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Schumag AG

Annual Report Mar 10, 2011

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Annual Report

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Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2009 bis zum 30.09.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Jahr 2009 war durch eine weltweite Wirtschaftskrise gekennzeichnet, deren Ausmaß als historisch bezeichnet wird. Während das globale Bruttoinlandsprodukt um 0,9 % sank, betrug der Einbruch im Euroraum 4,1 % und in Deutschland sogar 4,7 %. Begleitet wurde diese Krise davon, dass der Finanzmarkt immer weniger in der Lage war, notwendige Finanzierungen der Wirtschaft zu gewährleisten. Massive staatliche Einflussnahme mit unterschiedlichsten Maßnahmen im In- und Ausland verhinderte das Kollabieren der Gesamtwirtschaft.

Das erste Halbjahr 2010 stand - insbesondere in Deutschland - im Zeichen eines allgemein unerwarteten Aufschwungs, der maßgeblich von den Schwellenländern ausging. Wachstumsprognosen der Bundesregierung erwiesen sich als zu bescheiden. Sowohl bei der Investitionsgüter- als auch bei der Verbrauchsgüterindustrie haben die Rationalisierungsmaßnahmen der letzten Jahre Erfolg gezeigt. Für das Kalenderjahr 2010 geht das IfW in seinem Herbst-Bericht für Deutschland von einem Wirtschaftswachstum von 3,4 % sowie einem Rückgang der Arbeitslosenzahl auf unter drei Millionen aus. Das Wachstum für den Euroraum wird mit 1,6 %, das für die Weltkonjunktur mit 4,7 % prognostiziert.

Bedeutende Märkte für Schumag sind der Nutzfahrzeugmarkt sowie die Medizintechnik.

Die Automobilindustrie durchlebte in 2009 eine ihrer schwersten Krisen. Die Weltnachfrage ging um 13,0 % zurück. Die exportstarke deutsche Automobilindustrie verzeichnete Rückgänge von 9,2 % bei PKW und 50,5 % bei Nutzfahrzeugen. In 2009 sind im Vergleich zum Vorjahr die Umsätze der Automobilzulieferer um bis zu 50 %, bei schweren Nutzfahrzeugen sogar bis zu 65 % eingebrochen. Ab Ende 2009 setzte jedoch ein Nachholbedarf ein, der im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres 2009/10 zu einem stetigen Auftragseingang- und Umsatzwachstum führte.

Der Markt für Medizintechnik sank geringfügig in 2009, während es im Verlauf des Jahres 2010 zu einer Erholung kam.

GESCHÄFTSVERLAUF

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Eckdaten 30.09.2010 30.09.2009 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Präzisionsmechanik 51,7 100,0 18,1 62,6 33,6 185,6
Maschinenbau 0,0 0,0 10,8 37,4 - 10,8 - 100,0
51,7 100,0 28,9 100,0 22,8 78,9
Umsatz
Präzisionsmechanik 44,4 99,3 33,8 49,2 10,6 31,4
Maschinenbau 0,3 0,7 34,9 50,8 - 34,6 - 99,1
44,7 100,0 68,7 100,0 - 24,0 - 34,9
Auftragsbestand
Präzisionsmechanik 29,5 100,0 22,2 65,1 7,3 32,9
Maschinenbau 0,0 0,0 11,9 34,9 - 11,9 - 100,0
29,5 100,0 34,1 100,0 - 4,6 - 13,5

Präzisionsmechanik

Die Präzisionsmechanik stellt den Kernbereich der Gesellschaft dar. In der 180-jährigen Firmengeschichte hat sich Schumag zu einem Unternehmen entwickelt, dessen Know-how in vielen Technologien richtungweisend ist.

Nachdem das Geschäftsjahr 2008/09 erheblich durch die Wirtschaftskrise belastet war, konnte im Berichtsjahr der Auftragseingang um 186 % gesteigert werden. Der Umsatz stieg um 31 %, wobei die Erholung erst im Verlauf des zweiten Geschäftshalbjahres eingetreten ist. Grundlage hierfür war eine deutlich gestiegene Nachfrage der Kunden, die während der Krise ihre Läger abgebaut haben. Das Umsatzwachstum repräsentiert im Wesentlichen die Nachholung der von Kunden vor der Krise avisierten Projekte und Produktabrufe. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird dieser Nachholeffekt bis in die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2010/11 reichen.

Als Reaktion auf das sich kurzfristig ergebende Auftragswachstum mit erheblichen Stückzahlen wurde die Anzahl der Leiharbeitnehmer von 3 auf 179 erhöht. Die Auslastung der vorhandenen Maschinenkapazitäten stieg um 40 %. Im Geschäftsjahr 2008/09 stillgelegte Maschinen wurden weitestgehend wieder in Betrieb genommen. Durch die bessere Kapazitätsauslastung war die Produktion im Vergleich zum Vorjahr insgesamt deutlich wirtschaftlicher, ohne dass nennenswerte Investitionen getätigt werden mussten.

Der sprunghafte Anstieg der Nachfrage führte zu deutlichen Engpässen bei der Rohmaterialbeschaffung. Dennoch konnte Schumag die Produktion aller Aufträge durchführen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 wurde mit der Investitionsfreigabe zum Bau einer 5.000 qm großen Produktionshalle eine strategische Entscheidung zur Optimierung der Produktionsprozesse getroffen. Hier sollen künftig auf Basis modernster Fertigungskonzepte wichtige Teilprozesse der Präzisionsteile-Produktion angesiedelt werden. Das bisherige Investitionsvolumen beläuft sich zum 30. September 2010 auf EUR 2,1 Mio.

Die deutliche Belebung der Nachfrage sowie die Ausweitung der Produktion ab Ende 2009 stellte für die Gesellschaft eine große Herausforderung dar, da in beträchtlichem Umfang eine Vorfinanzierung erforderlich war und durch die Belastungen des Krisenjahres bedeutsame interne Finanzmittel nicht mehr zur Verfügung standen.

Anlagentechnik

Um die Geschäftslinie Anlagentechnik weiter verfolgen zu können, wurde die Schumag BR Energy GmbH zusätzlich mit einem Gesellschafterdarlehen von EUR 1,5 Mio ausgestattet. Der „konventionelle“ Geschäftsbereich befasst sich vor allem mit Serviceleistungen und Komponentenentwicklung im Bereich des osteuropäischen Anlagen- und Komponentenbaus.

Im Berichtsjahr ist es durch die Hereinnahme eines Serviceauftrags über EUR 0,9 Mio gelungen, den ersten Schritt des geplanten Markteintritts zu vollziehen. Die hieraus erwirtschafteten Deckungsbeiträge sind jedoch noch nicht befriedigend. Der erfolgreiche Abschluss der Markteintrittsphase, gemessen an wesentlichen Auftragseingängen im zweistelligen Millionenbereich, wird branchenbedingt voraussichtlich in zwei bis vier Jahren erfolgen.

Durch die erfolgreichen Ergebnisse eines Pilotprojektes werden die Chancen, zeitnah im osteuropäischen Markt Fuß zu fassen, verbessert. Umsatz wurde im Geschäftsjahr nur in geringem Umfang realisiert.

Im Rahmen der erfolgreichen Abwicklung des Pilotprojekts wurde das im letzten Geschäftsjahr erworbene und vom TÜV begutachtete Know-how-Paket zur Konzeptionierung und Konstruktion eingesetzt.

Das Geschäftsjahr war im Wesentlichen vom weiteren Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten und Dienstleistern geprägt, um am Markt für Rohstoffförderungen künftig erfolgreich anbieten zu können.

Auch in 2009/10 sind im Wesentlichen Kosten der Marktexploration angefallen. Investitionen in Sachanlagen sind von untergeordneter Bedeutung.

Neben dem konventionellen Geschäft wurden bei der Schumag BR Energy GmbH erste Aktivitäten zum Aufbau eines Bereiches “Regenerative Energien“ unternommen. Ziel ist es, noch im Laufe des Geschäftsjahrs 2010/11 aus der Projektabwicklung bei dem Aufbau von Photovoltaikkraftwerken einen nennenswerten Umsatz zu generieren.

Die Finanzierung erfolgt nach wie vor ausschließlich über die Muttergesellschaft.

Um ihr Produktportfolio auszuweiten, steht auch die Schumag AG in intensiven Verhandlungen mit neuen Geschäftspartnern. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Ziel, den Standort Aachen, an dem die Gesellschaft beheimatet ist, zu einem Standort für die Produktion und Vermarktung von regenerativen Energietechnologien zu entwickeln. In diesem Zusammenhang sind Aufwendungen, insbesondere für die Marktanalyse und den Aufbau des Geschäftsfelds, in Höhe vom EUR 0,5 Mio entstanden.

Maschinenbau

Mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 wurde der wesentliche Teil des Geschäftsbereichs Maschinenbau an die SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, veräußert. Die zum Veräußerungszeitpunkt vorhandenen Maschinenbauaufträge sind zunächst bei der Schumag AG verblieben und wurden im Wege der Geschäftsbesorgung durch die SMS Schumag GmbH & Co. KG (SMS Schumag) abgewickelt. Mit Wirkung zum 30. November 2009 wurden die restlichen Auftragsbestände in Höhe von EUR 11,6 Mio sowie das restliche, dem Maschinenbau zuzuordnende Vermögen auf die SMS Schumag übertragen. Der Geschäftsbesorgungsvertrag wurde beendet. Aktivitäten des Bereichs Maschinenbau beschränkten sich bei der Schumag AG daher nur noch auf Restabwicklungen bis in das Jahr 2010 hinein.

Die SMS Schumag führt die Produktion auf dem Betriebsgelände der Schumag AG in Aachen fort und hat dazu die notwendigen Produktionshallen sowie Büroräume auf zunächst 10 Jahre angemietet.

Aktienrückkaufangebot

Der Vorstand der Schumag AG hat - ermächtigt durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 - mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Aktionären am 17. September 2009 ein öffentliches Aktienrückkaufangebot zum Erwerb ihrer Aktien zum Preis von je EUR 6,00 unterbreitet. Das Aktienrückkaufangebot war begrenzt auf maximal 400.000 Aktien. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden 280.193 Aktien, im Geschäftsjahr 2009/10 weitere 53.333 Aktien angedient. Im Oktober 2009 wurden insgesamt 333.526 Aktien im Rahmen des Rückkaufangebotes erworben. Der Mittelabfluss betrug EUR 2,0 Mio.

Mit Aktienkaufvertrag vom 16. Juli 2010 wurden die eigenen Aktien von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft zu einem Kaufpreis von EUR 6,25 je Aktie erworben. Die Übertragung der Aktien erfolgte zur Teilerfüllung der sich aus dem ERA-Anpassungsfonds ergebenden Ansprüche der Arbeitnehmer.

Veränderungen im Vorstand

Herr Peter Nicolaus Heinen fungierte bis zum Ablauf seines Mandates am 3. Juni 2010 als Alleinvorstand. Zum 4. Juni 2010 wurde Herr Steffen Walpert zum Alleinvorstand berufen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Schumag AG angewendet werden.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Schumag AG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütung richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich auch direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell vereinbart.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2006 unterbleiben die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG verlangten individualisierten Angaben aller Bezüge der Vorstandsmitglieder.

Die Bezüge des Vorstands zeigt die folgende Übersicht:

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2009/2010

EUR
2008/2009

EUR
Feste Vergütungen 409.491,02 416.909,14
Variable Vergütungen 50.000,00 304.000,00
Bezüge Vorstand (gesamt) 459.491,02 720.909,14

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands betragen zum 30. September 2010 wie im Vorjahr EUR 0,00.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 628.993,76 (Vorjahr EUR 1.403.839,80).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind EUR 6.529.114,00 (Vorjahr EUR 6.534.991,00) zurückgestellt.

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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2009/2010 2008/2009
feste Vergütungen

EUR
sonstige Auslagen

EUR
Bezüge gesamt

EUR
feste Vergütungen

EUR
sonstige Auslagen

EUR
Bezüge gesamt

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
Heinz-Peter Heinen 6.144,03 7.098,10 13.242,13 2.604,75 0,00 2.604,75
Frank Jokisch 994,18 0,00 994,18 0,00 0,00 0,00
Konstantinos Kazinakis 0,00 0,00 0,00 1.471,39 0,00 1.471,39
Peter Koschel 11.234,23 62.896,11 74.130,34 9.017,21 13.837,85 22.855,06
Prof. Dr. Sebastian Krause 0,00 0,00 0,00 2.902,50 0,00 2.902,50
Ralf Marbaise 7.655,18 1.255,44 8.910,62 7.158,09 3.379,32 10.537,41
Jürgen Milion 7.158,09 299,33 7.457,42 7.158,09 3.477,07 10.635,16
Peter Münch 994,18 0,00 994,18 0,00 0,00 0,00
Dr. Frank Nikolaus 6.163,91 500,00 6.663,91 1.789,52 0,00 1.789,52
Dr. Johannes Ohlinger 12.288,05 3.550,79 15.838,84 12.874,62 3.632,80 16.507,42
Dr. Dietmar Schallwich 0,00 0,00 0,00 7.436,46 3.772,14 11.208,60
Alexander von Ungern-Sternberg 994,18 0,00 994,18 0,00 0,00 0,00
53.626,03 75.599,77 129.225,80 52.412,63 28.099,18 80.511,81

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in der Anlage 3 zum Anhang aufgeführt.

Angaben nach § 289 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB

Das gezeichnete Kapital der Schumag AG zum 30. September 2010 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der Schumag AG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

3.168.136 Aktien, entsprechend 79,2 % vom Grundkapital, sind beim Amtsgericht Krefeld hinterlegt, so dass die Stimmrechte nicht ausgeübt werden können.

Die Angaben gem. § 289 Abs. 4 Nr. 3 sind im Anhang innerhalb der Ausführungen zum Eigenkapital (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung) enthalten.

Aufgrund eines Aktienkaufvertrages vom 16. Juli 2010 wurden die im Oktober 2009 im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von der Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien, insgesamt 333.526 Stück, entsprechend 8,34 % vom Grundkapital, von Herrn Norbert Thelen als Treuhänder für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben. Herr Norbert Thelen nimmt die Kontroll- und Stimmrechte als Treuhänder für die Arbeitnehmer wahr.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z.B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich Investor Relations / Corporate Governance veröffentlicht.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Zurzeit besteht weiterhin ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. gemeldeten Stimmrechtsanteil in Höhe von 79,2 % zuzuordnen sind. Die Aktien sind seit September 2009 beim Amtsgericht Krefeld (Aktenzeichen 85 HL 148/09) hinterlegt. Das Aktienpaket ist seitdem von der Stimmrechtsausübung ausgeschlossen, so dass zu unterstellen ist, dass die Abhängigkeitsvermutung nach § 17 Abs. 2 AktG zumindest für das Geschäftsjahr 2009/10 widerlegt ist. Daher war für dieses Geschäftsjahr auch kein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG zu erstellen. Somit kann auch nicht die Erklärung gem. § 312 Abs. 3 AktG wiedergegeben werden.

Unabhängig von der Pflicht zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG weisen wir darauf hin, dass die Schumag AG im Geschäftsjahr 2009/10 mit eigenen Tochterunternehmen Rechtsgeschäfte zu angemessenen Gegenleistungen vorgenommen hat. Es wurden keine Maßnahmen zum Nachteil der Gesellschaft getroffen oder unterlassen.

ERTRAGSLAGE

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2009/2010 2008/2009 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 44,7 105,2 68,7 99,1 - 24,0 - 34,9
Gesamtleistung 42,5 100,0 69,3 100,0 - 26,8 - 38,7
Materialaufwand 17,4 40,9 46,8 67,5 - 29,4 - 62,8
Personalaufwand 23,9 56,2 33,2 47,9 - 9,3 - 28,0
Abschreibungen 5,0 11,8 3,6 5,2 1,4 38,9
Zinsergebnis 0,1 0,2 0,1 0,1 0,0 0,0
Außerordentliches Ergebnis 0,0 0,0 15,6 22,5 - 15,6 - 100,0
Übrige Aufwendungen/Erträge 7,3 17,2 7,7 11,1 - 0,4 - 5,2
Ergebnis vor Steuern - 11,0 - 25,9 - 6,3 - 9,1 - 4,7 74,6

Material und Personal

Die Reduzierung des Materialaufwands, sowohl absolut als auch bezogen auf die Gesamtleistung, resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung des Maschinenbaus. Insbesondere aufgrund des im Rahmen der Abwicklung des Sozialplans erfolgten Abbaus des durchschnittlichen Eigenpersonalbestands von 698 auf 498 Mitarbeiter konnte auch der Personalaufwand erheblich verringert werden. Der Personalkostenanteil an der Gesamtleistung stieg dagegen weiter an, was auf die notwendige Bereithaltung von Personal für die Abwicklung des erst im zweiten Geschäftshalbjahr stark ansteigenden Geschäftsvolumens zurückzuführen ist. Wegen des wachsenden Geschäftsvolumens wurde zudem die Anzahl der Leiharbeiter beginnend im Januar 2010 von 3 auf 179 erhöht. Der durchschnittliche Fremdpersonalbestand betrug 76 Mitarbeiter nach 39 Mitarbeitern im Vorjahr.

Ergebnis

Das Ergebnis vor Steuern verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,7 Mio auf EUR -11,0 Mio. Hierfür ist insbesondere die Situation im ersten Geschäftshalbjahr verantwortlich, in dem wir - in Erwartung einer Wiederbelebung der Nachfrage nach unseren Produkten - in bedeutendem Umfang Personal vorgehalten haben. Die ersten Monate unseres Geschäftsjahres waren noch deutlich von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise beeinflusst. Zudem wurde das Ergebnis durch außerplanmäßige Abschreibungen belastet, die wegen Erkenntnissen aus der im Dezember 2010 abgewickelten Sale-and-Lease-back-Transaktion wertaufhellend mit EUR 2,1 Mio zu berücksichtigen waren. Darüber hinaus sind in unserem neuen Geschäftsfeld „Regenerative Energien“ Aufwendungen für die Markterschließung in Höhe von EUR 0,5 Mio angefallen. Weiterhin konnten trotz deutlich gesunkener Gesamtleistung Gemeinkosten nicht im notwendigen Umfang vermindert werden.

Das Vorjahresergebnis wurde erheblich durch das außerordentliche Ergebnis aus dem Verkauf des Maschinenbaus gestützt. Ohne Berücksichtigung der außerordentlichen Effekte des Vorjahres konnte das Ergebnis um EUR 10,9 Mio verbessert werden. Im Geschäftsjahr 2009/10 betrug der Ertrag aus der Restabwicklung des Maschinenbauverkaufs EUR 0,3 Mio.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schumag haben auch im Geschäftsjahr 2009/10 einen großen Beitrag zum Fortbestand des Unternehmens geleistet. Dabei sind ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele im Besonderen zu erwähnen. Hieraus erzielen wir die hohe Qualität unserer Produkte, die insbesondere im Bereich der Präzisionsmechanik zu unserer starken Marktstellung führt. In Anerkennung dieser Leistungen und der besonderen Loyalität unserer Mitarbeiter erfolgte die Zusage einer Sondervergütung für alle Mitarbeiter im Oktober 2010.

Unser Leistungsspektrum geht weit über die Fertigung von Präzisions- und Normteilen hinaus. Durch unser spezielles Know-how sind wir in der Lage, den Kunden spezifische Produktionsprozesse anzubieten. Hieraus erwachsen auch unsere langjährigen, exzellenten Erfahrungen im Betriebsmittelbau.

Ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft ist der enge Kontakt zu unseren Kunden und unsere umfassende Kenntnis der entsprechenden Zielmärkte. Technische Entwicklungen zu erkennen und rechtzeitig Komplettlösungen anzubieten, ist nach unserer Philosophie eine Grundvoraussetzung zum erfolgreichen Handeln.

Umweltschutz liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir schon im Jahr 2007 mit dem Aufbau eines Umwelt-Management-Systems nach ISO 14401 begonnen. Neuinvestitionen werden auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft. Auf den Dächern unserer Produktionshallen in Aachen wird zurzeit auf einer Fläche von ca. 16.000 qm eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von bis zu 1,8 Megawatt montiert, die emissionsfrei Strom erzeugt.

FINANZLAGE

Das Finanzmanagement des Schumag-Konzerns erfolgt zentral über die Schumag AG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen.

Die finanzielle Situation war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr in besonderem Maße angespannt. Benötigte Finanzmittel wurden aus der Nutzung von Factoring beschafft. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Darüber hinaus sind wir im Gespräch mit Banken sowie Leasing- und Factoringgesellschaften, um weitere Finanzierungen, die das geplante Unternehmenswachstum unterstützen sollen, zu erhalten.

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Kapitalflussrechnung 2009/2010

EUR Mio
2008/2009

EUR Mio
Veränderung

EUR Mio
Jahresfehlbetrag/-überschuss vor außerordentlichen Posten - 11,0 - 21,9 10,9
Abschreibungen 5,0 3,6 1,4
Veränderung Rückstellungen - 1,5 - 1,2 - 0,3
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge - 0,8 0,0 - 0,8
Ergebnis aus Abgängen des Anlagevermögens 0,0 - 0,1 0,1
Veränderung Vorräte (Brutto) 3,1 2,6 0,5
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto) - 1,0 1,2 - 2,2
Veränderung übrige Aktiva 1,2 - 2,1 3,3
Veränderung Erhaltene Anzahlungen 0,0 - 5,6 5,6
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,6 - 3,1 3,7
Veränderung übrige Passiva - 2,4 2,1 - 4,5
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (Sozialplan) - 4,6 - 2,8 - 1,8
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit - 11,4 - 27,3 15,9
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 0,0 0,4 - 0,4
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen - 3,1 - 5,3 2,2
Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition - 1,5 0,0 - 1,5
Einzahlungen aus außerordentlichen Posten (Verkauf Maschinenbau) 11,5 32,1 - 20,6
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 6,9 27,2 - 20,3
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 1,0 0,0 1,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 0,0 - 2,0 2,0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit 1,0 - 2,0 3,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 3,5 - 2,1 - 1,4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5,0 7,1 - 2,1
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1,5 5,0 - 3,5

Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln.

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 15,9 Mio deutlich verbessert. Dies ist insbesondere auf den Cash-Effekt aus dem besseren operativen Ergebnis (EUR +10,9 Mio) zurückzuführen. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich auf EUR 2,1 Mio.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit wurde wie im Vorjahr vor allem durch den Cash-Effekt aus dem außerordentlichen Posten „Verkauf Maschinenbau“ (EUR +11,5 Mio) positiv beeinflusst. In dem Posten sind für das Geschäftsjahr 2009/10 insbesondere die finanziellen Auswirkungen aus dem Verkauf der zum 30. November 2009 noch verbliebenen Aufträge und des restlichen, dem Maschinenbau zuzuordnenden Vermögens enthalten. Die Nettoauszahlungen für Investitionen in Höhe von EUR 3,1 Mio beinhalten insbesondere Auszahlungen für die neue Halle (EUR 2,0 Mio). Weiterhin erfolgten Auszahlungen zur Finanzierung der Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH in Höhe von EUR 1,5 Mio, die im Posten „Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition“ ausgewiesen werden.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit erfolgte die Aufnahme eines Darlehens im Vorgriff auf eine im Dezember 2010 abgewickelte Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich des Maschinenparks in Höhe von EUR 1,0 Mio. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum 30. September 2010 nicht.

VERMÖGENSLAGE

Aktiva

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30.09.2010 30.09.2009 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 17,0 37,9 16,9 23,5 0,1 0,6
Vorräte 10,9 24,3 20,1 27,9 - 9,2 - 45,8
Forderungen Lieferungen und Leistungen 6,4 14,3 13,0 18,1 - 6,6 - 50,8
Flüssige Mittel 1,5 3,3 5,0 6,9 - 3,5 - 70,0
Übrige Aktiva 9,0 20,1 17,0 23,6 - 8,0 - 47,1
44,8 100,0 72,0 100,0 - 27,2 - 37,8
Passiva
30.09.2010 30.09.2009 Veränderung
EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio %
Eigenkapital 15,6 34,8 26,6 36,9 - 11,0 - 41,4
Rückstellungen 23,3 52,0 36,7 51,0 - 13,4 - 36,5
Verbindlichkeiten 4,3 9,6 6,6 9,2 - 2,3 - 34,8
Übrige Passiva 1,6 3,6 2,1 2,9 - 0,5 - 23,8
44,8 100,0 72,0 100,0 - 27,2 - 37,8

Auch die Entwicklung der Vermögenslage wurde entscheidend geprägt durch die Veräußerung der zum 30. November 2009 noch verbliebenen Maschinenbau-Aufträge und des restlichen, dem Maschinenbau zuzuordnenden Vermögens.

Das Anlagevermögen erhöhte sich geringfügig um EUR 0,1 Mio. Die Zugänge zum Anlagevermögen lagen mit insgesamt EUR 5,1 Mio leicht unter denen des Vorjahres (EUR 5,4 Mio), im Wesentlichen erfolgten Investitionen in die Errichtung der neuen Produktionshalle (EUR 2,0 Mio) sowie in den IT-Bereich (EUR 0,7 Mio). Zudem wurde das der Schumag Romania S.R.L. im Geschäftsjahr 2004/05 gewährte Darlehen in Eigenkapital umgewandelt, was zu einer Erhöhung des Finanzanlagevermögens um EUR 2,0 Mio führte. Die Abschreibungen stiegen insbesondere aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibungen um insgesamt EUR 1,4 Mio auf EUR 5,0 Mio an.

Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur werden seit dem Geschäftsjahr 2004/05 außerbilanzielle Finanzierungsformen in Form von Leasinggeschäften genutzt. Die Leasinggeschäfte haben zum 30. September 2010 ein Gesamtvolumen von EUR 2,6 Mio bei einer Laufzeit von in der Regel 36 bis 48 Monaten.

Die Reduzierung des Vorratsvermögens ist insbesondere auf die Veräußerung der Vorräte des Maschinenbaus (EUR -6,0 Mio) sowie den Abbau des präzisionsmechanischen Fertigwarenlagers (EUR -2,7 Mio) zurückzuführen.

Durch den Abgang der Maschinenbau-Forderungen verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 7,6 Mio. Dagegen erhöhten sich die Forderungen der Präzisionsmechanik aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 1,0 Mio, obwohl Forderungen mit einem Volumen von EUR 2,6 Mio an eine Factoringgesellschaft verkauft wurden.

Die übrigen Aktiva reduzierten sich überwiegend dadurch, dass die Bankguthaben, die zur Absicherung der für die Restabwicklung des Maschinenbaus benötigten Avale verpfändet werden mussten, nach Veräußerung der verbliebenen Aufträge freigegeben wurden (EUR -5,7 Mio). Ein weiterer Grund liegt im Verkauf der eigenen Aktien (EUR -1,7 Mio).

Das Eigenkapital der Schumag AG verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag auf EUR 15,6 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 34,8 %.

Der Abbau der Rückstellungen resultiert größtenteils aus der Übertragung der dem Maschinenbau zugehörigen Rückstellungen im Rahmen der Veräußerung der verbliebenen Aufträge an die SMS Schumag (EUR -5,5 Mio). Zudem trugen vor allem die Abwicklung des Sozialplans (EUR -5,6 Mio) sowie die Verrechnung des Kaufpreises für den Verkauf der eigenen Aktien mit der Rückstellung für den ERA-Anpassungsfonds (EUR -2,1 Mio) zur Reduzierung bei.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich insbesondere durch die Auswirkungen aus der Veräußerung der verbliebenen Maschinenbau-Aufträge (EUR -2,1 Mio) sowie durch die Begleichung der im Vorjahr für den Kauf der eigenen Anteile passivierten Verbindlichkeit (EUR -1,7 Mio). Gegenläufig wirkte sich die Aufnahme eines Darlehens über EUR 1,0 Mio aus.

Die Übrigen Passiva beinhalten die vorausbezahlten abgegrenzten Mieterträge von der SMS Schumag.

GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Trotz verbesserter Ertragslage im Kernbereich der Gesellschaft ist es aufgrund der Nachwirkungen des krisenbedingten Auftrags- und Umsatzeinbruchs nicht gelungen, das Gesamtergebnis gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. Dabei gibt es im Bereich des Betriebsergebnisses Erfolge zu verzeichnen. Dem Wegfall der Umsätze aus dem veräußerten Maschinenbaubereich stehen überproportional gesunkene Materialaufwendungen gegenüber. Auf der Aufwandsseite spielen vor allem die Bereithaltung von Personal, außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf sowie Kosten der Erschließung neuer Geschäftsfelder eine bedeutende Rolle. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis durch außerordentliche Effekte in einer Größenordnung von EUR 15,6 Mio gestützt wurde.

In der zweiten Hälfte des abgelaufenen Geschäftsjahres ist eine deutliche Verbesserung der Auftragssituation auszumachen. Hierbei handelt es sich allerdings zum größten Teil um die Nachholung von Aufträgen, die vor Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise von uns schon planerisch erfasst worden waren. Diese Entwicklung führte dazu, dass das Ergebnis im zweiten Geschäftshalbjahr gegenüber dem Halbjahresergebnis zum 31. März 2010 um über 20 %, ohne Berücksichtigung der außerplanmäßigen Abschreibung sogar um über 50 % verbessert werden konnte. Nennenswertes Neukundengeschäft ist nicht zu verzeichnen.

Die Vermögenslage ist gekennzeichnet durch einen deutlichen Abbau von Aktiva. Dies hängt im Wesentlichen mit dem Verkauf der zum 30. November 2009 noch verbliebenen Maschinenbauaufträge an die SMS Schumag zusammen. Im Bereich des Umlaufvermögens kommt es im Vorjahresvergleich zu einer Halbierung.

Auf der Passivseite zeigt sich neben dem Rückgang der Rückstellungen, der ebenfalls vor allem auf die Abwicklung des Maschinenbauverkaufs zurückzuführen ist, eine deutliche Reduzierung des Eigenkapitals. Innerhalb der letzten zwei Geschäftsjahre hat sich dieses ergebnisbedingt nahezu halbiert.

Die Finanzlage konnte vor allem durch die Nutzung von Factoring stabil gehalten werden. Im Rahmen unserer Unternehmensplanung gehen wir von einer ausgeglichenen finanziellen Lage aus, das Eigenkapital wird sich vermutlich auf einem geringeren Niveau stabilisieren. Wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale werden zurzeit nicht gesehen.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Forschungsaktivitäten sind in unserer Branche von untergeordneter Bedeutung.

Die Entwicklungsschwerpunkte bei der Schumag liegen im Kernbereich der Präzisionsmechanik und konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen sowie auf die Schaffung neuer Produktionsverfahren.

Qualität

Im präzisionsmechanischen Bereich werden die Analysetools zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt.

In unserem modernen Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Weiterhin wurde das bestehende Qualitätssystem nach ISO TS 16949:2009 im November 2009 erfolgreich rezertifiziert. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist seit Februar 2009 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2000 rezertifiziert.

STEUERUNGSSYSTEM

Die Schumag AG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können.

Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mit dessen Hilfe permanent über relevante Kennzahlen informiert. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und zeitnah thematisiert werden.

Eine wichtige Steuerungsgröße ist die sog. “Wertschöpfungskennzahl“ (Wertschöpfung pro geleisteter Arbeitsstunde). Diese Kennziffer ist ein Indikator für die Produktivität der Fertigung im Kernbereich Präzisionsmechanik. Mangelnde Kapazitätsauslastung oder technische Probleme werden durch diese Kennzahl angezeigt.

Eine weitere zentrale Steuerungsgröße ist das EBIT. Mithilfe dieser Kennzahl wird der betriebliche Gewinn einzelner Quartale sowie Unternehmensbereiche miteinander vergleichbar.

RISIKOBERICHT

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Nach § 91 Absatz 2 AktG ist die Schumag AG verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu unterhalten. Für uns ist das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt.

Das Risikomanagementsystem setzt sich aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen.

Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager.

Ziel ist, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen.

Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z.B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip), Maßnahmen zur IT-Sicherheit.

Darüber hinaus wird unser Kontroll- und Risikomanagementsystem im Rahmen der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung beurteilt, soweit dieses für die Vermittlung eines möglichst genauen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Schumag von Bedeutung ist.

Dieser Risikobericht 2009/10 analysiert und erläutert die bis Ende des Aufstellungszeitraums erkennbaren wesentlichen zu überwachenden Risiken der Schumag AG und deren Tochtergesellschaften.

Absatzmarktrisiken

Schumag bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für Nutzfahrzeuge sowie Medizintechnik. Absatzmarktrisiken treten hierbei in unterschiedlicher Ausprägung auf. Während der Medizintechnikmarkt in seinem Nachfrageverhalten eine relative Konstanz aufweist, ist der Nutzfahrzeug-Sektor entscheidend von der weltwirtschaftlichen Gesamtlage beeinflusst.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sehen wir eine Risikokonzentration.

Da im osteuropäischen Anlagen- und Komponentenbau, in dem unsere Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH zurzeit schwerpunktmäßig tätig ist, von einem Markteintrittserfolg erst nach einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren auszugehen ist, kann der Erfolg aus den bislang investierten Mitteln derzeit nicht garantiert werden. Diese belaufen sich zurzeit auf insgesamt EUR 5,1 Mio.

Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst.

Im Verlauf des zweiten Halbjahres waren teilweise die betrieblichen Kapazitätsgrenzen erreicht.

Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Lage der Schumag im vorherigen sowie im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt dies auf eindrucksvolle Weise. Das Geschäftsjahr 2008/09 war geprägt durch nicht vorhersehbare Nachfragerückgänge auf den internationalen Märkten, insbesondere in der Automobilindustrie. Im Kernbereich Präzisionsmechanik kam es dadurch zu einem Umsatzrückgang von 46,1 % und den damit zusammenhängenden negativen Ergebniseinflüssen aufgrund nicht ausgelasteter personeller und maschineller Kapazitäten.

Die Struktur des Absatzmarktrisikos hat sich in dem Maße geändert, in dem es uns gelungen ist, unsere Produkte weiter zu diversifizieren. Da die Automotive-Industrie weiterhin unser bedeutsamstes Kundensegment darstellt, sind wesentliche Risikoabschwächungen gegenüber dem Vorjahr allerdings nicht zu verzeichnen.

Den immer noch vorhandenen Risiken aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die LKW-Zulieferindustrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken einzudämmen.

Aufgrund der Ungewissheiten im Hinblick auf die zukünftigen Auswirkungen der aus unserer Sicht noch latent existierenden weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung der Inlands- und Auslandsnachfrage zur Verfügung. Wir haben daher unsere weitere Unternehmensplanung in verschiedenen Szenarien durchgeführt, die zu unterschiedlichen Risikoausprägungen führen.

Im schlechtesten Fall rechnen wir mit moderaten Umsatzrückgängen gegenüber der vorliegenden Unternehmensplanung. Im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreszahlen wird der verbleibende Bereich Präzisionsmechanik allerdings selbst im schlechtesten Fall zusätzliche Umsatzsteigerungen verzeichnen.

Finanzrisiken

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch bei Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien. Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserve bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen. Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert. Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Ausfallrisiken betreibt Schumag ein konsequentes Forderungsmanagement.

Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür kann eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein.

Nachdem ab Dezember 2008 die Finanzierung der Schumag AG fast ausschließlich aus Eigenmitteln erfolgte, war im Frühjahr 2010 der Fortbestand der Schumag AG wegen der damaligen angespannten Liquiditätslage bedroht. Es wurde prognostiziert, dass ab Juli 2010 die Zahlungsfähigkeit der Schumag AG nur sichergestellt sei, wenn die zu diesem Zeitpunkt laufenden Verhandlungen über eine ausreichende Fremdfinanzierung der Gesellschaft erfolgreich zum Abschluss gebracht würden. Die bestandsgefährdende Bedrohung konnte dadurch überwunden, dass wir seit August 2010 Factoring betreiben und im selben Monat im Vorgriff auf eine im Dezember 2010 umgesetzte Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich des Maschinenparks ein Darlehen in Höhe von EUR 1,0 Mio erhalten haben. Auch die deutliche Verbesserung der Ertragslage trug zur Stabilisierung der Liquiditätslage bei.

Zur Liquiditätssicherung bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten. Neben der Sale-and-Lease-back-Transaktion können wir ab Januar 2011 auch das Factoringgeschäft weiter ausbauen.

Finanzierungsrisiken aus der weiteren Unternehmensplanung wurden anhand unterschiedlicher Szenarien überprüft. Die aktuelle Unternehmensplanung (most likely) geht für den Planungszeitraum der folgenden zwölf Monate von einer ausgeglichenen finanziellen Situation aus. Bei negativen Abweichungen gegenüber der Planung ist jedoch nicht auszuschließen, dass es aufgrund angespannter Liquidität zu einer Bedrohung des Fortbestands der Schumag AG kommt.

Sonstige Risiken

Beschaffungsmarktrisiken

Beschaffungsmarktrisiken strukturieren sich im Wesentlichen in Termin-, Mengen- und Preisrisiken. Im Bereich der stahlverarbeitenden Industrie ergibt sich seit Jahren insbesondere die Situation, dass die Schwellenländer China und Indien durch ihr Nachfrageverhalten in großem Maße Einfluss auf die oben genannten Risiken ausüben. Eine Besonderheit im Risikoprofil der Gesellschaft ergibt sich daraus, dass eine Vielzahl von Rohstoffen (insbesondere Speziallegierungen) ausschließlich bei einem oder wenigen Herstellern zu beschaffen sind.

Nachdem die Nachfrage nach Rohstoffen aufgrund der mit der Wirtschaftskrise verbundenen Produktionsrückgängen empfindlich zurückging und sowohl die Rohstoffproduzenten als auch die -händler hierauf mit Kapazitätsreduzierungen reagiert haben, ist es durch die sprunghaft angestiegene Nachfrage im Rahmen des plötzlichen Aufschwungs ab Ende 2009 zu deutlichen Lieferengpässen gekommen. Die Bedarfsplanung wird durch diese Entwicklung zunehmend erschwert. Im Zuge der konjunkturellen Erholung erhöhen sich seit einigen Monaten die Stahlpreise, während sich der Trend zu kurzfristigen Lieferverträgen verstärkt. Dies hat zur Folge, dass benötigte Rohstoffe teilweise erst mit deutlicher Verzögerung zur Verfügung stehen.

Eine Quantifizierung der Beschaffungsmarktrisiken ist kaum möglich, da diese letztlich dadurch gemessen werden, ob eine zugesagte Produktion hinsichtlich Menge, Qualität, Preis sowie Liefertermin anforderungsgerecht erfolgen kann. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind zahlreiche Produktionsaufträge wegen der genannten Lieferschwierigkeiten nicht entsprechend der Kundenvorstellungen abgearbeitet worden. Dennoch ist es in keinem Fall zu einer Auftragsstornierung gekommen, da aufgrund der hochspezialisierten Produkte nur wir wirtschaftlich als Produzent in Frage kommen. Wie in der gesamten Branche haben sich auch bei uns Lieferengpässe ergeben.

Die Risikostruktur sowie die Risikoausprägung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Es werden vermehrt Rahmenverträge mit Lieferanten geschlossen, die es auch ermöglichen sollen, die benötigten Materialien „just in time“ zu beziehen. Hieraus ergeben sich sowohl Chancen (verminderte Kapitalbindung) als auch Risiken (stärkere Lieferantenabhängigkeit).

Unverändert versuchen wir, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken. Bestandsgefährdende Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen nicht.

Es verstärkt sich die Tendenz, dass unsere Kunden direkt Preisverhandlungen mit unseren Rohstofflieferanten durchführen. In diesen Fällen resultiert hieraus eine Risikoreduktion.

Unter anderen Prämissen werden Preisrisiken an Bedeutung gewinnen. Dies zu managen, beispielsweise durch adäquate Absicherungsgeschäfte oder durch eine verbesserte Kommunikation zwischen Einkauf und Verkauf, ist Aufgabe des Risikomanagements im Beschaffungsbereich.

Infrastrukturrisiken

IT-Risiken nehmen aufgrund der immer weiter fortschreitenden Automatisierung in Verwaltung aber auch in der Produktion zunehmend eine strategische Bedeutung ein. Planung, Steuerung aber auch Kommunikation sind ohne funktionierende IT-Systeme kaum noch vorstellbar. Ein Totalausfall der Systeme führt im schlimmsten Fall zum vollkommenen Stillstand des Betriebes und ist somit von existenzieller Bedeutung.

Mit der Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP werden die Altsysteme ab dem Jahr 2011 schrittweise abgelöst.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in der Vergangenheit ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt

Die Risikostruktur ist gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert. Durch Abschaffung der Altsysteme versprechen wir uns eine deutliche Reduzierung der Risikoausprägung.

Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern.

Risiken aus Gerichtsprozessen

Risiken aus Gerichtsprozessen umfassen solche Risiken, die aufgrund geführter oder erwarteter Gerichtsverfahren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft haben können. Aus geführten Prozessen resultierende Risiken sind umfassend im Rahmen der Rückstellung für Prozessrisiken berücksichtigt worden. Die Bemessung dieser Risiken erfolgte in angemessener Weise auf Grundlage der Einschätzungen unserer rechtlichen Berater.

Übrige Risiken

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der Schumag bei Neuinvestitionen sowie hinsichtlich der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.

Steuerliche Risiken im Zusammenhang mit früheren steuerlichen Organschaften werden laufend überwacht.

NACHTRAGSBERICHT

Wir haben im Oktober 2010 einen Rahmenliefer- und Lizenzvertrag mit einer ausländischen Gesellschaft für regenerative Energien abgeschlossen. Hiernach sollen zukünftig durch die Schumag AG Funktions- und Sicherheitstests an Wechselrichtern durchgeführt werden, um die Erfüllung verschiedener DIN-Zulassungsnormen zu überprüfen. Aus dem Wechselrichtergeschäft konnten bisher bereits Umsatzerlöse in Höhe von EUR 0,9 Mio erzielt werden.

Im Oktober 2010 erfolgte zudem die Beauftragung einer Beratungsgesellschaft zur Erarbeitung von Finanzierungsmöglichkeiten auf dem russischen Bankenmarkt speziell zur Finanzierungen von Projekten aus dem konventionellen Geschäftsbereich der Anlagentechnik.

Im November 2010 wurden Vereinbarungen unterzeichnet, die ab Januar 2011 zusätzliches Factoringgeschäft ermöglichen.

Im Dezember 2010 wurde die Sale-and-Lease-back-Transaktion bezüglich unseres Maschinenparks abgewickelt. Neben der Verbesserung der Finanzlage konnte dadurch auch ein deutlicher Buchgewinn realisiert werden. Geschäftsjahresübergreifend stellt die Sale-and-Lease-back-Transaktion insgesamt einen erfolgsneutralen Vorgang dar.

Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Präzisionsmechanik

In unserer Unternehmensplanung gehen wir für den dreijährigen Planungszeitraum von einem stetigen Wachstum aus. Beim Umsatz erwarten wir bereits für das Geschäftsjahr 2010/11 eine deutliche Steigerung gegenüber 2009/10. Die Planung sieht vor, dass im Geschäftsjahr 2012/13 das Umsatzniveau von 2007/08 (vor Ausbruch der Weltwirtschaftskrise) überschritten wird. Dabei wird das Bestandsgeschäft nicht ganz auf das alte Niveau zurückkehren. Unsere Wachstumspotentiale sehen wir im Ausbau neuer Produktlinien sowie der Erschließung neuer Absatzmärkte.

Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Komponentenfertigung für Verbrennungsmotoren gesehen. Diese Schlüsseltechnologie wird nach unserer Einschätzung noch mindestens eine Generation maßgebend bleibt. Ständig steigende Einsparungsnotwendigkeiten sowie die Kopplung an alternative Energieerzeugungstechnologien führen zu einer kontinuierlich steigenden Komplexität der Kundenanforderungen. Dieser Herausforderung können wir uns stellen, da wir bei vielen von uns gefertigten Produkten einen Wettbewerbs- und Technologievorsprung sehen. Diese Vorteile werden wir auch in eine Ausweitung unserer Angebotspalette umsetzen.

Der Markt für regenerative Energien verfügt über bedeutende Wachstumspotentiale und wird künftig eine Schlüsselstellung in der deutschen Industrielandschaft einnehmen. Deutschland ist schon heute Technologieführer in der Entwicklung und Anwendung von Anlagen zur Energiegewinnung aus Wind, Wasser und Sonne. Schumag-Produkte sind aufgrund ihrer hohen technischen Qualität für einen sinnvollen Einsatz in diesen Bereichen geeignet. Wir werden künftig unser Know-how nutzen, um High-Tech-Komponenten für diesen Markt zu produzieren.

Die Struktur unseres Angebotes wird konsequent weiterentwickelt. Unsere Kunden werden zunehmend produktionstechnisch beraten, hierdurch werden zusammen mit uns die gefertigten Komponenten technologisch verbessert.

Im Rahmen der Weltwirtschaftskrise verschobene Projekte unserer Kunden werden nach und nach wieder umgesetzt. Hierüber sind wir im Rahmen von Projektgesprächen im stetigen Austausch.

Unser Streben ist, unsere produktionstechnische Basis permanent zu erweitern, um den ständig wachsenden Kundenanforderungen zu genügen. 180 Jahre Erfahrung in der Präzisionstechnik sind Beweis für unsere Flexibilität.

Unsere langjährige Erfahrung erlaubt es uns zudem, den Kunden Betriebsmittelkonstruktionen (im Sinne von Ideallösungen) anzubieten. Wir werden auch zukünftig Möglichkeiten bereitstellen, anspruchsvolle Hightech-Komponenten zu fertigen.

Im Rahmen unserer Unternehmensphilosophie beschäftigen wir uns mit diversen Prozessentwicklungen. Darüber hinaus besteht die Absicht, durch Ausweitung und Intensivierung der innerbetrieblichen Weiterbildung weitere Prozessentwicklung zu forcieren.

Aufgrund der technologischen Alleinstellungsmerkmale unseres Bereiches Präzisionsmechanik gehen wir von einer nur geringen Schwankungsbreite unserer Auftragseingangs- und Umsatzprognose aus.

Anlagentechnik

Unsere Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH hat erste Erfolge zu verzeichnen. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden sowie potentiellen Kunden, insbesondere aus dem osteuropäischen Anlagen- und Komponentenbau, von unserem integrierten Angebot überzeugt werden. In diesem Fall erwarten wir im Bereich Pipelineausrüstung und -komponententechnik Umsatzzahlen im zweistelligen Millionenbereich.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass die weitere Marktexploration durch Ereignisse, die wir im Augenblick noch nicht absehen können, deutlich behindert wird. Über den Erfolg oder den Misserfolg unseres Engagements kann man seriös erst am Ende der branchenüblichen Markteintrittsphase von drei bis fünf Jahren eine Aussage treffen.

Neben dem konventionellen Geschäft planen wir, im Bereich der Projektierung von großen Photovoltaikanlagen tätig zu werden. Sollte es uns gelingen, die momentanen Verhandlungen erfolgreich abzuschließen, ist künftig mit einem nennenswerten zusätzlichen Ergebnispotential zu rechnen.

Auch bei der Schumag AG erwarten wir von dem neu hinzugekommenen Wechselrichtergeschäft deutliche Ergebnisverbesserungen. Die Investition in eine neue Anlage ist bereits eingeleitet worden.

Gesamtprognose

Die Gesellschaft hat im Bereich der Präzisionsmechanik eine starke Marktstellung. Die Veräußerung des Maschinenbaubereichs hat zu einer Konzentration von Absatzmarktrisiken geführt, die aufgrund des Fokus auf den Automotive-Sektor eine zusätzliche Brisanz enthält.

Die technologischen Alleinstellungsmerkmale im Bereich niedriger Toleranzen begründen Wettbewerbsvorteile, die erhalten und ausgebaut werden sollen. Hierzu notwendige finanzielle Mittel sind momentan nur schwierig zu erhalten. Aufgrund der aktuellen Planung wird, unter Berücksichtigung notwendiger Investitionen, die Gesellschaft im finanziellen Gleichgewicht bleiben.

Diversifikationen, insbesondere durch die zusätzliche Ausrichtung der Anlagentechnik auf den Markt für regenerative Energien, sollen die Existenz der Gesellschaft nachhaltig sichern und die bestehende Abhängigkeit von der krisenanfälligen Automotive-Branche verringern. Der wirtschaftliche und finanzielle Erfolg der gesamten Anlagentechnik bleibt jedoch noch für einige Zeit ungewiss.

Insgesamt erwarten wir deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen, die in Abhängigkeit davon, welches der geplanten Szenarien eintreten wird, gegebenenfalls bereits ab dem Geschäftsjahr 2010/11 sogar wieder zu einem positiven Gesamtergebnis führen können.

Anmerkung

Dieser Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Schumag beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Aachen, 25. Januar 2011

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Walpert

Bilanz

AKTIVA

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Anhang 30.09.2010

EUR
30.09.2009

TEUR
Anlagevermögen (1)
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.071.638,00 472
Sachanlagen 10.007.397,48 12.534
Finanzanlagen 5.941.157,00 3.941
17.020.192,48 16.947
Umlaufvermögen
Vorräte (2) 10.932.581,45 20.094
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 15.111.607,04 28.133
Wertpapiere (4) 0,00 1.681
Flüssige Mittel (5) 1.499.280,47 4.967
27.543.468,96 54.875
Rechnungsabgrenzungsposten (6) 205.123,39 228
44.768.784,83 72.050
PASSIVA
Anhang 30.09.2010

EUR
30.09.2009

TEUR
Eigenkapital (7)
Gezeichnetes Kapital 10.225.837,62 10.226
Kapitalrücklage 15.893.433,60 14.212
Gewinnrücklagen 511.291,88 511
Rücklage für eigene Anteile 0,00 1.681
Bilanzgewinn/-verlust - 11.036.899,73 0
15.593.663,37 26.630
Rückstellungen (8) 23.320.052,00 36.713
Verbindlichkeiten (9) 4.271.736,20 6.624
Rechnungsabgrenzungsposten (10) 1.583.333,26 2.083
44.768.784,83 72.050

Gewinn- und Verlustrechnung

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Anhang 2009/2010

EUR
2008/2009

TEUR
Umsatzerlöse (11) 44.733.039,64 68.733
Bestandsveränderung - 2.263.387,40 543
Andere aktivierte Eigenleistungen 351,00 26
Gesamtleistung 42.470.003,24 69.302
Sonstige betriebliche Erträge (12) 3.508.398,80 4.721
Materialaufwand (13) 17.390.678,96 46.783
Personalaufwand (14) 23.937.526,26 33.168
Abschreibungen (1) 5.007.099,73 3.619
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) 10.627.688,23 12.336
Zinsergebnis (16) 60.454,09 63
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - 10.924.137,05 - 21.820
Außerordentliches Ergebnis (17) 0,00 15.642
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 16.977,63 116
Sonstige Steuern 95.785,05 105
Jahresfehlbetrag/-überschuss - 11.036.899,73 - 6.399
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 - 7.107
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 13.506
Bilanzgewinn/-verlust - 11.036.899,73 0

Anhang

Abschluss nach Handelsgesetz

Der Jahresabschluss der Schumag AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

In der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung werden gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit und der Darstellung zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert.

Durch die Veräußerung der verbliebenen Maschinenbauaufträge sowie des restlichen, dem Maschinenbau zuzuordnenden Vermögens zum 30. November 2009 ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. Die Veräußerung wirkte sich im Geschäftsjahr 2009/10 in folgenden Bilanzposten aus:

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TEUR
Vorräte - 6.023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 7.628
Sonstige Vermögensgegenstände - 5.653
Sonstige Rückstellungen - 5.758
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 763
Sonstige Verbindlichkeiten - 1.317

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich durch die Veräußerung folgende Veränderungen:

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Gewinn- und Verlustrechnung Maschinenbau 2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Veränderung

TEUR
Umsatzerlöse 265 34.935 - 34.670
Bestandsveränderungen 360 2.289 - 1.929
Sonstige betriebliche Erträge 335 1.837 - 1.502
Materialaufwand 827 34.392 - 33.565
Personalaufwand 4 4.660 - 4.656
Abschreibungen 0 193 - 193
Sonstige betriebliche Aufwendungen 444 3.669 - 3.225
Zinsergebnis - 11 - 49 38
Außerordentliches Ergebnis 0 23.867 - 23.867
Ergebnis vor Steuern - 326 19.965 - 20.291

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Bestimmungen des BilMoG werden bis auf Vorschriften zu Angaben im Anhang und Lagebericht, die gesetzlich bereits für nach dem 31. Dezember 2008 beginnende Geschäftsjahre gelten, nicht angewendet.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter - das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 - werden sofort abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Für Anlagenzugänge mit Anschaffungskosten von jeweils über EUR 150,00 bis einschließlich EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung sowie in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sowie Finanzierungskosten werden nicht aktiviert. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in ausreichendem Umfang vorgenommen. Sofern die Börsen- oder Marktwerte der Vorräte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Maximaler Ansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind die Verkaufserlöse abzüglich noch anfallender Aufwendungen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen werden in voller Höhe von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausnahme sind langfristige Forderungen, die zum Barwert angesetzt werden. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Höhe der Wertberichtigung richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % und den Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck mit dem Teilwert gemäß § 6a EStG gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung erfolgt bei Auslieferung bzw. bei Gefahrenübergang.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs am Buchungstag, bei Deckung durch Termingeschäfte mit dem Terminkurs bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden am Bilanzstichtag berücksichtigt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009/10 ist als Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.082 (Vorjahr TEUR 250) enthalten.

2. Vorräte

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.423 4.267
Unfertige Erzeugnisse 5.533 12.630
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.977 6.637
10.933 23.534
Erhaltene Anzahlungen 0 - 3.440
10.933 20.094

Die im Vorjahr ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen waren überwiegend durch Bankavale besichert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.371 12.995
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.412 4.041
Sonstige Vermögensgegenstände 5.329 11.097
15.112 28.133

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zum 30. September 2010 ein Darlehen an Schumag BR Energy GmbH über TEUR 1.500 mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2011. Das Darlehen an Schumag Romania S.R.L. aus dem Vorjahr über TEUR 2.000 wurde im März 2010 in Eigenkapital umgewandelt. Des Weiteren sind in dem Posten mit Verbindlichkeiten saldierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.907 sowie Zinsforderungen von TEUR 5 ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen TEUR 1.412.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet überwiegend Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen, Forderungen an Finanzbehörden, zur Absicherung von Leasingverpflichtungen geleistete Kautionen, einen antizipativen Posten (Barwert) für künftige Leasingforderungen an die Schumag Romania S.R.L. sowie Forderungen gegen eine Factoringgesellschaft. Der antizipative Posten in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr TEUR 750) wurde gebildet, nachdem auf Basis der Beurteilung der Leasingverträge nach den deutschen steuerlichen Leasingerlassen die Leasinggegenstände der Schumag Romania S.R.L. wirtschaftlich zuzurechnen sind.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Erstattungsansprüche an die Bundesagentur für Arbeit wegen Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 27 enthalten, die rechtlich erst nach dem 30. September 2010 entstehen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 1.027.

4. Wertpapiere

Die Wertpapiere enthielten im Vorjahr ausschließlich eigene Anteile.

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 bis zum Ablauf des 14. Oktober 2009 im Rahmen von § 71 Abs. 1 Nr. 8 und Abs. 2 bis 4 AktG ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft bis zu einem Anteil von insgesamt 10 % ihres Grundkapitals zu erwerben und diese eigenen Aktien ggf. unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu verwenden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen.

Aufgrund dieser Ermächtigung wurden im Geschäftsjahr 2008/09 folgende Anteile erworben:

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Erwerbszeitraum Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Erwerbspreis

EUR
% EUR
--- --- --- --- --- ---
22.09.2009 - 30.09.2009 280.193 7,00 716.302,03 1.681.158,00

Im Berichtszeitraum wurden in diesem Zusammenhang folgende Anteile erworben:

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Erwerbszeitraum Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Erwerbspreis

EUR
% EUR
--- --- --- --- --- ---
01.10.2009 - 05.10.2009 53.333 1,33 136.343,65 319.998,00

Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2008 wurden am 16. Juli 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats die im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworbenen eigenen Aktien wieder veräußert. Die Veräußerung erfolgt zur Teilerfüllung der aus dem sog. ERA-Anpassungsfonds geltend gemachten Ansprüche der Arbeitnehmerschaft der Schumag AG an einen von dem Betriebsrat in Abstimmung mit den Arbeitnehmern benannten Dritten.

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Veräußerung am Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Veräußerungspreis

EUR
% EUR
--- --- --- --- --- ---
16.07.2010 333.526 8,34 852.645,68 2.084.537,50

5. Flüssige Mittel

Unter den Flüssigen Mitteln sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

6. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet insbesondere abgegrenzte Versicherungs- und Leasingaufwendungen für die folgenden Geschäftsjahre.

7. Eigenkapital

Das Grundkapital der Schumag Aktiengesellschaft beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Durch die erfolgsneutrale Auflösung der Rücklage für eigene Anteile in Höhe von EUR 1.681.158,00 erhöhte sich die Kapitalrücklage auf EUR 15.893.433,60.

Die Gewinnrücklagen beinhalten zum 30. September 2010 eine gesetzliche Rücklage in Höhe von unverändert EUR 511.291,88.

Der Bilanzgewinn/-verlust setzt sich wie folgt zusammen:

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Jahresfehlbetrag - 11.037 - 6.399
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0 - 7.107
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0 13.506
Bilanzgewinn/-verlust - 11.037 0

Angaben zum Bestehen einer Beteiligung

Die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte).

Die Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Babcock Capital A.E. in Gründung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Babcock Capital A.E. in Gründung die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, ein von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag AG mehr als 3 % beträgt, hält.

Die Senta Ltd., Nikosia, Zypern, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Senta Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Senta Ltd. die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3 % betragen, hält:

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,
Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Herr Andreas Kazinakis, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15 % der Stimmrechte beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte Herrn Andreas Kazinakis nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass Herr Andreas Kazinakis die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3 % betragen, hält: Senta Ltd., Nikosia, Zypern,

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,
Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 7. Januar 2009 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 79,2 % der Stimmrechte (3.168.136 Stimmrechte) beträgt.

Frau Denise Ribaroff, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia Advisors (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia Advisors (UK) II Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i.V.m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind.

Die Concordia Advisors LLP, London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft am 19. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, D-52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52 % (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52 % (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind.

Die Balanced Strategies Fund Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia MAC 29 Ltd., George Town, Grand Cayman, Cayman Islands, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,62 % (544.699 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia Partners, LP, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,59 % (543.689 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia Institutional Multi-Strategy Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,54 % (541.479 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Concordia Global Equity Relative Value Fund, LP, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 13,26 % (530.409 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Conyers Dill & Pearman Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 2,29 % (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 2,29 % (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 2,29 % (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen, dass ihr hiervon 11,52 % (460.609 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Die Euro-IB Ltd., London, England, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 11,86 % (474.336 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Herr Alexander von Ungern-Sternberg, England, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 1,95 % (78.003 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind, dass ihm hiervon 11,86 % (474.336 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: Herr Norbert Thelen, Deutschland.

Herr Norbert Thelen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 10. August 2010 die Schwelle von 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 13,81 % (552.339 Stimmrechte) beträgt, und dass ihm hiervon 5,47 % (218.813 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses besteht nach wie vor ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, gemeldeten Stimmrechtsanteil zuzuordnen sind.

8. Rückstellungen

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15.425 15.657
Steuerrückstellungen 78 203
Sonstige Rückstellungen 7.817 20.853
23.320 36.713

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten folgende Posten:

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Altersteilzeit 1.586 1.660
ERA-Anpassungsfonds 1.461 3.072
Abfindungen 1.101 6.676
Auftragsrückstellungen 666 4.865
Weihnachtsgeld 576 653
Provisionen 525 325
Urlaubsgeld 447 466
Jahresabschlusskosten 287 396
Jahresabschlussvergütungen 171 216
Übrige 997 2.524
7.817 20.853

9. Verbindlichkeiten

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.811 2.936
Sonstige Verbindlichkeiten 1.461 3.688
4.272 6.624

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr TEUR 62) sowie Steuerverbindlichkeiten von TEUR 280 (Vorjahr TEUR 410). Die Steuerverbindlichkeiten betreffen insbesondere die Lohn- und Kirchensteuer sowie den Solidaritätszuschlag für den Monat September 2010.

Als Sicherheiten für ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.000 sind Grundschulden bestellt.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren von TEUR 63 enthalten.

Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

10. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich zukünftige Mieterträge.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

11. Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:

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2009/2010 2008/2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Maschinenbau 265 0,6 34.935 50,8
Präzisionsmechanik 44.468 99,4 33.798 49,2
44.733 100,0 68.733 100,0

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:

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2009/2010 2008/2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 15.675 35,0 28.715 41,8
Sonstige EU-Länder 7.891 17,6 12.417 18,1
Übriges Europa 383 0,9 4.104 6,0
Nordamerika 17.693 39,6 13.654 19,9
Lateinamerika 39 0,1 3.819 5,5
Asien 3.052 6,8 5.946 8,6
Sonstige Länder 0 0,0 78 0,1
44.733 100,0 68.733 100,0

12. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Mieterträge, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Kostenverrechnungen, den Ertrag aus dem Verkauf der verbliebenen Aufträge des Maschinenbaus, Zuschüsse von der Bundesagentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld, Erträge aus Leasing, Erträge aus Rückkaufswerten, Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen, Währungsgewinne sowie andere nicht gesondert auszuweisende Erträge. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 713 (Vorjahr TEUR 604) enthalten.

13. Materialaufwand

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2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 12.548 26.390
Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.842 20.393
17.390 46.783

14. Personalaufwand

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2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Löhne und Gehälter 18.722 25.947
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 5.215 7.221
23.937 33.168

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 1.266 (Vorjahr TEUR 1.643).

Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter:

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2009/2010 2008/2009
Arbeiter 382 533
Angestellte 88 125
Auszubildende 28 40
498 698

15. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten nicht gesondert auszuweisende Verwaltungs- und Vertriebskosten wie Beratungskosten, Instandhaltungen, Aufwendungen für Leasing, Provisionen, Versicherungen, EDV-Kosten, Werbekosten und sonstige nicht auftragsbezogene Kosten.

Für von der BDO AG, Düsseldorf, erbrachte Dienstleistungen sind folgende Honorare als Aufwand erfasst:

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2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Abschlussprüfung 183 300
sonstige Leistungen 24 50
Steuerberatungsleistungen 14 24
sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 15
221 389

16. Zinsergebnis

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2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127 458
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 67 - 395
60 63

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betragen TEUR 69 (Vorjahr TEUR 93), die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen TEUR 0 (Vorjahr TEUR 10).

17. Außerordentliches Ergebnis

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2009/2010

TEUR
2008/2009

TEUR
Außerordentliche Erträge 0 23.867
Außerordentliche Aufwendungen 0 - 8.225
0 15.642

Das außerordentliche Ergebnis des Vorjahres setzte sich wie folgt zusammen: Die außerordentlichen Erträge resultierten aus dem Verkaufserlös des Maschinenbaus abzüglich dafür angefallener Aufwendungen. Darin berücksichtigt waren auch die Auswirkungen aus der Veräußerung der Restaktivitäten des Bereichs Maschinenbau zum 30. November 2009. Die außerordentlichen Aufwendungen betrafen die Kosten für den Sozialplan.

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten im Wesentlichen ausländische Kapitalverkehrsteuer.

SONSTIGE ANGABEN

19. Haftungsverhältnisse

Im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus hat die Schumag AG für die übergehenden Altersversorgungsansprüche eine Patronatserklärung abgegeben. Der Teilwert der Rentenverpflichtungen gemäß § 6a EStG zum Zeitpunkt des Betriebsübergangs belief sich auf TEUR 862.

Zum 30. September 2010 bestehen bei der Schumag AG Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für Verpflichtungen der Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH in Höhe von TEUR 338.

20. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 2.602 4.283
Bestellobligo Investitionen 1.077 225
Verpflichtungen für Gaslieferungen 404 586
Verpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 395 732
Verpflichtungen für Stromlieferungen 150 474
4.628 6.300

21. Außerbilanzielle Geschäfte

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30.09.2010

TEUR
30.09.2009

TEUR
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 2.573 4.051
Im Rahmen von Factoring verkaufte Forderungen 2.604 0
5.177 4.051

Die Leasingverträge haben in der Regel eine Laufzeit von 48 bis 54 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen für den präzisionsmechanischen Bereich. Für die meisten Leasingvereinbarungen bestehen Mietverlängerungsoptionen, bedingte Mietzahlungen sind nicht vorgesehen. Für die Verpflichtungen sind Kautionen in Höhe von TEUR 642 hinterlegt.

Für die Factoringgesellschaft ist eine Grundschuld von TEUR 2.000 bestellt.

22. Anteilsbesitzliste

Die Anteilsbesitzliste ist als Anlage 2 zum Anhang aufgeführt.

23. Organe der Gesellschaft

Die Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft ist aus Anlage 3 zum Anhang ersichtlich.

24. Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

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2009/2010

EUR
2008/2009

EUR
Bezüge des Vorstands 459.491,02 720.909,14
davon feste Vergütungen 409.491,02 416.909,14
davon variable Vergütungen 50.000,00 304.000,00
Bezüge des Aufsichtsrats 129.225,80 80.511,82
davon feste Vergütungen 53.626,03 52.412,64
davon sonstige Auslagen 75.599,77 28.099,18

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2006 unterbleiben die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG verlangten individualisierten Angaben aller Bezüge der Vorstandsmitglieder.

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands betragen zum 30. September 2010 wie im Vorjahr EUR 0,00.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 628.993,76 (Vorjahr EUR 1.403.839,80).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind EUR 6.529.114,00 (Vorjahr EUR 6.534.991,00) zurückgestellt.

Dem Vorstandsmitglied Steffen Walpert wurde im September 2010 unter Beachtung des § 89 AktG ein Darlehen in Höhe von TEUR 160 gewährt. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 1. Juli 2012 und wird dann in einer Summe zur Rückzahlung fällig. Die Verzinsung beträgt 6 % p.a., die Zinsen sind monatlich jeweils zum Monatsletzten zu zahlen. Zur Absicherung dienen sämtliche Ansprüche aus dem Dienstvertrag von Herrn Walpert.

25. Deutscher Corporate Governance Kodex

Eine aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde im Dezember 2009 im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.

26. Mutterunternehmen

Aufgrund des zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses nach wie vor bestehenden Rechtsstreits darüber, wer Eigentümer des Aktienpaketes von 79,2 % ist, kann die Gesellschaft nicht angeben, wer Mutterunternehmen ist, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen. Der Konzernabschluss zum 30. September 2010 wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister sowie im Internet unter www.schumag.de veröffentlicht.

Aachen, 25. Januar 2011

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Walpert

Entwicklung des Anlagevermögens

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Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Stand 01.10.2009

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
Stand 30.09.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 679.663,87 736.518,57 - 50.202,53 1.365.979,91
679.663,87 736.518,57 - 50.202,53 1.365.979,91
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.276.831,11 - - - 16.276.831,11
Technische Anlagen und Maschinen 52.252.036,50 18.128,99 3.715,00 382.600,84 51.891.279,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.126.201,64 299.868,05 - 510.614,84 13.915.454,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.049,00 2.036.649,48 - 3.715,00 - 2.063.983,48
82.686.118,25 2.354.646,52 - 893.215,68 84.147.549,09
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.941.156,00 2.000.000,00 - - 5.941.156,00
Beteiligungen 25.000,00 - - - 25.000,00
3.966.156,00 2.000.000,00 - - 5.966.156,00
87.331.938,12 5.091.165,09 - 943.418,21 91.479.685,00

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Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.2009

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
Stand 30.09.2010

EUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 207.640,87 136.903,57 - 50.202,53 294.341,91
207.640,87 136.903,57 - 50.202,53 294.341,91
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.333.673,11 245.825,00 - - 13.579.498,11
Technische Anlagen und Maschinen 45.927.746,50 3.767.479,99 - 381.456,84 49.313.769,65
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.890.989,64 856.891,17 - 500.996,96 11.246.883,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
70.152.409,25 4.870.196,16 - 882.453,80 74.140.151,61
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
Beteiligungen 24.999,00 - - - 24.999,00
24.999,00 - - - 24.999,00
70.385.049,12 5.007.099,73 - 932.656,33 74.459.492,52

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Buchwert
Stand 30.09.2010

EUR
Stand 30.09.2009

EUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.071.638,00 472.023,00
1.071.638,00 472.023,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.697.333,00 2.943.158,00
Technische Anlagen und Maschinen 2.577.510,00 6.324.290,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.668.571,00 3.235.212,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.063.983,48 31.049,00
10.007.397,48 12.533.709,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.941.156,00 3.941.156,00
Beteiligungen 1,00 1,00
5.941.157,00 3.941.157,00
17.020.192,48 16.946.889,00

Beteiligungen der Schumag AG

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Gesellschaft Schumag AG Anteil

in %
Nominalkapital Eigenkapital*

TEUR
Ergebnis des Geschäftsjahres*

TEUR
Schumag BR Energy GmbH, Aachen 100 TEUR 100 1.594 - 1.883
Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 100 TRON 1.300 - 1.051** - 738**
Aixmotec GmbH i.L., Aachen 50 TEUR 50 ohne Geschäftsbetrieb

* nach jeweiligem Landesrecht

** Bilanzstichtag 31.12.2009

Organe der Schumag Aktiengesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Schumag AG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Ziffer 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

Peter Koschel, Berlin

Vorsitzender (ab 10. August 2010)

Stellvertretender Vorsitzender (bis 10. August 2010)

Diplom-Ingenieur

Weitere Mitgliedschaften

Chemar Rurociągi Sp. z o.o., Kielce/Polen (AR-Mitglied)
Victum Beteiligungs AG, Köln (AR-Mitglied)
Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

Stellvertretender Vorsitzender (ab 10. August 2010)

Vorsitzender des Betriebsrats der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft

Frank Jokisch, Meerbusch (ab 10. August 2010)

Geschäftsführer der EFFIZIENZA GmbH, Düsseldorf

ohne weitere Mitgliedschaft

Jürgen Milion, Alsdorf

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft

Peter Münch, Köln (ab 10. August 2010)

Vorstandsmitglied der Pandomus AG, Köln

ohne weitere Mitgliedschaft

Alexander von Ungern-Sternberg, London/Großbritannien (ab 10. August 2010)
Director (Geschäftsführer) der Euro-IB Limited, London/Großbritannien

Weitere Mitgliedschaften

Worldwide Investors Portfolio SICAV, Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats)
Heinz Peter Heinen, Köln (bis 9. August 2010) Kaufmann

Weitere Mitgliedschaften

Plasma Concept AG, Bonn (Stellv. AR-Vorsitzender)
Kiel AG, Nörtlingen (Stellv. AR-Vorsitzender)
Victum Beteiligungs AG, Köln (AR-Vorsitzender)
Poli Met Potala Ltd., Ulaanbaatar/Mongolei (AR-Vorsitzender)
Dr. Frank Nikolaus, Essen (bis 10. August 2010)

Unternehmensberater

ohne weitere Mitgliedschaft

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz (bis 9. August 2010)

Vorsitzender (bis 9. August 2010)

Dipl.-Ökonom

Weitere Mitgliedschaften

WOF AG, Zweibrücken (AR-Vorsitzender)
Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)
1. FC Kaiserslautern e.V. (ehrenamtliches Mitglied des Vorstands)

Vorstand

Steffen Walpert, Köln (ab 4. Juni 2010)

keine Mitgliedschaft

Nicolaus Heinen, London/Großbritannien (bis 3. Juni 2010)

keine Mitgliedschaft

Versicherung des gesetzlichen Vertreters

für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Aachen, 25. Januar 2011

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Steffen Walpert

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten deutschen Aktiengesellschaft sind gem. § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, ob dem Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht.

Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der Schumag Aktiengesellschaft seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2009 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der damals geltenden Fassung vom 18. Juni 2009 bis zur Bekanntmachung der Neufassung des Kodex vom 26. Mai 2010 im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 und seitdem der nunmehr gültigen Fassung entsprochen wurde und auch künftig den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen:

Nach Ziffer 2.3.3 des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 soll die Gesellschaft den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte erleichtern und die Aktionäre insbesondere auch bei der Briefwahl unterstützen. Dies ist bei der Schumag deshalb nicht der Fall, weil die Satzung dieses Abstimmungsverfahren nicht vorsieht.

Nach Ziffer 3.8 Abs. 3 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 war bei einem Abschluss einer D&O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1 ½-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren bzw. in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.8 Abs. 3 ein entsprechender Selbstbehalt. Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) ist dies für den Vorstand gesetzlich verpflichtend. Ziffer 3.8 Abs. 3 des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 sieht folglich nur noch den entsprechenden Selbstbehalt für den Aufsichtsrat vor. Bei der Schumag wurde ein Selbstbehalt für den Aufsichtsrat, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, bisher nicht vereinbart und wird auch künftig nicht vereinbart werden, da die Vereinbarung eines solchen Selbstbehalts nach Ansicht der Gesellschaft weder eine verhaltenssteuernde Wirkung auf die Organmitglieder hätte noch als Motivationshilfe geeignet ist.

Nach Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Ab dem Ausscheiden von Herrn Rainer Kiechl aus dem Vorstand besteht der Vorstand im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der Schumag - insbesondere nach dem Verkauf des Maschinenbaus und der Personalanpassung in der Präzisionsmechanik - nur noch aus einer Person. Auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft ist dies schon aus Kostengründen angezeigt. Der Aufsichtsrat beabsichtigt aber mittelfristig einen weiteren Vorstand, insbesondere für das Ressort Technik, zu bestellen, sobald ein geeigneter Kandidat zur Verfügung steht bzw. zu angemessen Konditionen eingestellt werden kann.

Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Satz 1 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 kamen für den Vorstand als variable Vergütungsteile z.B. auf das Unternehmen bezogene aktien- oder kennzahlenbasierte Vergütungselemente in Betracht. Da die dem Vorstand gewährte variable Vergütung derartige Komponenten in der Vergangenheit und gegenwärtig nicht umfasst, konnten hierzu die entsprechenden Erklärungen im Sinne von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Sätze 2 und 3 sowie Ziffer 7.1.3 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 nicht abgegeben werden. Ab Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) werden die in § 87 Abs. 1 AktG n.F. beinhalteten Regelungen zur Vergütung beachtet.

Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt nicht, da Vorstand und Aufsichtsrat der Ansicht sind, dass diese Informationen zu stark in die Privatsphäre der Betroffenen eingreifen. Folglich wurde und wird auch die nach Ziffer 4.2.5 in Verbindung mit Ziffer 4.2.4 des Kodex empfohlene individualisierte Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder unter Namensnennung nach erfolgsunabhängigen bzw. fixen und erfolgsbezogenen bzw. variablen Komponenten bzw. Vergütungsteilen sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung oder Zusagen auf Leistungen, die bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder während des Geschäftsjahres geändert worden sind, unterlassen. Den entsprechenden Beschluss nach §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 Satz 2 HGB zur Nicht-Offenlegung von Vorstandsvergütungen hat die Hauptversammlung am 9. März 2006 mit Dreiviertelmehrheit gefasst. Da dieser Beschluss höchstens für die Dauer von fünf Jahren gefasst werden kann, unterliegt die Gesellschaft jedoch ab 2011 ohnehin den gesetzlichen Offenlegungspflichten.

Nach Ziffer 5.3.1 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden und nach Ziffer 5.3.2 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten. Bei der Schumag bestand und besteht ein Personalausschuss. In der Aufsichtsratssitzung vom 7. Dezember 2010 erfolgte zudem die Einrichtung eines Prüfungsausschusses. Andere Ausschüsse sind und werden, da der aus nur sechs Personen bestehende Aufsichtsrat alle anstehenden Themen im Plenum behandeln wollte und grundsätzlich auch künftig will, nicht eingerichtet.

Nach Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Dies erfolgte bisher nicht und wird auch in Zukunft nicht erwogen, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 4 AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen.

Nach 5.4.1 Abs. 2 soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele nennen, die u.a. Vielfalt (Diversity) berücksichtigen; nach 5.4.1 Abs. 3 soll die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft beabsichtigt, dieses Thema im Rahmen einer Sitzung ab Beginn 2011 vertieft zu behandeln und entsprechend umzusetzen; zuvor kann deshalb die Erklärung nicht abgegeben werden. Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex wird aber auch zukünftig nicht festgelegt. Der Aufsichtsrat orientiert seine Wahlvorschläge für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder stets im Einzelfall auch künftig an der persönlichen Eignung und Leistungsfähigkeit der vorzuschlagenden Person.

Nach Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 Satz 1 des Kodex soll die Vergütung des Aufsichtsrats den Vorsitz sowie die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen und außerdem neben einer festen auch eine erfolgsorientierte Vergütung enthalten. Die Satzung der Schumag sieht nur feste Vergütungsbestandteile ohne Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen vor; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden.

Nach Ziffer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die Schumag schließt sich dieser Empfehlung - wie bisher - auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Ziffer 3.5 des Kodex) den Vorrang einräumen.

Nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex soll der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.

Aachen, im Dezember 2010

Schumag Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

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