Annual Report • Oct 31, 2024
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Download Source FileSchloss Wachenheim AG ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DER SCHLOSS WACHENHEIM AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 VORBEMERKUNG Der Konzernlagebericht der Schloss Wachenheim-Gruppe, bestehend aus der Schloss Wachenheim AG – als Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim-Konzerns – und ihren konsolidierten Tochtergesellschaf- ten, wurde mit dem Lagebericht der Schloss Wachenheim AG für das Geschäftsjahr 2023/24 zusammen- gefasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB). Konzernstruktur zum 30. Juni 2024 GRUNDLAGEN DER SCHLOSS WACHENHEIM AG UND DES KONZERNS Geschäftsmodell Seit mehr als 130 Jahren steht „Schloss Wachenheim“ für Sektherstellung hoher Qualität. 1888 als „Deut- sche Schaumweinfabrik in Wachenheim“ gegründet und 1996 mit der Sektkellerei Faber, Trier, verschmol- zen, entwickelte sich die Schloss Wachenheim AG in den letzten 25 Jahren mit Konzerngesellschaften in Frankreich, Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei sowie in Großbritannien zu einem der bedeutends- ten Schaumwein- und Perlweinhersteller Europas und der Welt. Damit einher ging auch eine deutliche Verbreiterung des Produktportfolios der Unternehmensgruppe, das heute neben Sekt, Schaumwein und Perlwein auch Wein, entalkoholisierte Sparklings und Weine, Wermut, Cider, Spirituosen sowie andere weinhaltige Getränke umfasst und damit ein großes Spektrum alkoholhal- tiger und alkoholfreier Produkte auf Weinbasis abdeckt. Darüber hinaus werden auch Kinderpartygetränke hergestellt und vertrieben. Der Schloss Wachenheim-Konzern ist in die drei operativen Teilkonzerne Deutschland, Frankreich und Ost- mitteleuropa gegliedert. Auf dieser Struktur basiert auch die Gliederung unserer Finanzberichterstattung. Daneben wird über das nicht operativ genutzte Immobilienvermögen im Segment Übrige Aktivitäten berich- tet. Dieses umfasst zurzeit ein bebautes Grundstück in Rumänien. In Deutschland ist die Schloss Wachenheim AG, Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim-Konzerns, entsprechend ihrer Tradition vornehmlich Hersteller und Vertreiber von Sekt, Schaumweinen sowie Perlwei- nen und unterhält drei Produktionsstandorte: • Die Kellerei in Trier mit einem jährlichen Produktionsvolumen von bis zu 100 Mio. Flaschen ver- schiedener Größen gilt dabei als einer der modernsten Betriebe der Branche im europäischen Raum und weltweit. • Das Sektschloss Wachenheim an der Weinstraße verfügt über eine der landesweit größten und modernsten Produktionskapazitäten im Bereich der traditionellen Flaschengärung. • Die Hanse Sektkellerei Wismar, nördlichste Sektkellerei Deutschlands, ist ein „Manufakturbetrieb“, in dem jährlich nur kleine Mengen Sekt für den Vertrieb in der Region Mecklenburg-Vorpommern produziert werden, der aber jährlich von bis zu 20.000 Besuchern aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland frequentiert wird. Eine weitere Niederlassung besteht in Haar bei München. Die bedeutendsten Sektmarken des deutschen Teilkonzerns sind Faber, Schloss Wachenheim, Nymphen- burg Sekt, Schweriner Burggarten, Feist, Schloss Böchingen und Schwansee. Weitere wichtige nationale Marken in Deutschland sind Light Live (alkoholfreie Sparklings und Weine), Bar Royal, Rebling, Kleine Re- blaus, Blû Prosecco sowie Robby Bubble, das Kinderpartygetränk. Daneben gehört auch die Marke Eisberg in Großbritannien (alkoholfreie Sparklings und Weine) zum Markenportfolio des deutschen Teilkonzerns. Der Vertrieb im Inland erfolgt überwiegend über den Lebensmittelhandel. Daneben werden die Produkte des Unternehmens in rund 30 Länder exportiert; die Distribution erfolgt dort in der Regel über lokale Ver- triebspartner bzw. Handelsvertreter. Zu den wichtigsten Exportländern gehören Großbritannien, die Schweiz, Portugal sowie die Benelux-Länder. Zum weiteren Ausbau unserer Aktivitäten in Großbritannien, einem der Fokus-Märkte unserer Export-Strategie, haben wir im Juni 2022 die SW Wines Europe Ltd., Lon- don, gegründet, die organisatorisch als Teil des deutschen Teilkonzerns geführt wird. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit im deutschen Teilkonzern ist der Weinfachhandel. Da- bei zählen wir mit der Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt, der Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen, und der GW Weintrend GmbH, Trier, zu den führenden Weinfachhändlern in Deutschland. Mit insgesamt 34 Weinfachgeschäften sind wir im gesamten Bundesgebiet vertreten. Weiterhin betreiben wir drei Online-Shops und vertreiben unsere Produkte auch im B2B-Bereich, insbesondere über Systempart- nerschaften sowie an Gastronomie und Fachhandel. Gemessen an den Umsatzerlösen repräsentiert der Weinfachhandelsbereich mehr als 20 % des Geschäftsvolumens des deutschen Teilkonzerns. Darüber hinaus verfügt unser traditionsreiches Weingut Reichsgraf von Kesselstatt, Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V. (VDP), über eine außergewöhnliche Bandbreite an Spit- zenlagen an Mosel, Saar und Ruwer und produziert Weine, die auf Augenhöhe mit den Besten ihrer Prove- nienz stehen. Der französische Teilkonzern mit der Compagnie Française des Grands Vins (CFGV) ist mit zwei Kellereien der bedeutendste Anbieter von Schaumwein in Frankreich: • Die Kellerei in Tournan-en-Brie nahe Paris ist auf die Schaumweinproduktion nach der Charmat- Methode spezialisiert und verfügt derzeit über eine Produktionskapazität von bis zu 60 Mio. Fla- schen pro Jahr. • In der Kellerei „Maison Veuve Amiot“ in Saumur an der Loire, einer Tochtergesellschaft der CFGV, werden jährlich rund 4 Mio. Flaschen an Spitzenprodukten im traditionellen Flaschengärverfahren produziert. Die Historie dieses Hauses reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Bis zum Jahresende 2023 wurden darüber hinaus am Standort Wissembourg im Elsass Schaumweine so- wie eine Vielzahl anderer weinhaltiger Getränke in verschiedenen Flaschengrößen produziert. Zur weitge- henden Konzentration der Schaumwein-Produktion auf den Standort Tournan-en-Brie werden die Produkti- onskapazitäten des Standorts Wissembourg bis zum Spätherbst 2024 dorthin verlagert. Grund für diese Neustrukturierung sind rückläufige Absatzvolumina im französischen Teilkonzern in den letzten Geschäfts- jahren, aber auch die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit vor dem Hintergrund deutlich gestiegener Preise für Rohstoffe, Personal und Energieträger. Einzelne Verwaltungsfunktionen sowie der Direktverkauf befin- den sich jedoch nach wie vor in Wissembourg. Im Teilkonzern Frankreich werden als wichtigste Marken Charles Volner, Muscador, Opéra, Veuve Amiot, Cavalier, Grand Impérial sowie Pol Clément vertrieben. Die Distribution erfolgt auch hier überwiegend über den Lebensmittelhandel. Daneben werden Vins Mousseux zurzeit in rund 60 Länder exportiert; die bedeu- tendsten Exportmärkte sind Russland, Japan, die USA sowie zahlreiche Länder Afrikas. Die AMBRA S.A., Muttergesellschaft unseres Teilkonzerns Ostmitteleuropa, hat ihren Sitz in Warschau und ist an der dortigen Börse notiert. Sie gehört mit ihren Tochtergesellschaften zu den führenden Anbietern der Wein- und Schaumweinbranche in Ostmitteleuropa. Dabei hat die Vermarktung von Weinen aus der ganzen Welt mit einem Umsatzanteil von nahezu 50 % das im Vergleich zu den anderen Teilkonzernen größte Gewicht. Die AMBRA S.A. ist außerdem ein bedeutender Anbieter von Wermut und Premium-Spiri- tuosen. Im Bereich Kinderpartygetränke ist die AMBRA S.A. mit ihrer traditionsreichen Marke Piccolo in Polen ebenso Marktführer wie die Schloss Wachenheim AG mit Robby Bubble in Deutschland. Weitere wichtige Produktkategorien sind Schaumweine, Cider sowie alkoholfreie Sparklings und Weine. In Rumänien gehört die Zarea S.A., eine Tochtergesellschaft der AMBRA S.A., zu den führenden Anbietern von Schaumwein und Wein. Unsere absatzstärksten Marken in diesem Land sind Zarea, Marktführer des dortigen Sparkling-Marktes, Sange de Taur, einer der dort meistverkauften Markenweine und Marktführer bei Rotweinen, sowie – seit 2023/24 – Pelin Carpatin, ein traditionsreiches aromatisierten Getränk auf Wein- basis. Darüber hinaus produzieren und vertreiben wir in Rumänien auch Spirituosen, unter anderem die sehr bekannte Marke Milcov sowie weitere Produkte unter der Dachmarke Zarea. Der Teilkonzern Ostmitteleuropa umfasst Produktions- und Vertriebsstandorte in Polen, Rumänien, Tsche- chien und der Slowakei. Neben dem nationalen wie internationalen Lebensmittelhandel beliefern wir dort auch die Gastronomie und Hotellerie ebenso wie den Fachhandel. Weiterhin betreiben wir auch in Polen und Tschechien insgesamt 39 eigene Weinfachgeschäfte. Die bedeutendsten Marken des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns sind Cin&Cin, Dorato, Fresco, Cydr Lu- belski, Pliska, Slantschew Brjag, Winiarnia Zamojska, Zarea, Milcov, Nas Sad, Sange de Taur (Rumänien), Pelin Carpatin, Robby Bubble sowie Piccolo. Darüber hinaus ist die AMBRA S.A. Exklusivdistributor bedeu- tender internationaler Wein- und Spirituosenmarken wie Villa Antinori oder Baczewski in Polen. Steuerungssystem Bei der Steuerung der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns stehen die Umsatz- und Ertragsentwick- lungen im Vordergrund. Wichtige Steuerungsgrößen sind Absatzmenge, Umsatzerlöse, das operative Er- gebnis (EBIT) sowie der Jahres- bzw. Konzernjahresüberschuss. Eine monatliche interne Berichterstattung dokumentiert die Entwicklungen der relevanten Steuerungsgrö- ßen im Vergleich zur Planung sowie zum entsprechenden Vorjahreswert. Hierdurch sowie durch regelmä- ßige Forecasts werden Abweichungen zur Planung frühzeitig transparent. Bei Bedarf können weitergehende Analysen erstellt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus werden die für die Geschäftsentwicklung relevanten Frühindikatoren ständig beobachtet und analysiert, wie beispielsweise die Entwicklung von Konjunktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für uns wichtigen Absatzmärkten, aber auch die Entwicklung von Wein- und anderen wichtigen Roh- stoffpreisen. WIRTSCHAFTSBERICHT Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Im Verlauf des Jahres 2023 und im ersten Halbjahr 2024 haben sich die belastenden Einflussfaktoren auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung – in Deutschland wie in vielen anderen Ländern – wieder entspannt. So waren die Preise an den Energie- und vielen Rohstoffmärkten rückläufig, und zunehmende Lohn- und Gehaltserhöhungen kompensieren die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der Verbraucher zumindest teil- weise. Auch die Beeinträchtigungen durch Lieferengpässe haben inzwischen nachgelassen. Dämpfende Wirkungen gehen dagegen weiterhin von der Inflation aus, die sich in den meisten Ländern zwar wieder abgeschwächt hat, jedoch nach wie vor auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegt. Insofern ist auch das Zinsniveau immer noch deutlich erhöht. Überdies sind die Dauer sowie das Ausmaß der Be- einträchtigungen im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine sowie im Nahen Osten – insbesondere mit Blick auf mögliche weitere Eskalationen – kaum vorhersehbar. Auch andere belastende Faktoren für die Weltwirtschaft, etwa geopolitische Spannungen wie beispielsweise zwischen den USA und China, sind wei- terhin existent. Die damit einhergehenden Unsicherheiten dämpfen die Investitionsneigung der Unterneh- men und das Konsumklima entsprechend. Aktuell liegen die globalen Konjunkturprognosen des IWF für das laufende Jahr bei einem Wachstum von 3,2 % und für 2025 von 3,3 %. Für den Euroraum geht der IWF dagegen nur von einer allmählichen Über- windung der Konjunkturschwäche und entsprechend von einer deutlich weniger dynamischen Entwicklung aus (+0,9 % in 2024 und +1,5 % in 2025). Für die wichtigen Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen sind die Erwartungen für 2024 und 2025 insgesamt moderat. Insbesondere in Deutschland befindet sich die Konjunktur nach wie vor in einer ausge- prägten Schwächephase; für das laufende Jahr wird lediglich ein minimales Wachstum von knapp über 0 % und für 2025 ein Plus von rund 1,0 % prognostiziert. Auch in Frankreich wird infolge der unsicheren Wirt- schaftslage und einer daraus resultierenden Kauf- und Investitionszurückhaltung für 2024 und 2025 jeweils nur ein leichtes Wachstum von rund 1,0 % erwartet. Für Polen liegen die Prognosen dagegen mit einem Plus von jeweils rund 3,0 % für 2024 und 2025 auf einem spürbar höheren Niveau; Wachstumsimpulse werden hier insbesondere aus der Freigabe eingefrorener EU-Mittel sowie aus Reallohnsteigerungen er- wartet. Die Konjunkturerwartungen für Rumänien liegen bei rund 2,0 % für 2024 und rund 3,0 % für 2025. Das wirtschaftliche Umfeld der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns Für die Geschäftsentwicklung der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns sind die allgemeine konjunkturelle Lage und die Entwicklung des privaten Konsums in den jeweiligen Heimatlän- dern der Konzernunternehmen sowie in den für uns wichtigen Exportmärkten von großer Bedeutung. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die damit verbundenen Preissteigerungen haben die Verbrau- cherstimmung auf den Heimatmärkten der Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe sowie auf wich- tigen Exportmärkten in den vergangenen Jahren spürbar belastet. Die relevanten Indikatoren für Einkom- menserwartung und Konsumneigung waren insofern auch im Geschäftsjahr 2023/24 entsprechend getrübt. Nach wie vor belasten gestiegene Lebenshaltungskosten infolge der Inflation sowie Unsicherheiten hinsicht- lich der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung die Verbraucherstimmung. Zwar sind die Inflationsra- ten inzwischen wieder rückläufig, und Kaufkraftverluste der Verbraucher werden zunehmend durch Lohn- und Gehaltserhöhungen kompensiert, was auch in einer leichten Verbesserung der entsprechenden Indika- toren in den ersten Monaten des Jahres 2024 zum Ausdruck kommt. Nichtsdestotrotz liegen diese jedoch weiterhin deutlich unter dem Niveau der vergangenen Jahre. Zudem führen die erwähnten Unsicherheiten bei den Verbrauchern tendenziell zu einer höheren Sparneigung und infolgedessen zu Konsumrückgängen. Weiterhin ist die Geschäftsentwicklung des Schloss Wachenheim-Konzerns auch von den Preisentwicklun- gen auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten geprägt. Hier sind insbesondere die Weinpreise zu nennen, die sich aufgrund unserer Produktionsabläufe, insbesondere in Deutschland, erst zeitverzögert auf unser Geschäft auswirken. Die Preise für die Ernte 2023 lagen – zusammen mit den Transportkosten von den Anbaugebieten bis zu unseren Produktionsbetrieben – insgesamt erneut auf einem gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Niveau. Bei anderen für uns relevanten Rohmaterialien – insbesondere Glas, Kartonagen und andere Umschließungsmaterialien – sowie bei den Transportkapazitäten waren die Ent- wicklungen in 2023/24 dagegen unterschiedlich: Teilweise waren wir auch hier mit weiteren Preissteigerun- gen konfrontiert, partiell gab es aber auch leichte Entlastungen im Geschäftsjahresverlauf, in erster Linie infolge der wieder rückläufigen Energiepreise. Mit Blick auf die Verfügbarkeiten der für uns relevanten Roh- stoffe hat sich die Situation im Geschäftsjahresverlauf 2023/24 wieder entspannt. Insgesamt haben jedoch die belastenden Faktoren überwogen, so dass wir – ungeachtet der für Verbraucher nach wie vor schwieri- gen Situation – in allen operativen Teilkonzernen erneut Preiserhöhungen für unsere Produkte umsetzen mussten. Geschäftsverlauf Deutschland Im Geschäftsjahr 2023/24 lag die Zahl der verkauften Flaschen – umgerechnet in 0,75 l-Flaschen – mit insgesamt 78,7 Mio. um 4,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (82,2 Mio. Flaschen). Dies ist hauptsächlich auf die Entwicklung bei der Schloss Wachenheim AG zurückzuführen und steht im Zusammenhang mit Preiserhöhungen, die wir – ungeachtet eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds – infolge der ge- stiegenen Wein- und Rohstoffpreise umsetzen mussten. Gemessen am Absatz repräsentieren unsere Sekte, Schaumweine und Perlweine mehr als die Hälfte unse- rer Produktpalette im deutschen Teilkonzern und sind damit nach wie vor ein wichtiger Erfolgsfaktor des Unternehmens. Rund zwei Drittel unseres Absatzvolumens in diesem Segment entfällt dabei auf den – men- genmäßig im Geschäftsjahr 2023/24 weitgehend stabilen – Sektmarkt in Deutschland. Die Absatzmengen in der Kategorie „Sekte, Schaumweine und Perlweine“ sind um insgesamt 10,4 % zurückgegangen, was auf die Entwicklung im Bereich der Handelseigenmarken zurückzuführen ist. Unsere wichtigste Marke ist nach wie vor Faber, klassisch als Sekt und seit mehreren Jahren auch als Frizzante, der neben den bisherigen Faber-Freunden vor allem auch jüngere Verbraucher anspricht. Dort liegen die Absatzmengen um 7,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Diese Marke haben wir auch im Geschäftsjahr 2023/24 mit zahlreichen POS-Aktionen sowie mit Online-Aktivitäten unterstützt. In der Produktkategorie „entalkoholisierte Getränke“ liegen unsere Absätze um 10,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Das wichtigste Produkt ist unsere Marke Light Live, prickelnd als Alternative zu Sekt und Cocktails sowie still als alkoholfreier Wein. Auch im Geschäftsjahr 2023/24 gehörte Light Live zu den füh- renden Marken im Bereich alkoholfreier Sparklings und Weine in Deutschland, und wurde von der Lebens- mittelzeitung (LZ) zur Top-Marke des Jahres 2024 in der Kategorie "Weinhaltige Getränke" gekürt. Neben den klassischen Varianten in weiß, rosé und rot haben sich vor allem auch trendige Geschmacksrichtungen wie Light Live hûgo und Light Live sprizz sowie diverse fruchtige Varianten erfolgreich im Markt etabliert, die mit einem modernen Design vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen. Auf Light Live lag auch in 2023/24 ein Schwerpunkt unserer werblichen Aktivitäten. Hier sind insbesondere die TV- und Onlinekampagne „Fruitys“, Online-Werbeplatzierungen sowie vielfältige Aktivitäten auf Online- Plattformen und in Sozialen Netzwerken zu nennen. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch POS-Aktio- nen sowie eine umfangreiche PR- und Pressearbeit. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Produktkategorie lag erneut auf der Marke Eisberg in Großbritannien, die mit einem jährlichen Volumen von rund 2,0 Mio. Flaschen zu den führenden Marken im dortigen Segment alkoholfreier Weine zählt. Neben dem weiteren Ausbau unserer dortigen Vertriebsstrukturen stand auch hier die Stärkung des Markenbildes im Mittelpunkt unserer Marketingaktivitäten, wobei insbesondere die Wer- bepräsenz bei der populären Sportveranstaltung „Great North Run“ sowie bei Hockey-Spielen der FIH Pro League London 2024 zu nennen sind. Daneben waren wir dort in 2024 auch auf wichtigen Fach- und End- verbrauchermessen präsent, unter anderem der London Wine Fair und der Imbibe Live. Die Absatzvolumina im Bereich „weinhaltige Getränke“ liegen um 4,0 % unter dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23. Dies ist hauptsächlich auf die Entwicklung im Export zurückzuführen. Bei unserer absatz- stärksten Marke in dieser Produktkategorie, Bar Royal, liegen die Absätze dagegen leicht über dem Niveau des Vorjahres. Diese Marke haben wir auch in 2023/24 im wichtigen Exportmarkt Portugal mit Social Media- Aktivitäten, einer Influencer-Kampagne sowie aufmerksamkeitsstarken POS-Aktionen unterstützt. Das Kinderpartygetränk Robby Bubble hat nach wie vor eine dominierende Stellung in seinem Produktum- feld. Die Absatzmengen in 2023/24 liegen um 3,8 % über dem Niveau des Vorjahres, was auf die Entwick- lung im Inland zurückzuführen ist. Zur Stärkung des Markenbildes haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr auch diese Marke mit umfangreichen Werbemaßnahmen unterstützt. Hier sind insbesondere die TV-Prä- senz im Rahmen der Casting-Show „The Voice Kids“ des Fernsehsenders SAT.1 sowie die Werbepräsenz auf TOGGO Radio zum Jahresende 2023 zu nennen. Darüber hinaus haben auch hier POS-Aktionen zu einer Stärkung der Markenwahrnehmung beigetragen, wie beispielsweise eine nationale Display-Aktion mit verschiedenen Partygläsern in limitierter Auflage im Sommer 2023. Im Stillweinbereich waren unsere Absatzmengen dagegen um 10,8 % rückläufig. Dies ist auf die Entwick- lung im Bereich Wein-Retail zurückzuführen, und dort sowohl auf den stationären Handel und den eCom- merce als auch auf das B2B-Geschäft. Ein nach wie vor gedämpftes Konsumklima bei gleichzeitig notwen- digen Preiserhöhungen unserer Produkte infolge von Beschaffungpreissteigerungen führte zu einer Kon- sumzurückhaltung bzw. einem Ausweichen der Verbraucher auf günstigere Produkte. Dagegen war die Ge- schäftsentwicklung unseres Traditions-Weinguts Reichsgraf von Kesselstatt GmbH, dessen Premium- Weine in entsprechend gehobenen Preissegmenten angesiedelt sind, gegenüber dem Vorjahr leicht auf- wärtsgerichtet. Bedingt durch die umgesetzten Preiserhöhungen liegen die Umsatzerlöse im deutschen Teilkonzern mit insgesamt EUR 145,8 Mio. um 2,4 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 142,4 Mio.). Dies ist im We- sentlichen auf die Entwicklung bei der Schloss Wachenheim AG zurückzuführen, deren Umsatzerlöse um insgesamt EUR 5,3 Mio. bzw. 4,8 % gesteigert werden konnten. Dem steht jedoch eine rückläufige Entwick- lung insbesondere im Wein-Retailbereich gegenüber, wo die Umsatzerlöse um rund EUR 1,8 Mio. bzw. 5,5 % unter dem Niveau von 2022/23 liegen. Die Rohmarge ist um 2,0 % bzw. rund EUR 1,3 Mio. auf EUR 63,5 Mio. angestiegen. Neben höheren Wein- und Rohstoffpreisen haben sich auch Änderungen im Artikelmix ausgewirkt. Das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsjahres 2023/24 liegt bei rund EUR 6,5 Mio. nach EUR 6,1 Mio. im Vorjahr. Gegenläufig zum Anstieg der Rohmarge haben insbesondere höhere Personalaufwendungen (um EUR 2,3 Mio.) das operative Ergebnis belastet; diese resultierten hauptsächlich aus einer höheren Mit- arbeiterzahl, Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Änderungen in der Mitarbeiterstruktur. Auch die Werbe- aufwendungen wurden um rund EUR 0,3 Mio. erhöht. Entlastungen im Sachkostenbereich gab es dagegen insbesondere durch rückläufige Energie- (um EUR 0,3 Mio.) sowie Instandhaltungsaufwendungen (um EUR 0,2 Mio.), letzteres aufgrund von gegenüber dem Vorjahr weniger umfangreichen Wartungsarbeiten. Daneben sind die sonstigen betrieblichen Erträge um EUR 1,1 Mio. angestiegen, was hauptsächlich aus Auflösungen von Rückstellungen sowie höheren Versicherungs- und anderen Erstattungen resultiert. Geschäftsverlauf Frankreich Der französische Teilkonzern konnte seine Position als bedeutendster Anbieter Frankreichs im Schaum- weinbereich (Vins Mousseux sowie Vins Mousseux de Qualité ohne Champagner) im abgelaufenen Ge- schäftsjahr behaupten. Dennoch liegt die Anzahl verkaufter Flaschen mit 51,5 Mio. um 17,5 % unter dem Niveau des Vorjahres (62,5 Mio. Flaschen). Diese Entwicklung ist zu rund 80 % auf das Export-Geschäft zurückzuführen, das mengenmäßig rund ein Viertel der Absätze des französischen Teilkonzerns repräsentiert. Hier haben wir die hohen Volumina des Vorjahres in mehreren Ländern erwartungsgemäß nicht wieder erreicht. Besonders ausgeprägt fiel der Ab- satzrückgang in Russland aus, wo unsere Geschäftsentwicklung durch eine sehr kurzfristig umgesetzte Er- höhung der dortigen Importzölle sowie Verbrauchsteuern und einer damit einhergehenden spürbaren Ver- teuerung unserer Produkte für den Verbraucher massiv beeinträchtigt wurde. Aber auch auf anderen Ex- portmärkten mussten wir in 2023/24 Absatzrückgänge hinnehmen. Die Absätze auf dem weitgehend stabi- len französischen Inlandsmarkt liegen gegenüber dem Vorjahr ebenfalls im Minus (um rund 5,9 %), was sowohl auf das Marken- als auch auf das Handelseigenmarkengeschäft entfällt. Die Absätze von Charles Volner, nach wie vor unangefochtener Marktführer im entsprechenden Marktseg- ment in Frankreich, liegen um 11,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Nichtsdestotrotz haben wir diese Marke auch im Geschäftsjahr 2023/24 mit aufmerksamkeitsstarken Werbemaßnahmen unterstützt, wenn- gleich wir die Budgets vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und der entsprechend ge- dämpften Verbraucherstimmung gegenüber dem Vorjahr temporär spürbar reduziert und unsere Aktivitäten entsprechend neu ausgerichtet haben. Bei der Marke Opéra, weiterhin die Nummer 3 im Segment der „Blanc de Blancs“ in Frankreich, liegen die Absätze dagegen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/23. Rückgänge im Export wurden durch die Entwicklung auf dem Inlandsmarkt kompensiert. Die Absätze der Marke Muscador, von der mehr als 20 % der Absatzmenge exportiert werden und die auch in Frankreich zu den mengenmäßig führenden Vins Mousseux zählt, liegen um 1,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist auf die Entwicklung auf dem französischen Inlandsmarkt zurückzuführen, während die Volumina im Export leicht gesteigert werden konnten. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse mit EUR 94,1 Mio. um 10,6 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 105,2 Mio.). Diese gegenüber der Absatzentwicklung weniger ausgeprägte Umsatzrückgang ist hauptsächlich auf höhere Abgabepreise zurückzuführen, die wir infolge von Beschaffungspreissteigerungen umsetzen mussten, aber auch auf die beschriebenen Veränderungen im Absatzmix. Dies war auch ursäch- lich für die Entwicklung der Rohmarge, die gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 um EUR 5,1 Mio. bzw. 13,1 % auf EUR 33,8 Mio. zurückgegangen ist. Das operative Ergebnis (EBIT) des französischen Teilkonzerns liegt bei EUR -0,3 Mio. nach EUR 0,2 Mio. im Vorjahr. Hier haben sich jedoch sowohl in 2022/23 als auch in 2023/24 Sonderbelastungen im Zusam- menhang mit der Verlagerung der Produktionskapazitäten vom Standort Wissembourg nach Tournan-en- Brie zum Jahresende 2023 ausgewirkt, die in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als „Restruktu- rierung Produktion Frankreich“ ausgewiesen sind. Im Vorjahr haben sich diese auf EUR 4,4 Mio. belaufen und insbesondere den mit dieser Maßnahme einhergehenden Sozialplan betroffen. Im Geschäftsjahr 2023/24 sind Aufwendungen für den Transport von Maschinen und Tanks von Wissembourg nach Tournan- en-Brie angefallen, die – unter Berücksichtigung gegenläufiger Anpassungen der Sozialplanrückstellung – rund EUR 0,8 Mio. betragen haben. Ohne Berücksichtigung dieser Sonderbelastungen hätte sich im Geschäftsjahr 2023/24 ein operatives Er- gebnis von rund EUR 0,6 Mio. ergeben. Im Vergleich zum bereinigten operativen Ergebnis des Vorjahres (EUR 4,7 Mio.) haben sich insbesondere die rückläufige Rohmarge (um EUR 5,1 Mio.) sowie gestiegene Personalaufwendungen (um EUR 0,5 Mio.) ausgewirkt. Gegenläufig wurden die Werbebudgets um rund EUR 1,0 Mio. reduziert. Weitere Entlastungen haben sich insbesondere aus rückläufigen Energiekosten (um EUR 0,5 Mio.) ergeben. Geschäftsverlauf Ostmitteleuropa Im Teilkonzern Ostmitteleuropa liegen die Absatzvolumina im Geschäftsjahr 2023/24 mit 96,0 Mio. Flaschen leicht über dem Niveau des Vorjahres (95,0 Mio. Flaschen). Dies ist auf die erstmalige Einbeziehung der am 31. Juli 2023 erworbenen Mehrheitsanteile an zwei Gesellschaften in Rumänien (Vitis Prod s.r.l. („Vitis“) und Domeniile Dealu Mare s.r.l. („DDM“), beide Urlati/Rumänien) in den Konzernabschluss zurückzuführen. Die Vitis bewirtschaftet rund 90 ha an größtenteils eigenen Weinanbauflächen, während die Geschäftstätigkeit der DDM in der Verarbeitung der Trauben und Abfüllung von Wein besteht. Bereinigt um diese Akquisition hätte sich gegenüber 2022/23 ein leichter Mengenrückgang ergeben. Auch in Ostmitteleuropa haben erneut Preiserhöhungen infolge von Beschaffungspreissteigerungen in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld unsere Geschäftsentwicklung geprägt. Auf dem polnischen Heimatmarkt liegen die Absatzmengen um 2,0 % unter dem Vorjahresniveau. Zu- wächse bei Sparklings sowie bei entalkoholisierten Sparklings und Weinen stehen Rückgänge insbesondere bei Kinderpartygetränken, Stillweinen (einschließlich Wein-Retail) und Wermut gegenüber. Preisbedingt wurde in Polen dagegen insgesamt eine Umsatzsteigerung (in Landeswährung) von 4,2 % erzielt. Hier ha- ben sich neben Abgabepreiserhöhungen, die wir infolge von Steigerungen bei Wein- und Rohstoffpreisen umsetzen mussten, auch Änderungen im Produktmix ausgewirkt. In Tschechien und in der Slowakei war die Absatzentwicklung in 2023/24 in Summe ebenfalls rückläufig. Die Absatzmengen liegen um 7,5 % unter dem Niveau des Vorjahres, was auf die Entwicklung bei Spar- klings und Stillweinen (einschließlich Wein-Retail) zurückzuführen ist. Gegenläufig konnten bei den entalko- holisierten Sparklings sowie bei Kinderpartygetränken ein leichtes Absatzplus gegenüber dem Geschäfts- jahr 2022/23 erzielt werden. Auch die Umsatzerlöse blieben um 7,4 % hinter dem Niveau des Vorjahres zurück. Allerdings werden in diesen beiden Ländern insgesamt lediglich rund 10 % der Umsätze des Teil- konzerns Ostmitteleuropa erzielt. Erneut aufwärtsgerichtet war in 2023/24 dagegen das Geschäft in Rumänien, das inzwischen rund 20 % des Absatz- und Umsatzvolumens des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns repräsentiert, mit einem Absatz- plus von 18,3 % und einem Anstieg der Umsatzerlöse (in Landeswährung) um 26,4 %. Dies ist auf die oben erwähnte Erweiterung des Konsolidierungskreises und die Entwicklung des wichtigsten Produkts dieser Ge- sellschaften – Pelin Carpatin – zurückzuführen. Bereinigt um diese Akquisition hätte sich auch für Rumänien ein leichter Absatzrückgang um 3,9 % ergeben, der hauptsächlich auf die Produktkategorien Spirituosen, Wermut und Cider entfällt. Gegenläufig konnten jedoch unsere Volumina bei Kinderpartygetränken leicht gesteigert werden. Dies gilt auch für unsere Absätze unter der Marke Zarea, die – als umsatzstärkste Marke im rumänischen Portfolio – nach wie vor die Nummer 1 des dortigen Sparkling-Marktes ist. Die Absatzmen- gen bei Sange de Taur, einem der in Rumänien meistverkauften Markenweinen überhaupt, liegen nahezu auf dem Niveau von 2022/23. Infolge der umgesetzten Preiserhöhungen sowie positiver Währungseffekte von rund EUR 11,4 Mio. konnte der Gesamtumsatz des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns um 11,4 % bzw. EUR 21,4 Mio. auf rund EUR 208,6 Mio. gesteigert werden. Währungsbereinigt hätte sich eine Umsatzsteigerung um 5,0 % erge- ben. Daneben haben sich auch Veränderungen im Absatzmix ausgewirkt. Die Rohmarge hat sich – weitge- hend parallel zur Umsatzentwicklung – um 10,7 % oder EUR 8,3 Mio. auf EUR 86,1 Mio. erhöht (Vorjahr EUR 77,8 Mio.). Das operative Ergebnis (EBIT) liegt mit EUR 21,9 Mio. um rund EUR 0,7 Mio. über dem Niveau des Vorjah- res (EUR 21,2 Mio.). Gegenläufig zur Entwicklung der Rohmarge und einem Anstieg der sonstigen betrieb- lichen Erträge (um EUR 0,5 Mio.) sind insbesondere die Personalaufwendungen gestiegen (um insgesamt EUR 5,0 Mio.), einerseits infolge von Lohn- und Gehaltssteigerungen, andererseits aber auch aufgrund der in 2023/24 erstmals konsolidierten Gesellschaften (in Höhe von EUR 0,8 Mio.). Die planmäßigen Abschrei- bungen liegen um EUR 0,8 Mio. über dem Vorjahresniveau. Bei den Sachkosten haben sich insbesondere gestiegene Ausgangsfrachten (um EUR 1,0 Mio.), höhere IT-Kosten (um EUR 0,5 Mio.) sowie gestiegene ergebnisunabhängige Abgaben (um EUR 0,2 Mio.) ausgewirkt, bei gegenläufig rückläufigen Energieaufwen- dungen (um EUR 0,3 Mio.). Geschäftsverlauf Übrige Aktivitäten Im Segment Übrige Aktivitäten werden die zurzeit nicht operativ genutzten Liegenschaften regionenüber- greifend zusammengefasst. Diese werden in der Bilanz unter der Position „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien” ausgewiesen und umfassen zum 30. Juni 2024 – gegenüber dem Vorjahr unverändert – noch ein bebautes Grundstück in Bukarest. Das operative Ergebnis dieses Segments ist wie im Vorjahr nahezu ausgeglichen. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden im Schloss Wachenheim-Konzern Umsatzerlöse von EUR 441,5 Mio. erzielt. Diese liegen um 3,7 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 425,8 Mio.). In Deutschland ist der Umsatzanstieg von EUR 3,4 Mio. bzw. 2,4 % hauptsächlich auf die Entwicklung bei der Schloss Wachenheim AG zurückzuführen (Zuwachs von EUR 5,3 Mio.). Gegenläufig haben sich Rück- gänge bei den Weinhandelsgesellschaften (um insgesamt rund EUR 1,8 Mio.) ausgewirkt. Die Umsatzerlöse in Frankreich waren um EUR 11,1 Mio. bzw. 10,6 % rückläufig. Diese Entwicklung entfällt zum überwiegenden Teil auf das Exportgeschäft. Erneut sehr erfreulich ist dagegen die Entwicklung in Ostmitteleuropa, mit einem Umsatzplus von EUR 21,4 Mio. bzw. 11,4 %. Zuwächsen in Polen, Rumänien und in der Slowakei stehen Rückgänge in Tschechien gegenüber. Umsatz nach Segmenten (vor Konsolidierung) 2022/23 2023/24 Ostmitteleuropa Deutschland Ostmitteleuropa EUR 187,2 Mio. Deutschland EUR 142,4 Mio. EUR 208,6 Mio. EUR 145,8 Mio. Frankreich Frankreich EUR 105,2 Mio. EUR 94,1 Mio. Differenziert nach Produktgruppen liegt der Umsatz – ohne Eliminierung der Lieferungen zwischen den ope- rativen Teilkonzernen – bei Sekt, Schaumwein und Perlwein um EUR 7,7 Mio. bzw. 3,8 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser Rückgang betrifft nahezu ausschließlich den französischen Teilkonzern. Im Bereich Stillwein liegt der Umsatz in 2023/24 mit einem Plus von EUR 11,2 Mio. bzw. 9,2 % dagegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Zuwächse konnten insbesondere in Ostmitteleuropa realisiert werden. Der Umsatz der übrigen Produktgruppen hat sich ebenfalls um EUR 10,2 Mio. bzw. 9,4 % erhöht, was in erster Linie auf Steigerungen bei entalkoholisierten Produkten in Deutschland und Ostmitteleuropa zurückzuführen ist. Umsatz nach Produktgruppen (vor Konsolidierung) 2022/23 2023/24 Sekt, Schaumwein und Sonstige Sonstige Perlwein 108,6 Mio. EUR 118,8 Mio. EUR 196,7 Mio. Sekt, Schaumwein und Perlwein 204,4 Mio. Stillwein 121,9 Mio. Stillwein EUR 133,0 Mio. Die Anzahl verkaufter Flaschen – umgerechnet in 0,75 l-Flaschen – liegt mit 221,5 Mio. konzernweit um 5,2 % unter dem Niveau des Vorjahres (233,7 Mio.). Rückgängen im französischen sowie im deutschen Teilkonzern stehen leichte Steigerungen in Ostmitteleuropa gegenüber. Im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres sind wir für das Geschäftsjahr 2023/24 konzernweit von stabilen bis leicht rückläufigen Absatzmengen und preisbedingten Umsatzsteigerungen in einem Korridor zwischen 6 % und 9 % ausgegangen. Aufgrund der Entwicklung im ersten Halbjahr haben wir im Zwischen- abschluss für das erste Halbjahr 2023/24 (veröffentlicht am 22. Februar 2024) diese Umsatzprognose auf ein Wachstum von rund 5 % angepasst. Mit einem erzielten Umsatzwachstum von 3,7 % sowie einem Ab- satzminus von 5,2 % liegen wir insofern knapp unter diesen Erwartungen, was auf die Entwicklungen in Deutschland und Frankreich zurückzuführen ist, wo sich das Konsumumfeld nicht in dem von uns prognos- tizierten Maße verbessert hat. Die Rohmarge des Konzerns (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und abzüglich Materialauf- wand) liegt mit rund EUR 183,6 Mio. um EUR 4,6 Mio. bzw. 2,6 % über dem Niveau des Vorjahres (EUR 178,9 Mio.). Daneben haben sich die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge und der übrigen betrieblichen Aufwendungen wie folgt auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ausge- wirkt: Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) EUR 27,4 Mio. EUR 28,2 Mio. Sonstige betriebliche Sonstige Rohmarge Erträge Personal- EUR +4,6 Mio. EUR +1,7 Mio. betriebliche Ab- aufwand Aufwendungen schrei- EUR -7,8 Mio. Restruktu- EUR -0,3 Mio. bungen rierung EUR -1,0 Mio. Produktion Frankreich EUR +3,6 Mio. 2022/23 2023/24 Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit rund EUR 6,7 Mio. deutlich über dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23 (EUR 5,0 Mio.). Dies resultiert hauptsächlich aus gestiegenen Versicherungs- und anderen Kostenerstattungen, höheren Erträgen aus Dienstleistungen sowie gestiegenen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Der Personalaufwand ist um EUR 7,8 Mio. bzw. 12,1 % angestiegen. Die Steigerung entfällt überwiegend auf den deutschen und den ostmitteleuropäischen Teilkonzern, und ist hauptsächlich auf Lohn- und Ge- haltssteigerungen sowie auf Änderungen in der Mitarbeiterstruktur zurückzuführen. Erstmals in den Kon- zernabschluss einbezogene Unternehmen bzw. Geschäftsbetriebe haben rund EUR 0,8 Mio. zum Anstieg des Personalaufwands beigetragen. Der Anstieg der Abschreibungen um rund 1,0 Mio. betrifft im Wesentlichen Sachanlagen sowie aktivierte Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“. Im Oktober 2022 hat die Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie, beschlossen, ihre Produktion in Frankreich zum Jahresende 2023 weitgehend auf den Standort Tournan-en-Brie zu konzent- rieren und die Produktionskapazitäten des Standorts Wissembourg dorthin zu verlagern. Die in diesem Zu- sammenhang angefallenen Aufwendungen werden aufgrund ihrer Höhe und ihres einmaligen Charakters in einer gesonderten Position der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, und haben im Vorjahr (EUR 4,4 Mio.) den hierfür vorgesehenen Sozialplan betroffen. Im Geschäftsjahr 2023/24 sind weitere Aufwendungen für den Transport von Maschinen und Tanks von Wissembourg nach Tournan-en-Brie angefallen. Gegen- läufig waren jedoch auch die Rückstellungen für den Sozialplan anzupassen, so dass sich die Gesamtbe- lastung in 2023/24 auf rund EUR 0,8 Mio. beläuft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 70,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unver- ändert (EUR 70,3 Mio.). Steigerungen insbesondere bei Ausgangsfrachten (um EUR 1,1 Mio.), IT-Aufwen- dungen (um EUR 0,5 Mio.) sowie Gebäudeaufwendungen (um EUR 0,3 Mio.) stehen Rückgänge haupt- sächlich bei den Aufwendungen für Energie (um EUR 1,1 Mio.) sowie bei Werbeaufwendungen (um EUR 0,7 Mio.) gegenüber. Konzernjahresüberschuss EUR 19,0 Mio. EUR 18,5 Mio. EBIT EUR +0,8 Mio. Finanzergebnis Ertragsteuern EUR -2,1 Mio. EUR +0,8 Mio. 2022/23 2023/24 Das Finanzergebnis beläuft sich auf rund EUR -5,0 Mio. nach EUR -2,9 Mio. im Vorjahr. Dies ist nahezu ausschließlich auf gestiegene Zinsaufwendungen zurückzuführen. Gegenläufig haben sich im Geschäftsjahr 2023/24 höhere positive Effekte aus Währungsdifferenzen sowie ein leicht gestiegenes Ergebnis aus der Equity-Methode ausgewirkt. Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund EUR 0,8 Mio. bzw. 13,8 % gesunken. Dieser gegenüber der Entwicklung des Vorsteuerergebnisses (dieses liegt um rund 5,3 % unter dem Vorjahresni- veau) leicht überproportionale Rückgang ist in erster Linie auf Verschiebungen in den Ergebnisbeiträgen der einzelnen Konzerngesellschaften mit länderspezifisch unterschiedlichen Ertragsteuersätzen sowie auf Abweichungen bei der steuerlichen Gewinnermittlung zurückzuführen. Damit liegt der Konzernjahresüberschuss mit rund EUR 18,5 Mio. um rund EUR 0,5 Mio. bzw. 2,9 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 19,0 Mio.). Im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres haben wir das operative Ergebnis (EBIT) für das Ge- schäftsjahr 2023/24 in einem Korridor zwischen EUR 28,0 Mio. und EUR 30,0 Mio. (Vorjahr EUR 27,4 Mio.) und den Konzernjahresüberschuss zwischen EUR 19,0 Mio. und EUR 21,0 Mio. (Vorjahr EUR 19,0 Mio.) prognostiziert. Diese Prognosen haben wir in unserem Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2023/24 (ver- öffentlicht 22. Februar 2024) sowie in unserer Zwischenmitteilung für das dritte Quartal (veröffentlicht am 8. Mai 2024) grundsätzlich bestätigt, mit Verweis auf die Geschäftsentwicklung im jeweiligen Berichtszeit- raum jedoch darauf hingewiesen, dass die entsprechenden Kennzahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2023/24 jeweils im unteren Bereich dieser Bandbreiten liegen werden. Diese Zielsetzung für das EBIT haben wir mit EUR 28,2 Mio. konzernweit auch erreicht, für den Konzernjahresüberschuss (EUR 18,5 Mio.) jedoch knapp verfehlt. Differenziert nach operativen Teilkonzernen haben wir unsere Ergebniserwartungen in Deutschland und in Ostmitteleuropa jeweils übertroffen, in Frankreich dagegen deutlich verfehlt. In Anbetracht des nach wie vor herausfordernden Marktumfelds in allen operativen Teilkonzernen, das maß- geblich von einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und einer entsprechend eingetrübten Ver- braucherstimmung geprägt war, sind wir mit dem Geschäftsverlauf insgesamt dennoch zufrieden und beur- teilen die wirtschaftliche Lage des Konzerns weiterhin als positiv. Der auf die Aktionäre der Schloss Wachenheim AG entfallende Konzernjahresüberschuss – nach Abzug des den nicht beherrschenden Gesellschaftern zustehenden Anteils an diesem Ergebnis – beträgt EUR 9,5 Mio. (Vorjahr EUR 10,9 Mio.). Das Ergebnis je Aktie – verwässert und unverwässert – beläuft sich auf EUR 1,20 (Vorjahr EUR 1,38). Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 liegt mit EUR 470,3 Mio. um 5,7 % über dem Stand zum 30. Juni 2023 (EUR 444,7 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt 53,7 % nach 54,2 % zum Vorjahresstichtag. Langfristige Vermögenswerte EUR EUR 231,7 Mio. 212,4 Mio. EUR 7,2 Mio. Übrige langfristige EUR 6,3 Mio. Vermögenswerte EUR +0,9 Mio. EUR 110,4 Mio. EUR 124,7 Mio. Sachanlagen EUR +14,3 Mio. EUR 95,7 Mio. Immaterielle Vermögenswerte EUR 99,8 Mio. EUR +4,1 Mio. 30.06.2023 30.06.2024 Der Bilanzwert der immateriellen Vermögenswerte liegt mit EUR 99,8 Mio. um rund EUR 4,1 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Zugängen von EUR 3,1 Mio., die hauptsächlich den Erwerb von Software (einschließ- lich hierfür geleisteter Anzahlungen) betreffen, stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 1,6 Mio. ge- genüber. Daneben steht diese Entwicklung im Zusammenhang mit dem Erwerb von jeweils 70 % der Anteile an der Vitis Prod s.r.l. und Domeniile Dealu Mare s.r.l. in Rumänien, insbesondere mit den hieraus resultie- renden Geschäfts- oder Firmenwerten, sowie dem Erwerb der Kundenstämme der übrigen in 2023/24 er- worbenen Geschäftsbetriebe (eCommerce-Plattform „www.geileweine.de“ in Deutschland sowie jeweils ein Weinfachgeschäft in Deutschland und in Polen). Darüber hinaus haben sich positive Währungseffekte von EUR 0,2 Mio. ausgewirkt. Die Sachanlagen sind um rund EUR 14,3 Mio. auf EUR 124,7 Mio. angestiegen. Bei den Zugängen von insgesamt EUR 26,8 Mio. sind insbesondere der Erwerb eines an das Betriebsgelände der Schloss Wa- chenheim AG in Trier angrenzenden unbebauten Grundstücks, die Erneuerung von Produktionsanlagen und die Erweiterung der Tankkapazitäten am Standort Tournan-en-Brie in Frankreich sowie die Errichtung einer neuen Abfüllanlage in Bilgoraj (Polen) und einer zweiten Entalkoholisierungsanlage in Trier zu nennen. Wei- tere Zugänge betreffen hauptsächlich Modernisierungen unserer Produktionsanlagen in allen operativen Teilkonzernen, Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ sowie Anschaffungen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Unterneh- men bzw. Geschäftsbetriebe haben in Höhe von EUR 3,4 Mio. zum Anstieg der Sachanlagen beigetragen. Den Zugängen stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 16,4 Mio. gegenüber, die auch solche auf Nutzungsrechte umfassen, die gemäß IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ zu aktivieren waren. Daneben waren Abgänge von EUR 0,3 Mio. sowie positive Währungseffekte von rund EUR 0,8 Mio. zu verzeichnen. Der Bilanzwert der übrigen langfristigen Vermögenswerte liegt ebenfalls leicht über dem Niveau des Vorjah- resstichtags. Dies resultiert aus Steigerungen bei den sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermö- genswerten. Kurzfristige Vermögenswerte EUR EUR Liquide Mittel 232,3 Mio. 238,6 Mio. EUR +0,2 Mio. EUR 7,5 Mio. EUR 7,7 Mio. Übrige kurzfristige EUR 6,6 Mio. Vermögenswerte EUR 11,9 Mio. EUR +5,3 Mio. EUR 64,0 Mio. Liefer- und Leistungs- EUR 68,8 Mio. forderungen EUR +4,8 Mio. Vorräte EUR -4,0 Mio. EUR 154,2 Mio. EUR 150,2 Mio. 30.06.2023 30.06.2024 Die Vorräte waren konzernweit um rund EUR 4,0 Mio. auf EUR 150,2 Mio. rückläufig. Der Rückgang entfällt in Höhe von EUR 2,3 Mio. auf den deutschen, von EUR 0,7 Mio. auf den französischen und von EUR 1,0 Mio. auf den ostmitteleuropäischen Teilkonzern. Nach einer Entspannung der Situation an den für uns rele- vanten Beschaffungsmärkten konnten wir unsere zum Vorjahresstichtag noch erhöhte Bevorratung wieder reduzieren. Gegenläufig haben sich gestiegene Weinpreise ausgewirkt. Liefer- und Leistungsforderungen valutieren stichtagsbedingt um rund EUR 4,8 Mio. über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf den deutschen und den ostmitteleuropäischen Teilkon- zern. Der Anstieg der übrigen kurzfristigen Vermögenswerte um insgesamt EUR 5,3 Mio. resultiert in erster Linie aus dem deutschen Teilkonzern, und dort hauptsächlich aus höheren Verrechnungen aus dem Factoring. Daneben haben sich auch gestiegene Forderungen aus nicht ertragsabhängigen Steuern in allen operativen Teilkonzernen ausgewirkt. Die liquiden Mittel liegen um rund EUR 0,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres, was auf höhere Finanzmit- telbestände der Konzerngesellschaften in Ostmitteleuropa zurückzuführen ist, teilweise kompensiert durch Rückgänge in Frankreich. In Deutschland haben sich gegenüber dem Stand zum 30. Juni 2023 keine we- sentlichen Änderungen ergeben. Eigen- und Fremdkapital EUR EUR 444,7 Mio. 470,3 Mio. Übrige Verbindlichkeiten EUR 63,1 Mio. EUR -2,0 Mio. EUR 65,1 Mio. EUR 56,6 Mio. Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten EUR 62,0 Mio. EUR -5,4 Mio. EUR 97,9 Mio. EUR 76,4 Mio. Finanzverbindlichkeiten EUR +21,5 Mio. Eigenkapital EUR 241,2 Mio. EUR 252,7 Mio. EUR +11,5 Mio. 30.06.2023 30.06.2024 Im Vergleich zum Vorjahresstichtag ist das Eigenkapital um EUR 11,5 Mio. angestiegen. Dennoch hat sich die Eigenkapitalquote von 54,2 % auf 53,7 % reduziert, was auf entsprechende Zuwächse beim Fremdka- pital zurückzuführen ist. Zur Veränderung des Eigenkapitalanteils der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG sowie der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerneigenkapital verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns sowie die erläuternden Angaben im Anhang. Die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind von EUR 76,4 Mio. auf EUR 97,9 Mio. angestiegen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen von rund EUR 22,2 Mio. (Vorjahr EUR 19,9 Mio.). Ohne Berücksichtigung dieser Leasingverbindlichkeiten beläuft sich die Nettoverschuldung – zusam- men mit den um rund EUR 0,2 Mio. gestiegenen liquiden Mitteln – zum 30. Juni 2024 auf EUR 68,0 Mio. (30. Juni 2023: EUR 49,0 Mio.). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren dagegen stichtagsbedingt um rund EUR 5,4 Mio. auf EUR 56,6 Mio. rückläufig. Die übrigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um insgesamt EUR 2,0 Mio. reduziert. Hier haben sich hauptsächlich rückläufige Rückstellungsbeträge für den Sozialplan infolge der Restrukturierung unserer Produktionskapazitäten in Frankreich ausgewirkt, daneben auch höhere erhaltene Anzahlungen im Segment Übrige Aktivitäten im Zusammenhang mit dem angedachten Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstücks in Bukarest. Finanzlage Aus der Geschäftstätigkeit des Schloss Wachenheim-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2023/24 ein An- stieg des Finanzmittelfonds (dieser entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln) von rund EUR 0,2 Mio. ergeben. Die Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung der Zu- und Abflüsse liquider Mittel aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätig- keit. Kapitalflussrechnung Cashflow vor Änderungen des Nettoumlauf- vermögens EUR +38,6 Mio. Cashflow aus der Investitions- tätigkeit Veränderung EUR -22,7 Mio. der Finanz- verbindlich- Dividenden- Änderungen keiten zahlungen des Nettoumlauf- EUR +11,6 Mio. EUR -8,8 Mio. vermögens Übrige EUR -18,5 Mio. Veränderungen EUR 0,0 Mio. EUR 7,5 Mio. EUR 7,7 Mio. Liquide Mittel Liquide Mittel 30.06.2023 30.06.2024 Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens) um rund EUR 4,8 Mio. auf EUR 38,6 Mio. reduziert. Aus Änderungen des Net- toumlaufvermögens resultierte im Geschäftsjahr 2023/24 ein Mittelabfluss von EUR 18,5 Mio. (Vorjahr EUR 17,0 Mio.). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen insgesamt bei EUR 20,7 Mio. nach EUR 14,3 Mio. im Vorjahr. Dies betrifft zum überwiegenden Teil Investitionen im Zu- sammenhang mit der Verlagerung unserer Produktionskapazitäten von Wissembourg nach Tournan-en-Brie in Frankreich, die Modernisierung und Erweiterung unseres Produktionsbetriebs in Bilgoraj (Polen) sowie Investitionen in Software im ostmitteleuropäischen Teilkonzern. Weiterhin sind rund EUR 2,5 Mio. an Aus- zahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen enthalten; diese entfallen zum überwiegenden Teil auf jeweils 70 % der Anteile an der Vitis Prod s.r.l. („Vitis“) und der Domeniile Dealu Mare s.r.l. („DDM“), beide Urlati (Rumänien). Die Vitis bewirtschaftet rund 90 ha an größtenteils eigenen Weinanbauflächen, während die Geschäftstätigkeit der DDM in der Verarbeitung der Trauben und Abfüllung von Wein besteht. Daneben wurde in Deutschland die eCommerce-Plattform „www.geileweine.de“ erworben, über die in erster Linie ein junges und noch wenig weinaffines Publikum über alle wichtigen Social Media-Plattformen angesprochen wird. Darüber hinaus wurde in Deutschland und in Polen jeweils ein Weinfachgeschäft übernommen. Diesen Investitionsausgaben stehen Mittelzuflüsse aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten von rund EUR 0,5 (Vorjahr EUR 0,9 Mio.) gegenüber. Insgesamt ergibt sich damit ein Mittelabfluss aus der Investiti- onstätigkeit von EUR 22,7 Mio. (Vorjahr EUR 13,4 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023/24 beträgt der zahlungswirksame Anstieg der Finanzverbindlichkeiten insgesamt EUR 11,6 Mio. (im Vorjahr Rückgang um EUR 4,4 Mio.). Die in 2023/24 gezahlten Dividenden belaufen sich auf EUR 8,8 Mio. (Vorjahr EUR 7,9 Mio.), die in Höhe von rund EUR 4,8 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.) auf die Aktionäre der Schloss Wachenheim AG und mit rund EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 3,1 Mio.) auf Minderheits- gesellschafter von Tochtergesellschaften entfallen. Damit ergibt sich ein Mittelzufluss aus der Finanzie- rungstätigkeit von rund EUR 2,8 Mio. (im Vorjahr Mittelabfluss von EUR 12,3 Mio.). Zum 30. Juni 2024 wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von EUR 75,7 Mio. (Vorjahr EUR 56,5 Mio.) finan- ziert (ohne Leasingverhältnisse). Hiervon entfallen EUR 24,0 Mio. (Vorjahr EUR 17,9 Mio.) auf solche mit langfristigen Laufzeiten und in Höhe von EUR 51,7 Mio. (Vorjahr EUR 38,6 Mio.) auf solche mit kurzfristigen Laufzeiten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert hauptsächlich aus der Finanzierung unserer In- vestitionen. Der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2023/24 betrug insgesamt EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 2,4 Mio.). Daneben haben sich die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen gegenüber dem Vorjahresstich- tag um rund EUR 2,3 Mio. erhöht. Investitionen Die Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten belaufen sich – bereinigt um die Zugänge von Nutzungsrechten nach IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ – auf EUR 20,7 Mio. (Vorjahr EUR 14,3 Mio.). Investitionen nach Teilkonzernen 2022/23 2023/24 Deutschland Deutschland EUR 4,7 Mio. EUR 2,5 Mio. Ostmitteleuropa EUR 7,2 Mio. Ostmitteleuropa EUR 8,6 Mio. Frankreich EUR 4,6 Mio. Frankreich EUR 7,4 Mio. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Grundstücke und Gebäude (EUR 1,8 Mio.), in technische Anlagen und Maschinen (EUR 1,4 Mio.), in andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsaus- stattung (EUR 3,2 Mio.) sowie in Software (EUR 0,3 Mio.). Daneben wurden Anzahlungen für im Bau be- findliche Anlagen in Höhe von rund EUR 11,2 Mio. geleistet, insbesondere im Zusammenhang mit der Er- neuerung von Produktionsanlagen und der Erweiterung der Tankkapazitäten am Standort Tournan-en-Brie in Frankreich und für im Bau befindliche Anlagen in Ostmitteleuropa. Weitere Anzahlungen von EUR 2,6 Mio. betreffen immaterielle Vermögenswerte, und hier in erster Linie Software bei der AMBRA S.A. und bei der AMBRA Brands Sp. z o.o. in Polen. Bereits zum Vorjahresstichtag wurden Anzahlungen von insgesamt EUR 3,7 Mio. geleistet, davon EUR 3,4 Mio. im Zusammenhang mit der Erneuerung von Produktionsanlagen und der Erweiterung der Tankkapazitäten am Standort Tournan-en-Brie, und EUR 0,3 Mio. für immaterielle Vermögenswerte. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aktivierungsfähige Ausgaben zur Erhaltung von Produktionseinrichtungen getätigt. Die Aufwendungen hierfür beliefen sich im Konzern auf insgesamt EUR 5,3 Mio. (Vorjahr EUR 5,5 Mio.). Der Rückgang resultiert überwiegend aus dem deutschen Teilkonzern. ERLÄUTERUNGEN ZUR SCHLOSS WACHENHEIM AG NACH HGB Vorbemerkung Die Schloss Wachenheim AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft und im Handelsregister des Amts- gerichts Wittlich unter HRB 40686 eingetragen. Sie ist die Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim- Konzerns. Neben ihrer operativen Geschäftstätigkeit auf dem Heimatmarkt – wie im Abschnitt „Grundlagen der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns“ beschrieben – fungiert die Gesellschaft auch als Holding innerhalb der Schloss Wachenheim-Gruppe. Dabei unterliegt ihre Geschäftstätigkeit grundsätzlich den gleichen Einfluss- faktoren, Chancen und Risiken wie auch der Konzern. Der Jahresabschluss der Schloss Wachenheim AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetz- buches (HGB) aufgestellt. Ertragslage der Schloss Wachenheim AG Im Geschäftsjahr 2023/24 lag die Zahl der verkauften Flaschen – umgerechnet in 0,75 l-Flaschen – mit rund 74,1 Mio. um 4,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (77,5 Mio. Flaschen). Dabei entfallen die Rückgänge auf den Bereich der Handelseigenmarken, während gegenläufig bei den Markenprodukten leichte Zuwächse zu verzeichnen waren. Diese Entwicklung steht im Zusammenhang mit Preiserhöhungen, die wir in einem für Verbraucher schwie- rigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld infolge gestiegener Wein- und Rohstoffpreise umsetzen mussten, und entfällt zum überwiegenden Teil auf die Entwicklung der Kategorie „Sekte, Schaumweine und Perlweine“. Gegenläufig deutliche Zuwächse konnten wir dagegen bei entalkoholisierten Produkten verzeichnen. Dane- ben liegen auch die Absätze von Stillweinen sowie Kinderpartygetränken gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus. Differenziert nach Vertriebswegen entfällt der Rückgang überwiegend auf das Exportgeschäft (ein- schließlich Discount). Bedingt durch die erwähnten Preiserhöhungen sowie Änderungen im Produktmix sind die Umsatzerlöse von EUR 110,4 Mio. um 4,7 % auf rund EUR 115,7 Mio. angestiegen. Die Materialquote (Materialaufwand zu- züglich Bestandsveränderungen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) liegt bei 58,3 % (Vorjahr 58,0 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 3,1 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Höheren Erträ- gen aus der Auflösung von Rückstellungen stehen rückläufige Beträge aus Weiterbelastungen und anderen Kostenerstattungen gegenüber. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % auf rund EUR 17,9 Mio. angestiegen. Hier haben sich insbesondere eine leicht gestiegene Mitarbeiterzahl, Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Änderun- gen in der Mitarbeiterstruktur ausgewirkt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit rund EUR 22,0 Mio. auf dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23. Steigerungen insbesondere bei den Ausgangsfrachten (um EUR 0,5 Mio.), den Werbeauf- wendungen (um EUR 0,3 Mio.) und Mietaufwendungen (um EUR 0,3 Mio.) stehen Rückgänge hauptsächlich bei den Energiekosten (um EUR 0,4 Mio.) sowie bei den Instandhaltungsaufwendungen (um rund EUR 0,2 Mio.) gegenüber. Insgesamt liegt das operative Ergebnis bei EUR 7,7 Mio. nach EUR 7,2 Mio. im Vorjahr. Das Finanzergebnis liegt dagegen mit EUR 5,1 Mio. um rund EUR 0,3 Mio. über dem Niveau des Geschäfts- jahres 2022/23. Dies ist hauptsächlich auf höhere Beteiligungserträge sowie geringere Aufwendungen aus Verlustübernahme infolge einer positiven Ergebnisentwicklung bei der Reichsgraf von Kesselstatt GmbH zurückzuführen. Gegenläufig hat sich das spürbar gestiegene Zinsniveau auch auf unsere Finanzierungs- kosten ausgewirkt, insbesondere auch durch das Auslaufen von Darlehen mit Festzinsvereinbarungen aus der Niedrigzinsphase (bis 2022), die entsprechend der Marktentwicklung zu deutlich höheren Zinssätzen zu prolongieren waren. Insgesamt sind die Zinsaufwendungen von rund EUR 1,1 Mio. auf EUR 2,2 Mio. ange- stiegen. Die ergebnisabhängigen Steuern liegen in 2023/24 mit EUR 2,0 Mio. um EUR 0,3 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 1,7 Mio.). Hier haben sich körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Verlustvor- träge, Abweichungen bei der steuerlichen Gewinnermittlung sowie Zuführungen zu passiven latenten Steu- ern ausgewirkt. Der Jahresüberschuss 2023/24 beläuft sich auf EUR 10,8 Mio. nach EUR 10,3 Mio. in 2022/23. Unsere im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognose, nach der wir für den Jahresabschluss der Schloss Wachenheim AG von leicht steigenden Absatzmengen bei preisbedingt deut- lich steigenden Umsatzerlösen ausgegangen sind, haben wir nicht erreicht. Zwar konnten wir bei unseren Markenprodukten leichte Absatzzuwächse erzielen, die jedoch von rückläufigen Handelseigenmarkenvolu- mina deutlich überkompensiert wurden. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2023/24 war von Unsicherheiten und einer deutlich eingetrübten Verbraucherstimmung geprägt. Dagegen liegen die Ent- wicklungen des operativen Ergebnisses mit einem Plus von rund EUR 0,5 Mio. bzw. 6,6 % und des Jahres- überschusses, der gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um EUR 0,5 Mio. bzw. 4,8 % angestiegen ist, deutlich über der im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognose, die jeweils von einem spürbaren Rückgang ausgegangen ist. Hier haben sich insbesondere Änderungen gegenüber unseren Plan- annahmen im Absatzmix sowie bei Wein- und Rohmaterialpreisen ausgewirkt; daneben auch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie unter Plan liegende Werbeaufwendungen. In Anbetracht der ge- gebenen Rahmenbedingungen erachten wir den Geschäftsverlauf sowie die wirtschaftliche Lage des Un- ternehmens insofern insgesamt als positiv. Vermögenslage der Schloss Wachenheim AG Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 ist gegenüber dem Vorjahr um rund EUR 4,8 Mio. bzw. 3,0 % auf EUR 164,5 Mio. angestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 62,1 % leicht über dem Niveau des Vorjah- resstichtags (60,2 %). Der Bilanzwert der immateriellen Vermögenswerte liegt bei rund EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 3,0 Mio.). Plan- mäßige Abschreibungen haben die Zugänge an Software leicht überkompensiert. Der Buchwert der Sachanlagen hat sich von EUR 16,7 Mio. auf rund EUR 16,9 Mio. erhöht. Bei den Zugän- gen von insgesamt rund EUR 3,5 Mio. handelt es sich um Investitionen in Grundstücke und Gebäude, tech- nische Anlagen und Maschinen sowie übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Gegenläufig haben sich planmäßige Abschreibungen von EUR 3,3 Mio. ausgewirkt. Das Finanzanlagevermögen valutiert mit EUR 73,7 Mio. um EUR 1,5 Mio. über dem Vorjahreswert (EUR 72,2 Mio.). Die Steigerung resultiert aus einer Zuzahlung in das Eigenkapital der Rindchen’s Wein- kontor GmbH & Co. KG. Die Vorräte liegen mit rund EUR 41,7 Mio. um 4,8 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 43,8 Mio.). Nach einer Entspannung der Situation an den für uns relevanten Beschaffungsmärkten konnten wir unsere zum Vorjahresstichtag noch erhöhte Bevorratung wieder reduzieren. Gegenläufig haben sich insbesondere hö- here Weinpreise ausgewirkt. Der Bilanzwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist stichtagsbedingt von EUR 5,8 Mio. auf EUR 8,3 Mio. angestiegen. Der leicht gestiegene Stand an Forderungen gegen verbundene Unternehmen – EUR 16,5 Mio. gegenüber von EUR 16,3 Mio. zum 30. Juni 2023 – resultiert überwiegend aus höheren Salden aus der Finanzierung inländischer Tochtergesellschaften, teilweise kompensiert durch rückläufige Liefer- und Leistungsforderungen gegenüber ausländischen Konzerngesellschaften. Ursächlich für den An- stieg der sonstigen Vermögensgegenstände (um EUR 2,4 Mio.) waren in erster Linie höhere Verrechnungen aus dem Factoring, daneben auch gestiegene Forderungen aus nicht ertragsabhängigen Steuern. Die Pensionsrückstellungen valutieren leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Weiterhin sind die sonstigen Rückstellungen um EUR 0,5 Mio. bzw. 6,0 % auf EUR 7,9 Mio. zurückgegangen, was auf rückläufige Be- träge für ausstehende Rechnungen zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um rund EUR 1,6 Mio. auf EUR 12,4 Mio. zu- rückgegangen. Neben Stichtagseffekten haben sich hier auch leichte Preisreduzierungen insbesondere bei Umschließungsmaterialien und Energieträgern ausgewirkt. Auch die sonstigen Verbindlichkeiten sind um rund EUR 0,3 Mio. auf rund EUR 6,4 Mio. zurückgegangen, überwiegend infolge rückläufiger Schaumweinsteuerverbindlichkeiten sowie geringerer kreditorischer Debi- toren. Finanzlage der Schloss Wachenheim AG Zum 30. Juni 2024 wurde ein Betrag in Höhe von rund EUR 28,0 Mio. (Vorjahr EUR 26,8 Mio.) über Banken fremdfinanziert. Gleichzeitig sind auch die flüssigen Mittel gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht gestie- gen. Die Nettoverschuldung gegenüber Kreditinstituten hat sich damit gegenüber dem Vorjahresstichtag um rund EUR 1,2 Mio. erhöht. Die Finanzierung durch Gesellschafter liegt bei rund EUR 1,4 Mio. nach EUR 1,9 Mio. zum 30. Juni 2023. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unterteilen sich in langfristige Laufzeiten, d. h. länger als ein Jahr, mit einem Betrag von rund EUR 10,0 Mio. (Vorjahr EUR 11,0 Mio.) und kurzfristige Laufzeiten mit einem Betrag von EUR 18,0 Mio. (Vorjahr EUR 15,8 Mio.). Daneben wird zum Zwecke der Auslagerung von Ausfallrisiken und zur Liquiditätssicherung ein revolvierendes Factoring betrieben; zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von EUR 19,7 Mio. (Vorjahr EUR 20,5 Mio.) verkauft. Der Zinsaufwand im Geschäfts- jahr 2023/24 betrug insgesamt rund EUR 2,2 Mio. (Vorjahr EUR 1,1 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde wie im Vorjahr eine Dividende von EUR 0,60 pro Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet. Dies entspricht – in 2023/24 wie im Vorjahr – einer Ausschüttungssumme von rund EUR 4,8 Mio. Investitionen der Schloss Wachenheim AG Im Geschäftsjahr 2023/24 haben die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegen- stände insgesamt EUR 3,9 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) betragen. Dies betrifft ein an das Betriebsgelände der Schloss Wachenheim AG in Trier angrenzendes unbebautes Grundstück, technische Anlagen und Ma- schinen (insbesondere Anzahlungen für die zum Stichtag im Bau befindliche zweite Entalkoholisierungsan- lage am Standort Trier), andere Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software. Im Vorjahr waren hier zwei Zugmaschinen, technische Anlagen, IT-Hardware und andere Betriebs- und Geschäftsausstattung ent- halten. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aktivierungsfähige Ausgaben zur Erhaltung von Produktionseinrichtungen getätigt. Die Aufwendungen hierfür beliefen sich auf insgesamt EUR 2,1 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.). VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH DEM BILANZSTICHTAG Ereignisse, die nach dem Abschlussstichtag (30. Juni 2024) eintraten und für die Beurteilung der Vermö- gens-, Finanz- und Ertragslage der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns von Bedeutung wären, sind uns nicht bekannt. RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement- systems Das interne Kontrollsystem umfasst die Gesamtheit aller Überwachungsmaßnahmen zur Minimierung von Risiken in Unternehmensprozessen. Es ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen operativen und finanziellen Unternehmensrisiken zu adressieren sowie die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtli- chen Vorschriften sicherzustellen. Dazu zählen einerseits organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die in die Aufbau- oder in die Ablauforga- nisation integriert sind, wie beispielsweise Zutritts- und Zugriffsregelungen, Funktionstrennungen oder das Vier-Augen-Prinzip. Andererseits sind sowohl präventive als auch detektive Kontrollen, die in die Arbeitsab- läufe integriert sind und die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern vermindern bzw. solche auf- decken sollen, Bestandteil des internen Kontrollsystems. Hierzu zählen automatisierte sowie manuelle Kon- trollhandlungen. Daneben sind auch übergreifende Kontrollen (so genannte „high level controls“) als pro- zessunabhängige Überwachungsmaßnahmen eingerichtet. Die Verantwortung für die Implementierung, Ausgestaltung und Weiterentwicklung des internen Kontrollsys- tems obliegt dem Vorstand, die Überwachung von dessen Wirksamkeit dem Prüfungsausschuss des Auf- sichtsrats (§ 107 Abs. 3 Satz 2 AktG). Bei den rechtlich selbständigen Konzerngesellschaften obliegt diese Verantwortung den jeweiligen Geschäftsleitungsorganen, die ihrerseits bestimmte Verantwortlichkeiten an Prozessverantwortliche (i.d.R. Abteilungsleiter) delegieren können. Art und Umfang der implementierten Maßnahmen orientieren sich dabei an den Anforderungen und Fehlerrisiken aus der jeweiligen Geschäfts- tätigkeit bzw. in den jeweiligen Bereichen sowie den einschlägigen Vorschriften und Standards wie beispiels- weise aus dem IFS Food Standard (Standard für Auditierung der Produkt- und Prozesskonformität in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und -qualität). Die Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns sind aus ihrer Geschäftstätigkeit heraus zahlreichen Risiken, d.h. Entwicklungen oder Ereignissen, die sich negativ auf die Erreichung der konzernweiten Ziel- setzungen auswirken können, ausgesetzt. Das Risikomanagement hat die Aufgabe, Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, damit wir gegebenenfalls zeitnah gegensteuern können. Es besteht aus den Elementen Risikostrategie, Frühwarnsystem, Risikoidentifizierung, -klassifizierung und -steuerung sowie dem Überwachungs- und Kontrollsystem. Den Rahmen hierfür bildet eine konzernweit gültige Richtlinie. Im Zentrum unseres Risikomanagementsystems steht die Risikoinventur. Hierbei erfassen wir in einem IT- gestützten Risikomanagementsystem regelmäßig in allen Geschäftsbereichen die relevanten Risiken und bewerten sie im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und die möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen. Dabei werden die Eintrittswahrscheinlichkeiten in verschiedene Kategorien klassifiziert und mit der potenziellen Schadenshöhe multipliziert. In Unternehmensbereichs- und Ressort-, falls notwen- dig auch in Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen wird über die wesentlichen Risiken berichtet und über mögliche Gegenmaßnahmen beraten. Unsere Planungsprozesse, das Controlling sowie das Qualitätsma- nagement sind weitere Bestandteile des Risikomanagementsystems. Durch gewissenhafte Prüfungen versuchen wir, finanzielle und operative Risiken in einem überschaubaren Rahmen zu halten. Die vorhandenen Kontrollmechanismen funktionieren und haben sich in der Vergangen- heit bewährt. Insofern erachtet der Vorstand das interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagementsys- tem als angemessen und wirksam. Trotzdem werden wir diese auch in Zukunft permanent weiterentwickeln. Gleichzeitig gilt es, Chancen frühzeitig zu erkennen, zu nutzen und diese im Rahmen strategischer und operativer Entscheidungen gegen die entsprechenden Risiken abzuwägen. Dabei sind Chancen solche Ent- wicklungen und Ereignisse, die in der Zukunft zu einer positiven Abweichung zu unseren Prognosen bzw. zu unseren Unternehmenszielen führen. Eine Erfassung von Chancen im Rahmen des Risikomanagement- systems erfolgt nicht. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG lässt sich jedoch regelmäßig von den Fachabteilungen sowie von internen Arbeitsgruppen über Chancen berichten. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand sind konkrete Risiken aus der vergangenen oder der erwarteten künftigen Entwicklung, die den Fortbestand der Schloss Wachenheim AG nachhaltig gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten, nicht erkennbar. Seit Beginn des Ukraine-Krieges haben sich die Risiken jedoch insgesamt erhöht. Trotz aller Maßnahmen zur Reduzierung von Risiken können diese auch niemals völlig ausgeschlossen werden. Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem Ziele des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungs- prozess, das alle rechnungslegungsrelevanten Prozesse umfasst, sind die Identifikation und die Bewertung von Risiken, die den Abschluss wesentlich beeinflussen können. Erkannte Risiken können durch die Ein- führung von Maßnahmen und die Implementierung von entsprechenden Kontrollen gezielt überwacht und gesteuert werden. Prozessintegrierte und prozessunabhängige Kontrollen bilden die beiden Bestandteile des internen Über- wachungssystems der Schloss Wachenheim AG. Neben dem Vier-Augen-Prinzip sind maschinelle IT-Pro- zesskontrollen und automatisierte Validierungs- und Plausibilitätsprüfungen wesentliche Teile der prozess- abhängigen Kontrollen. Die für die Rechnungslegung relevanten Kontrollen richten sich insbesondere auf Risiken wesentlicher Falschaussagen in der Finanzberichterstattung. Die auf Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des in- ternen Kontrollsystems der Schloss Wachenheim AG stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstim- mung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Da- neben ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt und Vermögenswerte sowie Schul- den im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet werden. Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung der Schloss Wachenheim AG umfassen beispielsweise die Analyse der Geschäftsentwicklung anhand spe- zifischer Kennzahlen, aber auch die Detailanalyse von Einzelsachverhalten. Die Trennung von Funktionen wie Verwaltung, Ausführung, Abrechnung und Genehmigung sowie deren Wahrnehmung durch verschie- dene Personen dienen der Vermeidung von Missbrauch. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen und rechtlichen Umfeld der Schloss Wachenheim AG sowie die Identifizierung und Umsetzung neuer bzw. geänderter gesetzlicher und anderer Vorschriften zur Rechnungslegung. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften im Schloss Wachenheim-Konzern einschließlich der Vor- schriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) regeln die ein- heitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der in den Konzernabschluss einbezogenen inländi- schen und ausländischen Tochtergesellschaften. Dabei kommen ausschließlich solche IFRS zur Anwen- dung, die zum Zeitpunkt der Aufstellung von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen wurden. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls die Anpassung der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte bzw. die hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Daneben bestehen ein umfassender Katalog von Konzernvorgaben sowie ein vorgegebener Terminplan. Außerdem erfolgen auf Konzernebene auch die Aufbereitung und Aggregation von Daten für die Erstellung von Konzernlagebericht und Konzern- anhang. Entsprechend § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats den Rech- nungslegungsprozess sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird darüber hinaus durch ex- terne Abschlussprüfer in Stichproben überprüft. Die Prüfung des Konzernabschlusses sowie der einbezo- genen Gesellschaften stellt eine weitere wichtige, prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hin- blick auf den Konzernrechnungslegungsprozess dar. Daneben beurteilt der externe Konzernabschlussprü- fer auch die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungssystems der Schloss Wachenheim AG. Der Ab- schlussprüfer berichtet dem Aufsichtsrat und dem Vorstand über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prü- fung der Abschlüsse. Im Folgenden werden die Risiken und Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Fi- nanz- und Ertragslage des Schloss Wachenheim-Konzerns haben können, beschrieben und erläutert. Diese betreffen grundsätzlich alle Segmente bzw. Konzernunternehmen, sofern nicht explizit anders erwähnt. Risikomatrix Potenzielle Schadenshöhe Sehr hoch (über EUR 5 Mio.) Hoch 6 1 7 2 3 (EUR 3 Mio. bis EUR 5 Mio.) Mittel (EUR 1 Mio. bis EUR 3 Mio.) 4 5 8 10 Gering 9 (unter EUR 1 Mio.) Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr gering Gering Mittel Hoch (unter 10%) (10% bis 25%) (>25% bis 50%) (über 50%) 1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 6 Ausfallrisiken 2 Branchenentwicklung Qualität 7 3 Produktion und Beschaffung Rechtliche Risiken 8 4 Finanzierung 9 Personal 5 Entwicklung von Fremdwährungen 10 Informationstechnologie (IT) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns erzielen den Großteil ihrer Umsatzerlöse auf ihren jeweiligen Heimatmärkten. Daneben sind jedoch auch die Exportaktivitäten zunehmend von Bedeutung und tragen zu einer entsprechenden Risikodiversifizierung bei. Unsere Geschäftsentwicklung ist in hohem Maße von der Konsumlaune in diesen für uns wichtigen Märkten abhängig. Negative Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, aber auch exogene Schocks (z.B. aus kriegerischen Auseinandersetzungen und anderen geopolitischen Unruhen, Terroran- schlägen, aber auch durch behördliche Anordnungen zur Pandemiebekämpfung) können sich nachteilig auf die privaten Konsumausgaben und damit auch auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Dies gilt auch für mögliche Einfuhrrestriktionen hinsichtlich der von uns hergestellten bzw. vertriebenen Produkte in für uns wichtigen Exportländern. Umgekehrt können aus einer Erholung der Konjunktur positive Einflüsse und damit Chancen für unsere Geschäftsentwicklung resultieren. Für unsere Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht, Abschnitt „Gesamtwirtschaftliche Entwick- lung“. Negative Abweichungen von unseren Erwartungen hinsichtlich dieser Rahmenbedingungen können wesent- liche finanzielle Auswirkungen haben. Insofern beobachten wir laufend die volkswirtschaftlichen, wirtschafts- politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den Heimatländern unserer Konzernunternehmen sowie in den für uns wichtigen Exportländern, um bei Bedarf frühzeitig und gezielt auf die sich unter Um- ständen sehr kurzfristig wandelnden Marktgegebenheiten reagieren zu können. Hieraus können sich für den Schloss Wachenheim-Konzern auch Chancen ergeben. Um die Risikopotenziale zu reduzieren, waren und sind unsere organisatorischen und/oder investiven Maßnahmen stets darauf ausgerichtet, die Fähigkeit der Konzernunternehmen zur Anpassung an sich schnell ändernde Markt- und Umfeldsituationen zu optimieren. Die gesamtwirtschaftliche Lage in den für uns wichtigen Beschaffungs- und Absatzländern war im Ge- schäftsjahr 2023/24 von einer eingetrübten Konsumlaune geprägt. Trotz wieder rückläufiger Inflationsraten ist der Anstieg der Lebenshaltungskosten nach wie vor spürbar, obwohl zunehmende Lohn- und Gehaltser- höhungen die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der Verbraucher zumindest teilweise kompensieren. Da- neben führen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung tendenziell zu einem An- stieg der Sparneigung, was wiederum bremsend auf eine nachhaltige Erholung der Verbraucherstimmung wirkt. Für das Geschäftsjahr 2024/25 gehen wir davon aus, dass sich die Konjunktur in den für uns wichtigen Absatzmärkten wieder erholen wird, wenn auch mit einer vergleichsweise geringen Dynamik. Daneben er- warten wir, dass die Kaufkraftverluste der Verbraucher zunehmend durch weitere Lohn- und Gehaltssteige- rungen kompensiert werden, was sich positiv auf deren Konsumbereitschaft auswirken und insbesondere dem für uns wichtigen Jahresendgeschäft positive Impulse geben kann. Allerdings könnte sich die Situation in den nächsten Monaten auch wieder verschärfen, insbesondere mit Blick auf mögliche weitere Eskalationen der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Folgen hieraus können erneute Belastungen aus Rohstoff- und Energiepreisen sein, die zu weiteren Kostenanstiegen für Unternehmen, aber auch zu erneuten Kaufkraftverlusten für private Haushalte führen. Auch weitere belas- tende Faktoren, wie andere geopolitische Spannungen oder Handelskonflikte, können sich kurz- oder mit- telfristig spürbar auf die Geschäftsentwicklung des Schloss Wachenheim-Konzerns auswirken. Branchenentwicklung Die fortschreitende Konzentration und die Globalisierung in Handel und produzierender Industrie bieten für den Konzern Chancen und Risiken zugleich. Dem Druck auf die Verkaufspreise und Konditionen, der sich weiter fortsetzen wird, stehen Chancen wie der weitere Ausbau unseres Marken- und Handelseigenmarken- geschäftes im In- und Ausland gegenüber. Auf der Absatzseite bestehen die Risiken nach wie vor im weiterhin hohen Preisbewusstsein der Verbrau- cher, getrieben durch den verschärften Wettbewerb im Handel, sowie in der hohen Abhängigkeit von immer weniger, dafür aber immer größeren Kunden. Liefervereinbarungen sind üblicherweise nur für relativ kurze Zeiträume abgeschlossen und bergen insofern Prolongations- bzw. Beendigungsrisiken, die sich spürbar auf die Auslastung unserer Ressourcen sowie unsere Marktanteile auswirken können. Im Endkundenge- schäft, und hier speziell im Online-Handel, herrscht eine hohe Preistransparenz mit entsprechendem Druck auf Preise und Margen, der wir mit einem hohen Anteil exklusiv bei uns erhältlicher Produkte begegnen. Diese Marktgegebenheiten sind in unserer Branche immanent. Die bestehende Konzentration unserer Absatzanteile auf die Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen stellt für den Schloss Wachenheim-Konzern ein weiteres Risiko dar, dem wir mit einer Fokussierung auf den weiteren Ausbau unserer Exportaktivitäten bzw. dem Erschließen neuer Exportmärkte begegnen. Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine ist allerdings das Geschäft mit Kunden in Russland, einem wichtigen Export- markt des französischen Teilkonzerns, spürbar eingebrochen. Nach einer temporären Erholung im Ge- schäftsjahr 2022/23 gab es in 2023/24 dort erneut einen starken Rückgang, und zwar infolge einer deutli- chen und sehr kurzfristig umgesetzten Erhöhung der dortigen Importzölle und Verbrauchsteuern, die zu einer spürbaren Verteuerung unserer Produkte für die Verbraucher führten. Insofern ist dieses Geschäft mit anhaltend großen Unsicherheiten verbunden, wobei dieses – gemessen an den Konzern-Umsatzerlösen – in den vergangenen Jahren lediglich einen Anteil zwischen 1 % und 3 % hatte. Der Schutz sowie der weitere Ausbau von Bekanntheit, Image und Positionierung unserer Marken auf den von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägten Absatzmärkten sind essenziell für die Geschäftsentwick- lung der Unternehmensgruppe. Das Verpassen von Trends kann sich ebenso wie eine Verfehlung der Ver- braucherpräferenzen nachteilig auf die geplante Geschäftsentwicklung und auf unsere Wettbewerbsposition auswirken. Innovation ist für unser Geschäftsmodell ein zentraler Erfolgsfaktor. Neben dem rechtlichen Schutz der Mar- ken haben daher laufende Marktforschungen und Studien im Hinblick auf deren Image, Design und Qualität eine hohe Priorität. Dadurch werden die Risiken und Chancen, die sich aus Veränderungen in den Markt- bzw. Verbrauchertrends – wie beispielsweise der Entwicklung des Konsums alkoholischer bzw. entalkoho- lisierter Getränke – ergeben, frühzeitig erkannt und in den eigenen Sortimenten umgesetzt. Daneben sind die laufende Beobachtung der Märkte und Medien, eine konsequente Ausrichtung unserer Sortimente an den Verbraucherbedürfnissen und -präferenzen sowie die Unterstützung der Markenentwicklung durch ziel- gerichtete Marketingmaßnahmen wesentliche Bestandteile unserer Markenführung. Erhöhte Wertminde- rungsrisiken für unsere Marken infolge veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, den jüngsten Ent- wicklungen auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten oder der aktuellen Krisen – insbesondere den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten – sehen wir derzeit nicht. Nichtsdestotrotz besteht bei innova- tiven Produkten stets das Risiko, dass diese von Kunden und Verbrauchern nicht bzw. nicht im erwarteten Umfang angenommen werden. Chancen können sich für den Konzern auch aus dem Ausbau des Endkundengeschäfts sowie einer weiter- hin wachsenden Bedeutung des Online-Handels ergeben, auch wenn dieser Bereich in 2023/24 vor dem Hintergrund von Preissteigerungen und einem anhaltend eingetrübten Konsumumfeld erneut rückläufig war. Die Möglichkeit, Einkäufe unabhängig von Standort und Ladenöffnungszeiten zu tätigen und die Waren bis nach Hause liefern zu lassen, wird von den Verbrauchern zunehmend geschätzt. Insofern sehen wir mittel- und langfristig für diesen Vertriebskanal weiterhin ein hohes Wachstumspotenzial. Produktion und Beschaffung Im Produktionsbereich haben wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls unserer Anlagen und damit verbundener Effizienzverluste durch kontinuierliche Modernisierung und Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitgehend reduziert. Teilweise können auch Produktionskapazitäten anderer Konzernunternehmen oder Externer kurzfristig genutzt werden. Zudem sind für Großschäden und Betriebs- unterbrechungen entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Besondere Risiken liegen dagegen in der Preisentwicklung und der Verfügbarkeit von Wein, die in den letz- ten Jahren von hohen Volatilitäten geprägt waren. Als Naturprodukt hängen Preise und Qualität von den jeweiligen Ernten in den für uns relevanten Anbauregionen ab, die insbesondere auch durch Extremwetter- lagen beeinflusst werden. Nachdem es zuletzt in der Ernte 2020 zu leichten Preisrückgängen kam, bedingt durch gute Erntemengen in den für uns relevanten Anbaugebieten, sind die Preise in den drei folgenden Jahren (2021 bis 2023) für die jeweiligen Ernten – zusammen mit den Transportkosten von den Anbauge- bieten bis zu unseren Produktionsbetrieben – jeweils wieder deutlich gestiegen. Wir stellen uns diesen Prob- lemen einerseits mit langfristigen Lieferantenverbindungen, andererseits aber auch mit einer breiten Diver- sifizierung der Einkaufsquellen, und wirken damit diesen Risiken entgegen. Chancen ergeben sich zudem aus der Möglichkeit, Weine aus Drittländern für Teile unseres Produktsortiments zu verarbeiten und unsere Beschaffungsquellen weiter zu diversifizieren. Dennoch erhöhen die Auf- und Abwärtsbewegungen, die sich aufgrund unserer Produktionsabläufe insbesondere in Deutschland auch erst zeitverzögert auf unser Ge- schäft auswirken, die Komplexität bei der Ausgestaltung unserer Abgabepreise. Die Preis- und Verfügbarkeitsrisiken beim Warenumschließungsmaterial sowie bei den Hilfs- und Betriebs- stoffen hatten sich nach Beginn des Krieges in der Ukraine spürbar erhöht. Nachdem dort mehrere Glas- werke beschädigt wurden oder ihren Betrieb zeitweise reduziert bzw. eingestellt haben, verlagerte sich die Nachfrage auf die Glashütten in Westeuropa, was dort entsprechend zu Kapazitätsengpässen führte. Ver- schärft wurde dies durch das zeitgleiche planmäßige Herunterfahren mehrerer Glaswannen in anderen Län- dern Europas und einer entsprechenden temporären Verknappung der dortigen Produktionskapazitäten. Dies wiederum hatte zur Folge, dass bestimmte Flaschenfarben und -formen zeitweise nicht verfügbar wa- ren; daneben führten die stark gestiegenen Energiepreise zu entsprechenden Verteuerungen. Ähnliche Si- tuationen gab es auch bei anderen für uns relevanten Rohmaterialien wie Kartonagen und anderen Um- schließungsmaterialien, aber auch bei unseren unmittelbaren Bezügen von Energieträgern (Strom, Gas, Öl) sowie bei CO2. Dies führte in den Vorjahren zu Verschiebungen in unseren Produktionsplanungen sowie zu Verzögerungen und Ausfällen bei der Belieferung unserer Kunden. Im Geschäftsjahr 2023/24 hat sich die Situation jedoch entspannt, und infolgedessen haben sich auch die entsprechenden Risiken wieder redu- ziert. Neuerliche Verschärfungen können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Derartigen Preis- und Verfügbarkeitsrisiken begegnen wir mit einer konzernweiten globalen Einkaufsstrate- gie und, soweit möglich, längerfristigen Lieferverträgen. Wir beobachten die relevanten Märkte und Trends fortlaufend und reagieren kurzfristig und flexibel auf sich abzeichnende Tendenzen und sich ändernde Ma- terialverfügbarkeiten, insbesondere durch frühzeitige Bezüge und einem entsprechenden Aufbau von Si- cherheitsbeständen. Chancen ergeben sich hier durch eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten bei der Verbesserung bestehender und der Entwicklung neuer und innovativer Pro- dukte. Rückläufig waren im Geschäftsjahr 2023/24 auch die Risiken im Zusammenhang mit der Erdgasversorgung in Deutschland und Europa. Nach Einstellung der Gaslieferungen aus Russland durch die Pipeline Nord Stream 1 Mitte 2022 war das Risiko einer Gasmangellage, und damit verbunden einer Rationierung der zur Verfügung stehenden Gasmengen auf Basis behördlicher Vorgaben, deutlich erhöht. Dies konnte bislang jedoch stets abgewendet werden. Aktuell beurteilt die Bundesnetzagentur die Gasversorgung in Deutsch- land als stabil und die Versorgungssicherheit als gewährleistet. Die Gefahr einer angespannten Gasversor- gung wird aktuell als gering eingeschätzt, zumal das Ziel bei den Speicherfüllständen von 85 % bis zum 1. Oktober 2024 bereits im Juli 2024 erreicht wurde. Dennoch verbleiben insbesondere für den Fall eines kalten Winters 2024/25 Restrisiken. Insofern wurden und werden an allen Standorten entsprechende Maß- nahmen zur Umstellung auf alternative Energieträger umgesetzt. Allerdings kann sich eine derartige Situa- tion auch temporär auf die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten insbesondere im Glas- und Kartonagenbereich auswirken, was die Preis- und Verfügbarkeitsrisiken der von uns benötigten Materialien erneut erhöhen würde und spürbare Folgen für die Finanz- und Ertragslage der Unternehmensgruppe haben kann. Finanzierung Die Schloss Wachenheim AG und ihre Tochtergesellschaften finanzieren sich im Wesentlichen durch kurz- und mittelfristige Bankkredite sowie durch Factoring und Leasing. Die Bankkredite der Konzernunternehmen und deren sonstige zinsabhängige Kostenfaktoren (Factoring und Leasing) sind überwiegend mit kurzfristigen Zinsbindungen ausgestattet. In Abhängigkeit von der Entwick- lung der Kapitalmarktzinsen ergeben sich hierdurch sowohl Chancen als auch Risiken. Weiterhin enthalten unsere Darlehensverträge teilweise marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkenn- zahlen (Covenants), deren Verletzung zu Konditionsverschlechterungen führt. Daneben kann eine Fortset- zung der Finanzierung einem Zustimmungsvorbehalt der finanzierenden Bank unterliegen. Der Vorstand überwacht die Covenants fortlaufend. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden diese stets eingehalten; auf Basis unserer Planungen ist auch künftig nicht von einer Verletzung der Covenants auszugehen. Derivative Finanzinstrumente setzen wir ausschließlich zur Risikoreduzierung ein, wobei sich Veränderun- gen der Kapitalmarktzinsen auf den beizulegenden Zeitwert dieser Finanzinstrumente und damit auf das Finanzergebnis auswirken. Der Vorstand überwacht fortlaufend die Zinsentwicklung und schließt nach sei- ner Markteinschätzung gegebenenfalls entsprechende Sicherungsgeschäfte ab. Derivative Finanzinstru- mente werden nur mit großen Banken geschlossen; insofern ist das hieraus resultierende Ausfallrisiko ge- ring. Die dauerhafte Liquiditätsversorgung stellen wir einerseits durch noch nicht ausgenutzte Kreditlinien (zum 30. Juni 2024 rund EUR 57 Mio.) und andererseits durch die Möglichkeit zur Emission von Eigen- bzw. Fremdkapitaltiteln sicher. Finanzmittelbedarf und Liquidität werden fortlaufend überwacht. Im Geschäftsjahr 2023/24 kam es wie im Vorjahr zu keinen Einschränkungen unserer Liquiditätsversorgung. Prolongationsri- siken im Zusammenhang mit Darlehensaufnahmen sind nicht erkennbar, wenngleich gestiegene Zinssätze unsere Finanzierung entsprechend verteuern. Für die Kreditaufnahmen in Ostmitteleuropa werden umfangreiche Sicherheiten gestellt. Der deutsche und der französische Teilkonzern erhalten alle kurz- und langfristigen Kredite ohne Sicherheiten. Trotz eines spürbar gestiegenen Zinsniveaus und weiterhin bestehender Zinsänderungsrisiken schätzen wir die Auswirkungen hieraus als gering ein. Nach wie vor betrachten wir den Konzern als solide und risikoarm finanziert. Entwicklung von Fremdwährungen Weitere Risiken und Chancen ergeben sich aus der Veränderung von Wechselkursen. Während in Deutsch- land und Frankreich Umsatzerlöse und Kosten überwiegend in der gleichen Währung anfallen, werden nicht unbeachtliche Teile des Beschaffungsvolumens der ostmitteleuropäischen Konzerngesellschaften im Euro- raum bezogen. Damit hat die Kursentwicklung dort – wie auch bei unseren Kunden außerhalb des Eu- roraums – Auswirkungen auf die lokalen Einstandspreise und damit auch auf Margen bzw. Preisstellung unserer Produkte in diesen Ländern. Zum 30. Juni 2024 bestanden bei den Konzernunternehmen Fremd- währungsforderungen im Gegenwert von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,1 Mio.) und Fremdwährungsverbind- lichkeiten von EUR 15,3 Mio. (Vorjahr EUR 16,7 Mio.). Daneben sind auch zahlreiche unserer Mietverträge in Polen – insbesondere für die eigenen Weinfachgeschäfte – auf Euro-Basis abgeschlossen. Daneben können sich Währungsschwankungen auch aufgrund der Konzernfinanzierung von Tochtergesell- schaften im ostmitteleuropäischen Teilkonzern auf das Finanzergebnis auswirken. Derartige Währungs- schwankungen sind grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Dagegen werden Wäh- rungseffekte, die sich aus der Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernab- schluss einbezogenen ausländischen Konzerngesellschaften ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst und erst im Fall einer Entkonsolidierung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG sowie die Geschäftsleitungen der einzelnen Konzerngesell- schaften überwachen die Entwicklung der relevanten Wechselkurse fortlaufend und schließen nach ihrer Markteinschätzung gegebenenfalls entsprechende Sicherungsgeschäfte (Options- oder Termingeschäfte) ab. Dennoch können sich jederzeit mögliche Fremdwährungsschwankungen spürbar auf die Ertragslage des Konzerns auswirken. Ausfallrisiken Das Ausfallrisiko aus Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in der Höhe der positiven Zeitwerte gegenüber den je- weiligen Kontrahenten. Derartigen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl präventiver Kontrollmaßnahmen. Hierzu zählen eine laufende Prüfung und Überwachung von Bonität und Zahlungsverhalten unserer Kunden sowie die Definition von Obergrenzen für Forderungen (Kreditlimite). Weiterhin liegen für einen Teil unserer Forderungen Sicherheiten vor, wie beispielsweise Warenkreditversicherungen oder Delkrederevereinbarun- gen. Teilweise werden Lieferungen auch auf Basis von Vorauskassevereinbarungen abgewickelt. Risiken aus originären Finanzinstrumenten wird durch gebildete Wertberichtigungen hinsichtlich möglicher Forderungsausfälle Rechnung getragen. Darüber hinaus werden derartige Risiken durch den Einsatz von Factoring reduziert. Insgesamt können sich aus möglichen Ausfällen hohe Auswirkungen für die Unternehmen der Schloss Wa- chenheim-Gruppe ergeben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedoch als sehr gering eingeschätzt. Qualität Eine dauerhaft hohe Qualität unserer Produkte ist von großer Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Qua- litätsminderungen können zu absatzmindernden Imageverlusten führen. Aus diesem Grund liegt ein erheb- liches Augenmerk darauf, die hohen Qualitätsstandards konzernweit durch geeignete, risikoorientierte und kontinuierlich verbesserte Maßnahmen unseres Qualitätsmanagements sicherzustellen. Diese reichen von Audits bei unseren Weinlieferanten über Wareneingangskontrollen bis hin zu eigenen und externen Labor- analysen unserer Fertigerzeugnisse. Daneben sind Notfall- und Krisenmanagementsysteme implementiert, die maßgeblich zu einer Begrenzung möglicher Schäden beitragen. Das Qualitätsmanagement in den Konzernunternehmen wird fortlaufend auch durch externe Zertifizierungen überprüft, wie beispielsweise nach dem IFS Food Standard (Standard für Auditierung der Produkt- und Pro- zesskonformität in Bezug auf Lebensmittelsicherheit und -qualität). Wir arbeiten weiter konsequent an der Qualitätssteigerung unserer Produkte und Optimierung unserer Sicherheitsstandards und erhöhen so die Chancen für unsere Unternehmensgruppe, bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken. Der Eintritt eines Krisenfalls könnte hohe finanzielle Auswirkungen für die Unternehmensgruppe haben. In Anbetracht der getroffenen Maßnahmen schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit derartiger Schadens- fälle und damit die verbleibenden Risiken jedoch als sehr gering ein. Rechtliche Risiken Ebenso ergeben sich Risiken aus unerwarteten Gesetzesänderungen hinsichtlich der Herstellung, Beschaf- fenheit und Inverkehrbringung unserer Produkte. Auch aus der veränderten Auslegung bestehender Ge- setze und Verordnungen durch die Lebensmittel- und Weinüberwachungsbehörden können sich neue Risi- ken ergeben. Dies schließt Änderungen bei der Verbrauchsbesteuerung der von uns hergestellten bzw. in Verkehr gebrachten Waren in den für uns relevanten Absatzländern sowie geänderte Deklarations- und Kennzeichnungspflichten im In- und Ausland ein. Risiken können schließlich auch aus Verschärfungen der für die Vermarktung und Bewerbung unserer Produkte relevanten Rahmenbedingungen resultieren. Wir sind bestrebt, diese Risiken durch regelmäßigen Kontakt und Meinungsaustausch mit den staatlichen Instanzen und über die aktive Mitwirkung in unseren Branchenverbänden im In- und Ausland vorzeitig zu erkennen bzw. unerwünschten Entwicklungen entgegenzuwirken. Produkt-, Haftungs- und Umweltrisiken begrenzen wir mit Hilfe unserer Qualitätssicherung, die in unserem Qualitätsmanagementhandbuch definiert ist. Zusätzlich reduzieren Versicherungen die finanziellen Folgen eventueller Schäden. Der Umfang der Versicherungen, mit denen verbleibende Restrisiken begrenzt oder ganz ausgeschlossen werden sollen, wird regelmäßig überprüft. Um Risiken aus privat-, wettbewerbs-, datenschutz-, patent-, marken-, steuer- und zollrechtlichen Sachver- halten, Regelungen und Gesetzen zu begrenzen, überwachen wir fortlaufend und sorgfältig die Einhaltung unserer Verpflichtungen und haben hierfür entsprechende organisatorische Maßnahmen implementiert. Da- bei stützen wir unsere Entscheidungen auch auf den Rat externer Sachverständiger. Aus Änderungen in den rechtlichen Rahmenbedingungen können spürbare Auswirkungen für die Unterneh- mensgruppe resultieren; die Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedoch als gering eingeschätzt. Personal Der Erfolg des Schloss Wachenheim-Konzerns ist wesentlich von der Qualifikation und der Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Konzernunternehmen abhängig. Risiken können einerseits aus der Fluktuation, andererseits aus einem sich immer weiter verschärfenden Mangel an verfügbaren Fach- und Führungskräften resultieren. Mit umfassenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, leistungsgerechten Vergütungen sowie einer vo- rausschauenden Nachfolgeplanung werden diese Risiken begrenzt. Ziel ist es, Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Zugleich ist dies – neben guten Arbeitsbedingungen und Mitarbeiterzufriedenheit – notwendige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Unterneh- mensgruppe. Insofern motivieren wir unsere Mitarbeiter auch, diese Entwicklung über ein betriebliches Vor- schlagswesen mit Verbesserungsvorschlägen und neuen Ideen mitzugestalten, wodurch sich wiederum Chancen ergeben. Daneben stärken wir die Positionierung unserer Konzernunternehmen als attraktive Ar- beitgeber durch umfassende „Employer Branding“-Maßnahmen. Insgesamt sehen wir im Bereich Personal keine wesentlichen Risiken und schätzen die verbleibenden Risi- ken als gering ein. Informationstechnologie (IT) Die Geschäftsprozesse der Schloss Wachenheim AG und ihrer Konzerngesellschaften werden in hohem Maße durch IT-Systeme gestützt. Durch die damit erzielbaren Verbesserungen der Prozessabläufe ergeben sich einerseits Chancen, andererseits können Störungen oder Ausfälle derartiger Systeme zu spürbaren Beeinträchtigungen der Geschäftsprozesse sowie der Auftragsabwicklung führen. Die Minimierung dieser Risiken hat daher für das Unternehmen einen hohen Stellenwert. Die IT-Verfügbar- keit wird durch Redundanz relevanter Systeme sichergestellt; Risiken aus Hacking- oder Virenangriffen be- gegnen wir mit entsprechenden Sicherheits- bzw. Notfallkonzepten. Infolge des weiter gestiegenen Risikos von Cyberangriffen haben wir unsere Präventions- und Schutzmaßnahmen sowie unsere Sicherheitsinfra- struktur in 2023/24 erneut verstärkt. Umfassende Berechtigungs- und Verschlüsselungskonzepte dienen der Sicherstellung der Vertraulichkeit schutzbedürftiger Daten. Weiterhin haben wir technische und organisato- rische Vorkehrungen zur Vermeidung von Datenverlusten implementiert, wie beispielsweise redundante Da- tenhaltung und räumliche Trennung von Rechenzentren und deren Backupzielen. Backup- und Wiederan- laufpläne werden regelmäßig überarbeitet, getestet und aktualisiert. Laufende Schulungen u.a. zum Thema Cybersicherheit halten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem technisch neuesten Stand. Schließ- lich werden auch in diesem Bereich die finanziellen Folgen etwaiger Schäden durch entsprechende Versi- cherungen reduziert. Obwohl sich die Risikosituation im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 in diesem Bereich weiter verschärft hat, sehen wir aufgrund der implementierten Sicherheitskonzepte aktuell keine wesentlichen Risiken. Den- noch werden wir unsere Strategien kontinuierlich anpassen und weiterentwickeln, um auch in Zukunft hohen Sicherheitsstandards gerecht zu werden. Sonstige Risiken Weitere wesentliche Risiken sind nach unserer Einschätzung nicht gegeben. AUSBLICK Das Geschäftsjahr 2023/24 war insbesondere in Frankreich, aber auch in Deutschland von spürbaren Ab- satzrückgängen in einem herausfordernden Marktumfeld geprägt. Akquisitionsbedingt konnte dagegen in Ostmitteleuropa an die Absatzvolumina des Vorjahres angeknüpft werden. Der konzernweit erzielte Um- satzanstieg war in erster Linie preisbedingt, aber auch durch Verschiebungen im Artikelmix sowie Wäh- rungseffekte beeinflusst. Mit Blick auf die für uns wichtigen Absatzmärkte belastete ein spürbarer Anstieg der Lebenshaltungskosten die verfügbaren Einkommen der Verbraucher und entsprechend auch die Konsumlaune in den Heimatlän- dern unserer Konzernunternehmen. Zwar waren die Inflationsraten im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 wieder rückläufig, liegen aber nach wie vor auf einem erhöhten Niveau. Auf der Beschaffungsseite waren wir einmal mehr mit Preissteigerungen bei Wein (Ernte 2023) und anderen relevanten Rohstoffen konfrontiert, was sich teilweise bereits in 2023/24 ausgewirkt hat. Aber auch bei den Personal- und den Sachkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr teilweise spürbare Steigerungen erge- ben, die nur partiell durch entlastende Effekte (beispielsweise bei den Energiekosten) kompensiert wurden. Daneben wirkten sich höhere Finanzierungskosten infolge eines gestiegenen Zinsniveaus auf die Entwick- lung des Vorsteuerergebnisses aus. Infolge dieser Entwicklungen war es auch im Geschäftsjahr 2023/24 notwendig, ungeachtet der für Verbrau- cher schwierigen Situation, in allen operativen Teilkonzernen ebenfalls Preiserhöhungen umzusetzen. Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir jedoch, dass sich die Konjunktur in den für uns wichtigen Ab- satzmärkten wieder erholen wird, wenn auch mit einer eher verhaltenen Dynamik. Weiterhin werden die Kaufkraftverluste der Verbraucher zunehmend durch Lohn- und Gehaltssteigerungen kompensiert. Insofern gehen wir auch von einer schrittweisen Aufhellung der Verbraucherstimmung aus, mit positiven Impulsen insbesondere auf das für uns wichtige Jahresendgeschäft. Mit Blick auf die für uns relevanten Marktsegmente erwarten wir nach wie vor unterschiedliche Entwicklun- gen. So waren die Märkte für Sekt, Schaumwein und Perlwein in Deutschland und Frankreich in den letzten Jahren – abgesehen von den Zeiten der „Lockdowns“ – mengenmäßig grundsätzlich stabil bis leicht rück- läufig. Ähnliches gilt für die Entwicklung der dortigen Stillweinmärkte. In Ostmitteleuropa haben sich die Marktwachstumsraten der vergangenen Jahre seit 2022/23 dagegen abgeflacht, so dass wir dort auch für 2024/25 von einer Seitwärtsentwicklung der für uns relevanten Märkte ausgehen. Eine positive Dynamik erwarten wir dagegen weiterhin bei entalkoholisierten Getränken in Deutschland und in Ostmitteleuropa. Weiterhin zuversichtlich sind wir hinsichtlich der Entwicklung des Online-Geschäfts insbesondere in Deutschland. Auch wenn sich das Geschäftsvolumen dort nach der starken Entwicklung zu den Zeiten der „Lockdowns“ wieder deutlich relativiert hat, gehen wir davon aus, dass sich dieser Vertriebsweg mittel- bis langfristig einer wachsenden Beliebtheit erfreuen wird. Trotz dieser anhaltend herausfordernden Marktsituation gehen wir für das Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt von stabilen bis leicht steigenden Absatzmengen aus, jedoch mit unterschiedlichen Entwicklungen in den operativen Teilkonzernen. • In Deutschland erwarten wir eine spürbar aufwärtsgerichtete Entwicklung der Absatzvolumina, ge- tragen insbesondere von der Entwicklung des Inlandsgeschäfts bei der Schloss Wachenheim AG, und dort sowohl im Marken- als auch im Handelseigenmarkenbereich. Zur Stützung der Geschäfts- entwicklung planen wir weiterhin umfangreiche Marketing- und Werbeaktivitäten, wobei erneut un- sere wichtigen Marken Light Live, Eisberg und Robby Bubble, aber auch die Marke Schloss Wa- chenheim, im Mittelpunkt stehen werden. Auch für den Wein-Retailbereich gehen wir von einem gegenüber 2023/24 wieder aufwärtsgerichteten Geschäftsverlauf aus. Hierzu haben wir bereits ver- schiedene Maßnahmen eingeleitet, zu denen neben Aktivitäten zur Absatzförderung in unseren Filialen auch solche zur Stärkung des B2B- sowie des Online-Geschäfts zählen, um unsere Wachs- tumsziele auch in diesem Bereich zu erreichen. • Für den französischen Teilkonzern erwarten wir dagegen lediglich stabile bis leicht steigende Ab- satzmengen, was auf die Entwicklung auf dem französischen Inlandsmarkt zurückzuführen ist. Während wir im Markenbereich von weitgehender Stabilität ausgehen, erwarten wir leichte Steige- rungen im Handelseigenmarkengeschäft. Nichtsdestotrotz werden wir auch in Frankreich unsere wichtigen Marken in 2024/25 mit hohen Marketing- und Werbeaufwendungen stützen. • Auch für Ostmitteleuropa gehen wir vor dem Hintergrund der erwarteten Seitwärtsentwicklungen bei den für uns relevanten Produktkategorien, aber auch unter Berücksichtigung unserer dortigen Marktpositionen, in allen Ländern von stabilen bis leicht steigenden Absatzvolumina aus. Da die im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 erhöhten Abgabepreise in 2024/25 über das gesamte Ge- schäftsjahr wirken, erwarten wir bei der Umsatzentwicklung konzernweit eine gegenüber der Absatzentwick- lung leicht überproportionale Dynamik und – zusammen mit den erwarteten Veränderungen im Absatzmix – eine Steigerung in einer Bandbreite zwischen 5 % und 7 %. Differenziert nach operativen Teilkonzernen gehen wir in Deutschland von deutlichen Steigerungen, in Frankreich und Ostmitteleuropa dagegen von einer weniger ausgeprägten aufwärtsgerichteten Entwicklung aus. Für den Jahrgang 2024 rechnen wir in den für uns relevanten Weinanbaugebieten im Großen und Ganzen mit einer leicht unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liegenden Ernte. Aufgrund der geringen Erntemen- gen im Jahr 2023 sind europaweit die Bestände in den Kellern äußerst gering. Dies wird die Weinpreise moderat beeinflussen, was sich bei uns allerdings – je nach Produktkategorie – erst zeitversetzt auswirken wird. Bei Umschließungsmaterialien gehen wir insgesamt von einer Seitwärtsbewegung aus. Spürbare Steigerungen erwarten wir dagegen bei den Personalaufwendungen in Deutschland und in Ost- mitteleuropa. In Frankreich werden diese aufgrund der Reduzierung der Mitarbeiterzahl im Verlauf des Ge- schäftsjahres 2023/24 infolge der Produktionsverlagerung von Wissembourg nach Tournan-en-Brie dage- gen auf einem leicht niedrigeren Niveau erwartet. Bei den übrigen Sachkosten gehen wir insgesamt von weiteren leichten Steigerungen aus. Daneben planen wir auch für 2024/25 umfangreiche Marketing- und Werbeaktivitäten für unsere Marken, die neben klassi- schen Formaten auch Online- und Social Media-Aktivitäten umfassen. Auch für das Geschäftsjahr 2024/25 planen wir Investitionen – insgesamt rund EUR 20 Mio. – mit dem Ziel, Qualität und Effizienz der Produktion und unserer betrieblichen Prozesse weiter zu optimieren. Hier sind insbesondere die Erneuerung von Produktionsanlagen in Ostmitteleuropa (Bilgoraj und Bukarest), die Fer- tigstellung unserer zweiten Entalkoholisierungsanlage in Trier sowie die Finalisierung der Integration der Produktionskapazitäten aus Wissembourg in Tournan-en-Brie zu nennen. Weitere Investitionsschwerpunkte sind unsere ERP-Systeme in Deutschland und Polen. Auch für den Kauf von weiteren Marken und Unter- nehmen sind wir nach wie vor offen, sofern dies in die Gesamtstrategie der Unternehmensgruppe passt. Auf der Finanzierungsseite rechnen wir mit leicht rückläufigen Zinsen und einem Wechselkurs des polni- schen Zloty in etwa auf dem durchschnittlichen Niveau in 2023/24. Die Entwicklung der Wechselkurse der für uns relevanten Währungen Ostmitteleuropas werden wir weiterhin aufmerksam beobachten und gege- benenfalls entsprechende Sicherungsmaßnahmen umsetzen. Summa summarum erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024/25 neben konzernweit stabilen bis leicht stei- genden Absätzen und preisbedingt überproportionalen Umsatzsteigerungen im Schloss Wachenheim-Kon- zern ein operatives Ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite zwischen EUR 31 Mio. und EUR 33 Mio. (2023/24: EUR 28,2 Mio.) und einen Konzernjahresüberschuss zwischen EUR 20 Mio. und EUR 22 Mio. (2023/24: EUR 18,5 Mio.). Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den französischen Teilkonzern zurückzuführen, wo neben dem Wegfall der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Produktionsverlagerung von Wissem- bourg nach Tournan-en-Brie auch zunehmend die mit dieser Maßnahme einhergehenden Einsparungen bei den Sach- und Personalkosten realisiert werden. In Ostmitteleuropa gehen wir von einer weitgehenden Sta- bilität der genannten Ergebnisgrößen aus. Dagegen werden wir in Deutschland das Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2023/24 voraussichtlich nicht wieder erreichen. Spürbare Steigerungen im Material-, Per- sonal- und Sachkostenbereich werden das EBIT der Schloss Wachenheim AG belasten, was nur teilweise durch Verbesserungen insbesondere im Wein-Retailbereich kompensiert werden kann. Analog der Entwicklung für den deutschen Teilkonzern erwarten wir für die Schloss Wachenheim AG im Geschäftsjahr 2024/25 eine spürbar aufwärtsgerichtete Entwicklung der Absatzmengen sowohl im Inlands- geschäft als auch im Export sowie preisbedingt leicht überproportional steigende Umsatzerlöse. Aufgrund der zu erwartenden Entwicklungen auf der Kostenseite, und hier insbesondere der Entwicklung der Wein- preise der Ernte 2023, die sich infolge des produktionsbedingten Zeitversatzes für große Teile unserer Sor- timente erst in 2024/25 auswirken wird, aber auch bei den Personal- und übrigen Sachkosten, gehen wir auch für den Jahresabschluss nach HGB von einem spürbar rückläufigen operativen Ergebnis sowie einem entsprechend geringeren Jahresüberschuss aus. Wir weisen allerdings darauf hin, dass diese Prognosen unter der Annahme stehen, dass es keine wesent- lichen Engpässe hinsichtlich der Verfügbarkeit bei den für uns relevanten Rohstoffen und Energieträgern geben wird. Sollten derartige Ereignisse eintreten, kann sich dies spürbar auf unsere Geschäftsentwicklung und damit auch auf diese Prognose auswirken. Daneben können auch weitere äußere Einflüsse, insbeson- dere aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, der Verbraucherstimmung, möglichen weiteren Eskalati- onen im Zusammenhang mit den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie aus der Entwicklung der Währungen in Ostmitteleuropa, diese Prognose in die eine oder andere Richtung beeinflussen. ZUSAMMENGEFASSTE NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG Einleitung Gemäß § 315b Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB veröffentlichen wir im zusammengefassten Lagebe- richt eine zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung, in der wir über Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozial- belange, Produktsicherheit und Qualitätsmanagement sowie über Compliance-Aspekte (einschließlich Ach- tung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung) der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns berichten. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hinsichtlich der Angaben zum Geschäftsmodell (§ 289c Abs. 1 HGB) auf den Abschnitt „Grundlagen der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns“ verwiesen. Die in diesem Abschnitt dargestellten Kenngrößen und Indikatoren werden nicht zur Steuerung des Schloss Wachenheim-Konzerns bzw. der Schloss Wachenheim AG eingesetzt, sondern dienen vielmehr der Unter- stützung unserer Aktivitäten innerhalb einzelner Abteilungen oder Bereiche. Hinsichtlich unserer Steue- rungsgrößen verweisen wir zusätzlich auf den Abschnitt „Grundlagen der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns“ – „Steuerungssystem“. Nachhaltigkeitsstrategie Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln sind in der Schloss Wachenheim-Gruppe ein fester Bestandteil unseres täglichen Handelns. Wir orientieren unsere Geschäftstätigkeit an den Rechtsordnungen der verschiedenen Länder, aus denen sich für die Konzernunternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland vielfältige Pflichten ergeben, und wägen dabei ökonomischen Erfolg, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verträglichkeit sorgfältig gegeneinander ab. Als Unternehmensgruppe, deren Geschäftsmodell auf dem Naturprodukt Wein basiert, sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung gegenüber Mensch und Natur. Insofern sind der Schutz der hierfür not- wendigen Ressourcen Wasser, Boden und Luft sowie die sparsame Nutzung von Rohstoffen und Energie wesentlicher Bestandteil unserer Geschäftspolitik. Mit ihren Marken und Produkten sind unsere Konzernunternehmen zum Teil seit vielen Jahrzehnten fest auf ihren jeweiligen Märkten etabliert. Diese unterscheiden sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern auch in den jeweiligen Marktgegebenheiten und Kon- sumgewohnheiten. Entsprechend gibt es deutliche Unterschiede bei den Sortimenten sowie bei der Wert- schöpfungstiefe unserer Konzernunternehmen. • So produzieren und vertreiben wir in Deutschland neben Sekt, Schaumwein und Perlwein insbe- sondere auch entalkoholisierte Produkte, weinhaltige Cocktails sowie Kindergetränke. Daneben sind wir mit dem VDP-Weingut Reichsgraf von Kesselstatt auch in der Erzeugung von Premium- weinen sowie mit Rindchen’s Weinkontor, der Vino Weinhandels GmbH sowie der GW Weintrend GmbH im Weinhandel aktiv, was insgesamt mehr als 20 % des Umsatzvolumens des deutschen Teilkonzerns repräsentiert. • In Frankreich umfasst das Produktions- und Absatzportfolio der Compagnie Française des Grands Vins S.A. demgegenüber zum weit überwiegenden Teil Sekt und Schaumwein (Vins Mousseux und Vins Mousseux de Qualité) und nahezu keine fremdbezogenen Fertigerzeugnisse. • In Ostmitteleuropa liegt der Anteil an Handelswaren bzw. fremdgefüllten Erzeugnissen dagegen deutlich höher als in den übrigen operativen Teilkonzernen. Neben Sparklings und Wein umfasst das Sortiment dort insbesondere auch Spirituosen, Cider sowie Kindergetränke. Aufgrund dieser Heterogenität erfolgt die operative Steuerung unseres Konzerns weitgehend dezentral in den drei Teilkonzernen Deutschland, Frankreich und Ostmitteleuropa. Die operative Führung der Geschäfte unter Beachtung der anwendbaren Rechtsvorschriften und nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Un- ternehmensführung obliegt dabei den jeweiligen Geschäftsleitungsorganen der Tochtergesellschaften. Die hierzu herangezogenen Kennzahlen und Indikatoren sind dementsprechend auch nicht im gesamten Kon- zern vereinheitlicht, sondern werden lokal definiert, erhoben und analysiert. Mitglieder des Vorstands der Schloss Wachenheim AG sind in den Aufsichts- und Kontrollgremien der wesentlichen Konzerngesellschaf- ten vertreten und stellen auf diese Weise eine laufende Überwachung sowie eine beratende Begleitung der jeweiligen Geschäftsleitungsorgane sicher. Die dezentrale Organisationsstruktur bestimmt auch den Prozess unserer Wesentlichkeitsanalyse. Bei der Auswahl der zu berichtenden nichtfinanziellen Themen haben wir uns überwiegend auf die Einschätzung der für die einzelnen Aspekte Verantwortlichen bei den einzelnen Konzernunternehmen gestützt, wo teil- weise auch bereichsübergreifende Workshops durchgeführt wurden. Entsprechend der Anforderungen des § 289c HGB wurden dabei die folgenden Aspekte als wesentlich für die Schloss Wachenheim AG bzw. den Schloss Wachenheim-Konzern identifiziert: • Umweltbelange • Arbeitnehmerbelange • Produktsicherheit und Qualitätsmanagement • Sozialbelange • Compliance (einschließlich Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung) Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse wurde auch geprüft, inwieweit wesentliche Risiken im Zusam- menhang mit unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen, unseren Produkten und Dienst- leistungen existieren, die sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf nichtfinanzielle Aspekte haben können. Derartige Risiken haben wir dabei nicht festgestellt. Bei der nichtfinanziellen Erklärung wurde kein Rahmenwerk im Sinne des § 289d HGB herangezogen, da vor dem Hintergrund der gesetzlich vorgegebenen Wesentlichkeitsdefinition eine individuelle Berichterstat- tung über die wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte in Übereinstimmung mit den Vorgaben des CSR-Richt- linie-Umsetzungsgesetzes sachgerechter erscheint. Umweltbelange Auch wenn der Schloss Wachenheim-Konzern keine Produktionsverfahren einsetzt, die die Umwelt gefähr- den könnten, genießt der Umweltschutz an all unseren Standorten besondere Aufmerksamkeit. Wir entwi- ckeln unsere Umweltschutzmaßnahmen kontinuierlich weiter und haben in allen Bereichen eine hohe Sen- sibilität für dieses Thema. Der Schutz natürlicher Ressourcen sowie die sparsame Nutzung von Rohstoffen sind daher wichtige Be- standteile unserer Geschäftspolitik. Die Herstellung unserer Produkte mittels moderner, umweltschonender Produktionsverfahren gehört ebenso dazu wie beispielsweise Umweltschutzmaßnahmen bei Verpackungen oder moderne Logistikkonzepte. Verminderter Energieaufwand, eine Reduzierung der Geräuschentwicklung unserer Produktionsanlagen und eine Minimierung der Schadstoffemissionen sind in allen Bereichen Leitli- nien unseres Handelns. Die Tätigkeitsprofile der einzelnen Gesellschaften des Schloss Wachenheim-Konzerns bzw. deren Betriebs- stätten (von der Weinerzeugung über die Weinverarbeitung bis hin zu reinen Handelsgesellschaften) unter- scheiden sich hinsichtlich ihrer Energieintensität deutlich. Entsprechend erfolgt die Festlegung von Umwelt- und Energiemanagementzielen dezentral und in Abhängigkeit der entsprechenden Produktionsprogramme bzw. Leistungsspektren. Der mit Abstand größte Energieeinsatz entfällt hierbei auf unsere Produktionsstandorte, wobei dieser in Abhängigkeit von den Produktionsprogrammen auch hier stark differiert. Beispielsweise ist die Herstellung von entalkoholisierten Produkten im Vergleich zur klassischen Sektproduktion energieintensiver. Aber auch Veränderungen bei der Wertschöpfungstiefe, bei Losgrößen sowie bei der Anzahl von Produktvarianten führen durch Veränderungen in Maschineneinsatz und Reinigungszyklen zu Veränderungen in unseren Energiekennzahlen. Insofern schwanken die durchschnittlichen Energie- und Wasserverbräuche unserer größten Produktionsbetriebe pro hergestellter 0,75 Liter-Flasche zwischen 0,09 und 0,16 kWh bzw. zwi- schen 0,4 und 1,5 Litern. Zielsetzung der Schloss Wachenheim AG und ihrer Tochtergesellschaften ist es, den Energiebedarf und damit die CO2-Emissionen so weit wie möglich zu reduzieren. Dies erfolgt in den relevanten Betrieben auf Basis strategischer Energieziele, die aus bereinigten Verbrauchsdaten der Vergangenheit abgeleitet und von den obersten Führungsebenen der jeweiligen Konzerngesellschaften jährlich festgelegt und nachfol- gend überwacht bzw. analysiert werden. Auch bei Investitionsentscheidungen wird darauf geachtet, dass die Anlagen einen hohen Grad an Energie- effizienz aufweisen und gleichzeitig wirtschaftlichen Grundsätzen entsprechen. Beim Einkauf von Energie- trägern stellen wir sicher, dass diese in möglichst hohem Maße klimaneutral produziert werden. Wir arbeiten laufend an der weiteren Optimierung unserer Produktion sowie der Identifizierung von Potenzialen zur Ein- sparung von Energie. Unsere Produktionsbetriebe in Deutschland haben ein Energiemanagementsystem implementiert und sind nach ISO 50001 zertifiziert. Am Standort Trier, wo wir uns auch im regionalen Energieeffizienz-Netzwerk engagieren, wurden auch im Geschäftsjahr 2023/24 diverse Einzelprojekte zur Reduzierung unseres Ener- giebedarfs umgesetzt. Hier sind insbesondere die Erneuerung von Dampferzeugern in Trier und Wachen- heim sowie der Austausch der Heizungssteuerung am Standort Trier zu erwähnen. Zur Verbesserung der Kommunikation zwischen „Energieteam“ und Fachabteilungen und zur Identifizierung weiterer Potenziale wurden mehrere „Energiescouts“ benannt. Außerdem wurde im Geschäftsjahr 2023/24 auch an unserem Produktionsstandort in Bilgoraj/Polen eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 1,0 MWp in Be- trieb genommen. Arbeitnehmerbelange Motivierte Fach- und Führungskräfte, die sich eng mit dem Unternehmen und seinen Zielen verbunden füh- len, bilden im Konzern der Schloss Wachenheim AG eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Damit wir für alle Aufgaben die besten Talente gewinnen, halten und weiterqua- lifizieren können, schaffen wir Rahmenbedingungen, die alle Mitarbeiter dabei unterstützen, optimale Leis- tungen für den Erfolg der Konzernunternehmen zu erbringen. Unsere Firmenkultur, die auf offener Kommunikation, gegenseitiger Wertschätzung, Chancengleichheit und Vielfalt basiert, ist die Basis für eine erfolgreiche, vertrauens- und respektvolle Zusammenarbeit. Diskrimi- nierungen aufgrund von Geschlecht, Alter, Abstammung, Religion, Behinderungen oder anderer durch Ge- setze geschützte Merkmale werden in den Unternehmen des Schloss Wachenheim-Konzerns nicht gedul- det. Vielmehr sehen wir in einer von Vielfalt geprägten Mitarbeiterstruktur einen wichtigen Erfolgsfaktor für unsere Unternehmensgruppe. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren im Schloss Wachenheim-Konzern durchschnittlich 1.743 (Vorjahr 1.639) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Bei der Schloss Wachenheim AG beträgt die Zahl der durch- schnittlich Beschäftigten 284 (Vorjahr 262). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Teilkonzernen 2022/23 2023/24 Übrige Aktivitäten Übrige Aktivitäten 1 1 Deutschland Deutschland 539 574 Ostmitteleuropa Ostmitteleuropa Frankreich Frankreich 973 894 195 205 Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Attraktivität unserer Konzernunternehmen als Arbeitgeber weiter aus- zubauen, um in Zeiten des Fachkräftemangels hoch qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen, zu motivieren und zu entwickeln. Zur Kontaktaufnahme zu potenziellen neuen Mitarbeitern nutzen wir sowohl Printmedien als auch digitale Plattformen sowie externe Dienstleister und Recruitingmessen (sowohl virtuelle als auch Prä- senzveranstaltungen). Ein wichtiger Fokus unserer Personalstrategie liegt speziell in Deutschland nach wie vor auf der klassischen Berufsausbildung. Unser Ziel ist es, junge Menschen gut auszubilden und ihnen damit Chancen für eine berufliche und persönliche Entwicklung zu eröffnen. Zurzeit absolvieren bei den Konzerngesellschaften in Deutschland insgesamt 27 junge Frauen und Männer (davon 24 bei der Schloss Wachenheim AG) in den Ausbildungsberufen Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel sowie eCom- merce, Industriemechaniker/-in, Weintechnologe/-in, Fachinformatiker/-in für Systemintegration bzw. An- wendungsentwicklung sowie Elektroniker/-in für Betriebstechnik ihre Berufsausbildung. Von diesen Auszu- bildenden übernehmen wir jedes Jahr zahlreiche Mitarbeiter nach Abschluss ihrer Berufsausbildung in ein festes Anstellungsverhältnis. Weiterhin ermöglichen wir regelmäßig Schülern und Studenten Einblicke in verschiedene unserer Tätigkeitsbereiche in Form von Praktika und unterstützen sie dadurch bei ihrer Be- rufsorientierung. Zum 30. Juni 2024 sind 85 (Vorjahr 77) der bei der Schloss Wachenheim AG Beschäftigten jünger als 30 Jahre; konzernweit sind dies 277 (Vorjahr 308) Mitarbeiter. Daneben sind wir aber auch besonders stolz darauf, zahlreiche Mitarbeiter zu beschäftigen, die bereits seit vielen Jahren für die Unternehmensgruppe tätig sind. So beschäftigen wir bei der Schloss Wachenheim AG 66 (Vorjahr 67) und konzernweit 154 (Vor- jahr 154) Mitarbeiter mit einer Betriebszugehörigkeit von mehr als 25 Jahren. Diese Vielfalt aus Jugend und Erfahrung ermöglicht es uns, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich zu agieren und dabei auch in Zukunft unsere Position weiter zu festigen. Über den Anteil an Frauen in Führungspositionen bei der Schloss Wachenheim AG (Zielgröße sowie tat- sächlich erreichter Anteil) wird in der zusammengefassten Erklärung zur Unternehmensführung für die Schloss Wachenheim AG und den Schloss Wachenheim-Konzern berichtet. Insgesamt beträgt der Anteil weiblicher Beschäftigter an der Gesamtbelegschaft zum Stichtag 30. Juni 2024 bei der Schloss Wachen- heim AG rund 38 % (Vorjahr 38 %) und konzernweit 43 % (Vorjahr 42 %). Eine weitere Zielsetzung ist eine attraktive, markt- und leistungsgerechte Entlohnung aller Mitarbeiter, die sich am Aufgaben- und Verantwortungsbereich des Mitarbeiters sowie der Gegebenheiten der lokalen Ar- beitsmärkte orientiert. Im Falle tariflicher Bindungen werden in vielen Fällen freiwillige Zulagen gewährt. Weitere Sonderleistungen umfassen – je nach Beschäftigungsland und Konzerngesellschaft – beispiels- weise freiwillige Beiträge zur Altersversorgung, Zuschüsse zu sportlichen Aktivitäten, Jubiläumszuwendun- gen, eine Gruppenunfallversicherung und vieles mehr. Weiterhin fördern wir die Beteiligung unserer Mitarbeiter am Unternehmen. Rund die Hälfte der bezugsbe- rechtigten Mitarbeiter haben im Geschäftsjahr 2023/24 das Angebot genutzt, Aktien der Schloss Wachen- heim AG zu besonderen Mitarbeiterkonditionen zu erwerben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG). Insgesamt erwarben die Mitarbeiter 6.740 Aktien. Neben Vergütungsaspekten legen Mitarbeiter zunehmend Wert auf moderne und flexible Arbeitsbedingun- gen sowie eine Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben („Work-Life-Balance“). Zeit- kontensysteme, Vertrauensarbeitszeit, aber auch mobiles Arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und Teilzeit- regelungen gehören hier zu den Angeboten, die unsere Mitarbeiter in Abhängigkeit von Funktion, Arbeits- aufgaben und Beschäftigungsland in unterschiedlichem Maße nutzen können. Daneben bestehen für die Mitarbeiter verschiedene Möglichkeiten zur Weiterbildung und Weiterqualifizie- rung, was in Anbetracht unserer Unternehmensgröße sowie der Vielfalt der Arbeitsgebiete überwiegend auf Basis individueller Vereinbarungen erfolgt. Dies eröffnet den Mitarbeitern Möglichkeiten zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung und bildet für uns gleichzeitig eine wichtige Basis für die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern aus den eigenen Reihen für vakante Schlüssel- und Führungspositionen. Die Erhaltung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz genießt in allen Konzernunternehmen höchste Priorität. Hierzu zählen – neben der Beachtung sämtlicher Vorschriften zur Arbeitssicherheit – auch präven- tive Maßnahmen wie Vergünstigungen in verschiedenen Fitness-Studios oder der kostenlosen Bereitstel- lung von Obst und Mineralwasser bei der Schloss Wachenheim AG. Weiterhin sind hier Maßnahmen zur Arbeitsplatzgestaltung bei Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen zu nennen. Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens können Mitarbeiter ihr Know-How und ihre Kreativität zur Erschließung neuer Geschäftspotenziale bzw. zur Verbesserung bestehender Abläufe und Prozesse ein- bringen. In einem strukturierten Prozess werden die eingebrachten Ideen geprüft und bewertet und umge- setzte Verbesserungsvorschläge entsprechend prämiert. Mitarbeiterbefragungen sowie individuelle Feedbackgespräche unterstützen bei der Weiterentwicklung un- serer Führungskultur und dokumentieren das Interesse und die Bereitschaft der Belegschaft, sich aktiv in die Weiterentwicklung der Konzernunternehmen einzubringen. Für Vorgesetze und Geschäftsleitungen un- serer Konzernunternehmen sind diese Ergebnisse zudem wichtige Indikatoren hinsichtlich der Mitarbeiter- zufriedenheit. Mit Interessenvertretungen der Arbeitnehmer arbeiten wir entsprechend der jeweils geltenden gesetzlichen Grundlagen konstruktiv zusammen. Die anwendbaren nationalen Rechtsvorschriften zur Mitbestimmung werden in allen Konzernunternehmen beachtet. Produktsicherheit und Qualitätsmanagement Als Unternehmen der Lebensmittelindustrie gehört Produktverantwortung zu den wichtigsten Grundlagen unseres täglichen Handelns und ist unabdingbare Voraussetzung für eine vertrauensvolle Kundenbindung. Insofern ist es unser Anspruch, dass die Verbraucher unsere Produkte stets ohne Bedenken genießen kön- nen. Daher haben wir in allen Konzernunternehmen ein umfassendes Qualitätsmanagement implementiert. Ziel ist es, sämtliche Prozesse, die direkten oder indirekten Einfluss auf die Erstellung unserer Produkte bzw. Erbringung unserer Dienstleistung haben, soweit zu definieren, dass die Erfüllung von sämtlichen Kunden- anforderungen und die Lebensmittelsicherheit sichergestellt werden. Die Dokumentation hierzu erfolgt in Qualitätsmanagementhandbüchern, die laufend aktualisiert werden und für alle Mitarbeiter verbindlich sind. Qualität und Kundenorientierung bedeuten für uns auch, die Umwelt zu schonen. Dies spiegelt sich in der Auswahl unserer Rohstoffe und Materialien, der Effizienz unserer Prozesse und Maschinen, sowie einer effektiven Logistik wider. Qualitätsmanagement beginnt in unserem Haus insofern schon bei der sorgfältigen Auswahl unserer Roh- waren und insbesondere unserer Grundweine. Unsere hohen Anforderungen werden im Vorfeld des Be- schaffungsprozesses definiert und umfassend beim Wareneingang überprüft. Dazu zählen sowohl analyti- sche als auch sensorische Prüfungen. Um die festgelegten Anforderungen erfüllen zu können, werden nur ausgewählte Lieferanten eingesetzt, die einer laufenden Kontrolle und Bewertung unterliegen. Selbstver- ständlich gelten diese Anforderungen auch für die eingesetzten Verpackungsmaterialien. In der Herstellung bzw. bei der Abfüllung werden Gesetzeskonformität und Sicherheit unserer Produkte durch moderne Anlagen sowie detaillierte Arbeitsanweisungen sichergestellt. Die Qualitätssicherung erfolgt durch die strikte Einhaltung der Hygienevorschriften sowie die ständige Kontrolle der Qualitätsstandards. Die Produktsicherheit wird durch unser HACCP-Konzept („Hazard Analysis and Critical Control Points“) und die Umsetzung der Anforderungen der für die jeweiligen Betriebsstätten relevanten Zertifizierungsstandards sichergestellt, was auch einer laufenden Kontrolle durch externe Auditoren unterliegt. Unsere Produktionsbetriebe sind u.a. wie folgt zertifiziert: Deutschland Trier IFS Food und BRC Wachenheim IFS Food Morscheid EcoStep Wein PLUS Frankreich Tournan-en-Brie IFS Food und BRC Saumur IFS Food und BRC Polen Bilgoraj IFS Food und BRC IFS = International Featured Standard; BRC = British Retail Consortium Die Überwachung der Prozessparameter und die Durchführung der Prozesskontrollen in unserer Produktion erfolgen als Selbstprüfung nach festgelegten Prüfplänen. Zur stetigen Verbesserung der Prozesse werden daneben betriebsindividuelle Abweichungs- und Fehlerauswertungen erstellt und ausgewertet. Eine regel- mäßig durchgeführte Wartung an allen Fertigungseinrichtungen beugt dem Auftreten unerwarteter Prozess- Störungen vor. Prozessbegleitende Kontrollen sowie Endkontrollen und -freigaben werden entsprechend der jeweiligen Qualitätshandbücher umfassend dokumentiert. Hierzu werden regelmäßig auch interne Au- dits durchgeführt. Von jeder Charge unserer selbst abgefüllten Produkte werden Proben für umfangreiche sensorische, ana- lytische und mikrobiologische Analysen entnommen. Weiterhin werden entsprechende Rückstellproben auf- bewahrt. Zusammen mit einer Rückverfolgbarkeit von Produktionschargen ist damit gewährleistet, dass der gesamte Produktionsablauf vom Weineinkauf bis zum Verbraucher nachvollzogen werden kann. Die Schloss Wachenheim AG stellt sicher, dass alle Produkte, die in Verkehr gebracht werden, bezüglich der Identifikation und Rückverfolgbarkeit die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Die Rückverfolgbarkeit ist bei allen Endprodukten durch die jeweilige Loscodierung und die entsprechenden Produktionsdokumente sichergestellt. Für Krisenfälle haben wir entsprechende Notfall- und Krisenmanagementsysteme implemen- tiert. Sozialbelange Gesellschaftliches Engagement und unternehmerische Verantwortung gehören für die Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe zusammen und sind eine wichtige Grundlage für deren nachhaltige Entwick- lung. Insofern stehen die Konzernunternehmen in engem Austausch mit unterschiedlichen gesellschaftli- chen Interessengruppen. Unser Branchenumfeld ist von einem stetigen Wandel geprägt, der auch Einfluss auf unsere unternehmeri- schen Entscheidungen hat. Um an sachgerechten Lösungen in regulatorischen Fragestellungen mitzuwir- ken, engagieren wir uns in diversen Branchenverbänden und Netzwerken. Die wichtigsten solcher Mitgliedschaften sind: Deutschland Verband Deutscher Sektkellereien e.V. (VDS) Bundesverband Wein und Spirituosen international e.V. Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie e.V. Verband der Hersteller alkoholfreier Weine Food – Made in Germany e.V. Markenverband e.V. Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V. (VDP) Frankreich Fédération des Exportateurs de Vins et Spiritueux Syndicat Français des Vins Mousseux Ostmitteleuropa Stowarzyszenie Importerów i Dystrybutorów Wina Als Produzent von alkoholischen Getränken treten wir für einen verantwortungsbewussten Konsum von Al- kohol ein. So erfolgt die Vermarktung ausschließlich in den Grenzen der jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorgaben, wobei die Möglichkeiten zur Werbung für derartige Getränke im Ausland teilweise stark einge- schränkt sind. In Deutschland stellen wir im Rahmen unserer Marketingaktivitäten positive Aspekte wie Ge- nuss und Lebensfreude in den Mittelpunkt unserer Werbebotschaften und beachten dabei die „Verhaltens- regeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke“. Dar- über hinaus unterstützt die Schloss Wachenheim AG die von den Spitzenverbänden aus den Branchen Bier, Wein, Sekt und Spirituosen getragene Kampagne „Don’t drink and drive“ sowie die Initiative „Wine in Mode- ration“. Im Rahmen von gemeinnützigen Projekten und Initiativen sind die Unternehmen der Schloss Wachenheim- Gruppe mit ihren Mitarbeitern in ihren Heimatregionen ein starker Partner für sportliche, kulturelle, wissen- schaftliche und soziale Projekte. So ist die Schloss Wachenheim AG beispielsweise Förderer mehrerer Sti- pendiaten im Rahmen des Deutschlandstipendiums an den Hochschulen Geisenheim (Bereich Internatio- nale Weinwirtschaft) und Ludwigshafen (Bereich Weinbau und Oenologie). In Frankreich ist die Compagnie Française des Grands Vins S.A. Sponsor des „Festival de Trélazé“. Und in Polen unterstützt die AMBRA S.A. unter anderem die Bilgoraj XXI Foundation, den Bilgoraj Land Local Fund sowie die Winarnia Zamojska Foundation. Compliance Regelkonformes und ethisch einwandfreies Verhalten einschließlich der Vermeidung von Korruption und Bestechung bilden die Basis für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung. Das Compliance-Management im Schloss Wachenheim-Konzern ist dementsprechend darauf ausgerichtet, ein rechtskonformes und integres Verhalten sämtlicher Leitungsorgane und Mitarbeiter sicherzustellen. Hierzu zählen neben Einhaltung der jeweils anwendbaren Gesetze und Vorschriften auch Standards und Anweisungen zu ethischem und regel- konformem Verhalten der Mitarbeiter untereinander und gegenüber Dritten, ferner die Vermeidung von In- teressenkonflikten, Korruption und Bestechung, Geldwäsche und die Einhaltung von Regeln zu Daten- und Umweltschutz sowie Lebensmittel- und Arbeitssicherheit. Zudem bekennen sich die Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe zur Achtung der Menschenrechte entsprechend international akzeptierter Normen, wie beispielsweise der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte oder der Grundsätze des Uni- ted Nations Global Compact. Auch von unseren Lieferanten fordern wir ein integres und regelkonformes Verhalten. Entsprechend der dezentralen Steuerung unserer Geschäftsaktivitäten obliegt die Sicherstellung der Ein- haltung dieser gesetzlichen Regeln und unternehmensinternen Richtlinien sowie die Implementierung der damit verbundenen notwendigen organisatorischen Maßnahmen den Leitungsorganen der einzelnen Kon- zerngesellschaften. Dies schließt auch regelmäßige Schulungen und Unterweisungen insbesondere von Mitarbeitern in Risikobereichen ein. Dabei kommen neben allgemeinen Compliance-Richtlinien auch abtei- lungs- und tätigkeitsbezogene Anweisungen zur Anwendung. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG, der auch in den Kontrollgremien der wichtigsten Tochtergesellschaften vertreten ist, überwacht die Einhal- tung dieser Grundsätze der Unternehmensführung. Unseren Mitarbeitern geben wir die Möglichkeit, sich in Zweifelsfällen unternehmensintern Rat in Compli- ance-Fragen einzuholen. Hierfür steht ein Netzwerk von ausgewählten Führungskräften zur Verfügung, die sich bei Bedarf auch anderer interner Ressourcen bzw. externer Berater bedienen können. Daneben können vermutete oder tatsächliche Verstöße gegen Gesetze, Vorschriften und interne Richtlinien anonym gemeldet werden. Derartige Anzeigen werden ohne Ausnahme untersucht. Dabei hat kein Mitar- beiter aufgrund einer gutgläubigen Anzeige eines potenziellen Fehlverhaltens irgendwelche Nachteile zu befürchten. Berichterstattung gemäß EU-Taxonomie Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Ver- ordnung (EU) 2019/2088 („Taxonomie-Verordnung“) verpflichtet Unternehmen, die der nichtfinanziellen Be- richterstattungspflicht gemäß §§ 289b bzw. 315b HGB unterliegen, ihre nichtfinanzielle Erklärung dahinge- hend zu ergänzen, wie und in welchem Umfang das Unternehmen in ökologisch nachhaltige Wirtschaftstä- tigkeiten gemäß Definition der EU-Taxonomie involviert ist. Gemäß der Delegierten Verordnung (EU) 2022/2014 sind wir daneben verpflichtet, Angaben zu den Wirt- schaftsaktivitäten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas zu machen. In 2023/24 haben wir am Standort in Morscheid wie im Vorjahr ein Blockheizkraftwerk betrieben. Aufgrund der überschaubaren Di- mensionierung dieser Anlage wurden diese Tätigkeiten im Bereich Erzeugung von Strom aus fossilen gas- förmigen Brennstoffen sowie der Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme-Kopplung mit fossilen gasförmi- gen Brennstoffen als nicht wesentlich eingestuft. Weitere Tätigkeiten im Bereich Kernenergie sowie fossiles Gas werden nicht durchgeführt. Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem zur Bestimmung von ökologisch nachhaltigen Wirtschafts- aktivitäten. Diese gelten grundsätzlich dann als taxonomiefähig, wenn sie in der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission vom 4. Juni 2021, ergänzt durch die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2485, aufgeführt sind und sich einem der in Artikel 9 der Taxonomie-Verordnung definierten Umwelt- ziele zuordnen lassen: • Klimaschutz • Anpassung an den Klimawandel • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung • Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme Damit eine Wirtschaftsaktivität auch als taxonomiekonform bzw. ökologisch nachhaltig klassifiziert werden kann, muss diese einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines oder mehrerer dieser Umweltziele leisten. Weiterhin darf die entsprechende Wirtschaftsaktivität keines der anderen Umweltziele signifikant negativ beeinträchtigen und muss unter Einhaltung definierter Mindestschutzmaßnahmen (z.B. in Bezug auf Menschenrechte) ausgeübt werden. Die Überprüfung erfolgt anhand bestimmter technischer Bewertungs- kriterien je Wirtschaftsaktivität, die inzwischen für alle Umweltziele vorliegen. Dabei ist eine Wirtschaftsakti- vität taxonomiefähig, wenn diese sich einer der in den entsprechenden Anhängen der delegierten Rechts- akte der EU-Taxonomieverordnung enthaltenen Tätigkeitsbeschreibungen für die jeweiligen Umweltziele zuordnen lässt, und taxonomiekonform, wenn sie die relevanten technischen Bewertungskritierien erfüllt. Die Identifizierung der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivitäten erfolgte durch die Fachabteilungen der einzelnen Konzernunternehmen auf Basis entsprechender Konzernvorgaben. Die für die Berechnung der entsprechenden Kennzahlen verwendeten Beträge basieren auf den im Konzernab- schluss ausgewiesenen Zahlen. Die Prüfung unserer Umsatzerlöse auf Taxonomiefähigkeit erfolgt auf Basis der in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023/24 (EUR 441,5 Mio.; Vor- jahr EUR 425,8 Mio.). Die zentralen Tätigkeitsbereiche der Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe fallen wie bereits im Vorjahr nicht unter die EU-Taxonomie. Vereinzelte Aktivitäten außerhalb unseres Kern- geschäfts sind nicht von wesentlicher Bedeutung; diese werden insofern pauschal als nicht taxonomiefähig eingestuft und auch keiner weiteren Prüfung auf Taxonomiekonformität unterzogen. Dementsprechend hat der Anteil der taxonomiefähigen Umsatzerlöse an den gesamten Umsatzerlösen im Geschäftsjahr 2023/24 – wie bereits im Vorjahr – 0 % betragen. Eine Bewertung der DNSH-Kriterien („do no significant harm“ – keine erhebliche Beeinträchtigung) oder der Mindestsicherung sozialer Kriterien war insofern nicht vorzu- nehmen. Bei der Prüfung unserer Investitionsausgaben („CapEx“) auf Taxonomiefähigkeit werden unsere konzern- weiten Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (einschließlich Nutzungsrechte ge- mäß IFRS 16 sowie Zugängen aus Änderungen des Konsolidierungskreises) des Geschäftsjahres 2023/24 herangezogen. Insgesamt belaufen sich diese – wie im Konzernanhang unter „IV. Erläuterung zur Konzern- bilanz“, Abschnitte „(1) Sachanlagen“ sowie „(2) Immaterielle Vermögenswerte“ ausgewiesen – auf EUR 35,7 Mio. (Vorjahr EUR 23,0 Mio.). Für die Ermittlung der taxonomiefähigen Investitionsausgaben ha- ben wir diese Zugänge den als taxonomfähig identifizierten Aktivitäten zugeordnet. Demnach beläuft sich der Anteil taxonomiefähiger Investitionen auf 1,4 % (Vorjahr 6,5 %). Diese betreffen insbesondere den Er- werb bzw. das Leasing von Fahrzeugen. Die im Rahmen der Prüfung auf Taxonomiefähigkeit zu betrachtenden Betriebsausgaben („OpEx“) umfas- sen die direkten und nicht aktivierten Kosten für Reparaturen und Instandhaltung, Gebäuderenovierungs- maßnahmen, kurzfristige Mietkosten sowie andere direkte Ausgaben, die im Zusammenhang mit der tägli- chen Wartung von Gegenständen des Sachanlagevermögens stehen und das kontinuierliche und effektive Funktionieren dieser Vermögenswerte sicherstellen. Die konzernweiten Betriebsausgaben entsprechend dieser Definition betragen für 2023/24 – wie im Konzernanhang unter „V. Erläuterungen zur Konzern-Ge- winn- und -Verlustrechnung“, Abschnitt „(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen“ im Einzelnen ausgewie- sen – rund EUR 11,0 Mio. (Vorjahr EUR 10,6 Mio.); diese entfallen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich auf nicht-taxonomiefähige Tätigkeiten. Bei den identifizierten taxonomiefähigen Tätigkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Produkte und Leis- tungen, die von Lieferanten bzw. Dienstleistern bezogen werden. Da bislang keine ausreichenden Informa- tionen vorliegen, um eine mögliche Taxonomiekonformität der Aktivitäten abschließend zu würdigen, werden für das Geschäftsjahr 2023/24 keine Investitions- bzw. Betriebsausgaben als taxonomiekonform ausgewie- sen. Anteil taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Umsatzerlöse Anteil taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Investitionen Anteil taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Betriebsausgaben Der Umfang der Taxonomiefähigkeit und -konformität je Umweltziel für die Kennzahlen Umsatz, CapEx und OpEx gemäß Anhang V der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2486 stellt sich wie folgt dar: Umsatzanteil / Gesamtumsatz Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0,0 % 0,0 % Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0,0 % 0,0 % Wasser- und Meeresressourcen (WTR) 0,0 % 0,0 % Umweltverschmutzung (PO) 0,0 % 0,0 % Kreislaufwirtschaft (CE) 0,0 % 0,0 % Biologische Vielfalt (Bio) 0,0 % 0,0 % CapEx-Anteil / Gesamt-CapEx Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0,0 % 1,4 % Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0,0 % 0,0 % Wasser- und Meeresressourcen (WTR) 0,0 % 0,0 % Umweltverschmutzung (PO) 0,0 % 0,0 % Kreislaufwirtschaft (CE) 0,0 % 0,0 % Biologische Vielfalt (Bio) 0,0 % 0,0 % OpEx-Anteil / Gesamt-OpEx Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel Klimaschutz (CCM) 0,0 % 4,9 % Anpassung an den Klimawandel (CCA) 0,0 % 0,0 % Wasser- und Meeresressourcen (WTR) 0,0 % 0,0 % Umweltverschmutzung (PO) 0,0 % 0,0 % Kreislaufwirtschaft (CE) 0,0 % 0,0 % Biologische Vielfalt (Bio) 0,0 % 0,0 % Nachfolgend die Angaben hinsichtlich der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Aktivitäten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas anhand des in Anhang III der Delegierten Verordnung (EU) 2022/2014 enthaltenen Meldebogens. Tätigkeiten im Bereich Kernenergie 1 Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz Nein innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoff- kreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 2 Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Nein Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstech- nischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert sol- che Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 3 Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Er- Nein zeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder in- dustrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechni- scher Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zu- sammenhang mit diesen Tätigkeiten. Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas 4 Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Nein fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopo- sitionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 5 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Nein Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert sol- che Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. 6 Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Nein Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit die- sen Tätigkeiten. SONSTIGE ANGABEN Angaben gemäß §§ 289a, 315a HGB und erläuternder Bericht Zum 30. Juni 2024 beträgt das voll eingezahlte gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Schloss Wachenheim AG TEUR 50.054 und ist in 7.920.000 nennwertlose Stamm-Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 6,32 je Aktie am Grundkapital eingeteilt. Die Stammaktien lauten auf den Inhaber. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Die Anteile der Aktionäre am Gewinn bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital nach § 60 Aktiengesetz (AktG). Hiervon ausgenommen sind insbesondere von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Nach § 5 der Satzung (Stand: 6. August 2024) setzt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichts- rats die Form der Aktienurkunden, der Gewinnanteil- und Erneuerungsscheine sowie der Urkunden für Schuldverschreibungen und Zinsscheine fest. Zudem ist der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ausgeschlossen, soweit nicht eine Verbriefung nach den Regeln erforderlich ist, die an einer Börse gelten, an der die Aktie der Gesellschaft zugelassen ist. Die Gesellschaft ist berechtigt, Urkunden über ein- zelne Aktien (Einzelurkunden) oder über mehrere Aktien (Sammelurkunden) auszustellen. Ebenso ist der Anspruch des Aktionärs auf Ausgabe von Gewinnanteil- und Erneuerungsscheinen ausgeschlossen. Die Aktien der Gesellschaft sind nicht vinkuliert. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag keine eigenen Aktien im Bestand. Beschränkungen des Stimmrechts können sich aus Vorschriften des Aktiengesetzes oder des Wertpapierhandelsgesetzes ergeben. So besteht ein Stimmverbot für Aktionäre unter bestimmten Voraus- setzungen gemäß § 136 AktG. Der Gesellschaft steht gemäß § 71b AktG kein Stimmrecht für eigene Aktien zu. Der Günther Reh Aktiengesellschaft, Leiwen/Mosel, stehen am Bilanzstichtag aus 5.532.640 Aktien rund 69,9 % der Stimmrechte an der Schloss Wachenheim AG zu. Die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgt durch den Aufsichtsrat oder unter be- stimmten Voraussetzungen gerichtlich nach den Bestimmungen der §§ 84, 85 AktG. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 6 der Satzung befugt, die Zahl der Vorstandsmitglieder zu bestimmen; der Vorstand hat dabei aus mindestens zwei Personen zu bestehen. Der Aufsichtsrat ist zudem berechtigt, stellvertretende Vorstands- mitglieder zu bestellen. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 119, 133, 179 AktG i. V. m. § 22 Abs. 1 der Satzung geregelt. Nach § 22 Abs. 1 Satz 1 der Satzung werden Hauptversammlungsbe- schlüsse mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Kapitalmehrheit gefasst, falls das Gesetz oder die Satzung nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreiben. Der Aufsichtsrat ist nach § 10 Abs. 2 der Satzung ferner zur Vornahme von Sat- zungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Das Grundkapital der Schloss Wachenheim AG ist gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung um bis zu TEUR 25.027, eingeteilt in 3.960.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber der bis zum 24. No- vember 2026 ausgegebenen Wandelschuld- bzw. Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihren Wandlungspflichten nachkommen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, den Wortlaut der Satzung ent- sprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 einmal oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren ab Ausgabe zu begeben. Die Ausgabe der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen kann auch durch eine in- oder ausländische Kapitalgesellschaft erfolgen, an der die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (Konzernunternehmen). Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 25. No- vember 2021. Der Vorstand ist befugt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und gegebenenfalls im Einverneh- men mit den Organen des die Anleihe begebenden Konzernunternehmens die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen zu bestimmen. Von der Er- mächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen wurde bislang kein Ge- brauch gemacht. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 25. November 2021 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 das Grundkapital um bis zu TEUR 25.027 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021) und dabei das Gewinnbezugsrecht der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festzulegen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Dabei ist den Aktionären hinsichtlich des genehmigten Kapitals ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig unter bestimmten Bedingungen auszuschließen. Weitere Regelungen zum Genehmigten Kapital 2021 ent- hält § 4 Abs. 6 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des genehmigten Kapitals wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Am 26. November 2020 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. November 2025 einmal oder mehrfach über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots eigene Stückaktien (Stammaktien) zu bestimmten Konditionen zu erwerben. Die Gesellschaft darf aufgrund dieser Ermächtigung eigene Stückaktien im rechnerischen Betrag von bis zu insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Aus- übung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals erwerben. Weitere Einzelheiten enthält der Ermächti- gungsbeschluss vom 26. November 2020. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Dividende Der ordentlichen Hauptversammlung am 21. November 2024 wird vorgeschlagen, eine Dividende von EUR 0,60 je Aktie = TEUR 4.752 an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn von TEUR 42.393 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung für die Schloss Wachen- heim AG sowie für den Schloss Wachenheim-Konzern Die zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung für die Schloss Wachenheim AG sowie für den Schloss Wachenheim-Konzern ist öffentlich zugänglich auf unserer Internetseite unter ‚www.schloss-wachenheim.com/investor-relations/corporate-governance‘. Erklärung des Vorstands der Schloss Wachenheim AG über Beziehungen zu ver- bundenen Unternehmen Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung er- halten. Berichtspflichtige Maßnahmen sind von unserem Unternehmen nicht auf Veranlassung oder im In- teresse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens getroffen oder unterlassen wor- den, ohne dass der Nachteil vor dem Bilanzstichtag ausgeglichen wurde. Dank Wir danken an dieser Stelle allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Loyalität, ihr Engage- ment und die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Der Dank gilt auch unseren Betriebsräten, die durch ihre Mittlerstellung zwischen Unternehmensleitung und Mitarbeitern zu einer für alle Beteiligten soliden Un- ternehmensentwicklung beigetragen haben. Dank auch den Aktionärinnen und Aktionären der Schloss Wachenheim AG und den Damen und Herren Mitaktionären und Mitgesellschaftern in sämtlichen Tochterunternehmen, die uns mit ihrem Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft begleiten. Trier, den 24. September 2024 Der Vorstand Oliver Gloden Boris Schlimbach Sprecher des Vorstands BILANZ ZUM 30. JUNI 2024 30.06.2024 30.06.2023 Aktiva TEUR TEUR A. Anlagevermögen I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.461 2.887 2. Geleistete Anzahlungen 456 66 2.917 2.953 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten 5.853 4.616 2. Technische Anlagen und Maschinen 7.819 9.978 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.137 2.063 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.046 79 16.855 16.736 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 70.722 69.221 2. Beteiligungen 2.945 2.945 73.667 72.166 93.439 91.855 B. Umlaufvermögen I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.882 7.891 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 20.350 22.386 3. Fertige Erzeugnisse, fertige Leistungen und Waren 14.435 13.500 41.667 43.777 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.312 5.840 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.481 16.307 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.351 992 2.528 109 4. Sonstige Vermögensgegenstände 28.672 23.248 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 88 76 70.427 67.101 C. Rechnungsabgrenzungsposten 644 727 164.510 159.683 30.06.2024 30.06.2023 Passiva TEUR TEUR A. Eigenkapital I. Gezeichnetes Kapital 50.054 50.054 (bedingtes Kapital: EUR 25,03 Mio.) II. Kapitalrücklage 4.570 4.570 III. Gewinnrücklagen Gesetzliche Rücklage 436 436 IV. Bilanzgewinn 47.145 41.106 - davon Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: TEUR 36.354 102.205 96.166 B. Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen 480 512 2. Steuerrückstellungen 1.051 792 3. Sonstige Rückstellungen 7.880 8.383 9.411 9.687 C. Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.976 26.768 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 413 403 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.398 13.958 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.409 3.669 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 529 919 6. Sonstige Verbindlichkeiten 6.357 6.699 - davon aus Steuern: TEUR 5.557 (Vj.: TEUR 5.801) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 187 (Vj.: TEUR 179) 50.082 52.416 D. Passive latente Steuern 2.812 1.414 164.510 159.683 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JULI 2023 BIS ZUM 30. JUNI 2024 2023/24 2022/23 TEUR TEUR 1. Umsatzerlöse 115.667 110.433 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -1.027 6.746 3. Sonstige betriebliche Erträge 3.128 3.095 4. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene -65.764 -70.467 Waren -642 -299 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -66.406 -70.766 5. Personalaufwand -15.267 -14.115 a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.586 -2.320 - davon für Altersversorgung TEUR 21 (Vj.: TEUR 38) -17.853 -16.435 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.767 -3.861 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -22.039 -21.988 - davon aus Währungsumrechnung TEUR 118 (Vj.: TEUR 71) 8. Erträge aus Beteiligungen 7.390 6.672 - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 7.113 (Vj.: TEUR 6.511) 9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 34 7 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 417 355 - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 378 (Vj.: TEUR 226) 11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -546 -1.211 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.199 -1.064 - davon an verbundene Unternehmen TEUR 81 (Vj.: TEUR 32) - davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 8 (Vj.: TEUR 8) -1.997 -1.671 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - davon Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern TEUR 1.398 (Vj.: TEUR 1.209) 14. Ergebnis nach Steuern 10.802 10.312 15. Sonstige Steuern -11 -14 16. Jahresüberschuss 10.791 10.298 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 36.354 30.808 18. Bilanzgewinn 47.145 41.106 ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24 I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Schloss Wachenheim AG, Trier (Amtsgericht Wittlich, HRB 40686), weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 wurde nach den handelsrechtlich geltenden Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Schaumweinsteuer wurde mit den Umsatzerlösen saldiert ausgewiesen. Erforderliche Zusatzangaben für einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen teilweise im Anhang. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden sowie beim beweglichen Anlagevermögen nach der linearen Abschreibungsmethode. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter, deren Wert EUR 800,00 nicht übersteigt, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Im Übrigen erfolgt die Abschreibung im Zugangsjahr pro rata temporis. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgen nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag. Der Ansatz der Herstellungskosten entspricht den produktionsbezogenen Vollkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Wertminderungen und Bestandsrisiken wird durch angemessene Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Risiken ist durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Pauschale Zahlungskürzungen von Kunden (Delkredere etc.) werden direkt bei den Liefer- und Leistungsforderungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie werden mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen denselben Parteien mit gleicher Fälligkeit werden zum Bilanzstichtag verrechnet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst, Bewertungsgewinne dagegen erst bei deren Realisierung. Die Umrechnung von ursprünglich auf fremde Währung lautenden Posten erfolgt gemäß § 256a HGB. III. Angaben zu Posten der Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24 ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Geleistete Gesamt gewerbliche Schutzrechte Firmenwert Anzahlungen und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und in TEUR Werten Anschaffungs- /Herstellungskosten Stand am 30.06.2023 16.061 4.333 66 20.460 Zugänge 10 - 390 400 Abgänge - - - - Umbuchungen - - - - Stand am 30.06.2024 16.071 4.333 456 20.860 Abschreibungen Stand am 30.06.2023 13.174 4.333 - 17.507 Zugänge 436 - - 436 Abgänge - - - - Stand am 30.06.2024 13.610 4.333 - 17.943 Buchwert zum 30.06.2023 2.887 - 66 2.953 Buchwert zum 30.06.2024 2.461 - 456 2.917 Sachanlagen Grundstücke Technische Andere Geleistete Gesamt und Bauten Anlagen und Anlagen, Anzahlungen Maschinen Betriebs- und und Anlagen Geschäfts- im Bau in TEUR ausstattung Anschaffungs- /Herstellungskosten Stand am 30.06.2023 5.624 49.579 10.611 79 65.893 Zugänge 1.360 205 880 1.046 3.491 Abgänge - - -351 - -351 Umbuchungen - 62 17 -79 - Stand am 30.06.2024 6.984 49.846 11.157 1.046 69.033 Abschreibungen Stand am 30.06.2023 1.008 39.601 8.548 - 49.157 Zugänge 123 2.426 782 - 3.331 Abgänge - - -310 - -310 Stand am 30.06.2024 1.131 42.027 9.020 - 52.178 Buchwert zum 30.06.2023 4.616 9.978 2.063 79 16.736 Buchwert zum 30.06.2024 5.853 7.819 2.137 1.046 16.855 Finanzanlagen Anteile an verbundenen Beteiligungen Gesamt in TEUR Unternehmen Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 30.06.2023 69.270 2.945 72.215 Zugänge 1.501 - 1.501 Abgänge - - - Stand am 30.06.2024 70.771 2.945 73.716 Abschreibungen Stand am 30.06.2023 49 - 49 Zugänge - - - Abgänge - - - Stand am 30.06.2024 49 - 49 Buchwert zum 30.06.2023 69.221 2.945 72.166 Buchwert zum 30.06.2024 70.722 2.945 73.667 Der Anteilsbesitz und die weiteren Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB sind aus der Beteiligungsübersicht ersichtlich. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.381 (Vorjahr: TEUR 1.693) enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 658 (Vorjahr: TEUR 13) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Das Grundkapital ist in 7.920.000 Stamm-Stückaktien eingeteilt. Auf jede einzelne Aktie entfällt ein rechnerischer Betrag von EUR 6,32. Die Stammaktien lauten auf den Inhaber und sind unter der Wertpapierkennnummer 722900 zum Börsenhandel zugelassen. Das Grundkapital der Schloss Wachenheim AG ist gemäß § 4 Abs. 7 der Satzung um bis zu TEUR 25.027, eingeteilt in 3.960.000 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber der bis zum 24. November 2026 ausgegebenen Wandelschuld- bzw. Optionsschuldverschreibungen von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen bzw. ihren Wandlungspflichten nachkommen. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, den Wortlaut der Satzung entsprechend dem jeweiligen Bestand und der jeweiligen Ausnutzung des bedingten Kapitals anzupassen. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. November 2021 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 einmal oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 100 Mio. mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren ab Ausgabe zu begeben. Die Ausgabe der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen kann auch durch eine in- oder ausländische Kapitalgesellschaft erfolgen, an der die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist (Konzernunternehmen). Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 25. November 2021. Der Vorstand ist befugt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats und gegebenenfalls im Einvernehmen mit den Organen des die Anleihe begebenden Konzernunternehmens die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibungen zu bestimmen. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Der Vorstand der Schloss Wachenheim AG ist durch Hauptversammlungsbeschluss vom 25. November 2021 ermächtigt worden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. November 2026 das Grundkapital um bis zu TEUR 25.027 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien der Gesellschaft gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021) und dabei das Gewinnbezugsrecht der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festzulegen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Dabei ist den Aktionären hinsichtlich des genehmigten Kapitals ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig unter bestimmten Bedingungen auszuschließen. Weitere Regelungen zum Genehmigten Kapital 2021 enthält § 4 Abs. 6 der Satzung. Von der Ermächtigung zur Ausübung des genehmigten Kapitals wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Am 26. November 2020 hat die Hauptversammlung den Vorstand ermächtigt, bis zum 25. November 2025 einmal oder mehrfach über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots eigene Stückaktien (Stammaktien) zu bestimmten Konditionen zu erwerben. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist insgesamt auf einen Anteil von 10 % des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Weitere Einzelheiten enthält der Ermächtigungsbeschluss vom 26. November 2020. Von der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde bislang kein Gebrauch gemacht. Die Schloss Wachenheim AG hat die am 8. Juli 2003 veröffentlichte Mitteilung erhalten, dass der Stimmrechtsanteil der Günther Reh Aktiengesellschaft an der Gesellschaft die Schwelle von 75 % unterschritten hat und nunmehr 70,0162 Prozent des Stimmrechtsanteils, was 5.545.280 der Stimmen entspricht, beträgt und dass ihr von diesen Stimmen 0,4292 Prozent (23.800 Stimmen) über § 22 Abs. 1 Nr. 4 WpHG zuzurechnen sind (mitgeteilte Beteiligung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG i.V.m. § 21 WpHG). Zum 30. Juni 2024 stehen der Günther Reh Aktiengesellschaft aus 5.532.640 Aktien rund 69,86 % der Stimmrechte an der Schloss Wachenheim AG zu. In die Kapitalrücklage wurden ursprünglich rund TEUR 13.059 (Agio aus Barkapitalerhöhungen 1996 und 1997) gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt. Nach einer Entnahme von TEUR 3.513 zur Glättung des in Euro umgerechneten bisherigen Grundkapitals zum 30. Juni 1999 wurden zum 30. Juni 2004 weitere TEUR 4.976 zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags des Geschäftsjahres 2003/04 entnommen. Die gesetzliche Rücklage hat die gesetzliche Mindesthöhe gemäß §150 AktG erreicht. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. November 2023 wurde aus dem Bilanzgewinn zum 30. Juni 2023 von TEUR 41.106 eine Dividende in Höhe von TEUR 4.752 bzw. EUR 0,60 pro Aktie ausgeschüttet. Die verbleibenden TEUR 36.354 wurden auf neue Rechnung vorgetragen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. 'Projected-Unit-Credit-Methode' (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die 'Richttafeln 2018G' von Klaus Heubeck verwendet. Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit einem Rechnungszinssatz von 1,84 % p.a. abgezinst; ferner wird ein Rententrend von 2,00 % p.a. zugrunde gelegt. Der negative Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf EUR 424. Zum Zwecke der Insolvenzsicherung ist für die Pensionsverpflichtung eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, deren Aktivwert sich per 30. Juni 2024 auf TEUR 9 beläuft. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird diese mit der Pensionsverpflichtung in Höhe von TEUR 489 saldiert. Die Bewertung der Jubiläumsverpflichtung erfolgt mittels der sog. 'Projected-Unit-Credit-Methode' (PUC-Methode). Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die 'Richttafeln 2018G' von Klaus Heubeck verwendet. Die Verpflichtung wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinssatz von 1,86 % p.a. abgezinst; außerdem wurde eine Fluktuation von 4,50 % p.a. zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Rückstellungen für Boni, Werbekostenzuschüsse, Listungsgebühren 2.552 2.334 Ausstehende Rechnungen 1.267 1.809 Rückstellungen für Urlaub, Weihnachtsgeld, Altersteilzeit und andere Personalaufwendungen 3.398 3.539 Übrige Rückstellungen (Rechts- und Beratungskosten, Abschluss- prüfung, Prozesskosten u. a.) 663 701 7.880 8.383 Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.900) gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin Günther Reh Aktiengesellschaft. Darüber hinaus beinhaltet der Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 233 (Vorjahr: TEUR 271). In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 529 (Vorjahr: TEUR 919) enthalten. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt: Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von 30. Juni 2024 bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr TEUR TEUR TEUR Gegenüber Kreditinstituten 27.976 17.976 10.000 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 413 413 - Aus Lieferungen und Leistungen 12.398 12.398 - Gegenüber verbundenen Unternehmen 2.409 2.409 - Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 529 529 - Sonstige 6.357 6.187 170 50.082 39.912 10.170 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit von 30. Juni 2023 bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr TEUR TEUR TEUR Gegenüber Kreditinstituten 26.768 15.768 11.000 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 403 403 - Aus Lieferungen und Leistungen 13.958 13.958 - Gegenüber verbundenen Unternehmen 3.669 3.669 - Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 919 919 - Sonstige 6.699 6.538 161 52.416 41.255 11.161 Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten hat ein Betrag von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Grundpfandrechtliche Sicherheiten bestehen nicht. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Latente Steuern werden in Höhe des Passivsaldos aus aktiven und passiven latenten Steuern angesetzt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen sowie aus temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände. Passive latente Steuern resultieren überwiegend aus temporären Differenzen im Bereich des Vorratsvermögens sowie bei den Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr 2023/24 haben sich die aktiven latenten Steuern von TEUR 1.178 (Stand zu Beginn des Geschäftsjahres) um TEUR 566 auf TEUR 612 reduziert. Im gleichen Zeitraum haben sich die passiven latenten Steuern von TEUR 2.592 um TEUR 832 auf TEUR 3.424 erhöht. Zum 30. Juni 2024 ergibt sich damit ein Passivsaldo von TEUR 2.812. Bei der Bewertung der latenten Steuern werden unternehmensindividuelle Steuersätze in Höhe von 15,83 % bei der Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag und 14,88 % bei der Gewerbesteuer berücksichtigt. Die steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum 30. Juni 2024 unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2023/24 auf EUR 2,8 Mio. (Körperschaftsteuer) bzw. EUR 0 (Gewerbesteuer). IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse (nach Abzug des Schaumweinsteueraufwands), die zu rund 79 % (Vorjahr: rund 77 %) mit inländischen Kunden getätigt wurden, verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Sparten: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR 55.794 56.215 Schaumwein 801 783 Stillwein 6.427 6.548 Weinhaltige Getränke 8.190 7.840 Nichtalkoholische Getränke 37.161 31.631 Entalkoholisierte Getränke 4.476 4.625 Sonstige Produkte 2.819 2.791 Erträge aus Dienstleistungen und Weiterbelastungen 115.667 110.433 Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 315). Diese entfallen auf die Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 513; Vorjahr: TEUR 270). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen. V. Sonstige Angaben Mitglieder des Vorstands Oliver Gloden - Sprecher des Vorstands Marketing, Technik, Einkauf, Vertrieb Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: CEVIM SAS, Tournan-en-Brie (Président du Comité Stratégique) Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie (Mitglied des Verwaltungsrats) AMBRA S.A., Warschau (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Soare Sekt a.s., Brno (Mitglied des Aufsichtsrats) Zarea S.A., Bukarest (Mitglied des Aufsichtsrats) Boris Schlimbach Finanzen, Investor Relations, Personal, Qualitätsmanagement Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: CEVIM SAS, Tournan-en-Brie (Membre du Comité Stratégique) Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie (Mitglied des Verwaltungsrats) AMBRA S.A., Warschau (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) Zarea S.A., Bukarest (Mitglied des Aufsichtsrats) Die aktuellen Verantwortungsbereiche der Vorstände sind auch im Internet unter ‚www.schloss-wachenheim.com‘ verfügbar. Mitglieder des Aufsichtsrats Aktionärsvertreter: Nick Reh, lic. oec. HSG – Vorsitzender des Aufsichtsrats Mitglied des Vorstands der Günther Reh Aktiengesellschaft, Leiwen/Mosel, und Geschäftsführer der Günther und Käthi Reh GmbH & Co. KG, Trier Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: AMBRA S.A., Warschau (Mitglied des Aufsichtsrats) TRIWO AG, Trier (Vorsitzender des Aufsichtsrats) Dr. Wilhelm Seiler – stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Rechtsanwalt als Einzelanwalt Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG, Haar (Mitglied des Beirats) Eduard Thometzek Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Zürich Beteiligungs AG (Deutschland), Frankfurt am Main Monika Schulze Ehemalige Head of Customer and Innovation Management der Zurich Gruppe Deutschland, Köln Mandate in Aufsichtsräten/Kontrollgremien: AMBRA S.A., Warschau (Mitglied des Aufsichtsrats) Atlantic Grupa d.d., Zagreb/Kroatien (Mitglied des Aufsichtsrats) Ökoworld AG, Hilden (stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats) – seit 15. April 2024 Arbeitnehmervertreter: Melanie Meigel Mitarbeiterin Qualitätsmanagement (Betriebsstätte Trier) Stephan Scholten Brand Manager (Betriebsstätte Trier) Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte Kredite und Vorschüsse Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2023/24 betragen TEUR 826 (Vorjahr TEUR 1.192). Die Gesamtbezüge beinhalten Tantiemen, die sich am Konzernergebnis und an einer nachhaltigen Konzernentwicklung orientieren, und entfallen auf kurzfristig (TEUR 618) und langfristig (TEUR 208) fällige Leistungen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023/24 betragen TEUR 160 (Vorjahr TEUR 170). Gemäß § 16 der Satzung ergibt sich die Aufsichtsratsvergütung aus einer festen Vergütung sowie einer Vergütung für Sitzungsteilnahmen. An die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats oder an frühere Mitglieder des Vorstands wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte zum Zwecke der Auslagerung von Ausfallrisiken und zur Liquiditätssicherung (Factoring) sowie weitere Geschäfte für Zwecke der Finanzierung (Leasing) vorgenommen. Vorteile diesbezüglich bestehen in dem Wegfall der Vorfinanzierung von Vermögensgegenständen. Risiken bestehen in den in diesen Verträgen vereinbarten Miet- und Leasingzahlungen und dem daraus resultierenden Abfluss von liquiden Mitteln. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 19.691 (Vorjahr TEUR 20.535) verkauft. Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich insgesamt auf TEUR 6.735. Davon ist in 2024/25 ein Betrag von TEUR 2.079, in 2025/26 ein Betrag von TEUR 2.002 und in den Folgejahren ein Betrag von insgesamt TEUR 2.654 fällig. Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die überwiegend aus Bestellungen für Weineinkäufe, Software sowie für Vertriebsdienstleistungen resultieren, in Höhe von insgesamt TEUR 10.115. Davon ist in 2024/25 ein Betrag von TEUR 10.098, in 2025/26 ein Betrag von TEUR 10 und in den Folgejahren ein Betrag von insgesamt TEUR 7 fällig. Haftungsverhältnisse Verpflichtungen aus Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten bestanden zum Stichtag über TEUR 476 (Vorjahr: TEUR 336). Anzeichen für eine mögliche Inanspruchnahme liegen nicht vor. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2023/24 2022/23 133 120 Gewerbliche Arbeitnehmer 151 142 Angestellte 284 262 Mutterunternehmen Mutterunternehmen der Schloss Wachenheim AG ist die Günther Reh Aktiengesellschaft, Leiwen (Handelsregister beim Amtsgericht Wittlich). Die Schloss Wachenheim AG wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens einbezogen; dieser wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des „Deutschen Corporate Governance Kodex“ Die gesetzlich vorgesehene Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des “Deutschen Corporate Governance Kodex“ ist den Aktionären auf der Website der Gesellschaft unter www.schloss-wachenheim.com/investor- relations/corporate-governance dauerhaft zugänglich. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen: 2023/24 2022/23 TEUR TEUR Abschlussprüfungsleistungen 207 198 Andere Bestätigungsleistungen 7 7 Steuerberatungsleistungen - - Sonstige Leistungen - - 214 205 Erwerb und Veräußerung eigener Aktien (§ 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG) Die Schloss Wachenheim AG hat im Berichtsjahr 6.740 eigene Aktien im rechnerischen Nennwert von insgesamt 43 TEUR (= 0,09 % des Grundkapitals) zum Zwecke der Weitergabe an Mitarbeiter des Unternehmens oder an Mitarbeiter von verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten von TEUR 111 erworben und für TEUR 68 weiterveräußert. Der Erlös aus der Weiterveräußerung wurde dem operativen Geschäftsbetrieb zugeführt. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten. Aufstellung Anteilsbesitz An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Schloss Wachenheim AG Beteiligungen im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB. Anteil am Eigenkapital Ergebnis Kapital in % TEUR TEUR 61,12 72.011 9.879 AMBRA S.A., Warschau (Polen), mit AMBRA Brands Sp. z o.o., Warschau (Polen) (100,00) 44.763 4.818 Przedsiębiorstwo Handlowe Vinex Slaviantsi Poland Sp. z o.o., Toruń (Polen) (51,00) 3.340 413 TiM S.A., Bielsko-Biała (Polen), mit (51,00) 12.250 4.338 Wine 4 You Sp. z o.o., Piasezno (Polen) (50,00) 422 104 Comfort Zone Sp. z o.o., Warschau (Polen) (100,00) 2 -5 Soare Sekt a.s., Brno (Tschechien), mit (100,00) 1.999 1.963 Soare Sekt Slovakia, s.r.o., Trebatice (Slowakei) (100,00) 2.085 715 Vino Valtice s.r.o., Valtice (Tschechien) (100,00) -53 -16 Karom Drinks s.r.l., Bukarest (Rumänien) (56,00) -82 -29 Zarea S.A., Bukarest (Rumänien) (51,15) 24.616 3.598 Domeniile Dealu Mare s.r.l., Urlati (Rumänien) (70,00) 2.053 1 -48 1 Vitis Prod s.r.l., Urlati (Rumänien) (70,00) 683 -10 Premium Service Sp. z o.o., Warschau (Polen) (100,00) 269 -122 CEVIM SAS, Tournan-en-Brie (Frankreich), mit 100,00 31.452 1 497 Compagnie Française des Grands Vins S.A., Tournan-en-Brie (Frankreich) mit (99,91) 60.439 1 2.264 1 Veuve Amiot SAS, Saumur-Vouvray (Frankreich) (100,00) 5.470 316 Volner SAS, Tournan-en-Brie (Frankreich) (100,00) 4.829 1 1.562 Vintalia Weinhandels GmbH & Co. KG, Haar 50,00 156 554 Reichsgraf von Kesselstatt GmbH, Trier, mit 90,00 26 - 2 2 Apollinar Joseph Koch GmbH, Trier (100,00) 26 - Schloß Marienlay Wein-GmbH, Morscheid (100,00) 26 - 2 Rindchen’s Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt, mit 100,00 138 -1.427 Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen (100,00) 183 -753 Wein-Retail Services GmbH, Trier (100,00) 54 26 GW Weintrend GmbH, Trier (100,00) 210 -115 SW Wines Europe Ltd., London (Großbritannien) 100,00 29 - Anteil am Eigenkapital Ergebnis Kapital in % TEUR TEUR HWK Hamburgische Weinhandelskompanie, Hamburg 100,00 45 3 Schloss Wachenheim Sales Services GmbH, Trier 100,00 55 6 Schloss Wachenheim Transport GmbH, Trier 100,00 65 16 Sektkellerei Nymphenburg GmbH, München mit 100,00 708 - 2 HAECA-Markengetränke GmbH, Trier (100,00) 26 - 2 2 Friedberg Kellerei GmbH, Böchingen/Pfalz (100,00) 26 - Carstens-Haefelin Kellereien GmbH, Trier (100,00) 26 - 2 favin Getränkekellerei GmbH, Böchingen/Pfalz (100,00) 26 - 2 2 Hanse Sektkellerei Wismar GmbH, Wismar (100,00) 34 - Sektkellerei Nymphenburg Oide Wiesn GmbH, München (100,00) 29 - 2 Schloss Wachenheim International GmbH, Wachenheim (100,00) 26 - 2 Feist Belmont'sche Sektkellerei GmbH, Trier (100,00) 26 - 2 2 G.F. Chevalier & Co. GmbH, Böchingen/Pfalz (100,00) 26 - Sektkellerei Schloss Böchingen GmbH, Trier (100,00) 51 - 2 Gerhard Keller Weinvertriebs GmbH, Trier (100,00) 15 - 2 2 Doctor-Weinstube GmbH Weingesellschaft, Trier (100,00) 26 - G.A. Loeffler jun. Sektkellerei GmbH, Trier (100,00) 26 - 2 Julius Berger & Sohn GmbH, Trier (100,00) 26 - 2 2 Sektkellerei Faber GmbH, Trier (100,00) 26 - Jodocius & Co. GmbH, Trier (100,00) 25 - 2 J. Bansi GmbH, Trier (100,00) 25 - 2 Schloß Saarfels Sekt GmbH, Trier (98,93) 65 2 3 3 Henry Faber & Cie. GmbH & Co. KG, Trier 100,00 - - Marken-Import Schulte GmbH & Co. KG, Trier 100,00 - 3 - 3 Aurigatia Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 94,00 -5 1 10 1 1 Letzter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. 2 Organschaftsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung. 3 In das Rechnungswesen der Schloss Wachenheim AG integriert. Verwendung des Bilanzgewinns der Schloss Wachenheim AG Der Jahresüberschuss der Schloss Wachenheim AG beträgt für das Geschäftsjahr 2023/24 EUR 10.791.103,07. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags von EUR 36.354.361,09 wird ein Bilanzgewinn von EUR 47.145.464,16 ausgewiesen. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Dividende von EUR 0,60 je Aktie = EUR 4.752.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von EUR 42.393.464,16 auf neue Rechnung vorzutragen. Trier, den 24. September 2024 Der Vorstand Oliver Gloden Boris Schlimbach Sprecher des Vorstands VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. Trier, den 24. September 2024 Der Vorstand Oliver Gloden Boris Schlimbach Sprecher des Vorstands
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