Annual Report • Mar 17, 2016
Annual Report
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AUF UND AB | AUSDAUER | FLEXIBILITÄT | REAKTIONSFÄHIGKEIT
| LAGEBERICHT | 3 |
|---|---|
| MARKTUMFELD | 5 |
| GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 7 |
| AUSBLICK | 10 |
| ANALYSE UND ERGEBNISSE | 13 |
| KONZERNABSCHLUSS | 21 |
| KONZERNBILANZ | 23 |
| KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 25 |
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 26 |
| KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG | 27 |
| ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS | 28 |
| ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS | 29 |
| BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESTÄTIGUNGSVERMERK | 100 |
| BERICHT DES AUFSICHTSRATES ZUM JAHRESABSCHLUSS 2015 | 103 |
| UNTERNEHMENSINFORMATIONEN | 105 |
| JAHRESABSCHLUSS | 107 |
| JAHRESABSCHLUSS DER SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG | 109 |
| ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 82 ABS. 4 Z 3 BÖRSEGESETZ | 138 |
| MARKTUMFELD | 5 |
|---|---|
| GESCHÄFTSENTWICKLUNG | 7 |
| AUSBLICK | 10 |
| ANALYSE UND ERGEBNISSE | 13 |
"TROTZ DER GESTIEGENEN ÖL-NACHFRAGE WAR DER MARKT DEUTLICH ÜBERVERSORGT. DAHER SANK DIE WELTWEITE BOHRTÄTIGKEIT PER DEZEMBER 2015 IM JAHRESVERGLEICH UM 45 %"
Das Wachstum der Weltwirtschaft ging im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und blieb damit unter den ursprünglichen Erwartungen. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,1 % und somit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2014: 3,4 %). Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2015 1,9 %, nach 1,8 % in 2014. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2015 bei 4,0 % nach 4,6 % im Jahr 2014.9
Während sich der niedrige Ölpreis auf die ölimportierenden Industriestaaten insgesamt positiv auswirkte, beeinträchtigte er die Wirtschaft der erdölexportierenden Schwellenländer. Geopolitische Krisen belasteten die Wirtschaft in Russland, die in die Rezession rutschte, und im Nahen Osten. In China verlangsamte sich das Wachstum. In Summe erzielten die Schwellenländer dank China und Indien aber immer noch attraktive Wachstumsraten.
Der durchschnittliche globale Ölverbrauch stieg im Jahr 2015 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 94,4 (2014: 92,8 mb/d). Die höhere Nachfrage wurde vor allem von China, den USA, Indien und Europa getragen. Der Verbrauch in den OECD-Ländern stieg um 0,5 mb/d oder 1,1 % auf 46,1 mb/d (2014: 45,7 mb/d). Der Verbrauch in Nicht-OECD-Ländern stieg um 1,1 mb/d oder 2,5 % auf 48,3 mb/d10 (2014: 47,1 mb/d).
Trotz der gestiegenen Nachfrage war der Ölmarkt deutlich überversorgt. Im Jahr 2015 wurde mit durchschnittlich 96,4 mb/d um 2,0 mb/d mehr produziert als verbraucht. Die OPEC-Staaten – und hier in erster Linie Saudi-Arabien und der Irak – steigerten die Produktion um 1,2 mb/d. Aber auch die Nicht-OPEC-Länder produzierten 2015 um 1,4 mb/d mehr als im Vorjahr – dieser Anstieg ging vor allem auf das Konto der USA, deren Produktion allerdings im vierten Quartal 2015 wieder leicht zurückging und Russland, das seine Produktion aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen
9 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016.
10 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.
Situation und des Rubel-Verfalls auf ein Maximum hochgefahren hat. Nach einem weltweiten Öl-Angebotsüberhang von 2,4 mb/d im zweiten Quartal 2015, reduzierte sich die Überversorgung im vierten Quartal 2015 leicht auf 2,3 mb/d. Die effektive Reservekapazität11 der OPEC lag im Jänner 2016 mit 2,29 mb/d um 0,67 md/d unter dem Vorjahreswert (Jänner 2015: 2,96 mb/d).12
Der weltweite Rig-Count13 lag im Dezember 2015 mit 1.969 Anlagen um 45 % unter dem Vorjahreswert (2014: 3.570 Anlagen). Die Zahl der Bohranlagen sank in allen Weltregionen – mit Ausnahme des Nahen Ostens, wo sie unverändert blieb. Mit Abstand am stärksten war der Rückgang in den USA (minus 62,1 % auf 714 Anlagen) – das war der stärkste Einbruch der vergangenen drei Jahrzehnte.
Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion sanken im Jahr 2015 nach Analystenschätzungen um rund 23 % auf, laut Evercore ISI, rund 560 Mrd. USD. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nordamerika mit einem Minus von rund 35 %.14
Die Preise der beiden handelsüblichen Ölsorten WTI und Brent entwickelten sich in der ersten Jahreshälfte 2015 zunächst noch positiv. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg von USD 52,72 zu Jahresbeginn auf ein Jahreshoch von USD 61,36 am 10. Juni 2015. Die europäische Sorte Brent stieg von USD 55,38 pro Barrel zu Jahresbeginn bis zum 13. Mai 2015 auf ein Jahreshoch von USD 66,33.15
Im weiteren Verlauf des Jahres fiel der Preis beider Handelssorten allerdings aufgrund des anhaltenden Überangebots am Ölmarkt deutlich. Anfang Dezember 2015 entschied die OPEC erneut ihre Ölförderung nicht zu drosseln und hielt damit an dem Kurs fest, den sie im November 2014 eingeschlagen hatte. Am 31. Dezember 2015 lag der Preis der Sorte WTI bei USD 37,13 pro Barrel, der Preis der Sorte Brent bei USD 36,61 pro Barrel. Im Jahresverlauf (02.01.-31.12.2015) fiel der Preis der Sorte WTI damit um 29,6 %, jener der Sorte Brent um 33,9 %.
11 Definition der International Energy Agency (IEA): "IEA defines spare capacity as the capacity levels that can be reached within 90 days and sustained for an extended period."
12 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.
13 Baker Hughes Inc.
14 Evercore ISI OFS, 2016 Outlook, Barclays Capital Inc. Jänner 2016.
15 U.S. Energy Information Agency (EIA), Spot Prices for Crude Oil per 1. Jänner 2016.
"TROTZ DES EXTREM SCHWIERIGEN UMFELDS WAR SBO IN DER LAGE EIN POSITIVES OPERATIVES ERGEBNIS VOR EINMALEFFEKTEN ZU ERZIELEN UND DEN CASHFLOW DEUTLICH ZU STEIGERN."
Die gesamte Oilfield Service-Industrie war im Jahr 2015 vom massiven Einbruch der Bohraktivitäten betroffen. Auch die SBO konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen: Nach einem Rekordauftragseingang im Jahr 2014 sank der Auftragseingang 2015 um 59,1 % auf MEUR 203,6 (2014: MEUR 497,9). Der Umsatz ging um 35,8 % auf MEUR 313,7 zurück (2014: MEUR 488,6). Dennoch erwirtschaftete das Unternehmen ein positives operatives Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten in der Höhe von MEUR 3,7. Das EBIT nach Einmaleffekten betrug MEUR minus 22,1 (2014: MEUR 67,5). Das Ergebnis nach Steuern lag bei MEUR minus 19,0 (2014: MEUR 54,0). Die Einmaleffekte umfassten in Summe MEUR 20,3, wovon MEUR 18,3 nicht cash wirksam waren. Diese ergaben sich vor allem aus Firmenwertabschreibungen und aus der Bewertung von Optionsverbindlichkeiten.
Trotz des extrem schwierigen Umfelds, das sich im Laufe des Jahres stetig verschlechterte, war SBO in der Lage, ein positives operatives Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten von MEUR 3,7 zu erzielen (2014: MEUR 106,7) und den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 52,3 % auf MEUR 103,4 zu steigern (2014: MEUR 67,9). Mit liquiden Mitteln von MEUR 196,3 und einer Eigenkapitalquote von 60,8 % verfügt das Unternehmen über eine kerngesunde Bilanzstruktur.
SBO gliedert ihr Geschäft in die zwei Segmente High Precision Components (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und Oilfield Equipment (Non-Magnetic-Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.
Das Segment High Precision Components entwickelte sich 2015 entsprechend den reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Durch die massiv reduzierten Bohrakvitäten in Folge des niedrigen Ölpreises verringerte sich der Bedarf der Kunden deutlich. Zudem waren diese weiter bemüht, die mögliche Einsatzdauer ihrer Tools vermehrt durch Aufbereitung und Reparatur sowie andere Effizienzsteigerungsmaßnahmen zu maximieren und damit die Zahl der Neubestellungen zu minimieren. Der Auftragseingang sank, der Umsatz ging zurück und der Druck auf die Preise nahm zu. All dies führte im Segment High Precision Components zu einem negativen Ergebnis vor Steuern. Um auch in diesem Marktumfeld die Position als Weltmarktführer zu behaupten und den technologischen Vorsprung für den nächsten Aufschwung zu festigen, investierte SBO weiter gezielt in die Produktinnovation.
Im Segment Oilfield Equipment wirkte das Herunterfahren der weltweiten Bohraktivitäten ebenfalls dämpfend auf das Geschäft. Auch hier verzeichnete SBO einen Rückgang von Auftragseingang und Umsatz. Das Bohrmotorengeschäft der Tochtergesellschaft BICO litt unter der besonders starken Reduktion des Rig Counts in Nordamerika. Durch technologische Weiterentwicklungen ihrer Bohrmotorenflotte konnte BICO ihre Markstellung in den USA dennoch behaupten. Ein in Anbetracht des extrem schwierigen Marktumfelds zufriedenstellendes Ergebnis erzielten die Tochtergesellschaft DSI, die im Bereich der Downhole Circulation Tools klarer Weltmarktführer ist, sowie die Service und Reparatur Shops, insbesondere jener in Russland. Auch die Ende 2014 neu akquirierte Tochtergesellschaft Resource Well Completion Technologies (Resource) erwirtschaftete ein positives Ergebnis.
SBO besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits im dritten Quartal 2014 erste Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs im Jahr 2015 konsequent fortgesetzt:
f SBO hat die 2014 gestartete Internationalisierung des erfolgreichen Bohrmotorengeschäfts der Tochtergesellschaft BICO weiter vorangetrieben. Neben ersten Erfolgen in Russland und Fernost werden in Zukunft die Bohrmotoren von unserer bestehenden Niederlassung in Dubai vermarktet. Zudem bieten die neu gegründeten Vertriebsgesellschaften in Saudi-Arabien und Mexiko vor allem für DSI, mit ihrer Untertage-Zirkulations-Technologie, zusätzliche Marktchancen.
f Die Personalkapazitäten wurden an die Marktnachfrage angepasst. Der Personalstand lag zum 31. Dezember 2015 bei 1.135 Mitarbeitern (31. Dezember 2014: 1.720) und sank somit um 34 % im Jahresvergleich.
Die Investitionen in Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2015 MEUR 22,9 (2014: MEUR 43,8). Sie beschränkten sich weitgehend auf Erhaltungsinvestitionen und Restrukturierungsmaßnahmen. Zudem wurde selektiv in Standorterweiterungen investiert.
Die Finanzierung erfolgte, wie schon in den Jahren zuvor, vor allem aus dem laufenden Cashflow. Das Bestellobligo für das Anlagevermögen betrug zu Jahresende 2015 MEUR 3,1 (Ende 2014: MEUR 5,2).
SBO hat ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten seit vielen Jahren in den operativen Geschäftsbetrieb integriert. Dieses System gewährleistet eine markt- und kundennahe F&E-Tätigkeit. Zwei Beispiele für daraus resultierende Produktinnovationen:
Im Segment High Precision Components hat SBO 2015 ein neues technologisches Bearbeitungsverfahren entwickelt, das es erstmals ermöglicht, Hochpräzisionsbohrungen mit kleinen Durchmessern ("abgelenktes Gunhole Drilling") über längere Strecken abgelenkt in einem Collar durchzuführen. Dies schafft neue Möglichkeiten und mehr Effizienz bei der Konzeption und dem Design von hochkomplexen MWD/LWD-Komponenten.
Im Segment Oilfield Equipment hat die Tochtergesellschaft DSI den neuen "Fast Ball" eingeführt, der bei den komplexesten Bohr- und Well Completion Aktivitäten zum Einsatz kommt. Der Fast Ball ermöglicht es, Spülungsverluste effizienter und rascher zu beheben. Durch sein um 80 % höheres Gewicht, seine deutlich höhere Dichte und die um knapp 50 % erhöhte Temperaturresistenz verringert der Fast Ball die Aktivierungszeit des "PBL Activation Tools" signifikant.
"DER ABSCHWUNG IST NOCH NICHT BEENDET. DIE ENTSCHEIDENDE FRAGE WIRD SEIN, WIE LANGE DIE ÜBERVERSORGUNG DES ÖLMARKTES NOCH ANHÄLT. SOBALD DIE BALANCE WIEDER HERGESTELLT IST, SOLLTE DER AUFSCHWUNG BEGINNEN, FÜR DEN SBO GUT GERÜSTET IST."
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Jahr 2016 im Jänner 2016 nach unten korrigiert, rechnet aber immer noch mit einem Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 %, nach 3,1 % im Jahr 2015 und 3,4 % im Jahr 2014.16 Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2016 um 2,1 % wachsen (nach 1,9 % im Jahr 2015 und 1,8 % im Jahr 2014). Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten ab. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2016 nun von einem Wachstum von 4,3 % aus (nach 4,0 % im Jahr 2015 und 4,6 % im Jahr 2014).
Den wesentlichen Grund für die Konjunkturverbesserung in den Industrienationen sieht der IWF für 2016 in einem Schub durch niedrige Rohstoffkosten – insbesondere dem niedrigen Ölpreis. In den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF vor allem in Ländern, die 2015 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten, eine gewisse Erholung – dazu gehören Russland und einige Staaten in Lateinamerika und im Nahen Osten. Eine stärkere Nachfrage aus den Industrienationen und der Abbau der Sanktionen gegen den Iran sollen den Schwellenländern 2016 positive Impulse geben. Dem steht ein geringeres Wachstum in China gegenüber. Auffällig ist die schwache Prognose für Saudi-Arabien, dessen Wirtschaft deutlich unter dem niedrigen Ölpreis leidet und 2016 nur mehr um 1,2 % wachsen soll (2015: 3,4 %).
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht daher für 2016 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: Der Ölverbrauch soll 2016 95,6 mb/d betragen. Das bedeutet einen Anstieg von 1,2 mb/d oder plus 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 94,4 mb/d). Die durchschnittliche Ölnachfrage in den OECD-Staaten soll mit rund 46,2 mb/d auf demselben Niveau wie 2015 liegen, während der Ölbedarf der Nicht-OECD-Staaten um 1,2 mb/d oder 2,5 % auf insgesamt 49,4 mb/d steigen soll.17
Laut Marktbefragungen der Investmenthäuser Barclays (Jänner 2016)18 und Evercore ISI (Dezember 2015) werden die Unternehmen der Oilfield Service-Industrie 2016 aufgrund einer anhaltenden Überversorgung des Ölmarktes ihre E&P-Ausgaben weiter reduzieren. Das wäre erstmals seit dem Abschwung 1986/1987 ein Sinken der E&P-Ausgaben in zwei aufeinander folgenden Jahren. Laut den Studien werden die E&P-Ausgaben 2016 weltweit um 11 bis 20 % und in Nordamerika sogar um 19 bis 27 % sinken. Die befragten Unternehmen haben zum Zeitpunkt der Befragung für 2016 mit einem Ölpreis zwischen USD 45-50 pro Barrel der Sorte WTI kalkuliert.19 Liegt der Ölpreis im Jahresdurchschnitt 2016 unter diesem Wert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitergehende Investitionskürzungen folgen.
16 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016.
17 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.
18 Barclays Capital Inc., Equity Research, Jänner 2016.
19 Evercore ISI OFS, 2016 Outlook.
Klar ist, dass dies der stärkste Marktabschwung seit dem Jahr 1986 ist, als der Ölpreis von USD 30 pro Barrel binnen acht Monaten auf USD 10 pro Barrel fiel. Damals trafen eine schwächelnde Öl-Nachfrage auf steigende Fördermengen aus Nicht-OPEC Staaten und eine OPEC, welche versuchte, Marktanteile durch hohe Fördermengen zurückzuerobern. Die wesentlichen Unterschiede zum aktuellen Abschwung liegen einerseits in einer aktuell anhaltend robusten Öl-Nachfrage und andererseits in einer OPEC Reservekapazität, die damals bei über 10 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 60 mb/d) lag und der OPEC einen großen Spielraum zur Erhöhung der Fördermenge gab. Heute liegt diese Reservekapazität zwischen 2 und 3 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 96,3 mb/d). Im Jahresvergleich ist sie sogar um ca. 1 mb/d gesunken. In anderen Worten, das Verhältnis Reservekapazität/Fördermenge liegt mit 2 % erheblich unter demselben Wert des Jahres 1986 (16,7 %).
SBO stellt sich jedenfalls auch für 2016 auf sehr herausfordernde Marktverhältnisse ein. Der Abschwung, der der Oilfield Service-Industrie im Jahr 2015 zugesetzt hat, ist noch nicht beendet. Die entscheidende Frage wird sein, wie lange die Überversorgung des Ölmarktes noch anhält. Sobald die Balance wieder hergestellt ist, sollte der Aufschwung beginnen, für den SBO gut gerüstet ist.
Die IEA erwartet, dass die Produktion in den Nicht-OPEC-Staaten von 57,7 mb/d im Jahr 2015 um 0,6 mb/d auf 57,1 mb/d im Jahr 2016 zurückgehen wird.20 Russland wird seine Produktion mit knapp über 11 mb/d voraussichtlich auf dem Niveau von 2015 halten. In den USA ist aufgrund des massiven Rückgangs des Rig-Counts bereits im vierten Quartal 2015 weniger Erdöl produziert worden und auch für 2016 rechnet die IEA mit einem Rückgang. Es gibt in den USA jedoch eine Vielzahl von Bohrungen, die bereits abgeteuft aber noch nicht komplettiert worden sind (sog. DUCs). Es ist davon auszugehen, dass bei einem Anstieg des Ölpreises zunächst eher diese Bohrungen in Betrieb genommen werden, bevor neue Bohrungen durchgeführt werden.
Für die restlichen Nicht-OPEC-Staaten dürfte es schwierig werden, die Produktion nach den drastischen Kürzungen der E&P-Ausgaben rasch wieder hochzufahren. Für diese Länder – auf sie entfallen rund 30 % der weltweiten Erdölproduktion – rechnen manche Experten 2016 mit einem Produktionsrückgang von 2,5 %.21
20 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.
21 Guggenheim Securities, November 2015.
Von großer Bedeutung wird sein, wie lange die OPEC an ihrem Kurs festhalten wird, die Produktion auf deutlich über 30 mb/d zu halten und damit einer Erholung des Ölpreises entgegenzuwirken. Der aktuelle Kurs führt für die OPEC-Staaten zu enormen Einnahmeverlusten. Unklar ist, wie lange Saudi-Arabien und die ärmeren OPEC-Mitglieder sich dies leisten wollen und können.
Diese Konstellation aus sinkendem Angebot und steigender Nachfrage sollte zu einer nachhaltigen Erholung des Ölpreises führen und neue Investitionen auslösen. Das ist der Start des nächsten Aufschwungs. Wann das der Fall sein wird, ist heute nicht absehbar. Die Visibilität am Markt ist immer noch extrem gering. Eines hat die Vergangenheit in der Oilfield Service- Industrie aber gezeigt: Nach dem Abschwung kommt der Aufschwung. Und je tiefer und länger der Abschwung ist, desto steiler wird in der Regel der nächste Aufschwung.
Die SBO ist aufgrund des hohen Cash Bestands, einer aktuellen Netto-Liquidität, einem positiven Free Cashflow und der hohen Eigenkapitalquote auch für eine längere Durststrecke gerüstet. Das Unternehmen wird die im Jahr 2015 umgesetzten Maßnahmen zum Gegensteuern 2016 konsequent fortführen: So werden die Kosteneinsparungsprogramme intensiviert und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage weiter angepasst. Die Standortoptimierung in den USA wird bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Die Strategie, neue Märkte für die Produkte der SBO im Segment Oilfield Equipment zu erschließen, wird konsequent fortgesetzt. Zudem ist die SBO aufgrund ihrer kerngesunden Bilanz in der Lage, die Suche nach strategisch passenden Akquisitionszielen fortzuführen.
Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie rasch der Zyklus in der Öl- und Gasindustrie drehen kann. Während aktuell die volle Aufmerksamkeit dem Management des Abschwungs gilt, ist klar, dass die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Oilfield Service-Industrie absolut intakt sind. Eine steigende Nachfrage nach Öl und Gas sowie sinkende Förderraten existierender Felder werden neue Investitionen erfordern und den nächsten Aufschwung einläuten. SBO wird nach Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen auf der Basis einer verbesserten Kostenund Organisationsstruktur gut aufgestellt sein, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.
Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde entsprechend der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.
Der Inhalt der Geschäftstätigkeit des SBO-Konzerns erfuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Veränderung.
Umsatzerlöse in MEUR
Im Vergleich ist der Umsatz von MEUR 488,6 im Jahr 2014 auf MEUR 313,7 im Jahr 2015 um 35,8 % gesunken.
Wie in den Vorjahren hat die Entwicklung des US-Dollar Kurses einen großen Einfluss sowohl auf die Gewinn- und Verlustrechnung als auch auf die Bilanz. Im Jahr 2015 wurden 85 % (nach 82 % im Jahr 2014) der Umsätze und Erträge in US-Dollar erwirtschaftet, wobei unverändert rund 50 % der Aufwendungen ebenfalls in US-Dollar angefallen sind. Der durchschnittliche Wechselkurs 2015 betrug 1 Euro = 1,1096 USD im Vergleich zu 1 Euro = 1,3288 USD im Jahr 2014 und hatte einen unterstützenden Einfluss.
| Höchst | Tiefst | Durchschnitt | Schluss | |
|---|---|---|---|---|
| Jahr 2015 | 1,2043 | 1,0552 | 1,1096 | 1,0887 |
| Jahr 2014 | 1,3953 | 1,2141 | 1,3288 | 1,2141 |
Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2014 und 2015 wurden für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen.
Umsatz nach Geschäftssegmenten in MEUR
| High Precision Components | Oilfield Equipment | Summe Umsatzerlöse | |
|---|---|---|---|
| Jahr 2015 | 143,5 | 170,2 | 313,7 |
| Jahr 2014 | 228,8 | 259,8 | 488,6 |
Im Segment High Precision Components ist der Umsatz im Jahr 2015 aufgrund der deutlich reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden um 37,3 % von MEUR 228,8 in 2014 auf MEUR 143,5 im Jahr 2015 zurückgegangen.
Im Segment Oilfield Equipment führte der signifikante Rückgang der Bohraktivitäten zu einem Umsatzrückgang um 34,5 % von MEUR 259,8 auf MEUR 170,2.
Das Bruttoergebnis ist im Jahr 2015 um 62,1 % von MEUR 161,4 auf MEUR 61,1 gesunken, die Bruttomarge von 33,0 % auf 19,5 %.
Die Reduktion der Bruttomarge resultiert aus der Unterauslastung der Kapazitäten und aus dem reduzierten Preisniveau. Die durchgeführten Sparmaßnahmen konnten die Margenreduktion nur teilweise kompensieren.
Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen sind von MEUR 55,6 2014 auf MEUR 52,6 im Jahr 2015 gesunken.
Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten für das operative Geschäft, Reise- und Bewirtungskosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen. Der Jahresvergleich berücksichtigt jedoch nicht, dass die Ende 2014 neu akquirierte Tochtergesellschaft Resource Well Completion Technologies (Resource) erst in den Zahlen des Jahres 2015 und nur zu einem unwesentlich geringen Teil in den Zahlen des Jahres 2014 enthalten war.
Sonstige betriebliche Aufwendungen betrugen 2015 MEUR 18,7 (2014: MEUR 14,1). Diese Position enthält Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 8,2 (2014: MEUR 6,2), primär für das Segment Oilfield Equipment, sowie Kursverluste in Höhe von MEUR 10,5 (2014: MEUR 7,7). Letzterem stehen Kursgewinne in den Sonstigen betrieblichen Erträgen von MEUR 12,4 (2014: MEUR 12,7) gegenüber.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge betrugen insgesamt 2015 MEUR 14,0 (2014: MEUR 14,9) und betreffen neben den Kursgewinnen noch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Anlagenverkäufen.
Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten in MEUR
Das Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten ist um 96,5 % von MEUR 106,7 auf MEUR 3,7 gesunken und erreichte damit 1,2 % der Umsatzerlöse, nach 21,8 % im Vorjahr.
Nicht wiederkehrende Posten in MEUR
Im Geschäftsjahr 2015 sind Aufwendungen für nicht wiederkehrende Posten in Höhe von MEUR 27,0 angefallen. Es handelt sich hierbei mit MEUR 3,1 um Kosten für die Restrukturierung von Produktionsstandorten in den USA und UK, mit MEUR 2,0 um Wertminderungen von Sachanlagen, mit MEUR 21,9 um Wertminderungen von Firmenwerten. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen im Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Höhe von MEUR 1,2 gegenüber.
Bedingt durch den Umsatzrückgang und den nicht wiederkehrenden Posten ist das Betriebsergebnis von MEUR 67,5 in 2014 auf MEUR minus 22,1 im Jahr 2015 zurückgegangen.
Das Finanzergebnis betrug 2015 MEUR 2,1 nach MEUR 12,6 im Jahr 2014.
Die sonstigen finanziellen Erträge aus Options- und Earn-Out-Bewertungen haben sich von MEUR 24,6 im Jahr 2014 auf MEUR 8,7 im Jahr 2015 reduziert.
Der Nettozinsaufwand belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR minus 6,6 (2014: MEUR minus 11,0). Im Zinsaufwand wird auch der Ergebnisanteil der vom jeweiligen Management gehaltenen Anteile an einzelnen Tochtergesellschaften erfasst, er belief sich 2015 auf MEUR minus 1,9 (2014: MEUR minus 4,6).
Das Ergebnis nach Steuern für das Jahr 2015 betrug MEUR minus 19,0 nach MEUR 54,0 im Jahr zuvor.
Das Ergebnis pro Aktie erreichte EUR minus 1,19 im Jahr 2015 nach EUR 3,38 im Jahr 2014.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2015 eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je Aktie vor, was eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt MEUR 8,0 an die Aktionäre ergibt.
Vermögens- und Finanzlage
Das Konzerneigenkapital zum 31.12.2015 betrug MEUR 450,4 nach MEUR 455,7 zum 31.12.2014. Die Eigenkapitalquote erreichte 60,8 % im Vergleich zu 56,9 % im Jahr zuvor. Diese Entwicklung ist einerseits auf den gestiegenen US-Dollar Kurs zurückzuführen, der zu einer positiven Entwicklung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung führte und andererseits auf die reduzierte Bilanzsumme.
Die Netto-Cash-Position zum 31.12.2015 betrug MEUR 26,2, das ist um MEUR 61,8 höher als die Nettoverschuldung zum 31.12.2014 (MEUR 35,6). Das Gearing (die Nettoverschuldung in Prozent zum Eigenkapital) belief sich zum 31.12.2015 auf minus 5,8 % nach 7,8 % im Jahr davor.
Der Cashflow aus dem Ergebnis hat sich aufgrund des negativen Ergebnisses nach Steuern von MEUR 138,9 in 2014 auf MEUR 46,3 im Jahr 2015 reduziert.
Das Nettoumlaufvermögen ist von MEUR 199,2 zum 31.12.2014 auf MEUR 150,4 zum 31.12.2015 gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem auf eine deutliche Senkung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Vorräte zurückzuführen. Dadurch konnte der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr, trotz geringerem Ergebnis nach Steuern, von MEUR 67,9 auf MEUR 103,4 gesteigert werden.
Die Nettomittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit betrugen insgesamt MEUR 18,3 (2014: MEUR 64,5). Davon entfielen MEUR 22,9 (2014: MEUR 43,8) auf Sachanlagenzugänge. Letztere betreffen mit MEUR 18,1 das Segment Oilfield Equipment, hauptsächlich den weiteren Ausbau der Mietflotte an Bohrmotoren und mit MEUR 4,3 das Segment High Precision Components.
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt.
Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die notwendigen Informationen von den operativen Einheiten an den Vorstand.
Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.
Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.
Weiters wird die Liquiditätsplanung der Gesellschaften laufend überwacht und mit den Holdingvorgaben abgestimmt.
Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Weiters werden die Jahresabschlüsse aller operativen Gesellschaften und Holdinggesellschaften durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.
Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen). Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungs-Programm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.
Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 42 im Konzernabschluss.
Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 21 im Konzernabschluss.
DETAILANALYSE
| KONZERNBILANZ | 23 |
|---|---|
| KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 25 |
| KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG | 26 |
| KONZERNGELDFLUSSRECHNUNG | 27 |
| ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS | 28 |
| ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS | 29 |
| Kurzfristiges Vermögen | |||
|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | 196.278 | 130.220 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Erläuterung 5 | 49.199 | 107.311 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 5.205 | 641 | |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | Erläuterung 6 | 4.320 | 4.778 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | Erläuterung 12 | 2.230 | 0 |
| Vorräte | Erläuterung 7 | 133.748 | 164.694 |
| SUMME KURZFRISTIGES VERMÖGEN | 390.980 | 407.644 | |
| Langfristiges Vermögen | |||
| Sachanlagen | Erläuterung 8 | 193.024 | 203.688 |
| Firmenwerte | Erläuterung 9 | 81.718 | 100.417 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | Erläuterung 9 | 50.749 | 59.735 |
| Langfristige Forderungen und Vermögenswerte | Erläuterung 10 | 12.864 | 18.962 |
| Aktive latente Steuern | Erläuterung 11 | 11.168 | 9.990 |
| SUMME LANGFRISTIGES VERMÖGEN | 349.523 | 392.792 | |
| SCHULDEN UND EIGENKAPITAL in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 | |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | |||
| Bankverbindlichkeiten | Erläuterung 13 | 32.174 | 35.744 |
| Kurzfristiger Teil der Anleihen | Erläuterung 17 | 0 | 19.993 |
| Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen | Erläuterung 18 | 12.783 | 11.673 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 63 | 92 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.150 | 24.050 | |
| Erhaltene Zuschüsse | Erläuterung 14 | 205 | 37 |
| Ertragsteuerrückstellung | 1.502 | 10.524 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Erläuterung 15 | 24.696 | 36.629 |
| Sonstige Rückstellungen | Erläuterung 16 | 4.708 | 7.013 |
| SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN | 87.281 | 145.755 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Darlehen | Erläuterung 18 | 125.049 | 98.196 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 27 | 91 | |
| Erhaltene Zuschüsse | Erläuterung 14 | 153 | 437 |
| Rückstellungen für Sozialkapital | Erläuterung 19 | 5.821 | 6.831 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Erläuterung 20 | 52.459 | 70.807 |
| Passive latente Steuern | Erläuterung 11 | 19.353 | 22.644 |
| SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN | 202.862 | 199.006 | |
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | Erläuterung 21 | 15.982 | 15.976 |
| Kapitalrücklagen | 68.357 | 67.560 | |
| Gesetzliche Rücklage | Erläuterung 22 | 785 | 785 |
| Sonstige Rücklagen | 19 | 22 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 50.166 | 13.834 | |
| Kumulierte Ergebnisse | 315.051 | 357.498 | |
| SUMME EIGENKAPITAL | 450.360 | 455.675 | |
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 740.503 | 800.436 |
| in TEUR | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Erläuterung 23 | 313.734 | 488.612 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
Erläuterung 24 | -252.610 | -327.197 |
| Bruttoergebnis | 61.124 | 161.415 | |
| Vertriebsaufwendungen | Erläuterung 24 | -19.757 | -22.536 |
| Verwaltungsaufwendungen | Erläuterung 24 | -32.879 | -33.017 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | Erläuterung 25 | -18.738 | -14.078 |
| Sonstige betriebliche Erträge | Erläuterung 25 | 13.995 | 14.896 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen | |||
| und Restrukturierungsmaßnahmen | 3.745 | 106.680 | |
| Restrukturierungserlöse | Erläuterung 26 | 1.181 | 0 |
| Restrukturierungsaufwendungen | Erläuterung 26 | -3.146 | -374 |
| Wertminderung von Sachanlagen | Erläuterung 8 | -2.010 | -4.258 |
| Wertminderung von Firmenwerten | Erläuterung 9 | -21.880 | -34.588 |
| Betriebsergebnis nach Wertminderungen | |||
| und Restrukturierungsmaßnahmen | -22.110 | 67.460 | |
| Zinserträge | 1.308 | 679 | |
| Zinsaufwendungen | Erläuterung 27 | -7.940 | -11.706 |
| Sonstige finanzielle Erträge | Erläuterung 28 | 3.180 | 19.552 |
| Sonstige finanzielle Aufwendungen | -45 | -1.133 | |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
Erläuterung 29 | 5.575 | 5.159 |
| Finanzergebnis | 2.078 | 12.551 | |
| Ergebnis vor Steuern | -20.032 | 80.011 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | Erläuterung 30 | 1.050 | -26.004 |
| Ergebnis nach Steuern | -18.982 | 54.007 | |
| Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien | 15.980.422 | 15.959.912 | |
| Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) | -1,19 | 3,38 |
| in TEUR | 2015 | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -18.982 | 54.007 | |
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn und Verlustrechnung umgegliedert werden können |
|||
| Währungsumrechnung Eigenkapital | 34.560 | 42.244 | |
| Währungsumrechnung sonstige Positionen (1) | 2.362 | 2.390 | |
| darauf entfallende Steuern | Erläuterung 30 | -590 | -597 |
| 36.332 | 44.037 | ||
| Beträge, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und | |||
| Verlustrechnung nicht umgegliedert werden können | |||
| Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | Erläuterung 19 | 673 | -166 |
| darauf entfallende Steuern | -168 | 41 | |
| 505 | -125 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 36.837 | 43.912 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 17.855 | 97.919 | |
(1) Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften
| Ergebnis nach Steuern | -18.982 | 54.007 | |
|---|---|---|---|
| Abschreibungen und Wertminderungen | 75.255 | 81.831 | |
| Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen | -1.010 | 844 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen | -1.529 | -270 | |
| Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen | -123 | -292 | |
| Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge | -715 | 3.558 | |
| Veränderung von latenten Steuern | -6.615 | -734 | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 46.281 | 138.944 | |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 65.624 | -16.165 | |
| Veränderung sonstiger Forderungen | -3.896 | 2.284 | |
| Veränderung Vorräte | 43.301 | -11.782 | |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -14.211 | -19.003 | |
| Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen | -33.662 | -26.362 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Erläuterung 39 | 103.437 | 67.916 |
| Investitionen in Sachanlagen | -22.875 | -43.798 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -176 | -1.172 | |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Investitionen | -68 | -569 | |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel | Erläuterung 40 | 0 | -23.250 |
| Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen | 4.811 | 4.315 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | Erläuterung 39 | -18.308 | -64.474 |
| Dividendenzahlungen | -23.973 | -23.964 | |
| Rückzahlung Finanzierungsleasing | -86 | -18 | |
| Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter | Erläuterung 34 | 0 | -997 |
| Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten | -4.176 | 596 | |
| Aufnahme von langfristigen Darlehen | Erläuterung 18 | 41.200 | 0 |
| Rückzahlung von langfristigen Darlehen | Erläuterung 18 | -13.238 | -12.935 |
| Rückzahlung von Anleihen | Erläuterung 17 | -20.000 | 0 |
| Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten | -5.189 | -1.983 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | Erläuterung 39 | -25.462 | -39.301 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 59.667 | -35.859 | |
| Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres | 130.220 | 158.366 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | 6.391 | 7.713 | |
| Finanzmittelbestand am Ende des Jahres | Erläuterung 39 | 196.278 | 130.220 |
| Zusatzinformationen zum Cashflow aus | |||
| der laufenden Geschäftstätigkeitt | |||
| Zinseinzahlungen | 700 | 639 | |
| Zinsauszahlungen | -5.187 | -4.302 | |
| Entrichtete Ertragsteuern | -18.467 | -27.691 | |
| Jahr 2015 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Summe Eigentümer des Mutterunter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erläuterung | 21 | 22 | |||||||
| 1. Jänner 2015 | 15.976 | 67.560 | 785 | 22 | 13.834 | 357.498 | 455.675 | 0 | 455.675 |
| Ergebnis nach Steuern | -18.982 | -18.982 | -18.982 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 36.332 | 505 | 36.837 | 36.837 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 36.332 | -18.477 | 17.855 | 0 | 17.855 |
| Dividende (1) | -23.973 | -23.973 | -23.973 | ||||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 797 | 803 | 803 | |||||
| Rücklagenbewegung | -3 | 3 | 0 | 0 | |||||
| 31. Dezember 2015 | 15.982 | 68.357 | 785 | 19 | 50.166 | 315.051 | 450.360 | 0 | 450.360 |
(1) Die Dividende von TEUR 23.973 im Jahr 2015 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.982 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,50 pro Aktie.
| Jahr 2014 in TEUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gesetzliche Rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Kumulierte Ergebnisse |
Summe Eigentümer des Mutterunter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erläuterung | 21 | 22 | |||||||
| 1. Jänner 2014 | 15.912 | 61.567 | 785 | 26 | -30.203 | 332.257 | 380.344 | 1.843 | 382.187 |
| Ergebnis nach Steuern | 54.007 | 54.007 | 54.007 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 44.037 | -125 | 43.912 | 43.912 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 44.037 | 53.882 | 97.919 | 0 | 97.919 |
| Dividende (1) | -23.964 | -23.964 | -997 | -24.961 | |||||
| Aktienbasierte Vergütung | 6 | 1.088 | 1.094 | 1.094 | |||||
| Abgang nicht beherrschender Anteile mit Abgang eigener Aktien |
58 | 4.905 | -4.681 | 282 | -846 | -564 | |||
| Rücklagenbewegung | -4 | 4 | 0 | 0 | |||||
| 31. Dezember 2014 | 15.976 | 67.560 | 785 | 22 | 13.834 | 357.498 | 455.675 | 0 | 455.675 |
(1) Die Dividende von TEUR 23.964 im Jahr 2014 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.976 ausgeschüttet. Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,50 pro Aktie.
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen, SBO) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen.
Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.
Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB erfüllt.
Der vorliegende Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2015 (Stichtag 31. Dezember 2015) wurde am 3. März 2016 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen 36 (Vorjahr: 35) Tochterunternehmen einbezogen:
| Direkt und indirekt gehaltene Anteile in % |
Direkt und indirekt gehaltene Anteile in % |
||
|---|---|---|---|
| Unternehmen | Sitz | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH | Ternitz, AT | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann America Inc. | Wilmington, US | 100,00 | 100,00 |
| Knust-Godwin LLC (*) | Houston, US | 100,00 | 93,60 |
| Knust-SBO Far East Pte. Ltd. (*) | Singapur, SG | 100,00 | 93,60 |
| Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. (*) | Lafayette, US | 93,25 | 86,80 |
| Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.L.C. | Houston, US | 100,00 | 100,00 |
| BICO Drilling Tools Inc. (*) | Houston, US | 89,55 | 85,00 |
| BICO Faster Drilling Tools Inc. (*) | Nisku, CA | 77,91 | 73,95 |
| Schoeller-Bleckmann Canada Ltd. | Calgary, CA | 100,00 | 100,00 |
| Resource Completion Systems Holdings Inc. (**) | Calgary, CA | 67,00 | 67,00 |
| Resource Well Completion Technologies Inc. (**) | Calgary, CA | 67,00 | 67,00 |
| Resource Completion Systems Inc. (**) | Calgary, CA | 67,00 | 67,00 |
| Resource Well Completion Technologies Corp. (**) | Dallas, US | 67,00 | 0,00 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited | Rotherham, GB | 100,00 | 100,00 |
| Darron Tool & Engineering Limited | Rotherham, GB | 100,00 | 100,00 |
| Darron Oil Tools Limited | Rotherham, GB | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann Darron Limited (*) | Aberdeen, GB | 91,00 | 91,00 |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited (*) | Aberdeen, GB | 94,00 | 94,00 |
| Techman Engineering Limited (*) | Chesterfield, GB | 90,65 | 91,35 |
| Schoeller-Bleckmann (UK) Limited | Chesterfield, GB | 100,00 | 0,00 |
| DSI FZE | Dubai, AE | 100,00 | 100,00 |
| Drilling Systems International Limited | Cayman Islands, CY | 100,00 | 100,00 |
| DSI Saudi LLC | Al-Khobar, KSA | 100,00 | 0,00 |
| DSI PBL de Mexico S. A. de C. V. | Villahermosa, MX | 100,00 | 0,00 |
| Schoeller Bleckmann do Brasil, Ltda. | Macaè, BR | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. (*) | Monterrey, MX | 97,00 | 97,00 |
| SB Darron Pte. Ltd. | Singapur, SG | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE | Dubai, AE | 100,00 | 100,00 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd. | Binh Duong, VN | 100,00 | 100,00 |
(*) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 20.
(**) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile in Zusammenhang mit den bestehenden Optionsvereinbarungen, siehe Erläuterung 20.
Für sämtliche Gesellschaften entsprechen die Anteile den Stimmrechten, wodurch die Beherrschung der Tochterunternehmen direkt aus den gehaltenen Anteilen abzuleiten ist.
Im Jahr 2015 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:
Die angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2015 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals angewandt. Eine Auswirkung auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ergab sich jedoch nur, wenn dies in der folgenden Tabelle mit "ja" gekennzeichnet ist.
| Regelung | Inkrafttreten 1 | Auswirkungen auf den Konzernabschluss |
|
|---|---|---|---|
| IFRIC 21 | Abgaben (Levies) | 17.06.2014 | nein |
| diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2011-2013 | 01.01.2015 | nein |
1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
Folgende, bereits veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende bzw. von der Europäischen Union noch nicht übernommene neue bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2015 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet werden:
| Regelung | Inkrafttreten 1 | Auswirkungen auf den Konzernabschluss |
|
|---|---|---|---|
| IAS 1 | Angabeinitiative | 01.01.2016 1 | offen |
| IAS 7 | Angabeinitiative | 01.01.2017 2 | offen |
| IAS 12 | Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 01.01.2017 2 | nein |
| IAS 16 | Abschreibungsmethoden – Klarstellung von | 01.01.2016 1 | nein |
| IAS 38 | zulässigen Abschreibungsmethoden | ||
| IAS 16 | Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 01.01.2016 1 | nein |
| IAS 41 | |||
| IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Beiträge von Arbeitnehmern | 01.02.2015 1 | nein |
| IAS 27 | Equity Methode für Anteile im separaten Abschluss (des Mutterunternehmens) |
01.01.2016 1 | nein |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 2 | offen |
| IFRS 10 IAS 28 |
Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture |
auf unbe stimmte Zeit verschoben |
nein |
| IFRS 10 IFRS 12 IAS 28 |
Investmentgesellschaften: Ausnahme von der Konsolidierungspflicht |
01.01.2016 2 | nein |
| IFRS 11 | Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlicher Tätigkeit |
01.01.2016 1 | nein |
| IFRS 15 | Ertragsrealisierung aus Kundenverträgen | 01.01.2018 2 | ja |
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.2019 2 | ja |
| diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2010-2012 | 01.02.2015 1 | nein |
| diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014 | 01.01.2016 1 | nein |
1 In der EU anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
² Der Standard ist in der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurde nicht vorzeitig angewendet. Das angegebene Datum betrifft das vom IASB beschlossene Erstanwendungsdatum.
IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Als Grundlage bezieht sich der Standard dabei auf die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden. Weiters sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert. Der Standard enthält darüber hinaus neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Die Gesellschaft prüft derzeit, welche Auswirkungen eine Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat. Die Gesellschaft erwartet aus der Anwendung von IFRS 9 keine wesentlichen Auswirkungen.
Auf Basis dieses neuen Standards soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die ein Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden bei Erfüllung der Leistungsverpflichtung des Unternehmens realisiert. Zudem fordert IFRS 15 die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Abschlussadressaten in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen.
Im Konzern werden derzeit die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des neuen Standards auf den Konzernabschluss evaluiert. Die bisherige Analyse hat ergeben, dass sich bei Verträgen mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern die einzige Leistungsverpflichtung ist, voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Die Umsatzrealisierung erfolgt zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht, was grundsätzlich bei der Lieferung der Fall ist. Bei der Erbringung von Service- und Reparaturleistungen erfolgt die Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Lieferung der servicierten bzw. reparierten Güter an den Kunden, somit auch hier zu jenem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Bei Verträgen mit Kunden, deren Leistungsverpflichtung die Vermietung von Bohrwerkzeugen ist, erfolgt die Umsatzrealisierung nutzungsabhängig, das heißt konkret über den Zeitraum, in dem der Kunde den Nutzen aus der Verwendung der Bohrwerkzeuge erhält. Auch hier werden sich voraussichtlich keine Änderungen auf den Konzernabschluss ergeben. Der Evaluierungsprozess wird laufend weitergeführt werden, eine vorzeitige Anwendung des Standards ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.
Der neue Standard regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor, welches beim Leasingnehmer dazu führt, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind. Ausgenommen sind Leasingvereinbarungen deren Laufzeit 12 Monate oder weniger beträgt oder Vereinbarungen betreffend eines geringwertigen Vermögenswertes (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungsoder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease), wobei sich das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 hierbei nicht wesentlich von dem in IAS 17 Leasingverhältnisse unterscheidet. Die Gesellschaft prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.
Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß International Financial Reporting Standards auf Grundlage der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Summe aus übertragener Gegenleistung und nicht beherrschender Anteile mit den erworbenen identifizierbaren neu bewerteten Vermögenswerten und übernommenen Schulden. Die Gegenleistung für einen Unternehmenszusammenschluss wird im Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung werden in Übereinstimmung mit IAS 39 in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen finanziellen Aufwendungen oder Erträgen erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft wird, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Verwaltungsaufwendungen erfasst.
Nicht beherrschende Anteile werden im Konzern mit dem anteiligen neu bewerteten Reinvermögen im Erwerbszeitpunkt angesetzt. In der Folge wird den nicht beherrschenden Anteilen ein entsprechender Anteil am Ergebnis nach Steuern und am sonstigen Ergebnis zugeordnet, was bei Verlusten des betreffenden Tochterunternehmens auch zu einem negativen Saldo führen kann. Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses in 2014 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens sowie vom EBITDA-Multiple der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) zum Ausübungszeitpunkt abhängig. Der auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung erwartete diskontierte Zahlungsbetrag aus dieser Option wird in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht. Aufgrund der beidseitigen Optionsmöglichkeit zu gleichen Bedingungen wird von einem effektiven Erwerb von 100 % zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbes ausgegangen.
Im Rahmen eines weiteren Unternehmenszusammenschlusses in 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben (Put-Option). Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Der auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung erwartete diskontierte Zahlungsbetrag aus dieser Option wird in den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert, da eine unbedingte Zahlungsverpflichtung für den Konzern besteht.
Aus Konzernsicht werden somit aufgrund beider Optionsverpflichtungen 100 % der Anteile an diesen Gesellschaften bilanziert. Die Ergebnisse der betreffenden Tochterunternehmen werden folglich zu 100 % den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechnet. Dividendenzahlungen an die nicht beherrschenden Gesellschafter werden in den sonstigen finanziellen Aufwendungen erfasst.
Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag abgestimmt und im Rahmen der Konsolidierung gegeneinander aufgerechnet.
Umsatzerlöse und sonstige Erträge aus Geschäftsbeziehungen zwischen den Konzernunternehmen werden in der betreffenden Konsolidierungsperiode abgestimmt und gegen die entsprechenden Aufwendungen verrechnet.
Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden.
Der Konzernabschluss wird unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt.
Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.
Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht.
Für die Konzernabschlusserstellung werden die in funktionaler Währung erstellten Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der modifizierten Stichtagskursmethode in EURO umgerechnet:
| 1 EUR = | Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 | 2015 | 2014 | ||
| USD | 1,0887 | 1,2141 | 1,1096 | 1,3288 | |
| GBP | 0,7340 | 0,7789 | 0,7260 | 0,8064 | |
| CAD | 1,5116 | 1,4063 | 1,4176 | 1,4669 | |
| MXN | 18,9145 | 17,8679 | 17,5995 | 17,6621 | |
| BRL | 4,3117 | 3,2207 | 3,6916 | 3,1228 | |
| VND | 24.575,2 | 26.023,2 | 24.223,1 | 28.040,3 |
Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen, wobei die Veränderung im laufenden Jahr im "sonstigen Ergebnis" der Gesamtergebnisrechnung dargestellt wird.
Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.
Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden in Übereinstimmung mit IAS 39 zum Erfüllungstag erfasst.
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder gekündigt oder erloschen ist.
In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen (Klassifizierung gemäß IAS 39):
Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung enthaltenen Barbestände, Sichteinlagen und kurzfristigen, äußerst liquiden Finanzinvestitionen, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen, als Finanzmittelbestand. Die Bewertung der Barbestände und Sichteinlagen erfolgt zu Tageswerten zum Bilanzstichtag.
Die kurzfristigen Veranlagungen stellen zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte mit einer Laufzeit von unter 3 Monaten dar, welche nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte sind, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden.
Nach der erstmaligen Erfassung werden zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste im "sonstigen Ergebnis" der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem zum Abschlussstichtag geltenden Marktpreis der Vermögenswerte. Bei Abgang oder Wertminderung der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte werden bis dahin entstandene Gewinne oder Verluste in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zinsen und Dividenden aus Finanzinvestitionen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese umfassen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.
Forderungen werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert.
Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallsrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausfälle von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.
Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Weiters sind Kaufpreise für Anteile an Tochtergesellschaften, die vom Management gehalten werden, in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten. Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufsbetrag bemisst sich jeweils in der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes. Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen erfasst ist. Dieser laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für den Effektivzinsaufwand angesehen.
Weitere finanzielle Verbindlichkeiten resultieren aus dem Management gewährten Genussrechten an Tochtergesellschaften. Die Übertragung dieser Genussrechte an Dritte ist nur mit Zustimmung der Gesellschaft möglich bzw. besteht bei Eintritt bestimmter Ereignisse eine Kaufoption, wobei sich der Rückkaufsbetrag am Nettovermögen der jeweiligen Tochtergesellschaft zum Ausübungszeitpunkt bemisst. Der laufende Ergebnisanteil wird als repräsentativ für den Effektivzinsaufwand angesehen und erhöht entsprechend die Verbindlichkeit.
Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.
Das Unternehmen setzt die folgenden Instrumente ein:
Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.
Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen im Betriebsergebnis dargestellt.
Zudem bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen. Diese werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrundeliegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus Änderungen des erwarteten diskontierten Zahlungsbetrages betreffend bedingter Kaufpreisverpflichtungen werden in den sonstigen finanziellen Erträgen oder Aufwendungen erfasst, jene betreffend Optionsverbindlichkeiten in der Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" (siehe dazu im Abschnitt "Rückwirkende Anpassungen").
Anlässlich eines Unternehmenserwerbs in 2010 wurde einmalig eine Fremdwährungssicherung des Kaufpreises zwischen Vertragsabschluss und Closing durchgeführt, die als Fair Value Hedge mit einer nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtung als Grundgeschäft bilanziert wurde. Der auf das besicherte Risiko entfallende Verlust wurde als Basis Adjustment auf die erworbenen Vermögenswerte erfasst und wird nun entsprechend der Erfolgswirksamkeit dieser Vermögenswerte (analog zur Abschreibung über die geschätzte Nutzungsdauer) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungsoder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:
| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte: | |
| Software | 4 |
| Technologie | 5 - 10 |
| Kundenbeziehungen | 5 - 10 |
| Wettbewerbsvereinbarungen | 5 - 10 |
| Markenrechte | 10 |
| Sachanlagen: | |
| Bauten | 5 - 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 17 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 10 |
Das Unternehmen ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Werthaltigkeit erforderlich, nimmt das Unternehmen eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den jeweils erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Wertminderungsaufwendungen der fortzuführenden Geschäftsbereiche werden erfolgswirksam in der Position "Wertminderungen auf Sachanlagen" erfasst (siehe dazu im Abschnitt "Rückwirkende Anpassungen").
Es wird zu jedem Abschlussstichtag eine Überprüfung vorgenommen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr länger besteht oder sich verringert hat. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird nur dann rückgängig gemacht, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung der Annahmen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Die Wertaufholung ist dahingehend begrenzt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts weder seinen erzielbaren Betrag noch den Buchwert übersteigen darf, der sich nach Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben hätte, wenn in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.
Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst, sofern es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte handelt.
Gemietete Sachanlagen, bei denen sich aufgrund der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge Rechte gleich einem Eigentümer ("finance lease") ergeben, werden wirtschaftlich als Anlagenkäufe behandelt und zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in der Bilanz als Leasingfinanzierungsverpflichtungen ausgewiesen.
Zinsaufwendungen aus aktivierten Leasinggegenständen basieren auf einem Zinssatz von 4,0 %. Dieser wird abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund des erwarteten Cashflows gegenüber gestellt.
Ein einmal erfasster Wertminderungsaufwand für einen Firmenwert wird in den Folgeperioden nicht wieder zugeschrieben.
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Es werden dabei sämtliche temporäre Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der Einzelgesellschaften in Höhe des Steuersatzes bei Effektuierung der Umkehrung dieser Differenzen in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Latente Steueraufwendungen oder Erträge ergeben sich aus Veränderungen von aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen. Aktive latente Steuern werden dabei in dem Ausmaß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Aktive latente Steuern sind auch für steuerliche Verlustvorträge zu bilden, wenn diese Verlustvorträge durch zukünftige steuerliche Gewinne verbraucht werden können.
Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden.
Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die entweder im "sonstigen Ergebnis" oder direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im "sonstigen Ergebnis" bzw. direkt im Eigenkapital erfasst.
Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.
Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten "sonstige betriebliche Erträge" in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.
Leistungsorientierte Pläne betreffen ausschließlich Abfertigungsverpflichtungen österreichischer Gesellschaften. Der Arbeitgeber ist bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von mittlerweile 4 bis 12 bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Monatsbezügen. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge werden zu jedem Abschlussstichtag mittels versicherungsmathematischer Bewertung unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" mit einem Ansparzeitraum von 25 Jahren berechnet und entsprechen dem Barwert der von den Dienstnehmern bis zum Abschlussstichtag erworbenen Leistungsansprüche. Für das Pensionsantrittsalter werden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen herangezogen. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen und entsprechende Fluktuationsabschläge werden auf Basis der Erfahrungen der mittelfristigen Vergangenheit berücksichtigt.
Sämtliche Neubewertungen bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfasst. Weitere Anmerkungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen sind in Erläuterung 19 enthalten.
Für Dienstverhältnisse, die österreichischem Recht unterliegen und nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.
Bei verschiedenen Konzerngesellschaften bestehen beitragsorientierte Pensionspläne einerseits aufgrund länderspezifischer gesetzlicher Verpflichtungen sowie andererseits aufgrund des Abschlusses von Betriebsvereinbarungen bzw. einzelvertraglicher Pensionsvereinbarungen. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit an den jeweiligen Pensionsfonds zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.
Beiträge zu sämtlichen beitragsorientierten Versorgungsplänen werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die das Unternehmen zur Beitragsleistung verpflichtet.
Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen (leistungsorientiertes System). Die rückzustellenden Beträge werden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet. Die Parameter der Abfertigungsrückstellung finden ebenso bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung Anwendung. Neubewertungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Eigene Aktien werden zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Aktien wird direkt im Eigenkapital erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Nennwert und der Gegenleistung werden in der Kapitalrücklage erfasst.
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren gelten bei Übergang der Chancen und Risiken, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger, als realisiert. Erträge aus Service- und Reparaturtätigkeiten gelten mit dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung als realisiert.
Einzelne Unternehmen innerhalb der SBO-Gruppe treten als Leasinggeber auf, wobei die Vereinbarungen ausschließlich operatives Leasing betreffen. Dabei werden Erträge laufend auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch den Kunden realisiert, grundsätzlich werden demnach keine Mindestleasingverpflichtungen bzw. Mindesterträge vereinbart.
Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.
Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen sind zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen, falls die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 nicht gänzlich erfüllt werden. Im Konzernabschluss der SBO werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien bzw. mangels betragsmäßiger Wesentlichkeit in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst.
Beginnend mit 2014 wurde mit dem Vorstandsvorsitzenden eine Vereinbarung über eine aktienbasierte Vergütung für die Jahre 2014-2018 abgeschlossen, deren jährliche Gewährung ein jeweils aufrechtes Dienstverhältnis voraussetzt. Da die Kompensation tatsächlich in eigenen Aktien erfolgt bzw. erfolgen wird, wird die Erfassung laufend über den Personalaufwand und innerhalb des Eigenkapitals vorgenommen.
Das Ergebnis pro Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt, indem der auf die Eigentümer des Mutterunternehmens entfallende Anteil am Ergebnis nach Steuern durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien des Geschäftsjahres dividiert wird.
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden. Im Folgenden werden die wesentlichen Schätzungen und Ermessensentscheidungen erläutert, die diesem Konzernabschluss zugrundeliegen.
Bei der Erfassung und der Bewertung von im Zuge von Unternehmenserwerben angesetzten immateriellen Vermögenswerten sind Annahmen und Ermessensentscheidungen zu treffen (siehe Erläuterung 9).
Bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9). Weiters sind, falls Anhaltspunkte für eine Wertminderung von Sachanlagen oder immateriellen Vermögenswerten erkannt werden, Schätzungen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages erforderlich.
Für den jährlichen Wertminderungstest der Geschäfts- und Firmenwerte bzw. der noch nicht nutzungsbereiten immateriellen Vermögenswerte erfolgt eine Schätzung der Nutzungswerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).
Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements notwendig, zu welchem Zeitpunkt und in welchem Ausmaß künftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).
Bei der Vorratsbewertung sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7).
Bei Forderungen sind Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit notwendig (siehe Erläuterung 5).
Für den Ansatz von Rückstellungen muss die Eintrittswahrscheinlichkeit zum Abschlussstichtag vom Management evaluiert werden. Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 16).
Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und Fluktuationswahrscheinlichkeiten (siehe Erläuterung 19).
Die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die von den jeweils vorliegenden Ergebnisplanungen der betroffenen Gesellschaften bzw. in einem Fall auch vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abgeleitet werden. Ermessensentscheidungen sind bei der Ermittlung der voraussichtlichen künftigen Cashflows, der Wahl des angemessenen Abzinsungssatzes sowie des EBITDA-Multiples erforderlich (siehe Erläuterungen 15, 20 und 29).
Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen werden als Teil des Unternehmenszusammenschlusses zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Erfüllt die bedingte Gegenleistung die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit, wird sie in den Folgeperioden zu jedem Abschlussstichtag zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf diskontierten Cashflows, die jeweils aus vorliegenden Umsatz- und Ergebnisplanungen abgeleitet werden. Die Grundannahmen berücksichtigen die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung der Erfolgsziele und den Abzinsungsfaktor (siehe Erläuterungen 15, 20 und 35).
Für die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Managementbeteiligungen und Genussrechten sind die zukünftige Zugehörigkeitsdauer der jeweiligen Personen zum Unternehmen und die zukünftige Ergebnisentwicklung zu schätzen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass der jeweilige Anteil am aktuellen Jahresergebnis der Tochtergesellschaft im Wesentlichen dem Effektivzinsaufwand entspricht (siehe Erläuterung 20).
Aus Wesentlichkeitsüberlegungen werden 2015 Bewertungsgewinne und -verluste aus Optionsverbindlichkeiten in der Gewinnund Verlustrechnung in einer separaten Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" ausgewiesen, um dadurch eine zuverlässige und relevantere Darstellung der Ertragslage zu gewährleisten. Um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, wurde im Zuge dessen ein in 2014 erfasster Bewertungsgewinn in Höhe von TEUR 5.159, welcher im Konzernabschluss 2014 innerhalb der "sonstigen finanziellen Erträge" erfasst war, rückwirkend in die Position "Aufwendungen/ Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" umgegliedert.
Weiters werden zum Zwecke der verbesserten Darstellung Wertminderungen von Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.258, die im Geschäftsjahr 2014 innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen ausgewiesen wurden, rückwirkend in eine eigene Position "Wertminderung von Sachanlagen" umgegliedert.
Im Folgenden werden die rückwirkenden Anpassungen der Finanzinformationen 2014 sowie die Auswirkungen dieser Änderungen auf die Finanzinformationen 2015 dargestellt.
Korrekturbeträge für die Konzerngewinn- und -verlustrechnung:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Restrukturierungsaufwendungen | -3.146 | 4.258 |
| Wertminderung von Sachanlagen | -2.010 | -4.258 |
| Betriebsergebnis | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Erträge | -5.575 | -5.159 |
| Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen |
5.575 | 5.159 |
| Finanzergebnis | 0 | 0 |
Diese Umgliederungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung hatten keine Auswirkungen auf das Ergebnis pro Aktie bzw. die Bilanzwerte, ebenso ergeben sich daraus keine Verschiebungen innerhalb des Cashflows.
| Weder überfällig | Überfällig aber nicht wertgemindert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buchwert | noch wertgemindert | ≤ 30 Tage | 31-60 Tage | 61-90 Tage | 91-120 Tage | > 120 Tage |
| 2015 | 49.199 | 26.016 | 10.389 | 5.740 | 4.045 | 1.702 | 1.167 |
| 2014 | 107.311 | 61.099 | 22.132 | 10.951 | 7.360 | 2.789 | 2.668 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 962).
Der Buchwert der wertgeminderten Forderungen beträgt TEUR 139 (Vorjahr: TEUR 312). Wertminderungen werden erfasst, sobald Anzeichen für einen drohenden Zahlungsausfall bestehen, üblicherweise zumindest bei einer Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen.
Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand 1. Jänner | 2.176 | 2.056 |
| Kursdifferenzen | 154 | 210 |
| Zugang Konsolidierungskreis | 0 | 559 |
| Verbrauch | -28 | -1.451 |
| Auflösung | -1.227 | -616 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 4.810 | 1.418 |
| Stand 31. Dezember | 5.885 | 2.176 |
Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.
Diese Position enthält im Wesentlichen Forderungen gegenüber Steuerbehörden sowie Periodenabgrenzungen.
Zu den Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.
Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.021 | 13.622 |
| Unfertige Erzeugnisse | 56.049 | 66.849 |
| Fertige Erzeugnisse | 70.644 | 84.107 |
| Anzahlungen | 34 | 116 |
| Summe | 133.748 | 164.694 |
Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2015 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 5.643 (Vorjahr: TEUR 3.943).
Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:
| Andere Anlagen, | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Technische | Betriebs- und | Anzahlungen | |||
| Jahr 2015 in TEUR |
Grundstücke und Bauten |
Anlagen und Maschinen |
Geschäfts ausstattung |
und Anlagen in Bau |
Summe |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
| 1. Jänner 2015 | 96.941 | 354.406 | 14.561 | 5.810 | 471.718 |
| Umrechnungsdifferenzen | 6.084 | 21.948 | 715 | 162 | 28.909 |
| Zugänge | 2.164 | 18.930 | 598 | 1.183 | 22.875 |
| Umbuchungen | 24 | 6.030 | 14 | -6.073 | -5 |
| Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" | -3.250 | -12.608 | -372 | 0 | -16.230 |
| Abgänge | -340 | -16.467 | -1.776 | -9 | -18.592 |
| 31. Dezember 2015 | 101.623 | 372.239 | 13.740 | 1.073 | 488.675 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
|||||
| 1. Jänner 2015 | 24.300 | 233.087 | 10.643 | 0 | 268.030 |
| Umrechnungsdifferenzen | 1.488 | 13.376 | 556 | 0 | 15.420 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 3.409 | 34.479 | 1.613 | 0 | 39.501 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 0 | 2.010 | 0 | 0 | 2.010 |
| Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" | -1.871 | -11.780 | -349 | 0 | -14.000 |
| Abgänge | -337 | -13.257 | -1.716 | 0 | -15.310 |
| 31. Dezember 2015 | 26.989 | 257.915 | 10.747 | 0 | 295.651 |
| Buchwerte | |||||
| 31. Dezember 2015 | 74.634 | 114.324 | 2.993 | 1.073 | 193.024 |
| 31. Dezember 2014 | 72.641 | 121.319 | 3.918 | 5.810 | 203.688 |
| Andere Anlagen, | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr 2014 in TEUR |
Grundstücke und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||
| 1. Jänner 2014 | 85.013 | 305.060 | 12.283 | 8.287 | 410.643 | |
| Umrechnungsdifferenzen | 6.362 | 24.100 | 858 | 313 | 31.633 | |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 40 | 112 | 599 | 0 | 751 | |
| Zugänge | 3.072 | 32.357 | 1.750 | 6.619 | 43.798 | |
| Umbuchungen | 2.736 | 6.673 | 0 | -9.409 | 0 | |
| Abgänge | -282 | -13.896 | -929 | 0 | -15.107 | |
| 31. Dezember 2014 | 96.941 | 354.406 | 14.561 | 5.810 | 471.718 | |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
||||||
| 1. Jänner 2014 | 19.970 | 193.052 | 9.191 | 0 | 222.213 | |
| Umrechnungsdifferenzen | 1.523 | 14.278 | 648 | 0 | 16.449 | |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 18 | 36 | 361 | 0 | 415 | |
| Zugänge aus Abschreibungen | 3.010 | 31.396 | 1.352 | 0 | 35.758 | |
| Zugänge aus Wertminderungen | 0 | 4.257 | 0 | 0 | 4.257 | |
| Umbuchungen | 45 | -45 | 0 | 0 | 0 | |
| Abgänge | -266 | -9.887 | -909 | 0 | -11.062 | |
| 31. Dezember 2014 | 24.300 | 233.087 | 10.643 | 0 | 268.030 | |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2014 | 72.641 | 121.319 | 3.918 | 5.810 | 203.688 | |
| 31. Dezember 2013 | 65.043 | 112.008 | 3.092 | 8.287 | 188.430 |
Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: Österreich, USA, Großbritannien, Mexiko, Vietnam und Singapur.
Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und Brasilien geführt.
Die Umgliederung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte sowie die Wertminderungen des Geschäftsjahres 2015 werden in Erläuterung 12 dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Segment High Precision Components in Zusammenhang mit der Konzentration von Teilen der Fertigung auf einem Standort eine Wertminderung auf technische Anlagen und Maschinen der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Darron Tool & Engineering Limited in Höhe von TEUR 4.258 innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen erfasst. Diese Wertminderung wurde im Geschäftsjahr 2015 rückwirkend in die Position "Wertminderung von Sachanlagen" umgegliedert (siehe Erläuterung 4 sowie Erläuterung 26).
Im Geschäftsjahr 2015 sowie 2014 erfolgten keine Zuschreibungen.
Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2015 TEUR 3.062 (Vorjahr: TEUR 5.229).
Die unter den technischen Anlagen und Maschinen aktivierten geleasten Anlagegegenstände gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Anschaffungswert | 394 | 483 |
| Kumulierte Abschreibungen | -356 | -288 |
| Buchwert | 38 | 195 |
Aus der Nutzung solcher in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen bestehen Verpflichtungen für folgende Mindestleasingzahlungen:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 65 | 99 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 27 | 94 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
| Summe Mindestleasingzahlungen | 92 | 193 |
| Abzüglich Abzinsung | -2 | -10 |
| Barwert | 90 | 183 |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Im folgenden Jahr | 1.361 | 1.652 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 2.128 | 1.788 |
| Über fünf Jahre | 175 | 142 |
Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen, welche als laufender Aufwand verbucht wurden, betrugen im Jahr 2015 TEUR 2.079 (Vorjahr: TEUR 1.824).
Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:
| Jahr 2015 in TEUR |
Übrige Immaterielle |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Technologie | Wettbewerbs vereinbarungen |
Kunden beziehungen |
Vermögens werte |
Gesamt | |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
||||||
| 1. Jänner 2015 | 162.204 | 48.360 | 10.715 | 35.948 | 10.734 | 267.961 |
| Umrechnungsdifferenzen | 4.101 | 3.460 | 7 | 2.402 | 690 | 10.660 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 176 | 176 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 5 | 5 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -5 | -5 |
| 31. Dezember 2015 | 166.305 | 51.820 | 10.722 | 38.350 | 11.600 | 278.797 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
||||||
| 1. Jänner 2015 | 61.787 | 21.886 | 3.740 | 14.962 | 5.434 | 107.809 |
| Umrechnungsdifferenzen | 920 | 2.012 | 235 | 1.312 | 303 | 4.782 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 0 | 4.599 | 1.940 | 4.343 | 982 | 11.864 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 21.880 | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.880 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -5 | -5 |
| 31. Dezember 2015 | 84.587 | 28.497 | 5.915 | 20.617 | 6.714 | 146.330 |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2015 | 81.718 | 23.323 | 4.807 | 17.733 | 4.886 | 132.467 |
| 31. Dezember 2014 | 100.417 | 26.474 | 6.975 | 20.986 | 5.300 | 160.152 |
| Jahr 2014 in TEUR |
Wettbewerbs | Kunden | Übrige Immaterielle Vermögens |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Firmenwerte | Technologie | vereinbarungen | beziehungen | werte | Gesamt | |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
||||||
| 1. Jänner 2014 | 86.853 | 39.237 | 6.796 | 25.938 | 8.615 | 167.439 |
| Umrechnungsdifferenzen | 9.155 | 4.301 | 343 | 3.045 | 739 | 17.583 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 66.196 | 4.822 | 3.576 | 6.965 | 216 | 81.775 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.172 | 1.172 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -8 | -8 |
| 31. Dezember 2014 | 162.204 | 48.360 | 10.715 | 35.948 | 10.734 | 267.961 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen |
||||||
| 1. Jänner 2014 | 23.336 | 17.436 | 2.368 | 10.860 | 4.297 | 58.297 |
| Umrechnungsdifferenzen | 3.863 | 1.963 | 195 | 1.365 | 318 | 7.704 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge aus Abschreibungen | 0 | 2.487 | 1.177 | 2.737 | 827 | 7.228 |
| Zugänge aus Wertminderungen | 34.588 | 0 | 0 | 0 | 0 | 34.588 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | -8 | -8 |
| 31. Dezember 2014 | 61.787 | 21.886 | 3.740 | 14.962 | 5.434 | 107.809 |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2014 | 100.417 | 26.474 | 6.975 | 20.986 | 5.300 | 160.152 |
| 31. Dezember 2013 | 63.517 | 21.801 | 4.428 | 15.078 | 4.318 | 109.142 |
Das Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2015 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).
Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Segmente:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Segment High Precision Components | ||
| Knust-Godwin LLC | 20.482 | 18.366 |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH | 4.655 | 4.655 |
| Techman Engineering Limited | 0 | 1.684 |
| Segment Oilfield Equipment | ||
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 27.690 | 44.340 |
| DSI FZE | 22.938 | 20.617 |
| BICO Drilling Tools Inc. | 5.031 | 9.824 |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited | 798 | 798 |
| BICO Faster Drilling Tools Inc. | 124 | 133 |
| Summe | 81.718 | 100.417 |
Die Bewertung sämtlicher zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes durch Diskontierung der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes nach Steuern (WACC = Weighted Average Costs of Capital), welcher aufgrund aktueller Marktdaten für vergleichbare Unternehmen im selben Industriezweig unter Berücksichtigung der länderspezifischen Inflationserwartungen ermittelt wurde. Der Detailprognosezeitraum beträgt 5 Jahre (Vorjahr: 5 Jahre), die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements. Für die ewige Rente wurde für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ein Cashflow mit konstanter Wachstumsrate von 1 % (Vorjahr: 1 %) angenommen.
Folgende Diskontierungssätze kamen zum 31.12.2015 bzw. 31.12.2014 zur Anwendung:
| WACC (nach Steuern) in % | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Segment High Precision Components | ||
| Knust-Godwin LLC | 9,0 % | 11,2 % |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH | 8,4 % | 10,6 % |
| Techman Engineering Limited | 9,3 % | 11,4 % |
| Segment Oilfield Equipment | ||
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 8,5 % | 10,9 % |
| DSI FZE | 10,1 % | 12,2 % |
| BICO Drilling Tools Inc. | 9,0 % | 11,2 % |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited | 9,3 % | 11,4 % |
Die Veränderung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) gegenüber dem Vorjahr ergibt sich in erster Linie aus der Veränderung der Kapitalstruktur zu Marktwerten, die aus einer adäquaten Peer Group abgeleitet wurde, und damit aus einer geänderten Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung.
Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und der geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Die Planung der Umsatzerlöse und Cashflows berücksichtigt einerseits die aus Vergangenheitswerten abgeleitete Zyklizität der Industrie und andererseits langfristige Entwicklungen des Absatzmarktes. Die Umsatzplanungen basieren bei sämtlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf den Nachfrageplänen der wichtigsten Kunden sowie den bereits vorhandenen Auftragsständen und der erwarteten Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung erwarteter künftiger CAPEX Spendings in der Oilfield Service Industrie. Die Margenplanung wird darüber hinaus aus dem erwarteten Produktmix (abgeleitet aus bereits vorhandenen Kundenaufträgen sowie Rückmeldungen des Vertriebs) sowie den erwarteten Kostenentwicklungen aufgrund erwarteter Materialpreisentwicklungen (basierend auf Preisindikationen bestehender Lieferanten sowie Materialpreisentwicklungen auf Rohstoffmärkten und daraus ableitbare Trends) und geplanten Investitionen abgeleitet. Weiters wird die geschätzte Personalentwicklung (basierend auf geplantem Headcount, erforderlicher Qualifikation der benötigten Mitarbeiter sowie aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage erwarteten Personalkosten) berücksichtigt.
Aufgrund geänderter Annahmen über die Investitionserwartungen in der Oilfield Service Industrie, abgeleitet aus kurz- und langfristigen Ölpreis- bzw. Rigcountentwicklungen, hat das Unternehmen zum 30. September 2015 Werthaltigkeitstests durchgeführt. Diese hatten aufgrund der gesunkenen Ertragserwartungen im aktuellen Marktumfeld Wertminderungen von Firmenwerten für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten BICO Drilling Tools Inc., Resource Well Completion Technologies Inc. sowie Techman Engineering Limited zur Folge, da der Buchwert (inklusive Firmenwert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren jeweiligen Nutzungswert überstieg. Diese Wertminderungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Firmenwerten" erfasst. Die jährlich durchzuführenden Wertminderungstests wurden zum 31. Dezember 2015 mit aktualisierten Parametern durchgeführt. Veränderungen der zur Anwendung kommenden WACCs aufgrund externer Faktoren führten zum 31. Dezember 2015 zu gestiegenen Nutzungswerten. Wertaufholungen der unterjährig gebuchten Wertminderungen wurden nicht vorgenommen.
Der Ölpreisverfall des letzten Jahres hatte insbesondere am Nordamerikanischen Markt einen Rückgang von Bohraktivitäten von Oilfield Service Unternehmen zur Folge. Diese führte bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Resource Well Completion Technolgies Inc., deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Fertigung von High-End-Produkten zur Stimulierung der Öl- und Gasproduktion liegt, im Geschäftsjahr 2015 zu einer Wertminderung des Firmenwertes in Höhe von TEUR 14.461. Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die Resource Well Completion Technologies Inc. eine Wertminderung in Höhe von TEUR 21.303 erfasst.
Die nachteilige Entwicklung der Bohrvorhaben am nordamerikanischen Markt und ein reduziertes Preisniveau führte in 2015 bei der BICO Drilling Tools Inc., die im wesentlichen im Bohrmotorengeschäft tätig ist, zu einer abweichenden Einschätzung der Entwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und in Folge zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 5.587.
Der Geschäfts- und Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Techman Engineering Limited wurde in Folge der reduzierten Ertragserwartungen in Zusammenhang mit der nachteiligen Entwicklung der Investitionsvorhaben von Kunden in UK im Geschäftsjahr 2015 zur Gänze abgeschrieben. Der Wertminderungsaufwand wurde in Höhe von TEUR 1.832 erfasst.
Die ermittelten Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, für die im Geschäftsjahr 2015 Wertminderungen erfasst wurden, sind in folgender Tabelle zusammengefasst:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 54.471 | 67.446 |
| BICO Drilling Tools Inc. | 126.273 | 129.399 |
| Techman Engineering Limited | 27.531 | 26.323 |
Für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergaben die durchgeführten Werthaltigkeitstests keine Notwendigkeit zur Abwertung der Firmenwerte.
Die für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführte Sensitivitätsanalyse ergab, dass eine Reduktion der geplanten Cashflows um 10 % oder eine Erhöhung der angesetzten Zinssätze um einen Prozentpunkt keinen weiteren Wertminderungsaufwand auslösen.
Die Veränderung der Buchwerte der Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten DSI FZE sowie BICO Faster Drilling Tools Inc. ergab sich aus der Fremdwährungsumrechnung.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Godwin L.L.C. ein Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 10.408 erfasst. Der erzielbare Betrag in Höhe von TEUR 40.597 wurde unter Anwendung eines Diskontierungssatzes von 11,2 % ermittelt. Infolge der im Geschäftsjahr 2015 durchgeführten Verschmelzung der Gesellschaft mit der ebenso dem Segment High Precision Components zugeordneten Gesellschaft bzw. zahlungsmittelgenerierenden Einheit Knust-SBO L.L.C. zur Knust-Godwin LLC und der daraus folgenden Änderung der internen Steuerung erfolgte eine Reallokation bzw. Zusammenlegung der den zuvor getrennten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten Firmenwerte. Zum Zeitpunkt der Verschmelzung betrug der Firmenwert der Knust TEUR 17.022, jener der Godwin TEUR 2.882. Die Differenz zu dem per 31. Dezember 2015 ausgewiesenen Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Knust-Godwin LLC in Höhe von TEUR 20.482 betrifft die Fremdwährungsumrechnung.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Darron Tool & Engineering Limited eine Wertminderung des Firmenwertes in Höhe von TEUR 2.877 erfasst. Der erzielbare Betrag in Höhe von TEUR 13.133 wurde unter Anwendung eines Diskontierungssatzes von 11,4 % ermittelt.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Technologie, Kundenbeziehungen, Markenrechte und Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen betreffend Spezialtools für die Untertagezirkulationstechnologie (Circulation-Tools) aus einem Unternehmenszusammenschluss im Jahr 2010 (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 25.254; Vorjahr: TEUR 27.705). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von 10 Jahren amortisiert.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Resource Well Completion Technologies Inc. im Jahr 2014 erworbene Technologien (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 3.753; Vorjahr: TEUR 4.725) sowie erworbene Kundenbeziehungen aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 4.986; Vorjahr: TEUR 6.757). Die Technologie kann ab dem Erwerb über rund 7 Jahre genutzt werden, die Kundenbeziehungen werden über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Weiters wurden Rechte aus Wettbewerbsvereinbarungen für eine Laufzeit von zumindest 5 Jahren aktiviert (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 2.560; Vorjahr: TEUR 3.469).
Weitere sonstige immaterielle Vermögenswerte betreffen im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses in 2012 erworbene Technologien sowie Wettbewerbsvereinbarungen.
Zusätzlich beinhalten die sonstigen immateriellen Vermögenswerte Nutzungsrechte für EDV-Software.
Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen für den Erwerb von Anteilen bzw. Genussrechten an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 20). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen.
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Darlehen | 12.259 | 18.454 |
| Andere Forderungen und Vermögenswerte | 605 | 508 |
| Summe | 12.864 | 18.962 |
Weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 waren Wertberichtigungen vorzunehmen, es bestanden keine überfälligen Forderungen.
Zu den angeführten anderen Forderungen und Vermögenswerten wurden keine Sicherheiten erhalten.
Die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den folgenden Positionen:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 aktiv |
31. Dezember 2015 passiv |
31. Dezember 2014 aktiv |
31. Dezember 2014 passiv |
|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen (unterschiedliche Nutzungsdauern) | 0 | -6.789 | 0 | -7.271 |
| Sachanlagen (unterschiedliche Wertansätze) | 925 | -3.835 | 1.007 | -4.959 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Nutzungsdauern) |
0 | -458 | 0 | -399 |
| Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte (unterschiedliche Wertansätze) |
14 | -11.231 | 910 | -11.704 |
| Vorräte (Bewertungsunterschiede) | 8.798 | 0 | 5.972 | 0 |
| Beteiligungsabschreibungen | 1.775 | 0 | 1.000 | 0 |
| Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) | 2.049 | -402 | 1.092 | -773 |
| Rückstellungen | 1.840 | 0 | 2.209 | 0 |
| Kursdifferenzen Schuldenkonsolidierung | 0 | -3.420 | 0 | -2.332 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 2.549 | 0 | 2.594 | 0 |
| Zwischensumme | 17.950 | -26.135 | 14.784 | -27.438 |
| Saldierung gegenüber der selben Steuerbehörde | -6.782 | 6.782 | -4.794 | 4.794 |
| Summe | 11.168 | -19.353 | 9.990 | -22.644 |
Nicht angesetzt bzw. wertberichtigt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 3.061 (Vorjahr: TEUR 803) für Verlustvorträge, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes nicht gerechnet werden kann (TEUR 0 bis 2016 verwertbar; Vorjahr: TEUR 0 bis 2015 verwertbar).
Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften bestehen insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierende Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outside-basis Differences). Daraus bestehen zum 31. Dezember 2015 temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 113.178 (Vorjahr: TEUR 92.474), da Ausschüttungen oder Beteiligungsveräußerungen einzelner Gesellschaften grundsätzlich steuerwirksam wären. Da der Konzern in absehbarer Zukunft keine Ausschüttungen oder Veräußerungen für diese Gesellschaften plant, wurden gemäß IAS 12.39 jedoch keine latenten Steuern angesetzt. Für erwartete (quellen-)steuerhängige Ausschüttungen wurden zum 31. Dezember 2015 passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 408) erfasst.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Segment High Precision Components in Zusammenhang mit der Verschmelzung der beiden Gesellschaften Knust-SBO L.L.C. sowie Godwin-SBO L.L.C. zur Knust-Godwin LLC und der damit verbundenen Zusammenlegung der beiden Produktionsstandorte am Standort der ehemaligen Godwin-SBO L.L.C. der Beschluss gefasst, einzelne im Rahmen der Zusammenlegung nicht mehr benötigte Maschinen zu veräußern. In diesem Zusammenhang wurden unmittelbar vor der Umgliederung auf zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte durch die Bewertung dieser Maschinen mit deren beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Wertminderungen in Höhe von TEUR 2.010 vorgenommen, welche in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in der Position "Wertminderung von Sachanlagen" erfasst sind. Der erzielbare Betrag wurde als Level 3-Bewertung durch Ableitung aus Angeboten bzw. erzielten Verkaufspreisen für ähnliche gebrauchte Maschinen ermittelt und beträgt TEUR 828. Die Wertminderung führte zu einer Minderung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 717.
Weiters wurde im Segment High Precision Components im Geschäftsjahr 2015 im Rahmen der im Jahr 2014 begonnenen Restrukturierung in UK beschlossen, das bebaute Grundstück der Darron Tool & Engineering nach Überstellung der Produktionsanlagen auf den Standort der Techman Engineering Limited zu veräußern. Der Buchwert zum 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 1.402. Eine Wertminderung war nicht erforderlich.
Das Management erwartet, dass diese Transaktionen innerhalb der nächsten 12 Monate abschlossen werden.
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % |
|---|---|---|
| Kredite in GBP | 8.174 | 1,33 % variabel |
| Exportförderungskredite (EUR) | 24.000 | 0,28 % variabel |
| Summe | 32.174 |
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % |
|---|---|---|
| Kredite in GBP | 7.703 | 1,26 % variabel |
| Kredite in CAD | 2.394 | 4,50-5,00 % variabel |
| Kredite in USD | 1.647 | 1,30 % variabel |
| Zwischensumme | 11.744 | |
| Exportförderungskredite (EUR) | 24.000 | 0,48 % variabel |
| Summe | 35.744 |
Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 28.800 (Vorjahr: TEUR 28.800) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.
Die CAN-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.394) waren durch eine "floating-charge" auf das gesamte Vermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.
Die US-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.647) waren durch eine "floating-charge" auf das kurzfristige Vermögen des aufnehmenden Unternehmens besichert.
Die Zuwendungen beinhalten einen Zuschuss aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Einzelne Investitionszuschüsse sind an die Einhaltung von Förderauflagen gebunden (z.B. Anzahl der Mitarbeiter). Diese Förderauflagen wurden zum Stichtag wie auch im Vorjahr eingehalten. Die erhaltenen Zuschüsse betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 358 (Vorjahr: TEUR 474).
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Noch nicht konsumierte Urlaube | 1.457 | 2.226 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 4.608 | 13.313 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.049 | 1.471 |
| Steuerverbindlichkeiten | 1.945 | 2.108 |
| Sozialaufwendungen | 3.721 | 3.910 |
| Optionsverpflichtung aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen | 5.048 | 4.160 |
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenserwerben | 2.237 | 4.428 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten | 4.631 | 5.013 |
| Summe | 24.696 | 36.629 |
Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig. Hierfür wurde per 31.12.2015 eine Optionsverbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR 5.048 (Vorjahr: TEUR 4.160) angesetzt.
Zu den bedingten Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen siehe Erläuterung 20.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Jahr 2015 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31. Dez. 2014 | Verwendung | Auflösung | Dotierung | 31. Dez. 2015 |
| Gewährleistungen und Garantien | 6.513 | -383 | -1.528 | 43 | 4.645 |
| Sonstige | 500 | -16 | -421 | 0 | 63 |
| Summe | 7.013 | -399 | -1.949 | 43 | 4.708 |
| in TEUR | 31. Dez. 2013 | Verwendung | Auflösung | Dotierung | 31. Dez. 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistungen und Garantien | 9.241 | -248 | -2.968 | 488 | 6.513 |
| Sonstige | 69 | 0 | 0 | 431 | 500 |
| Summe | 9.310 | -248 | -2.968 | 919 | 7.013 |
Eine aufgrund einer fehlerhaften Lieferung eines umfangreichen Einzelauftrages zum 31. Dezember 2014 bestehende Vorsorge für Gewährleistungsrisiken in Höhe von TEUR 1.528 konnte im Geschäftsjahr 2015 aufgrund der Einigung mit dem Kunden aufgelöst werden.
Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.
Gegen Ende des Geschäftsjahres 2015 wurde durch einen Wettbewerber eine Patentrechtsverletzung seitens eines Unternehmens der SBO-Gruppe geltend gemacht. Das Management des Unternehmens erachtet die Forderungen als gegenstandslos und bestreitet die Vorwürfe nachhaltig, weshalb im Konzernabschluss zum 31.12.2015 keine Vorsorgen dafür gebildet wurden.
Gegenüber einem anderen Wettbewerber hat ein Unternehmen der SBO-Gruppe Klage auf Bezahlung von Lieferungen und Leistungen eingebracht, worauf dieser Wettbewerber eine Gegenforderung eingeklagt hat. Diese hat wiederum eine Gegenklage des SBO-Unternehmens bewirkt. Das Management des Unternehmens erachtet die Klage des Wettbewerbers als gegenstandslos und abwehrbar und sieht gute Chancen, zumindest einen Großteil der ursprünglichen Forderung durchsetzen zu können.
ANLEIHEN
Im Juni 2008 wurden zwei Anleihen im Gesamtnennbetrag von jeweils MEUR 20,0, eingeteilt in 800 untereinander gleichrangige auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 50.000 emittiert.
Die Teilschuldverschreibungen wurden bezogen auf ihren Nennbetrag bis zum Fälligkeitstag mit jährlich 5,75 % (Anleihe 2008- 2013) bzw. 5,875 % (Anleihe 2008-2015) verzinst. Die Zinsen waren jeweils nachträglich am 18. Juni eines jeden Jahres zahlbar. Die beiden Teilschuldverschreibungen wurden planmäßig am 18. Juni 2013 bzw. am 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von jeweils MEUR 20,0 zurückgezahlt.
Die Anleihen waren in den Dritten Markt an der Wiener Börse unter den ISIN AT0000A09U32 bzw. AT0000A09U24 einbezogen.
LANGFRISTIGE DARLEHEN INKLUSIVE KURZFRISTIGER TEIL (PLANMÄSSIGE TILGUNGEN DES NÄCHSTEN JAHRES)
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % | Laufzeit | Rückzahlung |
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2.183 | 0,00 % fix | 2008 – 2024 | vierteljährlich ab 2011 |
| EUR | 1.200 | 0,00 % fix | 2015 – 2022 | vierteljährlich ab 2017 |
| EUR | 20.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 4.998 | 0,50 % fix | 2013 – 2019 | halbjährlich ab 2015 |
| EUR | 8.000 | 3,10 % fix | 2010 – 2018 | endfällig |
| EUR | 15.000 | 3,05 % fix | 2010 – 2018 | halbjährlich ab 2012 |
| EUR | 20.000 | 0,75 % fix | 2015 – 2018 | endfällig |
| EUR | 20.000 | 0,75 % fix | 2015 – 2018 | endfällig |
| EUR | 842 | 0,00 % fix | 2011 – 2017 | vierteljährlich ab 2012 |
| EUR | 5.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 2,31 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 15.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 416 | 4,73 % fix | 2009 – 2016 | halbjährlich ab 2010 |
| EUR | 5.000 | 5,25 % fix | 2009 – 2016 | endfällig |
| EUR | 193 | 0,00 % fix | 2008 – 2016 | vierteljährlich ab 2011 |
| 137.832 |
Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:
f TEUR 8.214 – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 15.923
Zum 31. Dezember 2014 setzen sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:
| Währung | Betrag in TEUR | Zinssatz in % | Laufzeit | Rückzahlung |
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2.447 | 0,00 % fix | 2008 – 2024 | vierteljährlich ab 2011 |
| EUR | 20.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 3,11 % fix | 2013 – 2020 | endfällig |
| EUR | 7.500 | 0,50% fix | 2013 – 2019 | halbjährlich ab 2015 |
| EUR | 8.000 | 3,10 % fix | 2010 – 2018 | endfällig |
| EUR | 20.000 | 3,05 % fix | 2010 – 2018 | halbjährlich ab 2012 |
| EUR | 1.323 | 0,00 % fix | 2011 – 2017 | vierteljährlich ab 2012 |
| EUR | 5.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 10.000 | 2,31 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 15.000 | 2,40 % fix | 2012 – 2017 | endfällig |
| EUR | 1.250 | 4,73 % fix | 2009 – 2016 | halbjährlich ab 2010 |
| EUR | 5.000 | 5,25 % fix | 2009 – 2016 | endfällig |
| EUR | 235 | 3,99 % fix | 2006 – 2015 | halbjährlich |
| EUR | 963 | 0,00 % fix | 2008 – 2015 | vierteljährlich ab 2011 |
| EUR | 651 | 2,25 % fix | 2009 – 2015 | halbjährlich ab 2011 |
| EUR | 2.500 | 2,55 % fix | 2010 – 2015 | jährlich ab 2013 |
| 109.869 |
Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:
f TEUR 12.234 – Pfandrecht an Grund und Gebäuden sowie Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 17.906
Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 35, hinsichtlich Zinsrisiko und Zinssicherungen siehe Erläuterung 36.
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 4.444 | 5.184 |
| Jubiläumsgelder | 1.377 | 1.647 |
| Summe | 5.821 | 6.831 |
Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 2,20 % | 2,00 % |
| Gehaltssteigerung | 3,50 % | 4,00 % |
| Fluktuationsabschlag | 0,0 – 15,0 % | 0,0 – 15,0 % |
Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der Sterbetabellen AVÖ 2008-P (Vorjahr: AVÖ 2008-P) von Pagler & Pagler berechnet. Neubewertungen für Abfertigungsrückstellungen (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfasst.
Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner | 5.184 | 4.728 |
| Dienstzeitaufwand | 245 | 214 |
| Zinsaufwand | 103 | 140 |
| Summe der Aufwendungen für Abfertigungen | 348 | 354 |
| Neubewertungen | -673 | 166 |
| Laufende Abfertigungszahlungen | -415 | -64 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember | 4.444 | 5.184 |
Die in der Tabelle ausgewiesenen Aufwendungen werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand der jeweiligen Funktionsbereiche ausgewiesen (siehe Erläuterung 24).
Die gemäß IAS 19 im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen der Rückstellungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Neubewertung der Verpflichtungen | ||
| aus der Änderung demographischer Annahmen | 0 | 0 |
| aus der Änderung finanzieller Annahmen | -279 | 384 |
| aus erfahrungsbedingten Anpassungen | -394 | -218 |
| Summe | -673 | 166 |
Zum 31. Dezember 2015 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 11,0 Jahre (Vorjahr: 13,7 Jahre).
In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsachlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.
| Abfertigungen | Barwert der Verpflichtung (DBO) 31. Dezember 2015 |
||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Änderung der Annahme | Veränderung der Rückstellung bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Rückstellung bei Verringerung der Annahme |
| Rechnungszinssatz | +/- 0,5 Prozentpunkte | -188 | +206 |
| Gehaltssteigerung | +/- 0,5 Prozentpunkte | +192 | -177 |
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 1. Jänner | 1.647 | 1.259 |
| Dienstzeitaufwand | 162 | 127 |
| Zinsaufwand | 32 | 37 |
| Summe der Aufwendungen für Jubiläumsgelder | 194 | 164 |
| Neubewertungen | -379 | 266 |
| Laufende Jubiläumsgeldzahlungen | -85 | -42 |
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtung zum 31. Dezember | 1.377 | 1.647 |
Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 799 (Vorjahr: TEUR 1.186). Für das Folgejahr wird mit Beitragszahlungen in Höhe von rund TEUR 500 gerechnet.
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Optionsverbindlichkeiten | 23.007 | 29.676 |
| Management-Beteiligungen | 17.180 | 29.064 |
| Bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen | 53 | 4.547 |
| Genussrechte | 6.339 | 5.020 |
| Wettbewerbsvereinbarungen | 1.712 | 2.015 |
| Sonstige Verpflichtungen | 4.168 | 485 |
| Summe | 52.459 | 70.807 |
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses in 2014 hat die Gesellschaft den nicht beherrschenden Gesellschaftern das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Da die Put- bzw. Calloption sämtliche noch nicht im Konzerneigentum stehenden Anteile umfasst und die Bedingungen für die Übertragung im Put- und Callfall ident sind, wird von einem effektiven Erwerb von 100 % der Anteile im Erwerbszeitpunkt ausgegangen. Zu den Optionsverbindlichkeiten in Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss in 2014 siehe unter Erläuterung 40.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten weiters bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen von in Summe TEUR 2.290 (Vorjahr: TEUR 8.975), wovon TEUR 53 langfristig (Vorjahr: TEUR 4.547) und TEUR 2.237 (Vorjahr: TEUR 4.428) kurzfristig sind. Die bedingten Kaufpreise betreffen Unternehmenszusammenschlüsse vor 2014 und sind in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Der weitaus überwiegende Anteil wird in 2016 auf Basis der in 2015 erzielten Umsätze zahlbar. Ein untergeordneter Anteil läuft noch über die nächsten 4 Jahre. Zu den bedingten Kaufpreisverpflichtungen in Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss in 2014 siehe unter Erläuterung 40.
Die Verbindlichkeiten für die bedingten Kaufpreisverpflichtungen wurden im Jahr 2015 in Höhe von TEUR 3.151 innerhalb der sonstigen finanziellen Erträge erfolgswirksam aufgelöst (Vorjahr: erfolgswirksam aufgestockt um TEUR -1.133, ausgewiesen in den sonstigen finanziellen Aufwendungen beziehungsweise vermindert um TEUR +19.475, ausgewiesen in den sonstigen finanziellen Erträgen) (siehe dazu Erläuterungen 28 und 40). Diese Anpassungen wurden durch Abzinsung der geschätzten Zahlungen auf Basis der aktualisierten Umsatz- bzw. Ergebnisplanungen ermittelt.
Im Zuge der Erfüllung bedingter Kaufpreisverpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 2015 um TEUR 5 weniger bezahlt als zum letzten Bilanzstichtag erwartet (Vorjahr: um TEUR 204 mehr bezahlt). Der Minderbetrag wurde in den sonstigen finanziellen Erträgen erfasst. Die Aufzinsung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten in der Höhe von TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 359) wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.
Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:
| Gesellschaft | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| BICO Drilling Tools Inc. | 10,45 % | 15,00 % |
| BICO Faster Drilling Tools Inc. | 13,00 % | 13,00 % |
| Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. | 6,75 % | 13,20 % |
| Schoeller-Bleckmann Darron Limited | 9,00 % | 9,00 % |
| Techman Engineering Limited | 9,35 % | 8,65 % |
| Knust-SBO L.L.C. | 0,00 % | 6,40 % |
| Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited | 6,00 % | 6,00 % |
| Godwin-SBO L.L.C. | 0,00 % | 2,80 % |
| Schoeller-Bleckmann de Mexico S.A. de C.V. | 3,00 % | 3,00 % |
Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Genussrechte vom jeweiligen Management gehalten:
| Gesellschaft | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| DSI FZE | 6,10 % | 6,40 % |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH | 0,90 % | 0,65 % |
| Resource Well Completion Technologies Inc. | 5,00 % | 0,00 % |
Der für Managementbeteiligungen und Genussrechte erfasste Effektivzinsaufwand betrug TEUR 1.887, der erfasste Effektivzinsertrag betrug TEUR 607 (Vorjahr: Aufwand TEUR 4.642) und wird unter den Zinsaufwendungen bzw. -erträgen dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft Zuschüsse in Höhe von TEUR 2.638 erhalten, die an die Einhaltung bestimmter Bedingungen in den Jahren 2018-2020 geknüpft sind. Aufgrund bestehender Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Einhaltung dieser Bedingungen werden die erhaltenen Beträge zum 31. Dezember 2015 als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2015 wie auch zum 31. Dezember 2014 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.
In der Hauptversammlung vom 23. April 2014 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Jahren 2015 sowie 2014 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Zum Bilanzstichtag 2015 hält die Gesellschaft 18.000 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 24.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,11 % (Vorjahr: 0,15 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 1.074 (Vorjahr TEUR 1.432). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.982.000 Stück (Vorjahr: 15.976.000 Stück).
Bei einem Unternehmenszusammenschluss in 2010 wurde als bedingte Gegenleistung die Abgabe von 50.000 Stück Aktien bei Erreichen gewisser zukünftiger Umsatzziele vereinbart. Da die Umsatzziele 2015 nicht erreicht wurden, ergibt sich auf die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien per 31. Dezember 2015 kein Verwässerungseffekt.
Zum 31. Dezember 2015 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 32,6 %).
GESETZLICHE RÜCKLAGE
Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Grundkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses nach Berücksichtigung der Veränderung unversteuerter Rücklagen in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich. Aufgrund der bereits ausgewiesenen ausreichenden Höhe der Rücklage ist keine weitere Dotierung mehr erforderlich.
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus Verkauf von Produkten | 215.645 | 340.666 |
| Erträge aus Service und Reparaturen | 17.869 | 26.184 |
| Erträge aus operativem Leasing | 80.220 | 121.762 |
| Summe Umsatzerlöse | 313.734 | 488.612 |
Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge unter operativem Leasing mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr. Da die Leasingerträge grundsätzlich nutzungsabhängig verrechnet werden, besteht kein Anspruch auf künftige Mindestleasingzahlungen.
Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | 113.424 | 197.913 |
| Personalaufwendungen | 91.511 | 110.795 |
| Abschreibungen Sachanlagen inklusive Wertminderungen | 41.511 | 40.015 |
| Abschreibungen sonstige immaterielle Vermögenswerte inklusive Wertminderungen |
11.864 | 7.228 |
| Wertminderung Firmenwerte | 21.880 | 34.588 |
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kursverluste | 10.486 | 7.651 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 8.238 | 6.242 |
Eine Aktivierung der Entwicklungskosten unterblieb bisher aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen.
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 12.417 | 12.691 |
In Zusammenhang mit der Zusammenlegung von Produktionsstandorten in den USA und in UK wurden im Geschäftsjahr 2015 Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.146 erfasst. Davon betrafen TEUR 909 Übersiedlungskosten sowie TEUR 691 Aufwendungen in Zusammenhang mit Personalmaßnahmen (Vorjahr: TEUR 375) sowie TEUR 1.546 diverse sonstige Aufwendungen wie Beratungskosten, Kosten für Vertragsbeendigungen, Gebäudeadaptierungen etc. Diesen Aufwendungen stehen Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.181 gegenüber.
Die im Geschäftsjahr 2014 innerhalb der Restrukturierungsaufwendungen ausgewiesenen Wertminderungen auf technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 4.258, die im Segment High Precision Components im Zusammenhang mit der Beseitigung von Doppelgleisigkeiten und der Konzentration von Teilen der Fertigung auf einem Standort erfasst wurden, wurden im Geschäftsjahr 2015 rückwirkend in die Position "Wertminderung von Sachanlagen" umgegliedert (siehe dazu Erläuterung 4).
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Darlehen und Anleihen | 4.106 | 5.354 |
| Aufzinsung von Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen und Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen |
1.947 | 1.710 |
| Management-Beteiligungen und Genussrechte | 1.887 | 4.642 |
| Zinsaufwendungen | 7.940 | 11.706 |
Zur Aufzinsung der Optionsverbindlichkeiten sowie der Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen siehe Erläuterung 35.
Die sonstigen finanziellen Erträge beinhalten im Wesentlichen Bewertungsgewinne in Zusammenhang mit Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.151 (Vorjahr: TEUR 19.475) (siehe dazu Erläuterung 20). Die im Vorjahr in dieser Position ausgewiesenen Bewertungsgewinne betreffend Optionsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.159 wurden im Geschäftsjahr in eine eigene Position "Aufwendungen/Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" umgegliedert (siehe dazu Erläuterung 4 sowie 29).
In dieser Position werden Bewertungsgewinne bzw. -verluste in Zusammenhang mit Optionsverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe dazu Erläuterung 35).
| in TEUR | 2015 | 2014 angepasst *) |
|---|---|---|
| Bewertungsgewinne | 5.575 | 5.159 |
| Bewertungsverluste | 0 | 0 |
| 5.575 | 5.159 |
*) Siehe Erläuterung 4 – Rückwirkende Anpassungen
Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ertragsteueraufwand bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 % | 5.008 | -20.003 |
| Abweichende ausländische Steuersätze | 3.808 | -380 |
| Veränderung ausländischer Steuersätze | 171 | 37 |
| Wertminderungen auf Firmenwerte | -5.383 | -6.097 |
| Nicht absetzbare Aufwendungen | -1.063 | -1.881 |
| Nicht steuerbare Veränderungen von Optionsverpflichtungen und bedingten Kaufpreisverpflichtungen |
1.005 | 5.796 |
| Nicht steuerbare Erträge und Steuerfreibeträge | 50 | 1.371 |
| Beteiligungsbewertung | 1.137 | 0 |
| Quellensteuern, ausländische Steuern | -691 | -2.265 |
| Vorjahresanpassungen | 628 | -523 |
| Nicht angesetzte Verlustvorträge | -2.348 | -274 |
| Abwertung von in Vorjahren angesetzten Verlustvorträgen | -708 | 0 |
| Verbrauch von in Vorjahren nicht angesetzten Verlustvorträgen | 2 | 361 |
| Ergebnisanteil Management-Beteiligungen | -118 | -946 |
| Sonstige Differenzen | -448 | -1.200 |
| Konzernsteuerbelastung | 1.050 | -26.004 |
| Ergebnis vor Steuern | -20.032 | 80.011 |
| Ergebnisanteil Management-Beteiligungen | 470 | 3.841 |
| -19.562 | 83.852 | |
| Konzernsteuerbelastung | 1.050 | -26.004 |
| Konzernsteuersatz | 5,4 % | 31,0 % |
Die Aufwandsposition Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedert sich wie folgt:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | -5.566 | -26.738 |
| Latente Steuern | 6.616 | 734 |
| Summe | 1.050 | -26.004 |
Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Entstehung und Auflösung von temporären Differenzen sowie aus der Aktivierung der Steuereffekte von laufenden Verlusten.
Im "sonstigen Ergebnis" wurden folgende Ertragsteuern erfasst:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | ||
| Kursdifferenzen | 0 | 0 |
| Neubewertungen IAS 19 | -168 | 41 |
| Latente Steuern | ||
| Kursdifferenzen | -590 | -598 |
| Summe | -758 | -557 |
Der passive Saldo der in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr 2015 aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen um TEUR 1.556 erhöht (Vorjahr TEUR 1.739 erhöht).
Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2015 noch für die Vergleichsperiode 2014 ertragsteuerliche Konsequenzen beim Unternehmen.
Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie tätig.
Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt gemäß IFRS 8 dem "Management Approach" des gesamten Vorstandes der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG als verantwortliche Unternehmensinstanz (Chief Operating Decision Maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.
Die Produktions- und Servicestandorte werden analog der angebotenen Produktgruppen und Services bzw. bestehenden Kundengruppen in die Segmente "High Precision Components" und "Oilfield Equipment" zusammengefasst.
Das Segment "High Precision Components" beinhaltet die komplexe Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen mit äußerst hoher Maßgenauigkeit, die von den Engineering-Abteilungen unserer Kunden geordert werden. Für den Einsatz in der MWD/LWD-Technologie werden Gehäuse und Einbauteile aus hochlegiertem Stahl und anderen amagnetischen Metallen benötigt. In diese Gehäuse und Einbauteile werden Antennen, Sensoren, Batterien, Generatoren und andere Elektronikbauteile eingebaut, mit denen Messungen und Analysen während des Bohrvorgangs erfolgen können.
Das Segment "Oilfield Equipment" hingegen umfasst direkt von den operativen Oilfield-Organisationen unserer Kunden bezogene Produkte wie
Neben der Produktion der oben angeführten Erzeugnisse erfolgen im Segment "Oilfield Equipment" noch Service- und Reparaturarbeiten. Diese Aktivitäten umfassen unter anderem Inspektion, Prüfung auf magnetische Einschlüsse, Gewindeschneiden, Schweißen, Hartmetallbeschichtung, Oberflächenbehandlung und Kugelstrahlung für Bohrstrangprodukte. Dieses Service erfordert kurze Durchlaufzeiten einhergehend mit höchsten Qualitätsstandards.
Die Steuerung des Unternehmens sowie die Zuteilung der Ressourcen erfolgt auf Basis der finanziellen Performance dieser Segmente. Umsatzerlöse, Betriebsergebnis und Ergebnis vor Steuern der Geschäftseinheiten werden vom Management getrennt überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu fällen. Die Aggregation zu den beiden berichtspflichtigen Segmenten erfolgt auf Basis der Geschäftsaktivitäten.
Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Holdinganpassungen und Konsolidierungsbuchungen (Zwischenergebniseliminierung sowie andere konzerninterne Geschäftsfälle) zu berücksichtigen.
Die Ergebnisse in der Summenspalte entsprechen jenen in der Gewinn- und Verlustrechnung.
Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).
| Jahr 2015 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 143.484 | 170.250 | 0 | 313.734 |
| Innenumsätze | 40.359 | 53.016 | -93.375 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 183.843 | 223.266 | -93.375 | 313.734 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
-5.906 | 13.326 | -3.675 | 3.745 |
| Ergebnis vor Steuern | -11.349 | -1.037 | -7.646 | -20.032 |
| Zuordenbare Vermögenswerte | 338.277 | 417.897 | -15.671 | 740.503 |
| Zuordenbare Schulden | 112.067 | 109.682 | 68.394 | 290.143 |
| Investitionen | 4.348 | 18.199 | 504 | 23.051 |
| Abschreibungen | 24.005 | 50.114 | 1.136 | 75.255 |
| davon Wertminderungen | 3.842 | 20.048 | 0 | 23.890 |
| davon Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalstand (Durchschnitt) | 841 | 472 | 26 | 1.339 |
| Jahr 2014 in TEUR |
High Precision Components |
Oilfield Equipment |
SBO-Holding & Konsolidierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 228.780 | 259.832 | 0 | 488.612 |
| Innenumsätze | 52.526 | 73.054 | -125.580 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 281.306 | 332.886 | -125.580 | 488.612 |
| Betriebsergebnis vor Wertminderungen und Restrukturierungsmaßnahmen |
37.306 | 71.606 | -2.232 | 106.680 |
| Ergebnis vor Steuern | 19.414 | 71.114 | -10.517 | 80.011 |
| Zuordenbare Vermögenswerte | 341.108 | 449.044 | 10.284 | 800.436 |
| Zuordenbare Schulden | 118.522 | 121.089 | 105.150 | 344.761 |
| Investitionen | 12.432 | 32.364 | 174 | 44.970 |
| Abschreibungen | 33.489 | 47.129 | 1.213 | 81.831 |
| davon Wertminderungen | 17.542 | 21.303 | 0 | 38.845 |
| davon Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalstand (Durchschnitt) | 1.130 | 546 | 25 | 1.701 |
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Österreich | 2.411 | 2.968 |
| Großbritannien | 30.285 | 56.333 |
| USA | 158.878 | 255.896 |
| Restliche Länder | 122.160 | 173.415 |
| Summe | 313.734 | 488.612 |
Die Erlöse sind hierbei nach dem Standort des Kunden zugeordnet. Es gibt keine weiteren einzelnen Länder, deren Umsatzerlöse 10 % der Gesamtumsätze der SBO-Gruppe übersteigen.
Betreffend Informationen zu den wichtigsten Kunden siehe Erläuterung 36.
Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Österreich | 58.453 | 62.937 |
| Großbritannien | 40.656 | 53.855 |
| USA | 112.049 | 108.971 |
| Kanada | 41.078 | 61.526 |
| Dubai | 55.500 | 56.302 |
| Restliche Länder | 17.754 | 20.250 |
| Summe | 325.490 | 363.841 |
Die Vermögenswerte sind hierbei nach dem Standort des jeweiligen Unternehmens zugeordnet.
| 2015 | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix | Variabel | Gesamt |
| Gerald Grohmann | 565 | 717 | 1.282 |
| Franz Gritsch (bis 30.09.2015) | 262 | 205 | 467 |
| Klaus Mader (ab 1.10.2015) | 81 | 0 | 81 |
| Summe | 908 | 922 | 1.830 |
| 2014 | |||
|---|---|---|---|
| in TEUR | Fix | Variabel | Gesamt |
| Gerald Grohmann | 558 | 605 | 1.163 |
| Franz Gritsch | 362 | 406 | 768 |
| Summe | 920 | 1.011 | 1.931 |
Die Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen betrugen für die aktiven Vorstände TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 760). Davon entfielen TEUR 324 (Vorjahr: TEUR 661) auf beitragsorientierte Pensionsvereinbarungen. Zur freiwilligen Abfertigung siehe unter Erläuterung 33.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 110), es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil.
Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2015 sowie 2014 keine Darlehen gewährt.
Aus aktienbasierten Vergütungen resultiert im Geschäftsjahr 2015 ein Gesamtaufwand in Höhe von TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 1.094). Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Gerald Grohmann unter der Voraussetzung eines jeweils aufrechten Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO-Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen für die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung in 2015 für 6.000 Aktien betrug TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 521). Zum 31.12.2015 beträgt der Kurswert der 12.000 Stück bereits übertragenen Aktien TEUR 605 (Vorjahr: 6.000 Stück mit Kurswert TEUR 360).
Weiters wurde dem Vorstandsvorsitzenden im Geschäftsjahr 2014 eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO-Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand aus aktienbasierten Vergütungen der Geschäftsjahre 2015 und 2014 ist in den in Erläuterung 32 dargestellten Bezügen nicht enthalten.
Folgende Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO-Gruppe einbezogen sind, wurden unter marktüblichen Bedingungen abgewickelt:
Die Rechtsanwaltskanzlei Schleinzer & Partner ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2015 betrug TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 36), hiervon offen per 31. Dezember 2015 TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9).
Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte seitens der BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, eine Dividendenzahlung an ihre Gesellschafter in Höhe von gesamt TEUR 9.965. Davon entfielen TEUR 997 an den Vorstand der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment AG, Herrn Gerald Grohmann, der bis zur Verschmelzung der Gesellschaft 10 % der Anteile an dieser Gesellschaft hielt.
Zur Straffung der Konzernstruktur wurden im Geschäftsjahr 2014 die beiden nicht operativ tätigen Gesellschaften Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH, Ternitz, sowie die BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, als übertragende Gesellschaften mit der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft, Ternitz, als übernehmende Gesellschaft verschmolzen. In diesem Zusammenhang wurde im Geschäftsjahr 2014 der Minderheitsgesellschafter der BICO-DSI Investment GmbH Herr Gerald Grohmann mit 57.761 Stück SBO-Aktien abgefunden. Entsprechend sind die nicht beherrschenden Anteile in Höhe von TEUR 1.843 im Geschäftsjahr 2014 abgegangen. Weitere Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben sich daraus nicht ergeben.
Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar/CAN-Dollar-Forderungssalden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 8 Monate).
| Devisentermingeschäfte zum | Forderung zum gesicherten Kurs | Forderung zum Stichtagskurs | Marktwert |
|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2015 | in TEUR | in TEUR | in TEUR |
| USD | 8.607 | 8.694 | -87 |
| Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2014 |
Forderung zum gesicherten Kurs in TEUR |
Forderung zum Stichtagskurs in TEUR |
Marktwert in TEUR |
|---|---|---|---|
| USD | 27.775 | 28.811 | -1.036 |
| CAD | 2.179 | 2.198 | -19 |
Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.
Im Geschäftsjahr 2015 ist ein von der Gesellschaft abgeschlossener Zinsen-Swap ausgelaufen, wobei ein variabler Zinssatz mit einem fixen Zinssatz von 5,48 % getauscht wurde.
Der Marktwert betrug zum 31. Dezember 2014 TEUR -29, die Veränderung wurde ergebniswirksam erfasst.
Zudem bestehen bedingte Kaufpreisverpflichtungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterungen 15 und 20).
Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IAS 39 sowie nach Klassen gemäß IFRS 7:
| Klassifizierung Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit |
|||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Kategorie gemäß IAS 39 | Zeitwert | Anschaffungskosten | ||||||||
| 31. Dezember 2015 in TEUR |
Kredite und Forder ungen |
Andere finanzielle Verbind lichkeiten |
Derivative Instrumente |
Derivate | Zahlungs mittel |
Forderun gen aus Lieferungen & Leistungen |
Gegebene Darlehen |
Finanzierungs verbind lichkeiten |
Verbindlich keiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige | |
| Kurzfristiges Vermögen | |||||||||||
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Ertragsteuern Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte |
196.278 49.199 5.205 4.320 2.230 |
196.278 49.199 |
196.278 | 49.199 | |||||||
| Vorräte | 133.748 | ||||||||||
| Summe kurzfristiges Vermögen | 390.980 | ||||||||||
| Langfristiges Vermögen Sachanlagen Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Langfristige Forderungen und Vermögenswerte Aktive latente Steuern |
193.024 81.718 50.749 12.864 11.168 |
12.259 | 12.259 | ||||||||
| Summe langfristiges Vermögen | 349.523 | ||||||||||
| SUMME VERMÖGEN | 740.503 | 257.736 | 0 | 0 | 0 | 196.278 | 49.199 | 12.259 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden Bankverbindlichkeiten Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Erhaltene Zuschüsse |
32.174 12.783 63 11.150 205 |
32.174 12.783 63 11.150 |
32.174 12.783 63 |
11.150 | |||||||
| Ertragsteuerrückstellung Sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Rückstellungen |
1.502 24.696 4.708 |
4.544 | 7.372 | 7.372 | 4.544 | ||||||
| Summe kurzfristige Schulden | 87.281 | ||||||||||
| Langfristige Schulden Langfristige Darlehen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Erhaltene Zuschüsse Rückstellungen für Sozialkapital Sonstige Verbindlichkeiten Passive latente Steuern |
125.049 27 153 5.821 52.459 19.353 |
125.049 27 29.399 |
23.060 | 23.060 | 125.049 27 23.519 |
5.880 | |||||
| Summe langfristige Schulden | 202.862 | ||||||||||
| Eigenkapital Grundkapital Kapitalrücklagen Gesetzliche Rücklage Sonstige Rücklagen Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung Kumulierte Ergebnisse Summe Eigenkapital |
15.982 68.357 785 19 50.166 315.051 450.360 |
||||||||||
| SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL | 740.503 | 0 | 215.189 | 30.432 | 30.432 | 0 | 0 | 0 | 193.615 | 11.150 | 10.424 |
Klassifizierung
Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit
Kategorie gemäß IAS 39 Zeitwert Anschaffungskosten
Die Gesellschaft verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: Notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.
Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert erfassten Finanzinstrumente sind wie folgt zugeordnet:
| 2015 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Bilanzposition | Gesamt | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Vermögenswerte | ||||
| Derivate | Sonstige Forderungen | 0 | 0 | 0 |
| und Vermögenswerte | ||||
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige | -30.432 | -87 | -30.345 |
| Verbindlichkeiten | ||||
| 2014 | ||||
| in TEUR | Bilanzposition | Gesamt | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Vermögenswerte | ||||
| Derivate | Sonstige Forderungen | 0 | 0 | 0 |
| und Vermögenswerte | ||||
| Schulden | ||||
| Derivate | Sonstige | -43.865 | -1.055 | -42.810 |
| Verbindlichkeiten |
In den Berichtsperioden 2015 und 2014 erfolgten keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Bewertungsstufen. Grundsätzlich erfolgen im Bedarfsfall Umgliederungen zum Ende der Berichtsperiode.
Die der Stufe 3 zugeordneten Derivate beinhalten ausschließlich Verbindlichkeiten für bedingte Gegenleistungen (siehe Erläuterungen 15 und 20) sowie die Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen (siehe Erläuterungen 15 und 20). Die Entwicklung im Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | -8.975 | -8.960 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | -19.860 |
| Aufzinsung | -391 | -359 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | 3.151 | 19.475 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | 0 | -1.133 |
| Abgänge aus Erfüllung bedingter Kaufpreise | 4.813 | 2.198 |
| Kursdifferenzen | -888 | -336 |
| Stand am 31.12. | -2.290 | -8.975 |
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | -33.836 | -4.160 |
| Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen | 0 | -33.401 |
| Aufzinsung | -1.556 | -1.352 |
| Ergebniswirksame Bewertungsgewinne | 5.575 | 5.159 |
| Ergebniswirksame Bewertungsverluste | 0 | 0 |
| Abgänge aus Erfüllung | 0 | 0 |
| Kursdifferenzen | 1.762 | -82 |
| Stand am 31.12. | -28.055 | -33.836 |
Die in der Tabelle angegebenen ergebniswirksamen Bewertungsgewinne bzw. -verluste beziehen sich zur Gänze auf Finanzinstrumente, die zum Abschlussstichtag vorhanden sind. Die Bewertungsgewinne aus Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen werden als sonstige finanzielle Erträge, die Bewertungsverluste als sonstige finanzielle Aufwendungen erfasst. Die Bewertungsgewinne sowie -verluste betreffend Optionsverbindlichkeiten werden in der Position "Aufwendungen/ Erträge aus der Bewertung von Optionsverpflichtungen" erfasst (siehe dazu Erläuterung 4).
Die Devisentermingeschäfte werden auf Basis von beobachtbaren Devisenkassenkursen bewertet. Die in 2015 ausgelaufenen Zinsswaps wurden in der Vergangenheit mittels Discounted Cashflow-Verfahren auf Basis der aktuellen am Markt beobachtbaren Zinskurven bewertet.
Bedingte Kaufpreisverpflichtungen und Optionsverbindlichkeiten werden mit dem am Bilanzstichtag erwarteten diskontierten Zahlungsbetrag auf Basis der zugrunde liegenden Vereinbarung sowie der aktuellen Unternehmensplanung bewertet. Die bedingten Kaufpreise werden in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der erzielten Umsätze (zum Teil erst bei Überschreiten einer vertraglich bestimmten Umsatzhöhe) jährlich zahlbar. Die zum 31. Dezember 2015 ausgewiesenen bedingten Kaufpreise beziehen sich im Wesentlichen auf die letzte Tranche aus einem Unternehmenserwerb in 2010, basieren auf den erzielten Umsatzerlösen 2015 und sind in 2016 fällig. Ein untergeordneter Anteil läuft noch über die nächsten 4 Jahre. Der Ausübungspreis der Optionsverbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen ist von den erzielten Ergebnissen des jeweils betreffenden Unternehmens und in einem Fall auch vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abhängig. Die Abzinsung erfolgt mit einem risikoadäquaten Zinssatz für die jeweilige Laufzeit der Verpflichtung.
Die Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Annahme | Änderung der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Anstieg der Annahme |
Veränderung der Verbindlichkeit bei Verringerung der Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Optionsverbindlichkeiten | Ergebnis | +/- 10 % | +2.856 | -2.855 |
| Zinssatz 27,5 %, 1,4 % | +/- 10, +/- 1 Prozentpunkte | -847 | +739 | |
| SBO-Multiple 13,07 | +/- 30 % | +7.053 | -7.054 | |
| Bedingte Kaufpreise | Umsatzerlöse | +/- 10 % | +7 | -7 |
| Zinssatz 27,5 %, 13,4 % | +/- 10, +/- 1 Prozentpunkte | -1 | +1 |
Da der wesentliche Anteil der bedingten Kaufpreise im Jahr 2016 auf Basis von Umsätzen des Jahres 2015 zahlbar ist, ergeben sich daraus keine Schwankungen bzw. Zinseffekte mehr.
Für die gegebenen und erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Für den Zeitwert der Anleihen wurde der Börsenkurs verwendet.
Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.
Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der abweichende beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 2015 | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stufe | Buchwert | Zeitwert | Buchwert | Zeitwert |
| Schulden | |||||
| Anleihen | 1 | 0 | 0 | -19.993 | -20.480 |
| Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten | 2 | -170.096 | -171.377 | -145.796 | -148.832 |
Die folgende Tabelle zeigt die Gewinne/Verluste (Nettoergebnis) je Kategorie gemäß IAS 39:
| Jahr 2015 | Wert | Folgebewertung | Ausbuchung/Abgang | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | berichtigung | G & V | Sonst. Erg. | G & V | Sonst. Erg. | Nettoergebnis |
| Kredite und Forderungen | -3.764 | - | - | - | - | -3.764 |
| Derivative Instrumente | - | -7.746 | - | - | - | -7.746 |
| Jahr 2014 | Wert | Folgebewertung | Ausbuchung/Abgang | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | berichtigung | G & V | Sonst. Erg. | G & V | Sonst. Erg. | Nettoergebnis |
| Kredite und Forderungen | -839 | - | - | - | - | -839 |
| Derivative Instrumente | - | +20.480 | - | - | - | +20.480 |
Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TEUR 5.993 (Vorjahr: TEUR 9.996).
Die Geschäftstätigkeit der SBO-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.
Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
Die Geschäftsentwicklung von Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Aufgrund des in 2015 und 2016 gesunkenen Ölpreises ist die SBO-Gruppe aktuell mit einer Reduktion von Investitionsausgaben von Oilfield-Service Unternehmen konfrontiert. Im Zusammenhang mit dem aktuellen Downturn und einem Lageraufbau in der Supply Chain der Kunden besteht weiters das Risiko, dass im erwarteten folgenden Aufschwung eine Pufferwirkung durch Abbau der bestehenden Läger eintreten kann. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.
Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.
Im Jahr 2015 wurde mit den drei größten Kunden (es handelt sich hierbei um weltweit tätige Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt) ein Umsatzanteil von 52,5 % erzielt (Vorjahr: 55,2 %). Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.
Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für amagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weiter gegeben werden.
Das Unternehmen bezieht amagnetischen Stahl, den weitaus wichtigsten Rohstoff, nahezu ausschließlich nur von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.
SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.
Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Anleihen, Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seinen Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.
Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstrom-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken.
Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.
Währungsrisiken entstehen in der SBO-Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.
SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen nur rund 50 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA sondern auch in Europa bestehen. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.
Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz. Diesem Risiko wird durch die Fremdkapitalaufnahme in US-Dollar entgegen gewirkt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss, lediglich in Bezug auf die Wertänderungen der derivativen Instrumente (Devisentermingeschäfte), da keine wesentlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Konzernwährung denominiert sind:
| in TEUR | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Kursveränderung EURO zu US-Dollar | +10 Cent | -10 Cent | +10 Cent | -10 Cent |
| Änderung Ergebnis vor Steuern | +698 | -698 | +2.204 | -2.204 |
Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.
Die gesamten zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die Verzinsung der einzelnen Darlehen ist aus Erläuterung 18 ersichtlich. Außer den Anleihen, Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.
Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.
Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):
| in TEUR | 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Veränderung in Basispunkten | +10 | +20 | +10 | +20 |
| Änderung Ergebnis vor Steuern | +157 | +314 | +121 | +242 |
Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.
Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile und problemlose Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters wird die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft und werden die Außenstände regelmäßig überwacht. Für Ausfallrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.
Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile eingeschränkt (siehe Erläuterung 10).
Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden.
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.
Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsquellen ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.
Wichtigstes Instrument für die Liquiditätsteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.
Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente, wobei hier die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:
| in TEUR | jederzeit fällig | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 ff | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 32.350 | - | - | - | - | |
| Langfristige Darlehen | - | 15.789 | 39.784 | 56.598 | 34.760 | |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 65 | 27 | - | - | |
| Managementbeteiligungen und Genussrechte | - | - | - | - | 23.519 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 11.150 | - | - | - | |
| Derivate | 5.048 | 2.238 | 24 | 23.684 | 19 | |
| Sonstige | - | 17.783 | 1.617 | 659 | 3.384 | |
| in TEUR | jederzeit fällig | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 ff | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | - | 20.588 | - | - | - | |
| Bankverbindlichkeiten | 36.085 | - | - | - | - | |
| Langfristige Darlehen | - | 14.622 | 15.894 | 39.721 | 50.685 | |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 99 | 71 | 23 | - | |
| Managementbeteiligungen und Genussrechte | - | - | - | - | 34.084 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 24.050 | - | - | - | |
| Derivate | 4.160 | 4.458 | 4.570 | 97 | 31.451 | |
| Sonstige | - | 28.657 | 615 | 373 | 1.119 |
Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden.
Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es sicher zu stellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.
Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst Anleihen, langfristige Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.
Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2015 -5,8 % (Vorjahr: 7,8 %).
| in TEUR | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 32.174 | 35.744 |
| Langfristige Darlehen | 137.832 | 109.869 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 90 | 183 |
| Anleihen | 0 | 19.993 |
| Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung | -196.278 | -130.220 |
| Nettoverschuldung | -26.182 | 35.569 |
| Summe Eigenkapital | 450.360 | 455.675 |
| Gearing | -5,8 % | 7,8 % |
Für die Aktionäre des Mutterunternehmens wird im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 bis 60 % (vom Konzerngewinn nach Steuern) angestrebt.
Weder zum 31. Dezember 2015 noch zum 31. Dezember 2014 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.
Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus operativen Leasingverhältnissen sowie dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).
Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristig veräußerbare Veranlagungspapiere.
Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnitts-Wechselkurs berechnet.
Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.
Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen und aus Ertragsteuern.
Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Für die Veränderung der in 2015 und 2014 gewährten Managementbeteiligungen und Genussrechte in der Höhe von TEUR -6.701 (Vorjahr: TEUR 632) wurden Darlehen in gleicher Höhe gegeben bzw. abgeschichtet, weshalb es zu keinen Zahlungsflüssen gekommen ist.
Jahr 2015
Im Jahr 2015 wurden keine Unternehmenszusammenschlüsse getätigt. Die in 2015 erworbene Gesellschaft Schoeller-Bleckmann (UK) Limited übt keine operative Tätigkeit aus und wurde um TEUR 0 zum Zweck des Namensschutzes erworben.
Mit Vertrag vom 25. November 2014 wurden 67,00 % der Anteile an der Resource Completion System Holdings Inc., Calgary, CA, sowie deren Tochtergesellschaften Resource Well Completion Technologies Inc., Calgary, CA, und Resource Completion Systems Inc., Calgary, CA, erworben. In Folge wurden das Vermögen der Gesellschaft sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge ab dem 1. November 2014 dem Konzern zugerechnet.
Der Vertrag sah eine bedingte Kaufpreiserhöhung vor, die von der Ergebnisentwicklung bis 31. März 2015 abhängig ist. Sie wurde im Erwerbszeitpunkt durch Abzinsung der geschätzten erwarteten Zahlungen auf Basis des zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Business Plans ermittelt. Die entsprechende Verbindlichkeit, die im Erwerbszeitpunkt in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst wurde, wurde per 31. Dezember 2014 aufgrund der zwischenzeitlichen Verschlechterung der Marktlage in Nordamerika aufgelöst. Die tatsächlichen Ergebnisse des erworbenen Unternehmens zwischen Erwerbszeitpunkt und 31. März 2015 führten in Folge zu keiner weiteren Kaufpreiszahlung in 2015. Dementsprechend ergab sich daraus in der Berichtsperiode keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.
Zur Entwicklung der Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie für die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses 2014 erfassten Optionsverbindlichkeiten siehe Erläuterung 15, 20 und 35.
| Jahresdurchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2014 | 31. Dezember 2015 | 31. Dezember 2014 | |
| Arbeiter | 959 | 1.290 | 781 | 1.307 |
| Angestellte | 380 | 411 | 354 | 413 |
| 1.339 | 1.701 | 1.135 | 1.720 |
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 geführt hätten.
Im Februar 2016 wurden endfällige Schuldscheindarlehen und Kredite in einer Gesamthöhe von TEUR 27.000 mit einer Fixverzinsung von 1,43 % bis 1,84 % und einer Laufzeit bis 2021 (TEUR 24.500) bzw. 2023 (TEUR 2.500) aufgenommen.
Darüber hinaus liegen keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse vor.
Der Vorstand schlägt vor, pro Aktie den Aktionären eine Dividende von EUR 0,50 (Vorjahr: EUR 1,50) auszuschütten. Dies ergibt eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 8,0 im Vergleich zu MEUR 24,0 im Vorjahr.
AUFWENDUNGEN FÜR DEN KONZERN-ABSCHLUSSPRÜFER
Für den Konzern-Abschlussprüfer, die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., sind folgende Aufwendungen angefallen:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Prüfung des Konzernabschlusses | 114 | 81 |
| Sonstige Leistungen | 45 | 53 |
Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender) Mag. Klaus Mader (Finanzvorstand) – ab 01.10.2015 Mag. Franz Gritsch (Finanzvorstand) – bis 30.09.2015
Der bestehende Vorstandsvertrag von Ing. Gerald Grohmann gilt für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2018 und jener für Mag. Klaus Mader bis zum 30. September 2018.
Nominierungs- und Vergütungsausschuss: Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Karl Schleinzer
Prüfungsausschuss: Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Karl Samstag
Mag. Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2017
Dr. Peter Pichler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2018
Mag. Brigitte Ederer Erstbestellung: 2014 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019
Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger Erstbestellung: 2003 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2019
Karl Samstag Erstbestellung: 2005 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2017
Dr. Karl Schleinzer Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2020 Alljährlich mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung scheidet ein Mitglied des Aufsichtsrates aus, sodass dadurch gewährleistet wird, dass im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung über die Wahl eines Mitgliedes in den Aufsichtsrat beschlossen werden kann. Soweit die Reihenfolge des Ausscheidens sich nicht aus der Amtsdauer ergibt, entscheidet darüber das Los. In jener Sitzung des Aufsichtsrates, die vor Abhaltung einer ordentlichen Hauptversammlung, zur Beratung der Beschlussund Wahlvorschläge gemäß § 108 Abs. 1 AktG stattfindet, ist durch Los zu bestimmen, welches Mitglied des Aufsichtsrates mit Beendigung der folgenden ordentlichen Hauptversammlung ausscheidet. Der Ausscheidende ist sofort wieder wählbar.
Ternitz, 3. März 2016
Ing. Gerald Grohmann Mag. Klaus Mader Vorstand
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens- , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Mag. Karl Fuchs eh Mag. Markus Jandl eh Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2015 die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in 5 Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen auf dem Laufenden gehalten. Die Schwerpunkte der Erörterungen bildeten die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie wesentliche Geschäftsfälle und Maßnahmen. Zur Behandlung spezifischer Fragen zum Jahresabschluss war ein Audit Committee (Prüfungsausschuss) und zur Behandlung von Fragen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ein Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss) installiert.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht wurde unter Einbeziehung der Buchführung durch die Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 vermittelt und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Der gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellte Konzernabschluss und der in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften (UGB) aufgestellte Konzernlagebericht für die SBO-Gruppe zum 31. Dezember 2015 wurde von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung hat ergeben, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 vermittelt und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss steht.
Die Prüfungen haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Es wurde daher für den Jahresabschluss 2015 sowie für den Konzernabschluss 2015 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 16. März 2016 den vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht gebilligt. Der Jahresabschluss 2015 ist damit gemäß § 96 Abs 4 AktG festgestellt. Weiters hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie den Konzernlagebericht 2015, den Corporate Governance Bericht des Vorstandes und den Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses 2015 genehmigt.
Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstandes sowie allen Mitarbeitern der SBO-Gruppe Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2015 aus und dankt den Aktionären und Kunden der SBO-Gruppe für das entgegengebrachte Vertrauen.
Ternitz, am 16. März 2016
Der Aufsichtsrat
Norbert Zimmermann (Vorsitzender)
Hauptstrasse 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 100, Fax: (+43) 2630 315 501 E-Mail: [email protected]
1604 Greens Road, Houston, TX 77032, USA Tel.: (+1) 281 590 6966, Fax: (+1) 281 590 2280 E-Mail: [email protected]
2107 – 7th Street, Nisku, AB T9E 7YE, Kanada Tel.: (+1) 780 955 5969, Fax: (+1) 780 955 4707 E-Mail: [email protected]
Round About 10, Road 1030, Jebel Ali Free Zone, P.O. Box 30576, Dubai - Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4 880 8228, Fax: (+971) 4 880 8218 E-Mail: [email protected]
28825 Katy-Brookshire Road, Katy, Tx 77494, USA Tel.: (+1) 713 785 1060, Fax: (+1) 713 953 4580 E-Mail: [email protected]
9 Tuas Loop, Singapure 637340 Tel.: (+65) 6681 9500, Fax: (+65) 6793 0882 E-Mail: [email protected]
14 Gul Street 3, Singapure 629268 Tel.: (+65) 6861 4302, Fax: (+65) 6861 4556 E-Mail: [email protected]
Howemoss Terrace, Kirkhill Industrial Estate, Dyce, Aberdeen AB21 0GR, UK Tel.: (+44) 1224 799 600, Fax: (+44) 1224 770 156 E-Mail: [email protected]
Lot B2.6, Street D3, Dong An 2 Industrial Zone, Thu Dau Mot City, Binh Duong Province, Vietnam Tel.: (+84) 6503 589 590, Fax: (+84) 6503 589 595 E-Mail: [email protected]
Industrial Zone, Panel XI, Noyabrsk, 629800, Yamala Nenetsky Autonomous, Region, Russische Föderation Tel.: (+7) 3496 344576, Fax: (+7) 3496 343062 E-Mail: [email protected]
712 St. Etienne Road, P.O. Box 492, Broussard, LA 70518-0492, USA Tel.: (+1) 337 837 2030, Fax: (+1) 337 837 4460 E-Mail: [email protected]
P.O. Box 61327, Roundabout 10, Road 1030, Jebel Ali Free Zone, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4883 4228, Fax: (+971) 4883 4022 E-Mail: [email protected]
Hauptstrasse 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 0, Fax: (+43) 2630 315 401 E-Mail: [email protected]
11525 Brittmoore Park Drive, Houston, TX 77041, USA Tel.: (+1) 713 856 6500, Fax: (+1) 713 856 6565 E-Mail: [email protected]
517-5 Calle C, Parque Industrial Almacentro, Apodaca, 66600, Nuevo Leon, Mexiko Tel.: (+52) 81 1344-3343, Fax: (+52) 81 1344-3346 E-Mail: [email protected]
Techman House, Broombank Park, Chesterfield Trading Estate, Sheepbridge, Chesterfield, S41 9RT, UK Tel.: (+44) 1246 261385, Fax: (+44) 1246 453734 E-Mail: [email protected]
Estrada Piloto Rommel de Oliveira Garcia, 275, CEP n° 27.932-355, Macaé, Rio de Janeiro, Brasilien Tel.: (+55) 22 3737-0260, Fax: (+55) 22 2773-4214 E-Mail: [email protected]
2702 48th Avenue SE, Calgary, AB T2B 0M7, Kanada Tel.: (+1) 403 723-2262, Fax: (+1) 403 723-2263 E-Mail: [email protected]
1901 SE 22nd Street, Oklahoma City, OK 73129, USA Tel.: (+1) 405 568 8222 E-Mail: [email protected]
The Northern Blue Tower – Office 402, King Faisal Road, Al Yarmouk, Al Khobar 3195, Kingdom of Saudi Arabia E-Mail: [email protected]
--------------------------------------|||||||||||||||||||||||||||||||||||||| -------------------------------------- $\begin{tabular}{@{}ll} \hline \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.0000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} & \multicolumn{1}{c}{\textbf{0.000}} \ \multicolumn{1}{$ | 000000000000000000000000000000000000
JRHRESRBSCHLUSS
Antage1
SCHOELLER-BLECKMAMM OILFIELD EQUIPMENT AXTRENCESELLSCHAFT
| AKTIVA | Bilanz zum 31.12.2015 | PASSIVA | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31,12,2014 | ||
| EUR. | TEUR | ευR | TEUR | ||
| A. ANLAGEVERMÖGEN | A. EIGENKAPATAL | ||||
| Immaterielle Vermogensgegenstände J. |
Grundkapital - |
16.000.000,00 | 18,000 | ||
| shniiche Rechte und Vorteile sowie daraus abge- Korizessionen, gewerbliche Schutzrechte und |
Kapitalnucklagen ≓ |
||||
| leitete Lizenzen | 9,465,00 | 3.594 | gebundene Kapitalitücklage | 69.976.047.03 | 69.976 |
| Sachaniagen ÷ |
IK. Optionsrücklage | 1,897,000,00 | 1.094 | ||
| 1. Grundslücke, grundslücksgleiche Rochte und Bauten | 12.303.870,30 | 12.864 | IV. Gevirinmeldagen | ||
| davon Grundwert EUR 3.162.546,12 (2014: TEUR 3.163) 2. andere Anlagen, Belriecs- und Geschäftsausstattung |
217,679,26 | $\overline{203}$ | 1. gesetzliche Rücklage | 785.314.64 | 785 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 430.415.00 12.951.964,56 |
13.067 | 2. Rücklage für eigene Anleite 3. andere (freie) Rücklagen |
907.380,00 15.848.902,47 |
747 15,587 |
| 17.541.597.11 | 17.569 | ||||
| III. Finanzanlagen | V. Bilanzgewinn | ||||
| 1. Antelle an verbundenen Unternehmen | 180.936.353,75 16.914.749.57 |
(30.471) 16.915 |
davon Gewinnwortrag EUR 2,404.355.52 (2014: TEUR 503) | 3.119.102.31 | 26.377 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unterrehmen 3. Wortrechto |
143.967,00 | 100 | 113.533.745.45 | 131.016 | |
| 197.995.070,33 | 207.486 | ||||
| 210.956.499.89 | 224,147 | B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN | |||
| Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen | 18,810.00 | ম্ল | |||
| RÜCKSTELLUNGEN υ |
|||||
| 1. Rückstellungen für Abfartigungen | 1,518,365,00 | 1.417 | |||
| B. UMLAUFVERWÖSEN | 2. Steuerndokstellungen | 981.158.81 | 8.810 1.705 |
||
| 3. sonslige Rückstelungen | 3,951,517,51 451,994,00 |
11,932 | |||
| Forderungen und sonetige Vermögensgenstände $\overline{a}$ |
a | ||||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
15.440,28 19.327.396,01 |
16.630 | D. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 10.097.417,53 | 10,685 | 1. Anteihen | 0,00 | 20.00 |
| 29.440.253.62 ł |
27.215 | 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiluten | 128.416.666,63 | 96.985 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 512.120.74 | $\frac{1}{4}$ | |||
| B. Wertpaplere und Antalle | 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 74.591.379.97 | 36.766 4.770 |
||
| eigene Anteile | 907,380,00 | 1.247 | 6. sonstige Verbindlichkeilen | 3.313.758,86 | |
| davon aus Steuern EUR 7,733,70 (2014: TEUR 6) davon im Rahmen der soziaten |
|||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kredänstitulen | 83,088,866.75 | 49.128 | Sicherheit EUR 46.183.13 (2014: TEUR 619) | ||
| 113,386,500,57 | $\frac{77}{288}$ | 206.338.926.20 | 158,765 | ||
| 324.343.000,45 | 301.735 | 324.343.000.45 | 301.735 | ||
| $\frac{1}{2}$ , which is a support of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contrac ▌ |
32.652.601,70 Haftungsverhältnisse |
46.324 | |||
| Dochamente Anisonaviene i titat einen isteorierenden Bestandteil dieser Bilanz. |
ass beliegende Antagenoplegal blidet einen triegnerenden Bestandtliches Blanz.
Der beliegende Antagenoplegal blidet einen triegnerenden Bestandtel dieser Blanz.
Anlage 2
| 2015 EUR |
2014 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 6.993.032.25 | 9.044 | |
| 2. sonstige betriebliche Erträge a) Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zum Anlagevermögen |
|||
| ausgenommen Finanzanlagen | 1.838,61 | 12 | |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. | 3.442,00 | ٥ | |
| c) übrige | 1.944.939.91 | 1.950.220.52 | 1.844 1,856 |
| 3. Personalaufwand | |||
| a) Löhne b) Gehälter |
$-185.871.97$ $-2.792.859.28$ |
-185 $-3.621$ |
|
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an- | |||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen. | $-558.033,38$ | -440 | |
| d) Aufwendungen für Altersversorgung | $-336,322,86$ | -666! | |
| e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
$-317,241,98$ | -284 | |
| f) sonstige Sozialaufwendungen | -986,79 | ||
| -4.191.316.26 | $-5.197$ | ||
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens | |||
| und Sachanlagen | -4.163.756,98 | $-1.058$ | |
| davon außerplanmäßig EUR 3.157.149,86 (2014: TEUR 0). | |||
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z16 fallen | -180.843,92 | $-216$ | |
| b) Chrige | $-7.202.631,59$ | $-9.653$ | |
| -7,383.475,51 | -9.869 | ||
| 6. Zwischensumme Z 1 bis Z 5 (Betriebserfolg) | -6.815.295,98 | $-5.224$ | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 22.551.202.61 | 32.531 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 22.551.202.81 (2014: TEUR 32.531) 8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
1.976.080,27 | 1,685 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.974.305,77 (2014: TEUR 1.683). | |||
| 9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 978.260,03 | 1.052 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 558.323,25 (2014: TEUR 578) 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen |
0,00 | 680 | |
| und Wertpapieren des Umlaufvermögens | |||
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | $-10.295.355.08$ | -1 | |
| a) davon Abschreibungen EUR 10.295.355,08 (2014: TEUR 0) b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR 10.267.742,33 (2014: TEUR 1) |
|||
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | $-4.624.513.77$ | $-5.530$ | |
| davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 964.837,30 (2014: TEUR 1.250). | |||
| 13. Zwischensumme Z 7 bis Z 12 (Finanzerfolg) | 10.585.674.26 | 30.417 | |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 3,770.378,28 | 25,193 | |
| 15. Verschmeizungsgewinn davon verschmelzungsbedingte Ergebnisübernahme aus Vorperioden EUR 0,00 (2014: TEUR -1.472) |
0,00 | 252 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon Ertrag aus Steuerumlagen EUR 7.437.456,73 (2014: TEUR 9.706) |
1.913.335,77 | 426 | |
| 17. Jahresübarschuss | 5.683.714,05 | 25.871 | |
| 18. Auflösung unversteuerter Rücklagen | 3.420,00 | з | |
| Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen | |||
| 19. Auflösung von Gewinnrücklagen | |||
| a) Rücklage für eigene Anteile | 27.612.75 | 0 | |
| 20. Gewinnyortrag aus dem Vorjahr | 2.404.355,52 | 503 | |
| 8.119.102,32 | 26,377 | ||
| 21. Bilanzgewinn |
Der Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO), mit Sitz in Ternitz, wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.
Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren ersteilt.
Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.
Die beim Jahresabschluss 2014 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Allfällige Ausweisänderungen sind bei den Erläuterungen zu den betreffenden Positionen angeführt.
Bei der Bewertung des Anlagevermögens wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Geldkurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.
Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Devisen-Geidkurs zum Bilanzstichtag bilanziert.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Briefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Anlage3
Die Berechnung der Abfertigungsrückstellungen erfolgte mittels versicherungsmathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 2.2 % (Vorjahr: 2.0 %). Gehaltssteigerung 3,5 % (Vorjahr: 4,0 %) p. a., Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen. Im Rahmen der Ermittlung der Abfertigungsrückstellung erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes für die Leistungsart Pensionierung über den Zeitraum vom Eintritt in das Unternehmen bis zum Zeitpunkt des geplanten Pensionsantrittes des ieweiligen Dienstnehmers.
Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden ebenfalls gemäß (AS 19 berechnet.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargesteilt.
Das abnutzbare Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:
| - EDV-Software | 4 Jahre l |
|---|---|
| - Rechte | 15 Jahrel |
| - Gebäude und Grundstückseinrichtungen | 10 bis 50 Jahrel |
| - Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 8 Jahre |
In den immateriellen Vermögensgegenständen ist "Intellectual Property" (gewerbliche Schutz- und Musterrechte) enthalten, welches von einem verbundenen Unternehmen im Jahr 2008 erworben wurde (Buchwert per 31.12.2015: TEUR 0,0; Vorjahr: TEUR 3.578,1) und von 2009 bis 2015 gegen Lizenzgebühr zur Nutzung überlassen wurde. Per 31.12.2015 wurden die Rechte außerplanmäßig auf Null abgeschrieben, da aufgrund vorgenommener Restrukturierungsmaßnahmen des betreffenden Tochterunternehmens künftige keine Erträge aus der Nutzungsüberlassung realisiert werden.
Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es folgende Bewegungen:
| Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V. Teilwertabschreibung |
TEUR - 5.717.7 | |
|---|---|---|
| Foxano AG | ||
| Zugang | TEUR. | 732.9 |
| Teilwertabschreibung | TEUR - 4.550.0 |
Die Ausleihungen betrafen ausschließlich Konzerngesellschaften. Deren Fristigkeit stellt sich wie folgt dar:
| lin TEUR . |
<1 Jahr | ------ 1-5 Jahre |
> 5 Jahre | Bilanzwert |
|---|---|---|---|---|
| 12.2015 131 |
$2.029 -$ | 14.885.0 | 0.0 | 16,914, |
| 12.2014 194 |
.029 | 14.885.0 | .v | 16.914. |
Bei der Bewertung der Fremdwährungsausleihungen (USD) wurde vom Niederstwertprinzip Gebrauch gemacht.
Vom Zuschreibungswahlrecht gem. § 208 Abs. 1 UGB in Höhe von TEUR 5.853,5 wurde nicht Gebrauch gemacht (Vorjahr: TEUR 3.558,6). Die daraus resultierende steuerliche Belastung wäre TEUR 1.463,4 (Vorjahr: TEUR 889,6).
Die Restlaufzeit stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2015 (in TEUR) | RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr | Bilanzwert | |
|---|---|---|---|
| Forderungen aus | |||
| Lieferungen und Leistungen | 15,4 | 0,0 | 15,4 |
| Forderungen gegenüber | |||
| verbundenen Unternehmen | 10.600,0 | 8.727,4 | 19.327,4 |
| sonstige Forderungen und | |||
| Vermögensgegenstände | 1.667,2 | 8.430,2 | 10.097,4 |
| Summe | 12.282,6 | 17.157,6 | 29.440,2 |
| 31.12.2014 (in TEUR) | $RLZ < 1$ Jahr $RLZ > 1$ Jahr | Bilanzwert | |
|---|---|---|---|
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
10.694,5 | 5.935,8 | 16.630,3 |
| sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
395,2 | 10.190,5 | 10.585,7 |
| Summe | 11.089,7 | 16.126,3 | 27.216,0 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.
Die größten Positionen in den sonstigen Forderungen waren Darlehen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften (TEUR 8. 410,3; Vorjahr: TEUR 10.170,6).
Erträge, weiche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen Zinsabgrenzungen (TEUR 12,8; Vorjahr: TEUR 27,8).
Zum Bilanzstichtag 2015 hält die Gesellschaft 18.000 Stück eigene Aktien (31.12.2014 24.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,11 % am Grundkapital (Vorjahr: 0,15 %) mit einem Buchwert von TEUR 907,4 (Vorjahr: TEUR 1.246,6).
Zum 31.12.2015 wurden die Anteile um TEUR 27,6 auf deren Kurswert abgewertet. Zum 31,12,2014 wurden vom Zuschreibungswahlrecht gemäß § 208 Abs. 1 UGB in Höhe von TEUR 7,6 nicht Gebrauch gemacht. Die daraus resultierende steuerliche Belastung zum 31.12.2014 wäre TEUR 1,9.
Das Grundkapital von TEUR 16.000,0 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.
In der Hauptversammlung vom 23. April 2014 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Jahren 2015 sowie 2014 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Die gebundene Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 69.976,0 und resultiert aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005.
Die gesetzliche Rücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785,3.
Die freie Rücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 15.848,9 (Vorjahr: TEUR 15.537,3). Im Jahr 2015 erfolgte aufgrund des Abgangs von eigenen Aktien eine erfolgsneutrale Umwidmung aus der Rücklage für eigene Anteile in Höhe von TEUR 311,6 (Vorjahr: erfolgsneutrale Umwidmung aus der Rücklage für eigene Anteile in der Höhe von TEUR 3.311,1).
Die Rücklage für eigene Anteile betrug zum Bilanzstichtag TEUR 907,4 (Vorjahr: TEUR 1.246.6). Dies entspricht dem Buchwert der eigenen Aktien zum Bilanzstichtag.
Die Optionsrücklage in Zusammenhang mit einem im Jahr 2014 vereinbarten Vorstandsvergütungsprogramm für die künftige Abgabe von eigenen Aktien beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.897,0 (VJ: TEUR 1.094,0).
Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 23. April 2015 wurden vom Bilanzgewinn 2014 TEUR 23.972,9 an die Aktionäre ausgeschüttet und die verbleibenden TEUR 2.404,4 auf neue Rechnung vorgetragen.
| in TEUR | 2014 | Auflösung | 2015 |
|---|---|---|---|
| Bewertungsreserve gemäß § 8 EStG: | |||
| Bauten | י פפ EL. |
In den übrigen Rückstellungen sind enthalten:
| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Jubiläumsgeldrückstellungen | 43,9 | 58,0 |
| Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube | 406,2 | 363,9 |
| sonstige Personalrückstellungen | 279,8 | 956,0 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 562.1 | 176,8 |
| Bilanzveröffentlichung | 160,0 | 150,0 |
| Summe | 1.452,0 | 1.704,7 |
Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:
| 31.12.2015 (in TEUR) | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Bilanzwert |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 10.416,7 | 118.000,0 | 0,0 | 128.416,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | ||||
| und Leistungen | 512,1 | 0,0 | $_{0,0}$ | 512,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | 74.591,4 | 0,0 | 0,0 | 74.591,4 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1,400,3 | 1.058,5 | 860,0 | 3,318,8 |
| Summe | 86.920,5 | 119.058,5 | 860,0 | 206.839,0 |
| 31.12.2014 (in TEUR) | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | $> 5$ Jahre | Bilanzwert |
| Anleihen | 20.000,0 | 0,0 | 0,0 | 20.000,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Kreditinstituten | 8.568,7 | 58.416,7 | 30.000,0 | 96.985,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | ||||
| und Leistungen | 243,9 | $_{0,0}$ | 0,0 | 243,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | 36.766,0 | 0,0 | 0,0 | 36,766,0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.586,5 | 1.058,5 | 1.124, 6 | 4.769,6 |
| Summe | 68.165,1 | 59.475,2 | 31.124,6 | 158.764,9 |
Im Juni 2008 wurden zwei Anleihen im Gesamtnennbetrag von jeweils MEUR 20,0, eingeteilt in 800 untereinander gleichrangige auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 50.000 emittiert. Die Teilschuldverschreibungen wurden bezogen auf ihren Nennbetrag bis zum Fälligkeitstag mit jährlich 5,75 % (Anleihe 2008-2013) bzw. 5,875 % (Anleihe 2008-2015) verzinst, wobei die Zinsen jeweils nachträglich am 18. Juni eines jeden Jahres zahlbar waren. Eine Teilschuldverschreibung wurde am 18. Juni 2013 zum Nennbetrag von MEUR 20,0 zurückgezahlt, die weitere wurde am 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von MEUR 20,0 zurückbezahlt. Die Anleihen waren in den Dritten Markt an der Wiener Börse unter den ISIN AT0000A09U32 bzw. AT0000A09U24 einbezogen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren ausschließlich aus Konzernfinanzierungen.
In den sonstigen Verbindlichkeiten betrafen TEUR 1.135,7 (Vorjahr: TEUR 2.393,1) Aufwendungen, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| $\ln$ TEUR | Gesamtbetrag | davon für verbundene Unternehmen |
Gesamtbetrag | davon für verbundene Unternehmen |
| Haftungen für Kredite und Kurssicherungen |
32.652,6 | 32.652.6 | 46.324.3 | 46,324,3 |
Darüber hinaus wurden für ein Bankdarlehen eines verbundenen Unternehmens Pfandrechte an Liegenschaften der Gesellschaft bis zu einem Höchstbetrag von TEUR 12.300,0 eingeräumt (Vorjahr: TEUR 9.000,0).
Weiters hat die Gesellschaft gegenüber einem verbundenen Unternehmen eine Patronatserklärung mit Befristung bis Juni 2016 abgegeben, die eine unwiderrufliche Zusicherung enthält. das Unternehmen derart zu unterstützen, dass dieses jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2014 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftem das ab 31. März 2018 jederzeit ausübbare Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Zudem hat die Gesellschaft das Recht erworben, ab 31. März 2018 jederzeit die Anteile der anderen Gesellschafter zu erwerben, welche sich dazu verpflichtet haben, die Anteile diesfalls an die Gesellschaft zu übertragen (Put- und Call-Option). Der Kaufpreis ist jeweils von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens sowie in einem Fall auch vom EBITDA-Multiple der SBO zum Ausübungszeitpunkt abhängig.
Im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Jahr 2012 hat die Gesellschaft den anderen Gesellschaftern das Recht eingeräumt, ihre Anteile der Gesellschaft anzubieten und hat sich diesfalls die Gesellschaft verpflichtet, die angebotenen Anteile zu erwerben. Der Kaufpreis ist von den erzielten Ergebnissen des erworbenen Unternehmens abhängig.
Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, für eine Wettbewerbsvereinbarung jährlich USD 500.000 zu zahlen, sofern sich der Vertragspartner während der Laufzeit bis 2020 an die Vertragsbedingungen hält.
Für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen bestehen Mietverträge mit folgenden Verpflichtungen:
Für Bestellungen zu Sachanlagen bestanden Verpflichtungen in der Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,0).
Die größten Posten sind:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Verrechnete Holdingleistungen | 4.564,8 | 6.730,6 |
| Mieterträge | 1.735,4 | 1,680,1 |
| Lizenzeinnahmen | 692,8 | 624,0 |
| Verrechnete Konzernversicherung | 0.0 | 9. |
Die größten Posten sind:
| ---- in TEUR --- |
2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Kursgewinne . |
944 9 1. V |
843,9،، |
Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 14,9 (Vorjahr: TEUR 12,5) enthalten.
Von den Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen entfallen TEUR 868,1 (Vorjahr: TEUR 1.060,2) auf die Mitglieder des Vorstands.
Die größten Posten in den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten | 1.762,4 | 5.088,3 |
| Forschungs- und Entwicklungs- | ||
| aufwendungen | 1.256,9 | 950,0 |
| Dienstleistungen Konzern | 812,8 | 756,1 |
| Versicherungen | 333,1 | 306,9 |
| Kursverluste | 909,6 | 5.1 |
Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen unter dieser Position verbucht.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen nachfolgende Gesellschaften:
| in TEUR | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH | 14.000,0 | 14.000.0 |
| Schoeller-Bleckmann America Inc. | 0.0 | 7.910,8 |
| DSI FZE | 7.361,1 | 7.849,2 |
| BICO Drilling Tools Inc. | 1.190.1 | 2.771.4 |
Zur Straffung der Konzernstruktur wurde am 21. Februar 2014 beschlossen, die beiden nicht operativ tätigen Gesellschaften Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH, Ternitz, sowie die BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, als übertragende Gesellschaften mit der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft, Ternitz, als übernehmende Gesellschaft rückwirkend zum 30. September 2013 zu verschmelzen. Aus der Verschmelzung dieser Gesellschaften ergab sich im Jahr 2014 ein Verschmelzungsgewinn von TEUR 251,7.
Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß §9 KStG unter Anwendung der Belastungsmethode genutzt. Gruppenmitglieder sind bzw waren:
Die Schoefler-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH., Ternitz sowie die BICO-DSI Investment GmbH., Ternitz wurden in 2014 mit der Gesellschaft verschmolzen. Die Schoeller-Bleckmann do Brasil Ltda., Macae, wurde im Geschäftsjahr veräußert, wodurch sie aus der Steuergruppe in 2014 ausgeschieden ist.
Die aktive Steuerlatenz beträgt TEUR 1.956,9 (Vorjahr: TEUR 1.164,4). Sie wurde gemäß § 198 Abs. 10 UGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2015 weist die Gesellschaft nach Verrechnung der Steuerumlagen an inländische Gruppenmitglieder in Höhe von TEUR 7.437,5 (Vorjahr: TEUR 9.706,5) einen Steuerertrag in Höhe von TEUR 1.913,3 (Vorjahr: TEUR 426,2) aus. Darin sind Aufwendungen für Quellensteuern in Höhe von TEUR 110,1 (Vorjahr: TEUR 594,7) sowie auf Vorjahre entfallende Steuern von TEUR 32,7 (Ertrag) (Vorjahr: Aufwand von TEUR 41,1) enthalten.
Das Geschäftsjahr 2015 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 5.683,7. Nach Berücksichtigung der Rücklagenbewegungen sowie zuzüglich des Gewinnvortrags aus 2014 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 8.119,1.
Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von EUR 0,50 je Aktie (Vorjahr EUR 1,50) auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Geschäftsjahr 2014 ist im Zusammenhang mit der Verschmelzung der beiden nicht operativ tätigen Gesellschaften Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH, Ternitz, und BICO-DSI Investment GmbH, Ternitz, als übertragende Gesellschaften mit der SCHOELLER-BLECKMANN Oilfield Equipment Aktiengesellschaft, Ternitz, als übernehmende Gesellschaft der Minderheitsgesellschafter der BICO-DSI Investment GmbH ausgeschieden und wurde mit 57.761 Stück SBO-Aktien abgefunden.
Für das Geschäftsjahr 2015 liegen keine berichtspflichtigen Geschäftsfälle gemäß § 237 Z. 8b UGB vor.
Im Jahr 2015 sind für den Abschlussprüfer, die Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH, und mit diesem verbundene Unternehmen folgende Aufwendungen angefallen:
| Prüfung des JahresabschlussesTEUR 21,7 | (Vorjahr: TEUR 21,2) |
|---|---|
| SteuerberatungsleistungenTEUR 25,8 | (Vorjahr: TEUR 35,7) |
| Sonstige LeistungenTEUR 40,2 | (Vorjahr: TEUR 78,8) |
Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT AG war zum 31. Dezember 2015 an folgenden Unternehmen beteiligt:
Aniage3
| 31.12.2015 107.108,5 135.349,8 63.424,3 16.421,6 61.815,0 21.766,5 32.724,0 46.962,7 19.340,7 93.449,1 5.151,6 9.606,0 7.915,5 4.655,7 8.755,9 6,227,3 8.765,5 6.495,4 5.757,2 176,6 196,6 649,8 489,9 Jahr 2015 2.759,6 $-1.788,8$ 9.605,2 $-4.374,2$ 23.377,6 6.591.0 1.224,9 13,493,0 2.823,1 8.867,2 1.527,4 591,4 1.583,4 $-145,0$ $-38,0$ 206,5 $-87.2$ 503,2 362,3 166,3 801,1 12,1 0 100,00 100,00 Indirekt 100,00 100,00 100,00 100,00 67,00 94,00 67,00 93,25 91,00 90,65 77,91 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 Direkt 89,55 97,00 Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC, Binh Duong, VN Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Rotherham, GB Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE, Dubai, AE Resource Well Completion Technologies Corp., Oklahoma City, US Schoeller-Bleckmann Darron (Aberdeen) Limited, Aberdeen, GB Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MX Resource Well Completion Technologies Inc., Calgary, CA Lafayette, US Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH, Ternitz Schoeller-Bleckmann Darron Limited, Aberdeen, GB Darron Tool & Engineering Limited, Rotherham, GB ton, US Schoeller-Bleckmann Sales Co. LLC, Houston, US Schoeller-Bleckmann do Brasil Ltda., Macae, BR ම KNUST-SBO Far East Pte Ltd., Singapur, SG Schoeller-Bleckmann Energy Services LLC, Techman Engineering Limited, Chesterfield, BICO-FASTER Drilling Tools Inc., Nisku, CA Schoeller-Bleckmann Canada, Calgary, CA Schoeller-Bleckmann America Inc., Wilming DSI Saudi LLC, Al Khobar, Saudi Arabien KNUST-GODWIN LLC, Houston, US (*) BICO Drilling Tools Inc., Houstan, US SB Darron Pte Ltd., Singapur, SG DSI FZE. Dubai, AE |
Anteil in Prozent | Ergebnis in TEUR |
Eigenkapital in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Resource Completion Systems Holdings Inc., Calgary, CA | 67,00 | $-1.1$ | - 3,8 |
(*) Nach Verschmelzung von Knust-SBO L.I..C. mit Godwin-SBO L.I..C. in 2015
Für die Angaben zu weiteren Beteiligungen wird von der Bestimmung gem. § 241 Abs. 2 Zi. 2 UGB Gebrauch gemacht.
Seite 10
Der durchschnittliche Personalstand gliedert sich wie folgt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Gehaltsempfänger | 15 | 15 |
| Lohnempfänger | ||
| Summe Mitarbeiter | 23 | 22 |
Zum 31.12.2015 betrug der Personalstand 24 Mitarbeiter: 16 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger (Vorjahr: 22 Mitarbeiter, 15 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger).
Die Bezüge für die Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2015 TEUR 1.830 (davon fixer Anteil TEUR 908, davon variabler Anteil TEUR 922 (Vorjahr: TEUR 1.931 (davon fixer Anteil TEUR 920, davon variabler Anteil TEUR 1.011).
Im Geschäftsjahr 2014 wurde dem Vorstandsvorsitzenden Ing. Gerald Grohmann für Vorstandstätigkeiten unter der Voraussetzung eines jeweils aktiven Dienstverhältnisses eine jährliche Übertragung von jeweils 6.000 Stück SBO Aktien zugesagt, wobei die erste Übertragung 2014 erfolgte. Diese Aktien unterliegen auf die Dauer von 2 Jahren ab der jeweiligen Übertragung, längstens aber bis zur Beendigung des Dienstvertrages, einer Verfügungs- und Belastungsbeschränkung seitens Herrn Grohmann. Die Gewährung der Aktien ist mit einem Gesamtkurswert von TEUR 1.300,0 beschränkt, wobei die Wertermittlung am Ende der jeweiligen Sperrfrist erfolgt. Der Kurswert zum Zeitpunkt der Übertragung 2015 für 6.000 Aktien betrug TEUR 384 (Vorjahr: TEUR 521). Zum 31.12.2015 beträgt der Kurswert der 12.000 bereits übertragenen Aktien TEUR 605 (Vorjahr: 6.000 Stück TEUR 360.0).
Weiters wurde im Geschäftsjahr 2014 dem Vorstandsvorsitzenden eine freiwillige Abfertigung in Höhe von 30.000 Stück SBO Aktien bei Vertragsende zugesagt. Der Aufwand betreffend aktienbasierter Vergütungen ist aufgrund der bestehenden Verfügungsbeschränkung bzw. der erst bei Ende des Dienstverhältnisses gewährten Abfertigung in den oben dargestellten Bezügen nicht enthalten.
Im Geschäftsjahr 2015 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder in Summe eine Vergütung von TEUR 115,1 (Vorjahr: TEUR 109,7).
Mag. NORBERT ZIMMERMANN Vorsitzender seit 10.04.1995
Dr. PETER PICHLER Mitglied seit 10.04.1995, stellvertretender Vorsitzender seit 29.04.2003
Mag. Brigitte EDERER Mitglied seit 23.04.2014
Mag. DI HELMUT LANGANGER Mitglied seit 29.04.2003
KARL SAMSTAG Mitalied seit 24.10.2005
Dr. KARL SCHLEINZER Mitglied seit 24.05.1995
Ing. GERALD GROHMANN
Vorsitzender seit 03.10.2001
Mag. KLAUS MADER seit 01.10.2015
Mag. FRANZ GRITSCH von 01.12.1997 bis 30.09.2015
SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft
Der Vorstand Ing. GERALD GROHMANN
Mag. KLAUS MADER
Anlage 3/Beilage
Anlagenspiegel zum 31.12.2015
| Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten | kumulierte | Buchwert | Buchwert | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| tand 01.01.2015 | Zugange | Abgänge | Stand 31.12.2015 | Abschreib. | 31.12.2015 | 31.12.2014 | des Geschäftsj. | |
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
6.380.530,22 | 83 | 8,00 | 6.380.530.22 | 6.371.065.22 | 9.465,00 | 3.593.878.18 | 3.584.413.18 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 6.380.530.22 i S |
ga | 0.00 | 6,380,530,22 | 6.371.065.22 | 9.465.00 | 3,593,878,18 | 3.584.413.18 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, davon II. Sachanlagen |
||||||||
| Grundwert EUR 3.162.546,12 (2014; TEUR 3.162.5) | 19.741.812.63 762.845,00 |
8g 74,695,55 |
8 c $-74.441.07$ |
19.741.812.53 763.099.46 |
7.437.942.33 545.420.20 |
217.679.26 12.303.870.30 |
12,864,031,16 202.865.77 |
560.160.86 38,911,50 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3. geleistete Anzahlungen auf Sachaniagen |
8 S |
430.415,00 | 0.00 | 430.415.00 | 8 | 430.415.00 | S S |
0,00 |
| 4. geringwertige Wirtschaftsgüter | 0.00 | 271,45 | $-271.45$ | a a |
9,00 | 8 ° |
8 | 271.45 |
| Summe Sachanlagen | 20,504,657.63 I ▌ |
505.381.98 | -74.712.52 | 20,935,327.09 | 7,983.362,53 | 12.951.964.56 | 13.066.896.93 | 599.343.81 |
| III. Finanzanlagen | ||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 98.071.330.30 | 732.928,68 | 8.oo | 88.804.258.98 | 17.867.905,22 | 180.936.353.76 | 190.471.167.41 | 10,267,742,33 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 3. Wertrechte |
22.768.216,29 100.000.00 |
8.9 43.967.00 |
88 0.8 |
22,768.216,29 143,967.00 |
5.853.466,72 88 |
143.987.00 16.914.749.57 |
100.000.00 16.914.749.57 |
ooo 9,00 |
| Summe Finanzanlagen | 220.939.546.59 ∥ |
76.895.68 | 0,00 | 221.716.442.27 | 23.721.371.94 | 197,995,070,33 | 207.485.916.98 | 0.267.742,33 |
| SUMME ANLAGEVERMOGEN | 247.824.734.44 | 1.282.277.66 | $-74,712,52$ | 249.032.299,58 | 38.075.799.69 | 210.956.499.89 | 224.145.692.09 | 14.451.499.32 |
ł,
Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft (SBO) fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.
Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.
Die Umsatzerlöse der SBO betrugen 2015 MEUR 7,0 (Vorjahr: MEUR 9,0). Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um konzerninterne Leistungen, Lizenzeinnahmen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 2015 MEUR 3,8 (Vorjahr: MEUR 25,2). Es war wesentlich gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen in Höhe von MEUR 22,6 (Vorjahr: MEUR 32,5). Es handelt sich hierbei um Ausschüttungen von Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH., DSI FZE und BICO Drilling Tools Inc.
Die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 2015 MEUR 0,5 (Vorjahr: MEUR 0,2).
Die Zugänge zu Finanzanlagen betrugen MEUR 0,8 (Vorjahr: MEUR 75,7) und betrafen mit MEUR 0,8 Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertrechte (Vorjahr: MEUR 75,7). Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren Wertberichtigungen in der Höhe von MEUR 10,3 zu verzeichnen.
Die Bilanzsumme 2015 blieb mit MEUR 324,3 nahezu unverändert (Vorjahr: MEUR 301,7).
Die Eigenkapitalquote betrug 35,0 % (Vorjahr: 43,4 %).
Das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) betrug 65,0 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 74,3 %).
Personalstand der SBO zum 31. Dezember 2015 betrug 24 Mitarbeiter Der (16 Gehaltsempfänger und 8 Lohnempfänger), verglichen mit einem Personalstand zum 31. Dezember 2014 von 22 Mitarbeitern (15 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger).
Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.
Das Wachstum der Weltwirtschaft ging im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht zurück und blieb damit unter den ursprünglichen Erwartungen. Den aktuellen Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge lag das globale Wirtschaftswachstum bei 3,1 % und somit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert (2014: 3,4 %). Die durchschnittliche Wachstumsrate der Industrienationen betrug im Jahr 2015 1,9 %, nach 1,8 % in 2014. Das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer lag 2015 bei 4,0 % nach 4,6 % im Jahr $2014.$
Während sich der niedrige Ölpreis auf die ölimportierenden Industriestaaten insgesamt positiv auswirkte, beeinträchtigte er die Wirtschaft der erdölexportierenden Schweilenländer. Geopolitische Krisen belasteten die Wirtschaft in Russland, die in die Rezession rutschte, und im Nahen Osten. In China verlangsamte sich das Wachstum. In Summe erzielten die Schwellenländer dank China und Indien aber immer noch attraktive Wachstumsraten.
Der durchschnittliche globale Ölverbrauch stieg im Jahr 2015 laut Internationaler Energie Agentur (IEA) um 1,6 Millionen Barrel pro Tag (mb/d) oder 1,7 % auf 94,4 (2014: 92,8 mb/d). Die höhere Nachfrage wurde vor allem von China, den USA, Indien und Europa getragen. Der Verbrauch in den OECD-Ländern stieg um 0,5 mb/d oder 1,1 % auf 46,1 mb/d (2014: 45.7 mb/d). Der Verbrauch in Nicht-OECD-Ländern stieg um 1,1 mb/d oder 2,5 % auf 48,3 mb/d2 (2014: 47,1 mb/d).
Trotz der gestiegenen Nachfrage war der Ölmarkt deutlich überversorgt. Im Jahr 2015 wurde mit durchschnittlich 96,4 mb/d um 1,1 mb/d mehr produziert als verbraucht. Die OPEC-Staaten - und hier in erster Linie Saudi-Arabien und der Irak - steigerten die Produktion um 1,2 mb/d. Aber auch die Nicht-OPEC-Länder produzierten 2015 um 1,4 mb/d mehr als im Vorjahr - dieser Anstieg ging vor allem auf das Konto der USA, deren Produktion allerdings im vierten Quartal 2015 wieder leicht zurückging und Russland, das seine Produktion aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation und des Rubel-Verfalls auf ein Maximum hochgefahren hat. Nach einem weltweiten Öl-Angebotsüberhang von 2,4 mb/d im zweiten Quartal 2015, reduzierte sich die Überversorgung im vierten Quartal 2015 leicht auf 2,3 mb/d. Die effektive Reservekapazität3 der OPEC lag im Jänner 2016 mit 2,288 mb/d um 0,68 md/d unter dem Vorjahreswert (Jänner 2015: 2,96 mb/d).4
<sup>1 Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016
<sup>2 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016
<sup>3 Definition der International Energy Agency (IEA): "IEA defines spare capacity as the capacity levels that can be reached within 90 days and sustained for an extended period."
<sup>4 International Energy Agency (IEA), Oll Market Report, Februar 2016.
Der weitweite Rig-Count5 lag im Dezember 2015 mit 1.969 Anlagen um 45 % unter dem Vorjahreswert (2014: 3,570 Anlagen). Die Zahl der Bohranlagen sank in allen Weltregionen - mit Ausnahme des Nahen Ostens, wo sie unverändert blieb. Mit Abstand am stärksten war der Rückgang in den USA (minus 62,1 % auf 714 Anlagen) - das war der stärkste Einbruch der vergangenen drei Jahrzehnte.
Die weltweiten Ausgaben für Exploration und Produktion sanken im Jahr 2015 nach Analystenschätzungen um rund 23 % auf, laut Evercore ISI, rund 560 Mrd. USD. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nordamerika mit einem Minus von rund 35 %.6
Die Preise der beiden handelsüblichen Ölsorten WTI und Brent entwickelten sich in der ersten Jahreshälfte 2015 zunächst noch positiv. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg von USD 52,72 zu Jahresbeginn auf ein Jahreshoch von USD 61,36 am 10. Juni 2015. Die europäische Sorte Brent stieg von USD 55,38 pro Barrel zu Jahresbeginn bis zum 13. Mai 2015 auf ein Jahreshoch von USD 66,33.7
Im weiteren Verlauf des Jahres fiel der Preis beider Handelssorten allerdings aufgrund des anhaltenden Überangebots am Ölmarkt deutlich. Anfang Dezember 2015 entschied die OPEC erneut, ihre Ölförderung nicht zu drosseln und hielt damit an dem Kurs fest, den sie im November 2014 eingeschlagen hatte. Am 31. Dezember 2015 lag der Preis der Sorte WTI bei USD 37.13 pro Barrei, der Preis der Sorte Brent bei USD 36,61 pro Barrei. Im Jahresverlauf (02.01.-31.12.2015) fiel der Preis der Sorte WTI damit um 29,6 %, jener der Sorte Brent um 33,9 %.
Die gesamte Oilfield Service-Industrie war im Jahr 2015 vom massiven Einbruch der Bohraktivitäten betroffen. Auch die SBO-Gruppe konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen: Nach einem Rekordauftragseingang im Jahr 2014 sank der Auftragseingang 2015 um 59,1 % auf MEUR 203,6 (2014: MEUR 497,7). Der Umsatz ging um 35,8 % auf MEUR 313,7 zurück (2014: MEUR 488,6). Das EBIT betrug MEUR minus 22,1 (2014: MEUR 67,5). Das Ergebnis nach Steuern lag letztlich bei MEUR minus 19,0 (2014: MEUR 54,0). In diesem Ergebnis sind allerdings Einmaleffekte in Summe von MEUR 20,3 enthalten, wovon MEUR 18,3 nicht cash-wirksam sind. Diese ergaben sich vor allem aus Firmenwertabschreibungen und aus der Bewertung von Optionsverbindlichkeiten.
Trotz des extrem schwierigen Umfelds, das sich im Laufe des Jahres stetig verschlechterte, war die SBO-Gruppe in der Lage, ein positives operatives Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten von MEUR 3.7 zu erzielen (2014: MEUR 106,7) und den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 52,3 % auf MEUR 103,4 zu steigern (2014: MEUR 67,9). Mit liquiden Mitteln von MEUR 196,3 und einer Eigenkapitalquote von 60,8 % verfügt das Unternehmen über eine kerngesunde Bilanzstruktur.
<sup>5 Baker Hughes Inc.
6 Evercore ISI OFS, 2016 Oullook, Barclays Capital Inc. January 2016.
7 U.S. Energy Information Agency (EIA), Spot Prices for Crude Oil per 1. Jänner 2016.
Die SBO-Gruppe gliedert ihr Geschäft in die zwei Segmente High Precision Components (Fertigung von Präzisionsbohrstrangteilen) und Oilfield Equipment (Non-Magnetic-Drill-Collars, Bohrmotoren, Circulation Tools, Completion-Tools sowie andere Komponenten einschließlich Service- und Reparaturarbeiten). Beide Segmente waren vom Markteinbruch spürbar betroffen.
Das Segment High Precision Components entwickelte sich 2015 entsprechend den reduzierten CAPEX-Ausgaben der Kunden. Durch die massiv reduzierten Bohraktvitäten in Folge des niedrigen Ölpreises verringerte sich der Bedarf der Kunden deutlich. Zudem waren diese weiter bemüht, die mögliche Einsatzdauer ihrer Tools vermehrt durch Aufbereitung und Reparatur sowie andere Effizienzsteigerungsmaßnahmen zu maximieren und damit die Zahl der Neubestellungen zu minimieren. Der Auftragseingang sank, der Umsatz ging zurück und der Druck auf die Preise nahm zu. All dies führte im Segment High Precision Components zu einem negativen Ergebnis vor Steuern. Um auch in diesem Marktumfeld die Position als Weltmarktführer zu behaupten und den technologischen Vorsprung für den nächsten Aufschwung zu festigen, investierte der Konzern weiter gezielt in die Produktinnovation.
Im Segment Oilfield Equipment wirkte das Herunterfahren der weitweiten Bohraktivitäten ebenfalls dämpfend auf das Geschäft. Auch hier verzeichnete der Konzern einen Rückgang von Auftragseingang und Umsatz. Das Bohrmotorengeschäft der Tochtergesellschaft BICO litt unter der besonders starken Reduktion des Rig Counts in Nordamerika. Durch technologische Weiterentwicklungen ihrer Bohrmotorenflotte konnte BICO ihre Markstellung in den USA dennoch behaupten. Ein in Anbetracht des extrem schwierigen Marktumfelds zufriedenstellendes Ergebnis erzielten die Tochtergesellschaft DSI, die im Bereich der Downhole Circulation-Tools klarer Weltmarktführer ist, sowie die Service und Reparatur Shops, insbesondere jener in Russland. Auch die Ende 2014 neu akquirierte Tochtergesellschaft Resource Well Completion Technologies (Resource) erwirtschaftete ein positiven Ergebnis.
Die SBO-Gruppe besitzt große Erfahrung im Umgang mit den Zyklen in der Oilfield Service-Industrie und hat auch im aktuellen Abschwung rasch reagiert, um der Verschlechterung der Marktverhältnisse frühzeitig entgegenzuwirken. Das Unternehmen hat bereits im dritten Quartal 2014 erste Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet und diesen Kurs im Jahr 2015 konsequent fortgesetzt:
Der Konzern hat die beiden US-amerikanischen Tochtergesellschaften "Godwin-SBO L.L.C." (Godwin) und "Knust-SBO L.L.C." (Knust) per 1. Oktober 2015 fusioniert. Die Produktion der neuen "Knust-Godwin LLC" wird am Standort von Godwin zusammengeführt. Durch die Zusammenlegung werden strukturelie und damit nachhaltige Kostenvorteile erzielt, obwohl die Kapazitäten auf dem gleichen Niveau bleiben. Die Gesellschaft wird damit sehr gut aufgestellt sein, um die Nachfrage, die im Zuge des nächsten Aufschwungs wieder entstehen wird, optimal bedienen zu können. Die Restrukturierung soll bis Mitte 2016 abgeschlossen sein.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.
Im Februar 2016 wurden zur Refinanzierung auslaufender Darlehen Vereinbarungen zur Aufnahme von Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 27.000 mit einer Fixverzinsung von 1,43 % bis 1,84 % und einer Laufzeit bis 2021 bzw. 2023 aufgenommen.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Jahr 2016 im Jänner 2016 nach unten korrigiert, rechnet aber immer noch mit einem Anstieg des weltweiten Wirtschaftswachstums auf 3,4 %, nach 3,1 % im Jahr 2015 und 3,4 % im Jahr 2014.8 Die Wirtschaft der Industriestaaten soll im Jahr 2016 um 2,1 % wachsen (nach 1,9 % im Jahr 2015 und 1,8 % im Jahr 2014). Damit zeichnet sich eine Fortsetzung der moderaten Konjunkturerholung in den Industriestaaten ab. In den Schwellen- und Entwicklungsländern geht der IWF für 2016 nun von einem Wachstum von 4,3 % aus (nach 4,0 % im Jahr 2015 und 4,6 % im Jahr 2014).
Den wesentlichen Grund für die Konjunkturverbesserung in den Industrienationen sieht der WF für 2016 in einem Schub durch niedrige Rohstoffkosten – insbesondere dem niedrigen Ölpreis. In den Schwellen- und Entwicklungsländern erwartet der IWF vor allem in Ländern, die 2015 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckten, eine gewisse Erholung - dazu gehören Russland und einige Staaten in Lateinamerika und im Nahen Osten. Eine stärkere Nachfrage aus den Industrienationen und der Abbau der Sanktionen gegen den Iran sollen den Schwellenländern in 2016 positive Impulse geben. Dem steht ein geringeres Wachstum in China gegenüber. Auffällig ist die schwache Prognose für Saudi-Arabien, dessen Wirtschaft deutlich unter dem niedrigen Ölpreis leidet und in 2016 nur mehr um 1,2 % wachsen soll (2015: $3,4\%$ ).
Die Internationale Energieagentur (IEA) geht daher für 2016 von einem weiteren Anstieg des Ölbedarfs aus: Der Ölverbrauch soll 2016 95,6 mb/d betragen. Das bedeutet einen Anstieg von 1,2 mb/d oder plus 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr (2015: 94,4 mb/d). Die durchschnittliche Ölnachfrage in den OECD-Staaten soil mit rund 46,2 mb/d auf demselben Niveau wie 2015 liegen, während der Ölbedarf der Nicht-OECD-Staaten um 1,2 mb/d oder 2,5 % auf insgesamt 49,4 mb/d steigen soll.9
Laut Marktbefragungen der Investmenthäuser Barclays (Jänner 2016)10 und Evercore ISI (Dezember 2015) werden die Unternehmen der Oilfield Service-Industrie 2016 aufgrund einer anhaltenden Überversorgung des Ölmarktes ihre E&P-Ausgaben weiter reduzieren. Das wäre erstmals seit dem Abschwung 1986/1987 ein Sinken der E&P-Ausgaben in zwei aufeinander folgenden Jahren. Laut den Studien werden die E&P-Ausgaben in 2016 weltweit um 11 bis 20 % und in Nordamerika sogar um 19 bis 27 % sinken. Die befragten Unternehmen haben zum Zeitpunkt der Befragung für 2016 mit einem Ölpreis zwischen USD 45-50 pro Barrel der Sorte WTI kalkuliert. 11 Liegt der Ölpreis im Jahresdurchschnitt 2016 unter diesem Wert, kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitergehende Investitionskürzungen folgen.
* Internationaler Währungsfonds (IWF), World Economic Outlook Update, Jänner 2016,
<sup>9 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.
<sup>10 Barclays Capital Inc., Equity Research, January 2016.
<sup>11 Evercore ISI OFS, 2016 Outlook.
Klar ist, dass dies der stärkste Marktabschwung seit dem Jahr 1986 ist, als der Ölpreis von USD 30 pro Barrel binnen acht Monaten auf USD 10 pro Barrel fiel. Damals trafen eine schwächelnde Öl-Nachfrage auf steigende Fördermengen aus Nicht-OPEC Staaten, und eine OPEC, weiche versuchte, Marktanteile durch hohe Fördermengen zurückzuerobern. Die wesentlichen Unterschiede zum aktuellen Abschwung liegen einerseits bei einer aktuell anhaltend robusten Öl-Nachfrage und bei der OPEC Reservekapazität, welche damals bei über 10 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 60 mb/d) lag und der OPEC einen großen Spielraum zur Erhöhung der Fördermenge gab. Heute liegt diese Reservekapazität zwischen 2 und 3 mb/d (bei einer weltweiten Fördermenge von 96,3 mb/d). Im Jahresvergleich ist sie sogar um ca. 1 mb/d gesunken. In anderen Worten, das Verhältnis Reservekapazität / Fördermenge liegt mit 2% erheblich unter demselben Wert im Jahr 1986 (16,7%).
Der Konzern stellt sich jedenfalls auch für 2016 auf sehr herausfordernde Marktverhältnisse ein. Der Abschwung, der der Oilfield Service-Industrie im Jahr 2015 zugesetzt hat, ist noch nicht beendet. Die entscheidende Frage wird sein, wie lange die Überversorgung des OImarktes noch anhält. Sobald die Balance wieder hergestellt ist, sollte der Aufschwung beginnen, für den SBO gut gerüstet ist.
Die IEA erwartet, dass die Produktion in den Nicht-OPEC-Staaten von 57,7 mb/d im Jahr 2015 um 0,6 mb/d auf 57,1 mb/d im Jahr 2016 zurückgehen wird.12 Russland wird seine Produktion mit knapp über 11 mb/d voraussichtlich auf dem Niveau von 2015 halten. In den USA ist aufgrund des massiven Rückgangs des Rig-Counts bereits im vierten Quartal 2015 weniger Erdöl produziert worden, und auch für 2016 rechnet die IEA mit einem Rückgang. Es gibt in den USA jedoch eine Vielzahl von Bohrungen, die bereits abgeteuft aber noch nicht komplettiert worden sind (sog. DUCs). Es ist davon auszugehen, dass bei einem Anstieg des Ölpreises zunächst eher diese Bohrungen in Betrieb genommen werden, bevor neue Bohrungen durchgeführt werden.
Für die restlichen Nicht-OPEC-Staaten dürfte es schwierig werden, die Produktion nach den drastischen Kürzungen der E&P-Ausgaben rasch wieder hochzufahren. Für diese Länder auf sie entfallen rund 30 % der weltweiten Erdölproduktion - rechnen manche Experten in 2016 mit einem Produktionsrückgang von 2,5 %.13
Von großer Bedeutung wird sein, wie lange die OPEC an ihrem Kurs festhalten wird, die Produktion auf deutlich über 30 mb/d zu halten und damit einer Erholung des Ölpreises entgegenzuwirken. Der aktuelle Kurs führt für die OPEC-Staaten zu enormen Einnahmeverlusten. Unklar ist, wie lange Saudi-Arabien und die ärmeren OPEC-Mitglieder sich dies leisten wollen und können.
Diese Konstellation aus sinkendem Angebot und steigender Nachfrage sollte zu einer nachhaltigen Erholung des Ölpreises führen und neue Investitionen auslösen. Das ist der Start des nächsten Aufschwungs. Wann das der Fall sein wird, ist heute nicht absehbar. Die Visibilität am Markt ist immer noch extrem gering. Eines hat die Vergangenheit in der Oilfield Service- Industrie aber gezeigt: Nach dem Abschwung kommt der Aufschwung. Und je tiefer und länger der Abschwung ist, desto steiler wird der nächste Aufschwung.
<sup>12 International Energy Agency (IEA), Oil Market Report, Februar 2016.
<sup>13 Guggenheim Securities, November 2015
Der Konzern ist aufgrund des hohen Cash Bestands, einer aktuellen Netto-Liquidität, einem positiven Free Cashflow und der hohen Eigenkapitalquote auch für eine längere Durststrecke gerüstet. Das Unternehmen wird die in 2015 umgesetzten Maßnahmen zum Gegensteuern in 2016 konsequent fortführen: So werden die Kosteneinsparungsprogramme intensiviert und die Kapazitäten entsprechend der Marktlage weiter angepasst. Die Standortoptimierung in den USA wird bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Die Strategie, neue Märkte für die Produkte der SBO-Gruppe im Segment Oilfield Equipment zu erschließen, wird konsequent fortgesetzt. Zudem ist die SBO-Gruppe aufgrund ihrer kerngesunden Bilanz in der Lage, die Suche nach strategisch passenden Akquisitionszielen fortzuführen.
Die aktuelle Situation zeigt deutlich, wie rasch der Zyklus in der Öl- und Gasindustrie drehen kann. Während aktuell die volle Aufmerksamkeit dem Management des Abschwungs gilt, ist klar, dass die mittel- und langfristigen Wachstumsaussichten für die Oilfield Service-Industrie absolut intakt sind. Eine steigende Nachfrage nach Öl und Gas sowie sinkende Förderraten existierender Felder werden neue Investitionen erfordern und den nächsten Aufschwung einläuten. Der Konzern wird nach Umsetzung der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen auf der Basis einer verbesserten Kosten- und Organisationsstruktur gut aufgestellt sein, um als Technologie- und Marktführer den nächsten Aufschwung optimal nutzen zu können.
Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risiken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risiken zu setzen. Ein konzernweites Reportingsystem unterstützt den Vorstand der SBO AG beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risiken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risiken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO AG und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.
Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix verzinst, Diese lauten auf USD und unterliegen daher Fremdwährungsschwankungen. Ebenso besteht der Großteil der sonstigen Forderungen aus langfristigen verzinslichen Forderungen in USD, GBP und CAD.
Die liguiden Mittel bestehen aus Guthaben bei österreichischen Banken mit marktkonformer Verzinsung.
Alle zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten werden fix verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.
Zur langfristigen Finanzierung des Wachstums und zur Optimierung der Fremdkapitalkosten emittierte Schoeller-Bleckmann im Juni 2008 eine in zwei Tranchen geteilte Unternehmensanleihe im Volumen von MEUR 40.
Die beiden Teilschuldverschreibungen wurden planmäßig am 18. Juni 2013 bzw. am 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von jeweils MEUR 20,0 zurückgezahlt.
Aufgrund der derzeitig verfügbaren liguiden Mittel bestehen aus heutiger Sicht keine Liguiditäts-Probleme.
Der Konzern hat seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten seit vielen Jahren in den operativen Geschäftsbetrieb integriert. Dieses System gewährleistet eine markt- und kundennahe F&E-Tätigkeit. Zwei Beispiele für daraus resultierende Produktinnovationen:
Im Segment High Precision Components hat der Konzern 2015 ein neues technologisches Bearbeitungsverfahren entwickelt, das es erstmals ermöglicht, Hochpräzisionsbohrungen mit kleinen Durchmessern ("abgelenktes Gunhole Drilling") über längere Strecken abgelenkt in einem Collar durchzuführen. Dies schafft neue Möglichkeiten und mehr Effizienz bei der Konzeption und dem Design von hochkomplexen MWD/LWD-Komponenten.
Im Segment Oilfield Equipment hat die Tochtergesellschaft DSI den neuen "Fast Ball" eingeführt, der bei den komplexesten Bohr- und Weil Completion Aktivitäten zum Einsatz kommt. Der Fast Ball ermöglicht es, Spülungsverluste effizienter und rascher zu beheben. Durch sein um 80% höheres Gewicht, seine deutlich höhere Dichte und die um knapp 50% erhöhte Temperaturresistenz verringert der Fast Ball die Aktivierungszeit des "PBL Activation Tools" signifikant.
Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement der SBO-Gruppe liegt beim Vorstand, während die unmittelbare Verantwortung bei den Geschäftsführern der operativen Einheiten liegt. Demzufolge besitzt das interne laufende Berichtswesen an die Konzernzentrale besonders hohe Bedeutung, um Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies erfolgt durch eine zeitnahe monatliche Berichterstattung über die Geschäftsentwicklung und Gebarung von den operativen Einheiten an den Vorstand.
Für die Tochterunternehmen wurden vom Konzern weltweit einheitliche Standards für die Umsetzung und Dokumentation des gesamten internen Kontrollsystems und damit vor allem auch für den Rechnungslegungsprozess vorgegeben. Dadurch sollen jene Risiken vermieden werden, die zu einer unvollständigen oder fehlerhaften Finanzberichterstattung führen können.
Weiters werden die von den Tochtergesellschaften erstellten internen Berichte in der Konzernzentrale auf Plausibilität geprüft und mit Planungsrechnungen verglichen, um bei Abweichungen geeignete Maßnahmen setzen zu können. Hierzu werden von den Gesellschaften Jahresbudgets und Mittelfristplanungen angefordert, welche vom Vorstand genehmigt werden müssen.
Die Ordnungsmäßigkeit des Rechnungswesens bei den Tochtergesellschaften wird durch laufende Prüfungstätigkeiten des Konzerncontrollings überwacht. Auch im Zuge der internen Revision werden schwerpunktmäßige Prüfungen über das Rechnungswesen durchgeführt. Weiters werden alle Jahresabschtüsse durch internationale Prüfungsgesellschaften geprüft.
Im Zuge von regelmäßigen Sitzungen des Vorstandes mit den lokalen Geschäftsführungen werden die laufende Geschäftsentwicklung sowie absehbare Chancen und Risiken besprochen.
Für die Erstellung des Konzernabschlusses bestehen in Ergänzung zu den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften konzerninterne Richtlinien, um eine einheitliche Darstellung bei den berichtenden Gesellschaften zu gewährleisten (Bewertungs- und Ausweisfragen).
Für die automationsunterstützte Aufstellung des Konzernabschlusses wird ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm verwendet, welches mit den notwendigen Prüf- und Konsolidierungsroutinen ausgestattet ist.
Die für den Konzern dargestellten Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind auch uneingeschränkt für die Holdinggesellschaft anwendbar. Für das Rechnungswesen der Holdinggesellschaft sind ebenfalls anerkannte Standardprogramme im Einsatz.
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt MEUR 16,0 und ist zerlegt in 16 Mio. Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.
In der Hauptversammlung vom 23. April 2014 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In den Jahren 2015 sowie 2014 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.
Zum Bilanzstichtag 2015 hält die Gesellschaft 18.000 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 24.000 Stück). Dies entspricht einem Anteil von 0,11 % (Vorjahr: 0,15 %) am Grundkapital mit einem Anschaffungswert von TEUR 1.074 (Vorjahr TEUR 1.432). Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.982.000 Stück (Vorjahr: 15.976.000 Stück).
Zum 31. Dezember 2015 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 33,4 % vom Grundkapital (Vorjahr: rund 32,6 %).
Darüber hinaus bestehen keine weiteren angabepflichtigen Sachverhalte gemäß § 243a UGB.
Ternitz, 24, Februar 2016
SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft
Der Vorstand
raĺď Grohmann
Mag. Klaus Mader
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
$-5-$
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung des Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund die Bewertungsmethoden; Vornahme von Schätzungen. die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
$-7-$
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 24. Februar 2016
Wirtscha Deloitte Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungs GmbH sbun Peloitte ppa. Mag. Christof Wolf Dr. Christoph Waldeck Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Ternitz, 3. März 2016
Mág. Klaus Mader Ing. Gerald Grohmann Vorstand
A-2630 Ternitz/Austria = Hauptstraße 2 = Tel.: +43 2630 315-110 = Fax: +43 2630 315-101 = E-Mail: [email protected] Firmensitz/Reg. Office: 2630 Ternitz, Austria . Firmenbuch/Comm. Reg. No.: FN 102999w Handelsgericht Wr. Neustadt . DVR 0769509 · Bank/BankAccount: UniCredit Bank Austria AG · IBAN: AT66 1100 0032 4033 7000 · BKAUATWW · UID/VAT No.: ATU 14661105
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