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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Annual Report Mar 21, 2018

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Annual Report

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INHALT

KONZERNLAGEBERICHT 4
HIGHLIGHTS 4
MARKTUMFELD 5
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 7
ANALYSE UND ERGEBNISSE 9
AUSBLICK 16
NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG 18
WESENTLICHKEITSANALYSE 18
RISIKEN UND CHANCEN 21
NACHHALTIGES WACHSTUM 23
UMWELTKONZEPT 25
SOZIAL- UND MITARBEITERKONZEPT 32
KONZEPT ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND ZUR BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG 39
CORPORATE GOVERNANCE BERICHT 42
DIVERSITÄTSKONZEPT 50
KONZERNABSCHLUSS 54
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM KONZERNABSCHLUSS 133
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2017 139
JAHRESABSCHLUSS 142
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM JAHRESABSCHLUSS 169
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 176

"Mit unserer strategischen Ausrichtung auf Nordamerika und unserer Positionierung im Geschäftsfeld Well Completion konnten wir optimal am Aufschwung teilnehmen"

KONZERN-LAGEBERICHT

DER KONZERN-LAGEBERICHT WURDE VON DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AKTIENGESELLSCHAFT FÜR DEN SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT IFRS – KONZERNABSCHLUSS IM SINNE DES § 245a UGB ERSTELLT.

HIGHLIGHTS

  • Strategische Ausrichtung auf Nordamerika und Well Completion erweist sich als goldrichtig
  • Organisches Wachstum mit Innovationen und höherer Kapazität bei Downhole Technology vorangetrieben
  • Balancierte Kostenstruktur als Ausgangsbasis für internationalen Aufschwung

Das Jahr 2017 war von einer anhaltenden Markterholung in Nordamerika geprägt. Der Markt verzeichnete sowohl im Drilling als auch im Well Completion ein starkes Wachstum und konnte über den gesamten Jahresverlauf kontinuierlich zulegen. SBO konnte von dieser Entwicklung stark profitieren: Umsatz und Auftragseingang stiegen deutlich und das Book-to-Bill Ratio, das als Kennzahl den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz setzt und ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung ist, lag über 1. Auch beim operativen Ergebnis ist dem Unternehmen die Trendumkehr gelungen. So konnte SBO das Geschäftsjahr 2017 mit klar positiven Ergebnissen bei jenem vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und Zinsen und Steuern (EBIT) schließen. In der zweiten Jahreshälfte 2017 lag die EBITDA-Marge bereits über ihrem langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig belastet ein Einmaleffekt das Ergebnis: Der Erfolg der am 1. April 2016 akquirierten Downhole Technology LLC (Downhole Technology) machte eine nicht cash-wirksame Aufwandsbuchung für die Anteile der Minderheitsgesellschafter (Option) notwendig. Das ist in 2017 im Finanzergebnis von SBO sichtbar, gleichzeitig jedoch profitiert SBO als Mehrheitseigentümer vom Ergebnisbeitrag und der Wertsteigerung ihres erfolgreichen Tochterunternehmens.

SBO hat auch das Jahr 2017 genützt, ihre Wachstumsstrategie weiter zu verfolgen. Das Hauptaugenmerk lag zum einen darauf, voll vom Aufschwung in Nordamerika zu profitieren und dort im Segment "Oilfield Equipment" die Kapazitäten an die hohe Nachfrage nach SBO-Produkten anzupassen. Zum anderen wurden wichtige Investitionen in laufende Forschungsund Entwicklungsprojekte (F&E) getätigt. Damit festigt SBO ihre Position als Frontrunner und gestaltet die Zukunft der Branche aktiv mit.

MARKTUMFELD

Das Wachstum der Weltwirtschaft legte im Jahr 2017 auf breiter Basis spürbar zu und lag leicht über den ursprünglichen Erwartungen. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum in 2017 bei 3,7 %, nach 3,2 % im Jahr davor. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2017 2,3 %, nach 1,7 % in 2016. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2017 bei 4,7 %, nach 4,4 % im Jahr davor. Im Rahmen der weltweit anziehenden Konjunktur konnte vor allem das Wirtschaftswachstum in Europa und Asien positiv überraschen. Der anziehende weltweite Handel wurde von höheren Investment-Aktivitäten, besonders in den Industrienationen, sowie höherem Produktions-Output in Asien unterstützt.5

Die durchschnittliche globale Ölnachfrage stieg im Jahr 2017 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 97,8 mb/d (2016: 96,2 mb/d). Die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten stieg um 1,2 mb/d oder 2,4 % auf 50,5 mb/d (2016: 49,3 mb/d). In den OECD Staaten stieg die Nachfrage um 0,5 mb/d oder 1,1 % auf 47,4 mb/d (2016: 46,9 mb/d).

Die Balance aus Produktion und Nachfrage war im Jahr 2017 wiederhergestellt. Die Nachfrage lag sogar leicht über der Produktion. Im ersten Quartal 2017 befanden sich Produktion und Nachfrage mit je 96,6 mb/d im Gleichgewicht, im zweiten Quartal 2017 lag die Nachfrage sogar um 1,1 mb/d darüber. Über das Gesamtjahr lag die Nachfrage um 0,4 mb/d über der Produktion. Die OPEC Staaten hatten sich am 30. November 2016 auf eine Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d (Rohöl exklusive Natural Gas Liquids / NGLs) geeinigt, die im Laufe des Jahres bis Ende 2018 verlängert wurde. Die OPEC Produktion lag im Jahr 2017 bei 39,2 mb/d (Rohöl exklusive Natural Gas Liquids / NGLs: 32,4 mb/d). Gestützt durch Saudi-Arabien lag die durchschnittliche Compliance zum Ende des Jahres bei 132 %. In den Nicht-OPEC Staaten stieg die Produktion um 0,8 mb/d auf 58,2 mb/d, wovon auf die USA 13,2 mb/d und auf Kanada 4,8 mb/d entfielen. Der Anteil von Nordamerika und den OPEC Staaten an der weltweiten Gesamtproduktion lag dennoch bei lediglich 58,7 %. 6

Das Marktumfeld der Oilfield Service-Industrie zeigte sich in 2017 insgesamt stark von der nordamerikanischen Erholung geprägt. International zeigten die Märkte noch keine nennenswerten Signale und waren auf niedrigem Niveau stabil. Der weltweite Rig Count stieg im Verlauf des Jahres 2017 von 1.772 Anlagen im Dezember 2016 um 17,9 % auf 2.089 Anlagen im Dezember 2017. Der Anstieg fand dabei im ersten Halbjahr 2017 statt und wurde von hohen Zuwächsen in den USA getragen. Ab dem Sommer stellte sich eine Seitwärtsbewegung ein. In Nordamerika stieg der Rig Count im Jahresvergleich um 34,6 % von 843 Anlagen auf

5 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Jänner 2018.

6 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2018.

1.135 Anlagen. In den übrigen Weltregionen legte der Rig Count nur leicht um 2,7 % von 929 auf 954 Anlagen zu. Seit dem Zyklustief im Mai 2016 war dies ein Anstieg von 685 Anlagen in Nordamerika, bzw. 152,2 %, und ein minimaler Rückgang von einer Anlage, bzw. 0,1 %, international. Dies ist ein Indiz für die anhaltenden Unterinvestitionen in diesem Umfeld.7

"Das Marktumfeld außerhalb von Nordamerika war schwach, aber relativ stabil"

Die Preise der beiden Rohöl-Sorten entwickelten sich im Jahr 2017 positiv. Während Hoffnungen auf eine Verringerung der vereinbarten Produktionsobergrenze der OPEC Staaten die Preise für ein Barrel der US-Sorte WTI zunächst auf ein Tief von USD 42,05 und der europäischen Sorte Brent von USD 44,35 am 21. Juni 2017 fallen ließen, drehte die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte. Im Jahresverlauf stieg der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI von USD 53,72 am 3. Jänner 2017 auf USD 60,42 zum 29. Dezember 2017, der europäischen Sorte Brent von USD 56,82 auf USD 66,87. Dies entspricht einer Steigerung von 12,5 % bei WTI bzw. 17,7 % bei Brent.8 Unterstützt wurde die positive Dynamik des Ölpreises durch die kontinuierliche Verringerung der Rohöl-Lagerbestände in den OECD Staaten, darunter den USA, die sich zum Ende des Jahres 2017 von 1.245 mb im März 2017 auf 1.106 mb verringerten.9

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) legten nach den massiven Rückgängen in den beiden Krisenjahren 2015 und 2016 erstmals wieder leicht um 4 % zu. Der Anstieg basierte auf Zuwächsen in Nordamerika, wo die E&P-Ausgaben um 47 % gestiegen sind. International war das Geschäftsumfeld weiterhin schwach, hier gingen die E&P-Ausgaben sogar um weitere 6 % zurück. Seit Beginn des Abschwungs im Jahr 2014 verbuchten die weltweiten E&P-Ausgaben immer noch ein Minus von nahezu 50 %.10

Baker Hughes Rig Count.

8 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).

International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2018.

10 Evercore ISI Research, Evercore ISI Global E&P Spending Outlook: A Pivotal Year For E&P Capital Deployment, Dezember 2017; ähnlich: Barclays, Global 2018 E&P Spending Outlook, Dezember 2017.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Im Laufe des Jahres 2017 erholte sich das Umfeld der Oilfield Service-Industrie zunehmend. Während der internationale Markt weiterhin stagnierte, gewann das Geschäft in Nordamerika an Dynamik. SBO hat sich in diesem Markt bestmöglich aufgestellt und konnte somit an dieser Entwicklung partizipieren. Dank der guten strategischen Positionierung, gepaart mit den Kosteneinsparungsmaßnahmen der vergangenen Jahre, drehte das operative Ergebnis 2017 klar ins Plus. In der zweiten Jahreshälfte 2017 lag die EBITDA-Marge mit 27,9 % sogar über ihrem langjährigen Durchschnitt von 24,1 % (2001-2016).

Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 77,2 % auf MEUR 324,2 (2016: MEUR 183,0). Der Auftragseingang hat sich auf MEUR 342,0 mehr als verdoppelt, nach MEUR 169,3 im Jahr 2016. Das Book-to-Bill-Ratio, das als Kennzahl den Auftragseingang ins Verhältnis zum Umsatz setzt und ein Indikator für die mittelfristige Entwicklung ist, lag damit über 1. Der Auftragsstand betrug Ende 2017 MEUR 37,6 (31.12.2016: MEUR 20,5).

Die Umsatzsteigerung spiegelt sich im operativen Ergebnis von SBO wider. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) drehte von MEUR minus 2,5 im Jahr 2016 klar in den positiven Bereich und lag bei MEUR 74,7. Darin enthalten waren einmalige Erträge aus abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen in der Höhe von MEUR 1,9. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Jahres 2017 betrug MEUR 25,6, nach MEUR minus 58,3 in 2016. Die EBITDA-Marge lag bei 23,0 % (2016: minus 1,4 %), die EBIT-Marge bei 7,9 % (2016: minus 31,9 %).

Die nordamerikanische Tochtergesellschaft Downhole Technology entwickelte sich äußerst erfreulich. Sie hat die ursprünglich bereits hohen Erwartungen bei Umsatz und Ergebnis noch einmal deutlich übertroffen. Dies führte dazu, dass die Bewertung der Put/Call-Option für die Anteile der Minderheitsgesellschafter nach den Grundsätzen der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften bilanziell angepasst werden musste. Im Rahmen der Akquisition hat SBO 68 % der Anteile an Downhole Technology übernommen. Die verbleibenden 32 % der Anteile können in Form einer Put/Call-Option von SBO erworben bzw. von den Minderheitsgesellschaftern an SBO veräußert werden. Die gestiegenen Ergebniserwartungen der zu 100 % konsolidierten Gesellschaft machten daher im dritten Quartal 2017 eine einmalige ergebnis-, aber nicht zahlungswirksame Aufwandsbuchung in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) von SBO notwendig, die sich im Finanzergebnis mit einem Betrag von MEUR 90,2 niederschlägt. Für SBO ist die gute Entwicklung von Downhole Technology insgesamt sehr positiv, schließlich profitiert SBO als Mehrheitseigentümer einerseits vom laufenden Ergebnisbeitrag und andererseits von der Wertsteigerung ihres Tochterunternehmens.

Das Finanzergebnis des Gesamtjahres 2017 belief sich somit auf MEUR minus 95,4 (2016: MEUR 13,3). Im Vorjahresergebnis waren einmalige Erträge aus der Neubewertung von Optionsverbindlichkeiten in der Höhe von MEUR 17,2 enthalten. Ohne Berücksichtigung von Optionsbewertungen betrug das Ergebnis vor Steuern MEUR 17,9, das vergleichbare Ergebnis des Vorjahres MEUR minus 62,3. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf MEUR minus 54,4 (2016: MEUR minus 28,0). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR minus 3,41 (2016: EUR minus 1,75).

Das Unternehmen besitzt eine solide Bilanzstruktur: Die Eigenkapitalquote von SBO belief sich Ende 2017 auf 42,9 % (2016: 53,1 %), die Netto-Verschuldung auf MEUR 50,7 (2016: MEUR 51,0). Der Bestand an liquiden Mitteln betrug MEUR 166,0 (2016: MEUR 193,5). Der operative Cashflow belief sich auf MEUR 44,6 (2016: MEUR 31,3), der freie Cashflow auf MEUR 16,6 (2016: MEUR minus 69,1). Das Gearing lag bei 15,7 % (2016: 12,0 %). Die Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) stiegen auf MEUR 32,1, darin enthalten waren Investitionen in die Erweiterung von Produktionskapazitäten (2016: MEUR 13,0). Das Bestellobligo für Sachanlagen betrug MEUR 1,2 (2016: MEUR 0,1).

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

SBO stellte zum ersten Quartal 2017 ihre Segmente um und berichtet seitdem in einer neuen Struktur. Gemäß der neuen Struktur gliedert sich das Geschäft von SBO in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) und "Oilfield Equipment" (OE):

  • Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.
  • Das Segment "Oilfield Equipment" beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools). Darüber hinaus umfasst das Segment Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".

Im Segment "Advanced Manufacturing & Services", das traditionell spätzyklisch ist, lag der Umsatz 2017 bei MEUR 103,2 (2016: MEUR 86,7) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten bei MEUR minus 14,5 (2016: MEUR minus 29,6).

Im Segment "Oilfield Equipment" betrug der Umsatz MEUR 221,0 (2016: MEUR 96,3) und das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten MEUR 46,2 (2016: MEUR minus 19,1).

ANALYSE UND ERGEBNISSE

Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Umsatzerlöse

Der Umsatz ist bedingt durch die Markterholung in Nordamerika von MEUR 183,0 im Jahr 2016 auf MEUR 324,2 im Jahr 2017 gestiegen.

Wie in den Vorjahren ist der US-Dollar weiterhin die bei weitem wichtigste Währung für den SBO-Konzern. Im Jahr 2017 wurden 86 % (nach 84 % im Jahr 2016) der Umsätze und Erträge in US-Dollar erwirtschaftet, wobei rund 62 % (nach 60 % im Jahr 2016) der Aufwendungen ebenfalls in US-Dollar angefallen sind. Der durchschnittliche Wechselkurs des Jahres 2017 war mit 1 Euro = 1,1293 USD schwächer als im Jahr 2016 mit 1 Euro = 1,1066 USD und hatte dadurch einen belastenden Einfluss. Der US-Dollar ist im Vergleich zum Euro im Jahresverlauf deutlich gesunken. Der Schlusskurs zum 31. Dezember 2017 betrug 1 Euro = 1,1993 USD und notierte um rd. 14 % schwächer im Vergleich zum 31. Dezember 2016 mit 1 Euro = 1,0541 USD.

Kursentwicklung

in EUR/USD HÖCHST TIEFST DURCHSCHNITT SCHLUSS
2017 1,2060 1,0385 1,1293 1,1993
2016 1,1569 1,0364 1,1066 1,0541

Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2016 und 2017 wurden für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen.

Umsatz nach Geschäftssegmenten

Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Segmentberichterstattung neu gegliedert. Zu Vergleichszwecken wurde auch das Jahr 2016 entsprechend umgegliedert.

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.

Das Segment "Oilfield Equipment" beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: HighPerformance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".

sowie der Komplettierungsaktivitäten konnte der Umsatz um 129,5 % von MEUR 96,3 in 2016 auf MEUR 221,0 in 2017 gesteigert werden. Die strategische Positionierung im nordamerikanischen Markt und die antizyklische Akquisition der Downhole Technology haben dazu beigetragen.

Umsatz nach Segmenten

in MEUR 2017 2016
Advanced Manufacturing & Services 103,2 86,7
Oilfield Equipment 221,0 96,3
Summe Umsatzerlöse 324,2 183,0

Der Kundenkreis für das Segment "Advanced Manufacturing & Services" umfasst im Wesentlichen große, weltweit tätige Richtbohrserviceunternehmen. Die Entwicklung des Segments ist abhängig von den CAPEX-Ausgaben der Kunden. Nach den drastisch reduzierten CAPEX-Ausgaben in den Jahren 2015 und 2016 erhöhten sich die Ausgaben in 2017 erstmalig wieder. Dadurch konnten die Umsätze im Jahresverlauf 2017 kontinuierlich gesteigert werden. Die Umsatzerhöhung betrug 19,1 % von MEUR 86,7 in 2016 auf MEUR 103,2 in 2017.

Deutlich höher war das Umsatzwachstum im Segment "Oilfield Equipment". Durch die Markterholung in Nordamerika und des damit verbundenen signifikanten Anstiegs der Bohr-

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis ist nach MEUR 3,5 für das Jahr 2016 deutlich auf MEUR 94,9 für das Jahr 2017 gestiegen und damit auch die Bruttomarge von 1,9 % im Jahr 2016 auf 29,3 % im Jahr 2017. Die signifikante Erhöhung der Bruttomarge ergibt sich aus der Umsatzsteigerung durch gestiegene Volumina und selektive Preiserhöhungen, der damit verbundenen höheren Kapazitätsauslastung sowie aus den erzielten Kostenreduktionen der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen in den Jahren 2015 und 2016.

Die bedeutendsten Elemente der Herstellungskosten sind Material- und Energieaufwand, Personalkosten sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen.

Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind von MEUR 53,8 in 2016 auf MEUR 59,6 in 2017 gestiegen. Die Entwicklung der Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen erfolgte deutlich unterproportional zur Umsatzsteigerung. Sie reduzierten sich von 29,4 % der Umsatzerlöse für das Jahr 2016 auf 18,4 % für das Jahr 2017.

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungsund Beratungskosten für das operative Geschäft, Reise- und Bewirtungskosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen in 2017 MEUR 17,6 (2016: MEUR 10,3). Diese Position enthält Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 7,8 (2016: MEUR 7,6) sowie Kursverluste in Höhe von MEUR 9,8 (2016: MEUR 2,6). Die deutlich höheren Kursverluste im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich aus der Bewertung von Vermögenswerten in Fremdwährungen, deren Kurs zum Euro zum Bilanzstichtag deutlich gesunken ist.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in 2017 insgesamt MEUR 5,9 (2016: MEUR 7,9) und betreffen neben den Kursgewinnen noch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Anlagenverkäufen. Die Reduktion der Sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf geringere Kursgewinne im Jahr 2017 von MEUR 5,0 gegenüber MEUR 6,5 im Jahr 2016 zurückzuführen.

Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten

Bedingt durch den Umsatzanstieg hat sich das Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten von MEUR minus 52,7 (minus 28,8 % vom Umsatz) im Jahr 2016 deutlich in den positiven Bereich gedreht: mit MEUR 23,6 wurde für das Jahr 2017 eine Marge von 7,3 % vom Umsatz erzielt.

Nicht wiederkehrende Posten

Die Erträge im Geschäftsjahr 2017 von MEUR 1,9 betreffen den Verkauf eines Grundstücks in den USA, welches aufgrund der Zusammenlegung von Produktionsstandorten nicht mehr benötigt wurde.

Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen für nicht wiederkehrende Posten in Höhe von insgesamt MEUR 8,1 angefallen. Es handelt sich hierbei mit MEUR 3,0 um Kosten für die Restrukturierung von Produktionsstandorten in den USA und mit MEUR 5,1 um Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwerten. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen im Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Höhe von MEUR 1,7 sowie ein Ertrag aus dem Verkauf eines Grundstückes in UK in Höhe von MEUR 0,8, somit gesamt MEUR 2,5, gegenüber.

Betriebsergebnis nach nicht wiederkehrenden Posten

Das Betriebsergebnis nach nicht wiederkehrenden Posten ist von MEUR minus 58,3 in 2016 auf MEUR 25,6 in 2017 gestiegen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug in 2017 MEUR minus 95,4 nach MEUR 13,3 im Jahr 2016.

Die Bewertung von Optionsverpflichtungen hat für das Geschäftsjahr 2017 zu einem Aufwand von MEUR 87,6 geführt, der sich im Wesentlichen aus den gestiegenen Ergebniserwartungen der Downhole Technology ergibt. Die höheren Ertragserwartungen für Downhole Technology führten zu einem Anstieg des zu erwartenden Ausübungspreises für die verbleibenden Minderheitenanteile, die in Form einer Put/Call-Option von SBO erworben bzw. von den Minderheitsgesellschaftern an SBO veräußert werden können. Im Vorjahresergebnis sind Erträge aus der Neubewertung von Optionsverbindlichkeiten in der Höhe von MEUR 17,2 enthalten.

Das Nettozinsergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR minus 6,3 (2016: MEUR minus 4,0). Im Nettozinsergebnis wird auch der Ergebnisanteil der vom jeweiligen Management gehaltenen Anteile und Genussrechte an einzelnen Tochtergesellschaften erfasst, er belief sich 2017 auf MEUR minus 0,3 (2016: MEUR 1,8).

Die sonstigen finanziellen Aufwendungen in Höhe von MEUR 1,4 (2016: MEUR 0) beinhalten Dividendenausschüttungen an Minderheitenaktionäre für Unternehmensanteile zu denen Put/Call-Optionsvereinbarungen bestehen.

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2017 betrug MEUR minus 69,8 nach MEUR minus 45,1 im Jahr 2016. Ohne Berücksichtigung von Optionsbewertungen belief sich das Ergebnis vor Steuern auf MEUR 17,9, das vergleichbare Ergebnis des Vorjahres auf MEUR minus 62,3.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen in 2017 MEUR 15,4 (2016: MEUR 17,1) und setzen sich zusammen aus einem laufenden Steueraufwand von MEUR 9,0 resultierend aus den positiven Ergebnisbeiträgen vor allem in Nordamerika sowie aus einem latenten Steuerertrag von MEUR 24,5. Dieser betrifft mit MEUR 18,5 die künftigen Steuerentlastungen im Zusammenhang mit der Optionsbewertung Downhole Technology. Die verbleibenden MEUR 6,0 betreffen die Veränderung sonstiger temporärer Differenzen und im geringeren Umfang die Aktivierung von Steuereffekten aus laufenden Verlusten.

Ergebnis nach Steuern / Dividende

Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2017 betrug MEUR minus 54,4 nach MEUR minus 28,0 im Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung von Optionsbewertungen belief sich das Ergebnis nach Steuern auf MEUR 14,8, das vergleichbare Ergebnis des Vorjahres auf MEUR minus 46,8.

Das Ergebnis pro Aktie erreichte EUR minus 3,41 im Jahr 2017 nach EUR minus 1,75 im Jahr 2016. Ohne Berücksichtigung von Optionsbewertungen belief sich das Ergebnis pro Aktie auf EUR 0,93, das vergleichbare Ergebnis pro Aktie des Vorjahres auf EUR minus 2,93.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2017 eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je Aktie vor, was eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt MEUR 8,0 an die Aktionäre ergibt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital zum 31.12.2017 betrug MEUR 322,0 nach MEUR 425,7 zum 31.12.2016. Die Eigenkapitalquote erreichte 42,9 % im Vergleich zu 53,1 % im Jahr zuvor. Diese Entwicklung ist einerseits auf das negative Ergebnis nach Steuern resultierend aus dem Bewertungsaufwand für die Optionsverpflichtungen und andererseits aus der negativen Entwicklung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung durch den gesunkenen US-Dollar Kurs zurückzuführen.

Die Netto-Verschuldung zum 31.12.2017 betrug MEUR 50,7, das ist um MEUR 0,3 niedriger als die Netto-Verschuldung zum 31.12.2016 (MEUR 51,0). Das Gearing (die Nettoverschuldung in Prozent zum Eigenkapital) belief sich zum 31.12.2017 auf 15,7 % nach 12,0 % im Jahr davor.

Der Cashflow aus dem Ergebnis hat sich aufgrund der negativen Auswirkung des Bewertungsaufwandes für die Optionsverpflichtungen von MEUR 13,7 in 2016 auf MEUR minus 23,1 reduziert.

Beim Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wird dieser Bewertungsaufwand neutralisiert, da die Aufwandsbuchung nicht cash-wirksam ist. Durch das deutlich gestiegene operative Ergebnis konnte der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von MEUR 31,3 im Jahr 2016 auf MEUR 44,6 im Jahr 2017 gesteigert werden.

Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen insgesamt MEUR 28,0 (2016: MEUR 100,4). Davon entfielen MEUR 32,1 (2016: MEUR 13,0) auf Zugänge in Sachanlagen und in Immaterielle Vermögenswerte. Diese betreffen mit MEUR 28,2 das Segment "Oilfield Equipment", hauptsächlich die Kapazitätserweiterung bei Downhole Technology durch die Übersiedlung an einen neuen Standort und den weiteren Ausbau der Mietflotte an Bohrmotoren und Zirkulations-Tools und mit MEUR 3,8 das Segment "Advanced Manufacturing & Services". Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein positiver freier Cashflow von MEUR 16,6 erzielt (2016: MEUR minus 69,1).

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt.

Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller operativen Gesellschaften und Holdinggesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

Angaben gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2017, wie auch zum 31. Dezember 2016, EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 27. April 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 erworben. In 2017 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Zum Bilanzstichtag 2017 hält die Gesellschaft 46.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 52.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,29 % (Vorjahr: 0,33 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.555 (Vorjahr: TEUR 2.884). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.953.403 Stück (Vorjahr: 15.947.403 Stück).

Zum 31. Dezember 2017 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).

Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Sachverhalte gemäß § 243a UGB.

AUSBLICK

Der internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2018 und das Jahr 2019 einen Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums um 3,9 % (nach 3,7 % im Jahr 2017 und 3,2 % im Jahr 2016). Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2018 um 2,3 % und im Jahr 2019 um 2,2 % wachsen (nach 1,7 % in 2016 und 2,3 % in 2017). Für das Wirtschaftswachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF in 2018 einen Anstieg von 4,9 % und 2019 von 5,0 % (nach 4,4 % in 2016 und 4,7 % in 2017).11

Die globale Wirtschaft soll 2018 und 2019 weltweit weiter zulegen. Das Wirtschaftswachstum soll dem IWF zufolge auf höhere Investments, mehr Handel, steigende industrielle Produktion sowie ein stärkeres Vertrauen von Unternehmen und Konsumenten zurückzuführen sein. Außerdem soll die US-Steuerreform zu einem temporären Anstieg des US-Wachstums führen, wovon vor allem die US-Handelspartner Kanada und Mexiko profitieren werden.

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2018 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: So soll die Nachfrage nach Rohöl um 1,4 mb/d auf insgesamt 99,2 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Ölnachfrage mit 47,4 mb/d auf demselben Niveau wie 2017 liegen. In den Nicht-OECD Staaten soll die durchschnittliche Nachfrage um 1,3 mb/d auf 51,8 mb/d steigen. Gleichzeitig wird bei der Rohöl-Produktion in den Nicht-OPEC Staaten ein Zuwachs von 1,7 mb/d auf 59,9 mb/d erwartet. Damit sollte der Rohöl-Markt auch im Jahr 2018 ausgeglichen bleiben, legt man die fortlaufende Einhaltung der OPEC-Produktionsobergrenze zugrunde.12

"Wir starten mit positiven Vorzeichen in das Jahr 2018"

Nach den Unterinvestitionen der Öl- und Gasgesellschaften in den vergangenen Jahren, die im Jahr 2017 international in einer weiteren Verringerung der Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) reflektiert waren, ist der Nachholbedarf zunehmend groß. Die konstant steigende Nachfrage nach Öl und Gas und die fortschreitende Verringerung der Produktionsraten bestehender Felder (sog. Depletion Rates) sind klare Anzeichen dafür, dass es in absehbarer Zukunft zu einem deutlichen Wiederanlaufen von Projekten außerhalb des nordamerikanischen Festlandes kommen muss. Denn technische Verbesserungen und die Aufrechterhaltung der Produktion bereits verwirklichter Projekte haben zwar

11 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook, Jänner 2018.

12 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2018.

zu einer vorübergehenden Produktionsstabilität auch im internationalen Markt geführt. Zugleich ist aber das Volumen neu erschlossener Ressourcen (sog. Discovered Resources) auf ein historisches Tief gesunken.13 Basierend auf der Rohöl-Produktion des Jahres 2017 liegt der Versorgungsanteil des internationalen Marktes an der weltweiten Versorgung bei 41,3 % (international vs Nordamerika und OPEC-Staaten).14

Die steigenden Ölpreise haben zuletzt die Freigabe einiger Explorationsprojekte auch außerhalb des nordamerikanischen Festlandes unterstützt. Das ist eine Dynamik, die auch im Jahr 2018 anhalten sollte. Für 2018 wird bei den Projekten, die außerhalb des Festlandes zur Investitionsfreigabe anstehen (sog. Offshore Final Investment Decisions oder FIDs), sogar eine weitere Zunahme erwartet.15 Das sind Projekte, die in den kommenden Perioden zu einer zunehmenden Auslastung der Oilfield Service-Industrie führen sollten. Die führenden Analysten- und Investmenthäuser gehen davon aus, dass die E&P-Ausgaben weltweit um 7 % zulegen, wobei die Ausgaben international um 4 % steigen werden.

In Nordamerika, wo der Ausgabenanstieg mit 14 % noch deutlicher ausfallen soll, machen sich zunehmend Verknappungen bei Werkzeugen und Equipment bemerkbar. Dies sollte nicht nur zu einer höheren Auslastung der Ausrüstungsanbieter führen, sondern auch eine Preisinflation zugunsten der Oilfield Service-Gesellschaften wie SBO begünstigen.16

Für das Jahr 2018 ist zu erwarten, dass Nordamerika der führende Wachstumstreiber bleiben wird. Gleichzeitig sollte sich schrittweise eine internationale Erholung einstellen. SBO hat sich gezielt auf den Aufschwung vorbereitet. Mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und der laufenden Weiterentwicklung im Bereich Forschung & Entwicklung (F&E) ist SBO gut aufgestellt, um als Technologieund Marktführer am Aufschwung voll teilzunehmen.

WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN

Bezüglich des Risikoberichtes verweisen wir auf die Erläuterung 36 im Anhang des Konzernabschlusses.

Hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Erläuterung 35 im Anhang des Konzernabschlusses.

NACHTRAGSBERICHT

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 42 im Konzernabschluss.

13 Rystad Energy UCube and Rystad Energy Research and Analysis, Dezember 2017.

14 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2018.

15 Evercore, 2018 Outlook: The Global Recovery Begins Anew, Dezember 2017.

16 Evercore ISI Research, Evercore ISI Global E&P Spending Outlook: A Pivotal Year For E&P Capital Deployment, Dezember 2017; ähnlich: Barclays, Global 2018 E&P Spending Outlook, Dezember 2017.

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG

WESENTLICHKEITSANALYSE

Unser Geschäftsbericht wurde an die Vorgaben des ab dem Geschäftsjahr 2017 anzuwendenden Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) angepasst. Im Zuge dieser Überarbeitung haben wir auf Basis unseres Geschäftsmodells und unseres Leitbilds eine umfassende Analyse durchgeführt und definiert, welche Stakeholder, Aspekte und Themenbereiche unserer Geschäftstätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind.

Wesentliche Aspekte sind solche, die die wichtigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Unternehmens widerspiegeln oder die Beurteilungen und Entscheidungen der Stakeholder maßgeblich beeinflussen. Was wesentlich ist, wird daher stark von unserer Strategie beeinflusst, aber auch durch unsere Stakeholder definiert. Deshalb haben wir im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse im ersten Schritt die relevanten Stakeholder identifiziert.

UNSERE STAKEHOLDER

Für SBO sind all jene Menschen und Organisationen Stakeholder, die mit uns interagieren, die auf unseren Geschäftserfolg Einfluss haben und auf die unser Handeln Auswirkungen hat. Für die Analyse und Identifikation der Stakeholder wurden die Charakteristika und Besonderheiten der Geschäftstätigkeit von SBO berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem die Wertschöpfungskette der Oilfield Service-Industrie und unsere besondere Position als führender Anbieter in unseren Nischen, sowie die weltweiten Produktionsstandorte und Niederlassungen und die dort tätigen Mitarbeiter. Wir leben den Grundsatz, uns nicht bloß mit aktuellen Aufgaben auseinanderzusetzen, sondern mit Blick in die Zukunft auch die Interessen nachfolgender Generationen zu berücksichtigen. Damit stellen wir nicht nur sicher, dass wir Corporate Social Responsibility (CSR) leben, sondern auch die Zyklen, denen unsere Industrie ausgesetzt ist, mit größtmöglicher Sorgfalt bewältigen.

Effektives Stakeholder-Management hat einen wesentlichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg und daher für SBO strategische Bedeutung. SBO ist es wichtig, ihre Stakeholder und deren Motive nicht nur genau zu kennen, sondern die guten Beziehungen ständig weiterzuentwickeln, wovon für gewöhnlich beide Seiten profitieren. Als weltweit tätiges Produktionsunternehmen und Arbeitgeber von 1.432 Mitarbeitern spielt SBO in mehreren Regionen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in ökologischer und sozialer Hinsicht eine Rolle. Die Interessen unserer Stakeholder können demnach auch unterschiedlich gelagert sein. Wir haben unsere Stakeholder erfasst, die uns bekannten Motive analysiert und nach sinnvollen Gesichtspunkten gegliedert.

So gliedern wir unsere Stakeholder in zwei Gruppen, die jeweils für sich ähnliche Interessen haben: Erstens jene Stakeholder, die Teil der Wertschöpfungskette sind. Dazu zählen Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden. Bei dieser Gruppe besteht ein besonders hohes Interesse an operativen Performance-Kriterien, wie beispielsweise an sicheren Arbeitsabläufen, qualitativ hochwertigen Produkten und verlässlichen Geschäftsbeziehungen.

Von dieser ersten Gruppe unterscheiden wir jene zweite, die ein starkes Interesse an unserem wirtschaftlichen Erfolg und unserer Tätigkeit aus ökologischem und sozialem Blickwinkel hat: Die Aktionäre und der Kapitalmarkt, die lokale Community sowie Medien.

Mit allen Stakeholder-Gruppen stehen wir in engem Kontakt und pflegen eine Beziehung auf Augenhöhe. Dabei legen wir Wert darauf, nicht nur die Unternehmensinteressen mit Nachdruck zu verfolgen, sondern stets genau zuzuhören und mit dem Ziel einer Win-Win-Situation das vielfältige Interessenspektrum effektiv zu gestalten.

Diese guten Beziehungen von SBO zu unseren Stakeholdern tragen auch dazu bei, frühzeitig Risiken zu identifizieren und wo nötig proaktiv gegenzusteuern. Sie sichern unsere Reputation und tragen letztlich zum wirtschaftlichen Erfolg bei.

WESENTLICHE THEMENBEREICHE DER NACHHALTIGKEIT

Neben der Erfassung und Strukturierung der Stakeholder haben wir anhand einer Analyse der Geschäftstätigkeit, unter Einbeziehung von internen und externen Quellen, die wesentlichen Themenbereiche für Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen identifiziert. Dabei wurde das Nachhaltigkeitsund Diversitätsverbesserungsgesetz als gesetzlicher Rahmen herangezogen. Intern haben wir Geschäftsführer und Mitarbeiter befragt, Kundengespräche analysiert, interne Richtlinien in den Bereichen Qualitäts- und Lieferantenmanagement evaluiert, Aus- und Weiterbildungsprogramme sowie -aktivitäten ausgewertet und Kapitalmarktgespräche geführt. Die aus diesem Prozess gewonnenen Informationen haben wir unter Berücksichtigung unserer Strategie zusammengefasst und systematisch aufbereitet.

Bei dieser Analyse haben wir folgende Themenbereiche ermittelt, die für einen umfassenden und relevanten Nachhaltigkeitsansatz auf strategischer Ebene aktiv zu managen sind:

Diese Themen haben wir anhand von zwei Kriterien gewichtet: Erstens anhand ihres Einfl usses auf unsere Stakeholder und deren Entscheidungen in Bezug auf SBO. Zweitens haben wir ihre Bedeutung auf die wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Unternehmens bewertet. Daraus haben wir eine zweidimensionale Matrix erstellt, die die richtungsweisenden Aspekte für nachhaltiges Handeln in unserem Unternehmen und als Unternehmen aufzeigt.

Konkret ergeben die Verknüpfung unserer zentralen Themen und deren Gewichtung für SBO neun wesentliche Aktionsfelder:

Über diese wesentlichen Aktionsfelder und unsere Aktivitäten berichten wir in den folgenden Kapiteln, gegliedert in die Themenbereiche "Nachhaltiges Wachstum", "Umweltkonzept", "Sozial- und Mitarbeiterkonzept" und "Konzept zur Achtung der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung". Wir gehen dabei bewusst aus unterschiedlichen Perspektiven mehrmals auf dieselben Themenbereiche ein, beleuchten aber je nach Kapitel unterschiedliche Schwerpunkte und stellen diese damit konsequent in den Gesamtkontext unserer Strategie. Entsprechend der Kommunikationspolitik von SBO geben wir keine Prognosen zu den wichtigsten Leistungsindikatoren und konkreten Zielen.

RISIKEN UND CHANCEN

SBO berichtet im Risikobericht, der im Konzernabschluss enthalten ist, umfassend über die Risiken für das Unternehmen. Mit Blick auf Risiken, die im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Unternehmensführung stehen, haben wir keine wesentlichen Risiken festgestellt, identifizieren jedoch folgende Risikobereiche:

Qualität

Fehler an unseren Produkten, wie Materialbrüche, hätten für unsere Kunden und für die Umwelt Beeinträchtigungen zur Folge. So könnten derartige Zwischenfälle beispielsweise das Erdreich schädigen oder verunreinigen. Qualitätssicherung in der Beschaffung und in der Produktion ist daher ein Schlüsselfaktor für die Umwelt, für unseren Geschäftserfolg und für jenen unserer Kunden.

Arbeits- und Qualitätssicherheit

Fehler in den Arbeitsabläufen und unzureichende Ausbildung auf den einzelnen Arbeitsstationen bergen Risiken für die Qualität der Produkte und die Sicherheit der Mitarbeiter am jeweiligen Arbeitsplatz. Zielgerichtete Schulungsmaßnahmen leisten Gewähr dafür, dass derartige Risiken bei SBO traditionell gering sind.

Marktumfeld

Die Öl- und Gasindustrie ist traditionell zyklisch, wobei auf Aufschwungphasen mitunter langandauernde Abschwungphasen folgen können. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf das Wachstum sowie die Umwelt-, Sozialund Arbeitnehmerbelange von SBO, die mitunter stark ausfallen können. Durch gezielte Gegensteuerungsmaßnahmen, die in weiterer Folge beschrieben werden, versucht die Unternehmensleitung, diesen Risiken zu begegnen und die Auswirkungen gering zu halten.

Bedarfsgerechte Personalplanung im zyklischen Geschäftsumfeld

In unserem zyklischen Umfeld hat die Flexibilität, rasch auf stark schwankende Marktbedingungen reagieren zu können, maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung und Stabilität des Unternehmens. In guten Zeiten bedeutet das, dass wir in der Lage sein müssen, rasch unsere Kapazitäten zu erweitern und den Personalstand zu erhöhen. In weniger guten Zeiten und in Krisenjahren mit starkem Rückgang der Aufträge und der niedrigeren Auslastung unserer Standorte hingegen ist es nötig, auch auf der Personalseite die Kosten zu senken. Bei SBO haben wir durch verschiedene Maßnahmen wie Kurzarbeit und Stundenkontos andernfalls notwendige Kündigungen in den vergangenen Jahren verzögern und reduzieren können. Das Risiko einer möglichen Arbeitskräfteverknappung in der Ölund Gas bzw. der Oilfield Service-Industrie wird bei SBO als gering eingestuft.

Einhaltung stringenter Compliance- und Anti-Korruptionsbestimmungen besonders in korruptionsgefährdeten Ländern

SBO hat strenge interne Vorschriften und Regeln, die ethisches Verhalten konzernweit verbindlich definieren. Ein Bruch dieser Regeln durch einen oder mehrere Mitarbeiter kann hohen wirtschaftlichen Schaden und auch einen hohen Schaden für unsere Reputation bedeuten. Durch gezielte Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen ethischen Verhaltens stärken wir das Bewusstsein für regelkonformes und regelwidriges Verhalten und setzen Standards über die Ländergrenzen innerhalb der SBO Gruppe hinweg.

Betriebsgeheimnisse

Als technologisch führendes Unternehmen steht für uns der Schutz unserer Betriebsgeheimnisse an erster Stelle. Dazu zählen vor allem unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und -ergebnisse, unser Know-How, interne Daten wie beispielsweise vertrauliche Geschäftszahlen und sonstige Daten wie Kundendaten, die Daten unserer Mitarbeiter oder interne Planungen und Budgets. Unsere Mitarbeiter sind angewiesen, mit Daten vertraulich umzugehen, und mit einer professionell eingerichteten IT-Umgebung sorgen wir vor, dass diese Datensicherheit auch systemisch gewährleistet ist.

NACHHALTIGES WACHSTUM

Wachstum ist ein klares strategisches Ziel von SBO. Unsere nachhaltige Wachstumsstrategie umfasst drei Kernelemente, die wir in unserem zyklischen Umfeld konsequent verfolgen: Organisches Wachstum, Forschung und Entwicklung sowie strategische Akquisitionen. Diese Kernelemente greifen ineinander und gewährleisten, dass wir uns langfristig weiterentwickeln.

ORGANISCHES WACHSTUM

In dem zyklischen Marktumfeld, in dem sich SBO befindet, ist es die Regel, dass auf starke Phasen organischen Wachstums auch Phasen des Abschwungs folgen. Die Herausforderung besteht darin, das Unternehmen in einem solchen Umfeld verantwortungsvoll und mit großer Vorausschau zu managen und auch einen Abschwung optimal zu nutzen, um gestärkt in den Aufschwung zu starten. Die dabei unternommenen Anstrengungen fokussieren darauf, die Gesellschaft effizienter zu machen und zugleich die Strukturen zu stärken, um unsere gute Marktposition zu erhalten und weiter auszubauen.

Mit organischem Wachstum entwickeln wir unsere Geschäftsbereiche und unser regionales Netzwerk kontinuierlich weiter. Wir treiben die Marktdurchdringung unserer Produkte weltweit voran. Dazu gehört insbesondere die gezielte Stärkung unseres Vertriebsnetzes: So haben wir in 11 Ländern eigene Niederlassungen, um Kunden vor Ort betreuen zu können. Im Jahr 2016 haben wir Niederlassungen in Saudi-Arabien und Mexiko eröffnet und im Jahr 2017 plangemäß voll in Betrieb genommen. Ferner lag unser Managementschwerpunkt auf der Steuerung der Aktivitäten zur bestmöglichen Teilnahme am Aufschwung. In Nordamerika, wo das Geschäft

im Jahr 2017 bereits auf Hochtouren angelaufen ist, haben wir nicht nur Mitarbeiter aufgebaut, sondern auch unsere Mietflotte, darunter unsere Bohrmotoren, an die gestiegene Nachfrage angepasst.

Im Jahr 2016 haben wir die niedrige Kapazitätsauslastung am Standort Ternitz genützt, um uns nach EN 9100 (Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie) zu zertifizieren. Für unsere Mitarbeiter ist das eine wertvolle Weiterbildung, die das Unternehmen strategisch weiter diversifiziert und unser Know-How stärkt.

Kapazitätsseitig haben wir mit unserer Tochtergesellschaft Downhole Technology einen Meilenstein bei unseren Wachstumsanstrengungen gesetzt: Aufgrund der hohen Nachfrage unserer Produkte haben wir beschlossen, die Kapazitäten zu erweitern. Unsere Tochtergesellschaft übersiedelte in der zweiten Jahreshälfte 2017 an einen größeren Standort, kann somit die bestehenden Marktmöglichkeiten voll nützen und wächst mit ihnen mit. Im Bereich der Hochpräzisionsfertigung haben wir unsere Direct Metal Laser Sintering (DMLS) Kapazitäten durch die Anschaffung weiterer Maschinen an die steigende Nachfrage am Markt angepasst und bleiben mit dieser 3D-Metalldruck-Technologie Vorreiter in der Oilfield Service-Industrie.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Neue Erfindungen und innovative Technologien sorgen dafür, dass SBO und somit unsere Kunden immer einen Schritt voraus sind. Das wiederum ermöglicht uns, organisch zu wachsen und neue Möglichkeiten für die Erweiterung unseres Unternehmens zu erschließen. Wir wollen bei Forschung und Entwicklung (F&E) Vorreiter sein. Unser Ziel ist, unseren Kunden und dem Markt Lösungen anzubieten, nach denen sie noch gar nicht verlangt haben.

Getrieben von unserem Leitgedanken "Quality First" entwickeln wir nicht nur neue Lösungen, sondern effizientere und damit schonendere Produkte. Damit reduzieren wir den Verbrauch von Ressourcen und liefern unseren Beitrag zu den Effizienzsteigerungen im Markt. Wir investieren als Technologieführer stark in Forschung und Entwicklung (F&E), um unseren Vorsprung stetig auszubauen und Kunden mit Spitzenlösungen beliefern zu können. Wir entwickeln Produkte, die dazu beitragen, den global steigenden Energieverbrauch abzudecken und dabei mit höchster Effizienz vorzugehen.

Unseren Mitarbeitern kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Wir investieren in sie ebenso wie in unsere Forschungsund Entwicklungsprojekte. Unser Team ist immer dazu eingeladen, sich aktiv einzubringen und gemeinsam neue Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig verlangen wir von unseren Mitarbeitern, ihre Kenntnisse zu erweitern und sich in allgemeinen unternehmensrelevanten Belangen fortzubilden.

Als Weltmarktführer treiben wir unsere Innovationen gezielt voran. Im Jahr 2017 haben wir erfolgreich in die folgenden Entwicklungen investiert:

  • Bei der Fertigung antimagnetischer Komponenten (Collars) aus Edelstahl hat SBO ihre Fähigkeiten mit der Entwicklung einer speziellen Laserlanze erweitert. Mit dieser Technologie können in Bohrungen mit sehr geringem Innendurchmesser Verschleißschichten über große Längen aufgepanzert und somit die Lebensdauer des Drill Collars erheblich erhöht werden. Zudem kann mit unserer neu entwickelten 3D-Laser-Messtechnik die Innen- und Außengeometrie unserer Measurement While Drilling (MWD)- und Logging While Drilling (LWD)- Komponenten mit höchster Präzision gemessen werden. Die höchsten Qualitätsstandards bei unseren Produkten können somit noch zuverlässiger erreicht werden.
  • Die Additive Manufacturing Technologien Direct Metal Laser Sintering (DMLS) und Elektronenstrahlschweißen (Electron Beam Welding (EBW)), die bereits im Vorjahresbericht vorgestellt wurden, konnten gut auf dem Markt positioniert werden. Bei verschiedenen Anwendungen bietet DMLS gemeinsam mit EBW - hierbei handelt es sich um ein Schmelzschweißverfahren, bei dem mit Hilfe eines Strahls aus hochbeschleunigten Elektronen zwei antimagnetische Stähle oder andere Stahlwerkstoffe miteinander verbunden werden - Möglichkeiten zur Designoptimierung, die nicht nur eine wesentlich höhere Produkteffizienz, sondern auch eine geringere Anzahl von Teilen und kürzere Fertigungszeiten mit sich bringen. Dies hat sich bei gefertigten Teilen, unter anderem sog. "Variable Orifice Injection Safety Valves", die bei Wasseroder Gasinjektionen für die Bohrlochkontrolle erforderlich sind, aufgrund der höheren Fließraten und geringeren Fertigungskosten bereits als vorteilhaft erwiesen.
  • Im Bereich Bohrwerkzeuge hat SBO ein neues Tool zur Reinigung von Bohrlöchern entwickelt, mit dem die Bohrflüssigkeit während aufrechter Bohr-, Komplettierungs- und Workover-Arbeiten geteilt werden kann und der Betreiber eine höhere Rundum-Performance bei der Bohrlochreinigung hat. Abstriche bei der Bohreffizienz können somit vermieden werden. Dieses neue Tool ist Teil der Circulation Tools Produktfamilie - Produkte zur Verringerung von Verlusten der Bohrspülung und ermöglicht erheblich höhere Fließgeschwindigkeiten der Bohrflüssigkeit oberhalb der Bohrwerkzeuge im Bohrstrang.
  • Bei den Werkstoffen ergänzen nun unsere speziell entwickelten Dissolvable Balls die Produktpalette an hocheffizienten Composite Frac Plugs. Die Bälle werden benötigt, um Zonen unterhalb des Plugs zu isolieren, nachdem der Plug gesetzt und die Zone perforiert wurde.

Dissolvable Balls bieten Kunden den Vorteil, dass sie nach Gebrauch nicht mehr aus dem Bohrloch auszirkuliert oder ausgefräst werden müssen. Im Vergleich zu den derzeit auf dem Markt angebotenen Dissolvable Plugs zeichnen sich die Dissolvable Balls von SBO durch hohe Zuverlässigkeit bei einer gleichzeitig wesentlich zufriedenstellenderen Granularität nach ihrer Auflösung aus.

• Darüber hinaus haben wir im Bereich Sliding Sleeve Completions, der neben Plug-n-Perf eine der beiden dominierenden Technologien beim Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten abdeckt, unser Closable Sleeve System weiterentwickelt und auf dem Markt platziert. Die Möglichkeit, Sleeves individuell zu öffnen und auch wieder zu schließen, bringt dem Betreiber den erheblichen Vorteil, dass ein Zurückfließen der eingesetzten Stützmittel in das Bohrloch verhindert wird, bis sie im Gestein "ausgeheilt" sind. Vorteile sind auch, dass Zonen, die unerwünschtes Lagerstättenwasser produzieren, abgeschottet werden können, sowie die Möglichkeit der neuerlichen Stimulierung von Zonen, sollte dies aufgrund der natürlichen Verringerung der Förderrate (sog. Depletion) zu einem späteren Zeitpunkt gewünscht sein.

AKQUISITIONEN

Neben organischem Wachstum und Forschung und Entwicklung (F&E) tätigen wir dort, wo sich uns gute Möglichkeiten bieten, gezielt Akquisitionen. SBO betreibt seit jeher erfolgreich eine Mergers & Acquisitions (M&A)-Strategie. Davon zeugt nicht zuletzt unsere Unternehmensstruktur, die unter dem Dach der SBO AG zahlreiche erfolgreiche Tochterunternehmen vereint. Wir sondieren laufend den Markt nach Unternehmen, die unsere Kompetenzen erweitern oder unsere Präsenz in einem Geschäftsfeld optimal ergänzen. Generell verstehen wir uns als Nischenanbieter im High-Tech und Performance-Bereich. Akquisitionen müssen zu uns passen: Wir suchen profitable Unternehmen, die unser Geschäft um neue Technologien und Lösungen sinnvoll erweitern.

Unsere Akquisition zu Beginn des zweiten Quartals 2016 ist ein erfolgreiches Beispiel dafür: Mit der Akquisition von Downhole Technology, eine Gesellschaft, die wir inmitten der schwersten Branchenkrise seit 30 Jahren getätigt haben, konnten wir unsere Marktposition im ertragreichen Geschäftsfeld Well Completion ausbauen und unser Produktangebot gezielt erweitern. Wir haben im Jahr 2017 deutlich von der hohen Nachfrage nach Produkten von Downhole Technology profitiert, die durch ihr Design und ihre Eigenschaften in Bezug auf Wasser-, Zeit- und Kostenersparnisse Vorteile für die Kunden bringen und somit auf eine große Nachfrage im ertragsstarken nordamerikanischen Markt stoßen.

UMWELTKONZEPT

SBO hat standortspezifisch eine Umweltstrategie etabliert, die je nach den lokalen Gegebenheiten in der Verminderung von Abfällen und der Reduktion des Energie- und Wasserverbrauchs besteht. Diese Maßnahmen ergänzen die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Produkte und Lösungen, denn wir sind uns bewusst, dass wir auf unserem Planeten einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Unsere Wesentlichkeitsanalyse hat gezeigt, dass wir uns im Rahmen unseres Umweltmanagements vor allem auf folgende Bereiche konzentrieren müssen: Qualitätssicherheit, Energieverbrauch und CO2 Emissionen, Wasserverbrauch und Abfallmanagement.

Fossile Energieträger sind die größte Säule der Energieversorgung unserer Zeit. Der Anteil von Rohöl und Erdgas an der weltweiten Primärenergienachfrage beträgt 53,7 %. Es wird erwartet, dass sich dieser Anteil kaum, bis 2025 auf 53,1 % und bis 2040 auf 52,2 %, reduziert. Der Anteil Erneuerbarer Energien inklusive Hydro- und Bioenergie an der Primärenergienachfrage soll auch im Jahr 2025 lediglich 16,0 % und selbst im Jahr 2040 nur 19,7 % betragen, gegenüber 14,0 % zum heutigen Zeitpunkt. Exklusive Bioenergie ist dieser Anteil mit 5,9 % im Jahr 2025 und 9,5 % im Jahr 2040, bzw. 4,2 % zum heutigen Zeitpunkt erheblich geringer.

Allein im Transportbereich wird bis zum Jahr 2040 ein Mehrbedarf nach Rohöl von jährlich 0,6 %, von 51,7 mb/d auf 59,7 mb/d erwartet, bis zum Jahr 2025 sollen es 0,8 % auf 55,6 mb/d sein. Selbst im politisch diskutierten Straßentransport wird ein Nachfrageanstieg um jährlich 0,3 % erwartet, von 40,7 mb/d auf 44,0 mb/d im Jahr 2040. Dies inkludiert bereits Einsparungsmaßnahmen, die zum einen im Umstieg von Öl auf Gas und Biokraftstoffe und zum anderen in effizienzsteigernden Maßnahmen gesehen werden. Dabei sollen Potenziale aus technischen Verbesserungen in den Bereichen Hybridisierung, Direkteinspritzung, variable Ventilsteuerung, Gewichts- und Reibungsverringerungen ausgeschöpft werden, mit dem Ziel, bei steigendem Transportaufkommen 12 mb/d an zusätzlicher Rohöl-Nachfrage bis zum Jahr 2040 zu substituieren. Aus der Elektrifizierung von Fahrzeugen (Vollelektro- und Plug-In Hybrid-Elektro-Fahrzeuge) sollen 2,5 mb/d an zusätzlicher Nachfrage entfallen.

Elektrifizierung wird fast ausschließlich bei den Leichtkraftfahrzeugen (Light-Duty Vehicles / LDV) eine Rolle spielen. Bei den Lastkraftfahrzeugen werden zwar ebenfalls effizienzsteigernde Effekte erwartet, die zudem noch um systemische und logistische Verbesserungen ergänzt werden. Die deutlich steigende Transportnachfrage soll sich aber insgesamt in einem Mehrbedarf nach Rohöl von 4 mb/d bis zum Jahr 2040 widerspiegeln. Im Ergebnis soll der Mehrbedarf im Lastverkehr größer sein als die verhältnismäßig geringeren Einsparungen im Personenverkehr.17

Im berichtspflichtigen Zeitraum startete SBO eine konzernweite Initiative zur Erfassung und Kontrolle wesentlicher Kennzahlen, um das Umweltmanagement weiter zu verbessern. So wurden erstmals Daten in den Bereichen Energieverbrauch und CO2 Emissionen, Wasserverbrauch und Abfallmanagement konzernweit ausgewertet. Diese Daten werden künftig als weiteres Steuerungsinstrument des Nachhaltigkeits-Managements dienen und als fundierte und vergleichbare Messgrößen die Fortschritte dokumentieren.

SBO trägt mit ihren effizienten Produkten zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung bei. Höchste Qualität im gesamten Unternehmen ist dafür ausschlaggebend.

EFFIZIENTE PRODUKTE

Bei SBO entwickeln und produzieren wir Produkte, die sich durch große Reliabilität und höchste Effizienz auszeichnen. Damit leisten wir auf vielfältige Art und Weise unseren Beitrag, die steigende Nachfrage nach Öl und Gas zu sichern und soweit wie möglich ressourcenschonend zu bedienen.

SBO ist der weltweite und technologisch führende Anbieter von Produkten für das Richtbohren. Mit moderner Measurement While Drilling (MWD) bzw. Logging While Drilling (LWD)– Technologie können Lagerstätten selbst in 15 km Tiefe mit größter Präzision gezielt erschlossen werden. Dadurch ist es möglich, von nur einer Mutterbohrung über eine Vielzahl an horizontalen Bohrungen eine hohe Ausbeutungsrate zu erzielen.

Unsere Bohrmotoren sind äußerst verlässlich. Sie weisen eine niedrige Ausfallhäufigkeit auf, wodurch das Risiko eines Festfahrens des Bohrstranges und eines Verlustes von Equipment im Erdreich minimiert wird. Bei der Auswahl der eingesetzten Edelstähle in unseren Hochpräzisionskomponenten achten wir darauf, keine Inhaltsstoffe einzusetzen, die für die Umwelt eine Belastung darstellen. Nach erfolgreicher Bohrtätigkeit werden diese Komponenten wieder rückstandsfrei aus dem Erdreich entfernt und der entsprechenden Entsorgung zugeführt.

Mit unseren Spezialwerkzeugen für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools) können Bohrlöcher im laufenden Bohrprozess je nach Bedarf gereinigt oder abgedichtet werden. Das verringert das Risiko von Druckschwankungen der Bohrflüssigkeit. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Überdruck und damit der unkontrollierte Austritt von Bohrflüssigkeit am Eingang der Bohrung (sog. Blow Out) in seltenen Fällen zu schweren Unfällen führen kann. Unsere Werkzeuge zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit, leichte Bedienbarkeit und damit sichere Anwendung aus. Unsere Kunden profitieren von Zeit-, Sicherheits- und Kostenvorteilen.

Unsere Tochtergesellschaft Downhole Technology ist führend bei der Herstellung von Composite Frac Plugs, die signifikant weniger Wasser als herkömmliche Produkte am Markt benötigen. In "Plug-n-Perf" Bohrlochkomplettierungen, bei denen mitunter mehr als 100 Frac Plugs pro Bohrloch eingesetzt werden, können damit Wassereinsparungen von 30 % bis 50 % erzielt werden. Zusätzlich wird die Verkehrsbelastung verringert, weil Bohrregionen oftmals auf dem Landweg mittels LKW-Transporten mit Wasser versorgt werden. Der effiziente Umgang mit Wasser und Transportwegen kommt natürlich sowohl unseren Kunden, als auch der Umwelt zu Gute.

QUALITÄTSSICHERUNG

Hohe und konstante Qualität in Produktionsprozessen und bei unseren Produkten ist ein wesentliches Kriterium unserer täglichen Arbeit. Diesen Anspruch haben wir an uns selber und diesen Anspruch stellen unsere Kunden zu Recht an uns. Unsere Produkte müssen im Einsatz höchsten Anforderungen entsprechen und auch den widrigen Bedingungen untertage sicher standhalten. Daher haben wir als Qualitäts- und Technologieführer das Bewusstsein und das Streben nach maximaler Qualität tief in unseren Prozessen verankert. Wir entwickeln nicht nur neue Lösungen, sondern arbeiten stetig an der Steigerung von Reliabilität und Performance. Diesen Ansatz haben wir unter unserem Leitgedanken "Quality First" zusammengefasst. Er hat weltweit an allen unseren Standorten und in allen Unternehmensbereichen oberste Priorität und ist essentieller Teil unserer Unternehmenskultur.

In der Hochpräzisionsfertigung unserer "antimagnet" Bohrstangen entwickeln und produzieren wir Komponenten für die anspruchsvolle Richtbohrtechnologie. Dabei kommt es stark auf Materialauswahl, Genauigkeit und Qualitätssicherheit an. Materialschwäche und unsauber durchgeführte Metallbearbeitungen können in Grenzfällen zum Materialbruch und damit einem Totalversagen des Bohrstranges führen. Makellose Qualitätsprodukte sorgen dafür, dass die Notwendigkeit zeit-, kosten- und ressourcenintensiver Gegensteuerungsmaßnahmen auf ein Minimum reduziert wird. Für jedes unserer Produkte gibt es klare Spezifikationen, die während des Produktionsprozesses laufend überprüft werden. Diese Spezifikationen sind Resultat unserer Produktentwicklung einerseits und der Anforderungen unserer Kunden andererseits, wenn maßgeschneiderte Lösungen von Kundenseite benötigt werden.

Lieferantenseitig evaluieren wir bereits im Auswahlprozess, ob ein Zulieferer unseren vorgegebenen Qualitätsstandards entspricht. Um in die enge Auswahl unserer Lieferanten zu kommen muss nachgewiesen werden, dass das Qualitätsmanagementsystem den hohen Anforderungen von SBO entspricht. In regelmäßigen Abständen wird eine Lieferantenbewertung durchgeführt. Dabei wird auch Augenmerk darauf gelegt, welche Arten von Materialien Gegenstand der Zulieferung sind und ob umweltbezogene Zertifizierungen vorliegen. Zusätzlich wird gerade bei kritischen Lieferanten eine Bewertung des Lieferanten vor Ort, eine First Article Inspection bzw. eine Herkunftsanalyse des betreffenden Produkts durchgeführt. Sollte ein Lieferant nicht in der Lage oder gewillt sein, unsere hohen Anforderungen zu erfüllen, so beenden wir im Zweifel die Geschäftsbeziehung mit ihm.

Unser bestens geschultes Personal überwacht alle Schritte der Produktion. Nach jedem Produktionsschritt erfolgt eine Kontrolle, um bereits frühzeitig auf Abweichungen reagieren zu können. Damit garantieren wir volle Produktqualität bei kürzest möglicher Produktionszeit. Durch abschließende Qualitätsprüfungen im Sinne eines Soll-Ist-Verfahrens wird die gleichbleibend hohe Qualität unserer Erzeugnisse dokumentiert. Dieses Bewusstsein für Qualität stellt für uns auf dem Markt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar und gibt unseren Kunden Sicherheit und Vertrauen in unser Unternehmen.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Wir verfolgen bei unserem Qualitätsmanagement einen ganzheitlichen Ansatz und betrachten systemisch den gesamten Produktlebenszyklus. Mit unseren Service- und Reparatur-Shops sind wir in allen wesentlichen Öl- und Gasregionen vertreten und können Reklamationen umgehend vor Ort behandeln, mit dem Kunden besprechen und mit höchster Priorität Lösungen erarbeiten. Reklamationen werden von uns erfasst und analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden schließlich in unseren Abläufen implementiert. Dieser hohe Qualitätsstandard und das volle Commitment zum Qualitätsmanagement sind maßgeblich dafür, dass wir bei unseren Kunden mit Stolz auf meist jahrzehntelange Geschäftsbeziehungen zurückblicken können.

Alle unsere Mitarbeiter sind sich bewusst, dass unser Erfolg von ihrer qualitativ hochwertigen Arbeit getragen wird. SBO legt in allen Bereichen und auf allen Ebenen großen Wert auf die Verinnerlichung unserer "Quality First"-Kultur. Unsere Maschinen entsprechen den modernsten Standards und werden regelmäßig daran gemessen.

Unsere Mitarbeiter sind bestens qualifiziert und arbeiten höchst präzise. Dennoch gibt es Arbeitsschritte, die von Automatisierung und Digitalisierung profitieren. Das betrifft unter anderem die Bereiche Qualitätsmanagement sowie Produkt- und Prozesskontrolle. So nutzen wir in einzelnen Bereichen die Möglichkeit moderner Softwarelösungen in denen wir planungsintensive und fehleranfällige Prozesse automatisieren. Damit erreichen wir eine hohe Zeiteinsparung, reduzieren die Kosten und bewirken insgesamt eine deutliche Effizienzsteigerung. Auch personelle Ressourcen können so effizienter eingesetzt werden.

Wir haben an unseren Produktionsstandorten wesentliche Qualitätsstandards etabliert und führen regelmäßig Qualitätstests durch. Viele unserer weltweiten Standorte arbeiten nach den führenden Industrie-Standards API Spec Q1, 7-1 und / oder ISO 9001. An unserem Standort Ternitz sind wir zudem nach EN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert.

ENERGIEVERBRAUCH UND CO2 EMISSIONEN

Die Erzeugung unserer Produkte ist energieintensiv und damit auch auf Emissionsseite zu betrachten. Diese Energie, in erster Linie Strom, beziehen wir zu einem Großteil aus den öffentlichen Stromnetzen. Bei der Produktion verfolgen wir den Ansatz sequentieller Adaptierungen. In diesem Rahmen streben wir danach, laufend durch Effizienzsteigerungen den Energieverbrauch zu senken, die eingesetzten Ressourcen mit höchster Effizienz zu nutzen und die Produktionsabläufe hinsichtlich Energieverbrauch zu optimieren.

An unserem größten Produktionsstandort in Ternitz haben wir 2014 ein neues Bearbeitungszentrum für antimagnetische Bohrstrangkomponenten errichtet. Teil des Projekts war die Errichtung eines Solarkraftwerks mit einer Gesamtleistung von 720 kWp (Kilowatt-Peak). Damit decken wir einen Teil unseres Strombedarfs in der Produktion mit umweltschonender, erneuerbarer Energie ab und tragen somit zur Senkung des CO2 Ausstoßes bei.

Der Gesamtenergieverbrauch in der Produktion lag im Jahr 2017 bei 12.078,9 Gigajoules (GJ) und lag damit um 19,4 % über jenem des Vorjahres (2016: 10.114,7 GJ). Dementsprechend lag der rechnerische Ausstoß an Kohlendioxiden bei 11.917,7 Tonnen (2016: 9.885,2 Tonnen). Dieser Anstieg ist auf die zunehmende Nachfrage nach Produkten zurückführen, die sich mit 77,2 % im Umsatzwachstum widerspiegelt.

ENERGIEVERBRAUCH UND CO2 EMISSIONEN DER SBO GRUPPE

EINHEIT 2017 2016
Energieverbrauch GJ 12.078,9 10.114,7
CO2
Emissionen
Tonnen 11.917,7 9.885,2

* Basierend auf der Berechnung des Umweltbundesamtes zum Datenstand Oktober 2017 (Näheres dazu siehe: http://www5.umweltbundesamt.at/emas/co2mon/co2mon.html)

WASSERVERBRAUCH

Bei der Bearbeitung von Edelstahl ist Wasser ein wesentliches Kühl- und Reinigungsmittel. Wir achten an allen Standorten auf einen sparsamen, effizienten und schonenden Umgang mit dieser Ressource. Auch hier gilt der Standort Ternitz als Vorreiter, zumal wir bereits vor Jahren bei der Kühlung einzelner Maschinen, wie der Kaltschmiedeanlage, von trinkbarem Nutz-/ Leitungswasser auf Kreislaufwasser umgestiegen sind. Im Jahr 2017 wurde weltweit Wasser im Ausmaß von 58.303,0 cbm verbraucht (2016: 42.479,6 cbm). Der zunehmende Wasserverbrauch ist auf höhere Aktivitäten zurückzuführen.

WASSERENTNAHME DER SBO GRUPPE

EINHEIT 2017 2016
Wasserentnahme cbm 58.303,0 42.479,6
davon Grundwasser cbm 24.871,5 16.126,5
davon aus öffentlichen Wasserleitungen cbm 33.431,5 26.353,1

* Wasserentnahmen aller Betriebsstandorte außer Berücksichtigung von Kreislaufwasser, soweit zuverlässig ausweisbar

ABFALLMANAGEMENT

Bei der Entwicklung und Auswahl unserer Materialien, darunter insbesondere unserer Edelstähle, achten wir auf die Verringerung schadstoffträchtiger Rohstoffe. Demnach ist der Produktionsausschuss bei SBO weitgehend schadstoffarm. Dies ermöglicht eine umweltschonende Entsorgung sowohl von Ausschussware, als auch von Produkten, die das Ende ihrer Lebensdauer beim Kunden erreicht haben.

In den Bereichen, in denen wir Materialien zukaufen, informieren wir unsere Lieferanten über die Anforderungen und die Weiterverarbeitung unserer Einkäufe. Dadurch gelingt es uns, das Vormaterial konform mit den technischen Anforderungen und möglichst nah an den Grenzspezifikationen wie Form und Größe zu bestellen. Dieser frühe Schritt in der Produktionskette trägt wesentlich zur Vermeidung von Produktionsabfällen bei und reduziert den ökologischen Fußabdruck durch niedrigere Transportmengen.

Das Design der Produktionsabläufe stellt darauf ab, dass in unserem Herstellungsprozess die eingesetzten Materialien möglichst effizient bearbeitet werden. Somit erzielen wir ein optimales Input-Output-Verhältnis. Dennoch kommt es bei unserer Produktionstätigkeit und der Stahlbearbeitung zu einer erheblichen Menge an Produktionsabfällen. Dafür haben wir seit Jahren ein effizientes Abfallmanagement etabliert. So verlässt ein Großteil der Stahlspäne die Werkshallen nicht als Abfall, sondern als wertvoller Rohstoff für die Stahlerzeugung und bleibt damit in der Wertschöpfungskette. Abfälle, die keiner Sekundärverwendung zugeführt werden können, werden an allen Standorten gemäß den modernsten Umweltstandards entsorgt. Schmierstoffe, wie beispielsweise Produktionsöle, werden standortabhängig im Rahmen der Ölabscheidung in der laufenden Produktion aufgefangen, gefiltert und dem Produktionskreislauf erneut zugeführt. Wir arbeiten an einer kontinuierlichen Erhöhung des Recyclinggrades und erzielen dabei laufend Fortschritte.

Im Jahr 2017 sind konzernweit 3.993,6 Tonnen Gesamtabfall angefallen (2016: 2.390,9 Tonnen). Darin enthalten war gefährlicher Abfall im Ausmaß von 384,9 Tonnen, das entspricht einem Anteil von lediglich 9,6 %. Im gefährlichen Abfall ist neben gemäß Basler Übereinkommen als gefährlich eingestufte Metallabfälle der Produktion auch kontaminiertes Reinigungswasser ausgewiesen, das aus der Reinigung bei Bohrungen eingesetzter Werkzeuge stammt und somit gesondert aufbereitet und entsorgt werden muss.

Grund für den Anstieg waren die zunehmende Nachfrage nach Produkten sowie der Zugang von Downhole Technology im Laufe des Geschäftsjahres 2016. Der stark wachsende Well Completion-Bereich weist sachbedingt eher hohe Mengen nicht-metallischer Abfälle auf, die nicht als Rohstoffe für die Stahlerzeugung verkauft werden können. Ziel ist, das Verhältnis von Output und Abfallmenge künftig weiter zu optimieren.

ABFALLMANAGEMENT DER SBO GRUPPE

EINHEIT 2017 2016
Gesamtabfall Tonnen 3.993,6 2.390,9
davon nicht gefährlicher Abfall Tonnen 3.608,7 2.009,6
davon gefährlicher Abfall Tonnen 384,9 381,3
Zwischenstaatlich verbrachte, als gefährlich eingestufte Abfälle (lt. Basler Übereinkommen) Tonnen 0,0 0,0

* Gesamtabfall beinhaltend Produktionsabfall und Verpackungsmaterial, soweit zuverlässig ausweisbar, ohne Stahlspäne, die als Rohstoff für die Stahlerzeugung verkauft werden. Gefährlicher Abfall inklusive durch gefährlichen Abfall verunreinigtes Abwasser. Definition des gefährlichen Abfalls angelehnt an Basler Übereinkommen

SOZIAL- UND MITARBEITERKONZEPT

Unsere erfahrene und gut ausgebildete Mannschaft ist wesentlicher Bestandteil von SBO, denn mit ihrer Kompetenz und ihrem Know-How sichern unsere Mitarbeiter den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens. Vom Recruiting-Prozess und der Einstellung an begleiten und fördern wir unsere Mitarbeiter durch ihre gesamte Laufbahn bei SBO.

Unsere Branche ist von Zyklen geprägt. In unserer Personalplanung achten wir darauf, das Auf und Ab bestmöglich abzufedern. So haben wir auch im Abschwung der vergangenen Jahre den Fokus darauf gelegt, Know-How im Unternehmen zu halten und auch für die Zukunft entsprechend qualifiziertes Personal auszubilden. Selbst in ökonomisch herausfordernden Zeiten sehen wir die Langfristperspektive und investieren in unser Team. Ein ansprechendes Arbeitsumfeld und attraktive Bonifikationsmodelle halten unsere Experten und Schlüsselkräfte langfristig im Unternehmen. Dadurch gewährleisten wir, dass wir entscheidendes Know-How für die Produktion zur Verfügung haben und minimieren das Risiko, durch zu wenig qualifiziertes Personal in Produktionsengpässe zu geraten.

PERSONALENTWICKLUNG

Beste Köpfe

Die Suche und Förderung von Talenten beginnt bei SBO

bereits vor ihrer Einstellung und zieht sich durch das gesamte Beschäftigungsverhältnis. Im Recruiting-Prozess achten wir darauf, die geeignetste Person für die jeweilige Stelle zu finden und sorgen für eine leistungsgerechte Entlohnung.

Geschlecht und kulturelle Herkunft spielen bei Besetzungen in unserem Unternehmen keine Rolle. Im Jahr 2017 haben wir insgesamt 586 neue Mitarbeiter eingestellt. Aufgrund natürlicher Veränderungen betrug der effektive Mitarbeiteraufbau im Stichtagsvergleich jeweils zum 31.12. 232 Mitarbeiter (von 1.200 im Jahr 2016 auf 1.432 im Jahr 2017).

Von der Gesamtzahl der Einstellungen waren 65 Frauen und 521 Männer, das entspricht einem Frauenanteil von 11,1 %. Generell sind in technischen Berufen traditionell Männer stärker repräsentiert als Frauen. In unserer Industrie ist dieser Effekt sogar noch einmal verstärkt. Laut einer Studie liegt der Frauenanteil in der gesamten US Öl- und Gas-Industrie bei durchschnittlich 17,1 %.18 Bei SBO lag der Frauenanteil zum Ende des Geschäftsjahres 2017 bei insgesamt 11,0 %, wobei jener im Angestelltenbereich 18,9 % und im Bereich der Arbeiter (inklusive Lehrlinge) 6,7 % betrug.

Die Unternehmenskultur von SBO ist von einer hohen Identifikation unserer Mitarbeiter mit dem Unternehmen und unseren Lösungen geprägt. Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter sichern mit ihrem langjährigen Know-How die Qualität unserer Produkte. Genau diese Mitarbeiter wollen wir über die Zyklen hinweg nachhaltig an unser Unternehmen binden. Dafür setzen wir unsere Personalplanung bewusst langfristig orientiert auf.

18 IHS for API, Minority and Female Employment in the Oil & Natural Gas and Petrochemical Industries 2015-2035, Minority and Female Employment in the Oil & Gas and Petrochemical Industries: 2015, März 2016.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH DIENSTVERHÄLTNIS, GESCHLECHT UND REGION 2017

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT
Gesamt 309 764 137 222 1.432
DIENSTVERHÄLTNIS
Angestellte 63 328 44 73 508
Arbeiter 228 429 84 149 890
Lehrlinge 18 7 9 0 34
GESCHLECHT
Männer 277 684 123 190 1.274
Frauen 32 80 14 32 158

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12. Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH DIENSTVERHÄLTNIS, GESCHLECHT UND REGION 2016

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA (INKL. MEXIKO) GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT Gesamt 315 544 120 221 1.200 DIENSTVERHÄLTNIS Angestellte 63 237 38 84 422 Arbeiter 227 307 72 137 743 Lehrlinge 25 0 10 0 35 GESCHLECHT Männer 283 496 106 188 1.073 Frauen 32 48 14 33 127

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12. Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit

Aus- und Weiterbildung

Junge wie erfahrene Mitarbeiter werden in unserem Unternehmen hinsichtlich verschiedenster Aspekte geschult. Aus- und Weiterbildungsangebote verpflichten zur bedarfsorientierten Weiterbildung. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, sich mit ihren Ideen aktiv in die Weiterentwicklung unserer Angebote einzubringen und bieten dafür die entsprechenden Möglichkeiten.

Im auftragsschwachen Jahr 2016 wurden freie Kapazitäten der Mitarbeiter dazu genutzt, Kernkompetenzen zu erweitern und die Mannschaft auf anstehende Herausforderungen vorzubereiten. An vielen Betriebsstandorten wurden aktiv Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt, darunter in Österreich, wo dies Teil des Kurzarbeitsprogramms war.

Im Jahr 2017 wurden die Ausbildungsschwerpunkte wieder auf technisch-operative Maßnahmen konzentriert und eingeschränkt. Das Hauptaugenmerk lag mit 38 % auf der technischen Aus- und Weiterbildung. Daneben wurde in Gesundheit und Sicherheit (32 %), angewandte IT (17 %) und Recht & Compliance (13 %) vertiefend geschult. Insgesamt wurden im Schnitt pro Mitarbeiter 8,7 Stunden an internen und externen Schulungen (mit Ausnahme von Einschulungen) konsumiert.

AUS- UND WEITERBILDUNG NACH MITARBEITERKATEGORIE UND BILDUNGSSCHWERPUNKT

2017
GESAMT STUNDEN GESUNDHEIT &
SICHERHEIT
INFORMATIONS
TECHNOLOGIE
RECHT &
COMPLIANCE
TRAINING UND
QUALIFIZIERUNG
MANAGEMENT VERWALTUNG PRODUKTION
12.437 32 % 17 % 13 % 38 % 13 % 25 % 62 %
2016
GESAMT STUNDEN GESUNDHEIT &
SICHERHEIT
INFORMATIONS
TECHNOLOGIE
RECHT &
COMPLIANCE
TRAINING UND
QUALIFIZIERUNG
MANAGEMENT VERWALTUNG PRODUKTION
24.243 26 % 15 % 5 % 54 % 7 % 19 % 74 %

* Aus- und Weiterbildung beinhaltend interne und externe Trainingsmaßnahmen mit Ausnahme von Einschulungsmaßnahmen

GESUNDHEIT UND ARBEITSSICHERHEIT

Unsere Mannschaft zeichnet sich durch ein hohes Engagement aus. Wir setzen uns dafür ein, auch in Zeiten einer hohen Auslastung für eine gesunde Work-Life-Balance zu sorgen. Die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter sind uns ein großes Anliegen. Sie sind die Grundlage für die hohen Qualitätsmaßstäbe und somit den Erfolg von SBO. Für gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeführt. Dazu zählen standortabhängig durchgeführte Gesundheitsschulungen wie auch Schulungen zur medizinischen Erstversorgung bei Notfällen in Form von Erste-Hilfe-Kursen. An einigen Standorten bieten wir Zugang zu Fitnesscentern, einzeln haben wir eigene Fitnessräume eingerichtet.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird bei SBO großgeschrieben. Wir bekennen uns zu den Standards der "Occupational Health and Safety Assessment Series", kurz OHSAS. Intern haben wir strenge Sicherheitsrichtlinien etabliert, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Diese bestehen in klar geregelten Arbeitsprozessen und Verantwortlichkeiten, Bewegungsprofilen und stringenten Anweisungen hinsichtlich der Nutzung von Einrichtungen und Maschinen. Mitarbeiter werden fortlaufend über die geltenden Sicherheitsrichtlinien und lokalen gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Arbeitssicherheit informiert.

Dabei gilt es, Unfälle zu vermeiden und Unfallquellen möglichst zu beseitigen. Wir haben je nach lokalen Gegebenheiten entsprechende Checklisten und Notfallpläne im Einsatz. Wo nötig und möglich, optimieren wir regelmäßig unsere Abläufe, um noch höhere Sicherheit zu gewährleisten. Wir ermutigen unsere Mitarbeiter, sich hier aktiv einzubringen und gegen potenziell unsichere Arbeitsweisen vorzugehen.

Aufgrund der konsequenten Umsetzung dieser Maßnahmen liegt die Zahl der Betriebsunfälle konzernweit auf äußerst niedrigem Niveau. Die Unfallhäufigkeit (LTIR) lag 2017 bei 8 Unfällen pro einer Million Arbeitsstunden. Die Unfallschwere (SA) betrug 6 Ausfalltage pro Betriebsunfall. Darin lag eine leichte Verbesserung gegenüber dem Jahr 2016 (2016: 8 Ausfalltage pro Betriebsunfall). 2017 gab es, wie auch 2016, keine arbeitsbedingten Todesfälle.

Wir sind bemüht, die Anzahl der Zwischenfälle weiter gering zu halten. Sämtliche Vorfälle werden dokumentiert und auf Verbesserungspotenziale überprüft.

ARBEITSSICHERHEIT

EINHEIT 2017 2016
Unfälle mit Ausfallzeit Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit 20 19
Arbeitsbedingte Todesfälle Anzahl 0 0
Unfallhäufigkeit (LTIR) Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit pro 1 Million Arbeitsstunden 8 8
Todesfallhäufigkeit (FAR) Anzahl der Todesfälle pro 1 Million Arbeitsstunden 0 0
Unfallschwere (SA) Anzahl der Ausfalltage (Kalendertage ohne Einrechnung des
Unfalltags) bezogen auf die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit
6 8

* Unfälle einbezogen ab einer Ausfallzeit von 8 Arbeitsstunden

INTERNAL RELATIONS

Ein vertrauensvoller Umgang innerhalb unseres Teams ist ein zentrales Element unseres Qualitätsanspruches. Gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Professionalität sind die Kernwerte, zu denen wir stehen. Wir sorgen aktiv für eine gute Kommunikationsbasis zwischen unseren Mitarbeitern und dem Management, denn das ist ein maßgeblicher Bestandteil für das nachhaltige Kommittent und die Identifikation mit unserem Unternehmen und seinen Produkten. Dabei achten wir auch auf einen sorgsamen Umgang mit Daten und implementieren ein strenges Datenschutzmodell, basierend auf europäischen Regelungen.

Als global agierendes Unternehmen mit zahlreichen Tochtergesellschaften bieten wir die zusätzliche Möglichkeit, etwaige lokale Problemstellungen direkt und anonym an die Konzernleitung zu melden. Eine entsprechende Online-Plattform ist seit dem ersten Halbjahr 2017 aktiv.

An allen Standorten, an denen es unsere Mitarbeiter wünschen, haben wir eine Mitarbeitervertretung eingerichtet. Wir respektieren das Grundrecht auf Vereinigungsfreiheit in unseren weltweiten Niederlassungen und haben gutes Einvernehmen mit dem Betriebsrat, wo eingerichtet, sowie den Gewerkschaften. In einigen Staaten, in denen SBO mit

Betriebsstandorten vertreten ist, gibt es keine oder nur partiell arbeitsverfassungsrechtlich-determinierte Grundrechte. Dies reflektiert sich in einem dem Anschein nach geringen Anteil an Mitarbeitern, die durch derartige Bestimmungen geschützt sind. SBO wendet jedoch auch an diesen Betriebsstandorten westliche Grundsätze an und lebt einen homogenen, gruppenweiten Standard.

Die Veränderung der Werte zur Vereinigungsfreiheit und zu den Mitarbeiterrechten ist im verhältnismäßig großen Mitarbeiterzuwachs in Nordamerika (inkl. Mexiko) begründet. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich dort im Stichtagsvergleich um 220 Personen, wohingegen in den restlichen Regionen der Mitarbeiterstand mit einem kleinen Plus von 12 Personen im Wesentlichen unverändert blieb.

In Nordamerika (inkl. Mexiko) ist die Vereinigungsfreiheit im Unterschied zu manchen anderen Regionen grundgesetzlich geregelt. Hingegen ist der Großteil der Mitarbeiter, die ständig vertreten sind, auf Österreich konzentriert, wo die Mitarbeiteranzahl – im Gegensatz zum starken Zuwachs in Nordamerika (inkl. Mexiko) – leicht zurückgegangen ist. Daraus erklärt sich die prozentuelle Verringerung von 30,9 % auf 25,1 % der Gesamtbelegschaft.

VEREINIGUNGSFREIHEIT UND MITARBEITERRECHTE

2017 2016
Anteil der Mitarbeiter mit Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen 95,5 % 94,2 %
Anteil der Mitarbeiter, die durch lokale Gewerkschaften oder Betriebsräte permanent vertreten sind 25,1 % 30,9 %

* Anteil der Mitarbeiter zum 31.12.

ARBEITSZEITMODELLE

Unser Unternehmen bietet quer durch das weltweite Netzwerk, je nach konkreter Funktion, flexible Arbeitszeitmodelle an. Dabei halten wir uns selbstverständlich an lokale Arbeitszeitbeschränkungen und -vorschriften. In zentralen Arbeitsbereichen werden Vollzeit- und Teilzeit-Beschäftigungsvarianten angeboten. In manchen Funktionen besteht die Möglichkeit, zumindest teilweise aus dem 'Home Office' zu arbeiten.

In der Fertigung arbeiten unsere lokalen Teams im Schichtbetrieb. Hier sind wir insbesondere bemüht, Lösungen und Modelle zu finden, die flexibel und rasch auf die aktuelle Marktlage reagieren und gleichzeitig das Lebensumfeld unserer Mitarbeiter berücksichtigen. Ein wesentlicher Aspekt dieser Modelle ist die Zyklizität, der unsere Industrie ausgesetzt ist. So haben wir in Österreich ein Modell entwickelt, in dem unsere Mitarbeiter in guten Zeiten Stunden ansammeln,

die sie bei schwacher Marktlage wieder abbauen. Ferner haben wir in Ternitz vom staatlich geförderten Modell der Kurzarbeit Gebrauch gemacht, das dem Großteil der lokalen Mitarbeiter Kündigungen und dem Unternehmen den Abbau von Schlüsselarbeitskräften erspart. Ein Win-Win Modell für alle Beteiligten. Mit diesen und anderen Modellen ist es uns gelungen, unsere hochqualifizierte Kernmannschaft auch in den schwierigen ökonomischen Zeiten der vergangenen drei Jahre zu halten und das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs auszurichten.

Im Jahr 2017 waren 3,2 % der Mitarbeiter auf Teilzeitbasis beschäftigt. Dieser Wert blieb gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen unverändert (2016: 4,2 %). In beiden Jahren wurde in Österreich vom staatlich geförderten Modell der Kurzarbeit Gebrauch gemacht. Diese Mitarbeiter wurden als 'Vollzeit'-Mitarbeiter erfasst.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH REGION UND BESCHÄFTIGUNG 2017

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT
Gesamt 309 764 137 222 1.432
BESCHÄFTIGUNG
Vollzeit 277 757 131 221 1.386
Teilzeit 32 7 6 1 46

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12. Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit. Vollzeit beinhaltend Mitarbeiter auf Kurzarbeit in Österreich

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH REGION UND BESCHÄFTIGUNG 2016

MITARBEITER ÖSTERREICH NORDAMERIKA
(INKL. MEXIKO)
GROSSBRITANNIEN REST DER WELT GESAMT
Gesamt 315 544 120 221 1.200
BESCHÄFTIGUNG
Vollzeit 271 544 115 220 1.150
Teilzeit 44 0 5 1 50

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12. Länderabgrenzung nach Gesellschaftszugehörigkeit. Vollzeit beinhaltend Mitarbeiter auf Kurzarbeit in Österreich

VERGÜTUNG

Wir investieren in unsere Mitarbeiter – und zwar nicht nur finanziell. Durch zahlreiche Maßnahmen achten wir auf eine Unternehmenskultur, die ein produktives, innovatives Arbeitsumfeld sichert und eine kontinuierliche Förderung und Forderung unserer Mitarbeiter ermöglicht. Die Vergütung ist dennoch eine wichtige Komponente, um die besten Köpfe für unser Unternehmen zu gewinnen und zu halten. Für unser hochkompetentes Personal legen wir großen Wert auf eine leistungsgerechte Entlohnung, auch abseits von etwaigen kollektivvertraglichen Vorgaben. Wir wollen unsere Mitarbeiter langfristig an uns binden und aktiv dafür sorgen, dass die Fluktuation auf einem niedrigen Niveau bleibt. Regionale Vorgaben zur Mindestvergütung halten wir selbstverständlich an allen Standorten weltweit konsequent ein.

Abhängig vom jeweiligen Unternehmenserfolg erhalten unsere Mitarbeiter, zusätzlich zu ihrer regulären Vergütung, eine erfolgsabhängige variable Vergütung. Auf Managementebene haben wir zudem die Möglichkeit geschaffen, dass sich die Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften am jeweiligen Unternehmen selbst beteiligen und somit auch direkt von ihrem Erfolg profitieren, denn ein Geschäftsführer als Entrepreneur agiert mit großem persönlichem Engagement. Mit solchen Maßnahmen wollen wir die Identifikation unseres Managements weiter festigen, die Motivation steigern und attraktive Bedingungen für unser weltweites Team schaffen.

Der Anteil der Mitarbeiter, die durch einen Mindestlohn bzw. ein Mindestgehalt geschützt waren, ist im Jahresvergleich leicht gestiegen. Dies ist auf den verhältnismäßig großen Mitarbeiterzuwachs in Nordamerika zurückzuführen.

MINDESTLÖHNE UND -GEHÄLTER

2017 2016
Anteil der Mitarbeiter, die durch gesetzlich oder kollektivvertraglich
geregelte Mindestlöhne oder -gehälter geschützt sind
85,4 % 83,2 %

* Anteil jeweils der Mitarbeiter zum 31.12. nach den gesetzlich festgeschriebenen Rechten am jeweiligen Betriebsstandort

KONZEPT ZUR ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE UND ZUR BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION UND BESTECHUNG

Bei SBO sind wir davon überzeugt, dass jeder Mensch mit dem gleichen Respekt und der gleichen Achtung vor seiner Würde zu behandeln ist. Dieser Grundsatz gilt für uns unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Religion, Alter, sexueller Orientierung, Sprache oder körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen.

Wir bekennen uns darüber hinaus an allen Standorten und weltweit zum Schutz der Menschenrechte und zum Verbot der Kinderarbeit. Die lückenlose Einhaltung dieser Grundsätze hat für uns oberste Priorität und ist auch Voraussetzung für eine Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern.

Unabhängig von der jeweiligen lokalen Gesetzeslage ist Korruption, inklusive Bestechung, bei SBO strengstens verboten und wird hart sanktioniert. Der Vorstand bekennt sich zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung und zur Einhaltung diesbezüglicher Gesetze und Bestimmungen. Unternehmensinterne, konzernweit verpflichtende Richtlinien geben für Mitarbeiter und Geschäftspartner die Standards und die bei Regelverstößen anzuwendenden Sanktionen vor.

MENSCHENRECHTE

In unserem Code of Conduct ist klar dargelegt, dass wir uns zu einem ethisch vorbildlichen, integren Verhalten bekennen und dieses auch unabhängig von lokalen Gepflogenheiten weltweit konsequent umsetzen.

Wir stellen an allen Standorten sicher, dass unsere Mitarbeiter ihre gesetzlichen Rechte wahrnehmen können und achten sorgfältig darauf, dass alle Gesetze eingehalten werden. Dazu gehören auch das Recht auf Bildung von Betriebsräten und äquivalenter Einrichtungen, die Einhaltung von Arbeitszeiten und Ruhezeiten sowie die Entlohnung auf oder über dem gesetzlich vorgegebenen Niveau. Als Unternehmen, das in einer zyklischen Branche tätig ist, haben wir außerdem innovative Lösungen entwickelt, um Abschwungphasen der Branche gut abzufedern.

Im berichtspflichtigen Zeitraum wurde ein Fall bei einer Tochtergesellschaft behandelt, der vor Übernahme der Kontrolle durch SBO eingetreten ist, aber durch eine Beschwerde des ehemaligen Mitarbeiters wieder aktuell wurde. In Abstimmung mit der Konzernleitung kam das lokale Management im Geschäftsjahr 2017 mit dem ehemaligen Mitarbeiter zu einer außergerichtlichen Einigung, sodass der Fall nun abgeschlossen ist.

KORRUPTION UND BESTECHUNG

Geschäftsethik und Korruption sind Themen, denen sich SBO mit großer Sorgfalt widmet. Die Gesellschaft legt in ihren verpflichtenden Richtlinien gegenüber Mitarbeitern und Geschäftspartnern ihr Verständnis von korruptem Verhalten, inklusive Bestechung, dar und stellt Verhalten, das den Grundsätzen der Geschäftsethik und sorgfältigem unternehmerischem Handeln widerspricht, unter Sanktion.

Die Bewältigung dieser Themen im Geschäftsalltag ist eine ständige Herausforderung. Im berichtspflichtigen Zeitraum wurden keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Korruption und Bestechung bei SBO identifiziert. Dennoch begegnen wir dieser Herausforderung proaktiv und arbeiten an Strategien, Mitarbeiter und Geschäftspartner präventiv mit diesen ernstzunehmenden Themen zu konfrontieren und zur Hintanhaltung eines sorglosen Verhaltens zu sensibilisieren. Dies inkludiert Maßnahmen bereits im Auswahlprozess, aber auch gezielte Mitarbeiterschulungen und die Möglichkeit, sich konzernintern bei professionellen Stellen zu informieren.

SBO pflegt intern eine offene und direkte Gesprächskultur sowie eine bewusste Fehlerkultur. Das trägt dazu bei, allfällige Fehlentwicklungen oder Probleme frühzeitig zu erkennen und schafft Vertrauen. Mitarbeiter werden ermutigt, Vorkommnisse und Situationen anzusprechen, die möglicherweise nicht den Grundsätzen unseres Code of Conduct entsprechen. Zudem besteht die Möglichkeit, zur Meldung von Verstößen auch direkte anonyme Kommunikationswege in Anspruch zu nehmen. Dadurch sind Mitarbeiter eingeladen, sanktionsfrei und unter größtmöglicher Vorbeugung eines persönlichen Schadens zu einem fairen und konformen Verhalten beizutragen.

Dies ist entscheidend für die Reputation von SBO und essentiell für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Denn Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und der Kapitalmarkt müssen sich auf gesetzeskonformes und ethisch richtiges Verhalten verlassen können. Konzernweit korrektes und vorbildliches Handeln im Bereich Compliance sind wesentliche Erfolgsfaktoren für uns und werden allen Mitarbeitern praxistauglich vermittelt.

Im Geschäftsjahr 2017 mussten – wie im Geschäftsjahr davor – keine wesentlichen Bußgelder aus der Verletzung von Rechtsvorschriften entrichtet werden.

"SBO bekennt sich seit 2005 zum österreichischen Corporate Governance Kodex"

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AKTIENGESELLSCHAFT (SBO) BEKENNT SICH SEIT 2005 ZUM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX, BEFOLGT UND SETZT DIESE REGELUNGEN KONSEQUENT UM. DAS REGELWERK DES ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX ENTSPRICHT INTERNATIONALEN STANDARDS FÜR DIE VERANTWORTUNGSVOLLE FÜHRUNG UND LEITUNG VON UNTERNEHMEN. DURCH DIE EINHALTUNG DES ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX LEISTET SBO EINEN BEITRAG ZUR STÄRKUNG DES VERTRAUENS IN ÖSTERREICHISCHE UNTERNEHMEN UND DEN ÖSTERREICHISCHEN KAPITALMARKT.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex in der geltenden und auf den gegenständlichen Bericht anwendbaren Fassung vom Jänner 2018 ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar.

SBO entspricht dem Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die Regeln des Kodex sind in drei Kategorien unterteilt:

Erstens: L-Regeln (Legal Requirements): Es handelt sich um zwingende Rechtsvorschriften, deren Einhaltung gesetzlich vorgeschrieben ist.

Zweitens: C-Regeln (Comply or Explain): Es handelt sich um international übliche Vorschriften, deren Nichteinhaltung erklärt werden muss.

Drittens: R-Regeln (Recommendation): Diese haben Empfehlungscharakter; die Nichtumsetzung ist weder offenzulegen noch zu begründen.

Die zwingenden Rechtsvorschriften (L-Regeln) werden von SBO vollständig eingehalten.

SBO hatte für das Geschäftsjahr 2017 sowohl einen konsolidierten als auch einen nichtkonsolidierten Corporate Governance Bericht aufzustellen. Diese Berichte können gemäß §§ 267b iVm 251 Abs 3 UGB zusammengefasst werden. Der vorliegende Bericht enthält daher die gemäß § 243c UGB vorgeschriebenen Angaben hinsichtlich der Muttergesellschaft (SBO) sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO.

Explain

Die C-Regeln werden von SBO überwiegend eingehalten. Nachfolgend die Erläuterungen zu den Abweichungen (gemäß den Leitlinien des Anhangs 2b zum Österreichischen Corporate Governance Kodex):

C-Regel 27

Diese Regel sieht unter anderem vor, dass in Vorstandsverträgen vorzusehen ist, dass variable Vergütungskomponenten von der Gesellschaft zurückgefordert werden können, wenn sich herausstellt, dass das jeweilige Vorstandsmitglied diese aufgrund falscher Daten erhalten hat. In den Verträgen der SBO Vorstandsmitglieder ist eine solche Klausel obsolet, weil im Interesse einer guten Unternehmensführung eine Auszahlung von variablen Vergütungskomponenten stets basierend auf vergangenheitsbezogenen Informationen und erst nach Feststellung und eingehender Prüfung der jeweils zugrundeliegenden Werte erfolgt. Zukunftsprognosen fließen in keiner Weise mit ein.

C-Regel 28

Für die mit dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann vereinbarte Vergütung von 6.000 SBO Aktien besteht eine Verfügungs- und Belastungsbeschränkung von zwei Jahren (anstatt von mindestens drei Jahren), weil dem Aufsichtsrat die Behaltefrist von zwei Jahren angemessen und zielführend im Sinne einer guten Unternehmensführung erscheint.

C-Regel 39

Diese Regel sieht unter anderem vor, dass ein Ausschuss des Aufsichtsrats zur Entscheidung in dringenden Fällen befugt sein soll. Der Aufsichtsrat der SBO verfügt nur über eine überschaubare Anzahl an Mitgliedern und konnte in der Vergangenheit auch in dringenden Fällen Entscheidungen rasch treffen, weshalb bei SBO kein derartiger Ausschuss besteht. Da somit stets der Gesamtaufsichtsrat befasst wird, ist gewährleistet, dass die Expertise aller Aufsichtsratsmitglieder auch in dringenden Fällen in die Entscheidung einfließt.

C-Regel 41

Anstatt der Einrichtung eines eigenen, vom Vergütungsausschuss separaten Nominierungsausschusses wird dessen Funktion in Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex vom gemeinsamen Nominierungs- und Vergütungsausschuss wahrgenommen. Da der Vorstand nur aus zwei Mitgliedern besteht und der Nominierungs- und Vergütungsausschuss ohnedies für alle sonstigen vorstandsbezogenen Themen verantwortlich ist, erscheint dies aus Effizienzgründen geboten.

DER VORSTAND

Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstandes, das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, das Vorgehen bei Interessenkonflikten, die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes und die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich auch auf die wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken. Der Vorstand hält im Regelfall mindestens wöchentlich Sitzungen zur wechselseitigen Information und Beschlussfassung ab.

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2017 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

GEBURTSJAHR DATUM DER ERSTBESTELLUNG ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
Gerald Grohmann
Vorsitzender des Vorstandes
1953 03.10.2001 31.12.2018
Klaus Mader
Finanzvorstand
1970 01.10.2015 30.09.2018

Die Vorstandsmitglieder hatten im Geschäftsjahr 2017 keine konzernexternen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen im In- und Ausland inne.

Geschäftsverteilung

Geschäftsverteilung und Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes geregelt. Der Vorstand hat keine Ausschüsse eingerichtet. Die Aufgabenbereiche der Vorstandsmitglieder wurden vom Aufsichtsrat unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstandes wie folgt festgelegt:

Gerald Grohmann Strategie, Marketing, Technologie und Öffentlichkeitsarbeit
Klaus Mader Finanz- und Rechnungswesen, Personal- und Rechtswesen

Die Vorstandsmitglieder üben als Vertreter der Muttergesellschaft SBO in sämtlichen in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften (siehe Konzernabschluss) eine der Aufsichtsratstätigkeit in einer österreichischen Aktiengesellschaft angenäherte Aufsichtsfunktion, jedoch keine Geschäftsführungs- oder Leitungsfunktion aus.

Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder und Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Vorstandsvergütung berücksichtigt sowohl die Gegebenheiten am Markt als auch eine Leistungskomponente. Die Bezüge setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer im Folgejahr, weil die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und richten sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen.

Die variable Vergütung des Vorstandes ist gemäß den Verträgen der Vorstandsmitglieder mit 65 % der Gesamtvergütung begrenzt.

Die variablen Komponenten sind individuell unterschiedlich geregelt. Sie setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: Entwicklung des langfristigen Unternehmenswachstums, des Gewinns, des Cashflows, des Eigenkapitals sowie des gebundenen Kapitals. Die Erfüllung dieser Leistungskriterien ist anhand der Jahresabschlüsse festzustellen oder ist von den erzielten Ergebnissen abhängig. Darüber hinaus existieren ebenfalls nichtfinanzielle Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung. Diese werden abhängig von konkreten mittel- und langfristigen Unternehmenszielen etwa im Bereich Forschung und Entwicklung oder Unternehmensentwicklung vorgegeben.

Es besteht weder für die Vorstandsmitglieder von SBO noch für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften ein Aktienoptionsprogramm; insbesondere besteht kein

Stock Option Programm oder Programm für die begünstigte Übertragung von Aktien im Sinne von C-Regel 28. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung abgeschlossen, die eine limitierte, jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zum Gegenstand hat. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von zwei Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann.

Die Abfertigungsregelungen orientieren sich an den gesetzlichen Vorgaben. Der Vorstandsvorsitzende erhält bei seinem Ausscheiden zusätzlich eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück Aktien. Nach Beendigung des Dienstverhältnisses erwachsen dem Unternehmen aus dem Titel der betrieblichen Altersversorgung sowie etwaiger Anwartschaften der Vorstandsmitglieder keine zukünftigen Lasten.

Alle Vorstandsmitglieder sind in eine D & O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung) einbezogen, die von SBO abgeschlossen wurde und deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

Für das Geschäftsjahr 2017 wurden folgende Vergütungen an die Vorstandsmitglieder ausbezahlt:

FIXE VERGÜTUNG
IN TEUR
VARIABLE VERGÜTUNG
IN TEUR
GESAMT
IN TEUR
Gerald Grohmann 581 180 761
Klaus Mader 362 100 462

* Die in der Tabelle angeführte Vergütung von Gerald Grohmann versteht sich ohne Berücksichtigung der oben erläuterten aktienbasierten Vergütung

Grundsätze der Vergütungspolitik innerhalb der SBO-Gruppe

Die Vergütung der Geschäftsführer der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO berücksichtigt sowohl die Gegebenheiten am Markt als auch eine Leistungskomponente. Die Bezüge setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und richten sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen.

Die variablen Komponenten sind individuell unterschiedlich geregelt. Sie setzen sich aus folgenden Elementen zusammen: Entwicklung des langfristigen Unternehmenswachstums, des Gewinnes, des Cashflows, des Eigenkapitals sowie des gebundenen Kapitals. Die Erfüllung dieser Leistungskriterien ist anhand der Jahresabschlüsse festzustellen oder ist von den erzielten Ergebnissen abhängig. Darüber hinaus existieren ebenfalls nichtfinanzielle Kriterien zur Bemessung der variablen Vergütung. Diese werden abhängig von konkreten mittel- und langfristigen Unternehmenszielen etwa im Bereich Forschung und Entwicklung oder Unternehmensentwicklung vorgegeben.

Ferner wird Geschäftsführern der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO die Möglichkeit eingeräumt, sich in Form von Anteilen und Genussrechten bis zu einer bestimmten Höhe an der jeweiligen Tochtergesellschaft zu beteiligen.

DER AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2017 aus sechs Mitgliedern zusammen:

GEBURTSJAHR DATUM DER ERSTBESTELLUNG ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
Norbert Zimmermann
Vorsitzender
1947 10.04.1995 2022
Peter Pichler
Vorsitzender-Stellvertreter
1958 10.04.1995 2018
Brigitte Ederer 1956 23.04.2014 2019
Helmut Langanger 1950 29.04.2003 2019
Karl Schleinzer 1946 24.05.1995 2020
Wolfram Littich 1959 27.04.2016 2021

Gemäß der Satzung von SBO scheidet alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung zumindest ein Mitglied aus dem Aufsichtsrat aus. Dadurch ist eine wirkungsvolle Kontrolle durch die Aktionärsgemeinschaft sichergestellt. Das ausscheidende Mitglied ist sofort wieder wählbar.

Andere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- oder ausländischen börsennotierten Gesellschaften werden offen gelegt wie folgt:

GESELLSCHAFT FUNKTION
- -
- -
- -
ENQUEST plc Mitglied des Board of Directors als Non-Executive Director
SERINUS ENERGY Inc. Mitglied des Board of Directors als Non-Executive Director*
- -
- -

* Helmut Langanger ist nach dem Bilanzstichtag am 07.03.2018 als Mitglied aus dem Aufsichtsrat der SERINUS ENERGY Inc. ausgeschieden

Keines der Aufsichtsratsmitglieder übt eine Leitungs- oder eine Aufsichtsfunktion in einer der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften von SBO aus.

Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat diskutiert in Erfüllung seiner Aufgaben, insbesondere der Überwachung und der strategischen Unterstützung des Vorstands, die Lage und Ziele des Unternehmens, und fasst Beschlüsse.

In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sind neben Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrates sowie dem Vorgehen bei Interessenkonflikten auch alle Ausschüsse (Prüfungsausschuss, Nominierungsund Vergütungsausschuss) und deren Kompetenzen genau geregelt.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr fünf Sitzungen abgehalten. Weiters hat der Vorstand den Aufsichtsrat in mehreren mündlichen und schriftlichen Berichten über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen auf dem Laufenden gehalten. Die Schwerpunkte der Erörterungen bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben in der Berichtsperiode an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates persönlich teilgenommen.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat bestellt aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Nominierungs- und Vergütungsausschuss (Remuneration Committee).

Ein eigener Strategieausschuss und ein Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen sind nicht eingerichtet. Die diesbezüglichen Agenden werden vom Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit wahrgenommen.

Die Ausschüsse werden jeweils für die Funktionsdauer ihrer Mitglieder gewählt. Jeder Ausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist insbesondere mit der Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses im Gesamtaufsichtsrat sowie mit der Erstellung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers zu befassen. Dazu gehört auch die Prüfung der im Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 267a UGB und des Corporate Governance Berichts sowie sich mit dem Vorschlag für die Gewinnverteilung auseinanderzusetzen.

Mitglieder: Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Peter Pichler Wolfram Littich

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen abgehalten, in denen insbesondere Themen zum Jahresabschluss, zum internen Kontrollsystem und zum Risikomanagement diskutiert wurden.

Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wurde durch eine unabhängige Prüfungsgesellschaft beurteilt. Der Bericht des Abschlussprüfers über die Beurteilung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements wurde im Prüfungsausschuss behandelt.

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss befasst sich mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern. Er unterbreitet weiters dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung.

Mitglieder: Norbert Zimmermann (Vorsitzender)
Peter Pichler
Karl Schleinzer

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss hat im Berichtsjahr keine Sitzung abgehalten.

Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat orientiert sich bei den Kriterien für die Unabhängigkeit gemäß C-Regel 53 an den Leitlinien gemäß Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex. Gemäß diesen Leitlinien ist die Unabhängigkeit eines Mitglieds des Aufsichtsrates gewahrt, wenn es nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat angehört. Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten, sind davon ausgenommen. Die folgenden Aufsichtsratsmitglieder sind als unabhängig anzusehen:

Norbert Zimmermann Peter Pichler Brigitte Ederer Helmut Langanger Wolfram Littich

Der Aufsichtsrat ist somit als Gremium unabhängig. Der Umfang der Tätigkeit des Aufsichtsratsmitgliedes Karl Schleinzer im Geschäftsjahr 2017 gegenüber der Gesellschaft als Rechtsberater ist gemäß Anhang 1 zum Österreichischen Corporate Governance Kodex als nicht bedeutend einzustufen (Details siehe Erläuterungen zum Konzernabschluss).

Brigitte Ederer, Helmut Langanger und Wolfram Littich vertreten im Sinne der C-Regel 54 in Verbindung mit den vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien der Unabhängigkeit die Kleinaktionäre im Aufsichtsrat.

Im abgelaufenen Jahr bestanden keine zustimmungspflichtigen Verträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrates oder mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hatte.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2016 wurde in der ordentlichen Hauptversammlung 2017 beschlossen. Die Vergütung gliedert sich in ein Fixum und einen variablen Teil, der als Prozentsatz vom Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2016 nach Ertragsteuern ermittelt wurde. Über die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2017 wird in der ordentlichen Hauptversammlung 2018 beschlossen.

Für das Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Vergütungen beschlossen und ausbezahlt:

FIXE VERGÜTUNG
IN TEUR
VARIABLE VERGÜTUNG
IN TEUR
GESAMT
IN TEUR
Norbert Zimmermann
Vorsitzender
9.000 0 9.000
Peter Pichler
Vorsitzender-Stellvertreter
6.000 0 6.000
Brigitte Ederer 6.000 0 6.000
Helmut Langanger 6.000 0 6.000
Karl Schleinzer 6.000 6.000
Wolfram Littich
6.000
0 6.000

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind in eine D & O-Versicherung (Directors & Officers-Versicherung) einbezogen, die von SBO abgeschlossen wurde und deren Kosten von der Gesellschaft getragen werden.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen

Im Geschäftsjahr 2017 war der Anteil zwischen Männern und Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat wie folgt verteilt und blieb damit gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 unverändert:

VORSTAND UND AUFSICHTSRAT 2017 2016
GESCHLECHT GESCHLECHT
FRAUEN MÄNNER FRAUEN MÄNNER
absolut % absolut % absolut % absolut %
Aufsichtsrat 1 17 % 5 83 % 1 17 % 5 83 %
Vorstand 0 0 % 2 100 % 0 0 % 2 100 %

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12.

Die Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand und Aufsichtsrat werden im Rahmen des nachstehenden Diversitätskonzeptes abgebildet. Am 26.07.2017 wurde in Österreich das Gleichstellungsgesetz von Frauen und Männern im Aufsichtsrat (GFMA-G) kundgemacht, das verpflichtend bei Neubesetzungen von Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Geschlechterquote von mindestens 30 % vorsieht, wobei auf volle Personenzahlen zu runden ist. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung 2018 einen Vorschlag für die Wahl einer weiteren Frau in den Aufsichtsrat der Gesellschaft unterbreiten, der in Einklang mit dem Diversitätskonzept steht.

DIVERSITÄTSKONZEPT

Das zyklische Branchenumfeld der Oilfield Service-Industrie stellt die Unternehmensführung und die Aufsichtsgremien von SBO sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften vor anhaltende Herausforderungen. Die massiven periodischen Schwankungen in der Nachfrage nach Produkten des Unternehmens erfordern ein hohes Maß an unternehmerischer Erfahrung und ein Verständnis für die Kräfte, die in dieser Branche wirken. Dazu kommt die internationale Positionierung des Unternehmens, die einen sorgsamen Umgang mit den kulturellen Gegebenheiten der unterschiedlichen Märkte verlangt.

Erhaltung und Erweiterung von Schlüsselkompetenzen und Erfahrung sind die beiden wesentlichen Kriterien bei der Besetzung von Positionen in der Unternehmensführung und in Aufsichtsgremien. Sämtliche im Aufsichtsrat vertretenen Personen sind als Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet anerkannt und bringen sich damit in den Aufsichtsratssitzungen ein. Die Expertise reicht von einschlägiger Branchenerfahrung, branchenübergreifender Managementerfahrung bis hin zu Qualifikationen in spezifischen sachlichen Materien, wie z.B. in der Rechtsberatung. Dazu wird von der Aktionärsgemeinschaft der Anspruch an der Erhaltung eines Mindestmaßes zwischenmenschlicher Homogenität und Loyalität verlangt, das die zielgerichtete Verfolgung der nachhaltigen Wachstumsstrategie von SBO ermöglicht. Dieser Anspruch geht über die Vorschreibung expliziter Geschlechterquoten weit hinaus. Dennoch teilt SBO die Ansicht, dass das Zusammentreffen unterschiedlicher Generationen, Geschlechter und Kulturen der Brunnen für die weitere Unternehmensentwicklung ist. Meinungsbildung auf Augenhöhe und über hierarchische Strukturen hinweg ist seit vielen Jahren gelebte Praxis im Unternehmensalltag von SBO. Demnach wird bei der Neubesetzung von Positionen neben den fachlichen Qualifikationen auch gezielt auf die menschliche Vielfalt geachtet.

Dieser Diversitätsgedanke hat sich im Geschäftsjahr 2017 auf die gesamte SBO Gruppe bezogen folgendermaßen abgebildet: Bei der Neueinstellung von Mitarbeitern wurde auf die Erhaltung einer diversifizierten und leistungsfähigen Mannschaft geachtet. Der Anteil neu eingestellter Personen im Alter von 30 bis 50 Jahren lag bei 52 %, jener der unter 30 Jährigen bei 39 %.

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER 2017

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 202 39 % 271 52 % 48 9 % 521 89 %
Frauen 29 44 % 33 51 % 3 5 % 65 11 %
Gesamt 231 39 % 304 52 % 51 9 % 586

* Neueinstellungen beinhaltend dauerhafte Einstellungen und Einstellungen, die innerhalb der ausgewiesenen Periode beendet wurden, sowie Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften

NEUEINSTELLUNGEN NACH GESCHLECHT UND ALTER 2016

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 45 39 % 57 49 % 14 12 % 116 95 %
Frauen 2 33 % 3 50 % 1 17 % 6 5 %
Gesamt 47 39 % 60 49 % 15 12 % 122

* Neueinstellungen beinhaltend dauerhafte Einstellungen und Einstellungen, die innerhalb der ausgewiesenen Periode beendet wurden, sowie Übernahmen aus anderen SBO-Gesellschaften

Bei der Geschlechterquote (Frauen / Männer) konnte diese Verteilung nicht hergestellt werden. Der Frauenanteil ist in den technischen Berufen traditionell eher gering. Außerdem scheint es, dass die Oilfield Service-Industrie generell eine geringe Anziehungskraft auf Frauen hat. So lag der Anteil an Frauen bei den Neueinstellungen 2017 gruppenweit bei 11 % und der Frauenanteil in der gesamten Belegschaft zum Ende des Jahres bei ebenfalls lediglich 11 %.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND ALTER 2017

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 308 24 % 689 54 % 277 22 % 1.274 89 %
Frauen 38 24 % 90 57 % 30 19 % 158 11 %
Gesamt 346 24 % 779 54 % 307 22 % 1.432

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND ALTER 2016

< 30 30 – 50 > 50 Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 254 24 % 564 52 % 255 24 % 1.073 89 %
Frauen 22 17 % 75 59 % 30 24 % 127 11 %
Gesamt 276 23 % 639 53 % 285 24 % 1.200

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12.

Bezogen auf die jeweilige Tätigkeit spiegelt sich die geringe Anziehungskraft der Branche auf Frauen klar wider. So lag der Frauenanteil bei den Angestellten bei 19 %, bei den Arbeitern (inklusive Lehrlinge) waren es hingegen nur 7 %.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND DIENSTVERHÄLTNIS 2017

ANGESTELLTER ARBEITER LEHRLING Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 412 81 % 832 93 % 30 88 % 1.274 89 %
Frauen 96 19 % 58 7 % 4 12 % 158 11 %
Gesamt 508 890 34 1.432

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12.

GESAMTZAHL MITARBEITER NACH GESCHLECHT UND DIENSTVERHÄLTNIS 2016

ANGESTELLTER ARBEITER LEHRLING Gesamt
absolut % absolut % absolut % absolut %
Männer 333 79 % 708 95 % 32 91 % 1.073 89 %
Frauen 89 21 % 35 5 % 3 9 % 127 11 %
Gesamt 422 743 35 1.200

* Gesamtzahl jeweils zum 31.12.

Erfreulicherweise konnte unter den jungen Mitarbeitern der Anteil der Frauen zumindest geringfügig verbessert werden. Im Jahresvergleich stieg der Anteil der unter 30-Jährigen von 8,0 % im Jahr 2016 auf 11,0 % im Jahr 2017. Und auch unter den Arbeitern (inklusive Lehrlingen) konnte der Anteil der Frauen von 5 % auf 7 % zum Ende des Geschäftsjahres 2017 ausgebaut werden. Gerade hier erscheint es wichtig, eine gute Durchmischung der Geschlechter zu erhalten. Dies wurde durch entsprechende Kampagnen, vor allem im Lehrlingsbereich, aktiv gefördert.

Auch bei der internationalen Besetzung von Führungskräften sind fachliche und unternehmenskulturelle Aspekte von wesentlicher Bedeutung. Sämtliche Geschäftsführer-Positionen der SBO Tochtergesellschaften haben einschlägige jahrelange Branchenerfahrung. Leitung und Controlling sind an den jeweiligen Standorten überwiegend – und soweit aus den Gegebenheiten möglich – national besetzt.

Veränderungen nach dem Abschlussstichtag Keine

"Unsere Industrie erfordert nachhaltiges Wirtschaften über die Zyklen hinweg"

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNBILANZ 55
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 57
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG 58
KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG 59
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS 60
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 61
BESTÄTIGUNGSVERMERK 133
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2017 139

KONZERNBILANZ

5 165.982
89.801
193.453
49.526
1.663 11.406
6 4.043 2.864
12 594 5.068
7 97.086 105.653
359.169 367.970
8 145.172 165.344
9 156.293 174.716
9 49.532 69.904
10 10.938 12.483
11 29.137 11.639
434.086
750.241 802.056
391.072

KONZERNBILANZ

in TEUR Erläuterung 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 13 31.880 32.499
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 17 69.478 37.233
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 35 28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.611 11.929
Erhaltene Zuschüsse 14 57 97
Ertragsteuerrückstellung 2.056 2.010
Sonstige Verbindlichkeiten 15, 20 30.113 19.979
Sonstige Rückstellungen 16 5.151 4.206
Summe kurzfristige Schulden 155.381 107.981
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 17 115.338 174.691
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44 0
Erhaltene Zuschüsse 14 0 57
Rückstellungen für Sozialkapital 18 5.262 5.296
Sonstige Verbindlichkeiten 19, 20 149.891 78.260
Passive latente Steuern 11 2.314 10.038
Summe langfristige Schulden 272.849 268.342
Eigenkapital
Grundkapital 21 15.953 15.947
Kapitalrücklagen 67.248 66.812
Gesetzliche Rücklage 22 785 785
Sonstige Rücklagen 19 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 11.193 61.109
Kumulierte Ergebnisse 226.813 281.061
Summe Eigenkapital 322.011 425.733
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 750.241 802.056

KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2017 2016
Umsatzerlöse 23 324.221 182.990
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
24 -229.327 -179.453
Bruttoergebnis 94.894 3.537
Vertriebsaufwendungen 24 -21.713 -20.070
Verwaltungsaufwendungen 24 -37.902 -33.750
Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 -17.603 -10.331
Sonstige betriebliche Erträge 25 5.945 7.890
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
23.621 -52.724
Restrukturierungserträge 26 1.938 2.525
Restrukturierungsaufwendungen 26 0 -3.013
Wertminderung von Sachanlagen 12 0 -1.789
Wertminderung von Firmenwerten 9 0 -3.316
Betriebsergebnis nach Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
25.559 -58.317
Zinserträge 27 1.798 3.101
Zinsaufwendungen 27 -8.096 -7.091
Sonstige fi nanzielle Erträge 0 52
Sonstige fi nanzielle Aufwendungen 28 -1.408 -30
Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung
von Optionsverpfl ichtungen
29 -87.648 17.232
Finanzergebnis -95.354 13.264
Ergebnis vor Steuern -69.795 -45.053
Steuern vom Einkommen und Ertrag 30 15.435 17.052
Ergebnis nach Steuern -54.360 -28.001
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befi ndlichen Aktien 15.951.940 15.967.789
ERGEBNIS PRO AKTIE IN EUR (UNVERWÄSSERT = VERWÄSSERT) -3,41 -1,75

57

KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2017 2016
Ergebnis nach Steuern -54.360 -28.001
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden können
Währungsumrechnung Eigenkapital -45.850 9.867
Währungsumrechnung sonstige Positionen 1 -5.421 1.435
darauf entfallende Steuern 30 1.355 -359
-49.916 10.943
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und
Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können
Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen 18 149 23
darauf entfallende Steuern 30 -37 -6
112 17
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -49.804 10.960
GESAMTERGEBNIS NACH STEUERN -104.164 -17.041
Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften.

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 2017 2016
Ergebnis nach Steuern -54.360 -28.001
Abschreibungen und Wertminderungen 49.121 56.060
Zuschreibungen 0 -229
Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen -34 -525
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen -135 -146
Erträge aus der Aufl ösung von Zuschüssen -96 -194
Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge 6.901 -4.495
Veränderung von latenten Steuern -24.465 -8.753
Cashfl ow aus dem Ergebnis -23.068 13.717
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -48.164 7.884
Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte 12.248 -2.329
Veränderung Vorräte -3.077 35.869
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.221 -2.726
Veränderung Optionsverbindlichkeiten 87.648 -17.232
Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen 12.821 -3.921
Cashfl ow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 39 44.629 31.262
Investitionen in Sachanlagen -31.962 -12.656
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -107 -384
Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen 1 111
Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel 40 0 -90.028
Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen 4.056 2.595
Cashfl ow aus der Investitionstätigkeit 39 -28.012 -100.362
Freier Cashfl ow 16.617 -69.100
Erwerb eigener Aktien 21 0 -2.167
Dividendenzahlungen 0 -7.994
Veränderung Finanzierungsleasing -37 -66
Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten -298 1.443
Aufnahme von langfristigen Darlehen 17 0 86.875
Rückzahlung von langfristigen Darlehen 17 -27.233 -12.783
Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten -1.811 -2.224
Cashfl ow aus der Finanzierungstätigkeit 39 -29.379 63.084
Veränderung des Finanzmittelbestandes -12.762 -6.016
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 193.453 196.278
3.191
193.453
Einfl uss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres
Zusatzinformationen zum Cashfl ow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
39 -14.709
165.982
Zinseinzahlungen 1.203 933
Zinsauszahlungen -4.265 -3.107
Entrichtete Ertragsteuern 4 1.971
59

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

2017
in TEUR
GRUNDKAPITAL KAPITALRÜCKLAGEN GESETZLICHE SONSTIGE AUSGLEICHSPOSTEN KUMULIERTE GESAMT
RÜCKLAGE RÜCKLAGEN WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
ERGEBNISSE
Erläuterung 21 22
1. Jänner 2017 15.947 66.812 785 19 61.109 281.061 425.733
Ergebnis nach Steuern -54.360 -54.360
Sonstiges Ergebnis -49.916 112 -49.804
Gesamtergebnis 0 0 0 0 -49.916 -54.248 -104.164
Aktienbasierte Vergütung 6 436 442
31. Dezember 2017 15.953 67.248 785 19 11.193 226.813 322.011
2016
in TEUR GRUNDKAPITAL KAPITALRÜCKLAGEN GESETZLICHE
RÜCKLAGE
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
AUSGLEICHSPOSTEN
WÄHRUNGS
UMRECHNUNG
KUMULIERTE
ERGEBNISSE
GESAMT
Erläuterung 21 22
1. Jänner 2016 15.982 68.357 785 19 50.166 315.051 450.360
Ergebnis nach Steuern -28.001 -28.001
Sonstiges Ergebnis 10.943 17 10.960
Gesamtergebnis 0 0 0 0 10.943 -27.984 -17.041
Dividende1 -7.994 -7.994
Erwerb eigener Aktien -41 -2.126 -2.167
Aktienbasierte Vergütung 6 581 587
Optionsverbindlichkeit aus
kündbaren nicht
beherrschenden Anteilen
1.988 1.988
31. Dezember 2016 15.947 66.812 785 19 61.109 281.061 425.733

1 Die Dividende von TEUR 7.994 im Jahr 2016 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.988 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 0,50 pro Aktie.

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ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ERLÄUTERUNG 1

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen, SBO) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung, sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.

ERLÄUTERUNG 2

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Der vorliegende Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2017 (Stichtag 31. Dezember 2017) wurde am 28. Februar 2018 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen 36 (Vorjahr: 39) Tochterunternehmen einbezogen:

UNTERNEHMEN DIREKT UND INDIREKT
GEHALTENE ANTEILE IN %
DIREKT UND INDIREKT
GEHALTENE ANTEILE IN %
Sitz 31.12.2017 31.12.2016
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH Ternitz, AT 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann America Inc. Wilmington, US 100,00 100,00
Knust-Godwin LLC Houston, US 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. (*) Lafayette, US 97,00 97,00
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. Houston, US 100,00 100,00
Downhole Technology LLC (**) Houston, US 67,73 67,73
BICO Drilling Tools Inc. (*) Houston, US 90,65 89,71
BICO Faster Drilling Tools Inc. (*) Nisku, CA 80,68 79,84
Schoeller-Bleckmann Canada Ltd. Calgary, CA 100,00 100,00
Resource Completion Systems Holdings Inc. (**) Calgary, CA 67,00 67,00
Resource Well Completion Technologies Inc. (**) Calgary, CA 67,00 67,00
Resource Completion Systems Inc. (**) Calgary, CA 67,00 67,00
Resource Well Completion Technologies Corp. (**) Dallas, US 67,00 67,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Tool & Engineering Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Oil Tools Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Darron Limited (*) Aberdeen, GB 95,00 93,00
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited (*) Aberdeen, GB 94,00 94,00
Techman Engineering Limited (*) Chesterfield, GB 90,65 90,65
Schoeller-Bleckmann (UK) Limited Chesterfield, GB 100,00 100,00
OOO "Schoeller-Bleckmann" Noyabrsk, RU 99,00 99,00
DSI FZE Dubai, AE 100,00 100,00
DSI Saudi LLC Al-Khobar, KSA 100,00 100,00
DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. Villahermosa, MX 100,00 100,00
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED (*) Dubai, AE 99,00 99,00
Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. Macaé, BR 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. (*) Monterrey, MX 100,00 98,00
Knust-SBD Pte. Ltd. Singapur, SG 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE Dubai, AE 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd. Binh Duong, VN 100,00 100,00

(*) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 19.

(**) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile in Zusammenhang mit den bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.

Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.

Im Jahr 2017 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:

• Auflösung der Drilling Systems International Limited, Cayman Islands, mit Wirkung vom 30. Juni 2017. Die Gesellschaft war nicht operativ tätig.

Die Gesellschaft hat im vorliegenden Konzernabschluss von der Schutzklausel gemäß § 265 (3) UGB Gebrauch gemacht.

ERLÄUTERUNG 4

WESENTLICHE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

1. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden Tabelle mit "ja" gekennzeichnet ist.

REGELUNG INKRAFTTRETEN1 WESENTLICHE
AUSWIRKUNGEN AUF DEN
KONZERNABSCHLUSS VON SBO
IAS 7 Angabeinitiative 1.1.2017 1 siehe Erläuterung 39
IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 1.1.2017 1 nein
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 1.1.2017 1 nein

In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Folgende bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet werden:

REGELUNG INKRAFTTRETEN1 VORAUSSICHTLICHE
WESENTLICHE
AUSWIRKUNGEN AUF DEN
KONZERNABSCHLUSS VON SBO
IAS 19
Änderung
Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2019 2 nein
IAS 28
Änderung
Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.1.2019 2 nein
IAS 40
Änderung
Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 1.1.2018 2 nein
IFRS 2
Änderung
Anteilsbasierte Vergütungen: Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung 1.1.2018 2 nein
IFRS 4 Versicherungsverträge 1.1.2018 1 nicht anwendbar
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018 1 siehe unten
IFRS 9
Änderung
Finanzinstrumente: Vorzeitige Rückzahlungsoptionen mit negativer
Vorfälligkeitsentschädigung
1.1.2019 2 nein
IFRS 10
IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem
Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
auf unbestimmte
Zeit verschoben
nein
IFRS 15 Ertragsrealisierung aus Kundenverträgen 1.1.2018 1 siehe unten
IFRS 16 Leasing 1.1.2019 1 siehe unten
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2021 2 nicht anwendbar
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 1.1.2018 2 nein
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2015-2017 1.1.2019 2 nein
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 1.1.2018 2 nein
IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 1.1.2019 2 nein

In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

² Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Weiters sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. Der Standard enthält darüber hinaus neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting. IFRS 9 ist für Geschäftsjahre, welche am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen anwendbar. SBO wird den neuen Standard zum 1. Jänner 2018 erstmalig anwenden.

• Klassifizierung

IFRS 9 enthält einen neuen Ansatz hinsichtlich der Klassifizierung von Finanzinstrumenten, der auf dem Geschäftsmodell bzw. den Zahlungsstromeigenschaften basiert und enthält folgende drei Kategorien finanzieller Vermögenswerte: Zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) und zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL).

Die Prüfung der Zahlungsstrombedingungen als auch des Geschäftsmodelles hat für finanzielle Vermögenswerte ergeben, dass Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie langfristige Forderungen und Vermögenswerte, welche gegebene Darlehen an das Management einzelner SBO Gesellschaften enthalten, weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Zielsetzung dieser Vermögenswerte ist die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, diese enthalten ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag. Etwaige Eigenkapitalinstrumente werden von der SBO nicht gehalten.

Die Klassifizierung für Finanzverbindlichkeiten bleibt unter IFRS 9 unverändert. Bis auf Derivate aus Fremdwährungssicherungen, welche als Held for Trading klassifiziert sind, und Verbindlichkeiten aus Optionen über Minderheitenanteile werden keine Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam über die GuV (FVTPL) geführt. Die Fair-Value-Option wird ebenfalls nicht ausgeübt. SBO ist der Ansicht, dass aus derzeitiger Sicht die neue Klassifizierung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Finanzinstrumenten haben wird.

• Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

IFRS 9 stellt das Incurred-Loss Modell des IAS 39 auf ein zukunftsbezogenes Expected Credit-Loss Modell um und ist für finanzielle Vermögenswerte, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) kategorisiert wurden, anzuwenden. Die Wertminderung ist entweder nach dem 12-Monats-Modell, welches die erwarteten Verluste der nächsten 12 Monate berücksichtigt, oder dem allgemeinen Modell (Dreistufenmodell), welches die erwarteten Verluste während der gesamten Lebenszeit des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigt, zu ermitteln.

Gemäß vereinfachter Methode hat das Unternehmen nach IFRS 9.5.5.15 zu jedem Bilanzstichtag Wertminderungen entsprechend des erwarteten Kreditrisikos über die Gesamtlaufzeit zu erfassen. Bei kurzfristigen Forderungen entspricht der erwartete Verlust für die nächsten 12 Monate dem erwarteten Verlust der Restlaufzeit, weshalb ein Transfer von Stufe 1 zu Stufe 2 nicht relevant ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der SBO sind nahezu ausnahmslos kurzfristig und enthalten demzufolge keine wesentliche Zinskomponente. Daher ist der vereinfachte Ansatz verpflichtend anzuwenden. Auch bisher waren bei SBO Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Anzeichen von möglichen Ausfallsrisiken sowie jedenfalls bei Überschreiten von Überfälligkeitsdauern zu bilden. Demnach wurden bisher zu den Bilanzstichtagen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen laufend bei einem eingetretenen Verlust entsprechend des wahrscheinlichsten Ergebnisses bevorsorgt und wertberichtigt. Da die zu bildenden Wertberichtigungen vergangene Ausfallsereignisse und aktuelle wirtschaftliche Gegebenheiten abbilden sollen (Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Verhältnisse sind in Zusammenhang mit der Kurzfristigkeit der Forderungen untergeordnet), ist davon auszugehen, dass bei Anwendung des vereinfachten Modells des neuen IFRS 9 bei Ansatz einer Wertberichtigungstabelle der Gesamtaufwand und damit die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht wesentlich von den historischen Werten abweichen werden.

Langfristige Darlehen an das Management sind mit dem Dreistufenmodell nach IFRS 9.5.5.1ff zu bewerten. Beim erstmaligen Ansatz ist daher eine Risikovorsorge auf Basis von Ausfallsereignissen zu bilden, die in den nächsten zwölf Monaten erwartet werden. Sofern das Kreditrisiko signifikant ansteigt, hat SBO eine Risikovorsorge auf der Basis des Gesamtlaufzeit-ECL zu erfassen. Management-Anteile und damit auch entsprechende Darlehen werden nur an ausgewählte Mitarbeiter von SBO-Gesellschaften gewährt, die über hohe Bonität verfügen. Weiters sind die Darlehen mit den von den Managern an den jeweiligen Gesellschaften gehaltenen Anteilen besichert. Für diese Darlehen hat sich das Kreditrisiko seit der Ersterfassung zudem nicht wesentlich geändert.

Ein sich daraus ergebender erwarteter Verlust zum 1. Jänner 2018 wird als unwesentlich erachtet, weswegen SBO auch in diesem Bereich keine Änderungen durch die Erstanwendung des IFRS 9 erwartet.

• Hedge Accounting

IFRS 9 enthält weiters neue Anforderungen zu Hedge Accounting. Insbesondere zielt das neue Modell darauf ab, eine bessere Verbindung zwischen der Risikomanagementstrategie eines Unternehmens, den Gründen für das Hedging und den Auswirkungen der Absicherung auf den Geschäftsbericht zu bieten. SBO hält Fremdwährungsderivate, um sich gegen Fremdwährungsrisiken abzusichern. Diese werden jedoch bereits nach IAS 39 nicht mittels Hedge Accounting bilanziert, Wertänderungen werden demnach über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auch unter IFRS 9 ist die Anwendung von Hedge Accounting nicht geplant, weswegen in diesem Bereich keine Umstellungseffekte zu erwarten sind.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Auf Basis dieses neuen Standards soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die ein Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung des Unternehmens realisiert. Zudem fordert IFRS 15 die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. Der Standard ist für Geschäftsjahre, welche am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden.

Eine vorzeitige Anwendung des Standards ist nicht erfolgt. SBO wird den modifizierten retrospektiven Ansatz anwenden und den kumulierten Effekt der erstmaligen Anwendung per 1. Jänner 2018 als Anpassung des Eröffnungsbilanzwertes der kumulierten Ergebnisse erfassen. Bei diesem Ansatz wird IFRS 15 auf Verträge angewendet, die zum 1. Jänner 2018 noch nicht erfüllt sind.

Die Analyse der Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des neuen Standards auf den Konzernabschluss hat ergeben, dass bei Verträgen mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung ist, in den meisten Fällen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet werden. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht, das heißt, der Kunde die Kontrolle über die Ware erhält. Dies ist grundsätzlich bei der Lieferung der Fall. Vertragsbedingt wird in einzelnen Fällen bei der Herstellung kundenspezifischer Produkte im Segment "Advanced Manufacturing & Services" eine frühere Umsatzrealisierung, das heißt bereits vor der Lieferung, erforderlich sein, da ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht. Aufgrund der kurzen Durchlaufzeiten dieser Aufträge ergibt sich allerdings eine nur untergeordnete Auswirkung auf die Höhe der kumulierten Ergebnisse per 1. Jänner 2018 der SBO.

Bei der Erbringung von Service- und Reparaturleistungen erfolgt die Umsatzrealisierung im Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, somit auch hier zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Bei Verträgen mit Kunden, deren Leistungsverpflichtung die Vermietung von Bohrwerkzeugen ist, erfolgt die Umsatzrealisierung nutzungsabhängig, das heißt konkret über den Zeitraum, in dem der Kunde den Nutzen aus der Verwendung der Bohrwerkzeuge erhält. Hier werden ebenso keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss erwartet. Mehrkomponentenverträge liegen derzeit nicht vor. Für variable Gegenleistungen in Form von in Einzelfällen gewährten Mengenrabatten ist jeweils zum Zeitpunkt der Umsatzerfassung eine Schätzung des künftig zu gewährenden Rabattes erforderlich.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnisse. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches beim Leasingnehmer dazu führt, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Ausgenommen sind Leasingvereinbarungen deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt oder Vereinbarungen über einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungsoder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease), wobei sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17 Leasingverhältnisse unterscheidet.

Die Gesellschaft prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Die bisherige Analyse hat ergeben, dass die Anwendung des neuen Standards zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SBO führen wird, da die Produktions- bzw. Vertriebsstandorte üblicherweise im Eigentum der SBO stehen. Die Aktivierung der Vermögenswerte und Schulden für die bestehenden Operating-Lease-Verhältnisse wird zu einer Erhöhung der Konzernbilanzsumme führen. Die Erfassung der Mietaufwendungen wird durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte und durch Zinsaufwendungen ersetzt, wodurch die Kennzahlen EBITDA und EBIT verbessert werden. Die Verpflichtungen aus Operating Leasing sind in Erläuterung 8 dargestellt.

Für jene Fälle, in denen SBO als Leasinggeber auftritt, wird ebenso keine wesentliche Auswirkung erwartet (siehe dazu Erläuterung 23). Eine vorzeitige Anwendung des Standards ist nicht vorgesehen. Der Konzern plant für die Erstanwendung des IFRS 16 ab 1. Jänner 2019 den modifizierten retrospektiven Ansatz zu wählen, unter welchem der kumulierte Effekt aus der Umstellung als Korrektur der Eröffnungsbilanz der Berichtsperiode darzustellen ist, ohne die Vergleichsperiode anzupassen. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen angesetzt, die Nutzungsrechte voraussichtlich in Höhe der erfassten Leasingverbindlichkeiten. SBO plant, die Ausnahmeregelungen für Leasingvereinbarungen, deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt, sowie für Leasingvereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte anzuwenden. Die Auswirkung auf die zukünftigen Abschreibungen durch diese Ausübung dieser Wahlrechte ist aus derzeitiger Sicht nicht wesentlich.

2. Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

3. Behandlung von nicht beherrschenden Anteilen im Konzernabschluss

Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neubewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am Ergebnis nach Steuern und am "sonstigen Ergebnis" zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Zu den bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.

4. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht.

Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:

  • Die Vermögenswerte und Schulden (sowohl monetäre als auch nicht-monetäre) werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
  • Sämtliche Aufwands- und Ertragspositionen der ausländischen Tochterunternehmen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

STICHTAGSKURS JAHRESDURCHSCHNITTSKURS
1 EUR = 31.12.2017 31.12.2016 2017 2016
USD 1,1993 1,0541 1,1293 1,1066
GBP 0,8872 0,8562 0,8761 0,8189
CAD 1,5039 1,4188 1,4644 1,4664
MXN 23,6612 21,7719 21,3278 20,6550
BRL 3,9729 3,4305 3,6041 3,8616
VND 27.130,4 23.942,2 25.845,5 24.664,9

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im "sonstigen Ergebnis" der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird.

5. Einteilung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.

Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, da dies dem üblichen Geschäftszyklus entspricht.

6. Finanzinstrumente

Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden in Übereinstimmung mit IAS 39 zum Erfüllungstag erfasst.

In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen (Klassifizierung gemäß IAS 39):

ZAHLUNGSMITTEL UND ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE KURZFRISTIGE VERANLAGUNGEN

Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die Bewertung der Barbestände und Sichteinlagen erfolgt zu Tageswerten zum Bilanzstichtag.

Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von unter 3 Monaten dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

KREDITE UND FORDERUNGEN

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese umfassen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.

Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert.

Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausfälle von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufsbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufsbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen.

Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufsbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen und verändert entsprechend die Verbindlichkeit.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Das Unternehmen setzt die folgenden Instrumente ein:

ANDERE DERIVATE

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.

Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen und nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen erfolgswirksam im Betriebsergebnis dargestellt.

Zudem bestehen Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

SICHERUNGSBEZIEHUNG

Anlässlich eines Unternehmenserwerbs in 2010 wurde einmalig eine Fremdwährungssicherung des Kaufpreises zwischen Vertragsabschluss und Closing durchgeführt, die als Fair Value Hedge mit einer nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung als Grundgeschäft bilanziert wurde. Der auf das besicherte Risiko entfallende Verlust wurde als Basis Adjustment auf die erworbenen Vermögenswerte erfasst und wird nun entsprechend der Erfolgswirksamkeit dieser Vermögenswerte (analog zur Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

7. Vorräte

Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungsoder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

8. Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

NUTZUNGSDAUER IN JAHREN
Immaterielle Vermögenswerte:
Software 4
Technologie 5 - 10
Kundenbeziehungen 5 - 10
Wettbewerbsvereinbarungen 5 - 10
Markenrechte 10
Sachanlagen:
Bauten 5 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10

Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Position "Wertminderung von Sachanlagen" erfasst.

Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern sich diese nicht auf qualifizierte Vermögenswerte beziehen.

Gemietete Sachanlagen, bei denen sich aufgrund der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge Rechte gleich einem Eigentümer ("finance lease") ergeben, werden wirtschaftlich als Anlagenkäufe behandelt und zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in der Bilanz als Leasingfinanzierungsverpflichtungen ausgewiesen.

Zinsaufwendungen aus aktivierten Leasinggegenständen basieren auf einem Zinssatz von 5,3 %. Dieser wird abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

9. Firmenwerte

Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund des erwarteten Cashflows gegenüber gestellt.

Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.

10. Tatsächliche und latente Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern in Übereinstimmung mit der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Bei Vorliegen von Verlusten in der aktuellen Periode oder Vorperiode werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern nur in der Höhe erfasst, in der auf Basis der vorliegenden Mittelfristplanungen substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes steuerliches Ergebnis zur Verfügung stehen wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird dabei auf die Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt.

Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im "sonstigen Ergebnis" oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im "sonstigen Ergebnis" bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.

11. Erhaltene Zuschüsse

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.

Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten "sonstige betriebliche Erträge" in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

12. Rückstellungen

In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.

13. Rückstellungen für Sozialkapital

LEISTUNGSORIENTIERTE PLÄNE

Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile 6 bis 12 bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" mit einer Verteilung des Dienstzeitaufwandes über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.

Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im "sonstigen Ergebnis" erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 18 enthalten.

BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE

Für Dienstverhältnisse, die österreichischem Recht unterliegen und nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.

Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen, sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.

Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.

SONSTIGE LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

14. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Chancen und Risiken, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert. Erträge aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung als realisiert. Hinsichtlich der Auswirkungen des neuen Standards zur Umsatzrealisierung IFRS 15, welcher ab 2018 zur Anwendung kommen wird, verweisen wir auf Erläuterung 4.

Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO-Gruppe treten als Leasinggeber auf, wobei die Vereinbarungen ausschließlich operatives Leasing betreffen. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert, grundsätzlich werden demnach keine Mindestleasingverpflichtungen bzw. Mindesterträge vereinbart.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

15. Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien bzw. mangels betragsmäßiger Wesentlichkeit in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.

16. Aktienbasierte Vergütung

Beginnend mit 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung abgeschlossen, deren jährliche Gewährung ein jeweils aufrechtes Dienstverhältnis voraussetzt. Weiters wurde eine Vereinbarung über die Gewährung einer freiwilligen Abfertigung bei Beendigung des Dienstverhältnisses in Form von SBO-Aktien abgeschlossen. Da die Kompensation tatsächlich in eigenen Aktien erfolgt bzw. erfolgen wird, wird die Erfassung des Aufwands aus diesen Vereinbarungen laufend über den Personalaufwand und innerhalb des Eigenkapitals vorgenommen (siehe dazu Erläuterung 33).

17. Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrundeliegen.

Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten immateriellen Vermögenswerten sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).

Bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich.

Für den jährlichen Wertminderungstest der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).

Bei der Bewertung der Vorräte sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7).

Bei Forderungen sind Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit notwendig (siehe Erläuterung 5).

Für den Ansatz von Rückstellungen muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 16).

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 18).

Die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die von den jeweils vorliegenden Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften abgeleitet werden. Ermessensentscheidungen sind bei der Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Cashflows sowie der Wahl des angemessenen Abzinsungssatzes erforderlich. Aufgrund der Änderung der Einschätzung hinsichtlich des Ausübungszeitpunktes wurde im Geschäftsjahr 2017 bei der Ermittlung der Optionsverbindlichkeiten auf die Verwendung von kurzfristigen und der jeweils erwarteten Laufzeit bis zum Ausübungszeitpunkt entsprechenden Zinssätzen umgestellt (siehe Erläuterung 20).

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Management-Beteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 19).

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
BUCHWERT
WEDER
ÜBERFÄLLIG NOCH
WERTGEMINDERT
ÜBERFÄLLIG ABER NICHT WERTGEMINDERT
≤ 30 TAGE 31-60 TAGE 61-90 TAGE 91-120 TAGE > 120 TAGE
2017 89.801 49.375 22.540 8.195 4.231 2.222 2.525
2016 49.526 26.109 9.843 5.996 3.824 1.761 1.979

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten betragen TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 508).

Der Buchwert der wertgeminderten Forderungen beträgt TEUR 713 (Vorjahr: TEUR 14). Wertminderungen werden erfasst, sobald Anzeichen für einen drohenden Zahlungsausfall bestehen, üblicherweise zumindest bei einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen.

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2017 2016
Stand 1. Jänner 6.379 5.885
Kursdifferenzen -723 241
Zugang Konsolidierungskreis 0 1.414
Verbrauch -442 -1.777
Auflösung -1.831 -969
Aufwandswirksame Zuführungen 2.011 1.585
Stand 31. Dezember 5.394 6.379

Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen.

Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.

ERLÄUTERUNG 7

VORRÄTE

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.806 7.434
Unfertige Erzeugnisse 44.096 39.832
Fertige Erzeugnisse 42.984 58.359
Anzahlungen 200 28
Summe 97.086 105.653

Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2017 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 2.502 (Vorjahr: TEUR 3.939).

SACHANLAGEN

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:

2017

in TEUR GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN UND
MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUS
STATTUNG
ANZAHLUNGEN UND
ANLAGEN IN BAU
SUMME
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2017 93.274 378.468 13.576 286 485.604
Umrechnungsdifferenzen -6.629 -29.384 -898 -52 -36.963
Zugänge 7.243 19.243 1.466 4.010 31.962
Umbuchungen 233 3.375 -2 -3.606 0
Abgänge -211 -11.487 -680 -31 -12.409
31. Dezember 2017 93.910 360.215 13.462 607 468.194
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2017 26.840 282.292 11.128 0 320.260
Umrechnungsdifferenzen -1.850 -21.300 -719 0 -23.869
Zugänge aus Abschreibungen 3.467 30.557 1.193 0 35.217
Umbuchungen 0 1 -1 0 0
Abgänge -129 -7.821 -636 0 -8.586
31. Dezember 2017 28.328 283.729 10.965 0 323.022
Buchwerte
31. Dezember 2017 65.582 76.486 2.497 607 145.172
31. Dezember 2016 66.434 96.176 2.448 286 165.344

2016

in TEUR GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
TECHNISCHE
ANLAGEN UND
MASCHINEN
ANDERE ANLAGEN,
BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUS
STATTUNG
ANZAHLUNGEN UND
ANLAGEN IN BAU
SUMME
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2016 101.623 372.239 13.740 1.073 488.675
Umrechnungsdifferenzen -3 2.348 70 22 2.437
Unternehmenszusammenschlüsse 634 4.186 153 399 5.372
Zugänge 553 11.128 599 376 12.656
Umbuchungen 430 735 198 -1.568 -205
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" -9.635 0 0 0 -9.635
Abgänge -328 -12.168 -1.184 -16 -13.696
31. Dezember 2016 93.274 378.468 13.576 286 485.604
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2016
26.989 257.915 10.747 0 295.651
Umrechnungsdifferenzen 13 2.177 47 0 2.237
Zugänge aus Abschreibungen 3.307 32.479 1.285 0 37.071
Zugänge aus Wertminderungen 1.789 0 0 0 1.789
Zuschreibungen 0 -229 0 0 -229
Umbuchungen 0 -57 57 0 0
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" -4.974 0 0 0 -4.974
Abgänge -284 -9.993 -1.008 0 -11.285
31. Dezember 2016 26.840 282.292 11.128 0 320.260
Buchwerte
31. Dezember 2016 66.434 96.176 2.448 286 165.344

Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Mexiko, Vietnam und Singapur.

  1. Dezember 2015 74.634 114.324 2.993 1.073 193.024

Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Russland, Mexiko und Brasilien geführt.

Die Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sowie die Wertminderungen des Geschäftsjahres 2016 werden in Erläuterung 12 dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgten keine Zuschreibungen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Segment "Advanced Manufacturing & Services" Zuschreibungen in Höhe von TEUR 229 erfasst. Diese wurden durch den Wegfall von Überkapazitäten bedingt durch das Ausscheiden anderer Maschinen in diesem Bereich begründet.

Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2017 TEUR 1.222 (Vorjahr: TEUR 89).

FINANZIERUNGSLEASING

Die Buchwerte der unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesenen aktivierten geleasten Anlagegegenstände betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 27), die Barwerte der Verpflichtungen für künftige Mindestleasingzahlungen TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 28).

OPERATIVES LEASING

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Im folgenden Jahr 3.189 2.244
Zwischen einem und fünf Jahren 5.432 3.060
Über fünf Jahre 2.858 2.059

Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen, welche als laufender Aufwand verbucht wurden, betrugen im Jahr 2017 TEUR 3.918 (Vorjahr: TEUR 2.570).

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:

2017

in TEUR FIRMENWERTE TECHNOLOGIE WETTBEWERBS
VEREINBARUNGEN
KUNDEN
BEZIEHUNGEN
ÜBRIGE
IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
GESAMT
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2017 264.474 73.843 16.537 38.283 14.172 407.309
Umrechnungsdifferenzen -24.665 -6.872 -1.087 -3.541 -1.182 -37.347
Zugänge 0 0 0 0 107 107
Abgänge -8.976 0 0 0 -224 -9.200
31. Dezember 2017 230.833 66.971 15.450 34.742 12.873 360.869
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2017 89.758 32.872 7.857 24.489 7.713 162.689
Umrechnungsdifferenzen -6.242 -2.859 -386 -2.384 -576 -12.447
Zugänge aus Abschreibungen 0 6.550 2.055 4.143 1.156 13.904
Abgänge -8.976 0 0 0 -126 -9.102
31. Dezember 2017 74.540 36.563 9.526 26.248 8.167 155.044
Buchwerte
31. Dezember 2017 156.293 30.408 5.924 8.494 4.706 205.825
31. Dezember 2016 174.716 40.971 8.680 13.794 6.459 244.620

2016

in TEUR FIRMENWERTE TECHNOLOGIE WETTBEWERBS
VEREINBARUNGEN
KUNDEN
BEZIEHUNGEN
ÜBRIGE
IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
GESAMT
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2016 166.305 51.820 10.722 38.350 11.600 278.797
Umrechnungsdifferenzen 11.323 -529 50 -67 227 11.004
Unternehmenszusammenschlüsse 86.846 22.552 5.765 0 1.905 117.068
Zugänge 0 0 0 0 384 384
Umbuchungen 0 0 0 0 205 205
Abgänge 0 0 0 0 -149 -149
31. Dezember 2016 264.474 73.843 16.537 38.283 14.172 407.309
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
1. Jänner 2016
84.587 28.497 5.915 20.617 6.714 146.330
Umrechnungsdifferenzen 1.855 -1.775 -428 -354 -29
Zugänge aus Abschreibungen -731
0 6.150 2.370 4.226 1.138 13.884
Zugänge aus Wertminderungen 3.316 0 0 0 0 3.316
Abgänge 0 0 0 0 -110 -110
31. Dezember 2016 89.758 32.872 7.857 24.489 7.713 162.689
Buchwerte
31. Dezember 2016 174.716 40.971 8.680 13.794 6.459 244.620

Das Bestellobligo für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2017 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

1. Firmenwerte

Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016 *)
Segment "Advanced Manufacturing & Services"
Knust-Godwin LLC 18.593 21.154
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 4.655 4.655
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 798 798
Segment "Oilfield Equipment"
Downhole Technology LLC 82.444 93.800
Resource Well Completion Technologies Inc. 24.599 26.074
DSI FZE 20.866 23.676
BICO Drilling Tools Inc. 4.214 4.427
BICO Faster Drilling Tools Inc. 124 132
Summe 156.293 174.716

*) Segmentzuordnung angepasst – siehe Erläuterung 31

Die Bewertung von sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements. Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Cashflow mit konstanter Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen.

Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31.12.2017 bzw. 31.12.2016 zur Anwendung:

WACC (VOR STEUERN)

in % 31.12.2017 31.12.2016 *)
Segment "Advanced Manufacturing & Services"
Knust-Godwin LLC 10,7 % 14,2 %
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 12,5 % 12,8 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 12,1 % 13,0 %
Segment "Oilfield Equipment"
Downhole Technology LLC 11,0 % 14,8 %
Resource Well Completion Technologies Inc. 11,5 % 14,7 %
DSI FZE 10,1 % 12,0 %
BICO Drilling Tools Inc. 10,7 % 13,4 %

*) Segmentzuordnung angepasst – siehe Erläuterung 31

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf der erwarteten Geschäftsentwicklung in der Oilfield Service Industrie. Diese wird aus Erwartungswerten über Bohraktivitäten, den geografischen Absatzmärkten sowie unternehmensspezifischen Entwicklungen abgeleitet. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Die durchgeführten Werthaltigkeitstests haben kein Erfordernis einer Wertminderung ergeben. Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in 2017 ergab sich aus der Fremdwährungsumrechnung.

Für sämtliche zahlungsmittelgenerierende Einheiten wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Da der Nutzungswert insbesondere auf Veränderungen der Annahmen zu den Cashflows sowie zum Diskontierungsfaktor reagiert, wurde dabei jeweils isoliert ein vom Management als möglich erachteter Anstieg des Diskontierungsfaktors um 1 Prozentpunkt sowie eine Reduktion der Cashflows von 10 % berücksichtigt. Dabei ergab sich für keine der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Wertminderungsaufwand.

WERTMINDERUNGEN 2016

Im Geschäftsjahr 2016 wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Resource Well Completion Technologies Inc., deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Fertigung von High-End-Produkten zur Stimulierung der Öl- und Gasproduktion liegt, eine Wertminderung des Firmenwerts in Höhe von TEUR 3.316 in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Firmenwerten" erfasst.

2. Sonstige Immaterielle Vermögenswerte

Die "sonstigen immateriellen Vermögenswerte" beinhalten im Wesentlichen Technologie, Kundenbeziehungen, Markenrechte und Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen betreffend Spezialtools für die Untertage-Zirkulationstechnologie (Circulation-Tools) aus einem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2010 (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 13.397; Vorjahr: TEUR 19.418). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren amortisiert.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Resource Well Completion Technologies Inc. im Jahr 2014 erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 2.479; Vorjahr: TEUR 3.313) sowie erworbene Kundenbeziehungen aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 2.397; Vorjahr: TEUR 3.926). Die Technologie kann ab dem Erwerb über rund 7 Jahre genutzt werden, die Kundenbeziehungen werden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen für eine Laufzeit von zumindest 5 Jahren aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 1.231; Vorjahr: TEUR 2.016).

Im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Downhole Technology LLC im Jahr 2016 wurden erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 17.663; Vorjahr: TEUR 22.531) sowie Markenrechte (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 1.472; Vorjahr: TEUR 1.878) mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren aktiviert. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen (Buchwert zum 31. Dezember 2017: TEUR 3.877; Vorjahr: TEUR 5.448) erfasst, die über einen Zeitraum von 6 Jahren amortisiert werden.

Weitere "sonstige immateriellen Vermögenswerte" betreffen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses in 2012 erworbene Technologien sowie Wettbewerbsvereinbarungen.

Zusätzlich beinhalten die "sonstigen immateriellen Vermögenswerte" Nutzungsrechte für EDV-Software.

ERLÄUTERUNG 10

LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 19). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen.

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Darlehen 9.540 11.347
Andere Forderungen und Vermögenswerte 1.398 1.136
Summe 10.938 12.483

Weder zum 31. Dezember 2017 noch zum 31. Dezember 2016 waren Wertberichtigungen vorzunehmen. Es bestanden keine überfälligen Forderungen.

Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.

LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
aktiv passiv aktiv passiv
Sachanlagen 1.036 -4.150 1.334 -7.546
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Nutzungsdauern) 711 -188 598 -410
Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Wertansätze) 0 -7.360 12 -11.720
Vorräte (Bewertungsunterschiede) 5.818 0 9.355 0
Beteiligungsbewertung 1.050 0 1.413 0
Optionsverbindlichkeiten 19.091 0 2.048 0
Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) 1.139 -365 1.767 -793
Rückstellungen 2.400 0 2.755 0
Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung 1.041 0 0 -1.485
Steuerliche Verlustvorträge 6.600 0 4.273 0
Zwischensumme 38.886 -12.063 23.555 -21.954
Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde -9.749 9.749 -11.916 11.916
Summe 29.137 -2.314 11.639 -10.038

Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 5.108 (Vorjahr: TEUR 4.662) für Verlustvorträge, deren Verbrauch im Rahmen der vorliegenden Mittelfristplanung nicht gesichert ist. Diese werden wie folgt auslaufen:

in TEUR 2018 2019 2020 2021 2022 nach 2022 nie SUMME
19 195 32 19 0 1.831 3.012 5.108

Die unsaldierten latenten Steueransprüche beinhalten Steueransprüche einer Steuergruppe, die im laufenden Geschäftsjahr Verluste erzielt hat und deren latente Steueransprüche die latenten Steuerschulden um TEUR 7.978 übersteigen (Vorjahr: zwei Steuerjurisdiktionen, deren latente Steueransprüche die latenten Steuerschulden um TEUR 5.069 bzw. TEUR 5.202, somit in Summe um TEUR 10.271 überstiegen haben). Der Ansatz dieser aktiven latenten Steuern zum 31. Dezember 2017 wird mit dem im Geschäftsjahr 2017 deutlich erhöhten Auftragseingang der betroffenen Gesellschaft und der mittelfristig erwarteten deutlich steigenden Investitionen in der Ölfeldservice-Industrie begründet.

In den aktiven latenten Steuerabgrenzungen sind Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 1.413) aus nach österreichischem Steuerrecht abzugsfähigen Siebentelabschreibungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 4.200 (Vorjahr: TEUR 5.650) enthalten.

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside-basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2017 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 80.226 (Vorjahr: TEUR 87.761), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Mangels geplanter Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2017 ebenso keine Quellensteuern erfasst (Vorjahr: TEUR 0).

ERLÄUTERUNG 12

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Im Geschäftsjahr 2017 wurde im Segment "Advanced Manufacturing & Services" ein aufgrund der Zusammenlegung von Produktionsstandorten in den USA nicht mehr benötigtes Grundstück verkauft, welches bereits zum 31. Dezember 2016 in den zur "Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" ausgewiesen wurde. Die daraus resultierenden Erträge in Höhe von TEUR 1.938 sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den "Restrukturierungserträgen" enthalten (siehe dazu Erläuterung 26). In 2016 wurde in diesem Zusammenhang ein darauf befindliches Gebäude abgerissen und ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 1.789 erfasst.

Ein vorläufig zurückbleibender Restanteil des Grundstücks (TEUR 444) soll nach Abklärung umweltrelevanter Themen ebenso verkauft werden. Weiters sind in den zur "Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" zwei durch die oben genannte Zusammenlegung der Produktionsstätten nicht mehr benötigte Maschinen (TEUR 150) enthalten. Das Management erwartet, dass diese Transaktionen innerhalb der nächsten 12 Monate abgeschlossen werden.

BANKVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt:

WÄHRUNG BETRAG IN TEUR ZINSSATZ IN %
Kredite in GBP 6.763 1,43 % variabel
Kredite in CAD 1.117 4,70 % variabel
Zwischensumme 7.880
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,18 - 0,45 % variabel
Summe 31.880

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt:

WÄHRUNG BETRAG IN TEUR ZINSSATZ IN %
Kredite in GBP 7.008 1,41 % variabel
Kredite in CAD 1.491 4,20 % variabel
Zwischensumme 8.499
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,18 - 0,45 % variabel
Summe 32.499

Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.

Die CAN-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.117 (Vorjahr: TEUR 1.491) waren durch eine "floating-charge" auf das gesamte Vermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.

ERHALTENE ZUSCHÜSSE

Die Zuwendungen beinhalten einen Zuschuss aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Einzelne Investitionszuschüsse sind an die Einhaltung von Förderauflagen gebunden (z.B. Anzahl der Mitarbeiter). Diese Förderauflagen wurden zum Stichtag, wie auch im Vorjahr, eingehalten. Die erhaltenen Zuschüsse betragen zum 31. Dezember 2017 TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 154).

ERLÄUTERUNG 15

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Noch nicht konsumierte Urlaube 2.413 1.485
Sonstige Personalaufwendungen 7.245 4.641
Rechts- und Beratungskosten 985 921
Steuerverbindlichkeiten 2.691 1.382
Sozialaufwendungen 2.074 1.951
Optionsverpflichtung aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 5.773 4.917
Andere sonstige Verbindlichkeiten 8.932 4.682
Summe 30.113 19.979

Zu den Optionsverpflichtungen aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen siehe Erläuterung 20.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.638 erhalten, die an die Einhaltung bestimmter Bedingungen in den Jahren 2018-2020 geknüpft sind. Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Einhaltung dieser Bedingungen bzw. erwarteter Rückzahlungsverpflichtungen werden die erhaltenen Beträge zum 31. Dezember 2017 als kurzfristige sonstige Verbindlichkeit bzw. zum 31. Dezember 2016 als langfristige sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

2017
in TEUR 31.12.2016 VERWENDUNG AUFLÖSUNG DOTIERUNG 31.12.2017
Gewährleistungen und Garantien 3.022 0 -1.295 2 1.729
Sonstige 1.184 -1.111 0 3.349 3.422
Summe 4.206 -1.111 -1.295 3.351 5.151

Die Reduktion der Vorsorgen für Gewährleistungsrisiken im Jahr 2017 ist auf reduzierte Umsätze im betroffenen Geschäftsfeld zurückzuführen.

Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.

Hinsichtlich einer Ende 2015 durch einen Wettbewerber geltend gemachten Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe ist Anfang November 2017 ein erstinstanzliches Urteil ergangen, wonach das Patent des Wettbewerbers als ungültig erklärt wurde und demnach die behaupteten Patentrechtsverletzungen gegenstandslos sind. Dies entspricht der bisherigen Einschätzung des Managements der SBO. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 für diesbezüglich erwartete Anwaltskosten gebildeten Vorsorgen in Höhe von TEUR 1.100 wurden im Geschäftsjahr 2017 verwendet.

Im vierten Quartal 2017 wurde durch einen Wettbewerber eine Klage über eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe eingebracht. Das Management des Unternehmens erachtet die behauptete Patentrechtsverletzung als gegenstandslos und bestreitet die Vorwürfe nachhaltig. Aufgrund der derzeitigen Sachlage ist die Höhe eines etwaigen – über Rechtsberatungskosten hinausgehenden – finanziellen Risikos derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar und wird auch nicht als wahrscheinlich erachtet. Für diesbezüglich erwartete Anwaltskosten wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 Vorsorgen in Höhe von TEUR 3.000 gebildet.

LANGFRISTIGE DARLEHEN INKLUSIVE KURZFRISTIGER TEIL (PLANMÄSSIGE TILGUNGEN DES NÄCHSTEN JAHRES)

Zum 31. Dezember 2017 setzen sich die langfristigen Darlehen in Höhe von TEUR 184.816, davon kurzfristiger Anteil TEUR 69.478, wie folgt zusammen:

WÄHRUNG BETRAG IN TEUR ZINSSATZ IN % LAUFZEIT RÜCKZAHLUNG
EUR 1.654 0,00 % fix 2008 – 2024 vierteljährlich ab 2011
EUR 47.500 0,69 % fix 2016 – 2023 halbjährlich ab 2018
EUR 10.000 2,06 % fix 2016 – 2023 endfällig
EUR 2.500 1,24 % var 2016 – 2018 endfällig
EUR 2.500 1,84 % fix 2016 – 2023 endfällig
EUR 1.020 0,00 % fix 2015 – 2022 vierteljährlich ab 2017
EUR 10.000 1,59 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 5.000 1,43 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 5.000 1,44 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 2.500 1,44 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 1.000 1,62 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 1.000 1,62 % fix 2016 – 2021 endfällig
EUR 20.000 3,11 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 10.000 3,11 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 2.142 1,50 % fix 2013 – 2019 halbjährlich ab 2015
EUR 8.000 3,10 % fix 2010 – 2018 endfällig
EUR 5.000 3,65 % fix 2010 – 2018 halbjährlich ab 2012
EUR 20.000 0,75 % fix 2015 – 2018 endfällig
EUR 20.000 0,75 % fix 2015 – 2018 endfällig
EUR 10.000 1,25 % fix 2012 – 2018 endfällig

184.816

Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:

• TEUR 4.816 (Vorjahr: TEUR 7.049) – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 12.524 (Vorjahr: TEUR 14.520)

Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 35, hinsichtlich Zinsrisiko siehe Erläuterung 36.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR SOZIALKAPITAL

Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Abfertigungen 3.639 3.761
Jubiläumsgelder 1.623 1.535
Summe 5.262 5.296

Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:

2017 2016
Rechnungszinssatz 1,70 % 1,50 %
Gehaltssteigerung 3,50 % 3,50 %
Fluktuationsabschlag 0,0 – 15,0 % 0,0 – 15,0 %

Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2008-P (Vorjahr: AVÖ 2008-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im "sonstigen Ergebnis" erfasst.

Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.

Abfertigungsrückstellungen

Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2017 2016
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner 3.761 4.444
Dienstzeitaufwand 147 174
Zinsaufwand 51 82
Summe der Aufwendungen für Abfertigungen 198 256
Neubewertungen -150 -23
Laufende Abfertigungszahlungen -170 -916
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 3.639 3.761

Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 24).

Die gemäß IAS 19 im "sonstigen Ergebnis" erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2017 2016
Neubewertung der Verpflichtungen
aus der Änderung demographischer Annahmen 0 0
aus der Änderung finanzieller Annahmen -83 283
aus erfahrungsbedingten Anpassungen -67 -306
Summe -150 -23

Zum 31. Dezember 2017 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,4 Jahre (Vorjahr: 11,7 Jahre).

Sensitivitätsanalyse

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.

ABFERTIGUNGEN BARWERT DER VERPFLICHTUNG (DBO)
31.12.2017
in TEUR ÄNDERUNG DER ANNAHME VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNG
BEI ANSTIEG DER ANNAHME
VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNG
BEI VERRINGERUNG DER ANNAHME
Rechnungszinssatz +/- 0,5 Prozentpunkte -193 +212
Gehaltssteigerung +/- 0,5 Prozentpunkte +199 -183

Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2017 2016
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner 1.535 1.377
Dienstzeitaufwand 129 124
Zinsaufwand 23 30
Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder 152 154
Neubewertungen -32 41
Laufende Jubiläumsgeldzahlungen -32 -37
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember 1.623 1.535

Beitragsorientierte Vorsorgepläne

Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 465 (Vorjahr: TEUR 360). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 500 gerechnet.

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Optionsverbindlichkeiten 131.515 53.615
Management-Beteiligungen 11.767 14.726
Genussrechte 5.397 5.566
Wettbewerbsvereinbarungen 1.067 1.395
Sonstige Verpflichtungen 145 2.958
Summe 149.891 78.260

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:

31.12.2017 31.12.2016
Gesellschaft
BICO Drilling Tools Inc. 9,35 % 10,29 %
BICO Faster Drilling Tools Inc. 11,00 % 11,00 %
Schoeller-Bleckmann Energy Services L. L. C. 3,00 % 3,00 %
Schoeller-Bleckmann Darron Limited 5,00% 7,00 %
Techman Engineering Limited 9,35 % 9,35 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 6,00 % 6,00 %
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. 0,00 % 2,00 %
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED 1,00 % 1,00 %

Das Management ist damit anteilig an diesen Firmen beteiligt.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:

31.12.2017 31.12.2016
Gesellschaft
DSI FZE 5,50 % 5,50 %
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH 0,80 % 0,80 %
Resource Well Completion Technologies Inc. 5,00 % 5,00 %
Downhole Technology LLC 1,00 % 0,00 %

Der für Management-Beteiligungen und Genussrechte erfasste Effektivzinsaufwand betrug TEUR 840, der erfasste Effektivzinsertrag betrug TEUR 585 (Vorjahr: Aufwand TEUR 385, Ertrag TEUR 2.220) und wird unter den "Zinsaufwendungen bzw. -erträgen" dargestellt.

ERLÄUTERUNG 20

OPTIONSVERBINDLICHKEITEN

Die Gesellschaft hat im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern Optionsvereinbarungen zum späteren Erwerb dieser nicht beherrschenden Anteile abgeschlossen. Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist jeweils von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig.

Zum Erwerbszeitpunkt werden diese Optionsverbindlichkeiten mit dem auf Basis der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Unternehmensplanung erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag aus dieser Kündigungsoption in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aus Konzernsicht werden aufgrund dieser Optionsverpflichtung somit 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft bilanziert. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet.

In Folge werden die Optionsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der jeweils aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung. Der Zinsaufwand aus der laufenden Aufzinsung wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages werden in der Position "Aufwendungen/Erträge" aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen erfasst.

Im Zuge zweier Unternehmenszusammenschlüsse hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten, und diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Da die Putbzw. Call-Optionen jeweils sämtliche noch nicht im Konzerneigentum stehenden Anteile umfassen und die Bedingungen für die Übertragung im jeweiligen Put- und Call-Fall ident sind, wird von einem effektiven Erwerb von 100 % der Anteile im Erwerbszeitpunkt ausgegangen. Die Option aus dem Unternehmenszusammenschluss in 2016 ist ab dem 1. April 2019 von beiden Vertragspartnern jederzeit ausübbar. Die entsprechende Verbindlichkeit wird in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Die Option aus 2014 ist ab dem 31. März 2018 von beiden Vertragspartnern jederzeit ausübbar. Die diesbezügliche Verbindlichkeit wird zum 31. Dezember 2017 in den kurzfristigen (31. Dezember 2016: langfristigen) sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2017 haben gestiegene Ertragserwartungen hinsichtlich der Downhole Technology, die dem Segment "Oilfield Equipment" zugeordnet ist, zu einem Anstieg des zu erwartenden Ausübungspreises für die der Option zugrundeliegenden Anteile und damit zu einem Bewertungseffekt in Höhe von TEUR 90.152 in Zusammenhang mit der Optionsverbindlichkeit geführt. Die entsprechenden Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Aufwendungen/Erträge" aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen ausgewiesen und können nach Ausübung der Option über einen Zeitraum von 15 Jahren steuerentlastend geltend gemacht werden.

Im ersten Halbjahr 2016 wurde die Optionsvereinbarung aus dem Erwerb 2014 dahingehend abgeändert, dass anstelle des EBITDA-Multiples der SBO zum Ausübungszeitpunkt ein fixes Multiple zur Anwendung kommt. Die sich daraus ergebenden Bewertungsunterschiede sind in der Entwicklung der Optionsverbindlichkeiten in der nachstehenden Tabelle als Ab- bzw. Zugang durch Vertragsänderung dargestellt und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit den ergebniswirksamen Bewertungsgewinnen und -verlusten in der Position "Aufwendungen/Erträge" aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen ausgewiesen.

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten, und diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben (Put-Option). Aufgrund der jederzeitigen Ausübbarkeit der Option durch die nicht beherrschenden Gesellschafter wird die Verbindlichkeit in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zum Erwerbszeitpunkt wurde aufgrund der Einschätzung, dass kein Present Ownership Interest hinsichtlich des der Put-Option unterliegenden Anteils vorliegt, ein nicht beherrschender Anteil erfasst und in Folge zur Gänze in eine finanzielle Verbindlichkeit umgegliedert. Bewertungsänderungen der Verbindlichkeit werden ergebniswirksam in der Position "Aufwendungen/Erträge" aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen erfasst. In der Berichtsperiode 2016 führte eine einseitige Kapitalerhöhung durch die SBO bei dieser Gesellschaft zu einem Abgang in Höhe von TEUR 1.988 bei dieser Optionsverbindlichkeit, die im Konzerneigenkapital ergebnisneutral in den "kumulierten Ergebnissen" erfasst wurde.

Die Entwicklung der Optionsverbindlichkeiten im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLUSS
DOWNHOLE TECHNOLOGY
SONSTIGE
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE
in TEUR 2017 2016 2017 2016
Stand zum 1. Jänner 51.006 0 7.526 28.055
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 42.915 0 0
Aufzinsung 1.905 1.595 1.056 1.483
Ergebniswirksame Bewertungsgewinne 0 0 -2.568 -11.011
Ergebniswirksame Bewertungsverluste 90.152 2.839 63 10.379
Abgang Optionsverbindlichkeit durch einseitige Kapitalerhöhung 0 0 0 -1.988
Abgang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung 0 0 0 -32.637
Zugang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung 0 0 0 13.198
Kursdifferenzen -11.548 3.657 -304 47
Stand zum 31. Dezember 131.515 51.006 5.773 7.526

Zum Unternehmenszusammenschluss im Geschäftsjahr 2016 siehe Erläuterung 40.

Der in der Tabelle angegebene Bewertungsverlust des Geschäftsjahres 2016 der sonstigen Unternehmenszusammenschlüsse betrifft mit TEUR 8.796 die oben genannte abgehende Verbindlichkeit vor Änderung der Vereinbarung. Die übrigen ergebniswirksamen Bewertungsgewinne bzw. -verluste beziehen sich zur Gänze auf Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag vorhanden sind.

Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren hinsichtlich der Optionsverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

ANNAHME ÄNDERUNG DER ANNAHME GESAMTVERÄNDERUNG DER
VERBINDLICHKEITEN BEI
ANSTIEG DER ANNAHMEN
GESAMTVERÄNDERUNG DER
VERBINDLICHKEITEN BEI
VERRINGERUNG DER ANNAHMEN
in TEUR
Ergebnis +/- 10 % +24.513 -21.922
Zinssatz 15 %, 1,35 % und 2,62 % +/- 2,5, +/- 1, +/- 1
Prozentpunkte
-1.663 +1.218

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2017 wie auch zum 31. Dezember 2016 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 27. April 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 erworben. In 2017 wurden keine eigenen Aktien erworben.

Zum Bilanzstichtag 2017 hält die Gesellschaft 46.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 52.597 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,29 % (Vorjahr: 0,33 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.555 (Vorjahr: TEUR 2.884). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.953.403 Stück (Vorjahr: 15.947.403 Stück).

Bei einem Unternehmenszusammenschluss in 2010 wurde als bedingte Gegenleistung die Abgabe von 50.000 Stück Aktien bei Erreichen gewisser zukünftiger Umsatzziele vereinbart. Da die Umsatzziele 2017 nicht erreicht wurden, ergibt sich auf die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2017 kein Verwässerungseffekt.

Zum 31. Dezember 2017 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).

ERLÄUTERUNG 22

GESETZLICHE RÜCKLAGE

Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses nach Berücksichtigung der Veränderung unversteuerter Rücklagen in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.

ZUSÄTZLICHE ERLÖSGLIEDERUNG

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2017 2016
Erträge aus Verkauf von Produkten 197.334 110.516
Erträge aus Service und Reparaturen 25.025 14.494
Erträge aus operativem Leasing 101.862 57.980
Summe 324.221 182.990

Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge unter operativem Leasing mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Da die Leasingerträge grundsätzlich nutzungsabhängig verrechnet werden, besteht kein Anspruch auf künftige Mindestleasingzahlungen.

ERLÄUTERUNG 24

ZUSÄTZLICHE AUFWANDSGLIEDERUNG

Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):

in TEUR 2017 2016
Materialaufwendungen 115.796 56.810
Personalaufwendungen 97.766 72.375
Abschreibungen Sachanlagen inklusive Wertminderungen 35.217 38.860
Abschreibungen sonstige immaterielle Vermögenswerte inklusive Wertminderungen 13.904 13.884
Wertminderungen Firmenwerte 0 3.316
Wertminderungen zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 0 680

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Die größten Posten in den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" sind:

in TEUR 2017 2016
Kursverluste 9.768 2.589
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 7.827 7.631

Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.

Die größten Posten in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" sind:

in TEUR 2017 2016
Kursgewinne 4.963 6.514

ERLÄUTERUNG 26

RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN UND -ERTRÄGE

Die Restrukturierungserträge des Jahres 2017 in Höhe von TEUR 1.938 betreffen den Verkauf eines Grundstückes in den USA, welches bereits zum 31. Dezember 2016 innerhalb der zur "Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte" ausgewiesen wurde. Die Restrukturierungserträge des Jahres 2016 betreffen mit TEUR 1.755 den Verkauf von Maschinen in Zusammenhang mit der Zusammenlegung von Produktionsstandorten in den USA und mit TEUR 770 den Verkauf eines Grundstückes in UK.

Die Restrukturierungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von TEUR 3.013 betreffen mit TEUR 2.333 die im Segment "Advanced Manufacturing & Services" (zuvor: High Precision Components) erfolgte Zusammenführung von Produktionsstätten in den USA. In diesem Zusammenhang wurden in 2016 für Maschinen durch die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungen in Höhe von TEUR 680 erfasst.

ZINSERTRÄGE UND ZINSAUFWENDUNGEN

Die "Zinserträge" gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2017 2016
Bankguthaben und sonstige Darlehen 1.213 881
Effektivverzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte 585 2.220
Zinserträge 1.798 3.101

Die "Zinsaufwendungen" gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2017 2016
Darlehen 4.292 3.626
Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 2.964 3.080
Effektivverzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte 840 385
Zinsaufwendungen 8.096 7.091

Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.

SONSTIGE FINANZIELLE AUFWENDUNGEN

Die "Sonstigen finanziellen Aufwendungen" des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von TEUR 1.408 beinhalten im Wesentlichen Dividendenausschüttungen hinsichtlich Unternehmensanteilen innerhalb der SBO-Gruppe, für die Put/Call-Optionsvereinbarungen bestehen (siehe Erläuterung 20).

ERLÄUTERUNG 29

AUFWENDUNGEN / ERTRÄGE AUS DER BEWERTUNG VON OPTIONSVERPFLICHTUNGEN

In dieser Position werden Bewertungsgewinne bzw. -verluste in Zusammenhang mit Optionsverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe dazu Erläuterung 20).

in TEUR 2017 2016
Bewertungsgewinne 2.568 11.011
Bewertungsverluste -90.216 -13.218
Ergebnis aus dem durch Vertragsänderung bedingten Abgang und Zugang von Optionsverbindlichkeiten 0 19.439
Summe -87.648 17.232

STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG

Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2017 2016
Konzernsteuerertrag bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 % (Ertrag + / Aufwand -) 17.449 11.264
Abweichende ausländische Steuersätze 5.477 4.208
Veränderung ausländischer Steuersätze -10.869 -389
Quellensteuern, ausländische Steuern -1.274 -555
Wertminderungen auf Firmenwerte 0 -895
Nicht absetzbare Aufwendungen -778 -1.287
Nicht steuerbare Veränderungen von Optionsverpflichtungen 359 5.071
Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge 620 271
Vorjahresanpassungen 175 220
Nicht angesetzte Verlustvorträge -1.760 -2.834
Abwertung von im Vorjahr angesetzten Verlustvorträgen -51 -156
Verbrauch von im Vorjahr nicht angesetzten Verlustvorträgen 15 2
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen und nicht beherrschende Anteile 4.890 1.334
Sonstige Differenzen 1.182 798
Konzernsteuerertrag 15.435 17.052
Ergebnis vor Steuern -69.795 -45.053
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen 243 -1.656
-69.552 -46.709
Konzernsteuerertrag 15.435 17.052
Konzernsteuersatz 22,2 % 36,5 %

Die Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" gliedert sich wie folgt:

in TEUR 2017 2016
Tatsächliche Steuern -9.031 8.299
Latente Steuern 24.465 8.753
Summe 15.435 17.052

Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Entstehung und Auflösung von temporären Differenzen, davon TEUR 18.508 aus der Optionsbewertung Downhole Technology, sowie aus der Aktivierung der Steuereffekte von laufenden Verlusten.

Im Rahmen der im Dezember 2017 verabschiedeten U.S. Steuerreform wurde der U.S. Körperschaftsteuersatz für Geschäftsjahre ab 2018 von 35 % auf 21 % reduziert. Aus der daraus erforderlichen Neubewertung der Vorjahressalden der latenten Steuern in Zusammenhang mit der Reduktion des U.S. Körperschaftsteuersatzes resultiert in 2017 ein Steuerertrag, da zum 31. Dezember 2016 die Salden der passiven latenten Steuern jene der aktiven latenten Steuern überstiegen haben. Veränderungen der Timing Differences der der U.S. Steuergesetzgebung unterliegenden Gesellschaften während des Jahres 2017 wurden in diesem Zusammenhang entsprechend der Regelungen des IAS 12 in einem ersten Schritt noch mit dem aktuell gültigen Steuersatz von 35 % bewertet, und im zweiten Schritt am Jahresende auf den geringeren künftigen Steuersatz von 21 % umgewertet. Die wesentlichste Veränderung der Timing Differences des Jahres 2017 resultiert wie oben bereits erläutert aus der Wertanpassung der Optionsverbindlichkeit Downhole Technology. Die entsprechenden latenten Steuererträge zum in 2017 aktuell gültigen Steuersatz sind in der obigen Darstellung in den Posten Konzernsteuerertrag bzw. der Auswirkung der abweichenden ausländischen Steuersätze enthalten. Die am Jahresende erfolgte Umwertung der Steuersalden in Zusammenhang mit der künftigen Reduktion des U.S. Körperschaftsteuersatzes auf 21 % stellt einen wesentlichen Anteil des im oben dargestellten Postens "Veränderung ausländischer Steuersätze" dar.

Im "sonstigen Ergebnis" wurden folgende Ertragsteuern erfasst:

in TEUR 2017 2016
Tatsächliche Steuern
Kursdifferenzen 0 -1.249
Neubewertungen IAS 19 -37 -6
Latente Steuern
Kursdifferenzen 1.355 890
Summe 1.318 -365

Der aktive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2017 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 598 reduziert (Vorjahr: passiver Saldo um TEUR 143 reduziert).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2017 noch für die Vergleichsperiode 2016 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie tätig.

Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem "Management Approach" des gesamten Vorstandes der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche die Performance der relevanten Geschäftseinheiten überwacht und über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

SBO stellte zum ersten Quartal 2017 ihre interne Steuerung und die daraus resultierende interne Berichtsstruktur um. In den vergangenen Jahren ist es zunehmend zu einer Überschneidung der Aufgaben der Produktionsstätten im ehemaligen Segment "High Precision Components" mit jenen der Service- und Reparaturshops gekommen, die im alten Segment "Oilfield Equipment" eingegliedert waren. Darüber hinaus verfügen beide Bereiche über eine ähnliche Kundenstruktur. Die Neuordnung der Segmente gibt entsprechend das Einkaufsverhalten der Kunden von SBO wieder. Nach der neuen Struktur gliedert sich das Geschäft von SBO in die beiden berichtspflichtigen Segmente "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) sowie "Oilfield Equipment" (OE).

Das Segment "Advanced Manufacturing & Services" (AMS) umfasst die hochpräzise Fertigung und Reparatur von Drill Collars und komplexen MWD (Measurement While Drilling) / LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl. Diese bilden das Gehäuse für die sensiblen Messinstrumente, die zur exakten Messung von Neigung und Richtung des Bohrstranges sowie gesteinsphysikalischer Parameter eingesetzt werden.

Das Segment "Oilfield Equipment" (OE) beinhaltet ein breites Angebot an hochspeziellen Lösungen für die Öl- und Gasindustrie: High-Performance-Bohrmotoren und Tools für den zielgerichteten Vortrieb des Bohrstranges sowie Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools); darüber hinaus Produkte für das effiziente und ressourcenschonende Komplettieren unkonventioneller Lagerstätten in den beiden dominierenden Technologien "Sliding Sleeve" und "Plug-n-Perf".

Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern der Geschäftseinheiten werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen.

Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen. Aus Vergleichsgründen wurden die früheren Perioden angepasst. Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).

2017

in TEUR ADVANCED
MANUFACTURING &
SERVICES
OILFIELD EQUIPMENT SBO-HOLDING &
KONSOLIDIERUNG
KONZERN
Außenumsätze 103.220 221.001 0 324.221
Innenumsätze 43.930 14.901 -58.831 0
Summe Umsatzerlöse 147.150 235.902 -58.831 324.221
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
-14.469 46.155 -8.065 23.621
Ergebnis vor Steuern -11.722 -46.330 -11.743 -69.795
Investitionen 3.799 28.202 68 32.069
Abschreibungen 17.902 30.167 1.052 49.121
davon Wertminderungen 0 0 0 0
Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 838 457 26 1.321

Im Jahr 2017 beinhaltet das Ergebnis vor Steuern des Segments "Oilfield Equipment" Aufwendungen aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 87.648 (Vorjahr: Erträge in Höhe von 17.232).

2016 (angepasst)

in TEUR ADVANCED
MANUFACTURING &
SERVICES
OILFIELD EQUIPMENT SBO-HOLDING &
KONSOLIDIERUNG
KONZERN
Außenumsätze 86.703 96.287 0 182.990
Innenumsätze 23.705 9.154 -32.859 0
Summe Umsatzerlöse 110.408 105.441 -32.859 182.990
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen
-29.582 -19.142 -4.000 -52.724
Ergebnis vor Steuern -31.272 -7.677 -6.104 -45.053
Investitionen 2.487 10.540 13 13.040
Abschreibungen 22.071 32.927 1.062 56.060
davon Wertminderungen 1.789 3.316 0 5.105
Zuschreibungen 229 0 0 229
Personalstand (Durchschnitt) 831 308 24 1.163

Länderinformationen:

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2017 2016
Österreich 918 651
Großbritannien 9.841 12.283
USA 203.767 93.779
Restliche Länder 109.695 76.277
Summe 324.221 182.990

Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO-Gruppe übersteigen.

Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 36.

Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Österreich 44.775 51.847
Großbritannien 26.616 31.433
USA 197.240 224.391
Kanada 33.068 36.853
Dubai 37.771 49.170
Restliche Länder 11.527 16.270
Summe 350.997 409.964

Die Vermögenswerte sind hierbei nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.

VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSBEZÜGE

Die Bezüge des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:

2017
in TEUR FIX VARIABEL GESAMT
Gerald Grohmann 581 180 761
Klaus Mader 362 100 462
Summe 943 280 1.223
2016
in TEUR FIX VARIABEL GESAMT
Gerald Grohmann 573 180 753
Klaus Mader 288 50 338
Summe 861 230 1.091

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die aktiven Vorstände TEUR 109 (Vorjahr: TEUR -107). Davon entfielen TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 103) auf beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen der Geschäftsjahre 2017 und 2016 ist in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten. Zur freiwilligen Abfertigung bzw. aktienbasierten Vergütung siehe Erläuterung 33.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 39), es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil.

Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2017 sowie 2016 keine Darlehen gewährt.

AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Aus aktienbasierten Vergütungen resultiert im Geschäftsjahr 2017 ein Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 442 (Vorjahr: TEUR 587). Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann unter der Voraussetzung eines jeweils aufrechten Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO-Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2017 für 6.000 Aktien betrug TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 321). Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen und einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Aktien TEUR 1.020 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 918).

Weiters wurde dem Vorstandsvorsitzenden im Geschäftsjahr 2014 eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO-Aktien bei Vertragsende im Dezember 2018 zugesagt. Zum Zeitpunkt der Zusage wurde der Wert je Aktie mit EUR 70,00 auf Basis des Durchschnittskurses der vorhergehenden 36 Monate ermittelt.

ERLÄUTERUNG 34

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Folgende Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO-Gruppe einbezogen sind, wurden unter marktüblichen Bedingungen abgewickelt:

Die Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Dr. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2017 betrug TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 36), hiervon offen per 31. Dezember 2017 TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 0).

FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente

1. DEVISENTERMINGESCHÄFTE

Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar/CAN-Dollar-Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 8 Monate).

DEVISENTERMINGESCHÄFTE ZUM 31. DEZEMBER 2017

in TEUR FORDERUNG ZUM GESICHERTEN KURS FORDERUNG ZUM STICHTAGSKURS MARKTWERT
USD 10.553 10.391 161
CAD 902 891 11

DEVISENTERMINGESCHÄFTE ZUM 31. DEZEMBER 2016

in TEUR FORDERUNG ZUM GESICHERTEN KURS FORDERUNG ZUM STICHTAGSKURS MARKTWERT
USD 2.715 2.838 -123
CAD 69 70 -1

Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.

2. SONSTIGE DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zudem bestehen Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Übersicht über vorhandene Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IAS 39 sowie nach Klassen gemäß IFRS 7:

KLASSIFIZIERUNG FINANZINSTRUMENTE 31.12.2017
in TEUR KLASSIFIZIERUNG GEMÄSS IFRS 7: BEWERTUNG MIT
KATEGORIE GEMÄSS IAS 39 ZEITWERT ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Kredite
und
Forderungen
Andere
finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivative
Instrumente
Derivate Zahlungs
mittel
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen
Gegebene
Darlehen
Finanzierungs
verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
Sonstige
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 165.982 165.982 165.982
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.801 89.801 89.801
Forderungen aus Ertragsteuern 1.663
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.043 173 173
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 594
Vorräte 97.086
Summe kurzfristiges Vermögen 359.169
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 145.172
Firmenwerte 156.293
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 49.532
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 10.938 9.540 9.540
Aktive latente Steuern 29.137
Summe langfristiges Vermögen 391.072
SUMME VERMÖGEN 750.241 265.323 0 173 173 165.982 89.801 9.540 0 0 0
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 31.880 31.880 31.880
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 69.478 69.478 69.478
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 35 35 35
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.611 16.611 16.611
Erhaltene Zuschüsse 57
Ertragsteuerrückstellung 2.056
Sonstige Verbindlichkeiten 30.113 7.592 5.788 5.788 7.592
Sonstige Rückstellungen 5.151
Summe kurzfristige Schulden 155.381
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 115.338 115.338 115.338
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 44 44 44
Erhaltene Zuschüsse 0
Rückstellungen für Sozialkapital 5.262
Sonstige Verbindlichkeiten 149.891 18.368 131.523 131.523 17.165 1.203
Passive latente Steuern 2.314
Summe langfristige Schulden 272.849
Eigenkapital
Grundkapital 15.953
Kapitalrücklagen 67.248
Gesetzliche Rücklage 785
Sonstige Rücklagen 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 11.193
Kumulierte Ergebnisse 226.813
Summe Eigenkapital 322.011
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 750.241 0 259.346 137.311 137.311 0 0 0 233.940 16.611 8.795

KLASSIFIZIERUNG FINANZINSTRUMENTE 31.12.2016

in TEUR KLASSIFIZIERUNG GEMÄSS IFRS 7: BEWERTUNG MIT
KATEGORIE GEMÄSS IAS 39 ZEITWERT ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Kredite
und
Forderungen
Andere
finanzielle
Verbindlichkeiten
Derivative
Instrumente
Derivate Zahlungs
mittel
Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen
Gegebene
Darlehen
Finanzierungs
verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen
und Leistungen
Sonstige
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 193.453 193.453 193.453
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.526 49.526 49.526
Forderungen aus Ertragsteuern 11.406
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.864
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 5.068
Vorräte 105.653
Summe kurzfristiges Vermögen 367.970
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 165.344
Firmenwerte 174.716
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 69.904
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte 12.483 11.347 11.347
Aktive latente Steuern 11.639
Summe langfristiges Vermögen 434.086
SUMME VERMÖGEN 802.056 254.326 0 0 0 193.453 49.526 11.347 0 0 0
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 32.499 32.499 32.499
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 37.233 37.233 37.233
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 28 28 28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.929 11.929 11.929
Erhaltene Zuschüsse 97
Ertragsteuerrückstellung 2.010
Sonstige Verbindlichkeiten 19.979 4.553 5.046 5.046 4.553
Sonstige Rückstellungen 4.206
Summe kurzfristige Schulden 107.981
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen 174.691 174.691 174.691
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Erhaltene Zuschüsse 57
Rückstellungen für Sozialkapital 5.296
Sonstige Verbindlichkeiten 78.260 24.633 53.627 53.627 20.293 4.340
Passive latente Steuern 10.038
Summe langfristige Schulden 268.342
Eigenkapital
Grundkapital 15.947
Kapitalrücklagen 66.812
Gesetzliche Rücklage 785
Sonstige Rücklagen 19
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 61.109
Kumulierte Ergebnisse 281.061
Summe Eigenkapital 425.733
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 802.056 0 285.566 58.673 58.673 0 0 0 264.744 11.929 8.893

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

  • Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
  • Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:

2017
in TEUR BILANZPOSITION GESAMT STUFE 2 STUFE 3
Vermögenswerte
Derivate Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
173 173 0
Schulden
Derivate Sonstige Verbindlichkeiten -137.311 0 -137.311
2016
in TEUR BILANZPOSITION GESAMT STUFE 2 STUFE 3
Schulden
Derivate Sonstige Verbindlichkeiten -58.673 -124 -58.549

In den Berichtsperioden 2017 und 2016 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.

Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten nahezu ausschließlich die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).

Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.

Für die fix verzinsten erhaltenen Darlehen sowie für die Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und den gegebenen und erhaltenen Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

2017 2016
in TEUR Stufe BUCHWERT ZEITWERT BUCHWERT ZEITWERT
Schulden
Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten 2 -216.775 -219.624 -244.451 -249.329

Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne/Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IAS 39:

2017

in TEUR FOLGEBEWERTUNG AUSBUCHUNG/ABGANG
WERTBERICHTIGUNG GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS NETTO-ERGEBNIS
Kredite und Forderungen -120 - - - - -120
Derivative Instrumente - -90.319 - - - -90.319

2016

in TEUR FOLGEBEWERTUNG AUSBUCHUNG/ABGANG
WERTBERICHTIGUNG GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGES ERGEBNIS NETTO-ERGEBNIS
Kredite und Forderungen -885 - - - - -885
Derivative Instrumente - -5.272 - 19.439 - 14.167

Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 5.132 (Vorjahr: TEUR 4.011).

RISIKOBERICHT

Die Geschäftstätigkeit der SBO-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung der SBO ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der nationalen und internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Aufgrund des in 2015 und 2016 auf niedrigem Niveau befindlichen Ölpreises, der sich zwar 2017 erholt hat, ist die Öl- und Gasindustrie auch im Jahr 2017 immer noch mit einer Reduktion von Investitionsausgaben der Ölgesellschaften konfrontiert. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Downturn und dem damit verbundenen Lageraufbau in der Supply Chain der Kunden besteht weiters das Risiko, dass im erwarteten folgenden Aufschwung in Teilbereichen unseres Geschäftes eine Pufferwirkung durch Abbau der bestehenden Läger eintreten kann. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

Im Jahr 2017 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von 21,9 % erzielt (Vorjahr: 39,9 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.

Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für antimagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weiter gegeben werden.

Das Unternehmen bezieht hochlegierte Spezialstähle, den weitaus wichtigsten Rohstoff, in hohem Ausmaß von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.

Substitutionsrisiko

SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.

Finanzielle Risiken

Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstrom-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

WÄHRUNGSRISIKO

Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.

Währungsrisiken entstehen in der SBO-Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.

SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % - 60 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA, sondern auch in Europa bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss, lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernwährung denominiert sind:

in TEUR 2017 2016
Kursveränderung EURO zu US-Dollar +10 Cent -10 Cent +10 Cent -10 Cent
Änderung Ergebnis vor Steuern +891 -891 +268 -268

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.

Nahezu sämtliche zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 17 ersichtlich. Außer den Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):

in TEUR 2017 2016
Veränderung in Basispunkten + 10 + 20 + 10 + 20
Änderung Ergebnis vor Steuern +148 +296 +134 +268

KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.

Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters wird die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft, und die Außenstände werden regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.

Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.

Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsmöglichkeiten ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.

Wichtigstes Instrument für die Liquiditätssteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:

31.12.2017

in TEUR JEDERZEIT FÄLLIG 2018 2019 2020 2021 ff
Bankverbindlichkeiten 32.087 - - - -
Langfristige Darlehen - 72.278 12.187 41.400 66.935
Leasingverbindlichkeiten - 38 32 14 -
Management-Beteiligungen und Genussrechte - - - - 17.165
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 16.611 - - -
Derivate 3.158 2.649 136.734 - -
Sonstige - 24.799 587 510 -

31.12.2016

in TEUR JEDERZEIT FÄLLIG 2017 2018 2019 2020 ff
Bankverbindlichkeiten 32.717 - - - -
Langfristige Darlehen - 40.757 62.104 12.187 108.335
Leasingverbindlichkeiten - 29 - - -
Management-Beteiligungen und Genussrechte - - - - 20.293
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 11.929 - - -
Derivate 4.917 5 2.802 57.378 -
Sonstige - 15.580 1.825 839 3.180

SONSTIGES FINANZMARKTRISIKO

Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst langfristige Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.

Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2017 15,7 % (Vorjahr: 12,0 %)

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Bankverbindlichkeiten 31.880 32.499
Langfristige Darlehen 184.816 211.924
- Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung -165.982 -193.453
Nettoverschuldung 50.714 50.970
Summe Eigenkapital 322.011 425.733
Gearing 15,7 % 12,0 %

Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 % bis 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.

ERLÄUTERUNG 37

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Weder zum 31. Dezember 2017 noch zum 31. Dezember 2016 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus operativen Leasingverhältnissen sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).

ERLÄUTERUNG 39

GELDFLUSSRECHNUNG

Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristig veräußerbare Veranlagungspapiere.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnittswechselkurs berechnet.

Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.

Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen und aus Ertragsteuern.

Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Für die Veränderung der Management-Beteiligungen und Genussrechte in 2017 und 2016 wurden Darlehen in gleicher Höhe abgeschichtet bzw. gegeben (TEUR -577; Vorjahr: TEUR -525), weshalb es zu keinen Zahlungsflüssen gekommen ist.

Die Finanzverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt verändert:

in TEUR 1.1.2017 ZAHLUNGSWIRKSAME
VERÄNDERUNGEN
NICHT ZAHLUNGSWIRKSAME
VERÄNDERUNGEN
31.12.2017
Wechselkurseffekte Sonstige Veränderungen
Langfristige Bankverbindlichkeiten
inkl. kurzfristigem Anteil
211.924 -27.233 0 125 184.816
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 32.499 -298 -321 0 31.880
Leasingverbindlichkeiten 28 -37 -6 94 79
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 20.293 -1.811 -2.190 873 17.165
Summe Schulden aus
Finanzierungstätigkeiten
264.744 -29.379 -2.517 1.092 233.940

ERLÄUTERUNG 40

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Jahr 2017

Im Jahr 2017 wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse getätigt.

Jahr 2016

Mit Vertrag vom 1. April 2016 wurden 67,73 % der Anteile an der Downhole Technology LLC, Houston, USA, erworben. In Folge wurden das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge ab dem 1. April 2016 dem Konzern zugerechnet.

Die Gesellschaft ist technologisch führender Anbieter von "Composite Frac Plugs" für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen und verfügt über zahlreiche Patente. Completion (Komplettierung) bezeichnet die Vorbereitung einer Bohrung für die Öl- und Gasförderung. Downhole Technology stellt Composite Frac Plugs für den sogenannten "Plug and Perforation"-Completions Prozess her. Das Design, das Fertigungs-Know-How sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen die Komplettierung der Bohrung rascher, effizienter und sicherer durchzuführen, wodurch Downhole Technology eine hohe Akzeptanz auf dem Markt erzielt. Mit Downhole Technology ist SBO nun in der Lage, ein breiteres Portfolio an Tight-Formation Completion Tools anzubieten.

Zu den erworbenen immateriellen Vermögenswerten siehe Erläuterung 9.

Im Zuge dieses Unternehmenszusammenschlusses hat die Gesellschaft mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern eine ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Put/Call-Option zum Erwerb der restlichen 32,27 % der Anteile vereinbart. Siehe dazu Erläuterung 20.

MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt bzw. zum Stichtag:

JAHRESDURCHSCHNITT STICHTAG
2017 2016 31.12.2017 31.12.2016
Arbeiter 850 766 924 778
Angestellte 471 397 508 422
1.321 1.163 1.432 1.200

ERLÄUTERUNG 42

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 geführt hätten.

VORGESCHLAGENE DIVIDENDE

Der Vorstand schlägt vor, den Aktionären pro Aktie eine Dividende von EUR 0,50 auszuschütten. Dies ergibt eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 8,0. Im Vorjahr wurde von der Ausschüttung einer Dividende abgesehen.

ERLÄUTERUNG 44

AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFER

Für den Konzern-Abschlussprüfer, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., sind folgende Aufwendungen angefallen:

in TEUR 2017 2016
Prüfung des Konzernabschlusses 119 80
Sonstige Leistungen 90 325

Die sonstigen Leistungen des Geschäftsjahres 2016 beinhalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 282 in Zusammenhang mit der Akquisition der Downhole Technology LLC per 1. April 2016.

ANGABEN ZU DEN ORGANEN DER KONZERNLEITUNG

VORSTAND:

Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender) Mag. Klaus Mader (Finanzvorstand)

Der bestehende Vorstandsvertrag mit Ing. Gerald Grohmann gilt für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2018 und jener für Mag. Klaus Mader bis zum 30. September 2018.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES:

NOMINIERUNGS- UND VERGÜTUNGSAUSSCHUSS:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Karl Schleinzer

PRÜFUNGSAUSSCHUSS:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Wolfram Littich

AUFSICHTSRAT:

Mag. Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2022

Dr. Peter Pichler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2018

Mag. Brigitte Ederer

Erstbestellung: 2014 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019

Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger

Erstbestellung: 2003 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019

Dr. Wolfram Littich

Erstbestellung: 2016 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2021

Dr. Karl Schleinzer

Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2020 Alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung scheidet ein Mitglied des Aufsichtsrates aus, sodass dadurch gewährleistet wird, dass im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Wahl eines Mitgliedes in den Aufsichtsrat beschlossen werden kann. Soweit die Reihenfolge des Ausscheidens sich nicht aus der Amtsdauer ergibt, entscheidet darüber das Los. In jener Sitzung des Aufsichtsrates, die vor Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung zur Beratung der Beschluss- und Wahlvorschläge gemäß § 108 Abs. 1 AktG stattfindet, ist durch Los zu bestimmen, welches Mitglied des Aufsichtsrates mit Beendigung der folgenden ordentlichen Hauptversammlung ausscheidet. Der Ausscheidende ist sofort wieder wählbar.

Ternitz, 28. Februar 2018

Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader

Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM KONZERNABSCHLUSS *)

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

    1. Werthaltigkeit der Firmenwerte
    1. Bilanzierung von Optionen zum Erwerb von Nicht beherrschenden Anteilen
    1. Beurteilung der Werthaltigkeit sowie der Auswirkun gen der US Tax-Reform auf aktive latente Steuern

1. Werthaltigkeit der Firmenwerte

BESCHREIBUNG

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 Buchwerte für Firmenwerte von MEUR 156,3.

Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangen von Unternehmen, Firmenwerte jährlich auf Wertminderungen zu überprüfen.

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte hängt sowohl von externen Faktoren wie der Ölpreisentwicklung, der Entwicklung von Inputfaktoren für Diskontierungssätze, Rig Counts und Bohrtätigkeiten als auch internen Einschätzungen wie etwa der weiteren Entwicklung des Kundenverhaltens ab und erfordert Ermessensentscheidungen des Managements. Das wesentliche Risiko besteht dabei in der Schätzung der zukünftigen Cashflows und Abzinsungssätze und möglichen Abweichungen hiervon, so dass Wertminderungen nicht in angemessener Höhe erfasst werden.

Auf die Darstellung im Anhang in den Abschnitten Erläuterung 4, Pkt. 9 sowie Erläuterung 9 wird verwiesen.

WIE WIR DEN SACHVERHALT IM RAHMEN DER PRÜFUNG ADRESSIERT HABEN:

Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:

Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Durchführung der Überprüfung von Wertminderungen beurteilt.

Die Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die Zuordnung der Vermögenswerte, Schulden und Cashflows auf die ZGE wurden überprüft.

Die prognostizierten Umsätze, Ergebnisse und Investitionen haben wir mit den genehmigten Plänen abgestimmt und die wesentlichen Planungsparameter (Umsätze, Aufwendungen, Investitionen, Veränderungen des Working Capital) kritisch gewürdigt, um die Angemessenheit der Planungen zu verifizieren. Ebenso haben wir die Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze und Wachstumsraten überprüft.

Wir haben EY Bewertungsspezialisten für die Durchführung der Prüfungshandlungen zur Einschätzung der Angemessenheit der Bewertungsmodelle, Cashflow-Annahmen sowie Inputfaktoren hinzugezogen.

Schließlich haben wir überprüft, ob die Angaben zur Überprüfung auf Wertminderungen im Anhang in Übereinstimmung mit IAS 36 vorgenommen wurden.

2. Bilanzierung von Optionen zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

BESCHREIBUNG

Mit Vertrag vom 1. April 2016 hat die SBO-Gruppe 67,73 % der Anteile an Downhole Technology LLC erworben. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurde eine Put-/Call-Option abgeschlossen, welche die SBO-Gruppe ermächtigt, die noch verbleibenden 32,27 % am oder nach dem 1. April 2019 zu erwerben. Nebenbei hält die SBO-Gruppe Optionen zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an zwei weiteren Gesellschaften.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Downhole Technology LLC und der damit einhergehenden Erhöhung des Fair Values der Option ergab sich im Geschäftsjahr ein ergebniswirksam erfasster Bewertungsverlust aus der Bilanzierung der Optionsverbindlichkeit zum Erwerb der nicht beherrschenden Anteile an der Downhole Technology LLC über MEUR -90,2. In Summe sind per 31. Dezember 2017 Optionsverbindlichkeiten in der Höhe von MEUR 137,3 im Konzernabschluss erfasst. Das wesentliche Risiko besteht wiederum in der Schätzung der zukünftigen Cashflows und Abzinsungssätze.

Auf die Darstellung des Sachverhalts im Konzernabschluss in Erläuterung 20 wird verwiesen.

WIE WIR DEN SACHVERHALT IM RAHMEN DER PRÜFUNG ADRESSIERT HABEN:

Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem folgende Tätigkeiten:

Wir haben uns vergewissert, dass die vertraglichen Grundlagen zu den eingeräumten Optionen weiterhin Gültigkeit haben.

Analog zur Vorgehensweise bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte haben wir die Basisdaten, welche in die Berechnung der Zahlungsverpflichtungen aus den Optionen eingeflossen sind, mit den genehmigten Plänen abgestimmt.

Die Angemessenheit der Bewertungsmodelle sowie der verwendeten Diskontierungssätze wurden überprüft. Für diese Prüfungshandlungen wurden EY Bewertungsspezialisten hinzugezogen.

Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Anhang zum Vorhandensein sowie der Veränderung der Bewertungen der Optionen beurteilt.

3. Beurteilung der Werthaltigkeit sowie der Auswirkun gen der US Tax-Reform auf aktive latente Steuern

BESCHREIBUNG

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss aktive latente Steuern von insgesamt mEUR 38,9, wovon nach Saldierung mit latenten Steuerverbindlichkeiten gegenüber denselben Steuerbehörden MEUR 29,1 als sonstige Vermögenswerte in der Konzernbilanz ausgewiesen werden. Darin sind latente Steuerforderungen aufgrund steuerlicher Verlustvorträge in Höhe von MEUR 6,6 enthalten.

Nach den Bestimmungen der IFRS ist die Verwertbarkeit von latenten Steuerforderungen innerhalb eines absehbaren Zeitraums durch eine Steuerplanung nachzuweisen, die für jede Gesellschaft bzw. steuerliche Gruppe gesondert vorzunehmen ist. Außerdem erfordert die jüngste Änderung der US-amerikanischen Steuergesetzgebung ab 2018 eine Steuersatzanpassung von 35 % auf 21 %.

Aufgrund der Änderungen in der Steuergesetzgebung in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie der weiterhin bestehenden Unsicherheiten einzelner Gesellschaften der SBO-Gruppe im ökonomischen Umfeld erscheint uns die Überprüfung der richtigen Ermittlung sowie der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern von besonderer Wichtigkeit.

Wir verweisen auf die Darstellung des Sachverhaltes im Konzernabschluss in Erläuterung 11 sowie Erläuterung 30.

WIE WIR DEN SACHVERHALT IM RAHMEN DER PRÜFUNG ADRESSIERT HABEN:

Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem folgende Tätigkeiten:

Wir haben ein Verständnis über den Prozess zur Bilanzierung latenter Steuern erlangt.

Wir haben die Angemessenheit und Richtigkeit der angesetzten temporären Differenzen auf Vermögenswerte, Schulden und steuerliche Verlustvorträge auf Ebene einzelner Gesellschaften bzw. Steuergruppen überprüft. Dies beinhaltete die Überprüfung der Konsistenz der Planungsannahmen mit den genehmigten Unternehmensplanungen sowie die Überprüfung der daraus abgeleiteten steuerlichen Überleitungsrechnungen sowie die korrekte Berücksichtigung der Auswirkungen der US-amerikanischen Steuerreform. Wir haben hierbei auch beurteilt, ob die aktiven latenten Steuern realisierbar sind bevor die zugrunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge verfallen.

Auf Konzernebene, als auch auf Ebene einzelner wesentlicher Tochtergesellschaften, haben wir EY Steuerspezialisten in die Prüfung eingebunden, um die steuerlichen Planungsannahmen zu verifizieren.

Wir haben die Übereinstimmung der Angaben im Anhang zu latenten Steuern zu den damit verbundenen Annahmen beurteilt.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden

sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich im Widerspruch zum Konzernabschluss steht oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. April 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1996 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Karl Fuchs.

Wien, am 28. Februar 2018

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Karl Fuchs eh

ppa Dipl.-Ing. (FH) Mag. Manfred Siebert eh

Wirtschaftsprüfer

Wirtschaftsprüfer

*) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2017 die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und sich in fünf Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes regelmäßig über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle informiert. Die Schwerpunkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.

In der Hauptversammlung 2017 wurde Herr Mag. Norbert Zimmermann für eine weitere Funktionsperiode in den Aufsichtsrat gewählt und in der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 27. April 2017 als Aufsichtsratsvorsitzender wiedergewählt. Damit blieben sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand im Geschäftsjahr 2017 unverändert.

Der Aufsichtsrat verfügt über zwei Ausschüsse: Das Audit Committee (Prüfungsausschuss) und das Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss). Im Geschäftsjahr 2017 fand keine Remuneration Committee Sitzung statt.

Das Audit Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2017 in zwei Sitzungen mit der Finanzberichterstattung der Gesellschaft (Konzern- und Jahresabschluss) und nahm die ihm gemäß § 92 Abs 4a AktG obliegenden Aufgaben wahr. Vertreter der Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH als Prüferin des Jahresabschlusses der Gesellschaft und der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. als Prüferin des Konzernabschlusses der Gesellschaft nahmen an der Sitzung des Prüfungsausschusses teil, die sich mit der Vorbereitung der Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses und deren Prüfung beschäftigte, und berichteten über die Abschlussprüfung. Darüber hinaus hat das Audit Committee mit Vertretern der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. in einer Sitzung die Planung der Prüfung des Konzernabschlusses detailliert erörtert. Über die Ergebnisse der Sitzungen des Audit Committees wurde der Aufsichtsrat laufend unterrichtet.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht wurden von der Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2017 bis zum 31. Dezember 2017 vermittelt und der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Ferner, dass der Corporate Governance Bericht aufgestellt worden ist.

Der gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und der Konzernlagebericht wurden von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 vermittelt und der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Konzernabschluss steht. Ferner, dass die nach § 267a UGB erforderliche konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung und der Corporate Governance-Bericht aufgestellt worden sind.

Da die Prüfungen jeweils keinen Anlass zu Beanstandungen ergaben, wurden daher für den Jahresabschluss 2017 und den Konzernabschluss 2017 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 20. März 2018 nach Befassung des Audit Committees den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Lagebericht, weiters den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Konzernlagebericht samt nichtfinanzieller Erklärung gemäß § 267a UGB sowie den Corporate Governance-Bericht geprüft. Diese Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 in seiner Sitzung vom 20. März 2018 gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs 4 AktG festgestellt ist. Zudem hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung dem Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinns angeschlossen.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der SBO-Gruppe Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2017 aus und dankt den Aktionären und Kunden der SBO-Gruppe für das entgegengebrachte Vertrauen.

Ternitz, am 20. März 2018

Der Aufsichtsrat

"Die Basis für den nachhaltigen Erfolg vonSBO bilden Technologie-, Qualitäts- und Innovationsführerschaft in enger Verbindung mit einer marktorientierten Wachstumsstrategie, hoher Produktivität und Flexibilität sowie einer langfristig ausgerichteten strategischen Investitionspolitik"

JAHRESABSCHLUSS

JAHRESABSCHLUSS 142
BESTÄTIGUNGSVERMERK ZUM JAHRESABSCHLUSS 169
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 176
SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

B I L A N Z z u m 3 1 . Dezember 2017

٦
A K T I V A P A S S I V A
31.12.2017
EUR
EUR 31.12.2016
TEUR
31.12.2017
EUR
EUR 31.12.2016
TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 3 I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital
eigene Anteile
16.000.000,00
-46.597,00
16.000
-53
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
II. Sachanlagen
11.641.954,90 12.170 davon für eigene Aktien EUR 46.597,00 (Vorjahr TEUR 53)
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene
15.953.403,00
70.022.644,03
15.947
70.150
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bauten auf fremdem Grund
116.363,51 11.758.318,41 132
12.302
III. Optionsrücklage 2.302.840,00 2.051
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
3. Wertrechte des Anlagevermögens
III. Finanzanlagen
228.219.414,00
41.690.986,42
143.967,00
224.914
44.751
144
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen)
1. gesetzliche Rücklage
IV. Gewinnrücklagen
14.328.091,03
785.314,64
15.113.405,67 785
14.012
14.797
270.054.367,42
281.812.685,83
269.809
282.114
davon Gewinnvortrag EUR 3.510.853,46 (Vorjahr TEUR 125)
V. Bilanzgewinn
10.537.962,15
113.930.254,85
106.456
3.511
B. Umlaufvermögen B. Rückstellungen
1. davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 8.904.418,39 (Vorjahr TEUR 3.371)
2. davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 7.557.290,31 (Vorjahr TEUR 7.910)
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
11.381.636,53
8.227.493,27
14.172
9.049
1. Rückstellungen für Abfertigungen
3. sonstige Rückstellungen
2. Steuerrückstellungen
5.422.795,05
517.051,00
1.129.598,00
7.069.444,05 596
4.092
5.679
991
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 19.609.129,80
72.039.606,28
91.648.736,08
23.221
91.859
115.080
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 114.108.387,00 (Vorjahr TEUR 171.654)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 145.353.375,01 (Vorjahr TEUR 117.558)
C. Verbindlichkeiten
C. Aktive latente Steuern 7.000.039,00 4.153 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 112.454.545,00 (Vorjahr TEUR 170.000)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 67.545.455,00 (Vorjahr TEUR 35.000)
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
180.000.000,00 205.000
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 138.332,64 (Vorjahr TEUR 146)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
75.933.935,16
138.332,64
146
80.390

380.461.460,91 401.347 380.461.460,91 401.347

davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 75.933.935,16 (Vorjahr TEUR 80.390)

davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 1.735.652,21 (Vorjahr TEUR 2.022) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.389.226,00 (Vorjahr TEUR 1.654)

davon aus Steuern EUR 134.425,41 (Vorjahr TEUR 129)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 40.698,20 (Vorjahr TEUR 37)

259.461.762,01 289.212

  1. sonstige Verbindlichkeiten 3.389.494,21 3.676

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2017

2017
EUR
2016
TEUR
1. Umsatzerlöse 6.208.892,57 4.504
2. sonstige betriebliche Erträge
a)
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanlagen 0,00 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 30.559,00 0
c) übrige 931.914,96 2.058
3. Personalaufwand 962.473,96 2.058
a) Löhne -196.772,36 -198
b) Gehälter -2.311.419,11 -2.343
c) soziale Aufwendungen
aa) Aufwendungen für Altersversorgung -124.596,02 -114
bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
-493.070,51 -287
cc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-415.450,02 -364
dd) übrige -621,55 -1
-1.033.738,10 -766
-3.541.929,57 -3.307
4. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -560.218,35 -571
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 15 fallen -133.538,77 -192
b) übrige -6.399.661,63 -4.433
-6.533.200,40 -4.624
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebserfolg) -3.463.981,79 -1.940
7. Erträge aus Beteiligungen 12.977.434,10 0
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 12.977.434,10 (Vorjahr TEUR 0)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.590.382,22 2.614
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.588.607,12 (Vorjahr TEUR 2.613)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 731.630,36 812
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 260.904,35 (Vorjahr TEUR 480)
10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 0,00 4.994
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen -3.059.751,98 0
a) davon Abschreibungen EUR 3.059.751,98 (Vorjahr TEUR 0)
b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR 3.059.751,98 (Vorjahr TEUR 0)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.270.933,62 -4.097
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 784.000,53 (Vorjahr TEUR 827)
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzerfolg) 8.968.761,08 4.323
14. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 6 und Z 13) 5.504.779,29 2.382
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.522.329,40 1.003
davon latente Steuern EUR 2.847.199,00 (Vorjahr TEUR 4.153)
16. Jahresüberschuss 7.027.108,69 3.386
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.510.853,46 125
18. Bilanzgewinn 10.537.962,15 3.511
- EDV-Software 4 Jahre
- Rechte 15 Jahre
- Gebäude und Grundstückseinrichtungen 10 bis 50 Jahre
$\sim$ Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 8 Jahre
____
TEUR
Jahr
- -
ı-5 Jahre 5 Jahre ⊪ Rilanzwert '
________
.
-
. .

ъ.
۰.
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r
v
_________

$\cdot$ $\cdot$
. .



_________
in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Jubiläumsgeldrückstellungen 35,9 53.0
Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube 364,9 303.8
sonstige Personalrückstellungen 362,1 357.0
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 159,7 116.8
Bilanzveröffentlichung 168,0 160.0
Sonstige Rückstellungen 39,0 0.0
Summe 1.129.6 990.6
31.12.2017 31.12.2016
lin TEUR Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Haftungen für Kredite und
Kurssicherungen
30.846,1 30.846.1 31.090,8 31.090,8
________
in TEUR
.
2017 2016
Verrechnete Holdingleistungen
Mieterträge
.
.
.
.
.
_____
---
A REPORT OF A REPORT OF A REPORT OF A 19

-
.
__

. .
in TEUR 2017 2016
Kursverluste 2.626.7 225,
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.256,3 666,3
Dienstleistungen Konzern 405,0 622,9
Versicherungen 169.9 ククセット
_________
.
---------
in TEUR
---------------------------------------
201
2016
ミレーブレ ---------------
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (U
IK \
.td
. . . .
ъ
- 1
- Prüfung des Jahresabschlusses TEUR 21,0 (Vorjahr: TEUR 22,5)
- Steuerberatungsleistungen TEUR 21,2 (Vorjahr: TEUR 15,5)
- Sonstige Leistungen (Vorjahr: TEUR 57,5)
Ergebnis
in TEUR
Eigenkapital
in TEUR
Anteil in Prozent Jahr 2017 31.12.2017
GmbH, Ternitz
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology
100,00 $-1.872,2$ 98.394,4
DSI FZE, Dubai, AE 100,00 1.746,1 51.407,2
DSI PBL de Mexico S.A. de C.V., Villahermosa, MX 99,00 58,7 117,6
$\overline{\omega}$
Schoeller-Bleckmann America Inc., Wilmington, U
100,00 80.609,3 42.252,1
BICO Drilling Tools Inc., Houston, US 90,65 4.747,2 79 152,5
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MX 100,00 $-1.691,0$ $-27,8$
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Rotherham, GB 100,00 2.333,3 36.656,1
Knust-SBD Pte Ltd., Singapur, SG 51,50 $-1.305,3$ 7.706,7
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE, Dubai, AE 100,00 $-286,1$ 5.492.7
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong, VN 100,00
28.
16.984,2
Schoeller-Bleckmann Canada Ltd., Calgary, CA 100,00 179,6 33.221,6
ii, AE
ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED, Dubai
99,00 o
O
$\frac{0}{0}$
2017 2016
Gehaltsempfänger 16 15
Lohnempfänger
Summe Mitarbeiter 74 23
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten kumulierte Abschreibungen Buchwert Buchwert
Beträge in EURO Vortrag Stand Vortrag Zuschreibungen Stand 31.12.2017 31.12.2016
01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017 01.01.2017 Zugänge Abgänge im Gesch.j. 31.12.2017
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
63.738,60 0,00 0,00 63.738,60 60.583,60 3.155,00 0,00 0,00 63.738,60 0,00 3.155,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 63.738,60 0,00 0,00 63.738,60 60.583,60 3.155,00 0,00 0,00 63.738,60 0,00 3.155,00
II. Sachanlagevermögen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon
Grundwert EUR 3.560.935,26 (2016: TEUR 3.560,9)
1.
20.140.201,77 0,00 0,00 20.140.201,77 7.969.798,79 528.448,08 0,00 0,00 8.498.246,87 11.641.954,90 12.170.402,98
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 681.785,17 12.574,88 0,00 694.360,05 550.030,77 27.965,77 0,00 0,00 577.996,54 116.363,51 131.754,40
3. geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 649,50 -649,50 0,00 0,00 649,50 -649,50 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 20.821.986,94 13.224,38 -649,50 20.834.561,82 8.519.829,56 557.063,35 -649,50 0,00 9.076.243,41 11.758.318,41 12.302.157,38
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 242.782.206,17 3.305.113,05 0,00 246.087.319,22 17.867.905,22 0,00 0,00 0,00 17.867.905,22 228.219.414,00 224.914.300,95
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 44.750.738,40 0,00 0,00 44.750.738,40 0,00 3.059.751,98 0,00 0,00 3.059.751,98 41.690.986,42 44.750.738,40
3. Wertrechte des Anlagevermögens 143.967,00 0,00 0,00 143.967,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 143.967,00 143.967,00
Summe Finanzanlagen 287.676.911,57 3.305.113,05 0,00 290.982.024,62 17.867.905,22 3.059.751,98 0,00 0,00 20.927.657,20 270.054.367,42 269.809.006,35
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 308.562.637,11 3.318.337,43 -649,50 311.880.325,04 26.448.318,38 3.619.970,33 -649,50 0,00 30.067.639,21 281.812.685,83 282.114.318,73

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

Anlagenspiegel gemäß § 226 (1) UGB per 31.12.2017

Lagebericht

4. Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinnund Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

• Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen

Sachverhalt und Problemstellung

In der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft bestehen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von rd. 228 MEUR. Aufgrund des, mit Ausnahme von Nordamerika, unverändert stagnierenden internationalen Marktes der SCHOELLER-BLECKMANN-Gesellschaften hat die Gesellschaft die Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze untersucht. Zu diesem Zweck wurde zum 31. Dezember 2017 für die Anteile an verbundenen Unternehmen auf Basis der vorliegenden Planungen ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die Bewertung erfolgte durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern, welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde.

Nähere Ausführungen zur Beteiligungsbewertung befinden sich im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zur Bilanz – Anlagevermögen.

In das Bewertungsmodell fließen zahlreiche Schätzwerte ein, die naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet sind und wesentlich das Ergebnis der Bewertung beeinflussen. Somit handelt es sich bei der Beteiligungsbewertung um ein Prüffeld von besonderer Bedeutung, welches verstärkte Aufmerksamkeit im Rahmen der Abschlussprüfung erfordert.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben die im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen angesetzten Parameter mit unternehmensspezifischen Informationen sowie branchenspezifischen Marktdaten bzw. Markterwartungen aus externen und internen Datenquellen verglichen und das angewendete Bewertungsmodell hinsichtlich seiner Angemessenheit beurteilt.

Zur Plausibilisierung der Kapitalkosten mittels Vergleichsanalyse haben wir interne Experten hinzugezogen.

Die bei den Berechnungen verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die darin verwendeten Plandaten haben wir mit den vom Vorstand genehmigten Mittelfristplanungen des Managements abgeglichen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die

internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Die Abschlussprüfung umfasst keine Zusicherung des künftigen Fortbestands der geprüften Gesellschaft oder der Wirtschaftlichkeit oder Wirksamkeit der bisherigen oder zukünftigen Geschäftsführung.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir berücksichtigen bei der Durchführung unserer Prüfung gemäß den anzuwendenden Prüfungsstandards den gesetzlichen und sonstigen regulatorischen Rechtsrahmen der Gesellschaft, sind aber nicht dafür verantwortlich, Verstöße der Gesellschaft gegen Gesetze und andere Rechtsvorschriften zu verhindern oder aufzudecken. Das aufgrund der inhärenten Grenzen einer Abschlussprüfung bestehende unvermeidbare Risiko, dass einige wesentliche falsche Darstellungen im Abschluss möglicherweise nicht aufgedeckt werden, obwohl die Prüfung ordnungsgemäß geplant und durchgeführt wurde, ist bei Verstößen gegen sonstige Rechtsvorschriften größer. Dies unter anderem deshalb, da es viele, hauptsächlich auf die betrieblichen Aspekte einer Gesellschaft bezogene Gesetze und andere Rechtsvorschriften gibt, die nicht von den rechnungslegungsbezogenen Informationssystemen der Gesellschaft erfasst werden und diesbezügliche Verstöße mit einem Verhalten zu deren Verschleierung einhergehen können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder

Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. April 2017 als Abschlussprüfer für das am 31. Dezember 2017 endende Geschäftsjahr gewählt und am 23. August 2017 vom Aufsichtsrat mit der Durchführung der Abschlussprüfung beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem am 31. Dezember 1995 endenden Geschäftsjahr Abschlussprüfer der Gesellschaft.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art 5 Abs 1 der EU-VO erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Christof Wolf.

Wien, am 27. Februar 2018

Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH

Mag. Christof Wolf Mag. Gerhard Marterbauer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz Vertreter gemäß § 124 Abs. 1 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Ternitz, 28. Februar 2018

Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader

Vorstand

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

A-2630 Ternitz/Austria n Hauptstraße 2 n Tel.: +43 2630 315-110 n Fax: +43 2630 315-101 n E-Mail: [email protected] Firmensitz/Reg. Office: 2630 Ternitz, Austria n Firmenbuch/Comm. Reg. No.: FN 102999w Handelsgericht Wr. Neustadt n DVR 0769509 n Bank/BankAccount: UniCredit Bank Austria AG n IBAN: AT66 1100 0032 4033 7000 n BKAUATWW n UID/VAT No.: ATU 14661105

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