Annual Report • Mar 17, 2017
Annual Report
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| LAGEBERICHT | 3 |
|---|---|
| MARKTUMFELD | 5 |
| GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 7 |
| AUSBLICK | 13 |
| ANALYSE UND ERGEBNISSE | 15 |
| KONZERNABSCHLUSS | 23 |
| KONZERNBILANZ | 25 |
| KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 27 |
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 28 |
| KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG | 29 |
| ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS | 30 |
| ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS | 31 |
| BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESTÄTIGUNGSVERMERK | 103 |
| BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2016 | 109 |
| UNTERNEHMENSINFORMATIONEN | 111 |
| JAHRESABSCHLUSS | |
| JAHRESABSCHLUSS DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG | 115 |
| ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 82 ABS. 4 Z 3 BÖRSEGESETZ | 146 |
| MARKTUMFELD | 5 |
|---|---|
| GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 7 |
| AUSBLICK | 13 |
| ANALYSE UND ERGEBNISSE | 15 |
" D I E W E L T W E I T E N A U S G A B E N F Ü R E X P L O R A T I O N U N D P R O D U K T I O N S A N K E N I M J A H R 2 0 1 6 N O C H E I N M A L U N D D A M I T ERSTMALS ZWEI JAHRE IN FOLGE"
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2016 stabil. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,1 %, ähnlich wie im Jahr davor. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2016 1,6 %, nach 2,1 % in 2015. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2016 bei 4,1 %, wie bereits im Jahr davor. Insbesondere China und Indien erwiesen sich als robust. Die erdölexportierenden Schwellenländer waren durch den niedrigen Ölpreis unter Druck. In Russland zeigte die Wirtschaft Anzeichen einer Stabilisierung. Das Votum über den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) sorgte für Unsicherheiten in der westlichen Welt.6
Die durchschnittliche globale Ölnachfrage stieg im Jahr 2016 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 96,6 mb/d (2015: 95,0 mb/d). Treibend waren vor allem die Nicht-OECD Staaten und Asien. Die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten stieg um 1,2 mb/d oder 2,5 % auf 49,8 mb/d (2015: 48,6 mb/d). In den OECD Staaten stieg die Nachfrage um 0,3 mb/d oder 0,6 % auf 46,7 mb/d (2015: 46,4 mb/d).
Der Ölmarkt war auch im Jahr 2016 überversorgt. Der weltweite Öl-Angebotsüberhang betrug im ersten Quartal 2016 1,3 mb/d, im zweiten Quartal 2016 aber nur mehr 0,1 mb/d und im dritten Quartal 2016 drehte er vorübergehend in Folge von politischen Ereignissen (z.B. lokale Konflikte in Nigeria und Venezuela) in einen leichten Nachfrageüberhang von 0,2 mb/d. Ab Mitte des zweiten Quartals steigerten die OPEC Staaten, angeführt von Saudi-Arabien, Irak und Libyen, ihre Produktion trotz der bereits in Diskussion stehenden Produktionsobergrenze von durchschnittlich 38,7 mb/d im Mai 2016 auf 39,8 mb/d im Dezember 2016 (33,1 mb/d exklusive Natural Gas Liquids / NGLs). In den Nicht-OPEC Staaten ging das Angebot 2016, angeführt von den USA und China, um 0,8 mb/d auf 57,7 mb/d zurück. Die OPEC Produktion (inklusive Natural Gas Liquids / NGLs) erreichte im November 2016 ihren Höchststand von 40,2 mb/d. Im vierten Quartal konnte die steigende Nachfrage die steigende Produktion in den OPEC Staaten nicht mehr kompensieren. Über das Gesamtjahr blieb der Ölmarkt um 0,4 mb/d überversorgt. Die OPEC Reservekapazität zum Ende des vierten Quartals lag im Dezember 2016 bei lediglich 2,5 mb/d (2,9 mb/d im Jänner 2016).
Am 30. November 2016 einigten sich die OPEC Staaten auf eine Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d (Rohöl exklusive Natural Gas Liquids / NGLs) für die Dauer von mindestens sechs Monaten. Gemessen an den Angebotszahlen der IEA betrug die effektive Reduktion sogar 1 mb/d über den Jahreswechsel 2016 / 2017. Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage sollte daher beschleunigt wiederhergestellt werden.
6 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2017.
Maßgeblich für die Wiederherstellung wird auch die Veränderung der OECD Lagerbestände sein. Die Rohöl-Lagerbestände sanken von 1.177 Million Barrels (mb) zu Beginn des Jahres 2016 auf 1.170 mb im Dezember 2016 und lagen um 115 mb über dem fünfjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig erhöhten die OECD Mitgliedstaaten ihre Rohölimporte von 20,1 mb/d im Vorjahr auf 21,1 mb/d in 2016. Im Mai 2016 erreichten die Rohöl-Lagerbestände ihren Höchststand von 1.215 mb.7
Der weltweite Rig Count ging zunächst um 29 % auf 1.405 Anlagen im Mai 2016 zurück. Seit Ende des zweiten Quartals stellte sich gerade im nordamerikanischen Rig Count eine deutliche Erholung ein, sodass der weltweite Rig Count im Dezember 2016 mit 1.772 Anlagen um 6 % unter dem Wert zu Beginn des Jahres (Jänner 2016: 1.891 Anlagen) bzw. um 10 % unter dem Vorjahreswert (Dezember 2015: 1.969 Anlagen) lag. Der nordamerikanische Rig Count konnte von seinem Tiefstand von 450 Anlagen im Mai 2016 wieder auf 843 Anlagen zum Jahresende zulegen und lag damit nahezu auf dem Niveau vom Jänner 2016. In den übrigen Weltregionen ging die Zahl der Bohranlagen seit Jänner 2016 um 11 % auf 929 Anlagen zurück.8 Der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (Drilled but Uncompleted Wells oder DUCs) in Nordamerika verringerte sich seit dem Höchststand zu Beginn des Jahres von 5.596 Einheiten zunächst um 10 % auf 5.039 Einheiten und stieg zuletzt wieder mit der anziehenden Bohraktivität um 5 % auf 5.289 Einheiten zum Ende des Jahres an.9
Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) sanken im Jahr 2016 noch einmal beschleunigt. Nachdem sie 2015 bereits um 21 % gesunken waren, gingen sie 2016 nach Analystenschätzungen erneut um 27 % zurück. Den stärksten Rückgang 2016 verzeichnete Nordamerika mit einem Minus von 41 %, nach einem Rückgang von 33 % in 2015. Seit Beginn des Abschwungs in 2014 gingen die weltweiten E&P-Ausgaben um 42 % und die nordamerikanischen um 62 % zurück.10
Die Preise beider Rohöl-Sorten waren stark von den Erwartungen des Finanzmarktes in Hinblick auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage geprägt. Zu Jahresbeginn fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI auf ein Tief von USD 26,21 im Jänner sowie der europäischen Sorte Brent auf ein Tief von USD 27,88 im Februar. Dieser Ölpreisverfall kam für den Markt völlig unerwartet und hatte zur Folge, dass die E&P-Budgets noch einmal gekürzt wurden. Über den Jahresverlauf pendelte sich der Ölpreis in der Bandbreite zwischen USD 40 und 52 ein, war jedoch einer starken Volatilität ausgesetzt. Mit der Entscheidung der OPEC Staaten am 30. November 2016 über eine Produktionsobergrenze reagierte der Markt umgehend positiv und konnte das notwendige Vertrauen hinsichtlich eines nachhaltig höheren Ölpreises wieder gewinnen. Im Jahresverlauf stieg der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI von USD 36,76 zum 4. Jänner 2016 auf USD 53,72 zum 30. Dezember 2016, der europäischen Sorte Brent von USD 37,22 auf USD 56,82.11
10 Evercore ISI, The 2017 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2016. 11 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex).
7 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2017.
8 Baker Hughes Rig Count.
9 U.S. Energy Information Administration (EIA), Drilling Productivity Report, Februar 2017.
" D I E S O L I D E B I L A N Z S T R U K T U R E R M Ö G L I C H T E S B O D I E G R Ö S S T E AKQUISITION DER UNTERNEHMENS-G E S C H I C H T E Z U B E G I N N D E S Z W E I T E N Q U A R T A L S 2 0 1 6 Z U T Ä T I G E N "
Die Oilfield Service Industrie war 2016 das zweite Jahr in Folge mit dem stärksten Abschwung der vergangenen 30 Jahre konfrontiert. Die Zurückhaltung der Kunden bei den Bestellvolumina wurde durch einen anhaltenden Druck auf die Preise ergänzt. Dieser Einbruch spiegelt sich naturgemäß in den Umsatz- und Ergebniszahlen von SBO wider. Das Management reagierte bereits 2014 frühzeitig mit einem Paket von Gegensteuerungsmaßnahmen, um das Unternehmen sicher durch den Abschwung zu steuern. An diesem Kurs hielt SBO auch 2016 konsequent fest.
Trotz dieses sehr schwierigen Umfelds konnte SBO einen positiven operativen Cashflow erzielen und verfügt über eine kerngesunde Bilanzstruktur. Der hohe Bestand an liquiden Mitteln gibt dem Unternehmen die Kraft, auch im aktuellen Zyklus gezielt in zukünftige Wachstumsfelder zu investieren. Das Management entschied sich für zwei strategische Schwerpunkte in diesem herausfordernden Marktumfeld: Einerseits nachhaltige und einmalige Kostenoptimierungsmaßnahmen (siehe "Maßnahmen gegen den Abschwung"), andererseits Investitionen in den Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Well Completion sowie in Forschung und Entwicklung (siehe "Strategische Investitionen" sowie "Forschung und Entwicklung"). Mit dem Erwerb von Downhole Technology am 1. April 2016 tätigte SBO die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte.
Bedingt durch die geringe Nachfrage ging der Umsatz von SBO 2016 um 41,7 % auf MEUR 183,0 zurück (2015: MEUR 313,7). Der Auftragseingang sank im Jahresvergleich um 16,8 % auf MEUR 169,3 (2015: MEUR 203,6). In der zweiten Jahreshälfte 2016 zeigte sich im Auftragseingang ein Anstieg gegenüber den ersten beiden Quartalen. 2015 hatte SBO noch vom Rekordauftragseingang im Jahr 2014 profitiert. Der Auftragsstand lag Ende 2016 bei MEUR 20,5 nach MEUR 34,3 zum 31. Dezember 2015.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug MEUR 0,4 (2015: MEUR 55,1). Unter Berücksichtigung einmaliger Aufwendungen für Due Diligence von MEUR 2,4 und Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen von MEUR 0,5, also gesamt MEUR 2,9, betrug das berichtete EBITDA MEUR minus 2,5 (2015: MEUR 53,1). Das operative Betriebsergebnis (EBIT) vor Sondereffekten betrug MEUR minus 50,4 (2015: MEUR 3,7). Unter Berücksichtigung vorgenannter Sondereffekte sowie einmaliger Aufwendungen für Impairment von Sachanlagen und Firmenwerten von MEUR 5,1, also gesamt MEUR 8,0, betrug das berichtete Betriebsergebnis (EBIT) MEUR minus 58,3 (2015: MEUR minus 22,1). Das Finanzergebnis belief sich auf MEUR 13,3 (2015: MEUR 2,1), darin enthalten das Ergebnis aus der Bewertung von Optionsverbindlichkeiten von MEUR 17,2. Das Ergebnis vor Steuern betrug MEUR minus 45,1 (2015: MEUR minus 20,0), das Ergebnis nach Steuern lag bei MEUR minus 28,0 (2015: MEUR minus 19,0). Das Ergebnis je Aktie kam auf EUR minus 1,75 (2015: EUR minus 1,19). Die Margen spiegeln den Markteinbruch wider: Die EBITDA-Marge lag operativ bei 0,2 % (2015: 17,6 %), die EBIT-Marge operativ bei minus 27,5 % (2015: 1,2 %). Die Pretax-Marge betrug minus 24,6 % (2015: minus 6,4 %).
SBO konnte trotz des anhaltenden Abschwunges im Geschäftsjahr 2016 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von MEUR 31,3 (2015: MEUR 103,4) erzielen. Dies wurde vor allem durch aktives Working Capital Management erreicht.
Die Bilanzstruktur von SBO ist nach wie vor kerngesund. Die liquiden Mittel beliefen sich zu Jahresende 2016 auf MEUR 193,5 (31. Dezember 2015 - vor der Akquisition von Downhole Technology: MEUR 196,3). Die Nettoverschuldung lag bei MEUR 51,0 (31. Dezember 2015: Netto-Cash-Position von MEUR 26,2), das Gearing bei lediglich 12,0 %. Die Investitionen in Sachanlagevermögen und Immaterielle Vermögenswerte (CAPEX) wurden gegenüber 2015 um 43,4 % auf MEUR 13,0 zurückgefahren (2015: MEUR 23,1).
Die solide Bilanzstruktur ermöglichte SBO am 1. April 2016 einen Anteil von 68 % an Downhole Technology zu einem Kaufpreis von MUSD 103 (stichtagsbezogen umgerechnet MEUR 90,4) zu erwerben. Die Finanzierung des Kaufpreises erfolgte aus den vorhandenen liquiden Mitteln. Downhole Technology trägt seit der Akquisition positiv und im Rahmen der Erwartungen zum Ergebnis von SBO bei. Selbst nach diesem Erwerb verfügte SBO zum 31. Dezember 2016 über eine solide Eigenkapitalquote von 53,1 % (31. Dezember 2015: 60,8 %).
SBO gliedert ihr Geschäft in zwei Segmente: "High Precision Components" (HPC) (Fertigung von komplexen MWD (Measurement While Drilling) und LWD (Logging While Drilling) Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl) und "Oilfield Equipment" (OE) (High-Performance-Bohrmotoren und Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie (Circulation Tools), den Vertrieb amagnetischer Bohrstrangkomponenten (Non-Magnetic Drill-Collars), Service- und Reparaturarbeiten sowie Produkte für das Komplettieren der Bohrung). Beide Segmente waren 2016 vom Markteinbruch spürbar betroffen.
Das Segment "High Precision Components" entwickelte sich 2016 entsprechend den deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Der Segment-Umsatz ging um 61,5 % auf MEUR 55,3 zurück (2015: MEUR 143,5). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) vor Aufwendungen für Impairment von Sachanlagen und Firmenwerten sowie Restrukturierungsmaßnahmen betrug MEUR minus 29,3 (2015: MEUR minus 5,9).
Im Segment "Oilfield Equipment" wirkte der massive Rückgang der weltweiten Aktivitäten dämpfend auf das Geschäft. Die Kunden setzten zwar auch im Abschwung auf Qualitätsprodukte, die sinkende Nachfrage drückte aber auf die Preise. Der Segment-Umsatz sank daher um 25,0 % auf MEUR 127,7 (2015: MEUR 170,2). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) vor Aufwendungen für Impairment von Sachanlagen und Firmenwerten sowie Restrukturierungsmaßnahmen betrug MEUR minus 18,0 (2015: MEUR 13,3).
SBO besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service Industrie. Das Management hat auch im Abschwung der vergangenen beiden Jahre rasch reagiert und frühzeitig im dritten Quartal 2014 erste Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse entgegenzuwirken. Diesen Kurs setzte SBO 2016 weiter konsequent fort:
f Die beiden Restrukturierungen (Fusionen) in den USA und in Großbritannien wurden abgeschlossen. Die Fusion der beiden SBO-Tochtergesellschaften in Singapur, die Mitte 2016 beschlossen wurde, ist ebenfalls abgeschlossen. Ein gemeinsames Management führt die beiden Standorte der "Knust-SBO Far East Pte. Ltd." und der "SB DARRON Pte. Ltd." unter der Firma "Knust-SBD Pte. Ltd." fort. Durch die Restrukturierung werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt.
Bereits im November 2014 hatte SBO das kanadische Unternehmen "Resource Well Completion Technologies Inc." (Resource) übernommen und einen Grundstein für die Präsenz am Well Completion-Markt gelegt. Zuvor hatte SBO vorwiegend Produkte für Directional Drilling hergestellt.
Well Completion ist der nächste Prozessschritt im Lebenszyklus einer Bohrung nach dem Drilling, bei welchem das Bohrloch für die Öl- und Gasförderung vorbereitet wird. Ebenso wie im Directional Drilling gewinnt im Well Completion Technologie und einschlägiges Know-how zunehmend an Bedeutung. Effizienzsteigerungen der vergangenen Jahre sind auch auf die zunehmende Technologisierung in diesem Bereich zurückzuführen. Mit dem Einstieg in den Well Completion-Markt hat sich SBO strategisch neu positioniert, um in diesem attraktiven Markt zu partizipieren.
SBO erwarb 68 % der Anteile an "Downhole Technology LLC" (Downhole Technology) am 1. April 2016. Dies war die größte Akquisition in der Geschichte von SBO. Downhole Technology ist in Houston in den USA ansässig und ein technologisch führender Anbieter von Composite Frac Plugs für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen. Das Design, das Fertigungs-Know-how sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen ein rascheres, effizienteres und sichereres Komplettieren der Bohrung als mit vergleichbaren Produkten. Durch hohe Qualität und innovatives Design erzielt Downhole Technology eine hohe Akzeptanz am Markt.
Mit Downhole Technology und Resource ist SBO in der Lage, ein breites Portfolio an Tight Formation Completion Tools anzubieten. Während Resource High-Tech "Sliding Sleeve"-Lösungen für das Komplettieren der Bohrung anbietet, stellt Downhole Technology "Plug-n-Perf"-Equipment für diese Anwendung her. SBO ist bereits heute als führender unabhängiger Produktanbieter im Markt vertreten.
Darüber hinaus hat SBO die 2014 gestartete Internationalisierung des erfolgreichen Bohrmotorengeschäfts der Tochtergesellschaft BICO im Jahr 2016 weiter vorangetrieben: Die Bohrmotoren werden verstärkt in Russland und Fernost sowie von der bestehenden Niederlassung in Dubai aus vermarktet. Das sind jene Regionen, die global am wenigsten vom Nachfragerückgang betroffen sind. Zudem bieten die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften in Saudi-Arabien und Mexiko vor allem für die Tochtergesellschaft DSI mit ihrer Untertage-Zirkulations-Technologie zusätzliche Marktchancen.
Die Wachstumsstrategie von SBO ist langfristig orientiert und basiert neben organischem Wachstum auf Akquisitionen und Forschung und Entwicklung (F&E). Gezielte F&E-Investitionen auch im Abschwung stellen sicher, dass SBO am nächsten Aufschwung optimal teilnehmen kann.
Die F&E-Budgets von SBO waren nicht von den Kosteneinsparungen im Jahr 2016 betroffen. So konnten einige innovative Erfolge erzielt werden:
Mit ihrer "Direct Metal Laser Sintering" (DMLS) Anlage ist SBO nun auch kommerziell im hochpräzisen 3D Metall-Druck vertreten. Diese neuartige, auf Faserlaser basierende Additive Manufacturing Technologie ergänzt das breite Angebot an Fertigungstechnologien von SBO. Damit können individuelle, hochkomplexe Metallteile mit nur geringem Zeitaufwand einzelgefertigt werden, ohne Abstriche bei Qualität und mechanischen Eigenschaften.
In Ergänzung dazu konnte das Elektronenstrahlschweißen ("Electronic Beam Welding" (EBW)) kommerzialisiert werden. Bisher auf dem Markt verfügbare Systeme erwiesen sich als unzuverlässig oder konnten den Qualitätsansprüchen nicht gerecht werden. Diese Technologie kann SBO flexibel für Kundenanforderungen einsetzen, die mit herkömmlichen Fertigungstechniken nicht umsetzbar wären.
In der traditionellen Fertigung hat SBO im "GooseNeck Drilling" die Marktreife erlangt. Diese Technologie ermöglicht es, innerhalb der Bohrstange gerichtete Bohrungen ab einem Durchmesser von 1½" (38 mm) herzustellen. Hierdurch erhalten die Kunden völlig neue Möglichkeiten bei der Konstruktion von komplexen MWD (Measurement While Drilling) und LWD (Logging While Drilling) Messgeräten. Durch das außermittige Versetzen der Zentrumsbohrung in der Bohrstange hat die Elektronik mehr Installationsraum zur Verfügung, ohne dass die Festigkeit der Bohrstange durch einen "Stub Welding" Prozess (Schweißprozess) geschwächt wird.
Mit dem "MASTER Motor Konzept" entwickelte SBO eine in Design und Leistungsfähigkeit verbesserte Produktlinie an Hochleistungsmotoren. Höhere Strömungsgeschwindigkeiten und Temperaturen können durch robustere Verbindungen und höhere Wartungsstandards erheblich besser bewältigt werden als mit herkömmlichen Bohrmotoren. Die neue Produktlinie ist in Verbindung mit anderen Hochleistungskomponenten von SBO darauf ausgelegt, gerade in besonders harten oder durch Zirkulationsverluste beeinträchtigten Umgebungen ein hohes Drehmoment zu erzeugen. Betreiber profitieren vor allem durch die höhere Bohrgeschwindigkeit, den zeiteffizienteren Bohrprozess und durch das schnellere Herausbohren von Isolations-Equipment im Well Completion. Diese neue Technologie wird ab dem heurigen Jahr kommerziell eingesetzt.
Im Well Completion wurde neben dem bestehenden "Open Only" auch ein "Closable Sleeve"-System entwickelt. Damit können für die Produktion bereits geöffnete Sleeves auch wieder geschlossen werden. Der Druck im Produktionsstrang wird stabil gehalten, weil Zonen mit eindringenden Verunreinigungen und weniger produktive Zonen isoliert werden können. Für die Betreiber optimiert das die Produktion. Das System ist kompakt und verfügt über einen hydraulischen Schließmechanismus. Diese Technologie kann auch für ein späteres Refracking eingesetzt werden.
" M I T D E M A U F B A U D E S G E S C H Ä F T S F E L D E S W E L L C O M P L E T I O N S O W I E I H R E R T Ä T I G K E I T I N F O R S C H U N G U N D E N T W I C K L U N G H A T S I C H S B O G E Z I E L T A U F D E N N Ä C H S T E N AUFSCHWUNG VORBEREITET"
Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2017 einen Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums um 3,4 %, für das Jahr 2018 um 3,6 % (nach 3,1 % im Jahr 2016 und 3,2 % im Jahr 2015). In den Industriestaaten sollte die Wirtschaft im Jahr 2017 um 1,9 %, im Jahr 2018 um 2,0 % wachsen (nach 1,6 % im Jahr 2016 und 2,1 % im Jahr 2015). Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten ab. In den Schwellenund Entwicklungsländern geht der IWF für 2017 von einem Wachstum von 4,5 %, für 2018 von 4,8 % aus (nach jeweils 4,1 % in den Jahren 2016 und 2015).
Das Anziehen der weltweiten Konjunktur in 2017 und 2018 basiert laut Einschätzung des IWF vor allem auf einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern. Die Abschwächung des Wachstums in China soll durch ein stärkeres Wachstum in jenen Schwellen- und Entwicklungsländern überkompensiert werden, die sich 2016 in einer Rezession befanden. Dazu zählen u.a. Brasilien, Nigeria und Russland. Außerdem geht der IWF davon aus, dass begleitende fiskalpolitische Maßnahmen in den Industrieländern sowie nachlassende geopolitische Spannungen zu einem stärkeren Wachstum in den betroffenen Ländern beitragen. Der Brexit sollte sich laut IWF auf die Weltwirtschaft nicht stark auswirken, sofern keine größeren neuen wirtschaftlichen Barrieren geschaffen werden und die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union reibungslos verlaufen.12
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2017 von einem weiteren Anstieg der Ölnachfrage aus: Die Ölnachfrage soll 2017 um 1,4 mb/d auf 98,0 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Ölnachfrage mit rund 46,8 mb/d gegenüber 2016 leicht steigen. In den Nicht-OECD Staaten soll die durchschnittliche Nachfrage um 1,4 mb/d auf insgesamt 51,2 mb/d steigen.
Nach zwei Jahren kontinuierlicher Einsparungen in der Industrie scheint nun endlich der Abschwung zu Ende zu sein. Die IEA erwartet, dass das Angebot in den Nicht-OPEC Staaten von 57,7 mb/d im Jahr 2016 um 0,3 mb/d auf 58,0 mb/d im Jahr 2017 steigen wird. Die OPEC Staaten haben sich am 30. November 2016 auf eine Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d für die Dauer von mindestens sechs Monaten geeinigt. Die Balance aus Angebot und Nachfrage sollte daher beschleunigt wiederhergestellt werden.13
Es bestätigt sich zunehmend, dass sich Nordamerika sehr flexibel auf die neue Situation einstellen kann. Führende Analystenhäuser erwarten für 2017 einen Anstieg der E&P-Ausgaben in Nordamerika von 21 %; weltweit sollen es 2 % sein.14 Das wäre der erste Anstieg seit 2014. Mit Blick auf die massiven Investitionskürzungen in den Jahren 2015 und 2016 ist der Investitionsbedarf grundsätzlich hoch. E&P-Ausgaben des vergangenen Jahres sind zu einem großen Teil lediglich in die Erhaltung der bestehenden Förderung geflossen. Ohne Investitionen wird durchschnittlich eine Post-Peak Decline Rate von 5-7 % p.a. angenommen.15 Unter Berücksichtigung dieses Faktors und der stabil steigenden Ölnachfrage ist mittelfristig nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Unterversorgung des Ölmarktes kommen könnte.
Die Erwartungen für 2017 gehen vor allem für Nordamerika von einer erkennbaren Markterholung aus. International ist diese Belebung noch nicht eingetreten und es wird noch einige Zeit benötigen, bis die in den letzten beiden Jahren aufgebauten Lagerbestände der Kunden abgebaut sind. Insgesamt wird für 2017 ein Übergangsjahr erwartet. Mit dem Aufbau des Geschäftsfeldes Well Completion sowie ihrer Tätigkeit in Forschung und Entwicklung hat sich SBO gezielt auf den nächsten Aufschwung vorbereitet. Der hohe Cash-Bestand, die geringe Nettoverschuldung und die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens geben SBO die Flexibilität, auf kommende Herausforderungen schnell reagieren zu können. SBO ist gut aufgestellt, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.
13 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2017.
14 Evercore ISI, The 2017 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2016; etwas optimistischer: Barclays, 2017 E&P Spending Outlook, Jänner 2017.
15 HSBC Global Research, Februar 2017.
Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde durch die Übernahme des US-amerikanischen Unternehmens Downhole Technology die Geschäftstätigkeit im Produktbereich Completion Tools erweitert. Diese Gesellschaft wurde erstmalig per 1. April 2016 in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Der Umsatz ist bedingt durch die geringe Nachfrage um 41,7 % von MEUR 313,7 im Jahr 2015 auf MEUR 183,0 im Jahr 2016 gesunken.
Wie in den Vorjahren ist der US-Dollar weiterhin die bei weitem wichtigste Währung für den SBO-Konzern. Im Jahr 2016 wurden 84 % (nach 85 % im Jahr 2015) der Umsätze und Erträge in US-Dollar erwirtschaftet, wobei rund 60 % (nach 50 % im Jahr 2015) der Aufwendungen ebenfalls in US-Dollar angefallen sind. Während der durchschnittliche Wechselkurs des Jahres 2016 mit 1 Euro = 1,1066 USD nahezu unverändert zum Jahr 2015 mit 1 Euro = 1,1096 USD war, ist der US-Dollar im Vergleich zum Euro gegen Jahresende deutlich angestiegen. Der Schlusskurs zum 31. Dezember 2016 betrug 1 Euro = 1,0541 USD im Vergleich zum 31. Dezember 2015 mit 1 Euro = 1,0887 USD.
| Höchst | Tiefst | Durchschnitt | Schluss | |
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 1,1569 | 1,0364 | 1,1066 | 1,0541 |
| 2015 | 1,2043 | 1,0552 | 1,1096 | 1,0887 |
Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2015 und 2016 wurden für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen.
| High Precision Components | Oilfield Equipment | Summe Umsatzerlöse | |
|---|---|---|---|
| 2016 | 55,3 | 127,7 | 183,0 |
| 2015 | 143,5 | 170,2 | 313,7 |
Im Segment "High Precision Components" ist der Umsatz im Jahr 2016 aufgrund der abermals deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden um 61,5 % von MEUR 143,5 in 2015 auf MEUR 55,3 in 2016 zurückgegangen.
Im Segment "Oilfield Equipment" führte der signifikante Rückgang der weltweiten Bohraktivitäten zu einem Umsatzrückgang um 25,0 % von MEUR 170,2 auf MEUR 127,7. Die Akquisition von Downhole Technology konnte diesen Umsatzrückgang nur zum Teil kompensieren.
Das Bruttoergebnis ist im Jahr 2016 um 94,2 % von MEUR 61,1 auf MEUR 3,5 gesunken, die Bruttomarge von 19,5 % auf 1,9 %.
Trotz der durchgeführten Sparmaßnahmen kam es zu einer weiteren Reduktion der Bruttomarge. Zum einen führte die gesunkene Betriebsleistung zu einer weiteren Unterauslastung der Kapazitäten und zum anderen drückte die sinkende Nachfrage insbesondere im Segment "Oilfield Equipment" verstärkt auf die Preise.
Die bedeutendsten Elemente der Herstellungskosten sind Material- und Energieaufwand, Personalkosten sowie Abschreibungen auf das Anlagevermögen.
Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind von MEUR 52,6 in 2015 auf MEUR 53,8 in 2016 gestiegen. Während der Anstieg der Vertriebsaufwendungen von MEUR 19,8 im Jahr 2015 auf MEUR 20,1 im Jahr 2016 auf die Geschäftsausweitung des Segmentes "Oilfield Equipment" zurückzuführen ist, wird die Steigerung der Verwaltungsaufwendungen von MEUR 32,8 auf MEUR 33,7, neben den Due-Diligence-Aufwendungen im Zuge der Akquisition von Downhole Technology, vor allem durch die Geschäftsausweitung des Segmentes "Oilfield Equipment" begründet. Bereinigt um diese Aufwendungen betrugen die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen im Jahr 2016 MEUR 42,0.
Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten für das operative Geschäft, Reise- und Bewirtungskosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen in 2016 MEUR 10,3 (2015: MEUR 18,7). Diese Position enthält Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 7,6 (2015: MEUR 8,2), primär für das Segment "Oilfield Equipment", sowie Kursverluste in Höhe von MEUR 2,6 (2015: MEUR 10,5). Letzterem stehen Kursgewinne in den Sonstigen betrieblichen Erträgen von MEUR 6,5 (2015: MEUR 12,4) gegenüber.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen insgesamt in 2016 MEUR 7,9 (2015: MEUR 14,0) und betreffen neben den Kursgewinnen noch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Anlagenverkäufen.
Das Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten betrug MEUR minus 52,7 (minus 28,8% vom Umsatz) im Vergleich zu MEUR 3,7 (1,2% vom Umsatz) im Jahr davor. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Umsatzrückgang sowie auf die Reduktion der Bruttomarge zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen für nicht wiederkehrende Posten in Höhe von insgesamt MEUR 8,1 angefallen. Es handelt sich hierbei mit MEUR 3,0 um Kosten für die Restrukturierung von Produktionsstandorten in den USA und mit MEUR 5,1 um Wertminderungen von Sachanlagen und Firmenwerten. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen im Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Höhe von MEUR 1,7 sowie ein Ertrag aus dem Verkauf eines Grundstückes in UK in Höhe von MEUR 0,8, somit gesamt MEUR 2,5, gegenüber.
Das Betriebsergebnis nach nicht wiederkehrenden Posten ist von MEUR minus 22,1 in 2015 auf MEUR minus 58,3 in 2016 zurückgegangen.
Das Finanzergebnis betrug in 2016 MEUR 13,3 nach MEUR 2,1 im Jahr 2015.
Die sonstigen finanziellen Erträge aus Earn-Out-Bewertungen sowie die Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen haben sich von MEUR 8,7 in 2015 auf MEUR 17,3 in 2016 erhöht.
Das Nettozinsergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR minus 4,0 (2015: MEUR minus 6,6). Im Nettozinsergebnis wird auch der Ergebnisanteil der vom jeweiligen Management gehaltenen Anteile und Genussrechte an einzelnen Tochtergesellschaften erfasst, er belief sich 2016 auf MEUR 1,8 (2015: MEUR minus 1,3).
Das Ergebnis vor Steuern für das Jahr 2016 betrug MEUR minus 45,1 nach MEUR minus 20,0 im Jahr 2015.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen in 2016 MEUR 17,1 (2015: MEUR 1,0) und resultieren im Wesentlichen aus Verlustrückträgen mit Gewinnen aus Vorjahren von MEUR 8,3 sowie aus der Veränderung von latenten Steuern von MEUR 8,8.
Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2016 betrug MEUR minus 28,0 nach MEUR minus 19,0 im Jahr zuvor.
Das Ergebnis pro Aktie erreichte EUR minus 1,75 im Jahr 2016 nach EUR minus 1,19 im Jahr 2015.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, für das Jahr 2016 keine Dividende auszuschütten.
Das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2016 betrug MEUR 425,7 nach MEUR 450,4 zum 31. Dezember 2015. Die Eigenkapitalquote erreichte 53,1 % im Vergleich zu 60,8 % im Jahr zuvor. Diese Entwicklung ist einerseits auf die gestiegene Bilanzsumme aufgrund der Übernahme von Downhole Technology zurückzuführen und andererseits auf eine Reduktion der kumulierten Ergebnisse durch das negative Ergebnis nach Steuern und der Dividendenzahlung im Jahr 2016. Teilweise kompensiert wurde diese Entwicklung durch den gestiegenen USD-Kurs, der zu einer positiven Entwicklung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung führte.
Die Netto-Verschuldung zum 31. Dezember 2016 betrug MEUR 51,0, das ist um MEUR 77,2 höher als die Netto-Cash-Position zum 31. Dezember 2015 (MEUR 26,2), was im Wesentlichen durch die Akquisition von Downhole Technology begründet ist, deren Erwerb aus den bestehenden liquiden Mitteln finanziert wurde. Das Gearing (die Nettoverschuldung in Prozent zum Eigenkapital) belief sich zum 31. Dezember 2016 auf 12,0 % nach -5,8 % im Jahr davor.
Der Cashflow aus dem Ergebnis hat sich aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern von MEUR 46,3 in 2015 auf MEUR 13,7 in 2016 reduziert.
Das Nettoumlaufvermögen ist von MEUR 150,4 zum 31. Dezember 2015 auf MEUR 131,3 zum 31. Dezember 2016 gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine deutliche Senkung der Vorräte zurückzuführen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte damit MEUR 31,3 nach MEUR 103,4 im Jahr 2015.
Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen insgesamt MEUR 100,4 (2015: MEUR 18,3). Davon entfielen MEUR 90,4 auf den Erwerb von Downhole Technology und MEUR 13,0 (2015: MEUR 23,1) auf Zugänge in Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten. Diese betreffen mit MEUR 12,1 das Segment "Oilfield Equipment", hauptsächlich den Ausbau der Mietflotte an Bohrmotoren und mit MEUR 0,9 das Segment "High Precision Components".
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt.
Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt
durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.
Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.
Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.
Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.
Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller operativen Gesellschaften und Holdinggesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.
Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.
Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 42 im Konzernabschluss.
Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 21 im Konzernabschluss.
| KONZERNBILANZ | 25 |
|---|---|
| KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 27 |
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 28 |
| KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG | 29 |
| ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS | 30 |
| ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS | 31 |
| VERMÖGEN in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 193.453 | 196.278 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Erläuterung 5 | 49.526 | 49.199 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 11.406 | 5.205 | |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | Erläuterung 6 | 2.864 | 4.320 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | Erläuterung 12 | 5.068 | 2.230 |
| Vorräte | Erläuterung 7 | 105.653 | 133.748 |
| SUMME KURZFRISTIGES VERMÖGEN Langfristiges Vermögen |
367.970 | 390.980 | |
| Sachanlagen | Erläuterung 8 | 165.344 | 193.024 |
| Firmenwerte | Erläuterung 9 | 174.716 | 81.718 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Erläuterung 9 | 69.904 | 50.749 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | Erläuterung 10 | 12.483 | 12.864 |
| Aktive latente Steuern | Erläuterung 11 | 11.639 | 11.168 |
| SUMME LANGFRISTIGES VERMÖGEN | 434.086 | 349.523 | |
| SUMME VERMÖGEN | 802.056 | 740.503 |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | |||
| Bankverbindlichkeiten | Erläuterung 13 | 32.499 | 32.174 |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | Erläuterung 17 | 37.233 | 12.783 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 28 | 63 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.929 | 11.150 | |
| Erhaltene Zuschüsse | Erläuterung 14 | 97 | 205 |
| Ertragsteuerrückstellung | 2.010 | 1.502 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Erläuterung 15, 20 | 19.979 | 24.696 |
| Sonstige Rückstellungen | Erläuterung 16 | 4.206 | 4.708 |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 107.981 | 87.281 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Darlehen | Erläuterung 17 | 174.691 | 125.049 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 27 | |
| Erhaltene Zuschüsse | Erläuterung 14 | 57 | 153 |
| Rückstellungen für Sozialkapital | Erläuterung 18 | 5.296 | 5.821 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Erläuterung 19, 20 | 78.260 | 52.459 |
| Passive latente Steuern | Erläuterung 11 | 10.038 | 19.353 |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 268.342 | 202.862 | |
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | Erläuterung 21 | 15.947 | 15.982 |
| Kapitalrücklagen | 66.812 | 68.357 | |
| Gesetzliche Rücklage | Erläuterung 22 | 785 | 785 |
| Sonstige Rücklagen | 19 | 19 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 61.109 | 50.166 | |
| Kumulierte Ergebnisse | 281.061 | 315.051 | |
| SUMME EIGENKAPITAL | 425.733 | 450.360 | |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 802.056 | 740.503 |
| in TEUR | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Erläuterung 23 | 182.990 | 313.734 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
Erläuterung 24 | -179.453 | -252.610 |
| Bruttoergebnis | 3.537 | 61.124 | |
| Vertriebsaufwendungen | Erläuterung 24 | -20.070 | -19.757 |
| Verwaltungsaufwendungen | Erläuterung 24 | -33.750 | -32.879 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | Erläuterung 25 | -10.331 | -18.738 |
| Sonstige betriebliche Erträge | Erläuterung 25 | 7.890 | 13.995 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen | |||
| und Restrukturierungsmaßnahmen | -52.724 | 3.745 | |
| Restrukturierungserträge | Erläuterung 26 | 2.525 | 1.181 |
| Restrukturierungsaufwendungen | Erläuterung 26 | -3.013 | -3.146 |
| Wertminderung von Sachanlagen | Erläuterung 12 | -1.789 | -2.010 |
| Wertminderung von Firmenwerten | Erläuterung 9 | -3.316 | -21.880 |
| Betriebsergebnis nach Wertminderungen | |||
| und Restrukturierungsmaßnahmen | -58.317 | -22.110 | |
| Zinserträge | Erläuterung 27 | 3.101 | 1.308 |
| Zinsaufwendungen | Erläuterung 27 | -7.091 | -7.940 |
| Sonstige finanzielle Erträge | Erläuterung 28 | 52 | 3.180 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -30 | -45 | |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
Erläuterung 29 | 17.232 | 5.575 |
| Finanzergebnis | 13.264 | 2.078 | |
| Ergebnis vor Steuern | -45.053 | -20.032 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | Erläuterung 30 | 17.052 | 1.050 |
| Ergebnis nach Steuern | -28.001 | -18.982 | |
| Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien | 15.967.789 | 15.980.422 | |
| Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) | -1,75 | -1,19 |
| in TEUR | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -28.001 | -18.982 | |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn und Verlustrechnung umgegliedert werden können |
|||
| Währungsumrechnung Eigenkapital | 9.867 | 34.560 | |
| Währungsumrechnung sonstige Positionen (1) | 1.435 | 2.362 | |
| darauf entfallende Steuern | Erläuterung 30 | -359 | -590 |
| 10.943 | 36.332 | ||
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und | |||
| Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können | |||
| Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | Erläuterung 18 | 23 | 673 |
| darauf entfallende Steuern | Erläuterung 30 | -6 | -168 |
| 17 | 505 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 10.960 | 36.837 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | -17.041 | 17.855 |
(1) Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften
| in TEUR | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -28.001 | -18.982 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 56.060 | 75.255 | |
| Zuschreibungen | -229 | 0 | |
| Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen | -525 | -1.010 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen | -146 | -1.529 | |
| Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen | -194 | -123 | |
| Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge | -4.495 | -715 | |
| Veränderung von latenten Steuern | -8.753 | -6.615 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 13.717 | 46.281 | |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.884 | 65.624 | |
| Veränderung sonstiger Forderungen und Vermögenswerte | -2.329 | -3.896 | |
| Veränderung Vorräte | 35.869 | 43.301 | |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.726 | -14.211 | |
| Veränderung Optionsverbindlichkeiten | -17.232 | -5.575 | |
| Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -3.921 | -28.087 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Erläuterung 39 | 31.262 | 103.437 |
| Investitionen in Sachanlagen | -12.656 | -22.875 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -384 | -176 | |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen | 111 | -68 | |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel | Erläuterung 40 | -90.028 | 0 |
| Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen | 2.595 | 4.811 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | Erläuterung 39 | -100.362 | -18.308 |
| Freier Cashflow | -69.100 | 85.129 | |
| Erwerb eigener Aktien | Erläuterung 21 | -2.167 | 0 |
| Dividendenzahlungen | -7.994 | -23.973 | |
| Rückzahlung Finanzierungsleasing | -66 | -86 | |
| Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten | 1.443 | -4.176 | |
| Aufnahme von langfristigen Darlehen | Erläuterung 17 | 86.875 | 41.200 |
| Rückzahlung von langfristigen Darlehen | Erläuterung 17 | -12.783 | -13.238 |
| Rückzahlung von Anleihen | 0 | -20.000 | |
| Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten | -2.224 | -5.189 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | Erläuterung 39 | 63.084 | -25.462 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | -6.016 | 59.667 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres | 196.278 | 130.220 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 3.191 | 6.391 | |
| Finanzmittelbestand am Ende des Jahres | Erläuterung 39 | 193.453 | 196.278 |
| Zusatzinformationen zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeitt |
|||
| Zinseinzahlungen | 933 | 700 | |
| Zinsauszahlungen | -3.107 | -5.187 | |
| Entrichtete Ertragsteuern | 1.971 | -18.467 |
| Jahr 2016 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichsposten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erläuterung | 21 | 22 | |||||
| 1. Jänner 2016 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 |
| Ergebnis nach Steuern | -28.001 | -28.001 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 10.943 | 17 | 10.960 | ||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.943 | -27.984 | -17.041 |
| Dividende (1) | -7.994 | -7.994 | |||||
| Erwerb eigener Aktien | -41 | -2.126 | -2.167 | ||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 581 | 587 | ||||
| Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
1.988 | 1.988 | |||||
| 31. Dezember 2016 | 15.947 | 66.812 | 785 | 19 | 61.109 | 281.061 | 425.733 |
(1) Die Dividende von TEUR 7.994 im Jahr 2016 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.988 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 0,50 pro Aktie.
| Jahr 2015 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichsposten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erläuterung | 21 | 22 | |||||
| 1. Jänner 2015 | 15.976 | 67.560 | 785 | 22 | 13.834 | 357.498 | 455.675 |
| Ergebnis nach Steuern | -18.982 | -18.982 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 36.332 | 505 | 36.837 | ||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 36.332 | -18.477 | 17.855 |
| Dividende (1) | -23.973 | -23.973 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 797 | 803 | ||||
| Rücklagenbewegung | -3 | 3 | 0 | ||||
| 31. Dezember 2015 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 |
(1) Die Dividende von TEUR 23.973 im Jahr 2015 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.982 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,50 pro Aktie.
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen, SBO) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999 w eingetragen.
Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung, sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.
Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Der vorliegende Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2016 (Stichtag 31. Dezember 2016) wurde am 3. März 2017 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen 39 (Vorjahr: 36) Tochterunternehmen einbezogen:
| Unternehmen | Sitz | Direkt und indirekt gehaltene Anteile in % 31.12.2016 |
Direkt und indirekt gehaltene Anteile in % 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH | Ternitz, AT | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann America Inc. | Wilmington, US | 100,00 | 100,00 |
| Knust-Godwin LLC (*) | Houston, US | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. (*) | Lafayette, US | 97,00 | 93,25 |
| Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. | Houston, US | 100,00 | 100,00 |
| Downhole Technology LLC (**) | Houston, US | 67,73 | 0,00 |
| BICO Drilling Tools Inc. (*) | Houston, US | 89,71 | 89,55 |
| BICO Faster Drilling Tools Inc. (*) | Nisku, CA | 79,84 | 77,91 |
| Schoeller-Bleckmann Canada Ltd. | Calgary, CA | 100,00 | 100,00 |
| Resource Completion Systems Holdings Inc. (**) | Calgary, CA | 67,00 | 67,00 |
| Resource Well Completion Technologies Inc. (**) | Calgary, CA | 67,00 | 67,00 |
| Resource Completion Systems Inc. (**) | Calgary, CA | 67,00 | 67,00 |
| Resource Well Completion Technologies Corp. (**) | Dallas, US | 67,00 | 67,00 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited | Rotherham, UK | 100,00 | 100,00 |
| Darron Tool & Engineering Limited | Rotherham, UK | 100,00 | 100,00 |
| Darron Oil Tools Limited | Rotherham, UK | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann Darron Limited (*) | Aberdeen, UK | 93,00 | 91,00 |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited (*) | Aberdeen, UK | 94,00 | 94,00 |
| Techman Engineering Limited (*) | Chesterfield, UK | 90,65 | 90,65 |
| Schoeller-Bleckmann (UK) Limited | Chesterfield, UK | 100,00 | 100,00 |
| OOO "Schoeller-Bleckmann" | Noyabrsk, RU | 99,00 | 0,00 |
| DSI FZE | Dubai, AE | 100,00 | 100,00 |
| Drilling Systems International Limited | Cayman Islands, CY | 100,00 | 100,00 |
| DSI Saudi LLC | Al-Khobar, KSA | 100,00 | 100,00 |
| DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. | Villahermosa, MX | 100,00 | 100,00 |
| ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED (*) | Dubai, AE | 99,00 | 0,00 |
| Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. | Macaé, BR | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. (*) | Monterrey, MX | 98,00 | 97,00 |
| Knust-SBD Pte. Ltd. | Singapur, SG | 100,00 | 0,00 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE | Dubai, AE | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd. | Binh Duong, VN | 100,00 | 100,00 |
(*) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 19. (**) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile in Zusammenhang mit den bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.
Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.
Im Jahr 2016 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2016 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden Tabelle mit "ja" gekennzeichnet ist.
| Regelung | Inkrafttreten 1 | Auswirkungen auf den Konzernabschluss |
|
|---|---|---|---|
| IAS 1 | Angabeinitiative (Änderung von IAS 1) | 1.1.2016 | nein |
| IAS 16 IAS 38 |
Abschreibungsmethoden – Klarstellung von zulässigen Abschreibungsmethoden |
1.1.2016 | nein |
| IAS 16 IAS 41 |
Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 1.1.2016 | nein |
| IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Beiträge von Arbeitnehmern | 1.2.2015 | nein |
| IAS 27 | Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) |
1.1.2016 | nein |
| IFRS 10 IFRS 12 IAS 28 |
Investmentgesellschaften: Ausnahme von der Konsolidierungspflicht | 1.1.2016 | nein |
| IFRS 11 | Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlicher Tätigkeit |
1.1.2016 | nein |
| diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2010-2012 | 1.2.2015 | nein |
| diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014 | 1.1.2016 | nein |
1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
Folgende bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet werden:
| Regelung | Inkrafttreten 1 | Auswirkungen auf den Konzernabschluss |
|
|---|---|---|---|
| IAS 7 | Angabeinitiative | 1.1.2017 2 | nein |
| IAS 12 | Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 1.1.2017 2 | nein |
| IAS 40 | Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 1.1.2018 2 | nein |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungen: Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung | 1.1.2018 2 | nein |
| IFRS 4 | Versicherungsverträge | 1.1.2018 2 | nein |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1.1.2018 1 | siehe unten |
| IFRS 10 IAS 28 |
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture |
auf unbe stimmte Zeit verschoben |
nein |
| IFRS 15 | Ertragsrealisierung aus Kundenverträgen | 1.1.2018 1 | siehe unten |
| IFRS 16 | Leasing | 1.1.2019 2 | siehe unten |
| diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 | 1.1.2018 2 | nein |
| IFRIC 22 | Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 1.1.2018 2 | nein |
1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
² Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.
IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Weiters sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. Der Standard enthält darüber hinaus neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Aufgrund der vorläufigen Beurteilung erwartet SBO, dass die neue Klassifizierung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten hat. Aus dem neuen Wertminderungsmodell werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertung von Forderungen erwartet. Ebenso werden bei den derzeitigen Fremdwährungssicherungen keine wesentlichen Auswirkungen aus der Erstanwendung des neuen Standards erwartet. Der Konzern beabsichtigt, IFRS 9 erstmals zum 1. Jänner 2018 anzuwenden, eine vorzeitige Anwendung ist derzeit nicht vorgesehen.
Auf Basis dieses neuen Standards soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die ein Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung des Unternehmens realisiert. Zudem fordert IFRS 15 die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen.
Im Konzern werden derzeit die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des neuen Standards auf den Konzernabschluss evaluiert. Die bisherige Analyse hat ergeben, dass sich bei Verträgen mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung ist, voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht, was grundsätzlich bei der Lieferung der Fall ist. Bei der Erbringung von Service- und Reparaturleistungen erfolgt die Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, somit auch hier zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Bei Verträgen mit Kunden, deren Leistungsverpflichtung die Vermietung von Bohrwerkzeugen ist, erfolgt die Umsatzrealisierung nutzungsabhängig, das heißt konkret über den Zeitraum, in dem der Kunde den Nutzen aus der Verwendung der Bohrwerkzeuge erhält. Hier werden sich voraussichtlich ebenso keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss ergeben. Mehrkomponentenverträge liegen derzeit nicht vor. Der Evaluierungsprozess wird laufend weitergeführt werden, eine vorzeitige Anwendung des Standards ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen. SBO plant die Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes unter Erfassung des kumulierten Effektes der erstmaligen Anwendung per 1. Jänner 2018 als Anpassung des Eröffnungsbilanzwertes der kumulierten Ergebnisse.
Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches beim Leasingnehmer dazu führt, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Ausgenommen sind Leasingvereinbarungen, deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt oder Vereinbarungen betreffend eines geringwertigen Vermögenswertes (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungsoder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease), wobei sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17 Leasingverhältnisse unterscheidet. Die Gesellschaft prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Die bisherige Analyse hat ergeben, dass die Anwendung des neuen Standards zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SBO führen wird (siehe dazu auch die Angaben zum operativen Leasing in Erläuterung 8). Für jene Fälle, in denen SBO als Leasinggeber auftritt, wird ebenso keine wesentliche Auswirkung erwartet (siehe dazu Erläuterung 23). Eine vorzeitige Anwendung des Standards ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen. Der Konzern plant für die Erstanwendung des IFRS 16 ab 1. Jänner 2019 den modifizierten retrospektiven Ansatz zu wählen, unter welchem der kumulierte Effekt aus der Umstellung als Korrektur der Eröffnungsbilanz der Berichtsperiode darzustellen ist, ohne die Vergleichsperiode anzupassen.
Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.
Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neubewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am Ergebnis nach Steuern und am sonstigen Ergebnis zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Zu den bestehenden Optionsvereinbarungen siehe Erläuterung 20.
Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht.
Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:
Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 EUR = | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 |
| USD | 1,0541 | 1,0887 | 1,1066 | 1,1096 |
| GBP | 0,8562 | 0,7340 | 0,8189 | 0,7260 |
| CAD | 1,4188 | 1,5116 | 1,4664 | 1,4176 |
| MXN | 21,7719 | 18,9145 | 20,6550 | 17,5995 |
| BRL | 3,4305 | 4,3117 | 3,8616 | 3,6916 |
| VND | 23.942,2 | 24.575,2 | 24.664,9 | 24.223,1 |
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im "sonstigen Ergebnis" der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird.
Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.
Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden, da dies dem üblichen Geschäftszyklus entspricht.
Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden in Übereinstimmung mit IAS 39 zum Erfüllungstag erfasst.
In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen (Klassifizierung gemäß IAS 39):
Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die Bewertung der Barbestände und Sichteinlagen erfolgt zu Tageswerten zum Bilanzstichtag.
Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von unter 3 Monaten dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese umfassen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.
Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert.
Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausfälle von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.
Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufsbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen.
Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufsbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für das Effektivzinsergebnis angesehen und verändert entsprechend die Verbindlichkeit.
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte, um sich gegen Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.
Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen und nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen erfolgswirksam im Betriebsergebnis dargestellt.
Zudem bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterungen 15 und 20).
Anlässlich eines Unternehmenserwerbs in 2010 wurde einmalig eine Fremdwährungssicherung des Kaufpreises zwischen Vertragsabschluss und Closing durchgeführt, die als Fair Value Hedge mit einer nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung als Grundgeschäft bilanziert wurde. Der auf das besicherte Risiko entfallende Verlust wurde als Basis Adjustment auf die erworbenen Vermögenswerte erfasst und wird nun entsprechend der Erfolgswirksamkeit dieser Vermögenswerte (analog zur Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungsoder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte: | |
| Software | 4 |
| Technologie | 5 - 10 |
| Kundenbeziehungen | 5 - 10 |
| Wettbewerbsvereinbarungen | 5 - 10 |
| Markenrechte | 10 |
| Sachanlagen: | |
| Bauten | 5 - 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 17 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 10 |
Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Position "Wertminderung von Sachanlagen" erfasst.
Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.
Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern sich diese nicht auf qualifizierte Vermögenswerte beziehen.
Gemietete Sachanlagen, bei denen sich aufgrund der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge Rechte gleich einem Eigentümer ("finance lease") ergeben, werden wirtschaftlich als Anlagenkäufe behandelt und zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in der Bilanz als Leasingfinanzierungsverpflichtungen ausgewiesen.
Zinsaufwendungen aus aktivierten Leasinggegenständen basieren auf einem Zinssatz von 4,0 %. Dieser wird abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund des erwarteten Cashflows gegenüber gestellt.
Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern in Übereinstimmung mit der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Bei Vorliegen von Verlusten in der aktuellen Periode oder Vorperiode werden für nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aktive latente Steuern nur in der Höhe erfasst, in der auf Basis der vorliegenden Mittelfristplanungen substanzielle Hinweise dafür vorliegen, dass ein ausreichendes steuerliches Ergebnis zur Verfügung stehen wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird dabei auf die Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt.
Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im "sonstigen Ergebnis" oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im "sonstigen Ergebnis" bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.
Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.
Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten "sonstige betriebliche Erträge" in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.
Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile 4 bis 12 bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" mit einem Ansparzeitraum von 25 Jahren berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.
Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im "sonstigen Ergebnis" erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 18 enthalten.
Für Dienstverhältnisse, die österreichischem Recht unterliegen und nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.
Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.
Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.
Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Chancen und Risiken, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert. Erträge aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung als realisiert.
Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO-Gruppe treten als Leasinggeber auf, wobei die Vereinbarungen ausschließlich operatives Leasing betreffen. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert, grundsätzlich werden demnach keine Mindestleasingverpflichtungen bzw. Mindesterträge vereinbart.
Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.
Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien bzw. mangels betragsmäßiger Wesentlichkeit in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.
Beginnend mit 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung für die Jahre 2014-2018 abgeschlossen, deren jährliche Gewährung ein jeweils aufrechtes Dienstverhältnis voraussetzt. Weiters wurde eine Vereinbarung über die Gewährung einer freiwilligen Abfertigung bei Beendigung des Dienstverhältnisses in Form von SBO-Aktien abgeschlossen. Da die Kompensation tatsächlich in eigenen Aktien erfolgt bzw. erfolgen wird, wird die Erfassung des Aufwands aus diesen Vereinbarungen laufend über den Personalaufwand und innerhalb des Eigenkapitals vorgenommen (siehe dazu Erläuterung 33).
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrundeliegen.
Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten Immateriellen Vermögenswerten sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).
Bei den Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen oder Immateriellen Vermögenswerten erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich.
Für den jährlichen Wertminderungstest der Geschäfts- und Firmenwerte bzw. der noch nicht nutzungsbereiten Immateriellen Vermögenswerte erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).
Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).
Bei der Vorratsbewertung sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7).
Bei Forderungen sind Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit notwendig (siehe Erläuterung 5).
Für den Ansatz von Rückstellungen muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 16).
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 18).
Die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die von den jeweils vorliegenden Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften abgeleitet werden. Ermessensentscheidungen sind bei der Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Cashflows sowie der Wahl des angemessenen Abzinsungssatzes erforderlich (siehe Erläuterung 20).
Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen werden als Teil des Unternehmenszusammenschlusses zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Erfüllt die bedingte Gegenleistung die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit, wird sie in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die jeweils aus vorliegenden Umsatz- und Ergebnisplanungen abgeleitet werden. Die Grundannahmen berücksichtigen die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Erfolgsziele und den Abzinsungsfaktor (siehe Erläuterung 15).
Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Management-Beteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 19).
Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:
| Weder überfällig | Überfällig aber nicht wertgemindert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buchwert | noch wertgemindert | ≤ 30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | > 120 Tage |
| 2016 | 49.526 | 26.109 | 9.843 | 5.996 | 3.824 | 1.761 | 1.979 |
| 2015 | 49.199 | 26.016 | 10.389 | 5.740 | 4.045 | 1.702 | 1.167 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten betragen TEUR 508 (Vorjahr: TEUR 0).
Der Buchwert der wertgeminderten Forderungen beträgt TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 139). Wertminderungen werden erfasst, sobald Anzeichen für einen drohenden Zahlungsausfall bestehen, üblicherweise zumindest bei einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen.
Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand 1. Jänner | 5.885 | 2.176 |
| Kursdifferenzen | 241 | 154 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 1.414 | 0 |
| Verbrauch | -1.777 | -28 |
| Auflösung | -969 | -1.227 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 1.585 | 4.810 |
| Stand 31. Dezember | 6.379 | 5.885 |
Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.
Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen.
Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.434 | 7.021 |
| Unfertige Erzeugnisse | 39.832 | 56.049 |
| Fertige Erzeugnisse | 58.359 | 70.644 |
| Anzahlungen | 28 | 34 |
| Summe | 105.653 | 133.748 |
Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2016 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 3.939 (Vorjahr: TEUR 5.643).
Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:
| Andere Anlagen, | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr 2016 | Grundstücke | Technische Anlagen und |
Betriebs- und Geschäfts |
Anzahlungen und Anlagen |
|
| in TEUR | und Bauten | Maschinen | ausstattung | in Bau | Summe |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| 1. Jänner 2016 | 101.623 | 372.239 | 13.740 | 1.073 | 488.675 |
| Umrechnungsdifferenzen | -3 | 2.348 | 70 | 22 | 2.437 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 634 | 4.186 | 153 | 399 | 5.372 |
| Zugänge | 553 | 11.128 | 599 | 376 | 12.656 |
| Umbuchungen | 430 | 735 | 198 | -1.568 | -205 |
| Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" | -9.635 | 0 | 0 | 0 | -9.635 |
| Abgänge | -328 | -12.168 | -1.184 | -16 | -13.696 |
| 31. Dezember 2016 | 93.274 | 378.468 | 13.576 | 286 | 485.604 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
|||||
| 1. Jänner 2016 | 26.989 | 257.915 | 10.747 | 0 | 295.651 |
| Umrechnungsdifferenzen | 13 | 2.177 | 47 | 0 | 2.237 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 3.307 | 32.479 | 1.285 | 0 | 37.071 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 1.789 | 0 | 0 | 0 | 1.789 |
| Zuschreibungen | 0 | -229 | 0 | 0 | -229 |
| Umbuchungen | 0 | -57 | 57 | 0 | 0 |
| Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" | -4.974 | 0 | 0 | 0 | -4.974 |
| Abgänge | -284 | -9.993 | -1.008 | 0 | -11.285 |
| 31. Dezember 2016 | 26.840 | 282.292 | 11.128 | 0 | 320.260 |
| Buchwerte | |||||
| 31. Dezember 2016 | 66.434 | 96.176 | 2.448 | 286 | 165.344 |
| 31. Dezember 2015 | 74.634 | 114.324 | 2.993 | 1.073 | 193.024 |
| Andere Anlagen, | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr 2015 | Technische | Betriebs- und | Anzahlungen | ||
| in TEUR | Grundstücke und Bauten |
Anlagen und Maschinen |
Geschäfts ausstattung |
und Anlagen in Bau |
Summe |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| 1. Jänner 2015 | 96.941 | 354.406 | 14.561 | 5.810 | 471.718 |
| Umrechnungsdifferenzen | 6.084 | 21.948 | 715 | 162 | 28.909 |
| Zugänge | 2.164 | 18.930 | 598 | 1.183 | 22.875 |
| Umbuchungen | 24 | 6.030 | 14 | -6.073 | -5 |
| Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" | -3.250 | -12.608 | -372 | 0 | -16.230 |
| Abgänge | -340 | -16.467 | -1.776 | -9 | -18.592 |
| 31. Dezember 2015 | 101.623 | 372.239 | 13.740 | 1.073 | 488.675 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
|||||
| 1. Jänner 2015 | 24.300 | 233.087 | 10.643 | 0 | 268.030 |
| Umrechnungsdifferenzen | 1.488 | 13.376 | 556 | 0 | 15.420 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 3.409 | 34.479 | 1.613 | 0 | 39.501 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 0 | 2.010 | 0 | 0 | 2.010 |
| Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" | -1.871 | -11.780 | -349 | 0 | -14.000 |
| Abgänge | -337 | -13.257 | -1.716 | 0 | -15.310 |
| 31. Dezember 2015 | 26.989 | 257.915 | 10.747 | 0 | 295.651 |
| Buchwerte | |||||
| 31. Dezember 2015 | 74.634 | 114.324 | 2.993 | 1.073 | 193.024 |
| 31. Dezember 2014 | 72.641 | 121.319 | 3.918 | 5.810 | 203.688 |
Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Mexiko, Vietnam und Singapur.
Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi Arabien, Russland, Mexiko und Brasilien geführt.
Die Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sowie die Wertminderungen der Geschäftsjahre 2016 und 2015 werden in Erläuterung 12 dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Segment "High Precision Components" Zuschreibungen in Höhe von TEUR 229 erfasst. Diese wurden durch den Wegfall von Überkapazitäten bedingt durch das Ausscheiden anderer Maschinen in diesem Bereich begründet. In 2015 erfolgten keine Zuschreibungen.
Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2016 TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 3.062).
Die Buchwerte der unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesenen aktivierten geleasten Anlagegegenstände betragen zum 31. Dezember 2016 TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 38), die Barwerte der Verpflichtungen für künftige Mindestleasingzahlungen TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 90).
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 2.244 | 1.361 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 3.060 | 2.128 |
| Über fünf Jahre | 2.059 | 2.010 |
Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen, welche als laufender Aufwand verbucht wurden, betrugen im Jahr 2016 TEUR 2.570 (Vorjahr: TEUR 2.079).
Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der Immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:
| Jahr 2016 in TEUR |
Wettbewerbs | Kunden | Übrige Immaterielle Vermögens |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Technologie | vereinbarungen | beziehungen | werte | Gesamt | |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
||||||
| 1. Jänner 2016 | 166.305 | 51.820 | 10.722 | 38.350 | 11.600 | 278.797 |
| Umrechnungsdifferenzen | 11.323 | -529 | 50 | -67 | 227 | 11.004 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 86.846 | 22.552 | 5.765 | 0 | 1.905 | 117.068 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 384 | 384 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 205 | 205 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -149 | -149 |
| 31. Dezember 2016 | 264.474 | 73.843 | 16.537 | 38.283 | 14.172 | 407.309 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
||||||
| 1. Jänner 2016 | 84.587 | 28.497 | 5.915 | 20.617 | 6.714 | 146.330 |
| Umrechnungsdifferenzen | 1.855 | -1.775 | -428 | -354 | -29 | -731 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 0 | 6.150 | 2.370 | 4.226 | 1.138 | 13.884 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 3.316 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.316 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -110 | -110 |
| 31. Dezember 2016 | 89.758 | 32.872 | 7.857 | 24.489 | 7.713 | 162.689 |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2016 | 174.716 | 40.971 | 8.680 | 13.794 | 6.459 | 244.620 |
| 31. Dezember 2015 | 81.718 | 23.323 | 4.807 | 17.733 | 4.886 | 132.467 |
| Jahr 2015 in TEUR |
Wettbewerbs | Kunden | Übrige Immaterielle Vermögens |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Technologie | vereinbarungen | beziehungen | werte | Gesamt | |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
||||||
| 1. Jänner 2015 | 162.204 | 48.360 | 10.715 | 35.948 | 10.734 | 267.961 |
| Umrechnungsdifferenzen | 4.101 | 3.460 | 7 | 2.402 | 690 | 10.660 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 176 | 176 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 5 | 5 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -5 | -5 |
| 31. Dezember 2015 | 166.305 | 51.820 | 10.722 | 38.350 | 11.600 | 278.797 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
||||||
| 1. Jänner 2015 | 61.787 | 21.886 | 3.740 | 14.962 | 5.434 | 107.809 |
| Umrechnungsdifferenzen | 920 | 2.012 | 235 | 1.312 | 303 | 4.782 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 0 | 4.599 | 1.940 | 4.343 | 982 | 11.864 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 21.880 | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.880 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -5 | -5 |
| 31. Dezember 2015 | 84.587 | 28.497 | 5.915 | 20.617 | 6.714 | 146.330 |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2015 | 81.718 | 23.323 | 4.807 | 17.733 | 4.886 | 132.467 |
| 31. Dezember 2014 | 100.417 | 26.474 | 6.975 | 20.986 | 5.300 | 160.152 |
Das Bestellobligo für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2016 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Segment High Precision Components | ||
| Knust-Godwin LLC | 21.154 | 20.482 |
| SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH | 4.655 | 4.655 |
| Segment Oilfield Equipment | ||
| Downhole Technology LLC | 93.800 | - |
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 26.074 | 27.690 |
| DSI FZE | 23.676 | 22.938 |
| BICO Drilling Tools Inc. | 4.427 | 5.031 |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited | 798 | 798 |
| BICO Faster Drilling Tools Inc. | 132 | 124 |
| Summe | 174.716 | 81.718 |
Der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Downhole Technology LLC wurde im Rahmen der erstmaligen Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses zum 1. April 2016 erfasst (siehe dazu Erläuterung 40).
Die Bewertung sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements. Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Cashflow mit konstanter Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen.
Aufgrund der insbesondere im vierten Quartal 2016 beobachtbaren divergierenden Entwicklung der risikofreien Zinssätze einzelner für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der SBO-Gruppe relevanten Märkte hat die SBO im 4. Quartal 2016 für die Herleitung der anzuwendenden Marktrisikoprämie eine Schätzungsänderung nach IAS 8 vorgenommen und diese prospektiv angewendet. Konkret wurde, um den unterschiedlichen Entwicklungen des Zinsniveaus einzelner Länder Rechnung zu tragen, von der bisherigen Anwendung einer für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten einheitlichen Marktrisikoprämie zugunsten der Herleitung einer auf Länderspezifika bezugnehmenden und dem jeweiligen Zinsniveau entsprechenden spezifischen Marktrisikoprämie abgegangen.
Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31. Dezember 2016 bzw. 31. Dezember 2015 zur Anwendung:
| WACC (vor Steuern) in % | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Segment High Precision Components | ||
| Knust-Godwin LLC | 14,2 | 12,7 |
| SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH | 12,8 | 10,7 |
| Techman Engineering Limited | - | 11,1 |
| Segment Oilfield Equipment | ||
| Downhole Technology LLC | 14,8 | - |
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 14,7 | 10,8 |
| DSI FZE | 12,0 | 10,1 |
| BICO Drilling Tools Inc. | 13,4 | 12,1 |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited | 13,0 | 11,2 |
Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf der erwarteten Geschäftsentwicklung in der Oilfield Service Industrie. Diese wird aus Erwartungswerten über Bohraktivitäten, den geografischen Absatzmärkten sowie unternehmensspezifischen Entwicklungen abgeleitet. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.
Aufgrund der aktuellen Ertragssituation in den ersten beiden Quartalen 2016 und reduzierter Ertragserwartungen für das Gesamtjahr 2016 in Zusammenhang mit weiteren Kürzungen der Ausgaben für Exploration und Produktion in der Oilfield Service Industrie hat das Unternehmen unterjährig jeweils zum Quartalsende Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese hatten per 30. Juni 2016 aufgrund von durch externe Faktoren steigende Diskontierungsfaktoren eine Wertminderung des Firmenwerts für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Resource Well Completion Technologies Inc., deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Fertigung von High-End-Produkten zur Stimulierung der Öl- und Gasproduktion liegt, zur Folge, da der Buchwert (inklusive Firmenwert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren Nutzungswert überstieg. Diese Wertminderung in Höhe von TEUR 3.316 wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Firmenwerten" erfasst.
Die jährlich durchzuführenden Wertminderungstests wurden zum 31. Dezember 2016 mit aktualisierten Parametern durchgeführt. Veränderungen der zur Anwendung kommenden Unternehmensplanungen sowie WACCs führten zum 31. Dezember 2016 zu veränderten Nutzungswerten und ergaben keine Notwendigkeit zur Abwertung der Firmenwerte. Wertaufholungen der unterjährig gebuchten Wertminderungen wurden nicht vorgenommen. Der ermittelte Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technologies Inc. beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 44.483 (31. Dezember 2015: TEUR 54.471).
Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Knust-Godwin LLC, DSI FZE, BICO Drilling Tools Inc. sowie BICO Faster Drilling Tools Inc. ergab sich aus der Fremdwährungsumrechnung.
Für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Da der Nutzungswert insbesondere auf Veränderungen der Annahmen zu den Cashflows sowie zum Diskontierungsfaktor reagiert, wurde dabei jeweils isoliert ein vom Management als möglich erachteter Anstieg des Diskontierungsfaktors um 1 Prozentpunkt sowie eine Reduktion der Cashflows von 10 % berücksichtigt. Dabei ergab sich für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Resource Well Completion Technologies Inc. ein zusätzlicher Wertberichtigungsaufwand.
Nachfolgend wurden die Parameter derart geändert, dass der geschätzte erzielbare Betrag zum 31. Dezember 2016 gleich dem Buchwert wäre. Die Ergebnisse dieser Analyse sind für jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen wesentliche Firmenwerte zugeordnet sind, und für die im Rahmen der Sensitivitätsanalyse bei Veränderung der genannten Parameter entweder ein Wertminderungsbedarf identifiziert wurde oder die genannten Schwellenwerte nur geringfügig überschritten wurden, in der nachstehenden Tabelle angeführt:
| Erzielbarer Betrag übersteigt | Veränderung der Parameter | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert um TEUR | Free Cashflows | WACC vor Steuern | |||
| Knust-Godwin LLC | 8.508 | -13,10 % | +1,29 Prozentpunkte | ||
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 3.258 | -7,32 % | +0,74 Prozentpunkte |
Der Ölpreisverfall des Jahres 2015 hatte insbesondere am Nordamerikanischen Markt einen Rückgang von Bohraktivitäten von Oilfield Service Unternehmen zur Folge. Dieser führte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technolgies Inc. im Geschäftsjahr 2015 zu einer Wertminderung des Firmenwertes in Höhe von TEUR 14.461.
Die nachteilige Entwicklung der Bohrvorhaben am nordamerikanischen Markt und ein reduziertes Preisniveau führte in 2015 bei der BICO Drilling Tools Inc., die im wesentlichen im Bohrmotorengeschäft tätig ist, zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 5.587.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Techman Engineering Limited in Folge der reduzierten Ertragserwartungen in Zusammenhang mit der nachteiligen Entwicklung der Investitionsvorhaben von Kunden in UK ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 1.832 erfasst und damit der bestehende Firmenwert zur Gänze abgeschrieben.
Die Sonstigen Immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Technologie, Kundenbeziehungen, Markenrechte und Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen betreffend Spezialtools für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation-Tools) aus einem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2010 (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 19.418; Vorjahr: TEUR 25.254). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren amortisiert.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Resource Well Completion Technologies Inc. im Jahr 2014 erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 3.313; Vorjahr: TEUR 3.753) sowie erworbene Kundenbeziehungen aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 3.926; Vorjahr: TEUR 4.986). Die Technologie kann ab dem Erwerb über rund 7 Jahre genutzt werden, die Kundenbeziehungen werden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen für eine Laufzeit von zumindest 5 Jahren aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 2.016; Vorjahr: TEUR 2.560).
Im Rahmen der erstmaligen Erfassung von Downhole Technology LLC im Jahr 2016 wurden erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 22.531) sowie Markenrechte (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 1.878) mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren aktiviert. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen (Buchwert zum 31. Dezember 2016: TEUR 5.448) erfasst, die über einen Zeitraum von 6 Jahren amortisiert werden. Für weitere Informationen zum Unternehmenszusammenschluss Downhole siehe Erläuterung 40.
Weitere Sonstige Immaterielle Vermögenswerte betreffen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses in 2012 erworbene Technologien sowie Wettbewerbsvereinbarungen.
Zusätzlich beinhalten die Sonstigen Immateriellen Vermögenswerte Nutzungsrechte für EDV-Software.
Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 19). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen.
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Darlehen | 11.347 | 12.259 |
| Andere Forderungen und Vermögenswerte | 1.136 | 605 |
| Summe | 12.483 | 12.864 |
Weder zum 31. Dezember 2016 noch zum 31. Dezember 2015 waren Wertberichtigungen vorzunehmen, es bestanden keine überfälligen Forderungen.
Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.
Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:
| in TEUR | 31.12.2016 aktiv |
31.12.2016 passiv |
31.12.2015 aktiv |
31.12.2015 passiv |
|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | 1.334 | -7.546 | 925 | -10.624 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Nutzungsdauern) |
598 | -410 | 0 | -458 |
| Firmenwerte und sonstige Immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Wertansätze) |
12 | -11.720 | 14 | -11.231 |
| Vorräte (Bewertungsunterschiede) | 9.355 | 0 | 8.798 | 0 |
| Beteiligungsbewertung | 3.461 | 0 | 1.775 | 0 |
| Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) | 1.767 | -793 | 2.049 | -402 |
| Rückstellungen | 2.755 | 0 | 1.840 | 0 |
| Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung | 0 | -1.485 | 0 | -3.420 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 4.273 | 0 | 2.549 | 0 |
| Zwischensumme | 23.555 | -21.954 | 17.950 | -26.135 |
| Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde | -11.916 | 11.916 | -6.782 | 6.782 |
| Summe | 11.639 | -10.038 | 11.168 | -19.353 |
Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 4.662 (Vorjahr: TEUR 3.061) für Verlustvorträge, deren Verbrauch im Rahmen der vorliegenden Mittelfristplanung nicht gesichert ist (TEUR 0 bis 2017 verwertbar; Vorjahr: TEUR 0 bis 2016 verwertbar).
Die unsaldierten latenten Steueransprüche beinhalten Steueransprüche von Unternehmen in zwei Steuerjurisdiktionen, die im laufenden Geschäftsjahr Verluste erzielt haben und deren latente Steueransprüche die latenten Steuerschulden um TEUR 10.271 (TEUR 5.069 bzw. TEUR 5.202) übersteigen. Der Ansatz dieser aktiven latenten Steuern wird mit dem Vorliegen ausreichender positiver steuerlicher Ergebnisse in den kommenden Jahren auf Basis der aus den vorliegenden Unternehmensplanungen abgeleiteten Steuerplanungen begründet.
In den aktiven latenten Steuerabgrenzungen sind Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.413 aus nach österreichischem Steuerrecht abzugsfähigen Siebentelabschreibungen von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 5.650 enthalten.
Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside-basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2016 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 87.761 (Vorjahr: TEUR 113.178), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Mangels geplanter Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2016 ebenso keine Quellensteuern erfasst (Vorjahr: TEUR 0).
Im Geschäftsjahr 2016 wurde im Segment "High Precision Components" in Zusammenhang mit der bereits 2015 begonnenen Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte der Knust-Godwin LLC der Beschluss gefasst, ein nicht mehr benötigtes Betriebsgrundstück zu veräußern und das darauf befindliche Gebäude abzureißen. Für das Gebäude wurde demnach ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 1.789 erfasst (beizulegender Zeitwert TEUR 0) und in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Sachanlagen" erfasst. Für das Grundstück war vor Umgliederung in für Veräußerungszwecke gehaltene Vermögenswerte keine Wertminderung erforderlich (Buchwert TEUR 4.661).
Das Management erwartet, dass diese Transaktion innerhalb der nächsten 12 Monate abgeschlossen sein wird.
Im Segment "High Precision Components" wurde im Geschäftsjahr 2016 für 2 Maschinen, die bereits zum 31. Dezember 2015 als zur Veräußerung gehalten wurden, durch die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungen in Höhe von TEUR 680 in den Restrukturierungsaufwendungen erfasst. Der erzielbare Betrag wurde als Level 3-Bewertung durch ein externes Gutachten ermittelt und beträgt TEUR 170.
Zu den übrigen zum 31. Dezember 2015 als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten siehe Erläuterung 26.
Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt:
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % |
|---|---|---|
| Kredite in GBP | 7.008 | 1,41 % variabel |
| Kredite in CAD | 1.491 | 4,20 variabel |
| Zwischensumme | 8.499 | |
| Exportförderungskredite (EUR) | 24.000 | 0,18 - 0,45 variabel |
| Summe | 32.499 |
Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt:
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % |
|---|---|---|
| Kredite in GBP | 8.174 | 1,33 variabel |
| Zwischensumme | 8.174 | |
| Exportförderungskredite (EUR) | 24.000 | 0,28 variabel |
| Summe | 32.174 |
Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.
Die CAN-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.491 (Vorjahr: TEUR 0) waren durch eine "floating-charge" auf das gesamte Vermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.
Die Zuwendungen beinhalten einen Zuschuss aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Einzelne Investitionszuschüsse sind an die Einhaltung von Förderauflagen gebunden (z.B. Anzahl der Mitarbeiter). Diese Förderauflagen wurden zum Stichtag wie auch im Vorjahr eingehalten. Die erhaltenen Zuschüsse betragen zum 31. Dezember 2016 TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 358).
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Noch nicht konsumierte Urlaube | 1.485 | 1.457 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 4.641 | 4.608 |
| Rechts- und Beratungskosten | 921 | 1.049 |
| Steuerverbindlichkeiten | 1.382 | 1.945 |
| Sozialaufwendungen | 1.951 | 3.721 |
| Optionsverpflichtung aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen | 4.917 | 5.048 |
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen | 5 | 2.237 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 4.677 | 4.631 |
| Summe | 19.979 | 24.696 |
Zu den Optionsverpflichtungen aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen siehe Erläuterung 20.
Die bedingten Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen betragen in Summe TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 2.290), davon langfristig TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 53). Die bedingten Kaufpreise sind in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Eine Vereinbarung über bedingte Kaufpreise wurde in 2016 durch Zahlung der letzten Tranche in der Berichtsperiode auf Basis der Umsatzerlöse 2015 abschließend erfüllt. Die noch ausgewiesenen bedingten Kaufpreise laufen noch über die nächsten 3 Jahre.
Die Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Umsatzplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung. Bewertungsgewinne und -verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages betreffend bedingter Kaufpreisverpflichtungen werden in den sonstigen finanziellen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Im Jahr 2016 wurden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 3.151) innerhalb der sonstigen finanziellen Erträge erfolgswirksam aufgelöst. Die ergebniswirksamen Bewertungsgewinne stellen unrealisierte Gewinne dar. Die Aufzinsung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 391) wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Die Entwicklung der Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 2.290 | 8.975 |
| Aufzinsung | 2 | 391 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | -53 | -3.151 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | 1 | 0 |
| Abgänge aus Erfüllung bedingter Kaufpreise | -2.187 | -4.813 |
| Kursdifferenzen | -36 | 888 |
| Stand am 31.12. | 17 | 2.290 |
Im Zuge der Erfüllung bedingter Kaufpreisverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 2016 um TEUR 1 mehr bezahlt als zum letzten Bilanzstichtag erwartet (Vorjahr: um TEUR 5 weniger bezahlt). Der Minderbetrag wurde in den sonstigen finanziellen Erträgen erfasst.
Die in der Tabelle angegebenen ergebniswirksamen Bewertungsgewinne beziehen sich auf Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag vorhanden sind.
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren ergibt sowohl für eine realistisch zu erwartende Änderung der Umsatzerlöse wie auch des Zinssatzes nur untergeordnete Schwankungen der ausgewiesenen Verbindlichkeit für bedingte Kaufpreise.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Jahr 2016 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2015 | Verwendung | Auflösung | Dotierung | 31.12.2016 |
| Gewährleistungen und Garantien | 4.645 | 0 | -1.623 | 0 | 3.022 |
| Sonstige | 63 | 0 | 0 | 1.121 | 1.184 |
| Summe | 4.708 | 0 | -1.623 | 1.121 | 4.206 |
| in TEUR | 31.12.2014 | Verwendung | Auflösung | Dotierung | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistungen und Garantien | 6.513 | -383 | -1.528 | 43 | 4.645 |
| Sonstige | 500 | -16 | -421 | 0 | 63 |
| Summe | 7.013 | -399 | -1.949 | 43 | 4.708 |
Die Reduktion der Vorsorgen für Gewährleistungsrisiken im Jahr 2016 ist auf reduzierte Umsätze im betroffenen Geschäftsfeld zurückzuführen.
Eine aufgrund einer fehlerhaften Lieferung eines umfangreichen Einzelauftrages zum 31. Dezember 2014 bestehende Vorsorge für Gewährleistungsrisiken in Höhe von TEUR 1.528 konnte im Geschäftsjahr 2015 aufgrund der Einigung mit dem Kunden aufgelöst werden.
Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.
Gegen Ende des Geschäftsjahres 2015 wurde durch einen Wettbewerber eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe geltend gemacht. Das Management des Unternehmens erachtet die Forderungen als gegenstandslos und bestreitet die Vorwürfe nachhaltig. Für diesbezüglich erwartete Anwaltskosten wurden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 Vorsorgen in Höhe von TEUR 1.100 gebildet.
Gegenüber einem anderen Wettbewerber hatte ein Unternehmen der SBO-Gruppe Klage auf Bezahlung von Lieferungen und Leistungen eingebracht, worauf dieser Wettbewerber eine Gegenforderung eingeklagt hat. Diese hat wiederum eine Gegenklage des SBO-Unternehmens bewirkt. In 2016 wurde mit dem Wettbewerber eine Einigung dahingehend erzielt, dass die ursprünglich eingeklagte Forderung an die SBO-Gruppe zu begleichen ist und die beiden Parteien auf sämtliche geltend gemachten Forderungen und Gegenforderungen verzichten.
Zum 31. Dezember 2016 setzen sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % | Laufzeit | Rückzahlung |
|---|---|---|---|---|
| EUR | 1.918 | 0,00 % fix | 2008 – 2024 | vierteljährlich ab 2011 |
| EUR | 47.375 | 0,69 % fix | 2016 – 2023 | halbjährlich ab 2018 |
| EUR | 10.000 | 2,06 % fix | 2016 – 2023 | endfällig |
| EUR | 2.500 | 0,96 % var | 2016 – 2023 | halbjährlich ab 2018 |
| EUR | 2.500 | 1,84 % fix | 2016 – 2023 | endfällig |
| EUR | 1.200 | 0,00 % fix | 2015 – 2022 | vierteljährlich ab 2017 |
| EUR | 10.000 | 1,59 % fix | 2016 – 2021 | endfällig |
| EUR | 5.000 | 1,43 % fix | 2016 – 2021 | endfällig |
| EUR | 5.000 | 1,44 % fix | 2016 – 2021 | endfällig |
| EUR | 2.500 | 1,44 % fix | 2016 – 2021 | endfällig |
| EUR | 1.000 | 1,62 % fix | 2016 – 2021 | endfällig |
| EUR | 1.000 | 1,62 % fix | 2016 – 2021 | endfällig |
| EUR | 20.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 3.570 | 1,50 % fix | 2013 – 2019 | halbjährlich ab 2015 |
| EUR | 8.000 | 3,10 % fix | 2010 – 2018 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 3,30 % fix | 2010 – 2018 | halbjährlich ab 2012 |
| EUR | 20.000 | 0,75 % fix | 2015 – 2018 | endfällig |
| EUR | 20.000 | 0,75 % fix | 2015 – 2018 | endfällig |
| EUR | 361 | 0,00 % fix | 2011 – 2017 | vierteljährlich ab 2012 |
| EUR | 5.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 2,31 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 15.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| 211.924 |
Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:
f TEUR 7.049 – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 14.520
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % | Laufzeit | Rückzahlung |
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2.183 | 0,00 % fix | 2008 – 2024 | vierteljährlich ab 2011 |
| EUR | 1.200 | 0,00 % fix | 2015 – 2022 | vierteljährlich ab 2017 |
| EUR | 20.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 4.998 | 0,50 % fix | 2013 – 2019 | halbjährlich ab 2015 |
| EUR | 8.000 | 3,10 % fix | 2010 – 2018 | endfällig |
| EUR | 15.000 | 3,05 % fix | 2010 – 2018 | halbjährlich ab 2012 |
| EUR | 20.000 | 0,75 % fix | 2015 – 2018 | endfällig |
| EUR | 20.000 | 0,75 % fix | 2015 – 2018 | endfällig |
| EUR | 842 | 0,00 % fix | 2011 – 2017 | vierteljährlich ab 2012 |
| EUR | 5.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 2,31 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 15.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 416 | 4,73 % fix | 2009 – 2016 | halbjährlich ab 2010 |
| EUR | 5.000 | 5,25 % fix | 2009 – 2016 | endfällig |
| EUR | 193 | 0,00 % fix | 2008 – 2016 | vierteljährlich ab 2011 |
| 137.832 |
Zum 31. Dezember 2015 setzen sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:
Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:
f TEUR 8.214 – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 15.923
Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 35, hinsichtlich Zinsrisiko und Zinssicherungen siehe Erläuterung 36.
Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 3.761 | 4.444 |
| Jubiläumsgelder | 1.535 | 1.377 |
| Summe | 5.296 | 5.821 |
Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 1,50 % | 2,20 % |
| Gehaltssteigerung | 3,50 % | 3,50 % |
| Fluktuationsabschlag | 0,0 – 15,0 % | 0,0 – 15,0 % |
Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2008-P (Vorjahr: AVÖ 2008-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im "sonstigen Ergebnis" erfasst.
Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.
Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner | 4.444 | 5.184 |
| Dienstzeitaufwand | 174 | 245 |
| Zinsaufwand | 82 | 103 |
| Summe der Aufwendungen für Abfertigungen | 256 | 348 |
| Neubewertungen | -23 | -673 |
| Laufende Abfertigungszahlungen | -916 | -415 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember | 3.761 | 4.444 |
Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 24).
Die gemäß IAS 19 im "sonstigen Ergebnis" erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Neubewertung der Verpflichtungen | ||
| aus der Änderung demographischer Annahmen | 0 | 0 |
| aus der Änderung finanzieller Annahmen | 283 | -279 |
| aus erfahrungsbedingten Anpassungen | -306 | -394 |
| Summe | -23 | -673 |
Zum 31. Dezember 2016 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,7 Jahre (Vorjahr: 11,0 Jahre).
In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.
| Abfertigungen | Barwert der Verpflichtung (DBO) 31.12.2016 |
||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Änderung der Annahme | Veränderung der Rückstellung bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Rückstellung bei Verringerung der Annahme |
| Rechnungszinssatz | +/- 0,5 Prozentpunkte | -206 | +226 |
| Gehaltssteigerung | +/- 0,5 Prozentpunkte | +212 | -195 |
Die Rückstellung für Jubiläumsgelder hat sich wie folgt entwickelt:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner | 1.377 | 1.647 |
| Dienstzeitaufwand | 124 | 162 |
| Zinsaufwand | 30 | 32 |
| Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder | 154 | 194 |
| Neubewertungen | 41 | -379 |
| Laufende Jubiläumsgeldzahlungen | -37 | -85 |
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember | 1.535 | 1.377 |
Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 799). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 400 gerechnet.
Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Optionsverbindlichkeiten | 53.615 | 23.007 |
| Management-Beteiligungen | 14.726 | 17.180 |
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen | 12 | 53 |
| Genussrechte | 5.566 | 6.339 |
| Wettbewerbsvereinbarungen | 1.395 | 1.712 |
| Sonstige Verpflichtungen | 2.946 | 4.168 |
| Summe | 78.260 | 52.459 |
Zu den Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 20.
Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:
| Gesellschaft | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| BICO Drilling Tools Inc. | 10,29 % | 10,45 % |
| BICO Faster Drilling Tools Inc. | 11,00 % | 13,00 % |
| Schoeller-Bleckmann Energy Services L. L. C. | 3,00 % | 6,75 % |
| Schoeller-Bleckmann Darron Limited | 7,00 % | 9,00 % |
| Techman Engineering Limited | 9,35 % | 9,35 % |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited | 6,00 % | 6,00 % |
| Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. | 2,00 % | 3,00 % |
| ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED | 1,00 % | - |
Das Management ist damit anteilig an diesen Firmen beteiligt.
Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:
| Gesellschaft | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| DSI FZE | 5,50 % | 6,10 % |
| SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH | 0,80 % | 0,90 % |
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 5,00 % | 5,00 % |
Der für Management-Beteiligungen und Genussrechte erfasste Effektivzinsaufwand betrug TEUR 385, der erfasste Effektivzinsertrag betrug TEUR 2.220 (Vorjahr: Aufwand TEUR 1.887, Ertrag TEUR 607) und wird unter den Zinsaufwendungen bzw. -erträgen dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.638 erhalten, die an die Einhaltung bestimmter Bedingungen in den Jahren 2018-2020 geknüpft sind. Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Einhaltung dieser Bedingungen werden die erhaltenen Beträge zum 31. Dezember 2016 sowie 31. Dezember 2015 als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen.
Die Gesellschaft hat im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern Optionsvereinbarungen zum späteren Erwerb dieser nicht beherrschenden Anteile abgeschlossen. Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist jeweils von den erzielten Ergebnissen der betreffenden Unternehmen abhängig.
Zum Erwerbszeitpunkt werden diese Optionsverbindlichkeiten mit dem auf Basis der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Unternehmensplanung erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag aus dieser Kündigungsoption in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aus Konzernsicht werden aufgrund dieser Optionsverpflichtung somit 100 % der Anteile an dieser Gesellschaft bilanziert. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet.
In Folge werden die Optionsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der jeweils aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung. Der Zinsaufwand aus der laufenden Aufzinsung wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages werden in der Position "Aufwendungen/ Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" erfasst.
Im Zuge zweier Unternehmenszusammenschlüsse hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten, und diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Da die Put- bzw. Calloptionen jeweils sämtliche noch nicht im Konzerneigentum stehenden Anteile umfassen und die Bedingungen für die Übertragung im jeweiligen Put- und Callfall ident sind, wird von einem effektiven Erwerb von 100 % der Anteile im Erwerbszeitpunkt ausgegangen. Die Option aus dem Unternehmenszusammenschluss in 2014 ist ab dem 31. März 2018 von beiden Vertragspartnern jederzeit ausübbar, jene aus dem Unternehmenszusammenschluss in 2016 jederzeit ab dem 1. April 2019. Die entsprechenden Verbindlichkeiten werden in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.
Im ersten Halbjahr 2016 wurde die Optionsvereinbarung aus dem Erwerb 2014 dahingehend abgeändert, dass anstelle des EBITDA-Multiples der SBO zum Ausübungszeitpunkt ein fixes Multiple zur Anwendung kommt. Die sich daraus ergebenden Bewertungsunterschiede sind in der Entwicklung der Optionsverbindlichkeiten in der nachstehenden Tabelle als Ab- bzw. Zugang durch Vertragsänderung dargestellt und werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gemeinsam mit den ergebniswirksamen Bewertungsgewinnen und -verlusten in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen.
Im Rahmen eines weiteren Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten, und diesfalls hat sich die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben (Put-Option). Aufgrund der jederzeitigen Ausübbarkeit der Option durch die nicht beherrschenden Gesellschafter wird die Verbindlichkeit in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die finanzielle Verbindlichkeit wurde zum Erwerbszeitpunkt durch Umgliederung des aus dem Erwerb entstandenen zum anteiligen neubewerteten Reinvermögen bewerteten nicht beherrschenden Anteils erfasst. Bewertungsänderungen werden in Folge ergebniswirksam in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" erfasst. In der Berichtsperiode 2016 führte eine einseitige Kapitalerhöhung durch die SBO bei dieser Gesellschaft zu einem Abgang in Höhe von TEUR 1.988 bei dieser Optionsverbindlichkeit, die im Konzerneigenkapital ergebnisneutral in den kumulierten Ergebnissen erfasst wurde.
Die Entwicklung der Optionsverbindlichkeiten im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 28.055 | 33.836 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 42.915 | 0 |
| Aufzinsung | 3.078 | 1.556 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | -11.011 | -5.575 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | 13.218 | 0 |
| Abgang Optionsverbindlichkeit durch einseitige Kapitalerhöhung | -1.988 | 0 |
| Abgang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung | -32.637 | 0 |
| Zugang Optionsverbindlichkeiten durch Vertragsänderung | 13.198 | 0 |
| Kursdifferenzen | 3.704 | -1.762 |
| Stand zum 31.12. | 58.532 | 28.055 |
Zum Unternehmenszusammenschluss im Geschäftsjahr 2016 siehe Erläuterung 40.
Der in der Tabelle angegebene Bewertungsverlust betrifft mit TEUR 8.796 die oben genannte abgehende Verbindlichkeit vor Änderung der Vereinbarung. Die übrigen ergebniswirksamen Bewertungsgewinne bzw. -verluste beziehen sich zur Gänze auf Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag vorhanden sind.
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren hinsichtlich der Optionsverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Annahme | Änderung der Annahme | Gesamtveränderung der Verbindlichkeiten bei Anstieg der Annahmen |
Gesamtveränderung der Verbindlichkeiten bei Verrin gerung der Annahmen |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | +/- 10 % | +5.593 | -5.591 | |
| Zinssatz 20,0 %, 4,61 % und 4,82 % |
+/- 5, +/- 1, +/- 1 Prozentpunkte |
-1.721 | +1.865 |
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2016 wie auch zum 31. Dezember 2015 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.
In der Hauptversammlung vom 27. April 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 erworben. 2015 wurde von der Ermächtigung laut Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2014 kein Gebrauch gemacht.
Zum Bilanzstichtag 2016 hält die Gesellschaft 52.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 18.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,33 % (Vorjahr: 0,11 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.884 (Vorjahr: TEUR 1.074). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.947.403 Stück (Vorjahr: 15.982.000 Stück).
Bei einem Unternehmenszusammenschluss in 2010 wurde als bedingte Gegenleistung die Abgabe von 50.000 Stück Aktien bei Erreichen gewisser zukünftiger Umsatzziele vereinbart. Da die Umsatzziele 2016 nicht erreicht wurden, ergibt sich auf die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2016 kein Verwässerungseffekt.
Zum 31. Dezember 2016 hält die Berndorf Industrieholding AG, Wien, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).
Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses nach Berücksichtigung der Veränderung unversteuerter Rücklagen in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erträge aus Verkauf von Produkten | 110.516 | 215.645 |
| Erträge aus Service und Reparaturen | 14.494 | 17.869 |
| Erträge aus operativem Leasing | 57.980 | 80.220 |
| Summe Umsatzerlöse | 182.990 | 313.734 |
Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge unter operativem Leasing mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Da die Leasingerträge grundsätzlich nutzungsabhängig verrechnet werden, besteht kein Anspruch auf künftige Mindestleasingzahlungen.
Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | 56.810 | 113.424 |
| Personalaufwendungen | 72.375 | 91.511 |
| Abschreibungen Sachanlagen inklusive Wertminderungen | 38.860 | 41.511 |
| Abschreibungen sonstige Immaterielle Vermögenswerte inklusive Wertminderungen |
13.884 | 11.864 |
| Wertminderungen Firmenwerte | 3.316 | 21.880 |
| Wertminderungen zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 680 | 0 |
Die größten Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kursverluste | 2.589 | 10.486 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 7.631 | 8.238 |
Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.
Die größten Posten in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 6.514 | 12.417 |
Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.013 betreffen mit TEUR 2.333 die im Segment "High Precision Components" im Jahr 2015 begonnene und in 2016 abgeschlossene Zusammenführung von Produktionsstätten in den USA. In diesem Zusammenhang wurden in 2016 für Maschinen, die bereits im Konzernabschluss 2015 in der Position "zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesen wurden, Wertminderungen in Höhe von TEUR 680 erfasst. Die übrigen in 2015 als "zur Veräußerung gehalten" ausgewiesenen Maschinen wurden im Geschäftsjahr 2016 verkauft. Daraus ergaben sich Erträge in Höhe von TEUR 1.755, die in der Berichtsperiode in den Restrukturierungserträgen ausgewiesen sind. Weiters ist in den Restrukturierungserträgen ein Ertrag in Höhe von TEUR 770 aus dem Verkauf eines Grundstückes in UK, welches ebenso im Konzernabschluss 2015 als "zur Veräußerung gehalten" ausgewiesen wurde, enthalten.
In Zusammenhang mit der Zusammenlegung von Produktionsstandorten in den USA und in UK wurden im Geschäftsjahr 2015 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.146 erfasst. Diesen Aufwendungen standen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.181 gegenüber.
Die Zinserträge gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Bankguthaben und sonstige Darlehen | 881 | 701 |
| Effektivverzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte | 2.220 | 607 |
| Zinserträge | 3.101 | 1.308 |
Die Zinsaufwendungen gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Darlehen und Anleihen | 3.626 | 4.106 |
| Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden | ||
| Anteilen und Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen | 3.080 | 1.947 |
| Effektivverzinsung Management-Beteiligungen und Genussrechte | 385 | 1.887 |
| Zinsaufwendungen | 7.091 | 7.940 |
Zur Aufzinsung der Optionsverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen siehe Erläuterungen 15 und 20.
Die sonstigen finanziellen Erträge beinhalten im Wesentlichen Bewertungsgewinne in Zusammenhang mit Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 3.151) (siehe dazu Erläuterung 15).
In dieser Position werden Bewertungsgewinne bzw. -verluste in Zusammenhang mit Optionsverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe dazu Erläuterung 20).
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Bewertungsgewinne | 11.011 | 5.575 |
| Bewertungsverluste | -13.218 | 0 |
| Ergebnis aus dem durch Vertragsänderung bedingten Abgang und Zugang von Optionsverbindlichkeiten |
19.439 | 0 |
| 17.232 | 5.575 |
Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Konzernsteuerertrag bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 % (Ertrag + / Aufwand -) |
11.264 | 5.008 |
| Abweichende ausländische Steuersätze | 4.208 | 3.808 |
| Veränderung ausländischer Steuersätze | -389 | 171 |
| Wertminderungen auf Firmenwerte | -895 | -5.383 |
| Nicht absetzbare Aufwendungen | -1.287 | -1.063 |
| Nicht steuerbare Veränderungen von Optionsverpflichtungen | 5.071 | 1.005 |
| Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge | 271 | 50 |
| Beteiligungsbewertung | 0 | 1.137 |
| Quellensteuern, ausländische Steuern | -555 | -691 |
| Vorjahresanpassungen | 220 | 628 |
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | -2.834 | -2.348 |
| Abwertung von in Vorjahren angesetzten Verlustvorträgen | -156 | -708 |
| Verbrauch von im Vorjahr nicht angesetzten Verlustvorträgen | 2 | 2 |
| Ergebnisanteil Management-Beteiligungen | 375 | -118 |
| Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile | 959 | 0 |
| Sonstige Differenzen | 798 | -448 |
| Konzernsteuerertrag | 17.052 | 1.050 |
| Ergebnis vor Steuern | -45.053 | -20.032 |
| Ergebnisanteil Management-Beteiligungen | -1.656 | 470 |
| -46.709 | -19.562 | |
| Konzernsteuerertrag | 17.052 | 1.050 |
| Konzernsteuersatz | 36,5 % | 5,4 % |
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 8.299 | -5.566 |
| Latente Steuern | 8.753 | 6.616 |
| Summe | 17.052 | 1.050 |
Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Entstehung und Auflösung von temporären Differenzen sowie aus der Aktivierung der Steuereffekte von laufenden Verlusten.
Im "sonstigen Ergebnis" wurden folgende Ertragsteuern erfasst:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | ||
| Kursdifferenzen | -1.249 | 0 |
| Neubewertungen IAS 19 | -6 | -168 |
| Latente Steuern | ||
| Kursdifferenzen | 890 | -590 |
| Summe | -365 | -758 |
Der passive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2016 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 143 reduziert (Vorjahr: TEUR 1.556 erhöht).
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2016 noch für die Vergleichsperiode 2015 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.
Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie tätig.
Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem "Management Approach" des gesamten Vorstandes der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche die Performance der relevanten Geschäftseinheiten überwacht und über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.
Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern der Geschäftseinheiten werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen.
Die Geschäftseinheiten werden analog der angebotenen Produktgruppen und Services bzw. bestehenden Kundengruppen in die Segmente "High Precision Components" und "Oilfield Equipment" zusammengefasst.
Das Segment "High Precision Components" beinhaltet die komplexe Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen mit äußerst hoher Maßgenauigkeit, die von den Engineering-Abteilungen unserer Kunden geordert werden. Für den Einsatz in der MWD/ LWD-Technologie werden Gehäuse und Einbauteile aus hochlegiertem Stahl und anderen amagnetischen Metallen benötigt. In diese Gehäuse und Einbauteile werden Antennen, Sensoren, Batterien, Generatoren und andere Elektronikbauteile eingebaut, mit denen Messungen und Analysen während des Bohrvorgangs erfolgen können.
Das Segment "Oilfield Equipment" hingegen umfasst direkt von den operativen Oilfield-Organisationen unserer Kunden bezogenen Produkte wie
Neben der Produktion der oben angeführten Erzeugnisse erfolgen im Segment "Oilfield Equipment" noch Service- und Reparaturarbeiten. Diese Aktivitäten umfassen unter anderem Inspektion, Prüfung auf magnetische Einschlüsse, Gewindeschneiden, Schweißen, Hartmetallbeschichtung, Oberflächenbehandlung und Kugelstrahlung für Bohrstrangprodukte. Dieses Service erfordert kurze Durchlaufzeiten einhergehend mit höchsten Qualitätsstandards.
Bei der Entscheidung einer Aggregation zu den beiden Segmenten "High Precision Components" sowie "Oilfield Equipment" wird die Vergleichbarkeit der wesentlichen wirtschaftlichen Merkmale (insbesondere Arten von Produktgruppen und Dienstleistungen, Kundengruppen, Vertriebsmethoden sowie Währungsrisiken) herangezogen.
Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen.
Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).
| Jahr 2016 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 55.261 | 127.729 | 0 | 182.990 |
| Innenumsätze | 16.504 | 16.355 | -32.859 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 71.765 | 144.084 | -32.859 | 182.990 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-29.282 | -17.966 | -5.476 | -52.724 |
| Ergebnis vor Steuern | -31.228 | -6.965 | -6.860 | -45.053 |
| Zuordenbare Vermögenswerte | 276.578 | 530.528 | -5.050 | 802.056 |
| Zuordenbare Schulden | 63.863 | 175.197 | 137.263 | 376.323 |
| Investitionen | 883 | 12.144 | 13 | 13.040 |
| Abschreibungen | 16.334 | 38.664 | 1.062 | 56.060 |
| davon Wertminderungen | 1.789 | 3.316 | 0 | 5.105 |
| Zuschreibungen | 229 | 0 | 0 | 229 |
| Personalstand (Durchschnitt) | 610 | 529 | 24 | 1.163 |
| Jahr 2015 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 143.484 | 170.250 | 0 | 313.734 |
| Innenumsätze | 40.359 | 53.016 | -93.375 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 183.843 | 223.266 | -93.375 | 313.734 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-5.906 | 13.326 | -3.675 | 3.745 |
| Ergebnis vor Steuern | -11.349 | -1.037 | -7.646 | -20.032 |
| Zuordenbare Vermögenswerte | 338.277 | 417.897 | -15.671 | 740.503 |
| Zuordenbare Schulden | 112.067 | 109.682 | 68.394 | 290.143 |
| Investitionen | 4.348 | 18.199 | 504 | 23.051 |
| Abschreibungen | 24.005 | 50.114 | 1.136 | 75.255 |
| davon Wertminderungen | 3.842 | 20.048 | 0 | 23.890 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalstand (Durchschnitt) | 841 | 472 | 26 | 1.339 |
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Österreich | 651 | 2.411 |
| Großbritannien | 12.283 | 30.285 |
| USA | 93.779 | 158.878 |
| Restliche Länder | 76.277 | 122.160 |
| Summe | 182.990 | 313.734 |
Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO-Gruppe übersteigen.
Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 36.
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Österreich | 51.847 | 58.453 |
| Großbritannien | 31.433 | 40.656 |
| USA | 224.391 | 112.049 |
| Kanada | 36.853 | 41.078 |
| Dubai | 49.170 | 55.500 |
| Restliche Länder | 16.270 | 17.754 |
| Summe | 409.964 | 325.490 |
Die Vermögenswerte sind hierbei nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.
Die Bezüge des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:
| 2016 | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix | Variabel | Gesamt |
| Gerald Grohmann | 573 | 180 | 753 |
| Klaus Mader | 288 | 50 | 338 |
| Summe | 861 | 230 | 1.091 |
| 2015 | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix | Variabel | Gesamt |
| Gerald Grohmann | 565 | 717 | 1.282 |
| Franz Gritsch (bis 30.09.2015) | 262 | 205 | 467 |
| Klaus Mader (ab 1.10.2015) | 81 | 0 | 81 |
| Summe | 908 | 922 | 1.830 |
Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die aktiven Vorstände TEUR -107 (Vorjahr: TEUR 426). Davon entfielen TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 324) auf beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen der Geschäftsjahre 2016 und 2015 ist in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten. Zur freiwilligen Abfertigung bzw. aktienbasierten Vergütung siehe unter Erläuterung 33.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 115), es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil.
Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2016 sowie 2015 keine Darlehen gewährt.
Aus aktienbasierten Vergütungen resultiert im Geschäftsjahr 2016 ein Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 803). Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann unter der Voraussetzung eines jeweils aufrechten Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO-Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2016 für 6.000 Aktien betrug TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 384). Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen und einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Aktien TEUR 918 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 605).
Weiters wurde dem Vorstandsvorsitzenden im Geschäftsjahr 2014 eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO-Aktien bei Vertragsende im Dezember 2018 zugesagt. Zum Zeitpunkt der Zusage wurde der Wert je Aktie mit EUR 70,00 auf Basis des Durchschnittskurses der vorhergehenden 36 Monate ermittelt.
Folgende Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO-Gruppe einbezogen sind, wurden unter marktüblichen Bedingungen abgewickelt:
Die Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Dr. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2016 betrug TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 36), hiervon offen per 31. Dezember 2016 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 9).
Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar/CAN-Dollar-Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 8 Monate).
| Devisentermingeschäfte zum 31.12.2016 |
Forderung zum gesicherten Kurs in TEUR |
Forderung zum Stichtagskurs in TEUR |
Marktwert in TEUR |
|---|---|---|---|
| USD | 2.715 | 2.838 | -123 |
| CAD | 69 | 70 | -1 |
| Devisentermingeschäfte zum 31.12.015 |
Forderung zum gesicherten Kurs in TEUR |
Forderung zum Stichtagskurs in TEUR |
Marktwert in TEUR |
| USD | 8.607 | 8.694 | -87 |
| CAD | 0 | 0 | 0 |
Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.
Zudem bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterungen 15 und 20).
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IAS 39 sowie nach Klassen gemäß IFRS 7:
| Klassifizierung | Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Kategorie gemäß IAS 39 | Zeitwert Anschaffungskosten |
|||||||||
| 31.12.2016 in TEUR |
Kredite und Forder ungen |
Andere finanzielle Verbind lichkeiten |
Derivative Instrumente |
Derivate | Zahlungs mittel |
Forderun gen aus Lieferungen & Leistungen |
Gegebene Darlehen |
Finanzierungs verbind lichkeiten |
Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||||||||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 193.453 | 193.453 | 193.453 | ||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 49.526 | 49.526 | 49.526 | ||||||||
| Forderungen aus Ertragsteuern | 11.406 | ||||||||||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 2.864 | ||||||||||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 5.068 | ||||||||||
| Vorräte | 105.653 | ||||||||||
| Summe kurzfristiges Vermögen | 367.970 | ||||||||||
| Langfristiges Vermögen | |||||||||||
| Sachanlagen | 165.344 | ||||||||||
| Firmenwerte | 174.716 | ||||||||||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 69.904 | ||||||||||
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 12.483 | 11.347 | 11.347 | ||||||||
| Aktive latente Steuern | 11.639 | ||||||||||
| Summe langfristiges Vermögen | 434.086 | ||||||||||
| SUMME VERMÖGEN | 802.056 | 254.326 | 0 | 0 | 0 | 193.453 | 49.526 | 11.347 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | |||||||||||
| Bankverbindlichkeiten | 32.499 | 32.499 | 32.499 | ||||||||
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | 37.233 | 37.233 | 37.233 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 28 | 28 | 28 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.929 | 11.929 | 11.929 | ||||||||
| Erhaltene Zuschüsse | 97 | ||||||||||
| Ertragsteuerrückstellung | 2.010 | ||||||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19.979 | 4.553 | 5.046 | 5.046 | 4.553 | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 4.206 | ||||||||||
| Summe kurzfristige Schulden | 107.981 | ||||||||||
| Langfristige Schulden | |||||||||||
| Langfristige Darlehen | 174.691 | 174.691 | 174.691 | ||||||||
| Erhaltene Zuschüsse | 57 | ||||||||||
| Rückstellungen für Sozialkapital | 5.296 | ||||||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 78.260 | 24.633 | 53.627 | 53.627 | 20.293 | 4.340 | |||||
| Passive latente Steuern | 10.038 | ||||||||||
| Summe langfristige Schulden | 268.342 | ||||||||||
| Eigenkapital | |||||||||||
| Grundkapital | 15.947 | ||||||||||
| Kapitalrücklagen | 66.812 | ||||||||||
| Gesetzliche Rücklage | 785 | ||||||||||
| Sonstige Rücklagen | 19 | ||||||||||
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 61.109 | ||||||||||
| Kumulierte Ergebnisse | 281.061 | ||||||||||
| Summe Eigenkapital | 425.733 | ||||||||||
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 802.056 | 0 285.566 | 58.673 | 58.673 | 0 | 0 | 0 264.744 | 11.929 | 8.893 |
| Klassifizierung | Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Kategorie gemäß IAS 39 | Zeitwert | Anschaffungskosten | ||||||||
| 31.12.2015 in TEUR |
Kredite und Forder ungen |
Andere finanzielle Verbind lichkeiten |
Derivative Instrumente |
Derivate | Zahlungs mittel |
Forderun gen aus Lieferungen & Leistungen |
Gegebene Darlehen |
Finanzierungs verbind lichkeiten |
Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||||||||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 196.278 | 196.278 | 196.278 | ||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 49.199 | 49.199 | 49.199 | ||||||||
| Forderungen aus Ertragsteuern | 5.205 | ||||||||||
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4.320 | ||||||||||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 2.230 | ||||||||||
| Vorräte | 133.748 | ||||||||||
| Summe kurzfristiges Vermögen | 390.980 | ||||||||||
| Langfristiges Vermögen | |||||||||||
| Sachanlagen | 193.024 | ||||||||||
| Firmenwerte | 81.718 | ||||||||||
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 50.749 | ||||||||||
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | 12.864 | 12.259 | 12.259 | ||||||||
| Aktive latente Steuern | 11.168 | ||||||||||
| Summe langfristiges Vermögen | 349.523 | ||||||||||
| SUMME VERMÖGEN | 740.503 | 257.736 | 0 | 0 | 0 | 196.278 | 49.199 | 12.259 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | |||||||||||
| Bankverbindlichkeiten | 32.174 | 32.174 | 32.174 | ||||||||
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | 12.783 | 12.783 | 12.783 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 63 | 63 | 63 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.150 | 11.150 | 11.150 | ||||||||
| Erhaltene Zuschüsse | 205 | ||||||||||
| Ertragsteuerrückstellung | 1.502 | ||||||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24.696 | 4.544 | 7.372 | 7.372 | 4.544 | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 4.708 | ||||||||||
| Summe kurzfristige Schulden | 87.281 | ||||||||||
| Langfristige Schulden | |||||||||||
| Langfristige Darlehen | 125.049 | 125.049 | 125.049 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Erhaltene Zuschüsse |
27 153 |
27 | 27 | ||||||||
| Rückstellungen für Sozialkapital | 5.821 | ||||||||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 52.459 | 29.399 | 23.060 | 23.060 | 23.519 | 5.880 | |||||
| Passive latente Steuern | 19.353 | ||||||||||
| Summe langfristige Schulden | 202.862 | ||||||||||
| Eigenkapital | |||||||||||
| Grundkapital | 15.982 | ||||||||||
| Kapitalrücklagen | 68.357 | ||||||||||
| Gesetzliche Rücklage | 785 | ||||||||||
| Sonstige Rücklagen | 19 | ||||||||||
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 50.166 | ||||||||||
| Kumulierte Ergebnisse | 315.051 | ||||||||||
| Summe Eigenkapital | 450.360 | ||||||||||
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 740.503 | 0 | 215.189 | 30.432 | 30.432 | 0 | 0 | 0 | 193.615 | 11.150 | 10.424 |
Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:
| 2016 in TEUR |
Bilanzposition | Gesamt | Stufe 2 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten | -58.673 | -124 | -58.549 |
| 2015 | ||||
| in TEUR | Bilanzposition | Gesamt | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige Verbindlichkeiten | -30.432 | -87 | -30.345 |
In den Berichtsperioden 2016 und 2015 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.
Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen (siehe Erläuterung 15), sowie die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterung 20).
Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet.
Für die gegebenen und erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt.
Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.
Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 2016 | 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stufe | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert | |
| Schulden | ||||||
| Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 2 | -244.451 | -249.329 | -170.096 | -171.377 |
Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne/Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IAS 39:
| Jahr 2016 | Folgebewertung | Ausbuchung/Abgang | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Wert berichtigung G & V |
Sonst. Erg. | G & V | Sonst. Erg. | Nettoergebnis | ||
| Kredite und Forderungen | -885 | - | - | - | - | -885 | |
| Derivative Instrumente | - | -5.272 | - | 19.439 | - | 14.167 |
| Jahr 2015 | Wert | Folgebewertung | Ausbuchung/Abgang | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | berichtigung | G & V | Sonst. Erg. | G & V | Sonst. Erg. | Nettoergebnis |
| Kredite und Forderungen | -3.764 | - | - | - | - | -3.764 |
| Derivative Instrumente | - | -7.746 | - | - | - | -7.746 |
Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 4.011 (Vorjahr: TEUR 5.993).
Die Geschäftstätigkeit der SBO-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.
Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Aufgrund des in 2015 gesunkenen und 2016 auf niedrigem Niveau verbleibenden Ölpreises ist die SBO-Gruppe aktuell mit einer Reduktion von Investitionsausgaben von Oilfield-Service Unternehmen konfrontiert. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Downturn und einem Lageraufbau in der Supply Chain der Kunden besteht weiters das Risiko, dass im erwarteten folgenden Aufschwung eine Pufferwirkung durch Abbau der bestehenden Läger eintreten kann. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.
Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.
Im Jahr 2016 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von 39,9 % erzielt (Vorjahr: 52,5 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.
Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für amagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weiter gegeben werden.
Das Unternehmen bezieht hochlegierte Spezialstähle, den weitaus wichtigsten Rohstoff, in hohem Ausmaß von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.
SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.
Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.
Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstrom-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.
Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.
Währungsrisiken entstehen in der SBO-Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.
SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % - 60 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA sondern auch in Europa bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.
Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz. Diesem Risiko wird durch die Fremdkapitalaufnahme in US-Dollar entgegen gewirkt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss, lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernwährung denominiert sind:
| in TEUR | 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Kursveränderung EURO zu US-Dollar | +10 Cent | -10 Cent | +10 Cent | -10 Cent | |
| Änderung Ergebnis vor Steuern | +268 | -268 | +698 | -698 |
Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 17 ersichtlich. Außer den Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.
Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.
Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):
| in TEUR | 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| Veränderung in Basispunkten | +10 | +20 | +10 | +20 |
| Änderung Ergebnis vor Steuern | +134 | +268 | +157 | +314 |
Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.
Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters wird die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft, und die Außenstände werden regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.
Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).
Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.
Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsmöglichkeiten ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.
Wichtigstes Instrument für die Liquiditätsteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.
Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:
| 31.12.2016 in TEUR |
jederzeit fällig | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 ff | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 32.717 | - | - | - | - | |
| Langfristige Darlehen | - | 40.757 | 62.104 | 12.187 | 108.335 | |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 29 | - | - | - | |
| Management-Beteiligungen und Genussrechte | - | - | - | - | 20.293 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 11.929 | - | - | - | |
| Derivate | 4.917 | 5 | 2.802 | 57.378 | 0 | |
| Sonstige | - | 15.580 | 1.825 | 839 | 3.180 |
| 31.12.2015 in TEUR |
jederzeit fällig | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 ff |
|---|---|---|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 32.350 | - | - | - | - |
| Langfristige Darlehen | - | 15.789 | 39.784 | 56.598 | 34.760 |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 65 | 27 | - | - |
| Management-Beteiligungen und Genussrechte | - | - | - | - | 23.519 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 11.150 | - | - | - |
| Derivate | 5.048 | 2.238 | 24 | 23.684 | 19 |
| Sonstige | - | 17.783 | 1.617 | 659 | 3.384 |
Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden.
Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.
Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst langfristige Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.
Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2016 12,0 % (Vorjahr: -5,8 %).
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 32.499 | 32.174 |
| Langfristige Darlehen | 211.924 | 137.832 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 28 | 90 |
| - Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | -193.453 | -196.278 |
| Nettoverschuldung | 50.998 | -26.182 |
| Summe Eigenkapital | 425.733 | 450.360 |
| Gearing | 12,0 % | -5,8 % |
Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 bis 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.
Weder zum 31. Dezember 2016 noch zum 31. Dezember 2015 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.
Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus operativen Leasingverhältnissen sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).
Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristig veräußerbare Veranlagungspapiere.
Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnittswechselkurs berechnet.
Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.
Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen und aus Ertragsteuern.
Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Für die Veränderung der Management-Beteiligungen und Genussrechte in 2016 und 2015 wurden Darlehen in gleicher Höhe abgeschichtet bzw. gegeben (TEUR -525; Vorjahr: TEUR -6.701), weshalb es zu keinen Zahlungsflüssen gekommen ist.
Mit Vertrag vom 1. April 2016 wurden 67,73 % der Anteile an der Downhole Technology LLC, Houston, USA, erworben. In Folge werden das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge ab dem 1. April 2016 dem Konzern zugerechnet.
Die Gesellschaft ist technologisch führender Anbieter von "Composite Frac Plugs" für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen und verfügt über zahlreiche Patente. Completion (Komplettierung) bezeichnet die Vorbereitung einer Bohrung für die Öl- und Gasförderung. Downhole Technology stellt Composite Frac Plugs für den sogenannten "Plug and Perforation"- Completions Prozess her. Das Design, das Fertigungs-Know-how sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen die Komplettierung der Bohrung rascher, effizienter und sicherer durchzuführen, wodurch Downhole Technology eine hohe Akzeptanz am Markt erzielt. Mit Downhole Technology ist SBO nun in der Lage, ein breiteres Portfolio an Tight-Formation Completion Tools anzubieten.
Die Kaufpreisaufteilung stellt sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| in TEUR | 2016 |
|---|---|
| Kaufpreis in bar beglichen | 90.421 |
| Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen | 42.915 |
| Gesamte Gegenleistungen | 133.336 |
| Reinvermögen | -46.490 |
| Firmenwert | 86.846 |
Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:
| in TEUR | Zeitwert | |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 30.222 | |
| Sachanlagevermögen | 5.372 | |
| Vorräte | 6.178 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.088 | |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 589 | |
| Liquide Mittel | 393 | |
| 49.842 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.004 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -1.348 | |
| Nettovermögen | 46.490 |
Zu den erworbenen Immateriellen Vermögenswerten siehe Erläuterung 9.
Der Bruttobetrag der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich auf TEUR 8.502. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt TEUR 1.414. Die übrigen Forderungen entsprachen dem beizulegenden Zeitwert und waren nicht wertgemindert.
Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb betrug:
| in TEUR | 2016 |
|---|---|
| Abfluss von Zahlungsmitteln | 90.421 |
| Mit dem Unternehmen erworbene Zahlungsmittel | -393 |
| 90.028 |
Im Zuge dieses Unternehmenszusammenschlusses hat die Gesellschaft mit den nicht beherrschenden Gesellschaftern eine ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Put-/Call-Option zum Erwerb der restlichen 32,27 % der Anteile vereinbart. Siehe dazu Erläuterung 20.
Der auf Basis der erstmaligen Bilanzierung ermittelte Firmenwert, der dem Segment "Oilfield Equipment" zugeordnet wird, ergibt sich aus der erwarteten Geschäftsentwicklung sowie dem Mitarbeiter-Know-how unter Berücksichtigung der zu erwarteten Synergien aus dem Unternehmenserwerb. Der erfasste Firmenwert ist steuerlich über einen Zeitraum von 15 Jahren abzugsfähig.
Der ausgewiesene Konzernumsatz des Geschäftsjahre 2016 wurde durch den Erwerb um TEUR 28.666 erhöht, das ausgewiesene Betriebsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen aus Immateriellen Vermögenswerten um TEUR 5.446. Wäre der Erwerb bereits zu Jahresbeginn erfolgt, wäre in 2016 der Konzernumsatz um weitere TEUR 11.010 und das Betriebsergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen aus Immateriellen Vermögenswerten um weitere TEUR 1.402 höher.
In der Berichtsperiode 2016 wurden Transaktionskosten in der Höhe von TEUR 2.558 bezahlt. Davon wurden in der Berichtsperiode TEUR 2.350 in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.
Im Jahr 2015 wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse getätigt.
Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt bzw. zum Stichtag:
| Jahresdurchschnitt | Stichtag | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||||
| Arbeiter | 766 | 959 | 778 | 781 | |||||
| Angestellte | 397 | 380 | 422 | 354 | |||||
| 1.163 | 1.339 | 1.200 | 1.135 |
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 geführt hätten.
Der Vorstand schlägt vor, von der Ausschüttung einer Dividende abzusehen. Im Vorjahr wurde den Aktionären pro Aktie eine Dividende von EUR 0,50 ausgeschüttet, was eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 8,0 ergab.
Für den Konzern-Abschlussprüfer, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., sind folgende Aufwendungen angefallen:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Prüfung des Konzernabschlusses | 80 | 114 |
| Sonstige Leistungen | 325 | 45 |
Die sonstigen Leistungen des Geschäftsjahres 2016 beinhalten Aufwendungen in Höhe von TEUR 282 in Zusammenhang mit der Akquisition von Downhole Technology LLC per 1. April 2016.
Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender) Mag. Klaus Mader (Finanzvorstand)
Der bestehende Vorstandsvertrag von Ing. Gerald Grohmann gilt für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2018 und jener von Mag. Klaus Mader bis zum 30. September 2018.
Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Karl Schleinzer
Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Wolfram Littich (vormals: Karl Samstag)
Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2017
Dr. Peter Pichler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2018
Erstbestellung: 2014 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019
Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger Erstbestellung: 2003 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019
Erstbestellung: 2016 (seit 27.4.2016) Ende der laufenden Funktionsperiode: 2021
Erstbestellung: 2005 (bis 27.4.2016)
Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2020
Wir haben den Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016, der Konzerngewinnund Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIED EQUIPMENT Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 Buchwerte für Firmenwerte von mEUR 174,7, Sachanlagen von mEUR 165,3 sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte von mEUR 69,9.
Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangen von Unternehmen, Firmenwerte jährlich auf Wertminderungen zu überprüfen. Zusätzlich ist es für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer sowie Sachanlagen erforderlich zu überprüfen, ob ein Anhaltspunkt vorliegt, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte.
Das derzeit niedrige Geschäftsvolumen in der Oilfield Service Industrie, welches das Geschäftsjahr 2016 entscheidend geprägt hat, stellt einen Anhaltspunkt für die Durchführung einer Überprüfung auf Wertminderungen dar.
Die Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte hängt sowohl von externen Faktoren wie der Ölpreisentwicklung, der Entwicklung von Inputfaktoren für Diskontierungssätze als auch internen Einschätzungen wie etwa der weiteren Entwicklung von Rig Counts, Bohrtätigkeiten sowie dem Kundenverhalten ab und erfordert Ermessensentscheidungen des Managements. Das wesentliche Risiko besteht dabei in der Schätzung der zukünftigen Cashflows und Abzinsungssätze und möglichen Abweichungen hiervon, so dass Wertminderungen nicht in angemessener Höhe erfasst werden.
Auf die Darstellung im Anhang in den Abschnitten "Erläuterung 4, Pkt. 8 und Pkt. 9", "Erläuterung 9" sowie "Erläuterung 12" wird verwiesen.
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Wir haben die Konzeption des Prozesses der Gesellschaft zur Durchführung der Überprüfung von Wertminderungen beurteilt.
Die Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die Zuordnung der Vermögenswerte, Schulden und Cashflows auf die ZGE wurden überprüft.
Die prognostizierten Umsätze, Ergebnisse und Investitionen haben wir mit den genehmigten Plänen abgestimmt und die wesentlichen Planungsparameter (Umsätze, Aufwendungen, Investitionen, Veränderungen des Working Capital) kritisch gewürdigt, um die Angemessenheit der Planungen zu verifizieren. Ebenso haben wir die Annahmen in Bezug auf Abzinsungssätze und Wachstumsraten überprüft.
Wir haben EY Bewertungsspezialisten für die Durchführung der Prüfungshandlungen zur Einschätzung der Angemessenheit der Bewertungsmodelle, Cashflow-Annahmen sowie Inputfaktoren hinzugezogen.
Schließlich haben wir überprüft, ob die Angaben zur Überprüfung auf Wertminderungen im Anhang in Übereinstimmung mit IAS 36 vorgenommen wurden.
Mit Vertrag vom 1. April 2016 hat die SBO-Gruppe 67,73% der Anteile an Downhole Technology LLC erworben. Die Hauptgründe für die Akquisition waren der Zugang zu zahlreichen Patenten sowie das Erlangen des Know-Hows für die Vorbereitung von Bohrungen für die Öl- und Gasförderung (Completion). Der Barkaufpreis betrug mEUR 90,4. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurde eine Put-/Call-Option abgeschlossen, welche die SBO-Gruppe ermächtigt, die noch verbleibenden 32,27% am oder nach dem 1. April 2019 zu erwerben.
Im Rahmen eines Unternehmenserwerbes werden in der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 wesentliche Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten und Schulden getroffen. Das wesentliche Risiko besteht in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und in der Bewertung der Vermögenswerte, hinsichtlich der Vollständigkeit der identifizierten immateriellen Vermögenswerte sowie in der Schätzung der zukünftigen Cashflows und des Diskontierungssatzes. Ebenso erfordert die Bewertung der Put-/Call-Option Inputparameter, welche auf Schätzungen beruhen.
Wir verweisen auf die Darstellung des Sachverhaltes im Konzernabschluss in "Erläuterung 40" sowie "Erläuterung 20".
Wir haben die Vorgehensweise des Managements im Zusammenhang mit der durchgeführten Kaufpreisallokation und der Bewertung sowie der bilanziellen Erfassung der beschriebenen Put-/Call-Option evaluiert und hinterfragt. Unsere Prüfungshandlungen haben unter anderem folgende Tätigkeiten umfasst:
Wir haben in die Verträge zum Unternehmenserwerb und die sonstige relevante Dokumentation Einsicht genommen und die Identifizierung der einzelnen Vermögenswerte und Schulden überprüft.
Die Angemessenheit der Bewertungsmethoden, der verwendeten Inputfaktoren, Diskontierungszinssätze sowie der durchgeführten Schätzprozesse zur Ermittlung von Marktwerten der identifizierten Vermögenswerte, der Ableitung des Firmenwertes sowie der Put-/Call-Option auf nicht beherrschende Anteile wurden überprüft. Für diese Prüfungshandlungen wurden EY Bewertungsspezialisten hinzugezogen.
Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Anhang zum Unternehmenserwerb sowie zur vorliegenden Put/Call-Option beurteilt.
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zeigt in ihrem Konzernabschluss aktive latente Steuern von insgesamt mEUR 23,6, wovon nach Saldierung mit latenten Steuerverbindlichkeiten gegenüber denselben Steuerbehörden mEUR 11,6 als sonstige Vermögenswerte in der Konzernbilanz ausgewiesen werden. Darin sind latente Steuerforderungen aufgrund steuerlicher Verlustvorträge in Höhe von mEUR 4,3 enthalten.
Nach den Bestimmungen der IFRS ist die Verwertbarkeit von latenten Steuerforderungen innerhalb eines absehbaren Zeitraums durch eine Steuerplanung nachzuweisen, die für jede Gesellschaft bzw. steuerliche Gruppe gesondert vorzunehmen ist.
Aufgrund der Unsicherheiten im ökonomischen Umfeld erscheint uns die Überprüfung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern von besonderer Wichtigkeit.
Wir verweisen auf die Darstellung des Sachverhaltes im Konzernabschluss in "Erläuterung 11" sowie "Erläuterung 30".
Wie wir den Sachverhalt im Rahmen der Prüfung adressiert haben:
Unsere Prüfungshandlungen umfassten unter anderem folgende Tätigkeiten:
Wir haben ein Verständnis über die Konzeption des Prozesses des Managements zur Bilanzierung latenter Steuern erlangt.
Wir haben die Angemessenheit und Richtigkeit der angesetzten temporären Differenzen auf Vermögenswerte, Schulden und steuerliche Verlustvorträge auf Ebene einzelner Gesellschaften bzw. Steuergruppen überprüft. Dies beinhaltete die Überprüfung der Konsistenz der Planungsannahmen mit den genehmigten Unternehmensplanungen sowie die Überprüfung der daraus abgeleiteten steuerlichen Überleitungsrechnungen. Wir haben hierbei auch beurteilt, ob die aktiven latenten Steuern realisierbar sind bevor die zugrunde liegenden steuerlichen Verlustvorträge verfallen.
Auf Konzernebene als auch auf Ebene einzelner wesentlicher Tochtergesellschaften haben wir EY Steuerspezialisten in die Prüfung eingebunden, um die steuerlichen Planungsannahmen zu verifizieren.
Wir haben die Übereinstimmung der Angaben im Anhang zu latenten Steuern zu den damit verbundenen Annahmen beurteilt.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlüssen ist es unsere Verantwortung diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widersprich zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Karl Fuchs.
Wien, am 3. März 2017
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Karl Fuchs eh Wirtschaftsprüfer
ppa Dipl.-Ing. (FH) Mag. Manfred Siebert eh Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2016 die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und sich in vier Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes regelmäßig über den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft und ihrer Konzernunternehmen sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle informiert. Die Schwerpunkte der Erörterungen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen.
In der Hauptversammlung 2016 kam es zu einem Wechsel im Aufsichtsrat. Herr Karl Samstag schied aus dem Aufsichtsrat aus. Ihm wird für seine langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat gedankt. An seiner Stelle wurde Herr Wolfram Littich in den Aufsichtsrat gewählt. Darüber hinaus blieben sowohl Aufsichtsrat als auch Vorstand im Geschäftsjahr 2016 unverändert.
Der Aufsichtsrat verfügt über zwei Ausschüsse: Das Audit Committee (Prüfungsausschuss) und das Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss).
Das Remuneration Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2016 in zwei Sitzungen mit der Vorbereitung der obigen personellen Veränderung im Aufsichtsrat sowie Fragen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder.
Das Audit Committee befasste sich im Geschäftsjahr 2016 in zwei Sitzungen mit der Finanzberichterstattung der Gesellschaft (Konzern- und Jahresabschluss) und nahm die ihm gemäß § 92 Abs 4a AktG obliegenden Aufgaben wahr. Vertreter der Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH als Prüferin des Jahresabschlusses der Gesellschaft und der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. als Prüferin des Konzernabschlusses der Gesellschaft nahmen an der Sitzung des Prüfungsausschusses teil, die sich mit der Vorbereitung der Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses und deren Prüfung beschäftigte, und berichteten über die Abschlussprüfung. Darüber hinaus hat das Audit Committee mit Vertretern der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. in einer Sitzung die Planung der Prüfung des Konzernabschlusses detailliert erörtert. Über die Ergebnisse der Sitzungen des Audit Committees wurde der Aufsichtsrat laufend unterrichtet.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und der Lagebericht wurden von der Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2016 bis zum 31. Dezember 2016 vermittelt und der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Der gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 und der Konzernlagebericht wurden von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 vermittelt und der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden ist, zutreffende Angaben nach § 243a UGB enthält und in Einklang mit dem Konzernabschluss steht.
Da die Prüfungen jeweils keinen Anlass zu Beanstandungen ergaben, wurden daher für den Jahresabschluss 2016 und den Konzernabschluss 2016 uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt.
Der nach den Regeln des Österreichischen Corporate Goverance Kodex (ÖCGK) erstellte Corporate Governance Bericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 wurde von der DORDA BRUGGER JORDIS Rechtsanwälte GmbH im Hinblick auf die Einhaltung der C-Regeln des ÖCGK gemäß der C-Regel 62 ÖCGK geprüft. Diese externe Evaluierung hat keine Hinweise auf Tatsachen ergeben, dass die C-Regeln des ÖCGK nicht eingehalten wurden.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 16. März 2017 nach Befassung des Audit Committees den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Lagebericht, weiters den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 und den Konzernlagebericht sowie den Corporate Governance-Bericht geprüft. Diese Prüfungen haben nach ihrem abschließenden Ergebnis zu keinen Beanstandungen Anlass gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 in seiner Sitzung vom 16. März 2017 gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs 4 AktG festgestellt ist.
Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der SBO Gruppe Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2016 aus und dankt den Aktionären und Kunden der SBO Gruppe für das entgegengebrachte Vertrauen.
Ternitz, am 16. März 2017
Der Aufsichtsrat
Norbert Zimmermann (Vorsitzender)
Hauptstraße 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 100, Fax: (+43) 2630 315 501 E-Mail: [email protected]
1604 Greens Road, Houston, TX 77032, USA Tel.: (+1) 281 590 6966, Fax: (+1) 281 590 2280 E-Mail: [email protected]
2107 – 7th Street, Nisku, AB T9E 7YE, Kanada Tel.: (+1) 780 955 5969, Fax: (+1) 780 955 4707 E-Mail: [email protected]
7123 Breen Drive, Houston, TX 77086, USA Tel.: (+1) 281-820-2545, fax: (+1) 281-809-7123 E-Mail: [email protected]
Round About 10, Road 911, Jebel Ali Free Zone, P.O. Box 30576, Dubai - Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4 880 8228, Fax: (+971) 4 880 8218 E-Mail: [email protected]
Paseo de las Flores 277, Jardines de Villahermosa, 86027 Villahermosa, Tabasco, Mexiko Tel.: (+52) 993 357 5767, Fax: (+52) 993 357 5767 E-Mail: [email protected]
The Northern Blue Tower, King Faisal Road, Al Yarmouk, Al Khobar 3195, Königreich Saudi Arabien Tel.: (+966) 138348814, Fax: (+966) 138353401 E-Mail: [email protected]
28825 Katy-Brookshire Road, Katy, Tx 77494, USA Tel.: (+1) 713 785 1060, Fax: (+1) 713 953 4580 E-Mail: [email protected]
14 Gul Street 3, Singapur 629268 Tel.: (+65) 6861 4302, Fax: (+65) 6861 4556 E-Mail: [email protected]
1604 Greens Road, Houston, TX 77032, USA Tel.: (+1) 281 435 7287 E-Mail: [email protected]
Howemoss Terrace, Kirkhill Industrial Estate, Dyce, Aberdeen AB21 0GR, UK Tel.: (+44) 1224 799 600, Fax: (+44) 1224 770 156 E-Mail: [email protected]
Industrial Zone, Panel XI, Noyabrsk, 629800, Yamala Nenetsky Autonomous, Region, Russische Föderation Tel.: (+7) 3496 342602, (+7) 3496 342604, Fax: (+7) 3496 342603 E-Mail: [email protected]; [email protected]
517-5 Calle C, Parque Industrial Almacentro, Apodaca, 66600, Nuevo Leon, Mexiko Tel.: (+52) 81 1344-3343, Fax: (+52) 81 1344-3346 E-Mail: [email protected]
Estrada Piloto Rommel de Oliveira Garcia, 275. CEP-27932-355, Imboassica, Macaé - RJ - Brasilien Tel.: (+55) 22 3737-0260 E-Mail: [email protected]
712 St. Etienne Road, P.O. Box 492, Broussard, LA 70518-0492, USA Tel.: (+1) 337 837 2030, Fax: (+1) 337 837 4460 E-Mail: [email protected]
P.O. Box 61327, Roundabout 10, Road 1030, Jebel Ali Free Zone, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4883 4228, Fax: (+971) 4883 4022 E-Mail: [email protected]
Lot B2.6, Street D3, Dong An 2 Industrial Zone, Thu Dau Mot City, Binh Duong Province, Vietnam Tel.: (+84) 6503 589 590, Fax: (+84) 6503 589 595 E-Mail: [email protected]
Hauptstrasse 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 0, Fax: (+43) 2630 315 401 E-Mail: [email protected]
11525 Brittmoore Park Drive, Houston, TX 77041, USA Tel.: (+1) 713 856 6500, Fax: (+1) 713 856 6565 E-Mail: [email protected]
Techman House, Broombank Park, Chesterfield Trading Estate, Sheepbridge, Chesterfield, S41 9RT, UK Tel.: (+44) 1246 261385, Fax: (+44) 1246 453734 E-Mail: [email protected]
| JAHRESABSCHLUSS DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG | 115 |
|---|---|
| ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 82 ABS. 4 Z 3 BÖRSEGESETZ | 146 |
| PASSIVA | 31.12.2015 TEUR 31.12.2016 EUR |
16.000 $\frac{18}{15.982}$ 15.947.403,00 |
69.994 70.150.064,03 |
1,897 2.051.000,00 |
785 15,868 16,653 14.797.145,67 |
8.119 112.645 106.456.466,16 3.510.853,46 |
$1.58$ $-1.452$ $-1.352$ 5,678,833,81 |
128.417 | 512 | 3.319 74.591 |
206,839 289.211.570,20 |
323.436 401.346.870,17 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ã | 16.000.000,00 52,597,00 |
785.314,64 | 596.189,00 4.092.041,81 990.603,00 |
205.000.000,00 | 145.734,65 | 80.390,075,31 3.675.760,24 |
|||||||||||
| $BLLA NZ$ zum 31. Dezember 2016 | A. Eigenkapital | I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital eigene Anteile |
1. gebundene davon für eigene Aktien EUR 52.597,00 (Vorjahr TEUR 18) Kapitalrücklagen Ħ, |
III. Optionsrücklage | IV. Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage 2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) |
V. Bilanzgewinn davon Gewinnvortrag EUR 125.152,31 (Vorjahr TEUR 2.404) |
B. Rückstellungen | 1. Rückstellungen für Abfortigungen 2. Steuerrückstellungen 3. sonstige Rückstellungen |
Verbindlichkeiten devon mit einer Kestlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 117.557.728.20 (Vorlahr TEUR 66.920) devon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 171.653.842.00 (Vorjahr TEUR 119.919) ن |
$1.$ Verdin diplokation posteriziber Kreigitstätladen $\,$ by F EUR 35 000.000 (O Clyr-hir TEUR 10.47 ) $2.$ We conclude the state of the state of the state of the state of the 170.000.000 (Voriahr TEUR 118.000) $2.$ We c |
davon" nit: einer Restiaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 2.021.938,24 (Vorjahr TEUR 1.400) davon mit: einer Restiaufzeit von niehr als einem Jahr EUR 1.653.842,00 (Vorjahr TEUR 1.919) davon mit Rahmen der sozialen Sicherhe |
||||||
| 31.12.2015 TEUR |
G | 12.304 | 218 430 12.952 |
180.936 16.915 |
197.995 210.956 |
19.327 | 10.098 29.440 |
$\frac{83.039}{112.479}$ | $\circ$ | 323.436 | |||||||
| 31.12.2016 EUR |
3.155,00 | 12.302.157,38 | 269.809.006.35 282.114.318,73 |
23.221.005,66 | 91,858,705,78 | 4.152.840,00 | 401.346.870,17 | ||||||||||
| EUR | 12.170.402,98 | 131.754,40 | 224.914.300,95 44.750.738,40 04.3.957,00 |
0,00 29.420,29 |
9.048.585,37 | ||||||||||||
| SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktlengesellschaft Ŭ |
AKTIVA | A. Anlagevermögen | I. Immaterielle Vermögensgegorstände 1. Sowie datus abgeleitete Lizenzen 1. Sowie datus abgeleitete Lizenzen |
II. Sechaniaero 2. Bauten auf français en descritos de Sechte und Bauten, einschließlich der 2. Bauten auf français eine und Anlagen in Bau 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
III. Finanzanlagen 1. Anteihuangen av verbundene Unternehmen 3. Netehuangen av verbundene Unternehmen 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens |
8. Umlaufvermögen | I. Forderunoan und sousitie Vermõestrageastisate 2. Forderungen ogseitliger verboridens internet in 1970-254.10 (Vorjahr TEIR 8,727) 2. Forderungen ogseitliger verboridens internet internet in 1970-254.10 (Vorjahr TEIR 8,7 |
II. Kassenbestand. Guthaben bei Kreditinstituten | C. Aktive latente Steuern |
SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktlengesellschaft
| 2016 EUR |
2015 TEUR |
|||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 4.503.531,80 | 6.993 | ||
| 2. sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der | 128,40 | $\overline{2}$ | ||
| Finanzanlagen | ||||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0,00 | 3 | ||
| c) übrige | 2.057.631,82 | 1.945 | ||
| 2.057.760.22 | 1.950 | |||
| 3. Personalaufwand | $-186$ | |||
| a) Löhne | $-198.266,17$ $-2.342.739,72$ |
$-2.793$ | ||
| b) Gehälter | ||||
| c) soziale Aufwendungen | $-114.005,84$ | $-336$ | ||
| aa) Aufwendungen für Altersversorgung bb) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche |
||||
| Mitarbeitervorsorgekassen | -287.186,15 | $-558$ | ||
| cc) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | ||||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | $-364.017,00$ | $-317$ | ||
| -630,87 | $-1$ | |||
| dd) übrige | -765.839,86 | $-1.213$ | ||
| $-3.306.845,75$ | $-4.191$ | |||
| 4. Abschreibungen | ||||
| auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -570.758,84 | $-4.184$ | ||
| -570.758,84 | $-4.184$ | |||
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 15 fallen | $-191.538,61$ | $-181$ | ||
| b) übrige | $-4.432.548,23$ | $-7.203$ | ||
| $-4.624.086,84$ | $-7.383$ | |||
| 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebserfolg) | $-1.940.399.41$ | $-6.815$ | ||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 0,00 | 22.551 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 22.551) | ||||
| 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 2.614.276,09 | 1.976 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.612.501,59 (Vorjahr TEUR 1.974) | ||||
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 811.868,44 | 978 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 479.534,82 (Vorjahr TEUR 558) | ||||
| 10. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 4.993.935,03 0,00 |
$-10.295$ | ||
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen | ||||
| a) davon Abschreibungen EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 10.295) b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 10.268) |
||||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -4.097.309,42 | $-4.625$ | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 826.964,18 (Vorjahr TEUR 965) | ||||
| 13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzerfolg) | 4,322,770,14 | 10.586 | ||
| 14. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 6 und Z 13) | 2.382.370,73 | 3.770 | ||
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.003.330,42 | 1.913 | ||
| 16. Jahresüberschuss | 3.385.701,15 | 5.684 | ||
| 17. Auflösung von Gewinnrücklagen | 0,00 | 31 | ||
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 125.152,31 | 2.404 | ||
| 19. Bilanzgewinn | 3.510.853,46 | 8.119 |
Der Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO), mit Sitz in Ternitz, wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.
Die Änderungen, welche sich durch das RÄG 2014 und APRÄG 2016 ergeben haben, wurden zur Gänze umgesetzt. Aktive latente Steuern wurden erstmalig bilanziert.
Auf Grund der Umsetzung des RÄG 2014 und des APRÄG 2016 wurde die Form der Darstellung des Jahresabschlusses im Vergleich zum Vorjahr in mehreren Punkten angepasst. Dies betrifft die Umgliederung der unversteuerten Rücklagen in das Eigenkapital, die Saldierung eigener Anteile mit dem Eigenkapital sowie die geänderte Darstellung des Anlagenspiegels.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.
Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.
Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG seit 2005.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Durch das RÄG 2014 und das APRÄG 2016 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Ausweise teilweise geändert. Darauf wird bei den davon betroffenen Positionen gesondert hingewiesen.
Bei der Bewertung des Anlagevermögens wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Geldkurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.
Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Devisen-Geldkurs zum Bilanzstichtag bilanziert.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Erfüllungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Briefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Berechnung der Abfertigungsrückstellungen erfolgte mittels versicherungsmathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 1,5 % (Vorjahr: 2,2 %), Gehaltssteigerung 3,5 % (Vorjahr: 3,5 %) p. a., Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Im Rahmen der Ermittlung der Abfertigungsrückstellung erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes für die Leistungsart Pensionierung über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des jeweiligen Dienstnehmers.
Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden ebenfalls gemäß IAS 19 berechnet.
Ĭ. $\overline{\phantom{a}}$
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.
Das abnutzbare Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:
| EDV-Software | 4 Jahre |
|---|---|
| Rechte | 15 Jahre |
| Gebäude und Grundstückseinrichtungen | 10 bis 50 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 8 Jahre |
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es folgende Bewegungen:
| Schoeller-Bleckmann America Inc Zugang |
TFUR | 34.438.9 |
|---|---|---|
| Foxano AG Zugang |
TEUR | 9.536.7 |
Zum Bilanzstichtag 31.12.2016 wurden Werthaltigkeitstest für die enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen durchgeführt. Die Bewertung erfolgte auf Basis der vorliegenden Planungen durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern, welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde.
Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Die Bewertung wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren auf den Nachfrageplänen der wichtigsten Kunden sowie den bereits vorhandenen Auftragsständen und der erwarteten Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger CAPEX Spendings in der Oilfield Service Industrie. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix (abgeleitet aus bereits vorhandenen Kundenaufträgen sowie Rückmeldungen des Vertriebs) sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen (basierend auf Preisindikationen bestehender Lieferanten sowie Materialpreisentwicklungen auf Rohstoffmärkten und daraus ableitbare Trends) und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.
Die Ausleihungen betrafen ausschließlich Konzerngesellschaften. Deren Fristigkeit stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | $<$ 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Bilanzwert |
|---|---|---|---|---|
| 12.2016 131. |
0,0 | 22.375.3 | 22.375.3 | 44.750 |
| 12.2015 | 2.029. | 14.885.0 | 0.0 | 16.914. |
Im Jahr 2016 erfolgten Zuschreibungen in Höhe von TEUR 4.993,9. Die daraus resultierende steuerliche Belastung betrug TEUR 1.248,5.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.
Die größten Positionen in den sonstigen Forderungen waren Darlehen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften (TEUR 7.890,5; Vorjahr: TEUR 8.410,3).
Erträge, welche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen Zinsabgrenzungen (TEUR 12.3: Voriahr: TEUR 12.8).
Die aktiven latenten Steuern wurden zum Bilanzstichtag für folgende Posten gebildet: Beteiligungen, Sachanlagen, Personalrückstellungen und für steuerliche Verlustvorträge, welche in den Folgejahren verwertet werden können. Aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Planungsrechnung werden zukünftig Gewinne erwartet, wodurch der Ansatz der aus dem Verlustvortrag stammenden latenten Steuern gerechtfertigt wird. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 25%. Im Jahr 2015 betrugen die nicht aktivierten latenten Steuern TEUR 1.956,9.
Das eingeforderte und eingezahlte Grundkapital von TEUR 16.000,0 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.
In der Hauptversammlung vom 27. April 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 erworben. 2015 wurde von der Ermächtigung laut Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2014 kein Gebrauch gemacht.
Zum Bilanzstichtag 2016 hält die Gesellschaft 52.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 18.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,33 % (Vorjahr: 0,11 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.884 (Vorjahr TEUR 1.074). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.947.403 Stück (Vorjahr: 15.982.000 Stück).
Die gebundene Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 70.150,1 (Vorjahr: TEUR 69,994.1 und resultiert im Wesentlichen aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005. Die Veränderung in 2016 resultiert aus dem Abgang von und der Saldierung mit eigenen Anteilen.
Die gesetzliche Rücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785,3.
Die freie Rücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 14.011,8 (Vorjahr: TEUR 15.867,7). Die Veränderung in 2016 resultiert aus dem Erwerb und der Übertragung eigener Anteile.
Die Optionsrücklage in Zusammenhang mit einem im Jahr 2014 vereinbarten Vorstandsvergütungsprogramm für die künftige Abgabe von eigenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 2.051,0 (VJ: TEUR 1.897,0).
Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. April 2016 wurden vom Bilanzgewinn 2015 TEUR 7.994,0 an die Aktionäre ausgeschüttet und die verbleibenden TEUR 125,1 auf neue Rechnung vorgetragen.
In den übrigen Rückstellungen sind enthalten:
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Jubiläumsgeldrückstellungen | 53,0 | 43,9 |
| Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube | 303,8 | 406,2 |
| sonstige Personalrückstellungen | 357,0 | 279,8 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 116.8 | 562.1 |
| Bilanzveröffentlichung | 160,0 | 160.0 |
| Summe | 990.6 | 1,452,0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.
In den sonstigen Verbindlichkeiten betrafen TEUR 1.632,9 (Vorjahr: TEUR 1.135.7) Aufwendungen, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Betrag von TEUR 30.681,8 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten (Vorjahr: TEUR 0,0). In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag von TEUR 595.4 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten (Vorjahr: TEUR 860,0).
Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamtbetrag | davon für verbundene Unternehmen |
Gesamtbetrag | davon für verbundene Unternehmen |
| Haftungen für Kredite und Kurssicherungen |
31.090.8 | 31.090,8 | 32.652,6 | 32.652.6 |
Darüber hinaus wurden für ein Bankdarlehen eines verbundenen Unternehmens Pfandrechte an Liegenschaften der Gesellschaft bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 12.300.0 eingeräumt (Voriahr: TEUR 12.300.0).
Weiters hat die Gesellschaft gegenüber einem verbundenen Unternehmen eine Patronatserklärung mit Befristung bis Juli 2017 abgegeben, die eine unwiderrufliche Zusicherung enthält, das Unternehmen derart zu unterstützen, dass dieses jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2016 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftern das ab 1. April 2019 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 1. April 2019 jederzeit die Anteile der anderen Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die
Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist ieweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig.
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2014 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftern das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der anderen Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig.
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, für eine Wettbewerbsvereinbarung jährlich USD 500.000 zu zahlen, sofern sich der Vertragspartner während der Laufzeit bis 2020 an die Vertragsbedingungen hält.
Aus der Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen auf Grund von Mietoder Leasingverträgen bestehen keine wesentlichen Verpflichtungen.
Die größten Posten sind:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Verrechnete Holdingleistungen | 2.675.9 | 4.564.8 |
| Mieterträge | 1.827 | 1.735.4 |
| Lizenzeinnahmen | 692 B |
Die größten Posten sind:
,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, ww.co i e . . ш _________ --------------------------------------- |
00 J O ч |
--------------------------------------- -- . 15 |
|---|---|---|
| ۱۵ $\sim$ $1280$ Company and the second contract $\sim$ |
L . . U |
Services ◡ |
Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 18,3 (Vorjahr: TEUR 14,9) enthalten.
Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen TEUR 335,4 (Vorjahr: TEUR 868,1) auf die Mitglieder des Vorstands.
Die größten Posten in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Forschungs- und Entwicklungs- | ||
| aufwendungen | 700.0 | 1.256,9 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 666,3 | 1.762.4 |
| Versicherungen | 225.5 | 333.1 |
| Kursverluste | 225.0 | 909.6 |
Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen unter dieser Position verbucht.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen nachfolgende Gesellschaften:
| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology _________ |
14.000.0 | |
| DSI FZE | 7.361 | |
| BICO Drilling Tools Inc. | 190 |
Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG unter Anwendung der Belastungsmethode genutzt. Gruppenmitglieder sind:
Inland:
SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Technology GmbH., Ternitz.................(ab 2008), $\sim$
Ausland:
Im Geschäftsjahr 2016 weist die Gesellschaft nach Verrechnung der Steuerumlagen an inländische Gruppenmitglieder in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 7.437,5) einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 1.003,3 (Vorjahr: TEUR 1.913,3) aus. Darin sind Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von TEUR 33,4 (Vorjahr: TEUR 110,1) sowie auf Vorjahre entfallende Steuern von TEUR 0,0 (Vorjahr: Ertrag von TEUR 32,7) enthalten.
Das Geschäftsjahr 2016 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.385,7. Zuzüglich des Gewinnvortrags aus 2015 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 3.510,9.
Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien keine Dividende (Vorjahr EUR 0.50) auszuschütten und den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Für das Geschäftsjahr 2016 liegen keine berichtspflichtigen Geschäftsfälle gemäß § 238 (1) Z. 12 UGB vor.
Im Jahr 2016 sind für den Abschlussprüfer, die Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH, und mit diesem verbundene Unternehmen folgende Aufwendungen angefallen:
| Prüfung des Jahresabschlusses TEUR 22,5 | (Vorjahr: TEUR 21,7) |
|---|---|
| Steuerberatungsleistungen | (Vorjahr: TEUR 25,8) |
| Sonstige Leistungen TEUR 57,5 | (Voriahr: TEUR 40,2) |
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Verbundene Unternehmen im Sinne des § 189a Z 8 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG, Ternitz, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG war zum 31. Dezember 2016 an folgenden Unternehmen beteiligt:
| Ergebnis in TEUR |
Eigenkapital in TEUR |
||
|---|---|---|---|
| Anteil in Prozent | Jahr 2016 | 31.12.2016 | |
| SCHOELLER-BLECKMANN Oiffield Technology GmbH, Ternitz | 100,00 | $-6.841,9$ | 100.266.7 |
| DSI FZE, Dubai, AE | 100,00 | 570,1 | 66.104.6 |
| DSI PBL de Mexico S.A. de C.V., Villahermosa, MX | 99.00 | 65,1 | 70,9 |
| Schoeller-Bleckmann America Inc., Wilmington, US | 100,00 | 31.996,2 | 134.432.2 |
| BICO Drilling Tools Inc., Houston, US | 89,71 | 10.007,3 | 85.840,7 |
| Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MX | 98,00 | $-1.956,9$ | $-1.292.0$ |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Rotherham, GB | 100,00 | 7.9 | 40.267.6 |
| Knust-SBD Pte Ltd., Singapur, SG (*) | 51,50 | $-2,683,5$ | 10.166,7 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE, Dubai, AE | 100,00 | $-145.5$ | 6.555.9 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong, VN | 100,00 | $-618.0$ | 19.215.3 |
| Schoeller-Bleckmann Canada Ltd., Calgary, CA | 100,00 | 159,2 | 35.028.9 |
| ADRIANA HOLDING COMPANY LIMITED, Dubai, AE | 89.00 | $\frac{0}{0}$ | o O |
UGB Gebrauch gemacht. $\overline{z}$ $\overline{z}$ $\bar{\mathsf{N}}$ Abs. 242 $\omega$ gem. Bestimmung zu weiteren Beteiligungen wird von der die Angaben Für
Der durchschnittliche Personalstand gliedert sich wie folgt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Gehaltsempfänger | 15 | 15 |
| Lohnempfänger | ||
| Summe Mitarbeiter | 23 | 23 |
Zum 31.12.2016 betrug der Personalstand 23 Mitarbeiter: 15 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger (Vorjahr: 24 Mitarbeiter, 16 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger).
Die Bezüge für die Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2016 TEUR 1.091 (davon fixer Anteil TEUR 861, davon variabler Anteil TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 1.830 (davon fixer Anteil TEUR 908, davon variabler Anteil TEUR 922).
Im Geschäftsiahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann für Vorstandstätigkeiten unter der Voraussetzung eines jeweils aktiven Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen auf die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300,0 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2016 für 6.000 Aktien betrug TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 384). Zum 31.12.2016 beträgt der Kurswert der 18.000 Stück bereits übertragenen Aktien TEUR 1.378 (Vorjahr: 12.000 Stück mit Kurswert TEUR 605).
Weiters wurde im Geschäftsjahr 2014 dem Vorstandsvorsitzenden eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand betreffend aktienbasierter Vergütungen ist aufgrund der bestehenden Verfügungsbeschränkung bzw. der erst bei Ende des Dienstverhältnisses gewährten Abfertigung in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten.
Im Geschäftsjahr 2016 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder in Summe eine Vergütung von TEUR 39.0 (Vorjahr: TEUR 115,1).
Aufsichtsrat:
Mag. NORBERT ZIMMERMANN Vorsitzender seit 10.04.1995
Dr. PETER PICHLER Mitglied seit 10.04.1995, stellvertretender Vorsitzender seit 29.04.2003
Mag. Brigitte EDERER Mitglied seit 23.04.2014
Mag. DI HELMUT LANGANGER Mitglied seit 29.04.2003
Mag. Dr. WOLFRAM LITTICH Mitglied seit 27.04 2016
KARL SAMSTAG Mitglied bis 27.04 2016
Dr. KARL SCHLEINZER Mitglied seit 24.05.1995
Vorstand:
Ing. GERALD GROHMANN Vorsitzender seit 03.10.2001
Mag. KLAUS MADER seit 01.10.2015
Ternitz, am 28. Februar 2017
| SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft | |
|---|---|
| Der Vorstand | |
| Market Ing. GERALD GROHMANN |
Mag. KLAUS MADER |
| Anlagenspiegel gemäß § 226 (1) UGB per 31.12.2016 | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten | kumulierte Abschreibungen | Buchwert | Buchwert | |||||||||
| Beträge in EURO | 01.01.2016 Vortrag |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2016 Stand |
01.01.2016 Vortrag |
Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | 31,12.2016 Stand |
31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte $i$ , und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen t. Immaterielle Vermögensgegenstände |
6,380,530,22 | 0,00 | 6.316.791,62 | 0,00 | 63.738,60 | 6.371.065,22 | 6,310,00 | 6.316.791,62 | 0,00 | 60.583,60 | 3,155.00 | 9.465.00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 6.380.530,22 | 0,00 | 6.316.791.62 | 0,00 | 63.738,60 | 6.371.065,22 | 6.310,00 | 6.316.791,62 | 0,00 | 60.583,60 | 3.155,00 | 9,465,00 |
| II. Sachanlagevermögen | ||||||||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon Grundwert EUR 3.560.935,26 (2015: TEUR 3.162,5) |
19.741.812,63 | 6.615,00 | 38,640,86 | 430.415,00 | 20.140.201,77 | 7.437.942,33 | 531,856,46 | 0,00 | 0,00 | 7.969.798,79 | 12.170.402,98 | 12.303.870,30 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 763.099,46 | 6.310,24 | 87.624,53 | 0,00 | 681.785,17 | 545.420,20 | 32.119,48 | 27,508,91 | 0,00 | 550.030,77 | 131.754,40 | 217.679,26 |
| 3. geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen | 430.415,00 | 0,00 | 0,00 | $-430.415,00$ | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 430.415,00 |
| 4. geringwertige Vermögensgegenstände | 0,00 | 472,90 | 472,90 | 0,00 | 0.00 | 0,00 | 472,90 | 472.90 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 20.935.327.09 | 13.398,14 | 126.738,29 | 0,00 | 20.821.986,94 | 7.983.362,53 | 564.448,84 | 27,981.81 | 0,00 | 8.519.829,56 | 12.302.157,38 | 12.951.964,56 |
| III. Finanzanlagen | ||||||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 198.804.258,98 | 43.977.947,19 | 0,00 | 0,00 | 242.782.206,17 | 17.867.905,22 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 17.867.905,22 | 224.914.300,95 | 180.936.353.76 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 22.768.216,29 | 44.750.738,40 | 22.768.216,29 | 0,00 | 44.750.738,40 | 5.853.466,72 | 0,00 | 859.531,69 | 4,993,935,03 | 0,00 | 44.750.738,40 | 16,914,749,57 |
| Wertrechte | 143,967,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 143.967,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 143,967,00 | 143.967,00 |
| Summe Finanzanlagen | 221.716.442,27 | 88.728.685,59 | 22.768.216,29 | 0,00 | 287.676.911,57 | 23.721.371,94 | 0,00 | 859.531,69 | 4,993.935,03 | 17.867.905,22 | 269.809.006,35 | 197.995.070,33 |
| SUMME ANLAGEVERMÖGEN | 249.032.299,58 | 88.742.083,73 | 29.211.746,20 | 0,00 | 308.562.637,11 | 38,075.799,69 | 570.758,84 | 7.204.305,12 | 4.993.935,03 | 26,448.318,38 | 282.114.318,73 | 210.956.499,89 |
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO) fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.
Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.
Die Umsatzerlöse der SBO betrugen 2016 MEUR 4,5 (Vorjahr: MEUR 7,0). Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um konzerninterne Leistungen, Lizenzeinnahmen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.
Das Ergebnis vor Steuern betrug 2016 MEUR 2,4 (Vorjahr: MEUR 3,8).
Die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 2016 MEUR 0,0 (Vorjahr: MEUR 0,5).
Die Zugänge zu Finanzanlagen betrugen MEUR 88,7 (Vorjahr: MEUR 0,8) und betrafen mit MEUR 44,0 Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertrechte (Vorjahr: MEUR 0,8) und mit MEUR 44,8 Ausleihungen an verbundenen Unternehmen (Vorjahr: MEUR 0,0).
Die Bilanzsumme 2016 ist mit MEUR 401,3 gegenüber dem Vorjahr (MEUR 323,4) hauptsächlich durch die Zugänge bei den Finanzanlagen gestiegen.
Die Eigenkapitalquote ist auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme auf 26,5 % gesunken (Vorjahr: 34,8 %).
Dementsprechend ist das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) auf 70,3 % der Bilanzsumme gestiegen (Vorjahr: 65,2 %).
Der Personalstand der SBO zum 31. Dezember 2016 betrug 23 Mitarbeiter (15 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger), verglichen mit einem Personalstand zum 31. Dezember 2015 von 24 Mitarbeitern (16 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger).
Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2016 stabil. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,1 %, ähnlich wie im Jahr davor. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2016 1,6 %, nach 2,1 % in 2015. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2016 bei 4,1 %, wie bereits im Jahr davor. Insbesondere China und Indien erwiesen sich als robust. Die erdölexportierenden Schwellenländer waren durch den niedrigen Ölpreis unter Druck. In Russland zeigte die Wirtschaft Anzeichen einer Stabilisierung. Das Votum über den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) sorgte für Unsicherheiten in der westlichen Welt-1
Die durchschnittliche globale Ölnachfrage stieg im Jahr 2016 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 96,6 mb/d (2015: 95,0 mb/d). Treibend waren vor allem die Nicht-OECD Staaten und Asien. Die Nachfrage in den Nicht-OECD Staaten stieg um 1,2 mb/d oder 2,5 % auf 49,8 mb/d (2015: 48,6 mb/d). In den OECD Staaten stieg die Nachfrage um 0,3 mb/d oder 0,6 % auf 46,7 mb/d (2015: 46,4 mb/d).
Der Olmarkt war auch im Jahr 2016 überversorgt. Der weltweite Ol-Angebotsüberhang betrug im ersten Quartal 2016 1,3 mb/d, im zweiten Quartal 2016 aber nur mehr 0,1 mb/d und im dritten Quartal 2016 drehte er vorübergehend in Folge von politischen Ereignissen (z.B. lokale Konflikte in Nigeria und Venezuela) in einen leichten Nachfrageüberhang von 0,2 mb/d. Ab Mitte des zweiten Quartals steigerten die OPEC Staaten, angeführt von Saudi-Arabien, Irak und Libyen, ihre Produktion trotz der bereits in Diskussion stehenden Produktionsobergrenze von durchschnittlich 38,7 mb/d im Mai 2016 auf 39,8 mb/d im Dezember 2016 (33,1 mb/d exklusive Natural Gas Liquids/NGLs). In den Nicht-OPEC Staaten ging das Angebot 2016, angeführt von den USA und China, um 0,8 mb/d auf 57,7 mb/d zurück. Die OPEC Produktion (inklusive Natural Gas Liquids/NGLs) erreichte im November 2016 ihren Höchststand von 40,2 mb/d. Im vierten Quartal konnte die steigende Nachfrage die steigende Produktion in den OPEC Staaten nicht mehr kompensieren. Über das Gesamtjahr blieb der Ölmarkt um 0,4 mb/d überversorgt. Die OPEC Reservekapazität zum Ende des vierten Quartals lag im Dezember 2016 bei lediglich 2,5 mb/d (2,9 mb/d im Jänner 2016).
Am 30. November 2016 einigten sich die OPEC Staaten auf eine Produktionsobergrenze von 32,5 mb/d für die Dauer von mindestens sechs Monaten. Gemessen an den Angebotszahlen der IEA entspricht dies einer effektiven Reduktion von 1 mb/d über den Jahreswechsel 2016 / 2017. Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage sollte daher beschleunigt wiederhergestellt werden.
Maßgeblich für die Wiederherstellung wird auch die Veränderung der OECD Lagerbestände sein. Die Rohöl-Lagerbestände sanken von 1.177 Million Barrels (mb) zu Beginn des Jahres 2016 auf 1.170 mb im Dezember 2016 und lagen um 115 mb über dem fünfjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig erhöhten die OECD Mitgliedstaaten ihre Rohölimporte von 20,1 mb/d im
<sup>1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2017.
Vorjahr auf 21,1 mb/d in 2016. Im Mai 2016 erreichten die Rohöl-Lagerbestände ihren Höchststand von 1.215 mb.2
Der weltweite Rig Count ging zunächst um 26 % auf 1.405 Anlagen im Mai 2016 zurück. Seit Ende des zweiten Quartals stellte sich gerade im nordamerikanischen Rig Count eine deutliche Erholung ein, sodass der weltweite Rig Count im Dezember 2016 mit 1.772 Anlagen um 6 % unter dem Wert zu Beginn des Jahres (Jänner 2016: 1.891 Anlagen) bzw. um 10 % unter dem Vorjahreswert (Dezember 2015: 1.969 Anlagen) lag. Der nordamerikanische Rig Count konnte von seinem Tiefstand von 450 Anlagen wieder auf 843 Anlagen zum Jahresende zulegen und lag damit nahezu auf dem Niveau vom Jänner 2016. In den übrigen Weltregionen ging die Zahl der Bohranlagen seit Jänner 2016 um 11 % auf 929 Anlagen zurück.3 Der Bestand gebohrter, aber noch nicht komplettierter Bohrlöcher (Drilled but Uncompleted Wells oder DUCs) in Nordamerika verringerte sich seit dem Höchststand zu Beginn des Jahres von 5.596 Einheiten zunächst um 10 % auf 5.039 Einheiten und stieg zuletzt wieder mit der anziehenden Bohraktivität um 5 % auf 5.289 Einheiten zum Ende des Jahres.4
Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion (E&P-Ausgaben) sanken im Jahr 2016 noch einmal beschleunigt. Nachdem sie 2015 bereits um 21 % gesunken waren, gingen sie 2016 nach Analystenschätzungen erneut um 27 % zurück. Den stärksten Rückgang 2016 verzeichnete Nordamerika mit einem Minus von 41 %, nach einem Rückgang von 33 % in 2015. Seit Beginn des Abschwungs in 2014 gingen die weltweiten E&P-Ausgaben um 42 % zurück, die nordamerikanischen um 62 %.5
Die Preise beider Rohöl-Sorten waren stark von den Erwartungen des Finanzmarktes in Hinblick auf das Verhältnis von Angebot und Nachfrage geprägt. Zu Jahresbeginn fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI auf ein Tief von USD 26,21 im Jänner sowie der europäischen Sorte Brent auf ein Tief von USD 27,88 im Februar. Dieser Ölpreisverfall kam für den Markt völlig unerwartet und hatte zur Folge, dass die E&P-Budgets noch einmal gekürzt wurden. Über den Jahresverlauf pendelte sich der Ölpreis in der Bandbreite zwischen USD 40 und 52 ein, war jedoch einer starken Volatilität ausgesetzt. Mit der Entscheidung der OPEC Staaten am 30. November 2016 über eine Produktionsobergrenze reagierte der Markt umgehend positiv und konnte das notwendige Vertrauen hinsichtlich eines nachhaltig höheren Ölpreises wieder gewinnen. Im Jahresverlauf stieg der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI von USD 36,76 zum 4. Jänner 2016 auf USD 53,72 zum 30. Dezember 2016, der europäischen Sorte Brent von USD 37,22 auf USD 56,82.6
Die Oilfield Service Industrie war 2016 das zweite Jahr in Folge mit dem stärksten Abschwung der vergangenen 30 Jahre konfrontiert. Die Zurückhaltung der Kunden bei den Bestellvolumina wurde durch einen anhaltenden Druck auf die Preise ergänzt. Dieser Einbruch
<sup>2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2017.
<sup>3 Baker Hughes Inc.
<sup>4 U.S. Energy Information Administration (EIA), Drilling Productivity Report, Februar 2017.
<sup>5 Evercore ISI, The 2017 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2016.
<sup>6 Bloomberg: CO1 Brent Crude (ICE) und CL1 WTI Crude (Nymex)
spiegelt sich naturgemäß in den Umsatz- und Ergebniszahlen des Konzerns wider. Das Management reagierte bereits 2014 frühzeitig mit einem Paket von Gegensteuerungsmaßnahmen, um das Unternehmen sicher durch den Abschwung zu steuern. An diesem Kurs hielt der Konzern auch 2016 konsequent fest.
Trotz dieses sehr schwierigen Umfelds konnte der Konzern einen positiven operativen Cashflow erzielen und verfügt über eine kerngesunde Bilanzstruktur. Der hohe Bestand an liguiden Mitteln gibt dem Unternehmen die Kraft, auch im aktuellen Zyklus gezielt in zukünftige Wachstumsfelder zu investieren. Das Management entschied sich für zwei strategische Schwerpunkte in diesem herausfordernden Marktumfeld: Einerseits nachhaltige und einmalige Kostenoptimierungsmaßnahmen, andererseits Investitionen in den Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Well Completion sowie in Forschung und Entwicklung. Mit dem Erwerb von Downhole Technology am 1, April 2016 tätigte der Konzern die größte Akguisition in der Unternehmensgeschichte.
Der Konzern gliedert sein Geschäft in zwei Segmente: "High Precision Components" (HPC) (Fertigung von komplexen MWD [Measurement While Drilling] und LWD [Logging While Drilling] Komponenten aus antimagnetischem, korrosionsbeständigem Edelstahl) und "Oilfield Equipment" (OE) (High-Performance-Bohrmotoren und Spezialwerkzeuge für die Untertage-Zirkulations-Technologie [Circulation Tools], den Vertrieb amagnetischer Bohrstrangkomponenten [Non-Magnetic Drill-Collars], Service- und Reparaturarbeiten sowie Produkte für das Komplettieren der Bohrung). Beide Segmente waren 2016 vom Markteinbruch spürbar betroffen.
Das Segment "High Precision Components" entwickelte sich 2016 entsprechend den deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Der Segment-Umsatz ging um 61,5 % auf MEUR 55,3 zurück (2015: MEUR 143,5). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 29,3 (2015: MEUR minus 5,9) vor Sondereffekten.
Im Segment "Oilfield Equipment" wirkte der massive Rückgang der weltweiten Aktivitäten dämpfend auf das Geschäft. Die Kunden setzten zwar auch im Abschwung auf Qualitätsprodukte, die sinkende Nachfrage drückte aber auf die Preise. Der Segment-Umsatz sank daher um 25,0 % auf MEUR 127,7 (2015: MEUR 170,2). Das Segment-Betriebsergebnis (EBIT) betrug MEUR minus 18,0 (2015: MEUR 13,3) vor Sondereffekten.
Der Konzern besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service Industrie. Das Management hat auch im Abschwung der vergangenen beiden Jahre rasch reagiert und frühzeitig im dritten Quartal 2014 erste Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse entgegenzuwirken. Diesen Kurs setzte der Konzern 2016 weiter konsequent fort:
Die beiden Restrukturierungen (Fusionen) in den USA und in Großbritannien wurden abgeschlossen. Die Fusion der beiden Tochtergesellschaften in Singapur, die Mitte 2016 beschlossen wurde, ist abgeschlossen. Ein gemeinsames Management führt die beiden Standorte der "Knust-SBO Far East Pte. Ltd." und der "SB Darron Pte. Ltd." unter der Firma "Knust-SBD Pte. Ltd." fort. Durch die Restrukturierung werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt.
Bereits im November 2014 hatte der Konzern das kanadische Unternehmen "Resource Well Completion Technologies Inc." (Resource) übernommen und einen Grundstein für die Präsenz am Well Completion - Markt gelegt. Zuvor hatte der Konzern vorwiegend Produkte für Directional Drilling hergestellt.
Well Completion ist jener Prozessschritt im Lebenszyklus einer Bohrung, bei welchem das Bohrloch für die Öl- und Gasförderung vorbereitet wird. Ebenso wie im Directional Drilling gewinnt im Well Completion Technologie und einschlägiges Know-How zunehmend an Bedeutung. Effizienzsteigerungen der vergangenen Jahre sind auch auf die zunehmende Technologisierung in diesem Bereich zurückzuführen. Mit dem Einstieg in den Well Completion-Markt hat sich der Konzern strategisch neu positioniert, um in diesem attraktiven Markt zu partizipieren.
Der Konzern erwarb 68 % der Anteile an "Downhole Technology LLC" (Downhole Technology) am 1. April 2016. Dies war die größte Akquisition in der Geschichte von SBO. Downhole Technology ist in Houston in den USA ansässig und ein technologisch führender Anbieter von sog. Composite Frac Plugs für das Komplettieren von Öl- und Gasbohrungen. Das patentierte Design, das Fertigungs-Know-How sowie die hohen Qualitätsstandards der Produkte ermöglichen ein rascheres, effizienteres und sichereres Komplettieren der Bohrung als mit vergleichbaren Produkten. Durch hohe Qualität und innovatives Design erzielt Downhole Technology eine hohe Akzeptanz am Markt.
Mit Downhole Technology und Resource ist der Konzern in der Lage, ein breites Portfolio an Tight Formation Completion Tools anzubieten. Während Resource High-Tech "Sliding Sleeve"-Lösungen für das Komplettieren von Bohrungen anbietet, stellt Downhole Technology "Plug-n-Perf"-Equipment für diese Anwendungen her. Der Konzern ist bereits heute als führender unabhängiger Produktanbieter im Markt vertreten.
Darüber hinaus hat der Konzern die 2014 gestartete Internationalisierung des erfolgreichen Bohrmotorengeschäfts der Tochtergesellschaft BICO im Jahr 2016 weiter vorangetrieben: Die Bohrmotoren werden verstärkt in Russland und Fernost sowie von der bestehenden Niederlassung in Dubai aus vermarktet. Das sind jene Regionen, die global am wenigsten vom Nachfragerückgang betroffen sind. Zudem bieten die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften in Saudi-Arabien und Mexiko vor allem für die Tochtergesellschaft DSI mit ihrer Untertage-Zirkulations-Technologie zusätzliche Marktchancen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2017 einen Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums um 3,4 %, für das Jahr 2018 um 3,6 % (nach 3,1 % im Jahr 2016 und 3,2 % im Jahr 2015). In den Industriestaaten sollte die Wirtschaft im Jahr 2017 um 1,9 %, im Jahr 2018 um 2,0 % wachsen (nach 1,6 % im Jahr 2016 und 2,1 % im Jahr 2015). Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten ab. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2017 von einem Wachstum von 4,5 %, für 2018 von 4,8 % aus (nach jeweils 4,1 % in den Jahren 2016 und 2015).7
Das Anziehen der weltweiten Konjunktur in 2017 und 2018 basiert laut Einschätzung des IWF vor allem auf einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern. Die Abschwächung des Wachstums in China soll durch ein stärkeres Wachstum in jenen Schwellen- und Entwicklungsländern überkompensiert werden, die sich 2016 in einer Rezession befanden. Dazu zählen u.a. Brasilien, Nigeria und Russland. Außerdem geht der IWF davon aus, dass begleitende fiskalpolitische Maßnahmen in den Industrieländern sowie nachlassende geopolitische Spannungen zu einem stärkeren Wachstum in den betroffenen Ländern beitragen. Der Brexit sollte sich laut IWF auf die Weltwirtschaft nicht stark auswirken, sofern keine größeren neuen wirtschaftlichen Barrieren geschaffen werden und die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union reibungslos verlaufen.
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht für 2017 von einem weiteren Anstieg der Ölnachfrage aus: Die Ölnachfrage soll 2017 um 1,4 mb/d auf 98,0 mb/d steigen. In den OECD Staaten soll die durchschnittliche Ölnachfrage mit rund 46,8 mb/d auf demselben Niveau wie 2016 liegen. In den Nicht-OECD Staaten soll die durchschnittliche Nachfrage um 1,4 mb/d auf insgesamt 51,2 mb/d steigen.
Nach zwei Jahren kontinuierlicher Einsparungen in der Industrie scheint nun endlich der Abschwung zu Ende zu sein. Die IEA erwartet, dass das Angebot in den Nicht-OPEC Staaten von 57.7 mb/d im Jahr 2016 um 0,3 mb/d auf 58,0 mb/d im Jahr 2017 steigen wird. Die OPEC Staaten haben sich am 30. November 2016 auf eine Produktionsobergrenze von 32.5 mb/d für die Dauer von mindestens sechs Monaten geeinigt. Die Balance aus Angebot und Nachfrage sollte daher beschleunigt wiederhergestellt werden.8
Es bestätigt sich zunehmend, dass sich Nordamerika sehr flexibel auf die neue Situation einstellen kann. Führende Analystenhäuser erwarten für 2017 einen Anstieg der E&P-Ausgaben in Nordamerika von 21 %; weltweit sollen es 2 % sein. Das wäre der erste Anstieg seit 2014. Mit Blick auf die massiven Investitionskürzungen in den Jahren 2015 und 2016 ist der Investitionsbedarf grundsätzlich hoch. E&P-Ausgaben des vergangenen Jahres sind zu einem großen Teil lediglich in die Erhaltung der bestehenden Förderung geflossen. Ohne
7 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2017.
<sup>8 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2017.
Investitionen wird durchschnittlich eine Post-Peak Decline Rate von 5-7 % p.a. angenommen.9 Unter Berücksichtigung dieses Faktors und der stabil steigenden Ölnachfrage ist mittelfristig nicht ausgeschlossen, dass es zu einer Unterversorgung des Ölmarktes kommen könnte.10
Die Erwartungen für 2017 gehen vor allem für Nordamerika von einer positiven Entwicklung aus. Insgesamt wird für 2017 ein Übergangsjahr erwartet. Der Konzern ist traditionell ein Spätzykliker. Mit dem Aufbau des Geschäftsfeldes Well Completion sowie ihrer Tätigkeit in Forschung und Entwicklung hat sich der Konzern gezielt auf den Aufschwung vorbereitet. Der hohe Cash-Bestand, die geringe Nettoverschuldung und die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens geben dem Konzern die Flexibilität, auf kommende Herausforderungen schnell reagieren zu können. Der Konzern ist gut aufgestellt, um als Technologie- und Marktführer den Aufschwung optimal nutzen zu können.
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risiken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risiken zu setzen. Ein konzernweites Reportingsystem unterstützt den Vorstand der SBO AG beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risiken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risiken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO AG und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.
Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix verzinst. Diese lauten auf USD und unterliegen daher Fremdwährungsschwankungen. Ebenso besteht der Großteil der sonstigen Forderungen aus langfristigen verzinslichen Forderungen in USD, GBP und CAD.
Die liguiden Mittel bestehen aus Guthaben bei österreichischen Banken mit marktkonformer Verzinsung.
Alle zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.
Aufgrund der derzeitig verfügbaren liquiden Mittel bestehen aus heutiger Sicht keine Liquiditäts-Probleme.
.<sup>9 HSBC Global Research, Februar 2017.
<sup>10 Evercore ISI, The 2017 Evercore ISI Global E&P Spending Outlook, Dezember 2016; etwas optimistischer: Barclays, 2017 E&P Spending Outlook, Jänner 2017.
Die Wachstumsstrategie des Konzerns ist langfristig orientiert und basiert neben organischem Wachstum auf Akquisitionen und Forschung und Entwicklung (F&E). Gezielte F&E-Investments auch im Abschwung stellen sicher, dass der Konzern am nächsten Aufschwung optimal teilnehmen kann.
Die F&E-Budgets des Konzerns waren nicht von den durchgeführten Kosteneinsparungen betroffen. So konnten in den vergangenen Monaten einige innovative Erfolge erzielt werden:
Mit ihrer "Direct Laser Metal Sintering" (DLMS) Anlage ist der Konzern nun auch kommerziell im hochpräzisen 3D Metall-Druck vertreten. Diese neuartige, auf Faserlaser basierende Additive Manufacturing Technologie ergänzt das breite Angebot an traditionellen Fertigungstechniken des Konzerns. Damit können hochkomplexe Metallteile mit nur geringem Zeitaufwand einzelgefertigt werden, ohne Abstriche bei Qualität und mechanischen Eigenschaften.
In Ergänzung dazu konnte das Elektronenstrahlschweißen ("Electronic Beam Welding" (EBW)) kommerzialisiert werden. Bisher auf dem Markt verfügbare Systeme erwiesen sich als unzuverlässig oder konnten den Qualitätsansprüchen nicht gerecht werden. Diese Technologie kann der Konzern flexibel für Kundenanforderungen einsetzen, die mit herkömmlichen Fertigungstechniken nicht umsetzbar wären.
In der traditionellen Fertigung hat der Konzern im "GooseNeck Drilling" die Marktreife erlangt. Diese Technologie ermöglicht es, innerhalb der Bohrstange gerichtete Bohrungen ab einem Durchmesser von 1 1/2" (38 mm) herzustellen. Hierdurch erhalten die Kunden völlig neue Möglichkeiten bei der Konstruktion von komplexen MWD (Measurement While Drilling) und LWD (Logging While Drilling) Messgeräten. Durch das außermittige Versetzen der Zentrumsbohrung in der Bohrstange haben Messgeräte mehr Installationsraum zur Verfügung, ohne dass die Festigkeit der Bohrstange durch einen "Stub Welding" Prozess (Schweißprozess) geschwächt wird.
Mit dem "MASTER Motor Konzept" entwickelte der Konzern eine in Design und Leistungsfähigkeit verbesserte Produktlinie an Hochleistungsmotoren. Höhere Strömungsgeschwindigkeiten und Temperaturen können durch robustere Verbindungen und höhere Wartungsstandards erheblich besser bewältigt werden als mit herkömmlichen Bohrmotoren. Die neue Produktlinie ist in Verbindung mit anderen Hochleistungskomponenten des Konzerns darauf ausgelegt, gerade in besonders harten oder durch Zirkulationsverluste beeinträchtigten Umgebungen ein hohes Drehmoment zu erzeugen. Betreiber profitieren vor allem auch durch die höhere Bohrgeschwindigkeit, den zeiteffizienteren Bohrprozess und die Zeitersparnis beim Komplettieren des Bohrlochs. Diese neue Technologie wird ab dem heurigen Jahr kommerziell eingesetzt.
Im Well Completion wurde neben dem bestehenden "Open Only" auch ein "Closable Sleeve"-System entwickelt. Damit können für die Produktion bereits geöffnete Sleeves auch wieder geschlossen werden. Der Druck im Produktionsstrang wird stabil gehalten, weil Zonen mit eindringenden Verunreinigungen und weniger produktive Zonen isoliert werden können. Für die Betreiber optimiert das die Produktion. Das System ist kompakt und verfügt über einen hydraulischen Schließmechanismus. Diese Technologie kann auch für ein späteres Refracking eingesetzt werden.
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung und Gebarung von den operativen Einheiten an den Vorstand.
Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.
Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.
Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch laufende Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Auch im Zuge der internen Revision werden schwerpunktmäßige Prüfungen über das Rechnungswesen durchgeführt. Weiters werden alle Jahresabschlüsse durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.
Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen).
Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.
Die für den Konzern dargestellten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind auch uneingeschränkt für die Holdinggesellschaft anwendbar. Für das Rechnungswesen der Holdinggesellschaft sind ebenfalls anerkannte Standardprogramme im Einsatz.
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2016 wie auch zum 31. Dezember 2015 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.
In der Hauptversammlung vom 27. April 2016 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Im Geschäftsjahr 2016 hat die Gesellschaft 40.597 Stück eigene Aktien mit einem Kaufpreis von TEUR 2.167 erworben. 2015 wurde von der Ermächtigung laut Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2014 kein Gebrauch gemacht.
Zum Bilanzstichtag 2016 hält die Gesellschaft 52.597 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 18.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,33 % (Vorjahr: 0,11 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 2.884 (Vorjahr TEUR 1.074). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.947.403 Stück (Vorjahr: 15.982.000 Stück).
Zum 31. Dezember 2016 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 33,4 %).
Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Sachverhalte gemäß § 243a UGB.
Ternitz, 28. Februar 2017
SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft
Der Vorstand Ing. Gelaid Grohmann
Mag. Klaus Mader
Wir haben den Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen
In der SBO AG bestehen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von rd. 225 MEUR. Wegen der angespannten wirtschaftlichen Lage der SCHOELLER-BLECKMANN Gesellschaften weltweit hat die Gesellschaft die Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze untersucht. Zu diesem Zweck wurde zum 31. Dezember 2016 für die Anteile an verbundenen Unternehmen auf Basis der vorliegenden Planungen ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Die Bewertung erfolgte durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern, welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde.
Nähere Ausführungen zur Beteiligungsbewertung befinden sich im Anhang im Abschnitt Erläuterungen zur Bilanz - Anlagevermögen.
In das Bewertungsmodell fließen zahlreiche Schätzwerte ein, die naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet sind und wesentlich das Ergebnis der Bewertung beeinflussen.
Somit handelt es sich bei der Beteiligungsbewertung um ein Prüffeld von besonderer Bedeutung, welches verstärkte Aufmerksamkeit im Rahmen der Abschlussprüfung erfordert.
Wir haben die im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen angesetzten Parameter mit unternehmensspezifischen Informationen sowie branchenspezifischen Marktdaten bzw. Markterwartungen aus externen und internen Datenguellen verglichen und das angewendete Bewertungsmodell hinsichtlich seiner Angemessenheit beurteilt.
Zur Beurteilung des Modells und der Angemessenheit der herangezogenen Parameter haben wir Interne Spezialisten beigezogen.
Die bei den Berechnungen verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die darin verwendeten Plandaten haben wir mit den entsprechenden Mittelfristplanungen des Managements abgeglichen.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt die sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, die oben angeführten sonstigen Informationen zu lesen und dabei abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Die Abschlussprüfung umfasst keine Zusicherung des künftigen Fortbestands der geprüften Gesellschaft oder der Wirtschaftlichkeit oder Wirksamkeit der bisherigen oder zukünftigen Geschäftsführung.
Bei der Durchführung einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mag. Christof Wolf.
Wien, am 28. Februar 2017
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Ternitz, 3. März 2017
Ing. Gerald Grohmann
Mag. Klaus Mader Vorstand
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