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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Annual Report Mar 12, 2009

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Annual Report

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08

Adding value through our knowledge

Inhalt

Lagebericht 3
Marktumfeld 3
Geschäftsentwicklung 4
Ausblick 7
Analyse und Ergebnisse 9
Konzernabschluss
Konzernbilanz 15
Konzerngewinn- und Verlustrechnung 17
Konzerngeldflussrechnung 18
Entwicklung des Eigenkapitals 19
Erläuterungen zum Konzernabschluss 20
Angaben zu den Organen der Konzernleitung 63
Bericht des Abschlussprüfers und Bestätigungsvermerk 66
Jahresabschluss der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG 68
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz 88

Lagebericht

MARKTUMFELD

Das Geschäftsjahr 2008 war für die Oilfield Service-Industrie wie in den vorangegangenen Jahren grundsätzlich von einer Fortsetzung der intensiven Explorations- und Produktionstätigkeit der nationalen und internationalen Ölgesellschaften gekennzeichnet. Ausschlaggebend dafür war der kontinuierlich steigende Welt-Energiebedarf, der insbesondere durch die boomenden Volkswirtschaften der Emerging Markets ausgelöst wurde und zumindest bis ins 2. Quartal 2008 anhielt.

Ab Jahresmitte 2008 verschärfte sich die von den USA ausgehende Kredit- und Finanzkrise zusehends. Waren die unmittelbaren Auswirkungen zunächst nur auf die USA beschränkt, so breitete sich die Krise im vierten Quartal sehr rasch auf die Kapital- und Rohstoffmärkte der übrigen Welt aus. Der Einbruch der Aktienmärkte auf globaler Basis sowie die verhaltenen Kreditvergaben der Banken hatten im Laufe des vierten Quartals messbare Einflüsse auf die Konjunkturentwicklung und damit auch auf den globalen Energieverbrauch.

Das BIP-Wachstum weltweit wird von internationalen Prognoseinstituten3 für 2008 auf 2,5 % (nach 3,8 % im Jahr 2007) beziffert, wofür vor allem der Rückgang in den USA von 2,0 % auf 1,4 % im Jahr 2008 sowie in der Eurozone von 2,6 % auf 1,2 % im Jahr 2008 verantwortlich war. Für China wurde ein Rückgang des BIP-Wachstums von 11,9 % im Jahr 2007 auf 9,6 % im Jahr 2008 errechnet. Das Wirtschaftswachstum Indiens dürfte 2008 bei 5,4 % (nach 6,3 %) gelegen haben.

Die Turbulenzen an den internationalen Wertpapier- und Rohstoffbörsen spiegeln sich deutlich im Verlauf des Ölpreises wider: Anfang Jänner startete der Ölpreis (WTI) bei USD 99,63 pro Barrel, erreichte im Juli sein Jahreshoch mit USD 145,46. Anschließend erfolgte die Gegenbewegung, bis Ende Dezember das Jahrestief von USD 30,81 pro Barrel erreicht wurde.

Auch der Ölverbrauch zeigte eine volatile Entwicklung. Bereits im zweiten Quartal des Jahres 2008 ging die Ölnachfrage kontinuierlich zurück. Besonders der Verbrauch von Rohölprodukten in Nordamerika entwickelte sich stetig im Jahresverlauf 2008 deutlich rückläufig.4 Eine Konsequenz dieser Entwicklung war das Anwachsen der Rohöl-Lager, was maßgeblich den Rückgang des Ölpreises auslöste.

Nach Schätzungen der EIA (Energy Information Administration) ging 2008 der globale Ölverbrauch erstmals seit 1983 zurück5. Die IEA (International Energy Agency) geht für das Jahr 2008 von einer Gesamtnachfrage von lediglich 85,8 Mio Barrel pro Tag (2007: 86,0 Mio Barrel pro Tag) aus, was eine Reduktion von 200.000 Barrel pro Tag bedeuten würde6.

3 Economist Intelligence Unit, Internationaler Währungsfonds

4 World Oil Demand, International Energy Agency, Dezember 2008

5 Short-Term Energy Outlook, Energy Information Administration, Dezember 2008

6 Oil Market Report, International Energy Agency, Dezember 2008

Die Explorations- und Produktionsaktivtäten (E&P) der großen nationalen und internationalen Ölgesellschaften blieben den überwiegenden Teil des Jahres 2008 noch auf einen Anstieg des weltweiten Energieverbrauches ausgerichtet. Der Aufwärtstrend des Ölpreises bis zu seinem All-Time-High zu Jahresmitte ermöglichte steigende E&P Investitionsaufwendungen. Insbesondere haben die Aktivitäten im technologisch anspruchsvollen E&P Bereich (Richtbohren, Off-Shore Bohrungen) zu einer starken Nachfrage nach High-Tech-Komponenten geführt. Folglich war die Auftragslage für die Oilfi eld Service-Industrie 2008 von einer starken Nachfrage gekennzeichnet. Insgesamt stieg der "Rig Count" (Anzahl der weltweit eingesetzten Bohranlagen), ein Indikator für die weltweiten Bohraktivitäten auf einen Jahresdurchschnitt von 3.336 Einheiten nach 3.116 Einheiten Ende 2007 an, wobei bereits ein Aktivitätsrückgang zu Jahresende erkennbar war7 .

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anhaltend erfreuliche Auftragslage bei Hochpräzisionskomponenten

Schoeller-Bleckmann Oilfi eld Equipment AG konnte die gute Branchenkonjunktur im Geschäftsjahr 2008 optimal nutzen. Die Ausweitung der Produktionskapazitäten als Folge des strategischen Investitionsprogramms ermöglichte neue Rekordwerte bei den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2008 betrug MEUR 367,3 und lag damit um rund 8 % über dem Wert des Geschäftsjahres 2007. Die gute Orderlage verteilte sich bis weit ins vierte Quartal hinein gleichermaßen über alle Segmente. Gegen Jahresende waren gegenüber den Vorquartalen erste Anzeichen einer gewissen Zurückhaltung bei den Bestelleingängen erkennbar.

Gute Auftragslage bis ins vierte Quartal 2008, Anzeichen einer beginnenden Zurückhaltung zu Jahresende erkennbar.

Der Auftragsstand zu Jahresende 2008 betrug MEUR 214 (nach MEUR 249 zu Jahresende 2007). Der Rückgang widerspiegelt die auf Grund der höheren Kapazitäten

wieder normalisierten Durchlaufzeiten, aber auch eine Verlangsamung des Auftragseinganges im 4. Quartal. Alle Produktionskapazitäten waren 2008 voll ausgelastet, der anhaltend hohe Auftragseingang konnte durch Mehrschichtbetrieb und Überstunden bewältigt werden.

Kostenseitig musste ein weiterer Anstieg der Personalkosten verkraftet werden. Dagegen waren im Jahresverlauf entsprechend der Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten Preisrückgänge bei Legierungsmetallen feststellbar.

Bei den Verkaufspreisen machte sich im Jahresverlauf 2008 zunehmender Druck seitens der Kunden bemerkbar. Hinzu kam auch vermehrter Wettbewerb als Folge von Kapazitätserweiterungen in der gesamten Oilfi eld Service-Industrie.

7 Baker Hughes: Rig Count (worldwide)

Service & Supply Shops mit guten Ergebnissen

Im Segment Ölfeldausrüstungen und Service betreibt Schoeller-Bleckmann ein weltweites Netz von Service & Supply Shops, die vor allem in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008 sehr stark ausgelastet waren. Der Standort Russland wurde ausgebaut, die zuvor angemietete Liegenschaft angekauft. Nach dem Boom der letzten Jahre war ab dem dritten Quartal in diesem Geschäftsfeld erstmals eine leichte Abkühlung feststellbar, was aber auf die insgesamt gute Ergebnislage dieses Segments noch keinen Einfluss hatte.

Wieder sehr guter Geschäftsverlauf bei Bohrmotoren

Das Geschäftsfeld Bohrmotoren der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ist in der nordamerikanischen Tochtergesellschaft BICO Drilling Tools Inc. (BICO) gebündelt. Das Hauptgeschäft von BICO ist das Verleasen von Bohrmotoren. Im Geschäftsjahr 2008 konnten infolge der hohen Marktakzeptanz des Hochleistungs-Bohrmotors "Spiro Star" und durch den Ausbau der Motorenflotte Marktanteile dazu gewonnen werden. Rund 50 % aller verleasten Bohrmotoren von BICO entfallen bereits auf "Spiro Star" Modelle.

Ausbau Standort Ternitz im Vordergrund

Das mehrjährige Investitionsprogramm fand 2008 mit dem Abschluss der Erweiterungen am Standort Ternitz seinen vorläufigen Höhepunkt. Durch den Bau einer neuen Produktionsstätte konnte der Maschinenpark für die Herstellung von Hochpräzisionsteilen (MWD/LWD) im Jahresverlauf 2008 sukzessive erweitert werden. Voraussetzung für die optimale Nutzung dieser Kapazitäten war die bereits 2007 in Betrieb genommene neue Langschmiedeanlage, welche Vormaterialien für großvolumige MWD/LWD-Komponenten erzeugt. Das starke Wachstum des Unternehmens machte auch den Bau eines zeitgemäßen Verwaltungsgebäudes für den Sitz der Konzernholding notwendig.

Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, wurde der Maschinenpark auch an den Standorten in Nordamerika kontinuierlich erweitert.

Insgesamt betrug der Zugang zu den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2008 MEUR 45,8 (nach MEUR 66,0 im Jahr zuvor). Davon entfielen auf den österreichischen Standort Ternitz MEUR 14,6 (nach MEUR 34,3), auf die nordamerikanischen Standorte (inkl. Mexiko) MEUR 21,1 (nach MEUR 26,4), der Rest verteilte sich auf die übrigen Standorte der Gruppe.

Akquisition Techman

Mit Stichtag 1. Oktober 2008 wurde das britische Oilfield-Serviceunternehmen Techman Engineering Ltd./ Chesterfield zu 100 % übernommen. Techman produziert Präzisionsteile (Collars) und Tools für die Oilfield Service-Industrie und erwirtschaftete zuletzt mit rund 70 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 13,5 Mio Pfund. Verkäufer waren die bisherigen privaten Eigentümer des Unternehmens.

Techman bedeutet für Schoeller-Bleckmann eine optimale Ergänzung der Kapazitäten im Kerngeschäft Hochpräzisionsteile für die Oilfield Service-Industrie. Zudem hat Techman Expertise in der Verwendung von Composite-Werkstoffen und ergänzt damit auch das umfangreiche Werkstoff-Know-how der SBO-Gruppe. Techman wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb des Konzerns weitergeführt. Mittelfristig wird durch die Integration des spezifischen Know-hows von Techman eine Erweiterung der Produktpalette der SBO angestrebt.

Techman Engineering ist neben der Produktion in Rotherham und dem Service & Supply Shop Aberdeen nun der dritte Standort von Schoeller-Bleckmann in Großbritannien.

Anleihenemission

Zur langfristigen Finanzierung des Wachstums und zur Optimierung der Fremdkapitalkosten emittierte Schoeller-Bleckmann im Juni 2008 eine in zwei Tranchen geteilte Unternehmensanleihe im Volumen von MEUR 40. Der Kupon für die erste Tranche beträgt 5,75 % bei einer Laufzeit von fünf Jahren, für die zweite Tranche 5,875 % bei einer Laufzeit von sieben Jahren. Das Angebot richtete sich ausschließlich an institutionelle Anleger und war mehrfach überzeichnet. Die Anleiheemission konnte noch vor Einsetzen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten erfolgreich abgeschlossen werden.

Forschung und Entwicklung

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment hat seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weitestgehend in die operativen Geschäftseinheiten integriert. Diese Struktur hat sich in den vergangenen Jahren bestens bewährt und sichert bei optimalem Mitteleinsatz eine kunden- und marktnahe Entwicklungsarbeit mit hoher Erfolgsquote.

Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten waren im Segment MWD/LWD Prototypenfertigungen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden der SBO. Bei BICO Drilling Tools Inc. wurden die Testläufe für einen neuartigen, richtungssteuerbaren Bohrmotor weiter geführt.

Umwelt

Bei der Herstellung der Produkte von SBO kommt es zu keinen nennenswerten Luft- oder Wasseremissionen. Daher bestehen auch keine über das übliche Ausmaß hinausgehenden behördlichen Auflagen im Bereich des Umweltschutzes.

Das betriebliche Umweltmanagement konzentriert sich deshalb auf die Aspekte Abfallentsorgung, Energieeinsparung mit dem Schwerpunkt Optimierung des Stromverbrauches sowie Lärmvermeidung.

Risikobericht

Bezüglich der Risken des Geschäftsmodells von Schoeller-Bleckmann Oilfield Service AG verweisen wir auf die Erläuterung 33 im Konzernabschluss.

AUSBLICK

Schwierige weltwirtschaftliche Lage

Die weltwirtschaftliche Lage hat sich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2009 deutlich verschlechtert. Ausmaß und Tiefe der Krise sind aus heutiger Sicht schwer abzuschätzen. Das weltweite Wirtschaftswachstum dürfte jedenfalls nach Schätzungen namhafter Prognoseinstitute8 2009 auf nur mehr rund 0,8 % zurückfallen. Sowohl für die Eurozone als auch für die USA werden Rückgänge des BIP erwartet. In den Emerging Markets wird auch für 2009 Wachstum prognostiziert, allerdings auf deutlich niedrigerem Niveau als in den Jahren zuvor.

Für die ersten Monate 2009 ist mit einem konjunkturbedingten Energieverbrauchsrückgang in allen Teilen der Welt zu rechnen, was für absehbare Zeit keinen Anstieg des Ölpreises auf frühere Werte erwarten lässt.

Für das Gesamtjahr 2009 sind die Prognosen beim Ölverbrauch eindeutig: Sowohl die EIA als auch die IEA gehen von einem globalen Rückgang der Gesamtnachfrage aus. Die EIA schätzt die Gesamtnachfrage für 2009 auf 84,67 Mio Barrel pro Tag, was einem Rückgang von -1,39 % entsprechen würde. Die IEA erwartet eine Gesamtnachfrage von 84,7 Mio Barrel pro Tag, was einen Rückgang von -1,16 % gegenüber dem Gesamtverbrauch 2008 von 85,7 Mio Barrel pro Tag bedeuten würde10.

8 Economist Intelligence Unit, Internationaler Währungsfonds

9 Short-Term Energy Outlook, Energy Information Administration, Februar 2009

10 Monthly Oil Market Report, IEA, Februar 2009

Rückgang bei E&P Investitionen erwartet

Der Rückgang des Ölpreises hat die Mehrzahl der nationalen und internationalen Ölgesellschaften trotz ihrer guten Ertragslage 2008 zu einem Überdenken der kurzfristigen Investitionen in Exploration und Produktion veranlasst. So wird auf weltweiter Basis für 2009 mit einem Rückgang der E&P-Ausgaben von rund 8 % gegenüber 2008 gerechnet. Der stärkste Rückgang in Höhe von über 30 % wird – jedoch als unmittelbare Folge der Kreditkrise – für Nordamerika erwartet11.

Die Rentabilität von neu zu erschließenden Ölvorkommen ist bei Ölpreisen um die 40 USD je Barrel oftmals nicht mehr gegeben, sodass Investitionen vermehrt auf spätere Zeiten hinaus geschoben werden.

Insgesamt ist für 2009 für die Oilfi eld Service-Industrie auf Grund dieser Vorgaben mit einer gegenüber 2008 deutlich schwächeren Branchenkonjunktur zu rechnen.

Ausblick Schoeller-Bleckmann

Da Ausmaß und Dauer der weltwirtschaftlichen Krise derzeit nicht vorhersehbar sind, ist jede Prognose für den Geschäftsverlauf 2009 der SBO mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die größten makroökonomischen Einfl ussfaktoren auf den Ergebnisverlauf 2009 werden neben dem unerfreulichen Konjunkturverlauf die Ent-

wicklung des Ölmarktes in Bezug auf Preise und Nachfrageentwicklung sowie der Euro-US-Dollar Wechselkurs sein. Branchenspezifi sch ist 2009 mit zunehmendem Wettbewerb und steigendem Preisdruck, aber auch mit Bestellrückgängen zu rechnen.

Da im weiteren Jahresverlauf von einer Vertiefung der globalen Rezession ausgegangen werde muss, ist ein Durchschlagen dieser negativen Entwicklung auf SBO und damit ein Umsatz- und Ergebnisrückgang unvermeidlich. SBO reagiert auf das Solide Finanzierung ermöglicht es auch in Zukunft Marktchancen wahrzunehmen.

aktuelle Umfeld mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Es umfasst Kosteneinsparungen an allen Standorten, Verschiebungen von Investitionsausgaben sowie Insourcing von Leistungen. Insgesamt wird SBO 2009 die Produktionskapazitäten an die Marktlage bestmöglich anpassen. Mit einer aktuellen Eigenkapitalquote von 51 % der Bilanzsumme und einer Nettoverschuldung von MEUR 74,2 ist SBO solide fi nanziert. Die gute Liquidität in Verbindung mit abgesicherten Kreditrahmen sichern SBO einen entsprechenden Handlungsspielraum. Dieser ermöglicht es uns auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten Marktchancen offensiv wahrzunehmen.

11 Credit Suisse: Oilfi eld Services in 2009

ANALYSE UND ERGEBNISSE

Der Konzernabschluss des Unternehmens wurde gemäß der International Financial Reporting Standards (IFRS), vormals International Accouting Standards (IAS), erstellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Konsolidierungskreis durch die Akquisition der englischen Firma Techman Engineering Ltd. per 1.10.2008 und die Gründung der vietnamesischen Gesellschaft Schoeller-Bleckmann Oilfi eld Equipment Vietnam Co. Ltd. per 23.10.2008 erweitert. Der Inhalt der Geschäftstätigkeit erfuhr keine Veränderung.

Umsatzerlöse

Das Geschäftsjahr 2008 war ebenso wie die Vorjahre von einem guten Marktumfeld gekennzeichnet. Dies ermöglichte eine Umsatzsteigerung von 22,5 % (nach 32,5 % in 2007) von MEUR 317,4 auf MEUR 388,7.

Wie in den Vorjahren ist der US-Dollar weiterhin die bei weitem wichtigste Währung für den SBO-Konzern. Im Jahr 2008 wurden rund 78 % (nach 75 % in 2007) der Umsätze und Erträge in US-Dollar erwirtschaftet.

Zur Erstellung des Konzernabschlusses 2007 und 2008 wurden für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die Devisen-Durchschnittskurse dieser Jahre und für die Konzernbilanz die Stichtagskurse per 31. Dezember herangezogen. Die Abschwächung des US-Dollars im Jahre 2008 hatte, verglichen mit dem US-Dollarkurs 2007, einen Einfl uss von rund MEUR 22 auf den ausgewiesenen Umsatz.

Umsatz nach Regionen

In der nebenstehenden Tabelle sind die Umsätze nach Ursprungsregionen dargestellt. Die größte Umsatzsteigerung wurde in Europa erzielt, was im Wesentlichen auf den Ausbau der Produktionsstätte in Ternitz/Österreich zurückzuführen ist.

Was die Absatzmärkte anlangt, ist Nordamerika mit 72 % unverändert der wichtigste Markt für das Unternehmen, da die wichtigsten Erdölservicefi rmen in den USA beheimatet sind. Die Produkte des SBO-Konzerns werden jedoch weltweit eingesetzt.

Umsatzerlöse

Kursentwicklung

in EUR/USD Höchst Tiefst Durch
schnitt
Schluss
Jahr 2008 1,5990 1,2460 1,4706 1,4090
Jahr 2007 1,4874 1,2893 1,3706 1,4730

Umsatz nach Regionen

in MEUR
2008 2007
Nordamerika 300,2 256,4
Europa 237,5 174,0
Sonstige 16,5 15,9
- Innenumsätze -165,5 -128,9
Summe Umsatzerlöse 388,7 317,4

Umsatz nach Produkten

Beide Produktgruppen, Präzisionsbohrstrangteile sowie Ölfeldausrüstung und Service konnten im Geschäftsjahr 2008 den Umsatz deutlich steigern. Der Bereich Präzisionsbohrstrangteile erzielte eine Umsatzsteigerung von 21 %, er umfasst im Wesentlichen MWD/LWD-Collars, MWD/LWD-Internals und High-Precision-Parts.

Im Bereich Ölfeldausrüstung und Service wurde der Umsatz um rund 26 % erhöht. Er umfasst Non-Magnetic Drill Collars, Non-Magnetic Material, Bohrmotoren und andere Komponenten für das Ölfeld sowie Service- und Reparaturarbeiten. Überproportionale Steigerungen in diesem Bereich wurden bei Non-Magnetic Material und Bohrmotoren erzielt.

Bruttoergebnis

Das Bruttoergebnis erreichte MEUR 118,8 nach MEUR 98,9 im Vorjahr, es konnte damit um 20 % gesteigert werden. Die Bruttomarge erreichte 30,6 % nach 31,2 % im Vorjahr. Trotz des negativen Einfl usses der US-Dollar Kursentwicklung konnte damit die Bruttomarge auf einem zufrieden stellenden Niveau gehalten werden.

Diese Entwicklung ist sowohl auf Preisanpassungen als auch auf eine Kostendegression aufgrund der Vollnutzung der Kapazitäten zurückzuführen.

Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen betrugen MEUR 28,9 nach MEUR 24,6 in 2007. Damit sind die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen in Relation zum Umsatz neuerlich nur unterproportional gestiegen und konnten, ausgedrückt in Prozent vom Umsatz, von 7,8 % in 2007 auf 7,4 % im Jahr 2008 reduziert werden.

Das gestiegene Geschäftsvolumen bewirkte zwar eine Steigerung der Gemeinkosten, die jedoch aufgrund des strikten Kostenmanagements unterproportional gehalten werden konnte. Die Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Personalaufwendungen, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten, Reise- und Bewirtungskosten, Kommunikations- und Versicherungsaufwendungen.

Umsatz nach Produkten

in MEUR
2008 2007
Präzisionsbohrstrangteile 237,7 196,5
Ölfeldausrüstung
und Service
150,2 119,3
Sonstige 0,8 1,6
Summe Umsatzerlöse 388,7 317,4

Bruttoergebnis

Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge

  • L Sonstige betriebliche Aufwendungen MEUR 17,2 (2007: MEUR 7,3) Diese Position enthält vor allem F&E-Aufwendungen sowie Kursverluste.
  • L Sonstige betriebliche Erträge MEUR 14,5 (2007: MEUR 7,3) Die größte hierunter erfasste Position sind Kursgewinne. Darüber hinaus werden hier auch Mieteinnahmen, Dienstleistungserträge sowie Erlöse aus Schrottver käufen und Anlagenabgängen ausgewiesen.

Ergebnis aus nicht wiederkehrenden Restrukturierungsmaßnahmen

Diese Position weist im Jahr 2008 einen Ertrag in Höhe von MEUR 0,8 (2007: MEUR 1,8) aus. Es handelt sich hiebei um die Teilaufl ösung einer in früheren Jahren gebildeten Rückstellung für die Restrukturierung eines Teilbetriebes. Die Umstrukturierung wurde 2008 abgeschlossen.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis nach nicht wiederkehrenden Posten konnte im Vergleich zum Vorjahr um 15,6 % auf MEUR 88,0 nach MEUR 76,1 gesteigert werden. Dies entspricht einer Marge von 22,6 % (2007: 24,0 %) vom Umsatz. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist auf den schwächeren US-Dollarkurs zurückzuführen. Auf Basis des US-Dollarkurses 2007 wäre das Betriebsergebnis um rund MEUR 13 höher ausgefallen. Weitestgehende Vollauslastung und striktes Kostenmanagement haben dennoch ein zufrieden stellendes Ergebnis ermöglicht.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug MEUR -5,5 nach MEUR -3,6 im Vorjahr. Der Nettozinsaufwand betrug MEUR 3,6 nach MEUR 2,0 im Vorjahr. Die Steigerung ist auf die Finanzierung des erhöhten Geschäftsvolumens und der Investitionen zurückzuführen. Die Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern belaufen sich auf MEUR 2,2 nach MEUR 1,7 im Jahr 2007.

Betriebsergebnis

Finanzergebnis

Konzernergebnis/Dividende

Das Konzernergebnis für das Jahr 2008 beträgt MEUR 58,8, das sind EUR 3,69 pro Aktie, im Vergleich zu MEUR 50,0 bzw. EUR 3,13 pro Aktie für das Jahr 2007.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2008 eine Ausschüttung in Höhe von EUR 0,75 je Aktie vor. Davon entfallen EUR 0,50 auf die Basisdividende, EUR 0,25 auf die Prämie, was eine Ausschüttung in Höhe von insgesamt MEUR 11,9 an unsere Aktionäre ergibt. Damit tragen wir einerseits dem hervorragenden Geschäftsverlauf 2008 Rechnung, andererseits berücksichtigen wir aber auch die deutlich ungünstigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das angelaufene Geschäftsjahr 2009, die eine vorsichtige Ausschüttungspolitik geboten erscheinen lassen.

Finanzierung und Liquidität

In Übereinstimmung mit der Ergebnisentwicklung konnte auch der Cashfl ow aus dem Ergebnis deutlich von MEUR 71,0 in 2007 auf MEUR 89,1 im Berichtsjahr gesteigert werden. Die wesentlichen Bestandteile dieser Kennziffer waren das Ergebnis nach Steuern in Höhe von MEUR 58,8 sowie die Abschreibungen in Höhe von MEUR 26,2. Der Cashfl ow aus der Geschäftstätigkeit erreichte MEUR 65,0 (2007: MEUR 37,5). Das Nettoumlaufvermögen hat sich um MEUR 21,8 von MEUR 99,4 auf MEUR 121,2 erhöht. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Forderungen aufgrund der Umsatzsteigerung zurückzuführen.

Die Mittelabfl üsse aus der Investitionstätigkeit betrugen MEUR 59,5, nach MEUR 60,9 im Jahr 2007. Die Ausgaben für Anschaffungen von Sachanlagen betrugen 2008 MEUR 45,8 (2007: MEUR 66,0).

Bei den Sachanlageinvestitionen entfi elen MEUR 22,8 (2007: MEUR 37,8) auf die Produktgruppe Präzisionsbohrstrangteile. Es handelte sich hiebei primär um die Errichtung einer Produktionshalle bei Godwin-SBO L.P. und um die Anschaffung von Produktionsfertigungsmaschinen bei Schoeller-Bleckmann Oilfi eld Technology GmbH in Ternitz/ Österreich, Godwin-SBO L.P. und Knust-SBO Ltd. in Houston/USA.

Konzernergebnis

Die Investitionen in der Produktgruppe Ölfeldausrüstung und Service betrugen MEUR 21,9 (2007: MEUR 25,9). Es handelt sich hiebei im Wesentlichen um Zugänge zur Mietflotte von Bohrmotoren bei den Gesellschaften BICO Drilling Tools Inc. in Houston/USA und BICO Faster Drilling Tools Inc. in Nisku/Kanada sowie um den Erwerb einer Liegenschaft für den Service- and Supply Shop Russland.

Die Nettoverschuldung zum 31. Dezember 2008 betrug MEUR 74,2 nach MEUR 51,6 zum 31. Dezember 2007. Der Anstieg der Nettoverschuldung resultiert aus der vorhin erwähnten Investitionstätigkeit sowie dem Anstieg des Nettoumlaufvermögens.

Das Gearing (die Nettoverschuldung in Prozent des Eigenkapitals) betrug zum 31. Dezember 2008 32,8 % nach 26,6 % im Vorjahr.

NACHTRAGSBERICHT

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 39 im Konzernabschluss auf Seite 62.

BERICHTERSTATTUNG GEM. § 243A UGB

Hierzu verweisen wir auf die Erläuterung 20 im Konzernabschluss auf Seite 44.

Konzernabschluss

Konzernbilanz 15
Konzerngewinn- und Verlustrechnung 17
Konzerngeldflussrechnung 18
Entwicklung des Eigenkapitals 19
Erläuterungen zum Konzernabschluss 20

Konzernbilanz

VERMÖGEN in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 49.348 23.916
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Erläuterung 5 56.101 44.954
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte Erläuterung 6 9.846 6.033
Vorräte Erläuterung 7 127.147 119.339
SUMME KURZFRISTIGES VERMÖGEN 242.442 194.242
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen Erläuterung 8 139.091 116.709
Firmenwerte Erläuterung 9 39.279 33.934
Sonstige immaterielle Vermögenswerte Erläuterung 9 9.136 277
Langfristige Forderungen Erläuterung 10 4.676 4.740
Aktive latente Steuern Erläuterung 11 8.690 8.003
SUMME LANGFRISTIGES VERMÖGEN 200.872 163.663
SUMME VERMÖGEN 443.314 357.905

Konzernbilanz

SCHULDEN UND EIGENKAPITAL in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten Erläuterung 12 27.880 41.871
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 8.729 3.516
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 374 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.689 40.035
Erhaltene Zuschüsse Erläuterung 13 284 254
Ertragsteuerrückstellung 4.260 6.846
Sonstige Verbindlichkeiten Erläuterung 14 21.429 15.818
Sonstige Rückstellungen Erläuterung 15 7.601 8.397
SUMME KURZFRISTIGE SCHULDEN 109.246 116.737
Langfristige Schulden
Anleihen Erläuterung 16 39.787 0
Langfristige Darlehen Erläuterung 17 45.400 30.079
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.356 0
Erhaltene Zuschüsse Erläuterung 13 1.299 1.175
Rückstellungen für Sozialkapital Erläuterung 18 3.528 3.382
Sonstige Verbindlichkeiten Erläuterung 19 7.795 5.960
Passive latente Steuern Erläuterung 11 8.687 6.467
SUMME LANGFRISTIGE SCHULDEN 107.852 47.063
Eigenkapital
Grundkapital Erläuterung 20 15.880 16.000
Gebundene Kapitalrücklagen 61.808 65.799
Gesetzliche Rücklage Erläuterung 21 785 785
Sonstige Rücklagen Erläuterung 22 44 50
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -34.441 -29.388
Bilanzgewinn 182.140 140.859
SUMME EIGENKAPITAL 226.216 194.105
SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 443.314 357.905

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

in TEUR 2008 2007
Umsatzerlöse Erläuterung 23 388.705 317.372
Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
Erläuterung 24 -269.954 -218.424
Bruttoergebnis 118.751 98.948
Vertriebsaufwendungen Erläuterung 24 -11.919 -10.083
Verwaltungsaufwendungen Erläuterung 24 -17.025 -14.547
Sonstige betriebliche Aufwendungen Erläuterung 25 -17.162 -7.290
Sonstige betriebliche Erträge 14.514 7.292
Betriebsergebnis vor nicht wiederkehrenden Posten 87.159 74.320
Ergebnis aus nicht wiederkehrenden Restrukturierungsmaßnahmen Erläuterung 26 844 1.790
Betriebsergebnis nach nicht wiederkehrenden Posten 88.003 76.110
Zinserträge 1.349 1.218
Zinsaufwendungen -4.981 -3.248
Sonstige finanzielle Erträge 329 432
Sonstige finanzielle Aufwendungen -2.221 -1.987
Finanzergebnis -5.524 -3.585
Ergebnis vor Steuern 82.479 72.525
Steuern vom Einkommen und Ertrag Erläuterung 27 -23.657 -22.501
Ergebnis nach Steuern 58.822 50.024
Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien 15.937.381 16.000.000
Ergebnis pro Aktie in EUR (unverwässert = verwässert) 3,69 3,13

Konzerngeldflussrechnung

in TEUR 2008 2007
Ergebnis nach Steuern 58.822 50.024
Abschreibungen 26.155 16.785
Veränderung der Sozialkapital-Rückstellungen 146 -115
Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen -218 -307
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen -1 290
Erträge aus der Auflösung von Zuschüssen -337 -259
Sonstige unbare Aufwendungen und Erträge 6.369 5.107
Veränderung von latenten Steuern -1.857 -565
Cashflow aus dem Ergebnis 89.079 70.960
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -9.624 -14.682
Veränderung sonstiger Forderungen -3.527 -1.587
Veränderung Vorräte -6.792 -45.847
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -4.508 18.740
Veränderung sonstiger Verbindlichkeiten und Rückstellungen 330 9.956
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Erläuterung 36 64.958 37.540
Investitionen in Sachanlagen -45.840 -65.975
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -98 -97
Unternehmenserwerbe abzüglich erworbener Finanzmittel Erläuterung 37 -16.654 0
Einzahlungen aus Sachanlagenabgängen 3.127 3.585
Einzahlungen aus Verkäufen von Finanzanlagen 1 1.636
Cashflow aus der Investitionstätigkeit Erläuterung 36 -59.464 -60.851
Erwerb eigener Aktien Erläuterung 20 -5.114 0
Dividendenzahlungen -17.547 -12.800
Erhaltene Zuschüsse 594 906
Veränderung Finanzierungsleasing -112 -321
Begebung von Anleihen Erläuterung 16 39.769 0
Veränderung kurzfristiger Bankverbindlichkeiten -14.463 16.284
Aufnahme von langfristigen Darlehen 35.080 8.917
Rückzahlung von langfristigen Darlehen -17.638 -4.236
Rückzahlung von sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten -597 -197
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Erläuterung 36 19.972 8.553
Veränderung des Finanzmittelbestandes 25.466 -14.758
Finanzmittelbestand am Anfang des Jahres 23.916 40.850
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -34 -1.845
Umwertung Finanzmittelbestand 0 -331
Finanzmittelbestand am Ende des Jahres Erläuterung 36 49.348 23.916
Zusatzinformationen zum Cashflow aus der Geschäftstätigkeit
Zinseinzahlungen 1.287 1.228
Zinsauszahlungen -3.580 -3.191
Entrichtete Ertragsteuern -29.134 -17.056

Entwicklung des Eigenkapitals

Jahr 2008
in TEUR
Grund
kapital
Gebundene
Kapital
rücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Sonstige
Rücklagen
Neube
wertungs
rücklage
Ausgleichsposten
Währungs
umrechnung
Bilanz
gewinn
Gesamt
Erläuterung 20 21 22
1. Jänner 2008 16.000 65.799 785 50 0 -29.388 140.859 194.105
Währungsumrechnung Eigenkapital -4.688 -4.688
Absicherung Nettoinvestition -267 -267
Währungsumrechnung
sonstige Positionen1
-766 -766
Steuereffekt 668 668
Summe des direkt im Eigenkapital
erfassten Ergebnisses
0 0 0 0 0 -5.053 0 -5.053
Ergebnis nach Steuern 58.822 58.822
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 0 0 0 -5.053 58.822 53.769
Dividende2 -17.547 -17.547
Erwerb eigener Aktien -131 -4.983 -5.114
Abgang eigener Aktien für
Beteiligungserwerb
11 481 492
Steuereffekt auf eigene Aktien 511 511
Rücklagenbewegung -6 6 0
31. Dezember 2008 15.880 61.808 785 44 0 -34.441 182.140 226.216

1 Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften.

2 Die Dividende von TEUR 17.547 im Jahr 2008 wurde auf das dividendenberechtigte Grundkapital in der Höhe von TEUR 15.952 ausgeschüttet.

Die Ausschüttung betrug somit EUR 1,10 pro Aktie.

Jahr 2007
in TEUR
Grund
kapital
Gebundene
Kapital
rücklagen
Gesetzliche
Rücklage
Sonstige
Rücklagen
Neube
wertungs
rücklage
Ausgleichsposten
Währungs
umrechnung3
Bilanz
gewinn3
Gesamt
Erläuterung 20 21 22
1. Jänner 2007 16.000 65.799 785 58 248 -14.819 103.627 171.698
Währungsumrechnung Eigenkapital -10.688 -10.688
Absicherung Nettoinvestition 557 557
Bewertung Wertpapiere -331 -331
Währungsumrechnung sonstige Positionen1 -4.255 -4.255
Steuereffekt 83 -183 -100
Summe des direkt im Eigenkapital
erfassten Ergebnisses
0 0 0 0 -248 -14.569 0 -14.817
Ergebnis nach Steuern 50.024 50.024
Gesamtes Periodenergebnis 0 0 0 0 -248 -14.569 50.024 35.207
Dividende2 -12.800 -12.800
Rücklagenbewegung -8 8 0
31. Dezember 2007 16.000 65.799 785 50 0 -29.388 140.859 194.105

1 Hauptsächlich aus langfristigen Forderungen an ausländische Tochtergesellschaften.

2 Die Dividende von TEUR 12.800 im Jahr 2007 wurde auf das Grundkapital in der Höhe von TEUR 16.000 ausgeschüttet.

Die Ausschüttung betrug somit EUR 0,80 pro Aktie.

3 Der Anfangssaldo dieser Positionen wurde aufgrund einer geänderten Darstellung von Steuereffekten auf Währungsdifferenzen in den Vorjahren umgegliedert.

Erläuterungen zum Konzernabschluss

ERLÄUTERUNG 1 | Allgemeine Informationen über das Unternehmen

Die SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (das Unternehmen) mit Sitz in 2630 Ternitz, Hauptstraße 2, wurde am 26. Mai 1994 in Ternitz, Österreich, gegründet und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht in Wiener Neustadt, Österreich, unter FN 102999w eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die industrielle Erzeugung von Komponenten und Bauteilen für die Erdöl- und Erdgasindustrie, hauptsächlich im Bereich der Bohrung sowie die Erbringung von Dienstleistungen in diesen Bereichen.

Seit 27. März 2003 notieren die Aktien der Gesellschaft an der Wiener Börse.

ERLÄUTERUNG 2 | Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRSs) sowie der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Der vorliegende Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2008 (Stichtag 31. Dezember 2008) wird am 10. März 2009 durch Beschluss des Aufsichtsrats zur Veröffentlichung freigegeben.

Der Konzernabschluss wird in EURO aufgestellt. Sofern nicht anders angegeben, werden sämtliche Werte auf eintausend EURO (TEUR) gerundet. Die Summierungen der gerundeten Beträge und Prozentangaben kann durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen aufweisen.

ERLÄUTERUNG 3 | Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurden neben der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft als oberstes Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen einbezogen:

Unternehmen Sitz Direkt und indirekt gehaltene Anteile in %
Schoeller-Bleckmann Drilling and Production Equipment GmbH Ternitz, Österreich 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH Ternitz, Österreich 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Investment GmbH Ternitz, Österreich 100,00
Schoeller-Bleckmann America Inc. Wilmington, USA 100,00
B.K.G.P. Inc. Wilmington, USA 100,00
B.K.L.P. Inc. Wilmington, USA 100,00
Accudrill L.P. Houston, USA 100,00
Bafco Investment Co. Warminster, USA 100,00
Godwin-SBO L.P. Houston, USA 100,00
Knust-SBO Ltd. Houston, USA 100,00
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. (*) Lafayette, USA 100,00
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.P. Houston, USA 100,00
BICO Drilling Tools Inc. (*) Houston, USA 100,00
BICO Faster Drilling Tools Inc. Nisku, Kanada 100,00
Schoeller-Bleckmann de Mexico S.A. de C.V. Monterrey, Mexiko 100,00
Schoeller-Bleckmann de Venezuela C.A. Anaco, Venezuela 100,00
SB Darron Pte. Ltd. Singapur 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE Dubai, V.A.E. 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Ltd. (**) Rotherham, GB 100,00
Darron Oil Tools Ltd. Rotherham, GB 100,00
Darron Tool & Engineering Ltd. (*) Rotherham, GB 100,00
Schoeller-Bleckmann Darron Ltd. (*) Aberdeen, GB 100,00
Techman Engineering Ltd. Chesterfield, GB 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co. Ltd. Binh Duong, Vietnam 100,00

(*) Hinsichtlich des Ausweises der Anteile, die vom Management dieser Gesellschaften gehalten werden, siehe Erläuterung 19.

(**) vormals Darron Holdings Limited

Im Jahr 2008 fanden folgende Änderungen im Konsolidierungskreis statt:

  • L Verschmelzung der Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH & Co KG in die Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH per 1. Jänner 2008
  • L Erwerb von 100 % der Anteile an Techman Engineering Limited per 1. Oktober 2008 (siehe Erläuterung 37)
  • L Gründung der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co. Ltd. am 23. Oktober 2008

ERLÄUTERUNG 4 | Wesentliche Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzern hat zum 1. Jänner 2008 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen angewandt.

  • L Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 Umklassifizierung von Finanzinstrumenten
  • L IFRIC 11 IFRS 2 Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen
  • L IFRIC 14 IAS 19 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwir kung

Aus der Anwendung dieser Standards und Interpretationen haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns oder zusätzliche Angaben ergeben.

Die Änderungen dieser Standards und Interpretationen stellen sich wie folgt dar:

Änderungen zu IAS 39 und IFRS 7 – Umklassifizierung von Finanzinstrumenten:

Am 13. Oktober 2008 hat das IASB als Reaktion auf die Finanzkrise Änderungen von IAS 39 bezüglich der Klassifizierung von Finanzinstrumenten beschlossen. Die Änderungen traten rückwirkend mit 1. Juli 2008 in Kraft. Der Konzern hat keine Finanzinstrumente umklassifiziert, weshalb sich aus der Änderung keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

IFRIC 11 IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen

Der Konzern hat keine Instrumente ausgegeben, die in den Anwendungsbereich dieser Interpretation fallen.

IFRIC 14 IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung

Aus der Anwendung dieser Interpretation ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da keine Überschüsse aus leistungsorientierten Plänen bestehen.

Folgende bereits herausgegebene und von der Europäischen Union übernommene neue oder überarbeitete Standards und Interpretationen wurden im Geschäftsjahr 2008 nicht vorzeitig angewendet, sondern werden für zukünftige Berichtsperioden, für welche die Anwendung verpflichtend ist, angewendet werden:

Änderungen zu IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards und IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS

Beide Überarbeitungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Die Änderung von IAS 27 ist prospektiv anzuwenden. Diese neuen Regelungen werden keine Auswirkung auf den Konzernabschluss haben.

IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung

Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Aus der Anwendung der Änderung werden sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

IFRS 8 Geschäftssegmente

IFRS 8 wurde im November 2006 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Ab dem Zeitpunkt seines Inkrafttretens ersetzt IFRS 8 IAS 14 Segmentberichterstattung (IAS 14).

Anstatt der in IAS 14 vorgesehenen Berichterstattung von Geschäfts- und geografischen Segmenten verfolgt IFRS 8 einen "Management Ansatz" unter dem die veröffentlichten Segmentinformationen auf jenen Informationen basieren, die auch die Hauptentscheidungsträger des Unternehmens für ihre Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen und Bewertung der Ertragskraft heranziehen. Die Unterscheidung in primäre und sekundäre Segmente fällt weg. Dagegen sind gemäß IFRS 8 grundsätzlich auch Geschäftssegmente berichtspflichtig, die ausschließlich oder überwiegend interne Leistungen für andere Bereiche des Unternehmens erbringen. Die Anwendung von IFRS 8 wird voraussichtlich zu keiner wesentlichen Änderung in der Segmentstruktur des Konzerns führen. Voraussichtlich wird die Anwendung des neuen Standards zu zusätzlichen Angaben führen.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses (überarbeitet)

Der überarbeitete Standard wurde im September 2007 veröffentlicht und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Der Standard verlangt separate Darstellungen für Eigenkapitalveränderungen, die aus Transaktionen mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Eigenkapitalgeber entstehen, und sonstige Eigenkapitalveränderungen. Die Anwendung des überarbeiteten Standards resultiert lediglich in einer geänderten Darstellung.

IAS 23 Fremdkapitalkosten (überarbeitet)

Der IASB hat im April 2007 eine Änderung zu IAS 23 veröffentlicht, die erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden ist, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Der überarbeitete IAS 23 fordert eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten, die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts direkt zugerechnet werden können. Bisher erfasst das Unternehmen Fremdkapitalkosten erfolgswirksam in der Periode, in der sie angefallen sind. Folglich wird es in 2009 zu einer Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Hinblick auf Fremdkapitalkosten und zu zusätzlichen Angaben kommen.

IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen im Fall der Liquidation

Diese Änderungen zu IAS 32 und IAS 1 wurden im Februar 2008 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen. Die Änderungen der Standards werden sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken, da der Konzern keine derartigen Instrumente ausgegeben hat.

IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme

Das IFRIC hat IFRIC 13 im Juni 2007 veröffentlicht. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen. Die neue Interpretation wird sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken, da der Konzern über keine Kundenbindungsprogramme gemäß der Definition des IFRIC 13 verfügt.

Verbesserungen zu IFRS 2008

Im Mai 2008 veröffentlichte der Board erstmals einen Sammelstandard zur Änderung verschiedener Standards mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Für jeden Standard gibt es eigene Übergangsregelungen. Änderungen von Standards, die im Rahmen des Projekts Verbesserungen zu IFRS 2008 entwickelt wurden, wurden nicht vorzeitig angewandt. Folgende Änderung führt zu einer Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

IAS 20 Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand: In der Zukunft gewährte zinslose oder niedrig verzinsliche Darlehen werden nicht von der Anforderung zur Berechnung des Zinsvorteils befreit. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem abgezinsten Betrag wird als Zuwendung der öffentlichen Hand bilanziert. Der Konzern bilanziert derartige zinslose oder niedrig verzinsliche Darlehen bisher mit ihrem Nominalwert. Zudem wurden einige Formulierungen überarbeitet, um Konsistenz mit anderen IFRS zu gewährleisten.

L Bilanzstichtag

Der Bilanzstichtag sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember.

L Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß International Financial Reporting Standards auf Grundlage der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen mit dem erworbenen Anteil an den neubewerteten Vermögenswerten und Schulden.

Alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag abgestimmt und im Rahmen der Konsolidierung gegeneinander aufgerechnet.

Umsatzerlöse und sonstige Erträge aus Geschäftsbeziehungen zwischen den Konzernunternehmen werden in der betreffenden Konsolidierungsperiode abgestimmt und gegen die entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden ebenfalls ausgeschieden.

L Grundsatz der Unternehmensfortführung

Der Konzernabschluss wird unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt.

L Einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt.

L Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in EURO, der funktionalen Währung und Berichtswährung des Konzerns, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Fremdwährungskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Zum Bilanzstichtag bestehende monetäre Fremdwährungspositionen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Währungsdifferenzen werden in der betreffenden Periode ertrags- bzw. aufwandswirksam gebucht. In der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 sind Kursdifferenzen aus Fremdwährungstransaktionen in Höhe von TEUR -3.014 (2007: TEUR -1.231) erfasst.

Für die Konzernabschlusserstellung werden die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen nach dem Konzept der funktionalen Währung in EURO umgerechnet:

  • Die Vermögenswerte und Schulden (sowohl monetäre als auch nicht-monetäre) werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
  • Sämtliche Aufwands- und Ertragspositionen der ausländischen Tochterunternehmen werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Die Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
1 EUR = 31.12.2008 31.12.2007 2008 2007
USD 1,4090 1,4730 1,4706 1,3706
GBP 0,9585 0,7365 0,7965 0,6845
CAD 1,7090 1,4460 1,5593 1,4689
AED 5,1500 5,4100 5,4160 5,0687
MXN 19,2333 16,0735 16,2967 15,0726

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss werden unter der Position Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital des Konzernabschlusses ausgewiesen.

L Einteilung in kurz- und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, jene mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig eingestuft. Die Feststellung der Restlaufzeiten erfolgt ausgehend vom Bilanzstichtag.

Betriebliche Posten, wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, werden selbst dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie erst später als 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden.

L Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Die Transaktionen von Finanzinstrumenten werden in Übereinstimmung mit IAS 39 zum Erfüllungstag erfasst.

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows sind erloschen.
  • Der Konzern behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei.
  • Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder über tragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder gekündigt oder erloschen ist.

In der Konzernbilanz werden folgende Finanzinstrumente ausgewiesen (Klassifizierung gemäß IAS 39):

Liquide Mittel

Die Gesellschaft klassifiziert alle unter dem Posten Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung enthaltenen Barbestände und Kapitalanlagen mit einer Restlaufzeit von bis zu 90 Tagen zum Zeitpunkt des Erwerbs als flüssige Mittel. Die Bewertung erfolgt zu Tageswerten zum Bilanzstichtag.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Diese umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige gegebene Kredite und Forderungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die über das übliche Zahlungsziel hinaus gewährt werden, werden marktüblich verzinst.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und in weiterer Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden aufgrund der Amortisation nach der Effektivzinsmethode, aufgrund von Wertminderungen oder bei Ausbuchung des Kredits oder der Forderung im Jahresergebnis erfasst.

Das Unternehmen gewährt den Kunden unter geschäftsüblichen Bedingungen Zahlungsziele, wofür allerdings grundsätzlich keine zusätzlichen Sicherheiten oder Bürgschaften zur Sicherung der offenen Beträge angefordert werden. Davon ausgenommen sind Kunden mit nur gelegentlichen Geschäftsbeziehungen sowie Kunden in Hochrisikoländern, von denen die Gesellschaft bestätigte Akkreditive einfordert.

Es werden laufend Bewertungen der Forderungen durchgeführt und erforderlichenfalls Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen gebildet. Die Wertminderungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderung. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtig wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausfälle von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen im Zahlungsverhalten.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Anleihen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten erfasst und in der Folge unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Erträge und Aufwendungen aufgrund der Effektivzinsmethode werden erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Schulden, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Der beizulegende Zeitwert von derivativen Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch den am Bilanzstichtag notierten Marktpreis bestimmt, der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von anderen anerkannten Bewertungsmethoden ermittelt (Verwendung der jüngsten Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern, der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, sowie die Verwendung anderer Bewertungsmethoden).

Das Unternehmen setzt die folgenden Instrumente ein:

Absicherung einer Nettoinvestition

Eine Sicherungsbeziehung zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb, einschließlich der Absicherung von monetären Posten, die als Teil der Nettoinvestition bilanziert werden, wird wie folgt bilanziert: Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument, die dem wirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden direkt im Eigenkapital erfasst, während Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Beim Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der kumulierte Wert solcher direkt im Eigenkapital erfassten Gewinne oder Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Andere Derivate

Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet das Unternehmen Sicherungsmaßnahmen an, die nicht die strengen Anforderungen des IAS 39 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 erfüllen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Gewinne und Verluste aus Kurssicherungsgeschäften, welche der Absicherung der Kursrisiken aus Konzernlieferungen in fremder Währung dienen, werden nicht separat ausgewiesen, sondern gemeinsam mit den Kursgewinnen und Kursverlusten von Lieferungen dargestellt.

L Vorräte

Vorräte bestehen aus Werkstoffen und zugekauften Teilen in unterschiedlichem Fertigstellungsgrad und werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren erzielbaren Marktwert am Bilanzstichtag bewertet. Die Einsatzermittlung erfolgt mittels FIFO-, gewogenem Durchschnittspreis- oder Identitätspreisverfahren. Herstellungskosten von Fertigerzeugnissen beinhalten die Kosten für Rohstoffe, andere direkt zurechenbare Aufwendungen sowie anteilige Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

L Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Bewertung des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende geschätzte Nutzungsdauern kommen zur Anwendung:

Nutzungsdauer in Jahren
immaterielle Vermögenswerte 4 - 10
Bauten 5 - 50
technische Anlagen und Maschinen 3 - 17
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 10

Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich in der Periode ihres Entstehens aufwandswirksam erfasst. Fremdkapitalkosten werden ebenfalls sofort aufwandswirksam erfasst.

Gemietete Sachanlagen, bei denen sich aufgrund der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge Rechte gleich einem Eigentümer ("finance lease") ergeben, werden wirtschaftlich als Anlagenkäufe behandelt und zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden in der Bilanz als Leasingfinanzierungsverpflichtungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing werden unter den Abschreibungsaufwendungen erfasst.

Zinsaufwendungen aus aktivierten Leasinggegenständen basieren auf einem Zinssatz von 5,0 % bis 7,0 %. Dieser wird abhängig vom Mindestzinssatz für Neukredite zu Beginn jedes Leasingverhältnisses oder entsprechend einer kalkulatorischen Rendite des Leasinggebers festgesetzt.

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.

L Firmenwerte

Die Firmenwerte werden mit den Anschaffungskosten erfasst und in Folge jährlich zum Stichtag 31. Dezember auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Zu diesem Zweck werden die Firmenwerte auf regionale Geschäftseinheiten aufgeteilt und den Nutzungswerten der Geschäftseinheiten aufgrund des erwarteten Cashflows gegenüber gestellt.

L Tatsächliche und latente Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Vom Unternehmen werden Abgrenzungen für latente Steuern gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen "Balance Sheet Liability Method" gebildet. Es werden dabei sämtliche temporäre Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zwischen Steuerbilanz und IFRS-Bilanz der Einzelgesellschaften in Höhe des Steuersatzes bei Effektuierung der Umkehrung dieser Differenzen in die latente Steuerabgrenzung einbezogen. Latente Steueraufwendungen oder Erträge ergeben sich aus Veränderungen von aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen. Aktive latente Steuern werden dabei in dem Ausmaß erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen verwendet werden können. Aktive latente Steuern sind auch für steuerliche Verlustvorträge zu bilden, wenn diese Verlustvorträge durch zukünftige steuerliche Gewinne verbraucht werden können.

Latente Steueransprüche und Schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der diese realisiert werden, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden.

Tatsächliche und latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst.

L Erhaltene Zuschüsse

Zuschüsse der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuschüsse gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Aufwandsbezogene Zuschüsse werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Aufwendungen anfallen.

Die Zuschüsse für Vermögenswerte werden als Passivposten erfasst, sobald die für den Erhalt notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte und wird im Posten "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen.

L Rückstellungen

In Übereinstimmung mit IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn für das Unternehmen gegenwärtig rechtliche oder faktische Verpflichtungen vorliegen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen und bei denen es wahrscheinlich ist, dass diese zu einem Mittelabfluss führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung.

L Rückstellungen für Sozialkapital

Österreichischer Pensionsplan:

In österreichischen Konzerngesellschaften kommen für Mitarbeiter beitragsorientierte Pensionssysteme zur Anwendung, wobei die zugrunde liegenden Verpflichtungen an die APK (Allgemeine Pensionskasse) ausgelagert wurden. In diesem System zahlt die Gesellschaft auf jährlicher Basis für Mitarbeiter folgende Beiträge: Für Mitarbeiter, die selbst keine Beiträge an das Pensionssystem leisten, leistet die Gesellschaft einen Beitrag in Höhe von 0,5 % des Jahresgehaltes (pro Mitarbeiter bis zu einem monatlichen Höchstgehalt von EUR 3.930 (2007: EUR 3.840)). Für Mitarbeiter, die selbst 1 % ihres Jahresgehalts an die Pensionskasse leisten, leistet die Gesellschaft Beiträge in Höhe von ebenfalls 1 %.

Sonstige Pensionspläne:

Für die Gesellschaften in den USA wurde der "SBOE U.S. Retirement Savings Plan" eingerichtet. Die Mitarbeiter der Firmen Godwin-SBO L.P., Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.P., Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. und BICO Drilling Tools Inc. sind daran teilnahmeberechtigt.

Die Teilnahmeberechtigung an diesem Plan erwächst den Dienstnehmern bei Erreichung des 21. Lebensjahres sowie einer Dienstzeit von mindestens einem Jahr. Die Dienstnehmer können im Rahmen der gesetzlichen Grenzen einen Prozentsatz ihrer Gehaltssumme dafür wählen. Die Dienstgeberbeiträge sind von der Gesellschaft frei festsetzbar. Die Gesellschaft setzte fest, auf Basis monatlicher Berechnung 33,3 % der ersten 6 % der Dienstnehmerbeiträge als Beiträge zu leisten.

Knust-SBO Ltd. unterstützt einen 401(K) Ergebnisbeteiligungs- und Pensionsplan, an dem prinzipiell alle Dienstnehmer teilnehmen können. Dieser Plan sieht vor, dass Dienstnehmer Beiträge zwischen 2 % und 20 % ihrer Gehälter leisten können. Die Gesellschaft kann davon abhängig entsprechende Beiträge bis zu einem frei festsetzbaren Prozentsatz der Beiträge der Teilnehmer leisten. Für die Geschäftsjahre 2008 und 2007 wurde von der Gesellschaft beschlossen, keine entsprechenden Beiträge zu leisten.

Abfertigungsverpflichtungen:

Nach österreichischem Recht ist der Arbeitgeber bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder bei regulärem Pensionsantritt eines Dienstnehmers verpflichtet, einen Pauschalbetrag an den Dienstnehmer zu leisten, sofern das Dienstverhältnis bereits eine Dauer von 3 Jahren erreicht hat und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat. Die zu leistenden Beträge reichen in Abhängigkeit von der Dauer des Dienstverhältnisses von 2 bis 12 Monatsgehältern. Die Zahlungen sind bei regulärem Pensionsantritt oder Kündigung durch den Arbeitgeber zu leisten, nicht aber bei freiwilligem Austritt des Dienstnehmers. Die Rückstellungsbeträge wurden unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" und der Sterbetabellen AVÖ 2008-P (2007: AVÖ 1999-P) von Pagler & Pagler sowie eines Rechnungszinssatzes in Höhe von 5,75 % (2007: 5,0 %) berechnet. Für das Pensionsantrittsalter wurden die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigt. Jährliche Gehaltssteigerungen in der Höhe von 4,75 % (2007: 4,0 %) und entsprechende Fluktuationsabschläge wurden ebenso berücksichtigt.

Für Dienstverhältnisse, die nach dem 1. Jänner 2003 begonnen wurden, hat das Unternehmen entsprechend den gesetzlichen Regelungen einen Betrag von 1,53 % der laufenden Bezüge an eine Mitarbeitervorsorgekasse abzuführen.

Jubiläumsgeld:

Nach Maßgabe der österreichischen Kollektivverträge haben Dienstnehmer in Abhängigkeit von der Dauer ihres Dienstverhältnisses Anspruch auf Jubiläumsgeldzahlungen. Die rückgestellten Beträge wurden ebenfalls unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" berechnet.

Bei allen Rückstellungen für Sozialkapital werden versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste sofort erfolgswirksam erfasst.

L Eigene Aktien

Eigene Aktien werden zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Aktien wird nicht erfolgswirksam erfasst. Etwaige Unterschiedsbeträge zwischen dem Buchwert und der Gegenleistung werden in der Kapitalrücklage erfasst.

L Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen gelten bei Übergang der Verfügungsmacht, in der Regel bei Lieferung an den Empfänger als realisiert.

Erträge aus operativem Leasing werden zeitanteilig realisiert.

Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.

L Forschung und Entwicklung

Gemäß IAS 38 werden Forschungsaufwendungen zum Zeitpunkt ihres Entstehens erfolgswirksam gebucht. Entwicklungsaufwendungen werden ebenfalls zum Entstehungszeitpunkt erfolgswirksam erfasst, eine Aktivierung unterblieb aufgrund der Ungewissheit von zukünftigen, direkt zurechenbaren wirtschaftlichen Erträgen. Die Voraussetzungen für eine Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen gemäß IAS 38 werden nicht gänzlich erfüllt.

L Ergebnis pro Aktie

Das Ergebnis pro Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33 ermittelt, indem das Konzernergebnis des Geschäftsjahres durch die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien des Geschäftsjahres dividiert wird.

L Schätzungen, Ermessensentscheidungen und Annahmen

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses unter Anwendung der International Financial Reporting Standards müssen bis zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen sowie Ermessensentscheidungen getroffen werden, welche die in der Bilanz, im Anhang und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte beeinflussen. Die sich in der Zukunft tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wobei der Vorstand aus derzeitiger Sicht der Meinung ist, dass sich daraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen in den Konzernabschlüssen der nächsten Zukunft ergeben werden.

Für den jährlichen Wertminderungstest der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt eine Schätzung der Nutzwerte, wobei die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen muss (siehe Erläuterung 9).

Bei der Bilanzierung der aktiven latenten Steuern ist eine Einschätzung notwendig, in welchem Ausmaß zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, um die temporären Differenzen bzw. Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen (siehe Erläuterung 11).

Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen (siehe Erläuterung 18).

Bei der Vorratsbewertung sind Einschätzungen des Managements über die Preisgestaltung und Marktentwicklung erforderlich, um die Höhe der Wertansätze festzulegen (siehe Erläuterung 7).

Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nach bester Schätzung des Managements ermittelt werden kann (siehe Erläuterung 15).

Bei Forderungen sind Annahmen über die Ausfallswahrscheinlichkeit notwendig (siehe Erläuterung 5).

Bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind Einschätzungen über den Zeitraum erforderlich, in dem diese Vermögenswerte vom Unternehmen voraussichtlich genutzt werden können (siehe Erläuterungen 8 und 9).

ERLÄUTERUNG 5 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Eine Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

Weder überfällig noch Überfällig aber nicht wertgemindert
in TEUR Buchwert wertgemindert b 30 Tage 31-60 Tage 61-90 Tage 91-120 Tage > 120 Tage
2008 56.101 34.046 11.560 4.663 2.622 943 1.597
2007 44.954 28.223 9.583 3.939 1.327 1.122 759

Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2008 2007
Stand 1. Jänner 467 361
Kursdifferenzen -133 -47
Verbrauch -118 -12
Auflösung -166 -9
Aufwandswirksame Zuführungen 920 174
Stand 31. Dezember 970 467

Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

ERLÄUTERUNG 6 | Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Eine Analyse der sonstigen Forderungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

Buchwert
in TEUR sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
davon Forderungen weder überfällig noch wertgemindert
2008 9.846 9.018 9.018
2007 6.033 5.496 5.496

Zu den angeführten Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten und keine Wertberichtigungen vorgenommen.

ERLÄUTERUNG 7 | Vorräte

Die Gliederung der Vorräte ist in folgender Übersicht detailliert dargestellt:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.386 14.503
Unfertige Erzeugnisse 62.014 60.418
Fertige Erzeugnisse 53.703 44.348
Anzahlungen 44 70
Summe 127.147 119.339

Die Wertberichtigungen, welche im Jahr 2008 als Aufwand erfasst wurden, betrugen TEUR 10.752 (2007: TEUR 3.388).

ERLÄUTERUNG 8 | Sachanlagen

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen des Sachanlagevermögens kann wie folgt dargestellt werden:

Jahr 2008
in TEUR
Grundstücke und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausst.
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2008 35.849 143.186 7.218 13.183 199.436
Umrechnungsdifferenzen -1.437 -3.248 -379 -307 -5.371
Änderung Konsolidierungskreis 4.101 3.547 37 419 8.104
Zugänge 6.928 22.392 1.765 14.755 45.840
Umbuchungen 857 12.293 33 -13.183 0
Abgänge -448 -5.999 -384 -531 -7.362
31. Dezember 2008 45.850 172.171 8.290 14.336 240.647
Kumulierte Abschreibungen
1. Jänner 2008 8.377 69.851 4.499 0 82.727
Umrechnungsdifferenzen -375 -1.678 -329 0 -2.382
Änderung Konsolidierungskreis 51 574 16 0 641
Zugänge 1.580 22.359 1.084 0 25.023
Abgänge -446 -3.668 -339 0 -4.453
31. Dezember 2008 9.187 87.438 4.931 0 101.556
Buchwerte
31. Dezember 2008 36.663 84.733 3.359 14.336 139.091
31. Dezember 2007 27.472 73.335 2.719 13.183 116.709
Jahr 2007
in TEUR
Grundstücke und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausst.
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2007 22.083 117.065 6.246 8.537 153.931
Umrechnungsdifferenzen -1.996 -8.353 -455 -161 -10.965
Zugänge 14.863 30.790 1.720 18.602 65.975
Umbuchungen 1.114 12.588 93 -13.795 0
Abgänge -215 -8.904 -386 0 -9.505
31. Dezember 2007 35.849 143.186 7.218 13.183 199.436
Kumulierte Abschreibungen
1. Jänner 2007 8.084 64.799 4.382 0 77.265
Umrechnungsdifferenzen -547 -4.005 -327 0 -4.879
Zugänge 1.016 14.737 815 0 16.568
Abgänge -176 -5.680 -371 0 -6.227
31. Dezember 2007 8.377 69.851 4.499 0 82.727
Buchwerte
31. Dezember 2007 27.472 73.335 2.719 13.183 116.709
31. Dezember 2006 13.999 52.266 1.864 8.537 76.666

Das Unternehmen besitzt Produktionsstätten in folgenden Ländern: USA, Österreich, Großbritannien und Mexiko.

Service- und Wartungsstützpunkte sowie Verkaufsstellen werden in den USA, Kanada, Venezuela, Großbritannien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland geführt.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden Wertminderungen auf technische Anlagen und Maschinen in der Höhe von TEUR 250 (2007: TEUR 87) vorgenommen, welche in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten erfasst sind (Abschreibungen).

In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 erfolgten keine Zuschreibungen.

Das Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2008 TEUR 22.433 (2007: TEUR 22.820).

Finanzierungsleasing

Die unter den technischen Anlagen und Maschinen aktivierten geleasten Anlagegegenstände gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Anschaffungswert 2.582 0
Kumulierte Abschreibungen -525 0
Buchwert 2.057 0

Aus der Nutzung solcher in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen bestehen Verpflichtungen für folgende Mindestleasingzahlungen:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Im folgenden Jahr 477 0
Zwischen einem und fünf Jahren 1.350 0
Über fünf Jahre 179 0
Summe Mindestleasingzahlungen 2.006 0
Abzüglich Abzinsung -276 0
Barwert 1.730 0

Operatives Leasing

Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen bestehen aufgrund von Leasing-, Miet- und Pachtverträgen Verpflichtungen in folgendem Umfang:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Im folgenden Jahr 850 921
Zwischen einem und fünf Jahren 914 1.444
Über fünf Jahre 200 218

Zahlungen aus operativen Leasingverhältnissen, welche als laufender Aufwand verbucht wurden, betrugen im Jahr 2008 TEUR 912 (2007: TEUR 904).

ERLÄUTERUNG 9 | Immaterielle Vermögenswerte

Eine Zusammenfassung der Bruttowerte und der kumulierten Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte kann wie folgt dargestellt werden:

Jahr 2008
in TEUR
Firmenwerte Sonstige immat.
Vermögenswerte
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2008 53.429 3.395 56.824
Umrechnungsdifferenzen 757 -1.854 -1.097
Änderung Konsolidierungskreis 5.146 11.712 16.858
Zugänge 0 98 98
Abgänge 0 -23 -23
31. Dezember 2008 59.332 13.328 72.660
Kumulierte Abschreibungen
1. Jänner 2008 19.495 3.118 22.613
Umrechnungsdifferenzen 558 -35 523
Zugänge 0 1.132 1.132
Abgänge 0 -23 -23
31. Dezember 2008 20.053 4.192 24.245
Buchwerte
31. Dezember 2008 39.279 9.136 48.415
31. Dezember 2007 33.934 277 34.211
Jahr 2007
in TEUR
Firmenwerte Sonstige immat.
Vermögenswerte
Gesamt
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1. Jänner 2007 57.996 3.627 61.623
Umrechnungsdifferenzen -4.567 -328 -4.895
Zugänge 0 97 97
Abgänge 0 -1 -1
31. Dezember 2007 53.429 3.395 56.824
Kumulierte Abschreibungen
1. Jänner 2007 21.082 3.215 24.297
Umrechnungsdifferenzen -1.587 -313 -1.900
Zugänge 0 217 217
Abgänge 0 -1 -1
31. Dezember 2007 19.495 3.118 22.613
Buchwerte
31. Dezember 2007 33.934 277 34.211

In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 wurden keine Wertminderungen vorgenommen.

In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 erfolgten keine Zuschreibungen.

Das Bestellobligo für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2008 TEUR 0 (31. Dezember 2007: TEUR 0).

1. Firmenwerte

Die Bewertung der Geschäftseinheiten erfolgte anhand des Nutzungswertes auf Basis der prognostizierten Cashflows unter Heranziehung eines Kapitalkostensatzes (WACC = Weighted Average Costs of Capital) von 9 % vor Steuern. Der Detailprognosezeitraum beträgt 3 Jahre, für den weiteren Prognosezeitraum von 12 bis 15 Jahren wurde ein konstanter Cashflow ohne weiteres Wachstum angenommen. Die Risikotangente wurde im Cashflow berücksichtigt, die Cashflows basieren auf Budgetierungen des Managements.

Die Cashflows wurden auf Basis der prognostizierten Umsätze und den geplanten Investitionen ermittelt. Der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird am stärksten von den Umsatzerlösen beeinflusst. Bei Schätzung des Cashflows wurden organische Umsatzerweiterungen berücksichtigt. Die Umsatzplanungen basieren auf den Nachfrageplänen der wichtigsten Kunden sowie den bereits vorhandenen Auftragsständen.

Der zum 31. Dezember 2008 durchgeführte Impairment Test ergab keine Notwendigkeit zur Abwertung der Firmenwerte. Die in der Bilanz ausgewiesenen Firmenwerte entfallen hauptsächlich auf die folgenden Geschäftseinheiten:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Knust-SBO Ltd. 14.553 13.921
Godwin-SBO L.P. 12.139 11.636
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH 4.655 4.655
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited 3.675 3.675
Techman Engineering Limited (siehe Erläuterung 37) 4.217 0

Die Veränderung der Buchwerte ergab sich ausschließlich aus der Fremdwährungsumrechnung.

2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten EDV-Software sowie Rechte aus Wettbewerbsverbotsvereinbarungen.

Wettbewerbsverbotsvereinbarungen wurden mit einzelnen Mitarbeitern der Godwin Machine Works im Jahr 1998 abgeschlossen. Die aktivierten Rechte werden über die Laufzeit der entsprechenden Vereinbarungen von 4 bis 10 Jahren abgeschrieben.

Im Rahmen der erstmaligen Erfassung der Techman Engineering Limited im Jahr 2008 wurden TEUR 9.230 für erworbene Kundenbeziehungen und TEUR 2.482 für erworbene Technologie aktiviert. Diese Vermögenswerte werden über eine Laufzeit von 5 bis 10 Jahren abgeschrieben (siehe Erläuterung 37).

ERLÄUTERUNG 10 | Langfristige Forderungen

Diese Position besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehen, welche an das Management von, in den Konsolidierungskreis einbezogenen, Unternehmen für den Erwerb von Anteilen an diesen Gesellschaften gewährt wurden (siehe auch Erläuterung 19). Für das Unternehmen besteht hier nur ein eingeschränktes Kreditrisiko, da die Anteile bei Nichterfüllung der Darlehensbedingungen an das Unternehmen zurückgegeben werden müssen.

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Darlehen 4.612 4.421
andere Forderungen 64 319
Summe 4.676 4.740

Weder zum 31. Dezember 2008 noch zum 31. Dezember 2007 waren Wertberichtigungen vorzunehmen, es bestanden keine überfälligen Forderungen. Zu den angeführten sonstigen Forderungen wurden keine Sicherheiten erhalten.

ERLÄUTERUNG 11 | Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2008 betrug der bilanzierte Nettobetrag der latenten Steuern TEUR 3, zum 31. Dezember 2007 TEUR 1.536.

Die einzelnen Bestandteile der aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen lassen sich wie folgt darstellen:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Anlagevermögen (unterschiedliche Wertansätze und Nutzungsdauern) -9.028 -2.330
Vorräte (Bewertungsunterschiede) 7.146 1.664
Sonstige Posten (Bewertungsunterschiede) 96 -75
Nicht abzugsfähige Rückstellungen 2.553 2.608
Rückstellungen (nicht realisierte Kursdifferenzen) -1.061 -718
Steuerliche Verlustvorträge 297 387
Summe 3 1.536

Ausweis in der Konzernbilanz:

in TEUR 2008 2007
Aktive latente Steuern 8.690 8.003
Passive latente Steuern -8.687 -6.467
3 1.536

Nicht angesetzt wurden latente Steuern in der Höhe von TEUR 177 (2007: TEUR 2.126) für Verlustvorträge, mit deren Verbrauch innerhalb eines überschaubaren Zeitraumes nicht gerechnet werden kann.

Durch den Verbrauch von Verlustvorträgen reduzierte sich der tatsächliche Steueraufwand 2008 um TEUR 1.622 (2007: TEUR 329).

Aus der Ausschüttung von Dividenden durch das Unternehmen an die Anteilseigner ergeben sich weder für das Geschäftsjahr 2008 noch für die Vergleichsperiode 2007 ertragsteuerliche Konsequenzen.

ERLÄUTERUNG 12 | Bankverbindlichkeiten

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2008 wie folgt:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in %
Kredite in USD 8.516 4,42 % variabel
Kredite in GBP 3.130 6,38 % variabel
Zwischensumme 11.646
Exportförderungskredite (EUR) 16.234 2,88 - 3,30 % variabel
Summe 27.880

Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten gliedern sich zum 31. Dezember 2007 wie folgt:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in %
Kredite in USD 13.610 5,58 - 5,66 % variabel
Kredite in GBP 6.527 6,55 - 6,80 % variabel
Kredite in EUR 5.500 4,69 - 5,01 % variabel
Zwischensumme 25.637
Exportförderungskredite (EUR) 16.234 4,58 - 5,10 % variabel
Summe 41.871

Die Exportförderungskredite stellen revolvierende Kreditrahmen dar, welche von der Gesellschaft unter Einhaltung bestimmter Kreditvereinbarungen dauerhaft in Anspruch genommen werden können. Gemäß den Exportförderungsrichtlinien wurden Forderungen in der Höhe von TEUR 18.754 (2007: TEUR 18.754) als Sicherheit für diese Kredite vereinbart.

Die US-Dollar-Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.516 (2007: TEUR 13.610) sind durch eine "floating-charge" auf das kurzfristige Vermögen des Unternehmens besichert.

ERLÄUTERUNG 13 | Erhaltene Zuschüsse

Die Zuwendungen beinhalten einen Zuschuss aus einem öffentlichen Investitions- und Technologiefonds sowie andere erhaltene Investitionszuschüsse in Zusammenhang mit der Anschaffung von Sachanlagen und Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.

ERLÄUTERUNG 14 | Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
noch nicht konsumierte Urlaube 1.644 1.247
sonstige Personalaufwendungen 6.704 4.774
ausstehende Eingangsrechnungen 2.501 2.530
Rechts- und Beratungskosten 890 680
Steuerverbindlichkeiten 3.927 2.316
Sozialaufwendungen 1.343 875
sonstige Verbindlichkeiten 4.420 3.396
Summe 21.429 15.818

ERLÄUTERUNG 15 | Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Jahr 2008 Änderung im Währungs
in TEUR 31. Dez. 2007 Kons.kreis differenzen Verwendung Auflösung Dotierung 31. Dez. 2008
Gewährleistungen und Garantien 2.257 0 -21 -106 -71 1.267 3.326
Restrukturierung 1.939 0 0 0 -844 0 1.095
Sonstige 4.201 605 -237 -2.991 -217 1.819 3.180
Summe 8.397 605 -258 -3.097 -1.132 3.086 7.601
Jahr 2007 Währungs
in TEUR 31. Dez. 2006 differenzen Verwendung Auflösung Dotierung 31. Dez. 2007
Gewährleistungen und Garantien 1.268 0 0 0 989 2.257
Restrukturierung 4.181 0 -452 -1.790 0 1.939
Sonstige 2.486 -94 -965 0 2.774 4.201
Summe 7.935 -94 -1.417 -1.790 3.763 8.397

Es wird erwartet, dass die Kosten im Zusammenhang mit den kurzfristigen Rückstellungen innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.

Hinsichtlich der Restrukturierungsrückstellung siehe Erläuterung 26.

ERLÄUTERUNG 16 | Anleihen

Im Juni 2008 wurden zwei Anleihen im Gesamtnennbetrag von jeweils MEUR 20,0, eingeteilt in 800 untereinander gleichrangige auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 50.000 emittiert.

Die Teilschuldverschreibungen werden zur Gänze durch zwei veränderbare Sammelurkunden verbrieft, die am Tag der Begebung bei der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Wien, hinterlegt wurden. Einzelne Teilschuldverschreibungen oder Zinsscheine wurden nicht ausgegeben.

Die Teilschuldverschreibungen werden bezogen auf ihren Nennbetrag bis zum Fälligkeitstag mit jährlich 5,75 % (Anleihe 2008-2013) bzw. 5,875 % (Anleihe 2008-2015) verzinst. Die Zinsen sind jeweils nachträglich am 18. Juni eines jeden Jahres zahlbar. Die Teilschuldverschreibungen werden am 18. Juni 2013 bzw. 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von jeweils MEUR 20,0 zurückgezahlt.

Die Anleihen sind in den Dritten Markt an der Wiener Börse unter den ISIN AT0000A09U32 bzw. AT0000A09U24 einbezogen.

ERLÄUTERUNG 17 | Langfristige Darlehen inklusive kurzfristiger Teil (planmäßige Tilgungen des nächsten Jahres)

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in % Laufzeit Rückzahlung
EUR 1.720 0,00 % fix 2008 – 2023 vierteljährlich ab 2010
EUR 2.825 3,99 % fix 2006 – 2015 halbjährlich
EUR 2.500 0,00 % fix 2008 – 2015 vierteljährlich ab 2010
EUR 235 5,69 % variabel 2006 – 2015 halbjährlich
EUR 7.500 2,25 % fix 2008 – 2014 halbjährlich ab 2011
EUR 7.200 4,79 % fix 2008 – 2013 halbjährlich ab 2010
EUR 7.500 1,50 % fix 2006 – 2012 halbjährlich
EUR 2.778 3,54 % fix 2006 – 2011 halbjährlich
EUR 4.800 5,69 % variabel 2008 – 2010 halbjährlich
EUR 2.000 5,85 % variabel 2003 – 2010 endfällig
EUR 1.077 4,75 % fix 2002 – 2009 halbjährlich
EUR 462 4,80 % fix 2002 – 2009 halbjährlich
USD 1.000 6,35 % fix 2003 – 2016 monatlich
USD 3.265 3,97 % variabel 2007 – 2011 vierteljährlich
USD 6.708 4,12 % fix 2003 – 2010 endfällig
GBP 65 3,75 % variabel 2004 – 2024 monatlich
GBP 1.975 3,00 % variabel 2007 – 2022 monatlich
GBP 519 3,50 % variabel 2007 – 2022 monatlich
54.129

Zum 31. Dezember 2008 setzten sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:

Währung Betrag in TEUR Zinssatz in % Laufzeit Rückzahlung
EUR 706 5,69 % variabel 2006 - 2015 halbjährlich
EUR 2.825 3,99 % fix 2006 - 2015 halbjährlich
EUR 7.500 1,50 % fix 2006 - 2012 halbjährlich ab 2009
EUR 3.500 3,54 % fix 2006 - 2011 halbjährlich
EUR 389 5,69 % variabel 2006 - 2011 halbjährlich
EUR 2.000 5,85 % variabel 2003 - 2010 endfällig
EUR 2.154 4,75 % fix 2002 - 2009 halbjährlich
EUR 923 4,80 % fix 2002 - 2009 halbjährlich
USD 1.046 6,35 % fix 2003 - 2016 monatlich
USD 4.073 5,92 % variabel 2007 - 2013 vierteljährlich
USD 2.037 5,61 % variabel 2007 - 2013 vierteljährlich
USD 6.442 4,12 % fix 2003 - 2010 endfällig
33.595

Zum 31. Dezember 2007 setzten sich die langfristigen Darlehen wie folgt zusammen:

Die folgenden Darlehen wurden mit Sicherheiten unterlegt:

EUR-Darlehen:

– TEUR 19.220 – Pfandrecht an Maschinen mit einem Buchwert von TEUR 21.901.

USD-Darlehen:

  • TEUR 1.000 eingetragenes Pfandrecht an Grundstück und Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 1.513;
  • TEUR 3.265 Pfandrecht an bestimmten Vermögenswerten ("floating charge").

GBP-Darlehen:

– TEUR 2.559 – Pfandrecht an Grundstück und Gebäude mit einem Buchwert von TEUR 3.351 sowie an anderen Vermögenswerten ("floating charge").

Die Anpassung der variablen Zinssätze wird vierteljährlich durchgeführt.

Bezüglich Marktwerte siehe Erläuterung 32, hinsichtlich Zinsrisiko und Zinssicherungen siehe Erläuterung 33.

ERLÄUTERUNG 18 | Rückstellungen für Sozialkapital

Die Rückstellungen für Sozialkapital setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Abfertigungen 2.796 2.700
Jubiläumsgelder 729 679
Pensionen 3 3
Summe 3.528 3.382

Bei der Berechnung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen kamen folgende versicherungsmathematische Parameter zur Anwendung:

2008 2007
Rechnungszinssatz 5,75 % 5,0 %
Gehaltssteigerung 4,75 % 4,0 %
Fluktuationsabschlag 0,0 - 15,0 % 0,0 - 15,0 %

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Für die ausgewiesenen Verpflichtungen wurden keine Beiträge an gesondert verwaltete Fonds geleistet.

Abfertigungsrückstellungen

Die Rückstellung für Abfertigungen hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2008 2007 2006 2005 2004
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 1. Jänner 2.700 2.699 2.443 2.008 1.956
Dienstzeitaufwand 175 169 151 118 121
Zinsaufwand 133 107 109 107 104
laufende Abfertigungszahlungen -194 -513 -146 -161 -147
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust des Jahres -18 238 142 371 -26
Barwert der Abfertigungsverpflichtung zum 31. Dezember 2.796 2.700 2.699 2.443 2.008

Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust des Jahres ergibt sich im Wesentlichen aus erfahrungsbedingten Anpassungen.

Der Dienstzeitaufwand, der Zinsaufwand sowie versicherungsmathematische Gewinne/Verluste wurden vollständig im Betriebsergebnis (Personalaufwand) erfasst.

Beitragsorientierte Vorsorgepläne

Zahlungen im Rahmen der beitragsorientierten Pensions- und Mitarbeitervorsorgepläne wurden aufwandswirksam erfasst und betrugen im Geschäftsjahr 2008 TEUR 826 (2007: TEUR 639).

ERLÄUTERUNG 19 | Sonstige Verbindlichkeiten

Bei den folgenden Gesellschaften, welche in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, werden Anteile von deren Management gehalten:

Gesellschaft 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C. 15,00 % 15,00 %
Schoeller-Bleckmann Darron Limited 8,35 % 8,35 %
Darron Tool & Engineering Limited 6,97 % 6,97 %
BICO Drilling Tools Inc. 15,00 % 15,00 %

Das Management ist damit anteilig an diesen Firmen beteiligt.

Vertraglich sind die Manager verpflichtet, ihre Anteile bei Eintreffen festgelegter Ereignisse an die Gesellschaft zurück zu verkaufen; ebenso ist die Gesellschaft verpflichtet, die Anteile zurück zu erwerben. Der Rückkaufsbetrag bemisst sich jeweils an der Höhe des anteiligen Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Verkaufes.

Gemäß IAS 32.23 begründet dies eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes des Rückkaufbetrages. Die laufende Bewertung erfolgt mangels exakt vorher bestimmbarer Wertermittlung zum jeweiligen anteiligen Eigenkapital zum Bilanzstichtag, welches den Ergebnisanteil des laufenden Geschäftsjahres enthält, der in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung unter "sonstige finanzielle Aufwendungen" erfasst ist.

ERLÄUTERUNG 20 | Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2008 wie auch zum 31. Dezember 2007 EUR 16 Millionen und ist zerlegt in 16 Millionen Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung am 23. März 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu EUR 5 Millionen durch die Ausgabe von neuen Aktien zu erhöhen. Diese Ermächtigung läuft bis zum 8. April 2011.

In der Hauptversammlung vom 16. April 2008 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben, wobei der niedrigste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert EUR 1,00 und der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert EUR 100,00 beträgt.

Im Jahr 2008 wurden 131.298 Stück eigene Aktien um TEUR 5.114 erworben. 11.414 Stück (TEUR 492) wurden im Zuge eines Beteiligungserwerbes abgegeben (siehe Erläuterung 37). Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 119.884 Stück eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,75 % am Grundkapital, die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt somit 15.880.116 Stück.

Zum 31. Dezember 2008 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 31 % vom Grundkapital.

ERLÄUTERUNG 21 | Gesetzliche Rücklage - gebunden

Nach österreichischem Recht ist die Bildung einer gesetzlichen Rücklage in Höhe von 10 % des nominellen Stammkapitals der Gesellschaft erforderlich. Solange die gesetzliche Rücklage und andere gebundene Kapitalrücklagen diesen Betrag nicht erreichen, ist die Gesellschaft verpflichtet, 5 % des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses nach Berücksichtigung der Veränderung unversteuerter Rücklagen in die gesetzliche Rücklage einzustellen. Für die Bildung dieser Rücklage ist ausschließlich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellte Jahresabschluss der Muttergesellschaft maßgeblich.

ERLÄUTERUNG 22 | Sonstige Rücklagen

Unter den in der Bilanz ausgewiesenen sonstigen Rücklagen sind die für steuerliche Zwecke erfolgten vorzeitigen Abschreibungen erfasst, welche als Investitionsbegünstigungen für bestimmte Anlageninvestitionen gewinnmindernd in Anspruch genommen werden konnten.

ERLÄUTERUNG 23 | Zusätzliche Erlösgliederung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2008 2007
Verkauf von Produkten 357.819 293.497
Erträge aus operativem Leasing 30.886 23.875
Summe Umsatzerlöse 388.705 317.372

ERLÄUTERUNG 24 | Zusätzliche Aufwandsgliederung

Da die Gesellschaft die Aufwendungen nach deren Funktion gliedert, sind gemäß IAS 1 (überarbeitet 2005) nachstehende zusätzliche Angaben zu erteilen (Ausweis gemäß Gesamtkostenverfahren):

in TEUR 2008 2007
Materialaufwendungen 179.479 187.341
Personalaufwendungen 75.660 67.629
Abschreibungen Sachanlagen 25.023 16.568
Abschreibungen sonstiger immaterieller Vermögen 1.132 217

ERLÄUTERUNG 25 | Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sind in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung in der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" enthalten. Diese betrugen im Jahr 2008 TEUR 1.591, im Jahr 2007 TEUR 1.154.

ERLÄUTERUNG 26 | Ergebnis aus nicht wiederkehrenden Restrukturierungsmaßnahmen

Im Jahr 2008 konnte ein Betrag von TEUR 844 von den in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen aufgelöst werden:

Darron Tool & Engineering Limited:

Die Restrukturierung der Darron Tool & Engineering Limited in Rotherham wurde 2008 abgeschlossen. Die im Jahr 2006 gebildete Rückstellung für die Stilllegung eines Teilbetriebes konnte aufgelöst werden.

Im Jahr 2007 konnten folgende Beträge von den in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen verwendet oder aufgelöst werden:

Schoeller-Bleckmann de Venezuela C.A.:

Im Zuge der Einstellung der Geschäftstätigkeiten in 2007 fielen einmalige Aufwendungen in der Höhe von TEUR 452 an, wofür die Rückstellung in gleicher Höhe verwendet wurde.

Schoeller-Bleckmann Darron Limited:

Durch eine deutliche Verbesserung des Marktes in 2007 sowie den längerfristigen Einstieg in das neu aufgenommene Handelsgeschäft konnten die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen unterbleiben. Hierdurch konnte die Rückstellung in der Höhe von TEUR 1.790 aufgelöst werden.

ERLÄUTERUNG 27 | Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Aufwandsposition Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedert sich wie folgt:

in TEUR 2008 2007
Tatsächliche Steuern
Österreich -7.418 -5.923
USA -13.386 -14.072
Sonstige -4.712 -3.071
Latente Steuern
Österreich 2.267 1.348
USA -679 455
Sonstige 271 -1.238
Summe -23.657 -22.501

Eine Überleitung der Ertragsteuern unter Verwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes auf die ausgewiesene Konzernsteuerquote stellt sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2008 2007
Ertragsteueraufwand bei rechnerischem Ertragsteuersatz von 25 % -20.620 -18.131
Abweichende ausländische Steuersätze -4.360 -4.050
Beteiligungsbewertung -52 -674
Verwendung von in Vorjahren nicht angesetzten Verlustvorträgen 1.484 329
Sonstige Differenzen -109 25
Konzernsteuerbelastungen -23.657 -22.501
Konzernsteuersatz 28,7 % 31,0 %

Direkt im Eigenkapital wurden folgende Ertragsteuern erfasst:

in TEUR 2008 2007
Tatsächliche Steuern
Bewertung eigener Aktien 511 0
Kursdifferenzen 523 0
1.034 0
Latente Steuern
Absicherung Nettoinvestition 67 -139
Bewertung Wertpapiere 0 83
Kursdifferenzen 78 -44
145 -100

ERLÄUTERUNG 28 | Segmentberichterstattung

Der Konzern ist weltweit im Wesentlichen in einem einzigen Industriesegment, der Konstruktion und Produktion von Ausrüstungsgegenständen für die Erdöl- und Erdgasbohrindustrie tätig, weshalb die primäre Segmentberichterstattung nach geographischen Regionen erfolgt.

Die dargestellten Beträge stellen eine Zusammenfassung der Einzelbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen dar. Zur Erreichung der dargestellten Konzernergebnisse sind somit einzelne Konsolidierungsanpassungen zu berücksichtigen.

Konzerninterne Umsätze erfolgten zu fremdüblichen Konditionen ("at arm's length"-Prinzip).

Wie aus der folgenden Tabelle ersichtlich, konzentrieren sich die Aktivitäten des Unternehmens auf Nordamerika und Europa.

Primäre Segmentberichterstattung nach Regionen:

Jahr 2008
in TEUR
Europa Nordamerika sonstige Regionen SBO-Holding & Kon
solid.-anpassung
SBO-Konzern
Umsätze nach Ursprungsregion
Außenumsätze 92.713 281.342 14.649 0 388.705
Innenumsätze 144.759 18.844 1.849 -165.452 0
Summe Umsatzerlöse 237.472 300.186 16.498 -165.452 388.705
Betriebsergebnis 43.631 49.195 3.205 -8.028 88.003
Zuordenbare Aktiva 179.465 243.240 15.030 5.579 443.314
Zuordenbare Schulden 115.652 118.017 4.467 -21.038 217.098
Investitionen 22.217 21.110 1.441 1.170 45.938
Abschreibungen 10.168 14.107 226 1.654 26.155
davon Wertminderungen 0 250 0 0 250
Personalstand (Durchschnitt) 655 634 64 20 1.373
Jahr 2007
in TEUR
Europa Nordamerika sonstige Regionen SBO-Holding & Kon
solid.-anpassung
SBO-Konzern
Umsätze nach Ursprungsregion
Außenumsätze 68.181 234.875 14.316 0 317.372
Innenumsätze 105.843 21.538 1.555 -128.936 0
Summe Umsatzerlöse 174.024 256.413 15.871 -128.936 317.372
Betriebsergebnis 30.655 46.620 2.973 -4.138 76.110
Zuordenbare Aktiva 149.478 200.355 12.354 -4.282 357.905
Zuordenbare Schulden 88.004 108.714 4.430 -37.348 163.800
Investitionen 37.102 26.364 198 2.408 66.072
Abschreibungen 7.728 8.377 255 425 16.785
davon Wertminderungen 0 87 0 0 87
Personalstand (Durchschnitt) 504 588 58 18 1.168

Die sekundäre Segmentberichterstattung nach Produkten gliedert sich nach dem Verwendungszweck der Erzeugnisse. Hier können folgende Kategorien unterschieden werden:

1. Präzisions-Bohrstrangteile

Für den Einsatz in der MWD/LWD-Technologie werden Gehäuse und Einbauteile aus hochlegiertem Stahl und anderen amagnetischen Metallen benötigt. In diese Gehäuse und Einbauteile werden Antennen, Sensoren, Batterien, Generatoren und andere Elektronikbauteile eingebaut, mit denen Messungen und Analysen während des Bohrvorgangs erfolgen können. Alle Teile erfordern äußerst hohe Maßgenauigkeit bei gleichzeitig komplexer Fertigung.

2. Ölfeldausrüstungen und Service

Diese Produktgruppe umfasst im Wesentlichen folgende Erzeugnisse:

  • L Non-Magnetic-Drill-Collars (NMDC), diese Schwerstangen werden eingesetzt, um magnetische Einflüsse bei MWD-Tätigkeiten auszu schließen.
  • L Bohrmotoren, welche beim Richtbohren den Bohrmeißel antreiben. Sie werden auch für das Bohren von Fluss- und Straßenunterfüh rungen für Versorgungsnetze, Telefon- und Rohrleitungen verwendet.
  • L Diverse andere Komponenten für das Ölfeld wie Stabilizers, Reamers, Hole Openers, Drilling Jars und Shock Tools.

Neben der Produktion der o. a. Erzeugnisse erfolgen noch Service- und Reparaturarbeiten. Diese Aktivitäten umfassen u. a. Inspektion, Prüfung auf magnetische Einschlüsse, Gewindeschneiden, Schweißen, Hartmetallbeschichtung, Oberflächenbehandlung und Kugelstrahlung für Bohrstrangprodukte. Dieses Service erfordert kurze Durchlaufzeiten einhergehend mit höchsten Qualitätsstandards.

3. Sonstige Umsätze

Das Unternehmen ist in eingeschränktem Maße auch in anderen Bereichen tätig.

Sekundäre Segmentberichterstattung nach Produkten:

Jahr 2008
in TEUR
Präzisions
Bohrstrangteile
Ölfeld-Ausrüstun
gen & Service
sonstige Umsätze SBO-Holding & Kon
solid.-anpassungen
SBO-Konzern
Außenumsätze 237.721 150.190 794 0 388.705
Zuordenbare Aktiva 257.392 180.343 0 5.579 443.314
Investitionen 22.893 21.875 0 1.170 45.938
Jahr 2007
in TEUR
Präzisions
Bohrstrangteile
Ölfeld-Ausrüstun
gen & Service
sonstige Umsätze SBO-Holding & Kon
solid.-anpassungen
SBO-Konzern
Außenumsätze 196.508 119.276 1.588 0 317.372
Zuordenbare Aktiva 201.235 160.951 1 -4.282 357.905
Investitionen 37.785 25.879 0 2.408 66.072

ERLÄUTERUNG 29 | Vorstands- und Geschäftsführerbezüge

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführungen der Tochterunternehmen (insgesamt 14 Personen nach 13 im Vorjahr) betrugen im Jahr 2008 inklusive Prämien, die das Jahr 2007 betreffen und im Jahr 2008 ausbezahlt wurden, TEUR 4.320 (2007: TEUR 3.304). Der darin enthaltene Aufwand für die Dotierung der Abfertigungs- und Jubiläumsgeldvorsorge betrug im Jahr 2008 TEUR 185 (2007: TEUR 99). Bezüglich der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erforderlichen Angaben der Bezüge des Vorstandes des Mutterunternehmens wird die Schutzklausel gemäß § 266 Ziffer 7 UGB angewendet.

Die Vergütungen an den Aufsichtrat betrugen im Geschäftsjahr TEUR 89, es handelt sich hierbei um eine Kombination aus pauschaler Aufwandsentschädigung und einem vom Konzernergebnis abhängigen Bestandteil (2007: TEUR 69).

Mitgliedern des Vorstandes bzw. des Aufsichtsrates wurden keine Darlehen gewährt. Die bestehenden Vorstandsverträge gelten für eine Funktionsperiode bis zum 31. Dezember 2013.

ERLÄUTERUNG 30 | Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Folgende Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die nicht in den Konsolidierungskreis der SBO-Gruppe einbezogen sind, wurden 2008 abgewickelt:

Schleinzer & Partner, Rechtsanwaltskanzlei

Diese Anwaltskanzlei ist rechtlicher Berater des Unternehmens. Dr. Karl Schleinzer, ein Aufsichtsratsmitglied, ist Partner der Anwaltskanzlei. Das Honorar für 2008 betrug TEUR 66 (2007: TEUR 54), hiervon offen per 31. Dezember 2008 TEUR 39 (31. Dezember 2007: TEUR 27).

ERLÄUTERUNG 31 | Leasinggeschäfte

Die Gesellschaft vermietet Bohrwerkzeuge unter operativem Leasing mit grundsätzlichen Vertragsdauern von unter einem Jahr, die Leasingerträge werden nutzungsabhängig verrechnet.

Die Erträge aus kurzfristigem operativem Leasing betrugen im Geschäftsjahr 2008 TEUR 30.886, im Geschäftsjahr 2007 TEUR 23.875.

ERLÄUTERUNG 32 | Finanzinstrumente

IFRS unterscheidet zwischen derivativen und nicht derivativen Finanzinstrumenten.

Nicht derivative Finanzinstrumente

Der Bestand der nicht derivativen Finanzinstrumente ergibt sich aus der Bilanz.

Derivative Finanzinstrumente

1. Fremdwährungsforderungen

Die österreichische Gesellschaft sichert ihre US-Dollar-Forderungssalden und Auftragsbestände durch den Abschluss von Devisentermingeschäften ab. Dabei handelt es sich ausschließlich um kurzfristige Dispositionen (3 – 8 Monate).

Devisentermingeschäfte zum Forderungen zum gesicherten Kurs Forderungen zum Stichtagskurs Marktwert
31. Dezember 2008 in TEUR in TEUR in TEUR
USD 53.567 52.198 1.369
Devisentermingeschäfte zum Forderungen zum gesicherten Kurs Forderungen zum Stichtagskurs Marktwert
31. Dezember 2007 in TEUR in TEUR in TEUR
USD 41.335 39.715 1.620

Die Devisentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und ergebniswirksam erfasst, da nicht sämtliche Voraussetzungen für Hedge-Accounting gemäß IAS 39 erfüllt werden.

2. SWAP-Transaktion

Die Gesellschaft hat einen Devisenswap zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb betreffend eines langfristigen Kredites mit einer Laufzeit bis 2010 abgeschlossen, wobei ein Betrag von TEUR 8.000 mit einem Betrag von TUSD 9.176 zu einem fixen Zinssatz von 4,12 % getauscht wurde.

Der Marktwert des Swaps per 31. Dezember 2008 betrug TEUR 1.291 (2007: TEUR 1.558). Die Wertänderung des Jahres in der Höhe von TEUR -267 (2007: TEUR 557) wurde vollständig ergebnisneutral (Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung) mit dem Eigenkapital verrechnet, da kein ineffektiver Teil bei dieser Absicherung vorlag.

Die folgenden Tabellen zeigen die Finanzinstrumente, gegliedert nach Kategorien gemäß IAS 39 sowie nach Klassen gemäß IFRS 7:

KLASSIFIZIERUNG Kategorie gemäß IAS 39 Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit
FINANZINSTRUMENTE Zeitwert Anschaffungskosten
31.12.2008
in TEUR
Kredite
und Forder
ungen
Andere
finanzielle
Verbind
lichkeiten
Derivative
Instrumente
Hedging
Instrumente
Derivate Zahlungs
mittel
Forderungen
aus
Lieferungen
& Leistungen
Gegebene
Darlehen
Anleihen Darlehen,
Bank- und
Leasingver
bindlich
keiten
Verbindlich
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
Sonstige
Posten
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 49.348 49.348 49.348
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.101 56.101 56.101
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 9.846 6.883 2.135 2.135 6.883
Vorräte 127.147
Summe kurzfristiges Vermögen 242.442
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 139.091
Firmenwerte
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
39.279
9.136
Langfristige Forderungen 4.676 4.676 14 4.612 50
Aktive latente Steuern 8.690
Summe langfristiges Vermögen 200.872
SUMME VERMÖGEN 443.314 117.008 0 2.135 0 2.135 49.348 56.115 4.612 0 0 0 6.933
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 27.880 27.880 27.880
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 8.729 8.729 8.729
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 374 374 374
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38.689 38.689 38.689
Erhaltene Zuschüsse 284
Ertragsteuerrückstellung 4.260
Sonstige Verbindlichkeiten 21.429 3.656 765 765 3.656
Sonstige Rückstellungen 7.601
Summe kurzfristige Schulden 109.246
Langfristige Schulden
Anleihen 39.787 39.787 39.787
Langfristige Darlehen
davon originäre Verbindlichkeiten
davon Sicherungsgeschäfte
38.691
6.709
38.691 6.709 6.709 38.691
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.356 1.356 1.356
Erhaltene Zuschüsse 1.299
Rückstellungen für Sozialkapital 3.528
Sonstige Verbindlichkeiten 7.795 7.795 7.795
Passive latente Steuern 8.687
Summe langfristige Schulden 107.852
Eigenkapital
Grundkapital 15.880
Gebundene Kapitalrücklagen 61.808
Gesetzliche Rücklage 785
Sonstige Rücklagen 44
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -34.441
Bilanzgewinn 182.140
Summe Eigenkapital 226.216

SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 443.314 0 166.957 765 6.709 7.474 0 0 0 39.787 77.030 38.689 11.451

KLASSIFIZIERUNG Kategorie gemäß IAS 39 Klassifizierung gemäß IFRS 7: Bewertung mit
FINANZINSTRUMENTE Zeitwert Anschaffungskosten
31.12.2007
in TEUR
Kredite
und Forder
ungen
Andere
finanzielle
Verbind
lichkeiten
Derivative
Instrumente
Hedging
Instrumente
Derivate Zahlungs
mittel
Forderungen
aus
Lieferungen
& Leistungen
Gegebene
Darlehen
Anleihen Darlehen,
Bank- und
Leasingver
bindlich
keiten
Verbindlich
keiten aus
Lieferungen
und
Leistungen
Sonstige
Posten
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung 23.916 23.916 23.916
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.954 44.954 44.954
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 6.033 3.877 1.620 1.620 3.877
Vorräte 119.339
Summe kurzfristiges Vermögen 194.242
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 116.709
Firmenwerte 33.934
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 277
Langfristige Forderungen 4.740 4.740 257 4.421 62
Aktive latente Steuern 8.003
Summe langfristiges Vermögen 163.663
SUMME VERMÖGEN 357.905 77.487 0 1.620 0 1.620 23.916 45.211 4.421 0 0 0 3.939
Kurzfristige Schulden
Bankverbindlichkeiten 41.871 41.871 41.871
Kurzfristiger Teil der langfristigen Darlehen 3.516 3.516 3.516
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.035 40.035 40.035
Erhaltene Zuschüsse 254
Ertragsteuerrückstellung 6.846
Sonstige Verbindlichkeiten 15.818 3.396 3.396
Sonstige Rückstellungen 8.397
Summe kurzfristige Schulden 116.737
Langfristige Schulden
Anleihen
Langfristige Darlehen
davon originäre Verbindlichkeiten
davon Sicherungsgeschäfte
23.637
6.442
23.637 6.442 6.442 23.637
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0
Erhaltene Zuschüsse 1.175
Rückstellungen für Sozialkapital 3.382
Sonstige Verbindlichkeiten 5.960 5.960 5.960
Passive latente Steuern 6.467
Summe langfristige Schulden 47.063
Eigenkapital
Grundkapital 16.000
Gebundene Kapitalrücklagen 65.799
Gesetzliche Rücklage 785
Sonstige Rücklagen 50
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -32.177
Bilanzgewinn 143.648
Summe Eigenkapital 194.105

SUMME SCHULDEN UND EIGENKAPITAL 357.905 0 118.415 0 6.442 6.442 0 0 0 69.024 40.035 9.356

Für Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bewertet sind, werden der Buchwert und der beizulegende Zeitwert in der folgenden Tabelle dargestellt:

2008 2007
in TEUR Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.115 56.115 45.211 45.211
Darlehen 4.612 4.612 4.421 4.421
andere Posten 6.933 6.933 3.939 3.939
Schulden
Anleihen -39.787 -42.793 0 0
Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten -77.030 -77.056 -69.024 -68.529
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -38.689 -38.689 -40.035 -40.035
andere Posten -11.451 -11.451 -9.356 -9.356

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Finanzinstrumente wurde der jeweilige Marktpreis verwendet. Für die gegebenen und erhaltenen Darlehen sowie für die Bank- und Leasingverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Für die Anleihen wurde der Börsenkurs angesetzt.

Bei den variabel verzinsten Bankkrediten und Darlehen entspricht die Verzinsung den aktuellen marktüblichen Konditionen, weshalb die Buchwerte weitestgehend mit den beizulegenden Zeitwerten übereinstimmen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle anderen Posten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Die folgende Tabelle zeigt das Nettoergebnis je Kategorie gemäß IAS 39:

Jahr 2008 Wert Folgebewertung Ausbuchung/Abgang
in TEUR berichtigung G & V Eigenkapital G & V Eigenkapital Nettoergebnis
Kredite und Forderungen -766 - - - - -766
Derivative Instrumente - -250 - - - -250
Hedging Instrumente - - -267 - - -267
Jahr 2007
in TEUR
Wert Folgebewertung Ausbuchung/Abgang
berichtigung G & V Eigenkapital G & V Eigenkapital Nettoergebnis
Kredite und Forderungen -165 - - - - -165
zur Veräußerung verfügbare
Vermögenswerte
- - - 406 -331 75
Derivative Instrumente - 1.277 - - - 1.277
Hedging Instrumente - - 557 - - 557

Im Jahr 2008 wurden zuvor im Eigenkapital ausgewiesene Gewinne in der Höhe von TEUR 0 (2007: TEUR 331) aufgrund der Veräußerung der Wertpapiere im Jahresergebnis erfasst.

ERLÄUTERUNG 33 | Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der SBO-Gruppe ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit weltweitem unternehmerischem Handeln verbunden sind. Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung dieser Risiken befinden sich wirksame Steuer- und Kontrollsysteme im Einsatz, in deren Rahmen das Management der einzelnen Betriebe die operativen Risiken überwacht und darüber an die Konzernleitung berichtet.

Aus heutiger Sicht lassen sich keine Risiken erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

L Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Geschäftsentwicklung von Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ist in hohem Maße konjunkturellen Zyklen, insbesondere dem Zyklusverlauf der Öl- und Gasbohrtätigkeit der internationalen Ölgesellschaften, unterworfen. Um die damit verbundenen Schwankungsrisiken beim Auftragseingang zu minimieren, sind die Produktionsunternehmen der Gruppe auf höchstmögliche Flexibilität ausgelegt.

L Absatz- und Beschaffungsrisiken

Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen der SBO-Gruppe ist in hohem Ausmaß von der laufenden Entwicklung und Anwendung neuer Technologien bestimmt. Die Sicherung und der Erhalt des Kundenbestandes hängen daher von der Fähigkeit ab, kundengerechte neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können.

In den Jahren 2007 und 2008 wurden weltweit rund 65 % bzw. 62 % der Umsätze mit den drei dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt (Schlumberger, Halliburton, Baker Hughes) erzielt. Dem Risiko, eventuell spürbare Umsatzeinbußen durch den Ausfall eines Kunden zu erleiden, wird vor allem durch laufende Innovation, Qualitätssicherungsmaßnahmen und enge Kundenbindung entgegengewirkt.

Auf der Beschaffungsseite unterliegen die Rohstoffe, insbesondere die Legierungszuschläge für amagnetischen Stahl, starken Preisschwankungen, die teilweise in Form von Legierungszuschlägen vereinbarungsgemäß an die Kunden weiter gegeben werden.

Durch den weltweit spürbaren Rohstoffboom unterlag das Unternehmen auch im Berichtsjahr dem Risiko, mangels Vormaterialien bestimmte Produkte nicht liefern zu können. Durch die geänderte Einkaufspolitik, den Aufbau eigener Lager für bestimmte Speziallegierungen in den USA sowie eine verstärkte Kooperation mit einem Hauptlieferanten konnten diese Risiken rechtzeitig erkannt und minimiert werden.

Das Unternehmen bezieht amagnetischen Stahl, den weitaus wichtigsten Rohstoff, nahezu ausschließlich nur von einem Zulieferer und ist dadurch Risiken wie verspäteten Lieferungen, Kapazitätsengpässen oder Ausfällen ausgesetzt. Das Unternehmen hat aus heutiger Sicht keinerlei Schwierigkeiten, weiterhin Qualitätsstahl von diesem Zulieferer zu beziehen. Bei Ausfall dieses Lieferanten bestehen jedoch kurzfristig nur eingeschränkte Ersatzbeschaffungsmöglichkeiten.

L Substitutionsrisiko

SBO ist dem Risiko der Substitution ihrer Produkte und Technologien unterworfen, was auch zum Heranwachsen neuer Konkurrenten führen kann. SBO wirkt diesem Risiko durch laufende Marktbeobachtung, gelebte Kundennähe und eigenständige Innovationen entgegen.

L Finanzielle Risiken

Das Unternehmen verfügt einerseits über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen. Auf der anderen Seite werden Finanzinstrumente verwendet, welche die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens gewährleisten, wie Anleihen, Bankverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Weiters verfügt das Unternehmen auch über derivative Finanzinstrumente, deren Zweck die Absicherung von Zins- und Währungsrisiken ist, welche aus der Geschäftstätigkeit und seiner Finanzierungsquellen resultieren. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Aus den Finanzinstrumenten ergeben sich für den Konzern im Wesentlichen zinsbedingte Zahlungsstrom-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungsund Kreditrisiken.

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko resultiert aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen.

Währungsrisiken entstehen in der SBO-Gruppe dort, wo Bilanzpositionen sowie Erträge und Aufwendungen in einer anderen als der lokalen Währung bestehen bzw. anfallen. Zur Absicherung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden Devisentermingeschäfte (hauptsächlich in US-Dollar) abgeschlossen.

SBO fakturiert im langjährigen Durchschnitt rund 80 % ihres Umsatzes in US-Dollar. Dies ergibt sich aus der Kundenstruktur des Unternehmens, wonach alle dominierenden Service-Gesellschaften auf dem Richtbohrmarkt in den USA ansässig sind und ihre weltweiten Aktivitäten in US-Dollar abwickeln. Ebenfalls langfristig gesehen entstehen rund 45 % der Kosten auf Dollarbasis, da wichtige Produktionsstätten nicht nur in den USA sondern auch in Europa bestehen. Um das dadurch anfallende Währungsrisiko zu minimieren, werden die Aufträge zwischen dem Zeitpunkt der Auftragsannahme und der Fakturierung währungstechnisch abgesichert. Aus Kosten- und Opportunitätsgründen verzichtet SBO jedoch auf ein Hedging des gesamten Netto-Dollar-Exposures. Die Abhängigkeit des SBO-Ergebnisses vom Dollar-Euro-Wechselkurs ist jedenfalls gegeben.

Weitere Risiken ergeben sich aus der Umrechnung der ausländischen Gesellschaften in die Konzernwährung. Umsatz, Ergebnis und Bilanzwerte dieser Firmen sind vom geltenden Umrechnungskurs abhängig. Bedingt durch die bedeutenden Investitionen in den USA, dem Hauptabsatzmarkt und Sitz wichtiger Fertigungsstätten, haben Änderungen des US-Dollars eine wesentliche Auswirkung auf die Konzernbilanz. Diesem Risiko wird durch die Fremdkapitalaufnahme in US-Dollar entgegen gewirkt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Wechselkursänderung des US-Dollars auf den Konzernabschluss. Für das Ergebnis wird ein Modell verwendet, welches auf den langfristigen Erlös- und Kostenstrukturen der Gruppe aufbaut, für das Eigenkapital werden die Umrechnung der Fremdwährungsgesellschaften sowie die Wertänderung bei der Absicherung einer Nettoinvestition herangezogen. Andere wesentliche Finanzinstrumente in Fremdwährungen bestehen nicht, weshalb sich daraus keine Risiken ergeben. Diese Modelle werden für alle ausgewiesenen Jahre unverändert angewendet.

in TEUR
Kursveränderung EURO zu US-Dollar
2008 2007
+10 Cent -10 Cent +10 Cent -10 Cent
Änderung Ergebnis vor Steuern -11.370 13.029 -8.548 9.893
Änderung Eigenkapital -9.829 11.328 -7.170 7.949

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus Schwankungen von Marktzinssätzen, die zu einer Wertänderung von Finanzinstrumenten und zinsbedingten Zahlungsströmen führen.

Der Großteil (ca. 76 %) der zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Darlehen wird fix verzinst und unterliegt daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der Marktwert dieser langfristigen Darlehen unterliegt demgemäß Schwankungen. Die fixe und variable Verzinsung und das daraus folgende Zinsrisiko sind aus Erläuterung 17 ersichtlich. Außer den Anleihen, Darlehen und Leasingverbindlichkeiten werden die übrigen Verbindlichkeiten nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Weiters reduziert sich das Zinsrisiko durch den Bestand an kurzfristigen verzinslichen Veranlagungen, welche vom Unternehmen ständig gehalten werden. Je nachdem, ob das Unternehmen einen Finanzmittelüberhang auf der Anlage- oder Aufnahmeseite hat, können Zinsrisiken daher sowohl aus einem Anstieg als auch einem Sinken der Zinssätze resultieren.

Die folgende Tabelle zeigt den Einfluss einer nach vernünftigem Ermessen möglichen Änderung der Zinssätze (Auswirkung auf den Zinsaufwand für variabel verzinste Bankverbindlichkeiten bzw. auf den Zinsertrag für variabel verzinsliche Bankguthaben) auf das Konzernergebnis vor Steuern (Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital entstehen nicht):

in TEUR 2008 2007
Veränderung in Basispunkten +10 +20 +10 +20
Änderung Ergebnis vor Steuern -13 -26 -23 -46

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht durch die Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner und die daraus resultierenden Vermögensverluste. Das maximale Ausfallsrisiko ergibt sich aus dem Buchwert der Forderungen.

Bei Forderungen gegenüber Kunden kann das Kreditrisiko als gering eingeschätzt werden, da mit allen bedeutenden Kunden langjährige, stabile und problemlose Geschäftsbeziehungen bestehen. Weiters wird die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft und werden die Außenstände regelmäßig überwacht. Für Ausfallsrisiken wird durch den Ansatz von Wertberichtigungen vorgesorgt.

Bei Darlehen an das Management von Tochtergesellschaften ist das Ausfallrisiko durch die Sicherstellung der erworbenen Anteile ausgeschaltet (siehe Erläuterung 10).

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten (Zahlungsmittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere) entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Finanzinstrumente. Das Kreditrisiko kann hier jedoch als gering betrachtet werden, da ausschließlich Banken mit hoher Bonität ausgewählt werden bzw. Wertpapiere nur von anerkannten Emittenten gehalten werden.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, ob jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufgebracht werden können.

Durch die hohe Ertrags- und Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens ist das Liquiditätsrisiko relativ gering. Neben der Gewinnung liquider Mittel durch das operative Geschäft erfolgen bedarfsbezogene externe Finanzierungen bei Banken. Durch die weltweite Streuung der Finanzierungsquellen ist keine nennenswerte Risikokonzentration gegeben.

Wichtigstes Instrument für die Liquiditätsteuerung ist die laufende Überwachung der Liquidität und Finanzplanung der operativen Einheiten durch das Konzernmanagement. Anhand der konsolidierten Meldungen wird der Finanzbedarf zentral gesteuert.

Die folgende Tabelle zeigt alle zum 31. Dezember vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich derivativer Finanzinstrumente. Für derivative Finanzinstrumente wird der Marktwert angegeben, während für die übrigen Verpflichtungen die nicht diskontierten Cashflows für die nächsten Geschäftsjahre angegeben werden:

31. Dezember 2008
in TEUR
jederzeit fällig 2009 2010 2011 2012 ff
Anleihen - 2.325 2.325 2.325 45.838
Bankverbindlichkeiten 29.416 - - - -
Langfristige Darlehen - 9.424 9.896 9.291 20.661
Leasingverbindlichkeiten - 477 477 477 575
Verbindlichkeiten aus L. & L. - 38.641 48 - -
sonstige Verbindlichkeiten - 20.664 - - -
derivative Instrumente - 1.095 6.956 - -
31. Dezember 2007
in TEUR
jederzeit fällig 2008 2009 2010 2011 ff
Bankverbindlichkeiten 44.096 - - - -
Langfristige Darlehen - 4.688 7.259 7.426 11.311
Verbindlichkeiten aus L. & L. - 39.863 172 - -
sonstige Verbindlichkeiten - 15.818 - - -
derivative Instrumente - 265 265 6.575 -

Sonstiges Finanzmarktrisiko

Als Risikovariablen können insbesondere Aktienkurse und Indizes genannt werden. Nachdem die vom Unternehmen gehaltenen zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere alle in 2007 abgegangenen sind, besteht aus diesem Titel kein wesentliches Risiko mehr.

L Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel des Unternehmens ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating sowie eine hohe Eigenkapitalquote aufrechterhält.

Für die Überwachung und Steuerung des Kapitals wird insbesondere das "Gearing-Ratio" (Nettoverschuldung in Prozent vom Eigenkapital) verwendet. Die Nettoverschuldung umfasst Anleihen, langfristige Darlehen, Bank- und Leasingverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagungen.

Im langjährigen Durchschnitt hält das Unternehmen einen Wert im Bereich von 40 bis 60 % als erstrebenswert. Das Gearing betrug zum 31. Dezember 2008 32,8 %, zum 31. Dezember 2007 26,6 %.

in TEUR 31. Dezember 2008 31. Dezember 2007
Bankverbindlichkeiten 27.880 41.871
Langfristige Darlehen 54.129 33.595
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1.730 0
Anleihen 39.787 0
- Zahlungsmittel und kurzfristige Veranlagung -49.348 -23.916
Nettoverschuldung 74.178 51.550
Summe Eigenkapital 226.216 194.105
Gearing 32,8 % 26,6 %

Daneben wird für die Aktionäre des Mutterunternehmens im langfristigen Durchschnitt eine Ausschüttungsquote von 30 bis 60 % angestrebt.

ERLÄUTERUNG 34 | Haftungsverhältnisse

Weder zum 31. Dezember 2008 noch zum 31. Dezember 2007 bestanden Haftungsverhältnisse seitens der Gesellschaft.

ERLÄUTERUNG 35 | Sonstige Verpflichtungen

Sonstige Verpflichtungen bestehen ausschließlich aus operativen Leasingverhältnissen und dem Bestellobligo für Investitionen in Sachanlagen (siehe Erläuterung 8).

ERLÄUTERUNG 36 | Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung der Gesellschaft zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Der Finanzmittelbestand entspricht den Zahlungsmitteln und kurzfristigen Veranlagungen in der Konzernbilanz und umfasst ausschließlich den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristig veräußerbare Veranlagungspapiere.

Innerhalb der Geldflussrechnung wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Geldflüsse aus ausländischen Bereichen wurden mit einem Durchschnitts-Wechselkurs berechnet.

Der Geldfluss aus der Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Bei dieser Berechnung wird vom Gewinn nach Ertragsteuern ausgegangen und dieser um unbare Aufwendungen und Erträge korrigiert. Dieses Ergebnis und die bilanziellen Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (ohne liquide Mittel) liefern den Cashflow aus der Geschäftstätigkeit.

Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit beinhalten Zuflüsse und Abflüsse aus Zinsein- und -auszahlungen und aus Ertragsteuern.

Die Dividendenzahlungen werden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

ERLÄUTERUNG 37 | Unternehmenszusammenschlüsse

Mit Erwerbsstichtag 1. Oktober 2008 wurden 100 % der Anteile an Techman Engineering Limited erworben, einem Unternehmen mit Sitz in Chesterfield (England). Diese Gesellschaft produziert Präzisionsteile und Werkzeuge für die Ölfeld-Service-Industrie und besitzt Erfahrung in der Verarbeitung von Composite-Werkstoffen.

Die Buchwerte unmittelbar vor dem Erwerbszeitpunkt und die beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt stellen sich für die identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wie folgt dar:

in TEUR Zeitwert Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte 11.712 0
Sachanlagevermögen 7.462 7.462
Vorräte 5.845 5.184
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.913 4.913
Sonstige Forderungen 215 215
Liquide Mittel 1.111 1.111
31.258 18.885
Darlehen und Bankverbindlichkeiten 4.017 4.017
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2.194 2.194
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.688 4.688
Sonstige Schulden 3.124 3.124
Passive latente Steuern 4.124 413
18.147 14.436
Nettovermögen 13.111 4.449
Firmenwert aus dem Erwerb 5.146
Gesamte Anschaffungskosten 18.257

Die gesamten Anschaffungskosten betrugen TEUR 18.257 und umfassten den Barkaufpreis von TEUR 17.765 (inklusive Nebenkosten) sowie die Abgabe von 11.414 Stück eigenen Aktien mit einem Kurswert zum 1. Oktober 2008 von TEUR 492.

Der Zahlungsmittelabfluss aus dem Unternehmenserwerb betrug:

Abfluss von Zahlungsmitteln TEUR -17.765
Mit dem Unternehmen erworbene Zahlungsmittel TEUR 1.111
TEUR -16.654

Das ausgewiesene Konzernergebnis wurde durch den Erwerb der Techman Engineering Limited um TEUR 1.239 reduziert. Wäre der Erwerb bereits zu Jahresbeginn erfolgt, wäre das Konzernergebnis um TEUR 1.159 und der Konzernumsatz um TEUR 12.429 höher.

Der Firmenwert in der Höhe von TEUR 5.146 umfasst den beizulegenden Zeitwert von erwarteten Synergien aus dem Erwerb. Zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung lagen noch nicht alle Informationen für eine endgültige Beurteilung der erworbenen Kundenbeziehungen vor, weshalb diese mit ihren vorläufig beizulegenden Zeitwerten angesetzt wurden. Eine endgültige Festlegung wird bis längstens Oktober 2009 vorliegen.

ERLÄUTERUNG 38 | Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:

2008 2007
Arbeiter 1.091 933
Angestellte 282 235
1.373 1.168

ERLÄUTERUNG 39 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

ERLÄUTERUNG 40 | Vorgeschlagene Dividende

Der Vorstand schlägt vor, pro Aktie den Aktionären eine Dividende von EUR 0,50 (Vorjahr: EUR 0,50) sowie eine Prämie von EUR 0,25 (Vorjahr: EUR 0,60), somit zusammen EUR 0,75 pro Aktie (nach EUR 1,10 im Jahr 2007) auszuschütten. Dies ergibt eine Ausschüttung von insgesamt MEUR 11,9 im Vergleich zu MEUR 17,5 im Vorjahr.

Angaben zu den Organen der Konzernleitung

Vorstand:

Ing. Gerald Grohmann (Vorsitzender) Mag. Franz Gritsch (Finanzvorstand)

Ausschüsse des Aufsichtsrates:

Nominierungs- und Vergütungsausschuss: Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Dr. Karl Schleinzer

Prüfungsausschuss:

Mag. Norbert Zimmermann Dr. Peter Pichler Karl Samstag

Aufsichtsrat:

Mag. Norbert Zimmermann (Vorsitzender) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2012

Dr. Peter Pichler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2012

Mag. Dipl. Ing. Helmut Langanger Erstbestellung: 2003 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2012

Karl Samstag Erstbestellung: 2005 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2012

Dr. Karl Schleinzer Erstbestellung: 1995 Ende der laufenden Funktionsperiode: 2012

Ternitz, 25. Februar 2009

Ing. Gerald Grohmann Mag. Franz Gritsch Vorstandsmitglieder

Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2008

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres die ihm laut Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in 4 Sitzungen und durch mehrere mündliche und schriftliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft auf dem Laufenden gehalten. Zur Behandlung spezifischer Fragen zum Jahresabschluss war ein Audit Committee (Prüfungsausschuss), zur Behandlung von Fragen zur Vergütung der Vorstandsmitglieder ein Remuneration Committee (Nominierungs- und Vergütungsausschuss) installiert.

Die Buchführung sowie den Jahresabschluss und den Lagebericht hat außerdem die SST Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Der konsolidierte Jahresabschluss und der Lagebericht für die SBO-Gruppe zum 31. Dezember 2008 wurden von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft. Diese Prüfung aufgrund der Bücher und Schriften der Gesellschaft sowie der vom Vorstand erteilten Aufklärungen und Nachweise hat ergeben, dass die Buchführung und der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Die Prüfungen haben keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben und es wurde daher der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Jahresabschluss der SBO AG wurde gemäß Österreichischem Handelsgesetzbuch und österreichischen Buchhaltungsrichtlinien erstellt; der Konzernabschluss wurde gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 10. März 2009 den vorgelegten Jahresabschluss 2008 und den Lagebericht des Vorstandes sowie den Vorschlag über die Verwendung des Jahresergebnisses 2008 gebilligt.

Ternitz, am 10. März 2009

Der Aufsichtsrat

Norbert Zimmermann (Vorsitzender)

Unternehmensinformationen

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG Hauptstraße 2, A-2630 Ternitz, Österreich

Tel.: (+43) 2630 315 100, Fax: (+43) 2630 315 501 E-Mail: [email protected]

BICO Drilling Tools Inc.

3040 Greens Road, Houston, Tx 77032, USA Tel.: (+1) 281 590 6966, Fax: (+1) 281 590 2280 E-Mail: [email protected]

BICO Faster Drilling Tools Inc. 2107 – 7th Street, Nisku, AB T9E 7Y3, Kanada Tel.: (+1) 780 955 5969, Fax: (+1) 780 955 4707 E-Mail: [email protected]

Darron Tool & Engineering Ltd.

West Bawtry Road, Rotherham S60 2XL, South Yorkshire, UK Tel.: (+44) 1709 722 643, Fax: (+44) 1709 722654 E-Mail: [email protected]

Godwin-SBO L.P.

28825 Katy-Brookshire Road, Katy, Tx 77494, USA Tel.: (+1) 281 371 5400, Fax: (+1) 281 371 5424 E-Mail: [email protected]

Knust-SBO Ltd.

3110 Dunvale, Houston, Tx 77063, USA Tel.: (+1) 713 785 1060, Fax: (+1) 713 953 4580 E-Mail: [email protected]

SB Darron Pte. Ltd. 14 Gul Street 3, Singapur 629268 Tel.: (+65) 6861 4302, Fax: (+65) 6861 4556 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Darron Ltd. Howe Moss Terrace, Kirkhill Industrial Estate, Dyce, Aberdeen AB21 0GR, UK Tel.: (+44) 1224 799 600, Fax: (+44) 1224 770 156 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co., Ltd.* Ho Chi Minh Stadt, Vietnam

Schoeller-Bleckmann Darron Ltd.

Industrial Zone, Panel XI, Nojabrsk, 629800, Yamala Nenetsky Autonomous, Region, Russische Föderation Tel.: (+7) 3496 344576, Fax: (+7) 3496 343062 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Energy Services L.L.C.

713 St. Etienne Road, P.O. Box 492, Lafayette, La 70518-0492, USA Tel.: (+1) 337 837 2030, Fax: (+1) 337 837 4460 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE P.O. Box 61327, Jebel Ali Free Zone, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate Tel.: (+971) 4883 4228, Fax: (+971) 4883 4022 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH Hauptstraße 2, A-2630 Ternitz, Österreich Tel.: (+43) 2630 315 0, Fax: (+43) 2630 315 401 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann Sales Co. L.P. 11525 Brittmoore Park Drive, Houston, Tx 77041, USA Tel.: (+1) 713 856 6500, Fax: (+1) 713 856 6565 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann de Mexico S.A. de C.V.

517-5 Calle C, Parque Industrial Almacentro, Apodaca, 66600 Monterrey, Nuevo Leon, Mexiko Tel.: (+52) 81 1344 3343, Fax: (+52) 81 1344 3346 E-Mail: [email protected]

Techman Engineering Ltd.

Techman House, Broombank Park, Chesterfield Trading Estate, Sheepbridge, S41 9RT Chesterfield, UK Tel.: (+44) 1246 261385, Fax: (+44) 1246 261385 E-Mail: [email protected]

Schoeller-Bleckmann do Brasil, Ltda.* Macae, Brasilien

Bestätigungsvermerk und Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft, Ternitz für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige erläuternde Angaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berück¬sichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, seies auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungs¬urteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzern zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 25. Februar 2009

Jahresabschluss der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Jahresabschluss 68
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz 88
۱
י
I
ļ
í
۱




Service Service
۱
Í
í
ı
l
Ξ Diligiliz Zulli Jiliz.Zubilg HAIGCAT
31.12.2008 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2007
EUR TEUR EUR TEUR
ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
Immaterielle Vermögensgegenstände
L,
I. Grundkapital 16.000.000,00 16.000
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abge- II. Kapitalrücklagen
leitete Lizenzen $\frac{8}{2}$
6.114.037
$\overline{5}$ 1. gebundene Kapitalrücklage 69.976.047,03 69.976
III. Gewinnrücklagen
Sachanlagen
Ξ
1. gesetzliche Rücklage 785.314,64 785
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten $\overline{c}$
13.667.532
12.232 2. Rücklage für eigene Anteile 2.625.459,60 $\circ$
davon Grundwert EUR 1.287.486,12 (2007: TEUR 1.287) 3. andere (freie) Rücklagen 14.158.435,62 18.828
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28
387.423
274 17.569.209,86 19.613
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.934,00 557
14.057.889,48 13.063 IV. Bilanzgewinn 15.721.370,75 22.591
davon Gewinnvortrag EUR 5.044.594,12 (2007: TEUR 763)
III. Finanzanlagen 119.266.627.64 128.180
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56
85.139.415
69.214
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 41.456.562,29 35.859 B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN
126.595.977,85 105.073 1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 44.289.42 $rac{50}{25}$
146.767.904.91 118.156
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Abfertigungen 557.137.00 379
UMLAUFVERMÖGEN 2. Steuerrückstellungen 1.379.608,47 3.715
3. sonstige Rückstellungen 1.095.879,00 1.347
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.032.624.47 5.441
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 99
24.834.197
39.558
2. sonstige Forderungen u. Vermögensgegenstände 3.693.468,22 3.619 D. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 40.000.000,00 $\circ$
28.527.666,21 43.177 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.454.754,14 28.625
II. Wertpapiere und Anteile 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 221.343,49 290
1. eigene Anteile 2.625.459,60 $\circ$ 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 660.884,00 $\overline{38}$
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.944.528,58 141
davon aus Steuern EUR 665.346,78 (2007: TEUR 4)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 18.704.021.02 1.432 davon im Rahmen der sozialen
49.857.146,83 44.609 Sicherheit EUR 303.760,60 (2007: TEUR 26)
74.281.510.21 29.094
196.625.051,74 162.765 196.625.051.74 162.765
1. Umsatzerlöse
5.004.698,50
3.845
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
43.515,75
242
794.525,70
b) übrige
244
838.041,45
3. Personalaufwand
$-107$
a) Löhne
-143.639,82
$-1.268$
b) Gehälter
-1.920.650,85
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Vorsorgekassen
$-125$
-184.369,82
$-107$
d) Aufwendungen für Altersvorsorge
$-315.369, 13$
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-253.316,53
-222
f) sonstige Sozialaufwendungen
$-436,55$
0
$-1.829$
$-2.817.782,70$
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
-913.808,65
$-425$
a) planmäßige Abschreibungen
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen
$-121.516.48$
-20
$-3.022$
b) übrige
-4.575.040,99
$-4.696.557,47$
$-3.042$
6. Zwischensumme Z 1 bis Z 5 (Betriebserfolg)
$-1.207$
$-2.585.408,87$
22.150
7. Erträge aus Beteiligungen
12.828.804,82
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 12.828.804,82 (2007: TEUR 22.150)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
3.458.519,19
3.453
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.458.007,31 (2007: TEUR 3.410)
1.471
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
2.396.130.98
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.388.503.85 (2007: TEUR 1.045)
6.407
615.154,59
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
und Wertpapieren des Umlaufvermögens
$-4.090$
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
$-5.814.118,69$
a) davon Abschreibungen EUR 5.814.118,69 (2007: TEUR 4.057)
b) davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR 3.769.952,02 (2007: TEUR 4.057)
davon Abschreibungen EUR 3.769.952,02 (2007: TEUR 4.057)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
$-2.845.112,99$
$-1.462$
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 1.875.00 (2007: TEUR 2)
10.639.377.90
27.929
13. Zwischensumme Z 7 bis Z 12 (Finanzerfolg)
26.722
8.053.969,03
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
$-5.901$
572.908,28
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
davon Ertrag aus Steuerumlagen EUR 6.947.360,61 (2007: TEUR 0)
20.821
8.626.877,31
16. Jahresüberschuß
17. Auflösung unversteuerter Rücklagen
5.732,65
a) Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
18. Auflösung von Gewinnrücklagen
2.044.166,67
a) Rücklage für eigene Anteile
1.000
0,00
b) andere (freie) Rücklagen
1.000
2.044.166,67
763
5.044.594,12
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
15.721.370,75
22.591
20. Bilanzgewinn
2008
EUR
2007
TEUR

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 2008

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft (SBO) wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches (§§ 189ff UGB) in der geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.

Für erkennbare Risiken und drohende Verluste, die aus dem vergangenen und früheren Geschäftsjahren resultieren und in der Zukunft schlagend werden könnten, wurden entsprechende Vorsorgen in die Bilanz eingestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die SBO erstellt einen Konzernabschluss gemäß § 245a UGB nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Der Konzernabschluss wird beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Wiener Neustadt hinterlegt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die beim Jahresabschluss 2007 angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Allfällige Ausweisänderungen sind bei den Erläuterungen zu den betreffenden Positionen angeführt.

Bei der Bewertung des Anlagevermögens wurde das Niederstwertprinzip eingehalten. Die vorgenommenen Abschreibungen tragen den verbrauchsbedingten und sonstigen Wertminderungen voll Rechnung. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert. Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisen-Geldkurs zum Bilanzstichtag oder zu niedrigeren Anschaffungskursen bewertet. Allen erkennbaren Einzelrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen.

Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Devisen-Geldkurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Rückzahlungsbetrag. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisen-Briefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Berechnung der Abfertigungsrückstellungen erfolgte mittels versicherungs-Die i mathematischem Verfahren gemäß IAS 19 (Methode der laufenden Einmalprämien). Hierzu wurden die folgenden Berechnungsannahmen verwendet: Zinssatz 5,75 % (Vorjahr: 5 %), Gehaltssteigerung 4,75 % (Vorjahr: 4 %) p. a., Pensionseintrittsalter gemäß den aktuellen gesetzlichen Regelungen.

Die Jubiläumsgeldrückstellungen wurden ebenfalls gemäß IAS 19 berechnet.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beiliegenden Anlagenspiegel dargestellt.

Das abnutzbare Anlagevermögen wird über folgende Nutzungsdauern planmäßig linear abgeschrieben:

- EDV-Software 4 Jahre
- Rechte 15 Jahre
- Gebäude und Grundstückseinrichtungen 10 bis 50 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 8 Jahre

In den immateriellen Vermögensgegenständen ist "Intellectual Property" (gewerbliche Schutz- und Musterrechte) enthalten, welches von einem verbundenen Unternehmen im Jahr 2008 erworben wurde (Buchwert per 31.12.2008 TEUR 6.103,8) und ab 2009 gegen Lizenzgebühr zur Nutzung überlassen wird.

Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen im wesentlichen Gebäude für Produktion und Verwaltung.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es folgende Bewegungen:

$\frac{1}{2}$ Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited
Zugang durch Kapitalzuführung
TEUR 12.658,2
$\Delta \sim 100$ BICO Drilling Tools Inc.
Zugang durch Kapitalzuführung
TEUR 3.475.4
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam LLC
Zugang durch Gründung
TEUR 1.112,0
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V.,
Teilwertabschreibung
TEUR - 1.320.0

Die Ausleihungen betrafen ausschließlich Konzerngesellschaften. Deren Fristigkeit stellt sich wie folgt dar:


in TEUR
$\leq$ 1 Jahr' -------- 1-5 Jahre > 5 Jahre Bilanzwert
12.2008 `4∟
25,710
.363,2
דחמי 706 .
9
18.267
---------------------------------------
14.885.0 35,859

Bei der Bewertung der Fremdwährungsausleihungen (USD und GBP) wurde vom Niederstwertprinzip Gebrauch gemacht.

Vom Zuschreibungswahlrecht gem. § 208 Abs. 2 UGB in Höhe von TEUR 1.500,6 wurde nicht Gebrauch gemacht. Die daraus resultierende steuerliche Belastung wäre TEUR 375,2.

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit stellt sich wie folgt dar:

31.12.2008 (in TEUR) RLZ < 1 Jahr RLZ > 1 Jahr Bilanzwert
Forderungen gegenüber verbunde-
nen Unternehmen
20.334.2 4.500,0 24.834.2
sonstige Forderungen 41.1 3.652,4 3.693, 5
Summe 20.375,3 8.152,4 28.527,7
31.12.2007 (in TEUR) $RLZ < 1$ Jahr RLZ > 1 Jahr Bilanzwert
Forderungen gegenüber verbunde-
Inen Unternehmen
36.557.7 3.000, 0 39.557.7
sonstige Forderungen 179.6 3.439.8 3.619,4
Summe 36.737,3 6.439,8 43.177,1

Die größten Positionen in den sonstigen Forderungen waren Darlehen an Mitarbeiter von Konzerngesellschaften (TEUR 3.632,6, Vorjahr: TEUR 3.420,0).

Erträge, welche nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, betrafen Zinsabgrenzungen für Darlehen (TEUR 40,5, Vorjahr: TEUR 15,2).

Eigene Anteile

Gemäß den Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 19. April 2007 bzw. 16. April 2008 wurden im Geschäftsjahr 2008 131.298 Stück eigene Aktien zu einem Preis von TEUR 5.114.2 erworben. 11.414 Stück wurden im Zuge eines Beteiligungserwerbs abgegeben. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 119.884 Stück eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0,75 % am Grundkapital, mit einem Buchwert von TEUR 2.625,5.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital von TEUR 16.000,0 besteht aus 16.000.000 auf Inhaber lautende Aktien zu je EUR 1,00.

In der Hauptversammlung am 23. März 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 8. April 2011 das Grundkapital um bis zu TEUR 5.000 durch die Ausgabe von neuen Aktien zu erhöhen.

In der Hauptversammlung vom 16. April 2008 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben, wobei der niedrigste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert EUR 1,00 und der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert EUR 100,00 beträgt.

Die gebundene Kapitalrücklage in der Höhe von TEUR 69.976,0 (Vorjahr: TEUR 69.976,0) resultiert aus dem Agio bei der Ausgabe junger Aktien in 1997 und in 2005.

Die gesetzliche Rücklage betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 785,3.

Die freie Rücklage betrug zum Bilanzstichtag TEUR 14.158,4 (Vorjahr: TEUR 18.828,1). Im Jahr 2008 erfolgte eine erfolgsneutrale Umwidmung in die Rücklage für eigene Anteile in der Höhe von TEUR 4.669,6.

Die Rücklage für eigene Anteile entspricht dem Buchwert der eigenen Aktien zum Bilanzstichtag in der Höhe von TEUR 2.625,5 (Vorjahr TEUR 0,0).

Im Jahr 2008 erfolgte eine Auflösung der Rücklage für eigene Anteile von TEUR 2.044,2.

Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 16. April 2008 wurden vom Bilanzgewinn 2007 TEUR 17.546,9 an die Aktionäre ausgeschüttet und die verbleibenden TEUR 5.044,6 auf neue Rechnung vorgetragen.

UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN

-----------------------------
-----------
lın
---------------------------------------
0007
.
.
una
- 22
$- - -$
arve deu.
eres.
.
_________
.

Die Auflösung der unversteuerten Rücklagen in Höhe von TEUR 5,7 (Vorjahr: TEUR 7,5) wurde über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt.

RÜCKSTELLUNGEN

In den übrigen Rückstellungen sind enthalten:

in TEUR 31.12.2008 31.12.2007
Jubiläumsgeldrückstellungen 40.3 35,5
Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube 231,6 151,4
sonstige Personalrückstellungen 628,0 338,5
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 101.0 66,0
Bilanzveröffentlichung 95,0 65,0
ausstehende Eingangsrechnungen 0.0 690,4
Summe 1.095,9 1.346,8

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf:

31.12.2008 (in TEUR) $<$ 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Bilanzwert
Anleihen 0,0 20.000,0 20.000,0 40.000,0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
5.598,7 23.149,9 706,2 29.454,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
173,0 48,3 0,0 221.3
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
660,9 0,0 0.0 660.9
sonstige Verbindlichkeiten 2.224,5 926,2 793.8 3.944.5
Summe 8,657,1 44.124,4 21.500,0 74.281,5
31.12.2007 (in TEUR) $<$ 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Bilanzwert
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
11.248,3 16.199,5 1.177,0 28.624,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
118,2 172,0 0.0 290,2
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
37.5 0.0 0,0 37,5
sonstige Verbindlichkeiten 141,2 0.0 0,0 141,2
Summe 11.545,2 16.371,5 1.177,0 29.093,7

Im Juni 2008 wurden zwei Anleihen im Gesamtnennbetrag von jeweils MEUR 20,0, eingeteilt in 800 untereinander gleichrangige auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen im Nennbetrag von je EUR 50.000 emittiert. Die Teilschuldverschreibungen werden zur Gänze durch zwei veränderbare Sammelurkunden verbrieft, die am Tag der Begebung bei der Oesterreichischen Kontrollbank Aktiengesellschaft, Wien, hinterlegt wurden. Einzelne Teilschuldverschreibungen oder Zinsscheine wurden nicht ausgegeben. Die Teilschuldverschreibungen werden bezogen auf ihren Nennbetrag bis zum Fälligkeitstag mit jährlich 5,75 % (Anleihe 2008-2013) bzw. 5,875 % (Anleihe 2008-2015) verzinst. Die Zinsen sind jeweils nachträglich am 18. Juni eines jeden Jahres zahlbar. Die Teilschuldverschreibungen werden am 18. Juni 2013 bzw. 18. Juni 2015 zum Nennbetrag von jeweils MEUR 20,0 zurückgezahlt. Die Anleihen sind in den Dritten Markt an der Wiener Börse unter den ISIN AT0000A09U32 bzw. AT0000A09U24 einbezogen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten betrafen TEUR 2.187,2 (Vorjahr: TEUR 140,5) Aufwendungen, die nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse bestanden in folgendem Ausmaß:

31.12.2008 31.12.2007
lin TEUR Gesamtbetrag davon fürl
verbundenel
Unternehmen
Gesamtbetrag davon für
verbundenel
Unternehmen
Haftungen für Kredite und
Kurssicherungen
38.341,8 38.341,8 38.670,8 38.670,8
Patronatserklärungen 558,0 558.0 726.91 726.9

FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Sachanlagen bestehen Mietverträge mit folgenden Verpflichtungen:

  • fällig innerhalb 1 Jahr: TEUR 3,6
  • fällig innerhalb der nächsten 5 Jahre: TEUR 0,0

Für Bestellungen zu Sachanlagen bestanden Verpflichtungen in der Höhe von TEUR 463,8 (Vorjahr: TEUR 666,5).

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

UMSATZERLÖSE

Die größten Posten sind:

lin TEUR 2008 2007
Verrechnete Holdingleistungen 2.832.0 2.304,2
Mieterträge 1.334.4 869.3
Verrechnete Konzernversicherung 838,5

Diese Erlöse wurden in früheren Jahren unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" ausgewiesen. Für Vergleichszwecke wurde der Ausweis für das Vorjahr angepasst.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die größten Posten sind:

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PERSONALAUFWAND

Im Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen" sind Leistungen an betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekassen in der Höhe von TEUR 5,7 (2007: TEUR 4,3) enthalten.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die größten Posten sind:

lin TEUR 2008 2007
Wertberichtigungen von Forderungen 1.671,3 ).O
Kursverluste 289.9 956.5
Versicherungen 297.3 377.9
Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten 218.8 216,3

Darüber hinaus sind Spesen des Geldverkehrs, EDV-Aufwand sowie sonstige Verwaltungsund Vertriebsaufwendungen unter dieser Position verbucht.

BETEILIGUNGSERGEBNIS

Die Erträge aus Beteiligungen des Jahres 2008 betreffen überwiegend die Ausschüttung aus 2008 von der Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH.

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG hat die Möglichkeit der Bildung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG genutzt. Gruppenmitglieder sind: Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MEX (ab 2005),

Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH, Ternitz (ab 2008).

Die aktive Steuerlatenz beträgt TEUR 326,5 (Vorjahr: TEUR 1.083,6). Sie wurde gemäß § 198 Abs. 10 UGB nicht in der Bilanz ausgewiesen.

Der auf das Jahr 2008 entfallende Steueraufwand für die gesamte Unternehmensgruppe beträgt TEUR 5.972,0, TEUR 76,8 entfallen auf Steuern für Vorjahre, TEUR 325,7 auf sonstige Steuern. Für das Jahr 2008 wurde eine Steuerumlage von TEUR 6.947,4 an das inländische Gruppenmitglied verrechnet.

BILANZGEWINN

Das Geschäftsjahr 2008 schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 8.626.877,31. Nach Berücksichtigung der Rücklagenbewegungen sowie zuzüglich des Gewinnvortrags aus 2007 ergibt sich ein Bilanzgewinn von EUR 15.721.370,75

Der Vorstand schlägt vor, an die dividendenberechtigten Aktien eine Dividende von 75 EUROCENT je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Die Gesellschaft hat einen Devisen- bzw. Zinsswap mit einer Laufzeit bis 2010 abgeschlossen, wobei ein Betrag von TEUR 8.000,0 zu einem Zinssatz von 3,55 % mit einem Betrag von TUSD 9.176,0 zu einem Zinssatz von 4,12 % getauscht wurde.

Der Marktwert per 31.12.2008 betrug TEUR 1.290,8 (Vorjahr: TEUR 1.558,0).

Anteil in Prozent
Direkt Indirekt
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH, Ternitz 100,00
Schoeller-Bleckmann Drilling- and Production Equipment GmbH, Ternitz 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Investment GmbH, Ternitz 100,00
Schoeller-Bleckmann America Inc., Wilmington, USA 100,00
B. K. G. P. Inc., Wilmington, USA 100,00
B. K. L. P. Inc., Wilmington, USA 100,00
ACCUDRILL L. P., Houston, USA 100,00
Bafco Investment Inc., Warminster, USA 100,00
GODWIN-SBO L. P., Houston, USA 100,00
KNUST-SBO Ltd., Houston, USA 100,00
Schoeller-Bleckmann Energy Services LLC, Lafayette, USA 85,00
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L. P., Houston, USA 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited, Rotherham, GB 100,00
Darron Tool & Engineering Limited, Rotherham, GB 93,03
Darron Oil Tools Limited, Rotherham, GB 100,00
Schoeller-Bleckmann Darron Ltd., Aberdeen, GB 91,65
Techman Engineering Limited, Chesterfield, GB 100,00
BICO Drilling Tools Inc., Houston, USA 85,00
BICO-FASTER Drilling Tools Inc., Nisku, CDN 85,00
Schoeller-Bleckmann de Venezuela C. A., Anaco, RV 100,00
SB Darron Pte Ltd., Singapore 100,00
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V., Monterrey, MEX 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East FZE, Dubai, VAE 100,00
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam Co. Ltd., Binh Duong, VN 100,00
Ergebnis Eigenkapital
in TEUR Jahr 2008 31.12.2008
Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH, Ternitz 19.881,4 30.551,4
Schoeller-Bleckmann Drilling- and Production Equipment
GmbH, Ternitz
0,3 90,4
Schoeller-Bleckmann Oilfield Investment GmbH, Ternitz 26,2 96,6
Schoeller-Bleckmann America Inc., Wilmington, USA $-1.512,2$ 2.958,2
B. K. G. P. Inc., Wilmington, USA 71,2 442,9
B. K. L. P. Inc., Wilmington, USA 5.911,5 25.722,8
ACCUDRILL L. P., Houston, USA 107,3 879,9
Bafco Investment Inc., Warminster, USA $-0,2$ 0,2
GODWIN-SBO L. P., Houston, USA 9.839,3 50.851,1
KNUST-SBO Ltd., Houston, USA 21.691,4 55.506,0
Schoeller-Bleckmann Energy Services LLC, Lafayette,
USA
1.822,7 6.765,2
Schoeller-Bleckmann Sales Co. L. P., Houston, USA 4.957,7 6.272,6
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (UK) Limited,
Rotherham, GB
9.793,1 29.550,0
Darron Tool & Engineering Limited, Rotherham, GB 3.479,9 10.407,5
Darron Oil Tools Limited, Rotherham, GB 0,0 0,0
Schoeller-Bleckmann Darron Ltd., Aberdeen, GB 6.581,8 11.533,5
Techman Engineering Limited, Chesterfield, GB $-111,2$ 3.604,8
BICO Drilling Tools Inc., Houston, USA 6.447,8 28.736,5
BICO-FASTER Drilling Tools Inc., Nisku, CDN 1.251,8 6.427,5
Schoeller-Bleckmann de Venezuela C. A., Anaco, RV $-324,9$ 292,6
SB Darron Pte Ltd., Singapore 1.628,9 5.491,8
Schoeller-Bleckmann de Mexico S. A. de C. V.,
Monterrey, Mexiko
$-614,5$ 2.719,9
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Middle East
FZE, Dubai, VAE
1.304,5 4.321,1
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Vietnam
Co. Ltd., Binh Duong, VN
0,0 1.064,6
2008 2007
Gehaltsempfänger
Lohnempfänger
Summe Mitarbeiter

Zum 31.12.2008 betrug der Personalstand 19 Mitarbeiter: 12 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger (Vorjahr: 20 Mitarbeiter, 13 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger).

Im Geschäftsjahr 2008 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder in Summe eine Vergütung von TEUR 88,5.

Zu den übrigen Angaben gem. § 239 Abs. 1, Z. 3 und 4 UGB wird von der Bestimmung gem. § 241 Abs. 4 UGB Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat:

Mag. NORBERT ZIMMERMANN Vorsitzender seit 10.04.1995

Dr. PETER PICHLER Mitglied seit 10.04.1995, stellvertretender Vorsitzender seit 29.04.2003

Mag. DI HELMUT LANGANGER Mitglied seit 29.04.2003

KARL SAMSTAG Mitglied seit 24.10.2005

Dr. KARL SCHLEINZER Mitglied seit 24.05.1995

Vorstand:

Ing. GERALD GROHMANN seit 03.10.2001

Mag. FRANZ GRITSCH seit 01.12.1997

Ternitz, am 23. Februar 2009

SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft

Der Vorstand Ing. GERAND GROHMANN Mag. FRA NZ GRITSCH

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft

LAGEBERICHT

für das Geschäftsjahr 2008

1) Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment Aktiengesellschaft (SBO) fungiert als konzernleitende Holdinggesellschaft zur Steuerung und Beratung der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.

Bei den von SBO ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um konzerninterne Leistungen sowie um Erlöse aus der Vermietung von Grund- und Gebäudeflächen in Ternitz.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wegen ihrer Holdingfunktion haben die finanziellen Kennzahlen der SBO keine Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des SBO-Konzerns ist deshalb nur anhand des Konzernabschlusses möglich.

Die Umsatzerlöse stiegen von MEUR 3,8 auf MEUR 5,0.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 2008 MEUR 8,1 (2007: MEUR 26,7) Es war wesentlich gekennzeichnet durch Erträge aus Beteiligungen in Höhe von MEUR 12,8 (2007: MEUR 22,1). Es handelt sich hierbei vor allem um die Ausschüttung von der Schoeller-Bleckmann Oilfield Technology GmbH, Ternitz.

Die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen betrugen 2008 MEUR 8,0 (2007: MEUR 9,8). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen wurde von einem verbundenen Unternehmen "Intellectual Property" um MEUR 6,3 zur weltweiten Vermarktung erworben. Bei den Zugängen im Sachanlagevermögen handelt es sich im Wesentlichen um Gebäude für Produktion und Verwaltung.

Die Zugänge zu Finanzanlagen betrugen MEUR 28,0 (2007: MEUR 0,8) und betrafen mit MEUR 17,2 Anteile an verbundenen Unternehmen und mit MEUR 10,8 Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die Abgänge bei Finanzanlagen betrugen MEUR 3,6. Es waren dies planmäßige Tilgungen von Ausleihungen an verbundene Unternehmen.

Die Bilanzsumme erhöhte sich 2008 auf MEUR 196,6 (2007: MEUR 162,8).

Die Eigenkapitalquote betrug 60,7% (2007: 78,8%).

Das langfristig gebundene Vermögen (überwiegend Finanzanlagen) betrug 74,6% der Bilanzsumme (2007: 72,6 %).

Der Personalstand der SBO zum 31.12.2008 betrug 19 Mitarbeiter (12 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger), verglichen mit einem Personalstand zum 31.12.2007 von 20 Mitarbeitern (13 Gehaltsempfänger und 7 Lohnempfänger).

Es bestehen keine Zweigniederlassungen der SBO.

Marktumfeld

Das Geschäftsjahr 2008 war für die Oilfield Service-Industrie wie in den vorangegangenen Jahren grundsätzlich von einer Fortsetzung der intensiven Explorations- und
Produktionstätigkeit der nationalen und internationalen Ölgesellschaften gekennzeichnet. Ausschlaggebend dafür war der kontinuierlich steigende Welt-Energiebedarf, der insbesondere durch die boomenden Volkswirtschaften der Emerging Markets ausgelöst wurde und zumindest bis ins 2. Quartal 2008 anhielt.

Ab Jahresmitte 2008 verschärfte sich die von den USA ausgehende Kredit- und Finanzkrise zusehends.

Die Turbulenzen an den internationalen Wertpapier- und Rohstoffbörsen spiegeln sich deutlich im Verlauf des Ölpreises wider: Anfang Jänner startete der Ölpreis (WTI) bei USD 99,63 pro Barrel, erreichte im Juli sein Jahreshoch mit USD 145,46. Anschließend erfolgte die Gegenbewegung, bis Ende Dezember das Jahrestief von USD 30,81 pro Barrel erreicht wurde.

Auch der Ölverbrauch zeigte eine volatile Entwicklung. Bereits im zweiten Quartal des Jahres 2008 ging die Ölnachfrage kontinuierlich zurück. Besonders der Verbrauch von Rohölprodukten in Nordamerika entwickelte sich stetig im Jahresverlauf 2008 deutlich rückläufig.1 Eine Konsequenz dieser Entwicklung war das Anwachsen der Rohöl-Lager, was maßgeblich den Rückgang des Ölpreises auslöste.

Die Explorations- und Produktionsaktivtäten (E&P) der großen nationalen und internationalen Ölgesellschaften blieben den überwiegenden Teil des Jahres 2008 noch auf einen Anstieg des weltweiten Energieverbrauches ausgerichtet. Der Aufwärtstrend des Ölpreises bis zu seinem All-Time-High zu Jahresmitte ermöglichte steigende E&P Investitionsaufwendungen. Folglich war die Auftragslage für die Oilfield Service-Industrie 2008 von einer starken Nachfrage gekennzeichnet. Der durchschnittliche Rigcount 2008 auf weltweiter Basis (ein Parameter für die Aktivitäten im Bereich E&P) betrug 3.336 nach 3.116 Einheiten im Jahr 20072. Insbesondere haben die Aktivitäten im technologisch anspruchsvollen E&P Bereich (Richtbohren, Off-Shore Bohrungen) zu einer starken Nachfrage nach High-Tech-Komponenten geführt.

Geschäftsentwicklung

Die SBO-Gruppe konnte die gute Branchenkonjunktur im Geschäftsjahr 2008 optimal nutzen. der Produktionskapazitäten als Folge des strategischen Ausweitung Die i Rekordwerte den wichtigsten neue bei Investitionsprogramms ermöglichte betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Der Auftragseingang des Geschäftsjahres 2008 betrug MEUR 367,3 und lag damit um rund 8 % über dem Wert des Geschäftsjahres 2007. Die gute Orderlage verteilte sich bis weit ins vierte Quartal hinein gleichermaßen über alle Segmente. Gegen Jahresende waren gegenüber den Vorquartalen erste Anzeichen einer gewissen Zurückhaltung bei den Bestelleingängen erkennbar.

World Oil Demand, International Energy Agency, Dezember 2008

&lt;sup>2 Baker Hughes: Rig Count (worldwide)

Der Auftragsstand zu Jahresende 2008 betrug MEUR 214,0 (nach MEUR 248,8 zu Jahresende 2007). Der Rückgang widerspiegelt die auf Grund der höheren Kapazitäten wieder normalisierten Durchlaufzeiten, aber auch eine Verlangsamung des Auftragseinganges im 4. Quartal. Alle Produktionskapazitäten waren 2008 voll ausgelastet, der anhaltend hohe Auftragseingang konnte durch Mehrschichtbetrieb und Überstunden bewältigt werden.

Kostenseitig musste ein weiterer Anstieg der Personalkosten verkraftet werden. Dagegen waren im Jahresverlauf entsprechend der Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten Preisrückgänge bei Legierungsmetallen feststellbar.

Bei den Verkaufspreisen machte sich im Jahresverlauf 2008 zunehmender Druck seitens der Kunden bemerkbar. Hinzu kam auch vermehrter Wettbewerb als Folge von Kapazitätserweiterungen in der gesamten Oilfield Service-Industrie.

Service & Supply Shops mit guten Ergebnissen

Im Segment Ölfeldausrüstungen und Service betreibt Schoeller-Bleckmann ein weltweites Netz von Service & Supply Shops, die vor allem in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008 sehr stark ausgelastet waren. Der Standort Russland wurde ausgebaut, die zuvor angemietete Liegenschaft angekauft. Nach dem Boom der letzten Jahre war ab dem dritten Quartal in diesem Geschäftsfeld erstmals eine leichte Abkühlung feststellbar, was aber auf die insgesamt gute Ergebnislage dieses Segments noch keinen Einfluss hatte.

Wieder sehr guter Geschäftsverlauf bei Bohrmotoren

Das Geschäftsfeld Bohrmotoren der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment ist in der nordamerikanischen Tochtergesellschaft BICO Drilling Tools Inc. (BICO) gebündelt. Das Hauptgeschäft von BICO ist das Verleasen von Bohrmotoren. Im Geschäftsjahr 2008 konnte infolge der hohen Marktakzeptanz des Hochleistungs-Bohrmotors "Spiro Star" und durch den Ausbau der Motorenflotte Marktanteile dazu gewonnen werden.

Ausbau Standort Ternitz im Vordergrund

Das mehrjährige Investitionsprogramm fand 2008 mit dem Abschluss der Erweiterungen am Standort Ternitz seinen vorläufigen Höhepunkt. Durch den Bau einer neuen Produktionsstätte konnte der Maschinenpark für die Herstellung von Hochpräzisionsteilen (MWD/LWD) im Jahresverlauf 2008 sukzessive erweitert werden. Voraussetzung für die optimale Nutzung dieser Kapazitäten war die bereits 2007 in Betrieb genommene neue Langschmiedeanlage, welche Vormaterialien für großvolumige MWD/LWD-Komponenten erzeugt. Das starke Wachstum des Unternehmens machte auch den Bau eines zeitgemäßen Verwaltungsgebäudes für den Sitz der Konzernholding notwendig.

Um der starken Nachfrage gerecht zu werden, wurde der Maschinenpark auch an den Standorten in Nordamerika kontinuierlich erweitert.

Insgesamt betrug der Zugang zu den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2008 MEUR 45,8 (nach MEUR 66,0 im Jahr zuvor). Davon entfielen auf den österreichischen Standort Ternitz MEUR 14,6 (nach MEUR 34,3), auf die nordamerikanischen Standorte (inkl. Mexiko) MEUR 21.1 (nach MEUR 26.4), der Rest verteilte sich auf die übrigen Standorte der Gruppe.

Akquisition Techman

Mit Stichtag 1. Oktober 2008 wurde das britische Oilfield-Serviceunternehmen Techman Engineering Ltd./Chesterfield (GB) zu 100 % übernommen. Techman produziert Präzisionsteile (Collars) und Tools für die Oilfield Service-Industrie und erwirtschaftete zuletzt mit rund 70 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 13,5 Mio GBP. Verkäufer waren die bisherigen privaten Eigentümer des Unternehmens.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

2) Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ausblick

Die weltwirtschaftliche Lage hat sich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2009 deutlich verschlechtert. Ausmaß und Tiefe der Krise sind aus heutiger Sicht schwer abzuschätzen

Der Rückgang des Ölpreises hat die Mehrzahl der nationalen und internationalen Ölgesellschaften trotz ihrer guten Ertragslage 2008 zu einem Überdenken der kurzfristigen Investitionen in Exploration und Produktion veranlasst. So wird auf weltweiter Basis für 2009 mit einem Rückgang der E&P-Ausgaben von rund 8 % gegenüber 2008 gerechnet3. Der stärkste Rückgang wird - jedoch als unmittelbare Folge der Kreditkrise - für Nordamerika erwartet.

Insgesamt ist für 2009 für die Oilfield Service-Industrie auf Grund dieser Vorgaben mit einer gegenüber 2008 deutlich schwächeren Branchenkonjunktur zu rechnen.

Da Ausmaß und Dauer der weltwirtschaftlichen Krise derzeit nicht vorhersehbar sind, ist jede Prognose für den Geschäftsverlauf 2009 der SBO-Gruppe mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die größten makroökonomischen Einflussfaktoren auf den Ergebnisverlauf 2009 werden neben dem unerfreulichen Konjunkturverlauf die Entwicklung des Ölmarktes in Bezug auf Preise und Absatzmengen sowie der Euro-US-Dollar Wechselkurs sein. Branchenspezifisch ist 2009 mit zunehmendem Wettbewerb und steigendem Preisdruck, aber auch mit Bestellrückgängen zu rechnen.

Sollte sich das weltweite Rezessionsszenario im Jahresverlauf weiter beschleunigen, ist ein Durchschlagen dieser Entwicklung auf die SBO-Gruppe und damit ein Umsatz- und Ergebnisrückgang unvermeidlich. Die SBO-Gruppe ist auch für diesen Fall gerüstet. Mit einer aktuellen Eigenkapitalquote von 51 % der Bilanzsumme und einer Nettoverschuldung von MEUR 74,2 ist der Konzern solide finanziert. Die gute Liquidität in Verbindung mit abgesicherten Kreditrahmen sichern dem SBO-Konzern einen entsprechenden Handlungsspielraum.

Dieser ermöglicht es uns auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten Marktchancen offensiv wahrzunehmen.

$3$ Credit Suisse: Oilfield Services in 2009

Risikomanagement

SBO fungiert als strategische Managementholding für ihre Tochtergesellschaften. Ein wesentliches Aufgabengebiet der Holding ist, sich mit den strategischen und operativen Risken auseinander zu setzen und rechtzeitig Maßnahmen zur Optimierung dieser Risken zu setzen. Ein konzernweites Reportingsystem unterstützt den Vorstand der SBO beim laufenden Monitoring des operativen Geschäftes und damit der Einschätzung operativer Risken der Tochtergesellschaften. Die strategischen Risken werden in Zusammenhang mit der jährlichen Erstellung der Mittelfristplanung zwischen dem Vorstand der SBO und den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften erörtert und bewertet.

Finanzinstrumente

Die Ausleihungen wurden nur an verbundene Unternehmungen gewährt und sind fix Diese lauten auf USD bzw. GBP und unterliegen daher verzinst. Fremdwährungsschwankungen. Ebenso besteht der Großteil der Sonstigen Forderungen aus langfristigen verzinslichen Forderungen in USD und GBP.

Die liquiden Mittel bestehen aus Guthaben bei österreichischen Banken.

Der Großteil der zum Bilanzstichtag bestehenden langfristigen Bankverbindlichkeiten wird fix verzinst und unterliegt daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Zur langfristigen Finanzierung des Wachstums und zur Optimierung der Fremdkapitalkosten emittierte Schoeller-Bleckmann im Juni 2008 eine in zwei Tranchen geteilte Unternehmensanleihe im Volumen von MEUR 40. Der Kupon für die erste Tranche beträgt 5,75 % bei einer Laufzeit von fünf Jahren, für die zweite Tranche 5,875 % bei einer Laufzeit von sieben Jahren. Das Angebot richtete sich ausschließlich an institutionelle Anleger und war mehrfach überzeichnet. Die Anleiheemission konnte noch vor Einsetzen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten erfolgreich abgeschlossen werden.

3) Forschung und Entwicklung

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment hat seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten weitestgehend in die operativen Geschäftseinheiten integriert. Diese Struktur hat sich in den vergangenen Jahren bestens bewährt und sichert bei optimalem Mitteleinsatz eine kundenund marktnahe Entwicklungsarbeit mit hoher Erfolgsquote.

Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten waren im Segment MWD/LWD Prototypenfertigungen in enger Zusammenarbeit mit den Kunden der SBO. Bei BICO Drilling Tools Inc. wurden die Testläufe für einen neuartigen, richtungssteuerbaren Bohrmotor weiter geführt.

4) Berichterstattung gem. § 243a UGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt MEUR 16,0 und ist zerlegt in 16 Mio. Stück Nennbetragsaktien zum Nennbetrag von je EUR 1,-. In der Hauptversammlung am 23. März 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital um bis zu MEUR 5,0 durch die Ausgabe von neuen Aktien zu erhöhen. Diese Ermächtigung läuft bis zum 8. April 2011.

Im Jahr 2008 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 16. April 2008 wurde der Vorstand für die Dauer von 30 Monaten ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft bis zu maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben, wobei der niedrigste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert EUR 1,00 und der höchste beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert EUR 100,00 beträgt.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden 131.298 Stück eigene Aktien zu einem Preis von MEUR 5,1 erworben. 11.414 Stück wurden im Zuge eines Beteiligungserwerbs abgegeben. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 119.884 Stück eigene Aktien, dies entspricht einem Anteil von 0.75 % am Grundkapital, mit einem Buchwert von MEUR 2,6.

Zum 31.12.2008 hält die Berndorf Industrieholding AG, Berndorf, rund 31% vom Grundkapital.

Ternitz, 23. Februar 2009

SCHOELLER BLECKMANN OILFIELD EQUIPMENT Aktiengesellschaft Der Vorstand Ing. Getald Grohmann Mag. F ∤an്≵Gritsch

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der SCHOELLER-BLECKMANN OILFIELD Finanzlage der Vermögensund EQUIPMENT Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, 23. Februar 2009

SST Schwarz & Schmid Wirtschaftsprüfungsges.m.b.H. Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

idee Mag. Hans Schwarz

(Wirtschaftsprüfer und Steuerberater)

Dr

(Wirtschaftsprüfer und Steuerberater)

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