Earnings Release • Nov 23, 2017
Earnings Release
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Das Marktumfeld der Oilfield Service-Industrie zeigte sich im dritten Quartal 2017 in Nordamerika weiterhin stark. Die Auswirkungen von Hurrikan Harvey auf die Öl- und Gasindustrie waren gering und betrafen in erster Linie die Raffinerie-Kapazitäten, die kurzfristig zurückgefahren werden mussten. Die Dynamik des US-Rig Count hat sich jedoch im dritten Quartal etwas eingebremst. International zeigten sich die Märkte unverändert stabil, aber immer noch stagnierend. Insgesamt untermauert diese Entwicklung die bisherige Einschätzung, dass das Gesamtjahr 2017 im Zeichen einer Übergangsphase der Branche steht, die außerhalb vom nordamerikanischen Festland ("international") noch in das Jahr 2018 hineinreichen wird.
Im dritten Quartal 2017 war die Nachfrage am weltweiten Rohölmarkt etwas höher als das Angebot. Die Nachfrage lag bei 98,0 Millionen Barrel pro Tag (mb/d), somit um 0,2 mb/d über der Nachfrage vom zweiten Quartal 2017 (Q2 2017: 97,8 mb/d). Im Jahresvergleich stieg sie um 1,3 mb/d (Q3 2016: 96,7 mb/d).
Die weltweite Produktion lag bei 97,8 mb/d, sodass insgesamt um 0,2 mb/d mehr nachgefragt als produziert wurde. Die OPEC-Gesamtproduktion belief sich im dritten Quartal auf 39,7 mb/d, nach 39,2 mb/d im zweiten Quartal 2017. Die vorläufig bis Ende März 2018 vereinbarte Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d (Rohöl exklusive Natural Gas Liquids / NGLs) wurde, neben dem größten Produzenten Saudi-Arabien, auch von Angola und Katar weiterhin über der Vereinbarung erfüllt. Der Iran baute seine Produktion mit 3,8 mb/d um knapp 0,1 mb/d im Rahmen der Vereinbarung weiter aus. Insgesamt hielten sich die OPEC-Staaten sehr diszipliniert an die vereinbarte Produktionsobergrenze. Die Produktionsmenge der Nicht-OPEC Staaten stieg gegenüber dem zweiten Quartal 2017 um 0,3 mb/d auf 58,1 mb/d. In den USA lag sie im dritten Quartal 2017 bei 13,1 mb/d (Q2 2017: 13,0 mb/d).
Die OECD Rohöl-Lagerbestände waren auch im dritten Quartal 2017 weiter rückläufig. Sie lagen zum Ende des dritten Quartals 2017 bei 1.166 Millionen Barrel (mb), nach 1.211 mb im zweiten Quartal.1
Die Preise der beiden handelsüblichen Öl-Sorten WTI und Brent konnten im dritten Quartal 2017 wieder deutlich zulegen. Im zweiten Quartal 2017 war es aufgrund des raschen Wiederanstiegs
der Rohöl-Produktion in den USA zu Unsicherheiten am Ölmarkt gekommen. Im dritten Quartal wirkten sich Anzeichen einer Verlangsamung in der Exploration von Ölvorkommen in Nordamerika in der zweiten Jahreshälfte positiv auf die Entwicklung der Ölpreise aus und konnten Befürchtungen eines möglichen Rohöl-Überangebots reduzieren. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI legte im Quartalsverlauf um 9,8 % von USD 47,07 (03.07.2017) auf USD 51,67 (29.09.2017) zu. Der Preis für ein Barrel der europäischen Sorte Brent stieg im dritten Quartal um 15,8 % von USD 49,68 auf USD 57,54. Der Ölpreis lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres-Zeitraums. So stieg der Preis der Sorte WTI im Jahresvergleich um 7,1 % (30.09.2016: USD 48,24), jener der Sorte Brent um 17,3 % (30.09.2016: USD 49,06).2
Die Zahl der weltweiten Bohranlagen (Rig Count) stieg seit Jahresbeginn um 8,5 % oder 163 Anlagen (Jänner 2017: 1.918 Anlagen). Nach dem starken Anstieg des US-Rig Count in der ersten Jahreshälfte stellte sich über den Sommer in fast allen Regionen eine Seitwärtsbewegung ein. Im dritten Quartal 2017 kletterte der globale Rig Count von 2.041 Anlagen zum Ende des Vorquartals um 2,04 % oder 40 Anlagen auf 2.081 Anlagen im September, wobei zu Beginn des Quartals die Aktivitäten in Kanada infolge saisonaler Aktivitätsausfälle aufgrund des sogenannten Spring Break-Up noch nicht zur Gänze wiederhergestellt waren. Noch deutlicher zeigte sich das Abflachen in den USA, wo der Rig Count zwar seit Ende des zweiten Quartals 2017 von 931 Anlagen um 1,0 % auf 940 Anlagen im September gestiegen ist, allerdings nachdem er im Juli bereits eine Größenordnung von 953 Anlagen erreicht hatte.3
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) konnte sich mit ihren hocheffizienten Produkten sehr gut im nordamerikanischen Markt positionieren und profitiert nun von der starken Nachfrage. So konnte das Unternehmen im dritten Quartal 2017 beim Umsatz um 21,7 % (nach 25,6 % im zweiten Quartal) noch einmal deutlich zulegen. Die EBITDA-Marge lag mit 28,7 % erstmalig nach zwei Jahren der Krise wieder über ihrem langjährigen Durchschnitt von 24,1 % (Geschäftsjahre 2001-16).
2 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex). 3 Baker Hughes Rig Count.
Der Umsatz von SBO lag in den ersten drei Quartalen 2017 bei MEUR 227,6. Gegenüber dem Krisenjahr 2016 bedeutete das eine deutliche Steigerung von 71,0 % (1-9/2016: MEUR 133,1). Der Auftragseingang hat sich in den ersten drei Quartalen 2017 sogar auf MEUR 241,5 mehr als verdoppelt, nach MEUR 116,5 in den ersten drei Quartalen 2016. Das Book-to-Bill-Ratio, das als Kennzahl den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz setzt und ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung ist, lag damit über 1. Der Auftragsstand betrug MEUR 33,4 zum Ende des dritten Quartals 2017 (30. September 2016: MEUR 17,4).
Der deutlich gestiegene Umsatz spiegelt sich im Ergebnis der Gesellschaft wider. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte von MEUR minus 7,2 in den ersten drei Quartalen 2016 in den klar positiven Bereich und lag bei MEUR 48,5. Darin enthalten sind einmalige Erträge aus abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen in der Höhe von MEUR 2,0. Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR 11,0 in den ersten drei Quartalen 2017, nach MEUR minus 50,9 in den ersten drei Quartalen 2016. Die EBITDA-Marge lag bei 21,3 % (1-9/2016: minus 5,4 %), die EBIT-Marge bei 4,8 % (1-9/2016: minus 38,2 %).
Der Ausbau des Geschäftsfelds Well Completion erweist sich in der Diversifizierung des Unternehmens bereits heute als Meilenstein der vergangenen Jahre. Downhole Technology LLC (Downhole Technology) hat die hohen Erwartungen bei Umsatz und Ergebnis in den ersten eineinhalb Jahren seit ihrer Akquisition bereits deutlich übertroffen. Die Wachstumserwartungen von Downhole Technology in Hinblick auf die kommenden Quartale ergeben einen höheren als bislang erwarteten Unternehmenswert zum 1. April 2019, dem erstmalig möglichen Zeitpunkt zur Ausübung der Option hinsichtlich des Erwerbs der Anteile der Minderheitsgesellschafter. Dies führte dazu, dass die Bewertung der Option nach den Grundsätzen der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften bilanziell angepasst werden musste. Im Rahmen der Akquisition hat SBO 68 % der Anteile an Downhole Technology übernommen. Die verbleibenden 32 % der Anteile können durch Ziehung einer Put/Call-Option von SBO erworben bzw. von den Minderheitsgesellschaftern an SBO veräußert werden. Die gestiegenen Ergebniserwartungen der zu 100 % konsolidierten Gesellschaft machten daher im dritten Quartal 2017 eine einmalige ergebnis-, aber nicht zahlungswirksame Aufwandsbuchung in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) von SBO notwendig, die mit MEUR 91,3 im Finanzergebnis abgebildet ist. Das Finanzergebnis belief sich in den ersten drei Quartalen 2017 sohin auf MEUR minus 95,5 (1-9/2016: MEUR 14,6). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren einmalige Erträge aus der Neubewertung von Optionen in der Höhe von MEUR 16,9 enthalten. Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR minus 84,5 (1-9/2016: MEUR minus 36,2), das Ergebnis nach Steuern MEUR minus 86,2 (1-9/2016: MEUR minus 22,9). Vor Berücksichtigung der Neubewertung von Optionen lag das Ergebnis vor Steuern bei MEUR 5,0 (1-9/2016: MEUR minus 53,2). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf EUR minus 5,41 (1-9/2016: EUR minus 1,43).
Die vorgenannte Optionsverbindlichkeit bildet sich entsprechend auch in der Bilanz von SBO ab. Das Unternehmen besitzt trotzdem weiterhin eine solide Bilanzstruktur: Zum 30. September 2017 verfügte SBO über eine Eigenkapitalquote von 39,3 % (30. September 2016: 54,8 %) und eine Netto-Verschuldung von MEUR 62,8 (30. September 2016: MEUR 56,1). Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Ende des dritten Quartals bei MEUR 177,9 (30. September 2016: MEUR 141,6). Der operative Cashflow lag bei MEUR 23,0 (1-9/2016: MEUR 28,9). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX), unter Berücksichtigung der Aufwendungen für die Erweiterung von Produktionskapazitäten, stiegen auf MEUR 25,3 (1-9/2016: MEUR 9,4). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 30. September 2017 MEUR 1,5 (30. September 2016: MEUR 0,2).
SBO stellte zum ersten Quartal 2017 ihre Segmentberichterstattung um. Gemäß der neuen Organisationsstruktur gliedert sich das Geschäft von SBO in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) und "Oilfield Equipment" (OE):
f Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
f Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".
Im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS), das traditionell spätzyklisch ist, lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2017 bei MEUR 72,6 (1-9/2016: MEUR 68,3) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten bei MEUR minus 14,5 (1-9/2016: MEUR minus 23,4).
Im Segment "Oilfield Equipment" (OE) betrug der Umsatz MEUR 155,0 (1-9/2016: MEUR 64,8) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten MEUR 30,0 (1-9/2016: MEUR minus 15,5).
Die Geschäftsrisiken der SBO haben sich in den ersten drei Quartalen 2017 gegenüber den im Jahresabschluss 2016 dargestellten Risiken grundsätzlich nicht verändert. Die gesamte Oilfield Service-Industrie ist in Folge der Branchenkrise immer noch mit gekürzten Investitionen konfrontiert. Dies hat auf die Vermögens- und Ertragslage der SBO trotz der - wie schon in den vorhergehenden Quartalsberichten erläuterten und umgesetzten - Gegenmaßnahmen erheblichen Einfluss. Wir verweisen zudem auf alle im Geschäftsbericht 2016 erläuterten Risiken. Wir empfehlen, diesen Bericht zu den ersten drei Quartalen 2017 stets in Zusammenhang mit dem Risikobericht des Geschäftsberichtes 2016 zu lesen.
Die Aktie der SBO startete am 03.07.2017 mit einem Kurs von EUR 56,62 in das dritte Quartal und schloss am 29.09.2017 mit einem Kurs von EUR 67,71. Damit stieg der Aktienkurs im dritten Quartal um 19,6 % und verzeichnete einen deutlich positiveren Verlauf als die Preise der beiden handelsüblichen Rohöl-Sorten. WTI legte um 9,8 % zu, Brent um 15,8 %. Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 hielt der Aktienkurs bei einem Minus von 29,9 % und entwickelte sich damit deutlich stabiler als der Ölpreis (WTI minus 52,0 %, sowie Brent minus 50,3 %).
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem weltweiten Wirtschaftswachstum für das Jahr 2017 von 3,6 % und für das Jahr 2018 von 3,7 % aus, nach 3,2 % im Jahr 2016 und 3,4 % im Jahr 2015. Dieses stärkere Wachstum steht auf einer breiten Basis. So soll die Konjunktur in der Eurozone, Japan, den USA und Kanada stärker werden. In den Industriestaaten soll die Wirtschaft im Jahr 2017 um 2,2 %, in 2018 um 2,0 % wachsen, nach einem Wachstum von 1,7 % in 2016 und 2,2 % in 2015. Die Wirtschaft der Schwellen- und Entwicklungsländer wird laut IWF 2017 um 4,6 % und 2018 um 4,9 % wachsen, nach jeweils 4,3 % in 2016 und 2015. Zu dieser Entwicklung tragen laut IWF vor allem die asiatischen Länder, besonders China und Indien, bei.4 Dies sollte in den nächsten Jahren für eine stabil wachsende Nachfrageentwicklung auf den Ölmärkten sorgen.
Die Markterholung im nordamerikanischen Ölmarkt erweist sich weiterhin stark, wenngleich es im dritten Quartal 2017 zu einem Abflachen des US-Rig Count gekommen ist. Das Interesse an effizienten Lösungen ist groß. Die IEA erwartet für 2017 einen Anstieg der Rohöl-Produktion in Nordamerika von 0,8 mb/d und für 2018 von 1,3 mb/d. Für die Nicht-OPEC Staaten (inklusive Nordamerika) wird ein Zuwachs von 0,7 mb/d bzw. 1,4 mb/d erwartet5. Die von den OPEC-Staaten vereinbarte Produktionsobergrenze ist bis Ende März 2018 in Kraft. Ihre mögliche Verlängerung ist derzeit Gegenstand der Verhandlungen.
4 IMF World Economic Outlook (WEO), Oktober 2017.
5 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, November 2017.
Die Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) sind im Jahr 2017 erstmals seit 2014 wieder deutlich angestiegen, allen voran in Nordamerika. International setzte eine Stabilisierung auf den sehr niedrigen Niveaus des Krisenjahres 2016 ein, sodass aus diesen Märkten bislang noch keine Impulse zu verzeichnen waren. Der Markt hat aber gelernt, dass die Effizienzsteigerungen der nordamerikanischen Schieferölförderung nahezu ausgereizt sind.6 Die hohen Aktivitätsniveaus in den produktiveren Regionen auf dem nordamerikanischen Festland, den sog. Sweet Spots, gefolgt von einer Ausweitung der Produktion in weniger produktiven Regionen, haben bereits punktuell zu Lieferengpässen und damit einer Preisinflation geführt. Davon profitieren in erster Linie die Ausrüstungslieferanten. Gleichzeitig hat sich das Wachstum der nordamerikanischen Schieferölförderung ein wenig verlangsamt. Dies schafft Anreize für neue Explorationsprojekte, die über das nordamerikanische Festland hinausgehen. Ein erstes Wiederanlaufen einzelner Bohr-Projekte im asiatischen und afrikanischen Raum ist bereits ein kleines Indiz dafür. Bis es aber für die Oilfield Service-Industrie zu einer Wiederbelebung kommt, wird noch ein deutliches Commitment der großen Öl- und Gasgesellschaften in Form von höheren Investitionen (Capex) notwendig sein. Alles in allem geht SBO davon aus, dass im internationalen Geschäft die Übergangsphase in das Jahr 2018 hineinreichen wird.
Die Entscheidung von SBO, strategisch in well completion zu investieren, hat sich als richtig erwiesen. Denn Nordamerika wird weiterhin wachstumsstark bleiben. Mit der Erweiterung der Produktionskapazitäten von Downhole Technology durch Übersiedelung auf einen neuen Standort, die planmäßig mit Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein wird, ist SBO für weiteres Wachstum bestens gerüstet.
SBO ist gut aufgestellt, um an jeder Form des Aufschwungs optimal partizipieren zu können. Mit ihrem hochwertigen Angebot an Werkzeugen und Equipment für Anwendungen im Bereich direktionaler Bohrungen sowie Well Completion blickt das Unternehmen positiv in das Jahr 2018.
| VERMÖGEN in TEUR | 30.09.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 177.863 | 193.453 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 86.895 | 49.526 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 12.289 | 14.270 |
| Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte | 533 | 5.068 |
| Vorräte | 94.307 | 105.653 |
| SUMME KURZFRISTIGES VERMÖGEN Langfristiges Vermögen |
371.887 | 367.970 |
| Sachanlagen | 148.702 | 165.344 |
| Firmenwerte | 158.839 | 174.716 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 54.057 | 69.904 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 11.120 | 12.483 |
| Aktive latente Steuern | 13.967 | 11.639 |
| SUMME LANGFRISTIGES VERMÖGEN | 386.685 | 434.086 |
| SUMME VERMÖGEN | 758.572 | 802.056 |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL in TEUR | 30.09.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | ||
| Bankverbindlichkeiten | 32.520 | 32.499 |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | 44.933 | 37.233 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 43 | 28 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16.390 | 11.929 |
| Erhaltene Zuschüsse | 96 | 97 |
| Ertragsteuerrückstellung | 5.293 | 2.010 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 27.496 | 19.979 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.530 | 4.206 |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 129.301 | 107.981 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Darlehen | 163.098 | 174.691 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 55 | 0 |
| Erhaltene Zuschüsse | 57 | 57 |
| Rückstellungen für Sozialkapital | 5.440 | 5.296 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 155.002 | 78.260 |
| Passive latente Steuern | 7.180 | 10.038 |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 330.832 | 268.342 |
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 15.953 | 15.947 |
| Kapitalrücklagen | 67.161 | 66.812 |
| Gesetzliche Rücklage | 785 | 785 |
| Sonstige Rücklagen | 19 | 19 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 19.682 | 61.109 |
| Kumulierte Ergebnisse | 194.839 | 281.061 |
| SUMME EIGENKAPITAL | 298.439 | 425.733 |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 758.572 | 802.056 |
| 9 Monate bis | 3 Monate bis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 |
| Umsatzerlöse | 227.596 | 133.070 | 91.917 | 45.059 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-167.890 | -135.706 | -63.247 | -45.359 |
| Bruttoergebnis | 59.706 | -2.636 | 28.670 | -300 |
| Vertriebsaufwendungen | -16.500 | -14.123 | -4.850 | -4.895 |
| Verwaltungsaufwendungen | -25.295 | -25.937 | -8.410 | -8.688 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.684 | -7.552 | -4.348 | -1.686 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.824 | 3.960 | 1.583 | 515 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
9.051 | -46.288 | 12.645 | -15.054 |
| Restrukturierungserträge | 1.966 | 2.475 | 1.966 | 850 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0 | -2.027 | 0 | -451 |
| Wertminderungen von Sachanlagen | 0 | -1.737 | 0 | 1 |
| Wertminderungen von Firmenwerten | 0 | -3.295 | 0 | -22 |
| Betriebsergebnis nach Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
11.017 | -50.872 | 14.611 | -14.676 |
| Zinserträge | 1.348 | 2.530 | 288 | 869 |
| Zinsaufwendungen | -5.941 | -4.839 | -2.206 | -2.031 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 3 | 50 | 3 | 0 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -1.393 | -31 | 38 | -30 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
-89.510 | 16.914 | -89.215 | 6.395 |
| Finanzergebnis | -95.493 | 14.624 | -91.092 | 5.203 |
| Ergebnis vor Steuern | -84.476 | -36.248 | -76.481 | -9.473 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -1.746 | 13.368 | -3.558 | 3.492 |
| Ergebnis nach Steuern | -86.222 | -22.880 | -80.039 | -5.981 |
| Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien |
15.951.447 | 15.974.635 | 15.953.403 | 15.954.064 |
| Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) |
-5,41 | -1,43 | -5,02 | -0,37 |
| 9 Monate bis | 3 Monate bis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.09.2017 | 30.09.2016 | 30.09.2017 | 30.09.2016 |
| Ergebnis nach Steuern | -86.222 | -22.880 | -80.039 | -5.981 |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn und Verlustrechnung umgegliedert werden können |
||||
| Währungsumrechnung Eigenkapital | -37.856 | -11.666 | -6.731 | -3.824 |
| Währungsumrechnung sonstige Positionen | -4.761 | -699 | -1.329 | -225 |
| darauf entfallende Steuern | 1.190 | 175 | 332 | 57 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -41.427 | -12.190 | -7.728 | -3.992 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -127.649 | -35.070 | -87.767 | -9.973 |
| in TEUR | 9 Monate bis | 30.09.2017 | 30.09.2016 |
|---|---|---|---|
| LAUFENDE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||
| Ergebnis nach Steuern | -86.222 | -22.880 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 37.437 | 43.718 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | 1.596 | -18.179 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | -47.189 | 2.659 | |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen (exkl. Optionsverbindlichkeiten) | -19.328 | 43.115 | |
| Veränderung Optionsverbindlichkeiten | 89.510 | -16.914 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 22.993 | 28.860 | |
| INVESTITIONSTÄTIGKEIT | |||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -25.306 | -9.401 | |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel | 0 | -90.028 | |
| Sonstige Aktivitäten | 3.339 | 1.745 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -21.967 | -97.684 | |
| Freier Cashflow | 1.026 | -68.824 | |
| FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | |||
| Dividendenzahlungen | 0 | -7.994 | |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | -2.167 | |
| Veränderung Bankverbindlichkeiten/Finanzierungsleasing | -4.875 | 26.818 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -4.875 | 16.657 | |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -3.849 | -52.167 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres | 193.453 | 196.278 | |
| Einfluss von Wechselkursveränderungen auf den Finanzmittelbestand | -11.741 | -2.531 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 177.863 | 141.580 |
| 1-9/2017 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten aus der Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2017 | 15.947 | 66.812 | 785 | 19 | 61.109 | 281.061 | 425.733 |
| Ergebnis nach Steuern | -86.222 | -86.222 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -41.427 | -41.427 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -41.427 | -86.222 | -127.649 |
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 349 | 355 | ||||
| 30.09.2017 | 15.953 | 67.161 | 785 | 19 | 19.682 | 194.839 | 298.439 |
| 1-9/2016 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten aus der Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2016 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 |
| Ergebnis nach Steuern | -22.880 | -22.880 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -12.190 | -12.190 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -12.190 | -22.880 | -35.070 |
| Dividende | -7.994 | -7.994 | |||||
| Erwerb eigener Aktien | -41 | -2.126 | -2.167 | ||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 471 | 477 | ||||
| Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht |
1.910 | 1.910 | |||||
| beherrschenden Anteilen | |||||||
| Rücklagenbewegung | -3 | 3 | 0 | ||||
| 30.09.2016 | 15.947 | 66.702 | 785 | 16 | 37.976 | 286.090 | 407.516 |
Der Zwischenbericht zum 30. September 2017 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der vorliegende Bericht zum dritten Quartal 2017 des SBO-Konzerns wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2016 werden grundsätzlich unverändert angewendet, mit Ausnahme der in 2017 neu in Kraft getretenen Standards, welche jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Wir verweisen diesbezüglich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016.
In den ersten drei Quartalen 2017 fanden keine Änderungen im Konsolidierungskreis statt.
Der Geschäftsverlauf der SBO unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.
SBO stellte zum ersten Quartal 2017 ihre interne Steuerung und die daraus resultierende interne Berichtsstruktur um. In den vergangenen Jahren ist es zunehmend zu einer Überschneidung der Aufgaben der Produktionsstätten im ehemaligen Segment "High Precision Components" mit jenen der Service- und Reparaturshops gekommen, die im alten Segment "Oilfield Equipment" eingegliedert waren. Darüber hinaus verfügen beide Bereiche über eine ähnliche Kundenstruktur, die Neuordnung der Segmente gibt entsprechend das Einkaufsverhalten der Kunden von SBO wieder. Nach der neuen Struktur gliedert sich das Geschäft von SBO in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) sowie "Oilfield Equipment" (OE).
Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".
Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Aus Vergleichsgründen wurden die früheren Perioden angepasst.
Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
| 1-9/2017 in TEUR |
Advanced Manufacturing & Services |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 72.586 | 155.010 | 0 | 227.596 | |
| Innenumsätze | 29.307 | 11.318 | -40.625 | 0 | |
| Summe Umsatzerlöse | 101.893 | 166.328 | -40.625 | 227.596 | |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-14.550 | 30.026 | -6.425 | 9.051 | |
| Ergebnis vor Steuern | -12.055 | -63.434 | -8.987 | -84.476 |
| 1-9/2016 in TEUR |
Advanced Manufacturing & Services |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 68.328 | 64.742 | 0 | 133.070 |
| Innenumsätze | 18.699 | 6.873 | -25.572 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 87.027 | 71.615 | -25.572 | 133.070 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-23.403 | -15.494 | -7.391 | -46.288 |
| Ergebnis vor Steuern | -24.436 | 679 | -12.491 | -36.248 |
Angaben zu Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte sowie zum Bestellobligo sind dem Lagebericht zu entnehmen.
Die Restrukturierungserträge in Höhe von MEUR 2,0 betreffen einen Ertrag aus dem Verkauf eines Grundstückes in den USA, welches bereits im Konzernabschluss 2016 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen wurde.
Das Unternehmen hat in der Berichtsperiode 2017 im Rahmen des seit 2014 bestehenden Vergütungsprogrammes 6.000 Stück eigene Aktien abgegeben
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2016 ergeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der SBO zum 31. Dezember 2016 verwiesen.
Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:
| in TEUR | Bilanzposition | 30.09.2017 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-139.485 | -47 | -139.438 |
| in TEUR | Bilanzposition | 31.12.2016 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-58.673 | -124 | -58.549 |
In der Berichtsperiode 2017 erfolgte keine Umbuchung zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.
Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Die Entwicklung in der Berichtsperiode 2017 stellt sich wie folgt dar:
| Bedingte Kaufpreise | Optionsverbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Unternehmenserwerb Downhole Technology |
Sonstige Unternehmenserwerbe |
||
| Stand am 01.01.2017 | -17 | -51.007 | -7.525 | |
| Aufzinsung | -1 | -1.615 | -754 | |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | 3 | 0 | 1.883 | |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | 0 | -91.277 | -116 | |
| Kursdifferenzen | 1 | 10.768 | 221 | |
| Stand am 30.09.2017 | -14 | -133.131 | -6.292 |
Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.
Die bedingten Kaufpreise werden in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze jährlich zahlbar und laufen noch über die nächsten 2 Jahre. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne stellen unrealisierte Gewinne dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige finanzielle Erträge" ausgewiesen.
Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne und -verluste stellen unrealisierte Gewinne bzw. Verluste dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen. Die Erhöhung der Optionsverbindlichkeiten im 3. Quartal 2017 betreffend Unternehmenserwerb Downhole Technology ist im wesentlichen auf gestiegene Ertragserwartungen des Unternehmens bzw. daraus folgend auf einen Anstieg des zu erwartenden Ausübungspreises für die der Option zugrundeliegenden Anteile zurückzuführen.
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren betreffend Optionsverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Annahme | Änderung der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Verringerung der Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Options verbindlichkeiten |
Ergebnis | +/-10 % | +24.879 | -22.258 |
| Zinssatz 20,0 %, bzw. 2,5 % bzw. 1,6 % |
+/-2,5 bzw. +/-1 bzw. +/-1 Prozentpunkte |
-2.294 | +2.193 |
Betreffend bedingter Kaufpreise ergibt die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren sowohl für eine realistisch zu erwartende Änderung der Umsatzerlöse wie auch des Zinssatzes nur untergeordnete Schwankungen der ausgewiesenen Verbindlichkeit.
Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 30.09.2017 | 31.12.2016 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Level | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Schulden | |||||
| Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 2 | -240.649 | -244.738 | -244.451 | -249.329 |
Für die fix verzinsten erhaltenen Darlehen sowie für die Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und den gegebenen und erhaltenen Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.
Hinsichtlich einer Ende 2015 durch einen Wettbewerber geltend gemachten Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe ist Anfang November 2017 ein erstinstanzliches Urteil ergangen, wonach das Patent des Wettbewerbers als ungültig erklärt wurde und demnach die behaupteten Patentrechtsverletzungen gegenstandslos sind. Dies entspricht der bisherigen Einschätzung des Managements der SBO. Im Konzernabschluss zum 31.12.2016 wurden deshalb über erwartete Anwaltskosten hinausgehend keine Vorsorgen für allfällige finanzielle Risiken gebildet.
Nach dem Bilanzstichtag wurde durch einen anderen Wettbewerber eine Klage über eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe eingebracht. Das Management des Unternehmens erachtet die behauptete Patentrechtsverletzung als gegenstandslos und bestreitet die Vorwürfe nachhaltig. Aufgrund der derzeitigen Sachlage ist die Höhe eines etwaigen finanziellen Risikos derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar und wird auch nicht als wahrscheinlich erachtet.
Darüberhinaus liegen keine wichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns zum dritten Quartal ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Ternitz, 22. November 2017
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