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Schumag AG

Annual Report Jul 14, 2010

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Annual Report

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Schumag Aktiengesellschaft

Aachen

Konzernjahresabschluss zum 30. September 2009

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Ab Ende 2008 erlebte die Weltwirtschaft bis Mitte 2009 die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Insbesondere in den Industrieländern erfolgte – ausgehend von der internationalen Finanzkrise – ein Konjunktureinbruch. Aber auch die Schwellen- und Entwicklungsländern wurden durch die globale Rezession erheblich belastet. Vor allem unterstützt von zahlreichen staatlichen Konjunkturprogrammen weltweit war im 2. Halbjahr 2009 zwar insgesamt eine Stabilisierung zu verzeichnen, für das Kalenderjahr 2009 geht das IfW dennoch von einem Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts um 1,0% aus. Für den Euro-Raum wird mit einem um 4,0%, für Deutschland sogar mit einem um 5,0% niedrigeren Bruttoinlandsprodukt gerechnet.

Im Bereich der Automotive-Präzisionsteile lag der Absatz bis zum September 2008 auf einem hohen Niveau. Auch in diesem Feld sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise erheblich. Seit November 2008 ist der Absatz bis Mitte 2009 weltweit massiv eingebrochen. Die meisten Automobilhersteller haben ihre Produktion der extrem schwachen Nachfrage angepasst, so dass 2009 insgesamt ein sehr schwaches Jahr geworden ist.

Die Medizintechnik blieb zwar auch nicht von den Folgen der Wirtschaftskrise verschont, aktuelle Studien zeigen aber, dass für diese Branche mittel- bis langfristig ein starkes Wachstum der weltweiten Nachfrage zu erwarten ist.

Der Maschinen- und Anlagenbau war besonders stark von der globalen Konjunkturschwäche betroffen. Der weltweite Einbruch der Investitionsgüternachfrage hat zu einem überproportionalen Umsatzrückgang und einer deutlich verschlechterten Auftragslage in den großen Industrieländern geführt. Da die Schumag die Maschinenbaubereich zum 1. Dezember 2008 verkauft hat, wirkte sich der Nachfragerückgang nicht mehr negativ aus.

GESCHÄFTSVERLAUF

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30.09.2009 30.09.2008 Veränderung
Eckdaten EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. %
--- --- --- --- --- --- ---
Auftragseingang
Präzisionsmechanik 18,3 70 62,0 49 -43,7 -70
Maschinenbau 7,7 30 64,1 51 -56,4 -88
26,0 100 126,1 100 -100,1 -79
Umsatz
Präzisionsmechanik 33,9 46 62,0 47 -28,1 -45
Maschinenbau 39,1 54 69,3 53 -30,2 -44
73,0 100 131,3 100 -58,3 -44
Auftragsbestand
Präzisionsmechanik 22,2 74 37,8 49 -15,6 -41
Maschinenbau 7,6 26 39,3 51 -31,7 -81
29,8 100 77,1 100 -47,3 -61

Präzisionsmechanik

Drastisch reduzierte Abrufmengen fast aller unserer Kunden im Bereich Automotive kennzeichnen die Geschäftsentwicklung in der Präzisionsmechanik ab Ende November 2008. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 resultierte daraus ein Umsatzrückgang um 45% gegenüber dem Vorjahreswert. Der Auftragseingang nahm sogar um 70% ab.

Als Reaktion auf diese Entwicklung wurden die bestehenden personellen Fertigungskapazitäten durch den nahezu kompletten Abbau von Leiharbeitern sowie die Nutzung von Kurzarbeit – beginnend im Januar 2009 – um bis zu 50% reduziert. Nachdem deutlich wurde, dass die Nachfragereduzierung nicht nur kurzfristig sein wird, entschied der Vorstand, die personellen Fertigungskapazitäten umgehend durch eine deutliche Personalanpassung dauerhaft zu verringern.

Die Anfang April 2009 aufgenommenen Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan wurden im Juni 2009 zum Abschluss gebracht. In diesem Rahmen erfolgte insgesamt ein Personalabbau um 210 Mitarbeiter, dafür entstehende Einmalaufwendungen haben das Ergebnis mit EUR 8,2 Mio. belastet.

Anlagentechnik

Im Juni 2009 wurde das 100%ige Tochterunternehmen Schumag BR Energy GmbH, Aachen, gegründet. Durch dieses sollen Aktivitäten im Anlagenbau und dort insbesondere im Bereich Energie abgewickelt werden. Um die Geschäftslinie verfolgen zu können und das dazu benötigte Know-how zu erwerben, wurde die Schumag BR Energy GmbH mit Kapital von EUR 3,6 Mio. ausgestattet. Im Berichtsjahr wurden erste Anlaufaktivitäten aufgenommen.

Maschinenbau

Mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 wurde der wesentliche Teil des Geschäftsbereichs Maschinenbau an die SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, veräußert. Dazu sind in einem ersten Schritt die zum Maschinenbau gehörenden operativen Vermögensgegenstände der Schumag AG in ein gesondertes Unternehmen, die heutige SMS Schumag GmbH & Co. KG (SMS Schumag), eingebracht worden. Zudem wurden 328 Mitarbeiter mit allen Rechten und Pflichten von der SMS Schumag übernommen. Anschließend sind sämtliche SMS Schumag-Anteile sowie die Anteile an den Tochterunternehmen MRB Schumag Ltd. (Großbritannien), Schumag Kieserling Machinery, Inc. und Nolanco, Inc. (beide USA) sowie Schumag Machinery Taicang Co., Ltd. (China) von der Schumag AG an die SMS Meer GmbH veräußert worden.

Die zum Veräußerungszeitpunkt vorhandenen Maschinenbauaufträge der Schumag AG sind zunächst bei der Gesellschaft verblieben und wurden im Wege der Geschäftsbesorgung durch die SMS Schumag abgewickelt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie das den verbliebenen Aufträgen zuzuordnende Vorratsvermögen der Schumag AG wurden ebenfalls nicht übertragen.

Mit Wirkung zum 30. November 2009 wurden die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Aufträge sowie das restliche zum Maschinenbau gehörende Anlage- und Umlaufvermögen ebenfalls auf die SMS Schumag übertragen. Der Geschäftsbesorgungsvertrag wurde dementsprechend beendet. Aktivitäten des Bereichs Maschinenbau beschränken sich bei der Schumag AG seitdem nur noch auf Restabwicklungen.

Die SMS Schumag führt die Produktion auf dem Betriebsgelände der Schumag AG in Aachen fort und hat dazu die notwendigen Produktionshallen sowie Büroräume auf zunächst 10 Jahre angemietet.

Der im Geschäftsjahr 2008/09 erzielte Auftragseingang des Maschinenbaus beinhaltet ausschließlich Aufträge, die in den ersten beiden Monaten des Berichtsjahres hereingenommen wurden. Insoweit ist der Vergleich mit dem Vorjahr nicht aussagekräftig.

Im Umsatz wirkte sich aus, dass die verbliebenen Maschinenbauaufträge weiterhin über die Schumag AG abgewickelt wurden. Daher enthält der Umsatz auch die anteilige Abrechnung des zum 1. Dezember 2008 noch vorhandenen Auftragbestands.

Aktienrückkaufangebot

Der Vorstand der Schumag AG hat – ermächtigt durch einen Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 – mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Aktionären am 17. September 2009 ein öffentliches Aktienrückkaufangebot zum Erwerb ihrer Aktien zum Preis von je EUR 6,00 unterbreitet. Das Aktienrückkaufangebot war begrenzt auf maximal 400.000 Aktien. Bis zum 30. September 2009 wurden 280.193 Aktien angedient.

Veränderungen im Vorstand

Herr Arndt Krebs wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 14. November 2008 zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt. Mit Wirkung zum 25. Februar 2009 wurde er wieder abberufen. Herr Dr. Günter Finke ist vom Aufsichtsrat am 3. Dezember 2008 von seinem Amt als Mitglied des Vorstands abberufen worden. Im Nachgang erfolgte eine gerichtliche Einigung, dass sein Vorstandsmandat offiziell mit Wirkung zum 31. März 2009 beendet wurde. Herr Nicolaus Heinen wurde vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 5. Juni 2009 zunächst für die Dauer von 12 Monaten zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt. Herr Heiner Kudrus wurde mit Wirkung zum 16. Juni 2009 von seinem Amt als Mitglied des Vorstands abberufen. Mit Wirkung zum 10. Juli 2009 hat Herr Rainer Kiechl im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Mandat als Vorstandsvorsitzender und als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft beendet. Somit ist Herr Heinen aktuell Alleinvorstand.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die bei der Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Schumag AG angewendet werden.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2006 unterbleiben die in § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB in der Fassung des VorstOG verlangten individualisierten Angaben aller Bezüge der Vorstandsmitglieder. Auch die Bezüge des Aufsichtsrats werden innerhalb des Vergütungsberichts in einer Summe ausgewiesen.

Zuständig für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Dieser orientiert sich dabei an der Unternehmensgröße und -struktur unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Schumag AG sowie den Vergütungen bei vergleichbaren Unternehmen. Für besondere Leistungen kann der Personalausschuss zudem Sondervergütungen als Bestandteil der variablen Vergütung gewähren.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich grundsätzlich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die variable Vergütung richtet sich nach dem operativen Konzernergebnis vor Steuern unter Berücksichtigung des Erreichungsgrades im Vergleich zum Planergebnis. Die Auszahlung erfolgt regelmäßig in dem Monat, in dem der Aufsichtsrat den Konzernabschluss billigt.

Bestandteil der Vorstandsvergütungen sind darüber hinaus grundsätzlich direkte Versorgungszusagen. Diese werden mit den Vorstandsmitgliedern individuell durch den Personalausschuss des Aufsichtsrats vereinbart.

Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied sind keine weiteren Leistungen zugesagt worden. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell zu treffenden Aufhebungsvereinbarung ergeben, entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex sind etwaige Abfindungen auf zwei Jahresgehälter begrenzt.

Nach § 14 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats für ein Geschäftsjahr eine nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung von EUR 7.158,09. Der Vorsitzende erhält den 2fachen Betrag, sein Stellvertreter den 1,5fachen Betrag. Die Vergütung wird anteilig zur Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsratsmitglieds gewährt. Zudem haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Anspruch auf Ersatz der ihnen bei der Ausübung ihres Amtes entstehenden Auslagen.

Die Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats zeigt die folgende Übersicht:

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2008/2009

EUR
2007/2008

EUR
Bezüge des Vorstands 720.909,14 970.016,00
davon feste Vergütungen 416.909,14 596.016,00
davon variable Vergütungen 304.000,00 374.000,00
Bezüge des Aufsichtsrats 80.511,82 75.226,90
davon feste Vergütungen 52.412,64 48.038,73
davon sonstige Auslagen 28.099,18 27.188,17

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands betragen zum 30. September 2009 EUR 0,00 (Vorjahr EUR 278.471,00).

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 1.403.839,80 (Vorjahr EUR 723.357,93).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind EUR 7.285.725,00 (Vorjahr EUR 7.195.003,00) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind im Anhang unter Anmerkung 13 aufgeführt.

Angaben nach § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB

Das gezeichnete Kapital der Schumag AG zum 30. September 2009 beträgt EUR 10.225.837,62 und ist eingeteilt in 4.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Die Aktien der Schumag AG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. Es gibt bei der Gesellschaft nur eine Aktiengattung und alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz.

Zum 30. September 2009 war uns eine direkte Beteiligung am Kapital der Schumag AG mit 81,15% der Stimmrechte von der Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, gemeldet. Deren Stimmrechte werden der Babcock Capital A.E., Athen (Griechenland), der Senta Ltd., Nikosia (Zypern), und Herrn Andreas Kazinakis (Deutschland) zugerechnet. Zudem war uns eine direkte Beteiligung mit 79,2% der Stimmrechte von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, gemeldet. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts besteht weiterhin ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, gemeldeten Stimmrechtsanteil zuzuordnen sind. Die Aktien sind beim Amtsgericht Krefeld für mehrere Anspruchsberechtigte hinterlegt. Weiterhin war uns eine indirekte Beteiligung am Kapital der Schumag AG mit 10,395% der Stimmrechte von der Concordia Advisors LLP, London (Vereinigtes Königreich), der Concordia Advisors (UK) Ltd., London (Vereinigtes Königreich), der Concordia Advisors (Bermuda) Ltd., Hamilton (Bermuda), sowie Frau Denise Ribaroff (Bermuda) gemeldet. Davon werden 6,77% über die Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton (Bermuda), zugerechnet. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte übersteigen, waren der Gesellschaft zum Stichtag nicht gemeldet.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus einem Mitglied oder auch aus mehreren Mitgliedern. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab.

Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 18 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft i. V. m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen.

Der Vorstand war gemäß § 5 Abs. 6 der Satzung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 8. März 2009 durch Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 5.112.918,00 zu erhöhen. Dabei kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre im Fall von Kapitalerhöhungen bis zu einem Betrag von insgesamt EUR 1.022.583,00 nach Maßgabe von weiteren in der Satzung festgelegten Bestimmungen ausschließen. Der Vorstand hat hiervon keinen Gebrauch gemacht.

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 und nach dessen Maßgabe bis zum Ablauf des 14. Oktober 2009 im Rahmen von § 71 Abs. 1 Nr. 8 und Abs. 2 bis 4 AktG ermächtigt, handelnd für die Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft bis zu einem Anteil von insgesamt 10% ihres Grundkapitals zu erwerben und diese eigenen Aktien, ggf. unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre, zu verwenden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z. B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gemäß § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, war zumindest bis zum 7. Januar 2009 ein von der Schumag Holding GmbH, Essen (bis zum 25. November 2008: Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin) unmittelbar abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG. Zudem bestand zumindest bis zu diesem Zeitpunkt eine mittelbare Abhängigkeit von der Babcock Capital A.E., Athen (Griechenland), der Senta Ltd., Nikosia (Zypern) und Herrn Andreas Kazinakis, Berlin.

Unklar ist, ob die Schumag Aktiengesellschaft ab dem 7. Januar 2009 ein von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham (Vereinigtes Königreich) unmittelbar abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG ist. Es besteht ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd. gemeldeten Stimmrechtsanteil in Höhe von 79,2% zuzuordnen sind.

Unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits ist nach § 312 AktG ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen.

Pflichtgemäß geben wir nach § 312 Abs. 3 AktG für das Geschäftsjahr 2008/2009 folgende Erklärung über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ab:

„Die Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, hat nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Unternehmen oder eines mit diesen verbundenen Unternehmens hat die Schumag Aktiengesellschaft weder getroffen noch unterlassen."

ERTRAGSLAGE

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2008/2009 2007/2008 Veränderung
EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. %
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 73,0 98 131,3 98 -58,3 -44
Gesamtleistung 74,5 100 134,6 100 -60,1 -45
Materialaufwand 45,2 61 55,0 41 -9,8 -18
Personalaufwand 33,0 44 53,0 39 -20,0 -38
Abschreibungen 4,0 5 4,4 3 -0,4 -9
Sonstige Aufwendungen 17,4 23 18,1 13 -0,7 -4
Finanzergebnis -1,2 -2 -1,5 -1 +0,3 +20
Außerordentliches Ergebnis 15,5 21 0,0 0 +15,5 -
Ergebnis vor Steuern -10,8 -14 2,6 2 -13,4 <-100

Material und Personal

Die Reduzierung des Materialaufwands resultiert überwiegend aus dem Rückgang des Leistungsvolumens in beiden Geschäftsbereichen. Hierin berücksichtigt ist auch der niedrigere Aufwand für Leiharbeiter, deren durchschnittliche Anzahl von 161 auf 39 abgebaut wurde. Der Anteil des Materialaufwands an der Gesamtleistung erhöhte sich dagegen von 41% auf 61%. Dies ist insbesondere dadurch zu erklären, dass die Auftragsabwicklung für den Maschinenbau ab dem 1. Dezember 2008 im Wege der Geschäftsbesorgung durch die SMS Schumag erfolgte.

Der Personalaufwand verringerte sich vor allem durch den Übergang der Maschinenbau-Mitarbeiter in die SMS Schumag zum 1. Dezember 2008 und den dadurch erfolgten Abbau des durchschnittlichen Eigenpersonalbestands von 1.137 auf 811 Mitarbeiter. Trotz dieses Abbaus erhöhte sich der Personalkostenanteil von 39% auf 44% der Gesamtleistung, was neben Tariferhöhungen insbesondere auf Überkapazitäten im Bereich Präzisionsmechanik zurückzuführen ist, die erst mit Umsetzung des Sozialplans im Juli 2009 abgebaut werden konnten.

Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis (Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten) beinhaltet die Erträge aus dem Verkauf des Maschinenbaus abzüglich der dafür angefallenen Aufwendungen in Höhe von insgesamt EUR 23,8 Mio sowie die Kosten für den Sozialplan in Höhe von EUR 8,2 Mio.

Ergebnis

Trotz des deutlich positiven außerordentlichen Ergebnisses verringerte sich das Ergebnis vor Steuern von EUR +2,6 Mio. auf EUR -10,8 Mio. Diese Verschlechterung ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass bei einem Rückgang der Gesamtleistung um 45% die kurzfristig nicht reduzierbaren Unternehmenskosten – vor allem im Personalbereich – nicht zeitnah angepasst werden konnten.

Insbesondere dadurch sowie aufgrund der Kosten für den Sozialplan belief sich das Ergebnis vor Steuern der Präzisionsmechanik auf EUR -26,8 Mio. (Vorjahr EUR -1,1 Mio.).

Das Ergebnis des neuen Segments Anlagentechnik betrug wegen der Kosten für den Anlauf des Geschäftsbetriebs EUR -3,6 Mio.

Der Maschinenbau belastete das operative Ergebnis mit EUR -4,2 Mio. Unter Einbeziehung des außerordentlichen Ergebnisses aus dem Verkauf des Bereichs erzielte der Maschinenbau insgesamt ein Ergebnis vor Steuern von EUR +19,6 Mio. (Vorjahr EUR +3,7 Mio.).

FINANZLAGE

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Konzern-Kapitalflussrechnung

(verkürzte Darstellung)
2008/2009

EUR Mio.
2007/2008

EUR Mio.
Veränderung

EUR Mio.
Ergebnis nach Steuern ohne außerordentliche Posten -26,0 -1,5 -24,5
Abschreibungen 4,0 4,4 -0,4
Veränderung Nettoumlaufvermögen -2,6 13,1 -15,7
Veränderung übrige Posten -0,2 -1,1 +0,9
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (Sozialplan) -2,8 0,0 -2,8
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -27,6 14,9 -42,5
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -1,9 -2,4 +0,5
Ausgaben für Finanzanlagen 0,0 -0,3 +0,3
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 0,3 0,6 -0,3
Einzahlungen aus außerordentlichen Posten (Verkauf Maschinenbau) 28,2 0,0 +28,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit 26,6 -2,1 +28,7
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 0,0 -3,3 +3,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 -3,3 +3,3
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -1,0 9,5 -10,5
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -5,0 0,0 -5,0
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 0,9 -0,3 +1,2
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 10,2 1,0 +9,2
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 5,1 10,2 -5,1

Die Zahlungsmittel entsprechen den bilanzierten Flüssigen Mitteln.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit EUR -27,6 Mio. deutlich negativ. Dies ist insbesondere auf den Cash-Effekt aus dem negativen operativen Ergebnis (EUR -26,0 Mio.) sowie auf die Auszahlungen für den außerordentlichen Posten „Sozialplan" (EUR -2,8 Mio.) zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde insbesondere durch den saldierten Cash-Effekt aus dem außerordentlichen Posten „Verkauf Maschinenbau" (EUR +28,2 Mio.) positiv beeinflusst (vgl. hierzu auch Anmerkung 4 im Anhang). Die Nettoausgaben für Investitionen reduzierten sich von EUR 2,1 Mio. EUR auf EUR 1,6 Mio. und betrafen überwiegend Ausgaben für Sachanlagen.

Unter Berücksichtigung konsolidierungskreis- und wechselkursbedingter Veränderungen in Höhe von zusammen EUR -4,1 Mio. verringerten sich die Zahlungsmittel der Schumag insgesamt um EUR -5,1 Mio. auf EUR 5,1 Mio.

VERMÖGENSLAGE

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30.9.2009 30.9.2008 Veränderung
EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. %
--- --- --- --- --- --- ---
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 27,0 33 37,2 38 -10,2 -27
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,4 5 0,0 0 4,4 -
Finanzanlagen 0,0 0 0,3 0 -0,3 -100
Latente Steuern 0,2 0 0,3 0 -0,1 -33
Übrige Vermögenswerte 0,3 0 0,2 0 +0,1 50
31,9 39 38,0 39 -6,1 -16
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 19,9 24 27,4 28 -7,5 -27
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13,1 16 15,6 16 -2,5 -16
Übrige Vermögenswerte 11,8 14 6,5 7 +5,3 +82
Flüssige Mittel 5,1 6 10,2 10 -5,1 -50
49,9 61 59,7 61 -9,8 -16
81,8 100 97,7 100 -15,9 -16
Passiva
Eigenkapital 27,6 34 39,1 40 -11,5 -29
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 18,1 22 18,3 19 -0,2 -1
Latente Steuern 3,5 4 4,0 4 -0,5 -13
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 7,2 9 6,3 6 +0,9 +14
28,8 35 28,6 29 +0,2 +1
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 5,1 6 6,0 6 -0,9 -15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,0 4 6,7 7 -3,7 -55
Übrige Verbindlichkeiten 17,3 21 17,3 18 +0,0 +0
25,4 31 30,0 31 -4,6 -15
81,8 100 97,7 100 -15,9 -16

Auch die Entwicklung der Vermögenslage wurde entscheidend geprägt durch die Veräußerung des Maschinenbaus.

Auf die Reduzierung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wirkte sich neben dem Abgang der dem Maschinenbau zuzuordnenden Vermögenswerte und Sachanlagen (EUR -3,4 Mio.) vor allem die Umbuchung einer betrieblichen Immobilie aus den Sachanlagen in den Posten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" aus.

Im Vorjahr beinhalteten die Finanzanlagen ausschließlich den Beteiligungsbuchwert der Schumag AG an der ebenfalls zum 30. November 2008 veräußerten chinesischen Tochtergesellschaft Schumag Machinery Taicang Co., Ltd.

Die Reduzierung der Vorräte ist überwiegend auf den Abbau der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe des Maschinenbaus sowie auf den Abbau der unfertigen Erzeugnisse in beiden Bereichen zurückzuführen.

Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich trotz eines gegenüber dem Vorjahr um 44% niedrigeren Umsatzvolumens nur um 16%. Wesentliche Ursache hierfür war der Wegfall der Finanzierung durch den Verkauf von Forderungen (Factoring), die im Vorjahr zu einer Reduzierung der ausgewiesenen Forderungen geführt hat.

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich überwiegend dadurch, dass zur Absicherung der für die Restabwicklung des Maschinenbaus benötigten Avale Bankguthaben verpfändet werden mussten.

Das Eigenkapital des Schumag-Konzerns nahm insgesamt um EUR 11,5 Mio. auf EUR 27,6 Mio. ab. Dies ist zum einen auf das Ergebnis nach Steuern (EUR - 11,0 Mio.), den Abzug der eigenen Anteile (EUR -2,4 Mio.) sowie die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 (EUR -0,7 Mio.) zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich zum anderen Währungseffekte (EUR +1,2 Mio.) und Effekte aus der Änderungen des Konsolidierungskreises (EUR +1,4 Mio.) aus. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 40% auf 34%.

Trotz der Übertragung von Altersversorgungsansprüchen an die SMS Schumag im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus verringerten sich die Pensionsrückstellungen nur um EUR 0,2 Mio., was insbesondere auf Effekte aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen zurückzuführen ist.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich vor allem infolge des geringeren Geschäftsvolumens.

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten blieben zwar insgesamt konstant, innerhalb des Postens waren jedoch größere Veränderungen zu verzeichnen. Neben der Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten Personal (EUR +3,2 Mio.) führten der Ansatz von finanziellen Verpflichtungen für den Rückkauf der eigenen Anteile (EUR +2,4 Mio.) sowie im Zusammenhang mit der Veräußerung des Maschinenbaus (EUR +2,0 Mio.) zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkten sich dagegen die Reduzierung des Postens „Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden" (EUR -4,9 Mio) sowie der Abbau der erhaltenen Anzahlungen (EUR -2,2 Mio.) aus.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im präzisionsmechanischen Bereich wurden neue Prozesse wie das Innenschleifen von komplexen Geometrien, Druckfließkalibrieren von Mikrobohrungen, Superfinishen von hochgenauen Planflächen sowie das doppelseitige Planbearbeiten von keramischen Bauteilen weiterentwickelt und etabliert.

Für die immer anspruchsvoller werdenden Diesel-Hochdruck-Einspritzsysteme wurde inzwischen ein Kalibrierautomat installiert. Mit Hilfe dieses Automaten ist es möglich, kleine Drosselbohrungen in einem Diesel-CommonRail-Injektor genau nach der benötigten Durchflussmenge einzustellen. Damit kann eine höhere Einspritzgenauigkeit und in der Folge eine bessere Umweltverträglichkeit auch großer Motoren erreicht werden.

Im Bereich der NOX-Reduzierung wurden für mehrere Großkunden Sonderapplikationen mit entwickelt und erfolgreich bemustert. Hier entsteht ein neues Potential im Bereich Mikro-Schleifen und -Hartdrehen.

Um den wachsenden Kundenbedarf nach hochpräzisen Bauteilen auch in Mittel- und Kleinserienstückzahlen entsprechen zu können, wurden die entsprechenden Prozessstrukturen geschaffen und angepasst. Dadurch konnten namhafte Kunden gewonnen werden, die uns auch den Zugang in Non-Automotive-Märkte eröffnen.

So wurde zum Beispiel in Zusammenarbeit mit einer namhaften Motorenentwicklungsgesellschaft für einen unabhängigen Motorenhersteller (Baubranche) die Entwicklung eines neuen Einspritzsystems begonnen, wobei Schumag die fertigungstechnische Optimierung übernommen hat.

Qualität

Im präzisionsmechanischen Bereich wurden die Analysetools zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage weiter ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein für die Steigerung der Produktivität geführt.

Als Folge davon wurden die Qualitätskosten (aus Ausschuss-, Nacharbeits- und externen Reklamationskosten) gegenüber dem Geschäftsjahr 2007/2008 von durchschnittlich 4,6% auf 3,6% vom Umsatz reduziert.

Ende August 2009 haben wir ein neues Messzentrum eingeweiht. Darin wurden die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen auf etwa 220 qm zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten auch zukünftig messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitenden Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern auch im Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung.

Weiterhin wurde das bestehende Qualitätssystem nach ISO TS 16949:2009 im November 2009 erfolgreich rezertifiziert. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. wurde im Februar 2009 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2000 rezertifiziert. Daneben wurde mit dem Aufbau eines Umwelt-Management-Systems nach ISO 14401 begonnen.

RISIKOBERICHT

Der Risikobericht 2008/2009 analysiert und erläutert die zum Zeitpunkt der Aufstellung im Mai 2010 erkennbaren wesentlichen sowie die zu überwachenden Risiken der Schumag AG und deren Tochtergesellschaften.

Risikomanagementsystem

Nach § 91 Absatz 2 AktG ist die Schumag AG verpflichtet, ein Risikomanagementsystem zu unterhalten. Das Risikomanagementsystem setzt sich aus einer Vielzahl von Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von Richtlinien sowie durch laufende Überprüfung von Prozessen wird die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken.

Im Rahmen des Risikomanagements von Derivaten hat die Schumag festgelegt, ausschließlich Wechselkurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften einzusetzen. Da hiermit lediglich der künftige Zahlungsstrom nach Auftragshereinnahme bzw. nach Fakturierung bis zum Zahlungszeitpunkt gesichert wird, sieht sich die Schumag aus diesen Finanzinstrumenten keinen nennenswerten Risiken ausgesetzt.

Aktuelle bestandsgefährdende Risiken

Aktuell ist der Fortbestand der Schumag bedroht, weil aufgrund einer angespannten Liquiditätslage ab Juli 2010 die Zahlungsfähigkeit der Schumag nur dann sichergestellt ist, wenn es uns gelingt, rechtzeitig die Verhandlungen über eine ausreichende Fremdfinanzierung unserer Gesellschaft erfolgreich abzuschließen.

Absatzmarktrisiken

Das Geschäftsjahr 2008/2009 war geprägt durch nicht vorhersehbare Nachfragerückgänge auf den internationalen Märkten, insbesondere in der Automobilindustrie.

Hinsichtlich der Abhängigkeit von der Automobilindustrie sehen wir eine Risikokonzentration.

Den aus der ungewissen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung resultierenden Risiken begegnen wir durch den Ausbau der internationalen Marktpräsenz für die LKW- und PKW-Industrie. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken einzudämmen.

Wie in den Vorjahren wurde die Vergabe internationaler, dollarbasierter Projekte durch die EUR/USD-Wechselkursrelation beeinflusst.

Aufgrund der Ungewißheiten im Hinblick auf die zukünftigen Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stehen keine einheitlichen Prognosen für die Entwicklung der Inlands- und Auslandsnachfrage zur Verfügung. Wir haben daher unsere weitere Unternehmensplanung in verschiedenen Szenarien durchgeführt, die zu unterschiedlichen Risikoausprägungen führen.

Im schlechtesten Fall rechnen wir mit deutlichen Umsatzrückgängen gegenüber der vorliegenden Unternehmensplanung. Im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreszahlen wird der verbleibende Bereich Präzisionsmechanik allerdings selbst im schlechtesten Fall Umsatzsteigerungen verzeichnen.

Finanzrisiken

Die Gesellschaft sieht sich vielfältigen finanziellen Risiken sowie Chancen gegenüber. Diese können sowohl im operativen Geschäftsbetrieb als auch bei Finanzierungssachverhalten identifiziert werden.

Finanzrisiken im operativen Bereich entstehen im Wesentlichen durch Schwankungen der Zinsen, Währungen sowie der Einkaufspreise für Rohstoffe und Materialien.

Aufgrund kurzfristiger Geldanlagen im Rahmen der unterjährigen Liquiditätsreserve bestehen keine wesentlichen Risiken aus Zinsänderungen.

Zur Vermeidung von Währungskursrisiken werden auf Fremdwährung abgeschlossene Geschäfte mit höheren Volumina zeitgleich kursgesichert.

Der negative Konjunkturverlauf in 2009 führte zu Preissenkungen in der Stahlindustrie, von denen wir in den ersten Monaten des Geschäftsjahres profitierten. Die seit Ende 2009 allgemein einsetzende Erholung des Marktes und erste Preisforderungen seitens der Stahlwerke sprechen jedoch dafür, dass mit einem Preisanstieg zu rechnen ist.

Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Risikokonzentrationen hinsichtlich Ausfallrisiken, die den Abschluss besonderer Sicherungsgeschäfte erforderlich machen, liegen nach unserer Einschätzung nicht vor.

Ab Dezember 2008 erfolgte die Finanzierung der Schumag ausschließlich aus Eigenmitteln, insbesondere aus dem Verkaufserlös des Maschinenbaus. Finanzierungsrisiken aus der weiteren Unternehmensplanung wurden anhand unterschiedlicher Szenarien überprüft. Die Planungen zeigen, dass im Verlauf des Monats Juli 2010 eine Finanzierung über Fremdmittel erforderlich ist. Aus diesem Grund ist die Gesellschaft mit verschiedenen Kreditgebern in intensiven Finanzierungsverhandlungen. Sollten diese Verhandlungen kurzfristig nicht erfolgreich abgeschlossen werden, ist der Fortbestand der Schumag aufgrund der angespannten Liquidität bedroht.

Sonstige Risiken

Beschaffungsmarktrisiken

Aufgrund der teils drastischen Kapazitätsreduzierungen als Auswirkung der Wirtschaftskrise müssen wir derzeit bei steigenden Volumina mit verlängerten Lieferzeiten rechnen. Wegen der uneinheitlichen Entwicklung der Gesamtwirtschaft ist aber weiterhin keine Aussage möglich, ab wann sich die Lieferzeiten wieder stabilisieren. Unverändert versuchen wir indes, durch längerfristige Einkaufsverträge und ein aktives Vorratsmanagement sowohl dem Preisanstieg als auch den Lieferterminrisiken entgegen zu wirken.

Bestandsgefährdende Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten bestehen nicht.

Infrastrukturrisiken

Mit der bereits eingeleiteten Einführung der bereichsübergreifenden ERP-Software SAP sollen die Altsysteme im Geschäftsjahr 2010/2011 schrittweise abgelöst werden.

Für den Fall eines IT-Ausfalls wurde bereits in den Vorgeschäftsjahren ein Notfall- und Katastrophenvorsorgeprogramm erarbeitet. Zur Verhinderung unberechtigter Datenzugriffe werden Firewall-Systeme und Virenscanner eingesetzt.

Risiken aus Gerichtsprozessen

Die Risiken aus dem auf das Geschäftsjahr 1999/2000 zurückgehenden Patentrechtstreit mit einem italienischen Wettbewerber wurden durch den Verkauf wesentlicher Teile des Maschinenbaus im November 2008 komplett an die SMS Schumag übertragen.

Herr Kudrus hat gegen die fristlose Kündigung seines Dienstvertrags Klage eingereicht. Das von unseren Anwälten eingestufte Risiko aus diesem Rechtsstreit ist vollständig in den Rückstellungen abgebildet.

Übrige Risiken

Ein seit Jahren andauerndes Verfahren zur Neuklassifizierung der örtlichen Wasserschutzzonen, nach der Schumag bei Neuinvestitionen sowie hinsichtlich der Nutzung vorhandener Gewerbeflächen umfangreiche Auflagen drohen, wurde im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen.

Steuerliche Risiken im Zusammenhang mit früheren steuerlichen Organschaften werden laufend überwacht.

NACHTRAGSBERICHT

Im Rahmen des bis zum 1. Oktober 2009 befristeten Aktienrückkaufangebots der Schumag AG zum Erwerb von bis zu 400.000 eigenen Aktien wurden der Gesellschaft insgesamt 333.526 Aktien angedient. Die angedienten eigenen Aktien, die einem Anteil am Grundkapital von 8,34% entsprechen, wurden von der Schumag AG mit Valuta 7. Oktober 2009 erworben.

Folgende Meldepflichtige haben unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52% (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52% (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind:

Frau Denise Ribaroff, Bermuda,
Concordia Advisors (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda,
Concordia Advisors (UK) II Limited, London, Vereinigtes Königreich,
Concordia Advisors LLP, London, Vereinigtes Königreich.

Folgende Meldepflichtige haben unserer Gesellschaft am 23. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,29% (91.730 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 2,29% (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind:

Conyers Dill & Pearman, Hamilton, Bermuda,
Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda,
Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda.

Die Balanced Strategies Fund Ltd., Hamilton, Bermuda (vormals Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda), hat unserer Gesellschaft am 23. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,29% (91.730 Stimmrechte) beträgt.

Wie bereits in den Ausführungen zum Geschäftsverlauf berichtet, wurden mit Wirkung zum 30. November 2009 die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Aufträge des Maschinenbaus auf die SMS Schumag übertragen. Dadurch wird für diesen Bereich im Geschäftsjahr 2009/2010 letztmalig ein Ergebnis ausgewiesen; hierbei wird mit einem ausgeglichenen Ergebnis gerechnet.

Durch die Übertragung der verbliebenen Aufträge wurden die noch bestehenden Avalkreditlinien nicht mehr benötigt. Im März 2010 erfolgte die Freigabe der dafür als Sicherheiten bestellten Grundschulden sowie Sicherungsübereignung des Fertigwarenlagers. Von den zusätzlich zur Besicherung dienenden verpfändeten Bankguthaben wurden bis zum 31. März 2010 EUR 5,3 Mio. freigegeben. Neben der Verbesserung der Liquidität erhöht die Freigabe der Sicherheiten den Gestaltungsspielraum bei den zur Zeit laufenden Finanzierungsverhandlungen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. März 2010

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 31. März 2010 ist insbesondere durch den Verkauf der verbliebenen Maschinenbau-Aufträge zum 30. November 2009, durch die Abwicklung des Sozialplans sowie durch das weiter plangemäß negative operative Ergebnis des verbliebenen Geschäftsbereichs Präzisionsmechanik beeinflusst. Die angegebenen Werte sind vorläufig.

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1.10.2009 - 31.3.2010
Ertragslage EUR Mio. %
--- --- ---
Umsatz 20,3 102
Gesamtleistung 19,9 100
Materialaufwand 7,0 35
Personalaufwand 11,9 60
Abschreibungen 1,7 9
Sonstige Aufwendungen 5,7 29
Finanzergebnis -0,5 -3
Ergebnis vor Steuern -6,9 -35
Finanzlage

(verkürzte Darstellung)
1.10.2009 - 31.3.2010 EUR Mio.
Ergebnis nach Steuern -7,1
Abschreibungen 1,7
Auszahlungen Sozialplan -3,1
Veränderung übrige Posten -4,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -12,6
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -1,9
Einzahlungen Verkauf Maschinenbau 12,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit 10,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,0
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -2,2
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -0,1
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 5,1
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 2,8
31.3.2010
Vermögenslage EUR Mio. %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 27,3 45
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 4,3 7
Latente Steuern 0,2 0
Übrige Vermögenswerte 0,5 1
32,3 53
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 14,2 23
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7,8 13
Übrige Vermögenswerte 4,0 7
Flüssige Mittel 2,8 5
28,8 47
61,1 100
Passiva
Eigenkapital 20,9 34
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen 17,8 29
Latente Steuern 3,6 6
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 8,3 14
29,7 49
Kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 0,6 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,0 3
Übrige Verbindlichkeiten 7,9 13
10,5 17
61,1 100

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Nach Verkauf des Maschinenbaus wird sich die Schumag auf die weitere Restrukturierung und den Ausbau des verbliebenen Bereichs Präzisionsmechanik, der seit der Gründung im Jahr 1830 traditionell das Kerngeschäft des Unternehmens darstellt, sowie auf den Aufbau des neuen Geschäftsfelds Anlagentechnik fokussieren.

Präzisionsmechanik

Das Potenzial für das Erreichen eines wachsenden Geschäftsvolumens halten wir unverändert für gegeben und werden hierbei durch Kundenanfragen bestärkt.

Hauptstandbein wird weiterhin der Automotive-Bereich sein, da die weiter stattfindende technische Entwicklung zur Effizienzsteigerung und Schadstoffminimierung von Verbrennungsmotoren immer höhere Anforderungen an die Eigenschaften von Präzisionsteilen stellt, die nur wenige Produzenten erfüllen können. Deshalb streben wir an, in technisch hochanspruchsvollen Feldern zu agieren, die die besondere Leistungsfähigkeit der Schumag-Produktion voraussetzen.

Daneben verstärken wir aber unsere Diversifikationsbemühungen in den Non-Automotive-Bereich, um neben der Reduzierung der Abhängigkeit von der Automobilindustrie die in dem Bereich vorhandenen Ertragspotentiale zu realisieren.

Zudem wurde im Januar 2010 in Aachen mit der Errichtung einer neuen Produktionshalle zur Optimierung unserer Produktionsprozesse zwischen der jetzigen Fertigungsstätte und unserer Härterei begonnen.

Die Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit bedeutet auch die lokale Hinwendung zu unseren aktuellen und zukünftigen Hauptabsatzmärkten in den USA und China/Asien, um die dortigen Produktionskostenvorteile zu nutzen und um unabhängiger von Wechselkursrelationen zu werden. Hierzu ist der Aufbau lokaler Produktionsstandorte erforderlich. Die zeitnahe Umsetzung wird nachhaltig verfolgt.

Anlagentechnik

Unserer Tochtergesellschaft Schumag BR Energy GmbH ist es bereits nach kurzer Zeit gelungen, mit aktuellen Projekten Geschäftsbeziehungen zu ausgewählten Geschäftspartnern aufzunehmen.

Nach ersten technischen Präsentationen erhielt man Bietungschancen, die bislang zu einem bereits abgewickelten Pilotprojekt und zu drei Zielvereinbarungen führten. Inzwischen wird intensiv daran gearbeitet, die Zielvereinbarungen zusammen mit namhaften Partnern in verbindliche Angebote und Projekte umzusetzen.

Aufgrund des aktuell zu bearbeitenden hohen Projektvolumens sehen wir der weiteren Entwicklung des Geschäftsfelds in den nächsten Monaten mit guter Zuversicht entgegen. Für das laufende Geschäftsjahr wird noch mit Anlaufverlusten gerechnet.

Prognose

Aufgrund des weiterhin sehr unsicheren wirtschaftlichen Umfelds ist die Erstellung einer belastbaren Prognose schwierig. Wie bereits im Risikobericht dargestellt, ergeben sich für die Schumag durch die in verschiedenen Szenarien durchgeführte Unternehmensplanung unterschiedliche Risikoausprägungen. Die Szenarien variieren bzgl. der erzielbaren Umsatzerlöse, des Ausmaßes der Wertschöpfung sowie der Realisierbarkeit von Sondereffekten. Wesentlicher Sondereffekt ist dabei ein Sale-and-lease-back-Geschäft für die vorhandenen Grundstücke und Gebäude mit einem für das Geschäftsjahr 2009/2010 geplanten Cash-Effekt von EUR 15,4 Mio. Die Unternehmensplanung berücksichtigt weiterhin u. a. Programme zur Produktivitätssteigerung sowie zur Fixkostensenkung.

Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wird für den verbliebenen Bereich Präzisionsmechanik aber selbst im schlechtesten Fall mit gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Auftragseingangs- und Umsatzwerten gerechnet. Die bisher im laufenden Geschäftsjahr zu verzeichnende Tendenz bestätigt unsere Annahmen. Nach dem sehr schwierigen Geschäftsjahr 2008/2009 wird für das Geschäftsjahr 2009/2010 unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit der verschiedenen geplanten Szenarien mit einer deutlichen Verbesserung des operativen Ergebnisses gerechnet. Ohne Realisierung von möglichen Sondereffekten wird das Ergebnis dennoch weiterhin negativ sein. Die daraus resultierende Belastung der Finanzlage ist durch Fremdmittel zu kompensieren, um dadurch auch die notwendigen Maßnahmen für das geplante zukünftige Wachstum finanzieren zu können.

Die aktuelle Planung zeigt, dass sich die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auch im Geschäftsjahr 2010/2011 weiter verbessern wird.

Anmerkung

Dieser Konzernlagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Schumag beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die in den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken, wie die im Risikobericht angesprochenen, eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Aachen, 31. Mai 2010

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Nicolaus Heinen

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009

Konzernbilanz

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

AKTIVA

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Konzernanhang 30.09.2009

TEUR
30.09.2008

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (14) 473 458
Sachanlagen (15) 26.521 36.790
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (16) 4.372 0
Finanzanlagen (17) 0 289
Übrige langfristige Vermögenswerte (19) 306 209
Latente Steuern (12) 262 278
31.934 38.024
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (18) 19.860 27.434
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (19) 13.060 15.625
Übrige kurzfristige Vermögenswerte (19) 11.856 6.446
Flüssige Mittel (20) 5.116 10.219
49.892 59.724
Bilanzsumme 81.826 97.748
PASSIVA
Konzernanhang 30.09.2009

TEUR
30.09.2008

TEUR
Eigenkapital (21)
Gezeichnetes Kapital 10.226 10.226
Kapitalrücklage 15.893 29.399
Erwirtschaftetes Eigenkapital 3.891 -563
Eigene Anteile -2.400 0
27.610 39.062
Langfristiges Fremdkapital
Pensionsrückstellungen (22) 18.101 18.319
Übrige langfristige Rückstellungen (23) 426 267
Latente Steuern (12) 3.463 3.952
Andere langfristige Verbindlichkeiten (24) 6.826 6.099
28.816 28.637
Kurzfristiges Fremdkapital
Kurzfristige Rückstellungen (23) 5.054 6.050
Steuerschulden (12) 125 380
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (24) 3.030 6.725
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten (24) 17.191 16.894
25.400 30.049
Bilanzsumme 81.826 97.748

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

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Konzernanhang 2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Umsatzerlöse (6) 33.916 61.972
Bestandsveränderung -2.015 395
Andere aktivierte Eigenleistungen 30 11
Sonstige betriebliche Erträge (7) 2.821 1.139
Gesamtleistung 34.752 63.517
Materialaufwand 10.559 20.931
Personalaufwand (8) 27.963 30.695
Abschreibungen (14-16) 3.792 3.432
Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) 13.454 8.363
Ergebnis der Betriebstätigkeit -21.016 96
Finanzergebnis (10) -1.166 -1.180
Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten (11) -8.225 0
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -30.407 -1.084
Steuern (12) 554 1.381
Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -30.961 -2.465
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (4) 20.001 923
Konzern-Ergebnis nach Steuern -10.960 -1.542
Ergebnis je Aktie (in EUR) (5) -2,74 -0,39
davon aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (EUR) -7,75 -0,62
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (EUR) 5,01 0,23
unverwässert gleich verwässert

Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Ergebnis nach Steuern -10.960 -1.542
Währungsumrechnung 714 -597
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste bei leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen -972 993
Latente Steuern 305 -425
Im Eigenkapital zu erfassende Erträge und Aufwendungen 47 -29
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen -10.913 -1.571

Konzern-Kapitalflussrechnung

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Ergebnis nach Steuern ohne außerordentliche Posten -25.950 -1.542
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4.001 4.351
Veränderung der Pensionsrückstellungen -313 -761
Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 20 -278
Veränderung der latenten Steuern -168 3.346
Veränderung der Vorräte 4.019 -1.675
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -75 19.698
Veränderung der übrigen Vermögenswerte 4.369 -2.602
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3.077 -2.517
Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen -7.648 -3.151
Auszahlungen aus außerordentlichen Posten (Sozialplan) -2.745 0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -27.567 14.869
Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte -317 -255
Ausgaben für Sachanlagen -1.588 -2.181
Ausgaben für Finanzanlagen 0 -289
Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 276 637
Einzahlungen aus außerordentlichen Posten (Verkauf Maschinenbau) 28.201 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 26.572 -2.088
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 0 -3.287
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0 -3.287
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -995 9.494
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -4.956 0
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel 848 -271
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 10.219 996
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 5.116 10.219
Auszahlungen für Zinsen 310 735
Einzahlungen für Zinsen 275 300
Auszahlungen für Ertragsteuern 504 632
Einzahlung für Ertragsteuern 5 9

Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzernlagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage.

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009

Konzernanhang

Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

1. Informationen zum Unternehmen

Die Schumag Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Aachen, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 wurde am 31. Mai 2010 durch den Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Rechnungslegungsgrundsätze

2.1 Grundlagen

Der Konzernabschluss der Schumag AG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union anerkannt wurden. Die bisher nicht durch die Europäische Union anerkannten IFRS werden nach unserer Erwartung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Die Aufstellung erfolgt in Euro, sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit werden ggf. Vorjahresbeträge umgegliedert.

2.2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Schumag AG alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen. Die Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 31 aufgeführt. Im Rahmen des Verkaufs wesentlicher Teile des Maschinenbaus wurden auch die bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmen MRB Schumag Ltd., Schumag Kieserling Machinery, Inc. und Nolanco, Inc. sowie das nicht konsolidierte Tochterunternehmen Schumag Machinery Taicang Co., Ltd. veräußert. Die Endkonsolidierung der bisher vollkonsolidierten Tochterunternehmen erfolgte zum 30. November 2008. Das im Juni 2009 neugegründete 100%ige Tochterunternehmen Schumag BR Energy GmbH, Aachen, wurde erstmals konsolidiert.

2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzstichtag: Der Abschluss der Schumag BR Energy ist zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Für die rumänische Tochtergesellschaft lag ein Zwischenabschluss vor. Für die Endkonsolidierung der veräußerten Tochterunternehmen wurden Zwischenabschlüsse zum 30. November 2008 zugrunde gelegt.

Einheitliche Bewertung: Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich unter Annahme der Unternehmensfortführung nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Eliminierungen: Konzerninterne Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden voll eliminiert.

Kapitalkonsolidierung: Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam vereinnahmt.

Währungsumrechnung: Die Anschaffungskosten von Vermögenswerten aus Bezügen in fremder Währung und die Erlöse aus Verkäufen in fremder Währung werden zu Kursen zum Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle bestimmt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet.

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse jeweils in der Landeswährung, in der sie überwiegend wirtschaftlich tätig sind. Die Umrechnung erfolgt daher gemäß Stichtagskursmethode: Bilanzposten werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, die Aufwendungen und Erträge zu Monatsdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Kursdifferenzen werden ergebnisneutral in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.

Die Wechselkurse der Währungen im Konzern haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EUR = 30.9.2009 30.9.2008 2008/2009 2007/2008
--- --- --- --- --- ---
USA USD 1,28 1,43 1,30 1,50
Großbritannien GBP 0,83 0,80 0,81 0,76
Rumänien RON 4,21 3,74 4,14 3,61

Erlösrealisierung: Erlöse werden bei Auslieferung der Erzeugnisse und Waren beziehungsweise bei Erbringung der Leistungen realisiert, wenn ein Gefahrenübergang auf den Erwerber anhand verschiedener Indikatoren auftragsbezogen angenommen werden kann. Dabei werden mögliche Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgegrenzt. Wahrscheinliche Risiken aus der Rücknahme von Erzeugnissen und Waren und aufgrund von Gewährleistungen oder sonstigen Reklamationen werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zurückgestellt. Langfristige Fertigungsaufträge betreffen den Bau von Individualmaschinen für Dritte. Eine Realisierung der Auftragsergebnisse wird unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsüberlegungen nach dem Leistungsfortschritt vorgenommen. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen auf niedrigere beizulegende Zeitwerte berücksichtigt. Erträge aus verzinslichen Aktiva werden unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und der nach der Effektivzinsmethode anzuwendenden Zinssätze abgegrenzt. Erträge aus dem Verkauf oder der Auslizenzierung von Technologien oder technologischem Wissen werden gemäß dem vertraglich vereinbarten Übergang der Rechte und Pflichten an den betreffenden Technologien ergebniswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten: Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte fallen im Bereich Maschinenbau aufgrund der Finanzierung durch erhaltene Anzahlungen nicht an.

Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In der Berichtsperiode 2008/2009 ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

Investitionszuschüsse: Zuwendungen der öffentlichen Hand für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. Sonstige gewährte Zuschüsse oder Beihilfen werden abgegrenzt und über den zugrunde liegenden Zeitraum oder die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Vermögenswerts aufgelöst.

Immaterielle Vermögenswerte: Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geschäftswerte sind nicht angesetzt.

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Abschreibungsdauern 2008/2009

Jahre
2007/2008

Jahre
Produktrechte, Lizenzen 5 5
Software 5 5

Sachanlagen: Die Bewertung von Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine Wertminderung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

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Abschreibungsdauern 2008/2009

Jahre
2007/2008

Jahre
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 10 - 50 10 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 21 3 - 21
Betriebs- und Geschäftsausstattung und andere Anlagen 3 - 23 3 - 23

Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien: Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und nicht für die eigene Produktion genutzt werden. Bei der Schumag AG werden Teile der am Firmensitz in Aachen gelegenen Grundstücke und Gebäude, die bis zum 30. November 2008 vom Segment Maschinenbau genutzt wurden, aufgrund der Veräußerung wesentlicher Teile des Geschäftsbereichs Maschinenbau an die SMS Meer GmbH ab dem 1. Dezember 2008 langfristig an die SMS Schumag GmbH & Co. KG vermietet und als Finanzinvestition gehalten. Die Zugangsbewertung bei Übertragung erfolgte entsprechend IAS 16. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Sollten die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

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Abschreibungsdauern 2008/2009

Jahre
2007/2008

Jahre
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 10 - 40 10 - 40

Leasing: Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing klassifiziert. Leasingvereinbarungen, bei denen Schumag-Gesellschaften als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, tragen, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Betrag aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert und in der Folge über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Alle übrigen Leasingvereinbarungen, in denen der Schumag-Konzern Leasingnehmer ist, werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall werden die zu leistenden Leasingzahlungen in der jeweiligen Periode entsprechend dem Anfall ergebniswirksam erfasst.

Tatsächliche Ertragsteuern: Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird.

Latente Steuern: Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind.

Vorräte: Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch direkt zurechenbaren Aufwendungen. Als Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. Finanzierungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Fertigungsaufträge (construction contracts): Fertigungsaufträge werden nach der percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der anzusetzende Fertigungsgrad wird nach der cost-to-cost-Methode ermittelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter dem Posten „Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden" bzw. bei drohendem Verlust oder, wenn erhaltene Anzahlungen die kumulierte Leistung übersteigen, passivisch unter „Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden".

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden nach IAS 19.93A mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen übergeleitet. Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck ermittelt.

Sonstige Rückstellungen: Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Für bestimmte Umweltschutzmaßnahmen und -risiken werden Rückstellungen gebildet, wenn aufgrund eines Ereignisses eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Durchführung von Maßnahmen besteht und die Maßnahmen nicht zur Aktivierung von Vermögenswerten führen. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst.

Finanzinstrumente: Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, d. h. zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird. Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der Schumag aus gewährten Krediten und Forderungen sowie flüssigen Mitteln zusammen. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar erfolgwirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den folgenden Kategorien nach IAS 39, für die unterschiedliche Bewertungsregeln gelten:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte*
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte*
Kredite und Forderungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte*
Effektive Derivate als Sicherungsinstrumente*

* im Schumag-Konzern zurzeit nicht relevant

Unter „Kredite und Forderungen" werden im Schumag-Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den übrigen Vermögenswerten enthaltenen sonstigen finanziellen Forderungen sowie Flüssige Mittel erfasst. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Liegen bei diesen finanziellen Vermögenswerten objektive substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten Zahlungsstockungen, die auch nach Aufforderung des Schuldners nicht beseitigt sind oder aufgrund von Rechtsstreitigkeiten bestehen.

Die finanziellen Schulden betreffen bei der Schumag Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die in den anderen Verbindlichkeiten enthaltenen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Finanzielle Schulden werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden

Der erstmalige Ansatz der finanziellen Schuld erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten für die Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden", ansonsten zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Schuld wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich eventueller Tilgungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Schuld verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte und Schulden. Wenn beizulegende Zeitwerte nicht unmittelbar verfügbar sind, werden diese unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Die Fair Value-Option wird im Schumag-Konzern nicht angewendet. Die derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitwert angesetzt. Die Steuerung finanzieller Risiken (insbesondere Währungsrisiken) durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist in Anmerkung 26 beschrieben.

Das Aktienrückkaufangebot in Höhe von maximal 400.000 Aktien zu EUR 6,00 je Aktie stellt ein freiwilliges Erwerbsangebot (geschriebene Verkaufsoption) dar, welches eine bedingte Verpflichtung zur Zahlung von Geld entstehen lässt. Die als Stillhalter bestehende Erwerbsverpflichtung führt zum Abzug von TEUR 2.400 vom Eigenkapital. Die entsprechende finanzielle Verbindlichkeit ist gesondert ausgewiesen.

2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung:

Operatingleasing-Verhältnisse - Konzern als Leasinggeber: Die Schumag hat einen Leasingvertrag zur gewerblichen Vermietung seiner als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien abgeschlossen. Dabei wurde anhand einer Analyse der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an diesen im Rahmen von Operatingleasing-Verhältnissen vermieteten Immobilien verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben, der diese Verträge dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnisse bilanziert und nach IAS 40 als Finanzinvestition ausweist.

Steuern: Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungszeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftigen Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die Schumag bildet, basierend auf vernünftigen Schätzungen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde.

Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall entsprechende Wertberichtigungen der aktivierten latenten Steuern vorgenommen. Aufgrund der Ungewissheit über wesentlichen Anteilsbesitz wird vor dem Hintergrund der Vorschriften über die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge bei Anteilseignerwechseln davon ausgegangen, dass die in Deutschland vorhandenen Verlustvorträge in Zukunft nicht genutzt werden können. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche wertberichtigt.

Pensionsrückstellungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungsmathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Löhne und Gehälter sowie Renten. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der Schumag getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 22 aufgeführt.

Sonstige Rückstellungen: Sonstige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und unabhängige Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen. Bei der Abzinsung langfristiger Rückstellungen sind Annahmen hinsichtlich des zu verwendenden Zinssatzes zu treffen.

Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments): Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige im Anlagevermögen ausgewiesene Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Konzern berücksichtigt neben anderen Faktoren das Verhältnis zwischen Marktkapitalisierung und Buchwert bei der Überprüfung auf Anhaltspunkte für Wertminderungen. Zum Stichtag überstieg die Marktkapitalisierung der Schumag AG den Buchwert des Konzerneigenkapitals.

Die bei Vorliegen von Anhaltspunkten für Wertminderungen durchzuführenden Impairmenttests stellen die bilanziellen Buchwerte der Vermögenswerte den erzielbaren Beträgen der Vermögenswerte gegenüber. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswertes. Der Nutzungswert wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten (cash generating units) sind. Zur Ermittlung des Nutzungswertes ist die Schätzung und Diskontierung von Cashflows notwendig.

Für die Definition der cash generating units werden die Segmente herangezogen (vgl. Anmerkung 6). Die Schätzung der Cashflows und die getroffenen Annahmen basieren auf den jeweils zum Aufstellungsstichtag verfügbaren Informationen und können von den tatsächlichen Entwicklungen abweichen. Annahmen und Schätzungen betreffen unter anderem erwartete Erlöse aus Produktverkäufen, die Wirtschaftlichkeit des Vermögenswerts sowie Material- und Energiepreise.

Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurde. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre.

2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards

Erstmalige Anwendung von IFRS und IFRIC

Im Geschäftsjahr 2008/2009 kamen folgende IFRS und IFRIC erstmals zur Anwendung:

IFRS 8 „Operating Segments" wurde im November 2007 in EU-Recht übernommen. IFRS 8 ersetzt den bisherigen IAS 14 „Segment Reporting" und ist erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Nach IFRS 8 hat die Segmentberichterstattung nach dem sogenannten Management Approach zu erfolgen, d. h. die Abgrenzung der Segmente basiert auf den Informationen, die das Management intern für die Unternehmenssteuerung verwendet. Die vorzeitige Anwendung des Standards hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss, da die bisherige Segmentierung bereits die Grundlage für die Unternehmenssteuerung der Schumag bildet.

Amendments to IFRIC 9 and IAS 39 „Embedded Derivatives" wurden im November 2009 in EU-Recht übernommen. Danach hat ein Unternehmen zu prüfen, ob ein in einen Basisvertrag eingebettetes Derivat von diesem zu trennen ist, wenn das gesamte hybride Finanzinstrument in Anwendung der Änderungen an IAS 39 vom Oktober 2008 aus der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert umklassifiziert wird. Die Änderungen sind rückwirkend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 enden. Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Amendments to IAS 39 and IFRS 7 „Reclassification of Financial Instruments" wurden im Oktober 2008 in EU-Recht übernommen. Die Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 treten rückwirkend zum 1. Juli 2008 in Kraft. Die Änderungen zu IAS 39 erlauben Umklassifizierungen nicht derivativer finanzieller Vermögenswerte (ausgenommen derer, bei denen die Fair-Value-Option gezogen wurde) aus der Kategorie „at fair value through profit or loss" sowie unter bestimmten Bedingungen Umklassifizierungen von Vermögenswerten der Kategorie „available for sale" in die Kategorie der „loans and receivables". Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Amendment to IAS 39 „Reclassification of Financial Assets: Effective Date and Transition" wurde im September 2009 in EU-Recht übernommen. Hintergrund der erneuten Überarbeitung ist die Klarstellung des Anwendungszeitpunktes der im Oktober 2008 veröffentlichten Änderungen. Die erstmalige Anwendung des geänderten Standards hat ebenfalls keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 12 „Services Concession Arrangements" (Übernahme in EU-Recht März 2009) klärt im Rahmen der von Regierungen oder anderen öffentlichen Körperschaften an private Betreiber vergebenen Dienstleistungsaufträge die konkrete Anwendung bestehender Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften durch den Betreiber einer so genannten Dienstleistungskonzession. IFRIC 12 ist anzuwenden auf Geschäftsjahre die nach dem 28. März 2009 beginnen.

IFRIC 13 „Customer Loyalty Programmes" - Kundenbindungsprogramme (Übernahme in EU-Recht Dezember 2008) befasst sich mit der Bilanzierung und Bewertung von Kundenbonusprogrammen, die vom bilanzierenden Unternehmen selbst oder durch Dienstleistungsanbieter für das bilanzierende Unternehmen betrieben werden. IFRIC 13 ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen.

IFRIC 14 „IAS 19 - The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction" (Übernahme in EU-Recht Dezember 2008) behandelt die Fragestellung, wie die Begrenzung nach IAS 19 „Employee Benefits" für einen Überschuss festzulegen ist, der als Vermögenswert angesetzt werden kann. Weiterhin werden die Auswirkungen erklärt, die sich auf die Bewertung von Vermögenswerten und Rückstellungen aus leistungsorientierten Plänen aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung zur Einzahlung von Mindestbeträgen ergeben. IFRIC 14 ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen.

IFRIC 16 „Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation" (Übernahme in EU-Recht Juni 2009) nimmt Bezug auf IAS 21 „The effects of changes in foreign exchange rates" und IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement" und befasst sich mit dem Thema der Absicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb. Insbesondere wird klargestellt, was dabei als Risiko anzusehen ist und dass jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns das Sicherungsinstrument zur Absicherung dieses Risikos halten darf. IFRIC 16 ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen.

Die erstmalige Anwendung der aufgeführten Interpretationen hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Noch nicht berücksichtigte IFRS und IFRIC

Die Auswirkungen der im Geschäftsjahr 2008/2009 noch nicht angewandten bzw. von der Europäischen Union nicht anerkannten IFRS und IFRIC auf den Konzernabschluss der Schumag wurden geprüft. Die Schumag geht davon aus, dass die Anwendung der nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen – soweit nicht anders vermerkt – keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.

IAS 23 „Borrowing Costs" wurde im Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Sofern die Anwendung zu einer Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethode führt, ist der Standard auf Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte anzuwenden, deren Aktivierungsbeginn am oder nach dem 1. Januar 2009 liegt.

IAS 1 „Presentation of Financial Statements: A Revised Presentation" wurde im Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Revised IFRS 3 „Business Combinations" und Amendments to IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements" wurden im Juni 2009 in EU-Recht übernommen und sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

Amendments to IFRS 2 „Share-based Payment: Vesting Conditions and Cancellations" wurden im Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Amendments to IAS 32 and IAS 1 „Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation" wurden im Dezember 2008 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Der erste Sammelstandard Improvements to IFRSs (May 2008) wurde im Januar 2009 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Amendments to IFRS 1 and IAS 27 „Cost of an Investment in a subsidiary, jointly-controlled entity or associate" wurden im Januar 2009 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate" wurde im Juli 2008 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Amendments to IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement - Eligible Hedged Items” wurden im Juli 2008 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

Revised IFRS 1 „First Time Adoption of IFRS" wurde im November 2009 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

IFRIC 17 „Distributions of Non-Cash Assets to Owners" wurde im November 2009 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

IFRIC 18 „Transfers of Assets from Customers" (Veröffentlichung Januar 2009) wurde im November 2009 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

Amendment to IFRS 7 „Improving Disclosures about Financial Instruments" wurde im November 2009 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen.

Der zweite Sammelstandard Improvements to IFRSs (April 2009) wurde im März 2010 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

Amendments to IFRS 2 „Group Cash-settled Share-based Payment Transactions" wurden im März 2010 in EU-Recht übernommen und ist verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

3. Akquisitionen

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden keine Unternehmenserwerbe durchgeführt. Zurzeit werden aber weiterhin Möglichkeiten zur Akquisition von Fertigungsstätten für den präzisionsmechanischen Bereich in den USA sowie im ostasiatischen Raum geprüft.

Die in dem erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen Schumag BR Energy GmbH, Aachen, aufgenommenen Aktivitäten werden im Konzernabschluss als separates Segment „Anlagentechnik" dargestellt (vgl. Anmerkung 6).

4. Desinvestitionen und aufgegebene Geschäftsbereiche

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde der wesentliche Teil des Geschäftsbereichs Maschinenbau an die SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, veräußert.

Aufgrund eines Kaufvertrages vom 19. November 2008 wurden mit Wirkung zum 1. Dezember 2008 operative Vermögenswerte wie technische Anlagen und Maschinen, Software, Zeichnungen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Patente, Marken, Barmittel und Domain sowie sonstige Vermögenswerte veräußert. Mit übergegangen sind ebenfalls dem veräußerten Geschäftsbereich zuzuordnende Mitarbeiter mit allen Rechten und Pflichten. Weiterhin veräußert wurden die Anteile an den Tochterunternehmen MRB Schumag Ltd., Schumag Kieserling Machinery, Inc. und Nolanco, Inc. sowie Schumag Machinery Taicang Co., Ltd.

Die Desinvestition wirkte sich zum Veräußerungszeitpunkt auf Vermögen und Schulden wie folgt aus:

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Veräußerte Vermögenswerte und Schulden 2008/2009

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 213
Sachanlagen 3.228
Finanzanlagen 389
Vorräte 955
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.957
Übrige Vermögenswerte 807
Flüssige Mittel 5.041
Pensionsrückstellungen -877
Übrige Rückstellungen -1.259
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -618
Übrige Verbindlichkeiten -3.994
Nettovermögen 5.842

Die Desinvestition hat die folgende Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns:

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2008/2009

TEUR
Veräußerungserlös (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) 39.937
Nettovermögen -5.842
Veräußerungskosten -6.069
Abgrenzung Mietvorauszahlung -2.500
Sonstige Anpassungen -1.776
Ergebnis (vor Steuern) aus der Veräußerung 23.750

Die sonstigen Anpassungen betreffen überwiegend im Rahmen der Erstkonsolidierung gem. IFRS 1.15 i.V.m. IFRS 1.B2 mit den Rücklagen verrechnete Unterschiedsbeträge.

Weitere Desinvestitionen sind vorerst nicht vorgesehen.

Aufgegebener Geschäftsbereich

Der Vorstandsbeschluss zur Veräußerung wesentlicher Teile des Geschäftsbereichs Maschinenbau ist im Geschäftsjahr veröffentlicht und durchgeführt worden. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Posten um die entsprechenden Beträge des Bereichs bereinigt und das Ergebnis nach Steuern aus diesem Bereich gesondert ausgewiesen worden. Die Vorjahreszahlen wurden zur Herstellung der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.

Die Ertrags- und Finanzlage des aufgegebenen Geschäftsbereichs, der dem Segment „Maschinenbau" entspricht (vgl. Anmerkung 6), stellt sich wie folgt dar:

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Gewinn- und Verlustrechnung 1.10.2008 bis 30.9.2009

TEUR
1.10.2007 bis 30.9.2008

TEUR
Umsatzerlöse 39.109 69.354
Bestandsveränderung -1.220 868
Sonstige betriebliche Erträge 1.823 824
Gesamtleistung 39.712 71.046
Materialaufwand 34.700 34.092
Personalaufwand 4.988 22.347
Abschreibungen 209 919
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.971 9.706
Ergebnis der Betriebstätigkeit -4.156 3.982
Finanzergebnis -28 -318
Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten 23.750 0
Ergebnis vor Steuern 19.566 3.664
Steuern -435 2.741
Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 20.001 923

Das Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten entspricht dem Ergebnis aus der Veräußerung des Maschinenbaus.

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Kapitalflussrechnung

(verkürzt)
1.10.2008 bis 30.9.2009

TEUR
1.10.2007 bis 30.9.2008

TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -10.867 10.191
Cashflow aus Investitionstätigkeit 28.053 -987
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel der aufgegebenen Geschäftsbereiche 17.186 9.204
Konsolidierungskreis-, bewertungs- und wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -30.214 -994
Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 13.029 4.819
Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 1 13.029

Die Veräußerung des aufgegebenen Geschäftsbereichs führte im Geschäftsjahr 2008/2009 zu den folgenden Zahlungsflüssen:

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2008/2009

TEUR
Veräußerungserlös 39.937
Veräußerungskosten -1.223
Veräußerte Flüssige Mittel -5.041
Steuerzahlungen (Quellensteuer) -272
Zahlungen zur Absicherung der noch benötigten Avallinien -4.850
Ausstehende Zahlungen -100
Sonstige Zahlungen -250
Nettozahlung aus der Veräußerung 28.201

Durch einen weiteren Kaufvertrag vom 15. Dezember 2009 wurden die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Aufträge sowie das restliche zum Maschinenbau gehörende Vermögen mit Wirkung zum 30. November 2009 ebenfalls an die SMS veräußert. Die Auswirkungen wurden zum 30. September 2009 mit einem Betrag von TEUR 4.610 aufwandswirksam in den Vorräten, den Rückstellungen sowie den anderen Verbindlichkeiten wertaufhellend berücksichtigt.

5. Ergebnis je Aktie

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2008/2009 2007/2008
Konzern-Ergebnis nach Steuern (in TEUR) -10.960 -1.542
Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 3.994.693 4.000.000
Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) -2,74 -0,39
davon aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (EUR) -7,75 -0,62
davon aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (EUR) 5,01 0,23

Verwässerungseffekte liegen nicht vor.

Aus dem Aktienrückkaufprogramm (vgl. Anmerkung 21) ergeben sich lediglich Effekte auf die gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien.

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In Umlauf befindliche Anteile 2008/2009

TEUR
Stand 1. Oktober 2008 = Stand zum 18. September 2009* 4.000.000
Andienungen bis zum Bilanzstichtag 280.193
Stand 30. September 2009 3.719.807
Taggenau gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 3.994.693

* Beginn des Aktienrückkaufprogramms

6. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente:

Das Segment Präzisionsmechanik produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Mess- und Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten, Komponenten für medizinische und optische Geräte, Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen.

Im neuen Segment Anlagentechnik erfolgt die Produktion von Komponenten des Energiesektors, insbesondere für Öl- und Gasversorgungssysteme sowie Kraftwerke und Kernkraftwerke.

Das Segment Maschinenbau stellt Ziehanlagen für die Herstellung von Rohren und Profilen aus Stahl, Messing, Aluminium und Kupfer, Blankstahlanlagen für Stangen und Ringe sowie Schleifanlagen für Stangen her. Da die Schumag AG den Auftragsbestand des Maschinenbaus zum 30. November 2008 nicht mit veräußert hat, erfolgt auch die interne Steuerung und Berichterstattung des Unternehmens – zumindest vorläufig – weiterhin auch separat für diese Geschäftseinheit. Das Segment Maschinenbau bildet zugleich die „discontinued operations" i. S. des IFRS 5 ab.

Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet.

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Präzisionsmechanik Anlagentechnik Maschinenbau Konzern
Segmente 2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
2008/2009

TEUR
2007/08

TEUR
2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 33.916 61.972 0 0 39.109 69.354 73.025 131.326
EBITDA -13.601 3.528 -3.623 0 -3.947 4.901 -21.171 8.429
EBIT -17.393 96 -3.623 0 -4.156 3.982 -25.172 4.078
EBT -26.784 -1.084 -3.623 0 19.566 3.664 -10.841 2.580
Vermögen 61.213 50.148 53 0 20.560 47.600 81.826 97.748
davon Sachanlagen 30.885 27.531 8 0 0 9.259 30.893 36.790
Schulden 45.073 21.801 69 0 9.074 36.885 54.216 58.686
Investitionen 1.849 1.557 9 0 232 1.168 2.090 2.725
Abschreibungen 3.792 3.432 0 0 209 919 4.001 4.351
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 753 737 0 0 58 400 811 1.137

Die Umsatzerlöse des Segmentes Maschinenbau werden unter Anwendung der POC-Methode als Auftragserlöse beurteilt.

Segmentinformationen über geografische Bereiche:

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Segmente nach Regionen Inland Ausland Konzern
Sitz der Gesellschaft 2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 71.322 113.953 1.703 17.373 73.025 131.326
Umsatz vor Konsolidierung 71.837 122.523 5.279 21.734 77.116 144.257
EBITDA -2.691 2.739 -2.955 5.690 -5.646 8.429
EBIT -6.489 -1.313 -3.158 5.391 -9.647 4.078
EBT -7.779 -2.947 -3.062 5.527 -10.841 2.580
Vermögen 78.476 84.726 3.350 13.022 81.826 97.748
davon Sachanlagen 28.954 32.937 1.939 3.853 30.893 36.790
Schulden 54.120 54.944 96 3.742 54.216 58.686
Investitionen 2.037 2.344 53 381 2.090 2.725
Abschreibungen 3.798 4.052 203 299 4.001 4.351
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 698 989 113 148 811 1.137

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen

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2008/2009 2007/2008
Sitz des Kunden TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland 28.831 39,5 35.715 27,2
Sonstige EU-Länder 14.507 19,9 27.089 20,6
Übriges Europa 5.092 7,0 7.809 5,9
Nordamerika 14.943 20,4 37.356 28,5
Lateinamerika 3.516 4,8 6.570 5,0
Asien 6.057 8,3 16.704 12,7
Afrika/Ozeanien 79 0,1 83 0,1
73.025 100,0 131.326 100,0

7. Sonstige betriebliche Erträge

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Zuschüsse Bundesagentur für Arbeit (KUG) 1.492 0
Erträge aus Kostenerstattung 804 119
Währungsgewinne 200 101
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 126 0
Gewinne aus Anlagenabgängen und Desinvestitionen 84 365
Erträge aus Auflösung von Verbindlichkeiten 87 50
Zuschüsse Bundesagentur für Arbeit (ATZ) 0 175
Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen 0 126
Übrige 28 203
2.821 1.139

Die Erträge aus Kostenerstattung betreffen vor allem die im Zusammenhang mit dem Geschäftsbesorgungsvertrag an SMS Schumag weiterbelasteten Kosten.

Währungsgewinne enthalten Gewinne aus Fremdwährungsposten sowie aus der Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag.

In den übrigen Erträgen sind Versicherungsentschädigungen, Mieterträge sowie eine Vielzahl anderer Posten enthalten.

8. Personalaufwand

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Löhne und Gehälter 24.105 25.571
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.858 5.124
davon für Altersversorgung 148 125
27.963 30.695

Durchschnittlicher Personalbestand

Der dem aufgeführten Personalaufwand zugrunde zu legende durchschnittliche Personalbestand beinhaltet nicht die Mitarbeiter des veräußerten Geschäftsbereichs Maschinenbau:

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2008/2009 2007/2008
Arbeiter 595 600
Angestellte 118 93
Auszubildende 40 44
753 737

Der durchschnittliche Personalbestand des Schumag-Konzerns inklusive der Mitarbeiter des veräußerten Geschäftsbereichs Maschinenbau gliedert sich wie folgt:

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2008/2009 2007/2008
Arbeiter 626 805
Angestellte 145 288
Auszubildende 40 44
811 1.137

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Ingangsetzungsaufwendungen 3.500 0
Leasing- und Mietkosten 1.977 1.328
Instandhaltung 1.558 1.839
Beratungskosten 1.275 810
Währungsverluste 709 550
Versicherungskosten 560 336
IT-Kosten 469 336
Sonstige Fremd- und Serviceleistungen 442 452
Provisionen 343 621
Reisekosten/Auslösungen 201 262
Übrige 2.420 1.829
13.454 8.363

Die Ingangsetzungsaufwendungen betreffen die Kosten für den Anlauf des Geschäftsbetriebs für das neue Segment Anlagentechnik, die nach IFRS aufwandswirksam zu erfassen sind.

Der Anstieg der Beratungskosten ist im Wesentlichen auf Beratungsaufwand im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.

Die sonstigen Fremd- und Serviceleistungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Härtereidienstleistungen für Schumag Romania, Bewachung sowie Fremdpersonal im technischen Verwaltungsbereich.

Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten.

10. Finanzergebnis

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 167 27
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.333 -1.207
Finanzergebnis -1.166 -1.180

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR 1.105 (Vorjahr TEUR 1.071) enthalten (vgl. Anmerkung 22).

11. Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten

Das Ergebnis aus unregelmäßigen Erfolgskomponenten enthält ausschließlich die Kosten für den Sozialplan.

12. Steuern

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Tatsächliche Ertragsteuern
Schumag AG -1 0
Ausländische Tochtergesellschaften 1 0
0 0
davon für Vorjahre -4 0
Abgrenzung latenter Steuern
Steueraufwand 1.693 1.570
Steuerertrag -1.139 -189
554 1.381
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Steuern 554 1.381

In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15% und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5% erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Kommune, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der Schumag AG sowie der Schumag BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 15,575%, so dass für beide Gesellschaften latente Steuern mit 31,4% (Vorjahr 31,4%) angesetzt werden.

Der von den ausländischen Gesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei ausländischen Gesellschaften werden die latenten Steuern mit den folgenden, im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen ermittelt:

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2008/2009

%
2007/2008

%
Großbritannien 29 28
USA 40 40
Rumänien 16 16

Steuerliche Überleitungsrechnung

Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der Schumag AG von 31,4% (Vorjahr 31,4%) ergebenden Steuern lassen sich zu den ausgewiesenen Steuern wie folgt überleiten:

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -30.407 -1.084
Ergebnis vor Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 19.566 3.664
Konzern-Ergebnis vor Steuern -10.841 2.580
Erwartete Steuern (Steuersatz der Schumag AG) -3.404 811
Steuereffekt aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträgen 68 404
Effekt aus abweichenden ausländischen Steuersätzen 128 144
Effekt aus der Veränderung latenter Steuern aufgrund des Entstehens bzw. der Umkehr latenter Steuern 1.134 -435
Effekt aus der Veränderung von Auf-/Abwertungen von latenten Steuern für Verlustvorträge 0 3.618
Steuereffekt aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen 0 -502
Nicht angesetzte latente Steuern 2.113 0
Aperiodische Effekte 115 21
Sonstige Steuereffekte -35 61
Ausgewiesene Steuern 119 4.122
davon in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen 554 1.381
davon dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzuordnen -435 2.741
119 4.122
Steuerquote -1,1% > 100%

Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 184 224 5.087 5.286
Vorräte und Forderungen 1.503 433 1.436 277
Pensionsrückstellungen 1.051 833 0 0
Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 604 556 0 175
Verlustvorträge 8.328 8.819 0 0
Sonstiges 0 18 20 0
Wertberichtigungen auf latente Steuern -8.328 -8.819 0 0
davon auf Verlustvorträge -8.328 -8.819 0 0
Bruttowert 3.342 2.064 6.543 5.738
Saldierung -3.080 -1.786 -3.080 -1.786
Bilanzansatz 262 278 3.463 3.952

Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge entfällt bei Anteilseignerwechsel. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern realisiert werden können.

Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Wesentliche ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Zum 30. September 2009 wurden auf inländische steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 26.522 (Vorjahr TEUR 28.086) Wertberichtigungen gebildet.

Steuerschulden

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30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
Steuerrückstellungen 78 78
Kurzfristige Steuerschulden 125 380
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten 416 841
619 1.299

Steuerschulden umfassen Steuerrückstellungen sowie kurzfristige Steuerschulden und -verbindlichkeiten. Die Steuerrückstellungen beinhalten mögliche Haftungsschulden aus früheren steuerlichen Organschaften. Steuerschulden betreffen ausschließlich veranlagte Ertragsteuern, Steuerverbindlichkeiten vor allem Lohn- und Umsatzsteuer für den Monat September.

13. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

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2008/2009

EUR
2007/2008

EUR
Bezüge des Vorstands 720.909,14 970.016,00
davon feste Vergütungen 416.909,14 596.016,00
davon variable Vergütungen 304.000,00 374.000,00
Bezüge des Aufsichtsrats 80.511,82 75.226,90
davon feste Vergütungen 52.412,64 48.038,73
davon sonstige Auslagen 28.099,18 27.188,17

Die Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Vorstands betragen zum 30. September 2009 EUR 0,00 (Vorjahr EUR 76.603,00).

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf EUR 1.403.839,80 (Vorjahr EUR 723.357,93).

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind EUR 7.285.725,00 (Vorjahr EUR 7.195.003,00) zurückgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Schumag AG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien gemäß § 285 Ziffer 10 HGB sind nachfolgend aufgeführt:

Aufsichtsrat

Dr. Johannes Ohlinger, Zweibrücken/Pfalz

Vorsitzender (ab 25. Februar 2009)

Dipl.-Ökonom

Weitere Mitgliedschaften

Terraelast AG, München (AR-Vorsitzender, bis 30. Oktober 2008)

WOF AG, Zweibrücken (AR-Vorsitzender, ab 24. Juni 2009)

Herz Jesu Missionare, Homburg/Saar (Mitglied des Stiftungsrats)

1. FC Kaiserslautern e.V. (ehrenamtliches Mitglied des Vorstands)
Heinz Peter Heinen, Köln (ab 19. Mai 2009)

Kaufmann

Weitere Mitgliedschaften

Plasma Concept AG, Bonn (Stellv. AR-Vorsitzender)

Kiel AG, Nörtlingen (Stellv. AR-Vorsitzender)

Victum Beteiligungs AG, Köln (Stellv. AR-Vorsitzender, ab 3. März 2009)

Poli Met Potala Ltd., Ulaanbaatar/Mongolei (AR-Mitglied)
Peter Koschel, Berlin

Diplom-Ingenieur

Weitere Mitgliedschaften

Chemar Rurociagi Sp. z o.o., Kielce/Polen (AR-Mitglied)

Berliner Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Berlin (AR-Mitglied, bis 4. Januar 2009)

Victum Beteiligungs AG, Köln (AR-Mitglied, ab 3. März 2009)
Ralf Marbaise, Eynatten/Belgien

Vorsitzender des Betriebsrats der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen

ohne weitere Mitgliedschaft
Jürgen Milion, Alsdorf

Industriemeister

ohne weitere Mitgliedschaft
Dr. Frank Nikolaus, Essen (ab 30. Juni 2009)

Unternehmensberater

ohne weitere Mitgliedschaft
Konstantinos Kazinakis, Giofiro - Heraklion/Griechenland

(ab 15. April 2008 bis 14. Dezember 2008)

Kaufmann

Weitere Mitgliedschaften

Von Herrn Kazinakis liegen keine aktuellen Informationen zu weiteren Mitgliedschaften vor. Die uns zuletzt im Oktober 2008 bestätigten Mitgliedschaften sind nachfolgend aufgeführt:

BEAC Real Estate AG, Berlin (AR-Mitglied)

Berliner Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Berlin (AR-Mitglied)

Babcock Capital A.E., Athen/Griechenland (Vorsitzender des Verwaltungsrats)
Prof. Dr. Sebastian Krause, Düsseldorf (ab 23. Dezember 2008)

Rechtsanwalt und Notar

Weitere Mitgliedschaften

Faveo AG, Essen (AR-Vorsitzender, ab 16. März 2009)
Dr. Dietmar Schallwich, Heiligenhaus (bis 19. Mai 2009)

Vorsitzender (bis 25. Februar 2009)

Vorsitzender des Vorstands der Berliner Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Berlin und Geschäftsführer der Schumag Holding GmbH, Essen

Geschäftsführer der Babcock Capital Beteiligungsgesellschaft mbH, Essen

Weitere Mitgliedschaften

BEAC Real Estate AG, Berlin (AR-Vorsitzender, bis 30. September 2009)

Chemar Rurociagi Sp. z o.o., Kielce/Polen (AR-Vorsitzender)

Babcock Capital A.E., Athen/Griechenland (Vizepräsident und Mitglied des Verwaltungsrats)

Vorstand

Nicolaus Heinen, London/Großbritannien (ab 5. Juni 2009)

keine Mitgliedschaft
Dr. Günter Finke, Schweinfurt (bis 31. März 2009)

keine Mitgliedschaft
Rainer Kiechl, Aachen (bis 10. Juli 2009)

Vorsitzender (vom 6. März 2009 bis 10. Juli 2009)

keine Mitgliedschaft
Arndt Krebs, Essen (vom 14. November 2008 bis 25. Februar 2009)

Mitgliedschaft

Berliner Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Berlin (AR-Vorsitzender, bis 10. April 2009)
Heiner Kudrus, Eupen/Belgien (bis 16. Juni 2009)

keine Mitgliedschaft

14. Immaterielle Vermögenswerte

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Entwicklung 2008/2009 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2008 725
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -2
Zugänge 317
Abgänge 349
Stand am 30.9.2009 691
Abschreibungen
Stand am 1.10.2008 267
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -1
Zugänge 88
Abgänge 136
Stand am 30.9.2009 218
Nettobuchwert am 30.9.2009 473
Entwicklung 2007/2008 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2007 525
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -2
Zugänge 255
Abgänge 53
Stand am 30.9.2008 725
Abschreibungen
Stand am 1.10.2007 177
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -1
Zugänge 144
Abgänge 53
Stand am 30.9.2008 267
Nettobuchwert am 30.9.2008 458

Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte sind bisher nicht bilanziert. Abgänge im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Maschinenbau werden gesondert dargestellt (vgl. Anmerkung 4).

15. Sachanlagen

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Entwicklung 2008/2009 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

TEUR
Technische Anlagen und Maschinen

TEUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

TEUR
Gesamt

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2008 19.680 22.472 8.634 33 50.819
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -98 80 -57 2 -73
Veränderung Konsolidierungskreis -1.597 -76 -316 0 -1.989
Zugänge 0 928 709 36 1.673
Abgänge 0 1.717 2.022 0 3.739
Umbuchungen -4.778 66 -52 -40 -4.804
Stand am 30.9.2009 13.207 21.753 6.896 31 41.887
Abschreibungen
Stand am 1.10.2008 1.722 8.353 3.954 0 14.029
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -10 91 -22 0 59
Veränderung Konsolidierungskreis -97 -55 -203 -355
Zugänge 511 2.443 894 0 3.848
Abgänge 0 656 1.193 0 1.849
Umbuchungen -366 1 -1 0 -366
Stand am 30.9.2009 1.760 10.177 3.429 0 15.366
Nettobuchwert am 30.9.2009 11.447 11.576 3.467 31 26.521
Entwicklung 2007/2008 Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

TEUR
Technische Anlagen und Maschinen

TEUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

TEUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

TEUR
Gesamt

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2007 19.920 22.303 7.534 162 49.919
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -282 -112 -82 1 -475
Zugänge 42 733 1.357 49 2.181
Abgänge 0 492 314 0 806
Umbuchungen 0 40 139 -179 0
Stand am 30.9.2008 19.680 22.472 8.634 33 50.819
Abschreibungen
Stand am 1.10.2007 1.275 6.304 2.839 0 10.418
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -16 -96 -36 0 -148
Zugänge 463 2.338 1.406 0 4.207
Abgänge 0 193 255 0 448
Stand am 30.9.2008 1.722 8.353 3.954 0 14.029
Nettobuchwert am 30.9.2008 17.958 14.119 4.680 33 36.790

Abgänge im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs Maschinenbau werden gesondert dargestellt (vgl. Anmerkung 4).

16. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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Entwicklung 2008/2009 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.10.2008 0
Zugänge 0
Abgänge 0
Umbuchungen 4.804
Stand am 30.9.2009 4.804
Abschreibungen
Stand am 1.10.2008 0
Zugänge 65
Abgänge 0
Umbuchungen 367
Stand am 30.9.2009 432
Nettobuchwert am 30.9.2009 4.372

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie ist im Geschäftsjahr aus einer betrieblichen Immobilie durch Nutzungsänderung hervorgegangen. Auf Basis eines Gutachtens vom 12. Dezember 2009 ergibt sich unter Berücksichtigung der anteiligen Grundstücknutzung im Verhältnis zur bebauten Grundfläche insgesamt ein beizulegender Zeitwert in Höhe von TEUR 5.008. Die Werte des zugrunde liegenden Gutachtens wurden von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen im Ertragswertverfahren unter Annahme eines Zinssatzes von 7% ermittelt.

Aus der Vermietung resultieren Mieterträge von TEUR 849 sowie direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen von TEUR 433 (vgl. auch Anmerkung 27).

17. Finanzanlagen

Im Vorjahr beinhalteten die Finanzanlagen ausschließlich den Beteiligungsbuchwert der Schumag AG an der zum 30. November 2008 veräußerten chinesischen Tochtergesellschaft Schumag Machinery Taicang Co., Ltd.

18. Vorräte

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30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.867 7.833
Unfertige Erzeugnisse 8.515 12.085
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.477 7.246
Geleistete Anzahlungen 1 270
19.860 27.434

Ein Fertigwarenlager in Höhe von TEUR 6.631 ist im Rahmen einer Raumsicherungsübereignung zum Stichtag als Sicherheit verpfändet. Von den Vorräten sind TEUR 4.928 dem Bereich Maschinenbau zuzurechnen. Die Abwicklung der verbliebenen Aufträge und damit der Vorräte aus dem Bereich Maschinenbau zum 30. November 2009 gemäß Vertrag vom 15. Dezember 2009 führte zu einer wertaufhellenden Erfassung dieser Vorräte zum Nettoveräußerungswert. Der entsprechende Wertminderungsaufwand belief sich auf TEUR 2.600.

19. Forderungen und übrige Vermögenswerte

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 742 (Vorjahr TEUR 572) berücksichtigt. Die übrigen Vermögenswerte enthalten wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen.

Übrige Vermögenswerte

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30.9.2009 30.9.2008
TEUR davon

kurzfristig

TEUR
TEUR davon

kurzfristig

TEUR
--- --- --- --- ---
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden 2.350 2.350 1.132 1.132
Rechnungsabgrenzungen 264 264 320 320
Sonstige Vermögenswerte 9.548 9.242 5.203 4.994
12.162 11.856 6.655 6.446

In den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.204 (Vorjahr TEUR 1.396) berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
Forderungen an Factoring-Gesellschaft 0 1.272
Verpfändete Bankguthaben 5.878 1.028
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 714 748
Kautionen/Hinterlegungen 911 556
Forderungen an Mitarbeiter 795 538
Erstattungsansprüche Bundesagentur für Arbeit (ATZ/KUG) 263 336
Steuererstattungsansprüche 679 291
Übrige 308 434
9.548 5.203

Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen. Bis zum Aufstellungszeitpunkt sind von den verpfändeten Bankguthaben TEUR 5.261 freigegeben worden.

Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar.

Die Steuererstattungsansprüche enthalten Anrechnungs- und Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr TEUR 94).

20. Flüssige Mittel

Unter den Flüssigen Mitteln sind ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände ausgewiesen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit variablen Zinssätzen für täglich kündbare Guthaben verzinst.

21. Eigenkapital

Entwicklung des Eigenkapitals

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Erwirtschaftetes Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Währungs-

umrechnung

TEUR
Gewinn-

rücklagen

TEUR
Konzernbilanz-

verlust

TEUR
Eigene Anteile

TEUR
Eigenkapital

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
Stand 1.10.2008 10.226 29.399 -1.136 8.709 -8.136 0 39.062
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 0 0 714 -667 -10.960 0 -10.913
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 516 1.345 0 0 1.861
Sonstige Änderungen 0 -13.506 1 0 13.505 -2.400 -2.400
Stand 30.9.2009 10.226 15.893 95 9.387 -5.591 -2.400 27.610
Stand 1.10.2007 10.226 29.399 -539 8.141 -6.594 0 40.633
Summe der erfassten Erträge und Aufwendungen 0 0 -597 568 -1.542 0 -1.571
Stand 30.9.2008 10.226 29.399 -1.136 8.709 -8.136 0 39.062

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Schumag AG beträgt EUR 10.225.837,62 und ist in 4.000.000 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Kapitalrücklage

Abweichend vom Ausweis des Mutterunternehmens nach HGB umfasst die Kapitalrücklage im Konzern nach IFRS auch Änderungen des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals. Die Kapitalrücklage der Schumag AG enthält Aufgelder aus Kapitalerhöhungen. Durch Entnahme in Höhe von EUR 13.505.849,57 aus dem frei verfügbaren Anteil der Kapitalrücklage zum Ausgleich des handelsbilanziellen Bilanzverlustes der Schumag AG reduzierte sich die Kapitalrücklage auf EUR 14.212.275,60. Ferner besteht nach HGB bei der Schumag AG eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von EUR 1.681.158,00. Die Kapitalrücklage nach IFRS berücksichtigt nicht die Entnahme zur Bildung der Rücklage für eigene Anteile.

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Die Gewinnrücklagen beinhalten zum 30. September 2009 unverändert eine Gesetzliche Rücklage in Höhe von EUR 511.291,88.

Die Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt:

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Stand 1.10. 1.434 866
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste bei leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen -972 993
Latente Steuern 305 -425
Veränderung -666 568
Stand 30.9. 768 1.434

Eigene Anteile

Der Vorstand war durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. April 2008 bis zum Ablauf des 14. Oktober 2009 im Rahmen von § 71 Abs. 1 Nr. 8 und Abs. 2 bis 4 AktG ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft bis zu einem Anteil von insgesamt 10% ihres Grundkapitals zu erwerben und diese eigenen Aktien ggf. unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre zu verwenden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen.

Auf Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 17. September 2009 den Rückkauf von insgesamt 400.000 Aktien zu einem Preis von EUR 6,00 angeboten, die mit einer Gesamtsumme von EUR 2.400.000,00 in die Verbindlichkeiten umgebucht wurden. Im Rahmen des Rückkaufangebots wurden im Berichtszeitraum folgende Anteile erworben:

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Anzahl Aktien Anteil am Grundkapital Erwerbspreis

EUR
Erwerbszeitraum % EUR
--- --- --- --- ---
22.9.2009 - 30.9.2009 280.193 7,00 716.302,03 1.681.158,00

Bis zum Ende der Annahmefrist des Rückkaufangebots am 1. Oktober 2009 wurden weitere 53.333 Aktien erworben.

Durch den Erwerb eigener Anteile reduzierten sich die im Umlauf befindlichen Aktien zum 30. September 2009 auf 3.719.807 Aktien.

Kapitalmanagement

Das Ziel des Kapitalmanagements besteht darin, die Unternehmensziele und -strategien für alle beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) wirksam zu erreichen. Übliche Ziele sind hier z. B. das Erreichen angemessener Mindestverzinsungen des eingesetzten Kapitals, die Steigerung der Eigenkapitalrendite oder auch ein hohes Bonitätsranking.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konzentrierte sich das Kapitalmanagement allerdings aufgrund der ungünstigen makroökonomischen Ereignisse sowie der hieraus resultierenden negativen Folgen auf den Absatz der eigenen Produkte ausschließlich auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität.

Eine Steuerung der Kapitalstruktur erfolgte im Geschäftsjahr ausschließlich durch Umsetzung des Beschlusses, eigene Anteile zu erwerben. Daneben werden im Rahmen des Kapitalmanagements eine Vielzahl unterschiedlicher Finanzierungsformen und deren Kombination erörtert, die den nachhaltigen Bedarf an Kapital sicherstellen sollen.

22. Pensionsrückstellungen

Den Mitarbeitern der Schumag AG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten waren, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungseinrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für aktuelle und ehemalige Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde:

Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt)

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30.9.2009

%
30.9.2008

%
Rechnungszinsfuß 5,50 6,00
Rententrend 1,50 1,50

Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Pensionsverpflichtungen

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Anwartschaftsbarwert am 1.10. 19.068 20.142
Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 120 139
Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre 0 15
Zinskosten auf den Anwartschaftsbarwert 1.105 1.071
Rentenzahlungen -1.383 -1.306
Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen 972 -993
Abgang aus Veräußerung Maschinenbau -877 0
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 19.005 19.068

Seit Einführung der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Gewinne in Höhe TEUR 1.119 (Vorjahr TEUR 2.091) mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Durch Absicherung von Pensionsverpflichtungen gegenüber den im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS Schumag übergegangenen Mitarbeitern ergeben sich für die Schumag AG Eventualverbindlichkeiten.

Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, – die soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten – als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden.

Entwicklung des Planvermögens / der nicht finanzierten Pensionsverpflichtung

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
2006/2007

TEUR
2005/2006

TEUR
2004/2005

TEUR
Zeitwert des Planvermögens am 1.10. 749 69 54 40 27
Arbeitgeberbeiträge 155 680 15 14 13
Zeitwert des Planvermögens am 30.9. 904 749 69 54 40
Anwartschaftsbarwert am 30.9. 19.005 19.068 20.142 22.346 23.680
Pensionsrückstellungen 18.101 18.319 20.073 22.292 23.640

Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 0 belaufen.

Die für das Geschäftsjahr 2009/2010 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2009 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.400.

Zusammensetzung des Aufwands aus Pensionsverpflichtungen

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Kosten für im Geschäftsjahr erworbene Versorgungsansprüche 120 139
Aufwand aus Leistungszusagen für frühere Dienstjahre 0 15
Aufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen im Ergebnis der Betriebstätigkeit 120 154
Finanzierungskosten 1.105 1.071
Erwartete Erträge aus Pensionsvermögen 23 -10
Aufwand aus leistungsorientierten Pensionszusagen im Finanzergebnis 1.082 1.081
Aufwand aus Pensionsverpflichtungen 1.202 1.235

23. Übrige Rückstellungen

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30.9.2009 30.9.2008
TEUR davon

kurzfristig

TEUR
TEUR davon

kurzfristig

TEUR
--- --- --- --- ---
Auftragsrückstellungen 4.865 4.865 5.597 5.597
Prozessverpflichtungen 150 0 326 326
Steuerrückstellungen 78 0 78 0
Sonstige 387 189 316 127
5.480 5.054 6.317 6.050

Die Auftragsrückstellungen beinhalten überwiegend erwartete Nachlaufkosten für bereits ausgelieferte und fakturierte Maschinenaufträge.

Rückstellungen für Prozessverpflichtungen enthalten erwartete Prozesskosten. Einziges zurzeit anhängiges Verfahren ist ein Spruchstellenverfahren u. a. gegen die Schumag AG.

Die Steuerrückstellungen umfassen mögliche Haftungsschulden aus früheren steuerlichen Organschaften.

In den sonstigen übrigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für mögliche Vertragsverpflichtungen aus Grundstücksverkäufen sowie für Jahresabschlusskosten enthalten.

Die übrigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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Stand am

1.10.2008

TEUR
Zuführung

TEUR
Aufzinsung

TEUR
Inanspruch-

nahme

TEUR
Auflösung

TEUR
Änderung

Konsolidierungs-

kreis

TEUR
Sonstige

Veränderungen

TEUR
Stand am

30.9.2009

TEUR
Auftragsrückstellungen 5.597 4.283 0 3.723 0 -1.259 -33 4.865
Prozessverpflichtungen 326 37 0 82 131 0 0 150
Steuerrückstellungen 78 0 0 0 0 0 0 78
Sonstige 316 154 9 92 0 0 0 387
6.317 4.474 9 3.897 131 -1.259 -33 5.480
Stand am

1.10.2007

TEUR
Zuführung

TEUR
Aufzinsung

TEUR
Inanspruch-

nahme

TEUR
Auflösung

TEUR
Änderung

Konsolidierungs-

kreis

TEUR
Sonstige Veränderungen

TEUR
Stand am

30.9.2008

TEUR
Auftragsrückstellungen 5.981 4.970 0 4.920 273 0 -161 5.597
Prozessverpflichtungen 310 0 16 0 0 0 0 326
Steuerrückstellungen 78 0 0 0 0 0 0 78
Sonstige 305 90 8 87 0 0 0 316
6.674 5.060 24 5.007 273 0 -161 6.317

24. Verbindlichkeiten

Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.9.2009 30.9.2008
TEUR davon

kurzfristig

TEUR
TEUR davon

kurzfristig

TEUR
--- --- --- --- ---
Erhaltene Anzahlungen 1.235 1.235 3.425 3.425
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 0 0 4.922 4.922
Steuerverbindlichkeiten 416 416 841 841
Verbindlichkeiten Personal 13.585 8.898 11.758 5.659
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 82 82 81 81
Rechnungsabgrenzungen 2.083 500 0 0
Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile 2.400 2.400 0 0
Sonstige 4.216 3.660 1.966 1.966
24.017 17.191 22.993 16.894

Erhaltene Anzahlungen sind überwiegend durch Bankavale besichert.

Zum 30. September 2009 standen der Schumag AG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 6.394 zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug TEUR 6.333 (Vorjahr TEUR 15.737).

Als Sicherheiten für die gewährten Avalkreditlinien wurden Grundschulden sowie die Sicherungsübereignungen des Fertigwarenlagers in Höhe von TEUR 6.631 bestellt. Zur Besicherung dienen zusätzlich verpfändete Bankguthaben in Höhe von TEUR 5.878.

In den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo gegenüber Kunden waren im Vorjahr erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.546 enthalten.

Zu den Steuerverbindlichkeiten wird auf Anmerkung 12 verwiesen.

Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Personalkosten für den Sozialplan, den ERA-Anpassungsfonds, Altersteilzeitverpflichtungen sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Die Rechnungsabgrenzungen enthalten ausschließlich zukünftige Mieterträge.

Die Verpflichtung aus dem Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile als Stillhalter (TEUR 2.400) wird gesondert ausgewiesen und der Angebotsumfang von 400.000 Stück mit dem Optionspreis von EUR 6,00 bewertet (vgl. Anmerkung 21).

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere Verpflichtungen im Rahmen der Veräußerung des Maschinenbaus (TEUR 2.025) ausgewiesen.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

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30.9.2009
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.030 0 0 3.030
Andere Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen 1.235 0 0 1.235
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 0 0 0 0
Steuerverbindlichkeiten 416 0 0 416
Verbindlichkeiten Personal 8.898 4.633 54 13.585
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 82 0 0 82
Rechnungsabgrenzungen 500 1.583 0 2.083
Optionspreis für den Erwerb eigener Anteile 2.400 0 0 2.400
Sonstige 3.660 556 0 4.216
20.221 6.772 54 27.047
30.9.2008
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.725 0 0 6.725
Andere Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen 3.425 0 0 3.425
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden 4.922 0 0 4.922
Steuerverbindlichkeiten 841 0 0 841
Verbindlichkeiten Personal 5.659 5.601 498 11.758
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 81 0 0 81
Sonstige 1.966 0 0 1.966
23.619 5.601 498 29.718

25. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Ansatz der nachfolgend dargestellten Haftungsverhältnisse erfolgt zu Nominalwerten:

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30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen 4.296 5.597
Verpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 983 670
Verpflichtungen für Gaslieferungen 586 276
Verpflichtungen für Stromlieferungen 474 1.958
Bestellobligo Investitionen 225 1.954
6.564 10.455

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen sind in folgenden Jahren zu leisten:

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TEUR
2009/2010 1.779
2010/2011 1.320
2011/2012 660
2012/2013 414
2013/2014 123
4.296

Die im Rahmen langfristiger Mietverträge genutzten Vermögenswerte betreffen eine Produktionsmaschine für den präzisionsmechanischen Bereich. Leasingverbindlichkeiten sind in Anmerkung 27 erläutert.

26. Finanzinstrumente

Buchwerte nach Bewertungskategorien

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Buchwert

30.9.2009

TEUR
Kredite und Forderungen

TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.060 13.060 -
Sonstige finanzielle Forderungen 11.220 11.220 -
Flüssige Mittel 5.116 5.116 -
Finanzielle Vermögenswerte 29.396 29.396 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.024 - 3.024
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 22.366 - 22.366
Finanzielle Schulden 25.390 - 25.390
Buchwert

30.9.2008

TEUR
Kredite und Forderungen

TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.625 15.625 -
Sonstige finanzielle Forderungen 6.044 6.044 -
Flüssige Mittel 10.219 10.219 -
Finanzielle Vermögenswerte 31.888 31.888 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.725 - 6.725
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.727 - 18.727
Finanzielle Schulden 25.452 - 25.452

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Kredite und Forderungen -10 147
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden -441 -517
-451 -370

Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Kredite und Forderungen" beinhaltet im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungsforderungen.

Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden" umfasst insbesondere Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungsverbindlichkeiten.

Derivative Finanzinstrumente

Bei den im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Sicherungsgeschäfte, die im Einzelfall zur Steuerung der Risiken aus Währungsschwankungen einzelner Forderungen eingesetzt werden.

Zum aktuellen und zum Vorjahresstichtag waren keine wesentlichen derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Finanzrisikomanagement

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern ist Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet.

Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der Schumag-Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt.

Ausfallrisiken: Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der Schumag dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der Schumag liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor.

Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des Schumag-Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet.

27. Leasingverhältnisse

Schumag als Leasinggeber

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird im Rahmen eines Operatingleasing-Vertrags an die SMS Schumag vermietet. Die Schumag AG hat eine Mietvorauszahlung in Höhe von TEUR 2.500 erhalten, die linear über die Mietdauer von 5 Jahren ab dem 1. Dezember 2008 abgegrenzt wird.

Geleaste Vermögenswerte

Die Sachanlagen beinhaltet im geringen Umfang Vermögenswerte, welche im Rahmen von Finanzierungsleasing wirtschaftliches Eigentum begründen.

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30.9.2009

TEUR
30.9.2008

TEUR
Anschaffungskosten
Technische Anlagen und Maschinen 580 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 449
580 449
Nettobuchwert
Technische Anlagen und Maschinen 529 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 41
529 41

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

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Mindestleasingrate

TEUR
Zinsanteil

TEUR
Leasing- Verbindlichkeit

TEUR
2009/2010 150 41 109
2010/2011 149 31 118
2011/2012 150 21 129
2012/2013 150 10 140
2013/2014 41 0 41
640 103 537

Zusätzlich ist Schumag Leasingnehmer im Rahmen von Operatingleasing-Verträgen. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von 48 bis 54 Monaten und beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen für den präzisionsmechanischen Bereich. Für die meisten Leasingvereinbarungen bestehen Mietverlängerungsoptionen, bedingte Mietzahlungen sind nicht vorgesehen.

Die sich aus unkündbaren Operatingleasing-Verträgen ergebenden Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:

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30.9.2009
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
--- --- --- --- ---
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 1.568 2.255 0 3.823
30.9.2008
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt

TEUR
Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 1.657 3.548 16 5.221

Im Ergebnis der Betriebstätigkeit des Geschäftsjahres 2008/2009 wurden Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 1.873 (Vorjahr TEUR 1.537) als Aufwand erfasst.

28. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Die im Geschäftsjahr 2008/2009 nahe stehenden Unternehmen und Personen der Schumag AG – ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen – sind nachfolgend aufgeführt:

Gesellschafter

Andreas Kazinakis
Schumag Holding GmbH i.I. (vormals Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH)
Senta Ltd.
Babcock Capital A.E.
Balanced Strategies Fund Ltd. (vormals Man Balanced Strategies Ltd.)
Concordia Advisors LLP
Concordia Advisors (UK) Ltd.
Concordia Advisors (UK) II Limited
Concordia Advisors (Bermuda) Ltd.
Denise Ribaroff
Master Multi-Product Holdings II Limited
Codan Trust Company Limited
Conyers Dill & Pearman
Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.

Organmitglieder

Aufsichtsrat Schumag AG
Vorstand Schumag AG

Andere

Adcon GmbH
Victum Beteiligungs AG
Steffen Walpert

Hinsichtlich der Gesellschafter verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 30 wiedergegeben sind.

Die Organmitglieder sind in Anmerkung 13 aufgeführt.

Die Victum Beteiligungs AG, Köln, hält 100% der Anteile an der Adcon GmbH, Köln. Herr Steffen Walpert ist Geschäftsführer der AdCon GmbH. An der Victum Beteiligungs AG sind die Aufsichtsratsmitglieder Peter Koschel (über die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd.) und Heinz Peter Heinen sowie das Vorstandsmitglied Nicolaus Heinen beteiligt.

Mit den nahestehenden Unternehmen und Personen wurden folgende Transaktionen vorgenommen:

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2008/2009
Geschäftsbeziehung Gesellschafter

TEUR
Organmitglieder

TEUR
Andere

TEUR
--- --- --- ---
Waren- und Dienstleistungsverkehr 119 801 3.778
Ausstehende Forderungen und Anzahlungen 0 0 129
2007/2008
Geschäftsbeziehung Gesellschafter

TEUR
Organmitglieder

TEUR
Andere

TEUR
Waren- und Dienstleistungsverkehr 0 1.045 0
Ausstehende Forderungen und Anzahlungen 0 0 0

Die Preisgestaltung im Waren- und Dienstleistungsverkehr fand zu marktüblichen Konditionen statt. Die Bezüge der Organmitglieder werden im Vergütungsbericht im Lagebericht erläutert.

29. Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Bei der Schumag AG sind für von der BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, erbrachte Dienstleistungen folgende Honorare als Aufwand erfasst:

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2008/2009

TEUR
2007/2008

TEUR
Abschlussprüfung 300 190
Sonstige Leistungen 50 62
Steuerberatungsleistungen 24 9
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 15 7
389 268

30. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung am Bilanzstichtag

Herr Andreas Kazinakis, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15% der Stimmrechte beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte Herrn Andreas Kazinakis nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass Herr Andreas Kazinakis die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihm kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3% betragen, hält:

Senta Ltd., Nikosia, Zypern,
Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,
Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Die Senta Ltd., Nikosia, Zypern, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15% der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Senta Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Senta Ltd. die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteile an der Schumag AG jeweils mehr als 3% betragen, hält:

Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland,
Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland.

Die Babcock Capital A.E. in Gründung, Athen, Griechenland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15% der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte), dass die vorgenannten Stimmrechte der Babcock Capital A.E. in Gründung nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet werden und dass die Babcock Capital A.E. in Gründung die nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechneten Stimmrechte über die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, ein von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag AG mehr als 3% beträgt, hält.

Die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, Deutschland, hat unserer Gesellschaft am 11. April 2008 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 8. April 2008 die Schwelle von 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 81,15% der Stimmrechte der Schumag AG beträgt (3.246.139 Stimmrechte).

Die Concordia Advisors LLP, London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft am 28. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,395% (415.810 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 10,395% (415.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda

Die Concordia Advisors (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 28. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,395% (415.810 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 10,395% (415.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Man Balanced Strategies Ltd. , Hamilton, Bermuda

Frau Denise Ribaroff, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 28. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,395% (415.810 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 10,395% (415.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda

Die Conyers Dill & Pearman, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 30. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,77% (270.870 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,77% (270.870 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass die ihr zugerechneten Stimmrechte dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten werden:

Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda,
Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda,
Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda.

Die Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 30. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,77% (270.870 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,77% (270.870 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass die ihr zugerechneten Stimmrechte dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, gehalten werden:

Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda,
Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda.

Die Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 30. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,77% (270.870 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 6,77% (270.870 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind und dass die ihr zugerechneten Stimmrechte dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft 3% oder mehr beträgt, gehalten werden:

Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda.

Die Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda, hat unserer Gesellschaft am 30. Mai 2008 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 30. April 2008 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und zu diesem Tag 6,77% (270.870 Stimmrechte) beträgt.

Die Concordia Advisors (UK) II Limited, London, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft am 23. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 9. Juli 2009 die Schwellen von 3%, 5% und 10% überschritten hat und zu diesem Tag 10,395% (415.810 Stimmrechte) beträgt, dass ihr hiervon 10,395% (415.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 i. V. m. Satz 2 WpHG zuzurechnen sind und dass ihr dabei von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft jeweils 3% oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden:

Balanced Strategies Fund Ltd., Hamilton, Bermuda (vormals Man Balanced Strategies Ltd.)

Die Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, hat unserer Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag AG, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, am 7. Januar 2009 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% und 75% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 79,2% der Stimmrechte (3.168.136 Stimmrechte) beträgt.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschluss besteht nach wie vor ein Rechtsstreit darüber, wer Eigentümer der Aktien ist, die dem von der Enprovalve P. Koschel Unternehmensberatung Ltd., Birmingham, Vereinigtes Königreich, gemeldeten Stimmrechtsanteil zuzuordnen sind.

Stimmrechtsmitteilungen nach dem Bilanzstichtag

Folgende Meldepflichtige haben unserer Gesellschaft am 15. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 10% und 5% unterschritten hat und zu diesem Tag 3,52% (140.810 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 3,52% (140.810 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind:

Frau Denise Ribaroff, Bermuda,
Concordia Advisors (Bermuda) Ltd., Hamilton, Bermuda,
Concordia Advisors (UK) II Limited, London, Vereinigtes Königreich,
Concordia Advisors LLP, London, Vereinigtes Königreich.

Folgende Meldepflichtige haben unserer Gesellschaft am 23. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,29% (91.730 Stimmrechte) beträgt und dass ihr hiervon 2,29% (91.730 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen sind:

Conyers Dill & Pearman, Hamilton, Bermuda,
Codan Trust Company Limited, Hamilton, Bermuda,
Master Multi-Product Holdings II Limited, Hamilton, Bermuda.

Die Balanced Strategies Fund Ltd., Hamilton, Bermuda (vormals Man Balanced Strategies Ltd., Hamilton, Bermuda), hat unserer Gesellschaft am 23. Oktober 2009 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Schumag Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. Oktober 2009 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,29% (91.730 Stimmrechte) beträgt.

31. Anteilsbesitzliste

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Gesellschaft und Sitz Schumag AG

Anteil

in %
Nominalkapital Eigenkapital1) TEUR Ergebnis nach Steuern1)

TEUR
Voll konsolidierte Tochterunternehmen
Schumag BR Energy GmbH, Aachen 100 TEUR 100 3.477 -123
Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 100 TRON 1.300 -3282) -7192)
Endkonsolidierte Tochterunternehmen
MRB Schumag Ltd., Bishop Auckland/Großbritannien - - - - 1.1283)
Schumag Kieserling Machinery, Inc., Norwood/USA - - - - 1503)
Nolanco, Inc., Norwood/USA - - - 213)
Sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen
Aixmotec GmbH i.L., Aachen 50 TEUR 50 ohne Geschäftsbetrieb

1) nach jeweiligem Landesrecht

2) Bilanzstichtag 31.12.2008

3) Bilanzstichtag 30.09.2008

32. Erklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Schumag AG abgegeben.

Aachen, 31. Mai 2010

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Nicolaus Heinen

Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Aachen, 31. Mai 2010

Schumag Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Nicolaus Heinen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Schumag Aktiengesellschaft, Aachen, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IRFS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Bestand der Schumag Aktiengesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Abschnitt „Risikobericht" des Lageberichts dargestellt sind. Dort ist aufgeführt, dass der Fortbestand der Schumag Aktiengesellschaft aufgrund einer angespannten Liquiditätslage bedroht ist und ab Juli 2010 die Zahlungsfähigkeit der Schumag Aktiengesellschaft nur dann sichergestellt ist, wenn es dem Vorstand gelingt, rechtzeitig die Verhandlungen über eine ausreichende Fremdfinanzierung erfolgreich abzuschließen.

Düsseldorf, 2. Juni 2010

**BDO Deutsche Warentreuhand

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Eckmann, Wirtschaftsprüfer

Kemmer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr verehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2008/2009 war geprägt von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Wir blicken auf ein extrem schwieriges Geschäftsjahr zurück.

Die vom Vorstand getroffenen Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung und Kostensenkung sowie die neue Unternehmensaufstellung nach Veräußerung der Maschinenbausparte wirken, und zwischenzeitlich gibt es Anzeichen für eine allmähliche Stabilisierung.

Insgesamt ist unser Unternehmen operativ gut auf die vor uns liegenden Herausforderungen vorbereitet.

Auch im Berichtsjahr gab es Veränderungen in der Zusammensetzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat; die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands war dennoch vollständig gewährleistet.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Geschäftsverlauf, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Konzerns.

Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens stimmte der Vorstand mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert.

Den Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung zugestimmt.

Sitzungen

Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2008/2009 12 Sitzungen des Aufsichtsrats statt.

Die Daten im Einzelnen waren:

10.10.2008
12.-14.11.2008
03.12.2008
18.12.2008
25.02.2009
06.03.2009
23.03.2009
23.04.2009
04.06.2009
16.06.2009
26.06.2009
10.08.2009

Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat auch Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hatte über die Aufsichtsratssitzungen hinaus regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Geschäftsvorfälle sowie die strategische Geschäftsausrichtung.

Themen der Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2008/2009

In der Sitzung am 10. Oktober 2008 erklärte der Aufsichtsrat seine Zustimmung dazu, dass der Vorstand technisch, organisatorisch und betriebswirtschaftlich die Einbringung der Teilbetriebe der Schumag (Maschinenbau, Präzisionsteile, Normteile) in jeweils eigenständige GmbHs unter Würdigung steuerrechtlicher Aspekte einschließlich eventuell notwendiger Unternehmensverträge im Sinne der §§ 291, 292 AktG vorbereitet.

Weiterhin erklärte der Aufsichtsrat sein Einverständnis zum Erwerb einer Vorratsgesellschaft, in die das Anlagevermögen des Maschinenbaus zwecks Verkauf an die SMS Meer GmbH eingebracht werden kann.

In seiner Sitzung im November 2008 (12. bis 14. November) stimmte der Aufsichtsrat zu, dass der Bereich Maschinenbau einschließlich der Geschäftsanteile der Schumag Machinery Taicang Co., Ltd. aus der Schumag AG ausgegliedert und in die erworbene Vorratsgesellschaft, die heutige SMS Schumag GmbH & Co. KG, eingebracht wird, deren Geschäftsanteile wiederum an die SMS Meer GmbH, Mönchengladbach, veräußert werden. Außerdem werden die weiteren dem Bereich Maschinenbau zuzuordnenden Tochterunternehmen in England und USA an jeweilige Tochtergesellschaften der SMS Group in diesen Ländern veräußert.

Des Weiteren nahm der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Kudrus zum Geschäftsführer der Komplementärin der SMS Schumag GmbH & Co. KG (ehem. Drachenfelssee 708. VV GmbH) zur Kenntnis und stimmte dieser zu.

Die Herren Kudrus und Kiechl als Vorstand der Gesellschaft wurden durch den Aufsichtsrat ermächtigt, die notwendigen Verträge zum Verkauf der „Maschinenbausparte" an die SMS Group einschließlich der Verträge mit der SMS Schumag GmbH & Co. KG alleine oder zusammen mit einem Prokuristen abzuschließen

Der Aufsichtsrat erklärte in seiner Sitzung am 3. Dezember 2008 sein Einverständnis dazu, dass der Vorstand gemäß der Beschlussfassung der Hauptversammlung der Schumag AG am 15. April 2008, die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ausüben kann.

In der Sitzung am 18. Dezember 2008 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der wirtschaftlichen Situation, insbesondere nach dem Umsatzeinbruch im Bereich Präzisionsmechanik vor dem Hintergrund der Finanzkrise in den USA.

Ein Antrag zur Durchführung einer Kapitalerhöhung von TEUR 300 der Schumag Romania S.R.L. wurde genehmigt.

Der Vorstand berichtete über den Status der gekündigten Finanzierungen der Fortis Bank und der KBC Bank sowie über die eingeforderte Nachbesicherung durch die Fortis Bank und die Euler Hermes Kreditversicherung.

Des Weiteren folgte eine ausführliche Diskussion über die Einbringung der Babcock Industry and Power GmbH durch die Schumag Beteiligungsgesellschaft mbH / Schumag Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH. Eine Beschlussfassung erfolgt nicht.

In der Sitzung am 6. März 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit der Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2007/2008 beschäftigt, sowie den Termin der ordentlichen Hauptversammlung 2009 auf den 19. Mai 2009 festgelegt. Der Bericht zur Corporate Covernance für das Geschäftsjahr 2007/2008 wurde ebenfalls in der Sitzung am 6. März 2009 erörtert und vom Aufsichtsrat freigegeben.

Der Aufsichtsrat beschloss in seiner Sitzung am 23. März 2009 nach eingehender Diskussion, keinen Beschlussvorschlag für eine Satzungsänderung auf die Tagesordnung der Hauptversammlung 2009 zu nehmen.

In der Sitzung im April 2009 befürwortet und genehmigt der Aufsichtsrat – unter Einbeziehung der zu erwartenden Rationalisierungseffekte und der damit verbundenen Produktionskostenminderung zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Schumag AG – den Hallenerweiterungsbau auf dem Betriebsgelände in Aachen.

Der Status der Verhandlungen in Sachen Sozialplan sowie die Themen Operatives Management und Organisation wurden in der Sitzung am 4. Juni 2009 diskutiert. In einer weiteren Sitzung im Juni beschloss der Aufsichtsrat, dem vorgestellten Interessenausgleich und Sozialplan und den in diesem Zusammenhang geschlossenen Betriebsvereinbarungen zuzustimmen.

Ferner stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. Juni 2009 dem Antrag des Vorstands zu, eine Kapitalgesellschaft „Schumag BR Energy GmbH" mit einem Stammkapital von TEUR 100 und Sitz in Aachen zu gründen.

Ausschüsse

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss und einen Finanzausschuss gebildet.

Der Personalausschuss hat die Aufgabe, die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorzubereiten und insbesondere die Bedingungen der Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder zu diskutieren, zu verhandeln und vorzubereiten. Über die Fragen der Vorstandsvergütung entscheidet nach Inkrafttreten des VorstAG abschließend der Aufsichtsrat selbst. Der Personalausschuss besteht nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aus dem Vorsitzenden und zwei weiteren vom Aufsichtsrat zu wählenden Aufsichtsratsmitgliedern. Als Aufsichtsratsvorsitzender gehören dem Personalausschuss somit an Herr Dr. Johannes Ohlinger ab 25. Februar 2009, sowie die gewählten Mitglieder Herr Ralf Marbaise ab dem 25. Februar 2008 und Herr Peter Koschel ab dem 23. März 2009. Herr Dr. Dietmar Schallwich gehörte dem Personalausschuss vom 8. Mai 2008 bis zum 25. Februar 2009 an.

Im Berichtsjahr haben vier Personalausschusssitzungen stattgefunden.

Sitzungen des Finanzausschusses hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Bericht zur Corporate Covernance für das Geschäftsjahr 2008/2009 wurde in der Sitzung am 16. Juni 2010 erörtert und vom Aufsichtsrat freigegeben.

Im Übrigen hat sich der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2008/2009 regelmäßig mit der Corporate Governance des Unternehmens beschäftigt. Die aktuelle Entsprechenserklärung von Dezember 2009 wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Zugänglichmachung dieser Entsprechenserklärung gemäß § 161 Satz 2 AktG durch den Vorstand freigegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Die Schumag Aktiengesellschaft entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009.

Jahres- und Konzernabschluss

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Schumag Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2008/2009 geprüft. Die von der Hauptversammlung als Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2008/2009 gewählte BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Schumag Aktiengesellschaft einschließlich der Lageberichte (die jeweils den erläuternden Bericht zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB umfassen) unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Weiterhin stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Er hat insbesondere ein angemessenes und den Anforderungen des Unternehmens entsprechendes Informations- und Überwachungssystem eingerichtet, dass nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet erscheint, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. Juni 2010 erläuterte der Abschlussprüfer ausführlich den Inhalt des von ihm erstellten Prüfungsberichts zum Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft und stellte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie der Lageberichte vor. Dabei hat der Aufsichtsrat die vorliegenden Unterlagen und Berichte mit dem Abschlussprüfer sowie dem Vorstand besprochen und erörtert.

Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse sowie Berichte zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 16. Juni 2010 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008/2009 der Schumag Aktiengesellschaft gebilligt. Der Jahresabschluss der Schumag Aktiengesellschaft ist damit festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat für die Schumag Aktiengesellschaft einen Bericht über die Beziehungen zur verbundenen Unternehmen aufgestellt und sodann dem Aufsichtsrat vorgelegt. Dieser Bericht wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit dem folgenden Bestätigungsvermerk versehen:

„Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der entsprechende Prüfungsbericht lag dem Aufsichtsrat ebenfalls vor. Die Unterlagen wurden vom Aufsichtsrat in dessen Bilanzsitzung vom 16. Juni 2010 mit dem Abschlussprüfer und Vorstand erörtert. Der Aufsichtsrat stellt fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Das Ergebnis der Prüfung dieses Berichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Am 25. Februar 2009 wurde Herr Dr. Schallwich vom Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden abgewählt und Herr Dr. Ohlinger zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit dem 23. März 2009 Herr Peter Koschel.

Zu Punkt 4 der Tagesordnung erfolgte durch die Hauptversammlung am 19. Mai 2009 die Nachwahl eines Aufsichtsratsmitglieds unter Berücksichtigung des Beschlusses des Amtsgerichts Aachen vom 23. Dezember 2008, mit dem aufgrund des Ausscheidens von Herrn Konstantinos Kazinakis zum Aufsichtsratsmitglied der Aktionäre Herr Prof. Dr. Sebastian Krause mit Befristung seines Amtes bis zur nächsten Hauptversammlung bestellt worden war. Dementsprechend hat die Hauptversammlung am 19. Mai 2009 nach § 9 Abs. 4 der Satzung anstelle des von der Hauptversammlung am 15. April 2008 nachgewählten und wieder ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglied Konstantinos Kazinakis für die restliche Amtszeit – mithin bis Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009/2010 zu beschließen hat – als Mitglied in den Aufsichtsrat Herrn Heinz Peter Heinen gewählt.

Ebenfalls in der Hauptversammlung am 19. Mai 2009 erfolgte aufgrund eines Tagesordnungs-Ergänzungs-Verlangens nebst Antrags durch vier von der Concordia Advisors LLP, London (Vereinigtes Königreich), vertretene Aktionäre durch Beschluss der Hauptversammlung die Abberufung des Aufsichtsratsmitglieds Dr. Dietmar Schallwich. Eine Nachwahl wurde insoweit von der Hauptversammlung nicht durchgeführt, weil dazu keine Ergänzung der Tagesordnung verlangt worden war.

Am 3. Juni 2009 hat das Amtsgericht Aachen Herrn Dr. Frank Nikolaus anstelle des bisherigen Aufsichtsratsmitglieds Dr. Dietmar Schallwich zum Aufsichtsrat der Aktionäre der Gesellschaft bestellt. Das Amt von Herrn Dr. Nikolaus ist bis zur nächsten Hauptversammlung befristet.

Mit jeweils sofortiger Wirkung hat der Aufsichtsrat als Mitglieder des Vorstands abberufen Herrn Arndt Krebs (Beschluss vom 25. Februar 2009) und Herrn Heiner Kudrus (Beschluss vom 16. Juni 2009). Herr Dr. Finke ist lt. Beschluss vom 3. Dezember 2008 ebenfalls mit sofortige Wirkung von seinem Amt als Mitglied des Vorstands abberufen worden. Im Nachgang erfolgte eine gerichtliche Einigung, dass sein Vorstandsmandat offiziell mit Wirkung zum 31. März 2009 beendet wurde. Herr Dr. Finke war Vorstandsmitglied seit 1. April 2006, Herr Krebs war vom Aufsichtsrat am 12. November 2008 zum Mitglied des Vorstands bestellt worden und Herr Kudrus gehörte dem Vorstand seit 1 . Oktober 2007 an.

Das Vorstandsmitglied Herr Rainer Kiechl wurde im November 2008 zunächst zum Sprecher des Vorstands und durch Aufsichtsratsbeschluss vom 6. März 2009 sodann zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Mit Wirkung zum 10. Juli 2009 hat Herr Rainer Kiechl im gegenseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat sein Mandat als Vorstandsvorsitzender und als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft beendet.

In seiner Sitzung am 4. Juni 2009 hat der Aufsichtsrat Herrn Nicolaus Heinen – zunächst für die Dauer von 12 Monaten – zum weiteren Mitglied des Vorstands bestellt. Seit dem Ausscheiden von Herrn Rainer Kiechl ist Herr Nicolaus Heinen Alleinvorstand der Gesellschaft.

Wir bedanken uns bei allen ausgeschiedenen Organmitgliedern für ihre Tätigkeiten.

Der Aufsichtsrat dankt ganz besonders dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretern für ihren erneut engagierten und sehr qualifizierten Einsatz sowie für ihre Zusammenarbeit im Sinne der Schumag Aktiengesellschaft.

Aachen, 16. Juni 2010

Der Aufsichtsrat

Dr. Johannes Ohlinger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Wir erklären gemäß § 161 AktG, dass bei der Schumag Aktiengesellschaft seit der letzten Entsprechenserklärung vom März 2009 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex („Kodex") in der Fassung vom 6. Juni 2008 bis zur Bekanntmachung der Neufassung des Kodex im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 sowie den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ab dessen Bekanntmachung im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 entsprochen wurde und künftig den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 entsprochen wird, mit folgenden Ausnahmen:

Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 soll bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. Nach Ziffer 3.8 Abs. 3 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ist bei einem Abschluss einer D&O-Versicherung für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1 1/2-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren bzw. in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.8 Abs. 3 ein entsprechender Selbstbehalt. Bei der Schumag wurde ein Selbstbehalt, wie in der deutschen Wirtschaft überwiegend praktiziert, nicht vereinbart. Unter Berücksichtigung der entsprechenden Übergangsregelungen im Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wird die Schumag selbstverständlich ab dem 1. Juli 2010 den entsprechenden Selbstbehalt gemäß § 93 Abs. 2 AktG n.F. beachten. Hinsichtlich des angemessenen Selbstbehalts für den Aufsichtsrat wird dies auch künftig von der Schumag nicht vereinbart werden, zumal ein damit für die Gesellschaft verbundener Vorteil nicht ersichtlich ist.

Nach Ziffer 4.2.1 Satz 1 des Kodex soll der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Ab dem Ausscheiden von Herrn Rainer Kiechl aus dem Vorstand besteht der Vorstand im Hinblick auf die mittelständische Organisationsstruktur der Schumag – insbesondere nach dem Verkauf des Maschinenbaus und der Personalanpassung in der Präzisionsmechanik – nur noch aus einer Person. Der Aufsichtsrat beabsichtigt aber kurzfristig einen weiteren Vorstand, insbesondere für das Ressort Technik, zu bestellen.

Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Satz 1 des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 dienen für den Vorstand als variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung insbesondere Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen (z. B. Phantom Stocks). Da die dem Vorstand gewährte variable Vergütung derartige Komponenten in der Vergangenheit nicht umfasste, konnten hierzu die entsprechenden Erklärungen im Sinne von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Sätze 2 bis 4, Ziffer 4.2.5 Abs. 2 Satz 1 und Ziffer 7.1.3 des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 nicht abgegeben werden. Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Satz 1 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 kommen für den Vorstand als variable Vergütungsteile z. B. auf das Unternehmen bezogene aktien- oder kennzahlenbasierte Vergütungselemente in Betracht. Da die dem Vorstand gewährte variable Vergütung derartige Komponenten in der Vergangenheit und gegenwärtig nicht umfasst, können hierzu die entsprechenden Erklärungen im Sinne von Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Sätze 2 und 3 sowie Ziffer 7.1.3 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 nicht abgegeben werden. Ab Inkrafttreten des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) werden die in § 87 Abs. 1 AktG n.F. beinhalteten Regelungen zur Vergütung beachtet.

Nach Ziffer 4.2.3 Abs. 6 des Kodex soll der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Dies erfolgte und erfolgt nicht, da Vorstand und Aufsichtsrat der Ansicht sind, dass diese Informationen zu stark in die Privatsphäre der Betroffenen eingreifen. Folglich wurde und wird auch die nach Ziffer 4.2.5 in Verbindung mit Ziffer 4.2.4 des Kodex empfohlene individualisierte Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder unter Namensnennung nach erfolgsunabhängigen bzw. fixen und erfolgsbezogenen bzw. variablen Komponenten bzw. Vergütungsteilen sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung oder Zusagen auf Leistungen, die bei vorzeitiger oder regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder während des Geschäftsjahres geändert worden sind, unterlassen. Den entsprechenden Beschluss nach §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 Satz 2 HGB zur Nicht-Offenlegung von Vorstandsvergütungen hat die Hauptversammlung am 9. März 2006 mit Dreiviertelmehrheit gefasst.

Nach Ziffer 5.3.1 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden und nach Ziffer 5.3.2 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten. Bei der Schumag bestanden und bestehen ein Personalausschuss sowie ein Finanzausschuss, wobei der Finanzausschuss erst im Dezember 2008 wieder besetzt worden ist. Andere Ausschüsse sind und werden, da der aus nur sechs Personen bestehende Aufsichtsrat alle anstehenden Themen im Plenum behandeln wollte und grundsätzlich auch künftig will, nicht eingerichtet; am ehesten vorstellbar erscheint die künftige, derzeit aber nicht konkret beabsichtigte Einrichtung eines Prüfungsausschusses. Da derzeit jedoch noch kein Prüfungsausschuss besteht, kann die entsprechende Erklärung im Sinne von Ziffer 5.3.2 Satz 2 nicht abgegeben werden.

Nach Ziffer 5.3.3 des Kodex soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Dies erfolgte bisher nicht und wird auch in Zukunft nicht erwogen, weil Beschlüsse des Aufsichtsrats über Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern durch die Hauptversammlung ohnehin nach § 124 Abs. 3 Satz 4 AktG nur der Mehrheit der Stimmen der vier Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat bedürfen.

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Ziffer 5.4.1 Satz 2 des Kodex wurde und wird nicht festgelegt. Der Aufsichtsrat orientiert seine Wahlvorschläge für die von der Hauptversammlung zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder stets im Einzelfall auch künftig an der persönlichen Eignung und Leistungsfähigkeit der vorzuschlagenden Person.

Die Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz nach Ziffer 5.4.3 Satz 3 des Kodex erfolgt – auch künftig – nicht, weil der Aufsichtsrat eine Stimmabgabe in der Hauptversammlung für oder gegen einen Kandidaten im Hinblick auf ein mögliches Amt als Vorsitzender bei Wahlen zum Aufsichtsrat für nicht praktikabel hält.

Nach Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 Satz 1 des Kodex soll die Vergütung des Aufsichtsrats den Vorsitz sowie die Mitgliedschaft in Ausschüssen berücksichtigen und außerdem neben einer festen auch eine erfolgsorientierte Vergütung enthalten. Die Satzung der Schumag sieht nur feste Vergütungsbestandteile ohne Berücksichtigung des Vorsitzes bzw. der Mitgliedschaft in Ausschüssen vor; daran soll zunächst im Hinblick auf die Organisationsstruktur der Gesellschaft festgehalten werden.

Nach Ziffer 5.5.3 Satz 1 des Kodex soll der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Die Schumag schließt sich dieser Empfehlung – wie bisher – auch künftig nicht an und wird in der Regel dem Grundsatz der Vertraulichkeit von Beratungen im Aufsichtsrat (vgl. § 116 Satz 2 AktG und Ziffer 3.5 des Kodex) den Vorrang einräumen.

Nach Ziffer 7.1.2 Satz 4 des Kodex soll der Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und sollen Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein. Dieser Empfehlung wurde und wird aus organisatorischen Gründen nicht gefolgt, eine zeitnahe Veröffentlichung wird aber weiterhin angestrebt.

Aachen, im Dezember 2009

Schumag Aktiengesellschaft

Der Aufsichtsrat

Der Vorstand

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