AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Annual Report Mar 17, 2016

759_10-k_2016-03-17_abd0f7de-2d31-4c60-b3f6-e33864055797.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

AUF UND AB | AUSDAUER | FLEXIBILITÄT | REAKTIONSFÄHIGKEIT

INHALT

LAGEBERICHT 3
MARKTUMFELD 5
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 7
AUSBLICK 10
ANALYSE UND ERGEBNISSE 13
KONZERNABSCHLUSS 21
KONZERNBILANZ 23
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 25
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 26
KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG 27
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS 28
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 29
BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESTÄTIGUNGSVERMERK 100
BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2015 103
UNTERNEHMENSINFORMATIONEN 105
JAHRESABSCHLUSS 107
JAHRESABSCHLUSS DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG 109
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 82 ABS. 4 Z 3 BÖRSEGESETZ 138

LAGEBERICHT

MARKTUMFELD 5
GESCHÄFTSENTWICKLUNG 7
AUSBLICK 10
ANALYSE UND ERGEBNISSE 13

"TROTZ DER GESTIEGENEN ÖL-NACHFRAGE WAR DER MARKT DEUTLICH ÜBERVERSORGT. DAHER SANK DIE WELTWEITE BOHRTÄTIGKEIT PER DEZEMBER 2015 IM JAHRESVERGLEICH UM 45 %"

MARKTUMFELD

Das Wachstum der Weltwirtschaft ging im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und blieb damit unter den ursprünglichen Erwartungen. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,1 % und somit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2014: 3,4 %). Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2015 1,9 %, nach 1,8 % in 2014. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2015 bei 4,0 % nach 4,6 % im Jahr 2014.9

Während sich der niedrige Ölpreis auf die ölimportierenden Industriestaaten insgesamt positiv auswirkte, beeinträchtigte er die Wirtschaft der erdölexportierenden Schwellenländer. Geopolitische Krisen belasteten die Wirtschaft in Russland, die in die Rezession rutschte, und im Nahen Osten. In China verlangsamte sich das Wachstum. In Summe erzielten die Schwellenländer dank China und Indien aber immer noch attraktive Wachstumsraten.

Der durchschnittliche globale Ölverbrauch stieg im Jahr 2015 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 94,4 (2014: 92,8 mb/d). Die höhere Nachfrage wurde vor allem von China, den USA, Indien und Europa getragen. Der Verbrauch in den OECD-Ländern stieg um 0,5 mb/d oder 1,1 % auf 46,1 mb/d (2014: 45,7 mb/d). Der Verbrauch in Nicht-OECD-Ländern stieg um 1,1 mb/d oder 2,5 % auf 48,3 mb/d10 (2014: 47,1 mb/d).

Trotz der gestiegenen Nachfrage war der Ölmarkt deutlich überversorgt. Im Jahr 2015 wurde mit durchschnittlich 96,4 mb/d um 2,0 mb/d mehr produziert als verbraucht. Die OPEC-Staaten – und hier in erster Linie Saudi-Arabien und der Irak – steigerten die Produktion um 1,2 mb/d. Aber auch die Nicht-OPEC-Länder produzierten 2015 um 1,4 mb/d mehr als im Vorjahr – dieser Anstieg ging vor allem auf das Konto der USA, deren Produktion allerdings im vierten Quartal 2015 wieder leicht zurückging und Russland, das seine Produktion aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen

9 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016.

10 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.

Situation und des Rubel-Verfalls auf ein Maximum hochgefahren hat. Nach einem weltweiten Öl-Angebotsüberhang von 2,4 mb/d im zweiten Quartal 2015, reduzierte sich die Überversorgung im vierten Quartal 2015 leicht auf 2,3 mb/d. Die effektive Reservekapazität11 der OPEC lag im Jänner 2016 mit 2,29 mb/d um 0,67 md/d unter dem Vorjahreswert (Jänner 2015: 2,96 mb/d).12

Der weltweite Rig-Count13 lag im Dezember 2015 mit 1.969 Anlagen um 45 % unter dem Vorjahreswert (2014: 3.570 Anlagen). Die Zahl der Bohranlagen sank in allen Weltregionen – mit Ausnahme des Nahen Ostens, wo sie unverändert blieb. Mit Abstand am stärksten war der Rückgang in den USA (minus 62,1 % auf 714 Anlagen) – das war der stärkste Einbruch der vergangenen drei Jahrzehnte.

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion sanken im Jahr 2015 nach Analystenschätzungen um rund 23 % auf, laut Evercore ISI, rund 560 Mrd. USD. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nordamerika mit einem Minus von rund 35 %.14

Die Preise der beiden handelsüblichen Ölsorten WTI und Brent entwickelten sich in der ersten Jahreshälfte 2015 zunächst noch positiv. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg von USD 52,72 zu Jahresbeginn auf ein Jahreshoch von USD 61,36 am 10. Juni 2015. Die europäische Sorte Brent stieg von USD 55,38 pro Barrel zu Jahresbeginn bis zum 13. Mai 2015 auf ein Jahreshoch von USD 66,33.15

Im weiteren Verlauf des Jahres fiel der Preis beider Handelssorten allerdings aufgrund des anhaltenden Überangebots am Ölmarkt deutlich. Anfang Dezember 2015 entschied die OPEC erneut ihre Ölförderung nicht zu drosseln und hielt damit an dem Kurs fest, den sie im November 2014 eingeschlagen hatte. Am 31. Dezember 2015 lag der Preis der Sorte WTI bei USD 37,13 pro Barrel, der Preis der Sorte Brent bei USD 36,61 pro Barrel. Im Jahresverlauf (02.01.-31.12.2015) fiel der Preis der Sorte WTI damit um 29,6 %, jener der Sorte Brent um 33,9 %.

11 Definition der International Energy Agency (IEA): "IEA defines spare capacity as the capacity levels that can be reached within 90 days and sustained for an extended period."

12 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.

13 Baker Hughes Inc.

14 Evercore ISI OFS, 2016 Outlook, Barclays Capital Inc. Jänner 2016.

15 U.S. Energy Information Agency (EIA), Spot Prices for Crude Oil per 1. Jänner 2016.

"TROTZ DES EXTREM SCHWIERIGEN UMFELDS WAR SBO IN DER LAGE EIN POSITIVES OPERATIVES ERGEBNIS VOR EINMALEFFEKTEN ZU ERZIELEN UND DEN CASHFLOW DEUTLICH ZU STEIGERN."

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Die gesamte Oilfield Service-Industrie war im Jahr 2015 vom massiven Einbruch der Bohraktivitäten betroffen. Auch die SBO konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen: Nach einem Rekordauftragseingang im Jahr 2014 sank der Auftragseingang 2015 um 59,1 % auf MEUR 203,6 (2014: MEUR 497,9). Der Umsatz ging um 35,8 % auf MEUR 313,7 zurück (2014: MEUR 488,6). Dennoch erwirtschaftete das Unternehmen ein positives operatives Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten in der Höhe von MEUR 3,7. Das EBIT nach Einmaleffekten betrug MEUR minus 22,1 (2014: MEUR 67,5). Das Ergebnis nach Steuern lag bei MEUR minus 19,0 (2014: MEUR 54,0). Die Einmaleffekte umfassten in Summe MEUR 20,3, wovon MEUR 18,3 nicht cash wirksam waren. Diese ergaben sich vor allem aus Firmenwertabschreibungen und aus der Bewertung von Optionsverbindlichkeiten.

Trotz des extrem schwierigen Umfelds, das sich im Laufe des Jahres stetig verschlechterte, war SBO in der Lage, ein positives operatives Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten von MEUR 3,7 zu erzielen (2014: MEUR 106,7) und den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 52,3 % auf MEUR 103,4 zu steigern (2014: MEUR 67,9). Mit liquiden Mitteln von MEUR 196,3 und einer Eigenkapitalquote von 60,8 % verfügt das Unternehmen über eine kerngesunde Bilanzstruktur.

SBO gliedert ihr Geschäft in die zwei Segmente High Precision Components (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und Oilfield Equipment (Non-Magnetic-Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.

Das Segment High Precision Components entwickelte sich 2015 entsprechend den reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Durch die massiv reduzierten Bohrakvitäten in Folge des niedrigen Ölpreises verringerte sich der Bedarf der Kunden deutlich. Zudem waren diese weiter bemüht, die mögliche Einsatzdauer ihrer Tools vermehrt durch Aufbereitung und Reparatur sowie andere Effizienzsteigerungsmaßnahmen zu maximieren und damit die Zahl der Neubestellungen zu minimieren. Der Auftragseingang sank, der Umsatz ging zurück und der Druck auf die Preise nahm zu. All dies führte im Segment High Precision Components zu einem negativen Ergebnis vor Steuern. Um auch in diesem Marktumfeld die Position als Weltmarktführer zu behaupten und den technologischen Vorsprung für den nächsten Aufschwung zu festigen, investierte SBO weiter gezielt in die Produktinnovation.

Im Segment Oilfield Equipment wirkte das Herunterfahren der weltweiten Bohraktivitäten ebenfalls dämpfend auf das Geschäft. Auch hier verzeichnete SBO einen Rückgang von Auftragseingang und Umsatz. Das Bohrmotorengeschäft der Tochtergesellschaft BICO litt unter der besonders starken Reduktion des Rig Counts in Nordamerika. Durch technologische Weiterentwicklungen ihrer Bohrmotorenflotte konnte BICO ihre Markstellung in den USA dennoch behaupten. Ein in Anbetracht des extrem schwierigen Marktumfelds zufriedenstellendes Ergebnis erzielten die Tochtergesellschaft DSI, die im Bereich der Downhole Circulation Tools klarer Weltmarktführer ist, sowie die Service und Reparatur Shops, insbesondere jener in Russland. Auch die Ende 2014 neu akquirierte Tochtergesellschaft Resource Well Completion Technologies (Resource) erwirtschaftete ein positives Ergebnis.

SBO besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits im dritten Quartal 2014 erste Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs im Jahr 2015 konsequent fortgesetzt:

  • f SBO hat die beiden US-amerikanischen Tochtergesellschaften "Godwin-SBO L.L.C." (Godwin) und "Knust-SBO L.L.C." (Knust) per 1. Oktober 2015 fusioniert. Die Produktion der neuen "Knust-Godwin LLC" wird am Standort von Godwin zusammengeführt. Durch die Zusammenlegung werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt, obwohl die Kapazitäten auf dem gleichen Niveau bleiben. Die Gesellschaft wird damit sehr gut aufgestellt sein, um die Nachfrage, die im Zuge des nächsten Aufschwungs wieder entstehen wird, optimal bedienen zu können. Die Restrukturierung soll bis Mitte 2016 abgeschlossen sein.
  • f SBO hat die Restrukturierung ihrer Aktivitäten in England, die bereits im dritten Quartal 2014 gestartet worden war, plangemäß abgeschlossen. Das Geschäft der beiden benachbarten Tochtergesellschaften "Techman Engineering Ltd." (Techman) und "Darron Tool & Engineering Ltd." (Darron) wurde am Standort von Techman zusammengeführt. Dadurch werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt.
  • f Die Investitionen in Sachanlagevermögen (CAPEX) wurden 2015 weitestgehend auf Erhaltungsinvestitionen und Restrukturierungsmaßnahmen reduziert. Zudem investierte SBO selektiv in Standort-Erweiterungen (Russland, Mittlerer Osten). Von der Reduktion ausgenommen waren Ausgaben in Forschung & Entwicklung.
  • f SBO hat die 2014 gestartete Internationalisierung des erfolgreichen Bohrmotorengeschäfts der Tochtergesellschaft BICO weiter vorangetrieben. Neben ersten Erfolgen in Russland und Fernost werden in Zukunft die Bohrmotoren von unserer bestehenden Niederlassung in Dubai vermarktet. Zudem bieten die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften in Saudi-Arabien und Mexiko vor allem für DSI, mit ihrer Untertage-Zirkulations-Technologie, zusätzliche Marktchancen.

  • f Die Personalkapazitäten wurden an die Marktnachfrage angepasst. Der Personalstand lag zum 31. Dezember 2015 bei 1.135 Mitarbeitern (31. Dezember 2014: 1.720) und sank somit um 34 % im Jahresvergleich.

  • f Die Firmenwerte der beiden Tochtergesellschaften Resource und BICO wurden angepasst. Beide Gesellschaften sind vornehmlich am nordamerikanischen Markt tätig, der besonders stark vom aktuellen Abschwung betroffen ist. Im Zuge der Firmenzusammenlegung in England wurde der Firmenwert von Techman um MEUR 1,8 wertberichtigt.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2015 MEUR 22,9 (2014: MEUR 43,8). Sie beschränkten sich weitgehend auf Erhaltungsinvestitionen und Restrukturierungsmaßnahmen. Zudem wurde selektiv in Standorterweiterungen investiert.

Die Finanzierung erfolgte, wie schon in den Jahren zuvor, vor allem aus dem laufenden Cashflow. Das Bestellobligo für das Anlagevermögen betrug zu Jahresende 2015 MEUR 3,1 (Ende 2014: MEUR 5,2).

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

SBO hat ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten seit vielen Jahren in den operativen Geschäftsbetrieb integriert. Dieses System gewährleistet eine markt- und kundennahe F&E-Tätigkeit. Zwei Beispiele für daraus resultierende Produktinnovationen:

Im Segment High Precision Components hat SBO 2015 ein neues technologisches Bearbeitungsverfahren entwickelt, das es erstmals ermöglicht, Hochpräzisionsbohrungen mit kleinen Durchmessern ("abgelenktes Gunhole Drilling") über längere Strecken abgelenkt in einem Collar durchzuführen. Dies schafft neue Möglichkeiten und mehr Effizienz bei der Konzeption und dem Design von hochkomplexen MWD/LWD-Komponenten.

Im Segment Oilfield Equipment hat die Tochtergesellschaft DSI den neuen "Fast Ball" eingeführt, der bei den komplexesten Bohr- und Well Completion Aktivitäten zum Einsatz kommt. Der Fast Ball ermöglicht es, Spülungsverluste effizienter und rascher zu beheben. Durch sein um 80 % höheres Gewicht, seine deutlich höhere Dichte und die um knapp 50 % erhöhte Temperaturresistenz verringert der Fast Ball die Aktivierungszeit des "PBL Activation Tools" signifikant.

"DER ABSCHWUNG IST NOCH NICHT BEENDET. DIE ENTSCHEIDENDE FRAGE WIRD SEIN, WIE LANGE DIE ÜBERVERSORGUNG DES ÖLMARKTES NOCH ANHÄLT. SOBALD DIE BALANCE WIEDER HERGESTELLT IST, SOLLTE DER AUFSCHWUNG BEGINNEN, FÜR DEN SBO GUT GERÜSTET IST."

AUSBLICK

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Jahr 2016 im Jänner 2016 nach unten korrigiert, rechnet aber immer noch mit einem Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 %, nach 3,1 % im Jahr 2015 und 3,4 % im Jahr 2014.16 Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2016 um 2,1 % wachsen (nach 1,9 % im Jahr 2015 und 1,8 % im Jahr 2014). Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten ab. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2016 nun von einem Wachstum von 4,3 % aus (nach 4,0 % im Jahr 2015 und 4,6 % im Jahr 2014).

Den wesentlichen Grund für die Konjunkturverbesserung in den Industrienationen sieht der IWF für 2016 in einem Schub durch niedrige Rohstoffkosten – insbesondere dem niedrigen Ölpreis. In den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF vor allem in Ländern, die 2015 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten, eine gewisse Erholung – dazu gehören Russland und einige Staaten in Lateinamerika und im Nahen Osten. Eine stärkere Nachfrage aus den Industrienationen und der Abbau der Sanktionen gegen den Iran sollen den Schwellenländern 2016 positive Impulse geben. Dem steht ein geringeres Wachstum in China gegenüber. Auffällig ist die schwache Prognose für Saudi-Arabien, dessen Wirtschaft deutlich unter dem niedrigen Ölpreis leidet und 2016 nur mehr um 1,2 % wachsen soll (2015: 3,4 %).

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht daher für 2016 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: Der Ölverbrauch soll 2016 95,6 mb/d betragen. Das bedeutet einen Anstieg von 1,2 mb/d oder plus 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 94,4 mb/d). Die durchschnittliche Ölnachfrage in den OECD-Staaten soll mit rund 46,2 mb/d auf demselben Niveau wie 2015 liegen, während der Ölbedarf der Nicht-OECD-Staaten um 1,2 mb/d oder 2,5 % auf insgesamt 49,4 mb/d steigen soll.17

Laut Marktbefragungen der Investmenthäuser Barclays (Jänner 2016)18 und Evercore ISI (Dezember 2015) werden die Unternehmen der Oilfield Service-Industrie 2016 aufgrund einer anhaltenden Überversorgung des Ölmarktes ihre E&P-Ausgaben weiter reduzieren. Das wäre erstmals seit dem Abschwung 1986/1987 ein Sinken der E&P-Ausgaben in zwei aufeinander folgenden Jahren. Laut den Studien werden die E&P-Ausgaben 2016 weltweit um 11 bis 20 % und in Nordamerika sogar um 19 bis 27 % sinken. Die befragten Unternehmen haben zum Zeitpunkt der Befragung für 2016 mit einem Ölpreis zwischen USD 45-50 pro Barrel der Sorte WTI kalkuliert.19 Liegt der Ölpreis im Jahresdurchschnitt 2016 unter diesem Wert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitergehende Investitionskürzungen folgen.

16 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016.

17 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.

18 Barclays Capital Inc., Equity Research, Jänner 2016.

19 Evercore ISI OFS, 2016 Outlook.

Klar ist, dass dies der stärkste Marktabschwung seit dem Jahr 1986 ist, als der Ölpreis von USD 30 pro Barrel binnen acht Monaten auf USD 10 pro Barrel fiel. Damals trafen eine schwächelnde Öl-Nachfrage auf steigende Fördermengen aus Nicht-OPEC Staaten und eine OPEC, welche versuchte, Marktanteile durch hohe Fördermengen zurückzuerobern. Die wesentlichen Unterschiede zum aktuellen Abschwung liegen einerseits in einer aktuell anhaltend robusten Öl-Nachfrage und andererseits in einer OPEC Reservekapazität, die damals bei über 10 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 60 mb/d) lag und der OPEC einen großen Spielraum zur Erhöhung der Fördermenge gab. Heute liegt diese Reservekapazität zwischen 2 und 3 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 96,3 mb/d). Im Jahresvergleich ist sie sogar um ca. 1 mb/d gesunken. In anderen Worten, das Verhältnis Reservekapazität/Fördermenge liegt mit 2 % erheblich unter demselben Wert des Jahres 1986 (16,7 %).

SBO stellt sich jedenfalls auch für 2016 auf sehr herausfordernde Marktverhältnisse ein. Der Abschwung, der der Oilfield Service-Industrie im Jahr 2015 zugesetzt hat, ist noch nicht beendet. Die entscheidende Frage wird sein, wie lange die Überversorgung des Ölmarktes noch anhält. Sobald die Balance wieder hergestellt ist, sollte der Aufschwung beginnen, für den SBO gut gerüstet ist.

Die IEA erwartet, dass die Produktion in den Nicht-OPEC-Staaten von 57,7 mb/d im Jahr 2015 um 0,6 mb/d auf 57,1 mb/d im Jahr 2016 zurückgehen wird.20 Russland wird seine Produktion mit knapp über 11 mb/d voraussichtlich auf dem Niveau von 2015 halten. In den USA ist aufgrund des massiven Rückgangs des Rig-Counts bereits im vierten Quartal 2015 weniger Erdöl produziert worden und auch für 2016 rechnet die IEA mit einem Rückgang. Es gibt in den USA jedoch eine Vielzahl von Bohrungen, die bereits abgeteuft aber noch nicht komplettiert worden sind (sog. DUCs). Es ist davon auszugehen, dass bei einem Anstieg des Ölpreises zunächst eher diese Bohrungen in Betrieb genommen werden, bevor neue Bohrungen durchgeführt werden.

Für die restlichen Nicht-OPEC-Staaten dürfte es schwierig werden, die Produktion nach den drastischen Kürzungen der E&P-Ausgaben rasch wieder hochzufahren. Für diese Länder – auf sie entfallen rund 30 % der weltweiten Erdölproduktion – rechnen manche Experten 2016 mit einem Produktionsrückgang von 2,5 %.21

20 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.

21 Guggenheim Securities, November 2015.

Von großer Bedeutung wird sein, wie lange die OPEC an ihrem Kurs festhalten wird, die Produktion auf deutlich über 30 mb/d zu halten und damit einer Erholung des Ölpreises entgegenzuwirken. Der aktuelle Kurs führt für die OPEC-Staaten zu enormen Einnahmeverlusten. Unklar ist, wie lange Saudi-Arabien und die ärmeren OPEC-Mitglieder sich dies leisten wollen und können.

Diese Konstellation aus sinkendem Angebot und steigender Nachfrage sollte zu einer nachhaltigen Erholung des Ölpreises führen und neue Investitionen auslösen. Das ist der Start des nächsten Aufschwungs. Wann das der Fall sein wird, ist heute nicht absehbar. Die Visibilität am Markt ist immer noch extrem gering. Eines hat die Vergangenheit in der Oilfield Service- Industrie aber gezeigt: Nach dem Abschwung kommt der Aufschwung. Und je tiefer und länger der Abschwung ist, desto steiler wird in der Regel der nächste Aufschwung.

Die SBO ist aufgrund des hohen Cash Bestands, einer aktuellen Netto-Liquidität, einem positiven Free Cashflow und der hohen Eigenkapitalquote auch für eine längere Durststrecke gerüstet. Das Unternehmen wird die im Jahr 2015 umgesetzten Maßnahmen zum Gegensteuern 2016 konsequent fortführen: So werden die Kosteneinsparungsprogramme intensiviert und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage weiter angepasst. Die Standortoptimierung in den USA wird bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Die Strategie, neue Märkte für die Produkte der SBO im Segment Oilfield Equipment zu erschließen, wird konsequent fortgesetzt. Zudem ist die SBO aufgrund ihrer kerngesunden Bilanz in der Lage, die Suche nach strategisch passenden Akquisitionszielen fortzuführen.

Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie rasch der Zyklus in der Öl- und Gasindustrie drehen kann. Während aktuell die volle Aufmerksamkeit dem Management des Abschwungs gilt, ist klar, dass die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Oilfield Service-Industrie absolut intakt sind. Eine steigende Nachfrage nach Öl und Gas sowie sinkende Förderraten existierender Felder werden neue Investitionen erfordern und den nächsten Aufschwung einläuten. SBO wird nach Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen auf der Basis einer verbesserten Kostenund Organisationsstruktur gut aufgestellt sein, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.

ANALYSE UND ERGEBNISSE

Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Der Inhalt der Geschäftstätigkeit des SBO-Konzerns erfuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Veränderung.

Umsatzerlöse in MEUR

Im Vergleich ist der Umsatz von MEUR 488,6 im Jahr 2014 auf MEUR 313,7 im Jahr 2015 um 35,8 % gesunken.

Wie in den Vorjahren hat die Entwicklung des US-Dollar Kurses einen großen Einfluss sowohl auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch auf die Bilanz. Im Jahr 2015 wurden 85 % (nach 82 % im Jahr 2014) der Umsätze und Erträge in US-Dollar erwirtschaftet, wobei unverändert rund 50 % der Aufwendungen ebenfalls in US-Dollar angefallen sind. Der durchschnittliche Wechselkurs 2015 betrug 1 Euro = 1,1096 USD im Vergleich zu 1 Euro = 1,3288 USD im Jahr 2014 und hatte einen unterstützenden Einfluss.

Kursentwicklung in EUR/USD

Höchst Tiefst Durchschnitt Schluss
Jahr 2015 1,2043 1,0552 1,1096 1,0887
Jahr 2014 1,3953 1,2141 1,3288 1,2141

Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2014 und 2015 wurden für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen.

Umsatz nach Geschäftssegmenten in MEUR

High Precision Components Oilfield Equipment Summe Umsatzerlöse
Jahr 2015 143,5 170,2 313,7
Jahr 2014 228,8 259,8 488,6

Im Segment High Precision Components ist der Umsatz im Jahr 2015 aufgrund der deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden um 37,3 % von MEUR 228,8 in 2014 auf MEUR 143,5 im Jahr 2015 zurückgegangen.

Im Segment Oilfield Equipment führte der signifikante Rückgang der Bohraktivitäten zu einem Umsatzrückgang um 34,5 % von MEUR 259,8 auf MEUR 170,2.

Das Bruttoergebnis ist im Jahr 2015 um 62,1 % von MEUR 161,4 auf MEUR 61,1 gesunken, die Bruttomarge von 33,0 % auf 19,5 %.

Die Reduktion der Bruttomarge resultiert aus der Unterauslastung der Kapazitäten und aus dem reduzierten Preisniveau. Die durchgeführten Sparmaßnahmen konnten die Margenreduktion nur teilweise kompensieren.

Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen in MEUR

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind von MEUR 55,6 2014 auf MEUR 52,6 im Jahr 2015 gesunken.

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten für das operative Geschäft, Reise- und Bewirtungskosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen. Der Jahresvergleich berücksichtigt jedoch nicht, dass die Ende 2014 neu akquirierte Tochtergesellschaft Resource Well Completion Technologies (Resource) erst in den Zahlen des Jahres 2015 und nur zu einem unwesentlich geringen Teil in den Zahlen des Jahres 2014 enthalten war.

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

Sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen 2015 MEUR 18,7 (2014: MEUR 14,1). Diese Position enthält Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 8,2 (2014: MEUR 6,2), primär für das Segment Oilfield Equipment, sowie Kursverluste in Höhe von MEUR 10,5 (2014: MEUR 7,7). Letzterem stehen Kursgewinne in den Sonstigen betrieblichen Erträgen von MEUR 12,4 (2014: MEUR 12,7) gegenüber.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen insgesamt 2015 MEUR 14,0 (2014: MEUR 14,9) und betreffen neben den Kursgewinnen noch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Anlagenverkäufen.

Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten in MEUR

Das Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten ist um 96,5 % von MEUR 106,7 auf MEUR 3,7 gesunken und erreichte damit 1,2 % der Umsatzerlöse, nach 21,8 % im Vorjahr.

Nicht wiederkehrende Posten in MEUR

Im Geschäftsjahr 2015 sind Aufwendungen für nicht wiederkehrende Posten in Höhe von MEUR 27,0 angefallen. Es handelt sich hierbei mit MEUR 3,1 um Kosten für die Restrukturierung von Produktionsstandorten in den USA und UK, mit MEUR 2,0 um Wertminderungen von Sachanlagen, mit MEUR 21,9 um Wertminderungen von Firmenwerten. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen im Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Höhe von MEUR 1,2 gegenüber.

Bedingt durch den Umsatzrückgang und den nicht wiederkehrenden Posten ist das Betriebsergebnis von MEUR 67,5 in 2014 auf MEUR minus 22,1 im Jahr 2015 zurückgegangen.

Finanzergebnis in MEUR

Das Finanzergebnis betrug 2015 MEUR 2,1 nach MEUR 12,6 im Jahr 2014.

Die sonstigen finanziellen Erträge aus Options- und Earn-Out-Bewertungen haben sich von MEUR 24,6 im Jahr 2014 auf MEUR 8,7 im Jahr 2015 reduziert.

Der Nettozinsaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR minus 6,6 (2014: MEUR minus 11,0). Im Zinsaufwand wird auch der Ergebnisanteil der vom jeweiligen Management gehaltenen Anteile an einzelnen Tochtergesellschaften erfasst, er belief sich 2015 auf MEUR minus 1,9 (2014: MEUR minus 4,6).

Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2015 betrug MEUR minus 19,0 nach MEUR 54,0 im Jahr zuvor.

Das Ergebnis pro Aktie erreichte EUR minus 1,19 im Jahr 2015 nach EUR 3,38 im Jahr 2014.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2015 eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je Aktie vor, was eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt MEUR 8,0 an die Aktionäre ergibt.

Vermögens- und Finanzlage

Das Konzerneigenkapital zum 31.12.2015 betrug MEUR 450,4 nach MEUR 455,7 zum 31.12.2014. Die Eigenkapitalquote erreichte 60,8 % im Vergleich zu 56,9 % im Jahr zuvor. Diese Entwicklung ist einerseits auf den gestiegenen US-Dollar Kurs zurückzuführen, der zu einer positiven Entwicklung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung führte und andererseits auf die reduzierte Bilanzsumme.

Die Netto-Cash-Position zum 31.12.2015 betrug MEUR 26,2, das ist um MEUR 61,8 höher als die Nettoverschuldung zum 31.12.2014 (MEUR 35,6). Das Gearing (die Nettoverschuldung in Prozent zum Eigenkapital) belief sich zum 31.12.2015 auf minus 5,8 % nach 7,8 % im Jahr davor.

Der Cashflow aus dem Ergebnis hat sich aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern von MEUR 138,9 in 2014 auf MEUR 46,3 im Jahr 2015 reduziert.

Das Nettoumlaufvermögen ist von MEUR 199,2 zum 31.12.2014 auf MEUR 150,4 zum 31.12.2015 gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine deutliche Senkung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte zurückzuführen. Dadurch konnte der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr, trotz geringerem Ergebnis nach Steuern, von MEUR 67,9 auf MEUR 103,4 gesteigert werden.

Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen insgesamt MEUR 18,3 (2014: MEUR 64,5). Davon entfielen MEUR 22,9 (2014: MEUR 43,8) auf Sachanlagenzugänge. Letztere betreffen mit MEUR 18,1 das Segment Oilfield Equipment, hauptsächlich den weiteren Ausbau der Mietflotte an Bohrmotoren und mit MEUR 4,3 das Segment High Precision Components.

BERICHTERSTATTUNG ÜBER WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt.

Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller operativen Gesellschaften und Holdinggesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

NACHTRAGSBERICHT

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 42 im Konzernabschluss.

BERICHTERSTATTUNG GEM. § 243a UGB

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 21 im Konzernabschluss.

DETAILANALYSE

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNBILANZ 23
KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 25
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 26
KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG 27
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS 28
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 29

KONZERNBILANZ KONZERNBILANZ

VERMÖGEN in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014

Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 196.278 130.220
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Erläuterung 5 49.199 107.311
Forderungen aus Ertragsteuern 5.205 641
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Erläuterung 6 4.320 4.778
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Erläuterung 12 2.230 0
Vorräte Erläuterung 7 133.748 164.694
SUMME KURZFRISTIGES VERMÖGEN 390.980 407.644
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen Erläuterung 8 193.024 203.688
Firmenwerte Erläuterung 9 81.718 100.417
Sonstige immaterielle Vermögenswerte Erläuterung 9 50.749 59.735
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte Erläuterung 10 12.864 18.962
Aktive latente Steuern Erläuterung 11 11.168 9.990
SUMME LANGFRISTIGES VERMÖGEN 349.523 392.792

KONZERNBILANZ

SCHULDEN UND EIGENKAPITAL in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten Erläuterung 13 32.174 35.744
Kurzfristiger Teil der Anleihen Erläuterung 17 0 19.993
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen Erläuterung 18 12.783 11.673
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 63 92
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.150 24.050
Erhaltene Zuschüsse Erläuterung 14 205 37
Ertragsteuerrückstellung 1.502 10.524
Sonstige Verbindlichkeiten Erläuterung 15 24.696 36.629
Sonstige Rückstellungen Erläuterung 16 4.708 7.013
SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN 87.281 145.755
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen Erläuterung 18 125.049 98.196
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 27 91
Erhaltene Zuschüsse Erläuterung 14 153 437
Rückstellungen für Sozialkapital Erläuterung 19 5.821 6.831
Sonstige Verbindlichkeiten Erläuterung 20 52.459 70.807
Passive latente Steuern Erläuterung 11 19.353 22.644
SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN 202.862 199.006
Eigenkapital
Grundkapital Erläuterung 21 15.982 15.976
Kapitalrücklagen 68.357 67.560
Gesetzliche Rücklage Erläuterung 22 785 785
Sonstige Rücklagen 19 22
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 50.166 13.834
Kumulierte Ergebnisse 315.051 357.498
SUMME EIGENKAPITAL 450.360 455.675
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 740.503 800.436

KONZERNGEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

in TEUR 2015 2014
Umsatzerlöse Erläuterung 23 313.734 488.612
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Erläuterung 24 -252.610 -327.197
Bruttoergebnis 61.124 161.415
Vertriebsaufwendungen Erläuterung 24 -19.757 -22.536
Verwaltungsaufwendungen Erläuterung 24 -32.879 -33.017
Sonstige betriebliche Aufwendungen Erläuterung 25 -18.738 -14.078
Sonstige betriebliche Erträge Erläuterung 25 13.995 14.896
Betriebsergebnis vor Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen 3.745 106.680
Restrukturierungserlöse Erläuterung 26 1.181 0
Restrukturierungsaufwendungen Erläuterung 26 -3.146 -374
Wertminderung von Sachanlagen Erläuterung 8 -2.010 -4.258
Wertminderung von Firmenwerten Erläuterung 9 -21.880 -34.588
Betriebsergebnis nach Wertminderungen
und Restrukturierungsmaßnahmen -22.110 67.460
Zinserträge 1.308 679
Zinsaufwendungen Erläuterung 27 -7.940 -11.706
Sonstige finanzielle Erträge Erläuterung 28 3.180 19.552
Sonstige finanzielle Aufwendungen -45 -1.133
Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung
von Optionsverpflichtungen
Erläuterung 29 5.575 5.159
Finanzergebnis 2.078 12.551
Ergebnis vor Steuern -20.032 80.011
Steuern vom Einkommen und Ertrag Erläuterung 30 1.050 -26.004
Ergebnis nach Steuern -18.982 54.007
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien 15.980.422 15.959.912
Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) -1,19 3,38

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR 2015 2014
Ergebnis nach Steuern -18.982 54.007
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn
und Verlustrechnung umgegliedert werden können
Währungsumrechnung Eigenkapital 34.560 42.244
Währungsumrechnung sonstige Positionen (1) 2.362 2.390
darauf entfallende Steuern Erläuterung 30 -590 -597
36.332 44.037
Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und
Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können
Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen Erläuterung 19 673 -166
darauf entfallende Steuern -168 41
505 -125
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 36.837 43.912
Gesamtergebnis nach Steuern 17.855 97.919

(1) Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften

KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG

in TEUR 2015 2014

Ergebnis nach Steuern -18.982 54.007
Abschreibungen und Wertminderungen 75.255 81.831
Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen -1.010 844
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen -1.529 -270
Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen -123 -292
Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge -715 3.558
Veränderung von latenten Steuern -6.615 -734
Cashflow aus dem Ergebnis 46.281 138.944
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.624 -16.165
Veränderung sonstiger Forderungen -3.896 2.284
Veränderung Vorräte 43.301 -11.782
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -14.211 -19.003
Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen -33.662 -26.362
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Erläuterung 39 103.437 67.916
Investitionen in Sachanlagen -22.875 -43.798
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -176 -1.172
Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen -68 -569
Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel Erläuterung 40 0 -23.250
Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen 4.811 4.315
Cashflow aus der Investitionstätigkeit Erläuterung 39 -18.308 -64.474
Dividendenzahlungen -23.973 -23.964
Rückzahlung Finanzierungsleasing -86 -18
Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter Erläuterung 34 0 -997
Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten -4.176 596
Aufnahme von langfristigen Darlehen Erläuterung 18 41.200 0
Rückzahlung von langfristigen Darlehen Erläuterung 18 -13.238 -12.935
Rückzahlung von Anleihen Erläuterung 17 -20.000 0
Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten -5.189 -1.983
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Erläuterung 39 -25.462 -39.301
Veränderung des Finanzmittelbestandes 59.667 -35.859
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 130.220 158.366
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 6.391 7.713
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres Erläuterung 39 196.278 130.220
Zusatzinformationen zum Cashflow aus
der laufenden Geschäftstätigkeitt
Zinseinzahlungen 700 639
Zinsauszahlungen -5.187 -4.302
Entrichtete Ertragsteuern -18.467 -27.691

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Jahr 2015
in TEUR
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Kumulierte
Ergebnisse
Summe
Eigentümer des
Mutterunter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Erläuterung 21 22
1. Jänner 2015 15.976 67.560 785 22 13.834 357.498 455.675 0 455.675
Ergebnis nach Steuern -18.982 -18.982 -18.982
Sonstiges Ergebnis 36.332 505 36.837 36.837
Gesamtergebnis 0 0 0 0 36.332 -18.477 17.855 0 17.855
Dividende (1) -23.973 -23.973 -23.973
Aktienbasierte Vergütung 6 797 803 803
Rücklagenbewegung -3 3 0 0
31. Dezember 2015 15.982 68.357 785 19 50.166 315.051 450.360 0 450.360

(1) Die Dividende von TEUR 23.973 im Jahr 2015 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.982 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,50 pro Aktie.

Jahr 2014
in TEUR
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Sonstige
Rücklagen
Ausgleichs
posten
Währungs
umrechnung
Kumulierte
Ergebnisse
Summe
Eigentümer des
Mutterunter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Gesamt
Erläuterung 21 22
1. Jänner 2014 15.912 61.567 785 26 -30.203 332.257 380.344 1.843 382.187
Ergebnis nach Steuern 54.007 54.007 54.007
Sonstiges Ergebnis 44.037 -125 43.912 43.912
Gesamtergebnis 0 0 0 0 44.037 53.882 97.919 0 97.919
Dividende (1) -23.964 -23.964 -997 -24.961
Aktienbasierte Vergütung 6 1.088 1.094 1.094
Abgang nicht
beherrschender Anteile
mit Abgang eigener Aktien
58 4.905 -4.681 282 -846 -564
Rücklagenbewegung -4 4 0 0
31. Dezember 2014 15.976 67.560 785 22 13.834 357.498 455.675 0 455.675

(1) Die Dividende von TEUR 23.964 im Jahr 2014 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.976 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,50 pro Aktie.

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ERLÄUTERUNG 1

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER DAS UNTERNEHMEN

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen, SBO) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.

ERLÄUTERUNG 2

GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.

Der vorliegende Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2015 (Stichtag 31. Dezember 2015) wurde am 3. März 2016 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen 36 (Vorjahr: 35) Tochterunternehmen einbezogen:

Direkt und indirekt
gehaltene
Anteile
in %
Direkt und indirekt
gehaltene
Anteile
in %
Unternehmen Sitz 31.12.2015 31.12.2014
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH Ternitz, AT 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann America Inc. Wilmington, US 100,00 100,00
Knust-Godwin LLC (*) Houston, US 100,00 93,60
Knust-SBO Far East Pte. Ltd. (*) Singapur, SG 100,00 93,60
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. (*) Lafayette, US 93,25 86,80
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. Houston, US 100,00 100,00
BICO Drilling Tools Inc. (*) Houston, US 89,55 85,00
BICO Faster Drilling Tools Inc. (*) Nisku, CA 77,91 73,95
Schoeller-Bleckmann Canada Ltd. Calgary, CA 100,00 100,00
Resource Completion Systems Holdings Inc. (**) Calgary, CA 67,00 67,00
Resource Well Completion Technologies Inc. (**) Calgary, CA 67,00 67,00
Resource Completion Systems Inc. (**) Calgary, CA 67,00 67,00
Resource Well Completion Technologies Corp. (**) Dallas, US 67,00 0,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Tool & Engineering Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Darron Oil Tools Limited Rotherham, GB 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Darron Limited (*) Aberdeen, GB 91,00 91,00
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited (*) Aberdeen, GB 94,00 94,00
Techman Engineering Limited (*) Chesterfield, GB 90,65 91,35
Schoeller-Bleckmann (UK) Limited Chesterfield, GB 100,00 0,00
DSI FZE Dubai, AE 100,00 100,00
Drilling Systems International Limited Cayman Islands, CY 100,00 100,00
DSI Saudi LLC Al-Khobar, KSA 100,00 0,00
DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. Villahermosa, MX 100,00 0,00
Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. Macaè, BR 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. (*) Monterrey, MX 97,00 97,00
SB Darron Pte. Ltd. Singapur, SG 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE Dubai, AE 100,00 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd. Binh Duong, VN 100,00 100,00

(*) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 20.

(**) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile in Zusammenhang mit den bestehenden Optionsvereinbarungen, siehe Erläuterung 20.

Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.

Im Jahr 2015 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:

  • f Erwerb von 100 % der Anteile an der Schoeller-Bleckmann (UK) Limited, Chesterfield, UK, per 2. Februar 2015
  • f Gründung der Resource Well Completion Technologies Corp., Dallas, US, am 8. Mai 2015. Die Gesellschaft wird dem Segment Oilfield Equipment zugeordnet.
  • f Verschmelzung der Knust-SBO L.L.C. mit der Godwin-SBO L.L.C. zur Knust-Godwin LLC per 1. Oktober 2015
  • f Gründung der DSI Saudi Limited Liability Company am 7. Oktober 2015
  • f Gründung der DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. am 15. Dezember 2015

ERLÄUTERUNG 4

WESENTLICHE BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

1. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2015 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden Tabelle mit "ja" gekennzeichnet ist.

Regelung Inkrafttreten 1 Auswirkungen auf den
Konzernabschluss
IFRIC 21 Abgaben (Levies) 17.06.2014 nein
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2011-2013 01.01.2015 nein

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Folgende, bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2015 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet werden:

Regelung Inkrafttreten 1 Auswirkungen auf den
Konzernabschluss
IAS 1 Angabeinitiative 01.01.2016 1 offen
IAS 7 Angabeinitiative 01.01.2017 2 offen
IAS 12 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 01.01.2017 2 nein
IAS 16 Abschreibungsmethoden – Klarstellung von 01.01.2016 1 nein
IAS 38 zulässigen Abschreibungsmethoden
IAS 16 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 01.01.2016 1 nein
IAS 41
IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Beiträge von Arbeitnehmern 01.02.2015 1 nein
IAS 27 Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss
(des Mutterunternehmens)
01.01.2016 1 nein
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018 2 offen
IFRS 10
IAS 28
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten
zwischen einem Investor und einem assoziierten
Unternehmen oder Joint Venture
auf unbe
stimmte Zeit
verschoben
nein
IFRS 10
IFRS 12
IAS 28
Investmentgesellschaften: Ausnahme von der
Konsolidierungspflicht
01.01.2016 2 nein
IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an
gemeinschaftlicher Tätigkeit
01.01.2016 1 nein
IFRS 15 Ertragsrealisierung aus Kundenverträgen 01.01.2018 2 ja
IFRS 16 Leasing 01.01.2019 2 ja
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2010-2012 01.02.2015 1 nein
diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014 01.01.2016 1 nein

1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

² Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Weiters sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. Der Standard enthält darüber hinaus neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat. Die Gesellschaft erwartet aus der Anwendung von IFRS 9 keine wesentlichen Auswirkungen.

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Auf Basis dieses neuen Standards soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die ein Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung des Unternehmens realisiert. Zudem fordert IFRS 15 die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen.

Im Konzern werden derzeit die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des neuen Standards auf den Konzernabschluss evaluiert. Die bisherige Analyse hat ergeben, dass sich bei Verträgen mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung ist, voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht, was grundsätzlich bei der Lieferung der Fall ist. Bei der Erbringung von Service- und Reparaturleistungen erfolgt die Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, somit auch hier zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Bei Verträgen mit Kunden, deren Leistungsverpflichtung die Vermietung von Bohrwerkzeugen ist, erfolgt die Umsatzrealisierung nutzungsabhängig, das heißt konkret über den Zeitraum, in dem der Kunde den Nutzen aus der Verwendung der Bohrwerkzeuge erhält. Auch hier werden sich voraussichtlich keine Änderungen auf den Konzernabschluss ergeben. Der Evaluierungsprozess wird laufend weitergeführt werden, eine vorzeitige Anwendung des Standards ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches beim Leasingnehmer dazu führt, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Ausgenommen sind Leasingvereinbarungen deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt oder Vereinbarungen betreffend eines geringwertigen Vermögenswertes (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungsoder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease), wobei sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17 Leasingverhältnisse unterscheidet. Die Gesellschaft prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.

2. Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

3. Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß International Financial Reporting Standards auf Grundlage der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Summe aus übertragener Gegenleistung und nicht beherrschender Anteile mit den erworbenen identifizierbaren neu bewerteten Vermögenswerten und übernommenen Schulden. Die Gegenleistung für einen Unternehmenszusammenschluss wird im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung werden in Übereinstimmung mit IAS 39 in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen finanziellen Aufwendungen oder Erträgen erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft wird, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Verwaltungsaufwendungen erfasst.

Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neu bewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am Ergebnis nach Steuern und am sonstigen Ergebnis zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses in 2014 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens sowie vom EBITDA-Multiple der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) zum Ausübungszeitpunkt abhängig. Der auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung erwartete diskontierte Zahlungsbetrag aus dieser Option wird in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aufgrund der beidseitigen Optionsmöglichkeit zu gleichen Bedingungen wird von einem effektiven Erwerb von 100 % zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbes ausgegangen.

Im Rahmen eines weiteren Unternehmenszusammenschlusses in 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben (Put-Option). Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Der auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung erwartete diskontierte Zahlungsbetrag aus dieser Option wird in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht.

Aus Konzernsicht werden somit aufgrund beider Optionsverpflichtungen 100 % der Anteile an diesen Gesellschaften bilanziert. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet. Dividendenzahlungen an die nicht beherrschenden Gesellschafter werden in den sonstigen finanziellen Aufwendungen erfasst.

Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag abgestimmt und im Rahmen der Konsolidierung gegeneinander aufgerechnet.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge aus Geschäftsbeziehungen zwischen den Konzernunternehmen werden in der betreffenden Konsolidierungsperiode abgestimmt und gegen die entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden.

4. Grundsatz der Unternehmensfortführung

Der Konzernabschluss wird unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

5. Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt.

6. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht.

Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:

  • f Die Vermögenswerte und Schulden (sowohl monetäre als auch nicht-monetäre) werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
  • f Sämtliche Aufwands- und Ertragspositionen der ausländischen Tochterunternehmen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
1 EUR = Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
31. Dezember 2015 31. Dezember 2014 2015 2014
USD 1,0887 1,2141 1,1096 1,3288
GBP 0,7340 0,7789 0,7260 0,8064
CAD 1,5116 1,4063 1,4176 1,4669
MXN 18,9145 17,8679 17,5995 17,6621
BRL 4,3117 3,2207 3,6916 3,1228
VND 24.575,2 26.023,2 24.223,1 28.040,3

Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im "sonstigen Ergebnis" der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird.

7. Einteilung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.

Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden.

8. Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden in Übereinstimmung mit IAS 39 zum Erfüllungstag erfasst.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • f Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows sind erloschen.
  • f Der Konzern behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei.
  • f Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder gekündigt oder erloschen ist.

In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen (Klassifizierung gemäß IAS 39):

Zahlungsmittel und zur Veräußerung verfügbare kurzfristige Veranlagungen

Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die Bewertung der Barbestände und Sichteinlagen erfolgt zu Tageswerten zum Bilanzstichtag.

Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von unter 3 Monaten dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.

Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste im "sonstigen Ergebnis" der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem zum Abschlussstichtag geltenden Marktpreis der Vermögenswerte. Bei Abgang oder Wertminderung der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte werden bis dahin entstandene Gewinne oder Verluste in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zinsen und Dividenden aus Finanzinvestitionen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese umfassen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.

Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert.

Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausfälle von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufsbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für den Effektivzinsaufwand angesehen.

Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufsbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für den Effektivzinsaufwand angesehen und erhöht entsprechend die Verbindlichkeit.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Das Unternehmen setzt die folgenden Instrumente ein:

Andere Derivate

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen im Betriebsergebnis dargestellt.

Zudem bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Diese werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages betreffend bedingter Kaufpreisverpflichtungen werden in den sonstigen finanziellen Erträgen oder Aufwendungen erfasst, jene betreffend Optionsverbindlichkeiten in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" (siehe dazu im Abschnitt "Rückwirkende Anpassungen").

Sicherungsbeziehung

Anlässlich eines Unternehmenserwerbs in 2010 wurde einmalig eine Fremdwährungssicherung des Kaufpreises zwischen Vertragsabschluss und Closing durchgeführt, die als Fair Value Hedge mit einer nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung als Grundgeschäft bilanziert wurde. Der auf das besicherte Risiko entfallende Verlust wurde als Basis Adjustment auf die erworbenen Vermögenswerte erfasst und wird nun entsprechend der Erfolgswirksamkeit dieser Vermögenswerte (analog zur Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

9. Vorräte

Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungsoder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

10. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögenswerte:
Software 4
Technologie 5 - 10
Kundenbeziehungen 5 - 10
Wettbewerbsvereinbarungen 5 - 10
Markenrechte 10
Sachanlagen:
Bauten 5 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 17
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10

Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Position "Wertminderungen auf Sachanlagen" erfasst (siehe dazu im Abschnitt "Rückwirkende Anpassungen").

Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte handelt.

Gemietete Sachanlagen, bei denen sich aufgrund der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge Rechte gleich einem Eigentümer ("finance lease") ergeben, werden wirtschaftlich als Anlagenkäufe behandelt und zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in der Bilanz als Leasingfinanzierungsverpflichtungen ausgewiesen.

Zinsaufwendungen aus aktivierten Leasinggegenständen basieren auf einem Zinssatz von 4,0 %. Dieser wird abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

11. Firmenwerte

Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund des erwarteten Cashflows gegenüber gestellt.

Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.

12. Tatsächliche und latente Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Es werden dabei sämtliche temporäre Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der Einzelgesellschaften in Höhe des Steuersatzes bei Effektuierung der Umkehrung dieser Differenzen in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Latente Steueraufwendungen oder Erträge ergeben sich aus Veränderungen von aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen. Aktive latente Steuern werden dabei in dem Ausmaß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Aktive latente Steuern sind auch für steuerliche Verlustvorträge zu bilden, wenn diese Verlustvorträge durch zukünftige steuerliche Gewinne verbraucht werden können.

Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden.

Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im "sonstigen Ergebnis" oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im "sonstigen Ergebnis" bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.

13. Erhaltene Zuschüsse

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.

Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten "sonstige betriebliche Erträge" in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

14. Rückstellungen

In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.

15. Rückstellungen für Sozialkapital

Leistungsorientierte Pläne

Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile 4 bis 12 bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" mit einem Ansparzeitraum von 25 Jahren berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.

Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 19 enthalten.

Beitragsorientierte Pläne

Für Dienstverhältnisse, die österreichischem Recht unterliegen und nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.

Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.

Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.

Sonstige langfristige Personalverpflichtungen

Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

16. Eigene Aktien

Eigene Aktien werden zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Aktien wird direkt im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Nennwert und der Gegenleistung werden in der Kapitalrücklage erfasst.

17. Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Chancen und Risiken, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert. Erträge aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung als realisiert.

Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO-Gruppe treten als Leasinggeber auf, wobei die Vereinbarungen ausschließlich operatives Leasing betreffen. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert, grundsätzlich werden demnach keine Mindestleasingverpflichtungen bzw. Mindesterträge vereinbart.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

18. Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien bzw. mangels betragsmäßiger Wesentlichkeit in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.

19. Aktienbasierte Vergütung

Beginnend mit 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung für die Jahre 2014-2018 abgeschlossen, deren jährliche Gewährung ein jeweils aufrechtes Dienstverhältnis voraussetzt. Da die Kompensation tatsächlich in eigenen Aktien erfolgt bzw. erfolgen wird, wird die Erfassung laufend über den Personalaufwand und innerhalb des Eigenkapitals vorgenommen.

20. Ergebnis pro Aktie

Das Ergebnis pro Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt, indem der auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallende Anteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien des Geschäftsjahres dividiert wird.

21. Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrundeliegen.

Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten immateriellen Vermögenswerten sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).

Bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich.

Für den jährlichen Wertminderungstest der Geschäfts- und Firmenwerte bzw. der noch nicht nutzungsbereiten immateriellen Vermögenswerte erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).

Bei der Vorratsbewertung sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7).

Bei Forderungen sind Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit notwendig (siehe Erläuterung 5).

Für den Ansatz von Rückstellungen muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 16).

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 19).

Die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die von den jeweils vorliegenden Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften bzw. in einem Fall auch vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abgeleitet werden. Ermessensentscheidungen sind bei der Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Cashflows, der Wahl des angemessenen Abzinsungssatzes sowie des EBITDA-Multiples erforderlich (siehe Erläuterungen 15, 20 und 29).

Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen werden als Teil des Unternehmenszusammenschlusses zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Erfüllt die bedingte Gegenleistung die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit, wird sie in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die jeweils aus vorliegenden Umsatz- und Ergebnisplanungen abgeleitet werden. Die Grundannahmen berücksichtigen die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Erfolgsziele und den Abzinsungsfaktor (siehe Erläuterungen 15, 20 und 35).

Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Managementbeteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 20).

22. Rückwirkende Anpassungen

Aus Wesentlichkeitsüberlegungen werden 2015 Bewertungsgewinne und -verluste aus Optionsverbindlichkeiten in der Gewinnund Verlustrechnung in einer separaten Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen, um dadurch eine zuverlässige und relevantere Darstellung der Ertragslage zu gewährleisten. Um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, wurde im Zuge dessen ein in 2014 erfasster Bewertungsgewinn in Höhe von TEUR 5.159, welcher im Konzernabschluss 2014 innerhalb der "sonstigen finanziellen Erträge" erfasst war, rückwirkend in die Position "Aufwendungen/ Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" umgegliedert.

Weiters werden zum Zwecke der verbesserten Darstellung Wertminderungen von Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.258, die im Geschäftsjahr 2014 innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen ausgewiesen wurden, rückwirkend in eine eigene Position "Wertminderung von Sachanlagen" umgegliedert.

Im Folgenden werden die rückwirkenden Anpassungen der Finanzinformationen 2014 sowie die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Finanzinformationen 2015 dargestellt.

Korrekturbeträge für die Konzerngewinn- und -verlustrechnung:

in TEUR 2015 2014
Restrukturierungsaufwendungen -3.146 4.258
Wertminderung von Sachanlagen -2.010 -4.258
Betriebsergebnis 0 0
Sonstige finanzielle Erträge -5.575 -5.159
Aufwendungen/Erträge aus der
Bewertung von Optionsverpflichtungen
5.575 5.159
Finanzergebnis 0 0

Diese Umgliederungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung hatten keine Auswirkungen auf das Ergebnis pro Aktie bzw. die Bilanzwerte, ebenso ergeben sich daraus keine Verschiebungen innerhalb des Cashflows.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

Weder überfällig Überfällig aber nicht wertgemindert
in TEUR Buchwert noch wertgemindert ≤ 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage > 120 Tage
2015 49.199 26.016 10.389 5.740 4.045 1.702 1.167
2014 107.311 61.099 22.132 10.951 7.360 2.789 2.668

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 962).

Der Buchwert der wertgeminderten Forderungen beträgt TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 312). Wertminderungen werden erfasst, sobald Anzeichen für einen drohenden Zahlungsausfall bestehen, üblicherweise zumindest bei einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen.

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2015 2014
Stand 1. Jänner 2.176 2.056
Kursdifferenzen 154 210
Zugang Konsolidierungskreis 0 559
Verbrauch -28 -1.451
Auflösung -1.227 -616
Aufwandswirksame Zuführungen 4.810 1.418
Stand 31. Dezember 5.885 2.176

Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen.

Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.

ERLÄUTERUNG 7 VORRÄTE

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.021 13.622
Unfertige Erzeugnisse 56.049 66.849
Fertige Erzeugnisse 70.644 84.107
Anzahlungen 34 116
Summe 133.748 164.694

Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2015 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 5.643 (Vorjahr: TEUR 3.943).

SACHANLAGEN

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:

Andere Anlagen,
Technische Betriebs- und Anzahlungen
Jahr 2015
in TEUR
Grundstücke
und Bauten
Anlagen und
Maschinen
Geschäfts
ausstattung
und Anlagen
in Bau
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2015 96.941 354.406 14.561 5.810 471.718
Umrechnungsdifferenzen 6.084 21.948 715 162 28.909
Zugänge 2.164 18.930 598 1.183 22.875
Umbuchungen 24 6.030 14 -6.073 -5
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" -3.250 -12.608 -372 0 -16.230
Abgänge -340 -16.467 -1.776 -9 -18.592
31. Dezember 2015 101.623 372.239 13.740 1.073 488.675
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Jänner 2015 24.300 233.087 10.643 0 268.030
Umrechnungsdifferenzen 1.488 13.376 556 0 15.420
Zugänge aus Abschreibungen 3.409 34.479 1.613 0 39.501
Zugänge aus Wertminderungen 0 2.010 0 0 2.010
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" -1.871 -11.780 -349 0 -14.000
Abgänge -337 -13.257 -1.716 0 -15.310
31. Dezember 2015 26.989 257.915 10.747 0 295.651
Buchwerte
31. Dezember 2015 74.634 114.324 2.993 1.073 193.024
31. Dezember 2014 72.641 121.319 3.918 5.810 203.688
Andere Anlagen,
Jahr 2014
in TEUR
Grundstücke
und Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2014 85.013 305.060 12.283 8.287 410.643
Umrechnungsdifferenzen 6.362 24.100 858 313 31.633
Unternehmenszusammenschlüsse 40 112 599 0 751
Zugänge 3.072 32.357 1.750 6.619 43.798
Umbuchungen 2.736 6.673 0 -9.409 0
Abgänge -282 -13.896 -929 0 -15.107
31. Dezember 2014 96.941 354.406 14.561 5.810 471.718
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Jänner 2014 19.970 193.052 9.191 0 222.213
Umrechnungsdifferenzen 1.523 14.278 648 0 16.449
Unternehmenszusammenschlüsse 18 36 361 0 415
Zugänge aus Abschreibungen 3.010 31.396 1.352 0 35.758
Zugänge aus Wertminderungen 0 4.257 0 0 4.257
Umbuchungen 45 -45 0 0 0
Abgänge -266 -9.887 -909 0 -11.062
31. Dezember 2014 24.300 233.087 10.643 0 268.030
Buchwerte
31. Dezember 2014 72.641 121.319 3.918 5.810 203.688
31. Dezember 2013 65.043 112.008 3.092 8.287 188.430

Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Mexiko, Vietnam und Singapur.

Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und Brasilien geführt.

Die Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sowie die Wertminderungen des Geschäftsjahres 2015 werden in Erläuterung 12 dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Segment High Precision Components in Zusammenhang mit der Konzentration von Teilen der Fertigung auf einem Standort eine Wertminderung auf technische Anlagen und Maschinen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Darron Tool & Engineering Limited in Höhe von TEUR 4.258 innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen erfasst. Diese Wertminderung wurde im Geschäftsjahr 2015 rückwirkend in die Position "Wertminderung von Sachanlagen" umgegliedert (siehe Erläuterung 4 sowie Erläuterung 26).

Im Geschäftsjahr 2015 sowie 2014 erfolgten keine Zuschreibungen.

Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2015 TEUR 3.062 (Vorjahr: TEUR 5.229).

FINANZIERUNGSLEASING

Die unter den technischen Anlagen und Maschinen aktivierten geleasten Anlagegegenstände gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Anschaffungswert 394 483
Kumulierte Abschreibungen -356 -288
Buchwert 38 195

Aus der Nutzung solcher in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen bestehen Verpflichtungen für folgende Mindestleasingzahlungen:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Im folgenden Jahr 65 99
Zwischen einem und fünf Jahren 27 94
Über fünf Jahre 0 0
Summe Mindestleasingzahlungen 92 193
Abzüglich Abzinsung -2 -10
Barwert 90 183

OPERATIVES LEASING

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Im folgenden Jahr 1.361 1.652
Zwischen einem und fünf Jahren 2.128 1.788
Über fünf Jahre 175 142

Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen, welche als laufender Aufwand verbucht wurden, betrugen im Jahr 2015 TEUR 2.079 (Vorjahr: TEUR 1.824).

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:

Jahr 2015
in TEUR
Übrige
Immaterielle
Firmenwerte Technologie Wettbewerbs
vereinbarungen
Kunden
beziehungen
Vermögens
werte
Gesamt
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
1. Jänner 2015 162.204 48.360 10.715 35.948 10.734 267.961
Umrechnungsdifferenzen 4.101 3.460 7 2.402 690 10.660
Zugänge 0 0 0 0 176 176
Umbuchungen 0 0 0 0 5 5
Abgänge 0 0 0 0 -5 -5
31. Dezember 2015 166.305 51.820 10.722 38.350 11.600 278.797
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Jänner 2015 61.787 21.886 3.740 14.962 5.434 107.809
Umrechnungsdifferenzen 920 2.012 235 1.312 303 4.782
Zugänge aus Abschreibungen 0 4.599 1.940 4.343 982 11.864
Zugänge aus Wertminderungen 21.880 0 0 0 0 21.880
Abgänge 0 0 0 0 -5 -5
31. Dezember 2015 84.587 28.497 5.915 20.617 6.714 146.330
Buchwerte
31. Dezember 2015 81.718 23.323 4.807 17.733 4.886 132.467
31. Dezember 2014 100.417 26.474 6.975 20.986 5.300 160.152

Jahr 2014

Jahr 2014
in TEUR
Wettbewerbs Kunden Übrige
Immaterielle
Vermögens
Firmenwerte Technologie vereinbarungen beziehungen werte Gesamt
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
1. Jänner 2014 86.853 39.237 6.796 25.938 8.615 167.439
Umrechnungsdifferenzen 9.155 4.301 343 3.045 739 17.583
Unternehmenszusammenschlüsse 66.196 4.822 3.576 6.965 216 81.775
Zugänge 0 0 0 0 1.172 1.172
Abgänge 0 0 0 0 -8 -8
31. Dezember 2014 162.204 48.360 10.715 35.948 10.734 267.961
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen
1. Jänner 2014 23.336 17.436 2.368 10.860 4.297 58.297
Umrechnungsdifferenzen 3.863 1.963 195 1.365 318 7.704
Unternehmenszusammenschlüsse 0 0 0 0 0 0
Zugänge aus Abschreibungen 0 2.487 1.177 2.737 827 7.228
Zugänge aus Wertminderungen 34.588 0 0 0 0 34.588
Abgänge 0 0 0 0 -8 -8
31. Dezember 2014 61.787 21.886 3.740 14.962 5.434 107.809
Buchwerte
31. Dezember 2014 100.417 26.474 6.975 20.986 5.300 160.152
31. Dezember 2013 63.517 21.801 4.428 15.078 4.318 109.142

Das Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2015 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

1. Firmenwerte

Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Segment High Precision Components
Knust-Godwin LLC 20.482 18.366
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH 4.655 4.655
Techman Engineering Limited 0 1.684
Segment Oilfield Equipment
Resource Well Completion Technologies Inc. 27.690 44.340
DSI FZE 22.938 20.617
BICO Drilling Tools Inc. 5.031 9.824
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 798 798
BICO Faster Drilling Tools Inc. 124 133
Summe 81.718 100.417

Die Bewertung sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements. Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Cashflow mit konstanter Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen.

Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31.12.2015 bzw. 31.12.2014 zur Anwendung:

WACC (nach Steuern) in % 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Segment High Precision Components
Knust-Godwin LLC 9,0 % 11,2 %
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH 8,4 % 10,6 %
Techman Engineering Limited 9,3 % 11,4 %
Segment Oilfield Equipment
Resource Well Completion Technologies Inc. 8,5 % 10,9 %
DSI FZE 10,1 % 12,2 %
BICO Drilling Tools Inc. 9,0 % 11,2 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 9,3 % 11,4 %

Die Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) gegenüber dem Vorjahr ergibt sich in erster Linie aus der Veränderung der Kapitalstruktur zu Marktwerten, die aus einer adäquaten Peer Group abgeleitet wurde, und damit aus einer geänderten Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung.

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf den Nachfrageplänen der wichtigsten Kunden sowie den bereits vorhandenen Auftragsständen und der erwarteten Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger CAPEX Spendings in der Oilfield Service Industrie. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix (abgeleitet aus bereits vorhandenen Kundenaufträgen sowie Rückmeldungen des Vertriebs) sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen (basierend auf Preisindikationen bestehender Lieferanten sowie Materialpreisentwicklungen auf Rohstoffmärkten und daraus ableitbare Trends) und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.

Aufgrund geänderter Annahmen über die Investitionserwartungen in der Oilfield Service Industrie, abgeleitet aus kurz- und langfristigen Ölpreis- bzw. Rigcountentwicklungen, hat das Unternehmen zum 30. September 2015 Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese hatten aufgrund der gesunkenen Ertragserwartungen im aktuellen Marktumfeld Wertminderungen von Firmenwerten für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten BICO Drilling Tools Inc., Resource Well Completion Technologies Inc. sowie Techman Engineering Limited zur Folge, da der Buchwert (inklusive Firmenwert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren jeweiligen Nutzungswert überstieg. Diese Wertminderungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Firmenwerten" erfasst. Die jährlich durchzuführenden Wertminderungstests wurden zum 31. Dezember 2015 mit aktualisierten Parametern durchgeführt. Veränderungen der zur Anwendung kommenden WACCs aufgrund externer Faktoren führten zum 31. Dezember 2015 zu gestiegenen Nutzungswerten. Wertaufholungen der unterjährig gebuchten Wertminderungen wurden nicht vorgenommen.

Der Ölpreisverfall des letzten Jahres hatte insbesondere am Nordamerikanischen Markt einen Rückgang von Bohraktivitäten von Oilfield Service Unternehmen zur Folge. Diese führte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technolgies Inc., deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Fertigung von High-End-Produkten zur Stimulierung der Öl- und Gasproduktion liegt, im Geschäftsjahr 2015 zu einer Wertminderung des Firmenwertes in Höhe von TEUR 14.461. Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Resource Well Completion Technologies Inc. eine Wertminderung in Höhe von TEUR 21.303 erfasst.

Die nachteilige Entwicklung der Bohrvorhaben am nordamerikanischen Markt und ein reduziertes Preisniveau führte in 2015 bei der BICO Drilling Tools Inc., die im wesentlichen im Bohrmotorengeschäft tätig ist, zu einer abweichenden Einschätzung der Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und in Folge zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 5.587.

Der Geschäfts- und Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Techman Engineering Limited wurde in Folge der reduzierten Ertragserwartungen in Zusammenhang mit der nachteiligen Entwicklung der Investitionsvorhaben von Kunden in UK im Geschäftsjahr 2015 zur Gänze abgeschrieben. Der Wertminderungsaufwand wurde in Höhe von TEUR 1.832 erfasst.

Die ermittelten Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die im Geschäftsjahr 2015 Wertminderungen erfasst wurden, sind in folgender Tabelle zusammengefasst:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Resource Well Completion Technologies Inc. 54.471 67.446
BICO Drilling Tools Inc. 126.273 129.399
Techman Engineering Limited 27.531 26.323

Für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergaben die durchgeführten Werthaltigkeitstests keine Notwendigkeit zur Abwertung der Firmenwerte.

Die für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführte Sensitivitätsanalyse ergab, dass eine Reduktion der geplanten Cashflows um 10 % oder eine Erhöhung der angesetzten Zinssätze um einen Prozentpunkt keinen weiteren Wertminderungsaufwand auslösen.

Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten DSI FZE sowie BICO Faster Drilling Tools Inc. ergab sich aus der Fremdwährungsumrechnung.

Wertminderungen 2014

Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Godwin L.L.C. ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 10.408 erfasst. Der erzielbare Betrag in Höhe von TEUR 40.597 wurde unter Anwendung eines Diskontierungssatzes von 11,2 % ermittelt. Infolge der im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Verschmelzung der Gesellschaft mit der ebenso dem Segment High Precision Components zugeordneten Gesellschaft bzw. zahlungsmittelgenerierenden Einheit Knust-SBO L.L.C. zur Knust-Godwin LLC und der daraus folgenden Änderung der internen Steuerung erfolgte eine Reallokation bzw. Zusammenlegung der den zuvor getrennten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Firmenwerte. Zum Zeitpunkt der Verschmelzung betrug der Firmenwert der Knust TEUR 17.022, jener der Godwin TEUR 2.882. Die Differenz zu dem per 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Knust-Godwin LLC in Höhe von TEUR 20.482 betrifft die Fremdwährungsumrechnung.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Darron Tool & Engineering Limited eine Wertminderung des Firmenwertes in Höhe von TEUR 2.877 erfasst. Der erzielbare Betrag in Höhe von TEUR 13.133 wurde unter Anwendung eines Diskontierungssatzes von 11,4 % ermittelt.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Technologie, Kundenbeziehungen, Markenrechte und Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen betreffend Spezialtools für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation-Tools) aus einem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2010 (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 25.254; Vorjahr: TEUR 27.705). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren amortisiert.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Resource Well Completion Technologies Inc. im Jahr 2014 erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 3.753; Vorjahr: TEUR 4.725) sowie erworbene Kundenbeziehungen aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 4.986; Vorjahr: TEUR 6.757). Die Technologie kann ab dem Erwerb über rund 7 Jahre genutzt werden, die Kundenbeziehungen werden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen für eine Laufzeit von zumindest 5 Jahren aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 2.560; Vorjahr: TEUR 3.469).

Weitere sonstige immaterielle Vermögenswerte betreffen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses in 2012 erworbene Technologien sowie Wettbewerbsvereinbarungen.

Zusätzlich beinhalten die sonstigen immateriellen Vermögenswerte Nutzungsrechte für EDV-Software.

LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 20). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen.

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Darlehen 12.259 18.454
Andere Forderungen und Vermögenswerte 605 508
Summe 12.864 18.962

Weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 waren Wertberichtigungen vorzunehmen, es bestanden keine überfälligen Forderungen.

Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.

ERLÄUTERUNG 11

LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:

in TEUR 31. Dezember 2015
aktiv
31. Dezember 2015
passiv
31. Dezember 2014
aktiv
31. Dezember 2014
passiv
Sachanlagen (unterschiedliche Nutzungsdauern) 0 -6.789 0 -7.271
Sachanlagen (unterschiedliche Wertansätze) 925 -3.835 1.007 -4.959
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
(unterschiedliche Nutzungsdauern)
0 -458 0 -399
Firmenwerte und sonstige immaterielle
Vermögenswerte (unterschiedliche Wertansätze)
14 -11.231 910 -11.704
Vorräte (Bewertungsunterschiede) 8.798 0 5.972 0
Beteiligungsabschreibungen 1.775 0 1.000 0
Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) 2.049 -402 1.092 -773
Rückstellungen 1.840 0 2.209 0
Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung 0 -3.420 0 -2.332
Steuerliche Verlustvorträge 2.549 0 2.594 0
Zwischensumme 17.950 -26.135 14.784 -27.438
Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde -6.782 6.782 -4.794 4.794
Summe 11.168 -19.353 9.990 -22.644

Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 3.061 (Vorjahr: TEUR 803) für Verlustvorträge, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes nicht gerechnet werden kann (TEUR 0 bis 2016 verwertbar; Vorjahr: TEUR 0 bis 2015 verwertbar).

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside-basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2015 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 113.178 (Vorjahr: TEUR 92.474), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Für erwartete (quellen-)steuerhängige Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2015 passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 408) erfasst.

ERLÄUTERUNG 12

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Segment High Precision Components in Zusammenhang mit der Verschmelzung der beiden Gesellschaften Knust-SBO L.L.C. sowie Godwin-SBO L.L.C. zur Knust-Godwin LLC und der damit verbundenen Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte am Standort der ehemaligen Godwin-SBO L.L.C. der Beschluss gefasst, einzelne im Rahmen der Zusammenlegung nicht mehr benötigte Maschinen zu veräußern. In diesem Zusammenhang wurden unmittelbar vor der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte durch die Bewertung dieser Maschinen mit deren beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungen in Höhe von TEUR 2.010 vorgenommen, welche in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Sachanlagen" erfasst sind. Der erzielbare Betrag wurde als Level 3-Bewertung durch Ableitung aus Angeboten bzw. erzielten Verkaufspreisen für ähnliche gebrauchte Maschinen ermittelt und beträgt TEUR 828. Die Wertminderung führte zu einer Minderung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 717.

Weiters wurde im Segment High Precision Components im Geschäftsjahr 2015 im Rahmen der im Jahr 2014 begonnenen Restrukturierung in UK beschlossen, das bebaute Grundstück der Darron Tool & Engineering nach Überstellung der Produktionsanlagen auf den Standort der Techman Engineering Limited zu veräußern. Der Buchwert zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 1.402. Eine Wertminderung war nicht erforderlich.

Das Management erwartet, dass diese Transaktionen innerhalb der nächsten 12 Monate abschlossen werden.

BANKVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2015 wie folgt:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in %
Kredite in GBP 8.174 1,33 % variabel
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,28 % variabel
Summe 32.174

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in %
Kredite in GBP 7.703 1,26 % variabel
Kredite in CAD 2.394 4,50-5,00 % variabel
Kredite in USD 1.647 1,30 % variabel
Zwischensumme 11.744
Exportförderungskredite (EUR) 24.000 0,48 % variabel
Summe 35.744

Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.

Die CAN-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.394) waren durch eine "floating-charge" auf das gesamte Vermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.

Die US-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.647) waren durch eine "floating-charge" auf das kurzfristige Vermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.

ERLÄUTERUNG 14

ERHALTENE ZUSCHÜSSE

Die Zuwendungen beinhalten einen Zuschuss aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Einzelne Investitionszuschüsse sind an die Einhaltung von Förderauflagen gebunden (z.B. Anzahl der Mitarbeiter). Diese Förderauflagen wurden zum Stichtag wie auch im Vorjahr eingehalten. Die erhaltenen Zuschüsse betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 474).

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Noch nicht konsumierte Urlaube 1.457 2.226
Sonstige Personalaufwendungen 4.608 13.313
Rechts- und Beratungskosten 1.049 1.471
Steuerverbindlichkeiten 1.945 2.108
Sozialaufwendungen 3.721 3.910
Optionsverpflichtung aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen 5.048 4.160
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben 2.237 4.428
Andere sonstige Verbindlichkeiten 4.631 5.013
Summe 24.696 36.629

Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Hierfür wurde per 31.12.2015 eine Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR 5.048 (Vorjahr: TEUR 4.160) angesetzt.

Zu den bedingten Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen siehe Erläuterung 20.

ERLÄUTERUNG 16

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Jahr 2015
in TEUR 31. Dez. 2014 Verwendung Auflösung Dotierung 31. Dez. 2015
Gewährleistungen und Garantien 6.513 -383 -1.528 43 4.645
Sonstige 500 -16 -421 0 63
Summe 7.013 -399 -1.949 43 4.708

Jahr 2014

in TEUR 31. Dez. 2013 Verwendung Auflösung Dotierung 31. Dez. 2014
Gewährleistungen und Garantien 9.241 -248 -2.968 488 6.513
Sonstige 69 0 0 431 500
Summe 9.310 -248 -2.968 919 7.013

Eine aufgrund einer fehlerhaften Lieferung eines umfangreichen Einzelauftrages zum 31. Dezember 2014 bestehende Vorsorge für Gewährleistungsrisiken in Höhe von TEUR 1.528 konnte im Geschäftsjahr 2015 aufgrund der Einigung mit dem Kunden aufgelöst werden.

Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.

Gegen Ende des Geschäftsjahres 2015 wurde durch einen Wettbewerber eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe geltend gemacht. Das Management des Unternehmens erachtet die Forderungen als gegenstandslos und bestreitet die Vorwürfe nachhaltig, weshalb im Konzernabschluss zum 31.12.2015 keine Vorsorgen dafür gebildet wurden.

Gegenüber einem anderen Wettbewerber hat ein Unternehmen der SBO-Gruppe Klage auf Bezahlung von Lieferungen und Leistungen eingebracht, worauf dieser Wettbewerber eine Gegenforderung eingeklagt hat. Diese hat wiederum eine Gegenklage des SBO-Unternehmens bewirkt. Das Management des Unternehmens erachtet die Klage des Wettbewerbers als gegenstandslos und abwehrbar und sieht gute Chancen, zumindest einen Großteil der ursprünglichen Forderung durchsetzen zu können.

ERLÄUTERUNG 17

ANLEIHEN

Im Juni 2008 wurden zwei Anleihen im Gesamtnennbetrag von jeweils MEUR 20,0, eingeteilt in 800 untereinander gleichrangige auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 50.000 emittiert.

Die Teilschuldverschreibungen wurden bezogen auf ihren Nennbetrag bis zum Fälligkeitstag mit jährlich 5,75 % (Anleihe 2008- 2013) bzw. 5,875 % (Anleihe 2008-2015) verzinst. Die Zinsen waren jeweils nachträglich am 18. Juni eines jeden Jahres zahlbar. Die beiden Teilschuldverschreibungen wurden planmäßig am 18. Juni 2013 bzw. am 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von jeweils MEUR 20,0 zurückgezahlt.

Die Anleihen waren in den Dritten Markt an der Wiener Börse unter den ISIN AT0000A09U32 bzw. AT0000A09U24 einbezogen.

LANGFRISTIGE DARLEHEN INKLUSIVE KURZFRISTIGER TEIL (PLANMÄSSIGE TILGUNGEN DES NÄCHSTEN JAHRES)

Zum 31. Dezember 2015 setzen sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in % Laufzeit Rückzahlung
EUR 2.183 0,00 % fix 2008 – 2024 vierteljährlich ab 2011
EUR 1.200 0,00 % fix 2015 – 2022 vierteljährlich ab 2017
EUR 20.000 3,11 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 10.000 3,11 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 4.998 0,50 % fix 2013 – 2019 halbjährlich ab 2015
EUR 8.000 3,10 % fix 2010 – 2018 endfällig
EUR 15.000 3,05 % fix 2010 – 2018 halbjährlich ab 2012
EUR 20.000 0,75 % fix 2015 – 2018 endfällig
EUR 20.000 0,75 % fix 2015 – 2018 endfällig
EUR 842 0,00 % fix 2011 – 2017 vierteljährlich ab 2012
EUR 5.000 2,40 % fix 2012 – 2017 endfällig
EUR 10.000 2,31 % fix 2012 – 2017 endfällig
EUR 15.000 2,40 % fix 2012 – 2017 endfällig
EUR 416 4,73 % fix 2009 – 2016 halbjährlich ab 2010
EUR 5.000 5,25 % fix 2009 – 2016 endfällig
EUR 193 0,00 % fix 2008 – 2016 vierteljährlich ab 2011
137.832

Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:

EUR-Darlehen:

f TEUR 8.214 – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 15.923

Zum 31. Dezember 2014 setzen sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in % Laufzeit Rückzahlung
EUR 2.447 0,00 % fix 2008 – 2024 vierteljährlich ab 2011
EUR 20.000 3,11 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 10.000 3,11 % fix 2013 – 2020 endfällig
EUR 7.500 0,50% fix 2013 – 2019 halbjährlich ab 2015
EUR 8.000 3,10 % fix 2010 – 2018 endfällig
EUR 20.000 3,05 % fix 2010 – 2018 halbjährlich ab 2012
EUR 1.323 0,00 % fix 2011 – 2017 vierteljährlich ab 2012
EUR 5.000 2,40 % fix 2012 – 2017 endfällig
EUR 10.000 2,31 % fix 2012 – 2017 endfällig
EUR 15.000 2,40 % fix 2012 – 2017 endfällig
EUR 1.250 4,73 % fix 2009 – 2016 halbjährlich ab 2010
EUR 5.000 5,25 % fix 2009 – 2016 endfällig
EUR 235 3,99 % fix 2006 – 2015 halbjährlich
EUR 963 0,00 % fix 2008 – 2015 vierteljährlich ab 2011
EUR 651 2,25 % fix 2009 – 2015 halbjährlich ab 2011
EUR 2.500 2,55 % fix 2010 – 2015 jährlich ab 2013
109.869

Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:

EUR-Darlehen:

f TEUR 12.234 – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 17.906

Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 35, hinsichtlich Zinsrisiko und Zinssicherungen siehe Erläuterung 36.

ERLÄUTERUNG 19 RÜCKSTELLUNGEN FÜR SOZIALKAPITAL

Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Abfertigungen 4.444 5.184
Jubiläumsgelder 1.377 1.647
Summe 5.821 6.831

Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:

2015 2014
Rechnungszinssatz 2,20 % 2,00 %
Gehaltssteigerung 3,50 % 4,00 %
Fluktuationsabschlag 0,0 – 15,0 % 0,0 – 15,0 %

Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2008-P (Vorjahr: AVÖ 2008-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfasst.

Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.

ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2015 2014
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner 5.184 4.728
Dienstzeitaufwand 245 214
Zinsaufwand 103 140
Summe der Aufwendungen für Abfertigungen 348 354
Neubewertungen -673 166
Laufende Abfertigungszahlungen -415 -64
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 4.444 5.184

Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 24).

Die gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2015 2014
Neubewertung der Verpflichtungen
aus der Änderung demographischer Annahmen 0 0
aus der Änderung finanzieller Annahmen -279 384
aus erfahrungsbedingten Anpassungen -394 -218
Summe -673 166

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,0 Jahre (Vorjahr: 13,7 Jahre).

SENSITIVITÄTSANALYSE

In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsachlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.

Abfertigungen Barwert der Verpflichtung (DBO)
31. Dezember 2015
in TEUR Änderung der Annahme Veränderung der Rückstellung bei
Anstieg der Annahme
Veränderung der Rückstellung bei
Verringerung der Annahme
Rechnungszinssatz +/- 0,5 Prozentpunkte -188 +206
Gehaltssteigerung +/- 0,5 Prozentpunkte +192 -177

JUBILÄUMSGELDRÜCKSTELLUNG

Die Rückstellung für Jubiläumsgelder hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2015 2014
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner 1.647 1.259
Dienstzeitaufwand 162 127
Zinsaufwand 32 37
Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder 194 164
Neubewertungen -379 266
Laufende Jubiläumsgeldzahlungen -85 -42
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember 1.377 1.647

BEITRAGSORIENTIERTE VORSORGEPLÄNE

Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 799 (Vorjahr: TEUR 1.186). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 500 gerechnet.

ERLÄUTERUNG 20 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Optionsverbindlichkeiten 23.007 29.676
Management-Beteiligungen 17.180 29.064
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 53 4.547
Genussrechte 6.339 5.020
Wettbewerbsvereinbarungen 1.712 2.015
Sonstige Verpflichtungen 4.168 485
Summe 52.459 70.807

Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses in 2014 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Da die Put- bzw. Calloption sämtliche noch nicht im Konzerneigentum stehenden Anteile umfasst und die Bedingungen für die Übertragung im Put- und Callfall ident sind, wird von einem effektiven Erwerb von 100 % der Anteile im Erwerbszeitpunkt ausgegangen. Zu den Optionsverbindlichkeiten in Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss in 2014 siehe unter Erläuterung 40.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten weiters bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen von in Summe TEUR 2.290 (Vorjahr: TEUR 8.975), wovon TEUR 53 langfristig (Vorjahr: TEUR 4.547) und TEUR 2.237 (Vorjahr: TEUR 4.428) kurzfristig sind. Die bedingten Kaufpreise betreffen Unternehmenszusammenschlüsse vor 2014 und sind in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Der weitaus überwiegende Anteil wird in 2016 auf Basis der in 2015 erzielten Umsätze zahlbar. Ein untergeordneter Anteil läuft noch über die nächsten 4 Jahre. Zu den bedingten Kaufpreisverpflichtungen in Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss in 2014 siehe unter Erläuterung 40.

Die Verbindlichkeiten für die bedingten Kaufpreisverpflichtungen wurden im Jahr 2015 in Höhe von TEUR 3.151 innerhalb der sonstigen finanziellen Erträge erfolgswirksam aufgelöst (Vorjahr: erfolgswirksam aufgestockt um TEUR -1.133, ausgewiesen in den sonstigen finanziellen Aufwendungen beziehungsweise vermindert um TEUR +19.475, ausgewiesen in den sonstigen finanziellen Erträgen) (siehe dazu Erläuterungen 28 und 40). Diese Anpassungen wurden durch Abzinsung der geschätzten Zahlungen auf Basis der aktualisierten Umsatz- bzw. Ergebnisplanungen ermittelt.

Im Zuge der Erfüllung bedingter Kaufpreisverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 2015 um TEUR 5 weniger bezahlt als zum letzten Bilanzstichtag erwartet (Vorjahr: um TEUR 204 mehr bezahlt). Der Minderbetrag wurde in den sonstigen finanziellen Erträgen erfasst. Die Aufzinsung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 359) wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:

Gesellschaft 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
BICO Drilling Tools Inc. 10,45 % 15,00 %
BICO Faster Drilling Tools Inc. 13,00 % 13,00 %
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. 6,75 % 13,20 %
Schoeller-Bleckmann Darron Limited 9,00 % 9,00 %
Techman Engineering Limited 9,35 % 8,65 %
Knust-SBO L.L.C. 0,00 % 6,40 %
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited 6,00 % 6,00 %
Godwin-SBO L.L.C. 0,00 % 2,80 %
Schoeller-Bleckmann de Mexico S.A. de C.V. 3,00 % 3,00 %

Das Management ist damit anteilig an diesen Firmen beteiligt.

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:

Gesellschaft 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
DSI FZE 6,10 % 6,40 %
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH 0,90 % 0,65 %
Resource Well Completion Technologies Inc. 5,00 % 0,00 %

Der für Managementbeteiligungen und Genussrechte erfasste Effektivzinsaufwand betrug TEUR 1.887, der erfasste Effektivzinsertrag betrug TEUR 607 (Vorjahr: Aufwand TEUR 4.642) und wird unter den Zinsaufwendungen bzw. -erträgen dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.638 erhalten, die an die Einhaltung bestimmter Bedingungen in den Jahren 2018-2020 geknüpft sind. Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Einhaltung dieser Bedingungen werden die erhaltenen Beträge zum 31. Dezember 2015 als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2015 wie auch zum 31. Dezember 2014 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 23. April 2014 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Jahren 2015 sowie 2014 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2015 hält die Gesellschaft 18.000 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 24.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,11 % (Vorjahr: 0,15 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 1.074 (Vorjahr TEUR 1.432). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.982.000 Stück (Vorjahr: 15.976.000 Stück).

Bei einem Unternehmenszusammenschluss in 2010 wurde als bedingte Gegenleistung die Abgabe von 50.000 Stück Aktien bei Erreichen gewisser zukünftiger Umsatzziele vereinbart. Da die Umsatzziele 2015 nicht erreicht wurden, ergibt sich auf die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2015 kein Verwässerungseffekt.

Zum 31. Dezember 2015 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 32,6 %).

ERLÄUTERUNG 22

GESETZLICHE RÜCKLAGE

Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses nach Berücksichtigung der Veränderung unversteuerter Rücklagen in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.

ERLÄUTERUNG 23 ZUSÄTZLICHE ERLÖSGLIEDERUNG

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2015 2014
Erträge aus Verkauf von Produkten 215.645 340.666
Erträge aus Service und Reparaturen 17.869 26.184
Erträge aus operativem Leasing 80.220 121.762
Summe Umsatzerlöse 313.734 488.612

Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge unter operativem Leasing mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Da die Leasingerträge grundsätzlich nutzungsabhängig verrechnet werden, besteht kein Anspruch auf künftige Mindestleasingzahlungen.

ERLÄUTERUNG 24 ZUSÄTZLICHE AUFWANDSGLIEDERUNG

Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):

in TEUR 2015 2014
Materialaufwendungen 113.424 197.913
Personalaufwendungen 91.511 110.795
Abschreibungen Sachanlagen inklusive Wertminderungen 41.511 40.015
Abschreibungen sonstige immaterielle Vermögenswerte
inklusive Wertminderungen
11.864 7.228
Wertminderung Firmenwerte 21.880 34.588

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGE

Die größten Posten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

in TEUR 2015 2014
Kursverluste 10.486 7.651
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 8.238 6.242

Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.

Die größten Posten in den sonstigen betrieblichen Erträgen sind:

in TEUR 2015 2014
Kursgewinne 12.417 12.691

ERLÄUTERUNG 26

RESTRUKTURIERUNGSAUFWENDUNGEN

In Zusammenhang mit der Zusammenlegung von Produktionsstandorten in den USA und in UK wurden im Geschäftsjahr 2015 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.146 erfasst. Davon betrafen TEUR 909 Übersiedlungskosten sowie TEUR 691 Aufwendungen in Zusammenhang mit Personalmaßnahmen (Vorjahr: TEUR 375) sowie TEUR 1.546 diverse sonstige Aufwendungen wie Beratungskosten, Kosten für Vertragsbeendigungen, Gebäudeadaptierungen etc. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.181 gegenüber.

Die im Geschäftsjahr 2014 innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen ausgewiesenen Wertminderungen auf technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 4.258, die im Segment High Precision Components im Zusammenhang mit der Beseitigung von Doppelgleisigkeiten und der Konzentration von Teilen der Fertigung auf einem Standort erfasst wurden, wurden im Geschäftsjahr 2015 rückwirkend in die Position "Wertminderung von Sachanlagen" umgegliedert (siehe dazu Erläuterung 4).

ZINSAUFWENDUNGEN

Die Zinsaufwendungen gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2015 2014
Darlehen und Anleihen 4.106 5.354
Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden
Anteilen und Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen
1.947 1.710
Management-Beteiligungen und Genussrechte 1.887 4.642
Zinsaufwendungen 7.940 11.706

Zur Aufzinsung der Optionsverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen siehe Erläuterung 35.

ERLÄUTERUNG 28

SONSTIGE FINANZIELLE ERTRÄGE

Die sonstigen finanziellen Erträge beinhalten im Wesentlichen Bewertungsgewinne in Zusammenhang mit Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.151 (Vorjahr: TEUR 19.475) (siehe dazu Erläuterung 20). Die im Vorjahr in dieser Position ausgewiesenen Bewertungsgewinne betreffend Optionsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.159 wurden im Geschäftsjahr in eine eigene Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" umgegliedert (siehe dazu Erläuterung 4 sowie 29).

ERLÄUTERUNG 29

AUFWENDUNGEN/ERTRÄGE AUS DER BEWERTUNG VON OPTIONSVERPFLICHTUNGEN

In dieser Position werden Bewertungsgewinne bzw. -verluste in Zusammenhang mit Optionsverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe dazu Erläuterung 35).

in TEUR 2015 2014 angepasst *)
Bewertungsgewinne 5.575 5.159
Bewertungsverluste 0 0
5.575 5.159

*) Siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen

STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG

Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2015 2014
Ertragsteueraufwand bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 % 5.008 -20.003
Abweichende ausländische Steuersätze 3.808 -380
Veränderung ausländischer Steuersätze 171 37
Wertminderungen auf Firmenwerte -5.383 -6.097
Nicht absetzbare Aufwendungen -1.063 -1.881
Nicht steuerbare Veränderungen von Optionsverpflichtungen
und bedingten Kaufpreisverpflichtungen
1.005 5.796
Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge 50 1.371
Beteiligungsbewertung 1.137 0
Quellensteuern, ausländische Steuern -691 -2.265
Vorjahresanpassungen 628 -523
Nicht angesetzte Verlustvorträge -2.348 -274
Abwertung von in Vorjahren angesetzten Verlustvorträgen -708 0
Verbrauch von in Vorjahren nicht angesetzten Verlustvorträgen 2 361
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen -118 -946
Sonstige Differenzen -448 -1.200
Konzernsteuerbelastung 1.050 -26.004
Ergebnis vor Steuern -20.032 80.011
Ergebnisanteil Management-Beteiligungen 470 3.841
-19.562 83.852
Konzernsteuerbelastung 1.050 -26.004
Konzernsteuersatz 5,4 % 31,0 %

Die Aufwandsposition Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedert sich wie folgt:

in TEUR 2015 2014
Tatsächliche Steuern -5.566 -26.738
Latente Steuern 6.616 734
Summe 1.050 -26.004

Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Entstehung und Auflösung von temporären Differenzen sowie aus der Aktivierung der Steuereffekte von laufenden Verlusten.

Im "sonstigen Ergebnis" wurden folgende Ertragsteuern erfasst:

in TEUR 2015 2014
Tatsächliche Steuern
Kursdifferenzen 0 0
Neubewertungen IAS 19 -168 41
Latente Steuern
Kursdifferenzen -590 -598
Summe -758 -557

Der passive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 1.556 erhöht (Vorjahr TEUR 1.739 erhöht).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2015 noch für die Vergleichsperiode 2014 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.

ERLÄUTERUNG 31 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie tätig.

Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem "Management Approach" des gesamten Vorstandes der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

Die Produktions- und Servicestandorte werden analog der angebotenen Produktgruppen und Services bzw. bestehenden Kundengruppen in die Segmente "High Precision Components" und "Oilfield Equipment" zusammengefasst.

Das Segment "High Precision Components" beinhaltet die komplexe Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen mit äußerst hoher Maßgenauigkeit, die von den Engineering-Abteilungen unserer Kunden geordert werden. Für den Einsatz in der MWD/LWD-Technologie werden Gehäuse und Einbauteile aus hochlegiertem Stahl und anderen amagnetischen Metallen benötigt. In diese Gehäuse und Einbauteile werden Antennen, Sensoren, Batterien, Generatoren und andere Elektronikbauteile eingebaut, mit denen Messungen und Analysen während des Bohrvorgangs erfolgen können.

Das Segment "Oilfield Equipment" hingegen umfasst direkt von den operativen Oilfield-Organisationen unserer Kunden bezogene Produkte wie

  • f Non-Magnetic-Drill-Collars (NMDC): Diese Schwerstangen werden eingesetzt, um magnetische Einflüsse bei MWD-Tätigkeiten auszuschließen;
  • f Bohrmotoren, welche beim Richtbohren den Bohrmeißel antreiben;
  • f Circulation-Tools ermöglichen es, die Fließrichtung von Bohrflüssigkeiten im Bohrstrang zu steuern;
  • f diverse andere Komponenten für das Ölfeld wie Stabilizers, Reamers, Hole Openers, Drilling Jars und Shock Tools;
  • f Completion Tools, welche eine Steigerung der Öl- und Gasproduktion bei erhöhter Bohrlochintegrität ermöglichen.

Neben der Produktion der oben angeführten Erzeugnisse erfolgen im Segment "Oilfield Equipment" noch Service- und Reparaturarbeiten. Diese Aktivitäten umfassen unter anderem Inspektion, Prüfung auf magnetische Einschlüsse, Gewindeschneiden, Schweißen, Hartmetallbeschichtung, Oberflächenbehandlung und Kugelstrahlung für Bohrstrangprodukte. Dieses Service erfordert kurze Durchlaufzeiten einhergehend mit höchsten Qualitätsstandards.

Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern der Geschäftseinheiten werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen. Die Aggregation zu den beiden berichtspflichtigen Segmenten erfolgt auf Basis der Geschäftsaktivitäten.

Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen.

Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).

Jahr 2015
in TEUR
High Precision
Components
Oilfield
Equipment
SBO-Holding &
Konsolidierung
Konzern
Außenumsätze 143.484 170.250 0 313.734
Innenumsätze 40.359 53.016 -93.375 0
Summe Umsatzerlöse 183.843 223.266 -93.375 313.734
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und
Restrukturierungsmaßnahmen
-5.906 13.326 -3.675 3.745
Ergebnis vor Steuern -11.349 -1.037 -7.646 -20.032
Zuordenbare Vermögenswerte 338.277 417.897 -15.671 740.503
Zuordenbare Schulden 112.067 109.682 68.394 290.143
Investitionen 4.348 18.199 504 23.051
Abschreibungen 24.005 50.114 1.136 75.255
davon Wertminderungen 3.842 20.048 0 23.890
davon Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 841 472 26 1.339
Jahr 2014
in TEUR
High Precision
Components
Oilfield
Equipment
SBO-Holding &
Konsolidierung
Konzern
Außenumsätze 228.780 259.832 0 488.612
Innenumsätze 52.526 73.054 -125.580 0
Summe Umsatzerlöse 281.306 332.886 -125.580 488.612
Betriebsergebnis vor Wertminderungen und
Restrukturierungsmaßnahmen
37.306 71.606 -2.232 106.680
Ergebnis vor Steuern 19.414 71.114 -10.517 80.011
Zuordenbare Vermögenswerte 341.108 449.044 10.284 800.436
Zuordenbare Schulden 118.522 121.089 105.150 344.761
Investitionen 12.432 32.364 174 44.970
Abschreibungen 33.489 47.129 1.213 81.831
davon Wertminderungen 17.542 21.303 0 38.845
davon Zuschreibungen 0 0 0 0
Personalstand (Durchschnitt) 1.130 546 25 1.701

LÄNDERINFORMATIONEN

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2015 2014
Österreich 2.411 2.968
Großbritannien 30.285 56.333
USA 158.878 255.896
Restliche Länder 122.160 173.415
Summe 313.734 488.612

Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO-Gruppe übersteigen.

Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 36.

Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2015 2014
Österreich 58.453 62.937
Großbritannien 40.656 53.855
USA 112.049 108.971
Kanada 41.078 61.526
Dubai 55.500 56.302
Restliche Länder 17.754 20.250
Summe 325.490 363.841

Die Vermögenswerte sind hierbei nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.

VORSTANDS- UND AUFSICHTSRATSBEZÜGE

Die Bezüge des Vorstandes setzen sich wie folgt zusammen:

2015
in TEUR Fix Variabel Gesamt
Gerald Grohmann 565 717 1.282
Franz Gritsch (bis 30.09.2015) 262 205 467
Klaus Mader (ab 1.10.2015) 81 0 81
Summe 908 922 1.830
2014
in TEUR Fix Variabel Gesamt
Gerald Grohmann 558 605 1.163
Franz Gritsch 362 406 768
Summe 920 1.011 1.931

Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die aktiven Vorstände TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 760). Davon entfielen TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 661) auf beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen. Zur freiwilligen Abfertigung siehe unter Erläuterung 33.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 110), es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil.

Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2015 sowie 2014 keine Darlehen gewährt.

ERLÄUTERUNG 33 AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Aus aktienbasierten Vergütungen resultiert im Geschäftsjahr 2015 ein Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 1.094). Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann unter der Voraussetzung eines jeweils aufrechten Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO-Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2015 für 6.000 Aktien betrug TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 521). Zum 31.12.2015 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen Aktien TEUR 605 (Vorjahr: 6.000 Stück mit Kurswert TEUR 360).

Weiters wurde dem Vorstandsvorsitzenden im Geschäftsjahr 2014 eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO-Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen der Geschäftsjahre 2015 und 2014 ist in den in Erläuterung 32 dargestellten Bezügen nicht enthalten.

ERLÄUTERUNG 34 GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Folgende Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO-Gruppe einbezogen sind, wurden unter marktüblichen Bedingungen abgewickelt:

Die Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2015 betrug TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 36), hiervon offen per 31. Dezember 2015 TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9).

Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte seitens der BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, eine Dividendenzahlung an ihre Gesellschafter in Höhe von gesamt TEUR 9.965. Davon entfielen TEUR 997 an den Vorstand der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment AG, Herrn Gerald Grohmann, der bis zur Verschmelzung der Gesellschaft 10 % der Anteile an dieser Gesellschaft hielt.

Zur Straffung der Konzernstruktur wurden im Geschäftsjahr 2014 die beiden nicht operativ tätigen Gesellschaften Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH, Ternitz, sowie die BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, als übertragende Gesellschaften mit der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft, Ternitz, als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. In diesem Zusammenhang wurde im Geschäftsjahr 2014 der Minderheitsgesellschafter der BICO-DSI Investment GmbH Herr Gerald Grohmann mit 57.761 Stück SBO-Aktien abgefunden. Entsprechend sind die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 1.843 im Geschäftsjahr 2014 abgegangen. Weitere Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich daraus nicht ergeben.

FINANZINSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente

1. Devisentermingeschäfte

Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar/CAN-Dollar-Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 8 Monate).

Devisentermingeschäfte zum Forderung zum gesicherten Kurs Forderung zum Stichtagskurs Marktwert
31. Dezember 2015 in TEUR in TEUR in TEUR
USD 8.607 8.694 -87
Devisentermingeschäfte zum
31. Dezember 2014
Forderung zum gesicherten Kurs
in TEUR
Forderung zum Stichtagskurs
in TEUR
Marktwert
in TEUR
USD 27.775 28.811 -1.036
CAD 2.179 2.198 -19

Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.

2. Zinsen-Swap

Im Geschäftsjahr 2015 ist ein von der Gesellschaft abgeschlossener Zinsen-Swap ausgelaufen, wobei ein variabler Zinssatz mit einem fixen Zinssatz von 5,48 % getauscht wurde.

Der Marktwert betrug zum 31. Dezember 2014 TEUR -29, die Veränderung wurde ergebniswirksam erfasst.

3. Sonstige derivative Finanzinstrumente

Zudem bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterungen 15 und 20).

Übersicht über vorhandene Finanzinstrumente

Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IAS 39 sowie nach Klassen gemäß IFRS 7:

Klassifizierung
Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit
Finanzinstrumente Kategorie gemäß IAS 39 Zeitwert Anschaffungskosten
31. Dezember 2015
in TEUR
Kredite
und Forder
ungen
Andere
finanzielle
Verbind
lichkeiten
Derivative
Instrumente
Derivate Zahlungs
mittel
Forderun
gen aus
Lieferungen
& Leistungen
Gegebene
Darlehen
Finanzierungs
verbind
lichkeiten
Verbindlich
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
Sonstige
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Ertragsteuern
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte
196.278
49.199
5.205
4.320
2.230
196.278
49.199
196.278 49.199
Vorräte 133.748
Summe kurzfristiges Vermögen 390.980
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen
Firmenwerte
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Langfristige Forderungen und Vermögenswerte
Aktive latente Steuern
193.024
81.718
50.749
12.864
11.168
12.259 12.259
Summe langfristiges Vermögen 349.523
SUMME VERMÖGEN 740.503 257.736 0 0 0 196.278 49.199 12.259 0 0 0
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Erhaltene Zuschüsse
32.174
12.783
63
11.150
205
32.174
12.783
63
11.150
32.174
12.783
63
11.150
Ertragsteuerrückstellung
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Rückstellungen
1.502
24.696
4.708
4.544 7.372 7.372 4.544
Summe kurzfristige Schulden 87.281
Langfristige Schulden
Langfristige Darlehen
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Erhaltene Zuschüsse
Rückstellungen für Sozialkapital
Sonstige Verbindlichkeiten
Passive latente Steuern
125.049
27
153
5.821
52.459
19.353
125.049
27
29.399
23.060 23.060 125.049
27
23.519
5.880
Summe langfristige Schulden 202.862
Eigenkapital
Grundkapital
Kapitalrücklagen
Gesetzliche Rücklage
Sonstige Rücklagen
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung
Kumulierte Ergebnisse
Summe Eigenkapital
15.982
68.357
785
19
50.166
315.051
450.360
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 740.503 0 215.189 30.432 30.432 0 0 0 193.615 11.150 10.424

85KONZERNABSCHLUSS

Klassifizierung

Finanzinstrumente 31. Dezember 2014 in TEUR Kredite und Forderungen Andere finanzielle Verbindlichkeiten Derivative Instrumente Derivate Zahlungsmittel Forderungen aus Lieferungen & Leistungen Gegebene Darlehen Finanzierungsverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Kurzfristiges Vermögen Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 130.220 130.220 130.220 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 107.311 107.311 107.311 Forderungen aus Ertragsteuern 641 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 4.778 Vorräte 164.694 Summe kurzfristiges Vermögen 407.644 Langfristiges Vermögen Sachanlagen 203.688 Firmenwerte 100.417 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 59.735 Langfristige Forderungen 18.962 18.454 18.454 Aktive latente Steuern 9.990 Summe langfristiges Vermögen 392.792 SUMME VERMÖGEN 800.436 255.985 0 0 0 130.220 107.311 18.454 0 0 0 Kurzfristige Schulden Bankverbindlichkeiten 35.744 35.744 35.744 Kurzfristiger Teil der Anleihen 19.993 19.993 19.993 Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 11.673 11.673 11.673 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 92 92 92 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 24.050 24.050 24.050 Erhaltene Zuschüsse 37 Ertragsteuerrückstellung 10.524 Sonstige Verbindlichkeiten 36.629 5.176 9.643 9.643 5.176 Sonstige Rückstellungen 7.013 Summe kurzfristige Schulden 145.755 Langfristige Schulden Langfristige Darlehen 98.196 98.196 98.196 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 91 91 91 Erhaltene Zuschüsse 437 Rückstellungen für Sozialkapital 6.831 Sonstige Verbindlichkeiten 70.807 36.585 34.222 34.222 34.084 2.501 Passive latente Steuern 22.644 Summe langfristige Schulden 199.006 Eigenkapital Grundkapital 15.976 Kapitalrücklagen 67.560 Gesetzliche Rücklage 785 Sonstige Rücklagen 22 Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 13.834 Kumulierte Ergebnisse 357.498 Summe Eigenkapital 455.675 SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 800.436 0 231.600 43.865 43.865 0 0 0 199.873 24.050 7.677

Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit

Kategorie gemäß IAS 39 Zeitwert Anschaffungskosten

Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:

Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.

Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:

2015
in TEUR Bilanzposition Gesamt Stufe 2 Stufe 3
Vermögenswerte
Derivate Sonstige Forderungen 0 0 0
und Vermögenswerte
Schulden
Derivate Sonstige -30.432 -87 -30.345
Verbindlichkeiten
2014
in TEUR Bilanzposition Gesamt Stufe 2 Stufe 3
Vermögenswerte
Derivate Sonstige Forderungen 0 0 0
und Vermögenswerte
Schulden
Derivate Sonstige -43.865 -1.055 -42.810
Verbindlichkeiten

In den Berichtsperioden 2015 und 2014 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.

Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Gegenleistungen (siehe Erläuterungen 15 und 20) sowie die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterungen 15 und 20). Die Entwicklung im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1.1. -8.975 -8.960
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 -19.860
Aufzinsung -391 -359
Ergebniswirksame Bewertungsgewinne 3.151 19.475
Ergebniswirksame Bewertungsverluste 0 -1.133
Abgänge aus Erfüllung bedingter Kaufpreise 4.813 2.198
Kursdifferenzen -888 -336
Stand am 31.12. -2.290 -8.975

Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen

in TEUR 2015 2014
Stand zum 1.1. -33.836 -4.160
Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 -33.401
Aufzinsung -1.556 -1.352
Ergebniswirksame Bewertungsgewinne 5.575 5.159
Ergebniswirksame Bewertungsverluste 0 0
Abgänge aus Erfüllung 0 0
Kursdifferenzen 1.762 -82
Stand am 31.12. -28.055 -33.836

Die in der Tabelle angegebenen ergebniswirksamen Bewertungsgewinne bzw. -verluste beziehen sich zur Gänze auf Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag vorhanden sind. Die Bewertungsgewinne aus Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen werden als sonstige finanzielle Erträge, die Bewertungsverluste als sonstige finanzielle Aufwendungen erfasst. Die Bewertungsgewinne sowie -verluste betreffend Optionsverbindlichkeiten werden in der Position "Aufwendungen/ Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" erfasst (siehe dazu Erläuterung 4).

Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet. Die in 2015 ausgelaufenen Zinsswaps wurden in der Vergangenheit mittels Discounted Cashflow-Verfahren auf Basis der aktuellen am Markt beobachtbaren Zinskurven bewertet.

Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrunde liegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die bedingten Kaufpreise werden in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen bedingten Kaufpreise beziehen sich im Wesentlichen auf die letzte Tranche aus einem Unternehmenserwerb in 2010, basieren auf den erzielten Umsatzerlösen 2015 und sind in 2016 fällig. Ein untergeordneter Anteil läuft noch über die nächsten 4 Jahre. Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen des jeweils betreffenden Unternehmens und in einem Fall auch vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abhängig. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.

Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Annahme Änderung der
Annahme
Veränderung der
Verbindlichkeit
bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Verbindlichkeit bei
Verringerung der
Annahme
Optionsverbindlichkeiten Ergebnis +/- 10 % +2.856 -2.855
Zinssatz 27,5 %, 1,4 % +/- 10, +/- 1 Prozentpunkte -847 +739
SBO-Multiple 13,07 +/- 30 % +7.053 -7.054
Bedingte Kaufpreise Umsatzerlöse +/- 10 % +7 -7
Zinssatz 27,5 %, 13,4 % +/- 10, +/- 1 Prozentpunkte -1 +1

Da der wesentliche Anteil der bedingten Kaufpreise im Jahr 2016 auf Basis von Umsätzen des Jahres 2015 zahlbar ist, ergeben sich daraus keine Schwankungen bzw. Zinseffekte mehr.

Für die gegebenen und erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Für den Zeitwert der Anleihen wurde der Börsenkurs verwendet.

Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

2015 2014
in TEUR Stufe Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Schulden
Anleihen 1 0 0 -19.993 -20.480
Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten 2 -170.096 -171.377 -145.796 -148.832

Nettoergebnisse von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne/Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IAS 39:

Jahr 2015 Wert Folgebewertung Ausbuchung/Abgang
in TEUR berichtigung G & V Sonst. Erg. G & V Sonst. Erg. Nettoergebnis
Kredite und Forderungen -3.764 - - - - -3.764
Derivative Instrumente - -7.746 - - - -7.746
Jahr 2014 Wert Folgebewertung Ausbuchung/Abgang
in TEUR berichtigung G & V Sonst. Erg. G & V Sonst. Erg. Nettoergebnis
Kredite und Forderungen -839 - - - - -839
Derivative Instrumente - +20.480 - - - +20.480

Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 5.993 (Vorjahr: TEUR 9.996).

ERLÄUTERUNG 36 RISIKOBERICHT

Die Geschäftstätigkeit der SBO-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung von Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Aufgrund des in 2015 und 2016 gesunkenen Ölpreises ist die SBO-Gruppe aktuell mit einer Reduktion von Investitionsausgaben von Oilfield-Service Unternehmen konfrontiert. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Downturn und einem Lageraufbau in der Supply Chain der Kunden besteht weiters das Risiko, dass im erwarteten folgenden Aufschwung eine Pufferwirkung durch Abbau der bestehenden Läger eintreten kann. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.

Absatz- und Beschaffungsrisiken

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

Im Jahr 2015 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von 52,5 % erzielt (Vorjahr: 55,2 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.

Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für amagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weiter gegeben werden.

Das Unternehmen bezieht amagnetischen Stahl, den weitaus wichtigsten Rohstoff, nahezu ausschließlich nur von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.

Substitutionsrisiko

SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.

Finanzielle Risiken

Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Anleihen, Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstrom-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.

Währungsrisiken entstehen in der SBO-Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.

SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA sondern auch in Europa bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz. Diesem Risiko wird durch die Fremdkapitalaufnahme in US-Dollar entgegen gewirkt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss, lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernwährung denominiert sind:

in TEUR 2015 2014
Kursveränderung EURO zu US-Dollar +10 Cent -10 Cent +10 Cent -10 Cent
Änderung Ergebnis vor Steuern +698 -698 +2.204 -2.204

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.

Die gesamten zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 18 ersichtlich. Außer den Anleihen, Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):

in TEUR 2015 2014
Veränderung in Basispunkten +10 +20 +10 +20
Änderung Ergebnis vor Steuern +157 +314 +121 +242

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.

Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile und problemlose Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters wird die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft und werden die Außenstände regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.

Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.

Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsquellen ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.

Wichtigstes Instrument für die Liquiditätsteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:

31. Dezember 2015

in TEUR jederzeit fällig 2016 2017 2018 2019 ff
Bankverbindlichkeiten 32.350 - - - -
Langfristige Darlehen - 15.789 39.784 56.598 34.760
Leasingverbindlichkeiten - 65 27 - -
Managementbeteiligungen und Genussrechte - - - - 23.519
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 11.150 - - -
Derivate 5.048 2.238 24 23.684 19
Sonstige - 17.783 1.617 659 3.384

31. Dezember 2014

in TEUR jederzeit fällig 2015 2016 2017 2018 ff
Anleihen - 20.588 - - -
Bankverbindlichkeiten 36.085 - - - -
Langfristige Darlehen - 14.622 15.894 39.721 50.685
Leasingverbindlichkeiten - 99 71 23 -
Managementbeteiligungen und Genussrechte - - - - 34.084
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 24.050 - - -
Derivate 4.160 4.458 4.570 97 31.451
Sonstige - 28.657 615 373 1.119

Sonstiges Finanzmarktrisiko

Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst Anleihen, langfristige Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.

Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2015 -5,8 % (Vorjahr: 7,8 %).

in TEUR 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Bankverbindlichkeiten 32.174 35.744
Langfristige Darlehen 137.832 109.869
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 90 183
Anleihen 0 19.993
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung -196.278 -130.220
Nettoverschuldung -26.182 35.569
Summe Eigenkapital 450.360 455.675
Gearing -5,8 % 7,8 %

Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 bis 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.

ERLÄUTERUNG 38

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus operativen Leasingverhältnissen sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).

ERLÄUTERUNG 39

GELDFLUSSRECHNUNG

Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristig veräußerbare Veranlagungspapiere.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnitts-Wechselkurs berechnet.

Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.

Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen und aus Ertragsteuern.

Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Für die Veränderung der in 2015 und 2014 gewährten Managementbeteiligungen und Genussrechte in der Höhe von TEUR -6.701 (Vorjahr: TEUR 632) wurden Darlehen in gleicher Höhe gegeben bzw. abgeschichtet, weshalb es zu keinen Zahlungsflüssen gekommen ist.

UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Jahr 2015

Im Jahr 2015 wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse getätigt. Die in 2015 erworbene Gesellschaft Schoeller-Bleckmann (UK) Limited übt keine operative Tätigkeit aus und wurde um TEUR 0 zum Zweck des Namensschutzes erworben.

Jahr 2014

Mit Vertrag vom 25. November 2014 wurden 67,00 % der Anteile an der Resource Completion System Holdings Inc., Calgary, CA, sowie deren Tochtergesellschaften Resource Well Completion Technologies Inc., Calgary, CA, und Resource Completion Systems Inc., Calgary, CA, erworben. In Folge wurden das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge ab dem 1. November 2014 dem Konzern zugerechnet.

Der Vertrag sah eine bedingte Kaufpreiserhöhung vor, die von der Ergebnisentwicklung bis 31. März 2015 abhängig ist. Sie wurde im Erwerbszeitpunkt durch Abzinsung der geschätzten erwarteten Zahlungen auf Basis des zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Business Plans ermittelt. Die entsprechende Verbindlichkeit, die im Erwerbszeitpunkt in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst wurde, wurde per 31. Dezember 2014 aufgrund der zwischenzeitlichen Verschlechterung der Marktlage in Nordamerika aufgelöst. Die tatsächlichen Ergebnisse des erworbenen Unternehmens zwischen Erwerbszeitpunkt und 31. März 2015 führten in Folge zu keiner weiteren Kaufpreiszahlung in 2015. Dementsprechend ergab sich daraus in der Berichtsperiode keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Zur Entwicklung der Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses 2014 erfassten Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 15, 20 und 35.

ERLÄUTERUNG 41

MITARBEITER

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug:

Jahresdurchschnitt Stichtag
2015 2014 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Arbeiter 959 1.290 781 1.307
Angestellte 380 411 354 413
1.339 1.701 1.135 1.720

ERLÄUTERUNG 42 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 geführt hätten.

Im Februar 2016 wurden endfällige Schuldscheindarlehen und Kredite in einer Gesamthöhe von TEUR 27.000 mit einer Fixverzinsung von 1,43 % bis 1,84 % und einer Laufzeit bis 2021 (TEUR 24.500) bzw. 2023 (TEUR 2.500) aufgenommen.

Darüber hinaus liegen keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse vor.

ERLÄUTERUNG 43 VORGESCHLAGENE DIVIDENDE

Der Vorstand schlägt vor, pro Aktie den Aktionären eine Dividende von EUR 0,50 (Vorjahr: EUR 1,50) auszuschütten. Dies ergibt eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 8,0 im Vergleich zu MEUR 24,0 im Vorjahr.

ERLÄUTERUNG 44

AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFER

Für den Konzern-Abschlussprüfer, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., sind folgende Aufwendungen angefallen:

in TEUR 2015 2014
Prüfung des Konzernabschlusses 114 81
Sonstige Leistungen 45 53

ANGABEN ZU DEN ORGANEN DER KONZERNLEITUNG

VORSTAND

Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender) Mag. Klaus Mader (Finanzvorstand) – ab 01.10.2015 Mag. Franz Gritsch (Finanzvorstand) – bis 30.09.2015

Der bestehende Vorstandsvertrag von Ing. Gerald Grohmann gilt für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2018 und jener für Mag. Klaus Mader bis zum 30. September 2018.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

Nominierungs- und Vergütungsausschuss: Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Karl Schleinzer

Prüfungsausschuss: Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Karl Samstag

AUFSICHTSRAT

Mag. Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2017

Dr. Peter Pichler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2018

Mag. Brigitte Ederer Erstbestellung: 2014 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019

Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger Erstbestellung: 2003 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019

Karl Samstag Erstbestellung: 2005 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2017

Dr. Karl Schleinzer Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2020 Alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung scheidet ein Mitglied des Aufsichtsrates aus, sodass dadurch gewährleistet wird, dass im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Wahl eines Mitgliedes in den Aufsichtsrat beschlossen werden kann. Soweit die Reihenfolge des Ausscheidens sich nicht aus der Amtsdauer ergibt, entscheidet darüber das Los. In jener Sitzung des Aufsichtsrates, die vor Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung, zur Beratung der Beschlussund Wahlvorschläge gemäß § 108 Abs. 1 AktG stattfindet, ist durch Los zu bestimmen, welches Mitglied des Aufsichtsrates mit Beendigung der folgenden ordentlichen Hauptversammlung ausscheidet. Der Ausscheidende ist sofort wieder wählbar.

Ternitz, 3. März 2016

Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK )

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Konzernbuchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 3. März 2016

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Karl Fuchs eh Mag. Markus Jandl eh Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2015

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2015 die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in 5 Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen auf dem Laufenden gehalten. Die Schwerpunkte der Erörterungen bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen. Zur Behandlung spezifischer Fragen zum Jahresabschluss war ein Audit Committee (Prüfungsausschuss) und zur Behandlung von Fragen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ein Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss) installiert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht wurde unter Einbeziehung der Buchführung durch die Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 vermittelt und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Der gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss und der in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften (UGB) aufgestellte Konzernlagebericht für die SBO-Gruppe zum 31. Dezember 2015 wurde von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 vermittelt und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss steht.

Die Prüfungen haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Es wurde daher für den Jahresabschluss 2015 sowie für den Konzernabschluss 2015 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 16. März 2016 den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss 2015 ist damit gemäß § 96 Abs 4 AktG festgestellt. Weiters hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie den Konzernlagebericht 2015, den Corporate Governance Bericht des Vorstandes und den Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses 2015 genehmigt.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der SBO-Gruppe Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2015 aus und dankt den Aktionären und Kunden der SBO-Gruppe für das entgegengebrachte Vertrauen.

Ternitz, am 16. März 2016

Der Aufsichtsrat

Norbert Zimmermann (Vorsitzender)

UNTERNEHMENSINFORMATIONEN

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Hauptstrasse 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 100, Fax: (+43) 2630 315 501 E-Mail: [email protected]

BICO Drilling Tools Inc.

1604 Greens Road, Houston, TX 77032, USA Tel.: (+1) 281 590 6966, Fax: (+1) 281 590 2280 E-Mail: [email protected]

BICO Faster Drilling Tools Inc.

2107 – 7th Street, Nisku, AB T9E 7YE, Kanada Tel.: (+1) 780 955 5969, Fax: (+1) 780 955 4707 E-Mail: [email protected]

DSI FZE

Round About 10, Road 1030, Jebel Ali Free Zone, P.O. Box 30576, Dubai - Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4 880 8228, Fax: (+971) 4 880 8218 E-Mail: [email protected]

Knust-Godwin LLC

28825 Katy-Brookshire Road, Katy, Tx 77494, USA Tel.: (+1) 713 785 1060, Fax: (+1) 713 953 4580 E-Mail: [email protected]

Knust-SBO Far East Pte Ltd.

9 Tuas Loop, Singapure 637340 Tel.: (+65) 6681 9500, Fax: (+65) 6793 0882 E-Mail: [email protected]

SB Darron Pte. Ltd.

14 Gul Street 3, Singapure 629268 Tel.: (+65) 6861 4302, Fax: (+65) 6861 4556 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Ltd.

Howemoss Terrace, Kirkhill Industrial Estate, Dyce, Aberdeen AB21 0GR, UK Tel.: (+44) 1224 799 600, Fax: (+44) 1224 770 156 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd.

Lot B2.6, Street D3, Dong An 2 Industrial Zone, Thu Dau Mot City, Binh Duong Province, Vietnam Tel.: (+84) 6503 589 590, Fax: (+84) 6503 589 595 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Darron Ltd.

Industrial Zone, Panel XI, Noyabrsk, 629800, Yamala Nenetsky Autonomous, Region, Russische Föderation Tel.: (+7) 3496 344576, Fax: (+7) 3496 343062 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C.

712 St. Etienne Road, P.O. Box 492, Broussard, LA 70518-0492, USA Tel.: (+1) 337 837 2030, Fax: (+1) 337 837 4460 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE

P.O. Box 61327, Roundabout 10, Road 1030, Jebel Ali Free Zone, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4883 4228, Fax: (+971) 4883 4022 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH

Hauptstrasse 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 0, Fax: (+43) 2630 315 401 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C.

11525 Brittmoore Park Drive, Houston, TX 77041, USA Tel.: (+1) 713 856 6500, Fax: (+1) 713 856 6565 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann de Mexico S.A. de C.V.

517-5 Calle C, Parque Industrial Almacentro, Apodaca, 66600, Nuevo Leon, Mexiko Tel.: (+52) 81 1344-3343, Fax: (+52) 81 1344-3346 E-Mail: [email protected]

Techman Engineering Limited

Techman House, Broombank Park, Chesterfield Trading Estate, Sheepbridge, Chesterfield, S41 9RT, UK Tel.: (+44) 1246 261385, Fax: (+44) 1246 453734 E-Mail: [email protected]

Schoeller Bleckmann do Brasil Ltda.

Estrada Piloto Rommel de Oliveira Garcia, 275, CEP n° 27.932-355, Macaé, Rio de Janeiro, Brasilien Tel.: (+55) 22 3737-0260, Fax: (+55) 22 2773-4214 E-Mail: [email protected]

Resource Well Completion Technologies Inc.

2702 48th Avenue SE, Calgary, AB T2B 0M7, Kanada Tel.: (+1) 403 723-2262, Fax: (+1) 403 723-2263 E-Mail: [email protected]

Resource Well Completion Technologies Corp.

1901 SE 22nd Street, Oklahoma City, OK 73129, USA Tel.: (+1) 405 568 8222 E-Mail: [email protected]

DSI SAUDI L.L.C.

The Northern Blue Tower – Office 402, King Faisal Road, Al Yarmouk, Al Khobar 3195, Kingdom of Saudi Arabia E-Mail: [email protected]

--------------------------------------|||||||||||||||||||||||||||||||||||||| -------------------------------------- $\begin{tabular}{@{}ll} \hline \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.0000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{$ | 000000000000000000000000000000000000

JAHRESABSCHLUSS

JAHRESABSCHLUSS DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG 109

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 82 ABS. 4 Z 3 BÖRSEGESETZ 138

JRHRESRBSCHLUSS

Antage1

SCHOELLER-BLECKMAMM OILFIELD EQUIPMENT AXTRENCESELLSCHAFT

AKTIVA Bilanz zum 31.12.2015 PASSIVA
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31,12,2014
EUR. TEUR ευR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPATAL
Immaterielle Vermogensgegenstände
J.
Grundkapital
-
16.000.000,00 18,000
shniiche Rechte und Vorteile sowie daraus abge-
Korizessionen, gewerbliche Schutzrechte und
Kapitalnucklagen
leitete Lizenzen 9,465,00 3.594 gebundene Kapitalitücklage 69.976.047.03 69.976
Sachaniagen
÷
IK. Optionsrücklage 1,897,000,00 1.094
1. Grundslücke, grundslücksgleiche Rochte und Bauten 12.303.870,30 12.864 IV. Gevirinmeldagen
davon Grundwert EUR 3.162.546,12 (2014: TEUR 3.163)
2. andere Anlagen, Belriecs- und Geschäftsausstattung
217,679,26 $\overline{203}$ 1. gesetzliche Rücklage 785.314.64 785
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 430.415.00
12.951.964,56
13.067 2. Rücklage für eigene Anleite
3. andere (freie) Rücklagen
907.380,00
15.848.902,47
747
15,587
17.541.597.11 17.569
III. Finanzanlagen V. Bilanzgewinn
1. Antelle an verbundenen Unternehmen 180.936.353,75
16.914.749.57
(30.471)
16.915
davon Gewinnwortrag EUR 2,404.355.52 (2014: TEUR 503) 3.119.102.31 26.377
2. Ausleihungen an verbundene Unterrehmen
3. Wortrechto
143.967,00 100 113.533.745.45 131.016
197.995.070,33 207.486
210.956.499.89 224,147 B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 18,810.00 ম্ল
RÜCKSTELLUNGEN
υ
1. Rückstellungen für Abfartigungen 1,518,365,00 1.417
B. UMLAUFVERWÖSEN 2. Steuerndokstellungen 981.158.81 8.810
1.705
3. sonslige Rückstelungen 3,951,517,51
451,994,00
11,932
Forderungen und sonetige Vermögensgenstände
$\overline{a}$
a
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
15.440,28
19.327.396,01
16.630 D. VERBINDLICHKEITEN
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 10.097.417,53 10,685 1. Anteihen 0,00 20.00
29.440.253.62
ł
27.215 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiluten 128.416.666,63 96.985
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 512.120.74 $\frac{1}{4}$
B. Wertpaplere und Antalle 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 74.591.379.97 36.766
4.770
eigene Anteile 907,380,00 1.247 6. sonstige Verbindlichkeilen 3.313.758,86
davon aus Steuern EUR 7,733,70 (2014: TEUR 6)
davon im Rahmen der soziaten
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kredänstitulen 83,088,866.75 49.128 Sicherheit EUR 46.183.13 (2014: TEUR 619)
113,386,500,57 $\frac{77}{288}$ 206.338.926.20 158,765
324.343.000,45 301.735 324.343.000.45 301.735
$\frac{1}{2}$ , which is a support of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contrac
32.652.601,70
Haftungsverhältnisse
46.324
Dochamente Anisonaviene i titat einen isteorierenden Bestandteil dieser Bilanz.

ass beliegende Antagenoplegal blidet einen triegnerenden Bestandtliches Blanz.
Der beliegende Antagenoplegal blidet einen triegnerenden Bestandtel dieser Blanz.

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AKTIENGESELLSCHAFT

Anlage 2

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2015

2015
EUR
2014
TEUR
1. Umsatzerlöse 6.993.032.25 9.044
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zum Anlagevermögen
ausgenommen Finanzanlagen 1.838,61 12
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 3.442,00 ٥
c) übrige 1.944.939.91 1.950.220.52 1.844
1,856
3. Personalaufwand
a) Löhne
b) Gehälter
$-185.871.97$
$-2.792.859.28$
-185
$-3.621$
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an-
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen. $-558.033,38$ -440
d) Aufwendungen für Altersversorgung $-336,322,86$ -666!
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
$-317,241,98$ -284
f) sonstige Sozialaufwendungen -986,79
-4.191.316.26 $-5.197$
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen -4.163.756,98 $-1.058$
davon außerplanmäßig EUR 3.157.149,86 (2014: TEUR 0).
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z16 fallen -180.843,92 $-216$
b) Chrige $-7.202.631,59$ $-9.653$
-7,383.475,51 -9.869
6. Zwischensumme Z 1 bis Z 5 (Betriebserfolg) -6.815.295,98 $-5.224$
7. Erträge aus Beteiligungen 22.551.202.61 32.531
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 22.551.202.81 (2014: TEUR 32.531)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
1.976.080,27 1,685
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.974.305,77 (2014: TEUR 1.683).
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 978.260,03 1.052
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 558.323,25 (2014: TEUR 578)
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
0,00 680
und Wertpapieren des Umlaufvermögens
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens $-10.295.355.08$ -1
a) davon Abschreibungen EUR 10.295.355,08 (2014: TEUR 0)
b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR 10.267.742,33 (2014: TEUR 1)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen $-4.624.513.77$ $-5.530$
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 964.837,30 (2014: TEUR 1.250).
13. Zwischensumme Z 7 bis Z 12 (Finanzerfolg) 10.585.674.26 30.417
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3,770.378,28 25,193
15. Verschmeizungsgewinn
davon verschmelzungsbedingte Ergebnisübernahme aus Vorperioden EUR 0,00 (2014: TEUR -1.472)
0,00 252
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon Ertrag aus Steuerumlagen EUR 7.437.456,73 (2014: TEUR 9.706)
1.913.335,77 426
17. Jahresübarschuss 5.683.714,05 25.871
18. Auflösung unversteuerter Rücklagen 3.420,00 з
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
19. Auflösung von Gewinnrücklagen
a) Rücklage für eigene Anteile 27.612.75 0
20. Gewinnyortrag aus dem Vorjahr 2.404.355,52 503
8.119.102,32 26,377
21. Bilanzgewinn

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 2015

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO), mit Sitz in Ternitz, wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.

Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren ersteilt.

Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die beim Jahresabschluss 2014 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Allfällige Ausweisänderungen sind bei den Erläuterungen zu den betreffenden Positionen angeführt.

Bei der Bewertung des Anlagevermögens wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Geldkurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Devisen-Geidkurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Briefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Anlage3

Die Berechnung der Abfertigungsrückstellungen erfolgte mittels versicherungsmathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 2.2 % (Vorjahr: 2.0 %). Gehaltssteigerung 3,5 % (Vorjahr: 4,0 %) p. a., Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Im Rahmen der Ermittlung der Abfertigungsrückstellung erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes für die Leistungsart Pensionierung über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des ieweiligen Dienstnehmers.

Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden ebenfalls gemäß (AS 19 berechnet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargesteilt.

Das abnutzbare Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:

- EDV-Software 4 Jahre l
- Rechte 15 Jahrel
- Gebäude und Grundstückseinrichtungen 10 bis 50 Jahrel
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 8 Jahre

In den immateriellen Vermögensgegenständen ist "Intellectual Property" (gewerbliche Schutz- und Musterrechte) enthalten, welches von einem verbundenen Unternehmen im Jahr 2008 erworben wurde (Buchwert per 31.12.2015: TEUR 0,0; Vorjahr: TEUR 3.578,1) und von 2009 bis 2015 gegen Lizenzgebühr zur Nutzung überlassen wurde. Per 31.12.2015 wurden die Rechte außerplanmäßig auf Null abgeschrieben, da aufgrund vorgenommener Restrukturierungsmaßnahmen des betreffenden Tochterunternehmens künftige keine Erträge aus der Nutzungsüberlassung realisiert werden.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es folgende Bewegungen:

Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V.
Teilwertabschreibung
TEUR - 5.717.7
Foxano AG
Zugang TEUR. 732.9
Teilwertabschreibung TEUR - 4.550.0

Die Ausleihungen betrafen ausschließlich Konzerngesellschaften. Deren Fristigkeit stellt sich wie folgt dar:

lin TEUR
.
<1 Jahr ------
1-5 Jahre
> 5 Jahre Bilanzwert
12.2015
131
$2.029 -$ 14.885.0 0.0 16,914,
12.2014
194
.029 14.885.0 .v 16.914.

Bei der Bewertung der Fremdwährungsausleihungen (USD) wurde vom Niederstwertprinzip Gebrauch gemacht.

Vom Zuschreibungswahlrecht gem. § 208 Abs. 1 UGB in Höhe von TEUR 5.853,5 wurde nicht Gebrauch gemacht (Vorjahr: TEUR 3.558,6). Die daraus resultierende steuerliche Belastung wäre TEUR 1.463,4 (Vorjahr: TEUR 889,6).

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit stellt sich wie folgt dar:

31.12.2015 (in TEUR) RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Bilanzwert
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 15,4 0,0 15,4
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 10.600,0 8.727,4 19.327,4
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 1.667,2 8.430,2 10.097,4
Summe 12.282,6 17.157,6 29.440,2
31.12.2014 (in TEUR) $RLZ < 1$ Jahr $RLZ > 1$ Jahr Bilanzwert
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
10.694,5 5.935,8 16.630,3
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
395,2 10.190,5 10.585,7
Summe 11.089,7 16.126,3 27.216,0

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.

Die größten Positionen in den sonstigen Forderungen waren Darlehen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften (TEUR 8. 410,3; Vorjahr: TEUR 10.170,6).

Erträge, weiche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen Zinsabgrenzungen (TEUR 12,8; Vorjahr: TEUR 27,8).

Eigene Anteile

Zum Bilanzstichtag 2015 hält die Gesellschaft 18.000 Stück eigene Aktien (31.12.2014 24.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,11 % am Grundkapital (Vorjahr: 0,15 %) mit einem Buchwert von TEUR 907,4 (Vorjahr: TEUR 1.246,6).

Zum 31.12.2015 wurden die Anteile um TEUR 27,6 auf deren Kurswert abgewertet. Zum 31,12,2014 wurden vom Zuschreibungswahlrecht gemäß § 208 Abs. 1 UGB in Höhe von TEUR 7,6 nicht Gebrauch gemacht. Die daraus resultierende steuerliche Belastung zum 31.12.2014 wäre TEUR 1,9.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital von TEUR 16.000,0 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 23. April 2014 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Jahren 2015 sowie 2014 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Die gebundene Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 69.976,0 und resultiert aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005.

Die gesetzliche Rücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785,3.

Die freie Rücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 15.848,9 (Vorjahr: TEUR 15.537,3). Im Jahr 2015 erfolgte aufgrund des Abgangs von eigenen Aktien eine erfolgsneutrale Umwidmung aus der Rücklage für eigene Anteile in Höhe von TEUR 311,6 (Vorjahr: erfolgsneutrale Umwidmung aus der Rücklage für eigene Anteile in der Höhe von TEUR 3.311,1).

Die Rücklage für eigene Anteile betrug zum Bilanzstichtag TEUR 907,4 (Vorjahr: TEUR 1.246.6). Dies entspricht dem Buchwert der eigenen Aktien zum Bilanzstichtag.

Die Optionsrücklage in Zusammenhang mit einem im Jahr 2014 vereinbarten Vorstandsvergütungsprogramm für die künftige Abgabe von eigenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.897,0 (VJ: TEUR 1.094,0).

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2015 wurden vom Bilanzgewinn 2014 TEUR 23.972,9 an die Aktionäre ausgeschüttet und die verbleibenden TEUR 2.404,4 auf neue Rechnung vorgetragen.

UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN

in TEUR 2014 Auflösung 2015
Bewertungsreserve gemäß § 8 EStG:
Bauten י פפ
EL.

RÜCKSTELLUNGEN

In den übrigen Rückstellungen sind enthalten:

in TEUR 31.12.2015 31.12.2014
Jubiläumsgeldrückstellungen 43,9 58,0
Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube 406,2 363,9
sonstige Personalrückstellungen 279,8 956,0
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 562.1 176,8
Bilanzveröffentlichung 160,0 150,0
Summe 1.452,0 1.704,7

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

31.12.2015 (in TEUR) < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Bilanzwert
Anleihen 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 10.416,7 118.000,0 0,0 128.416,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 512,1 0,0 $_{0,0}$ 512,1
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 74.591,4 0,0 0,0 74.591,4
sonstige Verbindlichkeiten 1,400,3 1.058,5 860,0 3,318,8
Summe 86.920,5 119.058,5 860,0 206.839,0
31.12.2014 (in TEUR) < 1 Jahr 1-5 Jahre $> 5$ Jahre Bilanzwert
Anleihen 20.000,0 0,0 0,0 20.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 8.568,7 58.416,7 30.000,0 96.985,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 243,9 $_{0,0}$ 0,0 243,9
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 36.766,0 0,0 0,0 36,766,0
sonstige Verbindlichkeiten 2.586,5 1.058,5 1.124, 6 4.769,6
Summe 68.165,1 59.475,2 31.124,6 158.764,9

Im Juni 2008 wurden zwei Anleihen im Gesamtnennbetrag von jeweils MEUR 20,0, eingeteilt in 800 untereinander gleichrangige auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 50.000 emittiert. Die Teilschuldverschreibungen wurden bezogen auf ihren Nennbetrag bis zum Fälligkeitstag mit jährlich 5,75 % (Anleihe 2008-2013) bzw. 5,875 % (Anleihe 2008-2015) verzinst, wobei die Zinsen jeweils nachträglich am 18. Juni eines jeden Jahres zahlbar waren. Eine Teilschuldverschreibung wurde am 18. Juni 2013 zum Nennbetrag von MEUR 20,0 zurückgezahlt, die weitere wurde am 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von MEUR 20,0 zurückbezahlt. Die Anleihen waren in den Dritten Markt an der Wiener Börse unter den ISIN AT0000A09U32 bzw. AT0000A09U24 einbezogen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten betrafen TEUR 1.135,7 (Vorjahr: TEUR 2.393,1) Aufwendungen, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:

31.12.2015 31.12.2014
$\ln$ TEUR Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Gesamtbetrag davon für
verbundene
Unternehmen
Haftungen für Kredite und
Kurssicherungen
32.652,6 32.652.6 46.324.3 46,324,3

Darüber hinaus wurden für ein Bankdarlehen eines verbundenen Unternehmens Pfandrechte an Liegenschaften der Gesellschaft bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 12.300,0 eingeräumt (Vorjahr: TEUR 9.000,0).

Weiters hat die Gesellschaft gegenüber einem verbundenen Unternehmen eine Patronatserklärung mit Befristung bis Juni 2016 abgegeben, die eine unwiderrufliche Zusicherung enthält. das Unternehmen derart zu unterstützen, dass dieses jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2014 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftem das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der anderen Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens sowie in einem Fall auch vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abhängig.

Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig.

Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, für eine Wettbewerbsvereinbarung jährlich USD 500.000 zu zahlen, sofern sich der Vertragspartner während der Laufzeit bis 2020 an die Vertragsbedingungen hält.

Für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen bestehen Mietverträge mit folgenden Verpflichtungen:

  • fällig innerhalb 1 Jahr: TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,0) $\overline{a}$
  • fällig innerhalb der nächsten 5 Jahre: TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,0)

Für Bestellungen zu Sachanlagen bestanden Verpflichtungen in der Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,0).

2) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die größten Posten sind:

in TEUR 2015 2014
Verrechnete Holdingleistungen 4.564,8 6.730,6
Mieterträge 1.735,4 1,680,1
Lizenzeinnahmen 692,8 624,0
Verrechnete Konzernversicherung 0.0 9.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die größten Posten sind:

----
in TEUR
---
2015 2014
Kursgewinne
.
944 9
1. V
843,9،،

PERSONALAUFWAND

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 14,9 (Vorjahr: TEUR 12,5) enthalten.

Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen TEUR 868,1 (Vorjahr: TEUR 1.060,2) auf die Mitglieder des Vorstands.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die größten Posten in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:

in TEUR 2015 2014
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 1.762,4 5.088,3
Forschungs- und Entwicklungs-
aufwendungen 1.256,9 950,0
Dienstleistungen Konzern 812,8 756,1
Versicherungen 333,1 306,9
Kursverluste 909,6 5.1

Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen unter dieser Position verbucht.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen nachfolgende Gesellschaften:

in TEUR 2015 2014
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH 14.000,0 14.000.0
Schoeller-Bleckmann America Inc. 0.0 7.910,8
DSI FZE 7.361,1 7.849,2
BICO Drilling Tools Inc. 1.190.1 2.771.4

VERSCHMELZUNGSGEWINN

Zur Straffung der Konzernstruktur wurde am 21. Februar 2014 beschlossen, die beiden nicht operativ tätigen Gesellschaften Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH, Ternitz, sowie die BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, als übertragende Gesellschaften mit der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft, Ternitz, als übernehmende Gesellschaft rückwirkend zum 30. September 2013 zu verschmelzen. Aus der Verschmelzung dieser Gesellschaften ergab sich im Jahr 2014 ein Verschmelzungsgewinn von TEUR 251,7.

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß §9 KStG unter Anwendung der Belastungsmethode genutzt. Gruppenmitglieder sind bzw waren:

Inland:

  • Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH., Ternitz..................................(ab 2008),
  • Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH., Ternitz.....(ab 2010), $\overline{a}$
  • BICO-DSI Investment GmbH., Ternitz....................................

Ausland:

  • Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey..................................
  • Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong.............(ab 2009),
  • Schoeller-Bleckmann do Brasil Ltda., Macae...................................

Die Schoefler-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH., Ternitz sowie die BICO-DSI Investment GmbH., Ternitz wurden in 2014 mit der Gesellschaft verschmolzen. Die Schoeller-Bleckmann do Brasil Ltda., Macae, wurde im Geschäftsjahr veräußert, wodurch sie aus der Steuergruppe in 2014 ausgeschieden ist.

Die aktive Steuerlatenz beträgt TEUR 1.956,9 (Vorjahr: TEUR 1.164,4). Sie wurde gemäß § 198 Abs. 10 UGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2015 weist die Gesellschaft nach Verrechnung der Steuerumlagen an inländische Gruppenmitglieder in Höhe von TEUR 7.437,5 (Vorjahr: TEUR 9.706,5) einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 1.913,3 (Vorjahr: TEUR 426,2) aus. Darin sind Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von TEUR 110,1 (Vorjahr: TEUR 594,7) sowie auf Vorjahre entfallende Steuern von TEUR 32,7 (Ertrag) (Vorjahr: Aufwand von TEUR 41,1) enthalten.

BILANZGEWINN

Das Geschäftsjahr 2015 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 5.683,7. Nach Berücksichtigung der Rücklagenbewegungen sowie zuzüglich des Gewinnvortrags aus 2014 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 8.119,1.

Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von EUR 0,50 je Aktie (Vorjahr EUR 1,50) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

GESCHÄFTSFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Im Geschäftsjahr 2014 ist im Zusammenhang mit der Verschmelzung der beiden nicht operativ tätigen Gesellschaften Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH, Ternitz, und BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, als übertragende Gesellschaften mit der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft, Ternitz, als übernehmende Gesellschaft der Minderheitsgesellschafter der BICO-DSI Investment GmbH ausgeschieden und wurde mit 57.761 Stück SBO-Aktien abgefunden.

Für das Geschäftsjahr 2015 liegen keine berichtspflichtigen Geschäftsfälle gemäß § 237 Z. 8b UGB vor.

AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Im Jahr 2015 sind für den Abschlussprüfer, die Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH, und mit diesem verbundene Unternehmen folgende Aufwendungen angefallen:

Prüfung des JahresabschlussesTEUR 21,7 (Vorjahr: TEUR 21,2)
SteuerberatungsleistungenTEUR 25,8 (Vorjahr: TEUR 35,7)
Sonstige LeistungenTEUR 40,2 (Vorjahr: TEUR 78,8)

IV. Angaben über Beteiligungen und Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG war zum 31. Dezember 2015 an folgenden Unternehmen beteiligt:

Aniage3

31.12.2015
107.108,5
135.349,8
63.424,3
16.421,6
61.815,0
21.766,5
32.724,0
46.962,7
19.340,7
93.449,1
5.151,6
9.606,0
7.915,5
4.655,7
8.755,9
6,227,3
8.765,5
6.495,4
5.757,2
176,6
196,6
649,8
489,9
Jahr 2015
2.759,6
$-1.788,8$
9.605,2
$-4.374,2$
23.377,6
6.591.0
1.224,9
13,493,0
2.823,1
8.867,2
1.527,4
591,4
1.583,4
$-145,0$
$-38,0$
206,5
$-87.2$
503,2
362,3
166,3
801,1
12,1
0
100,00
100,00
Indirekt
100,00
100,00
100,00
100,00
67,00
94,00
67,00
93,25
91,00
90,65
77,91
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
Direkt
89,55
97,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong, VN
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Rotherham, GB
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE, Dubai, AE
Resource Well Completion Technologies Corp., Oklahoma City, US
Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited, Aberdeen, GB
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MX
Resource Well Completion Technologies Inc., Calgary, CA
Lafayette, US
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH, Ternitz
Schoeller-Bleckmann Darron Limited, Aberdeen, GB
Darron Tool & Engineering Limited, Rotherham, GB
ton, US
Schoeller-Bleckmann Sales Co. LLC, Houston, US
Schoeller-Bleckmann do Brasil Ltda., Macae, BR

KNUST-SBO Far East Pte Ltd., Singapur, SG
Schoeller-Bleckmann Energy Services LLC,
Techman Engineering Limited, Chesterfield,
BICO-FASTER Drilling Tools Inc., Nisku, CA
Schoeller-Bleckmann Canada, Calgary, CA
Schoeller-Bleckmann America Inc., Wilming
DSI Saudi LLC, Al Khobar, Saudi Arabien
KNUST-GODWIN LLC, Houston, US (*)
BICO Drilling Tools Inc., Houstan, US
SB Darron Pte Ltd., Singapur, SG
DSI FZE. Dubai, AE
Anteil in Prozent Ergebnis
in TEUR
Eigenkapital
in TEUR
Resource Completion Systems Holdings Inc., Calgary, CA 67,00 $-1.1$ - 3,8

(*) Nach Verschmelzung von Knust-SBO L.I..C. mit Godwin-SBO L.I..C. in 2015
Für die Angaben zu weiteren Beteiligungen wird von der Bestimmung gem. § 241 Abs. 2 Zi. 2 UGB Gebrauch gemacht.

Seite 10

V. Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Der durchschnittliche Personalstand gliedert sich wie folgt:

2015 2014
Gehaltsempfänger 15 15
Lohnempfänger
Summe Mitarbeiter 23 22

Zum 31.12.2015 betrug der Personalstand 24 Mitarbeiter: 16 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger (Vorjahr: 22 Mitarbeiter, 15 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger).

Die Bezüge für die Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2015 TEUR 1.830 (davon fixer Anteil TEUR 908, davon variabler Anteil TEUR 922 (Vorjahr: TEUR 1.931 (davon fixer Anteil TEUR 920, davon variabler Anteil TEUR 1.011).

Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann für Vorstandstätigkeiten unter der Voraussetzung eines jeweils aktiven Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen auf die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300,0 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung 2015 für 6.000 Aktien betrug TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 521). Zum 31.12.2015 beträgt der Kurswert der 12.000 bereits übertragenen Aktien TEUR 605 (Vorjahr: 6.000 Stück TEUR 360.0).

Weiters wurde im Geschäftsjahr 2014 dem Vorstandsvorsitzenden eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand betreffend aktienbasierter Vergütungen ist aufgrund der bestehenden Verfügungsbeschränkung bzw. der erst bei Ende des Dienstverhältnisses gewährten Abfertigung in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten.

Im Geschäftsjahr 2015 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder in Summe eine Vergütung von TEUR 115,1 (Vorjahr: TEUR 109,7).

Aufsichtsrat:

Mag. NORBERT ZIMMERMANN Vorsitzender seit 10.04.1995

Dr. PETER PICHLER Mitglied seit 10.04.1995, stellvertretender Vorsitzender seit 29.04.2003

Mag. Brigitte EDERER Mitglied seit 23.04.2014

Mag. DI HELMUT LANGANGER Mitglied seit 29.04.2003

KARL SAMSTAG Mitalied seit 24.10.2005

Dr. KARL SCHLEINZER Mitglied seit 24.05.1995

Vorstand:

Ing. GERALD GROHMANN
Vorsitzender seit 03.10.2001

Mag. KLAUS MADER seit 01.10.2015

Mag. FRANZ GRITSCH von 01.12.1997 bis 30.09.2015

Ternitz, am 24. Februar 2016

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

Der Vorstand Ing. GERALD GROHMANN

Mag. KLAUS MADER

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AKTIENGESELLSCHAFT

Anlage 3/Beilage

Anlagenspiegel zum 31.12.2015

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten kumulierte Buchwert Buchwert Abschreibungen
tand 01.01.2015 Zugange Abgänge Stand 31.12.2015 Abschreib. 31.12.2015 31.12.2014 des Geschäftsj.
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
6.380.530,22 83 8,00 6.380.530.22 6.371.065.22 9.465,00 3.593.878.18 3.584.413.18
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.380.530.22
i
S
ga 0.00 6,380,530,22 6.371.065.22 9.465.00 3,593,878,18 3.584.413.18
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon
II. Sachanlagen
Grundwert EUR 3.162.546,12 (2014; TEUR 3.162.5) 19.741.812.63
762.845,00
8g
74,695,55
8
c
$-74.441.07$
19.741.812.53
763.099.46
7.437.942.33
545.420.20
217.679.26
12.303.870.30
12,864,031,16
202.865.77
560.160.86
38,911,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. geleistete Anzahlungen auf Sachaniagen
8
S
430.415,00 0.00 430.415.00 8 430.415.00 S
S
0,00
4. geringwertige Wirtschaftsgüter 0.00 271,45 $-271.45$ a
a
9,00 8
°
8 271.45
Summe Sachanlagen 20,504,657.63
I
505.381.98 -74.712.52 20,935,327.09 7,983.362,53 12.951.964.56 13.066.896.93 599.343.81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.071.330.30 732.928,68 8.oo 88.804.258.98 17.867.905,22 180.936.353.76 190.471.167.41 10,267,742,33
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen
3. Wertrechte
22.768.216,29
100.000.00
8.9
43.967.00
88
0.8
22,768.216,29
143,967.00
5.853.466,72
88
143.987.00
16.914.749.57
100.000.00
16.914.749.57
ooo
9,00
Summe Finanzanlagen 220.939.546.59
76.895.68 0,00 221.716.442.27 23.721.371.94 197,995,070,33 207.485.916.98 0.267.742,33
SUMME ANLAGEVERMOGEN 247.824.734.44 1.282.277.66 $-74,712,52$ 249.032.299,58 38.075.799.69 210.956.499.89 224.145.692.09 14.451.499.32

ł,

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft

LAGEBERICHT

für das Geschäftsjahr 2015

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft (SBO) fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.

Die Umsatzerlöse der SBO betrugen 2015 MEUR 7,0 (Vorjahr: MEUR 9,0). Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um konzerninterne Leistungen, Lizenzeinnahmen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 2015 MEUR 3,8 (Vorjahr: MEUR 25,2). Es war wesentlich gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen in Höhe von MEUR 22,6 (Vorjahr: MEUR 32,5). Es handelt sich hierbei um Ausschüttungen von Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH., DSI FZE und BICO Drilling Tools Inc.

Die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 2015 MEUR 0,5 (Vorjahr: MEUR 0,2).

Die Zugänge zu Finanzanlagen betrugen MEUR 0,8 (Vorjahr: MEUR 75,7) und betrafen mit MEUR 0,8 Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertrechte (Vorjahr: MEUR 75,7). Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren Wertberichtigungen in der Höhe von MEUR 10,3 zu verzeichnen.

Die Bilanzsumme 2015 blieb mit MEUR 324,3 nahezu unverändert (Vorjahr: MEUR 301,7).

Die Eigenkapitalquote betrug 35,0 % (Vorjahr: 43,4 %).

Das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) betrug 65,0 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 74,3 %).

Personalstand der SBO zum 31. Dezember 2015 betrug 24 Mitarbeiter Der (16 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger), verglichen mit einem Personalstand zum 31. Dezember 2014 von 22 Mitarbeitern (15 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger).

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.

Marktumfeld des SBO-Konzerns

Das Wachstum der Weltwirtschaft ging im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und blieb damit unter den ursprünglichen Erwartungen. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,1 % und somit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2014: 3,4 %). Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2015 1,9 %, nach 1,8 % in 2014. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2015 bei 4,0 % nach 4,6 % im Jahr $2014.$

Während sich der niedrige Ölpreis auf die ölimportierenden Industriestaaten insgesamt positiv auswirkte, beeinträchtigte er die Wirtschaft der erdölexportierenden Schweilenländer. Geopolitische Krisen belasteten die Wirtschaft in Russland, die in die Rezession rutschte, und im Nahen Osten. In China verlangsamte sich das Wachstum. In Summe erzielten die Schwellenländer dank China und Indien aber immer noch attraktive Wachstumsraten.

Der durchschnittliche globale Ölverbrauch stieg im Jahr 2015 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 94,4 (2014: 92,8 mb/d). Die höhere Nachfrage wurde vor allem von China, den USA, Indien und Europa getragen. Der Verbrauch in den OECD-Ländern stieg um 0,5 mb/d oder 1,1 % auf 46,1 mb/d (2014: 45.7 mb/d). Der Verbrauch in Nicht-OECD-Ländern stieg um 1,1 mb/d oder 2,5 % auf 48,3 mb/d2 (2014: 47,1 mb/d).

Trotz der gestiegenen Nachfrage war der Ölmarkt deutlich überversorgt. Im Jahr 2015 wurde mit durchschnittlich 96,4 mb/d um 1,1 mb/d mehr produziert als verbraucht. Die OPEC-Staaten - und hier in erster Linie Saudi-Arabien und der Irak - steigerten die Produktion um 1,2 mb/d. Aber auch die Nicht-OPEC-Länder produzierten 2015 um 1,4 mb/d mehr als im Vorjahr - dieser Anstieg ging vor allem auf das Konto der USA, deren Produktion allerdings im vierten Quartal 2015 wieder leicht zurückging und Russland, das seine Produktion aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation und des Rubel-Verfalls auf ein Maximum hochgefahren hat. Nach einem weltweiten Öl-Angebotsüberhang von 2,4 mb/d im zweiten Quartal 2015, reduzierte sich die Überversorgung im vierten Quartal 2015 leicht auf 2,3 mb/d. Die effektive Reservekapazität3 der OPEC lag im Jänner 2016 mit 2,288 mb/d um 0,68 md/d unter dem Vorjahreswert (Jänner 2015: 2,96 mb/d).4

&lt;sup>1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016

&lt;sup>2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016

&lt;sup>3 Definition der International Energy Agency (IEA): "IEA defines spare capacity as the capacity levels that can be reached within 90 days and sustained for an extended period."

&lt;sup>4 International Energy Agency (IEA), Oll Market Report, Februar 2016.

Der weitweite Rig-Count5 lag im Dezember 2015 mit 1.969 Anlagen um 45 % unter dem Vorjahreswert (2014: 3,570 Anlagen). Die Zahl der Bohranlagen sank in allen Weltregionen - mit Ausnahme des Nahen Ostens, wo sie unverändert blieb. Mit Abstand am stärksten war der Rückgang in den USA (minus 62,1 % auf 714 Anlagen) - das war der stärkste Einbruch der vergangenen drei Jahrzehnte.

Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion sanken im Jahr 2015 nach Analystenschätzungen um rund 23 % auf, laut Evercore ISI, rund 560 Mrd. USD. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nordamerika mit einem Minus von rund 35 %.6

Die Preise der beiden handelsüblichen Ölsorten WTI und Brent entwickelten sich in der ersten Jahreshälfte 2015 zunächst noch positiv. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg von USD 52,72 zu Jahresbeginn auf ein Jahreshoch von USD 61,36 am 10. Juni 2015. Die europäische Sorte Brent stieg von USD 55,38 pro Barrel zu Jahresbeginn bis zum 13. Mai 2015 auf ein Jahreshoch von USD 66,33.7

Im weiteren Verlauf des Jahres fiel der Preis beider Handelssorten allerdings aufgrund des anhaltenden Überangebots am Ölmarkt deutlich. Anfang Dezember 2015 entschied die OPEC erneut, ihre Ölförderung nicht zu drosseln und hielt damit an dem Kurs fest, den sie im November 2014 eingeschlagen hatte. Am 31. Dezember 2015 lag der Preis der Sorte WTI bei USD 37.13 pro Barrei, der Preis der Sorte Brent bei USD 36,61 pro Barrei. Im Jahresverlauf (02.01.-31.12.2015) fiel der Preis der Sorte WTI damit um 29,6 %, jener der Sorte Brent um 33,9 %.

Geschäftsentwicklung des SBO-Konzerns

Die gesamte Oilfield Service-Industrie war im Jahr 2015 vom massiven Einbruch der Bohraktivitäten betroffen. Auch die SBO-Gruppe konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen: Nach einem Rekordauftragseingang im Jahr 2014 sank der Auftragseingang 2015 um 59,1 % auf MEUR 203,6 (2014: MEUR 497,7). Der Umsatz ging um 35,8 % auf MEUR 313,7 zurück (2014: MEUR 488,6). Das EBIT betrug MEUR minus 22,1 (2014: MEUR 67,5). Das Ergebnis nach Steuern lag letztlich bei MEUR minus 19,0 (2014: MEUR 54,0). In diesem Ergebnis sind allerdings Einmaleffekte in Summe von MEUR 20,3 enthalten, wovon MEUR 18,3 nicht cash-wirksam sind. Diese ergaben sich vor allem aus Firmenwertabschreibungen und aus der Bewertung von Optionsverbindlichkeiten.

Trotz des extrem schwierigen Umfelds, das sich im Laufe des Jahres stetig verschlechterte, war die SBO-Gruppe in der Lage, ein positives operatives Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten von MEUR 3.7 zu erzielen (2014: MEUR 106,7) und den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 52,3 % auf MEUR 103,4 zu steigern (2014: MEUR 67,9). Mit liquiden Mitteln von MEUR 196,3 und einer Eigenkapitalquote von 60,8 % verfügt das Unternehmen über eine kerngesunde Bilanzstruktur.

&lt;sup>5 Baker Hughes Inc.

6 Evercore ISI OFS, 2016 Oullook, Barclays Capital Inc. January 2016.

7 U.S. Energy Information Agency (EIA), Spot Prices for Crude Oil per 1. Jänner 2016.

Die SBO-Gruppe gliedert ihr Geschäft in die zwei Segmente High Precision Components (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und Oilfield Equipment (Non-Magnetic-Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.

Das Segment High Precision Components entwickelte sich 2015 entsprechend den reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Durch die massiv reduzierten Bohraktvitäten in Folge des niedrigen Ölpreises verringerte sich der Bedarf der Kunden deutlich. Zudem waren diese weiter bemüht, die mögliche Einsatzdauer ihrer Tools vermehrt durch Aufbereitung und Reparatur sowie andere Effizienzsteigerungsmaßnahmen zu maximieren und damit die Zahl der Neubestellungen zu minimieren. Der Auftragseingang sank, der Umsatz ging zurück und der Druck auf die Preise nahm zu. All dies führte im Segment High Precision Components zu einem negativen Ergebnis vor Steuern. Um auch in diesem Marktumfeld die Position als Weltmarktführer zu behaupten und den technologischen Vorsprung für den nächsten Aufschwung zu festigen, investierte der Konzern weiter gezielt in die Produktinnovation.

Im Segment Oilfield Equipment wirkte das Herunterfahren der weitweiten Bohraktivitäten ebenfalls dämpfend auf das Geschäft. Auch hier verzeichnete der Konzern einen Rückgang von Auftragseingang und Umsatz. Das Bohrmotorengeschäft der Tochtergesellschaft BICO litt unter der besonders starken Reduktion des Rig Counts in Nordamerika. Durch technologische Weiterentwicklungen ihrer Bohrmotorenflotte konnte BICO ihre Markstellung in den USA dennoch behaupten. Ein in Anbetracht des extrem schwierigen Marktumfelds zufriedenstellendes Ergebnis erzielten die Tochtergesellschaft DSI, die im Bereich der Downhole Circulation-Tools klarer Weltmarktführer ist, sowie die Service und Reparatur Shops, insbesondere jener in Russland. Auch die Ende 2014 neu akquirierte Tochtergesellschaft Resource Well Completion Technologies (Resource) erwirtschaftete ein positiven Ergebnis.

Die SBO-Gruppe besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits im dritten Quartal 2014 erste Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs im Jahr 2015 konsequent fortgesetzt:

Der Konzern hat die beiden US-amerikanischen Tochtergesellschaften "Godwin-SBO L.L.C." (Godwin) und "Knust-SBO L.L.C." (Knust) per 1. Oktober 2015 fusioniert. Die Produktion der neuen "Knust-Godwin LLC" wird am Standort von Godwin zusammengeführt. Durch die Zusammenlegung werden strukturelie und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt, obwohl die Kapazitäten auf dem gleichen Niveau bleiben. Die Gesellschaft wird damit sehr gut aufgestellt sein, um die Nachfrage, die im Zuge des nächsten Aufschwungs wieder entstehen wird, optimal bedienen zu können. Die Restrukturierung soll bis Mitte 2016 abgeschlossen sein.

  • Der Konzern hat die Restrukturierung ihrer Aktivitäten in England, die bereits im dritten Quartal 2014 gestartet worden war, plangemäß abgeschlossen. Das Geschäft der beiden benachbarten Tochtergesellschaften "Techman Engineering Ltd." (Techman) und "Darron Tool & Engineering Ltd." (Darron) wurde am Standort von Techman zusammengeführt. Dadurch werden strukturelle und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt.
  • Die Investitionen in Sachanlagevermögen (CAPEX) wurden 2015 weitestgehend auf Erhaltungsinvestitionen und Restrukturierungsmaßnahmen reduziert. Zudem investierte der Konzern selektiv in Standort-Erweiterungen (Russland, Mittlerer Osten). Von der Reduktion ausgenommen waren Ausgaben in Forschung & Entwicklung.
  • Der Konzern hat die 2014 gestartete Internationalisierung des erfolgreichen Bohrmotorengeschäfts der Tochtergesellschaft BICO weiter vorangetrieben. Neben ersten Erfolgen in Russland und Fernost werden in Zukunft die Bohrmotoren von unserer bestehenden Niederlassung in Dubai vermarktet. Zudem bieten die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften in Saudi-Arabien und Mexiko vor allem für DSI, mit ihrer Untertage-Zirkulations-Technologie, zusätzliche Marktchancen.
  • Die Personalkapazitäten wurden an die Marktnachfrage angepasst. Der Personal- $\bullet$ stand des Konzerns lag zum 31. Dezember 2015 bei 1.135 Mitarbeitern (31. Dezember 2014: 1.720) und sank somit um 34,0% im Jahresvergleich.
  • Die Firmenwerte der beiden Tochtergesellschaften Resource und BICO wurden angepasst. Beide Gesellschaften sind vornehmlich am nordamerikanischen Markt tätig, der besonders stark vom aktuellen Abschwung betroffen ist. Im Zuge der Zusammenlegung in England wurde auch der Firmenwert für Techman wertberichtigt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

Im Februar 2016 wurden zur Refinanzierung auslaufender Darlehen Vereinbarungen zur Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 27.000 mit einer Fixverzinsung von 1,43 % bis 1,84 % und einer Laufzeit bis 2021 bzw. 2023 aufgenommen.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ausblick des SBO-Konzerns

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Jahr 2016 im Jänner 2016 nach unten korrigiert, rechnet aber immer noch mit einem Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 %, nach 3,1 % im Jahr 2015 und 3,4 % im Jahr 2014.8 Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2016 um 2,1 % wachsen (nach 1,9 % im Jahr 2015 und 1,8 % im Jahr 2014). Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten ab. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2016 nun von einem Wachstum von 4,3 % aus (nach 4,0 % im Jahr 2015 und 4,6 % im Jahr 2014).

Den wesentlichen Grund für die Konjunkturverbesserung in den Industrienationen sieht der WF für 2016 in einem Schub durch niedrige Rohstoffkosten – insbesondere dem niedrigen Ölpreis. In den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF vor allem in Ländern, die 2015 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten, eine gewisse Erholung - dazu gehören Russland und einige Staaten in Lateinamerika und im Nahen Osten. Eine stärkere Nachfrage aus den Industrienationen und der Abbau der Sanktionen gegen den Iran sollen den Schwellenländern in 2016 positive Impulse geben. Dem steht ein geringeres Wachstum in China gegenüber. Auffällig ist die schwache Prognose für Saudi-Arabien, dessen Wirtschaft deutlich unter dem niedrigen Ölpreis leidet und in 2016 nur mehr um 1,2 % wachsen soll (2015: $3,4\%$ ).

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht daher für 2016 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: Der Ölverbrauch soll 2016 95,6 mb/d betragen. Das bedeutet einen Anstieg von 1,2 mb/d oder plus 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 94,4 mb/d). Die durchschnittliche Ölnachfrage in den OECD-Staaten soil mit rund 46,2 mb/d auf demselben Niveau wie 2015 liegen, während der Ölbedarf der Nicht-OECD-Staaten um 1,2 mb/d oder 2,5 % auf insgesamt 49,4 mb/d steigen soll.9

Laut Marktbefragungen der Investmenthäuser Barclays (Jänner 2016)10 und Evercore ISI (Dezember 2015) werden die Unternehmen der Oilfield Service-Industrie 2016 aufgrund einer anhaltenden Überversorgung des Ölmarktes ihre E&P-Ausgaben weiter reduzieren. Das wäre erstmals seit dem Abschwung 1986/1987 ein Sinken der E&P-Ausgaben in zwei aufeinander folgenden Jahren. Laut den Studien werden die E&P-Ausgaben in 2016 weltweit um 11 bis 20 % und in Nordamerika sogar um 19 bis 27 % sinken. Die befragten Unternehmen haben zum Zeitpunkt der Befragung für 2016 mit einem Ölpreis zwischen USD 45-50 pro Barrel der Sorte WTI kalkuliert. 11 Liegt der Ölpreis im Jahresdurchschnitt 2016 unter diesem Wert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitergehende Investitionskürzungen folgen.

* Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016,

&lt;sup>9 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.

&lt;sup>10 Barclays Capital Inc., Equity Research, January 2016.

&lt;sup>11 Evercore ISI OFS, 2016 Outlook.

Klar ist, dass dies der stärkste Marktabschwung seit dem Jahr 1986 ist, als der Ölpreis von USD 30 pro Barrel binnen acht Monaten auf USD 10 pro Barrel fiel. Damals trafen eine schwächelnde Öl-Nachfrage auf steigende Fördermengen aus Nicht-OPEC Staaten, und eine OPEC, weiche versuchte, Marktanteile durch hohe Fördermengen zurückzuerobern. Die wesentlichen Unterschiede zum aktuellen Abschwung liegen einerseits bei einer aktuell anhaltend robusten Öl-Nachfrage und bei der OPEC Reservekapazität, welche damals bei über 10 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 60 mb/d) lag und der OPEC einen großen Spielraum zur Erhöhung der Fördermenge gab. Heute liegt diese Reservekapazität zwischen 2 und 3 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 96,3 mb/d). Im Jahresvergleich ist sie sogar um ca. 1 mb/d gesunken. In anderen Worten, das Verhältnis Reservekapazität / Fördermenge liegt mit 2% erheblich unter demselben Wert im Jahr 1986 (16,7%).

Der Konzern stellt sich jedenfalls auch für 2016 auf sehr herausfordernde Marktverhältnisse ein. Der Abschwung, der der Oilfield Service-Industrie im Jahr 2015 zugesetzt hat, ist noch nicht beendet. Die entscheidende Frage wird sein, wie lange die Überversorgung des OImarktes noch anhält. Sobald die Balance wieder hergestellt ist, sollte der Aufschwung beginnen, für den SBO gut gerüstet ist.

Die IEA erwartet, dass die Produktion in den Nicht-OPEC-Staaten von 57,7 mb/d im Jahr 2015 um 0,6 mb/d auf 57,1 mb/d im Jahr 2016 zurückgehen wird.12 Russland wird seine Produktion mit knapp über 11 mb/d voraussichtlich auf dem Niveau von 2015 halten. In den USA ist aufgrund des massiven Rückgangs des Rig-Counts bereits im vierten Quartal 2015 weniger Erdöl produziert worden, und auch für 2016 rechnet die IEA mit einem Rückgang. Es gibt in den USA jedoch eine Vielzahl von Bohrungen, die bereits abgeteuft aber noch nicht komplettiert worden sind (sog. DUCs). Es ist davon auszugehen, dass bei einem Anstieg des Ölpreises zunächst eher diese Bohrungen in Betrieb genommen werden, bevor neue Bohrungen durchgeführt werden.

Für die restlichen Nicht-OPEC-Staaten dürfte es schwierig werden, die Produktion nach den drastischen Kürzungen der E&P-Ausgaben rasch wieder hochzufahren. Für diese Länder auf sie entfallen rund 30 % der weltweiten Erdölproduktion - rechnen manche Experten in 2016 mit einem Produktionsrückgang von 2,5 %.13

Von großer Bedeutung wird sein, wie lange die OPEC an ihrem Kurs festhalten wird, die Produktion auf deutlich über 30 mb/d zu halten und damit einer Erholung des Ölpreises entgegenzuwirken. Der aktuelle Kurs führt für die OPEC-Staaten zu enormen Einnahmeverlusten. Unklar ist, wie lange Saudi-Arabien und die ärmeren OPEC-Mitglieder sich dies leisten wollen und können.

Diese Konstellation aus sinkendem Angebot und steigender Nachfrage sollte zu einer nachhaltigen Erholung des Ölpreises führen und neue Investitionen auslösen. Das ist der Start des nächsten Aufschwungs. Wann das der Fall sein wird, ist heute nicht absehbar. Die Visibilität am Markt ist immer noch extrem gering. Eines hat die Vergangenheit in der Oilfield Service- Industrie aber gezeigt: Nach dem Abschwung kommt der Aufschwung. Und je tiefer und länger der Abschwung ist, desto steiler wird der nächste Aufschwung.

&lt;sup>12 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.

&lt;sup>13 Guggenheim Securities, November 2015

Der Konzern ist aufgrund des hohen Cash Bestands, einer aktuellen Netto-Liquidität, einem positiven Free Cashflow und der hohen Eigenkapitalquote auch für eine längere Durststrecke gerüstet. Das Unternehmen wird die in 2015 umgesetzten Maßnahmen zum Gegensteuern in 2016 konsequent fortführen: So werden die Kosteneinsparungsprogramme intensiviert und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage weiter angepasst. Die Standortoptimierung in den USA wird bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Die Strategie, neue Märkte für die Produkte der SBO-Gruppe im Segment Oilfield Equipment zu erschließen, wird konsequent fortgesetzt. Zudem ist die SBO-Gruppe aufgrund ihrer kerngesunden Bilanz in der Lage, die Suche nach strategisch passenden Akquisitionszielen fortzuführen.

Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie rasch der Zyklus in der Öl- und Gasindustrie drehen kann. Während aktuell die volle Aufmerksamkeit dem Management des Abschwungs gilt, ist klar, dass die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Oilfield Service-Industrie absolut intakt sind. Eine steigende Nachfrage nach Öl und Gas sowie sinkende Förderraten existierender Felder werden neue Investitionen erfordern und den nächsten Aufschwung einläuten. Der Konzern wird nach Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen auf der Basis einer verbesserten Kosten- und Organisationsstruktur gut aufgestellt sein, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.

Risikomanagement

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risiken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risiken zu setzen. Ein konzernweites Reportingsystem unterstützt den Vorstand der SBO AG beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risiken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risiken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO AG und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.

Finanzinstrumente

Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix verzinst, Diese lauten auf USD und unterliegen daher Fremdwährungsschwankungen. Ebenso besteht der Großteil der sonstigen Forderungen aus langfristigen verzinslichen Forderungen in USD, GBP und CAD.

Die liguiden Mittel bestehen aus Guthaben bei österreichischen Banken mit marktkonformer Verzinsung.

Alle zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Zur langfristigen Finanzierung des Wachstums und zur Optimierung der Fremdkapitalkosten emittierte Schoeller-Bleckmann im Juni 2008 eine in zwei Tranchen geteilte Unternehmensanleihe im Volumen von MEUR 40.

Die beiden Teilschuldverschreibungen wurden planmäßig am 18. Juni 2013 bzw. am 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von jeweils MEUR 20,0 zurückgezahlt.

Aufgrund der derzeitig verfügbaren liguiden Mittel bestehen aus heutiger Sicht keine Liguiditäts-Probleme.

3) Bericht über die Forschung und Entwicklung im SBO-Konzern

Der Konzern hat seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten seit vielen Jahren in den operativen Geschäftsbetrieb integriert. Dieses System gewährleistet eine markt- und kundennahe F&E-Tätigkeit. Zwei Beispiele für daraus resultierende Produktinnovationen:

Im Segment High Precision Components hat der Konzern 2015 ein neues technologisches Bearbeitungsverfahren entwickelt, das es erstmals ermöglicht, Hochpräzisionsbohrungen mit kleinen Durchmessern ("abgelenktes Gunhole Drilling") über längere Strecken abgelenkt in einem Collar durchzuführen. Dies schafft neue Möglichkeiten und mehr Effizienz bei der Konzeption und dem Design von hochkomplexen MWD/LWD-Komponenten.

Im Segment Oilfield Equipment hat die Tochtergesellschaft DSI den neuen "Fast Ball" eingeführt, der bei den komplexesten Bohr- und Weil Completion Aktivitäten zum Einsatz kommt. Der Fast Ball ermöglicht es, Spülungsverluste effizienter und rascher zu beheben. Durch sein um 80% höheres Gewicht, seine deutlich höhere Dichte und die um knapp 50% erhöhte Temperaturresistenz verringert der Fast Ball die Aktivierungszeit des "PBL Activation Tools" signifikant.

4) Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung und Gebarung von den operativen Einheiten an den Vorstand.

Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.

Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.

Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch laufende Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Auch im Zuge der internen Revision werden schwerpunktmäßige Prüfungen über das Rechnungswesen durchgeführt. Weiters werden alle Jahresabschtüsse durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.

Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.

Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen).

Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.

Die für den Konzern dargestellten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind auch uneingeschränkt für die Holdinggesellschaft anwendbar. Für das Rechnungswesen der Holdinggesellschaft sind ebenfalls anerkannte Standardprogramme im Einsatz.

5) Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt MEUR 16,0 und ist zerlegt in 16 Mio. Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung vom 23. April 2014 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Jahren 2015 sowie 2014 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Zum Bilanzstichtag 2015 hält die Gesellschaft 18.000 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 24.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,11 % (Vorjahr: 0,15 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 1.074 (Vorjahr TEUR 1.432). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.982.000 Stück (Vorjahr: 15.976.000 Stück).

Zum 31. Dezember 2015 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 32,6 %).

Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Sachverhalte gemäß § 243a UGB.

Ternitz, 24, Februar 2016

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

Der Vorstand

raĺď Grohmann

Mag. Klaus Mader

$\overline{4}$ . Bestätigungsvermerk

$Tz$ 14 Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

$-5-$

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung des Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund die Bewertungsmethoden; Vornahme von Schätzungen. die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

$-6-$

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

$-7-$

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 24. Februar 2016

Wirtscha Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH sbun Peloitte ppa. Mag. Christof Wolf Dr. Christoph Waldeck Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Ternitz, 3. März 2016

Mág. Klaus Mader Ing. Gerald Grohmann Vorstand

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG

A-2630 Ternitz/Austria = Hauptstraße 2 = Tel.: +43 2630 315-110 = Fax: +43 2630 315-101 = E-Mail: [email protected] Firmensitz/Reg. Office: 2630 Ternitz, Austria . Firmenbuch/Comm. Reg. No.: FN 102999w Handelsgericht Wr. Neustadt . DVR 0769509 · Bank/BankAccount: UniCredit Bank Austria AG · IBAN: AT66 1100 0032 4033 7000 · BKAUATWW · UID/VAT No.: ATU 14661105

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.