Earnings Release • Aug 24, 2016
Earnings Release
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Das Marktumfeld für die Oilfield Service-Industrie hat sich im Laufe des zweiten Quartals 2016 gegenüber dem ersten Quartal noch einmal verschlechtert. Die Überversorgung des Rohöl-Marktes nahm zwar ab, die Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) sanken aber weiter. Und obwohl die Reduktion der weltweiten Bohranlagen gegen Ende des zweiten Quartals zum Stillstand kam, ist es noch zu früh, um von einer nachhaltigen Trendumkehr zu sprechen. Die Visibilität auf dem Markt ist anhaltend niedrig.
Der Überschuss am Rohöl-Markt ging im zweiten Quartal 2016 auf 0,3 mb/d zurück. Im ersten Quartal 2016 lag er noch bei 1,2 mb/d, im vierten Quartal 2015 bei 1,9 mb/d. Diese Entwicklung war sowohl auf eine steigende Nachfrage zurückzuführen als auch auf einen Rückgang der Produktion.
So sank das Öl-Angebot im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 mb/d auf 95,9 mb/d (Q2 2015: 96,4 mb/d). Im ersten Quartal 2016 lag es bei 96,6 mb/d, im vierten Quartal 2015 bei 97,4 mb/d. Der Rückgang im zweiten Quartal 2016 war im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen: Die Produktion der Non-OPEC-Staaten, vor allem der USA, sank aufgrund der massiven Kürzungen der E&P-Ausgaben. Hinzu kamen Produktionsausfälle in Kanada durch Waldbrände sowie in Libyen und Nigeria in Folge von lokalen Konflikten.
Die Öl-Nachfrage stieg im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 mb/d auf 95,6 mb/d (Q2 2015: 94,2 mb/d). Vom ersten zum zweiten Quartal 2016 stieg die Nachfrage vor allem in Europa und dem Nahen Osten.1
Die OPEC Spare Capacity 2 sank im Juli 2016 gegenüber dem Vorjahr um 0,3 mb/d auf 1,9 mb/d (Juli 2015: 2,2 mb/d).3 Die weltweiten Öl-Lagerbestände befand sich auf einem Rekordhoch, der Lageraufbau hat sich im zweiten Quartal 2016 auf Grund des geringeren Überschusses jedoch verlangsamt.
Der Ölpreis erholte sich im zweiten Quartal 2016 von den Tiefstständen zu Jahresbeginn: Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg im Verlauf des zweiten Quartals um 26,1 % von USD 38,34 pro Barrel (31. März 2016) auf USD 48,33 pro Barrel (30. Juni 2016). Der Preis für ein Barrel der europäischen Sorte Brent stieg um 25,5 % von USD 39,60 (31. März 2016) auf USD 49,68 (30. Juni 2016). Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 hielt der Ölpreis bei einem Minus von 54,9 % (WTI) sowie 56,7 % (Brent). 4 Zum Ende des zweiten Quartals setzten vor allem das Votum in Großbritannien über den Ausstieg aus der Europäischen Union (Brexit) und die damit verbundene
1 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, August 2016.
2 Definition der International Energy Agency (IEA): "IEA defines spare capacity as the capacity levels that can be reached within 90 days and sustained for an extended period."
3 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, August 2016.
Unsicherheit auf den Europäischen Märkten den Ölpreis deutlich unter Druck, sodass bis zuletzt kein nachhaltiges Ölpreisniveau erreicht werden konnte.
Der weltweite Rig Count 5 verringerte sich im zweiten Quartal um weitere 9,3 % oder 144 Anlagen auf durchschnittlich 1.407 Anlagen im Juni 2016 (März 2016: 1.551 Anlagen). Im Jahresvergleich sank der Rig Count um 34,1 % oder 729 Anlagen (Juni 2015: 2.136 Anlagen). Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 betrug der Rückgang mehr als 60 %. Von diesem Rückgang waren alle Weltregionen betroffen. Besonders stark ging die Zahl der Bohranlagen in Nordamerika zurück: Der Tiefststand Ende Mai 2016 lag bei 447 Anlagen und damit um 54,1 % unter dem Vorjahreswert (973 Anlagen). Die im Juni 2016 erfolgte leichte Erholung des nordamerikanischen Rig Counts führte noch nicht zu einer nachhaltigen Trendumkehr.
Die Oilfield Service-Industrie ist derzeit mit dem stärksten Abschwung seit mehr als 30 Jahren konfrontiert. Trotz des sich weiter verschlechternden Marktumfeldes erzielte die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) im ersten Halbjahr 2016 einen positiven operativen Cashflow und verfügt über eine kerngesunde Bilanzstruktur. Die hohe Liquidität gibt SBO die Kraft, auch im aktuellen Zyklus gezielt in die Umsetzung der langfristigen Wachstumsstrategie zu investieren – wie die Akquisition von "Downhole Technology LLC" (Downhole Technology) verdeutlicht.
Nachdem SBO bereits im November 2014 das kanadische Unternehmen "Resource Well Completion Technologies Inc." (Resource) übernommen hatte, erwarb SBO am 1. April 2016 das US-Unternehmen Downhole Technology. Mit Resource und Downhole Technology ist SBO nun in den beiden dominierenden Completion-Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf" als führender Produktanbieter vertreten.
Der Umsatz von SBO ging im ersten Halbjahr 2016 um 52,9 % auf MEUR 88,0 zurück (1-6/2015: MEUR 186,9). Im ersten Halbjahr 2015 hatte SBO noch vom Rekordauftragseingang im Jahr 2014 profitiert. Der Auftragseingang sank entsprechend der großen Zurückhaltung der Kunden um 28,4 % auf MEUR 75,0 (1-6/2015: MEUR 104,8). Der Auftragsstand lag Ende des ersten Halbjahres 2016 bei MEUR 21,1, nach MEUR 34,3 zum 31. Dezember 2015 und MEUR 60,9 zum 30. Juni 2015. Downhole Technology trägt seit Beginn des zweiten Quartals 2016 positiv zur Geschäftsentwicklung von SBO bei.
Die Zurückhaltung der Kunden bei den Bestellvolumina wurde durch einen anhaltenden Druck auf die Preise ergänzt. Das Management reagierte frühzeitig bereits im Jahr 2014 mit einem Paket von Gegenmaßnahmen, um das Unternehmen sicher durch den Abschwung zu steuern. An diesem Kurs hielt man im zweiten Quartal konsequent fest. Der Markteinbruch spiegelte sich aber natürlich in den Ergebniszahlen der SBO wider.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug MEUR minus 5,7 (1-6/2015: MEUR 45,1). Das operative Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten betrug MEUR minus 28,9. Unter Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen für Due Diligence von MEUR 2,3 und Aufwendungen für Impairment von Sachanlagen und Firmenwerten sowie Restrukturierung von MEUR 5,0, sohin MEUR 7,3, betrug das berichtete Betriebsergebnis (EBIT) MEUR minus 36,2 (1-6/2015: MEUR 19,3).
SBO hat sich im Juni 2016 mit den Minderheitseigentümern ihrer Tochtergesellschaft Resource auf eine Neubewertung der Option zum Erwerb von 33 % der Anteile an dieser Gesellschaft geeinigt. Bislang war die Option auf Basis der Geschäftsaussichten von Resource sowie des EBITDA-Multiples von SBO bewertet worden. Durch die Einigung auf ein marktangemessenes fixes Multiple konnte die bisherige starke Volatilität reduziert und somit eine für SBO planbarere Berechnung festgelegt werden. Im ersten Halbjahr 2016 führte die Bewertung auf Basis dieses fixen Multiple zu einem nicht cash-wirksamen Einmalertrag von MEUR 10,5. Das fixe Multiple wird auch in weiterer Folge für die Bewertung dieser Option herangezogen.
Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf MEUR 9,4 (1-6/2015: MEUR minus 14,6). Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR minus 26,8 (1-6/2015: MEUR 4,8). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf MEUR minus 16,9 (1-6/2015: EUR 0,0). Das Ergebnis je Aktie betrug EUR minus 1,06 (1-6/2015: EUR 0,0). Die Margen spiegeln den Markteinbruch ebenfalls wider: Die EBITDA-Marge lag bei minus 6,5 % (1-6/2015: 24,1 %), die EBIT-Marge bei minus 41,1 % (1-6/2015: 10,4 %). Die Pretax-Marge betrug minus 30,4 % (1-6/2015: 2,6 %).
Trotz der schwierigen Marktbedingungen konnte SBO im ersten Halbjahr 2016 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von MEUR 18,5 (1-6/2015: MEUR 57,1) erzielen.
Das Unternehmen besitzt eine kerngesunde Bilanzstruktur: Auch nach der Akquisition von 68 % der Anteile an Downhole Technology zu einem Kaufpreis von MUSD 103 verfügte SBO zum 30. Juni 2016 über eine solide Eigenkapitalquote von 54,7 % (31. Dezember 2015: 60,8 %). Die liquiden Mittel lagen bei MEUR 137,9 (31. Dezember 2015: MEUR 196,3) und die Nettoverschuldung bei MEUR 59,7 (31. Dezember 2015: Nettoliquidität MEUR 26,2). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) wurden gegenüber dem 1. Halbjahr 2015 um 54,0 % auf MEUR 5,9 zurückgefahren (1-6/2015: MEUR 12,9). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug zum 30. Juni 2016 MEUR 0,2 (30. Juni 2015: MEUR 2,5).
SBO gliedert ihr Geschäft in zwei Segmente: High Precision Components (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und Oilfield Equipment (Non-Magnetic Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation-Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.
Das Segment High Precision Components entwickelte sich im ersten Halbjahr 2016 entsprechend den deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Der Segmentumsatz ging um 61,8 % auf MEUR 33,7 zurück (1-6/2015: MEUR 88,1). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten betrug MEUR minus 14,3 (1-6/2015: MEUR 6,1).
Im Segment Oilfield Equipment wirkte der massive Rückgang der weltweiten Aktivitäten dämpfend auf das Geschäft. Die Kunden setzten zwar auch im Abschwung auf Qualitätsprodukte, die sinkende Nachfrage drückte aber auf die Preise. Der Segment-Umsatz sank daher um 45,0 % auf MEUR 54,3 (1-6/2015: MEUR 98,7). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten betrug MEUR minus 11,2 (1-6/2015: MEUR 12,3).
SBO besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits im zweiten Halbjahr 2014 erste Gegenmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs auch im ersten Halbjahr 2016 mit weiteren Maßnahmen konsequent fortgesetzt:
f SBO hat zum Ende des zweiten Quartals 2016 beschlossen, die beiden Tochtergesellschaften in Singapur zusammenzulegen: "Knust-SBO Far East Pte Ltd." und "SB DARRON Pte. Ltd." werden zur "Knust-SBD Pte Ltd" verschmolzen. Beide Standorte werden unter einem gemeinsamen Management weitergeführt. Durch die Restrukturierung werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt. Sie soll im Jahr 2017 abgeschlossen werden.
Die Geschäftsrisiken der SBO haben sich im ersten Halbjahr 2016 gegenüber den im Jahresabschluss 2015 dargestellten Risiken grundsätzlich nicht verändert. Die gesamte Oilfield Service-Industrie ist weiterhin als Folge der niedrigen Ölpreise und der am Markt verfügbaren hohen Rohöl-Mengen von erheblichen Investitionskürzungen betroffen. Dies hat auf die Vermögens- und Ertragslage der SBO trotz der wie schon in den vorhergehenden Quartalsberichten erläuterten und eingeleiteten Gegenmaßnahmen erheblichen Einfluss. Wir verweisen zudem auf alle im Geschäftsbericht 2015 erläuterten Risiken. Wir empfehlen, diesen Bericht zum ersten Halbjahr 2016 stets in Zusammenhang mit dem Risikobericht des Geschäftsberichtes 2015 zu lesen.
Die Aktie der SBO startete am 1. April 2016 in das zweite Quartal 2016 mit einem Kurs von EUR 52,94 und schloss am 30. Juni 2016 mit EUR 54,34. Damit stieg der Aktienkurs im Verlauf des zweiten Quartals um 2,6 %. Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 hielt der Aktienkurs bei einem Minus von 43,4 % und entwickelte sich damit deutlich stabiler als der Ölpreis (minus 54,9 % (WTI) sowie minus 56,7 % (Brent)).
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Juli 2016 nach dem Brexit Votum seine Einschätzung für das globale Wirtschaftswachstum in den Jahren 2016 und 2017 jeweils um 0,1 Prozentpunkte gesenkt. Für 2016 rechnet der IWF nun mit einem Wachstum von 3,1 %, für 2017 mit einem Wachstum von 3,4 %. Die Anpassung der Prognose betrifft die Wirtschaft der Industriestaaten. Sie soll 2016 und 2017 jeweils um 1,8 % wachsen, nach 1,9 % in 2015. In den Schwellen- und Entwicklungsländern – die laut IWF vom Brexit kaum betroffen sein dürften – geht der IWF für 2016 unverändert von einem Plus von 4,1 % und für 2017 von einem beschleunigten Wachstum von 4,6 % aus.6
Der Abschwung, der die Oilfield Service-Industrie seit dem vierten Quartal 2014 erfasst hat, ist noch nicht vorbei. Die anhaltende Überversorgung des Ölmarktes führt dazu, dass die Ölgesellschaften ihre E&P-Ausgaben im laufenden Geschäftsjahr weiter deutlich reduzieren, nachdem sie in 2015 bereits um 21 % gesenkt wurden. Aktuelle Prognosen gehen von einem weiteren Zurückfahren der globalen E&P-Ausgaben in 2016 um 26 % aus. In Nordamerika wird ein Rückgang von 41 % erwartet, international ein Minus von 21 %.7 Gegenüber dem E&P-Ausgaben-Konsensus zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts zum ersten Quartal 2016 haben sich die Prognosen also noch einmal verschlechtert.
Auf der anderen Seite verdichten sich die Anzeichen, dass Angebot und Nachfrage am Ölmarkt Schritt für Schritt wieder in die Balance finden. Im zweiten Quartal 2016 sank die Überversorgung auf 0,3 mb/d. Dafür waren zwar auch unerwartete, einmalige Produktionsausfälle wie die Waldbrände in Kanada verantwortlich. Aber selbst auf das Gesamtjahr 2016 gesehen erwartet die IEA aufgrund
6 IMF World Economic Outlook, Update Juli 2016.
7 Evercore ISI Research, Juni 2016; ähnlich Barclays, Oil & Gas Weekly, 22. März 2016.
der massiven Kürzungen der E&P-Ausgaben und des damit verbundenen Rückgangs der weltweiten Bohraktivitäten für Nordamerika einen Produktionsrückgang von 0,6 mb/d und für die Nicht-OPEC-Staaten (inklusive Nordamerika) ein Minus von 0,9 mb/d. Die OPEC produziert bereits weitgehend am Maximum. Zugleich dürfte der Verbrauch stärker steigen als noch vor einigen Monaten erwartet. In ihrer aktuellen Prognose vom August geht die IEA für 2016 von einem Anstieg der globalen Nachfrage um 1,5 mb/d aus – im Mai hatte die IEA noch mit 1,2 mb/d gerechnet.
Vorausgesetzt die sinkende Produktion trifft weiterhin auf eine steigende Nachfrage nach Öl, ist zu erwarten, dass wir uns in Richtung eines deutlichen Nachfrageüberhangs bewegen. Zu diesem Zeitpunkt werden neue Investitionen notwendig sein. Wann genau das der Fall sein wird, ist noch unklar. Nach verbreiteter Ansicht ist eine Balance von Angebot und Nachfrage im Jahr 2017 wahrscheinlich. Eines hat die Vergangenheit in der Oilfield Service-Industrie jedenfalls gezeigt: Je tiefer und länger der Abschwung ist, desto steiler wird in der Regel der nächste Aufschwung.
SBO ist aufgrund des hohen Cash Bestands, ihrer geringen Nettoverschuldung und der hohen Eigenkapitalquote auch für eine längere Durststrecke gerüstet. Das Unternehmen prüft sorgfältig mögliche Einsparungsmaßnahmen und setzt die in 2014 und 2015 begonnenen Maßnahmen zum Gegensteuern in 2016 konsequent fort. SBO verbessert ihre Kostenbasis und investiert gezielt in Wachstum: So werden die Kosteneinsparungsprogramme weiter umgesetzt und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage weiter angepasst. Die Strategie, neue Märkte für die Produkte der SBO im Segment Oilfield Equipment zu erschließen, wird fortgesetzt.
Durch die gezielte Investition in den Ausbau des Geschäftsfeldes Completion und durch die Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen wird SBO gut aufgestellt sein, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.
| 6 Monate bis | 3 Monate bis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2016 | 30.06.2015 | 30.06.2016 | 30.06.2015 |
| Umsatzerlöse | 88.011 | 186.855 | 41.229 | 79.339 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-90.347 | -140.792 | -43.807 | -61.346 |
| Bruttoergebnis | -2.336 | 46.063 | -2.578 | 17.993 |
| Vertriebsaufwendungen | -9.228 | -11.113 | -4.956 | -5.110 |
| Verwaltungsaufwendungen | -17.249 | -16.540 | -7.422 | -8.119 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.866 | -10.165 | -959 | -805 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.445 | 11.104 | 1.553 | -732 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-31.234 | 19.349 | -14.362 | 3.227 |
| Restrukturierungserträge | 1.625 | 0 | 1.625 | 0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | -1.576 | 0 | -1.576 | 0 |
| Wertminderungen von Sachanlagen | -1.738 | 0 | -1.738 | 0 |
| Wertminderungen von Firmenwerten | -3.273 | 0 | -3.273 | 0 |
| Betriebsergebnis nach Wertminderungen | ||||
| und Restrukturierungsmaßnahmen | -36.196 | 19.349 | -19.324 | 3.227 |
| Zinserträge | 1.661 | 280 | 970 | 180 |
| Zinsaufwendungen | -2.808 | -4.012 | -1.524 | -1.620 |
| Sonstige finanzielle Erträge | 50 | 1.229 | 6 | 512 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -1 | 0 | 0 | 0 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
10.519 | -12.078 | 13.310 | -12.078 |
| Finanzergebnis | 9.421 | -14.581 | 12.762 | -13.006 |
| Ergebnis vor Steuern | -26.775 | 4.768 | -6.562 | -9.779 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 9.876 | -4.731 | 4.702 | -559 |
| Ergebnis nach Steuern | -16.899 | 37 | -1.860 | -10.338 |
| Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien | 15.985.033 | 15.978.818 | 15.988.000 | 15.981.604 |
| Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) | -1,06 | 0,00 | -0,12 | -0,65 |
| 6 Monate bis | 3 Monate bis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2016 | 30.06.2015 | 30.06.2016 | 30.06.2015 |
| Ergebnis nach Steuern | -16.899 | 37 | -1.860 | -10.338 |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können |
||||
| Währungsumrechnung Eigenkapital | -7.842 | 30.523 | 8.167 | -13.557 |
| Währungsumrechnung sonstige Positionen | -474 | 1.784 | 453 | -942 |
| darauf entfallende Steuern | 118 | -466 | -114 | 215 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -8.198 | 31.841 | 8.506 | -14.284 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -25.097 | 31.878 | 6.646 | -24.622 |
| VERMÖGEN in TEUR | 30.06.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 137.854 | 196.278 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 41.197 | 49.199 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 10.370 | 9.525 |
| Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte | 6.688 | 2.230 |
| Vorräte | 118.078 | 133.748 |
| Summe kur zfr istiges Vermögen |
314.187 | 390.980 |
| Langfristiges Vermögen | ||
| Sachanlagen | 173.547 | 193.024 |
| Firmenwerte | 167.968 | 81.718 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 75.157 | 50.749 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 12.164 | 12.864 |
| Aktive latente Steuern | 19.922 | 11.168 |
| Summe la ngfr istiges Vermögen |
448.758 | 349.523 |
| SUMM E VERMÖG EN |
762.945 | 740.503 |
| SCHULDEN UND EIGENKA PITAL in TEUR |
30.06.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | ||
| Bankverbindlichkeiten | 31.909 | 32.174 |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | 7.234 | 12.783 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 43 | 63 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.890 | 11.150 |
| Erhaltene Zuschüsse | 192 | 205 |
| Ertragsteuerrückstellung | 1.375 | 1.502 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 23.046 | 24.696 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.368 | 4.708 |
| Summe kur zfr istige Schulden |
78.057 | 87.281 |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Darlehen | 158.402 | 125.049 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 12 | 27 |
| Erhaltene Zuschüsse | 154 | 153 |
| Rückstellungen für Sozialkapital | 5.230 | 5.821 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 85.396 | 52.459 |
| Passive latente Steuern | 18.058 | 19.353 |
| Summe la ngfr istige Schulden |
267.252 | 202.862 |
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 15.988 | 15.982 |
| Kapitalrücklagen | 68.718 | 68.357 |
| Gesetzliche Rücklage | 785 | 785 |
| Sonstige Rücklagen | 17 | 19 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 41.968 | 50.166 |
| Kumulierte Ergebnisse | 290.160 | 315.051 |
| Summe Eigenkap ital |
417.636 | 450.360 |
| SUMM E SCHULDEN UND EIGENKAPITAL |
762.945 | 740.503 |
| 1-6/2016 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2016 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 |
| Ergebnis nach Steuern | -16.899 | -16.899 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -8.198 | -8.198 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -8.198 | -16.899 | -25.097 |
| Dividende | -7.994 | -7.994 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 361 | 367 | ||||
| Rücklagenbewegung | -2 | 2 | 0 | ||||
| 30. Juni 2016 | 15.988 | 68.718 | 785 | 17 | 41.968 | 290.160 | 417.636 |
| 1-6/2015 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Jänner 2015 | 15.976 | 67.560 | 785 | 22 | 13.834 | 357.498 | 455.675 |
| Ergebnis nach Steuern | 37 | 37 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 31.841 | 31.841 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 31.841 | 37 | 31.878 |
| Dividende | -23.973 | -23.973 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 504 | 510 | ||||
| Rücklagenbewegung | -2 | 2 | 0 | ||||
| 30. Juni 2015 | 15.982 | 68.064 | 785 | 20 | 45.675 | 333.564 | 464.090 |
| 6 Monate bis | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 30.06.2016 | 30.06.2015 | |
| LAUFEND E GESCHÄFTSTÄTIG KEIT |
|||
| Ergebnis nach Steuern | -16.899 | 37 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 30.503 | 25.729 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Posten | -13.076 | -7.260 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 528 | 18.506 | |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | 17.926 | 38.624 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 18.454 | 57.130 | |
| INVESTITI ONSTÄTIG KEIT |
|||
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle | |||
| Vermögenswerte | -5.948 | -12.941 | |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel | -90.028 | 0 | |
| Sonstige Aktivitäten | 1.233 | 1.839 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -94.743 | -11.102 | |
| FREIER CASHFLOW | -76.289 | 46.028 | |
| FINANZI ERUNG STÄTIG KEIT |
|||
| Dividendenzahlungen | -7.994 | -23.973 | |
| Rückzahlung Anleihen | 0 | -20.000 | |
| Veränderung Bankverbindlichkeiten/Finanzierungsleasing | 27.484 | 27.982 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 19.490 | -15.991 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | -56.799 | 30.037 | |
| Anfangsbestand der liquiden Mittel | 196.278 | 130.220 | |
| Einfluss von Wechselkursveränderungen | -1.625 | 5.452 | |
| Endbestand der liquiden Mittel | 137.854 | 165.709 |
Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der vorliegende Bericht zum ersten Halbjahr 2016 des SBO-Konzerns wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2015 werden grundsätzlich unverändert angewandt, mit Ausnahme der in 2016 neu in Kraft getretenen Standards, welche jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben. Wir verweisen diesbezüglich auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015.
Mit Vertrag vom 1. April 2016 wurden 67,73 % der Anteile an der Downhole Technology LLC, Houston, USA, erworben. In Folge werden das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge ab dem 1. April 2016 dem Konzern zugerechnet.
Die Gesellschaft ist technologisch führender Anbieter von patentgeschützten "Composite Frac Plugs" für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen und hat im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse von MEUR 38,4 erzielt. Completion (Komplettierung) bezeichnet die Vorbereitung einer Bohrung für die Öl- und Gasförderung. Downhole Technology stellt Composite Frac Plugs für den sogenannten "Plug and Perforation"-Completions Prozess her. Das patentierte Design, das Fertigungs-Know-How sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen die Komplettierung der Bohrung rascher, effizienter und sicherer durchzuführen, wodurch Downhole Technology eine hohe Akzeptanz am Markt erzielt. Mit Downhole Technology ist SBO nun in der Lage, ein breiteres Portfolio an Tight-Formation Completion Tools anzubieten.
Die Bewertung der Kaufpreisaufteilung für die im zweiten Quartal erstmalig einbezogene Gesellschaft ist vorläufig. Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von zwölf Monaten ab dem Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere der Technologien, Markenrechte, Wettbewerbsvereinbarungen und latenten Steuern im Detail analysiert wurden.
Die Kaufpreisaufteilung stellt sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| in TEUR | 2016 |
|---|---|
| Kaufpreis in bar beglichen | 90.421 |
| Optionsverbindlichkeit aus kündbaren, nicht beherrschenden Anteilen | 42.915 |
| Gesamte Gegenleistungen | 133.336 |
| Reinvermögen | -46.490 |
| Firmenwert | 86.846 |
Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:
| in TEUR | Zeitwert |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 30.222 |
| Sachanlagevermögen | 5.372 |
| Vorräte | 6.178 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.088 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 589 |
| Liquide Mittel | 393 |
| 49.842 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.004 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -1.348 |
| Nettovermögen | 46.490 |
Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich auf TEUR 8.502. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt TEUR 1.414. Die sonstigen Forderungen entsprachen dem beizulegenden Zeitwert und waren nicht wertgemindert.
Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb betrug:
| in TEUR | 2016 |
|---|---|
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 90.421 |
| Mit dem Unternehmen erworbene Zahlungsmittel | -393 |
| 90.028 |
Im Zuge dieses Unternehmenszusammenschlusses hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 1. April 2019 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Da die Option von beiden Vertragsparteien zu gleichen Bedingungen ausgeübt werden kann, wird zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbes von einem effektiven Erwerb von 100 % der Anteile ausgegangen. Der auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung erwartete diskontierte Zahlungsbetrag aus dieser Kündigungsoption wird in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aus Konzernsicht werden aufgrund dieser Optionsverpflichtung somit 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft bilanziert. Das Ergebnis des betreffenden Tochterunternehmens wird folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet.
Der auf Basis der vorläufigen erstmaligen Bilanzierung ermittelte Firmenwert, der dem Segment "Oilfield Equipment" zugeordnet wird, ergibt sich aus der erwarteten Geschäftsentwicklung sowie dem Mitarbeiter-Know-How unter Berücksichtigung der zu erwarteten Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Es wird davon ausgegangen, dass der erfasste Firmenwert teilweise steuerlich über einen Zeitraum von 15 Jahren abzugsfähig sein wird.
Der ausgewiesene Konzernumsatz des ersten Halbjahres 2016 wurde durch den Erwerb um TEUR 7.952 erhöht, das ausgewiesene Betriebsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen aus Immateriellen Vermögenswerten um TEUR 1.087. Wäre der Erwerb bereits zu Jahresbeginn erfolgt, wäre in 2016 der Konzernumsatz um TEUR 10.923 und das Betriebsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen aus Immateriellen Vermögenswerten um TEUR 1.489 höher.
In der Berichtsperiode 2016 wurden Transaktionskosten in der Höhe von TEUR 2.544 bezahlt. Davon wurden in der Berichtsperiode TEUR 2.337 in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.
Im Juni 2016 wurde die Gesellschaft Adriana Holding Company Limited mit Sitz in Dubai gegründet.
Der Geschäftsverlauf der SBO unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.
| Gesamt TEUR |
Anzahl der Aktien (Stammaktien) |
Pro Aktie EUR |
|
|---|---|---|---|
| Für das Geschäftsjahr 2015 gezahlt in 2016 | 7.994 | 15.987.900 | 0,50 |
| Für das Geschäftsjahr 2014 gezahlt in 2015 | 23.973 | 15.981.900 | 1,50 |
Die Produktions- und Servicestandorte werden analog der angebotenen Produktgruppen und Services bzw. bestehenden Kundengruppen in die Segmente "High Precision Components" und "Oilfield Equipment" zusammengefasst.
Das Segment "High Precision Components" beinhaltet die komplexe Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen mit äußerst hoher Maßgenauigkeit, die von den Engineering-Abteilungen der Kunden bestellt werden. Das Segment "Oilfield Equipment" hingegen umfasst direkt von den operativen Oilfield-Organisationen der Kunden bezogene Non-Magnetic Drill Collars, Bohrmotoren, Circulation-Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten.
Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente.
| 1-6/2016 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO -Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Aussenumsätze | 33.685 | 54.326 | 0 | 88.011 |
| Innenumsätze | 11.853 | 6.007 | -17.860 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 45.538 | 60.333 | -17.860 | 88.011 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-14.308 | -11.151 | -5.775 | -31.234 |
| Ergebnis vor Steuern | -15.823 | -4.098 | -6.854 | -26.775 |
Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
| 1-6/2015 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO -Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Aussenumsätze | 88.125 | 98.730 | 0 | 186.855 |
| Innenumsätze | 30.080 | 37.110 | -67.190 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 118.205 | 135.840 | -67.190 | 186.855 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
6.082 | 12.275 | 992 | 19.349 |
| Ergebnis vor Steuern | 6.195 | 280 | -1.707 | 4.768 |
In der Berichtsperiode hat das Unternehmen im Rahmen des seit 2014 bestehenden Vergütungsprogrammes 6.000 Stück eigene Aktien an den Vorstandsvorsitzenden abgegeben.
Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von MEUR 1,6 betreffen die im Segment High Precision Components im Jahr 2015 begonnene und in 2016 weitergeführte Zusammenführung von Produktionsstätten in der USA. In diesem Zusammenhang wurden in 2016 Maschinen verkauft, die bereits im Konzernabschluss 2015 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen wurden. Daraus ergaben sich Erträge in Höhe von MEUR 1,6, die in der Berichtsperiode in den Restrukturierungserträgen ausgewiesen sind.
Das Unternehmen hat zum 30. Juni 2016 Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese hatten insbesondere aufgrund von durch externe Faktoren steigende WACCs Wertminderungen von Firmenwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technologies Inc., die dem Segment Oilfield Equipment zugeordnet ist, zur Folge. Die Wertminderungen in Höhe von MEUR 3,3 sind in der Position "Wertminderungen von Firmenwerten" enthalten.
In Zusammenhang mit der zuvor genannten Zusammenlegung zweier Produktionsstätten in der USA wurde in der Berichtsperiode beschlossen, ein nicht mehr benötigtes bebautes Grundstück zu veräußern. Unmittelbar vor der Umgliederung auf "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" war durch die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert eine Wertminderung auf das Gebäude in Höhe von MEUR 1,7 zu erfassen, die in der Position "Wertminderung von Sachanlagen" ausgewiesen ist.
Bezüglich der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2015 ergeben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der SBO zum 31. Dezember 2015 verwiesen.
Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:
| in TEUR | Bilanzposition | 30.06.2016 | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-63.450 | -25 | -63.425 |
| in TEUR | Bilanzposition | 31.12.2015 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten |
-30.432 | -87 | -30.345 |
In der Berichtsperiode 2016 erfolgte keine Umbuchung zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.
Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Die Entwicklung in der Berichtsperiode 2016 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Bedingte Kaufpreise | Optionsverbindlichkeiten |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1.2016 | -2.290 | -28.055 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | -42.915 |
| Aufzinsung | -1 | -1.026 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | 50 | 680 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | -1 | -9.351 |
| Abgänge aus Erfüllung | 2.169 | 0 |
| Kursdifferenzen | 55 | -1.931 |
| Abgang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung |
0 | 32.220 |
| Zugang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung |
0 | -13.029 |
| Stand am 30.6.2016 | -18 | -63.407 |
Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag
erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.
Die bedingten Kaufpreise werden grundsätzlich in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Eine Vereinbarung über bedingte Kaufpreise wurde durch Zahlung der letzten Tranche in der Berichtsperiode auf Basis der Umsatzerlöse 2015 abschließend erfüllt. Die noch ausgewiesenen bedingten Kaufpreise laufen noch über die nächsten 3 Jahre. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne stellen unrealisierte Gewinne dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige finanzielle Erträge" ausgewiesen.
Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig. In der Berichtsperiode wurde eine Optionsvereinbarung dahingehend abgeändert, dass das EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt durch ein fixes Multiple ersetzt wurde. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne und -verluste stellen unrealisierte Gewinne bzw. Verluste dar und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit dem Ab- und Zugang aus der Vertragsänderung in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen.
| in TEUR | Annahme | Änderung der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Verringerung der Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Options | ||||
| verbindlichkeiten | Ergebnis | +/- 10 % | +6.342 | -6.340 |
| Zinssatz 27,5 %, bzw. 1,1 % bzw. 1,9% |
+/- 10 bzw. +/- 1 Prozentpunkte |
-2.166 | +2.040 | |
| Bedingte Kaufpreise | Umsatzerlöse | +/-10 % | +2 | -2 |
| Zinssatz 13,4 % | +/-1 Prozentpunkt | 0 | 1 |
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren stellt sich wie folgt dar:
Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Level | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Schulden | |||||
| Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 2 | -197.600 | -203.447 | -170.096 | -171.377 |
Für die gegebenen und erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.
Im Rahmen des in der Hauptversammlung vom 27. April 2016 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms wurden nach dem Bilanzstichtag 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 zurückgekauft.
Darüberhinaus liegen keine wichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahres-Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Ternitz, 23. August 2016
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