Management Reports • Nov 23, 2016
Management Reports
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Die Oilfield Service-Industrie war auch im dritten Quartal 2016 vom herausfordernden Marktumfeld geprägt. Die Branche ist vom stärksten Abschwung seit mehr als 30 Jahren betroffen. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass die Bodenbildung erreicht sein sollte. Die Balance aus Angebot und Nachfrage war, trotz OPEC-Rekordproduktion im September, annähernd wiederhergestellt. Auch die Zahl der weltweiten Bohranlagen ist seit Juni 2016 wieder konstant gestiegen. Von einer nachhaltigen Trendumkehr kann man aber noch nicht sprechen. Die Visibilität auf dem Markt ist unverändert gering.
Der Überschuss am Rohöl-Markt im dritten Quartal 2016 betrug 0,3 Millionen Barrel pro Tag (mb/d). Im ersten Quartal 2016 lag er noch bei 1,1 mb/d, im zweiten Quartal 2016 ebenfalls bei 0,3 mb/d. Der starke Rückgang des Überschusses seit Jahresanfang ist auf zwei Effekte zurückzuführen: Die stabil steigende Öl-Nachfrage traf auf den Produktionsrückgang der Non-OPEC-Staaten, vor allem der USA, infolge der anhaltenden massiven Kürzungen der Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben). Die Ölgesellschaften hatten ihre E&P-Ausgaben bereits in 2015 um 21 % gesenkt, für 2016 wird eine Verringerung um weitere 26 % erwartet. Hinzu kamen heuer Produktionsausfälle in Kanada durch Waldbrände sowie in Libyen und Nigeria in Folge von lokalen Konflikten. Produktionsanstiege gab es vorwiegend in Saudi Arabien, Kanada und Brasilien. Die OPEC-Rohöl-Produktion war weiterhin auf Rekordkurs und erreichte im September 33,6 mb/d. Das weltweite Angebot lag im dritten Quartal 2016 bei 97,2 mb/d, nach 96,6 mb/d im ersten Quartal 2016 und 96,0 mb/d im zweiten Quartal 2016.
Die Öl-Nachfrage stieg im dritten Quartal 2016 gegenüber dem zweiten Quartal 2016 um 1,2 mb/d auf 96,9 mb/d. Im ersten Quartal 2016 lag sie bei 95,5 mb/d, im zweiten Quartal 2016 bei 95,7 mb/d. Vom zweiten zum dritten Quartal 2016 stieg der Verbrauch vor allem im Nahen Osten, in den USA und in Russland.1
Die OPEC Spare Capacity 2 sank im September 2016 auf 2,1 mb/d. Zu Jahresbeginn lag sie noch bei 3,0 mb/d. Die weltweiten Öl-Lagerbestände befinden sich auf einem Rekordhoch, der Lageraufbau hat sich im dritten Quartal 2016 auf Grund des geringen Überschusses jedoch verlangsamt.3
Der Ölpreis war im dritten Quartal 2016 durch zwei große makropolitische Ereignisse massiv beeinflusst: Im Juli setzte der Anstieg des US-Dollar (USD) in Folge des Votums in Großbritannien für den Ausstieg aus der Europäischen Union ("Brexit") den Ölpreis deutlich unter Druck. Eine regelrechte Preis-Rally der Sorten Brent und WTI setzte wiederum ein, als die OPEC Ende September bei der
1 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, November 2016.
2 Definition der International Energy Agency (IEA): "IEA defines spare capacity as the capacity levels that can be reached within 90 days and sustained for an extended period."
3 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, November 2016.
Energiekonferenz in Algier ankündigte, bei ihrem nächsten Treffen am 30. November 2016 eine dauerhafte Produktionsobergrenze von 32,5 bis 33,0 mb/d beschließen zu wollen. Diese Obergrenze der Produktion würde 0,5 mb/d bis 1,0 mb/d Angebot aus dem Markt nehmen und unmittelbar zur Wiederherstellung der Balance aus Angebot und Nachfrage führen. Zu Quartalsende zeigten sich die Preise der Sorten Brent und WTI gegenüber dem Quartalsbeginn dann letztlich kaum verändert: Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI lag zum 1. Juli 2016 bei USD 48,99 pro Barrel und endete am 30. September 2016 mit einem Preis von USD 48,24 pro Barrel. Der Preis für ein Barrel der europäischen Sorte Brent lag zum 1. Juli 2016 bei USD 50,35 und endete mit einem Preis von USD 49,06 (30. September 2016). Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 hält der Ölpreis bei einem Minus von 55,0 % (WTI) sowie 57,3 % (Brent).4
Der weltweite Rig Count 5 stieg im dritten Quartal um 7,0 % oder 103 Anlagen auf durchschnittlich 1.584 Anlagen im September 2016. Diese Zahl lag um 587 Anlagen oder 27,0 % unter dem Wert vom September 2015. Nach dem massiven Rückgang von mehr als 60 % bis zum Tiefststand im zweiten Quartal 2016 (Ende Mai 2016: 1.393 Anlagen), erhöhte sich der weltweite Rig Count wieder leicht um 13,7 % oder 191 Anlagen, getrieben durch den Rig Count in Nordamerika, wo die Zahl der Bohranlagen besonders stark zurückgegangen war. Dem gegenüber hat sich der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (Drilled but Uncompleted Wells oder DUCs) in Nordamerika seit dem Höchststand zu Beginn dieses Jahres von 5.576 Einheiten um 9,0 % auf 5.069 verringert.6 Das sind allesamt Indizien dafür, dass die Bodenbildung erreicht sein sollte.
Das anhaltend schwierige Marktumfeld belastet das Ergebnis der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO). SBO hat in diesem schwierigen Umfeld in den ersten drei Quartalen 2016 dennoch einen positiven operativen Cashflow erzielt. Dank einer kerngesunden Bilanzstruktur und hoher Liquidität bleibt die SBO auch weiterhin in der Lage, gezielt in ihre langfristige Wachstumsstrategie zu investieren. Nachdem SBO bereits im November 2014 das kanadische Unternehmen "Resource Well Completion Technologies Inc." (Resource) übernommen hatte, erwarb SBO am 1. April 2016 das US-Unternehmen "Downhole Technology LLC" (Downhole Technology) und konnte somit ihre Position im Well Completion-Bereich ausbauen.
5 Baker Hughes Inc.
6 U.S. Energy Information Administration, EIA Estimates of Drilled but Uncompleted Wells (DUCs), October 2016.
4 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).
Bedingt durch die geringe Nachfrage ging der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2016 um 48,3 % auf MEUR 133,1 zurück (1-9/2015: MEUR 257,6). In den ersten drei Quartalen 2015 hatte SBO noch vom Rekordauftragseingang im Jahr 2014 profitiert. Der Auftragseingang sank im Jahresvergleich entsprechend der großen Zurückhaltung der Kunden um 24,5 % auf MEUR 116,5 (1-9/2015: MEUR 154,2), verbesserte sich aber gegenüber dem ersten und zweiten Quartal 2016. Der Auftragsstand lag zum Ende des dritten Quartals 2016 bei MEUR 17,4, nach MEUR 40,2 zum 30. September 2015. Downhole Technology trägt seit der Akquisition im zweiten Quartal 2016 positiv und im Rahmen der Erwartungen zur Geschäftsentwicklung von SBO bei.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug MEUR minus 7,2 (1-9/2015: MEUR 55,0). Das operative Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten betrug MEUR minus 44,0. Unter Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen für Due Diligence von MEUR 2,3 und Aufwendungen für Impairment von Sachanlagen und Firmenwerten sowie Restrukturierung von MEUR 4,6, sohin MEUR 6,9, betrug das berichtete Betriebsergebnis (EBIT) MEUR minus 50,9 (1-9/2015: MEUR minus 7,1). Das Finanzergebnis belief sich auf MEUR 14,6 (1-9/2015: MEUR 7,4), darin enthalten das Ergebnis aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen von MEUR 16,9. Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR minus 36,2 (1-9/2015: MEUR 0,3), das Ergebnis nach Steuern lag bei MEUR minus 22,9 (1-9/2015: MEUR minus 2,0). Das Ergebnis je Aktie kam auf EUR minus 1,43 (1-9/2015: EUR minus 0,13). Die Margen spiegeln den Markteinbruch wider: Die EBITDA-Marge lag bei minus 5,4 % (1-9/2015: 21,4 %), die EBIT-Marge bei minus 38,2 % (1-9/2015: minus 2,8 %). Die Pretax-Marge betrug minus 27,2 % (1-9/2015: 0,1 %).
SBO konnte trotz des anhaltenden Abschwunges in den ersten drei Quartalen 2016 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von MEUR 28,9 (1-9/2015: MEUR 86,1) erzielen.
Die Bilanzstruktur der SBO ist nach wie vor kerngesund. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. September 2016 auf MEUR 141,6 (31. Dezember 2015 - vor der Akquisition von Downhole Technology: MEUR 196,3). Die Nettoverschuldung lag bei MEUR 56,1 (31. Dezember 2015: Netto-Cash-Position von MEUR 26,2). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) wurden gegenüber den ersten drei Quartalen 2015 um 48,7 % auf MEUR 9,4 zurückgefahren (1-9/2015: MEUR 18,3). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 30. September 2016 MEUR 0,2 (30. September 2015: MEUR 1,1). Die Eigenkapitalquote lag bei 54,8 % (31. Dezember 2015: 60,8 %).
SBO gliedert ihr Geschäft in zwei Segmente: "High Precision Components" (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und "Oilfield Equipment" (Non-Magnetic Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation-Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.
Das Segment "High Precision Components" entwickelte sich in den ersten drei Quartalen 2016 entsprechend den deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Der Segmentumsatz ging um 62,2 % auf MEUR 45,7 zurück (1-9/2015: MEUR 120,7). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 23,0 (1-9/2015: MEUR 2,5).
Im Segment "Oilfield Equipment" wirkte der massive Rückgang der weltweiten Aktivitäten dämpfend auf das Geschäft. Die Kunden setzten zwar auch im Abschwung auf Qualitätsprodukte, die sinkende Nachfrage drückte aber auf die Preise. Der Segment-Umsatz sank daher um 36,2 % auf MEUR 87,4 (1-9/2015: MEUR 136,9). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 15,9 (1-9/2015: MEUR 14,9).
SBO besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits im zweiten Halbjahr 2014 erste Gegenmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs auch im laufenden Jahr mit weiteren Schritten konsequent fortgesetzt:
f Die Fusion der beiden SBO-Tochtergesellschaften in Singapur, die am Ende des zweiten Quartals beschlossen wurde, ist in Umsetzung. Dabei werden die "SB DARRON Pte. Ltd." und die "Knust-SBO Far East Pte. Ltd." zur "Knust-SBD Pte. Ltd." verschmolzen. Ein gemeinsames Management führt beide Standorte weiter. Die Restrukturierung soll im Jahr 2017 abgeschlossen werden. Durch sie werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt.
Die Geschäftsrisiken der SBO haben sich in den ersten drei Quartalen 2016 gegenüber den im Jahresabschluss 2015 dargestellten Risiken grundsätzlich nicht verändert. Die gesamte Oilfield Service-Industrie ist weiterhin als Folge der niedrigen Ölpreise und der am Markt verfügbaren hohen Rohöl-Mengen von erheblichen Investitionskürzungen betroffen. Dies hat auf die Vermögens- und Ertragslage der SBO trotz der – wie schon in den vorhergehenden Quartalsberichten erläuterten – eingeleiteten Gegenmaßnahmen erheblichen Einfluss. Wir verweisen zudem auf alle im Geschäftsbericht 2015 erläuterten Risiken. Wir empfehlen, diesen Bericht zu den ersten drei Quartalen 2016 stets in Zusammenhang mit dem Risikobericht des Geschäftsberichtes 2015 zu lesen.
Die Aktie der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) startete am 1. Juli 2016 mit einem Kurs von EUR 53,40 in das dritte Quartal 2016 und schloss am 30. September 2016 bei EUR 59,00. Damit stieg der Aktienkurs im Verlauf des dritten Quartals um 10,5 %. Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 hält der Aktienkurs bei einem Minus von 38,2 % und entwickelte sich damit deutlich stabiler als der Ölpreis (WTI: minus 55,0 %, Brent: minus 57,3 %).
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Oktober 2016 seine Einschätzungen vom Juli 2016 für das globale Wirtschaftswachstum in den Jahren 2016 und 2017 bestätigt. Er geht weiterhin von einem Wachstum in 2016 in Höhe von 3,1 % aus. In 2017 rechnet der IWF mit einem Wachstum von 3,4 %. Für die Wirtschaft der Industriestaaten reduzierte der IWF seine Wachstums-Prognose für 2016 jedoch um 0,2 %. Maßgeblich dafür ist, dass der IWF in Folge des Brexit höhere wirtschaftliche, politische und institutionelle Unsicherheiten sieht. Für das Jahr 2017 bleibt die Prognose bei einem Wirtschaftswachstum in den Industriestaaten von 1,8 %. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2016 von einem Plus von 4,2 % (zuletzt: 4,1 %) und für 2017 von einem beschleunigten Wachstum von 4,6 % aus.7
Die Oilfield Service-Industrie ist seit dem vierten Quartal 2014 von einem massiven Abschwung betroffen, der weiterhin anhält. Die Ölgesellschaften haben auch heuer ihre E&P-Ausgaben weiter deutlich reduziert. Die globalen E&P-Ausgaben werden in 2016 voraussichtlich um 26 % verringert. In Nordamerika wird ein Rückgang von 41 % prognostiziert, international ein Minus von 21 %.8 Auch für das vierte Quartal wird ein anhaltend schwieriges Marktumfeld erwartet.
7 IMF World Economic Outlook, Update Oktober 2016.
8 Evercore ISI Research, Juni 2016; ähnlich Barclays, Oil & Gas Weekly, 22. März 2016.
Schritt für Schritt geht gleichzeitig die globale Öl-Überversorgung zurück. Die weltweite Öl-Nachfrage steigt weiterhin stabil. Nach verbreiteter Ansicht ist eine Balance von Angebot und Nachfrage im Jahr 2017 wahrscheinlich. Falls die OPEC-Mitglieder am 30. November 2016 die diskutierte Produktionsobergrenze beschließen, sollte sich dieser Prozess beschleunigen. Es ist zu erwarten, dass die fehlenden E&P-Ausgaben der vergangenen Jahre in der Zukunft dazu führen werden, dass das sinkende Öl-Angebot die steigende Öl-Nachfrage nicht mehr bedienen kann. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden neue Investitionen notwendig.
Das Jahr 2016 wird auch im vierten Quartal herausfordernd bleiben. SBO ist aber gerüstet, den tiefsten Abschwung seit Jahrzehnten gut zu bewältigen. Der hohe Cash-Bestand, die geringe Nettoverschuldung und die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens sorgen dafür, dass SBO auch im Abschwung gezielt in ihre langfristige Wachstumsstrategie investiert. Mit dem Aufbau des Geschäftsfeldes Well Completion sowie ihrer Tätigkeit in Forschung und Entwicklung bereitet sich SBO gezielt auf den nächsten Aufschwung vor. Parallel dazu werden die laufenden Kosteneinsparungsprogramme konsequent umgesetzt und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage angepasst. SBO ist gut aufgestellt, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.
| 9 Monate bis | 3 Monate bis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Umsatzerlöse | 133.070 | 257.600 | 45.059 | 70.745 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-135.706 | -198.479 | -45.359 | -57.687 |
| Bruttoergebnis | -2.636 | 59.121 | -300 | 13.058 |
| Vertriebsaufwendungen | -14.123 | -15.797 | -4.895 | -4.684 |
| Verwaltungsaufwendungen | -25.937 | -25.350 | -8.688 | -8.810 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.552 | -13.651 | -1.686 | -3.486 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.960 | 12.182 | 515 | 1.078 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-46.288 | 16.505 | -15.054 | -2.844 |
| Restrukturierungserträge | 2.475 | 0 | 850 | 0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | -2.027 | 0 | -451 | 0 |
| Wertminderungen von Sachanlagen | -1.737 | -1.915 | 1 | -1.915 |
| Wertminderungen von Firmenwerten | -3.295 | -21.730 | -22 | -21.730 |
| Betriebsergebnis nach Wertminderungen | ||||
| und Restrukturierungsmaßnahmen | -50.872 | -7.140 | -14.676 | -26.489 |
| Zinserträge | 2.530 | 432 | 869 | 152 |
| Zinsaufwendungen | -4.839 | -4.869 | -2.031 | -857 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 50 | 2.228 | 0 | 999 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -31 | -44 | -30 | -44 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
16.914 | 9.667 | 6.395 | 21.745 |
| Finanzergebnis | 14.624 | 7.414 | 5.203 | 21.995 |
| Ergebnis vor Steuern | -36.248 | 274 | -9.473 | -4.494 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 13.368 | -2.302 | 3.492 | 2.429 |
| Ergebnis nach Steuern | -22.880 | -2.028 | -5.981 | -2.065 |
| Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien | 15.974.635 | 15.979.890 | 15.954.064 | 15.982.000 |
| Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) | -1,43 | -0,13 | -0,37 | -0,13 |
| 9 Monate bis | 3 Monate bis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 | 30.09.2016 | 30.09.2015 |
| Ergebnis nach Steuern | -22.880 | -2.028 | -5.981 | -2.065 |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können |
||||
| Währungsumrechnung Eigenkapital | -11.666 | 23.015 | -3.824 | -7.508 |
| Währungsumrechnung sonstige Positionen | -699 | 1.708 | -225 | -76 |
| darauf entfallende Steuern | 175 | -426 | 57 | 40 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -12.190 | 24.297 | -3.992 | -7.544 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -35.070 | 22.269 | -9.973 | -9.609 |
| VERMÖGEN in TEUR | 30.09.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 141.580 | 196.278 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 42.480 | 49.199 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 9.617 | 9.525 |
| Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte | 5.428 | 2.230 |
| Vorräte | 105.819 | 133.748 |
| Summe kur zfr istiges Vermögen |
304.924 | 390.980 |
| Langfristiges Vermögen | ||
| Sachanlagen | 165.441 | 193.024 |
| Firmenwerte | 166.733 | 81.718 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 71.352 | 50.749 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 12.276 | 12.864 |
| Aktive latente Steuern | 23.409 | 11.168 |
| Summe la ngfr istiges Vermögen |
439.211 | 349.523 |
| SUMM E VERMÖ GEN |
744.135 | 740.503 |
| SCHULDEN UND EIGENKA PITAL in TEUR |
30.09.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | ||
| Bankverbindlichkeiten | 32.199 | 32.174 |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | 7.294 | 12.783 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 28 | 63 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.658 | 11.150 |
| Erhaltene Zuschüsse | 97 | 205 |
| Ertragsteuerrückstellung | 1.390 | 1.502 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25.306 | 24.696 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.067 | 4.708 |
| Summe kur zfr istige Schulden |
80.039 | 87.281 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Darlehen | 158.156 | 125.049 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 12 | 27 |
| Erhaltene Zuschüsse | 154 | 153 |
| Rückstellungen für Sozialkapital | 5.304 | 5.821 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 75.338 | 52.459 |
| Passive latente Steuern | 17.616 | 19.353 |
| Summe la ngfr istige Schulden |
256.580 | 202.862 |
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 15.947 | 15.982 |
| Kapitalrücklagen | 66.702 | 68.357 |
| Gesetzliche Rücklage | 785 | 785 |
| Sonstige Rücklagen | 16 | 19 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 37.976 | 50.166 |
| Kumulierte Ergebnisse | 286.090 | 315.051 |
| Summe Eigenkap ital |
407.516 | 450.360 |
| SUMM E SCHULDEN UND EIGENKAPITAL |
744.135 | 740.503 |
| 1-9/2016 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2016 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 |
| Ergebnis nach Steuern | -22.880 | -22.880 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -12.190 | -12.190 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -12.190 | -22.880 | -35.070 |
| Dividende | -7.994 | -7.994 | |||||
| Erwerb eigener Aktien | -41 | -2.126 | -2.167 | ||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 471 | 477 | ||||
| Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
1.910 | 1.910 | |||||
| Rücklagenbewegung | -3 | 3 | 0 | ||||
| 30. September 2016 | 15.947 | 66.702 | 785 | 16 | 37.976 | 286.090 | 407.516 |
| 1-9/2015 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2015 | 15.976 | 67.560 | 785 | 22 | 13.834 | 357.498 | 455.675 |
| Ergebnis nach Steuern | -2.028 | -2.028 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 24.297 | 24.297 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 24.297 | -2.028 | 22.269 |
| Dividende | -23.973 | -23.973 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 651 | 657 | ||||
| Rücklagenbewegung | -3 | 3 | 0 | ||||
| 30. September 2015 | 15.982 | 68.211 | 785 | 19 | 38.131 | 331.500 | 454.628 |
| 9 Monate bis | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2016 | 30.09.2015 | |
| LAUFEND E GESCHÄFTSTÄTIGKEIT |
|||
| Ergebnis nach Steuern | -22.880 | -2.028 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 43.718 | 62.127 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | -18.179 | -10.503 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 2.659 | 49.596 | |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | 26.201 | 36.494 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 28.860 | 86.090 | |
| INVESTITI ONSTÄTIGKEIT |
|||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
-9.401 | -18.334 | |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel | -90.028 | 0 | |
| Sonstige Aktivitäten | 1.745 | 3.123 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -97.684 | -15.211 | |
| FREIER CASHFLOW | |||
| -68.824 | 70.879 | ||
| FINANZI ERUNGSTÄTIGKEIT |
|||
| Dividendenzahlungen | -7.994 | -23.973 | |
| Erwerb eigener Aktien | -2.167 | 0 | |
| Rückzahlung Anleihen | 0 | -20.000 | |
| Veränderung Bankverbindlichkeiten/Finanzierungsleasing | 26.818 | 27.038 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 16.657 | -16.935 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | -52.167 | 53.944 | |
| Anfangsbestand der liquiden Mittel | 196.278 | 130.220 | |
| Einfluss von Wechselkursveränderungen | -2.531 | 3.866 | |
| Endbestand der liquiden Mittel | 141.580 | 188.030 |
Der Zwischenbericht zum 30. September 2016 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der vorliegende Bericht zum dritten Quartal 2016 des SBO-Konzerns wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2015 werden grundsätzlich unverändert angewendet, mit Ausnahme der in 2016 neu in Kraft getretenen Standards, welche jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Wir verweisen diesbezüglich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015.
Mit Vertrag vom 1. April 2016 wurden 67,73 % der Anteile an der Downhole Technology LLC, Houston, USA, erworben. In Folge werden das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge ab dem 1. April 2016 dem Konzern zugerechnet.
Die Gesellschaft ist technologisch führender Anbieter von patentgeschützten "Composite Frac Plugs" für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen und hat im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse von MEUR 38,4 erzielt. Completion (Komplettierung) bezeichnet die Vorbereitung einer Bohrung für die Öl- und Gasförderung. Downhole Technology stellt Composite Frac Plugs für den sogenannten "Plug and Perforation"-Completions Prozess her. Das patentierte Design, das Fertigungs-Know-How sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen die Komplettierung der Bohrung rascher, effizienter und sicherer durchzuführen, wodurch Downhole Technology eine hohe Akzeptanz am Markt erzielt. Mit Downhole Technology ist SBO nun in der Lage, ein breiteres Portfolio an Tight-Formation Completion Tools anzubieten.
Die Bewertung der Kaufpreisaufteilung für die im zweiten Quartal erstmalig einbezogene Gesellschaft ist vorläufig. Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere der Technologien, Markenrechte, Wettbewerbsvereinbarungen und latenten Steuern im Detail analysiert wurden.
Die Kaufpreisaufteilung stellt sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| in TEUR | 2016 |
|---|---|
| Kaufpreis in bar beglichen | 90.421 |
| Optionsverbindlichkeit aus kündbaren, nicht beherrschenden Anteilen | 42.915 |
| Gesamte Gegenleistungen | 133.336 |
| Reinvermögen | -46.490 |
| Firmenwert | 86.846 |
Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:
| in TEUR | Zeitwert |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 30.222 |
| Sachanlagevermögen | 5.372 |
| Vorräte | 6.178 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.088 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 589 |
| Liquide Mittel | 393 |
| 49.842 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.004 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -1.348 |
| Nettovermögen | 46.490 |
Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich auf TEUR 8.502. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt TEUR 1.414. Die sonstigen Forderungen entsprachen dem beizulegenden Zeitwert und waren nicht wertgemindert.
Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb betrug:
| in TEUR | 2016 |
|---|---|
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 90.421 |
| Mit dem Unternehmen erworbene Zahlungsmittel | -393 |
| 90.028 |
Im Zuge dieses Unternehmenszusammenschlusses hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 1. April 2019 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Da die Option von beiden Vertragsparteien zu gleichen Bedingungen ausgeübt werden kann, wird zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbes von einem effektiven Erwerb von 100% der Anteile ausgegangen. Der auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung erwartete diskontierte Zahlungsbetrag aus dieser Kündigungsoption wird in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aus Konzernsicht werden aufgrund dieser Optionsverpflichtung somit 100% der Anteile an dieser Gesellschaft bilanziert. Das Ergebnis des betreffenden Tochterunternehmens wird folglich zu 100% den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet.
Der auf Basis der vorläufigen erstmaligen Bilanzierung ermittelte Firmenwert, der dem Segment "Oilfield Equipment" zugeordnet wird, ergibt sich aus der erwarteten Geschäftsentwicklung sowie dem Mitarbeiter-Know-How unter Berücksichtigung der zu erwarteten Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Es wird davon ausgegangen, dass der erfasste Firmenwert teilweise steuerlich über einen Zeitraum von 15 Jahren abzugsfähig sein wird.
Der ausgewiesene Konzernumsatz der ersten drei Quartale 2016 wurde durch den Erwerb um TEUR 17.773 erhöht, das ausgewiesene Betriebsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen aus Immateriellen Vermögenswerten um TEUR 2.885. Wäre der Erwerb bereits zu Jahresbeginn erfolgt, wäre in 2016 der Konzernumsatz um weitere TEUR 10.920 und das Betriebsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen aus Immateriellen Vermögenswerten um weitere TEUR 1.390 höher.
In der Berichtsperiode 2016 wurden Transaktionskosten in der Höhe von TEUR 2.558 bezahlt. Davon wurden in der Berichtsperiode TEUR 2.350 in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.
Im Juni 2016 wurde die Gesellschaft Adriana Holding Company Limited mit dem Sitz in Dubai gegründet.
Im September 2016 wurde die Gesellschaft Knust-SBD Pte. Ltd. mit dem Sitz in Singapur gegründet.
Der Geschäftsverlauf der SBO unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.
| Gesamt TEUR |
Anzahl der Aktien (Stammaktien) |
Pro Aktie EUR |
|
|---|---|---|---|
| Für das Geschäftsjahr 2015 gezahlt in 2016 | 7.994 | 15.987.900 | 0,50 |
| Für das Geschäftsjahr 2014 gezahlt in 2015 | 23.973 | 15.981.900 | 1,50 |
Die Produktions- und Servicestandorte werden analog der angebotenen Produktgruppen und Services bzw. bestehenden Kundengruppen in die Segmente "High Precision Components" und "Oilfield Equipment" zusammengefasst.
Das Segment "High Precision Components" beinhaltet die komplexe Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen mit äußerst hoher Maßgenauigkeit, die von den Engineering-Abteilungen der Kunden bestellt werden. Das Segment "Oilfield Equipment" hingegen umfasst direkt von den operativen Oilfield-Organisationen der Kunden bezogene Non-Magnetic Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation-Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten.
Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente.
| 1-9/2016 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO -Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Aussenumsätze | 45.673 | 87.397 | 0 | 133.070 |
| Innenumsätze | 14.735 | 10.837 | -25.572 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 60.408 | 98.234 | -25.572 | 133.070 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-22.952 | -15.945 | -7.391 | -46.288 |
| Ergebnis vor Steuern | -24.034 | 277 | -12.491 | -36.248 |
Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
| 1-9/2015 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO -Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Aussenumsätze | 120.691 | 136.909 | 0 | 257.600 |
| Innenumsätze | 34.749 | 48.289 | -83.038 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 155.440 | 185.198 | -83.038 | 257.600 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
2.472 | 14.863 | -830 | 16.505 |
| Ergebnis vor Steuern | -1.377 | 5.419 | -3.768 | 274 |
Das Unternehmen hat in der Berichtsperiode im Rahmen des in der Hauptversammlung vom 27. April 2016 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 zurückgekauft. Weiters wurden im Rahmen des seit 2014 bestehenden Vergütungsprogramms 6.000 Stück eigene Aktien an den Vorstandsvorsitzenden abgegeben.
Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von MEUR 2,0 betreffen die im Segment High Precision Components im Jahr 2015 begonnene und in 2016 weitergeführte Zusammenführung von Produktionsstätten in den USA. In diesem Zusammenhang wurden in 2016 Maschinen verkauft, die bereits im Konzernabschluss 2015 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen wurden. Daraus ergaben sich Erträge in Höhe von MEUR 1,7, die in der Berichtsperiode in den Restrukturierungserträgen ausgewiesen sind. Weiters ist in den Restrukturierungserträgen ein Ertrag in Höhe von MEUR 0,8 aus dem Verkauf eines Grundstückes in UK, welches ebenso im Konzernabschluss 2015 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen wurde, enthalten.
Die zum 30. Juni 2016 vom Unternehmen durchgeführten Werthaltigkeitstests hatten insbesondere aufgrund von durch externe Faktoren steigende WACCs Wertminderungen von Firmenwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technologies Inc., die dem Segment Oilfield Equipment zugeordnet ist, zur Folge. Die Wertminderungen in Höhe von MEUR 3,3 sind in der Position "Wertminderungen von Firmenwerten" enthalten. Die zum 30. September 2016 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben keinen weiteren Wertminderungsbedarf.
In Zusammenhang mit der zuvor genannten Zusammenlegung zweier Produktionsstätten in der USA wurde im zweiten Quartal 2016 beschlossen, ein nicht mehr benötigtes bebautes Grundstück zu veräußern. Unmittelbar vor der Umgliederung auf "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" war durch die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert eine Wertminderung auf das Gebäude in Höhe von MEUR 1,7 zu erfassen, die in der Position Wertminderung von Sachanlagen ausgewiesen ist.
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2015 ergeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der SBO zum 31. Dezember 2015 verwiesen.
Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:
| in TEUR | Bilanzposition | 30.09.2016 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-55.746 | -14 | -55.732 |
| in TEUR | Bilanzposition | 31.12.2015 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-30.432 | -87 | -30.345 |
In der Berichtsperiode 2016 erfolgte keine Umbuchung zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.
Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Die Entwicklung in der Berichtsperiode 2016 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Bedingte Kaufpreise | Optionsverbindlichkeiten |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1.2016 | -2.290 | -28.055 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | -42.915 |
| Aufzinsung | -2 | -2.132 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | 50 | 11.606 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | -1 | -14.012 |
| Abgänge aus Erfüllung | 2.168 | 0 |
| Abgang Optionsverbindlichkeit durch einseitige Kapitalerhöhung |
0 | 1.910 |
| Kursdifferenzen | 56 | -1.435 |
| Abgang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung |
0 | 32.438 |
| Zugang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung |
0 | -13.118 |
| Stand am 30.9.2016 | -19 | -55.713 |
Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.
Die bedingten Kaufpreise werden grundsätzlich in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Eine Vereinbarung über bedingte Kaufpreise wurde durch Zahlung der letzten Tranche in der Berichtsperiode auf Basis der Umsatzerlöse 2015 abschließend erfüllt. Die noch ausgewiesenen bedingten Kaufpreise laufen noch über die nächsten 3 Jahre. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne stellen unrealisierte Gewinne dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige finanzielle Erträge" ausgewiesen.
Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig. Im ersten Halbjahr 2016 wurde eine Optionsvereinbarung dahingehend abgeändert, dass das EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt durch ein fixes Multiple ersetzt wurde. Die sich daraus ergebenden Bewertungsunterschiede sind in obiger Tabelle als Ab- bzw. Zugang durch Vertragsänderung dargestellt. In der Berichtsperiode führte eine einseitige Kapitalerhöhung durch die SBO zu einem Abgang bei einer Optionsverbindlichkeit in Höhe von MEUR 1,9, die im Konzerneigenkapital in den kumulierten Ergebnissen erfasst wurde. Die im 3. Quartal 2016 entstehenden Bewertungsänderungen ergeben sich durch Ansatz aktualisierter Unternehmensplanungen. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne und -verluste stellen unrealisierte Gewinne bzw. Verluste dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit dem Ab- und Zugang aus der Vertragsänderung in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen.
| in TEUR | Annahme | Änderung der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Verringerung der Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Options verbindlichkeiten |
Ergebnis | +/- 10 % | +5.320 | -5.321 |
| Zinssatz 20,0 %, bzw. 4,1 % bzw. 4,1 % |
+/- 10 bzw. +/- 1 Prozentpunkte |
-2.139 | +2.162 | |
| Bedingte Kaufpreise | Umsatzerlöse | +/-10 % | +2 | -2 |
| Zinssatz 12,6 % | +/-1 Prozentpunkt | 0 | 0 |
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren stellt sich wie folgt dar:
Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 30.09.2016 | 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Level | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Schulden | |||||
| Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 2 | -197.688 | -203.671 | -170.096 | -171.377 |
Für die erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.
Nach Ende der Berichtsperiode hat die SBO ein Darlehen in Höhe von MEUR 50,0 mit Refinanzierungszusage der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft aufgenommen. Das Darlehen unterliegt einer fixen Verzinsung von 0,99 % und ist ab 31.12.2018 bis 31.12.2023 in halbjährlichen Raten zu tilgen.
Mit Wirkung zum 31. Oktober 2016 wurden die beiden in Singapur ansässigen Gesellschaften SB Darron Pte. Ltd. und Knust-SBO Far East Pte. Ltd. mit der neu gegründeten Knust-SBD Pte. Ltd. verschmolzen.
Darüber hinaus liegen keine wichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns zum dritten Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Ternitz, 22. November 2016
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