Earnings Release • May 24, 2017
Earnings Release
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Im ersten Quartal 2017 war die Balance aus Angebot und Nachfrage am weltweiten Rohöl-Markt nahezu erreicht. Die Nachfrage stieg im Jahresvergleich um 1 Million Barrel pro Tag (mb/d) auf 96,5 mb/d (1-3/2016: 95,5 mb/d). Über das Gesamtjahr 2016 stieg die Nachfrage um 1,6 mb/d.
Die OPEC Staaten hatten sich am 30.11.2016 auf eine Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d (Rohöl exklusive Natural Gas Liquids / NGLs) geeinigt, die am 01.01.2017 in Kraft trat. Angeführt von Saudi-Arabien hielten sich die OPEC Staaten im ersten Quartal 2017 an die Vereinbarung: Die durchschnittliche Compliance lag bei 99 %. Die OPEC-Gesamtproduktion belief sich auf 31,9 mb/d und lag damit um 1,4 mb/d unter der Produktionsmenge im vierten Quartal 2016, also vor dem Inkrafttreten der Produktionsobergrenze. Die Produktionsmenge der Nicht-OPEC Staaten sank gegenüber dem vierten Quartal 2016 ebenfalls um 0,2 mb/d, wobei hier auch saisonale Effekte wie der Spring Break-up in Kanada enthalten waren. Die Rohöl-Produktion in den USA stieg dagegen im Quartalsvergleich um 0,2 mb/d. Insgesamt lag das Rohöl-Angebot (inklusive Natural Gas Liquids / NGLs) im ersten Quartal 2017 bei 96,6 mb/d (1-3/2016: 96,7 mb/d). Damit wurde um 0,1 mb/d mehr angeboten als nachgefragt.
Aufgrund der steigenden Rohöl-Produktion in den USA und der zunehmenden Rohöl-Importe in Amerika und Europa nahmen auch die OECD Rohöl-Lagerbestände weiter zu. Insgesamt lagen sie zum Ende des Quartals bei 1.235 Millionen Barrel (mb), nach 1.177 mb zum Ende des vierten Quartals 2016.1
Die Preise der beiden handelsüblichen Öl-Sorten WTI und Brent bewegten sich im ersten Quartal 2017 klar über der Marke von USD 50. Die Sorte WTI startete in das Jahr 2017 mit einem Preis von USD 52,33 und die Sorte Brent mit einem Preis von USD 56,82. Zum Ende des Quartals lag der Preis der Sorte WTI bei USD 50,60 und der Sorte Brent bei USD 52,83. Im Jahresvergleich stieg der Preis der Sorte WTI um 32,0 % (31.03.2016: USD 38,34) und der Sorte Brent um 33,4 % (31.03.2016: USD 39,60).2
Die Zahl der weltweiten Bohranlagen (Rig Count) stieg im ersten Quartal 2017 weiter. Im März 2017 lag der Rig Count bei 1.985 Anlagen und damit um 41,3 % über dem Tiefststand im Mai 2016 (1.405 Anlagen). Im Vergleich zum Dezember 2016 stieg der Rig Count um 12,0 % (1.772 Anlagen).
1 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Mai 2017.
Der Anstieg im ersten Quartal 2017 geht überwiegend auf die USA zurück: Hier lag der Rig Count im März 2017 bei 789 Anlagen, was gegenüber dem Tiefststand im Mai 2016 einem Anstieg von 93,4 % entspricht (408 Anlagen). Gegenüber Dezember 2016 stellte dies einen Zuwachs von 24,4 % dar (634 Anlagen).3 Die zunehmende Bohraktivität spiegelt sich auch im Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (Drilled but Uncompleted Wells / DUCs) in Nordamerika wider: Dieser ist um 10,2 % auf 5.534 Einheiten gestiegen (Dezember 2016: 5.023 Einheiten).4
Die Auswirkungen des stärksten Abschwungs der vergangenen 30 Jahre, der die Oilfeld Service-Industrie seit der zweiten Jahreshälfte 2014 fest im Griff hatte, waren auch im ersten Quartal 2017 noch deutlich zu spüren. Trotz der merklichen Erholung in Nordamerika seit dem zweiten Halbjahr 2016 kam die Oilfield Service-Industrie nur langsam wieder in die Gänge. Insbesondere im internationalen Geschäft war das Wachstum im ersten Quartal 2017 begrenzt. Diese Entwicklungen zeigen sich auch in den Ergebniszahlen der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO). Die Gesellschaft hat sich sehr bewusst auf dem nordamerikanischen Markt positioniert und dies nicht zuletzt durch den Erwerb der US-Gesellschaft "Downhole Technology LLC" (Downhole Technology) noch einmal unterstrichen.
Der Umsatz von SBO lag im ersten Quartal 2017 bei MEUR 60,1. Gegenüber dem Vergleichsquartal 2016 bedeutet das eine Steigerung von 28,5 % (1-3/2016: MEUR 46,8). Der Auftragseingang legte um 72,0 % auf MEUR 69,9 zu, nach MEUR 40,6 im ersten Quartal 2016. Das Book-to-Bill-Ratio, das als Kennzahl den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz setzt und ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung ist, lag damit das zweite Quartal in Folge über 1: Im ersten Quartal 2017 hielt es bei 1,2 (1-3/2016: 0,9). Der Auftragsstand lag Ende des ersten Quartals 2017 bei MEUR 30,5 (31.03.2016: MEUR 28,3).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei MEUR 7,2 (1-3/2016: MEUR minus 4,8). Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte einen klaren Anstieg verzeichnen, von MEUR minus 16,9 im ersten Quartal 2016 auf MEUR minus 5,8 im ersten Quartal 2017. Die EBITDA-Marge lag bei
3 Baker Hughes Rig Count.
4 U.S. Energy Information Administration, EIA Estimates of Drilled but Uncompleted Wells (DUCs), Mai 2017.
12,0 % (1-3/2016: minus 10,2 %), die EBIT-Marge bei minus 9,6 % (1-3/2016: minus 36,1 %). Die in den vergangenen beiden Jahren durchgeführten – auch nachhaltigen – Kosteneinsparungsmaßnahmen trugen positiv zur Ergebnisentwicklung von SBO bei.
Das Finanzergebnis belief sich auf MEUR minus 0,5 (1-3/2016: MEUR minus 3,3), darin enthalten das positive Ergebnis aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen von MEUR 0,9. Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR minus 6,3 (1-3/2016: MEUR minus 20,2), das Ergebnis nach Steuern MEUR minus 4,9 (1-3/2016: MEUR minus 15,0). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf EUR minus 0,31 (1-3/2016: EUR minus 0,94).
Das Unternehmen besitzt eine kerngesunde Bilanzstruktur: Zum 31.03.2017 verfügte SBO über eine Eigenkapitalquote von 52,6 % (31.03.2016: 57,1 %) und eine Netto-Verschuldung von MEUR 54,9 (31.03.2016: Nettoliquidität MEUR 24,2). Am 01.04.2016 erfolgte die Akquisition von Downhole Technology. SBO erzielte auch im ersten Quartal 2017 einen positiven operativen Cashflow von MEUR 2,1 (1-3/2016: MEUR 6,3). Der Cash-Bestand lag bei MEUR 188,8 (31.03.2016: MEUR 224,9). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) lagen bei MEUR 5,8 (1-3/2016: MEUR 3,1). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 31.03.2017 MEUR 1,3 (31.03.2016: MEUR 0,1).
SBO hat mit Jahresbeginn 2017 ihre Struktur den geänderten Markterfordernissen angepasst und berichtet somit in einer neuen Struktur. In den vergangenen Jahren ist es zunehmend zu einer Überschneidung der Aufgaben der im ehemaligen Segment "High Precision Components" zusammengefassten Tochtergesellschaften mit jenen Tochtergesellschaften gekommen, die bislang im Segment "Oilfield Equipment" Service- und Reparaturleistungen angeboten haben. Darüber hinaus verfügen beide Bereiche über eine ähnliche Kundenstruktur und gibt die Neuordnung der Segmente das Einkaufsverhalten der Kunden von SBO transparenter wieder. Nach der neuen Struktur gliedert sich das Geschäft von SBO in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) sowie "Oilfield Equipment" (OE):
Im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) lag der Segment-Umsatz im ersten Quartal 2017 bei MEUR 19,3 (1-3/2016: MEUR 29,4) und das Betriebsergebnis (EBIT) bei MEUR minus 7,1 (1-3/2016: MEUR minus 5,3).
Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) betrug der Segment-Umsatz MEUR 40,8 (1-3/2016: MEUR 17,4) und das Betriebsergebnis (EBIT) MEUR 2,9 (1-3/2016: MEUR minus 5,2).
Die Geschäftsrisiken der SBO haben sich in den ersten drei Monaten 2017 gegenüber den im Jahresabschluss 2016 dargestellten Risiken grundsätzlich nicht verändert. Die gesamte Oilfield Service-Industrie ist weiterhin als Folge der Branchenkrise mit gekürzten Investitionen konfrontiert. Dies hat auf die Vermögens- und Ertragslage der SBO trotz der - wie schon in den vorhergehenden Quartalsberichten erläuterten und umgesetzten - Gegenmaßnahmen erheblichen Einfluss. Wir verweisen zudem auf alle im Geschäftsbericht 2016 erläuterten Risiken. Wir empfehlen, diesen Bericht zu den ersten drei Monaten 2017 stets in Zusammenhang mit dem Risikobericht des Geschäftsberichtes 2016 zu lesen.
Die Aktie der SBO startete am 2. Jänner mit einem Kurs von EUR 77,44 in das Jahr 2017 und schloss am 31.03.2017 mit EUR 65,30. Damit fiel der Aktienkurs im ersten Quartal um 15,7 %. Ebenfalls negativ entwickelten sich die Preise der beiden handelsüblichen Sorten WTI (minus 3,3 %) und Brent (minus 7,0 %). Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 hielt der Aktienkurs bei einem Minus von 32,0 % und entwickelte sich damit deutlich stabiler als der Ölpreis (minus 53,0 % (WTI) sowie minus 54,3 % (Brent)).
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem weltweiten Wirtschaftswachstum für das Jahr 2017 von 3,5 % und für das Jahr 2018 von 3,6 % aus, nach 3,1 % im Jahr 2016 und 3,4 % im Jahr 2015. In den Industriestaaten soll die Wirtschaft um 2,0 % jeweils 2017 und 2018 wachsen, nach einem Wachstum von 1,7 % in 2016 und 2,1 % in 2015. Zu diesem stärkeren Wachstum soll vor allem ein Anziehen der Konjunktur in den USA beitragen. Die Wirtschaft der Schwellen- und Entwicklungsländer wird laut IWF 2017 um 4,5 % und 2018 um 4,8 % wachsen, nach jeweils 4,1 % in 2016 und 4,2 % in 2015. Zu dieser Entwicklung tragen laut IWF bessere makroökonomische Bedingungen in den Rohstoff-exportierenden Ländern bei.5
Die Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) sollen 2017 erstmals seit 2014 wieder steigen. Nach konservativen Schätzungen wird für 2017 ein Anstieg der weltweiten E&P-Ausgaben um 2 % und in Nordamerika um 21 % erwartet. Mit Blick auf die massiven Investitionskürzungen in den Jahren 2015 und 2016 ist der Investitionsbedarf grundsätzlich hoch. E&P-Ausgaben der vergangenen Jahre sind zu einem großen Teil lediglich in die Erhaltung der bestehenden Förderung geflossen. Es wird davon ausgegangen, dass bis zum Jahr 2025 16 mb/d an neuen Projekten zur Produktion freigegeben werden müssen, um die steigende Rohöl-Nachfrage bedienen zu können.6 Unter Berücksichtigung dieses Faktors und der stabil steigenden Nachfrage ist daher mittelfristig nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Unterversorgung des Ölmarktes kommen könnte.
5 IMF World Economic Outlook (WEO), April 2017.
6 IEA World Energy Outlook 2016 (New Policies Scenario).
In Nordamerika sieht man seit dem zweiten Halbjahr 2016 eine merkliche Markterholung. International ist diese Belebung bisher noch nicht eingetreten. Damit bestätigt sich zunehmend, dass sich Nordamerika sehr flexibel auf die neue Situation einstellen kann. Der Abschwung am Ölmarkt scheint nun endlich zu Ende zu sein. Maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung im laufenden Jahr wird die Vorgehensweise der OPEC haben. In ihrer Sitzung am 25.05.2017 wollen die OPEC Staaten entscheiden, ob die zunächst für sechs Monate vereinbarte Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d verlängert wird. Eine Entscheidung für die Aufrechterhaltung der Produktionsobergrenze sollte zu einer nachhaltigen Stabilität auf dem Rohöl-Markt beitragen.
Die IEA erwartet für 2017 in Nordamerika einen Produktionsanstieg von 0,5 mb/d. Für die Nicht-OPEC-Staaten (inklusive Nordamerika) erwartet die IEA einen Zuwachs von 0,6 mb/d. Zugleich soll die globale Nachfrage um 1,3 mb/d zulegen. Die Balance aus Angebot und Nachfrage war im ersten Quartal 2017 nahezu wiederhergestellt. Zugleich stiegen die OECD Rohöl-Lagerbestände weiter. Für das Gesamtjahr 2017 werden die Entscheidung der OPEC Staaten Ende Mai 2017 und die Reaktion der E&P-Gesellschaften in Nordamerika von maßgeblicher Bedeutung sein. Insgesamt wird für 2017 ein Übergangsjahr erwartet.7
Schnelle Reaktionszeiten und eine hohe Flexibilität sind entscheidend für die sichere Bewältigung der Zyklen der Öl- und Gasindustrie. Mit der Optimierung ihrer Konzernstruktur, dem Ausbau des Geschäftsfelds Well Completion sowie der Tätigkeit in Forschung und Entwicklung konnte SBO auch in den vergangenen beiden Jahren des Abschwungs ihre Positionierung vorantreiben. SBO ist gut aufgestellt, um als Markt- und Technologieführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.
| VERMÖGEN in TEUR | 31.03.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 188.783 | 193.453 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 57.161 | 49.526 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 15.071 | 14.270 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 4.987 | 5.068 |
| Vorräte | 101.544 | 105.653 |
| SUMME KURZFRISTIGES VERMÖGEN | 367.546 | 367.970 |
| Langfristiges Vermögen | ||
| Sachanlagen | 159.536 | 165.344 |
| Firmenwerte | 172.626 | 174.716 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 65.598 | 69.904 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 12.795 | 12.483 |
| Aktive latente Steuern | 12.385 | 11.639 |
| SUMME LANGFRISTIGES VERMÖGEN | 422.940 | 434.086 |
| SUMME VERMÖGEN | 790.486 | 802.056 |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL in TEUR | 31.03.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | |||
| Bankverbindlichkeiten | 31.880 | 32.499 | |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | 37.173 | 37.233 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 19 | 28 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.516 | 11.929 | |
| Erhaltene Zuschüsse | 96 | 97 | |
| Ertragsteuerrückstellung | 1.998 | 2.010 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 20.225 | 19.979 | |
| Sonstige Rückstellungen | 2.956 | 4.206 | |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 107.863 | 107.981 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Darlehen | 174.565 | 174.691 | |
| Erhaltene Zuschüsse | 57 | 57 | |
| Rückstellungen für Sozialkapital | 5.370 | 5.296 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 77.920 | 78.260 | |
| Passive latente Steuern | 9.253 | 10.038 | |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 267.165 | 268.342 | |
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 15.953 | 15.947 | |
| Kapitalrücklagen | 66.917 | 66.812 | |
| Gesetzliche Rücklage | 785 | 785 | |
| Sonstige Rücklagen | 19 | 19 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 55.623 | 61.109 | |
| Kumulierte Ergebnisse | 276.161 | 281.061 | |
| SUMME EIGENKAPITAL | 415.458 | 425.733 | |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 790.486 | 802.056 |
| in TEUR | 3 Monate bis | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 60.133 | 46.782 | |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-49.072 | -46.540 | |
| Bruttoergebnis | 11.061 | 242 | |
| Vertriebsaufwendungen | -6.513 | -4.272 | |
| Verwaltungsaufwendungen | -8.444 | -9.827 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.261 | -4.907 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.396 | 1.892 | |
| Betriebsergebnis | -5.761 | -16.872 | |
| Zinserträge | 690 | 691 | |
| Zinsaufwendungen | -2.062 | -1.284 | |
| Sonstige finanzielle Erträge | 0 | 44 | |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | 0 | -1 | |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
851 | -2.791 | |
| Finanzergebnis | -521 | -3.341 | |
| Ergebnis vor Steuern | -6.282 | -20.213 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 1.382 | 5.174 | |
| Ergebnis nach Steuern | -4.900 | -15.039 | |
| Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien | 15.947.460 | 15.982.066 | |
| Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) | -0,31 | -0,94 |
| in TEUR | 3 Monate bis | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -4.900 | -15.039 | |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn und Verlustrechnung umgegliedert werden können |
|||
| Währungsumrechnung Eigenkapital | -5.081 | -16.009 | |
| Währungsumrechnung sonstige Positionen | -540 | -927 | |
| darauf entfallende Steuern | 135 | 232 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -5.486 | -16.704 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -10.386 | -31.743 |
| in TEUR | 3 Monate bis | 31.03.2017 | 31.03.2016 |
|---|---|---|---|
| LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||
| Ergebnis nach Steuern | -4.900 | -15.039 | |
| Abschreibungen | 12.964 | 12.084 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | -1.311 | -1.879 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 6.753 | -4.834 | |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | -4.618 | 11.087 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 2.135 | 6.253 | |
| INVESTITIONSTÄTIGKEIT | |||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -5.801 | -3.063 | |
| Sonstige Aktivitäten | 1.039 | 590 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -4.762 | -2.473 | |
| Freier Cashflow | -2.627 | 3.780 | |
| FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | |||
| Veränderung Bankverbindlichkeiten/Finanzierungsleasing | -920 | 30.804 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -920 | 30.804 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -3.547 | 34.584 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres | 193.453 | 196.278 | |
| Einfluss von Wechselkursveränderungen | -1.123 | -5.975 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 188.783 | 224.887 |
| 1-3 / 2017 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichsposten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2017 | 15.947 | 66.812 | 785 | 19 | 61.109 | 281.061 | 425.733 |
| Ergebnis nach Steuern | -4.900 | -4.900 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -5.486 | -5.486 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -5.486 | -4.900 | -10.386 |
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 105 | 111 | ||||
| 31.03.2017 | 15.953 | 66.917 | 785 | 19 | 55.623 | 276.161 | 415.458 |
| 1-3 / 2016 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichsposten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 |
| Ergebnis nach Steuern | -15.039 | -15.039 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -16.704 | -16.704 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -16.704 | -15.039 | -31.743 |
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 250 | 256 | ||||
| Rücklagenbewegung | -1 | 1 | 0 | ||||
| 31.03.2016 | 15.988 | 68.607 | 785 | 18 | 33.462 | 300.013 | 418.873 |
Der Zwischenbericht zum 31.03.2017 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der vorliegende Bericht zum ersten Quartal 2017 des SBO-Konzerns wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31.12.2016 werden grundsätzlich unverändert angewendet, mit Ausnahme der in 2017 neu in Kraft getretenen Standards, welche jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Wir verweisen diesbezüglich auf den Konzernabschluss zum 31.12.2016.
In den ersten drei Monaten 2017 fanden keine Änderungen im Konsolidierungskreis statt.
Der Geschäftsverlauf der SBO unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.
SBO stellte zum ersten Quartal 2017 ihre interne Steuerung und die daraus resultierende interne Berichtsstruktur um. In den vergangenen Jahren ist es zunehmend zu einer Überschneidung der Aufgaben der im ehemaligen Segment "High Precision Components" zusammengefassten Tochtergesellschaften mit jenen Tochtergesellschaften gekommen, die bislang im Segment "Oilfield Equipment" Service- und Reparaturleistungen angeboten haben. Darüber hinaus verfügen beide Bereiche über eine ähnliche Kundenstruktur und gibt die Neuordnung der Segmente das Einkaufsverhalten der Kunden von SBO transparenter wieder. Nach der neuen Struktur gliedert sich das Geschäft von SBO in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) sowie "Oilfield Equipment" (OE):
Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Bohrstangen und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges, sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".
Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Aus Vergleichsgründen wurden die früheren Perioden angepasst.
Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
| 1-3/2017 in TEUR |
Advanced Manufacturing & Services |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Aussenumsätze | 19.300 | 40.833 | 0 | 60.133 |
| Innenumsätze | 6.650 | 3.548 | -10.198 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 25.950 | 44.381 | -10.198 | 60.133 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-7.079 | 2.885 | -1.567 | -5.761 |
| Ergebnis vor Steuern | -6.924 | 2.964 | -2.322 | -6.282 |
| 1-3/2016 in TEUR |
Advanced Manufacturing & Services |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Aussenumsätze | 29.406 | 17.376 | 0 | 46.782 |
| Innenumsätze | 8.249 | 1.992 | -10.241 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 37.655 | 19.368 | -10.241 | 46.782 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-5.346 | -5.236 | -6.290 | -16.872 |
| Ergebnis vor Steuern | -5.245 | -8.470 | 6.498 | -20.213 |
Das Unternehmen hat in der Berichtsperiode 2017 im Rahmen des seit 2014 bestehenden Vergütungsprogrammes 6.000 Stück eigene Aktien abgegeben.
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31.12.2016 ergeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der SBO zum 31.12.2016 verwiesen.
Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:
| in TEUR | Bilanzposition | 31.03.2017 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-57.917 | -124 | -57.793 |
| in TEUR | Bilanzposition | 31.12.2016 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-58.673 | -124 | -58.549 |
In der Berichtsperiode 2017 erfolgte keine Umbuchung zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.
Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Die Entwicklung in der Berichtsperiode 2017 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Bedingte Kaufpreise | Optionsverbindlichkeiten |
|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2017 | -17 | -58.532 |
| Aufzinsung | -1 | -829 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | 0 | 1.356 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | -0 | -505 |
| Kursdifferenzen | 1 | 734 |
| Stand am 31.03.2017 | -17 | -57.776 |
Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet. Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.
Die bedingten Kaufpreise werden in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze jährlich zahlbar und laufen noch über die nächsten 2 Jahre. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne stellen unrealisierte Gewinne dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige finanzielle Erträge" ausgewiesen.
Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne und -verluste stellen unrealisierte Gewinne bzw. Verluste dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen.
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren betreffend Optionsverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Annahme | Änderung der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Verringerung der Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Options verbindlichkeiten |
Ergebnis | +/-10 % | +5.515 | -5.514 |
| Zinssatz 20,0 %, bzw. 4,4 % bzw. 4,3 % |
+/-2,5 bzw. +/-1 bzw. +/-1 Prozentpunkte |
-919 | +603 |
Betreffend bedingter Kaufpreise ergibt die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren sowohl für eine realistisch zu erwartende Änderung der Umsatzerlöse wie auch des Zinssatzes nur untergeordnete Schwankungen der ausgewiesenen Verbindlichkeit.
Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 31.03.2017 | 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Level | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Schulden | |||||
| Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 2 | -243.636 | -248.229 | -244.451 | -249.329 |
Für die erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.
Es liegen keine wichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns zum 1. Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Ternitz, 23.05.2017
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