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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Earnings Release May 25, 2016

759_10-q_2016-05-25_4883d7c4-1882-4687-aef6-a901e331df91.pdf

Earnings Release

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aktionärsbrieF 1-3 2016 i

HIGHLIGHTS

  • Anhaltend schwieriges Marktumfeld belastet Ergebnis im 1. Quartal 2016
  • kerngesunde Bilanzstruktur mit hoher Eigenkapitalquote
  • Akquisition von Downhole Technology stärkt Position im attraktiven Geschäftsfeld Completion

lagebericht

"Globaler Rig Count im ersten Quartal weiter um 21 % gesunken"

Marktumfeld

Der weltweite Rohöl-Markt war im ersten Quartal 2016 weiter überversorgt. Trotz des anhaltend soliden Nachfrageanstiegs von 1,4 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) im Jahresvergleich wurden um 1,4 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) mehr produziert als verbraucht, jedoch lag der Überschuss unter dem Niveau des ersten und vierten Quartals 2015 (Q1 2015: 1,5 mb/d, Q4 2015: 1,7 mb/d).

Das Öl-Angebot stieg zwar im ersten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,3 mb/d auf 96,4 mb/d (Q1 2015: 95,1 mb/d), gegenüber dem vierten Quartal 2015 sank es jedoch um 0,8 mb/d (Q4 2015: 97,2 mb/d). Während im Jänner 2016 96,6 mb/d produziert wurden, waren es im März 96,0 mb/d. Der Rückgang ging gleichermaßen von den OPEC-Staaten und den Non-OPEC-Staaten aus: Die Produktion der OPEC-Staaten sank von 39,5 mb/d im Jänner auf 39,2 mb/d im März, jene der Nicht-OPEC-Staaten von 57,1 mb/d im Jänner auf 56,8 mb/d im März. Der weltweite Öl-Verbrauch lag im ersten Quartal 2016 bei 95,0 mb/d und stieg damit im Jahresvergleich um 1,4 mb/d (Q1 2015: 93,6 mb/d). Die OPEC Spare Capacity erhöhte sich im Jahresvergleich um 0,2 mb/d und lag im März 2016 bei 2,7 mb/d (März 2015: 2,5 mb/d).1

Zu Beginn des Jahres 2016 fielen die Preise der beiden handelsüblichen Öl-Sorten WTI und Brent zunächst von anfänglichen USD 36,76 (WTI) und USD 37,22 (Brent) auf einen Tiefststand von USD 26,13 (WTI) und USD 27,10 (Brent). Infolge dessen kam es zu einer leichten Erholung, die jedoch im Februar 2016 zu einem neuerlichen Preisverfall führte. Schlussendlich kostete ein Barrel der europäischen Öl-Sorte Brent Ende März USD 39,60, womit er um 6,4 % höher lag als zu Jahresbeginn. Verglichen mit dem Vorjahreswert zum Ende des ersten Quartals (31. März 2015: USD 55,11) fiel der Preis um 28,1 %. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg im Verlauf des ersten Quartals 2016 um 4,3 % auf USD 38,34 (31. März 2016). Im Jahresvergleich fiel der Preis um 19,5 % (31. März 2015: USD 47,60). Der dynamische Aufwärtstrend beider Sorten setzte sich auch im April 2016 weiterhin fort.2

Die Zahl der weltweiten Bohranlagen (Rig Count) sank im ersten Quartal weiter. Im März 2016 lag der Rig Count bei 1.551 Anlagen und damit um 39,3 % unter dem Vorjahreswert (März 2015: 2.557 Anlagen). Im Vergleich zum Dezember 2015 sank der Rig Count um 21,2 % (Dezember 2015: 1.969 Anlagen) – davon waren alle Weltregionen betroffen. Besonders stark ging die Zahl der Bohranlagen in Nordamerika zurück: Sie lag im März 2016 mit 566 Anlagen um 56,7 % unter dem Wert vom März 2015 (1.306 Anlagen) und um 35,2 % unter dem Wert vom Dezember 2015 (874 Anlagen).3

1 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Mai 2016.

2 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).

"Druck auf das Ergebnis, aber nachhaltig kerngesunde Bilanzstruktur"

Geschäftsentwicklung

Die Oilfield Service-Industrie ist derzeit mit dem stärksten Abschwung der vergangenen 30 Jahre konfrontiert. In diesem sehr schwierigen Umfeld konnte die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) einen positiven Free Cashflow erzielen und verfügt über eine kerngesunde Bilanzstruktur. Die hohe Liquidität gibt SBO die Kraft, auch im aktuellen Zyklus gezielt in die Umsetzung der langfristigen Wachstumsstrategie zu investieren – wie die Akquisition von Downhole Technology LLC am 1. April 2016 verdeutlicht.

Der Auftragseingang sank im ersten Quartal 2016 entsprechend der großen Zurückhaltung der Kunden um 28,8 % auf MEUR 40,6 (1-3/2015: MEUR 57,1). Der Umsatz ging um 56,5 % auf MEUR 46,8 zurück (1-3/2015: MEUR 107,5). Im ersten Quartal 2015 hatte SBO noch vom Rekordauftragseingang im Jahr 2014 profitiert. Der Auftragsstand lag Ende des ersten Quartals 2016 bei MEUR 28,3, nach MEUR 34,3 zum 31. Dezember 2015 und MEUR 91,7 zum 31. März 2015.

Die Zurückhaltung der Kunden bei den Bestellvolumina wurde durch einen anhaltenden Druck auf die Preise ergänzt. Das Management reagierte frühzeitig bereits im Rekordjahr 2014 mit einem Paket von Gegenmaßnahmen, um das Unternehmen sicher durch diesen Abschwung zu steuern. Der Markteinbruch spiegelt sich aber natürlich in den Ergebniszahlen der SBO wider.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug MEUR minus 4,8 (1-3/2015: MEUR 29,0). Das operative Ergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 16,9 (1-3/2015: MEUR 16,1). Hier waren einmalige Aufwendungen für Due Diligence und Restrukturierung in Höhe von MEUR 3,0 enthalten. Die quartalsmäßige, nicht cash-wirksame Bewertung der Optionsverbindlichkeiten schlug sich im Finanzergebnis mit MEUR minus 2,8 nieder. Dafür war vor allem die Option für den Erwerb von 33 % der Anteile an der Resource Well Completion Technologies Inc. ausschlaggebend. Damit lag das Finanzergebnis bei MEUR minus 3,3 (1-3/2015: MEUR minus 1,6). Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR minus 20,2 (1-3/2015: MEUR 14,5). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf MEUR minus 15,0 (1-3/2015: MEUR 10,4). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR minus 0,94 (1-3/2015: EUR 0,65). Die Margen spiegeln den Markteinbruch ebenfalls wider: Die EBITDA-Marge lag bei minus 10,2 % (1-3/2015: 27,0 %), die EBIT-Marge bei minus 36,1 % (1-3/2015: 15,0 %). Die Pretax-Marge betrug minus 43,2 % (1-3/2015: 13,5 %).

Trotz der schwierigen Marktbedingungen konnte SBO im ersten Quartal 2016 einen positiven Free Cashflow in der Höhe von MEUR 3,8 erzielen (1-3/2015: MEUR 28,6).

Das Unternehmen besitzt eine kerngesunde Bilanzstruktur: Zum 31. März 2016 verfügte SBO über eine Eigenkapitalquote von 57,1 % (31. Dezember 2015: 60,8 %), liquide Mittel von MEUR 224,9 (31. Dezember 2015: MEUR 196,3) und eine Netto-Cash-Position von MEUR 24,2 (31. Dezember 2015: MEUR 26,2). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) wurden gegenüber dem Vorjahresquartal um 61,7 % auf MEUR 3,1 zurückgefahren (1-3/2015: MEUR 8,0). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 31. März 2016 MEUR 0,1 (31. März 2015: MEUR 4,4).

Die solide Bilanzstruktur ermöglichte es SBO, zu Beginn des zweiten Quartals 2016 rund 68 % an der Downhole Technology LLC zu einem Kaufpreis von MUSD 102,9 (stichtagsbezogen umgerechnet MEUR 90,4) zu übernehmen. Auch nach dieser Akquisition verfügt SBO über liquide Mittel von MEUR 135,0 und ein Gearing von weniger als 16 % (basierend auf Eigenkapital per 31. März 2016: MEUR 418,9).

Entwicklung der Segmente

SBO gliedert ihr Geschäft in zwei Segmente: "High Precision Components" (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und "Oilfield Equipment" (Non-Magnetic Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation-Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.

Das Segment "High Precision Components" entwickelte sich in den ersten drei Monaten 2016 entsprechend den deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Der Segmentumsatz ging um 60,2 % auf MEUR 19,9 zurück (1-3/2015: MEUR 50,1). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 6,3 (1-3/2015: MEUR 5,1).

Im Segment "Oilfield Equipment" wirkte der massive Rückgang der weltweiten Aktivitäten dämpfend auf das Geschäft. Die Kunden setzten zwar auch im Abschwung auf Qualitätsprodukte, die sinkende Nachfrage drückte aber auf die Preise. Der Segment-Umsatz sank daher um 53,2 % auf MEUR 26,9 (1-3/2015: MEUR 57,4). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 4,3 (1-3/2015: MEUR 8,8).

"SBO setzt GegenmaSSnahmen konsequent fort"

MaSSnahmen gegen den Abschwung

SBO besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits frühzeitig im zweiten Halbjahr 2014 erste Gegenmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs auch im ersten Quartal 2016 weiter konsequent fortgesetzt:

  • f SBO hat per 1. Oktober 2015 die beiden US-amerikanischen Tochtergesellschaften "Godwin-SBO L.L.C." und "Knust-SBO L.L.C." fusioniert. Die Restrukturierung ist im ersten Quartal 2016 zügig vorangetrieben worden und soll bis Mitte 2016 abgeschlossen sein. Durch die Zusammenführung der neuen "Knust-Godwin LLC" am Standort von Godwin werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt, ohne die vorhandenen Kapazitäten zu beschneiden. Damit wird die Gesellschaft sehr gut aufgestellt sein, um die Nachfrage, die im Zuge des nächsten Aufschwungs wieder kommen wird, optimal bedienen zu können.
  • f Die Restrukturierung der Aktivitäten in England wurde bereits Ende 2015 abgeschlossen. Das Geschäft der beiden benachbarten Tochtergesellschaften "Techman Engineering Ltd." und "Darron Tool & Engineering Ltd." wurde am Standort von Techman zusammengeführt. Die dadurch erzielten strukturellen und damit nachhaltigen Kostenvorteile spiegelten sich auch im Ergebnis des ersten Quartals 2016 wider.
  • f Die CAPEX-Ausgaben wurden auch im ersten Quartal 2016 weiter reduziert. Von der Reduktion ausgenommen waren Ausgaben in Forschung & Entwicklung.
  • f Die Personalkapazitäten wurden weiter standortabhängig an den Nachfragerückgang angepasst. In Österreich wurde mit 1. Februar 2016 auf Kurzarbeit umgestellt. Der Personalstand lag zum 31. März 2016 bei 1.062 Mitarbeitern (1.135 per 31. Dezember 2015 und 1.534 per 31. März 2015).
  • f SBO hat die 2014 gestartete Internationalisierung des erfolgreichen Bohrmotorengeschäfts der Tochtergesellschaft BICO im ersten Quartal 2016 weiter vorangetrieben: Die Bohrmotoren werden verstärkt in Russland und Fernost sowie von der bestehenden Niederlassung in Dubai aus vermarktet. Das sind jene Regionen, die global am wenigsten vom Nachfragerückgang betroffen sind. Zudem bieten die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften in Saudi-Arabien und Mexiko vor allem für die Tochtergesellschaft DSI mit ihrer Untertage-Zirkulations-Technologie zusätzliche Marktchancen.

Risikobericht

Die Geschäftsrisiken der SBO haben sich in den ersten drei Monaten 2016 gegenüber den im Jahresabschluss 2015 dargestellten Risiken grundsätzlich nicht verändert. Die gesamte Oilfield Service-Industrie ist weiterhin als Folge der niedrigen Ölpreise und der am Markt verfügbaren hohen Rohöl-Mengen von erheblichen Investitionskürzungen betroffen. Dies hat auf die Vermögens- und Ertragslage der SBO trotz der wie schon in den vorhergehenden Quartalsberichten erläuterten und eingeleiteten Gegenmaßnahmen erheblichen Einfluss. Wir verweisen zudem auf alle im Geschäftsbericht 2015 erläuterten Risiken. Wir empfehlen, diesen Bericht zu den ersten drei Monaten 2016 stets in Zusammenhang mit dem Risikobericht des Geschäftsberichtes 2015 zu lesen.

SBO-Aktie

Die Aktie der SBO startete am 4. Jänner mit einem Kurs von EUR 50,42 in das Jahr 2016 und schloss am 31. März 2016 mit EUR 53,51. Damit stieg der Aktienkurs im ersten Quartal um 6,1 % und entwickelte sich ähnlich wie die Preise der beiden handelsüblichen Sorten WTI (plus 4,3 %) und Brent (plus 6,4 %). Im Jahresvergleich entwickelte sich der Kurs der SBO-Aktie deutlich besser: Er ging gegenüber dem 31. März 2015 um lediglich 10,1 % zurück, die Preise für WTI und Brent sanken um 19,5 % und 28,1 %.

Ausblick

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im April 2016 seine Einschätzung für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 um 0,2 Prozentpunkte auf 3,2 % nach unten korrigiert. Der IWF begründet dies mit der Abschwächung der Konjunktur in den Industriestaaten und politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in einigen großen Schwellenländern. Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2016 um 1,9 % wachsen, nach 1,9 % im Jahr 2015 und 1,8 % im Jahr 2014. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2016 von einem Wachstum von 4,1 % aus, nach 4,0 % im Jahr 2015 und 4,6 % im Jahr 2014.4

4 IMF World Economic Outlook (WEO), Mai 2016.

"Fortsetzung der Wachstumsstrategie in anhaltend schwierigem Marktumfeld"

Die anhaltende Überversorgung des Ölmarktes führt dazu, dass die Ölgesellschaften ihre Ausgaben in Exploration & Produktion (E&P) im Jahr 2016 weiter deutlich reduzieren. Nachdem in 2015 bereits ein weltweiter Rückgang um 30 % zu verzeichnen war, ist laut aktuellen Marktbefragungen für 2016 weltweit mit einer Reduktion um 25 % zu rechnen – in Nordamerika wird ein Rückgang von 40 % erwartet, international ein Minus von 15 %.5

Der Abschwung, der die Oilfield Service-Industrie seit dem vierten Quartal 2014 erfasst hat, ist noch nicht vorbei. Entscheidend wird sein, wie lange die deutliche Überversorgung des Ölmarktes noch anhält. Die massiven Kürzungen der E&P-Ausgaben und der damit verbundene Rückgang der weltweiten Bohraktivitäten werden in absehbarer Zeit dazu führen, dass die steigende Nachfrage nicht mehr bedient werden kann. Zu diesem Zeitpunkt werden neue Investitionen notwendig sein. Einiges weist darauf hin, dass die Überversorgung am Ölmarkt im Laufe des zweiten Halbjahres abnehmen wird und Angebot und Nachfrage sich schrittweise in Richtung einer stabilen Balance bewegen: Die massiven Investitionskürzungen haben in Nordamerika und anderen Nicht-OPEC-Ländern bereits zu einem Rückgang der Produktion geführt. Eine zumindest vorübergehende Wirkung werden auch die Waldbrände in Kanada im Mai 2016 zeigen.

Marktbeobachter wie das Investmenthaus Evercore ISI rechnen für 2016 in Nordamerika mit einem Produktionsrückgang von 0,5 mb/d.6 Die IEA sieht das ähnlich. Sie erwartet 2016 für Nordamerika einen Produktionsrückgang von 0,5 mb/d und für die Nicht-OPEC-Staaten (inklusive Nordamerika) ein Minus von 0,8 mb/d. Im ersten Quartal 2016 war der Rückgang in den Nicht-OPEC-Staaten bereits stärker. Die OPEC produziert weitgehend am Maximum. Zugleich wird für 2016 derzeit mit einem Anstieg der globalen Nachfrage um 1,2 mb/d gerechnet. Im Quartalsvergleich sind es sogar 1,4 mb/d (1-3/2015 zu 1-3/2016).7

Von großer Bedeutung wird sein, wie sich die OPEC verhält. Die Gespräche über ein Einfrieren der Produktionsmengen im April 2016 führten zu keinem Ergebnis. Das Problem für die OPEC-Staaten bleibt aber: Der aktuelle Kurs, die Produktion auf deutlich über 30 mb/d zu halten, drückt auf den Ölpreis und führt zu enormen Einnahmeverlusten. Es ist fraglich, wie lange Saudi-Arabien und die ärmeren OPEC-Mitglieder sich dies leisten wollen und können. Eines hat die Vergangenheit in der Oilfield Service-Industrie aber gezeigt: Je tiefer und länger der Abschwung ist, desto steiler wird in der Regel der nächste Aufschwung.

5 Evercore ISI Research, April 2016.

6 Evercore ISI Research, April 2016.

7 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Mai 2016.

SBO ist aufgrund des hohen Cash Bestands und der hohen Eigenkapitalquote auch für eine längere Durststrecke gerüstet. Das Unternehmen wird die in 2014 und 2015 begonnenen Maßnahmen zum Gegensteuern in 2016 konsequent fortführen. SBO verbessert ihre Kostenbasis und investiert gezielt in Wachstum: So werden die Kosteneinsparungsprogramme weiter umgesetzt und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage weiter angepasst. Die Standortoptimierung in den USA wird bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Die Strategie, neue Märkte für die Produkte der SBO im Segment "Oilfield Equipment" zu erschließen, wird fortgesetzt.

Nachdem bereits im November 2014 das kanadische Unternehmen Resource Well Completion Technologies Inc. (Resource) übernommen wurde, erwarb SBO am 1. April 2016 das US-Unternehmen Downhole Technology LLC (Downhole Technology). Mit Resource und Downhole Technology ist SBO nun in den beiden dominierenden Completion-Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug'n'Perf" als führender Produktanbieter vertreten.

Durch die gezielte Investition in den Ausbau des Geschäftsfeldes Completion und Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen wird SBO gut aufgestellt sein, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.

konzernabschluss

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in TEUR 3 Monate bis 31.03.2016 31.03.2015
Umsatzerlöse 46.782 107.516
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
-46.540 -79.446
Bruttoergebnis 242 28.070
Vertriebsaufwendungen -4.272 -6.003
Verwaltungsaufwendungen -9.827 -8.421
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.907 -9.360
Sonstige betriebliche Erträge 1.892 11.836
Betriebsergebnis -16.872 16.122
Zinserträge 691 100
Zinsaufwendungen -1.284 -2.392
Sonstige finanzielle Erträge 44 717
Sonstige finanzielle Aufwendungen -1 0
Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung
von Optionsverpflichtungen
-2.791 0
Finanzergebnis -3.341 -1.575
Ergebnis vor Steuern -20.213 14.547
Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.174 -4.172
Ergebnis nach Steuern -15.039 10.375
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien 15.982.066 15.976.000
Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) -0,94 0,65

konzern-gesamtergebnisrechnung

in TEUR 3 Monate bis 31.03.2016 31.03.2015
Ergebnis nach Steuern -15.039 10.375
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn
und Verlustrechnung umgegliedert werden können
Währungsumrechnung Eigenkapital -16.009 44.080
Währungsumrechnung sonstige Positionen -927 2.726
darauf entfallende Steuern 232 -681
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -16.704 46.125
Gesamtergebnis nach Steuern -31.743 56.500

konzernbilanz

VERMÖGEN in TEUR 31.03.2016 31.12.2015
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 224.887 196.278
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.153 49.199
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 10.680 9.525
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 2.092 2.230
Vorräte 118.008 133.748
Summe kur
zfr
istiges
Vermögen
399.820 390.980
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 180.071 193.024
Firmenwerte 80.523 81.718
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 47.035 50.749
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 12.582 12.864
Aktive latente Steuern 13.592 11.168
Summe la
ngfr
istiges
Vermögen
333.803 349.523
SUMM
E VERMÖ
GEN
733.623 740.503

konzernbilanz

SCHULDEN
UND
EIGENKA
PITAL
in TEUR
31.03.2016 31.12.2015
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 31.580 32.174
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 7.174 12.783
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 64 63
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.029 11.150
Erhaltene Zuschüsse 198 205
Ertragsteuerrückstellung 1.415 1.502
Sonstige Verbindlichkeiten 19.576 24.696
Sonstige Rückstellungen 4.469 4.708
Summe kur
zfr
istige Schulden
75.505 87.281
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 161.863 125.049
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 8 27
Erhaltene Zuschüsse 153 153
Rückstellungen für Sozialkapital 5.154 5.821
Sonstige Verbindlichkeiten 54.668 52.459
Passive latente Steuern 17.399 19.353
Summe la
ngfr
istige Schulden
239.245 202.862
Eigenkapital
Grundkapital 15.988 15.982
Kapitalrücklagen 68.607 68.357
Gesetzliche Rücklage 785 785
Sonstige Rücklagen 18 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 33.462 50.166
Kumulierte Ergebnisse 300.013 315.051
Summe Eigenkap
ital
418.873 450.360
SUMM
E SCHULDEN UND
EIGENKAPITAL
733.623 740.503

entwicklung des konzern-eigenkapitals

1-3/2016
in TEUR
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Kumulierte
Ergebnisse
Gesamt
1. Jänner 2016 15.982 68.357 785 19 50.166 315.051 450.360
Ergebnis nach Steuern -15.039 -15.039
Sonstiges Ergebnis -16.704 -16.704
Gesamtergebnis 0 0 0 0 -16.704 -15.039 -31.743
Aktienbasierte Vergütung 6 250 256
Rücklagenbewegung -1 1 0
31. März 2016 15.988 68.607 785 18 33.462 300.013 418.873
1-3/2015
in TEUR
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Kumulierte
Ergebnisse
Gesamt
1. Jänner 2015 15.976 67.560 785 22 13.834 357.498 455.675
Ergebnis nach Steuern 10.375 10.375
Sonstiges Ergebnis 46.125 46.125
Gesamtergebnis 0 0 0 0 46.125 10.375 56.500
Aktienbasierte Vergütung 352 352
Rücklagenbewegung -1 1 0
31. März 2015 15.976 67.912 785 21 59.959 367.874 512.527

konzerngeldflussrechnung

in TEUR 3 Monate bis 31.03.2016 31.03.2015
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 196.278 130.220
Cashflow aus dem Ergebnis -4.834 16.701
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 6.253 35.688
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.473 -7.044
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 30.804 36.019
Einfluss von Wechselkursänderungen -5.975 8.689
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 224.887 203.572

erläuterungen zum konzernabschluss

Erläuterung 1

Grundlagen der Berichterstattung

Der Zwischenbericht zum 31. März 2016 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Der vorliegende Bericht zum ersten Quartal 2016 des SBO-Konzerns wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Erläuterung 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2015 werden grundsätzlich unverändert angewandt, mit Ausnahme der in 2016 neu in Kraft getretenen Standards, welche jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Wir verweisen diesbezüglich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015.

Erläuterung 3 Konsolidierungskreis

In den ersten drei Monaten 2016 fanden keine Änderungen im Konsolidierungskreis statt. Mit Vertrag vom 1. April 2016 wurden 67,73 % der Anteile an der Downhole Technology LLC, Houston, USA, erworben. Weitere Details finden sich im Abschnitt: Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Erläuterung 4 Saisonalität des Geschäftes

Der Geschäftsverlauf der SBO unterliegt nur unwesentlichen saisonalen Einflüssen.

Erläuterung 5 Segmentberichterstattung

Die Produktions- und Servicestandorte werden analog der angebotenen Produktgruppen und Services bzw. bestehenden Kundengruppen in die Segmente "High Precision Components" und "Oilfield Equipment" zusammengefasst.

Das Segment "High Precision Components" beinhaltet die komplexe Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen mit äußerst hoher Maßgenauigkeit, die von den Engineering-Abteilungen der Kunden bestellt werden. Das Segment "Oilfield Equipment" hingegen umfasst direkt von den operativen Oilfield-Organisationen der Kunden bezogene Non-Magnetic-Drill Collars, Bohrmotoren, Circulation-Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten.

Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente.

1-3/2016
in TEUR
High Precision
Components
Oilfield
Equipment
SBO
-Holding &
Konsolidierung
Konzern
Aussenumsätze 19.921 26.861 46.782
Innenumsätze 7.088 3.153 -10.241 0
Summe Umsatzerlöse 27.009 30.014 -10.241 46.782
Betriebsergebnis -6.265 -4.317 -6.290 -16.872
Ergebnis vor Steuern -6.185 -7.530 -6.498 -20.213

Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

1-3/2015
in TEUR
High Precision
Components
Oilfield
Equipment
SBO
-Holding &
Konsolidierung
Konzern
Aussenumsätze 50.083 57.433 0 107.516
Innenumsätze 15.653 21.251 -36.904 0
Summe Umsatzerlöse 65.736 78.684 -36.904 107.516
Betriebsergebnis 5.066 8.813 2.243 16.122
Ergebnis vor Steuern 5.149 8.902 496 14.547

Erläuterung 6 Eigene Aktien

In der Berichtsperiode hat das Unternehmen im Rahmen des seit 2014 bestehenden Vergütungsprogrammes 6.000 Stück eigene Aktien an den Vorstandsvorsitzenden abgegeben.

Erläuterung 7 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2015 ergeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der SBO zum 31. Dezember 2015 verwiesen.

Erläuterung 8 Angaben zu Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

  • Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
  • Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:

in TEUR Bilanzposition 31.03.2016 Stufe 2 Stufe 3
Vermögenswerte
Derivate Sonstige Forderungen
und Vermögenswerte
268 268 0
Schulden
Derivate Sonstige
Verbindlichkeiten
-31.970 0 -31.970
in TEUR Bilanzposition 31.12.2015 Stufe 2 Stufe 3
Schulden
Derivate Sonstige
Verbindlichkeiten
-30.432 -87 -30.345

In der Berichtsperiode 2016 erfolgte keine Umbuchung zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.

Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Die Entwicklung in der Berichtsperiode 2016 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Bedingte Kaufpreise Optionsverbindlichkeiten
Stand zum 1.1.2016 -2.290 -28.055
Aufzinsung -1 -417
Ergebniswirksame Bewertungsgewinne 44 421
Ergebniswirksame Bewertungsverluste -1 -3.212
Abgänge aus Erfüllung 2.196 0
Kursdifferenzen 28 -683
Stand am 31.3.2016 -24 -31.946

Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.

Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.

Die bedingten Kaufpreise werden grundsätzlich in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Eine Vereinbarung über bedingte Kaufpreise wurde durch Zahlung der letzten Tranche in der Berichtsperiode auf Basis der Umsatzerlöse 2015 abschließend erfüllt. Die noch ausgewiesenen bedingten Kaufpreise laufen noch über die nächsten 3 Jahre. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne stellen unrealisierte Gewinne dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige finanzielle Erträge" ausgewiesen.

Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen und vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abhängig. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne und -verluste stellen unrealisierte Gewinne bzw. Verluste dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen. Der Anstieg der Optionsverbindlichkeiten im ersten Quartal 2016 ergibt sich unter anderem aus einer Änderung des der Bewertung zugrundegelegten EBITDA-Multiples.

Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Annahme Änderung der
Annahme
Veränderung der
Verbindlichkeit
bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Verbindlichkeit
bei Verringerung
der Annahme
Options
verbindlichkeiten Ergebnis +/- 10 % +3.195 -3.194
Zinssatz 27,5 %, +/- 10 bzw. +/- 1 -757 +613
bzw. 1,2 % Prozentpunkte
Multiple 16,93 +/- 30 % +8.248 -8.249
Bedingte Kaufpreise Umsatzerlöse +/- 10 % +2 -2
Zinssatz 13,0 % +/- 1 Prozentpunkt 0 0

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.03.2016 31.12.2015
in TEUR Level Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Schulden
Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten 2 -200.688 -201.776 -170.096 -171.377

Für die gegebenen und erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Erläuterung 9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vertrag vom 1. April 2016 wurden 67,73 % der Anteile an der Downhole Technology LLC, Houston, USA, erworben. Somit wurden die Wertansätze noch nicht im Konzernabschluss zum 31. März 2016 erfasst.

Die Gesellschaft ist technologisch führender Anbieter von patentgeschützten "Composite Frac Plugs" für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen und hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von MEUR 38,4 erzielt. Completion (Komplettierung) bezeichnet die Vorbereitung einer Bohrung für die Öl- und Gasförderung. Downhole Technology stellt "Plug and Perforation"-Equipment für diese Anwendungen her. Das patentierte Design, das Fertigungs-Know-How sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen die Komplettierung der Bohrung rascher, effizienter und sicherer durchzuführen, wodurch Downhole Technology eine hohe Akzeptanz am Markt erzielt. Mit Downhole Technology ist SBO nun in der Lage, ein breites Portfolio an Tight-Formation Completion Tools anzubieten. Der in bar beglichene Kaufpreis für die erworbenen Anteile beträgt MEUR 90,4.

Aufgrund der Komplexität der Transaktion und der Größe der Akquisition sowie des kurzen Zeitraums zwischen Closing und Veröffentlichung des Quartalsberichtes basiert die Kaufpreisaufteilung auf vorläufigen Werten. Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere der Technologien, Markenrechte, Wettbewerbsvereinbarungen und latenten Steuern im Detail analysiert wurden.

Die Kaufpreisaufteilung stellt sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in MEUR 2016
Kaufpreis in bar beglichen 90
Optionsverbindlichkeit aus kündbaren, nicht beherrschenden Anteilen 43
Gesamte Gegenleistungen 133
Reinvermögen -45
Firmenwert 88

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in MEUR Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 29
Sachanlagevermögen 5
Vorräte 6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7
Liquide Mittel 1
48
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3
Latente Steuern -0
Nettovermögen 45

Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb betrug:

in MEUR 2016
Abfluss von Zahlungsmitteln 90
Mit dem Unternehmen erworbene Zahlungsmittel -1
89

Im Zuge dieses Unternehmenszusammenschlusses hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 1. April 2019 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig.

Der auf Basis der vorläufigen erstmaligen Bilanzierung ermittelte Firmenwert, der dem Segment "Oilfield Equipment" zugeordnet wird, ergibt sich aus der erwarteten Geschäftsentwicklung sowie dem Mitarbeiter-Know-How unter Berücksichtigung der zu erwartenden Synergien aus dem Unternehmenserwerb.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden Transaktionskosten in der Höhe von MEUR 2,5 bezahlt, wovon in der Berichtsperiode MEUR 2,3 in den Verwaltungsaufwendungen erfasst wurden.

Darüberhinaus liegen keine weiteren wichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Ternitz, 23. Mai 2016

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