AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Schumag AG

Annual Report (ESEF) Apr 3, 2023

Preview not available for this file type.

Download Source File

391200HIGOB1O2GVAP71-2022-09-30-de.xhtml 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-10-01 2022-09-30 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-10-01 2021-09-30 391200HIGOB1O2GVAP71 2022-09-30 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-09-30 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-09-30 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-10-01 2021-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-10-01 2022-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2022-09-30 ifrs-full:IssuedCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-10-01 2021-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-10-01 2022-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2022-09-30 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-09-30 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-10-01 2021-09-30 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-09-30 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-10-01 2022-09-30 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2022-09-30 ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-10-01 2021-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-10-01 2022-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2022-09-30 ifrs-full:OtherReservesMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2020-10-01 2021-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2021-10-01 2022-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember 391200HIGOB1O2GVAP71 2022-09-30 ifrs-full:RetainedEarningsMember iso4217:EUR iso4217:EUR xbrli:shares SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 VORBEMERKUNG Der SCHUMAG-Konzern wird überwiegend durch das Mutterunternehmen geprägt, daher wird im vorliegenden Lagebericht das Wahlrecht des § 315 Abs. 5 HGB i. V. m. § 298 Abs. 2 HGB genutzt, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der SCHUMAG Aktiengesellschaft (SCHUMAG) zusammenzufassen. In diesem zusammengefassten Lagebericht wird über den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des SCHUMAG-Konzerns und der SCHUMAG berichtet. Die Angaben des zusammengefassten Lageberichts gelten grundsätzlich für den Konzern- und Jahresabschluss der SCHUMAG so weit nicht anders dargestellt. Die Angaben zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG nach HGB werden in einem eigenen Abschnitt erläutert. Der zusammengefasste Lagebericht wird anstelle des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht der SCHUMAG veröffentlicht. GRUNDLAGEN DES KONZERNS Geschäftsmodell, Ziele und Strategien Die SCHUMAG ist das Mutterunternehmen des SCHUMAG-Konzerns. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften Schumag Romania S.R.L. und BR Energy GmbH sind Tochtergesellschaften der SCHUMAG. Die SCHUMAG ist operativ im Bereich der Präzisionsmechanik tätig. Dieser Bereich umfasst die Produktion und Teilmontage hochpräziser, komplexer Teile aus Stahl. Diese werden nach Kundenzeichnungen überwiegend in kleinen und mittleren Stückzahlen, aber auch bis in den Millionenbereich, gefertigt. Diese hochbelasteten Präzisionsteile stellen eine Schlüsseltechnologie für unsere Kunden dar, die mit höchsten Qualitätsanforderungen verbunden sind. Die geforderte Präzision (weniger als 1 µ), in Zusammenhang mit langen Prozessketten, wird nur von wenigen Zulieferern weltweit zuverlässig erreicht. Die SCHUMAG verfügt für alle dafür notwendigen Produktionsprozesse über die erforderlichen Einrichtungen sowie das langjährige Know-how. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren folgende Ereignisse von besonderer Bedeutung für die SCHUMAG: Im Februar hat Russland die Ukraine überfallen. Im Zuge dieses Angriffs stiegen die Energiepreise für Strom und Gas massiv. Da SCHUMAG im Sommer 2021 zum Jahreswechsel 2021/2022 den Energieanbieter gewechselt hatte, gab es keine abgesicherten Kontingente. Das führte zu einer enormen Belastung auf der Kostenseite, da die Energie zum größten Teil auf dem Spotmarkt beschafft werden musste. Die SCHUMAG hat mit erheblichen Anstrengungen im Bereich der Energieeinsparung reagiert sowie Investitionen in den Bereich Energie getätigt, die signifikante Einsparungen bringen werden. Daneben wurden alle vom Erdgas abhängigen Fertigungsbereiche auf Propangas umgestellt, um hier unabhängig agieren zu können. Für das Kalenderjahr 2023 wurden günstige Kontingente an Strom und Gas reserviert, so dass auch hier eine Absicherung stattgefunden hat. Ein weiterer Punkt war die Einstellung eines weiteren, sehr erfahrenen Vorstands als Chief Operating Officer (COO) für den Bereich Operations. Dies wird der SCHUMAG zu deutlich mehr Geschwindigkeit auf dem Weg zur Operational Excellence verhelfen. Der dritte Punkt war die Aufnahme eines weiteren, industrieerfahrenen Investors, der sich mit 25 % an der SCHUMAG beteiligt hat. Dies gibt finanzielle Stabilität sowie Unterstützung durch Know-how und Kontakte. Die SCHUMAG hat in den abgelaufenen Geschäftsjahren ein strategisches Grundkonzept erarbeitet und mit Maßnahmen hinterlegt. Wir haben den Prozess mit der Definition unserer Mission und Vision begonnen und haben dann alle relevanten Bereiche des Unternehmens analysiert. Im Zuge des strategischen Prozesses haben wir klar definiert, auf welchen Produktsäulen das zukünftige Wachstum ruhen soll. An diesen wesentlichen Aussagen hat sich nichts geändert. Im abgelaufenen Jahr zeigten sich erste Erfolge. Bei einem renommierten Kunden (Hydraulik) wurde ein gemeinsames Entwicklungsprojekt gestartet, das nun in einen Auftrag exakt in dem von uns definierten strategischen Bereich mündet. Der Schwerpunkt ruht auch weiterhin auf den folgenden vier Säulen: 1. Hochkomplexe Einzelkomponenten mit hoher Präzision • heutiges und zukünftiges Kerngeschäft der SCHUMAG • fungiert perspektivisch als Basis für die weiteren Geschäftsfelder • Fokus im Vertrieb auf Akquise von komplexen Komponenten (hohe Präzisions- anforderungen, hohe Fertigungstiefe), die größtenteils mit bestehendem Maschinenpark oder zukunftsorientierten Investitionen abgedeckt werden können 2. Hochkomplexe Einzelkomponenten für Baugruppen • Erweiterung der bestehenden Produktgruppen (z. B. Barrel & Plunger) und Montage zusätzlicher Einzelkomponenten zu Baugruppen • Fokus initial auf Bestandskunden • perspektivisch Ausbau ausgewählter Kompetenzen (z. B. Nozzle & Needle) zur Vermarktung auch in neuen Märkten 3. After-Market • wichtiger Baustein für Zielerreichung im Jahr 2030 • Eintritt in den Markt über Kooperationspartner für ausgewählte Produkte / Nischen, ohne in direkte Konkurrenz mit den OEM zu treten • zusätzlich können gemeinsam mit den OEM Aftermarketstrategien erarbeitet werden • Kompetenzen in der Produktion vorhanden, Vertriebsstrukturen müssen ggf. erweitert werden 4. Maschinenbau / Normteile (NT) • bestehendes Geschäft mit Fertigung in Rumänien • perspektivisch Ausbau mit bestehendem Maschinenpark und ggf. zukunftsorientierten Investitionen Kern unserer Überlegungen ist, dass die SCHUMAG in erster Linie technologiegetrieben und nicht branchenabhängig ist. Anders ausgedrückt: Die Fähigkeiten, welche die SCHUMAG auszeichnen, können in vielen Branchen eingesetzt werden. Um unser Portfolio an Kunden zu erweitern und um auch die Branchen noch weiter zu diversifizieren, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Projekt mit dem renommierten Institut PEM Motion an der RWTH Aachen unter der Leitung von Prof. Kampker gestartet. Im Projekt werden die ausgewählten Fokusbereiche hinsichtlich einer potenziellen Marktstrategie sowohl produkt- als auch produktionsseitig für die SCHUMAG betrachtet. Schwerpunkt ist die Elektromobilität in ihrer gesamten Ausprägung. Selbstverständlich werden die bisher dominierenden Branchen wie der Bereich der Großdiesel das Bestandsgeschäft der SCHUMAG in den nächsten Jahren dominieren und durch diese Strategie nicht vernachlässigt. Auch weitere umsatzrelevante Aspekte wie die Erhöhung der Wertschöpfung beim Kunden durch Übernahme des letzten Produktionsschritts durch die SCHUMAG, die Fertigung von Hydraulikkomponenten oder das Wachstum in der Medizintechnik, die im Vorjahr schon beschrieben wurden, bleiben selbstverständlich im Fokus, aber unter den oben beschriebenen Prämissen. Neben der verstärkten Bearbeitung der aktuellen Märkte und Kunden sowie den strategischen Überlegungen, was an neuen Märkten und Kunden für uns in Zukunft sinnvoll zu bearbeiten ist, verändern und optimieren wir das Unternehmen an sehr vielen Stellen, um uns den Herausforderungen der nächsten Jahre zu stellen. Basis dafür war eine komplette Erneuerung des gesamten IT-Umfeldes inkl. Neueinführung eines ERP-Systems, um die Voraussetzungen für Wachstum zu schaffen. Zum 1. Dezember 2022 starten wir unternehmensweit mit der systemgestützten Produktionsplanung in becos. Dadurch werden wir mehr Überblick über unsere Kapazitäten erlangen und unseren Kunden verlässlichere Termine nennen können. Viele Kollegen wurden in den vergangenen Wochen bereits intensiv geschult. Im Zusammenspiel mit der Einführung von Team- und Meisterboards sowie der Umstellung der Produkt-Bahnhöfe in einigen Produktionsbereichen wird uns das Planungssystem im kommenden Jahr dabei helfen, unsere Fertigung zu beruhigen und unsere Ziele auf dem Weg zur Mission 2030 zu erreichen. Parallel zum Ausrollen der systemgestützten Planung in becos haben wir eine Lean-Offensive gestartet. Diese umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen wie z. B. die Ausweitung der Shopfloor-Boards sowie der logistischen Bahnhöfe oder schnelles Rüsten. Die Auswertungen der Shopfloor-Boards zum OEE und Soll-Ist-Vergleich basieren auf den einzelnen – über becos – eingegebenen BDE-Meldungen. Daneben haben wir unsere Einstellungsoffensive fortgesetzt und neue, gut qualifizierte Mitarbeiter gewinnen können, insbesondere im Bereich der Teamleitung. Weiterhin haben wir im Bereich der Produktion im Drehen, im Hartdrehen, im Fräsen sowie im Schleifen intensiv in neue Maschinen investiert. Steuerungssystem Die SCHUMAG verfügt über ein Steuerungssystem, um auf Veränderungen des Marktes, des Umfeldes sowie innerbetrieblicher Verhältnisse angemessen und rechtzeitig reagieren zu können. Ein wesentlicher Teil des Steuerungssystems ist das Berichts- und Informationswesen. Der Vorstand wird mindestens monatlich in Form von standardisierten Berichten detailliert über den operativen Geschäftsverlauf sowie relevante Kennzahlen informiert. Jede Kennzahl wird sowohl isoliert als auch in Kombination mit den anderen betrachtet und analysiert. Das Berichtswesen wird bei Bedarf durch Ad-hoc-Analysen in schriftlicher Form oder in persönlichen Gesprächen ergänzt. Die durch das konzernweite Berichtswesen generierten Ist-Daten werden mit den Plandaten abgeglichen. Zielabweichungen werden analysiert, erläutert und geplante Gegenmaßnahmen dargestellt. Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der SCHUMAG verwendet werden, sind der Umsatz, die Gesamtleistung, das EBIT und der Liquiditätsgrad I. Der Umsatz sowie die Gesamtleistung sind Indikatoren für die betriebliche Leistung, die mit Hilfe monatlicher Soll-Ist-Vergleiche analysiert werden. Anhand des EBIT wird der betriebliche Gewinn sowie die Ergebnisqualität einzelner Monate miteinander vergleichbar. Für unsere operative Steuerung legen wir das EBIT gemäß der handelsrechtlichen Rechnungslegung der SCHUMAG zugrunde. Wesentliche Abweichungen zum in der Konzernrechnungslegung ausgewiesenen EBIT nach IFRS bestehen in der unterschiedlichen Höhe der Abschreibungen und des Ergebnisses aus Abgängen des Anlagevermögens sowie – insbesondere im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 – der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese Unterschiede sehen wir aber für die laufende operative Steuerung als unwesentlich an. Über den Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) wird die Deckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten überwacht, da unser Handeln nach wie vor stark liquiditätsorientiert ausgerichtet ist. Bei der Berechnung der Kennzahl für die SCHUMAG (nach HGB) beinhalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten neben den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auch kurzfristige sonstige Rückstellungen (insbesondere Personalrückstellungen). Weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind der Auftragseingang sowie die Ablieferleistung der Produktion an das Fertigteilelager bewertet zu Verkaufspreisen. Die letztgenannte Kennzahl wird täglich erhoben. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung haben im klassischen Leistungsspektrum der SCHUMAG (bisher) keine wirtschaftliche Bedeutung. Forschung und Entwicklung betreiben wir zurzeit im Bereich des 3D-Drucks für Metall- und Kunststoffdruck für eigene, interne Anwendungen im Bereich Betriebsmittelbau und Wartung/Instandhaltung. Dies erfolgt u. a. mit Unterstützung von Bachelorarbeiten. Weiterhin beschäftigen wir uns intensiv mit Laser- Sinter-Verfahren in Kombination mit klassischer Zerspanung, da wir hier einen Markt für die Zukunft sehen. In diesem Bereich haben wir im letzten Geschäftsjahr weitere Fortschritte erzielt. Zusätzlich beschäftigen wir uns mit artverwandten Technologien, die unser Prozess- spektrum, das wir unseren Kunden anbieten, erweitern würden und die wir im Moment extern zukaufen. Hierbei handelt es sich z. B. um Tiefbohren, Innenrundschleifen oder PECM-Verfahren (Präzise Elektrochemische Metallbearbeitung). Auch hier handelt es sich nicht im klassischen Sinne um eine Neuproduktentwicklung, aber auf die SCHUMAG bezogen kommen solche Prozesserweiterungen einer Neuproduktentwicklung nahe. Die Entwicklungsschwerpunkte bei der SCHUMAG konzentrieren sich auf die Automation und Rationalisierung von Serienprozessen. Dabei versuchen wir, die Prozessstabilität stets zu verbessern. Im Vorjahr wurde zudem ein kleines Lean-Team eingerichtet, das - unter der Technischen Leitung angesiedelt - klassische Lean-Themen nach vorne treibt. Erste Erfolge im Bereich Shopfloor Management, schnelles Rüsten und 6S-Methoden sind nur der Anfang. Hier werden wir im laufenden Geschäftsjahr 2022/23 weitere Ressourcen investieren, um die begonnenen Themen flächendeckend in der Fertigung und in den angrenzenden Bereichen zu etablieren. Qualität Zur zeitnahen Überwachung und Darstellung der Qualitäts- und Produktivitätslage werden die Analysetools stetig ausgebaut. Die täglichen Auswertungen sowie die damit gelebten Regelkreise haben bei den Mitarbeitern zu einem verbesserten Qualitätsbewusstsein sowie zu einer Steigerung der Produktivität geführt. In unserem Messzentrum sind die Bereiche Messraum und Prüfmittelwesen zusammengefasst. Das gesamte Messzentrum ist voll klimatisiert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, die vom Markt geforderten und ständig steigenden Genauigkeiten messtechnisch zu erfassen. Dies gilt nicht nur für fertigungsbegleitende Prüfungen (speziell Form und Lage), sondern betrifft auch den Bereich der Prüfmittelerstellung und Prüfmittelkalibrierung. Im November 2022 wurde das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 im Rahmen eines Zertifizierungsaudits überprüft und erfolgreich bestätigt. Das Rezertifizierungsaudit für das integrierte Umweltmanagementsystem nach neuer ISO 14001:2015 und für das Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011 konnte gleichermaßen Ende 2022 erfolgreich abgeschlossen werden, die bestehenden Zertifikate wurden entsprechend validiert. Die rumänische Tochtergesellschaft Schumag Romania S.R.L. ist im September 2022 ebenfalls erfolgreich nach ISO 9001:2015 rezertifiziert worden. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Der russische Angriff auf die Ukraine ist eine politische und wirtschaftliche Zäsur. Als Reaktion auf den russischen Überfall verhängte die EU mit ihren Partnern die weitreichendsten Sanktionen, die die Staatengemeinschaft jemals erlassen hat. Diese reichen vom Ausschluss Russlands von den internationalen Finanzströmen über diverse Import- und Exportverbote bis hin zur Schließung des EU-Luftraums für russische Flugzeuge. In der Ukraine hat der Krieg die Wirtschaft teilweise zum Erliegen gebracht, da Infrastruktur zerstört wurde und viele Erwerbstätige zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Die Folgen des Konflikts treffen aber auch die deutsche Wirtschaft, die traditionell starke internationale Verflechtungen aufweist und sowohl aus Russland als auch aus der Ukraine wichtige Rohstoffe und Vorprodukte wie Weizen, Metalle, aber auch z. B. Kabelbäume bezieht. Im Bereich der Energieversorgung ist Deutschland zudem in besonderer Weise von Russland abhängig. Aufgrund des Krieges stiegen die Öl- und Erdgaspreise in Deutschland in die Höhe, die Materialknappheit verschärfte sich, und die Verunsicherung der Unternehmen nahm spürbar zu. All das hat die Erholung der Konjunktur nach der Corona-Pandemie unterbrochen. (Quelle: ifo Institut) Nach einem kräftigen Jahresauftakt 2022 kühlte sich die deutsche Wirtschaft seit dem Sommer ab. Die hohen Inflationsraten ließen die realen Einkommen der privaten Haushalte sowie deren Ersparnisse dahinschmelzen und reduzierten ihre Kaufkraft. Das Verarbeitende Gewerbe erfuhr im Sommer 2022 einen Dämpfer. Zum einen behinderten anhaltende Lieferschwierigkeiten bei Rohstoffen und Vorprodukten die Produktion. Zum anderen litt die Nachfrage unter den hohen Preisen und der globalen Konjunkturabschwächung. Die rückläufigen Auftragseingänge haben jedoch zu keinem nennenswerten Einbruch in der Produktion geführt, da die Auftragsbücher der Unternehmen immer noch weit überdurchschnittlich gut gefüllt waren. Wohl auch deshalb verschlechterte sich das Geschäftsklima in der Industrie und den industrienahen Dienstleistungsbereichen seit dem Sommer 2022 nur geringfügig. Insgesamt hat sich die deutsche Wirtschaft in 2022 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen erholt, wobei sich die Dynamik im vierten Quartal 2022 deutlich abgeschwächt hat. Das preisbereinigte BIP stieg im Kalenderjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr letztendlich um 1,8 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die für die SCHUMAG nach wie vor wichtigsten Märkte sind der Automobilbereich, der Bereich der Nutzfahrzeuge sowie die allgemeine Industrieproduktion. In Deutschland wurden im September 2022 insgesamt 224.800 PKW neu zugelassen und damit 14 % mehr als im September des vergangenen Jahres. In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren es insgesamt knapp 1,9 Mio. Neufahrzeuge - und damit gut 7 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 besteht im aktuellen Jahresverlauf ein Absatzdefizit in Höhe von 32 %. Trotz insgesamt geringer Neuzulassungszahlen konnte im September 2022 ein Wachstum erzielt werden. Im September des vergangenen Jahres machte sich u.a. der globale Mangel an Halbleitern in den Zahlen bemerkbar. Weiterhin gilt: Der Mangel an Vor- und Zwischenprodukten sowie die allgemeine Verunsicherung aufgrund des anhaltenden Kriegs in der Ukraine wirken weiterhin dämpfend auf die Entwicklung des Marktes und der Produktion (Quelle: VDA). Die großen internationalen Märkte für schwere LKW on- und offroad (Nutzfahrzeuge über 6 Tonnen) entwickelten sich im Jahr 2022 uneinheitlich. Während Europa (EU, EFTA und UK), die USA und Indien die Erholung fortsetzen konnten, verzeichneten China und Brasilien im zurückliegenden Jahr teils erhebliche Rückgänge. Dabei sorgten fortdauernde Störungen in den Lieferketten, aber auch unterschiedliche gesamtwirtschaftliche Entwicklungen dafür, dass das vorhandene Erholungspotenzial nicht überall vollumfänglich realisiert werden konnte. In Europa (EU, EFTA und UK) stieg der Absatz von schweren Nutzfahrzeugen im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf rund 335.800 Einheiten (Quelle: VDA). Die exportstarken Maschinen- und Anlagenbauer (sonstiges) aus Deutschland haben sich im sehr schwierigen Umfeld des Jahres 2022 bisher gut behaupten können. Die Maschinenexporte verzeichneten allein im dritten Quartal laut vorläufiger Werte des Statistischen Bundesamtes einen Zuwachs von nominal 5,2 % zum Vorjahr. In den ersten neun Monaten legten die Maschinenausfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um nominal 4,0 % auf 140,3 Mrd. EUR zu. "Der Maschinen- und Anlagenbau schlägt sich unverändert wacker. Verantwortlich für das Wachstum sind jedoch vornehmlich Preiseffekte", sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Preisbereinigt verbuchten die Unternehmen im Export im dritten Quartal einen realen Rückgang von 2,9 %. Von Januar bis einschließlich September war es ein Minus von real 2,8 % (Quelle VDMA). Geschäftsverlauf des SCHUMAG-Konzerns Eckdaten 2021/22 2020/21 Auftragseingang EUR Mio. 52,2 43,8 +8,4 +19 % Ablieferleistung EUR Mio. 52,7 40,0 +12,7 +32 % Umsatz EUR Mio. 45,8 38,7 +7,1 +18 % Gesamtleistung EUR Mio. 53,5 43,7 +9,8 +22 % EBIT EUR Mio. -2,1 1,4 -3,5 >-100 % Auftragsbestand (30.9.) EUR Mio. 20,2 13,8 +6,4 +46 % Liquiditätsgrad I (30.9.) % 11,0 5,5 5,5 +100 % Veränderung Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich der Auftragseingang weiter deutlich um 19 % auf insgesamt EUR 52,2 Mio. Die Erhöhung ist insbesondere auf eine Sonderkonjunktur unserer Abnehmerbranchen, die sowohl durch die nach Corona aufgelegten weltweiten Konjunkturpakete als auch durch den Krieg in der Ukraine befeuert wurden, zurückzuführen. Durch die angepasste Vertriebsstrategie konnten zudem weitere Projekte gewonnen werden, die in den nächsten Jahren zu Umsätzen führen werden. Der gestiegene Auftragseingang wirkte sich auch auf den Umsatz aus, der sich gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf EUR 45,8 Mio. erhöhte. Im Berichtszeitraum verbesserte sich die Ablieferleistung um 32 %, die Gesamtleistung um 22% und der Auftragsbestand um 46 %. Zur Analyse der retrospektiven Prognosegüte der bedeutsamsten finanziellen Leistungs- indikatoren verweisen wir auf den Unterabschnitt „Leistungsindikatoren“. Besondere Ereignisse Ende November 2021 wurde uns eine weitere, bis zum 30. April 2022 befristete Betriebskreditlinie in Höhe von EUR 0,8 Mio. eingeräumt. Anfang Dezember 2021 wurde im Rahmen des bis zum 30. April 2023 laufenden Standortsicherungstarifvertrag vereinbart, dass die Belegschaft auf das Weihnachtsgeld 2021 verzichtet. Per 17. Dezember 2021 erhielten wir von der NRW.BANK einen Zuwendungsbescheid im Rahmen des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW über EUR 1,8 Mio. Die Zuwendung kann im Zusammenhang mit Investitionen in Höhe von EUR 6,0 bis zum 31. Dezember 2024 in Anspruch genommen werden. Am 17. Dezember 2021 haben wir einen Kaufvertrag über den Verkauf einer weiteren nicht betriebsnotwendigen Immobilie am Standort Aachen abgeschlossen. Die Kaufpreiszahlung von EUR 5,3 Mio. erfolgte am 23. Februar 2022, im Gegenzug wurde die Ende November 2021 eingeräumte Betriebskreditlinie von EUR 0,8 Mio. zurückgeführt. Der Einmalertrag aus der Transaktion beläuft sich auf EUR 1,6 Mio. Im April 2022 haben wir mit allen Kunden eine Preiserhöhung vereinbart, dessen Volumen sich - auf ein volles Geschäftsjahr gerechnet- auf ca. EUR 5,0 Mio. beläuft. Anfang April 2022 haben wir mit einer nahestehenden Person einen Kaufvertrag über den Verkauf der im Geschäftsjahr 2020/21 bilanzierten Schadensersatzforderung gegen ein ehemaliges Organmitglied abgeschlossen. In diesem Zusammenhang konnte im April 2022 bereits ein Zahlungseingang in Höhe von EUR 1,2 Mio. realisiert werden. Der Kaufvertrag beinhaltet einen Besserungsschein, durch den weitere EUR 0,2 Mio. erzielt werden können. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 24. Mai 2022 endete die Amtszeit der amtierenden Vertreter der Aktionäre im Aufsichtsrat der SCHUMAG. Durch Beschlüsse der Hauptversammlung vom 24. Mai 2022 sind – jeweils für die Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025/2026 zu beschließen hat – Frau Catherine Noël sowie die Herren Dirk Daniel, Karl Josef Libeaux und Ritter Yves Noël als Mitglieder und Vertreter der Aktionäre in den Aufsichtsrat wiedergewählt worden. Ende Mai 2022 wurde im Rahmen des bis zum 30. April 2023 laufenden Standortsicherungstarifvertrag vereinbart, dass die Belegschaft auf das Urlaubsgeld 2022 verzichtet. Anfang Juni 2022 haben wir einen Kaufvertrag über den Verkauf einer weiteren nicht betriebsnotwendigen Immobilie (Nebengebäude wie Kantine und Pförtnerhaus) am Standort Aachen abgeschlossen. Die Kaufpreiszahlung von EUR 2,0 Mio. erfolgte am 23. Juni 2022 (EUR 1,2 Mio.) sowie am 25. Juli 2022 (EUR 0,8 Mio.). Der Einmalertrag aus der Transaktion beläuft sich auf EUR 2,0 Mio. Am 8. August 2022 wurde Herr Dr. Bernhard Mayers, wohnhaft in Aachen, mit Wirkung zum 1. September 2022 zum weiteren Mitglied des Vorstands (COO) der SCHUMAG bestellt. Im September 2022 wurde die am 8. August 2022 beschlossene Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2021 in voller Höhe durch Ausgabe von 2.999.999 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil in Höhe von EUR 1,00 am Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen zu einem Bezugspreis von EUR 1,50 je Aktie wirksam. Dadurch wurde ein Liquiditätszufluss von EUR 4,5 Mio. realisiert. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des SCHUMAG-Konzerns Im Geschäftsjahr 2021/22 haben sich die Ergebniskennzahlen trotz einer um 22 % höheren Gesamtleistung verschlechtert. Dies liegt insbesondere daran, dass für die Bewältigung des in kurzer Zeit enorm gestiegenen Geschäftsvolumens das Eigen- und Fremdpersonal deutlich aufgebaut wurde, die für eine profitable Produktion benötigten Produktivitäts- steigerungen aber trotz weiterer Maschineninvestitionen sowie umgesetzter Restrukturierungsmaßnahmen bisher nicht im erforderlichen Maße realisiert werden konnten. Zusätzlich wurde das Ergebnis vor allem durch den massiven Anstieg der Energie- kosten im Zuge des Ukraine-Kriegs, überproportional gestiegene Instandhaltungskosten aufgrund des veralteten Maschinenparks sowie die Erhöhung von Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit weiteren erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen belastet. Dadurch verschlechterte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahrszeitraum um EUR 3,5 Mio. auf EUR -2,1 Mio. Das Finanzergebnis lag um EUR 0,1 Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres, so dass sich das Ergebnis vor Steuern um EUR 3,6 Mio. auf EUR -2,7 Mio. reduzierte. Bei einem Steuerertrag von EUR 0,3 Mio. belief sich das Ergebnis nach Steuern des Berichtsjahres auf EUR -2,4 Mio. (Vorjahr EUR +0,6 Mio.). Kennzahlen 2021/22 2020/21 Veränderung Umsatz-Rentabilität % -5 -1 -4 Liquiditätsgrad I (30.9.) % 11 6 5 Working Capital (30.9.) EUR Mio. 8,2 7,0 +1,2 Durch die Reduzierung vom Ergebnis nach Steuern sank auch die Umsatz-Rentabilität trotz eines um EUR 7,1 Mio. gestiegenen Umsatzes um 4 Prozentpunkte. Das Working Capital erhöhte sich um EUR 1,2 Mio. Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich plangemäß auf 11 %. Um das Umsatzwachstum sowie die dafür notwendigen Investitionen in Maschinen und Vorräte zu finanzieren, war insbesondere der Verkauf von weiterem nicht betriebsnotwendigen Vermögen sowie die Kapitalerhöhung erforderlich. Das finanzielle Gleichgewicht war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Das Eigenkapital erhöhte sich vor allem durch die Kapitalerhöhung (EUR +4,5 Mio.) um insgesamt EUR 5,0 Mio. auf EUR 5,7 Mio., die Eigenkapitalquote stieg auf 15 %. Bei einer um EUR 4,1 Mio. erhöhten Bilanzsumme waren insbesondere folgende Veränderungen prägend: • Erhöhung der Sachanlagen (EUR +2,6 Mio.) • Reduzierung der Latenten Steuern (EUR -1,1 Mio.) • Aufbau der Vorräte (EUR +3,6 Mio.) • Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR -1,1 Mio.) • Reduzierung der Pensionsrückstellungen (EUR -5,5 Mio.) • Erhöhung der Finanzschulden (EUR +4,3 Mio.) Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die SCHUMAG trotz einer Vielzahl erfolgreich realisierter Restrukturierungsmaßnahmen nach wie vor in einer nicht einfachen Situation befindet. Neben den fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten, die u.a. auch auf die noch nicht überwundene Corona-Krise sowie den Ukraine-Krieg zurückzuführen sind, liegt dies insbesondere daran, dass die erheblichen Mehraufwendungen in Menschen und Maschinen bisher noch nicht in eine zufriedenstellende zusätzliche Leistung umgewandelt werden konnte. Ertragslage des SCHUMAG-Konzerns EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. % Umsatz 45,8 86 38,7 89 +7,1 +18 Gesamtleistung 53,5 100 43,7 100 +9,8 +22 Materialaufwand -19,6 -37 -11,5 -27 -8,1 -70 Personalaufwand -25,9 -48 -22,9 -52 -3,0 -13 Abschreibungen -2,0 -4 -1,8 -4 -0,2 -11 Sonstige Aufwendungen -8,1 -15 -6,1 -14 -2,0 -33 EBIT -2,1 -4 1,4 3 -3,5 >-100 Finanzergebnis -0,6 -1 -0,5 -1 -0,1 -20 Ergebnis vor Steuern -2,7 -5 0,9 2 -3,6 >-100 2021/22 2020/21 Veränderung Gesamtleistung Die Erhöhung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 9,8 Mio. (+22 %) ist vor allem auf die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Steigerung der Produktionsleistung zurückzuführen. In der Gesamtleistung sind folgende sonstige betriebliche Erträge enthalten: • Erlöse aus dem Abgang nicht betriebsnotwendiger Immobilien (EUR 3,6 Mio.) • Erlöse aus den Erstattungsansprüchen gegenüber dem PSV (EUR 1,1 Mio.) Die insbesondere aufgrund der Sonderkonjunktur unserer Abnehmerbranchen deutlich angestiegenen Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Warenverkäufe. Umsatzerlöse mit Konzernfremden Segment EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. % SCHUMAG 44,5 97 37,5 97 +7,0 19 Schumag Romania 1,3 3 1,2 3 +0,1 8 BR Energy 0,0 0 0,0 0 +0,0 0 45,8 100 38,7 100 7,1 18 2021/22 2020/21 Veränderung Der überwiegende Anteil des Konzernumsatzes wird durch die SCHUMAG generiert. Umsatzerlöse nach Regionen 2021/22 2020/21 Veränderung USA % 36 30 6 Deutschland % 33 34 -1 Sonstige EU-Länder % 13 17 -4 Lateinamerika % 9 6 3 Asien % 9 13 -4 Im Berichtsjahr wurden mit den sechs größten Kunden 66 % (Vorjahr 64 %) des Umsatzes erzielt. Material und Personal Der Anstieg des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 10 %-Punkte hat im Wesentlichen folgende Gründe: • massiver Anstieg der Energiekosten im Zuge des Ukraine-Kriegs • Aufbau des durchschnittlichen Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, von 24 auf 53 Mitarbeiter • Ausweitung der auswärtigen Bearbeitung Dagegen konnte trotz Aufbau des durchschnittlichen Eigenpersonals von 456 auf 492 Mitarbeiter die Personalaufwandsquote um 4 %-Punkte reduziert werden. Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich somit insgesamt von 79 % auf 85 %. Ergebnis Das EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum trotz gestiegener Gesamtleistung insbesondere aufgrund der bisher nicht im erforderlichen Maße realisierten Produktivitätssteigerungen um EUR 3,5 Mio. auf EUR -2,1 Mio. Zudem wurde das EBIT belastet durch • den massiven Anstieg der Energiekosten im Zuge des Ukraine-Kriegs • überproportional gestiegene Instandhaltungskosten aufgrund des veralteten Maschinenparks • die Erhöhung von Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit weiteren erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen EBIT 2021/22 2020/21 Veränderung Segment EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. SCHUMAG -2,1 1,3 -3,4 Schumag Romania -0,1 0,0 -0,1 BR Energy -0,2 1,3 -1,5 Konsolidierung 0,3 -1,2 +1,5 -2,1 1,4 -3,5 Finanzlage des SCHUMAG-Konzerns Das Finanzmanagement des SCHUMAG-Konzerns erfolgt zentral über die SCHUMAG und umfasst alle Konzernunternehmen. Dabei werden alle zahlungsstromorientierten Aspekte der Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Ziel ist die Sicherstellung ausreichender Liquidität sowie die Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken aus den Veränderungen von Wechselkursen, Zinsen und Rohstoffpreisen. Der Liquiditätsgrad I erhöhte sich plangemäß auf 11 %. Um die finanzielle Situation im Geschäftsjahr 2021/22 stabil zu halten, war neben einem weiterhin strikten Liquiditätsmanagement insbesondere die Veräußerung von weiterem nicht betriebs- notwendigen Vermögen (Zahlungseingang insgesamt EUR 7,3 Mio.) sowie die Kapitalerhöhung (Zahlungseingang EUR 4,5 Mio.) erforderlich. Insgesamt standen uns Kontokorrentlinien in Höhe von EUR 3,5 Mio. zur Verfügung. Wir konnten jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Zudem stellte uns eine Bank Investitionskredite in Höhe von insgesamt EUR 2,7 Mio. bereit. Die Verbindlichkeiten sind zum überwiegenden Teil kurzfristig und auf EUR-Basis. In den Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen folgende verzinsliche Verbindlichkeiten enthalten: Finanzschulden EUR Mio. Verzinsung Verbindlichkeiten Kreditinstitute 5,7 zwischen 1,50 % und 4,00 % p.a. Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 5,5 zwischen 1,75 % und 6,98 % p.a. Sonstige Darlehen 0,5 2,0 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber 5,0 % p.a. Konzern-Kapitalflussrechnung 2021/22 2020/21 Veränderung (verkürzte Darstellung) EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. Ergebnis nach Steuern -2,4 0,6 -3,0 Abschreibungen 2,0 1,8 +0,2 Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten -3,6 -1,7 -1,9 Veränderung Nettoumlaufvermögen -1,4 -0,8 -0,6 Veränderung übrige Posten -1,2 -1,3 +0,1 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -6,6 -1,4 -5,2 Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -3,1 -3,5 +0,4 Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen 0,1 0,0 +0,1 Erlöse aus dem Abgang von sonstigen langfristigen Vermögenswerten 7,3 2,4 +4,9 Cashflow aus Investitionstätigkeit 4,3 -1,1 +5,4 Einzahlungen aus Kapitalerhöhung 4,5 0,0 +4,5 Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1,0 2,5 -1,5 Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -0,6 -0,1 -0,5 Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1,5 -0,6 -0,9 Aus-/Einzahlungen Zinsen -0,4 -0,2 -0,2 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3,0 1,6 +1,4 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 0,7 -0,9 +1,6 Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 0,6 1,5 -0,9 Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 1,3 0,6 +0,7 Vor allem aufgrund der Ergebnisverschlechterung sowie Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Aufbau der Vorräte reduzierte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,2 Mio. auf EUR -6,6 Mio. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR +2,1 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um EUR 5,4 Mio. auf EUR +4,3 Mio. Dies liegt zum einen daran, dass aus dem Verkauf von sonstigen langfristigen Vermögenswerten (nicht betriebsnotwendiges Vermögen) EUR 4,9 Mio. höhere Erlöse erzielt wurden. Zum anderen verringerten sich die Ausgaben für Investitionen leicht um EUR 0,4 Mio. auf EUR 3,1 Mio. Diese betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 0,9 Mio.) sowie in die IT-Modernisierung (EUR 0,3 Mio.). Darüber hinaus wurden Auszahlungen für Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,8 Mio.) vorgenommen. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurde zum einen die Einzahlung aus der Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 4,5 Mio. realisiert. Zum anderen erfolgten Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1,0 Mio. Auszahlungen wurden für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (EUR -1,5 Mio.), für die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR -0,6 Mio.) sowie für Zinsen (EUR -0,4 Mio.) vorgenommen. Die Finanzschulden erhöhten sich im Berichtsjahr insgesamt um EUR 4,3 Mio. und belaufen sich zum 30. September 2022 auf EUR 11,7 Mio. Die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 5,7 Mio. betreffen folgende Kredite: • Kontokorrentlinien SCHUMAG AG EUR 3,0 Mio. • Investitionskredite SCHUMAG AG EUR 1,9 Mio. • Kontokorrentlinie SCHUMAG Romania EUR 0,5 Mio. • Investitionskredit SCHUMAG Romania EUR 0,3 Mio. Insgesamt erhöhten sich im Geschäftsjahr 2021/22 die Zahlungsmittel des SCHUMAG- Konzerns um EUR 0,7 Mio. auf EUR 1,3 Mio. Vermögenslage des SCHUMAG-Konzerns EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. % Aktiva Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 19,2 49 16,7 48 +2,5 +15 Latente Steuern 0,0 0 1,1 3 -1,1 -100 Übrige Vermögenswerte 0,2 1 0,0 0 +0,2 +100 19,4 50 17,8 51 +1,6 +9 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte 13,5 35 9,9 28 +3,6 +36 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2,2 6 3,3 9 -1,1 -33 Übrige Vermögenswerte 2,7 7 3,4 10 -0,7 -21 Zahlungsmittel 1,3 3 0,6 2 +0,7 >100 19,7 50 17,2 49 +2,5 +15 39,1 100 35,0 100 +4,1 +12 Passiva Eigenkapital 5,7 15 0,7 2 +5,0 >100 Langfristiges Fremdkapital Pensionsrückstellungen 14,7 38 20,2 58 -5,5 -27 Finanzschulden 6,1 16 2,6 7 +3,5 >100 Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 0,4 1 0,5 1 -0,1 -20 21,2 54 23,3 67 -2,1 -9 Kurzfristiges Fremdkapital Finanzschulden 5,6 14 4,8 14 +0,8 +17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,8 10 3,5 10 +0,3 +9 Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 2,8 7 2,7 8 +0,1 +4 12,2 31 11,0 31 +1,2 +11 39,1 100 35,0 100 +4,1 +12 30.9.2022 30.9.2021 Veränderung Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen haben sich bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 2,0 Mio. um insgesamt EUR 2,5 Mio. erhöht. Zugängen in Höhe von EUR 8,4 Mio. stand dabei vor allem die Umbuchung der verkauften nicht betriebsnotwendigen Immobilien der SCHUMAG in den Posten „Zur Veräußerung gehaltene ertragslagelangfristige Vermögenswerte“ (EUR -3,7 Mio.) entgegen. Investitionen für das Segment SCHUMAG betreffen neben der Aktivierung von Nutzungsrechten im Zusammenhang mit einem neu abgeschlossenen Mietvertrag für Produktionsflächen (EUR 2,1 Mio.) im Wesentlichen neue technische Anlagen und Maschinen (EUR 4,1 Mio.), die IT- Modernisierung (EUR 0,3 Mio.) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,8 Mio.). Aufgrund des deutlich gestiegenen Auftragsvolumens wurden die Vorräte gezielt aufgebaut (EUR +3,6 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten trotz des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 1,1 Mio. reduziert werden, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass ein bisher nicht im Factoringvertrag einbezogener Großkunde ins Factoring aufgenommen wurde. Durch die Kapitalerhöhung (EUR +4,5 Mio.) sowie positive Effekte aus der erfolgsneutralen Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen (EUR +2,9 Mio.) erhöhte sich das Eigenkapital trotz des negativen Ergebnisses nach Steuern (EUR -2,4 Mio.) um insgesamt EUR 5,0 Mio. auf EUR 5,7 Mio., die Eigenkapitalquote stieg auf 15 %. Der Effekt aus der Änderung versicherungsmathematischer Annahmen auf die Pensionsrückstellungen, der erfolgsneutral direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, beträgt EUR -4,3 Mio. Die Finanzschulden erhöhten sich um EUR 4,3 Mio., was insbesondere auf zusätzliche Leasingverbindlichkeiten aufgrund folgender Sachverhalte zurückzuführen ist: • Aktivierung von Nutzungsrechten im Zusammenhang mit einem neu abgeschlossenen Mietvertrag für Produktionsflächen (EUR +2,0 Mio.) • Aktivierung von Produktionsmaschinen, die über Mietkauf finanziert werden (EUR +1,5 Mio.) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SCHUMAG (Angaben nach HGB) Der Jahresabschluss der SCHUMAG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Wesentliche Abweichungen zu dem nach IFRS-Grundsätzen aufgestellten Konzernabschluss liegen in der unterschiedlichen Bewertung des Anlagevermögens sowie der Pensions-, Jubiläums- und ATZ-Rückstellungen. Ertragslage der SCHUMAG Angaben nach HGB EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. % Umsatz 45,3 95 38,1 101 +7,2 +19 Gesamtleistung 47,7 100 37,8 100 +9,9 +26 Materialaufwand -20,4 -43 -12,2 -32 -8,2 +67 Personalaufwand -24,7 -52 -21,8 -58 -2,9 +13 Abschreibungen -1,8 -4 -1,8 -5 +0,0 +0 Übrige Aufwendungen/Erträge -1,5 -3 -1,1 -3 -0,4 +36 EBIT -0,7 -1 0,9 2 -1,6 >-100 Zinsergebnis -1,1 -2 -1,5 -4 +0,4 -27 Ergebnis vor Ertragsteuern -1,8 -4 -0,6 -2 -1,2 >-100 Ertragsteuern 0,1 0 0,2 1 -0,1 -50 Ergebnis nach Ertragsteuern -1,7 -4 -0,4 -1 -1,3 >-100 Das Ergebnis nach Ertragsteuern entspricht dem handelsrechtlichen Jahresüberschuss (+) bzw. Jahresfehlbetrag (-). 2021/22 2020/21 Veränderung Die Erhöhung der Gesamtleistung um insgesamt EUR 9,9 Mio. (+26 %) ist vor allem auf die gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Steigerung der Produktionsleistung zurückzuführen. Der Anstieg des Materialaufwands bezogen auf die Gesamtleistung um 11 %-Punkte hat im Wesentlichen folgende Gründe: • massiver Anstieg der Energiekosten im Zuge des Ukraine-Kriegs • Aufbau des durchschnittlichen Fremdpersonals, dessen Kosten im Materialaufwand ausgewiesen werden, von 24 auf 53 Mitarbeiter • Ausweitung der auswärtigen Bearbeitung Dagegen konnte trotz Aufbau des durchschnittlichen Eigenpersonals von 392 auf 430 Mitarbeiter die Personalaufwandsquote weiter um 6 %-Punkte reduziert werden. Die Summe der Material- und Personalaufwandsquote erhöhte sich somit insgesamt von 90 % auf 95 %. Das EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum trotz gestiegener Gesamtleistung sowie erhöhten Erlösen aus Anlagenabgängen von EUR 5,7 Mio. (Vorjahr EUR 1,9 Mio.) insbesondere aufgrund der bisher nicht im erforderlichen Maße realisierten Produktivitätssteigerungen um EUR 1,6 Mio. auf EUR -0,7 Mio. Zudem wurde das EBIT belastet durch • den massiven Anstieg der Energiekosten im Zuge des Ukraine-Kriegs • überproportional gestiegene Instandhaltungskosten aufgrund des veralteten Maschinenparks • die Erhöhung von Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit weiteren erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen Das Zinsergebnis verbesserte sich vor allem durch geringere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen um EUR 0,4 Mio., so dass sich das Ergebnis vor Steuern insgesamt um EUR 1,2 Mio. auf EUR -1,8 Mio. reduzierte. Unter Berücksichtigung latenter Steuererträge in Höhe von EUR 0,1 Mio. beläuft sich das Ergebnis nach Steuern auf EUR -1,7 Mio. (Vorjahr -0,4 Mio.). Finanzlage der SCHUMAG Kapitalflussrechnung 2021/22 2020/21 Veränderung Angaben nach HGB (verkürzte Darstellung) EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -7,0 -1,4 -5,6 Cashflow aus Investitionstätigkeit 3,3 -1,7 +5,0 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 4,5 2,1 +2,4 Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0,8 -1,0 +1,8 Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0,5 1,5 -1,0 Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1,3 0,5 +0,8 Der Finanzmittelfonds entspricht den bilanzierten flüssigen Mitteln. Vor allem aufgrund der Ergebnisverschlechterung sowie Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Aufbau der Vorräte reduzierte sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,6 Mio. auf EUR -7,0 Mio. Der Cash-Effekt aus Factoring belief sich dabei auf EUR +2,1 Mio. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um EUR 5,0 Mio. auf EUR +3,3 Mio., was daran liegt, dass aus dem Verkauf von Sachanlagen (im Wesentlichen nicht betriebsnotwendiges Vermögen) EUR 5,0 Mio. höhere Erlöse erzielt wurden. Die Ausgaben für Investitionen belaufen sich wie im Vorjahr auf EUR 3,9 Mio. und betreffen insbesondere gezielte Ausgaben in technische Anlagen und Maschinen (EUR 2,2 Mio.) sowie in die IT- Modernisierung (EUR 0,3 Mio.). Darüber hinaus wurden Auszahlungen für Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,8 Mio.) vorgenommen. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit wurde zum einen die Einzahlung aus der Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 4,5 Mio. realisiert. Zum anderen erfolgten Einzahlungen aus den zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien sowie den gewährten Investitionskrediten (EUR 0,7 Mio.). Auszahlungen wurden für die Tilgung von Investitionskrediten (EUR -0,5 Mio.) sowie für Zinsen (EUR -0,3 Mio.) vorgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum 30. September 2022 somit um EUR 0,2 Mio. auf EUR 4,9 Mio. Insgesamt erhöhten sich im Geschäftsjahr 2021/22 die flüssigen Mittel der SCHUMAG um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,3 Mio. Die Verbindlichkeiten der SCHUMAG sind zum überwiegenden Teil kurzfristig und auf EUR- Basis. In den Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen folgende verzinsliche Verbindlichkeiten enthalten: Verbindlichkeit EUR Mio. Verzinsung Verbindlichkeiten Kreditinstitute 4,9 zwischen 1,50 % und 4,00 % p.a. Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 2,2 zwischen 1,75 % und 6,98 % p.a. Sonstige Darlehen 0,5 2,0 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber 5,0 % p.a. Vermögenslage der SCHUMAG Angaben nach HGB EUR Mio. % EUR Mio. % EUR Mio. % Aktiva Anlagevermögen 12,9 38 11,1 38 +1,8 +16 Vorräte 12,7 37 9,3 32 +3,4 +37 Forderungen Lieferungen und Leistungen 2,2 6 3,2 11 -1,0 -31 Flüssige Mittel 1,3 4 0,5 2 +0,8 >100 Übrige Aktiva 5,1 15 5,4 18 -0,3 -6 34,2 100 29,5 100 +4,7 +16 Passiva Eigenkapital 2,9 8 0,1 0 +2,8 >100 Rückstellungen 19,4 57 19,6 66 -0,2 -1 Verbindlichkeiten 11,9 35 9,8 33 +2,1 +21 34,2 100 29,5 100 +4,7 +16 30.9.2022 30.9.2021 Veränderung Bei einem Abschreibungsvolumen von EUR 1,8 Mio. erhöhte sich das Anlagevermögen insgesamt um EUR 1,8 Mio. Den Zugängen zum Anlagevermögen in Höhe von insgesamt EUR 5,3 Mio. standen dabei Abgänge von EUR 1,7 Mio. insbesondere im Zusammenhang mit der Veräußerung der nicht betriebsnotwendigen Immobilie entgegen. Investitionen erfolgten im Wesentlichen in neue technische Anlagen und Maschinen (EUR 3,6 Mio.), in die IT-Modernisierung (EUR 0,3 Mio.) sowie in Infrastrukturmaßnahmen (EUR 0,8 Mio.). Aufgrund des deutlich gestiegenen Auftragsvolumens wurden die Vorräte gezielt aufgebaut (EUR +3,4 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten trotz des gestiegenen Umsatzvolumens um EUR 1,0 Mio. reduziert werden, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass ein bisher nicht im Factoringvertrag einbezogener Großkunde ins Factoring aufgenommen wurde. Durch die Kapitalerhöhung (EUR +4,5 Mio.) erhöhte sich das Eigenkapital trotz des Jahresfehlbetrags (EUR -1,7 Mio.) um insgesamt EUR 2,8 Mio. auf EUR 2,9 Mio. Bei einem um EUR 4,7 Mio. gestiegenen Gesamtkapital erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 0,3 % auf 8 %. Das Eigenkapital beträgt weiterhin weniger als die Hälfte des Stammkapitals. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um insgesamt EUR 2,1 Mio. ergibt sich im Wesentlichen aus dem Aufbau der innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen Leasingverbindlichkeiten (EUR +1,5 Mio.). Leistungsindikatoren Zur Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns bzw. des Unternehmens berichten wir nachfolgend über die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die zur internen Steuerung des Konzerns bzw. des Unternehmens herangezogen werden. Kennzahlen Prognose für Ist Zielerreichung SCHUMAG-Konzern (IFRS) 2021/22 2021/22 2021/22 Umsatz 43,0 bis 44,0 EUR Mio. 45,8 EUR Mio. erreicht Gesamtleistung 47,5 bis 50,0 EUR Mio. 53,5 EUR Mio. erreicht EBIT -2,0 bis -1,5 EUR Mio. - 2,1 EUR Mio. nicht erreicht Liquiditätsgrad I (30.9.) 5 % - 10 % 11% erreicht Kennzahlen Prognose für Ist Zielerreichung SCHUMAG (HGB) 2021/22 2021/22 2021/22 Umsatz 43,0 bis 44,0 EUR Mio. 45,3 EUR Mio. erreicht Gesamtleistung 42,5 bis 45,0 EUR Mio. 47,7 EUR Mio. erreicht EBIT -0,5 bis +0,0 EUR Mio. - 0,7 EUR Mio. nicht erreicht Liquiditätsgrad I (30.9.) 5 % - 10 % 12% erreicht Insbesondere durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse sowie die Steigerung der Produktionsleistung erhöhte sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2021/22 um EUR +9,8 Mio. (SCHUMAG: EUR +9,9 Mio.). Somit konnte die Prognose des Vorjahres für Umsatz und Gesamtleistung, die noch unter Einfluss der Corona-Krise erstellt wurde, sowohl im Konzern als auch bei der SCHUMAG deutlich übererfüllt werden. Trotz Verschlechterung des EBIT um EUR -3,5 Mio. (SCHUMAG: EUR -1,6 Mio.) haben wir bei dieser Kennzahl unsere Ziele nur geringfügig verfehlt, da wir für das Geschäftsjahr 2021/22 eine EBIT-Reduzierung erwartet hatten. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN Die Angaben nach § 289a Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HGB bzw. § 315a Abs. 1 Nr. 1 bis 9 HGB sind nachfolgend aufgeführt: Das gezeichnete Kapital der SCHUMAG zum 30. September 2022 beträgt EUR 8.999.998,00 und ist eingeteilt in 8.999.998 auf den Inhaber lautende Stückaktien. 6.911.997 Aktien der SCHUMAG sind unter der ISIN DE0007216707 (WKN 721670) zum Handel im regulierten Markt (General Standard) der Wertpapierbörse Frankfurt am Main notiert; außerdem werden sie im Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart sowie über das elektronische Handelssystem XETRA gehandelt. 1.382.399 Aktien werden unter der ISIN DE000A31C3S6 (WKN A31C3S) geführt und sind bis zur Zulassung an der Börse und Einbeziehung in die bestehende ISIN DE0007216707 im September 2023 nicht an der Börse handelbar. 705.602 Aktien werden unter der ISIN DE000A31C3T4 (WKN A31C3T) geführt und sind bis zur Zulassung an der Börse und Einbeziehung in die bestehende ISIN DE0007216707 im September 2024 nicht an der Börse handelbar. Nach Einbeziehung in die bestehende ISIN DE0007216707 der Gesellschaft werden sich die Aktien nicht mehr von bestehenden Aktien der Gesellschaft unterscheiden. Alle Aktien vermitteln gleiche Rechte bzw. Pflichten. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die weiteren Rechte und Pflichten aus den Aktien der Gesellschaft bestimmen sich nach dem Aktiengesetz. Die Aktionäre TPPI GmbH, Nomainvest S.A. und CoDa Beteiligungs GmbH haben sich verpflichtet, die von ihnen im Rahmen der durchgeführten Privatplatzierung gezeichneten Aktien mit der ISIN DE000A31C3S6 (WKN A31C3S) bzw. ISIN DE000A31C3T4 (WKN A31C3T) so lange zu halten, diese somit weder direkt noch indirekt zum Kauf anzubieten, zu verkaufen, zu vermarkten oder in sonstiger Weise darüber zu verfügen, bis diese zum Handel an der Börse durch Einbeziehung in die bestehende ISIN DE0007216707 der SCHUMAG zugelassen sind. Gleiches gilt für sonstige Transaktionen, die wirtschaftlich einem Verkauf entsprechen (Lock-up-Vereinbarung). Die Angaben gem. § 289a Abs. 1 Nr. 3 HGB sind im Anhang unter Anmerkung 7 (Angaben zum Bestehen einer Beteiligung), die Angaben gem. § 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB im Konzernanhang unter Anmerkung 34 enthalten. Herr Peter Aloysius Aßmann nimmt die Kontroll- und Stimmrechte für die im Mai 2020 an ihn übertragenen Aktien, welche für die Arbeitnehmer der Gesellschaft erworben wurden, insgesamt 344.725 Stück, entsprechend 3,83 % vom Grundkapital, als Sachwalter für die Arbeitnehmer wahr. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft besteht ihr Vorstand aus mindestens einer Person. Satzungsgemäß und nach § 84 AktG erfolgt die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung kann auf höchstens fünf Jahre erfolgen, wobei diese Höchstdauer auch jeweils im Fall der wiederholten Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit zu beachten ist. Die Abberufung von Vorstandsmitgliedern ist nur aus wichtigem Grund zulässig. Im Übrigen wird zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern auf die Vorschriften in den §§ 84, 85 AktG sowie § 6 der Satzung der Gesellschaft verwiesen. Die Satzung weicht von den vorgenannten gesetzlichen Vorschriften jedoch nicht ab. Jede Satzungsänderung bedarf grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung, der nach § 133 Abs. 1 AktG mit einfacher Stimmenmehrheit und zusätzlich nach § 19 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft i.V.m. § 179 Abs. 1 und 2 AktG mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals gefasst wird, soweit nicht gesetzliche Vorschriften oder die Satzung zwingend etwas anderes vorschreiben. Das Gesetz verlangt zwingend einen Beschluss der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals für solche Änderungen der Satzung, die den Gegenstand des Unternehmens (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG), die Ausgabe von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht (§ 182 Abs. 1 Satz 2 AktG), Kapitalerhöhungen unter Bezugsrechtsausschluss (§ 186 Abs. 3 AktG), die Schaffung eines bedingten Kapitals (§ 193 Abs. 1 AktG), die Schaffung eines genehmigten Kapitals (§ 202 Abs. 2 AktG) - ggf. mit Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss (§ 203 Abs. 2 Satz 2 i.V.m. § 186 Abs. 3 AktG) -, die ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung (§ 222 Abs. 1 Satz 2 bzw. § 229 Abs. 3 AktG) oder einen Formwechsel (§ 233 Abs. 2 bzw. § 240 Abs. 1 UmwG) betreffen. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 der Satzung ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur deren Fassung betreffen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 599.998,00 durch Ausgabe von bis zu 599.998 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Ausgabe von bis zu 599.998 Bezugsrechten (Aktienoptionen) im Rahmen des Aktienoptionsplans 2021 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte von ihrem Recht zum Bezug der Aktien Gebrauch machen und die Gesellschaft zur Erfüllung der Bezugsrechte keine eigenen Aktien gewährt oder von ihrem Recht auf Barausgleich Gebrauch macht. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.399.999,00 durch Ausgabe von bis zu 2.399.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/II). Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2021 wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. April 2026 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder den Namen lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 (in Worten: Euro Hundert Millionen) mit Wandlungsrecht oder mit in auf den Inhaber oder auf den Namen lautenden Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten oder einer Kombination dieser Instrumente auf insgesamt bis zu 2.399.999 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie und damit insgesamt bis zu EUR 2.399.999,00 („Schuldverschreibungen“) zu begeben. Die bedingte Kapitalerhöhung wird durch Ausgabe von bis zu 2.399.999 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahrs ihrer Ausgabe nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. April 2021 bis zum 27. April 2026 begeben werden, von ihrem Wandlungs-/Optionsrecht Gebrauch machen, ihrer Wandlungs-/ Optionspflicht genügen oder Andienungen von Aktien erfolgen und soweit nicht andere Erfüllungsformen zur Bedienung eingesetzt werden. Die jeweiligen Schuldverschreibungs- beziehungsweise Optionsbedingungen können auch eine Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht sowie ein Andienungsrecht des Emittenten zur Lieferung von Aktien vorsehen (in beliebiger Kombination), und zwar zum Ende der Laufzeit oder zu anderen Zeitpunkten. Die Schuldverschreibungen sind gegen Barleistung auszugeben. Weiter umfasst die Ermächtigung die Möglichkeit, Aktien der Gesellschaft zu gewähren, soweit die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- beziehungsweise Optionsrecht Gebrauch machen oder ihre Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht erfüllen oder Andienungen von Aktien erfolgen. Die Ermächtigung gilt bis zum 27. April 2026. Die Schuldverschreibungen sowie gegebenenfalls die Optionsscheine können einmalig oder mehrmals, insgesamt oder in Teilen sowie auch gleichzeitig in verschiedenen Tranchen begeben werden. Die Ermächtigung umfasst auch die Möglichkeit, nach näherer Maßgabe der jeweiligen Schuldverschreibungs- beziehungsweise Optionsbedingungen in bestimmten Fällen Verwässerungsschutz zu gewähren beziehungsweise Anpassungen vorzunehmen. Verwässerungsschutz beziehungsweise Anpassungen können insbesondere durch Einräumung von Bezugsrechten, durch Veränderung des Wandlungs-/Optionspreises sowie durch die Veränderung oder Einräumung von Barkomponenten vorgesehen werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Bedingungen der Schuldverschreibungen beziehungsweise Optionsscheine festzusetzen. Die Schuldverschreibungen sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; dabei können sie auch an Kreditinstitute mit der Verpflichtung ausgegeben werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht auszuschließen, sofern der Ausgabepreis für eine Schuldverschreibung deren nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet. Für den Fall eines Übernahmeangebotes, das sich auf von der Gesellschaft ausgegebene und zum Handel an einem organisierten Markt zugelassene Aktien richten würde, bestehen für den Vorstand im Übrigen die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Befugnisse. So müssten z. B. Vorstand und Aufsichtsrat bei Vorliegen eines Übernahmeangebots nach § 27 WpÜG eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben und veröffentlichen, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Außerdem dürfte der Vorstand gem. § 33 WpÜG nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebotes verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der Hauptversammlung ermächtigt ist oder der Aufsichtsrat dem zugestimmt hat oder es sich nicht um die Suche nach einem konkurrierenden Angebot handelt. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und Aufsichtsrat an das Wohl des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und seiner Aktionäre gebunden. Satzungsregelungen im Sinne von § 33a bis § 33c WpÜG (Europäisches Verhinderungsverbot, Europäische Durchbrechungsregel, Vorbehalt der Gegenseitigkeit) waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG Die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f HGB bzw. § 315d HGB ist auf unserer Internetseite (www.schumag.de) im Bereich „Investor Relations / Corporate Governance“ veröffentlicht. NACHTRAGSBERICHT Es haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ergeben. Diese sind gem. § 285 Nr. 33 HGB bzw. § 314 Nr. 25 HGB im Anhang bzw. im Konzernanhang angegeben. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Aufbau des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens und des Konzerns ist es entscheidend, dass wir die Risiken und Chancen, die sich aus unserer operativen Tätigkeit ergeben, frühzeitig erkennen und vorausschauend steuern. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Risiken wird bei der SCHUMAG durch ein umfassendes Risikomanagement- und ein internes Kontrollsystem unterstützt. Das konzernübergreifende interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist ein integriertes System, welches die Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Risikofrüherkennung, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterstützt. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig überprüft und ggfs. angepasst und setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die in die Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft eingebettet sind. Durch Aufstellung von restriktiven Richtlinien sowie durch eine laufende Überprüfung von Prozessen wird dessen Funktionsfähigkeit gewährleistet. Die Einbeziehung des Risikomanagementsystems in das Berichtswesen sowie eine regelmäßige Kommunikation zwischen den Entscheidungsträgern ermöglichen ein frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern von Risiken. Unser Risikomanagement-Handbuch beschreibt den Prozess der Risikovorsorge. Der systematische Ansatz zum Risikomanagement unterstützt dabei das Bewusstsein zum offenen Umgang mit risikorelevanten Daten und deren eindeutige Dokumentation, die Basis für unternehmerische Entscheidungen, die Qualität der Planung, die Effektivität der Berichterstattung des Controllings und den optimalen Einsatz von Unternehmensressourcen ist. Unsere Abteilungs- und Bereichsleiter sind verantwortlich für die Identifikation von Risiken, deren Bewertung und Steuerung sowie deren Kommunikation. Die Koordination obliegt unserem Risikomanager. Ziel ist es, die verantwortlichen Personen auf möglichst vielen Hierarchieebenen im Unternehmen frühzeitig auf Risiken unterschiedlichster Ausprägung hinzuweisen und die im Rahmen des Risikomanagements entwickelten Instrumente zur Risikoabwehr und -bewältigung rechtzeitig zu nutzen. Die in einer ausführlichen Risikoinventur erhobenen Einzelrisiken werden mit ihrem Risikoerwartungswert bewertet, deren Aggregation zum Risikoniveau führt. Dieses ergibt sich aus der möglichen Schadenshöhe des Risikos in Verbindung mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit: Die Geschäftsprozesse unterliegen Kontrollen, die Risiken beherrschbar machen sollen. Die Maßnahmen und Regeln betreffen z. B. Anweisungen zur Funktionentrennung, Unterschriftenregelungen, auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigung für Zahlungen (Vieraugenprinzip) oder Maßnahmen zur IT-Sicherheit. Im folgenden Abschnitt stellen wir die wesentlichen Risiken und Chancen dar, die sich im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit ergeben und zu Kategorien zusammengefasst sind. Sofern nicht explizit erwähnt, ergaben sich hinsichtlich der Einzelrisiken und Chancen im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Marktrisiken Risiken für eine Fortsetzung des Weltwirtschaftswachstums ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, protektionistischen Tendenzen sowie strukturellen Defiziten z. B. der Verkehrsinfrastruktur, die die Entwicklung einzelner fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer gefährden. Der Überfall Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 beeinflusst seither die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in einem seit langem nicht gekannten Ausmaß. Der Wegfall Russlands als Energie- und Rohstofflieferant im Zuge der Sanktionen für Handel und Finanzströme führt zu zahlreichen Risiken. Besonders die Energieversorgung in Europa und die bisherige Abhängigkeit von russischem Erdgas ließen die Energiepreise extrem steigen. Das Risiko weiter steigender Energiepreise und die damit verbundene Belastung der Ertragssituation ist durch die gesetzlich beschlossene Energiepreisbremse gedeckelt. Risikomatrix sehr hoch hoch mittel gering unbe- deutend Eintrittswahrscheinlichkeit in % -----> nahezu unmöglich unwahr- scheinlich möglich wahr- scheinlich sehr wahr- scheinlich Schadenausmaß in Mio. EUR -----> Risikoniveau gering mittel hoch Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Schadensbewertung Schadensausmaß in Mio. EUR >= 12,0 sehr hoch >= 3,0 - < 12,0 hoch >= 0,9 - < 3,0 mittel >= 0,3 - < 0,9 gering < 0,3 unbedeutend Eintrittswahrscheinlichkeit % >80% sehr wahrscheinlich 60% - 80% wahrscheinlich 40% - 60% möglich 20% - 40% unwahrscheinlich 0% - 20% nahezu unmöglich SCHUMAG hat auf die bisherige Entwicklung der Energiepreise bereits mit nochmals verstärkten Energiesparmaßnahmen reagiert. Darüber hinaus wurde die Abhängigkeit von Erdgas durch den Ersatz desselben als Prozessgas in der Fertigung sowie die Möglichkeit der Beheizung mit Öl zur Sicherstellung der Prozesssicherheit aufgehoben. Weiter bestehen Ertragsrisiken aus einer nachhaltig erhöhten Inflation. So rechnet die Deutsche Bank in ihrem Ausblick für 2023 und 2024 (Neue globale Realitäten, 21. Dezember 2022) mit einer Verbraucherpreis-Inflation von 7,1 % respektive 3,9 %. Die Tarifverhandlungen der IG Metall wurden bereits mit einer Lohnsteigerung von 5,2 % ab Juni 2023 und weiteren 3,3 % ab Mai 2024 abgeschlossen. Bezüglich der Risiken aus der Zinsentwicklung und der wirtschaftlichen Entwicklung verweisen wir auf den oben genannten Bericht der Deutschen Bank. Die SCHUMAG nimmt, wo zielführend und sinnvoll, die Unterstützungshilfen des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung in Anspruch, um die Auswirkungen des drastischen Preisanstiegs zu mildern. Zudem werden marktseitige Preisanstiege im Regelfall an die Endkunden überwälzt. Marktrisiken wird des Weiteren dadurch begegnet, dass bei einer Verschiebung von Wertschöpfungsketten alternative Bezugsquellen von Produktionsmitteln identifiziert und eine Reallokation von (freiwerdenden) Kapazitäten stattfindet. Darüber hinaus sind die Entwicklung des Verhältnisses zwischen China und der westlichen Welt, aber auch die von protektionistischen Zügen geprägte Politik in den USA ein Unsicherheitsfaktor. Konjunkturellen Risiken sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage begegnen wir mit einer Reihe von Instrumenten, die es der SCHUMAG ermöglichen, bei schwankender Auftragslage flexibel zu reagieren - bei Auftragsrückgängen ebenso wie bei verstärkter Nachfrage nach unseren Produkten. Hierzu zählen Zeitkonten, die durch Mehrarbeit befüllt und durch Freizeitentnahmen verringert werden. So kann unsere Fertigung ihre Kapazität über Sonderschichten, Schließtage und flexible Schichtmodelle an das Produktionsvolumen anpassen. Auch der Einsatz von Zeitarbeit ist ein Flexibilisierungsinstrument. In Zeiten, in denen der Absatz weiter zurückgeht, greifen wir auch zum Instrument der Kurzarbeit, um die Stammbelegschaft zu halten und dennoch die Kosten zu senken. Das Risikoniveau haben wir insgesamt als „mittel“ eingestuft, da uns konjunkturelle Schwankungen unmittelbar treffen. Wenn es nicht gelingt, den gestiegenen Produktionskosten durch die eingeleiteten Maßnahmen entgegenzuwirken, kann dies zu einem bestandsgefährdenden Risiko führen. Politische und rechtliche Risiken Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat die weltpolitische Lage in ungeahntem Ausmaß verändert. Handelsbeschränkungen in Form von Sanktionen, aber auch weiterhin bestehende eher protektionistische Tendenzen (mögliche Auswirkungen des US Inflation Reduction Act) verschieben derzeit Wertschöpfungsprozesse. Daraus ergeben sich zahlreiche Risiken, es können sich aber auch Chancen ergeben, indem z. B. der Wegfall einer Region als Rohstofflieferant zu einem notwendigen Aufbau von Kapazitäten an anderer Stelle notwendig wird. Das Risikoniveau haben wir insgesamt als „mittel“ eingestuft, da sich politische und rechtliche Risiken auf die Märkte auswirken und uns dadurch verursachte konjunkturelle Schwankungen unmittelbar treffen. Operative Risiken Absatzmarkt Die SCHUMAG bewegt sich im Wesentlichen auf den Märkten für PKW, Nutzfahrzeuge, Großdiesel sowie Infrastrukturanwendungen. Westeuropa, USA und China sind unsere Hauptabsatzmärkte. Der wesentliche Teil unserer Produktion in der Präzisionsmechanik wird nach wie vor im Bereich der Teilefertigung für Dieselmotoren im Bereich Großdiesel gesehen. Diese Schlüsseltechnologie, insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge und Infrastrukturan- wendungen (wie z. B. stationäre Großdiesel), wird nach unserer Einschätzung trotz der aktuellen Diskussionen hinsichtlich der Einhaltung von Grenzwerten im Rahmen des Diesel- Abgasskandals (für PKW) noch lange maßgebend bleiben. Eine Ablösung durch neue bzw. alternative Antriebstechnologien in diesem Bereich wird nach unserer Einschätzung noch so lange dauern, dass der SCHUMAG genügend Zeit zur Transformation bleibt. Wir versuchen hier insbesondere antriebsunabhängige Artikel, wie z. B. Lenkungs- und Bremssysteme, in unser Portfolio aufzunehmen. Daneben entwickeln wir neue Vertriebsstrategien, um im Non-Automotive-Bereich (z. B. Medizintechnik) zu wachsen. Durch fortschreitende Diversifikation versprechen wir uns, Absatzmarktrisiken nicht nur einzudämmen, sondern auch neue Absatzchancen zu erschließen. Als Teil der Investitionsgüterindustrie unterliegt der Großdiesel den Schwankungen des Investitionsklimas. Bereits kleine Änderungen der Wachstumsraten oder der Wachstumserwartungen, die beispielsweise aus volatilen Rohstoff- und Devisenmärkten resultieren, können signifikante Nachfrageveränderungen oder Stornierungen bereits eingebuchter Aufträge zur Folge haben. Wir reagieren auf diese Risiken und Chancen unter anderem durch flexible Produktionskonzepte und durch Kostenflexibilität mittels Leiharbeit, Arbeitszeitkonten und - wenn nicht anders möglich - Kurzarbeit sowie - falls zusätzlich erforderlich - mit Strukturanpassungen. Risikomindernd wirkt sich der starke Einsatz der SCHUMAG-Produkte im Bereich Off-road LKW aus, weil der weltweite Investitionsbedarf in Infrastruktur und Rohstoffgewinnung nach wie vor hoch ist und alternative Antriebstechnologien gerade in diesen Einsatzfeldern noch nicht zur Verfügung stehen. Wenn durch zuvor beschriebene Einflüsse Produktionsmengen zurückgehen und diese kleineren Mengen für unsere großen Wettbewerber nicht mehr interessant sind, dann ist das eine Chance für die SCHUMAG, hier zusätzliche Mengen zu akquirieren, da wir aufgrund unserer maschinellen Ausstattung auch in der Lage sind, kleinere Stückzahlen (< 500.000 Stück p.a.) zu fertigen. Um den Risiken zu begegnen und gleichzeitig die Chancen, die sich der SCHUMAG auf dem Absatzmarkt ergeben, zu ergreifen, haben wir unsere Strategie im Bereich Vertrieb auf folgende Bereiche konzentriert: a. Stärkung des Bestandsgeschäftes Wir haben die strategischen Kunden identifiziert, die jetzt schon ca. 70 % unseres Umsatzes ausmachen. Diese Kunden werden intensiver betreut, um weiteres Geschäft zu generieren. Parallel dazu bereinigen wir unser Produktportfolio, indem wir bei kleinen Mengen unseren Kunden entweder einen „Last time buy“ (LTB) anbieten, oder die Preise erhöhen. b. Neue Produkte mit bestehender Technologie Die gezielte Vergrößerung der Fertigungstiefe als Konsequenz des Trends einzelner Kunden, den „letzten Produktionsschritt“ an die fähige Zulieferindustrie zu verlagern, bietet in naher Zukunft eine große Chance, die Wertschöpfung an den Produkten zu erhöhen. Hier besteht ein neues Ergebnispotential, insbesondere bei solchen Artikeln, bei denen die SCHUMAG häufig bereits den „Blank“ (Produktbezeichnung vor dem finalen Prozessschritt) liefert. Durch die Abhängigkeit des Kunden ist dies eine mittel- bis langfristige Sicherung des Geschäftes im Rahmen einer partnerschaftlichen Beziehung. Die verstärkten Anstrengungen zur Rückkehr in den Medizinbereich, in dem wir schon erfolgreich tätig waren, wird nach einem verzögerten Anlauf ab dem laufenden Geschäftsjahr 2022/23 einen Ergebnisbeitrag liefern. Weiter versuchen wir intensiv, im Bereich der Hydraulik Fuß zu fassen. Hier gibt es einen großen Markt für Präzisionsteile, in dem wir bisher nicht tätig sind. Dies dient auch der Absenkung der Abhängigkeit von einigen Großkunden. c. Remanufacturing, Aftermarket Dieser Bereich wird in Zukunft aufgrund der schwer verfügbaren Ersatzteile in unserem langjährigen Kerngeschäft Injektoren und Hochdruckpumpen massiv an Bedeutung gewinnen. Hier ist die SCHUMAG hervorragend aufgestellt. Die höheren Preise kompensieren auch die zurzeit noch nicht optimalen Prozesse. Absatzmarktrisiken haben naturgemäß einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Das Risiko von Umsatzreduzierungen, z. B. als Folge von Produktionsausfällen unserer Kunden infolge von Allokationsherausforderungen im Halbleitermarkt oder des Mangels an Rohstoffen, ist vorhanden. Darüber hinaus ist auch das Risiko anderer absatzmarktbedingter Ausfälle durch exogene Faktoren, wie eine neuerliche Wirtschafts- und Finanzkrise oder auch die Neuausrichtung im Einkaufsverhalten unserer Kunden aufgrund regional unterschiedlicher Entwicklung von Preissetzungsmacht oder -akzeptanz, gegeben. Das Risikoniveau in Bezug auf unsere Absatzmärkte wird insgesamt als „mittel“ eingestuft, weil sich bisher trotz aller Widrigkeiten die Nachfrage nach unseren Produkten auf einem recht hohen Niveau als stabil erwiesen hat. Risiken aus Pandemien Hohe Infektionszahlen der Belegschaft haben bisher nicht zur Schließung von Teilbereichen, Abteilungen oder der gesamten Produktion geführt. Die Kosten der Umsetzung der vorgeschriebenen Hygienekonzepte sowie eigener getroffener Maßnahmen zur Risikoreduzierung (z. B. die Einteilung fester Schichten und deren zeitliche Trennung bei Schichtwechsel) sind als gering zu bezeichnen. Trotzdem haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der Infektionszahlen und der Quarantänebestimmungen erhebliche Ergebnisbelastungen durch Lohnfortzahlung und Produktivitätsverluste in der Fertigung ergeben. Eine neuerliche Verschärfung der Situation könnte zu erneuten Einschränkungen für die Wirtschaft (z. B. Betriebsschließungen bei Kunden, Quarantäne von Mitarbeitern, Versorgungsengpässe bei Lieferanten, etc.) führen und damit auch wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft der SCHUMAG haben. Dies ist im Winter 2022/23 nicht eingetreten. Das Risikoniveau aus Pandemien haben wir insgesamt als „mittel“ eingestuft. Aus heutiger Sicht ist eine Einstufung als „niedrig“ sachgerecht. Produktionsrisiken Aufgrund der maschinenbedingten Ausstattung der Produktion operiert die SCHUMAG häufig an den betrieblichen Kapazitätsgrenzen. Dies ist dem Alter des Maschinenparks, damit verbundenen Maschinenausfällen, häufigen Unterbrechungen und hohen Instandhaltungsaufwendungen sowie Ausfallzeiten geschuldet. Erforderliche Neuinvestitionen und strukturelle Anpassungsmaßnahmen können wir aufgrund der Liquiditätssituation nur in begrenztem Umfang einleiten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns neben ausgewählten Investitionen (schwerpunktmäßig Dreherei, selektiv im Fräsen, Hartdrehen und Schleifen) auf organisatorische Maßnahmen konzentriert, um die Situation zu entschärfen. Darunter zählt eine Ausbringungsoffensive, um die Produktivität in der Produktion dauerhaft zu steigern. Dank der Anstrengungen konnte die Produktionsleistung deutlich gesteigert werden, so dass der sprunghaft angestiegene und nachhaltig erhöhte Kundenbedarf überwiegend befriedigt werden kann. Somit konnte ein weiterer Anstieg des Auftragsrückstandes vermieden werden. Chancen für die Zukunft bestehen darin, auf dem signifikant gesteigerten Ausbringungsniveau Effizienzpotentiale zu heben. Eine Qualitätsoffensive dient der Verbesserung der Prozessqualität an jeder Maschine und der gleichzeitigen Reduzierung des Aufwands für Prüf- und Messtechnik auf ein notwendiges Minimum. Eine Instandhaltungsoffensive mit vorbeugender Wartung und Instandsetzung zeigt in der Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit ihre Wirkung, was sich im permanenten und stetig verbesserten Produktionscontrolling widerspiegelt. Da die Effizienzsteigerungen aus den Neumaschineninvestitionen sowie die prozessualen Verbesserungen allmählich Früchte tragen, haben die getroffenen Maßnahmen zur Steigerung der Produktionsleistung (Mehrarbeit an Samstagen, Personalsteigerung durch Leiharbeitskräfte, Instandhaltungsoffensive, usw.) zu einer nur noch leicht überproportionalen Kostensteigerung geführt. Das Risikoniveau haben wir auf „mittel“ herabgestuft, weil die signifikante Steigerung des Produktionsvolumens zu einer nachhaltigen Befriedigung des Kundenbedarfs geführt hat. Wenn es nicht gelingt, durch bereits eingeleitete bzw. zukünftige Effizienzsteigerungen die Produktionsleistung zu stabilisieren sowie zeitgleich den bestehenden Liquiditätsbedarf zu senken, um den weiteren Investitionsbedarf finanzieren zu können, kann dies zu einem bestandsgefährdenden Risiko führen. Altersstruktur der Belegschaft Unsere Kunden verlangen von uns technisch hochkomplexe Artikel in ausgezeichneter Qualität zu marktkonformen Preisen. Ein wesentlicher Baustein zur Erreichung der Kundenzufriedenheit sind die Fachkräfte in unserer Belegschaft. Grundsätzlich weist unsere Mitarbeiterschaft einen höheren Altersdurchschnitt von 46 Jahren auf, so dass in den Folgejahren mit einer nennenswerten altersbedingten Fluktuation zu rechnen ist. Den Risiken, die mit Fluktuation und Know-how-Verlust aufgrund altersbedingter Abgänge verbunden sind, begegnen wir durch eine intensive und fachbereichsspezifische Qualifizierung, verstärkte Investitionen in Aus- und Weiterbildung sowie gezielte Neueinstellungen. Hierbei besteht das Risiko, dass nicht alle zu besetzenden Stellen adäquat gefüllt werden können, weil sich aus demographischer Entwicklung und Vorlieben junger Menschen zum Teil nur sehr schwierig neue Arbeitskräfte gewinnen lassen. Flexibilisierungsinstrumente wie Zeitkonten, die durch Mehrarbeit befüllt und durch Freizeitentnahmen verringert werden, flexible Schichtmodelle oder der Einsatz von Zeitarbeit nutzen wir auch bei unseren älteren Mitarbeitern, um altersbedingte längere Urlaubszeiten, Krankenzeiten, gesundheitliche Einschränkungen und Geschwindigkeits- defizite auszugleichen. Das Risikoniveau haben wir als „mittel“ eingestuft. IT-Infrastrukturrisiken Bei SCHUMAG als global agierendem und auf Wachstum ausgerichtetem Unternehmen kommt der eingesetzten Informationstechnologie (IT) eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Sie umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmens- und Kundendaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen oder Katastrophen. Der integre Umgang mit Daten gewährleistet die Korrektheit und Unversehrtheit von Daten sowie die fehlerfreie Funktionsweise von Systemen. Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmens- und Kundendaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien, z. B. eines erneuerten Firewall-Systems , sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht. Mit einer redundanten Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sichern wir uns gegen Risiken ab, die im Störungs- oder Katastrophenfall eintreten können. Wir setzen im Rahmen unternehmensweit gültiger Standards marktübliche Technologien zur Absicherung unserer IT-Landschaft ein. Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, standardisieren und erneuern wir sie kontinuierlich. Die fortlaufende Steigerung der Automatisierung erhöht die Prozesssicherheit und Qualität der Verarbeitung. Die aktuelle und zukünftige Herausforderung besteht darin, zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten, Rationalisierungspotentiale informationstechnisch zu ermöglichen und gleichzeitig die notwendigen Anpassungen sicherheitstechnisch sowie finanziell zu meistern. Das Risikoniveau wird von uns als „mittel“ eingestuft. Chancen und Risiken aus Management und Organisation Compliance-Risiken Die Gesellschaft ist dem generellen Risiko ausgesetzt, dass im Rahmen der Geschäftstätigkeit geltende gesetzliche Rechtsvorschriften und Richtlinien nicht eingehalten werden. Die Reputation der SCHUMAG gehört zu den wichtigsten Gütern und ist eine Grundlage für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg. Unsere Haltung in Bezug auf Themen wie Integrität, Ethik und Nachhaltigkeit steht im Fokus der Öffentlichkeit. Als eines der Grundprinzipien unseres unternehmerischen Handelns achten wir daher besonders darauf, dass gesetzliche Regelungen und ethische Grundsätze eingehalten werden. Wir sind uns aber bewusst, dass Verfehlungen oder kriminelle Handlungen Einzelner und daraus resultierende Reputationsschäden niemals vollständig verhindert werden können. Zudem können mediale Reaktionen negativ auf die Reputation der SCHUMAG wirken. Diese Wirkung könnte durch eine unzureichende Krisenkommunikation noch verstärkt werden. Durch Compliance- Richtlinien für unsere Mitarbeiter begegnen wir diesem Risiko. Für eine restriktivere Handhabung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erfolgte in der Vergangenheit eine Anpassung organisatorischer Regelungen. Weiterhin wurden neue Compliance-Regelungen erarbeitet und die Führungskräfte dementsprechend sensibilisiert. Das Risikoniveau für den Bereich Compliance haben wir als „ gering“ eingestuft. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Gesellschaft sieht sich den nachfolgend dargestellten finanziellen Risiken gegenüber. Ein finanzielles Ungleichgewicht kann im ungünstigsten Fall zur Zahlungsunfähigkeit führen. Ursache hierfür können eine nicht ausreichende Innenfinanzierung und/oder das Ausbleiben notwendiger Fremdfinanzierungen sein. Liquiditätsrisiko Zur Stärkung der Liquidität im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir zahlreiche finanzielle Stützungsmaßnahmen durchgeführt. Aufgrund des anhaltend hohen Kostenniveaus und des Investitionsbedarfs (siehe vorstehend beschriebene Markt- und Produktionsrisiken) wurde zur zusätzlichen Liquiditätsstärkung im Geschäftsjahr 2021/22 weiteres nicht betriebsnotwendiges Vermögen veräußert (Verkaufspreis insgesamt EUR 7,3 Mio.). Darüber hinaus hat der Verkauf der im Geschäftsjahr 2020/21 bilanzierten Schadenersatzforderung gegen ein ehemaliges Organmitglied die Liquidität mit EUR 1,2 Mio. gestärkt. Die Gewinnung eines neuen Investors und die damit verbundene Kapitalerhöhung unter Beteiligung der Altaktionäre hat zu einem Zufluss von Finanzmitteln in Höhe von EUR 4,5 Mio. geführt. Darüberhinausgehende Liquiditätslücken konnten durch Kontokorrentkredite gedeckt werden. Auch für die Zukunft sind weitere finanzielle Stützungsmaßnahmen erforderlich. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022/23 erwarten wir einen Liquiditätsbedarf in Höhe von EUR 5,5 Mio., der sich im Laufe der Geschäftsjahre 2023/24 bzw. 2024/25 voraussichtlich auf bis zu EUR 9,6 Mio. erhöhen wird. Zur Finanzierung des vorbezeichneten Liquiditätsbedarfs sehen wir die folgenden Stützungsmaßnahmen vor: • Kontokorrentkredite: Die zum Stichtag bestehenden Kontokorrentkredite beliefen sich auf EUR 3,0 Mio. und wurden im Januar 2023 auf EUR 5,0 Mio. ausgeweitet. Die Ausweitung um EUR 2,0 Mio. ist vorerst bis Januar 2024 befristet. • Patronatserklärung Mit Datum vom 22. März 2023 haben die unmittelbaren Aktionäre TPPI GmbH, Nomainvest S.A., CoDa Beteiligungs GmbH sowie ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH der SCHUMAG zur Sicherung des zukünftigen Liquiditätsbedarfs, der sich aus dem Umfang der geplanten zünftigen Geschäfts- und Investitionstätigkeit ergibt, eine harte Patronatserklärung ausgegeben, um den über die Kontokorrentkredite hinausgehenden Liquiditätsbedarf gewährleisten zu können. Die der Höhe nach auf EUR 3,0 Mio. limitierte Patronatserklärung kann frühstens mit Ablauf zum 31. März 2024 gekündigt werden. Eine starke Fremdfinanzierung, insbesondere ein hohes Maß an Kontokorrentkrediten, birgt immer das Risiko, dass die Kredite aufgrund von kurzfristigen Finanzbedarfsspitzen durch die Banken fällig gestellt werden. Diese Gefahr wird durch ein rollierendes Liquiditäts- planungssystem, regelmäßige Prognoserechnungen, weitere Sanierungsmaßnahmen und die im IDW S6-Gutachten aus dem Jahr 2020 diesbezüglich geforderte quartalsweise Berichterstattung begrenzt. Kurzfristige Liquiditätsrisiken aus Schwankungen der Zahlungsströme werden über ein rollierendes Liquiditätsplanungssystem frühzeitig erkannt. Zur Eindämmung von Forderungsausfallrisiken betreibt SCHUMAG ein konsequentes Forderungsmanagement. Durch die Nutzung von echtem Factoring wird zurzeit ein Großteil des Ausfallrisikos - welches durch die Bonität unserer Kunden gemildert wird - auf die Factoring-Gesellschaft übertragen. Die Entwicklung der Finanzlage betrachten wir anhand kurz-, mittel- und langfristiger Prognoserechnungen. Hierüber wird fortlaufend im Rahmen der Berichterstattung unseres Risikomanagers informiert. Neben diesen Maßnahmen haben wir wie in den Vorjahren ein striktes Kostenmanagement betrieben. Aufgrund des geringen Umfangs der verfügbaren Liquidität können wesentliche Erlösrückgänge und/oder Kostensteigerungen (wie z. B. die Energiepreissteigerung) dazu führen, dass das finanzielle Gleichgewicht gestört wird. Aus den zuvor beschriebenen bestehenden bzw. drohenden Markt- und Produktionsrisiken besteht weiterhin das Risiko, dass die notwendige Liquidität nicht allein durch das operative Geschäft sowie die bereits durchgeführten finanziellen Stützungsmaßnahmen dargestellt werden kann und durch externen Zufluss weiter gestärkt werden muss. Sollten die beiden oben genannten Stützungsmaßnahmen nicht aufrechterhalten bzw. verlängert werden, könnte dies, wenn die dann noch bestehenden Liquiditätsprobleme nicht anderweitig gelöst werden, den Bestand der SCHUMAG und ihrer Tochtergesellschaften gefährden. Wir verweisen im Übrigen auf die Ausführungen im Abschnitt „Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken“. Das Risikoniveau haben wir insgesamt als „hoch“ eingestuft, was im Vergleich zum Vorjahr einer unveränderten Beurteilung entspricht. Risiko aus der Personalkostenstruktur Der Personalaufwand ist nach wie vor der größte Kostenblock. Durch die Verlängerung des Standortsicherungsvertrags, die gemeinsam von den Betriebsparteien mit der IG Metall verhandelt wurde, wird einer Steigerung der Personalkosten entgegengewirkt. Dies trägt wesentlich zur Stärkung der Liquidität bei. Zur nachhaltigen Sanierung der SCHUMAG ist eine weitere Optimierung der Personalaufwandsquote durch Effizienzsteigerungen erforderlich. Das Risikoniveau haben wir als „mittel“ eingestuft. Zusammenfassende Risikobeurteilung und bestandsgefährdende Risiken Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die SCHUMAG und den SCHUMAG- Konzern aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, haben wir ein umfassendes Risikomanagementsystem geschaffen. Nachdem sich die Absatzmarktsituation auf höherem Niveau als vor der Corona-Pandemie stabilisiert hat, und die Steigerung der Gesamtleistung zur Befriedigung der aktuellen Kundenbedarfe ausreicht, ergeben sich die größten Risiken für die SCHUMAG vor allem aus den Markt- und Produktionsrisiken mit den daraus resultierenden Liquiditätsrisiken, die auch weiterhin externe Liquiditätszuführungen erforderlich machen. Sollte es nicht gelingen, den gestiegenen Produktionskosten durch die eingeleiteten Maßnahmen entgegenzuwirken und durch bereits eingeleitete bzw. zukünftige Effizienzsteigerungen die Produktionsleistung zu stabilisieren sowie zeitgleich den bestehenden Liquiditätsbedarf zu senken, um den weiteren Investitionsbedarf finanzieren zu können, und/oder sollten die bestehenden ausgeweiteten Kontokorrentkredite sowie die finanzielle Unterstützung der Patrone nicht aufrechterhalten bzw. über den 31. März 2024 hinaus verlängert und in Abhängigkeit von der prognostizierten Liquiditätssituation ab April 2024 erhöht werden, wäre der Bestand der SCHUMAG und ihrer Tochterunternehmen gefährdet. Nach den uns heute bekannten Informationen und unter Berücksichtigung der ergriffenen und geplanten Maßnahmen sehen wir die Risiken, die den Fortbestand der SCHUMAG und ihrer Tochterunternehmen gefährden könnten, im Hinblick auf die Risikotragfähigkeit des Unternehmens als beherrschbar an. Zusammenfassende Risikobewertung zum Stichtag 30.09.2022 Abhängigkeiten der Risiken untereinander Da Risiken nicht isoliert voneinander sind, sondern Abhängigkeiten und Wechselwirkungen mit anderen Risiken unterliegen, gehört zur ganzheitlichen Sicht auf die Gefährdung des Unternehmens durch Risiken ebenfalls die Betrachtung der Abhängigkeiten von Risikogruppen untereinander. Die folgenden Risikogruppen wurden auf ihre gegenseitigen Abhängigkeiten untersucht: • Strategische Risiken • Marktrisiken • Wirtschafts- und Finanzrisiken • Politisch-rechtliche/ gesellschaftliche Risiken • Compliance Risiken • Operative Risiken Wie sich die Risikogruppen gegenseitig beeinflussen, veranschaulicht die nachfolgende Korrelationsmatrix, welche die Einflussstärke der Risikogruppen in den Zeilen auf die Risikogruppen in den Spalten darstellt. Schadens- ausmaß Eintritts- wahrscheinlichkeit Risiko- niveau Veränderung gg. Vorjahr Gesamtwirtschaftliche Risiken • Marktrisiken mittel möglich mittel unverändert • Risiken aus gesellschaftlichen Trends gering sehr wahrscheinlich mittel unverändert • Politische und rechtliche Risiken gering sehr wahrscheinlich mittel unverändert • Wirtschafts- und Finanzkrise gering wahrscheinlich mittel unverändert Strategische Risiken • Technologische Risken unbedeutend möglich gering unverändert Operative Risiken • Absatzmarktrisiken mittel möglich mittel unverändert • Risiken aus Corona-Pandemie mittel möglich mittel unverändert • Produktionsrisiken mittel wahrscheinlich mittel kleiner • Altersstruktur der Belegschaft hoch möglich mittel unverändert • IT-Infrastrukturrisiken gering sehr wahrscheinlich mittel unverändert Risiken aus Management & Organisation • Compliance-Risiken mittel unwahrscheinlich gering kleiner Finanzwirtschaftliche Risiken • Liquiditätsrisiko hoch wahrscheinlich hoch unverändert • Risiko aus der Personalkostenstruktur mittel sehr wahrscheinlich mittel unverändert PROGNOSEBERICHT Dieser zusammengefasste Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der SCHUMAG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 legen wir insbesondere die Annahmen zu Grunde, dass wir von einer Verlängerung der Ausweitung des bis Januar 2024 befristeten Kontokorrentkredits und der bis 31. März 2024 befristeten Patronatserklärung sowie von einer in Abhängigkeit von der prognostizierten Liquiditätssituation ab April 2024 erforderlichen Erhöhung dieser Finanzierungsmaßnahmen ausgehen. Weiterhin wird davon ausgegangen, dass sich die Industriekonjunktur im weiteren Verlauf des Jahres 2023 aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rückgängen bei den Energiepreisen u. a. wegen der staatlichen Energiepreisbremsen erholen wird. Darauf deutet die spürbare Verbesserung der ifo Geschäftserwartungen seit Oktober 2022 hin. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nehmen seit Jahresbeginn zu und auch die globale Konjunktur wird voraussichtlich an Fahrt gewinnen. Langsam sinkende Inflationsraten und steigende Löhne dürften spätestens ab Jahresmitte wieder zu einem Reallohnplus führen und die Binnenkonjunktur stützen. Das ifo Institut geht davon aus, dass das preisbereinigte BIP in 2023 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres stagnieren (-0,1 %) wird. (Quelle: ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2023: Deutsche Wirtschaft stagniert) Die Risiken für die vorliegende Prognose sind vielfältig. Vor allem könnten sich die Annahmen über die weitere Entwicklung der Energiepreise als zu positiv herausstellen, was zu zusätzlichen Kostenbelastungen für die SCHUMAG sowie einem anderen Verlauf der Konsumkonjunktur führen würde. Weiterhin bestehen auch im Hinblick auf die Annahmen bezüglich der Lieferkettenproblematik und dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie Risiken. So ist nicht ausgeschlossen, dass gefährlichere Virusvarianten auftreten, die neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens nach sich ziehen, und damit die Konsumkonjunktur zusätzlich belasten. Auch könnten dadurch erneut die globalen Lieferketten und die Produktion in Deutschland gestört werden. Die unsicheren Prognosen - verstärkt durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine mit dem Risiko stark schwankender Energiepreise - sowie die weiterhin herausfordernde Lage, in der sich die SCHUMAG aufgrund von strukturellen Problemen sowie der maschinellen Ausstattung befindet, führen insgesamt zu gedämpften Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022/23. An der umfassenden Modernisierung der SCHUMAG wird weitergearbeitet, um das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig zu machen. Entscheidend für den weiteren Erfolg wird sein, wie schnell wir die erheblichen Mehraufwendungen in Menschen und Maschinen in zusätzliche Leistung umwandeln können. Die intensiven Bemühungen im Bereich Vertrieb, die wir noch einmal verstärkt und durch strategische Überlegungen untermalt haben, haben sich bereits in neuen Aufträgen manifestiert. Risiken bestehen weiterhin bzgl. der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft sowie eines erneuerungsbedürftigen Maschinenparks. Im Geschäftsjahr 2022/23 sind weitere Investitionen in Maschinen und Anlagen im Umfang von mindestens EUR 3,0 Mio. geplant. Zu deren anteiligen Finanzierung steht ein von der NRW.BANK gewährter Investitions- zuschuss zur Verfügung. Bzgl. der restlichen Finanzierung stehen wir in engem Kontakt mit einer Leasinggesellschaft, die diesbezüglich schon ihre grundsätzliche Bereitschaft signalisiert hat. Da es sich bei den Investitionen um Standardmaschinen handelt, die von der Leasinggesellschaft aufgrund des Investitionszuschusses nur noch zu 70 % zu finanzieren „Der Gipfel der Inflation ist erreicht. Im Durchschnitt des Jahres 2023 dürfte die Rate mit 6,2 % bereits niedriger sein als im vergangenen Jahr. Im Jahr 2024 werden sich die Raten dann normalisieren und die Inflation 2,2 % erreichen.“ (Prof. Dr. Timo Wollmershäuser, Stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen und Leiter Konjunkturprognosen) sind, gehen wir derzeit davon aus, dass die Verhandlungen positiv abgeschlossen werden und die Maschineninvestitionen plangemäß umgesetzt werden können. Auch in den kommenden Jahren wird die Entwicklung der Pensionsrückstellungen das Ergebnis vor Steuern und das Eigenkapital weiter belasten, auch wenn sich aufgrund der steigenden Zinsen eine gewisse Entspannung im Vergleich zu den Vorjahren ergibt. Zur nachhaltigen Stabilisierung der Liquiditätssituation sind weiterhin ein striktes Liquiditätsmanagement sowie eine externe Liquiditätszuführung erforderlich. Unter Berücksichtigung der vorgenannten Ausführungen zur konjunkturellen/wirtschaft- lichen Entwicklung in Deutschland und der Welt sowie der beschriebenen Situation, in der sich der Konzern bzw. das Unternehmen befindet, prognostizieren wir unter Zugrundelegung eines konservativeren Szenarios für das Geschäftsjahr 2022/23 die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren wie folgt: Kennzahlen Prognose für SCHUMAG-Konzern (IFRS) 2022/23 Umsatz 51,5 bis 52,5 EUR Mio. Gesamtleistung 53,5 bis 56,0 EUR Mio. EBIT -2,5 bis -2,0 EUR Mio. Liquiditätsgrad I (30.9.) 1 % - 5 % Kennzahlen Prognose für SCHUMAG (HGB) 2022/23 Umsatz 51,5 bis 52,5 EUR Mio. Gesamtleistung 51,0 bis 53,5 EUR Mio. EBIT -3,0 bis -2,5 EUR Mio. Liquiditätsgrad I (30.9.) 1 % - 5 % Die wesentlichen Abweichungen bei den Kennzahlen zwischen SCHUMAG und dem SCHUMAG-Konzern betreffen die Gesamtleistung sowie das EBIT. Dies liegt vor allem daran, dass die Gesamtleistung nach IFRS auch die sonstigen betrieblichen Erträge beinhaltet, beim EBIT ist dies insbesondere auf die unterschiedliche Höhe der Ergebnisse aus Abgängen des Anlagevermögens zurückzuführen. Auswirkungen der Tochtergesellschaften Schumag Romania und BR Energy auf die Kennzahlen des Konzerns sind zu vernachlässigen bzw. gleichen sich durch Konsolidierungseffekte aus. Mit unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 legen wir einen klaren Fokus auf die weitere Sanierung des Konzerns bzw. des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund werden wir im neuen Geschäftsjahr den Schwerpunkt weiterhin auf die Verbesserung der Produktionsleistung sowie die Stabilisierung der Liquiditätsbasis legen. Der Vorstand ist überzeugt, mit den eingeleiteten und im Chancen- und Risikobericht dargestellten Maßnahmen die richtigen Weichen für eine positive Zukunft der SCHUMAG gestellt zu haben. Aachen, 30. März 2023 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Vorstand Johannes Wienands Dr. Bernhard Mayers Konzern- 30.9.2022 30.9.2021 anhang TEUR TEUR AKTIVA Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte (14) 462 567 Sachanlagen (15) 18.722 16.141 Aktive latente Steuern (11) 51 1.143 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (18) 200 0 19.435 17.851 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte (16) 13.502 9.926 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (17) 2.235 3.275 Ertragsteueransprüche 6 6 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (18) 1.888 2.873 Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (19) 755 504 Zahlungsmittel (20) 1.301 561 19.687 17.145 Bilanzsumme 39.122 34.996 PASSIVA Eigenkapital (21) Gezeichnetes Kapital 9.000 6.000 Kapitalrücklage 1.510 54 Erwirtschaftetes Eigenkapital -4.855 -5.324 Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 5.655 730 Langfristiges Fremdkapital Pensionsrückstellungen (22) 14.645 20.175 Übrige langfristige Rückstellungen (23) 9 12 Finanzschulden (24) 6.124 2.632 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 0 1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (26) 428 506 21.206 23.326 Kurzfristiges Fremdkapital Kurzfristige Rückstellungen (23) 747 732 Ertragsteuerschulden (11) 27 27 Finanzschulden (24) 5.557 4.770 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 3.810 3.445 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (26) 1.793 1.713 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (27) 327 253 12.261 10.940 Bilanzsumme 39.122 34.996 SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen Konzernbilanz zum 30. September 2022 Konzern- 2021/22 2020/21 anhang TEUR TEUR Umsatzerlöse (5) 45.795 38.737 Bestandsveränderung 2.513 -290 Andere aktivierte Eigenleistungen 1 1 Sonstige betriebliche Erträge (6) 5.202 5.244 Gesamtleistung 53.511 43.692 Materialaufwand (7) -19.656 -11.552 Personalaufwand (8) -25.857 -22.863 Abschreibungen (14-15) -2.050 -1.815 Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) -8.062 -6.100 Ergebnis der Betriebstätigkeit -2.114 1.362 Finanzierungsaufwendungen -630 -507 Finanzergebnis (10) -630 -507 Ergebnis vor Steuern -2.744 855 Ertragsteuern (11) 355 -302 Ergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar -2.389 553 Ergebnis je Aktie (in EUR) (13) -0,38 0,09 unverwässert gleich verwässert SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 Konzern- 2021/22 2020/21 anhang TEUR TEUR Ergebnis nach Steuern -2.389 553 Verluste aus Asset Ceiling aus leistungsorientierten Plänen (22) -190 0 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen (22) 4.515 720 Latente Steuern (11) -1.467 -234 Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 2.858 486 Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Geschäftsbetriebe (21) 0 -17 Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden oder werden können 0 -17 Sonstiges Ergebnis nach Steuern (12) 2.858 469 Gesamtergebnis nach Steuern, den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 469 1.022 SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Währungs- umrechnung (OCI) Gewinn- rücklagen Konzern- bilanz- verlust Eigen- kapital* TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Stand 1.10.2020 6.000 54 -108 7.560 -13.798 -292 Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 553 553 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 -17 486 0 469 Gesamtergebnis nach Steuern 0 0 -17 486 553 1.022 Stand 30.9.2021 6.000 54 -125 8.046 -13.245 730 Stand 1.10.2021 6.000 54 -125 8.046 -13.245 730 Ergebnis nach Steuern 0 0 0 0 -2.389 -2.389 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 0 0 2.858 0 2.858 Gesamtergebnis nach Steuern 0 0 0 2.858 -2.389 469 Kapitalerhöhung 3.000 1.456 0 0 0 4.456 Stand 30.9.2022 9.000 1.510 -125 10.904 -15.634 5.655 Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung befinden sich im Konzern-Anhang unter Anmerkung 21. * sämtlich den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar Erwirtschaftetes Eigenkapital Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Ergebnis nach Steuern -2.389 553 Ertragsteuern -355 302 Finanzergebnis 630 507 Auszahlungen für Ertragsteuern 0 -17 Einzahlungen aus Ertragsteuern 0 81 Abschreibungen 2.050 1.815 Veränderung der Pensionsrückstellungen -1.431 -1.451 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -148 -760 Ergebnis aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten -3.574 -1.680 Veränderung der Vorräte -3.576 592 Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.026 -1.160 Veränderung der übrigen Vermögenswerte 576 -1.261 Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 364 1.881 Veränderung der übrigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen 172 -829 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -6.655 -1.427 Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte -73 -153 Auszahlungen für Sachanlagen -3.009 -3.303 Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 94 4 Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigen langfristigen Vermögenswerten 7.340 2.374 Cashflow aus Investitionstätigkeit 4.352 -1.078 Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 4.500 0 Auszahlung für Eigenkapitalbeschaffungskosten -44 0 Einzahlungen aus der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.011 2.527 Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -531 -133 Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.504 -617 Auszahlungen für Zinsen -388 -244 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 3.044 1.533 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 741 -972 Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel -1 -2 Zahlungsmittel am Anfang des Berichtszeitraums 561 1.535 Zahlungsmittel am Ende des Berichtszeitraums 1.301 561 Ergänzende Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich im Konzern-Anhang unter Anmerkung 37. SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 1. Informationen zum Unternehmen Die SCHUMAG Aktiengesellschaft („SCHUMAG“) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, die beim Amtsgericht Aachen unter der Registernummer HRB 3189 eingetragen ist. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober eines Jahres bis zum 30. September des Folgejahres. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 wurde am 30. März 2023 durch Beschluss des Vorstands zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der SCHUMAG-Konzern ist mit seinen Gesellschaften SCHUMAG Aktiengesellschaft und Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien, in der Präzisionsmechanik tätig. Die Gesellschaft BR Energy GmbH, Aachen, ist wie im Vorjahr operativ nicht mehr aktiv. 2. Rechnungslegungsgrundsätze 2.1 Grundlagen Die Aufstellung des Konzernabschlusses für den SCHUMAG-Konzern, der überwiegend durch das Mutterunternehmen geprägt wird, erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern). Die größten Risiken hinsichtlich dieser Prämisse für die SCHUMAG Aktiengesellschaft ergeben sich vor allem aus den Markt- und Produktionsrisiken mit den daraus resultierenden Liquiditätsrisiken, die auch weiterhin externe Liquiditätszuführungen erforderlich machen. Sollte es nicht gelingen, den gestiegenen Produktionskosten durch die eingeleiteten Maßnahmen entgegenzuwirken und durch bereits eingeleitete bzw. zukünftige Effizienzsteigerungen die Produktionsleistung zu stabilisieren sowie zeitgleich den bestehenden Liquiditätsbedarf zu senken, um den weiteren Investitionsbedarf finanzieren zu können, und/oder sollten die bestehenden ausgeweiteten Kontokorrentkredite sowie die finanzielle Unterstützung der Patrone nicht aufrechterhalten bzw. über den 31. März 2024 hinaus verlängert und in Abhängigkeit von der prognostizierten Liquiditätssituation ab April 2024 erhöht werden, wäre der Bestand der SCHUMAG Aktiengesellschaft und ihrer Tochterunternehmen gefährdet. Insofern besteht eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des SCHUMAG-Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, so dass der SCHUMAG- Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Der Konzernabschluss der SCHUMAG wurde nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und ergänzend nach den gem. § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Dabei wurden alle verpflichtend anzuwendenden IFRS berücksichtigt, die durch die Europäische Union übernommen wurden. Die Aufstellung erfolgt grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten, soweit zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS nicht gem. IFRS 1 Zeitwerte angesetzt wurden bzw. spezifische IFRS eine von den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten abweichende Bewertung vorschreiben. Die Konzernbilanz wird in Anwendung von IAS 1 nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Als kurzfristig werden solche Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Entsprechend IAS 1.56 werden latente Steuern als langfristige Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders dargestellt, werden sämtliche Beträge entsprechend kaufmännischer Rundung in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Es können sich Abweichungen zu den ungerundeten Beträgen ergeben. Zur Verbesserung der Klarheit werden einzelne Posten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Konzernbilanz zusammengefasst und im Konzern-Anhang gesondert erläutert. 2.2 Konsolidierung In den Konzernabschluss werden neben der SCHUMAG Aktiengesellschaft alle Tochterunternehmen einbezogen. Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung. Bei erstmaliger Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich der Eventualverbindlichkeiten verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert bilanziert. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach nochmaliger Überprüfung ertragswirksam vereinnahmt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den nachfolgend beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Alle konzerninternen Beziehungen sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen unter den einbezogenen Gesellschaften werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Einzelnen unter Anmerkung 35 aufgeführt. Die Abschlüsse der BR Energy GmbH sowie der Schumag Romania S.R.L. sind zum Abschlussstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. 2.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.3.1 Fremdwährungsumrechnung: Die funktionale Währung der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der inländischen Konzerngesellschaft ist der Euro. Die Erfassung von Transaktionen in fremder Währung erfolgt zu dem Kurs, der zum Zeitpunkt der Buchung der Transaktion gültig ist. Vermögenswerte und Schulden in fremder Währung werden zu Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. Die ausländische Konzerngesellschaft erstellt ihren Abschluss in der Währung, in der sie - gemessen an ihrem Geschäftsbetrieb, ihren Geschäftsvorfällen sowie ihren Zahlungsströmen - überwiegend wirtschaftlich tätig ist. Die Umrechnung in die Konzernwährung Euro erfolgt gemäß modifizierter Stichtagskursmethode: Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, werden zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag, Aufwendungen und Erträge zu Monats- durchschnittskursen umgerechnet. Die sich hieraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis in einem gesonderten Posten im Eigenkapital ausgewiesen. Die Wechselkurse der Fremdwährung im Konzern haben sich wie folgt entwickelt: 1 EUR = 30.9.2022 30.9.2021 2021/22 2020/21 Rumänien RON 4,95 4,95 4,94 4,90 Stichtagskurs Durchschnittskurs 2.3.2 Umsatzrealisierung: Der SCHUMAG-Konzern erzielt Umsatzerlöse aus Warenverkäufen sowie aus Vermietung. Diese werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug möglicher Rabatte oder sonstiger Preisnachlässe ausgewiesen. Die Umsatzrealisierung bei Warenverkäufen erfolgt bei Auslieferung der Waren an den Kunden bzw. bei Übergang der Verfügungsmacht auf den Kunden, d.h. wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Somit erfolgt die Umsatzrealisierung bei allen Produktlieferungen zeitpunktbezogen. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem der SCHUMAG-Konzern voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Signifikante Finanzierungs- komponenten bestehen nicht, da marktübliche Zahlungsziele von 30 bis 90 Tagen vereinbart sind. Mieterträge aus Operating-Leasingverhältnissen werden zeitraumbezogen über die Laufzeit der entsprechenden Leasingverhältnisse erfasst. 2.3.3 Fremdkapitalkosten: Fremdkapitalkosten, die unmittelbar dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswertes aktiviert. Qualifizierte Vermögenswerte (qualifying assets) sind dabei solche, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfertigen Zustand zu versetzen. Bisher sind solche Fremdkapitalkosten nicht angefallen. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfalls erfolgswirksam erfasst. 2.3.4 Ergebnis je Aktie: Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis nach Steuern und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. In den dargestellten Berichtsperioden ergaben sich keine Verwässerungseffekte. 2.3.5 Zuwendungen der öffentlichen Hand: Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur dann erfasst, wenn hinreichend sicher ist, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Investitionszuschüsse für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte. In den Folgeperioden erfolgt dadurch eine entsprechende Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen. 2.3.6 Immaterielle Vermögenswerte: Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer liegen nicht vor. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Amortisationsmethode) bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Rechts und nach dem voraussichtlichen Verbrauch des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes. Kosten im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten werden gem. IAS 38 als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der entstehende immaterielle Vermögenswert genutzt werden kann und dessen Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ansonsten werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Beginn der gewerblichen Produktion des Produktes planmäßig linear über den Zeitraum ihrer erwarteten Nutzung abgeschrieben. Grundsätzlich ist es bei SCHUMAG kostenrechnerisch nicht möglich, Entwicklungskosten abgegrenzt zu ermitteln, da die Aktivitäten zur Verbesserung der Produktion und der Produkte keine klar definierbaren neuen Produkte oder Produktionsverfahren zum Gegenstand haben. Im Berichtsjahr wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht angesetzt. Nutzungsdauer immaterieller Vermögenswerte 2021/22 2020/21 Jahre Jahre Entwicklungskosten 5 5 Software 3 - 5 5 2.3.7 Sachanlagen: Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fertigungsbezogene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der fertigungsbezogenen Gemeinkosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert, da keine langfristige Fertigung vorliegt. Bei Generalüberholungen werden diesbezügliche Kosten zur Sachanlage aktiviert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Laufende Instandhaltungs- und Wartungskosten werden sofort erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Sachanlagen werden grundsätzlich erst bei ihrem Abgang aus dem Konzern ausgebucht, es sei denn, dass aus der weiteren Nutzung oder der Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: Nutzungsdauer Sachanlagen 2021/22 2020/21 Jahre Jahre Gebäude 7 - 50 7 - 50 Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20 4 - 20 Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 23 3 - 23 2.3.8 Wertminderungen: Zu jedem Abschlussstichtag ist zu prüfen, ob Anhaltspunkte für mögliche Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte sowie von Sachanlagen vorliegen. Darüber hinaus ermittelt der Konzern an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Bei Vorliegen solcher Anhaltspunkte („Triggering Events“) wird im Rahmen eines Impairment-Tests der erzielbare Betrag der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Hierfür werden Vermögenswerte auf der niedrigsten identifizierbaren Ebene zusammengefasst, für die Cashflows weitestgehend von voneinander unabhängigen Einheiten generiert werden können (ZGE). Für die SCHUMAG stellen derzeit die operativen Geschäftsaktivitäten des SCHUMAG-Konzerns die einzige ZGE dar. Der erzielbare Betrag der ZGE wird durch Ermittlung des Nutzungswerts (value in use) anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cashflows bestimmt. Sofern der erzielbare Betrag der ZGE unter dem Buchwert ihres Nettovermögens liegt, wird eine Wertminderung vorgenommen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Berücksichtigung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die zur Bestimmung des erzielbaren Betrages herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswertes weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. 2.3.9 Leasingverhältnisse: Bei Vertragsabschluss beurteilt der Konzern, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag das Recht verleiht, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen Zahlung eines Entgelts zu kontrollieren. Bei Leasingverträgen mit dem SCHUMAG-Konzern als Leasingnehmer erfasst der Konzern das Nutzungsrecht sowie die Leasingverbindlichkeit zum Bereitstellungsdatum, d.h. zum Zeitpunkt, an dem der zugrundeliegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereit steht. Bei erstmaliger Erfassung wird das Nutzungsrecht zu Anschaffungskosten, welche sich aus der erfassten Leasingverbindlichkeit, den vor Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen sowie den entstandenen direkten Kosten abzüglich erhaltener Leasinganreize zusammensetzen, bewertet. Anschließend wird das Nutzungsrecht grundsätzlich vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben. Falls jedoch das Eigentum an dem zugrundeliegenden Vermögenswert zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern übergeht oder in den Kosten des Nutzungsrechts berücksichtigt ist, dass der Konzern einen Kaufoption wahrnehmen wird, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes, die nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, falls erforderlich, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. In der Konzernbilanz werden die Nutzungsrechte in den Sachanlagen ausgewiesen. Die Leasingverbindlichkeit wird bei erstmaliger Erfassung zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns bilanziert. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen und umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen. Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich zukünftige Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder Zinssatzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung bezüglich des voraussichtlich zu zahlenden Betrags aus einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. In der Konzernbilanz werden die Leasingverbindlichkeiten unter den Finanzschulden ausgewiesen. Bei kurzfristigen Leasingverträgen mit einer Laufzeit von höchstens zwölf Monaten sowie bei Leasingverträgen, bei denen der zugrundeliegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden keine Nutzungsrechte und keine Leasingverbindlichkeiten bilanziert. Als geringen Wert hat SCHUMAG einen Betrag von TEUR 5 definiert. Die mit diesen Leasingverträgen verbundenen Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. Bei Leasingverträgen mit dem SCHUMAG-Konzern als Leasinggeber bestimmt der Konzern bei Vertragsabschluss, ob das zugrundeliegende Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing oder als Operatingleasing zu klassifizieren ist. Leasingvereinbarungen, bei denen der SCHUMAG-Konzern alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum eines Vermögenswertes verbunden sind, überträgt, werden als Finanzierungsleasing behandelt. Alle übrigen Leasingvereinbarungen werden als Operatingleasing eingestuft. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Die Ertragsrealisierung der erhaltenen Leasingzahlungen erfolgt linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses. 2.3.10 Ertragsteuern: Tatsächliche Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerschulden für die laufende Periode und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der tatsächlichen Ertragsteuern erfolgt auf Basis der Steuersätze und Steuergesetze, die zum Abschlussstichtag in den Ländern gelten, in denen der SCHUMAG-Konzern zu versteuerndes Einkommen erzielt. Für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der IFRS- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern abgegrenzt. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbe- bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Die zugrunde gelegten Steuersätze sind in Anmerkung 11 aufgeführt. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur dann berücksichtigt, wenn die Realisierung der zukünftigen Steuerminderung hinreichend wahrscheinlich erscheint. Eine Saldierung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen wird vorgenommen, soweit sie im Verhältnis zu einer Steuerbehörde aufrechenbar sind und beabsichtigt wird, den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen, oder Steueransprüche und Steuerschulden gleichzeitig zu realisieren. 2.3.11 Vorräte: Die Bewertung von Vorräten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Wenn die Marktpreise bzw. beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungs- wert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkt zurechenbaren Aufwendungen. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bzw. des Materialanteils in den Herstellungskosten erfolgt auf Basis des first-in-first-out-Verfahrens (Fifo). Als Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bei normaler Auslastung der betreffenden Produktionsanlagen erfasst, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sie auf den Herstellungsbereich entfallen. 2.3.12 Pensionsrückstellungen: Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathema- tisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung von erwarteten zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen sowie Gewinne und Verluste aus Asset Ceiling werden ergebnisneutral als sonstiges Ergebnis mit den Gewinnrücklagen verrechnet und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. 2.3.13 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen werden gebildet, wenn aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung besteht, ein Abfluss wirtschaftlicher Ressourcen wahrscheinlich ist und seine Höhe zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe einer Rückstellung ist der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag. Der wahrscheinliche Erfüllungsbetrag von langfristigen Rückstellungen wird abgezinst, wenn der Abzinsungseffekt wesentlich ist. Der Ansatz erfolgt in diesem Fall zum Barwert. Zinseffekte werden im Finanzergebnis erfasst. 2.3.14 Finanzinstrumente: Ein Finanzinstrument gem. IAS 32 ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden gem. IFRS 9 in folgende Bewertungskategorien unterteilt: • Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet • Zum beizulegenden Zeitwert bewertet Bei marktüblichem Kauf oder Verkauf erfolgt die Einbuchung zum Erfüllungstag. Finanzielle Vermögenswerte sowie finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung ggf. angefallener Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung richtet sich nach dem Geschäftsmodell, dem die finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet sind, sowie der Eigenschaft der vertraglichen Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich bei der SCHUMAG aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie Zahlungsmitteln zusammen. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, da die finanziellen Vermögenswerte in den Berichtsperioden ausschließlich im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und die Vertragsbedingungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Für die finanziellen Vermögenswerte sind erwartete Verluste anhand eines 3-Stufen- Modells (Expected-Loss-Model) zu erfassen. Bereits bei Zugang sind erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu berücksichtigen. Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken. Dies gilt jedoch nicht für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die dem vereinfachten Wertminderungsmodell des IFRS 9 unterliegen und für die unmittelbar die erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit zu erfassen sind. Liegen objektive Anzeichen für eine substanzielle Wertminderung vor, erfolgt die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzgl. Risikovorsorge). Eine erforderliche Wertberichtigung wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen und der Wertminderungsverlust erfolgswirksam erfasst. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertberichtigungen werden entsprechende Zuschreibungen durch Anpassung des Wertberichtigungskontos getätigt, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen, die Forderungen als uneinbringlich eingestuft wurden oder finanzielle Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar erfolgswirksam erfasst. SCHUMAG ist Vertragspartner von einem Factoringvertrag bzgl. des Verkaufs von ausgewählten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Zahlungsziel von maximal 90 Tagen ab Rechnungsdatum. Durch den Verkauf werden alle wesentlichen Risiken und Chancen aus den verkauften Forderungen vollständig auf die Factoring- Gesellschaft übertragen, so dass die Forderungen bei Ankauf durch die Factoring- Gesellschaft vollständig ausgebucht werden. Der vereinbarte Kaufpreiseinbehalt, den die Factoring-Gesellschaft erst nach Zahlung der Forderung durch den Kunden an uns auszahlt, wird unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Auf Basis des Vertrags erhält die SCHUMAG als Gegenleistung für den Verkauf den Kaufpreis der Forderungen abzüglich eines Betrags für Factor-Gebühren, Zinsen und Kostenerstattungen. Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen bei der SCHUMAG Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Im Berichtszeitraum bestanden im SCHUMAG-Konzern keine derivativen Finanz- instrumente. 2.3.15 Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen: Der Ansatz der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten erfolgt zu nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten beizulegenden Zeitwerten. 2.3.16 Segmentberichterstattung: Die Segmentberichterstattung ist gem. dem soge- nannten Management Approach an der internen Organisations- und Berichtsstruktur der SCHUMAG ausgerichtet. Die der Ermittlung der internen Steuerungsgrößen zugrunde liegenden Daten werden aus dem internen Reporting in weitgehender Übereinstimmung mit IFRS abgeleitet. 2.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Vorstand Ermessens- entscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der im Konzernabschluss ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte und Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit können jedoch Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden führen. Bei folgenden Sachverhalten sind die zum Abschlussstichtag getroffenen Annahmen von besonderer Bedeutung: 2.4.1 Leasingverhältnisse: Die Bewertung der Nutzungsrechte und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen erfordert neben der Festlegung eines angemessenen Kapitalisierungs- zinssatzes auch das Treffen von Annahmen hinsichtlich weiterer Parameter bzw. der Wahrscheinlichkeiten und Zeitpunkte des Eintritts bzw. der Ausübung. Der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz kann im Einzelfall nicht ohne Weiteres bestimmt werden. Daher wird zur Bewertung der Leasingverbindlichkeit auch der Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns verwendet. Dies ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Einige Leasingverhältnisse beinhalten Kauf- und/oder Verlängerungsoptionen, die vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Am Bereitstellungs- datum wird beurteilt, ob die Ausübung dieser Optionen wahrscheinlich ist. In Abhängigkeit von dieser Beurteilung bemisst sich die dem Nutzungsrecht zugrundeliegende Nutzungsdauer. Die SCHUMAG hatte bis Februar 2022 im Wesentlichen einen Leasingvertrag zur gewerblichen Vermietung einer Immobilie abgeschlossen. Dabei wurde anhand von Analysen der Vertragsbedingungen festgestellt, dass alle mit dem Eigentum an dieser vermieteten Immobilie verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken im Konzern verbleiben. Der Vertrag wird dementsprechend als Operatingleasing-Verhältnis bilanziert, wobei die vermietete Immobilie weiterhin nach IAS 16 unter den Sachanlagen ausgewiesen wird, da der Anteil der Eigennutzung der Immobilie wesentlich ist. 2.4.2 Ertragsteuern: Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Höhe und des Entstehungs- zeitpunkts künftig zu versteuernder Ergebnisse. Es ist möglich, dass Abweichungen zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und den getroffenen Annahmen bzw. künftige Änderungen solcher Annahmen in Zukunft Anpassungen des bereits erfassten Steuerertrags und Steueraufwands erfordern. Die SCHUMAG bildet, basierend auf zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Informationen, Rückstellungen für mögliche Auswirkungen steuerlicher Außenprüfungen. Die Höhe solcher Rückstellungen basiert auf verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der Erfahrung aus früheren steuerlichen Außenprüfungen und unterschiedlichen Auslegungen der steuerrechtlichen Vorschriften durch das steuerpflichtige Unternehmen und die zuständige Steuerbehörde. Latente Steueransprüche werden auch für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Ihre Realisierbarkeit hängt von künftigen steuerpflichtigen Ergebnissen der jeweiligen Gesellschaft sowie steuerrechtlichen Vorschriften ab. Wenn Zweifel an der Realisierung der Verlustvorträge bestehen, werden im Einzelfall aktive latente Steuern nicht angesetzt. Eine Nutzung der bei der SCHUMAG ab dem Geschäftsjahr 2018/19 entstandenen Verlustvorträge im mittelfristigen Planungszeitraum ist aufgrund der anhaltenden Restrukturierungsphase eher nicht realisierbar. Dementsprechend wurden die ermittelten latenten Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge nicht angesetzt. 2.4.3 Pensionsrückstellungen: Der Barwert der Pensionsverpflichtungen wird anhand versicherungsmathematischer Berechnungen ermittelt, wobei die versicherungs- mathematische Bewertung auf Grundlage diverser Annahmen erfolgt. Hierzu zählen die Bestimmung der Abzinsungssätze sowie Schätzungen über die künftige Entwicklung der Renten und Lebenserwartungen. Aufgrund der Komplexität der Bewertung, der zugrunde liegenden Annahmen und ihrer Langfristigkeit reagiert eine leistungsorientierte Verpflichtung höchst sensibel auf Änderungen dieser Annahmen. Die von der SCHUMAG getroffenen Annahmen, die zu jedem Abschlussstichtag überprüft werden, sind in Anmerkung 22 aufgeführt. 2.4.4 Übrige Rückstellungen: Übrige Rückstellungen decken auch Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und -verfahren ab. Zur Beurteilung der Rückstellungshöhe werden neben der Sachverhaltsbeurteilung und den geltend gemachten Ansprüchen im Einzelfall auch die Ergebnisse vergleichbarer Verfahren und Rechtsgutachten herangezogen sowie Annahmen über Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruch- nahmen getroffen. Die tatsächlichen Belastungen können von diesen Einschätzungen abweichen. 2.4.5 Außerplanmäßige Abschreibungen (Impairments): Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für mögliche Wertminderungen wird im Rahmen eines Impairment-Tests der erzielbare Betrag der betreffenden Vermögenswerte ermittelt. Der erzielbare Betrag wird durch Ermittlung des Nutzungswerts (value in use) anhand der zu erwartenden zukünftigen diskontierten Cashflows bestimmt. Den geschätzten Cashflows liegt in der Regel eine von den entsprechenden Gremien im vierten Quartal des Geschäftsjahres genehmigte Unternehmensplanung mit einem Detailplanungszeitraum von drei Jahren zugrunde. Das letzte Planungsjahr bildet die Grundlage für die Ableitung des nachhaltig erzielbaren Zahlungsmittelzuflusses. In die Planung fließen neben prognostizierten Umsatz- sowie Lohn- und Gehaltsentwicklungen insbesondere Einschätzungen zur zukünftigen betrieblichen Leistung ein. Die zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse werden zudem von dem angesetzten Diskontierungszinssatz sowie der für die ewige Rente unterstellten Wachstumsrate beeinflusst. Der Diskontierungszinssatz hängt im Wesentlichen vom risikolosen Zinssatz sowie von Annahmen zum Kreditrisiko und zur Marktrisikoprämie für die Eigenkapitalverzinsung ab. 2.4.6 Auswirkungen Ukraine-Krieg sowie Corona-Pandemie: Grundsätzlich sind der Ukraine-Krieg sowie die Corona-Pandemie aufgrund ihrer weltweiten Auswirkungen als Anhaltspunkt für mögliche Wertminderungen („Triggering Event“) einzustufen. Obwohl die weiter fortbestehenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten, die durch den Ukraine-Krieg sowie die Corona-Pandemie verstärkt wurden, im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der SCHUMAG hatten, sind wir zu der Einschätzung gekommen, dass sowohl der Ukraine-Krieg als auch die Corona-Pandemie für die SCHUMAG weiterhin kein Triggering Event darstellen. Insofern gehen wir davon aus, dass auch die längerfristigen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie der Corona-Pandemie wie beispielsweise weiter steigende Energie-, Material- und Rohstoffpreise, mögliche weitere Liefereinschränkungen bei Öl und Gas und damit verbundene Befürchtungen weiterhin hoher oder sogar steigender Inflationsraten mit negativen Auswirkungen auf die Konsum- und Investitionsbereitschaft auch als Folge weiterer Zinserhöhungen, anhaltende bzw. verschärfte Lieferengpässe bei Vorprodukten in der Industrie, lokale Lockdown- Maßnahmen bzw. Null-Covid-Strategie in China und die zunehmende Verschuldung in einigen Ländern Europas ebenfalls kein Triggering Event darstellen werden. Die Gründe hierfür sind weiterhin insbesondere: • die immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen weiterhin notwendige, eigengenutzte Software; Geschäfts- oder Firmenwerte liegen nicht vor, • die Sachanlagen betreffen neben den werthaltigen Grundstücken und Gebäuden vor allem weiterhin für den laufenden Geschäftsbetrieb erforderliche Produktions- maschinen; die Buchwerte der Sachanlagen sind zudem aufgrund ihrer Altersstruktur auf einem niedrigen Niveau; Änderung von Bewertungsparameter bzgl. der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen waren aufgrund des Ukraine-Kriegs oder der Corona-Pandemie nicht erforderlich, • eine Nutzung der bestehenden Verlustvorträge der SCHUMAG im mittelfristigen Planungszeitraum ist bereits aufgrund der anhaltenden Restrukturierungsphase - und damit unabhängig vom Ukraine-Krieg oder von der Corona-Pandemie - eher nicht realisierbar, so dass ermittelte latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge wie im Vorjahr nicht angesetzt wurden, • aufgrund der Kundenstruktur der SCHUMAG sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen bzgl. der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin keine erheblichen Ausfallrisiken vor, auch die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind wegen ihrer Zusammensetzung (vgl. Anmerkung 18) einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt; sowohl der Ukraine-Krieg als auch die Corona-Pandemie haben bisher zu keinen Forderungsausfälle geführt. Impairment-Tests aufgrund des Ukraine-Kriegs sowie der Corona-Pandemie waren bei der SCHUMAG daher nicht erforderlich. Auch für andere Bereiche, die Annahmen und Schätzungen enthalten, insbesondere für die marktorientierte Parameterbestimmung bei der Fair-Value-Ermittlung von Finanzin- strumenten, sind keine wesentlichen Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg sowie der Corona-Pandemie zu verzeichnen. 2.5 Auswirkungen neuer sowie geänderter Rechnungslegungsstandards 2.5.1 Erstmalige Anwendung von IFRS Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2021/22 erstmalig verpflichtend angewendet. Deren erstmalige Anwendung hat - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Amendments to IFRS 4 „Insurance Contracts - deferral of IFRS 9“ wurden am 25. Juni 2020 veröffentlicht, am 15. Dezember 2020 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Die Änderungen sehen eine Verlängerung des Zeitraums für die vorübergehende Befreiung bestimmter Versicherungsunternehmen von der Anwendung des IFRS 9 vor, so dass für die betroffenen Versicherungsunternehmen die Anwendung von IAS 39 für Geschäftsjahre, die vor dem 1. Januar 2023 beginnen, zulässig bleibt. Amendments to IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 and IFRS 16 „Interest Rate Benchmark Reform - Phase 2“ wurden am 27. August 2020 veröffentlicht, am 13. Januar 2021 in EU- Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Die Änderungen stellen das Ergebnis der Phase 2 des IBOR- Projektes des IASB dar, dessen Ziel es ist, die Auswirkungen abzumildern, die eine Ablösung eines bestehenden Referenzzinssatzes durch einen alternativen Zinssatz auf die Finanzberichterstattung im Zeitpunkt der Ablösung hat. Amendments to IFRS 16 „Leases: Covid-19-Related Rent Concessions beyond 30 June 2021“ wurden am 31. März 2021 veröffentlicht, am 30. August 2021 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. April 2021 beginnen. Die Anpassungen ermöglichen es Leasingnehmern, die Erleichterungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung COVID-19-bezogener Mietzugeständnisse über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen anzuwenden. Die Anwendung kann nun auch einheitlich für bis zum 30. Juni 2022 (bisher bis zum 30. Juni 2021) fällige Leasingzahlungen erfolgen. 2.5.2 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die bereits in EU-Recht übernommen wurden Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten und bereits in EU-Recht übernommenen Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die SCHUMAG plant grundsätzlich keine vorzeitige Anwendung und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. IFRS 17 „Insurance Contracts“ wurde am 18. Mai 2017 veröffentlicht, am 19. November 2021 in EU-Recht übernommen und war ursprünglich erstmals für Geschäfts- jahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen. Durch die am 25. Juni 2020 veröffentlichten und ebenfalls am 19. November 2021 in EU-Recht übernommenen „Amendments to IFRS 17“ wurde der Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 17 auf Geschäftsjahre verschoben, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Der neue Standard ersetzt den bisherigen Standard IFRS 4 und regelt die Grundsätze bzgl. Ansatz, Bewertung und Ausweis von Versicherungsverträgen sowie diesbezügliche Anhangangaben. Amendments to IFRS 17 „Insurance contracts: Initial Application of IFRS 17 and IFRS 9 - Comparative Information“ wurden am 9. Dezember 2021 veröffentlicht, am 8. September 2022 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Durch die geringfügige Änderung an IFRS 17 wird es ermöglicht, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen einen sogenannten "classification overlay approach" anzuwenden, um damit die Vergleichsinformationen zu den Finanzinstrumenten im Geschäftsjahr vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 17 aussagekräftiger machen zu können. Amendments to IFRS 3 „Business Combinations“ wurden am 14. Mai 2020 veröffentlicht, am 28. Juni 2021 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Die Änderungen betreffen einen Verweis in IFRS 3 auf das Conceptual Framework. Inhaltlich werden die Bilanzierungsregeln von Unternehmenszusammenschlüssen nicht geändert. Amendments to IAS 16 „Property, Plant and Equipment“ wurden am 14. Mai 2020 veröffentlicht, am 28. Juni 2021 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Die Änderungen stellen klar, dass Einnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Gegenständen erhalten hat, die hergestellt wurden, während es den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch vorbereitet hat, und die damit verbundenen Kosten nicht bei der Ermittlung der Anschaffungskosten zu berücksichtigen sind, sondern im Gewinn und Verlust zu erfassen sind. Amendments to IAS 37 „Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets“ wurden am 14. Mai 2020 veröffentlicht, am 28. Juni 2021 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Die Änderungen umfassen die Definition, welche Kosten ein Unternehmen bei der Beurteilung, ob ein Vertrag verlustbringend sein wird, einzubeziehen hat. Annual Improvements to IFRSs 2018-2020 Cycle wurden am 14. Mai 2020 veröffentlicht, am 28. Juni 2021 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Die jährlichen Verbesserungen führen zu geringfügigen Anpassungen an IFRS 1 „First-Time Adoption of IFRSs“, IFRS 9 „Financial Instruments“, IAS 41 „Agriculture“ und den erläuternden Beispielen zu IFRS 16 „Leases“. Amendments to IAS 1 „Presentation of Financial Statements and IFRS Practice Statement 2: Disclosure of Accounting policies“ wurden am 12. Februar 2021 veröffentlicht, am 2. März 2022 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Die Änderungen führen dazu, dass zukünftig im Anhang nur noch "wesentliche" Rechnungslegungsmethoden dargestellt werden. Damit sollen in Zukunft unternehmensspezifische Ausführungen anstelle von standardisierten Ausführungen im Vordergrund stehen. Die Guidance im Practice Statement 2 wurde entsprechend angepasst. Amendments to IAS 8 „Accounting policies, Changes in Accounting Estimates and Errors: Definition of Accounting Estimates“ wurden am 12. Februar 2021 veröffentlicht, am 2. März 2022 in EU-Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Durch die Änderungen erfolgt eine Klarstellung, wie Unternehmen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungsänderungen abgrenzen können. Amendments to IAS 12 „Income Taxes: Deferred Tax related to Assets and Liabilities arising from a Single Transaction“ wurden am 7. Mai 2021 veröffentlicht, am 11. August 2022 in EU- Recht übernommen und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Mit den Änderungen wird auf bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen reagiert. Die eng begrenzten Änderungen dienen der Gewährleistung einer einheitlichen Anwendung des Standards. 2.5.3 Noch nicht berücksichtigte IFRS, die noch nicht in EU-Recht übernommen wurden Die nachfolgend aufgeführten neuen bzw. geänderten Standards sowie Interpretationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in EU-Recht übernommen worden. Die SCHUMAG plant deren erstmalige Anwendung grundsätzlich zum verpflichtenden Erstanwendungszeit- punkt nach Übernahme durch die EU und geht davon aus, dass deren Anwendung - soweit nicht anders vermerkt - keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird. Amendments to IAS 1 „Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current“ wurden am 23. Januar 2020 und Amendments to IAS 1 „Presentation of Financial Statements: Non-current Liabilities with Covenants“ am 31. Oktober 2022 veröffentlicht. Beide Änderungen sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Gegenstand der Änderungen an IAS 1 ist die Klarstellung, dass im Rahmen der Klassifizierung von Verbindlichkeit als kurz- oder langfristig auf bestehende Rechte des Unternehmens zum Abschlussstichtag abzustellen ist. Hierbei sollen die Erwartungen und Absichten des Managements, ob ein solches Recht tatsächlich auch ausgeübt wird oder eine vorzeitige Rückzahlung beabsichtigt ist, unberücksichtigt bleiben. Zudem wird klargestellt, dass nur solche Kreditbedingungen (Covenants), die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag einhalten muss, die Klassifizierung einer Verbindlichkeit als kurz- oder langfristig beeinflussen. Amendments to IFRS 16 „Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback“ wurden am 22. September 2022 veröffentlicht und sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Durch die Änderung wird klargestellt, wie ein Verkäufer/Leasingnehmer die Folgebewertung von Sale-and-lease-back-Transaktionen, die als Verkauf gemäß IFRS 15 bilanziert werden, vornimmt. 3. Akquisitionen / Desinvestitionen Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden wie im Vorjahr keine Unternehmenserwerbe durchgeführt. Derzeit sind keine Akquisitionen oder Desinvestitionen vorgesehen. 4. Segmentberichterstattung Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten in Geschäftseinheiten organisiert. Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Die Zuordnung von Vermögenswerten und Abschreibungen zu den Segmenten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt. Von den Segmenten gemeinsam genutzte Vermögenswerte werden nach der anteiligen Nutzung zugeordnet. Aufgrund der internen Organisations- und Berichtsstruktur ergeben sich nach IFRS 8 folgende Segmente. Das Segment SCHUMAG bildet die Geschäftsaktivitäten der SCHUMAG am Standort Aachen ab. Es produziert hochgenaue Automobilzulieferteile, Komponenten für feinmechanische Mess- und Anzeigegeräte, präzise Achsen für eine breite Palette von Haushaltsgeräten sowie Komponenten für medizinische und optische Geräte. Das Segment Schumag Romania bildet die Geschäftsaktivitäten der Schumag Romania S.R.L. am rumänischen Standort ab. Hier werden neben Komponenten für Automobilzulieferteile insbesondere Präzisionsnormteile für den Kunststoffspritz- und Druckguss sowie zeichnungsgebundene Präzisionsteile in kleineren Losgrößen produziert. Die Präzisionsnormteile werden direkt über Schumag Romania vertrieben, der Vertrieb der zeichnungsgebundenen Präzisionsteile erfolgt über die SCHUMAG. Im Segment BR Energy wird die BR Energy GmbH, die operativ nicht mehr aktiv ist, abgebildet. Geschäftsaktivitäten, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können, weisen wir unter Sonstige Aktivitäten aus. Darin ist derzeit nur die Konsolidierung enthalten. Die Konsolidierung umfasst im Wesentlichen die Eliminierung konzerninterner Umsätze sowie der entsprechenden Materialaufwendungen. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Eine Aggregation von operativen Segmenten zu Berichtssegmenten erfolgte nicht. Wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Segmente durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger ist das EBIT. Segmente 2021/22 (TEUR) SCHUMAG Schumag Romania BR Energy Konsoli- dierung Konzern Umsatz 45.268 2.592 181 -2.246 45.795 davon Umsätze mit Konzernfremden 44.484 1.311 0 0 45.795 davon Intersegmentumsätze 784 1.281 181 -2.246 0 Gesamtleistung 52.826 2.709 193 -2.217 53.511 Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) -2.131 -109 -156 282 -2.114 Ergebnis vor Steuern -2.621 -138 -267 282 -2.744 Finanzerträge 101 0 0 -101 0 Finanzierungsaufwendungen -591 -29 -111 101 -630 Abschreibungen -1.910 -144 0 4 -2.050 Investitionen 8.033 352 0 0 8.385 Langfristige Vermögenswerte 20.611 1.174 0 -2.350 19.435 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 430 57 5 0 492 2020/21 (TEUR) SCHUMAG Schumag Romania BR Energy Konsoli- dierung Konzern Umsatz 38.102 2.392 130 -1.887 38.737 davon Umsätze mit Konzernfremden 37.521 1.216 0 0 38.737 davon Intersegmentumsätze 581 1.176 130 -1.887 0 Gesamtleistung 42.792 2.439 1.543 -3.082 43.692 Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) 1.251 33 1.270 -1.192 1.362 Ergebnis vor Steuern 936 21 1.090 -1.192 855 Finanzerträge 101 0 0 -101 0 Finanzierungsaufwendungen -416 -12 -180 101 -507 Abschreibungen -1.711 -108 0 4 -1.815 Investitionen 4.176 4 0 0 4.180 Langfristige Vermögenswerte 19.232 966 0 -2.347 17.851 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 392 60 4 0 456 Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen TEUR 18.287 (Vorjahr TEUR 16.918) auf Deutschland und TEUR 1.148 (Vorjahr TEUR 933) auf Rumänien. In den langfristigen Vermögenswerten der sonstigen Aktivitäten sind die Konsolidierung der Finanzanlagen der SCHUMAG, die Konsolidierung der von SCHUMAG an Schumag Romania verkauften Sachanlagen sowie aktive latente Steuern aus Konsolidierungsbuchungen enthalten. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende zahlungsunwirksame Wertminderungsaufwendungen enthalten: Wertminderungsaufwendungen 2013/14 (TEUR) 2021/22 2020/21 TEUR TEUR auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte -93 -14 davon für Segment SCHUMAG -13 -14 davon für Segment BR Energy -80 0 5. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Umsatz aus Warenverkäufen 45.672 38.528 davon Segment SCHUMAG 44.361 37.312 davon Segment Schumag Romania 1.311 1.216 Umsatz aus Vermietung 123 209 davon SCHUMAG 123 209 Umsatz (gesamt) 45.795 38.737 Im Geschäftsjahr 2021/22 wurde mit drei Kunden (Vorjahr zwei Kunden) jeweils mindestens 10 % des Konzernumsatzes realisiert. Die Kundenumsätze, die dem Segment SCHUMAG zuzuordnen sind, beliefen sich auf TEUR 9.209, TEUR 8.153 und TEUR 4.635 (Vorjahr TEUR 7.837 und TEUR 6.006). Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen Sitz des Kunden TEUR % TEUR % Deutschland 15.124 33,0 13.244 34,2 Sonstige EU-Länder 5.725 12,5 6.628 17,1 Übriges Europa 215 0,4 64 0,1 USA 16.283 35,6 11.693 30,2 Lateinamerika 4.239 9,3 2.122 5,5 Asien 4.209 9,2 4.986 12,9 45.795 100,0 38.737 100,0 2021/22 2020/21 6. Sonstige betriebliche Erträge 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen 3.617 1.704 Erstattung PSV 1.108 1.129 Erstattung Energiepreispauschale 128 0 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen/ Ausbuchung von Verbindlichkeiten 95 721 Erträge aus Rückkaufswerten 90 80 Währungsgewinne 46 15 Ertrag aus Schadensersatzansprüchen gegen ein ehemaliges Organmitglied 0 1.400 Übrige 118 195 5.202 5.244 Die Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen umfassen insbesondere die Erträge aus dem Verkauf der nicht betriebsnotwendigen Immobilien. Im Geschäftsjahr 2020/21 betrafen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen/Ausbuchung von Verbindlichkeiten im Wesentlichen die Ausbuchung des per 30. September 2020 noch anteilig bilanzierten Weihnachtsgelds für 2020. Die Erträge aus Rückkaufswerten resultieren aus Rückdeckungsversicherungen, die keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 darstellen. In den übrigen Erträgen sind u.a. sonstige Zuschüsse sowie eine Vielzahl kleinerer Posten enthalten. 7. Materialaufwand 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren -12.378 -7.942 Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.278 -3.610 -19.656 -11.552 8. Personalaufwand 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Löhne und Gehälter -21.634 -19.107 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.223 -3.756 davon für Altersversorgung -63 -70 -25.857 -22.863 An gesetzliche Rentenversicherungsträger wurden Beiträge in Höhe von TEUR 1.782 (Vorjahr TEUR 1.655) abgeführt. Durchschnittlicher Personalbestand 2021/22 2020/21 Arbeiter 396 369 Angestellte 78 68 Auszubildende 18 19 492 456 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Instandhaltung -3.042 -2.334 Beratungskosten -1.258 -714 Sonstige Fremd- und Serviceleistungen -647 -475 Versicherungskosten -450 -395 Leasing- und Mietkosten -185 -144 IT-Kosten -170 -175 Factoring -127 -100 Sonstige Steuern -101 -80 Währungsverluste -52 -31 Aufwand aus dem Abgang von Sachanlagen -43 -24 Übrige -1.987 -1.628 -8.062 -6.100 Die Aufwendungen Instandhaltung sind insbesondere aufgrund des veralteten Maschinenparks im Zusammenhang mit dem erhöhten Geschäftsvolumen weiter angestiegen. Die Beratungskosten haben sich vor allem durch den Anstieg der Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen erhöht. Die übrigen Aufwendungen enthalten weitere nicht auftragsbezogene Verwaltungs- und Vertriebskosten. 10. Finanzergebnis 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Zinsen und ähnliche Aufwendungen -630 -507 Finanzierungsaufwendungen -630 -507 Finanzergebnis -630 -507 In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Finanzierungskosten für Pensionszusagen in Höhe von TEUR -245 (Vorjahr TEUR -197) enthalten (vgl. Anmerkung 22). Der Gesamtzinsertrag sowie der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, teilen sich wie folgt auf: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Gesamtzinsertrag 0 0 Gesamtzinsaufwand 380 -236 11. Ertragsteuern In Deutschland wird ab dem 1. Januar 2008 auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von der Gemeinde, in der das Unternehmen ansässig ist. Bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft sowie der BR Energy GmbH ergibt sich ein Satz von 16,625 % (Vorjahr 16,625 %), so dass für beide Gesellschaften Steuern mit 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) angesetzt werden. Der von der ausländischen Gesellschaft erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert. Bei der ausländischen Gesellschaft werden die Steuern mit dem in Rumänien maßgeblichen Steuersatz von 16 % (Vorjahr 16 %) ermittelt. Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragsteuern teilen sich wie folgt auf: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Tatsächliche Steuern SCHUMAG 0 0 Inländische Tochtergesellschaft 0 -27 Ausländische Tochtergesellschaft 0 -9 0 -36 davon für Vorjahre 0 0 Latente Steuern Steueraufwand -311 -322 Steuerertrag 666 56 355 -266 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteuern 355 -302 Aus der Verrechnung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste unmittelbar mit den Gewinnrücklagen resultieren im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern in Höhe von TEUR -1.467 (Vorjahr TEUR -234). Latente Steuern ergeben sich aus folgenden temporären Differenzen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen sowie den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden: 2021/22 2020/21 2021/22 2020/21 TEUR TEUR TEUR TEUR Sachanlagen -45 -56 662 56 Vorräte und Forderungen -7 -9 0 0 Pensionsrückstellungen -212 -239 0 0 Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -26 -18 4 0 Sonstiges -21 0 0 0 -311 -322 666 56 Latenter Steueraufwand Latenter Steuerertrag 30.9.2022 30.9.2021 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR TEUR TEUR Sachanlagen 13 15 1.373 1.992 Vorräte und Forderungen 25 32 0 0 Pensionsrückstellungen 1.274 2.954 0 0 Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 112 134 0 0 Bruttowert 1.424 3.135 1.373 1.992 Saldierung -1.373 -1.992 -1.373 -1.992 Bilanzansatz 51 1.143 0 0 Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Maßgebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge. Dies hängt ab von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Die Nutzbarkeit steuerlicher Verlustvorträge kann bei wesentlichen Anteilseignerwechseln entfallen. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der erwarteten steuerlichen Gewinnentwicklung wird davon ausgegangen, dass die Vorteile aus den aktivierten latenten Steuern grundsätzlich realisiert werden können. Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden, sind mit erzielten Gewinnen aber nur begrenzt verrechenbar. Ausländische steuerliche Verlustvorträge bestehen nicht. Aufgrund fehlendem Verrechnungspotenzial im mittelfristigen Planungszeitraum wurden auf folgende inländische steuerliche Verlustvorträge keine aktiven latenten Steuern angesetzt: 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR Körperschaftsteuer 8.833 7.350 Gewerbeertragsteuer 9.436 7.989 Steuerliche Überleitungsrechnung Die sich bei Anwendung des Steuersatzes der SCHUMAG von 32,5 % (Vorjahr 32,5 %) ergebenden Ertragsteuern lassen sich zu den ausgewiesenen Ertragsteuern wie folgt überleiten: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR % Ergebnis vor Steuern -2.744 855 Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz der SCHUMAG) 892 -278 Steuern aus nicht abzugsfähigen Aufwendungen -22 -13 Steuern aus abweichenden ausländischen Steuersätzen -23 3 Nichtansatz von latenten Steuern -492 -16 Sonstige Steuereffekte 0 2 Ausgewiesene Ertragsteuern 355 -302 Steuerquote 12,9% 35,3% 12. Sonstiges Ergebnis nach Steuern Das sonstige Ergebnis nach Steuern setzt sich wie folgt zusammen: 2021/22 Währungs- umrechnung Gewinn- rücklagen Gesamt TEUR TEUR TEUR Verluste aus Asset Ceiling aus leistungsorientierten Plänen 0 -190 -190 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern 0 3.048 3.048 Sonstiges Ergebnis nach Steuern 0 2.858 2.858 2020/21 Währungs- umrechnung Gewinn- rücklagen Gesamt TEUR TEUR TEUR Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe -17 0 -17 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen nach Steuern 0 486 486 Sonstiges Ergebnis nach Steuern -17 486 469 den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 13. Ergebnis je Aktie 2021/22 2020/21 Ergebnis nach Steuern (in TEUR) -2.389 553 Gewichtete Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien 6.249.999 5.999.999 Ergebnis je Aktie nach IFRS (in EUR) -0,38 0,09 Verwässerungseffekte ergaben sich nicht. 14. Immaterielle Vermögenswerte Entwicklung 2021/22 Entwicklungs- kosten Software Gesamt TEUR TEUR TEUR Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 1.10.2021 0 1.358 1.358 Zugänge 0 73 73 Umbuchungen 0 10 10 Stand am 30.9.2022 0 1.441 1.441 Abschreibungen Stand am 1.10.2021 0 791 791 Zugänge 0 188 188 Stand am 30.9.2022 0 979 979 Nettobuchwert am 30.9.2022 0 462 462 Entwicklung 2020/21 Entwicklungs- kosten Software Gesamt TEUR TEUR TEUR Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 1.10.2020 120 1.421 1.541 Zugänge 0 153 153 Stand am 30.9.2021 0 1.358 1.358 Abschreibungen Stand am 1.10.2020 120 848 968 Zugänge 0 175 175 Stand am 30.9.2021 0 791 791 Nettobuchwert am 30.9.2021 0 567 567 Die im Geschäftsjahr 2016/17 aktivierten Entwicklungskosten entstanden aus einer internen Entwicklung eines für uns seinerzeit neuen Produktes und stellten somit selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte dar. Geschäfts- oder Firmenwerte liegen nicht vor. 15. Sachanlagen Entwicklung 2021/22 Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Anlagen im Bau Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Stand am 1.10.2021 13.878 27.297 7.486 481 49.142 Zugänge 2.556 4.123 1.081 552 8.312 Abgänge 0 272 123 0 395 Umbuchungen 213 0 105 -328 -10 Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte -5.895 -89 -68 0 -6.052 Stand am 30.9.2022 10.752 31.059 8.481 705 50.997 Abschreibungen Stand am 1.10.2021 4.914 22.398 5.689 0 33.001 Umrechnungsbedingte Wertänderungen -1 0 0 0 -1 Zugänge 349 1.002 511 0 1.862 Abgänge 0 139 123 0 262 Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte -2.174 -89 -62 0 -2.325 Stand am 30.9.2022 3.088 23.172 6.015 0 32.275 Nettobuchwert am 30.9.2022 7.664 7.887 2.466 705 18.722 Entwicklung 2020/21 Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Anlagen im Bau Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Stand am 1.10.2020 14.208 26.595 7.366 37 48.206 Umrechnungsbedingte Wertänderungen -21 -1 -12 0 -34 Zugänge 494 2.023 1.042 469 4.028 Abgänge 0 1.320 919 0 2.239 Umbuchungen 0 0 9 -25 -16 Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte -803 0 0 0 -803 Stand am 30.9.2021 13.878 27.297 7.486 481 49.142 Abschreibungen Stand am 1.10.2020 4.734 22.803 6.187 0 33.724 Umrechnungsbedingte Wertänderungen -8 1 -12 0 -19 Zugänge 320 905 415 0 1.640 Abgänge 0 1.311 901 0 2.212 Umbuchung in zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte -132 0 0 0 -132 Stand am 30.9.2021 4.914 22.398 5.689 0 33.001 Nettobuchwert am 30.9.2021 8.964 4.899 1.797 481 16.141 Anschaffungs-/Herstellungskosten Anschaffungs-/Herstellungskosten Die Entwicklung der in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechte ist nachfolgend aufgeführt: Nutzungsrechte Entwicklung 2021/22 Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Stand am 1.10.2021 946 1.278 179 2.403 Zugänge 2.130 463 102 2.695 Abgänge 0 0 31 31 Umbuchungen 0 -608 0 -608 Stand am 30.9.2022 3.076 1.133 250 4.459 Abschreibungen Stand am 1.10.2021 142 241 61 444 Zugänge 237 154 64 455 Abgänge 0 0 31 31 Umbuchungen 0 -135 0 -135 Stand am 30.9.2022 379 260 94 733 Nettobuchwert am 30.9.2022 2.697 873 156 3.726 Nutzungsrechte Entwicklung 2020/21 Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Stand am 1.10.2020 946 1.278 121 2.345 Zugänge 0 0 120 120 Abgänge 0 0 62 62 Stand am 30.9.2021 946 1.278 179 2.403 Abschreibungen Stand am 1.10.2020 47 156 58 261 Zugänge 95 85 65 245 Abgänge 0 0 62 62 Stand am 30.9.2021 142 241 61 444 Nettobuchwert am 30.9.2021 804 1.037 118 1.959 Anschaffungs-/Herstellungskosten Anschaffungs-/Herstellungskosten Die Nutzungsrechte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten sind in Anmerkung 30 erläutert. 16. Vorräte 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.806 3.619 Unfertige Erzeugnisse 6.276 4.237 Fertige Erzeugnisse und Waren 2.420 2.070 13.502 9.926 Von den bilanzierten Vorräten sind TEUR 10.260 (Vorjahr TEUR 6.525) zu ihrem unter den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegenden Nettoveräußerungswert bilanziert. Wertminderungen von Vorräten erhöhten den Materialaufwand des Segments SCHUMAG um TEUR 59 (Vorjahr TEUR 153) und des Segments Schumag Romania um TEUR 7 (Vorjahr TEUR 16). 17. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Das in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltene Kreditrisiko stellt sich wie folgt dar: weder wertge- mindert noch überfällig überfällig bis 30 Tage überfällig 31 bis 60 Tage überfällig 61 bis 90 Tage überfällig 91 bis 180 Tage überfällig 181 bis 360 Tage TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 30.9.2022 2.235 2.176 59 0 0 0 0 30.9.2021 3.275 3.026 232 0 17 0 0 nicht wertgemindert, aber überfällig Buchwert Vor allem aufgrund der Tatsache, dass die SCHUMAG mit den meisten seiner Kunden eine langjährige Geschäftsbeziehung unterhält, wird davon ausgegangen, dass die überfälligen Forderungen einbringlich sind. In den vergangenen fünf Geschäftsjahren erfolgten Ausbuchungen von Forderungen nur in geringfügigem Umfang (insgesamt TEUR 84). Die Portfolio-Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Stand 1.10. 40 50 Erfolgswirksame Zuführung 10 10 Nicht erfolgswirksame Inanspruchnahme 0 -20 Stand 30.9. 50 40 SCHUMAG hat unter Berücksichtigung der Historie und kontinuierlicher Kreditwürdigkeitsprüfungen in den Berichtsjahren keine wesentlichen Wertberichtigungen im Sinne von IFRS 9 aufgrund signifikanter Erhöhungen des Ausfallrisikos oder objektiver Hinweise auf eine Wertminderung vornehmen müssen. Der Wert der zum Bilanzstichtag im Rahmen des Factoringvertrags verkauften Forderungen beläuft sich auf TEUR 5.464 (Vorjahr TEUR 3.132). Da das Eigentum dieser Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übergegangen ist, erfolgt kein Ansatz in der Konzernbilanz der SCHUMAG. 18. Sonstige finanzielle Vermögenswerte 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR Forderungen gegen Factoring-Gesellschaft 819 544 Kautionen/Hinterlegungen 369 164 Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 351 371 Forderungen an Mitarbeiter 115 52 Forderungen gegen PSV 92 187 Verpfändete Bankguthaben 75 75 Forderungen gegen ehemaliges Organmitglied 0 1.400 Übrige 267 80 2.088 2.873 davon kurzfristig 1.888 2.873 Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig. Die Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte betragen wie im Vorjahr TEUR 52. Die Kautionen/Hinterlegungen betreffen insbesondere Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit Energieverträgen sowie anhängigen Rechtsstreitigkeiten. Die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen stellen keine qualifizierten Versicherungspolicen im Sinne des IAS 19 dar. Die Forderungen gegen PSV beinhalten die Forderungen aus der Zusage des Pensionssicherungsverein (PSV) für die temporäre Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG für den Monat September 2022. Die verpfändeten Bankguthaben dienen zur Absicherung von einzelnen Avalen. Im Vorjahr ergaben sich die Forderungen gegen ehemaliges Organmitglied aus Schadensersatzansprüchen im Zusammenhang mit entsprechenden Pflichtverletzungen durch das Organmitglied. Die Forderungen wurden zwischenzeitlich veräußert. 19. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte davon kurzfristig davon kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Geleistete Anzahlungen 32 32 51 51 Rechnungsabgrenzungen 126 126 104 104 Steuererstattungsansprüche 597 597 349 349 755 755 504 504 30.9.2022 30.9.2021 Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte sind weder wertgemindert noch überfällig. Die Steuererstattungsansprüche enthalten überwiegend Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer. 20. Zahlungsmittel 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR Guthaben bei Kreditinstituten 1.290 547 Kassenbestände 11 14 1.301 561 21. Eigenkapital Das Eigenkapital besteht ausschließlich aus Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der SCHUMAG betrug zum 30. September 2021 EUR 5.999.999,00. Im September 2022 wurde die am 28. April 2021 beschlossene Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2021 in voller Höhe durch Ausgabe von 2.999.999 Stück neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil in Höhe von EUR 1,00 am Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen zu einem Bezugspreis von EUR 1,50 je Aktie wirksam. Das voll eingezahlte Grundkapital der SCHUMAG beträgt seitdem EUR 8.999.998,00 und ist in 8.999.998 Stückaktien eingeteilt. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 599.998,00 durch Ausgabe von bis zu 599.998 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Ausgabe von bis zu 599.998 Bezugsrechten (Aktienoptionen) im Rahmen des Aktienoptionsplans 2021 an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft. Bisher sind noch keine entsprechenden Bezugsrechte ausgeübt worden. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 2.399.999,00 durch Ausgabe von bis zu 2.399.999 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021/II). Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 2021 wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 27. April 2026 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder den Namen lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100.000.000,00 (in Worten: Euro Hundert Millionen) mit Wandlungsrecht oder mit in auf den Inhaber oder auf den Namen lautenden Optionsscheinen verbrieften Optionsrechten oder einer Kombination dieser Instrumente auf insgesamt bis zu 2.399.999 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie und damit insgesamt bis zu EUR 2.399.999,00 („Schuldverschreibungen“) zu begeben. Bisher sind noch keine entsprechenden Wandlungs- und/oder Optionsrechte ausgeübt worden. Kapitalrücklage Das Agio aus der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2019 in Höhe von EUR 99.999,95 sowie das Agio aus der Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital 2021 in Höhe von EUR 1.499.999,50 wurden abzüglich der jeweiligen Eigenkapital- beschaffungskosten (EUR 45.900,00 bzw. EUR 44.212,50) in die Kapitalrücklage eingestellt. Diese beträgt nunmehr insgesamt EUR 1.509.886,95. Erwirtschaftetes Eigenkapital Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Währungsumrechnung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt. Die Gewinnrücklagen beinhalten neben den Auswirkungen der Umstellungen des Konzernabschlusses von HGB auf IFRS zum 1. Oktober 2004 folgende Posten: • Umgliederung der Kapitalherabsetzung aus dem Geschäftsjahr 2019/20 (TEUR 6.226) • Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen • sonstige gemäß den IFRS erfolgsneutral vorzunehmende Veränderungen Die Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen und der darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen hat sich wie folgt entwickelt: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Stand 1.10. -6.540 -7.026 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 4.515 720 Latente Steuern -1.468 -234 Veränderung 3.047 486 Stand 30.9. -3.493 -6.540 Der Konzernbilanzverlust enthält die aufgelaufenen Konzernergebnisse sowie die im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte Entnahme aus der Kapitalrücklage (TEUR 15.893) sowie der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 511). Maßgeblich für eine durch die Hauptversammlung zu beschließende Ausschüttung ist der handelsrechtliche Bilanzgewinn der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen. Für das Geschäftsjahr 2021/22 ist eine Ausschüttung nicht vorgesehen. Kapitalmanagement Zu den wichtigsten Zielen des Kapitalmanagements der SCHUMAG zählen die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, das Erreichen einer angemessenen Mindestverzinsung des eingesetzten Kapitals, ein hohes Bonitätsranking sowie die Schaffung ausreichender Liquiditätsreserven. Unter Berücksichtigung aller beteiligten Interessengruppen (Shareholder, Mitarbeiter und übrige Stakeholder) sollen die Ziele insbesondere durch Reduzierung der Kapitalkosten, die Optimierung der Kapitalstruktur und den Einsatz eines effektiven Risikomanagements erreicht werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sowie im Aufstellungszeitraum konzentrierte sich das Kapitalmanagement weiterhin im Wesentlichen auf die Erhaltung der notwendigen Liquidität. Hierzu dienten vor allem der Verkauf weiteren, nicht betriebsnotwendigen Vermögens, die temporäre Übernahme der Pensionszahlungen der SCHUMAG durch den PSV sowie die Fortführung des Factorings. Darüber hinaus bemühen wir uns um weitere Finanzierungsmöglichkeiten wie Leasing oder Mietkauf. Die Überwachung des Kapitals erfolgt grundsätzlich mithilfe des Liquiditätsgrad I (Verhältnis der flüssigen Mittel zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten) sowie der Eigenkapitalquote (Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme). 2021/22 2020/21 % % Liquiditätsgrad I 11,3 5,5 Eigenkapitalquote 14,5 2,1 Die SCHUMAG unterliegt keinen Mindestkapitalanforderungen. 22. Pensionsrückstellungen Den Mitarbeitern der SCHUMAG, die vor dem 1. Januar 1994 in die Gesellschaft eingetreten sind, stehen neben den Anwartschaften auf Leistungen aus gesetzlichen Altersversorgungs- einrichtungen Ansprüche aus der Ruhegeldordnung vom 1. Januar 1994 zu. Die Leistungen bemessen sich nach der Beschäftigungsdauer. Darüber hinaus bestehen Sonderzusagen für aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands. Die Zusagen von Betriebsrenten werden durch Pensionsrückstellungen finanziert. Der Bewertung nach dem Anwartschaftsbarwert- verfahren gem. IAS 19 lagen folgende Annahmen zugrunde: Annahmen zur Bewertung des Anwartschaftsbarwerts (gewichteter Durchschnitt) 30.9.2022 30.9.2021 % % Rechnungszins 3,60 1,15 Rententrend 1,00 1,00 Fluktuation 1,25 1,25 Die Pensionsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Lohn- und Gehaltstrend bleibt aufgrund der Ruhegeldordnung außer Ansatz. Krankheitskosten der Mitarbeiter werden nicht übernommen. Den Anwartschaften stehen zum Teil Aktivwerte aus Versicherungspolicen gegenüber, die - soweit sie als qualifizierte Versicherungspolice im Sinne des IAS 19 gelten - als Pensionsvermögen (Planvermögen) ausgewiesen werden. Finanzierungen durch Planvermögen bestehen ausschließlich für Sonderzusagen. Entwicklung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Anwartschaftsbarwert am 1.10. 22.044 23.948 Laufender Dienstzeitaufwand 63 70 Zinsaufwand 245 197 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen -4.515 -720 Rentenzahlungen -1.431 -1.451 Anwartschaftsbarwert am 30.9. 16.406 22.044 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 1.10. -1.869 -1.788 Erwartete Erträge aus Planvermögen -17 -16 Arbeitgeberbeiträge -65 -65 Effekte aus Asset Ceiling 190 0 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am 30.9. -1.761 -1.869 Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 14.645 20.175 Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen entspricht den bilanzierten Pensionsrückstellungen. Zusammensetzung der Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Verluste (+) / Gewinne (-) aus der Änderung finanzieller Annahmen -4.647 -783 Verluste (+) / Gewinne (-) aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 132 63 -4.515 -720 Seit Einführung der Verrechnung der Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen unmittelbar mit den Gewinnrücklagen nach IAS 19.93A wurden ohne Berücksichtigung latenter Steuern insgesamt versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 5.174 (Vorjahr TEUR 9.689) im sonstigen Ergebnis erfasst. Zusammensetzung der Nettopensionsaufwendungen 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Laufender Dienstzeitaufwand -63 -70 Nettozinsaufwand -228 -182 Nettopensionsaufwendungen -291 -252 In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der Nettozinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen, die Erfassung des laufenden sowie des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands erfolgt im Personalaufwand. Die Pensionsverpflichtungen werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Risiken im Hinblick auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere durch Veränderungen bei den angesetzten Bewertungsannahmen wie dem Rechnungszins, dem Rententrend und den Sterbetafeln. Die nachfolgende Sensitivitätsbetrachtung zeigt, wie die bei angemessener Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglichen Veränderungen der Bewertungsannahmen die Anwartschafts- barwerte bei ansonsten konstant gehaltenen Prämissen beeinflusst hätten. Sensitivitätsbetrachtung 30.9.2022 Anwartschafts- barwert TEUR TEUR % Ansatz Konzernbilanz 16.406 - - Rechnungszins + 0,50% 15.683 -723 -4,4 Rechnungszins -0,50% 17.194 788 4,8 Rententrend + 0,25% 16.740 334 2,0 Rententrend -0,25% 16.084 -322 -2,0 Lebenserwartung + 1 Jahr 17.122 716 4,4 30.9.2021 Anwartschafts- barwert TEUR TEUR % Ansatz Konzernbilanz 22.044 - - Rechnungszins + 0,50% 20.839 -1.205 -5,5 Rechnungszins -0,50% 23.378 1.334 6,1 Rententrend + 0,25% 22.590 546 2,5 Rententrend -0,25% 21.520 -524 -2,4 Lebenserwartung + 1 Jahr 23.146 1.102 5,0 Veränderung Veränderung Neben einer Erhöhung der Pensionsverpflichtungen können Änderungen bei den Bewertungsannahmen auch zu gegenüber den bisherigen Erwartungen höheren Nettopensionsaufwendungen und Rentenzahlungen führen. Aufteilung Anwartschaftsbarwerte nach Gruppen von Versorgungsberechtigten Anwartschaftsbarwert TEUR % TEUR % Aktive Anwärter 1.405 8,6 2.297 10,4 Unverfallbar ausgeschiedene Anwärter 2.460 15,0 3.753 17,1 Rentner 12.541 76,4 15.994 72,5 16.406 100,0 22.044 100,0 30.9.2021 30.9.2022 Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen beträgt 10 Jahre (Vorjahr 12f Jahre). Die für das Geschäftsjahr 2022/23 erwarteten Zahlungen aus den zum 30. September 2022 erteilten Pensionszusagen betragen TEUR 1.439. Die Zahlungen werden derzeit vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert. Das Planvermögen ist im Wesentlichen ausfinanziert. Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen aus bestehenden Verträgen voraussichtlich auf TEUR 65 belaufen. Sollten die tatsächlichen Planerträge aus den Versicherungspolicen niedriger als bisher angenommen sein, würde sich die Nettoschuld aus leistungsorientierten Plänen erhöhen. Zudem müssten dann zukünftige Rentenzahlungen für Sonderzusagen zum Teil aus dem operativen Cashflow finanziert werden. 23. Übrige Rückstellungen Auftrags- rückstellungen Prozessver- pflichtungen Sonstige Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Stand am 30.9.2021 180 439 125 744 Zuführung 222 46 84 352 Inanspruchnahme -180 -49 -75 -304 Auflösung 0 -30 -6 -36 Stand am 30.9.2022 222 406 128 756 davon kurzfristig 222 406 119 747 davon langfristig 0 0 9 9 Die Auftragsrückstellungen umfassen Garantieleistungen insbesondere für im Berichtsjahr verkaufte Produkte. Die Bewertung erfolgt anhand von Erfahrungswerten. SCHUMAG geht davon aus, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Garantieleistungen im Geschäftsjahr 2022/23 zu begleichen. Diesbezügliche Erstattungen werden nicht erwartet. Die Rückstellungen für Prozessverpflichtungen betreffen vor allem erwartete Kosten aus Rechtsstreitigkeiten der BR Energy im Zusammenhang mit möglichen Ansprüchen einer ehemaligen Geschäftsführerin. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Jahresabschlusskosten enthalten. 24. Finanzschulden Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen: davon davon kurzfristig kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.658 4.119 5.178 3.726 Leasingverbindlichkeiten 5.523 938 1.724 544 Sonstige Darlehen 500 500 500 500 11.681 5.557 7.402 4.770 30.9.2022 30.9.2021 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten die Inanspruchnahme folgender Kreditlinien: 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR Betriebsmittelkredite SCHUMAG (unbefristet) 2.969 2.858 Investitionskredite SCHUMAG 1.963 1.829 Kontokorrentkredit Schumag Romania (unbefristet) 448 491 Investitionskredit Schumag Romania 278 0 5.658 5.178 Die Kreditlinien haben folgende Konditionen: Währung Linie maximal Verzinsung Betriebsmittelkredit SCHUMAG TEUR 2.000 3-Monats-Euribor zzgl. 1,5 % bis 2,5 % Betriebsmittelkredit SCHUMAG TEUR 1.000 1-Monats-Euribor zzgl. 2,95 % Investitionskredite SCHUMAG TEUR 2.661 1,75 % - 2,78 % Kontokorrentkredit Schumag Romania TEUR 500 1-Monats-Euribor zzgl. 2,7 % Investitionskredit Schumag Romania TRON 1.500 1-Monats-ROBOR zzgl. 2,0 % Als Sicherheit für die Betriebsmittel- und Investitionskredite der SCHUMAG dienen die Sicherungsübereignung der Vorräte der SCHUMAG, eine Grundschuld über TEUR 4.000 sowie einzelne mit den Investitionskrediten finanzierte Anlagen. Der Buchwert der Vorräte der SCHUMAG beläuft sich zum 30. September 2022 auf TEUR 12.667 (Vorjahr TEUR 9.300). Als Sicherheit für die Kontokorrentlinie sowie den Investitionskredit der Schumag Romania dient eine Grundschuld über TEUR 650, für den Investitionskredit zudem die damit finanzierte Maschine. Die Sicherheitennehmer sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grunds, insbesondere wenn die SCHUMAG fälligen Verpflichtungen aus den Kreditvereinbarungen nicht nachkommt, die bestehenden Sicherheiten nach angemessener Fristsetzung zu verwerten. Bzgl. der Leasingverbindlichkeiten verweisen wir auf Anmerkung 30. In den sonstigen Darlehen ist ein gewährtes Drittdarlehen über insgesamt TEUR 500 mit einer Laufzeit bis zum 30. September 2023 ausgewiesen. Das Darlehen wird mit 2 % über dem Basiszinssatz, mindestens aber mit 5,0 % p.a. verzinst. Als Sicherheit dient die Sicherungsübereignung der sich im rechtlichen Eigentum der SCHUMAG befindlichen Maschinen. Der Buchwert dieser Maschinen beläuft sich zum 30. September 2022 auf TEUR 2.439 (Vorjahr TEUR 2.591). Restlaufzeiten Finanzschulden 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR bis 1 Jahr 5.557 4.770 1 bis 5 Jahre 4.532 2.632 über 5 Jahre 1.592 0 11.681 7.402 Die Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements werden unter Anmerkung 29 dargestellt. 25. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben folgende Restlaufzeiten: 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR bis 1 Jahr 3.810 3.445 1 bis 5 Jahre 0 1 3.810 3.446 26. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten davon davon kurzfristig kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten Personal 1.818 1.390 1.809 1.303 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 146 146 144 144 Übrige Verbindlichkeiten 257 257 266 266 2.221 1.793 2.219 1.713 30.9.2022 30.9.2021 Die Verbindlichkeiten Personal beinhalten vor allem Urlaubsentgelt, Jubiläumsgeld, tarifliches Zusatzgeld sowie Personalkosten für Altersteilzeitverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten aus Altersteilzeitverpflichtungen sind in Höhe der gesetzlichen Verpflichtung zur Insolvenzsicherung durch ein Aval besichert. Zum 30. September 2022 standen der SCHUMAG verbindlich zugesagte Avalkreditlinien in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 750) zur Verfügung. Die Inanspruchnahme betrug wie im Vorjahr TEUR 500. Zur Besicherung der gewährten Avalkreditlinien dienen verpfändete Bankguthaben in Höhe von unverändert zum Vorjahr TEUR 75. Restlaufzeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten Personal 1.390 254 174 1.818 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 146 0 0 146 Übrige Verbindlichkeiten 257 0 0 257 1.793 254 174 2.221 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten Personal 1.303 272 234 1.809 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 144 0 0 144 Übrige Verbindlichkeiten 266 0 0 266 1.713 272 234 2.219 30.9.2022 30.9.2021 27. Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten davon davon kurzfristig kurzfristig TEUR TEUR TEUR TEUR Steuerverbindlichkeiten 327 327 253 253 327 327 253 253 30.9.2022 30.9.2021 Steuerverbindlichkeiten betreffen vor allem die Lohnsteuer für den Monat September. 28. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Durch Abgabe einer Patronatserklärung zugunsten der im Zuge der Veräußerung des Maschinenbaus zur SMS group übergegangenen Mitarbeiter für die übergegangenen Altersversorgungsansprüche ergeben sich für die SCHUMAG Eventualverbindlichkeiten. Da wir seit der Übertragung der Altersversorgungsansprüche keinen Zugriff mehr auf deren Entwicklung und Bewertung haben, ist uns eine Abschätzung der Höhe der Verpflichtung nicht möglich. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme aus der Patronatserklärung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität des Erwerbers des Maschinenbaus als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Darüber hinaus wurde im Rahmen des zuletzt im November 2020 verlängerten Standortsicherungstarifvertrags ein auflösend bedingter Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld für 2 Jahre sowie auf die Tariferhöhung von 4,3 % aus Mai 2012 vereinbart, dessen Volumen sich insgesamt auf ca. TEUR 7.000 beläuft. Tatsächlicher Eintritt und Zeitpunkt der auflösenden Bedingung und der hieraus gegebenenfalls resultierenden Zahlungen, die in Abhängigkeit vom Erreichen einer festgelegten Bilanzkennzahl erfolgen und die auch in Teilbeträgen möglich sind, können derzeit nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Dieser Besserungsschein wird abgelöst, wenn bis zum 30. April 2023 die vom Sachwalter gehaltenen Mitarbeiteraktien zu einem Preis von mindestens EUR 1,80 pro Aktie verkauft werden. Ansonsten bleibt er bestehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR Abnahmeverpflichtungen für Stromlieferungen (own use) 2.279 3.115 Abnahmeverpflichtungen für Gaslieferungen (own use) 1.842 2.126 Bestellobligo Investitionen in Sachanlagen 642 747 Abnahmeverpflichtungen für Wartung und Dienstleistungen 267 291 Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 48 44 5.078 6.323 Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden mit dem Wert der vereinbarten zukünftigen Zahlungen angesetzt. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen haben folgende Restlaufzeiten: 30.9.2022 30.9.2021 TEUR TEUR bis 1 Jahr 19 14 1 bis 5 Jahre 29 30 48 44 Weitere Angaben zu Miet- und Leasingverträgen sind in Anmerkung 30 enthalten. 29. Finanzinstrumente Buchwerte nach Bewertungskategorien Bewertungskategorie nach IFRS 9: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Buchwert 30.9.2022 Buchwert 30.9.2021 TEUR TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.235 3.275 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.088 2.873 Zahlungsmittel 1.301 561 Finanzielle Vermögenswerte 5.624 6.709 Finanzschulden (ohne Leasingverbindlichkeiten) 6.158 5.678 Leasingverbindlichkeiten 5.523 1.724 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.810 3.446 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 755 2.219 Finanzielle Verbindlichkeiten 16.246 13.067 Der beizulegende Zeitwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht wegen deren Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert. Aufgrund der marktüblichen Verzinsung sowie des derzeit niedrigen Zinsniveaus entspricht auch der beizulegende Zeitwert der langfristigen Finanzinstrumente im Wesentlichen dem Buchwert. Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte -54 -4 Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 10 692 -44 688 Das Nettoergebnis aus der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte“ beinhaltet im Wesentlichen Verluste aus der Ausbuchung von sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie Gewinne aus Währungsdifferenzen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ umfasst insbesondere Gewinne aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie Verluste aus Währungsdifferenzen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Wertberichtigungen/Forderungsausbuchungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis erfasst (vgl. Anmerkung 10). Finanzrisikomanagement Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten; derivative Finanzinstrumente liegen nicht vor. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren. Der Konzern ist Währungs-, Zins-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Steuerung dieser Risiken obliegt dem Management des Konzerns. Dieses wird permanent im Rahmen der Unternehmensplanung über mögliche und eingetretene finanzielle Risiken unterrichtet. Währungsrisiken: Änderungen des Wechselkurses können zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten führen. Währungsrisiken bestehen insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten, die in einer anderen als der lokalen Währung der SCHUMAG- Gesellschaften abgeschlossen wurden, oder bei zukünftigen Fremdwährungstransaktionen. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos werden im Einzelfall Devisentermingeschäfte eingesetzt. Warentermingeschäfte und Finanzderivate werden nicht eingesetzt. Dadurch dass bei der SCHUMAG Fremdwährungstransaktionen nur in sehr geringen Umfang und mit relativ kurzfristigen Zeithorizont abgewickelt werden, sind Währungsrisiken derzeit nicht wesentlich. Zinsrisiken: Schwankungen von Zinssätzen können zu Wertänderungen von Finanzin- strumenten führen. Zinsrisiken können sich dabei zum einen auf die Höhe von Zinserträgen und -aufwendungen sowie zum anderen auf zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte auswirken. Zur Absicherung von Zinsrisiken werden mittel- bis langfristige Finanzierungsvorhaben in der Regel festverzinslich vereinbart. Zinsderivate werden nicht eingesetzt. Dadurch dass bei der SCHUMAG finanzielle Vermögenswerte derzeit nur zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind sowie aufgrund der in der Regel fixen Zinsvereinbarungen sind Zinsrisiken aktuell nicht wesentlich. Ausfallrisiken: Ausfallrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Bei der Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko gegenüber dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts signifikant erhöht hat, werden alle ohne übermäßigen Kosten- und Arbeitsaufwand verfügbaren Informationen einschließlich historischer Erfahrungen berücksichtigt. Das Zahlungsverhalten der Vertragspartner wird regelmäßig analysiert. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass sich das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dessen erstmaligem Ansatz deutlich erhöht hat, wenn vertragliche Zahlungen mehr als 30 Tage überfällig sind, es sei denn, SCHUMAG verfügt über angemessene und nachvollziehbare Informationen, die etwas anderes belegen. Als objektive Anzeichen für Wertminderungen gelten für uns insbesondere folgende Kriterien: • erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Gegenpartei • Vertragsbruch wie z.B. Ausfall oder Verzug von Zahlungen • Insolvenz oder ein ähnliches Ereignis, das auf einen wahrscheinlichen Ausfall der Gegenpartei hinweist Der Buchwert aller finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko der SCHUMAG dar. Aufgrund der globalen Tätigkeit und der Kundenstruktur der SCHUMAG sowie durch die Nutzung von echtem Factoring liegen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen vor. Dies belegt auch die historische Ausfallrate der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die äußerst niedrig ist. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund des Ukraine-Kriegs sowie der Corona- Pandemie ändern diese Einschätzung nicht. Der Ukraine-Krieg sowie die Corona-Pandemie haben bisher zu keinen Forderungsausfälle geführt. Liquiditätsrisiken: Die Zahlungsfähigkeit sowie die Liquiditätsversorgung des SCHUMAG- Konzerns werden durch eine zeitnah fortgeschriebene Liquiditätsplanung beobachtet. Der Liquiditätsbedarf ergibt sich maßgeblich aus den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (vgl. Anmerkung 25 und 26). Bzgl. der Liquiditätsrisiken verweisen wir zudem auf den zusammengefassten Lagebericht (hier: Abschnitt Liquiditätsrisiko innerhalb des Chancen- und Risikoberichts). 30. Leasingverhältnisse SCHUMAG als Leasingnehmer Die Leasingverträge, bei denen SCHUMAG Leasingnehmer ist, beinhalten überwiegend die Miete von Produktionsmaschinen sowie Kfz-Leasing. Diese haben in der Regel eine fixe Laufzeit von 36 bis 72 Monaten. Darüber hinaus gibt es einen Mietvertrag für Büro- und Lagerflächen sowie einen Mietvertrag für Produktionsflächen jeweils mit einer festen Laufzeit von 10 Jahren. Beide Verträge enthalten eine Verlängerungsoption für die feste Mietzeit von 5 Jahren, die einseitig von der SCHUMAG genutzt werden kann. Da die Ausübung dieser Option als nicht hinreichend sicher eingestuft wurde, sind mögliche zukünftige Leasingzahlungen aus der Ausübung der Option nicht in die entsprechende Leasingverbindlichkeit einbezogen worden. Leasingverbindlichkeiten bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Mindestleasingzahlung 1.135 3.445 1.671 6.251 Zinsanteil 197 452 79 728 Leasingverbindlichkeit 938 2.993 1.592 5.523 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Mindestleasingzahlung 593 889 427 1.909 Zinsanteil 49 108 28 185 Leasingverbindlichkeit 544 781 399 1.724 30.9.2022 30.9.2021 Von den bilanzierten Leasingverbindlichkeiten stehen folgende im Zusammenhang mit den in den Sachanlagen enthaltenen Nutzungsrechten (vgl. Anmerkung 15): bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Mindestleasingzahlung 627 1.719 1.357 3.703 Zinsanteil 76 197 67 340 Leasingverbindlichkeit 551 1.522 1.290 3.363 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR Mindestleasingzahlung 498 583 404 1.485 Zinsanteil 29 75 28 132 Leasingverbindlichkeit 469 508 376 1.353 30.9.2022 30.9.2021 Aus unkündbaren Leasing- und Mietverträgen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, ergeben sich folgende zusätzliche Mindestleasingzahlungen: bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 19 29 48 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt TEUR TEUR TEUR Nominalwert der Mindestleasingzahlungen 14 30 44 30.9.2022 30.9.2021 Im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen SCHUMAG Leasingnehmer ist, wurden neben den Abschreibungen auf die zugrunde liegenden Nutzungsrechte (vgl. Anmerkung 15) folgende Beträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten -127 -47 Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen -130 -127 Aufwendungen aus Leasingverhältnissen mit zugrunde liegenden Vermögenswerten von geringem Wert -17 -8 -274 -182 SCHUMAG als Leasinggeber SCHUMAG tritt wie im Vorjahr nicht als Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing auf. Nach Verkauf einer weiteren Immobilie im Februar 2022 agiert die SCHUMAG auch nicht mehr im Rahmen von Operatingleasing als Leasinggeber. 31. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) Die nahe stehenden Unternehmen und Personen der SCHUMAG (ohne Organmitglieder der aufgeführten Gesellschaften sowie weiterer mit diesen verbundenen Unternehmen) für die Betrachtungszeiträume sind nachfolgend aufgeführt: Aktionäre CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen Nomainvest S.A., Eupen/Belgien TPPI GmbH, Aachen (ab 8. September 2022) Organmitglieder (= Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen) Aufsichtsrat SCHUMAG Aktiengesellschaft Vorstand SCHUMAG Aktiengesellschaft Hinsichtlich der Aktionäre verweisen wir auf die Stimmrechtsmitteilungen, die unter Anmerkung 34 wiedergegeben sind. Die Organmitglieder sind unter Anmerkung 32 aufgeführt. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen Aktionäre Organ- Andere mitglieder Geschäftsbeziehung TEUR TEUR TEUR Waren- und Dienstleistungsverkehr 0 1.200 0 Bezüge der Organmitglieder 0 -325 0 Offenstehende Verbindlichkeiten 0 54 0 Aktionäre Organ- Andere mitglieder Geschäftsbeziehung TEUR TEUR TEUR Waren- und Dienstleistungsverkehr 0 0 -3 Bezüge der Organmitglieder 0 -302 0 Offenstehende Verbindlichkeiten 0 54 0 2021/22 2020/21 Die Bezüge der Organmitglieder werden detailliert im Vergütungsbericht erläutert. Anfang April 2022 haben wir mit einem Organmitglied einen Kaufvertrag über den Verkauf der im Geschäftsjahr 2020/21 bilanzierten Schadensersatzforderung gegen ein ehemaliges Organmitglied abgeschlossen. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 1.200. Der Kaufvertrag beinhaltet einen Besserungsschein, durch den sich der Kaufpreis um 60 % des Betrages, den die D&O-Versicherung über einen Betrag von TEUR 1.200 hinausgehend leistet, erhöht (max. TEUR 180). Zu den Personen in Schlüsselpositionen gem. IAS 24 gehören bei SCHUMAG die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SCHUMAG. Die gem. IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und Aufsichtsrats. Die in den Geschäftsjahren 2021/22 bzw. 2020/21 aktiven Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR kurzfristig fällige Leistungen (ohne aktienbasierte Vergütung) 325 302 325 302 32. Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Gesamtbezüge des Vorstands (kurzfristig fällige Leistungen) 271 248 davon erfolgsunabhängige Bezüge 271 248 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats (kurzfristig fällige Leistungen) 54 54 davon erfolgsunabhängige Bezüge 54 54 davon sonstige Auslagen 0 0 Individualisierte Angaben zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie eine Beschreibung des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht enthalten. Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands oder ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf TEUR 862 (Vorjahr TEUR 861). Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind TEUR 8.524 (Vorjahr TEUR 11.014) zurückgestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der SCHUMAG sowie deren Mitgliedschaft in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien sind nachfolgend aufgeführt: Aufsichtsrat Dirk Daniel, Aachen Vorsitzender Rechtsanwalt/Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Partner in der Daniel, Hagelskamp & Kollegen Rechtsanwälte und Steuerberater Partnerschaft mbB, Aachen Mitgliedschaft Quip AG, Aachen (Mitglied des Aufsichtsrats) Talbot Services GmbH, Aachen (Mitglied des Beirats) Karl Josef Libeaux, Aachen stellvertretender Vorsitzender vereidigter Buchprüfer/Steuerberater und Partner der Sozietaet Libeaux, Libeaux + Hensel, Steuerberater vereidigter Buchprüfer PartGmbB, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Rasim Alii, Würselen Leiter Produktion der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Lucian Muntean, Aachen Ersteinrichter bei der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Aachen ohne weitere Mitgliedschaft Catherine Noël, Eupen/Belgien Generalsekretärin der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien Mitgliedschaft New Laser S.A., St. Vith/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats) NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Mitglied des Verwaltungsrats) NOËL MANAGEMENT + FINANCE S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats) Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats) Picavi GmbH, Herzogenrath (Mitglied des Beirats) – ab 17. Februar 2022 Yves Noël, Eupen/Belgien Verwaltungsratspräsident und CEO der Nomainvest S.A., Eupen/Belgien Mitgliedschaft BePharBel Manufacturing S.A, Courcelles/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats) BePharBel S.A., Courcelles/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats) Immo Gospert BV, Lontzen/Belgien (Vorsitzender des Verwaltungsrats) – ab 27. November 2021 Meusinvest Ostbelgieninvest Venture Europe S.A., Eupen/Belgien (Vorsitzender des Verwaltungsrats) Nanocyl S.A., Sambreville/Belgien (Mitglied des Verwaltungsrats) NMC International S.A., Luxemburg/Luxemburg (Vorsitzender des Verwaltungsrats) – bis 22. Oktober 2022 NMC S.A., Eynatten/Belgien (Vorsitzender des Verwaltungsrats) – bis 25. Oktober 2022 Nomainvest S.A., Eupen/Belgien (Präsident des Verwaltungsrats) Quip AG, Baesweiler (Mitglied des Aufsichtsrats) Talbot Services GmbH, Aachen (Mitglied des Beirats) – bis 29. August 2022 Vorstand Johannes Wienands, Aachen CEO Dipl.-Kaufmann Mitgliedschaft Global Venture Partner AG, Hünstetten (Mitglied des Aufsichtsrats) Dr. Bernhard Mayers, Aachen (ab 1. September 2022) COO Dipl.-Ingenieur ohne weitere Mitgliedschaft 33. Honorare des Abschlussprüfers Die Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf (vormals Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf), hat den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss geprüft. Das für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers ist nachfolgend angegeben: 2021/22 2020/21 TEUR TEUR Abschlussprüfungsleistungen 199 180 199 180 davon für Vorjahr 33 20 34. Angaben zum Bestehen einer Beteiligung Die Allerthal-Werke AG, Köln, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 31. August 2020 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,03 % (201.100 Stimmrechte) beträgt. Die CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 15. September 2020 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 30,21 % (1.812.373 Stimmrechte) beträgt. Die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 15. September 2020 die Schwelle von 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 32,16 % (1.929.477 Stimmrechte) beträgt. Die Schumag-Stiftung, Aachen, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. September 2022 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,62 % (236.000 Stimmrechte) beträgt. Herr Peter Aloysius Aßmann, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. September 2022 die Schwellen von 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,83 % (344.725 Stimmrechte) beträgt. Herr Prof. Dr. Thomas Prefi, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. September 2022 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 25,000006 % (2.250.000 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 25,000006 % (2.250.000 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: TPPI GmbH, Deutschland (Zurechnung: 25,000006 % entsprechend 2.250.000 Stimmrechte). Herr Karl Josef Libeaux, Deutschland, hat unserer Gesellschaft gem. § 33 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft, Nerscheider Weg 170, 52076 Aachen, Deutschland, am 8. September 2022 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Tag 7,30 % (657.033 Stimmrechte) beträgt, dass ihm hiervon 7,30 % (657.033 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zuzurechnen sind und dass ihm dabei von folgendem kontrollierten Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der SCHUMAG Aktiengesellschaft 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet werden: ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Deutschland (Zurechnung: 7,30 % entsprechend 657.033 Stimmrechten). Gem. den uns vorliegenden Informationen hat sich die Nomainvest S.A., Eupen, Belgien, sowie die CoDa Beteiligungs GmbH, Aachen, Deutschland, auch an der Kapitalerhöhung beteiligt, ohne dass Stimmrechtsmitteilungen erforderlich waren. Da auch die Allerthal- Werke AG, Köln, keine Stimmrechtsmitteilung abgegeben hat, ist davon auszugehen, dass sich deren Stimmrechtsanteil weiterhin auf mindestens 5 % (450.000 Stimmrechte) beläuft. Gem. den uns vorliegenden Informationen hielten zum Abschlussstichtag folgende Parteien mehr als 3 % der Anteile an der SCHUMAG: Nomainvest S.A.: 25,00 % TPPI GmbH: 25,00 % CoDa Beteiligungs GmbH: 21,26 % ELR Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH: 7,30 % Allerthal-Werke AG (mindestens): 5,00 % Peter Aloysius Aßmann (Mitarbeiteraktien): 3,83 % Streubesitz: 12,61 % 35. Anteilsbesitzliste Gesellschaft und Sitz Anteil Schumag AG BR Energy GmbH, Aachen 100% TEUR 100 TEUR 0 2) TEUR -267 Schumag Romania S.R.L., Timisoara, Chisoda/Rumänien 100% TRON 9.560 TEUR 1.679 TEUR -141 1) nach jeweiligem Landesrecht 2) nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag: TEUR 3.595 Geschäftsjahres 1) Ergebnis des Nominal- kapital Eigenkapital 1) 36. Erklärung nach § 161 AktG Am 31. Januar 2023 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SCHUMAG die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG abgegeben und im Internet unter www.schumag.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. 37. Zusätzliche Informationen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Überleitungsrechnung gem. IAS 7 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Leasing- verbindlichkeiten Sonstige Darlehen Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR 30.9.2021 5.178 1.724 500 7.402 Zahlungswirksame Veränderungen 480 -1.504 0 -1.024 Nicht zahlungswirksame Veränderungen 0 5.303 0 5.303 30.9.2022 5.658 5.523 500 11.681 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Leasing- verbindlichkeiten Sonstige Darlehen Gesamt TEUR TEUR TEUR TEUR 30.9.2020 2.783 1.617 500 4.900 Zahlungswirksame Veränderungen 2.395 -617 0 1.778 Nicht zahlungswirksame Veränderungen 0 724 0 724 30.9.2021 5.178 1.724 500 7.402 Im Geschäftsjahr 2021/22 erfolgten im Rahmen des Zugangs von Nutzungsrechten nach IFRS 16 nicht-zahlungswirksame Investitionstätigkeiten in Höhe von TEUR 2.695 (Vorjahr TEUR 120) sowie nicht-zahlungswirksame Finanzierungstätigkeiten in Höhe von TEUR 2.479 (Vorjahr TEUR 102). Im Geschäftsjahr 2020/21 betrafen die Auszahlungen für Ertragsteuern (TEUR 17) die Körperschaftsteuer der Schumag Romania S.R.L. für das Geschäftsjahr 2020/21, die Einzahlungen für Ertragsteuern (TEUR 81) die Körperschaftsteuer der SCHUMAG für das Geschäftsjahr 2018/19. Die Ein-/Auszahlungen für Ertragsteuern sind dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, die für Zinsen dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen. Ergänzende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung befinden sich auch im zusammengefassten Lagebericht unter den Ausführungen zur Finanzlage. 38. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Januar 2023 wurde eine unserer Betriebskreditlinien um TEUR 2.000 erhöht. Diese Erhöhung ist bis zum 1. Februar 2024 befristet. Aufgrund eines Großbrands in den Werkshallen unseres Marktbegleiters Burgmaier wurde die SCHUMAG Mitte Februar 2023 kurzfristig von zwei wichtigen Kunden - Borg Warner und Liebherr – für neue Projekte mit einem Umsatzpotential von TEUR 1.250 bzw. TEUR 600 p.a. nominiert. Ansonsten lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag vor. Aachen, 30. März 2023 SCHUMAG Aktiengesellschaft Der Vorstand Johannes Wienands Dr. Bernhard Mayers

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.