ein Rückgang von 4 % zu verzeichnen.
Die deutschen PKW-Hersteller fertigten an den inländischen Standorten im September 415.500 PKW (+4 %). In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres liefen knapp 3,6 Mio fabrikneue PKW vom Band (-9 %). Etwas schwächer entwickelte sich der Export: Im September wurden 320.800 PKW an Kunden in aller Welt ausgeliefert (+2 %). Seit Jahresbeginn wurden aus Werken in Deutschland 2,7 Mio PKW exportiert, 12 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
59,9 % der Neuwagen waren mit einem Benzinmotor ausgestattet (146.463 / +13,8 %), 29,6 % waren Dieselfahrzeuge (72.519 / +23,5 %). PKW mit alternativen Antriebsarten zeigten zwei- bis dreistellige Zuwachsraten. Elektrisch betriebene PKW (5.880 / 2,4 %) wiesen ein Plus von +149,5 % auf. Fahrzeuge mit Hybridantrieb (18.945 / 7,7 %) legten um +88,5 % zu, darunter Plug-in-Hybride (3.572 / 1,0 %) um +51,2 %. Erdgasfahrzeuge (514 / 0,2 %) wiesen gar ein Plus von +213,4 % auf und Flüssiggasfahrzeuge (293 / 0,1 %) ein Plus von +99,3 %. Der Dachverband der europäischen Autohersteller (ACEA) meldet, dass die Nachfrage an Nutzfahrzeugen in der Europäischen Union im ersten Halbjahr 2019 insgesamt durchschnittlich um 5,8 % im Vergleich zum selben Zeitraum 2018 zugenommen hat. Die Hersteller teilten mit, dass sie insgesamt 1,36 Mio Nutzfahrzeuge verkauft haben. Deutschland führt dabei laut der ACEA das Ranking an, die Nachfrage stieg hier um 13,9 %, gefolgt von Großbritannien (10,2 %), Frankreich (6,9 %), Italien (4,8 %) und Spanien (2,6 %).
Die Anzahl der neu zugelassenen Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben ist weiter gering - so lag der Anteil des konventionellen Dieselmotors bei satten 93 %, gefolgt von den Benzinern mit 4 %. Nur 3 % der neu in den Markt gebrachten Nutzfahrzeuge dagegen fahren mit Elektro- oder Gasantrieb (3.916 beziehungsweise 2.194 Einheiten).
Geschäftsverlauf des SCHUMAG-Konzerns
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| Eckdaten | 2018/19 | 2017/18 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| EUR Mio | EUR Mio | EUR Mio | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Auftragseingang | 34,1 | 50,6 | -16,5 | -33 |
| Umsatz | 42,7 | 49,2 | -6,5 | -13 |
| Gesamtleistung | 43,6 | 52,2 | -8,6 | -16 |
| Auftragsbestand (zum 30.9.) | 19,8 | 28,4 | -8,6 | -30 |
Im Berichtszeitraum verschlechterte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 33 %. Die Reduzierung des Auftragseingangs ist insbesondere auf die fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten sowie eine deutlich schwächere Nachfragedynamik in unseren Endmärkten zurückzuführen. Eine angepasste Vertriebsstrategie, die sich auf strategische Kunden, Märkte und Produkte konzentriert, wird erst mittel- bis langfristig greifen, und verschafft daher keine kurzfristige Entlastung. Der gesunkene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahr um 13 % verringerte. Zudem konnten Umsatzsteigerungen aus Neuprodukten, die in vorangegangenen Geschäftsjahren im größeren Umfang in die Fertigung aufgenommen wurden, noch nicht plangemäß erzielt werden. Der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende sank um 30 %. Die Gesamtleistung reduzierte sich im Berichtsjahr um 16 %.
Im Oktober 2018 wurde uns eine weitere Kontokorrentlinie in Höhe von EUR 1,0 eingeräumt. Sicherheiten wurden nicht bestellt.
Anfang November 2018 erhielten wir eine weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I. über EUR 0,4 Mio.
Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Herr Johannes Wienands, wohnhaft in Aachen, zum weiteren Mitglied des Vorstands der SCHUMAG bestellt.
Mit Wirkung zum 8. März 2019 hat Herr Dr. Johannes Ohlinger sein Amt als Mitglied des Vorstands der SCHUMAG niedergelegt.
Die restliche Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. wurde von der SCHUMAG zum 30. April 2019 verkauft, die Kaufpreiszahlung (EUR 0,7 Mio) erfolgte im Mai 2019. Im Zusammenhang mit dem Verkauf war eine Wertberichtigung der Insolvenzforderung in Höhe von EUR 0,3 Mio erforderlich.
Ende Mai 2019 wurden die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen. Um die Produktionskapazitäten auf das kurz- und mittelfristig geplante Geschäftsvolumen anzupassen, erfolgte insgesamt ein Personalabbau um 35 Mitarbeiter, diesbezügliche Einmalaufwendungen haben das Ergebnis mit EUR 1,3 Mio belastet.
Mit Wirkung zum 29. Mai 2019 hat Herr Peter Koschel sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der SCHUMAG niedergelegt. Auf der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurde Herr Ritter Yves Noël zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats der SCHUMAG gewählt.
Anfang Juli 2019 wurde die nicht betriebsnotwendige Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus zu einem Preis von EUR 5,0 Mio verkauft. Der Einmalertrag aus der Transaktion belief sich im Konzern auf EUR 0,8 Mio und bei der SCHUMAG AG auf EUR 4,8 Mio. Die Abweichung ist auf die unterschiedliche Bewertung des Anlagevermögens nach IFRS und HGB zurückzuführen.
Ende September 2019 wurde der zum 30. September 2019 auslaufende Standortsicherungstarifvertrag bis zum 30. September 2021 verlängert. Neben der Fortführung der 37,5-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich wurde hierin u.a. vereinbart, dass die letzte Anpassung (1,5 %) aus dem Verzicht auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vom 1. Oktober 2019 auf den 1. Januar 2020 verschoben wird. Zudem kommt das sogenannte T-ZUG (B) für das Jahr 2019 nicht zur Auszahlung.
Mit Wirkung zum 27. September 2019 hat Herr Ralf Marbaise sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der SCHUMAG niedergelegt.
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des SCHUMAG-Konzerns
Das EBIT verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2018/19 deutlich um EUR 9,0 Mio, was im Wesentlichen auf die gesunkene Gesamtleistung und die darauf nicht zeitgerecht erfolgte Anpassung des Personals zurückzuführen ist. Neben dem Sozialplan haben zudem gestiegene Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen das EBIT belastet. Aufgrund höherer Aufzinsungseffekte bei den Pensionsrückstellungen lag das Finanzergebnis um EUR 0,2 Mio unter dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt reduzierte sich das Vorsteuerergebnis somit gegenüber dem Vorjahr um EUR 9,2 Mio auf EUR -7,8 Mio. Bei einer Steuerentlastung von EUR +1,1 Mio, die sich vor allem aus der Anpassung der latenten Steuern im Zusammenhang mit dem Verkauf der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ergab, belief sich das Ergebnis nach Steuern des Berichtsjahres auf EUR -6,7 Mio (Vorjahr EUR 0,9 Mio).
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| Kennzahlen | 2018/19 | 2017/18 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| % | % | %-Punkte | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz-Rentabiliät | -15,8 | 1,7 | -17,5 |
| Eigenkapital-Rentabilität | <-100 | 10,4 | <-100 |
| Working Capital (EUR Mio) | 10,5 | 11,0 | -0,5 |
Aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern reduzierten sich die Umsatz- sowie Eigenkapital-Rentabilität deutlich gegenüber dem Vorjahr. Das Working Capital konnte um EUR 0,5 Mio abgebaut werden.
Im Geschäftsjahr 2018/19 erhöhten sich der Liquiditätsgrad I auf 22,4 % sowie die Zahlungsmittel der SCHUMAG auf EUR 1,4 Mio. Um die finanzielle Situation stabil zu halten, war jedoch insbesondere der Verkauf der nicht betriebsnotwendigen Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus erforderlich. Das finanzielle Gleichgewicht war im Berichtsjahr jederzeit gegeben.
Durch das negative Ergebnis nach Steuern sowie negative Effekte aus der erfolgsneutralen Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen reduzierte sich das Eigenkapital um insgesamt EUR 8,2 Mio auf EUR 0,0 Mio, die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 14 % auf 0 %. Bei einer um EUR 5,9 Mio rückläufigen Bilanzsumme waren neben der Reduzierung des Eigenkapitals insbesondere folgende Veränderungen prägend:
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| • | Abbau der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie (EUR -4,2 Mio) durch Verkauf |
| • | Abbau der übrigen langfristigen Vermögenswerte (EUR -1,4 Mio) insbesondere durch Verkauf der Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. |
| • | Erhöhung der Pensionsrückstellungen (EUR +1,3 Mio) |
| • | Erhöhung der Finanzschulden (EUR +1,9 Mio) |
Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die SCHUMAG trotz einer Vielzahl realisierter Re-strukturierungsmaßnahmen aufgrund der fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten, die auch eine deutlich schwächere Nachfragedynamik in unseren Endmärkten zur Folge hat, in einer nicht einfachen Situation befindet. Die erforderliche, bereits umgesetzte Anpassung der Vertriebsstrategie, die sich auf strategische Kunden, Märkte und Produkte konzentriert, verschafft keine kurzfristige Entlastung.
Ertragslage des SCHUMAG-Konzerns
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| 2018/19 | 2017/18 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio | % | EUR Mio | % | EUR Mio | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 42,7 | 98 | 49,2 | 94 | -6,5 | -13 |
| Gesamtleistung | 43,6 | 100 | 52,2 | 100 | -8,6 | -16 |
| Materialaufwand | -11,8 | -27 | -14,9 | -28 | +3,1 | +21 |
| Personalaufwand | -30,9 | -71 | -29,1 | -56 | -1,8 | -6 |
| Abschreibungen | -2,0 | -4 | -1,6 | -3 | -0,4 | -25 |
| Sonstige Aufwendungen | -6,0 | -14 | -4,7 | -9 | -1,3 | -28 |
| EBIT | -7,1 | -16 | 1,9 | 4 | .9,0 | <-100 |
| Finanzergebnis | -0,7 | -2 | -0,5 | -1 | -0,2 | -40 |
| Ergebnis vor Steuern | -7,8 | -18 | 1,4 | 3 | -9,2 | <-100 |
Gesamtleistung
Insbesondere durch die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation reduzierte sich die Gesamtleistung um 16 %. Die Umsatzerlöse mit Konzernfremden des Segments SCHUMAG beliefen sich auf EUR 41,4 Mio (Vorjahr EUR 48,9 Mio) und die des Segments Schumag Romania auf EUR 1,3 Mio (Vorjahr EUR 0,3 Mio).
Material und Personal
Die Verringerung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 1 %-Punkt ist im Wesentlichen auf den Abbau des im Vorjahr temporär aufgebauten Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.
Dagegen erhöhte sich die Personalaufwandsquote um 15 %-Punkte, da bei einer um EUR 8,6 Mio geringeren Gesamtleistung der durchschnittliche Eigenpersonalbestand mit 565 Mitarbeitern (Vorjahr 564 Mitarbeiter) nahezu gleich blieb. Neben den Überkapazitäten, die erst mit Umsetzung des Sozialplans im Juni 2019 abgebaut werden konnten, belasteten zudem die Aufholung aus dem Standortsicherungstarifvertrag, Kosten für den Sozialplan (EUR 1,3 Mio) sowie weitere Abfindungen (EUR 0,6 Mio) den Personalaufwand überproportional.
Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich von 84 % auf 98 %.
Ergebnis
Das EBIT verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2018/19 deutlich um EUR 9,0 Mio. Die Reduzierung des EBIT ist im Wesentlichen auf die gesunkene Gesamtleistung und die darauf nicht zeitgerecht erfolgte Anpassung des Personals zurückzuführen. Zudem haben neben dem Sozialplan insbesondere gestiegene Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen das EBIT belastet.
Im Segment SCHUMAG verschlechterte sich das EBIT um EUR 8,6 Mio auf EUR -6,9 Mio.
Das EBIT des Segments Schumag Romania betrug EUR -0,3 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio).
Der Beitrag zum EBIT der sonstigen Aktivitäten beläuft sich auf EUR +0,1 Mio (Vorjahr EUR +0,2 Mio).
Finanzlage des SCHUMAG-Konzerns
Das Finanzmanagement des SCHUMAG-Konzerns erfolgt zentral über die SCHUMAG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.
Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.
Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich von 13,5 % auf 22,4 %. Um die finanzielle Situation im Geschäftsjahr 2018/19 stabil zu halten, war jedoch insbesondere der Verkauf der nicht betriebsnotwendigen Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus sowie ein weiterhin striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Insgesamt standen uns seit Oktober 2018 Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 3,5 Mio zur Verfügung. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.
Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2019 ein Gesamtvolumen von EUR 0,3 Mio (Vorjahr EUR 0,5 Mio).
Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil kurzfristig und auf EUR-Basis. In den Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen folgende verzinsliche Verbindlichkeiten enthalten:
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| Verbindlichkeit | EUR Mio | Verzinsung |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten Kreditinstitute | 1,6 | zwischen 1,5 % und 2,95 % p.a |
| Sonstige Darlehen | 0,5 | 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber 5,0 % p.a. |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 0,9 | zwischen 2,14 % und 4,13 % p.a. |
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| Konzern-Kapitalflussrechnung | 2018/19 | 2017/18 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| (verkürzte Darstellung) | EUR Mio | EUR Mio | EUR Mio |
| --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | -6,7 | 0,9 | -7,6 |
| Abschreibungen | 2,0 | 1,6 | +0,4 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | 2,6 | -0,9 | +3,5 |
| Veränderung übrige Posten | -2,8 | -0,8 | -2,0 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -4,9 | 0,8 | -5,7 |
| Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -1,1 | -3,0 | +1,9 |
| Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen | 0,9 | 0,0 | +0,9 |
| Erlöse aus dem Abgang dar als Finanzinvestition gehaltenen Immobile | 5,0 | 0,0 | +5,0 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | 4,8 | -3,0 | +7,8 |
| Aufnahmevon Finanzverbindlichkeiten | 1,2 | 0,0 | +1,2 |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -0,1 | 0,0 | -0,1 |
| Auszahlungen für Finanzierungsleasing | -0,5 | -0,2 | -0,3 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 0,6 | -0,2 | +0,8 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 0,5 | -2,4 | +2,9 |
| Zahlungsmittel am Anfang dm Berichtszeitraums | 0,9 | 3,3 | -2,4 |
| Zahlungsmittel an Ende des Berichtszeitraums | 1,4 | 0,9 | +0,5 |
Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,7 Mio auf EUR -4,9 Mio reduziert, was vor allem auf die Ergebnisverschlechterung zurückzuführen ist. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR -1,1 Mio.
Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit konnte dagegen deutlich um EUR 7,8 Mio auf EUR +4,8 Mio verbessert werden. Dies liegt im Wesentlichen am Verkauf der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, wodurch Erlöse in Höhe von EUR 5,0 Mio erzielt wurden. Die Ausgaben für Investitionen in Höhe von EUR 1,1 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,7 Mio) sowie in die IT-Modernisierung (EUR 0,2 Mio).
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgten vor allem Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von EUR 1,2 Mio sowie Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von EUR -0,5 Mio. Die Finanzschulden erhöhten sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 1,9 Mio und belaufen sich zum 30. September 2019 auf EUR 3,0 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1,6 Mio betreffen mit EUR 1,2 Mio die Kontokorrentlinien der SCHUMAG AG und mit EUR 0,4 Mio die Kontokorrentlinie der SCHUMAG Romania.
Insgesamt erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018/19 die Zahlungsmittel des SCHUMAG-Konzerns leicht um EUR 0,5 Mio auf EUR 1,4 Mio.
Vermögenslage des SCHUMAG-Konzerns
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio | % | EUR Mio | % | EUR Mio | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 15,7 | 46 | 16,8 | 42 | -1,1 | -7 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0,0 | 0 | 4,2 | 10 | -4,2 | -100 |
| Latente Steuern | 1,7 | 5 | 0,1 | 0 | +1,6 | >400 |
| Übrige Vermögenswerte | 0,1 | 0 | 1,5 | 4 | -1,4 | -93 |
| 17,5 | 51 | 22,6 | 56 | -5,1 | -23 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | 11,1 | 32 | 11,6 | 29 | -0,5 | -4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2,1 | 6 | 3,3 | 8 | -1,2 | -36 |
| Übrige Vermögenswerte | 2,3 | 7 | 1,9 | s | +0,4 | +21 |
| Zahlungsmittel | 1,4 | 4 | 0,9 | 2 | +0,5 | +56 |
| 16,9 | 49 | 17,7 | 44 | -0,8 | -5 | |
| 34,4 | 100 | 40,3 | 100 | -5,9 | -15 | |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 0,0 | 0 | 8,2 | 20 | -8,2 | -100 |
| Langfristiges Fremdkapital | ||||||
| Pensionsrückstellungen | 23,7 | 69 | 22,4 | 56 | +1,3 | +6 |
| Finanzschulden | 0,7 | 2 | 0,0 | 0 | +0,7 | |
| Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 0,8 | 2 | 0,9 | 2 | -0,1 | -11 |
| 25,2 | 73 | 23,3 | 58 | +1,9 | +8 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||||||
| Finanzschulden | 2,3 | 7 | 1,1 | 3 | +1,2 | >+100 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1,8 | 5 | 3,4 | 8 | -1,6 | -47 |
| Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 5,1 | 15 | 4,3 | 11 | +0,8 | -os |
| 9,2 | 27 | 8,8 | 22 | +0,4 | +5 | |
| 34,4 | 100 | 40,3 | 100 | -5,9 | -15 |
Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 2,0 Mio um EUR 1,1 Mio reduziert. Investitionen in Höhe von insgesamt EUR 2,3 Mio, die im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen für das Segment SCHU-MAG (EUR 2,0 Mio) erfolgten, standen dabei Abgänge von EUR 0,9 Mio sowie die Umbuchung der Immobilie Eberswalde in den Posten „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" (EUR 0,5 Mio) entgegen. Zudem wurden EUR 0,2 Mio in die IT-Modernisierung investiert.
Aufgrund der deutlich verschlechterten Auftragslage erfolgte ein gezielter Abbau der Vorräte (EUR -0,5 Mio).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich insbesondere aufgrund des gesunkenen Umsatzvolumens um EUR 1,2 Mio.
Die übrigen Vermögenswerte reduzierten sich insgesamt um EUR 1,0 Mio, was vor allem auf die weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I. sowie den anschließenden Verkauf der Restforderung zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkte sich die Umbuchung der Immobilie Eberswalde in den Posten „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" aus.
Das Eigenkapital des SCHUMAG-Konzerns reduzierte sich durch das Ergebnis nach Steuern (EUR -6,7 Mio) sowie das sonstige Ergebnis (EUR -1,5 Mio) insgesamt um EUR 8,2 Mio auf EUR 0,0 Mio (TEUR 24). Die Eigenkapitalquote sank entsprechend von 14 % auf 0 %.
Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR +2,1 Mio.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden vor allem aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens um EUR 1,6 Mio abgebaut.
Die übrigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt EUR 0,7 Mio, was insbesondere auf den Aufbau der Verbindlichkeiten Personal (EUR +1,2 Mio) im Zusammenhang mit dem Sozialplan zurückzuführen ist.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG (Angaben nach HGB)
Der Jahresabschluss der SCHUMAG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu dem nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss liegen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens sowie der Pensions-, Jubiläums- und ATZ-Rückstellungen.
Ertragslage der SCHUMAG
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| 2018/19 | 2017/18 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben nach HGB | EUR Mio | % | EUR Mio | % | EUR Mio | % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 42,4 | 102 | 49,8 | 97 | -7,4 | -15 |
| Gesamtleistung | 41,4 | 100 | 51,6 | 100 | -10,2 | -20 |
| Materialaufwand | -13,0 | -31 | -17,2 | -33 | +4,2 | -24 |
| Personalaufwand | -28,2 | -68 | -27,7 | -54 | -0,5 | +2 |
| Abschreibungen | -2,0 | -5 | -1,5 | -3 | -0,5 | +33 |
| Übrige Aufwendungen/Erträge | -0,1 | 0 | -4,0 | -8 | +3,9 | -98 |
| EBIT | -1,9 | -5 | 1,2 | 2 | -3,1 | <-100 |
| Zinsergebnis | -1,9 | -5 | -1,7 | -3 | -0,2 | +12 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -3,8 | -9 | -0,5 | -1 | -3,3 | >100 |
| Ertragsteuern | 1,7 | 4 | -0,1 | 0 | +1,8 | <-100 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern* | -2,1 | -5 | -0,6 | -1 | -1,5 | >100 |
* Das Ergebnis nach Ertragsteuern entspricht dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss (+) bzw. Jahresfehlbetrag (-).
Insbesondere durch die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation reduzierte sich die Gesamtleistung um 20 %.
Die Verringerung des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 2 %-Punkte ist wie im Konzern im Wesentlichen auf den Abbau des im Vorjahr temporär aufgebauten Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, zurückzuführen.
Wie im Konzern erhöhte sich dagegen die Personalaufwandsquote um 15 %-Punkte, da trotz einer um EUR 10,2 Mio geringeren Gesamtleistung der durchschnittliche Eigenpersonalbestand sogar von 467 auf 472 Mitarbeitern leicht anstieg. Neben den Überkapazitäten, die erst mit Umsetzung des Sozialplans im Juni 2019 abgebaut werden konnten, belasteten zudem die Aufholung aus dem Standortsicherungstarifvertrag, Kosten für den Sozialplan (EUR 1,3 Mio) sowie weitere Abfindungen (EUR 0,6 Mio) den Personalaufwand überproportional.
Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich von 87 % auf 99 %.
Wie im Konzern verschlechterte sich das EBIT deutlich um 3,1 Mio auf EUR -1,9 Mio. Die Reduzierung des EBIT ist im Wesentlichen auf die gesunkene Gesamtleistung und die darauf nicht zeitgerecht erfolgte Anpassung des Personals zurückzuführen. Zudem haben neben dem Sozialplan insbesondere gestiegene Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen das EB1T belastet. Gegenläufig wirkte sich neben dem Ertrag aus dem Verkauf der nicht betriebsnotwendigen Immobilie (EUR +4,8 Mio) die Anpassung des Rententrends für die Berechnung der Pensionsrückstellungen von 1,75 % auf 1,00 % aus. Durch die damit einhergehende Reduzierung der Pensionsrückstellungen verringerte sich der Personalaufwand um ca. EUR 1,0 Mio.
Das Zinsergebnis verschlechterte sich um EUR 0,2 Mio, was darauf zurückzuführen ist, dass im Berichtsjahr wieder signifikante Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellung aufgrund weiter rückläufiger Zinssätze anfielen. Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich insgesamt um EUR 3,3 Mio auf EUR -3,8 Mio.
Durch den erstmaligen Ansatz aktiver latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen, im Jahresabschluss nach HGB in Höhe von EUR 1,7 Mio beläuft sich das Ergebnis nach Steuern auf EUR -2,1 Mio (Vorjahr -0,6 Mio).
Finanzlage der SCHUMAG
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| Kapitalflussrechnung | 2018/19 | 2017/18 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Angaben nach HGB (verkürzte Darstellung) | EUR Mio | EUR Mio | EUR Mio |
| --- | --- | --- | --- |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -4,9 | 1,0 | -5,9 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | 4,2 | -3,4 | +7,6 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 1,2 | 0,0 | +1,2 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 0,5 | -2,4 | +2,9 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 0,9 | 3,3 | -2,4 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 1,4 | 0,9 | +0,5 |
Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln.
Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,9 Mio auf EUR -4,9 Mio reduziert, was wie im Konzern vor allem auf die Ergebnisverschlechterung zurückzuführen ist. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR -1,1 Mio.
Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit konnte dagegen deutlich um EUR 7,6 Mio auf EUR +4,2 Mio verbessert werden. Dies liegt wie im Konzern im Wesentlichen am Verkauf der Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus, wodurch Erlöse in Höhe von EUR 5,0 Mio erzielt wurden. Die Auszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 1,6 Mio betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 1,2 Mio) sowie in die IT-Modernisierung (EUR 0,2 Mio).
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurden erstmals die zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien der SCHUMAG in Anspruch genommen Durch die damit erzielten Einnahmen belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 30. September 2019 auf EUR 1,2 Mio.
Wie im Konzern erhöhten sich im Geschäftsjahr 2018/19 die flüssigen Mittel der SCHUMAG insgesamt leicht um EUR 0,5 Mio auf EUR 1,4 Mio.
Vermögenslage der SCHUMAG
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben nach HGB | EUR Mio | % | EUR Mio | % | EUR Mio | % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Anlagevermögen | 10,4 | 37 | 11,2 | 37 | -0,8 | -7 |
| Vorräte | 10,1 | 36 | 10,9 | 36 | -0,8 | -7 |
| Forderungen Lieferungen und Leistungen | 1,9 | 7 | 3,3 | 11 | -1,4 | -42 |
| Flüssige Mittel | 1,4 | 5 | 0,9 | 3 | +0,5 | +56 |
| Übrige Aktiva | 4,5 | 16 | 3,7 | 12 | +0,8 | +22 |
| 28,3 | 100 | 30,0 | 100 | -1,7 | -6 | |
| Passiva | ||||||
| Eigenkapital | 1,7 | 6 | 3,8 | 13 | -2,1 | -55 |
| Rückstellungen | 22,0 | 78 | 21,9 | 73 | +0,1 | +0 |
| Verbindlichkeiten | 4,6 | 16 | 4,3 | 14 | +0,3 | +7 |
| 28,3 | 100 | 30,0 | 100 | -1,7 | -6 |
Bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 2,0 Mio (Vorjahr EUR 1,5 Mio) reduzierte sich das Anlagevermögen insgesamt um EUR 0,8 Mio. Den Zugängen zum Anlagevermögen in Höhe von insgesamt EUR 2,3 Mio, die im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen (EUR 2,0 Mio) erfolgten, standen dabei Abgänge von EUR 1,1 Mio entgegen. Zudem wurden EUR 0,2 Mio in die IT-Modernisierung investiert.
Aufgrund der deutlich verschlechterten Auftragslage erfolgte ein gezielter Abbau der Vorräte (EUR -0,8 Mio).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich insbesondere aufgrund des gesunkenen Umsatzvolumens um EUR 1,4 Mio.
Die übrigen Aktiva erhöhten sich insgesamt um EUR 0,8 Mio, was vor allem auf den erstmaligen Ansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von EUR 1,7 Mio zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkte sich die weitere Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG i.I. sowie der anschließende Verkauf der Restforderung aus, wodurch die Aktiva insgesamt um EUR 1,5 Mio abgebaut wurden.
Das Eigenkapital der SCHUMAG verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag um EUR -2,1 Mio auf EUR 1,7 Mio. Bei einem leicht gesunkenen Gesamtkapital reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 13 % auf 6 %. Das Eigenkapital beträgt weiterhin weniger als die Hälfte des Stammkapitals.
Innerhalb der Rückstellungen, die sich insgesamt nur geringfügig um EUR 0,1 Mio erhöhten, gab es folgende größere Veränderungen:
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| • | Reduzierung der Pensionsrückstellungen trotz Aufzinsung durch weiter rückläufiger Zinssätze aufgrund der Anpassung des Rententrends von 1,75 % auf 1,00 % (EUR -0,5 Mio) |
| • | Erhöhung der Personalrückstellungen insbesondere durch den Sozialplan (EUR +1,1 Mio) |
| • | Abbau der Auftragsrückstellungen aufgrund deutlich rückläufiger Auftragslage (EUR -0,4 Mio) |
Innerhalb der Verbindlichkeiten, die sich ebenfalls insgesamt nur geringfügig um EUR 0,3 Mio erhöhten, gab es folgende größere Veränderungen:
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| • | Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch erstmalige Inanspruchnahme der zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien (EUR +1,2 Mio) |
| • | Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens (EUR -1,7 Mio) |
| • | Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten durch Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (EUR +0,8 Mio) |
Weitergehende Informationen zur Vermögenslage der SCHUMAG sind im Anhang enthalten.
Leistungsindikatoren
Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen werden.
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| Kennzahlen SCHUMAG-Konzern (IFRS) |
Prognose für 2018/19 | Ist 2018/19 |
Zielerreichung 2018/19 |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 50,0 - 52,0 EUR Mio | 43,6 EUR Mio | nicht erreicht |
| EBIT | 1,9 EUR Mio | -7,1 EUR Mio | nicht erreicht |
| Liquiditätsgrad I (30.9.) | > 13,5% | 22,4% | erreicht |
| Kennzahlen SCHUMAG (HGB) | Prognose für 2018/19 | Ist 2018/19 |
Zielerreichung 2018/19 |
| Gesamtleistung | 50,0 - 52,0 EUR Mio | 41,4 EUR Mio | nicht erreicht |
| EBIT | 1,2 Mio EUR | -1,9 EUR Mio | nicht erreicht |
| Liquiditätsgrad I (30.09.) | > 12,9% | 17,8% | erreicht |
Insbesondere durch die deutlich gesunkenen Umsatzerlöse aufgrund der zuvor beschriebenen Marktsituation reduzierte sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2018/19 um EUR -8,6 Mio (SCHUMAG: EUR -10,2 Mio). Die Prognose des Vorjahres wurde somit deutlich verfehlt.
Vor allem aufgrund der deutlich gesunkenen Gesamtleistung und der darauf nicht zeitgerecht erfolgten Anpassung des Personals hat sich das EBIT gegenüber dem Vorjahr um EUR -9,0 Mio verschlechtert (SCHUMAG: EUR -3,1 Mio), womit auch bei dieser Kennzahl unsere Ziele nicht erreicht wurden.
Der Liquiditätsgrad I verbesserte sich von 13,5 % auf 22,4 % (SCHUMAG: von 12,9 % auf 17,8 %). Somit wurde die Prognose für diese Kennzahl erreicht. Zudem standen der SCHUMAG zum 30. September 2019 noch freie Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 1,8 Mio zur Verfügung. Um die finanzielle Situation im Geschäftsjahr 2018/19 stabil zu halten, waren jedoch diverse Sondermaßnahmen, insbesondere der Verkauf der nicht betriebsnotwendigen Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus, erforderlich.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG angewendet werden.
Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der SCHUMAG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen.
Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsabhängigen Vergütung, in Form einer fixen und variablen Vergütung zusammen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren. Der fixe Vergütungsanspruch wird im Regelfall monatlich als Gehalt ausgezahlt. Im Falle der Gewährung von Sondervergütungen erfolgt die Auszahlung gemäß Vereinbarung mit dem Aufsichtrat.
Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart. Im Geschäftsjahr 2018/19 wurde die Pensionszusage von Herrn Dr. Ohlinger erhöht, im Gegenzug zur Erhöhung der Pensionszusage hat Herr Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der SCHUMAG verzichtet.
Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.
Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:
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| Wienands | Dr. Ohlinger | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Bezüge 2018/19 | EUR | EUR | EUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Feste Vergütungen | 210.000,00 | 250.000,00 | 460.000,00 |
| Variable Vergütungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Bezüge Vorstand (gesamt) | 210.000,00 | 250.000,00 | 460.000,00 |
| Dr. Ohlinger | Gesamt | ||
| Bezüge 2017/18 | EUR | EUR | |
| Feste Vergütungen | 600.000,00 | 600.000,00 | |
| Variable Vergütungen | 60.000,00 | 60.000,00 | |
| Bezüge Vorstand (gesamt) | 660.000,00 | 660.000,00 |
Der Aufsichtsrat der SCHUMAG hat Herrn Johannes Wienands mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 zum weiteren Mitglied des Vorstands der SCHUMAG bestellt. Herr Dr. Johannes Ohlinger hat mit Wirkung zum 8. März 2019 sein Mandat als Mitglied des Vorstands der SCHUMAG niedergelegt. Er ist zum 31. März 2019 aus dem Unternehmen ausgeschieden.
Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 794.287,17 (Vorjahr EUR 746.928,95).
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Angaben in EUR | IFRS | HGB | IFRS | HGB |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstands | 0 | 0 | 1.335.081 | 1.141.286 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen | 12.543.108 | 10.171.052 | 10.337.586 | 9.041.568 |
Weiteren Einfluss auf die Erhöhung der Pensionsverpflichtungen hatte neben der Anpassung der Pensionszusage von Herrn Dr. Ohlinger die Zinssatzänderung.
Von den Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen nach HGB sind EUR 9.473.360 (Vorjahr EUR 8.226.390) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt EUR 697.692 (Vorjahr EUR 815.178).
Hinsichtlich des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang.
Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.
Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:
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| 2018/19 | 2017/18 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| feste Vergütungen | sonstige Auslagen | Bezüge gesamt | feste Vergütungen | sonstige Auslagen | Bezüge gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Rasim Ali | 7.158,09 | 0,00 | 7.158,09 | 3.320,56 | 0,00 | 3.320,56 |
| Dirk Daniel | 12.228,41 | 0,00 | 12.228,41 | 4.096,02 | 0,00 | 4.096,02 |
| Miaocheng Guo | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.678,46 | 0,00 | 3.678,46 |
| Yun Guo | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.678,46 | 17.895,14 | 21.573,60 |
| Peter Koschel | 4.752,18 | 0,00 | 4.752,18 | 7.158,09 | 0,00 | 7.158,09 |
| Karl Josef Libeaux | 7.15 8,09 | 0,00 | 7.158,09 | 3.320,56 | 0,00 | 3.320,56 |
| Ralf Marbaise | 12.735,44 | 0,00 | 12.735,44 | 14.316,18 | 0,00 | 14.316,18 |
| Catherine Noël | 7.158,09 | 0,00 | 7.158,09 | 3.320,56 | 0,00 | 3.320,56 |
| Yves Noël | 2.405,91 | 0,00 | 2.405,91 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Vassilios Sevdalis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.678,46 | 1.016,89 | 4.695,35 |
| 53.596,21 | 0,00 | 53.596,21 | 46.567,35 | 18.912,03 | 65.479,38 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 25 sowie im Konzernanhang unter Anmerkung 34 aufgeführt.
Übernahmerelevante Angaben
Die Angaben nach § 289a Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HGB bzw. § 315a Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt:
Das gezeichnete Kapital der SCHUMAG zum 30. September 2019 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der SCHUMAG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.
Die Angaben gem. § 289a Abs. 1 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 8 (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung), die Angaben gem. § 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB im Konzernanhang unter Anmerkung 36 enthalten.
Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus mindestens einer Person. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.
Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 19 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) – ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) –, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 28. Mai 2024 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 5.112.916,25 durch Ausgabe von insgesamt 1.999.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen auszugeben, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere auch unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen und in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, und/oder zum Zwecke des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte durch Aktienplatzierung, insbesondere auch im Ausland, sowie wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung dieser Hauptversammlung über die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechtes und im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung (maßgeblich ist die jeweils kleinere der beiden Grundkapitalziffern) vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.022.581,21 durch Ausgabe von bis zu 399.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Ausgabe von bis zu 399.999 Bezugsrechten (Aktienoptionen) im Rahmen des Aktienoptionsplans 2019 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Geschäftsführer und Arbeitnehmer von Konzerngesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug der Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt oder von ihrem Recht auf Barausgleich Gebrauch macht.
Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gem. § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f HGB bzw. § 315d HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.
Nichtfinanzieller Konzernbericht
Der nichtfinanzielle Konzernbericht gem. § 315b HGB für das Geschäftsjahr 2018/19 ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.
Es haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergeben. Diese sind gem. § 285 Nr. 33 HGB bzw. § 314 Nr. 25 HGB im Anhang bzw. im Konzernanhang angegeben.
Aufbau des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens ist es entscheidend, dass wir die Risiken und Chancen, die sich aus unserer operativen Tätigkeit ergeben, frühzeitig erkennen und vorausschauend steuern. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Risiken wird bei der SCHUMAG durch ein umfassendes Risikomanagement- und ein internes Kontrollsystem unterstützt.
Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.
Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig überprüft und ggfs. angepasst und setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch eine laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.
Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen ist.
Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Die Bewertung unserer Risiken erfolgt über den Risikoerwartungswert. Dieser ergibt sich aus der Qualifizierung der möglichen Auswirkungen des Risikos in Verbindung mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit. Folgende Klassifizierung des Risikoerwartungswertes wird vorgenommen:
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| Niedrig: | bis einschließlich EUR 0,1 Mio |
| Mittel: | ab EUR 0,1 Mio bis einschließlich EUR 0,2 Mio |
| Hoch: | ab EUR 0,2 Mio |
Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.
Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.
Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem, soweit es das rechnungslegungsbezogene Kontrollsystem betrifft, im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt.
Im folgenden Abschnitt stellen wir die wesentlichen Risiken und Chancen dar, die sich im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit ergeben; wir haben sie in Kategorien zusammengefasst. Sofern nicht explizit erwähnt, ergaben sich hinsichtlich der Einzelrisiken und Chancen im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen.
Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken
Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken
Risiken für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus Turbulenzen an den Finanzmärkten, zunehmend protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Defiziten, die die Entwicklung einzelner fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer gefährden, und der mit Beginn des Jahres 2020 weltweit ausgebrochenen Corona-Pandemie, deren globale Auswirkungen gegenwärtig noch nicht abschließend bezifferbar sind. Auch der weltweite Übergang von einer expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik birgt Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die vielerorts weiterhin hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor trübt die Wachstumsperspektiven und kann ebenfalls zu negativen Marktreaktionen führen. Wachstumsrückgänge in wichtigen Ländern und Regionen wirken sich oft unmittelbar auf die Weltkonjunktur aus und sind somit ein zentrales Risiko. Insbesondere würden sich ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der EU sowie weitere handelspolitische Maßnahmen wie zum Beispiel Zölle negativ auf die SCHUMAG auswirken. Zwar ist die SCHUMAG nicht unmittelbar von einem Brexit betroffen, da wir nur vernachlässigbare Mengen direkt nach Großbritannien liefern, aber indirekt schaden uns, als global aufgestelltem Unternehmen, die negativen Auswirkungen, die der Brexit auf das wirtschaftliche Klima in Europa hat. Handelsschranken jeder Art behindern internationalen Handel und damit auch die SCHUMAG.
Aufgrund der genannten Risikofaktoren ist jedoch ein weiterer Rückgang des Weltwirtschafts-wachstums oder eine Phase mit unterdurchschnittlichen Zuwachsraten möglich.
Aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld können sich für die SCHUMAG auch Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht. Wenn durch konjunkturelle Einflüssen Produktionsmengen zurückgehen und diese kleineren Mengen für unsere großen Wettbewerber nicht mehr interessant sind, dann ist das eine Chance für die SCHUMAG, hier zusätzliche Mengen zu akquirieren, da wir aufgrund unserer maschinellen Ausstattung auch in der Lage sind, kleinere Stückzahlen (> 500.000 Stück p.a.) zu fertigen.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft, da konjunkturelle Schwankungen uns unmittelbar treffen. Dies liegt daran, dass wir insbesondere im Bereich Investitionsgüter (Großdiesel) unterwegs sind, der sehr sensibel auf Abschwünge reagiert und häufig als „Krisenvorbote" identifiziert wird.
Absatzmarkt
Die SCHUMAG bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für PKWs, Nutzfahrzeugen, Großdieseln sowie Infrastrukturanwendungen. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Westeuropa, USA und China sind unsere Hauptabsatzmärkte. Ein konjunkturbedingter Nachfragerückgang in diesen Regionen – ggfs. auch infolge der weltweit aufgetretenen Corona-Pandemie – würde das Ergebnis des Unternehmens in besonderem Maße belasten.
Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren im Bereich Großdiesel gesehen. Diese Schlüsseltechnologie, insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge und Infrastrukturanwendungen (wie z.B. stationäre Großdiesel), wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel-Abgasskandals (für PKWs) noch lange maßgebend bleiben.
Eine Ablösung durch neue bzw. alternative Antriebstechnologien in diesem Bereich wird nach unserer Einschätzung noch so lange dauern, dass der SCHUMAG genügend Zeit zur Transformation bleibt.
Wir versuchen hier insbesondere antriebsunabhängige Artikel, wie z.B. Lenkungs- und Bremssysteme, in unser Portfolio aufzunehmen. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen, sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen.
Als Teil der Investitionsgüterindustrie unterliegt der Großdiesel den Schwankungen des Investitionsklimas. Bereits kleine Änderungen der Wachstumsraten oder der Wachstumserwartungen, die beispielsweise aus geopolitischen Unsicherheiten oder volatilen Rohstoff- und Devisenmärkten resultieren, können signifikante Nachfrageveränderungen oder Stornierungen bereits eingebuchter Aufträge zur Folge haben. Wir wirken den erheblichen konjunkturellen Risiken unter anderem durch flexible Produktionskonzepte und durch Kostenflexibilität mittels Leiharbeit, Arbeitszeitkonten und – wenn nicht anders möglich – mit Kurzarbeit sowie – falls zusätzlich erforderlich - mit Strukturanpassungen entgegen.
Um diesem Risiko zu begegnen und gleichzeitig die Chancen, die sich der SCHUMAG auf dem Absatzmarkt ergeben, zu ergreifen, haben wir unsere Strategie im Bereich Vertrieb auf folgenden Säulen aufgebaut:
1. Stärkung des Bestandsgeschäftes
Wir haben die strategischen Kunden identifiziert, die jetzt schon ca. 70 % unseres Umsatzes ausmachen. Diese Kunden werden wir intensiver betreuen, um weiteres Geschäft zu generieren. Parallel dazu bereinigen wir unser Produktportfolio, indem wir bei kleinen Mengen unserem Kunden entweder einen „Last time buy" (LTB) anbieten, oder die Preise erhöhen.
2. Neue Produkte mit bestehender Technologie
Wir versuchen intensiv, im Bereich der Hydraulik Fuß zu fassen. Hier gibt es einen großen Markt für Präzisionsteile, in dem wir bisher nicht tätig sind. Dies senkt auch die Abhängigkeit von einigen Großkunden. Zudem ist die Rückkehr in den Medizinbereich, in dem wir schon erfolgreich tätig waren, geplant.
3. Remanufacturing, Aftermarket
Dieser Bereich wird in Zukunft aufgrund der schwer verfügbaren Ersatzteile in unserem langjährigen Kerngeschäft Injektoren und Hochdruckpumpen massiv an Bedeutung gewinnen. Hier ist die SCHUMAG hervorragend aufgestellt. Die höheren Preise kompensieren auch die zurzeit noch nicht optimalen Prozesse.
4. Neue Produkte
Grundsätzlich sind hier alle Bereiche, in denen Präzisionsteile benötigt werden, interessant. Unsere Konzentration gilt aktuell den Bereichen erneuerbare Energien und Haushaltswaren. Im kommenden Geschäftsjahr werden wir – vor dem Hintergrund der beschriebenen Strategie – insbesondere auch den Bereich Vertrieb personell verstärken, um unsere Chancen besser – und vor allem geleitet von unserer Strategie – zu nutzen.
Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Abhängig von der Höhe und Dauer eines konjunkturellen Einbruchs und der Ausweitung auf verschiedenen Märkten besteht das Risiko, dass die vorgesehenen Maßnahmen zur Stärkung der Absatzmarktsituation der SCHUMAG nicht greifen und zu einem bestandsgefährdenden Risiko für die SCHUMAG und – aufgrund der leistungs- und finanzwirtschaftlichen Abhängigkeiten im SCHUMAG-Konzern – deren Tochterunternehmen führen.
Mit einer klaren, kundenorientierten und innovativen Produkt- und Preispolitik treten wir diesem Risiko entgegen.
Aufgrund der beschriebenen Ungewissheiten im Hinblick auf die auf uns einwirkenden externen Problemfelder stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung insbesondere der Auslandsnachfrage in den für uns relevanten Märkten zur Verfügung. Das Risiko von weiteren Umsatzreduzierungen ist vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko weiterer absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren, wie eine sich weiter verschärfende Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch die Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden gegeben.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.
Beschaffungsmarkt
Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) nur noch bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen ist und keine Preisstabilität gegeben ist. Dazu kommt, dass die Stahlherstellung erheblichen Anteil an dem weltweiten CO2 Ausstoß hat. Um diese Umweltbelastung zu reduzieren werden weitere Strafzahlungen, bzw. höhere Abgaben für CO2 Zertifikate kommen, die auch die Preise für die SCHUMAG beeinflussen werden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren keine beschaffungslogistischen Probleme bezüglich der Abarbeitung der Produktionsaufträge zu verzeichnen.
Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Der Trend, vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten abzuschließen, die es ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time" zu beziehen, setzt sich fort. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).
Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Aufgrund der Vorgaben der Kunden beziehen wir unsere Rohstoffe in nennenswertem Umfang von bestimmten Lieferanten. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten hieraus bestehen nicht.
Aufgrund der Tatsache, dass unsere Kunden der SCHUMAG das Material und ggfs. den Lieferanten vorschreiben greifen unsere Kunden teilweise direkt in Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten ein. Hieraus resultiert eine Risikoreduktion hinsichtlich unkontrollierter Preisanstiege. Preiserhöhungen aufgrund dieser Konstellation, leiten wir an unsere Kunden weiter.
Darüber hinaus ist der Trend erkennbar, dass sich unsere Bestellungen bei immer weniger Lieferanten konzentrieren. Der hieraus resultierende Bündelungseffekt führt im Einzelfall zu deutlich gestiegenen Bestellvolumina, die immer schwieriger von Warenkreditversicherern gedeckt werden, was wiederum zu verkürzten Zahlungszielen bei unseren Lieferanten führt.
Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel" eingestuft.
Altersstruktur unserer Belegschaft
Unsere Kunden verlangen von uns technisch hochkomplexe Artikel in ausgezeichneter Qualität zu marktkonformen Preisen. Ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Kundenzufriedenheit sind die Fachkräfte in unserer Belegschaft. Grundsätzlich weist unsere Mitarbeiterschaft einen höheren Altersdurchschnitt von 48 Jahren auf, so dass in den Folgejahren mit einer nennenswerten altersbedingten Fluktuation zu rechnen ist.
Konjunkturellen Risiken sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage begegnen wir mit einer Reihe von Instrumenten, die es der SCHUMAG ermöglichen, bei schwankender Auftragslage flexibel zu reagieren – bei Auftragsrückgängen ebenso wie bei verstärkter Nachfrage nach unseren Produkten. Hierzu zählen Zeitkonten, die durch Mehrarbeit befüllt und durch Freizeitentnahmen verringert werden. So kann unsere Fertigung ihre Kapazität über Sonderschichten, Schließtage und flexible Schichtmodelle an das Produktionsvolumen anpassen. Auch der Einsatz von Zeitarbeit ist ein Flexibilisierungsinstrument. Alle Instrumente tragen dazu bei, dass die SCHUMAG auch bei wechselnder Auftragslage die Stammbeschäftigung in der Regel stabil halten kann. In Zeiten, in denen der Absatz weiter zurückgeht, greifen wir auch zum Instrument der Kurzarbeit, um die Stammbelegschaft zu halten und dennoch die Kosten zu senken. Alle diese Instrumente zur Flexibilisierung nutzen wir auch bei unseren älteren Mitarbeitern, indem wir dadurch altersbedingte längere Urlaubszeiten, Krankenzeiten, gesundheitliche Einschränkungen und Geschwindigkeitsdefizite ausgleichen.
Den Risiken, die mit Fluktuation und Know-how-Verlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir auch durch eine intensive und fachbereichsspezifische Qualifizierung, verstärkte Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie gezielte Neueinstellungen.
Den Risikoerwartungswert haben wir als „Mittel" eingestuft.
Chancen und Risiken aus Management und Organisation
Compliance
Die Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Durch Compliance-Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte in der Vergangenheit eine Anpassung organisatorischer Regelungen. Weiterhin wurden neue Compliance-Regelungen erarbeitet und die Führungskräfte dementsprechend sensibilisiert.
Bei internen Prüfungen im Geschäftsjahr 2012/13 ergaben sich Anhaltspunkte, dass in der Vergangenheit Regelungen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystem durch Organmitglieder nicht eingehalten wurden. Im Rahmen laufender Ermittlungsverfahren kam es gleichzeitig zu Befragungen staatlicher Ermittlungsbehörden. Der Vorstand hat daraufhin Untersuchungen hinsichtlich möglicher fahrlässiger Pflichtverletzungen durch Organmitglieder im Hinblick auf § 93 AktG eingeleitet. Da wir ein starkes Interesse daran haben, die Vorkommnisse der Vergangenheit aufzuklären, kooperieren wir bei der Klärung der zugrunde liegenden Sachverhalte sehr eng mit den Ermittlungsbehörden, wobei sich die Ermittlungen nicht gegen die Gesellschaft selbst richten.
Mit der internen Untersuchung und Aufklärung wurden externe Anwaltskanzleien beauftragt. Gerichtliche Verfahren gegen einzelne Organmitglieder laufen. Zum Bilanzstichtag sind drei Verfahren in verschiedenen Prozessinstanzen anhängig, aus denen bisher ein rechtskräftiges Urteil in zweiter Instanz vorliegt. Um eine weitere Instanz zu verhindern und dieses Verfahren zum Abschluss zu bringen, wurde ein Vergleich verhandelt, dem auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. Dezember 2019 die Zustimmung durch die Aktionäre erteilt wurde. Die Deckungszusage der D&O-Versicherung lag bei TEUR 1.000, durch den ausgehandelten Vergleich erhalten wir zeitnah eine Zahlung über TEUR 800.
Aus den betreffenden Sachverhalten resultierende potenzielle Chancen wie Schadensersatzansprüche haben sich aus Sicht der SCHUMAG für eine Bilanzierung noch nicht hinreichend konkretisiert.
Den Risikoerwartungswert für den Bereich Compliance haben wir als „Mittel" eingestuft.
IT und Infrastruktur
Bei SCHUMAG als global agierendem und auf Wachstum ausgerichtetem Unternehmen kommt der eingesetzten Informationstechnologie (1T) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit und umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- oder Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen.
Der integre Umgang mit Daten gewährleistet die Korrektheit und Unversehrtheit von Daten sowie die fehlerfreie Funktionsweise von Systemen.
Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmens- und Kundendaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien, zum Beispiel Fire-wall-Systemen, sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht.
Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall eintreten können.
Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch eine Abschaffung der Altsysteme (Hard- und Software) im ersten Geschäftshalbjahr 2019/20 bringen wir unsere IT-Landschaft auf den aktuellen Stand der Technik und erreichen eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.
Wir setzen im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie kontinuierlich. Die fortlaufende Steigerung der Automatisierung erhöht die Prozesssicherheit und Qualität der Verarbeitung.
Auch im Geschäftsjahr 2018/19 haben wir teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen (maschinenbedingt) erreicht. Zudem führten Maschinenausfälle, dem Alter des Maschinenparks geschuldet, zu Unterbrechungen. Dies führt zu hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallzeiten. Im Berichtsjahr haben wir in größerem Umfang Investitionen in moderne Maschinen ausgelöst. Dennoch können wir die erforderlichen Neuinvestitionen und strukturellen Anpassungsmaßnahmen aufgrund der Liquiditätssituation nur in begrenztem Umfang einleiten. Weiterhin arbeiten wir verstärkt daran, präventive Instandhaltungspläne zu erarbeiten.
Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken
Finanzen
Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch in Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.
Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.
Während des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurde zur Stärkung der Liquidität ein Teil des unbelasteten Betriebsgeländes, die vermietete Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus, verkauft. Dieser Bereich wurde als nicht betriebsnotwendig eingestuft. Um die Liquidität dauerhaft zu sichern, haben wir im Rahmen des dem von uns eingeholten IDW S6-Gutachten (vgl. hierzu Anmerkung 29 des Anhangs bzw. Anmerkung 40 des Konzernanhangs (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag)) zugrunde liegenden Finanzierungskonzepts folgende zusätzliche Maßnahmen vorgesehen:
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| • | weiterer Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögens (insgesamt EUR 4,6 Mio im Mai 2020) |
| • | Kapitalerhöhung im Wesentlichen durch die Ankeraktionäre (EUR 1,5 Mio im August 2020) |
| • | Vereinbarung mit den finanzierenden Banken über die Aufrechterhaltung der Kontokorrentkreditlinien über insgesamt EUR 3,0 Mio |
| • | temporäre Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG durch den Pensionssicherungsvereins (insgesamt EUR 4,5 Mio über 36 Monate) |
Die einzelnen vorstehend aufgeführten Maßnahmen des Finanzierungskonzepts bedingen sich jeweils insofern gegenseitig, als die Zusage der einzelnen Maßnahmen jeweils unter der Bedingung steht, dass die übrigen Maßnahmen ebenfalls durchgeführt werden. Für die ersten drei genannten Maßnahmen liegen entsprechend bedingte Zusagen bereits vor. Die Entscheidung des Pensionssicherungsvereins (PSV) über die Erbringung des Sanierungsbeitrags wurde ursprünglich für Ende März 2020 erwartet. Infolge der Coronavirus-Pandemie war dem Entscheidungsgremium des PSV ein physisches Treffen nicht möglich, so dass die Beschlussfassung im Umlaufverfahren ergehen wird. Mit einer Entscheidung des PSV wird in den nächsten Wochen gerechnet; ein exakter Entscheidungstermin ist uns gegenwärtig nicht bekannt. Ohne einer finalen Entscheidung des PSV vorgreifen zu wollen, gehen wir auf Basis der bislang mit dem PSV geführten Gespräche davon aus, dass sich der PSV zur Übernahme der Pensionszahlungen bereit erklären wird.
Sollte die Umsetzung der vorgenannten, zur dauerhaften Liquiditätssicherung vorgesehenen Maßnahmen nicht planmäßig gelingen, stellt dies ein bestandsgefährdendes Risiko für die SCHUMAG und deren Tochterunternehmen dar.
Neben diesen Maßnahmen haben wir wie in den Vorjahren auch ein striktes Kostenmanagement betrieben. Im Rahmen des Sozialplans sowie der Verlängerung des Standortsicherungsvertrages, die gemeinsam von den Betriebsparteien mit der IG Metall verhandelt wurden, wurden die Personalkosten wesentlich abgesenkt. Auch das hat zur Stärkung der Liquidität beigetragen.
Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt SCHUMAG ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos – welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird – auf die Factoring-Gesellschaft übertragen.
Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird.
Unsere Liquidität konnte im Geschäftsjahr, aufgrund der Verwertung der nicht betriebsnotwendigen Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus, gesichert werden. Wie oben beschrieben, werden wir dies auch in Zukunft tun. Nicht betriebsnotwendiges Vermögen ist Vermögen, das wir weder für den operativen Betrieb der SCHUMAG noch für zukünftiges Wachstum benötigen. Grundlage dieses Vorgehens ist es, die Zukunftsfähigkeit der SCHUMAG zu erhalten und auszubauen. Bei einer weiteren Verschlechterung der Auftrags- und damit auch Finanzlage besteht aber weiterhin das Risiko, dass die notwendige Liquidität nicht durch das operative Geschäft sowie die vorstehend aufgeführten eingeleiteten Finanzierungsmaßnahmen dargestellt werden kann und durch externen Zufluss gestärkt werden muss.
Sollte dies nicht gelingen, stellt auch dies ein bestandsgefährdendes Risiko für die SCHUMAG und deren Tochterunternehmen dar.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Hoch" eingestuft.
Vermietung
SCHUMAG generiert Erträge aus der Vermietung von Gewerbeimmobilien. Grundsätzlich ist ein Vermietungsrisiko für die gehaltenen Immobilien gegeben. Im Einzelnen bestehen wesentliche Risiken in der Prolongation oder Anschlussvermietung bei auslaufenden oder gekündigten Mietverhältnissen sowie in der mangelnden Zahlungsfähigkeit von Mietern und den sich daraus ergebenden Mietausfällen. Weitere potenzielle Risiken bestehen in der Nachvermietung zu einem geringeren Mietzins und in erhöhten Aufwendungen bei der Neuvermietung.
Aktuell sind alle Mieterträge bis mindestens Ende 2021 vertraglich abgesichert. Darüber hinaus ist nach jetziger Markteinschätzung die Vermietungsfähigkeit der Immobilien gegeben, welche zudem durch nachhaltige Instandhaltungsmaßnahmen auch zukünftig gesichert wird. Bei Neuvermietungen wird die Bonität potenzieller Mieter eingehend geprüft und weiterhin das Ziel verfolgt, Mietverträge mit möglichst langen Laufzeiten abzuschließen.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.
Externe Chancen und Risiken
Wasserschutzzonen
Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der die bestehenden Maschinen der SCHUMAG Bestandsschutz besitzen, hinsichtlich Neuinvestitionen sowie der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen aber umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.
Das Unternehmen trägt mit einem umfassenden Abwasser- und Niederschlagswasserkonzept künftigen wasserwirtschaftlichen Veränderungen Rechnung.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.
Gerichtsprozesse
Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können.
Die Entwicklung unserer Tochtergesellschaft BR Energy GmbH erfolgte, wie bereits in den Vorjahren ausgeführt, nicht erwartungsgemäß, so dass die operativen Aktivitäten vollständig eingestellt wurden. Das Risiko eines Ausfalls der investierten Mittel ist eingetreten. Im HGB-Jahresabschluss der SCHUMAG erfolgten daher in den Geschäftsjahren 2010/11 bis 2017/18 dem Vorsichtsprinzip entsprechend bereits Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe der investierten Mittel. Derzeit beschäftigen wir uns mit den verbliebenen Rechtsstreitigkeiten und deren kosteneffizienter Erledigung.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Niedrig" eingestuft.
Reputationsrisiken
Die Reputation der SCHUMAG gehört zu den wichtigsten Gütern und ist eine Grundlage für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Unsere Haltung in Bezug auf Themen wie Integrität, Ethik und Nachhaltigkeit steht im Fokus der Öffentlichkeit. Als eines der Grundprinzipien unseres unternehmerischen Handelns achten wir daher besonders darauf, dass gesetzliche Regelungen und ethische Grundsätze eingehalten werden. Wir sind uns aber bewusst, dass Verfehlungen oder kriminelle Handlungen Einzelner und daraus resultierende Reputationsschäden niemals vollständig verhindert werden können. Zudem können mediale Reaktionen negativ auf die Reputation der SCHUMAG wirken. Diese Wirkung könnte durch eine unzureichende Krisenkommunikation noch verstärkt werden.
Den Risikoerwartungswert haben wir insgesamt als „Mittel" eingestuft.
Sonstige Risiken
Über die zuvor beschriebenen Risiken hinaus existieren Einflüsse, die nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Sie könnten im Fall ihres Eintritts die weitere Entwicklung der SCHUMAG beeinträchtigen. Dies betrifft derzeit vor allem mögliche Auswirkungen durch das Anfang 2020 aufgetretene Coronavirus auf die globale Konjunktur. Eine weitere Verschärfung der Situation kann zu weiteren Einschränkungen für die Wirtschaft (z.B. Betriebsschließungen bei Kunden, Quarantäne von Mitarbeitern, Versorgungsengpässe bei Lieferanten, etc.) führen und damit auch wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der SCHUMAG haben. Aufgrund der Coronavirus-Krise hat sich insbesondere die Risikoeinschätzung bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geändert. Derzeit ist jedoch nicht abzusehen, über welchen Zeitraum und in welche Maße es zu negativen Effekten kommen wird und inwieweit diese durch gegenläufige positive Effekte ausgeglichen werden können.
Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken
Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die SCHUMAG und den SCHUMAG-Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, haben wir ein umfassendes Risikomanagementsystem geschaffen. Die größten Risiken für die SCHUMAG können sich aus einer weiterhin negativen Absatz- und Marktentwicklung und daraus resultierenden Liquiditätsproblemen ergeben. Sollte es nicht gelingen, die negative Umsatzentwicklung durch die vorgesehenen Maßnahmen zur Stärkung der Ab-satzmarktsituation der SCHUMAG zu stoppen, könnte dies, wenn die daraus resultierenden Liquiditätsprobleme nicht gelöst werden, den Bestand der SCHUMAG und von deren Tochterunternehmen gefährden. Eine Bestandsgefährdung besteht ungeachtet dessen, wenn die vorgesehenen und im Abschnitt „Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken" beschriebenen, sich gegenseitig bedingenden Finanzierungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität nicht planmäßig umgesetzt werden können. Diese Situation könnte vor allem dann eintreten, wenn der Pensionssicherungsverein eine temporäre Übernahme der Pensionszahlungen ablehnen sollte.
Nach den uns heute bekannten Informationen und unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen sehen wir die Risiken, die den Fortbestand der SCHUMAG und von deren Tochterunternehmen gefährden könnten, als beherrschbar an. Wir sind daher überzeugt, mit den ergriffenen und beschriebenen Maßnahmen auf dem Absatzmarkt und bei der Liquidität den entscheidenden Risiken für den Fortbestand der SCHUMAG und von deren Tochterunternehmen adäquat begegnet zu sein.
Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Die Einschätzungen zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren beziehen sich sowohl auf die für die SCHUMAG nach handelsrechtlichen Grundsätzen als auch auf die für den SCHUMAG-Konzern nach den Grundsätzen der IFRS ermittelten Werte.
In 2019 stieg durch eine Reihe weltpolitischer Ereignisse, die eine über Jahrzehnte gewachsene, globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen und Anpassungen bei etablierten internationalen Wertschöpfungsketten erfordern, die wirtschaftspolitische Unsicherheit weltweit auf historische Höchststände und die internationale Konjunktur kühlte sich zunehmend ab. Der Welthandel und die Weltindustrieproduktion waren rückläufig, betroffen war vor allem die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe und hier insbesondere die Automobilindustrie. Zudem sehen sich insbesondere die Automobilhersteller einem abrupten Technologiewandel gegenüber, der teilweise enorme Anpassungserfordernisse mit sich bringt. Dennoch prognostizierte das Bundesministerium der Wirtschaft und Energie (BMWi) Ende Januar 2020, dass die deutsche Wirtschaft im Jahr 2020 ihre Schwächephase überwindet, und das BIP nach einem Plus von 0,6 % in 2019 um 1,1 % zunehmen wird. Nach Ausbrechen der Coronavirus-Pandemie geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (sog. Wirtschaftsweisen) derzeit jedoch davon aus, dass der deutschen Wirtschaft eine schwere Rezession droht und das BIP mindestens um 2,8 % – im schlimmsten Fall um 5,4 % – sinken wird.
Vor dem Hintergrund dieser unsicheren Prognosen und der ohnehin schwierigen Lage, in der sich die SCHUMAG aufgrund von erheblichen Umsatzrückgängen und strukturellen Problemen im Bereich der Personalkosten sowie der maschinelle Ausstattung befindet, führen zu gedämpften Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr.
Verstärkt wird die verhaltene Erwartung der SCHUMAG durch die Auswirkungen des Coronavirus auf die Konjunktur und die Weltwirtschaft. Die Auswirkungen auf die Prognose durch diese Krise werden jedoch letztlich von verschiedenen, auch externen Faktoren bestimmt Derzeit ist nicht abzusehen, über welchen Zeitraum, in welchen Unternehmensbereichen und in welchem Maße es zu negativen Effekten kommen wird und inwieweit diese durch gegenläufige positive Effekte ausgeglichen werden können. Bei unserer Prognose wird unterstellt, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus sich zeitlich nicht zu lange ausdehnen und es zu keinen externen Eingriffen in den Unternehmensablauf kommt (z.B. Werksschließungen aufgrund behördlicher Auflagen bzw. regulatorischer Vorgaben). Die Gesamtprognose für die SCHUMAG geht nach jetzigem Stand von einem beherrschbaren Geschäftsverlauf aufgrund der Coronavirus-Krise aus.
Nach derzeitigem Stand rechnen wir für das Geschäftsjahr 2019/20 mit einer Gesamtleistung zwischen EUR 33 Mio und EUR 35 Mio. In ähnlicher Größenordnung werden die Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr erwartet.
Die Gesellschaft befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen in einer nicht einfachen Situation. Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. Die Personalkosten wurden schnell und erheblich gesenkt, die finanzielle Ausstattung gestärkt, ein Erneuerungsprogramm für die IT sowohl für die Infrastruktur als auch in ein neues ERP-System gestartet. Viele Altlasten wurden bereinigt, an entscheidenden Stellen neues Personal eingesetzt und auch in der Produktion die umfassende Modernisierung der SCHUMAG gestartet, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen.
Die intensiven Bemühungen im Bereich Vertrieb werden sich im Laufe der kommenden Jahre auszahlen. Hier haben wir unser Augenmerk auf Diversifizierung und den Aftermarket gelegt.
Risiken bestehen weiterhin bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in den Maschinenpark getätigt, welche durch Leasing und aus eigenen Mitteln realisiert werden konnten.
In den kommenden Jahren wird die Entwicklung der Pensionsrückstellungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weiter negativ belasten. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Umkehrung der Bewertungsansätze in der Steuerbilanz. Dies verzehrt zusätzliche Substanz und mindert unsere Innovationskraft vorübergehend.
Zur nachhaltigen Stabilisierung der Liquiditätssituation ist weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement erforderlich. Auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen hinsichtlich der Umsatzentwicklung und der dafür notwendigen Investitionen sowie weiterer Zuflüsse aus der Verwertung nicht betriebsnotwendigen Vermögens und aus der Kapitalerhöhung planen wir mit einer leichten Verbesserung der Liquiditätsausstattung. Zum 30. September 2020 rechnen wir mit einem Liquiditätsgrad I, der leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegt.
Getroffen von der weltweiten Konjunkturschwäche, die zu einem massiven Rückgang der Umsätze geführt hat, sowie im Hinblick auf die Coronavirus-Krise rechnen wir unter Zugrundelegung des Szenarios mit der für uns höchsten Wahrscheinlichkeit sowie unter Berücksichtigung von außerordentlichen, nicht operativen Erträge, z.B. aus gewonnenen Prozessen oder dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögen, für das Geschäftsjahr 2019/20 mit einem EBIT in einer Bandbreite von EUR -1,0 Mio bis EUR -0,5 Mio.
Der Vorstand ist überzeugt, mit den eingeleiteten und im Chancen- und Risikobericht dargestellten Maßnahmen die richtigen Weichen für eine positive Zukunft der SCHUMAG gestellt zu haben.
Aachen, 24. April 2020
SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Johannes Wienands
AKTIVA
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| Anhang | 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | (1) | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 114.293,00 | 176 | |
| Sachanlagen | 7.982.827,04 | 8.639 | |
| Finanzanlagen | 2.341.156,00 | 2.341 | |
| 10.438.276,04 | 11.156 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | (2) | 10.123.944,87 | 10.935 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (3) | 4.472.908,91 | 6.722 |
| Flüssige Mittel | (4) | 1.417.733,05 | 899 |
| 16.014.586,83 | 18.556 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | (5) | 52.798,72 | 82 |
| Aktive latente Steuern | (6) | 1.702.135,51 | 0 |
| Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | (7) | 97.741,04 | 170 |
| 28.305.538,14 | 29.964 | ||
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | (8) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.225.837,62 | 10.226 | |
| Bilanzverlust | -8.525.186,88 | -6.474 | |
| 1.700.650,74 | 3.752 | ||
| Rückstellungen | (9) | 21.986.480,00 | 21.944 |
| Verbindlichkeiten | (10) | 4.618.407,40 | 4.268 |
| 28.305.538,14 | 29.964 |
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| Anhang | 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | (11) | 42.365.538,56 | 49.750 |
| Bestandsveränderung | -963.813,25 | 1.555 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 8.163,00 | 258 | |
| Gesamtleistung | 41.409.888,31 | 51.563 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (12) | 5.825.386,25 | 1.012 |
| Materialaufwand | (13) | -13.052.166,45 | -17.235 |
| Personalaufwand | (14) | -28.186.908,57 | -27.691 |
| Abschreibungen | (15) | -1.976.228,08 | -1.450 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (16) | -5.814.170,47 | -4.904 |
| Zinsergebnis | (17) | -1.844.011,56 | -1.725 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (18) | 1.714.001,12 | -85 |
| Ergebnis nach Steuern | -1.924.209,45 | -515 | |
| Sonstige Steuern | -127.327,92 | -130 | |
| Jahresfehlbetrag | -2.051.537,37 | -645 | |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -6.473.649,51 | -5.829 | |
| Bilanzverlust | -8.525.186,88 | -6.474 |
Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") hat ihren Sitz in Aachen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen.
Grundlagen der Rechnungslegung
Der Jahresabschluss der SCHUMAG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
In der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden gem. § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit und der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Im Anhang werden, sofern nicht anders dargestellt, sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die SCHUMAG ausgesetzt ist, verweisen wir auf den Abschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken" des zusammengefassten Lageberichts. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die SCHUMAG möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögensgegenstände zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen.
Entgeltlich erworbene und selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. In Ausübung des Bilanzierungswahlrechts des § 248 Abs. 2 HGB werden Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass das Projekt Erfolg haben wird und die Kosten verlässlich bestimmt werden können.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.
Bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen orientieren sich die voraussichtlichen Nutzungsdauern an der betriebsgewöhnlichen Nutzenstiftung, bei selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände am geschätzten Zeitraum, in dem die mit den Vermögensgegenständen verbundenen Vorteile der SCHUMAG zufließen werden.
Geringwertige Anlagegüter – das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 250,00 – werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Für Anlagenzugänge mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 250,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird.
Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Niedrigere beizulegende Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Sofern die Börsen- oder Marktwerte der Vorräte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Maximaler Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind die Verkaufserlöse abzüglich noch anfallender Aufwendungen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausnahme sind langfristige Forderungen, die zum Barwert angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert bilanziert.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Vermögensgegenstände, die zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, werden zum beizulegenden Zeitwert mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Übersteigt der beizulegende Zeitwert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz.
Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.
Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden auf der Basis der Bewertungsvorgaben des § 253 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 HGB ermittelt. Der Zuführungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung von BilMoG wurde entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt. Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) mit einem Rechnungszins von 2,82 % (Vorjahr 3,34 %) angewendet. Beim Zinssatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die biometrischen Annahmen basieren auf den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zudem wurden ein Rententrend von 1,00 % (Vorjahr 1,75 %) und eine Fluktuationsrate von 1,25 % (Vorjahr 1,25 %) zugrunde gelegt. Ein Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz.
Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der Zinssatz für die Abzinsung von Altersteilzeitrückstellungen beträgt 0,62 % (Vorjahr 0,93 %).
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand eines kombinierten Ertragsteuersatzes der SCHUMAG in Höhe von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %), der Körperschaftsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer umfasst. Ein Überhang aktiver latenter Steuern über passive latente Steuern wird zum 30. September 2019 erstmalig bilanziert (Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierung), bisher wurde unter Verzicht auf die Ausübung des Ansatzwahlrechts für aktive latente Steuern gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB eine Bilanzierung nicht vorgenommen. Der hieraus resultierende Effekt ist in Anmerkung 18 beschrieben. Soweit sich aktive und passive latente Steuern der Höhe nach entsprechen, wird auf eine Ausübung des Wahlrechts zum unverrechneten Ausweis gem. § 274 Abs. 1 S. 3 HGB verzichtet.
Die Umsatzrealisierung aus Warenverkäufen erfolgt, sobald das wirtschaftliche Eigentum an den veräußerten Waren auf den jeweiligen Kunden übergegangen ist.
Währungsumrechnung
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB umgerechnet.
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/19 ist als Anlage zum Anhang dargestellt. Der Anlagespiegel ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Vorräte
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.973 | 2.820 |
| Unfertige Erzeugnisse | 4.249 | 4.753 |
| Fertige Erzeugnisse | 2.902 | 3.362 |
| 10.124 | 10.935 |
3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.874 | 3.286 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.077 | 354 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.522 | 3.082 |
| 4.473 | 6.722 |
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | bis zu einem Jahr | über ein Jahr | bis zu einem Jahr | über ein Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.874 | 0 | 3.286 | 0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.077 | 0 | 354 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.447 | 75 | 1.582 | 1.500 |
| 4.398 | 75 | 5.222 | 1.500 |
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| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 30.9.2019 | 30.9.2018 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Schumag Romania S. RL., Timisoara, Chisoda/Rumänien | 803 | 171 |
| BR Energy GmbH, Aachen | 274 | 183 |
| 1.077 | 354 |
Die Forderungen gegen die Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. beinhalten wie im Vorjahr mit Verbindlichkeiten saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den Forderungen gegen die Tochtergesellschaft BR Energy GmbH sind wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Von den zum Abschlussstichtag gegen die BR Energy GmbH bestehenden Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.437 wurden TEUR 4.163 wertberichtigt, davon bereits in Vorjahren TEUR 4.078. In den Forderungen gegen die BR Energy GmbH ist ein Darlehen über TEUR 2.238 mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2020 enthalten.
Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet überwiegend Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, Forderungen an Belegschaftsangehörige sowie Forderungen gegen eine Factoringgesellschaft.
4. Flüssige Mittel
Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Der Posten beinhaltet insbesondere abgegrenzte Versicherungsaufwendungen für das folgende Geschäftsjahr.
6. Aktive latente Steuern
Die aktiven temporären Differenzen stehen im Zusammenhang mit Rückstellungen für Pensions-, Jubiläums- und Altersteilzeitverpflichtungen.
7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen | 1.612 | 1.477 |
| Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen | 1.710 | 1.647 |
| Überschuss des Vermögens über die Pensionsverpflichtungen (Aktiver Unterschiedsbetrag) | 98 | 170 |
| Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung | 1.547 | 1.482 |
8. Eigenkapital
Das Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 28. Mai 2024 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 5.112.916,25 durch Ausgabe von insgesamt 1.999.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen auszugeben, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere auch unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen und in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, und/oder zum Zwecke des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte durch Aktienplatzierung, insbesondere auch im Ausland, sowie wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung dieser Hauptversammlung über die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechtes und im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung (maßgeblich ist die jeweils kleinere der beiden Grundkapitalziffern) vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.022.581,21 durch Ausgabe von bis zu 399.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Ausgabe von bis zu 399.999 Bezugsrechten (Aktienoptionen) im Rahmen des Aktienoptionsplans 2019 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Geschäftsführer und Arbeitnehmer von Konzerngesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug der Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt oder von ihrem Recht auf Barausgleich Gebrauch macht.
Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Jahresfehlbetrag | -2.051 | -645 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -6.474 | -5.829 |
| Bilanzverlust | -8.525 | -6.474 |
Angaben zum Bestehen einer Beteiligung
Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.
Die CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 27,29 % (1.091.582 Stimmrechte) beträgt.
Die Allerthal-Werke AG, Köln, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 3. Dezember 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,32 % (132.726 Stimmrechte) beträgt.
Die Schumag-Stiftung, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Dezember 2018 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,9 % (236.000 Stimmrechte) beträgt.
Die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Februar 2019 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 29,24 % (1.169.652 Stimmrechte) beträgt.
Frau Elisheva Libeaux, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Februar 2019 die Schwelle von 5 % und am 27. September 2019 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,37 % (414.930 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 10,37 % (414.930 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:
| ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland (Zurechnung: 10,37 % entsprechend 414.930 Stimmrechten). |
Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Dezember 2018 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat sowie am 18. Februar 2019 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,62 % (24.749 Stimmrechte) beträgt und dass ihm hiervon 0,23 % (9.216 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind.
Zum Abschlussstichtag hielten gem. den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen folgende Parteien mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:
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| Nomainvest S.A.: | 29,24 % |
| CoDa Beteiligungs GmbH: | 27,29 % |
| ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH: | 10,37 % |
| Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): | 8,34 % |
| Schumag-Stiftung: | 5,90 % |
| Allerthal-Werke AG: | 3,32 % |
| Streubesitz: | 15,54 % |
9. Rückstellungen
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16.931 | 17.463 |
| Steuerrückstellungen | 55 | 226 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.000 | 4.255 |
| 21.986 | 21.944 |
Aufgrund der Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB besteht zum 30. September 2019 ein noch nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag in Höhe von TEUR 1.450 (Vorjahr TEUR 1.692).
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 1.709 (Vorjahr TEUR 2.197).
Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Vermögensgegenstände gesichert, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Dabei handelt es sich um Rückdeckungsversicherungen, die den jeweiligen Anspruchsberechtigten verpfändet wurden. Diese werden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zum Abschlussstichtag, der uns von den Versicherungsunternehmen mitgeteilt wurde.
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen | 18.543 | 18.940 |
| Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen | 1.612 | 1.477 |
| Nettowert der Pensionsverpflichtungen (Rückstellung) | 16.931 | 17.463 |
| Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen | 1.473 | 1.354 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Abfindungen / Sozialplan | 1.563 | 50 |
| Weihnachtsgeld | 713 | 719 |
| Jubiläumsgeld | 504 | 505 |
| Altersteilzeit | 489 | 623 |
| Urlaub | 426 | 565 |
| Auftragsrückstellungen | 202 | 557 |
| Jahresabschlusskosten | 179 | 195 |
| Tantiemen / Jahresabschlussvergütungen | 88 | 295 |
| Übrige | 836 | 746 |
| 5.000 | 4.255 |
Für Verpflichtungen aus Altersteilzeit sind Sicherheiten bestellt.
10. Verbindlichkeiten
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.192 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.498 | 3.143 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.929 | 1.125 |
| 4.619 | 4.268 |
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Restlaufzeit | bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
bis 1 Jahr | über 1 bis 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.192 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.489 | 9 | 3.122 | 21 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.289 | 640 | 1.105 | 20 |
| 3.970 | 649 | 4.227 | 41 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr TEUR 89) sowie Steuerverbindlichkeiten von TEUR 314 (Vorjahr TEUR 301). Die Steuerverbindlichkeiten betreffen die Lohn- und Kirchensteuer inklusive Solidaritätszuschlag für den Monat September 2019.
In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Drittdarlehen in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr TEUR 500) enthalten, für das als Sicherheit die Eigentumsübertragung von Maschinen dient.
11. Umsatzerlöse
Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden im Geschäftsbereich Präzisionsmechanik Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 41.378 (Vorjahr TEUR 48.783) erzielt. Der Umsatz aus Vermietung belief sich auf TEUR 988 (Vorjahr TEUR 967).
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten
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| 2018/19 | 2017/18 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 14.140 | 33,4 | 18.286 | 36,7 |
| Sonstige EU-Länder | 11.133 | 26,3 | 11.176 | 22,5 |
| Übriges Europa | 200 | 0,5 | 385 | 0,8 |
| Nordamerika | 11.508 | 27,1 | 13.560 | 27,3 |
| Lateinamerika | 1.357 | 3,2 | 1.892 | 3,8 |
| Asien | 4.028 | 9,5 | 4.451 | 8,9 |
| 42.366 | 100,0 | 49.750 | 100,0 |
12. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten neben dem Gewinn aus dem Abgang der Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus (TEUR 4.822) und den Erlösen aus dem Verzicht von Dr. Ohlinger auf Ansprüche gegen die Gesellschaft (TEUR 593), Versicherungsentschädigungen, die erstattete KWK-Umlage sowie andere nicht gesondert auszuweisende Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 476) enthalten. Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 2 (Vorjahr TEUR 9).
13. Materialaufwand
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | -9.838 | -12.278 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -3.214 | -4.957 |
| -13.052 | -17.235 |
14. Personalaufwand
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | -24.696 | -22772 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -3.491 | -4.919 |
| -28.187 | -27.691 |
Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen aus Abfindungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Sozialplan in Höhe von insgesamt TEUR -1.859 (Vorjahr TEUR -104).
Im Vorjahr betrugen die Aufwendungen für Altersversorgung TEUR -718. Aufgrund der Anpassung des Rententrends von 1,75 % auf 1,00 % ergab sich im Berichtsjahr ein saldierter Ertrag von TEUR 916.
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 385 | 384 |
| Angestellte | 54 | 58 |
| 439 | 442 | |
| Auszubildende | 33 | 25 |
| 472 | 467 |
15. Abschreibungen
In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind folgende außerplanmäßige Abschreibungen enthalten:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | -78 | 0 |
| Sachanlagen | -204 | 0 |
| -282 | 0 |
16. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht gesondert auszuweisende Aufwendungen, z.B. für Instandhaltungen, Beratungskosten, Wertberichtigungen, Versicherungen, Leasingkosten, IT-Kosten und sonstige nicht auftragsbezogene Kosten. Die Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB betragen wie im Vorjahr TEUR -242. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR -13 (Vorjahr TEUR -8).
17. Zinsergebnis
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 113 | 113 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.957 | -1.838 |
| -1.844 | -1.725 |
Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen wie im Vorjahr TEUR 101.
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen beinhalten den Nettoaufwand nach Verrechnung mit Erträgen oder Aufwendungen aus Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Nach den BilMoG-Bestimmungen wurden die Aufwendungen aus der Aufzinsung mit den Vermögenserträgen wie folgt verrechnet:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (brutto) | -1.756 | -1.690 |
| Erträge/Aufwendungen aus Rückdeckungsversicherungen | -3 | 23 |
| Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (netto) | -1.759 | -1.667 |
Der Zinsaufwand enthält in Höhe von TEUR -12 (Vorjahr TEUR -23) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen langfristigen Rückstellungen.
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Wesentlichen die latenten Steuern aus der erstmaligen Bilanzierung aktiver latenter Steuern (TEUR 1.702).
19. Haftungsverhältnisse
Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus hat die SCHUMAG für die übergehenden Altersversorgungsansprüche eine Patronatserklärung abgegeben. Der Teilwert der Rentenverpflichtungen gem. § 6a EStG zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs belief sich auf TEUR 862. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verpflichtungen für Stromlieferungen | 593 | 510 |
| Verpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen | 430 | 514 |
| Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen | 299 | 535 |
| Verpflichtungen für Gaslieferungen | 272 | 359 |
| Bestellobligo Investitionen | 111 | 202 |
| 1.705 | 2.120 |
Darüber hinaus wurde im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen und im September 2019 verlängerten Standortsicherungstarifvertrags ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Dieser Besserungsschein wird abgelöst, wenn bis zum 30. September 2021 die vom Treuhänder gehaltenen Mitarbeiteraktien zu einem Preis von mindestens EUR 1,80 pro Aktie verkauft werden.
21. Außerbilanzielle Geschäfte
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verpflichtungen aus Leasingverträgen | 262 | 495 |
| Im Rahmen von Factoring verkaufte Forderungen | 2.679 | 3.942 |
| 2.941 | 4.437 |
Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2004/05 die Nutzung von Leasing, wodurch sofortige Zahlungsmittelabflüsse für benötigte Investitionen vermieden werden. Die Leasingverträge haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing.
Seit August 2010 wird zur Verbesserung der Finanzlage zudem echtes Factoring betrieben. Neben der Übertragung des Ausfallrisikos der verkauften Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft konnte dadurch seitdem bis zum Bilanzstichtag zusätzliche Liquidität in Höhe von insgesamt TEUR 2.377 generiert werden.
Durch die dargestellten außerbilanziellen Geschäfte wird die SCHUMAG mit Finanzierungskosten belastet. Bei Wegfall dieser Finanzierungsinstrumente würde sich ein erhöhter Finanzierungsbedarf ergeben.
22. Anteilsbesitzliste
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| Gesellschaft und Sitz | Anteil Schumag AG |
Nominalkapital | Eigenkapital1) | Ergebnis des Geschäftsjahres1) |
|---|---|---|---|---|
| BR Energy GmbH, Aachen | 100% | TEUR 100 | TEUR 02) | TEUR -184 |
| Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien | 100% | TRON 9.560 | TEUR 1.541 | TEUR -366 |
1) nach jeweiligem Landesrecht
2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 4.417
23. Ausschüttungssperre
Entsprechend § 253 Abs. 6 S. 2 HGB sowie § 268 Abs. 8 HGB stehen bestimmte Beträge für eine Ausschüttung nicht zur Verfügung („Ausschüttungssperre").
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| Ausschüttungsgesperrte Beträge | 30.9.2019 | 30.9.2018 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| aus dem Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB | 1.709 | 2.197 |
| aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände | 0 | 69 |
| aus der Aktivierung latenter Steuern | 1.702 | 0 |
| aus dem Unterschiedsbetrag gem. § 246 Abs. 2 HGB | 98 | 170 |
| 3.509 | 2.436 |
24. Honorare des Abschlussprüfers
Die Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss geprüft. Das für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist nachfolgend angegeben:
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| 2018/19 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 110 |
| 110 |
25. Organe der Gesellschaft
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gem. § 285 Nr. 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:
Aufsichtsrat
Dirk Daniel, Aachen
Vorsitzender (ab 30. April 2019)
Stellvertretender Vorsitzender (bis 29. April 2019)
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Partner in der Daniel,
Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte und Steuerberater Partnerschaft mbB, Aachen,
sowie Geschäftsführer bei der CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen
Mitgliedschaft
Quip AG, Aachen (Mitglied des Aufsichtsrats)
Karl Josef Libeaux, Aachen
stellvertretender Vorsitzender (ab 14. Oktober 2019)
vereidigter Buchprüfer/Steuerberater und Partner der Sozietaet Libeaux vereidigte Buchprüfer
und Steuerberater, Aachen, sowie Geschäftsführer bei der ELR Vermögensverwaltungs- und
Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Rasim Alii, Würselen
Leiter Produktion der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Peter Koschel, Berlin (bis 29. Mai 2019)
General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.,
Birmingham/Großbritannien
ohne weitere Mitgliedschaft
Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien (bis 27. September 2019)
stellvertretender Vorsitzender (ab 30. April 2019 bis 27. September 2019)
Vorsitzender (bis 30. April 2019)
Maschinenschlosser
ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Catherine Noël, Eupen/Belgien
Generalsekretär bei der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien
Mitgliedschaft
NOËL MANAGEMENT + FINANCE S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats)
New Laser AG, St. Vith/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Yves Noël, Eupen/Belgien (ab 29. Mai 2019)
Verwaltungsratsvorsitzender der NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg
Verwaltungsratsvorsitzender der NMC S.A., Eynatten/Belgien
Verwaltungsratspräsident und CEO der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien
Mitgliedschaft
Quip AG, Baesweiler (Mitglied des Aufsichtsrats)
Talbot Services GmbH, Aachen (Mitglied des Beirats)
NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
NMC S.A., Eynatten/Belgien (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Präsident des Verwaltungsrats)
CERAN S.A., Spa/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Nanocyl S.A., Sambreville/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Meusinvest Ostbelgieninvest Venture Europe S.A., Eupen/Belgien
(Vorsitzender des Verwaltungsrats)
BePharBel S.A., Courcelles/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
BePharBel Manufacturing S.A, Courcelles/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Ralph Schnitzler, Stolberg (ab 20. Januar 2020)
Leiter Auftragsbearbeitung / Materialwirtschaft der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Vorstand
Johannes Wienands, Aachen
Dipl.-Kaufmann
Mitgliedschaft
Global Venture Partner AG, Hünstetten (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz (bis 8. März 2019)
Dipl.-Ökonom
Ohne Mitgliedschaft
26. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Bezüge des Vorstands | 460 | 660 |
| davon feste Vergütungen | 460 | 600 |
| davon variable Vergütungen | 0 | 60 |
| Bezüge des Aufsichtsrats | 54 | 66 |
| davon feste Vergütungen | 54 | 47 |
| davon sonstige Auslagen | 0 | 19 |
Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 794 (Vorjahr TEUR 747).
Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen belaufen sich auf TEUR 10.171 (Vorjahr TEUR 9.041). Davon sind TEUR 9.473 (Vorjahr TEUR 8.226) zurückgestellt, der in Anwendung von Art. 67 Abs. 1 EGHGB noch nicht zurückgestellte Betrag beträgt TEUR 698 (Vorjahr TEUR 815).
Im Übrigen wird auf den Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts der SCHUMAG verwiesen.
27. Erklärung nach § 161 AktG
Im Januar 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
28. Mutterunternehmen
Mutterunternehmen ist die SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Der Konzernabschluss der SCHUMAG zum 30. September 2019 wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.
29. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 14. Oktober 2019 wurde Herr Karl Josef Libeaux zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Ende Oktober 2019 haben wir unser nicht betriebsnotwendiges Grundstück in Eberswalde zu einem Kaufpreis von TEUR 450 verkauft.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. Dezember 2019 wurde zum Zwecke der Sanierung der SCHUMAG beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von TEUR 10.226 auf TEUR 4.000 herabzusetzen, um dadurch Wertminderungen auszugleichen und sonstige Verluste zu decken. Zudem wurde die Zustimmung zu einem Vergleich der SCHUMAG mit der AIG Europe S.A. im Zusammenhang mit einem gerichtlichen Verfahren gegen ein ehemaliges Organmitglied erteilt. Hierdurch werden wir zeitnah eine Zahlung von TEUR 800 erhalten.
Im Zusammenhang mit dem von uns eingeholten und Mitte März 2020 fertiggestellten IDW S6-Gutachten und dem darin erarbeiteten Finanzierungskonzept haben wir im Dezember 2019 von unseren Finanzierungspartnern sowie von unseren drei Ankeraktionären (vgl. Anmerkung 8) bedingte Zusagen erhalten, dass sie ihre im Finanzierungskonzept aufgeführten Sanierungsbeiträge (Aufrechterhaltung der eingeräumten Kreditlinien über insgesamt TEUR 3.000, Kauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen in Höhe von TEUR 3.000, Kapitalerhöhung um EUR 1.500) jeweils leisten werden. Die sich gegenseitig bedingenden Finanzierungsmaßnahmen stehen unter Konsortialvorbehalt. Abschließend fehlt noch die Zustimmung des Pensionssicherungsvereins (PSV) zur temporären Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG (insgesamt TEUR 4.500 Mio über 36 Monate) als letztem Finanzierungsbaustein. In den Anfang Januar 2020 abgeschlossenen Verhandlungen hat der PSV uns diesbezüglich eine Entscheidung bis Ende März 2020 avisiert. Infolge der Coronavirus-Pandemie war dem Entscheidungsgremium des PSV ein physisches Treffen nicht möglich, so dass die Beschlussfassung im Umlaufverfahren ergehen wird. Mit einer Entscheidung des PSV wird in den nächsten Wochen gerechnet; ein exakter Entscheidungstermin ist uns gegenwärtig nicht bekannt. Auf Basis der bislang mit dem PSV geführten Gespräche gehen wir davon aus, dass sich der PSV zur Übernahme der Pensionszahlungen bereit erklären wird.
Durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen vom 20. Januar 2020 wurde Herr Ralph Schnitzler zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer der Gesellschaft bestellt.
Durch das sich seit Anfang 2020 schnell verbreitende Coronavirus kann die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt werden. Wenngleich das Ausmaß der Gesamtauswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich quantifizierbar ist, besteht aktuell die Möglichkeit, dass sich negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der SCHUMAG über die bereits in der Prognose berücksichtigten Effekte ergeben.
Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.
Aachen, 24. April 2020
SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Johannes Wienands
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| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.10.2018 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 30.9.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 120 | 0 | 0 | 0 | 120 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.459 | 65 | 0 | 0 | 1.524 |
| 1.579 | 65 | 0 | 0 | 1.644 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 19.456 | 45 | 28 | 4.483 | 15.046 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 13.196 | 1.988 | -19 | 719 | 14.446 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.664 | 249 | 5 | 82 | 9.836 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 434 | 3 | -50 | 228 | 159 |
| 42.750 | 2.285 | -36 | 5.512 | 39.487 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.941 | 0 | 0 | 0 | 5.941 |
| 5.941 | 0 | 0 | 0 | 5.941 | |
| 50.270 | 2.350 | -36 | 5.512 | 47.072 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.10.2018 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 30.9.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 18 | 102 | 0 | 0 | 120 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.385 | 25 | 0 | 0 | 1.410 |
| 1.403 | 127 | 0 | 0 | 1.530 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.583 | 425 | 0 | 4.305 | 11.703 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 9.687 | 1.191 | 0 | 73 | 10.805 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.685 | 233 | 0 | 78 | 8.840 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 156 | 0 | 0 | 0 | 156 |
| 34.111 | 1.849 | 0 | 4.456 | 31.504 | |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.600 | 0 | 0 | 0 | 3.600 |
| 3.600 | 0 | 0 | 0 | 3.600 | |
| 39.114 | 1.976 | 0 | 4.456 | 36.634 |
scroll
| Buchwert | ||
|---|---|---|
| Stand 30.9.2019 | Stand 30.9.2018 | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 102 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 114 | 74 |
| 114 | 176 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.343 | 3.873 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.641 | 3.509 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 996 | 979 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 3 | 278 |
| 7.983 | 8.639 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.341 | 2.341 |
| 2.341 | 2.341 | |
| 10.438 | 11.156 |
An die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, – bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB bzw. § 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| - | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und |
| - | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs sowie die Angaben im Abschnitt „Chancen- und Risikobericht" und dort im Unterabschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken" des zusammengefassten Lageberichts. Hierin beschreibt der gesetzliche Vertreter, sollte es nicht gelingen, die negative Umsatzentwicklung durch die vorgesehenen Maßnahmen zur Stärkung der Absatzmarktsituation der Schumag Aktiengesellschaft zu stoppen, könnte dies den Bestand der Schumag Aktiengesellschaft gefährden, wenn die daraus resultierenden Liquiditätsprobleme nicht gelöst werden. Darüber hinaus führt der gesetzliche Vertreter hierin aus, dass ungeachtet dessen eine Bestandsgefährdung besteht, wenn die vorgesehenen sich gegenseitig bedingenden Finanzierungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität nicht planmäßig umgesetzt werden können. Diese Situation könnte vor allem dann eintreten, wenn der Pensionssicherungsverein eine temporäre Übernahme der Pensionszahlungen ablehnen sollte. Wie im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs und im Unterabschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken" des Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir beurteilt, ob die Anwendung des von dem gesetzlichen Vertreter der Aufstellung des Jahresabschlusses zugrunde gelegten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Darstellung der wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Jahresabschluss sowie im zusammengefassten Lagebericht unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Hierzu haben wir unter Hinzuziehung unseres internen Sachverständigen insbesondere die von dem gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erstellte Unternehmensplanung und das auf deren Basis von der Gesellschaft bei einem externen Sachverständigen eingeholte Sanierungsgutachten (IDW S 6-Gutachten) gewürdigt. Dabei haben wir unter anderem festgestellt, ob die der Unternehmensplanung und dem IDW S 6-Gutachten zugrunde liegenden Annahmen ausreichend begründet sind und haben die Verlässlichkeit der der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Daten beurteilt.
Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zusätzlich zu dem im Abschnitt „Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die periodengerechte Umsatzrealisierung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, der in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen ist.
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
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| (1) | Risiko für den Jahresabschluss |
| (2) | Prüferisches Vorgehen |
| (3) | Verweis auf zugehörige Angaben |
Periodengerechte Umsatzrealisierung
(1) Risiko für den Jahresabschluss
In der Gewinn- und Verlustrechnung der Schumag Aktiengesellschaft sind in den Umsatzerlösen unter anderem solche aus Präzisionsmechanik in Höhe von T€ 41.378 enthalten. Die Umsatzrealisierung aus Warenverkäufen im Bereich Präzisionsmechanik erfolgt, sobald das wirtschaftliche Eigentum an den veräußerten Waren auf den jeweiligen Kunden übergegangen ist.
Die wesentlichen Märkte der Schumag Aktiengesellschaft liegen in Europa sowie in den USA. Je nach Zielort der Lieferung bzw. gewähltem Transportmittel kommen unterschiedliche Incoterms zur Anwendung, auf Basis derer der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums erfolgt. Aufgrund des aus den unterschiedlichen Incoterms in Verbindung mit diversen Zielorten und Transportmitteln resultierenden Risikos, dass Umsatzerlöse nicht periodengerecht nach Maßgabe des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums erfasst werden, war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
(2) Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen der Prüfung der periodengerechten Realisierung der Umsatzerlöse haben wir Aufbau- und Funktionsprüfungshandlungen zum internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystem in Bezug auf die periodengerechte Erfassung von Umsatzerlösen nach Maßgabe des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums durchgeführt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Aufbau- und Funktionsprüfung haben wir für in Abhängigkeit von Umsatzhöhe, Incoterm und Transportmittel bewusst ausgewählte Umsätze vor und nach dem Abschlussstichtag Einzelfallprüfungshandlungen durchgeführt, anhand derer wir die periodengerechte Umsatzrealisierung nachvollzogen haben. Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung von im Monat Oktober 2019 gebuchten Umsatzgutschriften beurteilt.
(3) Verweis auf zugehörige Angaben
Hinsichtlich der von der Schumag Aktiengesellschaft angewandten Grundsätze zur Umsatzrealisierung verweisen wir auf den Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Anhang. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten ist in dem Abschnitt „Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" und dort in Textziffer 11. des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Der gesetzliche Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
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| - | die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB bzw. § 315d HGB |
| - | die Versicherung des gesetzlichen Vertreters nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Jahresabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| - | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammengefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| - | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| - | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| - | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| - | beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| - | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| - | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| - | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| - | führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind für das Geschäftsjahr 2018/2019 erstmalig als Abschlussprüfer der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ulf Kellerhoff.
Düsseldorf, den 27. April 2020
**Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer
Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Aachen, 24. April 2020
SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Johannes Wienands
AKTIVA
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| Konzernanhang | 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (14) | 114 | 177 |
| Sachanlagen | (15) | 15.602 | 16.584 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (16) | 0 | 4.225 |
| Aktive latente Steuern | (11) | 1.732 | 93 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (19) | 75 | 1.500 |
| 17.523 | 22.579 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (17) | 11.095 | 11.605 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (18) | 2.050 | 3.294 |
| Ertragsteueransprüche | 10 | 5 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (19) | 1.620 | 1.784 |
| Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte | (20) | 205 | 137 |
| Zahlungsmittel | (21) | 1.430 | 910 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | (22) | 450 | 0 |
| 16.860 | 17.735 | ||
| Bilanzsumme | 34.383 | 40.314 | |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | (23) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.226 | 10.226 | |
| Erwirtschaftetes Eigenkapital | -10.202 | -2.017 | |
| Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | 24 | 8.209 | |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Pensionsrückstellungen | (24) | 23.702 | 22.445 |
| Übrige langfristige Rückstellungen | (25) | 15 | 12 |
| Passive latente Steuern | (11) | 0 | 91 |
| Finanzschulden | (26) | 640 | 20 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (27) | 9 | 21 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (28) | 766 | 701 |
| 25.132 | 23.290 | ||
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Kurzfristige Rückstellungen | (25) | 511 | 727 |
| Ertragsteuerschulden | (11) | 0 | 226 |
| Finanzschulden | (26) | 2.318 | 1.121 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (27) | 1.799 | 3.421 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (28) | 4.268 | 3.009 |
| Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (29) | 331 | 311 |
| 9.227 | 8.815 | ||
| Bilanzsumme | 34.383 | 40.314 |
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
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| Konzernanhang | 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | (5) | 42.705 | 49.181 |
| Bestandsveränderung | -894 | 1.613 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 11 | 262 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (6) | 1.807 | 1.145 |
| Gesamtleistung | 43.629 | 52.201 | |
| Materialaufwand | (7) | -11.750 | -14.898 |
| Personalaufwand | (8) | -30.913 | -29.066 |
| Abschreibungen | (14-16) | -2.004 | -1.557 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (9) | -6.040 | -4.756 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit | -7.078 | 1.924 | |
| Finanzerträge | 12 | 12 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -740 | -552 | |
| Finanzergebnis | (10) | -728 | -540 |
| Ergebnis vor Steuern | -7.806 | 1.384 | |
| Ertragsteuern | (11) | 1.062 | -533 |
| Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | -6.744 | 851 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | (13) | -1,69 | 0,21 |
| unverwässert gleich verwässert |
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
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| Konzernanhang | 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | -6.744 | 851 | |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | (24) | -2.090 | -846 |
| Latente Steuern | (11) | 679 | 275 |
| Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -1.411 | -571 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe | (23) | -30 | -11 |
| Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden oder werden können | -30 | -11 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | (12) | -1.441 | -582 |
| Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | -8.185 | 269 |
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
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| Erwirtschaftetes Eigenkapital | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Währungsumrechnung (OCI) | Gewinnrücklagen | Konzernbilanzverlust | Eigenkapital* | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.10.2017 | 10.226 | -37 | 3.158 | -5.407 | 7.940 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 851 | 851 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | -11 | -571 | 0 | -582 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 0 | -11 | -571 | 851 | 269 |
| Stand 30.9.2018 | 10.226 | -48 | 2.587 | -4.556 | 8.209 |
| Stand 1.10.2018 | 10.226 | -48 | 2.587 | -4.556 | 8.209 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | -6.744 | -6.744 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 0 | -30 | -1.411 | 0 | -1.441 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 0 | -30 | -1.411 | -6.744 | -8.185 |
| Stand 30.9.2019 | 10.226 | -78 | 1.176 | -11.300 | 24 |
Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 23.
* sämtlich den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Steuern | -6.744 | 851 |
| Ertragsteuern | -1.062 | 533 |
| Finanzergebnis | 728 | 540 |
| Abschreibungen | 2.004 | 1.557 |
| Veränderung der Pensionsrückstellungen | -1.440 | -1.412 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 442 | -288 |
| Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | -817 | 8 |
| Veränderung der Vorräte | 546 | -2.588 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.191 | 703 |
| Veränderung der übrigen Vermögenswerte | 1.208 | 627 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.634 | 783 |
| Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 1.292 | -486 |
| Auszahlungen für Sozialplan | -173 | 0 |
| Auszahlungen für Zinsen | -197 | -161 |
| Einzahlungen aus Zinsen | 12 | 12 |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | -220 | -2 |
| Einzahlungen aus Ertragsteuern | 0 | 130 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -4.864 | 807 |
| Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte | -65 | -39 |
| Auszahlungen für Sachanlagen | -1.031 | -2.953 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen | 919 | 11 |
| Einzahlungen aus dem Abgang der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie | 5.000 | 0 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | 4.823 | -2.981 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 1.192 | 5 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | -126 | 0 |
| Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | -505 | -184 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 561 | -179 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 520 | -2.353 |
| Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums | 910 | 3.263 |
| Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums | 1.430 | 910 |
Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernanhang unter Anmerkung 39.
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
1. Informationen zum Unternehmen
Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 wurde am 24. April 2020 durch Beschluss des Vorstands zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, in der Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv.
2. Rechnungslegungsgrundsätze
2.1 Grundlagen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern). Bezüglich bestandsgefährdender Risiken, denen die SCHUMAG ausgesetzt ist, verweisen wir auf den Abschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken" des zusammengefassten Lageberichts. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass die SCHUMAG möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Der Konzernabschluss der SCHUMAG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und ergänzend nach den gem. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union übernommen wurden. Die Aufstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS nicht gem. IFRS 1 Zeitwerte angesetzt wurden bzw. spezifische IFRS eine von den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten abweichende Bewertung vorschreiben. Die Konzernbilanz wird in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz zusammengefasst und im Konzern-Anhang gesondert erläutert.
2.2 Konsolidierung
In den Konzernabschluss werden neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich der Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 37 aufgeführt. Die Abschlüsse der BR Energy GmbH sowie der Schumag Romania S.R.L. sind zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.
2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
2.3.1 Fremdwährungsumrechnung: Die funktionale Währung der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der inländischen Konzerngesellschaft ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.
Die ausländische Konzerngesellschaft erstellt ihren Abschluss in der Währung, in der sie – gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen – überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß modifizierter Stichtagskursmethode: Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Die Wechselkurse der Fremdwährung im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR = | 30.9.2019 | 30.9.2018 | 2018/19 | 2017/18 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Rumänien | RON | 4,74 | 4,63 | 4,71 | 4,64 |
2.3.2 Umsatzrealisierung:
Der SCHUMAG-Konzern erzielt Umsatzerlöse aus Warenverkäufen sowie aus Vermietung. Diese werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug möglicher Rabatte oder sonstiger Preisnachlässe ausgewiesen. Die Umsatzrealisierung bei Warenverkäufen erfolgt bei Auslieferung der Waren an den Kunden bzw. bei Gefahrenübergang auf den Kunden, d.h. wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Somit erfolgt die Umsatzrealisierung bei allen Produktlieferungen zeitpunktbezogen. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem der SCHUMAG-Konzern voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Signifikante Finanzierungskomponenten bestehen nicht, da marktübliche Zahlungsziele von 30 bis 90 Tagen vereinbart sind. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen – insbesondere im Zusammenhang mit der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie – werden zeitraumbezogen über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst.
2.3.3 Fremdkapitalkosten:
Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst.
2.3.4 Ergebnis je Aktie:
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte.
2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand:
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen.
2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte:
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Amortisationsmethode) bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und nach dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten werden gem. IAS 38 als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der entstehende immaterielle Vermögenswert genutzt werden kann und dessen Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ansonsten werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Beginn der gewerblichen Produktion des Produktes planmäßig linear über den Zeitraum ihrer erwarteten Nutzung abgeschrieben. Grundsätzlich ist es bei SCHUMAG kostenrechnerisch nicht möglich, Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln, da die Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte keine klar definierbaren neuen Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand haben. Im Geschäftsjahr 2016/17 beinhaltete ein Entwicklungsprojekt erstmals ein für uns neues Produkt, dessen Kosten nach Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen aktiviert wurden. Im Berichtsjahr wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht angesetzt.
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| Nutzungsdauer immaterieller Vermögenswerte | 2018/19 | 2017/18 |
|---|---|---|
| Jahre | Jahre | |
| --- | --- | --- |
| Entwicklungskosten | 5 | 5 |
| Software | 5 | 5 |
2.3.7 Sachanlagen:
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fertigungsbezogene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbezogenen Gemeinkosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert, da keine langfristige Fertigung vorliegt. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird.
Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
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| Nutzungsdauer Sachanlagen | 2018/19 | 2017/18 |
|---|---|---|
| Jahre | Jahre | |
| --- | --- | --- |
| Gebäude | 7 - 50 | 7 - 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4 - 20 | 4 - 20 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 23 | 3 - 23 |
2.3.8 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien:
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die nicht für die eigene Produktion, sondern zur Erzielung von Mieteinnahmen genutzt werden. Bis Juli 2019 wurden bei der SCHUMAG Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung sowie die Folgebewertung erfolgte entsprechend IAS 40 i.V.m. IAS 16.5. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (Grundstücke und Gebäude) werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt.
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| Nutzungsdauer als Finanzinvestition gehaltener Immobilien | 2018/19 | 2017/18 |
|---|---|---|
| Jahre | Jahre | |
| --- | --- | --- |
| Gebäude | 10 - 40 | 10 - 40 |
2.3.9 Wertminderungen:
Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen.
Bei Vorliegen solcher Anhaltspunkte („Triggering Events") wird im Rahmen eines Impairment-Tests der erzielbare Betrag der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Hierfür werden Vermögenswerte auf der niedrigsten identifizierbaren Ebene zusammengefasst, für die Cash-flows weitestgehend von voneinander unabhängigen Einheiten generiert werden können (ZGE). Für die SCHUMAG wurden bisher zwei ZGE identifiziert. Nach dem Verkauf der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, deren Geschäftsaktivitäten bisher eine der beiden ZGE abbildeten, verbleiben derzeit als einzige ZGE die operativen Geschäftsaktivitäten des SCHUMAG-Konzerns. Der erzielbare Betrag der ZGE wird durch Ermittlung des Nutzungswerts (value in use) anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cash-flows bestimmt.
Sofern der erzielbare Betrag der ZGE unter dem Buchwert ihres Nettovermögens liegt, wird eine Wertminderung vorgenommen.
Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswertes weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.
2.3.10 Leasing:
Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen der SCHUMAG-Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, trägt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der SCHUMAG-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden als Operatingleasing eingeordnet. Der verleaste Vermögenswert verbleibt in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasing-verhältnisses.
2.3.11 Ertragsteuern:
Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der SCHUMAG-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 11 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der zukünftigen Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und beabsichtigt wird, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig zu realisieren.
2.3.12 Vorräte:
Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bzw. des Materialanteils in den Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen.
2.3.13 Pensionsrückstellungen:
Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie Gewinne und Verluste aus Asset Ceiling werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.
2.3.14 Übrige Rückstellungen:
Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst.
2.3.15 Finanzinstrumente:
Ein Finanzinstrument gem. IAS 32 ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden gem. IFRS 9 in folgende Bewertungskategorien unterteilt:
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| - | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
| - | Zum beizulegenden Zeitwert bewertet |
Bei marktüblichem Kauf oder Verkauf erfolgt die Einbuchung zum Erfüllungstag. Finanzielle Vermögenswerte sowie finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung ggf. angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung richtet sich nach dem Geschäftsmodell, dem die finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, sowie der Eigenschaft der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der SCHUMAG aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmitteln zusammen. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektiv-zinsmethode, da die finanziellen Vermögenswerte in den Berichtsperioden ausschließlich im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.
Für die finanziellen Vermögenswerte sind erwartete Verluste anhand eines 3-Stufen-Modells (Expected-Loss-Model) zu erfassen. Bereits bei Zugang sind erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu berücksichtigen. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken. Dies gilt jedoch nicht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die dem vereinfachten Wertminderungsmodell des IFRS 9 unterliegen und für die unmittelbar die erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit zu erfassen sind. Liegen objektive Anzeichen für eine substanzielle Wertminderung vor, erfolgt die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzgl. Risikovorsorge). Eine erforderliche Wertberichtigung wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der SCHUMAG Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Im Berichtszeitraum bestanden im SCHUMAG-Konzern keine derivativen Finanzinstrumente.
2.3.16 Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen:
Der Ansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zu nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Zeitwerten.
2.3.17 Segmentberichterstattung:
Die Segmentberichterstattung ist gem. dem sogenannten Management Approach an der internen Organisations- und Berichtsstruktur der SCHUMAG ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem internen Reporting in weitgehender Übereinstimmung mit IFRS abgeleitet.
2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventual-verbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:
2.4.1 Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber:
Die SCHUMAG hat im Wesentlichen zwei Leasingverträge zur gewerblichen Vermietung von Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand von Analysen der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Die Verträge werden dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, wobei der Ausweis der ab 2008 vermieteten Immobilie nach IAS 40 unter den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgte, während die ab 2016 vermietete Immobilie weiterhin nach IAS 16 unter den Sachanlagen ausgewiesen wird, da der Anteil der Eigennutzung der Immobilie wesentlich ist.
2.4.2 Ertragsteuern:
Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die SCHUMAG bildet, basierend auf zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.
Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall aktive latente Steuern nicht angesetzt. Die nach dem Wegfall der seinerzeit bestehenden Verlustvorträge im Juni 2014 neu entstandenen Verlustvorträge der deutschen Tochtergesellschaft werden vor dem Hintergrund der Einstellung derer operativer Tätigkeiten voraussichtlich nicht mehr nutzbar sein. Auch eine Nutzung der bei der SCHUMAG im Geschäftsjahr 2018/19 entstandenen Verlustvorträge im mittelfristigen Planungszeitraum ist aufgrund der anhaltenden Restrukturierungsphase eher nicht realisierbar. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche nicht angesetzt.
2.4.3 Pensionsrückstellungen:
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Renten und Lebenserwartungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der SCHUMAG getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 24 aufgeführt.
2.4.4 Übrige Rückstellungen:
Übrige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen.
2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments):
Bei Vorliegen von Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen wird im Rahmen eines Impairment-Tests der erzielbare Betrag der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Der erzielbare Betrag wird durch Ermittlung des Nutzungswerts (value in use) anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cash-flows bestimmt. Den geschätzten Cash-flows liegt in der Regel eine von den entsprechenden Gremien im vierten Quartal des Geschäftsjahres genehmigte Unternehmensplanung mit einem Detailplanungszeitraum von drei Jahren zugrunde. Das letzte Planungsjahr bildet die Grundlage für die Ableitung des nachhaltig erzielbaren Zahlungsmittelzuflusses. In die Planung fließen neben prognostizierten Umsatz- sowie Lohn- und Gehaltsentwicklungen insbesondere Einschätzungen zur zukünftigen betrieblichen Leistung ein. Die zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse werden zudem von dem angesetzten Diskontierungszinssatz sowie der für die ewige Rente unterstellten Wachstumsrate beeinflusst. Der Diskontierungszinssatz hängt im Wesentlichen vom risikolosen Zinssatz sowie von Annahmen zum Kreditrisiko und zur Marktrisikoprämie für die Eigenkapitalverzinsung ab.
2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards
2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS
Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2018/19 erstmalig verpflichtend angewendet. Deren erstmalige Anwendung hat – soweit nicht anders vermerkt – keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurde am 28. Mai 2014 veröffentlicht, zusammen mit den am 11. September 2015 veröffentlichten Amendments to IFRS 15 „Effective Date of IFRS 15" am 22. September 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. welchem Zeitraum Umsatzerlöse zu erfassen sind. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 „Revenue", IAS 11 „Construction Contracts" und IFRIC 13 „Customer Loyalty Programmes". Daneben enthält der Standard eine Reihe von weiteren Regelungen zu Detailfragestellungen sowie eine Ausweitung der erforderlichen Anhangangaben. Die SCHUMAG hat das Wahlrecht zur vereinfachten retrospektiven Erstanwendung angewendet und beschränkt dabei die rückwirkende Anwendung von IFRS 15 auf Verträge, die zum Erstanwendungszeitpunkt noch nicht vollständig erfüllt sind, d.h. die zum 1. Oktober 2018 noch nicht vollständig erfüllten Verträge werden so bilanziert, als wären sie von Beginn an entsprechend IFRS 15 angesetzt worden. Der kumulierte Effekt aus der Umstellung wird grundsätzlich im Eigenkapital erfasst. Im SCHUMAG-Konzern haben sich durch den neuen Standard keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
IFRS 9 „Financial Instruments" wurde am 24. Juli 2014 veröffentlicht, am 22. November 2016 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. IFRS 9 löst den bestehenden Standard IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement" ab und umfasst geänderte Vorgaben zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie ein neues Risikovorsorgemodell, das nunmehr erwartete Verluste für die Berechnung der Risikovorsorge berücksichtigt. Zudem enthält er neue, allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Darüber hinaus werden durch die Anwendung des neuen Standards zusätzliche Anhangangaben erforderlich. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden. Der kumulierte Effekt aus der Umstellung wird grundsätzlich erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 hatte die folgenden Effekte:
Klassifizierung und Bewertung
Die Klassifizierung eines Finanzinstruments erfolgte ab dem Geschäftsjahr 2018/19 nicht mehr nach Verwendungsabsicht (IAS 39), sondern nach dem Geschäftsmodell und den vertraglichen Cashflows. Insgesamt haben sich folgende Auswirkungen in Bezug auf die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergeben:
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| IAS 39 | |||
|---|---|---|---|
| (TEUR) | Kategorie | Bewertung | Buchwert 30.9.2018 |
| --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | KuF | fAK | 3.294 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | KuF | fAK | 3.284 |
| Zahlungsmittel | KuF | fAK | 910 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 7.488 | ||
| Finanzschulden (ohne Finanzierungsleasing) | Verb-fAK | fAK | 1.001 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | Verb-fAK | fAK | 140 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Verb-fAK | fAK | 3.442 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Verb-fAK | fAK | 3.710 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 8.293 |
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| IFRS 9 | |||
|---|---|---|---|
| (TEUR) | Kategorie | Bewertung | Buchwert 1.10.2018 |
| --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Verm-fAK | fAK | 3.294 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Verm-fAK | fAK | 3.284 |
| Zahlungsmittel | Verm-fAK | fAK | 910 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 7.488 | ||
| Finanzschulden (ohne Finanzierungsleasing) | Verb-fAK | fAK | 1.001 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | Verb-fAK | fAK | 140 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Verb-fAK | fAK | 3.442 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Verb-fAK | fAK | 3.710 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 8.293 |
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| KuF: | Kredite und Forderungen |
| Verm-fAK: | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte |
| Verb-fAK: | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
| fAK: | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Wertminderung
IFRS 9 sieht ein 3-Stufenkonzept (Expected-Loss-Model) vor. Die Eingliederung des zugrundeliegenden Vermögenswertes erfolgt je nach Risikobeurteilung. Eine zusätzliche Risikovorsorge aufgrund der erstmaligen Anwendung des „Expected-Credit-Loss"-Ansatzes war aufgrund der unwesentlichen Ausfallrisiken bei SCHUMAG nicht erforderlich.
In den Berichtsperioden erfolgte keine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.
Clarifications to IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" wurden am 12. April 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Klarstellungen betreffen gezielte Änderungen an IFRS 15 in den Bereichen Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, Klassifizierung von Prinzipal oder Agent sowie Umsatzerlöse aus Lizenzen. Zu den möglichen Auswirkungen wird auf die Aussagen zu IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers" verwiesen.
Amendments to IFRS 2 „Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions" wurden am 20. Juni 2016 veröffentlicht, am 26. Februar 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Durch die Änderungen wird die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich klargestellt.
Amendments to IFRS 4 „Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts" wurden am 12. September 2016 veröffentlicht, am 3. November 2017 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherungsverträge. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und IFRS 4 ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand.
Annual Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht und am 7. Februar 2018 in EU-Recht übernommen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 1 „First-time Adoption of International Financial Reporting Standards", IFRS 12 „Disclosures of Interests in Other Entities" sowie IAS 28 „Investments in Associates and Joint Ventures". Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
Amendments to IAS 40 „Transfer of Investment Property" wurden am 8. Dezember 2016 veröffentlicht, am 14. März 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Mit den Änderungen wurde klargestellt, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet.
IFRIC 22 „Foreign Currency Transactions and Advance Consideration" wurde am 8. Dezember 2016 veröffentlicht, am 22. März 2018 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die neue Interpretation stellt klar, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten.
2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die bereits in EU-Recht übernommen wurden
Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die SCHUMAG plant grundsätzlich keine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass deren Anwendung – soweit nicht anders vermerkt – keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.
IFRS 16 „Leases" wurde am 13. Januar 2016 veröffentlicht, am 31. Oktober 2017 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch IFRS 16, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzt, verändert sich im Wesentlichen die Bilanzierung von Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für sog. geringwertige Vermögenswerte sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse eingeräumt. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber entsprechen dagegen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17, d.h. für diese ist weiter zwischen Finanzierungsleasing und Operatingleasing zu unterscheiden. Die Erstanwendung von IFRS 16 erfolgt bei SCHUMAG zum 1. Oktober 2019 über den modifizierten retrospektiven Ansatz, so dass die Umstellungseffekte grundsätzlich im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen auszuweisen sind. Folgende, in IFRS 16 vorgesehene Erleichterungsvorschriften werden in Anspruch genommen: Für kurzfristige Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten (und ohne Kaufoption) sowie für Leasingverträge, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist (z.B. Kopierer), werden kein Nutzungsrecht und keine Leasingverbindlichkeit bilanziert. Dies gilt auch für Verträge, die zum Erstanwendungszeitpunkt nur noch eine Restlaufzeit von unter einem Jahr haben. Als geringen Wert hat SCHUMAG einen Betrag von TEUR 5 definiert. Weiterhin wird unterstellt, dass vorhandene Rückkaufoptionen bzgl. der Leasinggegenstände am Ende der Leasinglaufzeit ausgeübt werden. Zum 1. Oktober 2019 wird eine Erhöhung der langfristigen Vermögenswerte sowie der Finanzschulden von ca. EUR 0,4 Mio bilanziert, was zu einem entsprechenden Anstieg der Bilanzsumme führt. Dagegen werden sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen durch die Änderung der Bilanzierungsvorschriften für Verpflichtungen aus Operatingleasing-Verträgen um ca. EUR 0,2 Mio reduzieren. Zudem werden die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen durch Abschreibungen der Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Dadurch ergeben sich Verbesserungen bei der Kennzahl EBIT. Darüber hinaus verschieben sich die in der Leasingrate enthaltenen Tilgungszahlungen vom Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in den Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit. Bzgl. des derzeitigen Volumens aus Operatingleasing-Verträgen wird auf Anmerkung 32 verwiesen.
IFRIC 23 „Uncertainty over Income Tax Treatments" wurde am 7. Juni 2017 veröffentlicht, am 23. Oktober 2018 in EU-Recht übernommen und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die neue Interpretation ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von solchen Sachverhalten und Transaktionen, die von der zukünftigen Auslegung durch die Steuerbehörden abhängen, welche jedoch zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses noch nicht bekannt ist.
Amendments to IFRS 9 „Prepayment Features with Negative Compensation" wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht, am 22. März 2018 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen an IFRS 9 betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien.
Amendments to IAS 28 „Long-term Interests in Associates and Joint Ventures" wurden am 12. Oktober 2017 veröffentlicht, am 8. Februar 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt.
Annual Improvements to IFRSs 2015-2017 Cycle wurden am 12. Dezember 2017 veröffentlicht, am 14. März 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Durch den Sammel-Änderungsstandard erfolgen Anpassungen an IFRS 3 „Business Combinations", IFRS 11 „Joint Arrangements", IAS 12 „Income Taxes" sowie IAS 23 „Borrowing Costs".
Amendments to IAS 19 „Plan Amendment, Curtailment or Settlement" wurden am 7. Februar 2018 veröffentlicht, am 13. März 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass bei Planänderungen, -kürzungen und Abgeltungen von Pensionsverpflichtungen aufgrund aktualisierter Annahmen der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis der aktualisierten Annahmen zu berücksichtigen sind.
Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards wurden am 29. März 2018 veröffentlicht, am 29. November 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Das überarbeitete Rahmenkonzept besteht aus einem neuen übergeordneten Abschnitt „Status and purpose of the conceptual framework" sowie aus nunmehr acht vollständig enthaltenen Abschnitten. Dazu gekommen sind die Abschnitte "The reporting entity" und „Presentation and disclosure"; der Abschnitt „Recognition" wurde um „Derecognition" ergänzt.
Amendments to IAS 1 and IAS 8 „Definition of Material" wurden am 31. Oktober 2018 veröffentlicht, am 29. November 2019 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele ergänzt.
Amendments to IFRS 9, IAS 39 and IFRS 7 „Interest Rate Benchmark Reform" wurden am 29. September 2019 veröffentlicht, am 15. Januar 2020 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die Änderungen betreffen insbesondere bestimmte Erleichterungen bzgl. der Hedge-Accounting Vorschriften und sind verpflichtend für alle Sicherungsbeziehungen anzuwenden, die von der Reform des Referenzzinssatzes betroffen sind. Zusätzlich sind weitere Angaben darüber vorgesehen, inwieweit die Sicherungsbeziehungen der Unternehmen von den Änderungen betroffen sind.
2.5.3 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die noch nicht in EU-Recht übernommen wurden
Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in EU-Recht übernommen worden. Die SCHUMAG plant deren erstmalige Anwendung grundsätzlich zum verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt nach Übernahme durch die EU und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.
IFRS 17 „Insurance Contracts" wurde am 18. Mai 2017 veröffentlicht und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Der neue Standard ersetzt den bisherigen Standard IFRS 4 und regelt die Grundsätze bzgl. Ansatz, Bewertung und Ausweis von Versicherungsverträgen sowie diesbezügliche Anhangangaben.
Amendments to IFRS 3 „Business Combinations" wurden am 22. Oktober 2018 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Mit der vorliegenden Änderung wird insbesondere klargestellt, dass ein Geschäftsbetrieb eine Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten umfasst, die mindestens einen Ressourceneinsatz (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten, die dann zusammen signifikant zur Fähigkeit beitragen, Leistungen (Output) zu produzieren. Im Hinblick auf die Leistungen (Output) wird zudem auf die Erbringung von Waren und Dienstleistungen an Kunden abgestellt.
Amendments to IAS 1 „Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current" wurden am 23. Januar 2020 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeit als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Hierbei sollen die Erwartungen und Absichten des Managements, ob ein solches Recht tatsächlich auch ausgeübt wird oder eine vorzeitige Rückzahlung beabsichtigt ist, unberücksichtigt bleiben.
3. Akquisitionen / Desinvestitionen
Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe durchgeführt.
Derzeit sind keine Akquisitionen oder Desinvestitionen vorgesehen.
4. Segmentberichterstattung
Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente.
Das Segment SCHUMAG bildet die Geschäftsaktivitäten der SCHUMAG am Standort Aachen ab. Es produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Messund Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten sowie Komponenten für medizinische und optische Geräte.
Das Segment Schumag Romania bildet die Geschäftsaktivitäten der Schumag Romania S.R.L. am rumänischen Standort ab. Hier werden neben Komponenten für Automobilzulieferteile insbesondere Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen produziert. Bis Dezember 2018 erfolgte der Vertrieb der Präzisionsnormteile sowie der zeichnungsgebundenen Präzisionsteile über die SCHUMAG. Ab Januar 2019 werden die Präzisionsnormteile direkt über Schumag Romania vertrieben, der Vertrieb der zeichnungsgebundenen Präzisionsteile verbleibt bei SCHUMAG.
Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir unter Sonstige Aktivitäten aus. Darin werden die BR Energy GmbH, die operativ nicht mehr aktiv ist, sowie die Konsolidierung abgebildet. Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung konzerninterner Umsätze sowie der entsprechenden Materialaufwendungen.
Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.
Eine Aggregation von operativen Segmenten zu Berichtssegmenten erfolgte nicht.
Wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Segmente durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger ist das EBIT.
Segmente
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| 2018/19 (TEUR) |
SCHUMAG | Schumag Romania | Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 42.366 | 3.202 | -2.863 | 42.705 |
| davon Umsätze mit Konzernfremden | 41.377 | 1.352 | -24 | 42.705 |
| davon Intersegmentumsätze | 989 | 1.850 | -2.839 | 0 |
| Gesamtleistung | 43.194 | 3.198 | -2.763 | 43.629 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | -6.854 | -336 | 112 | -7.078 |
| Ergebnis vor Steuern | -7.467 | -348 | 9 | -7.806 |
| Finanzerträge | 113 | 0 | -101 | 12 |
| Finanzierungsaufwendungen | -726 | -12 | -2 | -740 |
| Abschreibungen | -1.899 | -125 | 20 | -2.004 |
| Investitionen | 2.350 | 30 | -28 | 2.352 |
| Langfristige Vermögenswerte | 19.160 | 1.154 | -2.341 | 17.973 |
| Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter | 472 | 89 | 4 | 565 |
| 2017/18 (TEUR) |
SCHUMAG | Schumag Romania | Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung | Konzern |
| Umsatz | 49.750 | 3.443 | -4.012 | 49.181 |
| davon Umsätze mit Konzernfremden | 48.931 | 277 | -27 | 49.181 |
| davon Intersegmentumsätze | 819 | 3.166 | -3.985 | 0 |
| Gesamtleistung | 52.575 | 3.595 | -3.969 | 52.201 |
| Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) | 1.704 | 53 | 167 | 1.924 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.279 | 40 | 65 | 1.384 |
| Finanzerträge | 113 | 0 | -101 | 12 |
| Finanzierungsaufwendungen | -538 | -13 | -1 | -552 |
| Abschreibungen | -1.422 | -141 | 6 | -1.557 |
| Investitionen | 2.977 | 15 | 0 | 2.992 |
| Langfristige Vermögenswerte | 23.595 | 1.293 | -2.309 | 22.579 |
| Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter | 467 | 94 | 3 | 564 |
Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen TEUR 16.849 (Vorjahr TEUR 21.253) auf Deutschland und TEUR 1.124 (Vorjahr TEUR 1.326) auf Rumänien. In den langfristigen Vermögenswerten der sonstigen Aktivitäten sind die Konsolidierung der Finanzanlagen der SCHUMAG, die Konsolidierung der von SCHUMAG an Schumag Romania verkauften Sachanlagen sowie aktive latente Steuern aus Konsolidierungsbuchungen enthalten.
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende zahlungsunwirksame Wertminderungsaufwendungen enthalten:
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| Wertminderungsaufwendungen | 2018/19 | 2017/18 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -282 | 0 |
| auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -423 | 0 |
| -705 | 0 | |
| davon für Segment SCHUMAG | -705 | 0 |
5. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Umsatz aus Warenverkäufen | 41.717 | 48.214 |
| davon Segment SCHUMAG | 40.365 | 47.937 |
| davon Segment Schumag Romania | 1.352 | 277 |
| Umsatz aus Vermietung | 988 | 967 |
| davon SCHUMAG | 988 | 967 |
| 42.705 | 49.181 |
Im Geschäftsjahr 2018/19 wurde mit zwei Kunden (Vorjahr drei Kunden) jeweils mindestens 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze beliefen sich auf TEUR 7.255 und TEUR 5.471 (Vorjahr TEUR 7.551, TEUR 6.798 und TEUR 5.655).
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen
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| Sitz des Kunden | 2018/19 | 2017/18 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 15.393 | 36,0 | 17.717 | 36,0 |
| Sonstige EU-Länder | 10.220 | 23,9 | 11.176 | 22,7 |
| Übriges Europa | 199 | 0,5 | 385 | 0,8 |
| USA | 11.508 | 27,0 | 13.560 | 27,6 |
| Lateinamerika | 1.357 | 3,2 | 1.892 | 3,8 |
| Asien | 4.028 | 9,4 | 4.451 | 9,1 |
| 42.705 | 100,0 | 49.181 | 100,0 |
6. Sonstige betriebliche Erträge
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ertrag aus dem Abgang der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie | 781 | 0 |
| Ertrag aus dem Verzicht von Dr. Ohlinger auf persönliche Ansprüche gegenüber der SCHUMAG | 593 | 201 |
| Versicherungsentschädigungen | 132 | 94 |
| Ertrag aus KWK-Umlage | 121 | 122 |
| Erträge aus Rückkaufswerten | 72 | 67 |
| Währungsgewinne | 31 | 34 |
| Ertrag aus der Aufwertung von Forderungen | 20 | 430 |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen | 20 | 4 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen / Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 0 | 153 |
| Übrige | 37 | 40 |
| 1.807 | 1.145 |
Der Ertrag aus KWK-Umlage umfasst den vorn Stromnetzbetreiber vergüteten Zuschlag gem. Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) im Zusammenhang mit der Nutzung des Blockheizkraftwerks (BHKW).
Die Versicherungsentschädigungen beinhalten im Wesentlichen von unserer Versicherung erstattete Kosten im Zusammenhang mit Sturmschäden.
Die Erträge aus Rückkaufswerten resultieren aus Rückdeckungsversicherungen, die keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 darstellen.
In den übrigen Erträgen sind u.a. sonstige Zuschüsse sowie eine Vielzahl kleinerer Posten enthalten.
7. Materialaufwand
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | -8.341 | -9.756 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -3.409 | -5.142 |
| -11.750 | -14.898 |
8. Personalaufwand
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | -26.214 | -24.236 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -4.699 | -4.830 |
| davon für Altersversorgung | -181 | -453 |
| -30.913 | -29.066 |
An gesetzliche Rentenversicherungsträger wurden Beiträge in Höhe von TEUR 2.105 (Vorjahr TEUR 1.929) abgeführt.
Durchschnittlicher Personalbestand
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 471 | 474 |
| Angestellte | 61 | 65 |
| Auszubildende | 33 | 25 |
| 565 | 564 |
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Instandhaltung | -1.417 | -1.638 |
| Beratungskosten | -889 | -320 |
| Versicherungskosten | -425 | -376 |
| Ausbuchung von Forderungen | -423 | 0 |
| Leasing- und Mietkosten | -314 | -368 |
| IT-Kosten | -268 | -255 |
| Sonstige Fremd- und Serviceleistungen | -265 | -302 |
| Sonstige Steuern | -160 | -162 |
| Factoring | -122 | -142 |
| Schadenfälle | -110 | -32 |
| Währungsverluste | -59 | -53 |
| Übrige | -1.588 | -1.108 |
| -6.040 | -4.756 |
Die Beratungskosten haben sich insbesondere aufgrund erforderlicher Restrukturierungsmaßnahmen erhöht.
Der Aufwand aus der Ausbuchung von Forderungen betrifft vor allem die Ausbuchung des nach Verkauf verbliebenen Buchwerts der Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. (TEUR -350).
Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten.
10. Finanzergebnis
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 12 | 12 |
| Finanzerträge | 12 | 12 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -740 | -552 |
| Finanzierungsaufwendungen | -740 | -552 |
| Finanzergebnis | -728 | -540 |
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR -528 (Vorjahr TEUR -405) enthalten (vgl. Anmerkung 24).
Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Gesamtzinsertrag | 12 | 12 |
| Gesamtzinsaufwand | -177 | -154 |
11. Ertragsteuern
In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 16,625 % (Vorjahr 16,625 %), so dass für beide Gesellschaften Steuern mit 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) angesetzt werden.
Der von der ausländischen Gesellschaft erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei der ausländischen Gesellschaft werden die Steuern mit dem in Rumänien maßgeblichen Steuersatz von 16 % (Vorjahr 16 %) ermittelt.
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern teilen sich wie folgt auf:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Tatsächliche Steuern | ||
| SCHUMAG | 12 | -85 |
| Ausländische Tochtergesellschaften | 0 | 0 |
| 12 | -85 | |
| davon für Vorjahre | 12 | 2 |
| Latente Steuern | ||
| Steueraufwand | -341 | -477 |
| Steuerertrag | 1.391 | 29 |
| 1.050 | -448 | |
| In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteuern | 1.062 | -533 |
Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR 679 (Vorjahr TEUR 275).
Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden:
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| Latenter Steueraufwand | Latenter Steuerertrag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2018/19 | 2017/18 | 2018/19 | 2017/18 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 33 | 6 |
| Sachanlagen | -61 | -129 | 1.349 | 23 |
| Vorräte und Forderungen | -34 | -13 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | -157 | -237 | 0 | 0 |
| Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -89 | -98 | 9 | 0 |
| -341 | -477 | 1.391 | 29 |
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| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.9.2019 | 30.9.2018 | 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 33 |
| Sachanlagen | 16 | 18 | 2.267 | 3.556 |
| Vorräte und Forderungen | 43 | 77 | 0 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 3.757 | 3.235 | 0 | 0 |
| Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 183 | 262 | 0 | 0 |
| Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Bruttowert | 3.999 | 3.592 | 2.267 | 3.590 |
| Saldierung | -2.267 | -3.499 | -2.267 | -3.499 |
| Bilanzansatz | 1.732 | 93 | 0 | 91 |
Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge kann bei wesentlichen Anteilseignerwechseln entfallen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern grundsätzlich realisiert werden können.
Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Wesentliche ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Aufgrund fehlendem Verrechnungspotenzial im mittelfristigen Planungszeitraum wurden auf folgende inländische steuerliche Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern angesetzt:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Körperschaftsteuer | 4.608 | 852 |
| Gewerbeertragsteuer | 5.175 | 849 |
Steuerliche Überleitungsrechnung
Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der SCHUMAG von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) ergebenden Ertragsteuern lassen sich zu den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt überleiten:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | -7.806 | 1.384 |
| Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz der SCHUMAG) | 2.537 | -450 |
| Steuern aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen | -38 | 65 |
| Steuern aus abweichenden ausländischen Steuersätzen | -57 | 7 |
| Nichtansatz von latenten Steuern | -1.336 | -77 |
| Aperiodische Effekte | -46 | -82 |
| Sonstige Steuereffekte | 2 | 4 |
| Ausgewiesene Ertragsteuern | 1.062 | -533 |
| Steuerquote | 13,6% | 38,5% |
12. Sonstiges Ergebnis nach Steuern
Das sonstige Ergebnis nach Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
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| den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | |||
|---|---|---|---|
| 2018/19 | Währungsumrechnung | Gewinnrücklagen | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe | -30 | 0 | -30 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern | 0 | -1.411 | -1.411 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -30 | -1.411 | -1.441 |
| den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar | |||
| 2017/18 | Währungsumrechnung | Gewinnrücklagen | Gesamt |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe | -11 | 0 | -11 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern | 0 | -571 | -571 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -11 | -571 | -582 |
13. Ergebnis je Aktie
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (in TEUR) | -6.744 | 851 |
| Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien | 4.000.000 | 4.000.000 |
| Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) | -1,69 | 0,21 |
Verwässerungseffekte ergaben sich nicht.
14. Immaterielle Vermögenswerte
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| Entwicklung 2018/19 | Entwicklungskosten | Software | Gesamt |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||
| Stand am 1.10.2018 | 120 | 824 | 944 |
| Zugänge | 0 | 65 | 65 |
| Stand am 30.9.2019 | 120 | 889 | 1.009 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 1.10.2018 | 18 | 749 | 767 |
| Zugänge | 24 | 26 | 50 |
| Zugänge außerplanmäßig | 78 | 0 | 78 |
| Stand am 30.9.2019 | 120 | 775 | 895 |
| Nettobuchwert am 30.9.2019 | 0 | 114 | 114 |
| Entwicklung 2017/18 | Entwicklungskosten | Software | Gesamt |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||
| Stand am 1.10.2017 | 120 | 801 | 921 |
| Zugänge | 0 | 39 | 39 |
| Abgänge | 0 | 16 | 16 |
| Stand am 30.9.2018 | 120 | 824 | 944 |
| Abschreibungen | |||
| Stand am 1.10.2017 | 0 | 735 | 735 |
| Zugänge | 18 | 28 | 46 |
| Abgänge | 0 | 14 | 14 |
| Stand am 30.9.2018 | 18 | 749 | 767 |
| Nettobuchwert am 30.9.2018 | 102 | 75 | 177 |
Die aktivierten Entwicklungskosten entstanden aus einer internen Entwicklung und stellten somit selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte dar. Geschäfts- oder Firmenwerte liegen nicht vor.
15. Sachanlagen
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| Entwicklung 2018/19 | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 1.10.2018 | 15.935 | 25.296 | 6.950 | 446 | 48.627 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -34 | -3 | -21 | 0 | -58 |
| Zugänge | 45 | 1.988 | 251 | 3 | 2.287 |
| Abgänge | 0 | 745 | 107 | 228 | 1.080 |
| Umbuchungen | 28 | -19 | 5 | -50 | -36 |
| Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | -631 | 0 | 0 | 0 | -631 |
| Stand am 30.9.2019 | 15.343 | 26.517 | 7.078 | 171 | 49.109 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 1.10.2018 | 4.777 | 21.348 | 5.762 | 156 | 32.043 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -10 | -1 | -17 | 0 | -28 |
| Zugänge | 363 | 1.010 | 290 | 0 | 1.663 |
| Zugänge außerplanmäßig | 181 | 23 | 0 | 0 | 204 |
| Abgänge | 0 | 99 | 95 | 0 | 194 |
| Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | -181 | 0 | 0 | 0 | -181 |
| Stand am 30.9.2019 | 5.130 | 22.281 | 5.940 | 156 | 33.507 |
| Nettobuchwert am 30.9.2019 | 10.213 | 4.236 | 1.138 | 15 | 15.602 |
| Entwicklung 2017/18 | Grundstücke und Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Gesamt |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand am 1.10.2017 | 15.687 | 23.823 | 6.929 | 215 | 46.654 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -11 | -1 | -6 | 0 | -18 |
| Zugänge | 241 | 2.087 | 361 | 264 | 2.953 |
| Abgänge | 1 | 617 | 344 | 0 | 962 |
| Umbuchungen | 19 | 4 | 10 | -33 | 0 |
| Stand am 30.9.2018 | 15.935 | 25.296 | 6.950 | 446 | 48.627 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 1.10.2017 | 4.433 | 21.146 | 5.761 | 156 | 31.496 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -3 | 0 | -4 | 0 | -7 |
| Zugänge | 348 | 817 | 334 | 0 | 1.499 |
| Abgänge | 1 | 615 | 329 | 0 | 945 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 30.9.2018 | 4.777 | 21.348 | 5.762 | 156 | 32.043 |
| Nettobuchwert am 30.9.2018 | 11.158 | 3.948 | 1.188 | 290 | 16.584 |
Die Sachanlagen enthalten vier geleaste Anlagen (Vorjahr zwölf) für das Segment SCHUMAG, bei denen dem Konzern als Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen ist.
Die Anschaffungskosten und der Nettobuchwert der geleasten Sachanlagen sind nachfolgend aufgeführt:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Nettobuchwert | Anschaffungskosten | Nettobuchwert | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.266 | 1.195 | 468 | 221 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 79 | 61 | 117 | 96 |
| 1.345 | 1.256 | 585 | 317 |
Die entsprechenden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in Anmerkung 26 erläutert.
16. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
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| Entwicklung 2018/19 | TEUR |
|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |
| Stand am 1.10.2018 | 5.224 |
| Abgänge | 5.224 |
| Stand am 30.9.2019 | 0 |
| Abschreibungen | |
| Stand am 1.10.2018 | 987 |
| Zugänge | 9 |
| Abgänge | 996 |
| Stand am 30.9.2019 | 0 |
| Nettobuchwert am 30.9.2019 | 0 |
| Entwicklung 2017/18 | TEUR |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |
| Stand am 1.10.2017 | 5.224 |
| Zugänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand am 30.9.2018 | 5.224 |
| Abschreibungen | |
| Stand am 1.10.2017 | 987 |
| Zugänge | 12 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand am 30.9.2018 | 999 |
| Nettobuchwert am 30.9.2018 | 4.225 |
Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie war im Geschäftsjahr 2008/09 aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Sie wurde Anfang Juli 2019 zu einem Preis von TEUR 5.000 verkauft, der Ertrag aus dem Verkauf beläuft sich auf TEUR 781.
Aus der Vermietung der Immobilie resultieren Mieterträge von TEUR 803 (Vorjahr TEUR 799) sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR -204 (Vorjahr TEUR -303) (vgl. Anmerkung 32).
17. Vorräte
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.414 | 3.180 |
| Unfertige Erzeugnisse | 4.604 | 5.173 |
| Fertige Erzeugnisse | 3.077 | 3.252 |
| 11.095 | 11.605 |
Von den bilanzierten Vorräten sind TEUR 525 (Vorjahr TEUR 445) zu ihrem unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegenden Nettoveräußerungswert bilanziert.
Wertminderungen von Vorräten erhöhten den Materialaufwand des Segments SCHUMAG um TEUR 308 (Vorjahr TEUR 253) und des Segments Schumag Romania um TEUR 17 (Vorjahr TEUR 12).
18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Das in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene Kreditrisiko stellt sich wie folgt dar:
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| Buchwert | nicht wertgemindert, aber überfällig | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| weder wertgemindert noch überfällig |
überfällig bis 30 Tage |
überfällig 31 bis 60 Tage |
überfällig 61 bis 90 Tage |
überfällig 91 bis 180 Tage |
überfällig 181 bis 360 Tage |
||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.9.2019 | 2.050 | 1.954 | 17 | 67 | 4 | 8 | 0 |
| 30.9.2018 | 3.294 | 3.053 | 127 | 24 | 0 | 39 | 51 |
Vor allem aufgrund der Tatsache, dass die SCHUMAG mit den meisten seiner Kunden eine langjährige Geschäftsbeziehung unterhält, wird davon ausgegangen, dass die überfälligen Forderungen einbringlich sind.
In den vergangenen fünf Geschäftsjahren erfolgten Ausbuchungen von Forderungen nur in geringfügigem Umfang (insgesamt TEUR 79).
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Stand 1.10. | 70 | 80 |
| Erfolgswirksame Auflösung | -20 | -10 |
| Stand 30.9. | 50 | 70 |
Effekte aus der Umstellung von IAS 39 auf IFRS 9 zum 1. Oktober 2018 ergaben sich nicht, so dass eine rückwirkende Anpassung über den Eröffnungsbilanzwert der Gewinnrücklagen nicht erforderlich war.
SCHUMAG hat unter Berücksichtigung der Historie und kontinuierlicher Kreditwürdigkeitsprüfungen in den Berichtsjahren keine wesentlichen Wertberichtigungen im Sinne von IFRS 9 aufgrund signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos oder objektiver Hinweise auf eine Wertminderung vornehmen müssen.
Es besteht ein Factoringvertrag über den Verkauf von Forderungen. Auf Basis des Vertrags erhält die SCHUMAG als Gegenleistung für den Verkauf den Kaufpreis der Forderungen abzüglich eines Betrags für Factor-Gebühren, Zinsen und Kostenerstattungen. Der Wert der zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 2.679 (Vorjahr TEUR 3.942). Da das Eigentum dieser Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übergegangen ist, erfolgt kein Ansatz in der Konzernbilanz der SCHUMAG.
19. Sonstige finanzielle Vermögenswerte
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aktivwerte Rückdeckungsversicherung | 418 | 444 |
| Forderungen an Mitarbeiter | 351 | 316 |
| Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft | 302 | 435 |
| Kautionen/Hinterlegungen | 228 | 323 |
| Verpfändete Bankguthaben | 75 | 75 |
| Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft | 0 | 1.500 |
| Übrige | 321 | 191 |
| 1.695 | 3.284 | |
| davon kurzfristig | 1.620 | 1.784 |
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig. Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betragen TEUR 54 (Vorjahr TEUR 55).
Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar.
Die Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft beinhalten Forderungen aus dem Factoring-Vertrag.
Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten.
Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen.
Im Vorjahr beinhalteten die Forderungen gegen ehemalige Muttergesellschaft die zum Erwartungswert angesetzte Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I., die im Berichtsjahr nach Erhalt einer weiteren Abschlagszahlung vom Insolvenzverwalter verkauft wurden. Der nach Verkauf verbliebene Buchwert der Insolvenzforderung (TEUR 350) wurde ausgebucht.
20. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| davon kurzfristig | davon kurzfristig | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Geleistete Anzahlungen | 40 | 40 | 1 | 1 |
| Rechnungsabgrenzungen | 68 | 68 | 94 | 94 |
| Steuererstattungsansprüche | 97 | 97 | 42 | 42 |
| 205 | 205 | 137 | 137 |
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig.
Die Steuererstattungsansprüche enthalten ausschließlich Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer.
21. Zahlungsmittel
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 1.421 | 900 |
| Kassenbestände | 9 | 10 |
| 1.430 | 910 |
22. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
Zum 31. Juli 2019 haben wir einen Kaufvertrag über den Verkauf des dem Segment SCHUMAG zuzuordnenden, nicht betriebsnotwendigen Grundstücks in Eberswalde abgeschlossen. Die Veräußerung, die bei Kaufpreiszahlung erfolgt, wird innerhalb des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2019/20 erwartet. Daher wurde die Immobilie von den Sachanlagen in den Posten „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" umgegliedert. Zum Umgliederungszeitpunkt erfolgte eine Abwertung in Höhe von TEUR 181 auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, der dem Kaufpreis von TEUR 450 entspricht. Der Aufwand wurde in den Abschreibungen erfasst.
23. Eigenkapital
Das Eigenkapital besteht ausschließlich aus Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens.
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital der SCHUMAG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 28. Mai 2024 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 5.112.916,25 durch Ausgabe von insgesamt 1.999.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2019). Das Bezugsrecht auf neue Aktien kann ausgeschlossen werden, und zwar zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen auszugeben, zur Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere auch unter Verwendung von Forderungen gegen die Gesellschaft als Sacheinlagen und in Form von Unternehmen oder Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, und/oder zum Zwecke des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen, zur Erschließung neuer Kapitalmärkte durch Aktienplatzierung, insbesondere auch im Ausland, sowie wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung dieser Hauptversammlung über die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechtes und im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung (maßgeblich ist die jeweils kleinere der beiden Grundkapitalziffern) vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich unterschreitet.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.022.581,21 durch Ausgabe von bis zu 399.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Ausgabe von bis zu 399.999 Bezugsrechten (Aktienoptionen) im Rahmen des Aktienoptionsplans 2019 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Geschäftsführer und Arbeitnehmer von Konzerngesellschaften. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug der Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt oder von ihrem Recht auf Barausgleich Gebrauch macht. Zum 30. September 2019 waren keine Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2019 ausgegeben.
Erwirtschaftetes Eigenkapital
Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Gewinnrücklagen beinhalten neben den Auswirkungen der Umstellungen des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS zum 1. Oktober 2004 die Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie sonstige gemäß den IFRS erfolgsneutral vorzunehmende Veränderungen.
Die Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und der darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Stand 1.10. | -5.775 | -5.204 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | -2.090 | -846 |
| Latente Steuern | 679 | 275 |
| Veränderung | -1.411 | -571 |
| Stand 30.9. | -7.186 | -5.775 |
Der Konzernbilanzverlust enthält die aufgelaufenen Konzernergebnisse sowie die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 15.893) sowie der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 511).
Maßgeblich für eine durch die Hauptversammlung zu beschließende Ausschüttung ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Für das Geschäftsjahr 2018/19 ist eine Ausschüttung nicht vorgesehen.
Kapitalmanagement
Zu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der SCHUMAG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu dienten vor allem der Verkauf der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie sowie die Fortführung des Factorings. Zudem ist der Verkauf weiteren, nicht betriebsnotwendigen Vermögens geplant. Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Mietkauf.
Zur Optimierung der Kapitalstruktur der SCHUMAG wurde im Dezember 2019 in einem ersten Schritt beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von TEUR 10.226 auf TEUR 4.000 herabzusetzen, um dadurch Wertminderungen auszugleichen und sonstige Verluste zu decken. In einem zweiten Schritt soll bis Mitte 2020 eine Kapitalerhöhung um TEUR 1.500 erfolgen.
Derzeit entspricht das wirtschaftliche Eigenkapital dem bilanziellen Eigenkapital.
Die Überwachung des Kapitals erfolgt grundsätzlich mithilfe des Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) sowie der Eigenkapitalquote (Verhältnis de Eigenkapitals zur Bilanzsumme).
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| % | % | |
| --- | --- | --- |
| Liquiditätsgrad I | 22,4 | 13,5 |
| Eigenkapitalquote | 0,1 | 20,4 |
24. Pensionsrückstellungen
Den Mitarbeitern der SCHUMAG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten sind, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gem. IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde:
Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| % | % | |
| --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 0,70 | 1,95 |
| Rententrend | 1,00 | 1,75 |
| Fluktuation | 1,25 | 1,25 |
Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen.
Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die – soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten – als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden. Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen.
Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anwartschaftsbarwert am 1.10. | 24.092 | 23.835 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 71 | 74 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 70 | 344 |
| Zinsaufwand | 528 | 405 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | 2.090 | 846 |
| Rentenzahlungen | -1.440 | -1.412 |
| Anwartschaftsbarwert am 30.9. | 25.411 | 24.092 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1.10. | -1.647 | -1.559 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 3 | -23 |
| Arbeitgeberbeiträge | -65 | -65 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.9. | -1.709 | -1.647 |
| Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen | 23.702 | 22.445 |
Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen entspricht den bilanzierten Pensionsrückstellungen.
Zusammensetzung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verluste (+) / Gewinne (-) aus der Änderung demographischer Annahmen | 33 | 214 |
| Verluste (+) / Gewinne (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen | 2.131 | 288 |
| Verluste (+) aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen | -74 | 344 |
| 2.090 | 846 |
Seit Einführung der Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen unmittelbar mit den Gewinnrücklagen nach IAS 19.93A wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 10.645 (Vorjahr TEUR 8.556) im sonstigen Ergebnis erfasst.
Zusammensetzung der Nettopensionsaufwendungen
scroll
| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Laufender Dienstzeitaufwand | -70 | -74 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | -71 | -344 |
| Nettozinsaufwand | -531 | -382 |
| Nettopensionsaufwendungen | -672 | -800 |
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen, die Erfassung des laufenden sowie des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt im Personalaufwand.
Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Risiken im Hinblick auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere durch Veränderungen bei den angesetzten Bewertungsannahmen wie dem Rechnungszins, dem Rententrend und den Sterbetafeln. Die nachfolgende Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die bei angemessener Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglichen Veränderungen der Bewertungsannahmen die Anwartschaftsbarwerte bei ansonsten konstant gehaltenen Prämissen beeinflusst hätten.
Sensitivitätsbetrachtung
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| Anwartschaftsbarwert | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ansatz Konzernbilanz | 25.411 | - | - | |
| Rechnungszins | +0,50% | 23.915 | -1.496 | -5,9 |
| Rechnungszins | -0,50% | 27.076 | 1.665 | 6,6 |
| Rententrend | +0,25% | 26.024 | 613 | 2,4 |
| Rententrend | -0,25% | 24.824 | -587 | -2,3 |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 26.628 | 1.217 | 4,8 |
| Anwartschaftsbarwert | Veränderung | |||
| TEUR | TEUR | % | ||
| Ansatz Konzernbilanz | 24.092 | - | - | |
| Rechnungszins | +0,50% | 22.708 | -1.384 | -5,7 |
| Rechnungszins | -0,50% | 25.629 | 1.537 | 6,4 |
| Rententrend | +0,25% | 24.705 | 613 | 2,5 |
| Rententrend | -0,25% | 23.503 | -589 | -2,4 |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 24.893 | 801 | 3,3 |
Neben einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen können Änderungen bei den Bewertungsannahmen auch zu gegenüber den bisherigen Erwartungen höheren Nettopensionsaufwendungen und Rentenzahlungen führen.
Aufteilung Anwartschaftsbarwerte nach Gruppen von Versorgungsberechtigten
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| Anwartschaftsbarwert | 30.9.2019 | 30.9.2018 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive Anwärter | 3.059 | 12,1 | 4.144 | 17,2 |
| Unverfallbar ausgeschiedene Anwärter | 3.845 | 15,1 | 3.675 | 15,3 |
| Rentner | 18.507 | 72,8 | 16.273 | 67,5 |
| 25.411 | 100,0 | 24.092 | 100,0 |
Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt dreizehn Jahre (Vorjahr zwölf Jahre).
Die für das Geschäftsjahr 2019/20 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2019 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.479. Die Zahlungen werden derzeit vollständig aus dem operativen Cash-flow finanziert.
Das Planvermögen ist im Wesentlichen ausfinanziert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 65 belaufen. Sollten die tatsächlichen Planerträge aus den Versicherungspolicen niedriger als bisher angenommen sein, würde sich die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen erhöhen. Zudem müssten dann zukünftige Rentenzahlungen für Sonderzusagen zum Teil aus dem operativen Cash-flow finanziert werden.
25. Übrige Rückstellungen
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| Auftragsrückstellungen | Steuerrückstellungen | Sonstige | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30.9.2018 | 557 | 0 | 182 | 739 |
| Zuführung | 202 | 55 | 228 | 485 |
| Inanspruchnahme | -557 | 0 | -141 | -698 |
| Stand am 30.9.2019 | 202 | 55 | 269 | 526 |
| davon kurzfristig | 202 | 55 | 254 | 511 |
| davon langfristig | 0 | 0 | 15 | 15 |
Die Auftragsrückstellungen umfassen Garantieleistungen insbesondere für im Berichtsjahr verkaufte Produkte. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten. SCHUMAG geht davon aus, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Garantieleistungen im Geschäftsjahr 2019/20 zu begleichen. Diesbezügliche Erstattungen werden nicht erwartet.
Die Steuerrückstellungen betreffen mögliche Haftungsschulden für Lohn- sowie Umsatzsteuer.
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten.
26. Finanzschulden
Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| davon kurzfristig | davon kurzfristig | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.567 | 1.567 | 501 | 501 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 891 | 251 | 140 | 120 |
| Sonstige Darlehen | 500 | 500 | 500 | 500 |
| 2.958 | 2.318 | 1.141 | 1.121 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten in Höhe von TEUR 1.192 (Vorjahr TEUR 0) die Inanspruchnahme der unbefristeten sowie unbesicherten Betriebsmittelkreditlinien der SCHUMAG sowie in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr TEUR 501) die Inanspruchnahme einer unbefristeten Kontokorrentlinie der Schumag Romania.
Die Kreditlinien haben folgende Konditionen:
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| Linie maximal | Verzinsung | |
|---|---|---|
| Betriebsmittelkredit SCHUMAG | 2.000 | 3-Monats-Euribor zzgl. 1,5 % bis 2,5 % |
| Betriebsmittelkredit SCHUMAG | 1.000 | 1-Monats-Euribor zzgl. 2,95 % |
| Kontokorrentkredit Schumag Romania | 500 | 1-Monats-Euribor zzgl. 2,7 % |
Als Sicherheit für die Kontokorrentlinie der Schumag Romania dient eine Grundschuld über TEUR 650. Die Sicherheitennehmer sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds, insbesondere wenn die SCHUMAG fälligen Verpflichtungen aus den Kreditvereinbarungen nicht nachkommt, die bestehenden Sicherheiten nach angemessener Fristsetzung zu verwerten.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
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| 30.9.2019 | |||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Mindestleasingrate | 273 | 663 | 936 |
| Zinsanteil | 22 | 23 | 45 |
| Leasingverbindlichkeit | 251 | 640 | 891 |
| 30.9.2018 | |||
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Mindestleasingrate | 122 | 20 | 142 |
| Zinsanteil | 2 | 0 | 2 |
| Leasingverbindlichkeit | 120 | 20 | 140 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing resultieren aus vier Anlagen (Vorjahr zwölf Anlagen) innerhalb der Sachanlagen, die im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründen (vgl. Anmerkung 15).
In den sonstigen Darlehen ist ein gewährtes Drittdarlehen über insgesamt TEUR 500 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2020 ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % p.a. verzinst. Als Sicherheit dient die Sicherungsübereignung der sich im rechtlichen Eigentum der SCHUMAG befindlichen Maschinen. Der Buchwert dieser Maschinen beläuft sich zum 30. September 2019 auf TEUR 2.705 (Vorjahr TEUR 3.377).
Restlaufzeiten Finanzschulden
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| bis 1 Jahr | 2.318 | 1.121 |
| 1 bis 5 Jahre | 640 | 20 |
| 2.958 | 1.141 |
Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 31 dargestellt.
27. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| bis 1 Jahr | 1.799 | 3.421 |
| 1 bis 5 Jahre | 9 | 21 |
| 1.808 | 3.442 |
28. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| davon kurzfristig | davon kurzfristig | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten Personal | 4.644 | 3.878 | 3.376 | 2.675 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 145 | 145 | 108 | 108 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 245 | 245 | 226 | 226 |
| 5.034 | 4.268 | 3.710 | 3.009 |
Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Kosten für den Sozialplan und weitere Abfindungen, Weihnachtsgeld, Jubiläumsgeld, Personalkosten für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Urlaubsentgelt.
Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung zur Insolvenzsicherung durch ein Aval besichert.
Zum 30. September 2019 standen der SCHUMAG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 750) zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug wie im Vorjahr TEUR 500. Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von unverändert zum Vorjahr TEUR 75.
Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
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| 30.9.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten Personal | 3.878 | 420 | 346 | 4.644 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 145 | 0 | 0 | 145 |
| übrige Verbindlichkeiten | 245 | 0 | 0 | 245 |
| 4.268 | 420 | 346 | 5.034 | |
| 30.9.2018 | ||||
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten Personal | 2.675 | 366 | 335 | 3.376 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 108 | 0 | 0 | 108 |
| übrige Verbindlichkeiten | 226 | 0 | 0 | 226 |
| 3.009 | 366 | 335 | 3.710 |
29. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| davon kurzfristig | davon kurzfristig | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Steuerverbindlichkeiten | 331 | 331 | 311 | 311 |
| 331 | 331 | 311 | 311 |
Steuerverbindlichkeiten betreffen vor allem die Lohnsteuer für den Monat September.
30. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Da wir seit der Übertragung der Altersversorgungsansprüche keinen Zugriff mehr auf deren Entwicklung und Bewertung haben, kann die Höhe der Verpflichtung nicht angegeben werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Im Rahmen des im Oktober 2015 abgeschlossenen und im September 2019 verlängerten Standort-sicherungstarifvertrags wurde ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Dieser Besserungsschein wird abgelöst, wenn bis zum 30. September 2021 die vom Treuhänder gehaltenen Mitarbeiteraktien zu einem Preis von mindestens EUR 1,80 pro Aktie verkauft werden.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) | 593 | 510 |
| Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen | 423 | 509 |
| Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen | 330 | 535 |
| Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) | 272 | 359 |
| Bestellobligo Investitionen in Sachanlagen | 111 | 202 |
| 1.729 | 2.115 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit dem Wert der vereinbarten zukünftigen Zahlungen angesetzt.
Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten:
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| 30.9.2019 | 30.9.2018 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| bis 1 Jahr | 222 | 261 |
| 1 bis 5 Jahre | 108 | 267 |
| über 5 Jahre | 0 | 7 |
| 330 | 535 |
Weitere Angaben zu Operatingleasing-Verträgen sind in Anmerkung 32 enthalten.
31. Finanzinstrumente
Buchwerte nach Bewertungskategorien
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| Bewertungskategorie nach IFRS 9: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
Buchwert 30.9.2019 |
Buchwert 30.9.2018 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.050 | 3.294 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.695 | 3.284 |
| Zahlungsmittel | 1.430 | 910 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 5.175 | 7.488 |
| Finanzschulden (ohne Finanzierungsleasing) | 2.067 | 1.001 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 891 | 140 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.808 | 3.442 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 5.034 | 3.710 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 9.800 | 8.293 |
Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht wegen deren Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Aufgrund der marktüblichen Verzinsung sowie des derzeit niedrigen Zinsniveaus entspricht auch der beizulegende Zeitwert der langfristigen Finanzinstrumente im Wesentlichen dem Buchwert.
Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | -368 | 41 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -66 | 55 |
| -434 | 96 |
Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet im Wesentlichen den Verlust aus der Ausbuchung des nach Verkauf verbliebenen Buchwerts der Insolvenzforderung gegen die ehemalige Muttergesellschaft Babcock Borsig AG i.I. (TEUR -350).
Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" umfasst insbesondere Verluste aus Währungsdifferenzen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Wertberichtigungen/Forderungsausbuchungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis erfasst (vgl. Anmerkung 10).
Finanzrisikomanagement
Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten; derivative Finanzinstrumente liegen nicht vor. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet.
Währungsrisiken:
Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der SCHUMAG-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt. Dadurch dass bei der SCHUMAG Fremdwährungstransaktionen nur in sehr geringen Umfang und mit relativ kurzfristigen Zeithorizont abgewickelt werden, sind Währungsrisiken derzeit nicht wesentlich.
Ausfallrisiken:
Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko gegenüber dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts signifikant erhöht hat, werden alle ohne übermäßigen Kosten- und Arbeitsaufwand verfügbaren Informationen einschließlich historischer Erfahrungen berücksichtigt. Das Zahlungsverhalten der Vertragspartner wird regelmäßig analysiert. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dessen erstmaligem Ansatz deutlich erhöht hat, wenn vertragliche Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig sind, es sei denn, SCHUMAG verfügt über angemessene und nachvollziehbare Informationen, die etwas anderes belegen. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten für uns insbesondere folgende Kriterien:
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| - | erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Gegenpartei |
| - | Vertragsbruch wie z.B. Ausfall oder Verzug von Zahlungen |
| - | Insolvenz oder ein ähnliches Ereignis, das auf einen wahrscheinlichen Ausfall der Gegenpartei hinweist |
Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der SCHUMAG dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der Kundenstruktur der SCHUMAG sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor.
Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des SCHUMAG-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet. Der Liquiditätsbedarf ergibt sich maßgeblich aus den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (vgl. Anmerkung 27 und 28). Bzgl. der Liquiditätsrisiken verweisen wir zudem auf den zusammengefassten Lagebericht (hier: Abschnitt Finanzen innerhalb des Chancen- und Risikoberichts).
32. Leasingverhältnisse
Finanzierungsleasing - SCHUMAG als Leasingnehmer
Hierzu verweisen wir auf Anmerkung 26.
Finanzierungsleasing - SCHUMAG als Leasinggeber
SCHUMAG tritt nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf.
Operatingleasing - SCHUMAG als Leasingnehmer
Die Operatingleasing-Verträge, bei denen SCHUMAG Leasingnehmer ist, haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing.
Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:
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| 30.9.2019 | |||
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Nominalwert der Mindestleasingzahlungen | 215 | 79 | 294 |
| 30.9.2018 | |||
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Nominalwert der Mindestleasingzahlungen | 255 | 240 | 495 |
Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2018/19 wurden Mindestleasingzahlungen in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr TEUR 334) als Aufwand erfasst.
Operatingleasing - SCHUMAG als Leasinggeber
Die SCHUMAG vermietet im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen im Wesentlichen eine Teilfläche der in 2010 errichteten Produktionshalle. Die feste Mietdauer für die ab dem 1. August 2016 vermietete Teilfläche der Produktionshalle hat eine unkündbare Mietdauer von 6 Jahren. Bis zu ihrem Verkauf Anfang Juli 2019 wurde auch die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie vermietet.
Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasing-Verhältnissen haben folgende Fälligkeiten:
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| 30.9.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nominalwert der Mindestleasingzahlungen | 144 | 264 | 0 | 408 |
| 30.9.2018 | ||||
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Nominalwert der Mindestleasingzahlungen | 751 | 2.927 | 162 | 3.840 |
33. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)
Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der SCHUMAG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für die Betrachtungszeiträume sind nachfolgend aufgeführt:
Gesellschafter
CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen
ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. (Birmingham/GB) (bis 29. Mai 2019)
Peter Koschel (bis 29. Mai 2019)
Nomainvest S.A., Eupen/Belgien
Norbert Thelen
Organmitglieder (= Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen)
Aufsichtsrat SCHUMAG Aktiengesellschaft
Vorstand SCHUMAG Aktiengesellschaft
Andere
dhk - Daniel Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte Steuerberater PartG mbB
Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 36 wiedergegeben sind.
Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 34 aufgeführt.
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen
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| 2018/19 | |||
|---|---|---|---|
| Gesellschafter | Organmitglieder | Andere | |
| --- | --- | --- | --- |
| Geschäftsbeziehung | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| Waren- und Dienstleistungsverkehr | 0 | 0 | 45 |
| Bezüge der Organmitglieder | 0 | 514 | 0 |
| Offenstehende Verbindlichkeiten | 0 | 49 | 45 |
| 2017/18 | |||
| Gesellschafter | Organmitglieder | Andere | |
| Geschäftsbeziehung | TEUR | TEUR | TEUR |
| Bezüge der Organmitglieder | 0 | 726 | 0 |
| Ausstehende Forderungen | 20 | 0 | 0 |
| Offenstehende Verbindlichkeiten | 0 | 363 | 0 |
Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht innerhalb des zusammengefassten Lageberichts erläutert.
Zu den Personen in Schlüsselpositionen gem. IAS 24 gehören bei SCHUMAG die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG. Die gem. IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats.
Die im Geschäftsjahr 2018/19 aktiven Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) | 514 | 726 |
| 514 | 726 |
34. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats
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| 2018/19 | 2017/18 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Gesamtbezüge des Vorstands (kurzfristig fällige Leistungen) | 460 | 660 |
| davon erfolgsunabhängige Bezüge | 460 | 600 |
| davon erfolgsabhängige Bezüge | 0 | 60 |
| Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Leistungen) | 54 | 66 |
| davon erfolgsunabhängige Bezüge | 54 | 47 |
| davon sonstige Auslagen | 0 | 19 |
Der Aufsichtsrat der SCHUMAG hat Herrn Johannes Wienands mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 zum weiteren Mitglied des Vorstands der SCHUMAG bestellt. Mit Wirkung zum 8. März 2019 hat Herr Dr. Johannes Ohlinger sein Amt als Mitglied des Vorstands der SCHUMAG niedergelegt. Er ist zum 31. März 2019 aus der SCHUMAG ausgeschieden.
Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie eine Beschreibung des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht, der ein Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts ist, enthalten.
Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 794 (Vorjahr TEUR 747). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind TEUR 12.543 (Vorjahr TEUR 10.338) zurückgestellt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nachfolgend aufgeführt:
Aufsichtsrat
Dirk Daniel, Aachen
Vorsitzender (ab 30. April 2019)
Stellvertretender Vorsitzender (bis 29. April 2019)
Rechtsanwalt/Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Partner in der Daniel,
Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte und Steuerberater Partnerschaft mbB, Aachen, sowie
Geschäftsführer bei der CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen
Mitgliedschaft
Quip AG, Aachen (Mitglied des Aufsichtsrats)
Karl Josef Libeaux, Aachen
stellvertretender Vorsitzender (ab 14. Oktober 2019)
vereidigter Buchprüfer/Steuerberater und Partner der Sozietaet Libeaux vereidigte Buchprüfer
und Steuerberater, Aachen, sowie Geschäftsführer bei der ELR Vermögensverwaltungs- und
Beteiligungsgesellschaft mbH, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Rasim Alii, Würselen
Leiter Produktion der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Peter Koschel, Berlin (bis 29. Mai 2019)
General Manager Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.,
Birmingham/Großbritannien
ohne weitere Mitgliedschaft
Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien (bis 27. September 2019)
stellvertretender Vorsitzender (ab 30. April 2019 bis 27. September 2019)
Vorsitzender (bis 30. April 2019)
Maschinenschlosser
ehemaliger Vorsitzender des Betriebsrats der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Catherine Noël, Eupen/Belgien
Generalsekretär bei der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien
Mitgliedschaft
NOËL MANAGEMENT + FINANCE S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats)
New Laser AG, St. Vith/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Yves Noël, Eupen/Belgien (ab 29. Mai 2019)
Verwaltungsratsvorsitzender der NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg
Verwaltungsratsvorsitzender der NMC S.A., Eynatten/Belgien
Verwaltungsratspräsident und CEO der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien
Mitgliedschaft
Quip AG, Baesweiler (Mitglied des Aufsichtsrats)
Talbot Services GmbH, Aachen (Mitglied des Beirats)
NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
NMC S.A., Eynatten/Belgien (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Präsident des Verwaltungsrats)
CERAN S.A., Spa/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Nanocyl S.A., Sambreville/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Meusinvest Ostbelgieninvest Venture Europe S.A., Eupen/Belgien
(Vorsitzender des Verwaltungsrats)
BePharBel S.A., Courcelles/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
BePharBel Manufacturing S.A, Courcelles/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats)
Ralph Schnitzler, Stolberg (ab 20. Januar 2020)
Leiter Auftragsbearbeitung / Materialwirtschaft der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen
ohne weitere Mitgliedschaft
Vorstand
Johannes Wienands, Aachen
Dipl.-Kaufmann
Mitgliedschaft
Global Venture Partner AG, Hünstetten (Mitglied des Aufsichtsrats)
Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz (bis 8. März 2019)
Dipl.-Ökonom
Ohne Mitgliedschaft
35. Honorare des Abschlussprüfers
Die Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss geprüft. Das für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers belief sich auf TEUR 110 und betraf ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.
36. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung
Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG a.F. mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 1. Oktober 2011 die Schwellen von 10 % und 15 % unterschritten hat und zu diesem Tag 8,34 % (333.526 Stimmrechte) beträgt.
Die CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 16. März 2018 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 % und 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 27,29 % (1.091.582 Stimmrechte) beträgt.
Die Allerthal-Werke AG, Köln, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 3. Dezember 2018 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,32 % (132.726 Stimmrechte) beträgt.
Die Schumag-Stiftung, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Dezember 2018 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,9 % (236.000 Stimmrechte) beträgt.
Die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Februar 2019 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 29,24 % (1.169.652 Stimmrechte) beträgt.
Frau Elisheva Libeaux, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 20. Februar 2019 die Schwelle von 5 % und am 27. September 2019 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 10,37 % (414.930 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 10,37 % (414.930 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:
| ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland (Zurechnung: 10,37 % entsprechend 414.930 Stimmrechten). |
Herr Peter Koschel, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 18. Dezember 2018 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat sowie am 18. Februar 2019 die Schwellen von 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,62 % (24.749 Stimmrechte) beträgt und dass ihm hiervon 0,23 % (9.216 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind.
Zum Abschlussstichtag hielten gem. den vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen folgende Parteien mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG:
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| Nomainvest S.A.: | 29,24 % |
| CoDa Beteiligungs GmbH: | 27,29 % |
| ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH: | 10,37 % |
| Norbert Thelen (Treuhänder Belegschaft): | 8,34 % |
| Schumag-Stiftung: | 5,90 % |
| Allerthal-Werke AG: | 3,32 % |
| Streubesitz: | 15,54 % |
37. Anteilsbesitzliste
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| Gesellschaft und Sitz | Anteil Schumag AG |
Nominalkapital | Eigenkapital1) | Ergebnis des Geschäftsjahres1) |
|---|---|---|---|---|
| BR Energy GmbH, Aachen | 100% | TEUR 100 | TEUR 02) | TEUR -184 |
| Schumag Romania S.R.L., Tim isoara, Chisoda/Rumänien | 100% | TRON 9.560 | TEUR 1.541 | TEUR -366 |
1) nach jeweiligem Landesrecht
2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 4.417
38. Erklärung nach § 161 AktG
Im Januar 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
39. Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
Überleitungsrechnung gem. IAS 7
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| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | Sonstige Darlehen | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.9.2018 | 501 | 140 | 500 | 1.141 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | 1.066 | -505 | 0 | 561 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | 0 | 1.256 | 0 | 1.256 |
| 30.9.2019 | 1.567 | 891 | 500 | 2.958 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | Sonstige Darlehen | Gesamt | |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| 30.9.2017 | 496 | 324 | 500 | 1.320 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | 5 | -184 | 0 | -179 |
| 30.9.2018 | 501 | 140 | 500 | 1.141 |
Im Geschäftsjahr 2018/19 erfolgten im Rahmen des Zugangs von Sachanlagen aus Finanzierungsleasing nicht-zahlungswirksame Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 1.256 (Vorjahr TEUR 0). Die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (TEUR 505) betrafen insgesamt vierzehn geleaste Anlagen.
Die Auszahlungen für Ertragsteuern im Berichtsjahr (TEUR 220) betrafen zum einen die Körperschaft- sowie Gewerbesteuer für das Geschäftsjahr 2016/17 und zum anderen bzgl. der Gewerbesteuer zu leistende Vorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2017/18.
Die Ein-/Auszahlungen für Zinsen sowie für Ertragsteuern sind dem Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zuzuordnen.
Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im zusammengefassten Lagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage.
40. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 14. Oktober 2019 wurde Herr Karl Josef Libeaux zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Ende Oktober 2019 haben wir unser nicht betriebsnotwendiges Grundstück in Eberswalde zu einem Kaufpreis von TEUR 450 verkauft.
Im November 2019 haben wir Kurzarbeit angemeldet, die im Geschäftsjahr 2019/20 in Abhängigkeit zur Entwicklung der Auftragslage zum Einsatz kommt Mit Zustimmung der Belegschaft haben wir zudem die Auszahlung des Weihnachtsgelds für 2019 bis auf weiteres verschoben.
Auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 18. Dezember 2019 wurde zum Zwecke der Sanierung der SCHUMAG beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von TEUR 10.226 auf TEUR 4.000 herabzusetzen, um dadurch Wertminderungen auszugleichen und sonstige Verluste zu decken. Zudem wurde die Zustimmung zu einem Vergleich der SCHUMAG mit der AIG Europe S.A. im Zusammenhang mit einem gerichtlichen Verfahren gegen ein ehemaliges Organmitglied erteilt. Hierdurch werden wir zeitnah eine Zahlung von TEUR 800 erhalten.
Im Zusammenhang mit dem von uns eingeholten und Mitte März 2020 fertiggestellten IDW S6-Gutachten und dem darin erarbeiteten Finanzierungskonzept haben wir im Dezember 2019 von unseren Finanzierungspartnern sowie von unseren drei Ankeraktionären (vgl. Anmerkung 36) bedingte Zusagen erhalten, dass sie ihre im Finanzierungskonzept aufgeführten Sanierungsbeiträge (Aufrechterhaltung der eingeräumten Kreditlinien über insgesamt TEUR 3.000, Kauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen in Höhe von TEUR 3.000, Kapitalerhöhung um EUR 1.500) jeweils leisten werden. Die sich gegenseitig bedingenden Finanzierungsmaßnahmen stehen unter Konsortialvorbehalt. Abschließend fehlt noch die Zustimmung des Pensionssicherungsvereins (PSV) zur temporären Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG (insgesamt TEUR 4.500 Mio über 36 Monate) als letztem Finanzierungsbaustein. In den Anfang Januar 2020 abgeschlossenen Verhandlungen hat der PSV uns diesbezüglich eine Entscheidung bis Ende März 2020 avisiert. Infolge der Coronavirus-Pandemie war dem Entscheidungsgremium des PSV ein physisches Treffen nicht möglich, so dass die Beschlussfassung im Umlaufverfahren ergehen wird. Mit einer Entscheidung des PSV wird in den nächsten Wochen gerechnet; ein exakter Entscheidungstermin ist uns gegenwärtig nicht bekannt. Auf Basis der bislang mit dem PSV geführten Gespräche gehen wir davon aus, dass sich der PSV zur Übernahme der Pensionszahlungen bereit erklären wird.
Durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen vom 20. Januar 2020 wurde Herr Ralph Schnitzler zum Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer der Gesellschaft bestellt.
Durch das sich seit Anfang 2020 schnell verbreitende Coronavirus kann die gesamtwirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigt werden. Wenngleich das Ausmaß der Gesamtauswirkungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich quantifizierbar ist, besteht aktuell die Möglichkeit, dass sich negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der SCHUMAG über die bereits in der Prognose berücksichtigten Effekte ergeben.
Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.
Aachen, 24. April 2020
SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Johannes Wienands
An die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 30. September 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB bzw. § 315d HGB und den nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| - | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 und |
| - | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung und des oben genannten nichtfinanziellen Konzernberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt „Grundlagen" des Konzern-Anhangs sowie die Angaben im Abschnitt „Chancen- und Risikobericht" und dort im Unterabschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken" des zusammengefassten Lageberichts. Hierin beschreibt der gesetzliche Vertreter, sollte es nicht gelingen, die negative Umsatzentwicklung durch die vorgesehenen Maßnahmen zur Stärkung der Absatzmarktsituation der Gesellschaft zu stoppen, könnte dies den Bestand der Schumag Aktiengesellschaft und von deren Tochterunternehmen gefährden, wenn die daraus resultierenden Liquiditätsprobleme nicht gelöst werden. Darüber hinaus führt der gesetzliche Vertreter hierin aus, dass ungeachtet dessen eine Bestandsgefährdung besteht, wenn die vorgesehenen sich gegenseitig bedingenden Finanzierungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung der Liquidität nicht planmäßig umgesetzt werden können. Diese Situation könnte vor allem dann eintreten, wenn der Pensionssicherungsverein eine temporäre Übernahme der Pensionszahlungen ablehnen sollte. Wie im Abschnitt „Grundlagen" des Konzern-Anhangs und im Unterabschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken" des zusammengefassten Lageberichts dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Schumag-Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir beurteilt, ob die Anwendung des von dem gesetzlichen Vertreter der Aufstellung des Konzernabschlusses zugrunde gelegten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit und die Darstellung der wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit im Konzernabschluss sowie im zusammengefassten Lagebericht unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Hierzu haben wir unter Hinzuziehung unseres internen Sachverständigen insbesondere die von dem gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft erstellte Unternehmensplanung und das auf deren Basis von der Gesellschaft bei einem externen Sachverständigen eingeholte Sanierungsgutachten (IDW S 6-Gutachten) gewürdigt. Dabei haben wir unter anderem festgestellt, ob die der Unternehmensplanung und dem IDW S 6-Gutachten zugrunde liegenden Annahmen ausreichend begründet sind und haben die Verlässlichkeit der der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Daten beurteilt.
Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zusätzlich zu dem im Abschnitt „Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir die periodengerechte Umsatzrealisierung als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt, der in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen ist.
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
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| (1) | Risiko für den Konzernabschluss |
| (2) | Prüferisches Vorgehen |
| (3) | Verweis auf zugehörige Angaben |
Periodengerechte Umsatzrealisierung
(1) Risiko für den Konzernabschluss
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Schumag Aktiengesellschaft sind in den Umsatzerlösen unter anderem solche aus Präzisionsmechanik in Höhe von T€ 41.717 enthalten, die im Wesentlichen die Schumag Aktiengesellschaft betreffen. Die Umsatzrealisierung aus Warenverkäufen im Bereich Präzisionsmechanik erfolgt grundsätzlich zeitpunktbezogen, sobald die Beherrschungsmacht (control) an den veräußerten Waren auf den jeweiligen Kunden übergegangen ist.
Die wesentlichen Märkte des Schumag-Konzerns liegen in Europa sowie in den USA. Je nach Zielort der Lieferung bzw. gewähltem Transportmittel kommen unterschiedliche Incoterms zur Anwendung, die – in Verbindung mit anderen Indikatoren – den Zeitpunkt des Übergangs der Beherrschungsmacht wesentlich determinieren. Aufgrund des aus den unterschiedlichen Incoterms in Verbindung mit diversen Zielorten und Transportmitteln resultierenden Risikos, dass Umsatzerlöse nicht periodengerecht nach Maßgabe des Übergangs der Beherrschungsmacht an den veräußerten Waren erfasst werden, war dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
(2) Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen der Prüfung der periodengerechten Realisierung der Umsatzerlöse haben wir Aufbau- und Funktionsprüfungshandlungen zum internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystem in Bezug auf die periodengerechte Erfassung von Umsatzerlösen nach Maßgabe des Übergangs der Beherrschungsmacht durchgeführt. Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Aufbau- und Funktionsprüfung haben wir für in Abhängigkeit von Umsatzhöhe, Incoterm und Transportmittel bewusst ausgewählte Umsätze vor und nach dem Abschlussstichtag Einzelfallprüfungshandlungen durchgeführt, anhand derer wir die periodengerechte Umsatzrealisierung nachvollzogen haben. Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung von im Monat Oktober 2019 gebuchten Umsatzgutschriften beurteilt.
(3) Verweis auf zugehörige Angaben
Hinsichtlich der im Schumag-Konzern angewandten Grundsätze zur Umsatzrealisierung verweisen wir auf Textziffer 2.3.2 des Konzern-Anhangs. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten ist in Textziffer 5. des Konzern-Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Der gesetzliche Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
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| - | die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB bzw. § 315d HGB, |
| - | den nichtfinanziellen Konzernbericht gemäß § 315b HGB, |
| - | den im Geschäftsbericht 2018/2019 enthaltenen Bericht des Aufsichtsrats, |
| - | die im Geschäftsbericht 2018/2019 enthaltene Versicherung des gesetzlichen Vertreters nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB und nach § 315 Abs. 1 Satz 6 HGB, |
| - | die übrigen Teile des Geschäftsberichts 2018/2019 mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und der inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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| - | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammengefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| - | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lagebericht
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| - | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| - | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den |
| gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. | |
| - | beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| - | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| - | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| - | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| - | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| - | führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind für das Geschäftsjahr 2018/2019 erstmalig als Konzernabschlussprüfer der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Ulf Kellerhoff.
Düsseldorf, den 27. April 2020
**Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Niclas Rauscher, Wirtschaftsprüfer
Ulf Kellerhoff, Wirtschaftsprüfer
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2018 bis zum 30. September 2019
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Aachen, 24. April 2020
SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Johannes Wienands
Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gemäß § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.
Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG") seit der letzten Entsprechenserklärung vom Januar 2019 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 (bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 mit Berichtigung am 19. Mai 2017) entsprochen wurde und künftig entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen:
Nach Nummer 3.8 Abs. 2 des Kodex ist bei einem Abschluss einer D&O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1½-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. Nach Nummer 3.8 Abs. 3 soll in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Bei der SCHUMAG wurde ein Selbstbehalt für den Aufsichtsrat, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, bisher nicht vereinbart und wird auch künftig nicht vereinbart werden, da die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts nach unserer Ansicht weder eine verhaltenssteuernde Wirkung auf die Organmitglieder hätte noch als Motivationshilfe geeignet ist.
Vom Vorstand der SCHUMAG wurden an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtete Maßnahmen (namentlich Compliance-Richtlinien für unsere Beschäftigten und ein Risikomanagement-Handbuch sowie weitere Komponenten) eingerichtet, um für die Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen (Compliance Management System), die mit dem vorhandenen konzernübergreifenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfungen von Gesellschaft und Konzern bisher beanstandungsfrei überprüft wurden. Diese Maßnahmen werden mithin als ausreichend bzw. angemessen erachtet, der Empfehlung in Nummer 4.2.3 Abs. 1 Satz 2 des Kodex wurde und wird insoweit entsprochen. Abgewichen wurde und wird künftig hingegen von der weiteren Empfehlung, Grundzüge der Maßnahmen offenzulegen. Denn unsere Gesellschaft steht laufend vor der Aufgabe, sich zunächst auf Veränderungen im Rahmen gesetzlicher Anforderungen für Rechnungslegung und Reporting einzustellen, die einerseits immer umfangreicher bzw. komplexer werden und mit denen – wie hier – andererseits Berichtsempfehlungen seitens der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex nicht hinreichend abgestimmt erscheinen. Vor diesem Hintergrund erfolgt vorrangig die Umsetzung gesetzlicher Vorschriften, wobei sich der Vorstand künftig eine Neubewertung des Vorgehens vorbehält.
Nach Nummer 4.1.3 Satz 3, 1. Halbsatz des Kodex soll Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Hierunter wird gemeinhin ein institutionalisiertes Hinweisgeber- bzw. Whistleblower-System verstanden, in dem Beschäftigten innerhalb des Konzerns garantiert wird, bestimmte Verstöße anonym bzw. unter Wahrung der Vertraulichkeit ihrer Identität mitteilen zu können, beispielsweise eine anonyme, elektronische Kommunikationsplattform. Bisher bestand in unserem Unternehmen kein derartiges Hinweisgebersystem und der Vorstand beabsichtigt derzeit auch nicht, ein solches einzurichten. Denn es bestanden und bestehen für Beschäftigte in unserem Unternehmen Möglichkeiten, etwaige Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Richtlinien zur Anzeige zu bringen, gegebenenfalls auch auf vertrauliche Weise, die als ausreichend und zumutbar erachtet wurden und werden. Abgesehen davon, dass für die Gesellschaft keine Rechtspflicht zur Einrichtung eines Hinweisgebersystems besteht, sind bei unserer Abwägung unter anderem auch potentielle Nachteile solcher Hinweisgebersysteme berücksichtigt worden, beispielsweise Risiken ihres Missbrauchs sowie potentiell negative Effekte auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation.
Nach Nummer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Vom 1. Dezember 2018 bis zum 8. März 2019 bestand der Vorstand aufgrund einer Nachfolgeregelung aus zwei Mitgliedern, wobei Herr Dr. Ohlinger zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt wurde. Seit dem 8. März 2019 bestand der Vorstand wieder und besteht auch künftig im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der SCHUMAG nur aus einer Person. Auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft erscheint dies schon aus Kostengründen angezeigt.
Nach Nummer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt auch in Zukunft nicht, da die Grundzüge des Vergütungssystems bereits im Vergütungsbericht innerhalb des Lageberichts ausführlich beschrieben werden.
Der Kodex empfiehlt nach Nummer 4.2.5 Abs. 3 Sätze 1 und 2, dass im Vergütungsbericht für jedes Vorstandsmitglied bestimmte Detailangaben zu Vergütungen dargestellt und für diese Informationen zudem die dem Kodex beigefügten Mustertabellen verwandt werden. Dem wurde und wird für unsere Gesellschaft nicht gefolgt, weil die Darstellungen in den Anhängen des Jahres- und Konzernabschlusses ausreichend und unter dem Gesichtspunkt des Informationsnutzens angemessen erscheinen.
Nach Nummer 5.3.1 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Der Kodex empfiehlt hierbei konkret in Nummer 5.3.2 die Bildung eines Prüfungsausschusses. Bis zum 16. September 2019 wurde diesen Empfehlungen nicht gefolgt. In der Aufsichtsratssitzung vom 16. September 2019 erfolgte die Einrichtung eines Wirtschaftsausschusses. Andere Ausschüsse sind und werden, da der aus nur sechs Personen bestehende Aufsichtsrat alle anstehenden Themen im Plenum behandeln wollte und grundsätzlich auch künftig will, nicht eingerichtet.
Nach Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Dies erfolgte bisher nicht und wird auch in Zukunft nicht erwogen, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 5 1. Halbsatz AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen.
Zu Nummer 5.4.1 Abs. 2 Sätze 1 und 2 des Kodex wird der Aufsichtsrat wie bisher auch künftig weder konkrete Ziele für seine Zusammensetzung unter Berücksichtigung von spezifischen, im Kodex genannten Kriterien (namentlich „Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder", „Vielfalt (Diversity)", „Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2", „festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer") festlegen noch ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten; dem entsprechend erfolgte und erfolgt hierzu bzw. zur Umsetzung auch nicht die Veröffentlichung im Corporate Governance Bericht. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass derartige Einschränkungen gegenüber anderen Kriterien für Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern nicht ohne Weiteres sachgerecht sind und möchte über Vorschläge zu seiner Zusammensetzung in der jeweiligen konkreten Situation individuell entscheiden. Unberührt vom Vorstehenden bleibt die Erfüllung der vom Gesetzgeber vorgesehenen Verpflichtungen im Hinblick auf die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat (§ 111 Abs. 5 AktG sowie Angaben dazu in der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 2 Nr. 4 HGB).
Nach Nummer 5.4.1 Abs. 5 Satz 2 des Kodex soll auf der Webseite des Unternehmens für alle Aufsichtsratsmitglieder – jährlich aktualisiert – ihr Lebenslauf, der über relevante Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen Auskunft gibt, ergänzt durch eine Übersicht über die wesentlichen Tätigkeiten neben dem Aufsichtsratsmandat veröffentlicht werden. Davon wurde und wird aus organisatorischen Gründen sowie auch deshalb abgewichen, weil das Erfordernis einer laufenden Vorhaltung solcher Informationen im Hinblick auf die Gegebenheiten des Unternehmens nicht als überzeugend erscheint.
Nach Nummer 5.4.1 Abs. 6 bis 8 des Kodex soll der Aufsichtsrat bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre) die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich (d.h. mit direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien) an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen, und zwar beschränkt auf solche Umstände, die nach Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Von dieser Empfehlung wurde und wird abgewichen, denn Inhalt und Umfang der Anforderungen des Kodex sind nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats insoweit nicht hinreichend bestimmt Aus Gründen der erstrebten Rechtssicherheit der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hält sich die Gesellschaft bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung ausschließlich an die gesetzlichen Angabepflichten bei Wahlvorschlägen eines Aufsichtsratskandidaten an die Hauptversammlung. Außerdem legt sie die Beziehungen zu nahestehenden Personen nach den gesetzlichen Vorgaben im Geschäftsbericht offen.
Nach Nummer 5.4.3 Satz 3 des Kodex sollen den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz bekannt gegeben werden. Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz erfolgte bisher und erfolgt auch künftig nicht, weil der Aufsichtsrat eine Stimmabgabe in der Hauptversammlung für oder gegen einen Kandidaten im Hinblick auf ein mögliches Amt als Vorsitzender bei Wahlen zum Aufsichtsrat für nicht praktikabel hält.
Nach Nummer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 des Kodex soll die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen. Die Satzung der SCHUMAG sieht bisher nur feste Vergütungsbestandteile für Aufsichtsratsmitglieder vor, wobei die Vergütungen für den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zwar gestaffelt erhöht sind, hingegen eine Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen nicht erfolgt; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden.
Nach Nummer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die SCHUMAG schließt sich dieser Empfehlung – wie bisher – auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Nummer 3.5 Abs. 1 Satz 2 des Kodex) den Vorrang einräumen.
Nach Nummer 7.1.1 Satz 2 des Kodex soll die Gesellschaft, sofern sie – was im Falle von SCHUMAG zutrifft – nicht verpflichtet ist, Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen, die Aktionäre unterjährig neben dem Halbjahresbericht in geeigneter Form über die Geschäftsentwicklung, insbesondere über wesentliche Veränderungen der Geschäftsaussichten sowie der Risikosituation, unterrichten. Dieser Empfehlung wurde und wird auch künftig nicht entsprochen. Denn die SCHUMAG als kleine und mit ihren Aktien in weniger stark reglementierten Börsensegmenten notierte Gesellschaft sollte nach unserer Ansicht von den Erleichterungen profitieren können, die mit dem Wegfall von gesetzlichen Pflichten zur Veröffentlichung der Zwischenmitteilungen für das erste und dritte Geschäftsjahresquartal verbunden sind. Hierzu wird verwiesen auf die entsprechende Lockerung von gesetzlichen Vorgaben zur unterjährigen Finanzberichterstattung, die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 durch das Gesetz zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie vom 20. November 2015 erfolgt ist.
Nach Nummer 7.1.2 Satz 3 des Kodex sollen der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende sowie die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.
Aachen, im Januar 2020
SCHUMAG Aktiengesellschaft
Der Aufsichtsrat
Der Vorstand
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die SCHUMAG AG befindet sich trotz einer Vielzahl realisierter Restrukturierungsmaßnahmen nach wie vor in einer nicht einfachen Situation. Wichtige Teilziele zur Stabilisierung des Unternehmens wurden erreicht. Die Personalkosten wurden schnell und erheblich gesenkt, die finanzielle Ausstattung gestärkt, ein Erneuerungsprogramm für die IT sowohl für die Infrastruktur als auch in ein neues ERP-System gestartet. Viele Altlasten wurden bereinigt, an entscheidenden Stellen neues Personal eingesetzt und auch in der Produktion die umfassende Modernisierung der SCHUMAG gestartet, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen. Alle diese wichtigen Schritte zur dauerhaften Stabilisierung der Gesellschaft wurden vom Aufsichtsrat eng begleitet.
Überblick über die Tätigkeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018/19 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben vollumfänglich wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit kontinuierlich überwacht. Maßstab für die Überwachung waren insbesondere die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung des Vorstands sowie die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzlage, die Unternehmensplanung (namentlich Investitions-, Personal- und Finanzplanung), der Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Risikolage und das Risikomanagement sowie der Halbjahresbericht. Wesentlich waren auch die notwendigen, über ein normales Maß hinausgehenden Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Krise. Auf Grundlage der Berichte haben wir uns mit der Lage und der Entwicklung von Gesellschaft und Konzern sowie den Geschäftsvorfällen im Geschäftsjahr 2018/19 intensiv befasst.
Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden im Einzelnen diskutiert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert. Die vorgelegten Berichte haben wir auf ihre Plausibilität überprüft und mit dem Vorstand, soweit notwendig, diskutiert. Darüber hinaus haben wir uns vom Vorstand ergänzende Informationen geben lassen. Die Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung der Gesellschaft, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, die Leistungsfähigkeit der Unternehmensorganisation und deren Wirtschaftlichkeit hat der Aufsichtsrat als gegeben erachtet.
Über Beschlussvorschläge des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung entschieden.
Sitzungen
Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2018/19 vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt (am 25. Januar 2019, 12. April 2019, 30. April 2019 und 16. September 2019). Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren haben im Geschäftsjahr nicht stattgefunden.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und einzelne, besonders fachkundige Mitglieder des Aufsichtsrats hatten über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen, wöchentlichen Kontakt zum Vorstand. Der Vorstand informierte dabei unmittelbar und zeitnah über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die Maßnahmen zur strategischen Geschäftsausrichtung.
Beratungsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2018/19
Die Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr 2018/19 umfassten neben der laufenden Begleitung der Geschäftsentwicklung und -planung insbesondere Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sowie solche zur Stabilisierung und Verbesserung der Finanzierung von Gesellschaft und Konzern.
Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Abhängigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2017/18, der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/18 sowie die Verabschiedung der Erklärung zur Unternehmensführung, des Corporate Governance Berichts und die Verabschiedung der Entsprechenserklärung waren in der Sitzung vom 25. Januar 2019 die Beratungsschwerpunkte. Der Aufsichtsrat billigte den durch den Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017/18. Weiterhin befassten wir uns im Wesentlichen mit der Beauftragung des von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfers, den wirtschaftlichen Eckdaten, der Liquiditätssituation der Gesellschaft sowie der operativen Unternehmensplanung. Vor der Beschlussfassung über den Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat dessen Unabhängigkeit überprüft und die Auftragskonditionen erörtert.
In der Sitzung am 12. April 2019 befassten wir uns im Wesentlichen mit der aktuellen Krise der Gesellschaft. Ursache der Krise sowie die notwendigen Maßnahmen zur Überwindung dieser wurden intensiv diskutiert. Insbesondere wurde über den anstehenden Personalabbau in Form eines Sozialplans beraten sowie notwendige Maßnahmen zur Stützung der Liquidität der Gesellschaft besprochen. Wesentlicher Punkt war in diesem Zusammenhang die Diskussion über den Kauf der Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus durch eine von den Mehrheitsaktionären getragene Gesellschaft. Diesem Vorgehen wurde einstimmig zugestimmt.
Die Sitzung des Aufsichtsrats am 30. April 2019 befasste sich schwerpunktmäßig mit der aktuellen Situation der Gesellschaft. Der Vorstand berichtete über den aktuellen Stand und die eingeleiteten Maßnahmen. Die Diskussion wurde intensiv geführt und auch Herr Dr. Prang, ein erfahrener externer Berater, hinzugezogen. Die wesentlichen Maßnahmen, die verabschiedet wurden, waren die Durchführung eines Sozialplans und der Verkauf der Immobilie des ehemaligen Maschinenbaus, um der Gesellschaft zum einen Liquidität zuzuführen und zum anderen die Kosten zu senken.
Am 16. September 2019 fand die nächste Sitzung des Aufsichtsrats statt. Hier ging es ganz wesentlich um den Forecast für das Geschäftsjahr 2018/19 sowie den Stand der Umsetzungen der Maßnahmen zur Stabilisierung der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat ging detailliert auf die Ausführungen des Vorstands ein und besprach die Punkte intensiv. Als weiterer Tagesordnungspunkt wurde die Planung für 2019/20 - 2021/22 erläutert, diskutiert und verabschiedet. Die Planung wurde detailliert vorgestellt, hinterfragt und Punkt für Punkt durchgesprochen. Kontrovers wurden Chancen und Risiken diskutiert. Anschließend wurde die Planung einstimmig verabschiedet.
Ausschüsse
In Wahrnehmung seiner Aufgaben hatte der Aufsichtsrat in der Sitzung vom 16. September 2019 beschlossen, einen Wirtschaftsausschuss zu bilden, dem Frau Noöl, Herr Daniel und Herr Libeaux angehören. Der Wirtschaftsausschuss hat die Aufgabe, die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft sowie die Liquiditätssituation in enger Abstimmung mit dem Vorstand laufend zu überwachen. Hierzu stellt der Vorstand dem Wirtschaftsausschuss wöchentlich eine Liquiditätsplanung und -übersicht zur Verfügung. Bis zum Ende des Berichtsjahrs am 30. September 2019 hat der Wirtschaftsausschuss keine Sitzungen abgehalten. Weitere Ausschüsse wurden ansonsten nicht gebildet.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2018/19 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Hierbei hat er auch die Effizienz seiner Arbeit überprüft, namentlich die Frequenz seiner Sitzungen, deren Vorbereitung und Durchführung sowie die Informationsversorgung. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Januar 2020 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Die SCHUMAG Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017. Der Bericht zur Corporate Governance und die Erklärung zur Unternehmensführung sowie der nicht finanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2018/19, auf die im Übrigen verwiesen wird, wurden erörtert und vom Aufsichtsrat per Umlaufbeschluss im Januar sowie Februar 2020 einstimmig genehmigt.
Jahres- und Konzernabschluss
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 30. September 2019, der zusammengefasste Lagebericht für die Aktiengesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2018/19 (der den erläuternden Bericht zu den Angaben nach § 315b Abs. 1 HGB umfasst) sowie die Buchführung und das Risikomanagementsystem wurden durch die von der Hauptversammlung am 29. Mai 2019 zum Abschlussprüfer bzw. Konzernabschlussprüfer gewählte Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat.
Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, das nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet ist, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2018/19 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 27. April 2020 umfassend diskutiert. Prüfungsschwerpunkte waren hinsichtlich des Jahres-sowie des Konzernabschlusses jeweils die periodengerechte Umsatzrealisierung sowie die wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern) aufgrund der massiven Umsatzeinbrüche im letzten Geschäftsjahr und den daraus resultierenden Schwierigkeiten.
In der Bilanzsitzung am 27. April 2020 erläuterten die Vertreter des Abschlussprüfers ausführlich den Inhalt des jeweiligen Prüfungsberichts zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft anhand einer zusammenfassenden Präsentation und stellten außerdem die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts vor. Die Prüfungsberichte mit den Bestätigungsvermerken des Abschlussprüfers lagen vor. Dabei hat das Gremium die vorliegenden Unterlagen mit den Vertretern des Abschlussprüfers sowie dem Vorstand besprochen und erörtert.
Gegenstand der Erörterungen mit Abschlussprüfer und Vorstand waren insbesondere Einzelfragen zu Bilanzansätzen und zur Bewertung sowie zu Prüfungsschwerpunkten und das interne Kontrollsystem. Zudem wurde die Richtigkeit und Vollständigkeit der bilanziellen Abbildung der im Geschäftsjahr eingeleiteten Restrukturierungsvorgänge, die im Hinblick auf die oben aufgeführte Fortführungsthematik des Unternehmens von besonderer Bedeutung war, besonders ausgiebig besprochen. Im Anschluss erfolgten die Beschlüsse über die Billigung der Abschlüsse und über den vorliegenden Bericht des Aufsichtsrats.
Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat am 27. April 2020 den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018/19 der SCHUMAG Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der SCHUMAG Aktiengesellschaft ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Im Geschäftsjahr 2018/19 ergaben sich in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats folgende Veränderungen.
Durch jeweilige Amtsniederlegung sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden mit Wirkung zum 29. Mai 2019 Herr Peter Koschel und mit Wirkung zum 27. September 2019 der Arbeitnehmervertreter Herr Ralf Marbaise. Durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2019 wurde Herr Yves Noël (für den ausgeschiedenen Herrn Peter Koschel) in den Aufsichtsrat nachgewählt.
Herr Ralf Marbaise war bis zum 30. April Vorsitzender des Aufsichtsrats und seitdem bis zu seinem Ausscheiden stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Seit dem 30. April 2019 wird der Aufsichtsrat von Herrn Dirk Daniel geleitet, der bis zum 29. April als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats fungierte. Mit Wirkung zum 14. Oktober 2019 wählte der Aufsichtsrat dann Herrn Karl Libeaux zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.
Mit Wirkung zum 20. Januar 2020 wurde Herr Ralph Schnitzler durch Beschluss des Amtsgerichts Aachen zum weiteren Mitglied des Aufsichtsrats als Arbeitnehmervertreter (für den ausgeschiedenen Herrn Ralf Marbaise) bestellt.
In der Zusammensetzung des Vorstands ergaben sich im Berichtsjahr ebenfalls Änderungen. Mit Wirkung zum 1. Dezember 2018 wurde Herr Johannes Wienands zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt und Herr Dr. Johannes Ohlinger zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt. Der Vorstandsdienstvertrag von Herrn Dr. Ohlinger wurde dann einvernehmlich zum 8. März 2019 aufgelöst. Seitdem führt Herr Johannes Wienands das Unternehmen als Alleinvorstand.
Der Aufsichtsrat dankt an dieser Stelle ganz besonders allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der SCHUMAG Aktiengesellschaft.
Aachen, 27. April 2020
Der Aufsichtsrat
Dirk Daniel, Vorsitzender des Aufsichtsrats
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